Wenn Crash-Propheten den Mund voll nehmen: Niemand weiß, wohin die Kurse laufen

Regel Nummer eins an den Finanzmärkten ist: Niemand weiß, ob Aktien dieses oder nächstes Jahr steigen, sinken oder seitwärts laufen werden. Selbst George Soros und Warren Buffett wissen das nicht.

Am allerwenigsten wissen es die genialen Crashpropheten, die durch die Medien geistern. Trotzdem machen sie genau zu diesem Thema immer ihren Mund auf. Sie brüsten sich, etwas zu wissen, was sie niemals wissen können. Sie spielen sich auf. Sie klopfen sich auf die Brust. Sie behaupten, sie hätten es genau gewusst mit dem Crash. Sie schinden Eindruck. Das große Wort führen sie. Sie hauen auf den Putz. Aber du musst wissen: Sie tönen nur groß herum. Sie ziehen eine große Show ab. Es ist in Wahrheit nur heiße Luft in Tüten.

Niemand von uns weiß, was passieren wird. Daher ist folgender Rat hilfreich: Wichtig ist für alle Fälle ausreichend Geld für den Notfall zu haben. Für das restliche Vermögen gilt: Kaufe und halte Wertpapiere und ETFs. Und ziehe das durch. Aktien bringen im langen Schnitt die höhere Rendite. Immobilien sind im Schnitt unterlegen.

Wenn alles zusammenbricht, haben wir eh alle größere Probleme als unser Depot. So sehe ich das.

Ich sammle Aktien. Fast jede Woche ordere ich welche. Ich lasse sie ewig liegen. Ich kann den Index damit übertroffen. Aber es ist möglich, dass ich schlechter als der Index abschneiden werde. Ich sehe es gelassen. Heute habe ich für rund 5.000 Dollar 131 Southwest Airlines Aktien gekauft. Southwest hat eine sehr starke Bilanz. So sieht der Kurs aus:

Ich habe heute ein paar Southwest-Aktien abgestaubt.

Du kannst es dir einfacher machen: Passiv in Indexfonds bzw. ETFs zu investieren ist bequemer und weniger aufregend.

Und noch was: Es ist schwierig, einen Partner fürs Leben zu finden, der deine finanziellen Werte teilt. Es gibt eine Menge Leute, die trotz guter Gesundheit keinen finanziellen Verstand haben. Sei froh, wenn du jemanden gefunden hast, der ähnlich tickt.

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74 Kommentare
  1. Niemand weiss es, aber die Wahrscheinlichkeit, dass die Gewinner der Vergangenheit auch jene der Zukunft sind, ist deutlich höher als umgekehrt.

    Beispiel FAANG Aktien

    Zu teuer, riskant, Gefahr durch politische Eingriffe, Absturzgefährdet etc. etc.
    ich baue meine Positionen laufend aus.

    Heute in USA alles rot ausser Apple, Facebook, Amazon, Google, Microsoft und Netflix.

    Das mit dem zu teuer heisst es übrigens schon seit vielen Jahren, bei Microsoft höre ich das seit gefühlt ihrem IPO.

    Dafür gehen die Leute auf die Suche nach gefallenem Mist, Schrottaktien die günstig sind, aber was günstig ist, ist eben auch nichts wert.

     

    Im Crash sieht es vielleicht anders aus, da sollte man auf Schnäppchenjagd, aber nicht im Bullenmarkt, denn dann hat man automatisch die Nieten im Depot.

  2. Dirk Müller hat jetzt, nachdem es offensichtlich auf die Schnelle nichts wird, den Megacrash neu terminiert auf den Herbst.

  3. Auch sein Fonds ist super gelaufen….wie viele Menschen sich veräppeln lassen ist der Hammer…. inzwischen ist einer der wenigen der seriösen Markus Koch… auch er verdient seine Kohle mit Analysen aber seine Statements sind absolut okay…. Oder wie siehst du das,Tim?…

  4. @Bruno:  Dafür gehen die Leute auf die Suche nach gefallenem Mist, Schrottaktien die günstig sind, aber was günstig ist, ist eben auch nichts wert.

     

    Na klar, mit dem Argument XXX wird immer! Für XXX kann man beliebig einsetzen: Gegessen, Getrunken, Geraucht, Geflogen, Gewaschen, …, Geölt  😉

     

    Auf die naheliegende Idee, zu sagen, Software wird es immer geben und ohne Datenverarbeitung geht es nicht mehr … darauf zu kommen, scheint so eine Art Raketenwissenschaft zu sein  😉

     
    Auch dafür gibt es geeignete ETFs, zum Beispiel auf den MSCI World Information Technologies 😉

  5. @Zwitch, @Felix

    Bild, Focus, Welt sind voll mit Statements: “Aktien kaufen, ETF kaufen”. Zeichen für anstehenden Crash? FED kauft Anleihen von Unternehmen. Zeichen für Planwirtschaft und “einen ewigen Wachstum”? Kurzarbeit, Zusamenbrechende Märkte (Export runter, Tourismus am Boden, Einzelhandel angeschlagen). Zecihen für Crash ?

    Ich würde sagen, wenn der Markt nicht steigt, dann fällt er oder bleibt stabil. Das garantiere ich, mindestens.

    @Tim da hast Du, was Aktien angeht, auch Recht und mit dem Notgroschen hast Du auch Recht

  6. @Rüdiger

    Aus Apple, Facebook, Amazon, Google, Microsoft und Netflix ist nur Microsoft ein IT-Unternehmen.

    Apple ist ein SMartphone Herrsteller, Google und Facebook sind Werbeplattformen (Werbeagenturen?). Amazon ist ein Versandhändler und Händlerplattform, Netflix ist Film-Rechteingaber und Verleiher. IT läuft unsichtbar drin und stellt keinen eigenen Wert mehr dar.

