Wie Union Investment Riester-Sparer abzockt


New York, 23. November 2020

Die Deutschen werden mit Riester-Produkten richtig abgezockt. Ich finde das unverschämt.

Finanzexperte Hermann-Josef Tenhagen hat einen interessanten Riester-Fall im SPIEGEL geschildert. Demnach schloss Friedhelm T. vor 13 Jahren einen Riester-Vertrag bei Union Investment ab. Es handelte sich um eine Riester-Rente mit Investmentfonds. Union Investment gehört zum Verbund der Volks- und Raiffeisenbanken, die Fondsfirma hat die meisten Riester-Kunden. Abgeschlossen hatte Kunde T. den Vertrag damals bei einer Sparda-Bank.

Tenhagen rechnete nach: Auf dem Riester-Fonds-Konto sind 30.300 Euro. Das sind nur 2.400 Euro mehr, als er eingezahlt hat einschließlich der staatlichen Förderung. Anders ausgedrückt: Die Rendite ist schmal mit 1,5 Prozent per annum für einen Investmentfonds.

Warum springt so wenig Rendite dabei heraus? Weil Union Investment in meinen Augen den Kunden abgekocht hat. Es hat den Kunden für alle Einzahlungen auf das Fondskonto fünf Prozent Ausgabeaufschlag abgeknöpft. Konkret macht das bei 27.000 Euro an Einzahlung eine stolze Provisionen von 1.350 Euro, die die Fondsgesellschaft abgeschöpft hat. Aber damit nicht genug. Zusätzlich fielen noch jährliche Verwaltungsgebühren für den Fonds an, von bis zu zwei Prozent. Krass! Addiert man die Verwaltungsgebühren, zahlte der Kunde 2.500 bis 3.000 Euro. Einschließlich der Provisionen hat Union Investment dem Kunden alles in allem rund 4.000 Euro abgenommen.

In den USA sind die Altersvorsorge-Gebühren deutlich geringer

Ich finde das extrem viel Geld. In den USA kannst du einen ETF-Sparplan bei einem speziellen “Depot für die Rente”, genannt 401k, mit Gesamtkosten von nur 0,45 Prozent per annum rechnen. Das ist ein Bruchteil von dem, was in Deutschland an Entgelten anfällt. Das zeigt mir, dass die deutschen Institute ihre Kunden übermässig belasten. Das ist nicht fair. Zumal es sich hier um die Altersvorsorge handelt. Warum Berlin so enorme Gebühren erlaubt, wundert mich.

Einerseits beklagt sich die Regierung, dass die Bürger nicht ausreichend fürs Alter vorsorgen. Andererseits limitiert sie die Gebühren nicht strikter. Es ist enttäuschend, dass nicht mehr reguliert wird. Wir müssen für geringere Kosten bei der Altersvorsorge kämpfen. Am Ende ist der Kunde der gelackmeierte. Vielen Menschen ergeht es ähnlich wie Herrn T. Auch bei anderen Anbietern.


tim schaefer (Author)

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thoughts on “Wie Union Investment Riester-Sparer abzockt

  1. AvatarLewin

    @all

     

    Verlustbescheinigung

    Dumme Frage:

    Lohnt sich dies zu beantragen, wenn im Depot A Gewinn realisiert wurde und im Depot B Verlust realisiert wurde, aber der Verlust 2x so groß wie die abgeführte Kapitalertragssteuer ist? Was passiert mit dem übrigen Verlust, der wandert ja nicht zurück in der Topf der Depotbank B oder?

     

    Danke

    Lewin

  2. Avatar42sucht21

    @Lewin
    Das sollte über Ihr FA und nicht die verschiedenen Depot führenden Banken laufen. Der Gesamtverlust wird vom Finanzamt gesondert festgestellt. Bleibt etwas im Verlusttopf, kann er das im nächsten Jahr mit Gewinnen aus der gleichen Gruppe verrechnet werden. Ausfüllen der Anlage KAP ist dann wieder angesagt nächstes Jahr.

  3. AvatarCharly

    Hallo Tim,

     

    ich finde Riester ist immer ein schwieriges Thema.

    Zum einen hat der Kunde noch zusätzlich ca. 600o Euro „Ertrag“ durch die Steuerersparnis welche über die Steuererklärung geltend gemacht wurde.

    Ich persönlich nutze dies persönlich sehr gern und investiere diese Kohle in Einzelinvestments.

    Mit der Riester-Rente sichert sich der Kunde das Langlebigkeits-Risiko ab.
    Die angeschlossene Rentenversicherung sollte man natürlich ordentlich erklärt bekommen bzw. es sollte darauf hingewiesen werden seitens des Beraters.

    Immerhin sollte man beachten, dass die Lebenserwartung stetig zunimmt. Eine wirkliche Rendite steht erst mit dem Tod fest – da ist es den Sterbenden auch wiederum egal ?

    Die Frage ist würde man sein Haus versichern, wenn es eine 40% Wahrscheinlichkeit gibt, dass dieses abbrennt?
    Eine Frau wird übrigens mit ca. 40 % Wahrscheinlichkeit älter als 85. (da lohnt sich dann die RV)

    Aus Renditegesichtspunkten ist Riester sicherlich nicht sexy. Da bevorzuge ich ebenfalls das sture investieren in ein diversifiziertes Aktienportfolio (gern auch mit Dividendenfokus).

    Gut finde ich, dass die Riester-Rente reformiert wird. Weg von den 100 % Garantien — hin zu mehr Aktienquote.

     

  4. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Charly

    Was ich nicht richtig finde bei solchen Riester-Produkten:

    5% Ausgabeaufschlag auf jeden Euro.

    plus 1,5 bis 2,0% Verwaltungsgebühr.

    Das ist Gebührenhuberei! Oder man kann es auch als Raubüberfall auf den Kleinsparer bezeichnen.

  5. AvatarCharly

    @Tim

     

    Ja da gebe ich Dir 100 % recht. Hier wäre eine kostengünstigere Variante möglich und angebracht.

    Die 5% AA plus Verwaltungsvergütung ist natürlich ein Renditekiller.

  6. AvatarPaluma

    Leider gibt es bei den Versicherungen und Banken eine zu starke Lobby. Und leider lässt sich die CDU dort zu gerne einspannen. Am Ende leidet wieder ein Politiker an Gedächtnissverlust und kann sich an nichts erinnern.

    Der Verbraucherschutz sollte wieder mehr Bedeutung bei der Gesetzesgestaltung finden.

  7. AvatarChristian Wimmer

    Selbst günstige Riester Produkte können kaum Rendite machen. Dank staatlicher erzwungener Garantien im Produkt muss letztlich zwangsläufig die Aktienquote niedrig sein.

  8. AvatarJohannes Schumann

    Das dicke Ende kommt zu Schluss, wenn das Fondsvermögen mit weiteren Gebühren in eine monatlich ausgezahlte Rente verwandelt wird.

    Der in Deutschland sehr bekannte Whisky-Dealer und Tesla-Fahrer gibt ja den Tipp: “Lass niemanden zwischen dir und deinem Geld.” Und das muss man beherzigen. Die ganzen Fondsmanager und Versicherungsheinis kann man auf den Mond schießen.

    Vielleicht sollte Tim Schäfer mit Hotte Lüning mal ein Interview machen. Das wäre cool.

  9. Avatar-M

    Charly schreibt es in meinen Augen richtig. Es gibt 1. Andere Vorteile und 2. Ist das 100% Garantie, der wirkliche Grund, wieso es nichtvruf geht.

     

    Besonders wie in deinem Beispiel: 13 Jahre bis zur Rente- wo soll da eine aktienquote zu Stande kommen, wenn man 100% des ersparten garantieren MUSS? Das geht gar nicht.

    In dem Fall war der ca 54 jährige auch arg spät dran, mit seinem Model: ich bei mir noch schnell eine Rente auf und erwarte am besten einen verdreifacher und er Laufzeit.

    Die Gebühren sind natürlich nicht wenig, dass muss auch gesagt werden.

    -M

  10. AvatarNico Meier

    Gebühren sind ein leidiges Thema und man kann nie zu oft dazu mahnen Gebühren zu vergleichen. Gkeichzeitig muss man aufpassen, dass die Warnung vor hohen Gebühren in vorsorgeprodukten nicht dazu führt, dass Menschen sich generell von der Vorsorge abwenden und das Geld verkonsumieren. Ich denke hier wäre es sinnvoll den Anbietern Maximalgebühren staatlich vorzuschreiben.

  11. AvatarSparta

    Wenn z. B. dem eigenen Arbeitgeber “Kursmanipulation & Bildung einer kriminellen Vereinigung” versucht wurde nachzuweisen (zwar erfolglos) oder auch Kursmanipulation / Insiderhandel bei scm microsystems & Mobilcom bevor es in der 3Sat-Börse im Fernsehen massiv gepuscht wurde… gilt auch hier die Unschuldsvermutung, dass er nicht schon beim eigenem Kauf geplant hatte, diese massiv zu pushen!

    In diesem Sinne wird wohl Union Investment selbst nicht so richtig gewusst haben wer denn die Gebühren so unwissentlich festgelegt hat, weil man ja von viel höherer Rendite ausgegangen ist… aber eigentlich sind die Gebühren auch kein rechtlich möglicher Anklagepunkt…

     

     

  12. AvatarSpartacus

    Ich hab ja so eine Lebensversicherung der R+V. Noch aus dem Jahr 2004, also komplett steuerfrei.

    Ist das eigentlich klug dir zu behalten eben wegen dieser Steuerfreiheit oder besser aufzulösen und komplett in ETFs zu gehen?

    Die Fonds sind halt alle recht teuer (TER)und die Performance ist nicht wirklich gut. Hab das  mal durchgerechnet. Vorausgesetzt die gemangten Union Investment-Fonds performen nicht besser als ein ETF, dann sind die laufenden Kosten der Fonds nach 25-30 Jahren so viel höher als die der ETFs, dass der höhere Gewinn der ETFs den Steuervorteil überholt.

