Bundesregierung ist auf Kriegsfuss mit der Börse: Dabei ist die Aktie ein klasse Instrument für die Altersvorsorge, nur wissen das unsere Minister nicht


New York, 27. Juni 2019

Ich habe mit deutschen Abgeordneten gesprochen und war von deren Finanzbildung bitter enttäuscht.

In Deutschland wird das Thema Aktien stiefmütterlich behandelt. Kaum jemand will etwas davon wissen. Es gibt nur 10,3 Millionen Bürger, die Aktien oder Aktienfonds besitzen. Das sind lausige 16 Prozent der Bevölkerung.

Vergleiche das mit anderen Ländern: In den USA besitzen 50 Prozent der Familien Aktien oder Fonds. Die Notenbank FED machte im Jahr 2013 eine Studie zum durchschnittlichen Depotstand der Rentner im Alter von 65 bis 74 (Median): Stolze 117.000 Dollar haben die Senioren in ihren Depots. Das zeigt, wie wichtig der Aktienmarkt ist. Selbst für Amerikaner, die nicht reich sind, ist die Börse eine wichtige Säule.

Deutschland liegt dagegen im internationalen Vergleich weit zurück. Schuld ist die Skepsis, die Angst der Deutschen. Sie lieben Sicherheit. Sie haben daher Versicherungen, Bausparen, Tagesgeld und Immobilien in ihr Herz geschlossen. Die Deutschen kommen mit den Kursschwankungen der Aktienmärkte nicht klar.

“Den Deutschen fehlt es vor allem an Erfahrung und Vertrauen. In den Ländern, in den die Aktienquoten hoch sind, sind Aktien in der Regel ein fester Bestandteil der Altersvorsorge. Dort signalisiert der Staat klar, dass Aktienanlagen attraktiv und sicher sind”, erklärte Christine Bortenlänger, Chefin des Deutschen Aktieninstituts (DAI), gegenüber wallstreet:online.

Berlin muss endlich tätig werden. Unsere Politiker haben Tomaten auf den Augen. Sie verschlafen wichtige Zeit. Die geplante Finanztransaktionssteuer ist der Gipfel der Frechheit. Es zeigt, dass die Börse zur Vermögensbildung von unserer CDU-SPD-Koalition nicht verstanden wird. Sie verhindern die beste Lösung. Wie kann das nur sein?

Das Aktiensparen für den Ruhestand muss gefördert und nicht erschwert werden. In Berlin herrscht leider eine unglaubliche Unkenntnis. Unsere Parlamentarier verstehen zum Großteil die Börse nicht. Aktien werden dort – ähnlich wie in der Bevölkerung – als Kasino oder Teufelszeug abgetan. Dabei ist die Aktie die beste Anlage, die es gibt.

Unser Rentensystem wackelt überall. Die Studie vom DAI “Altersvorsorge mit Aktien zukunftsfest machen – Was Deutschland von anderen Ländern lernen kann” zeigt, wie man es besser macht.

Die USA, Australien, Großbritannien, Kanada, Schweden… machen es besser. Sie haben einen höheren Aktienanteil in der Altersvorsorge als wir Deutsche. Besonders clever sind die Spanier, wo jeder Dritte Aktien besitzt.

Wer in Aktien investiert, hat Erträge von nominal bis zu 10%. Was wir aber in Deutschland haben, sind gering verzinste Produkte wie Riester oder Rürup, die unterm Strich so gut wie nichts abwerfen, weil Gebühren, Steuern, Abgaben, Provisionen alles auffressen. So kann man sich kaum den Lebensstandard im Ruhestand sichern.

In Australien muss jeder Arbeitnehmer in eine Altersvorsorge einzahlen. Das wird zusätzliche zur staatlichen Rente gemacht. Der Staat überwacht die Kosten der Produkte kritisch. Australien will, dass es den Bürgern im Alter gut geht. Sie nennen es Superannuation.

Unser Finanzminister Olaf Scholz scheint Aktien zu hassen. Er will den Kauf und Verkauf von Aktien besteuern. Er sollte eigentlich die Aktie zum Vermögensaufbau fördern. Aber er macht das Gegenteil.

Vermögensaufbau gelingt durch langfristiges Aktien- oder ETF-Sparen wunderbar. Wer breit streut, wird es nicht bereuen.

Ich stehe teuren Finanzprodukten kritisch gegenüber. Wenn der Vertriebler gemeinsam mit dem Produktanbieter sich die Taschen füllt, bleibt für den Sparer am Ende des Tages nichts übrig. Spare lieber direkt über Aktien oder über kostengünstige ETFs.

Fazit: Wir haben in der Bundesregierung und im Bundestag ein gewaltiges Finanzbildungsproblem. Die Aktie wird gehasst.


tim schaefer (Author)

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thoughts on “Bundesregierung ist auf Kriegsfuss mit der Börse: Dabei ist die Aktie ein klasse Instrument für die Altersvorsorge, nur wissen das unsere Minister nicht

  1. AvatarBruno

    Ich bin da nicht so sicher, ob man die Aktie hasst, so gesehen würde man die Derivate, Optionen, Futures, Zertifikate, CFD’s etc. lieben, denn die werden ja nicht besteuert. Ich denke hier wird eher brav von der Finanzlobby eingeflüstert, zur Kasse gebeten wird der Kleinanleger, das Grosskapital und die grossen Händler kommen davon.

    Man braucht einfach immer mehr Geld im Staat, anstatt zu sparen und richtige Reformen durchzuziehen, und da kommt diese Steuer gelegen, es wird nicht die Letzte sein! Denn in der breiten Schicht gelten Aktien als böse, Spekulanten, Casinokapitalisten, Zocker etc. und das erntet Applaus von eben den 90%, die keine haben.

    Und hier sehe ich auch die Gefahr, die erste Ausgestaltung ist zwar unschön, aber die 0.2 oder 0.3% tun einem Buy & Hold Anleger nicht wirklich weh. Aber sie bestärken die Nicht-Aktienkultur und lassen Tür und Tor offen für spätere Steigerungen.

    Wie die Mehrwertsteuer es lange war, ein Sammeltopf wenn man mal Geld braucht kann man dort schrauben. MEHRWERT, ich sehe ihn nicht.

  2. AvatarAlbr

    Berlin kümmert sich um wichtigere Dingen wie z.B. dem anonymen Krankenschein, den ich übrigens sehr praktisch finde 😉

     

    dafür braucht man schliesslich Kohle, und dafür kommt die Finanztransaktionssteuer oder die neue CO2 Steuer gerade zur rechten Zeit 😉

     

     

     

  3. KievKiev

    Passend zu dem Artikel habe ich letztens Nachrichten gesehen, in der der hohe Anteil ausländischer Investoren an deutschen Unternehmen bemängelt wird. Woran das wohl liegen mag? Bei BASF gab es wieder Streichungen von Stellen. Deutsche Wohnen, Black Rock und wie die Verbrecher in ausländischer Hand alle heißen. Die nächsten Fingerzeige kann ich mir schon vorstellen. Dabei ist es so einfach. Anstatt ständig zu maulen einfach einmal selber machen. Die Politik könnte es ja anschieben.

    Wie sieht es in den Städten aus? Hier ist in vielen Städten ein Wachstum zu verzeichnen. Das Angebot kommt der Nachfrage nicht hinterher. Das führt zu Verknappung. Wie kann eine Preisbindung eine Verknappung lösen? Warum wachsen die Städte so stark? Vielleicht könnte man hier einmal gedanklich ansetzen und prüfen was ländlicheren Gemeinden fehlt. Im Grunde ist es doch ganz einfach. Anstatt das Problem bei der Wurzel zu packen werden marktverzerrende temporäre Maßnahmen ergriffen. Die ändern meiner Meinung nach nichts an der Situation.

  4. AvatarAlbr

    heute gelesen (oder gestern ?), in Deutschland leben soviele Menschen wie noch nie (mehr als 83 Mio) und ganz überraschend, die wollen auch noch alle WOHNEN 😉

    und weitere Überraschung, nicht auf dem platten Land in Mecklenburg Vorpommern wollen die wohnen, sondern in Grosstädten, wo es Arbeit gibt und die Verwandtschaft wohnt 🙂

     

     

     

     

  5. AvatarJohn

    Das Durchschnittsvermögen ist uninteressant. Was hat der Median in den USA an Aktien oder Vermögen?

    Zu Deutschland eine interessante Karte:

    https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/aktien-verteilung-deutschland-1.4076466

    Es gibt demnach Regionen mit 50% Aktienbesitz. Vom Baby bis zum Greis. Beachtlich. Dagegen gibt es Gebiete mit praktisch gar keinen Aktienvermögen. Wenn wundert es, es sind auch die ohnehin strukturschwächeren Regionen. Alleine mit der Karte sollte klar sein, das der Durchschnitt zu wenig aussagt. Sitzt ein Millionär mit 9 Bettlern am Tisch: Jeder hat im Schnitt 100k.

