Ein Frugalist aus Düsseldorf erklärt seine Tricks


New York, 25. Februar 2019

Frugalist Maximilian Alexander Koch beim Einkaufen (Foto: Bildschirmfoto ARD-Alpha, Bayerischer Rundfunk).

Frugalisten haben das Ziel der finanziellen Unabhängigkeit. Durch eifriges Sparen, Karriere und smartes Investieren können sie es schaffen. Das Ersparte geschickt zu vermehren, das sollte das Ziel sein. Manch einer schafft schon mit Mitte dreißig den Absprung in die Freiheit, andere sind mit 40 oder 50 Jahren dabei.

Der 20-Jährige Düsseldorfer Pyschologie-Studenten Maximilian Alexander Koch lebt nach dieser Philosophie. Mit 30 Jahren will er in die Freiheit. Welche Geheimtipps Maximilian hat, das hat er einem ARD-Team erzählt. Von seinen Cannabis- und Bitcoin-Investments halte ich nicht viel. Auch von seiner Dosennahrung bin ich nicht begeistert. Aber immerhin macht er sich Gedanken und spart eifrig. Ein simpler ETF wäre für die meisten Menschen das wohl beste Anlagevehikel.

Ich muss zugeben, dass ich früher auch liebend gerne Ravioli aus der Dose, Erbsen aus dem Glas und Fertigpizza gegessen habe. Heute versuche ich frisch und gesünder zu essen.

Generell muss ich sagen: Das Thema Privatfinanzen gehört in die Schule. Unser Kinder sollen das Kernwissen beigebracht bekommen: Karriere, Beruf, Gehälter, Geldanlage, ETFs, Börse, Hypotheken, Haushaltsbuch, Hauskauf, Zinsen, Steuern etc. Vor allen Dingen sollten die Kinder lernen, wie sie Geld einteilen können. Wir leben im Jahr 2019, dieses Wissen ist in einer Konsumgesellschaft wichtig, sonst bleibt man auf der Strecke. Schuldenberge und Altersarmut sind ein zunehmendes Problem. Leider macht unsere Gesellschaft zu wenig dagegen.

Das Investieren ist eigentlich kinderleicht, wenn du Geduld hast. Du machst einen ETF-Sparplan und lässt ihn mehrere Dekaden lang laufen. Es ist ein einfaches, aber effektives Instrument. Natürlich kannst du alternativ in einzelne Aktien investieren. Doch sind hier die Risiken größer. Aber auch die Chancen.

Angenommen, dein Onkel hat beim Börsengang von Microsoft 10.000 Euro in das Softwarehaus investiert. Heute hätte er 100.000 Aktien im Wert von 10,5 Millionen Euro. Klar ist das im Nachgang betrachtet wie aus einer Filterblase.


tim schaefer (Author)

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thoughts on “Ein Frugalist aus Düsseldorf erklärt seine Tricks

  1. AvatarFabian S.

    Hallo Tim,

    habe neulich ein interessantes Interview mit Charlie Munger gelesen, in  dem er sagt, dass in Aktien zu investieren heute schwieriger sei als früher. Denn damals waren die Aktien generell unfassbar niedrig notiert.

    Aber wie würdest du das sehen?! Deine Bsp. sind ja meist Leute, die heute schon alt sind und auch extremes “Buy and Hold” praktiziert haben.

    Du hast ja mal aufgezeigt, dass ein Anlagehorizont von 30 Jahren plus zur Lawine wird. Aber würdest Du auch sagen, dass diese Erzeugung der Lawine früher wirklich leichter war?

  2. AvatarChristian

    Hallo Tim, die Lehre zur Bankkauffrau/ -mann ist wirklich gut. Man lernt da so einiges. Das wäre eigentlich auch ein guter Stoff für die “normale” Schule, wie von dir vorgeschlagen. (http://www.bawiba.de/)

    @Fabian S.: Es sah vor 30 Jahren bestimmt auch nicht einfach aus. Stichwort: Schwarzer Montag 1987. Da musste man genau so lange durchhalten: 30 Jahre… 🙂

  3. AvatarIceman

    @Fabian

    generell unfassbar niedrig kann man doch relativ leicht prüfen.

    Schau dir das KGV von den Firmen der letzten 20 Jahre an.

    Es ist leichter rückblickend zu sagen: Wenn ich KO in den 80er gekauft hätte das wäre was. Aber zum damaligen Zeitpunkt war es eben die gleiche Frage wie jetzt.

  4. Avatarapelino

    Er glaubt wirklich ernsthaft, er ernähre sich gesund, oder?

    Ohje. Lieber Alex, das geht besser. (Das sieht man auch an dessen Hautbild, behaupte ich mal.) Aber immerhin ist er mit seinen 20 in manch anderer Facette weiter als viele Gleichaltrige.

  5. AvatarChrissie

    Ich vermute, das Thema Geld kommt deswegen nicht an die Schulen, weil ohne uninformierte Konsumenten das System nicht läuft und es auch weniger (billige) Arbeitskräfte geben würde wenn jeder schon mit 30 in Rente gehen wollte bzw. könnte. Die Schule ist mehr für das System da und nicht unbedingt für den Menschen.

    Auch die „Lebensmittelampel“ kommt in Deutschland nicht, obwohl es das in anderen Ländern schon gibt, und ich glaube es war Fanta die in den betreffenden Ländern schon weniger Zucker enthält als die für den deutschen Markt. Bei uns zählt nur die Gesundheit der Industrie. Im besten Fall kann man dann auch noch mehr Medikamente gegen Diabetes und andere Zivilisationskrankheiten verscherbeln, so lohnt sich das doppelt. Letzten Endes bezahlt der Steuerzahler den ganzen Irrsin auch noch selber; ein tolles Geschäftsmodell 🙁

  6. Avatar42suchr21

    Steuern, Steuererklärungen, Investieren, Versicherungen, Kredite, Konsumfinanzierungen, Wohnnebenkosten, Wohneigentum, Rente, Weiterbildungen bestimmen unser Leben. Was davon lernt man in der Schule praktisch? Auch im Studium nicht außer man studiert genau das.

    Benutze weniger Plastiktüten lernen wir und wir retten dann das Klima…

    Lehrer an Haupt Real und Gesamtschulen usw. dürfte nur werden wer selber mindestens 3 Jahre in der Wirtschaft gearbeitet oder eine Ausbildung gemacht hat. Teach the teacher.

