Wohlstand kommt durch Aktien und Immobilien


New York, 3. Mai 2019
Aktien und Immobilien machen Menschen vermögend.

Es gibt zu wenig Aktienbesitz in Deutschland. Die Bürger scheuen Aktien wie der Teufel das Weihwasser. Auch meiden sie Immobilieneigentum. Die allermeisten könnten investieren, aber sie tun es nicht. Praktisch jeder kann einen ETF-Sparplan mit 100 oder 200 Euro im Monat starten. Besser wären 500 Euro und mehr im Monat.

Mit einem Nebenjob kann man das locker schaffen, wenn einem das Geld vom Hauptjob fehlt. Oft wird aber nur gejammert, dass das Geld nicht reicht. Dabei wird zu viel Geld verpulvert.

Die Deutschen machen das Aktiensparen also nicht. Dann sind sie im Prinzip selbst schuld, wenn sie im Alter zu wenig Rücklagen haben. Es besteht kein Grund, den Kapitalismus zu verteufeln. Du kannst ihn dir zum Diener machen. Du kaufst Aktien oder ETFs und machst im Kleinen, was Warren Buffett, Carl Icahn oder George Soros machen. Aus Studien vermögender Familien wissen wir: Wohlstand wird mit Aktien und Immobilien geschaffen.

Der Vorteil eines Eigenheims oder eines Renditeobjekts ist das Zwangssparen per Hypothek – man kann das Geld nicht verpulvern, sondern muss die Hypothek bedienen – bis eines Tages das Objekt lastenfrei ist.

Unternehmergeist und Risikobereitschaft sind gefragt. Man sollte sich Buffett oder andere Geschäftstüchtige oder Aktionäre vielleicht mal zum Vorbild nehmen und nicht neidisch sein. Dass der Aktien- und Immobilienbesitz in Deutschland so gering ist, daran ist jeder selbst schuld. Und die Regierung trägt eine Mitschuld, weil sie das Aktiensparen für die Rente nicht ausreichend fördert. Die teuren und intransparenten Riesterverträge wurden nach meinem Gefühl in erster Linie für die Finanzbranche geschaffen, aber nicht für die Menschen.

Warum die Deutschen bei der Vermögensbildung so schlecht sind, liegt an der Risikoscheu. Einen ETF-Sparplan zu starten, kann man ganz klein anfangen. Die Gebühren sind gering. Amerikaner, Australier und Engländer kaufen Aktien ohne mit der Wimper zu zucken. In vielen Ländern spart die Mehrheit mit Aktien und nicht per Null-Zins-Sparkonten. Mehr Risiko bedeutet das, aber mit der Zeit wächst das Vermögen, in Deutschland schrumpft bzw. stagniert es.


tim schaefer (Author)

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thoughts on “Wohlstand kommt durch Aktien und Immobilien

  1. AvatarChris k.

    @ Tim
    Ich kann dir nur voll zustimmen.
    Hast du das mitbekommen das dem Buffet seine holding – Amazon Aktien gekauft hat? Ist das nicht merkwürdig? Ich warte schon lange auf irgend eine spannende neue Aktie die Buffet kauft oder kaufen lässt, aber Amazon? Wahrscheinlich weiß er irgendwas das wir nicht wissen….

  2. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Chris k.

    Die Amazon-Position haben seine beiden Investmanager Ted bzw. Todd gekauft. Nicht Buffett selbst. Nun, der Langfristtrend ist wohl der Grund. Der Handel verlagert sich ins Web.

  3. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Chris k.,

    wie es Tim schon schreibt. Die AMZN Aktien sind wohl eher symbolisch, deswegen hat er das den Debuties überlassen. Er hat halt schon zu oft gesagt, dass er es bereut, Amazon nicht gekauft zu haben.

    Die Deals für große Jungs macht er immer noch selbst. Er hat ja gerade 10 Mrd in OXY (Occidental Petroleum) gesteckt, damit diese Anadarko Petroleum übernehmen können. Er bekommt dafür 100k Preferred Shares a 100k USD mit einem 8% Zinskupon. Geiles Taschengeld nebenbei: 50 Mio USD „signing fee“ für den Deal.

    So macht man das!

    MS

  4. AvatarFelix

    Wieso „aber Amazon“? Gibt’s eine Aktie, die in den letzten 20 Jahren besser gelaufen wäre? Ich kenne keine. Und das kann die nächsten 20 Jahre so weitgehen.
     

  5. Avatarchaostrader

    Gibt’s eine Aktie, die in den letzten 20 Jahren besser gelaufen wäre? Ich kenne keine. Und das kann die nächsten 20 Jahre so weitgehen.

    Klar, extrapoliere doch mal das exponentielle Wachstum 20 weitere Jahre in die Zukunft, dann vereint Amazon vermutlich 50% des weltweit investierten Kapitals in sich und hat das Ziel der Weltherrschaft erreicht.

  6. AvatarGainde

    Alle diese Highflyer werden im nächsten Bärenmarkt ziemlich abstürzen. Aber man kann natürlich noch weiter mit dem Trend gehen. Sollte dann einfach nicht der Letzte sein, der aussteigt.

  7. AvatarWorrier

    Wow Gainde du prognostizieret einen Rückgang irgendwann in der Zukunft – ich bewundere deine Fähigkeiten.
     
    Ich denke auch das die Börse irgendwann wieder nach unten geht und irgendwann wieder nach oben. Ich sollte ein Buch schreiben und Talkshows besuchen!

  8. AvatarAlbr

    Ich halte, wenn auch der Aktienmarkt (deutlich) sinkt, freuen tu ich mich dann über die schönen Einkaufskurse 😉
     
     

  9. AvatarBruno

    „Der Vorteil eines Eigenheims oder eines Renditeobjekts ist das Zwangssparen per Hypothek – man kann das Geld nicht verpulvern, sondern muss die Hypothek bedienen – bis eines Tages das Objekt lastenfrei ist.“
    Das ist der Vorteil von Deutschland, in Südeuropa noch viel ausgeprägter, in der Schweiz gilt dieser Satz nicht. Die wenigsten zahlen ihre Hypothek je zurück, es muss nur die 2. Hypothek amortisiert werden, die 1 . Hypothek (bis 65% der Belehnung) kann man stehen lassen. Sicherlich bei fast 0% Zinsen ist das spannend, aber wehe es ändert sich mal was an der Zinsfront (was man sich kaum noch vorstellen kann) dann viel Spass jenen die Objekte für Millionen eingekauft haben.
    Ich hoffe immer noch dass es sich etwas entschärft wenn der Eigenmietwert fällt, dann fallen die Anreize etwas, hochverschuldet zu bleiben. Es wäre gut für die Stabilität.
    Als Aktionär kann man natürlich frohlocken wenn sich die ganze Welt immer höher verschuldet und konsumiert bis der Arzt kommt, aber für die Stabilität des Gesamtsystems ist es natürlich ein Graus. Ein Mittelweg wäre besser.
    @FAANG Aktien
    Ich wage keine Prognosen, vieles ist möglich, niemand kennt die Zukunft (ausser chaostrader aber der verrät sie uns nicht :D), von daher lassen wir uns überraschen. Ich habe auch Aktien aus dieser Schatulle, aber ich habe nie en bloc gekauft sondern immer in Häppchen wenn es zwischenzeitliche Einbrüche gab, so ist man gut abgesichert. Wer jetzt Amazon zu $2000 sein gesamtes Hab und Gut dort investiert, der hat natürlich enorme Risiken, aber das sollte jeder Kindergärtner wissen.

  10. AvatarBruno

    @Albr
    Darum sollte eben jeder so früh wie möglich beginnen. Ich habe einige Aktien mit negativen Einstandskursen im Portfolio, da kann die Firma Konkurs gehen und ich bleibe trotzdem noch im Gewinn. Man braucht einfach Geduld und etwas Geschick im Einkauf.

