Niemand weiß nichts

New York, Mittwoch, 22. Mai 2013

Wir Börsianer lieben komischerweise Wahrsager. Diese Glaskugelgucker. Ich rate zur Vorsicht. Es ist unmöglich die Börse voraussehen zu können. Nicht mal FED-Chef Ben Bernanke weiß, wo die Wall Street Silvester schließen wird.

Der DAX und der Dow-Jones-Index laufen im Sauseschritt nach oben. Nun mehren sich die Warnungen. Natürlich ist es sinnvoll über diesen Börsenboom kritisch nachzudenken. Wie weit können wir noch laufen? Wo kann das hinführen? War diese Rallye vielleicht zu schnell? Seit dem März 2009 geht es fast ohne Pause rauf. Vier Jahre lang. Im Schnitt dauern aber Erholungen vier bis fünf Jahre. Vielleicht kommt jetzt eine lange Pause? Niemand weiß das.

Fakt ist: Es steht uns irgendwann die nächste Korrektur bevor. Natürlich ist ein neuer Crash im Anmarsch. Irgendwann wird es knallen. Nur wissen wir nicht: wann die Kurse abstürzen werden.

Sie finden an der Börse jede Menge Dauermahner wie Mister DAX, Dirk Müller. Der warnt, seitdem ich ihn an der Börse verfolge, vor einem Crash. Und Sie finden Daueroptimisten. Jeder Experte hat seine Theorien, jeder hat seine Kursziele. Alles schön und gut. Problem ist nur: Es handelt sich lediglich um Vermutungen.

Schauen Sie diesem Experten auf die Finger. Der warnt im Oktober 2009 vor einer scharfen Korrektur: "Die ökonometrische Fair-Value-Analyse zeigt einen extrem überbewerteten Aktienmarkt.“ Anschließend setzte sich die Rallye fort. Sie begann eigentlich erst. Dreieinhalb Jahre lang ging es nach seiner Warnung weiter rauf. Bis heute. Was für eine Fehlprognose!

Im Herbst 2009 warnt das Handelsblatt vor einem Crash: „Das ist das höchste Niveau seit mehr als 75 Jahren“, fabuliert das Blatt. Statt Absturz erlebten wir eine der besten Rallyes eines Jahrhunderts.

Dirk Müller sagte im September 2009 im Fernsehen (DAF): Die Börse sei „euphorisch übertrieben“, „vollkommen überzogen“, „es ist ein unglaublicher Optimismus draußen im Markt“.

Der Schein trog. Es war keine Euphorie.

In den Folgejahren kommentiert Dirk Müller Währungsturbulenzen und die Staatsschuldenproblematik. Er redete sich in Rage, sagte: „Finale Phase hat begonnen. Wir kollabieren.“

Was lernen wir daraus? Extreme Pessimisten und extreme Optimisten liegen meist daneben. Im Schnitt schneiden die Pessimisten noch schlechter ab, weil die Börse um ca. zehn Prozent per annum auf Sicht eines Jahrhunderts steigt.

Eine Aktienblase sehe ich gegenwärtig nicht. Ich habe schon die Dotcom-Blase erlebt, das war völlig anders. Die KGVs rangierten im Jahr 2000 bei über 100, sofern es überhaupt Gewinne zu melden gab.

Wie gesagt: Ich wage keinerlei DAX-Prognose. Keine Dow-Prognose. Ich kann es leider nicht einschätzen. So sehr ich mich auch anstrenge.

Ich bin übrigens nicht allein. Die Mehrheit scheitert mit ihren Voraussagen und ihrer Aktienauswahl. 75 Prozent aller Fondsmanager schneiden auf lange Sicht schlechter als der Index ab. Leider, es ist traurig. Die Branche steckt in einer tiefen Sinnkrise. Selbst Börsenstar Warren Buffett schafft es seit etlichen Jahren nicht mehr, den Markt zu übertreffen.

Es gilt grundsätzlich: Je aktiver Anleger sind, ob Profi oder Laie, desto schlechter schneiden sie offenbar ab.

Welche Schlüsse können wir Anleger daraus ziehen? Versuchen Sie besser nicht, den Markt zu timen. Bleiben Sie langfristig in hochsoliden Aktien investiert. Gehen Sie vorsichtig mit Prognosen um.

Was in der gegenwärtigen Rallye hilft, nicht den Boden unter den Füßen zu verlieren: Verzichten Sie auf den Aktienkauf auf Pump, haben Sie keine absurden Erwartungen an die Börse, bleiben Sie langfristig engagiert, verzichten Sie auf das Trading.

Behalten Sie etwas Cash auf der hohen Kante, um in einer Korrektur nachkaufen zu können. Statt nur kleine heiße Firmen zu kaufen, setzen Sie hauptsächlich auf die Dickschiffe, auf die Marktführer. Bei den ganz Großen ist in der Regel das Risiko geringer. Ein kostengünstiger Indexfonds hat seinen Reiz.

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Anmerkung  von  Turing    geschrieben 22.05.2013     
Ich habe mir den FTD-Artikel angeschaut und als erstes fiel mir die Chartanalyse ins Auge. Sowas kann man generell nicht ernst nehmen.

Anmerkung  von  Markus    geschrieben 22.05.2013     
Es gibt Argumente für einen Crash aber auch für weiter steigende Kurse. Zum Teil sind die jeweiligen Argumente nicht schlecht. ;-)

Das einzige was mich beunruhigt ist die abartig gestiegene Staatsverschuldung in Amerika, Europa und Japan. Banken und Versicherungen wurden auch noch in Bonds getrieben.

Einmal hat es Amerika geschafft mit einer fin. Repression die Staatsverschuldung zu senken. Allerdings war in dem Zeitraum ein starker BIP-Anstieg...

Vieles deutet bei einem Anlagehorizont von 30 Jahren auf Währungsreformen hin...

Anmerkung  von  Felix    geschrieben 22.05.2013     
Ich finde die nunmehr vierjährige Hause auch enorm und frage mich, wie lange kann das noch so weiter gehen. Die Eurokrise ist noch nicht ausgestanden. Mit Italien und Spanien, ggf. auch Frankreich warten dicke Brocken, die nicht wie Zypern behandelt werden können.
Bei diesem Anstieg darf man nicht vergessen, dass sie nicht viele mitgemacht haben, bzw. vorher in der Finanzkrise so große Verluste erlitten haben, dass sie gerade so wieder im plus sind.
Meine Schlussfolgerung als Contrarien: Jetzt die eher minderwertigen Aktienpositionen verkaufen und Cash aufbauen, zumindest ist jetzt für mich kein Zeit, um zu kaufen. Und erst dann, so wie 2009, aggressiv kaufen, wenn alle wieder meinen die Welt bräche zusammen. Sollte entgegen meinen Erwartungen der DAX munter bis 10.000 weitermarschieren, habe ich auch kein Problem; ich bin dann halt nicht voll investiert.

Anmerkung  von  Matthäus Piksa    geschrieben 23.05.2013     
Website www.welt-im-wandel.net

Nouriel Roubini meinte vor einiger Zeit, dass er nunmehr kurzfristig bullisch eingestellt ist. Kurzfristig, also auf Sicht von 1-2 Jahren. Wem das hilft...
Das Problem mit den Dauerpessimisten ist, dass sie hin und wieder auch mal Recht haben, andere in der Zwischenzeit aber jede Menge Geld verdient haben.

Dem Roubini folge ich seit einigen Monaten auf twitter. Der Star-Ökonom sitzt ständig im Flieger. Heute Paris, morgen London, dann Berlin, Rom, Madrid. Am Wochenende Istanbul, dann folgen Shanghai und Tokio. Zwischendurch ist er auch mal wieder in New York. Der Professor scheint ein Freisemester zu haben.

Anmerkung  von  Björn    geschrieben 23.05.2013     
Richtig, niemand weiß nichts. Da die nominalen Stände gemessen an der Vergangenheit aber vergleichsweise hoch sind, würde ich jetzt auch nicht mehr einsteigen (leider bin ich nicht so massiv investiert, wie ichs gerne wäre...).

Zwei Dinge allerdings mal:
# bei deinen o.g. (und immer wiederholten) Aussagen müsstest du eigentlich mehr Werbung für ETF's und Gerd Kommer sein "Weltportfolio" betreiben. Wenn denn ohnehin kaum ein Fachmann den Markt schlägt, nicht mal der gute Warren seit 4 Jahren, warum dann nicht lieber "auf die Märkte setzen"!?!?

# womit ich nichts anfangen kann, sind sog. Kontra-Indikatoren. Du hattest kürzlich darüber geschrieben, ich war aber etwas spät mit meinem Kommentar. Welches ist denn jetzt der richtige Kontra-Indikator?? Du hattest dich darüber geäußert, dass die meisten sog. vorm Crash waren, was für ein weiteres ansteigen des Marktes spricht (stark vereinfacht dargestellt). Dem gegenüber sage ich jedoch, dass ebenso viele Experten meinen, wir sehen demnächst die 10.000. Selbst die Bildzeitung berichtet doch wieder stark über Aktien mit Otte und Müller (auch so ein gern genommener Kontra-Indikator). Also steht doch ein Abschwung ins Haus!?!? Man weiß es nicht ;-)).

Ansonsten weiter so...

Anmerkung  von  Michael C. Kissig    geschrieben 23.05.2013     
Website www.intelligent-investieren.net

Sehr gute Einschätzung, Tim. Mir fallen dazu spontan zwei Weisheiten ein, die Deine Aussage stützen:

"Der sicherste Zeitpunkt für eine Prognose ist kurz nach dem Ereignis".
(Winston Churchill)

"An der Börse ist alles möglich. Auch das Gegenteil".
(André Kostolany)

Anmerkung  von  Markus    geschrieben 23.05.2013     

Tja, niemand weiß nichts! ;-)
Ob ich jetzt als Pessimist bezeichnet werde, selbst wenn ich zu über 90 % investiert bin macht mir nichts aus.

Zumindest bin ich sehr skeptisch, was die Lobeshymnen auf Bundesregierung, EZB usw. angehen.

Als Realist, wenn man sich mal die Zahlen, versteckte Geldmengen, Flickschustereien usw. anschaut, muss man schon sehr nachdenklich werden. Wie sollen diese erdrückenden Schuldenstände ohne starke Einschnitte und ohne weitere Krisen auszulösen, gelöst werden?
Anscheinend muss erst die Krise noch stärker werden, damit in manchen Ländern ungeliebte Reformen durchgesetzt werden.

Das "Beste" hoffen, aber mit dem "Schlimmsten" rechnen. ;-)

Anmerkung  von  Sebastian    geschrieben 23.05.2013     
Viele der hier und woanders getätigten Aussagen, Meinungen, Prognosen, Befürchtungen und Gedankengänge hat man so sicherlich auch in den 70er Jahren gehört und gelesen. Und wo stehen wir heute?

Können die jüngeren "Investoren" überhaupt etwas mit dieser Epoche anfangen? Was gab es damals nicht für politische und finanzielle Schwarzmalereien. Alles vergessen heute.

Die Geschichte zeigt, dass es immer wieder Währungsreformen und Staatspleiten gegeben hat. Na und?

Wer langfristig in Topunternehmen investiert, partizipiert an der ökonomischen Zukunft der Menschheit.

Ich habe jetzt zu oft erlebt, dass Pessimisten auf den Crash gewartet haben, während die Börsen munter anzogen. Kommt es dann doch zur Korrektur, fehlt vielen der Mut (könnte ja noch schlimmer kommen) einzusteigen.

Ebenso unschön, wenn man dem Crash zuvorkommen will und verkauft.
Die Kurse steigen noch jahrelang munter weiter und man kann nur zusehen.

Das macht Buy-and-hold für mich so beruhigend.

Wäre schön, wenn mehr Börsenteilnehmer mal Revue passieren lassen würden.

Was ist denn aus all den Befürchtungen geworden?
Wer gibt mal zu, dass er sich kolossal geirrt hat?
Wer hat denn 2009 und 2011 die Chancen genutzt?

Der Crash soll nur kommen, ich will mein Cash loswerden ;).....



Anmerkung  von  Felix    geschrieben 23.05.2013     
@ Sebastian
Schöner, abgeklärter Kommentar, der auch zeigt, dass man nicht ständig alle Infos, die so durch die Welt geistern, aufsaugen und verarbeiten muss. Aus einer gewissen Distanz und mit der Weitsicht vieler Erfahrungen relativieren sich viele der künstlich erzeugten Aufgeregtheiten.
Trotzdem ist es immer wieder schwer bei einem massiven Crash, seine Kohle zu nehmen und hoffnungsvoll zu investieren, während auf allen Kanälen der Weltuntergang zelebriert wird.

Anmerkung  von  Markus    geschrieben 23.05.2013     
beispiellink

Für mich würde 1970 wesentlicher rosiger aussehen als heute...;-)

Anmerkung  von  Markus    geschrieben 23.05.2013     

Ich habe eine sehr hohe Aktienquote und dies schon seit Jahren. Buy & Hold finde ich gut!
Allerdings diese jahrzehntelange Finanzierung auf Pump unseres schönen Wohlstandes muss irgendwann bezahlt werden!
1970 war so schlimm?

Sollte das System crashen, dann ist man vielleicht mit Aktien, Rohstoffen und Liquidität besser dran.

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Lassen Sie sich von tollen Gewinnen nicht blenden

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New York, Montag, 20. Mai 2013

Ich rate Ihnen, in die Kapitalflussrechnung zu schauen. Dort sehen Sie, wie viel Cash ein Unternehmen generiert und wo das Geld hinfließt. Besonders wichtig ist der Free Cashflow, sozusagen die freien zufließenden Barmittel. Die Zahl drückt aus, wie viel Geld nach Abzug der Investitionen dem Vorstand zur Verfügung steht: eben für Akquisitionen, Dividenden oder Aktienrückkäufe.

Der Cashfluss lässt sich kaum manipulieren. Unter Analysten gibt es den Spruch: „Cash flow is cash and is a fact. Net income is just an opinion“.

Der Überschuss hat weniger Aussagekraft. Im ausgewiesenen Gewinn steckt sehr viel Meinung drin. Er lässt sich stark beeinflussen, in eine Richtung biegen. So haben die Firmen Interpretationsspielraum. Wie viel ist das Lager wert? Inwiefern sind Forschungs- und Entwicklungsleistungen aktiviert? Was sind die Forderungen eigentlich wert? Wie bonitätsstark sind die Kunden? Anleger und Analysten greifen leider zu oft auf den Gewinn als Maßstab zurück.

Das Ergebnis kann Anlegern falsche Signale senden. Um eine Aktie bewerten zu können, hat der Gewinn isoliert betrachtet zu wenig Aussagekraft.

Es gibt Konzerne, die weisen schöne Gewinne aus, aber in der Kapitalflussrechnung zeigt sich ein Desaster: Wenn nämlich jeden Tag Cash verbrannt wird. Schauen Sie sich in diesem PDF das Firmenbeispiel auf den Seiten 5 und 6 an. Sie sehen: Steigende Erträge, ein wachsendes Eigenkapital, aber knallrote Cashflows.

Wenden wir uns nun einem positiven Fall zu: Ein besonders konservatives Management wird versuchen, den Gewinn möglichst kleinzurechnen. In der Kapitalflussrechnung können Sie womöglich die "wahre" Ertragskraft erkennen. Grundsätzlich ist es gut, wenn der operative Cashflow um ein zigfaches größer ist als der Gewinn.

Ein Turnaround kündigt sich oftmals im Cashflow an, später zeigt sich das erst in der Erfolgsrechnung. Wer also die Cash-"Floh"-Rechnung anschaut, kann mögliche Trends ausmachen. Wenn die Flöhe springen, ist das logischerweise super.

Ein Vorstand, der massiv das zufliessende Cash in Aktienrückkäufe pumpt, sendet uns Börsianer in der Regel ein positives Signal. Auch das sehen Sie in der Kapitalflussrechnung.

Ich gebe Ihnen ein anderes Beispiel: Haben Sie eine Solarfirma, die einen gigantischen Lagerbestand mit veralteten Solarzellen aufgebaut hat und ist dieser Bestand nicht ausreichend im Wert korrigiert worden, können Sie am Kapitalfluss sehen, dass kein Cash fließt, sondern die Solarzellen in das Umlaufvermögen wandern, sozusagen im Lagern schlummern. Das wird dann zu einer tickenden Zeitbombe. Irgendwann müssen die alten Solarzellen abgeschrieben werden. Eine Zeitlang kann ein Vorstand diese Abschreibung hinauszögern, bis irgendwann die Bombe platzt. Seien Sie vorsichtig, wenn der Lagerbestand schneller als der Umsatz zulegt.

Es gibt in den Geschäftsberichten viele Kniffe, die Sie beachten sollten. Ich gebe Ihnen ein anderes Beispiel: Bei Immobilienfirmen stecken die Grundstücke zu den Anschaffungskosten in den Büchern. Haben Sie eine 100 Jahre alte Immobilienfirma mit uralten Beständen, kann in der Bilanz ein versteckter Schatz schlummern. Ich nehme derzeit einige amerikanische Immobilienfirmen unter die Lupe. Erstaunliche Perlen können Sie da finden. Manchmal spiegelt der Buchwert nicht mal im Ansatz den Zeitwert („wahrer innerer Wert“) wider.

Schauen Sie sich am besten Unternehmen aus verschiedenen Winkeln an. Ein Unternehmen ist im Idealfall wie ein Gesamtkunstwerk zu betrachten. Beachten Sie die Historie von Umsatz, Ergebnis, Schulden, Cashflow, Dividenden, Aktienrückkäufe, Lagerbeständen… Außerdem geht es um Marktanteil, Marke, Konkurrenz, Management, Großaktionäre, Insider...

Fazit: Es zählt nicht nur der Überschuss oder das KGV, sondern es kommt auf den Gesamteindruck an.

PS: Der Schnappschuss ist vor Long Island im Atlantik vorige Woche entstanden.

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Anmerkung  von  Martin    geschrieben 21.05.2013     
Sehe ich auch so. Guter Artikel.

Zusätzlich zu Akquisitionen, Dividenden oder Aktienrückkäufen finde ich noch Schuldentilgung sinnvoll.

Anmerkung  von  ZaVodou    geschrieben 21.05.2013     
Hallo Tim,
gut finde ich, dass Du darauf hinweist, dass man bei einer Aktie nicht nur auf die Gewinne (KGV) schauen soll, sondern auch auf andere Faktoren.
Ein entscheidender Faktor scheint ja der freie Cashflow (FCF) zu sein. Hier hätte ich mehr Infos gewünscht. Du musst bedenken, dass Du bei Euro am Sonntag auch für die "schwäbische Hausfrau" schreibst. Da wäre es interessant zu wissen, ob man den freien Cashflow irgendwo ablesen kann oder sich aus mehreren Positionen errechnen muss und
ab welchem KFCF ((Kurs geteilt durch FCF) eine Aktie interessant (günstig) ist, da der Ottonormalverbraucher meist nur was mit KGV, KBV und Dividendenrendite etwas anfangen kann.
Mich persönlich würde es interessieren, warum man diese Kennzahl (KFCFV: also Kurs geteilt durch den freien Cashflow), obwohl sie ja recht wichtig ist, nicht in den üblichen Börsenpublikationen (z.B. im Magazin Euro, das ich kenne, weil es in der Bücherei kostenlos ausliegt) findet. Zu finden sind meist Dividendenrendite und KGV. Wenn es noch etwas ausführlicher ist KCV (aber nicht KFCFV), KUV und KBV.

Anmerkung  von  Tim    geschrieben 21.05.2013     
Website www.timschaefermedia.com

@ Martin
Stimmt. Schuldentilgung ist wichtig.


@ ZaVodou
Einfach erklärt:

Free Cash Flow = operativer Cashflow MINUS Investitionen

In der Kapitalflussrechnung heissen die Investitionen in den USA oft CAPEX.

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Bill Gates: Sein Einsatz für die Menschheit

New York, Sonntag, 19. Mai 2013

Ich bin beeindruckt. Beeindruckt wie sich Microsoft-Gründer Bill Gates für die Kinder in Afrika einsetzt. Gates hat selbst drei Kinder mit seiner Frau Melinda. Es tut dem Milliardär unendlich leid, die kranken Kids in Afrika zu sehen. Er denkt oft: „Das könnten meine Kinder sein.“ Schauen Sie sich dieses Interview mit Charlie Rose an. Schlicht faszinierend. Er hat ein großes Herz.

Dieser "gescheiterte" Harvard-Student hat in seinem Leben unglaublich viel erreicht. Gutes für die Menschheit zu tun, das ist sein Lebensziel.

Er liest haufenweise Bücher. Unter TheGatesNotes.com finden Sie seinen Blog.

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Anmerkung  von  Finanzielle Freiheit mit Dividenden Blog    geschrieben 20.05.2013     
Website finanzielle-freiheit-dividende-blog.de/

Danke für den Video Link Tim. Am Anfang kam Werbung von Pfizer. Wie gut das ich Pfizer schon im meinem Dividenden Depot habe.

Ich finde es toll, dass sich Bill Gates jetzt für die Kinder in Afrika kümmert, da er ja die operative Leitung für das Geschäft von Microsoft bereits in 2008 an Steve Ballmer abgegeben hat.

Anmerkung  von  Stefan    geschrieben 20.05.2013     
Ich habe auch großen Respekt vor Bill Gates!

Anders als ein Roman Abramowitsch macht er mit seinem riesigen Vermögen etwas sinnvolles. Abramowitsch lässt sich eine Yacht nach der anderen bauen. Wehe es hat mal einer eine 1 Meter längere. Was muss der für Komplexe haben.

Männer wie Gates hinterlassen ihren Fussabdruck auf der Erde. Er kann wirklich behaupten die Welt ein klein bisschen besser gemacht zu haben. Er hat begriffen, dass es nichts bringt mit 70 Milliarden irgendwann in den Sarg zu steigen...

Leider muss sich der Mann für seine Arbeit auch noch kritisieren lassen. Er würde nach Gutsherrenart entscheiden was passiert. Na und? Er geht es wenigstens an. Sollen sich die Kritiker mal fragen was sie für die Welt getan haben.

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Warren Buffett: Das ist meine Lebensformel

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New York, Freitag, 17. Mai 2013

Ich habe ohne Ende Literatur über Warren Buffett gelesen. Vor einigen Jahren hatte ich mit Buffett auf seiner Hauptversammlung in Omaha sogar kurz sprechen können (mein Foto). Ich glaube, ich habe seine Lebensweisheiten jetzt weitgehend zusammen. Es ist ein Extrakt aus vielen Jahren des Lesens und Lernens über Buffett. Ich habe die folgenden 16 Lebensweiten aus der Sicht des Börsenaltmeisters formuliert.

1. Habe die richtigen Vorbilder in Deinem Leben. Hast Du gute Idole gewählt, klappt der Rest von ganz alleine.

2. Geld ist nicht mein Motivator. Als ich meinen ersten Job annahm, wollte ich für lau arbeiten. Wichtig ist: Die Arbeit muss Dir verdammt viel Spass bereiten. Der Rest passiert von ganz alleine. Ganz ohne Dein Zutun. Ich kassiere ein Jahresgehalt von 100.000 Dollar seit einer Ewigkeit. Mehr möchte ich nicht verdienen. Mehr brauche ich nicht zum Leben.

3. Feilsche nicht. Bleibe fair. Wenn ich ein Familienunternehmen übernehme, verhandle ich niemals den Preis. Ich akzeptiere einen fairen Preis. Mir ist es wichtig, dass der Verkäufer sich wohl fühlt und mithilft, dass das Unternehmen weiterhin wächst und gedeiht.

4. Sei immer ehrlich, ehrenhaft, ziehe niemanden über den Tisch. Ich behandle meine Geschäftspartner und Kunden wie Freunde. Sie sollen sich wohlfühlen. Ich möchte zufriedene Aktionäre.

5. Lebe unterhalb Deiner Verhältnisse. Ich fahre zehn Jahre alte Autos, ich kaufe die Rostlauben gebraucht. Was mein Nachbar über mein Auto denkt, ist mir egal.

6. Bilde Rücklagen. Verzichte auf unnötigen Luxus. Kredite brauche ich nicht.

7. Investiere langfristig. Von dem ganzen Hin und Her habe ich nichts. Ich möchte am langfristigen Erfolg von Unternehmen verdienen. Vom Zinseszins. Dieser speist sich aus den Kursgewinnen und Dividenden. Ich halte die Steuern und Transaktionskosten so gering wie möglich. Nur hochsolide, profitable Unternehmen landen in meinem Depot. Sanierungsfälle (Textilmühlen etc.) sind nicht mein Schwerpunkt.

8. Wenn Dir jemand ein Produkt verkaufen möchte, überlege immer, wie viel die Person damit verdient.

9. Umgebe Dich mit den richtigen Leuten in Deinem Leben. Versuche von ihnen zu lernen, kopiere sie. Entwickle einen exzellenten Charakter.

10. Lese, lese, lese. Ich lese jeden Tag endlos viele Stunden. Mein Geschäftspartner Charlie Munger macht das so wie ich. Die Mehrheit der Menschen verzichtet darauf. Mich wundert das. Beim Lesen lerne ich unglaublich viel. Schade, dass der Tag nicht mehr Stunden hat. Ich lese Bücher, Zeitungen, Geschäftsberichte, Magazine... Ab und an gehe ich ins Internet, wenn ich zuhause bin. Mir gefällt die Musik von Frank Sinatra auf Youtube sehr gut. Manchmal kann ich stundenlang Musik hören. Die Vorschläge für neue Videos auf Youtube sind amüsant.

11. Eigentlich gehe ich gar nicht gerne aus. Die vielen Parties gehen mir richtig auf die Nerven. Die Hochzeit mit meiner Frau habe ich in ganz kleinem Rahmen zusammen mit meiner Familie gefeiert. Ich gebe zu: Am liebsten gehe ich zur Arbeit und lese.

12. Ich rate Dir: Lerne gute Reden schwingen zu können. Was hatte ich früher Angst, wenn ich einen Vortrag halten musste. Ein Lehrgang hat mein ganzes Leben verändert. Ich habe all meine Ängste überwunden und kann nun endlos vor anderen plaudern.

13. Die meisten Menschen haben ein sehr gutes Herz. Vertraue ihnen. Du brauchst nicht, jeden Deal in Papierform zu bringen. Im Umgang mit Menschen hilft Dir Deine Intuition weiter.

14. Vertraue in Deine eigenen Fähigkeiten, lerne Dein Leben lang, investiere vor allem in Dich selbst. In Deine Ausbildung.

15. Deine Familie ist eine große Stütze für Dich. Kümmere Dich um sie. Schätze sie. Erfolg basiert darauf, wie viele echte Freunde Du hast und nicht wie viel Geld auf Deinem Konto schlummert.

16. Vergesse nicht, für wohltätige Zwecke zu spenden. In unserer Bevölkerung gibt es schwache Menschen, die die Zuwendung der Starken benötigen. Vergesse das nie.

Das sind wie gesagt Lebensweisheiten, die ich mir selbst ausgedacht habe. Sie sind in Anspielung an Buffett verfasst. Ich lese gerade das Buch: Warren Buffett: Sein Weg. Seine Methode. Seine Strategie

Das Buch basiert zwar nicht auf den neuesten Nachrichten. So erschien die Originalversion 2005 in englischer Sprache. Trotzdem hilft es sehr, einen guten Überblick über seine Methoden zu bekommen.

Übrigens hat Buffett im zurückliegenden Quartal seine Aktienpakete an Wells Fargo, IBM und Wal-Mart aufgestockt. Den Rüstungskonzern General Dynamics verkaufte er komplett. Bei dem Medien-Spinnoff Starz riss er sich einige Anteile unter den Nagel. Für Aktienabspaltungen kann er sich begeistern, weil die Kurse oftmals nicht das ganze Potential widerspiegeln.

Hier sind noch spannende Videos mit Buffett zu sehen.

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Anmerkung  von  Stefan    geschrieben 17.05.2013     
spannender Artikel, empfehlenswerte Website,
danke für die zahlreichen Denkanstöße

Anmerkung  von  Gordon Gekko    geschrieben 17.05.2013     
So ich verabschiede mich ausdiesem Blog. Das nimmt m.E. schon sektenhafte Zuege an, wa hier publiziert wird, das ist ja wirklich unterste Schublade, noch dazu von einem der weder eine Uni besucht hat noch ein Ausbildung in der freien Wirtschaft genossen hat sondern im Schoss der Sparkassen, laecherlich...Mich kotzt wirklich an, wie Leute ohne entsprechende Ausbildung von sich meinen, etwas wichtiges sagen zu koennen. P.S. Die hierauf üblicherweise folgenden Kommentare kenne ich bereits und werde darauf nicht antworten

Anmerkung  von  Felix     geschrieben 17.05.2013     
Zu Warren Buffett:
Kann es sein, dass Warren Buffett zu einem Mythos hochstilisiert wird? Über ihn sind wahrscheinlich mehr Bücher geschrieben worden als über sämtliche US-Präsidenten zusammen. Von Nobelpreisträgern, Wissenschaftlern, Erfindern, Unternehmern usw., welche die Welt wirklich weitergebracht haben, ganz zu schweigen.
Ich glaube, dass alle Klein- und Kleinstanleger ihre Reichseinfantasien in diese Figuren hineinprojizieren. Dabei ist Warren Buffett nicht an der Börse reich geworden, sondern zunächst dadurch, dass er sich direkt an Unternehmen beteiligt, bzw. diese vollständig übernommen hat. Er ist also eher ein private Investor als ein Börsenanleger. Die Börse kam erst später dazu.
Warren Buffett ist also mehr zufällig zu der Kultfigur aller Börsenanleger dieser Welt geworden.

Anmerkung  von  Alex    geschrieben 17.05.2013     
@felix
auch wenn es natürlich stimmt, dass andere leute mehr für die Menschheit geleistet haben als buffett und dafür weniger anerkennung bekommen
und dass der normalanleger buffetts erfolg mit einem Direktanlagekonto natürlich nicht so einfach nachmachen kann (leverage durch float, eingriffe in das management...)
wieso musst du etwas zu thema sagen obwohl es falsch ist?

es stimmt nicht das buffett mit aufkäufen ganzer firmen begonnen hat. angefangen hat alles in seinen partnerships mit den moodys-manuals und den cigarbutts.
und davor war er bei Graham/Newman und hat cigarbutts und GEICO Aktien gekauft.

Anmerkung  von  Chris    geschrieben 18.05.2013     
Tschüs Gordon, leb wohl!

Anmerkung  von  Tom    geschrieben 18.05.2013     
Gut Ding will Weile haben ;-)
Erst in den letzten Jahren hab ich das Wissen hinter den Redewendungen der Grosseltern so richtig verstanden.. (Warren ist ja, by the way, auch Opa ;-)
Langfristig fährt man mit diesen einfachen Tipps (unter anderem auch "Lebensgesetzen") am besten.

Einen Punkt möchte ich betonen. Spenden an Bedürftige. Ich finde wir haben mehr als genug in Europa. Meiner Meinung nach können wir 5-10% vom Einkommen problemlos spenden ohne Einbussen zu erfahren. Ich kann es selber bestätigen. (bin alleinverdiener, hab frau und zwei kinder)
Und: Behandle Andere so, wie Du auch selber behandelt werden willst..

Anmerkung  von  Ulrich    geschrieben 18.05.2013     
Über Warren Buffett sollte wirklich so langsam alles gesagt sein.

Wenn man sich mal die Forbes-Liste der 10 Reichsten (Stand 2012 laut Wikipedia) anschaut, wird klar, dass einige allzeit präsent sind und um einzelne ein übertriebener Hype gemacht wird, während andere in der öffentlichen Wahrnehmung so gut wie gar nicht stattfinden:

Carlos Slim Helú, Bill Gates, Warren Buffett, Bernard Arnault, Amancio Ortega, Larry Ellison, Eike Batista, Stefan Persson, Li Ka-shing, Karl Albrecht

Warren Buffett liefert als lustiger verschrobener Onkel natürlich immer brav die Stories und Bilder, die die Medien lieben. Und die stürzen sich dankbar darauf.

Anmerkung  von  aksoy    geschrieben 18.05.2013     
Naja, was an Buffett halt fasziniert, ist dass der lediglich mit gesundem Menschenverstand und obsessiver Beschäftigung mit Ökonomie zu Reichtum gekommen ist. Und dass der eben ein fairer Geschäftsmann ist.

Das unterscheidet den schon von vielen anderen Reichen, die einmal zur richtigen Zeit an der richtigen Stelle waren (bzw. eine gute Idee hatten) und sich dann mit Agressivität, schmutzigen Tricks und Lobbyismus die Milliarden unter den Nagel gerissen haben.

Insofern lese ich immer wieder gerne über Buffett, auch wenn sich natürlich vieles wiederholt...

Anmerkung  von  Markus    geschrieben 18.05.2013     

Das bemerkenswerteste ist die Ehrlichkeit und Loyalität, wenn man sie denn aus der Ferne bewerten kann...

Davon könnte mancher Kleinanleger, der so negative Einstellungen wie: "Hinter jedem großen Vermögen steht ein Betrug" vermutet, profitieren.

Anmerkung  von  Turing    geschrieben 19.05.2013     
Was ich an Buffet besonders schätze, ist seine Bescheidenheit. Er gönnt sich gerade mal 100000 $ Gehalt pro Jahr. Obwohl er so viele Menschen zu Millionären gemacht hat, könnte er sich problemlos mehr rausholen und die Aktionäre würden es ihm herzlichst gönnen.

Ich finde es komisch, warum die Menschen in Deutschland nicht einfach Buffets Weg mit einfachen Regeln gehen, stattdessen ständig auf dubiose Betrüger reinfallen. In Deutschland ist zur Zeit die Pleite von S&K ein Riesenthema. Es zeigt sich, dass in Deutschland die finanzielle Bildung fehlt. Wie sonst ist es denn zu erklären, dass S&K ausgerechnet nach der Immobilienkrise richtig an Fahrt aufnahm. Ich verstehe es nicht. Sobald die Aktienkurse fallen, verkaufen die Leute wie blöde ihre Aktien. Wenn aber eine Immobilienblase platzt, die Milliardenschäden auf der ganzen Welt anrichtet, dann investieren die Leute in vermeintlich sichere Immobilien, in "Betongold", weil Aktienkurse (nicht zufällig) zur gleichen Zeit auch im Keller waren. Was die Aktienkurse von Unternehmen wie Bayer, BASF, Generals Mills und K+S mit einem platzenden Immobilienmarkt zu haben, werde ich wohl nie verstehen. Liegt vielleicht daran, dass Unternehmen wie Lehman Brothers, HypoRealEstate und Commerzbank infolge der Krise weniger Kalisalz und Kunststoffe kaufen. Der Kurs von Bayer hätte sogar steigen müssen, denn die Nachfrage nach Aspirin steigt in schwierigen Zeiten. :-)

Was hat eigentlich Tim Schäfer über S&K zu sagen? S&K hat ja auch Fondsgesellschaften aufgekauft und das Geld der dortigen Anleger umgeleitet. S&K liefert einen weiteren Grund gegen Aktienfonds.

Anmerkung  von  Felix    geschrieben 19.05.2013     
Ich stimme den vorherigen Beitrag zu:
Breit gestreut in Weltkonzerne, möglichst Marktführer mit guter Dividendenhistorie, zu investieren, hält das Risiko überschaubar.
Zwar stürzen auch da ein paar ab (NOKIA, eon, die Banken) und es kommt zu Betrugsfällen und Pleiten (Enron, Lehmann), aber das ist verkraftbar, wenn man keine Position über 5 % seines Portfolios anwachsen lässt.
Buffett hält von breiter Diversifizierung eher nichts; mit seiner Expertise setzt er auf konzentrierte Portfolios. Mit Cola ist im das ja auch prächtig gelungen. Für den Privatanleger ist diese Strategie jedoch riskant, weil er nicht die Insiderinformationen oder gar Zugriff auf das Management hat.

Anmerkung  von  Musti    geschrieben 19.05.2013     
Ich denke man sollte nicht alles was Buffett sagt auch ernst nehmen.
Wenn man ihn reden hört, dann schwört er auf Hold and buy.
Aber seit einiger Zeit passt es nicht , was er sagt.
Siehe tesco, mondelez, Archer. Er im letzten Quartal gekauft bzw. Vorletztes und jetzt wieder abgestoßen .
Sein Kommentar dazu ( wie immer) dass sind seine Beiden Manager.

Daher sollte man das ganze wie eine Bar sehen, sich die wichtigen Infos aus den Büchern rausholen und seinen eigenen Cocktail mixen.

Außerdem denke ich dass ein konzentriertes portfolio für den Anfang ein gute (natürlich riskante ) Taktik ist. Erst wen man den Break Even point erreicht hat, kann man über Diversifizierung nachdenken.
Das wichtigste ist , so schnell wie möglich aus den Start.ochern zukommen !

Anmerkung  von  Joern    geschrieben 19.05.2013     
Nun ja, das mit der Bescheidenheit ist das so eine Sache.
Sicher ist, dass Herr Buffett für seine Tätigkeit bei Berkshire Hathaway nur 100.000 $ erhält. Jedoch ist sein Jahreseinkommen deutlich höher.

Bei der letzten Presidentschaftswahl in den USA hat er sich bzgl. der Besteuerung zu Wort gemeldet.

http://www.zeit.de/wirtschaft/2011-08/buffett-usa-steuer

Aus diesem Artikel der Zeit geht hervor, dass er im Jahr 2010 7.000.000 $ Steuern bei einem Steuersatz von 17,4 % gezahlt hat. Somit war sein zu versteuerndes Jahreseinkommen ca. 40 M$. Somit fallen die 100 k $ von Berkshire Hathaways nur maginal ins Gewicht.

Laut der Biographie über ihn " Das Leben ist wie ein Schneeball" hat er, bevor er seine Partnerschaft gegründet hatte, sein Vermögen geteilt. Ein Teil ging in die Partnerschaft, der andere Teil wurde verwendet um aus den Erträgen die Haushaltskosten zu decken.
Wen man die in dem Buch beschriebenen Privatjetflüge mit der Famile in den Urlaub betrachtet, dann ist der Lebensstil nur oberflächlich als bescheiden zu bezeichnen.

Ansonsten Vielen Dank für diesen Blog. Ich lese ihn regelmäßig gerne.


Anmerkung  von  Tim    geschrieben 19.05.2013     
Website www.timschaefermedia.com

@ Turing

Manchmal denke ich, der Finanzmarkt ist ein Sauhaufen. Es geht dabei nicht nur um diese 2 dubiosen Leute von diesem merkwürdigen Immobilienfonds, die jetzt im Gefängnis sitzen. Es geht vielmehr um das Ganze. Wenn ich mir anschaue, was alles passiert ist in den vergangenen 10 Jahren, denke ich: "Meine Güte, was für eine Unmoral." Manipulierte Libor-Zinssätze, betrügerische Immobilienpapiere im Milliardenvolumen, Banken helfen beim Steuerbetrug, beim Waschen von Schwarzgeldern, gleichzeitig stecken sich die Obersten absurde Millionensummen in die eigenen Taschen...Das ging solange gut, bis das System kollabierte und Panik ausbrach.

Wir brauchen einen fairen, transparenten, ehrlichen Kapitalmarkt. Wie es so weit kommen konnte, ist mir unbegreiflich. Wo haben da manche Menschen ihre Moral und Ethik gelassen?

Anmerkung  von  Finanzielle Freiheit mit Dividenden Blog    geschrieben 20.05.2013     
Website finanzielle-freiheit-dividende-blog.de/

@Gordon: Good Bye ! BTW: Ich weiß Du wirst es nicht mehr lesen, wieso brauch man umbedingt ein Studium, um in einem Bereich des Lebens ein Experte zu sein? Schau Dir doch die "Verkäufer" bei der örtlichen Sparkasse an, was sie Dir für 100.000€ Anlagesumme alles für schöne Fonds verkaufen wollen. ;-)

zu 1) 100.000 EUR Jahresgehalt reichen auch vollkommen aus, um ein gute Leben leben zu können und Geld zum investieren in Dividenden Aktien zu haben. Warren verdient aber viel mehr, als nur die 100.000$ von Berkshire.

zu 5) Mein BMW ist jetzt auch schon 10 Jahre alt - zum Glück noch kein Rost am Auto.

zu 6) Auf unnötigen Luxus verzichte ich auch. Kredite - maximal für einen Hauskauf.

Anmerkung  von  Stefan    geschrieben 20.05.2013     
@ Gordon Gekko:

Meinst du, dass du was besseres bist weil du studiert hast? Mach doch auch ein Blog und dann zeig mal, dass du es besser kannst.

@ Tim:

Ich habe auch etliche Bücher über Warren gelesen. Du hast es echt sehr gut zusammengefasst. Warren bietet nunmal in diesen schwierigen Zeiten einen Orientierungspunkt. An wem kann man sich denn sonst orientieren? 99% der Akteure wollen doch nur selbst Geld mit ihren Ratschlägen verdienen. Warren hat keine Hintergedanken.

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Der gesunde Menschenverstand

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New York, Mittwoch, 15. Mai 2013

Wer an der Börse erfolgreich sein will, braucht einen klaren Verstand. Einfache Gedankengänge reichen völlig aus, um den Durchblick zu bekommen. Haben Sie schon Analysten im Fernsehen beobachtet, die einen Kauderwelsch daherreden? Wenn solche „Experten“ komplexe Formeln verwenden, 200-Tage-Linien erörtern, das Sharpe Ratio, Beta und Alpha erwähnen und die Wurzel aus irgendeinem Zeug ziehen, werde ich vorsichtig. Es kann nämlich sein, dass so jemand den Überblick verloren hat.

Der gesunde Menschenverstand genügt. Sie brauchen weder das Alpha noch das Beta berechnen. Ist Ihnen schon aufgefallen, dass die besten Stars wie Warren Buffett, Carl Icahn oder George Soros ganz simpel Zusammenhänge beschreiben?

Ist eine Währung überteuert oder eine Aktie aussichtsreich, lässt sich das klar und einfach erklären.

Bevor Buffett als Langfristinvestor eine Aktie kauft, überlegt er: Wie werden die Produkte wohl in zehn oder zwanzig Jahren verkauft? Gibt es für Coca-Cola-Dosen eine nachhaltige Nachfrage im Jahr 2020 oder handelt es sich eher um ein Modethema? Buffett schaut in die Bilanz, ob sie stabil ist. Er blickt in die Kapitalflussrechnung, ob das Cash schön sprudelt. Er nimmt die Dividende unter die Lupe, die Gewinne, die Historie usw. Komplexe Formeln hat der Guru aber nicht im Kopf.

Buffett sagt: “There is no perfect mathematical formula for pricing a business.“

Es gibt also keine perfekte Formel, um die Bewertung einer Aktie zu überprüfen. Es zählt der gesamte Eindruck eines Unternehmens. Value Investing ist eine Art Kunst. Sprudeln die Gewinne noch in zehn Jahren und ist die Bewertung nicht irre, ist ein Qualitätsunternehmen ein möglicher Kaufkandidat für Buffett.

So sollten Sie vorgehen. Ist die Börse um 30 bis 50 Prozent eingebrochen, was wollen Sie da groß berechnen? In einem solchen Fall bietet sich natürlich eine schöne Nachkaufchance. Ob nun die 200-Tage-Linie passt oder nicht, ist Wurst egal.

PS: Das Grafiti entdeckte ich in Reykjavík (Islands Hauptstadt).

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Anmerkung  von  finanziell umdenken    geschrieben 16.05.2013     
Website finanziell-umdenken.blogspot.de/

Hi Tim,

sofern der gesamte Markt um 30 oder 50% einbricht, sehe ich das Vorgehen genauso. Das sind gute Gelegenheiten neue Aktien hinzukaufen zu können, selbst wenn es (vorübergehend) sogar noch weiter abwärts geht.

Falls sich Einzel-Aktien deutlich schlechter als der Gesamtmarkt entwickeln, dann wäre ich bei diesem Titel vorsichtig. Dann könnte dort irgendetwas faul sein.

VG
Lars

Anmerkung  von  stevoxx    geschrieben 16.05.2013     
Sehr guter Artikel. Mir fällt dazu ein Zitat von L. da Vinci ein:

"Simplicity is the ultimate form of sophistication"!

Wir leben in einer extremen Komplexitätsgesellschaft, sehen vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr.

Kritisch denken und lernen zu lernen sind vielleicht die wichtigsten Eigenschaften überhaupt.

Anmerkung  von  Finanzielle Freiheit mit Dividenden Blog    geschrieben 16.05.2013     
Website finanzielle-freiheit-dividende-blog.de

Tim, sollte der Markt um 30% bis 50% einbrechen, werde ich weiterhin Dividenden Aktien für mein Dividenden Depot kaufen. Kein Frage!

Anmerkung  von  Michael C. Kissig    geschrieben 16.05.2013     
Website www.intelligent-investieren.net

@Lars

Wieso sollte man besondere Vorsicht walten lassen, nur weil sich eine Aktie schlechter als der Gesamtmarkt entwickelt? Damit würdest Du "dem Markt" ja eine Allwissensmacht zubilligen, was dem Value-Investing-Ansatz komplett widerspricht. Denn der geht ja gerade von Marktineffizienzen aus, so dass man Aktien unterhalb ihres inneren Wertes kaufen kann, eben WEIL dieser vom Markt nicht erkannt wird.

Darüber hinaus ist ein Vergleich mit der Marktperformance doch eine Stichtagsbetrachtung bzgl. eines (willkürlich gewählten) Zeitraumes. Nimmt man z.B. den Kurs von Apple, so weist dieser bis Ende 2012 eine erheblich bessere Kursentwicklung als der Gesamtmarkt auf. Bezieht man die letzten Monate mit ein, ist diese Überperformance deutlich weniger ausgeprägt. Und betrachtet man nur das Ergebnis 2013 ist Apple ein Börsenkapitalvernichter par excellence und das in einer Zeit, wo der Dow Jones von einem historischen Höchststand zum nächsten eilt.

Die Markteffizienztheorie erklärt den Leuten, sie könnten auf das Denken verzichten und trotzdem an der Börse Geld machen. Deshalb ist sie populär. Ansonsten hat weist sie mehr Löcher auf als ein Schweizer Käse - und genau das ist sie auch: Käse.

Anmerkung  von  Markus    geschrieben 16.05.2013     

Sowohl die EMT als auch die Value-Analyse haben ihre "daseinsberechtigung"!

Gewinne zuverlässig in die Zukunft zu interpolieren hat schon etwas von Hellseherei.;-)

Zumindest seit Dez 2008 inklusive Immos, Liquidität und Rohstoffen hat die EMT manchen Anlegern um die 13,5 % p. a. nominal und nach Kosten gebracht...;-) Auf ein Gesamtdepot und nicht nur wieder die schönen Einzelbeispiele...

Anmerkung  von  Dmitri    geschrieben 16.05.2013     
Website www.moospara.de

Ich glaube, mit dem gesunden Menschenverstand fährt man langfristig einfach besser. Nicht nur was das Investieren betrifft.

Wenn ich ein Unternehmen gekauft habe von welchem ich überzeugt bin, dass es in 20 Jahren immer noch existiert und Gewinne abwirft, so kann es mir doch egal sein ob der Kurs teilweise um mehr als 50% eingebrochen ist.

Übrigens verstehen viele Unternehmen diese Aussage als Teil ihrer Corporate Identity. Mitarbeiter werden ermutigt in jeder Situation einfach nach ihrem gesunden Menschenverstand zu handeln.

Und siehe da – auf bestimmten Ebenen funktioniert es nachhaltig einfach!

Anmerkung  von  Kayo    geschrieben 16.05.2013     
Website www.arsamo.de

Ja, Einfachheit ist meistens am Besten.
Pareto eben, mit 20% Aufwand erreicht man 80% des Möglichen.
Die 100% schaffen nur Buffett & Co ...

Anmerkung  von  Matthäus Piksa    geschrieben 16.05.2013     
Website www.welt-im-wandel.net

Ich habe neulich Dirk Müllers neuestes Buch "Showdown" gelesen. Seinen fragwürdigen Krisenerklärungsansatz, vereinfacht gesagt: die Amerikaner haben kein Interesse an einem starken Euro, die Russen haben kein Interesse an einem starken Europa, lasse ich mal außen vor, denn sein Konzept, wie man Europas Wirtschaft wieder auf Vordermann bringen könnte, ist durchaus beachtenswert.

Er ist der Meinung, dass es eine gesamteuropäische Energiewende geben müsste. Mal abgesehen vom Klima- und Umweltschutz hätte das nämlich zur Folge, dass in Europa Arbeitsplätze entstehen würden. - Windkraft-, Photovoltaik-, Geothermie-, Biogas-, Wasserkraftanlagen und was es sonst noch alles gibt, müssten hergestellt, gewartet, verbessert, Stromtrassen gebaut werden etc.

Er erklärt auch, und das ist der beste Teil des Buches, wie die Energiewende finanziert werden könnte. Nämlich indem die Staaten und die EU die Investitionen in die Erneuerbaren mit einer Art staatlichen Ausfallgarantie belegen. Also Investoren, Gläubiger und Eigentümer schützen und zusätzlich den Versicherungen/Pensionskassen etc. erlauben, ausfallsicher in diese Produkte zu investieren. Da diese derzeit bekanntlich, praktisch alternativlos, in Staatsanleihen investieren müssen, gäbe es auch ein Rendite-Interesse seitens dieser institutionellen Investoren.

So viel zu seinem Buch. Er sprach noch davon, dass er überall wo er seine Konzepte und Ideen vorstellt, auf Begeisterung stößt. Na dann. ;-)

Interessant ist noch, dass BMW in diesem Jahr, ähnlich wie Tesla, ebenfalls ein Elektro-Auto auf den Markt bringen möchte. BMW rechnet damit, dass sie mit dem i3 durchaus mehrere zehntausend Stück verkaufen könnten und damit Gewinn mit dem Flitzer erzielen werden. O-Ton Reithofer

Sehr zuversichtlich äußerte sich ein BMW-Ingenieur, der davon sprach, dass die Leistungsfähigkeit der Batterien bis zum Ende der Dekade um das Zehnfache gesteigert werden könnte!

Fazit: Überall Optimisten. Wenn man sich überlegt, dass für Sprit in Deutschland dreistellige Milliardenbeträge ausgegeben werden und ein großer Teil hiervon ins Ausland geht (Ölunternehmen+Scheichs), dann kann man sich vorstellen, dass die Energiewende im Zusammenspiel mit einer modernen Fahrzeugantriebstechnik der Wirtschaft einen neuen Schwung verleihen könnte. Die Karten würden jedenfalls in einigen Branchen neu gemischt.

Ich werde die Nachrichtenlage in Zukunft jedenfalls in diese Richtung hin verfolgen.

Was viele Jahre und Jahrzehnte utopisch und visionär klang, um nicht zu sagen verträumt, scheint nunmehr durchaus erreichbar zu sein.
Fest steht jedoch, dass dies auf mehrere Jahre und Jahrzehnte ausgelegte Entwicklungen sind und hier vielerlei Interessen vermengt sind.

Gruß Matthäus

Anmerkung  von  Mario    geschrieben 17.05.2013     
Hallo zusammen,

ich halte die Methanisierung in dem Zusammenhang für viel beachtenswerter. Theoretisch sollten damit die Energieprobleme der Zukunft gelöst sein. Es gibt meines Wissens schon Pilotanlagen in Deutschland z. Bsp. (http://blog.audi.de/2012/12/14/audi-baut-weltweit-erste-e-gas-anlage/).

Eigentlich eine Technologie der Zukunft. Wir können nur hoffen, dass die Fehler der Solarenergie nicht wiederholt werden (Subventionierung).

Schöne Pfingsten an alle
Mario

Anmerkung  von  Markus    geschrieben 17.05.2013     

Ausfallgarantien des Staates... ;-)
Ich dachte, diese tolle Option hatten und haben wir aktuell noch bei den Banken. Das treibt solche Blüten und Ausartungen, dass das ganze nichts mehr mit nachhaltig zu tun hat.

Beim gesunden Menschenverstand müsste man sich überlegen, ob die stolzen Depotstände und Renditeangaben, die viele (mich eingeschlossen) momentan proklamieren, nicht ein Antiindikator sind. ;-)

Anmerkung  von  Matthäus Piksa    geschrieben 17.05.2013     
Website www.welt-im-wandel.net

@Markus

Die Ausfallgarantien oder auch Rettungsbemühungen haben sich bewährt. Keine systemrelevante Bank und kein systemrelevanter Staat steht kurz vor dem Zusammenbruch.

Bei all dem Erfolg den die Krisenmanager also haben wundert es mich nicht, dass Dirk Müller nun auf die Idee kommt, dieses bewährte Vorgehen auch auf den Bereich der Energiewende auszuweiten.

Ich schreibe das komplett ironiefrei. Die Wirtschaft hat sich seit 2009 erholt, die Börsen sind rasant gestiegen und ein Auseinanderbrechen des Euro ist solange denkbar unwahrscheinlich, wie das bestehende Team aus Bundesregierung, EZB und EU-Kommission an der Macht ist.

Der gesunde Menschenverstand sagt mir des Weiteren, dass es Sinn macht, die Energiewende in allen Bereichen voranzutreiben, weil dann ja das Geld, das für Energie ausgegeben wird im Inland bleibt. Wenn auch nicht komplett, bedenkt man die Globalisierung. Andererseits will die EU die einheimische Wirtschaft schützen und Solarzellen aus China mit Zöllen belegen... zum einen ziemlich spät, zum anderen entgegen den Regeln der freien Marktwirtschaft in einer globalisierten Welt... Wie dem auch sei.

"Cui buno? - Wem nützt es?" - Diese Frage, empfiehlt Müller, sollten sich seine Leser immer wieder stellen.

Die Energiewende nützt im Grunde fast niemandem. Der Staat müsste auf seine Mineralölsteuereinnahmen verzichten, angenommen die Automobilfirmen würden ihre Boliden tatsächlich auf Elektro, eGas, Wasserstoff etc. umrüsten. Die russischen Oligarchen stünden, genauso wie die arabischen Scheichs, komplett leer da. Die Energiewirtschaft stünde vor gewaltigen Umbrüchen, Stromkonzerne (E.On, RWE etc.) genauso wie Ölunternehmen (Shell,Exxon etc.)
Kein Lobbyist außerhalb des Green-Technology-Bereichs hat ein Interesse, dass es so weit kommt. Das rohstoffreiche Russland hat kein Interesse, dass es so weit kommt. Und auch die Vereinigten Staaten haben kein Interesse, dass es so weit kommt, weil Rohöl bekanntlich in (Petro-) Dollar gehandelt wird.

Und trotzdem soll sie durchgeführt werden!

Fazit: Müllers Krisenerklärungsansätze sind fragwürdig, das schrieb ich bereits oben. Aber "seine" (Stichwort Grüne/Greenpeace/Al Gore etc.) Idee einer gesamteuropäischen Energiewende hat, konsequent zu Ende gedacht, etwas revolutionäres.

Anmerkung  von  Robert Michel    geschrieben 17.05.2013     
Website freiheitundoptimismus.wordpress.com

"Nämlich indem die Staaten und die EU die Investitionen in die Erneuerbaren mit einer Art staatlichen Ausfallgarantie belegen. Also Investoren, Gläubiger und Eigentümer schützen und zusätzlich den Versicherungen/Pensionskassen etc. erlauben, ausfallsicher in diese Produkte zu investieren."

Das ist sehr genau der Weg mit den sich die USA ihre Immobilienkrise eingehandelt haben.

Anmerkung  von  Markus    geschrieben 17.05.2013     

Die Subventionierung hat den "deutschen" Solarfirmen was gebracht?
Selbst Bosch steigt aus dem defizitären Geschäft aus, da sie marktwirtschaftlich keine Chance gegen China-Module haben.
Wie viele einstige Solarriesen sind pleite oder kurz davor?
Als erstes stürzen sich alle Firmen wie die Aasgeier auf eine staatliche Garantie, irgendwann wird die Umlage zu teuer (eeg), die ehemals hohen Renditen werden geringer und kurz darauf kommen die Firmenpleiten wenn Förderungen gekürzt werden, weil sie immer noch nicht wettbewerbsfähig sind... Und die Allgemeinheit darf dafür zahlen und schimpft über steigende Preise... Das Energie aus den alternativen billiger oder umsonst ist, ist ein Ammenmärchen.
Garantierte Gewinne für wenige, subventioniert durch viele...
Um wie viel Prozent ist der Strompreis seit Beginn der Förderung der erneuerbaren Energien gestiegen?
Aber gut, wir machen einfach den selben Mist nochmal 20 Jahre und dann ist der Strom umsonst, weil niemand daran verdienen möchte...;-)


Anmerkung  von  Matthäus Piksa    geschrieben 17.05.2013     
Website www.welt-im-wandel.net

Das die Grünen in den Umfragen aktuell bei 14% liegen wundert mich auch, berücksichtigt man ihre aktuellen Steuererhöhungspläne. Der Grünen-Wähler will also netto weniger in der Tasche haben und von dem Weniger auch noch mehr für Strom bezahlen, damit sein grünes Öko-Gewissen beruhigt ist. So sieht die grüne Revolution aus.

Anmerkung  von  finanziell umdenken    geschrieben 19.05.2013     
Website finanziell-umdenken.blogspot.de/

@ Michael

Es geht um "deutlich" schlechter als der Gesamtmarkt. Also nicht 2 bis 5%, sondern eher Werte von 20% und mehr. In den allermeisten Fällen kann bei dieser Größenordnung nicht von einer Unterbewertung ausgegangen werden, sondern um größere Probleme beim Unternehmen.

Sofern ein Wert deutlich besser als der Gesamtmarkt abschneidet, ist die Lage m.E. nach schwieriger zu beurteilen. Der Grat zwischen einem stark wachsendem Unternehmen und einer Übertreibung (wie wir z.B. bei Apple gesehen haben), ist ziemlich schmal.

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Der Durchschnittsbürger profitiert nicht vom Börsenboom

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New York, Dienstag, 14. Mai 2013

Ich glaube nicht, dass es möglich ist den Markt richtig timen zu können. Ebenso ist es nicht möglich, die Kursentwicklung eines Indexes auf Sicht eines Jahres voraussagen zu können. Kommt es zu einem völlig überraschenden Event (Krieg, Erdbeben, Seuche, Aufstand, Chaos, Währungscrach, bahnbrechende Entdeckung), stehen plötzlich die Kurse woanders.

Trotzdem halte ich es für ratsam, kritisch die gegenwärtige Bewertung der Börsenmärkte zu hinterfragen. Wir erklimmen ein Rekordhoch beim Dow Jones und S&P 500 nach dem nächsten. Ist das eine Überhitzung?

Ich meine: nein. Erstens warnt nahezu jeder „Experte“ vor der bevorstehenden großen Korrektur. Massenweise orakeln „Experten“ über den nächsten Crash. Wenn alle davon sprechen, scheinen sie ja vorsichtig zu sein. Insofern ist noch keine Euphorie zu spüren.

Zweitens hat vom Börsenboom bislang nur eine kleine Bevölkerungsschicht profitiert. Die Masse hortet ihr Geld nach wie vor in festverzinslichen Anlagen. Die Leute ärgern sich grün und blau, weil sie nur lausige Renditen verdienen. Nach Abzug der Inflation ist die reale Rendite bei vielen Anlegern sogar negativ. Sprich sie verlieren unterm Strich Geld.

Der durchschnittliche Arbeitnehmer leidet nach wie vor unter der Finanzkrise. Es gibt nur wenige neue Jobs, die Gehälter steigen kaum, der Druck auf Arbeitnehmer wächst. Die Lebenshaltungskosten klettern stetig. Das Wohnen, die Lebensmittel, das Auto – alles wird teurer.

Belastend kommen schädliche Entscheidungen der Privatanleger hinzu. Aus Aktienfonds haben sie Unsummen in den vergangenen Jahren abgezogen. Statt dessen legten sie ihre Kohle wie in einem Rausch in Anleihen an. Im Endeffekt ist es völlig absurd, was die Masse der Anleger macht. Die Meute sucht im Grunde genommen immer das falsche Investment zum falschen Zeitpunkt.

In den vergangenen sieben Jahren haben Anleger 1,1 Billionen Dollar in Anleihefonds gepumpt. Das ergab eine Auswertung der Bank of America. Gleichzeitig zogen Sparer 900 Milliarden Dollar aus Aktienfonds ab.

Dumm gelaufen.

PS: Das Foto oben nahm ich in Paris auf. Ein Schnappschuss von Passanten.

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Anmerkung  von  Turing    geschrieben 14.05.2013     
Und zum Glück gehöre ich nicht zu der breiten Masse der Anleger, sondern habe das Aktiensparen ausgerechnet in der Krise begonnen: Im Sommer 2009. Schade nur, dass ich nicht genug Geld hatte. Mein Depot steht über 12 % im Plus, wenn man alleine die Kurse betrachtet. Dividenden gab es auch schon reichlich: Über 3000 €. Wenn man bedenkt, dass ich keine Dividendenstrategie fahre und dass einige Werte sich bislang kaum entwickeln konnten (weil erst in diesem Jahr gekauft), dann ist das doch schon recht gut. Ich bin auch froh, dass ich niemals eine KLV oder Riesterrente abgeschlossen habe und natürlich habe ich auch nie in einen Fonds investiert, obwohl vor vier Jahren ein damaliger Kollege von einem Fonds geschwärmt hatte, weil der innerhalb weniger Monate wie eine Rakete abging. Zugegeben bekam ich ein paar Zweifel, weil meine Aktien 2009 erst einmal nicht vom Fleck wollten.

Und ich habe auch frühzeitig die üble Staatsanleihenpolitik durchschaut. Der Staat schreibt ins Gesetz, Staatsanleihen seien hundertprozentig sicher, zwingt Versicherungen und Banken, Geld sicher zu hinterlegen, kurzum der Staat hat die ganze Zeit die institutioniellen Anleger sanft in Richtung Staatsanleihen gedrängt. Viele Produkte der Versicherungen basieren zu über 90 auf dem Basisprodukt Staatsanleihe. Nicht nur deshalb habe ich vor zwei Jahren eine "Unfallversicherung mit Prämienrückgewähr" gekündigt und mir vom Rückkaufwert Siemensaktien gekauft. :-)

Zu meiner Entschuldigung muss ich sagen, dass ich diese Versicherung nicht abgeschlossen, sondern übernommen habe. Abgeschlossen haben den Vertrag meine Eltern, die in Gelddingen selten ein glückliches Händchen hatten. Wenn eine Zeitung oder ein Magazin mal wieder die Top 10 der unnötigsten Versicherungen publiziert, ist die "Unfallversicherung mit Prämienrückgewähr" immer vorne mit dabei. Da muss ich immer schmunzeln und an meine Eltern denken. :-)

Ich frage mich häufig, warum ich so bin wie ich bin. Ich war noch nie der "Draufgängertyp" und es würde viele verwundern, dass ich sofort in Aktien investiert habe, ohne den mühsamen Umweg über vermeintlich sichere Anlagen wie Fonds oder Anleihen. Das mag daran liegen, dass ich vernünftig nachdenke und auch nachrechne, aber auch daran, dass ich das Glück hatte, einen guten Dozenten gehabt zu haben: Dr. Helmut Leitzinger von der TU Chemnitz. (http://www.tu-chemnitz.de/wirtschaft/vwl2/personal/leitzing.php) Seine Vorlesung über Investitionsrechnung war äußerst unterhaltsam und informativ. Und vor den Leuten in den Sparkassen und den Banken hat er schon vor neun Jahren gewarnt. Er meinte: Wenn man etwas Spaß haben möchte, müsste man nur einmal in eine Bank gehen, erzählen, dass man gerade 200000 € geerbt hätte und dieses Geld anlegen möchte. Im Anschluss eines längeren Gespräches könne man im Foyer vor Lachen auf dem Boden wälzen.


Anmerkung  von  Chris    geschrieben 14.05.2013     
Du hast im Sommer 2009 investiert und dein Depot ist heute nur 12% im Plus. Dann hast du wohl einiges falsch gemacht. Der Dax ist nämlich von damals ca. 4000 Punkten auf heute ca. 8300 Punkte gestiegen!

Anmerkung  von  Turing    geschrieben 14.05.2013     
Ich sagte doch, dass ich 2009 nicht viel Geld hatte. Das meiste habe ich damals in SAP gesteckt, damals etwas mehr als 2000 €. Heute ist das Investment ca. 4500 € Wert.

Die Kursgewinne sind deshalb durchschnittlich, weil ich kontinuierlich kaufe und ich nicht Kurseinbrüche abwarte. Ich kann es mir schlichtweg nicht leisten, immer auf den Minicrash zu warten und daher kaufe ich auch häufig fair bewertete Unternehmen in durchschnittlichen und guten Zeiten.

Die Engagements, bei denen ich schon etwas länger dabei bin wie z. B. SAP, Carl-Zeiss-Meditec, Hannover Rück und Jenoptik haben sich prächtig entwickelt. Weniger gut entwickelt haben sich RWE und Salzgitter. Was RWE angeht, wette ich gegen die Mehrheit der anderen Investoren. Ich erkenne in RWE enorme Substanz; die Politik ist einfach nur durchgedreht und meine Hoffnung ist, dass die Politiker wieder vernünftig werden.

Anmerkung  von  Martin    geschrieben 14.05.2013     
@Tim: Anleihen waren doch gar keine schlechte Idee. Die haben sich sehr gut entwickelt. High Yield/Emerging markets debt kam schon sehr nah an die Aktienmärkte von der Rendite bei weniger Schwankung. Ich habe meine gut gerateten Anleihen aber inzwischen verkauft. Hätte auch noch warten Können. Tagesgeld hat natürlich keine Kursgewinne gebracht.

Anmerkung  von  Tim    geschrieben 14.05.2013     
Website www.timschaefermedia.com

@ Martin

Die Umschichtung von Aktien in Festverzinsliches war in den vergangenen Jahren nicht gerade clever.

Anmerkung  von  Andreas    geschrieben 14.05.2013     
Website www.diekleinanleger.com/

"Der Durchschnittsbürger profitiert nicht vom Börsenboom"

traurig aber wohl wahr

Anmerkung  von  Gordon Gekko    geschrieben 14.05.2013     
@Turing:Du haettest damals bei Deinem Prof etwas besser aufpassen sollen!!! Was sollen wir mit einer absoluten Größe wie Deine Aussage von 3000 Euro anfangen? Die ist völlig wertlos, da wir nicht die Investsumme kennen und daher auch nicht wissen wie hoch Deine Rendite ist. Das ist m.e.,die entscheidende Ausage, schade das Du Deinen Prof in diese Richtung nicht verstanden hast :-(

Anmerkung  von  Turing    geschrieben 14.05.2013     
Website eigentumisteingrundrecht.blogspot.de/

Mein Depot ist heute bei 73000 €. Ich habe in den letzten beiden Jahren jeweils 20000 € in Aktien investiert. Logischerweise sind diese Investitionen stark übergewichtet im Vergleich zu den 3000 €, die ich 2009 investierte. 73000 € ist der aktuelle Depotstand, 64000 € wurden investiert, also 14 % im Plus.

Ich habe mir mal die Mühe gemacht, auszurechnen, wie sich nur die Investitionen entwickelt haben, die bis zum 31.12.2012. Mein Depot ohne die Investitionen dieses Jahres wäre aktuell 60000 € Wert und Anschaffungspreis war 51500 €. So betrachtet ist das Depot 16,5 % im Plus.

Das sind rein mathematische Effekte. Die Einzelinvestitionen sind immer noch relativ groß im Vergleich zur Gesamtanlage und damit wirkt das Depot auf den ersten Blick recht durchschnittlich. Und allein in diesem Jahr konnte ich wieder über 12000 € investieren.

Die Investitionen dieses Jahres konnten sich kaum entwickeln. GlaxoSmithKline liegt erst seit letzter Woche im Depot.

Anmerkung  von  David    geschrieben 15.05.2013     
Hi,

nicht böse gemeint, aber wessen Blog ist das hier eigentlich?

LG David

Anmerkung  von  Finanzielle Freiheit mit Dividenden Blog    geschrieben 15.05.2013     
Website finanzielle-freiheit-dividende-blog.de/

@Turing: Sehr gute Entscheidung und Strategei. Ich bin mit meinem Aktien Dividenden Depot auch sehr zu frieden und werde es konsequent weiter ausbauen.

Von Versicherungen/Fonds/ETFs habe ich mich komplett verabschiedet, bis auf die Versicherungen die man wirklich benötigt, wie eine Haftpflichtversicherung, KFZ Versicherung und in meinem Fall eine PKV.

Anmerkung  von  Anna    geschrieben 15.05.2013     
@ Andreas
Stimmt. Für den Kleinanleger sind die Preise jetzt schon hoch.
Rückblickend waren im Frühjahr 2009 die Kurse am günstigsten. Aber damals haben die wenigsten gekauft, vor allem nicht der sog. Kleinanleger. Man musste ganz mutig sein (oder verrückt in den Augen der Allgemeinheit), keiner wusste wie es weitergeht.
Die Kaufgelegenheiten waren schon im Herbst 2008 günstig, aber ...

Anmerkung  von  Michael C. Kissig    geschrieben 15.05.2013     
Website www.intelligent-investieren.net

@Anna

Mit Deiner Aussage, die Preise wäre jetzt schon sehr hoch, bietest Du mir ein schönes Stichwort - ich möchte gleich mal Warren Buffett zitieren: "Preis ist, was Du bezahlst. Wert ist, was Du bekommst". Und genau darum geht es dch bei der Aktienanlage, den Wert, den man für sein Geld bekommt und wie er sich dann entwickelt. Dass der Kurs (Preis) einer Aktie zu irgendeinem Zeitpunkt in der Vergangenheit einmal niedriger war als der heutige, ist völlig irrelevant. Alleine entscheidend ist, ob der heutige Kurs niedriger oder höher ist als der Gegenwert, den ich dafür bekomme. Wenn eine Aktie von Linde AG 150 EUR wert ist, aber nur 120 EUR kostet, ist sie günstig - auch wenn ich sie vor zwei Jahren vielleicht für 70 EUR hätte kaufen können. Der Wert des Unternehmens bemisst sich doch an seinen operativen Aussichten und somit an den (als sicher anzunehmenden) Gewinnen der Zukunft abgezinst auf das Heute (DCF-Methode). Stellt man hingegen alleine auf den Kurs einer Aktie ab als maßstab, ob sie billig ist, dann würde man wohl Commerzbank kaufen müssen und zwar massenweise. Denn die standen noch nie so niedrig wie heute.

Anmerkung  von  Gordon Gekko    geschrieben 15.05.2013     
@finanzielle Freiheit: Du lebst sehr gefährlich, weil Du eine der wichtigsten Versicherung nicht hast, die BU.Versicherung

Anmerkung  von  Sebastian    geschrieben 15.05.2013     
Man lebt gefährlich, weil einem eine bestimmte Versicherung fehlt???
Ist mir neu.

Zumal die BU-Versicherung die klassische Angstmacherversicherung der Branche ist.

Ansonsten wieder schöne Beiträge dabei.

Ich investiere erst seit drei Jahren eigenständig. Gute Gelegenheiten ergeben sich in Panikzeiten. Die sind nicht schwer zu identifizieren. Einfach auf den Börsenbrennpunkt im Ersten warten :). Habe mich 2011 jedenfalls schön beladen.

Andererseits kann man bei einem Anlagehorizont von 30 Jahren auch in langweiligen Zeiten wie jetzt investieren. Der Zinseszins wird es richten. Eine intelligente Titelauswahl vorausgesetzt....

Ich brauche keine spekulativen Titel, die die Verdopplung in Jahresfrist schaffen (müssen).
Ich kaufe UNTERNEHMEN, die ich gerne für immer behalte.

Die verschiedenen Strategien (ETF, Buy-and-hold, Dividenden, Cost Average) finde ich in Ordnung. Viele Wege führen zur finanziellen Unabhängigkeit.

Anmerkung  von  Gordon Gekko    geschrieben 15.05.2013     
@sebastian: ja das ist traurig das das neu fuer dich ist. Auch hat das nichts mit der branche oder Angstmacher zu tun. Fakt ist dass jedermann gewisse Lebensrisiken zu tragen hat und wenn man sich das leisten kann, kauft man sich einen, der sein Risiko gegen Geld uebernimmt. Wenn Du aber der Meinung bist, dieses Risiko selbst zu tragen, ist es doch ok. Wichtig ist nur zu wissen, das das Risiko jeden Tag besteht, also das man davon ausgehen muss, dass morgen das Risiko eintritt(und nicht erst wenn man 20 Jahre gespart hat).

Anmerkung  von  Sebastian    geschrieben 16.05.2013     
@Gekko

Ich kenne in meinem erweiterten Umfeld NIEMANDEN - und das sind einige Hundert Menschen - der berufsunfähig ist.

Die Versicherung mag für bestimmte Berufsgruppen empfehlenswert sein (wenn ich in die Statistiken schaue, wimmelt es da von Bauarbeitern), aber selbst dort spendiert die Versicherung im Ernstfall keinen schönen Lebensabend, sondern tut alles dafür, dass man seine Brötchen halt anders verdient, bevor man einen Zuschuß zur Sozialhilfe bekommt.

Die Frage ist doch: Welches Risiko besteht tatsächlich? Und dass dabei die Versicherungen eher schwarzmalen ("stellen Sie sich mal vor, wenn.....") ist doch fast schon verständlich. Die Angst spielt eben branchenimmanent mit.

Aber wie du schon sagst: Jeder handelt für sich selbst. Ich kann das Gerede von der absoluten Notwendigkeit der BU-Versicherung halt einfach nicht mehr hören.

Man kann hierbei unterschiedlicher Meinung sein.

Ich gehe positiv denkend durchs Leben. Auf Ängste und Sorgen konzentriere ich mich nicht.
Napoleon Hill sei hierzu empfohlen.

Anmerkung  von  make    geschrieben 16.05.2013     
das Thema BU sehe ich anders. Klar muss man nicht alle Versicherungen haben, allerdings zähle ich diese Versicherung genauso wie eine Privathaftpflichtversicherung zu den wichtigen Versicherungen. Es sollte bekannt sein, dass für jüngere Jahrgänge der Staat im Falle einer Berufsunfähigkeit nicht mehr einspringt, so wie es vor nicht allzu langer Zeit noch der Fall war. Als Begründung anzugeben, dass der Fall nur bei einem von 100 oder 1 von 1000 Leuten eintritt finde ich ziemlich primitiv gedacht. Wenn die Wahrscheinlichkeit wirklich so gering wäre (z.B. 1 von 1000) dann sind die Versicherungspolicen ebenfalls günstig zu haben. Sollte aber wirklich der Fall eintreten, dann hast du aber zumindest nicht dein komplettes Leben weggeworfen (falls du eine Bu hast), weil du finanziell überhaupt nicht mehr auf den Boden kommst (zusätzlich dazu,dass du deinen Beruf nicht mehr ausüben kannst). Genauso könnte ich sagen für was brauche ich eine private Haftpflichtversicherung und trotzdem ist die Versicherung von jedem als absolute Mussversicherung anerkannt. Diese Versicherung bräuchte man auch nicht nur weil 99% der Fälle so aussehen, dass das eigene Kind mit dem Fußball ne Scheibe vom Nachbarn einschießt oder ein Handy ins Wasser wirft etc. Wenn du allerdings zu Fuß besoffen auf die Straße torkelst weil du Grad von ner Spitzenparty kommst und der Tanklaster ausweichen muss und seine Chemikalienbrühe das komplette Erdreich verseucht und du dafür haften muss, dann ist das existenzbedrohend. Es reicht auch , wenn du auf den Feldweg fährst und dir die Ölwanne zerstörst und der Dreck weil es gerade zufällig auch noch regnet in den nächsten Bach fließt oder oder oder. Genau für solche Spezialfälle braucht man einen Privathaftpflicht. Klar das sind wahrscheinlich einer von 10000 Leuten denen sowas passiert aber dafür hat man eigentlich eine Versicherung. Wenn der Schaden so hoch ausfallen kann, dass man diesen unmöglich selber zahlen kann, dann ist eine Versicherung sinnvoll.

Anmerkung  von  Anna    geschrieben 17.05.2013     
Generell: Was deine Versicherung wert ist, merkst du erst wenn du sie brauchst, also im Schadensfall.
BU: Alles gut und schön. Die nehmen schon nicht mal jeden. Ein Allergietest, den ich als fürsorgliche Mutter für meinen Sohn eingerührt habe, war der Grund, dass 5 Jahre später der Antrag auf eine BU abgelehnt wurde, nicht mal mit irgendeiner Leistungseinschränkung. Die Ergebnisse des Testes waren nicht mal so gravierend.
Ist schon blöd, wenn einer dann dasteht, die gesetzliche Rentenversicherung sagt "Bäh, zu jung", dann landest zu - wenn nichts anderes möglich ist - bei Hartz IV. Eine private Unfallversicherung deckt keine Krankheiten ab (ist also nur ein kleiner Baustein). Krankheiten schlagen auch bei jungen Leuten zu.
VG
Anna

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Neue Studie: Reiche traden kaum, meiden Steuern, streuen gut

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New York, Sonntag, 12. Mai 2013

Drei Wissenschaftler von den Hochschulen Columbia, Harvard und New York University nahmen die Superreichen unter die Lupe. Sie schauten in die Depots einiger hundert extrem vermögender US-Familien. Sie wollten wissen: Wie investieren die und in welche Assets? Es kam heraus: Die Superreichen traden so gut wie nie. Sprich lange Zeiträume sind für sie wichtig. Sie halten ihre Steuern niedrig. Sie streuen ziemlich gut und breit.

Ich fand den Hinweis zu der Studie in einer aktuellen Kolumne von Jason Zweig, einem Autor des Wall Street Journals. Seine Artikel sind in der Regel verdammt spannend, ich lese sie gerne.

Natürlich machen auch die Reichen Fehler. Klar.

Wichtig finde ich für Trader zu wissen: Die Gebühren für das Trading und die Steuern summieren sich zu einer stolzen Summe auf. An der Börse geht es im Kern um den Zinseszins, um sonst nichts. Der wiederum speist sich aus den Dividenden und den Kursanstiegen. Mit wilder Zockerei kann niemand vom Zinseszins profitieren. Das sagt einem ja schon der gesunde Menschenverstand. In der Ruhe liegt also die Kraft.

Dass die Masse immer daneben liegt an der Börse, ist bekannt. Nun bringt eine neue Google-Studie dies noch einmal klar zum Ausdruck. Die Börse ist reif für einen Absturz, wenn Finanzworte in der Suchmaschine wie "Kredit", "Aktie" oder "Portfolio" extrem häufig eingegeben werden. Sinkt dagegen das allgemeine Interesse an Börsenthemen, steigen die Kurse munter.

Woran liegt das? Der Mensch ist ein Herdentier. Interessiert sich die Herde für Aktien, sind sie viel zu teuer und stehen kurz vor der Überhitzung. Interessiert sich dagegen "kein Schwein" für Aktien, sind sie billig.

Ach ja, wen es interessiert: Hier geht es lang zur Google-Suchmaschinenstudie (PDF).

Mein Foto oben zeigt das Foyer des Edelhotels Negresco in Nizza. Das ist echt eine feine Herberge, direkt am Strand gelegen.

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Anmerkung  von  finanziell umdenken    geschrieben 12.05.2013     
Website finanziell-umdenken.blogspot.de/

Hi Tim,

vielen Dank für die spannenden Links. Ich finde es sehr wichtig von den Leuten zu lernen, die bereits längst finanziellen Wohlstand erreicht haben.

Über diesen scheinbar unspannenden, aber langfristig erfolgreichen Weg wird in der Öffentlichkeit und in den Medien kaum einmal berichtet. Dort geht es eher darum möglichst "schnell reich zu werden", was die allermeisten kaum schaffen werden.

VG
Lars

Anmerkung  von  Musti    geschrieben 12.05.2013     
Hallo,

wie in diesem Artikel auch betont geht es primär um "Reiche".

Ich denke auch die Reichen haben auf Ihrem Weg zum Reichtum aktive getradet (sei es mit, Aktien, Grunstücken, Waren usw).
Erst wenn eine gewisse Schwelle an "Vermögen" erschaffen wurde, sodass man von den passiven Kapitalströmen ein schönes Leben führen könnte, wäre es törricht aktiv zu traden und den Staat "mitzufüttern".

Jedoch denke ich dass viele privatanleger noch nicht von ihrem Wertanlagen leben können.

Ein Warren Buffett hat auch in den jungen Jahren aktiv getradet und ist auch sehr hohe Risiken eingegangen. Daher sollte man lieber die jungen Jahre von Warren buffett studieren.

Ich denke es ist so wie im richtigen Leben:

In den jungen Jahren hat man in guten Zeiten 3 Freundinnen, 2 Affähren, verprasst das Geld und sammelt wertvolle Erfahrungen. Ab einem gewissen Alter (mittlerweile Reich an Erfahrung), konzentriert man sich auf eine Frau und investiert in die Zukunft. Die Dividende dieser langfristigen Bindung, kommt in Form von "Nachwuchs". Die anhaltenden Ehen (natürlich mit höhen und tiefen) bleiben weiter am Ball und "vergrößern" Ihre Familien und Ihr Vermögen, da die "Kosten" niedrig gehalten werden. Ehen, die sich in einem Tief (vergl. Crash an der Börse) scheiden lassen und später neue Ehen schliessen, sind die verlierer, weil neue Kosten auftauchen.



Anmerkung  von  Markus    geschrieben 12.05.2013     
@Musti

Ich bin anderer Meinung. Man muss nicht in den jungen Jahren traden!

Es geht allein schon vermögend zu werden, wenn man unter seinen Verhältnissen lebt und regelmäßig in solide Titel investiert.

Allerdings so richtig reich mit Multimillionär wird man dadurch natürlich nicht! 2 - 3 Mille kann man als Angestellter packen...
Jeder hat eine andere Definiton von "reich".

Anmerkung  von  Bastian    geschrieben 12.05.2013     
Website www.socialtrading-aula.com

Naja ob das auf den kleinen man 1 zu 1 anzuwenden bezweifle ich. Klar hin und her macht Taschen leer und ZinsesZinsEffekt wirkt positiv.
Doch mit einem kleinem Budget ist das anfangs schwierig. Zudem werden die Erwartungen der kleinen Leute ständig befeuert. Quasi auf jeder zweiten Seite werden Systeme, Tipps von Gurus oder ähnliches zum schnell reich werden verbreitet.

Um finanzielle Unabhängig zu werden gibt es viele Möglichkeiten, doch eins haben sie alle gemeinsam. Es benötigt Disziplin und Kontinuität. Das wichtigste ist also die Psychologie, denn der der nicht aufgibt hat auch niemals verloren.

Anmerkung  von  Felix    geschrieben 12.05.2013     
Hallo,
das mit den Steuern meiden, hat sich Uli Hoeneß auch gedacht. Nun gut, er hat es etwas überdreht. Es kursieren ja Zahlen von bis 100 Mio. EUR, die er mittels reinem Zocken auf seinem Schweizer Konto gemacht haben soll. Und das quasi nebenbei. Hauptberuflich war er ja höchst erfolgreicher Manager eines Weltklasse-Fussballclubs.

Anmerkung  von  Markus    geschrieben 12.05.2013     
@Bastian

Ich habe selbst bei meiner Ausbildung schon gespart und investiert...

Sicher gibt es viele Marketingmethoden, Systeme, die finanzielle Bildung sabotieren usw...
Auch hängt vieles an den Glaubenssätzen, die man sich im laufe der Zeit einreden lässt.
Lesen, Weiterbildung, Lernen durch Fehler, sich selbst Gedanken machen was man erreichen will...

Ich würde wetten, ich könnte jemanden mit nur 1000 € netto beibringen, wie er sich selbst ein Vermögen von 500.000 € - 1,5 Mio. bildet... ;-) Geduld, konstantes an sich arbeiten und Leistung werden schon noch in unserem Land belohnt (auch wenn es manchmal zu sozialistisch ist)! Buffett ist dankbar, dass er die Spermienlotterie gewonnen hat und nicht in einem 3. Welt Land aufgewachsen ist!

Immer diese Ausreden, dass es sich bei kleinem Lohn/Gehalt nicht lohnt zu investieren... Mit Ausreden kann man sich gleich 4 Stunden Fernsehen reinziehen und sich immer beschweren über die fiese Welt...

Anmerkung  von  Kater Wolle    geschrieben 12.05.2013     
Man kann auch mit einem schmalen Gehalt viel erreichen. Entscheidend ist die Eigenschaft, die Günter Netzer ganz wichtig findet: Disziplin. Das Stichwort ist oben bereits gefallen.

Ich beispielsweise habe einen Kollegen, der herumnörgelt, dass er sich nicht vorstellen kann, jemals ein Haus zu besitzen, dabei ist sein Gehalt höher als meines. Von meinem Aktiendepot von 80000 € ist aber schwer beeindruckt. Sein Problem ist einfach: Er hat keine Ausgabendisziplin. Er hat ein Tablet, ein Smartphone, ein Laptop, einen BMW, Bafög-Schulden. Anstatt erst einmal seine Schulden rasch zu tilgen, kauft er sich ein Auto. Obwohl er noch näher an unserer gemeinsamen Arbeitsstätte wohnt, hat er dieses Auto. Ich fahre das recht kurze Stück in der Regel mit dem Fahrrad.


Ich habe ja auch deshalb so viel Geld, weil ich "Steuern hinterziehe". Ich zahle keine Alkoholsteuer, keine Nikotinsteuer, keine Mineralölsteuer und wenn ich mit der Bahn fahre noch nicht einmal Mehrwertsteuer. :-) Und ich halte die drei Sachen auch für die größten Kostenfresser: das Rauchen, die ständige Sauferei und das Auto.

Earl Crawley hat gezeigt, dass man selbst in einem Beruf ohne Aufstiegschancen und bei sehr schmalen Gehalt vermögend werden kann. Das Beispiel sollte jedem deutschen Akademiker mal gezeigt werden. Jammern gilt nicht!

Anmerkung  von  Joe    geschrieben 12.05.2013     
Ich stimme Musti zu. Die "Superreichen" sind durch verschiedene finanzielle Risiken (Unternehmertum oder Wetten am Kapitalmarkt) reich geworden, aber sicher nicht durch Nichtstun. Wenn 100 Mio sogar bei dürftigen 2 Prozent Rendite noch jährlich 2 Mio. abwerfen (über 5.000 Euro pro Tag!), spart man sich natürlich gerne die lästigen Trades.

Anmerkung  von  Turing    geschrieben 13.05.2013     
Durch Nichtstun wird niemand vermögend. Natürlich ist die eigene Firma am renditestärksten, denn man steckt ja nicht nur Kapital in die eigene Firma, sondern auch Arbeit. Nun kann aber nicht jeder eine Firma gründen und in unserer arbeitsteiligen Gesellschaften haben wir viele Spezialisten und fast jeder ist genötigt, sich zu spezialisieren. Arbeitsteilung und Spezialisierung sind der Quell unseres Wohlstandes. Es ist für die Arbeitnehmer am ökonomischsten, ihre Arbeitskraft gut zu verkaufen, d.h. sie müssen auch in diese investieren, z. B. durch Fortbildung. Nun ist es aber aus unterschiedlichsten Gründen wichtig, dass die Arbeitnehmer sich ein weiteres Standbein aufbauen. Einige investieren in eine Ferienwohnung, die sie vermieten können, andere nutzen ihr Hobby verkaufen Handarbeit (z. B. http://www.schwarzweisskeramik.de/, wo ich selbst mal bestellt habe), aber für die meisten ist die Aktie die interessanteste Option, weil sie renditestark, aber mit wenig zusätzlicher Arbeit verbunden ist.

Entscheidend ist, dass man seinen persönlichen Gesamthaushalt anschaut und alle Zu- und Abflüsse und kennt. Es ist vermessen, aus einer fixen Anfangsinvestition von z. B. 10000 € die Million zu schaffen. Stattdessen sollte man sich darauf einstellen, dass man jahrelang von seinem Gehalt etwas abzweigt für weitere Aktien und Dividenden reinvestiert. Ich habe es innerhalb von vier Jahren auf 72000 € Depotwert geschafft. Ich hatte sogar noch ein paar Monate wegen eines berufsbedingten Umzuges mein Aktiensparen kurzzeitig aussetzen müssen, sodass die Leistung umso bemerkenswerter ist.


Anmerkung  von  Markus    geschrieben 13.05.2013     

Superreich, reich, vermögend... bedeuten für jeden andere Summen.
Wie viel unverantwortliches Risiko Buffett mit seinem Können, Arbeitsmoral und seiner Disziplin eingegangen ist, kann ich selbst nach 3 Bücher über ihn nicht genau einschätzen. Mit seiner Anfangseinstellung, 1$ für 50 Cent zu kaufen könnte man meinen, kein allzu großes. Er hat aber auch bei seinen Kriseninvestments immer stark für eine gute Lösung gekämpft.

Allerdings ist fast jeder Selbstständige auch sehr große finanzielle Risiken eingegangen...

Ob 10k, 50k, 100k oder 150k... Es spielt natürlich der Zinseszinseffekt vor allem bei langen Zeiträumen eine sehr große Rolle.

Anmerkung  von  Dmitri    geschrieben 16.05.2013     
Website www.moospara.de

Ich denke hier gilt zwischen Spekulieren und Investieren zu unterscheiden.

