Die Million ist für viele Menschen erreichbar

Ich hab im Internet ein erstaunliches Geldbeispiel entdeckt. Übersetzt heißt es grob:

Ein 45-jähriges Paar hat 500.000 Euro gespart. Sie fügen keinen weiteren Euro hinzu. Wenn sie 65 Jahre sind, haben sie 3,4 Millionen Euro. Das Depot kann 136.000 Euro im Jahr ausschütten. Je früher du Wohlstand aufbaust, desto leichter wird es, es in ein massives Vermögen auszubauen.

Dieser Text bringt es wunderbar auf den Punkt. Fang früh mit dem Investieren an. So früh wie möglich. Und du wirst über den Erfolg überrascht sein, wenn du es durchziehst. Punkt!

Nun kannst du zurecht einwenden, dass hier die Inflation übersehen worden ist. Dennoch ändert es nichts an der Botschaft, die ist glasklar. Also rechnen wir stattdessen mit einer Verzinsung von 6 % real, kommt trotzdem eine hohe Summe zusammen. Und zwar 1,6 Millionen Euro.

Klar haben Verbraucher zur Zeit wegen der Inflation weniger Geld zur Verfügung, aber du musst nach Auswegen suchen. Nur jammern und nichts zu tun, das akzeptiere ich nicht. Der beste Weg, ein Gleichgewicht zwischen Sparen und Konsum hinzubekommen, ist durch eine stetige positive Sparquote. Investier jeden Monat deine Ersparnisse. Und leb bequem von den übrigen Einnahmen. Finanzielle Freiheit ist möglich. Du musst nur wissen, was du machst. Ich bin der lebende Beweis. Zugegeben, es war hart, extrem hart. Ich hab gearbeitet wie ein Verrückter. Und extrem sparsam gelebt für etliche Jahre. Es war ein steiniger Weg. Wer nicht so extrem sparen und arbeiten will, kann die finanzielle auch erreichen – es dauert dann eben nur länger.

Wie wirst du Millionär?

So naiv solche Ratschläge klingen – sie tragen eine Wahrheit in sich. Autor Tom Corley untersuchte in einer Studie die Reichen. Er fand heraus, dass 22 Prozent nur ein Mittelklasse-Einkommen verdient haben. Durch ihren sparsamen Lebensstil haben sie es zur Million geschafft. Zu dieser Kategorie gehöre ich. Ich lebte lange in WGs und Studentenwohnheimen und hab seit 17 Jahren kein Auto mehr. Diese Vorgehensweise ist mit wenig Risiken verbunden. Du hast deinen Job, bist fleißig und sparst wie ein Verrückter in die Aktienmärkte.

Wer sich selbstständig macht, eine Firma gründet, muss durchbeißen. Geht mehr Risiken ein. Du brauchst den richtigen Mindset, Visionen und Träume. Grant Sabatier meint, die meisten geben zu schnell auf. Klar scheitern viele Start-ups.

Sehr gute Voraussetzungen haben natürlich gut bezahlte Berufe. Auch hier ist das Risiko begrenzt. Dazu gehören Analysten, Anwälte, Ingenieure, Ärzte, Programmierer, Piloten, Fluglotsen, SAP-Berater … Ein hohes Gehalt kombiniert mit einem bodenständigen Lebensstil – das ist der perfekte Mix. Mit dieser Formel kannst du ausrechnen, wie lange es dauert, um die finanzielle Freiheit zu erreichen. Nicht nur Akademiker haben gute Voraussetzungen. Immer mehr Handwerker können es schaffen, weil viele ausgebucht sind und sich vor Aufträgen kaum retten können.

Dieser junge Kriegsflüchtling und Malermeister wird es zur Million schaffen, da bin ich mir ziemlich sicher. Josef Alabeedi flüchtete aus dem Kriegsgebiet in Libyen nach Tunesien. Dann nach Deutschland. In Braunschweig lebte er zunächst als Obdachloser auf der Straße. Er fand einen Nebenjob als Kellner, lernte Deutsch. Bestand die Ausbildung als Maler und Lackierer, machte sich selbstständig:

Mit Immobilien kannst du auch ein Vermögen aufbauen

Nicht jeder ist freilich begeistert von Aktien. Es gibt andere Wege, etwa Immobilien. Mike Hager kaufte in München Immobilien und vermietete sie. Mit 40 wurde er Millionär. Er hatte immer eine Vision.

Ich finde, wir haben heutzutage so viele Möglichkeiten, um uns einen Traum zu erfüllen. Dieses britische Paar begeistert mich zum Beispiel, sie kauften für 14.000 Euro ein kleines Dorf in der Normandie. Die beiden Landschaftsgärtner Paul Mappley und Yip Ward (beide 47) wollen die verfallene Häuser wieder herrichten, um ein Business daraus machen. Natürlich ist das mit Risiken verbunden. Aber auch mit Chancen.

In Spanien kannst du einen uralten Palast für 900.000 Euro und ihn als Hotel betreiben. Oder schau dir dieses Hotel für weniger als 1 Million Euro an. Klar ist das mit einigen Hürden verbunden. Sprachlich, behördlich, kulturell, finanziell – das ist alles kein leichtes Unterfangen. Ein Restaurant oder Hotel zu managen, kann ein Knochenjob sein. Und die Risiken sind nicht zu unterschätzen. Während der Pandemie gingen massenweise Hotels und Restaurants pleite. Aber gerade nach dieser Krise gibt es neue Chancen – weil viele vom Markt verschwunden sind.

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63 Kommentare
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Paluma
3 Monate zuvor

Schöner Artikel – man kann vieles erreichen, nur muss man für alles etwas tun… und aus den Pötten kommen 🙂

42sucht21
3 Monate zuvor

@Die Million ist für viele Menschen erreichbarYup.
Für alle in Deutschland.

Peter
3 Monate zuvor

Guter Artikel und das Titelbild gibt hinen guten Hinweis: mit Apple geht es schneller…..

Iceman
3 Monate zuvor

Hallo zusammen, wir geht ihr bei einem Job Wechsel vor?
Ich bin aktuell im öff. Dienst, techn. Angestellter.
Die Tochtergesellschaft der Stadt versucht mich abzuwerfen inkl. Zimmerkollegen. Gehalt ca. 4000€brutto mehr im Jahr.
Grundsätzlich bin ich nicht unzufrieden,Home Office, mehr oder weniger für meinen Bereich selbst verantwortlich. Wir sind auch nicht zwingend auf mehr Gehalt angewiesen.

Was fragt ihr im Vorstellungsgespräch ab und wie hoch sind eure Forderungen.
Ich könnte ja auch 7000€ im Jahrehr verlangen, dann würde mir die Entscheidung angenommen werden…?