  11. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Gainde

    Da ist ein Denkfehler in der Aussage. Wenn die Börse sinkt, warum soll ich dann verkaufen? Ich kaufe weiter zu. Ich freue mich auf die nächste Korrektur.

  12. AvatarJan

    Halten wir doch fest: Wir wissen, dass wir nichts wissen. 
    Kauft einfach das, was ihr möchtet. 🙂
    Mein letzter Zukauf diesen Monat war der China ETF DBX0G2 .
    Ich kenne mich in China (außer Alibaba) überhaupt nicht aus. Daher ist ein ETF ideal. Das macht mir gerade Spaß. Den ETF habe ich präferiert, da er in einer kostenlosen Aktion bei meinem Broker orderbar war und er im Vergleich zu anderen Aktions-ETFs „nur“ ein Viertel Finanztitel beinhaltet. Viele andere haben da wesentlich mehr. Das mag ich nicht.
    Viele Grüße 
    Jan
     

  13. AvatarChristian

    Eine befreundete Familie ist steinreich. Die haben seit Anfang der 90er günstige Immobilien in guter Lage gekauft, selbst saniert und verkauft oder behalten. Extremes Buy&Hold. Alleine der Sohn mit 32 hat schon über 5.000€ Cashflow durch Mieten im Monat (schuldenfrei). Ich möchte nicht wissen, wie viel die Eltern kassieren. Ich weiß von mindestens einem mittelgroßen Zinshaus.
     
    Ich will jetzt keine Debatte Immobilien ./. Aktien lostreten. Ich finde beides super. Ich finde, mit Hilfe von Immobilien kann man gut Buy&Hold lernen: 1) Gut einkaufen (Lage), 2) liegenlassen (auch Immobilienwerte schwanken), 3) Zinsen (Miete) kassieren.
     
    Bei Aktien/ETF ist es ähnlich einfach. Nur da macht die Familie es genau anders herum und beschimpft Aktien deshalb als Teufelszeug. Sie kaufen zB CoBa für 10€ (Schrott), hoffen auf eine irren Kursanstieg und wollen statt langfristig Zins (Dividende) schnell wieder verkaufen.

  14. Freelancer SebastianFreelancer Sebastian

    @ chaostrader
     
    „Was ich aber interessant finde ist die Tatsache, dass T. Schäfer inzwischen passives Investieren mit ETFs empfiehlt, während ich (als klassischer passiver Investor) inzwischen regelbasierte, aktivere Strategien bevorzuge.“
     
    Ach was?! Das ist ja ein Ding. Und dabei hast du doch den Stefan Meisel vor drei oder vier Jahren auf seinem Blog noch übel beschimpft, weil er es bis heute wagt, mit Stock-Picking außerordentliche Ergebnisse zu erzielen. Das tut er übrigens mit großem Erfolg.
     
    Woher rührt denn dein Sinneswandel und auf welchen Regeln fußt deine aktive Strategie?
     
    @ Marktprognosen und Börsentiming
     
    Obwohl es erwiesenermaßen nicht zuverläßig funktioniert und eher das Portfolio zerschießt, versuchen doch immer wieder Börsenteilnehmer – vom Anfänger bis zum Profi – die großen Auf- und Abschwünge zu antizipieren.
     
    Das muß am menschlichen Drang zur Kontrolle liegen. Solange ich nur genügend Artikel lese, den Gurus zuhöre und mich an Überlegungen zur Marktentwicklung versuche, habe ich den Markt im Griff und bin Herr über das Geschehen. Ein Trugschluß.
     
    Die Lösung liegt – das Ego erbebt – in der Akzeptanz, dass ich eben nichts weiß, nichts vorhersehen kann. So wie die anderen  – aus Harvard und bei Goldman – auch. Es gilt die Abschwünge mit stoischer Gelassenheit zu ertragen. Das fällt nicht jedem leicht.
     
    Zudem hilft eine andere Einstellung zu den Buchwerten. Ob da jetzt auf dem Monitor 100.000€ stehen oder 145.000€ oder 65.000€ – was ändert es schon an meinem Alltag? Ich habe so oder so meine Lieben um mich herum, gehe meinen Hobbies nach, und auch die Wolken ziehen wie eh und je über den Himmel.
     
    Also überlasse ich das Geschrei und Getue den „Profis“, investiere regelmäßig mein Geld und erfreue mich über die jährlich steigenden Einkünfte meiner Beteiligungen. Was „der Markt“ so macht, ist mir völlig egal.
     
    Allen ein schönes Wochenende 🙂 !

  15. AvatarThorsten

    Wenn die links-grünen Sozialismusparteien drankommen (am Sonntag ist Europawahl, die nächste Bundestagswahl ist auch nicht mehr so weit weg) dann ist es sowieso aus. Immobilien darf man dann nur noch besitzen, wenn man selbst darin wohnt, unabhängig davon, ob man das Geld erarbeitet hat oder nicht. Ähnlich wird es mit Aktien laufen. Ist ja keine echte Arbeit, dann kommen da mal 50% Sondersteuer drauf oder der Privatbesitz wird eingeschränkt, der Rest kollektiviert. ….Wer die wählt hat ein Rad ab oder hat nie etwas erarbeitet oder besessen, war immer nur Empfänger, Niedrigverdiener oder Phantast . Dann müssen wir auch noch im Alter aktiv als Hausmeister, Gärtner oder Putzfrau dazuverdienen und leben aus Kapitalerträgen wird gesetzlich verhindert. So wird es natürlich nicht kommen, es kommt schleichend, vielleicht nach und nach, so wie die Freibeträge auf Kapitalerträge massiv gesenkt wurden, um im Nachgang schon wieder zu diskutieren ob die Abgeltungssteuer durch harte Einkommensteuer ersetzt werden sollte, weil „Kapital nicht vor Arbeit bevorzugt werden sollte“. Dafür habe ich aber hart gearbeitet und gespart. Die, die nix sparen und nur wie blöde konsumieren stehen am Ende besser da in so einer sozialistischen Welt. Entweder ist man besser arm oder reich, die Mittelschicht dazwischen wird ausgenommen und hat netto immer weniger übrig zum sparen. Die Medien lenken mit dem Verweis auf hohe Mieten ab und verschweigen den Grund : fehlende Wohnungen, Versagen der Politik im Sozialwohnungsbau, Fluten der Großstädte durch nicht europäische männliche Wirtschaftsmigranten, stagnierende Gehälter.

  16. AvatarA.

    Man kann auch immer noch Aktien finden die günstig sind, wenn man z.B. nur mal das KGV nimmt (mehr Due Dilligence sollte man aber schon betreiben): z
    .B, Disney (im Sparplan bei meiner Tochter), aber ich finde auch Pepsico nicht teuer, National Grid, man muss halt etwas suchen. Selbst Google und Facebook finde ich aktuell noch nicht zu teuer mit  20<KGV<30.
    Wieder anders finde ich Starbucks aktuell doch etwas zu teuer mit KGV über 32. Aber KGV allein nutze ich nicht zur Entscheidung, ob Kauf oder nicht.
    @AlbrJa, wenn es wieder eine Korrektur gibt wie letztes Jahr, würde ich den ein oder anderen Wert nachkaufen z.B. Amphenol, Iron Mountain oder Visa.
    Grubhub habe ich übrigens verkauft, die Konkurrenz wird doch immer mehr, das drückt schon auf den Gewinn bei Grubhub. Ich halte die noch auf der Watchlist und steige evtl. wieder ein, wenn die anders bewertet sind.
    Unter der neuen Situation sind die mir dann 1. zu hoch bewertet und 2. der Chart zeigt auch nach unten.
    Gruß
    A.

  17. AvatarRalf

    „Dass der Aktien- und Immobilienbesitz in Deutschland so gering ist, daran ist jeder selbst schuld.“

    Ich habe da einige Zweifel….

