Disziplin ist in der Konsumgesellschaft verloren gegangen


New York, 20. Oktober 2019

Die Lottowerbung vermittelt nur den Konsum. Die Villa, die Familie, der Traum. Foto: Ein Werbeplakat.

Heutzutage habe ich das Gefühl, dass Menschen nicht schätzen, wie viel Arbeit es bedeutet, bis 75.000 oder 100.000 Euro netto erarbeitet sind. Sie kaufen einen teuren Neuwagen auf Pump und berücksichtigen den Gesamtwert gar nicht, sondern nur die monatliche Rate. Die Luxusautobauer spielen mit den Gefühlen der Konsumenten. Sie vermitteln ihnen einen Traum zu leben mit dem neuen Geschoss.

Das gleiche Problem sehe ich bei einem großen Erbe oder Lottogewinn. Das Geld wird schnell verpulvert, weil die Menschen den Wert der harten Arbeit/Sparsamkeit nicht sehen, der hinter solchen Summen steckt.

Ein Leser hat mir folgendes geschrieben:

Hi Tim, heute wieder ein Klassiker erlebt! Ich arbeite ja bei Daimler. Heute hat mich Mal wieder ein Kollege gefragt, welches Auto ich fahre. Indirekt zielte die Frage eigentlich nur darauf ab, welches Mercedes Modell ich fahre. Da hab ich gesagt “Hyundai”. Ganz verduzt fragte er dann “Hmm, was ist denn da los bei dir, du verdienst doch n Haufen Geld?”

Wenn man bei Daimler arbeitet, erwartet die Gesellschaft quasi, dass man auch Mercedes fährt. Egal ob Kollegen oder Privates Umfeld. Es werden auch direkt Rückschlüsse vom Auto auf die Position/ Hierarchie in der Firma gezogen! Frei nach dem Motto: “Fährst du kein dickes Auto, kannst du es dir auch nicht leisten.” Kann ich auch nicht, denn zum Monatsanfang fließt mein Geld statt in einen Leasingvertrag in X ETF und Aktien-Sparpläne ?

Typisches Konsumverhalten. Schönes Beispiel. So denkt die Mittelschicht. Ich sehe es mit dem kleinen Mist genauso, den sie jeden Tag kaufen: Snacks, teures Sprudelwasser (Smart Water), Sodas, Restaurants. Günstiger Wein ist verpönt. Gekauft wird, was toll aussieht. Teure Mode ziehen die Menschen vor… Gebrauchte Sachen sind verpönt. Sie werfen überall das Geld weg. Die Altersvorsorge spielt eine Nebenrolle.

Obwohl die Menschen mit Geld nicht umgehen können, träumen sie vom Lottogewinn. Dabei werden die meisten den plötzlichen Reichtum schnell vernichten.

Ein anderer Leser schrieb mir:

Hallo Tim,

als ich heute zu Fuß einkaufen war, fiel mir dieses riesen Werbeplakat auf.

Es ist schon echt bemerkenswert,  wie der Bürger immer wieder von dem Staat dazu motiviert werden, soll Lotto zu spielen. 

Du erwähnst ja hin und wieder in Deinen Blogs über das Sinnlose spekulieren/investieren in Lottoscheine.

Dafür scheinen die Leute ja offensichtlich genügend Geld übrig zu haben, anstatt es langfristig sinnvoll anzulegen.

Aber die Gier (schnell Reich zu werden) ist der ewige Begleiter des Menschen, nicht nur in finanzieller Hinsicht….

Vielleicht kannst Du das Bild, welches ich im Anhang anfüge, in einen Deiner zukünftigen Blogs verwenden.

Einen schöne Tag Dir!

Wichtig finde ich es in einer Konsumgesellschaft, wie wir sie haben, ein Gefühl der Disziplin zu lernen. Gerade in der Erziehung ist das wichtig. Disziplin kann einem jungen Menschen mehr helfen, als ein großer Lottogewinn es jemals kann.

Wer eine Million Euro erbt oder gewinnt, sieht nur den Konsum, aber nicht damit verbundene Arbeit, die dahinter steckt. Ich kann es nicht oft genug betonen.

Im letzten Blog gab es eine Diskussion darüber, wie viel Geld jemand für die finanzielle Freiheit braucht. Die von mir genannten 1,5 bis 2 Millionen Euro waren nur ein Beispiel. Diese Summe gibt einem schöne Chancen dauerhaft frei zu leben. Trotzdem ist Disziplin nötig.

Eine andere Person ist mit 600.000 Euro oder 1 Million Euro zufrieden. Du schafft es damit vielleicht in den dauerhaften Frühruhestand.

Ich finde die 1 Million Euro im Depot eine schöne Summe. Die Menschen verehren seit Jahrzehnten eine Million Euro. Klar wird vergessen, dass die Inflation jedes Jahr 1 Million Euro weniger wert macht. Eine Million würde sicherlich das Leben vieler Leser verändern. Es würde den Ruhestand beschleunigen.

Ich denke, die meisten Leser hassen es nicht, zu arbeiten. Sie hassen es aber, zur Arbeit gezwungen zu sein. Das Gefühl des Zwangs ist schlimm. Selbst als Millionär werden vermutlich etliche hier immer noch arbeiten – aber es wäre zu ihren Bedingungen – mit der Option zum Chef zu sagen zu können: “Sie können mich mal”. Du kannst jederzeit gehen, wenn es für dich keinen Sinn mehr macht.


tim schaefer (Author)

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thoughts on “Disziplin ist in der Konsumgesellschaft verloren gegangen

  1. AvatarWarren

    Ich habe die Werbung neulich im Radio gehört und leider nicht verstanden bis ich dann von meinen Mitfahrer aufgeklärt wurde
    Lotto=Umziehen in eine luxoriösere Wohnung/Umgebung
    Naja, ein Umzug käme für mich auch mit Lottomillionen nicht in Frage, da es mir  so wie ich wohne gefällt.
    Das was der Daimler-Kollege erfahren hat kann ich so bestätigen.
    Man kann gar nicht glauben welchen Kopf sich Leute um einen machen, nur weil man trotz guten Verdient eine alte Karre fährt (hab da den Spleen meine Autos solange zu fahren bis sie auseinderfallen , statt sie alle 2-3 Jahre gegen eine neuen zu tauschen)
     

  2. AvatarFinanzfan.de

    Hey Tim,
    zu viel an Disziplin kann aber auch die Wirtschaft schädigen, oder?! Meinst du nicht, dass ein Gros des gesamtwirtschaftlichen Erfolgs auch auf der Bereitschaft vieler Konsumenten beruht, sich zu überschulden!?
    Liebe Grüße
    Jens

  3. AvatarPhilipp

    Lieber Tim,
    ich möchte mich bei herzlichst Bedanken, du gehörst nun seit zwei Jahren zu den wichtigsten Männern in meinem Leben.Diesen Satz möchte ich dir ein bisschen genauer beschreiben, ich bin mit einer allein erziehenden Mutter aufgewachsen, keinen Kontakt zu meinem leiblichen Vater. Von meiner Mutter konnte ich sehr sehr viel lernen. Sie lebt mir tägliche harte Arbeit, Aufopferung für mich ihr einziges Kind vor. Später muss und will ich in der Lage sein, ihr sehr viel auch finanziell zurück geben zu können.Ich bin jetzt 2o Jahre jung, habe letztes Jahr mein Abitur geschrieben, jetzt studiere ich BWL-Bank dual mit einer Volksbank in meinem Landkreis.Zu meinem 18ten Geburtstag habe ich, dank DIR, angefangen zu investieren.Wie man sein Geld intelligent investiert habe ich mir mit deiner Hilfe, vielen Finanz und Aktienbücher beigebracht. Seit zwei Jahren arbeite ich in drei Jobs, neben der Schule jeden Tag gearbeitet und am Wochenende ebenso. Keine Fixkosten, da ich zuhause lebe. dort essen und sonst nicht viel brauche. Ich habe es geschafft bis zum jetzigen tag 35000Euro in Aktien zu investieren, mit dem Ziel jeden Monat 1000Euro zu investieren. Das schaffe ich während meinem dualen Studium auch nur mit zwei weiteren Nebenjobs. Mein Ziel ist es so zu werden und irgendwann mal so zu sein wie Du.
    Du gibts einem durch deine Videos, deinen Blog so viel Kraft anders zu denken als die breite Masse, sich geheim “abzuheben”. Seine Pläne im privaten zu verfolgen, ohne Prahlen und Protzen zu müssen.
    Ich danke Dir dafür! Trotz das ich dich nicht persönlich kenne, nimmst du wie eine Art Vor und Vaterfigur für mich ein. 
    Mit meinem Arbeitgeber, die Volksbank, (private Altersvorsorge ist böse, nur die Investmentfonds der Bank sind gut.. und natürlich die staatlichen Produkte wie Riester Rente…) möchte ich eine Idee umsetzen, leider spielt meine Bank nicht mit. Bei uns in Baden-Württemberg gibt es ein sogenanntes PlanSpiel Börse. In verschiedenen Schulen werden in den Altersklassen 16/17 Demokonten der Volksbanken verteilt. Die Schüler bekomme als Bsp. 100.000 Euro Spielgeld, haben 3-4Monate zeit mit diesem Geld an der Börse zu wirtschaften. Wer am meinsten Geld nach der Zeit hat gewinnt und gewinnt einen Preis. Somit fangen die Schüler natürlich wild an zu spekulieren und jeden Tag zu kaufen und verkaufen, ohne Ahnung und in den meisten Fällen ohne Verstand.Meiner bescheidenen Meinung nach, ist das großes Schwachsinn und vermittelt von der Börse ein ganz falsches Bild.Ich finde es wäre viel gelungener den Schülern die Thematik Investieren mit Buy&Hold zu erklären, sie dafür zu begeistern, ihnen dann vier Wochen Zeit zu geben, eine Präsentation herauszuarbeiten. In der Präsentation dürfen Sie dann zehn Aktien ihrer Wahl vorstellen und müssen Begründen weshalb sie genau diese Aktien gewählt haben. Diese Aktien sollten für 30 Jahre gehalten werden, müssen ein Alleinstellungsmerkmal haben, einen “Burggraben”, was möchte die Firma in den nächsten Jahren erreichen, wieso gibt es diese Firma noch in 30Jahren und noch vieles mehr. Ich finde so könnte man in Schulen das Thema Börse auf eine Art erklären, spielerisch mit der Frage der Zukunft verbinden und ein Wissen mit Begeisterung schaffen.Ein einfach Grundverständnis, ich kaufe mir keine Nike Schuhe, nicht das neueste IPhone, keine Starbucks Kaffe, dafür lieber die Aktien und freue mich auf eine Spannende Zukunft der Unternehmen.  
    Entschuldige mir bitte die verwirrenden Gedankengänge. In erster Linie, möchte ich mich bei dir wirklich aus tiefstem Herzen bedanken!Liebe Grüße Philipp 
     
