Leser Max, 21: 41.000 Euro im ETF-Depot und 8.000 Euro Cash


New York, 7. August 2020
Leser Max (21) kauft eifrig ETFs in sein Depot. Max: “Ich habe ein Bild vom Sonnenuntergang am Nord-Ostsee-Kanal beigefügt, da ich dieses direkt in meiner Heimat aufgenommen habe.”

Lieber Tim, ich lese deinen Blog seit Anfang 2020 und bin besonders von den Leserbriefen und der Community begeistert, sodass ich mich nunmehr entschieden habe, ebenfalls einen Leserbrief zu verfassen. 

Mein Name ist Max, ich bin 21 Jahre alt und komme aus dem wunderschönen Schleswig-Holstein. Ich arbeite im öffentlichen Dienst und verdiene ca. 2000 € netto im Monat. Wohnhaft bin ich noch bei meinen Eltern. Dadurch kann ich einen guten Teil meines Einkommens sparen, auch wenn ich monatlich 400 € an meine Eltern abgebe. Die zweitgrößte Position meiner Ausgaben ist mein Auto. Leider bin ich darauf auch angewiesen, da die Entfernung zwischen Haus und Arbeitsplatz ca. 30 km beträgt. Neben  Versicherung, Wartung/Reparatur und KFZ-Steuer kommt natürlich einiges an Spritkosten im Monat hinzu.

Leider gibt es keine Möglichkeit, öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen oder eine Fahrgemeinschaft zu bilden. Ansonsten habe ich kaum Ausgaben. Hin und wieder kommen Ausgaben für Essengehen und Freizeitaktivitäten hinzu. Das hält sich aber in Grenzen. 

In meinem ETF-Depot stecken 41.000 Euro

Meine Sparquote liegt monatlich bei 1000 €, wovon ich 800 € investiere. Mein Depot hat aktuell einen Wert von 41.000 €. Weitere 8.000 € befinden sich auf dem Girokonto bzw. Sparbuch. Das Geld benötige ich in absehbarer Zeit für ein neues Auto und um Rechnungen zu bezahlen.

Zu meinem Autokauf: Es wird auf jeden Fall ein gebrauchtes Auto werden, das auch in der Unterhaltung günstig ist. Ausgeben möchte ich ca. 5.000€. Darunter bekommt man leider nichts Vernünftiges. Entweder haben die Autos zu viele Kilometer runter oder sind zu alt. Da ist die Gefahr zu groß, dass kurz nach dem Kauf direkt Reparaturen notwendig sind. Derzeit fahre ich einen sparsamen, 10 Jahre alten Opel Astra. Wenn ich es optimal läuft, kann ich den noch 2 bis 3 Jahre fahren. Man weiß natürlich nie, wann eine größere Reparatur anfällt und ob sich diese überhaupt noch lohnt. Das Geld habe ich aus diesem Grund auf dem Girokonto/Sparbuch liegen, um im Notfall direkt handeln zu können und keine ETF-Anteile verkaufen zu müssen. 

Ich habe 4 ETFs, 800 Euro gehen monatlich in den Sparplan. Ich habe keine einzelne Aktien

Investiert bin ich in lediglich 4 ETFs. Gewichtung ist je 25%. Ganz einfach. Es läuft alles automatisch über Sparpläne. Es werden monatlich zwei Sparpläne mit je 400€ ausgeführt. Und im darauffolgenden Monat dann die anderen beiden Sparpläne. Man könnte natürlich auch jeden Monat alle vier Sparpläne mit je 200€ ausführen. Ich habe mich jedoch aufgrund von 1,50 € Gebühren pro Sparplanausführung für die Alternative mit zwei Sparplanausführungen pro Monat entschieden. 

Angefangen zu investieren habe ich im März 2020, nachdem ich mir zwei Monate Zeit genommen habe, mir über mögliche Anlagestrategien Gedanken zu machen. Dazu habe ich u.a. zwei Bücher gelesen. “Die Revolution der Geldanlage“* von Gottfried Heller und “Souverän investieren mit Indexfonds und ETFs“* von Gerd Kommer. Beide Bücher sind sehr zu empfehlen. Wer die beiden Bücher gelesen hat, kann sich wahrscheinlich denken, dass ich Factor-Investing betreibe. Den wissenschaftlichen Ansatz halte ich für überzeugend. Zudem habe ich keine Lust mich ständig mit Einzelwerten zu beschäftigen. Weiter traue ich es mir auch einfach nicht zu, den Markt zu schlagen. 

Mein Anlagehorizont liegt bei 40 Jahren und mehr. Von daher macht mir die Coronakrise keine Sorgen, ganz im Gegenteil. Ich sehe das Ganze als Chance günstig an ETF-Anteile zu kommen. Von daher das Geld immer emotionslos reinbuttern!!! (*Affiliate)


tim schaefer (Author)

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thoughts on “Leser Max, 21: 41.000 Euro im ETF-Depot und 8.000 Euro Cash

  1. AvatarDP

    Spannend, du hast dich gut eingelesen, hast eine gute Anlagestrategie und eine sehr ordentliche Sparquote von 50%. Gefällt mir. Vergiss aber deine anderen Lebensbereiche nicht. Du bist noch sehr jung, solltest dich ausprobieren. Vielleicht möchtest du mal von zuhause ausziehen, in eine größere Stadt,…? Grüsse DP

  2. AvatarThomas der Sparkojote

    Ich finds halt echt heftig, wie viele mit dem Investieren beginnen und das so früh! Ich glaube das ist so nur wegen dem Internet möglich und der Wissensvermittlung von dir und Co.
    Ich frage mich, manchmal ob wir dadurch die Jungen Leute die mit dem Internet aufgewachsen sind nicht einen unfairen Vorteil gegenüber der älteren Generation hat.
    Gruss
    Thomas

  3. AvatarHorsty

    @Thomas der Sparkojote
    Den unfairen Vorteil haben wohl eher die älteren Generationen, weil die noch die letzten mit einer auskömmlichen staatlichen Rente sein werden.

  4. AvatarMai

    Im März 2020 angefangen? Ich nehme an, dann hattest du vorher das Geld auf dem Giro? Wie hast du die Anfangsinvestitionen gestaffelt oder einfach alles auf einmal rein?

  5. AvatarWolke

    @Sparkojote
    Ich frage mich, manchmal ob wir dadurch die Jungen Leute die mit dem Internet aufgewachsen sind nicht einen unfairen Vorteil gegenüber der älteren Generation hat.
     
    Nein, habt ihr nicht! In den meisten Fällen werdet ihr Armen keine vernünftige Rente bekommen.
    PS: Ist dein Satz nur voller Tippfehler oder lernt man im Internet wirklich so schlecht deutsch?

  6. AvatarSlowroller

    Früh bringt viel – das Geld hat Zeit und dilas Mindset ist auch früh das Richtige. Aber nie vergessen auch mal die Jugend zu genießen – fürs knauserig sein hat man später noch Zeit. 🙂

  7. AvatarMathias

    Für nur 21 Jahre schon sehr weit. Der Zinseszins erledigt die Sache dann von alleine über die Jahre. Sparquote ist auch sehr gut. Hut ab.

  8. AvatarBruno

    “Ich finds halt echt heftig, wie viele mit dem Investieren beginnen”
    https://www.dai.de/files/dai_usercontent/dokumente/Statistiken/200228_Aktionaerszahlen%202019_Deutsches%20Aktieninstitut.pdf
    Ich denke Thomas da leben wir wohl in einer Filterblase, in einer Phase nach über 10 Jahren Bullenmarkt ist die Quote doch eher bescheiden und in den letzten 3-4 Jahren wieder rückläufig. Auch bei den jüngeren eher unterdurchschnittlich, Frauenanteil sowieso siehe Statistiken.
    Bezüglich Wissen, ja generell nicht nur was investieren angeht, hat man heute dank Internet viel mehr Wissen und meist kostenlos zur Verfügung. Auf der andern Seite muss man mit all dem Wissen auch umgehen, gerade z.B. was Finanzwissen angeht ist auch viel “Müll” der im Netz rumfliegt. Viele in deinem Alter interessieren sich erstmal fürs schnelle Geld und setzen dann auf Trading, Optionen etc. es sind doch relativ wenige, die auf langfristige Investition mittels Aktien oder ETF setzen. 
    Aber es freut natürlich solche Leserbriefe und wenn man es dann auch durchzieht, wird die Ernte saftig ausfallen. 
    Aber es kommen auch wieder härtere Zeiten, die letzten 10 Jahre konnte man kaum etwas falsch machen, und dann heisst es eben dran bleiben und nicht wieder der Börse den Rücken kehren, deshalb ist auch Tims Blog ideal da dies eigentlich der Grundtenor darstellt.