Wer kurzfristig irgendwelche CFDs, Optionsscheine, Aktien kauft - der spekuliert.

Wer langfristig denkt, ganz besonders das Value Investing verfolgt - der investiert.

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Warum Insider nicht alles wissen

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New York, Freitag, 10. Mai 2013

Ich kenne den ehemaligen Chef des US-Einlagensicherungsfonds FDIC, Bill Isaac (Foto). Ich traf ihn ursprünglich per Zufall vor vielen Jahren in kleiner Runde zusammen mit Bankern in New York. Damals erklärte er Kollegen die Krise, die Panik und was alles falsch in der Hauptstadt lief. Hin und wieder telefonierten wir. Er gab mir schon wirklich gute Restauranttipps für Washington DC.

Er kennt die Finanzbranche wie seine Westentasche. Ebenso die politische Szene auf dem Capitol Hill. Er sitzt im Verwaltungsrat der Bank Fifth Third Bancorp und berät Unternehmen in Finanzfragen.

Während der Finanzkrise fragte ich ihn mehrfach nach seiner Einschätzung zu Bankaktien generell. Ich wollte wissen, ob die Institute auf dem ausgehungerten Niveau ein Kauf sind.

Er wollte auf meine Frage keine direkte Antwort geben. Er ließ durchblicken, das Timing solcher Situationen (Kurswende) ist sehr schwierig. Selbst er als Insider bekommt das Timing nicht perfekt hin.

In der Tat geht es um das Vertrauen, das Vertrauen der Anleger. Erst wenn die Anleger Hoffnung schöpfen, dreht der Kurs.

Wenn eine Bank 80 Prozent unter Buchwert notiert und alles wieder in Ordnung ist, springt der Kurs nicht automatisch nach oben. Was dazu nötig ist, ist eben das Vertrauen der Menschen. Mehr Käufer als Verkäufer sind nötig. Das ist alles. Manchmal kommt das zeitversetzt. Es hat mit dem aktuellen operativen Erfolg eines Unternehmens nichts zu tun. Die Börse kocht ihr eigenes Süppchen. Niemand weiss, wie die Suppe schmeckt.

Imposant ist die Kursentwicklung von Fifth Third. Die Aktie schoss seit dem Tief im März 2009 um mehr als 1000 Prozent in die Höhe. Und das in nur vier Jahren. Es handelt sich um einen der besten Performer aus dem S&P-500-Index. Aber wer hätte das Timing mit dem 9. März 2009 exakt hinbekommen? Wer hätte das gedacht mit den 1000 Prozent? Nicht mal der Chairman, Herr Isaac. Obgleich er privat Aktien gekauft hat. Nur war der Kaufzeitpunkt nicht ideal, aber immerhin ganz gut.

Übrigens schnitt der Hotelriese Wyndham Worldwide noch besser ab. Seit dem Tief im März 2009 schnellte die Aktie um ca. 2000 Prozent nach oben. Leider kann niemand hellsehen.

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Anmerkung  von  Markus    geschrieben 11.05.2013     
Ich persönlich habe auch schon mit Highflyern zu tun gehabt.

Allerdings bring mir das nicht viel, da ich bei risikoreichen Investments nur kleine Depotteile riskiere und an anderer Stelle wieder verzocken würde.

Lieber langsam und stetig sparen und investieren und keine 20 % p. a. wie ein Orakel erwirtschaften zu wollen.
Gier und Angst machen vielen Kleinanlegern zu schaffen.

Inzwischen bin ich der Meinung, dass sich manche Märkte wie USA und manche von den sicheren Marktriesen von den Fundamentaldaten her zu einer liquidiationsgetriebenen Rallye entwickeln.

Manche Notenbanken befeuern das ganze und mangels Alternativen im Geldmarkt kann es schon noch ein wenig weiter gehen...

Allerdings nach einer längeren Zeit von Kursanstiegen ist bis jetzt immer noch ein Crash gekommen.

Anmerkung  von  Felix    geschrieben 11.05.2013     
@Markus
In der Tat läuft seit 2009 eine wunderbare Aktienrally. Wer damals eingestiegen ist, kann auf einen schönen Kursgewinn blicken. Selbst, wenn ein Rückschlag von 10-20% kommen sollte, ist das gut auszuhalten.
Inzwischen ist mir der Aktienmarkt allerdings zu heiß, um jetzt - alle Indices stehen auf all-time-high - noch zu investieren.
Fazit: Man muss wirklich einstiegen, wenn Weltuntergangsstimmung herrscht, wie auf den Höhepunkt der Finanzkrise.

Anmerkung  von  Musti    geschrieben 11.05.2013     
Manchmal ist es nicht verkehrt einige Aktienaktivitäten von Insider nachzuahmen.

Als die Immobilienkrise wütete und der Crash am Tiefpunkt 2009 war, stieg die Familie Otto in DDR Corp WKN a1JE34. das Timing war perfekt. Da die Otto Familie auch die ECE Kaufhäuser in Europa betreiben, konnten Sie das Megaschnappchen erkennen. Mittlerweile ging es um knapp 1500% nach oben.

http://www.handelsblatt.com/finanzen/immobilien/nachrichten/ddr-investment-versandhaus-familie-otto-kauft-in-den-usa-zu/3119318.html

Übrigens finde ich den absoluten Highflyer Las Vegas Sands.

2009 Tief bei 1,49$ , heute bei 58,22 $.

Übrigens auch weniger riskante Unternehmen wie Starbucks haben einige hundert Prozent aufgeholt.

Ich denke 2009 war das Jahr, wo man einmal die Chance im Leben bekommt, reich zu werden.
Vermutlich hat aber das "Wissen" viele davon abgehalten und nur wenige mit Mut könnten davon profitieren.

Anmerkung  von  Frank    geschrieben 11.05.2013     
mein Highflyer war damals Nokia. Ohne die Finnen hätte ich mir ein diversifiziertes Depot nicht aufbauen können.
Bin jetzt zu 1,60 wieder rein, mal schauen...
Frank

Anmerkung  von  Markus    geschrieben 11.05.2013     
@Musti

Die Chance reich zu werden... ;-)

Na ja, welcher normale Aktienanleger, der sich z. B. schon ein 6stelliges Depot aufgebaut hat, setzt alles auf eine einzige Aktie???

Das kann man nur mit einer riesen Portion Insiderwissen oder Gier oder Dummheit;-). Und die Werte waren damals manche schon extrem riskant.

Wenn man wirklich nicht Geduld auf 30 Jahre Zinseszins mit evtl. 7 - 12 % p. a. hat und alles riskieren will, ok. Aber genauso gut hätte man eine Solarworld, Vivacon u. v. m. erwischen können...

Ich suche keine Teenbagger... Aber wer es will, kann es gerne versuchen! ;-)

Anmerkung  von  Markus    geschrieben 11.05.2013     
1998, 2003, 2008....
Neuer Markt oder NASDAQ 2000....

Wie viele Normalo-Anleger sind reich geworden und wie viele haben sich eine blutige Nase geholt??? :-)

Ganz grob haben wir gerade die 5 Jahres-Intervalle überschritten.

Anmerkung  von  Stefan    geschrieben 13.05.2013     
Hatte damals beobachtet wie sich Insider noch kurz vor der Pleite massiv bei Hypo Real Estate eingedeckt haben. Hatte damals überlegt auch einzusteigen. Die Insider müssten ihr Unternehmen ja schließlich kennen. Zum Glück war mir das dann doch zu heiss. Was aus der HRE und Herrn Flowers geworden ist, ist ja hinlänglich bekannt.

Man sieht: selbst Insider können massiv falsch liegen mit ihren Einschätzungen.

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11. Finger weg von Wertpapierkrediten

New York, Donnerstag, 9. Mai 2013

Heute folgt mein elfter Anlagetipp: Verzichten Sie auf Wertpapierkredite. Die Börse läuft wie geschmiert. Das billige Geld der Zentralbanken, das gemeinhin als Gelddruckerei bezeichnet wird, treibt die Kurse an. Jetzt stürmte der Dow-Jones-Index auf einen Rekordstand von 15.000 Punkten. Wer hätte das vor vier Jahren gedacht, als die Wall Street in Trümmern lag? Als die Kurse bebten, Großbanken pleite gingen, die Arbeitslosenzahlen explodierten.

Ich sehe keinerlei Börsenblase - zumindest bislang. Aber die Bewertungen werden teurer. Insofern ist es wichtig auf dem Boden der Tatsachen zu bleiben und nicht die Risiken im Depot zu erhöhen. Es kann nämlich wieder abwärts gehen.

Behalten Sie Ihre Emotionen im Griff. Werden Sie nicht übermütig. Manch einer fühlt sich dank des Höhenflugs wie im Himmel. So wie diese Arbeiter, die in den 1930er Jahren in New York ihr Frühstück auf einem Stahlträger zu sich nehmen. Ohne Helm und ohne Gurt.

In den USA ist zu beobachten, dass Depotinhaber jetzt Wertpapierkredite in größerem Umfang aufnehmen. Ich rate davon ab. Lieber solide, sicher, langsam investieren. Niemals auf Pump. Ein Crash kann rein theoretisch jederzeit kommen. Ruhe und Gelassenheit zahlen sich an der Börse für Privatanleger aus. Hektik wird bestraft.

Grundsätzlich gilt: Blasen bilden sich mitunter durch Kredite. Steigende Kurse ziehen mehr und mehr Menschen an. Sie verhalten sich zunehmend irrational, werden euphorisch, verschulden sich. Am Ende springen die zögerlichsten Anleger auf den fahrenden Zug auf, kurz bevor es zum Absturz kommt.

Wie gesagt, ich bin grundsätzlich zuversichtlich für den Aktienmarkt. Der Dow Jones wird eines Tages die Marke von 30.000 Zählern knacken. Irgendwann wird die Schwelle von 100.000 fallen. Es ist nur eine Frage der Zeit. Im langen Schnitt steigt die Börse um ca. zehn Prozent jährlich. Vergessen Sie nicht, dass der Index bei 66 Punkten vor einem Jahrhundert stand. Anschließend überwand er 100, dann 1000, schließlich die Hürde von 10.000.

In Deutschland profitiert übrigens nur ein ganz kleiner Teil der Bevölkerung vom Börsenboom. Die Deutschen leben wie in der Steinzeit. Sie lieben ihre Häuser, Lebensversicherungen und Sparbücher. Von Aktien will kaum jemand etwas wissen, obgleich es sich um eine der besten Assetklassen überhaupt handelt.

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Anmerkung  von  Marc    geschrieben 09.05.2013     
Niemals 10% pro Jahr. Dann müßten wir jetzt bei 900.000Punkten stehen.

Anmerkung  von  Tim    geschrieben 09.05.2013     
Website www.timschaefermedia.com

@ Marc

Hier auf dem Chart kann man es gut sehen. Es sind knapp 10% p.a.

Anmerkung  von  Robert Michel    geschrieben 09.05.2013     
Website freiheitundoptimismus.wordpress.com

Das ist der Unterschied zwischen dem geometrischen und arithmetischen Mittel. Wenn die Aktien im arithmetischen Mittel 10% Rendite geben, geben sie weniger als geometrisches Mittel.
Wenn eine Aktie 10% und im nächsten Jahr 10% fällt, beträgt das arithmetische Mittel 0%, aber das geometrische -0,5%. Das geometrische Mittel gibt an, um wieviel Prozent eine Anlage steigen muss, damit aus einem bestimmter Anfangsbetrag ein bestimmter Endbetrag wird und berücksichtigt dabei auch Schwankungen. Im arithmetischen Mittel werden Schwenkungen nicht berücksichtigt, daher ist das geometrische Mittel aussagekräftiger. Je geringer die Schwankungen desto näher liegt das geometrische Mittel am arithmetischen Mittel.

Anmerkung  von  Turing    geschrieben 09.05.2013     
Eine der besten Assetklassen? Ich glaube, mich verhört zu haben. Es ist die beste Assetklasse. Als Aktionär ist Teilhaber an einem Unternehmen. Unternehmen sind der Quell unseres Wohlstands, weil dort Menschen arbeiten und was produktives machen. Und eine Teilhabe daran bringt die meisten Chancen. Anleihen beispielsweise sind schwächer. Natürlich leistet man bei einer Unternehmensanleihe ebenso, dass es etwas produktives geschieht, bei einer Staatsanleihe aber überhaupt nicht. Der Staat kloppt das Geld häufig genug für Unsinn raus. Der Staat kann mir 5 % Zins bietet und ich würde es nicht annehmen. Natürlich macht der Staat auch vernünftige Sachen und fände ich nicht schlecht, wenn der Staat für große Infrastrukturprojekte extra Anleihen auflegt. Dann könnte man sich aussuchen, was mit dem Geld geschieht.

Besser als Aktie ist vielleicht selbst Unternehmer zu sein, aber nicht jeder hat das Zeug dazu und kann seine Talente dafür nutzen. Oft fehlt die springende Idee. Ein eigenes Unternehmen zu gründen, ist auch riskant. Bei Aktien ist das Risiko viel geringer. Ich kann Aktien kaufen, ohne mich verschulden zu müssen und ich kann weiterhin meiner Arbeit als Angestellter nachgehen.


Anmerkung  von  Turing    geschrieben 09.05.2013     
Wenn ich mir den Chart anschaue und sehe, dass der Dow Jones 1920 bei ca. 100 stand und achtzig Jahre später bei 10000, dann reden wir über eine Verhundertfachung in 80 Jahren. Die achtzigste Wurzel aus 100 ergibt bei 1,059, also knapp 6 % Wachstum.

Anmerkung  von  finanziell umdenken    geschrieben 10.05.2013     
Website finanziell-umdenken.blogspot.de/2012/11/12-rendite-pa-am-

Hallo,

ich hatte die Rendite am Aktienmarkt pro Jahr vor einiger Zeit einmal ausgerechnet.

Betrachteter Zeitraum 20 Jahre:

-Jährlicher Kursanstieg pro Jahr 5,3%
-Jährliche Rendite inklusive Dividenden: über 8%

Viele Grüße
Lars

Anmerkung  von  finanziell umdenken    geschrieben 10.05.2013     
Website finanziell-umdenken.blogspot.de/

Einen Wertpapier-Kredit in dieser Zeit würde ich ebenfalls nicht nutzen.

Der einzige Zeitraum, in dem man darüber nachdenken könnte mit einem Wertpapier-Kredit in Aktien zu investieren, wäre nach einem großen Crash. Falls breite Aktienindizes um rund 50% nachgeben, ist die Zeit gekommen, in der Aktien sehr günstig zu erwerben sind.
2003 oder zum Jahreswechsel 2008/2009 waren solche Zeitpunkte.

Sorry für das Doppel-Posting.

Anmerkung  von  Christian    geschrieben 10.05.2013     
Ich kann dem letzten Beitrag hier nur recht geben; Wertpapierkredite sind im Prinzip nichts schlechtes!

Folgende Tips dazu:

- Einsatz nur in absoluten Schwächephasen der Börse (= ideale Kaufzeitpunkte für Langfristinvestoren)!

- Wertpapierkredite nur bis maximal 2/3 des Beleihungswerts und NIE vollständig ausschöpfen, denn tiefer gehen kann es immer!

- Boomphasen zur Rückführung des Kredits nutzen, dabei vor allem zusätzliche Geldtransfers auf das Kreditkonto vornehmen!

BESSERE ALTERNATIVEN (da hier die Zinsen vorher festliegen und nicht veränderlich sind!):

- Nutzung eines Ratenkredits

- Aufnahme einer Hypothek

Ich habe in der Baisse des Jahres 2008 massiv Kreditengagements aufgenommen, um das Geld in Langfristanlagen (ETFs und Einzelaktien) zu stecken; gerade da hätte es sich wirklich gelohnt, auch und gerade wegen der Abgeltungssteuerfreiheit dieser Anlagen!

Wie immer abschließend mein Lob an Tim für seinen wirklich informativen Blog.

Bis bald,

Christian

Anmerkung  von  Martin    geschrieben 10.05.2013     
Wer sowieso den Markt timen kann, wie scheinbar einige hier, braucht auch keinen Kredit. Da machen Sie ja sowieso 30%-50% p.a. Am besten erkennen Sie auch Hochphasen und gehen short. Gleichzeitig wird dann in anderen Märkten wie in Afrika ein Tief erkannt und durch die Shorts in anderen Märkten wird dort gehebelt investiert.
Wer's glaubt...

Anmerkung  von  Tim    geschrieben 10.05.2013     
Website www.timschaefermedia.com

@ Martin

Stimmt. Im Rückblick klingt alles logisch. Niemand weiss aber, wie sich die Kurse entwickeln. Ein Jahrzehnt der Stagnation - das kann passieren. Japan stagniert seit 2 Jahrzehnten. Und dann hat jemand einen Wertpapierkredit aufgenommen, um Aktien zu kaufen...

Anmerkung  von  Christian    geschrieben 10.05.2013     
@ Martin & Tim,

Von Markttiming hatte ich eigentlich nichts geschrieben, so z. B. hat mich der große Rückschlag des Jahres 2011 doch relativ kalt erwischt und meine Ratschläge zeigen ja auch klar, dass Wertpapierkredite kein Allheilmittel sind ABER
Warum sollte man in einer absoluten Schwächephase des Marktes keinen Ratenkredit oder eine Hypothek aufnehmen und sich damit marktbreite Fonds und Qualitätsaktien ins Depot legen (Erst recht wenn massive steuerliche Nachteile drohen?! - Rein `markttechnisch´ hätte es Anfang 2009 noch günstigere Einstiegskurse gegebenen ...).
Den Kredit oder die Hypothek bestreite ich aus meinem laufenden Einkommen und dann kann es mir egal sein, wohin sich die Kurse entwickeln ...

Und zum Beispiel Japan - Diversifizieren sollte man natürlich immer, nie alles auf eine Karte (ein Land, einen Fonds oder eine Aktie) setzen!

Have a nice weekend,

Christian

Anmerkung  von  Andreas    geschrieben 10.05.2013     
Website www.diekleinanleger.com/

Leider werden Kleinanleger in Deutschland und Österreich wohl erst wieder viel zu Spät in Aktien investieren und nur noch kurze Zeit Kursgewinne und dann wohl leider einen Crash miterleben müssen.

Anmerkung  von  Markus    geschrieben 11.05.2013     

Für mich persönlich wäre eine Kredit zur Aktienanlage momentan nichts.

Es kommt aber auch stark auf die eigene Situation an. Wenn man Einkommen aus mehreren Quellen bezieht, wovon manche nicht so stark konjunkturintensiv sind und man weitere Sicherheiten hat, kann derjenige sich darüber Gedanken machen.

Aber nicht bei einem Allzeithoch von bestimmten Märkten!!! ;-)

Anmerkung  von  Martin    geschrieben 11.05.2013     
@Christian:
So offensichtlich war die Lage nicht. Ich konnte das Vorgehen der Zentralbanken nicht vorhersehen. Da hat die FED Sie wohl rausgehauen. Das Risiko einer Deflation war vorhanden.
Also hatte ich auch noch teilweise auf Anleihen gesetzt. Zudem wäre der Kredit damals auch teurer als heute und ein variabler Zins sehr riskant. Wenn man damals einen festen Zins für 10Jahre festgemacht hätte, muss man das Geld auch ersteinmal verdienen. Die Zinsen kann man als Privatperson nicht von der Steuer abziehen und die Gewinne sind zu versteuern. Ich halte z.B. 130% des Vermögens in Aktien bei einem Deflationsrisiko für abenteuerlich.

Anmerkung  von  Finanzielle Freiheit mit Dividenden Blog    geschrieben 12.05.2013     
Website finanzielle-freiheit-dividende-blog.de

@Lars: Mit den jährlichen Kurssteigerungen und der Dividendenrendite wäre ich zu frieden.

Anmerkung  von  Michael C. Kissig    geschrieben 13.05.2013     
Website www.intelligent-investieren.net

Moin Tim,

Deine grundsätzlich ablehnende Meinung zu Wertpapierkrediten teile ich so nicht. Zwar sollte man Wertpapiere nicht dauerhaft auf Pump kaufen, da stimme ich Dir zu. Allerdings ist ein Wertpapierkredit dann sinnvoll, wenn man ihn nicht dauerhaft einsetzt, sondern ihn ausschließlich als zusätzliche Liquidität für Einstiegszeiten betrachtet, denn langfristig bringt Liquidität die Rendite! Er verursacht keine Kosten, solange er nicht in Anspruch genommen wird, und kann helfen, bei günstigen Einstiegsgelegenheiten besonders üppig zuzugreifen. Wenn also die Börse in übertriebenem Ausmaß abstürzt, wie das in 2008 und wieder in 2011 der Fall war, dann bieten sich hier die idealen Kaufgelegenheiten für Langfristanleger, weil es Aktien hervorragender Unternehmen zu Ausverkaufskursen gibt. In diesen Phasen muss man liquide sein, muss seine Cashkonten nutzen, um zuschlagen zu können. Denn die Erholung nach solchen Abstürzen erfolgt meist schnell und stark. Und in solchen Phasen kann man auch auf einen Wertpapierkredit zurückgreifen - allerdings sollte man diesen dann wieder sukzessive abbauen (z.B. durch eingenommene Dividendenausschüttungen), um aus der kurzfristigen Inanspruchnahme keine Dauerkreditfinanzierung werden zu lassen

Anmerkung  von  Tim    geschrieben 13.05.2013     
Website www.timschaefermedia.com

@ Michael

Da bin ich anderer Meinung. Wir wissen nur im Nachhinein, dass das eine gute Chance damals war. Die Börse hätte auf dem tiefen Niveau von 2008 auch 5 Jahre verharren können. In Japan stagniert der Markt seit 22 Jahren.

Im Schnitt steigen Aktien um knapp 10%. Wertpapierkredite können zwischen 6 und 8% kosten. Insofern ist die Marge dünn, das Risiko hoch.

In den USA gibt es viele Insider (Unternehmensgründer, Vorstände, Hedgefondsmanager etc.) die ihr Depot beliehen haben und deswegen in Not gerieten.

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10. Kosten unter die Lupe nehmen

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New York, Dienstag, 7. Mai 2013

Ich setze meine lose Serie der Finanztipps fort. Heute folgt Tipp Nummer 10: Informieren Sie sich über die Gebühren von Finanzprodukten. Mehr als zwei Drittel der Deutschen weiß nicht Bescheid über die Höhe der Provisionen. Die Verbraucher fühlen sich mehrheitlich nicht ausreichend informiert. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie der GfK, die das Portal moneymeets.com in Auftrag gegeben hat (in der Grafik oben).

Erstaunlich daran ist: Laut Gesetz müssen Banken ihren Kunden offenlegen, wie viel sie bei der Vermittlung von Finanzprodukten, zum Beispiel von Investmentfonds oder Wertpapieren, verdienen. Irgendwie ist es schon komisch, wenn trotzdem Kunden im Dunkeln tappen.

Kaum ein Kunde weiß, wie viel Rückvergütungen aus den Ausgabeaufschlägen an den Berater fließen, wie viel Bestands- Vertriebsfolgeprovisionen sprudeln.

Ich glaube gerade wegen dieser Intransparenz wird sich das Aldi-Prinzip in der Finanzbranche durchsetzen. Transparente, einfache Produkte haben eine große Zukunft. Das ist ja der Grund, warum Discountbroker den Siegeszug gegen die stationären Bankfilialen angetreten haben. Der Preis stimmt, die Transparenz auch.

Je klarer die Kosten strukturiert sind, desto besser. Ich werde vorsichtig, wenn Produkte kompliziert sind. Wer soll da durchblicken? Faire Berater werden vor einem Boom stehen.

Kommt der Verbraucher dahinter, dass Gebühren in einem Produkt im Kleingedruckten versteckt sind, geht das Vertrauen flöten. So baut sich ein Institut einen schlechten Ruf auf. Über Soziale Medien kann sich ein schlechtes Image blitzschnell verbreiten.

Wer Heerscharen an Rechtsanwälten durch die Gerichte gegen seine Kunden jagt, schadet sich mehrfach. Es ist ein Schuss ins Knie.

Dass Verbraucher Provisionen und Rückvergütungen nicht kennen, ist nichts Neues. Das bringen Studien seit Jahren zum Vorschein.

Ähnliches ist in den USA zu beobachten. Die Marktforschungsfirma Cerulli Associates fand heraus: 64 Prozent der Befragten glauben die Beratung ist kostenlos, obgleich sie etwas kostet.

Die Börsenaufsicht SEC übt derzeit Druck auf Fonds und Hedgefonds aus. Unnötig hohe Kosten lässt sich die Behörde erklären. Wenn ein Fondsmanager mit Kollegen nach Hawaii zu einer Konferenz in der ersten Klasse fliegt, möchte die SEC wissen, ob die Reise wirklich im Sinne der Anleger war.

Mein Tipp: Wer von einem aktiven Fonds in einen Indexfonds umschichtet, kann zwischen 1,5 und 2,0 Prozent pro Jahr an Gebühren sparen. Angenommen Sie investieren ein Anfangskapital von 10.000 Euro in einen Fonds, der um zehn Prozent per annum steigt und operative Kosten von 1,5 Prozent berechnet. Dann haben Sie in diesem Fall nach 20 Jahren ein Vermögen von 49.765 Euro. Betragen die Gebühren dagegen nur 0,5 Prozent, hätten Sie satt dessen 60.858 Euro.

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Anmerkung  von  Ulrich    geschrieben 08.05.2013     
Was interessieren mich die Kosten? Die Rendite entscheidet. Ich bevorzuge deshalb Fonds, die in schöner Regelmäßigkeit ihren Vergleichsindex auch nach Kosten schlagen. Die Kickbacks hole ich mir über den richtigen Anbieter zurück.

ETFs werden überbewertet.

Anmerkung  von  Tom    geschrieben 08.05.2013     
Hallo Tim,

Kein Wunder, dass Banken und Co. immer grössere Gewinne machen. Es ist eine versteckte Steuer - auf den ersten Blick klein, aber auf die Jahrzehnte gesehen wird es zu einem enormen Summe. Und die Leute machen sich zu wenig Gedanken über Ihre Finanzen. Sie verschenken regelrecht das Geld den Finanzdienstleistern. Solange die Menschen nicht gelernt haben wie das Kapitalistische System funktioniert, werden Sie legal beraubt.



Anmerkung  von  Finanzielle Freiheit mit Dividenden Blog    geschrieben 08.05.2013     
Website finanzielle-freiheit-dividende-blog.de/

Hallo Tim,

ich investiere einfach wie Du es in Deinem Artikel beschreibst in Dividenden Aktien. Da fällt einmal eine Kaufgebühr über meinen Discount Online Broker an und das war es! Keine versteckten Kosten und Provisionen.

VG, Markos

Anmerkung  von  Tim    geschrieben 08.05.2013     
Website www.timschaefermedia.com

@ Ulrich

Nun das Problem ist hierbei: Wenige Fonds schaffen es, "in schöner Regelmäßigkeit ihren Vergleichsindex nach Kosten" zu schlagen.

Ein weiteres Problem: Vorher weiß das niemand. Erst hinterher. Denn die Rendite der Vergangenheit sagt nichts über die Rendite in der Zukunft aus.

Je nach Statistik versagen zwischen 70 bis 80% der aktiven Fonds, sprich sie schneiden schlechter als der Index ab.

Anmerkung  von  Martin    geschrieben 08.05.2013     
Ich glaube die Banken müssen erst seit Kurzem die Provisionen offenlegen. Vielleicht wissen die Kunden deshalb noch nicht bescheid. Oder reicht es dies im Kleingedrucktem verschwinden zu lassen?

Die Finanztransaktionssteuer wäre ein weiterer Vorteil für ETFs, da diese im Vergleich zu aktiven Fonds wenig umschichten.

Man kann auch bei bekannter erwarteter Rendite ganz einfach ausrechnen, wieviel die jährliche Gebühr kostet. Nehmen wir 2% Gebühr und 5% erwartete Rendite an, ergibt sich 2/0,05=40%. Ein geschlossener Fonds müsste dann sogar mit 40% Abschlag auf den NAV handeln, wenn es kostenlose Alternativen gibt. Das könnte man auch als 40% Ausgabeaufschlag betrachten... Je höher die Rendite desto weniger schlimm sind die jährlichen Kosten. Bei einem Anleihenfonds wären 2% also "tödlich".

Anmerkung  von  Turing    geschrieben 08.05.2013     
@Ulrich

Sie wollen doch nicht etwa normale Aktienfonds, vielleicht sogar aktiv gemanagte Fonds, befürworten. Ich halte davon nichts.

Ich selbst habe mich vor zwei Jahren mit der Frage herumgeschlagen, ob ich nicht in einen Aktienfonds investieren sollte, um zu diversifizieren. Zwei Sachen haben mich davon abgehalten:

1. Ich weiß nicht, was die mit den Dividenden machen. Ich hätte gerne auch Dividenden direkt und nicht ein automatisches Reinvestment, denn was passiert, wenn ich mal auf dieses Zusatzeinkommen angewiesen bin?

2. Ich habe vor fünf Jahren einen Beitrag im Fernsehen gesehen. Prof. Krämer (http://www.statistik.tu-dortmund.de/kraemer.html) hat Studenten mit Dartpfeilen auf die Börsenseiten der FAZ werfen lassen und Fonds zufällig zusammenstellen lassen. Diese Fonds waren im Durchschnitt besser als die der Experten. Daher verwundern mich neuere Experimente mit Schimpansen überhaupt nicht.

3. Die Fondsmanager kassieren viel zu viel Gebühren. Und ein ETF ist zwar günstiger, mir immer noch viel zu teuer.

Diversifizierung erreicht man auch anders. Wenn man beispielsweise Nestle ins Depot legt, hat man nicht die Schweiz ins Depot gelegt, sondern fast alle Nationen bis auf Nordkorea und vielleicht Kuba, weil Nestle auf diesen Märkten präsent ist. Und es gibt selbst Versorger, die international aufgestellt sind beispielsweise Endesa bzw. Enel, das große Anteil an Endesa hält.

Der Sitz des Unternehmens spielt nur bei der Betrachtung politischer und steuerlicher Risiken eine Rolle. US-Unternehmen sind beispielsweise französischen Unternehmen im Vorteil, weil Amerikaner Eigentum als Grundrecht begreifen und hochhalten. In Frankreich gibt's durchgeknallte Gewerkschafter, durchgeknallte Politiker und tollkühne Wähler, die diese Leute auch noch unterstützen. Frankreich hat keine selbstbewusste und unabhängige Bourgeoisie mehr. In Frankreich bandeln daher besonders viele Menschen mit dem Staat an.

Anmerkung  von  Andreas    geschrieben 08.05.2013     
Website www.diekleinanleger.com/

Hallo Tim,

Ich hoffe auch, dass faire Berater einen Boom erleben werden und Menschen auch aktiv gute, faire und transparente Beratungen fordern und nicht einfach blind vertrauen, da der Bankberater ja eh sicher nur das Beste für mich will und ich mich selbst nicht auskenne, weil ja eh alles so kompliziert ist.

Zum Thema Fonds (aktiv vs. passiv)

Für "Standardmärkte" DAX, Dow usw. sind ETF's sicherlich zu bevorzugen. Aktiv gemanagte Fonds können aber in Spezialgebieten, in denen man von der Expertise des Fondsmanagers profitieren kann, die weiter höheren Kosten wert sein.

freundliche Grüße
Andreas

Anmerkung  von  Markus    geschrieben 08.05.2013     

Das Argument mit den Spezialmärkten ist auch schon mehrfach wiederlegt.

Auch bei Einzelaktien kann man jährliche Gebühren bis zu 2-3 % Kosten schaffen, wenn man nicht buy & holdler ist...
Bei niedrig kapitalisierten Titeln sind teilweise nette Spreads drauf.

Buy & Hold auf Nestlè, Coke, Berkshire, Procter, Colgate, Nike, BAT, Reckitt Benckiser, Unilever u. v. w. kann wiederum 0,3 % billiger wie etf`s sein...

Der Unterschied von 0,3 % ist nicht so gravierend wie die 1 - 2 % von häufigen Handeln, Abeltungssteuer, Quellensteuerproblematik und aktive Aktienfonds.

Ist aber jedem sein Bier, wie er investieren will... ;-)

Anmerkung  von  Martin    geschrieben 09.05.2013     
@Markus:
Das sehe ich auch so. In der Total Expense Ratio (TER) sind ja noch nicht einmal die Handelskosten.
Irgendwie vertraue ich da generell eher der TER von ETFs.

Anmerkung  von  Ulrich    geschrieben 09.05.2013     
@Tim:

Wie du schon schreibst: man kann in zahlreichen Statistiken alles ganz genau nachlesen. Auch die 2.000 (!) von 10.000 in Deutschland handelbaren Fonds, die ihren Preis einfach wert sind. Was interessiert mich der Rest?

Ich finde übrigens, dass die Risiken vieler ETFs (Swap-Geschäfte) und ihre Destabilisierungs-Effekte auf das Finanzsystem viel zu selten erwähnt werden.

http://www.nzz.ch/finanzen/uebersicht/portfolio/die-glaubensfrage-der-etf-1.17484111

http://www.manager-magazin.de/finanzen/artikel/0,2828,890012,00.html

@Turing:

Naja, Einzelaktien aus Deutschland und/oder Europa hängen mir dann doch sehr im jeweiligen Landes-Index, auch wenn sie noch so gut global aufgestellt sein mögen.

Anmerkung  von  Markus    geschrieben 09.05.2013     
@Ulrich

Zwei kurze Journalistenartikel, welche durch viele fehlende wissenschaftliche Fakten auffallen... sollen was beweisen?

Seltsam, dass man viele der Top-Performer wie DWS Vermögensbildungsfonds I, Lingohr Systematic Value, Tempelton Growth, Fidelity European Growth u. v. w. nicht mehr an den fordersten Stellen der Stiftung Warentest findet... Auch werden immer wieder Äpfel mit Birnen verglichen... Der Carmignac investissement mit einem msci World zu vergleich ist nicht die korrekte Benchmark!!!

Aber egal, wenn Du Dich mit Aktienfonds wohler fühlst ist es sicherlich ok für Dich. Jeder macht sowieso das nach seinem besten Wissen und Gewissen. Ein anderer fühlt sich evtl. nur mit hohen Dividendenwerten und wieder ein anderer nur mit multinationalen Marktführer wohl...

Wer in 30 Jahren der beste ist...??? Keine Ahnung... ständiges lesen und finanzielle Weiterbildung oder stupides festhalten an bestimmten Werten oder eine Kombination aus Beidem...

Anmerkung  von  Ulrich    geschrieben 09.05.2013     
@Markus:
War mir schon klar, dass das hier zum guten Ton gehört, grundsätzlich gegen aktive Fonds zu sein. Aber es kann auch nicht schaden, sich auch mal mit etwas unerfreulicheren Fragen zum Thema ETFs zu beschäftigen.

Sie können außer den von mir zitierten "kurzen Journalistenartikeln" leicht auch noch Abhandlungen finden, in denen die Probleme ausführlicher behandelt werden. Die kritischen Themen werden außerdem nicht von Journalisten in den Raum gestellt, sondern es werden Experten zitiert. Ja, man kann natürlich die Kompetenz jedes Experten in Frage stellen. Und ja, man kann die Nachteile von ETFs natürlich auch komplett ignorieren, wenn sie nicht ins persönliche Weltbild passen, das so schön unkompliziert war: ETF = gut, aktiver Fonds = böse.

Anmerkung  von  Markus    geschrieben 09.05.2013     
@Ulrich

Nein, ich bin nicht so starrsinnig wie mein 90 jähriger Opa oder manch anderer, der meint er habe die eierlegende Wollmichsau gefunden! ;-)

Sicher gibt es auch Nachteile bei etf`s und ich kenne ein paar. Die Diskussion Aktiv vs Passiv kann unendlich weitergeführt werden...

Für mich persönlich sind meine voll replizierenden etf`s sehr gute Möglichkeiten kostengünstig in eine der besten Wertpapierformen anzulegen, die es in den letzen Jahrzehnten gegeben hat. Auch ein 10 % Swap, der mit 120 % übersichert ist, ist für mich kein System, dass gefährliche Züge für unser Finanzsystem einnimmt...

Die wissenschaftliche Lehrmeinung und die Professoren werden grob geschätzt zu 90 % pro passiv sein.

Die Banken, Fondsmanager, Vertriebler werden zu 90 % wieder pro aktiv sein... ;-)

Wieso soll man einen Fondsmanager zahlen, wenn man sich selbst die besten multinationalen Konzerne mit Marke in einem Einzelaktiendepot zusammen stellen kann??? Hier würden mich wieder rigorose Passivler angreifen...

Jeder muss seine Strategie finden, mit der er gut schlafen kann!!!

Diese kann für unterschiedliche Menschen mit unterschiedlichen Risikoeinstellungen durchaus unterschiedlich sein bzw. sie wird zwangsläufig unterschiedlich sein! ;-)

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Armer Rentner

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New York, Sonntag, 5. Mai 2013

Wie die deutsche Politik mit der absehbaren Altersarmut umgeht, ist eine Katastrophe. Es ist eine Vogel-Strauß-Politik. Wegschauen und Klappe halten.

Deutschland braucht dringend eine kapitalgedeckte private Altersvorsorge. Ich schlage nach dem US-Vorbild vor: Arbeitnehmer, die privat über ein „Aktiendepot für die Rente“ vorsorgen, sollten steuerlich entlastet werden. Arbeitgeber, die ihren Mitarbeitern beim Sparen für die Rente (in dieses Depot) helfen, sollten ebenfalls steuerlich belohnt werden.

Ich holte mir Rat bei Dr. Franz-Josef Leven vom Deutschen Aktieninstitut (DAI) ein. Der Experte fordert ebenfalls den „Aufbau einer kapitalgedeckten Komponente der Altersvorsorge“.

Die teuren Riester-Dinger sind nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Sie sind nicht die Lösung für ein wachsendes Problem.

Unser Problem ist: Die gesetzliche Rente wird sinken, weil die Alterspyramide nicht mehr auf einem soliden Fundament steht. Die Babys fehlen uns in Deutschland. Wir Deutsche haben nach Japan eine der ältesten Bevölkerungen rund um den Globus.

Eine weitere finanzielle Herausforderung ist die erhöhte Lebenserwartung. Insofern kann niemand leugnen, mehr private Ersparnisse sind nötig. Je mehr Sie sparen, desto besser. Das Rentensystem wird nämlich immer maroder. Im Grunde weiß das jedes Kind. Nur wird dagegen zu wenig getan.

Es fängt wie gesagt bei den Politikern an. Berufspolitiker in Berlin haben persönlich keinerlei Probleme mit dem Älterwerden. Ehemalige Minister, Bundestagsabgeordnete, Staatssekretäre usw. können getrost die Füße hochlegen. Sie haben in der Regel Ansprüche auf nette Versorgungsbezüge, hochrangige Beamte eben. Für sie ist ausreichend vorgesorgt. Ich halte dies für ein unfaires Zweiklassensystem.

Ein „normaler Arbeitnehmer“, der auf die gesetzliche Rente angewiesen ist, wird dagegen sein blaues Wunder in 20 bis 30 Jahren erleben.

Nehmen Sie die Daten von unserer Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU): Im Jahr 2030 werden Menschen, die 2.500 Euro brutto im Monat verdienen und 35 Jahre Vollzeit gearbeitet haben, gerade eine Rente in Höhe von 688 Euro erhalten. Gegenwärtig kassiert ein Rentner bei gleichen Voraussetzungen 816 Euro. Um es kurz zu machen: Das Schiff (Rente) hat Löcher und wird sinken.

Absurd an der traurigen Situation ist: Bestraft wird heutzutage jeder, der privat fürs Alter spart. Wir werden für jeden Zinsertrag (der über den Freibetrag hinausgeht) besteuert bis ins Grab. Berlin ist nicht in der Lage das zu ändern. Belohnt sollte stattdessen jeder Bürger werden, der vernünftig fürs Alter Rücklagen bildet. Pustekuchen.

Die Folge ist: Berlin belohnt im Endeffekt jene, die ihr Geld einfach jeden Monat verpulvern – für neue Handys, Autos, Luxusurlaube. Millionen von Konsumenten, die heute auf großen Fuss leben, werden im Alter vor einem Scherbenhaufen stehen. Sie werden hungern müssen.

Für den Staat wird die Altersarmut eine gigantische Kostenlawine in einigen Jahrzehnten auslösen. Der Staat muss den verarmten Rentnern unter die Arme greifen. Wenn das Geld für Miete, Lebensmittel und Krankenversicherung fehlt, ja was dann? Am Ende bleibt nur der Staat.

Leben Sie besser unterhalb Ihrer Verhältnisse. Legen Sie Geld fürs Alter zurück (auch wenn Sie steuerlich benachteiligt werden).

Wird es ein paar Trends geben? Vielleicht kommt das Leben auf ganz kleinem Wohnraum (um Kosten zu sparen). Vielleicht erlebt das Multi-Generationen-Mehrfamilienhaus mit angebundenen Gemüsegarten und freilaufenden Hühnern eine Renaissance? Wir werden Menschen sehen, die Minijobs im hohen Alter annehmen müssen, um über die Runden zu kommen. So schlimm es erscheinen mag, es hat Vorteile länger zu arbeiten: Senioren fühlen sich so gebraucht, bleiben fit.

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Anmerkung  von  waldbauer    geschrieben 05.05.2013     
Hallo Tim!

Wieder ein toller Beitrag! Ich glaube das mit der Rentenlücke ist den Politikern durchaus bekannt. Sie denken nur etwas anders darüber. Ein Politiker denkt in Wahlperioden und braucht sich um seine Versorgung weder in seiner aktiven Zeit noch in seiner Pensionsphase Gedanken machen. Der wichtigste Gedanke ist die nächste Wahl. Diesem Ziel muss sich alles unterordnen. Bürger die ihr Geld heute ausgeben sind doch prima. Sie sorgen für Umsätze in der Wirtschaft, für Steuereinnahmen auf allen Ebenen, für Arbeitsplätze usw..Menschen, die sparen tragen eben nicht voll hierzu bei. Und wenn die Leute später auf Hilfe des Staates angewiesen sind ist das schon wieder gut. Denn wer auf Staatshilfe hofft, ist für entsprechende Wahlversprechen leicht ansprechbar. Und schon habe ich den Wähler nach des Politikers Wunsch. Aus dieser Sicht macht das Ganze, glaube ich, durchaus Sinn. Für die meisten Bürger ist Sparen für das Alter und derzeitiger Konsumverzicht bei den täglichen Verführungen und der Rente irgendwann in der Zukunft einfach nicht attraktiv.

Anmerkung  von  Anja    geschrieben 05.05.2013     
Hallo Tim,
ein sehr guter Artikel....jedoch wird er so gut wie unerhört bleiben. In meinem Umkreis wird mir beim Thema Aktien sofort die Deutsche Telekom und die Commerzbank vorgehalten und daher das Thema abgeblockt.
Ich bin selber seit 10 Jahren sozialversicherungsbefreit und habe mir selber Bausteine für eine private Altersvorsorge mit Lebensversicherungen, Aktien und Anleihen gebaut.
Aktuell bekam ich wieder neue Hochrechnungen der Versicherungen über die voraussichtliche Auszahlungshöhe und mich traf dabei mal wieder fast der "Schlag".
Das die Leute hier in DE nicht ob der finanziellen Repression Sturm laufen, ist mir ein Rätsel.

Anmerkung  von  Turing    geschrieben 05.05.2013     
Ich fand eigentlich die vorherige Regel ganz gut, als eine Spekulationssteuer anfiel, wenn man Aktien in weniger als zwölf Monaten nach dem Kauf wieder verkaufte. Ich wäre froh, wenn man Aktien nach zehn Jahren Haltedauer steuerfrei verkaufen könnte, denn ein großer Teil des Gewinns ist ja auch inflationsbedingt.

Deutschland und Aktien sind kein Liebespaar. Wenn die Menschen Aktien hören, schwirrt in vielen Köpfen der Film "Wall Street" herum. Dann ist da noch die total schädliche Fokussierung auf die Kurse, was natürlich den Eindruck stärkt, dass die Börse ein Kasino wäre. Natürlich kann es das werden für manche Personen, wie z. B. für Hoeneß, aber genauso gut kann jemand einen Flohmarkt für ein Kasino halten und Dinge schnell verkaufen und wieder abstoßen. Aber dadurch wird der Flohmarkt objektiv gesehen nicht zum Kasino.

Mein Erweckungserlebnis beim Thema Aktien war, als ich die erste Dividende bekam. Es ist vier Jahre und ein Tag her: Am 04.05.2009 bekam ich 2,70 € Dividende der Beiersdorf AG; ich hielte drei Aktien. Das ist wenig, auch relativ gesehen. Ich habe bei den ersten Aktienkäufen den Fehler gemacht, zu kleine Ordern zu erstellen und gar nicht daran gedacht, dass Gebühren anfallen. Den Anfängerfehler mache ich nicht mehr. Mittlerweile bekomme ich stattliche Dividenden. Im letzten Monat waren es 500 €, in diesem Monat werden es knapp 1000 € sein.

Wenn man bedenkt, dass ich bereits im letzten Jahr über 100 € pro Monat passives Nebeneinkommen hatte und in diesem Jahr Jahr auf die 200 € pro Monat zusteuere, dann kann man sagen, dass ich schon heute meine eigene kleine "Riesterrente" empfange. Die Unterschiede:

1. Ich habe nicht nur eine Rentenanwartschaft, sondern vererbbares Realvermögen.
2. Ich bin Anfang 30 und nicht Ende 60.
3. Ich zahle Steuern, ohne irgendwelche Steuerbegünstigungen zu erhalten.
4. Ich habe mir keine Verbindlichkeiten aufgeschwatzt, beispielsweise monatliche Versicherungsgebühren.
5. Meine Steuerklärung ist vom Finanzamt einfach und schnell zu bearbeiten. Ich mag mir gar nicht ausmalen, wie kompliziert die Steuererklärungen der Riesteropfer aussehen.
6. Ich bin mit meinem Aktiendepot gewachsen. Ich fühle mich selbstbewusster.

Der Staat gewinnt mit, denn ich zahle ja Steuern und im Falle der Arbeitslosigkeit oder Hartz IV kann ich auf Nebeneinkünfte oder bestehendes Vermögen verweisen, sodass ich gar nicht erst auf Hartz IV angewiesen wäre. Aber was macht die Politik? Sie beschimpft mich als bösen Spekulanten. Lieber will man die Leute in die Riesterrente treiben, wo sie dann indirekt Staatsanleihen kaufen und jahrelang auf wertlose Rentenanwartschaften sparen.

Guido Westerwelle sprach vor Jahren davon, dass er eine Gesellschaft von Eigentümern, von selbstbewussten Bürger, erstrebenswert hält und keine Gesellschaft von Untertanen. Riestern dient dazu, dass die Untertanen weiterhin Untertanen bleiben.



Anmerkung  von  ZaVodou    geschrieben 05.05.2013     
Jeder hat die Möglichkeit, alle vier Jahre etwas dafür zu tun, dass sich an dieser Situation etwas ändert. Die Politer wissen von der Gefahr. Den Bürgern als Masse, nicht im Einzelnen, scheint die Gefahr noch nicht so sehr bewusst zu sein. Noch läuft es ja einigermaßen, weswegen es für sie kein Wahlkampfthema ist.
Ich denke, dass der Politker seine Bürger für ziemlich unmündig hält, weshalb er ihnen Riesterprodukte verordnet hat. Meine Meinung nach sollten jeder Einzelne selbst bestimmen, wie er sein Geld anlegt und nicht einen Weg vorbestimmen in dem er ihn steuerlich fördert. Ich plädiere für einen Freibetrag in Höhe des Grundfreibetrags oder gar der Pfändungsgrenze, um Bürger, die für das Alter sparen wollen, einen Anreiz zu geben.
Die Pensionen würde ich an die Renten koppeln.
Die Alterspyramide sehe ich für Deutschland nicht so das Problem. Menschen gehen dort hin, wo es Arbeit gibt. In Deutschland gibt es Arbeit. Weswegen die Menschen aus den ärmeren Teilen der Welt/Europas nach Deutschland kommen werden.
Spanische Jugendliche will man ja schon ködern. Verlierer sind dann Länder wie Spanien, die nämlich auch mit der Alterspyramide zu kämpfen haben, deren Jugend aber in die reichen Länder abwandert.

Anmerkung  von  Musti    geschrieben 05.05.2013     
Hallo,

es ist wie immer im Leben die Mehrheit wird immer verlieren, damit ganz wenige gewinnen können.

Somit wird die Mittelschicht und die arbeitenden Bevölkerung zu den größten Verlierern in zukunft gehören. Vor allem bei der Rente.

Es gibt zwei Möglichkeiten die Rente zu geniessen. Entweder man ist jetzt schon vermögend, sodass sich das Vermögen von alleine vermehrt oder man hat gar nichts und verprasst alles.
Denn was viele nicht wissen: Die Grundsicherung in Deutschland belohnt alle, die nichts haben bzw. Ihr Leben genossen und alles verkonsumiert haben.

http://www.deutsche-rentenversicherung.de/cae/servlet/contentblob/232620/publicationFile/54129/grundsicherung_hilfe_fuer_rentner.pdf

Letztendlich sollte man die Sichtweise ein bisschen ändern. Ein Hartz4 Empfänger ist nichts anderes als ein Beamter auf der niedrigsten Gehaltsstufe. Nichts einzahlen ,aber später mehr Rente erhalten als Angestellte.
Es ist ja kein Wunder dass der Staat versucht durch die Medien HArt4 Empfänger so negativ wie möglich darzustellen, damit die arbeitenden bloss nicht aufwachen. Denn wenn ein Angestellter in einem Niedriglohnsektor merken würde , wie billig er seine unersetzbare wertvolle Lebenszeit verkauft, dann würde er sofort aufhören zu arbeiten und sich um seine Familie und Freunde kümmern und auf die "Gehaltsliste" des Staates setzen lassen.

Also wenn man eh kein Geld oder Vermögen hat, geniesst das Leben , verprasst Euer Geld, vergeudet Euer einzigstes, unersetzliches,persönliches Gut "Die Zeit" mit sinnvolleren Aufgaben und kassiert das Geld vom Staat ! Gibt später eh mehr !

Anmerkung  von  Turing    geschrieben 05.05.2013     
Apropos Hartz-IV-Empfänger. Ich habe folgendes mal durchgerechnet. Ein Hartzer bekommt die Wohnung gestellt: Richtwert in Berlin für einen Single beträgt 378 € Brutto-Warmmiete. On top bekommt der Hartzer noch 382 € Taschengeld. Zusammen ergibt das 760 €. Krankenversicherung ist drin, Rentenversicherung (wg. Grundsicherung) auch, Arbeitlosenversicherung sowieso, die Werbungskosten sind 0 €.

Wenn ein Arbeitnehmer auf ein Nettogehalt von 760 € kommen will, muss er 960 € brutto verdienen. Das Schlimme ist nun: Letzterer bezahlt Steuern. Der Grundfreibetrag ist so niedrig angesetzt, dass er Steuern zahlen muss. Gäbe es den Arbeitnehmerpauschbetrag, die Einkommenssteuer würde sich nochmals erhöhen. In der Grundsicherung bei der Rente wird er zwangsläufig auch rutschen, weshalb Rentenbeiträge völlig belanglos sind. Die Gegenleistung entspricht nämlich 0.

Wie kann es sein, dass man Arbeitnehmer bei diesen niedrigen Gehältern bereits besteuert, aber bei Hartz-IV-Empfängern auf die große Mitleidsdrüse drückt? Die Hartz-IV-Empfänger fordern das Mitleid sogar noch ein und tun so, als müssten sie mit 382 € pro Monat auskommen und sie unterschlagen wohlwissend die anderen Leistungen, z. B. die vom Staat bezahlte Unterkunft, Vergünstigungen beim ÖPNV, beim Theater, im Museum und sonst wo.

Welche Konsequenzen muss man daraus ziehen? Gewiss nicht die Senkungen des Hartz-IV-Satzes, sondern die radikale Anhebung des Grundfreibetrages auf 12000 € p.a.

Und um Gottes Willen darf man das nicht "gegenfinanzieren". Das ist Schmu. Grundfreibetrag anheben und gut ist. Die dadurch erzeugte Dynamik sorgt für mehr Konsum und für mehr Investitionen, d.h. mehr Wohlstand für mehr Menschen. Und für die Hartzer gibt's einen Anreiz, einer Arbeit nachzugehen.




Anmerkung  von  Frank H.    geschrieben 05.05.2013     
Hallo Tim,
sehr schöner Beitrag. Zur Anmerkung dass man als Privatvorsorger eher noch bestraft wird kann ich folgendes beisteuern: Ich als Student bekomme keinen müden Cent Bafög vom lieben Staat, da ich während meiner vorherigen Zeit als Arbeitsnehmen (Studium ist quasi ein Berufswechsel für mich) so "dreist" war, und mit einem Aktien-Depot auf Basis von Value-Werten etwas für meine Altersvorsorge getan habe. Da dieses Depot immerhin bis zu einem niedrigen fünfstelligen Betrag über die Jahre gewachsen ist und die Bemessungsgrenze fürs Bafög bei 5000 Euro gezogen wird, gibts für mich nix. D.h. wenn sich meine Eltern nicht jeden Monat einige sauer verdiente Euros abzwacken würden um mich zu unterstützen (natürlich bekommen sie das Geld später wieder!), müsste ich dieses hart erarbeitete Depot wieder auflösen. Dies werde ich aber auf keinen Fall tun, da ich am Ende meines Studiums (dann schon immerhin mit Anfang 30) nicht ohne private Altersvorsorge dastehen will. Zudem bin ich noch auf der Suche nach einem Nebenjob, was als ernster Student (zum "bummeln" hab ich mit Ende 20 keine Zeit mehr) von den möglichen Arbeitszeiten her nicht so einfach ist.
Gleichzeitig wird vielen Menschen, die einfach keinen Bock auf Arbeiten haben, mit Hartz IV monatlich ein schickes Sümmchen, was mir als Student dicke zum Leben reichen würde, überwiesen. Natürlich will ich jetzt nicht alle Hartz-Empfänger über einen Kamm scheren, aber ich weiß, dass es diese Schmarotzer gibt die diese Situation gnadenlos ausnutzen.
Zur Rentenproblematik allgemein: Ich möchte gar nicht daran denken, welchen Betrag ich in gut 35 Jahren als Rente bekomme, denn sonst würde ich wohl in Tränen ausbrechen. Dazu kommt dass es genau so ist wie du sagst: Der Politik scheints egal zu sein, denn ihnen steht eine saftige Rente bevor.

Anmerkung  von  ZaVodou    geschrieben 05.05.2013     
Alles jetzt auf HartzIV-Empfönger zu schieben finde ic auch nicht zielführend. Sicher gibt es auch die, die das Sozialsystem ausnutzen, aber so viel Ehre sollte jeder haben, dass er nicht als Bittsteller beim Staat endet. Was mir allerdings zu schaffen macht, ist dass sich Leistung in Deutschland nicht mehr lohnt. Ich habe das selbst erfahren müssen. Ich habe mehr unfreiwillig Überstunden geleistet. Der Dank war eine höhere Steuerprogression, so dass am Ende der vielen geleisteteten Überstunden, die einen fertig gemacht haben, so dass man zu nichts mehr Lust hatte,nur wenig übrig blieb. Und so ist es auch bei der Vorsorge. Sorgt man vor, wird das man mit noch mehr Steuern gedankt. Leistung lohnt sich also nicht, weil am Ende zu wenig übrig bleibt.
Früher hat jeder seinen Zehnt abgeliefert, warum es heute jedoch eine Steuerprogression gibt, hat mir noch nie eingeleuchtet. Das ist ein Eingriff in die Taschen der Fleißigen.

Anmerkung  von  Kayo    geschrieben 05.05.2013     
Website www.alles-fuer-den-ruecken.de

Ja Tim, du hast ja so recht. Aber auf dich hört ja keiner. Und irgendwer schrieb hier im Kommentar, dass wir es alle 4 Jahre selbst in der Hand hätten, die richtigen Politiker zu wählen. Ich wüßte nciht welche Partei das besser machen würde.

Ob Rentner das Arbeiten fit hält bezweifle ich, da gibt es bessere Möglichkeiten.

@ Anja: Wie kann man sich eigentlich von der Sozialversicherung befreien ?
Ich denke oft, dass ich das alles gar nicht brauche. Für meine Gesundheit sorge ich selbst, den Zahnarzt bezahle ich selbst und für evtl. Notfälle müssen eben ein paar Groschen zurückgelegt werden.

Anmerkung  von  @Frank H.    geschrieben 05.05.2013     
Ich kann nicht nachvollziehen, warum Sie sich so aufregen. Es ist doch völlig verständlich, dass der Staat (=alle Bürger, auch die armen) Ihnen kein Studium zahlt, wenn Sie ein Depot im fünfstelligen Eurobereich besitzen. Wo kommen wir denn dahin? Der Staat zahlt auch kein Hartz 4 wenn der Empfänger eine eigene Immobilie etc besitzt. Ist ja auch völlig richtig so!

Anmerkung  von  Martin    geschrieben 05.05.2013     
Ich hätte mir vor dem Studium auch ein schönes Auto und evtl. eine selbstgenutzte Eigentumswohnung zulegen können, um Bafög zu beziehen. Das wird dann nicht angerechnet auf das Vermögen. Dennoch fand ich das schwachsinnig. Merke: Besser als Kind nicht arbeiten und sparen und alles vor dem Studium verprassen bis auf 5.200€!

Allerdings sollte der Staat dann auch keine Geschenke erwarten, so werde ich mir beizeiten einen Steuerberater zulegen, um nicht zuviel Steuern zu bezahlen. Irgendwie habe ich da als ehrlicher Steuerzahler immer das Gefühl der Dumme zu sein. Trotz Jura, Buchführungs- und Steuervorlesungen, kann ich gefühlt meine Einkommenssteuererklärung nur suboptimal ausfüllen.

Anmerkung  von  Christian    geschrieben 05.05.2013     
Wie scheinheilig ist das denn?!

Hier wird über Hartz 4 Empfänger gelästert. Und im gleichen Atemzug empfiehlst du, vor dem Studium alles zu verscherbeln, dass dir der Staat deine Semester zahlt?

Du bist somit nicht besser als ein Hartz 4 Empfänger, der arbeiten könnte - aber es nicht tut.

Aber eine Gesellschaft muss mit solch einem Denken einzelner (aus allen Schichten) wohl leben...

Anmerkung  von  Martin    geschrieben 06.05.2013     
1. Ich habe nichts gegen Hartz4 Empfänger geschrieben.
Persönlich finde ich den Verwaltungsaufwand dort zu hoch. All die auszufüllenden Formulare und dann viel zu viele fehlerhafte Bescheide. Schließlich klagen dann viele Hartz4 Empfänger auf Staatskosten. Damit ist dann niemanden geholfen. Also besser gleich korrekte Bescheide.

2. Der Konjunktiv bedeutet, dass ich selbst kein Bafög bezogen habe. Allerdings hätte es mir zugestanden, wenn ich nie gespart hätte. Somit hat sich mein Sparen also nicht gelohnt. Der Staat setzt falsche Anreize. Auch wie Tim schreibt bezogen auf die Altersvorsorge.

3.Solche Gestaltungsmöglichkeiten sollte der Staat ausschließen, auch wenn sie legal sind. Das ist immer noch ein großer Unterschied zu Handwerkerleistungen ohne Rechnungen, welche illegal sind.

Anmerkung  von  willihope    geschrieben 06.05.2013     
deutschland hat sich in den sozialismus hineinmanövriert und wird da so schnell wohl nicht mehr raus kommen. an der umverteilerei wird man unbedingt festhalten wollen denn man fühlt sich ja mit der dämlichen "ökosozialen marktwirtschaft" allen anderen ländern überlegen.

also wird man an verschiedenen schrauben drehen, "etwas" höhere steuern und neue zwangsabgaben auf besitz denn immobilien sind immobil. :-)
dazu noch das rentenantrittsalter schrittweise auf 70 erhöhen und schon "funktioniert" der sozialismus wieder.

dumm natürlich für diejenigen die vermögen aufgebaut haben, zumindest die rente passt sich aber mehr der steigenden lebenserwartung (82 jahre) an.

man kann in rente gehen - muss aber nicht. wer länger arbeitet bekommt eben mehr raus.
nachdem die inflation die löhne treibt aber die steuerschwellen nicht mitsteigen rutschen sowieso immer mehr menschen in höhere abgaben, so kommt es dann auch zu den rekordsteuereinnahmen. :-)

Anmerkung  von  - M -    geschrieben 06.05.2013     
"Es fängt wie gesagt bei den Politikern an. Berufspolitiker in Berlin haben persönlich keinerlei Probleme mit dem Älterwerden. Ehemalige Minister, Bundestagsabgeordnete, Staatssekretäre usw. können getrost die Füße hochlegen. Sie haben in der Regel Ansprüche auf nette Versorgungsbezüge, hochrangige Beamte eben. Für sie ist ausreichend vorgesorgt. Ich halte dies für ein unfaires Zweiklassensystem."


Wenn wir etwas weiter blicken, stellen wir fest, dass auch die restlichen Beamten (bei weitem ja die Mehrheit in bezug auf Minister & Co.) doch anscheinend gut versorgt sind.

Sind in den vielen Talkshows, die sich ebenfalls mit dem Thema Altersversorgung befassen, jemals einmal verarmte Beamte im Ruhestand aufgefallen?


Anmerkung  von  Tim    geschrieben 06.05.2013     
Website www.timschaefermedia.com

@ - M -

Ich möchte den "normalen Beamten" nicht an den Pranger stellen. Der macht seine Arbeit. Und ist in dem Pensionssystem drin, weil die Oberen in Berlin das System so geformt haben.

Wem ich einen Vorwurf mache, ist dem politischen Beamten in Berlin. Die Politik hat das Renten-Pensions-System so geformt wie es ist. Es ist leider viel Unfug passiert.

Wenn ich mir allein die Gebührenfresser unter den Riester-Dingern anschaue. Dass der Staat hier Subventionen in zu teure Verträge pumpt, ist unbegreiflich. Das sollte vom Staat unter die Lupe genommen werden. Überteuerte Produkte gehören schlicht verboten, weil es unseriös ist.

Dass wir Sparer nicht eigenständig "Depots für die Rente" aufbauen können, so wie es die Amerikaner millionenfach erfolgreich tun - mit Unterstützung des Staats, ist mir unbegreiflich. Es ist verlorene Zeit. All die Jahre abzuwarten und so zu tun, als ob die Rentenkasse gesund sei, ist ein Unding.

Anmerkung  von  Finanzielle Freiheit mit Dividenden Blog    geschrieben 06.05.2013     
Website finanzielle-freiheit-dividende-blog.de/

@Tim:
Die Realität ist aber auch, dass ein Single z.B. in Berlin mit 1.000 bis 1.100 EUR Netto fast nichts für die Rente sparen kann.

Anmerkung  von  Tim    geschrieben 06.05.2013     
Website www.timschaefermedia.com

@ finanzielle-freiheit-dividende-blog.de/

Ich denke, fast jeder Arbeitnehmer kann ein paar Euro im Monat sparen. Falls das Einkommen nicht reicht, kann man einen Nebenjob annehmen. Oder das iPhone-Abo kündigen.

Es geht, wenn man die richtige Einstellung hat. Natürlich gibt es Geringverdiener. Die haben es schwer. Das gebe ich zu.

Anmerkung  von  Frank H.    geschrieben 07.05.2013     
Wahrscheinlich kam in meinen vorheriger Kommentar (und die eigentliche Aussage in ihm) nicht gut rüber. Daher möchte ich kurz richtigstellen: Ich möchte nicht allgemein über Hartzer oder sonstige Personen welche Sozialbezüge bekommen, herziehen. Mir als Student geht es im Vergleich gut, auch ohne Bafög, aber dafür muss ich auch etwas tun, keine Frage. Natürlich ist meine finanzielle Situation besser als bei 90% aller Studenten. Mir ging es darum aufzuzeigen, dass sich meine Mühe des Ansparens (bei einem Durchschnitts-Netto von ca. 1200 Euro) eines ganzen Jahrzehnts für die priv. Altersvorsorge vom Staat nicht belohnt wird in Form einer Bafög-Zahlung. Hinzu kommt, dass diese monatliche Zahlung einen Hartz IV-Satz mit allen Zulagen bei weitem nicht erreichen würde und zusätzlich die Hälfte von mir wieder zurückgezahlt wird.

Anmerkung  von  Anja    geschrieben 07.05.2013     
@Kajo
Ich hatte das "große Glück" als GmbH-Geschäftsführerin mich von der Sozialversicherungen befreien zu lassen. Jedoch mit all den Risiken, die dazu gehören.
Ich bekomme als Beispiel also den ursprünglichen Rentenversicherungsbeitrag selber ausgezahlt und musste!!! mich schlichtweg selber um meine Altersvorsorge-Bausteine kümmern.

Im Spiegel stand gestern ein 6-Seiten-Artikel über die bevorstehende Altersarmut und das die Hochrechnungen der Lebensversicherer vorne und hinten nicht mehr passen.
Wenn ich jetzt höre, dass die Grünen gerne Kapitalerträge genauso wie Einkommen besteuern wollen, dann fehlen mir schlichtweg einfach nur die Worte. Armes Deutschland

Anmerkung  von  Markus    geschrieben 07.05.2013     
Die Aussage, dass man mit nur 1200 € netto nichts sparen kann ist falsch!

100 € gehen fast immer wenn man sich ein bisschen mehr anstrengt.

Allerdings ist es natürlich deutlich schwieriger damit etwas nennenswertes aufzubauen. Aber irgendwo muss man ja mit dem Vermögensaufbau starten... Im Falle einer Ausbildung hilft der Zinseszins schon ganz ordentlich bei den richtigen Anlageformen.
Eine Weiterbildung, Aufstieg oder ein zusätzlicher Nebenjob machen schon deutlich höhere Spar-raten möglich.

Eine radikale Vereinfachung mit z. B. 25 - 35 % der Besteuerung von Arbeitsvermögen und dass absolut alle (Politiker, Beamte usw.) einzahlen müssen wäre interessant. Das legal Gewinne auf Cayman Inseln ausgelagert werden dürfen und hier Subventionen beantragt werden ist nicht korrekt. Allerdings läuft da die Lobby der Steuerberater Amok...
Das System ist nicht optimal und ziemlich festgefahren mit Ausnahmeregelungen und ganze Branchen haben sich darauf spezialisiert die Schwächen auszunützen.
Einen Manager wie Hoeneß an den Pranger zu stellen ist wohl etwas scheinheillig, wenn man nachrechnet wie viel Steuern unsere Politiker verschwenden, nicht zahlen, andere Formel 1 Fahrer wandern aus... Erst mal muss man abwarten, was die Ermittlungen ergeben. Mit seiner Würstle Fabrik und dem FC-Bayern mit seinen Gehältern hat er sicherlich mehr Steuern gezahlt als eine ganze Gruppe von Politikern, die sich jetzt echauffieren. Steuerverschwendungen wie BER, Stuttgarter Bahnhof, Hamburger Elbphilharmonie sind dagegen Normalität geworden... Was aus Europa wird, wenn andere Länder nicht bereit sind Reformen zu machen aber gleichzeitig immer mehr Sozialleistungen und Steuergelder von den Nordländern wollen...

Anmerkung  von  Turing    geschrieben 07.05.2013     
Als Single kann man günstig in einer WG leben und dann bleibt auch genug übrig von 1000 € netto. Ein Beispiel: Susi Sorglos mit 1000 € netto macht mit Rudi Ratlos und Ute Unschuld eine Dreier-WG auf. Statt 500 € Warmmiete zahlt Susi nur noch 300 €.

(Berücksichtigt ist hierbei, dass sie im Falle einer Einzelwohnung kleine und günstigere Wohnung wählen würde.)

Außerdem: GEZ-Gebühren dritteln sich, Susi zahlt nur noch 6 € pro Monat statt 17,xy €. Es gibt nur noch einen Internetanschluss, also statt 30 € für die Flat, zahlt Susi nur noch 10 €. Selbst bei Strom wird gespart, denn ein großer Teil der Kosten sind Fixkosten. Es gibt dann wahrscheinlich auch nur einen Kühlschrank, d.h. der Stromverbrauch pro Kopf ist kleiner als im Falle von Einzelwohnungen.

Es geht vieles, wenn man möchte. Man muss sich nur schlau machen. Und wenn man 5000 € gespart hat, kann man dieses in Blue Chips investieren. Bei 4 % Dividende hat man dann im Jahr drauf schon 200 € mehr Haushaltsgeld.

Anmerkung  von  Kayo    geschrieben 07.05.2013     
Website www.arsamo.de

@ Turing: Also mit 1000 Euro netto wird`s echt schwer. Eine WG mit den richtigen Leuten mußt du auch erst mal finden.
Und die 200 Euro Dividende pro Jahr wirken sich nicht wesentlich auf`s Haushaltsgld aus. Zumal man sie ja eigentlich wieder reinvestieren sollte, um den Zinseszinseffekt zu nutzen.

Anmerkung  von  Markus    geschrieben 08.05.2013     

na ja, echt schwer ist Ansichtssache...
Man kann bei den Eltern wohnen, Autokosten senken, 250 € selbstbeteiligung oder prämie bei der Krankenkasse kassieren, Handykosten durch Prepaid ersetzen u. v. m.

Auch nur die 200 € am Anfang können doch sehr motivierend sein!!! Vermögensaufbau funktioniert über Jahrzehnte, nicht über ein Jahr...

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Wer alles Interesse an einem aktiven Aktienhandel hat

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New York, Samstag, 4. Mai 2013

Aua. Ich habe im linken Fuss einen kleinen Muskelfaserriß. Das ist ein komisches Gefühl. Im Fitnessstudio hatte ich mit der Beinpresse zu schwere Gewichte gestemmt. Danach bin ich eine längere Strecke gelaufen. Autsch. Jetzt zittert der Muskel ein wenig, wenn ich das Bein belaste. Das wird vorüber gehen.

So komisch (wie mein Bein) muss sich ein Anleger fühlen, der der Börse vor lauter Ängsten den Rücken zugekehrt hat. Das flüssige Vermögen auf dem Sparbuch oder Girokonto zu bunkern ist die reinste Verschwendung. Die Inflation nagt unentwegt an dem Cash.

Glücklich sind Aktionäre. Der Dow-Jones-Index und der S&P-500 marschieren ständig auf neue Rekordhöhen. Es ist wie im Rausch. Unglaublich.

Noch vor vier Jahren lag Amerika am Boden. Panik, Bankenpleiten, Massenentlassungen, Privatinsolvenzen bestimmten seinerzeit die Nachrichten. Wer hätte gedacht, dass so schnell die Erholung kommt? Kaum jemand.

Es zeigt sich einmal mehr: Optimistische Buy-and-Hold-Anleger sind die wahren Gewinner an der Börse. Wer dagegen rein und raus aus dem Markt springt, der kann super Tage wie den gestrigen einfach versäumen.

Wer verdient am Trading? Gut, es sind ein paar wenige smarte Trader. Wer verdient noch? Es sind die Banken und Discountbroker. Die verdienen dank der vielen Orders akkumuliert flotte Gebühren (das ist ihr gutes Recht). Die Börse verdient, der Handelsplatz kassiert nämlich mit.

Ein Nutznießer an der hohen Liquidität sind die Eigenhandelsabteilungen der Banken. Die Bankprofis verfügen über einen exzellenten Einblick in die Orderstrukturen und Deals (sie sind wahre Insider). An den meisten Tagen wirft der Eigenhandel der Banken prächtige Gewinne ab.

Außerdem verdienen die meisten Hochfrequenzhändler in den USA mächtige Summen.

Aber der durchschnittliche Privatanleger verliert mit dem Trading Geld, das zeigen Studien ganz klar.

Gerne wird „Buy and Hold“ als altmodisch kritisiert, es sei nicht mehr zeitgemäß, wird behauptet. Anleger müssten heutzutage am Ball bleiben. Die Welt ändere sich schneller als jemals zuvor, der technologische Wandel usw. - das sind Argumente für das aktive Drehen des Depots. „Dieses Mal ist alles anders“ ist ein weiteres schönes Argument für das Trading. Wenn Sie das Zitat „Dieses Mal ist alles anders“ hören, sollten Sie vorsichtig werden.

Denken Sie mal nach, wer alles „Buy und Hold“-Anleger sind? Ein Musterbeispiel ist Warren Buffett. Gut. Die Story kennt jeder.

Wer noch? All die Gründer sollten Sie nicht vergessen. Bill Gates, Steve Jobs, Larry Page, Sergey Brin (beide Google), Jeff Bezos (Amazon), die Walton-Familie (Wal-Mart), Larry Ellison (Oracle)...

Die sind alle reich durch „Kaufen und Liegenlassen“ geworden. Keiner dieser Milliardäre ist mit dem Trading ihrer Aktien vermögend geworden.

Bei privat gehaltenen Firmen ist der Reichtum ebenfalls durch eine unglaubliche Geduld entstanden. Denken Sie an die Albrecht-Familie (Aldi), Dieter Schwarz (Lidl), Michael Bloomberg (Börsendatenimperium), Michele Ferrero (Schokolade), John Mars (Süssigkeiten), Lakshmi Mittal (Stahl). Wenn diese Reichen bei jeder kleinen Sorge ihre Aktien verkauft hätten, dann wären die ziemlich arm geblieben. Mit einer „Stop-Loss-Order“ wäre auf einmal das Familienerbe weg gewesen.

Übrigens sollten wir Langfristanleger froh um jeden Trader sein. Sie sorgen für einen sehr liquiden Markt, das schafft weitgehend faire Preise.

Mein Fazit: Schnell reich werden zu können ist ein unrealistischer Traum. Mut, Geduld, Visionen sind an der Börse wichtig. Bei Börsenkrisen auszusteigen ist ein großer Fehler.

PS: Schauen Sie in meinen Youtube-Kanal rein, ich habe etliche Videos zum Thema „Buy and Hold“ aufgenommen.

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Anmerkung  von  stevoxx    geschrieben 04.05.2013     
Website www.stevoxx.net

Mit Verlaub Tim, diesem Satz kann ich aber nicht zustimmen: "Noch vor vier Jahren lag Amerika am Boden. Panik, Bankenpleiten, Massenentlassungen, Privatinsolvenzen bestimmten seinerzeit die Nachrichten. Wer hätte gedacht, dass so schnell die Erholung kommt? Kaum jemand."

Ich stimme dir in sehr vielen deiner Ansichten zu, aber hier kann ich nur den Kopf schütteln. Welche Erholung? Auf den Aktienmärkten vielleicht ja, aber Realwirtschaft und Börse driften immer mehr auseinander.

Anmerkung  von  Jan    geschrieben 04.05.2013     
Website www.dividenden-blog.de/

@ stevoxx:
Hallo,
ich verstehe diese Haltung nicht so ganz, lese es aber immer wieder, dass die Zeiten so schlecht sind usw. ich muss zugeben ich kenne die Situation nicht so genau, aber ähnliche Kommentare waren gestern auch unter dem Artikel auf Tagesschau.de zum höchsten DAX-Stand aller Zeiten. Ist es nicht so, dass wir wirklich eine geringe Arbeitslosenquote haben und viele Unternehmen absolute Rekordgewinne einfahren?
Natürlich ist die Börse nicht immer effizient (meine Meinung) aber irgendwo wäre es komisch wenn bei diesen Gewinnen die Aktienkurse viel tiefer ständen.
Gerne lasse ich mich vom Gegenteil überzeugen, aber ich denke die Zahlen von VW, BASF oder anderen sprechen für sich. Die Gewinne liegen über den Niveaus von vor der Krise, da ist es in meinen Augen nur logisch, wenn auch die Kurse über dem Vorkrisenniveau liegen.

Anmerkung  von  Stefan    geschrieben 04.05.2013     
Die jüngste Rallye dürfte wohl hauptsächlich liquiditätsgetrieben sein. Die EZB hat gerade wieder die Zinsen gesenkt. Außerdem mangelt es an Alternativen für die Geldanlage. Da bleiben nur noch Aktien.

Zu buy annd hold: ich bin auch davon überzeugt, dass diese Methode mit am besten ist. Mein Problem ist nur, dass eben zu wenig Geld nachkommt, so dass ich neue Positionen nur langsam aufbauen kann. Da nimmt man schon gerne mal einen schönen Gewinn mit und investiert ihn in eine neue (unterbewertete) Aktie.

Dass buy and hold tot ist glaube ich auch nicht. Ulrich vom valueblog hat gerade sehr gut den Unterschied erklärt zwischen Investitionen und Spekulationen. Nur erstere hat Kostolany gemeint mit seiner Schlaftabletten-These. Für buy and hold braucht man die richtigen Aktien. Und da ist man schnell bei den typischen Buffett Titeln die einen großen Wettbewerbsvorteil haben und den auch lange halten können. Eine Lufthansa z.B. ist sicher nicht für buy and hold geeignet.

Diesen Unterschied verstehen die Deutschen eben nicht sondern scheren alle Aktien über einen Kamm als Glücksspiel.

Die von dir erwähnten Reichen sind alle Unternehmer und Gründer ihrer Firmen. Das ist natürlich ein Unterschied ob man von Anfang an dabei ist und riesige Stückzahlen an Aktien am eigenen Unternehmen hält, oder ob man erst jetzt ein paar Aktien kauft. Der Reichtum ist da schon längst gelaufen...


Ansonsten traue ich den USA eine schnellere Erholung zu als uns Europäern. Bei uns ist alles zu verkrustet und zu langatmig. Mit Frankreich steht der nächste Problemkandidat schon bereit...

Anmerkung  von  Martin    geschrieben 04.05.2013     
Die Gewinne sind gestiegen, aber vor allen Dingen ist die Bewertung jetzt höher. Der Dax wird also immer teurer.
Da konnten die Gewinne nicht mithalten. Wobei Gewinne auch nur nominal sind, interessant ist es sich z.B. auch anzuschauen ob BASF auch mehr Chemikalien, Nestle mehr Kaffee und Schokolade etc. verkaufen.
Ein Teil sind eben auch nur gestiegene Preise. Die FED und andere Zentralbanken schieben die Märkte da ziemlich an.
Immerhin sind die Preise fürs Traden in den letzten Jahren günstiger geworden. Das Internet und günstigere IT halten die Kosten gering.
Wegen dieser "Insider" setze ich keine Stop-Loss Orders, sondern mache das von Hand. Wäre auch interessiert sowas zu programmieren, aber dazu fehlt mir das Wissen momentan. Würde mich ärgern, wenn "Profis" einen gezielt ausstoppen um davon zu profitieren.
Gute Besserung!

Anmerkung  von  Tim    geschrieben 04.05.2013     
Website www.timschaefermedia.com

@ stevoxx
Ich sprach die Erholung an den Aktienmärkten in den USA an.

In der Tat ist die Erholung noch nicht in diesem Maße in der breiten Bevölkerung angekommen. Die Arbeitslosigkeit ist noch hoch mit 7,5% in den USA.

Die realen Gehaltszuwächse des "normalen Arbeitnehmers" sind seit Jahren lausig.
Innerhalb der Bevölkerung gibt es enorme Verschiebungen: Die Reichen werden reicher,die Armen ärmer.

Anmerkung  von  Tim    geschrieben 04.05.2013     
Website www.timschaefermedia.com

@ Martin
Danke. Das mit dem Bein wird besser.

Du sprichst es an: Die hohe Aktivität der Trader gepaart mit der Volatilität - das nutzen die Profis aus. Hedgefonds. Leute wie George Soros, Carl Icahn, David Einhorn, Carlos Slim, Bill Ackman und wie sie alle heißen.

Die haben viel bessere Informationsquelle. Sie können einen starken Absturz zum billigen Einstieg nutzen. Wir Privatanleger haben da so unsere Probleme mit dieser Strategie...wir Privaten lieben es oben zu kaufen und unten auszusteigen.

Anmerkung  von  Kayo    geschrieben 05.05.2013     
Website www.arsamo.de

Hallo Tim,

na das macht man doch auch nicht, erst schwere Gewichte stemmen und dann noch joggen. Eher anders herum.

Da warst du wohl überaktiv, wie du es an der Börse ja zum Glück nicht bist ;-)

Gute Besserung !

Anmerkung  von  Tim    geschrieben 06.05.2013     
Website www.timschaefermedia.com

@ Kayo

oh ja, stimmt. Da habe ich im Fitnessstudio übertrieben. Zu viel Aktivität kann eben schaden. Übermut tut selten gut.
VG
Tim

Anmerkung  von  Finanzielle Freiheit mit Dividenden Blog    geschrieben 06.05.2013     
Website finanzielle-freiheit-dividende-blog.de/

Es gibt doch aktuell keine Alternative zum Aktienmarkt und der US Markt läuft wirklich glänzend. Sehr gut für meine US Dividenden Aktien. So kann es weiter gehen - auch wenn es bestimmt kurzfristig mal korrigieren wird.

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Russe kauft Facebook

New York, Mittwoch, 1. Mai 2013

Schauen Sie sich diesen Witz-Trader an: Nikita Dzhigurda. Der Russe mit Sonnenbrille und langem Zottelhaar scheint völlig von der Rolle zu sein. In dem Youtube-Clip unten gibt er seinem Assistenten, der vor dem Rechner sitzt, den Auftrag, für eine Million Dollar Facebook-Aktien zu kaufen. Der Assistent ist verunsichert, fragt zögerlich: „Bist Du sicher?“ Die Antwort von Nikita Dzhigurda: „Ja, verdammt noch mal.“



Mehr Infos zu dem Video finden Sie im US-Blog Zero Hedge.

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Anmerkung  von  alex    geschrieben 01.05.2013     
Ist das ein Ex Wrestler?

Anmerkung  von  Finanzielle Freiheit mit Dividenden Blog    geschrieben 01.05.2013     
Website finanzielle-freiheit-dividende-blog.de/

Sieht aus wie Comedy. Was lernen wir daraus? ;-) Lieber nicht in Facebook investieren.

Anmerkung  von  Andreas    geschrieben 01.05.2013     
Website www.diekleinanleger.com/

Alles was ich davon verstehe ist vKontakte (in Russland weit beliebter als Facebook) und eben Facebook ;-)

Anmerkung  von  Dmitri    geschrieben 16.05.2013     
Website www.moospara.de

Der Kerl meint den Kauf von vKontakte verpasst zu haben, dafür jetzt Facebook kaufen zu müssen.

Das ist eine Anspielung! :) Lustig!

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9. Warum wir schlechte Anleger sind: Angst + Aktivität schaden

New York, Mittwoch, 1. Mai 2013

Der Mensch hat ständig Angst. Wir haben Angst davor, unser hart verdientes Geld an der Börse wieder zu verlieren. Verständlich ist das. Daher schauen die meisten wie gebannt auf die Kurstafel und meinen daraus Schlüsse fürs Depot ziehen zu können. Alle Nachrichten über die VW-Aktie zu lesen, bedeutet längst nicht, die besten Trades mit all den Infos zu machen. Aktivität schadet uns grundsätzlich im Depot, trotzdem agieren viele hektisch.

Überwinden Sie Ihre Ängste. Denken Sie positiv über Ihre Investments. Haben Sie einen soliden Titel herausgesucht, zweifeln Sie nicht ständig an der Auswahl. Natürlich kann die Aktie unter Ihren Einstandskurs rauschen. Das ist aufgrund der üblichen Volatilität geradezu wahrscheinlich. Warten Sie ab. Lehnen Sie sich zurück. Wenn Sie eine Qualitätsaktie gekauft haben, wird die schon ins Plus drehen.

Akzeptieren Sie, Kursentwicklungen lassen sich nicht exakt vorhersehen - egal wie viel Sie lesen, planen, beobachten, berechnen. Wie jedes Lebewesen wandelt sich das Depot stetig. Aktienkurse klettern nicht wie eine gerade Linie nur nach oben. Manchmal sprudelt das Geld im Depot, manchmal scheint es pausenlos abzufliessen.

Sie brauchen nicht, jede Quartalszahl unter die Lupe zu nehmen. Am besten schalten Sie ab. Was soll passieren, wenn Sie ein Unternehmen haben, das vor 100 Jahren gegründet worden ist und seit 50 Jahren solide Dividenden auszahlt? Schreiben Sie all Ihre Ängste über Ihr Aktiendepot auf ein Blatt Papier. Sie werden sehen, die Ängste sind nicht berechtigt.

Der Dow-Jones-Index startete Anfang des vorigen Jahrhunderts bei 66 Pünktchen. Heute steht das Ding bei fast 15.000. All die Sorgen sind folglich unbegründet. Zwei Weltkriege, zwei Depressionen sowie Seuchen und endlos viele Rezessionen waren dazwischen. Nichts hält die Wall Street auf. Das Plus seither: Explosive 22.000 Prozent. Was wollen wir mehr? Es gibt kaum eine bessere Geldanlage. Der DAX hat auch eine solide Performance seit seiner Gründung hingelegt.

Manch ein Bekannter sagt: „Geld ist mir egal, es ist nicht wichtig“. Das ist natürlich Quatsch. Geld berührt uns jeden Tag. Es beeinflusst, wo wir Essen gehen, was wir anziehen, welches Auto wir fahren, wo wir leben... Es beeinflusst unsere Beziehungen, Familie, Freunde.

Geld und die Kapitalanlage sollten Sie verstehen lernen. Legen Sie niemals Ihre Kohle in irgendwelche Produkte/Aktien an, die Sie nicht verstehen. Sie sollten 100 Prozent verstehen, jedes Detail. Je komplexer Finanzprodukte sind, desto vorsichtiger werde ich. Natürlich haben unsere Banken exzellente Produkte im Angebot, aber jeder muss das für sich Passende finden. Haben Sie auf Seite 52 im Prospekt das Kleingedruckte durchgelesen und alles verstanden? Ich hoffe mal. Faire Produkte sind gefragt. Klare, verständliche Produkte. Je simpler, desto besser sind sie in der Regel. Indexfonds halte ich zum Beispiel für empfehlenswert, vorausgesetzt sie sind sehr günstig strukturiert. Oder wählen Sie die direkte Aktienanlage.

Gelassenheit mit all Ihren Anlagen können Sie nur entwickeln, wenn Sie wissen, was Sie tun. Daher sollten Sie sich informieren, lesen, weiterbilden. Nur bedeutet das Lesen nicht, dass Ihre Aktivität deshalb erhöht werden muss. Im Gegenteil.

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Anmerkung  von  finanziell umdenken    geschrieben 01.05.2013     
Website finanziell-umdenken.blogspot.de/p/verhalten.html

Hi Tim,

gute Artikelserie!
Aktien sind kurzfristig eine schwankungsfreudige Geldanlage. Das fällt vielen Einsteigern schwer zu verinnerlichen. Zudem lassen sie sich zu sehr von den täglichen Börsenachrichten beeinflussen, die letztendlich lediglich ein "Rauschen" sind.

Denn langfristig wird man mit einigen Aktien von global agierenden Unternehmen oder einem weltweit anlegenden Aktien-ETF ein durchaus üppigen Gewinn erzielen. Ideal übrigens auch für den jungen Nachwuchs. Jeden Monat 100 Euro (oder 1000 Euro pro Jahr) investiert, bringt bereits jungen Erwachsenen eine solide finanzielle Grundlage.

VG
Lars

Anmerkung  von  Stefan    geschrieben 01.05.2013     
Man muss aber fairerweise dazusagen, dass im Dow Jones noch genau ein Unternehmen dabei ist, das auch zur Gründung schon dabei war: General Electric.

Es ist ein bisschen Augenwischerei immer nur auf die jahrzehntelangen Anstiege von Indizes zu verweisen. Wenn man die Looser erwischt hat bringt einem das nicht viel. Die werden einfach aus dem Index entfernt.

Aber du schreibst ja:am besten den Index kaufen...

Gruss

Anmerkung  von  Tim    geschrieben 01.05.2013     
Website www.timschaefermedia.com

@ Stefan

Deine Einstellung ist zu pessimistisch. Die meisten Firmen, die aus dem Dow Jones fliegen, sind nicht Konkurs gegangen. Sie sind statt dessen fusioniert, zerlegt, übernommen worden. D.d. die Aktien gehen woanders auf.

Wenn ein Konzern aus dem Dow oder DAX fliegt, heisst das nicht, dass es sich automatisch um ein schlechtes Unternehmen handeln muss. Es heisst lediglich, es gibt ein größeres, liquides Unternehmen, das eine höhere Börsenbewertung zu der Zeit der Entscheidung des Komitees genießt.

Forbes hat einen guten Artikel verfasst, was aus den Dow-Teilnehmern der ersten Stunde (vor einem Jahrhundert) inzwischen wurde: Forbes Rückblick Dow Jones.

Klar gibt es negative Beispiele wie Kodak (Pleite). Der Fotoentwickler war Mitglied im Dow Jones und S&P 500.

Es gilt für Kodak: Das Geld ist nicht komplett verloren. Trotz der Pleite haben Langfrist-Aktionäre in den guten Jahrzehnten einen Sack voll Dividenden kassiert. Auf dem Chart ist das gut anhand der "Ds" zu sehen .

Anmerkung  von  Markus    geschrieben 01.05.2013     

Ein sehr weit verbreiteter Irrtum ist immer sich nur auf den Dow oder den DAX zu beziehen!!!!