Iceman
3 Monate zuvor
Antwort an  Iceman

Abzuwerben natürlich .
Mein Ziel ist es eigentlich spätestens mit 45 meine Arbeitszeit zu reduzieren.
Aktuell bin ich 39. Bis dahin ist das Haus abgezahlt, Ein Kind in der 5.Klasse und das andere in der 1.

Sollten wir zwischenzeitlich eine weitere Immobilie finden verschiebt sich der Plan nach hinten.

Meinungslemming
3 Monate zuvor
Antwort an  Iceman

Im ÖD ist Verhandeln ein bißchen schwierig, die Vorstellungen sind da meistens fest. Wenn du schreibst “Tochtergesellschaft der Stadt”, dann gibt es aber vielleicht doch etwas Spielraum, würde mich aber wundern.
Wegen 4k brutto mehr im Jahr, würde ich es ausschließlich davon abhängig machen, wie das Aufgabengebiet und Arbeitsweisen dort sind. Manchmal hat man als Angestellter ‘direkt’ beim Bund/Land/Stadt ggf. eine ‘mächtigere’ Position, was mehr eigenbestimmtes Arbeiten bedeuten kann, als bei Tochtergesellschaften, die manchmal näher am Bürger sind- was unangehmer Stress bedeuten kann. Wenn die Tochtergesellschaft “nur am TVÖD angelehnt ist”, gilt auch zu schauen, ob das langfristig dann auch gut und sicher ist. Ich kenne eben weder Branche noch Position noch deine Behörde. Die Sache der Verbeamtung geht natürlich auch nur im ÖD. Der Zug wird aber wohl abgefahren sein mit 39 Jahren.
Aber alles das kannst du besser urteilen. Viel Glück.

Iceman
3 Monate zuvor
Antwort an  Meinungslemming

Vielen Dank für deine Sichtweise.
Aktuell bin ich in einer 9a TVöD in einem Bauamt.
Die Stelle wäre bei den Stadtwerken, als 8 was allerdings TV-V ist.

Ich habe keine Chance auf eine Verbeamtung, meine Frau ist jedoch verbeamtet als Grundschullehrerin.

Hier kümmere ich mich um meinen eigenen Fachbereich, ich stelle Haushaltsmittel ein, beauftrage den Bauunterhalt, bin bei Neubaumaßnahmen involviert usw.

Bei der neuen Stelle geht es um Wärmecontracting, ich beauftrage Firmen, eine Heizungsanlage zu bauen, und der Kunde kauft den Stadtwerken für 10 oder 15 Jahre zu einem festgeschriebenen Preis die Wärme ab und hat keinerlei Arbeit mit der Heizung da alles über mich läuft, Wartung, Instandhaltung usw. Je günstiger die Arbeiten ausgeführt werden durch die Firma desto günstiger wird es für den Endkunden und desto höher ist prinzipiell auch der Gewinn.

Auf der jetzigen Stelle ist die Arbeit schlecht messbar, auf der neuen Stelle kann man sehr wohl vergleiche ziehen, wer schließt wieviel Verträge ab usw.

die meisten meiner Firmen duzen mich, da wir uns auf Augenhöhe sehen und jeder dem anderen aushilft, sollte mal etwas im argen sein .Die Monteure melden sich per Telefon um mich auf dem laufenden zu halten, Bilder der fertigen arbeiten bekomme ich teilweise auch per Whatsapp.

Die Kollegen nerven manchmal oder der Verwaltungsakt könnte meiner Meinung nach effizienter gestaltet werden. Aber solche Sachen hat man denke ich in jeder Firma, Behörde.

3 Monate zuvor
Antwort an  Iceman

4.000€ im Jahr (brutto) könnte etwas wenig sein. Da ist bestimmt mehr möglich. Im ÖD wäre es noch wichtig zu wissen, ob ein Beamtenstatus in einem der Fälle drin ist – das würde das Blatt zu diesen Gunsten verbessern.
Auf jeden Fall viel Erfolg beim weiteren Werdegang.

42sucht21
3 Monate zuvor
Antwort an  Iceman

@4000€brutto mehr im Jahr
Dafür würd ich nicht mal überlegen zu wechseln wenn das der einzige Unterschied ist. der ga
Da sind die anderen Faktoren viel wichtiger: tägliche Inhalte, niedriger wöchentlicher Streßlevel, Zukunftsaussichten meine Position / Unternehmen, Team, Teamleitung, Arbeitsweg, Goodies, Fortbildungen,, Altersvorsorge,Unterschied wie wird mit mir umgegangen wenn ich 25 Jahre älter bin usw, Nur wegen der 200€ netto nen Wechsel find ich unsinnig wenn relevanter Beifang sich nicht verbessert.

Iceman
3 Monate zuvor
Antwort an  42sucht21

Vielen Dank für deine Meinung.

Auf diesem Weg bin ich nach langem hin und her langsam auch.

Der Arbeitsweg nimmt sich nichts, da ich beides innerhalb von 15 Minuten mit dem Rad erreichen kann.

Hier im Amt ist es abwechslungsreich, ich leiste mehr als manch anderer Kollege bekomme es aber nicht vergütet.
Ich bin gerne bereit mich in fachfremde Gebiete einzulesen, die Vergütung sollte dann aber steigen oder vorzeitige Stufenaufstiege in Erwägung gezogen werden.

Altersvorsorge bleibt gleich. Home Office muss ich noch klären, volles 13. Monatsgehalt – aktuell nur 83% vom vollen Gehalt als “Weihnachtsgeld”.

Letztlich läuft es vermutlich auf nicht sehr viel mehr hinaus.

Der Plan, war eine weitere Immobilie (Reihenhaus) für die Schwiegereltern zu erwerben und diese im Alter (aktuell 57 und 59) dort unterzubringen. Aktuell wohnen diese ca. 2h von uns entfernt.
Diese zahlen uns Miete bis zum ableben, danach bekommt jedes unserer Kinder ein Reihenhaus.

Ich persönlich möchte mit 45 spätestens 48Jahren nur noch ca. 75-80% arbeiten, der Fehlbetrag zu den 100% soll(wird) bereits durch Dividendenerträge gedeckt werden.

Da meine Frau Beamtin ist und aktuell 60% arbeitet ist es eigentlich sinnvoller, wenn sie ihre Arbeitszeit erhöhen würde.

Ich arbeite seit ich 16 Jahre alt bin und muss sagen, dass es mehr gibt im Leben als arbeiten.
Leider fehlt meistens die Zeit um das “mehr*” im Leben umzusetzen.