  9. AvatarThorsten

    @Bruno. 10, 12 Jahre Hausse. Es können 8 Jahre Baisse folgen, nur @^*$%! es gibt keine Zinsen. Die Leute werden in Immos, Edelmetalle, Cash gehen. Aktien stehen am Wegesrand. Man sollte sie trotzdem pflücken.

  10. AvatarRalf

    Bravo. Endlich mal ein realistischer und glaubwürdiger Leserbrief. Da gab es hier ja neulich so fragwürdige Leserbriefe mit gewissen Hintergedanken.
    Alles richtig gemacht lieber Max. 2000€ Netto in so einem jungen Alter ist top. Da kannst du dir gut was aufbauen. Und mach dir keine Sorgen wegen einem 10 Jahre alten Astra. Der läuft bestimmt noch wesentlich länger.

  11. AvatarPaluma

    Schöner Leserbrief. Wie manche Jungen Leute Gas geben.
    Bist du dann direkt am 19.03 Allin gegangen? 🙂
    Hast ja einen guten Einstieg erwischt.
    Grüße Paluma

  12. AvatarMax

    Vielen Dank für die netten Kommentare! Hat mich sehr gefreut. 
     
    @ Mai: Richtig, das Geld hatte ich vorher auf meinem Girokonto liegen. Der März verlief sehr turbulent, sodass ich das lieber gestaffelt machen wollte. Gerade als Einsteiger, der das Geld über Jahre angespart hat, wollte ich nicht direkt komplett rein. 
     
    @ Alex: iShares MSCI EM UCITS Dist (ISIN: IE00B0M63177), iShares Core MSCI World UCITS ETF USD (Acc) (ISIN: IE00B4L5Y983), iShares Edge MSCI World Value Factor UCITS ETF (ISIN: IE00BP3QZB59) und iShares MSCI World Small Cap UCITS ETF (ISIN: IE00BF4RFH31)
     
    @ Paluma: Leider schon den ersten Teil vorher, als es noch nach unten ging. Dennoch habe ich insgesamt einen ganz guten Einstieg erwischt. 
     
     

  13. Avatar1zeller

    Verpass aber nicht den Zeitpunkt mal aus Hotel Mama auszuziehen und ins richtige Leben zu starten. Das bringt Dich sicherlich auch persönlich weiter.

  14. AvatarLuigi

    @Max
    Erstmal Glückwunsch. Ich persönlich bin davon überzeugt, dass Dich der Faktor “Value” eher ausbremst und es am Ende zu einem ähnlichen oder besseren Ergebnis führen dürfte, wenn Du einfach 75% MSCI World und 25% EM besparst. Aber das ist Deine Entscheidung und letztlich Geschmackssache.

  15. JosefJosef

    @Max
    Du bist auf dem richtigen Weg Vermögend zu werden.
    Dies musst du nun aber nur noch Dekaden lang durchhalten. 
    in jedem Lebensabschnitt verändern sich auch immer die Prioritäten.
    Dies ist die Schwierigkeit.
    @Thorsten
    Gold Arbeitet nicht und hat kein Geschäftsmodell, daher nichts für mich.
    Es ist ein Klumpen Metall dessen Wert einfach schwankt, je nach Lust und Laune.
    Ich muss diesen Klumpen verstecken damit ihn niemand klauen kann, oder ein Schliessfach mieten um ihn zu lagern.
    Wenn ich diesen Klumpen ausgeben möchte muss ich diesen immer zuerst in ein zahlungsfähiges Mittel umtauschen.
    Bei nicht physischem Gold muss ich die Hoffnung haben dass dieser Klumpen überhaupt existiert.
    Wenn ich wüsste dass Gold sich in 3 Jahren verzehnfachen wird würde ich natürlich dies kaufen. Ich besitze aber leider diese Fähigkeit nicht.

  16. Avatar-M

    @Thorsten
    Toll, dass du genau den Punkt ausgewählt hast, an dem Gold besser war ggü dem SP500. Alle anderen Zeiträume war der SP500 überlegen und das OHNE die Dividenden die man kassiert hätte, welche da da gar nicht berücksichtigt wurden….. diese Grafik macht somit auch wenig Sinn.
    -M

  17. AvatarMattoc

    @Thorsten
    Schau dir den Total Return Index (unten) und nicht den Price Index an. Das zeigt sehr gut, warum man gerade kein Gold ins Depot legen sollte, insbesondere wenn man 21 Jahre alt ist, wie der Leserbriefschreiber. Der junge Mann braucht keine Glättung sondern Volatilität, um Vermögen aufzubauen, und Max hat unter Bezugnahme auf einen passiven Total Return Investmentansatz sehr gute ETFs ausgewählt. 

  18. AvatarWolke

    @Thorsten
    Vergesst Gold nicht…
     
    Richtig! Es gehört zu einer vernünftigen Streuung. Der blinde Glaube in einziges Asset führt früher oder später zu größeren Verlusten.
    Ein Welt-Index-Etf ist noch lange keine vernünftige Streuung.

  19. Avatarmorphyencore

    Meiner Meinung nach ist Tims Blog einer der besten Blogs im Internet. Bei einigen Leserbriefen beschleicht mich aber irgendwie ein ungutes Gefühl. Früher hatte man mit 20 einen Berufswunsch, heute träumt man von der finanziellen Freiheit und dem frühen Ausstieg aus dem Berufsleben. Da fragt man sich wer künftig die Gesellschaft/das Land “am Laufen” halten soll. Jede Gesellschaft braucht doch Ingenieure, Ärzte, Lehrer, Pflegekräfte, Polizisten…..
    Hoffe, dass mein Eindruck täuscht und dass es einfach nur eine Filterblase ist.

  20. Avatarkripofrankfurt

    Gold ist genau wie Bitcoin Religion. Blöd wenn irgendwann keiner mehr dran glaubt.

    In einem kapitalistischen System in dem die Unternehmensgewinne stetig steigen lediglich auf einem Welt-ETF zu setzen scheint mir nicht die dümmste Entscheidung.

  21. AvatarK.K

    Und in welche ETFs investiert er? Wäre gut ein wenig genauer über die Anlagen zu schreiben und warum ausgerechnet diese ETFs usw..
    Irgendein Mehrwert sollte ein Lesebrief schon liefern meiner Meinung nach …
    Ansonsten, Respekt! In so einem Alter bereits eine so hohe Summe investiert 🙂

  22. AvatarHubertus

    @kripofrankfurt
    Alternativ kann man in Alu-Hüte, Stacheldraht und Waffen investieren. 

  23. AvatarRüdiger

    Mit Turbulenzen im Depot kann ich gut umgehen. Ich brauche keine “Glättung”.
     

  24. AvatarLejero

    @Torsten:
    sehe ich nicht so. Glättung kostet Performance. Und das kann sinnvoll sein, wenn man z.B. in der Entnahmephase ist. Wenn ich aber gerade den Vermögensaufbau gestartet habe auf Performance zu verzichten, das macht zumindest für mich keinen Sinn.
     

  25. KievKiev

    @ morphyencore
    Ich verfolge auch die FU. Das muss nicht unbedingt mit FIRE zu tun haben. Mit FU bin ich bereits zufrieden. Bezos, Gates und Musk sind mehr als FF. Dennoch leisten sie alle ihren Beitrag für die Gesellschaft. Sie dürfen sich aussuchen, was sie fördern oder erforschen. Sie müssen keine Rechenschaft geben, auch wenn sie mitunter scharf kritisiert werden. Das ermöglicht FI. Bei mir reicht es dann zu FU im kleineren mit bescheidenen Mitteln. Dennoch kann ich so genau das verfolgen was ich möchte. Darum geht es mir in der Hauptsache. 