Hey, es gibt Nordamerika, Europa und Asien - Indices mit 1900 Aktien und mehr in jedem davon. Mid & Small-Caps haben zum Teil 2 - 5 % mehr Rendite pro Jahr gebracht... Auch umgeht man so den Effekt, dass Marktteilnehmer Auf und Abstiege in die 30 größten Werte vorher ausnützen.

Marktbreite Indices sind wesentlich besser!

Eine Gewichtung nach BIP-Daten war in der Vergangenheit auch wesentlich besser als nach Marktkapitalisierung.



Anmerkung  von  Finanzielle Freiheit mit Dividenden Blog    geschrieben 01.05.2013     
Website finanzielle-freiheit-dividende-blog.de/

Super Artikel Tim! Natürlich ist es schwer die Angst auszublenden, aber beim Investieren in Dividenden Growth Aktien kann man nichts falsch machen - langfristig.

Anmerkung  von  Tim    geschrieben 01.05.2013     
Website www.timschaefermedia.com

@ Markus
Jeder Anleger soll das für sich Richtige finden. Ob Fonds, Indexprodukt, Aktie oder was auch immer. Egal in welchem Land.

Ich bin der Meinung: Im Dow Jones 30 und S&P 500 sind die meisten Weltmarktführer versammelt. Das ist eine extrem breite Abdeckung rund um den Globus. Ich finde im Dow Jones einzelne Konzerne, die sind in 160 Ländern präsent, sie stemmen in den Schwellenländern schon knapp 30% ihres Gesamtumsatzes. Wenn das nicht global ist, was ist dann global?

Anmerkung  von  Stefan    geschrieben 02.05.2013     
@ Tim:

wie du immer die passenden Artikel hervorzauberst! Nicht schlecht. Danke dafür. Wusste gar nicht, dass GE schon zwei Mal aus dem DOW entfernt wurde...

Anmerkung  von  Markus    geschrieben 02.05.2013     
@Tim

Sicher, jeder muss seine für Ihn passende Strategie finden. Die kann für jeden anders aussehen!

Bin nur etwas genervt wenn man einzelne Indexe kritisiert und sich nicht groß damit beschäftigt hat bzw. behauptet, dass sich jeder die besten Werte einfach rauspicken kann, ohne erst mal den Kopf eingeschaltet zu haben.

Der Size und Value Effetkt war langfristig in der Vergangenheit schon sehr beachtenswert. Ob er wegarbtitriert wird, kann man nicht sagen.

Anmerkung  von  Tim    geschrieben 02.05.2013     
Website www.timschaefermedia.com

@ Stefan
Danke für das Lob.

Wenn Du Dir den Kodak-Chart anschaust, als der Filmentwickler richtig fett Kohle verdient hat und Dividenden üppig auskehrte, da machten die Aktionäre einen Reibach. Wer lange genug Kodak-Aktionär war, hat dank der Dividenden kein Geld verloren. Trotz Pleite.

Anmerkung  von  Turing    geschrieben 04.05.2013     
@Tim

Zum Thema Kodak: Sehr richtig, Kodak war für viele Aktionäre ein sehr lohnendes Investment. Die Fokussierung auf den Kurs aber verleitet zu einem eher unrealistischen Urteil. Das ist in etwas so, wenn ein Bäcker jahrzehntelang erfolgreich Brötchen gebacken und verkauft hat und eine Familie von diesem Geschäft ernähren konnte, dann kann man doch im Nachhinein nicht behaupten, dass das Geschäft schlecht war, nur weil es wegen der Billigbrötchenkonkurrenz pleite ging.

Wer investiert, muss sich fragen, ob das Geschäftsmodell des Unternehmens zukunftsfähig ist. Dass man mit Fotofilmen bald kein Geld mehr verdienen kann, war doch schon ab Mitte der 90er klar. Und dann ging es ab dem Jahr 2000 auch ziemlich rasant mit den Digitalkameras. Spätestens als Schumi im Werbefilm mit einem Fotohandy herumdaddelte, hätte der Groschen fallen müssen.

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Meine Einschätzungen zu Berkshire Hathaway, Actavis, Tesla

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New York, Dienstag, 30. April 2013

Ich habe für die „Euro am Sonntag“ einen Ausblick auf die Aktionärsversammlung von Berkshire Hathaway gewagt. Am kommenden Wochenende geht das Woodstock der Kapitalisten in Omaha über die Bühne. Mein Artikel fiel ziemlich kritisch aus.

Zum einen wird Buffett von seinen Fans kritisiert, weil er sich mit Haut und Haaren dagegen wehrt, eine Dividende auszuzahlen, obgleich sein Cashbestand immer größer wird. Übernahmekandidaten findet er gleichzeitig immer seltener. 2012 brachte Buffett keinen bedeutenden Deal in trockene Tücher.

Zum anderen schnitt der Milliardär in den zurückliegenden vier Jahren in Summe schlechter als der S&P-500-Index ab. Trotz der Kritikpunkte bleibe ich ein Fan von Buffett und seiner Berkshire-Aktie.

In meiner Rubrik „Hot Stock der Wall Street“ schnitt in den vergangenen Wochen der Generika-Hersteller Actavis exzellent ab. Hier tauchten nun Übernahmegerüchte auf. Das Unternehmen ist wirklich spannend, weil es sich um ein unglaublich schnell wachsendes Pharmaunternehmen handelt. Nach eigenen Angaben ist Acatvis mittlerweile der weltweit drittgrößte Generika-Hersteller. Der Kurs geht durch die Decke.

Ebenfalls hat sich mein Geheimtipp Tesla Motors (Foto) ausgezahlt. Die Aktie gibt Gas. Der Elektroautobauer wird seit Jahren von aggressiven Shortsellern umzingelt. Die Shorties sind jetzt auf dem falschen Fuss erwischt worden. Ich habe mir das schon gedacht. Wenn nämlich wie bei Tesla gute Zahlen überraschend kommen, schießt der Kurs in die Höhe. Das ist logisch. Man bezeichnet das als Short-Squeeze. Ich hatte mich vor gut einem Jahr mit einem New Yorker Hedgefondsmanager über Tesla unterhalten. Der Investor wettete seinerzeit auf den Absturz des Autobauers, er war bis an die Zähne mit Shortwetten bewaffnet. Das war für ihn ein Schuss in den Ofen. Bitter.

Was können wir von Buffett lernen? Grundsätzlich zahlt sich bei guten Unternehmen eine positive Grundeinstellung aus. Bei besonders soliden Unternehmen, die es seit 100 Jahren oder länger gibt und die seit einem halben Jahrhundert eine Dividende auskehren, sollten Sie wirklich darüber nachdenken, wenn Sie einsteigen, die Position bis zu Ihrem Tod zu halten. So macht das Buffett. So kommt der Zinseszinseffekt voll zum Tragen. Und so sparen Sie jede Menge Steuern und Transaktionskosten.

Sehen Sie dieses schöne Interview mit Buffett aus seinem Büro an. Das Gespräch ist zwar über ein Jahr alt, ich schaue es mir trotzdem oft an. Man lernt schließlich nie aus:



Wenn Sie auf „Experten“ und Kurswahrsager an der Börse hören, berücksichtigen Sie, dass die nicht alles wissen können. Jeder hat so seine eigenen Theorien. Die Kunst besteht darin, sich nicht tagtäglich verrückt machen zu lassen. Nicht jede Nachricht ist es wert, um darauf blitzschnell zu reagieren. Gelassenheit zahlt sich aus. Gerade in Krisenzeiten. Wer die Nerven behält, der ist ein wahrer Börsenmeister. Die Meute verliert zu schnell die Geduld.

Wer hätte vor vier Jahren gedacht, als die Finanzwelt in Trümmern lag und die Arbeitslosigkeit auf immer neue traurige Rekorde in den USA schoss, dass plötzlich die Börsenrallye beginnt? Ganz wenige. Buffett war einer von denen. Buffett ging wie im Rausch 2008 neue Beteiligungen ein.

Bleiben Sie stets ein Optimist. Bleiben Sie cool.

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Anmerkung  von  Martin    geschrieben 30.04.2013     
Mir fällt es schwer solche Aktien ohne Gewinnhistorie wie Tesla zu bewerten. Da muss man sich die Margen- und Mengenentwicklung "ausdenken". Von BMW kommen demnächst die I-Modelle, zudem geht es global in Richtung Überkapazitäten von Automobilfabriken. Da wäre ich mir einfach nicht sicher, ob die Nische von Tesla hält. Ihre aus Standardzellen zusammengebauten Akkupacks sind ein Kostenvorteil, aber sie sind dadurch auch von Fremdinnovationen abhängig.

Anmerkung  von  Tim    geschrieben 30.04.2013     
Website www.timschaefermedia.com

@ Martin

Die Rubrik heisst ja "Hot Stock der Wall Street", insofern ist das kein Witwen- und Waisenpapier.

Ein Short Squeeze löst in der Regel eine dramatische Kursreaktion nach oben aus, weil sich die ganzen Shorties mit der Aktien plötzlich eindecken müssen. Das kann irre Züge annehmen. Bei der VW-Aktie haben wir ja auch schon einen Short squeeze im Jahr 2008 erlebt. Schauen wir mal, was bei Tesla passiert.

Anmerkung  von  Markus    geschrieben 30.04.2013     

Also ich würde Berkshire nicht abschreiben! ;-) Kann Sie recht gut vergleichen mit meinen etf`s auf Euro-Basis, die ich zur gleichen Zeit gekauft habe. Und massig Cash ist schließlich nichts verkehrtes bei einer Person, die es oft genug geschafft hat bei Untertreibungen zu kaufen. Evtl. wartet er auf einen Crash???

Anmerkung  von  Tim    geschrieben 01.05.2013     
Website www.timschaefermedia.com

@ Markus
Ich schreibe Berkshire nicht ab. Im Gegenteil. Wo findet man schon einen Fonds mit einem Fondsmanager, der nur 100.000 Dollar Gehalt pro Jahr kassiert, obgleich er der beste Geldverwalter der Welt ist?

Etliche Fondsmanager kassieren das 10-fache von Buffetts Gehalt und die Performance ist trotzdem lausig.

Anmerkung  von  Finanzielle Freiheit mit Dividenden Blog    geschrieben 01.05.2013     
Website finanzielle-freiheit-dividende-blog.de/

Auch wenn die Tesla Aktie vielleicht demnächst gas gibt - gehört sie doch nicht in ein Dividenden Depot, oder?

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8. Ein gesunder, sparsamer Lebensstil

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New York, Samstag, 27. April 2013

In Deutschland gibt es 951.000 Millionäre. Folglich ist hierzulande 1 Person von 82 ein Millionär. Sie kennen sicherlich einen. Man merkt es ihnen nicht an.

Es ist ja nicht so, dass die Reichen alle einen Rolls-Royce fahren, eine Yacht im Hafen ankert, silber-goldenes Besteck neben einem Edelservice aus Fernost auf dem Marmortisch zuhause stehen haben. Nein, das Gegenteil ist der Fall. Viel wahrscheinlicher ist: Ikea-Möbel, Ikea-Küchenzubehör, Aldi-Gemüse. Ein uralter Fiat vor der Haustür. Und die Kleidung ist nicht der neueste Schrei.

Um zu den Vermögenden zu gehören, sollten Sie eines verinnerlichen: Viel Geduld und Stetigkeit sind nötig. Am besten wächst Ihr Vermögen wie eine Schildkröte: Langsam, sicher, stetig.

Den Kindern können Sie eine finanziell sorgenfreie Zukunft ermöglichen. Es ist ziemlich einfach:

Kommt Ihr Kind auf die Welt, rate ich, ein Depot zu eröffnen. Kaufen Sie mindestens fünf Jahre lang kerngesunde Standardtitel (oder besser einen Aktienindex) in dieses „Baby“-Depot. Es sind keine riesigen Summen nötig, denn der Zinseszins hilft Ihnen später. Es kann schon ausreichen, 100 Euro im Monat für Ihren Nachwuchs zurückzulegen. Daraus reifen dann über die Jahrzehnte Hunderttausende, ja womöglich Millionen heran.

Je mehr Geld Sie in jungen Jahren zurücklegen, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit ein großes Sümmchen zusammenzubekommen. Es ist keine Geheimwissenschaft, es handelt sich um eine simple Zinseszinsformel.

Was macht aber der Durchschnittsbürger? Der träumt vom großen Luxusauto, vom Luxusurlaub, vom Luxushaus. Mit unnötigem Kleinkram geht den meisten Konsumenten viel zu viel Geld durch die Lappen. Ungesundes Fastfood oder teurer Starbucks-Kaffee unterwegs. Verzichten Sie nach Möglichkeit darauf. Brühen Sie lieber Ihren Kaffee daheim. Kochen sie Gesundes zuhause. Machen Sie Sport. So vermeiden Sie Übergewicht bzw. Krankheiten.

Weitere Geldfresser sind Lotto-Gewinnträume, Kasino- und Barbesuche. Dafür gibt der deutsche Michel Milliardensummen aus. Des weiteren gehen für Ratenkredite und Überziehungszinsen auf dem Girokonto Unsummen flöten.

Nicht zu vergessen sind die Glimmstängel: Eine Zigarettenbox täglich geht in die Tausende im Jahr. Ganz zu schweigen von möglichen Krankheiten (Raucherlunge, Raucherbein), die Sie später heimsuchen können.

Fazit: Leben Sie lieber gesund und sparsam. So haben Sie langfristig mehr vom Leben.

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Anmerkung  von  Andreas    geschrieben 27.04.2013     
Website www.diekleinanleger.com/

Ich habe selten in einem so kurzen Artikel so viele Tipps und Vorschläge - wie ich sie auch immer predige - gelesen.

Mittlerweile bin ich aber so weit, dass ich Unbelehrbaren auch gerne die Zigaretten und das geleaste Luxusauto "gönne" und mir denke - selber Schuld.

Anmerkung  von  Markus    geschrieben 28.04.2013     

Laut einem Interview von einem Vermögensberater sind die ganz großen Vermögen nur über sehr lange Zeiträume (120 Jahre und mehr) entstanden.

Die obligatorische 1 Mille kann man selbst mit einem Durchschnittsverdienst schaffen. Der Zinseszins hat eine gewaltige Wirkung über lange Zeiträume.

Die Studie an sich ist wie immer kontrovers. Wenn jemand selbst genutztes Eigenheim im Wert von 1 Mio hat, dann zählt es nicht... aber als Vermietungsobjekt schon. In wiefern Rentenansprüche noch berücksichtigt worden sind, habe ich nicht gelesen.

Prinzipiell fragt man sich schon, ob es gerecht ist, das Arbeitsvermögen mehr besteuert wird als Kapitalvermögen. Wobei 29 % Abgeltungssteuer natürlich schon ganz ordentlich sind.

Allerdings hat unserer Politik ja eigentlich kein Einnahme- sondern ein Ausgabenproblem.

Anmerkung  von  Turing    geschrieben 28.04.2013     
@Markus

Wird Einkommen aus Kapitalvermögen denn weniger besteuert? Ich finde nicht, dass man sich da zu einer eindeutigen Aussage kommt, da alles sehr intransparent ist. 25 % Abgeltungssteuer (+ Soli + eventuelle Kirchensteuer) hört sich nach weniger an als die Einkommensteuersätze, aber ich bezweifle, dass das wirklich so viel weniger ist.

Die Dividenden sind aus dem Gewinn nach Steuern geschöpft. Das Unternehmen hat Gewerbe-, Umsatz- und Körperschaftssteuer bereits abgeführt. Als Angestellter zahlt man weder Gewerbesteuer noch Umsatzsteuer auf die geleisteten Arbeitsstunden. Die Einkommenssteuer entspricht der Körperschaftsschaftssteuer.

Wo eine erhebliche Benachteiligung der Angestellten stattfindet, ist, dass man Investitionen nur dann absetzen kann, wenn sie mit dem eigenen Beruf im Zusammenhang stehen. Wer Aktien kauft, tätigt eine Investition. Wenn eine Holding eine Milliarde € für ein Unternehmen rauskloppt, geht diese eine Milliarde € in die Bilanz und verringert den Gewinn, der die Berechnungsgrundlage für die Körperschaftssteuer bildet. Wenn ich als Privatperson Aktien kaufe, zeigt mir der Fiskus der Vogel, wenn ich 20000 € für Aktienkäufe als Betriebskosten ansetze.

Natürlich erlaubt der Staat, dass man Ausgaben für die Altersvorsorge absetzt, aber da sind die Grenzen viel zu eng gesetzt.

Die Benachteiligung von Arbeitnehmern ist extrem. Bei den Ausgaben werden die Arbeitnehmer wie kleine Kinder behandelt, die dieses und jenes nicht steuerlich geltend machen dürfen (beispielsweise Aktiensparen als Altersvorsorge), aber sobald man einen etwas größeren Umsatz bei eBay macht oder erfolgreich an Pokerturnieren teilnimmt, kommt der Fiskus her und will einen besteuern, als wäre man Gewerbetreibender. Und das kotzt mich an.




Anmerkung  von  Martin    geschrieben 28.04.2013     
Besonders dämlich finde ich einen teuren Kaffee für unterwegs zu kaufen. Denn normalerweise kriegt man das Ambiente des Cafes gratis dazu. Das kann sich dann auch statt eines repräsentativen Hauses rechnen :-) Gute Tips. Bei starbucks in den USA kann man immerhin mit einem eigenen Becher sparen. Oder man nimmt den Größten und teilt sich den. In der Freizeit kann sich das ruhig mal können, nur nicht jeden Tag.

@Turing:
Bilanz und Steuerbilanz sind nicht unbedingt identisch.

Anmerkung  von  Markus    geschrieben 28.04.2013     

Dinge machen nicht glücklich!
Süchte, machen süchtig! Da kann man Sie sich noch so sehr als Lebensglück einreden.
Wie wichtig die Gesundheit ist, merkt man erst, wenn es einem dreckig geht.
Die wirklich wichtigen Dinge im Leben kann man sich nicht mit Geld kaufen.

Allerdings negative Glaubenssätze zum Thema Geld machen es zu einem Mangel... zuerst mental, dann real.
Freiheit, Unabhängigkeit und das Potential gutes damit anstellen zu können sind viel bessere Ansichten über Geld.

Allgemein ist die Steuerproblematik zu kompliziert geworden. Total vereinfacht und ein dicker Rotstift bei Subventionen wäre was interessantes... Leider wird das der Lobby der Steuerberater nicht gefallen und auch für die subventionierten Branchen mit Ihren tausenden von Angestellten mit Familien ist es extrem heftig.

Die Frage ist, wie gut ist ein freier Markt? Normalerweise wenn sich eine Firma verzockt, dann muss sie Insolvenz anmelden. Was wäre gewesen, wenn wir Staaten und Banken komplett frei gelassen hätten und sie in eine geordnete oder evtl. auch chaotische Insolvenz gehen gelassen hätten???

Mir kommt das System extrem aufgebläht vor... Auch wenn es doch robuster sein sollte, als ich es mir vorstellen kann...

Anmerkung  von  Finanzielle Freiheit mit Dividenden Blog    geschrieben 01.05.2013     
Website finanzielle-freiheit-dividende-blog.de/

Das mit den IKEA Möbeln und IKEA Geschirr kann ich mir gut vorstellen - auch mit dem alten Fiat vor der Tür. Persönlich fahre ich auch einen 11 Jahre alten 3er BMW - Millionär bin ich noch nicht - denkt mit dem Zinseszins über 30 Jahre ist es locker möglich und das konsequente investieren in Dividenden Growth Aktien.

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7. Sparen ja, aber nicht übertreiben

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New York, Samstag, 27. April 2013

Wir wissen alle, was das Grundprinzip vom Vermögensaufbau ist: Gebe weniger aus, als Du verdienst. Die Grundformel lautet: VERMÖGEN = EINKOMMEN minus AUSGABEN.

Es gibt nur zwei Wege, mehr Vermögen aufzubauen: Entweder mehr sparen oder mehr verdienen. Das Sparen fängt bei kleinen Dingen an: Kleidung, Schmuck, Getränke und reicht zu großen Gütern wie Wohnen oder Auto. Der Vorteil von einem sparsamen Lebensstil ist, er ist in der Regel gesünder. Sie verzichten auf unnötige Zigaretten, Alkohol, bewegen sich mehr und essen gesünder (selber kochen).

Manchmal wundere ich mich über Leute. Es gibt Menschen, denen scheint das Auto oder Haus wichtiger als die Familie, Gesundheit oder die Karriere zu sein. Schon komisch. Ich glaube, wer unterhalb seiner Verhältnisse lebt, bekommt die wahren Prioritäten im Leben besser in die „richtige“ Reihenfolge.

Donald Trump rät: Sparen ist wichtig. Aber das Leben muss Spass machen. Trump meint: Sei sparsam, aber manchmal solltest Du Dir was Tolles gönnen, manchmal musst Du die Sau fliegen lassen. Wenn Du das machst, bist Du mit dem Sparen insgesamt erfolgreicher. Ich kann der Theorie des New Yorker Baulöwen viel abgewinnen. Nur geizig zu sein ist nicht gerade motivierend. Wer sich ab und zu etwas Luxuriöses gönnt, bei dem steigt die Motivation zum Sparen umso mehr.

Sie müssen folglich nicht jeden Cent krampfhaft sparen. Trump sagt: „Money was never a big motivation for me, except as a way to keep score. The real excitement is playing the game.“

Übersetzt heißt das grob so viel wie: „Geld war nie ein großer Motivator für mich - mit einer Ausnahme: Ich sah, wie weit ich war. Der wahre Spaß ist, das Spiel zu spielen.“

Ich habe ein Laster. Ich gehe oft zum Broadway, sehe Musicals, Theaterstücke, Konzerte mit der Familie und Freunden an. Manchmal sitze ich in der ersten Reihe. Ob der Sitz dort 100 Dollar mehr kostet, ist mir egal.

Ich finde das kultig. Wer vorne sitzt, hat den direkten Blick auf die Bühne. Man kann besser in die Reihen nach hinten schauen, um Promis zu entdecken. Kürzlich saß Schauspielstar Liza Minnelli im Kino (mitten drin).

Diese Woche sah ich Bruno Mars in Reihe vier. Der Sänger kam mit Begleitung. Mit seiner Freundin und mit Regisseur Spike Lee.

Als ich meinen Fotoapparat zückte (normalerweise mache ich das nicht in meiner Freizeit), reagierte Bruno Mars blitzschnell, er hob dieses „Playbill“-Heftchen vor sein Gesicht und grinste ohne Ende. Der nahm mich auf den Arm. Was für ein Versteckspiel? Links auf meinem Schnappschuss sehen Sie seine Freundin, rechts am Rand sitzt Spike Lee (verdeckt mit blauer Jacke, Glatze).

Fazit: Hauen Sie ab und zu Ihre Kohle raus. Für ein Konzert, für einen Kurzurlaub oder so. Spenden Sie für einen guten Zweck. Anschließend macht das Sparen umso mehr Spass. Sie werden sich wundern: Sie werden erfolgreicher mit dem Sparen. Ich glaube, es ist ein psychologischer Trick, der hier wirkt.

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Anmerkung  von  Andreas    geschrieben 27.04.2013     
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Aus meiner Erfahrung sind die großen Positionen - wie Urlaub, Konzerte oder ähnliches, nicht wirklich die großen Ausgabenpunkte. Man überlegt vorher schließlich ob einem das wert ist und wenn man zu den Entschluss kommt - ja das ist es mir wert, sollte man das auch tun.
Ausgabentechnisch schlagen so regelmäßige Kleinigkeiten, über die man normalerweise nicht viel nachdenkt, viel stärker ins Gewicht.

Anmerkung  von  D.K.    geschrieben 27.04.2013     
Schon T. Harv Eker schrieb in seinem Buch "So denken Millionäre", dass man sich mal etwas gönnen sollte.
Ein Mal im Monat ein teueres Restaurant besuchen (ohne auf die Preise im Menü zu achten), einen Wellness-Tag gönnen etc. etc.
Klar, Spenden ist auch der richtige Weg. Denn dein Wohlstand hilft nicht nur dir, sondern auch vielen anderen Menschen auf der Erde. Vorausgesetzt man spendet und gibt Geld aus.
Man sollte auch dankbar sein, für all das, was man besitzt und sich nicht darauf fokussieren, was man nicht hat. Viele Menschen nehmen einfach alles hin als sei es normal z.B. jeden Tag ein tolles Essen auf dem Tisch zu haben oder ein Dach über dem Kopf, ein warmes und gemütliches Bett.
Millionen Menden aber in verschiedensten Winkeln unserer Welt besitzen nicht mal 1% von dem, was wir jeden Tag um uns herum haben.
Sei dankbar und du bekommst noch viel mehr und ziehst mehr positive Momente in dein Leben.

Anmerkung  von  Finanzielle Freiheit mit Dividenden Blog    geschrieben 01.05.2013     
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Darum Tim, fahre ich meinen 11 Jahre alten 3er BMW auch noch weitere 4-5 Jahre. Klar würde ich gerne auch ein anderes Auto fahren wollen - ich fahre aber so selten, dass ich lieber weiterhin mein Dividenden Depot ausbaue und jetzt im Frühling wieder mehr Fahrrad fahre.

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6. Langfristige Sparpläne entwickeln

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New York, Donnerstag, 25. April 2013

Studien zeigen, Menschen sind keine guten Finanzplaner. Wenn es um den Aufbau eines finanziellen Polsters geht, versagt die Mehrheit. Der Psychologe Neil Stewart stellt in einer Ausarbeitung der britischen Großbank Barclays fest, Arbeitnehmer haben Probleme damit, ihre Vorsorgebudgets fürs Alter bestimmen zu können. Entsprechend fehlt das Verständnis für die nötigen Sparsummen. Das Gehirn ist dazu nicht in der Lage. Wir neigen dazu, eher uns um das hier und heute zu kümmern, als um die langfristige Zukunft.

Wissenschaftler Stewart drückt es so aus: „Das Gehirn wird hauptsächlich zum Bummeln über Grasland genutzt, um Beeren aufzulesen. Wir haben ein Gehirn aus der Steinzeit. Mit modernen, finanziellen Entscheidungen kommen wir nicht klar. Unser Gehirn ist damit zum Scheitern verurteilt.“

Bilden Sie sich in finanziellen Angelegenheiten fort. Lesen Sie viel. Schließen Sie sich mit anderen Menschen kurz. Wenn große finanzielle Entscheidungen ins Haus stehen, holen Sie sich stets vorab Rat aus Ihrem Umfeld ein (erfahrene Freunde, Familie, Bekannte). So können Sie Dummheiten möglicherweise vermeiden, die Sie hinterher bereuen könnten. Entwickeln Sie Ziele für Ihr Rentendasein. Je langfristiger die Finanzpläne sind, desto besser.

Wenn Sie sich intensiv mit Geldthemen beschäftigen, werden Sie sorgsamer mit Ihren Finanzen umgehen.

Mich wundert, warum die Bundesregierung so wenig Aufklärungsarbeit leistet. Die Behörden sollten die Bürger umfassend informieren. Die Altersarmut muss von allen nur denkbaren Stellen bekämpft werden, dazu gehört die umfassende Information der Menschen. Die Untätigkeit in Berlin ist ein Riesenfehler. Deutschland wird dramatisch altern, der Nachwuchs fehlt, die gesetzliche Rente wird sinken.

Wie Barclays ausführt, neigen Männer eher als Frauen zur Selbstüberschätzung. Männer glauben, den Aktienmarkt timen zu können und beim Trading gut abzuschneiden. Vorsicht, es kann schnell eine Welt der Illusionen in unseren Köpfen entstehen.

Wer gut informiert ist, trifft bessere Entscheidungen. Nehmen Sie das Heft in die Hand. Bauen Sie ein vernünftiges Depot auf.

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Anmerkung  von  Turing    geschrieben 25.04.2013     
Die Ratschläge von Politik und der Verbraucherschützer kann man in der Pfeife rauchen. Wenn ich nur daran denken, dass diese Leute Riesterrenten empfehlen bzw. überhaupt solche unflexiblen und renditeschwachen Anlagen. Selbst wenn Riester nicht so ein Reinfall wäre, muss man doch objektiv feststellen, dass diese Unflexiblität einer Geldanlage ein absoluter Anachronismus ist. Einerseits verlangen die Umstände immer mehr Flexibilität im Beruf andererseits empfiehlt man den Bürgern, sich eine Fessel anzulegen. Die Riesterrente ist besonders inflexibel, weil man mit dem Finanzamt ein Geschäft auf Lebenszeit eingeht und man Strafzahlungen erwarten kann, wenn man seinen Lebensabend mit Riesterrente im Ausland verbringen möchte.

Die Riesterrente konnte nur von Menschen ausgedacht werden, die abgeschottet von der gesellschaftlichen gelebt haben, die wahrscheinlich in irgendwelchen Amtsstuben hocken und - nennen wir es mal so - arbeiten.

Und zum Rendite habe ich mich gar nicht ausgelassen. Selbst wenn die Riesterrente 6 % p.a. brächte, ich würde sie nicht abschließen.


Anmerkung  von  Ulrich    geschrieben 25.04.2013     
Ich kann Turing nur zustimmen. Aufklärungskampagnen der Regierung zu Finanzthemen sind das letzte, was noch fehlt. Die wollen nur ihre komischen Rürup- und Riester-Dinger unters Volk bringen, um es finanziell unter Kontrolle zu halten.

Jetzt ein paar Pseudo-Steuervorteile (die durch Verwaltungsgebühren aufgefressen werden) und später dann die "nachgelagerte Besteuerung". Wenn der Staat später Geld braucht, weiß er ja, wo er ansetzen kann.

Anmerkung  von  Tim    geschrieben 25.04.2013     
Website www.timschaefermedia.com

@ Turing
@ Ulrich

Amerikanische Behörden leisten Aufklärungsarbeit. Es gibt ganze Teams etwa bei der Börsenaufsicht SEC, die Bürger in Sachen Altersvorsorge aufklären. Das sind ehrliche, faire und verständliche Reden, Kampagnen, persönliche Gespräche. Die US-Regierung nimmt die Altersversorgung seiner Bürger ernst.

2 Beispiel:
1. Hier gibt das ArbeitsministeriumSpartips für die Rente im Internet.
2. Hier erklärt die SEC die Gebührenstrukturen von Fonds (und die möglichen Nachteile zu hoher Kosten).

Ich habe manchmal das Gefühl, dass Berlin den Bürgern das Märchen von der sicheren gesetzlichen Rente erzählt.

Anmerkung  von  Mario    geschrieben 26.04.2013     
Erst einmal herzlichen Dank an Tim. Das Buch aus der Verlosung ist bei mir eingetroffen. Als Zugabe, ich nehme an vom Verlag, lag ein Buch über den Werdegang der Diesel-Jeans bei. Ich freue mich diese als Nächstes zu lesen.

Zum Thema richtig Sparen kann ich nur anmerken, dass bei den Jugendlichen, weil mich das Thema durch mein eigenes Kind eingeholt hat, kaum Interesse vorhanden ist. Die Interessen hängen vielleicht mit der Schulbildung und Politik zusammen. Jedoch beginnen solche Themen schon in der Familie. Meinem Kind konnte ich nie wirklich ein Gefühl zum Thema Sparen vermitteln. Er wehrte sich dagegen und sah die Sache mit dem Geldverdienen durch Geld, durch die Brille des Weltverbesserers. Jugendlicher Idealismus eben. Mann und Frau erinnere sich zurück. Jetzt wurde er an der Uni von einem „unabhängigen“ Finanzberater angesprochen. Auf einmal können wir über solche Themen reden. Das Interesse ist geweckt und wir suchen gemeinsam nach vernünftigen Lösungen für die Probleme seines zukünftigen Alters. Daher sollte man die Hoffnung nicht aufgeben. Zumindest in der Familie.

Bei Freunden und Bekannten ist das schon schwieriger. Hier sind immer die Lebensumstände zu betrachten. Wer lässt sich schon gern beraten? Vor allem in einem Alter wo die „Altersweisheit“ hinzukommt.

Deshalb sind Vorbilder wie eben ein Buffett für mich von entscheidender Bedeutung. Man muss nicht dieselben Aktien besitzen. Hier ist ausreichend, dass Prinzip verstanden zu haben und die Gelassenheit um das Wissen, die Welt nicht sofort verändern zu können.

Schönes WE
Mario

Anmerkung  von  Markus    geschrieben 26.04.2013     

Es ist schwierig Glaubenssätze in Köpfen der Menschen zu ändern!

Meine Bruder hatte die gleiche Erziehung und kann nicht mit Geld umgehen. Ihm hat man das Studium bezahlt und ich habe 2 Jahre Weiterbildung mit Wohnung und Leben komplett selbst bezahlt... Ich habe Ihm das Buch der reichste Mann von Babylon geschenkt und sein Kommentar war nur... So ein Käse... ;-)

In 30 Jahren werden sich die Gegensätze noch mehr verschoben haben...

Anmerkung  von  Stefan    geschrieben 26.04.2013     
@ Markus:

Genau so geht es mir mit meinem Bruder auch! Haben ebenfalls die gleiche Erziehung genossen. Ich versuche recht sparsam zu leben und unnötige Dinge zu meiden. Er gibt das Geld aus wie es reinkommt. Zum Sparen sagt er nur, dass er mit seinem Einkommen eh nichts auf die Seite legen könne...Aber der Vaio Laptop für 1.500 € ist drin...

Anmerkung  von  Lalucky    geschrieben 26.04.2013     
Also mein Kind (derzeit 8 Jahre alt) wollte unbedingt wissen, was Aktien sind- und dannach habe ich ein Depot für ihn eröffnen dürfen... mal schauen wo es hingeht. Klar hat er auch sein bares im Sparschwein lieber- und er rückt es auch nicht so schnell für "Spaßkäufe" raus.Aber ich denke die richtige Richtung hat er jetzt schon eingeschlagen. Ich werde mich selbst- und auch mein Kind- dahingehend "weiterbilden". Jeder kann selbst etwas tun- hat ja jeder die Möglichkeit. Es wird niemand gezwungen den Unsinn zu glauben den uns die "Lobby"-Politiker erzählen.

Anmerkung  von  Martin    geschrieben 27.04.2013     
Für Kinder bietet sich papertrading an.

Anmerkung  von  Finanzielle Freiheit mit Dividenden Blog    geschrieben 01.05.2013     
Website finanzielle-freiheit-dividende-blog.de/

Es gibt nicht viele Leute in Deutschland, die sich Gedanken über eine private Vorsorge für die Rente machen bzw. schließen einfach einen Riester Vertrag ab und gut ist. Ich bin felsenfest überzeugt, dass die Dividendenstrategie langfristig über 20 Jahre und länger die richtige Strategie ist.

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5. Verzichten Sie auf Kredite

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New York, Donnerstag, 25. April 2013

Schulden sind Gift für den Vermögensaufbau. Meiden Sie nach Möglichkeit jede Form der Kreditaufnahme. Wer Kredite hat, gegen den arbeitet der Zinseszinseffekt. Eine Ausnahme kann der Kauf einer Immobilie sein. Bei Immobilien ist die Teilfinanzierung über eine Hypothek üblich. Doch Vorsicht: Immobilienpreise sind in Deutschland durch die Decke gegangen, sie sind im Schnitt recht teuer geworden. Die niedrigen Zinsen verleiten zum Immobilienkauf – doch das Zinsniveau wird wieder steigen und kann zu einer Belastung werden. Wer eine Hypothek aufnimmt, sollte mindestens 30 Prozent Eigenkapital einbringen, das ist mein Rat.

Unbedingt meiden würde ich Ratenkredite. Selbst wenn die Zinsbelastung offiziell 0 Prozent beträgt, so sollten Sie trotzdem niemals etwas kaufen, was Sie mit Cash nicht kaufen würden. Es geht hier um eine psychologische Falle.

Leider nimmt der Kauf auf Pump in Deutschland zu. Smartphones, Urlaube, Autos, Küchen - immer mehr Verbraucher leben von der Hand in den Mund.

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Anmerkung  von  Andreas    geschrieben 25.04.2013     
Website www.diekleinanleger.com/

"Beim Immobilienkauf ist die Teilfinanzierung über eine Hypothek üblich"
Aber nur weil es jeder tut, heißt das lange nocht nicht, dass es auch wirtschaftlich vernünftig ist.

Anmerkung  von  Martin    geschrieben 26.04.2013     
Bei hohem Einkommenssteuersatz kann es sich lohnen mehr Kredit aufzunehmen und das Eigenkapital woanders anzulegen, denn Mieten werden mit Einkommenssteuer besteuert und Kapitalerträge mit der Kapitalertragssteuer. Der Zins der Hypothek mindert dann die Mieteinnahmen. Finde das persönlich nicht nachvollziehbar vom Gesetzgeber.

Anmerkung  von  Alex    geschrieben 26.04.2013     
Zu Immobilienkrediten allgemein:

Ich habe mal irgendwo gelesen, dass Baupost(Seth Klarman) in Immobilien mit 50% Eigenkapital & 50% Fremdkapital investieren...

Immos sind auch die einzigen Investments bei denenen sie hebeln.

natürlich kann man davon ausgehen, dass der schreiber von Margin of Safety nicht überteuert kauft

Anmerkung  von  Finanzielle Freiheit mit Dividenden Blog    geschrieben 01.05.2013     
Website finanzielle-freiheit-dividende-blog.de/

Konsumkredite sind total schwachsinn. Zum Glück kenne ich keinen im Bekanntenkreis, der sowas macht! Lieber von den Dividendenzahlungen ab und zu sich etwas Luxus leisten.

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4. Langweilige Hausmannskost ist ideal

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New York, Dienstag, 23. April 2013

Um an der Börse spektakuläre Renditen erzielen zu können, sind keine heißen Aktien nötig. Im Gegenteil. Mit langweiligem Zeug wie Reinigungsmittel, Klopapier oder Zahnpasta lässt sich langfristig gutes Geld verdienen. Das zeigen beispielsweise die Erfolgsaktien Clorox, Henkel, Procter & Gamble oder Colgate-Palmolive eindrucksvoll. Hohes Risiko innerhalb der Aktienkategorie bedeutet nicht notgedrungen höhere Renditen.

Yale-Professor Roger Ibbotson fand in einer Studie heraus: Mit weniger Risiko (weniger Volatilität) lässt sich mehr Rendite erzielen. Heiße Aktien erzielen nach Meinung des Finanzwissenschaftlers auf Dauer geringere Renditen.

Fazit: Hausmannskost ist genau das Richtige. Das Fundament für Ihr Portfolio sollten grundsolide Dividendenzahler bilden. Ich weiß, langweilige Papiere machen wenig Spass. Wer mag, kann ja was Heißes dem Depot beimischen.

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Anmerkung  von  Andreas     geschrieben 23.04.2013     
Website www.diekleinanleger.com/

Eine einfache und ebenso wahre Aussage - kann ich so nur unterstreichen, auch wenn es manches Mal schon verführerisch ist, seine Hausmannskost mit etwas Risiko zu würzen :-)

Anmerkung  von  Tom    geschrieben 24.04.2013     
Das ist eben das verrückte - Langweilig tut der Mensch mit nicht gewinnbringend verwechseln. Ein Value-Anleger umgeht diese Falle, denn die Zeit wird ihm Recht geben.

Anmerkung  von  Finanzielle Freiheit mit Dividenden Blog    geschrieben 24.04.2013     
Website finanzielle-freiheit-dividende-blog.de/

Diese langweiligen Aktien zahlen zwar aktuell eine sehr geringe Dividendenrendite p.a. - jedoch steigern diese Aktien meistens jedes Jahr die Dividenzahlung um 5 bis 10% und wenn man sich die Historie anschaut, dann hat man nie die Chance bei P&G, Colgate mit über 4% Dividendenrendite p.a. einzusteigen.

Anmerkung  von  Markus    geschrieben 24.04.2013     

Hm, leider sind die "nifty fifty" Dinger schon nicht mehr ganz günstig. Sehr günstig werden die wohl nie.
Das liegt wohl auch daran, dass Sie sehr Krisenfest sind und es doch einige Risiken im System gibt.

Ansonsten natürlich super Unternehmen, wo man fast immer nachkaufen oder die Dividenden bei entsprechender Summe reinvestieren kann.

Anmerkung  von  Need Help    geschrieben 24.04.2013     
Und was mache ich, wenn ich seit längerer Zeit zum ersten mal in meinem Leben (!) mit 15 k am Straßenrand stehe und auf meine Bahn warte?? Kann ich derzeit noch aufspringen, auf Züge auf denen McD, P&G, Colgate, Heinz, Berkshire,... etc. steht?? Über Strategie (falls man es so nennen will), Haltezeitraum (20 Jahre Plus), etc. bin ich mit mir im Reinen. Ich frage mich nur, ob man nochmal auf eine Korrektur warten sollte. Bzw. bringt das überhaupt was, bei den richtig dicken Tanken??

Anmerkung  von  Tim    geschrieben 24.04.2013     
Website www.timschaefermedia.com

@ Need Help
Niemand weiß, wo die Kurse morgen stehen. Das ist ein Dilemma. Ganz klar.

Ich glaube, es ist grundsätzlich besser dabei zu sein anstatt an der Seitenlinie zu stehen. Denn die Dividende spielt eine große Rolle, was oft vergessen wird. zwischen 40 und 50% steuert die Dividende zur Gesamtperformance bei.

Langfristig steigt die Börse auf immer neue Höhen.
PS: Immer natürlich ans Streuen denken.

Anmerkung  von  ZaVodou    geschrieben 24.04.2013     
Siehst Du Tim, genau solche Fragen, wie sie Need Help stellt, kommen,weil Du bei Deinen Artikeln zu wenig konkret wirst.
Es ist eine Sache zu schreiben "Kaufen Sie langweilige Aktie", das ist schön. Zahnpasta, Seife das ist langweilig. O.K. Dann kommt aber immer die Frage. Zu jedem Preis? Jetzt noch?
Dann schreibst Du "Kaufen Sie, wenn es billig ist". Und schon haben wir wieder ein Dilemma. Wann ist eine Aktie billig?
Deshalb schreib doch mal, wann Du etwas billig findest. An was Du das ausmachst. Oder ganz einfach, schreib mal über Deinen letzten Kauf. Warum Du die Aktie gekauft hast und warum zu diesen Preis.Ich glaube, damit würdest Du Deinen Lesern einen großen Dienst erweisen.
Beim Aktienkauf ist es eben nicht ganz so einfach wie beim Kauf von 250 g Butter. Da weiß die Hausfrau, dass sie bei einem Preis von 0,99 Euro günstig dabei ist.

Anmerkung  von  Markus    geschrieben 24.04.2013     

Konkrete Handlungsempfehlungen sind schwierig für andere Menschen zu treffen... Man kennt nicht die Gesamtumstände, die emotionale Haltung bei Kursverlusten usw.

Bei größeren Einmalanlagen würde ich quartals- / halb oder jährlich einen Teil investieren.


Anmerkung  von  Markus    geschrieben 24.04.2013     

Im Endeffekt ist es Dein hart erarbeitetes Geld. Dafür lohnt es sich auch selbst Gedanken darüber zu machen und nicht die Verantwortung an andere abzugeben!!!

Wenn Du nur billig willst, dann kannst Du auch 3 x rafi Indizes auf Asien, Europa und Amerika machen... oder dasselbe mit Dividenden etf`s. In einer Baisse kannst Du die Dividenden reinvestieren. Auch ein etf Depot kannst Du damit aufbauen... Dividenden Aristokraten sind auch überlegenswert.

Du kannst aus einer Liste von z. B. Unilever, Nestle, BAT, Procter & Gamble, Colgate & Palmolive, Royal Dutch Shell, Coke, Pepsi, Mc Do, Berkshire, Becton Dickinson, Nike, Essilor, Münchner Rück, Novo Nordisk u. v. m. durch einen Value Screener jagen oder anfangen Geschäftsberichte zu lesen.

Mulitnationale Konzerne mit Marke und als klare Nr. 1 wird man ganz selten für ein 12 KGV erwischen.

Du musst Dich mit Deiner Entscheidung wohl fühlen und ruhig schlafen können! Auch wenn das Depot mal 30 % abschmiert. Und vor allem solltest Du das Geld wirklich übrig haben und nicht irgendwann in einer Notlage brauchen!


Anmerkung  von  Finanzielle Freiheit mit Dividenden Blog    geschrieben 25.04.2013     
Website finanzielle-freiheit-dividende-blog.de/

Habe auch einiges über die US&Kanada Aristokraten und Konzerne gelesen. Es ist wirklich sehr schwer den Zeitpunkt zu finden, wo der Konzern gemessen am aktuellen Aktienkurs eine Dividendenrendite von >4% p.a. zahlt, somit muss man es einfach wagen und sich klar sein, dass man z.B. eine Aktie wie P&G,McDonalds,Coca&Cola usw. ein Leben lang einfach im Dividenden Depot belässt und die Dividendeneinnahmen reinvestiert, oder zum Teil verkonsumiert.

Anmerkung  von  frank    geschrieben 25.04.2013     
Hallo,
früher hätte ich gesagt jeder Tag ist Kauftag, heute sind die Zeiten dafür viel zu volatil.
Neben billigen Langweilern wie Royal Dutch, EON.. sind ansonsten kaum Langweiler im Preis akzeptabel.
Ich würde daher abwarten.
Kriege, schlechte Quartalsergebnisse,Hühnergrippe... sorgen heutzutage schnell zu sinkenden Preisen.Nicht zu reden von der chaot. finanzpolitischen Lage.
Frank

Anmerkung  von  Martin    geschrieben 25.04.2013     
Ich verstehe das Problem nicht. Wenn man monatlich spart, kann auch monatlich anlegen. Wenn man einen Einmalbetrag anlegen möchte, kann man den Einstieg zeitlich strecken. Wenn es ein geringer Betrag ist, kann man den aber auch auf einmal investieren. Je geringer der Betrag, desto eher ETF statt Einzelaktie wegen der dann geringeren Transaktionskosten für die nötige Diversifizierung.

Dividenden generell sofort reinvestieren und nur wenn Transaktionskosten wegen geringer Beträge sonst zu hoch sind ansammeln.

Anmerkung  von  Markus    geschrieben 25.04.2013     
Als etf-Variante gibt es einige Möglichkeiten... z. B. 40% MSCI World, 30% Eurostoxx 600 und 30% MSCI Emerging Markets... Noch billiger geht es mit Regionen-Aufteilung (Amerika, Asien Pazifik, Europa und Emerging). Noch simpler mit 1 (AWC-Index oder Aero) oder 2 etf`s...

Zum Kaufzeitpunkt hat Martin eigentlich alles schon relevante gesagt.

Eine weitere Diversifikation mit Anleihen, Rohstoffen, mehr small caps, Tagesgeld usw. kann man sich auch überlegen oder aufbauen.

Der Thread im WP-Forum von Supertobs ist da auch empfehlenswert.

Anmerkung  von  Anna    geschrieben 25.04.2013     
So, gestern gegen 21 Uhr habe ich den Kurseinbruch genutzt und mir eine kleine Position P & G eingetan.
Es ist natürlich das passiert, was immer passiert: Sie taucht weiter ab.
Ich habe aber den record day mit erwischt, somit kann Mitte Mai die erste Dividende fließen.

Anmerkung  von  Finanzielle Freiheit mit Dividenden Blog    geschrieben 01.05.2013     
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P&G und JNJ kommen jetzt auch in mein Dividenden Depot. Die gehören einfach in jedes Dividenden Depot als Dividend Growth Aktien und Dividend Aristokraten.

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3. Gebühren senken, Geduld haben, Dividendenzahler vorziehen

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New York, Montag, 22. April 2013

Nun folgt der dritte Teil meiner aktuellen Blog-Serie. Es geht um Spar- und Anlagetipps.

Setzen Sie beim Anlegen den gesunden Menschenverstand ein. Alles muss beim Sparen Sinn machen. Sie brauchen an der Börse viel Geduld. Achten Sie auf die Gebühren und versteckten Nebenkosten. Fondsmanager können eine Stange Geld kosten. Nicht immer sind es die Profis wert.

Wenig Aktivität im Depot zahlt sich aus. So vermeiden Sie Transaktionskosten und Steuern. Wer mehr als zehn oder zwanzig Jahre in den S&P-500 oder DAX investiert, kann so gut wie nie einen Verlust in die Scheune fahren. Clever ist es, Marktabstürze auszusitzen und nicht in Panik zu verfallen.

Die meisten Privatanleger schneiden schlecht an der Börse ab, weil ihnen die Geduld fehlt und sie zu aktiv sind. Sie übersehen die Kosten. Sie glauben, den Markt timen zu können, was eine Illusion ist. Meist werden die Anleger durch die Volatilität bei niedrigen Kursen aus dem Markt gekegelt. Privatanleger bekommen einfach ihre Gefühle nicht in den Griff.

Sicherlich macht es niemandem Spass, einen Absturz an der Börse auszusitzen. Es ist aber das Beste. Denn die Börse erholt sich eines Tages.

Die Geschichte der Wall Street lehrt uns: Die Börse kann in Extremsituationen um 50 Prozent (und mehr) einbrechen. Aber die Kurse erholen sich wieder. Geduld und Zeit sind wichtige Pfeiler für eine gute Rendite.

Natürlich kann man einen Reinfall mit einem Papier wie der Commerzbank erleben. Daher ist das Streuen wichtig.

Am besten setzen Sie auf konservative Dividendenzahler. Diese schneiden im langen Schnitt besser als die „Nichtzahler“ ab. Ideal sind solche Dividendenzahler, die ihre Dividende erhöhen können.

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Anmerkung  von  Jan    geschrieben 22.04.2013     
Als regelmäßiger Leser Deines Blogs erschließt sich mir der Punkt "aussitzen" nur bedingt. Wenn der Dax wie jetzt Richtung 8.000 geklettert ist (Höchststände), warum soll man dann nicht mal aussteigen? Klar es kostet 5 Euro Gebühr + Abgeltungssteuer. Aber so wie der Markt nach einer Baisse wieder anziehen wird (das predigst du richtigerweise immer), so wird eher auch nach einer Hausse wieder fallen. Sprich: einfach mal aussteigen, Gewinne einstreichen und erst später bei deutlichem Abschlag wieder einsteigen. Das ist auch eine Form von Geduld: Warten / Draußen bleiben. Eine der großen Stärken von Mr. Buffett. Was hälst Du davon??

Anmerkung  von  Turing    geschrieben 22.04.2013     
Und worin möchte Sie stattdessen investieren?

Angenommen Sie investieren, 2000 € in einen Aktientitel, der klettert auf 3000 € und Sie verkaufen. Dann zahlen Sie etwas mehr als 250 € Steuern. Wenn Sie aber von der Firma überzeugt waren, dann möchten Sie ja auch wieder einsteigen, also sollten die Aktien von 3000 € auf weiter als unter 2700 € wieder sinken, wenn es sich für Sie lohnen soll, d.h. Sie brauchen mindestens 10 % Kursverlust, um wieder einzusteigen.

Das ist schwer vorherzusehen und wenn der Absturz kommt, ist es auch schwer, "bestens" zu verkaufen, weil so viele Käufer da sind. Der ganze Stopp-Loss-Blödsinn löst sogar Verkaufsordern ohne Mindestverkaufspreis ab.

Ich bin seit vier Jahren an der Börse und habe nun zwei sehr starke Kursrückgänge erlebt. Einmal infolge der amerikanischen Staatsverschuldung, die im August 2011 auf ein Rekordhoch kletterte und dann im letzten Jahr, im Frühjahr wg. Griechenland.

Die Börsen haben sich davon auch schnell wieder erholt und zwar aus gutem Grund: Was haben Qualitätsaktien des DAX mit der amerikanischen oder griechischen Staatsverschuldung zu tun? Erst einmal gar nichts. Bei Finanztiteln (Versicherungen, Banken) liegt's auf der Hand, denn die sind die typischen Gläubiger der Staaten, aber verkaufen Enel, RWE und Eon weniger Strom? Findet SAP für ihre Software keine Abnehmer mehr? Verkauft Fuchs Petrolub weniger Schmiermittel? Natürlich nicht. Ich habe diese rapiden Kursrückgänge nicht nur ausgesessen, sondern auch für Nachkäufe genutzt.

Zu Tiefstkursen kaufen und zu Höchstkursen verkaufen funktioniert in der Theorie, mithilfe der Charts von gestern. In der Praxis lässt sich das aber kaum umsetzen, daher ist es umso wichtiger, sich klar zu machen, dass man in ein Unternehmen investiert und nicht nur Aktien kauft. Liest man Bilanzen, beschäftigt man sich den Produkten der Firma und wählt man sorgfältig aus, dann ist das schon die halbe Miete.

Warren Buffet ist deshalb so vermögend, weil er sich bei jeder Investition so wie ein Investor handelt, der 90 % seines Vermögens investiert und nicht 1 %. Er fängt nicht an, zwischen Geld und "Spielgeld" zu unterscheiden, wie es einige Aktionäre tun, die sich sagen: Hier habe ich 2000 € übrig, also spiele ich und investiere in riskante Anlagen (z. B. Griechenlandanleihen). Das kommt bei Buffet nicht vor, obwohl er sich so finanziell leisten könnte.

Anmerkung  von  Martin    geschrieben 22.04.2013     
Selbst wenn Privatanleger an der Börse schlechter als der Durchschnitt abschneiden, schneiden sie im Vergleich zum Durchschnitt der nicht an der Börse tätigen Sparer besser ab. Ich finde es auch OK mal schlechter abzuschneiden und weniger Risiko einzugehen. Ich kaufe z.B. nur wenig Firmen mit einer höheren Nettoverschuldung als die Marktkapitalisierung, obwohl man mit dem hohen Leverage auch mehr Chancen hat.

Anmerkung  von  Markus    geschrieben 22.04.2013     

Den Markt timen zu wollen setzt folgendes voraus:
Man erkennt als erster eine Überbewertung und verkauft, danach erkennen alle anderen (Banken, Analysten, Fondsmanager, institutionelle Anleger, Hobby-Value-Anleger usw. usw. usw.) dass der Markt überbewertet ist und verkaufen ebenso. Das war jetzt nur der Verkaufsaspekt. Beim Kaufen ist man wiederum schlauer als alle anderen, die beruflich mit einer 40 h Woche oder wie Buffett mit 90 h Woche das ganze nicht erkennen bzw. später als ich mit meiner Glaskugel....
Sorry, ich halte das für realitätsfern. Genauso wie alle denken, Sie fahren besser Auto als der Durchschnitt. ;-)
Zwischendurch hat man noch eben mal schnell 2 x Ordergebühren, knapp 30 % das Kapital vermindert und es gibt auch sowas wie Spreads... ;-)

Die einzige Möglichkeit eines halbwegs funktionierenden Timings sehe ich bei weltweiten starken Krisen... Allerdings wer hat diese vorausgesehen? Hat man auch gerade genügend Cash? Fallen 3 - 5 k bei einem schon großen buy & hold Depot überhaupt großartig ins Gewicht?

Übrigens nimmt die Steuerlast der Abgeltungssteuer im Zeitverlauf ab. Ist ein bisschen Mathematik...;-)

Anmerkung  von  Markus    geschrieben 22.04.2013     
Was macht man, wenn wieder erwarten der Markt bei Höchstständen noch 2 - 3 Jahre weiter mit je 10 % p. a. läuft? Klar kann er mal zwischendurch einbrechen... Aber wer kann das ausnützen?

Anmerkung  von  Jan    geschrieben 22.04.2013     
In Seitwärtsphasen und "Durchschnittbereichen" (Dax 6000) sehe ich das ja auch kritisch. Man kann den Markt nicht timen. Alles richtig! Ich weiß aber nicht, ob es in übertriebenen Phasen nicht durchaus möglich ist. So wie es auf der Hand liegt, bei 3000 oder 4000 in den Markt zu springen (selbst wenn er noch weiter fällt), frage ich mich, ob man sich bei 8000-9000 nicht einfach mal verabschieden sollte. (Die Dax-Zahlen sind jetzt eher beispielhaft gewählt!)

Anmerkung  von  Markus    geschrieben 22.04.2013     
@Jan

Sicher kann der DAX wieder auf 4000 oder 5000 runterknallen. Das kann niemand ausschließen! Die Zahlenbeispiele sind wohl ein bisschen auf die letzten 10 Jahre bezogen... Allerdings bestehen auch gute Argumente für ein fortsetzen der langfristigen Aufwärtstendenzen. KGV, KBV sind langfristig gesehen nicht exorbitant teuer (USA eher ein wenig überbewertet als Europa). Die Notenbankpressen laufen auch Hochtouren. Über dem Anleihenmarkt braut sich ein gewaltiges Gewitter zusammen. Negative Realzinsen machen Aktien viel interessanter. Jetzt kann man wieder die Asset-Meltdown-Theorie mit der Überalterung dagegen halten, aber die insgesamt jüngere Weltbevölkerung der Emerging Markets kann das abfedern. Vorausgesetzt Sie können das Wachstum halbwegs stabil halten.

Buy & hold würde ich auch nur bei Qualitätstiteln oder über etf`s empfehlen!!!!!! Angenommen die worst-case-Szenarien mit dem Staatsbankrot von Amerika oder Europa treten ein... Eine Nestlè oder Berkshire bricht um 75 % ein... ich würde halten und wenn möglich sogar nachkaufen. Allerdings ist hier auch der springende Punkt wie sicher in einem solchen Szenario der Arbeitsplatz und die Liquidität ist.
Aber 100 % Verlust mit Anleihen sind in diesem Katastrophenszenario nicht schöner! Natürlich ist auch eine Berücksichtigung des eigenen Alters und der Gesundheit wichtig.

Indexe, die seit über 100 Jahren zwischen 6 - 12 % pro Jahr steigen, 2 Weltkriege, Wirtschaftskrisen, Währungsreformen überstanden haben, sind es wert gehalten zu werden!!! Eine 20 jährige Seitwärtsphase ist natürlich unschön. Allerdings ist das Szenario bei konstanten weitersparen und reinvestieren der Dividenden so ziemlich immer eine positive reale Rendite rausgesprungen!

Die Zukunft kann niemand seriös vorhersagen. Alles was wir haben, ist die Erfahrung aus der Vergangenheit.

Anmerkung  von  Markus    geschrieben 22.04.2013     

Und das der DAX jetzt die nächsten 30 Jahre zwischen 3000 - 9000 hin und herpendeln wird, um auf einen ca Durchschnittswert von 6000 fallen wird, damit wir alle nachkaufen können... Ich hoffe doch, dass der DAX in 30 Jahren mindestens einen 5stelligen Durchschnittswert hat! ;-)

Aber ein bisschen Liquidität ist natürlich nie verkehrt!!!

Anmerkung  von  Gordon Gekko    geschrieben 22.04.2013     
@jan:ja sehe ich genau so wie Du und habe ich hier auch schon mehrfach kundgetan. Wieso ich bei 9000 DAX nicht aussteigen sollte und mein Cash ge duldig liegend auf den Chrash auf 7000 wartend lassen erschliesst sich mir regelmäaaig such nicht. Wie ja klar ist wird es immer wieder einen Einbruch geben und dann kaufe ich bei ca. 79 bis 85 % wieder nach. Die Steuer ist m.e. Ueberhaupt kein Thema weil die immer anfaellt, es sei ich gehe dabon aus dass ich nie verkaufe und nur die Dividende geniesse, aber wer will das schon? Ein Vrund ist m.e. Derzeit wichtig zunereaehnen. Das brsitzen von Aktien gegenpber Cash könnte sich in einer Waerungsreform positiv darstellen, aber ansonsten verstehe ich auch nicht wiesonhier immer songetan wird alscwenn ich die Aktie nie wieder k aufen kann, als wenns ie ein unikatvwaere.....

Anmerkung  von  Markus    geschrieben 22.04.2013     

Einen DAX-Stand von 9000 habe ich in meinem gesamten Leben noch nicht gesehen.;-) Selbst 2000 nicht...

Viel Erfolg mit der Strategie! ;-)
Ich zwinge niemanden einen durchschnittliche Indexrendite mit 10 % p. a. über 25 - 35 Jahren auf.

Anmerkung  von  Tim    geschrieben 22.04.2013     
Website www.timschaefermedia.com

@ Gordon Gekko

Jeder sollte seinen eigenen Weg gehen.

Johnson & Johnson notierte 1970 bei 1,07 Dollar. Aktuell steht das Ding bei 84 Dollar. Was das Rein- und Rausspringen gebracht hätte? Nichts.

Selbst Profis (Fondsmanager) schaffen es nicht, den Markt richtig zu timen. Wenn der Profi es nicht schafft, wie soll es dann ein Privatanleger schaffen? Der Profi hat ganze Researchabteilungen zur Hand.

Anmerkung  von  Andreas Teugl    geschrieben 22.04.2013     
Website www.diekleinanleger.com/

Gerade Privatanleger haben es sicher schwer mit den Schwankungen an der Börse umzugehen. Besonders dann, wenn mittels "Finanzoptimierern" Aktien oder Fonds gerade in einer Boom-Phase gekauft werden und deren Wert nach einiger Zeit drastisch sinkt, ist es fast schon menschlich einfach zu verkaufen und das Kapitel so abzuschlißen, obwohl es mit Sicherheit der teuerste Weg ist.

Anmerkung  von  Sebastian    geschrieben 23.04.2013     
In fünf Jahren sind wir alle schlauer!

Rückblickend ist dann alles ganz logisch, doch heute weiß niemand irgendetwas über die Zukunft der Indizes.

Ich halte seit einigen Jahren Adidas-Aktien und habe vor, das bis zur Rente zu tun. Ich hätte schon so einige male die "Gewinne mitnehmen" können.

Wäre ich billiger wieder reingekommen? Nein!

Es amüsiert mich doch ein wenig, wenn der ein oder andere meint, die Börse könne man wie einen Bahnfahrplan lesen.
Klingeling! Hier rein, dort raus - alles ganz einfach.

Was passiert denn, wenn der DAX auf 9000 Punkte steigt und dann einfach nicht um 20% fallen will?
Bei 10000 Punkten dann doch wieder einsteigen? Weiter warten?

Das Spiel spiele ich nicht mit.
Ertragsstarke Unternehmen kaufen und die Dividenden einfahren. So macht das Spaß.

Jeder muß hierbei wohl seine eigenen Fehler und Erfahrungen machen. Ging mir nicht anders... ;)

Anmerkung  von  Markus    geschrieben 23.04.2013     

Ganz pauschal noch zum Thema Gebühren senken:
Jedes Jahr oder alle 2 - 3 Jahre das komplette Depot rein und raus aus dem Aktienmarkt wird saftig teuer. Da freuen sich ein paar Finanzmagazine, Banken und der Staat.
Bei buy & hold stundet man Steuern vollkommen legal. Selbst nach einem Anlagehorizont von 25 Jahren wirst Du danach sicherlich nicht das komplette Depot auf einen Schlag auflösen.
Die Anlagen vor 2008 werde ich sowieso so schnell nicht wieder anfassen.

Anmerkung  von  Achim    geschrieben 23.04.2013     

Das lustigste daran ist, dass 25 % Abgeltungssteuer von 8000 gleich 6000 sind. ;-)

Das wovor hier manche Angst haben, nämlich einen Indexstand durch Kursverfall von 6000, am liebsten sofort an Steuern zahlen möchten. Soli und evtl. Kirchensteuer kommt auch noch drauf....????

Aktuell sind wir ja näher an 7000... Das würde für die Skeptiker bedeuten entweder bald kaufen oder man hat noch nicht verkauft, weil wir die 9000 nicht gesehen haben. Hoffentlich vergisst der Börsenzug nicht rechtzeitig zu hupen, damit alle ein und aussteigen könnnen! ;-)

Anmerkung  von  Finanzielle Freiheit mit Dividenden Blog    geschrieben 23.04.2013     
Website finanzielle-freiheit-dividende-blog.de/

Seit 2 Jahre praktiziere ich jetzt Buy&Hold und kaufe Dividenden Aktien aus USA&Kanada und es läuft sehr gut. Viele Werte sind bereits mit über 100% im Gewinn und ich freue mich über die monatlichen und quartalsweisen Dividendenzahlungen.

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2. Informieren Sie sich über das Sparen für die Rente

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New York, Sonntag, 21. April 2013

Ich setze meine Serie mit den Geldanlage- und Aktientipps fort. Heute folgt Teil 2: Beschäftigen Sie sich mit Ihrer Rente schon in jungen Jahren. Es mag öde klingen, ist jedoch wichtig. Mit der Altersarmut werden mehr und mehr Menschen in der westlichen Hemisphäre zu kämpfen haben.

Je besser Sie informiert sind, desto mehr werden Sie sparen.

Eine neue Studie zeigt, gerade diejenigen Arbeitnehmer, die informiert werden über die möglichen Sparerfolge für die Rente, sparen mehr.

Insofern ist es wichtig, dass unsere Bundesregierung mit offenen Karten spielt. Deutschland hat im weltweiten Vergleich eine sehr alte Bevölkerung. Wir haben mit einem Median-Alter von 45,3 Jahren fast japanische Verhältnisse in Deutschland.

Die gesetzlichen Rentenzahlungen werden in 30 bis 40 Jahren ziemlich dürftig ausfallen. Folglich ist eine kapitalbasierte Zusatzrente wichtig. Ich halte ein steuerlich gefördertes individuelles „Aktiendepot für die Rente“ nach US-Vorbild von Vorteil. Leider schlafen unsere Parteien in Berlin. Es ist verlorene Zeit.

Fazit: Je intensiver Sie sich mit dem Sparen für das Alter beschäftigen, desto erfolgreicher werden Sie am Ende des Tages sein.

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Anmerkung  von  Markus    geschrieben 21.04.2013     
@Tim

Ein steuerlich gefördertes Aktiendepot für die Rente wäre genial....

Leider habe ich die Befürchtung, dass unsere Regierung sogar eher auf die Idee kommen wird, Aktien noch mehr zu besteuern.

Die "bösen" Banken und Kapitalanleger haben das System ja so gefährdet...
Seltsamerweise können diese wenig für die überbordende Staatsverschuldung. Es ist immer leicht, einen Schuldigen zu präsentieren. An der ganzen Misere sind Staat, Banken und leider auch Bürger schuld. Die Mehrheit wählt leider immer die Partei mit den größten Versprechen, obwohl sie es langsam besser wissen müsste.

An den Riester & Rürüp - Dingern verdient sich leider der Vertrieb mehr, anstatt dass die Anleger eine vernünftige Rendite nach Inflation erwirtschaften.

Irgendwo habe ich mal gelesen, dass eine Staatsverschuldung von über 80 % vom BIP in eine fast unumkehrbaren Teufelskreis des Zinseszins gerät.
Das Ende vom Lied sind entweder Währungsreformen, Umverteilungen durch harte Steuereinschnitte oder Staatsbankrotte.

Auch wenn ich manchmal etwas als zu pessimistisch angesehen werde, aber fakt ist, dass Amerika, Europa & Japan zu einer Staatsfinanzierung mit der Notenbankpresse übergegangen sind. Was passiert, wenn z. B. Japan das aufkaufen eigener Staatsanleihen stoppt, will man sich nicht vorstellen.

Anmerkung  von  Martin     geschrieben 21.04.2013     
keine Partei im Bundestag will ein Model wie in den USA, die FDP wäre dafür eigentlich ideal, doch sie lehnt lieber Mindestlöhne ab und ignoriert wichtige Eckpunkte einer liberalen Partei (bei den Bürgerrechten kommt ja auch seit Jahren nichts mehr)
und die SPD will eine höhere Abgeltungssteuer...natürlich nur "testweise"...diese Partei hasst mittlerweile alles was privat ist und nicht unter staatlicher Kontrolle steht

dennoch spricht alles für Aktie

Anmerkung  von  Turing    geschrieben 21.04.2013     
@Martin
Vielleicht sollten Sie einfach mal genauer hinsehen, bevor Sie über die FDP urteilen und nur den blasierten Unsinn widergeben, wie ihn unsere linkslastigen Medien verbreiten. Der größte Unsinn ist die Geschichte mit den vernachlässigten Bürgerrechten. Das wird immer wiederholt, aber niemand wird konkret. Es ist auch schwierig, denn die FDP leistet sehr viel (ELENA abgeschafft, Wehrpflicht ausgesetzt, Gleichstellung von homosexuellen Partnerschaften vorangetrieben, Lauschangriff eingedämmt usw.). Die CDU/CSU hat sich oft genug nach der Koalition zurückgesehnt und ein besseres Kompliment kann man der FDP nicht machen.

Und die Probleme heute sind vor allem wirtschaftlicher Natur und daher gehört die Wirtschafts-, Finanz- und Steuerpolitik in den Vordergrund. Und auch das hat etwas mit Bürgerrechten zu tun. Es geht nicht um die Einnahmen des Staates, sondern zuallererst um die Einnahmen des Bürgers. Umso mehr netto er übrigbehält, umso mehr wirtschaftliche Freiheit hat er.

Auch Fragen, die elementar unser Verständnis eines Rechtsstaates betreffen, sehe ich bei der FDP am besten aufgehoben. Da geht es beispielsweise um die Frage, ob der Staat CDs mit Daten über die Schweizer Konten deutscher Steuerpflichtiger kauft oder nicht. Dass der Staat Hehlerware kauft, ist für Linke offensichtlich kein Problem. Nur mal zur Erinnerung: Linke verlangen von deutschen Konzernen, dass die im Ausland bloß niemanden bestechen und drohen mit Strafverfolgung, aber für den deutschen Staat soll dieser moralische Anspruch nicht gelten.

Die FDP war die einzige Partei, die mit dieser Hehlerei nichts zu tun haben wollte.

Anmerkung  von  Martin     geschrieben 21.04.2013     
sie können sich ihre Partei gerne schönreden nur machen die dadurch immer noch keine bessere Politik

nehmen wir doch mal ACTA, da mussten eben erst die Piraten (die würde man bei einer funktionierenden liberalen Partei ja überhaupt nicht brauchen) und andere Aktivisten Druck machen bis etwas passierte, wieso nicht vorher in den Prozess eingreifen?

und man hört ja eher den der CDU Kritik an einer schon aktuell hohen Abgeltungssteuer, das müsste doch eher ein Thema für die FDP sein

Anmerkung  von  Markus    geschrieben 21.04.2013     

Man sieht, dass liberale Parteien mehr Zuspruch von ehrgeizigen Menschen bekommen...
Bin sehr gespannt was aus der AfD wird. Das vereinfachte Steuermodell von Kirchhoff ist offensichtlich in Ihrem Wahlprogramm. Den Professor fand ich damals richtig gut...
Es ist schwierig objektiv zu urteilen da man öfters das Gefühl bekommt manche Medien und auch Zeitschriften haben Ihre klaren Lieblinge...
Kann man Lobbyismus etwas Positives abgewinnen oder muss man leider diesen Weg gehen, wenn man politisch überleben will???

Mir fehlt die klare und ehrliche Kommunikation der Politik mit dem Volk. Vielleicht herscht auch der Glaube vor, man kann dem Volk nicht die Wahrheit zumuten?

Anmerkung  von  Markus    geschrieben 21.04.2013     
Zum eigentlichen Thema...

So lange wie Menschen sich lieber von Banken und Versicherungen beraten lassen, als sich selbst autodidaktisch etwas beizubringen, wird es schwierig sein, sich nennenswerte Vermögen nach Inflation und Steuer aufzubauen.

Selbst die engste Familie vertraut in Geldanlagen mehr dem berühmten Herrn "Kaiser" als jemanden mit 13 Jahren Börsenerfahrung und ca. 40 gelesenen Fachbüchern zum Thema Geldanlage...

Geldanlage wird von vielen als lästig und zu kompliziert angesehen...
Dabei hat man mit Hilfe des Zinseszinses einen sehr starken Effekt sich selbst etwas aufzubauen. Ob es nun das Ziel der finanziellen Freiheit, einer guten Rente oder sogar Hilfe für Bedürftige sein soll.

Zudem sollte man auch seine Emotionen kontrollieren können. Panik, Gier und "falsches Sicherheitsdenken" sind keine guten Ratgeber.
Die Übertreibungen von über 15 % p. a. oder die Untertreibungen mit negativer Rendite mit Staatsanleihen bringen nur Katzenjammer. ;-) (langfristig gesehen)

Anmerkung  von  Ulrich    geschrieben 22.04.2013     
@Markus:

Das steuerlich geförderte Aktiendepot widerspricht leider dem, was die Altersvorsorge-Politik in diesem Land anstrebt. Man will keine finanziell unabhängigen Bürger. Die könnten mit ihrem Vermögen ja ins sonnige Ausland verschwinden. Nicht umsonst war die Riester-Rente am Anfang so konzipiert, dass sie nicht mal ins EU-Ausland mitnehmbar war (die komplette staatliche Förderung hätte zurückgezahlt werden müssen). Inzwischen hat die EU diese Zumutung verboten.

Tatsache bleibt aber: der Staat möchte, dass die Menschen nur in Anlagen investieren, aus denen Renten entstehen. Diese kann man dann später nach Belieben besteuern und mit Sozialabgaben belegen. So hat man ja bei Betriebsrenten erst vor ein paar Jahren einen Krankenkassen-Beitrag durchgedrückt.

Auch bei Riester ist deshalb max. 1/3 bar auszahlbar. Der Rest muss als Rente ausgezahlt werden.

Der Staat hält die Bürger an der sehr, sehr kurzen Leine ...

Anmerkung  von  Markus    geschrieben 22.04.2013     
@Ulrich

Das klingt ja fast schon kommunistisch. Allerdings auch leider nicht ganz abwegig.

Das Thema Politik ist denke ich noch umstrittener als das Thema Geldanlage und Finanzen.

Als Bürger eines demokratischen Landes möchte man eine ehrliche Kommunikation und den Glauben an das Versprechen "dem deutschen Volke zu dienen".

Eigeninteressen, nicht gehaltene Versprechen, "Hau-Ruck-Politik", Lobbyismus, weggelassene Absätze in Studien, die Informationsflut mit den vielen Eigeninteressen.... Es ist verdammt schwierig, sich ein eigenes objektives Bild zu machen und nicht "politikverdrossen" zu werden.

Im Vergleich mit anderen Ländern müssten wir zufrieden sein... Allerdings sollte man die Augen nicht vor den vielen Baustellen verschließen.

Anmerkung  von  Anna    geschrieben 22.04.2013     
Turing,
ich weiß, Du lebst und stirbst vielleicht auch für die FDP. Gut, auch ich habe sie mal gewählt, aber da war die FDP noch eine andere.
Kleines Rechenexempel: Die FDP hat 65000 Mitglieder, stellt aber 5 Bundesminister. Da ist die Gefahr groß, dass karrieregeile Leute sich überlegen, da könnte doch was zu machen sein, was bei den anderen nicht geht (siehe den Kandidaten bei WWM vor einigen Wochen).
Warum sperrt sie sich so beim Mindestlohn? Wegen eventueller Firmenpleiten? Ich weiß nicht, ob das flächendeckend zieht. Den Geringverdienern muss heute aus Steuermitteln geholfen werden und im Alter müssen die Leute dann auch wieder zum Amt. Diese Mittel bringen dann wieder die Facharbeiter und Handwerksmeister auf.
Turing, ich weiß, Du wirst mir jetzt schreiben wollen, warum und wieso das richtig ist.
Du hast Abitur und ein Studium.
Ich habe einen Mittelschulabschluss mit "sehr gut", zwei Facharbeiterabschlüsse und jede Menge Lebenserfahrung, u.a. auch als Arbeitslose und im Niedriglohnsektor.
VG
Anna

Anmerkung  von  Markus    geschrieben 22.04.2013     
Die Grenzen der Parteien und Ihrer Programme sind nicht mehr so ganz klar.

Die heftigsten Reformen hat ein Sozialdemokrat mit der Agenda 2010 durchgedrückt. Sicherlich mit Vor- und Nachteilen. Die Frage ist, was überwiegt?

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Preisausschreiben: Die drei Gewinner...

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New York, Samstag, 20. April 2013

Danke an alle Teilnehmer des Gewinnspiels. Ich habe heute die drei Gewinner gezogen. Jeder Kommentar erhielt eine laufende Nummer. Gewonnen haben: Mario, Tom aus der Schweiz, willihope. Gratulation! Ich werde die Gewinner zusätzlich per Email informieren. Sie erhalten das Buch „Investieren wie Benjamin Graham“ von Rodney Klein und David Darst. Der FinanzBuch Verlag in München spendiert freundlicherweise die drei Bücher für mein Preisausschreiben.

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Anmerkung  von  willihope    geschrieben 21.04.2013     
uiiii vielen dank!


Anmerkung  von  Jan    geschrieben 21.04.2013     
Buuuuuuuuuh ;-)

Anmerkung  von  Finanzielle Freiheit mit Dividenden Blog    geschrieben 21.04.2013     
Website finanzielle-freiheit-dividende-blog.de/

Glückwunsch den Gewinnern !

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1. Aktiensparen mit Freunden ist erfolgreicher

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New York, Samstag, 20. April 2013

In den kommenden Tagen möchte ich Ihnen ein paar Tipps für die Börse mit auf den Weg geben. Ich beginne mit dem Tipp Nummer eins: Suchen Sie sich ein paar Freunde zum Aktiensparen. Eine Studie der Harvard Business School legt dar: Wer sich mit anderen kurzschließt, spart mehr und besser. Ähnlich wie bei Abnehmclubs (Weight Watchers) ist das Aktiensparen mit anderen Menschen gemeinsam erfolgsversprechender. Sie diskutieren Ziele, Erfolge und Niederlagen mit anderen.

Des weiteren hilft: Setzen Sie sich Ziele. Verfolgen Sie Ihre Fortschritte. Automatische Sparpläne helfen, sie machen es einfacher.

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Anmerkung  von  Stefan    geschrieben 20.04.2013     
In meinem Freundeskreis findet sich niemand der dafür geeignet wäre. Die meisten verteufeln die Börse als Casino. Außerdem sind die Lebensentwürfe doch recht unterschiedlich. Wer zwei Kinder, Frau und Haus abzuzahlen hat, hat meistens nicht viel Geld übrig das er an der Börse investieren kann.

Freunde und Geld- das trennt man besser. Ich gebe dir aber recht, dass es prinzipiell sicher hilfreich ist sich mit vergleichbar veranlagten Leuten zusammenzutun und sich auszutauschen. Wir machen hier ja eigentlich schon was ähnliches. Nur, dass es nicht so sehr ins Detail geht, also um einzelne Unternehmen.

Diese Tiger Clubs in den USA sind glaube ich das was du dir so vorstellst. Habe mal einen Artikel darüber gelesen. Da haben Clubmitglieder einem Kollegen vorgerechnet, dass seine Ferienimmobilie der pure Luxus ist und er mit mieten besser dran wäre. Er sollte das Haus verkaufen. Interessant finde ich, dass Leute, die schon reichlich Vermögen haben, dann noch Tips von anderen brauchen...

Gruss

Anmerkung  von  Frank    geschrieben 20.04.2013     
Hallo Stefan,
was kosten denn Frau und 2 Kinder so;-))

Anmerkung  von  Markus    geschrieben 20.04.2013     

Tja, das Thema Aktien ist bei vielen sehr unbeliebt. Einige haben sich auch ne blutige Nase 2000 & 2008 geholt.
Die unterschiedlichen Lebensentwürfe und auch das Thema fremdfinanziertes Eigenheim machen das Thema nicht sehr interessant für viele Bekannte.
Oft wird man auch schief angeschaut, wenn man zugibt Aktien zu besitzen.
Selbst in manchen Wertpapierforen liest man auch immer wieder von enttäuschten Anlegern mit Ihren Zauberformeln aber auch von extremen bearish eingestellten Anlegern, wo den Zusammenbruch der Finanzsystems heraufbeschwören.

Um an der Börse Geld zu verdienen, muss man erst mal auch im privaten Bereich mit Geld umgehen können!!!

Jemand, der bei 20 % Einbrüchen nervös wird und alles verkauft, selbst wenn es sich um dicksten Qualitätstitel mit 100 jähriger Firmenhistorie handelt, wird wohl schwerlich an der Börse Geld verdienen.

Anmerkung  von  Frank H.    geschrieben 20.04.2013     
Website www.allge-mein-blog.de

Hallo Tim,

ich bin da ganz deiner Meinung, dass das Sparen, nicht nur das investieren an der Börse, im "Team" eine gute Sache ist. Nur leider habe ich als "Endzwanziger" das Problem, mit dem Thema Sparen in meinem Freundeskreis auf taube Ohren zu stoßen. Auch in meinem erweiterten Familienkreis kommt es mir so vor, als würde jeder nur von einem auf den nächsten Tag denken und leben. Ans Alter denkt leider niemand. Leider scheint es so, dass ich mit meinem Akien-Renten-Depot ein richtiger Exot in meinem Feundes- und Bekanntenkreis bin.

Grüße Frank

Anmerkung  von  Finanzielle Freiheit mit Dividenden Blog    geschrieben 21.04.2013     
Website finanzielle-freiheit-dividende-blog.de/

@Tim: Ich war dieses Wochenende auf einem Rhetorik und Präsentationskurs bei der VHS und habe mehrmals über das Thema Finanzielle Freiheit und das Investieren in Dividenden Aktien gesprochen.

Sobald man das Wort "Aktien" erwähnt, hat keiner mehr so richtig Interesse. Ich vermute das Thema CRASH und Telekom Aktien Debatten ist tief im Deutschen Kollektiv verdrahtet und viele haben sich wirklich von der Börse abgewendet.

Anmerkung  von  Ulrich    geschrieben 22.04.2013     
Ich versuche, Freunde und Familie aus meinen Finanzen rauszuhalten. Letztlich gibt das doch zu oft Ärger. Auch hartnäckige Nachbohrer hören von mir nur zum Thema Geldanlage nur "Ich hab kein Geld."

@Finanzielle Freiheit:

Naja, wenn man auf einem Seminar zu einem völlig anderen Thema gleich mehrfach sein eigenes Lieblingsthema in die Runde wirft, ist das natürlich etwas merkwürdig. Passt aber zum schon fast missionarischen Eifer in der Dividendenblog-Szene.

Vielleicht würde es dir ähnlich gehen, wenn ein anderer Teilnehmer mehrfach versucht hätte, den anderen sein Lieblingsthema Kaninchenzucht zu vermitteln.

Anmerkung  von  Lalucky    geschrieben 25.04.2013     
Also ich halte derzeit meinen Aktienstatus auch geheim- weil ich noch ein Haus abzuzahlen habe ;o)und niemand wissen soll, dass ich mehrgleisig fahre. So wird die Überraschung irgendwann um so schöner.

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SolarWorld: Der Sonnenkönig verbrennt sein Kapital

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New York, Donnerstag, 18. April 2013

Das ist eine schlimme Nachricht für Börsianer: Das gesamte Kapital der Aktionäre ist weg. Futsch. Der Bonner Solarkonzern Solarworld steht vor einem Scherbenhaufen. Ob der Turnaround noch glückt, steht in den Sternen. Es ist höchst ungewiss. Ich gebe dem Gründer und Vorstandschef Frank Asbeck wenig Chancen. Der Sonnenkönig aus Bonn genießt wegen seines luxuriösen Lebensstils schon lange einen schlechten Ruf.

Dabei hatte alles so wunderschön begonnen. Es war wie ein Märchen. Die Kurse explodierten förmlich.

Im Jahr 2003 kletterten alle Aktien wie blöd, die den Namen Sonne, Solar oder Sun im Namen hatten. Der Firmenname entschied über die Performance. Die Solon-Aktie legte im Jahr 2003 um nahezu 700 Prozent zu, Solarworld um 500 Prozent. Mensch, was waren das für Zeiten?

Die Blütenträume sind jetzt geplatzt. Die Subventionierung ist weg, die Chinesen sind da. Die Asiaten nehmen uns die Butter vom Brot. Es ist ein knallharter Verdrängungswettbewerb. In dem Geschäft lässt sich kaum noch ein Cent verdienen. Selbst der Stuttgarter Elektronikgigant Bosch warf die Flinte ins Korn und gab sein Solargeschäft auf.

Was lernen wir daraus?

Seien Sie bei euphorischen Phasen mit Kursanstiegen von 500 Prozent und mehr extrem vorsichtig. Subventionen mögen zwar kurzfristig gut für ein Unternehmen sein. Die Frage ist nur, wie lange sie sprudeln. Subventionen können über den wahren Zustand eines Unternehmens hinwegtäuschen.

Was lernen wir noch? Wir sollten nicht die Konkurrenz unterschätzen, insbesondere werden die Chinesen im Kopieren und im Angriff immer besser. Daher ist ein starker Markennamen ein Pfund mit dem ein Unternehmen wuchern kann. Denken Sie an Marken wie Coca-Cola, IBM, Pepsi, BMW, Siemens usw. Das sind Ikonen, die kopiert niemand schnell.

Dividenden sind ein guter Filter, der Ihnen Aufschluss geben kann, wie nachhaltig ein Geschäft funktioniert. Schüttet ein Unternehmen seit 25 Jahren regelmässig Dividenden aus, ist das ein gutes Zeichen.

Wir sollten auch nicht die Kosten für Forschung und Entwicklung unterschätzen. Gerade die Tech-Welt leidet unter diesen enormen Kostenbelastungen. Wer nicht genug investiert in diesem Feld, der ist gleich weg vom Fenster.

Ein Seifen-, Joghurthersteller oder Brotproduzent hat in der Regel keine irren Forschungsbudgets und wird noch in 30 Jahren seine Artikel nahezu unverändert herstellen.

In vielen neuen Technologiefeldern kommt es erst zum Boom, dann zum Knall. Lieber ziehen Sie traditionsreiche Unternehmen vor. Mit einem stetigen Dividendenzahler wie Exxon Mobil oder Chevron lässt sich gutes Geld verdienen. Das klingt langweilig auf den ersten Blick, das mag sein. Aber schauen Sie sich nur die Fakten an.

Nehmen Sie Exxon. Die Aktie kostete im Januar 1970 ca. 1,79 Dollar (bereinigt um Splits). Wer bis heute durchhielt, hat eine Exxon-Aktie im Wert von 86,08 Dollar im Depot. Anders ausgedrückt macht das fette 4.700 Prozent Rendite. Aus 1.000 Dollar Anfangsinvestment wären 48.000 Dollar geworden.

Es ist an der Börse wichtig, den Zeittest machen zu können. Bei frischen, jungen Firmen können Sie das nicht tun. Daher sollten Sie bei allem Neuen sehr vorsichtig sein.

Fazit: Heiße Trends können brandgefährlich sein. Eine schlechte Ernte stellt sich erst hinterher heraus. Eigentlich ist es schade, was mit der Solarbranche in Deutschland passiert ist. Es ist schade, aber leuchtet ein.

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Anmerkung  von  LK    geschrieben 18.04.2013     
Den Trend zu Solaraktien habe ich "leider" verschlafen.
Ich konnte nicht einschätzen, wo die Firmen in 20 Jahren stehen werden, wer dann noch am Markt sein wird. Für mich ist dies der erste Filter, wenn ich ein Investment analysiere.
Mir haben die Worte "Ich weiß es nicht" schon viele Verluste erspart.

Anmerkung  von  Turing    geschrieben 18.04.2013     
Den Sozialismus in seinem Lauf hält das Insolvenzrecht auf.

Anmerkung  von  Martin    geschrieben 19.04.2013     
Meine Schlussfolgerung ist, nicht in stark regulierte Wirtschaftszweige zu investieren, wenn diese stark vom Staat abhängen und die Nachfrage eine hohe Preiselastizität aufweist.

Bei den Solarzellen kommt hinzu, dass diese eher Low-Tech sind, denn wirkliche Innovationen gab es in den letzten Jahren nicht. Selbst Bosch ist gescheitert. Wie soll es dann eine Solarworld schaffen?

Ein Freund von mir hat auch Solon im Depot. Mit seiner Buy&Hold Strategie lag er zwischenzeitlich richtig stark im Plus, nur um dann auf Null zu fallen.

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Keiner mag mehr Gold. Außer Bill Gross und John Paulson

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New York, Dienstag, 16. April 2013

Oje. Gold befindet sich im freien Fall.

Pimco-Chef Bill Gross riet noch im Januar, Gold zu kaufen. Das machte er in einem Interview mit dem Börsenmagazin „Barrons“ deutlich. Dieser Fehlgriff des hochgelobten Anleihe-Königs zeigt uns mal wieder: Keiner weiss nichts. Selbst der Allianz-Pimco-König Gross, der irre Millionengehälter kassiert, um den Globus jetet und in Saus und Braus lebt.

Gross ist ein ziemlich komischer Ratgeber. Er hat glatt die Aktie als Geldanlage für tot erklärt. Das war im Sommer 2012. Solch einen blödsinnigen Spruch wie „die Aktie ist tot“ habe ich selten gelesen. Seither marschierte der Dow-Jones-Index auf neue Allzeithochs. Kurzum: Gross ist ein grottenschlechter Ratgeber. Vergessen Sie den.

Wofür die Allianz dem Herrn jedes Jahr 200 Millionen Dollar Gehalt bezahlt? Und wofür sein Vize Mohamed El-Erian 100 Millionen Dollar aus der Allianz-Kasse erhält? Es handelt sich schließlich um das Geld der Allianz-Aktionäre. Der Münchner Versischerungsriese hat schon vorsorglich angekündigt, dass die Tochter Pimco nicht mehr der Geldesel sein wird, der er war - weil Anleihen aus der Mode kommen dürften.

Die meisten Börsen-Wunderkinder sind bei genauer Betrachtung keine Wunderkinder. Sie sind nicht allwissend. Sie machen Fehler wie wir alle. Es wird zu viel Weihrauch verbreitet, wenn es um solche Herren geht.