*Sport machen, im Wald spazieren, in den Tag hinein leben, Computer spielen, mit der Frau essen gehen oder einfach im Bett liegen, da wir einen relativ großen Garten haben würde mir immer n bisl was einfallen was ich machen kann.

42sucht21
3 Monate zuvor
Antwort an  Iceman

@möchte mit 45 spätestens 48Jahren nur noch ca. 75-80% arbeiten
Hoffentlich liest @Sparta nicht mit. 😉

Sparta
3 Monate zuvor
Antwort an  42sucht21

@42

😉 Ich kenne iceman nicht und warum sollte es mich rangieren???

Es ist gesamtgesellschaftlich ein großes Problem, insbesondere für kleine Firmen noch gutes und leistungswilliges Personal zu bekommen. Da spielen aber auch viele verschiedene Faktoren mit rein.

Wir bekommen zunehmend ein Spaltung/2 Klassen der Brachen und Arbeitsbedingungen wenn da ein Teil Home-office, 4 Tage Woche anbieten kann und von anderen Branchen eine 7 Tage vor Ort Mentalität erwartet wird, bzw. Pflicht ist und wir ja nicht mehr Beschäftigte haben, welche die restlichen 3 Tage Freitag bis Sonntag abdecken wollen oder können…

Wirtschaftlich und Gesellschaftlich ist dies ein großes Problem.

Ist natürlich fürs Ego-Denken… jeder kann Millionär werden (aber nicht alle…) nicht ganz so essentiell… denn das Ego-Denken ist uns mehr oder weniger Kapitalisten wichtiger als Gesamtgesellschaftliche Entwicklungen… bis es irgendwann uns auf die Füße fällt.

Oldman
3 Monate zuvor
Antwort an  Iceman

Hallo Iceman
also ich hätte da so meine Zweifel, ob ein Reihenhaus als Altersruhesitz für deine Schwiegereltern so geeignet ist!?

-M
3 Monate zuvor
Antwort an  Iceman

Ist doch im öffentlichen Dienst recht einfach. Da ist ja fast alles mit Tarifvertrag ausgeschrieben, welcje TG dann zieht. Oder bist du AT angestellt. Letzten Endes kommt es ja auf den neuen Job an, was man verlangen kann.

Wenn du zufrieden bist, ist es doch schon eine prima Grundlage.
-M

Kiev
3 Monate zuvor
Antwort an  -M

@ Iceman

Ich habe die Antwort auf Deine Frage:42.

Du wünscht eine 80% Stelle und arbeitest 100%. Deine Frau arbeitet 60%. Eine gesellschaftlich gut. Eine gesellschaftlich gut umsetzbare Möglichkeit wäre ein Verhältnis von 80%/80%. Dann musst Du allerdings auch in den 20% einen Teil der Arbeit Deiner Frau im Haushalt mit Kindern usw. abnehmen. Außerdem kann Deine Frau eine bessere Rente erwarten, so dass dies zusätzliche Sicherheiten gibt. Eine Reduzierung der Stunden sollte im Öd kein Problem darstellen und Karriere gibt es da vermutlich eh nicht, oder? 😉

Iceman
3 Monate zuvor
Antwort an  Kiev

Hallo Kiev,

ob ich 20 % der Hausarbeit inkl. Kinder nicht jetzt schon habe weiß ich nicht.
Wir teilen uns da aber rein.
Wenn die Kinder krank sind, bleibe ich zuhause, morgens bringe ich diese 3 mal in der Woche in den Kindergarten, wenn meine Frau Veranstaltungen oder Ausflüge hat hole ich die Kinder auch ab. Hausarbeit ist bereits aufgeteilt- jeder hat seine Aufgaben auch die große.

Kiev
3 Monate zuvor

@ Tim

Der Weg in der Gruppe 22 ist wohl der leichteste. Es ist sogar möglich mit einem 5 stelligen Gehalt diese Größe zu erreichen. Dazu ist allerdings hin und wieder ein bisschen Kreativität erforderlich, oder fällt das ereits unter Talent? https://youtu.be/QZXc39hT8t4

Meinen Kindern werde ich ein wenig Rückenwind an der richtigen Stelle geben. So können sie einen längeren Zeitraum freiere Entscheidungen treffen als es mir möglich gewesen ist. Mir ist allerdings bewusst, dass auch sie ein wenig harte Arbeit leisten müssen um das Vermögen richtig zu schätzen zu können.

Kiev
3 Monate zuvor
Antwort an  Kiev

Hier gibt es eine Beschreibung zu dem Ausdruck “Thug life”, falls der Clip für Verwunderung führen sollte:

https://www.dictionary.com/e/slang/thug-life/

Bei mir stellt sich der Start des Liedes gerne ein, wenn ich ein Ass aus meinem Ärmel zauber und dann etwas un?mögliches doch möglich geworden ist.

Paluma
3 Monate zuvor
Antwort an  Tim Schäfer

Und Wertschätzung!

42sucht21
3 Monate zuvor
Antwort an  Paluma

Und eine positive Einstellung zum Leben mit allen seinen Chancen!

Kiev
3 Monate zuvor
Antwort an  42sucht21

Alles richtige und wichtige Punkte.

Ich möchte hier allerdings konkrete Maßnahmen sehen wie man dies erreichen kann. Alleine mit Glauben und Hoffnung wird es schwer.

Wir haben unsere Kinder nicht ganztägig in die Kita geschickt und ebenfalls in der Grundschule nur bis 14 Uhr gelassen. Hier versprechen wir uns in der Zeit wo unser Einfluss am größten ist entsprechend zu unterstützen und zu fördern. Das zu ermöglichen ist sicherlich ein hohes Privileg, welches aber auch verdient sein muss und eingefordert werden muss. Da hatte ich in der Vergangenheit manch unnötige Diskussion.

Vertrauen gehört auch dazu. Die Kinderdepots werden in Kürze mit dem vollen Elterngeld bezuschusst. Ab 18 Jahren können die Kinder aber darauf zugreifen. Theoretisch könnte das Vermögen von ihnen alleine durch die Depots bis 25 Jahre auf jeweils 90k€ wachsen. Ich würde die Summe gerne etwas später geben, aber das kann ich leider nicht. Mir fällt hier aber noch etwas ein.

Ich habe aber auch schon oft Klagen über fehlende Vorteile von Kollegen vernommen und kann diese auch teilweise nachvollziehen. Ein Hauskauf ist heute wirklich etwas schwierig zu realisieren ohne Vitamin B. Das einzige was wir ändern können ist unseren Kindern in finanzieller Hinsicht bessere Möglichkeiten zu geben. Das es nicht leicht wird, den Umgang mit Geld wirklich zu vermitteln, ist mir bewusst.

