ETF-Fehler: Diese 5 Fehler sollten Anleger unbedingt vermeiden! Gastbeitrag von Carlos Link-Arad

Kostengünstige Indexfonds (ETFs) werden bei Anlegern immer beliebter. Mit einem Kauf kannst du global in Tausende von Unternehmen investieren. Die Vorteile gegenüber einem reinen Aktienportfolio sind selbst einer Legende wie Warren Buffett bewusst. Nicht ohne Grund empfiehlt dieser seiner Frau, sein Vermögen nach seinem Tod zum Großteil in ETFs zu investieren.

Trotz dieser Vorteile sind ETF-Anleger nicht vor Fehlern sicher. Im nachfolgenden Beitrag habe ich euch die fünf häufigsten Fehler zusammengefasst, die ich in den vergangenen Jahren im Austausch mit Privatanlegern beobachtet habe.

1. Keine Berücksichtigung von Kosten

Mittlerweile können Anleger über 8.000 ETFs weltweit handeln. Allein in Deutschland kannst du über 20 ETFs auf den MSCI-World kaufen. Bei dieser großen Auswahl an potenziellen Kandidaten für dein Depot solltest du die einzelnen ETFs vor dem Kauf miteinander vergleichen. Besonders bei den Kosten können kleine Unterschiede langfristig einen großen Unterschied machen. Wer 5.000 Euro in einen ETF mit einer Total Expense Ratio (TER) von 0,10 Prozent und einer jährlichen Durchschnittsrendite von fünf Prozent investiert, hat nach 30 Jahren ca. 20.973 Euro auf dem Konto. Bei einer TER von 0,5 Prozent sind es “nur” 18.610 Euro – das macht einen Renditeunterschied von 11 Prozent aus.

Als Anleger solltest du auf Vergleichsportalen wie extraETF, justETF oder Finanzfluss immer einen Blick auf das Datenblatt der entsprechenden ETFs werfen und die Kosten miteinander vergleichen. Dafür nutzt du am besten die TER bzw. die Gesamtkostenquote. Um die Bewertung zu ergänzen, solltest du darüber hinaus einen Blick auf die Tracking Difference (TD) werfen. Diese zieht von der Rendite des Index die ETF-Performance ab. Je kleiner die Kennzahl, desto wirtschaftlicher ist der ETF.

2. Überdiversifikation kann Risikoprofil schaden

Die Grundidee von ETFs liegt darin, dass Anleger ein Finanzinstrument zur Verfügung haben, mit dem sie kosteneffizient diversifizieren können. Mit einem ETF auf den MSCI-World bildest du z.B. die nach Marktkapitalisierung gewichtete Wertentwicklung von über 1.600 global agierenden Unternehmen ab. Dieser Grad an Diversifikation ist mit einem reinen Aktienportfolio möglich, aufgrund der Komplexität jedoch wenig praktikabel.

Für das Portfoliorisiko ist eine breite Diversifikation sinnvoll. Bei gleichem Ertrag soll das Risiko durch eine Verteilung auf verschiedene Branchen und Regionen reduziert werden. Dennoch können Anleger auch übertreiben. Ein ETF auf den MSCI-World und den S&P 500 ist nicht zwangsläufig sinnvoll. Der MSCI-World ist mit über 65 Prozent von US-Unternehmen dominiert. Beide ETFs in einem Depot würden zu einer Dopplung von Unternehmen führen und somit das Klumpenrisiko erhöhen. Achtet also immer vor der ETF-Auswahl auf die enthaltenen Werte. Kleine Überschneidungen sind nicht tragisch.

3. Daytrading widerspricht dem Grundgedanken von ETFs

ETFs basieren auf dem Grundgedanken des passiven Investierens. Der ETF-Urvater John Bogle plädierte stets dafür, dass Anleger langfristig immer der Börse folgen sollten. Warum? Tatsächlich zeigen zahlreiche Studien (u.a. Morningstar), dass aktive Fondsmanager in den USA den Markt nur selten schlagen. Ihre Performance ist umso schlechter, je länger sich der Anlagezeitraum zieht.

Stock- bzw. ETF-Picking und Timing-Strategien folgen der Annahme, dass Anleger bestimmte Trends erkennen können, die der breite Markt nicht kennt. Empirische Belege, welche die Ergebnisse von Daytrading validieren, existieren bis dato nicht. Anleger, die auf passive Indexingstrategien setzen, profitieren langfristig von der Marktrendite und sparen sich Zeit bei der individuellen Konstruktion eines Trader-Kontos. Der Gewinner von Tradingstrategien ist am Ende des Tages die Depotbank, welche von den Transaktionsgebühren profitiert. Und möglicherweise das Finanzamt.