  13. AvatarAktienNewbie

    @Tim:

    Vielleicht fährt Friedhelm T. ja besser, wenn er anstatt des Riesterproduktes der Union Investment einfach deren Aktie kauft (A0RDY7). Das kannst du ja mal recherchieren. So profitiert er sogar von den Gebühren. Aber einer muss am Ende halt die Zeche bezahlen, sonst funktioniert das System eben nicht und das Kartenhaus bricht zusammen.

  14. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ AktienNewbie

    Welche Aktie meinst du? Ich kann sie nicht finden…

    5% plus 2%. Ich finde das mit diesen enormen Gebühren so krass. Mir geht das echt nicht in den Kopf in Zeiten von fast kostenlosen ETFs und Gratis-Depots. Dass ein Institut solch teure Produkte pusht… Das ist traurig. Das geht zu Lasten unerfahrener Sparer.

  15. AvatarBernd

    Ich gehe fest davon aus – und mein eigenes Beispiel bestätigt das – dass das kein Problem von Union Investment ist, sondern dass das annähernd über alle Anbieter geht.

    Es ist schlicht und einfach ein Totalversagen der Politik, die auch gefühlt 15+ Jahre nach Riester-Start immer noch nichts gegen diese Missstände unternommen hat.

    Entweder können sie nicht, oder sie wollen nicht.

  16. AvatarKevin

    Berater müssen bezahlt werden, oder arbeitet ihr alle umsonst?

    Nur weil die ETF in den letzten Jahren gut liefen, sind sie kein Allheilmittel. In schwankenden Märkten sieht die Rendite auch bei breiten ETF teils Mau aus. Der Hammer kommt dann, wenn es eine Anlagealternative zur Börse gibt. Und die wird es geben. Dann jammern alle, dass ihr Geld weg ist, wie bei ihren Telekom Aktien.

    Wer sich nicht unbedingt von der Bank beraten lässt, sondern wirklichen Experten, hat niedrigere Gebühren und bessere Performance. Desweiteren kümmert sich der Berater im Normalfall auch um die in der Versicherung hinterlegten Fonds.

    Das Problem sind weiterhin niedrige Zinsen, die von der Politik stammen. Darauf sind Versicherungen nie ausgelegt gewesen. Wenn die Beitragsgarantie fällt, ist man zumindest flexibel in der Anlage.

     

  17. AvatarR. Simon

    Das Problem ist die nicht vorhandene Finanzbildung, in vielen Fällen komplette Unwissenheit darüber wie man langfristig Vermögen aufbauen kann. Begleitet wird das auch noch durch Angst vor Aktien. Kein Wunder, dass Menschen dann zu Finanzprodukten greifen, die ihnen Ihre Hausbank teuer verkauft und kaum Rendite bringt.

    Nur die wenigsten wissen was die Begriffe ETF, MSCI, S&P & co. bedeuten.

    Das ist die traurige Wahrheit.

     

  18. AvatarDanielKA

    @ Aktiennewbie
    Union Investment ist nicht börsennotiert, ist der Fondsverwalter der Volks und Raiffeisenbanken, also aus dem Genossenschaftssektor. Keine Ahnung welche Klitsche du da ausgegraben hast, aber die deutsche Union Investment ist das nicht, sieht man übrigens auch an der ISIN.

  19. AvatarRüdiger

    @Spartacus:  Ist das eigentlich klug dir zu behalten eben wegen dieser Steuerfreiheit

     

    So weit ich informiert bin, ist eine LV nach einer Laufzeit von mindestens 12 Jahren steuerfrei. So kenne ich das noch von früher, als ich mich dafür interessiert hatte. Sollte man aber auch ganz einfach googlen können  😉

     

  20. AvatarStefan Müller

    Riester und Rürup bereichern die Banken/Versicherungen und Kosten dem Steuerzahler viel Geld.

     

    Dafür wurde später die Spekulationsfrist auf Wertpapiere gestrichen, was zu Lasten der Langfristanleger geht.

     

    Für Immobilien und Gold wurde diese beibehalten. Einfach nur Irre.

  21. AvatarCharly

    @Tim

    Ja die Gebühren sind hoch und die will ich auch gar nicht verteidigen.

    Es ist dennoch im Sinne des Betrachters.

    Ich persönlich baue meine Altersvorsorge mit einem breit gestreuten Aktienportfolio auf – klasse Unternehmen mit bestenfalls einer Dividende.

    Allerdings gibt es tatsächlich einen Großteil von Kunden, welche eine 100% Kapital-Garantie bevorzugen und scheuen den Aufbau mit ETF‘s Einzelaktien.

    Wie M schon geschrieben hat – im Beispielfall erwartet der Kunde bei 13 Jahren bis zur Rente nicht nur Kapitalgarantke sondern noch eine fette Rendite.
    Aufgrund der 100% Kapitalgarantie gehen die Produkte in den letzten Jahren peu a peu in den Rentenbereich, wo die Rendite bekanntlich begrenzt sind.

    Fluch ist die Notwendigkeit der Kapitalgarantie, wie auch von anderen Lesern beschrieben.
    Diese soll wohl 2021 wegfallen, was die Produkte für die Anbieter besser ausgestalten lässt.

    Würde es die Riester nicht geben, wären die Kunden noch mehr in LV‘s investiert und lassen die Kohle auf dem Spar-Konten.
    Dort zehrt die Inflation das Vermögen auf – im Vergleich dazu ist die Rendite vom beschriebenen Fall wieder fast hoch!

    Und nochmal @Tim: für dich und deine begeisterten Leser im Blog gibt es natürlich bessere Anlagemöglichkeiten – die auch kostengünstiger sind – für mich übrigens auch ???

    Doch Tim du weist es besser als ich – wir Deutschen sind finanziell leider noch nicht so gebildet, um die Chancen am Kapitalmarkt zu begreifen.
    Daher starte ich mit einem Kumpel eine regionale Veranstaltungsreihe, wo wir diese versuchen zu vermitteln.

    Aktuell sind wir leider nach erfolgreichen Startveranstaltungen durch Corona ausgebremst.

    In diesem Sinne: Stocks for the long run!

  22. AvatarClaus

    @ A0RDY7

     

    … diese Aktie ist m.E. eine Katastrophe, genau wie das Unternehmen und die meisten anderen dieser Art (für ihre Kunden).

     

    LG

  23. AvatarLukas

    Hier sind viele Halbwahrheiten drin. Ich weiß nicht, woher es kommt, dass so oft alle alles doof finden und alles besser können, anstatt sich sachlich auszutauschen.

    Kosten im Produkt müssen natürlich berücksichtigt werden, sind als einzelner Punkt aber völlig egal. Solange die Rendite/Leistung noch höher ist, gerne her mit Kosten. Die Einstellung “immer billiger” ist schlicht Blödsinn. Auch wie hier, inhaltlich, zu lesen “das sollte verboten werden; staatliche Regulierungen!”. Nein. Es bedarf jemanden, der wirklich Ahnung hat und dich berät. Die Union Invest gehört nun nicht dazu, zugegeben.

    Der Ausgabeaufschlag (5% sind relativ normal) sowie 2% Verwaltungsgebühr (das ist ziemlich viel) beziehen sich, soweit ich es hier entnehmen kann, auf die Fondsanteile. Diese sind ohnehin sehr gering, da Garantiepflicht. Das sollte und wird vermutlich geändert (weg von staatlichen Regulierungen). Also wird nur ein Bruchteil des Geldes angelegt und unterliegt den Kosten. Und dennoch ist eine Rendite vorhanden – bei den Rahmenbedingungen nicht schlecht, schon fast gut.

    Aktiv gemanagte Fonds mit Etfs zu vergleichen ist ein Thema für sich. Grundsätzlich ist beides nicht verkehrt.

    Ich hoffe, ich konnte ein wenig Licht ins Dunkle bringen. Bitte weniger Meinung und mehr Wissen/Fragen.

    Danke.

  24. AvatarThomas

    Ich kann das nicht ganz nachvollziehen. Ich habe auch einen Riestervertrag bei der UI. Mein Geld, dass noch 20 Jahre angelegt werden muss, geht aufgrund der erzwungenen Kapitalgarantie in einen Rentenfonds mit ausschließlich Staatsanleihen. Das sollte bei einer Restlaufzeit von 13 Jahre eigentlich nicht anders sein. Da zahle ich 3% Ausgabeaufschlag und 0,60% Verwaltungsvergütung. Das das noch deutlich billiger mit ETFs geht, ist klar. Aber 5% und 2% sind es eben auch nicht.

    Dennoch nutze ich die Riester-Rente. Zum einen wegen der Steuererstattung, die ich da kriege, aber vor allem auch wegen der Zulagen. Meine Frau z.B. muss jährlich ca. 360 Euro zahlen und kriegt dafür wegen der Kinder 775 Euro Zulage (ich kriege auf meinen Vertrag nicht die volle Zuzahlung, da ich nicht allzuviel in meinen Vertrag einbezahle).

    Zum anderen muss ich das Geld nicht aufbrauchen, falls ich mal arbeitslos werde und der Staat sagt, ich muss erst mein Erspartes nutzen, bevor ich Hilfe vom Staat kriege.

    Das Riester-Geld darf man nicht als Rendite-Bringer sehen, sondern als Tagesgeld oder Festgeld. Rendite holt man sich (hoffentlich) woanders her.

  25. AvatarDanielKA

    @ Claus: ist nicht die deutsche Union Investment, hat mit dem Fondsanbieter nichts zu tun, da nicht börsennotiert.