  6. KievKiev

    @ Albr

    Wenn man die Entwicklung immer vorraussehen könnte… Hättest Du vielleicht besser das ganze Haus gekauft. Oder gleich die ganze Straße. Es fällt heute wirklich nicht schwer dankbar zu sein. Ich bin sehr dankbar das MFH noch auf den letzten Drücker gefunden zu haben.

    Man könnte ja auch neue Firmen mit passendem Wohngebiet etwas außerhalb ansiedeln. Ich beobachte in meiner Stadt eine Konzentration von Kultur, Infrastruktur mit gleichzeitiger Reduktion im Umland. Ich finde diese Entwicklung nicht gut. So  werden natürlich Kosten gespart, aber es zahlen dafür andere den Preis.

  7. AvatarDirk Hoffmann

    Ich hab gestern in einem Video von Jens Rabe gesehen, dass es nur Aktien betrifft, die in Deutschland oder den anderen 9 Ländern gelistet sind, betrifft. Den link zum Video hab ich unter eingefügt. Das würde ja bedeuten, dass zum Beispiel amerikanische Aktien frei davon sind.

     

    https://youtu.be/NSlWwQKkYN4

  8. AvatarAndrea

    Leider ist es genau so, wie du es beschrieben hast, Tim. In Amerika wird Aktienbesitz steuerlich gefördert. Hier in Deutschland wird er steuerlich bestraft. Und das in einer Zeit, in der sich sowieso alle zukünftigen Rentner auf geringe Renten einstellen müssen. Es ist unglaublich. Dieser Staat hält überall die Hand auf. Die Vorsorge wird nicht belohnt. Natürlich kann man sagen, es sind ja nur 0,… Prozent. Aber wie andere schon schrieben, der Weg zu Erhöhungen in der Zukunft ist nicht weit. Und andere (Banken mit Kauf-/Verkaufgebühren, wiederum der Staat ggfs. beim Verkauf) verdienen ebenfalls mit.

    Für mich ist es einfach ein erneutes Zeichen, das die Regierung kein Interesse daran hat, dass Bürger Vermögen aufbauen. Anlageformen, die nicht viel einbringen, werden gefördert.

     

  9. AvatarChrissie

    @Albr

    Ich bin durch den Comment auf den anonymen Krankenschein gestoßen, hatte ich vorher direkt noch gar nicht gehört. Irgendwie bleibt einem da die Spucke weg, wozu zahlt man eigentlich noch in die Krankenkassen ein, wenn es alles umsonst gibt? Verstößt das nicht eigentlich gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz des Grundgesetzes? Wer in diesem Land ehrlich ist und arbeitet, der ist wirklich der Depp hat man so langsam den Eindruck.

    In den Großstädten wollen auch ganz viele der Leute wohnen, die keine Arbeit haben. 😉

    Und wie es sein kann, dass in Deutschland so viele Leute wie noch nie wohnen?

  10. AvatarFelix

    “Es gibt nur 10,3 Millionen Bürger, die Aktien oder Aktienfonds besitzen. Das sind lausige 16 Prozent der Bevölkerung. Vergleiche das mit andern Ländern: In den USA besitzen 50 Prozent der Familien Aktien oder Fonds.”

    Demnach sind die Unterschiede gar nicht so groß: Wenn eine Familie im Schnitt 4 Personen umfasst, dann haben in Deutschland  4 * 16% = 64 % der Familien Aktien, als mehr als in den USA.

  11. Avatarghost

    Versteh ich das richtig…..es gibt mehr Beaitzer von Aktien hier als in Usa???

  12. AvatarThomas

    @Felix

    Und bei durchschnittlich 8 Personen in deutschen Familien wären es dann 8*16%=128% der Familien die Aktien besitzen?

    😀

  13. AvatarAlbr

    @Chrissie, wir leben in einem Irrenhaus, insbesondere in Berlin 😉

     

    der Mietendeckel wird z.b. dazu führen, dass noch mehr Menschen nach Berlin ziehen werden, da sie wissen, dass sie für mind. 5 Jahre (ich denke der Deckel wird verlängert werden) keine Mieterhöhungen zu befürchten haben…

    Wartelisten für Mietinteressenten ? wird dies zu noch mehr Unmut führen ?

     

     

     

  14. AvatarChrissie

    @Albr

    Da hast du sicher in allen Punkten Recht, beim Irrenhaus angefangen 😉

    Wie das mit der „ 30% vom Einkommen für Miete“ Idee funktionieren soll finde ich auch spannend. Muss man sich dann bei jeder Lohnerhöhung beim Vermieter melden? 😉

  15. Avatarghost

    Wenn in Deutschland….mehr Besitzer an Aktien sind bzw jemals werden in den nächsten 5 Jahren……als in den Usa….., werde ich morgens nicht mehr aufstehen müssen…..

     

    Soviel ich weiss sind es ca. 8 %,

    dank der B_Zeitung, nach der nächsten grösseren Korrektur wahrscheinlich wieder 3 % und der Rest wird Hass auf Aktien schieben und brav das Geld von einem Tagesgeldkonto auf das andere überweisen …

     

    Mfg

  16. AvatarMichael

    Ich kann nichts an der Regierung ändern, auch durch wählen nicht.

    Alles die gleiche Mischpoke.

    Aber ich kann etwas für mich tun.

    Morgen kaufe ich AbbVie und Brookfield Infrastructure Partners.

    Zack, das sind 8 weitere Dividendentage und zusätzliche Einnahmen.

    Wenn du etwas willst,  dann musst du es dir selber holen.

    Regierungen …. wenn’s nicht so traurig wär, wär’s lustig.

  17. AvatarChris k.

    Hahaha Leute was rechnet ihr da 😀

    Super Artikel Tim! Klar der Scholz will keine freien Bürger der braucht Sklaven bis die Leute nicht mehr arbeiten können dann dürfen sie gehen Weil se kaputt sind und dann müssen soziale Helfer und Spenden ran weil die Leute nix haben. Sry für meine Ausdrucksweise aber manchmal denke ich, jeder 2te könnte den Job der Politiker besser machen

  18. AvatarChrissie

    @Michael

    Auch du hast Recht: wählen ändert nichts an der Regierung, die Verlustparteien schließen sich dann halt einfach zusammen und regieren munter weiter (ich verwende das Verb regieren hier in großzügiger Auslegung).

    Aber in der Tat kann man etwas für sich tun und mit Aktien für weitere Erträge sorgen. Bin ja noch nicht so lange dabei, aber inzwischen ist es doch schon so, dass ich bei eventuell geplanten Ausgaben an zukünftig entgangene Renditen denke. Das ist eine gute Hilfe geworden bei der Entscheidung, ob man die Ausgabe dennoch tätigen möchte oder nicht.

  19. AvatarKia

    “Wartelisten für Mietinteressenten ?”

    Vielleicht haben das tatsächlich einige Politiker im Sinn.

    In Stockholm werden die Mietwohnungen auch so zugeteilt, durch die Stadt über Wartelisten mit festgesetzten Preisen. Die Wartezeit beträgt dann schnell 10 Jahre und mehr. Durch den Kauf einer Eigentumswohnung kann das Prozedere des Wartens umgangen werden. Allerdings muss der Käufer zwingend den “Bostadsrätt” beitreten, einer Organisation, die von den Eigentümern monatliche Abgaben verlangt, und mitbestimmt. Vermieten, z.B. darf der Eigentümer seine Wohnung nur mit Zustimmung, aus besonderem Grund und auch nur befristet, sonst erfolgt der Zwangsverkauf.

     

     

  20. AvatarKall

    Bonjour,

    ich erlaube mir mal eine Minderheitenmeinung. Nicht dass eine Finanztransaktionssteuer eingeführt wird, finde ich falsch, sondern wie.

    Anstatt diese “Massenvernichtungswaffen Derivate”, Zitat übrigens von Buffett , richtig hoch zu besteuern, werden am Ende die Fonds-Aktiensparer des unteren Segments getroffen. Da liegt der entscheidende Fehler.

    Im Unterschied zu vielen, die hier schreiben, finde ich progressive Steuern im Grundsatz richtig. Diese sollten auch bei Kapitalerträgen gelten. So wie früher unter der (sozialistischen) Regierung Kohl. Spitzensteuersätze von 53% haben keine Millionäre und Milliardäre in HartzIV gestürzt. Steuern, die für Gemeinwesen wie Gesundheit, Öffentliche Daseinsvorsorge, Kultur und Soziales Straßen und Bahn ausgegeben werden, halte ich für sinnvoll und richtig.

    Die “Aktienkultur” war damals genauso gut oder schlecht wie heute.

    Die meisten Deutschen lassen von Aktien die Finger, weil sie von der Dotcom Blase, der Volksaktie Telekom usw. noch bedient sind. das ist falsch, aber vertändlich.