     

    Die Zeit der IT-Unternehmen ist vorbei, IBM ist weg vom Fenster, SAP, Oracle,  usw. werden sich mehrere Jahre gut halten ohne Sprünge und dann folgen sie der Auto- und Energie Industrie.

    Die Zeit der Vermittler ist gekommen: Booking, Amazon, Check24, Lieferando etc. Also Giganten, die die kleinen Buden wie Karstadt, Reisebüros, Versicherungsagenturen ins Internet gebracht haben. Diese Firmen haben die Filiale und einen Kassierer/Berater durch eine simple Eingabe-Maske ersetzt.

  7. Habe mich über die letzten acht Wochen immer mal wieder kräftig mit Berkshire-Aktien eingedeckt – ich denke, Warren Buffet weiß sicher auch nicht alles – aber so kann man von seiner unendlichen Erfahrung profitieren und ein gewisser Anteil ist ja auch durch den hohen Cash-Bestand abgesichert. Vielleicht ist Warren Buffet einer der ganz wenigen, die Informationen dann bekommen, wenn sie noch nicht im Markt eingepreist sind.

    Auch Markel finde ich als kleine Beimischung sehr interessant.

    Jetzt zu glauben, es kämen keine guten Kaufgelegenheiten mehr in der Zukunft ist sicher auch ein Fehler. Kein Grund Angst zu haben – nicht vor fallenden Kursen und auch nicht vor dem Verpassen von Kaufgelegenheiten.

    so long, Grüße nach NYC

  8. @ Rüdiger, ich weiß, dass ich nichts über Aktien, Unternehmen und Märkte weiß. Deswegen ETFs lebenslang ohne Bewährung.

  9. @Al Bundy:  ohne Bewährung

    Bewähren dürfen sich deine ETFs aber schon gerne  😉

     

  10. Amazon, Google, Facebook sind schon auch IT-Unternehmen, Amazon macht längst mehr als Onlinehandel, Google macht längst mehr als suchen, Facebook macht längst mehr als vernetzen.

    Wir nutzen von allen in Teilbereichen Technologie. Aber @Al Bundy hat schon Recht, es geht um die Anwendung und nicht nur Technologie.

    Ich würde mal behaupten was Software angeht stecken wir immer noch am Anfang, vielleicht in der Pubertät. Langsam kommen vernünftige Anwendungen, aber es ist noch sehr viel möglich.

    Nur mal als Beispiel die Automobilindustrie, unsere Enkel werden den Köpf schütteln wenn sie sich alte Filme anschauen und Autounfälle sehen. Wer will zukünftig noch seine Zeit verschwenden hinter dem Lenkrad, wenn das die Software viel zuverlässiger kann. Warum begeben sich Leute in den Stau wenn man es doch intelligenter lösen kann etc. etc. und so ist es in allen Lebensbereichen.

    Aber natürlich sind nicht nur die ganz Grossen interessant, die Kleinen wachsen häufig viel stärker. Wir wachsen z.B. deutlich schneller als Google und Amazon, leider auf exorbitant tieferem Niveau 😀

    Die Innovation hat hier erst begonnen, was man vermutlich von der Erdölindustrie oder Zigarettenindustrie nicht behaupten kann, auch wenn dort die Entwicklung natürlich auch nie stoppt.

     In der Pharmabranche genauso, die beiden Branchen fliessen auch immer mehr ineinander. Zukünftig wird wohl niemand mehr ein Herzinfarkt operieren, der Beipass wird präventiv vorgebeugt oder worst case flicken ihn Microroboter direkt in den Blutbahnen etc. einzige Problem wird dann wohl sein dass die Menschen noch älter werden und wohl trotzdem nicht länger arbeiten möchten.

    Also kräftig Aktien kaufen 😀

  11. @Bruno:  einzige Problem wird dann wohl sein dass die Menschen noch älter werden

    Kann man dem nicht durch geeignete Gen-Manipulation (Impfung!) einen Riegel vorschieben?  😉

     

  12. Im Endeffekt weiß niemand wie es weitergeht. Einfach immer regelmäßig über Jahre weiterkaufen. Durch Corona konnte man einige sehr schöne Wachstumswerte günstig bekommen, ich sehe das als Chance.

  13. Naa, habt ihr auch alle auf Youtube das Interview vom Florian Homm auf KenFM gesehen?

    Nicht? Dann mal los, zurücklehnen und genießen.

  14. @einzige Problem wird dann wohl sein dass die Menschen noch älter werden…

     

    Das regeln in der Zukunft Viren aller Art. Eine Impfung, die beispielsweise wie eine Grippeimpfung funktioniert, wird immer nur bei einem Teil der Bevölkerung wirken und damit wird Corona niemals ganz verschwinden und es werden mehr ältere Menschen sterben, als früher.

    Am Ende hat die Natur die Nase vorn: Krankheiten, Kriege, Katastrophen, die Trickkiste ist unerschöpflich.

     

     

  15. Übrigens hat Onvista mir heute meine Ecolab-Aktien ausgebucht, ich bin sehr irritiert. Ich wollte an der Kapitalmaßnahme definitiv nicht teilnehmen und habe nichts beauftragt. Seltsam, ich habe keine Erklärung für das Verschwinden aus dem Depot.

  16. Ich habe den Goldanteil erhöht auf 6%, ein paar erholte Wachstumsaktien wurden  geplant und mit Gewinn verkauft und in Iberdrola geparkt (gute Dividendenrendite und Wachstum, notiert und gezahlt in EUR/Spanien). Viel geht derzeit nicht, die Ölaktien zucken noch zu niedrig.
    @Andrea OnVista ist bzgl. Kapitalmaßnahmen nicht immer transparent. Leider

  17. Noch in diesem Monat soll das neue Finanzprodukt Bitcoin Exchange Traded Crypto (BTCE) Einzug bei XETRA, der elektronischen Handelsplattform der Deutschen Börse, halten. Der BTCE bildet den Kurs von Bitcoin (BTC), der mit Abstand größten Kryptowährung nach Marktkapitalisierung ab. Dabei ist er physisch besichert. Das heißt, er wird vollständig mit Bitcoin (BTC) hinterlegt sein, wobei 1 BTCE 0,001 Bitcoin (BTC) entspricht.

    https://www.btc-echo.de/btc-kommt-an-die-boerse-xetra-listet-bitcoin-exchange-traded-crypto-btce/

    Deutschland mal Vorreiter!