Zur Erinnerung: Der MSCI-World hat seit seiner Auflage in den 70er-Jahren eine durchschnittliche Jahresrendite von ca. sieben Prozent erzielt. Bei der Performance werden aus einem 10.000 Euro Investment nach 30 Jahren ca. 125.089 Euro entstehen.

4. Portfolio-Rebalancing bei ETFs vergessen

Vor dem Kauf von ETFs sollten wir uns alle Gedanken über unser Risikoprofil machen. Wie viel Risiko sind wir bereit, zu tragen? Ist eine Aktienquote von 95 Prozent sinnvoll, wenn ich nächstes Jahr mit dem Depotvermögen in Rente gehe? Sind Kryptowährungen eine sinnvolle Ergänzung für mein Portfolio?

Mach dir Gedanken, wie hoch deine Risikotragfähigkeit ist und geh mit diesem Bewusstsein deinen Vermögensaufbau an. Wer seine Risikotoleranz überschätzt, wird in turbulenten Marktphasen häufig kalt erwischt und reagiert impulsiv auf die Kursreaktionen. Das kann deiner langfristigen Rendite und Anlegerpsyche massiv schaden. Fang im Idealfall mit einer niedrigen Aktienquote an und/oder wähl breit streunende ETFs, um die Volatilität in deinen Portfolios auf einem tragfähigen Niveau zu halten. Die Aktienquote kannst du mit steigender Erfahrung sukzessive erhöhen.

Hast du dich beispielsweise für eine 60/40-Aufteilung in Aktien (60 Prozent) und risikofreien Anlagen (40 Prozent) entschieden, dann ist der erste Schritt erledigt. Im zweiten Schritt solltest du einmal im Jahr ein Portfolio-Rebalancing durchführen. Hat sich dein Aktienanteil beispielsweise überdurchschnittlich entwickelt, sodass am Ende eine Aktienquote von 80 Prozent vorliegt, solltest du einen Teil des Aktienportfolios in risikoarme Anlagen umschichten, um das ursprüngliche Risikoprofil wieder herzustellen. Andernfalls riskierst du ein zu hohes Risikoniveau.

5. Übergewichtung von Themen-ETFs

Hast du schon mal was von Themen-ETFs gehört? Seit Jahren entwickeln ETF-Anbieter vermehrt ETFs auf bestimmte Trendthemen oder Branchen wie z.B. Wasserstoff, Blockchain oder Clean-Energy. Der Markt ist spannend, da du mit einer relativ breiten Diversifikation eine komplette Branche abdecken bzw. in deinem Portfolio verstärken kannst.

Was du nicht außer Acht lassen solltest ist, dass Themen-ETFs aufgrund der Beschränkung auf eine Branche oder Region über ein deutlich höheres Klumpenrisiko verfügen als z.B. ein Welt-ETF. Hier hat sich in der Vergangenheit mit der Core-Satellite-Strategie eine bewährte Allokationsmethode entwickelt, mit der Privatanleger ihr Risikoprofil clever steuern können. Sie funktioniert folgendermaßen: 80 Prozent deines Vermögens investierst du in ein breit gestreutes ETF-Portfolio. Die restlichen 20 Prozent kannst du in riskantere Anlagen stecken. Dazu gehören neben Themen-ETFs auch Einzelaktien, Kryptowerte oder P2P-Kredite. Durch die 80/20-Aufteilung hast du dein Verlustrisiko gedeckelt und setzt trotz der riskanten Investments auf eine solide Basis für deinen Vermögensaufbau.

Gastbeitrag von

Carlos Link-Arad. Carlos hat nach seinem Wirtschaftsstudium in Frankfurt bei einer Strategieberatung im Bereich digitaler Transformation (Financial Services) gearbeitet. Inspiriert durch die Innovationskraft von Fintechs war er anschließend bei zahlreichen Fintechs als Marketer sowie als Produktentwickler aktiv. Zudem hat er als Autor bereits für extraETF, BTC-Echo und Business Insider geschrieben.