    Noch in den 80er Jahren konnte zum Beispiel mein Onkel als Alleinverdiener (Büroangestellter) eine große Eigentumswohnung in der Stadt und alle 6 Jahre ein neues Auto kaufen, 2 Kinder großziehen und fuhr jährlich in Urlaub.

    Wer könnte das denn heute noch als Alleinverdiener mit Familie und normalem Job?

    Immobilien werden sogar im Umfeld der Städte immer unbezahlbarer. Selbst uralte Schuppen. Selbst mit Ingenieurgehalt habe ich Probleme eine bezahlbare Immobilie zu finden.

    Klar sind die Ansprüche gestiegen. Aber das alleine kann diese Entwicklungen doch nicht erklären. Jeder kann Investieren. Aber im System steckt irgendwo schon der Wurm drin.

  18. AvatarNico Meier

    @Bruno die negativen Einstandskurse entstehen wenn du die gezahlten Dividenden vom Einstandskurs abziehst oder wenn du Gewinne realisierst verstehe ich das richtig?

  19. AvatarRalf

    Ein Eigenheim bindet viel Eigenkapital. Das muss man bedenken. Und wer nicht erbt oder eine Schenkung bekommt, muss das erst mal mühselig ansparen (so wie wir). Zusätzlich zu ETF und Aktien als Altersvorsorge. In der heutigen Zeit nicht einfach.
    Selbst wenn ich monatlich z.B. 1000 € für ein Eigenheim nebenbei weglege was für viele richtig Geld ist, wird daraus z.B. in 5 Jahren grade mal 60.000 €. Zinsen gibt es ja wenig. Das langt oft grade mal für die Kaufnebenkosten wie Makler und Grunderwerbsteuern.

  20. AvatarNico Meier

    @Ralf
    Die Ansprüche sind gestiegen das sagt schon alles. Meine Grosseltern haben in den 50ern zwei Töchter grossgezogen in einer Mietwohnung mit 3 Zimmern und etwas über 50qm Wohnraum. Welche 4 Köpfige Familie gibt sich heute damit zufrieden?

  21. AvatarRalf

    In den 70er und 80er Jahren konnten viele Normalverdiener in D ein ansehnliches Haus mit großem Grundstück kaufen bzw. bauen. Das sehe ich auch bei meiner Gutachtertätigkeit immer wieder. Heute vielfach undenkbar.

  22. AvatarThorsten

    @Ralf ich kann mich erinnern, dass Mieten in den 70ern auch nicht billig war. Aber kaufen war erschwinglicher als heute. Wer wollte, hat dann gekauft. Ich kann mich daran erinnern,  wie Anfang der 70er Menschen Eigentumswohnungen gekauft haben, die Berufe hatten, die wir heute gar nicht im Blick als Käufer hätten: Verkäufer im Einzelhandel, Hausmeister, Menschen mit geringerer Bildung und Einkommen….dabei waren die Zinsen hoch. Kaufen hat sich im Vergleich zum Mieten dennoch gelohnt. Hat es, und tut es heute noch.

  23. AvatarBruno

    @Nico Meier
    Genau, wenn man eine Vollkostenrechnung macht, z.B. wenn ich 100 Aktien à 100.- gekauft habe, diese werfen 5% Dividende ab und steigen über 20 Jahre auf 400.-, ich verkaufe dann 25 Stk. dann habe ich:

    Erträge aus Dividenden 20 x 5% * 10k = 10k Ertrag
    Verkauf 25 x 400 = 10k
    Einkauf: 10k, Cashreturn Teilverkauf + Dividende = 20k = Einstand -10k

    plus aktuell noch 75 * 400 = 30k Börsenwert der Restaktien, diese können also wertlos verfallen und ich habe trotzdem noch 100% Gewinn. Steuern und andere Kosten mal aussen vor.

    Man kann auch mit Optionsstrategien noch optimieren und zusätzlich Prämien einkassieren (das empfehle ich jetzt nicht einem 08/15 Investor man sollte sich da schon auskennen und nicht spekulieren sonst gehts eher in die Hose).

    Das Beispiel ist jetzt hypothetisch, aber ich denke die 3 Hauptfaktoren für sowas sind a) Geduld und lange Haltedauer und b) gute Einstiegskurse (am einfachsten gestaffelt über Sparpläne oder dergleichen) und natürlich c) gute Qualitätsaktien mit Potential kaufen. Wer die Mühe nicht lohnt kann sich natürlich c) sparen und den Index kaufen, das würde ich den Meisten eh empfehlen.
     

  24. AvatarFelix

    Im Alter ein großes Haus in der Pampa und ein noch größeres Grundstück zu besitzen, kann auch zum Albtraum werden. Ich habe einen pensionierten Kollegen, der von sich selber sagt: Meine Frau und ich sind Sklaven unseres Hauses und Garten.
    Die Gartenarbeit, die früher vielleicht einmal Spaß gemacht hat, fällt immer schwerer. Am älter werdenden Haus sind ständig teure Reparaturen notwendig (Heizung, Dach, Fenster usw.). 

  25. AvatarNico Meier

    @Bruno
    Ja ich baue meist eine Startposition auf um den Kurs zu beobachten. Ausser es gibt einen Skandal wie bei Bayer dann ist die Startposition grösser. 
    Optionen klingen spannend aber sie entsprechen mir nicht daher verzichte ich bisher darauf. Genau wie auch andere Hebelprodukte die viel Potential hätten aber mir zu riskant sind.
     

  26. AvatarWohnung mit Domblick

    @Thorsten: Hast Du schlecht geschlafen? Albträume?
    Dies: ob die Abgeltungssteuer durch harte Einkommensteuer ersetzt werden sollte
    wäre für Rentner vielleicht von Vorteil, die so wenig Rente bekommen, dass der Einkommenssteuersatz sehr gering bis Null ist. Einkünfte duch Vermietung werden ja auch mit dem Einkommen zusammen veranlagt, obwohl das ja eigentlich eine Kapitalanlage ist. Verstanden habe ich das nie. Da bleibt ja nicht viel übrig (nur die Risiken und die Bevormundung bleiben), solange man gut verdient. Als Rentner rentiert es sich um so mehr.
    Bei der Einkommenssteuer gibt es erheblich höhere Freibeträge als der Sparerfreibetrag. Speziell bei einer kapitalverzehrenden Entnahmestrategie ist der Renditeanteil der Entnahmen gering, der wird für vorsorgende Geringverdiener mit schmaler Rente dann oft unterm EK-Steuer-Pauschbetrag bleiben. Statt dessen gehen jetzt für Alle 26,x% vom Renditeanteil weg. Da wird der Sparerfeibetrag schnell knapp.
    Ich kann mich bei den Zusammenhängen auch täuschen (zerreist mich dann bitte nicht in der Luft), bin kein Steuerexperte. Aber eine Regelung, dass die individuell günstigere Steuerart zum Tragen kommt, wäre optimal und sozial.
    ….Wer die wählt hat ein Rad ab
    leider funktioniert Demokratie nur schlecht, wenn die Wähler schlecht gebildet sind…
    Alle jammern nur, kaum einer macht was. Jammern ist Opferhaltung.

  27. AvatarNico Meier

    @Felix
    In der Schweiz verkaufen viele ältere Rentner ihre grossen Häuser und kaufen mit dem erlös eine passende Wohnung in Zentrumsnähe.
    Wohneigentum lohnt sich immer unter der Bedingung, dass man nicht zu teuer kauft und keinen unnötigen Luxus leistet.
    Viele vergleichen ne 2Zimmer Stadtwohnung mit einem Haus mit Garten. 
     