  26. AvatarDaniel

    Riester hat 4 grundlegende Probleme:

    es ist komplex/kompliziert und undurchsichtig
    der Staat kann nach Gutdünken die Spielregeln jederzeit ändern
    es herrscht eine Beitragsgarantie die mehr Probleme macht als sie nützt
    es wird immer als “schließt man einmal fürs Leben ab” Produkt verstanden

     

    Die laufenden Kosten sieht man vor Abschluss. Sie sind hoch, aber meines Erachtens kein Problem. Man weiss was auf einen zukommt.

    Kritisch ist es, dass für die meisten zwischen Riester Start und Riester Ende mindestens 25-30 Jahre liegen. Eine Zeit in der ständig daran herumgefuscht werden kann. Das hat man zuletzt gesehen als es am Anfang noch gegen die Grundversorgung im Alter voll angerechnet wurde, was ein absoluter Witz gewesen ist. Aber was man gönnt, kann auch wieder wegenommen werden. Ich kaufe also die Katze im Sack.

    Beitragsgarantie: Es müsste ein Formular geben in dem ich dem Kreditinstitut erkläre, dass ich akzeptiere u.U. weniger raus zu bekommen als ich eingezahlt habe. Und damit bitte voll investiert in Aktienfonds bleiben wenn die Kurse abstürzen. Da hat Union in meinem Fall bereits 2x massiv umgeschichtet und meine Rendite zunichte gemacht. Einmal 2008 und jetzt im März diesen Jahres. Solange das nicht kommt, wird man mich immer dann wenn es große Einkaufszeit für Aktien wäre in Anleihen umschichten.

    Zuletzt glauben die Leute dass Riester eine entscheidung fürs Leben ist. Ist sie aber nicht. Riester müsste eigentlich jährlich neu überprüft werden. Mittleres Einkommen und Single? Eher unglücklich. Gut verdienender Single? Riester per se nicht, Steuerersparnis aber schon. Frau mit 2 oder mehr Kindern die sich momentan eine Auszeit für die Kindererziehung gönnt? Absolut empfehlenswert zu riestern. Kostet fast nix, hohe Subventionen durch den Staat. Und da man ahnt dass sich sowas gerne ändert müssten auch die Beiträge stetig gestartet oder stillgelegt werden. Macht aber keiner. Deswegen ist es einfacher man betitelt das Produkt als blöd ab, obwohl es hierzulande genug Menschen gäbe die dieses Produkt mit wenigen Euros zu großer Förderung nutzen könnten.

  27. AvatarBerliner Weltenbummler

    Ich habe meinen Riesteranbieter gewechselt. Denn die Performance bei dem Anbieter war unterste Kanone. Nun ist es einer mit ETFs und nicht irgendwelchen teuren Fonds. Da ich um die 30% der eingezahlten Beiträge (sind nur 6% meines Nettolohns) über Zulagen und Steuererklärung zurück bekomme, ist es besser, als zu kündigen. Denn da hätte ich alle Zulagen und Steuerersparnisse der letzten 12 Jahre zurückzahlen müssen.

    Meine beiden fondsgebundenen Rentenversicherungen habe ich aber dieses Jahr aufgelöst. Denn das Geld ist besser in meinen eigenen Händen aufgehoben, damit ich dies weiter in Aktien und ETFs stecken kann.

  28. AvatarHardy

    Solche Produkte zu untersuchen ist wirklich nicht ganz einfach.ob die 5% ausgabeaufschlag überhaupt erhoben werden muss man im versicherungsvertrag nachlesen. Die 5% fallen auch nur einmalig an. in Riester-Verträge lassen sich ohne weiteres auch ETFs einbauen und man muss nicht die aktiv gemanagten Fonds nehmen. Die aktiv gemanagten Fonds nimmt man ja nur, wenn sie besser sind als die ETFs. Dieses Jahr z.b. sind viele ETFs überhaupt nicht gut und die gemanagten Fonds viel besser.die Versicherung muss ja eine Garantie darstellen und deshalb wird natürlich nicht alles Geld voll in die aktienfonds hineingehen.deshalb wird ein riestervertrag niemals die gleiche rendite haben, wie ein aktiv oder passiv gemanagter investmentfonds. Die ca 600 €steuerersparnis muss man natürlich hinzurechnen. Diese kann ja jährlich neu angelegt werden. Dann sieht die gesamtrendite natürlich völlig anders aus. Weiterhin ist ja meistens das Wechseln von Fonds innerhalb eines Riester Vertrages kostenfrei, Pass bei anderen Fonds nicht der Fall ist. Beim Tauschen von Fonds in einem Riester-Vertrag fallen ja keine Steuern an. Wechselt man hingegenFonds aus, die Gewinne gemacht haben, fällt ja jedesmal abgeltungssteuer an. Die Kosten sind deshalb nur ein Faktor, steuern und Flexibilität und weitere Faktoren muss man hinzuzählen.

  29. AvatarRüdiger

    Nachdem mich der Gesetzgeber bei meiner LV durch Gehaltsumwandlung (Abschluss vor 2004) so uncharmant auf’s Kreuz gelegt hat – die ausgezahlte Summe wurde beitragspflichtig in der Krankenversicherung – pfeife ich auf jede Art von staatlicher “Förderung”. Wer weiß, was denen noch alles einfällt.

    Ich habe mir meine LV zum frühestmöglichen Zeitpunkt auszahlen lassen, so dass ich wenigstens für die paar Jahre, die ich noch arbeiten möchte, keine KV-Beiträge zahlen muss. Ich zahle nämlich schon den Höchstbeitrag … und die gierige KV guckt die nächsten Jahre erst mal in die Röhre  😉

     

  30. AvatarVroma

    Zum Thema Riester:

    Fakt ist, dass die Marktrendite, also der echte Mehrgewinn im volkswirtschaftlichen Sinn, an den Versicherer abgeführt wird.

    Dem Versicherten bleibt also die steuerliche Förderung. Ja geil! Der Versicherte zahlt sich dann die Förderung selbst. So wird man Millionär Freunde! Also zumindest als Herausgeber eines solchen (Scheiß-)Produktes…

     

    Ergo: Die Menschen, welche von diesem Produkt wirklich profitieren können, zahlen keine Steuern. Es auszunutzen wäre höchst asozial und volkswirtschaftlich kontraproduktiv.

     

    Die Menschen, welche wirklich davon profitieren müssten, profitieren so gut wie gar nicht davon…

  31. AvatarRüdiger

    Also zumindest als Herausgeber eines solchen (Scheiß-)Produktes…

    Als Aktionär des Herausgebers (z.B. Allianz) konnte/kann man allerdings auch profitieren. Wahrscheinlich mehr als mit dem (Scheiß-)Produkt selber  😉

     

  32. AvatarFelix

    #Riester

    M.E. sind die Riestergebühren zu hoch. Man muss aber auch schon sehen, dass es Vorteile gibt:

    Man bespart den Riestervertrag vom Brutto, was es sonst nicht gibt und das bedeutet, dass der Grenzsteuersatz zugrunde gelegt werden muss, der bei vielen über 50 % liegen wird. Wenn Kinder da sind, gibt es nochmals staatliche Prämien. Weiter ist Riester Harz IV fest. Wenn es also richtig dicke kommen sollte, bleibt dieser Kapitalstock erhalten. Und Riester deckt das Langlebendigkeitsrisiko ab. Auch die Kapitalgarantie würde ich nicht unterschätzen: Ein 100 % Aktiendepot in der nächsten Pandemie (oder was auch immer) geradeso zum Rentenbeginn ist breiten Bevölkerungsschichten nicht zuzumuten. Die Leute haben nur eine Patrone im Lauf. Wenn die nicht funktioniert, war’s das.

    Ich habe Riester als kleine Beimischung zur Stabilisierung meiner Altersversorgung. Der Löwenanteil meiner Sparquote geht an die Börse. Und da meine größtes Depotgewicht, Tesla, diese Woche mal wieder 30 % gemacht hat, kann ich mir die Verwaltungsgebühren meines Riestervertrages gerade so leisten. Es ist für mich ein Bestandteil der Diversifikation meines Vermögens.

  33. Avatar42sucht21

    @Riester: ist entstanden während der Rentenreformeform zur Reduzierung der GRV. Es soll die entstandende Minderversorgung möglichst sozial verträglich ausgleichen. Es geht lediglich darum die sog. “Rentenlücke” zu schließen die ansonsten dazu führt, dass der Staat mehr Menschen in den Rentenphase zusätzlich zur GRV weiter unterstützen muss à la “Sozialhilfe“. Dann könnte der Staat auch gleich höhere Renten auszahlen. Bei Einführung von Riester gab es ja auch noch Zinsen. Somit gab es sogar trotz der immensen Kosten etwas dazu. Riester ist ein Produkt zur zusätzlichen finanziellen Absicherung der Langlebigkeit. Nicht mehr und nicht weniger. Das wird ja auch geschafft durch selber sparen und steuerlich gestaffelte Zulagen. Ganz ähnlich der GRV. Somit ist Riester für die Politik durchaus als Erfolg zu sehen. Riester ist KEIN Renditeprodukt. Warum auch?

    Garantien – Liebe Leute, was ist denn schlecht an “Garantien” und “risikolos” in der staatlichen Geldanlage für die Altersvorsorge? Stellt Euch vor, die Börsen brechen längerfristig ein und die Riestersparer stehen bein Renteneintritt mit 2,- € da nach 30 Jahren Ansparzeit. Na danke. Das gejammere möchte ich nicht sehen und das kann auch nicht von der Politik in Kauf genommen werden wenn die ein Rentenlückenschließungsprodukt beschließt bei gleichzeitiger GRV Absenkung. Dann müsste der Staat ja wieder zuschießen über “Sozialhilfe“. Riester muss wie die GRV verlässlich sein. Punkt. Es geht nicht um Rendite. Punkt

    Riester-bashing: Wer Riester als Renditeprodukt abschliesst ist finanziell ungebildet. Wie soll das gehen mit viel Kosten ganz ohne Riesiko viel Rendite zu erwirtschaften? Widerspricht der Regel 1 im R-R Dreieck.

