Wie die Politik die Altersvorsorge der Deutschen wissentlich ruiniert

Die Rente kann mit einer aktienbasierten Säule deutlich aufgestockt werden. Mit einem ETF-Sparplan. Ziehst du das ein paar Dekaden eifrig durch, kannst du das Alter genießen. Jedenfalls scheint das besser zu laufen, als teure Riester Verträge oder Lebensversicherungen.

Deutschland hat die falschen Anreize bei der privaten Altersvorsorge geschaffen. Riester Verträge sind teuer und meistens Schrott. Sie lohnen sich unterm Strich kaum – selbst mit den staatlichen Zuschüssen nicht. Obwohl es Milliardensummen sind, die der Steuerzahler subventioniert. Das Geld landet in sinnlosen Verträgen. Es kommt der Allianz, Union Investment und anderen zugute, aber nicht dem Sparer.

Riester sei ein “dummes” Konzept, kritisiert Richard Gröttheim, der Chef der schwedischen Pensionsfonds AP7. Er hält von Riester überhaupt nichts. Es sei schon durch das Garantie-Zins-Versprechen eine Dummheit gemacht worden. Die hohen Kosten, die Banken und Versicherungen verlangen, kommen hinzu.

Die ARD hat eine gute Dokumentation über die verkorkste deutsche Altersvorsorge gebracht. Sehenswert kann ich dazu nur sagen! Sehr gut!

Unsere deutsche Politik ist seit Jahren wie gelähmt. Der Verbraucherschutz wird mit Füßen getreten von unserem Bundesfinanzministerium. Die Politik hat sich mit dien Riester-Rürup-Dingern etwas ausgedacht, was keinen Sinn ergibt.

Warum fördert die Politik nicht einen simplen ETF-Sparplan? Mit ganz geringen Kosten? Ich kann dir sagen, warum: Weil die Lobbyisten dagegen Sturm laufen. Dann verdient unsere Finanzbranche nur geringe Gebühren. Die Politik ist ein Laufbursche der Milliardenindustrien. Die Interessen des “kleinen Mannes” müssen hinten anstehen. Wir haben in Berlin einen Bratpfannen-Verein.

Das ist mein neues Video aus New York:

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  1. Hallo Tim, ein schöner Artikel. Du schreibst ja immer wieder mal über die Riester-Rente. Bei einem deiner Artikel vor 2-3 Jahren habe ich die RR noch verteidigt, warum:

    1) Die Förderung überstieg bei meinem Produkt die Gebühren
    2) Die Steuerersparnis, man kann also “vom Brutto” sparen, versteuert wird dann erst nach Renteneintritt, wenn i.d.R. die Steuerlast geringer ist.

    Ich finde und fand das gut. Der größte Kritikpunkt meiner Meinung nach ist – danke, da hat mir auch hier die Community noch einmal gut die Augen geöffnet – dass das Kapital am Ende in eine Leibrente (Versicherung) übergeht und auch nicht vererbbar ist. Da hast du einfach automatisch verloren. Sonst wäre das Produkt (dabei bleibe ich) gar nicht so verkehrt.

    Ich habe die RR deshalb in 2020 aufgelöst. Ich kann gerne noch ein paar Zahlen veröffentlichen:

    – Beginn der Auszahlungsphase wäre 04/2054 gewesen
    – Depotwert per 31.12.2019 = 17.700 EUR
    – “Schädliche Verwendung” (Auszahlung) = ./. 13.700 EUR
    – Steuerrückerstattung = ./. 2.900 EUR
    – Zulagenrückzahlung = ./. 1.300 EUR
    – Garantiertes Kapital inkl. Zulagen per 30.06.2020 = 13.200 (bei Depotwert 16.900)
    – Eigene Einzahlungen ohne Zulagen per 31.12.2019 = 10.900 EUR
    – Kosten und Nebenkosten nur von 2019 = 274,55 EUR
    – Wertentwicklung lt. Kontoauszug war 3.700 EUR (ca. 25 %)

    Zusammengefasst: aus 10.700 EUR wurden 17.700 EUR Kapital plus 2.900 EUR Steuerersparnis = 20.600 EUR ( 93 %).

    Bespart wurde der Fonds Deka BR100. Vielleicht hilft das ja der ein oder anderen Leserin / dem ein oder anderen Leser bei der Entscheidung…

    Nachtrag: Punkt 1) stimmte dann aber auch irgendwann nicht mehr. 2019 erhielt ich 175 EUR Förderung und musste 274 EUR Gebühren bezahlen… Durch die prozentualen lfd. Kosten. Also du hast mit deiner Kritik schon Recht: Das ist einfach viel zu teuer.

  2. Hallo Tim,kannst Du denn auch diese Lobbyisten benennen, die unsere Regierung diesbezüglich beraten haben?
    Gruß Marco

  3. Ich war schon immer Gegner der Riesterrente und als ich in den Beruf startete, schlichen die MLP-Berater um das Kollegium wie der Fuchs um den Hühnerstall. Ich bekam auch Anrufe vom Allianz-Heini meines Herrn Vater. Ich konnte einige Kollegen überzeugen, so einen Quatsch nicht zu unterschreiben, staatliche Förderung hin oder her. Das sind Verkaufsmaschen und dann gibt’s ‘ne Gesetzesänderung und dann bricht das Kartenhaus zusammen. Ich habe von Beginn an auf Aktien und habe nun über 340000 € in der Schatulle. Und da Portfeuille lasse ich reifen wie einen alten Schinken.

    Mir war von Anfang klar, dass so ein Unsinn wie Garantien in einer Altersvorsorge nicht zu suchen haben. Es geht hier um einen Sparvorgang, der jahrzehntelang laufen soll. Aber dann will man nicht, dass es kurzfristig schwankt. Für diesen Anspruch geht sämtliche Rendite drauf. Selbst bei Riesterprodukten, die auf Aktien, ETFs und Aktienfonds basieren, wie hier bei Fairriester: https://www.finanztip.de/blog/fairr-riester-verkauft-etfs/

    Die haben im März 2020 verkauft, um im Juni zu höheren Preisen zurückzukaufen. Ich glaube, ich finde in meiner Toilettenschüssel intelligentere Lebensformen. Die hätten nicht verkauft.

  4. Diese markanten Aussagen treffen voll ins Schwarze. Berufsbedingt bekomme ich öfters Riester-Verträge von Verbrauchern zu sehen. Die Kosten, nicht nur die Abschluss- sondern auch die laufenden Kosten, sind meist sehr hoch.
    Und die langfristig wertlose Garantie führt dazu, dass selbst bei Fondssparplänen und Fondspolicen die Aktienquote nur in homöopathischen Dosen vorhanden ist, selten mehr als 30%.  Auf Sicht von 20 bis 30 Jahren aber hatten praktisch immer weltweit gestreute Aktien(/-ETFs) die Nase vorn -meist mit Riesen-Vorsprung – bei den Renditen. Z.B brachten sie in 93% aller 30-Jahreszeiträume seit 1900 höhere Renditen als jede andere Anlageklasse. Eine angemessene Aktienquote wird aber bei den Riester-Verträgen durch die widersinnigen regulatorischen Vorgaben verhindert.
    Danke für die klaren Aussagen im Blogbeitrag.

  5. Am 12. März verkauft, man kann denen gratulieren, fast das Tief erwischt.

     

    Gut ich hatte auch verkauft. Eine kleine Position. Aber sehr wichtig um gut zu schlafen. Bzw. eigentlich war es nur umgeschichtet weil kurz darauf wieder gekauft. Bei solchen Geschichten bin ich froh um Tims Blog, ein gutes Verkaufs und Kauftiming in der Praxis zu erreichen ist nicht so einfach. Besonders wenn man das ganze nur nebenbei betreibt.

  6. Tim,

    Du hast in allen Punkten recht. Aber als Verbraucher kann man nur eines machen. Diese Produkte nicht abschließen und sich selbst um seine Vorsorge kümmern. Ich wünschte mir das amerikanische System, wo man durch die steuerfreien Accounts ein Vermögen für die Rente ansparen kann. Evtl. wacht die Bundesregierung im Jahr 2040 auf!

     

    Wäre eine Petition sinnvoll, damit sich die Politik damit beschäftigt?

  7. @ Aktien Noobs -Sky

    Es gab schon einige Petitionen. Es interessieren sich zu wenig Menschen dafür. Leider. Das ist alles bedauerlich.

    Ja, in Amerika läuft das mit dem Aktiensparen für den Ruhestand deutlich besser. Wenig Gebühren, keinerlei Steuern in der Ansparphase, verbraucherfreundlicher.

    Wie lange die Bundesregierung braucht, keine Ahnung. Es ist ja schon seit Jahrzehnten verschlafen worden, das Ganze spürbar zum Wohle der Bürger zu reformieren.

  8. Ist doch super. Ich halte Allianz Aktien 🙂 Die Leute sollen doch bitte weiter wie eh und je Versicherungen abschließen!

  9. Weitgehend Zustimmung zu Riester, kommt nur unter sehr speziellen Voraussetzungen (günstiger Vertrag, hohe Zulagen dank Kindern etc) überhaupt zu nem positiven Erwartungswert und selbst dann fast immer unter “historisch normalen” ETF-Renditen.

    Aber wieso wirfst du Rürup in den gleichen Topf? Mag für ne Direktversicherung oder ähnliches gelten, aber mangels Beitragsgarantie kannst du doch bei fairr und anderen auch ne 100% Aktienquote fahren. Die wird dann auch nicht im Crash zwangsreduziert.
    Ob das ganze steuerlich Sinn macht (Auszahlungsphase unterliegt dem pers. Steuersatz, nicht der Kapitalertragssteuer) und ob man die mangelnde Flexibilität (kein Zugriff aufs eingezahlte Kapital, stattdessen zwangsweise lebenslange Rente) als Nachteil sieht oder als Vorteil (Langlebigkeitsrisiko abgedeckt), lass ich mal dahingestellt. Kann man sicher drüber diskutieren. Aber grundsätzlich sehe ich die Rüruprente mit der steuerlichen Absetzbarkeit und auf Wunsch 100% Aktienquote durchaus als nicht völlige Fehlkonstruktion an

  10. @Tim Schäfer

    Deine Videos unter “neustes Video von Tim Schäfer” rechts oben starten nach einigen Minuten immer von alleine. (Herzinfarkt) 🙂 Nutze den Safari von MacOS. Vielleicht haben andere das gleiche Problem?!

    @zur Riesterrente

    Nicht nur die Rendite ist das Problem. Bei der Auszahlung wird nach dem persönlichen Steuersatz versteuert und max 30% des Vermögens können als Einmalzahlung abgegriffen werden.

  11. Riester und Rürup sind Schrott. Ich habe keine von beiden Verträgen. Den Steuerspareffekt habe ich auch, da ich freiwillige Beiträge als Selbständiger in die gesetzlich RV einzahle. Da weiß ich heute schon was ich dann bekomme und meine Hinterbliebenen sind abgesichert. Der Steuerspareffekt ist enorm da ich von 100 , 40 weniger Steuern zahle. Ich verschenke doch den Staat nichts und bespare mir so eine „Grundsicherung „ allerdings nur bis zur Steuerzahlgrenze und habe im Alter den Vorteil , weil gesetzlich KV versichert, auch noch von sehr niedrigen KV Beiträgen zu profitieren, da ich die nur auf ca. 1000€ Brutto zahle. Das sind dann ca.90€, da die KVR, die Krankenversicherung der Rentner die Hälfte übernimmt. Das große Kapital wandert in Aktien, hauptsächlich in Value Aktien, die mir jährlich tolle Dividenden zahlen ohne, daß ich Kapital entnehmen muss, d.h. Ich verkaufe keine Aktien! Wie geil ist das denn?