  26. Avatarmorphyencore

    @Kiev,
    Bezos, Gates und Musk würde ich nicht als die Norm betrachten. Es sind extrem erfolgreiche Unternehmer, die sich den Reichtum selbst erarbeitet haben. Sie haben hart gearbeitet, viel riskiert und hatten nie vor, finanziell unabhängig zu werden und wäre dass das Ziel mit 20 gewesen, so wären sie möglicherweise nie so erfolgreich geworden und hätten der Gesellschaft diesen Nutzen gebracht. Problematisch wird es aber, wenn die vielen Wohlstandskinder (aus vermögendem Hause) bereits mit 20 von der finanziellen Unabhängigkeit träumen. Es gibt natürlich auch eine ärmere Schicht, welche aber auch in den letzten Jahren immer weiter anwächst. Hier habe ich eher den Eindruck, dass man sich immer mehr auf den Sozialstaat verlässt, statt sich selbst zu bemühen aufzusteigen und sich selbst für seinen Wohlstand zu bemühen und sich dafür verantwortlich zu sehen. Ich kann mich ja täuschen (und ich hoffe es), aber mein Eindruck ist, dass die Schicht der Leistungsträger immer kleiner wird, während die Ansprüche an den Staat immer mehr ansteigen. Ich denke daher, dass Deutschland eine “Absteigergesellschaft” ist. Beispiele für solche gesellschaftlichen Niedergänge gibt es in der Geschichte zuhauf.   

  27. AvatarMax

    @ Luigi
    Die Entwicklung des Value-Faktors ist ein spannendes Thema, wie ich finde. Du könntest recht haben, um das jedoch festzustellen, müssen wir ein paar Dekaden warten. Ich sehe  das Ganze anders. Die Minderrendite des Value-Faktors in den letzten Jahren ist mir bekannt. Jedoch braucht es diese schwächeren Phasen einzelner Faktorprämien, damit diese langfristig zu einer Mehrrendite führen. Ohne diese schwächeren Phasen würden Faktorprämien verschwinden. Die schlechte Phase des Value-Faktors läuft nun schon etwas länger. Aber genau hier liegt für mich als Börseneinsteiger doch die Chance. Vom Comeback würde ich, zumindest auf diesen Faktor bezogen, mehr profitieren, da ich die lange Phase der Minderrendite nicht komplett mitgemacht habe. Ich bin der Meinung, dass diese Entwicklung normal ist und der Value-Faktor eben nicht verschwunden ist. 
     

  28. KievKiev

    @ morphyencore
    Die finanzielle Unabhängigkeit oder gar Freiheit erreichen die wenigsten. Ob es dafür eine Norm gibt? Sicher gehören die drei hier zu der absoluten Spitze. Ich habe von keinem der Dreien eine Biografie gelesen und weiß nicht, ob sie an der finanziellen Unabhängigkeit interessiert waren. Als Unternehmer waren sie allerdings stark konzentriert investiert und haben alle hart für ihr Unternehmen gearbeitet. Das ist doch ähnlich zu sehen. Bill Gates hat sich meine ich auch ein paar Jahre vor dem Erreichen der Regelrentenzeit aus dem Unternehmen entfernt. Dennoch ist er nicht untätig geblieben. Wenn man eine finanzielle Unabhängigkeit anstrebt hängt man in der Regel nicht vom Staat ab. Geerbtes Vermögen spielt auch keine Rolle. Wenn Du als 20 jähriger die finanzielle Unabhängigkeit anstrebst und 2k im Monat benötigst brauchst Du dafür einfach eine gewisses Vermögen. Das hat mit einer Abhängigkeit vom Staat nicht viel zu tun. Eher mit dem Vermögen und den Ausgaben.

  29. AvatarHafenmeister

    @ FU
    Irgendwann macht die steigende Abgabenlast und ausgeprägte Umverteilung eine Berufstätigkeit in Vollzeit bis zum 70. Lebensjahr mit Aussicht auf eine Rente knapp über Grundsicherungsniveau zunehmend unattraktiv. Daher suchen junge Menschen neue Wege, und die Aussicht durch weniger Konsum und geschickte Geldanlage mehr Freizeit und Lebensqualität zu generieren wird m.M.n. den Trend der (Teilzeit-)FU weiter befeuern. 

    Mein Leitsatz lautet dabei – Auf Freizeit muss ich keine Steuern zahlen!

    Ich hoffe nur, dass die unersättliche Gier dieses Staates nach Steuern und Abgaben uns dieses Vorhaben nicht irgendwann versaut.
     
    @ Max
    Glückwunsch, toller Leserbrief – du kannst noch viel erreichen!

  30. AvatarFit und Gesund

    @Josef
    Wenn ich diesen Klumpen ausgeben möchte muss ich diesen immer zuerst in ein zahlungsfähiges Mittel umtauschen. 
    das musst Du doch mit Deinem Aktienportfolio auch oder kannst Du Samstags Deine Einkäufe beim Migros auf’s Band werfen und der Kassiererin Deinen Depotauszug hinhalten? 
     
    @ Thorsten, @Wolke, 
    ich bin ja auch Goldfan, ich besitze eine gewisse Anzahl Goldtaler, diese werden aber nicht mitbilanziert wenn ich am Monatsende meine Abrechnung mache, sie sind einfach da, ob sie im Wert jetzt gerade steigen oder fallen spielt mir keine Rolle, im Moment sind sie ordentlich im Wert gestiegen, ob es so bleibt weiss ich nicht.
    Dazu habe ich noch Goldminen-Aktien und einen Silber-ETF, ich bin sehr zufrieden mit deren Entwicklung. Jüngere Leute scheinen im Moment wieder mehr auf Bitcoin zu setzen.
     
    Ich lasse mich hier nicht durcheinanderbringen was Gold anbelangt, soll Jeder so machen wie er es für richtig hält.     🙂
     

  31. AvatarRüdiger

    Ich lasse mich hier nicht durcheinanderbringen was Gold anbelangt, …
     
    Das ist eine sehr gute Einstellung! Jeder muss selber wissen, wie und womit er am besten schläft  😉
     
     

  32. KievKiev

    @ Hafenmeister
    Die (Teilzeit-)FU gefällt mir ebenfalls sehr. Der Zinseszins wirkt in den Anfangsjahren besonders gut. Aber die Abgabenlast bei steigenden Einkommen ist auch nicht zu verachten. Ich arbeite lieber etwas länger und dafür reduziert. So bleibt steuerlich mehr übrig und das Risiko einer Pleite sinkt durch die längere Beschäftigungszeit und Kürze RE Zeit. Am Ende geht es genau um die Freiheiten das Leben selbst aktiv zu gestalten. Freelancer Sebastian hat seine Arbeitszeit aufgestockt. Alles ist möglich. Es macht am meisten Spaß wenn es eine bewusste Entscheidung unabhängig des Geldes ist.

  33. AvatarStarbeam

    @morphyencore
    Manche Parteien leisten bewusst ihren Beitrag, dass es weniger Menschen gibt, die finanziell frei werden wollen und können. Dies würde nämlich weniger Wähler für die “sozialen” bzw. linken Parteien bedeuten. Lieber wird von den Leistungserbringern noch mehr gefordert (siehe z.B. “Sparbuch-Olaf”) und staatliche Leistungen angepriesen. 

  34. AvatarThorsten

    Glättung bedeutet nicht notwendigerweise Performanceverlust. Ein Ding fällt ein anderes steigt . Costa average würde bei Gold plus Aktien enorm performen. Aber : wenn ihr nur Kursraketen im Depot habt dann könnte es mit der verpassten Performance zutreffen , so lange die Raketen nicht platzen.
    Gold ist mitnichten Religion, es ist das einzige Geld, neben Silber vielleicht noch, das die ruinösen Papiergeldvarianten überlebt hat. Vielleicht ist eher das Papiergeld die Religion…
    Es wird gesagt, dass die Preise für Waren die nächsten Jahre deutlich steigen könnten , stärker als die Löhne. Vielleicht eine Art Inflation, wie immer man das nennen mag.  Aktien werden steigen, Immos werden steigen, Gold wird steigen. Ob man für den Zugewinn dann auch mehr kaufen kann muss man sehen.

