Ein Problem der besonderen Art: Warren Buffett, Google, Facebook haben zu viel Cash


New York, 5. November 2019
Warren Buffett hat ein Geldproblem. Es wird immer mehr. Mit Aktienrückkäufen ist er auch zu vorsichtig.

Warren Buffett hortet 128 Milliarden Dollar Cash. Er wartet wohl auf eine kräftige Korrektur oder einen Crash. Er zögert schon lange, zuzuschlagen. Ein Kursrutsch wäre bestimmt ein Signal für ihn. Eine Rezession käme dem Value-Guru gelegen.

Auch Facebook und Alphabet schwimmen im Geld. Sie haben 50 bzw. 110 Milliarden Dollar auf dem Konto. Sie können Konkurrenten kaufen, was immer das Herz begehrt.

Die kleine Sportartikler Under Armour ist vielleicht für Buffett einen Blick wert. Der Kurs ist im Keller. Die Behörden vermuten, dass die Zahlen schöner gemacht worden sind, als sie tatsächlich sind. Aufgehübscht sozusagen. War es dem Vorstand wichtig eine stetige Verbesserung der Zahlen in den Quartal zu zeigen, dass er in die Trickkiste griff? Gemunkelt wird das. Die Ermittlungen laufen. Nike und Adidas zerstören die kleinen Konkurrenten. Sie haben kaum Chancen. Nike bringt 140 Milliarden Dollar auf die Börsenwaage. Under Armour nur 7,5 Milliarden Dollar. Seit 2015 verlor Under Armour 80% Börsenwert. Der Chart ist ein Trauerspiel.

Macht dir dein Job eigentlich Spass? Bei mir war das meistens der Fall. Das Marktforschungshaus Gallup veröffentlichte ein neues Buch mit dem Titel “Es ist der Manager” – “It’s the Manager“. Die Experten stellten während ihren Nachforschungen fest, dass der Manager/Chef bei weitem der Hauptgrund ist, ob jemand in seinem Job bleibt oder nicht.

*Affiliate

Ein guter Chef kann eine schreckliche Firma großartig machen, für die du arbeitest. Ein schlechter Chef kann eine großartige Firma zum Albtraum machen. Wenn du deinen Job haßt, schau genauer hin. Stell sicher, dass es nicht dein Chef ist. Oder ein giftiger Kollege die Schuld daran trägt. Vielleicht kannst du dann in eine andere Abteilung oder eine Tochtergesellschaft wechseln.

Wichtig ist für dich: Halte deine Sparquote hoch. Und investiere fleissig. Nur wer investiert, kann einen komfortablen Wohlstand aufbauen. Wer das nicht tut, der muss kleine Brötchen backen.

Übrigens verdienen junge Amerikaner 20% weniger, als die Babyboomer es taten, als sie jung waren. Das zeigt eine neue Studie.


tim schaefer (Author)

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thoughts on “Ein Problem der besonderen Art: Warren Buffett, Google, Facebook haben zu viel Cash

  1. AvatarPJanssen

    Wenn man mal wüsste worin man aktuell sinnvoll investieren könnte. Am Cash oder der Sparqoute soll’s nicht scheitern aber auch die wird gehortet. Meine besten/sinnvollsten Investments sind aktuell Taiwan Semiconductor, Bank of America, JP Morgan, Berkshire Hathaway und Starbucks. Läuft ja auch einwandfrei und wenn sich nichts weiteres bietet vergrößere ich einfach diese Positionen.

  2. Mark85Mark85

    An PJanssen: Falls man nur in Aktien investiert ist, kann es Sinn machen, sein Augenmerk auf weitere Anlageklassen zu richten, weil sie sich langfristig nicht im Gleichschritt entwickeln bzw. auf verschiedene Marktgegebeneheiten unterschiedlich reagieren: https://ibb.co/KyXqyp2

    Quelle des Fotos: Das Buch ,,Der größte Crash aller Zeiten” von Marc Friedrich und Matthias Weik, welches ich sehr lesenswert fand.

    Hinweis: Es besteht und bestand meinerseits zu keiner Zeit eine geschäftliche Beziehung zu ihnen. Ich gebe ausschließlich meine persönlichen Meinungen und Ansichten wieder.

    Das ist das Schöne an der finanziellen Unabhängigkeit: Man muss niemanden mehr gefallen, nach dem Schnabel reden oder seine Worte weise wählen. 😉

  3. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Mark85

    Ich halte von dem Buch nichts. Die beste Wertanlage war im langen Schnitt (100 Jahre) der Aktienmarkt. Unter den Spitzenperformern ist der US-Aktienmarkt:

    http://www.tramuntalegria.com/wp-content/uploads/2017/09/Long-Term-Asset-Return-Study-The-Next-Financial-Crisis-db.pdf

    Wie können die beiden Autoren Kryptowährungen als wertsichernd empfehlen? Das ist eine Blase.

    Bitcoin ist im Boom 2017 und 2018 nach oben manipuliert worden:

    https://www.bloomberg.com/news/articles/2019-11-04/lone-bitcoin-whale-likely-fueled-2017-price-surge-study-says

  4. Mark85Mark85

    An Tim: Ich versuche, mir zu jedem Thema, welches mich interessiert, möglichst vielseitige und konträre Meinungen und Ansichten einzuholen, um nicht Gefahr zu laufen, irgendwann in einer Filterblase zu enden. Solltest du irgendwann ein Buch herausbringen, würde ich es mir ebenfalls kaufen. Pro Monat lese ich 2 bis 4 Sachbücher. Zuletzt das erwähnte und eines über Kryptowährungen.

    Ich traue mir nicht zu, zuverlässig die Gewinner von morgen zu prognostizieren, deshalb habe ich lieber möglichst viele Eisen im Feuer. Sollten sich Aktien während meines Anlagezeitraumes am besten entwickeln, werde ich mich darüber freuen, ansonsten halt über eine andere Anlageklasse. Ich finde, dass jede Anlageklasse ihre spezifischen Vor- und Nachteile hat. Deshalb halte ich von allgemeingültigen Empfehlungen wenig.

    Kryptowährungen als Anlageklasse gibt es erst seit 1 Jahrzehnt, weshalb die historischen Daten noch mau ausfallen. Ich möchte sie aus einem einzigen Grund in meinem Portfolio haben: Sie weisen bislang eine eher niedrige oder sogar negative Korrelation zu den klassischen Anlageklassen auf.

    So, jetzt wird es Zeit fürs Bettchen, gute Nacht! 🙂

  5. AvatarDaniel

    Ich sehe das wie Mark85. Ich bin zwar kein F&W Fan, für mich sind das schlichtweg Crashpropheten im negativen Sinn die auch ein hohes Eigeninteresse daran haben ihre Vermögensverwaltung zu propagieren oder ihren Fonds zu verkaufen.
    Was die Asset-Klassen angeht, gebe ich Mark85 allerdings recht. Ich halte es für höchst Fragwürdig sich nur auf eine Asset-Klasse zu stürzen, also Aktien. Überall wird verkündet, “Gewinne in der Vergangenheit gebe keine Rückschlüsse auf die Zukunft”. Ich frage mich warum das für das Asset-Aktien nicht auch gelten soll. Natürlich ist die Chance hoch mit diesen Werten auch zukünftig hohe Gewinne einzufahren. 
    Aber Asssets im Depot zu besitzen die eine geringe oder gar keine Korrelation mit den Aktien haben halte ich für nicht den schlechtesten Weg.
    Manche hier im Forum scheinen absolut felsenfest davon überzeugt zu sein das Aktien allein “DAS DING” sind. Da würde ich mal gerne wissen warum sie nicht alles in Bewegung setzen um mit Fremdkapitalhebel das Depot möglichst auszubauen, denn wie gesagt, es gibt ja nichts Vergleichbares mit Rendite. Man müsste dementsprechend eigentlich alle Freunde um Geld anbetteln und z.B. mit 3-4% Verzinsung zurückbezahlen oder sich bei der Bank Kredite gewähren lassen. Die Statistik steht ja ganz klar auf Eurer Seite mit 8% oder mehr. Und sollten doch Zweifel aufkommen dass dem nicht so ist, dann frage ich in die Runde warum dann nichts anderes gemacht wird. Manche haben ja zumindest einen Notfallpuffer bzw. nutzen ihr Tagesgeldkonto als eine Art Gegen-Asset.
    Ich werde jedenfalls in den nächsten Monaten meine Sparte Edelmetalle wieder von jetzt abgesackten 3,7% auf 6% anheben.

  6. PeterPeter

    @Mark85

    Ein Sachbuch, das ich letztens spannend fand, war „Die Geldroboter“ siehe unten:
    Millionen Bürger betreiben private Pensionsvorsorge, legen ihr Erspartes in Fonds und Aktien an und versichern ihr Haus oder Auto. Was die meisten von ihnen nicht wissen: Über Gewinn oder Verlust ihrer Geldanlage entscheiden mittlerweile sogenannte Hochfrequenzhändler, die die Kurse mithilfe ausgeklügelter Computersysteme teilweise manipulieren. Das Geld der kleinen Anleger fließt in das Finanzkasino 4.0, wo es die Geldroboter ultra schnell und automatisiert einkassieren. Gleichzeitig destabilisieren sie die Finanzmärkte, auch an den Handelsplätzen in Frankfurt und Wien.
    Martin Ehrenhauser hat die Debatten darüber als EU-Abgeordneter in Brüssel miterlebt und die Aktivitäten der Hochfrequenzhändler in den letzten Jahren gründlich untersucht. Sein Buch off enbart, dass die Finanzmärkte von ihnen systematisch unterwandert und beherrscht werden.

  7. AvatarMattoc

    @Peter
    Was die meisten von ihnen nicht wissen: Über Gewinn oder Verlust ihrer Geldanlage entscheiden mittlerweile sogenannte Hochfrequenzhändler, die die Kurse mithilfe ausgeklügelter Computersysteme teilweise manipulieren.

    Als Hochfrequenzhandel (HFH; englisch high-frequency trading, abgekürzt HFT) wird ein mit Computern betriebener Handel an der Börse bezeichnet, der sich durch kurze Haltefristen und hohen Umsatz auszeichnet.
    Leider wird bei diesem Thema auch wieder alles in einen Topf geworfen. Einen BuyAndHold-Anleger interessiert der Hochfrequenzhandel nicht.

    Wie man also sagen kann, dass der Hochfrequenzhandel, der ja insbesondere durch sehr kurze (!) Haltefristen gekennzeichnet ist, die Idee der Altersvorsorge („private Pensionsvorsorge“) mittels Aktien, die ja auf Jahrzehnte ausgelegt ist, gefährden soll, ist völlig unplausibel. 

  8. AvatarThorsten

    Man weiß nie welche Zeiten kommen. Deshalb : in meiner selbstgenutzten Immobilie kann ich mit Familie wohnen. Lebenslang und die beste Investition für mich noch vor Aktien. Die Beurteilung hat sich mit dem Alter und dem Druck im Immomarkt geändert. Mag sein, dass man mit Aktien in der Zeit reicher wird, aber wohnen muss jeder.

  9. AvatarRüdiger

    @Daniel: Da würde ich mal gerne wissen warum sie nicht alles in Bewegung setzen um mit Fremdkapitalhebel das Depot möglichst auszubauen …

    Das kann ich dir genau sagen. Ich bin schuldenfrei (mein Haus ist bezahlt) und vermeide Fremdkapital. Meine Aktien kaufe ich mit Eigenkapital. Keine Argumente und keine Statistik der Welt kann mich zu einem anderen Handeln bewegen  😉

    @Selbstgenutzte Immobilie: Mein Haus ist für mich der Ort mit der höchsten Lebensqualität … weltweit!

  10. AvatarLad

    Günstig bewertete Blue Chip Aktien mit mehr als 5% Dividendenrendite, die jeder wegen Dividenden lebenslänglich halten sollte:
    AT&T, BHP Group, British American Tobacco, Royal Dutch Shell B.

  11. AvatarMartin

    @Tim: Ich teile absolut deine Meinung zu den Crashprofeten. Alles schlaue Menschen, auch Professoren. Hätten wir auf diese gehört, wären wir bereits 2011,… 2013,…2018…ausgestiegen. Hierzu mache ich mir manchmal den Spaß und blättere die Kommentare in diesem Blog rückwärts.
    Ein sehr schlauer Mann Ray Dalio, der in seinem Allwetterfond traditionell einen großen Anleihen und Edelmetallanteil hat, spricht übrigens davon das kurzfristig kein Crash kommen. Kann man ihm glauben, ich weiß es nicht nicht. Ich weiß nur, dass ich eine solide und zuverlässige Nettodividende von 3,2 % aus Qualitätsunternehmen erhalte und das ist ein schönes fünfstelliges Sümmchen Jahr für Jahr, mit steigender Tendenz. Würde ich an der Seitenlinie stehen, hätte ich auf einen großen Betrag verzichtet. Die Welt hat einen großen Bedarf nach Konsumgütern, Medikamenten, Medizintechnik, Infrastruktur in jeder Beziehung, Energie, künstlicher Intelligenz, Daten,.. 
    Der Dividendeninvestor gewinnt immer. Und er gewinnt noch mehr, wenn es eine Weltwirtschaftskrise gibt. 1929 gab es natürlich auch Unternehmen, die ihre Dividenden gekürzt haben. Aber im Verhältnis zum Kursverfall, war diese Reduzierung deutlich geringer. Wir reden hier vom schlimmsten Fall, 90% Kursverfall. Diejenigen, die ihre Dividende zu teilweise zweistelligen Renditen reinvestiert haben und unbeirrt ihre Dividendenstrategie weiter verfolgt haben, waren am Ende die großen Gewinner. Selbst eine “normale” Marktrendite zwischen 7-10% hätte man deutlich geschlagen.
    Aktien sind langfristig die beste Anlageklasse! Timen kann langfristig kaum einer. Und ob morgen ein Crash kommt, keine Ahnung. Das weiß keiner! Welches Szenario Morgen auch eintrifft, ich bin versöhnt und nehme es wie es kommt. Dabei bleibe ich bei meinen Dividendenaktien und hinterfrage jährlich die Qualität der Unternehmen. Es müssen harte Eisen sein, wenn die Kernschmelze kommt… Wenn sie denn kommt… Und dann heißt es erstmal gute Nacht Europa. 
    Ich wünsche Euch allen einen schönen Tag, denn darum geht es! 

  12. AvatarNico Meier

    Thema Brexit und EU
    “Aus Berlin wurden der Presse Zahlen zugespielt, die eine Steigerung der deutschen Nettobeitragszahlungen für diesen ersten MFR nach dem Brexit um 100% suggerierten.” Quelle NZZ
    Zurzeit steuert Duetschland pro Jahr eine Nettozahlung von 18 Milliarden Euro an den EU Haushalt bei.
    Ist schon bekannt wie die zusätzlichen 18 Milliarden, die Deutschland ab 2021 pro Jahr zahlen soll finanziert wird?
    Gibts ne neue “wir lieben die EU” Steuer?

  13. AvatarThorsten

    Man könnte die Finanztransaktionssteuer ausweiten, Tote noch heftiger ausrauben (Erbschaftsteuer), Vermögenssteuer ab 50.000€ Vermögen,… King Olaf wird schon was einfallen. Jetzt setzt er erst Mal eine europaweite Haftung durch, mit einem neuen Fonds, der alle europäischen Banken retten soll. Willkommen im Sozialismus, wo jeder haftet aber wenig bekommt.

  14. AvatarRüdiger

    Der Dividendeninvestor gewinnt immer. Und er gewinnt noch mehr, wenn es eine Weltwirtschaftskrise gibt.

    Mit Hinblick auf die Millionen Arbeitslosen, Not und Elend verzichte ich gerne auf eine Weltwirtschaftskrise. Auch wenn ich persönlich dann nicht “noch mehr” gewinnen kann  😉

  15. Avatar-M

    @Daniel / aktien beste Investment/ FK Hebel
    Ja, im der Theorie ist es so, dass man langfristig Kredite aufnehmen MÜSSTE, um vom besten asset so viel zu kaufen wie es geht.
     
    Nur ist es halt Theorie und das richtige leben spielt da oft nicht mit: Gefühle / Psychologie / Kreditgeber / Marktschwankungen etc etc. 
     