  12. Die Politik soll den Sparerpauschbetrag ordentlich erhöhen und die frühere Spekulationsfrist bei Aktien (1 Jahr) wieder zurückgeben. Eigentlich so wie es früher eben bereits schon war. Damit wäre schon einige Verbesserung erreicht. Man gönnt dem eigenen Bürgern nicht mehr als das Allernötigste. Und Verstöße wie Steuerhinterziehung werden teils härter bestraft als z.B. Sexualstraftaten. Weitere Steuern sind bereits in Sichtweite. Wir sind im Umverteilen wirklich Spitze, nicht aber bei der Förderung von Eigenleistung. Nennt sich dann Solidarität. Wir brauchen weniger Regulierung nicht noch mehr.

    Gleichzeitig wird nun vermehrt in D über die Beschaffung vom russischen Impfstoff Sputnik gegen Corona nach Zulassung diskutiert. Anstatt im eigenen Land entwickelte und hergestellte Impfstoffe nachhaltig zu verteilen und einzukaufen. Wie bescheuert ist das eigentlich in der Gesamtbetrachtung?

    @Rürup und Riester: Finger weg. Lieber ein ETF-Sparplan. Der Staat kann die Gesetzgebung und Regelungen jederzeit ändern.

  13. Die deutsche Rentenpolitik ist allgemein schwachsinnig, man arbeitet bis 66 oder 67 Jahre und dann kommt trotzdem nichts dabei raus.

     

    Da sollte man auch den Nachbar Luxemburg schauen, bei 40 gearbeiteten Jahren kann man bereits mit 57 Jahren in die Rente eintretten (dann muss mann aber auch mit 17 mit einer Ausbildung anfangen).

     

    Das System ist sehr einfach, der Arbeitnehmer zahlt 8% vom Lohn in die Rentenkasse, der Arbeitgeber zahlt 8% und der Staat auch noch mal 8%. Ausgezahlt wird aber 1% weniger, somit hat die Rentenkasse Reserven von 4-5 Jahren! ohne dass in dieser Zeit ein einziger Zent in die Rentenkasse eingezahlt würde.

     

    Es gibt ausserdem eine Mindestrente, bei 40 Jahren ist diese immer hin 1.900 €.

     

    Ich verstehe nicht warum Deutschland in der Rentenpolitik so einen schlechten Plan hat.

  14. Ich habe vor 13 Jahren einen Riestervertrag abgeschlossen. Zwischenzeitlich habe ich die Zahlung aber auch ausgesetzt, da die Performance unterirdisch war.

    Jetzt habe ich den Anbieter gewechselt, wo ich ca. 2/3 der Beiträge in selbst ausgewählte ETFs stecken kann.

    Die Beiträge habe ich aber auf 4% des Bruttlohns begrenzt. Es gibt zwei Gründe warum ich nicht gekündigt habe.

    1. Ich hätte sämtliche steuerliche Vorteile zurückzahlen müssen.

    2. Ich bekomme ca. 30-35% der Einzahlungen jedes Jahr vergütet. Ca. 25% direkt bei der Steuererklärung und den Rest durch die staatliche Zulage.

    Damit sind die Gebühren locker wieder reingeholt.

    Aber den Großteil meines Geldes werde ich definitiv weiter in Aktien und ETFs stecken. Riester ist nur ein weiteres Standbein, welches bis zu meinem Tode monatlich ausgezahlt wird. Darüber hinaus kann diese Rente für 5 oder mehr Jahre vererbt werden.

    Das ist einfach nur ne Versicherung aufs Alter. Bei einer Haftpflichtversicherung bist du auch glücklich, wenn etwas passiert, dass du eine hast. Wenn dein Leben lang nichts passiert, hast du dir einfach nur ein Sicherheitsgefühl erkauft. Wobei ne Haftpflicht mehr Berechtigung hat als ne Riester. Es ging aber nur um die Darstellung 🙂

    Mit meinem heutigen Wissen hätte ich die damals auch nicht abgeschlossen. Jetzt hatte ich sie aber und versuche das beste daraus zu machen. Denn ich glaube nicht daran, dass ich über 85 Jahre werde, wo es so langsam anfängt, dass sich die Riester rentiert.

  15. @Wolke:

    Du übersiehst, dass alle, die sich das tolle Amiland-System wünschen, zu den Gut- und Besserverdienern zählen. Die könnten mit 401(k) staatlich gefördert ein Vermögen aufbauen und hätten auch genug Kohle für eine Krankenversicherung. Ich glaube du hast früher einmal recherchiert, wieviele sich das tolle System 401(k) überhaupt leisten können in Amiland. Viele waren es nicht, wenn ich mich richtig erinnere. Aber es geht ja auch nicht um die Millionen armer Teufel, die 2 oder 3 Jobs brauchen, um über die Runden zu kommen. Hier geht es um die Reichen und Schönen  😉

     

  16. @ Bezos

    Vorsitz im Verwaltungsrat mit weiter großem Einfluss.

    Derzeit ist Amazon so erfinderisch wie nie zuvor, weswegen dies die optimale Zeit für den Wechsel ist. Ich hatte nie mehr Energie, es geht hier nicht um den Ruhestand.

    Das gefällt mir.

  17. Ich bin noch ein bisschen am Schwanken. Ist für mich ein Vertrag mit niedriger Rendite okay, wenn ich mir dafür da keine Gedanken machen muss, ob ich zu alt werde oder wie genau ich das jetzt mit dem Auszahlen regel?

    Ich habe noch einen Rürup-Vertrag am laufen, der so in die Richtung läuft (und nicht in der Renditestärksten Variante) den ich wohl auch erstmal weiterführen werde (auflösen ist da eh nicht, nur beitragsfrei stellen). Ich sehe es so ein bisschen als einen Baustein an, aber es wird nie der Hauptbaustein werden.

    Ich bin etwas gespannt, wie die Produkte zur Europarente (PEPP) aussehen werden. Ich hatte gehofft, dass Riester ggf auch etwas in die Richtung überarbeitet wird, aber das ist ja erstmal auf Eis gelegt.

  18. Ich hadere, soll ich soll ich nicht.

    7,5% an einem TAg ist nicht schlecht. / Einen Teil meiner alterwürdigen versilbern?

    Aber, wie sieht die Zukunt aus??

    16:30

    Daimler plant Aufteilung des Konzerns in zwei Unternehmen

    FRANKFURT (Dow Jones)–Daimler will den Konzern in zwei unabhängige Unternehmen aufteilen, die sich auf die Kernbereiche Automobil- und Lkw-Geschäft konzentrieren. Das Geschäft mit schweren Nutzfahrzeugen Daimler Trucks soll an die Börse gebracht werden, während das Geschäft mit Premiumautos in Mercedes-Benz umfirmiert werden soll. Für Daimler Truck sei die Aufnahme in den Leitindex DAX geplant.

    “Dies ist ein historischer Moment für Daimler und der Anfang für eine tiefgreifende Umgestaltung des Unternehmens”, wird Daimler-Chef Ola Källenius in der Mitteilung zitiert. Mercedes-Benz Cars & Vans und Daimler Trucks & Buses seien in Industrien tätig, die sich technologisch und strukturell umfassend verändern. “Diesen Wandel können sie deutlich effektiver gestalten, wenn sie dabei als unabhängige Einheiten agieren – mit einer starken Nettoliquidität und ohne die Einschränkungen einer Konglomerats-Struktur”, so der Manager.

  19. So hab jetzt einen Teilverkauf durchgeführt. Hab eigentlich nur auf so eine Gelegenheit gewartet.

    Aber mal sehn was jetzt die Zukunft bringt. Wenn es jetzt so abgeht wie bei Tesla beiß ich mich wohin.

    Jedenfalls fühle ich mich jetzt besser…Automotive, Old Economy war ja die letzte Zeit nicht besonders angesagt.

  20. Das Rentensystem in Deutschland ist beschämend. Norwegen /Schweden /USA und auch Österreich zeigen auf , wie es besser geht. Viele Rentner werden das deutsche Rentensystem in den nächsten Jahren bitter erfahren. Besonders Mütter und/oder Frauen in Teilzeit werden in die Altersarmut rutschen.  Die  empfohlene Sendung von Tim in der ARD Mediathek ist sehr sehenswert – unbedingt anschauen. Hier ist nochmals der Link:

    https://www.daserste.de/information/reportage-dokumentation/dokus/videos/keine-zinsen-miese-rente-video-100.html

  21. Wie der Berliner Weltenbummler sagt Riester als kleines Standbein mit Nutzung der Steuervorteile und diese gleich wieder in etfs Oder Aktien anlegen ist okay.

    Finde Ich.

    Es heißt doch immer der Mix muss stimmen.

    Good evening…

     

     

  22. @Petra

    Wie genau behandelt denn die USA, Schweden oder Österreich z.B.die von dir angesprochenen Frauen, die lange zuhause gebkieben sind Und dann lange Teilzeit gearbeitet haben? Hast du dich je mit deutschen Renten System und der Erziehungs- und Berücksichtigungszeit beschäftigt?

    Ich sags mal ganz deutlich: niemand, der nicht oder wenig einzahlt wird viel bekommen, das ist aber bei 401k und anderen Renten Systemen wahrscheinlich ebenso.

  23. @Christian die reine Rendite eines Riester Vertrags zu berechnen macht auch wenig Sinn. Ich habe mich irgendwann mal hingesetzt und gemeinsam mit der Verbraucherzentrale ausgerechnet wie alt ich werden müßte bis ich das Geld wieder raus bekommen. Das Ergebnis war 93 Jahre ! Wenn ich vorher abtrete bekommt meine Frau max. 10 Jahre weiter Geld. Ich habe gekündigt und investiere das Geld in Etfs, die kann ich vererben oder meiner Frau hinterlassen.

  24. @Mai

    Sie müssen sich aber bei Riester und Co. Gedanken machen. Was nutzt Ihnen die geringe Schwankungsbreite, wenn die Inflation gegen Sie arbeitet? Unternehmensanteile hingegen sind von der Inflation ausgenommen, denn man erwirbt ja damit keine Zahlversprechen, die schwarz auf weiß auf dem Papier stehen.

    Es gab in den letzten zehn Jahren häufiger Anlass, von hohen Inflationsraten auszugehen (mind. 10 % p.a.). Ich hatte die Gedanken schon in der Euro-Krise vor zehn Jahren. Dirk Müller hatte diese witzigerweise auch, denn wie sonst sollen sich diese verschuldeten Staaten entschulden? Das geht nur zu Lasten der Gläubiger per Inflation. Und wer hält diese Staatsanleihen? Lebensversicherungen halten diese. Es werden noch viele KLVs wertlos werden.

    Dirk Müllers Gedanke war damals naheliegend, äußerten sich doch viele so, so dachte auch ich. In die Zukunft kann ja keiner schauen und die Inflationsraten von 10 % und mehr blieben uns erspart. Noch. Wenn es nun passiert in den nächsten Jahren, wird es uns Dirk Müller unter die Nase reiben, dass er wieder recht gehabt hatte.

