Statt einem teuren Auto lieber Aktien kaufen: 14 Millionen Euro hättest du mit Apple-Aktien verdient seit dem Börsengang


New York, 11. August 2019

Die US-Börse steigt im Schnitt um 10% im Jahr. Und das seit Dekaden. Ich verstehe nicht, warum die Angst so groß ist vor Aktien?

Apple und Microsoft gingen in den 1980er Jahren an die Börse. Microsoft legte seit März 1986 um 137.000 Prozent zu. Mit „Buy and Hold“ hättest du mit dem Softwarehaus oder dem Elektronikanbieter steinreich werden können.

Amazon kam 1997 auf das Börsenparkett. Im August 2004 wagte sich Google an die Börse. Facebook folgte im Mai 2012. Wer wird der nächste Überflieger sein?

Hätte mein Onkel oder Vater satt eines teuren Mercedes zu kaufen, lieber 26.000 Euro in die Apple-Aktie gesteckt, wäre die Familie heute 14 Millionen reicher. Es wäre doch cool. Dann müsste die Familie nicht arbeiten (als Pflicht), sondern könnte arbeiten (ganz nach Wahl).

Klar hat man das beim Apple-Börsengang nicht zu 100% wissen können, dass die Aktie zum Selbstläufer wird. Apple stand schon ein paar Mal kurz vor dem Aus. Aber beim Börsengang 1980 war Apple kerngesund. Bei einem Umsatz von 118 Millionen verdiente Steve Jobs mit dem Unternehmen netto stolze 12 Millionen Dollar.

Microsoft war übrigens auch eine Geldmaschine, bevor es an die Börse kam. Das war bekannt. Aus einem Umsatz von 85 Millionen zog Bill Gates einen Überschuss von 17 Millionen Dollar. Google war ebenso ein Schatz zum IPO: Der Umsatz summierte sich 2004 auf immerhin 390 Millionen, der Überschuss stapelte sich auf 63 Millionen Dollar.

Dass diese Firmen schon damals extrem erfolgreich waren, war also kein Geheimnis. Sie wuchsen zudem massiv, all das war zum IPO bekannt. Facebook verdiente im Jahr vor dem Börsengang schon 1 Milliarde Dollar nach Steuern. Zu sagen, man hätte den Erfolg nicht absehen können, ist also die halbe Wahrheit.

Gewiss, gibt es andere Beispiele. Nimm AOL und Yahoo. Sie waren mal Riesen und sind heute nur noch ein Scherbenhaufen. Amazon war übrigens zum Börsengang ein verlustreiches Start-up. Den Erfolg hat man damals anhand der Bilanz nicht erkennen können.

Aber generell ist es besser, statt einem protzigen BMW/Mercedes zu kaufen, die Hypothek stärker zu tilgen. Oder das Geld in einen ETF zu stecken.

Ich habe die FAANG-Aktien alle im Depot. Daneben habe ich sehr konservative Titel wie Berkshire, Johnson & Johnson, Chevron etc.

Wenn du 16 oder 18 Jahre alt bist, empfehle ich ETFs zu kaufen, um vom Zinseszins zu profitieren. Auf Konsumschulden zu verzichten. Such dir einen Nebenjob. Dann lernst du fürs Leben. Bleib gesund. Leb unterhalb deiner finanziellen Verhältnisse.


tim schaefer (Author)

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thoughts on “Statt einem teuren Auto lieber Aktien kaufen: 14 Millionen Euro hättest du mit Apple-Aktien verdient seit dem Börsengang

  1. AvatarWolfgang

    @ Fit und Gesund

    Die Frage ist halt wie geht das mit den Renten weiter? Wenn dann die ganzen Baby-Boomer mal in Rente sind wird das doch nicht mehr finanzierbar sein so wie es jetzt ist, ich habe die Befürchtung dass man dann die Renten kürzen wird, bitter für Menschen die ein Leben lang gearbeitet haben.

    Aber auch die Jungen sind gekniffen, sie zahlen ein und wissen nicht was sie je herausbekommen, nicht schön. 

    War jetzt die ganze Zeit unterwegs, wollte zum Thema Rente aber noch etwas vermerken.

    In der Renteninformation steht der schöne Satz: „Änderungen in Ihren persönlichen Verhältnissen und gesetzliche Änderungen können sich auf Ihre zu erwartende Rente auswirken.“

    Damit wäre das von dir vermutete „legitim“ umzusetzen, Illusionen sollte man sich hier nicht machen.

    In Griechenland war das Ganze auch gut zu beobachten, die Troika hat gezeigt, wie so was umgesetzt werden kann und mit welchen Auswirkungen verbunden.

    Wünsche dir eine schöne Woche!