42sucht21
3 Monate zuvor
Antwort an  Kiev

@Kiev
Man kann sich mit seinen Kindern noch so viel Mühe geben – am Ende werden sie doch wie man selber.

Kiev
3 Monate zuvor
Antwort an  42sucht21

@42sucht21

Der Einfluss ist schon groß. Wir verbringen viel Zeit mit den Kindern um sie auch in ihrer schulischen Entwicklung zu unterstützen. Das ist heute ebenfalls nicht unwesentlich. Es ist natürlich richtig, dass die Kinder eher ungern ein Buch lesen, wenn der Papa am Smartphone hängt.

Der Freundeskreis wird aber ebenfalls eine große Rolle einnehmen und vermutlich bald mehr Einfluss als die Eltern einnehmen. Und hier “drohen” mitunter größere Welten wie Social Media, die sich vermutlich früher als befürchtet öffnen werden.

Kindererziehung ist keine exakte Wissenschaft. Da kann man sich bemühen und viel anbieten. Und irgendwann klappt es dann endlich wie von alleine. Mein Sohn liest endlich freiwillig ein richtiges Buch und keine Comics mit wenig Text. Warum es jetzt funktioniert hat und nicht schon früher? Manche Fragen bleiben offen. Jedenfalls wird er auf diese Weise sehr schnell lernen flüssig zu lesen. Lesen als Übung ist es eher eine zähe Angelegenheit, als ein gutes spannendes Buch einfach zu lesen. Ich habe ihm auch einen Roboter geschenkt, den er mir einem Tablet mit Logik Bausteinen programmieren kann. Dafür muss man sich auch ein wenig Zeit nehmen um ihn heranzuführen. Das Gerät ist mir allerdings zu einfach aufgebaut. Ein paar Sensoren hätten ihm nicht geschadet. Sonst hätten wir richtig brauchbare Anwendungen aufsetzen können. Ich spiele auch oft Fußball mit ihm Fußball.

Nur bei meiner Tochter finde ich aktuell wenig Zugang. Aber auch solche Phasen gibt es. Dran bleiben, Vorschläge machen usw. Irgendwann gibt es wieder etwas. Wobei ich erst kürzlich mit ihr und ihren Freunden Zelten war. Da habe ich zwar auch nicht wirklich viel Zeit mit Ihr verbracht aber das ganze wurde dann doch für sie als gemeinsame Aktivität verbucht. Für solche Dinge benötigt man in erster Linie Zeit.

Unsere Urlaube sind auch immer wieder ein Traum. In meiner zweiten Wahlheimat kenne ich einfach viele Menschen, so dass es immer mehrere Highlights gibt. Freunde aus der Kita, Verwandtschaft und Schule haben uns auch schon im Haus besucht. Für meine Kinder ist das aber leider normal. Sie finden es ebenfalls sehr gut, aber es ist selbstverständlich für sie. Vielleicht erweitert sich auf der weiterführenden Schule in der Hinsicht ihr Horizont. Wird auch zeigen.

Tobs
3 Monate zuvor
Antwort an  Kiev

Ich musste mal mit meiner Tochter anlässlich einer Sportveranstaltung am WE zelten. Sozusagen musste ich mich da als brauchbarer Vater beweisen, denn man muss wissen, dass ich zwei linke Hände habe und wenig der pragmatische naturnahe Typ bin (vermutlich das Gegenteil von Dir, Kiev). Jedenfalls hatte ich sie nach den Mühen des Zeltaufbaus (ein kleiner Junge aus einem Nachbarzelt brachte mir mitleidig ein Bier, weil ich wohl einen sehr leidenden Eindruck erweckte – der auch nicht trügte) mehrere Stunden auf dem ganzen Gelände nach meiner Tochter gesucht. Ich konnte sie nicht finden und bekam schon Panik und überlegte mir schon, ob ich die Polizei benachrichtigen muss. Am Ende: Sie war in irgendeinem anderen Zelt mit Musik und anderen, u.a. “Jungens”, und meinte mir gegenüber völlig belanglos: “Papa, was willst Du denn hier? Ich bin auf einer Jungenparty!”. Danach habe ich da am Gelände alleine gehockt und mich ziemlich einsam gefühlt. Mir wurde rasch sehr klar, dass man nicht jeden Tag einen Zugang zum Kind finden wird.

Ralf
3 Monate zuvor
Antwort an  Tobs

Kinder “entwachsen” schnell. Wir merken es aktuell. Unsere werden die nächsten 3-5 Jahre vermutlich das Elternhaus verlassen und sind heute bereits sehr viel außer Haus. So ist nun mal der Lauf der Zeit und man muss auch als Paar sich dann wieder neu ausrichten/finden wenn viele Jahre die Kinder eher im Mittelpunkt standen. Wichtig finde ich auch rechtzeitig eine Vollmacht für die Kinderdepots bei Volljährigkeit zu erlangen. Sonst gibt es ab 18 überhaupt keine Zugriff mehr auf die Kinderdepots für die Eltern. Das ist nicht immer ideal wenn es gilt, den Nachwuchs allmählich in die Depotverantwortung zu führen.

@Aktien: Ich würde gerne hier am Wohnort so eine Art “Aktienclub” oder “Investorenrunde” für Gleichgesinnte ins Leben rufen. Der Bedarf/Interesse ist da wie ich aus allerlei Gesprächen feststelle. Alles virtuell ist eben nicht immer optimal. Muss man da grundsätzlich was beachten oder hat jemand allgemeine Tipps?

Kiev
3 Monate zuvor
Antwort an  Ralf

@ Tobs

Deine Zelterfahrungen klingen auch interessant. Ich bin jetzt nicht der Profi Camper. Meine Komfortzone ist allerdings deutlich größer als von allen Anderen in meinem Umfeld 😉 Bei meinem Zelten waren mehrere Familien dabei. Mit unserem pragmatischen 2m*2m Zelt habe ich scheinbar die Tiny Fraktion im Zelten vertreten. Auch wenn ich mit dem Auto zum Zeltplatz gefahren bin habe ich nur das notwendige in 20 Minuten eingepackt. Andere hatten Anglerstühle, Liegen, aufblasbare Luftmatratzen, SUP usw. Ich hatte eine Picknickdecke und zwei selbstaufblasende Isomatten und Klamotten. Mein Schlafsack war auch etwas dünn. Bei dem letzten Abenteuer dieser Art gab es vereinzelt Schulausfälle am Montag nach dem Zelten. Bei den Lehrern gab es ein Leak. Sie wussten von dem Zelten mit Vätern. Diesmal habe ich besonders darauf geachtet, dass die Sonne bestmöglich vermieden wird und auch ausreichend Sonnencreme vorhanden ist.