    Übrigens: Selbst Riester auf Fonds-Basis ist Schrott, weil bei Renteneintritt man ja nicht sein Vermögen erhält, sondern von dem Geld eine Sofortrente gekauft wird.

    Ich habe mal bei https://www.huk24.de/tarif_leben_sofort.do;jsessionid=0001NzOSefrd–lI6RYqx9x_mYs:1c1uvbics mir eine Sofortrente errechnen lassen. Angenommen, ich stecke 350000 € da rein. Die versprechen mir 825 € pro Monat, 30 Jahre lang. Ich habe 350000 € in Aktien und bekomme fast 900 € pro Monat an Dividenden. Da merkt man doch, dass ein ziemlich schlechtes Geschäft für den Kunden ist, denn er gibt sein Vermögen zu 100 % um nicht besser da zu stehen. Angenommen mein Klon, auch 350000 €, veräußert sein Aktienvermögen und kauft sich die Softrente der Huk. Gleiches Alter wie ich, stirbt auch in 30 Jahren. Wir hätten beide 30 Jahre lang, jeden Monat die gleichen Einnahmen. Er nennt seine Rente und ich meine Dividende. Aber wenn ich sterbe, dann hinterlasse ich ein gewachsenes Depot als Erbmasse. Das hat dann man ein Klon nicht mehr. Das hat er komplett der Versicherung gegeben. Und man kann sich sicher sein, dass die Versicherung sich bei dem Übergang einer aktienbasierten Riesterrente in die Auszahlphase noch einmal den Arsch vergolden lässt.

  25. Riester ist der letzte Schrott. Ausser man wird über 100 Jahre alt, dann macht man etwas Rendite. Wow. Super, Klasse..

    Man lockt die Anleger mit steuerlichen Vorteilen und Zuschüssen. Im Rentenalter musst du alles wieder versteuern und zwischendurch die Versicherungsgesellschaft durchfüttern. NEIN Danke.

    Aktien, ETFs, evtl. Immobilien. Was braucht man mehr. Und wenn du zwischenzeitlich verkaufen willst bzw. musst dann tust du das (auch wenn du weisst dass es nicht ideal ist) und keiner nervt dich und will dich umstimmen.

    Das Problem ist einfach auch dass viele Anleger keine Ahnung haben, sich gar nicht informieren wollen, und einfach dem gegenüber vertrauen, weil es doch vom Daddy der beste Freund ist, und er mich niemals übers Ohr hauen würde.

    Leute wacht auf. Jeder ist für sich selbst verantwortlich. Ich will im Rentenalter nicht jeden Cent umdrehen. Ich will Wein trinken gut essen und meine Kinder und Enkelkinder unterstützen.

    Aber bis dahin muss das Depot weiter wachsen 😉

     

    Gruß

    J.

  26. @snowroller @ all

    Altersarmut kann jeden treffen. Daher selber vorsorgen – auf den Staat und Versicherungen werde ich mich nicht verlassen. Die Mittelschicht wird immer kleiner und in der Folge auch die Renten. Nach Corona wird die Rentensituation garantiert nicht besser werden.

    https://youtu.be/49_7gnj9HuY

     

  27. Riester ist nichts was man einfach unkontrolliert durchlaufen lässt, das verstehen die Leute einfach nicht, selbst hier im Blog nicht. Riester ist ein System bei dem bestimmte Gruppen mit fast keinem Kapitaleinsatz viel herausbekommen können und andere Gruppen fast nichts. Und auch dies ändert sich je nach Lebensabschnitt. Pauschal zu sagen Riester ist generell Unsinn zeugt von Unkenntnis.

    Wer 2 Kinder hat und beispielsweise wenig Einkommen kann mit minimalsten Beträgen sowohl für sich die volle Fördersumme abstauben als auch für seine Kinder Bonusbeiträge bekommen. Wenn man überspitzt für 100€ Kapitaleinsatz 500€ Förderung bekommt….warum nicht?

    Riesterverträge die sich nicht mehr lohnen, oder aufgrund des Lebensabschnitts MOMENTAN nicht lohnen, legt man still.

    Natürlich bringen sie nicht die Performance eines Aktiensparplans, natürlich sind die Kosten höher und natürlich würde ich mir wünschen die Beitragsgarantie wäre optional abwählbar. Ist es aber nicht. Dennoch bleibt ein Produkt bei dem nicht Wenige mit wenig Aufwand viel Förderung bekommen. Der Durchschnittliche Arbeitnehmer mit Anfang 30, ohne Kinder gehört eben nicht dazu.

     

  28. @Daniel, überspitzt?

     

    Meine Frau wird 2022 60€ einzahlen (Sockelbeitrag) und darauf 775 € Zulagen kassieren.

    Die meisten verstehen Riester einfach nicht.

     

    Wir haben als „Gutverdienende“ nun einige Jahre voll eingezahlt (2.100 p.P. abzgl. Zulagen). In der Elternzeit werden wir das auf Sockelbeitrag runter fahren. Danach müssen wir neu kalkulieren, je nach Beschäftigungsgrad meiner Frau.

    Nebenbei rechnen es sich die Verbraucherzentralen für ihre Zwecke gerne auch schön. So werden Überschussanteile gerne mal untern Tisch gekehrt, Zulagen als „Einzahlungen“ deklariert und die Steuerbelastung im Alter unvermindert angenommen. Auch beliebt ist die Annahme, die Steuerrückerstattungen würden nicht vom Sparer angelegt sondern verpuffen unverzinst im Konsum.

    Ich kann mich noch gut dran erinnern, als die Verbraucherzentralen zur Kündigung von, aus heutiger Sicht, Hochzinsversicherungen rieten. Tja, Pech gehabt.

    Und ja. Ich arbeite als IT’ler in einer Versicherung. Unglaublich aber wahr: Ich hab trotzdem Ahnung davon.

  29. @Petra

    Das war nicht die Antwort auf meine Frage. Daher nochmal: (Ich kenne mich da nicht aus) wie stellen die USA, Schweden und Österreich Frauen mit sehr fragmentierten Erwerbsbiografien besser?

     

    @Jan

    Du sprichst viele richtige Dinge an. Riester kann sich für den einzelnen bzw. viele Einzelne wirklich lohnen. Aus Volkswirtschaftlicher Sicht aber in meinen Augen eine klare Fehlallokation der Fördergelder, da der Zweck schlicht nicht erreicht wird (altersarmut vermeiden). Die sogenannte Respektrente trifft hier punktgenauer, auch wenn es da auch Schwierigkeiten geben wird.

  30. Riester & Rürup: Die Gefahr besteht darin, dass der Gesetzgeber die Regelungen ändern kann (Reformen, Sparzwänge, Steueraspekte). Wäre nicht das erste mal. So wurde z.B. die einst sehr gute Betriebsrente im öffentlichen Dienst für öffentlich Angestellte nach einer Reform in 2001 massiv verschlechtert. Nichts anderes wird Riester blühen. Sieht man auch am Garantiezins der Lebensversicherer und Themen wie nachgelagerter Versteuerung.

    Ein langweiliger ETF-Sparplan ohne staatliche Unterstützung bleibt aus strategischen Gründen häufig eine bessere Wahl.

  31. Also lasst uns jetzt mal abschliessend festhalten. Für alle diejenigen, die Ahnung haben, lohnt es sich, für alle anderen eben nicht.

    Ist das nicht in jedem Lebensbereich so?

  32. @Slowroller Da stimme ich zu. Die GR in Deutschland beinhaltet eben auch viele Leistungen, welche in den oft benannten ‘besseren Alternativen’ US/ Schweden usw. nicht enthalten sind. Allerdings gehört zur Betrachtung auch, dass inzwischen ein großer Teil der Rentenzahlungen nicht durch Beiträge sondern durch Steuern finanziert werden. Ist ja auch kein Wunder, dass die beiträge nicht ausreichen wenn viele Fremdthemen wie Mütterrenten, Erziehungszeiten, Ostdeutschland, Arbeitslose usw. usw. in einen Topf mit der GR geworfen werden.Bei 401K / AP7  anstatt Riester fallen mir aber sehr wenige Gegenargumente ein.@Riester pro/contra

    Das wurde vor ein paar Wochen ja hier im Forum sehr umfangreich und sachlich gut beleuchtet. Anstatt jetzt wieder das gleich zu schreiben ‘aber ich habe …’  lieber da nochmal nachlesen. Da steht bereits alles.

    @Jan – Zulagen und Steuererleichterung

    Sind doch völlig irrelevant und nur der Köder. Das wird ja meist schon von den Vetragskosten (inkl. Kosten für die Auszahlungsphase!) komplett aufgezehrt.

    Am Ende zählt was dabei herauskommt. Also was zahle ich selber netto ein und welchen monatlichen Betrag erhalte ich netto bis zum Lebensende und existieren inflationsbereinigt bessere Alternativen für mich sowohl a) von der Sicherheit, b) vom Verwaltungsaufwand, c) von der Flexibilität und d) von der Rendite her? Für die meisten normalen Arbeitnehmer lautet die Antwort ganz einfach und deutlich ‘ ja’.

    @Daniel – legt man still + das verstehen die Leute einfach nicht

    Eine allgemine private Altersvorsorge die ‘die Leute einfach nicht verstehen‘.

    So ist es. Und da hört es auch schon auf. Das darf doch gar nicht erst sein.

     

    Kostet der beitragsfrei gestellte Riester laufende Gebühren?

    Ich kenne solche ruhenden Veträge mit 60€+ pro Jahr laufende Kosten teils noch zuzüglich Kontoführungsgebühren und natürlich bei Fonds die laufenden Fondskosten von 1-3% auf den Anlagebetrag

    Aber was die meisten Leute auch nicht verstehen ist folgendes: Riester ist kein Anlagevehikel für Rendite sondern lediglich ein komplexes und teures Versicherungsprodukt für eine nominal sichere, geringe, monatliche zusätzliche Renten-Auszahlung welche durch die Rentenreformen der GR an anderer Stelle reduziert wurde. Rendite ist für den Schöpfer von Riester kein relevantes Kriterium.

    Am Ende kommt bei den allermeisten normalen Arbeitnehmerfamilien trotz optimaler Strategie eben nur bei Erreichung eines hohen Lebensalters 90J+ eine positive Rendite dabei heraus. Als Downside dazu keine frühere Verfügbarkeit des Guthabens (bis 30% oder vor 60J alt/62J Heute)), reduzierte Vererbbarkeit, reduzierte Waisen- / Witwenversorgung, kein Inflationsschutz der nominalen Beträge, 30J plus der ganze Papierkram und Fördergelderbeantragung, laufende Kosten und als Alternative zB ein einfacher ETF-Sparplan oder die selbst genutzte Immobilie. Aber es gibt natürlich viele Riesterformen wie Wohnriester und das alles endlich auch H4 sicher.

     

     

     

     

  33. @Ralf

    Du bringst es auf den Punkt. Wartet mal ab was der Gesetzgeber sich noch ausdenken wird.

    Stur und stetig in Aktien/ETFs investieren. So wie Tim es vormacht.

    Schönen Tag noch.

    Gruß

    J.

  34. An Alle insbesondere auch Claus wenn er mitliest.

    Was haltet ihr von Daimler und der Abspaltung der LKW und Bussparte?

     

  35. Ob 1 “krankes” Unternehmen oder 2 “kranke” macht jetzt nicht so den Unterschied.

    Die Investmentwelt ist so toll, wieso mit Daimler beschäftigen?