  7. AvatarBruno

    Besser TK wie Dosen, wobei es bei Dosen auch Ausnahmen gibt, Pelati-Dosen kaufe ich auch (die sind besser da sehr reif geerntet und abgefüllt) und ab und zu auch Bohnen (ohne Sauce). TK (Gemüse, Beeren) sind besser als nix, teilweise sogar mehr Vitamine als “frisch” (wenn es schon paar Tage rumliegt).

    Aber richtig frisch ideal direkt aus dem Garten ist natürlich am Besten, auch geschmacklich.

    90% macht die Lebensmittelauswahl aus und nicht die Details, gutes Beispiel ist Bio, es ist gesünder konventionelles Gemüse + Früchte anstatt 100% Bio in Form von Biscuits, Zucker und fettes Fleisch.

    Man kann aber auch günstig und gesund kochen, z.B. Kartoffeln, Gemüse + Früchte primär jenes im Angebot (alle Farben mischen), Linsen, Reis, Erbsen alles sehr günstig und gesund. Gut gewürzt rasch und einfach zubereitet und schmackhaft.

     

  8. AvatarBruno

    @Chrissie Ich glaube nicht an diese Verschwörung, viel eher musst Du mal schauen wer die Lehrpläne macht, die meisten Lehrpersonen sind eher politisch am linken Flügen zu finden, und dort ist Geld ein rotes Tuch, Aktien sind Teufelszeug. Es sind eher Gesinnungsfragen, die eine ordentliche Ausbildung verhindern. Später in weiterführenden Schulen, wo auch etwas liberalere Sicht auf diese Dinge herrscht, wird sowas schon auch gelehrt.

  9. AvatarAlexander G

    @ Fabian S: Klar war es früher leichter, da die Börse ein wesentlich ineffizienterer Markt war. Durch das Internet und den Hochfrequenzhandel hat sich das komplett geändert. Durch Insiderhandel kann man heut fast gar nichts mehr verdienen im Vergleich zu früher z.B.  Will damit sagen, dass heute die Informationen besser und schneller verteilt werden als früher.

  10. AvatarJamirael

    @Bruno

    Die Kultusministerkonferenz gestaltet in der BRD die Lehrpläne.

    Also keine Verschwörung ala linke Lehrpersonen für die Geld ein rotes Tuch ist.

  11. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Christian

    Ja, die Bankkaufleute lernen einiges, das ist gut.

    In handwerklichen Berufen wird auch einiges gelernt, was hilfreich im Alltag ist.

  12. AvatarGuido

    Schule bildet Arbeitskräfte aus und keine selbstbewussten Individuen mit praktisch anwendbarem Wissen im Alltag. Mal abgesehen von der Grundschule und der Fremdsprache “Englisch”.

  13. AvatarChristian

    @Lehrer: Meine Eltern sind Lehrer, ich kenne viele „Jung-Lehrer“ in meinem Alter. Ich glaube, ein Problem ist wirklich, dass diese Menschen bisher nur die Schule/Universität von innen gesehen haben. Alles ist „so stressig“ und TraLaLa. Die Menschen in der freien Wirtschaft haben auch ihren Stress und ihre Probleme, ebenso die Freiberufler. Nur erzählen die eben nicht bei jeder Gelegenheit ungefragt davon. Schule ist eben ein Thema, welches die Lehrkräfte seit dem 6ten Geburtstag (Einschulung) beschäftigt, es gibt nichts anderes. Es ist der Mittelpunkt der Erde. Ich finde deshalb den Vorschlag von @42suchr21 gut.

     

    @Chrissie @Bruno: Ja, das sind wirklich Verschwörungstheorien, sorry. Da muss ich die Lehrer und die KM in Schutz nehmen.

     

    Meine Kritik ist, dass Schule teilweise zu akademisch ist. Beispiel: An der Grundschule wird im ländlichen Bayern „die Hecke“ gelehrt. Wie wichtig diese Grünstreifen zwischen zwei Feldern für eine nachhaltige Landwirtschaft und die Fauna sind. Es gibt sogar eine Exkursion zur Hecke, man bemüht sich wirklich. Dann ist das Thema aber abgeschlossen. Es kam aber offensichtlich nicht nachhaltig bei den späteren Landwirten dir da als Kind im Klassenraum saßen an. Oder warum gibt es immer mehr intensive Landwirtschaft ohne diese wichtigen Hecken dazwischen? Warum gab es in Bayern den Aufruf „Rettet die Bienen“? Bräuchten wir ja gar nicht, wenn die Landwirte ihr Wissen aus der Schule anwenden würden. Schule ist reine Lehre, es wird keine aktive Verbesserung der Gesellschaft angestrebt (was vermutlich auch gut ist, eir leben nicht im Sozialismus). Die Geschichte mit der Hecke lässt sich jetzt 1:1 auf die Finanzen übertragen. Meine Eltern sagen auch immer gerne, dass die Schule kein Ort für Erziehung ist. Die Aufgabe haben die Eltern. Das haben aber so viele Eltern längst „outgesourct“, dass die Schule langsam mal diese von der Gesellschaft aufgedrängte Aufgabe übernehmen sollte.

  14. Avatarchn

    @apelino:

    Was stimmt mit seinem Hautbild nicht? Ich kenne mich damit nicht so aus.

    @Tim:

    Vielen Dank für die Aktion mit den Eintrittskarten zur Stuttgarter Invest. Wir haben uns jetzt auch welche gesichert und haben vor, auch bei dir mal kurz vorbeizuschauen 🙂

     

  15. AvatarBruno

    @Jamirael

    Kultusministerkonferenz, präsidiert von Helmut Holter (Die Linke), aber auch generell ist dieses Plenum eher auf der von mir besagten Seite politisch. Natürlich gibt es immer Ausnahmen, es geht um die Mehrheit. Bei den Lehrern ist das natürlich auch so, die Mehrheit orientiert sich links, das schleckt keine Geiss weg. Das kann man jetzt gut oder schlecht finden, aber es hat natürlich Einfluss auf den Lehrplan.

    Ich und viele andere auch haben das selber erlebt, wo in der Schule links-Propaganda gelehrt wurde, und da sind die Lehrer wichtiger als der Lehrplan, man kann nämlich ein Thema so oder so darbringen. Es ist da immer viel Freiraum, man kann auch über Wirtschaft berichten und dann von den bösen grossen Konzernen und all ihren Sünden und Abzockern berichten oder eben auch anders.