  35. Avatarmichaelplos.com

    Ein vernünftiger junger Mann, der einmal sehr wohlhabend werden wird. 
    Mich würde ja interessieren, woher er diese grundvernünftige Herangehensweise in finanziellen Angelegenheiten hat? Haben ihm seine Eltern das mit auf den Weg gegeben?

  36. JosefJosef

    @Fit und Gesund
    Das geht natürlich auch nicht mit einem Wertpapierkonto.
    Wertpapiere geben mir aber schön Dividende mit denen ich Migro/Coop  Einkäufe tätigen kann. Falls ich mehr Geld benötige verkaufe ich die Wertpapiere mit wenigen Klicks in Sekunden.
    Ich kann aber nur von mir reden, ich fühle mich auch wohl mit 100% Aktieninvestments. Ich denke dass du mit deinem Gold auch deine Gedanken gemacht hast und dies für dich die richtige Methode ist.
    Es spielt generell keine Rolle ob Immobillien, Aktien, Gold , Kryptowährungen etc.
    Man kann mit allem Geld verdienen.
     

  37. AvatarWolke

    @Kiev
    Ich arbeite lieber etwas länger und dafür reduziert…

    Ich finde, man darf ein Prinzip nicht aus den Augen verlieren:
    Wenn die „Arbeit“ Spaß macht, ist es keine Arbeit. Dann will man gar nicht reduziert arbeiten. FU…auf die Idee kommt man gar nicht.
    Das ist das Ziel!
    Es gibt unter den Millionenerben nicht viele Ärzte, Ingenieure oder Piloten.
    Keine Motivation, keine Lust, zu mühsam, manchmal einfach zu dumm.
    Mit 20 nur von FU, FF und was weiß ich, zu träumen ist eine Loser-Mentalität.
    Geld ist schnell und plötzlich weg, wie die Geschichte zeigt. Man muß etwas können, was die Gesellschaft braucht, sonst geht man unter.
     
     

  38. AvatarSlowroller

    @Wolke
    So pauschal würde ich deine “Wahrheiten” nicht unterschreiben. Ich kann meinen Job und meine Kollegen lieben wie sonstwas – trotzdem kann man sich mehr Zeit furzdie Kids, die Nebentätigkeit oder die Hobbys wünschen. So kann ein Job mit 30h an 4 Tagen supertoll sein während derselbe Job mut 45 Wochenstunden die persönliche Unzufriedenheit steigert.
    Mir gefällt der Ausdruck FuckYou-Money eh am besten. Ich kann alles machen, muss es aber in der Form nicht zwingend. Das befreit und lässt dich am Ende auch die Arbeit besser ausführen.

  39. AvatarWolke

    @Slowroller
    Stimmt, „pauschal“ wollte ich es auch nicht verstanden wissen. Ich hab auch geschrieben:
    Mit 20 nur von FU, FF und was weiß ich, zu träumen ist eine Loser-Mentalität.
    „nur!“
     

  40. AvatarMatthias

    Super, ist auch viel angenehmer Blogs zu lesen bzw. Bloggern zu folgen, die es nicht auf das Geld der Menge abgesehen haben indem sie alles mit Affiliate vollkleistern und predigen es sei ja sowieso in deinem Sinne.
    Dann werden sie reicher und beginnen das Geld mit vollen Händen auszugeben, von dem sie zuvor noch zu sparen schwätzen  (50/100 Euro im Monat für Essen)
    Im Prinzip reichen 1-x gute Bücher und der Wille und das Tun des Investierens.
    Selbst das gelegentliche IndenSandsetzen von Geld stärkt ungemein das Ganze.
    Ab 100000 im Depot bist du dann sehr viel schlauer und brauchst keine Prediger und YouTuber mehr, kannst du selbst.

  41. KievKiev

    @ Wolke
    Ich kenne jetzt nicht so viele Millionenerben, dass ich hier etwas zur Ausbildungsmotivation sagen könnte. Ich sehe es wie Slowroller. Nehmen wir an ich wäre ein Stephen Hawking im Bereich der Medizin. Ist ein Flötenspiel eines meiner Kinder dann nicht mehr relevant? Ich würde in dem Fall schauen wie ich mein spezielles Wissen weitergeben kann. Davon würde die Menschheit vermutlich am meisten profitieren. Vermutlich würde ich mit reduzierter Arbeitszeit auch keine Pleite riskieren…

  42. AvatarWolke

    @Kiev
    Ist mir schon klar. Aber um ein Stephen Hawking im Bereich der Medizin zu werden, hast du sicher andere Träume gehabt, als die FF oder FU.

  43. Mark 85Mark 85

    An Wolke: Warum Verliererdenken? Gerade beim aktuellen tollen Wetter rund um Berlin weiß ich es sehr zu schätzen, keiner Erwerbsarbeit mehr nachgehen zu müssen. Es bleibt so viel mehr Zeit für die schönen Dinge im Leben übrig. Früher gingen pro Tag 8 Stunden Arbeitszeit plus Pausen- und Fahrzeiten verloren.

    Es ist einfach so, dass man selbst als überzeugter Minimalist einen Geldbedarf zu decken hat. Hierfür hat man in unserem System 2 grundlegende Möglichkeiten: Man kann für andere arbeiten oder sein Geld bzw. andere für sich arbeiten lassen. Ich kenne beide Seiten und ziehe letzteres vor, aber es muss jeder selbst entscheiden, wonach er im Leben streben möchte.

  44. AvatarEG

    @Wolke
    “Mit 20 nur von FU, FF und was weiß ich, zu träumen ist eine Loser-Mentalität.”
    Das sehe ich ganz anders, keine diese jungen Leute welche ihr “Träume” und Ziele versuchen zu erreichen, werden sich eher dahintersetzen und mehr investieren. Ich verstehe einfach nicht dass viele FU und FF immer mit “nichts/weniger arbeiten” oder in diesem Fall “nichts leisten” assoziiert wird.
    “Es gibt unter den Millionenerben nicht viele Ärzte, Ingenieure oder Piloten.”
    Hierzu hab ich jetzt keine Statistik, aber ich wäre mir ziemlich sicher, dass Besserverdiener auch mehr erben als die Unterschicht. Nur gefühlsmässig. Die meisten Millionerben werden wohl ins Unternehmertum einsteigen oder etwas zur Selbstverwirklichung machen.

  45. AvatarChristian

    FF: Max geht einer geregelten Arbeit zuverlässig nach. Er weiß auch, dass dieses Arbeit sein Depot befeuert und er wird auch wissen, dass er noch einen sehr weiten Weg bis zur FF vor sich hat. Solange ist er gut beraten, Karriere zu machen. Es heißt hier im Blog ja nicht ohne Grund oft genug „investiere in dein Humankapital“.
    Max hat eine kluge Kombination: Hohes (netto) Einkommen in Verbindung mit geringen Ausgaben / Fixkosten und Disziplin beim Sparen.
     
    Ich habe das in seinem Alter auch so gemacht (hatte allerdings ein schlechteres Einkommen) und es ging überraschend einfach. Ich bin dann aber von zuhause ausgezogen und habe mein langweiliges Leben gegen ein sehr aufregendes getauscht. War fast jeden Tag mit Freunden verabredet und wir haben viel gemacht. Das muss nicht unbedingt teuer sein, aber wenn du viel unternimmst geht das auch ins Geld. Und natürlich 2x die Woche weggehen bis mindestens 2 Uhr Nachts, eher länger am Wochenende… Da bist du froh, wenn du am Monatsende die schwarze 0 dastehen hast. Bereut habe ich die Zeit nicht – auch meine Freundin habe ich so kennengelernt. Und jetzt da es ruhiger geworden ist, spare ich auch brav wieder monatlich. Den Ratschlag möchte ich Max geben: Verpass das nicht, mach das auch. Gerne in Kombination mit einer längeren Weiterbildung/Zweitstudium. Gibt ja auch für Beamte tolle Angebote.
     
