Leserbrief: Ich mache eine Ausbildung zum Hörakustiker. Anschließend werde ich Meister. Ich kaufe Aktien und ETFs


New York, 19. Juni 2019
Er möchte nach der Ausbildung Meister werden.

Geneigeter Leser, geneigte Leserin,

warum ich einen 10-Euro-Sticker an meinem Badezimmerspiegel habe, werde ich im folgenden erklären. Aber fangen wir mal von vorne an.

Aufgewachsen bin ich wohlbehütet in einem der neuen Bundesländer. Meine Eltern haben gute Jobs. Sie kauften ein kleines Haus im Vorort einer Großstadt. Sie verdienen gut. Da aber ein sehr schlechtes familiäres Hintergrundbild bestand, mussten sie mit mir finanziell von 0 anfangen.

Weil sie das Haus kauften, waren meine ersten zehn Lebensjahre von Sparsamkeit durchzogen. Wir fuhren nur innerhalb von Deutschland in den Urlaub. Wir haben auch dort immer im Discounter eingekauft statt teuer Essen zu gehen und ersteigerten viel auf Ebay-Kleinanzeigen.

Ich bekam das als Kind aber nicht negativ mit. Ich wurde mit der Prämisse erzogen, Geld nicht zu verschwenden. Als ich älter wurde, verdienten meine Eltern mehr und konnten sich mehr leisten. Ich weigerte mich trotzdem Markenklamotten zu tragen und noch heute kaufen meine Eltern bei Aldi ein.

Mein Vater hat mittlerweile ein gutes Gehalt. Er fährt trotzdemeinen Nissan in hellblau, weil die Farbe im Angebot war. Auch seine Hemden kauft er in Primark. Und das nicht oft. Sie nutzen das Geld, um Urlaub zu machen und weniger zu arbeiten, einen Sparplan haben sie noch nicht. Erst seit ich ihnen das erklärt habe, investieren sie monatlich in einen ETF.

Zurück zu mir. Ich ging zur Schule. Ich arbeitete einmal kurz nebenbei, musste aber viel fürs Abitur lernen. Finanzen hatte ich noch lange nicht im Blick. Ich gab mein Taschengeld aus, sobald ich es bekam. Ich hatte zwei Konsolen und kaufte mir ständig Videospiele. Nach dem Abi begann ich ein Jura-Studium, welches ich jedoch bald darauf abbrach. Es war meine Sturm und Drang Phase. Ich habe viel Party gemacht, viel trainiert und gelebt.

Ich lernte einen Freund kennen, der, was Finanzen angeht, zu einem großen Vorbild für mich wurde. Er war es auch, der mir Gerd Kommer und seine Investmentstrategien nahegelegt hat. Nach der Schule arbeitete er beim Bund, lebte in der Kaserne und investierte einen Großteil seines Soldes. Er hat mich aus der deutschen Angst vor Aktien befreit. Ich bin ihm sehr dankbar für die Zeit, die er sich genommen hat, um mir diese Vorgänge zu erklären.

Durch seine Inspiration habe ich im Studium jeden Monat 50 Euro investieren können. Das Geld musste ich aber sehr diszipliniert weglegen. Nach zwei Jahren Durchhalten hatte ich am 1.3. 2017 meine ersten 1000 Euro in einem MSCI World, Disney und Starbucks Aktien angelegt. Ich hatte auch 80 Euro in Hugo Boss investiert, ein großer Fehler. Ich mochte die Marke und habe mit Verlusten die Aktie verkauft. Dafür hatte ich Netlix nach einem 100% Anstieg verkauft. Das waren die typsichen Fehler: Stock Picking, viel verkaufen und kaufen. Ich habe 200 Euro in Iota, eine Kryptowährung versenkt.

Aber heute sage ich mir, lieber früh die Fehler begehen – anstatt später mit mehr Geld. So investierte ich neben dem Studieren. Das endete jedoch. Der Stress des Jura-Studiums hat mir nicht gut getan. Ich bekam eine Magen-Darm-Krankheit, die immer wieder auftrat, vermutlich durch den Stress. Das Studium war es mir nicht wert. Ich habe aufgehört.

Ich begann letzten Sommer eine Ausbildung zum Hörakustiker. Im Zuge dessen bin ich ausgezogen. In eine Einzimmerwohnung mitten in der Stadt, zu Fuß 8 Minuten von meiner Ausbildung entfernt.

Ich habe kein WLAN, das beziehe ich aus der Uni. Ich hab kein Netflix-Account oder Zugang Spotify, den lasse ich mir von Freunden geben. So kann ich jeden Monat mein Gehalt sparen, da ich vom Kindergeld lebe und meine Eltern die 300 Euro für meine Miete zahlen.

Ich kann 500 Euro im Monat investieren: 25% in einen MSCI World Multi Faktor ETF, 25% in einen Emerging Market ETF, 25% in einen Dividenden Aristokraten ETF, 25% in einen Schwellenländeranleihen ETF.

Zusätzliche Bonuszahlungen der Ausbildung für gute schulische Leistungen habe ich in Disney für damals noch 90 Euro und CD Projekt Red gesteckt, beide sind 30% im Plus und machen aber nur 5% meines Depots aus.

Die Ausbildung ist deutlich entspannter, es geht mir besser. Ich bin niemand, der sich selbst gut zum Lernen zwingen kann. Schon das Abi war ein großer Kampf für mich, das Studium auch. Die Ausbildung nimmt mir diesen Druck.

Ich habe mir an die Wand einen Sticker geheftet mit den 10 Euro, die ich für Spotify brauche. Wenn ich 4000 Euro im Aristokraten ETF habe, kann ich ihn abhängen und mit den Dividenden Spotify bezahlen. Das motiviert mich. Dann hänge ich 16 Euro für Netflix auf. Bis jetzt leihe ich viel in der Stadtbücherei aus.Dort gibt es so viele  DVDs, Romane und fast alle Zeitschriften.

Am Ende der Ausbildung werde ich so ca. 20.000 Euro im Depot haben und dann eine Fortbildung zum Meister machen, um mehr zu verdienen. Das ist mein Ziel.