Gross gab den Fehler, Gold nahe am Gipfel empfohlen zu haben, per Twitter zu. Und erneuerte seine Kaufempfehlung für Gold.

Rohstoffe und Edelmetalle schwanken nun mal im Kurs. Genauso wie Aktien. Gold wird niemals auf Null fallen. Es wird immer einen Wert haben. Die Zyklen können lange laufen. Es ging über zwölf Jahre der Preis für das gelbe Metall nur nach oben.

Ins Rutschen brachte Gold jetzt die bislang ausbleibende Inflation. Die Wirtschaft wächst nur langsam in den USA. In Europa drückt eine Rezession auf die Stimmung. Asien verliert an Schwung. Alles in allem ist kein Konjunkturaufschwung in Sicht. Die Löhne steigen kaum. Zu viele Arbeitslose bleiben vielerorts eine Herausforderung. Anschläge, Kriege, Krisenherde, Europrobleme usw. erschweren die Erholung.

Gold stürzte am Montag auf unter 1.400 Dollar je Unze. Das waren neun Prozent weniger gegenüber Freitag. Ein Rekordverlust seit 1983 (auf Tagesbasis).

Was tun? Das Kerndepot würde ich mit soliden Dividendentiteln bestücken. Vor allem langweiliges Zeug. Hersteller von Seifen, Toilettenpapier, Suppen...

Ein paar Minenaktien kann man beimischen. Nur nicht zu viele. Je mehr Bereiche Sie in Ihrem Depot abdecken (Währungen, Sektoren, Länder), desto ruhiger können Sie schlafen. Verzichten Sie besser auf das Zocken – schon gar nicht auf Kredit.

Die enorme Volatilität im Goldpreis zeigt uns, wie schnell der Wind drehen kann. Werden Sie in einem solchen Fall auf dem falschen Fuss mit einem Wertpapierkredit erwischt, ist schnell Schluss mit lustig.

Bill Gross ist nicht der einzige Märchenerzähler. Hedgefondsstar John Paulson liegt mit seinen Goldinvestments ebenfalls daneben. Für Ehrfurcht vor diesen Leuten besteht kein Grund.

PS: Das Grafiti habe ich in Reykjavik entdeckt.

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Anmerkung  von  Markus    geschrieben 16.04.2013     

Prinzipiell finde ich eine vernünftige asset-allocation ja sehr wichtig!

Langfristig gesehen sind Rohstoffe nicht für die großen Gewinne in einem gut gestreuten Depot verantwortlich. Ich sehe sie eher als Depot-Versicherung.
5 - maximal 10 % halte ich unwissender Privatanleger für noch gesunde Quoten. Bei den Quoten plädiere ich eher für einen Rohstoffmix!

Für die Rendite sind Aktien verantwortlich! Egal ob jetzt Divdidenden-Aristokraten, small caps, emerging markets, nichtzyklischer Konsum mit Marke, Value-Aktien usw.

Da ich weiß, dass ich nicht in die Zukunft schauen kann, streue ich. ;-)

Ein Rebalancing von vorher festgelegten Quoten der Assets ist ein klein wenig wie Value-Investing.

Investieren ist kein Spiel, in dem derjenige mit einem IQ von 160 diejenigen mit einem IQ von 130 schlägt. Vernunft ist wesentlich.


Anmerkung  von  Stefan    geschrieben 16.04.2013     
Den letzten (bzw. vorletzten Satz) hast du beim Warren geklaut:-)

Gruss

Anmerkung  von  stevoxx    geschrieben 16.04.2013     
Website www.stevoxx.net

Stimmt, auch Gurus irren und sin Menschen. Besonders kurz- und mittelfristig irren sie sich sehr häufig. Doch es gibt auch sehr gute Experten (auch wenn ich den Begriff "Experte" aufgrund der hyperinflationären Verwendung bald selbst nicht mehr hören kann) die das "Big Picture" richtig sehen.

Anmerkung  von  Turing    geschrieben 16.04.2013     
Ich habe den rapiden Preisverfall beim Gold mit Schadenfreude zur Kenntnis genommen. Und es amüsiert mich, die Ergüsse der Goldfreunde zu lesen, dass der Preisverfall nur "Papiergold" betreffe, aber kein richtiges Gold. Den jahrelangen Anstieg desselben Kurses hat man auch für physisches Gold gelten lassen und als Indiz dafür gesehen, dass eine Investition in (physisches) Gold genau das richtige wäre. - Die Goldkäfer reden im Nachhinein ihre Investition schön.

Gold ist überbewertet. Es erwirtschaftet nichts und in Krisenzeiten mag es als Ersatzwährung taugen, aber es ist eine denkbar schlechte Ersatzwährung. Ich kann mir von gut 1000 € vier Krügerrands à einer Viertel Unze kaufen. Wie weit komme ich mit diesen Krügerrands?

Ein Zehnerpack Ibuprofen 400 kostet 2,50 €. Davon kaufe ich gleich 10 Packungen. 1 Packung Aspirin mit 100 Tabletten gibt's für knapp 20 €. Eine Flasche Jack Daniels kostet knapp 20 €. Davon kaufe ich auch noch gleich 10 Stk. 50 € für eine Stange Marlboro. Ich kaufe gleich drei. Ich habe gerade mal 395 € ausgegeben.

Frage: Womit kommt man in Krisenzeiten weiter? Mit zehn Krügerrands oder mit meinem Krisenpaket? Eine Pulle Wiskey, um einen Beamten zu bestechen, ist doch viel günstiger. Und es bleibt ja noch so viel Geld übrig, um Nahrungsmittel auf Vorrat zu kaufen oder aber zu investiert, falls dann die Krise gänzlich ausbleibt. Medikamente können bei einem Zusammenbruch der Wirtschaft sehr viel Wert sein. Und in der Nachkriegszeit gab es die Zigarettenwährung. Mit vier Krügerrands ist aber nach definitiv vier Transaktionen Schluss. Es gibt aber auch noch kleinere Krügerrands (1/10 Unze), aber so viel besser sind die auch nicht. Und zur Eigenverwendung nutzt der Krügerrand auch nichts. Auf ein Schmerzmittel kann man persönlich angewiesen, aber auf Gold? Es gibt keinen praktischen Nutzen und darauf kommt es an: Der praktische Nutzen ist Trumpf, oder aber man denkt an die Süchte (Alkohol, Tabak), die in der Gesellschaft grassieren.

In der DDR hatte fast jeder einen vollen Schnapsschrank. Nicht für den Eigenbedarf, sondern als Absicherung, wenn mal ein Handwerker schwarz bezahlt werden musste.




Anmerkung  von  Martin    geschrieben 17.04.2013     
Wie auch im letzten Artikel beschrieben, kennen wir die Zukunft nicht. Wenn wir ehrlich sind, sind sogar viele Begründungen vergangener Entwicklungen nicht wirklich belegt. Z.B. Tims Aussage zur ausbleibenden Inflation und dem daraus resultierenden zweitägigen Auverkauf von Gold kann ich nicht nachvollziehen. Wir wissen schlicht und ergreifend unzureichend, wer warum kauft bzw. verkauft.

Anmerkung  von  willihope    geschrieben 17.04.2013     
hier im fernsehen zeigen sie die schlangen in den schmuckläden in bankok, die menschen bekommen kein gold mehr sondern zetteln mit lieferung nächste woche. die asiaten sind verrückt nach gold.

gold ist ausverkauft! :-)

ich würd trotzdem kein gramm kaufen denn zum wert fehlen immer noch viele prozent! :-)

Anmerkung  von  Finanzielle Freiheit mit Dividenden Blog    geschrieben 18.04.2013     
Website finanzielle-freiheit-dividende-blog.de/

Ich wüßte auch nicht warum ich Gold physisch kaufen sollte und investiere weiterhin in mein Dividenden Depot. Das bringt wenigstens eine ordentliche Netto Rendite !

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Der tägliche Unsinn

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New York, Samstag, 13. April 2013

In den USA ist mir etwas Merkwürdiges aufgefallen: Wenn ich nach dem Weg jemanden frage, kriege ich immer eine Antwort. Manchmal erklären mir Menschen den Weg, obwohl sie ihn gar nicht kennen. Sie tun es aus Verlegenheit. Sie möchten nicht als Unwissend dastehen. Und lügen lieber, um irgendeine Antwort parat zu haben. Folglich kommt es oft in Amerika vor, dass man in die falsche Richtung geschickt wird.

Ähnliches ist mir an der Börse aufgefallen. In den TV-Sendern geben "Experten" jeden Tag, jede Stunde, jede Minute Antworten auf Fragen, die sie gar nicht wissen können. Sie sagen uns Dinge voraus, die frei erfunden sind. Kein Mensch kennt die Zukunft. Trotzdem tun doch praktisch alle so, als ob sie wüssten, wie die Zukunft konkret aussieht.

Ein Experte sagt uns voraus, dass China jetzt vor einer Rallye steht, während in Europa und Japan die Krise zu toben beginnt. Ein anderer Experte behauptet glatt das Gegenteil: In Euroland und Japan sei das Schlimmste überstanden und in China stehe der Kollaps erst noch bevor. Wer hat nun Recht?

So finden Sie immer jemanden für genau das Gegenteil. Jeder hat gute Argumente. Es gibt hochintelligente Menschen, die ihre Theorien wirklich gut begründen können.

Ist die Börse nun reif für eine Korrektur oder steht der nächste Aufwärtsschub erst noch bevor? Keine Ahnung. Ich bin für beides vorbereitet. Bricht ein Krieg in Korea aus oder kommt es zum Frieden? Keine Ahnung. Steigt oder fällt der Dollar im Verhältnis zum Euro? Keine Ahnung. Woher will das jemand wissen?

Was machen Sie mit all den Prognosen der Experten? Ich wäre vorsichtig. Wenn jemand exakt die Zukunft beschreibt, glaube ich der Person kein Wort. Gerade die Ökonomen in den Banken haben immer tolle Antworten parat.

Ist Ihnen schon aufgefallen, wie viel Käsekram jeden Tag erzählt wird. Die meisten Aussagen haben keinerlei Wert. Was will ein Anleger mit all den Prognosen anfangen? Das ist unverdaubar.

Schauen Sie mal diesen Wahrsager an. Der behauptet glatt, im Mai könnte der Dollar kollabieren.

Ich finde solche Botschaften sind unseriös. Medien haben eine Verantwortung - dem Leser, Zuschauer, Zuhörer gegenüber. Wer Panik schürt, handelt unverantwortlich.

Fazit: Fragen Sie besser nicht nach der Richtung. Weder an der Börse noch auf der Straße.

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Anmerkung  von  Felix    geschrieben 13.04.2013     
Man darf auch nicht vergessen, dass mit den meisten Prognosen Geld verdient wird, also massive wirtschaftliche Interessen dahinter stehen. Die Prognostiker geben also anders als die o.g. falschen Wegbeschreiber nicht aus Verlegenheit eine Wegbeschreibung ab, sie geben eine ab, die ihnen selbst nützt.
Der Aktienfondsmanager sieht einen Bullenmarkt voraus, weil es seinem Fonds Geldzuflüsse bringt. Der Goldmarktexperte sieht weiter steigende Goldpreise usw. Nur sind meist die hinter den Prognosen stehenden Interessen nicht so offensichtlich wie in den genannten Beispielen. Trotzdem ist die erste Frage, die sich der Skeptiker stellt, wenn er einen Rat bekommt: "Wem nützt das?".
Ich habe jeden zweiten Tag Newsletter im Postfach, wo jemand den Zusammenbruch der Banken, eine Währungsreform, den Kollaps des Dollars usw. ankündigt. Und er, der Absender, weiß natürlich, wie er mir helfen kann, mein Vermögen davor zu bewahren in Mitleidenschaft gezogen zu werden: Indem ich seine Produkte kaufe! Mit Panik lässt sich Geld verdienen, so einfach ist das in der Regel.

Anmerkung  von  Markus    geschrieben 13.04.2013     

Zum Thema Prognosen kann man eigentlich auch ganz schön Altria heranziehen.
Man hatte mehrfach erwartet, das langjährige Gewinnwachstum / Aktienkurs würde wegen Raucherprozessen kollabieren. Allerdings ist sie langfristig eine der Aktien mit einer Rendite von 18 % p. a. (bei Reinvestition der Dividenden). "Jeremy Siegel mit Überlegen Investieren"
Es ist nicht das rasant erwartete Wachstum von manchen China-Werten welches langfristig etwas bringt. Mittelmäßiges Wachstum, dass man oft nicht beachtet und eine konstante Dividendenpolitik sind oft besser als überproportionales Gewinnwachstum, welches irgendwann an Grenzen stösst...

Anmerkung  von  Mario    geschrieben 13.04.2013     
Man kann über den Spruch auch feixen wenn man weiß, wer dieses Zitat geprägt hat.

"Ist nicht sofort ersichtlich, welche politischen oder sozialen Gruppen, Kräfte oder Größen bestimmte Vorschläge, Maßnahmen usw. vertreten, sollte man stets die Frage stellen: Wem nützt es?"

Wladimir Iljitsch Lenin

Schönes WE!



Anmerkung  von  Markus    geschrieben 13.04.2013     
@Mario

ja, trotz der Informationsflut ist man oft überfordert, wer denn noch vertrauenswürdig ist bzw. wessen Worten man noch glauben darf!

Bin sehr gespannt was wir noch mit dem Abenteuer Europa erleben dürfen. Es werden so viele Nebelkerzen in den Himmel geschossen, dass man sich fragt wer denn jetzt eigentlich einen unvernebelten Überblick hat.

Anmerkung  von  Tom    geschrieben 14.04.2013     
Hallo,

Neben dem Hang für die Hellseherei, wollen die Menschen Ihre eigenen Spekulationen lukrativer machen.
Mit den heutigen Kommunikationsmitteln wird dieser "Blödsinn" schnell verteilt und löst mehr oder weniger Panik aus.. Grossvater würde sagen, es hagelt an Propaganda ;-)

Es ist eben schwierig den gesunden Menschenverstand zu behalten, neben dieser Informationsflut.

Anmerkung  von  Joe    geschrieben 15.04.2013     
Sehr guter Artikel.
Opportunistische Finanzjournalisten sind mit schuld.Gebetsmühlenartig fragen viele Journalisten immer wieder den Dax/ Dow Stand bis Ende des Jahres ab .
Und seriöse Journalisten müssten die befragen "Experten" (z.B. Goldman Sachs- und andere Bank-Analysten) regelmässig an ihren Tipps aus der Vergangenheit messen.
Aber dann droht Liebesentzug; es gäbe evtl. weniger Interviews,böse Anrufe beim Chefredakteur und weniger Werbung.

@Tim: wie haben Sie denn Ihr Depot für einen Einbruch an den Börsen vorbereitet?

Anmerkung  von  Markus    geschrieben 15.04.2013     
@Joe

Einbrüche wird es immer wieder geben. Klar kann man versuchen mit einer höheren Tagesgeldquote diese Momente auszunützen...
Allerdings im nachhinein betrachtet ist das ganze 1000x leichter!!!
Vor allem wo ist die Bodenbildung???
Angenommen die Euro-Krise spitzt sich dramatisch zu, der nahe Osten eskaliert oder Kim fühlt, dass ihn alle nicht richtig ernst nehmen, die Sparmaßnahmen von der amerikanischen Finanzklippe würgen die Konjunktur ab...

Bei einem buy & holdler ;-) wie beim Tim wird die Cash-Quote maximal 20 % betragen. Vieles wird ausgesessen, wenn man in einem Alter von 20 - 35 ist und einen Anlagehorizont von mind. 20 Jahren hat. Man könnte stufenweise bei Indexeinbrüchen mehr investieren... Allerdings sollte man auch einen sehr sicheren Arbeitsplatz haben, wenn man dann mal Aktienquoten nähe 90 - 100 % vom Gesamtvermögen hat.

Eine Beimischung von Rohstoffen, kurzfristiger Liquidität, AAA-Anleihen, Emerging Anleihen, Immos / Reits senkt die Volatilität schon ganz ordentlich.

Außer man hat die Expertise eines Warren Buffett... Dann kann man sich auf wenige Assetts beschränken. Das haben aber die wenigsten, auch wenn Sie schon 10 Bücher gelesen haben...

Anmerkung  von  Sams    geschrieben 15.04.2013     
Tut mir leid, offtopic aber den finde ich jetzt so gut das er super zum täglichen Unsinn passt.





Naja, die meisten Aktien bringen Dividenden...
Gold, ehr weniger...
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n.S • vor 10 Minuten

Dividenden werden immer aus der Unternehmenssubstanz heraus gezahlt, was sich u.a. unmittelbar beim Kurs auswirken kann am Tag der Dividendenauschüttung. Selbst bei Unternehmen, die zwar Gewinne ausweissen, aber neben einer (weiter zunehmenden) hoffnungslosen Überschuldung eine stetige Abnahme der Qualität von z.B. Anlagewerten und Unternehmensbeteiligungen ausweissen (siehe z.B. die meisten Dax30-Unternehmen wie z.B. RWE, EON, DTE, SIE, DB, VW), gibts Dividenden, bis die Unternehmen irgendwann ausgeschlachtet/übernommen/aufgelöst werden. Neben den Zockern verdienen bei solchen Dividendenwerten nur die Kreditgeber, sicherlich nicht die "langfristigen" Aktienbesitzer.

Eine solche Dividende bekäme ich auch von einem Goldstück, von dem ich mir immer ein paar % Goldstaub abschabe, bis irgendwann nix mehr von dem Goldstück übrig ist. Nur mit dem kleinen Unterschied, dass ich vom Goldstück im Gegensatz zu einer Unternehmensbeteiligung der alleinige Nutzniesser des Gesamtwertes bin und nicht von diesem stetig belogen und betrogen werde.

Anmerkung  von  Tim    geschrieben 16.04.2013     
Website www.timschaefermedia.com

@ Joe
Ich sorge mich nicht, weil ich ein breit gestreutes Dividendenportfolio habe. Die Unternehmen stammen aus diversen Währungszonen, Branchen etc. Überwiegend handelt es sich um Blue Chips.

Zudem besitze ich neben Aktien andere Asset-Klassen wie Immobilien.

Mein Anlagehorizont beträgt bei jedem Investment mindestens 10 Jahre. Insofern bringt mich eine Korrektur nicht aus der Ruhe. Auf Derivate verzichte ich.

Anmerkung  von  Finanzielle Freiheit mit Dividenden Blog    geschrieben 16.04.2013     
Website finanzielle-freiheit-dividende-blog.de

@Tim:
Ich würde es mit dem Dividenden Depot auch langfristig >10 Jahre sehen und alle kurzfristigen Korrekturen aussitzen. Auch wenn die Kurse nachgeben, nachkaufen und die Dividendenzahlungen laufen sowieso Monat für Monat weiter.

Anmerkung  von  Markus    geschrieben 16.04.2013     
"Die Zukunft ist niemals klar: Schon für ein bisschen Gewissheit muss man einen hohen Preis zahlen. Unsicherheit ist deshalb der Freund von Langfrist-Investoren."
Warren Buffett

Anmerkung  von  Graf Dracula    geschrieben 17.04.2013     
Ja, die Wahrsager sind wirklich kurios.

Spasseshalber hatte ich mich bei einem kostenpflichtigen Newsletter angemeldet. Der Schreiber scheint in ständiger Angst davor zu leben, dass schon bald ein in der gesamten Börsengeschichte noch nie dagewesener Kursverfall an den Märkten stattfinden müsse. Inzwischen hat er diesen schon zum zweiten mal seit 2011 vorhergesagt.

Tja, vermutlich macht er das so oft, bis es wirklich mal einen Markteinbruch gibt. Diese wird es wie auch in der Vergangenheit immer wieder geben. Und dann lässt sich der Schreiberling als Held der Nation feiern. Dass er bis dahin 10 mal oder 20 mal oder so daneben lag, wird dann unter den Teppich gekehrt ;)

Da frage ich mich nun: "Weshalb investiert dieser Mensch am Aktienmarkt?". Hierauf finde ich keine Antwort, meines Erachtens sollte er sein Geld lieber "sicher" anlegen: in Gold oder Anleihen oder unter dem Kopfkissen. Aber vielleicht benötigt er auch deswegen einen "Newsletter", weil er selbst ein lausiger Investor ist? Ein Schelm, wer böses dabei denkt ;)

Viele Grüsse aus Transsilvanien

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Die goldenen Anlagetipps des Bankenverbands

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New York, Donnerstag, 11. April 2013

Der Bundesverband deutscher Banken (BdB) hat einige goldene Anlagetipps zusammen gestellt. Ich fand die Liste auf bild.de ziemlich gut, muss ich sagen. Bei nahezu allen Punkten stimme ich zu.

Wo ich widersprechen muss, ist dieser Ratschlag: "Für kleine Anlagebeträge sind Aktienfonds besser geeignet als Einzelaktien. Zudem kann man in Aktienfonds regelmäßig sparen. Schon mit beispielsweise 50 Euro lässt sich so breit gestreut in Aktien investieren."

Ich halte Indexfonds für die bessere Alternative. Aktiv gemanagte Aktienfonds sind teuer. Fondsmanager verdienen zum Teil sehr viel. Das Fondsteam, die Verwaltung und der Fondshandel kosten alles in allem eine Stange Geld. Bis zu zwei Prozentpunkte der Gesamtrendite können Anlegern jährlich durch das Kostengestrüpp durch die Lappen gehen. Erwirtschaftet der Aktienfonds zum Beispiel 8 Prozent, so müssen davon die Fondskosten von bis zu zwei Prozent abgezogen werden, so dass unterm Strich nur sechs Prozent für den Kunden hängen bleiben, während der DAX vielleicht um 13 Prozent zulegte.

Die meisten Aktienfonds versagen gegenüber dem Index wie dem DAX oder S&P 500. Das haben etliche Studien gezeigt. Es gibt erstaunliche Untersuchungen zu dem Thema. Eine Ausarbeitung kam zu dem Schluss: 84 Prozent der Fondsmanager schneiden schlechter als ihr Vergleichsindex ab. Das finde ich erschreckend.

Woran liegt dieses Versagen der Fonds? Zum einen verursachen sie enorme Kosten (Gehälter, Gebühren usw.). Zum anderen kaufen die Profis meistens die falschen Aktien zum falschen Zeitpunkt.

Es gibt natürlich positive Ausnahmen unter den Fondsmanagern. Die sind aber leider die Ausnahme. Insofern leuchtet mir der pauschale Ratschlag des Bankenverbands nicht ein.

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Anmerkung  von  Tom    geschrieben 12.04.2013     
Hallo Tim,

Viele haben als Junge Erwachsene angefangen mit den Fonds zu "investieren". Nach einigen Jahren haben Sie bemerkt, dass die Rendite miserabel ist. Diese Erfahrung schreckt die
meisten Leute ab und Sie wollen nie mehr was von Investieren hören.

Ich höre sehr viel mal den Ausdruck ich habe keine Zeit um mich um Geldsachen zu kümmern. (Die tägliche Arbeit ist der grösste genannte Grund)
Dabei ist es keine Kunst und braucht wenig Zeit.
Ich fahre täglich am Flughafen vorbei. MacDonalds ist gut besucht. Cola wird in Unmengen konsumiert.
Und schon hat man sich für ein-zwei Unternehmen entschieden welche man erwerben kann und für das nächste Jahrhundert halten kann.
Der Kurs ist einem egal und Dividenden werden reinvestiert. Keep it Simple & Stupid.
Es braucht Unmenge na Geduld ;)

Anmerkung  von  Martin    geschrieben 12.04.2013     
@Tim: Es gibt auch passive Aktienfonds. Diese müssen nicht per se schlechter als ein ETF sein. Leider schränkt uns auch das Steuerrecht ein, denn steuerlich transparente ETFs sind vergleichsweise teuer. Fonds haben den Vorteil bei einem Discounter ohne Ausgabeaufschlag erworben werden zu können. ETFs sind intra-day liquider und es gibt auch da Angebote für Sparpläne.

@Tom: Ich war mit meinen Fonds zufrieden. Z.B. habe ich den M&G GLOBAL BASICS A günstig gekauft und rechtzeitig wieder verkauft, weil die Performance nachließ. Dann habe ich immer in Aktien oder ETFs umgeschichtet.

Anmerkung  von  Markus    geschrieben 12.04.2013     

Na ja, vergleichsweise teure etf`s...
Sicher sind die Vanguards noch einiges günstiger wie die iShares, aber ca. 0,4% finde ich nicht teuer. Außerdem sind leider viele nicht in Deutschland steuertransparent.

Wenn man z. B. das Weltportfolio von "Gerd Kommer" mit dem maximalen Risikoanteil von 100 % wählt, (ist allerdings für viele nicht empfehlenswert) dann war die niedrigste jährl. Einzelrendite von 1988 - 2006, -21% bei einer nominellen Rendite von + 12 % p. a. Der Horrorcrash von 2001 hätte -3,3 % und 2002 - 11,6 % zu Buche geschlagen.
Da lecken sich heute noch einige Anleger die Wunden von damals, die nur mit high tech und im neuen markt unterwegs waren. Viele gehen auch nie wieder an den Aktienmarkt...

Von der Streuung und Allokation sind Indexfonds bzw. etf`s mit das beste Produkt für Privatanleger. Sicher braucht man ordentlich Geduld, einen Plan und ab und zu auch taube Ohren gegenüber kürzlich aufkommenden alpha-Strategien.

Ich bin kein militanter Indexler. Früher gab es da ja extreme Debatten. Man kann sicherlich auch zu den Dickschiffen wie Nestlè, Procter, Coke, J & J, Berkshire einfach small cap etf`s, reit etf`s, emerging etf`s und rohstoff etf`s mischen. Siegel weicht das Indexing ja auch ein bisschen auf...
Alternativ kann man auch alles über BIP-Daten machen und small & value reinmischen. Das hängt von der Depotgröße und der Komplexität ab. Auch mit 3 etf`s kann man schon kleine tolle Strategien basteln.

Jeder muss seine Strategie finden, mit der er gut schlafen kann und diese auch 20 Jahre oder länger durchhalten kann!

Anmerkung  von  Peter    geschrieben 12.04.2013     
Ich kann eure Begeisterung für ETF's nicht nachvollziehen. Ein Index enthält immer schlechte, billige und teure Aktien.
Legt doch eine Langfristchart von Nestle oder Berkshire über den ETFchart und entscheidet dann.


Anmerkung  von  Andreas Teufl    geschrieben 12.04.2013     
Website www.diekleinanleger.com

Auch ich halte die Tipps auf Bild.de für richtig gut und vor allem brauchbar. Hätte der Bild so etwas nicht zugetraut :-)

Zu Fonds:
Aktiv gemanagte Fonds machen meiner Meinung nach nur in 2 Fällen Sinn:

1. Ich vertraue dem Fondsmanagement und ich möchte sozusagen auf dessen Fähigkeiten setzten.

2. Ich möchte in ein Spezialgebiet investieren. Will jemand z.B. in afrikanische Zinkminen-Aktien investieren und ist kein Experte auf diesem Gebiet, hält allerdings Zinkminen für die Gewinner der nächsten Jahre, ist ein Fondsmanager mit Expertenwissen und Marktübersicht unabdingbar.

In etablierten Märkten DAX, DOW, ATX ist, wenn schon ein Fonds gekauft werden soll, ein Indexfonds einem aktiv gemanagten Fonds sicherlich vorzuziehen.

Freundliche Grüße
Andreas

Anmerkung  von  Markus    geschrieben 12.04.2013     
@Peter

die zwei Aktien kann ich recht gut vergleichen, da es meine beiden Einzelaktien sind!;-)

Ich kann nicht in die Zukunft sehen!!!
Langfristcharts aus der Vergangenheit sind gut und schön...

Die meisten Aktienanleger vergleichen Ihre besten Aktien mit einem gesamten Depot... Tagesgeld, Anleihen, Rohstoffe, Immos, Telekom, Solarworld`s, Enrons usw. wird alles unter den Tisch gekehrt...
Die Mischung macht`s... Auch andere Assettklassen sind wichtig! 100% Aktien sind nicht ganz so toll in einer Krise, wo man seinen Arbeitsplatz verliert, Pflegebedürftige Verwandte finanziell unterstüzen muss, eine Scheidung, ein Unfall usw....

Da ich nicht weiß wie die Welt in 20 - 30 Jahren aussieht, muss ich streuen. Auch ein Drawdown von 60 % ist kurz vor erreichen der Ziele nicht gerade schön. Wie viel Volatilität man aushalten kann, wird von vielen in guten Zeiten überschätzt.


Anmerkung  von  Markus    geschrieben 12.04.2013     
Wenn das jetzt noch in der gedruckten Bild kommt, dann würde ich zumindest mit Neuanlagen warten! ;-)

Anmerkung  von  Anna    geschrieben 12.04.2013     
Markus,
ich hatte heute früh noch das Glück (?), die Kommentierung des Bild.de Artikels lesen zu können.
Fazit: Brauchst keine Angst zu haben, Aktien sind im Bewusstsein kaum angekommen. Lieber Tagesgeld, Festgeld, schlimmstenfalls unterm Kopfkissen. Es könnte ja verloren gehen. Über die Inflationsrate versus Zinsen denkt keiner nach.
Wären alle in Jubel ausgebrochen, man hätte sich ernsthaft Gedanken machen müssen.
Gruß´
Anna

Anmerkung  von  Turing    geschrieben 13.04.2013     
@Anna

Ja, die Einstellung vieler Leute zum Thema Aktien ist wirklich schizophren. Ich ärgere mich eigentlich immer, wenn bei Spiegel Online oder anderswo für Tagesgeldkonten geworben wird. Oft gibt es auch noch Tagesgeldkontenvergleiche. Ich jage doch keinen Zinsen hinterher.

Natürlich haben Tagesgeldkonten ihre Berechtigung und auch ich habe eines, aber doch nur für kurzfristige Sparvorgänge und für mein Sicherheitspolster von 3000 €. Alles darüber fließt in Aktien und ich kann sehr gut schlafen. Ich brauche auch keine Schlafmittel. Ich könnte dann nicht ruhig schlafen, wenn ich 10000 € und mehr auf dem Tagesgeld- oder Girokonto hätte. Inflation und Bankenpleiten sind doch die dräuenderen Gefahren.

Die Deutschen haben einerseits totale Angst vor Aktien, gleichzeitig finden die Holz- und Ökoinvestments (Prokon) genug Idioten in Germania. Auch die Versicherungsprodukte, die mit einem Sparvertrag kombiniert sind, sind extrem unsichere Produkte, aber die Deutschen kaufen diesen Blödsinn wie verrückt, teilweise um Steuern zu sparen. Die Produkte sind deshalb unsicher, weil die Anforderungen so hoch ist. Man hat zwar keine Volatilität, aber alleine der Gedanke, dass man für eine KLV 30 und mehr Jahre sehr hohe Verbindlichkeiten erfüllen muss, flößt mir Angst ein. Selbst als die Zinssätze viel höher waren, war die KLV schon ein schlechtes Produkt.

Und dann wären da noch die Immobilien. Politik und Medien verbreiten das Märchen, dass das Eigenheim die beste Investition für den kleinen Mann sei. Das ist Bullshit. Für eine Immobilie braucht der kleine Mann immer Fremdkapital, sonst wäre er ja kein kleiner Mann. Und hier gilt, was für die KLV auch gilt: Jahrzehntelang darf man Verbindlichkeiten erfüllen. Aktien aber kann man auch für wenige tausend Euro kaufen und die kann der kleine Mann auch ohne Fremdkapital aufbringen. Ich bin nicht der Toppverdiener, aber ich schaffe es mit meinem durchschnittlichen Gehalt, alle paar Monate zwei- bis dreitausend Euro in Aktien zu investieren. Und statt Verbindlichkeiten und Zinsen, habe ich nur das Kursrisiko (aber auch die Kurschance) und Dividenden.

Sollte ich arbeitslos werden, dann muss ich nicht darüber nachdenken, wie ich die nächste Rate tilgen kann. Und wenn es hart auf hart kommt, kann ich immer noch die Aktien verkaufen und meistens sogar noch mit Gewinn.

Bei Gerald Hörhan habe ich die Mahnung an junge Leute gelesen, diese müssten in den Jahren nach dem Berufseinstieg einfach mal intensiver sparen. Dann hätten diese mit Mitte dreißig einen guten Kapitalstock, um sich was gescheites kaufen zu können. Selbst wenn es ein Gebrauchtwagen ist. Den könnte man dann aber bar bezahlen, ohne Leasing-Blödsinn. Man könnte den Händler sogar noch herunterhandeln, wenn man in Aussicht stellt, dass das ganze Geld sofort fließt. Aber nein, die jungen Leute müssen ja sofort konsumieren.

Den Spruch, "Ich lebe heute.", habe ich schon oft gehört. Natürlich ist er oberflächlich betrachtet richtig, aber er wird meistens dahingehend gebraucht, um heutigen unsinnigen Konsum zu rechtfertigen. Kürzlich musste ich den Spruch sogar lesen und ich habe mich maßlos geärgt. Die Targobank geht mit diesem Spruch auf Jagd nach Idioten, um diesen Konsumkredite anzudrehen.


Anmerkung  von  Anna    geschrieben 14.04.2013     
Turing,
KLV: Ich habe in den 90ern mal ein Kalenderblatt gehabt, da stand in etwa folgendes drauf: Ich habe keine Lebensversicherung, ich will das alle bei meinem Tod weinen.
Nochmal Lebensversicherung: Ich geb euch jeden Monat mein Geld und wenn ich gestorben bin, dann bekomme ich es zurück.
Ich weiß nicht mehr wer das sagte, hat aber recht.

Zum Steuern sparen kannst Du den Deutschen den größten Quatsch verkaufen, der Steuerspartrieb der Leute ist ausgeprägter als der gesunde Menschenverstand.
Lottospieler sind in meinen Augen die größten Spekulanten. Da wird meiner Meinung nach vom kleinen Mann mehr Geld versenkt als dieser vielleicht in der Finanzkrise verloren hat.

Bei finanzen.net ist ein Interview mit J. Trittin zu lesen... Ich erspare mir den Kommentar übers Anlageverhalten.

Bzgl. Targobank, sie wird schon paar Idioten finden. Hinterher machen die dann Privatinsolvenz...

VG
Anna



Anmerkung  von  Markus    geschrieben 15.04.2013     

Ab und zu spiele ich Lotto. ;-)
Ich persönlich bin eher etwas mit den Smartphones voreingenommen. Die neuesten Modelle für 300 - 600 € und monatlich 60 € Vertrag. Da läppert sich ganz ordentlich was über 2 Jahre zusammen...
Wobei ich mir sicherlich auch irgendwann eine günstigere Variante zulegen werde.

Tja, die LV... Persönlich habe ich mich ganz gut dagegen gewährt. In meinem Verwandten und Bekanntekreis allerdings schwören viele nach wie vor darauf, obwohl die Überschüsse jedes Jahr sinken... Da helfen selbst die besten Argumente nicht!

Ab und zu soll man sich schon etwas gönnen, wenn man sowieso schon Sparquoten von 20 - 50 % vom Einkommen hat. Dass ganze dann noch richtig, bzw. sinnvoll anzulegen ist der nächste Schritt. Und natürlich elementare Risiken abzusichern und Liquidität nicht vernachlässeigen.

Anmerkung  von  Finanzielle Freiheit mit Dividenden Blog    geschrieben 16.04.2013     
Website finanzielle-freiheit-dividende-blog.de

Indexfonds hatte ich auch eine Zeit lang und jetzt investiere ich nur noch direkt in Dividenden Aktien aus US&Kanada.

Anmerkung  von  Der Finblogger    geschrieben 17.04.2013     
Website www.finblog.de

Dass der Bankenverband etwas Werbung für Aktienfonds macht, ist verständlich, schließlich wird er von den Banken bezahlt, die mit ihren KAGs u.a. Aktienfonds verkaufen wollen.

Allerdings trifft es m.E. nicht immer zu, dass Indexfonds stets besser sind. Das trifft in Aufschwungphasen zu, in Abwärtsphasen fallen die Verluste von gemanagten Fonds meist geringer aus. Außerdem muss man bei Indexfonds eins beachten: Sind Sparpläne überhaupt möglich und wenn ja: zu welchen Kosten? Lange Zeit waren die Kosten erheblich, das Angebot hat sich erst in den vergangenen 2 Jahren verbessert.

Anmerkung  von  Markus    geschrieben 17.04.2013     
@Finblogger

Die Meinung mit schlechterer Wertentwicklung der passiven etf`s in Marktabschwüngen ist in einigen Büchern und Studien wiederlegt.
Ich passe mich da der wissenschaftlichen Meinung an.
Der Eindruck kann natürlich von der höheren Aktienquote der etf`s kommen. Allerdings wird weder zum Ein- und Ausstieg an der Börse geblasen...

Anmerkung  von  Markus    geschrieben 17.04.2013     

die Problematik mit den Sparplänen kann mit Quartals- oder Halbjahreskäufen umgehen. Und ja, das Angebot bessert sich bereits.

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Gewinnspiel: Investieren wie Benjamin Graham

Illustration

New York, Mittwoch, 10. April 2013

Ich starte ein neues Gewinnspiel. Es gibt das Buch „Investieren wie Benjamin Graham“ von Rodney Klein und David Darst zu gewinnen. Der Münchner FinanzBuch Verlag wirft auf meine Bitte hin drei Bücher in den Ring.

Die beiden US-Autoren schildern Grahams Strategie. Graham war der Erfinder des Value Investings. Er lehrte an der Columbia University in New York, wo der Student Warren Buffett auf ihn traf und dessen Lehre wie einen Schwamm aufsog. Buffett war derart von der Strategie seines Professors begeistert, dass er nach dem Studium Graham anbot, ohne Gehalt für dessen Investmentfirma zu arbeiten.

Kernthese von Grahams Lehre ist: Der Kurs unterscheidet sich oftmals krass vom inneren Wert eines Unternehmens. Nach Grahams Überzeugung wird der Kurs von Zufälligkeiten, Launen, Übertreibungen, Begeisterung, Verzweiflung bestimmt. Mit strikten Bewertungsformeln suchte Graham nach unterbewerteten Firmen. Der Wert eines Unternehmens hängt von der Fähigkeit ab, Cash und Gewinne zu generieren.

Das Buch ist leicht verständlich geschrieben. Es schildert das Leben von Graham anschaulich, der von 1894 bis 1976 lebte.

Ich bedanke mich beim FinanzBuch Verlag in München. Ich finde es super, dass der Verlag die Bücher für mein Gewinnspiel sponsort. Gewinnen kann jeder, der ein paar Gedanken zu Benjamin Graham oder Warren Buffett in die Anmerkungen in diesem Blog unten schreibt. Was halten Sie von den beiden Gurus? Was beeindruckt Sie, was nicht? Ein paar Stichpunkte genügen. Wer mehr Ideen hat, kann selbstverständlich mehr schreiben.

Aus allen Kommentaren (sofern es kein Scherz ist) werden die drei Gewinner gezogen. Ich werde das Gewinnspiel einige Tage (eventuell eine gute Woche) laufen lassen. Ich teile das Ende des Spiels in den Anmerkungen mit. Der Rechtsweg ist natürlich ausgeschlossen.

Ich setze damit meine Verlosungsserie aus dem vergangenen Jahr fort.

Bitte beachten Sie: In den Anmerkungen brauchen Sie nicht Ihren Namen verwenden. Es genügt ein Pseudonym oder lediglich der Vorname. Achten Sie darauf, die richtige (hinterlegte) Email anzugeben, sonst kann ich Sie nicht informieren, wenn Sie gewonnen haben. Keine Sorge, ich belästige niemanden mit Werbe-Emails. Die Anschrift brauche ich nur von den drei Gewinnern.

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Anmerkung  von  Mario    geschrieben 10.04.2013     
Hallo zusammen,

mein Kommentar zu Warren Buffett ist eine Zitatensammlung die ich mir ab und an anschaue. Vor allem, wenn ich meine abgestürzten Aktien anschaue. Zum Zeitpunkt der Investition waren sie richtig und selbst jetzt werde ich daraus kein Verlustgeschäft realisieren.

http://www.warrenbuffett.ch/aktien-kurs-1.html

Gruß Mario

Anmerkung  von  Martin    geschrieben 10.04.2013     
Was ich an Graham und Buffett sehr gut finde, ist der Wille ihr wissen auch zu teilen.
Die Strategie von Graham eignet sich eher für mechanische Screener und er neigte zu einer viel höheren Diversifikation als Buffett. Nachdem es immer weniger kaufenswerte Ziele gab, musste sich Buffett von Graham emanzipieren und nicht mehr ausschließlich auf Bilanz-Schnäppchen setzen. Dazu gehörte dann auch eine umfangreichere Analyse des Unternehmens im Vergleich zu Graham, denn es konnte mehr schief gehen. Buffett hatte da Hilfe von Charlie Munger. Bei Graham ist sein Mitarbeiter Walter Schloss hervorzuheben. Die gehäufte Anzahl von erfolgreichen Investoren, welche bei Graham gelernt haben, deutet schon auf eine exzellente Lehre durch Graham hin, welche ihrer Zeit auf dem Gebiet vorraus war.

Anmerkung  von  Musti    geschrieben 10.04.2013     
Hallo,

ich denke, dass wichtigste was man von diesen beiden Herren (BuffetT/Graham) lernen sollte, ist das psychologische Verhalten am Markt.

Jeder gute Mathematiker, BWL´ler, VW´ler und Co sollte in der Lage sein, aus den vorhandenen Informationen, den damit verbundenen Makrtwert errechnen können. D.h. so etwas ist durch striktes lernen "erlernbar".
Aber die Lehre von Mr. Market, das Umgehen mit der eigenen Psyche, das geduldige warten sind Punkte, die man in keiner Uni der Welt erlernen kann. So ist ein lebenslanger Lernprozess, in welcher man auch die Möglichkeit hat sich selbst sehr gut kennenzulernen.

Gruss

Anmerkung  von  Finanzielle Freiheit mit Dividenden Blog    geschrieben 10.04.2013     
Website finanzielle-freiheit-dividende-blog.de

@Musti:

Das Thema Psyhologie und Börse erwähnt auch Max Otte in seinem Buch "Jetzt endlich Reich werden mit Aktien", dass ich letzte Woche ausgelesen habe.

Man muss eben beim Value Investing sehr stark sein, wenn es an den Börsen 20%, 30% und mehr nach unten geht und einfach durchhalten.

Anmerkung  von  Alex    geschrieben 10.04.2013     
Ich lese "Der Intelligente Investor" gerade wieder (zum ca. 5ten mal)

Was ich an Grahams Gedankengängen so sehr schätze, ist wie klar und logisch diese sind, auch in der Formulierung.

Besonders gut und interessand finde ich die "Beispielanalysen" in denen er 2 Unternehmen in Qualität und Preis gegenüber vergleicht.

Anmerkung  von  Sebastian    geschrieben 10.04.2013     
Graham lehrt uns, mutig zuzugreifen, wenn "Mr. Market" in seiner irrationalen Panik bei einem Crash viele Unternehmen zu Schleuderpreisen anbietet.

Von Buffett lernen wir, uns auf Qualitätsunternehmen zu konzentrieren, statt nur "Zigarettenstummel" aufzulesen. Durch Geduld und mithilfe des Zinseszins können wir uns so eine Cashmaschine heranzüchten.

Dazu kommt das "Buy and hold", um in Ruhe seinem Vermögenspflänzchen beim Wachsen zuzusehen, statt dem hektischen Hin und Her zu verfallen.
Lethargie kann sehr effektiv sein.

Anmerkung  von  Dieter Wiese    geschrieben 10.04.2013     
Gewöhnlich verlieren Anleger Geld, weil sie zu schnell von einer Aktie zur anderen springen. Sie kaufen heiße und teure Aktien und verkaufen, wenn die Euphorie verflogen und der Kurs gefallen ist.
Wir sollten das Depot dann aufbauen, wenn Qualitätsaktien zu günstigen Preisen verfügbar sind. Qualität ist die Voraussetzung für nachhaltig gute Gewinne. "Es ist besser, einen kleinen Anteil an einem Diamanten zu besitzen als 100 Prozent eines Kieselsteins", sagt Buffet

Anmerkung  von  Markus    geschrieben 10.04.2013     

Ist es eigentlich nur ein Gerücht, dass Graham in seinem späteren Investorenleben gesagt hat, dass er inzwischen ein Anhänger der EMT geworden ist?
Auch Buffett hat ja schon gesagt, dass er für die meisten Anleger das Indexing als die Beste Lösung ansieht.


Anmerkung  von  Clemens    geschrieben 10.04.2013     
Ich lese mir auch immer in unregelmässigen Abständen Buffets Zitate durch, da steckt einfach sehr viel Wissen und Psychologie über die Börse drinnen.
Und er ist schließlich der Beste von dem man lernen kann, was man ja an seinem Kontostand sieht. ;)


Anmerkung  von  Manuel    geschrieben 10.04.2013     
Drei klasse Bücher. Prima!!!

Anmerkung  von  Jan    geschrieben 10.04.2013     
Von Graham habe ich noch nichts vollständiges gelesen, insofern wäre ich der richtige Buchadressat ;-).

Bei Buffett finde ich zunächst mal seine Bodenständigkeit und sein soziales Engagement einfach bewunderswert. Was seine Investmentmethode so erfolgreich macht ist m.E., dass sie vergleichsweise simpel ist. Und zuletzt bleibt einfach festzustellen, dass seine Briefe an die Aktionäre und seine Zitate einfach unterhaltsam, lustig und einprägend sind. Wenn man mich fragt: "Der Typ ist einfach ne colle Sau"!

Anmerkung  von  Alex    geschrieben 10.04.2013     
Mein Lieblingszitat von Buffett lautet "Erst wenn die Ebbe kommt, sieht man wer nackt schwimmt.“
Dieser Satz passt nicht nur an der Börse...

Anmerkung  von  Jack    geschrieben 10.04.2013     
Für mich war Warren Buffett als Börsenneuling das Licht im Finanzdschungel!

Als Neuling stößt man immer wieder aud Daytrading, den schnellen Gewinn an der Börse, übertriebene aktivität am Aktienmarkt.

Als Neuling hat man das Gefühl, man müsste 24/7 an den Finanzmärkten aktiv sein und alle Bücher lesen die es gibt.

Da hatte ich immer im Hinterkopf "Momentmal, der erfolgreichste Investor und einer der reichsten Menschen der Welt macht das viel einfacher und es scheint zu klappen! Die Börse muss also einfacher sein als es im Medienrauschen scheint"

Danke Warren mit dir verdiene ich leicht und mit minimalen Zeit- und Nervenaufwand Geld an der Börse!

Anmerkung  von  John Doe    geschrieben 10.04.2013     
Mir geht dieses anhimmeln eines erfolgreichen Investors zu weit. Wenn jemand zur richtigen Zeit, am richtigen Ort, das Richtige getan hat, heisst es noch lange nicht, dass dies für jedermann richtig ist. Man sollte sein eigenes Ding durchziehen, seine eigene Zeit finden, um an seinem Ort das Richtige zu machen. Es gibt verschiedene sehr erfolgreiche Investoren die ihren Weg gefunden haben, um erfolgreich an der Börse zu agieren. Diejenigen zu kopieren ist selten von Erfolg gekrönt, es braucht mehr als ein Kochbuch und einen funktionierenden Herd. Ich denke mir Erfahrung ist das Schlüsselwort, ich muss erfahren, wie ich erfolgreich investieren kann, ich kann nicht das Gleiche wie jemand anderes machen, jeder Anleger sollte bedenken. "Wenn zwei das Gleiche machen, ist es nicht dasselbe" Nur die eigenen Erfahrung sind Wegweiser, um seinen Weg zu finden, hat man diesen mal, dann ist man auf dem Richtigen. So gesehen ist jeder seines eigenen Glückes Schmied.

Anmerkung  von  Fabian    geschrieben 10.04.2013     
Diese beiden Personen sind die Könige! Ein Segen für alle die Geld anlegen müssen!

Anmerkung  von  Tom    geschrieben 10.04.2013     
Hallo Tim,

Mir gefällt bei Buffet, dass er sein Wissen weitergibt.
Er weist darauf hin nicht mit der anlegermasse mitzulaufen, sondern antizyklisch zu handeln.
Einfaches und übersichtliches depot halten. Qualität zu kaufen, für weniger geld. Lebt einen einfachen lebensstil vor. Im Prinzip alte Binsenweisheiten, welche wenig Leute befolgen.
Das Glück hat er durch disziplin, geduld und guter planung selber gemacht.
Glück haben leute die gut vorbereitet sind.

Grüße aus der schweiz

Anmerkung  von  Micha    geschrieben 10.04.2013     
Der Ehrlichkeit halber muss aber auch erwähnt werden, dass Buffett, hätte er Grahams Regeln immer befolgt, nie das erreicht hätte was er bis heute erreicht hat. Er hätte zum Beispiel Beteiligungen an CocaCola oder anderen Unternehmen oft schon nach kurzer Zeit wieder verkaufen müssen und somit auf den Zinseszinseffekt bei den Ertaägen verzichtet.

Dennoch zählen beide zu meinen absoluten Vorbildern und bietem jedem eine sehr gute Orientierung um seine Investments zu tätigen.

Viele Grüße aus Tübingen....jetzt gehts erstmal weiter mit Steuerlehre lernen :D

Enjoy!

Anmerkung  von  Falk    geschrieben 10.04.2013     
@John Doe

Ich denke auch, dass das bloße Kopieren von Trading- und Anlagestilen häufig genug zu kostspieligen Fehlern führt. Daher sehe ich den Personenkult auch kritisch.

Trotzdem kann man von Buffett und Graham viel lernen. Da ich gerade die 6ste Auflage von Security Analysis vor mir habe: "we are convinced that to regard investment quality as something independent of price is a fundamental and dangerous error"

Konkret: ist zwar schön und gut, dass immer wieder die gleichen Unternehmen als "Value-Aktien" genannt werden (z.b. McDonalds, Exxon, P&G, Heinz, etc.), hilft mir aber als Anleger nur bedingt, wenn ich nicht weiß, wann diese Unternehmen über- und wann unterbewertet sind.

Value-Investing ist eben doch mehr, als Coca-Cola und P&G Aktien zu kaufen und ein paar Jahrzehnte liegen zu lassen. Stefan hat das in seinem Blog für meinen Geschmack sehr gut auf den Punkt gebracht

Anmerkung  von  Herbert    geschrieben 10.04.2013     
Über das Leben ist wie ein Schneeball (über W. Buffet)kam ich zu intellegent investieren von B.Graham. „...mit Abstand das beste Buch, das jemals für Anleger geschrieben wurde.“, kann ich nur bejaen.
Beide sind für mich beeindruckende Persönlichkeiten, vorallem die "Einfachheit" von Mr.Buffet!

Anmerkung  von  Herbert    geschrieben 10.04.2013     
Hätte ich fast vergessen. Danke für den Blog Tim. Ich freue mich über jeden Beitrag von dir!!! Tolle Arbeit!

Schöne Grüße aus Wien,
Herbert

Anmerkung  von  mr.lukoil    geschrieben 10.04.2013     
Besonders beeindruckend an Benjamin Graham finde ich, dass er sein Wissen in einer Zeit erworben hat, als die Verfügbarkeit von Investmentliteratur und von Börsendaten eine ganz andere war als heute.

Auf dieser wissenschaftlichen Grundlage hat er einen Investmentansatz aufgebaut, der einer ganzen Reihe von Investoren und insbesondere seinen Studenten die Grundlage für den erfolgreichen Vermögensaufbau und zum Teil sagenhaften Reichtum ermöglicht hat.

Das alles ohne elektronische Auswertung von Börsendatenbanken - einfach durch das Studium von Geschäftsberichten und allen weiteren Informationsquellen. Dazu bedurfte es mit Sicherheit eines unglaublichen Zeitaufwandes und einer genau so großen Beharrlichkeit.

Hinzu kommt, dass die Anlagephilosphie auf Jahrzehnte ausgerichtetet ist.

Neben der Hinterlassenschaft eines der wichtigsten Werke der Investmentliteratur hat er es geschafft, auch noch eine ganze Serie erfolgreicher Mitarbeiter auszubilden, die Börsengeschichte geschrieben haben.

Warren Buffett hat nicht nur Grahams Lebenswerk in die Praxis umgesetzt, er hat darüber hinaus aus der Praxis heraus die Investmentansätze verfeinert und neue entwickelt.

Sein Werk ist hinreichend in der Literatur beschrieben, am anschaulichsten jedoch in seinen Aktionärsbriefen niedergelegt. Und das auch noch seinem besonderen Humor.

Wer langfristig erfolgreich investieren möchte, muss und darf sich mit diesen beiden Börsenlegenden intensiv auseinandersetzen.

Anmerkung  von  Andreas Teufl    geschrieben 10.04.2013     
Website www.diekleinanleger.com

Hallo Zusammen,
An Graham und Buffet beeindruckt mich immer wieder der sog. Mr. Market wie er in Intelligent Investieren beschrieben ist.
Mr. Market bzw. die Marksituation und die Börsenkurse sind nicht in Stein gemeißelt - der derzeitige Kurs muss genau nichts über das Unternehmen aussagen. Anleger können nun von den depressiven oder euphorischen Phasen von Mr. Market profitieren: Günstig kaufen und teuer verkaufen mithilfe von Mr. Market - einfach und genial!

Anmerkung  von  Christian    geschrieben 10.04.2013     
Tip für besseren Anlageerfolg (als Ergänzung zu Graham und Buffet):

Ignoriere die Mode-Themen (Beispiele? - Solaraktien, Facebook-IPO, Apple-Hype im letzten Sommer, zur Zeit wohl das "3D"-Thema ...) und setze stattdessen auf "langweilige" Unternehmen mit überzeugenden Bilanzen, da kann man auch in Deutschland außergewöhnliche Aktien finden!
Beispiele? - Schaut Euch mal´ die Langfrist-Charts von Fuchs Petrolub, Rational (Garküchen!) oder KWS Saat (Saatgut!) an, die Firmen stehen zwar nicht im Zenit der Medienberichterstattung, aber sie machen dafür einen tollen Job!

Dir Tim, vielen Dank für Deine ausgezeichnete Arbeit, mach´ weiter so!

Christian

Anmerkung  von  Frank    geschrieben 10.04.2013     
Hallo
Buffet:" Es ist schön reich zu sein, aber eine Katastrophe reich zu sterben"

Anmerkung  von  Ulrich    geschrieben 10.04.2013     
Diese Anmerkung habe ich in einem Amerikanischen Börsenblog gefunden. Sie beschreibt wunderbar die Vorgehensweise. Ich lese mir den Satz immer wieder durch, bevor ich auf die BUY Taste drücke.

Summary

Building a DIY Dividend Portfolio is a marathon, not a sprint. Don't put pressure on yourself to have a fully diversified portfolio overnight. The various sectors will offer good buying opportunities at different times - you just need to recognize them when they are there.

Anmerkung  von  D.K.    geschrieben 10.04.2013     
Finde ich gut, dass du wieder einmal ein Gewinnspiel machst, Tim. Danke dir!

Lese gerade das Buch von Mary Buffett, wie Warren die Unternehmensberichte liest. EInfach traumhaft.Wenn man ein Anhänger Buffetts ist, braucht man nichts mehr, um Spitzenunternehmen zu indentifizieren.

Viel Erfolg an alle!

Anmerkung  von  willihope    geschrieben 10.04.2013     
leute die wissen wie "es" geht brauchen keine tips, leute die es nicht wissen die brauchen welche.

versucht doch mal das: kauft 5 oder mehr konzerne (je nach finanziellem vermögen) aus dem dow, keine technik, keine mode, keine tips aus dem tv, langweiliges wie cola, mcd, ge, j&j, p&g,..., die kauft ihr mit 30% eures geldes sobald sie mehr als 5% verlohren haben, danach nachkaufen sobald wieder mehr als 5% kursverlusst vorhanden ist, gesamtverlusst natürlich und nicht pro tag!
die restlichen 30% werden bei nochmaligem kursverlusst über 5% investiert.

sobald grüne kurse angezeigt werden wird nichts mehr gekauft, auch wenn es noch so juckt und im tv nur noch darüber gesprochen wird. verkauft wird sowieso nicht, egal welcher kurs.

es gibt immer rücksetzer auch bei den grössten konzernen der welt und wenn man da kauft und die dividenden reivestiert wird man auf dauer erfolgreich sein! :-)

eines ist klar, wenn man die geschäftszahlen irgendwo falsch interpretiert und sich vertut ist seine ganze bewertung futsch, da ist es gleich besser für manche auf sicherm boden zu bleiben und nur in die dow's zu investieren.

Anmerkung  von  Anna    geschrieben 10.04.2013     
Tim,
es lesen doch viele Deinen Blog.

Willihope,
eigentlich ganz einfach, nur die Nerven dazu haben ganz wenige. Nachkaufen wenn alle und alles dagegen spricht.

VG
Anna

Anmerkung  von  Jan    geschrieben 10.04.2013     
Value Investing nach Graham und Buffett funktioniert, allerdings sollte man meiner Meinung nach nicht einfach die Trades von Buffett kopieren sondern selbst nach unterbewerteten Titeln suchen. Einen Guru zu kopieren halte ich immer für den falschen Weg. Trotzdem interessieren mich natürlich die Gedanken und Handlungsweisen Grahams.

Anmerkung  von  Matthias    geschrieben 10.04.2013     
Das Schöne an Graham und Buffet ist der Sieg des Verstands über die Gier. Sie zeigen, wie man mit ein wenig Nachdenken, Zuversicht und Gelassenheit mit der Zeit ein riesiges Vermögen aufbauen kann. Die alltägliche Hektik der Finanzparkette dieser Welt lassen sie kalt. Eine Strategie, die von 90% der Anleger berücksichtigt werden sollte - was aber leider nur bei 10% der Fall ist. Der Rest wirft sein Geld in aktive Fonds, weil: Die Profis werden schon wissen, was sie tun. Ja, denkste...

Viele GRüße,
Matthias

Anmerkung  von  Max    geschrieben 10.04.2013     
Einen der wertvollsten Tipps Buffets finde ich, dass man nur Aktien kaufen soll, deren Geschäftsmodell man versteht und dieses soll nach Möglichkeit auch noch in Jahrzenten vorhanden sein !

Anmerkung  von  Enrico    geschrieben 10.04.2013     
An beiden Maennern beeindruckt mich sowohl, dass sie nervenstark handeln als auch ihr Wissen und ihre Erfahrungen mit dem Rest der Welt teilen.
Von Graham hab ich bisher nicht viel gelesen, da wuerde das Buch sicher weiterhelfen.
Zu Buffett: Auch wenn er mit dem Value Investing reich geworden ist, so hatte er einen unheimlichen Startvorteil: Ich kenne niemanden, der mit 20 inflationsbereinigt ~$94.000 zusammen gespart/verdient hat und vorher in der High School eine Farm gekauft hat. Sein Vater war Politiker, also wird da wohl "etwas" Startkapital gewesen sein.

Was ich bisher ueber beide weiss: Sie werden oft zusammen genannt, haben aber trotzdem sehr unterschiedliche Investment Strategien. So hielt Graham Buffett's Kauf von GEICO in den 1950ern fuer viel zu teuer. Und Buffett hatte ~75% von seinem damaligen Kapital in GEICO.

Anmerkung  von  Frank H.    geschrieben 11.04.2013     
Hallo Tim,

ich bin eigentlich ein "stiller" Leser deines Blogs, aber für dieses Gewinnspiel muss auch ich mich einfach melden. Bücher über Graham darf man einfach nicht verpassen.

Viele Grüße
Frank

Anmerkung  von  ChriMi    geschrieben 11.04.2013     
Website www.natur-fotos.net

Ich schließe mich meinem Vorredner an. Deinen Blog verfolge ich (nahezu) täglich in meiner Frühstückspause.

Danke & weiterhin alles Gute!

Christoph

Anmerkung  von  ChriMi    geschrieben 11.04.2013     
Hallo Tim,

über Buffett habe ich schon viel gelesen. Von Kindesbeinen an war er ja sehr "zahlenaffin". Seine Idee, von vielen Firmen jeweils nur eine Aktie zu kaufen, um regelmäßig die Geschäftsberichte zugeschickt zu bekommen, finde ich bemerkenswert.

Mein Wissen über Graham ist noch ausbaufähig ... daher wäre ich sehr an diesem Buch interessiert.

Viele Grüße
Christoph

Anmerkung  von  Maximilian    geschrieben 11.04.2013     
Hallo Tim,

über deinen Blog ist es mir gelungen, meinen Sohn zum Aktieninvestment zu bewegen.
Er sieht das Investieren in solide werthaltige Dividendenpapiere als sinnvoller an, als auf eine Rente irgendwann einmal zu hoffen.
Zur Aktienauswahl benutzt er die in deinem Blog oft zitierten Kriterien wie KGV, Dividendenhistorie, Marktstellung etc. und damit ist er ein Valueinvestor.
Da er Dividenden reinvestieren will hat er den Zinseszins schon mal über 30 Jahre hochgerechnet.
Leider hat er das auf der Schule nicht gelernt, aber dafür gibt es ja deinen Blog und vielleicht bald ein Buch.
Bitte so weitermachen, danke.
Gruß Maximilian

Anmerkung  von  Finanzielle Freiheit mit Dividenden Blog    geschrieben 11.04.2013     
@Maximilian

Ist doch wirklich schade, dass Value Investing bzw. das Wissen zum Thema Finanzen nicht an den Schulen gelehrt.

Anmerkung  von  David Absalon    geschrieben 11.04.2013     
Website wohlstand-durch-wachstum.blogspot.de/

Wow, beeindruckend was hier schon alles zum Thema Graham,Buffett genannt wurde. Damit bleibt mir nur noch eins zu sagen, was mir zu den beiden einfällt: Graham = Vater, Buffett = Sohn ;)

Gruß David

Anmerkung  von  LK    geschrieben 11.04.2013     
Buffett beeindruckt mich durch sein einfaches Leben, das er sich bewahrt hat. Er ist kein Guru, dem man blindlings folgen kann, sondern er regt zum selbständigen Denken an. Er hat auch die Auswirkungen, die Zeit und eine hohe Rendite auf das Kapital haben, eindrucksvoll veranschaulicht.

Ben Graham's Buch "The Intelligent Investor" ist für mich eines der wertvollsten Investmentbücher, die man lesen sollte. Ich musste es mehrmals lesen und auch meine eigenen Fehler machen, um es zu verstehen.

Anmerkung  von  Stefan    geschrieben 11.04.2013     
Kaum gibt es was zu gewinnen schreiben alle wie verrückt.

Irgendwie erbärmlich.

Anmerkung  von  willihope    geschrieben 11.04.2013     
@anna
genau das zeichnet einen mutigen investor aus, kaufen wenn die kanonen donnern. :-)

allerdings bei 5% down sind das noch lange keine kanonen. :-)

ich meine diese strategie ist etwas für menschen die sich mit zahlen schwer tun und angelsächsische bilanzen lesen ist auch nicht jedermans sache.

also besser bei rücksetzer kaufen und sonst laufen lassen, damit man nicht ins traden abgleitet kann man sich ja täglich über den kurs informieren und ab minus 5% nachkaufen. auf lange sicht steigen die riesenkonzerne sowieso - egal ob ich jetzt zu 36 oder zu 32 kaufe, bei den minus 5 habe ich einfach früher ein erfolgserlebnis. :-)


@stefan
sinnloser beitrag und leider hast du das thema total verfehlt! valueinvestoren wollen es eben richtig "günstig" - auch im wirklichem leben. :-)


Anmerkung  von  waldbauer    geschrieben 11.04.2013     
Hab schon ein paar Bücher von bzw. über Buffett gelesen. Wenn man sich nur immer daran halten würde, dann wäre das mit den Gewinnen gar nicht so schwer. Immer wieder ertappe ich mich dabei nach einem Kauf die Investmentmethode zu ändern. Gekauft als Langfristinvestment und dann bei genügend Gegenwind werden dann die Finger nervös und zum denkbar falschesten Zeitpunkt der Verkaufsknopf gedrückt. Da hilft mir dann immer wieder mal die Bücher hervorzuholen und nachzulesen, was gerade Leute wie Buffett u. A. in solchen Situationen machen bzw. gemacht haben. Also Geduld beim Einstieg und dann noch mehr Geduld bis zur Ernte.

Weiterhin viel Erfolg an alle!

Anmerkung  von  Michael    geschrieben 11.04.2013     
Interessiert man sich für die Börse kommt man nicht drum herum bereits relativ früh und immer wieder auf die Namen Graham und Buffett.
Zu gerne würde ich mich näher mit ihnen befassen - und am besten geht das nun mal mit einem Buch wie diesen.

Anmerkung  von  Jürgen    geschrieben 11.04.2013     
Warren Buffett kauft langweilige Aktien von gesunden Unternehmen, welche gerade von der Masse ignoriert werden. Er handelt damit auch ein Stück weit antizyklisch.

@Tim: Wäre die Commerzbank nicht gerade eine solche Aktie? Ich habe nachgelesen, du meintest mal du glaubst, dass die Commerzbank es schaffen wird, allerdings wären die Risiken sehr groß. Bist du noch immer dieser Ansicht?

Grüße

Anmerkung  von  Frank    geschrieben 12.04.2013     
Commerzbank ist die Trading-Aktie Nr. 1!

Anmerkung  von  Tim    geschrieben 12.04.2013     
Website www.timschaefermedia.com

@ Jürgen

Ich denke, die Commerzbank wird überleben. Der Staat ist ja beteiligt. Und für 2 bedeutende Privatbanken gibt es in Deutschland wohl genug Spielraum.

Allerdings ist es ein langer, steiniger Weg. Die Aktienzahl ist explodiert (durch Kapitalerhöhungen).

Anmerkung  von  Stefan    geschrieben 12.04.2013     
Zitat willihope:

"valueinvestoren wollen es eben richtig "günstig" - auch im wirklichem leben. :-)"

@ willihope:

ok, 1:0 für dich. Da hast du natürlich recht :-) Finde es halt so typisch deutsch, dass alle plötzlich anfangen zu schreiben nur weil es ein Buch zu gewinnen gibt...

Meine Gedanken zu Graham:

Zu seiner Zeit waren seine Gedanken sicherlich revolutionär. Er betrachtete eine Aktie nicht als ein Blatt Papier sondern als einen Anteil an einem Unternehmen. Jeder Aktie sei ein innerer, fundamental gerechtfertigter Wert innewohnend. Mr. Market jedoch ist mal euphorisch, mal depressiv. Jenachdem in welcher Verfassung er gerade ist steht ein Aktienkurs über oder unter dem inneren Wert. Graham kaufte nur wenn er eine deutliche Unterbewertung in einer Aktie sah. Um die Margin of Safety geht es in Kapitel 20 seines Buches The Intelligent Investor. Zusammen mit Kapitel 8, in dem es um Marktschwankungen geht, sei es laut Buffett das Wichtigste was jemals über das Investieren geschrieben worden sei. Anders als Buffett (zumindest später) interessierte Graham sich nicht für qualitative Elemente eines Unternehmens. Ihm kam es nur auf den Preis an. Entsprechend stark diversifizierte er dafür. Graham ging nach strikten Checklisten vor. Nach einer festgelegten Haltedauer oder einem Gewinn in Höhe von 50 % verkaufte er quasi schematisch.

Wenn man bedenkt, dass The Intelligent Investor erstmals 1949 erschien -der Vorläufer Securtity Analysis sogar schon 1934- dann ist es schon erstaunlich, dass sich seine damaligen Ansichten noch heute anwenden lassen. Wenn ich auch glaube, dass es heute wesentlich schwieriger ist als damals echte Unterbewertungen zu entdecken. Das Internet macht alle Informationen für jedermann ständig verfügbar.

Anmerkung  von  Stefan    geschrieben 12.04.2013     
Hier gibt es den intelligenten Investor übrigens kostenlos, gell willihope...

http://www.fxf1.com/english-books/The%20Intelligent%20Investor%20-%20BENJAMIN%20GRAHAM.pdf

Gruss

Anmerkung  von  nightyhawk    geschrieben 12.04.2013     
Dann melde ich mich auch mal zu Wort und hoffe auf mein Losglück. Im Gegensatz zum Valueinvesting hilft bei Gewinnspielen tatsächlich nur Glück.

Zur Sache: Von Buffet habe ich mir angenommen, nur in Unternehmen zu investieren deren Geschäftsmodell ich im großen und ganzen nachvollziehen kann. Allein dieser ansich logische Ansatz hätte wohl viele Anleger vor facebook bewahrt... ^^

Anmerkung  von  willihope    geschrieben 13.04.2013     
@stefan

hast du meinen beiträgen etwas über graham oder buffet entnehmen können? nein? siehste ich auch nicht. :-)

den graham trage ich schon jahrelang mit mir rum, so sieht er auch aus mitlerweile, der liegt jetzt hier auf dem nachttischchen. :-)

buffet habe ich auch schon gelesen und so warte ich nur noch auf den peter lynch, der sollte nächste woche einfliegen. :-)

desswegen poste ich nicht für eins der bücher weil ich habe sie ja schon. sollen auch andere "erleuchtet" werden! :-)

Anmerkung  von  -M_    geschrieben 13.04.2013     
Wann ist Einsendeschluss?

Anmerkung  von  Tim    geschrieben 14.04.2013     
Website www.timschaefermedia.com

@ -M_

Ich lasse es noch ein paar Tage laufen, weil ich in Europa auf der Durchreise bin.

Danke an alle für die spannenden Anmerkungen.

Anmerkung  von  Tim    geschrieben 18.04.2013     
Website www.timschaefermedia.com

Danke an alle für die tollen Beiträge. Ich schließe das Gewinnspiel ab sofort. Und teile in Kürze die drei Gewinner mit. Jede Anmerkung mit einem Bezug auf Buffett oder Graham landet im Los-Topf.

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Achtung: Wenn Professoren in die Glaskugel schauen

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New York, Sonntag, 7. April 2013

Wir Privatanleger haben gewaltige Probleme. Wir haben Ängste, Sorgen, Träume. Ständig möchten wir in die Zukunft blicken. Dabei ist das nicht möglich. Ich las in Paris die Zeitung "International Herald Tribune", das ist ein Tochterblatt der "New York Times". In einem Beitrag ging es mal wieder darum, wie der Aktienmarkt künftig abschneiden wird. Ständig wird fabuliert, wie 2013 und 2014 wohl die Kurse laufen dürften. Jeder gibt seinen Senf dazu. Nur weiss niemand nichts.

Ich finde es echt abenteuerlich, zu welchen Aussagen sich manche "Experten" hinreissen lassen. Wie kommen die alle dazu?

Ich schätze eigentlich Jeremy Siegel. Der Professor ist ein Anhänger solider Dividendentitel. Er ist durch und durch ein Optimist. Das ist auch gut so.

Was ich allerdings nicht gut finde, ist sein Blick in die Glaskugel. Die Börse ist kurzfristig, auf Sicht von ein oder zwei Jahren, unberechenbar. Wer Aktien kauft, sollte das wissen. Sofort nach Ihrem Einstieg können die Kurse um 20 Prozent (oder gar 50 Prozent im Extremfall) einbrechen. So ist das nun mal. Woher Siegel dann all seinen Optimismus nimmt?

Langfristig läuft die Börse nach oben - begleitet von Einbrüchen. Insofern zahlt es sich aus, optimistisch nach vorne zu blicken. Aber wo Siegel diesen kurzfristigen Optimismus her nimmt, das ist mir ein Rätsel. Wie gesagt, jederzeit können die Kurse einbrechen. Bricht irgendwo eine neue Krise oder ein Krieg aus, können die Kurse absacken.

Schauen Sie mal hier, wie positiv Jeremy Siegel im Sommer 2007 war, kurz bevor die Kurse ins Bodenlose stürzten.

Trotz seiner damaligen groben Fehlleistung lehnt sich der Wharton-Professor wieder weit aus dem Fenster. Siegel proklamiert jetzt, der Dow-Jones-Index werde bis Ende des Jahres 2014 auf 18.000 Punkte klettern. Mensch, dieser Prof weiss einfach alles.

Vergessen Sie all das exakte Timing. Selbst renommierte Experten wie Siegel haben keinen blassen Schimmer, was kurzfristig alles passieren kann. Vieles passiert eben völlig überraschend. Blasen kommen und gehen. Krisen kommen und gehen. Genauso kann der Dow Jones Ende 2014 bei 12.000, 13.000 oder 19.000 Punkten stehen.

Am besten schneidet meiner Meinung nach ab, wer sich von all der Hektik und den Prognosen nicht beeindrucken lässt. Machen Sie Ihr Depot wetterfest. Halten Sie es durch gute wie schlechte Zeiten.

Wetterfest machen Sie Ihr Depot, indem Sie solide Dividendentitel auswählen, die aus verschiedenen Sektoren und Ländern stammen. Streuen Sie die Risiken. Setzen Sie neben Aktien auch auf andere Assetklassen (Rohstoffe, Edelmetalle, Immobilien, Kunst...). Behalten Sie stets ein wenig Cash in Reserve, um während einer Korrekturphase billig nachkaufen zu können.

Fazit: Machen Sie sich mal den Spass und schauen nach, was manch ein Experte vor fünf Jahren alles hinaus posaunte. Es wird viel Quatsch erzählt. Unglaublich. Ich glaube, die Wettervorhersagen im Fersehen treten eher ein als solche Kursziele.

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Anmerkung  von  Anna    geschrieben 07.04.2013     
Siehste, auch Professoren sind nicht unbedingt lernfähig...
Gruß
Anna

Anmerkung  von  Finanzielle Freiheit mit Dividenden Blog    geschrieben 07.04.2013     
Website finanzielle-freiheit-dividende-blog.de/

Professoren können auch nicht alles wissen. Da gebe ich Dir Recht!

Anmerkung  von  Markus    geschrieben 07.04.2013     

Dr. Titel, Profs, Buffett`s usw...
Kein Mensch der Welt kann in die Zukunft sehen! Das prognostizieren von Unternehmensgewinnen bei der Value Analyse... ;-) Die meisten Chef`s von Firmen wissen nicht, welchen Gewinn oder Umsatz sie im nächsten Jahr genau machen werden. Da sind zum Teil große Schwankungen in den Planungen.

Anmerkung  von  Sebastian    geschrieben 08.04.2013     
Im Grunde genommen SPEKULIERT auch ein Käufer von Aktienindizes darauf, besser abzuschneiden, als bei einem Investment in zehn Qualitätsaktien und PROGNOSTIZIERT für die ZUKUNFT eine höhere Rendite als bei einem Kauf von Gold, Immobilien oder Tagesgeld. Warum sollte er sich sonst so entscheiden?

Im Übrigen ist auch der hier oft erwähnte Warren Buffett ein Spekulant.
Wie bitte? Ja richtig, er spekuliert darauf, dass der Kauf von Heinz in Zukunft mehr Rendite erbringt, als der Kauf von Aktie XY. Wissen kann er es nicht!

Auch die zukünftige Ertragslage von Coca-Cola wurde von ihm - in einer Bandbreite - "prognostiziert", um sie mit anderen Anlagemöglichkeiten zu vergleichen.
Eine exakte Prognose des KURSES gibt er allerdings nicht ab.

So ist dann auch die Value Analyse keine Wissenschaft - und wer das meint, hat es nicht ganz verstanden -, sondern eher eine Kunst, geht es doch um das Abwägen von Wahrscheinlichkeiten und das Ermitteln von Bandbreiten und nicht um das exakte Prognostizieren von Kursständen.

Streng genommen ist jede Art von Investition eine Spekulation. Man muß immer im Ungefähren bleiben und bildet sich über zukünftige Entwicklungen eine Meinung. Wissen kann man es nicht!

Ich würde differenzieren, ob irgendjemand - und sei er noch so angesehen - für bestimmte Aktien, Indizes, Rohstoffpreise, Inflationsraten oder das Wirtschaftswachstum in ein oder zwei Jahren exakte Werte oder Richtungen "vorhersagt" (einfach weghören) oder ob man "prognostiziert", dass die intelligente Auswahl von ertragsstarken Unternehmen in zwanzig Jahren mehr Vermögen erbringt als das Sparbuch.

Abschließend wage ich eine Prognose: Auf die kommende dunkle Nacht, folgt ein heller Tag ;). Mal sehen, ob mir der schwarze Schwan (mit einer 16-stündigen Sonnenfinsternis) in die Quere kommt :)....

Anmerkung  von  Markus    geschrieben 08.04.2013     
@Sebastian

Ich habe Schmidlin mit Unternehmensanalyse gelesen. Ich weiß, es ist für einen Value Investor nicht möglich einen exakten Kurs vorherzusagen. Wenn jemand gut ist, dann Bandbreiten!
Bei meiner Firma muss ich sagen, dass ich in einem normalen Jahr auch nur ungefähr die Umsätze und Gewinne schätzen könnte. Sonderbelastungen kann man nicht schätzen. Eine Analyse steht und fällt aber mit Schätzungen. Laut Starcapital ist bei einer Abweichung von 5 % schon nicht mehr möglich eine vernünftige Value-Analyse zu tätigen... Steht irgendwo auf der Homepage.
Ich kenne persönlich nur wenige private, deutschsprachige Value Investoren. Die meisten haben nur Daten von 1 - 4 Jahren. Wenn jemand gut ist, dann kann er Sondersituationen ausnutzen... Dafür muss man aber einen sehr guten Überblick über einen riesen Konzern haben...

Anmerkung  von  Ulrich    geschrieben 09.04.2013     
Die Medien sind nun mal geil auf Schlagzeilen wie "Dax bald bei 10.000" oder "Dow bald bei 17.000".

Wer solche gewagten Prognosen abliefert, kommt aufs Titelblatt. Wer ein ehrliches "keine Ahnung" sagt, geht unter.

Und dann sind da die Nutzer der Börsen-Blätter, die bei optimistischen Schlagzeilen das Heft kaufen und bei schlechten oder neutralen das Heft liegen lassen. Ähnlich ist es online und im TV. Den Machern ist also gar nicht zu verdenken, dass sie solche Schlagzeilen suchen.

So funktioniert das leider.

Anmerkung  von  Finanzwelt.Verstehen.Blog    geschrieben 09.04.2013     
Website finanzweltverstehen.blogspot.de/

@Tim: Am meisten wird sicherlich dich freuen, dass "dein Freund" Dirk Müller den Austritt Griechenlands aus dem Euro für 2012 vorhergesagt hat ;)

Anmerkung  von  willihope    geschrieben 09.04.2013     
scheint so als würde die plaudertasche mit seinen büchern und vorträgen mehr verdienen als mit seinen anlagen.

also kann man sich ja selber ein urteil über "mr. dax" bilden. :-)

in der finanzwelt gibt es einfach zuviel heisse luft und zuwenig fakten, darum ist die branche auch mit schaumschlägern vollgestopft.

wenn ich den im fernsehen sehe dann kommt mir das essen rauf, ein blindgänger mit bezahlter sendezeit. :-(

Anmerkung  von  lilapferd    geschrieben 10.04.2013     
Antiindikator ist das Zauberwort. Nach meiner Meinung dienen solche Aussagen von irgendwelchen Profs sehr gut als Antiindikator und es wird erst mal Abwärts gehen :)


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Aktien kaufen wie Oma und Opa: Stetig, langsam, sicher

New York, Samstag, 6. April 2013

Ich habe in diesem Blog schon oft geschrieben, wie grottenschlecht Hobbybörsianer und Profis abschneiden.

IBM hat sich in einer Studie darüber beklagt, wie es sein kann, dass schlechte Fondsmanager jedes Jahr 300 Milliarden Dollar an Gebühren einstreichen. IBM kam zu dem Schluss: Geldverschwendung. (Natürlich gibt es positive Ausnahmen unter den Fonds.)

Wie können Sie es besser machen? Indexfonds sind eine Alternative zur aktiven Aktienauswahl durch Sie selbst oder durch einen Profi.

Eine weitere Möglichkeit ist es, so wie Oma und Opa zu investieren. Das ist ein bewährtes Konzept. Was bedeutet: Konservative Blue-Chip-Titel auszuwählen und diese langfristig im Depot zu belassen. Das zahlt sich aus. Kaufen Sie nur, was Sie kennen und verstehen. Denken Sie an Aktien wie Adidas, Nike, Henkel, Campbell Soup, Clorox, BASF, General Mills, McDonalds, Starbucks, General Electric, Johnson & Johnson, Pepsi, Coca-Cola, Kimberly-Clark, McCormick, Walt Disney usw.

Ein Problem heuzutage ist die gewaltige Informationsflut, die uns bedroht. Auf Twitter, Facebook, auf Newsseiten sausen Meldungen alle paar Sekunden über den Bildschirm. Wir werden förmlich mit neuen Daten überschüttet. Ich rate, damit vorsichtig umzugehen. Wohl dosiert zu lesen, das ist sinnvoll. Alle fünf Minuten nach dem Kurs zu schauen, wo soll darin ein Vorteil bestehen? Vor allem sollten Sie Ihre Aktienbestände nicht ständig umschichten. Das kostet Geld und ist in den meisten Fällen meiner Meinung nach schädlich.

Sind wir heute als Anleger besser als vor 40 Jahren, nur weil es heute endlos viele Meldungen gibt? Ich glaube kaum.

Langsam und sicher sollten Sie Ihr Depot führen. Je langweiliger die Aktien, desto besser laufen sie oftmals. Schauen Sie sich mal den Langfristchart von Exxon Mobil oder Procter & Gamble an. Das sind wahre Goldgruben. Diese Aktien sind Witwen-und Waisenpapiere. Man könnte sie fast als Staatsanleihen einschätzen. Sie zahlen stetig Dividenden. Und kaufen munter ihre eigenen Aktien zurück. Somit erhöht sich der Wert je Aktie automatisch, weil sich der Gesamtgewinn des Unternehmens auf immer weniger Aktien verteilt.

Die Amis nennen solche Langweileraktien "Steady Eddie". Schauen Sie sich mal diese Liste mit zehn Steady-Eddie-Aktien an.

Große zuverlässige Dividendenzahler sind ideal für Ihr Rentendepot. Diese unscheinbaren Langeweiler verdoppeln, verdreifachen, verzigfachen sich, wenn Sie ihnen ein paar Jahrzehnte Zeit geben. Mit "Buy and Hold" können Sie die Profis um Längen schlagen. Selbst berühmte Hedgefondsgurus sehen schlecht aus, wenn ein Normalsparer diese Langfriststrategie anwendet. Es ist so einfach, man muss es im Grunde genommen nur machen.

Natürlich gibt es ein paar Trader da draußen, die fahren eine Monsterrendite in die Scheune. Aber die Mehrheit der Trader, insbesondere der kleine Mann, schneidet schlecht damit ab.

Das Problem bei all dem Hin und Her sind die Gebühren und Nebenkosten. Ein weiteres Hindernis ist: Niemand weiß (auch der Profi nicht), wo morgen der Kurs exakt stehen wird. Trotzdem handelt manch ein Profi täglich.

Wenn Großmutter dagegen auf "Kaufen und Halten" setzt, hat sie diese Gebühren nicht.

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Anmerkung  von  willihope    geschrieben 06.04.2013     
das mit dem aktienrückkäufen sehe ich mit argwohn!

warum machen sie das? damit du oder ich mehr im depot haben?
ganz sicher nicht! warum interessiert sich ein management für den kurs? weil sie in optionen bezahlt werden!

wenn sie mit unserem geld kaufen dann entnehmen sie das der firma! das ist ein linke tasche - rechte tasche spiel! :-(

meistens sind sie gezwungen die optionen ihrer führungskräfte zurück zu kaufen denn sonst würden millionen von neuaktien den kurs zusammenbrechen lassen. also statt steuermindernden gehalt haben wir nichtabschreibbare optionsgeschäfte! :-(

manchmal werden die rückkäufe auch gemacht damit die führungskräfte ihre optionen zu einem besseren preis verkaufen können. oder es wird gar, wie bei apple geschehen, das datum verändert um einen besseren kurs und damit mehr geld für das management raus zu holen.

wenn ein management zuviel mit dem kurs rumspielt ist irgendetwas faul dort, die sollen sich um ihre arbeit kümmern und die investoren machen die kurse!
fast jeder eingriff in die kurse geht zu lasten der investoren, ke, split, resplit, rückkäufe, alles nicht gut für uns!

firmen die rückkaufen sind für mich ein rotes tuch! da wird im grossen stil geld verschoben!

habe nicht nachgelesen aber
exxon ist auf höchststand, sollten die gerade rückkaufen ist das geldvernichtung! hat das management gut gearbeitet dürften garnicht zuviele aktien auf dem markt sein! ausser die millionen optionen des managements die jährlich neu auf den markt kommen.

Anmerkung  von  Finanzielle Freiheit mit Dividenden Blog    geschrieben 06.04.2013     
Website finanzielle-freiheit-dividende-blog.de

Ich bin von den US Dividenden Aristokraten auch sehr begeistert. Aktuell ist es schwer noch Werte zu finden, die mindesten 4% Dividende p.a. zahlen - irgendwann wird ja dieses Jahr evtl. noch eine kleine Korrektur kommen. Einige der von Dir aufgezählten US Aktien habe ich bereits schon in meinem Dividenen Depot. Procter & Gamble wäre auch eine Aktie für mein Dividenden Depot, da warte ich aber erstmal ab.

Anmerkung  von  Ulrich    geschrieben 06.04.2013     
@Tim:

du hast viele US-Werte genannt. Denkst du denn, dass der US-Aktienmarkt so eine glorreiche Zukunft hat?

Demographie, Dollarschwäche, Handelsbilanzdefizit, marode Infrastruktur etc. - das klingt alles nicht so vielversprechend. Aber vielleicht kann sich der Aktienmarkt davon ja abkoppeln ...

Ich würde steigende Kurse in den nächsten Jahrzehnten jedenfalls eher in anderen Märkten erwarten.

Anmerkung  von  Tim    geschrieben 06.04.2013     
Website www.timschaefermedia.com

@ willihope
Deine Kritik ist gut. Es gibt schlechte und es gibt gute Aktiensammler. Dell war grottenschlecht, hat Milliarden zum Fenster für zu teure Aktien hinausgeworfen.

@Markos
Klar, eine heftige Korrektur wird es geben. Fast jedes Jahr gehen die Kurse um 20 Prozent runter. Daher immer Cash haben, um solche Korrekturen zum Einsammeln nutzen.

@Ulrich
Nun, es handelt sich um Multis. Die sind in mehr als 100 Staaten rund um den Globus aktiv. Ist ein Land schwach, schneidet ein anderes gut ab.

Anmerkung  von  Markus    geschrieben 06.04.2013     
@Ulrich

Zumindest der Punkt Demographie ist in den USA bei weitem nicht so schlimm wie in Europa oder Japan.
Und ja, es sind Multis, wo manche schon 40 % Umsatz in den Emerging Markets machen.

Anmerkung  von  Martin    geschrieben 06.04.2013     
IBM selber gehört ja auch in diese Liste ;)

@Tim was halten sie von Shell? preiswerter als Exxon oder Chevron

Anmerkung  von  D.K.    geschrieben 06.04.2013     
Apropos Trader, Tim, ist dir der Name Timothy Sykes geläufig?
Bin aus reinem Zufall auf ihn im Internet gestoßen. Er propagiert das Trading mit den Penny Stocks. Ist sehr wohlhabend und zeigt es auch (im Instagram etc.). Bietet Kurse an und preist das schnelle Geld. Er wird auch oft zu namhaften Finanz-Sendungen in Amerika als Analyst eingeladen.
Danke.

Anmerkung  von  Martin    geschrieben 06.04.2013     
Rückkäufe sehe ich nicht per se als schlecht an. Es gibt wertschafftende und -vernichtende Rückkäufe.

Wenn man seine Aktien nicht auch selbst nachkaufen würde, ist es auch mal an der Zeit ans verkaufen zu denken. Warum sollte es dann schlecht sein, wenn die Firma Aktien zurückkauft? Hinzu kommen Steuervorteile gegenüber Dividenden. Wenn kein organisches, profitables Wachstum mehr möglich ist, sind mir Rückkäufe in der Regel lieber als Dividenden oder gar Empire Building durch Übernahmen.

Anmerkung  von  Markus    geschrieben 06.04.2013     
@Tim

alle warten auf eine ca. 20%ige Korrektur! ;-) Bin gespannt, ob bzw. wann diese denn kommt. Zumindest der Zeitraum steigender Notierungen ist schon länger und es wären eigentlich Korrekturen überfällig. Blöd nur, wenn es wegen der Geldschwämme weiter nach oben geht... ;-)

Anmerkung  von  Rico    geschrieben 06.04.2013     
Website www.erfolgreich-sparen.com

Das Problem bei Oma ist wohl, dass sie von diesem Vermögen erst etwas hatte, als sie eben schon "Oma". Wer aber schon vor der gesetzlichen Rente etwas von seiner Investition haben will, sollte sich besser nicht auf "langsam und stetig" verlassen sondern liebe Werte suchen, die das Potential haben, in Zukunft die neuen "Aktien für Oma" zu werden! Der Kurs ist doch nur so gut gelaufen, weil sie damals eben noch nicht so stark waren. Diesen Status haben sich die Unternehmen erst im Laufe der Zeit erarbeitet.