    Das Premium ist geringer als bei GBTC

  18. Also wolke, ich möchte deine morbide Freude an der zerstörerischen Kraft der Natur nicht trüben, aber zumindest für das Coronavirus finde ich diese Einschätzung doch um einiges freundlicher als deine und vor allem: begründeter!

  19. @Didi:

    Netter Versuch… Könntest du bitte noch erläutern, wie eine eine physische Absicherung mit einer rein virtuellen Währung genau funktioniert?

  20. @Tim:

    Die große Frage ist nun:

    Wie findet man einen Partner fürs Leben, der die gleichen finanziellen Ziele und den Mindset teilt? ?

     

  21. @Andrea

    Meine Ecolab Aktien wurden auch einfach so ausgebucht 🙁

    Hab auch nicht bei der Kapitalmaßnahme teilgenommen.

    Muss wohl ein Fehler sein, hab schon eine Beschwerdemail rausgeschickt.
    Bin übrigens beim S-Broker, d.h. Es muss wohl Broker übergreifend was schief gelaufen sein.

     

    Gruss

    Manni

  22. Hallo Tim,

    wenn die Basis um in Aktien zu investieren ein laufendes Einkommen ist, woher, außer aus Dividenden von bereits bestehenden Aktienpositionen nimmst du dann ca. 4.500 EUR PRO WOCHE zum investieren?

    Dann müsste man mind. 20.000 EUR pro Woche verdienen, abzüglich 2.000 EUR für die Lebenshaltung. Wenn ich in die Statistik schaue, dann sind das deutschlandweit weniger als 0,1% der Bevölkerung.

    Ich verdiene bei einem 45h Job 1.800 EUR Brutto im Monat. Für mich ist das eine absolute Illusion. Solche Summen zu verdienen, das schaffen nicht mal Unternehmer auf Vollgas. Mein Onkel führt eine Fleischerei, die hat er aus dem Nichts heraus aufgebaut und ständig vergrößert. Er verdient ca. 4.000 EUR brutto pro Monat und arbeitet zwischen 60 und 100h.

    Da kommt mir ernsthaft der Gedanke, dass Aktien nur etwas für Menschen sind, die bereits Aktien haben. Oder kannst du das widerlegen?

    VG, AktienNewbie

  23. @AktienNewbie

    Löhne sind je nach Land unterschiedlich. In der Schweiz liegt der Meidian des Bruttogehalts bei 6’000 Franken im Monat also 72’000 Franken im Jahr. Natürlich sind die Lebenshaltungskosten etwas höher aber die Einkomenssteuer viel tiefer.

  24. @Aktien Newbie ich hatte früher auch ähnlich verdient wie du. Mit so einem Gehalt, kann man nur ein paar hundert Euro sparen. Um ein größeres Vermögen aufzubauen, würde ich dir empfehlen, nochmal in die Ausbildung zu investieren. Ich bin nach der Ausbildung nochmals für 2 Jahre auf die Vollzeitschule und habe meinen Techniker absolviert.

    Danach konnte ich einiges mehr verdienen und die Qualifikation bringt mich bei meiner jetzigen Selbsständigkeit richtig gut vorran.

    Tim hat auch mal klein angefangen. Als Journalist bekommt man gerade am Anfang kein üppiges Gegalt.

  25. Es liegt in der Natur der Sache, dass viele am Anfang ihres Berufslebens noch nict viel verdienen. Und natürlich sind 100 oder 200 im Monat nicht die Welt. Aber wer in jungen Jahren lernt mit Geld umzugehen und einen Teil zu sparen wied auch später mit mehr Verdienst in der Lage sein mehr Geld zu sparen.

  26. @Franzi

    Elite Partner, für Singles mit Niveau 🙂

     

    Deine Frage ist genauso schwer zu beantworten, wie die “beste” Aktie zu finden. Bissl Glück gehört dazu.

    -M

  27. @Franzi:

    Ich finde, dass man den Großteil potenzieller Kandidaten/Kandidatinnen schon sehr schnell aussortieren kann – ein Blick ins Facebook/Instagram Profil genügt da meist schon aus. 🙂

    Und insbesondere im direkten Gespräch merkt man doch relativ schnell, wo die Prioritäten des anderen liegen – oder nicht?

  28. Eine Bitte an die Gruppe….wenn jemand weiss wann die hv von fmc und Fresenius ist bitte Info….hab Dividenden zu erwarten…. danke im voraus…..

  29. @Franzi

    Das ist eine sehr schwierige Frage.

    Ich musste auch Erfahrungen machen mit Frauen, die mit Geld nicht umgehen konnten. Solche Erfahrungen öffnen einem die Augen. Ich empfehle jedem schnell mit der Frau eine Wohnung zu teilen da kommt dann auch das Finanzielle zur Sprache.

  30. @Franzi: Elitepartner zeugt natürlich nicht direkt von Sparsamkeit. Aber ein persönliches Gespräch kann ja auch viel zeigen wie der Gegenüber tickt.
    Wer auf den jeweiligen Plattformen protzt oder als Hobby “reisen” angegeben hat, wird wohl eher nicht so sparsam sein.
    Denn auch reisen – und das nicht als Tramper – kostet unmengen an Geld. Zumal ich sowas nicht als Hobby ansehe. Wird ja auch immer gerne gesagt….

  31. Man kennt sich aus bei Elitepartner & Co.   😉

     

    Alle 11 Minuten verliebt sich ein Single in einen neuen Drink …

    Ich barshippe jetzt  😉

     

  32. “Wie findet man einen Partner fürs Leben, der die gleichen finanziellen Ziele und den Mindset teilt?”