    -M

  36. @-M

    Bin bei Daimler 2019 bei 45€ eingestiegen weil für mich Daimler bei 45€ klar unterbewertet war. Bin gespannt wies weitergeht.

  37. @ Nico Meier

     

    Abspaltung hin oder her: Daimler als Langfristanlage, nein danke! Ein Blick auf den Langfristchart reicht mir da, weitere “Analysen” sinnlos.

     

    Für Trades mag die Aktie geeignet sein und Storys werden gerne gekauft, besonders in Euphoriephasen. Aber wie immer bei Trades: Man muss 2 x richtig liegen, denn nicht nur der Einstieg sondern auch der Verkauf sollte VOR DEM KAUF bereits festgelegt sein. Ansonsten wird man Geld verbrennen.

     

    Das ist auch das Problem vieler Zocker-Aktien-Anleger”, wie z.B. bei Game Stop: Sie kaufen zwar und erfreuen sich kurzfristig an “Papiergewinnen”. Da sie sich aber keinerlei Gedanken über den VERKAUF gemacht haben und auch kein Risiko- und Moneymanagement haben (viele werden hiervon noch nie etwas gehört haben…), gehören sie bald zu den Verlierern. Nur wenige profitieren.

     

    LG

  38. @Nico: Ist mir als langfristige Anlage zu zyklisch und bedarf daher mehr Beobachtung. Daher nicht im Depot. Bei Autowerten fände ich übrigens vom langfristigen Chartverlauf her Ferrari interessant.

  39. Ja Nico

    Wir wissen das du die unterbewertet gekauft hast. Halte die mal 15 Jahre. Wenn es so läuft wie die letzten 15, dann stehen die wieder bei 40 oder auch bei 50 oder 30….Die gehen aber auf lange Sicht nicht von “links unten” nach “rechts oben” wie Mastercard.

    Wie Claus es schreibt: maximal trading und man muss auch den Verkauf richtig timen. Ein Dilemma, da die Zeit gegen das Unternehmen ist.

    -M

  40. Abspaltung hin oder her: Daimler als Langfristanlage, nein danke! 

    @Claus

    Absolut einverstanden ich hab Daimler nie gekauft um sie ewig zu halten. Solche Zykliker sind für mich kurzzeitig interessant um Kursgewinne zu generieren. Aber klar muss man den Zeitpubkt für den Ausstieg weise wählen.

    Realisierte Kursgewinne sind insbersondere reizvoll wenn sie steuerfrei sind. 😉

  41. @Daimler:

    Daimler ist ein guter und wichtiger Kunde unseres Unternehmens, baut ganz nette Autos und ist als Invest alles andere als sexy, wie @Claus bereits ausführte.

     

  42. @DanielKA – won´t sell any AMC shares until we have won.
    Ich habe das noch immer nicht verstanden. Mit dem böse Wallstreet schlagen.
    Wie lange müssen denn die Kurse hochgehalten werden damit die Shorties teuer kaufen müssen damit sie die Bestände glatt stellen können?

    Steigen denn nicht jetzt zu den extrem viel höheren Kursen viel mehr Shortseller ein, die dann später einen noch immens viel größeren Gewinn erhalten können? Die Fundamentaldaten / Kursaussichten dieser Unternehmen sind ja langfristig eher mau.

  43. moin 42

    shortseller könnten jetzt einsteigen, aber diese müssten sich die Aktien ja von ihren Besitzern “leihen”. Momentan liegen die Zinsen bei. ca. 50%. Schwer mit so einer hohen Zinslast auf short-Seite einen vernünftigen Gewinn zu erwirtschaften.

    Ich denke, dass wird sich bald wieder einpendeln.

  44. @Stefan
    Danke. Wenn ein ETF / aktiver Fonds diese Aktie hält und (sagen wie mal zB Blackrock hält theoretisch 6,5% der GME Aktien) und verleiht diese, bekommt er dann auch die genannten 50% Zinsen oder woran bemisst sich der Zinssatz / Laufzeit? Sind das individuall anbietbare Konditionen / Laufzeiten oder gibt es feste Verfallstage und Zinssätze? Wir sprechen ja von großen Wallstreet Shortseller Hedgefonds und nicht Privatleuten die eigenen Bestand veroptionieren.

  45. @ 42sucht21: Klassischer David VS Goliat, die Öffentlichkeit liebt den underdog, bei gamestop (mit shortquoten > 100 % Aktienbestand) war es schon genial, ich glaube auch nicht, dass es ein weiteres Mal so einfach gelingen wird.

    Die einzelnen Titel sind zu unterschiedlich und das Pulver wird nicht mehr für konzentrierte Aktionen verwendet.

  46. Momentan will ja gefühlt jeder die finanzielle Unabhängigkeit erreichen. Viele wollen das mit Immobilien erreichen. Was meint ihr dazu? Mit 10% Eigenkapitalanteil Immobilien zu sehr geringen Kosten finanzieren. Einfach viele Wohnungen kaufen? Vorteil der ständige Cashflow. Ich kenne jemanden der mit Mitte 30schon 10 Wohnungen in einer 300000 Einwohnerstadt gekauft hat alles stark gehebelt.

  47. @Daimler und Auto: Unser alter Karren macht langsam aber sich die Krätsche und wir müssen uns allmählich nach Ersatz umschauen. Da wir sonst überwiegend per S-Bahn fahren sind die Ansprüche wegen guter Infrastruktur nicht so hoch. Ganz ohne Karren geht es aber wegen diverser Termine und Erledigungen außerhalb guter ÖPNV-Struktur dann eben doch nicht.

    Tipps? Welche Marken und Modelle sind für preisbewusste Fahrer zu empfehlen?

  48. Bei Aktien fehlt eben der Fremdkapitalhebel. Und das Bruttovermögen für die Bonität weiterer Zukäufe.

  49. #Wallstreetbets

    Interessant wie schnell so ein Hype durchläuft. Ich kenne Leute mit solidem Depot, die aufgrund der Aufregung und Schlagzeilen um Gamestop & Co. ihre Depot glattgestellt haben mit entsprechenden Gebühren und Steuern.
    Sie befürchteten tatsächlich den Börsenkollaps, weil diese Sache der Tropfen (Schwarze Schwan) sein könnte, der das Faß zum Überlaufen bringt.

    Alle warten auf den Crash, auch Tims Posts stimmen in letzter Zeit immer mehr darauf ein. Ob er dann kommt, wenn so viele fest davon ausgehen, wird man sehen. Ich denke nicht. Wenn vom Virus keine wirkliche Katastrophe herkommt und das Impfen wirkt – so scheint es derzeit – werden sich die dunklen Wolken verziehen und ein Postcorona-Boom wird entstehen, den die Börse ja schon antizipiert hat.

  50. Sammy: Immobilien sind vielerorts zu teuer. Da muss man sich schon gut auskennen. Und die Rechtsprechung und Politik in D zu mieterfreundlich. Ich hätte da Bedenken, daher haben wir auch nur eine Studentenbude als kleine konservative Anlage.

  51. @DanielKA

    Richtig erkannt. Das war auch der Grund wieso ich in AMC reingegangen bin und nicht in GameStop.
    Auch wenn der sogenannte “Short Squeeze” bei AMC nicht klappt, sehe ich einen TurnAround Kandidaten. Ich weiß nicht wie es euch geht aber ich möchte wieder ins Kino! So wird es vielen Menschen gehen. Dann landen halt die Aktien in den “Kurzfristig-Mittelfristig” Depot/Ordner und gut ist. Aber ich hoffe, dass es zum “Short Squeeze” kommt. 🙂

     

  52. @sammy …fehlt der Fremdkapitalanteil…
    weswegen Immobilien und Unternehmensbeteiligungen gar nicht so schlecht sind.

    Bei den ETF-Bürschis auf YouTube immer so ein Satz “…die steuerliche Betrachtung lassen wir mal weg…” oder es wird gar nicht erwähnt und dann mit hinfrisierten Werten belegt, dass Aktien Immobilien schlagen, und zwar immer. Aha, so kann man die Statistik auch hindrehen während man nicht müde wird auf “unvorhergesehene Reparaturen” hinzuweisen. Vollkommen inkompetent, keiner von denen hat eine Immobilie oder hat andere Gründe die Zuschauer in strukturierte Produkte zu treiben ? Ich vergaß : sie sind meist auch gegen Gold, da gibt es keine Vertriebs- und keine Bestandsprovision…

  53. @Thorsten

    Es geht schlicht um die Ausweisung neuer Baugebiete, hier soll es im Stadtgebiet (und auch da derzeit nur im Grün regierten HH Nord) keine neuen Einfamienhausgebiete (in neuen B-Plänen) geben. Dein geerbtes Bestandsgrundstück darfst du weiterhin bebauen und auch eine Baulücke kannst du kaufen und bebauten.

  54. Riester & Rürup: Die Gefahr besteht darin, dass der Gesetzgeber die Regelungen ändern kann (Reformen, Sparzwänge, Steueraspekte). Wäre nicht das erste mal. So wurde z.B. die einst sehr gute Betriebsrente im öffentlichen Dienst für öffentlich Angestellte nach einer Reform in 2001 massiv verschlechtert. Nichts anderes wird Riester blühen. Sieht man auch am Garantiezins der Lebensversicherer und Themen wie nachgelagerter Versteuerung.

    Ein langweiliger ETF-Sparplan ohne staatliche Unterstützung bleibt aus strategischen Gründen häufig eine bessere Wahl.

    Das ist sicherlich richtig, aber Deine Argumentation stimmt leider nicht. Denn du bemängelst, dass der Staat jederzeit in Riester eingreifen kann und damit eine Kalkulation die früher aufging vielleicht nicht mehr rentabel ist. Ich stelle mal die Gegenfrage…was hindert den Staat daran dein mühsam erspartes Aktienportfolio nicht mehr mit 25% Kapitalertragssteuer zu versteuern sondern mit deinem persönlichen Satz. Oder weil die Linken “leistungsloses Einkommen” so hassen, wird ab sofort auf Dividenden eine Reichensteuer von 60% beschlossen. Schon beim Soli der ja auf Dividenden weitergezahlt wird siehst du, dass der Staat schalten und walten kann wie er will. Egal bei welchem Anlageprodukt.

     

    Also lasst uns jetzt mal abschliessend festhalten. Für alle diejenigen, die Ahnung haben, lohnt es sich, für alle anderen eben nicht.

    Ist das nicht in jedem Lebensbereich so?

    Nein, das kann man eigentlich nicht so sagen. Es gibt Konstellationen (Single, mittleres Einkommen) bei denen sich Riester von Anfang an nie gelohnt hat und es gibt Menschen (alleinerziehende Mutter mit jahrzentelangem Halbtagsjob) bei denen sich Riester über einen sehr langen Zeitraum gelohnt hat oder lohnt. Es setzt einfach voraus dass man sich mit der Materie beschäftigt. Wer das nicht tut, darf sich halt nicht beklagen.

     

     

    @Daniel – legt man still + das verstehen die Leute einfach nicht

    Eine allgemine private Altersvorsorge die ‘die Leute einfach nicht verstehen‘.

    So ist es. Und da hört es auch schon auf. Das darf doch gar nicht erst sein.