Natürlich bin ich priviligiert, meine Eltern zahlen meine Wohnung. Allerdings habe ich keine Verwandtschaft, die mich finanziell unterstützt, es gab keine großen Geschenke zum 18 oder zur Konfirmation. Ich habe mit meinen Eltern dafür immer ein gutes Verhältnis gehabt und zusammengehalten. 

Bonus: Meine Gedanken zur Sparquoten-Debatte. Also die Kommentare, man soll sein Leben doch nutzen und dann Ärger bekommen von der Kalt-Duschen-Sparfraktion.

Zuerst möchte ich die Carpe diem Seite erklären und darstellen. Eröffnet werden diese Argumente oft mit einem persönlichen Schicksalsschlag. Wir alle verlieren im Laufe des Lebens Menschen, die uns nahe stehen. In solchen Momenten wird klar, jede Sekunde zu viel im Büro oder vor dem TV war vergeudet, sie hätte mit dieser Person geteilt werden sollen. Daraus folgt auch die Erinnerung an die eigene Sterblichkeit. Man weiß im Prinzip ja nicht, wann man selbst das Zeitliche segnet. Die Konklusion lautet dann oft:

„Also lieber essen Gehen und sich einen schönen Urlaub gönnen. Denn was nützt es, der reichste Mann auf dem Friedhof zu sein, ein Leichentuch hat schließlich keine Taschen. Darum lebe ich jetzt.“

Das ist die eine Front.

Die Gegenseite hier im Blog möchte so viel sparen, wie es geht. Sparen bedeutet nach dem Papst des Investierens (Warren Buffet): heute weniger konsumieren, um später mehr zu konsumieren. Das ist eine ökonomische Tat.

Wenn ich mir heute keine Bretzel kaufe, sondern das Geld anlege, so kann ich mir in zehn Jahren vonselbigen Geld zwei Bretzen kaufen. Also folgt: Hallo lieber ETF Sparplan, ade zu Netflix und neuer Kleidung. An der carpe diem Seite werden Probleme schnell bei einem zweiten Blick sichtbar: Ein Mensch, der alles ausgibt, hat (für den Fall, das er doch alt wird) keine Absicherung für die Rente und kann die alten Tage nicht nutzen. Nichts mit carpe diem im Rollstuhl also.

Auch bei der Nutzung der gesunden aktiven Zeit mit Freunden und Familie: Das Sparen erlaubt ja erst, weniger als 40h zu arbeiten und so die Zeit wirklich für sich und Familie zu haben.
Gegen das Knausern spricht ein schlechter Ruf, aber ganz ohne Ruf kann man keine Dividenden im dreistelligen Bereich regelmäßig erhalten. Natürlich kann der sparsame Mensch in die Falle tappen, ohne Annehmlichkeiten die Tage zählend zu altern.

Leserbrief: Er lässt sich zum Hörakustiker ausbilden. Dann will er Meister werden. Sparsamkeit und Zielstrebigkeit prägen sein Leben.

Nun versuche ich mich mal an einer realistischen Einschätzung
Ich habe etwas sehr wichtiges zu diesem Thema von meinem Vater gelernt. Mein Vater betont noch heute immer, das es uns Menschen schwer fällt, Belohnungen aufzuschieben und langfristig orientiert zu handeln. Das nahm ich mir zu Herzen und versuche beim Sport und bei dem Anhäufen von Talern nicht nur im Jetzt zu denken. Dank ihm gehe ich regelmäßig zum Sport und investiere am Anfang des Monats stur, obwohl ich lieber entspannen würde. Ein weiterer kluger Satz Ovid: „In der Mitte gehst du am sichersten.“

Kurz: Übertreibe nicht das knausern, aber falten keine Scheine zu Papierfliegern.

ich hoffe, ihr konntet etwas mitnehmen, euer K. W.


tim schaefer (Author)

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thoughts on “Leserbrief: Ich mache eine Ausbildung zum Hörakustiker. Anschließend werde ich Meister. Ich kaufe Aktien und ETFs

  1. AvatarComebackaktionär

    Ich wünsche dem Schreiber des Leserbriefes auf seinem Sparweg viel Erfolg. Soweit ich Tim`s Mantra verstanden habe, macht Sparen nur dann Sinn, wenn man nicht Sparen muss, sondern es sich aus der (genügsamen) Lebensführung quasi von selbst ergibt. Ansonsten hat man Einbußen an Lebensqualität, die man in der Regel anderweitig ausgleicht. Und wenn man dann finanziell frei ist, die Dividenden nur so sprudeln, dann spricht auch nichts gegen ein Clown-Auto.
     

  2. AvatarJonas

    Servus,
    finde den gewählten Weg interessant. Wenn ich Abitur hätte würde ich mich doch eher in Richtung Studium orientieren, da es in vielen Unternehmen immer noch die Grundvoraussetzung für Führungsverantwortung ist. Wobei der Meister auch kein schlechter Weg ist (mache gerade selbst den Industriemeister Elektrotechnik in Teilzeit).
    Wow, 20.000 nach der Ausbildung im Depot ist eine Hausnummer. Ich war da nicht so sparsam und hatte nur etwas über die Hälfte. Kein eigener DSL-Anschluss in der Wohnung wäre für mich eine deutliche Einbuße in der Lebensqualität. Schau mal bei 1&1 vorbei, die haben Momentan gute Angebote ohne Mindestvertragslaufzeit.

  3. AvatarJan

    Was heißt denn 200€ in Iota versenkt? Versenkt ist es nur wenn du es verkauft hast. Aber das hat mit Iota und Krypto ja nix zutun. 