  2. AvatarWolfgang

     

    Im Artikel, der Zeit, steht geschrieben:

    „Es ist Zeit, sich Sorgen zu machen um das Land.“

    Das sehe ich auch so Albr, der einzige Stress den ich derzeit auf Arbeit habe, ist den Cracker durch den Frischkäse zu ziehen.

    Wird morgen wieder langweilig werden.

  3. AvatarR.

    Hallo Tim,

    du schreibst immer man soll einem Nebenjob nachgehen. Ich mache dies schon Jahrzehnte und muss im Nachhinein sagen es war verkehrt.Diese Zeit sollte man besser nutzen um zu lernen ums sich was anzueignen um im Hauptjob weiter zu kommen. Man sollte als junger Mensch im Hauptjob gleich vollgas geben, das bringt mehr als sich nebenbei noch zu qualen. Ich arbeite seit ich 16 Jahre alt bin ( Haupt- und Nebenjob)und wollte bisher nie an Weiterbildungsmaßnahmen teilnehmen, denn wenn diese über ein paar Tage gingen, konnte ich ja nicht zu meinem Nebenjob.

    Bildung ist der Schlüssel!!!!

    Jetzt merke ich es am eigenen Leibe. Meiner Firma geht es nicht gut, wir müssen massig Stellen abbauen, bekommen alles zusammengestrichen was geht. Unsere besten Arbeiter verlassen schon das Unternehmen. Viele neue Arbeiter die wesentlich weniger verdienen und dazu noch Zeitverträge bekommen führen jetzt die Arbeit aus. Qualität ist mit diesem massiven Zeitdruck nicht mehr zu leisten.

    Ich bin jetzt mitte 40 habe keine Qualifikationen , lebe auf dem tiefsten Ländle und muss um meinen Job fürchten, denn es steht schon mit Sicherheit ein Neuer da der diese Arbeit für viel viel weniger Geld, weniger Urlaub, weniger Anspruch antreten wird. Da wird nicht gefragt das Du seltenst krank warst oder deine Arbeit sehr gewissenhaft ausgeführt hast. Wir sind nur Nummern !!

    Dank meiner Sparsamkeit habe ich ein sehr großes Vermögen ( alles realtiv)und ein Haus das bezahlt ist, aber Sorgen macht man sich trotzdem. Man ist ja eigentlich erst in der Mitte seines Lebens.

    Diese Zeilen sind nur ein Gedankenanstoß an unsere jüngeren Leser hier !!

     

     

  4. AvatarMichael

    Wir sind auf keinem guten Weg hier zu Lande , das stimmt.

    Nie schienen die regierenden Marionetten unfähiger als aktuell.

    Aber es waren schon immer die Einzelnen, die etwas Neues und Großes auf die Beine gestellt haben.

    Wo man lebt ist heutzutage ja nahezu überall möglich, wenn man den Willen und den Fleiß,  sprich: Das Vermögen auf die Beine stellt.

    Dagegenschwätzer und Besserwisser hat es schon immer gegeben und dennoch wurde das Rad und die Elektrizität erfunden.

    Also, Arsch hoch und machen!

  5. AvatarAlexander

    Da die Deutsche gesetzliche Rente bereits Ja jetzt zu einem Grossteil aus Steuern finanziert wird, und nicht wie viele denken durch die Sozialversicherungsbeiträge, wird sich dieser Trend forstsetzen die nächsten Jahre. Das heißt um das kranke Rentensystem in Deutschland am Leben zu halten werden höhere Steuern für Privatpersonen unvermeidlich sein. Bereits heute ist der Steuerzuschuss zur gesetzlichen Rente fast ein Drittel des Bundeshaushalts, was echt krank ist. Gott sei Dank zahle ich keine Steuern in Deutschland.

  6. AvatarWhirlwind

    Statt einem teuren iPhone lieber Aktien kaufen… 🙂

    Ich hatte damals bei der Veröffentlichung des iPhone X kurz überlegt, ob ich die 1.000 € einfach in die Aktie stecke. Habe dann weder das Eine, noch das Andere gekauft. Schade um die Aktien. :-/

    Viele Grüße,

    whirlwind

  7. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ R.

    Das hängt von den individuellen Verhältnissen ab.

    Im Idealfall hast du einen Job, den du wirklich magst. Dann kommt es dir nicht wie Arbeit vor. Du kannst besser durch dick und dünn gehen. Bist du voll eingespannt im Hauptjob, brauchst du keinen Nebenjob.

    Aber nur an die Uni ohne jedweden Job zu sein ist nicht mein Rat. Im Idealfall findet man etwas, was einem einerseits Spass macht und wo man andererseits was lernen kann.

    Klar, Bildung ist sehr sehr wichtig. Aber ein Doktortitel ohne Motivation bringt auch wenig.