  16. AvatarInsider

    Lustig bzw eher schade wie selbst hier in letzter Zeit  Bauernbashing betrieben wird.  Hier werden etf,s und Kraft Aktien gekauft und der Kapitalismus gelobt . Aber der deutsche Bauer soll bitte so produzieren wie vor 100 Jahren . Zum Thema natürlich sind Hecken wichtig aber ein Landwirt allein hat keine Hecke abgeschafft .  Bei der Flurbereinigung im letzten Jahrhundert wurden kleine Flächen zusammen gelegt, um wirtschaftlicher und effizienter arbeiten zu können . Ansonsten kann ein Bauer nicht einfach eine Hecke oder einen Baum auf seinen Äckern fällen. Dies ist Förderrelevant für Agrarprämien und bedarf wenn überhaupt der Genehmigung durch diverse Behörden .

    Bitter ist es auch , das angebliche Bienensterben (noch liegen keine wirklich validen Studien vor ) nur auf Landwirte zurück zu führen . Flächenverbrauch für Industrie Gebiete ,Einkaufs Zentren , neue Wohngebiete auf der einen Seite und akurat gepflegte Rasen, Kieswege , pools usw in deutschen Gärten vernichten wahrscheinlich mehr Insekten Lebensraum als die Landwirtschaft .

    Das viele Lehrer und Journalisten heute eher links oder grün angehaucht sind, erwähnte schon Bruno zurecht . Und das Wissen was ein solcher “halbwisseender idiologe ” dem Bauernkind im 4. Schuljahr beigebracht hat , gilt deiner Meinung nach also mehr als das Wissen was er in Ausbildung und/ oder Studium an einer Hochschule erworben hat ?

    Zum Volksbegehren hier zwei interessante Artikel .

    https://www.agrarheute.com/wochenblatt/politik/volksbegehren-wen-triffts-besonders-551622?utm_campaign=share-link&utm_source=agrarheute&utm_medium=fbsharer

     

    https://app.handelsblatt.com/meinung/kommentare/kommentar-wer-bienen-retten-will-muss-teurere-lebensmittel-akzeptieren/23978460.html?share=fb

     

     

    Meiner Meinung nach ist das moderner Ablasshandel. Mit dem SUV zum Volksbegehren fahren und die Welt retten  , dann Bio Steaks aus Argentinien für 15 euro kg aus dem discounter auf  den Weber Grill und dazu chiasamen salat und Avocado Creme schlemmen  . Anschließend dann bei gutem Wetter Mal den beheizten Pool ausprobieren und über die deutsche Landwirtschaft schimpfen . Das ist natürlich überzogen aber so in der Art läuft es leider heutzutage. Hier im Blog sind eigentlich immer sehr informierte und liberale Leser  untwegs.  Informiert euch , unterstützt die heimische Landwirtschaft durch direkt oder ggf. Biokaufen, wenn ihr das unterstützen wollt , beteiligt euch aber bitte nicht an hetz und Verbotskampangen.

  17. AvatarInsider

    Zum Volksbegehren Hier noch ein lesenswerter Beitrag eines imkers. Imkerei Winkler auf Facebook.  Tim ich hoffe das ist okay hier zu Posten wenn nicht bitte löschen.

    “Volksbegehren zur Artenvielfalt “Rettet die Bienen”

    In Kürze startet in Bayern ein Volksbegehren, für welches um eure Unterschrift gebeten wird.

    Als ausgebildeter Zoologiekaufmann, Nebenerwerbsimker, und Freizeitgärtner, unterstütze ich es nicht und will euch auch kurz erklären weshalb.

    Es scheint Mode geworden zu sein, Dinge nachzuplappern ohne sich aus verschiedenen Quellen informiert zu haben. Ebenso ist es leicht, mit dem Finger auf jemanden zu zeigen und zu fordern was derjenige zu tun habe. Dabei wäre es wichtig, dass zunächst ein jeder SELBST im Kleinen das umsetzt, was er im Großen fordert!

    Im Volksbegehren ist unter anderem die Rede vom völligen Verbot verschiedener Pflanzenschutzmittel. Nun kommt man bei genauerer Betrachtung zur Erkenntnis, dass unsere moderne Landwirtschaft heutzutage leider nicht mehr ohne diese auskommt.

    Raps zum Beispiel ist eine sehr wichtige Trachtpflanze die im Frühjahr für einen großen Honigeintrag sorgt. Ohne Behandlungsmittel, kommt der Raps aber überhaupt nicht zur Blüte. Wie wir Imker unsere Völker notgedrungen gegen die Varroamilbe behandeln müssen, braucht auch der Bauer solche Mittel. Ohne diese ist der Rapsanbau nicht möglich.

    Ebenso soll die Landwirtschaft in der Nutzung von Futterwiesen eingeschränkt werden. Auch die biologisch genutzten Flächen sollen stark vergrößert werden.

    Solche Verbote und Verordnungen halte ich nicht für zielführend. Um den Schutz der Artenvielfalt zu verbessern, braucht es einen intensiven Dialog zwischen Landwirten und Imkern, mit einer Lösung die für beide Seiten tragbar ist!

    Viele Verbesserungen können bereits erzielt werden, wenn man Landwirte für verschiedene kleine Maßnahmen sensibilisiert und für Alternativen gewinnt.

    Raps kann beispielsweise am frühen Morgen oder späten Abend behandelt werden, wenn noch keine Bienen fliegen. Das Mittel richtet dann kaum nennenswerte Schäden an. Gleiches gilt für das Abmähen von Wiesen. Passiert dies am Abend, sind kaum noch Insekten unterwegs die dem Mähwerk zum Opfer fallen.

    Ein wichtiger Landwirt in unserem Dorf ist immer Teilnehmer am hiesigen Klimastammtisch. Dort sind, neben mir, auch noch weitere Imker eingebunden. Der Landwirt sät zahlreiche Blühstreifen auf seinen Feldern, hilft in der Gemeinde beim Anlegen von Bienenweiden und hat bereits ein Versuchsfeld mit der Silphie angepflanzt, einer Blühpflanze die eine Alternative zum Maisanbau werden könnte.

    Eine Verdopplung von Bioanbauflächen sollte vom Staat nicht einfach verordnet werden. Eine steigende Nachfrage nach Bioprodukten, würde für einen Ausbau von Bioflächen sorgen. Wir Verbraucher haben das in der Hand!

