Der Energie-Boost fürs Depot: Warum diese beiden Getränkehersteller echte Dauerläufer sind

Wenn die Wall Street über die Gewinner des massiven Booms rund um die KI spricht, fallen meist die üblichen Namen: Nvidia, Alphabet oder Microsoft. Doch wer den Blick hinter die Kulissen – genauer gesagt: in die Kühlregale der Supermärkte und Tankstellen – wirft, stößt auf Unternehmen, die eine fast schon monopolartige Stellung in einer hochprofitablen Nische genießen. Und die ebenfalls stürmisch wachsen. Die Rede ist von Energy-Drinks.

Zwei absolute Ausnahmeunternehmen in diesem Markt sind Monster Beverage und Celsius Holdings. Wie meine langjährigen Leser wissen, setze ich gerne auf solche krisenresistenten Geschäftsmodelle. Daher liegen beide Aktien in meinem Depot. Wenngleich es mit Red Bull einen ernsten Widersacher gibt. Ein genauer Blick auf die jüngsten Quartalszahlen und die operative Stärke zeigt, warum diese beiden Papiere Paradebeispiele für ein robustes „Buy and Hold“-Investment sind.

Monster Beverage: Der unüberwindbare Burggraben

Der Begriff Burggraben wird an der Börse oft inflationär gebraucht, doch bei Monster Beverage ist er durch die immense Markenbekanntheit und das schier unendliche globale Vertriebsnetz greifbar. Monster ist seit Jahrzehnten ein verlässlicher Performer an der Wall Street und hat sich von einem kleinen Saftabfüller zu einem globalen Getränkegiganten gewandelt.

Die jüngsten Quartalszahlen für das erste Quartal 2026 unterstreichen diese Dynamik eindrucksvoll. Das Unternehmen aus Kalifornien lieferte das erste 2-Milliarden-Dollar-Quartal seiner Geschichte ab. Der Umsatz sprang im Jahresvergleich um fast 27 % auf den Rekordwert von 2,35 Milliarden Dollar. Besonders das internationale Geschäft abseits der USA explodierte förmlich mit einem Wachstum von 45 %. Der bereinigte Gewinn pro Aktie stieg auf 0,58 Dollar und übertraf die Analystenschätzungen damit mühelos. Mit einer stabilen Profitmarge von 24 % zeigt Monster eine immense Preissetzungsmacht. Das viele Geld ermöglicht dem schuldenfreien Konzern, durch Aktienrückkäufe den Wert für uns Aktionäre stetig zu steigern. Die Aktie ist ein echter Dauerläufer, der durch regelmäßige Aktiensplits optisch attraktiv gehalten wird. Seit den 1980er Jahren stieg der Kurs um über 47.000%. Der Nachteil: Es fließt keine Dividende. Und das KGV ist mit 37 teuer. Dennoch überzeugt die Aktie, die auf den Partner Coca-Cola setzt.

Celsius Holdings: Der rasante Angreifer

Während Monster der etablierte Platzhirsch ist, mischt Celsius Holdings den Markt als dynamischer Herausforderer auf. Celsius positioniert sich clever im Bereich Fitness und Gesundheit – oft ohne Zucker und künstliche Konservierungsstoffe –, was eine ganz neue, sehr gesundheitsbewusste Käuferschicht anspricht.

Die Zahlen von Celsius für das erste Quartal lesen sich wie aus dem Bilderbuch für Wachstumsinvestoren: Der Umsatz schoss um gigantische 138 % im Jahresvergleich auf über 782 Millionen Dollar nach oben. Der bereinigte Gewinn pro Aktie lag bei 0,41 Dollar (Vorjahr: 0,18 Dollar) und schlug den Konsens der Wall Street um Längen. Celsius hat sich in den USA bereits einen beachtlichen Marktanteil von über 20 % im wichtigen Energy-Segment erkämpft. Zwar wurde die Aktie im Vorfeld der Zahlen vom Markt hart abgestraft und hat einen massiven Rücksetzer auf unter 30 Dollar erlebt. Doch genau hier liegt langfristig die Chance. Die Margen sollen im Laufe des Jahres weiter steigen. Und die Expansion geht zügig weiter. Das KGV nur 21. Und hier ist PepsiCo beteiligt. Ich stehe bei der Celsius-Akrtie 5% im Minus und Monster habe ich mehr als verdoppelt seit meinem Einstieg.

Warum beide Aktien ins „Buy & Hold“-Depot passen

Man könnte fragen, ob man sich mit zwei Energy-Drink-Herstellern nicht selbst Konkurrenz ins Depot holt. Aus meiner Sicht lautet die Antwort: Nein. Monster bietet die Sicherheit eines dominanten Marktführers mit tiefen Taschen, extremer Vertriebsmacht und stetigem, hochprofitablem Wachstum rund um den Globus. Celsius hingegen ist der Wachstumsturbo, der in eine neue Nische vorstößt und mit dreistelligen Raten glänzt. Sie produzieren Güter des täglichen Bedarfs, die extrem markentreu konsumiert werden – völlig unabhängig davon, ob die Zinsen hoch bleiben oder die Konjunktur schwächelt.

Fazit: Qualität hat ihren Preis

Beide Unternehmen sind nach klassischen Value-Maßstäben keine Schnäppchen. Das KGV ist bei beiden sportlich. Doch Qualität kostet an der Börse. Wer bei solchen Gewinnmaschinen auf einen massiven, dauerhaften Kurseinbruch wartet, schaut oft jahrelang von der Seitenlinie zu, wie die Kurse von Rekord zu Rekord eilen. Wenn du die Aktien für einige Jahr so wie ich besitzt, gibst du sie vermutlich nie mehr her. Wer sie nicht hat, nutzt Rücksetzer (wie aktuell bei Celsius) konsequent zum Positionsaufbau. Das Kursdesaster bei Celsius ist schon interessant zur Zeit.

5 1 Bewertung
Artikel-Bewertung

bitte lösen Sie diese einfache Aufgabe (Spamschutz) *Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.

0 Kommentare
Inline-Feedbacks
Alle Kommentare anzeigen
Ähnliche Beiträge
0
Deine Meinung würde uns sehr interessieren. Bitte kommentiere.x