  8. AvatarFabian S.

    Oder man kauft Berkshire und wird reich über die nächsten Dekaden 🙂 Evtl. besonders im nächsten Crash 😉

  9. AvatarWolke

    @R.

    Bildung ist der Schlüssel

    Richtig, Bildung ist das Wichtigste, kann Dir niemand nehmen, Aktien schon.

  10. Avatarricko

    Dass es einige Überflieger bei den Aktien gibt, mit denen man exorbitante Kurssteigerungen gehabt hätte, wenn man sie damals rechtzeitig gekauft hätte, darf und soll nicht darüber hinwegtäuschen dass es stets auch viele, viele Rohrkrepierer unter den Aktien gegeben hat, mit denen man viel oder sogar sein ganzes Geld verloren hätte, wenn man in diese investiert hat. Man darf sich also nicht immer nur die Überflieger ansehen und sich denken „Wenn ich damals bloß nur in diese Aktien investiert hätte…“ – Hätte, hätte, Fahrradkette…Es hätte genausogut ein Griff ins Klo sein können, das weiß man halt am Anfang nie. Eine Apple, eine Amazon usw hätte genausogut den Bach runtergehen können.

    Was will ich damit sagen: Die Gewinner von morgen und übermorgen schon heute ausmachen zu können,  ist ein Ding der Unmöglichkeit. Ich habe jetzt keine genauen Zahlen zur Hand, aber die Wahrscheinlichkeit unter einer beliebig ausgewählten Aktie eine Niete zu erwischen ist viel höher als eine Kursrakete zu ergattern.

    Das Fazit das ich für mich daraus ziehe, ist, dass ich nur breit gestreut investiere, am liebsten in einen breiten Index. Dadurch kann ich das Risiko, eine völlige Niete zu erwischen, ausschalten. Ich habe dann zwar „nur“ die Rendite des breiten Marktes, aber dafür eben nicht das Risiko, das meine Aktie komplett in den Keller stürzt.

  11. AvatarKarl

    Leider betreibt Herr Schäfer immer öfter auch nur Finanzpornographie.

    „Wenn Du 1000 € in diese Aktien angelegt hättest, dann hättest Du jetzt x Millionen…“

    “Rente ist nicht sicher…“

    “Wenn Du das (füge eine (frugale) Maßnahme Deiner Wahl ein), dann wirst Du finanziell frei…“

    “Mein Leser hat es mit 40 Jahren geschafft, nicht mehr arbeiten zu müssen…“

     

    Irgendwie ist das hier wie bei Bodo Schäfer für Frugalisten.

  12. AvatarWolke

    @ricko @karl

    Auch meine Meinung. Unerfahrene könnten durch solche Artikel zu riskantem Stock Picking verführt werden. Die „richtigen“ Aktien im Depot haben, heißt sich intensiv und regelmäßig mit Unternehmenszahlen, Bilanzen zu beschäftigen. Das kostet viel Zeit und Nerven, nicht jeder will das. Mit Glaube und Hoffnung ist es an der Börse nicht getan, das muß man als Finanzblogger aber Anfängern erklären, wenn man sowas wie Verantwortungsgefühl hat.

    Auch das Autoargument ist kurz gedacht. Es gibt Menschen, die ein Auto beruflich brauchen und da ist ein großer Wagen sicherer. Es ist erwiesen, daß man in einem SUV bei schweren Unfällen mit sehr viel leichteren Verletzungen davonkommt (Große Masse gegen kleine Masse… ist halt leider so).

     

  13. AvatarDanielKA

    @ R: Ein großes Vermögen und ein abbezahltes Haus und das mit Mitte 40. Sehe eher, dass du alles richtig gemacht hast. Gerade in solchen Phasen kann man doch zumindest etwas gelassener sein. Als jemand der von Gehalt zu Gehalt lebt und gerade so das Konto ausgleicht und für die geht das Leben auch weiter. Also einfach mal deine Situation positiv sehen 😉

  14. AvatarSparta

    @Wolke

    „Die „richtigen“ Aktien im Depot haben, heißt sich intensiv und regelmäßig mit Unternehmenszahlen, Bilanzen zu beschäftigen. „

    Ich denke so allein lässt sich keine Highflyer-Aktie mit überzeugender Wahrscheinlichleit identifizieren.

    Nicht wenige von denen waren schon kurz mal vor der Pleite.

  15. AvatarWolke

    Aber nur an die Uni ohne jedweden Job zu sein ist nicht mein Rat…

    Auch das wieder in meinen Augen eher unreflektiert. Wenn man beispielsweise studiert, ist es wichtig, das Studium zügig, mit Einsatz und guten Bewertungen zu beenden. Das ist heute ein Garant für einen guten Job. Ein Nebenjob ist da hinderlich und nur bei Geldmangel in Betracht zu ziehen.