    Nur im Dialog können vernünftige Lösungen gefunden werden! Dabei sollte sich jeder Gedanken machen, was er selber zum Erhalt der Artenvielfalt beitragen kann. Viele einfache Maßnahmen, würden die schwierige Lage merklich verbessern.

    Statt einfach das Volksbegehren zu unterschreiben ohne viele Umstände daraus zu verstehen, könnten folgende Dinge angepackt werden.

    Legt in euren Gärten Blumenbeete an! Schon auf einer kleinen Fläche tummeln sich in der Blütezeit zahlreiche Insekten. Die Ansaat und Pflege ist oft kinderleicht. Pflanzt Bienennützliche Stauden im Garten. Schmetterlingsflieder, Aster, Sonnenhut oder Fette Henne sind robuste, schöne Pflanzen.

    Jeder kann Nistkästen für Vögel, Fledermäuse oder Insekten im Garten aufstellen. Sie werden von den Tieren gerne angenommen.

    Stellt Futterhäuschen auf um heimischen Vögel durch den Winter zu helfen. Auch Eichhörnchen nutzen oft solche Futterstellen. Es macht große Freude die Tiere beim fressen zu beobachten und die Arten zu bestimmen.

    Für besonders Sinnvoll halte ich den eigenen Anbau von Obst und Gemüse. Dadurch kann man sich mit frischen, regionalen Nahrungsmitteln versorgen. Auch Kinder finden an Anbau und Ernte große Freude und können von klein auf sensibilisiert werden.

    Setzt keine Chemie im eigenen Garten ein oder um z.B. auf gepflasterte Flächen gleich mehrmals im Jahr “Unkraut” zu vergiften.

    Spart Energie und vermeidet überflüssigen Abfall!

    Kauft regionale Produkte und ernährt euch auch saisonal.

    Setzt euch in eurer Heimatgemeinde für den Erhalt von Artenvielfalt und Umwelt ein. Sicher gibt es dafür auch bei euch zahlreiche Möglichkeiten.

    Es ist Zeit für uns alle um selbst aktiv zu werden anstatt immer alles den anderen zu überlassen!

  18. AvatarWohnung mit Domblick

    Solche jungen Menschen wie den oben von Tim genannten gibts vielfach. Bloggen ihre ersten Lebenserfahrungen in die Welt hinaus, während sie noch (oder wieder) bei Mutti wohnen. Und geben dabei überwiegend wieder, was andere junge Blogger in die Welt setzen. Da steckt keine fundierte Erfahrung hinter. Nach meinem Empfinden suchen die nur nach einem Weg, sich der Lebenswirklichkeit zu entziehen, ohne sich ihr jemals gestellt zu haben. Das kommt dann später, wenn sie ohne Berufserfahrung mit 40 oder älter vor irgendeiner Lebenssituation stehen, die ihren jugendlichen Plan über den Haufen wirft. Das Leben verläuft nunmal selten nach Plan. Auf Sparsamkeit als einzigen Lebensplan zu setzen ist kein Vorbild.

  19. AvatarDaniel

    Ich vermute, das Thema Geld kommt deswegen nicht an die Schulen, weil ohne uninformierte Konsumenten das System nicht läuft und es auch weniger (billige) Arbeitskräfte geben würde wenn jeder schon mit 30 in Rente gehen wollte bzw. könnte. Die Schule ist mehr für das System da und nicht unbedingt für den Menschen.

    Da ist wohl was dran, ich glaube auch nicht dass Unternehmertum etwas ist das in irgendeiner Schule propagiert wird.

    Auch die „Lebensmittelampel“ kommt in Deutschland nicht, obwohl es das in anderen Ländern schon gibt, und ich glaube es war Fanta die in den betreffenden Ländern schon weniger Zucker enthält als die für den deutschen Markt.

    ich halte nichts von solchen Maßnahmen, und ich möchte auch nicht das an den Zutaten für irgendwelche Getränke herumgedoktort wird und man sich fragt wieso sie nicht mehr so schön schmecken wie früher. Auf den Lebensmitteln sind alle relevanten Informationen vorhanden, schon jetzt. Wer sich die Zeit und Mühe nicht machen will dem ordne ich das Ganze unter persönliches Pech zu. Hier soll der dumme unmündige Verbraucher wieder gelenkt werden wo ich sage, leben und leben lassen.

    Es gibt ja durchaus Apps die die Codes scannen können und anzeigen was vom Lebensmittel zu halten ist.

    Bei uns zählt nur die Gesundheit der Industrie. Im besten Fall kann man dann auch noch mehr Medikamente gegen Diabetes und andere Zivilisationskrankheiten verscherbeln, so lohnt sich das doppelt. Letzten Endes bezahlt der Steuerzahler den ganzen Irrsin auch noch selber; ein tolles Geschäftsmodell 

    Es wird niemand gezwungen diesen Kram zu essen. Schon heute kann mit wenig Geld brauchbares Essen zubereitet werden.

  20. AvatarAlbr

    Das sind alles „First World Probleme“;)

    letzten Endes alles unbedeutend, dann kommt unsere Nahrung halt aus Polen, die Energie aus Russland, Fachkräfte aus dem Ausland etc…

  21. AvatarAlbr

    @Domblick, super Kommentar und trifft den Nagel auf den Kopf !!

    letzen Endes alles unbedeutende Leute 😉

    ich frage mich wie man die Zeit mit dem lesen solcher Blogs verschwenden kann, Lebenszeit ist nunmal endlich !

     

  22. AvatarDivi-Ente

    @Insider

    Ein Bauernbashing konnte ich hier im Blog nicht lesen.

    Bei Lehrern hingegen kann man schon den Eindruck gewinnen.

    Wobei man bei Rentenreformen etc. sicher auch mal über das Beamtentum und auch das Ausklinken von gehobenen Berufsgruppen aus der Solidargemeinschaft reden könnte.

    Allerdings hat das Beamtentum den größten Lobbyapparat und welcher Politiker traut sich da ran?

  23. AvatarOlly Wood

    @ Domblick, Albr

    ich kann mich da Albr nur anschließen das hast du perfekt auf den Punkt gebracht !! …und @ Albr, nach deiner Ergänzung dazu kann ich es mir sparen etwas hinzu zu fügen 😉

  24. AvatarInsider

    @divi-ente ich meine nicht von Tim sondern Kommentare wie von Christian. Zuletzt liest man öfters Kommentare in diese Richtung. Bashing war ggf übertrieben im Ausdruck . Es werden pauschale Aussagen von NGOs übernommen und weiter verbreitet ohne die genauen Hintergründe zu kennen . Wer die Hintergründe kennt sollte dem entgegen treten bzw aufklären .