  28. AvatarFelix

    @ Freelancer
    Ich denke, wenn jemand sich überhaupt nicht mit Investieren beschäftigen will, sind ETFs eine gute Wahl auch wegen der Streuung. Wer, wie wir hier, so seine Erfahrungen in guten und in schlechten Zeiten gemacht hat und auch das gesamte Hintergrundrauschen, die ständig aufpoppenden Meldungen DAX-Crash im Mai und so einschätzen kann, kommt mit Einzeltiteln gut klar. Ich liebe es direkt an konkreten Unternehmen beteiligt zu sein, ohne weitere Instanz dazwischen. Und genug Kapital zur Diversifikation ist mit der Zeit auch vorhanden.
    Ansonsten volle Übereinstimmung!

  29. AvatarThorsten

    @Felix
    im Alter im Haus in der Pampa, das ist ein Albtraum. Am Ende verwildert und verfällt viel und die Erben stehen vor dem Scherbenhaufen. Wir haben aber auch erlebt, dass sich Leute abgerackert haben, um dann im Alter auf dem Land zu wohnen, manche sind schon vorher gestorben, manche haben es auch erlebt und sund dann schnell verstorbrn und manche haben es länger ausgehalten mussten dann der Gesundheit wegen wieder die Stadt zurück (Krankenhäuser, Ärzte, Augen, Autofahren…..). 
    Häuser müssen instand gehalten werden, unabhängig davon, ob sie jemand besitzt oder anmietet. Es zahlt immer der, der drin wohnt, der Mieter eben  über die Miete, dafür muss er sich dann auch nicht selbst kümmern. Bezahlen muss er es trotzdem und wohnt teurer, nichts ist umsonst.

  30. AvatarThorsten

    @Wohnung mit Einblick Für die Linken ist die Diskussion über Enteignung , Kollektivierung,  Verstaatlichung von Wohneigentum und Betrieben salonfähig. Der Betriebsrat von BMW hat eine offene Wahlempfehlung am Sonntag gegen die SPD ausgesprochen. Kevin hat es versaut. Der grüne Spitzenkandidat, geoutet als Ultralinker auch. Enteignung eines Betriebs (Deutsche Wohnen über Paragraph 15 ?). Das sind braune Methoden im roten Gewand. Dass ein Betriebsrat sich so verhält  ist einmalig in der Deutschen Geschichte. SPD, Gewerkschaften,  Betriebsräte, das ganze linke Funktionärsgeklüngel konnte man bisher als Einheit sehen. Die besteht anscheinend nicht mehr. Der Albtraum ist längst Realität.

  31. AvatarFelix

    @ Wohnung mit Domblick
    Das stimmt m.E. nicht, was du schreibst: Es gibt die Günstigerprüfung bei der Steuer und wenn der persönliche Steuersatz unter dem pauschalen 25 % liegt, wird mit dem günstigeren versteuert. Jedenfalls ist das bei meinem Finanzamt so.

  32. AvatarRalf

    Beim Thema Wohnen sind nicht nur die Ansprüche gestiegen. Nach dem Krieg waren eben die Ansprüche an das Wohnen oft gezwungenermaßen andere als zu späteren Zeiten. Darum sind dann auch Familien auf 50 qm groß geworden. Deswegen sollte man keinen verurteilen, der heute vernünftig wohnen möchte.

    Im übrigen sind auch durch staatliche Eingriffe wie gesetzliche Regelungen und höhere Grunderwerbssteuern bauen deutlich teurer geworden. Kann also nicht nur der Einzelne mit seinen Ansprüchen was dafür. Alleine das energetische Bauen hat deutliche höhere Kostensteigerungen gebracht.

    Und insbesondere beim knappen Bauland ist die Entwicklung interessant. In D haben wir zwischen 1960 und 2015 im Durchschnitt eine Preissteigerung von ca. 1.600 Prozent für Bauland. In München sind das seit 1950 sogar über 30.000 Prozent!

    Zum Thema ETF: Ich finde in D einen ETF auf den MDAX interessanter als auf den DAX.

  33. Avatar-M

    @Baum / West Fraser
    Das Unternehmen hört sich nicht übel an. Einfaches Geschäftsmodell / zyklische Cash Flows je nach Wirtschaft und holzpreise. Haben viele aktien zurückgekauft und das Geld in das Unternehmen gesteckt. 
    Das Management liest sich, als ob die wissen was sie tun (besonders wann sie aktien zurückkaufen wollen)
     
    Was ich schauen müsste:
    -Die schrieben, dass waldbrände und schädlingsbefall einiges angerichtet hätte und es teilweise noch gar nicht abzusehen ist wie hoch der Schaden ist.
    – bei einem wirtschaftlichen Abschwung werden gut Aufträge einbrechen, da weniger gebaut und renoviert wird -> das könnte eine Chance sein in einer Rezession die zu kaufen- haben wenig Schulden und werden wohl überleben können.
    – so richtig profitabel sind die seit 3 Jahren, da läuft die Bude mit sehr guten Margen etc. Was davor wat müsste ich in Erfahrung bringen. Davor waren es immer wenig Gewinne bei gleichen capex. 
     
    Interessante Firma-> waldbrände und wieso erst seit 3 Jahren so gute Gewinne wären jetzt meine Fragen die ich mir beantworten müsste. Kaufen würde ich die wohl trotzdem erst in einer Rezession. Denke da wird so ein Unternehmen abgestraft (meist viel zu viel)
     
    Welche Gedanken hast du zu der Firma?
     
    -M

  34. AvatarWohnung mit Domblick

    @Felix: Danke für die Info! Werde das mal vertiefen.
    @Thorsten: Mir kommt ja auch die Galle hoch bei der ganzen Umverteilung. Aber so ein Juso-Vorsitzender ist nicht repräsentativ und beunruhigt mich nicht weiter. Das ist typisch Juso (wobei Kevin selbst da aus dem Raster fällt, der passt besser zu den Linken). Wenn man jung ist hat man noch idealistische Träume, man hat ja auch noch nichts zu verlieren und sich noch nicht viel angestrengt für irgendwas, bzw. ein mühevolles Arbeitsleben vor Augen. Darüber hinaus, Linke Ideologien gepaart mit rechter Hetze nehmen nicht nur in Deutschland zu. Was hier aber zunimmt, ist endlich ein Bewustsein für die Belastungen, die man der leistungsbereiten Mittelschicht aufbürdet. Das macht etwas Hoffnung.
    Ich hab mich nur gewundert, dass Du so jammern kannst.

  35. PeterPeter

    Selbst geschaffener Wohlstand kommt vor allem durch mehr einnehmen als man ausgibt. Den Überschuss investiert man dann in Aktien und/oder Immobilien. Und das konstant über längere Zeiträume.

  36. AvatarMattoc

    Ich liebe es direkt an konkreten Unternehmen beteiligt zu sein, ohne weitere Instanz dazwischen.
    Ich befürchte, dass das bei fast allen deinen Aktieninvestments eine „einseitige Liebe“ zum direkten Kontakt ist. Die Unternehmen, an denen du „direkt“ beteiligt bist, wissen in der Regel selbst nichts davon, dass du beteiligt bist. Du landest da auch in einem großen anonymen Topf der Unternehmensbeteiligten (in einer Instanz dazwischen).

  37. AvatarBruno

    Lenin Stalin Kevin, wir erkennen ein Muster 😀
    Falls tatsächlich mal solche Ideologien, links oder rechtsextreme Tendenzen salonfähig und mehrheitsfähig werden heisst es wohl sich aus Europa zu verabschieden. Ich hoffe auf einen gewissen Restverstand aber man kann nichts ausschliessen.

  38. AvatarSparta

    @Free
    Wo schreibt Stefan über seine außerordentliche Performance?
    @Peter
    Ja, statistisch sind es überwiegend die Unternehmer & Gutverdiener die dann in diese Anlageinstrumente investieren. 
    Der Weg andersherum ist statistisch seltener.