    Die Partnersuche ist generell nicht so einfach heute, so mein Eindruck. Die Zahl der Single-Haushalte und alternativen Partnerformen ist massiv gewachsen. Rund 17 Mio Singles in D! Da kommt so einer wie ich gar nicht mehr mit, bin noch von altem Schlag. Bindungsangst, maximale Ansprüche oder auch weniger Lust auf Verantwortung könnten mit Gründe sein. Und die schnelllebige Zeit und Medien haben auch einen Anteil.

    Wenn man wirklich den Partner fürs Leben sucht braucht es auch ein Stück Kompromissbereitschaft. Gleiche Interessen sind hilfreich aber nicht immer möglich. Gerade das Thema Geld hat Konfliktpotential für eine Beziehung da muss man in Gesprächen genauer hinhören. Liebe benötigt vor allem zwei Dinge: Mut und Vertrauen. Und das Smartphone öfters mal auf die Seite legen.

    “Ich verdiene bei einem 45h Job 1.800 EUR Brutto im Monat. Für mich ist das eine absolute Illusion. Solche Summen zu verdienen, das schaffen nicht mal Unternehmer auf Vollgas.”

    Das Gehalt ist so eine Sache für sich. Wir haben eine hohe Abgabenlast in D. Es kommt doch sehr stark auch auf die Branche an. Nicht nur auf die Bildung und den eigenen Abschluss. Wenn ich z.B. schaue was erfahrene Bauingenieure in D mit durchaus anspruchsvoller Tätigkeit verdienen, so ist das ein Witz. Knapp eine halbe Million Studierende kommt dieses Jahr in D auf den Arbeitsmarkt. Zu Corona-Zeiten. Wird für manchen Einsteiger spannend werden. Trotz guter Bildung nicht mehr so einfach. Viel Konkurrenz.

    @Aktien und ETF: Ich habe einen nun bald kostenpflichtigen ETF gestoppt. Derartige Dinge oder auch Fusionen und andere Veränderungen und Bruchstücke sind irgendwie nervig an ETFs. Mehr als ein Drittel ETF-Anteil werde ich im Depot nicht halten trotz aller Vorzüge. Es bleiben Finanzprodukte mit gewissen Nachteilen.

  33. Partnerschaft braucht Zeit. Die Leute sind heute ungeduldig und urteilen vorschnell , dass sie nicht zueinander passen. Vielleicht auch ein Ergebnis dieser Fun- und Konsumgesellschaft. Partner werden nicht fürs Leben gefunden , sondern ausgewechselt wie Autos oder Socken. Man muss ja auch bei Finanzen nicht mit der Tür ins Haus fallen, das kann man Jahre verschieben.

  34. @Gurki

    Ich wette mit DIr. Wenn Du in Deinem Profil “Sparen, sparen, investieren” angibst. Und dann noch zur Sicherheit sagst: “Ich kaufe keine teure Autos, Mode-Kleidung spielt für mich keine Rolle, Essen tue ich lieber zu Hause, Bar ist doof, Reisen doof. WOhnen lieber bescheiden”. Hast Du etwa 0 Kontakte in den nächsten Dekaden.

     

  35. Mike mayo ein bank Analyst hat übrigens die Finanzkrise vorausgesagt.

    Gewisse Crashs sind also wirklich voraussehbar wenn man die richtigen Informationen hat und sie richtig deutet.

    Tim: Alaska air wäre auch ne Idee, praktisch schuldenfrei

  36. Hallo Tim. Und wieder einmal hast du Recht. Vor allem dein letzter Abschnitt mit dem Partner, kann ich nur voll und ganz unterschreiben.

    Jeder kann sich glücklich schätzen, so einen zu haben.

    Immer wieder motivierend, sind deine Blogs und Videos. Danke hierfür,

     

    VG

    Michael (Bergkamen)

  37. @Al Bundy: Nein, das wäre für mich auch ein Abturner. Ich bin zwar sehr sparsam, aber gönne mir hin und wieder mal was teures – was aber meist auch sehr lange hält. Clownsmotorrad aus Italien, Clowns-Hifi-Anlage und so weiter. Das sind aber alles qualitativ hochwertige Dinge die teilweise sogar ein Leben lang halten sollten.
    Und trotzdem könnte ich nicht mit jemanden zusammen sein, der / die sein / ihr Geld aus dem Fenster wirft.
    Aber man merkt ja eben auch schnell wie sein Gegenüber tickt.

  38. @Partnersuche

    Aus der Not eine Tugend machen und eine neue Plattform gründen, Frugalistensingles oder Minimalismus-Tinder oder ähnlich das gibt es vermutlich noch nicht, sofern der Trend zunimmt finden sich vielleicht auch Paarungswillige ein.

    Alternative wäre wohl, sich zu überlegen, wo solche Leute sich aufhalten (im “real live” das gibt es tatsächlich auch noch), man könnte an Treffen von Gleichgesinnten gehen, als Frau sollte man es da vermutlich etwas einfacher haben da es vermutlich mehr Männer gibt die sich für diese Themen interessieren.

    Aber es werden sich dort auch einige Freaks aufhalten, aber das merkt man ja dann rasch.

  39. @Chrisk

    Gewisse Crashs sind also wirklich voraussehbar…

     

    Wenn ich jahrelang Crashs voraussage, trifft irgendwann einer ein. So ist das bei den meisten „großen“ Crashpropheten gelaufen.

    Manchmal finden auch blinde Hennen Körner, aber in der Regel kann keiner Crashs, Haussen oder Kurse voraussagen.

  40. @Wolke

    genau , Zufallstreffer. Der Eurocrash wird auch jedes Jahr 2 mal verschoben , vom Frühjahr zum Herbst und dann vom Herbst aufs neue Frühjahr, pünktlich wie die Zeitumstellung.