  25. AvatarIceman

    In den Beiträgen über diesem, steckt viel Wahrheit drin.

    Wie Daniel schon schreibt, gibt es Nährwertangaben auf jedem Produkt. Ich muss mich eben nur mal nachlesen oder grob überschlagen was und wieviel ich davon zu mir nehmen kann.

    Mit der Ampel kaufen die Leute überwiegend Sachen, welche Grün markiert sind und stopfen das dann eben wahllos in sich rein.

    Dass Problem in Deutschland ist wie ich finde, dass einem großteil der Leute alles vorgekaut werden muss oder sie eben diese Bevormundung durch den Staat brauchen, weil sie zu bequem sind sich selbst mit verschiedenen Themen zu befassen.

    Das fängt bei der Ernährung an und zieht sich durch bis zur Altervorsorge.

    Wenn ich mich nicht selbst informiere brauche ich mich auch nicht zu beschweren finde ich.

     

    Hier im Nordbayerischen Raum kenne ich sehr viele Lehrer, da meine Frau selbst Lehrerin ist.

    Ich kann hier aber keine linke Prägung im Freundeskreis feststellen.

    Wo ich allerdings zustimme ist, dass Eltern ihre Kinder in der Schule abgeben und die Schule die Kinder erziehen (anstand und benehmen) soll. Das ist jedoch nicht Aufgabe der Schule sondern der Eltern, es ist natürlich einfacher alles einem anderen in die Schuhe zu schieben und die Schuld wo anders zu suchen als bei sich selbst und das ist nicht nur auf das Schulwesen bezogen, sondern hat sich in unserer Gesellschaft weit verbreitet und etabliert.

     

     

  26. AvatarThomasH

    „Seit er ein Kindle hat, muss er keine Bücher mehr kaufen.“

    Na, ich weiß nicht so recht…

  27. AvatarDivi-Ente

    @Insider

    Finde bei Christians Kommentar geht es mehr über Lehrer. Ein einziger etwas leicht kritischer Satz über Landwirte.

    Dies würde ich nicht überbewerten.

    Stilistisch passiert jedem von uns mal ein Satz wo doof rüberkommt oder dem ein oder anderen sauer aufstößt.

    Wie ist denn Deine Sicht bzgl. Glyphosat?

    Im übrigen hätten wir eine nicht zu unterschätzende Alternative zum E-Auto in Kombination mit dem Biogas der Landwirte zum Beispiel aus Stroh, Gülle und Abfallprodukten.

    Ja, die Anlagen sind nicht unumstritten wegen ein paar wenigen, lösbaren Nachteilen aber die Vorteile auch für die Umwelt würden deutlich überwiegen.

    Weniger CO2 bzw. fast neutral, weniger NO, weniger Gülle ins Trinkwasser, deutlich bessere Infrastruktur bereits vorhanden, Praxistauglichkeit der Erdgas-Autos schon vorhanden. Ein neuer Tesla S hat eine Umweltbilanz (Batterieherstellung-CO2) wie ein Benziner/Diesel nach 200k KM Laufleistung…

  28. AvatarInsider

    Bei glyphosat sollte man zunächst definieren für was es eingesetzt wird . In den USA  und Südamerika wird es auf fast reifes Getreide gesprüht, um die Reifung zu beschleunigen und dann zu ernten dies ist in Deutschland nur noch in Ausnahmefällen möglich . (Z.b. um überhaupt noch ernten zu können bei ungleicher reife )

    In Deutschland wird es in der Landwirtschaft hauptsächlich eingesetzt, um Zwischenfrüchte oder Unkraut vor der Aussaat der neuen Kultur zu beseitigen ohne zu pflügen . Das sehe ich persönlich als Vorteil an , da pflügen mehr Energie kostet und schlechter für den Boden ist und die Erosion erhöht . Glyphosat ist als total Herbizid laut diversen Studien in üblichen Dosen nicht schädlich für Menschen oder Tiere .  Die Studien zu Rückständen von Kleinstmengen in Lebensmitteln halte ich für Panik mache . Diese Mengen sind absolut unbedenklich. Generell ist es so, dass Landwirte schon heute streng kontrolliert werden und kein planloser und sinnloser Einsatz von Pflanzenschutzmitteln erfolgt . Allein aus Kostengründen gilt hier das Motto :” soviel wie nötig , so wenig wie möglich ”

    Die Studien zur Schädlichkeit für Bienen oder Menschen (Krebs) sind laut diversen Kritikern nicht valide durchgeführt worden . Dies kann ich nicht abschließend beurteilen .

     

  29. AvatarAndrea

    Mein Freundeskreis besteht fast ausschließlich aus Lehrern, von denen ordnet sich einer der SPD zu, eine hat bei der letzten Bundestagswahl aus lauter Verzweiflung die Linken (warum gerade die …) gewählt, hat aber sonst auch nichts mit denen am Hut,  sonst ordnet sich niemand einer linken Partei zu. Das ist in NRW. Dabei sind alle Schulformen vertreten (2 x Hauptschule, 1 x Realschule, 1 x Gesamtschule,  2 x Gymnasium, 1 x Berufskolleg). Auch im Kollegium höre ich politische Äußerungen selten. Meines Erachtens sind sich die meisten Lehrer bewußt, dass es besser ist, politisch neutral aufzutreten.

    Auch die Aussage zum Thema Geld im Unterricht kann ich so nicht bestätigen. Schuldenprävention ist doch schon Thema im Unterricht, man versucht, bei den Themen von der Lebenswirklichkeit der Schüler auszugehen, was auch absolut richtig ist, denn ansonsten sitzt man vor einer Masse Unbeteiligter. Geldanlage kommt doch für die Schüler erst später, und, seien wir doch ehrlich, kann sich auch leicht von jedem selbst ergoogelt werden. Die Schuldenprävention hat es deshalb in den Unterricht geschafft, weil die Handyverträge für manche Schüler schon der erste Schritt zur Verschuldung sind und man hier informieren möchte. Ich selber erzähle meinen Schülern manchmal von Aktien, z.B. zeige Ihnen den Chart und Preis der Berkshire Hathaway Aktie, es passt aber auch an unserer Schulform gut dazu.