@ Ralf

Mir ist bewusst, dass sich die Zeiten schnell ändern. Daher ist es so wichtig sich ausreichend Zeit einzuräumen. Und Tobs, da man nie weiß wann man eine gute Zeit mit einem Kind verbringen kann muss man es entsprechend oft anbieten.

Bei dem Finanzwezir gibt es die regionalen unabhängigen Zellen. Du könntest vielleicht darüber ein Treffen in Deiner Region organisieren. Ich bin selbst schon auf solchen Treffen gewesen.

Iceman
3 Monate zuvor
Antwort an  Kiev

Hallo Kiev,

bei uns sind die Betreuungszeiten gleich.
Wir versuchen ebenfalls viel in der Natur zu machen, schwimmen, Wandern, Ball spielen usw.
Unseren Kindern fällt es schwer sich längere Zeit alleine zu beschäftigen.

Für mich war es als Kind schön, alleine im Heu mit den Katzen usw zu spielen.

Hannes
3 Monate zuvor

Eine Million ist bei einer Inflationsrate von 9% in 5 Jahren nur mehr 650.000 wert.
Das Ziel sollten heute zwei Millionen sein.

Stefan Schweiz
3 Monate zuvor
Antwort an  Hannes

Meine Marke liegt bei 5 Mio.

3 Monate zuvor

Ich wünschte, mein früheres Ich hätte durch einen glücklichen Zufall den Weg zu deinem Blog früher gefunden. Aber das Gute ist, es ist nie zu spät zu starten. Es muss ja kein Millionenvermögen werden, aber ein gutes zusätzliches (passives) Einkommen kann nahezu jeder generieren. Dazu bedarf es allerdings einer Wissensbildung (finanzielle Bildung).

Viele Grüße

Ralf
3 Monate zuvor

@Iceman: Ich bin selbst etliche Jahre im ÖD (hat auch gesundheitliche Gründe) und erwäge zum Jahresende einen Wechsel in die freie Wirtschaft. Sofern du eine Verbeamtung angehst, bleibt der ÖD interessant. Allerdings nur im gehoben und höheren Dienst ab A13 aufwärts aufgrund der Nettovorteile (Altergrenze beachten). Im Angestelltenbereich sieht es insgesamt nicht so gut aus. Seit Jahren Reallohnverluste vor allem in den gehobenen Bereichen. Eigene Gehaltsverhandlungen sind durch die starren Tarifverträge sehr stark limitiert und Leistung wird nicht wirklich honoriert.

Mein Tipp: Wechsle in die Wirtschaft. Das Argument “Arbeitsplatzsicherheit” ist nicht mehr groß von Belang in Zeiten des diskutierten Fachkräftemangels und die Arbeitsverdichtung zumindest im technischen Bereich sehr hoch geworden im ÖD. Insgesamt ist die Stimmung schlecht. Meine Kindern rate ich vom ÖD ab. Viel Erfolg

Paluma
3 Monate zuvor
Antwort an  Ralf

Ralf bei dir Ist die Stimmung immer nicht die beste. Vielleicht solltest du mehr auf dir guten Seiten achten, als das Negative heraus zu kehren. Mach doch dein Gutachter und auf geht’s!
Anstatt die Stelllr zu wechseln. Dann liegt alles nur an dir. So lange es mit deiner Familiären Situation vereinbar ist und du in deinem Umfeld unterstützt wirst. Wenn das nicht gegeben ist, würde ich dir wieder davon abraten.

Iceman
3 Monate zuvor
Antwort an  Ralf

Hallo Ralf, vielen Dank für deine Rückmeldung.

Mit der Arbeitsverdichtung stimme ich dir definitiv zu. Da hier sehr wenige eine Arbeitsplatzbeschreibung haben, müssen sie das machen ,was in 7:48 machbar ist.
Ich habe jedoch eine Beschreibung und kann zur Not darauf verweisen, dass dies nicht mein Zuständigkeitsbereich ist, weil es ja nicht explizit aufgeführt ist. Verwaltung funktioniert nicht nur in eine Richtung 🙂

Aber grundsätzlich hast du recht, in den letzten 7 Monaten haben 5 Kollegen gekündigt, 4 Kollegen sind nach ca einem Jahr psychologischer Behandlung wieder zurück gekehrt.
Insgesamt sind wir ca. 25 Leute.

Ja mit der Wertschätzung hast du recht, die findet hier auch kaum statt.
Es gibt zwar immer wieder Workshops mit Arbeitspsychologen um die Strukturen zu verbessern, die Wünsche/Bedürfnisse der “Führungskräfte” zu eruieren aber letztlich verläuft sich das meistens im Sand.

42sucht21
3 Monate zuvor

@-M / TEVA
Unsere kleine 2019er turn-Spekulation scheint sich ja in die richtige Richtung zu bewegen.
Bisher 15Mrd Schulden abgebaut, weiter auch in der schwierigen Covid-Zeit, jetzt noch 20, bis 2027 sollen “nur” noch 12 übrig bleiben.
Teures Opoid-settlement wird von Analysten gut aufgenommen. Herr Schultz scheint auf einem guten Weg zu sein.

-M
3 Monate zuvor
Antwort an  42sucht21

Hatte Teva bisher nur beobachtet, aber sehe den Schuldenabbau auch. Ging gut durch die Decke jetzt.

-M

Linda
3 Monate zuvor
Pippo
3 Monate zuvor

@all, die frei nach der Devise “Die with Zero” nicht nur akkumulieren (wollen):
Angenommen man hat es zu einem nach eigenem Empfinden ordentlichen Depot geschafft und das Depot basiert nicht auf einer Dividendenstrategie sondern ist ein Mix. Und man beschließt, davon zumindest auch anteilig zu leben. Mir ist nicht klar, wie man das bei einem bunten Depot machen will. Verkauft man dann seine Einzeltitel? Im Januar die Unilever, im Juli die Paypal usw. Bei einem Depot, das lediglich aus einem oder mehreren ETFs zB auf den S+P besteht, stelle ich mir das viel einfacher vor. Im Januar x Stück ETF, im Juli y Stück ETF… Haben hier schon welche Erfahrungen gesammelt oder eine Meinung?
@Tim: Wäre auch mal ein spannendesThema, zu dem die fleißigen Mitleser hier vermutlich früher oder später Tipps gebrauchen können (-:

Daniel
3 Monate zuvor
Antwort an  Pippo

Das Einfachste ist ja dann in dem Fall zu einem Broker zu wechseln der quasi Trading für einen schmalen Kurs anbietet. Wenn Anteilsverkäufe beispielsweise nur 2-5€ kosten ist es ja überhaupt kein Problem.
Ob man eine Dividende erhält oder anteilig z.B. 2% des Bestandes einer Aktienposition verkauft läuft ziemlich aufs Gleiche raus. Man muss also lediglich die Entnahmequote in Prozent definieren die man sich selbst auferlegt, dann gegenrechnen was eine Aktie bereits an Dividendenquote ausschüttet und das Delta wird dann eben anteilig verkauft. Im einfachsten Fall hat man 12 Aktien und verkauft jeden Monat anteilig die nächste.
Es gibt auch sicherlich Broker die sowas wie automatisierte Entnahmen anbieten schätze ich.
Ansonstne bliebe immer noch die Option das Depot im Alter umzusichten und aus den 50 Investments einfach in 2-3 große ETF zu gehen bzw. vielleicht auch direkt ETF mit breiter Diversifikation und hoher Ausschüttungsrendite zu gehen.