Autor Carlos Link Arad

Sein LinkedIn-Profil findest du hier: https://www.linkedin.com/in/carloslinkarad/

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42sucht21
13 Tage zuvor

@Carlos
Persönlich halte ich die TD für relevanter als die TER. Es gibt zig Beispiele zB über jahrelange ‘outperformance’ von Welt ETFs gegen ‘gleiche’ ETFs trotz höherer TER und sogar ‘Outperformance’ gegenüber des Index. TER wird mE teils als Marketinginstrument verwendet. TD kann man halt nur retrospektiv betrachten – wie die meisten Dinge an der Börse 🙂

zu “Daytrading widerspricht dem Grundgedanken von ETFs“Nein, der Grundgedanke für ETFs sind die Instis – und die können damit eben flexibel große Summen schieben. Für Privatanleger ist es eine andere Sache aber das ist ja nicht der ‘Grundgedanke von ETFs’ sondern eine Strategie – wer daytraden will kann es eben mit allem machen – Daytrading per se widerspricht dem Grundgedanken eines Anlegers – egal womit.

Marvin
13 Tage zuvor

Warum wird immer behauptet, dass der MSCI World ohnehin quasi alles abdeckt? Wieviele der Aktien aus dem Eurostoxx 600, dem MDAX und SDax sind im MSCI World enthalten? Auch der Russel 2000 ist ein interessanter SmallCaps Index, der eben nicht enthalten ist.
Themen-ETFs sind leider tatsächlich Abzocke. Sie werden aufgelegt nachdem das Segment geboomt hat. Milchmädchen Börse…

Rolexinvestor
13 Tage zuvor
Antwort an  Marvin

Behauptet das jemand? Gott sei Dank tut er das nicht, sonst wäre er noch schwerfälliger.
Mir ist der S&P500 ohnehin sympathischer.

Elias
13 Tage zuvor

Für mich persönlich sehr spezieller und ungewöhnlicher Artikel bei Tim.

Lad
13 Tage zuvor

Der größte Fehler von ETF ist (auch ADR), du besitzt keine Unternehmen. Du leihst nur Geld einer Investmentgesellschaft (oder Bank) und die allein besitzt die Unternehmen. Die ETFs (auch ADRs) haben begrenzte Gültigkeit. Irgendwann muss man das Zeug verkaufen, am besten nach einem Jahr. Beim Bankrott der Investmentgesellschaft (oder Bank) verliert man Geld im ETF (auch ADR). Also wer sich mit Aktien länger als 1 Jahr beschäftigt, sollte alle ETFs verkaufen und allein ein Portfolio aus 20-30 gesunden, sympathischen, günstigen Dividenden-Aktien konstruieren. Man will doch niemals alle Aktien aus dem DAX haben, sondern nur 6 sympathische Unternehmen. Mein Fonds = Portfolio enthält 30 Aktien aus diesen Staaten: Spanien 1, Japan 2, Australien 2, Kanada 2, Frankreich 2, Britannien 4, Deutschland 6, USA 11.

Lejero
13 Tage zuvor
Antwort an  Lad

Mist, ich habe meine ETFs schon länger als ein Jahr, habe ich da jetzt was verkehrt gemacht Lad? Meinst du wenn ich sie jetzt sofort verkaufe komme ich nochmal mit einem blauen Auge davon?

Slowroller
13 Tage zuvor
Antwort an  Lad

Wie kann man bitte so einen Bullshit schreiben, der nachweislich nicht nur falsch sondern wirklich irreführend ist? ETF sind Sondervermögen, die weder beim Broker noch beim ETF-Anbieter irgendwie in die Insolvenzmasse übergehen.

-M
13 Tage zuvor
Antwort an  Slowroller

Er spielt wohl auf Swap Geschäfte von nicht physisch replizierenden ETF an, wäre meine Vermutung.

-M

Rolexinvestor
13 Tage zuvor
Antwort an  Slowroller

Den Mist hat er schon einmal geschrieben. Warum er das macht? Vielleicht ist er „aktiver“ Fondsmanager, dem die Leute davonlaufen…und jetzt redet er die ETF‘s schlecht.

rif
12 Tage zuvor
Antwort an  Lad

Frage zu den Staaten, welches KGV jeweils?

Daniel
11 Tage zuvor
Antwort an  Lad

Das Zauberwort heisst UCITS. Und damit ist das meiste von dem hier gesprochen wird nichts als Unsinn oder unnötige Panikmache.

Niemand muss um sein Geld fürchten. Weder bei einem Ausfall des Brokers noch bei dem Ausfall des Herausgeber des ETF

https://www.justetf.com/de/news/etf/die-rechtslage-bei-etfs-das-ucits-regelwerk.html

Tobs
11 Tage zuvor
Antwort an  Daniel

Hallo Daniel, ich sehe das im Ergebnis genauso, dass man mögliche Risiken bei der Entscheidung in ETF zu investieren, nicht allzu sehr übergewichten muss.