  4. AvatarderHamster

    Auch von mir weiterhin alles Gute und viel Erfolg! Scheinst auf einem sehr guten Weg zu sein!
    Hoffe meinen Kindern ebenfalls eine sparsame Lebensweise beibringen zu können, damit diese ihren Anlagehorizont möglichst optimal nutzen. Ist aber auch in der heutigen Zeit, in der man immer und überall zu möglichst viel Konsum verleitet wird, nicht immer einfach.
    Viele Grüße
    derHamster

  5. AvatarBruno

    Das wichtigste wenn man noch jung ist finde ich einfach zu starten, kleine Fehler macht jeder und wie Du das schön sagst, lieber früh als spät.
    Übrigens ein schönes Büro über dem Kanal, ich nehme an das ist in der Ausbildungsstätte und nicht deine Wohnung, wäre aber natürlich auch eine coole Wohnung.

  6. AvatarWhirlwind

    Hey, dass ist doch das Löwen-Gebäude auf dem Uni-Platz in Halle. 🙂
    Grüße aus dem Saalekreis. 😉
    whirlwind

  7. Avatarderakustiker

    hallo, danke für das nette Feedback. Die iota hab ich noch, mal sehen wo das hinführt. Leider ist das Bild am Kanal von der Ausbildung, aber meine Wohung ist für meine bedürfnisse Ideal. 

  8. AvatarRüdiger

    Und wenn man dann finanziell frei ist, die Dividenden nur so sprudeln, dann spricht auch nichts gegen ein Clown-Auto.
     
    Stimmt! Diesen Gedanken hatte ich auch über lange Jahre. Jetzt stelle ich überrascht fest, dass mir jeder Kilometer, den ich fahren muss, auf die Nerven geht und ich überhaupt keinen Spaß am Auto mehr habe. Das Auto ist nur noch ein Gebrauchsgegenstand, wie Zahnbürste, Schuhe, Kühlschrank …

  9. Avatarchn

    @Rüdiger:
    Stimmt! Diesen Gedanken hatte ich auch über lange Jahre. Jetzt stelle ich überrascht fest, dass mir jeder Kilometer, den ich fahren muss, auf die Nerven geht und ich überhaupt keinen Spaß am Auto mehr habe. Das Auto ist nur noch ein Gebrauchsgegenstand, wie Zahnbürste, Schuhe, Kühlschrank …
    Mir geht’s so ähnlich. Anfangs, als ich den Führerschein neu hatte, empfand ich das als neu hinzugewonnene Freiheit, mit dem Auto zu fahren. In letzter Zeit nervt mich das Autofahren mehr und mehr. Ich versuche so viel wie möglich zu laufen (z.B. zum Supermarkt, das sind schon ein paar km) und mir tun die Leute leid, die direkt neben mir in der Autoschlange stehen.
    Autofahren verengt den Blick. Man kann nicht entspannt nach links und rechts schauen, kurz anhalten, um etwas interessantes anzusehen. Man muss sich auf den Verkehr konzentrieren. Man ist isoliert/abgekapselt, kriegt so wenig von der Welt draußen mit. In der Stadt muss man immer überlegen, wo man die Kiste abstellt. Also ich freue mich über meine zwei gesunden Beine.
    Nein, auch mit einem fetten Depot gibt es für mich keinen guten Grund für ein Clownauto.

  10. AvatarRalf

    Das hört sich gut an. Und Hörgeräte haben definitiv eine Zukunft (alternde Gesellschaft). Viel Erfolg auf deinem Weg!

    @Autofahren: Lästige Pflicht (Pendeln nötig, keine brauchbare Busverbindung zum Arbeitsplatz verfügbar), Spaß macht das aber nicht mehr und wird immer teurer.

  11. Freelancer SebastianFreelancer Sebastian

    Gefällt mir, der Leserbrief. Alles Gute für dich K.W. alias derakustiker! Du hast in jungen Jahren schon eine ganze Menge begriffen.

    Für deine ETF-Aufteilung wirst du von den Puristen vielleicht Kritik bekommen, blende es einfach aus. Ob nun diese Aufteilung oder jene Aufteilung…. das nimmt sich nichts.

    Die Stadtteilbibliothek finde ich auch genial. Regelmäßig die neuesten Filme für lau, tolle Bücher – mich fasziniert z.Z. „Die Reise unserer Gene“ – und Zeitschriften. Dazu massig Lesestoff für Kinder….

    Für Interessierte hier mal ein paar Ergebnisse eines begeisterten Tim Schäfer-Lesers, der dessen Vorschläge für ein genügsames, sparsames und investitionsfreudiges Leben seit vielen Jahren beherzigt.

    Meine Einkünfte aus Unternehmensbeteiligungen im Wonnemonat Mai:

    2012: 152,60€
    2013: 172,11€
    2014: 422,24€
    2015: 671,84€
    2016: 608,71€
    2017: 1.385,57€
    2018: 1.419,91€
    2019: 1.758,75€

    Es funktioniert! Es motiviert. Fast jede kann das schaffen.

    Einfluß auf mein Leben nehmen diese Zahlungen nicht. Es wird alles reinvestiert.

  12. AvatarBruno

    @Hörgeräte
    WS Audiology ist ja leider nicht kotiert, aber Sonova ist natürlich eine schöne Aktie, wenn ziemlich teuer geworden. Da muss ich mich schon überwinden, nicht zu verkaufen und mal Gewinne mitzunehmen, aber ich bin hier immer noch sehr überzeugt langfristig, wie Ralf auch sagt es ist eine Zukunftsbranche. Aber in der nächsten Rezession wird es wieder günstigere Einstiegschancen geben.

  13. AvatarOlly Wood

    @Rüdiger
    ja da bin ich ganz bei dir. ich hatte wirklich viel spaß am auto kaufen und fahren heute allerdings habe ich an beidem massiv die lust verloren. 