     
     
     
     

  4. AvatarMike

    Ein Vermögen aufzubauen ist das eine. Es zu erhalten und weiter zu vermehren muss aber auch gelernt sein. Daher tun sich wohl alle leichter damit, die sich in mühsamer Jahrelanger Arbeit ihr Erspartes zusammengekratzt haben. Die durch pures Glück oder Erbe zu viel Geld gelangen, haben den richtigen Umgang mit Finanzen oft nicht gelernt.
    Aber zum Glück ist das verschleuderte Vermögen ja nicht weg, es hat eben nur jemand anders.

  5. IMHAMSTERRADIMHAMSTERRAD

    Hyundai ist super, hab auch einen, hat mich nur ein Viertel vom Neupreis gekostet, Steuer konnte ich auch noch ziehen, ist zwar 5 Jahre alt beim Kauf gewesen, aber egal, fährt auch…und vorallem, ich zahl weniger Kfz-Steuern, Versicherung und Diesel. Ja, es ist ein Diesel, ich liebe meinen Umweltverpester.
    Ich Freund von mir arbeitet auch bei einem sehr großen Daimler-Händler, die haben fast ein Dutzend Autohäuser, der sagte mir einmal, 99% aller dort verkauften Daimler sind geleased oder auf Kredit.

  6. KievKiev

    @ Rüdiger bzgl. Kaffeekonsum
    Im letzten Post wurden schon einige Punkte genannt, die meinen Kaffeekonsum beschreiben. 
    Ein Kollege von mir hat von seinem Arzt vor einiger Zeit angeordnet bekommen eine Zeit lang keinen Kaffee, aufgrund seines zu hohen Cholesterinspiegels, zu trinken. Ich möchte bestimmt keine Diskussion starten, ob Kaffee gesund ist oder nicht und in welchen Maßen man ihn ruhigen Gewissens konsumieren darf. Das war für mich jedenfalls die Initialzündung, um mich einmal mit meinem Kaffeekonsum auseinander zu setzen.
    Ich habe damals in der Arbeitswoche 6 Tassen Cappuccino am Tag getrunken. Und am Wochenende 2-4 am Tag von meiner Siebträgermaschine.
    Auf einer Skala von 1-10 ist mein eigener Cappuccino eine gute 9. Ich habe aber auch schon bessere serviert bekommen. Es gibt schließlich verschiedene Bohnen mit deutlichen Unterschieden, so dass ein anderer Cappuccino durchaus seinen Reiz haben kann. Bei der Arbeit kommt der Cappuccino vielleicht auf eine 2-3. Es ist noch niemand offensichtlich durch den Konsum erkrankt. Das möchte ich dem Kaffe positiv anrechnen.
    Beide Zubereitungen sind unfiltriert. Das könnte negativ gesehen werden. Der Cappuccino bei der Arbeit verwendet Milchpulver und Zucker. Das werte ich auch negativ. Die Milch bei meinem eigenen wird allerdings auch nicht ideal angesehen. 
    Ich habe analysiert warum ich den Kaffee bei der Arbeit überhaupt trinke. Ich benötige ihn überhaupt nicht. Ich sitze die ganze Zeit am Rechner und freue mich eher auf die Bewegung und auch auf eine Abwechslung durch ein kurzes Gespräch mit Kollegen. Rauchen hat vermutlich ähnliche Hintergründe. Somit führe ich eine gesellschaftlich akzeptierte Mini Pause durch. Ich würde genauso gerne mit einem Kollegen vielleicht auch nur ein paar Schritte gehen, aber es gibt bei meinem Arbeitgeber keine Besprechungen im Gehen…
    Ich trinke heute gar keinen Kaffee mehr bei der Arbeit und bereite mir am Nachmittag einen Flat White mit meiner Siebträgermaschine zu. So genieße ich einen konzentrierten Cappuccino mit verhältnismäßig wenig Milch. Dies gibt mir außerdem ein gutes Gefühl oder eine Belohnung nach der Arbeit. Damit kann ich auch gut auf Alternativen wie Bier oder Wein verzichten.
    Meinen Milchkonsum habe ich an anderer Stelle deutlich reduziert. Ich bereite mein Müsli mit Hafermilch anstatt Milch zu. Das ist geschmacklich für mich keine Einbuße und bringt alleine von der Menge mehr als bei einem Cappuccino. Auch hier weiß ich nicht wie gut oder schlecht der Konsum von Milch ist. Ich habe jedenfalls beschlossen ihn für mich stark zu reduzieren. Dabei möchte ich allerdings nicht dogmatisch verzichten, sondern den Verbrauch stark reduzieren…
    Zu Daniels Anmerkung. Die Hygiene ist bei dem Automaten in der Firma auch katastrophal. Er wird zwar täglich gereinigt, aber ich habe die Plörre auch schon am Montag morgen mehrmalig erleben dürfen. Die erste Ladung nach dem Wochenende ist für den Ausguss bestimmt. Da sind sich alle einig, ob Friday Fore Future Symphatisant oder nicht. Zumindest wenn es um die eigene Tasse geht. Irgendwie ist es dennoch krank, dass wir die nächsten dann getrunken haben.

  7. KievKiev

    @ Lucas
    Der schnellere Weg zu einem Vermögen ist die Akzeptanz langsam zum Ziel zu kommen und die Zeit bis dahin bestmöglich zu genießen. Falls Du ein paar potenzielle Kursraketen kaufen möchtest, so könntest Du auch mit 80-90% Deines Vermögens langfristig an der Börse investieren und die übrigen 10-20% etwas riskanter platzieren. Da Du aber auch hier vielleicht diversifiziert vorgehen solltest, bleiben auch sehr große Gewinne begrenzt. Falls Du als Beispiel jeden Monat für 1000€ Aktien kaufst und an zwei Monaten im Jahr eine eventuelle Rakete erwirbst, so ist diese bei einem Faktor 10 immerhin 10k wert. Das ist in Relation zu der investierten Summe eines Jahres sehr viel, aber es wird Dich nicht Dimensionen (Days Till Lambo) weiter nach vorne bringen. Du kannst natürlich auch die Satelliten konzentrierter wählen. So sinkt die Wahrscheinlichkeit für DEN Treffer allerdings auch. Und wer weiß. Vielleicht landest Du den Treffer und verkaufst in einer Schwächephase mit Faktor 5 Gewinn und dann steigt die Aktie erst richtig…
    Du kannst in Deine Bildung investieren. Du kannst nebenbei etwas ausbauen. Wie hoch ist Dein Zielvermögen und wie hoch ist das aktuelle? Vielleicht kannst Du den Index um 5-10% schlagen. Wie viel hätte das letztes Jahr an konkretem Vermögen ausgemacht? Falls Du 500€ mehr investieren kannst, kommst Du auf zusätzliche 6000€ im Jahr. Ist diese Zahl eher groß oder klein im Vergleich zu einer besseren Rendite. Die bessere Rendite ist ungewiss. Wenn Du mehr investiert hast Du am Ende sicher mehr.

  8. AvatarRüdiger

    @Kiev: Herzlichen Dank für die umfassende Erläuterung zum Kaffee-Konsum. Was die Milch angeht: Früher hieß es doch immer, Milch sei gesund. Stimmt das nicht mehr? Na ja, egal, ich konsumiere meine Milch vorwiegend ich Form von Käse oder als Milchschaum auf dem Cappuccino. Ansonsten kann ich mit der weißen Brühe wenig anfangen. Schmeckt mir einfach nicht. Müsli esse ich ganz selten. Wenn, dann nur Früchte-Müsli mit O-Saft statt Milch. Hoffentlich graust es dich jetzt nicht  😉

    @Vermögen: “Der schnellere Weg zu einem Vermögen ist die Akzeptanz langsam zum Ziel zu kommen und die Zeit bis dahin bestmöglich zu genießen.” Donnerwetter, diesen Satz muss man sich mal langsam auf der Zunge zergehen lassen … aber ja, ich denke, du hast damit vollkommen Recht!

  9. KievKiev

    @ Rüdiger
    Vieles ist einfach nur eine Angewohnheit. Rauchen, Feierabendbier, ein Bier nach harter körperlicher Arbeit oder zum Grillen oder mit Kollegen. Der Griff zu den Süßigkeiten, Handy, Popcorn im Kino… Wenn man eine Angewohnheit hat, die man los werden möchte, so muss man den Grund dafür suchen. Wann, wo, wer… Wenn man den Grund gefunden hat, kann man die Angewohnheit ersetzen.
    Ich kann für mich und die Wachstumshormone verzichten. Ich esse auch nicht zu proteinreich, da ich nicht zu viel Muskelwachstum oder andersartiges Wachstum fördern möchte. Ich bin auch muskulös genug. Sie gesagt, dass ist nicht dokmatisch und ich kann nicht das Schicksal umgehen. Aber ich möchte es auch nicht unnötig herausfordern.