Negieren sollte man sie aber auch nicht bzw. wenigstens mal eine Sekunde darüber nachdenken (es dann aber auch gut sein lassen 🙂 ). Der ETF ist zusätzlicher Layer zu den Wertpapieren wie jeder andere Investmentfonds auch. Daher ergeben sich auf dieser Ebene spezifische Risiken, die nicht zwingend in letzter Instanz an jemanden adressiert werden in der Weise, dass er für den Anleger aufkäme und diesen schadlos hielte:

Insolvenzfall der die den ETF verwaltenden Gesellschaft (hierzulande nennt man das die KVG): Tatsächlich besteht hier für den jeweiligen Anleger ein Absonderungsrecht in Bezug auf seine Wertpapiere. Aktivlegitimiert diese geltend zu machen ist die sogenannte Verwahrstelle. Hier fängt es schon an ein bisschen unbequem zu werden, weil eine andere Instanz als Du Deine Ansprüche geltend macht. Das kann Vorteile haben, aber auch nicht – zum Beispiel in welchem Land wurde der ETF aufgelegt und welches Prozessrecht gilt dort und wie effektiv funktioniert die Justiz? Beispiel: Luxemburg – hier gab es seinerzeit nach Madoff Schwierigkeiten in der Durchsetzung. Wie ist das in Irland – keine Ahnung. Jedenfalls ist das ebenfalls eine der Finanzindustrie nahestehende Gesellschaft. 🙂 Dazu kommt, dass gerade im Wertpapierbereich bei den großen Anbietern immer noch Konzernverwahrstellen das Geschäft machen, also in der Regel ein verbundenes Unternehmen. Rechtlich ist das zwar getrennt und trotzdem muss man den Gedanken nicht unbedingt benötigen.

Ausfallrisiken anderer Parteien: Hier wird es interessant, gerade im Detail.

#Lagerstellen/Unterverwahrer: Die den ETF beaufsichtigende Verwahrstelle (zugleich typischerweise auch die depotführende Stelle des Investmentfonds) verwahrt die Wertpapiere nicht selbst, das machen in den jeweiligen Jurisdiktionen in letzter Instanz die sogenannten Zentralverwahrer. Ein französisches Wertpapier muss zwingend in Frankreich unterverwahrt sein, ein spanisches in Spanien usw. Dazwischen sind häufig noch Unterverwahrer geschaltet, in einigen Fällen sind das ganze Ketten. In der Insolvenz von Lehman Brothers musste man auch feststellen, dass Wertpapiere, die teilweise in Sammelaccounts geschmissen wurden, gar nicht mehr zuzuordnen waren. Daraus hat man aber gelernt und das Rechtsregime statuiert mittlerweile strenge Anforderungen an die Segregation.

#Schadensersatz bei Verlust von Wertpapieren: Tatsächlich muss nach europäischem Regime die Verwahrstelle für jeden verwahrfähigen Vermögensgegenstand verschuldensunabhängig Ersatz leisten, wenn Wertpapiere verlustig gehen. Für jeden? Ausnahmsweise kann sich die Verwahrstelle enthaften für die Fälle, in denen es im Zielland des Emittenten keinen adäquaten Zentralverwalter gibt (dazu gibt es Listen). Das muss in den Anlagebedingungen des Fonds geregelt sein. Beschränkt sich aber auf wenige Staaten, wo vielleicht der ETF auch gar nicht investiert.

#Einlagen: Du hast kein Problem, wenn die KVG insolvent geht, aber es könnten auch Kreditinstitute insolvent gehen, bei denen die Einlagen geführt werden. Natürlich muss nach europäischem Rechtsregime diversifiziert werden was die Kreditinstitute anbelangt, und trotzdem kann das eintreten. Dann muss Du hoffen, dass es noch in letzter Instanz ein Sicherungsmechanismus gibt, der hier stützten kann. Vergiss nicht, dass ein ETF ab einer gewissen Größe auch schnell mal 100 Mio. Euro bei einer einzigen Bank liegen haben kann. Denke nicht, dass hierfür dann jemand zahlen wollte, zumal die dahinter stehende Person kein “Privater”, sondern eine anonyme Kapitalsammelstelle ist, für die wenig Lobby bestünde.