    Für wen lohnt sich Riester (abgesehen von der Finanzindustrie)? Für Menschen die keine Finanzbildung besitzen und nicht eigenverantwortlich anlegen können, für alle die ansonsten das Geld nicht sparen sondern verkonsumieren welches Sie später für die Rentenlücke bräuchten, für alle die ausreichend Zulagen bekommen (grob vereinfacht ab 4 Kindern), für alle die gesund leben und deren Vorfahren alle 100 Jahre alt wurden, für alle die schon sehr breit diversifiziert sind im Vermögen und die Riester einfach zusätzlich mit aufnehmen und seit der Nachbesserung lohnt es sich auch endlich für alle die H-IV sicher für die Rente sparen möchten. Das alles klappt aber nur wenn man 25 Jahre bei der Stange bleibt und auch in einer evtl. Stillegungsphase die Gebühren brav weiter zahlt.

    Aber es lohnt sich vor allem für Menschen, die bei Abschluss an die immer noch nominal hohe Kaufkraft des Euro glauben 45 Jahre in der Zukunft, also zur Rentenzeit. Ich persönlich bin skeptisch welche Kaufkraft mir eine im Jahr 1998 garantierte Zusatzrente von nominal gleichbleibend 180€ pM im Jahr 2043 bietet. Ich bin auch skeptisch ob mein Finanzvermittler dann noch so existiert und meinen Vetrag einhält oder was die Politik in der Zeit noch so alles reformiert. Das allein sind schon No-Go Kriterien für mich. Da muss ich gar nicht das über-komplexe Konstrukt mit Ansparphase und Umschichtung in eine andere Gesellschaft für die Rentenphase und die jeweiligen Kosten usw. anschauen.

    @Bernd – Entweder können sie nicht, oder sie wollen nicht.
    Was ist die bestmögliche Lösung für die Politik? Die a) Menschen = Wähler sind zufrieden, b) die Wähler bezahlen die Zeche ohne es selbst zu merken (sonst Konflikt mit a), die Unternehmen machen schöne Gewinne und es gibt Arbeitsplätze (sonst Konflikt mit a). So wird das ja auch mit der Automobilindustrie gemacht mit den von allen Arbeitnehmern steuerlich geförderten Firmenwagen. Allmählich merken es die Menschen bei Riester. Eine weitere Riester-Reform ist deshalb absehbar, weil damit Wähler gewonnen werden können.

    Reform: Ich bin für das einfache schwedische Modell mit opt-out Möglichkeit. Wer keinen privaten Anbieter auswählt landet dann automatisch im staatlichen Fonds. Allerdings weiss ich nicht, ob dies in DE rechtlich zulässig wäre weil der Staat nicht in Konkurrenz zu Unternehmen gehen darf. Der Staat ist ja auch nicht der bessere Unternehmer wie wir alle wissen. Auch weiss ich nicht, ob bei einer so großen Volkswirtschaft wie DE so ein Staatsfonds problemlos möglich wäre ohne große finanzielle Verwerfungen auszulösen an den Märkten. Deutsche haben schließlich ca. 6,5 Billionen Barvermögen und ziemlich hohe Gesamt-Rentensummen. Egal wie, passieren sollte möglichst bald etwas.

  34. AvatarDaniel

    Garantien – Liebe Leute, was ist denn schlecht an “Garantien” und “risikolos” in der staatlichen Geldanlage für die Altersvorsorge? Stellt Euch vor, die Börsen brechen längerfristig ein und die Riestersparer stehen bein Renteneintritt mit 2,- € da nach 30 Jahren Ansparzeit. Na danke. Das gejammere möchte ich nicht sehen und das kann auch nicht von der Politik in Kauf genommen werden wenn die ein Rentenlückenschließungsprodukt beschließt bei gleichzeitiger GRV Absenkung. Dann müsste der Staat ja wieder zuschießen über “Sozialhilfe“. Riester muss wie die GRV verlässlich sein. Punkt. Es geht nicht um Rendite. Punkt

    das mag sein, aber ich hätte lieber die Enscheidungsgewalt das selbst zu bestimmen. Der Standard kann ja gerne sein, dass die Garantie gilt, aber ich will sie abwählen können.

    Als 2008 die Börsen einbrachen war ich Anfang 20. Meine Rente setzt ab 2052 ein. Es macht wirklich NULL Sinn einen Anleger der einen derart langen Anlagehorizont vor sich hat von fast 100% Aktienquote auf 100% Anleihen umzuschichten und erst dann wieder einzusteigen, wenn die Börsen schon längst wieder oben sind.

    Als Union kann ich das absolut nachvollziehen können. Denn es hätte ja sein können dass ich den Riestervertrag kurz danach kündige oder stillege und da muss ich ja meine Kohle wiederbekommen. Aus Anlegersicht aber genau das Gegenteil von dem, was man hier ständig in den Youtube Medien propagiert. Und sie haben Recht damit.

    Das ein Anbieter 10 vielleicht sogar 12 Jahre vor Auszahlungsbeginn sukzessive umschichtet macht ja auch Sinn, nicht aber bei jungen Anlegern. Und sorry, Rendite ist auch bei Riester Pflicht, denn auch bei 0-2% Rendite herumzukrebsen ist Real-Vermögensverlust. Auch solche Produkte müssen sich rentieren, sonst kann man sich den ganzen intransparenten Teil sparen und sich 30 jährige Bundesanleihen kaufen die seinerzeit sogar noch besser gewesen wären von der Rendite und laufenden Kosten.

     

  35. AvatarVroma

    @Rüdiger: Absolut recht hast Du.

     

    @Felix: Diese “Vorteile” sind rein politischer Natur und somit künstlich. Ob diese Bedingungen bis dahin Bestand haben weiß niemand. Die Erfahrung mit den Renten zeigt allerdings, dass die Politik hier sehr veränderungsfreudig ist. Leider nicht zu Gunsten des Rentners.

    Das Risiko in einer Weltwirtschaftskrise mit einem Welt-ETF bankrott zu gehen strebt gegen 0. Dein einzelner Versicherer macht da schon viel eher die Grätsche. Trotz dem Riester + gesetzlicher Rente würdest Du in so einer Krise dennoch nur Pappsuppe löffeln. Mit einem weltweit diversifizierten Aktienportfolio hättest Du zumindest immer Brot 😉

    Ich schreibe Müll? Dann schau doch mal wer, wie durch die letzte Weltwirtschaftskrise gekommen ist…

     

    @42sucht21:

    Schaffen es die finanziell ungebildeten überhaupt ihren Vertrag/Zahlung über die ganze Zeit so anzupassen, dass sie überhaupt die komplette Förderung einstreichen?

    Du schreibst selbst welch witzlose Garantiezahlung Dich erwartet. Wenn Du sie letztendlich bekommst, kannst Du davon mal eine Communityparty schmeißen. Wir bringen dann Essen&Getränke mit – damit es reicht 😉

    Ein Staatsfond wäre eine Klasse Sache. Nur würden wir es in Deutschland schaffen selbst dieses Konstrukt durch Versicherer zu versauen. Würden wir as nicht tun, wären die anderen Produkte ja schon gut uns ausreichend!

     

    @Nochmal Rüdiger:

    Versicherungsaktien aus Deutschland sind wohl wirklich keine schlechte Idee 😉

    BTW, netter Artikel:

    https://www.welt.de/wams_print/article2695350/Wo-sich-die-Schafe-zum-Melken-anstellen.html

     

  36. AvatarReinhard

    Irgendetwas stimmt an der Berechnung nicht :

    Tenhagen rechnete nach: Auf dem Riester-Fonds-Konto sind 30.300 Euro. Das sind nur 2.400 Euro mehr, als er eingezahlt hat einschließlich der staatlichen Förderung. Anders ausgedrückt: Die Rendite ist schmal mit 1,5 Prozent per annum für einen Investmentfonds.

    Warum wurden pro Jahr 2.146 Euro eingezahlt, wenn 2.100 Euro p. a. der max. geförderte Betrag bei Riester ist?

    Wie hoch ist die Rendite inklusive Förderungen und Steuervorteil?

    Bei durchschnittlichen Einkommen und nur der Eigenförderung von 154/175 Euro p. a.

    Sind das ca. 4,6 %pa Rendite.
    Klingt doch gut ??
     

     

     

  37. AvatarWolke

    Vor Jahren wollte mir mein Versicherungsagent redegewandt seine Anlageprodukte andrehen. Als ich ihm sagte, daß ich in Aktien seiner Gesellschaft investiere, wurde er ruhig.

  38. Avatar42sucht21

    @Daniel – ich hätte lieber die Enscheidungsgewalt 
    Haben Sie doch. Einfach keinen Riester abschließen.
    Das ist dann aber auch nicht H-IV sicher und ohne weitere Kinderzulage und nicht für Gutverdiener steuergefördert direkt ausm Brutto wird es auch nicht ohne Einschränkungen der Freiheit geben. Enscheidungsgewalt ist halt nie einseitig.

    @Vroma – schaffen es  finanziell ungebildete die komplette Förderung einstreichen
    Selbstverständlich nicht. Das schaffen auch finanziell gebildete nicht über die ganzen Lebensphasen hinweg. Darum geht es aber auch nicht. Zumindest sparen diese Menschen ihren Eigenanteil mit Teilförderung für die Rente.

    @Vroma – …durch Versicherer zu versauen. Würden wir as nicht tun, wären die anderen Produkte ja schon gut uns ausreichend!
    Sind die nicht vorhanden? Einfach kostengünstigen All-World Aktien ETF Sparplan im Alter von 20J aufsetzen und gut ist. Dauert einmalig 10 Minuten und dann mit 65 die Ernte einfahren. Was benötigt Mensch mehr?