Anmerkung  von  Minotaurus    geschrieben 06.04.2013     
Aktienrückkaufe sind dann sinnvoll, wenn das Unternehmen die Aktien aktuell als günstig empfindet. Wie so etwas nicht funktioniert zeigt bspw. das von Tim angesprochene Dell.
Das stimmt so nicht Rio. Natürlich lässt sich das große Geld mit unbekannteren Aktien machen jedoch, ist das Ziel der stetigen Depotsteigerung mit Tims Strategie eher zu erreichen.
Sehr guter Blog, ich lese ihn gerne.

Anmerkung  von  Finanzwelt.Verstehen.Blog    geschrieben 06.04.2013     
Website finanzweltverstehen.blogspot.de/

@Tim: Genau wie du habe ich viele US-Blue-Chip-Titel in meinem Depot. Aktienrückkäufe stören mich bei solchen Unternehmen nicht. Ganz im Gegenteil.

@Rico: Natürlich kann man sich Unternehmen mit viel Potential ins Depot legen. Aber ich mag die US-Dividendenaristokraten. Ich habe gerade über Colgate-Palmolive geschrieben. Das Unternehmen besteht seit 1806, zahlt eine Dividende seit 1895, erhöht seine Dividende seit 50 Jahren Jahr für Jahr und hat in vielen Schwellenländern nach wie vor reichlich Potential. Warum soll ich also lange nach irgendwelchen Newcomern suchen?

Viele Grüße,
Tobias

Anmerkung  von  Tim    geschrieben 06.04.2013     
Website www.timschaefermedia.com

@Markus
Die Demographie in den USA sehe ich auch positiv. Die Bevölkerung nimmt um ca. 1 % p.a. zu. Deutschland schrumpft dagegen.

@ Martin
Shell ist spannend. Ich habe schon mit dem Shell-Chef in den USA gesprochen. So weit ich weiss, handelt es sich um einen der grössten Erdgasförderer der Welt. Allerdings haben alle in der Branche so ihre Probleme. Ich glaube, Shell hat in Alaska ein Problem mit Umweltauflagen bekommen.

@D.K
Der Name sagt mir momentan nichts. Keine Ahnung, ob das handfest ist. Das Risiko ist im Pennystock-Bereich enorm.

@Martin
Das sehe ich ähnlich mit den Rückkäufen. Warren Buffett empfiehlt dem CEO der Washington Post, stets Aktien im grossen Stil zurückzukaufen.

@Markus
Die 20% werden kommen, Keine Sorge.

@Rico
Es kommt darauf an. Ich denke, dass Colgate, McDonalds, Exxon etc. schon etliche Jahrzehnte lang in der ersten Liga spielen. Trotzdem kannst Du mit den Aktien Deinen Einsatz eventuell verzigfachen.

@Minotaurus
Danke für die Blumen.

@ Tobias
Stimme zu. Aktienrückkäufe sind zur richtigen Zeit zu einem vertretbaren Kurs sinnvoll.

Anmerkung  von  Ulrich    geschrieben 07.04.2013     
Äh, ganz so einfach ist die Sache mit der Demographie in den USA ja nun nicht. Die Problematik der Baby Boomer ist allgemein anerkannt:

http://mobil.capital.de/finanzen/:Fed-Studie--Babyboomer-bedrohen-Boersen/100041145.html?mode=print

http://www.sueddeutsche.de/geld/usa-staatsfinanzen-die-rechnung-der-babyboomer-1.1043565

http://www.ftd.de/finanzen/maerkte/:alternde-bevoelkerung-babyboomer-belasten-boersenkurse/60122219.html

http://www.manager-magazin.de/finanzen/artikel/0,2828,851440,00.html

Anmerkung  von  Tim    geschrieben 07.04.2013     
Website www.timschaefermedia.com

Die Rentnerschwemme ist in den USA bekannt.

Trotzdem legt die Bevölkerung um 0,9% p.a. zu. Das kann Deutschland nicht von sich behaupten.

Hier im Pew Research zu finden.

Anmerkung  von  Martin     geschrieben 07.04.2013     
ja Tim Shell setzt seit Jahren stark auf Gas und LNG
Alaska ist die Erklärung für den schlechten Kurs der letzten Monate, eine längere Verzögerung sollte damit schon eingepreist sein (oder könnte es durch die Behörden noch schlimmer kommen?)

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Immobilie zu Vermieten: Viel Ärger, wenig Rendite

Illustration

New York, Mittwoch, 3. April 2013

Das Haus auf dem Foto habe ich heute in Reykjavík, in der Hauptstadt Islands, entdeckt. Dort tobte eine Immobilienkrise mitsamt einem Finanzchaos. Das Haus kam mir wie ein Sinnbild für die Immobilienblase vor.

In der "New York Times" las ich einen interessanten Artikel über das Vermieten. Mietobjekte rentieren sich meiner Meinung nach kaum. Es steckt viel Arbeit, manchmal Ärger dahinter. Jede Menge Instandhaltungen sind nötig, um eine Wohnung in Schuss zu halten. Gerät man an den "falschen Mieter", im schlimmsten Fall an einen Mietnomaden, kann das zusätzlich Kosten für Rechtsanwalt, Gericht und Mietausfälle bedeuten.

Das ältere Ehepaar, das sich in dem Times-Artikel für ein Haus zum Vermieten entschied, tat es, weil es mit der Börse schlechte Erfahrung gemacht hat.

Womit viele nicht klar kommen, ist die hohe Volatiliät. Jeden Tag schwanken die Kurse. Selbst die besten Aktien schwanken nun mal. Daran muss sich jeder Börsianer gewöhnen. Das sollte einen nicht nervös machen.

Wer solide Aktien kauft und diese lange genug hält, kann mit Aktien ca. zehn Prozent im langen Schnitt verdienen.

Professor Robert Shiller von der Yale University sagte mir, Immobilien in den USA würden nur um 0,2 Prozent (real) im Wert zulegen. Er hat hierfür ebenfalls einen langfristigen Schnitt gewählt und die Rendite um die Inflation bereinigt. Wenn Sie nun die erwartete Rendite an der Börse in Höhe von rund zehn Prozent nehmen und diese grob um drei Prozent (Inflation) bereinigen, bleiben unterm Strich eventuell sieben Prozent hängen.

Wie hoch die laufende Mietrendite ausfällt, hängt vom Kaufpreis, der Miete, von der Lage, vom Zustand des Hauses und vom Mieter ab. Sie kann negativ ausfallen. Oft vergessen Immobilienfans, wie teuer es werden kann, eine Immobilie zu besitzen. An einem Haus nagt unentwegt der Zahn der Zeit.

Mit einer Aktie aus dem DAX (oder einem Indexfonds) haben Sie keinen Ärger, mit Immobilien können Sie jederzeit Ärger bekommen.

Wenn es um die Rendite von Mietobjekten geht, neigen Anleger dazu, Äpfel mit Birnen zu vergleichen. Manch einer vergisst sein Eigenkapital, das er beim Kauf investiert hat oder Reparaturen, die aus der eigenen Privatschatulle entnommen werden. Nicht zuletzt sind eventuelle Hypothekenzinsen eine langwierige Belastung.

Denken Sie stets daran: Nicht nur für Aktien, auch für Immobilien kann man zu viel bezahlen. Gut, es tut weh, wenn Ihnen ein Backstein auf den Fuß fällt. Das lässt aber nicht den Schluss zu, es muss sich um etwas Werthaltiges handeln. Das zeigten uns die Immobilienblasen in Spanien, Island und den USA. Millionen Hausbesitzer haben im wahrsten Sinn des Wortes Haus und Hof verloren, weil sie zu euphorisch waren.

Fazit: Aktien haben viele Vorteile. Die Kunst besteht darin, Qualitätsaktien zu finden, Geduld zu haben und die täglichen Kursschwankungen auszublenden. Das tägliche Auf und Ab des Kurses hat keinerlei Bedeutung für die langfristige Performance. Immobilien bieten auf lange Sicht einen Inflationsschutz. Das ist ein Pluspunkt. Im Einzelfall kann gleichwohl ein Flop drohen.

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Anmerkung  von  Jan    geschrieben 03.04.2013     
Website www.dividenden-blog.de/

Hallo Tim,
ich denke man kann das nicht so pauschalisieren. Immobilien sind nicht pauschal schlecht oder Renditekiller. Man muss nur wirklich aufpassen beim Kauf und das ganze als eine Anlage betrachten. Zum einen zählt der Kaufpreis, zum anderen muss die Wohnung einen guten Zustand haben und in einer guten Lage liegen. Diese Kriterien sollten nicht aus dem eigenen Augenwinkel, sondern aus der Sicht des Mieters positiv beurteilt werden.
Die Gefahr die ich bei vielen sehe ist eben die Angst vor der bösen Börse. Und da ist es genau wie du schreibst, die Angst vor der Volatilität. Man sollte sich jedoch darüber im klaren sein, dass eine Immobilie auch im Preis schwankt. Man sieht es nur nicht jeden Tag...

Wichtig ist meiner Meinung nach ebenfalls alle Kosten mit in die Renditerechnung einzubeziehen, dazu gehören z.B. auch Opportunitätskosten für das Eigenkapital, z.B. in Form von Dividendenaktien/Dividenden.
Am Ende zählt auch hier die Rendite. Wobei du Recht hast, für 4 oder 5 Prozent BRUTTO Rendite würde ich derzeit auch keine Wohnung kaufen. Das ist langfristig ein Minusgeschäft.
Gruß
Jan

Anmerkung  von  stevoxx    geschrieben 03.04.2013     
Aber Tim hat recht. Man sollte kritisch sein. Irgendwo habe ich einmal folgendes
Zitat gelesen: "Es gibt keine gute oder schlechte Investment-Idee per se. Was am meisten zählt ist nicht in was man investiert, sondern wann und zu welchem Preis";

Anmerkung  von  Finanzielle Freiheit mit Dividenden Blog    geschrieben 03.04.2013     
Website finanzielle-freiheit-dividende-blog.de/

Ich habe mich vor ca. 2 Jahren nach 13 Jahren an der Börse konsequent für das Value Investing in Dividenden Aktien entschieden und baue mein Dividenden Depot Monat für Monat weiter aus.

Das Thema Immobilien kommt erstmal für mich nicht in Frage.

Anmerkung  von  Finanzwelt.Verstehen.Blog    geschrieben 03.04.2013     
Website finanzweltverstehen.blogspot.de

Tim ich denke du hast recht. Es gibt sicherlich Investoren, die wahnsinnig viel Geld mit dem Vermieten vieler Immobilien verdienen. Diese Investoren kennen den Markt und sind Profis in ihrem Geschäft.

Für einen Kleinanleger rentiert sich das Investieren in ein oder zwei Immobilien meiner Meinung nach jedoch nicht. Die von dir schon angesprochenen Gefahren (Mietnomaden, Leerstand, Gerichtskosten) sind einfach zu groß.

Dies muss natürlich nicht für alle Zeiten gelten. Möglicherweise sind Immobilien irgendwann in der Zukunft mal wieder um einiges billiger zu haben.

Viele Grüße

Anmerkung  von  Musti    geschrieben 03.04.2013     
Ich denke Eigentümer von Dax Werten " E.On, RWE, Daimler, thyssen, heidelbergcement usw." sollte man mal fragen, was Ihnen weniger Ärger macht. Eine vermietete Immobilie oder diese Aktien?

Ich denke es ist immer wichtig, wie auch bei Aktien, den richtigen Zeitpunkt zu treffen. Bei Aktien ist es unmöglich, aber bei Immobilien ist es schon realistischer. Vor 2008 waren die Zwangsversteigerungen nur besucht von wenigen Interessenten und es gab reichlich Schnäppchen. Jetzt wo die Masse diese Möglichkeit des Immobilienerwerbs entdeckt hat, werden übertriebene Preise erzielt.

Wenn man sich das das "Anhäufen von Immobilienvermogen" bei manchen Reichen genauer anschaut, dann kann man feststellen, dass diese gar nicht die Immobilien gekauft haben.

Viele Menschen die durch Immobilien reich geworden sind, sind ehemalige Grundstücks Spekulanten.
Es wird ein Grundstück gekauft mit der Hoffnung, dass später diese Ecke zu einem Wohngebiet erklärt wird und man dadurch den Gewinn einstreicht. In der Türkei ist es so, dass wenn jemand ein Grundstück hat, kommt ein Bauträger und möchte bauen. Meistens ein Hochhaus mit mehreren Wohnungen. Hiervon bekommt der Grundstückseigentümer 50% der Wohnungen als Entschädigung und der Bauträger die restlichen 50%. So wurden einige in den letzten Jahren in Istanbul, Ankara ,Izmir mit Grundstücken, die im Jahr 2000 zu 10-20.000 € gekauft wurden zu Millionären .
So ähnlich ist es auch mit Long Island (New York) abgelaufen.

Ich denke diese Art von Spekulation (Grundstück) ist eine Art mit höchster Margin of Safety. Denn Grund und Boden kann sehr schwer reproduziert werden, sollte eigentlich nicht an Wert verlieren und wirft sehr hohe Renditen ab. Das einzigste was man braucht, ist ein länger Atem.

Langfristig halte ich Burma/Myanmar interessant , wenn dort die "Demokratisierung" sich weiter fortsetzt. Denke die Strände werden sehr interessant für große Hotels und Touris aus Indien ,China usw.

Gruß

Anmerkung  von  Finanzwelt.Verstehen.Blog    geschrieben 03.04.2013     
Website finanzweltverstehen.blogspot.de/

Guter Beitrag Musti! Ich denke aber, dass es für den ungeübten Kleinanleger abwegig ist, sich Grundstücke oder Wertpapiere in Birma oder Myanmar zu kaufen. Da sollte man schon Profi sein und sich ausführlich mit der Materie beschäftigen.

Viele Grüße

Anmerkung  von  uwe    geschrieben 03.04.2013     
ein nicht unwesentlicher aspekt ist, dass sich die fremdvermietete wohnung praktisch selber abträgt, sprich der mieter bezahlt die wohnung durch seine miete für den eigentümer ab (eine gute rendite vorausgesetzt).

Anmerkung  von  Markus    geschrieben 03.04.2013     
Die sichere Immobilie... ;-)

Pauschal verurteilen möchte ich diese Assettklasse nicht! Wenn man die Statistiken liest, dann weiß man, dass eine sehr hohe Prozentzahl der vermieteten Wohnungen nicht geeignet ist, um sich eine finanzielle Unabhängigkeit zu schaffen!

Auch das hohe Fremdkapital, dass man sich per se einhandelt ist nicht 100% sicher!!!

Erben sieht natürlich wieder anders aus...

Für manche ist das eigene Heim auch keine Anlageklasse, sondern ein kleiner Luxus, denn man sich gönnt.
Der Investmentpunk würde sagen Verbindlichkeit...;-)

Anmerkung  von  Finanzielle Freiheit mit Dividenden Blog    geschrieben 03.04.2013     
Website finanzielle-freiheit-dividende-blog.de/

@uwe: Leider gibt es auch sowas wie Mietnormaden ... dann ist es nicht ein einfaches abbezahlen durch den Mieter Deiner vermieteten ETW.

Anmerkung  von  Rico    geschrieben 04.04.2013     
Website www.erfolgreich-sparen.com

Also ich überlege schon länger mir eine Immobilie zum Vermieten zuzulegen. Die Rendite ist vergleichsweise hoch und der Hebel durch den Kredit erzeugt einen enormen Kapitalfluss. Zudem spart der Mieter und nicht man selbst für das eigene Vermögen.

Anmerkung  von  Mario    geschrieben 05.04.2013     
Hallo,

auch eine (viele) Wohnung(en) vermieten, ist ein Handwerk! Geld lässt sich auf vielfältiger Weise verdienen. Der Anlagehorizont ist hierbei ebenfalls 20 Jahre plus X.

Mario

Anmerkung  von  Markus    geschrieben 05.04.2013     
@Rico

"Die Rendite ist vergleichsweise hoch und der Hebel durch den Kredit erzeugt einen enormen Kapitalfluss. Zudem spart der Mieter und nicht man selbst für das eigene Vermögen."

Tja, da gibt es aber viele wenn`s und aber`s in dieser Überlegung.

Mietnomaden, Leerstände, Arbeitslosigkeit, Renovierungen, Vorschriften Wärmedämmung, Scheidung... Da macht dann der Hebel mit dem Fremdkaptial einen mördermäßig tollen Spaß!!! Die Bank wird immer Ihre Raten wollen.

Fakt ist, als Vermieter hast Du vor den Gerichten in ca. 90 % der Fälle das Nachsehen. Ich kenne persönlich einige Vermieter...
Das ist nicht mit einer vernünftigen Aktienanlage zu vergleichen!

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Island, Irland, Griechenland: Gute Chancen

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New York, Montag, 1. April 2013

Ich bin Island. Das Land besteht aus Feuer und Eis. Ich schaue mir in einigen Krisenländern ausgebombte Firmen an. Irland, Frankreich, Griechenland und andere Länder stehen auf meiner Reiseliste. Es ist imposant zu sehen, wie tief solide Unternehmen in die Tiefe gerissen werden. Natürlich hängt der Unternehmenserfolg mitunter vom Umfeld ab. So braucht eine Bank eine solide Kundschaft. Doch eine Krise geht auch vorüber. Das Fudament für die höchsten Kursgewinne wurden während der Großen Depression und der jüngsten Finanzkrise gelegt.

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Anmerkung  von  Finanzwelt.Verstehen.Blog    geschrieben 01.04.2013     
Website finanzweltverstehen.blogspot.de/

Hallo Tim. Ich wünsche dir viel Spaß bei deinen Reisen. Ich hoffe du findest interessante Unternehmen, welche die Krise überstehen werden. Ich freue mich schon auf deine Reiseberichte.

Viele Grüße

Anmerkung  von  Martin    geschrieben 01.04.2013     
In Griechenland sind die Aktien wieder so weit gestiegen, dass ich verkauft habe.

In Irland ist die IR Arbeit vergleichsweise gut und die Unternehmen sind auch relativ kapitaleffizient. Die Kurse gingen nicht so weit runter wie in Griechenland.

Wenn man französisch kann, findet man in Frankreich gute Schnäppchen bei nicht in englisch veröffentlichenden Firmen. Kleine Familienunternehmen sind noch immer günstig, aber der Handel nicht allzu liquide.

Island ist sehr klein.

In Europa finde ich ukrainische Aktien derzeit auf dem Papier sehr günstig, aber das mag an den politischen Risiken liegen.

Viel Erfolg!

Anmerkung  von  Tim    geschrieben 02.04.2013     
Website www.timschaefermedia.com

@ Tobias
Danke. Mal sehen wie es wird. Island ist ziemlich kalt.

@ Martin.
Ich sehe die Akien in Griechenland als nicht gerade teuer an. Aber es kommt auf die Perspektive an. Meine ist sehr lange ausgerichtet.

Hier ist der Athex-Index zu sehen.

Es kommt auf den Einzelwert am Ende des Tages an, klaro.

Ich finde die Franzosen haben noch viel Luft nach oben. Hier der CAC-Chart.

Jede Krise hat positive Seiten. Value-Anleger sehen das so. Island ist sehr klein, das stimmt.
Viele Grüsse aus Reykjavík an alle
Tim

Anmerkung  von  Finanzielle Freiheit mit Dividenden Blog    geschrieben 02.04.2013     
Website finanzielle-freiheit-dividende-blog.de/

Viel Spaß auf Deinen Reisen Tim! Freue mich auch schon auf Deinen Reisebericht. Vielleicht findest Du ja ein paar Unternehmen, die man als Value Investor für sein Dividenden Depot hinzukaufen kann. ;-)

Anmerkung  von  Martin    geschrieben 02.04.2013     
@Tim: Ja, Griechenland ist immer noch relativ günstig. Allerdings ist ihre Schuldenkrise ungelöst. Das kann meiner Meinung nach jederzeit wieder hochkochen.
Das Rezept höherer Unternehmenssteuern halte ich für grundlegend falsch, denn es behindert den Aufbau von Eigenkapital. Das Fremdkapital ist immer noch zu teuer. Der Umzug von Coca-Cola Hellenic Bottling ist nachvollziehbar. Ich hatte in der Krise tatsächlich mit Steuersenkungen oder zumindest wie jetzt in Zypern Steuerfreiheit für reinvestiertes Eigenkapital gerechnet. Die Steuern der Superreichen und Reeder sollten erhöht bzw. überhaupt erst einmal eingezogen werden. Die transparenten Unternehmen sind da eher die "Dummen" und zahlen mehr Steuern als in Deutschland, wenn sie denn Gewinn machen.

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Teure Windel, billige Computer

New York, Samstag, 30. März 2013

In meinem Bekanntenkreis schaue ich mich gerne um, was für Aktien dort gekauft werden. Etliche fragen mich, bevor sie eine Aktie kaufen nach meiner Meinung. Sie wissen, dass ich mich mit der Wall Street schon lange beschäftige. Ratschläge gebe ich eigentlich nur ungern. Denn die Erwartungshaltungen sind meist unterschiedlich.

Da gibt es einen, der ist von Tech-Aktien begeistert. Der ordert gerne heiße Sachen. Amazon, Facebook, Netflix, First Solar. Ich glaube große PC-Hersteller und Softwareanbieter sind ebenfalls in seinem Depot. Das Problem bei dem Anlagestil ist, dass diese Firmen sehr volatil sind. Die Trends ändern sich einfach in dem Sektor blitzschnell. Unternehmen, die es nicht schaffen, ständig das Rad neu zu erfinden, fallen einfach vom Tellerrand. Denken Sie an die abgestürzte Nokia-, Blackberry- (RIM), Apple-Aktie usw.

Es ist verdammt schwierig, den Konsumenten immer tolle Neuheiten anbieten zu können. Apple hat damit gerade so seine Probleme.

Dann habe ich jemanden im Bekanntenkreis, der ist in meinen Augen ein verdammt guter Anleger. Der kauft nur Hausmannskost. Grundsolide, uralte Konzerne. Alle zahlen schöne Dividenden - bis auf die Banken, die in seinem Depot schlummern. Jedenfalls ist das Portfolio stark, solide, verlässlich zusammengesetzt. Ich kann mich dafür schon begeistern. Das langweilige Zeug hat etwas Besonderes. Es sind Anbieter von Putzmittel, Zahnpasta, Öl, Finanzdienstleistungen, Lebensmittel, Konglomerate darunter. Der Vorteil an diesen Traditionshäusern ist: Die Umsatz- und Gewinnentwicklung ist stabil. Die Dividenden sprudeln seit mehr als 25 Jahren. Es wird kaum Veränderungen in den kommenden 20 bis 50 Jahren geben. Eine Hautcreme wird sich nicht sonderlich in den kommenden zehn Jahren ändern. Was soll sich an Farbe, Brot, Putzmittel, Zahnpasta, Cola, Ketchup, Kaugummis, Motorrädern verändern?

Schließlich kenne ich Personen, die handeln gerne. Ständig kommt ein neuer Wert ins Depot und ein anderer muss dafür weichen. Ich weiß nicht, was ich davon halten soll. Ich rate grundsätzlich zu einer hohen Disziplin. Ich rate zur Geduld.

Tendenziell empfehle ich, die staublangweiligen Haushaltsnamen mit schönen Dividenden und Aktienrückkäufen zu kaufen. Wer Technologie- oder Pharmaaktien mag, hier gibt es natürlich viele spannende Namen. Als Beimischung können Sie das machen. Logisch, sollte jeder mal eine „heiße Aktie“ einsammeln. Warum nicht? Sonst wäre die Börse wohl zu öde. Nur würde ich nicht das ganze Depot damit bestücken.

Was mir aufgefallen ist: Die langweiligen Aktien mit Tradition (Henkel, Beiersdorf, Colgate-Palmolive, P&G, Johnson & Johnson, 3M, Visa...) sind ziemlich teuer geworden im Vergleich zu den abgestürzten High-techs (HP, Dell, Apple...). Das KGV von Apple rangiert zwischen neun und zehn. Vergleichen Sie: Der Windelhersteller Procter & Gamble kommt auf ein teures Gewinnvielfaches von 17. Schon komisch. So schnell dreht sich der Wind.

Vermutlich schätzen die Anleger die hohe Verlässlichkeit und Stetigkeit mehr, als alles andere.

Qualität hat eben ihren Preis. P&G wurde 1837 gegründet, Apple dagegen erst 1977. Die eine Aktie verhält sich wie ein Erwachsener (P&G), die andere wie ein Kleinkind (Apple).

P&G zahlt seit 1890 Dividende. Seit 56 Jahren in Folge steigt sie schon. Apple begann im August 2012, Dividenden auszukehren. Davor gab es eine lange Durststrecke. Lediglich zwischen 1987 und 1990 schüttete Apple das Füllhorn aus. Auf Apple ist einfach kein Verlass. Auf die Windeln schon.

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Anmerkung  von  Jan    geschrieben 30.03.2013     
Website www.dividenden-blog.de/

Genau so gehe ich auch vor, zu 80% halte ich langweilige Aktien die hohe CashFlows aufweisen. Diese CashFlows sind nachhaltig weil nur wenige Investitionen getätigt werden müssen.
Auch wenn das Wachstum der Gewinne, Umsätze oder CashFlows nur noch sehr gering ist kann durch Aktienrückkäufe und Ausschüttungen eine Dividende/Aktie weiter gesteigert werden und das höher als die Wachstumsrate der Gewinne.

Anmerkung  von  Markus    geschrieben 30.03.2013     

Dies "langweiligen" Aktien bevorzugt ja auch J. Siegel. Er bezeichnet diese als El Dorado Aktien, welche auch ein KGV von 16, 17 aufweisen dürfen...

Die Frage ist, ob sich da inzwischen der Wind dreht, und gefallene Branchen besser entwickeln bzw. ob die Krisenlieblinge vielleicht doch schon etwas teuer sind...

Ob man eine Nestlè, Unilever, Procter usw. auch mal zu einem KGV von 12 oder drunter erwischt???

Anmerkung  von  David Absalon    geschrieben 30.03.2013     
Website wohlstand-durch-wachstum.blogspot.de/

"Warum Langweiler-Aktien trotzdem Favoriten sind" genauso sehe ich das auch und der Fidelity-Deutschland-Chef.

http://www.finanzen100.de/finanznachrichten/wirtschaft/fidelity-deutschland-chef-warum-langweiler-aktien-trotzdem-favoriten-sind_H649535281_61404/

"Mehr Risiko, mehr Rendite - eine Faustregel, die sich in allen Marktphasen und Anlageklassen bewährt hat. Innerhalb einer Anlageklasse muss das aber nicht gelten: Weniger stark schwankende Werte - die Langweiler also - bringen Studien zufolge über längere Zeiträume höhere Rendite, sowohl risikoadjustiert als auch absolut. Das macht sie zu Favoriten für jedes Depot, erklärt Fidelity-Deutschland-Chef Andreas Feiden in seinem Gastbeitrag."

Gruß David

Anmerkung  von  Tobias    geschrieben 30.03.2013     
Website finanzweltverstehen.blogspot.de/

Tim, du hast in deinem Post Aktien von wirklich tollen Unternehmen aufgeführt.

Die Börse ist in den letzten Monaten richtig schön nach oben geklettert. Ich werde mit dem Nachkaufen jetzt abwarten, bis die Titel wieder etwas günstiger zu haben sind.

Viele Grüße,
Tobias

Anmerkung  von  Finanzielle Freiheit mit Dividenden Blog    geschrieben 01.04.2013     
Website finanzielle-freiheit-dividende-blog.de

Danke für den tollen Artikel Tim. Genauso gehe ich bei meinem Dividenden Depot auch vor. Hausmanskost wie z.B. McDonalds, Coca Cola, Pfizer usw. und ein paar Aktienwerte die eine höhere Dividende quartalsweise zahlen, damit man mit dem höheren Dividenden Cash-Flow und der persönlichen Sparrate mehr US & Kanada Dividenden Aristokraten kaufen kann.

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Buffetts Geheimnis: Zinseszins, Geduld, Alter

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New York, Freitag, 29. März 2013

Ein Freund sagte mir kürzlich: „Warren Buffett hat nur Glück gehabt.“ Ich fand die Bemerkung komisch. Ich habe nachgedacht. Worauf basiert der Erfolg dieses Seniors aus Omaha eigentlich? Wie kann er seit 1965 sein Eigenkapital um fast 20 Prozent per annum steigern? Wie macht der das?

Natürlich spielt ein wenig Glück bei ihm eine Rolle. Ich gebe zu, Buffett verliert seinen Glanz, wenn man sich in der Tat Gedanken über seine Strategie macht.

Lassen Sie uns gemeinsam das Genie entzaubern: Buffett besitzt etliche Aktienpakete seit mehreren Jahrzehnten. Sein Erfolgsrezept setzt sich aus dem Zinseszins, der enormen Geduld und im Endeffekt aus seinem hohen Alter (82) zusammen. Hinzu kommt: Er wählt in der Regel langweilige Aktien wie Versicherungen, Lebensmittel, Banken, Konsumartikel (Rasierer, Windeln) aus. Die Firmen sind so alt, da rieselt leise der Staub. So reduziert er das Risiko. Das alles zusammen ergibt die Strategie des Genies. Andere haben eben dieses Sitzfleisch nicht, ihnen fehlt diese unglaubliche Kontinuität.

So schnell ist Buffett entzaubert.

Im Schnitt wächst die Börse um acht bis zehn Prozent pro Jahr. Das macht jeden Monat ca. 0,8 Prozent Rendite. Je länger sie diese Renditemaschine monatlich laufen lassen, desto mehr Geld wird am Ende angehäuft sein. So einfach ist das.

Aktien werfen auf lange Sicht die beste Rendite ab. Keine andere Assetklasse ist rentabler. Allerdings brauchen Sie den Mut dazu. Sie sollten strikt auf die Nebenkosten achten (Gebühren, Steuern, Transaktionskosten).

Belohnt wird, wer eine hohe Aktivität vermeidet.

Wer tradet, hat eine Chance von 50:50. Je mehr Bewegungen im Depot stattfinden, desto mehr Nebenkosten laufen auf.

Es gibt eine einfache Formel für die Börse: Je mehr Zeit sie sich pro Aktienposition nehmen, desto höher ist die Chance damit einen Gewinn zu machen. Kaufen und Liegenlassen (Buy and Hold) zahlt sich bei Standardwerten aus. Am Ende läuft alles auf die Anlagedauer hinaus. Ich habe so viele Menschen in meinem persönlichen Umfeld, die wollen das einfach nicht begreifen. Die wollen immer wieder darüber diskutieren. Woran mag es liegen, dass Menschen den Faktor Zeit derart unterschätzen? Ich habe keine Ahnung. Nur eine Vermutung.

Eines der größten Probleme in der heutigen Zeit ist die Informationsüberflutung. Anleger fühlen sich für die Informationen gerüstet, sie glauben, die richtigen Schlüsse jederzeit aus ihnen ziehen zu können. Dabei wird viel unnötiges Zeug jeden Tag gerade im Fernsehen gesendet. Massenweise leiden Börsianer unter einer unglaublichen Selbstüberschätzung. Viele glauben glatt, um Meilen besser als der Rest der Menschen zu sein.

Ich bin ein großer Anhänger von Printmedien. Tageszeitungen, Magazine, Bücher usw. Die erscheinen nicht minütlich neu. Jeder Journalist muss seine Informationen filtern. Nicht jede Neuigkeit ist es wert, gedruckt zu werden.

Entwickeln Sie am besten eine Gelassenheit an der Börse. Ich denke, eine Gelassenheit zahlt sich aus, wohingegen sich eine stetige Nervosität rächen kann.

Setzen Sie auf langweilige Branchen. Mit Lebensmitteln, Eisenbahnen, Öl, Finanzdienstleistungen, Chemikalien lässt sich seit 50 bis 100 Jahren gutes Geld verdienen. Es müssen nicht immer die neuesten Technologien sein. Wobei alte Segmente natürlich genauso leiden können. Eine Garantie gibt es nie. Denken Sie an den Untergang der Automobil- oder Airline-Industrie. Ein paar IT-Aktien oder Pharmatitel können freilich eine gute Beimischung zum Depot sein. Logisch. Es kommt auf die Ausgewogenheit an.

Jedes Jahr, jedes Jahrzehnt wird die Börse von kräftigen Kurskorrekturen heimgesucht. Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Genauso werden sich ständig neue Blasen bilden, um mit einem lauten Knall anschließend zu platzen. Alles wiederholt sich. Für alles Neue (Biotech, Nanotech, Soziale Medien) können sich die Menschen eben begeistern. Am Anfang mag die Begeisterung ja fundamental einleuchten. Aber mit der Zeit wachsen gewaltige Blasen vor lauter Euphorie heran. Haben Sie mal etwas vom Tulpenwahn in Holland gehört? Erinnern Sie sich an die Internetbuden zur Jahrtausendwende oder die Sozialen Medien vor gut zwei Jahren?

Es wird weiterhin fürchterliche Abstürze von 50 Prozent geben. Ja, klar. Sparen Sie für die kritischen Phasen ein wenig Geld an, das Sie im Krisenfall einsetzen können. Für Zukäufe natürlich. Das sind immer die besten Zeitpunkte für Nachkäufe.

Wer in solide Konzerne langfristig investiert und streut, der kann eigentlich kein Geld verlieren. Verlieren kann nur, wer keine Geduld hat. Die Börse tickt eigentlich ganz einfach, wenn man sie verstanden hat.

Ich habe einige Vorstände gefragt, was sie von Derivaten halten. So habe ich bekannte Manager von Ölgiganten gefragt, ob sie den Ölpreis absichern mit sogenannten Hedges. Sie haben mir geantwortet: Nein, das machen wir nicht. Lesen Sie, was mir Marvin Odum, Chef der Shell Oil Company, sagte:

"Da wir eine langfristige Perspektive verfolgen, entscheiden wir uns aufgrund einer Preisspanne, die von 50 bis 90$ für den globalen Ölpreis reicht. Ich sage sozusagen, der Preis kann sich überall in dieser Bandbreite bewegen. Gleichzeitig verpassen wir die Chancen nicht, wenn der Preis im höheren Bereich rangieren sollte. Wir nehmen die Volatilität durchaus wahr. Wir merken es in unserer Quartalsperformance. Wir versuchen aber, mit einer viel längeren Perspektive zu planen und zu investieren. Dies führt dazu, dass die Volatilität im Endeffekt verwässert wird."

Um es kurz zu machen: Shell plant seine Investitionen auf Basis einer breiten Schwankung. Ebenso erdulden mittelgroße Firmen Preisschwankungen, sie vermeiden nach Möglichkeit Absicherungsgeschäfte. Die Manager wissen, die Preise schwanken nun einmal. Ob es nun Rohstoffpreise, Strompreise, Börsenkurse sind, sie können das Auf und Ab ertragen.

Wer sichert sich ab? Es sind meistens kleinere Unternehmen. Wenn die Gläubiger es ihnen vorschreiben, den Rohstoff (Öl, Silber, Kupfer, Gold etc.) abzusichern, müssen es eben die Vorstände tun. Shell, BP, Exxon tun es nicht.

Damit Sie mich nicht falsch verstehen: Wenn die kleinen Firmen ihre Rohstoffe absichern, ist das von Vorteil. Sie haben nämlich nicht die Finanzkraft, um einen deftigen Preisrutsch überstehen zu können. Die Giganten können das locker wegstecken. Sie haben ja selten Schulden. Sie haben viel Erfahrung. Sie kennen ihre Kosten.

Genauso wie die Großkonzerne mit dem Ölpreis umgehen, so sollten Sie mit Ihrem Depot umgehen. Ertragen Sie am besten die Schwankungen. Es kann natürlich zu heftigen Bewegungen kommen. Auf lange Sicht glättet sich das.

Angenommen, Sie haben vor 30 Jahren Aktien von Exxon oder Procter & Gamble gekauft. Meinen Sie wirklich, sie prüfen nach wie vor täglich den Kurs und lesen jede Meldung dazu? Wohl kaum. Wozu denn auch?

Übrigens schrieb ich kürzlich über Exxon Mobil. Ich habe Exxon-Boss Rex Tillerson schon in New York erlebt. Im Gebäude der „New York Stock Exchange“. Der Ort ist fein säuberlich gewählt. Die Börse im Finanzviertel wird streng bewacht. Gäste müssen ähnlich wie am Flughafen durch Metalldetektoren laufen. Jeder Personalausweis wird mit der Anmeldungsliste abgeglichen.

Chevron und ConocoPhillips laden dagegen in feine Hotels ins Zentrum Manhattans ein. Die Nummer zwei und drei nehmen sich mehr Zeit für ihre Analysten.

Tillerson hat seinen Pflichttermin eben einmal im Jahr. Meistens im März. In einem mittelgroßen, schmucklosen Raum sitzen schätzungsweise 50 oder 80 Banker und Investoren zusammen.

Tillerson ist kein Freund großer Worte. Der Texaner spricht mit einem auffälligen Akzent, der typisch für die Südstaaten ist. Zügig geht er mit seinen Managern die Präsentationsmappe durch. Fragen der Analysten sind am Ende strikt limitiert. Vor zwölf Uhr mittags endet die Sitzung. Das wars. Bis zum nächsten Jahr.

Absicherungsgeschäfte? Nein Danke. Die Börse schwankt. Und das ist gut so. Tillerson plant langfristig. So wie Buffett. Daraus entstehen dann die Dinosaurier. Die Börsendinos.

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Anmerkung  von  finanziell umdenken!    geschrieben 29.03.2013     
Website finanziell-umdenken.blogspot.de/

Hi Tim,

Geduld haben und den Zinseszins realisieren, das ist das größte Problem vieler Menschen.
Die Natur ist auf den schnellen Erfolg ausgerichtet, von daher möchten die meisten auch in kurzer Zeit viel Geld verdienen. So ist es kein Wunder, dass die meisten Marktteilnehmer sich (zunächst) am Traden versuchen.

Ähnlich beim Zinseszins. Vielen dauert er zu lange, bis sein beeindruckender Effekt zu merken ist.

Es gibt ihn tatsächlich den sicheren Weg zu viel Geld und Wohlstand. Dafür muss man jedoch geduldig Schritt für Schritt vorangehen.

VG + schöne Osterfeiertage
Lars

Anmerkung  von  Alex    geschrieben 29.03.2013     
Ich bin ein großer Fan von Buffett, er ist natürlich ein super Analyst und stellt sich optimal auf um das "Glück zu fangen".

Aber was man auch nicht vergessen sollte ist der Alternative Weg.
Mich würde der Trackrecord interessieren wenn:

-seine Buffallo-News den Zeitungskrieg verloren hätte
und
-die Regierung damals Salomon dichtgemacht hätte...
(oder GEICO damals den Turnaround nicht geschaft hätte)
Da wäre sicher viel "Zinseszins verlohren gegangen"

Alles Fälle bei denen Buffett selbst eingegriffen hat, von daher aber auch nur zu Teil "Glück".

Anmerkung  von  LK    geschrieben 29.03.2013     
Noch eine kurze Anmerkung zu meinem letzten Posting: Dies soll natürlich keine Kaufempfehlung für Berkshire oder Markel sein, die Chancen und Risiken muss jeder für sich selber abwägen. Verluste können wie bei allen Aktien anfallen.

Anmerkung  von  Felix    geschrieben 29.03.2013     
Hallo,
ich denke mit der Erklärung von LK sind wir nahe am Verständnis für Buffetts Erfolg. 20 % p.a. über 40 Jahre hinweg können weder Glück noch Zinseszins sein, wenngleich der natürlich eine wichtige Rolle spielt. Damit der Zinseszinseffekt angeschoben werden kann, muss ja erst mal ordentlich Kapital da sein.
Trotzdem bleibt Buffett ein Phänomen, quasi als One-Man-Show ein derartiges Wirtschaftsimperium aufzubauen, ohne wie die Stahlmagnaten, die IT-Gründer usw. in einer bestimmten Branche ein erfolgreiches Unternehmen zu entwickeln. Er hat das ja offensichtlich alleine mit der geschickten Lenkung der Kapitalströme gemacht. Die Branche war dabei Nebensache. Auch wollte er gar nicht in die Firmen seines Konglomerats hineinregieren. Von außen eingegriffen hat er nur, wenn erhebliche Schieflagen da waren.

Anmerkung  von  Markus    geschrieben 29.03.2013     
@LK
Bis jetzt ist mir das mit dem Float noch nie aufgefallen. Wie genau funktioniert dass bzw. wer kann auf diesen zurückgreifen?

Anmerkung  von  Peter    geschrieben 29.03.2013     
Wenn man mit der Buy and Hold Strategie "nur" 8-10% p.a. macht, wie hat Buffet es denn geschafft seit 1965 den Buchwert um 19,7% zu steigern. Sicher nicht durch Buy and Hold.

Anmerkung  von  Finanzielle Freiheit mit Dividenden Blog    geschrieben 29.03.2013     
Website finanzielle-freiheit-dividende-blog.de

Sehr guter Artikel Tim. Ich musste an der Börse auch seit 1999 bis 2007 meine richtige Strategie finden.

Angefangen vom Daytrading, Swingtrading zu Derivaten wie OS und Knockout Zertifikaten und seit 2 Jahren nun endlich als Value Investor die Dividendenstrategie.

Mit der Dividendenstrategie und meinem US&Kanada Dividenden Depot kann ich sehr gut schlafen und über die Jahre entsteht ein sehr großer monatlicher Dividenden Einkommensstrom, den man Monat für Monat mit seiner Sparrate und dem Reinvestieren von Dividenden ausbauen kann.

Anmerkung  von  Tim    geschrieben 29.03.2013     
Website www.timschaefermedia.com

@ Peter

Buffett bekommt die 20% Rendite hin, weil bei ihm das Timing super ist. Er wartet mit einem Sack voll Cash ein Jahrzehnt lang ab, bis es zum Crash kommt. Dann steigt er wie im Rausch ein, kauft alles, was er kriegen kann.

Wenn alle Panik haben, greift er seelenruhig zu.

Durch dieses massive Nachkaufen während eines Crashs sind mehr Rendite als eben nur diese 10% p.a. möglich, die es an der Börse im langen Schnitt gibt.

Hinzu kommt: Er investiert die Prämien aus seinen Versicherungsgesellschaften smart an der Börse.

Anmerkung  von  Markus    geschrieben 29.03.2013     
Ich denke ein weiterer Punkt ist natürlich sein riesiges Netzwerk von Bekannten und Freunden in Führungsetagen. Das Buch "wie man Freunde gewinnt" von Dale Carnegie hat ihn angeblich auch sehr geprägt.
Mit dem Float ist wahrscheinlich dieser riesige Cashstrom gemeint, denn die Beteiligungen aus Rückversicheren und anderen Beteiligungen bringen, oder? Es bringt nicht`s gegen den Strom in einer Krise zu schwimmen, wenn nicht die entsprechende Liquidität vorhanden ist! Bei einem langfristigen buy & hold Investor ist eine Investitionsquote von 90 % nichts ungewöhnliches. Allerdings ist er dadurch nicht so flexibel bei Nachkäufen. Da hat ein Dividendeninvestor einen leichten Vorteil, welcher allerdings bei uns wieder durch die Abgeltungssteuer abgemindert wird. Das Buffett teilweise timt und nicht stur buy & hold praktiziert hat, diskutiert ja auch Kezboard im WP-Forum. Allerdings sind inzwischen die Positionen so groß, dass er buy & hold aus purem Eigennnutz als das Beste proklamiert...

Anmerkung  von  Lennart    geschrieben 29.03.2013     
Hallo Tim,

sehr interessanter Artikel. Man ist sicherlich am erfolgreichsten an der Börse, indem man auf Aktivität möglichst verzichtet.

Allerdings denke ich, dass es die Performance durchaus verbessern kann, bei starker Überbewertung nicht stoisch an seinen Aktien festzuhalten, sondern sich in diesem Fall von den entsprechenden Aktien zu trennen. Buffett selbst hat sich einen seiner größten Fehler eingestanden, als er die Coca-Cola-Aktie mit einem KGV von über 30 weiter gehalten hatte. In seinem Brief an die Aktionäre von Berkshire Hathaway im Jahre 2004 schreibt er dazu: "Though I said at the time that certain of the stocks we held were priced ahead of themselves, I underestimated just how severe the overvaluation was. I talked when I should have walked."

Anmerkung  von  Tobias    geschrieben 29.03.2013     
Website finanzweltverstehen.blogspot.de/

@Tim:

Ist es nicht so, dass sich Buffett bei seinen Investments oft besonders hohe Dividenden erhandelt? Bei seinem Einstieg bei Goldman Sachs hat er sich doch eine garantierte Dividende von 10 Prozent festschreiben lassen, oder?

Nichtsdestotrotz bin ich deiner Meinung. Buy und Hold funktioniert. Vorausgesetzt der Kauf findet in einer schwachen Marktphase zu einem vernünftigen Preis statt und es handelt sich um ein Unternehmen, welches auch Krisenzeiten übersteht.

Anmerkung  von  Markus    geschrieben 29.03.2013     

Buy & Hold funktioniert sicherlich! ;-)
Aber nicht mit 20 % Rendite über 30 Jahre oder länger für Privatanleger. Asset Allocation oder Kapital Allocation / Marktettiming beeinflussen das Ergebnis nachhaltig!
Hier ist das Thema Geduld und nachhaltige Sparquote gefordert. 10 % finde ich für Privatanleger schon sehr gut. Buffett reines Glück zu unterstellen ist leider eine starke Untertreibung. Beim Auto fahren finden ja auch 90 % sie fahren besser als der Durchschnitt! ;-)

Anmerkung  von  Tim    geschrieben 29.03.2013     
Website www.timschaefermedia.com

@ Markus
Buy and hold praktiziert er seit 40 Jahren. Es steckt auch eine knallharte Steuervermeidungsstrategie dahinter. Solange der Gewinn nicht realisiert wird, ist keine Steuer fällig.

@ Lennart
Die Coca-Cola ist inkl. der Dividenden aktuell auf einem Rekordhoch. Niemand kann den Markt exakt timen. Auch Buffett nicht. Hätte er damals seinen Gewinn realisiert, hätte er verdammt viel Steuern zahlen müssen.

@ Tobias
Ja, ein paar Extradividenden streicht er ein. Wegen seines guten Images zahlen die Firmen das gerne.

@ Markus
Sein Vorteil ist der Float aus dem Versicherungsgeschäft. Die Versicherungsprämien kann er investieren. Solange Max Musterman mit seinem Auto keinen Unfall baut, muss ja auch kein Schaden ersetzt werden.

Sein zweiter Vorteil sind die vielen Familienbetriebe. Die kriegt er für einen Appel und ein Ei. Unternehmer sind froh, wenn sie einen Nachfolger finden, der fair und ethisch einwandfrei das Geschäft fortführt. Im Endeffekt bekommt er stetig neue Cashflows geschenkt. Dieses frische Geld kann er ständig neu anlegen. Das ist der Schneeball aus dem eine Lawine wird. Berkshire zahlt keine Dividenden aus und reinvestiert alles. Das Konglomerat wird immer größer. Von ganz alleine.

Anmerkung  von  Markus    geschrieben 29.03.2013     

ich rede nicht von exakt timen! ;-)
Timen mit Sicherheitsmarge ist immer ein ca. Wert. Niemand trifft diese exakten Werte genau. Aber diese Werte ca. zu treffen, dass kann Buffett. Bei Krisen zu kaufen kann er auch!

Wie erklärst Du die brutalen Schwankungen der Aktienquoten bei Buffett? Die Schlussfolgerungen von Kezboard, dass er ein Meister der Verteilung von Kapitalströmmungen ist, finde ich logisch. Er (Buffett) gewichtet Aktien unter oder über! Für die meisten Privatanleger ist allerdings ein reines buy & hold einfacher zu praktizieren.

Anmerkung  von  LK    geschrieben 29.03.2013     
@Markus:
Zum Thema Float schreibt Buffett in seinem aktuellen Aktionärsbrief:
"If our premiums exceed the total of our expenses and eventual losses, we register an underwriting profit
that adds to the investment income our float produces. When such a profit is earned, we enjoy the use of free money
and, better yet, get paid for holding it. That’s like your taking out a loan and having the bank pay you interest."

Berkshire hatte lt. Aktionärsbrief mit Jahresende über 73 Mrd USD Prämien zu veranlagen.

Natürlich ist dies Fremdkapital und muss dementsprechend sorgsam investiert werden - bei hohen Veranlagungsverlusten geht es natürlich auch mit Hebel mit dem Eigenkapital nach unten. Hier zeigte sich Buffetts Können im Bezug auf Value Investing mit dem Ziel von Kapitalerhalt mit angemessener Rendite. Seine Anlageentscheidungen bleiben also sehr wohl der Grundstein für die gute Performance.

Anmerkung  von  Martin    geschrieben 29.03.2013     
Es gibt folgendes, englisches Paper zu Buffetts Alpha (Überrendite):
http://www.econ.yale.edu/~af227/pdf/Buffett%27s%20Alpha%20-%20Frazzini,%20Kabiller%20and%20Pedersen.pdf

Das klingt plausibel. Wie hier schon geschrieben wurde, legt Buffett in relativ sichere low-Beta Anlagen an und hebelt mit dem günstigen Float seine Eigenkapitalrendite.

Anmerkung  von  Der goldene Adler    geschrieben 01.04.2013     
Website dergoldeneadler.blogspot.de

Warren Buffett ist nicht nur ein Investor, sondern auch ein Businessman. Er hat seine Leute in den Führungsetagen von den Unternehmen, in die er investiert hat, gut positioniert. Viele von diesen Führungskräften haben schon mit ihm persönlich gearbeitet und sind von ihm geschult worden. In seinen jährlichen Briefen ist zu lesen, dass er die CEO’s und das Management von diesen Unternehmen gerne lobt. Ich denke, dass das auch ein Grund für seinen Erfolg ist.
Grüße,
Der goldene Adler

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Börsensorgen machen Menschen krank

New York, Donnerstag, 28. März 2013

Zypern ist eine Katastrophe. Keine Frage. Vorausschauende Politiker hätten das Problem in geordneten Bahnen in den Griff bekommen können. Ich halte den gewählten Weg, die Banken für zwei Wochen zu schließen und Geld von den Konten der Bürger zu beschlagnahmen, für einen großen Fehler. So sorgt eine Regierung unnötigerweise für Unruhe. Das ähnelt der Vorgehensweise von südamerikanischen Diktatoren. So wird Vertrauen zertrampelt. So kann eine sinnlose Panik ausgelöst werden.

Trotz allem rate ich zur Gelassenheit. Ich hoffe, Zypern wird in Europa eine Ausnahme bleiben. Es zahlt sich aus, immer cool zu bleiben. Wer grundsolide Aktien in seinem Depot liegen hat, sollte ruhig schlafen können. Die Zeit ist dann auf Ihrer Seite.

Ideal ist es natürlich das Aktiendepot über verschiedene Währungen hinweg zu streuen. So ist das Risiko von Währungsschwankungen geringer. Ich halte grundsätzlich US-Aktien für eine gute Ergänzung. Es kann eventuell jeweils eine Aktienposition aus Japan, Kanada, Brasilien, der Schweiz, Großbritannien usw. als Beimischung hilfreich sein.

Nervös zu werden wegen Zypern oder Italien - das lohnt sich nicht. Angenommen, Sie haben eine Brauerei in Ihrem Depot, die es seit mehr als 100 Jahren gibt, die in den vergangenen 25 Jahren die Ergebnisse einschließlich der Dividenden erhöht hat. Was soll es bringen, jeden Tag auf alle Nachrichten der Brauerei zu schauen? Wo soll der Vorteil darin liegen, jeden Tag den Kurs zu beobachten? Eine Aktie, die Sie jeden Tag im Visier haben, wird deshalb nicht schneller steigen. Kommt eine Gewinnwarnung, ist es ohnehin meist schon zu spät.

Finanzautor Morgan Housel hat eine Studie entdeckt, die einen Zusammenhang zwischen schlechten Börsentagen und der Einlieferung in die Psychiatrie herstellt. Sprich wenn es zu einem Crash kommt, drehen mehr Menschen förmlich durch.

Es hängt mit den Zukunftsängsten der Anleger zusammen. Das ist kein Aprilscherz. Die Auswertung wurde anhand von Einlieferungsdaten in kalifornische Hospitäler zwischen 1983 und 2011 vorgenommen.

Es besteht durchaus eine höhere Wahrscheinlichkeit, an einer Depression zu erkranken, wenn eine langfristige Arbeitslosigkeit beziehungsweise wirtschaftlich schwierige Lage vorliegt. So schnellte die Zahl der Selbstmorde während der Wirtschaftskrise in die Höhe.

Der „schlechteste Regisseur der Gegenwart“ Uwe Boll hat die Finanzkrise auf seine Art verarbeitet. Am 7. April wird der neue Streifen des Deutschen „Assault on Wall Street“ („Sturm auf die Wall Street“) bei dem „SOHO International Film Festival“ in New York gezeigt.

Der Film ist brutal. Die Story: Ein arbeitsloser Büroangestellter dreht durch und wird zum Massenmörder. Sehen Sie sich das Ende dieses Youtube-Videos an. Vorsicht, es ist ziemlich krass.

Zu ähnlichen Situationen kam es in den vergangenen Jahren. So schoss beispielsweise ein Arbeitsloser aus Wut über seine Entlassung am Empire State Building um sich.

Ein Crash sollte Sie niemals aus der Ruhe bringen. Ihre Gesundheit ist tausend Mal wichtiger als Geld.

Und noch was: Langfristig erholt sich die Börse ohnehin wieder. Das hat uns diese Finanzkrise gezeigt. Vier Jahre nach dem Absturz befindet sich der Dow Jones auf Rekordniveau.

Was lernen wir daraus? Anleger mit ruhiger Hand, die ihr Vermögen langsam wie eine Schildkröte wachsen lassen, schneiden besser ab, als diejenigen, die nervös werden. Jedes Mal in einen Titel rein- und rauszuspringen, lohnt sich nicht.

Es gibt andere Studien zu dem Thema, die klar zu dem Schluss kommen: Ein geruhsamer Anlagestil zahlt sich aus. Beispielsweise resümieren diese beiden Wissenschaftler: Besser nicht Traden.

Fazit: Lassen Sie sich bloß nicht verrückt machen. Im wahrsten Sinne des Wortes.

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Anmerkung  von  D.K.    geschrieben 28.03.2013     
Schönes Schlußwort zu Ostern.
Ich wünsche Tim und allen anderen Lesern hier schöne Osterfeiertage! Genießt das Fest mit der Familie und schaltet den Fernseher über die Tage aus ;)

Anmerkung  von  finanziell umdenken!    geschrieben 28.03.2013     
Website finanziell-umdenken.blogspot.de/2013/01/blenden-sie-tagli

Hi Tim,

Du sprichst einen wichtigen Punkt an. Viele Leute lassen sich von den täglichen Börsennachrichten zumindest soweit beeinflussen, dass sie sich Sorgen machen. Im schlimmsten Fall verkaufen und kaufen einige Anleger ständig Aktien oder Aktien-ETFs. Das ständige hin und her ist in den meisten Fällen zum einen nicht profitabel, zum anderen kann es im Laufe der Zeit tatsächlich auch die Gesundheit beeinträchtigen.

Bei langfristiger Betrachtung der Investments schläft man in der Tat besser, das ist auch meine Erfahrung.

VG
Lars

Anmerkung  von  Markus    geschrieben 28.03.2013     

Es ist mit ein Grund, warum ich zum buy & hold Investor geworden bin, weil es einfach besser zu meinem Charakter und meinem Leben passt.

Ein Value Investor oder Contrarian Investor muss bedeutend mehr Research-Arbeit betreiben. Er muss als erster eine Unterbewertung erkennen, bevor es die ganze Masse entdeckt. Zudem muss er als erster auch wieder eine Überbewertung erkennen und auch danach handeln. Seltsam, dass er schneller als die Finanzindustrie, die ganzen Screenern, den Lingohr`s, Erhardt`s, Buffett`s, Otte`s, Leber`s u. v. m. das schaffen soll, wenn er noch zusätzlich eine 40 oder 50 Stunden normale Arbeit hat. Außerdem ist es schwierig, langfristig 3 Prozent pro annum oder mehr als der Markt zu schaffen, wenn man zusätzlich die Kosten in Form von der Abgeltungssteuer (bis zu 1/3), Kauf & Verkaufsspesen und den ganzen Zeitaufwand rechnet.

Für einen Privatinvestor halte ich etf`s in Form eines Weltportfolios mit Berücksichtung von smallcaps, rebalancing und zusätlichen monatlichen Sparaufträgen mit das Beste! Allerdings sollte man sich auch die Produkte anschauen! ;-)

Anmerkung  von  Felix    geschrieben 28.03.2013     
Das Hase- und Igel-Spiel. wie im letzten Kommentar beschrieben, mitzumachen. klappt wahrscheinlich genauso wenig wie Markttiming. Wer nicht seine Seele und seine gesamte Freizeit - wie von Tim beschrieben - an die Börse hängen möchte, der kann doch agieren wie Warren Buffett: Coca-Cola kaufen und 30 Jahre liegen lassen.
Glaubt wirklich ein Privatanleger, dass er einen Konzern, sagen wir wie Apple durchleuchten und seine Zukunft prognostizieren kann. Das kann wahrscheinlich nicht mal der CEO, geschweige denn der Freizeitanalyst. Da macht man sich etwas vor, wenn man meint da sagen zu können, jetzt ist die Aktie unterbewertet, jetzt kaufe ich und jetzt ist sie überbewertet, jetzt verkaufe ich.
Niemand kann wirklich sagen, ob der iphone-Nachfolger ein Schlager wird oder ob die nächste große Innovation von Apple kommt oder vielleicht doch von Samsung usw.
Ich kaufe multinationale Konzerne, meist die Marktführer, wenn an der Börse Aufruhr herrscht, halte sie für immer, kassiere die Dividende und schau im besten Fall der Aktie beim Steigen zu. Von Hotstocks u.ä. lasse ich die Finger. Das ist zwar ein bisschen langweilig, aber schon Nerven und Geldbeutel.

Anmerkung  von  lukoil    geschrieben 28.03.2013     
Hallo Tim,

hinsichtlich des buy and hold-Ansatzes vollkommen einverstanden. Auch was die Gelassenheit bzgl. der Nachrichtenlage angeht. Wenn die einen aus der FAssung bringt, hat man vorher etwas falsch bei der Titelauswahl und dem Timing gemacht.

Was Zypern angeht, wäre die Alternative zu dem laufenden Szenario kaum besser.
Es wäre nämlich die Pleite der Banken, die ungeordnete Abwicklung die Folge. Würde der Staat einspringen, wäre er bankrott. Das kann kaum besser sein als die gewählte Methode, die eine langsame Wiederherstellung geordneter Verhältnisse vorsieht. Ein zu befürchtender "bankrun" hätte erst recht wirklich desaströse Auswirkungen.

Aus welchem Grund sollen denn die anderen Bürger der EU, die zT selbst kein Geld haben, mittelbar für die Fehlinvestitionen von Banken haften, die in einer Steueroase angesiedelt sind. Deren Absicht war es ja gerade, den anderen EU-Bürgern einen Beitrag vorzuenthalten. Die Anleger dieser Banken haben das bewusst in Kauf genommen.

Wenn ich in Aktien von einem Unternehmen investiere, das 2 Jahre später pleite geht, kommt auch keiner für meine Verluste auf.

Die Leute müssen einfach verstehen lernen, dass auch das "Verleihen" (wenn auch nur an eine Bank) von Geld mit Risiken verbunden ist. Risiken bestehen nicht nur bei der Aktienanlage.

Und immerhin wurden Vermögen bis zu 100.000 EUR voll erhalten.

Also einfach gut investieren und streuen.
Schöne Osterfeiertage!

Anmerkung  von  Matthäus Piksa    geschrieben 28.03.2013     
Website www.welt-im-wandel.net

Ein wichtiger Maßstab, um die Fragilität des Bankensektors eines Landes einschätzen zu können, ist das Verhältnis der Bilanzsummen seiner Finanzinstitute zum BIP.
Das Handelsblatt ist so vorgegangen und kam zu folgendem Ergebnis:

1. GR 228%
2. IT 269%
3. PG 337%
4. SP 342%
5. ZYP >700%

zum Vergleich Deutschland:
BIP ca. 2.500 Mrd.€ (Quelle: Statistisches Bundesamt)
Bilanzsumme der 100 größten Finanzinstitute: ca. 8.500 Mrd.€ (Quelle: Bankenverband)

Aus diesen Zahlen ist ersichtlich:
1. Deutschlands Bankensektor ist kein bisschen stabiler im Vergleich zu denjenigen Bankensektoren aus den Krisenländern über die gerne geschimpft wird.
2. zyprische Banken toppten dieses Missverhältnis nochmal deutlich

Anmerkung  von  Martin    geschrieben 28.03.2013     
Das Vorgehen in Zypern war schon ein Disaster. Dieses hin und her und die Unsicherheit sind nicht nötig. Jetzt wissen die Kunden nicht einmal wieviel auf ihrem Kunto ist. Zudem kann man auf nichts mehr vertrauen, da Beschlüsse immer schneller geändert werden.
Das Ergebnis an sich finde ich aber nachvollziehbar, nur die Kommunikation desaströs. Zur Umsetzung kann man noch nicht viel sagen.

Anmerkung  von  Tobias    geschrieben 28.03.2013     
Website finanzweltverstehen.blogspot.de/

Hallo Tim,

ich sehe das so wie Martin.

Die Vorgehensweise der Politik, die mangelnde Transparenz und die fehlende Kommunikation sind sicherlich ein Desaster.

Ich bin allerdings schon der Ansicht, dass die Bürgerinnen und Bürger in Zypern sowie ausländische Investoren ihren Teil zur Lösung der Krise beitragen müssen. In Form von Abgaben natürlich. Die Einwohner Zyperns sowie die ausländischen Investoren haben über die letzten Jahre und Jahrzehnte deutlich höhere Zinsen erhalten als die meisten anderen Europäer. Höhere Zinsen, also eine höhere Rendite, bedeutet gleichzeitig auch ein höheres Risiko in Kauf zu nehmen. Dies ist bei allen Anlangen so. Nun tritt dieser Risikofall tatsächlich ein. Wer also soll nun zahlen? Die Steuerzahler in ganz Europa oder diejenigen, welche dieses Risiko durch eine Geldanlage in Zypern billigend in Kauf nahmen? Ich finde, diese Frage ist durchaus berechtigt.

Viele Grüße,
Tobias

Anmerkung  von  Finanzielle Freiheit mit Dividenden Blog    geschrieben 28.03.2013     
Website finanzielle-freiheit-dividende-blog.de

Ich hoffe Du meinst nicht die Schildkröte, die vor ein paar Jahren im Deutschen Fernsehen für Bundeschatzbriefe geworben hat ;-)

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Zypern: Bankraub der Bürokraten

New York, Dienstag, 26. März 2013

Ich finde der Deal in Zypern ist der Hammer. Der Staat greift einfach in die Konten der Menschen, bedient sich am Sparguthaben. Wer mehr als 100.000 Euro auf dem Konto hat, muss mit einem Verlust von bis zu 40 Prozent seines Guthabens rechnen.

Das ist ein Verstoß gegen die guten Sitten. Das ist wie ein moderner Bankraub. Nur dass der Täter Bürokraten sind, die mit der Krise völlig überfordert sind. Ein Staat sollte diesen Schritt niemals gehen. Es geht um Begriffe wie Vertrauen, Verlässlichkeit, Menschenwürde, Demokratie.

Problem ist aber: Unsere Politiker sind überfordert. Das Krisenmanagement ist ein Desaster.

Nehmen Sie unsere Bundeskanzlerin Angela Dorothea Merkel. Sie hat in ihrer gesamten politischen Laufbahn das Wort "Aktie" nie benutzt, vermute ich. Da herrscht Schweigen im Walde. Ich habe in Gesprächen mit führenden deutschen Politikern Wissenslücken festgestellt, wenn es um den Kapitalmarkt geht. Das ist erschreckend.

Nach dem Debakel in Zypern ist das klassische Bankwesen am Ende, zumindest in Zypern. Wie dort das Vertrauen der Menschen wieder gewonnen werden soll, ist mir schleierhaft. Ich denke, die Insel wird in eine tiefe Depression fallen.

Solche Bankschließungen und Raubzüge kennen wir nur von Argentinien (1989, 2001), Ecuador (1999), Uruguay (2002), Brasilien (1990). Aber jetzt hat auch die EU bei einem Mitglied die Banken geschlossen. Über eine Woche sind die Türen schon zu. Das ist krass.

Die bislang längste Bankenschließung fand in Südamerika für fünf Tage statt. Die Zustände in Zypern sind also ein Weltrekord – echt der Wahnsinn.

Es dürfte nun die Angst in anderen Wackelstaaten wie Italien zunehmen. Wenn ab sofort die Politiker einfach in die Konten ihrer Bürger greifen können, ist jede Hemmschwelle genommen.

Erstaunlich ist, wie die Börsen trotz der Eurokrise munter nach oben marschieren. In den USA sind wir wieder nahe an neuen Bestmarken im Dow-Jones-Index. Während der Krise vor drei bis vier Jahren wäre der Dow Jones nach solch negativen Nachrichten aus Zypern glatt um 15 oder 20 Prozent in wenigen Tagen abgestürzt. Aber die Panik ist gewichen. Die Angst ist weg.

Die Wall Street läuft wie ein Schnürchen immer weiter nach oben. Woran das liegt? Die Menschen sind zuversichtlicher. Die Arbeitslosenquote sinkt in Nordamerika, der Häusermarkt erholt sich.

Außerdem gibt es keine Alternative zur Aktie. Wohin sollen sonst die Anleger ihr Geld tun? Sparanlagen rentierten mit Null Prozent. Staatsanleihen lohnen sich real nach Abzug der Inflation nicht. Spargroschen im Marmeladenglas sind der Inflation ausgesetzt.

Wo also hin mit dem Geld? Es bleibt im Endeffekt nur die Börse. Daher gehen die Kurse durch die Decke. Zypern hin oder her. Wen juckt das schon in den USA?

In Europa dürften sich jetzt die Reichen ein paar Gedanken machen, wohin sie ihr Geld transferieren sollen. Ich denke, wir werden zunächst einen stetigen Abfluss aus dem Euro sehen. Die Reichen suchen nach „sicheren“ Alternativen. Vermutlich wird mehr Geld nach Asien und Nordamerika fließen. Der Dollar klettert ja schon.

Aber vor der Inflation können Sie sich nirgendwo schützen. Papiergeld wird im Endeffekt über die Geldentwertung stetig weniger wert. Es ist vergleichbar mit einem heimlichen Banküberfall. Still und heimlich schwindet das Sparguthaben. Zwei bis drei Prozent Inflation richtet auf Sicht von ein paar Jahrzehnten einen massiven Schaden an. Daher sollten Sie Ihr überschüssiges Cash gut anlegen – in Sachanlagen, Immobilien, Aktien, Grundstücke, Kunst, Rohstoffe, Ackerland...

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Anmerkung  von  Markus    geschrieben 26.03.2013     
@Tim
Die Zuversicht der Menschen würde ich nicht als ersten Grund für steigende Märkte sehen. Es ist viel eher die Alternativlosigkeit.

Bankraub... na ja, Zypern hat eine Steuerparadies und hohe Zinsen geschaffen... Hohe Zinsen bedeuten normalerweise immer mehr Risiko. Auch ist ein Großteil der Anlagen ausländisches Geld. Der Durschnittsverdiener mit ca. 22.000 € Jahreseinkommen der Zyprioten wird sich sehr schwer tun über 100.000 € Sparvermögen aufzubauen...
Der Bankensektor war ein Bubble, auch wenn er ich glaube 1/4 des BIPs ausgemacht hat.
Die Frage ist für mich, ob es Enteignung ist, oder einfach nur eine nachgelagerte Besteuerung.

Kredite und Bürgschaften ohne einen Eigenanteil oder Bereitschaft zu Zugeständnissen... Das entbehrt so ziemlich jeder finanziellen Logik! Sie wollten die Kredite und wollten keine Eigenleistung erbringen... Es ist bzw. wird trotzdem sehr schmerzhaft für die Bevölkerung. Ob eine Staatsinsolvenz die bessere Lösung gewesen wäre? Ich denke nicht.

Nichtsdestotrotz hat man sehr viel Vertrauen zerstört, indem man an dem kleinen Zypern einen Beispiel gesetzt hat, dass man womöglich auch auf andere Staaten übertragen kann. Eine Staffelung der Abgaben je nach Höhe der Vermögen wäre evtl. gerechter.

Anmerkung  von  Matthäus Piksa    geschrieben 26.03.2013     
Website www.welt-im-wandel.net

@Tim

Ich sehe das anders:
Es stellt sich die Frage, wie viele der Zyprioten das Vermögen überhaupt erst deshalb anhäufen konnten, weil Zypern dem Euro-Währungsraum beigetreten ist, Stichwort "niedrige Zinsen+lockere Kreditvergabe"? Angeblich sollen die Bankbilanzen ja auf das 10-fache des nationalen BIPs angewachsen sein. Wohl nur durch ne lockere Kreditvergabe konnte es überhaupt erst so weit kommen, wie sonst?

Insofern hätten die zypriotischen Politiker entweder dieser laschen Kreditvergabepraxis durch entsprechende Vorgaben Einhalt gebieten können oder alternativ eine vor Jahren eingeführte jährlich zu erhebende Vermögenssteuer im niedrigen einstelligen Prozentbereich einführen können, um Steuern und Einlagen für den Fall der Fälle einzusammeln. Das wurde sträflich unterlassen.

Und warum dürfen dort russische Oligarchen ihr Geld waschen?

Wenn sich schon die Masse, wie in Griechenland, Spanien und andernorts durch Kürzungen der Gehälter und Sozialabgaben und über ihre Steuern an den Euro-Rettungsmaßnahmen beteiligen sollen, dann müssen sich die starken Schultern entsprechend mehr beteiligen.

Warren Buffet fordert ja ebenfalls seit Längerem eine Art "Reichensteuer" in den USA.

Problematisch sind solche Zypern-Aktionen nur deshalb, weil jahrelang nichts unternommen wurde und jetzt quasi über Nacht und unter Druck nach Lösungen gesucht werden muss.

Vor dem Hintergrund jedoch, dass neueste Notenbank-Studien ergeben haben, dass es bspw. den Italienern und Spaniern gar nicht so schlecht geht wie wir immer dachten, zumindest den reichlich vorhandenen Millionären dort, sehe ich nicht, warum der deutsche Steuerzahler für die dortige Misswirtschaft aufkommen soll.

Mit der Zypern-Aktion wären wir nämlich dort wo wir eigentlich immer sein wollten: Nationale Probleme im Wirtschaft- und Finanzsektor werden, so weit möglich, auf nationaler Ebene gelöst.

Und nur im äußersten (volkswirtschaftlichen) Ausnahmefall wird, wenn die Gefahr besteht, dass sich finanzwirtschaftliche Probleme auch auf andere Staaten ausdehnen, der europäische (respektive deutsche) Steuerzahler bemüht.

Ich denke, dass die Bundesregierung im Hinblick auf die im September stattfindende Bundestagswahl daher die entsprechenden Maßnahmen forcierte.

Wer erst völlig über seinen Verhältnissen lebt und seine Banken als Melkkühe benutzt, der sollte nicht damit rechnen anschließend von den europäischen Steuerzahlern gerettet zu werden. Das zeigt die Zypern-Aktion der Troika. Der "Bankraub" findet also nicht jetzt statt, sondern geschah quasi schon vorher durch jahrelanges Aufblähen der Banken. Kann sein, dass einige am Ende also wieder dort stehen werden, wo sie vorher standen: Wie gewonnen so zeronnen!

Anmerkung  von  Tobias    geschrieben 27.03.2013     
Website finanzweltverstehen.blogspot.de/

Ich finde den Fall Zypern auch beängstigend. Ich denke, die meisten Europäer werden sich nun Gedanken machen, ob ihre Einlagen tatsächlich sicher sind.

Ich bin ebenso wie du der Meinung, dass die Börsen aufgrund der momentanen mangelnden Alternativen zur Aktie stetig nach oben marschieren. Dies ist geradezu paradox. Weder die US-Haushaltskrise, die Italien-Wahl oder die Zypernkrise konnten den Anstieg der Indizes bislang stoppen.

Anmerkung  von  Finanzielle Freiheit mit Dividenden Blog    geschrieben 27.03.2013     
Website finanzielle-freiheit-dividende-blog.de

Tim, ich baue mir wie Du weißt seit ca. 2 Jahren auch ein US&Kanada Dividenden Aktien Depot auf und hoffe mittelfristig, die richtige Entscheidung getroffen zu haben.

Es wäre klasse, wenn auch Deutsche Aktienunternehmen von einer jährlichen Ausschüttung auf eine unterjährliche Ausschüttung umschwenken. Ich glaube das würde das Sparen in Dividenden Aktien noch mal viel interessanter machen.

Anmerkung  von  Martin    geschrieben 27.03.2013     
@Tim: Es ist nicht der Staat, welcher in die Taschen der Bürger greift. Die Bürger haben den Banken Einlagen, also Kredite, gegeben. Nun sind die Banken pleite und das sogar mit Ansage. Jeder konnte selbst entscheiden, welcher Bank er sein Geld anvertraut. Anstatt die vollen Verluste zu realisieren hilft der zyprische Staat den spekulativen Sparern und erhöht dadurch seine Verschuldung. Es wurden Gewinne auf hochverzinsten Konten privat vereinnahmt und die Verluste nun
teilweise vergemeinschaftet. Damit die Banken nicht hohe Risiken eingehen, um die höchsten Zinsen bieten zu können, muss die Sicherheit der Einlagen ein Wettbewerbsfaktor sein. Sonst würde ich mein Geld und sogar geliehenes Geld auch z.B. lettischen Banken zu höheren Zinsen geben und mich dann vom Staat retten lassen. Bezahlen sollen das dann die dummen Sparkassenkunden, welche durch die finanzielle Repression ohnehin konstant enteignet werden? Da bin ich eher für einen fairen Wettbewerb.

Der Fehler des Staates lag in der Regulierung. Ein Klumpenrisiko in griechischen Anleihen war vermeidbar. Wenn die Bilanzsumme zum GDP so hoch wird, muss vorsichtiger reguliert werden. Wie kann man da ernsthaft als Worst-Case mit einer 100% Staatsrettung rechnen? Das geht doch gar nicht. Warum parken denn umsichtige Geschäftsleute ihr Geld zu negativen Zinsen in Bundesanleihen?

Anmerkung  von  Friedrich    geschrieben 27.03.2013     
Hallo Tim,

ich hab mal ne Frage.
Wie verhält es sich in Zypern in folgenden Fällen, wie viel Geld bleibt dem Sparer?
1.Fall: 150.000Euro auf dem Konto
2.Fall: 90.000Euro auf dem Konto und 60.000Euro in Aktien (bei der gleichen Bank)
3.Fall: 150.000Euro in Aktien

Worauf ich hinaus will...
Der Europäische Finanzminister hat das Model-Zypern als Richtungsweisend genannt.
Was könnte einem Zyprioten passieren der sein Geld in Aktien angelegt hat?

Vielleicht steht uns das in Deutschland auch bevor.
Zählt Aktienvermögen auch in die "Geldmasse"?

DANKE
Friedrich

Anmerkung  von  ZaVodou    geschrieben 27.03.2013     
Ich glaube, Tim Du hast Dich da in die Materie nicht richtig eingelesen, sonst würdest Du das ein wenig anders sehen.
Eigentlich müssen die Zyperer froh sein, überhaupt noch was von ihrem Geld zu sehen.
Die 10 Mrd., die da reingeschossen wurden wird die EU auch nicht wieder sehen. Auch fehlt eine einheitliche Steuergesetzgebung. Z, Zt. wirft ein Land dem anderen Land vor seine Bürger nicht genügend zu besetueuern.
Letzten Endes wird es bei der EU so sein wie es in der BRD ist. Einige wenige reiche Länder zahlen für die wirtschaftlich schwachen Länder, so dass ein ähnlicher Lebensstandard gewärleistet ist. Dies wäre dann der Preis für den Frieden innerhalb der EU.

Anmerkung  von  Martin    geschrieben 27.03.2013     
@Friedrich: hoffe Tim hat nichts dagegen:

1. 100.000 sicher, Abschlag auf 50.000 in Abhängigkeit von der Bank
2. 90.000 sicher, Aktien als Sondervermögen sicher
3.auch sicher, Bankaktionäre der insolventen Banken verlieren aber alles

Da nun die Last auf die Einlagengläubiger insolventer Banken und den Staat fällt, könnte der Staat in Versuchung geraten das sonstige Vermögen seiner Bürger anzuzapfen (Steuererhöhung, Abgaben) und dabei kann auch das Aktiendepot oder Immobilien betroffen sein.

Anmerkung  von  finanziell umdenken!    geschrieben 27.03.2013     
Website finanziell-umdenken.blogspot.de/2013/03/zwangsenteignung-

Hi Tim,

Grundsätzlich denke ich, dass man nicht auf Politiker warten sollte, sondern versuchen muss, das Heft (die Geldanlage) selbst in die Hand zu nehmen.

Die offenkundigen Versäumnisse sollten aber dennoch auch immer wieder öffentlich genannt werden.

Zur skandalösen Enteignung. Durch Diversifikation auf mehreren Ebenen kann ein großer Anteil des Risikos reduziert werden. Der Aufwand ist damit als Geldanleger zwar größer, aber ich denke es zahlt sich langfristig aus, selbst wenn man damit vorerst nur besser schlafen kann.

VG
Lars

Anmerkung  von  Tim    geschrieben 28.03.2013     
Website www.timschaefermedia.com

Zypern hätte mit schlauer Politik besser geregelt werden können.

Regel Nr. 1 ist in so einer kritischen Situation: Vermeide eine Panik.
Regel Nr. 2: Sorge für Vertrauen.

Unsere Politiker haben leider genau das Gegenteil getan.

Bankschließungen und Enteignungen sind keine smarten Lösungsansätze.

Anmerkung  von  Markus    geschrieben 28.03.2013     
@Tim

Wie soll man smart und vor allem schnell den Menschen etwas wegnehmen, dass sich diese über Dekaden wegen zu lascher Politik aufgebaut haben???

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Marc Faber erklärt die Immobilienblase

New York, Montag, 25. März 2013

Internetblase, Kreditblase, Immobilienblase, Anleiheblase – Ökonom Marc Faber kann dazu einen exzellenten Überblick geben. Faber versteht wie kaum ein anderer sein Handwerk. In einfachen Worten bringt er die Probleme auf den Punkt.

Ich traf den Schweizer, der in Asien lebt, vor einigen Jahren in New York. Ich führte ein Interview für die Finanzzeitung „Euro am Sonntag“ mit ihm. Wenn er in New York ist, bringen ihn die teuren Hotel- und Getränkepreise schnell auf die Palme. Ja, da kann er ganz schön in Rage kommen. Er warnt ständig vor der Inflation. Die Menschen sollten ihr Vermögen vor der Geldentwertung schützen, ist sein Rat. Bargeld zu horten sei Gift.

Wer komplexe Dinge einfach erklären kann, muss ein besserer Investor sein. Davon bin ich überzeugt. Ich glaube, es ist von Vorteil, einen Ratgeber mit einem klaren Blick zu haben. Das ist besser, als auf jemanden zu setzen, der den Wald vor lauter Bäumen nicht sieht.

Die Börse lässt sich ohne komplizierte Formeln verstehen. Es ist keine geheime Strategie nötig, sondern nur der gesunde Menschenverstand genügt.

Anfang 2008 riet mir Faber, den Baumwollpreis anzuschauen. Er glaubte damals, Baumwolle sei viel zu günstig. In der Tat ging ein paar Jahre später der Preis durch die Decke.

Ich empfehle Ihnen, das Interview (unten) mit Marc Faber zu schauen. Darin erklärt er, wie sich die verrückte Immobilienblase in den USA bilden konnte. Und was wir Anleger noch befürchten müssen (Inflation, Krisen).

Ein paar Filmproduzenten haben eine spannende Dokumentation über die Häuserblase gemacht. Der Streifen heißt “The Bubble“. Solche Filme sind sehenswert. Jeder kann von ihnen lernen. Blasen wird es geben, so lange es die Menschen gibt.


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Anmerkung  von  Tobias    geschrieben 25.03.2013     
Website finanzweltverstehen.blogspot.de/

Ich hoffe sehr, dass die Banken hierzulande vorsichtig bei der Kreditvergabe bleiben und keine Immobilienblase entsteht bzw. platzt.

Anmerkung  von  Finanzielle Freiheit mit Dividenden Blog    geschrieben 26.03.2013     
Website finanzielle-freiheit-dividende-blog.de/

Ich vermute auch in Deutschland besteht schon eine Immobilienblase... Ich fühle mich persönlich mit meinen Dividenden Aktien viel wohler.

Anmerkung  von  Jan    geschrieben 26.03.2013     
Website www.dividenden-blog.de/

@Finanzielle Freiheit
Ich glaube nicht das wir bereits in einer Blase sind, dennoch lohnt es sich nur noch in wenigen Fällen eine Immobilie zu erwerben dafür sind wir schon zu weit gelaufen. Aktuell sind die Bruttorenditen bei mir in der Umgebung so um 5%, dafür wäre mir das Risiko zu hoch. Trotzdem denke ich, dass am Ende die Mischung entscheidend ist. Ich denke es ist wichtig in allen Anlageklassen vertreten zu sein.

Anmerkung  von  Tobias    geschrieben 26.03.2013     
Website finanzweltverstehen.blogspot.de/

Ich denke auch, dass es sich nur noch in wenigen Fällen lohnt, eine Immobilie zu erwerben. Selbst Immobilienmakler sagen, dass der Markt derzeit wie leergefegt ist. Wie soll ich als Privatmann da dann noch etwas vernünftiges finden?

Anmerkung  von  Martin    geschrieben 26.03.2013     
Ich sehe die Dinge ähnlich wie Herr Faber.

Im großen und ganzen sehe ich in Deutschland keine Blase. Deutschland hat viele Vorteile und vergleichsweise niedrige Preise
http://www.globalpropertyguide.com/Europe/square-meter-prices

-geringe Arbeitslosigkeit
-steigende Einkommen
-hohe Inflationsangst
-noch geringe Eigentümerquote
-z.B. im Vergleich zu Österreich hohe Mietrenditen
-wenig Neubauten in der Vergangenheit
-negative Realzinsen
-günstige Immobilienkredite, aber nur mit Eigenkapital
-geringe Wahrscheinlichkeit von Naturkatastrophen
-noch geringe Penetration von Reits mit 25% Flat-Tax auf Dividende, bei wesentlich höherer Einkommenssteuer für Personen

Einzelne Gebiete mögen sich in einer Blase befinden, aber insgesamt finde ich die Mieten in Deutschland sehr niedrig.

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Privatanleger verdienen kaum Geld an der Börse

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New York, Sonntag, 24. März 2013

Ein großes Problem an der Börse ist die Selbstüberschätzung. Wenn Ihr Nachbar schwärmt, wie toll er an der Börse abschneidet, seien Sie besser etwas skeptisch. Anleger halten sich häufig für außergewöhnlich gut. Viele denken, sie seien ein kleiner Soros oder Buffett. Aber das stimmt natürlich nicht. Wer sich die Fakten anschaut, merkt schnell: Außergewöhnliche Renditen an der Börse sind äußerst unwahrscheinlich.

Nehmen Sie zunächst die Fondssparer: Der durchschnittliche Fondssparer schneidet um rund vier Prozent schlechter als der S&P-500-Index jährlich ab. Darauf weist das Researchhaus Dalbar hin. Der Name der Studie: „DALBARs Quantitative Analysis of Investor Behaviour“.

Nun wenden wir uns dem direkten Aktienbesitzer zu. In meinem Blog wird von einigen kritischen Lesern angemerkt, den Index als Vergleichsmaßstab zu nehmen sei Augenwischerei, weil in dem Index nur die „Gewinneraktien“ versammelt seien, während die schlechten Unternehmen unentwegt hinaus flögen. Nun habe ich eine Studie entdeckt, die genau darauf aufbaut.

So nahm die Vermögensverwaltung Longboard aus Phoenix in Arizona Aktiengewinne eines breiten Spektrums zwischen den Jahren 1983 und 2006 unter die Lupe. Heraus kam: 39 Prozent aller Aktien warfen in dem Zeitraum keinerlei Gewinne ab. 18,5 Prozent der Aktien verloren 75 Prozent ihres Werts oder mehr. 64 Prozent aller Wertpapiere schnitten schlechter als der Russell-3000-Index ab.

Nun gehen Sie am besten einen Schritt zurück und holen tief Luft. Jetzt kommt der Knackpunkt: Nur 25 Prozent aller Aktien sind verantwortlich für den gesamten Börsenanstieg.

Anders ausgedrückt: Nur wenige Aktien sind wahre Goldgruben. Der Löwenanteil ist Fallobst. Wenn Sie ein schlechtes Papier erwischen, können Sie einen brandgefährlichen Verlierer haben, der ein tiefes Loch in Ihr Depot reißt.

Was ich interessant finde: 75 Prozent aller Aktien werfen akkumuliert in den beobachteten 23 Jahren gleich Null Prozent Rendite ab. Und eben 25 Prozent stehen für den gesamten Indexanstieg.

Die Gewinneraktien sind laut der Longboard-Studie häufig Technologieaktien. Die meisten Gewinneraktien werden übernommen. Entweder greifen Konkurrenten oder Private-Equity-Firmen zu. Siegeraktien sind in der Studie: Sun America, Warner Lambert, Gillette, Golden West Financial und Harrahs Entertainment. Die besten Titel sind häufig Blue Chips, die allerdings logischerweise mal kleiner waren. Ihr rasantes Wachstum macht sie schnell groß.

Was lernen wir daraus? Besser als der Index zu sein, ist verdammt schwer. Man muss eine außergewöhnliche Begabung haben, um dies zu erreichen.

Warren Buffett hat diese Begabung. Er ist einer der besten Anleger. Der Kurs seiner Beteiligungsfirma Berkshire Hathaway steht verglichen mit dem Jahr 1965 rund 8.000 Mal höher. Etliche Anleger, die mit Buffett von Anbeginn dabei waren, sind heute Milliardäre.

Woran scheitert der Normalanleger? Ein Kernproblem ist natürlich, dass wir einfach die falschen Aktien kaufen. Mehr noch: Wir kaufen zum falschen Zeitpunkt, zahlen zu viel, sind zu nervös. Der Privatanleger neigt dazu, Gebühren, Nebenkosten und Risiken von Finanzprodukten zu unterschätzen. Chancen werden gleichzeitig überaus hoch eingestuft.

Ein anderes Problem sind die Steuern, die nehmen einen Gutteil der Rendite weg. In den USA gibt es steuerfrei Rentendepots für die Rente. Über diesen Umweg können die Amerikaner Steuern vermeiden. Washington hat ein herrliches Instrument für seine Bürger geschaffen, vernünftig Vorsorge zu treffen.

Wir Deutschen können das nicht. Unsere Regierung hat keinerlei steueroptimierten kapitalbasierten Sparformen fürs Alter geschaffen – abgesehen von den komplizierten Riester- und Rürup-Dingern. Berlin sollte zügig tätig werden. Jedes Jahr ohne Reform ist ein verlorenes Jahr.

Wer heute vernünftig für das Alter sparen möchte, sollte dazu steuerlich motiviert werden. So können die Sozialkassen entlastet werden. Warum unsere Bundesregierung nicht endlich aufwacht, ist unverständlich.

Eine aktuelle Erhebung der Deutschen Bundesbank brachte zum Vorschein: Ein deutscher Haushalt hat im Schnitt deutlich weniger Nettovermögen als ein spanischer oder italienischer Haushalt angespart. Alarmierend ist an der Bundesbank-Umfrage: In Deutschland geht die Schere zwischen den Superreichen und der Mittelschicht immer weiter auseinander.

Den negativen Einfluss der Steuern auf die Vermögensbildung haben die Finanzexperten von Thornburg Investments gut herausgearbeitet. Schauen Sie sich in dieser Studie die Grafik auf Seite eins an.

Nach Abzug der Steuern auf Kursgewinne und der Steuern auf Dividenden kommt kaum etwas zusammen. Vergessen Sie nicht die Gebühren und die Inflation. Unterm Strich bleiben dem Anleger also nur Krümel – wenn überhaupt.

Fazit: Wenn Ihnen der Nachbar über den Gartenzaun zuruft, wie bombastisch die persönlichen Gewinne im Depot sind, glauben Sie nicht gleich alles. Es gibt auch Autofahrer, die behaupten die Besten zu sein. Der Mensch neigt zu Übertreibungen.

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Anmerkung  von  Markus    geschrieben 24.03.2013     

Sehr gerne werden immer wieder einzelne Aktien oder Unternehmen in den Fokus gestellt.
Allerdings hat das sehr wenig mit dem Gesamtdepot und dessen Performance zu tun. Außer diese Aktie sollte laut Studie 25 % vom Depot ausmachen... ;-)

Etwas verwundert mich die Aussage, dass Technologie-Aktien für die Indexanstiege verantwortlich sind. Das ist eigentlich genau das Gegenteil von dem, was J. Siegel in seinen langfristigen Studien herausgefunden hat.

Renditen von sehr guten Value-Investoren von +/- 15 %... Die Aussagen sind immer sehr schwammig. Meistens ist es die Rendite vor Steuern und Kosten. Dann ist es auch ein großer Unterschied ob nominal oder real. Oft werden auch sehr willkürliche Zeitpunkte zur Performancemessung herangezogen.