Kurzum: Nichts ist ohne Risiko und die vorgenannten Punkte müssen einen nun wirklich nicht davon abhalten in ETF zu investieren. Aber sicherer ist es definitiv, wenn Du ganz primitiv und brav eine Aktie in Deinem Depot liegen hast. 🙂

Bruno
11 Tage zuvor
Antwort an  Tobs

Securities Lending und zu einem Teil swap ist meiner Ansicht nach das grösste Risiko, aber es gibt ja genug ETF’s ohne Leihe und ohne swaps. Aber auch bei diesen Fällen ist immer nur ein Teilrisiko.

Bezüglich “verloren gehen” dieses Risiko denke ich ich äusserst gering, und das kann dir ja auch bei Aktien passieren. Wenn die ganze Welt im Atompilz verschmilzt dann wird man deine Aktien wohl nicht mehr finden, aber denke dann hat man andere Probleme 😉

-M
11 Tage zuvor
Antwort an  Bruno

Richtig. Habe da mal was von maximal 10% gelesen, die im Feuer stehen könnten. Darf man nicht überbewerten, wenn man die Strategie fährt. Ich habe keine ETF, würde mich aber auch nicht abhalten, wobei ich physisch replizierende dann auch haben wollte.

-M

42sucht21
11 Tage zuvor
Antwort an  Tobs

@Tobs – spezifische Risiken
Sehen wie bei small Caps China ADRs aber auch so ein oder zwei dieser spezifische Risiken die evtl. etwas größer sind, oder?
Egal,
was ich eigentlich immer schon mal fragen wollte…:
Welche Small Caps (ex-China) in Ihrem Depot fänden Sie spannend und des Vorstellens Wert hier im Forum?

Tobs
11 Tage zuvor
Antwort an  42sucht21

Natürlich, jeder zusätzliche Layer zum eigentlichen Vermögensgegenstand hat eigenständige Risiken, so ADR und GDR auch. Deswegen mag ich sie auch nicht. Von meinen chinesischen Werten ist das auch nur einer (Futu Holdings). Ich bin ja glücklicherweise nie China-tech-lastig gewesen (wo sehr viele VIE Strukturen anzutreffen sind).

Small Caps ex China heißt auch Small Caps ex Hong Kong, richtig?

42sucht21
11 Tage zuvor
Antwort an  Tobs

@Tobs
ich bin da zwar etwas gebiased mit H-Aktien. Habe mal in HK gearbeitet…
Trotzdem, ja, ich meinte auch ex-Hong Kong. @Claus hat ja seine Strategie und im wesentlichen auch seine Werte und Watchlist gezeigt. Das fand ich schon sehr interessant diese Werte mal anzuschauen. Würd mich bei Ihnen auch interessieren. Nur falls Sie mögen…

Tobs
10 Tage zuvor
Antwort an  42sucht21

Mein HK-Visits waren von kurzer Natur, aber es hat dort schon was, auch wenn ich den süßen, brachigen Geruch in der Luft und das permanente Schwitzen nur schwer abkonnte.

Verstehe, meine Einkaufsliste kommt die Tage mal…

Ralf
12 Tage zuvor

Ich finde Branchen-ETFs nicht so schlecht. Auch wenn damit ein gewisses Klumpenrisiko einhergeht. Wenn ich gezielter in einer Branche investieren möchte, mir aber kein Investment in Einzelaktien zutraue ist das manchmal eine recht gute Alternative. Wenn ich zum Beispiel einen MSCI World Information Technology ETF mit dem allgemeinen MSCI World vergleiche, so liegt trotz jüngster Korrekturen -gerade im Techsektor- der Branchen-ETF deutlich vorne. In den letzten 5 Jahren trotz jüngster Kursschwäche ca. 125 % gegenüber rund 65 % beim World ETF. Das ist schon eine Hausnummer.

Stefan Müller
12 Tage zuvor

Wichtig ist es noch, nur die BigPlayer und große ETFs auszuwählen.
Habe die leidvolle Erfahrung gemacht, dass kleinere ETFs aufgelöst, mit anderen fusioniert werden oder Anlagebedingungen einseitig geändert werden.

Dann muss mann entweder umschichten (Gebühren/Steuern) oder die Bedingungen hinnehmen.
Vielleicht meinte das Lad.

12 Tage zuvor

Sehr schöner Gastbeitrag!
Sind Pingbacks und Trackbacks erlaubt?

Tom
11 Tage zuvor
Antwort an  Blog 99bit

Bin mal auf Deinen Blog gegangen Blog 99bit.
Ist nicht meine Welt.