    @Communityparty – Gute Idee! Danke für die Einladung, nehme ich gerne an obwohl ich keinen Riester-Vertrag habe oder jemals hatte wie ich oben zu begründen versucht habe. Das ist kein gutes Produkt für mich obwohl ich durch die Kinderförderung einiges bekommen hätte. Ich agiere da lieber eigenverantwortlich. Ich habe ja bereits eine GRV und benötige keine zweite schlecht rentierende, unflexible, langfristige, der Politik ausgelieferte Zusatzversicherung für mein langes Leben. H-IV Risiko sehe ich bei mir auch als gering an. Ich habe auch kein Bedürfnis Fördergelder vom Staat zu beantragen damit ich diese dann 30 Jahre lang der Finanzindustrie weiter reichen darf. Geh mir wech!

  39. AvatarVroma

    @Reinhard: Das kann man sich schönrechnen wie man will. Wenn Du herausfindest wie unser Geldsystem funktioniert, wirst Du sehen warum nur der Versicherer hier ein Geschäft macht.

     

    @42sucht21: Bin absolut bei Dir. All-World ETF Sparplan und der Fisch ist geputzt. “Verbreitet die Botschaft!”

     

    @Communityparty: Vielleicht wird es was mit der neuen Bude – da könnte sowas steigen. Einlass nur ohne Riestervertrag. 42sucht21 ist dabei 😉

  40. AvatarMatthias Pfeffer

    Das ist für mich staatlich organisieter Betrug.

    Leider betrifft dieser organisierte Betrug nicht nur diesen Bereich.  Ich schaue nur auf die Fahrzeug -überwachung . Ein staatlicher Auftrag im hoheitlichen Bereich der zu einer verkommenen Abzocke umorganisiert wurde.

    Arbeitsschutz Gesetze werden umgangen und die Umverteilung nach oben vorrangetrieben.

    Lang umkämpfte Tarifprivilegien werden umgangen um Angestellte besser ausbeuten zu können.

    Da könnten sich die Grünen profilieren.

    Scheinbar sind Dranzgender und Homosexuelle das bessere politische Geschäft.

  41. AvatarGrabowski

    Ich kann viele Kritikpunkte an Riester und konkret dem UI-Produkt nachvollziehen. Z.B. die Kapitalgarantie und auch die Ausgabeaufschläge, aber vor allem die Verwaltungsgebühr.

    Und dennoch bin ich bisher mit meinem Vertrag (als “Vermögensdiversifikation”, wie ein Kommentator schrieb) nicht unzufrieden:

    Vertragsbeginn war vor ziemlich genau 16 Jahren, immer Höchstbeitrag abzgl. Zulage eingezahlt. Dabei bekomme ich nur die persönliche Zulage, da unsere Kinderzulage auf den Vertrag meiner Frau läuft.

    Depotstand derzeit: ca. 57.300 €

    Gewinnanteil (Zulagen, Dividenden, Kurssteigerungen): ca. 25.500 €

    Dabei sind die Steuervorteile noch gar nicht berücksichtigt.

    Ich würde mich definitiv über geringere Kosten freuen, aber insgesamt ist die Entwicklung durch die Zulagen, die quasi die hohen Kosten kompensieren, recht vergleichbar mit einer ETF-Rendite.

  42. AvatarJan

    Riester? Haben wir beide, besparen wir mit Höchstbeitrag und die Rendite nach Förderung ist beachtlich. Dazu gibts die steuerliche Rückerstattung oben drauf die wiederum im Aktienmarkt angelegt wird.

    Ein gutes Garantieprodukt das meine Rendite glättet. Was will ich denn mehr? Dazu noch bei mir ein Garantiezins von 4%. Die Kosten? Ja. Wusste ich bereits bei Abschluss.

    Ich gehe davon aus, dass die meisten hier Riester einfach nicht verstanden haben und auch nicht verstehen werden – weil sie es nicht verstehen wollen. Es gibt keine Eierlegende Woll-Milch-Sau. Die Riester mit Aktien zu vergleichen ist, wie Eier mit Wolle zu vergleichen. Klar, kann man machen. Der Erkenntnisgewinn ist jedoch voraussehbar gering.

    Eine Riester ist für die Beimischung in einer übergeordneten Strategie super. Und wenn der Tim über Herrn Tenhagen so kritiklos berichtet, dann verwundert mich das. Der Tenhagen ist der größte Abzocker. Verdiente er sich doch über seine Werbetouren für fairr durch Affiliate-Links eine goldene Nase. Als fairr (bzw. Sutor-Bank) dann kurz vor dem Margin Call durch die Bafin alles umschichtete hat sich der Herr heimlich still und leise aus dem Staub gemacht. Auf seinem Forum kann man verzweifelte Forenteilnehmer lesen, die dank seinen Tipps vor den Scherben ihrer Altersvorsorge stehen. Und ja, Tenhagen hätte es wissen müssen. Er wurde die Jahre vorher von verschiedenen Seiten immer wieder gewarnt. Aber die leckeren Provisionen von fairr waren eben zu verlockend… Dazu noch die desaströse Verrentung von fairr die er immer wieder mit an den Haaren herbei gezogenen „Lösungen“ umschiffte.

    Schade, dass hier keine Quellen recherchiert werden, wie es eigentlich die journalistische Sorgfalt gebühren würde.

  43. AvatarPaluma

    @jan trotzdem wäre bei Riester bestimmt optimierungsbedarf. Und das teilweise Gesetze von den Versicherungsverbänden mit gestaltet werden, ist für den Verbraucher mehr als fraglich. Allgemein sollten Parteispenden von Firmen oder Verbänden verboten werden. Aber das ist wieder ein anderes Thema.

    Warst du nicht der aus der Versichetungsbranche?

  44. AvatarFelix

    Die Börse rauscht nach oben; DJ über 30.000. Wohl dem, der voll investiert ist. Alles geht durch die Decke, die Bullen sind los.

    Und das, obwohl Corona USA und Europa schwer zusetzt. Aber es sind Impfstoffe in Aussicht. Auch scheint sich die politische Situation in USA wieder zu normalisieren. Weder Bürgerkrieg noch das Abgleiten in eine diktatorische Bananenrepublik scheinen einzutreten.

    Lassen wir die Bullen laufen!

  45. Mark 85Mark 85

    Ich habe kein Problem damit, für sehr gute Produkte und Dienstleistungen angemessene Aufpreise zu bezahlen, aber die aktive Altersvorsorge- bzw. Vermögensverwaltungsszene grenzt zu oft an Betrug. Man soll für unterdurchschnittliche Ergebnisse überdurchschnittlich bezahlen. Wo gibt es so etwas noch? 🙂

  46. AvatarThorsten

    Ich habe Riester weil ich die volle Förderung bekomme und nur 60€ pro Jahr selbst einzahle. Da muss was übrig bleiben. Abkassieren tun sie natürlich trotzdem. Im Grunde genommen holt man sich nur ein paar Steuern zurück, da kommt die Zulage ja her, es ist eh unser aller gemeinsames Geld ( der Staat sind wir ).

  47. AvatarNordlicht

    Mein Mann hatte damals einen, der hat durch die hohen Provisionen und Gebühren sogar die Zuschüsse aufgefressen, Rendite = 0.

    Eine Arbeitskollegin hatte allerdings vier Kinder und war der Ansicht, Riester bringt ja nichts und hat sich dann nach dem Berechnen der Förderung doch dazu entschieden. Ich bin kein Freund solcher Produkte, aber hier kommt es auch sehr auf das Produkt und die Familiensituation an.

  48. AvatarSlowroller

    Ich bin schon vor einiger Zeit zu der Erkenntnis gelangt, dass der Kapitalmarkt schlicht nichts für Garantieprodukte ist. Wer wie Jan noch eine 4%-Garantie hat, hatte halt Glück. Das Minus, das der Vertrag auf Dauer einbringen wird (und das wird er wenn es so weitergeht), muss von anderen bezahlt werden. Im Grunde ist das auch das tolle an einer umlagefinanzierten Rente: es gibt im großen und ganzen keine Dinge, die die Rente komplett verhageln können. Hier hätte man meiner Meinung nach eher investieren sollen. Dazu dann ein höherer, gesicherter Freibetrag mit Sperre für die Altersversorgung. Dass die Versicherungsgesellschaften und Berater selten etwas zum Wohl des Kunden tun ist nicht erst seit gestern so. Daher wird man oft auch fuchsig wenn man mal auf interessierte Kunden trifft die Nach- und Hinterfragen. An dem auswendig gelernten Marketingsprech was dann kommt merkt man oft (nicht immer), dass man das Gespräch beenden sollte. Hierbei mache ich niemandem zum Vorwurf die eigenen Produkte zu verkaufen – das würde jeder tun. Ich habe aber oft erlebt, dass man Dinge aufschwatzen will, die nur für einen Vorteilhaft sind: den Anbieter.

     

    @Jan ich bin fast komett bei dir – allerdings bin ich nicht sicher, ob man bei fairr von diesem Verhalten ausgehen konnte.

  49. AvatarJan

    @Felix, ich war früher in der Schadenregulierung. Heute baue ich Software-Roboter. Höre ruhig drauf. Ich kanns beurteilen. Der Branche nicht fremd zu sein hat auch Vorteile: Man kennt sich damit aus.

    Natürlich gehört der Klüngel abgeschafft. Und natürlich wäre es besser, würde man die Zulagen frei in andere Produkte stecken können. Diese „was wäre wenn“ Spielchen sind nett, wenn du hier politischen Aschermittwoch möchtest. Sie bringen jedoch nichts. Wir leben im hier und jetzt in diesem Land mit diesen Gesetzen, wie sie nun mal sind.