  30. AvatarSanja

    Das Kindern die essenziellen Dinge über Geld in der Schule lernen sollten, sehe ich auch so, leider hat eine Studie festgestellt das, egal wie viel sie dort lernen, sei es Aktien, Kredite ect, wenn das Elternhaus das nicht vorlebt, werden die Kinder genauso mit den Finanzen umgehen.

    Dazu hab ich letztes Jahr schon  Philosophiert: https://passives-einkommen.blog/hilft-kindern-ein-neues-schulfach-um-mit-geld-besser-umzugehen/

    Zum Dude kann ich nicht viel sagen, man sollte auch sein junges Leben leben und sich nicht zu sehr einschränken .

  31. AvatarAlbr

    Was ist heute schon Schule in Deutschland 😉

    Sehr wenig Substanz ! Abitur ist der neue Hauptschulabschluss 😉

    wenigstens lernt man demonstrieren ! Jeden Freitag 😉

     

     

  32. AvatarFred

    Naja man muss das auch realistisch sehen. Die speziellen Finanzthemen sind doch nur für kleine Bevölkerungsgruppen interessant oder relevant. Andersherum ist es doch nicht so das es an den Schulen keinerlei Angebote für Wirtschaftslehre gibt.

    Man könnte sich auch echauffieren:

    -Weshalb habe ich in Musik nich gelernt Opern zu komponieren?

    Oder noch eine andere Frage: Wer kennt noch die 3 Newtonschen Axiome?

    Also ich finde diese Forderung nach Finanzbildung in der Schule ein wenig abstrus und man sollte es doch positiv sehen das die zukünftigen Angestellten geformt werden.

     

     

     

  33. Avatarwilmergasse

    Heute wird hier soviel über Lehrer geredet, dass ich mich als bisheriger regelmäßiger stiller Mitleser auch mal zu Wort melden möchte.

    Den Eindruck, dass alle Lehrer politisch besonders weit links stehen, kann ich nicht bestätigen.

    Ich bin selbst Lehrer und erlebe die Mehrheit der Kollegen als sehr aufgeklärt und pragmatisch. Dogmatische Linke, mit denen ich sicher nie über meine ETF und meine Einzelaktien gesprochen hätte, habe ich zwar auch kennen gelernt. Die waren aber die absolute Ausnahme.

    Ich glaube aber, dass die Finanzbildung der meisten Lehrer ähnlich (bescheiden) ist wie in der Durchschnittsbevölkerung und daher vielleicht bei einigen manchmal eine gewisse Tendenz besteht, wirtschaftsfeindliche Einstellungen unreflektiert zu übernehmen…

  34. AvatarCarnivore frugalis

    Es gibt viel zu hinterfragen, wenn uns die Medien etwas als gesichertes Wissen verkaufen wollen. Dazu gehört der menschengemachte Klimawandel, aber auch in der Konsequenz, die Klimaschutzmaßnahmen, die mich an die dargelegten Menschenopfer der Inka und Azteken erinnern, um den Sonnengott zu besänftigen, dass am nächsten Tag auch tatsächlich die Sonne scheint. In die Richtung geht Klimaschutz: Wandelt sich das Klima dann doch extrem zu unseren Ungunsten, war es nicht genug Klimaschutz, werden uns die Klimaschützer eintrichtern. (Alter weiser Inka-Mann: “Es waren nicht Menschenopfer genug.”) Ändert sich das Klima dann doch nicht so stark, werden sich die Klimaschützer den Erfolg auf ihre Fahnen schreiben, so wie die Sonne über das Inka-Reich dann doch immer wieder erstrahlte.

    Das Bienensterben geht ja nun seit Jahren um. Da kann ich nur Udo Pollmer empfehlen, eine der wenigen selbständigen und unabhängigen Köpfe.

    https://www.deutschlandfunkkultur.de/bienensterben-pestizide-und-milben-hand-in-hand.993.de.html?dram:article_id=317375#

    https://youtu.be/O1Uekn3ZaZ8

    Oder schaut mal, wie stark geschludert wird bei den Weltuntergangsapologeten:

    https://youtu.be/XSCRUzoO8EM

    Auch in Ernährungsdingen sollte man eher auf Udo Pollmer hören als auf die Ernährungsberatungsbranche und Frauenzeitschriften. Es lohnt sich, an einem verregneten Nachmittag, alle Videos von “Das EULE” durchzusehen.

     

     

     

  35. AvatarDivi-ente

    @Albr

    Selbst Sokrates hat sich schon über die Jugend empört. 😉

    Ohne Kinder, bzw. neue Ideen und Motivationen und dem ewig gleichen Trott der “Alten” wird es sehr öde.

  36. Der BaumDer Baum

    Hallo zusammen,

    hier ein recht passender Artikel zu unseren Themen:

    “Wir leben in einer Gesellschaft, die uns hungrig nach Luxus macht und uns bereit sein lässt, viel Geld für unseren Komfort und unsere Unterhaltung auszugeben. Trotzdem sind wir ständig unzufrieden, weil es immer etwas gibt, was wir unbedingt haben wollen. Wir kaufen so viel, weil wir immer das Gefühl haben, dass uns noch etwas zu unserem Glück fehlt.” – Ein Auszug aus dem Artikel.

    https://www.businessinsider.de/der-wahre-grund-warum-ihr-40-stunden-in-der-woche-arbeitet-2016-9?op=1

    Grüße Baum

     

  37. AvatarChrissie

    Nahrungsmittelampel:

    Da glaube ich wird diese wahrscheinlich von den wenigsten Lesern dieses Blogs benötigt. Ich brauche sie auch nicht, lese immer das Kleingedruckte und trinke eh keine Softdrinks.

    Es ist aber erschreckend, wenn man sich in den Supermärkten und Discountern ansieht, womit einige Kunden, oft mit kleinen Kindern im Schlepptau, den Wagen vollgeladen haben. Bis oben hin voll mit Toast, Fertigpizza, Cola, Fanta und Süßigkeiten, und als „gesunde“ Ergänzung ein paar überzuckerte Fruchtjoghurts. Irgendwas an frischem Grünzeug sucht man da meistens vergebens. Die Kinder tun mir besonders leid, sie sind noch vom Einkaufsverhalten ihrer Eltern abhängig. In Anbetracht der Zunahme von Diabetes auch bei Kindern macht man es sich mit der Forderung nach dem mündigen Bürger meiner Meinung nach zu einfach, denn wie es aussieht wird da gerade nix besser.