    Will man Aktien fördern, dann muss man Riester und Rürup abschaffen, einen vernünftigen Staatsfonds mit Dividende für private wie öffentliche Einzahlungen fördern. Norwegen ist kein schlechtes Beispiel.

    Die Politiker*innen jedesmal an den Pranger zu stellen  ist falsch. Scholz ist wahrlich keine Leuchte. Gefährlicher sind die Lobbyisten und selbsternannten Experten.

    Einen schönen Abend noch,

    Kall

     

  21. AvatarSpekulant

    Ist doch klar was Finanzminister Scholz bezwecken will: Die Lobby der Banken und Versicherungen stärken!

    Haben sie den Scholz solange beraten, bis er klein bei gab und die Steuer aufgesetzt hat damit in Wahrheit der dumme Deutsche zurück zu den guten alten und teuren Finanzprodukten findet. Damit lässt sich prächtig Geld verdienen.

     

     

  22. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Kia,

    Wartelisten für geregelte Mieten waren doch immer schon ganz normal.

    Als ich 1981 nach München kam, da war der erste Weg zum städtischen Wohnungsamt (was sich jetzt “Amt für Wohnen und Migration” nennt), und zu allen großen Wohnbaugesellschaften wie GEWOFAG etc., um überall einen Antrag abzugeben und auf alle Wartelisten zu kommen.

    Bei uns hatte es dann nur ca. 4 Monate gedauert. In begehrten Großstädten im Westen hat es günstige Mietwohnungen wohl noch nie “zum Saufuttern” gegeben.

    Heute ist halt alles nochmal um ein Vielfaches verschärft. Wird sich auch wieder ändern. Bäume wachsen nicht in den Himmel, und Mieten sind nicht unendlich verteuerbar.

    Das Problem bei mir war damals, dass ich an Kaufen überhaupt nicht gedacht habe. Ich wollte eine Wohnung bewohnen, aber nicht besitzen. Das wäre spießig, Oh Gott, über solche Bausparer hat man abgelästert. Heute würde ich sagen, dumm. Chancen verpasst. Es gab eine lange Phase mit niedergehenden Preisen für Eigentumswohnungen in München. Da hätte ich dann wach werden müssen. habe sie gesehen in meiner Gegend. 3-4 Zi. Wohnungen für 130.000 DM oder so. Als Mieter hat man den Marktsabschwung nicht bemerkt, da die Miete natürlich nicht billiger wurde.

    Das wird wieder passieren, aus welchen Gründen auch immer. Dann muss man wachsam sein und zuschlagen.

    Alles Gute

    MS

     

  23. AvatarPatric

    Für “Grüne” ist alles spießig, was mit “Geld” zu tun hat.. hauptsache das “Klima” wird geschützt. Am Besten das Ganze CO2 rein in den Gelben Sack, dann ist alles GUT! Und Autisten-Greta kriegt auch keinen Zitter-Anfall… das ist doch GUT! 🙂

    Patric

  24. AvatarRon

    Wieso lässt die verdammte Politik uns Minderheit nicht einfach in Ruhe?

    Was wollen die von einer handvoll Menschen die gewissenhaft für ihre Zukunft sparen denn noch abhaben?

     

    Ich könnte ko….n

     

  25. AvatarGuido

    FIRE erreichen, billige Auslandskrankenversicherung abschliessen und Europa entdecken. Es gibt genügend Lücken im System, nur Mut.

    Man muss nicht hierbleiben, der Planet ist groß genug, Freunde findet man überall.

    Schönes Wochenende.

  26. AvatarRalf

    “…heute gelesen (oder gestern ?), in Deutschland leben soviele Menschen wie noch nie (mehr als 83 Mio) und ganz überraschend, die wollen auch noch alle WOHNEN…

    Woher die wohl alle kommen…? Politische Fehlentscheidungen der letzten Jahre haben zu einer weiteren Zuspitzung der ohnehin angespannten Lage am Immobilienmarkt geführt.

    @Politik und Aktien: Ich hatte vor rund 3 Wochen beruflich bedingt mit einem jüngeren Bundestagsabgeordneten zu tun. Dabei ging es in einem persönlichen Gespräch auch kurz um das Thema Rente und Aktien. Leider war sein Wissensstand bzgl Aktien nicht gut. Ebenso beim Thema Digitalisierung.

    Im Bundestag sitzen zu viele Juristen, Beamte und Lehrer. Zu wenige Leute aus der Praxis. Das hat eben Folgen.

    Schade, dass Aktien und ETF in D so einen schweren Stand haben. Aber machen wir das beste daraus.

  27. AvatarRüdiger

    Besonders clever sind die Spanier, wo jeder Dritte Aktien besitzt.

     

    Das scheint der spanischen Regierung wohl so langsam unheimlich zu werden … und deshalb wird Spanien ebenfalls die Finanztransaktionssteuer einführen 😉

     

    Wie auch immer. “Börsensteuer BEDROHT!!! Kleinanleger” ist der gewohnt reißerische Aufhänger für, im Grunde genommen … Kükendreck! Eine Bedrohung für mich als Kleinanleger kann ich jedenfalls nicht erkennen. Genau deshalb werde ich auch weiterhin unbeirrt mein Depot mit Aktien und ETFs füllen.

  28. AvatarAlbr

    Hier ist der Median-Depotstand sortiert nach Altersgruppen. Rentner und Bald-Rentner haben über 100.000 Dollar im Depot:

     

    also die alten weißen Männer 😉

     

    nach Aussage der Grünen, sterben die sowieso bald aus, also braucht man keine Rücksicht mehr nehmen 🙂

     

     

  29. AvatarArnold-Horst

    @ Kia:Ich finde den schwedischen Ansatz nicht schlecht, allerdings gibts in Stockholm wohl einen regen “Schwarzmarkt” für Mietwohnungen, weil man z. T. zwischenvermieten darf. Das lassen sich manche Personen wohl gut bezahlen (mit 50% bis 100% Aufschlag), weil manche Menschen Wohnungsnot haben. Das System führt auch dazu, dass manche Leute 4 mal im Jahr umziehen müssen. Außerdem werden Nicht-Schweden etwas diskrimiert dadurch. Ein Kumpel ist gerade als Deutscher in Stockolm. Er könnte sich vorstellen dort zu bleiben, aber sieht keine Chance durch die Listen. Wie mans macht…. Denke , es sollte vermehrt sozialen Wohnungsbau geben und einige Städte sollten von ihrer Höhenbeschränkung für das Bauen runterkommen, sonst wird in die Fläche gebaut. Und das ist ökologisch und für die Landwirtschaft auch nicht das Gelbe vom Ei.

  30. AvatarWolke

    Klassische kognitive Fehlleistung der Privatanleger: Weil die Aktie alternativlos ist, ist sie weniger riskant.

    Fehler 1: Die Aktie ist nicht alternativlos

    Fehler 2: Das Risiko eines Aktieninvestments hat sich nicht geändert.

    Fehler 3: Kausale Zusammenhänge herstellen, wo keine sind.

  31. AvatarAlbr

    Wieso sind Aktien alternativlos ??? Wer behauptet das ??

    ich zumindest hab noch jede Menge sonstige/andere Investments 😉

     

     

  32. Avatar42sucht21

    @Kall 

    Sehr guter Beitrag. Meine Zustimmung haben Sie.

    Ich fände dazu gut wenn noch ein schlankerer Staat mit weniger unnötigen Regulierungen und Ausgaben käme.

    @Matthias Schneider 

    Sehr guter Beitrag. Chancen kommen immer Mal wieder. Man muss sie erkennen und mutig zugreifen und auch etwas dafür tun.

    @ Finanztransaktionssteuer

    Die FTS ist umgesetzt nicht als Instrument zur Regulierung der Auswüchse des Finanzmarkts (Tobin-Tax von zB Attac gefordert) sondern einfach als neue Einnahmequelle für die mitmachenden Staaten. Wenn Sie erstmal besteht kann sie ausgebaut werden. Mal schauen. Entweder mit höheren Steuern oder zusätzlich auch auf Derivate & Co. Oder beides 😉

    Das schlimme wird sein, dass es noch eine weitere psychologische Hürde für Privatanleger gibt selber direkt Aktien zu kaufen. Professionelle Investoren können die Regelungen ja ganz einfach umgehen.

    @Ralf

    Wollen Sie uns mit Ihrem Beitrag sagen, dass es an den Migranten liegt, dass Sie keine Immobilie kaufen konnten? Vielleicht sollten Sie die These nochmal prüfen. Von jemandem aus dem ÖD finde ich den Folgesatz auch irgendwie schräg: Im Bundestag sitzen zu viele Juristen, Beamte und Lehrer. Zu wenige Leute aus der Praxis.