     

  16. AvatarFelix

    Bodo Schäfer finde ich gut. Es war mein finanzielles Erweckungsbuch. Gespart wie ein Weltmeister habe ich schon immer, investiert nicht, statt dessen einen Sparkassenbrief nach den anderen gekauft. Von Aktien oder Fonds wusste ich nichts. Gut, das war vor ca. 25 Jahren, da hatte weit und breit keiner Aktien. Glücklicherweise gab’s damals noch Zinsen; ich hatte mal ein 9 %er.
    Da kam mir Bodo Schäfers Buch gerade recht und hat mir die Welt der Börse eröffnet, ja und wenn nicht reich, so doch wohlhabend gemacht. Ich kõnnte von meinem Aktiendepot leben, halt etwas bescheidener (müsste keinen Tesla fahren …). Insofern verdanke ich Bodo Schäfer viel.

    Dass man nicht alles wörtlich nehmen darf, was da steht, sagt einen der gesunde Menschenverstand. Es steht auch viel esoterischer Quatsch drin. Ich habe dann jede Menge weitere Finanzbücher gelesen (wahrscheinlich über hundert), aber der Türöffner war bei mir schon Bodo Schäfer. Ich kriege keine Zuwendungen, indem ich das schreibe. Es ist einfach mein Erfahrungsbericht.

  17. AvatarWolke

    @Sparta

    Nein, wahrscheinlich nicht, aber wie denn sonst? Mit Dartpfeilen? Das bestätigt mich in meiner Ansicht, daß Stockpicking Glücksache ist. Da es aber über zehn Jahre so gut gegangen ist, glauben viele, sie seien Börsengenies und es ginge ewig so weiter.

  18. AvatarHubertus

    Börse ist keine Einbahnstraße und die Erkenntnis, dass ich vor Dekaden Aktie x oder y hätte kaufen sollen, bringt überhaupt nichts.

    Zielführender wäre Lösungen anzubieten, die auf das aktuelle handeln abzielen. Die US-Börsen und vor allem die „Growth“-Werte befinden auf historisch betrachtet Höchsständen bzw. relativen Überbewertungen. Anleihen zinsloses Risiko und noch höher bewertet.

    Also was tun? Wo ist die Aktie, die man heute kaufen muss statt Auto um 14 Mio. zu machen?

  19. AvatarWolke

    @Hubertus

    Die Börse ist keine Einbahnstraße, daher werden früher oder später auch die Faangaktienbesitzer ihr Geld verlieren, wenn sie nicht rechtzeitig verkaufen.

    War immer so und wird immer so sein. Die Idee, eine Aktie nie zu verkaufen, ist Unsinn. „Diesmal ist alles anders“ ist eine Illusion.

  20. AvatarDanielKA

    @ Albr: stimmt die werden nur noch geleast, besonders die ganzen AMG’s bei euch in Frankfurt 😉

  21. AvatarStefan

    Auch das Autoargument ist kurz gedacht. Es gibt Menschen, die ein Auto beruflich brauchen und da ist ein großer Wagen sicherer. Es ist erwiesen, daß man in einem SUV bei schweren Unfällen mit sehr viel leichteren Verletzungen davonkommt (Große Masse gegen kleine Masse… ist halt leider so).

     

    Hallo Wolke,

    ich hoffe, du berücksichtisgt bei dieser Rechnung auch die Tatsache, dass SUV`s bei Unfällen viel häufiger und schneller dazu neigen, sich zu überschlagen, eben durch den hohen Schwerpunkt.

    Das neutralisiert die große Masse der SUV`s für meinen Geschmack wieder, bzw. der Nachteil des Überschlagens wiegt für mich sogar schwerer, als das die große Masse Schutz bietet.

  22. AvatarSparta

    @Felix

    Wenn ich den Bodo nicht mit 17 gelesen hätte…

    Ansonsten kann man ihn durchaus kontrovers sehen (was ich auch tue).

    Aber persönlich individuell wird die Motivation und der Fokus bzw. dass mir der Bestseller damals in dem Alter das Mindset ermöglicht hat… schon deutlich überwiegen.

    Ich glaube bei Free war es auch der Bodo.

    Von der Prägung der Eltern im Investitionsbereich jedenfalls wäre es nichts geworden.

    Glück, zeitlicher Zufall spielt schon auch eine Rolle.

  23. AvatarDaniel

    ich hoffe, du berücksichtisgt bei dieser Rechnung auch die Tatsache, dass SUV`s bei Unfällen viel häufiger und schneller dazu neigen, sich zu überschlagen, eben durch den hohen Schwerpunkt.

    das spielt aber für die Insassen nur eine begrenzte Rolle, da auch Fahrzeuge für Überschläge getestet werden, die Fahrgastzelle dabei häufig nicht beschädigt wird und sowohl Gurt als auch Airbags wirksam gegen solche Unfälle wirken können.