    Und Pech hat dann letztlich nicht nur der Erkrankte, sondern die Solidargemeinschaft auch, denn die Kosten tragen alle durch ihre Krankenkassenbeiträge mit.

  38. AvatarChrissie

    @ Baum:

    Danke für den interessanten Artikel. Ein Satz daraus fasst besonders gut zusammen, was ich sagen wollte:

    „Damit die Wirtschaft gesund bleibt, müssen die Menschen ungesund leben.“

  39. AvatarDivi-ente

    @Bruno

    Ich tue mir schwer ganze Berufsgruppen in eine politischen Richtung einzuordnen, bzw. abzustempeln!

    Individuell betrachtet kann man das korrekter einordnen, aber selbst da sollte man anders Denkende auch tolerieren bzw. aushalten können.

    Man kann sich ja z. B. über die vielen Carnivoren in den blauen Zonen auch einfach nur wundern! 😉

  40. AvatarBruno

    @Divi-Ente

    Nein aber das ist ein offenes Geheimnis, ist doch auch klar, man wählt den der einem am besten füttert, ich rede natürlich nur von den staatlichen Lehrern. Ich wäre da vermutlich nicht anders, würde auch links wählen, wenn ich Lehrer wäre. Gerade in der Stufe Abitur oder Matur (Schweiz), könnte man mal eine Umfrage machen unter den Gymnasiasten, 90% würden vermutlich sich links einordnen. Später ändert sich das dann, wenn die Leute arbeiten müssen.

  41. AvatarSir0

    Ich frage mich, wo immer das Klischee von den linken Lehrern kommt, aber vielleicht sieht aus einem bestimmten Blickwinkel auch einfach alles furchtbar links aus.

    Wenn ich mich an meine Schulzeit zurückerinnere (Abi 99, also schon etwas her), war unter dem Lehrpersonal im (Gottseibeiuns!) roten NRW der Geschichtslehrer, der uns genau darlegen konnte, wie Deutschland den 1. Weltkrieg doch noch hätte gewinnen können, der Deutschlehrer, der höchsten Wert auf die Primärtugenden legte, oder ein Philosophielehrer, der gerne über Kreationismus fabulierte. Inwiefern das jetzt “links” ist, erschließt sich mir nicht. Der einzige Lehrer, der offen SPDler war, war interessanterweise auch der einzige, der das Thema Wirtschaft unterrichtet hat. Soweit ich das noch im Kopf habe, recht objektiv, vielleicht mit einer Betonung der sozialen Marktwirtschaft. Soll sich das in den letzten Jahren so sehr geändert haben? Kann ich mir kaum vorstellen, angesichts der Tatsache, dass einige meiner Lehrer immer noch unterrichten…

  42. AvatarDivi-ente

    @Bruno

    Vielleicht sind die Lehrer bei euch auch noch sauer über die Abschaffung des Beamtentums? 😉

    Links, rechts, linksgrün etc. ich kann mit diesen im Internet schnellem Schubladendenken wenig anfangen da dies häufig bzw. fast immer geschieht ohne den betitelten Menschen überhaupt auch nur annähernd zu kennen!

    Diese ganze Hetzerei und dieses Schubladendenken führt doch oft nur zu Stänkereien gegeneinander und verliert meistens nach dem 2. Satz die Sachlichkeit.

  43. AvatarBruno

    @Divi-ente @Sir0 etc.

    Wo habe ich gehetzt? Mit links meine ich Leute, die eine Philosophie vertreten, dass der Staat es richten soll (Rente, Steuern, Umverteilung etc.), ich stehe und anscheinend darf man das nicht mehr, eher für weniger Staat, mehr Eigenverantwortung und Selbstvorsorge. Um das geht es ja auch hier im Blog.

    Wäre es denn so schrecklich, wenn man unserer Jugend auch mal die Vorzüge von mehr Eigenverantwortung, Aktiensparen (mit ETF’s), Zinseszinseffekt und ähnliches beibringen würde?

    Finanzielle Grundbildung gehört meines Erachtens auch in die Schule, aber man kann das natürlich auch anders sehen.

  44. AvatarDivi-ente

    @Bruno

    Selbstverständlich sind wir hier für Eigenverantwortung!

    Du hast natürlich nicht gehetzt! Allerdings ist es schon ein Vorurteil ganze Berufsgruppen derselben politischen Gesinnung zuzuordnen.

    Ich versuche erstmal den Menschen zu kennen bevor ich ihn dann wohl auch in eine Schublade stecke.

    Mein Urteil ist aber auch subjektiv verfälscht, bzw. ich mache auch Fehler.

  45. AvatarBruno

    @Divi-ente

    Ok einverstanden ich hätte auch schreiben können, politisch korrekt, eine vermutete Mehrheit oder überdurchschnittlich viel zu andern Berufsgruppen oder ähnlich. Wenn Tim schreibt, die Deutschen konsumieren zu viel, haben zu wenig Aktien, dann muss man sich auch nicht angegriffen fühlen, wenn es für das Individuum anders ist, es geht hier nicht um eine Pauschalverurteilung sondern ein Durchschnitt oder Mehrheit. Ich habe ja nichts persönlich gegen Lehrer, aber ich habe Mühe, und das ist in Deutschland aber auch der Schweiz relativ häufig, dass man festgefahren ist und keine Kritik mehr verträgt. Den Lehrplan an den Schulen zu hinterfragen, finde ich legitim, man muss nicht einverstanden sein. Die Welt und auch die Wirtschaft verändert sich mit hohem Tempo, warum sollten wir dann die Lehrpläne nicht dynamisch anpassen, nur weil es ja in Vergangenheit erfolgreich war? Einige verkennen die Entwicklungen und die Zukunft, das Rentensystem hat die letzten Jahrzehnte gut funktioniert, ob es das die nächsten Jahre auch noch tut, werden wir sehen. Hier die Zusammenhänge (und auch diverse andere Dinge, die fürs Leben und die Praxis wichtiger sind als Geschichtsunterricht vor 10’000 Jahren oder die 3 newtonschen Axiome…) zu lernen, was vielleicht nicht in jeder Elternstube gelehrt wird, finde ich ein legitimes Anliegen.

  46. AvatarDaniel

    Ich frage mich, wo immer das Klischee von den linken Lehrern kommt, aber vielleicht sieht aus einem bestimmten Blickwinkel auch einfach alles furchtbar links aus.