  41. @Eurocrash: So richtig fit ist der Euro nicht. Da kommt noch was. Früher oder später. Ich traue dem US-Dollar mehr der schon vieles überstanden hat und nicht so eine Kompromisswährung mit vielen Konstruktionsfehlern ist. Die EZB mischt sich mittlerweile zu stark in Politik ein und Lagarde hat für ein Rettungsprogramm in Europa geworben. Das ist nicht ihre Aufgabe. Das EZB-Ziel von rund zwei Prozent Inflation wird nicht erreicht. Aber Preise für Aktien und Immobilien klettern.

  42. Der vielgescholtene Euro: Es ist wie beim Bundestrainer, jeder weiß besser, wie der Euro zu handeln sei und natürlich, dass er ein Loser ist. Woran misst man die Güte eine Währung? Wie sich der Wechselkurs gegenüber anderen Währungen verhält? Der Euro bewegt sich gegenüber dem Dollar in der langen Perspektive in der gleichen Range wie weiland die DM. Seit seiner Einführung wird der Euro von interessierter Seite gebasht. Vermeintlich renommierte Ökonomieprofessoren sagen quasi täglich seit seiner Einführung den Zerfall des Euros voraus. Es ist verletzter Stolz, weil die ach so glanzvolle DM hingemordet wurde. Dabei hat sich die Wirtschaft längst darauf eingestellt. Der Euro und der Dollar sind Weltwährungen, mit denen man überall bezahlen kann. Es gibt nichts vergleichbares.

    Interessanterweise hat das hier oft gelobte und auch reiche Norwegen (nur dank der Ölfunde, sonst gibt es da wenig außer Fische) demnach eine noch schlechtere Währung. Die Norwegische Krone hat in den letzten Jahren gegenüber dem Euro um 30 % abgewertet. Dass da der Staatsfonds gut ausschaut ist kein Wunder.

  43. @Ralf

    Ohne Draghi und jetzt Lagarde wäre der Euro längst Geschichte.

    Ob das gut oder schlecht wäre, lasse ich andere, die mehr als ich verstehen, beurteilen.

  44. Der Schlüssel zu einem stabilen Euro wäre mehr Eigenverantwortung und Rückbesinnung auf die Maastricht-Regeln. Das Gegenteil ist der Fall und die Südländer reiben sich bereits die Hände um Geld aus einem Rettungspaket kräftig auszugeben. Vermutlich nicht zielgerichtet für notwendige Reformen und Innovationen. Es wird noch interessant….

  45. “Wenn ich jahrelang Crashs voraussage, trifft irgendwann einer ein”

    Das ist von einigen ihr Beruf, z.B. Dirk Müller sagt laufend Crashs voraus seit 2008, jetzt wurde er ja wieder verschoben auf den Herbst. Irgendwann trifft es ein und dann kann man sich bejubeln lassen. So kommt man in die Medien, verkauft Bücher und Fondsanteile etc. Dass er zu 90% der Fälle falsch liegt, das kümmert dann niemanden mehr.

    Es stimmt wohl sogar, dass sein Fonds im Crash besser abschneidet als die meisten andern. Blöd nur, dass es in der Hausse oder Seitwärtsmarkt was wohl in 90% der Fälle ist, genau umgekehrt ist.

     

  46. Viele fühlen sich – auch wenn sie es nicht aussprechen – als genetisch überlegene Anleger und Geldgeber für andere EU Staaten. Denn „wir“ – da sehen sich wohl viele mit dabei – finanzieren „die“ alle mit. Und weil „die“ nichts arbeiten und es zu nichts bringen, müssen „wir“ die bezahlen.

     

    Tja, so einfach ist die Welt  😉

     

  47. Ich kann keinen prinzipiellen Unterschied zwischen dem Handeln der FED und EZB erkennen. Beide versuchen, die wirtschaftlichen Folgen der Krise abzumildern, indem sie massiv Liquidität zur Verfügung stellen. Und das ist doch die Aufgabe einer Notenbank. M.E. alles richtig gemacht.

    Natürlich hat das Nebenwirkungen wie jedes Medikament. Geld gibt es kostenlos. Die Häuslebauer nutzen das weidlich. Ist das schlecht?

    Übrigens, die Hochzinsphasen, denen manche nachtrauern, waren immer Hochinflationsphasen. So dass den nominell steigenden Geldanlagen auch eine höhere Geldentwertung gegenüberstand. Die reale Rendite war ebenfalls um die Nulllinie. Man hat sich nur besser gefühlt, wenn auf dem Sparbuch die Zinsen gutgeschrieben wurden.

    Ein allgemeiner Grundsatz der Finanzökonomie lautet: Ohne Risiko gibt es keine Rendite. Jetzt sehen wir das halt auch bei den Zahlen direkt, vorher war es durch die Inflation verdeckt.

  48. Wie gefährlich oder ungefährlich ist es wenn sich hochverschuldete Länder Italien jetzt auf Kosten der guten Bonität von D deutlich günstiger verschulden können als normalerweise? Noch mehr Schulden ohne Reformen, Deregulierung und Anpassungen können nicht ewig gut gehen. Durch Kreditvergaben wird mehr Geld geschaffen. Reale Wirtschaftsleistungen stagnieren jedoch dem gegenüber.

    Ein großer Teil der Kursgewinne ist der Zinspolitik geschuldet. Sollte man nicht vergessen. Wird noch eine Weile gut gehen, keine Ahnung wie lange. Aber irgendwann kann es in der Tat mal richtig klappern. Kein Grund zur Panik. Es ist aber kein Fehler, in verschiedene Anlageklassen zu setzen und breit zu streuen. Und ausreichend Anlagehorizont mitzubringen. Gier ist ein schlechter Ratgeber an den Börsen.

  49. Klar kann man immer von nem crash reden und wenn er kommt hat derjenige Recht.

    Aber wenn man Fakten hat die auf ein Ereignis hindeuten, dann kann derjenige schon begründen wieso ein crash wahrscheinlich ist.