    Dringt eine große Masse (wie etwa SUV gegen Kleinwagen) aber erstmal in die inneren Strukturen eines Fahrzeugs ein drohen sofort schwerste Verletzungen.

    Ich habe auch relativ selten erlebt, dass SUV sich überproportional überschlagen, denn zum einen verhindern dies inzwischen sehr effektiv Spurhalte und ESP Systeme die ein Aufschaukeln des Fahrzeugs verhindern und zum anderen fehlt den Unfallgegnern häufig einfach die Masse um ein solch schweres Gefährt „aus den Angeln“ zu heben.

    Es gilt weiterhin, Masse schafft sicherheit, das Problem ist nur das Hochrüsten der Masse. Ein SUV gegen einen Corsa ist sicher, aber wenn 2 SUV aufeinandertreffen hebt sich der Vorteil auf.

    Hierzu noch:

    Osnabrück. Für vielen Menschen war es längst klar – nun untermauert das Statistische Bundesamt ein Klischee mit Zahlen: Je größer das Auto, desto sicherer sind die Insassen. Und umso mehr haben andere das Nachsehen.

  24. AvatarWolke

    @Stefan

    Es gibt da Untersuchungen. Überschlagen ist bei Unfällen mit SUVs ist nicht so häufig, ebenso wie dadurch entstandene Verletzungen.

    Die häufigsten und schweren Verletzungen entstehen durch An/Aufprall.

    Und für die Sicherheit muß es auch nicht unbedingt ein SUV sein. Ein schwerer, leider teurer Wagen der Oberklasse bewahrt besser vor Verletzungen. Finanzielle Freiheit im Rollstuhl ist nicht das Wahre.

  25. AvatarLad

    @Tim@,
    Frage: Der „Buyandhold 2012“ = „Ben B. Doanbreak“ = Bryan Berg sagte dir, dass seine Aktien 20 Millionen Dollar wert sind und 600.000 Dollar Dividenden im Jahr 2018 brachten?
    Von seinem 14. Lebensjahr bis zum heutigen 63. Lebensjahr kauft Bryan Berg Aktien und die meisten hält er für immer. Sein Portfolio enthält vielleicht diese 52 Aktien:
    AT&T, Altria, Apple, Abbvie, Abbott Laboratories, Adient, Agilent Technologies, Automatic Data Processing, Amphenol, Bank OZK, Berkshire Hathaway, Biogen, Boeing, Broadridge Financial, CDK Global, CenturyLink, Cigna, Comcast Corp, CVS Corp., DXC Technology, Exxon Mobil, Frontier Communications, General Electric, General Dynamics, Hewlett Packard, Hubbell, J.P.Morgan Chase, Johnson Controls, Johnson & Johnson , Keysight Technologies, Kraft Heinz, Merck, Medtronic, Mallinckrodt, Micro Focus, Mondelez, Nokia, Nvent Electric, Perspecta, Philip Morris, Pentair, Schlumberger, Sherwin Williams, Te Connectivity, UnitedHealth, Verizon, Walgreens Boots Alliance, Wabtec, Walt Disney, Williams Comp., Windstream Holdings, WPX Energy.

  26. Avatar-M

    Ich muss gestehen, dass von Bodo Schäfer auch mein erstes Buch in Sachen Finanzen war mit knapp 18.

    (Und bis heute nicht das schlechteste, auch wenn man nicht alles 1zu1 übernehmen braucht)

     

    -M

  27. AvatarStefan

    @Daniel und Wolke

    Natürlich steigt die Sicherheit der Fahrzeuge im Allgemeinen, aber die Gesetze der Physik lassen sich nicht aushebeln, ein hoher Schwerpunkt neigt eher zu kippen.

    Die hier  aufgeführten Argumente betreffen ja in erster Linie die Unfallgegner, aber mir ist es auch sehr wichtig, dass ich in jeder Lage Herr meines Fahrzeugs bleibe. Das unerwartete Rehkitz auf der Landstr. oder der bunte Ball in der Wohnstr. der auf die Fahrbahn hüpft. Das abrupte Ausweichen vor einem aus einer Ausfahrt rückwartes ausfahrenden PKW. Alles Szenarien ohne Fremdeinwirkung die zum kippen führen können.  Aber vielleicht beginnt hier und jetzt auch gerade das Erbsenzählen. Ich bin da eurer Meinung, das Masse  Sicherheit schaffen kann.

    Davon abgesehen bin ich selbst kein Autofahrer und möchte hier weder die Pro noch Contra Haltung einnehmen.

  28. AvatarFelix

    LAD: Schöne Liste.