Indexfonds sinnvoll zusammengestellt sind eine sehr sinnvolle Art der Anlage für Privatanleger, denen andere Hobbys wichtiger sind wie die Börse oder Geschäftsberichte.

Auch eine verminderte Steuer für Langfristanleger mit Horizonten von 10 - .... Jahren zur Altersvorsoge wäre sehr begrüßenswert.

Seltsamerweise soll man privat vorsorgen mit Produkten, die nicht einmal einen Inflationsausgleich schaffen, hochkompliziert sind, an denen die Finanzindustrie mehr als der Anleger verdient usw... Man muss sich nur die verschiedenen Zeitschriften mit den Testberichten durchlesen.

Mir graust es davor, wenn wir fast in eine Planwirtschaft steuern, unsere Politiker keine Kommunikation mehr mit dem Volk betreiben, ohne Parlamentarische Legitimation werden Gesetze durchgedrückt. Ehrlich gesagt finde ich es auch befremdlich, dass wir Deutschen das Zugpferd für ganz Europa sein sollen, beschimpft werden und seltsamerweise in der unteren Hälfte der Privatvermögen stehen...

Die Informationsflut macht es nicht einfacher, Wahrheit und sinnvolle Informationen zu bekommen. Ist das so gewollt oder wird einfach nur publiziert um des publizierens Willen?



Anmerkung  von  Felix    geschrieben 24.03.2013     
Dass die Deutschen ein geringeres Privatvermögen haben als andere Länder, ist angesichts der deutschen Geschichte in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts nicht besonders verwunderlich. Während dort über Generationen ein Vermögensaufbau betrieben werden konnte, hatte Deutschland Währungsreformen und Schutt und Asche. Nationaler Größenwahn rächt sich halt.
Es ist eher ein Wunder, dass wir als Verursacher und Verlierer zweier Weltkriege überhaupt so gut dastehen.

Anmerkung  von  Markus    geschrieben 24.03.2013     
@Felix

Die Argumente finde ich schlüssig und habe ich mit meinen jungen Jahren in diesem Zusammenhang fast schon wieder vergessen! Traurig, aber wahr.
Mir ist es noch immer unbegreiflich, wie ein ganzes Volk sich als Verteidiger zu Völkermord an ganzen Ländern hat verleiten lassen können. Aber ich bin auch nicht unter diesen Umständen und dieser "irren" Doktrin aufgewachsen.

Das Argument, dass uns der Euro Frieden bringt, bzw. dass wir nach einer erneuten DM Einführung wie vor dem 2. Weltkrieg stehen würden (laut dem Hysteriker Stoiber) kann ich nicht nachvollziehen. PIGS Staaten könnten abwerten und so wieder wettbewerbsfähig sein, finde ich nachvollziehbar. Anstatt einer starken deutsche Exportwirtschaft, erkauft mit Steuerngeldern, wäre die Investition der Transferleistungen in Bildung, Infrastruktur und Patenten genauso sinnvoll für eine starke Exportwirtschaft.

Der Euro wäre m. M. nach ok, wenn wir verlässliche Kriterien zum Verbleib in der Eurozone hätten, eine gemeinsame Administration und eine verlässliche Kommunikation hätten.
Leider sehe ich nur Streiterei, Verstöße gegen beschlossene Verträge, hohe Jungendarbeitslosigkeit, den Zahlmeister Deutschland, Hass, wenn wir für Bürgschaften auch noch legitime Forderungen verlangen und auch sehr viel Lobbyismus.
Die Konstruktionsfehler sind eigentlich bekannt und es wird leider nur Flickschusterei betrieben, da man offenbar aus nationalen Eigeninteressen keine langfristigen Kompromisse hinbekommt. Ich sehe nur Kompromisse um Zeit zu gewinnen, keine schlüssigen Konzepte...
Wenn jemand diese sieht, ich wäre dankbar sie erklärt zu bekommen!

Anmerkung  von  Michel    geschrieben 24.03.2013     
Website freiheitundoptimismus.wordpress.com

Die Studie widerspricht so ziemlich allen was ich über Aktien weiß. Ich denke das sich das Bild dramatisch ändert, wenn man nur Unternehmen betrachtet, die älter sind als 5 Jahre und die schlechte Performanz vor allem auf Börsengänge zurückzuführen ist.

Anmerkung  von  Markus    geschrieben 24.03.2013     

Ist es nicht auch so gewesen, dass sich Länder wie die PIGS mit dem Euro noch mehr verschuldet haben, weil Sie zum ersten Mal günstige Kreditzinsen erhalten haben? Früher hatte Italien doch auch schon Zinsen von 6, 7 Prozent, hat aber nie gejammert. Sie konnten die Währung inflationieren.
Auch ist der Steuereinzug in diesen Ländern oft recht lasch.
Wenn Länder wie Spanien diese tolle Liquidität in einen ausufernden Immobilienboom gesteckt haben, wundert einen eigentlich nichts mehr.
Lasche Steuereintreibung und viel Geld vom Staat sind wahrscheinlich auch Punkte, die die unterschiedliche Vermögenssituation erklären können.

Anmerkung  von  Matthäus Piksa    geschrieben 24.03.2013     
Website www.welt-im-wandel.net

@Markus

Ja genau: Spanien, Italien, Griechenland etc. haben vom Euro profitiert.

Der "Witz" ist aber, dass auch Deutschland vom Euro profitiert hat und das weiterhin der Fall ist.

1. Die Inflation ist geringer als zu DM-Zeiten.
2. Die höherverzinslichen Altschulden werden in niedrigverzinste Neuschulden umgewandelt.
3. Private und Unternehmer können günstige Kredite bekommen, um Anschaffungen und Investitionen durchzuführen, was, wie man beim Immobilienboom sieht, auch geschieht.
4. Kapitalflucht und Einwanderung nach Deutschland nimmt zu.
5. Der ESM vergibt Kredite und kauft Staatsanleihen falls irgend ein Investor (Hedgefonds/Pensionsfonds/Fondsgesellschaften wie Pimco etc.) nicht bereit ist dies zu tun. - Vorteil für Deutschland: Als Haupt-Gläubiger kann über den ESM Reformdruck auf die Schuldner ausgeübt werden zB. - Angeblich hat der ESM bereits auch Anleihen emittiert... die rege von Japan und China nachgefragt wurden, weil erstere an einem starken Euro interessiert sind und letztere sich unentwegt auf der Suche nach Alternativen zum Dollar-Investment befinden.

Letztlich ist der ESM eine internationale Finanzinstitution nach Vorbild des IWF und der Weltbank. Wenn der IWF einen Kredit an ein angeschlagenes Land vergibt, nehmen wir Argentinien, die vor 10-15 Jahren ein schwere Krise durchgemacht haben, dann juckt das niemanden. Wenn aber der ESM einen Kredit an Griechenland oder Irland vergibt, ist das unfassbar, obwohl das unsere europäischen Nachbarn sind.

Die genannten Punkte sehen Ökonomen aus den angeschlagenen Ländern übrigens ähnlich und sprechen bereits von einer finanziellen Dominanz Deutschlands.

A propos Finanz-Dominanz:
Ich fand die Zypern-Aktion des Bundesfinanzministeriums gut. Man hat gezeigt, dass man jederzeit die Forderung nach einer Zwangsabgabe oder Vermögenssteuer aus der Schublade ziehen kann, clever! Und zwar deshalb clever, weil die Bundesbank-Studie eindeutig zeigt, dass die Südländer gar nicht so arm sind, wie gemeinhin angenommen und deren Reiche durchaus mehr beitragen könnten. Außerdem zeigt es, wie armselig die Politiker in diesen Ländern ticken, denn eigentlich wäre es der Job des spanischen, zypriotischen, italienischen etc. Politikers nach Lösungen zu suchen. - Stattdessen macht Schäuble einen Vorschlag und die Folge ist, dass die Herde losrennt, um Bankautomaten zu plündern.

Zu guter Letzt:
Dann gibt es da noch das Argument, der Euro könne nicht funktionieren, denn unterschiedliche Volkswirtschaften machen mit. Stimmt, aber auch die Vereinigten Staaten von Amerika bestehen aus unterschiedlichen Volkswirtschaften. Die kalifornische Volkswirtschaft hat wohl wenig gemein mit der texanischen, die wiederum wenig gemein haben dürfte mit der von North Dakota, die wiederum kaum vergleichbar ist, mit derjenigen von Florida usw. - Man muss aber gar nicht weit weg gucken: Wie unterschiedlich funktionieren denn die Volkswirtschaften von Bayern und MäcPomm? usw.

Für mich steht eines fest:
1. Es fehlt in Europa bei vielen das Verständnis und der Wille nach gemeinsamen Lösungen zu suchen (zum Glück nicht bei unserer Bundesregierung).
2. Die Sparer sind die "Leidtragenden", denn mit ihren Sparbüchern und Kapitallebensversicherungen gelingt es ihnen kaum, die Inflation auszugleichen.

Anmerkung  von  Tim    geschrieben 24.03.2013     
Website www.timschaefermedia.com

@ Markus
Nun, es gibt durchaus Technologieaktien mit einem Monsterlauf: IBM, Microsoft, Google, Amazon...

Selbst angeknackste Aktien wie HP, Intel, Dell, Cisco haben im langjährigen Schnitt gute Renditen gebracht.

Anmerkung  von  Turing    geschrieben 24.03.2013     
@Markus

"PIGS Staaten könnten abwerten und so wieder wettbewerbsfähig sein, finde ich nachvollziehbar."

Ist aber Unfug. Die ständigen Abwertungen lösten keine Probleme, sondern verschlimmerten sie. Wer Abwertungen propagiert (wie Linke, oder Dirk Müller), der kehrt wahrscheinlich daheim den Dreck einfach unter den Teppich. Das macht ja auch weniger Arbeit, als die Kehrschaufel zur Hand zu nehmen und den Dreck in den Mülleimer zu befördern.

Eine Währungsabwertung erleichtert vielleicht den Export, aber die Wirtschaftsleistung hängt doch nicht nur vom Export ab. Und oft hängt der Export vom Import ab. Das sollte man in einer Industrienation wie Deutschland, die Rohstoffe importiert und Fertigprodukte exportiert, am besten wissen.

Noch nie hat ein Amerikaner herumgeheult, dass wirtschaftlich so verschieden strukturierte Staaten eine Einheitswährung haben. Auf der einen Seite sehr moderne Staaten wie Kalifornien, Texas und New York, auf der anderen Seite landwirtschaftlich geprägte Staaten wie Wyoming, Montana und Iowa.

Währungsabwertungen überzeugen nur die schlichten Gemüter.

Weder EU noch Euro sind Garanten oder Ursachen für den Frieden in Europa, aber deshalb sind seine beide Institutionen nicht falsch.

Man stelle sich vor, die Griechen hätten weiterhin ihre Drachme gehabt. Die hätten einfach abgewertet und viele zahlreiche Tote bekäme immer noch ihre Rente. Der Euro hat die Politiker in Griechenland genötigt, die Probleme anzugehen.


[quote]Der Euro wäre m. M. nach ok, wenn wir verlässliche Kriterien zum Verbleib in der Eurozone hätten, eine gemeinsame Administration und eine verlässliche Kommunikation hätten.[/quote]

Welche Vorteile hätten wir davon, wenn "schwache" Länder einfach Tschüss sagen? Keine! Mein arbeitsloser Nachbar benutzt auch die die selbe Währung wie ich. Wo ist da der Schaden für mich? Der Schaden entsteht dann, wenn ich ihm Kredit gebe und er sich einfach in eine schwache Währung flüchtet. Genauso ist es bei den Pleitestaaten. Und der Schaden wäre nicht nur monetär für den Vertragspartner, sondern vor allem reputativ für den flüchtenden Staat. Auf Jahre hinaus wäre Griechenland ein gebranntes Kind, mit dem niemand mehr Geschäfte machen möchte. Was heißt Griechenland? Unternehmen in Griechenland sind davon betroffen. Im Gegensatz zum Staate Griechenland bekämen die Unternehmen die volle Breitseite ab, was den Reputationsschaden angeht, ohne auch nur ein kleines bisschen vom Euro-Ausstieg profitiert zu haben. Von letzterem profitieren nur Schuldner und der größte Schuldner profitiert am meisten. Das ist, das wissen wir alle, der Staat.

[quote]Leider sehe ich nur Streiterei, Verstöße gegen beschlossene Verträge, hohe Jungendarbeitslosigkeit, den Zahlmeister Deutschland, Hass, wenn wir für Bürgschaften auch noch legitime Forderungen verlangen und auch sehr viel Lobbyismus.[/quote]

Die griechischen Politiker und Medien sind sehr erfolgreich darin, die eigene Bevölkerung für dumm zu verkaufen. Und die hiesigen Linken sind sogar der Meinung, dass das propagierte Deutschlandbild sogar passend ist.

Man hätte von Anfang auf Hilfe verzichten und auf die ursprünglichen Verträge pochen sollen. Die sahen Transferzahlungen und ähnliches nie vor.


[quote]Die Konstruktionsfehler sind eigentlich bekannt und es wird leider nur Flickschusterei betrieben, da man offenbar aus nationalen Eigeninteressen keine langfristigen Kompromisse hinbekommt. [/quote]

Es war richtig konstruiiert, aber die Politiker halten sich nicht gerne an die Konstruktion, weil wir, die Bürger und Medien, es unseren Politikern immer zu einfach machen.

Wenn die meisten Bürger der Meinung sind, wir könnten uns Steuersenkungen nicht leisten, dann lachen sich die Politiker doch ins Fäustchen. Das ist doch geradezu eine Einladung zur Steuerverschwendungsparty.

Ich bin aus Überzeugung Optimist. Ich sehe, dass Griechenland die kleine Rosskur genutzt hat. Es gab zwar eine schrumpfende Wirtschaft, aber was ist denn da Geschrumpft? Scheinwirtschaft! Jetzt kann Griechenland mit günstigeren Gehältern und mit verringerten Staatsausgaben weitermachen. Das ist eine echte Chance.

Die Situation davor war doch untragbar. Die hohe Jugendarbeitslosigkeit (auch bei jungen Akademikern) kam doch daher, dass es kaum Anstellung bei privatwirtschaftlichen Unternehmen gab. Daher suchten alle wie blöde Anstellung beim Staat. Dort herrschte seit Jahren der Nepotismus, die Ursache der griechischen Krise. Die ganze Krise ist eine echte Chance für Griechenland und für seine Jugend. Entweder wissen die es noch nicht oder unsere Medien klären uns nicht darüber auf, wie junge Akademiker in Griechenland wirklich über die Euro-Krise denken.

Grosso modo gilt das auch für Portugal, Spanien, Italien und Frankreich. In Italien ist die Schmerzgrenze noch nicht erreicht. In Frankreich ist sie noch weiter entfernt, aber früher oder später wird es doch so knallen wie in Griechenland.

Anmerkung  von  Markus    geschrieben 24.03.2013     
@Matthäus Piksa

Ja, die Währungsunion hat durchaus auch Vorteile...
Die USA ist an sich etwas geschlossener, da Sie eine Regierung und keine 16 (?) mit den jeweiligen riesigen bürokratischen Monsterapparat hat.

Es ist sehr schwierig Geschenke, die einmal an das Volk verteilt worden sind und auch schon investiert worden sind, einfach wieder zurück zu nehmen!

Der politische Wille... Ist leider sehr uneinheitlich und schwach. In vielen Ländern gewinnen Sozialisten, Linke und Anti-Europäer die Wahlen. Da wird ein gewaltiger Reformdruck von Nöten sein.

Wenn viele Profs auch schon gegen die Union mobil machen, ist es schwierig gelassen zu bleiben bzw. alle als notorische Schwarzseher abzutun... Die Leute gehören mit zu unseren klügsten Köpfen. Bestimmt gibt es aber auch Eigeninteressen...

Bin gespannt wie das Experiment ausgeht!

@Tim
Sicher gibt es auch sehr starke Techs... Es gibt aber auch so viele Studien, wo eine der anderen wiederspricht.
Mir kann es im Prinzip wurscht sein, da ich ganz ordentlich gestreut habe.
Ich versuche weder alle Banken, Techs, die EU, Konsumriesen usw. als das allein selig machende zu verurteilen bzw. zu deklarieren.

Anmerkung  von  Markus    geschrieben 24.03.2013     
@Turing

Das kling alles sehr überzeugend.
Eine gemeinsame Regierung die ihren "europäischen" Bürgern dass mal so erklären würde, wäre natürlich sehr schön...
Leider hören wir immer nur das schöne Wort "alternativlos" und Horroszenarien wenn es nicht klappen sollte.
Die Medien tun das übrige dazu.

Es wird ein Bild von einem heillos zerstrittenen Europa propagiert. Die Fehler bzw. nicht Einhaltungen von z. B. Maastricht-Verträgen wurden gemacht. Die Lösungen bzw. die nötigen Reformen erfordern viel Kraft, Nerven und guten Willen. Wahrscheinlich geht das ganze nur mit diesem starken Druck! Vielleicht ist die Krise sogar eine gute Chance für Europa.


Anmerkung  von  Martin    geschrieben 24.03.2013     
Dass nach Marktkapitalisierung gewichtete Indizes besser seien, wie es diese Studie zu glauben machen will, glaube ich nicht. Ich finde eine Gleichgewichtung und Rebalancing gut. Zum S&P 500 gibt es folgendes paper, in dem der Gleichgewichtung eine Outperformance bescheinigt wird:
http://papers.ssrn.com/sol3/papers.cfm?abstract_id=1321726

Die Erhebung der Bundesbank basiert doch auf einer Befragung von wenigen, oder? Die Antworten können auch nicht überprüft werden. Ich würde das nicht als Fakt akzeptieren. Vielleicht ist es auch ein Indiz für deutsche Schwarzgeldberge im Ausland?

Hat Buffett seine Anhänger zu Milliardären oder Millionären gemacht?

Anmerkung  von  Tobias    geschrieben 24.03.2013     
Website finanzweltverstehen.blogspot.de/

@Tim:

Dein Artikel klingt heute - anders als sonst - sehr pessimistisch. Was würdest du dem Kleinanleger empfehlen?

Viele Grüße,
Tobias

Anmerkung  von  Tim    geschrieben 24.03.2013     
Website www.timschaefermedia.com

@ Tobias

Ich rate: Lesen, lesen, lesen. Zeitungen, Magazine, Geschäftsberichte, Finanzseiten, Blogs, Bücher... ich lesen jeden Tag ein paar Stunden.

Langfristig investieren überwiegend in Blue Chips. Oder Indexfonds kaufen. Strikt auf die Kosten und Risiken achten.

Anmerkung  von  Tim    geschrieben 24.03.2013     
Website www.timschaefermedia.com

@ Martin

Buffett hat seine frühen Investoren zu Milliardären und Millionären gemacht. Beides. Es hängt natürlich von der Höhe des Investments und dem Einstiegszeitpunkt ab.

Anmerkung  von  Jan    geschrieben 24.03.2013     
Website www.dividenden-blog.de/

Beim Vergleich der Renditen sollte auf keinen Fall das zugrunde liegende Risiko des Depots vernachlässigt werden. Durch die Varianz bzw. Standardabweichung kann dieses sichtbar gemacht werden. Wenn man ein Bluechip Depot mit einem Technologieindex vergleicht mag das Depot schlechter abschneiden aber das Risiko der BlueChips war vermutlich auch sehr viel geringer. Ähnliches gilt für den Vergleich verschiedener Anlageklassen oder die ewige Diskussion Trading vs. Investing.
Ich bin mit meiner Geldanlage auch zufrieden wenn ich ein bisschen wenig schlechter als der Index performe, vorausgesetzt meine Schwankung ist geringer. Dem entgegengesetzt werde ich in sehr schlechten Phasen besser abschneiden. Ich denke es ist somit durchaus möglich die Entwicklung des Index zu "glätten".

Anmerkung  von  martin    geschrieben 24.03.2013     
@Jan: Varianz bzw. Standardabweichung sind kein geeignetes Maß für das Risiko. Sie werden nur benutzt, weil es nichts besseres gibt.

@Tim: Danke. Wusste gar nicht, dass die Leute so reich mit Buffett geworden sind. Milliardär wird man sonst nicht so einfach im "Windschatten".

Bei der Studie der Bundesbank fehlen die Sozialversicherungsansprüche. Der Barwert einer Pension ist z.B. gerne mal größer als 500.000 Wenn man u.a. solche Ansprüche weglässt verzerrt man das Gesamtbild. Zudem sind die Haushalte in Deutschland relativ klein und die Zahlen beziehen sich auf Haushalte. Für Spanien sind die Zahlen 2008 vor der Krise erhoben worden. In Spanien ist die eigene Immobilie viel weiter verbreitet als in Deutschland und seit der Erhebung sind die Preise erheblich gefallen. Das Vermögen der Spanier sollte also geschrumpft sein. Als Deutscher freue ich mich aber natürlich dennoch über die Zahlen, denn sie liefern unseren Politikern hoffentlich gute Argumente.

Anmerkung  von  Matthäus Piksa    geschrieben 24.03.2013     
Website www.welt-im-wandel.net

@Markus

Ich habe volles Vertrauen in die Troika aus EU, EZB ud IWF die in Griechenland und sonstwo im Einsatz ist.


Anmerkung  von  ZaVodou    geschrieben 25.03.2013     
Ich gehöre auch zu denjenigen, die sich selbst überschätzen und Aktien statt Indizes kauft. Warum? Ich sage mir, dass ich in einem Index sowhl gute als auch schlechte Untermehmen habe. Warum soll ich mich an schlechten Unternehmen beteiligen? Ist es wirklich so schwer aus 3.000 Firmen diejenigen 750 (=25%)ausfindig zu machen, die gute Geschäfte machen?
Lt. der Studie haben die schlechten Firmen eine durchschnittliche "Lebensdauer" von 6,85Jahren. Die guten Firmen eine von 9,23 Jahren. Was wäre, wenn ich aus dem Universum von 3.000 Aktien nur Firmen wählen würde, die schon länger als 10 Jahre im Indes sind? Oder sogar seit mindestens 10 Jahren eine sich jährlich steigernde Dividende zahlen? Noch nie Verluste gemacht haben usw. Die einzige Quintessenz, die ich aus der Studie ziehen ist: Kaufe Firmen, die mindestens schon 10 Jahre an der Börse gehandelt weren. Dies würde sich auch mit Jeremy Siegels Empfehlung decken, keine Start-Ups zu kaufen.

Anmerkung  von  Tobias    geschrieben 25.03.2013     
Website finanzweltverstehen.blogspot.de/

Tim, ich glaube du hast recht! Lesen ist wirklich das wichtigste! Ich denke, wenn man sich täglich ein wenig mit seinen Anlagen beschäftigt, kann man auch wirklich gute Unternehmen herausfiltern. Einen Indexfond oder ETF kann man zur Absicherung ja trotzdem nebenher laufen lassen.

Anmerkung  von  Markus    geschrieben 25.03.2013     
@Matthäus Piksa

Schön wenn es auch noch ein paar Optimisten mit unserer Einheitswährung gibt! ;-)
Als ich heute die Zeitung aufgeschlagen habe, habe ich wieder nur Pessimismus und negative Leserbriefe gelesen.
Eine Währung ist nur so lange stark, wie auch die Mehrheit Vertrauen in diese hat. Ansonsten ist es halt nur bedrucktes Papier.

Indexfonds, Einzelaktien, Dividenden-Strategie, Smallcap-Strategie, Low 3, Dogs of Dow, Value-Analyse, Conrarian-Strategie, Zauberformeln, KUV-Filter, Relative Stärke.... Es gibt dermaßen viele verschiedene Strategien...
Im Prinzip muss man eine finden, die einem persönlich liegt, mit der man ruhig schlafen kann und die man nicht alle 3 Jahre wieder über den Haufen wirft. In den ersten 10 Jahren ist natürlich auch sehr viel ausprobieren und lernen dabei.

Anmerkung  von  Matthäus Piksa    geschrieben 25.03.2013     
Website www.welt-im-wandel.net

@Markus

Die Vereinigten Staaten haben im Grunde die selben Probleme wie Europa.
Viele Bundesstaaten sind hoch verschuldet.
Der Unterschied zu Europa ist jedoch, dass dort niemand ernsthaft diskutiert, ob es nicht besser wäre wenn einzelne Bundesstaaten den Dollar-Währungsraum verlassen würden, obwohl man die selben Argumente, die die Euro-Kritiker benutzen auch dort anführen könnte.

Mich würde mal interessieren, was der Durchschnittsamerikaner von solch einer Idee halten würde.

Übrigens: Mein Wissen erschöpft sich an dieser Stelle. So weiß ich zum Beispiel nicht, wie das FED-System, das ja bekanntlich wie das EZB-System aus mehreren Regional-Notenbanken besteht, konkret funktioniert. Auch weiß ich nicht, ob es Ausgleichzahlungen, Target-Systeme etc. gibt.

Was ich jedoch weiß ist, dass Winston Churchill bereits 1946 davon sprach, dass Europa gut daran täte sich zu den Vereinigten Staaten von Europa weiterzuentwickeln. Das haben in dem Vereinigten Königreich scheinbar auch schon wieder einige vergessen.

Anmerkung  von  Turing    geschrieben 25.03.2013     
@Matthäus Piksa
Das hat man meines Erachtens nicht in Großbritannien vergessen, sondern in Resteuropa. Die Vereinigten Staaten von Amerika sind kein Zentralstaat. Die Gliedstaaten haben enorme Freiheiten gegenüber Washington und das ist und war immer die Stärke der Vereinigten Staaten.

In Deutschland sieht es die Mehrheit der Bevölkerung anders. In Deutschland herrschen geradezu enorme Erwartungen darin, die politische Macht immer weiter zu konzentrieren, die sich aber durch nichts in der Geschichte begründen lässt.

Gemeinsame Münze, Abbau der Handelsschranken, große Infrastrukturprojekte (Autobahnen, Hochgeschwindigkeitsbahntrassen, Flughäfen) kann man vielleicht nur auf oberen politischen Ebenen effizient umsetzen, aber muss man denn alles über einen Kamm scheren? Über Radwege im Breisgau sollte man in Berlin niemals entscheiden.

Als das Rauchverbot diskutiert wurde, meinten viele, das müsste bundesweit einheitlich sein, es dürfe "kein Flickenteppich" entstehen. - Wer sich so äußerst ist doch meiner Meinung nach nahe der geistigen Umnachtung.

Die EU entwickelt sich mehr in Richtung UdSSR. Formell gesehen gibt es unabhängige Gliedstaaten mit eigenen Regierungen, aber faktisch sind sie machtlos.

Anmerkung  von  Felix     geschrieben 25.03.2013     
Zusammenfassend kann man festhalten, dass es keinen Königsweg gibt, um Geld an der Börse zu verdienen. Hingegen gibt es viel Möglichkeiten, Geld zu verlieren.
Schon, dass jeden Kauf/Verkaufen ein Verkäufer/Käufer gegenüber steht, zeigt, dass höchstens die Hälfte richtig liegen kann. Dadurch, dass die Börsen (mit Ausnahme der Japanischen) immer neue Höchststände erreicht haben, konnte man allein durch Aussitzen vieles wieder gut machen.
Die Buffetts dieser Welt sind wohl die Schwarzen Schwäne der Finanzwelr, denen Legionen (unbekannter) Verlierer gegenüberstehen.

Was die Anmerkung des vorherigen Kommentars anbelangt, dass sich Die EU in Richtung UdSSR entwickelt, so ist das reichlich übertrieben. Diese Staaten der EU sind im Verhältnis zu ihrer Wirtschaftskraft so hoch verschuldet, dass sie von fremden Geld abhängen wie der Junkie vom Stoff. Und das geht nun mal definitiv auf Kosten der Unabhängigkeit und Freiheit. Mein Mitleid dafür hält sich in Grenzen.

Anmerkung  von  Matthäus Piksa    geschrieben 25.03.2013     
Website www.welt-im-wandel.net

@turing

In GB gibt es gerade die EU-Austrittsdebatte. Cameron möchte 2017 ein Referendum durchführen, in dem über den Verbleib des Inselvolks in der EU abgestimmt werden soll.

Deutschland funktioniert nach dem Föderalismusprinzip. Mit den Föderalismusreformen I+II (Reform der Gesetzgebungszuständigkeiten auf Bundes- und Länderebene + Schuldenbremse auf Länder- und Bundesebene) ist Deutschland perfekt für alle Aufgaben der Zukunft gewappnet. Mit der FR I wurden nämlich komplizierte Gesetzgebungsverfahren klarer strukturiert und Aufgaben des Staates eindeutiger zwischen Bund und Ländern aufgeteilt. Mit der Schuldenbremse wurde Deutschland außerdem auch im Bereich der Fiskalpolitik zukunftsfähig gemacht (die Schweiz hat ebenfalls eine Schuldenbremse).

Die EU ist Garant der Freiheit in Europa. So garantieren die Arbeitnehmerfreizügigkeit, die Dienstleistungsfreiheit, die Niederlassungsfreiheit, die Kapital- und Warenverkehrsfreiheit, dass in Europa jeder machen kann, was er will.

Anmerkung  von  Markus    geschrieben 26.03.2013     

Zum Beispiel war es gestern auch bei "hart aber fair" wieder zu sehen, wie groß das Vertrauen der Bevölkerung in die EU und die Politiker ist... Ich glaube wir haben bald 65 % wo nicht mehr daran glauben.

Das ist für mich auch das "Brenzlige". Ohne Vertrauen etwas aufzubauen ist fast zwangsläufig zum Scheitern verurteilt. Dieses Vertrauen muss durch sehr harte Arbeit und ehrliche Kommunikation seitens der "Entscheider" wieder hergestellt werden. Die Bevölkerung wird ganz wirbelig von Überschreitungen der roten Linie, vor & zurück, Angst um Ersparnisse, Milliardensummen und das dazugehörige Medienecho... Hausaufgaben, die seit Jahrzehnten nicht gemacht wurden, können auch schwerlich in 1 - 3 Jahren korrigiert werden (wie z. B. ausufernde Blasenbranchen).

Der Vergleich mit der USA... Hm, zumindest haben Sie eine Regierung und eine gemeinsame Sprache...

Warum wollen denn alle starken Länder wie Norwegen, Schweiz, Schweden, Dänemark nicht Nettozahler werden?


Anmerkung  von  Finanzielle Freiheit mit Dividenden Blog    geschrieben 26.03.2013     
Website finanzielle-freiheit-dividende-blog.de/

Wer wußte schon damals, daß Buffett so erfolgreich wird ?

Anmerkung  von  Matthäus Piksa    geschrieben 26.03.2013     
Website www.welt-im-wandel.net

@Markus
Fragen über Fragen! Wieso fragen sie eigentlich nicht den Landtags-, Bundestags und/oder Europaparlamentsabgeordneten ihres Vertrauens? (Tipp: Auf Zuständigkeiten achten!)

Ich habe auch schon mal einem Landesminister ein paar Fragen gestellt. Vor etlichen Jahren habe ich darüber hinaus auch mal einen kurzen Fragenkatalog zu einer mir unklaren Gesetzesauslegung an ein paar Bundesministerien geschickt (per e-mail). Sie werden erstaunt sein: Von allen (!) Ministerien und dem Landesminister erhielt ich befriedigende Antworten.

Wieso formulieren Sie nicht einfach einige Fragen, die ihnen unter den Fingernägeln brennen, und schicken den Fragenkatalog anschließend per Post, per e-mail oder sonst wie an die zuständigen Herren und Damen. Fragen kostet bekanntlich nichts. Außerdem werden die Abgeordneten letztlich auch dafür von unserem Steuergeld bezahlt Anfragen zu beantworten.

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Es zählen nur die Fakten

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New York, Samstag, 23. März 2013

Die Finanzmärkte bestehen zu 99 Prozent aus „Experten“, die Prognosen abgeben. Sie sagen uns alles mögliche voraus. Wo Gold, wo die Chevron-Aktie stehen wird. Sie prognostizieren exakt, was das Fass Öl kostet im nächsten Jahr, was aus der Eurokrise wird, wo die Inflation landet. Sie wissen, wo der DAX, der S&P-500-Index stehen werden. Sie behaupten, zu wissen, was Facebook verdienen wird im Jahr 2016 - bis auf den Cent genau.

Es scheint, als hätte man es mit Alleswissern zu tun. Dabei wird jeden Tag zu viel Zeit und Energie mit Dingen verbracht, die wenig Nutzwert haben. Denn die Zukunft kennen wir nicht. Zum Glück.

Bricht ein Krieg aus oder wird ein riesiges neues Ölfeld entdeckt, steht der Ölpreis plötzlich woanders. Jeden Tag passieren völlig überraschende Dinge.

Es ist geradezu Aberglaube im Spiel, wenn es um all die Wahrsagereien geht. Ich verstehe gar nicht, warum so viele Menschen auf all diese Voraussagen setzen.

Ich denke, es ist von einem viel größeren Nutzwert sich mit der Vergangenheit zu beschäftigen. Und mit dem jetzt und heute. Das sind Fakten und keine Phantasiewelten. Ich bin der Meinung die Vergangenheit sagt uns sehr viel mehr.

Ich gebe Ihnen ein Beispiel: Wenn ein Unternehmen seit 50 Jahren die Dividende regelmässig erhöht hat, ist das eine herrliche Erfolgsserie.

Der Mensch neigt satt dessen dazu, Prognosen begierig aufzusaugen. Dabei stecken Prognosen voller Annahmen.

Warren Buffett beschäftigt sich nicht mit den Studien der Wall Street. Buffett sagt, er liest die Researchberichte nur, wenn er sich amüsieren möchte. Er liest am liebsten die Fakten, die Quartalsberichte, die Geschäftsberichte, wichtige Mitteilungen des Managements. Jeden Tag liest das Genie fünf Zeitungen. Wenn er daheim ist, trägt er einen Jogginganzug. Er geht ins Internet, liest Bücher. Basierend auf diesem Fundament, trifft Buffett seine Entscheidungen. Es sind reine Fakten. Er braucht keine Umsatzschätzungen eines Analysten, die 15 Jahre in die Zukunft reichen.

Wer sich an die Fakten hält, macht bessere Entscheidungen. Sie brauchen ein striktes Modell, nach dem Sie Aktien auswählen. Überlassen Sie diese Entscheidung nicht anderen, sondern denken Sie selbst nach. Natürlich sollten Sie viel lesen. Sie sollten aber am Ende des Tages frei von Emotionen entscheiden, welche Aktie ein Kauf bzw. Verkauf ist. Hier beschreibt Buffett seinen eigenen Entscheidungsprozess sehr gut.

Es gibt Vorstände, die erzählen Ihnen das Blaue vom Himmel. Die schwärmen, welch große Entdeckungen sie machen werden, welche Medikamente sie entwickeln werden. Sie sagen, sie können den Umsatz in vier Jahren verdoppeln und den Gewinn vervierfachen. Es gibt Schatzsucher, die erzählen Ihnen, welch gigantische Minen sie in fünf Jahren errichten möchten. Dabei haben sie noch nie in ihrem Leben zuvor eine solche Mine gebaut.

Börsianer, die in die Vergangenheit blicken, sehen, ob es womöglich ein Traum sein kann oder glaubwürdig klingt. Waren die zurückliegenden Jahre mau, sollten Sie skeptisch sein, wenn plötzlich alles besser werden soll. Eine gesunde Skepsis ist gut. Setzen Sie Ihren gesunden Menschenverstand ein.

Wer sich von tollen Prognosen blenden lässt, wird auf die Nase fallen.

Beschäftigen wir uns mal kurz mit dem Normalanleger. Der kaufte im Jahr 1999 die AOL-Aktie. Der kaufte EM.TV-Aktien auf dem Allzeithoch – eine junge Münchener Medienfirma ohne Historie mit wunderschönen Träumen, mit relativ jungen Managern und einer absurden Milliardenbewertung.

Beschäftigen wir uns mit der jüngsten Finanzkrise. Was tat der Durchschnittsbörsianer? Dieser verkaufte seine Aktien während der Krise und hortet seither jede Menge Cash im Marmeladenglas. Der gewöhnliche Börsianer hat eine der besten Kursrallys in der Geschichte des Dow Jones verpasst. Woran liegt es? Weil sie Prognosen aufschnappen. Weil sie auf Untergangspropheten hören. Weil sie zu wenig lesen. Weil ihre Gefühle überhandnehmen.

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Anmerkung  von  stevoxx    geschrieben 23.03.2013     
EM.TV war mein Einstieg in die Welt der Aktien. Wann ich einstieg und wie es ausging, kann sich jeder denken... :-(
Im Nachhinein ein Lehrstück wie Gier und Herdentrieb uns immer wieder täuschen. Zu schön war die story vom smarten Münchner Unternehmen..

Anmerkung  von  Tobias    geschrieben 23.03.2013     
Website finanzweltverstehen.blogspot.de/

Man muss versuchen, seine Gier und Angst auszuschalten! Nur wenigen Menschen gelingt das.

Viele Grüße

Anmerkung  von  Jan    geschrieben 23.03.2013     
Website www.dividenden-blog.de/

Das ist genau meine Strategie, tolle Unternehmen die über Jahre hinweg ihre Qualität bewiesen haben, zu hoffentlich günstigen Kursen ins Depot legen. Hinter diesen Unternehmen steht meist ein sehr starkes Geschäftsmodell, was dem Unternehmen ermöglich dauerhaft hohe CashFlows zu realisieren und somit Aktien zurückzukaufen oder Dividenden zu erhöhen da nur noch wenige Investitionen getätigt werden müssen.

Zum Thema FInanzexperten sollte man beim Lesen von Analysen auf jeden Fall eine Menge Vorsicht walten lassen und hinterfragen wer der Ersteller der Analyse ist und in welcher Form er mit dem analysierten Unternehmen zusammenhängt. Oft spielen die Analysen den "Verkaufsabteilungen" des Unternehmens in die Karten um es mal so auszudrücken ;)

Anmerkung  von  Markus    geschrieben 23.03.2013     

Zumindest sind die Vergangenheit und die Jahresberichte eine der größtenteils gesicherten Erkenntnisse aus der Unternehmenshistorie. Besser jedenfalls als die Glaskugel. Am einfachsten ist das ganze Natürlich in die Zukunft zu interpolieren, wenn das Unternehmen sehr günstige Artikel mit Marke bzw. einem Burggraben hat.

Es gibt aber auch schöne Turnaround-Geschichten.

Gier und Angst... Ich denke es kommt ganz darauf an, seinen eigenen Investmentstil zu finden, mit dem man ruhig schlafen kann!

Anmerkung  von  Tim    geschrieben 23.03.2013     
Website www.timschaefermedia.com

@ Markus
Ja, das stimmt. Ich schätze mal, dass 95 Prozent der Börsianer keine Geschäftsberichte liest. Wer sich also dort in den offiziellen Dokumenten der Unternehmen informiert, ist bei den 5 Prozent.

Anmerkung  von  Alex    geschrieben 24.03.2013     
Dumme Frage, aber wenn ca 70% der Aktien bei Institutionellen liegen, sind die 95% nicht etwas zu hoch angesetzt...

wobei selbst da gibt es wohl auch technische, vielleicht sogar computergetradet.

Anmerkung  von  Tim    geschrieben 24.03.2013     
Website www.timschaefermedia.com

@ Alex
Ich habe die 95 Prozent einfach mal geschätzt. Ich bezog das auf Privatanleger.

Ich fand eine Erhebung, die zeigt, wie wenig Anleger sich die Mühe machen, Geschäftsberichte zu lesen. Komischerweise lesen auch Langfristanleger selten die Geschäftsberichte:
http://irwebreport.com/20110713/few-read-annual-reports/
Frauen lesen sie übrigens doppelt so häufig als Männer (Problem der Selbstüberschätzung).

Anmerkung  von  Finanzielle Freiheit mit Dividenden Blog    geschrieben 26.03.2013     
Website finanzielle-freiheit-dividende-blog.de/

Tim,

es gibt so viele Kleinanleger die 1999/2000 im Neuen Markt investiert waren und dann alles Geld verloren haben und seit dem Neuen Markt auch nie wieder an die Börse zurückgekehrt sind. Schade eigentlich. Als Value Investor kann man sich einen tollen Cash Flow aufbauen. Monat für Monat steigende Dividendenzahlungen.

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Kaufen wovor jeder Angst hat

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New York, Freitag, 22. März 2013

Ich habe einen Milliardär vor ein paar Jahren in New York getroffen. Sein Name Harry Dobson (Foto). Er lebt in Monaco. Er war mal Großaktionär des berühmten Fußballclubs Manchester United.

Dobson hat mir erklärt, wie man reich wird: „Du musst einsteigen, wenn sich niemand dafür interessiert.“ Er kaufte alte Minen in den Jahren 2000 und 2001, als der Goldpreis bei 274 Dollar stand. Heute kostet Gold 1.600 Dollar je Unze.

Dobson kennt die richtigen Leute. Er ist ein Netzwerker. Ständig sitzt er im Flugzeug, trifft Banker, Investoren, Manager.

Ich habe über ihn im Jahr 2007 einen Artikel für die Finanzzeitung „Euro am Sonntag“ geschrieben.

Jedenfalls kaufte er die kanadische Kirkland-Lake-Mine für ganze fünf Millionen Dollar vor mehr als einem Jahrzehnt. Die Schächte waren überflutet, die Anlagen verrottet. Er polierte den alten Betrieb wieder auf. Heute ist das Unternehmen an der Börse mehr als 300 Millionen Dollar wert.

Auf was ich hinaus will: Die größten Vermögen werden antizyklisch verdient. Contrarian Investing nennt man das. Sobald ein Asset oder Aktie in Vergessenheit gerät, steigen die Smarten ein.

An der Wall Street schreibe ich am liebsten über Aktien, die gerade schlechter als der Index abschneiden.

Nehmen Sie ein extrem gesundes Unternehmen wie Darden Restaurants. Jahrelang verwöhnte die Restaurantkette seine Anleger mit steigenden Umsätzen und Gewinnen sowie mit fetten Dividenden. Eines Tages kam eine Gewinnwarnung. Ein schwaches Quartal. Und schon stürzte der Kurs ins Bodenlose. Ich schrieb natürlich darüber.

Ähnlich war das beim Edel-Matratzenhersteller Tempur Pedic. Nach einer saftigen Gewinnwarnung plumpste der Kurs. Oder beim Filmverleiher Netflix. Oder beim Zeitungshaus Washington Post.

Der Durchschnittsanleger macht am liebsten das Gegenteil. Der kauft bevorzugt, was ganz oben in der Gunst der Menschen steht. Wenn das Image glänzt wie nie zuvor, kauft die Meute die Aktie. So war das bei AOL oder bei Apple.

Hierzu gibt es wissenschaftliche Untersuchungen. Die belegen: Allseits geliebte Firmen werfen an der Börse keine blitzsauberen Renditen ab.

Im Gegenteil. Firmen und Marken, die von jedem geliebt werden, sind teuer und anfällig für Kursrückschläge. Apple hat uns das eindrucksvoll gezeigt. Auf einmal crashte das Kurswunder.

Eher sollten Sie nach dem Fallobst schauen. Womöglich wird die Apple-Aktie nach dem Ausverkauf ab einem bestimmten Punkt wieder spannend.

Fassen wir zusammen: Was gehasst wird, hat mehr Kurspotential. Womöglich haben Finanzdienstleister oder die großen deutschen Versorger Potential. Beide Branchen notieren unter dem Eigenkapital beziehungsweise nahe am Buchwert. Kein Mensch interessiert sich für diese Aktien.

Ich rate: Schauen Sie sich ruhig mal die Performancelisten von unten an. Unternehmen mit einem schlechten Ruf sind eventuell ein Schnäppchen und werden weitaus mehr abgestraft, als sie es verdient haben. Irgendwann dreht der Wind.

Staranleger Bill Miller hat seine Contrarian-Strategie in einem TV-Interview kürzlich gut beschrieben. Er kauft am liebsten, was schlechter als der Index läuft. Umstrittene Aktien. Wenn Menschen Angst vor einem Unternehmen haben. Wenn es viele negative Schlagzeilen gibt. Dann interessiert sich Miller für sie.

In Deutschland und den USA gehören meiner Meinung nach Versicherungen und Großbanken in jene Kategorie.

Dauerlieblinge der Masse sind dagegen Aktien wie Michael Kors, Amazon.com, Lululemon, Salesforce.com...

Fazit: Die Kunst besteht darin, anders als die Masse zu denken. Jedenfalls hat es bei Harry Dobson funktioniert. Es gehört allerdings viel Mut dazu. Geduld brauchen Sie natürlich. Und Fehlgriffe passieren sicherlich auch.

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Anmerkung  von  LK    geschrieben 22.03.2013     
Hallo Tim,

für einen "Kleinanleger" ist diese Strategie meiner Meinung nach sehr schwer umzusetzen, da sehr viel Fach-Know-How benötigt wird, um z.B. eine Mine zu bewerten. Viele Minen haben sich ja tatsächlich als wertlos entpuppt.
Klar, die Chancen sind riesig, wenn man eine Perle erwischt.
Ich persönlich schaffe emotional höchstens Indexfonds und große Blue Chips, alles andere würde mir den Schlaf rauben.

Anmerkung  von  Tobias    geschrieben 22.03.2013     
Website www.finanzweltverstehen.blogspot.de

Hallo Tim,

ich teile Deine Ansichten.
Habe gerade selbst einen Artikel über die beiden großen deutschen Versorger geschrieben.

Viele Grüße

Anmerkung  von  Anna    geschrieben 22.03.2013     
Hallo,
naja, eine Mine ist nichts für meinereiner, da langt das Kapital nicht.
Man sollte sich aber Werte, die keiner will (vor einigen Jahren US-Werte, z.Z. Versorger), genauer ansehen und gegebenenfalls zugreifen.
Auch wenn einer mal mächtig verdroschen wird und der Kurs abstürzt, ebenfalls genauer hinsehen. Die Stopp-Loss-Strategie verschlimmert das Problem, das wird eine Spirale nach unten. Habe mal
Schering in so einer Situation gekauft (später von Bayer übernommen), später bei die AIG.
Aber das wichtigste: Man braucht immer eine gute Cashreserve, um zugreifen zu können.
Funktionieren muss es nicht immer, aber Zeit braucht man, nicht ungeduldig werden und nach 5 Tagen das Handtuch werfen.
VG Anna

Anmerkung  von  Tim    geschrieben 22.03.2013     
Website www.timschaefermedia.com

@ LK
Die Strategie ist recht einfach, finde ich: Einfach den Dow Jones oder DAX von unten anschauen. In den USA gibt es ja die Strategie des "Dogs of the Dow".

Bei den Minen gebe ich dir Recht. Da sollte man sich sehr gut auskennen. Sonst macht das keinen Sinn. Man muss die Führungskräfte kennen, die "wahren" Ressourcen verstehen, man muss Gutachten (43-101) lesen können etc.

Anmerkung  von  Ulrich    geschrieben 22.03.2013     
Es gibt auch spezielle Turnaround-Fonds, die auf einen Trendwechsel bei Unternehmen setzen.

Und man kann per Fonds und ETF auf ganze Länder/Regionen setzen, die allgemein gemieden werden: Russland, Nordafrika, Griechenland ...

Wenn hier der Turnaround kommt, kann es sich richtig lohnen. Ohne gute Nerven und viel Geduld geht es halt nicht. Und nicht jeder Turnaround-Kandidat bekommt den Turnaround auch hin ...

Anmerkung  von  Tim    geschrieben 22.03.2013     
Website www.timschaefermedia.com

@ Ulrich
stimmt. Einer der bekanntesten Turnaround-Anleger in den USA ist Bruce Berkowitz. Der kauft, was die Masse hasst.

Das ist sein Portfolio.

Anmerkung  von  Markus    geschrieben 22.03.2013     

Ich finde es schwierig für die meisten Privatanleger umzusetzen. Zumindest bei Einzeltiteln.
Solche Investoren haben oft Bekannte aus Firmenführung, Banken, Wirtschaftsbossen, einen besseren Überblick, ob die Mine / Firma wieder auf die Beine kommen kann usw.
Wenn ein Investor mit genügen Bargeld am Rand steht und bereit ist alles zu tun ist es gar kein so großes Risiko mehr.
Auch Buffett hatte bzw. hat ein riesiges Netzwerk von sehr fähigen Unternehmenslenkern... Welcher kleine Angestellte hat das?

Chancen bzw. Risiken gibt es in Griechenland, Italien, Eon, Solarworld, Renault, allgemein Bankensektor u. v. m.

Teilweise sind einige Investments so stark von Banken, Währungsumstellungen oder Staaten abhängig, dass ich nicht einschätzen kann, wie lange die Geduld und der gute Wille der Geber anhält.

Prinzipiell halte ich Blue Chips mit Marke, nichtzyklischer Konsum, Dividendenwerte wie die Aristokraten, etf`s nach BIP-Aufteilung für wesentlich geeignetere Anlageformen für einen normalen Privatanleger als eine Contrarian-Investment-Strategie.

Über ein Rebalancing bei starken Werten oder etf`s inklusive smallcaps und emerging markets investiert man auch antizyklisch!

Es soll aber auch gute Contrarian Investoren geben, die Spaß daran haben Bilanzen zu durchwühlen, Statistiken und Gutachten auszuwerten, starke Netzwerke haben... Diesen Investoren bin ich nichts neidisch und werde deswegen keine Strategie ändern... Vor allem keine, mit der ich ruhig schlafen kann!


Anmerkung  von  stevoxx    geschrieben 22.03.2013     
Klingt einfach, ist es aber nicht.
Wann ist man Teil der Masse und wann nicht? Unser Schulsystem und unsere Arbeitswelt ist auf Konformität aufgebaut. Es braucht viel Zeit und Geduld, dieser mentale Mauern niederzureißen und neu aufzubauen.

Anmerkung  von  David    geschrieben 22.03.2013     
Website wohlstand-durch-wachstum.blogspot.de/

Sehr schöner/guter Artikel Tim, sehr schönes Foto. Eigentlich ist es immer gleich. Die meisten Anleger kennen die ganzen Sprüche, Tipps, Anmerkungen der großen Anleger wie z.B. dass man gegen den Strom schwimmen soll, kaufen soll wenn alle verkaufen usw. Man überlegt sich diese Tipps nächstes mal, wenn es soweit ist, umzusetzen. Dann kommt endlich der erhoffte Zeitpunkt und die Tipps sind weg, irgendwo im Hinterkopf verschwunden. Man verfällt selbst in Panik, verkauft seine ganzen Aktien oder sitzt wie gelähmt vor dem Bildschirm und weiß nicht was man tun soll. Bis sich dann die ganzen Märkte erholt haben und man dann sieht das man hätte kaufen sollen...
Manchmal wünsche ich mir dass ich Ende 08/ Anfang 09 18 Jahre gewesen sein sollte und dann Aktien gekauft hätte - oder Ende 2011. Doch leider wurde ich erst nachher 18, meine Eltern natürlich keine Aktien-Fans nach wie vor nicht und so komme ich etwas verspätet durch mein pysiologisches Alter an den Markt.
Genauso verhält es sich übrigens gerade mit E.on bei mir. Ich habe selbst E.on- Aktien im Depot habe aber bis jetzt noch nicht nachgekauft, hole dies jetzt nach. Ich sah nur den Absturz, verkaufte zwar nicht, tat aber auch nichts anderes.
Man könnte ja einfach mal logisch nachdenken. In DE gibt es zwar über 900 Stromanbieter, die meistens sind jedoch zimmlich klein. Die 4 größten sind RWE, E. On, Vattenfall und EnBW mit einem geschätzten Marktanteil von 80 %- 90 %. E.on davon der größte. Klar geht es dem Konzern gerade bescheiden, aber langfristig nimmer! Strom ist heutzutage fast schon essenziell. Ohne läuft hier gar nichts, aber wirklich nichts. Sprich einfach logisch nachdenken, Konzern checken sowie die ganze Umwelt und dann kaufen. In den Regel kann dann nichts schiefgehen.

Gruß David

Anmerkung  von  Tim    geschrieben 22.03.2013     
Website www.timschaefermedia.com

@ David

Gedanklich wegkommen kann jeder von den "besten Firmen", den "tollsten Marken", den "besten Arbeitgebern", wenn man diese Listen von unten anfängt, zu lesen. Dort sind jene Aktien zu finden, die das höchste Verbesserungspotential haben. Hier ist so eine Bestenliste:
http://www.harrisinteractive.com/vault/2013%20RQ%20Summary%20Report%20FINAL.pdf

Anmerkung  von  Finanzielle Freiheit mit Dividenden Blog    geschrieben 22.03.2013     
Website finanzielle-freiheit-dividende-blog.de/

Ich glaube auch das die Strategie sehr schwierig für einen Kleinanleger umsetzbar ist.

Darden Restaurant habe ich Anfang des Jahres auch für mein Dividenden Depot gekauft.

Anmerkung  von  Tobias    geschrieben 22.03.2013     
Website finanzweltverstehen.blogspot.de/

Ich habe Darden Restaurants ebenfalls im Depot. Allerdings kann ich nur davor warnen, Aktien von Unternehmen zu kaufen, die man selbst nicht kennt. Wenn man allerdings schon öfter die Vereinigten Staaten besucht und stets gerne und gut bei Olive Garden gegessen hat, kann man sich auch solch einen Titel beruhigt ins Depot legen.

Viele Grüße

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Von den Norwegern lernen

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New York, Mittwoch, 20. März 2013

Wenn die meisten Menschen ein ökonomisches Problem sehen, sehen Genies wie Carl Icahn, George Soros, Seth Klarman oder Warren Buffett Chancen. Die Stars haben die Gabe, besser auseinander halten zu können, wo die wahren Risiken schlummern und wo Chancen lauern.

Die Masse ist damit überfordert. Die Meute wird euphorisch, wenn die Börse auf einem Allzeithoch notiert. Dann werden die Genies sehr vorsichtig.

Die besten Anleger investieren aggressiv, wenn die Masse nur Gefahren sieht. Sie können dieses Konzept nun Contrarian Investing oder Value Investing nennen. Oder wie auch immer.

Schauen wir uns jetzt die aktuelle Situation an: Die Wall Street steht auf einem Allzeithoch. Die Menschen werden mutiger, fangen an, Aktien zu kaufen. Insofern sind jetzt die Risiken höher als vor vier Jahren, als die Kurse um 50 Prozent eingebrochen waren.

Der gewöhnliche Anleger neigt aufgrund seiner unkontrollierbaren Gefühlswelt dazu, hohe Kurse als attraktiv zu empfinden und niedrige Kurse als brandgefährlich einzuschätzen. Weil das die meisten Menschen eben nicht richtig auseinanderhalten können, kreieren sie Blasen. Anschließend hinterlässt die Meute Trümmerhaufen. Dieses Konzept der Blasen und Trümmer wiederholt sich ständig.

Es ist so, als ob Sie jedes Mal zu spät zum Dinner kommen würden. Eben dann, wenn die guten Happen weg sind. Der Durchschnittsanleger kommt zur Party, wenn nur noch Krümel übrig sind. Wer etwas cleverer ist, schafft es wenigstens zum Nachtisch. Zu jenem Zeitpunkt sind sicherlich vom Hauptgericht noch Reste übrig, ein paar leckere Drinks sicherlich auch. Der smarteste Gast (Buffett, Icahn, Soros) kommt superpünktlich – am besten bevor das Dinner beginnt.

Um es zusammenzufassen: Rekordkurse bedeuten mehr Risiken als niedrige Kurse. Insofern ist es ratsam, jetzt etwas vorsichtiger zu werden. Um es mit dem Dinner zu vergleichen: Womöglich wird gerade der Nachtisch den Gästen gereicht. Für Euphorie war in den vergangenen vier Jahren die bessere Zeit (Vorspeise, Hauptgang). Die Herde versteht diesen Grundzusammenhang nicht. Deshalb schneidet der Durchschnittsanleger lausig an der Börse ab. Der Normalanleger kauft eben tendenziell zu teuer und verkauft zu billig.

Nicht verschweigen möchte ich, was Buffett, Alan Greenspan (TV-Foto CNBC), Staranleger Bill Miller und BlackRock-CEO Laurence Fink sehen. Die rechnen offenbar allesamt mit einem gewaltigen Börsenanstieg, der uns bevorsteht.

Eine weitere Lehre sollten wir ziehen: Wir sollten keinesfalls versuchen, die Börse zu timen. Denn all das Hin und Her kostet uns unnötig Tradinggebühren und Steuern. Es lohnt sich einfach nicht. Studien belegen das ganz klar.

Kein Mensch weiß, wann die Kurse einen neuen Sprint nach oben hinlegen und wann sie einbrechen werden. Das kann keiner genau vorhersehen. Es kann jederzeit passieren. Es kommt keiner vorher mit dem Glöckchen vorbei, um uns einen Stimmungswechsel mitzuteilen.

Die richtig guten Profianleger haben aus diesem Grund einen langen Anlagehorizont. Zwischen dem Jahr 2000 und 2012 verdiente die Vermögensverwaltung der Yale Uni zwölf Prozent per annum. In der gleichen Zeit brachten US-Aktien nur zwei Prozent. Von den 100 Milliarden Dollar Assets waren 43 Prozent in Alternative Anlagen geflossen, also in so exotische Anlageformen wie Hedgefonds oder Private Equity.

Für den Privatanleger eignet sich das weniger. Hedgefonds sind intransparent. Für Kleinanleger sind sie in der Regel nicht zu haben. Mit Private Equity ist das ähnlich.

Also macht es Sinn, andere erfolgreiche Profis zu kopieren. Das können Sie mit Leuten wie Icahn, Buffett oder Soros tun. Deren Beteiligungen sind publik.

Alternativ können Sie schauen, was Norwegen macht. Seit 2000 verdienten die Norweger mit ihrem Staatsfonds vier Prozent per annum. Das Doppelte der US-Börse in dieser Zeit. Das Portfolio ist diversifiziert. Es sind 9.000 Unternehmen im Depot enthalten. Der Trick: Die Norweger haben Geduld. Sie haben Zeit. Sie sind bereit, wenn die Börse ins Rutschen kommt, einen Abschwung auszusitzen. Wenn die Börse sinkt, kaufen die Norweger zu. Sie verlieren nie die Nerven.

Das sollten Sie auch tun.

Hören Sie besser nicht auf Leute, die Ihnen erzählen möchten, wo der Markt nächsten Monat oder nächstes Jahr exakt stehen wird. Das ist völliger Unsinn. Leider kommen in den bekannten TV-Börsensendern viel zu viele „Wahrsager“ zu Wort. Der Nutzwert von diesen Kursprognosen ist meiner Meinung nach gleich Null.

Was würde ich jetzt tun? Warten Sie einfach auf einen neuen Einbruch. Sobald die Börse das nächste Mal um 30, 40 oder gar 50 Prozent fällt, haben Sie Mut. Sie kennen bestimmt den Spruch: „Wenn Blut auf den Strassen fließt, kaufen sie so viel sie können.“ Dann sammeln Sie die besten Firmen zu Schnäppchenpreisen ein.

Die Eine-Million-Dollar-Frage ist jetzt: Wann kommt der nächste Crash? Keine Ahnung. Das sollte Ihnen egal sein. Die soliden Aktien, die jetzt in Ihrem Depot liegen, würde ich wie einen alten Schinken einfach liegen lassen. Wenn Ihnen eine tolle Aktie in der Zwischenzeit über den Weg läuft, können Sie nach wie vor zugreifen. Aber etwas vorsichtiger wäre ich schon. Und gehen Sie selektiv vor.

Wenn die Kurse das nächste Mal abstürzen, rate ich mit dem Kerndepot zum Aussitzen und Abwarten. Vier Jahre nach der schlimmsten Krise seit dem Zweiten Weltkrieg stehen die Weltbörsen wieder im Plus. Wer in dem jüngsten Crash verkauft hat, hat den Fehler seines Lebens gemacht.

Fazit: Eine clevere Strategie ist das A+O für eine gute Performance. Behalten Sie immer die Nerven. Egal, was passiert. Etwas Liquidität in der Kriegskasse, um jederzeit gewappnet zu sein, ist ratsam. Man weiß nie. Das Kerndepot würde ich durch gute und schlechte Zeiten einfach durchhalten. So wie es Buffett und die Norweger tun.

Meine vier Aktien für die Rente haben sich bislang gut geschlagen. Nur die Heinz muss ich jetzt leider austauschen, weil mir Buffett den Ketchuphersteller weggeschnappt hat - ohne uns Kleinaktionäre zu fragen.

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Anmerkung  von  Matthäus Piksa    geschrieben 21.03.2013     
Website www.welt-im-wandel.net

Die Norweger sind schon ein verdammt cleveres Volk. Während in manchen Ländern die Reichtümer aus der Rohstoffausbeutung unter einigen wenigen verteilt werden, baut Norwegen seinen Staatsfonds immer weiter aus, so dass letztlich die gesamte Bevölkerung von den Kapitalmärkten profitiert.
Interessant dabei ist, dass sie ihr Engagement in den europäischen Ländern zugunsten einiger Schwellenländer zurückgefahren haben.

Anmerkung  von  Finanzielle Freiheit mit Dividenden Blog    geschrieben 21.03.2013     
Website finanzielle-freiheit-dividende-blog.de/

Wenn man nicht auf Kursspekulationen setzt, dann kann man doch jeden Monat weiter Aktien kaufen, wenn man die Dividendenstrategie langfristig verfolgt.

Anmerkung  von  D.K.    geschrieben 21.03.2013     
"Wer in dem jüngsten Crash verkauft hat, hat den Fehler seines Lebens gemacht."

An dieser Stelle musste ich schmunzeln.

Du hast vollkommen Recht. Die Börse hat schon mehrere Krisen überwunden, was man nicht gerade von zahlreichen Unternehmen/Banken behaupten kann. Und wer sich dividendenstarke Titel ins Depot holt, sollte hoffentlich die Krisen ohne Angst überstehen können. Es gibt genug Firmen, die, wenn es mal schlecht läuft, trotzdem Jahr für Jahr Dividenden ausschütten, die man wieder reinvestieren kann.

Du hast schon mal von dem Schneeballeffekt gesprochen, Tim.

Und wer diese Strategie über 20-30 Jahre fährt, wird höchstwahrscheinlich viel früher in Rente gehen / eine finanzielle Unabhängigkeit erreichen. Ohne dabei wirklich auf Lebensqualität während dieser Jahre verzichten zu müssen.
Sagt ja auch keiner, dass man nicht konsumieren soll. Alles in Maßen - wie es so schön heißt. Und das trifft nicht nur auf das Thema Investieren zu, sondern auch auf andere Lebensbereiche wie z.B. gesunde Ernährung (ich esse auch ab und zu mal bei den diversen Schnellimbissketten, aber alles im gesunden Maß), Sport usw. Ich finde es sehr wichtig, dass man auf sich Acht nimmt.
Man muss kein Genie sein, um halbwegs erfolgreich seinen Weg zur finanziellen Unabhängigkeit zu gestalten.

Was ich noch sagen wollte zum Thema „Expertenmeinungen“. Ich selbst verfolge einen Blog, wo oft Grafiken von Kursen gezeigt werden mit zahlreichen Geraden in allen Regenbogenfarben. Diese sollen den möglichen Kursverlauf der Aktien identifizieren. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was ich davon halten soll. Es ist mir fremd und ich lasse lieber die Finger von solchen „Analysen“. Wären solche Grafiken zu 100% genau, würden die Blogbetreiber schon längst Millionäre sein. Sind sie aber höchstwahrscheinlich nicht.

Anmerkung  von  Frank    geschrieben 21.03.2013     
Guter Beitrag!

Ich halte meine Aktien, egal was kommt. In miesen Zeiten kaufe ich nach.

@Tim: Kennst du dich im deutschen Steuerrecht aus? Wenn ich meine Aktien über Jahre/Jahrzehnte halte und die Gewinne nicht durch einen Verkauf der Titel realisiere, muss ich dann eigentlich Jahr für Jahr einen Freistellungsauftrag für Kapitalerträge (801 EUR maximal) stellen oder kann ich mir das schenken?

Viele Grüße nach NY

Anmerkung  von  Graf Dracula    geschrieben 21.03.2013     
@D.K.

Die selbsternannten Experten, welche gerne Picasso konkurrenz machen wollen und sich als wichtig feiern lassen, haben imho den Sinn und Zweck der Börse nicht verstanden.

Wer "Bildchen" kauft, wird auf Dauer keinen Erfolg damit haben. Wäre dies anders, hätten diese Picassos längst Warren Buffet überrundet.

Wenn Du Dich also an erfolgreichen Firmen beteiligst - und das langfristig - dann wirst Du diese "Experten" um Längen schlagen.

Anmerkung  von  Sams    geschrieben 21.03.2013     
@Frank
Müsste doch mit deiner Depotbank zu klären sein. Mein Freistellungauftrag gilt unbefristet und wird einfach im neuen Jahr automatisch von meiner Bank verlängert.
Aber wenn Buchgewinne nicht realistiert werden fällt logischerweise
auch keine Kapitalertragssteuer an.
Ich würde mich bei meiner Bank erkundigen.
Aber auch wenn die Dividenden mal den Freistellungsbetrag von 801 Euro übersteigen unbedingt noch die Einkommenssteuererklärung machen, die 25% die pauschal abgezogen werden können höher sein als dein Einkommenssteuersatz (hängt vom Verdienst ab).
P.S. Kaufe Aktien auch zum Halten wäre aber schon mal neugierig zu sehen wie sich Verlustvortrag in verbingung mit Gewinnen so auswirkt.
Nur will ich mit von keiner +Position trennen.lol

Anmerkung  von  Gast    geschrieben 21.03.2013     
Anleger und ihre Nervosität
Viele Anleger träumen davon Aktien mit einem dicken Plus in ihren Depots zu sehen. Schön leuchtend, in grüner Schrift sieht es einfach toll aus : Nestle + 100 %.
Leider wird dies für viele Anleger ein Traum bleiben...... sie scheitern an ihren Nerven. Die einen verkaufen mit Verlust, und die anderen verkaufen zu früh.

Aktienbesitzer kennen sich aus, mit der Nervosität. Einen Grund für Unruhe gibt es für Aktienbesitzer eigentlich jeden Tag, und dennoch gelingt es nur den wenigsten, sich dieser Unruhe zu entziehen.Mal ist es irgendeine Krise, mal der zu hohe Stand der Indizes, hin und wieder rechnet man an der Börse auch mit nichts geringeren als den Weltuntergang.
Es ist nur menschlich, wenn ein Anleger nach dem Kauf einer Aktie unruhig wird, wenn gerade diese Aktie, zeitnah nach dem Kauf an Wert verliert. Es wird nach Erklärungen für den Kurseinbruch gesucht, man hinterfragt die Gründe für diesen Kauf, und am Ende stellt sich der Anleger unwillkürlich die Frage : Soll ich verkaufen ? Dann fällt dem Anleger noch ein Spruch von „Experten“ ein, der lautet : Verluste soll man begrenzen. Also wird mit Verlust verkauft.... puh, endlich wieder Ruhe.

Komischerweise ist die Nervosität für erfolgreiche Anleger auch ein bekanntes Gefühl, und somit auch ein Problem.Ein Problem, das so manchen Anleger schon viel Geld gekostet hat.

Ein Anleger kauft eine Aktie und diese steigt schnell nach oben.
Liegt die Aktie 5% im Plus,freut sich der Anleger noch über seinen genialen Einstiegszeitpunkt. Er fühlt sich gut, und alles ist in bester Ordnung. Bei 10% beginnt bei vielen Anlegern der Drang, diesen Gewinn „sichern“ zu wollen..... die Unruhe beginnt, und irgendwann siegt der Drang nach Ruhe und Sicherheit, die Aktie wird mit 15 oder 20 % Gewinn verkauft.... puh , endlich Ruhe

Einer der Gründe, warum viele Anleger ( natürlich auch ich ) oftmals Fehler begehen, ist meiner Meinung nach die Überflutung von Informationen. Diese Überflutung an Informationen läst uns als Anleger nervös werden, und wir fangen an Fehler zu machen. Aktien toller Unternehmen werden kurzfristig ge-oder verkauft, nur weil in den Medien mal wieder Zweifel oder Panik ausgerufen wird. Man sollte aber nicht vergessen das Zeitungen und Fernsehn mehr Geld damit verdienen, wenn sie Mord und Totschlag, Angst und Unsichertheit verkünden, anstatt zu berichten, wie es einer Enten-Familie gelungen ist, eine sechsspurige Autobahn zu überqueren, oder Aktien zu erwähnen, die seit Jahrzehnten erfolgreich sind, und jede Krise überstanden haben. Es wird in immer kürzeren Zeitabständen gedacht. Monate,Wochen, Tage, ja sogar stündliche Breaking-News werden reisserrisch aufgemacht. So etwas geht an vielen Anlegern nicht spurlos vorbei.Sie fangen an zu Handeln.Aus Handeln wird gewohntes Traden und die Gebühren fürs Traden steigen.Im Hintergrund lacht die Bank, denn öfteres Traden bedeutet schliesslich Geld für die Bank.

Meine Strategie gegen die Nervosität

Ich kaufe grundsolide Aktien wie BASF, Nestle, BAT, General Mills, Reckitt Benckiser, Colgate, Exxon, Chevron, P&G, Münchner Rück, Coca-Cola, Nestle, Philip Morris und Pepsico . Ich schalte die Berieselung der Medien ganz bewusst öfter ab, und lasse den Aktien Zeit, Zeit und nochmals Zeit, sich zu entwickeln. Alleine mit den eingefahrenen Dividenden in den nächsten Jahren, besser Jahrzehnten, sollte ein schönnes Sümmchen zusammenkommen. Die Liste der genannten Aktien könnte ich um etliche Unternehmen vergrössern, sie sollten nur als Beispiel gelten.
Wer in gute Unternehmen investiert, und deren Aktien Zeit gibt, kann die Nervosität in den Griff bekommem und Gebühren sparen. Und wer weiss ? Vielleicht sehe ich eines Tages in meinem Depots :
Reckitt Benckiser : + 100 % Generall Mills: + 100 %
BAT : + 100%
Chevron + 100 % Colgate + 100 %



Anmerkung  von  Felix    geschrieben 21.03.2013     
Ich mache das auch so mit den grundsoliden Aktien und ich habe auch schon bei einigen die grün leuchtenden +100 % und mehr stehen. Ein gutes Gefühl! Ich verkaufe deswegen aber nicht, schon deswegen nicht, weil ich diese Aktien vor der Einführung der Abgeltungssteuer gekauft habe und inzwischen eine oft zweistellige Dividendenrendite mit diesen Titeln erziele.

Freilich schützen auch diese tatsächlich oder vermeintlich grundsoliden Bluechips nicht vor Verlusten. NOKIA, E-on, Telefonica, Dell, HP waren auch einmal Grundsolide.

Anmerkung  von  Sams    geschrieben 21.03.2013     
Ach France Telecom könnte man da auch noch nennen. Unglücklicherweise habe ich die auch im Depot.
Aber was soll es General Electric +50
France Telecom -39, ich glaub ich wart auf die Hauptversammlung werde den Jahresbericht lesen und evtl noch mal kaufen. Entweder bin ich blind und seh den Weltuntergang nicht.
Fahre ehrlich gesagt ohne großes Gewinn- und Verlustrealisieren recht passabel.


Anmerkung  von  Tim    geschrieben 22.03.2013     
Website www.timschaefermedia.com

@ Frank
Mit Steuern kenne ich mich leider nicht sonderlich gut aus. Ich habe einen Steuerberater, der sich um solche Sachen kümmert.

@ Gast
Danke. Gut erklärt.

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Sieben Spartipps

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New York, Dienstag, 19. März 2013

Ich rate Ihnen, aggressiv für das Alter zu sparen. Die westliche Welt steht vor einer Herausforderung: Die gesetzliche Rente reicht nicht mehr aus, um künftige Generationen an Ruheständler durchfüttern zu können. Die Ersparnisse der Arbeitnehmer sind oftmals nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Denken Sie nur an die steigenden Krankenkassenbeiträge, Mieten, Lebensmittelpreise. Kurzum: Berücksichtigen Sie die Inflation. Die Geldentwertung nagt unentwegt an Ihrem Ersparten.

Gleichzeitig steigt kontinuierlich die Lebenserwartung.

Stellen Sie also einen vernünftigen Sparplan auf. Achten Sie darauf, Ihre Anlagen nicht zu sehr der Inflation auszusetzen. Aktien bieten zum Beispiel einen guten Schutz vor der Geldentwertung. Immobilien auch. Ebenso eignen sich Indexfonds oder ETFs. Ungeeignet für die Altersvorsorge sind Sparbücher, niedrige verzinste Festgelder, Spardosen usw.

Ferner sollten Sie strikt auf die Kosten achten, wenn Sie Finanzprodukte kaufen. Die Nebenkosten und Risiken werden oftmals unterschätzt.

Einer Umfrage zufolge sind 21 Prozent der amerikanischen Arbeitnehmer skeptisch, ob sie genug Ersparnisse fürs Alter haben. 28 Prozent der Befragten fühlt sich sogar überhaupt nicht wohl mit den eigenen Rücklagen. Das sind alarmierende Zahlen.

Ich glaube, das ist ein weltweites Phänomen. Sparen ist nicht einfach. Karrieren verlaufen nicht mehr schnurstracks wie auf der Leiter nur nach oben. Produktivitätssteigerungen sorgen dafür, dass immer weniger Arbeitnehmer in der westlichen Welt gebraucht werden.

Ich habe sieben Spartipps für Sie zusammengetragen.

1. Verzichten Sie nach Möglichkeit auf Kredite, insbesondere Konsumentenkredite. Was Sie sich etwas nicht leisten können, sollten es sich keinesfalls auf Pump gönnen. Um 1,00 Euro ausgeben zu können, müssen Sie ca. 1,35 bis 1,40 Euro brutto verdienen. Wer auf Kredit konsumiert, muss vermutlich, um 1,00 Euro ausgeben zu können, 2,00 Euro verdienen.

2. Leben Sie nach Möglichkeit grundsätzlich unterhalb Ihrer Verhältnisse. Ich habe mein Auto verkauft. Mein Fernseher ist über zwölf Jahre, mein Handy drei Jahre alt. Mein Handy sieht in etwa so aus.

3. Abnehmpulver, Vitamindosen, Eiweißpulver, Wundermittel sind in den meisten Fällen unnötig. Diese Pillen und Pulver sind bei einer gesunden Ernährung gar nicht nötig. Hier wird oft eine Illusion verkauft. Mit der Realität hat das Zeug oftmals wenig zu tun. Ein Bekannter ist Ernährungswissenschaftler. Der sagte mir: „Vergesse das teure Zeug. Das ist bei einer normalen Ernährung nicht nötig.“ (Natürlich kann es individuelle Ausnahmefälle geben.) Eine ganze Branche lebt von dem Kram. In Manhattan gibt es mittlerweile an jedem Eck solche Vitamin-Läden.

4. Ich trinke Leitungswasser. In den USA kaufen die Leute gerne exotische Mineralwässer. In New York kostet die Flasche Gerolsteiner 2,29 Dollar. Warum muss ich in den USA deutsches Mineralwassser trinken? So ein Unsinn. Amerikaner kaufen gerne Fiji Wasser oder das norwegische Edelwasser Voss. Ich halte das für ziemlich teuer. Auf meinem Foto sehen Sie teures Zeug, das ich in meinen Schränken entdeckte.

5. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen: Wer bar bezahlt, gibt weniger aus. Wer die Plastikkarte zückt, gibt mehr aus. Also besser mit Cash bezahlen.

6. Saisonales Obst und Gemüse schmeckt besser, ist günstiger. Abgepackte Fertiggerichte stecken voller Salz, Zucker, Fett. Die Boxen sind sauteuer. Lieber selber kochen. Das ist gesünder.

7. Manch ein Milliardär fliegt zweiter Klasse. Sie lieben gebrauchte Autos, haben wenig Zeug im Haus. Luxus und Statussymbole führen nicht automatisch zu mehr Zufriedenheit.

Ich könnte die Liste endlos fortsetzen. Im Internet finden Sie jede Menge Spartipps. Kostenloses Girokonto. Strom- und Gasanbieter wechseln. Sparlampen. Last Minute Reisen... Vielleicht haben Sie noch einen Vorschlag für meine Liste?

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Anmerkung  von  Matthäus Piksa    geschrieben 20.03.2013     
Website www.welt-im-wandel.net

Die Liste sieht vernünftig aus. - Ich kann dem nichts hinzufügen. Es geht beim Sparen schlichtweg darum die Kostenseite unter Kontrolle zu haben und auf der Einnahmeseite dafür Sorge zu tragen, dass genug reinkommt. Hin und wieder sollte man sich aber auch was gönnen, sonst macht das ganze ja überhaupt keinen Spaß.

Ich habe schon seit Jahren gar keinen Fernseher. Ich hatte bislang noch nie den Eindruck, dass ich irgendwas verpasst hätte. Selbst Arte, 3Sat und Phoenix (kann man auch ohne TV-Gerät über's Internet schauen - zattoo/mediathek), die wohl noch die informativsten Sendungen produzieren, schau ich kaum. Mir gibt das alles irgendwie nicht viel. Dafür stöbere ich gerne auf youtube, dort findet sich immer was tolles.

Ich meine sogar, dass Studien belegen, dass Menschen umso schlechter mit Geld umgehen, je mehr Fernsehen sie schauen.

Mein Finanztipp Nr.1 lautet daher: TV-Gerät entsorgen!

Anmerkung  von  Tim    geschrieben 20.03.2013     
Website www.timschaefermedia.com

@ Matthäus

Die Folge des übermässigen TV-Glotzens leuchtet ein: Wer lange genug in die Röhre guckt, wird von der Werbung berieselt. Im Anschluss wird der Kram gekauft.

Die Amis schauen 4 bis 5 Stunden täglich TV. Das ist enorm.

Anmerkung  von  finanziell umdenken    geschrieben 20.03.2013     
Website finanziell-umdenken.blogspot.de/2013/03/grundregeln-der-f

Hi Tim,

gute Zusammenstellung der Sparmöglichkeiten. Und es ist völlig richtig, wer dauerhaft unter seinen finanziellen Verhältnissen lebt, häuft zwangsläufig ein stattliches Vermögen an.

Die ist jedoch nur der erste Schritt. Die Ersparnisse müssen irgendwann sinnvoll investiert werden. Nur dadurch kann sich der Zinseszins-Effekt voll entfalten. Beides zusammen führt letztendlich dazu, dass man sich um seine Altersvorsorge keine ernsthaften Sorgen mehr machen muss.

VG
Lars

Anmerkung  von  Finanzielle Freiheit mit Dividenden Blog    geschrieben 20.03.2013     
Website finanzielle-freiheit-dividende-blog.de

Ich gebe Dir Recht Tim, dass man eigentlich heute zu Tage keinen TV mehr benötigt. Es wird sowieso meistens nur Schrott gesendet. Lieber bilde ich mich im Internet weiter, oder lese ein paar Fachbücher.

Zum Thema Minimalismus habe ich auch schon mal etwas auf meinen Blog gepostet: http://finanzielle-freiheit-dividende-blog.de/2011/10/minimalisten/

Anmerkung  von  kartäuser    geschrieben 20.03.2013     
Das hier ist ein wirklich toller Blog. Viele Beiträge sprechen mir aus der Seele.

Das mit dem Sparen hat m. E. aber auch noch eine zweite Seite. Irgendwann sind die Staaten gezwungen den Bürgern, die etwas zur Seite gelegt haben, wieder einen Teil wegzunehmen um Ihre Ausgaben decken zu können. Ggf. müssen von den Staaten auch geplante Mindestrenten usw. finanziert werden. Wie so ein Schnitt bei Erspartem funktionieren könnte sieht man ja jetzt in Zypern oder in verschiedenen Wahlprogrammen deutscher Parteien. Ich habe da deshalb meine Zweifel, ob Sparen für später wirklich einen Vorteil bringen wird, wenn einem ja sowieso zu gegebener Zeit (Bei Bedarf des Staates) ein Teil oder auch mehr wieder genommen wird. Das Gesparte stammt ja aus bereits versteuertem Einkommen, das Einkommen hieraus (Zinsen, Dividenden usw.) wird wieder versteuert und am Ende wird dann bei Bedarf in der Staatskasse erneut eine Abgabe fällig.

Schöne Grüße und mach bitte weiter so mit dem Blog.

Anmerkung  von  Jan    geschrieben 20.03.2013     
Website www.dividenden-blog.de/

@kartäuser
Genau das ist auch mein Problem. Ich denke ebenfalls es ist wichtig zu sparen und sich etwas zurückzulegen. Ich glaube in den USA ist das sogar eine Säule der Altersvorsorge wobei es diese 400k-Depots gibt, die im Alter steuerfrei oder steuerbegünstigt sind (liege ich da richtig?). Aber wir sehen gerade in Zypern was den Kleinsparern drohen kann, auch wenn dieses Vorgehen fürs erste verhindert wurde ist es in meinen Augen nur noch eine Frage der Zeit bis irgendein anderes europäisches Land ein ähnliches Schicksal ereilt.

Anmerkung  von  Frank    geschrieben 20.03.2013     
Hallo,
als Teilzeitarbeiter habe ich auch nicht viel Geld zur Verfügung (dafür viel kostbare Zeit).
Mich stört das Gejammere darüber, dass alle zu wenig verdienen und sich das Leben kaum noch leisten können.
Es ist lediglich eine Frage der Prioritäten.
Man muss den Konsumwahnsinn nicht mitmachen. Wenn man merkt mit wie wenig man eigentlich auskommen kann, dann stellt sich (zumindest bei mir war das so ) ein wohltuendes Gefühl der Freiheit und Zufriedenheit ein.
Den Konsumwettlauf mit den Nachbarn, größeres Auto, exotischerer Urlaub...) braucht kein Mensch.
Eine Radtour an derIsar, chillen in der Gartenlaube..., dass ist für mich Erholung pur.
Wenn ich etwas wirklich ( auch nach mehrmaligem Drüberschlafen) möchte, dann wirds mit bestem Gewissen gekauft.
Frank

Anmerkung  von  Benjamin Krüger    geschrieben 20.03.2013     
So bei Punkt 5 scheiden sich die Geister. Also ich spar mir dank der Plastikkarte einiges an Flugkosten und die „Dinge“ des täglichen Lebens müssen so oder so gekauft werden. Der richtige Umgang macht allerdings den Unterschied.
Aber noch ein Spartipp: MHD Reduzierte Ware im Supermarkt nicht links liegen lassen.

Anmerkung  von  D.K    geschrieben 20.03.2013     
T. Harv Eker:
So denken Millionäre

Das Buch kann ich jedem nur ans Herz legen.
Sehr gute Tipps, was u.a. das Sparen anbelangt und wie man zu mehr Geld kommt.
Und es funktioniert, ich wende seine Tipps seit mehr als einem Jahr an.
Riesen Dank an T. Harv Eker.

Weiterhin sehr empfehlenswert (habe das Buch regelrecht verschlungen):
"Der reichste Mann von Babylon: Erfolgsgeheimnisse der Antike - Der erste Schritt in die finanzielle Freiheit"

Viel Spaß beim Lesen!

p.s.

Die Bücher sind die Investition wert!!

Anmerkung  von  Markus    geschrieben 20.03.2013     
Weitere Punkte könnten sein:

- Steuererklärung machen bzw. von einem Steuerberater oder Lohnsteuerhilfeverein machen lassen. Die Einsprüche meiner Beraterin, die ich bei selbst erstellter Steuererklärung nicht gemacht hätte, haben die Kosten für die nächsten 30 Jahre schon für den Berater gerechtfertigt.

- Prepaid Handy mit 7,5 Cent pro SMS oder Minute anstatt 30 - 60 € monatlich für so ein Streichelhandy ;-) ...oder vom AG zahlen lassen.

- Evtl. ein Geschäftsauto wenn es vom AG möglich ist.

- Wohnung bei Eltern ausbauen anstatt selbst ein Haus zu bauen.

- Selbstbehalt bei Krankenkasse vorausgesetzt man ist gesund und jung.

Nicht alle Punkte sind für jeden umsetzbar bzw. manche haben auch Nachteile! Es sind nur Möglichkeiten, die man nutzen kann, wenn man denn will!

Auch sollte man sich ab und zu etwas gönnen und nicht zwanghaft eine asketische Lebensweise führen, wenn Sie einem nicht behagt. Auch unsere Wirtschaft muss laufen! ;-)

Der andere Punkt ist leider etwas bedrohlich: Sollten unserer Politiker auf die Idee / den Geschmack mit Enteignungen und Steuererhöhungen auf Sparvermögen aufgrund der ausufernden Staatsschulden und den vielen Versprechungen kommen, war leider vieles für die Katze...

Aktien bzw. etf`s als Sondervermögen sollten eigentlich vor Enteignung sicher sein. Allerdings eine noch höhere Besteuerung würde die Attraktivität einer der sinnvollsten Anlageformen deutlich senken.




Anmerkung  von  Felix    geschrieben 20.03.2013     
Und was macht ihr dann mit all der Kohle im Alter. Ich bin nicht gegen Sparen, ganz im Gegenteil. Allerdings darf die Grenze zum Geiz nicht überschritten werden.
Zuviel Geld anzuhäufen, scheint mir auch nicht logisch. Wenn die Biographien von Warren Buffett stimmen, dann verbrachte er sein Leben im Wesentlichen damit in einem unschönen Büro die Geschäftsberichte von Firmen durchzuarbeiten, um Unterbewertungen zu erkennen und auszunutzen. Das ist ihm offensichtlich sehr gut gelungen. Zudem hat er sich schlecht ernährt (Cola und Burger), wenig bewegt und sein Leben in einem Provinznest zugebracht. Nun ist er so reich, dass er am Ende den größten Teil seines Vermögens verschenken muss. Dagegen (gegen das Verschenken) ist natürlich nichts einzuwenden.
Seine Lebensführung würde ich aber trotz des angehäuften Vermögens eher als arm bezeichnen.

Anmerkung  von  Graf Dracula    geschrieben 20.03.2013     
@Felix

So ganz verstehe ich auch nicht, was toll daran sein soll, mit einem gigantischen Kontostand ins Grass zu beissen.
Was bringt es denn, mehr Geld anzuhäufen als ich bereit bin, jemals während meiner begrenzten Lebenszeit auszugeben? Darin sehe ich keinen Sinn!

Anmerkung  von  Markus    geschrieben 20.03.2013     
Man kann "Gutes" damit tun!

Ich denke Buffett ist stolz auf sein Lebenswerk. Vielleicht hätte er sich gerne mehr um die Familie gekümmert...

Die meisten hier werden keine Multimillionäre! Aber finanziell frei von Arbeitgebern zu sein hat schon was. Man kann sich in aller Ruhe dann eine Arbeit suchen, die einen erfüllt und Spaß macht. Die wenigsten werden sich auf die Karibik in einen Liegestuhl legen. ;-) Evtl. wäre es auch zuerst sinnvoll eine Arbeit zu suchen, die einem Spaß macht. Nur haben manche Fehlentscheidungen getroffen bzw. nicht immer die Möglichkeiten gehabt.

Geld macht nicht zwangsläufig glücklich aber frei! Es kommt auch auf den Charakter bzw. Persönlichkeit an!

Lieber gönne ich einer starken Persönlichkeit viel Kohle, die damit viel bewirken kann, als das alle Mafiosi den Rest der Bevölkerung beherrschen. Mal simpel ausgedrückt! ;-)

Anmerkung  von  Enrico    geschrieben 20.03.2013     
Auto verkaufen geht allerdings nur in Gegenden, wo es Oeffentlichen Personennahverkehr gibt. Ergo deutsche Grossstaedte und New York (wo Tim ja wohnt).
Hier in Kalifornien lauf ich die 20km zur Arbeit schneller als der Bus braucht. Bahn gibt es nicht. Danke GM!
Leitungswasser trinken. Nette Idee, hier im Westen der USA unmoeglich, da das Wasser nicht sauber genug ist oder mit Chemikalien totgemacht (beides macht krank).

Noch eine Idee: Kabelfernsehen abmelden. $60 und mehr im Monat um Werbung zu gucken...

Anmerkung  von  JM    geschrieben 21.03.2013     
Leitungswasser trinken klingt gut, dann das deutsche Leitungswasser soll ja zumindest an der Quelle staatlich kontrolliert werden. So wie unsere Lebensmittel.

Denn was steckt im Wasser, wenns bei unserem städtischen Altbau aus dem Hahn fliesst? Die Rohre sind teilwasse noch aus Blei. Und was ist mit mit Medikamenentspuren , die die Klärwerke nicht rausfiltern können? (z.B. Antibabypille, die neuerdings hochmodernen Ritalin & Antidepressiva und andere Drogen?) -
Da investier ich lieber jeden Tag 1,50 in Gerolsteiner.

Anmerkung  von  Tim    geschrieben 22.03.2013     
Website www.timschaefermedia.com

@ JM

In New York haben viele Haushalte einen Brita-Filter oder im Kühlschrank sind Kohlefilter integriert.

In einigen Wasserflaschen befindet sich übrigens nur Leitungswasser. Da wird oft eine Illusion verkauft. Das Edelwasser Voss soll z.B. angeblich reines Leitungswasser sein.