  39. AvatarDer Baum

    @ M, sehe es sehr ähnlich wie du, die Schadensthematik hatte ich allerdings bisher nicht bedacht! Hier stellt sich die Frage, kann das Unternehmen die ggf. sinkende Produktion durch steigende Preise an den Kunden weitergeben? Oder wird der Groß-/Einzelhandel die Preise bestimmen. Das kann ich für den Holzsektor nicht beantworten. Die Marktmacht von z.B. Baumärkten könnte hier schon eine Rolle spielen. Danke für den Hinweis.
    Die Umsatz/Gewinnentwicklung ist ja einigermaßen stabil finde ich. Den Gewinnanstieg, vor allem den letztes Jahr, erkläre ich mir durch gestiegene Holzpreise:
    https://www.finanzen.net/rohstoffe/holzpreis
    Wenn man sich die Bilanzen anschaut hat sich die Produktionsmenge nur geringfügig, aber stetig erhöht. Großteils durch Zukäufe neuer Sägewerke wie es mir scheint, nur geringfügig durch Effizienzsteigerungen. Wobei ich hier nicht genug Ahnung habe wie viel man hier noch verbessern kann. Daher kann es eigentlich nur an den Preisen liegen.
    Das es sich um einen Zykliker handelt sehe ich auch so, und bin gerade deswegen verwundert warum man ein bilanziell stabiles Unternehmen, mit langer History aktuell so günstig bekommt. Mein Fair Value liegt bei ca. 90-100 $, Kaufpreis für mich bei ca. 70 $ –> jetzt haben wir 68 $ 🙂 Gerade deswegen bin ich geneigt den „Zyklus“ zu ignorieren. Selbst wenn ich stark sinkende Gewinne in einer Rezession rechne, dann bekomm ich halt noch günstiger.
    Was mir auch gut gefällt sind die weichen Faktoren, Management sieht „nett“ aus. Alles alteingesessene „Holzmänner“ 🙂 Der CEO ist seit knapp 20 Jahren in dem Unternehmen in verschiedensten Positionen. Das Unternehmen wird als guter, fairer Arbeitgeber gesehen (soweit man das über das netz beurteilen kann).
    Grüße Baum
    PS: Ich hab mich gegen United Foods entschieden. Ich bleibe stark und halte mich an meine „Durchschnitte verbessern“ Strategie.

  40. AvatarFelix

    @ Bruno
    Eine links-rot-grüne Mehrheit in der Nach-Merkel-Zeit ist sehr wahrscheinlich. Ihnen fehlen, nachdem die Grünen derzeit einen Lauf haben, laut Umfragen lediglich 3 bis 4 Prozentpunkte, um die Mehrheit der  Sitze im Bundestag zu erreichen. Dann wird Habeck Bundekanzler, Künert Wirtschaftsminister, Hofreiter Verkehrsminister, …
    Wer könnte Finanzminister werden, vielleicht Katja Kipping, nachdem Wagenknecht eher raus ist. Na, wenn das nichts wird, was dann?
     

  41. AvatarMatthias Knetsch

    Hallo Ralf,
    der Erschwinglichkeitsindex (Eigenkapital) für selbst genutzte Immobilien lag vor 40 Jahren bei 12,6 Nettojahreseinkommen (Artikel in der Zeitschrift Capital). Heute bei 11,6 und zeigt, dass es für Normalos im Durchschnitt damals wie heute schwer war genügend Eigenkapital zu bilden. Es bleibt vielleicht für dich noch die Möglichkeit, an verschiedenen Stellschrauben zu drehen, um dennoch zu bauen. Viel Erfolg.
    M

  42. AvatarAlbr

    @Felix, könnte so kommen 😉
    dann bleiben Vlt. 1-2 Jahre um zu flüchten 😉
    Und dann hoffentlich kein wesentliches Immobilienvermögen in D. 
     
     
     

  43. Avatar-M

    @Baum
    Sie schreiben das es high competitive ist und teilweise andere größere Firmen, günstiger herstellen als Fraser.
     
    Genau – holzpreis bestimmt da viel. Hat glaube ich sich verdoppelt (hab den Link nicht aufgemacht)
    Das Management gefiel mir auch sehr von den Aussagen UND Handlungen.
    Das mit dem Arbeitgeber sollte passen- anscheinend eines der Top canadian companys.
    Habe jetzt mal mit 420mio Nettogewinn gerechnet (Durchschnitt der letzten 5 jahre) –> EPS 6,28$ das ganze mit 12% abgezinst und kein wachstum unterstellt (sehr konservative annahme wegen waldbrände etc)
    = ~59$ kaufkurs 
    Sind nicht weit weg davon. Die gefallen mir schon ganz gut muss ich sagen. Ich meine in canada und Amerika ist ja holz eines der hauptbaumaterialien für die papphäuser 🙂
     
    -M
     

  44. AvatarBruno

    @Felix Willst Du uns das Wochenende versauen hier? 😀 Schade ich hätte Frau Wagenknecht gerne gesehen in einem Top Posten, aber wenn schon extrem dann gleich richtig, dann geht es anschliessend schneller 😉 Ich habe aktuell nur Adidas an deutschen Aktien, vielleicht komme ich so in ein paar Jahren richtig günstig an gewisse deutsche Aktien, sofern noch nicht alles bis dahin verstaatlicht ist. 
     
    Ich hätte da auch noch eine Idee, anstatt die Immobilien zu enteignen und der Staat sie dann günstiger vermietet würde ich sie direkt den Mietern überlassen, das wäre mal eine Volkspartei! Ich müsste mir dann gleich mal überlegen kurz vor den Wahlen ein schönes
    Penthouse oder Haus in einer deutschen Grosstadt anzumieten haha
     
    Es kommt wie es kommen muss 😉

  45. AvatarWohnung mit Domblick

    Bei größeren Wohnungsbaugesellschaften könnten die Mieter ja auch mit einem kleinen Teil der Miete geringe Anteile am Unternehmen erwerben, wenn das gesetzlich so geregelt würde statt dem Enteigungsblödsinn. Bei Langzeitmietern kämen dann vielleicht sichtbare Anteile zusammen, und somit ein bisschen Identifikation mit den Unternehmenszielen.
    Aber das ist wohl zu akademisch. Also: Abzocker enteigenen, aber sofort! 🙂

  46. AvatarRollingStone

    @Wohnung mit Domblick
    Entschuldigung, ich bin kein Akademiker und verstehe, vermutlich deswegen, nicht, weshalb das so gehandhabt werden sollte. Mit welcher Begründung sollte dieses Modell so laufen?
    Diese Mieter können doch auch, wie alle anderen Mieter auch, Aktien kaufen. Und zwar von dem Geld, welches sie neben der Miete auf die Seite legen.
    Bitte erklären Sie mir Ihr Gedankenmodell, ich verstehe es momentan einfach nicht. Danke vorab.

  47. Avatarchn

    @Bruno:
    Lenin Stalin Kevin, wir erkennen ein Muster ?Falls tatsächlich mal solche Ideologien, links oder rechtsextreme Tendenzen salonfähig und mehrheitsfähig werden heisst es wohl sich aus Europa zu verabschieden. Ich hoffe auf einen gewissen Restverstand aber man kann nichts ausschliessen.
    Mich beunruhigt nicht mal, dass so einer wie der Kevin solche dummen Parolen raushaut, sondern vielmehr, wieviel Applaus und Zustimmung er in den Medien und auch aus der SPD dafür erntet. Nicht vergessen: Die Jusos sind die Kaderschmiede einer potentiellen Regierungspartei. Und so Irrläufer gibt’s zwar immer wieder, aber wenn eine gewisse Masse anfängt hinterherzulaufen, wirds kritisch.
    Wenn jemand anfängt, über soziale Gerechtigkeit (oder gar Sozialismus) zu sprechen, sollte man sein Portemonnaie besser genau im Blick halten. Sollte es an’s Eingemachte gehen, bin ich auch weg hier.
     