  10. Avatarsammy

    Jaja das liebe Geld, ne die Leute sind schon irre wenn sie Tim als ihrem (Geld)Messias solche Leserbriefe schreiben. Irgendwo krass fast wie bei Fans die ihrem Idol huldigen. Da trifft der Begriff  Schafe ganz gut zu.

  11. AvatarInsider

    @kiev 
    Danke für die tollen Beiträge von dir in letzter Zeit . Einfach genial , nicht nur deine Gedanken, sondern auch deine Art dich zu artikulieren. Dafür möchte ich einfach Mal danke sagen . Ich selbst bin was Ernährung und Bewegung angeht noch auf dem Weg und leider fehlt mir oft die nötige Disziplin, um langfristig schlechte Angewohnheiten abzulegen . 

  12. AvatarSparta

    @Kiev
    Ich habe meinen Kaffekonsum durch ein Kaffeepulver mit dem Pilz der Unsterblichkeit 😉 , Ginseng etc. reduziert bzw. kompensiert. 
    Damit der Zinseszins voll durchschlagen kann. 😉

  13. AvatarRüdiger

    Ein Vermögen aufzubauen ist das eine. Es zu erhalten und weiter zu vermehren muss aber auch gelernt sein. Daher tun sich wohl alle leichter damit, die sich in mühsamer Jahrelanger Arbeit ihr Erspartes zusammengekratzt haben.

    Die Betonung könnte hier auf mühsam liegen. Wer für sein Geld hart arbeiten muss, weiß den Wert vielleicht besser zu schätzen, als der, der für sein “dünnes Süppchen”, das er als Arbeit abliefert, mehr als fürstlich entlohnt wird 😉

  14. AvatarHelge T.

    @ Finanzfan.de
    Vergiss es hier eine Antwort auf Deine Frage zu bekommen… es gab schon etliche dieser Kommentare und noch nie eine Antwort darauf.
    Generell gibt es hier einen eingeschworenen Kreis. Menschen die diesen Blog, und besonders die Kommentarfunktion, nutzen um sich auszutauschen, sich darzustellen und ihre Egozentrik auszubreiten. Leider sehr einseitig. Kritik, andersdenkende oder auch Neulinge sind hier nicht gerne gesehen. Auch kritische Fragen nicht. Dann werden doch eher Beiträge nach ihren Rechtschreibfehlern beurteilt oder im einfachsten Sinne direkt irgnoriert. Eine Plattform um Hilfe oder Unterstützung zu erhalten, ein lockeres Gespräch oder wertvolle Tipps zu bekommen, Fehlanzeige. Die Klientel ist hier zu abgehoben. Schade. 
    Tim selbst gibt sich mühe, seine “Gebete” und ständige Wiederholungen machen Mut. Ich les sie gerne. Nur schreibt er sie nicht mehr für alle seine Leser, sondern nur für seine “Fanboys”.  Der Ton hier wird immer rauer, unmenschlicher und unsympatischer. Jeder Post der nicht ins Bild passt wird zerpflückt, dennunziert oder zur Lächerlickeit preisgegeben. Mit Sicherheit auch dieser hier. Schade eigentlich… den die Beiträge von Tim sinf wirklch mehr als lesenswert! Klar, manchmal sind auch Beiträge dabei von man eine gewisse Frust oder Wut rausliest, wenn wieder auf die  “Clowns” geschossen wird. Aber Tim benutzt dies auch oft einfach als Metapher… Als verstärker um den krassen Gegensatz darzustellen. Warum sollte ein selbstbewusster erwachsener Mann, der finanziell mehr als ausgesorgt hat, sonst eine solche Sprache anwenden? Das sollte jedem klar sein warum.
    Tim schreibt an seinen guten Tagen klasse Beiträge, und einige seiner Dauergäste im Kommentarbereich haben ebenfalls den Plan. Menschlich gesehen, sind aber zu 90 % Pfeifen hier unterwegs. Aber das interessiert hier auch sonst niemanden. Man is ja unter sich. Ignoranz,Neid und Arroganz sind hier ein großes Thema…das überrascht etwas in so einem bekannten und vor allem hoch gelobten Blog.
    Viele Grüße
    Helge T.

  15. AvatarStefan Eggl

    Sehr schöner Beitrag!

    Von meiner Oma gab es immer diesen Spruch:
    Die erste Generation baut auf.
    Die zweite Generation baut aus.
    Die dritte Generation bringt es durch.

    Warum? Weil die dritte Generation den Wert des auf- und Ausbaues nicht wertschätzen kann. Die Firma läuft ja – man will ja schließlich leben – und tut dann nichts mehr dafür, sondern gibt mehr aus als rein kommt. Und schon kehrt sich die Gewinnspirale in eine Verlustspirale um. Und kaputt geht alles schneller als es aufgebaut wird. Aufbau braucht Enerige – kaputt geht es von alleine. Beweis: Kinderzimmer… Ordnung braucht Energie – Chaoes entsteht von alleine.

    Meine Eltern haben sparsam gelebt und mir gezeigt, was man auch mit einer normalen Arbeit schaffen kann. Sie haben selbst ein Haus gebaut und auch noch etwas zur Seite gespart.

    Ich habe das ausgebaut und mein Spar- und Investitionswissen perfektioniert. Was mir zur finanziellen Freiheit verholfen hat – und ich liebe es! So sehr, daß ich selbst einen Blog dazu angefangen habe.
    http://www.sicher-mehr-geld.de

  16. AvatarFinanzfan.de

    @ Helge T.
    Die Arbeit an einem selbst macht alles aus. Das Sein bestimmt das Bewusstsein. Aber auch anders herum. Danke für deine Meinung und die einordnenden Worte. Lass den Kopf nicht hängen. Manchmal verirrt sich ja doch jemand hier hin, der anders ist. Danke für deine Zuwendung. 🙂
    Beste Grüße Hochmitternacht
    jens ? 

  17. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Finanzfan.de

    Überschuldete Konsumenten sind nicht gut für die Wirtschaft. Banken müssen Kredite abschreiben, Firmen können an sie nichts mehr verkaufen, weil die Konsumsüchtigen keinen Spielraum mehr haben.

    Wir haben das vor gut 10 Jahren gesehen, was passiert, wenn sich Menschen zu stark verschulden:

    https://timschaefermedia.com/parallelen-zwischen-der-grossen-depression-und-der-finanzkrise/

    @ Philipp

    Beeindruckend. Du bist sehr motiviert. Du wirst finanziell frei werden. Da bin ich mir ziemlich sicher.

  18. AvatarChris kross

    Guter Artikel Tim. Der Scholz will die Abgeltungssteuer einstampfen und auf den persönlichen Steuersatz heben.. Ich und meine börse sparende Familie hofft wirklich das es soweit nicht kommt. Alle Möglichkeiten etwas zu gründen oder Vermögen aufzubauen werden immer schwerer mit immer mehr Hürden. Das ist sehr traurig. Viele start ups bekommen hier keine Finanzierung oder 100 Steine der bürokratie in den Weg. So kann die alte Auto Industrie nie ergänzt oder verstärkt werden.. Die deutschen Politiker sind zufrieden und das ist das gefährliche

  19. AvatarEx-Studentin

    @Kiev
    “Der schnellere Weg zu einem Vermögen ist die Akzeptanz langsam zum Ziel zu kommen und die Zeit bis dahin bestmöglich zu genießen.”
    Cooler Satz! Trifft es gut. Manche wollen am liebsten in 5 Jahren das Ziel “FIRE” erreicht haben. Aber das ist gar nicht notwendig. Wessen Vermögen stetig wächst, dem öffnen sich schon vorher alle Türen für ein glückliches Leben.
    Ich war nie verbissen, was mein Gehalt / meine Sparrate betrifft. Ich achte stattdessen darauf, dass mir mein Beruf Spaß macht und ich möglichst gesund bleibe.

  20. AvatarNico Meier

    Das Thema “gesund bleiben” finde ich sehr wichtig. Ich habe aber auch das Gefühl die jüngeren Kollegen seien weniger belastbar. Eine Kollegin mit Jahrgang 1990 hatte dieses Jahr win Burnout. Ich arbeite mit ihr zusammen und sehe täglich, dass es kaum an der angeblich zuvielen Arbeit leigen konnte. Die gute Frau verplant ihre komplette Freizeit mit Aktivitäten und hat in meinen Augen daher nie die Möglichkeit dem Körper Entspannung zu gönnen.
    Viele von uns haben verlernt auch mal nichts zu tun. Mal durch den Wald zu spazieren und den Geruch des Waldes zu atmen und zu entspannen.