Mario
3 Monate zuvor
Antwort an  Pippo

du kannst die Aktien oder etfs einfach verkaufen also den Anteil halt, wenn du das Gelb
brauchst. bei den neobrokern sind verkäufe kostenlos.
also verkaufst du einmal Aktien oder etf im Wert von 12000 Euro im Jahr.

Freelancer Sebastian
3 Monate zuvor
Antwort an  Pippo
-M
3 Monate zuvor

Entnahme würde ich stand jetzt 2 Jahre vorher beginnen zu planen.

Z.B. 4% Entnahme am Jahresende immer komplett aufs Sparkonto überweisen 2 Jahre lang und dann im 3. Jahr Entnahme starten mit einem monatlichen Dauerauftrag.

Das schöne wäre, selbst in einer Krise, bei der evtl Dividenden sinken, hat man 2 Jahre Puffer, ohne Einbußen. So kann man es entweder aussitzen oder hat genug Zeit anders zu planen, um reagieren /adaptieren zu können.

-M

Pippo
3 Monate zuvor
Antwort an  -M

Danke für eure Rückmeldungen. Worum es mir geht ist weniger der prozentuale Anteil einer Entnahme oder der Zeitpunkt, sondern gerade bei Einzeltiteln die Frage, wie man diese verwertet. Ungeachtet der bekannten Diskussion linke-Tasche-rechte-Tasche kann ich da die verstehen, die auf eine Dividendendstrategie setzen. Da hat man nicht das Gefühl, etwas zur Schlachtbank führen zu müssen. Wenn man umschichtet, @Daniel, schröpft man den Kapitalstock, wegen der Abgeltungssteuer. Und @free: der Gedanke, zu entnehmen ist schon nett, wenn dies mit Freiheiten verbunden ist und man nur soviel entnimmt, dass das Depot weiter wachsen kann.

-M
3 Monate zuvor
Antwort an  Pippo

Ich kann die denke die Dividenden zu entnehmen auch eher nachvollziehen. Realität hin oder her, mir egal 😉
-M

Freelancer Sebastian
3 Monate zuvor

@ -M / Entnahme

Eine irgendwie geartete Entnahmephase plane ich überhaupt nicht, bzw. habe mir diesbezüglich noch keine Gedanken gemacht. Einziges Ziel z.Z.: Halbtags/Vier-Tage-Woche mit 50 (sind noch ein paar Jährchen).

Ans berufliche Aufhören denke ich auch noch nicht. Arbeiten (aktives Einkommen) werde ich wohl trotz FU weiter – wo und wie auch immer (FU-Money sei dank, vielleicht wieder freiberuflich).

Investieren möchte ich bis ins Grab. Es werden also immer auch Dividenden reinvestiert werden. Um zusätzlich autark leben zu können, sollten es also schon 100K an Dividendeneinkünften pro Jahr sein, bevor ich meinen Abschied aus dem Erwerbsleben einreiche.

Ich bin ein sehr genügsamer Mensch. Allerdings bezieht sich das auf materielle Dinge. Lethargisches Herumlungern in den Tag ist nicht so meins. Freiheit hat eine hohe Priorität. Ebenso geistige/körperliche Aktivität. Mir würde auch ohne Erwerbsarbeit niemals langweilig werden. Selbstbestimmtes Arbeiten tut gut. Eine monetäre Entlohnung nehme ich auch mit.

Meine Vorstellungen gehen auch eher dahin, ein riesiges Vermögen aufzubauen, das meine Wenigkeit überlebt. Ans Verzehren denke ich nicht im geringsten. Was da wohl in 200 Jahren zusammenkommt? Mein Ziel ist eine gigantische Cashmaschine, die nicht nur mir allein dient.

Ich werde mich in Zukunft mit Stiftungsmodalitäten beschäftigen. Aktuell eher in familiärer Hinsicht. Vielleicht mit einer gemeinnützigen Komponente. Ich kann mir auch vorstellen, unseren Enkelkindern die Auslandsaufenthalte zu finanzieren o.ä. Das entlastet auch meine Kinder.

Die Frage, was denn die Kinder als Erbe erhalten, spielt natürlich eine Rolle, das bringt mich zu

@ Kiev, Tobs, Ralf, RWK / Erbe, Erziehung

Die wichtigste Zeit für die kindliche Entwicklung sind die Jahre 0-3. Die nächsten drei, vier meinetwegen noch mit Abstrichen.

Liebe, Geborgenheit, Zuneigung, Empathie, später Angebote zur geistigen Entwicklung. In den ersten Jahren werden die großen Weichen gestellt. Wenn die Kids dann 12 sind, sind es nur noch Nuancen, die die elterliche Erziehung ausmacht.

Was es braucht sind Angebote, aus denen die Kinder selbst auswählen. Sportverein, Musikunterricht, Kulturbesuche, Ausflüge, Leserunden, Brettspiele, Gespräche, Mutmacher….

Etwas aufzuzwingen bringt doch nichts. Im Gegenteil. Die Interessen sind auch unterschiedlich. Manche haben eben keine Lust auf einen Sportverein, ein Instrument, das Museum. Oder auf´s Lesen (leider 😉 ).

Freiheit als meinen persönlich wichtigsten Parameter – andere Menschen habe da sicherlich und zu Recht andere Anker – habe ich auch immer in der Erziehung einfließen lassen. Die Kinder müssen ihren eigenen Weg gehen, ihre eigenen Ansichten entwickeln, ihre eigenen Prioritäten setzen.