    In meinem Privat-ETF sind bestimmt 2/3 der angegebenen Titel enthalten. Ich halte auch etwa 60 Positionen, verkaufe fast nie und rebalance auch nicht. Eigentlich mache fast gar nichts, außer wenn ein bestimmter Betrag aufgelaufen ist, nachkaufen.

    Mit dieser Diversifikation kann ich gut leben, kein Titel hat über 10  % Gewicht. Wozu brauche ich über tausend Titel eines ETFs?

    Die Dividendenrendite steht bei mir nicht im Vordergrund. Bis auf Netflix habe ich auch die FAANG-Aktien, die sich aufgrund ihrer Performace als Schwergewichte etabliert haben.

    Trotzdem erbringen die Dividenden des Gesamtportfolios noch so ein mittleres Angestelltengehalt. Was will man mehr? Damit lässt sich, wie jetzt gerade, gut an einem Strand von Rhodos sitzen und die Seele baumeln lassen.

    Allen noch eine schöne Sommerzeit mit genialen Temperaturen, auch in good old Germany.

  29. AvatarDaniel

    Alles Szenarien ohne Fremdeinwirkung die zum kippen führen können.  Aber vielleicht beginnt hier und jetzt auch gerade das Erbsenzählen. Ich bin da eurer Meinung, das Masse  Sicherheit schaffen kann.

    Vor einigen Jahren wäre das tatsächlich auch Realität gewesen, das ein hoher Schwerpunkt zu Problemen führen kann bewies damals ja zur Blamage von Mercedes die A-Klasse beim Elch-Test. Aber seitdem ist die Technik nicht stehengeblieben. Das Fahrzeug wird über ESP inzwischen derart kontrolliert dass ein Aufschaukeln der Karosserie schlicht unmöglich ist. Sie werden es nicht schaffen ein neues SUV durch irgendeine abrupte Lenkbewegung zum Umkippen zu bewegen.

    Die üblichen Tests die man ab und zu in den Fernsehsendern zu Auto-Tests sieht wo man mit hohem Tempo irgendwelchen Hindernissen ausweicht sollen ja exakt diese beschriebenen Szenarien abbilden. Nunja, so oder so, der Kunde kauft das was ihm gefällt und das ist auch gut so. Ich möchte in keinem land leben das mir wie die DDR vorschreibt welches Fahrzeug ich zu nutzen habe. Den Preis für diese fahrenden Schrankwände zahlt der Verbraucher ja bereits an der Tankstelle und der Staat verdient damit gut mit.

  30. AvatarWolke

    @Daniel

    Den Preis für die fahrende Schrankwand bezahl ich gerne und verzichte sogar auf die eine oder andere Aktie und/oder Unze. Wenn ich dafür gesund nach Hause komme…

  31. AvatarFelix

    Gegen einen 40-Tonner-LkW, der wie nicht selten auf Autobahnen das Stauende übersieht, sieht die Bilanz wieder eher schlecht aus.

  32. KievKiev

    @ Thomas

    Das wurde mir von Google heute auch als Interessant aufgedrängt. Jetzt habe ich es mir angesehen. Ich gebe zu, ich hätte unser Arbeitseinkommen im Vergleich auch falsch eingeschätzt. Mir bleibt es allerdings schleierhaft, wie Spiegel mit dem einfachen Kalkulator mir mitteilt, wie viel Prozent der Bevölkerung reicher sind als ich. Vielleicht könnte sich jemand aus dem Forum bereit erklären den Journalisten den Unterschied zwischen Einkommen und Reichtum aufzuzeigen. Aber hier gibt es auch bei Kollegen von mir auch Unwissenheit, obwohl sie in ihrem Arbeitsbereich sehr schlau sind.

    Gegen einen entspannten Vergleich gibt es nichts einzuwenden. Du kannst prüfen wo Du mit Deinem Gehalt in Deinem Bereich stehst. Das ist innerhalb der Firma und außerhalb nicht verkehrt. Solange man Erkenntnisse nur nutzt für Gehaltsverhandlungen, Jobwechsel usw. Ist alles ok. Wenn man sich darüber eventuell nur ärgert ohne etwas zu verändern so sollte man es lieber gleich bleiben lassen.