    Riester ist kein Renditeprodukt und ganz sicher reformbedürftig. Aber man kann die paar Kröten ganz gut in eine Strategie einweben. Ganz sicher würde ich niemals behaupten Riester wäre der Stein der Weisen. Nebenbei, der S&P500 ist es auch nicht. 😉

     

  50. AvatarPhil

    Meine Meinung zu Riesterfonds:

    Die Sparsumme bei Riester sind 4% des Bruttogehalts oder maximal 2100€. Der Staat gibt 175€ Zulage für jeden. Bei Eltern ist es mit der Kinderzulage noch mehr. Bleiben wir bei den 175€. 2100€ – 175€=1925€   175€/1925€=0,0909. D.h. Der Staat gibt mindesten 9,09% Förderung, bei vielen noch viel mehr. Das gleicht den Ausgabeaufschlag von 5% und sonstige Kosten mehr als aus. Zu dem muss das Geld nicht versteuert werden. D.h. man bekommt nicht den Durchschnittssteuersatz sondern die Steuern, die man für die letzten 1925€ gezahlt hätte, erlassen. Ab ungefähr 57000€ Jahresgehalt ist dies der Spitzensteuersatz von 42%, ansonsten dementsprechend weniger. Das hört sich bisher alles positiv an. Bei der Auszahlung der Rente wird dann allerdings versteuert und zwar mit einem niedrigeren Steuersatz, da die gesetzliche Renten nicht mehr so hoch wie der Verdienst im Arbeitsleben ist. Das ist auch noch positiv. Allerdings muss man auch Kranken- und Pflegeversicherung von der ausgezahlten Riesterrente zahlen. Das sind momentan ungefähr 20%.Wiegen das die weniger gezahlten Steuern auf, kann sein.
    Viel problematischer bei Riesterfonds sehe ich, dass die eingezahlte Summe garantiert ist. Das führt dazu, dass bei einem Börsencrash die schönen Gewinne alle weg sein können. Die Fondsanteile werden kurz vor dem Tiefpunkt der Börsen in Rentenfonds umgebucht, um die eingezahlten Summe zu garantieren. Steigen die Börsenkurse wieder, wird nur noch zögerlich zurück in den Aktienfonds gebucht. Durchschnittliche Gewinne über die Jahrzehnte wie bei ETF oder Aktien sind dann vermutlich nicht mehr möglich. Aber die eingezahlte Summe ist garantiert. Totalverlust sollte es also nicht geben.
    Reicht ein Riesterfonds mit 175€ monatlich aus um die Rentenlücke zu schließen, wenn die durchschnittliche Rente irgendwann bei 40% vom Verdienst ankommt, vermutlich nicht. Also werde ich sowieso neben Riester auch noch in Aktien und/oder ETFs investieren müssen.

  51. AvatarJan

    @Slowroller,

    das fairr seine ETF-Versprechen nicht halten kann wurde von einigen Seiten über Jahre in der Branche vorausgesagt. Nur der Tenhagen, der selbst ernannte Besserwisser, wusste es mal wieder besser.

    (Nur noch wenig auf deine Frage bezogen:)

    Hätte ich auf Tenhagen gehört, dann hätte ich nebenbei auch keine 4% Garantieverzinsung uvm. Eigentlich machte er falsch, was er auch anpackte. Ihm haben es einige zu verdanken ihre Renten-Policen verkauft oder gekündigt zu haben. Heute würden sich einige die Finger danach lecken. Und heute empfiehlt auch er die Altpolicen zu halten. Eben wie ein Fähnchen im Wind. Die Rendite machen heute die Policenaufkäufer und danken dem Tenhagen für das Geschäft ihres Lebens. Nebenbei danken auch die Versicherer dem Tenhagen diese heute unlukrativen Policen nicht mehr bedienen zu müssen.

    (nicht mehr nur auf deine Frage bezogen:)

    Nur so kann man keine langfristige Anlage aufbauen. Ich kann nicht mal das, dann das und dann mal wieder etwas anderes machen. Das braucht Hand und Fuß. Wenn ich mich für eine bAV o.a. entscheide, dann muss das in mein Gesamtportfolio passen. Und eben nicht immer „das beste Produkt“ sein. Denn es gibt schlichtweg kein „bestes Produkt“. Es gibt nur individuell sinnvolle Beimischungen. Ein Fehler dem u.a. auch regelmäßig die Stiftung Finanztest unterliegt.

  52. Avatar42sucht21

    @Jan
    Das sieht gut aus gratuliere! Es gibt sicherlich Einzelfälle in denen es sich lohnt und sie haben auch noch 4%. Da sind sie einer der besten Riester-Kunden. Mit welcher Sterbetafel rechnet denn ihr Versicherungsunternehmen? Müssen Sie 84 oder 104 werden um Ihre eigenen Einzahlungen voll zurück zu erhalten? Ich meine, welche monatliche brutto Rente erhalten Sie und Ihre Gattin denn garantiert ab welchem Jahr? Mit welchem Steuersatz rechnen Sie in den Rentenphase (Delta zwischen Einzahler-Steuersatz und Rentner-St) und wie sehen Sie die schlechte Vererbbarkeit von Riester im Vergleich zu einem einfachen selbst geführten flexiblen Aktien oder ETF Depot oder Immobilie? Sind sie freiwillig gesetzlich KV und müssen aus der Riester-Rente die KV Beiträge zusätzlich zahlen? Haben Sie eine Rentengarantiezeit abgeschlossen welche evtl. nach ihrem Tod die Versicherung innert 5J frei stellt? Das und vieles mehr sind alles Detail-Fragen die es am Ende zu beantworten gilt. Ich glaube, viele zufriedene Riester-Kunden haben eine sunk-cost Einstellung bzw. rechnen sich die Opportunitätskosten zu flexiblen voll vererbbaren Alternativen nicht aus. Aber es gibt natürlich Einzelfälle in denen es sich phasenweise lohnt. Die Alleinerziehende Mutter mit 4 Kindern… Die Diskussion um Riester bleibt uns noch länger erhalten. Ich votiere für ein einfaches All-Welt ETF Depot oder eine vermietete Immo wenn man die Arbeit nicht scheut. Die ist auch steuerlich / inflationsgeschützt / Vererbbarkeit extrem viel interessanter als Riester. Aber das gibt es eben nicht für die breite Masse der geseztlich Rentenversicherten.

  53. AvatarPaluma

    @jan Für den einfachen Arbeiter ist die Riester-Rente bestimmt nicht das Schlechteste nach der Betriebsrente, insbesondere wenn noch Kimder im Spiel sind. Aber für jemanden der später von seinem Vermögen leben will und die Möglichkeit hat dies zu erreichen, ist es schwachsinn. Mein Onkel, welcher letztes Jahr verstorben ist, hat fast Jährlich den steuerlichen Höchstbetrag in die Rürup Rente für Selbsständige einbezahlt. Meine Tante sieht davon keinen Cent, weil sie zu viel Vermögen hat.
    Was erbt/welche Ansprüche hat der Ehepartner bei der Riester-Rente, wenn das Leben anders verläuft wie gedacht?

  54. Avatar42sucht21

    @Video zu Riester
    Ich habe gerade auch noch diese schönen Videos gefunden vom “Lustknaben von Veronica Ferres” (O. Welke). Diesem Mann vertrauten viele Menschen ihre private Riester-Altervorsorge an. Zur Erinnerung, das war der mit den 2 Millionen Spende “für das Buch von Schröder” während dieser die Riester Reform natürlich komplett unabhängig von der Drücker-Truppe AWD formulierte. beide Videos <1min.
    https://www.youtube.com/watch?v=VfQ-nz5yzeQ
    https://www.youtube.com/watch?v=ik-Wfoo9OIw

  55. AvatarZwitsch

    Sehr informative Riester Diskussion.
    Sachlich und kompetent vorgetragen.

    Abwägung Vor und Nachteile.

    Top…..

    Tenor…. Riester kann trotz einiger Hürden ein Baustein zur Altersvorsorge sein.

    Sehr individuell.

     

     

     

     

     

  56. AvatarThorsten

    @Josef

    Es regieren längst die Konzerne mit. Dann kaufen wir uns eben da ein – über Aktien.

    @ARister : ohne Kinder würde ich Riester nicht abschließen. Mit Kindern rechneet es sich u.U.

  57. AvatarDanielKA

    letzte Käufe: SAP, Siemens Healthineers und Markel

    also zumindest ein Spezialversicherer 😉 Versicherungen als Kapitalanlage benötige ich weiterhin nicht…

     

  58. AvatarSparta

    Hat eigentlich jemand das Buch von James P. O’Shaughnessy mit den besten Anlagestrategien aller Zeiten gelesen und warum ist es etwas teuer?

  59. KievKiev

    @ Sparta

    Für die besten Anlagestrategien aller Zeiten kannst Du ruhig etwas springen lassen. In dem Fall ist die beste Anlagestrategie vermutlich die Selbstvermarktung: Verkauf von Büchern, Seminaren (aufgezeichnet für die Skalierbarkeit) usw. Du kannst solchen Autoren aber danken, dass Sie sich die Zeit nehmen um uns underperformern zu unterstützen. Das haben sie schließlich bei dem selbst erreichten Vermögen nicht nötig.

  60. AvatarTim L.

    Naja ich sehe das Thema etwas zwiespältig. Keiner zwingt die Leute, diese Verträge mit den Gebühren abzuschließen. Ein Freund von mir hat auch seine kompletten Produkte über die DVAG abgeschlossen und wundert sich, dass nach 10 Jahren der Wert der Produkte niedriger ist, als das, was er eingezahlt hat. Der Witz daran ist, dass er auch erst nach 10 Jahren mal richtig durchgelesen hat, dass er für Immobilienfonds 5% Ausgabeaufschlag und 2,25% laufende Verwaltungsgebühr bezahlt. Da fehlt mir persönlich aber ein wenig das Mitleid.