Dazu gehört auch das Vertrauen, dass sie im Alter von 18 Jahren mit ihren üppigen Depots kein Schindluder treiben. Aber was soll das denn schon sein? Was wir Eltern für Schindluder halten? Kann man drüber streiten. Eine Weltreise vor dem Studium? Ein Auto für die Mobilität? Eine Einrichtung für die erste Wohnung?

Eine Vollmacht für die Konten zu erlangen, um meine erwachsenen Kinder dann zu kontrollieren? Gruselige Vorstellung!

Vorher wird darüber gesprochen. Möglichkeiten aufgezeigt. Der logische, stringente Weg zum Vermögensaufbau erläutert. Und dann? Tja, dann sind sie halt selbst an der Reihe….

Sollten große Teile des eigenen Vermögens vererbt werden? Muss jeder selbst entscheiden. Wie alt werden die Kinder dann wohl sein? Brauchen sie das Geld überhaupt, wenn sie selbst intelligent einen erheblichen Teil des Einkommens jahrzehntelang investiert haben, so wie wir?

Also lieber in jungen Jahren schon eine Finanzspritze? Freunde haben so große Eigenkapitalanteile für eine Immobilie erhalten. Allerdings als zinslosen Kredit.

Wie weit sollen die finanziellen Unterstützungen gehen? Vom eigenen Geld leben ist vielleicht auch eine Kompetenz?

Ralf
3 Monate zuvor

“Eine Vollmacht für die Konten zu erlangen, um meine erwachsenen Kinder dann zu kontrollieren? Gruselige Vorstellung!”

Kontrolle ist echt nicht meine Absicht und da habe ich auch finanziell keine Bedenken bei unseren Kids. Es braucht aber einen sauberen Übergang, da bisher noch viel zu wenig Kenntnisse auf finanziellen Gebiet bestehen trotz einige Erläuterungen und Gesprächen. Betrifft auch solche Dinge wie Kontoführung, Steuern, Schriftverkehr. Das Interesse war bisher sehr verhalten, teils auch wegen Zeitmangel (oft bis 17 Uhr Schule, G8). Wird sich ändern auch durch potentiellen Ferienjob und den erforderlichen Dingen die damit zusammenhängen.

Freelancer Sebastian
3 Monate zuvor
Antwort an  Ralf

Ah, okay. Dann habe ich dich falsch verstanden. Sorry.

Der Übergang vollzog sich für meine Tochter an ihrem 18. Geburtstag bei der ING recht problemlos. Sie hat alle Zugangsdaten für Verrechnungskonto (Tagesgeld) und Direkt-Depot erhalten und zusätzlich ein Girokonto eröffnet. Wir Eltern sind seit dem raus aus dem Geschäft.

Aber du hast schon recht. Ich habe ihr natürlich alle Mechanismen erklärt und bin diese zusammen mit ihr durchgegangen. Die ersten Vorgänge haben wir gemeinsam durchgeführt. Ebenso die erste Steuererklärung. Da bin ich bei dir – wir Eltern unterstützen.

Es ist aber auch nicht verkehrt, wenn (junge) Menschen mal ins kalte Wasser springen und allein ihre Erfahrungen machen. Eine Vollmacht möchte ich nicht. Sie muss die Dinge in die eigene Hand nehmen.

Das verhaltene Interesse ist übrigens völlig normal, bei uns nicht anders. Zum Glück.

Wir sind hier die Finanznerds. Für Normalos – wie unsere Kids – ist das meistens sehr uninteressant. Sie wollen draußen die Welt erkunden, keinen Sparplan für die Rente einrichten 😉 .

Es reicht doch, dass wir jederzeit bei Fragen zur Verfügung stehen, die wichtigsten Grundlagen erklärt haben. Der Rest ist Eigenverantwortung.

Meine Tochter hat einen automatisierten Sparplan eingerichtet und damit hat es sich für sie ersteinmal mit dem Vermögensaufbau. Und das ist auch gut so.

Kiev
3 Monate zuvor

@ Freelancer Sebastian

Ich bin immer aufs neue überrascht wie alt Deine Kinder bereits sind. Ich würde Dich etwas jünger einschätzen, aber meine Kinder sind vom Alter grob zwischen Deinen und Slowroller verteilt. Lesen sehe ich etwas anders als musizieren. Lesen sollten meine Kinder schon können. Ich versuche es auch nicht schnellstmöglich durchzudrücken sondern mit vielleicht interessanten Büchern das Interesse zu wecken.

Meine Kinderdepots werden mit 18 Jahren bereits verhältnismäßig groß sein. Es ist eher dafür gedacht eine Immobilie anzuzahlen als für einen Autokauf. Der Autokauf in voller Depothöhe täte mir schon weh. Meine Kinder sollen sich natürlich auch Dinge erarbeiten. Bei einem Immokauf wäre ich dann vermutlich in mehrerlei Hinsicht involviert. Ich würde für beste Konditionen sorgen, eine gute Anzahlung bezuschussen und auch beratend unterstützen.

Mit ungefähr 22 Jahren hatte ich selbst Interesse an dem Erwerb einer ETW. Ich hätte auch das Geld für eine Anzahlung gehabt und ein Gehalt während dem Studium bezogen. Die Wohnung wollte ich tatsächlich vermieten, somit hätte sie sich auch selbst abgezahlt. Ich habe in der Zeit um 4 Wohnungen besichtigt. In meinem Verwandtenkreis sind Immobilieninvestoren in einer anderen Liga vertreten und auch einige handwerkliche Betriebe. Es ist mir ein Rätsel, weshalb ich hier keine Unterstützung erhalten habe. Ich würde das vermutlich wie 42sucht21 völlig anders fördern. Wenn schon Jemand in dem Alter aus Eigenantrieb sich für den Bereich interessiert…

Freelancer Sebastian
3 Monate zuvor
Antwort an  Kiev

Nun ja, wir haben die beiden ersten Kinder in unseren frühen 20ern bekommen. Heute nicht mehr so üblich. Ich denke, ich bin nicht viel älter als du.

Mein Jüngster ist gerade 10 und nun genieße ich diese Phase noch einmal.

Das Lesen ist natürlich sehr wichtig. Es wird täglich trainiert. Ich bin auch dauernd am lesen, Vorbildfunktion funktioniert. Schön ist, dass der Jüngste sehr gerne allein liest, aktuell Minecraft-Geschichten. Er genießt auch noch das Vorlesen (zur Zeit Band 2 von Ritter Trenk – ist genial).

Aber meine beiden Großen haben an der eigenständigen Lektüre von Romanen o.ä. überhaupt kein Interesse. Das finde ich schade, muss es aber akzeptieren. Es liest halt nicht jeder gerne.