    Allen anderen in Max Alter kann ich nur raten: Bleibt 2 Jahre länger zuhause. Spart wie die irren, macht es wie Max. Es rentiert sich. Das Leben ist teuer genug. Aber den Kapitalgrundstock den man so formen kann, den kann man behalten und der wird dann immer größer.

  46. KievKiev

    @ Wolke
    Aus kurze Antworten auf große Fragen:”Der Gedanke, ein populärwissenschaftliches Buch über das Universum zu schreiben, kam mir erstmals 1982, als ich an meiner Keine-Grenzen-Theorie arbeitete. Damit ließe sich, so hoffte ich, vielleicht eine bescheidene Summe verdienen, die zum Schulgeld meiner Kinder und zu den steigenden Kosten meiner Pflege beitragen könnte, aber der Hauptgrund war ein anderer:”
    Das Buch handelt jetzt nicht primär von FF und FU. Aber es wird benannt. An anderen Stellen liest man auch von Freiheit, die er trotz seiner Behinderung erfährt. Die 1980er Jahre erscheinen auch nicht ruhmreich für die Schweizer Gesundheitsversorgung. Ein Glück wurde er nach Cambridge transportiert. Vielleicht war in der Zeit Fit und Gesund in England 😉
    Na einer anderen Stelle im Buch stand aber auch, dass er gerne Familienurlaube geplant hat. Neben einem schönen Urlaubsort gab es zufällig eine passende Konferenz in der Region zu der Zeit. Ich schätze ihn aber nicht so ein, dass er ausschließlich die Zeit dort verbracht hat. Er hatte in der Tat den idealen Job gefunden und konnte die Zeit bestmöglich gestalten. Das ist den wenigsten Angestellten in der Form möglich.
    Ein Grund für seinen Erfolg ist vielleicht seine Krankheit. Als der Krankheitsverlauf sich verlangsamte wurde jeder neue Tag zum Geschenk.” Wo Leben ist, da ist Hoffnung”. Das reicht jetzt an Zitaten. Du kannst das Buch bei Interesse selbst ausleihen oder kaufen.

  47. AvatarWolke

    Es ist einfach so, dass man selbst als überzeugter Minimalist einen Geldbedarf zu decken hat…
     
    Dazu kommt noch, daß der Erfolg von Sparen und Minimalismus von der Kaufkraft des Geldes abhängt. Seit gut zehn Jahren ist die Inflation sehr niedrig, sodaß eine hohe Sparrate möglich war und ist.
    Das muß nicht so bleiben. In den nächsten Jahren wird, wenn sich die Wirtschaft erholt und Corona kontrolliert werden kann, auf Grund der monetären Eingriffe eine sehr starke Inflation prognostiziert.
    Dann kommen die Minimalisten und Sparer an die Grenze. Dann muß mehr Geld herein, um sich das Minimum kaufen zu können. Das geht dann wiederum nur mit vermehrter Ausübung von gelernten Fähigkeiten, die die Gesellschaft braucht, auch Arbeit genannt.Vermutlich hatten einige schon zu Ötzis Zeiten den Traum, nicht mehr jagen und Salat anpflanzen zu müssen, am See chillen zu dürfen und trotzdem Essen und eine Frau zu bekommen. FF vor 4000 Jahren sozusagen.
    Ich glaube nicht, daß das lange gut ging.

  48. AvatarZEN INVESTOR

    Wieviel Geld gebt ihr für Lebensmittel pro Monat aus?
     
    Mich interessiert das sehr.
    Und wieviel Geld gebt ihr pro Jahr für Ferien aus? (Also 2019).
     

  49. AvatarMeinungslemming

    Max ist 21 Jahre jung. Verdient schon ganz ordentlich im ÖD. Vielleicht ist die Verbeamtung drin, wenn nicht schon geschehen. Finanziell kann eigentlich nicht mehr schief gehen. 😀
    Was manche schreiben. Wegen Ausziehen, “Leben” und ähnliches. Finde ich etwas anmaßend. Anhand eines Leserbrief mit recht dürftigen Angaben gleich solche Tipps geben. Wie man sein Leben richtig zu leben hat.
    Tatsache ist, dass du vermutlich in sehr friedlichen Fahrwasser unterwegs bist. Und es ist doch toll, wenn das so bleibt. Ziehe nicht aus, wenn du nicht willst und gehe nicht unter der Woche saufen, wenn du nicht willst. Sondern denke einfach nach, was du mit deinem privaten Leben anfangen willst. Außer der finanziellen Sicherheit. In deiner Situation hast du super Möglichkeiten. Aber das weißt du sicher. Ich gratuliere dir. 🙂

  50. AvatarMeinungslemming

    @Zen Investor:
    “Wieviel Geld gebt ihr für Lebensmittel pro Monat aus?Mich interessiert das sehr.Und wieviel Geld gebt ihr pro Jahr für Ferien aus? (Also 2019).”
    Kommt auf die Berechnungsgrundlage an. Und über den Betrachtungshorizont. Welches Mittel ich nehme. Würde sagen, nicht allzu viel.
    Wieviel gibst du denn aus?

  51. AvatarZEN INVESTOR

    @Meinungslemming
    Bei mir ist das sehr verschieden, rund 700 schweizer Franken.
    Das entspricht laut Google etwa 650 Euro.
    Dazu ist aber anzumerken, dass hier die Lebensmittel locker doppelt so teuer sind wie in Deutschland. Also ich bekomme für 650 Euro hier so viel, wie man in Deutschland vielleicht für 325 Euro erhält.
    Ich denke auch, die 700 CHF sind zu viel.
    Ich kaufe allerdings auch gerne Fertigmenüs und solches Zeugs.
     

  52. AvatarRalf

    @ZEN INVESTOR: Wir kaufen sehr preisbewusst ein bei Discountern, achten aber auf Qualität soweit möglich, Fleisch 1-2 mal pro Woche. 600-800 € im Monat könnten das aber schon sein bei vier Köpfen in D. Wasser kommt bei uns günstiger aus dem Wassersprudler bzw. Wasserhahn.

    Die größere Herausforderung für viele sehe ich beim Kostenblock Mobilität, nicht jeder kann auf ein Auto verzichten. Und Auto kosten einfach Kohle, auch wenn es kleine Karren sind. Ab und an ist halt doch was zu richten. Und ein zunehmender Kostenfaktor ist Wohnen. Die Wohnkosten sind vielleicht für Singles doch besser skalierbar (mehr Flexibilität, geringerer Flächenbedarf etc.). Mit Familie und entsprechend mehr Platzbedarf wird das herausfordernder. Auch weil man mit Kindern nicht in jedem sozialen Brennpunkt wohnen möchte. Wir versuchen nun auf ein zweites Auto zu verzichten. Allerdings sehe ich in Corona-Zeiten auch den Sicherheitsfaktor im Auto gegenüber ÖPNV als Pluspunkt (Ansteckungsgefahr) sowie die höhere Flexibilität. Im Zug gibt es doch einige Maskenverweigerer wie ich letzte Woche feststellen musste.

  53. AvatarMeinungslemming

    @Zen;
    Nahrungsmittel (mit Biergarten und mal im Cafe) 1p: unter 300 Euro wenn wenig los ist und seltenst bis zu 500 Euro, wenn richtig viel los ist. Ich also ein paar Mal mit Freunden auswärts Burger oder Pizza esse und in Biergärten sitze. Es pendelt sich dazwischen ein.
    Reisekosten. Kommt auf den Urlaub an. Selten unter 1.000 Euro. Selten über 2.500 Euro.

  54. Avatar-M

    Zen 
    Bist du ein Singlehaushalt ? Wenn ja macht es quasi nur Sinn wenn auch Dingens antworten würden. Das die Lebensmittel bei dir doppelt so teuer sind kann man ja gut umrechnen wie du angemerkt hast.
     