    Wenn mir jemand Geld für 30 Jahre geben würde, für den Preis von Bundesanleihen, dann würde ich es gerne nehmen und in aktien investieren…. aber das ist halt wieder nur Theorie….
     
    -M

  16. Avatarslowroller

    Der Punkt, auf den man sich immer rückbesinnen kann ist doch folgender: Fast alles was in freiheitlichen Staaten wirtschaftlich erbaut/produziert/angeboten/entwickelt wird, wird durch Wirtschaftsunternehmen geleistet. Somit wird man – im Rahmen der normalen Konjunturwellen – immer daran beteiligt sein, so man denn Aktien besitzt. Erst wenn der Privatbesitz an Wirtschaftsunternehmen verboten wird, hat man ein Problem. Aber das scheint mir durchaus unrealistisch.
    Derzeit ist es auch wirklich schwer gute Aktieninvestments zu finden. Der Markt steht gut und die Gewinner bzw. nicht-Verlierer von morgen zeichnen sich für den Laien (also mich) nicht wirklich ab. Habt ihr Ideen für Dividendentitel (müssen keine 5%er sein) für ein Auslandsdepot? (also ohne deutsche Aktien und generell ETF)

  17. AvatarDanielKA

    @ M: Gerade diese Theorie ist in der Praxis nicht umsetzbar, da sie prozyklisch wirkt und das Vermögen komplett ausradiert. In den Krisen 1909/1929 sind eben viele unbedarfte Anleger durch Kreditspekulationen in Aktien um alles gekommen.  Der Margin Call verzeiht nichts, zudem sind die Banken mit hopps gegangen und haben alles auf den Markt geworfen.

    Buy and Hold für den Standardanleger ist der richtige Weg, dazu eine abbezahlte Immobilie und keine Schulden. Dann kann nicht mehr viel passieren.
    Die ganz Ängstlichen können noch zusätzlich Bargeld (echtes Zentralbankgeld) und Gold daheim horten.

  18. AvatarBruno

    @Kryptos
    Wird als Meilenstein dargestellt, als Errungenschaft und Neuentwicklung. Aber das ist es nicht, genauso wenig wie künstliche Intelligenz. Nur jetzt wird es halt langsam salonfähig. Blockchain als Technologie ist sicher interessant für diverse Anwendungen, nicht primär nur für (anonyme) Geldtransfers, und so ist es mit vielen Dingen, man bekommt sie früher oder später über den Aktienmarkt automatisch (z.B. über ETF’s). D.h. man profitiert also auch von diesen Trends, die kommen und gehen mit. z.B. hat Libra von Facebook sicherlich deutlich mehr Chancen als diverse gehypte Coins, und da profitiert man zumindest indirekt mit als Aktionär. Von daher keine Angst, wenn man mal irgendwo nicht dabei ist 😉
    Ich habe so vieles nicht, und es ist mir trotzdem wohl dabei. Trends hinterherrennen führt selten zum Erfolg, da man den Trend meist erst viel zu spät erkennt.
     

  19. AvatarNico Meier

    Derzeit ist es auch wirklich schwer gute Aktieninvestments zu finden. Der Markt steht gut und die Gewinner bzw. nicht-Verlierer von morgen zeichnen sich für den Laien (also mich) nicht wirklich ab. Habt ihr Ideen für Dividendentitel (müssen keine 5%er sein) für ein Auslandsdepot? (also ohne deutsche Aktien und generell ETF)
    @slowroller
    Es ist nicht einfach gute Investments zu finden hat man auch schon vor einem Jahr und vor 6 oder 3 Monaten gesagt. Ich habe innerhalb eines Jahres unter anderem folgende Aktien gekauft.
    Bayer
    Daimler
    ABBVie
    Kraft Heinz
    Altria
    Altria liegt zurzeit rund 12% im Plus, die anderen vier Titel haben seit dem Kauf mehr als 20% zugelegt.
     
     

  20. AvatarMarthe

    Ich möchte mir Royal Dutch Shell zulegen. Nun lese ich hier immer wieder in den Kommentaren von der B Aktie. Wo liegen hierbei denn die Vorteile?
    LG und vielen Dank
     

  21. AvatarWhirlwind

    @Martin: Sehe ich ähnlich. Man darf das Unternehmen nicht nur auf seinen Kursverlauf reduzieren, sondern sollte hinter die Kulissen, auf die inneren Werte (=Fundamentaldaten) schauen. Dann sieht man oftmals die immense Irrationaltät der Börse.
    Beispielsweise ist der Kurs von Stryker in der Zeit der Finanzkrise um 60 % vom Hoch eingebrochen, wobei die Umsätze und Gewinne in dieser Zeit sogar weiter zuverlässig gestiegen sind. Anbei ein Auszug aus meiner Analyse:
    Trotz der zuverlässig steigenden Umsätze und (bereinigten) Gewinne, selbst während der Finanzkrise 2008/2009, zeigt die Darstellung der Drawdowns seit Beginn des Fiskaljahres 2006, dass die Aktie im Zeitraum von 2007 bis 2009 über 60 % ihres Wertes vom damaligen letzten Hoch verloren hat.
    https://www.whirlwind-investing.com/stryker-analyse-2019-10-18/
    Wohl dem, der solche Gelegenheiten erkennt und beherzt zugreift.
    @Wirtschaftskrise: Nein, eine ausgewachsene Wirtschaftskrise mit Massenarbeitslosigkeit und sozialen Unruhen brauche ich nicht. Dann verzichte ich lieber auf günstige Einstiegskurse. Eine Kurskorrektur, gern nacheinander in verschiedenen Branchen, nehme ich dagegen gern mit. 🙂
    Viele Grüße,
    whirlwind.

  22. AvatarWhirlwind

    Apropos Investieren in Branchen
    Der von mir sehr geschätzte Investor Christian W. Röhl schreibt auf CAPinside gerade eine sehr aufschlussreiche Kolumnen-Serie mit dem Titel „Investieren in Branchen“.
    Kernaussage des Initialbeitrags für mich – Jeder Sektor hat seine Zeit.
    Über die Kolumne habe ich gerade gestern einen gesonderten Beitrag geschrieben. Darin enthalten sind auch die Links zu den bisher erschienenen Teilen. (Leider hat mich Google da bisher nicht hinnavigiert.)
    https://www.whirlwind-investing.com/investieren-in-branchen-performance-volatilitaet/
    Toll finde ich, dass er in den sektorbezogenen Teilen die Chancen und Risiken der verschiedenen Branchen dar- und zu Diskussion stellt.

  23. JosefJosef

    @Nico Meier
    Ich wünschte ich hätte auch die Eigenschaft gute Investments zu finden.Mir gehen die Ideen aus, was ich kaufen könnte.
    Ich hab Daimler zu einem Schnäppchen von 56 Euro gekauftund Kraft Heinz zu einem Schnäppchen von 54 Dollar.
    Am 25 Nov. kaufe ich wohl Royal Mail nach da bin ich noch ca 35 % im minus.
    Post braucht es immer, Dividende wird zwar gekürzt, insgesamt aber ein solides Unternehmen.
     

  24. AvatarNico Meier

    Ich möchte mir Royal Dutch Shell zulegen. Nun lese ich hier immer wieder in den Kommentaren von der B Aktie. Wo liegen hierbei denn die Vorteile?
    @Marthe
    Royal Dutch Shell ist eine Firma die aus zwei Firmen fusioniert worden ist. Eine Firma aus GB und eine aus NL. Die Firma ist aufgeteilt in A und B Aktien. Die RDSA Aktie ist in den Niederlanden beheimatet, daher gilt hier NL Recht bei der Ausschüttung der Dividende werden 15% Quellensteuer abgezogen und dem Investor lediglich 85% der Dividende ausbezahlt. Die RDSB Aktie ist in GB beheimatet und daher wird bei dieser Aktie keine Quellensteuer abgezogen und 100% der Dividende an den Investor ausbezahlt.
    NL wird jedoch in absehbarer Zeit die Quellensteuer abschaffe, dann sollte es hier bei der Dividende keine unterschiede mehr geben.
    Ich habe die RDSA Aktie, da von diesen meh rauf dem Markt sind und sie daher besser handelbar sind.  

  25. AvatarNico Meier

    @Josef
    Ich setze häufig auf “gefallene Engel”
    Wenn eine grundsolide Firma plötzlich Probleme bekommt wie Bayer mit den 40’000 Deppen, die nicht in der Lage waren Roundup gemäss dem Beipackzettel zu verwenden, so sinkt der Kurs massiv. Bei solchen Gelegenheiten kaufe ich ein gerne in mehreren Tranchen. Den absoluten Tiefpunkt wird man kaum je erwischen aber wenn man Bayer bei 60€ kaufen kann ist das nicht schlecht.
    Bei einer Bewertung von 60€ war die komplette Firma Bayer inetwa gleich viel Wert wie der Kaufpreis von Monsanto betragern hat. Bayer ist ein kerngesundes Unternehmen, das in diversen Bereichen Gewinne schreibt. Sobald die Deppenklagen erledigt sind wird sich die Bayer Aktie wieder in alte höhen erheben wie Phönix aus der Asche.
    Und nein keiner meiner Posts hier ist eine Anlageberatung jeder soll kaufen was er möchte und auch dafür selber haften.
     

  26. AvatarThorsten

    Ein Depot aus Säurewässern und Schaumstoffbrötchen hätte einen auch reich gemacht. Coca Cola, Pepsi und McDonald’s.
    Ich habe sie alle drei. Sie werden ihre Dividende zahlen, selbst wenn es eine Konjunkturdelle gibt.  

  27. AvatarRüdiger

    Heute zu wissen, was einen reich gemacht hätte, ist zwar recht nett, hilft dem (jungen) Anleger aber nicht wirklich weiter. Für ihn stellt sich die Frage, was ihn morgen und übermorgen reich machen wird  😉
    Meine unmaßgebliche Meinung hierzu: Zuckerwasser, Matschbrötchen, Tabak, Bier, … werden es nicht unbedingt sein. Unternehmen wie Apple oder Microsoft, Trends wie Unterhaltung (Disney, Netflix), Sport (Adidas, Nike), bargeldloses Bezahlen (Mastercard, Visa, Wirecard), um mal ein paar zu nennen, erscheinen mir zukunftsträchtiger.

  28. AvatarMichael_2

    Den ganzen Gesundheitsbereich sollte man nicht vergessen: Dank einer immer älteren und mehrheitlich wohlhabenderen Weltbevölkerung wird man mit Investments in dieser Branche nicht viel verkehrt machen.
    Schwieriger ist es bei grünen Themen mitzuschwimmen: Energieerzeugung, Verteilung oder im Recycling sehe ich nicht viele attraktive, investierbare Firmen.
     

  29. AvatarNico Meier

    @Rüdiger
    In den Schwellenländern werden in den nächsten Jahrzenten Millionen von Menschen aus der Armut in den Mittelstand aufsteigen. Diese Menschen wollen Wohlstand wie wir in in europa nach dem WW2 auch erlelbt haben. Das klapprige Fahrrad durch ein Auto ersetzen, mehr Fleisch essen, mehr Cola trinken mehr zu Mc Donalds usw. Diese Menschen wollen grössere Wohnungen oder Häuser mit grösseren Küchen und modernen Küchengeräten. Diese Menschen wollen ihren bescheidenen Wohlstand auch absichern, daher werden Vericherungen auch weiterhin gute Geschäfte machen.
    Der Gesundheitswahn in einigen Industriestaaten auf die ganze Weltbevölkerung zu übertragen greift zu kurz.

  30. AvatarRüdiger

    In den Schwellenländern werden in den nächsten Jahrzenten Millionen von Menschen aus der Armut in den Mittelstand aufsteigen.
     
    Kann mir nur recht sein. Um davon zu profitieren habe ich meine ETFs  😉

  31. Avatar42sucht21

    @Aktien für die Zukunft
    Letztendlich ist es für mich egal aus welchem Bereich eine Aktie kommt. Es geht immer nur um einen guten Einkaufspreis und den kann man eben auch bei vermeintlichen Auslaufmodellen haben und die zukunftsträchtigen Bereiche können völlig überbewertet sein. @Whirlwind/Röhls Hinweis auf Jeder Sektor hat seine Zeit ist da sicherlich zu beachten. AOL war auch mal der heißeste Feger und damals war schon allen klar Öl  & Rauchen hat keine Zukunft. Es war kein Fehler MO & RDS zu haben. In Anlehnung an das Munger/Buffet-Zitat: “Besser ein großartiges Unternehmen zu einem angemessenen Preis als ein Superunternehmen zu einem überteuerten Preis.”

  32. AvatarBruno

    Versicherungen und Gesundheit mag ich auch, meine grössten Positionen hier sind AIA Group und Roche. Beide werden auch langfristig noch mit hoher Wahrscheinlichkeit grosse Freude bereiten. 
    Viele denken zu kurzfristig, welche Aktie wird die nächste Krise am besten überstehen, welche Aktie wird nächstes Jahr gut performen etc. mir ist das alles relativ egal ich denke eher, welche Aktie wird sich in den nächsten 20/30 Jahren gut entwickeln. Dann schläft sich auch besser.

  33. Avatar-M

    DanielKA 
    Genau das habe ich ja geschrieben, dass es im der Theorie ginge, aber die Praxis anders aussieht–> “Marktschwankungen”
     
    und weiter, dass ich FK nehmen würde für 30 Jahre mit dem FK- Zins der Bundesanleihen für 30 Jahre, ohne das ein MarginCall kommen kann -> das wäre eine theoretische Überlegung wo man das evtl umsetzten könnte und selbst da, gibt es noch leute, die evtl auf dem tief alles verkaufen würden und ein Leben lang Schulden hätten 🙂
     
    -M

  34. AvatarRuby

    Auch ich denke daß eine heftige Korrektur sehr wahrscheinlich ist – das wird vermutlich auch der Grund für Buffets Zurückhaltung sein.
    Friedrich/Weik oder ähnliches halte ich allerdings für weit überzogen – denn falls so ein Szenario tatsächlich eintreten sollte dann muß man sich ernsthaft überlegen was man dann mit seinem (vielleicht) geretteten Vermögen noch anfangen kann – bzw. ob man überhaupt noch darüber verfügen kann.
    Bereits jetzt kommt der Sozialismus wieder breitbeinig im grünen Mäntelchen daher – die Medien kontrollieren sie schon  wieder vollständig….
    Falls es tatsächlich zu einer dramatischen Great Depression kommen sollte…. werden uns dann die Kühnerts erklären warum z.B. die Eigentümer von BMW nun leider enteignet werden müssen und die Habecks legen dar  warum wir nun doch nicht mehr daran vorbeikommen eine Volks-“Demokratie” nach Chinesischem Vorbild einzurichten.
     

  35. AvatarWhirlwind

    Aus meiner Sicht interessante Trends und Unternehmen:
    Lebensmittel, Körperhygiäne u. Haushalt: Church & Dwight, Unilever
    Gesundheit: J&J, Stryker, ggf. Fresenius
    IT/Software: Microsoft, Texas Instruments
    Unterhaltung: Disney, aber auch Comcast scheint interessant
    Payment: VISA, Mastercard
    Sport u. Freizeit: Adidas, alt. Nike
    Energie: Royal Dutch Shell
     
    Nun muss ich nur weiterhin fleißig Geld verdienen, regelmäßig sparen und investieren, dann wird das schon laufen. 🙂

  36. AvatarNico Meier

    Bereits jetzt kommt der Sozialismus wieder breitbeinig im grünen Mäntelchen daher – die Medien kontrollieren sie schon  wieder vollständig….
    @Ruby
    Das ist nichts neues man nennt die Grünen ja nicht ohne Grund Melonen. Aussen kleine grüne Schale innen rot!

  37. AvatarRüdiger

    und die Habecks legen dar warum wir nun doch nicht mehr daran vorbeikommen eine Volks-„Demokratie“ nach Chinesischem Vorbild einzurichten.
     