    Also bei mir hat es sich bislang bestätigt. Ich kenne im Bekanntenkreis zwei verbeamtete Lehrer und bei jedem Gespräch läuft es mir eiskalt den Rücken runter. Ich versuche mich dann immer etwas zurückzuhalten weil ich ungern, erst recht vor anderen Menschen, demjenigen vor den Kopf stoßen möchte was ich von seinen Ansichten halte. Aber der Kern dieser Aussagen ist ziemlich links. Ich könnte es jetzt nichtmal zwischen Grün/SPD unterscheiden, läuft für mich auch inzwischen auf das Gleiche raus, aber ich höre immer nur “der Staat muss dies”, “der Staat muss das”, es müsste durch den Staat xy. Am besten auch noch überall starke Gewerkschaften usw. Grundrente, Umverteilung, soziale Gerechtigkeit…..

    Ich denke schon das wir einen Staat brauchen der stark ist. Aber stark im Sinne von klein und effizient. Genau den gleichen Mist höre ich ja auch vom anderen Ende des politischen Spektrums; vom “völkischen Teil der AFD”. Deshalb genauso auf dem Holzweg. Ich hoffe auch dass dieser Zopf in der Partei abgeschnitten wird und sich eine wirtschaftsliberale Kraft durchsetzt wie sie von Meuthen vertreten wird.

  47. AvatarEx-Studentin

    @Wohnung mit Domblick

    Ich finde es gut, dass immer mehr über das Thema Frugalismus berichtet wird. Alexander ist von seinen Ausgaben her ein typischer Student. Interessant sind die beginnenden Nebeneinnahmen. Dass man von ein paar 100 Euro in Aktien nicht reich wird, sollte jedem bewusst sein. Jetzt ist er noch sehr naiv bei seinen Plänen, aber lass ihn mal das Studium beenden und ein paar Jahre älter werden.

    Kenne einige junge Blogger die mit Anfang 20 den Turbo einlegen. Dominik von Finanziell frei mit 30 (bringt bald sein 2. Buch raus) und Sparkojote aus der Schweiz haben sehr früh losgelegt  Belächeln sollte man also nicht alle jungen Leute. Geldschnurrbart Florian, Frugalist Oliver und ich sind auch noch keine 30 und haben uns gute Grundsteine gelegt. Wer sich in jungen Jahren stets weiterbildet, dem fällt auch mit 40 was ein, falls mal nicht alles nach Plan läuft.

  48. AvatarKarsten

    Hallo Tim,

    Deinen Gedankengang “Privatfinanzen” gehören in die Schule teile ich seit Jahren. In 13 Jahren Schullaufbahn habe ich nicht eine Stunde mit Finanzen, Geld, geschweige denn Börse und Geldanlage verbracht. Wie schon Naina 2015 berechtigt kritisierte, können unsere Schüler Gedichte in vier Sprachen analysieren (auch wenn das vielleicht überspitzt ist), sind beim Thema Steuern, Sparen und Miete völlig aufgeschmissen. Ich gehe soweit und sage, dass unser Schulsystem dieses Wissen nicht nur nicht vermittelt sondern sogar behindert.

    Ich habe auf meinem neuen blog einen Artikel, der das Thema fortführt

    https://finanziell-autark.de/2019/02/27/unsere-schule-behindert-die-finanzielle-freiheit/

    Viele Grüße

    Karsten

  49. AvatarJens

    @Karsten:

    Die Ziel unseres Bildungssystems ist es nicht, mündige Bürger hervorzubringen 😉 Man soll zum Rädchen im Getriebe erzogen werden, das schön brav mitmacht und keine schlauen Fragen stellt.

  50. AvatarSir0

    Das heißt, wenn es um die Erziehung der Kinder geht, wird wieder nach dem starken Staat gerufen, der sich gefälligst darum kümmern soll, dass der Nachwuchs die nötige wirtschaftliche Bildung bekommt? Wo bleibt denn da die Eigentverantwortung? Soll hier der Bürger mal wieder vom Staat bevormundet werden? 😉

    Ich kann es nicht nachvollziehen, wie teilweise davon ausgegangen wird, dass die Lehrerschaft ein monolitischer Block ist, dessen Ziel es anscheinend ist, Rädchen im Getriebe zu erziehen und bloß keine mündigen Bürger hervorzubringen. Als ob sämtliche Lehrer eine Art Borgkollektiv darstellen, das systematisch und einheitlich seine Agenda – die Assimilation der Schülerschar – vorantreibt.

    In meiner Schulzeit wurden derartige politische Themen in der Regel nicht explizit angesprochen. In Mathe wurde Mathe gelehrt, in Deutsch Deutsch, in Englisch Englisch usw. Lediglich in den Fächern Politik und Sozialwissenschaften (hieß das so?) waren, wie die Namen schon andeuten, politischere Themen diskutierrt, sowie auch im Fach Philosophie, aber meine Mathematiklehrer wären im Traum nicht auf die Idee gekommen, während der Kurvendiskussion auf einmal die Vorzüge des Anarchosyndikalismus zu propagieren oder in Latein Texte über die Überlegenheit des bedingungslosen Grundeinkommens vorzulegen. Wie schon oben erwähnt, mir ist es rätselhaft, woher dieser Eindruck stammt. Hat sich das in den letzten Jahren so sehr verändert?

     

     

  51. AvatarAndrea

    SirO, ich habe wirklich beruflich mit vielen Lehrern zu tun (lach) und kann sagen, dass selbst bei uns im Lehrerzimmer allerseltenst über Politik gesprochen wird, und dann nur mit Kollegen, mit denen man befreundet ist und denen man vertraut. Die Kollegen haben andere Themen. Ich finde dieses Bild von Lehrern, das hier vorhanden ist, ausgesprochen befremdlich. Die 68er-Zeiten sind doch vorbei, und selbst die Alt-68er sind schon in Rente.

    Jens, gerade die Lehrer haben doch genau die entgegengesetzten Erziehungsziele. Jemanden zum Rädchen im Getriebe zu erziehen heißt doch, denjenigen zur Kritiklosigkeit zu erziehen.

  52. AvatarFrugalist

    Ich denke auch, dass die frugale Lebensweise weiterbringt. Bin aber mal gespannt, was beim nächsten Börsencrash passiert. Entscheidend ist die Ausgabenseite

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