  21. KievKiev

    @ Weg zum Ziel
    Das ich nicht falsch verstanden werde. Der Satz gilt für mich (ganz sicher) auch. Ich vergesse ihn hin und wieder und versuche meine spekulativeren Investitionen zu verringern. Mir fehlt noch eine nicht bekannte Schwelle, um gelassener Aktien zu kaufen. Vielleicht erreiche ich sie bei 100k oder erst bei 200k. Ich weiß es nicht. Es fällt mir allerdings schwer einen ETF Kauf (mit 2-3% Dividende) über 4k zu kaufen. Ich bevorzuge in dem Fall weiterhin zwei Aktien, die ich für solide und ordentlich unterbewertet halte. Ich habe ETF Sparpläne, aber sie machen nur 5-10% meiner monatlichen Käufe aus.
    @ Gesundheit / Sport
    Ich bin in beiden Bereichen absoluter Laie. Ich weiß nicht einmal wie viele Kalorien ich am Tag zu mir nehme. Ich habe mich mit dem Thema etwas befasst und grobe Sünden abgestellt oder reduziert. Vielleicht bin ich mit der Arroganz eines Gesunden gesegnet. Ich habe natürlich auch Glück, dass ich mich nicht tiefer in die Materie einarbeiten muss. Die Themen sind komplex und man kann nicht unmittelbar Korrelationen oder Kausalität herleiten. Meine Motivation ist wie bei Sparta: “Damit der Zinseszins voll durchschlagen könnte.” 😉
    @ Finanzfan / Helge
    Es wiederholen sich hier oft Themen und Fragen. Bei manchen sind verschiedene Personen Herz und Flamme wie Eigenheim vs. Miete oder Stockpicking vs. ETF. Andere Themen wurden schon ein paar mal durchgekaut, sind aber vielleicht nicht so interessant, dass sich jemand hinreißt etwas zu schreiben. Helge, was würdest Du Finanzfan denn konkret antworten?
    Was das Groß der Menschen macht liegt so weit weg von eines Jeden Einflussbereiches, dass ich mich damit nicht weiter beschäftige. Ich möchte nicht, dass sich Menschen überschulden und unter Zwang arbeiten verrichten müssen, die sie nicht durchführen möchten. Falls sich jemand zu einem Lohnsklaven macht ist es aber meiner Meinung nach nicht meine Schuld. Auch nicht, wenn ich Dividenden erhalte. Als Vermieter schaue ich mir die Sachlage allerdings anders an. Hier prüfe ich schon, ob ich mich fair verhalte. Bei anderen direkten Beziehungen mache ich dies aus. Ein Vermögen anzusparen ist für mich absolut in Ordnung. Ich möchte es aber nicht auf Kosten (durch Ausbeutung) Anderer erreichen. Ich habe im übrigen Tabak Aktien, aber nur weil sie billig sind / waren.
    Du könntest einmal versuchen jemanden von etwas zu überzeugen was Dir absolut sinnvoll erscheint. Vielleicht kennst Du jemanden der etwas so falsch macht, dass Du es kaum ansehen kannst. Zeige ihm andere Möglichkeiten, wie er es besser machen könnte. Du wirst erkennen wie schwierig es ist. Da brauchst Du mit der Masse erst gar nicht anzufangen. Alle Leser von Tims Blog haben die Seite selbst gefunden. Hier ist es wesentlich einfacher Möglichkeiten aufzuzeigen wie man für sich bestmöglich leben kann.
     

  22. AvatarRüdiger

    @Kritik:
    zu viel an Disziplin kann aber auch die Wirtschaft schädigen, oder?!
    Ja, das kann es. Warum lockert “die Wirtschaft” nicht ihre Disziplin und investiert mehr? Warum werden nicht mehr Leute eingestellt und vernünftig bezahlt, sondern immer nur das absolute Minimum, das ausgepresst wird wie Zitronen … für ein paar Heller? Mehr Konsum wäre auf diese Weise schnell erzeugt. Was mich persönlich angeht: Ich bin nicht gewillt, durch gesteigerten (unnötigen!) Konsum “Wirtschaftshilfe” zu leisten.
     
    Das Kernthema dieses Blogs könnte man als “Wege in die finanzielle Freiheit” beschreiben. Das interessiert mich. Einen Blog mit dem Kernthema “konsumieren bis die Schwarte kracht” zu besuchen, kommt mir nicht in den Sinn. Dazu besteht zu wenig Interessen-Konsens. Dort gehe ich auch nicht hin, um den Lesern/Schreibern meine abweichende Meinung aufs Auge zu drücken. Dabei käme ich mir ziemlich blöd und deplaziert vor. Sollen sie halt machen … Ebensowenig würde ich einen Blog für Veganer entern und dort für Fleischkonsum werben oder ein erzkatholisches Forum mit Hinweisen auf die Vorzüge der freien Liebe zu missionieren. Was mir hier so gut gefällt: Es gibt nicht nur die Themen Sparen und Anlegen. Die (interessanten) Beiträge gehen weit über diesen Rahmen hinaus. Auch Lebensführung, Ernährung, Sport, Freizeit und Reisen und etliches anderes wird angesprochen. Eigentlich eine ganze Menge mehr, als nur die finanzielle Freiheit.
    Natürlich sind hier – wie in jedem Blog und im wirklichen Leben – auch menschliche Pfeifen zu Gange, die sich vor allem durch unangenehme Eigenschaften auszeichnen. Aber 90%? Diesen Eindruck habe ich bei weitem nicht. Kommt aber auch immer darauf an, worauf man sich fokussiert. Es gibt hier zahlreiche Schreiber, deren unaufgeregte, sachliche, informative, auch humorvolle Beiträge – fernab von Arroganz und Ignoranz – ich sehr schätze.
     
     
     

  23. AvatarFuseboroto

    Hallo, @Finanzfan
    “zu viel an Disziplin kann aber auch die Wirtschaft schädigen, oder?! Meinst du nicht, dass ein Gros des gesamtwirtschaftlichen Erfolgs auch auf der Bereitschaft vieler Konsumenten beruht, sich zu überschulden!?”
    Das ist auch so ein Punkt an dem ich regelmäßig grübele. 🙂 Fakt ist denke schon, dass der gemeine Aktieninvestierer vom Konsum profitiert. Jeder hat auch andere Prioritäten im Leben. Ich komme gerne mit weniger aus, andere kaufen sich gerne Dinge und erfreuen sich daran. Oder haben einen großen Garten, heimwerken am Haus. Ist für mich alles nichts.
    Ich habe in mir bereits vor Jahren erkannt, dass ich meine Meinung stets als die richtige angesehen habe. Dummerweise habe ich festgestellt, dass auch meine Meinung sich ändert, daher bin ich vorsichtiger geworden Dinge wie ich sie sehe als “richtig für alle” anzusehen.
    GrußFuseboroto

  24. AvatarDaniel

    Diese Nummer mit “das Auto repräsentiert mich” darf ich derzeit auch wieder am eigenen Leib erleben. Mein bester Kumpel ist Rechtsanwalt. Er musste bis vor einem Jahr täglich 80km hin/zurück zur Arbeit fahren. Dafür hatte er einen kleinen Skoda Diesel der mit 4,x Litern auskam.
    Nun hat er seine Stelle gewechselt und er hat einen Job in der Stadt in der er auch wohnt. Knapp 2,5km zur Arbeit. Die fährt er auch mit dem Fahrrad. Aus irgendeinem Grund meint er aber jetzt, dass er für Kundenbesuche ein Auto braucht das repräsentativer ist als sein Skoda. Er möchte jetzt für 20-25.000€ einen gebrauchten BMW 3er kaufen. 
    Es will mir einfach nicht gelingen ihn zu überzeugen dass es einfach totaler Unsinn ist. Und wir reden ja hier nicht von einem stumpfsinnigen Idioten sondern einem Menschen dem man schon berufsbedingt eine gewisse Rationalität unterstellen darf.
    Aber egal was man sagt, das Auto ist zu groß für die Stadt…du hast gar keinen eigenen Parkplatz….der Wagen wird nur Kurzstrecke bewegt….du bekommst Probleme mit Ölschlamm, du bekommst Probleme mit dem Auspuff…du bekommst Probleme mit der Batterie….und allen anderen Problemen die entstehen wenn der Wagen wenig bis gar nicht bewegt wird….es prallt alles ab.
    Selbst wenn ich ihm direkt ins Gesicht sage dass sich wohl kein einziger Kunde danach umdrehen wird ob man mit einem Skoda, Golf oder BMW auf den Hof rollt. Solange es nicht vielleicht ein auffälliger Oldtimer ist der ein solches Benzingespräch antriggern könnte, wird es niemanden interessieren. 
     

  25. AvatarThorsten

    @Daniel In repräsentativen Berufen geht es nicht ohne Ritterrüstung und Eisenpferd. Die einzige Alternative wäre jedes Mal mit dem Taxi anzukommen. Aber wenn das mehrfach passiert, dann könnte Führerscheinverlust vermutet werden. Auch nicht gut. Kleider bzw. Autos machen Leute, das gilt leider immer noch ( und ich lehne das für mich ab, nach drm etzten Arbeitstag habe ich den ganzen Clownplunder wie Hemden, Krawatten, Schuhe, Anzüge beiseite geschafft. Bis auf ein Exemplar alles entsorgt).

  26. Avatarsammy

    @Helge T.
    Gut auf den Punkt gebracht! Dieses permanente schwarz/weiß denken geht einem schon auf die Nerven.

  27. AvatarThorsten

    Und hier schon wieder Fake News zu Wirecard, diesmal nicht von FT , sondern vom Manager Magazin. Offensichtlich sollen die Verkaufszahlen und Clicks durch angebratene Kellerstufen heiß gehalten werden….
    Am Freitag hatte das „Manager Magazin“ entgegen Matthias’ Aussagen berichtet, dass Wirecard wegen der Vorwürfe gegen das Unternehmen einen Sonderprüfer beauftragen werde.
    https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/forderung-zurueckgewiesen-offenbar-doch-keine-sonderpruefung-bei-wirecard-16442638.html
     

  28. AvatarRüdiger

    @Schwarz/Weiß-Denken:
    Nur mal angenommen … hier denkt fast jeder “Weiß”, einige Wenige denken “Schwarz”. Kein Wunder, dass sich die “Schwarzdenker” hier nicht unbedingt verstanden und heimisch fühlen. Was wäre, wenn hier alle “Schwarz” denken würden, genau wie diese “Schwarzdenker”? Würden die sich dann auch über einen Mangel an andersdenkenden, kritischen “Weißdenkern” beklagen und mit Entzücken reagieren, wenn endlich doch mal einer auftaucht?