Anmerkung  von  Olaf Ebers    geschrieben 17.04.2013     
Website www.ollis-tipps.de/

Tolle Spartipps, meiner Meinung nach fängt es schon bei den finanziellen Gewohnheiten an!
Die richtigen finanziellen Gewohnheiten und damit die richtige Einstellung zu Geld und zum Geld ausgeben, sind eine wichtige Grundvoraussetzung beim einsparen!
1) Zettel, wo drauf steht "Ist das wirklich nötig" in die Geldbörse legen! Mit diesem kleinen, jedoch sehr effektiven Trick, habe ich mein Ausgabeverhalten dauerhaft verändert, ohne wirklich große Entbehrungen zu erleiden, da ich vor jedem Kauf überlegt habe, ob ich dies wirklich brauche!
2) Ich habe bemerkt, dass das meiste Geld für Kleinigkeiten raus geht! Und habe somit angefangen diese Ausgaben aufzulisten! Dadurch gebe ich heute viel bewusster Geld aus!
3) Genau aus diesem Grunde habe ich angefangen einen Einkaufszettel zu schreiben und anschließend kaufe ich exakt das, was auf meinem Einkaufszettel steht, auch nur ein! Erstens kaufe ich heute viel schneller ein (Zeitersparnis) und zweitens lasse ich mich durch Lock- oder Werbeangebote nicht mehr beeinflussen – die Spontaneinkäufe – fallen weg und ich spare eine Menge Geld!
Vielleicht hilft es ja dem einen oder anderen! Mir hat es geholfen!
Viel Erfolg!
Olaf Ebers

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JP Morgan Chase: Täuschen, tricksen, tarnen

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New York, Montag, 18. März 2013

Eine Schockwelle löste der Trading-Verlust von JP Morgan Chase im vorigen Jahr aus. 6,2 Milliarden Dollar gingen durch Zockereien mit Derivaten flöten. Der sogenannte „Londoner Wal“ hat sich verzockt.

Der Senat hat jetzt mit Hilfe des FBIs einen Untersuchungsbericht veröffentlicht. Auf 300 Seiten legt der Bericht alle Details offen. Das Dokument belegt, mit welchen billigen Tricks der Bankenriese versucht hatte, den Tradingskandal zu vertuschen, kleinzureden.

Vorstandschef Jamie Dimon (Foto Wikipedia, Flickr) sagte, die Bank sei „schlampig“ und „dumm“ gewesen. Er entließ einige Führungskräfte. Vor allem in der Londoner Filiale, wo die Miesere begann, rollten Köpfe. Der Kurs verlor seinerzeit kräftig. An einzelnen Tagen, als der Skandal publik wurde, brach die JPMorgan-Aktie um fast zehn Prozent ein.

Mit der außer Kontrolle geratenen Zockerei hat sich die Bank ihr glänzendes Image selbst zerkratzt. Aber vergessen wir nicht: JP Morgan ist eine Ikone. Die führende Bank der USA hat unglaublich stark die Krise gemeistert. Schauen Sie sich nur die Gewinne zwischen den Jahren 2009 und 2012 an: rund 8, 15, 17, 21 Milliarden Dollar. Ist die Aufregung übertrieben? Nein. Ich finde es gut, über den Riesenverlust zu diskutieren. Ich finde es gut, dass sich die Behörden das Problem anschauen.

Ich glaube, der Trading-Verlust war ein Ausrutscher. JP Morgan ist und bleibt eine der stabilsten amerikanischen Großbanken während und nach der Finanzkrise.

Dimon genießt den Ruf einer der besten Banker zu sein. Hedgefonds-Legende George Soros ist ein Fan von ihm. Ähnlich ist Börsenaltmeister Warren Buffett von Dimon begeistert.

Ich habe Dimon schon in New York erlebt. Er ist ein begnadeter Redner. Er kann tolle Storys erzählen. Beeindruckend. Er nimmt sich sehr viel Zeit für seine Mitarbeiter, für Kunden und für Anfragen. Jeder Anruf wird von ihm beantwortet. Keine Anfrage landet im Papierkorb.

Mitunter wird der 56-jährige deshalb mit Lob überschüttet. Er ist nicht arrogant.

Hinzu kommt sein ausgeprägter Spürsinn. Dimon agierte immer besonnen. Als sich die Immobilienblase auf den Höhepunkt zubewegte, lehnte er Übernahmen strikt ab. Viele Konkurrenten machten den Fehler, überteuert Banken zu kaufen, die sich schnell als Sanierungsfälle herausstellten. Dimon wartete stattdessen ab. Er schlug erst zu, als der Sektor am Boden lag.

Als Bear Stearns im März 2008 mit dem Untergang rang, riss sich Dimon die Aktien zu 2 Dollar unter den Nagel, einem Zehntel des damaligen Kurses. Dimon verhandelte derart hart, bis die Regierung ihm einen Milliardenkredit gewährte. So konnte er den Deal mit der Schützenhilfe des Staates abwickeln. Zum Schnäppchenpreis.

Ebenfalls schnappte er sich den Sparkassengiganten Washington Mutal (WaMu) für einen Appel und ein Ei, nachdem WaMu von den Behörden für insolvent erklärt worden war.

Freilich kann sich die derzeitige Aufregung um den Londoner Wal noch Monate hinziehen. Ich vermute, der führende Banker Dimon wird nach dem Trading-Beben seine Doppelrolle als CEO und Chairman verlieren. Das dürfte vermutlich auch Goldman-Sachs-Lenker Lloyd Blankfein betreffen. Blankfein und Dimon bleiben trotzdem zwei außergewöhnliche Manager.

Als JP Morgan nach dem Skandal im Mai 2012 abgestürzt war, riet ich, bei der Aktie beherzt zuzugreifen. Seither hat sich der Kurs massiv erholt.

Ich möchte mich hier nicht beweihräuchern. Es gibt genug Aktien, die ich falsch eingeschätzt habe. Aber bei den Giganten ist es so, dass diese Aktien während eines Skandals übertrieben abgestraft werden. Anleger neigen dazu, hysterisch zu reagieren. Sie stürmen aus der Aktie - egal, wie tief sie schon steht.

Conclusio: Skandale respektive Kursschocks können für Value Anleger ein gefundenes Fressen sein - gerade wenn Schlachtschiffe aus dem Dow Jones oder S&P 500 betroffen sind. Ähnlich war das bei Rupert Murdochs Abhörskandal. Die News-Corp-Aktie sauste in den Keller. Ein Schocker für die Medien, dagegen toll für Schnäppchenjäger.

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Anmerkung  von  Finanzielle Freiheit mit Dividenden Blog    geschrieben 19.03.2013     
Website finanzielle-freiheit-dividende-blog.de/

Trotzdem würde ich keine Bank Aktien für mein Dividenden Depot kaufen wollen, da ich die Aktien langfristig >20 Jahre halten möchte.

Keine Bank, Automobil, Tech und Bio Aktien.

Anmerkung  von  Stefan    geschrieben 19.03.2013     
Und natürlich keine LUFTFAHRTUNTERNEHMEN!

Ich meide auch Versorger und Ölkonzerne. Ein Unfall und das wars mit dem Kurs.

Anmerkung  von  Markus    geschrieben 19.03.2013     

Hm, bei etf`s hat man sowieso alle Branchen...
Bei einem Einzelaktiendepot würde ich den Schwerpunkt auf Nichtzykliker aus dem Konsumbereich und Pharma legen. In der Vergangenheit waren es die stärksten Branchen (s. a. J. Siegel mit Überlegen Investieren). Sicherlich können da auch Skandale auftreten und Patente auslaufen usw.
Bei Value etf`s speziell Europa dominiert ja die Bankenbranche bzw. auch Versicherung und Rückversicherung. Sind natürlich sehr starre Value Konzepte bzw. auch umstritten, da kein reines Value Investment. Der Begriff muss sowieso für viele Investmentstile herhalten. ;-)
Wobei wir, selbst wenn die Krise irgendwann gelöst werden sollten, sicherlich die Bankenbranche für die Finanzierung aller anderen Firmen brauchen werden! ;-)
Unpopulär genug sind sie ja, um evtl. sogar wieder ganz ordentliche Renditen zu erwirtschaften.
Leider ist der Gestaltungsspielraum bei der Bilanzierung von Banken groß, bzw. auch die Prognosefähigkeit für Value Investments meistens auf sehr wackligen Füßen.

Anmerkung  von  Anna    geschrieben 19.03.2013     
@stefan
Warum Ölfirmen und Versorger meiden?
Die werden immer gebraucht. Bei einem Unfall wie seinerzeit BP im Golf von Mexiko fällt natürlich der Kurs ins Bodenlose, vom Schaden gar nicht zu reden. Wenn das vor Afrika passiert wäre, dann hätte BP nicht so viel bezahlen müssen wie vor der US-Haustür, vermute ich mal.
Meines Wissens sind die letzten Ansprüche aus der Katastrophe der Exxon Valdez vor Alaska von vor über 25 Jahren erst letztes oder vorletztes Jahr reguliert worden. Exxon gibt es heute noch...
Übrigens, BP zahlt schon lange wieder Dividende.
VG Anna

Anmerkung  von  Stefan    geschrieben 19.03.2013     
@ Anna:

Ölkonzerne kann man schon kaufen. Aber ich persönlich meide sie eher. So lange es genug Alternativen gibt...

Mir ist auch nicht ganz klar wie sich das Fracking in den USA auf die Branche auswirken wird. Vielleicht kommt es ja sogar zu einem massiven Überangebot an Gas. Da mischen die großen Ölkonzerne ja auch mit...

Außerdem sind Ölkonzerne immer schärferen Regulierungen ausgeliefert. Die Förderung wird immer schwieriger, teurer und gefährlicher. Um an neues Öl zu kommen müssen die Konzerne mittlerweile in unglaubliche (Meeres-)tiefen vorstoßen oder ins ewige Eis.

Momentan tut sich gerade auch im Automobilbau unglaublich viel. Vermutlich werden die Ölkonzerne schon noch lange gebraucht werden. Dividenden könnten noch 50 Jahre sprudeln. Ich bin mir aber echt unsicher. Irgendwann geht das Ölzeitalter zu Ende. Aber nicht weil es keins mehr gibt sondern weil es zu teuer und zu schmutzig wird und die Alternativen irgendwann da sind.

Nur meine Meinung.

Anmerkung  von  Felix    geschrieben 19.03.2013     
Weil wir eben nicht wissen, wie die Zukunft aussieht, also, ob Ölkonzerne in 25 Jahren noch die Bedeutung haben werden, die sie heute noch haben, ist es wichtig, zu diversifieren. Wenn ich 10 % im Energiesektor habe, so kann ich, sollte diese Branche kollabieren, eben nur maximale 10 % verlieren.
Ich persönlich meide Modethemen wie Solarenergie, Smartphones, Elektromobilität oder was sonst gerade envouge ist.
Ansonsten versuche ich eine breite Branchen- und Ländermischung.

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Der endlose Krieg in Afghanistan

New York, Sonntag, 17. März 2013

Ich habe im Bekanntenkreis jemanden, der hat den Krieg im Irak erlebt. Er sah Kollegen sterben, nachdem sein Konvoi unter Beschuss geraten war. Er sah dem Tod ins Auge.

Ich kenne einen Arzt, der hat ehemalige US-Soldaten in Behandlung, die mit den Folgen des Krieges psychisch nicht klar kommen. Sie sind alkoholabhängig, arbeitslos. Es ist eine Tragödie. Der Irak-Krieg dauerte über acht Jahre und kostete mehr als 100.000 Menschenleben.

Noch nie zuvor seit den 1970er Jahren führte die USA einen so langen Krieg wie in Afghanistan: Er dauert schon mehr als elf Jahre. Bis zum heutigen Tag fließt in diesem Krieg Blut. Die Deutsche Bundeswehr ist mit von der Partie. Nur in einem Krieg waren die USA länger: In Vietnam, das Gemetzel dort dauerte fast 20 Jahre.

Ausgelöst wurde der Einsatz in Afghanistan durch die Terroranschläge auf das „World Trade Center“ und auf das Pentagon am 11. September 2001. Ja, diese Anschläge, die mit entführten Passierflugzeugen ausgeführt wurden, waren grauenvoll. 3.000 Zivilisten starben in New York und Washington.

Ich finde ist es an der Zeit, Frieden zu schließen. Wie lange möchte die Bundeswehr denn noch am Hindukusch bleiben? 13 Jahre? 20 Jahre? 30 Jahre? Es scheint mittlerweile ziemlich sinnlos in meinen Augen zu sein. Nach fast zwölf Jahren muss es doch ein Ende geben.

Angesichts des unendlichen Kriegs in Afghanistan habe ich ein Video angefügt:


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Anmerkung  von  Matthäus Piksa    geschrieben 17.03.2013     
Website www.welt-im-wandel.net

Meines Wissens nach sind die Amerikaner bis auf ein kleines Restkontingent aus dem Irak bereits abgezogen.

Auch aus Afghanistan will Obama raus. 2014 soll dort Schluss sein. Ein kleines Restkontingent soll auch dort stationiert bleiben.

Diese Informationen entnahm ich Zeitungsberichten, logisch.

Allerdings geht der Kampf gegen den Terror weiter. Und zwar mit Drohnen. Es ist eine ganz neue Form der Kriegsführung. Die unbemannten jedoch mit Waffen, Kameras und Raketen ausgestatten Flugkörper werden immer öfter eingesetzt.

Die Bundesregierung plant ebenfalls die Anschaffung dieser bewaffneten Flugkörper. Gesteuert werden sie von einer fernab vom "Kampf"-Geschehen gelegenen Kommandozentrale. Der Vorteil liegt auf der Hand. Es gibt keinerlei Verluste auf der eigenen Seite zu beklagen.

Ich muss gestehen, dass ich mir noch keine abschließende Meinung zu dieser Thematik gebildet habe.

Ich schätze, dass die US-Streitkräfte sie auch in Zukunft einfach weiterhin einsetzen werden. Da die Bundeswehr diese Kampfdrohnen ebenfalls bekommen soll, wird es hier noch einiges zu besprechen geben: Wer legitimiert die Einsätze (Bundestag?) - Wie will man ausschließen, dass es zivile Opfer gibt? Geht das überhaupt? usw.

Gruß Matthäus

Anmerkung  von  Thomas    geschrieben 17.03.2013     
Krieg wird nie aufhören. Ist ein viel zu gutes Business für die Staaten.

Anmerkung  von  Stefan    geschrieben 18.03.2013     
Immerhin wurde diese schlimme Herrschaft der Taliban beendet. Ich frage mich nur ob die nicht ruck zuck wieder an die Macht kommen wenn die Amerikaner abziehen. Dann geht alles wieder von vorne los.

Saddam Hussein zu beseitigen war auch richtig. Auch wenn der Einmarsch auf Lügen basierte. Ich verstehe nur nicht warum in Syrien so lange zugeguckt wird wie jeden Tag Zivilisten abgeschlachtet werden. Ich habe da ganz schlimme Videos auf Liveleaks gesehen. Furchtbar was da abgeht. Dieses Morden gehört schnellstens gestoppt. Egal ob Assad Schuld hat oder die Rebellen. Der UN Sicherheitsrat ist doch nur ein Debattierclub. Alles blablabla. Ich würde mir hier ein schnelles Eingreifen der Amerikaner wünschen.

Dieser Irre Kim gehört auch weg. Der lässt sein Volk verhungern und pumpt enorm viel Geld lieber in die militärische Entwicklung. Nebenbei hält er die Welt in Atem mit seinen Atombombendrohungen.

Anmerkung  von  Thomas    geschrieben 18.03.2013     
Also man muss, dass alles mal ganz nüchtern betrachten und seine pro USA Brille mal absetzten. Die Amis sind die größten Schisshasen auf dem ganzen Planeten.

-Länder, die eine Atombombe haben trauen sie sich nicht anzugreifen.
- Das einzige Land, das jemals die Atombombe eingesetzt hat waren die USA.
- USA hat die letzten Kriege alle verloren. Die bekommen einfach nix auf die Reihe.

Anmerkung  von  Stefan    geschrieben 18.03.2013     
Ich sehe das ein bisschen anders. Wir können froh sein, dass wir die Amerikaner haben. Sie vertreten Werte wie wir, sind uns am ähnlichsten. Ohne diese Militär-Supermacht könnte uns Angst und Bange werden in einer Welt mit Ländern wie Nordkorea, Iran, Pakistan usw. Aber auch Russland und China sind nicht ganz ohne langfristig gesehen. Mir ist natürlich schon klar, dass die in erster Linie ihre eigenen Interessen verfolgen. Und dass da mitunter unlautere Mittel eingesetzt werden. Trotzdem sind mir die Amis lieber als diese Psychopathen wie Kim oder Ahmadinedschad.

Was heisst auch "gewinnen"? Nur weil die Taliban feige Anschläge verüben in dem sie Autobomben zünden heisst das ja nicht, dass die Amerikaner in Afghanistan verloren hätten...

Die letzte echte Niederlage war wohl wirklich Vietnam.

Anmerkung  von  Finanzielle Freiheit mit Dividenden Blog    geschrieben 18.03.2013     
Website finanzielle-freiheit-dividende-blog.de/

Wir werden es wohl nicht miterleben, daß die Welt ohne Kriege auskommt ! Das nächste Zeitalter der Kriege wird wohl um Rohstoffe wie z.B. Wasser geführt. Die Problematik ist einfach das System in dem wir global leben. Der Mensch von Natur aus ist nicht habgierig. Diese "schlechten" Eigenschaften entstehen erst durch die aktuelle Gesellschaft und dem System in dem wir leben.

Anmerkung  von  Matthäus Piksa    geschrieben 18.03.2013     
Website www.welt-im-wandel.net

@Stefan

Genau, ich sehe das ähnlich. Ohne das ich mich jemals verbissen in die Thematik eingearbeitet hätte, finde ich, dass die Amerikaner jahrzehntelang für die Sicherheit der internationalen Handelsrouten sorgten und hin und wieder auch dafür, dass das für die Wirtschaft so überlebenswichtige Öl weiter fließt. Daher war ich nie so naiv, die USA einseitig zu kritisieren.

In einem Spiegel-Artikel, den ich neulich las, hieß es, das der Bundesnachrichtendienst der Ansicht sei, dass auch Deutschland vom dortigen Fracking-Boom profitieren wird. Ich halte das jedoch für eine gewagte Prognose (so die BND-Beamten denn überhaupt tatsächlich dieser Meinung sind). Denn wenn die Amerikaner sich außenpolitisch auf den asiatischen Raum konzentrieren und sehen, dass ihre eigene Rohstoffversorgung praktisch von Tag zu Tag gesicherter ist, dann sehe ich nicht, warum sie (militärisch) intervenieren sollten, wenn andere in Schwierigkeiten geraten, weil ölreiche und völlig unberechenbare Länder wie Iran, Irak, Venezuela etc. mal wieder völlig außer Kontrolle geraten.

Vor diesem Kontext begreife ich auch warum die Bundesregierung Panzer bspw. an Länder wie Saudi-Arabien liefert. Saudi-Arabien ist schlichtweg ein verlässlicher Partner im ölreichen Nahen Osten. Realpolitisch macht das also durchaus Sinn, auch wenn Menschenrechtler den Vorgang kritisieren mögen.Übrigens sprach der Verteidigungsminister de Maiziere cleverer Weise nicht von dieser Versorgungssicherheit als Grund für die Rüstungsexporte dorthin, sondern von der Bedrohung, die vom Iran gegenüber Israel ausgeht.

Was nämlich passiert, wenn islamistische Herrscher das Sagen haben oder wenn sich Vertreter der unterschiedlichen Strömungen in den Haaren liegen, sieht man am Bsp. Iran/Irak. Zu allem Überfluss kommt hinzu, dass diese Länder nicht nur ihr Potential nicht nutzen, sondern der Umstand, dass deren Bevölkerung dann auch denkt, wir seien ihre Feinde... Von einer Symbiose dergestalt, dass wir das Öl bekommen, weil wir es halt einfach brauchen und die das Geld, so dass sie in die Lage versetzt werden eine funktionierende Wirtschaft und ein funktionierendes Sozialsystem aufzubauen, sind wir doch Lichtjahre entfernt.

Daher könnte ich mir vorstellen, dass die Bundesregierung außenpolitisch in Zukunft eine viel aktivere Rolle spielen wird, schlichtweg weil sich die Amerikaner, die ohnehin immer verärgert waren, weil sie platt ausgedrückt die Drecksarbeit leisten mussten, von der dann alle profitierten, zurückziehen.

Ich halte die Eintrittswahrscheinlichkeit dieses von mir hier entwickelten Szenarios durchaus für nicht niedrig, auch wenn es natürlich auch anders kommen kann.

Anmerkung  von  Felix    geschrieben 18.03.2013     
Zum vorherigen Eintrag.
Ehrlich gesagt, ich glaube nicht an den "Edlen Wilden" und seiner Vertreibung aus dem Paradies. Die Menschheitsgeschichte lehrt uns etwas anderes. Und nicht nur die Menschheitsgeschichte, sondern die gesamte Natur ist ein "Fressen und Gefressen werden", da soll man sich nichts vormachen.
Gerade der moderne Mensch hat durch das Projekt der Zivilisation das friedliche Zusammenleben enorm befördert.
Freilich brechen immer wieder die Irrationalitäten durch und es finden Kriege statt. Die Barbarei in Deutschland ist gerade mal 70 Jahre her.

Anmerkung  von  Marc    geschrieben 18.03.2013     
Und was haben die tollen Amis mit den Ureinwohnern(Indianern) gemacht? Jaja die Amis sind schon so tolle Typen! Achtung Ironie!

Anmerkung  von  Matthäus Piksa    geschrieben 18.03.2013     
Website www.welt-im-wandel.net

Die Amis handeln nach dem Prinzip des Utilitarismus. Vereinfacht gesagt handelt es sich dabei um eine ethische Form der Nützlichkeit einer Handlung. Und zwar geht es nicht um den Nutzen einer Handlung für ein bestimmtes Individuum, sondern um den Nutzen aller von der Handlung Betroffenen.

Bsp. Irak: Im Idealfall wäre es so verlaufen, dass die Amerikaner dort einmarschieren, einen Diktator beseitigen und im Anschluss den Irakern helfen eine Demokratie aufzubauen. In der Folge würden amerikanische Ölunternehmen den Export des Öls in die USA und andere Erdteile befördern. Es wäre eine multiple Win-Win-Situation entstanden, bei der alle profitieren => Prinzip der Nützlichkeit.

Wie wir wissen ist es etwas anders gekommen. Aber in der Theorie und auf dem Reißbrett klingt der Utilitarismus überzeugend.

Anmerkung  von  willihope    geschrieben 18.03.2013     
@Tim
willst du wirklich hier abhandlungen über den krieg haben? bringt doch nichts, seien wir ehrlich, der mensch kommt vom affen und so richtig hat er sich nur äusserlich weiter entwickelt!

kriege wirds doch immer geben und zyniker auch.

lass uns lieber über die ökonomie und das investieren reden und die schei... kriege aussen vor.

ich war ja uch in usa unterwegs und habe gesehen wie ältere leute aufstehen um jungen soldaten im bus platz zu machen, sowas ist in europa und vor allem in deutschland total undenkbar! hier sind sie mörder.

also bitte denk darüber nach das thema vom tapet zu nehmen!

Anmerkung  von  Matthäus Piksa    geschrieben 18.03.2013     
Website www.welt-im-wandel.net

@willihope

Welch Glück, dass wir in einem freien Land leben, in dem man im Bus aufstehen DARF, wenn ein Soldat sich hinsetzen möchte, aber eben nicht aufstehen MUSS!
Wenn ich da an so manch eine Militärdiktatur denke, kräuseln sich mir die Fingernägel.

Anmerkung  von  willihope    geschrieben 19.03.2013     
@Matthäus Piksa
auch in den usa gibt es dafür kein gesetz! es zeigt nur die wertschätzung die dem militär dort entgegen gebracht wird.

also sie dürfen weiterhin sitzenbleiben! :-)

Anmerkung  von  Matthäus Piksa    geschrieben 19.03.2013     
Website www.welt-im-wandel.net

@willihope

Sie müssen eines wissen: Gerade wenn es um US-Soldaten geht, habe ich einen Einschätzungsvorteil, den man sich nicht anlesen kann. In der Region Ramstein/Kaiserslautern leben Zehntausende US-Soldaten inkl. ihrer Familien. Mich würde es nicht wundern, wenn es insgesamt, da sehr viele sesshaft wurden, 100.000+ sind. Es gibt ganze Stadtteile, zB in Landstuhl die Melkerei, die geprägt sind von den Amis. Überall sehen sie US-Autos mit US-Kennzeichen (die Kennzeichen wurden mittlerweile in unauffälligere geändert). Kurzum: Es ist einfach Little America!

Ich kenne die Gegend seit meiner Kindheit. Jeder aus meinem Freundes- und Bekanntenkreis kennt Amerikaner. Manche arbeiten für sie - Militärpolizei - Armeefeuerwehr - US-Hospital etc. Mind. zwei Schulfreundinnen aus meinem Abiturjahrgang sind mit Amerikanern verheiratet. Viele Hauseigentümer vermieten an die Amis, Immobilienmakler wollen an sie verkaufen, weil sie aufgrund ihres hohen Militäreinkommens in der Lage sind mehr auf den Tisch zu blättern usw. usf.

Weil wir alle Englisch sprechen und geprägt sind von der US-Kultur (Fernsehen/Kino/Musik etc.) gibt es traditionell weniger Integrationsprobleme im Vergleich zu anderen Communities.

Aber die Realität desjenigen US-Soldaten, der hier nur stationiert ist und auf seinen Einsatz wartet oder aber wieder zurückgekommen ist, sieht spätestens am WE so aus: Party/Saufen/das üppig vorhandene Geld aus dem Fenster rausschmeißen/ Pokern/Stripclubs/Shisha-Lounge etc. Und das sind keine Einzelfälle, so verhält sich die große Masse, wenn nicht alle.

Fazit: Hier in der Pfalz ist das Verhältnis zu den Amerikanern professionell. Seit 70 Jahren sind sie hier und in dieser langen Zeit bauten sie ihren Luftwaffenstützpunkt nach und nach zu dem Dreh- und Angelpunkt ihrer militärischen Operationen schlechthin aus. Die US-Airbase in Ramstein ist mittlerweile das größte Headquarter der US Airforce, das die Amis außerhalb ihres eigenen Territoriums errichtet haben.

Und nur nochmal zur Wiederholung und zur Vorbeugung von Missverständnissen: Ich bin pro-amerikanisch eingestellt. Des Weiteren stehe ich zu meinen vorherigen posts insb. den realpolitischen und geostrategischen Einschätzungen (s.o.).

Wenn sie also bei ihrem US-Urlaub beobachtet haben, dass ein älterer Ami im Bus Platz gemacht hat für einen US-Soldaten, dann hat das fast etwas romantisches, nichts für ungut. ;)

Ich für meinen Teil würde einfach sitzen bleiben, weil es für mich absolut nichts Besonderes ist, einem GI zu begegnen, es sei denn es wäre ersichtlich, dass der Soldat ein Invalide ist.

Anmerkung  von  Stefan    geschrieben 19.03.2013     
@ Matthäus Piksa:

Meine Großeltern haben auch in Ramstein gelebt. Sie hatten dort ein kleines Häuschen, ich war dort oft in meiner Kindheit. Die Gegend um Landstuhl herum kenne ich also auch ein wenig. Wenn ich mit meinem Vater im Garten Fussball gespielt habe sind immer mal wieder diese enorm lauten Transall-Maschinen über uns hinweggedonnert. Da hat man kein Wort mehr verstanden. Das ging durch Mark und Bein.

So weit ich mich erinnere hatten die Menschen keine so gute Meinung von den Amerikanern. Zwar wurde an sie vermietet. Aber eher ungern da sie wohl oft hausten wie die Schweine. Da wurde schon mal im Wohnzimmer gegrillt usw. Nach einem Auszug wurde eine Komplettsanierung fällig.

Klar kann man das nicht verallgemeinern. Allerdings findet sich bei der Armee wohl auch eher das untere Drittel aus der amerikanischen Gesellschaft wieder. (Ich will jetzt nicht Bodensatz sagen.)

Im Irish Pub in Mannheim habe ich auch schon des öfteren mit Soldaten gesprochen. Die meisten haben ganz schönen Müll geredet und damit geprahlt, dass sie schon Menschen getötet hätten...

Ich bin übrigens auch Pfälzer. Und Jurastudent. Glaube wir haben viele Gemeinsamkeiten. Gruss

Anmerkung  von  Matthäus Piksa    geschrieben 19.03.2013     
Website www.welt-im-wandel.net

@Stefan

Ich kann es mir vorstellen, dass dir US-Soldaten erzählten, dass sie im Irak-Krieg Menschen erschießen mussten. Ich finde, dass das eine in gewisser Weise "neue" Art der militärischen Unkultur ist (s.a. Prinz Harry, der damit prahlte Taliban-Kämpfer getötet zu haben).

Zum Vergleich: Mein bereits verstorbener Großvater sprach nie darüber, ob und wenn ja wie viele Italiener er als Wehrmachtssoldat erschossen hat. Auch ist nicht überliefert, ob und wenn ja wie viele Russen seine beiden in Stalingrad gefallenen Brüder erschießen mussten.

Gruß Matthäus

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Der alltägliche Prognose-Wahnsinn

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New York, Samstag, 16. März 2013

Jeden Tag werden Tausende Prognosen abgegeben. Von Wissenschaftlern, Vorständen, Politikern. Von Bankern, Volkswirten, Journalisten (ja, ich zähle mich dazu, ich mache auch Fehler). Von Bloggern, TV-Moderatoren, Investoren. Von Produktverkäufern, Hedgefonds-Gurus, Professoren.

Ich rate zur Vorsicht. Vorhersagen zu treffen, grenzt - je konkreter sie sind - an Wahrsagerei. Um beim Publikum gut anzukommen, erzählen die „Experten“ natürlich im Brustton der Überzeugung über die Zukunft. Ein schicker Anzug, eine tolle Krawatte dazu, schon hören viele zu – vor allem wenn es um die Zukunft geht, sind wir Menschen doch gebannt.

Bei exakten Prognosen wäre ich sehr vorsichtig. Vor allen Dingen, wenn der „Wahrsager“ uns etwas verkaufen möchte. Denn niemand kann mit Sicherheit sagen, wo der DAX, Dow Jones, Euro-Dollar, der SAP-Kurs, P&G, Gold, Silber am Ende des Jahres 2014 notieren werden. Keiner kennt die Zukunft. Es handelt sich lediglich um Vermutungen, um Meinungen.

Es werden Prognosen zur wirtschaftlichen Entwicklung von Ländern, Regionen, Branchen, Unternehmen gemacht. Manchmal klingt das sehr plausibel. Sie greifen auf Formeln, auf Charts, auf Umsatzzahlen, auf Trends, auf Strategien, auf Analystenstudien zurück. Aber die Welt ist viel komplexer.

Nicht mal unsere Kanzlerin, unser Bundesbank-Präsident, unser Finanzminister, unser EZB-Oberster wissen, wann die Eurokrise zu Ende geht. Nein, niemand kann das genau sagen. Es sind so viele unbekannte Variablen im Spiel. Die Notenbank FED gibt das oft in Gesprächen mit den Medien zu: Man kennt schlicht die Zukunft nicht.

Ändert sich nur eine Stellschraube ein wenig, kann sich alles grundlegend ändern.

Tritt überraschend ein Ereignis ein, mit dem niemand gerechnet hat, aus heiterem Himmel sozusagen, sind alle Pläne obsolet.

So hat der Wirbelsturm „Sandy“ im Herbst 2012 die Wirtschaft in den USA kurzfristig stark belastet – wer konnte den Hurrikan Monate im Voraus erkennen? Wer wusste, dass eine Aschewolke eines Vulkans den Flugverkehr in Europa für Wochen behindert? Wer ahnte, dass der World Trade Center von Terroristen in einem grausamen Angriff zerstört wird? Wer ahnte, dass anschließend in Kriegen in Afghanistan und dem Irak hunderttausende Menschen sterben müssen? Wer prognostizierte das Ende der Diktaturen in Ägypten, Libyen, Tunesien? Wer sah die Finanzkrise kommen, in deren Folge massenweise Banken, Versicherungen und andere Konzerne vor dem Kollaps mit Staatsgeldern gerettet werden mussten?

Die schlausten Finanzleute versuchen erst gar nicht, konkrete Prognosen abzugeben.

Das einzige, was ich prognostizieren möchte: Es kommt immer wieder zu Korrekturen an der Börse. Wer dann das nötige Kleingeld hat und die Vernunft einschaltet, kann einen guten Schnitt machen. Ich wage eine weitere Prognose: Wer in solide Unternehmen investiert und ausreichend streut, erzielt im langen Schnitt eine attraktive Rendite.

Der Rest ist Rauschen.

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende.

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Anmerkung  von  Felix    geschrieben 16.03.2013     
Und es gibt eine ganze Industrie, die davon lebt. Das Rauschen zu erzeugen. Je mehr Analysten, Finanzexperten, Fondsmanager usw. das Rauschen erzeugen, um so schwerer wird der Durchblick, die Sicht auf das Weßentliche.

Anmerkung  von  Tim B.    geschrieben 17.03.2013     
"Prognosen sind schwierig, besonders wenn sie die Zukunft betreffen."

Is leider nicht von mir aber fasst es glaube ich ganz gut zusammen.

Schöner Blog mit sehr lesenswerten Artikeln. Mach weiter so!

Gruß
Tim B.

Anmerkung  von  PPinvest    geschrieben 17.03.2013     
Website ppinvest-blog.blogspot.de/

„Börsenprognosen aufzustellen, erinnert oft an den Versuch, eine schwarze Katze in einem schwarzen Raum fangen zu wollen.“ Unbekannt

Stimme 100% zu, gleiches Thema:

http://ppinvest-blog.blogspot.com/2013/03/borsenprognosen-und-analysten.html

Anmerkung  von  Anna    geschrieben 17.03.2013     
@PPinvest
Danke für den Beitrag von Volker Bispers auf der Website. Ich habe mich köstlich amüsiert. Nun fragt sich bloß, wer bei den Glaskugelbesitzern die Fragen beantwortet hat.
VG
Anna

Anmerkung  von  FInanzielle Freiheit mit Dividenden Blog    geschrieben 18.03.2013     
Website finanzielle-freiheit-dividende-blog.de/

Da stimme ich Dir voll und ganz zu Tim! Keiner kann sagen, ob wir wirklich mit Gold und Silbermünzen in ein paar Jahren bezahlen und z.B. Aktien wertlos sind.

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Luxus: Weniger ist mehr

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New York, Freitag, 15. März 2013

Value Investing ist nicht nur ein Anlagestil, sondern auch eine Lebenseinstellung. Warren Buffett hat in 30 Jahren sein Gehalt in Höhe von 100.000 Dollar nicht erhöht. Er hat seinen Lebensstil trotz seines Reichtums nicht verändert. Er wohnt im gleichen Haus, das er 1958 in Omaha für 31.500 Dollar gekauft hat.

Der Milliardär isst gerne Hamburger, trinkt Cherry Cola. Er fährt gebrauchte Autos. Luxus lehnt er ab. Er hat keine Villen, keine Nobelkarossen, keine Yachten. Vor laufenden Belastungen, selbst wenn sie noch so klein sind, schreckt das Genie zurück. Dazu zählen unnötige Handyverträge, Kreditkarten usw. Um es kurz zu machen: Buffett lebt unterhalb seiner Verhältnisse. Er glaubt, wahrer Erfolg ist, einfach das tun zu können, was man liebt.

Das Spielzeug der Reichen, teure Kunst, Luxushäuser, Galas und Personal – das lehnt der Value-Star ab. Seine Hochzeit feierte er 2006 im Haus seiner Tochter. Ganz privat.

Beeindruckt war ich von dem Gastbeitrag des Millionärs Graham Hill in der "New York Times". Herr Hill lebte nach dem Verkauf seiner Internetfirmen Treehugger.com in Saus und Braus.

Der ganze Konsum hat ihn jedoch nicht glücklich gemacht. Das Gegenteil war der Fall. Er wurde stetig unzufriedener, je mehr Zeug er kaufte. Es entstand eine Dauerbelastung.

Jetzt wohnt er in einer kleinen Ein-Zimmer-Wohnung in New York. Er verzichtet auf all den unnötigen Luxuskram.

Amerikaner nutzen seit den 1950er Jahren immer größere Häuser. Gleichzeitig nimmt die Zahl der Familienmitglieder stetig ab. Viele Amis haben so viel Kram angesammelt, dass sie Garagen und Speicherplätze mieten müssen. Sie wissen nicht mehr, wohin mit dem Zeug. Eine 22-Milliarden-Industrie ist entstanden. Sie verwahrt alte Teppiche, Kisten und Fahrräder gegen monatliche Mietzahlungen.

Schauen Sie sich dieses Video des Millionärs Graham Hill an: „Weniger Zeug, mehr Glück“.

Carlos Slim ist einer der reichsten Menschen der Welt. Er besitzt keine Yacht, kein Flugzeug. Und lebte in dem selben Haus für mehr als 40 Jahre.

Ingvar Kamprad, der Ikea-Gründer, fliegt Holzklasse, er fährt mit dem Bus oder mit seinem 15 Jahre alten Volvo 240 GL.

Ob Bill Gates oder Buffett, ob Frederik Meijer oder Chuck Feeney – die Milliardäre verzichten auf Luxus. Sie spenden lieber den Grossteil ihres Vermögens für gute Zwecke.

Was ist Wohlstand? Die ständige Steigerung von Konsum erfüllt mein Leben nicht. Was ist Lebensqualität, was ist Glück? Ich glaube, dass diese Leute oben im Text Recht haben: Das zu tun, was einem Spass macht, ist Lebensqualität. Das teure Auto vor der Haustür, das neueste Handy oder der High-tech-Fernseher – das macht mich nicht wirklich glücklich. Die Million auf dem Girokonto würde mich nicht glücklich machen. Es sind andere Werte.

Nun, jeder muss das für sich selbst herausfinden. Mein Lebensmotto ist jedenfalls nicht: „Jedem das Seine, mir das Meiste.“

Ein Bekannter aus San Francisco arbeitet für eine Stiftung von Bill Gates. Der hat ganze zwei Koffer, in denen er sein Hab und Gut aufbewahrt. Mehr besitzt er nicht. Es waren die Reisen nach Afrika, die ihm klar gemacht haben, was wirklich wichtig im Leben ist. Es sind nicht die Sachen, nicht das Geld.

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Anmerkung  von  Felix    geschrieben 16.03.2013     
Hallo Tim,
die Popularität eines Warren Buffett, über ihn sind mehr Bücher geschrieben worden als über die meisten Präsidenten, rührt ja vor allem von seinem bescheidenen Auftreten. Das sehen wie beim neuen Papst die meisten Leute sehr gerne.
Andererseits kann ich mir nicht recht vorstellen, dass man in einer Lebensspanne ein 40 Mrd. Imperium als der gute Onkel von nebenan aufbauen kann, ganz ohne Rücksichtlosigkeit, ohne Gier und übersteigertem Egoismus. Also ein erstaunlicher Spagat, der Buffett da gelungen ist: einer der grössten Kapitalisten seiner Zeit zu sein, der ein gigantisches Vermögen anhäuft, und gleichzeitig als netter, leicht skurriler Opa durchzugehen.
Das ist etwa zum bornierten Donald Trump ein echtes Phänomen. Nur ein Bill Gates, ebenfalls aus der Weltliga, fällt in die gleiche Kategorie.

Anmerkung  von  lukoil    geschrieben 16.03.2013     
Hallo Tim,

schöner Beitrag, meines Erachtens ganz wichtiger Aspekt. Warum unnötig Kapital binden oder Geld in Wertverfall "investieren".

Ein bißchen relativieren muss man natürlich schon.
Bill Gates lebt in einer mönströsen Villa (die zwei Koffer sind wohl eher für die Reisen) und der 240er Volvo wurde nur bis 1993 gebaut. Wer weiß, ob er den wirklich immer noch fährt.

Trotzdem super Auto. Meines Erachtens wurden bis in die 90er noch solide, wirklich zuverlässige Autos gebaut.

Solche Autos zu fahren spart über die Jahre wirklich Geld. Und wenn mal eine Beule drin ist, auch nicht schlimm.

Aber wichtig ist der Gedanke, wie auch bei den Immobilien, sich nur Dinge zu kaufen, die man auch wirklich so lange behalten möchte. Die Anschaffungsnebenkosten für Immobilien, Wertverlust bei Fahrzeugen etc, das zehrt erheblich an den Reserven und bindet unnötig Kapital.

Finde Deinen Blog weiter super. Vielen Dank für diese Bereicherung!

Anmerkung  von  Tim    geschrieben 16.03.2013     
Website www.timschaefermedia.com

@ Felix

Buffett hat es geholfen, dass er keine Heuschrecke ist. Daher wissen ja Familien ihren Betrieb in guten Händen, wenn sie an Buffett verkaufen, was ihnen ans Herz gewachsen ist. Ein Deal mit einem "guten Menschen" fällt uns doch allen leichter, als mit einem gierigen, unethischen Manager.

Carl Icahn war angeblich genauso erfolgreich wie Buffett in seiner Karriere (gemessen an der Performance). Doch den Icahn mögen nicht gerade viele an der Wall Street.

@ lukoil
Stimmt. Bill Gates hat seine große Villa schon in Interviews bereut.

Es gibt einen weiteren Superreichen, der sich aus Sachen wenig macht: Michael Bloomberg. Der New Yorker Milliardär und Bürgermeister besitzt ganz wenig Zeug. Er sagt immer: Sachen seien eine riesige Belastung. Je mehr Zeug = desto mehr Stress.

Übrigens hatte Steve Jobs auch ganz wenige Sachen und Möbel in seiner Bude.
http://www.lomography.com/magazine/lifestyle/2011/10/06/steve-jobs-sitting-in-an-almost-unfurnished-room-only-lit-by-a-tiffany-lamp-having-a-cup-of-tea

Danke für das Lob.
Grüße an alle
Tim

Anmerkung  von  Matthäus Piksa    geschrieben 16.03.2013     
Website www.welt-im-wandel.net

Ein nachdenklicher Artikel kurz vor dem Wochenende.

Die Ted-Videos sind immer wieder der Hammer, weil sie so inspirierend sind. Ich schau hin und wieder wirklich gerne auf dem Portal vorbei.

Ich bin auch ein Fan des Minimalismus geworden. Das Buch "Simplify your Life" kann ich wirklich jedem empfehlen. Dort wird das gesamte Leben in sieben Stufen eingeteilt.

Auf der ersten Stufe geht es um unser Verhältnis zu Sachen und Gegenständen. Man sollte, so die Quintessenz, immer darauf achten nicht zu viele Besitztümer anzuhäufen, weil dadurch zum einen viel Kapital drauf geht und zum anderen es "bedrückend" wirkt, wenn man in einem vom Keller bis zum Dachspeicher voll gepackten Zuhause wohnt. Hier ist Entkrempeln und Wegwerfen angesagt.

Die anderen Stufen behandeln unser Verhältnis zur Arbeit, Geld, Zeit&Hobbies, Familie&Freunde&Partnerschaften und dem eigenen Ich.

Letztlich geht es überall um ein "back to roots" bzw. "back to the basics" und um Ordnung im Verhältnis zu den materiellen Dingen wie Besitztümern&Geld und den nicht-materiellen Dingen wie den zwischenmenschlichen Beziehungen.

Die Quintessenz des Buches, daher auch der Titel "Simplify your Life" lautet daher ganz einfach "Weniger ist mehr".

Meiner Meinung nach entwickelt man eine enorme geistige Freiheit, Flexibilität und Power wenn man auf den Minimalismus setzt. Es ist die Übersichtlichkeit, die einem den Blick auf das Wesentliche ermöglicht, so dass man schlussendlich bestmöglich vor Fehlentwicklungen geschützt ist. Das Gute an dieser Methode ist außerdem, dass es jedem frei steht so vorzugehen. Es hat nicht viel mit Intelligenz oder mit hochtrabenden philosophischen Denkmodellen zu tun, würde ich sagen. Es ist schlicht Einstellungssache und die Überzeugung Verantwortung für das eigene Leben übernehmen zu wollen. Ich jedenfalls habe keine Lust mit Balast und Bedenken durchs Leben zu gehen.

Gruß Matthäus

Anmerkung  von  Tim    geschrieben 16.03.2013     
Website www.timschaefermedia.com

@ Matthäus
Danke für den Kommentar. Gut erklärt.

Ich finde das Hoarding so schlimm. Es gibt Menschen, die einen Kaufzwang haben, die sich anschließend von nichts trennen können. Einfach grauenvoll.

Anmerkung  von  willihope    geschrieben 16.03.2013     
jetzt mal langsam! natürlich kann man alte karren fahren und in einer alten bude hausen aber das sollte doch jeder selber entscheiden ob er sein leben so gestalten will!
ich kann da am geiz kein erfülltes leben erkennen, für mich darf es schon auch etwas luxus sein.

wo wäre die wirtschaft wenn keiner mehr konsumiert und nur noch das nötigste kauft? wenn sich menschen eine yacht kaufen dann freut mich das! das gibt arbeit für die hersteller, arbeit in den marinas und arbeit für die crew! gott sei dank gibt es genug reiche die ihr leben genießen!
übrigens auch gates hat eine yacht!

das geschwafel vom verzicht ist typisch deutsch, wenn jeder verzichtet dann gute nacht porsche, mercedes, bmw, audi und alle anderen luxusmarken! und damit auch gute nacht deutscher arbeiter! das vergessen die sturen neidhammel in deutschland immer!

in afrika war ich auch schon vor langer zeit, rodesien hat die weissen farmer rausgeschmissen und seitdem gehts bergab, südafrika hat nach machtübernahme der schwarzen nun 17 jahre abwärts gewurstelt und aus einem blühendem land ein kriminelles, kaputtes land gemacht, ist doch deren sache was sie aus ihrem land und leben machen! für mich ist das thema fremdschämen schon lange fix mit dummheit verbunden!

jeder ist seines glückes schmied!
die weissen habe die moderne welt geschaffen, jetzt ist es jedem land selbst überlassen das erfolgreiche rezept zu kopieren, china hat das schon vor jahrzenten erkannt!

Anmerkung  von  stevoxx    geschrieben 16.03.2013     
Eine Menge wahrer Warte.
In der Tat "wahrer Erfolg ist, einfach das tun zu können, was man liebt."

Ich selber liebe das Investieren, die Wirtschaft, Unternehmen zu beobachten, versuche jedoch alles als ein Spiel zu sehen.

Und eine Aussage ist mir in Erinnerung geblieben:

Der Dalai Lama wurde gefragt, was ihn am meisten überrascht; er sagte: „Der Mensch, denn er opfert seine Gesundheit, um Geld zu machen. Dann opfert er sein Geld, um seine Gesundheit wiederzuerlangen. Und dann ist er so ängstlich wegen der Zukunft, dass er die Gegenwart nicht genießt; das Resultat ist, dass er nicht in der Gegenwart oder in der Zukunft lebt; er lebt, als würde er nie sterben, und dann stirbt er und hat nie wirklich gelebt.“

Für manche Menschen ist Leben im Garten Blumen züchten, für manche Gegenstände aus Holz formen, für andere wiederum Bilanzen lesen und Geschäftsmodelle lesen.

Anmerkung  von  ZaVodou    geschrieben 16.03.2013     
Warren Buffett ist für mich so eine Art Vorzeigekapitalist. Er wird gerne als leuchtenden Beispiel genommen.Ich denke aber, dass er einer der wenigen Ausnahmen ist. In der Finanzwelt wird schon mit erheblich härteren Bandagen gekämpft und nicht aller Reichtum ist immer mit fairen Mitteln erreicht worden.
Trotzdem verwirrt mich Warren Buffett aber auch, gerade weil er superreich ist und auch schon im fortgeschrittenen Alter.
Der Beitrag von stevoxx hätte meine Verwunderung nicht besser ausdrücken können: "Für manche Menschen ist Leben im Garten Blumen züchten, für manche Gegenstände aus Holz formen, für andere wiederum Bilanzen lesen und Geschäftsmodelle lesen."
Ist das der Sinn des Lebens? Bilanzen lesen. Unterbewertungen erkennen. Kaufen und seinen ohnehin schon riesigen Reichtum noch mehr vergrößern?

Anmerkung  von  Markus    geschrieben 16.03.2013     

Zitat: "jeder ist seines glückes schmied!"

Das drückt eigentlich alles aus!
Der eine ist mit seinem Eigenheim glücklich, der andere möchte lieber finanzielle Freiheit, ein anderer ist glücklich als Entwicklungshelfer arbeiten zu können usw. usw. usw.

Die eine Glücksformel oder Wahrheit, die auf alle Menschen passt, wird es nicht geben!

In einer Yacht die Weltmeere zu erkunden ist auch sicherlich sehr faszinierend. Allerdings stelle ich es mir wie bei Albert Schweizer auch wahnsinnig erfüllend vor, Menschen zu heilen.

Was mich mit am meisten stört, sind die vielen Neidhammel und ewigen Jammerer hier in unserem Land.
In erster Linie sind es größtenteils die eigenen Entscheidungen im Leben, die einem zu dem Menschen in ca. 20 Jahren machen, der man ist. Wenn man dann unzufrieden ist und die Schuld bei anderen sucht....

Jeder ist seines glückes Schmied!


Anmerkung  von  Matthäus Piksa    geschrieben 16.03.2013     
Website www.welt-im-wandel.net

@willihope
Sie haben absolut Recht! Konsum führt zu wachsenden Unternehmensumsätzen und Gewinnen. Daher würde ich nie auf die Idee kommen, irgendjemandem vorzuwerfen, er oder sie würde zu viel konsumieren. Es geht allein um die Frage, ob unbedachter Konsum (Kaufrausch+Pump) nachhaltig und langfristig zu einem höheren Glücksempfinden führt. Und da sind Zweifel durchaus angebracht.

Der zweite von ihnen angesprochene Punkt: Ich denke, dass es einen globalen Trend zu einer immer weitergehenden Vermischung der Ethnien gibt. Der Grund liegt in der heutzutage verdammt einfachen Kontaktaufnahme durch neue technologische Kommunikationsmöglichkeiten (facebook, twitter, Datingplattformen etc.) und der gestiegenen Mobilität durch tendenziell gesunkene Reisekosten, sprich billigere Flüge ua. – Im Internet kursiert seit geraumer Zeit ein Video, dass die massive Ausbreitung des Islam in Europa, den USA und andernorts thematisiert. Die Macher des islamkritischen Videos schreiben die tatsächlich höheren Geburtenraten in die Zukunft fort und prognostizieren praktisch eine islamische Dominanz in sämtlichen westlichen Ländern. Doch es gibt einen Bevölkerungsexperten, den Kanadier Doug Saunders, der diese Angst vor Überfremdung für unbegründet hält. Er fand heraus, dass es in den USA die gleichen Überfremdungsängste bei den Einheimischen gab, als dort vor 100 Jahren und früher jüdisch- und katholisch-Gläubige einwanderten. Völlig unbegründet wie wir heute wissen. Daher zieht er die Analogie, dass es mit der Bevölkerungsentwicklung innerhalb der muslimischen Communities in den westlichen Ländern nicht anders verlaufen wird, wenn diese zu größerem Wohlstand gelangen und sich zumindest teilweise säkularisieren und gemäßigter werden. Das ist seine Meinung, als Quatsch würde ich das nicht abtun. Es wird aber freilich die gesellschaftliche und kulturelle Landschaft westlicher Länder etwas verändern, mehr Moscheen wird es geben. Aber wen stört das schon? Mich nicht, solange es nicht zu penetranten Missionierungsbestrebungen kommt.
Hier das Video.
(Der Streifen wurde mittlerweile fast 14 Millionen Mal angeklickt.)

Anmerkung  von  willihope    geschrieben 16.03.2013     
genau so ist es! der kapitalismus bietet jedem die möglichkeit sein leben zu gestalten, wer als tankwart glücklich ist kann eben nur die bezahlung eines tankwarts erwarten! wer sein geld in eigene fortbildung investiert kann auch viele jahre später ein entsprechendes einkommen erwarten!

frisöse mit 3 kindern ohne ehemann bekommt genau was sie verdient und kann eben kein einkommen wie der vorstand der deutschen bank erwarten! natürlich kommt man aus der situatione schwer heraus aber wenn man will geht alles! und ja - aufstieg bedeutet anstrengung!

also liebe deutsche neidhammel bewegt endlich euren arsch denn die umverteilung wird es nicht für euch richten KÖNNEN! irgendjemand bezahlt die rechnung immer und die zahler werden immer weniger.

erst in sich selbst investieren und das hört nie auf, auch das investieren in aktien will gelernt sein und ist keine zockerei a la daytrading! "erfolg" ist erst in 20 jahren und mehr zu erwarten, ab dann läuft die dividendenmaschine von selber!

Anmerkung  von  willihope    geschrieben 16.03.2013     
@Matthäus Piksa

nun aber muss man die bevölkerungsströme genauer analysieren, ins deutsche sozialsystem einzuwandern sind andere menschen als in die usa zu gehen und sein glück als unternehmer zu suchen.
die moslems werden mehr und fühlen sich grossteils im sozialsystem bestens versorgt, dazu kommt dann noch die belohnung wenn die kinder daheim bleiben anstatt die integration über die kita voran zu treiben!

der politik in deutschland kann ich seit einiger zeit nicht mehr folgen, vermutlich bin ich einfach zu alt oder nicht zu kosmopolitan genug. :-(

ich habe keine ahnung wohin das führen soll aber mit usa ist das nicht mehr zu vergleichen denke ich. langfristing werde ich auch alle aktien aus deutschland aus dem depot nehmen, ich denke als unternehmer und aktionär ist man zu vielen anfeindungen ausgesetzt und besser in den usa investiert. in deutschland ist die neid und missgunstdebatte einfach zu weit fortgeschritten und bald schon werden sie alle gewinne einkassieren den man arbeitet ja als investor nichts!

wagenknecht und die anderen versager lassen grüssen!

Anmerkung  von  Markus    geschrieben 16.03.2013     
@wilihope

Ganz so krass wollte ich es jetzt nicht ausdrücken mit den Neidhammeln...;-)

Es ist auch bei Managern Bescheidenheit gefragt. Eine Deckelung von dem 20 fachen des Durchschnittsverdienst des Medians seiner Angestellten wäre gar nicht so verkehrt. Ob es jetzt das 20 oder 30 fache ist, spielt keine Rolle.
Das 200 fache ist meiner Meinung nach viel zu hoch und nicht mehr mit Leistung und Verantwortung erklärbar.
Sei es nun der Rettungssanitäter, die Müllabfuhr, die allein erziehende Friseuse... Sie alle bringen Leistung, die von vielen nicht mehr gewürdigt und auch angemessen bezahlt wird!

Diese Schere und auch die gestrichenen Punkte der Vermögensstudie in Deutschland ist für viele der Mittelschicht nicht mehr weiter tragbar.

Prinzipiell finde ich einen gemäßigten Kapitalismus auch mit Volksabstimmungen als vielleicht recht gute Lösung. Sicher gibt es auch Nachteile. Leistung muss sich prinzipiell lohnen aber auch die "normale" Arbeit. 6 € Stundenlöhne sind jedenfalls nicht korrekt und anständig.

Bin jedenfalls sehr gespannt, was da alles noch mit Europa kommen mag. Aktuelle Enteignung auf Zypern, Austrittsgedanken der Italiener usw. Interessanterweise ist der Median aller Vermögen der Italiener bald doppelt so hoch wie der der Deutschen...

Anmerkung  von  Matthäus Piksa    geschrieben 16.03.2013     
Website www.welt-im-wandel.net

@willihope
Es kann tatsächlich sein, dass der Anteil derjenigen, die es sich in der sozialen Hängematte bequem gemacht haben ein wenig überdurchschnittlich ist...

Ich jedoch habe eher den Eindruck, dass ein beträchtlicher Teil der Immigranten hier in Deutschland den American Way of Life lebt.

Bsp.: Es gibt wohl kaum eine Stadt, in der es kein griechisches, chinesisches, italienisches oder türkisches Restaurant gibt. Ich habe den Eindruck, dass diese Menschen hier hergekommen sind, um als Kleinunternehmer erfolgreich zu sein. Das bringt mit sich, dass sie Steuern und Sozialabgaben zahlen, Leute einstellen etc.

Deutschland profitiert wie kaum ein anderes Land von der Globalisierung. Ich finde es schwach, wenn wir denen die hier hergekommen sind, sagen, dass sie unerwünscht sind, gleichzeitig aber gerne die Profite einstecken (zB als Aktionäre), wenn unsere Exportunternehmen in deren Herkunftsländern mal wieder neue Umsatz und Gewinnrekorde erzielen.

Außerdem habe ich den Eindruck, dass Deutsche weltweit nicht nur als zahlungskräftige Kunden geschätzt werden, wenn sie irgendwo Urlaub machen, sondern in der Regel auch auf Gastfreundlichkeit stoßen, wenn sie dauerhaft in den entsprechenden Ländern leben. Hier spielt mMn auch ein jahrzehntelanges außenpolitisches Vorgehen rein, das auf Diplomatie beruhte.

Anmerkung  von  willihope    geschrieben 17.03.2013     
ja menschen die kommen und ihr leben anpacken sind auch ausdrücklich erwünscht! davon kann es nie genug geben, leider bezeugt die aktuelle debatte (rumänen und bulgaren) dass es viele anderes im sinn haben.

nun das 200 fache kann ich auch kaum erklären, wenn man dann bei einigen versagern sieht was sie angerichtet haben! nun aber das beispiel pfleiderer zeigt dass gutes management nicht überall vorhanden ist, hätten die mal mehr bezahlt und bessere leute gehabt dann hätten die eigentümer nicht alles verlohren.

aber es sollte sache der eingentümer sein die bezahlung ihrer mitarbeiter fest zu legen.
denke nicht das die politik dafür qualifiziert ist, die lenken nur von ihrem eigenen unvermögen ab!
siehe die millionen verbuddelt in der eifel und die milliarden in berlin!
konsequenzen? keine.
haftung? keine.
usw usf.

volksabstimmung? ob die lidlkassiererin qualifiziert ist den gehalt des leiters motorenentwicklung bei bmw zu bewerten? ausser neid und missgunst hat sie keinerlei qualifikation dazu und alle anderen auch nicht.

der gehalt der führung sollte auf der hauptversammlung von den aktionären abgestimmt werden, einzig die eigentümer sollten darüber befinden denn sie tragen auch die vollen konsequenzen.
dazu müssten die sich aber auch bequemen und dahingehen tätig werden.
sind wir mal ehrlich, ich war noch auf keiner. :-(

Anmerkung  von  Markus    geschrieben 17.03.2013     
@wilihope

Frag jemanden was angemessen ist, so bekommst Du 30 verschiedenen Antworten!

Interessant wäre ein Erfolgsboni in Kombination mit einem Misserfolgsabzug.

Vor 20 Jahren lagen die Managergehälter noch beim 20 fachen, inzwischen sind sie beim 200 fachen. So ungefähr habe ich es erst gelesen. Die Steigerung ist nicht mit Inflation erklärbar.

Das schweizer Modell mit der Volksabstimmung ist zumindest einmal einen Blick wert.

Bei einem Begrüßungsgeld von 4 Millionen Franken für den Herrn Weber ohne nur einen Tag gearbeitet zu haben, hat die Debatte nichts mit Neid aber auch rein gar nichts mit Leistung zu tun.
Es soll sehr gute Manager geben, die deswegen sehr gut sind, weil sie Ihre Arbeit lieben! ;-) Ob man dann nach 5 Jahren 20 Millionen oder 35 Millionen hat... Ein guter Manger, welcher mit Geld umgehen kann, kann mit 20 Millionen ein schönes Luxusleben führen. Einer, dem 35 Millionen nicht reichen, wird auch nicht mit Finanzen gut umgehen können!

Die populistische Vermögenssteuer in Frankreich ist für meine Begriffe mehr als kontraproduktiv.

Allerdings wenn wir anfangen über alles ungerechte und unfaire auf dieser Welt zu diskutieren, werden wir in einer Endlosdebatte enden.

Vielleicht schaffen wir ja nach und nach kleine Verbesserungen...! ;-)

Anmerkung  von  willihope    geschrieben 17.03.2013     
ohne jetzt eine diskussion vom zaun brechen zu wollen und ich habe auch keine daten darüber aber ich denke es könnte desshalb so sein:

vor 20 jahren hatten viele firmen auch viel weniger leute und einen chef, heute haben sie zigtausende von arbeitnehmern mehr und trotzdem nur einen chef.
möglicherweise erklärt das auch einen teil der differenz in den gehältern?

mehr arbeitnehmer = grössere firma = mehr gewinn = mehr gehalt für das management. könnte so hinkommen?

natürlich können die angestelltengehälter nicht gleich wachsen denn dann wäre jede firma pleite.

wobei ich die zig millionen für z.b. schremppf oder blessing nicht billige! deren bilanz ist eine katastrophe für die eigentümer!

aber das kann ich nicht ändern sondern einfach diese aktien nicht kaufen denn ein schlechtes management wird auch in zukunft keine guten kurse bringen.

Anmerkung  von  Sams    geschrieben 17.03.2013     
Utopien sind wichtig, der Markt ist eine Utopie, Gerechtigkeit ist eine Utopie sogar die Gleichheit des Menschen ist eine Utopie. Aber Utopie ist nicht Wirklichkeit.
Leistung ist Kraft mal Zeit.
Kraft ist Masse mal Weg. Schon ist der Wert der Arbeit des Chefentwicklers null und der Fahradkurier ist Spitzenverdiener.

Die Leistung eines gehbehinderten an einem Postschalter zu stehen ist größer als von jemanden der kerngesund ist. Die Bezahlung ist gleich, ist das gerecht?
Der Verdienst richtet sich nach was? nach Leistung oder Nutzen?

Wenn eine Frisöse ihre Grundbedürfnisse nicht mit ihrer Arbeit decken kann dann muß man aber auch die Eier haben und sagen, ok dann muß diese Dienstleistung eben vom Markt verschwinden.
Mal sehen ob in 5 Jahren sich jeder selbst die Haare schneidet oder ob bessere Löhne gezahlt werden.
Aber was passiert bei uns? Die Frisöse die die Arbeit nicht annimmt wird für 2 Monate gesperrt und die Arbeitgeber bezahlen nicht das was die Arbeit "wert" wäre.
Ich bin mittlerweile kritisch was den Markt in Deutschland betrifft.

Pflegeberufe, Gastronomie.... das wird spannend, auch Spitzenverdiener müssen essen!
Also die halbe Stunde die ein Koch einem Spitzenverdiener der 1 000 Euro die Stunde verdient spart weil der nicht selbst kochen muss kann doch nicht 2,5 Euro wert sein.
Dann her mit dem Markt.
Die Grundbedürfnisse, Wohnung, Essen, Kleidung, Medizinische Versorgung sichern. Aber halt auf einem niedrigen Level. Das bedingungslos, erst dann können beide Seiten sich rational also AG und AN treffen.
Nicht nimm den Scheiß Job an oder ich sperr dich für 2 Monate ich stock dich schon aufs Existensminimum auf. So kann sich in meinen Augen kein faier Preis bilden.
Wie gesagt alles Utopie, das einzig knappe Gut für jeden Menschen ist die Zeit, das ist für mich Luxus.
Deshalb in stillen stunden betrachte ich Geld nicht als Tauschmittel sondern als wie soll ich sagen als sowas wie geronnene Lebenszeit.
mfg

Anmerkung  von  Matthäus Piksa    geschrieben 17.03.2013     
Website www.welt-im-wandel.net

@willihope

In den Dax-Vorständen liegt die Ausländer-Quote bei 28%.

Das Problem sind natürlich die sog. "Integrationsunwilligen". Was mir auffällt ist, dass in den Medien oftmals auch von sog. "Parallelgesellschaften" gesprochen wird, die vorzugsweise im türkisch-muslimischen Milieu entstanden sind.

Die gibt es bestimmt. Es ist jedoch so, dass auch die amerikanischen Soldaten zB in der Region Kaiserslatuern/Ramstein in einer Parallelgesellschaft leben.

Meine Eltern leben seit fast einem Vierteljahrhundert in der Region. Und wenn ich eines zu berichten weiß, dann, dass sie weder als Deutscher noch als Ausländer Zugang zu den Geschäften und Freizeiteinrichtungen der Amerikaner haben.

Ich verstehe voll ganz, dass man mich als Zivilisten nicht zu den Militäranlagen lässt, aber warum schotten die Amis auch ihre nicht-militärischen Anlagen ab?

Mich persönlich stört das nicht, es wundert mich aber schon ein wenig.

Damit will ich aufzeigen, dass man es sich auch leicht machen kann, auf einer Bevölkerungsgruppe herumzuhacken. Es hilft bestimmte Medienberichte stärker zu hinterfragen.

Ich muss auch sagen, dass mir persönlich noch kein Amerikaner begegnet ist, der akzentfreies deutsch sprach, nebenbei bemerkt.

Aber auch das stört mich nicht wirklich.

Mit den Anmerkungen wollte ich lediglich andeuten, dass man mit bloßem Schwarz-Weiß-Denken auf Stammtisch-Niveau vielleicht noch weiter kommt. Aber mehr als ein Gähnen lockt man bei mir damit nicht hervor.

Die Politik scheint mir hier auch weiter. Baden-Würtemberg hat eine, so viel ich weiß türkisch-stämmige Integrationsministerin. Und die Hanse-Stadt Hamburg hat mit den Muslimen einen Staatsvertrag abgeschlossen, der zur Folge hat, dass islamischer Religionsunterricht in Zukunft an staatlichen Schulen unterrichtet wird. Vielleicht gelingt es dann zumindest den Hamburgern, die antisemitischen und israelbezogenen Vorurteile, die bei muslimischen Kindern und Jugendlichen, wie eine umfassende Studie des Bundesinnenministeriums hervorgebracht hat, stärker ausgeprägt sind als bei anderen Kindern, abzugewöhnen.

Anmerkung  von  Markus    geschrieben 17.03.2013     

Als Beispiel ist Novartis auch ganz interessant. Der Manager verdient über 100 - ... Millionen Franken und bekommt dann nochmal 67 Millionen, damit er die nächsten 6 Jahre nicht zur Konkurrenz geht, wenn er denn geht.
Beim Antritt vor dem multimillionen-Franken-Vertrag die Klausel im Vertrag wäre wesentlich günstiger gewesen...
Genauer kann man das finanzen.net nachlesen.

Ein Coke Manager mit sagen wir einer 60 Stunden Woche hat soviel Verantwortung für die Massen an Beschäftigten, dass er meint soviel wirklich zu verdienen??? Ich glaube bei Coke kannst Du fast einen ehemaligen Rekordnationalspieler hinsetzen und die Firma läuft...;-)

So großartig sind die Änderungen bei der Motorenentwicklung nicht wirklich. TFSI, TSI usw.
Ich kann es definitiv beurteilen! ;-)

Sparkassendirektoren bekommen mehr wie Ingenieure...
Akademikerkinder studieren 3x häufiger...

Gleichheit ist Utopie... Allerdings gibt es deutlich schlechtere Länder bei der Gleichstellung.


Anmerkung  von  willihope    geschrieben 17.03.2013     
@Matthäus Piksa
ich verstehe nicht worauf du hinaus willst!
ich habe nach dem intergationsminister der usa gesucht aber keinen gefunden?
was genau ist dein punkt?

@Markus
ja aber was war novartis bevor und was ist es jetzt? ich meine man muss die zahlungen immer im zusammenhang mit der leistung sehen und nicht einfach isoliert. (ich habe aber keine daten sondern frage nur!!)
ist die leistung beschissen dann sollte man die boni streichen aber ist die leistung grandios dann sollten die eigentümer die honerierung entscheiden!

nun wenn du denkst du kannst beim coke management millionen einsparen dann würde ich mal eine mail mit konkreten daten zu mr. warren buffet senden! ich glaube nicht dass er auf millionen die ungerechtfertigt bezahlt werden so einfach verzichtet. :-)

berkshire@berkshirehathaway.com

auch bei bmw werden nicht über gebühr die ausgaben strapaziert!
ich war einige jahre bei bmw und habe einiges mitbekommen, die dieselmotoren sind/waren so gut dass neben opel auch die us-police diese geordert hat (400.000 stück?).
das schafft arbeitsplätze und einkommen, also sollte/kann man das honorieren.

hat vw übrigends auch gemacht und jedem arbeiter einen bonus gezahlt, porsche ebenso.

gleichheit ist murks und die ganze diskussion ist getrieben von neid und missgunst. anders kann ich mir die reaktionen auch hier nicht erklären denn mir ist es wurst was hr. winterkorn verdient denn das entscheiden die eigentümer von vw!
ich kenne hr. vw persöhnlich und weiss dass er auf keinem fall geld sinnlos rauspulvert!

sollte jemand meine leistung haben wollen werde ich den bestmöglichen preis aufrufen und nicht eine sekunde daran denken ob das gegenüber einem tankwart oder einer frisöse angemessen ist! ich habe jahre meiner ausbildung selbst finanziert und denke ich habe eben mehr verdient als leute die einfach nur gelebt und ihr geld verbraucht haben!

so sollte es auch für investoren sein aber leider geht die diskussion in richtung enteignung, der anschluss der ddr hat einfach zu viele faule ins boot geholt und die geben jetzt die richtung vor.

wir sind nicht gleich und nirgends sind alle gleich! mr. jintao geht ja auch mit über 2 millarden in den ruhestand und seine mutter als volksschullehrerin hat mit 80 auch noch schnell 120 millionen dollar angelegt. also auch im kommunismus sind nicht alle gleich!

Anmerkung  von  willihope    geschrieben 17.03.2013     
also ich habe jetzt schnell mal geschaut, das vido über die eine die wegen ihrem kind nichts arbeitet und dafür auch noch 1 x die woche kinderbetreuung bekommt finde ich leider nicht mehr.

also schnell mal die fakten:

melanie s. 34, 4 kinder von 4 männern, alleinstehend, ausbildung verkäuferin abgebrochen, jobbte bei burger king: 1288 euro ohne miete.
"sie hasst den gang zum amt."

gregor b. 44, 6 kinder mit hausfrau, maurer, seit 15 jahren ohne job, kann höchsten 6 stunden arbeiten: 2221 euro, miete extra.
"der ärger gräbt falten in sein gesicht."

http://www.bz-berlin.de/aktuell/berlin/ich-bin-hartz-iv-seit-es-hartz-iv-gibt-article1518932.html

ich glaube einfach mein schwein pfeift! für leistungen der steuerzahler sollte man schon erwarten können dass die menschen auch ihren verpflichtungen nach kommen.

bitte mit welchem gerechtigskeitsempfinden wollen die immer mehr? jemand der arbeitet bekommt oft nicht mehr und ist dann doch der dumme!

solche fälle gibt es einfach viele und die schuld liegt auf keinem fall am system, jeder ist für sein leben selbst verantwortlich und muss auch die konsequenzen tragen!

ich bin meines glückes schmied.

Anmerkung  von  Matthäus Piksa    geschrieben 17.03.2013     
Website www.welt-im-wandel.net

@willihope

1. Mit dem Link wollte ich aufzeigen, dass es Ausländern in Deutschland gelingen kann, Karriere zu machen. Mit einer zufriedenstellenden Ausländerquote in Höhe von 28% zeigen die Dax-Unternehmen, dass sie sich ihrer gesellschaftlichen Verantwortung und Vorbildfunktion bewusst sind und entsprechend handeln. Perfekt!

2. Ich schrieb, dass Baden-Württemberg eine türkische Integrationsministerin, Frau Bilkay Öney, hat. Und somit logischerweise auch ein Integrationsministerium, welches sich den nicht zu leugnenden Integrationsproblemen annimmt. Ein Integrationsproblem habe ich beispielhaft benannt: den überdurchschnittlich stark ausgeprägten Antisemitismus unter den hier lebenden Muslimen.

3. Mit dem Hinweis, dass die Hansestadt Hamburg den Islamunterricht einführen möchte (ein zentrales Anliegen des Staatsvertrages) bzw. dies bereits getan hat, habe ich darüber hinaus aufgezeigt, wie man solche Integrationsprobleme angeht:
Durch den Schulunterricht und einen entsprechenden Lehramts-Studiengang "Islamischer Religionsunterricht", der die entsprechenden Lehrkräfte auf ihren Einsatz in der Schule gezielt vorbereitet, ist gewährleistet, dass der Staat die Kontrolle hinsichtlich der Gestaltung und der Art und Weise wie der Unterricht an den Schulen durchgeführt werden soll, inne hat.

Der institutionalisiert eingeführte Unterricht zeigt, dass die Stadt bzw. das Land Hamburg anerkennt, dass zum einen Muslime in deren Verantwortungsgebiet leben und zum anderen, dass sie über den Unterricht Einfluss auf die Entwicklung der Kinder und Jugendlichen ausüben möchte.

Dies ist aus staatlicher Sicht mMn die beste Präventionsmaßnahme um der Entstehung eines breiten intellektuellen Präkariats vorzubeugen. So lässt sich nämlich den Kindern und Jugendlichen, die an diesem Unterricht teilnehmen ua. der Respekt vor anderen Religionsgemeinschaften beibringen.

Die Studie des Bundesinnenministeriums, die ich ansprach, zeigt nämlich, dass hier enorme Defizite zu beklagen sind, auf deren Behebung der Staat Einfluss ausüben sollte. Erst recht, wenn schon, was offensichtlich ist, die Eltern versagen.

Die Hansestadt Hamburg wird, sofern alles wie ich es skizziert habe umgesetzt wird, eine Vorreiterrolle in Deutschland einnehmen.

4. Mit dem Vergleich nicht-assimilierter Muslime und nicht-assimilierter US-Soldaten habe ich des Weiteren aufzeigen wollen, dass auch andere Ausländer in "parallelgesellschaftsähnlichen" (nicht ich habe diesen Begriff geprägt) Verhältnissen leben. Selbstverständlich bin ich mir aber dessen bewusst, dass es insbesondere mit Amerikanern unabhängig ihres Berufsstandes viel weniger sprachbedingte Probleme gibt, weil wir ja alle der Schulbildung sei dank Englisch sprechen, wenn auch auf unterschiedlichem Niveau.

Von einem US-Integrationsministerium ist nirgends in meinem vorherigen Post die Rede. Einfach aufmerksamer Lesen!

Anmerkung  von  Stefan    geschrieben 18.03.2013     
@ willihope:

"ich kenne hr. vw persöhnlich"

Wieso? Ist er schon mal an dir vorbeigelaufen als du gerade am Fliessband gearbeitet hast?
(Persönlich schreibt man ohne "h")

Ist natürlich starker Tobak zu behaupten, dass durch den Anschluss der DDR die Faulen zu uns gekommen sind. Und nein: ich bin kein Ossi.

Ansonsten bin ich auch kein Freund der Gleichmacherei.

Anmerkung  von  Finanzielle Freiheit mit Dividenden    geschrieben 18.03.2013     
Website finanzielle-freiheit-dividende-blog.de/

Ich kann dazu nur das Buch von Erich Fromm "Haben oder Sein" sehr empfehlen!

Anmerkung  von  Markus    geschrieben 18.03.2013     

Die Balance ist wichtig!
Ich kann nicht alle über einen Kamm scheren, nur weil meine Meinung in einer Richtung verfestigt und eingefahren ist.
Leistung ist wichtig und soll sich lohnen! Allerdings sind auch nicht alle, die nicht so viel leisten können automatisch Faulenzer. Es können auch Schicksalsschläge und harte äußerliche Umstände ein Karriere-Leben beenden.
Eine positive Einstellung, Logik und gute erfolgreiche Gewohnheiten können sehr viel bewirken.
Alleine schon die Förderung bzw. die Erziehung macht schon gewaltige Unterschiede im künftigen Leben der Kinder aus...
Offenheit, Toleranz, Neugierde, Geduld, Phantasie, Freude am Lernen, Sparsamkeit aber sich auch mal was gönnen, damit kann man schon sehr viel erreichen!
Einzelne Extrembeispiele lass ich jetzt mal raus... ;-)


Anmerkung  von  willihope    geschrieben 18.03.2013     
@Matthäus Piksa
ich wollte mit meiner frage dir einen hinweis geben. wärend deutschland einen intergrationsminister mit anhang braucht passen sich die einwanderer in anderen teilen der welt an das land an. irgendwas ist da doch faul oder nicht?
der islamunterricht ist mir egal weil mit den moslems habe ich nichts zu tun die leben in ihrem eigenen mitelalter. :-)

solange ich nicht die scharia akzeptieren muss können die in ihren ländern machen was sie wollen, die neuzeit scheint denen nicht viel zu geben.

amerikaner würd ich jedoch nie auf augenhöhe mit den ziegenhirten stellen. der beitrag der moslems zur modernen welt ist genau welcher? nobelpreis?

@Stefan
sorry, ich war noch nie an einem fließband. nichtmal als besucher.
ich war dienstleister bei ihm privat, er wird sich natürlich nicht an mich erinnern, da mach ich mir keine illusionen.

nun ich kenne nicht viele ddr-ler aber was man so im fernsehen sieht sind es meisten linke die noch nie was geleistet haben bzw wen ich so kenne und wie die sich im sozialen netz eingerichtet haben. da ist nix von vorübergehender hilfe sondern das leben wird dem angepasst und manche leben nicht so schlecht davon.

zu meinen beispielen gibts nichts zu sagen? also wer als maurer nur 10 jahre arbeitet und dann mit 6 kindern ein leben mit 2300 euro führt hat für sicher nicht wenige alles richtig gemacht.
ein mauerer der arbeitet hat vielleicht nur 3 kinder und keine 2300 euro plus miete im monat! wo bitte ist das gerecht?

wenn er nicht mehr mauern kann dann muss er eben auf die tankstelle! wieso sollen die anderen ihn und 7 seiner familie für die nächsten 30 jahre durchfüttern? da erkenne ich keine gerechtigkeit sondern ich empfinde das als frechheit. mit 44 jahren schon 15 jahre arbeitslos gibt es einfach nicht wenn man arbeiten will.

@Finanzielle Freiheit mit Dividenden

der titel klingt esoterisch? kann das sein?
ich widme mich anderen dingen, das leben ist zu kurz um seine zeit zu vergeuden.

@Markus
natürlich sind nicht alle faulenzer und die die es wirklich wollen schaffen es auch! in deiner stadt gibt es keine arbeit? na dann muss man eben umziehen! in deutschland bleibt man lieber vor ort und lässt sich von der gemeinschaft durchfüttern.
einige ex-ddr-ler habe ich im schönen österreich getroffen, die arbeiten im fremdenverkehr und haben ihr leben in die hand genommen! einige ex-ler habe ich in der karibik getroffen, andere in asien, nun manche leben dort von unterstützung aus deutschland und faseln was von "der westen ist ihnen das schuldig" und andere arbeiten dort. also es sind nicht alle gleich und die die wollen haben sich auf dem weg gemacht. in den alten ländern gabs nunmal keine arbeit nach dem anschluss.

mein respekt den menschen die sich aufgemacht haben, die die nun von hartz4 leben und seit über einem jahrzent nichts gearbeitet haben kann ich nicht folgen und mitleid habe ich keines. tud mir sehr leid, jeder kann was erreichen im leben man muss nur die mühe auf sich nehmen.


schönen abend noch aus 35 grad. :-)

ps:@Matthäus Piksa
bitte keine abhandlungen über die moslems mehr denn die intressieren mich nicht.
ich würde gerne neue ideen über die geldanlage lesen, das mitelalterliche gedöns von den vorhangträgern brauche ich nicht.
habe ich schon genug bei emirates gesehen, 1,5 stunden verspätung weil die vorhänge zusammen sitzen wollen. danach siehts aus wie in einem scheinestall, die vorhänger leben nunmal am boden.


Anmerkung  von  Matthäus Piksa    geschrieben 18.03.2013     
Website www.welt-im-wandel.net

@willihope

Das ist ihre Sache, wenn sie der Islam und die Moslems nicht interessieren.
Ich würde auch nie auf die Idee kommen den Islam zu glorifizieren. Aus der Lektüre einiger Bücher des Islam-Experten Peter Scholl-Latour weiß ich nämlich, dass er sagt, dass man zwei Dinge über den Islam wissen sollte und nie vergessen darf:
1. Der Prophet Mohammed war ein Kriegs- und Feldherr.
2. Die gemäßigte Form des Islam, der arabische Fachbegriff ist mir entfallen, hat sich nicht durchgesetzt.

Und wenn sie sagen, sie würden sich nicht für die hier lebenden Immigranten, also auch die Muslime interessieren, dann stimmt das schlicht und ergreifend nicht, wie man an ihrer Aussage, viele/einige (oder was weiß ich was sie genau geschrieben haben) würden hier nur herkommen, um in der sozialen Hängematte zu leben.

Würden sie solche Aussagen unterlassen, dann hätte es von mir auch keine, wie sie es sagen, Abhandlungen gegeben, so einfach ist das.

Wo im übrigen Islam- und MultiKulti-Hass, den ich ihnen nicht unterstellen möchte, hinführt, zeigt sich im Fall des norwegischen Rechtsterroristen Anders Breivik, der vor einigen Jahren knapp 80 Jugendliche ermordete, weil sie aus seiner Sicht für ein pluralistisches Europa stünden, dass er ablehnt.

Anmerkung  von  Markus    geschrieben 18.03.2013     
@Wilihope

"in deutschland bleibt man lieber vor ort und lässt sich von der gemeinschaft durchfüttern"

Pauschalaussage und so nicht korrekt! Ich kenne genügend Leute die sogar pro Tag 2 - 3 Stunden in Bus und Auto für Ihren Arbeitsplatz sitzen oder auch umgezogen sind.

Extrembeispiele wie z. B. der Maurer verkaufen sich in den Medien sehr gut. Sie sind definitiv kein Regelfall! Negatives verkauft sich viel besser als Positives... Das ist eine Realität! Mit Gier, Angst und Provokation wird Auflage gemacht. Realismus ist leider zum gähnen...

Auch, dass es bei uns nicht am System liegt würde ich so nicht unterschreiben. Wenn Aufstocker besser als arbeitende Nicht-Aufstocker verdienen liegt gewaltig was im System im Argen...

Integration ist sehr wichtig! Wenn wir keine Kinder mehr in unserer Gesellschaft wollen, dann muss es über Einwanderung gehen. Es ist natürlich eine Herkulesaufgabe Vorurteile abzubauen, Sprachbarierren abzuschaffen, Ghettobildung abzubauen, Kommunikation und Respekt zwischen den Kulturen aufzubauen, Bildung zu fördern usw. usw. usw.
Mit Vorurteilen und Pauschalisierungen werden wir es jedenfalls nicht schaffen dass für jeden Renter mal wieder 2, 3 oder mehr Arbeiter da sind, um die Rente zu finanzieren oder den Ingenieurstandort Deutschland mit genügend Fachkräften zu versorgen.

Meiner Meinung nach ist die Baustelle Europa wesentlich bedrohlicher als die paar Faulenzer im System.

Klink mich jetzt aus. Ich muss nicht immer das letzte Wort haben!... ;-) Mal sehen...

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Der langsame Tod vieler Einzelhändler

Illustration

New York, Donnerstag, 14. März 2013

Das Internet verändert in vielen Bereichen unseren Alltag. Auf Shoppingtouren können Sie den Einfluss des World Wide Webs erkennen. So schließen massenweise Reisebüros und Buchläden. Elektronikmärkte haben zu kämpfen. Selbst der deutsche Gigant Metro (Media-Saturn, Kaufhof...) leidet. Das Kaufhausimperium Karstadt ging pleite.

In den USA kämpfen ebenso massenweise Unternehmen ums Überleben. Die Elektronikkette Best Buy ist abgestürzt. Die Kaufhaus J.C. Penney ringt um Kunden...

Massiv hat sich das Geschäft ins Web verlagert. Die Ecommerce-Könige Amazon und Ebay nehmen den traditionsreichen Krämern die Butter vom Brot.

Das Magazin „The Atlantic“ hat den Jobverlust amerikanischer Einzelhändler seit 2001 in einer beeindruckenden Grafik (hier im Blog oben) aufgezeigt. Musik, Kameras und Computer kaufen wir Verbraucher scheinbar lieber Online.

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Anmerkung  von  Finanzielle Freiheit mit Dividenden Blog    geschrieben 14.03.2013     
Website finanzielle-freiheit-dividende-blog.de/

Ich weiß nicht Tim wie es drüben in USA ist, aber ich sehne mich nach kleinen individuellen Läden, die so schön eingerichtet sind, dass man gerne jeden Tag diese kleine Läden besuchen möchte und vom Inhaber persönlich begrüßt wird.

Mit den grossen Shopping Malls und den standardisierten Shops der großen Franchise Ketten kann ich nicht viel anfangen.

Anmerkung  von  Stefan    geschrieben 14.03.2013     

Da meinst du wohl diese typischen kleinen Tante Emma Läden. Die gibt es doch jetzt schon kaum noch. Wenn dann irgendwo auf dem Land in der Pampa. Gegen die großen wie REWE, Aldi, Lidl, Netto, Globus, Metro usw. haben die langfristig keine Chance.

Mir geht es erhlich gesagt auch so, dass ich lieber nur in einen Laden gehe wo ich auch alles bekomme was ich möchte. Und da bietet ein großer Einkaufsmarkt nun deutlich mehr Auswahl. Hätte keine Lust nach nem Einkauf bei Tante Emma noch in einen weiteren Markt fahren zu müssen.

@ Tim:

Wie ist das in New York? Ihr habt denke ich noch diese kleinen Läden in jedem Block, oder? Wo kaufst denn du ein?

Anmerkung  von  Matthäus Piksa    geschrieben 14.03.2013     
Website www.welt-im-wandel.net

@Tim

Man müsste meinen, dass die Logistikkonzerne von dieser Entwicklung profitieren.

Und in der Tat: UPS und Fedex notieren unweit ihrer Allzeithöchststände.

Nur die Deutsche Post notiert unterhalb ihres Erstausgabepreises aus dem Jahr 2000.

Hier ein Link, der die Charts der konkurrierenden Wettbewerber miteinander vergleicht. Ergebnis: Fedex ist deutlicher Outperformer, die Deutsche Post krebst hinter her.

Fedex macht also irgendwas besser als die Konkurrenz.

Anmerkung  von  Frank    geschrieben 14.03.2013     
Hallo,
jeder weiß doch welche Spannen die Einzelhändler haben. Klar werden die nicht reich wegen ihrer Kosten, ich bin aber nicht gewillt die Miethaie der Innenstädte zu subventionieren.
Frank

Anmerkung  von  Martin    geschrieben 14.03.2013     
Läden, die keinen Mehrwert bieten, können sich nicht gegen das Internet behaupten. Einzelhändler wie Fielmann können sich jedoch noch gut halten.

Allerdings ist der Wettbewerb nicht fair, wenn man die Steuerquote von Amazon mit einem Tante Emma-Laden vergleicht. Zudem wird im Versandhandel nicht nach Einzelhandeltarif bezahlt, sondern weniger. Da ist der Gesetzgeber gefragt.

Anmerkung  von  Tim    geschrieben 14.03.2013     
Website www.timschaefermedia.com

@ Markos

Ich gehe in der Regel in kleine Supermärkte shoppen. In Manhattan gibt es so gut wie keine großen Supermarktketten. Wal-Mart ist unerwünscht. Die nennen hier die Tante Emma-Länden Bodega. Die sind in Familienhand und richtig kultig. Allerdings kostet Brot, Butter, Käse ein paar Cent mehr. Dafür spare ich mir das Auto.

Hier gehe ich übrigens gerne einkaufen:
http://www.zeytuna.com/

Anmerkung  von  Sams    geschrieben 15.03.2013     
@Finanziele Freiheit.

Nur leider haben die Leute meist irgendwann Sonntags Sehnsucht, wenn sie noch ne Flasche Schnaps brauchen oder schnell ein Päckchen Salz und Salzstangen.
Dann läutet man schnell, die Tante Emma wohnt ja meistens im oder über dem Laden^^.
Sehe hier im Niederbayrischen Raum sehr deutlich das sterben ziemlich aller kleinen Läden. In den meisten stehen mittelalte bis alte Betreiber und was ich sehe und höre kaum ein Sohn oder Tochter steht bereit den kleinen Edekaner oder so zu übernehmen. Das gleiche mit den Wirtshäusern usw. Das verlagert sich auch immer mehr in die Vereinshäuser usw. Ja, ja ich seh immer mehr mobile Läsungen Bäckerreilaster, Getränkelieferer etc. oder gleich die Post oder Ups.
Genossenschaftliche Läden, Biobauerncafes etc seh ich jetzt mal kommen.
Da ich aus einer alten Krämerfamilie komme schmerzt mich das etwas. Bin noch im "Kolonialladen" meiner Großeltern gewesen. Schade das alles aber wer braucht heute noch Knöpfe, Reisverschlüsse, Gumiebänder etc. Geh mal bewusst in einem Supermarkt an den TK-truhen vorbei. Dann sieht man was die leute noch kochen.
Das wird noch ein böses Erwachen geben nur 50% wohnt Stadtnah der Rest wird sich was überlegen müssen.
Ich wette mal auf die Post.
Was die spannen im Einzelhandel so sind, da wär ich mir gar nicht so sicher. Mischkalkulation in verbindung mit den großen Einkaufmengen der größeren Einzelhändlern. Wie gesagt ich glaube das große Teile der Produkte über kurz oder lang aus der Kalkulation rausfallen.
Wie es in Ostdeutschland oder im Norden so auf dem Land aussieht mag ich mir nicht vorstellen, da wir ja eigentlich in meiner Gegend noch wirtschaftlich gut dastehen.
mfg

Anmerkung  von  Finanzielle Freiheit mit Dividenden    geschrieben 18.03.2013     
Website finanzielle-freiheit-dividende-blog.de/

@Sams:
Die Menschen haben es verlernt gesund zu kochen - auch wenn es die zahlreichen Koch Shows im TV gibt. Wir werden uns in 10-20 Jahren gewaltig ändern müssen und regionale Produkte und das "selber" kochen wieder erlernen müssen. Back to Basic !