    Ich bin da ganz bei Dir, es ändert aber nichts an meiner ursprünglichen Aussage, dass es für viele Anleger eben doch lohnt. Und das Bashing mag für das gesamte Produkt zwar angebracht sein, für einige ist es dennoch lohnenswert sich in Riester einzulesen und es abzuschließen. Man darf eben nur nicht der Illusion unterliegen, dass Riester der heilige Gral zum Vermögenserhalt, geschweige denn Aufbau, im Alter ist.

     

    @Ralf

    Du bringst es auf den Punkt. Wartet mal ab was der Gesetzgeber sich noch ausdenken wird.

    Stur und stetig in Aktien/ETFs investieren. So wie Tim es vormacht.

    Schönen Tag noch.

    Gruß

    J.

    Und wie weiter oben beschrieben hält den Staat auch nichts davon ab sich an deinen Aktien/ETF Sparplänen zu bedienen. Jeder der 25-30 Jahre an der Börse gewesen ist kann dir sicherlich eine mehrere Seiten lange Liste von DIngen auflisten die sich seit 1980-1990 an der Börse und für Anleger geändert hat. Der Staat verändert laufend die Spielregeln.

     

     

    Tipps? Welche Marken und Modelle sind für preisbewusste Fahrer zu empfehlen?

    Fahrleistung, Platzbedarf, Budget?

  55. https://assets.wallstreet-online.de/_media/17661/board/20210203172233-screenshot-2021-02-03-172013.jpg

    https://ibb.co/wgKzPG0

    Haben wir hier einen Experten der mir das erklären kann? 🙂 AMC und Gamestop haben die gleichen Ausschläge. In den Communities wird geschrieben (was für mich logisch klingt) dass die HedgeFonds Algorithmen benutzen. Computer handeln in Millisekunden. Das war mir zwar bekannt. Was mir aber nicht bekannt war ist, die Manipulieren den Markt. Die Kaufen und verkaufen in Millisekunden. Somit werden die Kurse runtergeprügelt. Der Otto-Normal-Bürger kriegt Angst und verkauft seine Anteile. Es wird mit der Angst gespielt um Profit zu machen. Wie schon erwähnt, bin kein Experte. Gerne lerne ich dazu, falls jemand mehr weiß.

    Was mir zusätzlich aufgefallen ist. In Foren wie Wallstreetbets und Wallstreet-online sind Bots oder bezahlte Schreiber unterwegs. Die versuchen schlechte Stimmung zu machen.

    Und noch etwas. Über die Medien hat man versucht die Leute auf Silber zu lenken.

    Hoffentlich kommt mal ein Film darüber 🙂

     

  56. Ach Thorsti,

    war ja klar dass dich das Thema Immobilien wieder antriggert. Auf deine unqualifizierte Meinung kann ich jedoch verzichten.

    Übrigens die ETF Burschis haben auch einen Steuervorteil von 30% was ich gar nicht schlecht finde 😉

  57. Ganz einfach:
    Was Du nicht verkaufen kannst, gehört Dir nicht.

    Das gilt für alle Rentenversicherungsformen.

    Nur um noch mal auf Tims Beitrag zu kommen.

  58. @follower oh, ich habe noch so stillgelegte LV mit Abfindung, gehört der Versicherung und ich habe Anrecht auf Gummipunkte. Ernst wird es ( für die LV),  wenn ich die Kapitalabfindung bei Fälligkeit einfordert anstatt monatl. Leistung.

    @sammy du musst es ja nicht lesen, aber dass du etwas nicht lesen willst musst du nicht unbedingt kommentieren, weil das dauernde Meckern dieses Forum zuspammt.

  59. @Daniel: Das ist richtig. Aktien und ETF bieten aber u.a. immer noch mehr Flexibilität und Transparenz zum Beispiel bzgl. Haltedauer/Einstieg/Ausstieg. Für mich ein deutlicher Vorteil gegenüber den staatlichen Produkten.

  60. Nochmal zu meiner Frage. Macht es mehr Sinn 10 Wohnungen mit jeweils 10K Eigenkapital zu finanzieren als Aktien ohne diesen Hebel zu kaufen? In guter Lage.

  61. @sammy

    Als ich das mal geschrieben habe hast Du gelacht 😉 Ob es Sinn macht kommt auf das Objekt, Lage, insbesondere aber auch den Preis und persönliche Bonität an.

    Ich würde das beispielsweise nie privat machen, fällt der Wert dieser Immobilien um 10% ist man sein Eigenkapital los, es ist also ein relativ hohes Risiko (wenn man sonst keine Assets hat). Ich kenne Fälle die mit noch deutlich weniger EK dies praktizieren, entsprechend höher das Risiko, also immer nur über juristische Konstrukte. Es ist eine Risikoabwägung, ich kenne auch ein paar Leute die damit viel Geld gemacht haben die letzten 20 Jahre, aber in der Regel haben sie dies über eine AG oder GmbH laufen lassen. Aber Immobilien sind ein lokales Geschäft und daher würde ich da eher einen Profi fragen der sich vor Ort auskennt denn sonst ist die Gefahr hoch dass man über den Tisch gezogen wird wenn man sich nicht auskennt und v.a. auch keine Beziehungen zu guten und preiswerten Objekten hat (jene die ausgeschrieben sind, sind in der Regel uninteressant).

    Das beste Geschäft haben wohl Generalunternehmer / Entwickler gemacht, die alte Liegenschaften oder Land gekauft haben und günstig entwickelt/gebaut haben (dazu noch günstige Handwerker aus dem Ausland beigezogen) und dann teuer verkauft oder vermietet. Die Zeit der Superschnäppchen ist aber wohl vorbei, es ist also riskanter als noch vor 10 oder 20 Jahren.

    Aber der Leverage-Effekt hat man natürlich was bei Aktien schwieriger ist resp. die Konditionen schlechter, und natürlich das Risiko entsprechend höher (als bei Immobilien), volatiler und kein Erbarmen der Bank.

  62. @Daniel
    Da kann man eigentlich nichts mehr hinzufügen.
    Eine eierlegende Wollmilchsau gibt es nirgendwo. Weder bei Aktien noch bei Versicherungen. Man versucht sich überall die Rosinen heraus zu picken.

    Wenn man zu denen gehört, die bei Riester mit den ganzen Zulagen und Steuervorteilen mehr bekommt, als man selbst einzahlt, dann sagt doch schon die simple Mathematik, dass man es machen sollte. Natürlich ist es wie mit allem: Es sollte nur eine weitere Beimischung neben Aktien, ETFs, etc. sein.

    Das ist doch wie beim Depot. Broker A bietet kostenlose Sparpläne, bei Broker B kann man günstig Aktien handeln und bei Broker C kann man direkt Bitcoins kaufen. Einige haben für jede Sache einen anderen Broker um alle Vorteile mitzunehmen. Und das findet auch bei Geld statt. Man nimmt alles an Vorteilen mit was man bekommen kann.

  63. @sammy ich poste Meinungen , Links. Du ver*rscht uns dagegen mit sinnlosen Postings ohne jeden Content. Ich behaupte : Du hast keine Aktien, du hast keine Immos. Das gilt so lange bis du das entkräftet und hier schreibst ” ich HABE Wertpapier xy”.

    @All Yellen flutet die Märkte mit frischem Geld. Dollar steigt, S&P500 auch, in Summe heute 1% Zuwachs- auf dem Papier

  64. @Thorsti

    Du darfst glauben was du willst 😉 bin mit meiner (Gesamt)Rendite mehr als zufrieden ganz ohne Arbeit und ohne Stress voll automatisiert.

    @Immo

    Ich kenne halt jemanden der das macht, mich interessiert nur, ob er schneller reich wird als ich. Die Wohnungen liegen in einer guten zentralen Lage (300.000 Einwohner Stadt in BaWü) mit ansehnlicher Wertsteigerung.
    Er geht meiner Meinung nach allerdings ein großes Risiko ein.

  65. @Berliner Weltenbummler – Riester & simple Mathematik
    Na ja, ich glaube nicht, dass Sie ausrechnen können was  der Vertrag gekostet hat über die Gesamtlaufzeit inkl. der Kosten in der Auszahlphase oder gar was für Sie alternativ besser gewesen wäre.

    Auch ist die Fage ob das oben genannte Paradebeispiel (alleinerziehend, 3 Kinder, halbtags arbeitend über Jahrzehnte) in der Realität wirklich so einfach stimmt. In dieser Konstellation müssen nämlich für den Eigenbetrag große Opfer monatlich gebracht werden von der Familie, die evtl. besser verlebt werden sollten, um dann in 30 Jahren kaufkraftbereinigt in etwa die gleiche RiesterRentenzahlung monatlich zu erhalten. na toll. So ein no-brainer wie dargestellt ist das durchaus nicht.

  66. @Daniel.

    Ja das Stimmt schon. Der Staat schaut halt auch wo er die meiste Rendite holen kann. Und das ist der kleine Mann der 40 h die Woche arbeitet. Allerdings find ich den eigenen Aktien/ETF-Sparplan besser, weil ich die Zügel selbst in der Hand halte. Wenn ich also will dann schichte ich um. Evtl. in eine Immobilie oder oder oder.

    Direktversicherungen sind auch so eine Sache, wo dann die Rentner einfach nur enttäuscht wurden. Deswegen macht eure Altervorsorge selbst. Vertraut da keinem “Berater”. Dann kann fast nichts mehr passieren.

     

    @sammy DeLuxe

    Mich stören manchmal deine beleidigende Aussagen. Aber so bist du wohl 😉

    zum Thema Immobilien. Ich empfehle dir hier die Jungs von Immocation. Und ja mein Nachbar hat mit Mitte 30 sogar 15-16 Wohnungen. Alte “Bruchbaden” günstig erworben, die er sehr gut renoviert hat. Er ist Handwerker und kennt sich aus. Er könnte jetzt schon seinen Job an den Nagel hängen. Aber so begabt sind die wenigsten, und keiner will so ein Risiko mit einer alten Bude und mit hohem Aufwand auf sich nehmen.

    Hab kürzlich auch eine Immobilie (ETW-Neubau auf dem Land) mit 110 % erworben die ich dann vermieten werden. Rendite so um die 5 – 5,5%. Lt meinem Banker alles kein Problem, weil ich Ihm einen Plan vorgelegt habe, was ich damit alles vor habe und dass ich jeden Monat im Plus bin. Wichtig ist hier nur dass man schon monatlich etwas Cash-Flow generieren kann, sonst wird es schwierig.

     Gruß
    J.

     

     

  67. Riester: ich habe 2011 einen Riester-Banksparplan abgeschlossen, der hat keine laufende Kosten, zusammen mit den Zulagen (2 Kinder) und einem gestaffelten Bonuszins bis 6% (Schlussbonus dann nochmal 10%, glaube ich) rechnet er sich für mich und ist der sichere/risikoarme und vor H4 geschützte Teil meines Portfolios (der das Langlebigkeitsrisiko abdeckt), neben ETFs/Aktien und einer selbstgenutzten Immobilie.

    Ich werde dort noch solange einzahlen, wie ich die Kinderzulagen bekomme, dann wohl stilllegen und den Beitrag lieber in ETFs stecken.

    Manchmal überlege ich schon, ob ich ihn nicht lieber auflöse, aber dann sehe ich, dass ich gerade jetzt in die interessante Bonus-Zinsstaffel komme, die deutlich über den aktuellen Tagesgeldzinsen liegt und denk mir halt, ach, soo schlecht ist das nicht. Mehr als die 4% vom Brutto (abzgl. Zulagen) zahle ich aber nicht ein.