  29. AvatarRüdiger

    @Thorsten: Vermutlich müssen sie es tun, damit endlich und abschließend Ruhe einkehrt. Na ja … hoffentlich. Kann auch sein, dass FT trotzdem nicht nachgibt und einen neuen “Skandal” ausgräbt, der noch viel weiter zurückliegt. Dann geht der Spuk von vorne los  😉

  30. AvatarGuido

    Manche haben als Kind gelernt, nur dann Aufmerksamkeit zu erhalten, wenn sie gegenpolig agiert haben.
    Ich hoffe, dass diese Menschen das eines Tages erkennen, davon loslassen und entdecken, wie großartig Empathie sein kann.
    Mähhh und schöne Woche euch allen.

  31. AvatarJoeDouglas

    Ich bin früher  in häufig wie z.B. Mediamarkt, Saturn gegangen um mich berauschen zu lassen. Als mir klar wurde, dass dort in meinem Gehirn das Belohnungszentrum angetriggert wird, habe ich mein Verhalten geändert. 
    Ich habe den Spieß umgedreht, in dem ich folgende  Übung zum Spass regelmäßig durchführte. Mit dem festen Vorsatz nichts zu kaufen bin ich zu Saturn, schlenderte durch den Laden und habe einfach die in mir aufkommende Kauflust beobachtet ohne mich davon verleiten zu lassen. Nach einigen Malen kam erstaunlicherweise das tolle Gefühl auf, nichts gekauft zu haben, worauf ich mächtig stolz war. Das hat genauso mein Belohnungszentrum im Hypocampus gefixt. 
    Seit diesen Tagen bin ich geheilt. Heute kann ich mir gerne schöne Dinge in einem Einkaufszentrum anschauen ohne irgend ein Gefühl des Frustes zu haben, nur weil ich nichts gekauft habe.  

  32. AvatarDanielKA

    @ Wolke: Da wird wieder auf Swaps rumgeritten, dann halt einfach einen physisch replizierenden nehmen.
    Beim Meltdown gibt es keinen Unterschied zwischen Aktiv und Passiv, früher sind die Instis bei den Aktiven raus -> Portfolio muss verscherbelt werden, Druck auf die Kurse, heute würden die Instis aus den passiven rennen mit dem gleichen Ergebnis -> Portfolio muss verscherbelt werden, Druck auf die Kurse…. 

  33. Avatarsammy

    @Rüdiger
    Oh Rüdiger du bist auch einer von der ganz speziellen Sorte. Wie wärs mal mit objektiv/rationalen Betrachtungen? Ohne links/grünes Schubladendenken?

  34. AvatarValue

    Das Auto als Statussymbol, ich glaube das kennen viele hier . . . . . . . . . ich fahre einen 17 Jahre alten Wagen und stelle fest dass auch langjährige Freunde von mir (die meinen wirtschaftlichen Backround kennen) immer wieder Ihr Unverständnis zu Ausdruck bringen oder das eher ins lächerliche ziehen. Mir ist schleierhaft warum ich mir für mein Umfeld einen neuen Wagen kaufen sollte, der „alte“ macht doch jetzt erst so richtig Spaß, mal abgesehen davon dass das Ding läuft und läuft und läuft (puhh hoffentlich hab ich jetzt nix herauf beschworen)
    Jeden €uro den ich nicht ins Auto stecke kann ich in aller Ruhe an der Börse investieren . . . . .  shoppen gehe ich so gut wie nie weil es mir einfach keinen Spaß macht, einzige Ausnahme ist mein monatlicher Bummel durch die Finanzmärkte, wenn es dort Angebote gibt kaufe ich mit wachsender Begeisterung.

  35. AvatarSaibot Maurer

    Leider habe ich im laufe der Jahre festgestellt, dass es nahezu unmöglich ist, diese Denkweise anderen Menschen zu erklären. Es scheint als würden die meisten Menschen eine so extreme Befriedigung und Glück durch den Konsum von hochpreisigen Produkten bekommen, dass es ihnen undenkbar erscheint, dass es anderen Menschen nicht so geht. Ich tue daher einfach so, als würde ich nicht viel verdienen, das macht alles einfacher.
    Wenn ich die Wahl habe zwischen einem NoName Produkt, dass 100 Euro kostet und einem Markenprodukte mit den gleichen Eigenschaften welches 300 Euro kostet würde ich mir nie im Leben das Markenprodukte kaufen. Ich würde mir regelrecht wie ein Vollidiot vorkommen. Wie ein Trottel weil ich so eine unrationale Entscheidung treffe.
    Bis ich 1 Mio Euro auf dem Depot habe werde ich so weiterleben als hätte ich 60.000 Euro Jahresgehalt. Was ja auch alles andere als schlecht ist. Danach den Lebensstandard etwas erhöhen aber noch immer sehr zurückhaltend. Viele GrüßeSaibot

  36. AvatarDanielKA

    Mit den Autos scheint es in der Breite nicht so schlimm zu sein: Der neue BMW Chef hat im letzten Interview indirekt eine Abwrackprämie/Förderung gefordert -> Tenor der deutsche Gesamtbestand liegt bei 10,7 Jahren Durchschnittsalter.
    Ich denke die ganzen Dienst- bzw, Firmenwagen in den Ballungsgebieten (noch dazu in Autoregionen) verzerren etwas das Bild. Privat wird soviel Neues gar nicht gekauft. Bei den oberen Klassen reden wir schon von bis zu 80 % gewerblichen Zulassungen.

    Mir soll es recht sein, sollen sie den Neuwagen gewerblich zulassen und nach 3-5 Jahren landet der Kombi dann gebraucht bei mir im Bestand.

  37. AvatarRüdiger

    @sammy:
    Ich fühle mich mit meinem angeblich links/grünen Schubladendenken auf dieser Seite inmitten zahlreicher ernstzunehmender/intelligenter Schreiber ausgesprochen wohl. Muss an deinen selbstempfundenen objektiv/rationalen Betrachtungen liegen, dass du es nicht tust  😉

  38. AvatarWolke

    @Value
    Es geht nicht ums Statussymbol, schon lange nicht mehr. Wenns knallt und das tut es ziemlich oft, lebst Du mit Deinem 17 Jahre alten Wagen halt viel gefährlicher, als mit einem neuen. Willst Du einen durchschnittlichen Unfall leicht- oder unverletzt überleben, kommst Du um ein SUV nicht herum, das zeigen alle Studien und Statistiken. Ist wie bei der Formel 1, durch den technischen Fortschritt, gibt es kaum mehr verletzte oder tote Piloten.
    Schau Dir die Crashtests moderner Autos an und vergleiche sie mit denen Deines Oldies, wenn es solche damals überhaupt gegeben hat. 
    Von wegen Statussymbol, da gehts um die Gesundheit! Für ein sicheres Auto gebe ich lieber mein Geld aus, als für einen vollautomatisierten Rollstuhl.
    Sparen ja, aber nicht bei einem Gerät, mit dem man sich täglich in Lebensgefahr begibt. Frag mal die Unfallopfer in der REHA, was sie sich für ein Auto kaufen werden, falls sie wieder fahren können.
    Gesundheit ist das höchste Gut. Wenn ich operiert werden muß, spare ich doch auch nicht beim Chirurgen, oder?
     
     

  39. AvatarThorsten

    Die Medien steigern sich gerade was Abschwung in Deutschland und der Welt angeht. Das erzeugt Angst. Viel näher ist die Wohnung, der Arbeitsplatz, die Gesundheit. Da kann man prüfen und verbessern, auch ohne Megaängste, jederzeit.
    Vorsorgen war schon immer gut, aber nicht mit Lotto, Optionsscheinen, Casinobesuchen. Das Geld ist bei fast allen weg, die wenigen , die es dennoch schaffen ändern vielleicht ihre Postleitzahl, andere verlieren Arbeitsplatz, Haus und Frau.
    Ein Kollege war der Spielsucht erlegen. Bei der Arbeit brüllte er plötzlich los, es wurde immer schlimmer. Er wurde zunächst beurlaubt und kam dann nicht mehr. Dass das Spielsucht war ( Sekundenhandel mit Optionsscheinen) hatten wohl einige mitbekommen, aber dass da am Ende alles weg war… Er hat alles verloren. Der arme Teufel. Er ist, so weit ich weiß zeitweise in geschlossene Therapie gegangen.
    Was könnte denn passieren, wenn es Mal einen Abschwung gibt ? Die einzige Bedrohung ist der Wegfall des eigenen Arbeitsplatzes gefolgt von langer Arbeitslosigkeit. Das und nur das sollte man im Auge behalten, auch wenn es boomt. Die schlechten Nachrichten draußen lassen. Ist man in einer zyklischen Branche, wie dem Maschinenbau sollte man in guten Zeiten sparen und die monatlichen fixen Kosten minimieren, in schlechten Zeiten von Rücklagen leben. Da man keinen übertriebenen Lebenswandel geführt hat , wird es dann auch weniger Einschnitte geben. Beim Urlaub vielleicht, das Auto sollte ohnehin keine wichtige Rolle spielen und wenig Kosten verursachen.
    In Berlin schießen die rot-grünen Pantoffeln auf Immobilien, die Aktien wie Deutsche Wohnen, TLG, LEG, Vonovia sind auch getroffen. Wenn das Schießpulver verraucht ist wird man feststellen, dass bestehende Mietverträge gedeckelt und besser als alle Staatsanleihn sind und die Kurse gehen wieder hoch. 3 bis 4 Prozent Dividenderendite, währungsgeschützt im Euroraum. Nicht zu verachten.
    McDonald’s verkauft weiter, Coca Cola meldet Rekordgewinne. Nur der Währungskurs vom USD zum EUR kann das Ergebnis Mal trüben.
    Über ETF kommt man in die Weltmärkte, Russland und Asien nicht vergessen. Nicht nur auf USA oder den DAX schielen. Aktuell auch UK, selbst wenn angebliches Chaos kommt, sehr unwahrscheinlich. Es wird Verträge geben, die weiter Handel ermöglichen. 
     