Informationen bezieht man heute im Netz. Auf YouTube gibt es alles. Ein Sachbuch ist nicht mehr zwingend nötig. Finde ich auch nicht gut. In die Tiefe kommt man so nicht immer. Aber vielleicht muss man das heute auch nicht mehr und wir gehören zu einer aussterbenden Art….

Später den Kindern Kapital für Eigeninitiativen, Immobilien, Unternehmungen zur Verfügung stellen? Ja, das finde ich auch gut und kann es mir vorstellen.

Last edited 3 Monate zuvor by Freelancer Sebastian
-M
3 Monate zuvor

Danke für die Ritter Buch idee. Meiner liebt was ist was auf spotify. Was der da lernt kommt in der Schule mal kaum dran. Es ist atemberaubend was er für eine Allgemeinbildung dadurch bekommt.

-M

Ralf
3 Monate zuvor

Es kommen für mich auch andere Punkte dazu. Angehörige sind im Notfall nicht automatisch berechtigt Vermögensthemen eines hilfsbedürftigen Familienmitglieds zu managen. Auch Kindern kann leider mal was zustoßen so das solche Formalitäten teilweise sinnvoll sind. Solange nicht ein anderer wie ein Lebenspartner diese Rolle vertreten kann. Das Handy und Kontokarte ging auch schon verloren. Da ist alternativer Zugriff im Notfall günstig.

Slowroller
3 Monate zuvor

Ich sehe und handhabe da vieles ähnlich wie du. Bei uns fing die prägende Zeit allerdings eher mit 4 Jahren an: ab da konnte man Interesse wecken für Natur, für Mathematik, Sport und ähnliches. Aber auch da sind Kids unterschiedlich – mit Musik oder Schrift/Kunst konnte ich wenig Punkten, bei Informatikerkindern aber auch nicht so abwegig 😉

Bei den Kinderdepots setze ich konsequent auf unseren Einfluß. Mit 18 haben sie ihre Depots – was sie damit tun liegt dann in ihrer Hand. Eine Weltreise oder ein Jahr in Australien oder so wäre dabei aber ein guter Case. Ein eigenes Auto bei Bedarf wäre aber auch ok (wenn es das spaternoch gibt).

Ansonsten haben wir aber nicht vor übermäßig zu unterstützen. Erwachsen sein heißt selbst klarzukommen. Dazu gehören auch Jobs während des Studiums wenn man sich etwas leisten will und das sparen auf größere Ausgaben. Als Netz werden wir natürlich trotzdem fungieren.

Irgendwie witzig sich über sowas Gedanken zu machen – in zwei Wochen wird der große eingeschult.

Freelancer Sebastian
3 Monate zuvor
Antwort an  Slowroller

Meine zeitliche Einteilung bezieht sich eher darauf, dass der Großteil der Gehirnentwicklung – und damit auch die Grundlagen für alle weiteren geistigen “Erwerbungen” später – im Kleinkindalter von statten geht. Körper- und Raumwahrnehmung. Kinästhetische Wahrnehmung, Fein- und Grobmotorik, Sinneswahrnehmung…..

Die Kinder müssen die Welt im wahrsten Sinne begreifen. Steine, Äste, Blätter ertasten, Oberflächen im Mund fühlen, Bauklötze stapeln, Geschichten und Lieder hören. Rituale erfahren, die Eltern spüren, usw. Alles In einer liebevollen Umgebung. Eine immense Neuronenverknüpfung kommt so im Oberstübchen in Gang.

Der Witz ist ja, dass es dafür so gut wie keiner monetären Voraussetzung bedarf. Aber die Eltern müssen etwas tun. Wenn zu Hause nur die Glotze läuft, gestritten wird und man keine Lust auf Aktivitäten hat (ein Kleinkind im Winter an- und später wieder auszuziehen kann schon mal nerven 😉 ), dann fehlen viele Grundlagen für später. Und die Kinder können dafür nichts.

Ich sehe immer öfter Kleinkinder im Kinderwagen, die den Blickkontakt ihrer Mutter suchen, diese aber lieber auf´s Phone glotzt. Furchtbar ist das.

Aber ich weiß schon, was du meinst. Das Intellektuelle im Anschluß an diese Kleinkindphase ist spannend. Und nun kommen auch die eigenen Fähigkeiten ins Spiel.

Mir hat die Zeit zwischen 5 und 10 sehr gut gefallen. Ich habe viel vorgelesen und erklärt. Wir haben Spiele ohne Ende gespielt (Regeln, Taktik, Strategie, Kooperation, Planung), haben musiziert, allerlei Ballspiele ausprobiert (für meine Tochter war das nichts), waren in der Natur….. eine wunderbare Zeit ist das.

Meine Frau ist übrigens studierte Kleinkindpädagogin. Ich phantasiere also nicht nur vor mich hin…. 😉

-M
3 Monate zuvor

@Free
Ich lese einfach deine Kommentare so gern. Kann es selbst nicht annähernd so schreiben, aber wir denken so krass gleich.

Würdest jetzt bei mir in Italien auf der Terrasse sitzen bei einer Flasche Nebbiolo oder gern aich was anderes, wir könnten glaube ich die ganze Nacht quatschen 🙂

-M

Hannes
3 Monate zuvor
Antwort an  -M

-M

“bei mir in Italien“

Du schreibst gutes Deutsch und lebst in Italien.
Etwa Südtirol?

-M
3 Monate zuvor
Antwort an  Hannes

Oh nein, wir sind gerade im Urlaub dort haha 🙂

Und gutes deutsch wurde mir hier noch nie attestiert.

-M

Freelancer Sebastian
3 Monate zuvor
Antwort an  -M

Der Tag, also die Nacht wird auch kommen. Ich muss mich mal für ein WE in den Süden aufmachen….

Gainde
3 Monate zuvor

Aktuell befinden wir uns gemäss “Chartanalyse” beim FTSE-All World immer noch in einem Bärenmärkt, da kein Ausbruch aus dem Kanal und somit Trendwechsel stattfand.

Freelancer Sebastian
3 Monate zuvor
Antwort an  Gainde

Nun ja, wir befinden uns eben solange im Bärenmarkt, bis wir uns nicht mehr im Bärenmarkt befinden……. 😉 Das ist der Gang der Dinge.

Mir tun die Instis fast Leid. Sitzen auf ihren Cashreserven und belauern sich nun. Jeder will vor den anderen wieder drin sein. Zu früh aber auch nicht….

Ein Spiel für Verlierer. Irgendwann geht´s steil bergauf und keiner weiß warum.

Zum Glück interessieren uns nur die Aktuere auf dem Spielfeld und nicht die Anzeigetafel 😉 .

Susanne
3 Monate zuvor

Lese diesen Artikel immer wieder gerne.

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