    Bei jedem Kopfhörer für 50 EUR schauen sich die Leute unzählige Testberichte an, vergleichen Preise und lassen sich mit “Rabattweckern” den günstigsten Preis anzeigen, nur wenn es um die Rente/Geldanlage geht, schaltet man sein Gehirn aus. Zeigt ja auch schon der Kommentar, dass Union Investment der größte Anbieter für solche Dinge ist. Warum sind die das, wenn sie doch so hohe Gebühren haben? Weil es die Leute nicht interessiert.

    Selbst wenn man überhaupt keinen Bock hat, sich um das Zeug zu kümmern, kann man zu Firmen wie “Scalable Capital” gehen, zahlt weniger als die Hälfte der laufenden Gebühren, hat volle Transparenz und keinen Ausgabeaufschlag. Trotzdem gehen alle noch zur eigenen Sparkasse/Volksbank und lassen sich Müll andrehen. Selber Schuld, habe ich kein Mitleid und von mir aus könnten die auch 10% laufende Gebühren draufschlagen. Dann wacht vielleicht der ein oder andere mal auf.

  61. AvatarSparta

    @-M

    Nein, keine dogs of the dow-Strategie, aber für die “besten” Anlagestrategien gibt es wahrscheinlich zig Bücher…

    Mich irritiert bei dem der hohe Preis und die Frage, ob es das Wert ist, bzw. ob es hier jemanden gibt, der es gelesen hat…

    Es läuft auf relative Stärke nach Levy mit Kombi der Fundamentaldaten raus, bzw. Deinem Link.

    @Kiev

    Ja, rein von der Wahrscheinlichkeit betrachtet ist Selbstvermarktung eine der lukrativsten Strategien…

    Wenn ich meine 50 Börsen-Bücher durchhabe, habe ich Punkte aus den ersten 20 wieder vergessen, ausser von denjenigen welche ich 3-4 x gelesen habe…

    Andererseits wenn man Faber’s Global-Asset-Allocation durch hat, sind keine so extremen Ausreisser bei den “Profi-Strategien” drin…

     

  62. AvatarPhil

    @Tim L.: Wenn dein Freund alles richtig gemacht hat, hat er die Riesterrente bei der Steuererklärung angegeben. Die eingezahlten Beträge sind steuerfrei. Die zu viel gezahlten Steuern gibt ihm der Staat zurück. Dein Freund bekommt jedes Jahr eine Steuerrückzahlung. Die eingezahlten Beitrag kommen also nicht nur von deinem Freund. Man muss von den eingezahlten Beträgen die erstattete Steuer abziehen. Den nur die Differenz davon hat dein Freund tatsächlich selbst eingesetzt. Der andere Teile der eingezahlte Beträge kommt vom Staat und ist die Förderung. Die Förderung vom Staat an den eingezahlten Beträgen ist der jeweilige persönliche Höchststeuersatz, also maximal 42%. Prozentual ausgedrückt hat dein Freund minimal 58% und der Staat maximal 42% eingezahlt. Dabei sind die staatlichen Zulagen (175€ und Kinderzulage 300€ pro Kind) nicht berücksichtigt. Natürlich wird am Ende von der ausgezahlten Riesterrente ordentlich Steuer, Kranken- und Pflegeversicherung abgezogen. Aber das, was dein Freund jedes Jahr sieht, ist ordentlich gefördert. Natürlich gibt es flexiblere und einfachere Finanzprodukte, vermutlich auch mit mehr Rendite, da gebe ich Dir recht. Auch die Verkäufer von Riesterrenten machen ordentlich Kohle damit. Da hat die Versicherungswirtschaft richtig guten Lobbyismus gemacht.

  63. AvatarBruno

    @Sparta

    Ich hatte das Buch mal gelesen.

    Es gibt einen deutschen Pfarrer (Uwe Lang), der dieses System als Basis genommen hat und weiterentwickelt hat.

    Grundsätze und Aktienauswahl (boersensignale.de)

    Er gibt einen Börsenbrief raus und hat auch Bücher geschrieben. Zumindest siehst Du auf dem Link in etwa, um was es geht, es ist eine Kombination als fundamentalen Daten und technischen Daten.

    Es ist also ein Signalsystem, es hat anscheinend längere Zeit gut funktioniert aber seit der gute Mann einen Fonds lanciert hat scheint es nicht mehr so gut zu laufen, ich denke man ist mit einer Buy & Hold auf einen Welt-Index besser gefahren in den letzten Jahren. Aber das heisst ja nix für die Zukunft.

     

  64. AvatarFabian S.

    Ich sehe das wie das BVerfG:

    Kapitale Lebensversicherungen und Ähnliches sind legaler Betrug!!! Mehr muss man zu diesen Verbrechern nicht sagen.

  65. AvatarMr. B

    Auf Riester Auszahlungen muss man später meines Wissens keine Krankenversicherung und Pflegeversicherungsbeiträge zahlen.

  66. Avatar42sucht21

    @Mr. B – sozialversicherungsfrei
    Die Riester-Rente ist aktuell sozialversicherungsfrei. Es sei denn, man ist freiwillig GKV. Dann gilt analog wie bei anderen Zusatzrenten oder etwa wie auch Miet- und Kapitaleinkünfte aktuell: 15,1% KV (ermäßigter Beitrags­satz) und 3,05% PV.

    Pflichtversichert = Vorversicherungszeit erfüllen = vor Rentenantragsstellung mindestens 9/10 der 2. Hälfte Mitglied der GKV.

    Es gibt aber verschiedene Formen von Riester, auch Verträge die man über seinen Arbeitgeber abgeschlossen hat. Anders als bei der Betriebsrente (mit Freibetrag) sollte hier vermutlich analog die obige Riester-Regelung gelten.
    Edit: Das sollte so stimmen, aber im Detail gibt es wenig überraschend bei ‘Riester über den AG’ doch Ausnahmen. Stichwort Mischverträge zB hier:
    https://www.haufe.de/personal/entgelt/riester-vertraege-ueber-den-arbeitgeber-zukuenftig-beitragsfrei_78_419668.html

    Soweit hatte ich das verstanden. Ob das wirklich richtig ist, weiss ich nicht. Ob das bis zum persönlichen Renteneintritt in x Jahren noch Bestand hat, bezweifle ich.

  67. Mark 85Mark 85

    Hohe Kosten sind eine Sache, katastrophale aktive Entscheidungen eine weitere: So verkaufte der nicht unbekannte Anbieter Fairr-Riester alle Aktien am 12. März. Vermögensschädlicher ging es nicht, weil dadurch ziemlich genau das Jahrestief des weltweiten Gesamtmarktes getroffen wurde. Bitte auf den 1-Jahreszeitraum klicken: https://m.onvista.de/index/MSCI-AC-WORLD-Index-1342039

    Herzlichen Glückwunsch zu dieser Glanzleistung! 😀 Ich kann jedem nur raten, von solchen teuren und aktiv verwalteten Umverpackungen die Finger zu lassen. Lieber direkt in die darin enthaltenen Anlageklassen wie Aktien, Anleihen und Liquidität anlegen.

  68. KievKiev

    @ Mark85

    Kann man die Verkäufe von Fairr zeitnah einsehen? Dies könnte als kostenlosen Indikator verwendet werden um ein wenig Markettiming zu betreiben. Zumindest solange die Markteffizienzhypothese diesen Kontraindikator nicht eingepriesen hat. 😉

  69. Mark 85Mark 85

    An Kiev: Als Kunde bestimmt. Ich stelle mir gerade vor, dass man 2, 3 oder noch mehr Jahrzehnte Zeit hat – und dann werden plötzlich alle Aktien zum denkbar schlechtesten Zeitpunkt abgestoßen. Anschließend geht das Spiel von vorn los: Bei stark gestiegenen Kursen findet der Wiedereinstieg statt. Kaufe oben, verkaufe unten – Altersvorsorgevernichtung vom Feinsten.

  70. AvatarSlowroller

    Zum Thema Fairr kann ich die Podacastfolge vom FinanzwesirRockt empfehlen. Da sprechen die Protagonisten recht frei darüber was passiert ist.

    Es ist tatsächlich ärgerlich, dass überhaupt dedizierte solche Produkte gefördert werden. Am Ende machen die nur Sinn wegen der Förderung – dann doch lieber direkt den RiesterBankSparplan, da weiß man von vornherein, dass nicht sonderlich dabei rumkommt. Tatsächlich wird hier aber auch überlegt zumindest mal reinzuschauen – allerdings mit ner RenditeErwartung von 0, die Rendite soll dann die Förderung (2Kids) und die Steuer bringen. Völlig hohl eigentlich…

  71. AvatarAndreas

    Hallo Zusammen,

    eines vorweg, auch ich halte die Verwaltungsgebühren und den Ausgabeaufschlag für viel zu hoch. Habe jedoch das gleiche Produkt im Dezember 2008 abgeschlossen. Hier vorrangig auf Grundlage der guten Bewertung in der Finanz- Test und der Abschluss war der Grundstein für meine ersten Einzelaktien. Daher will ich das Produkt für mich persönlich nicht vollends verteufeln.

    Was ist aus der Riesterrente bis heute geworden?Ich habe bis dato 23472€ Eigenbeitrag ohne die staatliche Zulage in den Vertrag eingebracht.

    Der Vertrag hat einen Wert mit Stand heute von 47637,96€

    Sprich bezogen auf den Eigenbetrag eine Wertsteigerung von 24165,96 € zzgl. der Steuerrückerstattungen über den Lohnsteuerjahresausgleich.

    Ein ETF auf den MSCI World wäre lukrativer gewesen, aber ärgern tue ich mich über den Abschluss jetzt auch nicht mehr und habe parallel die Hoffnung, dass es mir noch etwas rechtliches bringt, falls es zu einer Rentenreform kommen sollte.

     

    LG

     

    Andreas

  72. Avatar42sucht21

    @guter Vertragszwischenstand Fonds-Riester
    Der Vertragszwischenstand ist aber doch eigentlich irrelevant.