  40. AvatarRüdiger

    @Wolke; ETFs:
    ETFs werden ja recht häufig kritisiert und vor Gefahren wird gewarnt. Das trifft für ETFs auf marktenge Indizes und für Tage, an denen es kräftig abwärts geht und man schnellstens verkaufen möchte, auch sicher zu. Das ist aber wahrscheinlich nicht das, woran man denkt, wenn man hier über ETFs schreibt. In solche Indizes werden hier wohl die wenigstens investieren wollen. Hier haben doch die meisten so etwas wie S&P500 oder MSCI World im Sinn, wenn sie über ETFs reden, die sie “ewig” halten möchten – also nicht bei einem Einbruch verkaufen, koste es, was es wolle – wie ihre Einzelaktien ja auch. Mich würde mal interessieren, wie das höhere Risiko bei einem ETF auf den S&P500 gegenüber Einzelaktien eingeschätzt werden kann, wenn ETF, wie auch Einzelaktien durch den Abschwung hindurch gehalten (und eben nicht panisch verkauft) werden. Bleibt da überhaupt noch ein signifikantes Risiko des ETFs übrig?

  41. AvatarWolke

    @Rüdiger
    Das weiß ich nicht. Ich weiß nur, daß ich mein Vermögen niemals ausschließlich in ETFs stecken würde. Viele machen das. ETFs sind Finanzprodukte, erfunden und verkauft von einer Finanzindustrie, in die man nicht blindes Vertrauen haben sollte.

  42. AvatarDaniel

    Es geht nicht ums Statussymbol, schon lange nicht mehr. Wenns knallt und das tut es ziemlich oft, lebst Du mit Deinem 17 Jahre alten Wagen halt viel gefährlicher, als mit einem neuen.
    Das kann man so einfach nicht sagen.
    Willst Du einen durchschnittlichen Unfall leicht- oder unverletzt überleben, kommst Du um ein SUV nicht herum, das zeigen alle Studien und Statistiken.
    Der durchschnittliche Unfall, sofern man einen solchen wirklich definieren kann dürfte sich im Bereich der Stadt-Geschwindigkeit wiederfinden, da hier auch die Verkehrsdichte am größten ist und die Ablenkung hoch. Bis 50kmh dürfte auch eine Fahrgastzelle aus den 2000er Jahren nicht die größten Probleme haben. 
    Ist wie bei der Formel 1, durch den technischen Fortschritt, gibt es kaum mehr verletzte oder tote Piloten.Schau Dir die Crashtests moderner Autos an und vergleiche sie mit denen Deines Oldies, wenn es solche damals überhaupt gegeben hat. 
    Man sollte aber unterscheiden wo der Begriff Oldtimer wirklich angebracht ist. Ab dem Jahr 2000 war auch der Crashtest kein unbekanntes Wesen und Fahrzeuge wurden nicht nur nach Optik gebaut.  
    Es liegt auch eine Sättigungskurve vor. Die größten Mehrwerte hat man durch Kopfstützen, Gurt, Airbag, ABS und ESP erzielt sowie eine Versteifung der Fahrgastzelle. Alles ist bei Mittelklasse Fahrzeugen mit 15-18 Jahren schon meist Standard gewesen. Was dann folgt ist größtenteils Physik. In einem 1,7t Audi A6 aus dem Jahr 2000 lässt sich, überspitzt formuliert, immer noch ein ganz guter Unfall verursachen. Viel Masse trifft auf eher kleinere Fahrzeugmassen und zudem ist sehr viel Knautschzone vorhanden.
    Gefährlich wird es eher bei deutlich älteren Fahrzeugen und eben deutlich kleineren Fahrzeugen. In einem Polo aus den 90ern möchte ich jedenfalls nicht mehr unterwegs sein. 
    Von wegen Statussymbol, da gehts um die Gesundheit! Für ein sicheres Auto gebe ich lieber mein Geld aus, als für einen vollautomatisierten Rollstuhl.Sparen ja, aber nicht bei einem Gerät, mit dem man sich täglich in Lebensgefahr begibt. Frag mal die Unfallopfer in der REHA, was sie sich für ein Auto kaufen werden, falls sie wieder fahren können.Gesundheit ist das höchste Gut. Wenn ich operiert werden muß, spare ich doch auch nicht beim Chirurgen, oder?
    Naja die Logik lässt sich aber auf nahezu alles übertragen. Wieso fahren wir nicht alle mit Fahrradhelm? Wieviele tun es nach einem Unfall? Wieviele fahren regelmäßig Ski obwohl die Unfallstatistik ziemlich unbarmherzig ist. Wieso gibt es soviel Motorradbegeisterung? Was ist mit Fußball? Ziemlich Verletzungsgefahr. 
    Ein großer Mittelklassewagen aus den 2000er Jahren ist weder ein vollautomatisierter Rollstuhl noch ein fahrender Sarg und im Gegensatz ist ein mit hochfesten Stählen gebauter SUV kein Freibrief auf einer glatten Landstraße herumzudonnern. Man muss da einfach mal die Kirche im Dorf lassen.
     

  43. AvatarRüdiger

    @Wolke:
    Die Frage war und ist auch an die Allgemeinheit gerichtet. Vielleicht liest hier ja jemand mit, der seinen ETF auf den S&P500 durch die letzte Krise hindurch einfach stur gehalten hat. Der müsste doch sagen können, ob er von erhöhtem Risiko – in der Rückschau – etwas bemerkt hat und deshalb seine Strategie angepasst hat, um weniger in ETFs und mehr in Einzelaktien investiert zu sein. Würde mich wirklich interessieren. Ansonsten bin ich natürlich bei dir. Man sollte sein Vermögen immer so aufteilen, wie man am besten schlafen kann.

  44. AvatarWolke

    @Daniel
    Es ist ziemlich sinnlos, Erbsen zu zählen, wenn es um die Gesundheit geht. Ich analysiere nicht herum, wie wahrscheinlich ich bei Gewitter am Berg vom Blitz getroffen werde, ich steige nicht hinauf! Ebenso kaufe ich mir das sicherste Auto, das ich mir leisten kann, ich spare nicht! Das ist kein „Plunder“, wie manche sich hier auszudrücken pflegen, sondern eine Investition.

  45. AvatarAlbr

    ungeheuerlich, nach den ganzen Medien, die schwarz malen, behauptet die Deutsche Bundesbank jetzt auch noch, dass das Renteneintrittsalter in den nächsten Jahren steigen muss… trotz steigendem Renteneintrittsalter sinkt das Versorgungsniveau dennoch… ich finde das eine Frechheit 😉
     
     
     
     
     
     

  46. AvatarWolke

    @Rüdiger
    Klar ist man mit ETFs bestens gefahren, auch in der letzten Krise. Vielleicht sind sie ja auch das Ei des Kolumbus.Nur bekomme ich halt immer ein ungutes Gefühl, wenn plötzlich alle glauben, das Heilmittel für Alles gefunden zu haben. Hunderte von Finanzblogs raten alle dasselbe: Zwei oder besser ein „Welt-ETF“ und die finanzielle Zukunft ist für alle Zeiten gesichert. Die Herde ist fest davon überzeugt und wird immer größer. Genau das macht mich nachdenklich.
     

  47. AvatarThorsten

    @Albr die sprechen nur aus was alle wissen, die Forderung ist keine echte. Es wird ganz still erfüllt werden von der Bundesregierung, aber erst nach der nächsten Wahl.

  48. AvatarValue

    @Wolke, auch ich würde keine Kompromisse machen wenn es um Gesundheit geht da bin ich bei Dir, dass ich deswegen auf einen SUV neuester Bauart umsteigen soll, erschließt sich mir nicht. Audi hat 2002 auch schon sehr gute Autos gebaut, die haben auch damals schon großen Wert auf Sicherheit gelegt . . . . .  ich sehe keine Notwendigkeit zu wechseln solange alles Systemee noch tadellos funktionieren.  Mein Fernseher hat auch schon mind. 15 Jahre auf dem Buckl auch da werde ich erst aktiv wenn die Kiste nicht mehr will 🙂
    Bei den jungen Leuten höre ich da immer, was???? Du hast keinen Smart TV und kleiner als 50“ ist der auch noch, ja wo lebst Du denn? Ich komm gut damit zurecht, die Länderspiele sind auch auf den neuesten Geräten langweilig und stundenlanges Serien kucken mach ich auch nicht, genieße lieber die Natur.
    Wobei ich komm weg vom eigentlichen Thema, genügsam leben, bewusst konsumieren und konsequent investieren.  Für mich hat sich das bewährt, ich werde demnächst meine (einkommensabhängige) Arbeitszeit reduzieren ggf. ganz aufhören und mich den schönen Dingen des Lebens widmen. . . . . .  bis dahin kommt alles was entbehrlich ist ins Depot, gute Investments gibt’s immer man muss nur schauen.

  49. AvatarRüdiger

    Hunderte von Finanzblogs raten alle dasselbe: Zwei oder besser ein „Welt-ETF“ und die finanzielle Zukunft ist für alle Zeiten gesichert.
    Diese Behauptung würde ich so nicht unterschreiben. Wenn ich zwei sehr einfache Möglichkeiten der Geldanlage – Sparbuch vs ETF World – miteinander vergleiche, dann sehe ich im ETF langfristig höhere Chancen, mein Vermögen zu vermehren. Die absolute “Sicherheit” dafür sehe ich nicht. Wenn ich mich recht entsinne, haben wir hier einige Leser, die durch gekonnte Auswahl von Einzelaktien über die Performance eines ETF World nur müde lächeln können. Für die ist der ETF wahrscheinlich kein Ei des Columbus. Ein einfacher ETF World als Alternative zum einfachen Sparbuch – bei langfristiger Betrachtung – schon eher.