    -M

  55. AvatarBruno

    @Zen
    Wir brauchen ca. 1000-1500 Franken (900-1400 EUR) pro Monat für 4 Personen, obwohl wenig Fleisch, so gut wie keine Getränke (in der Regel Wasser aus Hahn) und wenig bis keine Luxusprodukte und 90% frisch gekocht wird. Das hört sich nach sehr viel an, ist es aber nicht bei den heutigen Preisen in der Schweiz, insbesondere Früchte, Gemüse, Fleisch sofern gute Qualität, sind extrem teuer hier. 
    Aktuell z.B. Heidelbeeren je 100g 3.50 (Bio) oder 2.- (gespritzt, ich sage jetzt absichtlich nicht “normal” denn normal sollte ja eigentlich Bio sein und nicht Pestizid). Bei Brokkoli sind es 0.94 /100g (Bio) vs. 0.70 / 100g (gespritzt), da ist der Unterschied kleiner. Fleisch ähnlich, Hähnchenbrust bekommt man zwischen 1.45 (TK-Ware oder Billigfleisch) bis 6.53 / 100g (Bio), das ist schon enorm. 
    Der Grossteil der Marge insbesondere Gemüse und Früchte geht an die Detailhändler und das finde ich nicht in Ordnung, denn so können sich viele keine Bio-Produkte leisten, und nicht weil diese in der Produktion so viel teurer wären (also nicht selten Faktor 2)! 
    Also wenn man gesund und frisch kocht fährt man hier nicht wirklich besser, mit Fertigprodukten fährt man günstiger (gut mit nur Nudeln noch günstiger) aber entsprechend auch ungesund auf Dauer.
    Ein eigener Garten bietet sich hier wohl an, gerade für Gemüse, Beeren etc. ist das nicht nur Lifestyle sondern macht sich auch im Portemonnaie bemerkbar. Auch Gemeinschaftsgärten finde ich eine gute Idee, wir beziehen Gemüse teilweise aus so einem Konzept. 
    Ich finde jeder egal was er verdient hat Anrecht auf eine gesunde Ernährung, das steht für mich weit über Mobilität, Urlaub oder (viel) Wohnraum. Schlussendlich bestehen wir aus dem, was wir oben reinlassen.
     

  56. AvatarZEN INVESTOR

    Danke für alle Antworten.
     
    @-M:
    Ja, ich bin ein Single-Haushalt.
    Und wenn ich eure Zahlen lese, habe ich noch viel Sparpotential.
     
    Übrigens wohne ich im Kanton Zürich, nahe Aargau.

  57. AvatarAnton

    @Zen

    In 2019 ca. 5.000€ für Urlaub. Wir sind eine 4-köpfige Familie. 2019 waren es zwei Urlaube: im Sommer 4 Wochen (Spanien/Mittelmeer & Frankreich/Atlantik) und im Herbst eine Woche Frankreich (Mittelmeer). Alles zusammen 5.000€ inkl. Transport (Auto).

    Lebensmittel und „Chemie“ (Spüli, Waschpulver, etc.) ca. 1.000€/Monat.

    Anton
     

  58. AvatarPaluma

    Was manche schreiben. Wegen Ausziehen, “Leben” und ähnliches.
    Mit 21 kann man durchaus über das ausziehen nachdenken, wenn man voll im Berufsleben angekommen ist, finde ich. Ich habe einen Mitarbeiter der mit 31 noch daheim wohnt. Man merkt es einfach, das dort ein Stück persönliche Entwicklung fehlt. 
     

  59. AvatarMeinungslemming

    @Paluma:Mit 21 kann man durchaus über das ausziehen nachdenken, wenn man voll im Berufsleben angekommen ist, finde ich. Ich habe einen Mitarbeiter der mit 31 noch daheim wohnt. Man merkt es einfach, das dort ein Stück persönliche Entwicklung fehlt.
    Wieder anmaßend. Was fehlt ihm denn. Ist er asozial? Oder ein A****loch? Oder kann er einfach nicht von seinem Auslandspraktikum und den durchzechten Nächte in der Wohnheimsbar erzählen. 😉

  60. AvatarFrank

    Interessant das hier “jeder” weiss was er für Ferien und Lebensmittel ausgibt.
     
    Ich weiss es nicht. Das liegt aber nicht daran daß ich verschwenderisch lebe, im Gegenteil. Ich gehe zum Geldautomat und hebe 300 Franken ab. Im Winter reicht das gut für den Monat, also Lebensmittel plus Bespassung. Im Sommer wesentlich mehr. Biergarten, Hotel fürs Wochenende und und.
     
    Im Euro Land würden mir 150 Euro für Lebensmittel so dick reichen, da wäre noch Geld über. Im Frankenland bleibt es sicher bei unter 300, Tendenz 200.  Aber ernsthaft, warum darüber buchführen? Ich habe kein Ausgabenproblem, ich muss nicht zwanghaft jede Ausgabe aufschreiben. Das ist mehr was für die Starbucks Fraktion.
     
    Ferien waren vermutlich unter 3k letztes Jahr. Dies Jahr noch weniger. Aber ernsthaft, ich hätte liebend gerne 5k rausgelassen, wenn dafür Ostern nicht zerstört worden wäre.
     
    Mein Oster Ferien Budget um die 2k habe ich komplett in Carnival invertiert. Selbst ein Totalverlust wäre damit egal. Ausser das mir eben die Ferienerinnerung fehlt.

  61. AvatarNico Meier

    Ein eigener Garten bietet sich hier wohl an, gerade für Gemüse, Beeren etc. ist das nicht nur Lifestyle sondern macht sich auch im Portemonnaie bemerkbar. 
    @Bruno
    Absolut richtig der eigene Garten ist Hobby und bietet Genuss.
    Letztes Wochenende habe ich die erste grosse Pfanne Tomatensauce mit Tonaten aus dem Garten gekocht. Zurzeit gibts täglich frisches Gemüse Gurken, Tomaten, Zuccini, Stangenbohnen, verschiedene Salate usw.
    Heute Morgen habe ich die ersten reifen Birnen aus dem Garten geholt. Zwetschgen sind auch reif. In einigen Tagen werden wohl auch die ersten Äpfel reif sein.
    Durch einen Garten mit eigenen Früchten und Gemüsen gibt man im Sommer und Herbst deutlich weniger für Lebensmumittel aus. Desweiteren schmeckt das Gemüse aus dem Garten um welten besser als das Gemüse aus dem Laden, warscheinlich auch weil es direkt nach der Ernte verzehrt werden kann und nicht lange gelagert wird.
     

  62. AvatarFrank

    @Nico
    Gemüse wächst auch prächtig auf dem kleinen Balkon. Ich habe wenig Platz aber es Reicht für Tomate, reichlich Chili, diverse Kräuter.
     
    Sparen tue ich höchstens durch Chili, die sind im Handel beträchtlich teurer. Kräuter sind nett. Besser als das trockene Zeug aus dem Gewürzregal. Aber reicht natürlich nicht, von der Auswahl her. Vom Platz würde es reichen. Tomate ist im Grunde Verschwendung an Platz. Die Kosten nicht viel im Laden. Klar die eigne ist überlegen. Wenn ich nicht wüsste was mit dem Balkon machen, dann wenigstens Tomaten hinstellen!
    Die meisten Nachbarn haben gar nichts. Nicht Mal eine Blume fürs Auge. Das ist Verschwendung an Platz.

  63. AvatarMeinungslemming

    @Frank:
    “Interessant das hier “jeder” weiss was er für Ferien und Lebensmittel ausgibt.Ich weiss es nicht.. <…>Im Euro Land würden mir 150 Euro für Lebensmittel so dick reichen, da wäre noch Geld über. Im Frankenland bleibt es sicher bei unter 300, Tendenz 200. Aber ernsthaft, warum darüber buchführen? Ich habe kein Ausgabenproblem, ich muss nicht zwanghaft jede Ausgabe aufschreiben. “
    Du weißt es doch scheinbar auch. Was du ausgibst. Ohne Buchführung. 😀
    Ist es nicht so, wenn jeden Monat der gleich Betrag an Gehalt reinkommt. Und am Ende des Monats bleibt immer etwas übrig? Dann muss man sich schon wehren, um nicht zu sehen, was man ungefähr ausgibt.
    Die paar Male Urlaub lassen sich auch leicht im Kopf auf wenige hundert Euro/Dollar überschlagen.