    @Mietpreise / Wohnungsnot

    Die B90/Grünen haben doch jetzt herausgefunden woran es liegt: 1. Mietpreisdeckel gegen gierige Vermieter 2. die höhere Grundsteuer soll nicht mehr von Mietern bezahlt werden sondern durch gierige Vermieter 3. Enteignung der gierigen Vermieter 4. illegale Geldwäsche durch Immoinvestitionen ausländischer Krimineller treibt die Preise.
    Na, dann wird’s ja bald besser…

  33. AvatarNico Meier

    Dem schwedischen Modell kann ich nicht viel abgewinnen da es in meinen Augen zu starker staatlicher Eingriff bedeutet. Wobei ich eine Bevorzugung der eigenen Staatsbürger durchaus begrüsse.

     

  34. AvatarThorsten

    @Albr na ja das wird daran liegen,  dass Tim Aktien als Weg aufzeigt und dann gegen andere Assets schon mal austeilt. Aktien sind jeweils ein Weg, den jeder kann. Wenn …man sich informiert und die Nerven behält. Letzteres scheint wenig ausgeprägt zu sein. Die Deutschen haben wohl eher  wenig Selbstbewusstsein, sind gut als Angestellter und Mieter erzogen ? Feilschen nicht und empfinden Geld als sozialen Missstand ? Dann fühlen sie sich mit Aktien schuldig, weil sie damit andere “ausbeuten” .  Tief sitzt die linke Erziehung, die in den Schulsystemen fest vernakert ist. Während man im Urlaub den maximalen Kapitalismus in den USA so toll findet…

  35. AvatarNico Meier

    42such21

    Es ist doch viel Einfacher die Schuld fürs nichtkaufenkönnen einer Immobilie bei jemand anderem zu suchen.

    Realistischer wäre es das Haushaltsankommen den Ansprüchen anzupassen oder die Ansprüche zu senken und sie so dem Einkommen anzupassen.

    Beide Vorschläge habe ich Ralf schon gemacht was mir ungehend als Arroganz ausgelegt worden ist.

  36. AvatarThorsten

    @Nico Stimme Dir zu. Jeder wo und wie er kann. Konzentration der Politik sollte bei den Nidrigkeinkommen sein. Und da versagt die Politik komplett. Wo ist ein staatlicher Wohnungsbaufonds, in den jeder einzahlen kann und 2% Zinsen bekommt. Schon am ersten Tag würden Millionen überwiesen und dann könnten sie die Sozialwohnungen bauen, die letztlich den Gesamtmarkt entlasten.

  37. AvatarRalf

    “Wollen Sie uns mit Ihrem Beitrag sagen, dass es an den Migranten liegt, dass Sie keine Immobilie kaufen konnten? Vielleicht sollten Sie die These nochmal prüfen. Von jemandem aus dem ÖD finde ich den Folgesatz auch irgendwie schräg: Im Bundestag sitzen zu viele Juristen, Beamte und Lehrer. Zu wenige Leute aus der Praxis.”

    Es ist kein Geheimnis, dass Migration die Wohnungsnachfrage steigen lässt. Ich zitiere aus einem Artikel der Welt den ich auch verlinke:

    „Die Auslandszuwanderung, insbesondere die der Flüchtlinge seit 2015, zielte und zielt vor allem in die Verdichtungsräume und Metropolen“, sagte F+B-Chef Leutner.

    „Die von uns festgestellten leicht überdurchschnittlichen Mietsteigerungen im unteren Preissegment sind nicht zuletzt auf diese nachfrageverstärkenden Effekte zurückzuführen“

    https://www.welt.de/finanzen/immobilien/article189134261/Mietspiegel-Index-Experten-sehen-Arbeit-und-Migration-als-Ursache-fuer-steigende-Mieten.html

    Viele Kommunen haben massive Probleme bzgl. der Unterbringung. Reden sie mal mit Leuten aus der Praxis. Ich tue dies öfters bevor sich mir eine Meinung bilde.

    Öffentlicher Dienst: Man sollte nicht alle über einen Kamm scheren. Ich bin tagtäglich in einem sehr technischem Bereich tätig und kenne die Praxis aus eigener Projektarbeit sehr gut.

  38. AvatarRüdiger

    Während man im Urlaub den maximalen Kapitalismus in den USA so toll findet…

     

    Pardon, für meinen Urlaub bevorzuge ich zivilisierte Länder. Ich habe diese Woche erst einen Bericht gesehen, wie der “maximale Kapitalismus” mit den Bergleuten in Kentucky umgeht. Ein Menschenleben zählt dort nicht mehr als sein Marktwert, bei dem bestehenden Überangebot also … nichts! In einem solchen Land werde ich nicht meinen Urlaub verbringen. Niemals!

  39. AvatarNero

    @Kiev

    Da stimme ich Dir zu! Einfach mal selber machen anstatt zu meckern! Auch im Hinblick auf Umweltschutz. Wer etwas an einem Konzern ändern will soll Aktien kaufen, denn als Aktionär hat man ein Stimmrecht dass man dann selbst ausüben darf oder übertragen kann an einen Aktionärsverband zum Beispiel!

    Nero

  40. AvatarNico Meier

    Nicht in den USA Ferien zu machen weil in Kentucky bergarbeiter ausgebeutet werden finde ich seltsam.

    In Spanien werden tausende illegaler Migranten beschäftigt um Gemüse anzubauen für Europa. Macht man deshalb keine Ferien in Spanien(Mallorca)?

     

  41. AvatarRüdiger

    Nicht in den USA Ferien zu machen weil in Kentucky bergarbeiter ausgebeutet werden finde ich seltsam.

     

    Bei dir wundert mich das nicht im Geringsten. Auch was die Vorstellungen von Moral und  Anstand angeht, sind Menschen halt sehr individuell.

  42. AvatarThorsten

    @Rüdiger Stimme zu, als Tourist wird man mit den negativen Seiten nicht so doll konfrontiert. Man rauscht da durch und da hält die Stadt den Bereich sauber, Touristen sollen ja einen guten Eindruck haben. Die Müllkippen sind im Hinterhof, amerikanische Waren  sind maximal verpackt und Mülltrennung kennen sie nicht. Würde ja auch wieder was kosten. Aber das sollte kein Grund sein, dort keinen Urlaub zu verbringen, man kann ja seine Beobachtungen machen und das auch als Bildungsurlaub betrachten.

  43. Avatar42sucht21

    @Nico

    Mallorca ist doch halb Deutsch und halb Britisch und schon lange nicht mehr Spanien (oder Katalonien)!

    @Ralf

    Ein Nettobevölkerungswachstum erhöht logischerweise den Bedarf an Wohnraum. Die Aufnahme von Migranten hat nur absolut gar nichts mit den Preisen ihrer (nicht vorhandenen) Wohnkaufimmobilie oder Ihrer persönlichen Wohnsituation zu tun.

    Das liegt an Euroland mit allen seinen Auswirkungen zu Zinsen & Assets & Wirtschaft mit Vollbeschäftigung und daran, dass Deutschland ein gutes Land zum Leben ist welches u.a. viele Bauvorschriften vorhält. Und vor allem liegt es an Ihren persönlichen Ansprüchen bezüglich Immobilie / Lebenszeiteinteilung.

    @Thorsten – Bau von Sozialwohnungen

    Das ist für mich der einzige Weg. Der Staat kann ja für umme Geld aufnehmen aber die Idee als Anreiz für die Bevölkerung einen 2%-Zinsfonds aufzulegen finde ich super.

    Vorschriften: Ich wolle auf einem recht großen vorhandenen Hausgründstück in einer B-Stadt das im Garten vorhandene Baufenster zum Neubau von 4 Wohnungen nutzen. Es gab dann so viele Auflagen zu Höhe und Abstand und Ausrichtung usw., dass ich das am Ende nicht durchführen werde und die Anfrage zurückgezogen habe. In einem anderen Haus in einer Studentenstadt wollte ich ein bestehendes DG an Studis vermieten, aber die Fenstergröße entspricht nicht den Mindestgrößen usw usw. Wohnungsnot kommt auch oft von Vorschriften.

  44. AvatarRüdiger

    Aber das sollte kein Grund sein, dort keinen Urlaub zu verbringen, …

     

    Für MICH ist das ein Grund. Wenn ich schon von dem Elend weiss, muss ich mir das nicht auch noch im Urlaub anschauen. Da käme mir sofort der Kümmel und ich hätte ganz schnell schlechte Laune. Außerdem gibt es für MICH jede Menge interessantere Alternativen. Urlaub in Amiland? Für MICH niemals!

     

    Mag sein, dass Amiland für viele attraktiv ist. Die können dann vielleicht mit meinen Reisezielen weniger anfangen. Jeder wie er mag.