  14. AvatarRalf

    @Mobilität: Offenbar will der Verkehrsminister Autofahrern den Zugang zu 125er Motorrädern mit einigen Fahrstunden und ohne extra Prüfung ermöglichen. Ich würde das begrüßen. Damit lässt sich recht günstig von A nach B pendeln. Es gibt recht sparsame Roller. Hat mich bisher immer geärgert dass nur Autofahrer mit Führerscheinerwerb bis 1980 solche 125er ohne extra Schein fahren durften.

    https://www.focus.de/auto/news/neue-fuehrerscheinregeln-nach-maut-pleite-scheuer-will-autofahrer-motorrad-fahren-lassen-ohne-pruefung_id_10845397.html

  15. AvatarGorilla

    @ Ralf
    kaufe dir dann lieber ein 125er Motorrad, statt einen Roller.
    Der Roller ist zwar schon günstiger, aber das Motorrad ist gefühlt um die Million mal sicherer.
     
    ich bin in der Zwischenzeit auf ein 45km/h ebike umgestiegen. In der Schweiz bist du auf Velowegen planbarer unterwegs und mind. Gleich schnell wie ein Auto.

  16. AvatarderHamster

    Verzichte nun schon seit 10 Jahren auf ein zweites Auto im Haushalt und mittlerweile fahre ich entweder mein 125er Moped, oder mein Pedelec.
    Auf dem Moped hab ich mittlerweile Winterreifen drauf, sodass ich auch komplett durch den Winter fahren konnte.
    Getreu dem Motto: „Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Ausrüstung und Kleidung.“ 
    So komme ich täglich bedeutend besser durch die Rushhour und spare nicht nur Geld sondern auch Zeit.

  17. AvatarDaniel

    Autofahren verengt den Blick. Man kann nicht entspannt nach links und rechts schauen, kurz anhalten, um etwas interessantes anzusehen. Man muss sich auf den Verkehr konzentrieren. Man ist isoliert/abgekapselt, kriegt so wenig von der Welt draußen mit. In der Stadt muss man immer überlegen, wo man die Kiste abstellt. Also ich freue mich über meine zwei gesunden Beine.Nein, auch mit einem fetten Depot gibt es für mich keinen guten Grund für ein Clownauto.
    Als Oldtimer/Cabrio Fahrer kann ich Dir versichern, dass das nicht stimmt. Es setzt natürlich voraus, dass man sich nicht Strecken über Autobahnen oder viel befahrene Bundesstraßen legt sondern sich Routen aussucht, die sonst auch ein Motorradfahrer wählen würde.
    Du fährst durch den Wald, riechst die kühlere und feuchtere Luft, du fährst durch Wiesen und Feld-Landschaften, guckst in den Rückspiegel, siehst das keiner da ist und nimmst das Tempo raus, guckst links und rechts, hast alle Zeit der Welt alles zu sehen oder hälst einfach an und steigst kurz aus. Auf diesen Straßen gibt es zumeist auch wenig Verkehr der groß Aufmerksamkeit erfordern würde.
     

  18. AvatarFuchs

    Hallo Leute, 
    Was haltet Ihr von der letzten Freitag von Olaf Scholz beschlossene Finanztransaktionssteuer auf Aktienkäufe und Verkäufe. Es trifft die Leute die vorsorgen wollen. 

  19. KievKiev

    @ Freelancer
    Deine Zahlen finde ich sehr motivierend. Hast Du einen Homebias? Falls nicht, umso besser. Wie viel investiert Du monatlich? Oder gab es Sondersituationen?
    @ Daniel
    Das klingt nach verschwenderischen Ausflügen. Ich fahre sehr gerne Rad, aber einer Tour in einem Oldtimer könnte ich viel abgewinnen. Ich gebe es zu, es hat mir auch im 911 Spaß gemacht. Und auch bei etwas zügiger Fahrt. Einen Käfer bin ich auch schon gefahren und ein paar andere Modelle. 
    @ Gorilla
    Ich habe kein E-Bike, aber ich meine, dass man sie in Deutschland nicht auf den Fahrradwegen fahren darf. Das geht nur mit Pedelecs. Ansonsten würde ich diese auch Rollern bevorzugen. Radwege sind einfach viel schöner als die meisten Landstraßen.

  20. AvatarRalf

    @Fuchs: Diese Aktiensteuer ist für den privaten Vermögensaufbau jedenfalls nicht förderlich. Und erst einmal eingeführt wird im Laufe der Zeit sicherlich auch an der Steuerschraube gedreht werden. Den eigentlichen Zweck, die Stabilität der Finanzmärkte zu verbessern wird damit verfehlt.

    Eine Alternative zu Aktien und ETFs sehe ich aber nicht. Einzig eine selbstgenutzte Immobilie, welche derzeit noch steuerfrei ist, wobei auch hier der Staat schnell eine Zwangsabgabe einführen kann. Auch Immobilien als Kapitalanlagen werden künftig sicherlich durch neue staatliche Ergüsse stärker belastet werden.

  21. AvatarTheKrupper

    Schöner, ausführlicher Leserbrief. Ich glaube diese Vita haben viele aus den neuen Bundesländern. Bei mir ist es nicht anders. Die Eltern immer am schuften, zum Glück nie arbeitslos nach der Wende, aber Geld war nie im Überfluss da. So war es auch bei uns! Dafür haben sie mir Kampfgeist und eine gute Ausbildung mitgegeben. Das rentiert sich langfristig mehr als tausende Euros an Jugendweihe/Konfirmationsgeld.
    Du bist jedenfalls auf einem prima Weg. Wichtig ist zu erkennen, wenn man ein totes Pferd reitet. Dann sucht man sich ein neues. Wie du mit deiner Ausbildung! Viel Erfolg weiterhin.
    By the way – nettes Bild aus dem Stelzenhaus! Schön hier in LE! 😀
    Gruß aus Leipzig
    TheKrupper

  22. AvatarBruno

    @Fuchs @Ralf
    Diese Steuer wird uns nicht umbringen und fällt wohl nicht wirklich ins Gewicht für langfristige Investoren. Bei mir persönlich macht dies eh nix aus, ich habe aktuell keine Werte der betroffenen Länder auf meiner Watchlist. Und auch wenn, mir gefällt lediglich die Art und Weise nicht, es hilft nicht gerade um eine Aktienkultur aufzubauen und ist einfach nur eine neue Einnahmequelle ohne wirklichen Sinn. Profis sind davon eh nicht betroffen und können weitestgehend ausweichen oder umwälzen, wie auch bei der Stempelsteuer in der Schweiz. Entweder ist das Absicht oder die Leute haben schlicht keine Ahnung (will ja keine Verschwörungstheorie entwickeln). Aber die Sachlage ist ja wohl klar…

    @Daniel
    Der richtige Oldtimer gut gepflegt ist auch wertbeständig resp. gewinnt weiter an Wert. Ich hätte auch gerne einen Mercedes SL 190 Cabrio aus den 60ern oder gerne auch etwas aus Italien aus derselben Zeit in der Garage, aber wenn man selbst kein Schrauber ist, dann ist das ein teures Hobby für das ich auch keine Zeit  finde. Wenn ich mal Lust auf so eine Fahrt habe dann leihe oder miete ich mir was, das macht genauso Spass.