    So wird es ganz sicher kommen! Ich übe schon mal, mit Stäbchen zu essen  😉

  38. AvatarBruno

    “Auch ich denke daß eine heftige Korrektur sehr wahrscheinlich ist – das wird vermutlich auch der Grund für Buffets Zurückhaltung sein.”
    Nunja, Buffet hält vielleicht 20% Cash, das ist zwar sehr viel, aber viele oft weniger erfolgreiche Privatanleger haben viel mehr Cash, viel zu viel Cash in meinen Augen, oft 50-100%. Aber jeder muss selber wissen… 
    Egal wie oft man den Crash herbeiruft ich bleibe relativ optimistisch, natürlich kann es wieder 20-30% runter auch kurzfristig, je nach Konstellation, aber vom Totalzusammenbruch und 90-95% Absturz der Weltbörsen, damit rechne ich nicht. Und auch wenn, wenn es soweit kommt haben wir andere Sorgen 😉
    Deutschland ist halt recht negativ im Moment, insbesondere auch wegen der Automobilbranche und dann noch die DeutscheBank & Co., aber die Musik spielt in der Welt immer noch gut, und das Potential ist langfristig auch noch enorm. 
     

  39. AvatarDanielKA

    @ -M ; Könntest du schon, aber nur mit einer Immobilie, teilweise beleihen mit 20 Jahre Zinsbindung, auch als “nicht” Bund erhält man Konditionen zwischen 1,1-1,8 % auf 20 Jahre fest. Und dann fleißig investieren. 😉

  40. AvatarRüdiger

    @Whirlwind:
    Ich weiß nicht warum, aber bei Gesundheit denke ich immer sofort an Insulin und damit an Novo Nordisk.

  41. AvatarDanielKA

    @ Bruno: sehe es ähnlich mit dem Crash (Schwankungen von 20-30 % gibt es immer wieder), vor allem sind sehr viele anders positioniert.
    heute im Handelsblatt -> der Allianz Berater El-Erian hält 66 %!!! seines Vermögens in Cash, der Rest besteht aus Anleihen und Private Equity, Hedgefonds -> er erwähnt explizit, dass er in keine öffentlich notierten Unternehmen investiert.
    Temasek, der staatliche Fonds von Singapur hat seine Liquidität auf 50 Mrd. SGD erhöht, also Cashquote von 15 %
    Buffett hält über 120 Mrd. Liquidität usw
     

  42. AvatarDanielKA

    Eine Blase sehe ich eben eher bei Start Ups und Private Equity, bei letzteren werden bevorzugt viele Unternehmen 3-5 Jahre durchgenudelt und für einen höheren Preis an die nächste PE Bude weitergereicht. Die Pensionskassen haben ja so viel dumb Money zum anlegen.
    Selbst Buffett hatte erwähnt das aktuell Teilstücke von Unternehmen (also börsennotierte Aktien)deutlich günstiger sind, als ganze Unternehmen zu erwerben und er sich daher deutlich zurückhält.

  43. AvatarBruno

    @DanielKA
    Ja, ich könnte mir vorstellen dass die nächsten paar Jahre wieder mal ein Value-Ansatz sich auszahlt. Habe mir heute Swatch gekauft, diese Aktie habe ich schon über 20 Jahren und immer bei stärkeren Einbrüchen kaufe ich etwas dazu, bisher ging es gut auf. Und mir gefällt auch Hayek, er tanzt nicht nach den Meinungen der Banken und Analysten, manchmal schadet dies kurzfristig, aber langfristig zeigt es auch von Stärke.

  44. AvatarThorsten

    Bei erneuerbaren Energien habe ich anstatt Aktien Unternehmensbeteiligungen. Der Vorteil ist, dass die ersten Jahre Anlaufverluste durch die Kredite in der Beteiligung anfallen. Nachteil : die Gewinne steigen später extrem. 10% bis 20% per annum. Kann man veschnerzen, wenn man nicht zu viel sonstige Erträge hat, also am besten , wenn sie erst in der Rente abfallen. Die ersten 100k habe ich mir dadurch per ESt-Erstattung “geborgt” und gleich wieder reinvestiert. Bis es mir zu unheimlich wurde und zu viel Arbeit mit Steuererklärung etc. Und ich wollte ja auch eine Bude zum Wohnen und Aktien um liquide zu sein.

  45. Mark85Mark85

    Wenn Herr Buffett immer mehr Bares zurückhält und man weiterhin davon ausgeht, dass er über mehr Verbindungen, Wissen und Erfahrungen als wir kleinen Privatanleger verfügt, kann es nicht das Schlechteste sein, aktuell nicht zu 100 % in Aktien investiert zu sein.

    Ich werde meiner Anlagephilosophie der breiten Streuung treu bleiben, aber solche Fragen sollte sich vielleicht jeder stellen, der aktuell volle Pulle in Aktien geht.

  46. AvatarBruno

    @Mark85
    Oder man kauft Berkshire, dann hat auch Gewähr, dass “jemand” dann auch wirklich kauft, wenn es günstiger würde, die Gefahr besteht sonst, einfach eine Cashposition für ewig zu halten, was nicht wenige tun.

  47. AvatarRüdiger

    @Bruno: Oder man kauft Berkshire, …
     
    Genau deshalb habe ich Berkshire im Depot  😉

  48. KievKiev

    Ich habe gestern die vorerst letzten Optionen für dieses Jahr verkauft. 200 CXW und 100 SKT. Ich mag die Aufstellung von Herrn Röhl sehr. Das spiegelt ein wenig mein Depot und Anlageninteresse wieder, oder nicht? Die aktuellen grün markierten Sektoren befinden sich hauptsächlich in meinem Depot. Ich habe REE noch laufen und ATL. Ich bin zufrieden und baue jetzt erst einmal Cash auf. Vielleicht übernehme ich auch ein paar von den Aktien.
    In einer Korrektur oder gar Crash kann ich dann vermutlich mein Engagement in REITS und Zykliker vertiefen und endlich mal Technologie aufbauen. Auch wenn sie geringe Dividende zahlen. Die Aktienauswahl und der Preis von heute ergibt die Rendite von morgen.

  49. AvatarFabian S.

    @Tim:
    Naja ich halte von Bitcoins auch nichts, aber Sachwerte zu haben finde ich nicht schlecht. Und in diesem Artikel klingt der mögliche Crash nicht so negativ wie sonst. Ich halte Max Otte und Markus Krall, Ray Dalio und Warren Buffett nicht für Idioten, wenn die vorsichtiger werden.
    Was spricht dagegen momentan Liquidität zu halten und ein bissl zu warten?
     
    Mir kommt hier oftmals zu kurz, dass das Notenbankexperiment nie kritisiert wird. Das sagen die sogenannten Crashpropheten doch nur: Es wird immer perverser. Den Zins abzuschaffen kann nicht gesund sein auf Dauer!

  50. Mark85Mark85

    An Bruno: Ich würde Berkshire Hathaway einer eigenen Einzelaktienstrategie vorziehen, aber es bliebe natürlich ein kleiner Zock: Die überdurchschnittlich erzielten Renditen der Vergangenheit sind keine Garantie für die Zukunft und mit Herrn Buffett könnte es wegen seines bereits sehr hohen Alters jeden Tag zu Ende gehen.

  51. AvatarFabian S,

    @ Mark85:
    Aber Buffett wird das Unternehmen doch sicher aufstellen für die Zukunft. Für ist sie die sicherste Aktie der Welt! Auch wenn sie die nächsten Jahrzehnte nicht 20% Rendite erzielen sollte….

  52. Mark85Mark85

    An Fabian S.: Was dagegen spricht? Dinge wie Gier, Unwissenheit, Selbstüberschätzung und Filterblasendenken.

    Ohne solche Eigenschaften käme es nicht regelmäßig zu Blasenbildungen, egal in welchem Markt. 😉

  53. AvatarFabian S.

    @ Mark85: Das spricht gegen Aufbau und Liquidität?! Blasen entstehen aber immer irgendwann 😉 Das ist ein natürlicher Zyklus!

  54. AvatarMarthe

    @Nico Meier
    vielen Dank für die freundliche Erläuterung! – dann lasse ich die Limitorder für RDSA so stehen.
     

  55. Mark85Mark85

    An Fabian S.: Leider. Als rationaler Anleger könnte ich gut darauf verzichten, aber zuerst zu gierige und anschließend zu panische Menschen gewinnen in regelmäßigen Abständen die Oberhand. 😀

  56. AvatarWhirlwind

    @Rüdiger: Ja, Novo Nordisk scheint auch nicht so schlecht zu laufen. Aber machen die noch mehr als Insulin? Das ist doch deren Steckenpferd, oder? Hatte sogar mal etwas von Präperaten zur oralen Einnahme gelesen. Ist da die Zulassung jetzt durch?

  57. AvatarRüdiger

    @Whirlwind: Der Schwerpunkt liegt auf der Diabetesversorgung. In den letzten Jahren kamen Medikamente rund um Adipositas hinzu. Das orale Insulin hat mittlerweile eine Zulassung für den Markt in USA. Ob die beantragte Zulassung für die EU bereits erteilt wurde, weiß ich nicht.

  58. AvatarThorsten

    Wirecard hatte in den letzten Tagen etliche News. Interessant, dass jetzt von mehreren Seiten Unterstützung kommt. 
    Hier unten der Chart mit Netflix und Wirecard übereinandergelegt über die letzten vier Jahre. Gelb ist Wirecard, Blau Netflix
    Bei beiden gab es Dämonenaustreibungen mit heftigen Korrekturen, weil was zu gut aussieht, das kann ja nicht funktionieren. Hier hilft nur : entweder man steht (noch) dahinter oder halt nicht. Es ist alles Angst oder Gier getrieben. Zahlen sind geduldig, meist dienen sie bloß zur Verstärkung des eigenen Bauchgefühls, sie sagen in vielen Fällen – nichts, es sei denn die Kuh ist schon ins Eis gefallen.
    Teufelszeug Netflix und Wirecard

  59. AvatarAndrea

    Whirlwind, Novo Nordisk  mehr als 50% Plus, seitdem ich sie nach dem Absturz bei ca. 32 Eur gekauft habe. Ich behalte sie.
    Thorsten, ich behalte meine Wirecard-Aktien. Kein Wunder, dass sich nach den Abstürzen wegen der Financial Times Investoren dafür interessieren.
    Apple steigt auch und steigt.
    Der Fear and Greed Index lag heute bei 89.

  60. AvatarRüdiger

    Der Fear and Greed Index lag heute bei 89.
     
    Gestern auch schon. Gibt’s in Amiland keine Ernst zu nehmenden Crashpropheten?  😉

  61. Freelancer SebastianFreelancer Sebastian

    Wer Interesse an Buffetts Einstellungen hat – und hier scheinen ja so einige dem Meister in den Kopf gucken zu wollen/können -, dem rate ich dringend zur ausgezeichneten Biographie „Das Leben ist wie ein Schneeball“ und den “Essays von Waren Buffett”. Man erhält einen sehr guten Einblick in Buffetts Denken.
     
    Er interessiert sich so gar nicht für Asset-Allocation, Börsenprognosen und die Vorhersage von Konjunkturzyklen. Er weiß so wenig wie alle anderen, wie sich die Börsenpreise in den nächsten Jahren entwickeln werden. Kommt ein Crash? Kommt ein Boom? Er weiß es nicht. Mit dieser Bescheidenheit ist er Weik und co. voraus.
     
    Nein, er ist in erster Linie Geschäftsmann und strebt die Vermehrung und Allokation von Kapital an. Die Börse ist für ihn eine angenehme Spielwiese auf der er ständig nach ausgezeichneten Unternehmen Ausschau hält.
     
    Hat er irgendwelche Aktien verkauft, um seine Cashquote zu erhöhen? Nein! Verkauft er „zu teure“ Aktien, weil sie ja wohl bald einbrechen werden? Im Leben ist er nicht so dumm! Allein die Steuerzahlungen auf die Buchgewinne….
     
    Wenn sich am Ausblick der Unternehmen nichts ändert, hält er seine Papiere durch dick und dünn fest. Er hat nur „das Problem“, dass sich Monat für Monat ein Dividenden- und Prämienschwall über Berkshire ergießt, der einfach nicht sinnvoll zu investieren ist. Nicht in diesem Ausmaß.
     
    Wo soll er denn mal eben 3 Milliarden Dollar investieren, ohne dass der Preis einer aussichtsreichen Aktie durch die Decke geht? Zu den aktuellen Preisen bekommt er das ganze Geld nicht an den Mann. Dieses Problem wird sich nicht so schnell erledigen. Ich kann mir gut vorstellen, dass Berkshire nach seinem Ableben eine dicke, fette Dividendenmaschine wird – ähnlich wie Apple nach dem Tod von Steve Jobs.
     
    Das Dickschiff Berkshire bekommt diese riesigen Summen einfach nicht mehr in dem Rahmen unter, den Buffett sich vorstellt. Ja, die Preise sind hoch. Das heißt aber nicht, dass er gezielt auf einen Crash spekuliert, wie hier einige meinen. Er macht sich zur zukünftigen Börsenentwicklung keinerlei Gedanken. Er sucht nach ausgezeichneten Unternehmen, die er zu einem akzeptablen Preis erwerben möchte. Er ist dabei geduldig (eine Eigenschaft, die mir – leider – abgeht).
     
    Gut, dass ich kein Problem habe, für meine Peanuts immer mal wieder schöne Papierchen zu einem akzeptablen Preis zu bekommen. Wären es zehn Millionen Euro pro Monat hätte ich es auch nicht so eilig…. 😉 .
     
    Wenn ich die Freunde der Asset-Allocation – bei euch klingt das immer so theoretisch und abstrakt – hier in Tims Blog vernehme, merke ich, wie weit wir bei unserer Anlagestrategie entfernt sind. Meine Aktien sind keine anonymen Zahlen auf dem Bildschirm, sie spiegeln lebende Organismen (Wirtschaftsunternehmen) wider.
     
    Gold und Kryptos beimischen, nur damit die Zahlen des Depots beim nächsten Abschwung schöner aussehen? Für mich eine merkwürdige Vorstellung. An 100% Aktien halte ich daher ganz logisch und aus voller Überzeugung fest.
     

  62. Mark85Mark85

    An Freelancer Sebastian: Du darfst natürlich gern weiterhin zu 100 Prozent in Aktien gehen, aber ich möchte nicht zusehen müssen, wie sich mein Portfolio um 50 oder mehr Prozent verringert. Ich möchte möglichst in jedem Marktumfeld meine Schäfchen im Trockenen halten. Warum unnötige Risiken eingehen, erst recht wenn man seine finanziellen Hauptziele bereits erreicht hat?

    Eine annehmbare Rendite werde ich langfristig so auch erzielen, weil sich Anlageklassen nicht im Gleichschritt auf und ab bewegen. Jede hat ihre Blütezeit und ich werde darauf vorbereitet sein. 🙂

  63. AvatarFabian S.

    @Freelancer Sebastian: ich sehe das anders. Weik etc. sehe ich überhaupt nicht negativ. Jeder muss doch sehen, dass das System kaputt ist. Das kommt mir viel zu kurz hier.
    Ich denke eher Buffett hält sich verbal zurück, weil er auch nicht alles was er evtl. denkt oder ahnt öffentlich machen will. Kann doch sein, dass er sich seinen Teil denkt und einfach abwartet bis ein Crash günstige Gelegenheiten bietet…

  64. AvatarRüdiger

    Jeder muss doch sehen, dass das System kaputt ist.
     
    So, muss ich das? Weil Dr. Knallkopp, Weik und die anderen medialen Nachfahren von Nostradamus aus der Panikindustrie das gerne so hätten.

    Nein! Das muss ich nicht!  😉

  65. AvatarRuby

    @Fabian S.
    “Mir kommt hier oftmals zu kurz, dass das Notenbankexperiment nie kritisiert wird. Das sagen die sogenannten Crashpropheten doch nur: Es wird immer perverser. Den Zins abzuschaffen kann nicht gesund sein auf Dauer!”