  45. AvatarWohnung mit Domblick

    Rüdiger zeigt uns gerade auf, wie schön es in Deutschland ist 🙂

    Hier wird heute aber viel gejammert, auf hohem Niveau. Auf die Opferhaltung sind wir in Deutschland gut konditioniert. Förderlich für den Einzelnen ist das nicht. Schlechtes Mindset. Ich erwische mich auch immer wieder dabei…

    Ich überlege gerade meine Sparanstrengungen zugunsten reduzierter Arbeitszeit zu verringern. Ein 6-Stunden Tag ist einfach klasse, habe dies diese Woche mal ausprobiert (Ursache war aber die Hitze).

  46. AvatarOliver

    @Tim: Hier ist der Median-Depotstand sortiert nach Altersgruppen. Rentner und Bald-Rentner haben über 100.000 Dollar im Depot:

    Der im Link genannte Betrag von 107.000 Dollar bezeichnet nicht den Median des Depotstandes (was ich auch nur schwer glauben kann), sondern den Stand der “Retirement Savings” generell. Speziell von Aktien ist da nirgends die Rede.

    Diese 107.000 Dollar sind neben den gesetzlichen Rentenansprüchen in D – selbst bei knickrigen 48 %-  sehr sehr wenig.

     

    Es ermüdet langsam, das Aktiensparen als Rentenvorsorge auf volkswirtschaftlicher Basis zu propagieren wie die heilige Kuh. Den Amis geht es in der Breite viel schlechter, aber wen interessieren schon die Armutsreporte der UNO.

    Das ILO (International Labour Office) hat zum Thema Privatisierung der Renten ein Gutachten gemacht (Working Paper No. 63). Dort steht zu Beginn im Abstract:

    From 1981 to 2014, thirty countries privatized fully or partially their public mandatory pensions; as of 2018, eighteen countries have reversed the privatization. This report: (i) analyses the failure of mandatory private pensions to improve old-age income security and their underperformance in terms of coverage, benefits, administrative costs, transition costs, social and fiscal impacts, and others; (ii) documents the reversals of pension privatization, the laws, governance, new entitlements, financing and contribution rates of the new public pension systems; (iii) provides guidance on the key policy steps to reverse pension privatization, for those countries considering returning back to a public system. 

    Um es kurz zu machen: Aktien für die Rente auf volkswirtschaftlicher Basis funktioniert eher schlecht als recht. Mit Riester und Rürup hat man doch schon zwei Beispiele hierzulande.

    Am Grundprinzip der Rente wird sich ohnehin nichts ändern. Die Jungen müssen die Alten versorgen, wenn die nicht mehr zur Produktivität beitragen können. Die Produktivität wird von Menschen und Maschinen besorgt, sie fällt nicht vom Himmel. Irgendwo muss die Rendite ja herkommen. Wie der Transfer von Jung nach Alt nun funktioniert – ob über Umlageverfahren oder über Aktienselbstvorsorge – spielt erstmal keine Rolle.

     

  47. Avatarghost

    FTS

     

    Ich find das wunderbar mit der Fts, weil laut allen Banken und Statistiken erzielen Deutsche eine miserable Rendite, da sie meisten in die deutschen Unternehmen investieren. So “Flagschiffe” (schreibt man das so?) COBA, DBANK, Daimler usw……home bias eben.

    Und die Fts geht nur in Europa.

    Somit sind die Usa und andere Aktiem davon befreit!

    Durch die Fts werden die Deutschen, also wir;) von dem Kauf der deutschen Aktien abgeschreckt, ausser man hollt sie sich durch Optionen.

    Somit wird die Rendite der hierlebenden automatisch besser, weil sie ab der Einführung dieser Steuer, die ganz speziellen Aktien meiden werden.

     

    In den meisten Fällen ist das sehr positiv.

     

    Nur die die nicht belehrbach sind und weiter auf die netten Bankberater hören ( vielleicht gibt es auch gute) werden weiterhin in die ganz spezielen Unternehmen investieren und somit eine schlechtere Rendite erzielen und gleichzeitig auch noch die Zusatzsteuer zahlen und das beste, sie werden weiterhin diese Parteien wählen gehen ;)…..

     

    Und zu Wohnungen, wenn man nicht bereit ist Kompromisse einzugehen dann zahlt man eben drauf;)

    Als ich meine Wohnung damals kaufte….. schlief ich in einer halbfertigen Wohnung..und habe dann noch 6 Monate renoviert, geschätzte 50000(von Fliessen bis zum Strom) gespart, da das meiste selbst gemacht.

    Klar geht es nicht, wenn man Kinder hat, aber die meisten kennen es eben nicht anders, immer alles ausgeben und die neuesten Handys, die angesagtesten Autos, und am Wochenende schick essen gehen…..

    Die Zeiten ändern sich eben, entweder richtig fettes Haus/ Wohnung und sparsam leben, oder eben die besten Smartphones, zweimal Urlaub im Jahr und zwei drei Autos vor der Haustür und dafür zur Miete…..

    Man kann nicht die Welt ändern,  aber sich selbst……

  48. KievKiev

    @ 42sucht21

    Hast Du ein nicht genutztes ausgebautes Dachgeschoss? Oder sind da die Dachluken drinnen? Schaust Du von unten auf die Ziegel?

    So teuer ist ein Fenster doch nicht. Dann tauschst Du halt 2-3 Fenster und bekommst dafür knapp ein neues pro Monat in Form von Miete zurück. Da würde ich mich nicht lange ärgern.

    Ich werde bei mir ein Dach ausbauen. Dazu muss ich das Dach komplett sanieren, was aber eh ansteht. Ich werde es Dämmen. Fenster muss ich sowieso einbauen, da aktuell nur Luken vorhanden sind. Und auch den zweiten Fluchtweg mit berücksichtigen. Dazu kommt noch der ganze Innenausbau. Es wird sich vermutlich trotzdem in 10 Jahren selbst abzahlen und danach Geld drucken.

    Wurde das neue Haus mit den Abstandsflächen zu klein für einen lukrativen Hausbau? Fällt eine Einheit durch die Höhe weg? Den Ärger mit den Ämtern kann ich nachvollziehen.

    Hast Du nicht bereits genug Einheiten? Oder bist Du gar einer von diesen gierigen Vermietern? Enteignen müsste man Dich! Ich frage mich manchmal schon wie weit Leute mit solchen Aussagen Denken können.

    Bauvorschriften finde ich zugegebenermaßen schon sinnvoll, aber man müsste manche Dinge auch auf dem Amt besprechen können. Eine Lösung sollte sich doch finden lassen.

  49. Avatarghost

    Oder,

     

    Man holt sich ein Nebenjob, ich kenne ein paar Menschen, die arbeiteten so ca. 20 Jahre, zogen Kinder auf, fuhren in Urlaub, gingem ab und zu schick aus, lebten aber sparsam, da sie ja in zwei Berufen täglich ausser Wochende arbeiteten…….

     

    Und nun, sind die Kinder erwachsen, aus ihnen ist was geworden……

    Häuser abbezahlt…

    Alle immernoch verheiratet…..

    Und ab dem 53 lebensjahr 4 mal im Urlaub pro Jahr, da Ja die Häuser abbezahlt sind…..

     

    Wert pro Haus ca. 350 t.

     

    Und die bekamen damals Kredite zu ca. 7 %.

     

    Nur wie gesagt….sie haben verzichtet und nicht gejammert…..was heutzutage kaum mehr möglich sind weil die meisten eben viel zu viel Luxus gewöhnt sind……

     

    Mfg

  50. KievKiev

    @ Ghost

    Den Teil über Wohnungen kann ich gut nachvollziehen. Wir haben bestimmt auch 50k gespart. Wir sind diverse Kompromisse eingegangen. Wir sind auch nicht in die perfekt hergerichtete Wohnung gezogen. Das Bad war zwar vorhanden, aber die Küche nicht fertig und ein weiterer Raum war noch nicht gefliest. Das die Terrasse erst später kam und auch andere Dinge ist ja eh üblich. Die Terrasse haben wir selbst gebaut. Wir haben auch mit dem verbliebenem Handwerker zusammen gewohnt und für ihn mit gekocht. Und natürlich selbst mit Hand angelegt. Wir hatten zu dem Zeitpunkt bereits zwei Kinder. „Es erscheint immer unmöglich, bis es jemand getan hat.” – Nelson Mandela

  51. AvatarJohn

    In Punkto Medianvermögen stehen die USA auf ähnlich (niedrigem!) Niveau wie Deutschland.

    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Liste_der_L%C3%A4nder_nach_Verm%C3%B6gen_pro_Kopf

    Aber der Durchschnitt weicht pervers vom Median ab. Noch schlimmer als in Deutschland. D.h. das Vermögen ist sehr ungleich verteilt. Bei den USA ist es klar, Kapitalistische Gesellschaft eben. In Deutschland hat der Soziale Teil ganz offenbar versagt.