    @Freelancer Sebastian
    Eine beachtliche Steigerung, eine super Leistung die hoffentlich viele motiviert! Es waren zwar 10 perfekte Jahre aber gerade was die Ausschüttungen angeht, entwickeln sich die auch in wackligeren Jahren stetig weiter, daher ist das ein guter Motivator wenn man sieht wie die Kurve exponentiell nach oben geht 🙂

    @Innovation&Nostalgie: Heute vor 50 Jahren landete man das erste Mal auf dem Mond, mit welch primitiven Mitteln IT-technisch im Vergleich zu heute. Und was machen wir heute mit dieser Power?

  23. Freelancer SebastianFreelancer Sebastian

    @ Albr, Kiev, Bruno
     
    Danke für die Blumen. Fairerweise möchte ich auch nicht verhehlen, dass der Monat Mai aufgrund einer nicht unerheblichen Anzahl deutscher Titel natürlich aus dem Rahmen fällt und nicht einfach auf den Rest des Jahres zu übertragen ist.
     
    Ja, vielleicht war da ein wenig Effekthascherei dabei, aber mir ging es eben um ein sehr einprägsames Beispiel, was über die Jahre möglich ist.
     
    2012 haben wir noch um die 300€ pro Monat zur Seite gelegt. Heute ist es vierstellig. Die 22.000€ Jahresdividenden, bzw. im Schnitt 1.800€ pro Monat sind eine Frage der Zeit 🙂 . Für dieses Jahr rechnen wir mit ca. 4.000€. Wir reden hier also über ein recht ordentliches Monatssalär.
     
    Es ist eben wie Tim schreibt. Simpel, einfach, total langweilig. Stur und stetig investieren und der Schneeball kommt ins Rollen. Man genießt das Leben und das Vermögen steigt von allein. Portfolio Performance zeigt mir eine schöne Exponentialkurve an.
     
    Daher zeugen die immer wiederkehrenden Beiträge von Panikmachern, Eurohassern, Crashpropheten und „Fiatmoney geht vor die Hunde“-Typen (was hat das eigentlich mit Aktien zu tun?) von einer bemerkenswerten und  – entschuldigung – dümmlichen Unkenntnis über das intelligente Investieren.
     
    Für den nächsten Monat steht eine Aufstockung von Blackrock, J&J oder mal wieder Berkshire an. Keine Raketenwissenschaft.
     

  24. AvatarMatthias

    Eine recht hohe Sparquote im jungen Alter. Respekt! Toll, dass Dich Deine Familie unterstützt. Deine Eltern haben einen Baum gepflanzt, der immer größer wird. Du und ggf. Deine Kinder und „Kindeskinder“ werden davon noch profitieren.
    Der Aufkleber könnte auch den Betrag 2,50 Euro ausweisen. Einfach Konto mit Familie oder Freunden teilen (Monatsbeitrag Spoitify Family 14,99 – bis zu sechs Nutzer).
    Viel Erfolg weiterhin, Matthias

  25. AvatarAlbr

    @Freelancer, ich sehe es NICHT als Effekthascherei an was du schreibst, sondern ausschliesslich als Motivation für andere !
    Die Steigerungen deiner Dividenden sind über die Jahre einfach klasse, das zeigt, dass es sich lohnt wenn man am Ball bleibt, sich fokussiert und nicht auf andere hört !!
    Auch bei mir war der Mai „natürlich“ finanziell eine Ausnahme, das ist halt so, wenn man dt. Aktien im Depot hat 😉
     
     
     

  26. AvatarAlbr

    @Nico Meier, das ist eine sehr gute Idee von BJ !
    wenn man möchte das es einem Land gut geht, prosperiert, Arbeitsplätze geschaffen werden, Innovationen sich entfalten, die Menschen positiv in die Zukunft blicken, persönliche Leistung belohnt wird, die Menschen motiviert sind und vieles mehr, dann macht man genau das 😉
     
    wenn man das nicht möchte, dann macht man es so wie in Deutschland 😉
     
     

  27. AvatarDaniel

    @DanielDer richtige Oldtimer gut gepflegt ist auch wertbeständig resp. gewinnt weiter an Wert. Ich hätte auch gerne einen Mercedes SL 190 Cabrio aus den 60ern oder gerne auch etwas aus Italien aus derselben Zeit in der Garage, aber wenn man selbst kein Schrauber ist, dann ist das ein teures Hobby für das ich auch keine Zeit  finde. Wenn ich mal Lust auf so eine Fahrt habe dann leihe oder miete ich mir was, das macht genauso Spass.
    Ähnlich wie bei den Immobilien zeigt sich auch im Bereich der Oldtimer die wirkliche Inflation bzw. die Verdichtung von Geld. Die Preise sind in den letzten Jahren massiv angestiegen. Vor ein paar Jahren habe ich für das Cabrio 15000€ bezahlt, heute liegt es deutlich über 20000€, Tendenz steigend. Lediglich bei Porsche scheint so langsam etwas die Luft aus dem Kessel zu sein, das war eine wirkliche Blase bei der selbst Kern-Schrott für viel Kohle verkauft wurde.
    Die 60er Jahre waren schon neben den 50ern bei den Amis (man denke an die ganzen Kuba Autos oder die Space-Ära mit Turbinen-Design mit am schönsten.
    Da ich zwei linke Hände habe ist das aber alles nicht wartungsfreundlich. Die 80er haben auch viele zeitlose Karossen herausgebracht und die Technik läuft, ist solide und standfest. Und da man diese Autos nicht mehr bei Wind und Wetter im Regen stehen hat ist Rost auch kein großes Thema mehr. Der Wagen wird eingewintert und springt nach kurzem Laden der Batterie an als ob man ihn gestern erst abgestellt hätte. Die Wertsteigerung pro Jahr ist höher als alle laufenden Kosten. Es ist aber das gleiche „Problem“ wie bei der selbstbewohnten Immobilie. Ändert es etwas daran zu wissen das sein Auto den 5fachen Wert im Vergleich zu früher hat wenn man nicht vor hat zu verkaufen?