    Ich glaube keineswegs, daß das Experiment der Notenbanken auf Dauer gesund sein wird – und ich rechne auch mit starken Schwankungen/Korrekturen.
    Die Frage ist aber doch: Was ist die Alternative?……..Anleihen zu jährlichen Negativzinsen auf 10,15 – 30(Schweiz)… Jahre? Immos? – Tokio 1989 zeigt daß auch das schwer daneben gehen kann. Edelmetalle in Form von Papier-Versprechen ?- Das ist im Zweifel gar nichts wert.
    Ich weiß ehrlich gesagt nicht wie dieses Experiment ausgehen wird – aber ich weiß daß bei dauerhaft NULL Zinsen so ziemlich alles an Sachwerten mehr Wert werden wird – und sei es ein Eimer Sand.
    Freilich werden die Zinsen irgendwann wieder aus irgend einem Grund steigen den sich heute vielleicht noch niemand vorstellen kann. Aber wie lange das dauern wird – who knows?
    Das Beispiel Japan möchten die wenigsten hören….aber es läuft…..schon lange…und ich wüsste nicht warum sich der Weg Japans demnächst ändern sollte.
    Nun kommt aktuell noch ein gewichtiger Faktor in D und Europa hinzu: “Wir” wollen die ganze Welt vor einer angeblichen Klimakatastrophe retten und gleichzeitig weitere soziale Wohltaten wie Einwanderung, Grundeinkommen, Rente und anderes finanzieren. Wer soll denn das bitte bezahlen????
    Ich stelle die Hypothese auf daß die Schwarze Null in D nach der nächsten Wahl Geschichte ist und die Schulden rapide steigen werden. Die Schulden der anderen EU-Staaten werden bis zum Sankt-Nimmerleinstag verlängert oder gestrichen oder von der EZB aufgekauft und im Nirwana versenkt. Und da Schulden = Vermögen werden die Sachwerte mit irgend einer Rendite noch weiter steigen…..
    Österreich hat eine Anleihe mit 100 Jahren Laufzeit bis 2117 ausgegeben(Welcher Investor wird die Rückzahlung erleben??) mit  2,1% Zins – der Kurs der Anleihe hat sich zwischenzeitlich sogar verdoppelt – ja es ist ein unglaublicher Wahnsinn – aber es scheint noch zu funktionieren.
     
     
     

  66. AvatarNico Meier

    @Ruby
    Richtig erkannt.
    Viele Wirtschaftswissenschaftler wunderb sich warum trotz der Negativzinsen die Inflation nicht merklich gestiegen ist. Dabei sind die stark steigenden Aktien, Immobilien und Goldpreise in meinen Augen der Beweis für die Inflation. Durch die weiter steigenden Immopreise werden die Mieter auch weiter steigende Mieten spühren.
    Ich habe das Leben ist wie ein Schneeball auch gelesen und Buffet interessiert sich worklich nicht für die Börse. Er will nur gute Deals an Land ziehen. Er spricht auch immer von der Lochkarte in die bei jedem Aktienkauf ein Loch gemacht werden soll um so im Leben nur 10 oder 12 verschiedene Aktien zu kaufen. 

  67. PeterPeter

    @Freelancer
    Ich finde jetzt schon kaum noch etwas, was günstig ist. Eventuell nochmal bei JNJ nachlegen oder bei Visa. Was hast Du auf dem Zettel?

  68. Freelancer SebastianFreelancer Sebastian

    @ Mark85
     
    Das vergaß ich zu erwähnen – selbstverständlich respektiere ich dein Vorgehen. Du hast deine Beweggründe gut erläutert. Nur verfolge ich einen ganz anderen Weg….
     
    Und wenn ich (nicht von dir) höre “selbstverständlich gehört Gold in ein gutes Portfolio. So 10-15% sollten es sein”, dann antworte ich: So ein Humbug! Ein intelligenter Investor packt sich gerade kein totes Zeug ins Portfolio, das keine Erträge erwirtschaftet. Fisher, Lynch, Buffett….. von Gold war da nie die Rede.
     
    Gut, in manchen Kreisen kommt es darauf an, wer den Größten hat….. also die größtmögliche Depotsumme. Wenn da in der Krise aus 300 Millionen mal eben 150 Millionen (auf dem Papier!) werden, ist das Zetern groß. Vor allem wenn die Konkurrenten dank “intelligenter Asset-Allocation” nur 50 Millionen “verloren” haben.
     
    Das ist nicht mein Spiel. Whirlwinds Beispiel von Stryker bringt es schön auf den Punkt. Wer waren denn – Verzeihung – die Dummköpfe, die eine hochprofitable Firma wie Stryker bei -60% in der Krise verhökert haben? Die Leute mit dem Gedanken “oh nein, ich habe schon viel Geld verloren”.
     
    Unsinn! Die Firma macht weiter prima Umsätze und Gewinne. Nichts wurde verloren. Statt zu heulen – und das begreifen eben die wenigsten – bejubele ich den Kursverfall, obwohl die Papiere schon in meinem Depot sind. Schließlich kann ich zu Ausverkaufspreisen viele weitere Anteile erwerben. Die echten Gewinne interessieren mich, nicht der schwankende Börsenpreis.
     
    Entweder man versteht das oder eben nicht. Da machen auch Havard oder Goldman Sachs keinen Unterschied. Die Sachzwänge drängen einen dort eh per Gruppendruck ins dumme Herdenverhalten.
     
    @ Peter
     
    Ja. J&J geht wohl noch. Reckit, 3M… wenn ich nicht schon so viel hätte, auch BASF. Diesen Monat habe ich auch keinen Kauf auf der Liste, so richtig günstig ist da nichts. Aber bei all dem Gerede – doch wieder Berkshire aufstocken, wäre nicht schlecht 🙂 .
     
     

  69. AvatarBruno

    @Nico Meier
    Wenn die Wirtschaftswissenschaftler von Inflation reden meinen sie eben CPI (also Konsumpreisindex) und nicht Assetprice inflation. Das viele Geld kommt eben auch nicht überall gleich gut an, nicht alle Kredite sind gleich günstig. Wenn man so plakativ sagt jeder Kredit ist heute gratis stimmt das natürlich nicht, Immobilien und Kredite für Konzerne ja, aber z.B. Kredite für KMU sind immer noch relativ teuer, Konsumkredite sowieso, auch wenn sie mit 0% angeschrieben sind.
    Dazu kommen teilweise sich aufhebende Effekte, Globalisierung und Produktionsoptimierungen führen zu tieferen Preisen, dazu noch Währungseffekte etc. es ist eben heute nicht mehr so einfach wie früher. Die Welt ist auch gross und wie ein Schwamm, der kann viel Wasser (Geld) aufnehmen, ohne dass viel passiert.
    In Europa beispielsweise merkt man relativ wenig von all diesen Massnahmen, es ist wie eine Badewanne wo man oben Wasser reinlässt aber vergessen hat, den Stöpsel zu schliessen. Von daher rechne ich auch noch lange nicht mit höheren Zinsen und somit von dieser Front kaum Gefahr für einen Crash.

  70. AvatarWhirlwind

    @Freelancer: Hast du Lust mal einen “Mindset”-Beitrag zum bodenständigen, unaufgeregten Investieren auf meinem Blog zu veröffentlichen? “Pro Bono” sozusagen… Du sprichst mir aus der Seele und bringst die Fakten mit klaren Worten auf den Punkt. 🙂
    Viele Grüße,
    whirlwind.

  71. AvatarRüdiger

    @Bruno: Von daher rechne ich auch noch lange nicht mit höheren Zinsen
     
    Ich auch nicht. Die Zinsen können erst wieder steigen, wenn die Nachfrage nach Krediten signifikant steigt. War das nicht so in der Marktwirtschaft?
    Nachfrage (nach Geld) bestimmt den Preis (Kreditzins)?
     
    Geld ist derzeit eben kein knappes Gut. Im Gegenteil: Es gibt viel zu viel davon  😉
     

  72. PeterPeter

    @Whirlwind
    Danke, bin immer für Ideen dankbar  – Fresenius ist meine größte Position. Da bin ich seit der Jahrtausendwende investiert. CHD schaue ich mir mal an, wobei ich den Bereich mit RB und teilweise Unilever und Ecolab schon abdecke. 
    Ich habe eine Mischung aus „Klassikern“ und Wachstumswerten wie V, TMO, Ecolab, Danaher und ein paar der FAANGs im Depot.
    Zuletzt habe ich JNJ aufgestockt. Ich könnte noch etwas im Konsumbereich gebrauchen. Der Turnaround bei Kellogg gefällt mir.
     

  73. AvatarDaniel

    Wenn Herr Buffett immer mehr Bares zurückhält und man weiterhin davon ausgeht, dass er über mehr Verbindungen, Wissen und Erfahrungen als wir kleinen Privatanleger verfügt, kann es nicht das Schlechteste sein, aktuell nicht zu 100 % in Aktien investiert zu sein.
    Buffetts Anlagestrategien sind nicht mit denen eines Privatanlegers vergleichbar. Buffett kann nicht einfach mit 50 Milliarden Dollar irgendwo einkaufen gehen und eine kleine Klitsche kaufen die ihm cool erscheint und günstig ist ohne damit den gesamten, meist illiquiederen Small Cap Markt, auszuhebeln.
    Als Privatanleger kannst du das hingegen schon. Es gibt also auch für den Privatanleger immer wieder Möglichkeiten zu investieren wo es großen Institutionellen nicht möglich ist.
    Was spricht dagegen momentan Liquidität zu halten und ein bissl zu warten?
    Die Statistik über die Effizienz von Privatanlegern Market-Timing zu betreiben, was es nunmal ist? Wer sich bewusst dafür entscheidet z.B. 20% auf dem Tagesgeld zu halten, der betreibt kein Markettiming sondern sieht sein Tagesgeld als Asset-Klasse. Wer es aber als Puffer für Einkäufe nutzt, hingegen schon. Bei einem Girokonto sind netto -2% pro Jahr Realität. Was wenn der Markt jetzt 10 Jahre so weiterläuft? 20% weniger hinnehmen weil man am Seitenrand stand? Und definiere “bissl warten”. 2 Monate? 2 Jahre? 10 Jahre (Japan?)
    @Freelancer Sebastian: ich sehe das anders. Weik etc. sehe ich überhaupt nicht negativ. Jeder muss doch sehen, dass das System kaputt ist. Das kommt mir viel zu kurz hier.
    Ja, das System ist kaputt… und jetzt? Was ist die logische Schlussfolgerung? Den Finanzmarkt ignorieren kann man tun, ist aber finanziell unschön. Entweder man schwimmt mit oder macht sich eigene Gedanken. Meine Gedanken sind, dass ich daran glaube dass Aktien/ETF Investments besser sind als Sichteinlagen auf Bankkonten, erst recht bei drohender Bankenvergemeinschaftung und Haftungsunion in der EU. Mein Glaube ist, dass der Markt in 20 Jahren höher steht als zum jetzigen Zeitpunkt. Mein GLaube ist, dass ich den Banken und Finanzsystem nicht 100% traue und weiterhin Edelmetalle über Tafelgeschäfte beziehe. Mein Glaube ist dass ich lieber AAA-Staatsanleihen außerhalb des Euro-Währungsraumes halte, weil ich den dortigen Banken eher über den Weg traue. Ich kann mit meiner Asset-Allokation gut leben, auch wenn das Finanzsystem krank ist. Welche Schlüsse ziehst du?

  74. Avatar-M

    Fresenius war ich kurz davor den Abzug zu drücken vor ein paar Wochen waren die auf 41€/42€… mein kaufkurs den ich kalkuliert habe ist 39€, haben also noch ca 5% gefehlt. Wenn ich Fresenius zu dem Kurs bekomme habe ich ein sehr gutes Gefühl. Da kann der Markt auch danach stärkt korrigieren und fresenius mit nach unten reißen, bei 39€ werde ich irgendwann einen guten Schnitt machen, da bin ich mir sicher. 
     
    -M

  75. AvatarWolke

    @Rüdiger…Weil Dr. Knallkopp, Weik und die anderen medialen Nachfahren von Nostradamus aus der Panikindustrie das gerne so hätten…“
    Warum die Beleidigungen? Hast Du Angst? Das ist nämlich eine häufige Ursache für Aggression. Du könntest ja auch sachlich die Argumente von Markus Krall widerlegen, das schafft einer wie Du doch locker.

  76. AvatarNico Meier

    Dazu kommen teilweise sich aufhebende Effekte, Globalisierung und Produktionsoptimierungen führen zu tieferen Preisen, dazu noch Währungseffekte etc. es ist eben heute nicht mehr so einfach wie früher.
    @Bruno
    Ich denke durchaus, dass es vor 50 Jahren bedeutend einfacher war als Kleinunternehmer in der Schweiz oder in Deutschland. Damals waren die Märkte abgeschottet und die Unternehmer konnten die Konsumenten ausnehmen bis aufs letzte, da die Konsumenten kaum die Möglichkeit gehabt haben Preise international zu vergleichen und sich so vor diesem Wucher zu schützen. Heute kann ich als mündiger Bürger den Artikel weltweit bestellen und muss mich nicht vom regionalen Unternehmer, der bereits heute in einer Villa wohnt und einen grossen Wagen fährt, ausbeuten lassen!
     

  77. AvatarNico Meier

    Was spricht dagegen momentan Liquidität zu halten und ein bissl zu warten?
    Ich habe schon in den vergangenen Tagen mehrfach darauf hingewiesen, dass man im letzten halben Jahr auch schon Cash hätte aufbauen können.
    Ich habe mich gegen den Cashaufbau entschieden und Aktien der Firmen Kraft Heinz, ABBVie oder Bayer gekauft, die alle bereits innerhalb dieses Jahres um mehr als 20% gestiegen sind. Mein Cash würde auf dem Konto liegen und mit sagenhaften 0.05% Zins verzinst werden!
    Ich betreibe kein Markttiming. Ich schaue mich um wenn ich Geld habe, welches investiert werden soll und suche mir dann eine Einzelaktie aus, von deren Geschäftsmodel ich überzeugt bin.

  78. AvatarWolke

    …Warren Buffett hat zu viel Cash…
    Oh, da wagt tatsächlich einer den großen, allseits verehrten Warren Buffett zu kritisieren. Vielleicht hat er so viel Cash, weil er Dalio oder gar Krall gelesen hat? Zum Schluß hortet er noch heimlich Gold. Oh nein! Er kauft nicht mehr, weil ihm die Aktien zu teuer sind, der Schlaue, während die Deppen von Kleinanlegern jetzt erst recht kaufen, weil es die Blogs und die Medien mit den vier Buchstaben sagen. Die Geschichte wiederholt sich tatsächlich.

  79. AvatarRüdiger

    @Wolke:
    Dr. Knallkopp (vergleichbar “Birne”) ist ein Ausdruck von Hohn und Spott, wie er in ironischen oder satirischen Texten gerne benutzt wird … ganz ohne jede Angst oder Aggression  😉
     
    Mir liegt nichts daran, seine Argumente zu widerlegen. Für mich sind sie ohne Bedeutung und nur das zählt … für mich. Jeder darf/soll sich seine eigene Meinung bilden und seine Jünger dürfen das gerne anders sehen. Es liegt mir fern, diese bekehren zu wollen. Dazu fehlt mir das Sendungsbewusstsein 😉

  80. AvatarWolke

    @Rüdiger
    Aha, Du könntest Krall widerlegen, Du hast nur keine Lust dazu. Verhöhnen geht aber schon. Lieb, erinnert mich irgendwie an spielende Kinder.

  81. AvatarRüdiger

    @Wolke:
    Dr Knallkopp wurde bereits von anderen widerlegt, zu meiner vollsten Zufriedenheit und viel besser, als ich das jemals könnte  😉
    Du wirst lachen, es ist mir absolut Wumpe, wenn du für ihn als williger Karrenochse fungierst und seine “Frohe Botschaft” in die Weltgeschicht’ transportierst 😉

  82. Freelancer SebastianFreelancer Sebastian

    @ Wolke
     
    während die Deppen von Kleinanlegern jetzt erst recht kaufen
     
    Warum die Beleidigungen? Hast du Angst? FOMO?
     
    Kralls Gelaber ist für den langfristigen Vermögensaufbau durch Aktien so relevant wie eine Wolke, die über den Himmel zieht. Und sich auflöst.
     
    Immer dieser confirmation bias…. ich empfehle dir Phil Fishers “Die Profi-Investment-Strategie”. Das Portfolio umstellen, weil irgendwelche Möchtegernexperten ihre Prognosen loswerden? Ganz schlechte Idee. Aber man will ja unbedingt Recht behalten….
     
    Ja, Buffetts Holding kauft gerade WENIGER – das Kaufen ist nicht eingestellt. Günstiger wäre schöner, ja.
     
    Sein Ratschlag bleibt aber, all die wunderbaren Unternehmen im Portfolio einfach zu halten. Aktiver Cashaufbau durch Aktienverkäufe? Nö! Ist etwas für Markettimer, die en gros langfristig zu den Losern gehören. Kann man das nach 30 Jahren Börse nicht einfach akzeptieren?
     