  50. Mark85Mark85

    An Rüdiger: Die Erfindung der Indexfonds kommt für mich einer Revolution gleich, weil seitdem Privatanleger, die nicht selbst unternehmerisch tätig werden wollen, auf eine sehr demokratische, transparente, breit gestreute und kostengünstige Art und Weise an der Entwicklung bzw. den Schornsteinen der (Welt-)Wirtschaft partizipieren können. Bereits ab 25 Euro pro Monat kann man über mehrere Anlageklassen hinweg dabei sein.

    Dennoch: Zu einer vollkommenen finanziellen Gesundheit bedarf es natürlich mehr als den Kauf von Indexfonds. 😉
     

  51. AvatarDanielKA

    @ Mark85: Wobei der börsengehandelte ETF und der klassische Indexfonds nicht das Gleiche sind. Da muss klar unterschieden werden, auch wenn der zugrunde liegende Index identisch sein mag.

  52. AvatarNico Meier

    Wenn ich richtig informiert bin, kann der Anbieter jedes ETF jederzeit alle Anlagen verkaufen und den ETF auflösen.
    Mal angenommen die Börse korrigiert stark viele verkaufen. Wenn dann der Anbieter den ETF schliesst wird im Tiefpunkt verkauft. Das würde mich stören.

  53. AvatarMr.Vogel

    Hallo Zusammen,
    in letzter Zeit wundere ich mich doch schon sehr über einige Kommentare, wo früher die Kommentierenden und Lser gut differenzieren konnten, wird gerade so einiges auf die Goldwage gelegt.
    Das Tim noch 3 mal dazu schreiben muss das 1,5 Mio – 2Mio einfach mall ein Hausnummer sind, die nicht alle und auch schon gar nicht die meisten auf sich selbst münzen, verwundert mich.
    Wieso wird man davon denn gleich demotivier, komisches Verhalten. “Das ist so utopisch, da lass ich es gleich bleiben” hört sich stark nach klassischen Konsum ausreden an.
    Das es der ein oder andere gar nicht braucht, ist das nicht selbst redent? Schaffen wir es denn nicht fiktive Zahlen auf unsere eigenen Ziele runter zu brechen?Lese ja schon ein paar Jahre mit, aber manchmal ist`s hier wie in der Muppetsshow. Jeder hat seine Rolle, wenige schaffen es entspannt und differenziert auf sich selbst zu gucken.
    Freue mich immer wenn dann wenigstens einige positiv und entspannt berichten, schreiben, erzählen. Danke an diese =)

  54. Mark85Mark85

    An DanielKa: Ja, sie unterscheiden sich nur in ihrer Handelbarkeit.

    An Nico Meier: Deshalb ist es natürlich von Vorteil, auf breite und liquide Indexe zu setzen. Eine Auflösung käme aber keinem Weltuntergang gleich, weil man dann möglichst sein Geld in einen Fonds auf denselben Index umschichten würde, der ebenfalls seinen Tiefpunkt erreicht hätte. Nur steuerrechtlich wäre dieser Fall etwas ungünstig, das muss ich zugeben. Deshalb meinen 1. Satz beachten.

  55. AvatarRüdiger

    @Mark85:  Außerdem wäre es klug, sich nicht gerade den kleinsten ETF auf den favorisierten Index auszusuchen. Größe schützt. Ich glaube auch nicht, dass Anbieter ohne Not einen ETF schließen und auflösen. Sie verdienen schließlich ihr Geld damit.

  56. KievKiev

    @ Value
    Herzlichen Glückwunsch zu Deinem Entschluss! Kannst Du mir vielleicht ein paar Hintergründe dazu geben? Wie alt bist Du und wieso wirst Du in Kürze auf Teilzeit wechseln? Hat sich etwas privates, bei der Arbeit oder durch die Vermögenshöhe verändert? Wie viel wirst Du reduzieren und hast Du etwas konkretes für die neue Freizeit geplant? Es sind viele Fragen und sie sind ins blaue gestellt. Das Thema beschäftigt mich selbst auch.

  57. AvatarBruno

    @SUV = sicherste Autos
    Nunja die Crashtests von ADAC bestätigen dies nicht:
    https://www.adac.de/rund-ums-fahrzeug/tests/crashtest/sichere-autos-euroncap/
    Es kommt auch immer drauf an, für was man ein Auto braucht, wer es nur für Einkäufe in der näheren Umgebung braucht ohne Autobahn, der braucht kein 2 Tönner 😉 Und ein 3-4jähriges Auto ist nicht sicherer als ein Neuwagen, mal ausgenommen es ist ein Unfallwagen.
    Das sicherste Auto ist wohl aber immer noch keins.

  58. AvatarWolke

    @Bruno
    „Und ein 3-4jähriges Auto ist nicht sicherer als ein Neuwagen, mal ausgenommen es ist ein Unfallwagen“
    ? ? ?
     
     

  59. Avataraaron

    Ja man kann sich auch irgend eine Rechtfertigung für ein “Clownauto” (Zitat T. Schäfer) zurechtlügen. Absolute Sicherheit gibts auch im Panzer nicht. Und die Scheinargumentation der angeblich sicheren SUVs ist mehr als dämlich. Dann fahre ich eben nicht wie ein Blöder auf der Autobahn. Klar kann ich auch in Unfälle verwickelt werden, wo ich unschuldig bin. Aber wie ist die Gefahr wirklich, wenn ich anständig und vorausschauend fahre? Wer das minimale Risiko nicht akzeptieren will, soll eben laufen oder noch besser – immer im Bunker bleiben.

  60. AvatarNico Meier

    Eine Auflösung käme aber keinem Weltuntergang gleich, weil man dann möglichst sein Geld in einen Fonds auf denselben Index umschichten würde, der ebenfalls seinen Tiefpunkt erreicht hätte.
    Natürlich kann man das machen wenn man schnell reagiert. Dabei entstehen aber wieder zusätzliche Transaktionskosten.
    Ich schaue nicht täglich ins Depot und würd mich ärgern wenn plötzlich der ETF im Tiefpunkt verkauft worden wäre.
    Meine Einzelaktien verkauft niemand.

  61. AvatarWolke

    @aaron
    “Und die Scheinargumentation der angeblich sicheren SUVs ist mehr als dämlich“
    Wer ist denn da dämlich? Beim Physikunterricht nicht aufgepaßt? Zu oft gefehlt oder die Schule frühzeitig verlassen? Nie was von Masse, Trägheit oder kinetischer Energie gehört?

  62. Avatar42sucht21

    @Nico Meier-  kann der Anbieter jedes ETF jederzeit alle Anlagen verkaufen und den ETF auflösen…. Wenn dann der Anbieter den ETF schliesst wird im Tiefpunkt verkauft. Das würde mich stören.
    Es handelt sich im passive Indexfonds die lediglich nach Mittelzu- und abflüssen agieren – nicht um aktiv verwaltete Investmentvehikel (Bei dem deutschen Riester auf Aktienbasis zB Union oder DWS tritt dies genau wie von Ihnen befürchtet ein ab einer bestimmten Altersschwelle der Versicherten & Börsenkorrektur).
    Nach meinem Verständnis kann es zur Schließung oder Zusammenlegung von passiven börsengehandelten Fonds (ETF) kommen (aktuell ComStage / Lyxor). Da sehe ich kein Problem da ich ja immer halten oder verkaufen und neu in mein gewünschtes Produkt & Index investieren kann wenn ich möchte. Wenn ich das zeitnah mache und kein timing versuche fallen ohne Risiko äußerst geringe Transaktionskosten an für 2 Transaktionen (1x Verkauf & 1x Kauf) und das wars.

  63. AvatarRüdiger

    Ja man kann sich auch irgend eine Rechtfertigung für ein „Clownauto“ (Zitat T. Schäfer) zurechtlügen.

    Ja, kann man zweifellos. Muss man aber nicht. Du wirst lachen, jeder hat das Recht, das Auto zu kaufen/fahren, das ihm am besten taugt. Dafür braucht es auch keine Genehmigung von uns oder von Tim. Klingt merkwürdig, ist aber so  😉
    Muss man denn immer alles so verbissen sehen? Man kann sich doch ganz entspannt und zivilisiert austauschen. Vielleicht sogar mit einem Augenzwinkern. Selbst wenn es um Autos geht  😉

  64. AvatarRüdiger

    @Mattoc: Kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen. Hatte das Vergnügen mit Alcatel  😉

  65. Mark85Mark85

    An Nico Meier: Man kann sich für alles den schlechtmöglichen Fall herbeireden, aber warum sollten ETFs mit einem entsprechenden Fondsvolumen, also profitable Fonds, von heute auf morgen geschlossen werden?

    Nichts ist risikolos. Insgesamt überwiegen für mich klar die Vorteile gegenüber Einzelaktien.

  66. Mark85Mark85

    An Mattoc: Pass auf, dass du mit solchen Texten nicht die Einzelaktienanleger aktivierst, auf den Plan rufst, in Erscheinung treten lässt, zum Handeln veranlasst, sonst wird das Ganze wieder in einer endlosen Diskussionsschleife ausarten. 😀

  67. AvatarFit und Gesund

    @Mark85
    wo es doch nur EINEN Sieger geben kann, je nachdem welchem Lager man angehört    🙂     🙂     🙂
     

  68. Mark85Mark85

    An Fit und Gesund: Ich halte mich an die Wissenschaft: Unzählige Studien über Privatanleger (Auswertung ihrer Depots) haben ergeben, dass sie in der übergroßen Mehrzahl der Fälle risikobereinigt und nach Kosten und Steuern mit einem einfachen ETF besser gefahren wären. 😉

    Rationale und dich herzende Grüße

  69. KurtKurt

    Leider hinter einer Paywall, aber über manche Bibliothekszugänge kann man ihn ggf. morgen lesen:

    https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/etf-mischfonds-aktien-anleihen-vorsorge-altersversorgung-1.4649516

    Der Anrisstext klingt interessant. Für uns vielleicht nichts neues, aber Tim könnte es freuen.