     

    Die Liste zeigt auch, man kann sich nach besseren Vorbildern orientieren. Nur das sind weder USA noch Deutschland. Im Teilbereich Aktiensparen mag die USA sehr schöne Vorzüge zu haben. Das ist richtig. Wird es dennoch nie über den Atlantik schaffen. Nur bitte nicht alles über den grünen Klee loben. Wenn selbst das Pleiteland Italien soviel mehr Vermögen hat. Liegt vermutlich am hohen Immobilien Besitz.

  52. AvatarRalf

    “Wir sind diverse Kompromisse eingegangen. Wir sind auch nicht in die perfekt hergerichtete Wohnung gezogen.”

    Wenn es denn überhaupt was geben würde….

    Selbst für sehr alte unrenovierte Wohnungen werden in unserer Region (größerer Umkreis außerhalb der Stadt), inbesondere für recht gefragte 4-Zimmerwohnungen völlig überteuerte Preise verlangt. Meist noch im Dachgeschoss und in der Regel auch ohne Aufzug (im Hinblick aufs Alter eben durchaus ein Punkt).

    Und mittlerweile überholen etliche ETW sogar ein klassisches EFH preislich.

    Kleine 1-2 Zimmerwohnungen sind in der Tat noch teilweise erschwinglich zu haben. Nur: Das bringt mit Familie eben nichts.

    Und bestimmte schweizer Kommentare lese ich erst gar nicht mehr….

  53. KievKiev

    @ Ralf

    Ich behaupte nicht, dass sich ein Immobilienkauf immer lohnt. Wir haben damals ein MFH anstatt eines EH gekauft. Ein EH Kauf wäre in der Lage für uns zumindest unmöglich gewesen. So gab es die Einheiten in bevorzugter Lage im Verbund deutlich günstiger als das EH im Speckgürtel. Das die Preise so stark weiter anziehen, konnte ich nicht wissen. Im Nachhinein ist das MFH natürlich von der Preisentwicklung sehr stark gestiegen. Vor allem bei einer WEG Umwandlung ist eine sehr hohe Rendite zu erzielen. Das war mir im Prinzip schon klar, aber die Preisentwicklung konnte ich nicht vorhersehen. Allerdings habe ich in meiner Region nichts attraktives mehr entdecken können. Ich suche momentan nicht mehr.

    Vielleicht ist Pantonis Idee mit dem Grundstücksverkauf und dem Kauf einer kleinen Einheit eine Idee. Falls diese nach Deiner Recherche tatsächlich nicht sehr teuer sein sollten. Du kannst das Geld als Anzahlung und Eigenkapital verwenden. Den Rest finanzierst Du um 1% Zinsen. Da Du ein Depot im Rücken hast und sie vielleicht selbst beziehen möchtest sollte eine Laufzeit von 10 Jahren reichen. Da bleibt Dein Depot unberührt und Ihr baut Euch etwas fürs Alter auf. Idealerweise gefällt Euch die kleine Einheit selbst. In der Zwischenzeit bezahlt Ihr einfach mehr Geld für eine Mietwohnung. So könnte Ihr weniger Aktien kaufen, aber die Einheit zahlt sich auch selbst ab. Und Euer Geld ist in defensive Sachwerte angelegt. Ich erziele lieber einen monatlichen Cashflow aus Miete als ein Grundstück mit einem schwankenden Preis ohne Einnahmen.

  54. Avatar42sucht21

    @Kiev

    vielen Dank für Ihren Post. Dem stimme ich zu. Bauvorschriften finde ich auch sinnvoll. Statik, Fluchtwege, Feuer usw. alles gut. Aber bei manchen Dingen (Häufigkeit der Begehungen für Fahrstühle oder Feuerschutztürenschließer, DIN 12464 für 75 Lux in Tiefgaragen, Beschaffenheit der Beleuchtung des Wegs vor dem Haus usw…) schiessen wir über das Ziel hinaus. Das treibt auch die Nebenkosten für die Mieter.

    Beim Haus im Garten des bestehenden Hauses (Innenstadtlage, Bestand herum alles 5 Etagen) hat die Stadt mir direkt(!) an die Gartengrenze eine ca 4-Etagen hohe Mauer gesetzt (Außenmauer ohne Fenster eines städtischen Gebäudes). Das durften sie. Ich wollte dann natürlich genau so hoch bauen bzw. idealerweise noch 1 drüber schauen… aber das darf ich nicht. Ich darf nur maximal 2,5 hoch weil in der Nachbarschaft (ca. 500m entfernt) die Häuser in den Gartenbaufeldern auch so hoch sind. Dann wurden mir noch m2 in der Fläche weggenommen und noch ein paar Dinge wg. Stellplätzen, Kanalanschluss und so. Ich lasse es aktuell. Vielleicht wird die Wohnungsnot in DE ja mal so groß, dass sich etwas ändert.

    Das DG wurde 1973 ausgebaut leider ohne Küche als 4 Einzelzimmer mit Waschbecken und für alle 1 Zentral-WC / Dusche  und 1 separates WC. Jedes Zimmer hat ein richtiges doppel-verglastes Fenster. So hätte ich es toll & einfach an Studis vermieten können und die Miete wäre auch günstig gewesen. Jetzt habe ich Gauben & Fenster vergrößert, auch ne Küche reingebaut, Etagentür,  Bäder teilsaniert, Balkon dran, neuer Zugang für Schornsteinfeger, Elektrik & Kasten musste in weiten Teilen neu, Heizungsanlage verändert, neue Dämmung nach neuer DIN zum Dach, neuer Boden mit besserem Schallschutz usw. Immerhin hat das FA alle Kosten akzeptiert. Jetzt wird es eine schöne 3er-WG in guter Lage aber der Mietpreis muss eben höher bis hoch sein um die neuen Kosten einzuspielen.

    Das mit dem komplett zu machenden DG im Altbau bei dem man durch die Lücken der Ziegel nach draußen schaut kann ich auch bieten 😉 Das Dach ist jetzt ca 40 Jahre alt aber ganz gut in Schuss. Holzbock und Holzwurm wurden erfolgreich bekämpft. Jetzt stehe ich vor der Frage alles neu mit 20m2 mehr Wohnfläche (nach Din) oder minimalistisch weil das Dach wohl noch 20 Jahre hält. Bei Durchsicht der Kostenvoranschläge für die große Lösung wurde ich kurz ohnmächtig. Das Material kostet fast nichts aber die Arbeitszeit ist eben unheimlich teuer. Ganz abgesehen von der Wartezeit aktuell. Na, mal schauen.

  55. AvatarRalf

    “Vielleicht ist Pantonis Idee mit dem Grundstücksverkauf und dem Kauf einer kleinen Einheit eine Idee. Falls diese nach Deiner Recherche tatsächlich nicht sehr teuer sein sollten. Du kannst das Geld als Anzahlung und Eigenkapital verwenden.”

    In der Tat eine Überlegung wert.

    Alternativ vielleicht auch ein Blick in Richtung MFH. Diese sind noch teurer als ein EFH im Verhältnis zur Wohnfläche und bzgl. Rendite aber mitunter interessant. Mit sinkenden Preisen dürfte ohnhin eher nicht zu rechnen sein in halbwegs brauchbaren Lagen.

  56. AvatarRalf

    “Ich wollte dann natürlich genau so hoch bauen bzw. idealerweise noch 1 drüber schauen… aber das darf ich nicht.”

    Vielleicht lohnt sich zunächst ein Gespräch direkt mit dem zuständigen Baurechtsamt. Je nach Stadt/Landkreis ist dies entkoppelt von der eigentlichen Gemeinde/Bauamt z.B. meist beim Landratsamt angesiedelt. Nach dem Prinzip “Ober sticht Unter” kann man damit manchmal was erreichen, vor allem im persönlichen Gespräch.

  57. AvatarNobbi

    Mein Gefühl was die Rechtsprechung angeht ist, dass ein Menschenleben in DE weniger Wert ist. Aber das Thema möchte ich auch nicht wirklich ausrecherchieren und vertiefen, weil es ja auch irgendwie nicht sehr würdevoll ist.

  58. AvatarOliver

    @Kiev:

    Das mit den Kompromissen ist ja schön und gut…. man muss halt in der Lage sein, sie eingehen zu können. Für mich ist die Diskussion eher meckern auf hohem Niveau.

    In diesem Zusammenhang ein Zitat von Nelson Mandela für ein paar Monate Entbehrungen zu bemühen, bevor man in sein eigenes Hab und Gut einzieht, ist schon bemerkenswert. First World Problems hat dieser Mann bei seiner Aussage sicher nicht im Blick.

    Ich habe ein anderes Zitat von ihm parat, dass sich mancher hier eher zu Herzen nehmen sollte:

    “Armut ist nicht natürlich, sie wurde von den Menschen geschaffen und kann deshalb überwunden, sowie durch geeignete Maßnahmen ausgerottet werden. Die Beseitigung der Armut ist kein Akt der Barmherzigkeit, sondern der Gerechtigkeit.”