    Müller, Friedrich usw sind aber Angstmacher…

  50. Aus der Not eine Tugend machen und eine neue Plattform gründen, Frugalistensingles oder Minimalismus-Tinder oder ähnlich das gibt es vermutlich noch nicht, sofern der Trend zunimmt finden sich vielleicht auch Paarungswillige ein.

    @Bruno

    Minimalismus-Tinder gefällt mir und wenn die Sparfüchse sich die Verhütung sparen gibts auch immer mehr Minimalisten das kann nicht schaden 😉

  51. Die OECD sieht einen länger dauernden Rückgang des Lebensstandards. Da muß ich zugeben, daß die Minimalisten im Vorteil sind.

    Wobei ich seit Beginn der Coronakrise ziemlich minimalistisch lebe, fast ohne es zu merken und ohne daß es mich im Geringsten stört. Eher das Gegenteil.

  52. @Wolke

    Vielleicht auch ein Wertewandel, Lebensqualität vor Lebensstandard. Immer mehr (materiell) macht nicht immer glücklicher. Meine Generation denkt hier noch anders, aber die jüngere Generation Z denkt da ziemlich pragmatisch, Einsatz nur noch wenn es sich richtig lohnt sonst Hängematte. Etwas überzeichnet ich weiss. Und auch nicht nachhaltig, denn die Konkurrenz schläft nicht und ist heute global.

    Bin aber skeptisch dass sich viel ändert gegenüber vor Corona, aber wir wissen es nicht, kommt auch drauf an wie sich die Sache weiterentwickelt. Viele denken es ist jetzt alles erledigt, ich weiss es nicht, hoffe es, aber bin auch noch gesund skeptisch. Nicht was Investitionen angeht, aber generell.

    In 1 Jahr wissen wir wohl mehr.

  53. Der Teslakurs markiert gerade neue Allzeithochs. Die 1.000 € Marke kommt in Sicht. Damit hat Tesla die bisher führende Microsoft in meinem Depot abgelöst.

  54. Also ich habe mich schon gewundert, dass die Kurse nach so kurzer Zeit wieder fast das Vorkrisenniveau erreicht haben. Aber wenn man darüber nachdenkt, kann man es sich schon erklären. Die Notenbanken und Regierungen pumpen Unmengen an Liquidität in den Markt. Wegen Corona gibt’s aber derzeit weder Angebot noch Nachfrage, bzw. wurde/ ist beides hart beeinträchtigt. Ob es das schonmal so gab? In der letzten Finanzkrise war die Angebotsseite nicht das Problem, sondern die Nachfrage. Und die US Wirtschaft beruht zu über 60 % auf Konsum.

    Wohin also mit der ganzen Kohle, wenn wenig produziert und selbst das nur sehr zurückhaltend gekauft wird? Ich habe da so einen Verdacht… 😉

    Mich würde es nicht wundern wenn die Kurve demnächst wieder steil nach Süden geht, sollte das Vertrauen der Marktteilnehmer – und auf nichts anderem kann die derzeitige Rallye beruhen – nachlassen. Ich habe daher beschlossen, das Cash noch auf dem Depotkonto ein wenig liegen zu lassen. Aber who knows…. Bis auf die paar Sparplanausführungen hab ich den rasanten Anstieg der letzten paar Wochen jedenfalls verpasst.

    Ein Freund von mir hat als überzeugter Kreuzfahrttourist Royal Caribbean Cruises bei 20 € für einen achtbaren Betrag ins Depot gelegt. Dazu noch TUI und Carneval. Ich hab ihm gesagt, dass das doch ein recht dicker, wenig diversifizierter Klumpen ist. Derzeit lacht er mich einfach nur aus, nachdem sich sein Portfolio verdreifacht hat und ich mit meinem ETF irgendwo bei 5 % + liege. Dafür werden ich heute Abend sein Bier trinken, hah!

  55. @ Oliver

    Erstaunlicherweise sind es dieses Mal die Privatableger, welche die Börsenkurse treiben. Während in den früheren Krisen, die Privaten verkauften und die Profis kauften, sei es dieses mal umgekehrt. Die Institutionellen stehen an der Seitenlinie oder halten gar Shortpositionen und reiben sich die Augen. Es wird miserable Ergebnisse bei den Fondsgesellschaften in 2020 geben.

    Woran das festzumachen ist? Es wurden in der Krise in erheblicher Zahl Neudepots eröffnet, z.T. gab es Steigerungen um über 200 %. Der Großteil dieser Neudepots wird von den Millennials eröffnet, die erstmals an die Börse kommen. Uns was kaufen die? Naja Firmen der Produkte oder Dienstleistungen sie gut finden: Apple, Google, Amazon, Netflix, Nike – und Tesla 🙂

     

  56. Wieder ein toller Artikel, Tim! Ich kann dir in allen Belangen beipflichten.

     

    Meine Freunde haben mich so gut wie alle ausgelacht bzw. für verrückt erklärt als ich ab Mitte/Ende März angefangen hab, mein Depot auf 100% aufzustocken. Es wurden unendlich viele Gründe genannt, warum die Tiefs noch nicht erreicht sind und noch viel Schlimmeres auf uns zukommen wird. “Arbeitslosenzahlen werden massiv steigen”, “Firmen werden pleite gehen” etc wurde ich gewarnt. Alles für sich genommen wahre Gründe, die einen an dem derzeitigen Anstieg des Aktienmarkes zweifeln lassen dürfen. Was kam tatsächlich? Rekord-Arbeitslosenzahlen wurden vermeldet, die Unternehmensgewinne schmelzen. Und was macht der Aktienmarkt mit diesen Infos? Er steigt und steigt. Und gerade nach dem extremen Anstieg der letzten Wochen ist eine weitere Korrektur durchaus wahrscheinlich (ich nenne es eher Verschnaufpause auf dem Weg nach oben).