  48. AvatarRalf

    Die Einkommenssteigerungen halten nicht mit der Hauspreisentwicklung Schritt. Dafür genügt ein Blick auf den Reallohnindex. Das verfügbare Einkommen sinkt wegen der hoher Mieten in großen Städten. So können Mieter weniger sparen, deshalb haben sie oft größere Probleme, das nötige Eigenkapital für einen Hauskauf zusammenzubekommen.
    Auf dem platten Land sieht es besser aus.
     

  49. AvatarNico Meier

    Die Einkommenssteigerungen halten nicht mit der Hauspreisentwicklung Schritt. Dafür genügt ein Blick auf den Reallohnindex. Das verfügbare Einkommen sinkt wegen der hoher Mieten in großen Städten. So können Mieter weniger sparen, deshalb haben sie oft größere Probleme, das nötige Eigenkapital für einen Hauskauf zusammenzubekommen.
    Also weil die Mieten immer weiter steigen verpraase ich mein ganzes Geld statt es zu sparen und es als Eigenkapital für den Kauf von Eihneigentum zu verwenden. Wir haben 2017 gekauft und die Preise steigen weiter. Habe viele Kollegen die wie Ralf seit Jahren rumflennen statt  zu kaufen. 
    Ralf wie lange schreibst du hier schon vom Hausbau ohne ihn zu realisieren?

  50. AvatarFelix

    @ Ralf, du und dein Haus
    Baue es endlich und wälze nicht irgendwelche Statistiken, die vermeintlich zeigen, dass es schlechter, besser oder was weiß ich geworden ist. Was hilft dir das, außer Ausreden zu generieren. Du lebst jetzt: do it or leave it.

  51. AvatarBruno

    @chn Das Hauptproblem ist, dass diese Parteien nicht das sind, wofür sie angeschrieben sind. Ich würde mich u.a. auch als sozial und grün bezeichnen, aber ich finde es z.B. sozialer, Arbeitsplätze zu schaffen und auch gute Löhne zu zahlen als einfach andere zu bestehlen und das Geld dann wieder anderen zu verschenken, oder grün anstatt Steuern einzukassieren investiere ich halt in eine Solaranlage oder fahre weniger Auto oder andere Dinge.
     
    In der SPD (wie auch in der SP Schweiz) gibt es sehr wohl eine wohlhabende Schicht insbesondere in der Parteiführung, die leben halt von der entsprechenden Industrie, die Gewerkschaften haben top moderne Büros an bester Lage, fast so wie die Banken früher 😀 
     
    PS: Ich mag Umverteilung auch, aber nur solange es von fremden Taschen in meine wandert 😀
     
    Parteien und Politiker die sich wirklich fürs Allgemeinwohl insbesondere den Mittelstand einsetzen ohne Eigeninteressen muss man wirklich suchen, man wird sie aber kaum finden.

  52. AvatarBruno

    @Nico Meier
    Man hängt die Preisentwicklung ja oft an die Zinsentwicklung, ja es ist ein Faktor aber nicht der Einzige. Schon vor 20 Jahren als die Zinsen noch unvorstellbar höher als heute waren hörte ich viele Leute, die Zinsen werden bald wieder steigen, nur weil sie schon einige Jahre davor auch gesunden sind. Sie sinken weiter. Gut, irgendwann ist vielleicht Schluss damit, keiner weiss es. Jedenfalls unvorstellbar, dass die Zinsen wieder auf Normalität steigen, denn sonst krachts gewaltig im Gebälke. 
    Aber wenn die Zinsen der einzige Faktor wären für die Preisgestaltung, müssten die Mietzinsen ja historisch tief sein. In der Schweiz sind sie ja gebunden an den Referenzzinsatz, man stelle sich vor der steigt wieder mal auf 5-6%, dann gibt es historischen Leerstand und unter den Brücken wird es wieder eng. Nein natürlich nicht, man wird das natürlich nie durchziehen können, all diese Instrumente sind Schwachsinn, Angebot und Nachfrage ist der wichtigste Preisbestimmungsfaktor.

  53. AvatarRalf

    Das Eigenkapital ist das Problem, da ich nicht alles finanzieren kann. Ein Großteil hat das Grundstück gefressen. Der Rest liegt in gut laufenden Aktien und ETF.

    Würdet Ihr so ein Depot einfach aufgeben? Für mich ein Zielkonflikt zwischen Haus und Aktien als Altersvorsorge.

  54. AvatarNico Meier

    @Ralf es wäre ja Blödsinn bei Höchstständen Aktien zu verkaufen um ein Haus zu bauen und dir damit die hohen Mieten zu sparen, warte besser auf einen Crash und verkaufe die Aktien dann. *Ironie off*

  55. AvatarRalf

    Bei einem Verkauf fällt in D auf Kursgewinne Abgeltungssteuer an und nicht gerade wenig. Wie ist das in der Schweiz?

  56. AvatarNico Meier

    @Ralf Kursgewinne sind in der Schweiz steuerfrei. Dividenden werden zum Einkommen gezählt und man zahlt Einkommenssteuer dafür. 

  57. KievKiev

    @ Ralf
    Ich glaube nicht, dass die Häuslebauer älterer Generationen nebenbei ein wachsendes Depot gepflegt und von der Frührente mit 50 Jahren geträumt hatten. Dabei war ihre Lebenserwartung ein paar Jahre geringer als heute.
    Du betreibst manchmal etwas Cherry Picking. Du kannst nicht alles haben. Das ist kein Zielkonflikt sondern Realität. Du hattest nur 4 Tage die Woche gearbeitet. Das war doch eine gute Zeit. Du hast Dich für die Zeit entschieden. Niemand hat Dich gezwungen. Du hast den Job gewechselt, da der neue vermutlich besser passt. Es sind alles Deine Entscheidungen. Deine Kinder sind bereits etwas älter. Vielleicht musst Du kein Eigenheim mehr kaufen.
    Falls Du es aber doch möchtest, dann solltest Du Dein Depot schließen. Du hast sonst viel zu viel Risiko. Das Depot kannst Du ja langsam wieder aufbauen. Die Freiheit, Frührente und 4 Tage Woche werden durch einen Immokauf am Anfang sicher beschnitten. Es ist Deine Entscheidung.
    Du kannst auch ein Dreifamilienhaus möglichst günstig bauen. Hier nutzt Du privat so wenig Fläche wie benötigt wird. Du hast Deinen Garten, falls das Dein Traum sein sollte. Deine Einheit ist im Alter nicht zu groß und Du bekommst mit der Miete Unterstützung beim Abzahlen.

  58. Avatarsteve

    @,Ralf in der Schweiz gabs mal eine 3 Jahresfrist nach der keine Steuer anfiel. Ist aber wurscht du bist in D Land und kommst um die Spekulationsteuer nicht rum. Ich kenne deine Situation jetzt nicht exakt um dir genaue Ratschläge zu geben brauchst du auch nicht.
    Nur als Anregung du kannst Verkäufe natürlich ein bisschen optimieren wenn du Gewinne realisierst und noch Verlierer hast raus damit wird bei der Steuer gegengerechnet. Natürlich kannst du Ende 2019 und Anfang 2020 verkaufen bringt jetzt nicht die Welt aber geht auch leicht. Dann schreibst dir fehlt Eigenkapital, keine Eltern die ein paar Euro besteuern? Ansonsten niedrige Zinsen ist doch ein Vorteil, wenn du dann Sondertilgung vereinbarst, kannst du nacharbeiteten. Letzlich könnte auch Hauskauf oder Zwangsversteigerung was für dich sein, ich find’s traurig das es das gibt, aber du hättest den ganzen Stress mit bauen nicht.
    Die Entscheidung liegt bei dir und deiner Frau!!