  28. Avatarsammy

    @Freelancer
    Du redest von „wir“? Heißt das deine Sparsumme wird aus zwei Gehältern generiert? Also auch die Dividende durch zwei Personen geteilt? Das relativiert die Zahlen natürlich deutlich.
    Wie immer die Anmerkung: Die Betrachtung von Rendite macht nur als Gesamtrendite Sinn. Eine isolierte Betrachtung von Dividenden ist unzureichend!

  29. AvatarBruno

    Woher kommen eigentlich diese Dauer-Nörgler hier, es ist eine traurige Entwicklung. Sie finden IMMER ein Haar in der Suppe, ich denke damit machen Sie sich keinen Gefallen. Anscheinend haben Sie Spass daran, schlechte Stimmung zu verbreiten. Ich verstehe das nicht, das macht keinen Sinn und sie tun sich damit und ihrem Umfeld keinen guten Dienst. Es sind Leute deren Lieblingswort „aber“ lautet, sie wären auch im Paradies unzufrieden und finden immer ein Problem. Notfalls kann man über das Wetter sich ärgern, wenn man nicht gerade in Kuwait bei 54°C am Schatten weilt, sehe ich auch hier kein Grund. Tim hat das doch nicht verdient, dauerhaft optimistisch und motivierend, da passen  diese Nörgler nicht hin.
    Dankbarkeit wäre ein Ausweg, denn Nörgler sind erfolgloser und schlafen schlechter als positiv im Leben stehende Personen.

  30. AvatarRuben

    Ich finde Freelancers geschilderte Dividenden Steigerungen motivierend, obwohl ich selbst mein Depot nicht auf Dividenden ausgerichtet habe. Es zeigt doch einfach, was möglich ist. 
    Auch der Beitrag von derakustiker zeigt, wie motivierend es sein kann, wenn gefühlt bestimmte Haushaltsposten durch Dividenden gedeckt werden.

  31. Avatarsammy

    @Bruno
    Also ist für dich eine rationale Betrachtung von Aussagen Nörgelei?
    Erinnert mich ein bisschen an Pippi Langstrumpf „ich mal mir die Welt, wie sie mir gefällt“ xD
    Mal im Ernst, kritisches Hinterfragen schafft Klarheit und gehört dazu.

  32. PeterPeter

    @Freelancer
    Ich finde es auch super – habe gleich mal geschaut, wie groß die Steigerungen bei uns in den letzten Jahren waren. Natürlich auch durch eine weitere Vergrößerung und Nachkäufe im Depot. Bei Nachkäufen halte ich mich allerdings aktuell etwas zurück.
     

  33. Der BaumDer Baum

    @ M,
    was hältst du von Micron Technology?
    6 Mrd. in Cash, KCV von ca. 12, Eigenkapitalquote von 72%, Marktkapitalisierung bei 37 Mrd., Nettomarge bei ca. 30 %, Cashflowmarge bei 18%. Einer der größten Chiphersteller der Welt.
    Die Zahlen sind klasse, ich hab nur absolut keine Ahnung von der Art von Unternehmen… 🙂
    Interessante Links:
    https://dataroma.com/m/stock.php?sym=MU
    https://www.forbes.com/sites/gurufocus/2019/05/14/mohnish-pabrai-triples-stake-in-micron-technology/#7436739058c4
    Grüße Baum
     

  34. AvatarBruno

    @sammy
    Ich habe nicht Dich gemeint, aber wenn Du dich angesprochen fühlst 😉

  35. Avatar-M

    Baum
     
    Ja ist auch nicht meine Welt:-) aber interessant immer. 
    Schaue es mir mal an und melde mich.
     
    -M

  36. Der BaumDer Baum

    @ M, danke das ging ja schnell^^ War mir schon nicht mehr sicher, ob du überhaupt noch mitliest (bei den ganzen negativen Diskussionen in letzter Zeit) 🙂
    Wenn ich mal nicht antworte, kann es sein, dass ich aktuell keine Lust hatte aufs lesen hier.

  37. Freelancer SebastianFreelancer Sebastian

    @ Ruben
     
    Eine dezidierte Dividendenstrategie fahre ich auch nicht. Mich interessiert in erster Linie die Beteiligung an aussichtsreichen Unternehmungen. Die Dividende ist zweitrangig. In meinem Portfolio schlummern Anteile von Amazon, Berkshire und Alphabet. Letztere habe ich gerade aufgestockt, als Gerüchte um Zerschlagung den Kurs gedrückt hatten.
     
    Disney und Adidas, die in etwas 20% meines Depots ausmachen, bieten auch keine berauschende (aktuelle!) Dividendenrendite. Mir egal.
     
    Mir ging es tatsächlich nur darum, aufzuzeigen, was über die Jahre möglich ist. Wir können hierbei viel von Anlegern wie Tim, Oliver – schade, dass er nicht mehr kommentiert – Claus, Felix, Albr und weiteren Lesern, die nur selten kommentieren und deren Namen mir nicht in den Sinn kommen, lernen.
     
    Sie investieren seit Dekaden. Ruhig und besonnen, stur und stetig. Das Ergebnis ist immer gleich. Enorme Vermögen  – alles in Relation – werden geschaffen. So schwer ist es nicht. Ich sehe es selbst. Und andere Leser, die noch nicht so lange dabei sind, sollten von diesen Erfahrungen profitieren.
     