    Wichtig ist nur der Endstand. Wie oben beschrieben: wenn 10-18J vor Rente der Aktienmarkt die Jahrhundertbaisse hat, dann verkauft der Fonds zu Tiefstkursen und schichtet final in Anleihen um. Das wars dann. Wenn nicht, dann hat man Glück gehabt. Glück sollte doch wohl kein Faktor sein bei einem gesetzlich geförderten Rentenprodukt. Es geht hier im Forum wie auch im Verkaufsgespräch bei den Befürwortern hauptsächlich darum, wie toll hoch meine Förderung ist für die Kinder und die angebliche Steuerersparnis.  Auch diese beiden Hauptargumente sind aber doch eigentlich völlig irrelevant.

    Wichtig ist doch nur eins:
    Welche Eigenleistung über den gesamten Lebenszyklus habe ich netto monatlich eingezahlt, welche verbindliche Ausschüttung erhalte ich netto monatlich in X Jahren inflationsbereinigt?

    Lohnt sich das? Ob man lang lebt oder nicht ist dann doch Glück. Wer mag, kann das dann noch gegen den favorisierten Welt-ETF gegenrechnen und abwägen wie ihm die einzelnen Eigenheiten wie Flexibilität, H-IV Sicherheit, Abhängigkeit der zukünftigen Politik, Komplexität, Fallstricke, Aufwand, feste monatliche Verbindlichkeit, Gebühren bei Stillegung, Vererbbarkeit, Sicherheit, Chancen, usw. usw. jeweils wichtig sind. JedeR wie er/sie mag.

  73. AvatarNorbert

    @Andreas

    Eine Wertsteigerung bezogen auf den Eigenbetrag von 24.165 € hört sich erst einmal gut an, aber der Vertragswert von 47.637 € ist kein Betrag, über den man ohne größere Verluste verfügen kann. Und außerdem wird oft vergessen:

    Das Abkochen der Kunden hört in aller Regel nicht mit dem Ende der Ansparphase auf, sondern geht in der Rentenauszahlphase munter weiter! Denn die Versicherer müssen die Renten ja so kalkulieren, dass die Rentenzahlungen stets zuverlässig gewährleistet werden. Da wird dann noch so ein kleiner Sicherheitszuschlag (für den Versicherer natürlich) eingebaut…  Es wäre doch fatal, wenn Kunden alle 94 Jahre alt würden, also muss man aus Sicherheitsgründen noch ein paar Jährchen drauf packen und die Rente aus Sicherheitsgründen noch ein wenig weiter kürzen. Ja, die Riesterrente ist schon sehr sicher, es sei denn, der Versicherer gerät in eine Schieflage. Dann wird es allerdings katastrophal:

    § 314 Versicherungsaufsichtsgesetz lautet:

    § 314
    Zahlungsverbot; Herabsetzung von Leistungen

    (1) Ergibt sich bei der Prüfung der Geschäftsführung und der Vermögenslage eines Unternehmens, dass dieses dauerhaft nicht mehr imstande ist, seine Verpflichtungen zu erfüllen, die Vermeidung des Insolvenzverfahrens aber zum Besten der Versicherten geboten erscheint, so kann die Aufsichtsbehörde das hierzu Erforderliche anordnen, auch die Vertreter des Unternehmens auffordern, innerhalb bestimmter Fristen eine Änderung der Geschäftsgrundlagen oder sonst die Beseitigung der Mängel herbeizuführen. 2Alle Arten von Zahlungen, besonders Versicherungsleistungen, Gewinnverteilungen und bei Lebensversicherungen der Rückkauf oder die Beleihung des Versicherungsscheins sowie Vorauszahlungen darauf, können zeitweilig verboten werden. 3Die Vorschriften der Insolvenzordnung zum Schutz von Zahlungsabrechnungssystemen, Wertpapierliefersystemen und Wertpapierabrechnungssystemen sowie von dinglichen Sicherheiten der Zentralbanken und von Finanzsicherheiten sind entsprechend anzuwenden.
    (2) Unter der Voraussetzung nach Absatz 1 Satz 1 kann die Aufsichtsbehörde, wenn nötig, die Verpflichtungen eines Lebensversicherungsunternehmens aus seinen Versicherungen dem Vermögensstand entsprechend herabsetzen. 2Dabei kann die Aufsichtsbehörde ungleichmäßig verfahren, wenn besondere Umstände dies rechtfertigen, insbesondere, wenn bei mehreren Gruppen von Versicherungen die Notlage des Unternehmens mehr in einer Gruppe als in einer anderen Gruppe begründet ist. 3Bei der Herabsetzung werden, soweit Deckungsrückstellungen der einzelnen Versicherungsverträge bestehen, zunächst die Deckungsrückstellungen herabgesetzt und danach die Versicherungssummen neu festgestellt; ist dies nicht möglich, werden die Versicherungssummen unmittelbar herabgesetzt. 4Die Pflicht der Versicherungsnehmer, die Versicherungsentgelte in der bisherigen Höhe weiterzuzahlen, wird durch die Herabsetzung nicht berührt.
    (3) Die Maßnahmen nach den Absätzen 1 und 2 können auf eine selbständige Abteilung des Sicherungsvermögens (§ 125 Absatz 6) beschränkt werden.

     

    Ich will damit keine Angst machen, aber sind, um es einmal ganz  höflich auszudrücken, die Zulagen- und ggf. Steuervorteile nicht arg teuer erkauft?

     

    .

     

  74. AvatarSparkässler

    Hi,

    ich komme aus der Bankenbrachen und muss sagen, dass der Riester der grösste Mist überhaupt ist.

    (Bei 3-4% der Kunden kann es sich lohnen).

     

    Die Auszahlungsphase erfolgt nicht zu 100%, man hat die Option auf Rente (kleinscheiss) oder Rente 30% Auszahlung.

    Die Zulagen sind ja auch nicht geschenkt und müssen zu 100% versteuert werden.

    Die Rürup und Riesterrente sind zu 100% gescheitert und die Profiteure waren nicht die Kunden sondern die Verkäufer von dem Schrott. Auch ein Maschmayer war übrigens der Kopf von Rürup und Riester. Der Herr Walther Riester, checkt sicherlich heute selbst nicht mehr sein Riester.

    Der Staat macht viel dafür, dass der kleine Mann klein bleibt. Das einzigst wahre für die Altersvorsorge in Deutschland ist eine abbezahlte Wohnung bzw. mehrere vermietet Wohnungen (noch gibts die Steuervorteile).

    Auch waren früher Aktiengewinne steuerfrei und Lebensversicherungen ebenfalls. Heute wird sogar die Rente versteuerte bzw. sozialversichert. Das war früher ja auch nicht so.

    Mein Fazit : wer sich auf den Staat verlässt der hat schon 1:0 verloren.

     

     

     

     

  75. Avatarkripofrankfurt

    Zur Union-Investment-Riesterrente 4K:

    Ich habe mir jetzt nicht die ganzen vorherigen Beiträge durchgelesen, aber hatte selbst eine und diese vor einigen Jahren gekündigt! Habe die Beträge noch ungefähr im Kopf:

    10.000 € eingezahlt

    19.000 € Depotwert

    12.000 € blieben mir übrig.

    Alle staatlich erhalten Zulagen werden erstmal abgezogen und der Gewinn wird über die Steuererklärung zum persönlichen Steuersatz versteuert. (Keine Ahnung wie hoch der ist, aber ca 35% könnten hinkommen) Habe ca 14.000 € überwiesen bekommen und musste 2000€ über die Steuererklärung zurückzahlen. Hatte ungefähr am Ende 2000€ Gewinn übrig bei ursprünglichen 9000€ Gewinn im Depot!

  76. Avatar42sucht21

    @Sueddeutsche.de – Wie die Riester-Rente amtlich schöngerechnet wird
    Heute ein interessanter Artikel zu Riester über den neuen Rentenversicherungsbericht der Bundesregierung und Alterssicherungsbericht 2020. Dort wird davon ausgegangen, dass ein Angestellter mindestens in 3 Rentenversicherungen einzahlt. Ach, dass wussten Sie noch gar nicht? 1) GRV, 2) Riester (angenommene Kosten 10% der jährlichen Zulagen, angenommene Zinsen 2-4% pA, alle Zulagen immer beantragt) und 3) einer ominösen Privat-Rente welche angeblich von jedem bedient werden sollte aus der Steuerersparnis der abzugsfähigen Renteneinzahlungen. Alle Renten sollen dann auch angeblich 2% pA steigen in der Rentenphase. Der Durchschnittsrentner hat nach 45 Jahren GRV und seit 2002 Riester und Privat-Rente  dann mit seinen drei Renten fast das Niveau eines Pensionärs, > 73,5% ab 2034.

    Hanebüchen und realitätsfremd. Ich hoffe, die glauben diesen Quatsch nicht wirklich selber. Wenn ich soetwas im BMAS Bericht lese, dann schwant mir nichts sinnvolles für eine anstehende weitere GRV- und Riester-Reform. Die beiden Originalberichte finden Interessierte hier:
    https://www.bmas.de/DE/Themen/Rente/Rentenversicherungsbericht/rentenversicherungsbericht.html

  77. AvatarEW

    Servus, ja sehe es ähnlich das es zu Riester bessere Alternativen gibt. Wenn man schon “falsch” einen Riester laufen hat, sollte vermutlich selbst jeder prüfen inwieweit dieser ungünstig für einen ist.

    Ich denke ich lasse meinen mit kleinen Sparraten einfach weiter laufen …

    Etwas vom Staat u. der Firma kommt ja dazu und umschichten finde ich gerade auch ungünstig. Habe von der DEKRA BR100.

    Positiv könnte man ggf. noch nennen das es eine mind. Zusicherung gibt. Oder ist das auch nicht korrekt? Wie seht Ihr das …

     

    Grüße

    Enrico

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