  59. AvatarNico Meier

    Heute jammern viele mit Kindern weil beide arbeiten müssen. Mein Grossvater hat voll gearbeitet und zwar voll nicht 4 tage oder 36 Stundenwoche! Meine Grossmutter hat einen Dorfladen gefürt alleine also auch 60h plus jede Woche und die Kinder wurden auch gross! 

  60. AvatarK

    @Ralf
    Gemessen am Medianvermögen pro Haushalt erscheinen mir Eigenheime in Deutschland derzeit recht teuer.  Hier sind enorme Erwartungen auf zukünftige Lohnsteigerungen eingepreist, um diese überhaupt abbezahlen zu können. Oder man geht davon aus, dass Zinsen über Jahrzente vergleichsweise niedrig bleiben. In meiner Gegend  ist unter 500 K nur mit Glück Brauchbares zu finden, das Medianvermögen liegt jedoch weit darunter
    http://www.arm-und-reich.de/verteilung/vermoegen.html
    Wenn Du also nicht extrem gut verdienst oder vermögen bist, solltest Du Dich zumindest  für eine Assetklasse entscheiden. Entweder in einen Welt-Aktien-ETF sparen oder Eigenkaptial für’s Eigenheim bilden.  Beide Wege sind vermutlich OK, wenn man gute Nerven und viel Geduld hat. Aber mach kein Mischmasch – das wird nix.

  61. KievKiev

    @ Nico
    Ich kann einer 30 Stunden Woche oder 4 Tage Woche durchaus etwas abgewinnen. Die heutigen Wahlfreiheiten finde ich sehr gut. Aber man kann wie bei Geld und Konsum nicht alles haben. Es ist immer eine Entscheidung.
    Ich finde aktuell zu den politischen Themen um Brexit, Trump, AFD und Kevin auch folgendes Buch interessant:
    Harari 21 Lektionen für das 21 Jahrhundert
    Habe es gerade frisch aus der Bibliothek erhalten. Ansonsten verfolge ich zum Glück keine Nachrichten. Ich blicke aber sehr positiv der Zukunft entgegen. Es ist vielleicht nicht für pessimistische und ängstliche Leser zu empfehlen. 

  62. AvatarNico Meier

    @Kiev
    Ich möchte nicht falsch verstanden werden ich bin klar für die Wahlfreiheit. Ich habe aber Mühe damit wenn man nur 30h oder 4 Tage arbeitet und sich danach über das zu tiefe Gehalt beklagt. Der Vater eines guten Freundes hat uns vor Kurzem aus seinem Leben erzählt. Als Verdingbub bei Bauern ausgebeutet danach mit Mühe eine Lehre als Bauschlosser gemacht. Ab Lehre bis 30 immer viele Überstunden gemacht die ausbezahlt worden sind. Er sprach von 60 bis 70 Stunden Arbeit um so mit 30 das Eigenheim zu realisieren. Ferien gabs erst als er ca 40 war mit den Kindern auf dem Zeltplatz. Das freistehende EFH wird nun zu gross er wird es wohl verkaufen mit dem Grundstück von gut 1000qm werden sie wohl in der Region Aarau dafür zwischen 1.2 und 1.5 Mio Franken erhalten. Sie haben noch eine Restschuld von 200’000 auf dem Haus. Grundstück und bau hätten zusammen vor 30 Jahren rund 250’000 gekostet.

  63. AvatarRalf

    @Kiev: Du hast recht.

    Das Thema Eigenheim kommt bei uns eigentlich auch nur auf, weil Mieten teils doch einiges teurer kommen würde aufgrund steigender Preise. Und es fast kein Angebot gibt hier. Wir werden wohl aber in diesen Apfel beißen müssen und können später, wenn die Kinder aus dem Haus sind etvl. noch zuschlagen. Sonst ist das Depot futsch und es fallen auch noch spürbar Steuern auf die Kursgewinne an. Würde widerum das dann verfügbare Eigenkapital durch den staatlichen Zugriff schmälern.

    Die Überschrift „Aktien und Immobilien“ ist je nach Konstellation damit aber eben Wunschdenken…

  64. KievKiev

    @ Ralf
    Bei Miete schaust Du vielleicht auf die monatlichen Kosten. Ein Haus ist bei den heutigen Zinsen nicht sehr teuer in der Finanzierung. Wenn Du nur die monatlichen Zinsen vergleichst erscheint das gemietete Haus vermutlich sehr teuer. Aber Du benötigst es eben auch nur für ein paar Jahre… Du musst auch nicht die Kaufsumme komplett abzahlen und oder das Depot auflösen, renovieren usw.
    Als Alternative könntest Du “teuer“ für eine überschaubare Zeit mieten. Du schaust aber schon jetzt nach dem Alterssitz. Du könntest z.B. eine ETW 100% finanzieren. Du hättest das Grundstück ja noch für die Kaufnebenkosten. Die ETW führst Du als Investment und kannst alles absetzen. Wenn die Kinder aus dem gemieteten Haus gehen zieht Ihr dann in die ETW. Ab da könnt Ihr ja auch extremer Sondertilgung nutzen.
    Der Vorteil an der ETW wäre im Vergleich zum Einfamilienhaus ein günstiger Preis. Hier könntest Du das Depot vielleicht komplett behalten. Ser Nachteil wäre im Falle von Pflege, dass nicht selbstgenutztes Eigentum nicht tum Schonvermögen zählt. Es gibt viele Möglichkeiten. Alle haben irgendwo auch ihre Haken. Man kann leider nicht alles abschätzen.

  65. KievKiev

    Aktien und Immobilien
    Ich hatte erst Immobilien mit entsprechender Finanzierung. Als die Restschuld überschaubarer wurde, habe ich angefangen ein Depot aufzubauen.
    Es geht auch andersrum. Erst Aktien und dann vielleicht anstatt eines Reits eine direkte Investition in eine ETW. Kleine Einheiten sind zwar oft nicht so rentabel, aber hier könnte man ohne Auflösung des Depots in Immobilien einsteigen. Größere Objekte kommen aber vermutlich nicht in Frage, da hohe Depots meist von älteren Menschen besessen werden. Im Alter braucht man nicht mehr mit einem MFH anfangen. Das macht man vermutlich andersrum. Erst die Arbeit und dann die Früchte ernten.