     

  59. AvatarRollingStone

    Und weil es ein Neslon Mandela gesagt hat, muß es schließlich stimmen. ^^

  60. AvatarOliver

    @Nobbi: Mein Gefühl was die Rechtsprechung angeht ist, dass ein Menschenleben in DE weniger Wert ist.

    Wow… wie kommst Du jetzt darauf? Es geht um ne Mauer an einem Grundstücksgarten und nicht um Menschenleben!

     

    @42 sucht 21: ” …So hätte ich es toll & einfach an Studis vermieten können und die Miete wäre auch günstig gewesen.”

    Das mit den Bauvorschriften ist wirklich eine Sache, die auf den Prüfstand gehört. Zumal die Ländersache sind und daher in jedem Bundesland anders lauten. Ein einheitliches Bundesrecht wäre hier wahrscheinlich kein Fehler.

    Wahrscheinlich hätte man für Deine 4 Zimmer auch ein paar Studenten gefunden, selbst wenn nur Bullaugen verbaut wären, so wie es derzeit auf dem Wohnungsmarkt aussieht. Aber ob die neue Miete nach Renovierung nun tatsächlich so unfassbar viel höher liegen kann als die davor? Der Markt interessiert sich schließlich nicht dafür, welche Investitionskosten man hatte, um den Bestand auf Spur zu bekommen.

    Ich hätte ehrlich gesagt um das ganze Haus Angst, wenn keine Küche da ist. So stellt sich jeder von den Studis ein mobiles, womöglich noch halb antikes Kochfeld irgendwo in die Ecke, um sich wenigstens mal ne Tütensuppe machen zu können. Insofern finde ich die Vorschriften, dass man Leute nicht in jede Bruchbude stecken darf, durchaus gerechtfertigt.

    Hätte man die Benettons in Genua ebenso drangsaliert, bzw. kontrolliert wie Dich, würde die Brücke da unten wahrscheinlich noch stehen und 43 Menschen wären nicht gestorben. Ok, der Vergleich ist etwas dramatisch und hinkt links etwas, aber die grobe Richtung passt. 😉

  61. AvatarOliver

    @RollingStone: Und weil es ein Neslon Mandela gesagt hat, muß es schließlich stimmen. ^^

    Ich nehme an, Du meinst das von mir angeführte Zitat. Ja, ich denke, dass das so ist, wie er das sagt. Bist Du denn anderer Meinung? Aber bitte: jetzt nicht verkopfen und mit irgendwelchen abenteuerlich konstruierten Schicksalsschlägen hantieren. Es geht um die Botschaft darin, nicht um die technische Definition des Gesagten.

  62. KievKiev

    @ 42sucht21
    Ich kann auch nachvollziehen, dass Bauhöhen geregelt werden. Meiner Meinung nach sollte man aber im konkreten Fall darüber sprechen können. Bei einer angrenzenden 4 Etagen hohen Mauer kann ich die Begrenzung auf 2.5m auch nicht nachvollziehen. Die Höhe erscheint mir generell sehr niedrig für das Stadtgebiet. Ich gebe aber zu, dass ich aus ähnlichen Gründen einem meiner angrenzenden Nachbarn ein Kaufangebot gemacht habe. Ich hätte sein Haus nicht aufgestockt. Bei einem Verkauf wäre dies sehr sicher maximal ausgeschöpft worden. Er hat sein Haus aber behalten und vermietet es selbst. So ist es für mich auch sehr gut. Ich habe weiterhin meine Ruhe im halbwegs nicht einzublickendem Garten.
    Ich sehe anhand der DG Wohnung von 1973 aber, dass Sie ein sehr fairer Vermieter sind. Sie vermieten diese nun teurer, da Sie hohe Kosten dafür aufwenden mussten. Der zu erzielende Preis ist über den Daumen unabhängig von der Fenstergröße, Gaubengröße usw. Vielleicht fließt er marginal in den Preis ein. Die Miete ist bei mir zugegebenermaßen von Kosten völlig entkoppelt. Aber ich bin kein Vorreiter für Preissteigerungen.
    Ihr zweites Dachgeschoss ist meinem sehr ähnlich. Ich kann hier auch 22qm an Raum Gewinnen. Ich habe freien Blick auf die Ziegel. Die Eindeckung ist allerdings etwas über 80 Jahre.
    @ Ralf
    Ich kann mir leider nicht vorstellen, dass man in Heidelberg heute ein rentierliches MFH finden kann. Versuchen kann man es natürlich immer.
    @ Oliver
    Ich meckere hoffentlich nicht rum. Das Zitat habe ich mir gerade in ähnlicher Form überlegt. Aber ich wusste, dass es dies von jemand Anderen gab. Darauf habe ich bei Google nachgesehen. Es gibt natürlich gewichtigere Dinge als den Ausbau einer Wohneinheit. Das Zitat kann man aber auf viele Dinge anwenden. Vor allem auf den eigenen „Circle of Competence“. Der ist nun mal ein wenig eingegrenzt. Ich habe weit mehr gemacht als ein paar Monate die Wohnung früher bezogen. Meist in dem ich Dinge anders gemacht habe, als es üblich ist. Die Kosten habe ich extrem niedrig halten können. Das ist gerade am Anfang eines Investors sehr wichtig.
    Ich versuche Möglichkeiten mit Immobilien möglichst neutral hier darzustellen. Jeder hier geht seinen Weg. Kopieren ist leider oft nicht möglich. Aktuell sehe ich bei Immobilieninvestoren Versuche Wohnraum aus bereits vorhandenem zu generieren. Das sind die kleinen Unterschiede. Ich gehe auch zu den Behörden und vor Gericht. Ein Widerruf läuft aktuell. Das sind keine einfachen Dinge. Aber sie führen manchmal zum Erfolg.

  63. AvatarNico Meier

    Und bestimmte schweizer Kommentare lese ich erst gar nicht mehr….

    Ja Ralf kritische Kommentare nicht zu lesen passt in dein Denkschema. Alle anderen sind Schuld an der Misere des Beamten, der bewusst den schlechter bezahlten Beamtenjob wählt da er sich keinen Stress machen will und der seiner Frau gerne viel Freizeit gönnt aber immer über die überteuerten Immopreise jammert.

    Schweden

    Ich war gestern das erste Mal in einem Systemet, der in Schweden Alkohol mit mehr als 3.5% All verkaufen darf.

    Lustiges Volk das sich den Verkauf von Alk so stark reglementieren lässt.

  64. Avatarghost

    @ Kiev

    Super gemacht:)

     

     

    @Daniel,

     

    Nein ich bin ein anderer Geist.

     

    Mfg

  65. Avatar42sucht21

    @Kiev

    Mir liegt an einem möglichst guten und gerne auch langfristigen Verhältnis mit allen meinen Mieterinnen und Mieterns. Natürlich hilft es mir dabei nicht auf den letzten EUR angewiesen zu sein. Am Ende muss die Vermietung sich aber steuerlich rechnen und zwar nicht nur über potentielle Wertsteigerungen. Ich versuche fair zu sein und soweit vertretbar auf die Wünsche und Bedürfnisse der Mieter einzugehen. Ich führe natürlich durchaus auch Mieterhöhungen durch und lege die laut MV anfallenden NK auch wirklich um. Dabei versuche ich unnötige Kosten die ich umlegen könnte zu vermeiden. Meine NK Abrechnungen wurden teils auch von Mietvereinen geprüft und sind unbeanstandet. Rauchmelder habe ich zB meist selber installiert und die jährlichen Kontrollen mache ich oder der Mieter nach Protokoll. ISTA o.ä. versuche ich auch zu vermeiden. Es geht natürlich nicht bei allen ETW-Einheiten. Ich hatte noch nie wirklich Streit oder Probleme mit Mietern. Irgendwann kommt das bestimmt aber einige meiner Mieter vermieten die Wohnung auch zwischen zB bei Auflandsaufenthalt und kommen dann gerne zurück in die Wohnung. Kein schlechtes Zeichen finde ich.

    Ich bewundere, dass Sie auch Klagen um Ihre Wünsche durchzusetzen. Ich habe keine Lust auf jahrelange Gerichtsprozesse, das macht mir schlechte Laune selbst wenn ich irgendwann gewinne und versuche das soweit möglich zu vermeiden. Ich habe aber wirklich (positiv) Respekt vor Menschen, die das tun.

    Edit: Ralf / Kiev: bei ihrem MFH in guter Lage in der genannten Stadt wäre auch als Co-Investor mit dabei!

  66. Avatarghost

    @Abbvie,

     

    Ich bin kein Trader,

     

    Eher b&h…

     

    Aber man schrieb, dass das Unternehmen so verschuldet sei…..

    Es wird in der nächsten Zeit noch öfters in Usa passieren, dass sich Unternehmen verschulden. Dort ist eigentlich Abbvie mehr oder weniger ein Dividendenaristkratodersowasähnliches, also gehe ich davon aus dass diese Aktie gefragt ist.