  83. AvatarBruno

    “Heute kann ich als mündiger Bürger den Artikel weltweit bestellen und muss mich nicht vom regionalen Unternehmer, der bereits heute in einer Villa wohnt und einen grossen Wagen fährt, ausbeuten lassen!”
    Neid ist eine Krankheit, ich wünsche gute Besserung 😉

  84. AvatarThorsten

    @Rüdiger wegen der Aktien , die einen morgen reich machen….
    Ich denke die drei genannten Chemie…ähh Konsumaktien Coca-Cola, Pepsi, McDonald’s laufen weiter. Man kann die Dividenden kassieren und damit z.b  andere Aktien kaufen, um zu diversifizieren, weitere Auszahlungstermine zu haben, Wachstumsaktien mit geringer/fehlender Dividende anzusparen. Die Frage ist doch, wie schnell will man genug haben bzw. sich reich fühlen. Eigentlich reicht es mit dem Markt zu schwimmen und die Anzahl der Rohrkrepierer niedrig zu halten. Das wären dann ja ca 8% per annum  brutto. Reicht eigrntlich. Wenn man schneller sein möchte, dann steigt auch das Risiko. Rendite und Risiko laufen normalerweise gegeneinander. Es sei denn, die Aktie hat wenig Risiko wegen der Vormachtstellung oder der Branche , die boomt. Banken, Versicherungen, viele Konsumaktien sind wie ein Sparbuch. Quasi das Tagesgeld des Aktionärs, der Buy and Hold macht. Die IT-Unternehmen wachsen immer mehr oder noch stark, Öl gibt ( noch ?!) gute Renditen.
    Für mich seit langen interessant : Energieversorger wie  E.on, Iberdrola,Acciona und viele andere.  Da gibt es dann eine Überschneidung mit regenerativen Energien, das wächst und transformiert von Fossil zu regenerativ. Das kostet, die Aktien sind zum Teil noch preiswert,cz.b. E.on mit 5% Dividenderendite. Die ganze Infrastruktur an Stromleitungen…das bringt immer was, der Endbenutzer zahlt ja. Zeitgleich sind diese Aktien auch jetzt schon  ein gutes Sparbuch.
    An die Banken und Versicherungen schließen sich Fintecs an : Adyen, Square, Wirecard,… Ein sehr volatiles Pflaster, aber sie wachsen alle und kassieren bei jeder Gebühr mit. Ich zahle z.b. mit Google Pay über das Handy , dahinter ist die virtuelle Kreditkarte von Wirecard über die boon.planet App. Wirecard verdient so an mir … und füttert meine Wirecardaktien : lach:

  85. AvatarNico Meier

    @Bruno
    Ich freue mich als Konsument über die Möglichkeit Güter direkt im Netz weltweit bestellen zu können zu einem fairen Preis. Warum sollte ich mich von einem Unternehmer in der Schweiz ausbeuten lassen und ihm für die gleiche Jeans, die ich im Netz für 40 Franken kaufen kann, 130 Franken zahlen?
     

  86. AvatarWolke

    @Freelancer Sebastian
    Es geht doch nicht um den langfristigen Vermögensaufbau. Den zweifelt ja kein Mensch an. Der wurde schon tausendmal hier und anderswo erklärt und interessiert nur mehr die absoluten Anfänger. Macht pädagogisch Sinn, sonst aber langweilig.
    Es geht um die Diskussion der wirtschaftlichen und politischen Entwicklung der nächsten fünf bis zehn Jahre. Ich wenigstens finde das interessanter, als zum hundertsten Male die Vorteile des Aktieninvestmens über einen Zeitraum von dreissig bis vierzig Jahren hinauszuposaunen. Ist ja langweilig.
    Und mit „Deppen Kleinanleger“ habe ich auch nicht die Langfristinvestoren gemeint, sondern die am Hoch-Einsteiger und dann am Tief -Aussteiger, die mit steigenden Kursen zunehmend die Finanzblogs bevölkern. Die und nur die müssen sich wohl oder übel mit Krall, Weik und Otte auseinandersetzen.
    Die andern, die Langfristanleger sollten besser über das Wetter, die Liebe oder die Gesundheit reden, Geldsorgen haben die ja keine, normalerweise.
     
     

  87. AvatarBruno

    @Nico Meier
    Das habe ich nicht gesagt 😉 Eine Jeans kostet im Einkauf übrigens unter 1$, ein Hemd auch. Ich finde eher eine Schweinerei was eine Näherin bekommt (oder nicht bekommt), aber das ist ein anderes Thema. Ich würde auch gerne 5-10$ mehr bezahlen, wenn die Näherinnen entsprechend mehr bekämen, aber da bin ich sicher eine Ausnahme. Ich brauche auch nicht so viele Jeans ehrlich gesagt.
    ABER ich kenne wenig Jeans-Verkäufer bei uns, die eine Villa und fetten Wagen haben 😉

  88. Freelancer SebastianFreelancer Sebastian

    @ Wolke
     
    Es geht um die Diskussion der wirtschaftlichen und politischen Entwicklung der nächsten fünf bis zehn Jahre. Ich wenigstens finde das interessanter, als zum hundertsten Male die Vorteile des Aktieninvestmens über einen Zeitraum von dreissig bis vierzig Jahren hinauszuposaunen.
     
    Verstehe. Nur muß ich hierzu anmerken, dass nun mich wiederum das Spekulieren und Herumfabulieren um die mögliche wirtschaftliche Entwicklung nicht die Bohne interessiert. Abgesehen vom stoischen Credo, dass ich die Entwicklung eh nicht beeinflußen kann – ganz im Gegensatz zur Durchführung einer stringenten Investmentphilosophie – und sie einfach hinnehme, hat für mich das ganze Gerede, all die Meinungen und Prognosen keinen Mehrwert.
     
    Wir beide, Krall, Weik, Buffett, Dalio, Trump…. keiner weiß, was in zehn Jahren sein wird. Was gab es nur für tolle Prognosen der “Experten” im Jahr 2009 für die nächsten zehn Jahre. War alles für die Katz´ .
     
    Dir mag es langweilig sein, aber gerade die Anfänger, die seit zwei, drei Jahren ihre ETF-Sparpläne füttern und hier mitlesen, können von den immer gleichen Mantren zum Vermögensaufbau profitieren. Auf dass sie nicht zu “Deppen Kleinanlegern” werden, die im nächsten Tief verkaufen.
     
    Dazu gehört auch, das Prognosegeplapper der Experten auszublenden und stur und stetig zu investieren.
     
    Aber das darf natürlich jeder halten, wie er mag 🙂 .

  89. AvatarRüdiger

    @Thorsten: Die Frage ist doch, wie schnell will man genug haben bzw. sich reich fühlen. Eigentlich reicht es mit dem Markt zu schwimmen und die Anzahl der Rohrkrepierer niedrig zu halten.
     
    Definitiv! Wer es nicht darauf anlegt, die “Überflieger” von morgen und übermorgen – mit entsprechend höherem Risiko – im Depot zu haben, ist mit einer Aktienauswahl ähnlich deiner sicherlich gut beraten. Das reicht für einen ruhigen Vermögensaufbau, bei dem man auch noch gut schlafen kann. Neue Geschwindigkeitsrekorde beim Aufbau eines Vermögens wird man damit natürlich nicht erreichen. Wichtig ist es, erst einmal anzufangen, bei Rücksetzern die Nerven zu behalten und weiter zu investieren. Auch wenn es langweilig ist, das kann man nicht oft genug wiederholen.
     
    Aktien von Wirecard habe ich mittlerweile auch  😉

  90. AvatarNico Meier

    @Bruno
    Wieviele Inhaber von Jeansläden kennst du denn? 
    Die Tiefstlöhne der Frauen die die Kleider unter miesesten Bedingungen in Bangladesch oder Burma nähen sind klar eine Sauerei. Nur diese Sauerei wird nicht gemindert wenn ich dem Abzocker 130 Franken für dieselbe Jeans abdrücke die ich mir auch für 40 Franken direkt aus dem Ausland liefern lassen kann. 
    Übrigens auch in unseren Ländern gibts Probleme mit miesen Löhnen gab da mal ne Doku drüber. Sogar die deutsche Post und deren Subunternehmen beuten fröhlich mit aus!

  91. AvatarRüdiger

    @Freelancer Sebastian: Abgesehen vom stoischen Credo, dass ich die Entwicklung eh nicht beeinflußen kann – ganz im Gegensatz zur Durchführung einer stringenten Investmentphilosophie – und sie einfach hinnehme, hat für mich das ganze Gerede, all die Meinungen und Prognosen keinen Mehrwert.
     
    Sehe ich genau so! Für mich ebenso ohne jeden Mehrwert, die netten Vorschläge, was die EZB sollte. Was kann ich mir für diese Expertenempfehlungen kaufen? Richtig! Genau gar nichts!
    Mich interessiert nicht, was die EZB tun sollte, sondern nur das, was sie tut und voraussichtlich tun wird. Nur was sie tut, berücksichtige ich bei meinen Investments, nicht was sie tun sollte.
     
    Darf aber auch jeder anders sehen  😉

  92. AvatarLithium85

    @Freelancer
    Verstehe. Nur muß ich hierzu anmerken, dass nun mich wiederum das Spekulieren und Herumfabulieren um die mögliche wirtschaftliche Entwicklung nicht die Bohne interessiert. Abgesehen vom stoischen Credo, dass ich die Entwicklung eh nicht beeinflußen kann – ganz im Gegensatz zur Durchführung einer stringenten Investmentphilosophie – und sie einfach hinnehme, hat für mich das ganze Gerede, all die Meinungen und Prognosen keinen Mehrwert.
    Ich glaube ihr redet etwas aneinander vorbei. Das von dir beschriebene bestreitet ja niemand. Langfristig über Dekaden werden nun einmal unterschiedliche Phasen durchlaufen, Boom, Korrektur, Inflation, Deflation, es ist nunmal so, dass jedes Asset seine Stärken in unterschiedlichen Phasen ausspielt. Aktien mögen langfristig die höchste Rendite haben, falls wir Volatilität als Risiko betrachten, ist diese aber auch relativ hoch (Sharpe ratio gering). Auch Anleihen (egal ob $EM oder US treasuries) haben über einen langen Zeitraum eine positive Rendite (gar nicht so weit weg vom Aktienportfolio). Die Beimischung einer anderen Anlageklasse (mit positiver Rendite über die Zeit, aber geringer Korrelation) ist eben geeignet die Volatilität des Gesamtportfolios zu senken. Je höher die Volatilität dieses weiteren assets (zB 20+ year Treasury vs Kurzläufer), desto geringer muss man das Asset gewichten um die gleiche Glättung zu erreichen, dementsprechend gering ist auch der Renditeunterschied letztendlich. Gesucht werden also hochvolatile assets mit geringer Korrelation zum Aktienmarkt aber langfristig positiver Rendite.
    So ein Mischportfolio entspricht deiner Philosophie doch viel eher, nicht um Marktphasen oder Prognosen kümmern, stetig Investieren, fire and forget

  93. AvatarMichael_2

    “die Anzahl der Rohrkrepierer niedrig zu halten”
    Ein grosses Wort gelassen ausgesprochen!
    Konnte man vor 20 Jahren wissen, dass die Telekom (welche gerade mal wieder die Dividende kürzt) ein derartiger Rohrkrepierer wird.
    Oder E.ON ? Oder die scheinbar solide Commerzbank ?

  94. AvatarSparta

    @Nico Meier

    Unternehmer pauschalisiert Du als Abzocker.

    Grüne pauschalisierst Du als sozialistische Wassermelonen.

    Ausländer aus dem arabischen Raum pauschalisiert Du als dumme Eseltreiber (früheres Zitat). 

    Wirtschaftswissenschaftler sind nicht so umfassend intelligent wie Du.

    Klimawissenschaftler sind auch Pappnasen…

    Differenzierung und Sachlichkeit bzw. zwischenmenschliche Weiterentwicklung scheinen nicht Deine Stärken zu sein.

    Du scheinst Aufmerksamkeit und Populismus irgendwie sehr nötig zu haben…

  95. AvatarRüdiger

    @Lithium85: Die Beimischung einer anderen Anlageklasse (mit positiver Rendite über die Zeit, aber geringer Korrelation) ist eben geeignet die Volatilität des Gesamtportfolios zu senken.
     
    Bin zwar kein Freelancer, erlaube mit aber trotzdem eine Antwort  😉
     
    Angenommen, ich habe ein mehr als ausreichendes monatliches Einkommen (Rente/Pension), eine schuldenfreie selbstgenutzte Immobilie, einen ausreichend großen “Notgroschen” für die obligatorische kaputte Waschmachine, Heizung, Auto, … Was sollte mich die Volatilität stören, wenn meine Aktien vorübergehend im Minus stehen? Aussitzen … und gut.
    Hmmm … vielleicht doch etwas zu kurz gesprungen? Was ist bei einem unvorhersehbaren Schicksalsschlag und ich werde pflegebedürftig. Mit all den zusätzlichen Kosten, die dadurch auf mich zukommen. In diesem Notfall ist es natürlich charmant, Anteile einer Assetklasse ohne Verlust verkaufen zu können, um den unerwarteten Geldbedarf zu decken.
    Vielleicht möchte ich auch einen zusätzlichen “Turbo” für die Zeit der beginnenden Erholung nach dem Crash. Eine Assetklasse, von der ich mich ohne Verluste (oder sogar mit Gewinn) größtenteils trennen kann um verstärkt die nun “billigen” Aktien nachkaufen zu können, um vom Aufschwung zu profitieren.
     
    Ich glaube, der Wunsch nach Diversifikation des Portfolios ist von ganz individuellen Wünschen/Bedürfnissen abhängig.

  96. AvatarBruno

    @Nico
    Nicht viele, einer ist tatsächlich Multimillionär geworden, aber nicht mit seinem Jeansladen, aber damit hat er mal angefangen. Der kommt sogar aus deiner Gegend. 2 andere wo ich kenne davon eine Frau, die hatten wenig Glück damit und sind gescheitert. Natürlich die grossen Labels oder Ketten machen Geld wenn sie alles richtig machen, so einfach ist es aber trotzdem nicht, siehe z.B. Charles Vögele. Ich würde niemandem raten in die Kleiderindustrie einzusteigen, ausser er hat wirklich geniale Ideen und dann natürlich online heutzutage.
    Mir ging es aber auch nicht darum, aber lassen wir das 😉

  97. AvatarWolke

    @Freelancer Sebastian
    Wir beide, Krall, Weik, Buffett, Dalio, Trump…. keiner weiß, was in zehn Jahren sein wird.
    Ok, Glaskugel hat keiner. Aber die Hybris, sich mit Markus Krall vergleichen zu wollen, geht mir dann doch zu weit. Krall war im Risikomanagement der größten Banken tätig und hat daher einen gewissen Einblick und eine gewisse Analysefähigkeit. Ähnlich Ray Dalio. Ich hingegen…
    Aber Du kannst vielleicht auf ein ähnliches Curriculum wie Krall oder Dalio verweisen. Dann warte ich gespannt und wissbegierig auf Deine Analysen und auf Dein neuestes Buch.

  98. AvatarJames

    @Nico Maier: Sehr spannende Käufe mit Bayer, Daimler, ABBVie, Kraft Heinz, Altria. Was hat dich vorallem zu Abbvie bewogen ?
    Ich halte das Unternehmen nämlich für sehr spannend und aussichtsreich.
     

  99. AvatarHans-Georg

    Außerdem sagt Krall ganz klar, ist wird die BANKEN treffen, und zwar die Banken im Euroraum.
    Eher keine US-Bank, schon gar nicht US-Aktiengesellschaften.
    Klar wird es auch dort einige Einschläge geben – je nach Vernetzung. Andere werden die EU-Zombies billig aufkaufen…
    Aber im großen und ganzen wird die EU dort landen wo sie hingehört, auf dem sozialistischen Friedhof!