  33. AvatarThomas

    @Kiev

    Der Vergleichsrechner ist nicht nur Thema bei Spiegel sondern auch bei anderen Medien wie Zeit, focus und faz…. Ist sozusagen der Medienkracher des heutigen Tages 🙂

    Gruss,

    Thomas

  34. AvatarDanielKA

    @ Kiev: Richtig wäre gewesen, wieviel Prozent haben mehr Einkommen als ich. mit Reichtum hat das nichts zu tun. Ich bezweifel auch ob alle Daten vorhanden sind. Ich müsste ja auch monatliche Zahlungen aus Beteiligungen, Dividenden, Kindergeld, Miete  usw. hinzufügen. Die 7.100 Euro netto sind schon sportlich für eine Familie mit 2 kleinen Kindern, wo zwangsläufig einer teilweise pausieren muss. Da wird wieder einfach der Schnitt von paar arrivierten Topverdienern gehoben.

    besser finde ich die Aussage nach dem bruttolohn und da gehört man mit 58-60 K zu den Top 10 % was zeigt das die Durchschnittslöhne nicht so üppig wie gedacht sind.

  35. AvatarAlexJ

    Entscheidend ist der Satz „Das war bekannt“ – was bekannt ist, spielt für den weiteren Kursverlauf keine Rolle.

    Aktienkurse sind der Barwert von sehr weit in die Zukunft reichenden Cashflows zu den Unternehmen, an denen die Aktien Anteile darstellen. Nur wenn sich die Einschätzung über diese zukünftigen Cashflows ändert, ändert sich der Kurs. Und da waren Apple, Microsoft, Google und Facebook als Einzelwerte in einem neuen Markt eben hochrisikoreich.

  36. AvatarLars

    Zu dem heutigen Medien Artikel, wer gut verdient und wer nicht:

    Also wenn man in diesem Lande bereits mit 5000 EUR Brutto im Monat schon zu den reichsten 10% gehört, dann weiß ich auch nicht mehr!

    Wenn ich mir das Umfeld und deren Konsum („mein Haus, Boot, Pferde…“) ansehe, dann würde ich stark anzweifeln, dass die Statistik stimmt.

    Der Bericht ist m.E. doch nur zur Besänftigung der Masse publiziert worden.

    Wie oben schon mal jmd. schrieb:

    Wurden hier wirklich große Kapitaleinkünfte einberechnet?
    Dividenden?
    Mieteinnahmen
    Selbstständige?
    Einnahmen aus Unternehmensverflechtungen?
    Ausländische Erträge?
    Erbschaften und damit verbundene Erträge?

     

  37. AvatarThomas

    @Lars,
    Laut Bericht wurden alle Einnahmen eingerechnet insbesondere Kapitalerträge, Mieten, Transferzahlungen wie z.b. Kindergeld. Sogar dir ersparte Miete bei selbstgenutzter Immobilie wurde berücksichtigt.

    Hat mich auch überrascht, wie schnell man in Deutschland zu den 10% Reichsten gehört 🙂

    Gruss, Thomas

  38. AvatarDanielKA

    @ Thomas: das sind freiwillige Daten von paar? tausend Befragten, ob da jeder ehrlich ist? Das mit der gesparten Miete ist ebenfalls unlogisch, da nirgendwo was von abbezahltem Eigentum steht. Da rechnet man sich wieder reicher, da überhaupt keine Verbindlichkeiten abgezogen werden.

  39. KievKiev

    @ Daniel KA

    Von Eigentum habe ich hier auch nichts gelesen. Wir sind bei vermutlich allen statistischen Befragungen dabei. Das ist herrlich was es alles gibt. Bei zweien gab es auch Fragen zu Einkünften aus passiven Quellen. Bei Vermietung hat z.B. nur die Kaltmiete gezählt. Verbindlichkeiten wie ein Kredit waren hier zu meiner Verwunderung nicht anzugeben.

    Bei Dividenden hätte ich auch Angaben machen müssen zu Inland und Ausland und monatlich. Ich habe einfach die gesamte Höhe genommen und durch drei geteilt bei 3 Monaten. Da war ich dann auch zu faul.

    Wenn es hier um Einkünfte aller Arten ginge so hinkt es aber auch. Wenn jemand Berkshire oder ETFs mit geringer Dividende lange hält zählt dies schließlich nicht m, auch wenn Total Return vielleicht sehr gut ist.

  40. AvatarLars

    @Thomas

    Ok Danke.

    Dennoch jetzt Mal Butter bei die Fische zu der Statistik: wenn 5k brutto so viel sind, dann frag ich mich wie der normale StandardNachbar hier:

    – alle 2 jahre ein neues Auto fährt (jw. Frau/Mann)

    – im schicken neuen EFH Haus wohnt

    –  2 Kinder versorgt

    -2x im Jahr Urlaub macht ggf. Noch Skiurlaub macht

    Etc. Pp.

    Bei allem Respekt, soll auch wirklich keine Neiddebatte sein, aber wie leisten sich das die Beteiligten denn mit 5k Brutto?

    M.E. braucht’s für diese Lebensstandards Minium das doppelte, von daher gehe ich davon aus das die Statistik verschoben ist.

    Bitte wie gesagt nicht falsch verstehen, aber die Lebensstile der Mehrheit hier spricht sehr stark dafür, dass i.d.R. sehr viel mehr benötigt wird.