  64. AvatarBruno

    @Nico
    Ja, wir haben ja einen kleinen Garten, Kräuter, Tomaten, Apfel- und Kirschbaum und eine kleine Rebe aber kein richtiger Gemüsegarten, Gemüse und Beerengarten ist nun eine Überlegung für nächste Saison, die kleine Rasenfläche brauchen wir nicht mehr schon die letzten paar Jahre da die Kinder bald erwachsen sind und da könnte man in ein Gemüsegarten umpflügen. Ist auch aktive Erholung dort etwas zu werkeln. Ich denke dieses Projekt wird wohl für nächste Saison gestartet.
    @Frank
    Genau, alleine fürs Auge oder die Nase ist das doch eine feine Sache.

  65. AvatarSlowroller

    @Thorsten
    Nord oder Süd?
    Was konkret ist deine Angst bezüglich einer RRG-Koalitionsaussage? Ich habe einige konservative Bekannte, die das explizit befürworten, da so das Parteienspektrum wieder polarer wird und die CDU auch vermeintlich endlich wieder wirklich konservativ sein könne.
    Ich habe allerdings auch wenig Angst vor einer Regierungsbeteilugung der Linken, bisher ist man überall schnell in der Realpolitik gelandet und die Welt ging nicht unter.
     

  66. Mark 85Mark 85

    An Ralf: Weil du Mobilitätskosten angesprochen hast: Als Ergänzung zu meinem 5 Jahre alten E-Fahrrad habe ich mir diese Woche einen E-Tretroller mit einer Reichweite bis zu 65 Kilometer für 800 Euro bestellt.

    Die laufenden Kosten sind minimal: Wartungskosten fallen kaum an, die Haftpflichtversicherung inklusive Teilkasko kostet zirka 30 Euro pro Jahr und die Stromkosten belaufen sich auf zirka 40 Cent pro 100 Kilometer. Unschlagbar?

  67. Avatarjul

    Hat jemand zufällig Gazprom im Depot und weiß wann die Dividende für 2019 ausgezahlt wird ?

  68. Mark 85Mark 85

    An ZEN: In 2019 1.700 Euro für 128 Tage Teneriffa und 800 Euro 56 Tage Ägypten. 600 Euro müsste ich noch für die kürzlich erhaltene Jahresnebenkostenerstattung für meine deutsche Wohnung abziehen.

    Dieses Jahr bereits 1.400 Euro für 56 Tage Fuerteventura und 2.100 Euro für 144 Tage Teneriffa. Ich führe genau Buch. 😀

  69. AvatarWaldimar

    @jul
     
    “Als Abschlussdatum der Auszahlung von Dividenden an nominelle Aktieninhaber und als professionelle Teilnehmer des Wertpapiermarktes agierende Treuhandverwalter, die im Aktienregister eingetragen sind, wurde der 30. Juli 2020 und für die Auszahlung an andere im Aktienregister eingetragene Personen der 20. August 2020 festgelegt.”
     
    http://www.gazprom.de/press/news/2020/june/article507765/
     

  70. AvatarSonny

    Hallo zusammen,
    ich habe eine Frage an euch:
    – meine Frau und ich haben während des Studiums vor 4 Jahren einen alten Corsa Baujahr 2002 gekauft. Nun stehen wir beide seit ca. 1 Jahr im Job und überlegen, einen neuen Gebrauchtwagen zu kaufen( 1er BMW Baujahr 2017; 12k maximal) wir würden diesen auch cash zahlen. Ist das eurer Meinung nach bereits ein „clown-auto“?
    unser Corsa tut es eig. auch noch, allerdings ist er ziemlich alt. Ohne Fensterautomatik und ohne Klima..

  71. Mark 85Mark 85

    An Sonny: Aus meiner Sicht macht es keinen Sinn, sich darüber Gedanken zu machen, was andere über einen denken könnten. Da es sich um Eigenkapital handelt, seid ihr niemandem eine Rechenschaft schuldig. Um es kurz zu machen: Wenn euch der BMW einen echten Mehrwert liefert, würde ich ihn kaufen.

  72. AvatarFrank

    @Meinungslemming
    Meine Ausgaben und Einnahmen sind nicht jeden Monat gleich. Gibt Quartals und Jahresrechnungen. Dann das 13. Monatsgehalt, Dividenden usw.
    Dazu führe ich nicht detailliert Buch wann wie viel auf dem Konto liegt. Meine Schätzung bezüglich Ferienausgabe kann auch mehrere Hundert daneben liegen.
    Gibt sogar Monate da logge ich mich nur bei der Bank ein um Rechnungen zu zahlen. Nicht um den Kontostand zu sichten.

  73. AvatarSonny

    Danke @mark85
    ich bin auch ein absoluter Gegner von den Clown Autos. Daher wollte ich wissen ob ein BMW der gebraucht 12k kostet auch unter diese Kategorie fällt

  74. AvatarFinanzbär

    Einfach nur krass wie viele mitterweile investieren 🙂
    Mit 21 schon soviel Geld in Aktien hut ab. 
    Ich habe ja ebenfalls früh angefangen, er wird sich freuen wenn er mal mitte 20 wird und dann sieht was daraus geworden ist 🙂

  75. AvatarSlowroller

    @Sonny
    Für mich sind Clownautos einerseits Autos, diean sich eigentlich nicht leisten kann (guck mal auf nem Kasernenparkplatz) oder Autos die man im Grunde nur für das Ansehen kauft. Ein 1er-BMW mag für nen Studenten vielleicht noch unnötig yein, ansonstem ists aber nen kleiner Kompaktwagen, der wohl schwerlich zu groß oder zu teuer ist. Am Ende aber ists doch egal, alleine, dass du dir die Frage stellst wird dich vor Quatsch bewahren, egal ob du den kaufst oder nicht 🙂

  76. AvatarMeinungslemming

    @Frank; ja klar. Jeder Urlaub und jeder Monat kann anderst sein in Ausgaben. Dann war man im August 3x öfter im Restaurant als sonst und 100 Euro mehr ausgegeben? Geschenkt. Eine gewisse Gewohnheit hat man sich über die Jahre ja dennoch angeeignet. Sodass man auch ohne Haushaltsbuch eine gute Vorstellung von seinen Ausgaben hat. Die du ja auch hast. Und ich übrigens auch,- ohne Haushaltsbuch. 🙂
    @Auto: stimme ich den Antworten zu.

  77. AvatarSonny

    @slowroller
    danke!! Ja genau und seit einem Jahr sind wir keine Studenten mehr und können und den BMW „leisten“

  78. Avatareki.

    @ Zen: wir geben im Schnitt 375 €/Monat für Lebensmittel als vierköpfige Familie aus.
    Die letzten zwei Jahre haben wir für Urlaub 2000 € ausgegeben. Sobald die Kleinen allerdings größer sind werden wir auch wieder Richtung Namibia und Südafrika reisen. Dann wird es deutlich teurer. 
    Beste Grüße
    eki.

  79. AvatarLejero

    @Mark85 
    Wie schaffst du 200 Tage für 4000? Das ist krass, musst du dort nichts für Miete zahlen?

  80. AvatarEx-Studentin

    @Thomas
    Das Internet ist nach der Elektrizität vermutlich eines der tollsten Erfindungen. Wir können quasi alles Wissen der Welt teilen. Ob man es nutzt, ist jedem selbst überlassen. Egal ob Kochen, Kindererziehung, Weiterbildung, Reparaturen.. Gibt quasi nichts, was man nicht im Internet recherchieren kann. Ich bin froh, in der heutigen Zeit zu leben. Man kann zwar sagen “früher war einiges besser”, aber war auch vieles schlechter.
    Ich wünsche den jungen Leuten von heute aber ein stressfreieres Leben als sie es aktuell haben. Es gibt Kinder bin Burnout. Der Leistungsdruck ist unnötig und künstlich erzeugt.