     

    Meiner Meinung nach muss man aber nur eines wissen: FED, EZB und wie sie nicht alle heißen haben den Markt ohne Ende mit Geld geflutet. Das Geld muss am Ende irgendwo hinfließen. Sparkonto? Anleihen? Zu wenig Rendite. Also fließt das Geld in Aktien (leider auch in die von schlechten Unternehmen). Das ist das Einzige was man wissen muss. Ich wäre nicht überrascht, wenn wir in 2 Jahren Kurse erreichen, die wir heute für absolut undenkbar halten. Es gibt aber schlichtweg keine Alternative zu Aktien. Ob das gut oder schlecht ist, lasse ich mal offen.

     

    Natürlich muss man auch hier zwischen Gewinnern und Verlierern unterscheiden. Die Gewinner wurden zum größten Teil hier ja schon genannt. Ich bin überzeugt davon, dass die kommenden Jahre weiterhin Geld in diese Unternehmen fließen wird. Wer jetzt investiert, wird sich in 2-3 Jahren über seinen Mut freuen.

     

    Ich bleibe zu 100% investiert. Kurzfristige Rücksetzer interessieren mich nicht. Den Markt timen kann man eh nicht, auch nicht die selbsternannten Crash-Propheten 😉

  57. @Felix: Erstaunlicherweise sind es dieses Mal die Privatableger, welche die Börsenkurse treiben. Während in den früheren Krisen, die Privaten verkauften und die Profis kauften, sei es dieses mal umgekehrt. Die Institutionellen stehen an der Seitenlinie oder halten gar Shortpositionen und reiben sich die Augen.

    Hmmm… kann ich nicht glauben. Private Kleinanleger mit ihren paar Kröten sind gegen die richtigen Dickfische des Finanzgeschäfts doch nur Peanuts. Ich denke schon, dass es derzeit ordentlich Aktienrückkäufe gibt, die die Kurse pushen. Ist allerdings eine reine Behauptung von mir, ohne es zu wissen.

    Lischen Müller & Co werden die Kurse jedenfalls kaum in dem Maße beeinflussen können, wie wir das gerade sehen.

     

    @Ralf: Der Schlüssel zu einem stabilen Euro wäre mehr Eigenverantwortung und Rückbesinnung auf die Maastricht-Regeln. Das Gegenteil ist der Fall und die Südländer reiben sich bereits die Hände um Geld aus einem Rettungspaket kräftig auszugeben. Vermutlich nicht zielgerichtet für notwendige Reformen und Innovationen. Es wird noch interessant….

    Es bleibt den Südländern doch auch gar nichts übrig, als kräftig Geld auszugeben. Die Austeritätspolitik war schon im Fall Griechenland falsch und wurde seither nicht richtiger. Welche Reformen soll der Süden denn durchführen? Das Kaputtsparen des Gesundheitssystems (das war so etwas, das von Europa gefordert wurde) hat seine Auswirkungen während Corona ja eindrucksvoll gezeigt.

    Und wenn wir schon von Regeln sprechen: Durch den massiven Handelsbilanzüberschuss verstößt Deutschland eben auch massiv gegen die Regeln. Dafür sind u. a. die viel zu niedrigen Löhne in D verantwortlich. Hinzu kommt die höhere Produktivität. Damit wird die Konkurrenz aus dem Süden einfach platt gemacht, denn sie können ja ihre eigene Währung nicht abwerten.

    Erst auf Kosten der anderen bereichern und sie dann schelten, wenn sie klamm sind. Aber das ist die deutsche Politik der letzten 3 Jahrzehnte: asozial.

    Eurobonds sind erstmal per se keine gemeinsamen Schulden. Sie leveln einfach nur den Zugang zum Geld auf einen gemeinsamen Zinssatz. Wenn wir das schon nicht wollen, dann können wir das mit Europa auch lassen.

    Dass der Deutsche Steuerzahler für die Schulden von Italien aufkommen muss, ist nach Flassbeck ohnehin nicht wahr. Sollte Italien seine Anleihen nicht bedienen können, dann wäre das negativ in der EZB Bilanz auszuweisen. Das sei insofern kein Problem, da die EZB eben die Möglichkeit hat, Euros zu schöpfen. Das kann sonst niemand. Und Inflation? Na ja, vlt. kommt man so evtl. mal auf das ausgegebene Ziel von 2 %.

    Nun bin ich kein Volkswirt, aber soviel habe ich verstanden: ein Staat ist keine schwäbische Hausfrau. Schulden sind dort per se nichts schlechtes.

    Hier ist ein sehr guter Artikel dazu aus dem Handelsblatt (kommt selten genug vor):

    https://app.handelsblatt.com/meinung/gastbeitraege/gastkommentar-wir-duerfen-die-corona-schulden-nicht-zurueckzahlen/25813024.html?ticket=ST-1552495-tLsq5w4Zy5VkbDv9eCY1-ap3

     

    @Felix: ich kann keinen prinzipiellen Unterschied zwischen dem Handeln der FED und EZB erkennen. Beide versuchen, die wirtschaftlichen Folgen der Krise abzumildern, indem sie massiv Liquidität zur Verfügung stellen. Und das ist doch die Aufgabe einer Notenbank. M.E. alles richtig gemacht.

    Word… das ist halt, was Notenbanken so machen (müssen).

    Man hätte mE zwar darauf verzichten sollen, eine verurteilte Kriminelle zu deren Chefin zu machen, aber das ist eine andere Geschichte.

  58. @Oliver,

    Private Kleinanleger:

    ich habe ja von meiner Lieblingsautorin Lyn Alden Schwartzer den Premium Newsletter abonniert, gestern kam nun eine Art Zwischenmeldung,

    ich zitiere mal:

    “The market has been in a speculative bullish frenzy in the past 2 weeks, with call option volumes at record levels among retail investors.”

    “By now it is a well-known fact that there is a retail investor buying frenzy, there are extremely high Nasdaq trading volumes…..”

    Die Amis haben alle irgendwelche paycheques per Post bekommen, ein Teil davon wird wohl an der Börse nun angelegt.