    Es gibt also Konstellationen, wo Riester Sinn macht, meiner Meinung nach.
    VG Polli

  68. @immocation

    Nicht dein ernst? Diese Hampelmänner schau ich mir ganz sicher nicht an. Da gibt’s besseres, generell mag ich es nicht wenn mir jemand zeigen möchte wie man es macht aber selbst nichts erreicht hat.

    @110%

    Ohjemine da darf aber überhaupt nichts schief gehen. Bete dass der nächste Crash noch lange auf sich warten lässt.

  69. @sammy

    wieso haben die es nicht selbst erreicht? Kennst du sie persönlich?

    Hab alles im Griff. Der Crash kann kommen 😉

     @Polli
    Kann schon allein mit dem Namen RIESTER nichts anfangen 😉
    Aber viel Erfolg mit deiner Strategie.

  70. Wenn Tim keine Einwände hat: Habt ihr an einem kleinen und anonymen Gewinnspiel Interesse? Ich nehme meinen heutigen Geburtstag zum Anlass, um mich mal für Tims tolle Arbeit sowie die gute Gemeinschaft zu bedanken.

    Die nächsten 10 Beitragsschreiber (jeder Name wird nur 1-mal gezählt) erhalten je einen Amazon-Gutscheincode in Höhe von 10 Euro, wenn sie mir anschließend ihren Blognamen an meine_werbungen@posteo.de schicken. Gern eine anonymisierte Adresse verwenden. Feuer frei!? 😉

  71. Seit Jahresbeginn +7,10% Depotanstieg, bin mal gespannt ob das im Laufe des Jahres so weiter geht 😀

  72. @sammy

    Ja Kurse verkaufen..sowas gefällt mir auch nicht.. (wir machen das weil wir euren Erfolg wollen bla bla bla). Finanzfluss macht das auch, obwohl sie sowas gar nicht nötig haben.

    Gute Rendite. Ich wünsche dir viel Erfolg, aber nicht dass du einen Höhenflug bekommst;)

    Was hälst du von Paradox Interactive? Hab die seit ein paar Monaten im Depot. Ist was für die Zukunft 😉

     

    @mark85

    Alles gute zu deinem 36 Geburtstag;)

    Und was hat es mit deinem Gewinnspiel auf sich?

    Gruß J.

  73. Gute Rendite. Ich wünsche dir viel Erfolg, aber nicht dass du einen Höhenflug bekommst;)

    Danke aber den Höhenflug haben eher die Börsen. Schon krass wie das momentan steigt.

    Was hälst du von Paradox Interactive?

    Dazu kann ich nichts sagen da ich Indexing betreibe. Einzelwerte interessieren mich nicht.

  74. Achso ist das. Habe den Gaming ETF A2PLDF.

    Wieso hast du kein Bock auf Einzeltitel? Kaufen und laufen lassen

  75. @sammy
    Bei meiner einen Wohnung zahlt der Mieter 6% von  dem aufgenommenen Fremdkapital Miete. 1,3 % geht davon an die Bank für Zinsen, ein Teil für nicht auf den Mieter umlegbare Kosten und 3% in die Tilgung. Ein bisschen was bleibt dann noch übrig für Instandhaltung. Ich bin der Meinung ein gutes Geschäft zu machen. Wertsteigerungen jetzt mal außen vor gelassen.

    Gerade bin ich bei der nächsten Wohnung am Abschluss. Wo die Miete wieder 100 € meinen Zins + Tilgung übersteigt. Vielleicht kann ich sie in 5 Jahren nochmal für 1-2€ den m2 teurer vermieten und spätestens dann ist es ein super Geschäft.

    Allerdings hat man als Vermieter auch immer mit Menschen zu tun und muss schauen dass man einen gutes Händchen hierfür hat. Letzte Woche war ich in meiner alten Wohnung wegen Schimmel und musste den Mieter erklären, dass 70% Luftfeuchtigkeit eher auf zu wenig Lüften hindeutet. Ich hatte aber auch gleich schon einen Sachverständigen für Schimmel dabei, weil ich mir selbst nicht ganz sicher war und andere Ursachen ausschließen wollte.

    Wenn man sich entscheidet in Immobilien zu investieren, dann sollte man nicht nur Wohnungen besitzen wollen, sondern auch bereit dazu sein  Vermiter zu sein.

  76. @42sucht21

    Riester an sich ist definitiv keine simple Mathematik. Da hast du recht. Mir ging es dabei aber um ein Beispiel, wenn man zum Beispiel 60€ pro Jahr einzahlt und damit schon die Mindestzulage von 185€ bekommt. Somit wäre das eine Performance von 300% pro Jahr. Dabei muss man dann nicht überlegen. Denn das schafft keine Aktie. Mal von weiteren Zulagen für Kinder und die teilweise Erstattung bei der Steuererklärung ganz zu schweigen.

  77. Minimum 3x Stoßlüften am Tag und nicht 24h das Fenster kippen.. Aber erklär das mal dem Mieter. Im Neubau empfehle ich nur mit einer Lüftungsanlage. Dezentral (günstig und für eine Mietwohnung völlig austeichend)

  78. @ Berliner

    ok. Wer zahlt nur 60€/Jahr ein. Völlig unrealistisch. Die Förderung hört sich erstmal gut an. Aber wenn du dann in Rente gehst dann kommt das Böse Erwachen..(Steuern) Es kommt null auf null raus.

    Die meisten die eine Riester abgeschlossen haben, haben diese auch wieder gekündigt.. seien wir mal ehrlich das Produkt taugt keinen Schuss Pulver;)

     

  79. Was mich bei Immobilien stört sind alleine schon die hohen Kaufnebenkosten. Da kann ich lang vermieten bis ich die wieder drinnen habe. Zudem deutet die demografische Entwicklung eher auf sinkende Immobilienpreise in der Zukunft hin. Mieter machen viel Arbeit und auslagern kostet weitere Rendite.

  80. An Johannes: Geburtstagslaune. Wenn nicht, dann habe ich halt ,,Pech” gehabt, weil sie bereits gekauft sind. 😉

  81. Ich finde eine Immobilie macht mehr Arbeit wie ein simpler ETF.
     

    Hey Mark ich kann dir nicht folgen 😉

  82. @ Sammy

    Interessieren Dich die Immobilienfragen überhaupt? Oder geht es um den Vergleich mit einem Freund?

    Erst einmal fängt man bei Immobilien mit einer Einheit an. Das Aktiendepot ist Dir vermutlich auch nicht von einem Tag auf den anderen übertragen worden.

    Zu Deinem Freund: Er hat 10 Immos in Baden Württemberg in guter Lage in einer oder mehreren Städten mit ca. 300k Einwohnern. Falls es sich nicht ausschließlich um kleine Studentenappartments handelt würde ich hier mindestens von einem Preis von 200k/Einheit ausgehen. Bei 10 Einheiten macht das 2M. Du kennst die Objekte besser und kannst vermutlich auch den Preis halbwegs einschätzen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Banken so verzweifelt sind Jemanden 10 Einheiten zu 90-100% zu finanzieren. Die Kaufnebenkosten um 10% musste er auch aufbringen. Das wäre ein hohes Risiko bei einer Anstellung als einzige Sicherheit neben dem fast zu 100% beliehenem Objekt. Folglich hat Dein Freund vermutlich entsprechend getilgt wenn er weitere Einheiten erworben hat.

    Eine nette Eigenschaft von Immobilien gebe ich Dir gerne zu dem Beispiel. Bei 2M in Summe an Kaufpreisen gibt es um 40k€ Afa. Der Bodenwert muss davon lediglich abgezogen werden. Dein Freund darf auf diese Weise um 3k Brutto wie Netto im Monat einnehmen. Finde ich nicht so verkehrt…

    Dazu kommt noch die günstigere Refinanzierung durch die sinkenden Zinsen. Dein Freund hat bei Refinanzierungen nach 5 oder 10 Jahren Haltedauer vermutlich die Zinslast auf ein Drittel absenken können. Nehmen wir 3% Zinsen an, so muss er ohne Berücksichtigung der Tilgung bei 2M alleine 4ok an Zinsen weniger im Jahr zahlen. Ein Drittel klingt sehr hoch, aber das kann ich selbst auch erwarten. Da freue ich mich schon drauf.

    Bei dem geschlachteten Konstrukt ist er allerdings ein hohes Risiko eingegangen. Das die Immobilienpreise sich in den letzten Jahren so gut entwickelt haben ist heute allgemein bekannt.

    Die spannendere Frage ist natürlich, ob es heute ebenfalls möglich istmit Immobilien so ein Vermögen in der Zeit aufbauen zu können. Bei 3-4% Rendite auf den Kaufpreis ohne Kaufnebenkosten bezogen, gehe ich davon aus, dass man mit einer Immo und Kredithebel eine Überrendite zum Aktienmarkt erzielt. Vorausgesetzt der Zustand der Immobilie ist bei dem Preis in Ordnung. Diese Immo wirst Du allerdings kaum in Baden Württemberg in guter Lage bei 300k Einwohnern finden. Bei weniger als 2% Rendite kann man auch alternativ Gamestop gehebelt Long oder Short gehen. Bei einer Immobilie sollte möglichst nicht spekuliert sondern investiert werden. Dafür braucht man eine gute Rendite. So kann man schlechte Kursjahre einfach aussitzen. Ich gehe nicht davon aus, dass Zinsen nie wieder ordentlich steigen können. Bei stark steigenden Zinsen würde zeitgleich auch der Wert der Immobilie abnehmen. Das könnte bei 10 Einheiten auf Kante finanziert und einem gut bezahlten Angestellten Job schnell an die Existenz gehen.

     

  83. Ich finde eine Immobilie macht mehr Arbeit wie ein simpler ETF.

    Das ist in jedem Fall so, die Frage die mich umtreibt ist, ob man bei Immobilien durch den hohen Fremdkapitalanteil einen echten Vorteil beim Vermögensaufbau hat? Und schneller zum Ziel gelangt?

  84. An Johannes: Nur so eine Idee als eine Art Dankeschön. Ich bin seit 5 Jahren hier und der in dieser Zeit erhaltene Mehrwert war enorm. Mir fiel heute spontan das letzte Gewinnspiel ein. Da konnte man Finanzbücher gewinnen. Na gut, ich möchte mich nicht aufdrängen. 😀

  85. @sammy

    Der Leverage-Effekt ist ein wichtiger Begriff im Finanzwesen. Allerdings funktioniert das nicht so wie du das fragst – wenn man Dinge nicht gut macht, kann man auch hoch gehebelt deutlich schlechter (bis zum Konkurs) abschneiden als du mit deinen ETF. Auch hat Hebeln immer mehr Risiko – aber eben auch eine höhere Chance.

  86. @Sammy

    Probier es doch wirklich mal mit einer Aktie  aus. Und nach 10 Jahren bist du schlauer.