  100. AvatarBruno

    Rezession/Krise/Crash 2020!!
    Anscheinend ist das ansteckend und verbreitet sich nun weiter wie ein Virus, auch in Kreisen die sich sonst nie zur Wirtschaft/Börse äussern, sind nun zu Crashexperten mutiert, z.B.:
    https://www.youtube.com/watch?v=qaVzxkOIF7U
    gut in einigen Dingen hat er Recht, aber dann völlige Falschinformationen wie der DAX ist 2019 schon stark unter die Räder gekommen?! Der DAX hat 2019 über 25% zugelegt bisher!
    Ich habe das Gefühl man will eine Krise nun auch herbeireden, ob einige da das grosse Geld wittern?!

  101. AvatarThorsten

    Das Geld wird bestraft, die Banken drängen die Kunden jetzt in andere Anlegeformen. Damit geht das Geld noch mehr in Aktien und Immobilien, deren Wachstumsraten um die durch die aufgeblähte Geldmenge mehr und mehr verzerrt werden. Aktie hat sich verdoppelt ? Das muss sie, damit sie noch ihren alten Wert bzgl. der ursprünglichen Geldmenge hat. Kein Grund zum Jubeln, aber die richtige Entscheidung, um das Ursprungskapital zu erhalten. Es tut nur nicht jeder, in Deutschland nur wenige.
    Max Otte : “da viele Menschen selbst aus der Mittelschicht sich keine Wohnung in urbanen Zentren mehr leisten können und so der soziale Sprengstoff immer explosiver wird..”
    Hätte der Mittelstand auf Tim gehört und dem Scheißkonsum abgeschworen und in Aktien investiert, dann würde er jetzt nicht verarmen. Der Mittelstand konnte immer sparen, wenn er es nur gewollt hätte, jetzt holt es ihn bei der Miete ein ( Münchner geben 50% ihres Einkommens für die Miete aus).
     

  102. AvatarMichael_2

    Krall liegt mit seiner Diagnose zu den Banken wohl nicht falsch. Er ist auch nicht der Einzige der die Lage so sieht. Schliesslich werden die europäischen Banken deutlich unter Buchwert gehandelt, hoher Abschreibungsbedarf ist also eingepreist.
    Der Schwachpunkt seiner Argumentation ist aber offensichtlich: Krall geht davon aus dass die EZB einfach tatenlos zuschaut wie zuerst die Banken und anschliessend die Zombies über den Jordan gehen. Das glaube ich kaum. Notfalls wird die EZB den Banken nicht nur Liquidität sondern auch Eigenkapital zur Verfügung stellen. 
    Faktisch wäre dies eine Verstaatlichung des Bankensystems, aber einen Crash gäbe es gerade nicht.
     
     

  103. AvatarDanielKA

    Notfalls wird die EZB den Banken nicht nur Liquidität sondern auch Eigenkapital zur Verfügung stellen. Faktisch wäre dies eine Verstaatlichung des Bankensystems, aber einen Crash gäbe es gerade nicht.
    @ Michael_2 genau das haben doch die Amerikaner 2008/2009 gemacht und die Banken einfach gezwungen EK aufzunehmen, was mit ein Grund war das sich der US-Markt so schnell erholt hat. Das waren damals immerhin über 700 Mrd. US-Dollar.
    Die EZB kauft weiterhin fleissig Anleihen aller Art (von Staaten, Pfandbriefe von Banken, Unternehmen). Wenn die EZB bei jeder Emission 40 % Ordervolumen reinlegt, ist klar das die Zinsen nicht groß steigen können.
     

  104. AvatarClaus

    @ Buffetts Cash…
     
    Freelancer hat es oben genau richtig erklärt. Es gibt eben nur wenige interessante Unternehmen für Buffett, die eine nenneswerte Größe haben, um Berkshire weiterzubringen. Zudem sollte der Preis angemessen sein.
     
    Gleichzeitig wachsen die Einnahmen ständig weiter. Dieses “Problem” hat Buffett im Buch “Die Essays von W.B.” beschrieben. Er hat dort auch geschrieben, dass Berkshire irgendwann nicht um das Zahlen von Dividenden herumkommen wird. Auch Aktienrückkäufe sind möglich, wenn der Kurs in Nähe des Buchwertes steht…
     
    Hierzu paßt das Gerücht, dass der CEO von Walgreens gerade über ein Delisting nachdenkt, um das Onlinegeschäft in Ruhe weiter ausbauen zu können, ohne quartalsweise von irgendwelchen Analysten “genervt” zu werden. Walgreens müßte Warren Buffett eigentlich sehr gut gefallen… Ich bin sehr gespannt, ob etwas dran ist. Die Aktie hat in den letzten Tagen schon mal reagiert…
     
    LG

  105. AvatarFabian S.

    @ Rüdiger:
    Naja verstehe die Härte deiner aussagen nicht. Wieso sind das Knallköpfe? Das gegenwärtige System ist kaputt, so leid es mir tut. Den Zins abzuschaffen ist Planwirtschaft. Aber ich will hier keinen belehren. Nur warum sollen nicht die idioten auf der anderen seite sitzen!
     
    @ an alle:
    Ja es stimmt. Keiner hat eine Glaskugel. Nur ich finde es nicht schlimm ein paar Jährchen erstmal abzuwarten und auf kurzfristige Rendite zu verzichten, aber natürlich sind die Argumente “durch zu investieren” möglich und nicht falsch!

  106. AvatarNico Meier

    @Nico Maier: Sehr spannende Käufe mit Bayer, Daimler, ABBVie, Kraft Heinz, Altria. Was hat dich vorallem zu Abbvie bewogen ?Ich halte das Unternehmen nämlich für sehr spannend und aussichtsreich.
    @James
    ABBVie war vor der Eingliederung von Allergan sehr stark abhängig von den Verkauszahlen von Humira. Allergan macht viel Umsatz mit Botox. Ich rechne gerade in der wachsenden oberen Mittelschicht in den Schwellenländern mit steigenden Absatzzahlen von Botox.
    Desweiteren rechne ich in den nächsten Jahren mit weiteren neuen aussichtsreichen Medikamenten.
    Die Aktie schien mir bei unter 68$ sehr günstig bewertet.
    Ich habe die Gelegenheit genutzt und ABBVie zu einem guten Preis gekauft. Die Dividendenrendite lag damals über 6.3%
     

  107. AvatarRüdiger

    @Fabian S.:
    Meine Herrn, dass es die Jünger von Krall so tief ins Mark trifft, wenn ich ihn Dr. Knallkopp nenne … bissl mehr Gelassenheit und Souveränität hätte ich euch zugerechnet. Aber egal, soll nicht wieder vorkommen  😉
    Die Härte meiner Aussage bleibt bestehen. Das Gelaber der Crashpropheten spielt für mich keine Rolle. Nicht die Geringste! Seit 2009 wird vom kommenden Crash gefaselt. Und was war? Nichts! Außer einer wunderbaren Dekade mit steigenden Kursen an den Börsen. Bei allem Respekt, die letzten 10 Jahre den Crashpropheten anzuhängen und von den Börsen fern zu bleiben, nenne ich keine weise Entscheidung. Aber wahrscheinlich ist ab heute alles anders  😉
    Für mich ist ein System kaputt, wenn ich für mein Geld nichts mehr kaufen kann. Ich hab’s gerade überprüft: Die Tankstelle hat meine Euros ohne Beanstandung akzeptiert. Zinsen brauche ich keine. Niedrige Zinsen sind der Antrieb für meine Aktien.
     
    Klar kann man alles als “kaputt” bezeichen, wird ja zur Genüge getan. Besonders gerne in den sogenannten “freien” Medien im www. Aber du wirst mir sicher verzeihen, dass ich in diese Chöre nicht mit einstimme. Ist einfach nicht die passende Tonlage für mich  😉

  108. AvatarThorsten

    @Andrea @Rüdiger Wenn die KPMG durch ist und jeden Klodeckel umgedreht hat, weil die Shortseller sonst verzweifelt nach negativen Fakten suchen, dann geht der Kurs von Wirecard auch wieder ungestört seinen Weg, mit den hoffentlich steigenden Gewinnen nach oben. Das kann bis März/April 2020 dauern. Die Zeit dahin ignorieren. Aktien halten.

  109. AvatarRüdiger

    @Thorsten:  Du glaubst gar nicht, wie viel Geduld ich mit Wirecard habe. Ich will sie “ewig” halten, weil ich von dem Unternehmen als langfristige Investition überzeugt bin.

  110. AvatarSlazenger

    Warum wird hier immer die Zeit seit 2009 als Maßstab genommen?
    Nehmen wir doch mal das Jahr 2000, damals stand der Dax bei ca. 8100!!!!! Also in 19 Jahren eine Performance von ca. 65% incl. Dividenden! Nicht wirklich berauschend sag ich mal! 
    Ich halte von den selbst ernannten Crash Propheten ebenfalls recht wenig! Gemessen am Zins Niveau, finde ich immer noch genügend Firmen um zumindest temporär zu investieren. Z.B. Vor einigen Wochen in Thor Industries und Carlisle Comp.
    Die großen Blue Chips wie Coke , Procter, etc. Sind dagegen aktuell recht ambitioniert bewertet! 

  111. AvatarAndrea65

    Ich bin von Wirecard auch absolut überzeugt. Ich habe in der Hinsicht also die Ruhe weg und alle Zeit der Welt. Bin auch sowieso mit der Aktie im Plus und tiefenentspannt. Das Hin und Her lässt mich kalt. Es ist ja sowieso auch nicht meine einzige Aktie. 🙂
    Ich schätze, eure Depots erklimmen im Moment auch täglich neue Höchststände. Okay, ich gucke zu oft ins Depot. Aber nur, weil es soviel Spaß macht. Ich glaube, wenn es einmal so richtig bergab geht, lasse ich das sein.

  112. AvatarRüdiger

    @Andrea65: Ich schätze, eure Depots erklimmen im Moment auch täglich neue Höchststände. Okay, ich gucke zu oft ins Depot. Aber nur, weil es soviel Spaß macht.
     
    Ertappt!  😉

  113. Freelancer SebastianFreelancer Sebastian

    @ Wolke
     
    Nein, nein, keine Angst. Ich bleibe bescheiden und ordne mich ganz brav hinten in die Reihe der Experten ein. Und mit Herrn Krall rede ich nur wenn ich angesprochen werde…. 😉 .
     
    Spaß beiseite. Ich habe eine angeborene Abneigung gegen Autoritäten, die sich im Brustton der Überzeugung hinstellen und mir erzählen wollen, dass es so und nur so ist. Meinen Respekt muß man sich verdienen. Ob man einen schicken Anzug trägt, den Doktortitel oder im “Risikomanagement der größten Banken” (den Ritt auf den Abgrund zu konnte er wohl auch nicht verhindern?!) war…. bedeutet mir nichts. Viele Leute geben heiße Luft ohne Substanz von sich. Ein Buch hat auch Ron Hubbard verfasst. Ein Idiot. Das beweist also gar nichts.
     
    Krall hat vielleicht recht, vielleicht nicht. Interessiert mich einfach nicht. Er hat wohl genug Fanboys, die ihm sabbernd an den Lippen hängen. Ob er wohl ein erfolgreicher Investor ist? Ein erfolgreicher Verkäufer sicher.
     
     

  114. AvatarWolke

    1929 gab es doch auch so einen Typen, Roger Babson hieß der, glaube ich. Sein Gelabere ging den Börsianern damals fürchterlich auf die Nerven. Wieso hatte der dann eigentlich doch Recht gehabt? Weiß das zufällig jemand?
    Ist aber auch egal, die heutigen Babson‘s nerven schon wieder mit ihrem Gelabere, manche schreiben sogar Bücher, in denen man lesen kann, wie falsch sie liegen.
    Nur dieser Babson von 1929 will mir nicht aus den Kopf. Wieso lag der nicht falsch?
     
     

  115. AvatarSparta

    Hat eigentlich irgendjemand gelesen wie Ray Dalio mit der aktuellen Zins- & Schuldenproblematik sein all-weather-Portfolio für die Zukunft beurteilt?

  116. AvatarFabian S.

    @ Rüdiger:

    Ok Deine Meinung! Die Herrschaften, die ich lese, waren 10 Jahre lang bullish für Aktien, werden jetzt vorsichtiger. Ich finde man muss zw. den von Dir zu Recht kritisierten Crashpropheten und denjenigen differenzieren, die dieses perverse System kritisieren. Vor 2009 gab es ja auch Warner…Aber gut. muss jeder selbst wissen!

  117. Avatar-M

    @Wolke
    Gerade mal kurz quer gelesen, so Dinge interessieren mich immer. 
     
    Interessant: 1929 haben wenige aktien den Markt oben gehalten, wärend die Masse der aktien schon am fallen war. Ohne es genau zu wissen, würde ich darauf tippen, dass es gerade auch so ist: FAANG und Co laufen und vieles wie basf, Bayer, 3M usw. Ist schon am fallen.
     
    Bin aber aber auch so ein unternehmenstimer und kaufe nur, wenn der Kurs mir passt: letzte käufe in dem Jahr waren: Teva und UNFI, beide ausgebombt und glaube Anfang des Jahres Bayer die auch ausgebombt waren. 
    Seit dem baue ich Cash auf und habe noch einiges Pulver trocken.
     
    -M

  118. AvatarRuby

    Ich möchte anmerken, daß es bei den sogenannten Crashpropheten ganz erhebliche Unterschiede gibt.
    .
    Einem Martin Armstrong hätte ich doch fast geglaubt als er für 201772018 einen Crash voraussagte. Der Forecaster hat doch einen gewissen Track-Record vorzuweisen den man nicht einfach so wegwischen kann.
    .
    Krall als Knallkopft zu bezeichnen finde ich doch etwas unfair und der Sache nicht gerecht. Er erklärt zurecht, daß das Bankensystem in Europa ein ganz gewaltiges Problem beinhaltet – ob es allerdings zu einem derartigen Crash ausreicht, den er da ausruft möchte ich aber bezweifeln und m.E. auch hoffen.
    .
    Generell sind die Aufkaufprogramme von Anleihen und sogar Aktien wie z.B. der BoJ und SNB schon kritisch zu sehen. Könnte schon sein, daß das mal noch ein Marsch in den Sozialismus wird. Denn was ist wenn so ein Unternehmen an dem der Staat(ZB) zu einen erheblichen Teil der Aktien oder Anleihen hält in eine Krise gerät? Die Rufe nach sozialer Verantwortung etc. können dann ganz schnell Subventionsprogramme ins Leben rufen. Und mit notverstaatlichten Banken kann man allerlei Unsinn treiben – es gibt noch anderer Dinge als Verbriefte amerikanische Hypothekenkredite….
    .
    Zu Friedrich/Weik schweige ich mal lieber – das ist wirklich nix…..

  119. AvatarRüdiger

    @Fabian S.: Ich finde man muss zw. den von Dir zu Recht kritisierten Crashpro´pheten und denjenigen differenzieren, die dieses perverse system kritisieren. 
     
    Kann man, muss man aber nicht. Mir sind beide Chargen Wurscht. Meine hier geäußerte “Kritik” würde eh nichts ändern. Außerdem lebe ich sehr gut mit und in diesem “perversen” System. Und ich bin leider kein Einzelfall  😉

    Ja, das ist meine Meinung. Und ich rate ausrücklich davon ab, ihr zu folgen 😉

  120. AvatarWolke

    @Ruby
    Leute wie Markus Krall oder Ähnliche verunsichern. Das verstehe ich. Nicht jeder packt es, daß an seinem Welt(Börsen)-Bild gerüttelt wird. Ein bewährter Abwehrmechanismus besteht darin, diese „Verunsicherer“ als eine Art Sektenführer zu sehen und alles mögliche Dumme(Knallkopf) oder Schlechte(Gelabere) auf sie zu projizieren. Ist aber egal, ist einfach so.Andere setzen sich hingegen damit auseinander und ziehen rational und emotionslos ihre Schlüsse daraus. Das sind die Schlauen.
     

  121. AvatarHans-Georg

    @Wolke
    R. Babson sagt mir nichts, zum googlen habe ich keine Lust.
    Aber ich würde den ungefähr so einordnen:
    Dirk Müller hat den Crash für 2013 vorausgesagt, dann 2016 und neuerdings für die nächsten 5 Jahre.
    Friedrich und Weick sagen seit 2015 jedes Jahr den Crash voraus, ihr Fonds rechnet jede Woche mit einem Crash!
    Krall hat sich für Sep. bis Dez. 2020 festgelegt. Mittlerweile rudert er jedoch zurück, und sagt in für die nächsten zwei Jahre voraus – möglicherweise “bröckeln” die Banken im 3 Qu. 2020 – unterstrichen, möglicherweise!
    Florian Homm sagte den Crash für 2018, dann für 2019 voraus. Ende 2019 hört man nichts mehr von seinen Prognosen.
     