Bruno
11 Tage zuvor

@Black Friday

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Tim hast wieder mal zugeschlagen in NY 😀

Habe nix gefunden, wollte ein paar Business Sachen aber dieser Tag ist nicht gemacht dafür, die besten Schnäppchen für Elektronik bekommt man in der Regel eh nach Weihnachten.

11 Tage zuvor

Zur aktuellen Marktsituation habe ich mir diese Gedanken gemacht:
Ich hätte bis jetzt gesagt, dass wir uns seit anfang Jahr im Bärenmarkt befinden. Natürlich kann dieser erst sicher diagnostiziert werden, wenn -20% erreicht sind, aber rückblickend begann der Bärenmarkt anfang Jahr.
Und die letzten Tage kam mir dieser Gedanke: Seit 2009 versuchten die Zentralbanken die Inflation auf 2% hochzubringen und eine Deflation zu vermeiden. 2021 begann plötzlich eine Inflation und man war sich sicher, sie wäre nur von kurzer Dauer. Und plötzlich bleibt die Inflation und die Zinsen müssen erhöht werden.
Und heute denken alle, die Zinsen werden in 1 Jahr wieder sinken, die Inflation geht zurück und die Aktienmärkte können ab 2023 oder 2024 wieder steigen. Aber die Mehrheit und auch die Experten lagen 2009 bis 2021 damit falsch, dass die tiefen Zinsen die Inflation von 2% bringen. Und die Mehrheit lag auch falsch, als man 2021 dachte, die Inflation sei nur vorübergehend.
Ich glaube nun, dass wieder alle falsch liegen und die Zinsen und auch die Inflation nicht so schnell wieder sinken die nächste Zeit. Ich halte es für möglich, dass wir seit anfang 2022 in einem Seitwärtsmarkt sind, wo es um 30-50% auf und ab geht. Also dass die Aktienmärkte in Europa und USA zwischen kann über dem Hoch von ende 2021 und einem Drittel darunter schwanken werden und das vielleicht bis 2030 oder länger. Einfach weil niemand so ein Szenario erwartet und die Marktteilnehmer immer noch davon ausgehen, dass die hohen Zinsen und die Inflation vorübergehend sind.

-M
10 Tage zuvor
Antwort an  Zen Investor

Netter Versuch Sammy, ZEN würde anders schreiben….

Freelancer Sebastian
10 Tage zuvor
Antwort an  Zen Investor

Möglich. Oder es kommt ganz anders….

Aus meiner Sicht vergebliche Liebesmüh´, sich darüber Gedanken zu machen. Da lese ich lieber ein gutes Buch. Und investiere stur und stetig weiter. Nächsten Monat kommen wieder ein paar Papierchen von der CME Group ins Depot. Dazu dann Alphabet oder Disney.

Alliban
10 Tage zuvor

Bei ETFs ist mir auch wichtig, dass sie “physikalisch replizierend” sind, also direkt in Aktien investieren. Hat den Nachteil, dass nicht alle Aktien des zugrundeliegenden Index enthalten sind. Überhaupt wird wahrscheinlich “Sampling” betrieben, also nur in eine repräsentative Auswahl investiert. Damit kann ich persönlich leben, da mir v.a. eine möglichst große Streuung wichtig ist, die so ja auch gegeben ist. “Synthetisch replizierend” gefällt mir nicht, weil das für mich wieder nach “tricksen” aussieht. Wenn ich mit dieser Einschätzung falsch liege, muss ich aber auch selber die Konsequenzen tragen.
Branchen-ETFs habe ich auch, wenn ich für eine Branche gute Zukunftsaussichten sehe oder sie mir als Ingenieur gefällt. Ich betrachte mich dabei als “Kleinunternehmer”, weil ich hinter etwas stehe und nehme auch in Kauf, dass ich so keine maximal möglichen Gewinne einfahre.
Mit einer maximalen Aktienquote im Alter von 80% bin ich skeptisch. Obwohl ich ein entsprechendes Alter erreicht habe, ist bei mir der Aktienanteil höher. Mögliche Alternativen (z.B. Anleihen, Bitcoin) halte ich derzeit für riskanter als Aktien (wenn sie breit gestreut sind). Wenn man von Aktien und deren Dividenden leben muss, ist für mich zusätzlich ein Sparkonto (oder mehrere) mit einer Einlage von einem Vielfachen der monatlichen Ausgaben weniger riskant (auch wenn die Realrendite negativ ist). So kann man Flauten bei Aktien meist überbrücken.

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