    Ein Problem ist auch, dass die Preise für Wohnungen sehr sehr teuer geworden sind. Ja aber die Zinsen sind doch sehr günstig. Schon klar. Aber dass die Baumaterialien 3-5% jedes Jahr mehr kosten interessiert hier niemanden?! Eine Wohnung mit einer vernünftigen Rendite zu finden ist nicht mehr so leicht. Wichtige Faktoren sind Lage, kann ich mit der Miete eine gute Rendite einfahren und brauchen die Leute überhaupt Wohnungen oder sind Wohnungen im Überfluss vorhanden?
    Manche riskieren es einfach. Holen sich gleich 10 Wohnungen auf einmal. Denken gar nicht drüber nach was alles schief gehen könnte (weil das Hirn gar nicht um die Ecke denken kann) und werden in kürzester Zeit wohlhabend.. wiederum andere die so agieren können die ganzen Kredite im schlimmsten Fall nicht mehr bedienen und gehen Bankrott. alles jetzt übertrieben gesagt.

     

    Alles ist möglich. Das ist wie bei Aktien je mehr Risiko desto mehr Chancen und Rendite.

     

  87. @ Johannes

    Chancen und Risiken sind nicht linear verteilt. Mein lieblings YouTube Video über Finanzen ist “10 secrets to achieve financial success” von Anton Kreil:

    https://youtu.be/4a51wQAOGR4

    Ab Minute 20 geht es los. Den Trader Background blendest Du am besten aus. Die Prinzipien sind sehr gut dargestellt.

    Manches habe ich anders gemacht, aber mich bewusst dazu entschieden. Leverage hat allerdings einen Preis. Es geht in jedem Fall gegen die persönliche Freiheit. Und damit verändern sich Chancen und Risiken für weitere Entscheidungen.

  88. Was glaubst ihr was passiert wenn man mit 90% Fremdkapital finanziert und die Immobilienpreise um 20% oder sogar 30% fallen? Der Beleihungswert deiner Immobilie aus Sicht der Bank sinkt und die Differenz kann man nachschiessen! Viel Spaß!

    Da ich die Auswirkungen des demografischen Wandels über die nächsten Jahrzehnte nicht einschätzen kann und die Preise momentan extrem übertrieben sind würde zum jetzigen Zeitpunkt ich nicht einen € in Immobilien stecken!

    Die Aktienpreise sind zwar momentan auch ziemlich hoch, aber da es absolut null sinnvolle Alternativen zum Aktienmarkt gibt werden wir mit Sicherheit noch viel höhere Kurse sehen.

  89. @ Johannes

    Kann leider meinen Beitrag nicht überarbeiten. Die Qualität des Videos ist wirklich sehr gut. Beispielsweise wird digitaler Minimalismus auf den Punkt gebracht. Cal Newport und Rolf Dobelli haben darüber gute Bücher im Jahr 2019 herausgebracht. Das Video in meinem Link ist bereits 5 Jahre alt. Im Grunde wurden viele Dinge bereits in der Antike hinterfragt, die weiterhin gelten.

  90. @Johannes:

    Das sind Menschen, die nicht über größeres Einkommen verfügen, um jeden Monat größere Summen beiseite legen können. Um nur mal kurz die Klischee-Schublade auf zu machen: Friseur oder Hartz4 Empfänger zum Beispiel.

    Diesen Menschen wird dadurch ermöglicht privat vorzusorgen mit mehr Zulagen, als selbst eingezahlt. Denn ein ETF Sparplan mit 60€ im Jahr wirft solche Rendite definitiv nicht ab. Und Steuern kommen am Ende bei beiden Produkten oben drauf.
    Dass das Produkt Riester ein riesiges Bürokratiemonster ist, weiß jeder. Doch wenn ich am Ende davon profitiere, nimmt man das doch mit. Ich würde es aber für mich nie zu dem Hauptinvestmentprodukt machen, da ich, und viele andere hier auch, mehr verdiene, als dass die Zulagen es dafür rechtfertigen. Doch mit 35% Cashback auf die Investitionssumme ist das einfach nur ein weiteres Standbein für die Altersvorsorge.

    Und die Behauptung, dass Null auf Null rauskommt, weißt du durchaus selber, dass soetwas nur Stammtischparolen sind. Denn das ist rein mathematisch, wirtschaftlich und finanziell null komma null Prozent richtig.

    ——–

    PS: ETFs machen definitiv weniger Arbeit, als Immobilien. Es sei denn man macht dies hauptberuflich und verdient damit sein täglich Brot.

  91. Da ich die Auswirkungen des demografischen Wandels über die nächsten Jahrzehnte nicht einschätzen kann und die Preise momentan extrem übertrieben sind würde zum jetzigen Zeitpunkt ich nicht einen € in Immobilien stecken!

    @Kriptofrankfurt

    Interessante Ansichten nur wer international die Preise in Metropolen vergleicht, wird schnell feststellen, dass die Immo-Preise in deutschen Metropolen vergleichsweise preiswert sind.

  92. @Daniel: Das ist richtig. Aktien und ETF bieten aber u.a. immer noch mehr Flexibilität und Transparenz zum Beispiel bzgl. Haltedauer/Einstieg/Ausstieg. Für mich ein deutlicher Vorteil gegenüber den staatlichen Produkten.

     

    Da stimme ich Dir zu, ein ETF / Aktiensparplan ist DERZEIT noch verhältnismäßig flexibel. Ich denke dass das auch wohl über lange Zeit so bleiben wird. Es sind für mich aber zwei unterschiedliche Anlageprodukte die man nicht direkt vergleichen kann oder vergleichen sollte.

     

    Wenn man zu denen gehört, die bei Riester mit den ganzen Zulagen und Steuervorteilen mehr bekommt, als man selbst einzahlt, dann sagt doch schon die simple Mathematik, dass man es machen sollte. Natürlich ist es wie mit allem: Es sollte nur eine weitere Beimischung neben Aktien, ETFs, etc. sein.

    richtig, ein Riestersparplan ist etwas, das man checken muss ob es einem einen Mehrwert bietet, abschließt und als zusätzliche Altersvorsorge mit einplant. Ich würde nen Teufel tun und sie als alleiniges Privat-Versorgungs-Standbein betrachten.

     

    @Daniel.

    Ja das Stimmt schon. Der Staat schaut halt auch wo er die meiste Rendite holen kann. Und das ist der kleine Mann der 40 h die Woche arbeitet. Allerdings find ich den eigenen Aktien/ETF-Sparplan besser, weil ich die Zügel selbst in der Hand halte. Wenn ich also will dann schichte ich um. Evtl. in eine Immobilie oder oder oder.

    Ich finde die Frage ist nicht ob man Riester ODER Aktien/ETF Sparplan macht sondern ob man Aktien/ETF bespart und zusätzlich einen Riester mit bespart wenn man besonders förderfähig ist.

  93. @Kiev / kripofrankfurt
    Gute Beiträge. Ich möchte noch zwei Punkte hinzufügen. Dies ist beides ganz anders als bei einem ETF/Depot.

    a) ‘Eigenleistung‘ ist ein extrem großer Hebel. Ich habe einige Immobilien um die ich mich selber kümmere und auch verwaltete Wohnungen. Bei den verwalteten Wohnungen kommt die Rendite eigentlich nur über Wertsteigerung/ Lage. Die über die Jahre höhere Miete wird durch immer höhere Reparatur- und Verwalterkosten eigentlich komplett glatt gstellt.

    b) ‘Commitment‘ Der Käufer bindet sich mindestens 11 Jahre (Haltedauer plus Kauf- und Verkaufphase) aber oft eben auch ein Leben lang an eine Immobilie und kann die eigene Immo entwickeln. Man bindet sich oft auch jahrelang an Mieter und muss/ darf mit Ihnen einen kleinen Teil des Lebenswegs gehen.

    Für mich ist der Kauf der typischen ETW mit Hausverwaltung nur zur Vermögenssicherung ohne Rendite/ mit Steuerabschreibung (der Arzt) oder eine reine Spekulation auf steigende Kaufpreise (der 25 jährige Internet-Konsument). Übrigens: die seit 2009 stattfindenden Wertsteigerungen kannte ich davor in diesem Maße nicht.

  94. An unseren Schweizer Nico die schweizer Antwort auf die Frage nach dem Grund:

    https://www.nzz.ch/meinung/deutschland-gibt-sich-der-planwirtschaft-hin-ld.1575410

    Deutschland lebt seit zwei Jahrzehnten von der Substanz.

    Ich glaube nicht, daran, dass wir solche Preise wie in den internationalen Metropolen sehen werden.

    Demographie, Gesellschaftsstruktur und fehlende Anreize die das Kapital anziehen könnten run ihr übriges.

    Und die Kaufkraft der heute 30 jährigen ist so viel niedriger als die ihrer Eltern, dass ihnen nichts bleibt als schicke überteuerte E-Fahrräder statt Autos zu kaufen.

     

    Grundsätzlich bin ich ein sehr optimistischer Mensch, aber im Punkt Immobilien will es sich mir nicht erschließen wie alle nur die letzten paar Jahre im Blick haben und das Pulverfass der deutschen Gesellschaft und Demographie ignorieren.

    Aber gut, jedem das seine.

    Deutschland vs Schweiz fühlt sich heutzutage wie Polen vs Deutschland vor 20 Jahren an. Vielleicht gibt das ja mal zu denken…

  95.  

    Da ich die Auswirkungen des demografischen Wandels über die nächsten Jahrzehnte nicht einschätzen kann und die Preise momentan extrem übertrieben sind würde zum jetzigen Zeitpunkt ich nicht einen € in Immobilien stecken!

    Das sehe ich auch grundsätzlich auch so. Was aber wohl ein Vorteil beim Immobilienmarkt ist, ist dass dieser nicht durchgehend effizient ist. Man kann also mit einem Netzwerk durchaus an Immobilien gelangen die deutlich unter dem Marktwert liegen.

  96. Die Person von der ich rede hat zudem einen sehr guten Draht/Netzwerk zu Banken. Ausserdem ist er Teilselbständig und hat beruflich mehrere Einkommensquellen. Im Bereich Immobilien hat er auch ein gutes Netzwerk.

  97. Sammy,

    Das ist im vielen bereichen so.

    Dein Kumpel weiß bei Immos Bescheid.

     

    Mein Vater und ich kennen uns mit Hifi aus und haben in den letzten Jahren 5stellig verdient mit Käufen und Verkäufen diverser Verstärker und Lautsprechern.

     

    Mein Kumpel ist Uhrenfanatiker und könnte so locker Geld verdienen….

     

    Der nächste kennt sich mit Autos super aus – einfaches Geldverdienen möglich.

     

    Wenn du irgendwo Expertise hast, auf geht’s.

     

    -M

  98. @ Sammy: So garantiert nicht mehr machbar, bei 300K an Einwohner bleiben ja nur Mannheim oder Karlsruhe übrig.

    Karlsruhe forget it, Mannheim vielleicht wenn man in die Assiviertel einsteigt, da möchte ich mich aber nicht direkt um die Mieter kümmern wollen…

  99. @ Gini: Das ist doch Quatsch der Vergleich Deutschland mit Polen. In Deutschland ist es einfach ausgewogener und es bilden sich mehrere Zentren, Dezentralität hat definitiv Vorteile, wir haben deutlich mehr attraktive Ballungszentren über das gesamte Land verteilt.

    Was kommt denn in Frankreich nach Paris ….. ewig nichts, oder in Spanien nach Madrid und Barcelona?

     @ -M: ja, da muss sich eher irgendein ein Clan durchsetzen, sind wahrscheinlich die besseren Vermieter 😉

  100. “Karlsruhe forget it, Mannheim vielleicht wenn man in die Assiviertel einsteigt, da möchte ich mich aber nicht direkt um die Mieter kümmern wollen…”

    Zustimmung. Ein unterschätzer Punkt.