    @Mark85
    So mache ich es auch: Ich weiß das ich nicht schlauer als der Markt bin.
    Dementsprechend primär ETFs, ggf. auch SmartBeta (da teils dividendenorientiert) oder wie man die nennen mag. Sowie ein paar Einzel-Aktien von Konsumgütern und Co. So wie es der Millionär damals im Frühjahr 2017 in in Reutlingen beschrieben hat: Wenn jeder zu McDonalds rennt, dann kauft er davon Aktien. (Ganz grob gesagt). Das beim Essen, wie auch bei anderen Dingen des Alltags. Mit entsprechendem Burggraben und Historie.

    Auf Tenbagger oder so hoffe ich als Einzelaktie eher nicht.

    Jedem das Seine. Wichtig ist das man sich wohlfühlt, den nur so hält man durch und darauf kommt es an. Dauerhaft durchhalten. Kostolany hat dazu sein bekanntes, tolles Buch geschrieben: “Die Kunst, über Geld nachzudenken”

  70. AvatarFit und Gesund

    @Mark85,
    es lebe die Wissenschaft und das Depot, 
    vielleicht nicht ganz so rational aber ich herze zurück    🙂   

  71. Mark85Mark85

    An Kurt: Es ist wie mit dem Autofahren: Umfragen haben ergeben, dass sich die Mehrheit der Fahrer für die besseren Fahrer hält, was statistisch unmöglich ist.

    Aber selbst man solche Dinge weiß: ,,Ich werde es schon nicht sein, der eine unterdurchschnittliche Rendite in die Scheune einfahren wird.” 😉

  72. KurtKurt

    @Mark85

    Aber selbst man solche Dinge weiß: ,,Ich werde es schon nicht sein, der eine unterdurchschnittliche Rendite in die Scheune einfahren wird.“

    🙂 Sind im Umkehrschluss diejenigen die besseren die sich dessen bewusst sind? Oder diejenigen die sich für schlechter halten und sich unterschätzen? Vielleicht. Könnte was dran sein. 😉

    Die Frage ist ob man “am Ende” beim Einfahren der Rendite wirklich (rational) schaut ob man “besser oder schlechter war” als andere? Und dann kommt die Frage wie  bzw. mit was vergleiche ich?

    Je nach Vergleichsindex kann das Ergebnis zu meinen Gunsten oder Ungunsten ausfallen. Die aktiven Fondsprodukte-Werbeblättchen machen es seit Jahrzehnten vor, in dem sie den passenden Vergleichsindex und Vergleichszeitraum zeigen und dann noch schön hochrechnen.

    Das wird vermutlich den wenigsten effektiv gelingen. Aber das ist vermutlich dann auch egal. Egal ob es bei Zielerreichung oder erst am Lebensende ist.
    Habe ich beim Rennen das Ziel erreicht freut es mich, wenn das Ziel war das Ziel zu erreichen. Egal mit welcher Platzierung, hauptsache im Ziel und in einer für sich passenden Zeit. Dann ist ein Vergleich egal.

  73. AvatarSparta

    @Rüdiger
    “Muss man denn immer alles so verbissen sehen? Man kann sich doch ganz entspannt und zivilisiert austauschen. Vielleicht sogar mit einem Augenzwinkern. Selbst wenn es um Autos geht.”

    Letzte Woche hatte ich einen aktivistischen AudiRS-Fahrer mit dem Spruch auf der Heckscheibe: “Friday’s vor Hubraum” vor mir… 😉

  74. Mark85Mark85

    An Kurt: Also, wenn mir jemand ganz wissenschaftlich folgende Fragen alle mit Ja beantworten kann, dann habe ich kein Problem damit, ihn oder sie zu beglückwünschen: Besteht ein hinreichend langer und somit aussagekräftiger Vergleichszeitraum (um einen reinen Zufall auszuschließen)? Wurde mit einem passenden Index verglichen? Wurde die eigene Rendite risikobereinigt (Einzelaktien sind nun einmal risikoreicher) und nach Kosten und Steuern berechnet?

    Falls nein, macht sich leider jemand etwas vor. 😉

  75. AvatarLejero

    Bei Daimler arbeiten und Hyundai fahren geht gar nicht! Wenn einem aktuelle Modelle zu teuer sind kauft man sich halt ein gebrauchtes, älteres Modell. 
    Man ist auch ein Botschafter für die Firma für die man arbeitet, und wenn einem Hyundai besser gefällt sollte man sich dort bewerben. 
    Ich finde so was extrem illoyal, man läuft ja auch nicht als Adidas Mitarbeiter mit Nikes im Büro rum und erzählt jedem das die halt geiler sind.
    Meine Meinung…

  76. AvatarValue

    @Kiev, naja ich will hier weder den Blog kapern noch meine privaten Motive ausrollen, nur so viel . . . . . . . . wenn ich meinen Angestelltenjob vorzeitig beende werde ich vermutlich was anderes unternehmen, mir geht es nicht um Einkommen sondern um selbstbestimmtes handeln.
    Warum denke ich drüber nach etwas eher aufzuhören? . . . . . . . . die Zeiten ändern sich und ich will nur noch Dinge machen die mir Spaß machen, seit ein paar Jahren lebe ich das nicht nur im privaten sondern auch im beruflichen.

  77. AvatarDaniel

    Wenn ich richtig informiert bin, kann der Anbieter jedes ETF jederzeit alle Anlagen verkaufen und den ETF auflösen.Mal angenommen die Börse korrigiert stark viele verkaufen. Wenn dann der Anbieter den ETF schliesst wird im Tiefpunkt verkauft. Das würde mich stören.
    Möglich ist viel, aber ist es realitisch? Und selbst wenn. Wer auf marktbreite Indizes setzt, braucht ja nichts anderes tun als den gleichen Index von einem anderen Anbieter zu kaufen. Meine ETF sind (leider) ausschüttend, das heisst aber auch, der steuerliche Aspekt eines Zwangsverkaufs ist irrelevant. Ebenso die Kosten, denn in einer Großorder würde der Spaß vielleicht 30-40€ kosten.
    Der Referenzindex sorgt dafür dass ich kein Geld verliere. Wird hoch verkauft wird hoch gekauft oder eben in der Krise zum Niedrigstand verkauft und niedrig eingekauft.
    ch analysiere nicht herum, wie wahrscheinlich ich bei Gewitter am Berg vom Blitz getroffen werde, ich steige nicht hinauf! Ebenso kaufe ich mir das sicherste Auto, das ich mir leisten kann, ich spare nicht! 
    Das sicherste Auto dürfte aber in diesem Fall nicht das neuste sein und auch kein SUV sondern das schwerste Auto das man mit 3,5t Führerschein noch fahren kann und das mit rudimentären Sicherheiten wie Airbag und ESP ausgestattet ist. Also z.B. ein gebrauchter Ford F150 oder sowas. Nicht Size aber Masse matters.

  78. Avatareki.

    @Mark85
    “Ich halte mich an die Wissenschaft: Unzählige Studien über Privatanleger (Auswertung ihrer Depots) haben ergeben, dass sie in der übergroßen Mehrzahl der Fälle risikobereinigt und nach Kosten und Steuern mit einem einfachen ETF besser gefahren wären. ?”
     
    Guten Morgen Mark,
    eine Ergänzung zu deinen Ausführungen, bezüglich der so häufig genannten Studien, über die unterdurchschnittlichen Rendite von Privatanlegern, hätte ich dann doch.
    Privatpersonen, sei es, dass diese in ETF oder Einzelaktien investieren, gelten gemeinhin als Privatanleger. Beide Personenkreise erwirtschaften, im Sinne der oft genannten Studien, eine unterdurchschnittliche Rendite gegenüber einem simplen S&P 500 Index, der regelmäßig bespart wird. Ursächlich für eine unterdurchschnittliche Rendite ist nicht die Aktien oder ETF Auswahl an sich, sondern die nicht vorhandene Disziplin und Willensstärke diese Strategie auch während schlechter Marktphasen fortzuführen.
    Kaufen in der Hausse und verkaufen in während einer Baisse ist ursächlich für unterdurchschnittliche Renditen. Ob in ETF oder Einzelaktien investiert macht hierbei genau “null” unterschied. 
    Beste Grüße
    eki. 
     

  79. Avatarsammy

    @eki
    das war nicht gemeint. Gemeint waren die Renditen bestehender Depots quasi ein kurzer Einblick. Eine Momentaufnahme.
     

  80. Mark85Mark85

    An eki.: Beispielsweise ausführlich in folgendem Buch besprochen: http://www.arero.de/fileadmin/user_upload/07_downloads/genial_einfach_investieren_ebook.pdf&ved=2ahUKEwj76JOo56_lAhURZVAKHRe6CI8QFjAAegQIBxAC&usg=AOvVaw3WcK4ngayv_MIUlXIGlnPW

    Ich vertraue im Zweifel lieber auf wissenschaftliche Erkenntnisse, aber selbst wenn man diese weglässt, müssen schon aus rein mathematischen Gründen die Mehrheit aller Anleger schlechter als der Marktdurchschnitt abschneiden: 50 Prozent aller Anlagegelder liegen über und 50 Prozent unter dem Marktdurchschnitt. Dies ist aber vor Kosten. Und die investierten Gelder sind niemals gleichmäßig auf alle Anleger verteilt.

    Ja, wie in anderen Lebensbereichen auch, wird es aus reinen Wahrscheinlichkeitsgründen ein paar Superglückliche geben, aber warum sollte ausgerechnet ich dazugehören?

    Und nicht vergessen: Bei jedem Aktienhandel hat man eine direkte Gegenpartei, die eine abweichende bis gegenteilige Meinung hat. Ist man selbst bei jeder Transaktion wirklich immer schlauer?

    Am Ende möchte ich aber niemanden bekehren, weil rege Marktteilnehmer gut für die marktbreiten und passiven Anleger sind: Sie sorgen für die Liquidität. 😉

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