    Was ich sagen will, Babson wird sicher einer der 100 Crashpropheten gewesen sein. EINER mußte einfach Recht haben!
     

  122. AvatarBruno

    Bei Krall wie vielen andern, ändert sich die Sichtweise um 180° wenn sie “raus” sind aus dem System.
    Auch z.B. Yellen:
    28.6.2017: https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/fed-chefin-yellen-keine-weitere-finanzkrise-zu-lebzeiten-15080963.html
    12.12.2018:
    https://www.faz.net/aktuell/finanzen/ex-fed-chefin-janet-yellen-sieht-gefahr-neuer-finanzkrise-15938736.html
     
    Man kann das jetzt so oder so interpretieren, die Bären sagen wenn man nicht mehr im System ist, wird man ehrlicher, die Bullen werden sagen, die Leute sind frustriert, wollen es heimzahlen oder brauchen die Öffentlichkeit/Aufmerksamkeit.
    Wie dem auch sei 😉
    Man kann sich nun dem einen oder andern Lager anschliessen, oder aber man sucht sich eine Strategie, die unabhängig der Marktmeinung vernünftig funktioniert.
    Wer denkt, mittels Guru-Meinungen sein Trading langfristig aufbauen zu können, der soll das doch tun. Es kann gut gehen oder eben auch nicht. Schauen wir.

    Die Frage ist auch, wenn es ein Crash wie noch nie (also schlimmer als 1929) geben soll, und kein Stein auf dem andern bleibt, alle Banken zusammenbrechen etc. soll man dann wirklich vorher all seine Aktien verkaufen? Ist dieser Cash dann noch da? Oder will man dann alles in Gold tauschen, bei grösseren Summen und dem bösen Staat wird das sehr kompliziert, da muss man über Monate und Jahre täglich seine paar Münzen abholen… Fragen über Fragen. Ich fühle mich wohl mit guten und soliden Unternehmen, wenn diese alle Konkurs gehen, dann bin ich mir ziemlich sicher, nützen mir auch Immobilien, Gold, Cash, Kryptos oder was auch immer nicht mehr wirklich viel.

  123. Freelancer SebastianFreelancer Sebastian

    @ Wolke
     
    Andere setzen sich hingegen damit auseinander und ziehen rational und emotionslos ihre Schlüsse daraus. Das sind die Schlauen.
     
    Völlig richtig. Und die rationale und emotionslose Erkenntnis der Schlauen lautet: “Die Ausführungen von Markus Krall sind für den langfristigen Erfolg an der Börse irrelevant. Wer dagegen stur und stetig durch alle Börsenphasen investiert (bleibt), wird ein Vermögen aufbauen.”
     
    Diese Feststellung gefällt nicht jedem. Manche mögen nicht, dass an ihrem Börsenweltbild gerüttelt wird, das da lautet: “Ich kann die Börse timen und verlasse mich auf die Meinungen von dahergelaufenen Experten, deren Börsenerfolg noch aussteht. Ich weiß es besser als die Koryphäen der Börse und warte mit Gold und Cash auf den richtigen Einstieg”.
     
    Die Schlauen sind das aber nicht….
     

  124. AvatarRüdiger

    @Thorsten: Die Experten verkaufen Angst gegen Geld, sie leben von unserer Angst….
     
    Zumindest versuchen sie es. Viele kaufen bei ihnen, viele auch nicht. Hast du gekauft?  😉

  125. AvatarBruno

    Die Experten verkaufen Angst gegen Geld, sie leben von unserer Angst”
    Ist nicht nur an der Börse so, ist ein verbreitetes Geschäftsmodell, das gut funktioniert. Paradebeispiel ist die Versicherungsbranche. Aber auch Ärzte und Zahnärzte gehen immer mehr in diese Richtung. Der Typ oben im Link macht ja Verkaufsseminare und er nennt dies geistige Brandstiftung, und selbstverständlich wendet er sie auch an und verkauft so mehr Seminare. 

  126. AvatarWolke

    @Hans-Georg
    Du kennst Müller,Friedrich,Weik,Krall,Homm und Du kennst nicht Roger Babson? Auweia, schade, gegen den sind die anderen…naja. Die Geschichte liest sich wie ein Krimi. Spannende Lektüre zum Einschlafen für Börsianer.

  127. AvatarWolke

    @Bruno
    Haha, das war mir neu, Janet Yellen als Crashprophetin: DER Kontraindikator! Da bin ich jetzt beruhigt und werde gut schlafen. Wenn sie das sagt, wird es wohl nie mehr einen Crash geben.

  128. AvatarSparta

    @Bruno
    Die Depots können uns Abzockern eigentlich egal sein. 😉
    Grösstes Risiko und grösster Gewinn ist ja unsere Abzockmasche. 😉

  129. AvatarThorsten

    @Rüdiger Nicht bewusst, aber das Anklicken eines monetarisierten YouTubes dürfte ihnen schon was bringen. Ganz Harte kaufen Crashbücher, Crashbriefe, Crashworkshops und Weltuntergangsnahrung.

  130. AvatarRüdiger

    @Thorsten:  Du darfst mich nicht immer wörtlich nehmen 😉

    Ich meinte das “abkaufen” im übertragenen Sinne. Kaufst du ihnen die Panikmache ab? Lässt du dich verunsichern? Hat sich dein Verhalten als Investor geändert?
     
    Weltuntergangsnahrung … damit nimmst du mich auf den Arm  😉

  131. AvatarSparta

    @Rüdiger
    NRG-5 Notfallnahrung hält 20 Jahre… Allerdings wenn die Welt untergeht haben wir blöderweise noch Jahre übrig… 😉

  132. AvatarRüdiger

    @Sparta:
    Ich frage mich gerade, ob es im Fanshop von der Weltuntergangs-/Notfallnahrung auch eine “Dr. Krall Gold Edition” gibt  😉

  133. AvatarLejero

    Ich mache es (zufälligerweise) wie Buffett und halte bewusst 20% Cash. Gerade weil ich nicht weiss wie es weitergeht. Die restlichen 80% sind in Immobilien und Aktien. Wenn die Party weitergeht (was mir am liebsten wäre) partizipiere ich ausreichend stark, wenn es einen Crash gibt bekomme ich tolle Kaufchancen oder benötige das Cash ggf. selber wenn es richtig übel wird (z.B. Immos um 50% einbrechen und meine Kredite “notleidend” werden, ich langfristig arbeitslos werde). Das hat nichts mit Markettiming zu tun, sondern mit Versicherung bzw. Risikomanagement.
    Das Leute (fast) alles in Aktien/Sachwerte stecken halte ich persönlich für unglaublich riskant. Auch wenn die Chance auf einen Crash sagen wir mal nur 10% sind, habe ich keine Lust in so einem Szenario richtig Stress zu bekommen. Insofern handeln aus meiner Sicht alle die größere Cash Positionen haben oder Aufbauen höchst rational (damit meine ich aber nicht eine 50-100% Cash Position…). 

  134. AvatarThomas

    Hi Lejero,
    so kann man das sehen. Ich habe eine etwas andere Sicht. Auf lange Sicht halte ich Firmenanteile gestreut über die Welt für sicherer als den Euro.
    Um mit Schulden im Falle von Arbeitslosigkeit handlungsfähig zu bleiben ist Cash sicher nicht verkehrt. Aber wenn man keine Schulden und ein großes gut diversifiziertes Depot hat kann ich mir kein Szenario vorstellen welches richtig Stress machen soll.
    Weder Arbeitslosigkeit noch sonst was.
    🙂
     

  135. AvatarWolke

    Bitcoin ist im Boom 2017 und 2018 nach oben manipuliert worden
    und die Aktienmärkte etwa nicht? Die Fundamentaldaten und Kurse klaffen immer weiter auseinander und das Unglaubliche ist, daß das keinen mehr interessiert. Postfaktisch eben. Wird schon gut gehen.

  136. AvatarSparta

    @Sebastian
    “Die Fundamentaldaten und Kurse klaffen immer weiter auseinander”.
    Naja, die EPS sind seit 2008 natürlich gestiegen weil die Ami`s extrem financial engineering mit Aktienrückkäufen auf Pump betrieben haben…
    Deswegen ist der US-Markt mit am stärksten gelaufen…
    Die Rückkäufe waren teils stärker als die Investitionen…

  137. Freelancer SebastianFreelancer Sebastian

    @ Sparta
     
    Einverstanden. Aber meinst du nicht, dass Unternehmen wie Alphabet, Apple, Nike und co zumindest anteilig ihre Gewinne auch durch organisches Wachstum gesteigert haben? Alles nur ´ne Schuldenblase?
     
    Es wird suggeriert, die Kurse seien vollständig manipuliert jenseits von Gut und Böse. Ist dem so?
     
    Dass Kurse und Fundamentals (also Hund und Herrchen) immer wieder Diskrepanzen zeigen, hat uns der Kosto schon vor 30 Jahren erzählt. Das war so und wird immer so sein.
     
    Aber kann jemand die Entwicklung antizipieren? Weißt du, wann der Hund schnüffelnd stehen bleibt oder gar zurückrennt? Läuft Herrchen jetzt schneller oder muß er zurück, um seinen verlorenen Schlüssel zu holen?
     
    Niemand kann das wissen. Selbstverständlich wird es immer wieder (heftige) Korrekturen geben. Ich mißtraue nur Leuten, die mir dazu ein Datum zustecken wollen….
     
    Kennst du eine Seite, bei der die (schuldenbasierten) Aktienrückkäufe aus dem EPS herausgerechnet werden?

  138. AvatarWhirlwind

    @Claus: Vor etwa einem halben Jahr hielt der CEO von Walgreens noch gut 15 % der Aktien und wurde daher auf Grund der Wesentlichkeit namentlich aufgeführt. Dazu konnte ich nun nichts mehr finden. Weißt du mehr dazu?
     
    @-M: Fresenius finde ich definitiv interessant. Arbeite gerade an einem aktuellen Porträt, was dieses Wochenende erscheinen soll. Etwas stört mich dabei jedoch die niedrige Eigenkapitalrendite von konstant unter 10 %. Dabei ist die Bilanz mit einer Eigenkapitalquote zwischen 40 und 50 % eigentlich recht ausgeglichen. Wie findest du das?
     
    Viele Grüße,
    whirlwind.

  139. AvatarBruno

    “Ich mißtraue nur Leuten, die mir dazu ein Datum zustecken wollen….”
    haha, ich auch. Darum gebe ich immer auch noch eine Uhrzeit dazu 😀

  140. AvatarSparta

    @Sebastian 
    Ich bin kein Fan von Crash-Gurus kann aber durchaus ein paar Argumente rational verstehen.
    https://www.capital.de/wirtschaft-politik/die-groesste-blase-der-welt/4
    Das Geschäftsmodell mit der Angst gefällt mir nicht, bzw. ist für mich moralisch eine Grauzone.
    Einzelfallbeispiele wie Apple ist wiederum was anderes, da diese finanziell stark sind.
    Allerdings glaube ich daran, dass viele Zombi-Firmen (Homm-Attitüde) nur wegen dem billigen Geld überleben.
    Bei EPS abzgl. Schulden müssten sich unsere Value-Kommentatoren besser auskennen.

  141. AvatarSören

    Abbvie ist ja derzeit heißes Thema hier im Blog. Schaut auch mal auf Bristol-Meyers Squibb. Ich habe diesen Sommer beide gekauft, weil ich mich nicht entscheiden konnte (leider nur geringe Beträge). 
    Gruß, Sören

  142. AvatarRüdiger

    Allerdings glaube ich daran, dass viele Zombi-Firmen (Homm-Attitüde) nur wegen dem billigen Geld überleben.
     
    Vermutlich. Und so lange die Zombie-Firmen überleben, werden sich die Beschäftigten freuen, dort ihr Brot verdienen zu können  😉

  143. AvatarWolke

    Wenn die Beschäftigten mitbekommen, daß sie bei einer Zombie-Firma arbeiten, wird ihnen die Freude vergehen. Den Aktieninhabern ebenso.

  144. AvatarSparta

    @Rüdiger

    “Vermutlich. Und so lange die Zombie-Firmen überleben, werden sich die Beschäftigten freuen, dort ihr Brot verdienen zu können.”

    Selbstverständlich ist es gut dass möglichst viele Menschen eine Arbeitsstelle haben. Noch besser eine gut bezahlte Arbeitsstelle!
    Allerdings finde ich es unverantwortlich wenn Manager nur Schulden dazu verwenden um die Anteilseigner/sich selbst zu belohnen und nicht mehr genügend in das zukünftige Geschäftsmodel investieren, bzw. sich zusätzlich abhängiger von Kreditgebern machen und gleichzeitig die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit sinkt.

  145. AvatarBruno

    @Zombie-Firmen
    Das Problem ist halt, dass es nichts mehr mit Marktwirtschaft zu tun hat, die Folgen bezahlen dann andere (die Allgemeinheit resp. jene, die noch Steuern zahlen können). Es ist auch eine Wettbewerbsverzerrung in vielen Branchen, es ist keine gute Entwicklung, wenn Schuldner besser gestellt sind als Gläubiger. 
    Auf der andern Seite was wäre die Alternative gewesen ?! Ist halt immer einfach zu sagen, man hätte es anders machen sollen. 
    Egal welches System, welche Rahmenbedingungen etc. man muss sich anpassen und immer das Beste versuchen daraus zu machen, alles andere bringt nix. Bisher ging es ja relativ gut aus, da ist mir etwas Finanzrepression etc. doch noch lieber als Krieg und sonstige wüste Geschichten.

  146. AvatarSparta

    @Bruno

    Ja, es ist komplex und die schöne & einfache Lösung gibt es nur in der Theorie und bei den falschen Versprechungen der Populisten.

  147. AvatarRalf

    @Warren Buffett: Man sollte bedenken, dass ein Teil der Kursgewinne einer kranken Zinspolitik der Notenbank geschuldet ist. Das wird irgendwann enden. Buffett weiß das…

    @Spaß im Job: Seit dem Jobwechsel habe ich das durchaus. Die Arbeit ist erfüllend,recht sicher und gibt genug Gestaltungsspielraum. Man kann was bewegen und hat Abwechselung. Von Nachteil ist das mäßige Tarifgehalt und die phasenweise doch massiv hohe Arbeitsdichte (zu wenig Personal aus Kostengründen), was auch mal zu Fehlern führen kann.

    @Einkommen junge Amerikaner: Das ist in D nicht anders. Vom IT-Bereich abgesehen. Die Einkommensentwicklung trotz des starken Wirtschaftsbooms der letzten Jahre ist im Durchschnitt eher mäßig. Dazu genügt ein Blick auf den Reallohnindex. Dazu noch steigende Abgabenlast.

  148. AvatarLejero

    @Thomas:
    Firmenanteile über die Welt gestreut halte ich grundsätzlich und langfristig auch für sicherer als Euro. Aber kurzfristig sieht das meiner Ansicht nach anders aus.
    Valider Punkt ist sicherlich, dass man ohne Leverage auch ein geringeres Risiko/Bedarf für eine kurzfristige Absicherung hat. Wären alle Immobilien getilgt (was nie eintreten wird, da ich vorher nachbeleihe) würde ich die Liquidität eher bei 10% halten. Und bei 10% Liquidität hast du bezogen auf das Gesamtportfolio eine geringere Rendite von ca. 1% (wenn die restlichen Assets im Portfolio als grobe Annahme eine Rendite von 10% bringen würden), dafür aber mehr kurzfristige Flexibilität und Absicherung. Mir ist das letzte Prozent schnuppe, aber muss jeder selber wissen.
     

  149. AvatarBruno

    Ich habe jetzt ein anderes Problem heute Abend, habe gerade ein Whatsapp bekommen mein Sohn hat anscheinend 2 Fische gefangen, und ich muss ihm jetzt heute Abend beibringen, wie man diese ausnimmt. Das gehört nicht gerade zu meinen Lieblingsbeschäftigungen 😉 Meine Frau ist darin besser, aber sie hat heute Dienst.
     