    Nun kommt eine Nachricht und alle comps springen drauf und es gibt einen Abverkauf.

    Immer das Gleiche: negative Nachricht —> comps verkaufen.

    Kauft man da sich aber ein (bezogen auf sinnvolle/ gute Aktien) dann geht es nicht anders, als das man gewinnt. Nach jeder Korrektur gibt es eine Erholung 😉

     

    Seitdem ich hier sagte Abbvie ist günstig, bin ich mit dieser Aktie 8,56% im Plus.

     

    Wenn diese Vorgehensweise 8 Mal im Jahr funktioniert 😉 dann ist das mehr als nur nett;)

    Und wenn sie 3 mal nicht funktioniert dann hat man eben eine Dividendenaktie im Depot.

    Bei 10000 sind es mal ca. 800 Euro mehr innerhalb von paar Tagen…..

     

    Aber ansonsten gebe ich demjenigen Recht, der vor ein paar Tagen das mit den verschuldeten Unternehmen schrieb…….

     

     

    Mfg

  67. AvatarRalf

    @42sucht21: Welchen Kaufpreisfaktor (Jahresmiete im Verhältnis zum Kaufpreis) als groben Indikator einer möglichen Investition würden sie gegenwärtig noch als akzeptabel ansehen? Früher waren ja Werte von 10-12 nicht unüblich, allerdings waren da auch die Zinsen deutlich höher.

  68. Avatarghost

    Und es ist kein Tip, was ich oben schrieb und auch keine Empfehlung, es ist nur ein Gedanke den ich verfolge, wenn mir langweilig ist 😉

     

    Jeder sollte für das Leben diese Strategie haben, die am besten zu ihm passt….

    Mfg

  69. KievKiev

    @ 42sucht21

    Meine anvisierte Großbaustelle befindet sich nicht in Heidelberg. Klagen muss auch nicht der Mittel zum Erfolg sein. Ich sage einfach nur, das man neue Wege gehen muss und etwas ausprobieren muss. Die Arbeit für den Widerruf hält sich auch in Grenzen. Ich habe dazu einfach Kosten, Risiko und Gewinn überschlagen. Die Versicherung kostet mich weniger als 1% der Streitsumme. Die Arbeit erledigen Anwälte. Mein Risiko ist begrenzt. Dennoch habe ich Kreditangebote eingeholt, mich informiert usw. Die Hauptarbeit war wie so oft der erste Schritt. Mal aus der Komfortzone kommen, einen Plan aufstellen und abarbeiten. Wenn man nichts probiert braucht man auch keine Änderung erwarten.

    Im übrigen sehe ich keinen direkten Zusammenhang zwischen Vermögen und Armut. Zumindest nicht in direkt übertragenem Zusammenhang. Wenn ich als Beispiel die Möglichkeit erhalte 5 Reihenhäuser zu bauen, so nehme ich dafür einen Kredit auf und bereichere ein gottloses Zinshaus. Ich werde mich aber als dankbar erweisen und ein gutes Wort bei meinem Ableben einlegen. Ich werde den neu geschaffenen Wohnraum zu einer marktüblichen Miete vermieten. Damit würde ich die angespannte Wohnsituation ein wenig mildern. Falls ich überhaupt einen Schaden mit der Errichtung der Häuser anrichte, dann trifft es nur die Rendite eines anderen gierigen Vermieters, der vielleicht ein paar Euro weniger Miete verlangen kann. Ich könnte auch den geschaffenen Wohnraum für 2% Rendite vermieten. Da frage ich mich allerdings warum gerade ich das machen sollte. Das kann dann meinetwegen jemand anderes machen. Dafür würde ich mir nicht die Arbeit machen und das Risiko übernehmen. Oder kauft Ihr hier Aktien von Unternehmen mir Jahrzehntelanger selbst aufgelegter schlechter Performance?

    Die Nebenkosten halte ich auch sehr niedrig. Aber auch aus Eigeninteresse. Am Ende zählt für den Mieter doch die gesamten Kosten. Und hier halte ich sämtliche Posten, die in andere Unternehmen gehen so niedrig wie möglich. Große Unternehmen haben hier vielleicht Zweitfirmen. Da ergeben sich andere Möglichkeiten. Solche Herangehensweisen sind aber nur notwendig bei markt verzerrenden Maßnahmen.

  70. AvatarRalf

    @Kiev: Auch an dich diese Frage: Welchen Kaufpreisfaktor (Jahresmiete im Verhältnis zum Kaufpreis) als groben Indikator einer möglichen Investition würdest du gegenwärtig noch als akzeptabel ansehen? Früher waren ja Werte von 10-12 nicht unüblich, allerdings waren da auch die Zinskosten deutlich höher.

  71. Avatar42sucht21

    @Ralf – KPF

    Da bin ich kein berufener Auskunftgeber. Es kommt sehr auf den Einzelfall an für mich. Ich habe schon Schnäppchen mit Ausbau- und Mieterhöhungsreserve für KPF 7-8 in recht guter Lage erworben noch vor ca 20 Jahren. Das gleiche würde Heute eher mit KPF 25 kommen. Im genannten Heidelberg geht man nun in manchen Lagen bei Neubau auf KPF 35 oder teils darüber glaube ich. Da ist eine rentierliche Vermietung unmöglich. Nur als Vermögensabsicherung oder zum Eigennutz machen solche Preise evtl. noch Sinn. Ich habe ja vor kurzem geschrieben, meine nächste Einheit kostet deutlich >5k / m2. Wenn man eine Einheit ohne Verbesserungspotential kauft, dann macht das für den Mietzins Heute bei den Preisen keinen Sinn. Ich persönlich kaufe auch nicht in sehr schlechten Lagen/ Stadtteilen. Die Mieter trifft es zuerst wenns wirtschaftlich runter geht vermute ich.

  72. AvatarHilda

    Wie wäre es, wenn ihr langsam einen Blog nur über Immobilien aufmachen würdet? Langsam nervt es hier.

    Hilda

  73. AvatarRalf

    @Hilda: Sie haben nicht unrecht. Allerdings können Immobilien auch ein sinnvoller Baustein einer guten Altersvorsorge sein. Doch nun genug davon.

  74. AvatarNobbi

    @Oliver das war auf einen Kommentar von Rüdiger bezogen.

     

    Beim Immobilienthema ist leider Murmeltiertag.

  75. KievKiev

    @ Ralf

    Ich hätte ein passables Objekt mit 4% (Fak 25) Rendite gekauft. Allerdings nicht in Heidelberg. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man dort etwas rentierliches bekommt. Glück kann es natürlich immer geben.

    @ Hilda

    Es gibt unendliche viele Themen, die Dich nicht interessieren. Schreibe doch einfach über das eine Thema, dass Dich gerade beschäftigt. Vielleicht bekommst Du eine interessante Antwort?

     

  76. Avataralteeiche

    Die deutschen Parteien wollen doch keine finanziell vom Staat unabhängigen Bürger. Wo kämen wir den hin, wenn die von ihnen angesonderten Sprechblasen niemanden mehr in Angst und Schrecken versetzen würden?

    Es würde ganz schnell klar werden, das die Parteien mehr als flüssig…. nämlich überflüssig sind. Wie steht es im Grundgesetz: “Die Parteien tragen zur politischen Meinungsbildung bei.”

    Aha, die Parteien wollen also zu meiner politischen Meinung beitragen. Fragt sich nur, in wessen Interesse ?

    Treibt nur weiter Eure Säue durchs Dorf… sie interessieren mich nicht schon seit Dekaden nicht mehr.

  77. Avatarsammy

    Erkläre mal einem Rentner dessen Aktiendepot crasht (Aus Unternehmens oder wirtschaftlichen Gründen) dass Aktien sicher sind.

    Aktien bringen eine hohe Rendite, gerade deshalb sind sie aber auch extrem riskant. Jederzeit kann sich das Vermögen halbieren oder schlimmer.

    Somit ist die Angst völlig berechtigt, ein Rentner hat keine Dekaden mehr Zeit um etwas auszusitzen.

    Ein bisschen mehr Realismus würde hier nicht schaden!

  78. AvatarJürgen

    Wie oft ging denn ein breit gestreutes Aktiendepot in den letzten 100 Jahren um 50% oder schlimmer in die Knie ?

    Nur damit wir mal den Terminus “jederzeit” verifizieren.

  79. AvatarRollingStone

    @Oliver

    Verstehe Dich schon. Finde dieses Zitat aber nicht gut. Und eben wie Du sagst, es geht um die Botschaft darin. Diese wird leider oft, und gerade beim Herrn Mandela, zum anderen schlechten hin ausgelegt. Drum finde ich bloßes zitieren nicht gut, da sich oft die falschen bestätigt fühlen.

    Aber das alles schriftlich zu diskutieren und zu philosophieren ist sicher nicht so einfach – lass uns auf ein Bier treffen 😉

     

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