  66. AvatarAndrea

    Auf jeden Fall lässt sich feststellen, dass die Reichen oder zukünftig Reichen Deutschlands und New Yorks jetzt schon über sehr viel Zeit verfügen, ich komme hier kaum noch mit dem Lesen nach.
    Tim, danke für den schönen Beitrag und für die Antwort auf Gainde. Danke, dass du uns noch einmal daran erinnert hast, dass wir uns über den Sale eher freuen sollten als ihn zu fürchten. 
    zu „Kevin“: Ich schätze die Äußerungen als Wahlkampf ein, um den Linken vielleicht ein paar Stimmen abzujagen. Ansonsten kann ich den infantilen Quatsch nicht ernst nehmen.
    Ralph: Mensch, du möchtest ja wirklich alles haben, und am besten sofort. Irgendwer schrieb es schon, die Situation beruht doch auf Entscheidungen, die du/ihr ganz alleine getroffen habt, z.B. Teilzeit, Teilzeit der Frau usw. Ich arbeite ja auch Teilzeit, aber ich würde doch nicht auf die Idee kommen, jemandem vorzuwerfen, dass ich deshalb nicht 1500 Eur im Monat, sondern nur 500 in Aktien anlegen kann. 
    Auch scheint mir die Sache mit dem Grundstück nicht durchdacht, wenn du erst nach dem Kauf feststellst, dass du nicht genug Geld hast, um dir ein Haus darauf zu leisten. Sehr seltsam. Mit Haus würde dir das Grundstück doch sehr viel mehr nützen, da du die Miete sparen würdest. Ich finde diese ganze Situation, die du hier verträgst, wirklich merkwürdig. 
    Ich glaube auch nicht, dass Häuser heute so viel teurer im Vergleich sind, z.B. meine Großeltern haben in einer schlechten Zeit ein Reihenhaus gebaut und haben es ca. 30 Jahre lang abbezahlt, quasi bis zur Rente. Mein Großvater war der Verdiener, meine Großmutter hat nicht gearbeitet.
    Ich habe übrigens eine Freundin, die nach der Scheidung mit vier Kindern alleinerziehend war und ihr ganzes Leben als Lehrerin Vollzeit gearbeitet hat. Sie hat erzählt, dass sie sich nachmittags Korrekturarbeit mit auf den Spielplatz genommen hat. Sie haben erst ein Haus in Hessen gekauft, später zog sie hierhin nach NRW um und hat hier in der Stadt eine Eigentumswohnung für sich gekauft und eine kleinere zum Vermieten. Jetzt ist sie Mitte 70, und jeder ihrer Söhne ist ebenfalls Immobilienbesitzer oder durch den Beruf vermögend (Söhne: Ein Millionär durch Webseite, die er später gut verkauft hat, ein Universitätsprofessor, zwei Lehrer). Ich habe wirklich großen Respekt vor meiner Freundin. Ich schreibe das nur, weil die Bedingungen für meine Freundin auch nicht gut waren, doch sie hat immer gekämpft und trotz ihrer vier Kinder Vollzeit gearbeitet und dabei sogar noch Karriere gemacht.
    Wenn man eher so der gemütliche Typ ist, so wie ich auch, dann schafft man vielleicht finanziell nicht so viel. Das ist dann halt so. 

  67. AvatarLejero

    @Ralf
    Was ich nicht verstehe ist, warum du erst ein Grundstück gekauft hast und jetzt nicht baust. Du wusstest doch vorher schon das du dann dein Depot anfassen musst, oder?

  68. AvatarRalf

    Aufgrund familiärer Zwänge (Bruder fordert Pflichtteil ein) musste ich meiner Mutter finanziell aushelfen, da sie zwar ein großes Haus, aber sehr wenig Ersparnisse hat. Trotzdem will sie das Haus nicht verkaufen. Die Schwester mit Familie wohnt ebenfalls im Haus und diese leben auch mehr oder weniger von der Hand in den Mund.

    Ein schwieriges Kapitel…

    Nun fehlt mir selbst entsprechend dieser zusätzliche Betrag als Eigenkapital (das Zünglein an der Waage). Ich müsste daher das Depot ordentlich plündern.

    Auch sind bisher unvorhersehbare Kosten beim geplanten Hausbau aufgetaucht z.B. für die Entwässerung aufgrund eines hohen Kanals in der Straße.

    Ich habe gesehen wie sich mein Vater fürs Haus kaputt gemacht hat und am Ende das Haus abbezahlt aber auch keine finanziell nennenswerte Reserven da waren. Und das hemmt mich. Dann lieber mieten und ein kräftiges Depot aufbauen.

    Die niedrigen Zinsen sind jedoch sehr verlockend für Immobilieninvestment. Daher vielleicht selbst zur Miete wohnen und gleichzeitig vermieten….

  69. AvatarAndrea

    Ralf, das ist gut, dass du der Familie geholfen hast. Manchmal ist das wichtiger. Du wirst bald wieder einiges erspart haben, dann klappt es vielleicht mit dem Haus. Vielleicht verkaufst du ein paar Aktien, aber nicht alle. Und vielleicht baust du ein 2-Familienhaus, dann kannst du eine Wohnung vermieten. Das wird schon.

  70. Avatarchaostrader

    @Freelancer Sebastian

    Was ich aber interessant finde ist die Tatsache, dass T. Schäfer inzwischen passives Investieren mit ETFs empfiehlt, während ich (als klassischer passiver Investor) inzwischen regelbasierte, aktivere Strategien bevorzuge.“ >
    Ach was?! Das ist ja ein Ding. Und dabei hast du doch den Stefan Meisel vor drei oder vier Jahren auf seinem Blog noch übel beschimpft, weil er es bis heute wagt, mit Stock-Picking außerordentliche Ergebnisse zu erzielen. Das tut er übrigens mit großem Erfolg. >
    Hallo, einen Hr. Meisel kenne ich nicht. Keine Ahnung, ob ich den mal beschimpft habe, wills nicht 100% ausschließen.
    Den chaostrader scheint es mehrfach zu geben, auf diversen anderen Blogs und Foren wurde schon unter meinem Namen von anderen gepostet. Deswegen (und auch aus diversen anderen Gründen) habe ich mich in den letzten 1-2 Jahren zurückgezogen und poste überwiegend unter anderem Namen.
    Stockpicking mit Einzelaktien find ich immer noch Mist, besonders wenn man sowas Anfängern anpreist. Natürlich hab ich sowas auch schon gemacht und besitze immer noch ein paar Einzelaktien, aber in einem Aufwärtstrend wie in den letzten 10 Jahren ist es keine große Kunst, damit ein Plus zu machen.

    Woher rührt denn dein Sinneswandel und auf welchen Regeln fußt deine aktive Strategie?

    Stichwort Momentum. Hat irgendwie damit was zu tun, ohne zu sehr ins Detail zu gehen. Natürlich nicht mit Einzelaktien. Ist streng regelbasiert und nimmt damit das doofe Bauchgefühl raus, mit dem 90% der Einzelaktienjongleure ihre Trades rechtfertigen. 😉

    Ist noch nicht wirklich implementiert, bringt nix da mit kleinem vierstelligen Betrag anzufangen, das wird zu teuer.  Das bisherige B+H-Depot wird auch größtenteils beibehalten und nicht aufgelöst. 
     
     

  71. AvatarKia

    Immobilien und Aktien sind der Schlüssel zum Wohlstand.
    Aktien kann sich fast jeder leisten. Bei Immobilien wird es schwierig.
    Laut Statistik beträgt das durchschnittliche Arbeitsentgelt Brutto aktuell 37800€. Vor 20 Jahren, 1999 betrug es brutto 27300€.http://www.flegel-g.de/Durchschnittseinkommen.html
    Es ist also heute 37% höher als noch vor 20 Jahren. Die Immobilien sind doch aber in den letzten 20 Jahren nicht nur um 37% gestiegen. Bei uns im Speckgürtel, mit 7km Fußweg zum nächsten Bahnhof, wurden 2005 Baugrundstücke mit ca. 500qm, für 60000€ verkauft. Im nebenan liegenden Baufeld wurden letztes Jahr ähnliche Grundstücke für 250000€ verkauft. Und die wurden tatsächlich realisiert. Grundstücke ohne Haus für 250k! Wie passen die Immobilienpreise noch mit den Einkommen zusammen?
    Für mich ist da mehr als Spardoofheit und zu viel Konsum. 

  72. AvatarLejero

    @Ralf
    Ok, das erklärt natürlich einiges, wirklich komplexe Situation.
    Wünsche Dir viel Erfolg!
     

  73. AvatarLejero

    @Kia:
    Und wie waren die Bauzinsen 2005 und 2019? Schätze so 5% vs. 1%.
    Nehmen wir ein Haus in 2005 für beispielhaft 100.000 € und eines 2019 für 400.000 € (ungefähr Faktor 4 wie in deinem Beispiel) und kein Eigenkapital und keine Nebenkosten sowie 1% Tilgung. Dann hast du 2005 eine Rate von 6.000 € gehabt und 2019 eine von 8.000 €. Ziemlich genau ein Unterschied von ca. 37%.
    Natürlich sind die Zahlen je nach Einzelfall anders, aber es macht halt klar warum die Erschwinglichkeit sich nicht unbedingt (flächendeckend) verschlechtert hat.

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