     

    Ich persönlich sitze auf einem ziemlichen Berg Cash durch den Verkauf der ETW in D, im Moment belasse ich das so, ein kleinerer Teil wird aber investiert werden wenn es zu einem ordentlichen Einbruch in Grössenordnung 23.3. kommt, ich gehe in einigen Monaten in Rente, ich bin nicht auf Kursgewinne oder Dividende angewiesen, ich bin ansonsten 100% in Aktien und das was ich bis jetzt habe muss reichen. Mein Portfolio hat sich wunderprächtig erholt, ich habe Dividendeneinbussen (RDSA hat ordentlich reingehauen) und ich werde die nächsten Monate noch sparplanmässig mal ein paar Growth-Titel kaufen.

     

    Meiner bescheidenen Meinung nach wird es in den nächsten Jahren schwieriger sein an der Börse Geld zu verdienen, zumindest wenn man nicht so ein Superanleger ist wie manch Andere hier. Ich bin aber dennoch zufrieden  🙂

  59. @Fit und Gesund

    “zumindest wenn man nicht so ein Superanleger ist wie manch Andere hier”

    Alle haben immer nur Gewinneraktien im Depot, kaufen zum richtigen Zeitpunkt, verkaufen zum richtigen Zeitpunkt.

    Und all die andern halten eben ihre Klappe und ärgern sich 😉

    Niemand redet gerne über Verluste oder schlechte Aktienauswahl.

    Ich gebe es zu, ich habe ein paar Kröten im Depot, die ich jetzt in einer Art Spätfrühlingsputz aus dem Depot haben möchte, ich denke es ist eine gute Gelegenheit. Generell auch, ich habe ca. 50 Aktien und möchte diese halbieren auf so 25 Titel. Viele sind nur sehr kleine Positionen, Aktien die ich gerne mal haben wollte und dann kaufe ich oft einfach mal ein paar davon um schon mal um sie genauer zu beobachten.

    Zum Glück sind die meisten kleineren Positionen in einem Depot wo die Transaktionskosten vernachlässigbar sind, denn in einem normalen CH-Bankdepot würde das sonst in die Kosten gehen.

    Ich würde jetzt auch nicht alles auf einmal investieren, kurzfristig wird man mit Cash nicht arm, man sollte es einfach nicht jahrelang halten.

  60. Ich gebe es zu, ich habe ein paar Kröten im Depot

     

    Habe ich auch, zum Beispiel 3M und noch schlimmer: Fresenius. Vielleicht erholen sie sich in ein paar Jahrzehnten wieder, wenn mein Sohn die abgeranzten Bruchbuden geerbt hat  😉

     

  61. @Bruno und Rüdiger,

    die fetteste Kröte hab ich am 8.6 zu 17.30 Euro verkauft, satter Verlust, aber RDSA war mir der grösste Dorn im Auge, die werden sich Jahre nicht erholen, die werden die Dividende auch so schnell nicht mehr steigern,

    es warten noch ganz Viele von meiner Sorte bis sie die aus ihren Portfolios schmeissen können. Seither sind sind sie wieder gesunken, ich hab sie los.

    Clever Anlegen geht wohl anders, aber mein Schlaf ist mir das wert, es ging nicht so sehr um den Kursverlust, aber die Dividende um 2/3 gekürzt? weswegen hält man sowas denn?

     

    3M war gestern 0.9% im Plus, die haben die Dividende nicht gekürzt, im Gegenteil, sie haben erhöht, kommt nur nicht viel an wegen dem starken CHF.

     

    Wünsch Euch auf jeden Fall gutes Gelingen   🙂

  62. @ Fit und Gesund

    🙂 ich habe es mit RDS grnau so gemacht wie du und sehe es auch genau so…

  63. @Olly Wood,

    man kann nicht immer gewinnen, aber es gibt genügend andere Aktien die sich meines Erachtens langfristig besser rentieren.

    Des Weiteren hab ich für mich gelernt, immer die Positionsgrösse beachten, nix über 5%, ich habe noch 3 grosse Positionen, Nestlé, Roche und Zürich F. , die sind alle 3 um die 7%, Alle im Plus, verkaufen tue ich die natürlich nicht, aber ich werde darauf achten dass keine Position mehr als 5% vom Depot ausmacht.

    Und kein yield chasing mehr  🙂     ich schwöre, das taugt nix!

     

    liebe Grüsse

     

     

  64. Vielen Dank für deine stetigen Ermunterungen, weiter an der Börse zu investieren, Tim.

    Bin ich eigentlich der einzige der diesen Corona-“Crash” an den Börsen total übertrieben findet? Klar ging der Einbruch sehr schnell, allerdings ging es meiner Meinung nach nicht wirklich “tief nach unten”.

    Ende 2018 gab es schon mal einen leichten Einbruch an den Börsen. Der damalige Tiefpunkt des S&P500 war fast genau der Tiefpunkt den wir jetzt in der Corona Krise hatten. Das hat damals aber irgendwie fast keinen interessiert. Dazu hat der S&P500 2019 eine Rendite von über 30 % erzielt. Die meisten Investoren die schon seit vor 2019 an den Börsen dabei sind dürften also höchsten ihre Buchgewinne verloren haben, mehr aber auch nicht.

  65. Hallo an alle,

    die unerschütterliche Ansicht, dass Aktienkurse schon steigen werden, ist besorgniserregend.

    Die Börse steigt seit 1982 unaufhörlich. Davor stagnierte der Aktienmarkt 20 Jahre.

    Es geht also auch anders.

  66. Ich lese mir deine Beiträge immer fleißig, habe aber noch nie ein Kommentar hinterlassen. Dein letzter Absatz ist einfach klasse, nicht nur wahr sondern auch witzig,  ich hab mich tot gelacht.  Na ja, aus diesem Weg: Danke dafür, dass du viele Infos und Mind.Set mit uns teilst! Klasse!

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