     

  150. AvatarHans-Georg

    @Whirlwind @Claus
    Meine TWS sagt: Stefano Pesinna 0,03 %, 259.300 Aktien – Charles A. Walgreen III 0,40 % das sind 3,2 Mio. damit der größte Einzelaktionär.
    88 % halten die üblichen Verdächtigen (größter mit 8,70 % Vanguard), ETFs und Fonds (Institutionelle).
    Sehr verwirrend, man darf nichts glauben was im Internet steht!
     
    @Crashpropheten
    Wenn man von Crashpropheten spricht, darf man natürlich die Größte Untergangsprophetin von allen nicht vergessen, Greta Thunberg.
    Wer werden in den nächsten 8 bis 15 Jahren ALLE sterben.

  151. AvatarSparta

    @Hans-Georg
    “Sehr verwirrend, man darf nichts glauben was im Internet steht!”
    Wie z. B. deine Behauptung welche Du der Greta Thunberg unterstellst. 😉

  152. Mark85Mark85

    Ich finde es schade, wenn Diskussionen schwarz-weiß ablaufen. Zwischen Krisenpropheten und Aktienhuldigern gibt es auch Menschen wie mich, die sich kritisch mit dem vorherrschenden Finanzsystem auseinandersetzen, ohne dabei ins Extreme abzugleiten.

    Ich würde nicht den Großteil meines Geldes in Produktivkapital halten, wenn ich an einen nahenden Untergang glauben würde.

    Trotzdem halte ich es für sinnvoll, Vorkehrungen zu treffen, indem man Absicherungen einbaut.

    Warum soll man eine Einzelwette auf sein finanzielles Wohlergehen platzieren? Das Leben hält sich nicht immer an das, was man sich wünscht oder erhofft. Niemand sollte sich zu sicher fühlen. 🙂

  153. AvatarSparta

    @Hans-Georg
    Naja, sie emotionalisiert sehr stark.
    In der Sache allerdings hat sie Recht.
    Das Problem ist die sachliche & praktische Lösungsfindung bzw. wie die Menschheit bereit ist, solidarisch für übergeordnete Ziele zusammen zu arbeiten.

  154. AvatarNico Meier

    @Mark85
    Ich denke bei den meisten hier ist es nicht schwarz oder weiss.
    Wir haben neben Einzelaktien und ETF auch noch unser Häuschen mit Garten. Ist auch eine Art der Diversifizierung und spart uns die Miete. 😉

  155. Freelancer SebastianFreelancer Sebastian

    @ Sparta
     
    Dass es Probleme gibt, will ich gar nicht in Abrede stellen. Aktienrückkäufe auf Pump, Zombiefirmen, die nur durch zinsgünstige Kredite am Leben gehalten werden  – klingt alles nicht nett. Irgendwann ist Schluß und die Rezession hält Einzug. Keine Frage, das kommt halt vor. Ich habe auch zu wenig Ahnung von der Materie, um einen festen Standpunkt einzunehmen.
     
    Mir geht es bei der Debatte um etwas ganz anderes. Was folgt denn nun aus dieser Erkenntnis, dass es irgendwann – keiner weiß, wann genau, wie heftig und wie lange – knallt? Welche Handlungen leite ich für mein Börsenengagement ab?
     
    Soll ich jetzt kerngesunde Firmen wie Alphabet, J&J, Disney, Adidas und co verkaufen, weil “es absehbar abwärts geht” und ich dann günstiger wieder hereinkäme? Soll ich jetzt auf eine Vermutung, auf eine Spekulation hin meine Unternehmensanteile verhökern, um Cash für den Fall der Fälle zu halten?
     
    Verzeihung, aber das ist einfach Unfug. Wie ich dich kenne, siehst du das nicht anders. Oder hast du deine Cashquote etwa schon wohlweislich erhöht 😉 ?
     
    Das sture Halten meiner Papiere ist auch keine Erfindung meinerseits. Ich bin eine ganz kleine Börsenleuchte und durfte von den Meistern lernen. Phil Fisher, Warren Buffett, Peter Lynch – alle warnen eindringlich davor, seine Investitionsentscheidungen anhand von Meinungen, Prognosen und Vorhersagen zu Konjunktur, Finanzpolitik und Börsenentwicklungen zu treffen. Es ist dumm und gefährlich. Und langfristig nicht ertragreich.
     
    Ich glaube lieber den Menschen, die erfolgreich waren, als denen, die nichts vorzuweisen haben, als heiße Luft. Mir fällt dazu immer Buyandhold2012 ein. Der Typ hält und hält und hält einfach seine Papiere. Und zwischendurch “verliert” er durch die schlimmsten Börsenabstürze, die immer irgendjemand vorhergesehen hat, zig Millionen im Portfolio. Und bekommt sie danach zurück. Die Dividenden steigen und steigen und steigen dabei Jahr für Jahr und er bleibt ganz entspannt. Er macht es richtig.
     
    Im übrigen habe ich gar nichts gegen Anleger, die meinen, sie fühlten sich mit einer bestimmten fixen Cashquote wohler und sicherer. Das akzeptiere ich natürlich. Solange man nicht in der Baisse meint, diese Quote zu verdoppeln, weil ja alles so schlimm werden wird oder im Boom diese Quote zu streichen, weil es ja so herrliche Gewinne mitzunehmen gilt, hat das mit Markettiming nichts zu tun, sicher.
     
    Und vor Anlegern wie -M und der Baum habe ich größten Respekt. Sie warten einfach geduldig auf den richtigen Preis für ihr Investment und nicht auf den Crash. Diese Geduld habe ich einfach nicht. Mir reichen halbwegs akzeptable Preise. Ihre Unternehmensanteile aufgrund irgendwelcher Spekulationen um Zinsentscheide, Schuldenberge oder Konjunkturprognosen werden sie aber wohl auch nicht verkaufen.
     
    So, jetzt ist auch gut. Jede und jeder denkt, liest, sieht, hört und meint eben, was sie oder er möchte.
     
    Wünsche allen ein wunderbares Wochenende 🙂 !

  156. AvatarSparta

    @Sebastian
    Meine Asset-Allocation steht und wird nicht groß verändert. 
    Langfristig beim Aufbau auf einen hohen Aktienanteil zu verzichten war in den seltensten Fällen eine sinnvolle Entscheidung.
    Wer jedoch eher auf Erhalt oder vom Nervenkostüm her keine fetten Drawdowns aushalten kann, sollte evtl. anders gewichten.
    Jede Lebenssituation kann anders sein. 
    Die Firma ist für mich wichtiger als das Depot oder auch Fire.

  157. AvatarBruno

    “Soll ich jetzt kerngesunde Firmen wie Alphabet, J&J, Disney, Adidas und co verkaufen, weil “es absehbar abwärts geht” und ich dann günstiger wieder hereinkäme?”
    Ich würde das nicht mal machen, wenn ich 100% sicher wäre, dass das passiert, ich würde mich dann absichern über Optionen. Dann hat man kein Cashrisiko und macht je nach Konstellation sogar noch einen schönen Gewinn und kann mit dem Cash dann im Tief zugreifen. 
    Aber eben, wenn man genau wüsste und insbesondere wann was passiert 😉
    Der nächste grosse Crash wird bestimmt kommen, aber eben vielleicht auch erst in 5,10 oder 20 Jahren, oder nächste Woche, who knows.

  158. AvatarWolke

    @Freelancer Sebastian
    Soll ich jetzt kerngesunde Firmen wie Alphabet, J&J, Disney, Adidas und co verkaufen
    Woher willst Du denn wissen, ob die Firmen kerngesund sind, in einer Welt, in der nur mehr Notenbanken die Kurse bestimmen. Du hast keine reale Chance mehr, Unternehmen zu bewerten. Macht auch keiner mehr. Im Grunde kannst Du blind alles kaufen, Aktien, Garagen, Gold oder Rolexuhren, egal,  es wird steigen, solange die Notenbanken ihr Geld herschenken. Es wird schlimm enden, das ist klar, aber hoffentlich nicht morgen und bitte auch nicht nächstes Jahr oder in drei Jahren.
     

  159. Mark85Mark85

    An Nico Meier: Hoffentlich. Vielleicht lebe ich ja auch in einer Filterblase, aber es kommt mir zunehmend im Netz so vor, dass viel zu emotional über bestimmte Themen diskutiert wird. Hier über Aktien, anderswo über Edelmetalle, Kryptowährungen oder weiß der Geier was. Als würde man jemandes Kind angreifen, wenn man Gegenpositionen einnimmt. 🙂
    Ich hänge nur so lange an einer Anlage oder -klasse, so lange sie ihren Zweck für mich erfüllt. Ich möchte nur mein Vermögen erhalten und ausbauen, das Mittel dafür ist mir egal. 🙂

  160. AvatarRüdiger

    Soll ich jetzt kerngesunde Firmen wie Alphabet, J&J, Disney, Adidas und co verkaufen, weil “es absehbar abwärts geht” und ich dann günstiger wieder hereinkäme? Soll ich jetzt auf eine Vermutung, auf eine Spekulation hin meine Unternehmensanteile verhökern, um Cash für den Fall der Fälle zu halten?
     
    Natürlich … und zwar sofort! Und dann auf Nummer sicher gehen: 90% Gold und 10% Notfallnahrung  😉

  161. AvatarWolke

    @Mark85
    Ich möchte nur mein Vermögen erhalten und ausbauen, das Mittel dafür ist mir egal.
    Oh, ein ganz neuer Aspekt.
     

  162. Mark85Mark85

    An Wolke: Insgeheim möchte dies natürlich jeder, aber wer stur nur an einer Sache festhält, würde bei dessen Scheitern im schlimmsten Fall mit nichts dastehen.

    Dagegen kann es mir relativ egal sein, wenn eine meiner vielen Anlageideen nicht aufgehen sollte, weil ich noch die anderen habe.

    Die ewig alten Diskussionen um die vermeintlich beste Anlage ermüden mich zunehmens.

  163. Avatar-M

    @Whirlwind / Fresenius
    Die EK Rendite ist auf jedenfall ein Manko, ist aber auch der starken Expansion geschuldet, ähnlich einer Amazon. Expansion kostet Rendite. Da finde ich aber bei dem wachstum das geringe KGV sehr sexy bei FRE. 
     
    Das andere Haar in der Suppe ist halt der Goodwill und intangible assets, wobei ich da weitestgehend von werthaltigen assets ausgehe (viele denken ja, es ist immer alles heiße Luft sobald Goodwill irgendwo ist)
     
    @Freelancer
    Danke Für die Blumen. Ja Geduld ist mir sehr wichtig auch wenn es schon teilweise wirklich langweilig gerade ist….da mir kaum was zusagt… nur zuletzt fresenius fast mein Kurs erreicht. Ok ich gebe mich mit 1-3 käufen im Jahr aber auch zufrieden und habe ja 3 gekauft das Jahr. Ich hasse es einfach Geld für etwas zu bezahlen, was es mir nicht wert ist. Wenn ich für 1.000€ Investment zB 50€ gewinnbeteiligung bekomme in Form von 30€ Ausschüttung und 20€ die ins Unternehmen reinvestiert werden, ist mir das einfach zu wenig. 
    Schon anders sieht es aus bei 1.000€ Investment und 125€ gewinnanteil bei dem ich vlt 50€ an Dividende bekomme und 75€ reinvestiert werden und das Unternehmen noch mit einer gewissen Geschwindigkeit wächst. Somit dauert es wenige Jahre bis mein Investment sich selbst amortisiert hat. Das gefällt mir.
     
    Du hast natürlich vollkommen recht. Ich verkaufe auch auf keinen Fall meine investments nur weil die Börse oder FED oder sonst wer was macht …. ich investiere ja nur wenn ich absolut überzeugt bin eine tolle Rendite zu bekommen. Ich wäre wahnsinnig die Unternehmen wieder herzugeben. Verkäufe sind nur geplant, wenn ein Unternehmen mich gar nicht mehr überzeugt und eigentlich keine Chance besteht auf Besserung.
     
    -M
     

  164. AvatarWolke

    @Mark85
    Ganz Deiner Meinung(mein letzter Kommentar war nicht bös gemeint). „Stur an einer Sache festhalten“ ist jedenfalls gefährlich, wie unter anderem auch die deutsche Geschichte lehrt. Nicht die Stursten, sondern die Flexibelsten haben überlebt, sagt die Evolutionstheorie. Es gibt keine beste Anlage, es gibt wenige gute. Dazu noch etwas Hirn und die Sache ist erledigt. Dann kann man sich dem richtigen Leben zuwenden.

  165. Mark85Mark85

    An Wolke: Ach so, ich dachte zuerst an eine ironische Bemerkung deinerseits. Im Netz kann man leider nicht die Gesichtszüge der anderen erkennen. 😉

  166. AvatarAndrea

    Letztendlich entscheidet doch jeder selber, mit welcher Anlage er sich wohlfühlt. Wenn sich jemand nur mit einem Sack Gold sicher fühlt, wie Wolke, ist das doch in Ordnung. Wolke kommt ein wenig ängstlich daher und dann ist es doch das beste, sie macht das, womit sie glücklich ist.
    Ich finde es nur nicht in Ordnung, anderen vorzuschreiben zu wollen, wie sie ihr Geld anlegen, denn siehe oben, jeder ist für seine eigenen Entscheidungen verantwortlich. Es möge doch jeder selbst auf sein Geld aufpassen, wie Nils Gajowi sagen würde.
    Meine persönliche Meinung ist, dass man, wenn man diversifiziert, immer gut dastehen wird. Ich kann Mark da gut verstehen.

  167. AvatarCap

    @ Nico Meier zwecks Arbeitsdichte öD
    Meine Dame (Krankenkasse) und ich (Bund) können die Aussage von Ralf leider nur bestätige. Enormer Personalmangel führt zu großer Belastung und viel kranken Kollegen. Die letzten die weiter arbeiten beissen dann bekanntlich die Hunde. 
    Alles alte Vorurteile das im öD nur ne ruhige Kugel geschoben wird.
     

  168. AvatarWolke

    @Andrea
    Nett gesagt Andrea, hast Recht, ein bissel ängstlich ist die Wolke schon, aber so schlimm ist es auch wieder nicht. Aktien, Gold, Eigentumswohnung, eine gescheite Rente, mehr braucht die Wolke nicht. Der Rest ist eigentlich oft wirklich nur Wolken-Gelabere. Und jetzt bin ich mal still, für heute wenigstens.

  169. AvatarIceman

    Da muß ich Cap Recht geben.
    Das mit der ruhigen Kugel war vll Mal.
    Aber aktuell werden bei uns Überlastungsanzeigen von den unterschiedlichsten Dienststellen geschrieben, eben weil es keine geeigneten Bewerber gibt und somit das mehr an Arbeit liegen bleibt.
    Stellenausschreibungen gibt es auch erst auf bitten und betteln.
    Falls dann doch eine Stelle geschaffen wird, dauert es ca. 6-12 Monate bis diese besetzt wird.
     

  170. AvatarRüdiger

    @Andrea: Ich finde es nur nicht in Ordnung, anderen vorzuschreiben zu wollen, wie sie ihr Geld anlegen, denn siehe oben, jeder ist für seine eigenen Entscheidungen verantwortlich.
     
    Ich sehe das sehr gelassen und entspannt. Wenn mir jemand Vorschriften bezüglich meiner Geldanlage machen möchte, so kann er das gerne tun. Er muss unter Umständen dann halt mit der Enttäuschung umgehen können, dass mich seine Vorschriften nicht die Bohne interessieren 😉
     

  171. AvatarNico Meier

    @Cap und Iceman
    Ich habe diverse Leute erlebt die vorher im ÖD in Deutschland oder in der Schweiz bei Bund, Kanton oder Gemeinde gerarbeitet haben. Diese Kandidaten hatten am Anfang bei uns grosse Mühe. Da kamen Aussagen wie “aber wir haben diese Woche unsere 42 Stunden gearbeitet warum sollen wir nun noch weiter arbeiten?” “Es ist Freitag 15:00 ich denke wir machen Feierabend” 
    Wir mussten sie dann langsam ranführen an Projektarbeit in der Reakwirtschaft. Viele von ihnen blieben nicht lange bei uns. Nicht selten wurden sie entlassen weil das Arbeitstempo unbefriedigend war aber immer viel rumgeheult wurde.
    Es gibt Leute die arbeiten gut und schnell andere werden schnell müde. 😉

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