    @Immobilien: Ich hatte jüngst im Rahmen meiner Gutachtertätigkeit gleich zwei Fälle, in welchen die Banken den Kaufpreis nicht akzeptiert haben und die Beleihungsgrenze runtergeschraubt wurde. Zu Ungunsten der Käufer die dann massiv Probleme hatten Kapital beizubringen. Ich sehe hier auch im Rahmen der Wertermittlung zunehmend Probleme zwischen gefordertem Kaufpreis und Marktwert. Einige Banken können die geforderten Preise nicht mehr nachvollziehen. Gibt einige Risiken. Trotzdem sind Immobilien grundsätzlich interessant, aber nicht für jeden. Vielerorts zu teuer, außer in strukturschwachen Regionen und einschlägigen Stadtvierteln.

  101. @Immobilien: Ich hatte jüngst im Rahmen meiner Gutachtertätigkeit gleich zwei Fälle, in welchen die Banken den Kaufpreis nicht akzeptiert haben und die Beleihungsgrenze runtergeschraubt wurde. Zu Ungunsten der Käufer die dann massiv Probleme hatten Kapital beizubringen. 

    @Ralf

    Ich kenne zwei Fälle in denen es auch so lief der eine erst im 2019. Da hat die Bsnk das Objekt bewertet und kam zum Schluss der aufgerufene Kaufpreis wäre 200’000 Franken zu hoch. Der Käufer hat die zusätzlichen 200’000 aus seiner Pensionskasse genommen und dadurch seine spätere Rente geschmälert. Wenn die Bank so interveniert hätte ich nicht zu dem Preis gekauft.

  102. Banken gehen den Wahn langsam nicht mehr mit, ist (leider) so. Es ist realistisch betrachtet aber auch richtig. Vieles ist nicht das wert, was gerade verlangt wird.

    Auch werden teilweise durch die Banken eine höhere Tilgung von Immos vorausgesetzt. Das in Kombination mit den hohen Kaufpreisen macht so manche Finanzierung nicht mehr möglich.

    -M

     

  103. @Banken gehen den Wahn langsam nicht mehr mit
    Das habe ich auch schon so erlebt und finde ich gut muss ich sagen. Die Wahrscheinlichkeit einer Welle von Zwangsversteigerungen ist mit dem deutschen System sehr unwahrscheinlich und der einzelne, teils euphorische Käufer muss eine größere Sicherheitsmarge einplanen. Kann eigentlich nicht schaden.

    @Nahrungsmittelhersteller und so
    kauft da jemand aktuell zu? Die sind ja teils im gleichschritt gefallen die letzten Monate. Ich habe noch die Unilever bei mir im Depot rumliegen.
    Unilever/Nestlé/Kellogg’s/General Mills/Mc Cormick/Church&Dwight

  104. @Unilever: Dümpelt im Depot herum. Halte ich aber für einen stabilen Langweiler.

    @Nestle: Gleiches wie oben.

    @Kellog: Da grüble ich derzeit. Es fehlt aber etwas die Markenvielfalt außerhalb der Müsliecke. Es gibt viele deutlich günstigere Eigenmarken bei Discountern. Inwieweit Kellogs hier mit verdient (Produktion Eigenmarken) habe ich noch nicht rausgefunden. Weiß jemand mehr? Hier etwas Input:

    https://www.deraktionaer.de/artikel/aktien/aktionaer-tipp-kellogg-gemuese-ist-das-neue-fleisch-20201447.html?feed=U5I9FW7jwU2_r2PJ6JKPgw

    @Aktien: Arbeitet jemand mit Absicherungsinstrumenten fürs Depot? Ich habe gestern z.B. eine kleine gehebelte Put-Position (Knockout) ins Depot genommen. Mache ich hin und wieder und verdiene damit bei roten Vorzeichen etwas Kohle bei Auflösung.

    @Karlsruhe: Sehr teuer geworden. Wie viele Städte in der weiteren Region. Wie sich da jüngere in Corona-Zeiten noch Eigentum leisten sollen ist mir ein Rätsel. Auch angesichts der sehr hohen Nebenkosten (Grunderwerbssteuer, Makler, Notar, Grundbuchamt). Das läppert sich.

  105. @ Nahrungsmittelhersteller und so

    An den Großen habe ich kein Interesse.

    Church&Dwight würde ich gerne aufstocken. Müssen noch fallen.

    McCormick steht auf dem Zettel. Sie müssen aber noch wesentlich stärker fallen.

    Nächste Käufe bei mir: Facebook, Home Depot, Thermo Fisher, Blackrock, Tractor Supply.

    Zudem denke ich verstärkt darüber nach, mich von Altlasten zu trennen. Krones, BASF, BMW, Walgreens, AT&T. Das Geld wäre aus meiner Sicht bei einem Horizont von 20,30 Jahren besser bei den oben genannten – oder etlichen weiteren – Unternehmen aufgehoben.

    Hin und Her ist mir aber zuwider. Zudem stehen die Zykliker nächstes Jahr vielleicht schon wieder besser da in der Gesamtschau. Bleibe ich wohl doch lethargisch und lasse wachsen…..

  106. @ Ralf: Das Angebot ist auch dünn. Für eine interessante Doppelhaushälfte ohne Makler (Preis 650 K als Start im Angebotsverfahren) gab es kürzlich 200! Interessenten. Haben paar Freunde von uns mitgeboten, um jedes interessante Objekt (also kein 70er Hochhaus mit 50 Wohnungen) kreisen regelmäßig eine hohe Anzahl gutverdienende DINKS/Familien usw.

    Ich bin kürzlich ein bisschen bei Gaming eingestiegen (Nintendo schöne Dividendenrendite und starke Franchises und die bereits besprochene Projekt Red Aktie)

    Oldschool habe ich mit Hershey/Altria usw genug.

     

     

  107. @ Freelancer

    AT&T hatte ich auch und mich hier mal richtig entschieden die loszuwerden. Du hast bereits Disney im Medienbereich. Falls Du weiterhin in Telekommunikation investiert sein möchtest wäre neben den teureren Netzwertk Reits vielleicht China Mobile etwas für Dich. Die musst Du dann aber auch an der richtigen Börse kaufen. Die Cell Reits oder wie sie heißen habe ich leider nicht. Da habe ich immer den Einsatz verpasst.

    Mit BEP (Brookfield Renewable Partners) bin ich soweit zufrieden. Die steigen vielleicht nicht wie Gamestop, Tesla oder Bitcoin aber dafür stetig und mit Substanz.

  108. @Telecom

    Neulich gab es ja die Frage nach Afrika, und die Kombination mit Telecom bringt mich auf Naspers, natürlich nicht nur Telecom auch Medienkonzern, Pay-TV etc.

    Naspers – Wikipedia

    Man holt sich damit auch noch eine 30% Beteiligung an Tencent.

    Die alten Telecomriesen kommen für mich nicht in Frage, wenn ich auf der Suche nach Dividenden wäre wäre es wohl Swisscom, seit Jahren erhält man seine 22.- aber ist natürlich langweilig und ohne Fantasie so ein Titel, aber sicher.

  109. @ DanielKa

    Falls die Wohnungen von Sammys Freund in Vierteln mit Märchen oder Musikern verteilt sind, so liegt der Gesamtwert der Einheiten eher oberhalb von 4M. Die Grenze für genug liegt allerdings für die Meisten deutlich darunter.

    Ich habe gehört, dass märchenhafte Namen auch Bürgermeister anziehen.

     

  110. Wenn man sich die derzeitige “Siemens-Story” anschaut, dann kann deutsche Industrie durchaus performen. Nach Tesla deutlich meine stärkste Position in 2020. Auch die Bayers und Basf schreibe ich nicht ab, da ist einiges an solidem Potential.

  111. Ich habe heute Unilever für 45,81 weiter aufgestockt.

    Ich habe die Aktie als risikoarmen Pfeiler mit solider Dividende im Depot.

    Die schmiert beim Crash nicht vollends ab, legt aber auch keine Höhenflüge hin.

    Dividende würde um 4% erhöht.

  112. @42sucht21

    habe gerade noch ein paar Nestlé gekauft, evtl. kauf ich noch paar Unilever hinzu, völlig langweilig, ich weiss  🙂
    Unilever auch noch erledigt, so ein Rentnerdepot mag eben Langeweiler.

     

  113. @ DanielKA

    Ich habe in Rüppur Bekannte. Da bin ich vor Corona gelegentlich hingefahren. Sie können den Bürgermeister manchmal im Garten werkeln sehen. Ich habe ihn noch nicht gesehen. So oft bin ich allerdings auch nicht dort.

    Ich habe tatsächlich auch in Karlsruhe nach Häusern und ETWs geschaut. Das war zu dem Zeitpunkt allerdings nicht mehr für mich als Investition klar zu erkennen. Ich hatte in meinem Jugendlichen Leichtsinn vermutet, dass es dort im Gegensatz zu bayrischen Städtchen günstiger sein könnte. Günstiger ist es schon als in meiner Region. Aber für eine Investition war mir die Rendite vor knapp 3 Jahren bereits zu gering. Immerhin bin ich durch manche Besichtigung ein paar mal in die Stadt gekommen. Da wusste ich noch nicht, dass es in Kürze schwieriger werden wird. Sicher hätte ich zum Stand heute ein sehr gutes Geschäft gemacht, aber ich wollte investieren und nicht spekulieren.

  114. Ich denke die Riester Rente wird auch falsch verkauft.  Die steuerlichen Hintergründe werden nicht erläutert. Es werden Riester Rente an Arbeitslose verkauft. Das Arbeitsamt würde diese Mehr Rente wieder mit anrechnen. Leider sind die meisten Verkäufer ungeschult oder AUSCHLIEßLICH auf den Verkauf geschult.  Grundsätzlich halte Ich das Modell für einen guten Gedanken. Es gibt aber noch viel Verbeseerungsbedarf. Sowohl am Produkt als auch beim Verkäufer.

  115. @Rüdiger:

    zum amerikanischen System gehören nicht nur die 401(k), sondern auch Angebote wie die ROTH IRAs, in die Gut- und Besserverdiener gar nicht einzahlen dürfen, da es strenge Einkommensobergrenzen gibt.

  116. Ich habe Riester nie unterschrieben, da mir das immer suspekt war. 2016 kam es dann mal wieder zu einem längeren Beratungsgespräch in einer Geschäftsbank, in dem mir ein riester-gefördertes Altersvorsorge-Produkt der Allianz aufgeschwatzt werden sollte.

    Dann habe ich mich einmal hingesetzt und das GESAMTE Kleingedruckte gelesen, neben Abschlussprovisionen, Gebühren und Cashbacks gipfelte die Unverschämtheit in diesem Produkt darin, dass auf den Auszahlbetrag (Rentenzeit) noch eine Gebühr erhoben werden sollte …

    Das war der Punkt an dem ich beschloss, meine Altersvorsorge selbstständig zu managen. Das Produkt habe ich mittlerweile um Längen geschlagen.

    Ich kann nur jedem empfehlen, seinen Riester-Vertrag schnellstmöglich stillzulegen, den derzeit wirken Interessenverbände der Versicherungswirtschaft massiv auf die Politik ein, die garantierte Auszahlquote bei Riester/Rürup auf 70% abzusenken. Riester hat fertig! (Pispers: “dieser schlecht verfugte Fliesenleger”)

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