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Mein Haus, mein Geld, mein Risiko

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New York, Mittwoch, 13. März 2013

Makler können es bescheinigen: Die Immobilienpreise gehen in Deutschland durch die Decke. Für Makler ist es eine Goldgrube. Massenhaft melden sich Interessenten kurz nach Erscheinen des Inserats. Binnen weniger Tage ist das Objekt weg. Manch eine Besichtigung entwickelt sich zu einem regelrechten Ansturm.

Ein Bekannter ist Makler in Berlin. Der hat mir schon vor einiger Zeit gesagt, dass das Geschäft insgesamt rund läuft. In Stuttgart sagte mir jemand: „Der Markt ist wie leergefegt.“ Kaum kommt ein neues Objekt rein, ist es schon verkauft.

Das billige Geld treibt die Menschen in Betongold. Kein Wunder: Für Festgelder gibt es keinerlei Rendite. Der Börse trauen die Deutschen nach all den Bankskandalen und dem Börsencrash vor vier Jahren nicht mehr über den Weg. Gold und Silber hat seinen Glanz verloren.

Was bleibt, sind die eigenen vier Wände. Was die Euphorie zusätzlich entfacht, ist die Angst vor der Inflation. Da sind Sachwerte gefragt. Die Menschen glauben, Backsteine sind ohne Risiko.

Ich wäre in diesem heißen Umfeld vorsichtig. Blasen bilden sich langsam. So wie man einen Ballon aufpumpt, so bilden sich Blasen. Es kann einige Zeit dauern. Das kann etliche Jahre so weitergehen. Irgendwann entweicht die Luft blitzschnell.

Dann wird manch einer vor einem Scherbenhaufen stehen. Massenweise Zwangsversteigerungen könnten im schlimmsten Fall drohen. Wer sich bis zur Halskrause verschuldet, sollte „persönliche Risiken“ wie Krankheit, Scheidung oder Arbeitslosigkeit berücksichtigen. Nicht zuletzt sollten steigende Zinsen und Renovierungen einkalkuliert werden.

Derzeit brummt jedenfalls der Immobilienmarkt wie verrückt. Eine Abkühlung der Preisexplosion ist nicht absehbar. Wir können nur hoffen, dass unsere Banken vorsichtig bei der Hypothekenvergabe bleiben. Exzesse wie in den USA brauchen wir nicht. Über dem großen Teich bekamen Kaufwillige 120 Prozent und mehr finanziert. Die Kreditnehmer hatten teilweise gar nicht das Einkommen, um Zins und Tilgung leisten zu können.

Mit ihrer exzessiven Geldversorgung hat die EZB ein neues Problem geschaffen. Das geht so ständig im Wirtschaftsleben: rauf und runter. Alles spielt sich in Zyklen ab. Verschärft werden die Zyklen in beide Richtungen durch Gier und Angst.

Die Preise sind in manchen Fällen längst fundamental nicht mehr begründbar. Immobilienpreise können ja in der Summe nur wie die Gehälter auf lange Sicht steigen. Entkoppeln sich beide Faktoren voneinander, muss es zu einem reinigenden Donnerwetter kommen.

Behörden wie die Deutsche Bundesbank warnen schon vor einer spekulativen Blase. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) gesellt sich zu den Mahnern.

Das ZDF publizierte im Februar 2013 eine sehenswerte Reportage mit dem Titel „Mein Haus, mein Geld, mein Risiko“.

In den USA erholt sich der Immobilienmarkt nach dem Knall vor fünf Jahren derweil wieder. Es ist eine neue Euphorie zu spüren. In manchen Vierteln kommen die Interessenten in Scharen. Die Gebote landen wieder über dem geforderten Preis. Sehen Sie selbst diese Hausbesichtigung:


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Anmerkung  von  Markus    geschrieben 13.03.2013     

tja, für die Immobilie sind viele Deutsche bereit sich Hals über Kopf zu verschulden und sich die nächsten 20 - 30 Jahre einzuschränken.
Das man damit ganz ordentlich Schiffbruch bei Schicksalsschlägen erleiden kann blenden viele aus. Auch kann man ganz ordentlich Verluste machen...

Monatlich 500 € oder mehr für eine Vermögensplanung anzusparen ist dagegen brandgefährlich! ;-) Vor allem , da ja jeder nur eine einzige Aktie in Form von einer Comerzbank, Enron oder Telekom kauft... ;-)

Die Zahl der Aktionäre ist ja aktuell auf einem Tiefststand... Seltsam, dass wir an einigen, nicht allen Märkten Höchststände haben...

Anmerkung  von  Schnörkellos    geschrieben 13.03.2013     
Nicht nur die Immobilienpreise steigen, auch die Mieten explodieren regelrecht. Und da wir hier ja ein wenig Buffet-verliebt sind: lieber etwas zu teuer kaufen und dann dauerhaft bewohnen und langfristig die Miete sparen (Dividende), als alle Eier (Aktien) in ein Nest legen.

Anmerkung  von  Tim    geschrieben 14.03.2013     
Website www.timschaefermedia.com

@ Markus
Ich finde wichtig ist es, die Gefühle unter Kontrolle zu haben. Deshalb ist es immer vor wichtigen Entscheidungen empfehlenswert, den Rat von neutralen Fachleuten einzuholen. Der Ratgeber kann auch aus dem familiären Umfeld oder Freundeskreis kommen.

@ Schnörkellos
Ich stimme zu. Es ist ratsam auf verschiedene Assetklassen zu setzen. Etwa auf Aktien, Immobilien, Rohstoffe, Grundstücke, Cash, eventuell Kunst ... Innerhalb der Assets ist eine Streuung empfehlenswert. Wichtig bei Immobilien ist eine vernünftige Finanzierung. Je weniger Fremdkapital jemand in Anspruch nehmen muss, desto geringer ist in der Regel das Risiko.

Anmerkung  von  stevoxx    geschrieben 14.03.2013     
Website www.stevoxx.net

Stimme voll zu, besonders zu "Das geht so ständig im Wirtschaftsleben: rauf und runter. Alles spielt sich in Zyklen ab. Verschärft werden die Zyklen in beide Richtungen durch Gier und Angst."

Der Nährboden für eine mögliche bubble wurde über viele Jahre geschaffen. Bsp. die inflationäre Zahl von TV-Sendungen über das Eigenheim. Das ist jetzt im Unterbewusstsein drinnen. Der grösste Ansturm in Form einer finalen psychologischen Welle dürfte erst kommen. Mal schauen wie lang es dauert, dass die Titelblätter der Anlagemagazine voll mit Immobilientips sind.
Kann mir jemand eine gute Anlage (nicht in Beton selbst) empfehlen, um bei diesem rund dabei zu sein?

Anmerkung  von  Finanzielle Freiheit mit Dividenden Blog    geschrieben 14.03.2013     
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Ich könnte mir nicht vorstellen, mich für 20-30 Jahre für ein Haus zu verschulden. Neulich bei Mieten/Kaufen/Wohnen haben Sie ein älteres Ehepaar gezeigt, dass in München eine ETW für über 350.000 EUR kaufen wollte. In meinen Augen verrückt !

Anmerkung  von  Ulrich    geschrieben 14.03.2013     
@Schnörkellos: der Wunsch, in der eigenen Immobilie günstig, weil mietfrei zu leben ist weit verbreitet. Statt Miete hat man dann aber einen Rattenschwanz anderer Kosten (meist Zins/Tilgung, immer Instandhaltung und Renovierung, Grundsteuer) und lebt letztlich meist kein bisschen billiger als ein Mieter.

Klar, das "eigene Häuschen" gibt das schöne Gefühl von Sicherheit. Man hat "was Eigenes" und muss nie mehr umziehen. Aber auch das ist trügerisch: berufliche, familiäre und finanzielle Veränderungen (Jobwechsel, Jobverlust, Scheidung etc.) haben schon für manchen ungewollten Verkauf oder gar eine Zwangsversteigerung gesorgt ...

Außerdem ist manches Häuschen im heute schicken, begehrten Neubaugebiet in 30 Jahren einfach nur noch ungünstig gelegen und ohne Kaufinteressenten. Ist ja heute schon in vielen Neubaugebieten der 60er / 70er Jahre zu sehen.

Und die nächste große Enttäuschung: nicht mal die Kinder wollen hier einziehen, weil es ihnen räumlich, vom Umfeld oder durch die Entfernung vom Arbeitsplatz nicht in den Kram passt.

Ich denke, dass mein Geld anderswo besser arbeitet und wesentlich flexibler bleibt als wenn ich es eine eigengenutzte Immobilie investiere.

Anmerkung  von  Martin    geschrieben 14.03.2013     
In % vom Einkommen sind die Kaltmieten in Deutschland vergleichsweise gering. Dazu kommt die vergleichsweise hohe Qualität der Immobilien. In NY sind z.B. die Rohrleitungen so schlecht, dass man scheinbar nicht überall Waschmaschinen anschließen kann. Viele verstehen nicht, dass die Nebenkosten der wahre Kostentreiber in D ist. In Großstädten sind aber auch die Kaltmieten teilweise stark gestiegen. Die Angelsachsen sehen jedenfalls enormes Steigerungspotenzial bei den Kaltmieten im internationalen Vergleich.

Anmerkung  von  Felix    geschrieben 14.03.2013     
Ich finde es interessant, dass in den meisten Finanz-/Börsenblogs gegen die eigenen vier Wände polemisiert wird. Da es zu den Grundbedürfnissen eines Menschen gehört, ein Dach über dem Kopf zu haben, finde ich es nur natürlich, dass das bei den meisten Menschen auf ihrer Prioritätenliste weit oben steht. Auf jeden Fall weiter oben als Aktien zu besitzen. Ich glaube sogar, dass das ziemlich rational ist. Sollte wirklich die große Geldkrise ein Währungscrash kommen, so kann man im eigenen Häuschen einigermaßen überwintern, Reparaturen kann man zurückstellen oder selber ausführen. Wohnt man zur Miete ist am nächsten 1. die nächste Miete fällig.
Und warum das Wohnen in den eigenen vier Wänden teurer sein sollte als das Mieten, erschließt sich mit nicht. Schließlich will der Vermieter ja auch noch etwas abbekommen. Oder glaubt jemand, dass - außer Vater Staat vielleicht - Mietwohnungen hinstellt, um anschließend noch Geld mitzubringen, damit die Mieter nicht so viele zahlen müssen.
Was den Immobilienboom in Deutschland anbelangt, so gibt's den nur in einigen Ballungszentren, die gerade hipp sind. Langfristig, so wird uns dauernd gesagt, schrumpft die Bevölkerung, so dass es eher zu Leerstand kommt als zur Wohnungsnot.

Meine Schlussfolgerung: Zuerst bauen und dann in Aktien investieren, allenfalls zeitgleich. Alles andere stellt die Grundbedürfnisse auf den Kopf.

Anmerkung  von  Martin    geschrieben 14.03.2013     
@Felix: Als Mieter kann man sich doch nur freuen über Währungskrisen. Die Mieten sind gedeckelt und im zweifelsfall wird dann wertloses Geld als Miete gezahlt. Auch hohe Inflation ist bei der aktuellen Rechtslage genial für den Mieter. Zudem gibt es ein Rundumsorglos-Paket: Der Vermieter muss alles reparieren, sonst wird Miete gemindert.

Eine selbstgenutzte Immobilie kann sich für ortsgebundene z.B. Beamte lohnen, da die Miete vom Nettogehalt gezahlt wird. Es geht also automatisch um eine Nachsteuerrendite. Zudem lohnt sich bauen meist nicht, wenn es gebrauchte Immobilien unter Wiederbeschaffungswert zu kaufen gibt. Die meisten bauen auch nicht selbst, sondern lassen bauen. Sonst könnte man auch jeden Aktionär als Unternehmer bezeichnen.

Anmerkung  von  Tim    geschrieben 14.03.2013     
Website www.timschaefermedia.com

@ Martin

Gut, dass Du es ansprichst. Eine Immobilie kann ein Klotz am Bein sein. In einer sich schnell wandelnden Welt, sollte doch jeder versuchen, mobil zu bleiben.

In den USA ist folgendes Problem zu beobachten: Manch ein Arbeitsloser hätte eine Chance in einem anderen Bundesstaat einen Job entsprechend der Fachkenntnisse zu finden, muss aber wegen eines finanzierten Eigenheims, das unter Wasser notiert, an Ort und Stelle bleiben.

Ich möchte nicht die Immobilie per se schlecht reden. Es sprechen etliche Fakten für die eigenen vier Wände (Inflationsschutz, Spass daran, Familie, Traum, Zufriedenheit, Garten).

Gleichwohl rate ich: Einen Kauf in dem gegenwärtig euphorischen Umfeld genau abzuwägen.

Anmerkung  von  Markus    geschrieben 14.03.2013     
@Felix

Gut, die Träume sind verschieden.
Sowohl Eigentum wie auch vermietetes Eigentum sind aus Sicht eines Investors, der sich finanzielle Freiheit als Ziel gesetzt hat Gift!
Jede Statistik über Renditen mit Immobilien in Deutschland zeigt das recht deutlich!!! Außer man erbt in München, Frankfurt oder Hamburg ne Immobilie... ;-)
Prinzipiell graust es mich davor, die nächsten 20 - 30 Jahre als Sklave einer Bank Kredite abzuzahlen.
Das Gegenargument mit dem Vermieter zieht bei mir nicht, da mieten wesentlich günstiger und flexibler ist bzw. sein kann. Auch kenne ich genügend Vermieter, die schon ordentliche Sanierungen und Mietnomaden mitgemacht hat. Die Rechtssprechung ist größtenteils auf Seiten der armen Mieter.

Ich will niemanden den großen Traum vom Eigenheim schlecht machen!
Nur haben Aktieninvestoren oft andere Prioritäten oder evtl. natürlich auch schon Immos in Aussicht.

Ist eine Investition in eine Verbindlichkeit bzw. Luxus- bzw. Lebensgefühl erstrebenswert? Oder ist eine Investition da um freier zu sein bzw. sich selbst zu bezahlen?
Für mich ist das sehr schnell beantwortet!





Anmerkung  von  Felix    geschrieben 14.03.2013     
Hallo Markus,
das reizt mich doch zum Widerspruch, die Freiheit des Mieters: Meine Tochter sucht zur Zeit eine Bleibe in München. Ich kann mir Schöneres vorstellen als bei jeder Wohnugsbesichtigung Schlange zu stehen, als Bittsteller aufzutreten, die Hosen herunter zu lassen.
Auch der 80-jährige Mieter, der noch eine Luxussanierung über sich ergehen lassen muss, wohl wissend, dass er sich danach die Miete nicht mehr leisten kann, ist kein wirklicher Freiheitsbeweis des Mieters. Ich möchte gerne mein eigener Herr in meinem engsten Raum, meiner Wohnung sein.

Anmerkung  von  Martin    geschrieben 15.03.2013     
Luxussanierungen sind nicht ohne weiteres gestattet. Das muss sich im gesetzlichen Rahmen bewegen und zudem können die Städte auch die Bebauungspläne mieterfreundlich anpassen. München ist da schon ein Gegensatz zu z.B. Berlin.

Z.B. Erstsemester in München müssen oft einen Container anmieten, weil sie keine Wohnung finden. Ich würde da gleich beim Bruttogehalt einen Münchenaufschlag verlangen, wenn ich dorthin ziehen müsste. Ob Kaufen überhaupt eine Alternative ist, hängt dann auch vom Geldbeutel ab.

Anmerkung  von  Markus    geschrieben 15.03.2013     
@Felix

München gehört natürlich zu den Sonderfällen. Wahrscheinlich selbst ausgesucht? ;-)

Ich kenne so 7 Vermieter in meinem Bekanntenkreis. Allerdings alle mit Wohnungen im südlichen Bayern in Kleinstädten.
Die Begeisterung als Kapitalanlage ist bei keinem großartig ausgeprägt. Mehrere hatten schon Probleme mit Mietausfällen, Mietern und Gerichten. Einer kämpft um ein 5 stellige Summe, die aus Mietausfall (Auszug ohne Kündigung und ohne Benachrichtigung), einer total verdreckten und Sanierungsbedürftigen Wohnung und Rechtsanwaltkosten besteht. Vor kurzem ist ein Offenbarunsbescheid der Mietnomaden zugegangen.

Es ist nicht alles schwarz oder weiß!

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Präsident Barack Obama Backstage

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New York, Dienstag, 12. März 2013

Der erste Kameramann des Weißen Hauses, Arun Chaudhary, hat eine bunte Montage über den Präsidenten zusammengestellt. Es zeigt Barack Obama von seiner besten Seite: Witzig, charmant, locker. Das Video ist zwar ein paar Monate alt, trotzdem wollte ich es Ihnen nicht vorenthalten.


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Anmerkung  von  Finanzielle Freiheit mit Dividenden Blog    geschrieben 13.03.2013     
Website finanzielle-freiheit-dividende-blog.de/

Danke für das Video Tim. Ein Wunder das Barack Obama so locker ist - bei den angehäuften Schulden ;-) Vielleicht sollten wir uns auch nicht so viel Sorgen machen, oder ? ;-))

Anmerkung  von  Jens    geschrieben 13.03.2013     
Er muss die Schulden nicht bezahlen.

Anmerkung  von  Finanzielle Freiheit mit Dividenden Blog    geschrieben 13.03.2013     
Website finanzielle-freiheit-dividende-blog.de/

Jan:
Muss er nicht von seinem Einkommen auch Einkommenssteuer abführen, oder ist die Auszahlung Brutto=Netto ?

Anmerkung  von  Matthäus Piksa    geschrieben 13.03.2013     
Website www.welt-im-wandel.net

@Finanzielle Freiheit mit Dividenden - Wir sollten uns mit Sicherheit keine Sorgen machen! Denn was die Staatsverschuldung anbelangt ist Deutschland einsames Vorbild geworden, nicht nur in Europa: Das strukturelle Defizit iHv 0,35% des BIP, das gemäß Schuldenbremse ab 2016 für den Bund gilt und nicht überschritten werden darf, wurde bereits letztes Jahr unterschritten. Laut Finanzplanung soll Deutschland ab kommendem Jahr komplett ohne Schulden auskommen.

Mich würde es wundern, wenn die USA in diesem Jahr mit weniger als 5% Neuverschuldung auskommen, trotz anziehender Wirtschaft, Entspannung am Arbeitsmarkt, Schiefergasrevolution etc. - Der Dauerstreit um Haushalt, Gesamtverschuldungsgrenzen und automatischen Budgetkürzungen zeigt ja, dass die Amerikaner ihre Hausaufgaben nicht gemacht haben und sich auch nach der US-Wahl in machtpolitischen Grabenkämpfen befinden.

Für Euphorie ist trotzdem kein Platz: Schäuble trickst ein wenig, denn zum einen klammert er das Geld, welches für die Euro-Rettung dieses Jahr tatsächlich fließt, 4 Mrd.€, aus und zum anderen kommt noch das ungelöste Problem der ungedeckten Beamtenpensionen hinzu.

Gerade in guten Zeitungen sollten Reformen angegangen werden und nicht wie bei der Agenda 2010, wenn der Laden schon brennt.
Gerhard Schröder, der bekanntlich wegen den Arbeitsmarkt- und Sozialreformen abgewählt wurde, brachte bereits eine neue Agenda 2020 in's Spiel. Im Vergleich zur Agenda 2010 fallen seine Forderungen jedoch viel schwächer aus: Mehr Geld in Bildung und Forschung, mehr Einwanderung. Ich glaub das war's fast schon.

Anmerkung  von  Tim    geschrieben 14.03.2013     
Website www.timschaefermedia.com

@ Matthäus
Das Problem ist: Politiker verteilen am liebsten Geld. So sichern sie sich ihre Wiederwahl.

Wer dagegen spart und Steuern erhöht, der hat es nicht einfach bei der Wiederwahl. Siehe Schröder. Dem liefen die eigenen Abgeordneten im Bundestag weg, weil sie seine Sparpolitik nicht mehr mitmachen wollten. Schröder verlor seine Parteigenossen.

Anmerkung  von  Matthäus Piksa    geschrieben 14.03.2013     
Website www.welt-im-wandel.net

@Tim

Schröder war ein Visionär. Er erklärte damals, dass die Reformen Deutschland bis zum Ende der Dekade wieder nach vorne katapultieren werden.

Zu einer Zeit als Deutschland als kranker Mann Europas galt. Hohn und Spott ernteten wir für die desolate Lage.

Heute 10 Jahre später lacht niemand mehr. Stattdessen brennen Deutschland-Fahnen und Angela Merkel-Puppen (die sie mit dem Nazi-Reich in Verbindung bringen.)

Beides waren typische Überreaktionen, wie wir sie an der Börse zuhauf kennen.

Last but not least und für manche vielleicht erstaunlich: Als es vor 10 Jahren in Deutschland über 5 Millionen Arbeitslose gab, profitierten weder die Links- noch die Rechtsextremen von dieser schwachen Entwicklung.

Anmerkung  von  Markus    geschrieben 16.03.2013     

Der Herr Schröder hat sicherlich einiges getan, wovon wir in unserer Wettbewerbsfähigkeit heute profitieren.

Die Agenda kennt viele Gewinner aber auch einige Verlierer...

Das Programm war für einen Sozialdemokraten eigentlich schon der Hammer. Ich finde prinzipiell Staaten wie die Schweiz mit Ihrem Liberalismus bzw. auch Ihren Volksabstimmungen sehr stark.

Schade, dass unserer Politikverdrossenheit durch sehr viel falsche Kommunikation immer mehr zunimmt...


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Was Prof. Robert Shiller zum Häusermarkt, Aktien, Gold sagt

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New York, Dienstag, 12. März 2013

Ich traf Robert Shiller (66), den weltweit bekannten Ökonomieprofessor von der Yale University. Wir plauderten lange. Er ist ein ausgesprochen netter Wissenschaftler. Sehen Sie mein Foto.

Shiller hat den Case-Shiller-Immobilienindex mitentwickelt, der den Häusermarkt in den USA abbildet. Der Ökonom kreierte das Shiller-Kurs-Gewinn-Verhältnis, das die Ergebnisentwicklung auf Sicht von zehn Jahren abbildet, um Tiefen und Höhen im Markt auszugleichen. Seine weitere Steckenpferde sind Bahavioral Economics, Moral und statistische Methoden. Er spricht fließend Deutsch. Seine Bücher werden in bis zu 15 Sprachen übersetzt.

Für die Finanzzeitung „Euro am Sonntag“ interviewte ich den Experten.

Seine Kernaussagen sind:

1. Aktien sind recht teuer, aber gut

Aktien sind noch immer attraktiv. Aber sie sind schon ordentlich gestiegen. Er warnt vor Unsicherheiten an der Börse. Weil es zu Aktien gegenwärtig keine Alternative gibt, kann man seiner Meinung nach Aktien noch immer kaufen. Aber Anleger sollten vorsichtig sein, rät er. Die ganz großen Kursanstiege seien nicht mehr zu erwarten. Die lägen hinter uns.

2. Immobilien sind als Anlage nicht rentabel

Häuser bringen im langen Schnitt so gut wie keine Rendite nach Abzug der Inflation, sagt er. Das liege am Erhaltungsaufwand. Ein Objekt müsse ständig saniert, repariert werden. Diese Kosten würden oftmals von den Immobilienliebhabern übersehen. Trotzdem rät der Professor zum Hauskauf, wenn es einem am Herzen liegt. Er besitzt selbst zwei Häuser, darunter ist ein Sommerhaus.

3. Eine Immobilienblase ist möglicherweise am Entstehen

Eine Blase sei womöglich im Häusermarkt in Deutschland, der Schweiz, in Österreich und Nordeuropa am Entstehen, sagt er. Grundsätzlich rät er zur Vorsicht.

4. Goldübertreibung

Den Goldpreis sieht er nach einer fulminanten 12-Jahres-Rallye möglicherweise in einer Übertreibungsphase. Jedenfalls gebe es Anzeichen dafür. Immer wenn mehrere „Geschichten“ um ein Asset entstünden, sogenannte „Storys“ wie "die große Schwäche der Weltökonomie", sei dies ein Indiz, dass eine Blase dahinter stehen könnte.

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Anmerkung  von  Markus    geschrieben 12.03.2013     

Hm, vor ein paar Tagen sind wir vor einer Super Hausse und jetzt wird es wieder brenzlig. ;-)

Prinzipiell führt keine vernünftige Vermögensplanung an Aktien vorbei. Das timen ist verdammt schwer. Dadurch sind monatliche, quartalsweise oder halbjährliche Sparpläne die elegantere Lösung. Kombiniert mit einer vernünftigen Assetklassenverteilung und viel Geduld könnte es was werden. Vorher muss man einigen Finanzblättchen, Börsenbriefen und Gurus widerstehen und seine eigene Strategie gefunden haben.

Allerdings muss ich zugeben, dass ich eine leicht höhere Cash-Quote als langfristig geplant doch sehr reizvoll finde.;-)

Anmerkung  von  Finanzielle Freiheit mit Dividenden Blog    geschrieben 12.03.2013     
Website finanzielle-freiheit-dividende-blog.de/

Gold könnte wirklich eine Blase sein. Warum steht der Goldpreis nicht schon bei über 2.000 $ ? Auch wenn Aktien schon gut gelaufen sind, investiere ich weiterhin in solide Aktienwerte und werde versuchen von Quartal zu Quartal meine Divididenzahlungen zu erhöhen.

Anmerkung  von  Martin    geschrieben 12.03.2013     
Bis auf die Häuserblase sehe ich das ähnlich. Man muss nur mal die Immobilienpreise in Deutschland mit z.B. Österreich vergleichen. Dort sind die Mietrediten geringer. In Deutschland gibt es höchstens lokale Blasen aber niemals im gesamten Immobilienmarkt. Als amerikanischer Wissenschafter hat er eben keinen differenzierten Blick auf den Markt in Deutschland, sondern guckt sich das aggregiert an. Daraus kann man dann falsche Schlüsse ziehen.

Die Korrelation von Aktien untereinander im Markt ist übrigens höher als von Immobilien, bei denen es sehr auf die Lage, also einen lokalen Markt, ankommt.

Anmerkung  von  Stefan    geschrieben 12.03.2013     
Tolles Interview. Habe es bei finanzen.net gelesen.

Woher kann der Mann denn fliessend deutsch?

Bin auch der Meinung, dass Immobilien keine guten Anlagen sind. Im Freundeskreis haben einige gebaut. Die sind ständig nur am zahlen. Da ist die Pumpe von der Zisterne kaputt, da ein Lichtschacht undicht usw. usw. Auch denke ich, dass sich viele mit dem eigenen Häuschen übernehmen. Die gehen dann zehn Jahre nicht in den Urlaub und krebsen so rum von Monat zu Monat.

Der Herr Shiller wird diese Probleme wohl eher nicht haben. Da reicht ein Buch um das Sommerhäuschen zu bezahlen:-)

@ Tim:

Gehst du eigentlich auf die Hauptversammlung von Berkshire? Das wäre mal mein Traum die live zu erleben. Die Kosten sind mir dann aber doch etwas zu hoch. Meine bessere Hälfte würde mir nen Vogel zeigen...oft wird es das Duo Buffett/Munger wohl nicht mehr zu erleben geben.

Gruss

Anmerkung  von  Tim    geschrieben 12.03.2013     
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@ Stefan

Ich glaube, Professor Shiller hat Deutsch an der Hochschule studiert. Ihn interessiert Deutschland sehr. Er kennt sich exzellent dort aus, obwohl seine Vorfahren nicht aus Deutschland stammen.

Ich werde dieses Jahr wohl nicht zur HV von Berkshire gehen. Ich war schon oft genug dort. Es wiederholt sich vieles, was das Genie sagt.

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„Wo steht meine Aktie heute?“

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New York, Montag, 11. März 2013

Privtanleger schneiden an der Börse grottenschlecht ab. Die Masse macht einfach Fehler ohne Ende. Ich habe über die Dauerfehler der Masse in diesem Blog schon oft geschrieben. Im Kern kaufen die Menschen zu teuer Aktien, um sie dann zu billig zu verkaufen.

Das Researchhaus Dalbar aus Boston beschäftigt sich mit der Psychologie der Masse. In einer Studie fanden die Dalbar-Experten heraus, Amerikaner verdienten mit Fonds in den vergangenen 20 Jahren im Schnitt 4,25 Prozent per annum. In der gleichen Zeit legte der S&P-500-Index um 8,21 Prozent jährlich zu. Das sind fast 4,00 Prozent Rendite, die Anleger pro Jahr „verschwenden“. Da kommt im Laufe eines Lebens ein gewaltiger Betrag zusammen, der Anlegern durch die Lappen geht.

Ein Problem ist die zu hohe Aktivität. Die durchschnittliche Haltedauer beträgt nur noch sechs bis sieben Monate pro Aktienposition.

Heute möchte ich anhand zweier Fälle aus meinem persönlichen Umfeld ein Kernproblem vorstellen: Es ist eine falsche Erwartungshaltung, auf kurze Sicht gut abschneiden zu müssen.

1. Ein Verwandter in Deutschland hat sich nun entschlossen, Aktien zu kaufen. Die Person hortet ein kleines Cashpolster seit einiger Zeit auf dem Festgeldkonto. Das Geld brachte keinerlei Rendite. Natürlich hatte mich die Person im Vorfeld gefragt, bevor sie die Order erteilte. Ich riet grundsätzlich, Blue Chips aus dem DAX zu ordern. Gerade für Laien ist das ein herrlicher Platz zum Investieren.

Was nach dem Kauf folgte, erstaunte mich. Da wird doch glatt jeden Tag der Kurs beobachtet. Jeden Tag. Es ist doch geradezu logisch, dass die Aktie unter den Einstandskurs fallen musste. Das ist ja im Endeffekt praktisch immer so. Zum einen ist daran die Volatilität schuld, zum anderen das schlechte Timing. Die Volatilität kann niemand vermeiden. Und das perfekte Timing bekommt niemand perfekt hin (außer es ist Glück im Spiel).

2. Ähnliches passierte in meinem Freundeskreis in New York. Da entschied sich endlich die Mutter eines Bekannten, die A-Aktie von Berkshire Hathaway für ca. 142.000 Dollar das Stück zu kaufen. Ich fand, das war eine gute Entscheidung. Jedoch fragte die Mutter wenige Tage später, wo denn die Aktie aktuell notiere. Ich halte so eine Stichtagsabfrage für völligen Unfug. Jede Sekunde gibt es einen neuen Kurs. Ein paar Tage nach dem Einstieg zu prüfen, wo der Kurs steht, um daraus zu schließen, ob die Aktie gut oder schlecht ist, ist absurd.

Aktien sind Unternehmensanteile und keine Lotteriescheine. Es geht nicht bei Aktien jeden Tag darum, zu schauen, ob man die richtigen Glücksnummern getippt hat. Ich halte das persönlich für eine falsche Vorstellung.

Eine Woche nach dem Kauf einer Wohnung würde niemand auf die Idee kommen, eine neue Preisschätzung für das neue Objekt von einem Makler vornehmen zu lassen. Preisänderungen auf Tages-, Wochen- und Monatsbasis haben keinerlei Aussagekraft, ob das Investment auf lange Sicht exzellent oder miserabel wird.

Natürlich nimmt bei nahezu jedem Aktionär mit einem vorübergehenden Kursverlust die Angst zu. So tickt nun mal die Börse. Aber, es ist ja fast bei jeder Aktie so: Sie muss einfach unter den Einstandskurs fallen.

Sie kennen ja den Fall eines typischen Aktionärs: Der Kurs steht bei 12 Euro. Er marschiert auf 15 Euro. Auf einmal entscheidet der Hobbybörsianer, bei 15 Euro einzusteigen. Die Aktie saust nach dem Kauf auf 11 Euro. Der Neuaktionär hat Angst, verkauft. Realisiert einen riesigen Verlust. Anschließend kommt die Aktie ins Laufen. Sie explodiert auf 22 Euro. Der Aktionär steht mit leeren Händen da und ärgert sich.

Was lernen Sie daraus? Belohnt wird der Geduldige. Wer Qualitätsaktien kauft und ausreichend streut, sollte sich keine Sorgen machen.

Die Wirtschaftskrise hat uns ja gezeigt: Wer Sitzfleisch hatte, wer die Krise in den vergangenen fünf Jahren einfach mit kühlem Kopf abgewartet hat, sitzt heute auf einem Gewinn. Wer dagegen die Nerven verlor und ausstieg, sitzt auf einem Verlust. Ich möchte nicht wissen, wie viele Menschen Angst bekamen und sich höllisch die Finger während der Krise verbrannt haben.

Jetzt, vier Jahre nach einer unglaublichen Kursrallye, beginnen die Menschen, sich für Aktien wieder zu begeistern. Wir befinden uns auf Allzeithoch im Dow Jones. Ich finde, der Zeitpunkt ist etwas spät für einen Einstieg. Besser wäre es gewesen, in den zurückliegenden vier Jahren ausgebombte Wertpapiere einzusammeln. Klar, finde ich nach wie vor gute Argumente für die Börse.

Noch immer sind Aktien attraktiv. Aber die große Rendite haben die Menschen verpasst, die jetzt erst auf den fahrenden Zug aufspringen. Das ist eben ein weiteres Problem an der Börse: Menschen kaufen, wenn die Stimmung gut ist. Sie verkaufen, wenn die Stimmung schlecht ist. Es ist ein Wechselspiel zwischen Euphorie und Angst.

Geduld wird an der Börse belohnt, Hektik bestraft. Am besten schnitten während dem Wirtschaftschaos jene ab, die stetig zugekauft haben. Die haben den Deal ihres Lebens gemacht. Seit dem Tief 2008 haben sich die Kurse mehr als verdoppelt. An der Börse muss man einfach abgebrüht sein.

Conclusio: Aktien sind ideal für Menschen, die lange Zeit haben. Kinder, Jungendliche oder Berufsstarter sollten unbedingt mit dem soliden Aktiensparen beginnen. Ratsam ist die Hilfe eines erfahrenen Börsianers in Anspruch zu nehmen. Ideal für das Depot sind meiner Meinung nach Weltmarktführer, die schöne Dividenden auskehren. Wer dagegen schon älter ist, kurz vor der Rente steht, für den eignen sich Aktien weniger. Denn ein schlechtes Jahr oder ein schwaches Jahrzehnt können den Rentner durchaus nervös machen.

Gegen „Buy and Hold“ spricht folgendes: Tief kaufen und teuer zu verkaufen - ja, das zahlt sich natürlich besser aus. Aber das Problem ist hier das perfekte Timing. Das schafft halt niemand. Es ist ein Wunschdenken, ein Traum.

Fazit: Am besten schauen Sie nicht täglich auf die Börsenkurse.

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Anmerkung  von  Markus    geschrieben 11.03.2013     
@Tim

hast Du eigentlich auch schon mal was zu den Börsenbriefen bzw. den verschiedenen Herausgebern geschrieben?

Theoretisch bin ich da sehr skeptisch, weil da in 95 % der Fälle die Eigenwerbung mit den sehr hohen Renditen eigentlich nur geflunkert wird bzw. nur die optimalsten Investments und Zeitpunkte thematisiert werden.

Speziell die Value-Analyse von Volker Gelfarth würde mich mal interessieren...

Gibt es da Erfahrungsberichte bzw. Kontrollorganisationen?

Anmerkung  von  Stefan    geschrieben 11.03.2013     
Was für einen Grund gibt es eigentlich die A Aktien von Berkshire Hathaway zu kaufen und nicht die B? Braucht man etwas Kapital liessen sich ein paar B Aktien doch leichter verkaufen...

142.000 $ ist natürlich schon nicht mehr ganz billig. Ich hätte da auch Angst, dass Warren stirbt und der Kurs dann stark abstürzt. Wer weiss wie lange eine Erholung dann dauern kann.

"wer die Krise in den vergangenen fünf Jahren einfach mit kühlem Kopf abgewartet hat, sitzt heute auf einem Gewinn"

Das ist natürlich sehr pauschal. Kommt auf die Aktien an die man hat/hatte. Lehman Brothers, AIG, Freddie Mac, Fannie Mae, Citigroup usw usw sind natürlich nicht mehr auf dem Stand vor der Krise.

Warum sollen Aktien eigentlich nichts für Rentner sein? Bei soliden Weltkonzernen die eine Dividendenrendite von ca. 4% haben kann man da meiner Meinung nach nicht viel falsch machen. Welche Rendite werfen denn andere Anlagen ab? Eine vermietete Immobilie bringt vermutlich weniger, dafür aber mehr Ärger. Von der gesetzlichen Rente wollen wir mal gar nicht sprechen...

Gruss

Anmerkung  von  Tim    geschrieben 11.03.2013     
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@ Markus
Nein, mit Musterportfolios habe ich mich nicht beschäftigt.

@ Stefan
Ich finde die A-Aktie ist psychologisch besser. Weil der Betrag optisch sehr hoch ist. Weil es sich um die "Ursprungsaktie" handelt. Wer sich für die A-Aktie entscheidet, überlegt 3 Mal, bevor er dieses Stück kauft respektive dieses Stück verkauft. Berkshire wird immer größer. Ob Buffett lebt oder nicht. Sie kaufen immer weiter zu, sie reinvestieren alle Gewinne. Es ist eine Lawine. Es wird, wenn die Politik so fortgesetzt wird, vermutlich die größte Firma der USA werden.

Für Rentner sind Aktien natürlich auch attraktiv. Ich bin aber auf das Nervenkostüm eingegangen. Und die Zeit, die einem bleibt. Für Kinder ist die Aktie das ideale Investment.

Anmerkung  von  Martin    geschrieben 11.03.2013     
@Stefan: Die A-Aktie hat mehr Stimmrechte als die B-Aktie. Würde also bei dem nötigen Kleingeld auch die A-Aktie empfehlen. Sie ist im Vergleich zur B unterbewertet.

@Tim: Einsteigern würde ich eher einen Indexfonds bzw. eine Mischung aus Indexfonds empfehlen, als alles in ein paar DAX-Werte zu stecken. So etwas wie
1/3 Stoxx600
1/3 MSCI USA
1/3 Emerging Markets
ist billig und sicherlich weniger volatil als ein Portfolio aus 3 DAX-Werten.

Anmerkung  von  Stefan    geschrieben 11.03.2013     
Allerdings wird es für Berkshire immer schwerer den S&P 500 zu schlagen. Das hat Warren gerade selbst in seinem Aktionäsbrief geschrieben. Interessanterweise performt Berkshire in schlechten Phasen besser als der S&P. Bei steigenden Kursen waren sie die letzten Jahre schlechter. Steigt der Markt dieses Jahr noch einmal, dann erwartet Warren, dass dies der erste Fünfjahres-Zeitraum wird in dem der S&P 500 besser abgeschnitten haben wird als Berkshire.

Ich denke, dass es nur Sinn macht Berkshire zu kaufen wenn eine deutliche Unterbewertung gegeben ist. Und die ist wohl leider schon wieder vorbei...

Anmerkung  von  Finanzielle Freiheit mit Dividenden Blog    geschrieben 11.03.2013     
Website finanzielle-freiheit-dividende-blog.de

Bei Immobilien würde gerne in der Abzahlungsphase von 20 Jahren auf die Idee kommen sein Haus schätzen zu lassen und den aktuellen Wert zu ermitteln. Da passiert ja auch nur bei Verkauf.

Ich konzentriere mich seit 2 Jahren beim Aktieninvestment auf die Dividendenzahlungen und die 5-10 Jahre Dividendenhistory und der aktuelle Kurs des jeweiligen Unternehmens ist wirklich nebensächlich.

Main Street Capital ist jetzt schon in meinem Depot mit +110% im Gewinn. Klar könnte ich die Aktie verkaufen, aber mir ist die monatliche Dividendenzahlungen viel wichtiger.

Anmerkung  von  Tim    geschrieben 11.03.2013     
Website www.timschaefermedia.com

@ Martin
Gute Idee mit den Indexfonds.

@ Stefan
Berkshire wird mit dem 1,36-fachen Buchwert taxiert. Das ist im langen Schnitt recht wenig.
http://seekingalpha.com/article/1045031-berkshire-hathaway-attractive-entry-point-for-long-term-investors
Klar, war die Berkshire-Aktie schon billiger.

@ Finanzielle Freiheit mit Dividenden Blog
Der Anleger neigt dazu, eben nur bei Aktien auf den Preis täglich zu schauen (weil es den gibt). Und eben diese täglichen Schwankungen sind eine Gefahr. Schnell trifft man eine Entscheidung, die man hinterher bereut.

Anmerkung  von  Walt    geschrieben 11.03.2013     
Berkshire wird auch mal pleite sehen, so wie jede Firma irgendwann pleite geht.

Anmerkung  von  Tim    geschrieben 11.03.2013     
Website www.timschaefermedia.com

@ Walt
Rein theoretisch kann jedes Unternehmen pleite gehen. Entweder durch Überschuldung oder durch Illiquidität. Ja, das stimmt. Daher ist das Streuen ja so wichtig.

Bei Berkshire ist das Risiko einer Pleite m.M. gering, weil es von einem sehr cleveren Management gesteuert wird, das stets hohe Cashreserven vorhält. Aber in der Tat kann man eine Insolvenz nie kategorisch ausschließen.

Anmerkung  von  Markus    geschrieben 11.03.2013     
@Walt

Jep, irgendwann erlischt auch die Sonne. .. Es gibt genügend Unternehmen mit über 100 jähriger Firmenhistorie...
Bei solchen Aussagen stellt es mir die Nackenhaare auf. ;-)

Anmerkung  von  Ulrich    geschrieben 11.03.2013     
"Ich riet grundsätzlich, Blue Chips aus dem DAX zu ordern. Gerade für Laien ist das ein herrlicher Platz zum Investieren."

Ich finde den Dax hochgefährlich und überhaupt nicht geeignet für Laien. Der Dax hat null Eigenleben, sondern wird nur von äußeren Einflüssen hoch und runter gepeitscht. Sieht man ja schon an Tagen, an denen die Wall Street mal geschlossen hat. Der Dax eiert hilflos rum.

Und auf längere Sicht? Hoch auf 8.000, dann runter auf 2.500, dann wieder auf 8.000, dann auf 4.000, jetzt wieder auf 8.000. Solche heftigen Schwankungen innerhalb weniger Jahre würde ich eher in einem kleinen Schwellenland vermuten. Für einen Laien ist das jedenfalls beängstigend. Und vor allem kann, insbesondere bei Investition in nur 1 Land, der Index auch mal 20 Jahre im Tief bleiben - siehe Japan.

Wenn man seine Investitionen dennoch auf einzelne Aktien oder Märkte bündelt, gilt das Motto von Warren Buffet: "Lege alle Eier in 1 Korb, aber passe dann gut auf den Korb auf." Und da ist regelmäßige Kursüberwachung Pflicht!

Anmerkung  von  Tim    geschrieben 12.03.2013     
Website www.timschaefermedia.com

@ Ulrich

Im DAX sind die führenden deutschen Konzerne versammelt.

Ich sehe keinen Vorteil darin, jeden Tag den Kurs von Weltkonzernen wie BASF, Siemens, Wal-Mart, Johnson & Johnson, Berkshire, Procter & Gamble, Coca-Cola, Clorox, ConocoPhillips, Walt Disney oder McDonalds zu beobachten.

Wie gesagt, den Wert des eigenen Hauses prüft ja auch niemand jeden Tag ab.

Wichtig ist natürlich eine gute Mischung im Depot zu erreichen. Wie Du ausführst, ist es durchaus ratsam mehrere Länder in das Depot zu packen.

Anmerkung  von  Ulrich    geschrieben 12.03.2013     
Tja, ist halt die Frage, ob man "Buy & Hold" noch für zeitgemäß hält oder nicht besser mit Stop Loss Marken arbeitet. Warum horrende Verluste aussitzen?

Die Kleinanleger werden immer dazu aufgefordert - und sollen nach Möglichkeit noch vom merkwürdigen Cost Average Effekt "profitieren" (du hast dich dazu ja auch schon mal kritisch geäußert).

Klar, im Dax sind die seriösen deutschen Großunternehmen. Aber der Langfrist-Chart sieht halt eher nach Achterbahn aus. Jeder muss selbst wissen, ob er zwischendurch mal eine Kurshalbierung akzeptiert oder nicht.

Und im Dax sind eben auch Rohrkrepierer wie die Commerzbank mit 96% minus enthalten. Da hätte ich dann schon gerne mal die Reißleine gezogen, wenn ich investiert gewesen wäre. Vielleicht erleben erst meine Enkel die Rückkehr zu den früheren Kursen.

Anmerkung  von  Jan    geschrieben 12.03.2013     
Website www.dividenden-blog.de/

@ Ulrich: Du brauchst auf jeden Fall Kriterien welche Aktien du kaufst und wann du sie verkaufst. Buy-and-Hold bedeutet ja nicht alles zu kaufen was einem unter kommt und auf Teufel komm raus zu halten. Hier muss man sich irgendwann trennen. SL-Order halte ich aber für die falsche Vorgehensweise, da es schwer ist den Puffer festzulegen und die Aktie nach Murphy wahrscheinlich genau dann wieder dreht wenn du raus bist.


Ich selbst schaue auch täglich auf meine Aktien, schaffe es aber auch ein paar Monate mal gar nicht zu handeln und bei einem guten Unternehmen ein kleines Minus auszusitzen. Ich würde sagen Aktien (bzw. ein hoher Anteil) sind nicht das richtige für jemanden der nach 10% oder 20% Verlust gleich die Nerven verliert. Angt und Euphorie sind in meinen Augen die beiden größten Gegner bei der Geldanlage, deshalb muss eine Anlagestrategie zur Persönlichkeit und zur Lebenssituation passen.

Anmerkung  von  Markus    geschrieben 12.03.2013     
@Ullrich

Welchen verherrenden Langfristblick auf den DAX hast Du denn angeschaut???

10 Jahre sind meiner Meinung nicht langfristig beim Investieren in Aktien!
25 - 35 Jahre schon eher. Bei Lebensversicherungen sind komischerweise viele dazu bereit so langfristig anzulegen!?!? Allerdings muss man dazu auch das passende Alter und Gesundheit haben. Auch eine zeitliche Streuung beim Einstiegszeitpunkt macht den negativen Eindruck von 10 Jahren ganz schnell obsolet.

Anmerkung  von  Markus    geschrieben 12.03.2013     

Ein Blick auf das Renditedreieck des DAI sollte eigentlich alles sagen!

http://www.dai.de/internet/dai/dai-2-0.nsf/0/085FA437A5FE69A3C1257AF4002F4E4D/$FILE/9F1FA8E4286E9C64C1257AED0042C50A.pdf?openelement&cb_content_name_utf=2012-12%20DAX-Renditedreieck%20WEB.pdf

Anmerkung  von  Stefan    geschrieben 12.03.2013     
Mir sind im DAX auch zu viele Loser-Aktien enthalten. Commerzbank ist da natürlich das krasseste Beispiel. Aber auch RWE, Eon, Lufthansa oder die Telekom wollte ich nicht besitzen. Auch Automobilkonzerne habe ich für mich ausgeschlossen.

Ansonsten kommt es natürlich immer auf den Einstiegszeitpunkt an. Eine BASF 2008 gekauft zu 20 € braucht man wirklich nicht mehr verkaufen. Die Dividendenrendite auf den damaligen Kurs ist heute über 9 %! Nur Dividende, ohne Kursgewinne. Das Kapital wird jedes Jahr mit 9 % verzinst, Tendenz steigend...Da kommt weder eine Lebensversicherung mit noch eine vermietete Eigentumswohnung...

Was die Geduld angeht: ich habe jetzt über vier Jahre warten müssen bis meine Allianz Aktien wieder meinen Einstandskurs erreicht haben (111,- €). Frage mich da auch ob ich nicht lieber früher raus wäre und in der Zeit etwas besseres gefunden hätte.

Warren Buffett verkauft meiner Meinung nach hauptsächlich deswegen nicht, weil man eben nicht mal einfach so 400 Mio. Coca Cola Aktien verkaufen kann...wer soll die kaufen? Ausserdem würde er sich selbst die Kurse drücken.

Anmerkung  von  Markus    geschrieben 12.03.2013     
@Stefan

Zumindest der Sharholder Value ist bei den Amerikanern wesentlich besser ausgeprägt als bei uns.

Allerdings würde ich ein Investment in den gesamten DAX Index nicht verteufeln, wenn das KGV durchaus nicht teuer ist. Bei einem 5 Jahreshoch ist die Wahrscheinlichkeit größerer Renditen natürlich kleiner, wenn man mit großen Einmalanlagen hantiert.

Ich finde weder eine Home Bias toll, noch ein gesamtes Depot nur mit amerikanischen Werten. Allein eine Mischung msci world 75 % und 25 % Emerging hätte die Verluste der Jahrtausendwende wesentlich schneller aufgeholt als nur der DAX. Nachzulesen gibt es das beim Kommer mit Souverän Investieren.

Das Thematisieren von Einzelbeispielen sowohl in positiver wie in negativer Wertentwicklung bleibt wohl nach wie vor sehr beliebt... Das bringt dem Gesamtdepot allerdings nicht viel. Dann hätten sich wohl sehr viele Wissenschaftler mit einer korrekten Asset Allocation geirrt.

Wenn man Buffett heißt, kann man natürlich einzelne Titel übergewichten.;-) Ich glaube er tut sich schon schwerer mit den riesigen Summen. Auch ist ein Einbruch des Kurses bei einem Ableben durchaus vorstellbar. Allerdings werden die "hartgesottenen" normalerweise nachkaufen, weil er einfach eine Zusammenstellung von sehr starken Marken und viel Cashflows aufgebaut hat. Die Wahrscheinlichkeit, dass das ein Nachfolger an die Wand fährt ist m. M. extrem gering.


Anmerkung  von  Stefan    geschrieben 12.03.2013     
@ Markus:

Das mit der Wissenschaft ist ja auch so eine Sache. Es wird weitgehend die Meinung vertreten, dass die Märkte effizient seien. Prof. Martin Weber von der Uni Mannheim zum Beispiel ist starker Verfechter dieser Lehrmeinung. Dass die Märkte eben nicht -oder zumindest nicht immer- effizient sind haben wir in der Krise 2008/2009 wohl alle gesehen.

Zu Berkshire Hathaway: ich glaube auch nicht, dass ein Nachfolger das Unternehmen an die Wand fährt. Allerdings wird eine überdurchschnittliche Wertentwicklung eben immer unwahrscheinlicher. Wenn schon das Genie Buffett da Probleme bekommt...ich vermute, dass Berkshire dann irgendwann dazu übergehen wird eine Dividende zu zahlen.

Anmerkung  von  Markus    geschrieben 12.03.2013     
@Stefan

EMT oder Value Analyse... ;-) Ein sehr umstrittenes Feld! Ich denke beide haben ein bisschen Recht. Langfristig gesehen pendeln sich die Unternehmensgewinne und Kurse bei Ihrem Mittel ein und kurzfristig (1-3 Jahre) gibt es sehr starke Unter- bzw. Übertreibungen. Ob diese Ausreißer jemand ausnützen kann... Wenn jemand ein sehr guter Value Investor ist, sicherlich ja. Die große Mehrheit der Privatinvestoren sicherlich nicht. Ein EMT-Anleger oder Indexler kann mit small caps, value-Gewichtung und emerging Markets durchaus ganz ordentliche Ergebnisse erwirtschaften, die ein aktiverer Value-Anleger erst einmal nach Kosten schaffen muss.

Ich finde beide Ansätze sehr spannend und verteufele keinen.

Hier wird Value Investor gleich gesetzt mit großen Multinationalen Konzernen mit Marke oder Dividenden... Ich denke das ist zu kurz gegriffen!
Allerdings ist es eine durchaus sinnvolle Anlagemöglichkeit und vielen.

Anmerkung  von  Anna    geschrieben 12.03.2013     
Tim, ich muss hier widersprechen.
1. Ich kontrolliere mein Depot täglich ohne in Panik zu verfallen und bei 2% Kursverlust den Laden zu verkaufen. Ich habe zum Glück das gewisse Phlegma.
2. Deine "Rentnerthese". Warum soll ich als Rentner keine Aktien kaufen? Vielleicht Anleihen?? Ich bin bis jetzt noch kein LEO.
Und sollte ich doch plötzlich und unerwartet den Löffel wieder abgeben müssen, mein Jüngster hat die Gene geerbt.
VG
Anna

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Smartes Investieren kann ziemlich langweilig sein

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New York, Freitag, 8. März 2013

Jedes Jahr geistert ein besonderer Börsenspruch durch die Finanzmedien. Sie kennen ihn sicherlich: „Sell in May and go away“. Im Endeffekt steht hinter dem Spruch, Aktien im Mai zu verkaufen und den Sommer mit dem Cash unter dem Kopfkissen abzuwarten, um im Herbst wieder einzusteigen. Die Amis nennen dieses Timing der Börse den „Halloween Indikator“.

Es steckt die Idee dahinter, dass im Sommer die Menschen ihre Aktien verkaufen (vielleicht weil sie in den Urlaub fahren und den Kopf frei haben wollen von der Börse). Wegen des massenhaften Verkaufs leidet natürlich die Wall Street. Wenn Sie mich fragen, halte ich die Strategie („Sell in May and go away“) für Unsinn. Wenn die Börse so einfach ticken würde, wären wir alle superreich.

Ich glaube, der Markt lässt sich nicht auf Monatsbasis timen. Es ist ein Wunschdenken. Vergessen Sie bei jeder Transaktion nicht die Nebenkosten einschließlich der eventuell fälligen Steuern.

Ich rate, langfristig in starke Unternehmen zu investieren. All das Hin und Her bringt unterm Strich meiner Meinung nach nichts.

Anfang der 1990er Jahre war ich Mitglied im Arbeitskreis Börse an der Uni Mannheim. Hätte ich nur meine Aktien durchgehalten. Wir hielten damals Aktien wie Nestle oder Procter & Gamble für ausgezeichnet. Der Langfristchart schaut bei diesen supersoliden Haushaltsnamen einfach genial aus.

Was bringt es, über einen Zeitrum von Jahrzehnten rein- und rauszuspringen aus solch starken Aktien? Ich sehe jedenfalls keinen Vorteil darin, das zu tun. Besser bleiben Sie investiert und lassen sich nicht von den Marktschwankungen, die völlig normal sind, verrückt machen.

Investieren kann eine ziemlich langweilige Angelegenheit sein. Von George Soros gibt es das Zitat: „If investing is entertaining, if you are having fun, you are probably not making any money. Good investing is boring.“ Grob übersetzt heißt das so viel wie: „Wenn Investieren unterhaltsam wäre, wenn Du Spass daran hast, verdienst Du womöglich kein Geld. Gutes Investieren ist langweilig.“

Value-Anleger Charlie Munger sagte mal: „Investing is where you find a few great companies and then sit on your ass.“ Auf Deutsch heißt das: „Investieren bedeutet, ein paar großartige Firmen zu finden und anschließend auf Deinem Hintern zu sitzen.“

Es gibt einige Konzerne, die erhöhen seit 25 Jahren ihre Dividende. Sie werden als „Dividenden Aristokraten“ bezeichnet. Auf diesem Link ist eine gute Aufstellung dieser amerikanischen Dividendenstars aus dem S&P-500-Index zu finden. Aber Vorsicht: Die höchste Dividendenrendite bedeutet aber nicht automatisch die besten Performanceaussichten zu haben.

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Anmerkung  von  Matthäus Piksa    geschrieben 09.03.2013     
Website www.welt-im-wandel.net

A propos smartes Investieren: Bill Ackman hat ein financial education-Video gedreht.




Anmerkung  von  David    geschrieben 09.03.2013     
Website wohlstand-durch-wachstum.blogspot.de/

Wie sagte schon damals Andre Kostolany: „An der Börse macht man mehr Gewinn mit dem Hintern, als mit dem Hirn!"

Gruß

Anmerkung  von  Sams    geschrieben 09.03.2013     
Wieso langweilig? Ich finde das Beobachten allein doch schon spannend.
Der Jäger sitzt doch auch auf dem Hochsitz und warte lange auf den guten Schuss.
Er ballert doch nicht wild mit dem MG auf gut Glück in den Wald!
Anstatt nur gelangweilt vorm Depot zu sitzten und mal Action zu machen kann man seine Zeit doch auch sinnvoll nutzten. Die Einkommenssteuerklärung machen z.B.
Weil grad daa FA den Bescheid geschickt hat kommt mir das in den Sinn. Einen schönen Gruß. mfg

Anmerkung  von  Reinhard    geschrieben 09.03.2013     
Ich kann das nur bestätigen. Großartige Aktien kaufen und liegen lassen lohnt sich. Ich habe P&G seit ca. 20 Jahren im Depot. Seither haben sie mir über die Dividenden meine Investition mehr als zurückbezahlt. D.h. ich habe Wertpapiere in meinem Portfolio, in denen ich gar ein eigenes Geld mehr stecken habe.
Und während der ganzen Zeit sind Dividende und Kurs kontinuierlich gestiegen. Anfänglich merkt man den Zuwachs kaum, mit Zeit wird daraus aber ein ansehnlicher Geldfluss.
Um es mit Charlie Munger zu sagen, in großartige Unternehmen investieren und diese dann für die Ewigkeit halten.
Man wird damit nicht über Nacht reich, aber über Altersarmut muss man sich keine Sorgen machen. Meine Dividendenrendite liegt bei P&G bezogen aus meine ursprünglichen Investition inzwischen bei ca 50 %. Und das Jahr für Jahr. Ich betrachte diese Investitionen in die amerikanischen Multis (und die sind in dieser Hinsicht unübertroffen) als meine Festgeldanlagen.

Anmerkung  von  Sams    geschrieben 09.03.2013     
Nach dem Minitief Ende letzten Jahres habe ich, ich gebe zu mit ein klein wenig Bachschmerzen, mir erschien die Bewertung nicht billig mein Weihnachtsgeld gespart und in P%G investiert. Was macht P%G ohne große Nachrichten! Jetzt wart ich einfach ab und lass mal laufen. Unilever finde ich auch interessant und schaue mal weiter zu und sammel Liquidität derweil. mfg

Anmerkung  von  Martin    geschrieben 09.03.2013     
@Matthäus: danke, das ist sehr gut erklärt in dem Video

Allerdings ist das auch nur ein möglicher Investmentansatz. Entpricht auch sehr gut dem von Tim propagierten Ansatz.


Anmerkung  von  Finanzielle Freiheit mit Dividenden Blog    geschrieben 10.03.2013     
Website finanzielle-freiheit-dividende-blog.de

Gut das ich diese Strategie auch schon seit Jahren verfolge. Du musst es umbedingt auch in Deinem Blog Tim immer wieder schreiben, wie wichtig es ist die Dividenden Cash Maschine mit US Dividenden Aristokraten aufzubauen. Am Anfang mag die Rendite bei 4% p.a. liegen, aber die Leute müssen begreifen, dass die meisten US Aristokraten in den letzten 20-50 Jahren jedes Jahr ihre Dividendenauszahlungen angehoben haben und auch viele US Unternehmen in unregelmässigen Abständen Aktiensplits durchführen und 1 Jahr später wieder die Dividendenzahlungen anheben.

Value Investing:
Zeit + Dividendensteigerung + Aktiensplits = CASH MASCHINE !

Anmerkung  von  Markus    geschrieben 11.03.2013     
Website meinfinanziellestagebuch.blogspot.de

Ich glaube das große Problem ist dass sich die Anleger von Problemen zu einfach beeinflussen lassen und dann überhastet verkaufen. Gerade wenn die Medien wieder brüllen dass die nächste Krise kommt und der Dax gerade wieder ein paar Prozente verloren hat, geht bei vielen die Sicherung durch und es wird verkauft.

Dabei bin ich der Meinung dass man sich bei soliden Unternehmen garnicht vom Gesamtmarkt stressen lassen darf. Klar wird es immer wieder Dellen im Aktienkurs geben, aber da muss man einfach Tief durchatmen und einen kühlen Kopf bewahren!!

Anmerkung  von  Tim    geschrieben 11.03.2013     
Website www.timschaefermedia.com

@ Markus

Zum Beispiel haben uns die letzten 4 Jahre gezeigt: Die Börse belohnt diejenigen, die Geduld haben und bestraft die Nervösen/Aktiven.

Wer die schwerste Wirtschaftskrise seit dem 2. Weltkrieg einfach aussaß, hat mittlerweile einen Gewinn erzielt. Mehr noch: Wer nahe am Tiefpunkt und in der späteren Erholungsphase aufstockte, hat den Deal seines Lebens gemacht.

Die nervösen Händen haben dagegen den schlimmsten Deal ihres Lebens gemacht.

Anmerkung  von  Finanzielle Freiheit mit Dividenden Blog    geschrieben 11.03.2013     
Website finanzielle-freiheit-dividende-blog.de

Ich glaube ich habe im Tief sehr viele Dividenden Aktienpositionen für mein Dividenden Depot gekauft. Daher habe ich viele Werte, die bereits mit über 60% im Gewinn sind und 2 Werte mit über 100% im Gewinn.

Anmerkung  von  Thomas    geschrieben 11.03.2013     
Na schonmal in die DTCC gesehen und festgestellt, wem die Aktien eigentlich gehören?

Anmerkung  von  Stefan    geschrieben 11.03.2013     
Kann mal jemand dem Finanzielle Freiheit mit Dividenden die Rechtschreibregeln erklären?

"Gut das ich diese Strategie auch schon seit Jahren verfolge."

Es nervt...

Anmerkung  von  Markus    geschrieben 11.03.2013     

Ja, smartes Investieren kann immer mal wieder recht langweilig werden. Vor allem wenn man die Geduld verliert und denkt, mann müsste doch 15 % oder mehr Rendite erwirtschaften. Man möchte doch das fette Depot in einem jüngeren Alter, als mit 50 Jahren usw.
Allein der Findungsprozess bis man seine Strategie gefunden hat, dauert manchmal 10 Jahre. Selbst dann ist man immer wieder den Sirenengesängen von den hohen Renditen von Finanzblättchen, Börsenbriefen und dubiosen Anlageberatern ausgesetzt.
Deswegen ist ein ständiges wiederholen von den wohl bedachten Anlageentscheidungen nicht verkehrt.

Sorry Stefan... aber Komma und dass und das ist leider auch nicht mein Ding trotz ner höheren Schulbildung mit guten Deutsch Noten... ;-)

Anmerkung  von  Stefan    geschrieben 12.03.2013     
Ich bin wahrlich kein Oberlehrertyp. Mache selbst Fehler. Mir geht es nur darum, dass das heute scheinbar gar nicht mehr unterschieden wird. Egal wo man liest. Auch im Spiegel Online Forum: fast keiner schreibt mehr "dass" wenn es nunmal ein "dass" ist. Auch grausam finde ich die Unsitte alles im SMS-Stil klein zu schreiben...

Aber egal. Kümmern wir uns lieber um unsere Investments...

Gruss und nix für Ungut,(gell Finanzielle Freiheit mit Dividenden :-) !?)

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Meine 8 Ratschläge für die Börsenrallye

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New York, Mittwoch, 6. März 2013

Nordamerika hat die Große Depression nun endgültig hinter sich gelassen. Endlich. Alle Zeichen stehen auf Grün. Mit Hilfe des billigen Geldes der Zentralbanken werden die Kurse an der Wall Street auf ständig neue Höhe getrieben. Ich persönlich sehe in den täglich neuen Allzeithochs im Dow Jones keine Überhitzung. Ich glaube, die Rallye geht weiter. Langfristig erklimmt die Börse ohnehin ständig neue Höhen, wobei sie bei ihrer Klettertour immer wieder zurückfällt.

Im schlimmsten Fall müssen Sie mit einem schmerzhaften Absturz von bis zu 50 Prozent rechnen. Das passiert innerhalb eines Jahrhunderts ein paar Mal.

Wenn Sie sich einen Verlust von 20 oder 30 Prozent für Ihr Depot nicht ausmalen können, meiden Sie besser die Börse. Crashs gehören einfach dazu. Das Auf und Ab lässt sich nicht vermeiden. Sie können nicht alle Eventualitäten einplanen. Sie werden ständig von positiven und negativen Nachrichten überrascht werden. Das ist völlig normal. Einen Vollkaskoschutz gibt es leider nicht auf dem Parkett. Dafür bekommen Sie ja einen „Schmerzzuschlag“ auf lange Sicht, eben eine Mehrrendite gegenüber dem Sparbuch.

Jetzt, da die Kurse auf neue Höhen stürmen, werden die Menschen wieder übermütig. Das ist immer das gleiche. Daher habe ich für meine Blogleser acht Tipps, acht Ratschläge für die Börse in diesem aktuellen Boommarkt zusammengestellt. Denken Sie stets an diesen Spruch: Übermut tut selten gut.

1. Vernünftig bewertet

Aufgrund der Rekordjagd ändere ich meine Strategie nicht. Ich investiere in erfolgreiche, profitable Konzerne mit einem langfristigen Ansatz. Ich suche nach vernünftigen Bewertungen (KGV, KBV, KUV). Ich mag attraktive Dividenden. Großartige Konzerne sind natürlich in einem Crash umso spannender. Jetzt im Boom haben Sie ihren Reiz ein wenig eingebüsst. Trotzdem bleibe ich an Bord.

Es ist ratsam, eher bei einem Kursrücksetzer zuzukaufen, als auf einem Allzeithoch. Logisch. Stellen Sie sich die Börse wie einen Supermarkt in Ihrem Kopf vor. Sie möchten die beste Ware natürlich im Sonderangebot kaufen und nicht, wenn die Preise gerade erhöht worden sind.

Die Masse macht es aber komischerweise andersherum: Die Herde stürmt an die Börse, wenn die Preise auf Rekordniveau sind und flüchtet, wenn alles im Ausverkauf erhältlich ist. Warum das so ist? Nun, die Masse neigt dazu, pessimistischer im Krisenfall zu sein. Im Umkehrschluss ist die Herde zu optimistisch, wenn gerade alles rund läuft.

Wie können Sie sich davor schützen? Das ist schwierig. Wirklich schwierig. Meiden Sie nach Möglichkeit besonders beliebte Themen, machen Sie um die Lieblinge der Masse einen weiten Bogen. Blasen können lange laufen – bis sie platzen. Die Berechnung des Knalls ist unmöglich. Denn der Knall basiert auf den Gefühlen der Masse.

Jetzt machen Kursnachläufer Sinn. Suchen Sie nach vergessenen Aktien. Schauen Sie sich gehasste Wertpapiere an. Fragen Sie sich, ob nicht die Chance für eine Umkehr besteht. Viele Finanzdienstleister notieren noch unter Buchwert.

Nach einem Unfall (Exxon, BP) reagiert die Masse im Regelfall sehr kritisch und flüchtet. Manchmal bieten sich einmalige Chancen. Spin offs (Abspaltungen) werden gerne unterschätzt. Wer sich hier in ausgebombten Titeln tummelt, muss aber sehr, sehr vorsichtig sein.

2. Besser Qualität als endloser Sanierungsfall

Ich rate zur Vorsicht bei Turnaround-Kandidaten. Nicht jede Sanierung glückt. Es steckt ja oft ein tieferer Grund hinter einer Krise. Ich zahle lieber einen Tick mehr für ein erstklassiges Unternehmen. Damit reduziere ich das Risiko eines Totalausfalls oder eines Dauerproblems in meinem Depot.

Mit einem erfolgreichen Unternehmen ist die Zeit Ihr Freund. Denn je länger Sie warten, desto mehr Geld verdient Ihr Depotwert, desto mehr können Sie von Dividenden und Kurssteigerungen profitieren. Kaufen Sie dagegen einen Sanierungsfall, kann die Zeit gegen Sie arbeiten. Es kann dem Krisenunternehmen das Geld ausgehen respektive die Gläubiger (oder Kunden) bekommen kalte Füße.

3. Geduld ist besser als Hektik

Langfristig verdienen Sie an der Börse mit guten Firmen viel Geld. Sie haben im Idealfall eine enorme Geduld. Ich rate, mindestens für zehn Jahr an exzellenten Aktien festzuhalten. Das Risiko nimmt mit der Haltedauer stark ab. Das hat die Bank of America in einer Studie festgestellt.

Jedes Jahr erleben wir neue Krisen, Kriege, Katastrophen – trotzdem klettert der Dow Jones und S&P im langfristigen Schnitt um gut zehn Prozent. Denken Sie an den Krieg in Vietnam, Afghanistan, Irak. Denken Sie an Ölschocks, an den Zerfall des Sowjetreichs, die Eurokrise ... nichts kann den Erfolg von guten Konzernen aufhalten.

Von kurzfristigen Spekulationen rate ich ab. Die Trades gehen in der Summe meiner Meinung nach in den geringsten Fällen auf. Sie müssen ja für das Trading jede Menge Nebenkosten einkalkulieren. Vergessen Sie nie die Steuern. Steuern einschließlich Nebenkosten können einen Gutteil der erzielten Rendite aufzehren. Ferner müssen die Trader Glück haben. (Natürlich wird es immer Trader geben, die auf der Gewinnerseite stehen und Kohle scheffeln.)

Die größte Gefahr der Privatanleger ist meiner Meinung nach eine zu hohe Aktivität, Selbstüberschätzung, Euphorie und aus dem Ufer laufende Nebenkosten.

Im Endeffekt ist die Börse so, als ob ein Senfkorn sprießt. Fällt das Senfkorn (Ihr Geld) auf einen fruchtbaren Boden (Unternehmen oder Index), wächst über Jahrzehnte ein schöner Strauch mit starken Zweigen heran, der Ihnen Schutz bieten kann.

4. Sie brauchen kein Genie sein

Es ist keine besondere Intelligenz nötig. So waren die genialen Wissenschaftler Sir Isaac Newton und Albert Einstein keine guten Anleger. Sie schnitten katastrophal ab. Ich bin der Meinung es genügt, den gesunden Menschenverstand einzusetzen. Es sind keinerlei komplexen Formeln nötig.

Im Endeffekt haben Sie als Privatanleger gegenüber den Profis viele Vorteile. Sie haben Geduld, keinen nervigen Chef, keine meckernden Kunden. Es ist Ihr Geld, Ihre Strategie. Sie sind niemanden Rechenschaft schuldig. Die Profis haben einen gewaltigen Druck.

5. Notreserve ist wichtig

Trotz der Kursrallye würde ich nie all meine Assets investieren. Bewahren Sie stets einen kühlen Kopf. Behalten Sie ausreichend liquide Mittel vor. Eine Notreserve sollten Sie unbedingt angespart haben. Auf dem Festgeldkonto, Girokonto, Sparbuch. Es sollte eine Summe sein, die Sie im Extremfall mindestens drei oder eher sechs Monate durchfüttern kann. Sie wissen nie, was Sie erwartet (Krankheit, Arbeitslosigkeit, Unglücksfall).

6. Verzichten Sie auf Kredite

Zur Kreditaufnahme zum Aktienkauf kann ich nur sagen: Machen Sie das besser nicht. Selbst hochintelligente Insider fallen mit dem Aktienkauf auf Pump auf die Nase. Investieren Sie nur Geld, das Sie nicht brauchen, auf das Sie langfristig verzichten können. Kommt nämlich ein Kurs unter Druck und Sie haben einen Wertpapierkredit in Anspruch genommen, können Sie Probleme bekommen. Spätestens wenn Ihre Bank mehr Sicherheiten sehen möchte, kann das Kartenhaus in sich zusammenfallen. Trotz des Kursbooms müssen Sie also weiterhin vorsichtig sein. Gerade in solchen Boomphasen nimmt der Übermut zu.

7. Lieber Langweiler als heiße Buden

Ich habe festgestellt, in meinem Depot sind die besten Aktien jene, die ich am längsten besitze und die ein simples Geschäftsmodell haben. Kann es Zufall sein? Ich glaube nicht. Mit langweiligen Produkten des Alltags, mit Lebensmitteln, Energie, Finanzdienstleistungen etc., können Anleger gutes Geld verdienen.

Exotische Produkte, Erfindungen oder „Modethemen“ mögen spannend klingen, ob aber damit auf lange Sicht Geld zu verdienen ist, das ist eben die Frage. Seien Sie skeptisch vor Neugründungen, heißen Biotechs oder Internetbuden. Machen Sie Ihre Hausaufgaben, bevor Sie bei einem kleinen Wert einsteigen. Setzen Sie vorzugsweise auf Unternehmen, die Sie kennen und verstehen. Im DAX, ATX oder Dow Jones sind die besten Unternehmen eines Landes vereint. Hier werden Sie sicherlich etwas Passendes finden. Ich weiß: Es kann ziemlich langweilig sein. Aber so ist das nun mal.

8. Zehn Prozent sind besser als 1.000 Prozent

Ich würde nicht darauf abzielen, einen schnellen hochprozentigen Zuwachs zu erwischen. Solche Wetten sind mir zu heiß. Lieber steigere ich mein Vermögen langsam, sicher, stetig. So wie eine Schildkröte wächst, so möchte ich mein Vermögen ausbauen. Die schnellen 1.000-Prozenter überlasse ich anderen. Ich ziehe zehn Prozent per annum vor. Statistisch gesehen, ist die Wahrscheinlichkeit einer Insolvenz bei Pennystocks um Meilen größer als bei den Dickschiffen. Ich möchte ausdrücklich vor den Mini-Aktien warnen. Gerade Privatanleger neigen dazu, hier die Risiken zu unterschätzen.

Die Rekordjagd an den Weltbörsen wird viele Menschen vom Erfolgspfad abbringen. Passen Sie gut auf sich auf.

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Anmerkung  von  finanziell umdenken    geschrieben 07.03.2013     
Website finanziell-umdenken.blogspot.com

Hi Tim,

vielen Dank für die guten Tipps.

Markttiming gelingt nur in den seltensten Fällen. Ich bevorzuge in festen zeitlichen Abständen zu investieren. Das kann monatlich, aber auch quartalsweise sein. So wie halt gerade Geld zur Verfügung steht. Auf diese Weise vermeidet man einen ungünstigen Einstiegszeitpunkt. Wenn man mit seinem Geld zu lange auf eine Korrektur wartet, könnte passieren, dass die Fahrt ohne einen weitergeht.

In zwei Fällen ist die Wahrscheinlichkeit allerdings vergleichsweise hoch, Vorteile aus dem Marktgeschehen ziehen zu können.
Vor allem bei Indizes kann man nach ausgesprochenen Crashphasen auch eine Extra-Portion investieren. Bei Einzel-Aktien sollte man prüfen, ob es sich nicht um Veränderungen der Geschäftspolitik handelt, vor allem wenn der Gesamtmarkt nicht so stark einbricht.

Andererseits wenn Charts aussehen wie eine Fahnenstange - also fast senkrecht nach oben gehen - dann sollte man nicht mehr neu investieren. Über ein paar Beispielen von "Fahnenstangen" hatte ich vor einiger Zeit geschrieben. Letztes prominentes Beispiel war Apple im Sommer 2012. Der nachfolgende Kursrückgang war im letzten halben Jahr auch ziemlich heftig.

Viele Grüße
Lars

Anmerkung  von  D.K.    geschrieben 07.03.2013     
Morgen Tim,

danke für die Tipps. Wie ein russisches Sprichwort besagt: "Wiederholung ist die Mutter des Lernens" (wörtlich übersetzt).

Vieles erwähnst du immer und immer wieder in deinem Blog - was auch gut ist.

Denn so setzt sich das Value Investing im Unterbewusstsein der Menschen ab. Und man handelt dementsprechend (fast) wie ein Value Investor, ohne dabei wirklich darüber nachzudenken. Denn diese Strategie ist ja bereits im Unterbewusstsein stark verankert.

Weiterhin viel Erfolg mit dem Blog und im Beruf natürlich auch. Tolle Arbeit, die du leistest!

Anmerkung  von  Finanzielle Freiheit mit Dividenden Blog    geschrieben 07.03.2013     
Website finanzielle-freiheit-dividende-blog.de/

Danke Tim für den tollen Artikel. Gut das Du die Leitsätze für das Value Investing immer wiederholst.

P&G,Coca Cola,McDonalds,Pfizer, Johnson&Johnson ... solche Werte gehören in jedes Dividenden Depot und dann wird es langfristig auch zu einer sehr guten Cash Maschine.

Anmerkung  von  Stefan    geschrieben 07.03.2013     
Sehr schöner Artikel.

Ich denke auch, dass man nach Crashs erheblich investieren sollte. Die beste Kennzahl um zu sehen ob der Gesamtmarkt unterbewertet ist, ist das Verhältnis vom GDP zur Marktkapitalisierung. Warren Buffett hat mal gesagt, dass dies die aussagekräftigste Einzelkennziffer ist.

@Tim:
hast du den Aktionärs-Brief von Berkshire Hathaway gelesen? Wie wäre es mit einem Artikel darüber?

P.S.: Warum kennt heute eigentlich keiner mehr den Unterschied zwischen "das" und "dass"? Finde das voll die Seuche...

Gruss

Anmerkung  von  Thomas    geschrieben 07.03.2013     
Guter Artikel.

Allerdings beachten viele nicht, dass das mit den neuen All-Time-Highs bei Indizes totaler Quatsch ist. Aus dem Grund weil die schlechten Werte dauernd rausfliegen und durch neue ersetzt werden. Ist ja klar das es dann nach paar Jahren immer neue Höchststände gibt. Wären die ganzen Eisenbahnaktien von früher noch im Dow Jones würde es ganz anders aussehen.

Anmerkung  von  Frank    geschrieben 07.03.2013     
Hallo,
bin mit allem einverstanden.
Ich glaube aber, dass(für Stefan;-)) eine Investitionsreserve höher sein sollte als sonst.Märkte die von beliebig gedrucktem Geld aufgeblasen sind neigen zu heftigen Korrekturen.
Erhöhte Volatilität verlangt meiner Meinung nach höhere Cash Reserven, die dann aber im Fall der Fälle konsequent investiert werden sollten.
Habe leider nicht wie Buffet eine ständige Cashmaschine.
Frank

Anmerkung  von  stevoxx    geschrieben 07.03.2013     
Sehr guter Artikel, wobei ich (zugegeben gestützt auf der Meinung von mir sehr anerkannten Experten) noch einen größeren Einbruch innerhalb eines Jahres erwarten würde und dementsprechend stark auf der Seitenlinie warte

Ein sehr hilfreiches Instrument für das Identifizieren von interessanten Unternehmen ist der "Job to be done" Ansatz, welcher vom Harvard-Professor Clayton Christensen stammt und in erster Linie ein Strategie-Ansatz im Bereich Unternehmensführung ist.
Extrem vereinfacht ist die simple Frage dabei, welchen "Job" ein Unternehmen/Produkt besser als andere machen.
Es bedarf jedoch einiger Zeit und Reflexion, um den wahren Wert dieses Ansatzes zu erkennen; einmal erkannt, eröffnen sich jedoch auch im Bereich des Investierens sehr interessante Perspektiven und Möglichkeiten und lassen so einige Investition von Warren Buffett in einem komplett neuen Licht erscheinen.

Auf diesem Wege gleichzeitig meinen Dank und Kompliment für diesen Blog, welcher seit einigen Wochen zur täglichen Pflichtlektüre gehört!

Anmerkung  von  Markus    geschrieben 07.03.2013     
@ Stefan

Wo kann man das Verhältnis vom GDP zur Marktkapitalisierung nachsehen bzw. welches ist denn als Ein- und Ausstiegssignal zu werten?

Meinungen, denn mehr sind es ja nicht, ob es crashen wird, oder ob wir eine Rally bekommen sind sehr vielfältig...

Wenn das jemand genau sagen könnte, dann würde es Tausende von Leuten geben, die besser als Buffett abgeschnitten hätten... Wobei ich vor kurzem gelesen habe, das Buffett kein reiner Buy & Hold Investor ist, sondern sehr stark Aktieninvestments je nach Situation über- und untergewichtet hat. Da ist die Meinung mit buy & hold wohl fälschlicherweise sehr oft mit einem seiner Sprüche im Widerspruch.

Ein drawdown von 50 % ist heftig, wenn man sowas schon mal mitgemacht hat. Normalerweise kann man das sehr stark mit eine vernünftigen Asset Allocation abmildern.

Ein bisschen Cash schadet nie... Allerdings wird ein langfristiger Investor mit buy & hold wohl eine hohe longterm Investitionsquote von bald 90 % haben.

Das Argument mit den rausgefallenen Eisenbahnunternehmen aus den Indexen erschließt sich mir nicht. Bei einem Indexfonds wären diese genauso verkauft worden und man hätte an den Indexhöchstständen mit kleinem 0,3 % Kostenabschlag genauso partizipiert.

Apple oder Eisenbahnunternehmen... ;-) Es gibt für beide Unternehmensbranchen glühende Verfechter. Es kommt nicht auf die Branche an, sondern eher auf die Art Investor und wie dieser investiert.

Anmerkung  von  Thomas    geschrieben 07.03.2013     
@Markus

Natürlich wären die Eisenbahnunternehmen genauso rausgefallen in einem Indexfonds.
Aber es geht darum, dass du nicht einen Dow Jones vom z.B. Jahr 1930 mit einem Dow Jones vom Jahr 2013 vergleichen kannst, weil nicht komplett gleiche Werte enthalten sind.
Es ist nur noch General Electric als Gründungswert erhalten. Somit würde der "echte" Dow vllt nur bei 176Punkten jetzt stehen.

Anmerkung  von  Tim    geschrieben 07.03.2013     
Website www.timschaefermedia.com

@ Lars
Das stimmt. Es kann passieren, dass Anleger zu lange auf eine Korrektur warten. Gut möglich, es geht weiter rauf. Aber niemand weiß halt, wohin die Kurse 2013 und 2014 laufen werden. Insofern bin ich etwas zurückhaltender am Allzeithoch und werde mutiger, wenn es runter geht.

@ D.K.
Ich schreibe das nur, weil die Anleger wieder mutiger werden. Je höher es läuft, desto mehr blenden die Anleger die Risiken aus.

@ Finanzielle Freiheit mit Dividenden Blog
Die genannten Aktien klingen gut.

@ Stefan
Ich habe den Brief von Buffett überflogen. Stimmt, vielleicht ein gutes Thema. Es ist halt schon überall berichtet worden...

@ Thomas
Ich würde das nicht so kritisch sehen. So sind die Eisenbahnen gut gelaufen. Etwa dieser Koloss: Union Pacific Corporation (UNP) -NYSE
.

Etliche Konzerne gehen nach Übernahmen in andere auf. Das ist ganz normal. Viele ehemalige Unternehmen sind indirekt noch im Index vertreten. Wenn ich eine großartige Aktie besitze, ist es mir egal, ob sie nun Gillette oder P&G heißt.

@ stevoxx
Der "Job to be done" Ansatz ist spannend.

@ Markus
Danke. Gut erklärt - vor allem mit dem Indexfonds.

Anmerkung  von  Markus    geschrieben 07.03.2013     
@Thomas

Jep, die Industrialisierung, die Zeiträume usw. haben sicherlich einiges an der Wirtschaft geändert... Ich bin mir nicht sicher, ob der Dow auch damals dieselben Kriterien nach Marktkapitalisierung hatte. Aber ob der Ursprungsdow der "echte" Dow ist??? Es liegt in der Natur der Dinge, wenn das Auswahlkriterium die Marktkapitalisierung der 30 stärksten Börsenunternehmen neu selektiert wird. Nur die stärksten setzen sich durch... Und irgendwann werden auch diese abgelöst. Ich war erstaunt, dass (ich hoffe das was richtig;-)) Apple an 1. Stelle an einem Msci World gestanden ist... Vielleicht gibt es in 100 Jahren keine Reifenproduzenten mehr, weil die Autos schweben...;-) Beamen funktioniert ja schon auf Quantenebene...


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Aufstieg und Fall von Apple: Wenn die Herde rennt

Illustration

New York, Dienstag, 5. März 2013

Erst kam der kometenhafte Aufstieg. Was folgte, war der Kollaps. Die Apple-Aktie zeigt eindrucksvoll: Auf dem Börsenparkett spielen die Gefühle verrückt. Rational lässt sich im Endeffekt nie ein Kursverlauf erklären. Denn die Gefühle spielen immer eine Rolle. Es ist ein ständiges Wechselspiel zwischen Gier und Angst.

Es war viel Euphorie im Spiel. Steve Jobs wurde geradezu vergöttert. Keine Frage, Jobs war ein außergewöhnlicher Mensch mit bahnbrechenden Ideen. Doch schläft die Konkurrenz nicht. Nun scheinen die Ideen vorerst auszubleiben.

Als der Hype im Gange war, raste die Apple-Aktie immer schneller auf neue Rekordhöhen. Ein Hedgefonds nach dem nächsten ging an Bord. Alle waren happy. Pensionskassen, Privatanleger, Fondsmanager. Sie stiegen ein, weil es eben alle taten. Es war schick, Apple im Depot zu haben. Mit so einem tollen Firmennamen sah das Portfolio einfach besser aus. Es bekam Glanz, etwas Modernes. Wie der Porsche vor der Villa war Apple ein Statussymbol für jedes Depot. Es war am Ende viel heiße Luft in dem Kurs, es war ein Momentumtrade. Nichts weiter. Eine Trendfolge.

Das kann eine Zeitlang wie eine Goldgrube sein. Solange stetig neue Anleger auf den Zug springen, lässt sich Geld im Schlaf verdienen.

Irgendwann kommt es zur Überhitzung. Fundamental lässt sich die Bewertung ab einem bestimmten Punkt nicht mehr rechtfertigen. Wenn neue Anleger fehlen, die zugreifen, entweicht schnell die Luft. Das geht so schnell, dass man kaum reagieren kann.

Wenn ein paar mächtige Anleger vom fahrenden Zug springen, kann die Herde fluchtartig flüchten. Es waren die wichtigen Hedgefonds in dem Titel versammelt. Sie bunkerten zig Milliarden. Ein paar wenige zittrige Geldzauberer reichen aus, um einen massiven Druck auszulösen.

Bedenken Sie, dass Konsumelektronikanbieter seit Jahrzehnten ständig pleite gehen. Es ist fast wie bei der Airlineindustrie. Jedenfalls handelt es sich um ein beinhartes Geschäft mit dünnen Margen.

Denken Sie an abgestürzte Kurse von Blackberry, Nokia, Dell, Loewe AG... An Pleitefälle wie Grundig. Bei Fernsehgeräten, PCs, Druckern oder Handys sind die Margen nicht so üppig im langen Schnitt.

Hinzu kommt bei Apple: Das Genie Jobs ist gestorben. Diese außergewöhnliche Kreativität fehlt.

Praktisch bietet jeder Hardwarehersteller jetzt Tablets und Smartphones an. Die Preise werden von Tag zu Tag billiger, während die Produkte leistungsstärker werden.

Was lernen wir daraus? Wenn eine Aktie von allen regelrecht geliebt wird, sollten Sie vorsichtig werden, an den Ausstieg denken. Erinnern Sie sich noch an EM.TV oder an AOL während der Dotcom-Blase?

Eine Schlüsselfrage bei Apple ist: Wann endet die Panik? Ein Boden hat sich im Chart noch nicht ausgebildet.

Die viel zitierten 130 Milliarden Dollar in der Kasse sind ja gar nicht netto verfügbar. Es liegt der Löwenanteil des Geldes im Ausland. Ohne hohe Steuernachzahlungen (Strafgelder) lässt sich das Cash nicht in die USA zurückholen.

Foto: Pressefoto vom Kreml. Rechts auf dem Foto ist Steve Jobbs, links Dmitri Medwedew, Ministerpräsident der Russischen Föderation, zu sehen.

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Anmerkung  von  willihope    geschrieben 05.03.2013     
erst bei rund 200 dollar ist apple "normal" bewertet!

die die bei 700 dollar eingestiegen sind werden ihr geld nie wieder sehen, die deutsche telekom lässt grüssen.


Anmerkung  von  Tim    geschrieben 05.03.2013     
Website www.timschaefermedia.com

@ willihope

Ich denke, es kann dauern, bis Apple dreht.

Übertreibungen finden nach oben und nach unten statt.

Anmerkung  von  Martin    geschrieben 05.03.2013     
Apple bilanziert relativ konservativ im Vergleich zu anderen Technologieunternehmen wie z.B. Groupon. Als ich das letzte Mal in die Bilanz geschaut habe, wurde die bei Rückführung des Cash zu zahlende Steuer bereits als Verbindlichkeit ausgewiesen. Das ist ein sehr billiger "Kredit" und zudem kann der Cash sich im Ausland auch schön akkumulieren z.B. kann Apple auch im Ausland Assets kaufen.
Muss man denn zum Aktienrückkaufen das Geld unbedingt in die USA bringen? Bei Dividenden ist es klar.

Anmerkung  von  stevoxx    geschrieben 05.03.2013     
Website www.stevoxx.net

Wie wahr Tim.
Ich erinnere m