     

  41. AvatarThomas

    @DanielKA

    Es stand bei den Definitionen explizit:

    ———-

    „Das monatliche Haushaltsnettoeinkommen umfasst die Bruttoeinkommen aller Haushaltsmitglieder abzüglich der Sozialversicherungsbeiträge und direkter Steuern wie der Einkommensteuer. Zum Einkommen zählen Löhne, Einkommen aus selbstständiger Arbeit, Zinsen, Mieteinnahmen, Renten und staatliche Transferleistungen wie beispielsweise Arbeitslosen- und Kindergeld. Zudem wird bei Eigentümerhaushalten der monatliche Nettomietwert des selbstgenutzten Wohneigentums als zusätzlicher Einkommensbestandteil berücksichtigt.“

    ————————–

    Ich denke diese Aussage ist eindeutig.

    Gruss, Thomas

     

     

  42. AvatarDanielKA

    @ Thomas: Danke für die Infos, für mich fehlt noch der Entscheidende Punkt der monatlichen Verbindlichkeiten.

  43. AvatarRuben

    Ich denke wir werden stark durch unser Umfeld geprägt und durch unseren Blick auf die, die noch mehr haben oder noch mehr verdienen. Das beste Beispiel ist dieser Blog, die meisten Leser hier dürften überdurchschnittlich verdienen und davon wird das Bild hier geprägt.

    Hier gibt es noch einen lesenswerten Artikel in der Zeit:

    „Reich sind immer die anderen -Warum viele Besserverdiener nicht glauben wollen, dass sie Besserverdiener sind“
    https://www.zeit.de/2016/40/selbstwahrnehmung-geld-besserverdiener-gefuehlte-ungleichheit

    Hier sind noch Statistiken von 2017 aus mehreren staatlichen Quellen.

    https://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/loehne-auf-einen-blick-so-verdient-deutschland-a-1158777.html

    Die Zahlen decken sich alle und das seit Jahren, soweit ich das verfolgen kann.

  44. AvatarThomas

    Man muss die Statistik auch ganz nüchtern betrachten:

    Sie macht nur Aussagen über Einkommen und nicht über Vermögen.

    Sie stellt lediglich fest, wieviel Einkommen man benötigt, um zu den reichsten 10% Haushalten (bzgl. Einkommen)  zu gehören. Nicht mehr und auch nicht weniger. Ob das dann zu einem Luxusleben reicht ist eine andere Frage.  Grundsätzlich sehe ich es aber auch so, dass die reichsten 10% nicht mehr zur Mittelschicht gezählt werden können/sollten.

    Bin insgesamt von den Zahlen überrascht. Es zeigt doch, wie durchschnittlich in Deutschland alles ist.

     

    Gruß,

    Thomas

  45. AvatarFelix

    Ich auch: Wenn ich sehe, wieviele neuwertige 100.000-€-Boliden, vornehmlich immer noch von heimischen Premiumherstellern,  in und um (Starnberg) München herumfahren, frage ich mich, wer finanziert die eigentlich?

  46. AvatarWolfgang

    @ Ruben

     

    Auf die meisten Menschen bezogen wirst du richtig liegen, ich selbst schaue nicht auf andere, sondern nur darauf was benötige ich für meinen Lebensstil, alles andere ist nicht nützlich.

     

    Ich kann aber auch gönnen und neidlos anerkennen, was andere sich erschaffen. Am Ende stellt sich für mich die Frage, was möchte ich erreichen und definiere damit mein persönliches Ziel.

     

    Die Frage nach dem GENUG muss jeder für sich dann selbst beantworten, Statistiken haben in diesem Fall, somit für mich keine Bedeutung, sagen sie doch nichts Wichtiges aus.

  47. AvatarAlbr

    @Felix, Chefärzte, Zahnärzte, Kieferchirurgen, Geschäftsführer, Gewerbetreibende, Vermieter, Hedgefonds Manager, Partner von Kanzleien/Beratungsunternehmen/Wirtschaftsprüfer/Steuerberater, Anwälte, Zuhälter, Drogendealer, Schleuser… usw. und so fort…

     

    gibt jede menge von der Sorte, die sich solche Karren leisten können… aber vermutlich noch mehr, die sich ein solches Auto eigentlich nicht leisten können bzw. sollten 😉

     

     

  48. AvatarAlbr

    @Wolfgang, exakt ! Mich interessiert nicht welche Karren die anderen fahren, mich interessiert ausschliesslich was ICH fahre !

     

    Ich gönne JEDEM ein grosses Auto, ich selbst möchte ein solches nicht (obwohl ich locker einige Boliden bar zahlen könnte), ich falle nicht so gerne auf 😉

     

     

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