    Alles Preis geben möchte ich ja auch nicht. Aber unser Vermögenszuwachs in den Jahren ist beträchtlich. Es geht dabei nicht mal um irgendwelche Performancevergleiche und -meisterschaften.
     
    Selbstverständlich ist das regelmäßige – steigende – Hinzufügen von Geld unerläßlich und mehr als förderlich. Das macht auch das Gequatsche vom „Japanszenario“ oder „bei Crash 20 Jahre bis ich mein Geld wieder habe“ so unglaubwürdig. Wer die Börse verstanden hat, der investiert REGELMÄßIG! Rücksetzer werden ausgesessen und – das ist ja der wünschenswerte Turbo! – für günstige Aufstockungen genutzt. Unternehmensgewinne für weniger Geld einkaufen – wunderbar. Verstehen nur einige nicht.
     
    Was Tims Blog so besonders macht: Der Vermögensaufbau ist nur Mittel zum Zweck. Zeit für die schönen Dinge im Leben – und da hat eben jede und jeder andere Vorstellungen – steht im Vordergrund.
     
    Daher bemitleide ich auch diese ganzen Börsenpornosüchtigen. Von morgens bis abends auf youtube dem confirmationbias verfallen und seine Zeit mit Prognosen, Gerüchten, als scheinbares Wissen getarnten Meinungen verschwenden? Nicht mit mir.
     
    Den Ferienstart habe ich heute mit Sohnemann 1 bei einer angenehmen Folge Star Trek Discovery, mit Sohnemann 2 bei einem netten Adventure, Legobauen und Lesen, sowie selbst für eine Stunde am Instrument genossen. Jetzt geht´s zum Abendessen mit der Familie auf den Balkon. Andere regen sich über Politik auf. Ich genieße das Leben 🙂 .
     
    Ich empfehle mehr Epikur und weniger Krall!

  38. AvatarSebo

    Das zentrale Problem ist, dass es egal ist ob du 0 oder 20.000 nach der Ausbildung im Depot hast. Du denkst zu klein ein Hörakustikmeister verdient vielleicht mal 2500 netto. Als Filialleiter vielleicht mit 50 mal 2800. Nach dem Jura Studium hättest du schon ein viel höheres Einstiegsgehalt als die genannten 2800. Das Potenzial liegt in deinem Alter einfach nicht im Sparen, sondern im verdienen. Schade, dass du dich so einschränkst.

  39. AvatarSlazenger

    @Albr und all
    wie seht ihr aktuell Bayer zu Kursen um 55€? Die Risiken dürften langsam eingepreist sein!?

  40. AvatarPerpetuum Mobile

    @Freelancer Sebastian, darf ich fragen wieviel Jahre Du schon investiert bist? Danke!

  41. Der BaumDer Baum

    @ Freelancer, dein Fazit finde ich toll. Für mich ist das aktuelle lernen über die Börse, den Markt, Unternehmen, Psychologie etc. allerdings nur bedingt eine Belastung. Mit macht es Spaß.
    Aber natürlich will ich versuchen damit Geld zu verdienen, gerade damit ich später Mal mehr Zeit für anderes hab und nicht zwingend 100% arbeiten muss. Mein Zeiteinsatz und das viele Beschäftigen mit dem Thema ist also notwendig. 
    Natürlich darf man trotzdem nicht vergessen zu „leben“.

  42. AvatarAlbr

    @Freelancer, dem ist praktisch nix hinzuzufügen, jahrzehntelang in langweilige Aktien investieren, behalten und genießen, das wars 😉
     
    leider haben viele nicht die Geduld, so vorzugehen…
     
    ich sitze auch auch auf der Terrasse, bin am grillen und habe gerade in den USA noch etwas eingekauft… u.a. eine kleine Portion Slack, leider schon sehr teuer 😉
     
     

  43. AvatarAlbr

    Ich habe auch recht viele Amazon, Berkshire, Alphabet etc… irgendwann werden auch diese Unternehmen eine Dividende zahlen, Vlt in 5 oder in 20 Jahren 😉
     
     

  44. Avatar-M

    @Baum 
    Jo lese mit (überfliege aber mehr, je nachdem wer den Kommentar geschrieben hat – lese sehr selektiert aktuell) war aber trotzdem Zufall das ich das direkt gesehen habe. Heute war bei mir auch Familientag – morgens Musik gehört und meinem kleinen auf einer Hörtest-LP mal gezeigt wie es sich über meine Lautsprecher anhört, wenn ein Jumbo Jet abhebt 🙂  ok ok am Frankfurter Flughafen sind wir dauergast, er kennt auch das original:-)
     
    Und heut Mittag ist er die ersten Meter alleine Fahrrad gefahren (ohne das er es gemerkt hat) ^^
     
    @Freelancer 
    Ja also finanzporno braucht niemand, außer man möchte sich selbst hippelig machen ohne Grund. Und ohne das Finanz gibt’s ja noch Xvid und Co lol.
     
    Das Leben genießen und das sparen was man kann ist auch mein Motto. Wenn ich weniger spare und mein Lebensstandard geringer ist kommt am Ende relativ gesehen das gleiche raus wie bei dem anderen der viel ausgibt und viel spart. Die Friseurin mit 100-200k Depot zur Rente ist wahrscheinlich auch Happy, genauso wie der Arzt der dann vlt 1mio hat. 
     
    Dividenden sind aich eher beiwerk, nice to have aber kein muss bei mir. 
    Raketenwissenschaft braucht wohl auch niemand beim Stock picking. Wenn es günstig ist, sieht man das auch ohne Taschenrechner.
     
    -M
     

  45. Freelancer SebastianFreelancer Sebastian

    @ Perpetuum Mobile
     
    Das darfst du gerne.
     
    2004: Fondsgebundene Rentenversicherung (später gekündigt und das Geld WESENTLICH rentierlicher investiert)
     
    2006: Aktive Fonds
     
    2008: Als Anfänger alles verkauft und Lehmann short erlebt (zufällig Glück gehabt)
     
    Seit 2010 (und damit viel zu spät für die Jahrhundertschnäppchen) Einzeltitel.
     
    Als sehr wissbegieriger Mensch habe ich viele Dutzend Bücher zu Börse, Aktien, Vermögensaufbau, Geld, Psychologie und Historie verschlungen und mich kontinuierlich weiterentwickelt. Wenn du darauf hinaus willst – mir macht beim Thema Börse niemand mehr etwas vor. Schon gar nicht die „Experten“….
     
    Dein Nickname sowie deine recht kritischen Beiträge lassen eine gewisse Skepsis bezüglich Börse vermuten. Darf ich fragen, was dich zu diesem Blog hier führt? Bist du an der Börse aktiv? Und wenn ja, wie lange und mit welchen Beweggründen? Danke!
     
    @ Der Baum
     
    Für mich ist das aktuelle lernen über die Börse, den Markt, Unternehmen, Psychologie etc. allerdings nur bedingt eine Belastung. Mit macht es Spaß.
     
    Das ging mir nicht anders. Verstehe ich auch nicht im geringsten als Börsenporno. Lernen ist immer gut. Nur beim Thema Börse bin ich durch…
     
    @ Albr
     
    Ich habe auch recht viele Amazon, Berkshire, Alphabet etc… irgendwann werden auch diese Unternehmen eine Dividende zahlen, Vlt in 5 oder in 20 Jahren
     
    Davon gehe ich auch aus. Bis dahin dürfen sie den Unternehmenswert gerne durch Investitionen der einbehaltenen Gewinne steigern.

  46. Avatar-M

    @Baum / Micron
     
    Hmmm also auffällig ist, die hohe Zyklik 2000/2008 und teilweise zwischendrin. Ist natürlich nicht so verwunderlich bei Halbleiterfirmen. 
     
    Weißt du was seit 2016 passiert ist? (Hab da noch keine Zeit gehabt): Kurs war bei 10€ und geht auf 50€ hoch um dann wieder auf 30€ zu fallen….obwohl die Umsätze ja teilweise explodiert sind. 
     
    Probleme mit Huawei hab ich was gelesen und das die große Konkurenz von Samsung und Nvidia haben anscheinend.
     
    Mich überzeugen die Kennzahlen nicht so. Glätte ich die EPS um die Ausreißer ist das KGV schon viel viel höher. Dann kommen immer wieder viele schlechte Jahre dazu bei denen der Aktionär nichts von hat. Da sinken die kapitalrenditen Böhse in den Keller. Man könnte natürlich in der Krise sowas kaufen, aber das ist für mich wie ne Daimler….die fällt auch bei einer Rezession und man könnte die traden für 2-3 Jahre. 
    Ich will kein Trader sein und möchte mein Kapital langfristig in einem tollen Unternehmen binden, welches aktuell günstig ist. 
    Von daher nehm ich direkt abstand von Micron auch da ich mich da nicht gut auskenne in der Branche. 
     
    -M
     
     
     
     

  47. AvatarPerpetuum Mobile

    @Freelancer Sebastian, angefangen habe ich so um Mitte 1997 mit Aktien, Fonds. Natürlich die ganzen Fehler gemacht, zu viel hin und her, bei Krisen fast alles verkauft und insgesamt zu Energielastig. Hatte damals jede Menge RWE, … Beim sog. Neuen Markt bin ich mit Plus Minus Null rausgegangen. 9/11 habe ich noch stark in Erinnerung börsentechnisch, wochenlang tiefrot, fast jeden Tag. Die jetzt 5-8 Jahre dabei sind, haben das ja psychologisch noch nicht erlebt, deshalb manchmal Bedenken bei allzugrosser Börsenanhimmelung. Seit 2010 kaufe ich ständig zu und sehe diese Geschichte Börse als Zusatzeinkommen (Dividenden) zum Arbeitseinkommen. Bin auch mal auf anderen Geldblogs unterwegs, aber Tims Blog motiviert möglichst für immer dabei zu bleiben. Die Weltuntergangspropheten sollte man ignorieren, jedoch Börse auch kritisch sehen. Insgesamt sich mit Firmen zu beschäftigen macht aber auch Spass. Mein größtes finanzielles Desaster. Kauf einer Schrottimmobilie (ETW) Mitte der 90er Jahre in NRW durch dubiose Vermittler, konnte diese zum Glück acht Jahre später loswerden. Andere geschädigte Käufer sind pleite gegangen. Im Osten Deutschlands wurden diese Schrottimmobilien Mitte/Ende der 90er Jahre massenhaft angeboten. Allen ein schönes Wochenende.

  48. Der BaumDer Baum

    @ M, super. Danke  für die Rückmeldung. Meine Zahlen sind gemittelt auf die letzten 5 Jahre gewesen. 
     
    Bei Konkurrenzunternehmen sind die Zahlen teilweise ähnlich sprunghaft, daher liegt das vermutlich an der Branche. Auch wenn ich nicht ganz verstehe warum. Chips sollten doch stetig verbaut werden… bei Konsumentenprodukten wie Smartphones, Laptops etc.
    Aber du hast recht, ich verstehe die Zyklen hier nicht. Hab keinen Ahnung was den einen Chiphersteller besser als den anderen macht. Also sollte ich auch die Finger davon lassen. Dank dir.
     
    Dass mit deinem Kleinen ist schön, wir warten noch bis meine Frau endlich eine unbefristete Stelle bekommt. Grüße Baum

  49. Avatar-M

    @Baum
    Sie Preise für RAM steigen und fallen anscheinend stark. Woran das hängt habe ich auch keine Ahnung, aber am Ende ist es immer Nachfrage und Angebot – der Ölpreis schwankt ja auch.
     
    Fand es witzig das du Monish erwähnt hast. Mag den Kerl.
     
    Bleibe gelassen, es kommt wieder eine Chance für ein Unternehmen das man versteht und super günstig ist. Pulver drocken halten bis dahin und gut ist.
     
    -M

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