  81. AvatarThorsten

    Slowroller , dazu fällt mir nichts ein, bin still und fassungslos. Dazu möchte ich nur die Bemerkung einer Bekannten notieren, die mir sagte, sie wisse gar nicht ,warum die Leute bei Linken
    immer so ängstlich seien, als ob die Linken ihnen etwas wegnehmen wollten. Es ist zu befürchten, dass trotz der höchsten Steuerbelastung in Deutschland genau das passieren würde.

  82. AvatarOlly Wood

    @Mark85
    Ich wollte nur mal kurz anmerken, dass ich Deine Kommentare sehr gerne lese.

  83. AvatarRoger

    @Leser Max: schau dir auch gebrauchte Elektro-Autos an. Bei 2x 30km täglich reicht das komplett und die Wartungskosten existieren nahezu nicht. 

  84. Mark 85Mark 85

    An Lejero: Doch, enthalten sind die Kosten für die An- und Abreisen sowie die Unterkunftskosten. Posten wie Lebensmittel habe ich nicht mit eingerechnet, weil sie auch zu Hause anfallen.

    Durch meine vielen Auslandsaufenthalte konnte ich mir Vor-Ort-Wissen aneignen und Kontakte knüpfen. Mit etwas Suchgeschick muss ein zeitweises Leben im Ausland nicht teuer sein. Deutschland bleibt meine Heimat, mir missfallen nur seine Winter.

  85. AvatarThorsten

    Ich bin beruhigt, die Welt dreht sich noch. Großes Aufatmen bei Penny, ein Schild an der Kasse weist darauf hin , dass die Aktion “wunderbares Bratvergnügen mit Treuepunkten” um zwei Wochen verlängert wurde. Da geht einem das Herz auf bei dieser Fürsorge und friedlichen Botschaft 😉
    Wolken die uns ver*rschen ? Spart euch die überteuerten Treueclownausgaben und kauft im Sparplan Wertpapiere.
     

  86. Mark 85Mark 85

    An Olly Wood: Danke, dabei war ich hier in den letzten Monaten sehr inaktiv. Was mir aufgefallen ist, ist, dass viele neue Gesichter hinzugekommen sind.

    Etwas schade finde ich die Abschiedsverkündigungen einiger älterer Gesichter, weil sich Beiträge, die einen nicht interessieren oder missfallen, problemlos überspringen lassen. Mir ist Tims liberale Einstellung lieber als die Zensur abweichender Ansichten.

  87. AvatarThorsten

    @Mark welche Winter ? 😉 Ich habe im Garten Palmen, Yuccas, Feigen und Bananen.

  88. Mark 85Mark 85

    An Thorsten: Wo liegt denn dein Garten? Ich kann mir nicht vorstellen, dass diese Gewächse deutsche Winter überleben. Ich weiß nur von winterharten Hanfpalmen, die wohl im Süd-Westen überwintern können.

  89. AvatarSlowroller

    @Torsten
    Na klar würde es eine andere Politik geben – davon lebt eine Demokratie. Die letzte marktliberale Reform kam von Rot-Grün, und sie war damals notwendig. Was passieren würde bei RRG weiß ich garnicht. Davon abgesehen, dass Grün nicht zwingend mehr der natürliche Partner für Rot sein müsste, wäre die Linke doch eher der Juniorpartner. Aus dem Bauch heraus würde ich von einer dann linken Regierung folgendes erwarten: deutliche Erhöhung des Mindestlohnes, Beendigung von Arbeitsverhältnissen, die unter Ausnutzung aller Grauzonen als präkär zu betiteln sind (Werkverträge über sub-sub-subunternehmer), Rekommunalisierung von bestimmten Betrieben, die die Daseinsvorsorge sicherstellen. Ich denke auch, dass man Kapitalerträge gerne mit dem persönlichen Steuersatz besteuern möchte und ab einer bestimmten Grenze sowas wie eine Reichensteuer erhöhen will oder gar eine Vermögensteuer einführen will. Ob die Linken für solche Dinge überhaupt genug Prozente in die Waagschale werfen könnten steht aber auf einem anderen Blatt – derzeit ist RRG weit weg von einer Mehrheit.
    Verstehe mich nicht falsch: einiges von dem was ich oben beschrieben habe würde mich auch treffen, genauso erachte ich aber auch einiges als sinnvoll. Auf jedenfall haben weder ein Kühnert noch ein Merz noch ein Spahn genug Angstpotential um mich aus meiner Heimat zu vertreiben – dafür mussten andere kommen, und gegen die wehre ich mich aktiv.
     
    Das Thema Abgabenlast sollte man imo auch splitten. Egal ob man es nun braucht oder will oder mag: mit der Krankenversucherung, der Rentenversucherung und auch der Pflege- und Arbeitslosenversicherung gibt es für einen großen Teil der Abgaben einen direkten Gegenwert – und das Gros der Bevölkerung benötigt diese Absicherung und würde sie eher schlechter eh abschließen müssen. Somit dient das auch dem sozialen Frieden – den benötigen aus der Vergangenheit betrachtet wir leidlich Vermögenden am meisten. Die reine Steuerlast ist garnicht so hoch und mit kostenloser Bildung und massiv geförderten Kitas gibts es viel zurück wo andere Länder doch Probleme haben.
    Daher kam auch die ernst gemeinte Frage: Vor welchen ganz konkreten Entwicklungen hättest du soviel Angst, ans Ende der Welt ins Exil zu gehen?

  90. AvatarZEN INVESTOR

    Was mich noch interessieren würde:
     
    Wie gross ist die Steuerlast in Deutschland und Schweiz?

    Ich selbst bin ja Schweizer und kenne unser Steuersystem nur oberflächlich. (Ich habe keine Ahnung, wo ich die Progression nachsehen kann).

    Aber wieviel Prozent eures Lohnes müsst ihr abgeben insgesamt?

    Weil ich lese immer davon, in Deutschland gehe etwa die Hälfte des Geldes für Steuern weg. In der Schweiz ist es viel weniger, aber ich kann nicht einschätzen, wieviel Prozent ein Durchschnittsverdiener in der Schweiz abgibt.

    Mir ist natürlich klar, dass es in der Schweiz die kantonale und damit auch kantonal unterschiedliche Staatssteuer gibt, sowie die direkte Bundessteuer und auch noch die Gemeindesteuer.

    Aber wieviel von eurem Lohn gebt ihr für alle Steuern etwa ab?

    Weil ich studiere an Möglichkeiten herum, das Steuersystem radikal zu vereinfachen.

    Aber ich müsste einschätzen können, wieviel Prozent der Staat (inkl. Bund und Gemeinden) einem überhaupt abnimmt.

  91. Avatareki.

    @Zen
    inklusive Arbeitgeberanteil werden bei mir 51 % (Steuerbelastung + Sozialabgaben) abgezogen.
     
    Beste Grüße

  92. AvatarNico Meier

    @Sonny
    Was andere von dir denken sollte dir egal sein. Ein guter Freund von mir hat einen 1er BMW ein schönes Auto. Aber er ärgert sich über die scheinbar recht teuren Ersatzteile. 

  93. AvatarClaus

    @ Simon
     
    Intel…
     
    Q2:
     
    Umsatz + ca. 20% auf 20 MRD USD
     
    Gewinn + 22% auf 5,1 MRD USD
     
    Ca. 2,8% Brutto-Div., Steigerungsrate ca. 8% p.A. in den letzten 10 Jahren, Ausschüttungsquote ca. 25% auf Gewinn oder FCF.
     
    Die Verzögerung der 7-Nanometer-Chips ist für Intel verkraftbar, die Reaktionen hierauf m.E. völlig überzogen.
     
    Intel ist eine “Gewinn-Maschine” und sehr fair bewertet. Bin seit 15 Jahren investiert und erhalte dieses Jahr 6% Netto-Div.
     
    LG

  94. AvatarNico Meier

    @ZEN
    Bei der Berechnung der Einkommenssteuer gibt es viele Variablen. Angefamgen bei der Wohngemeinde und dem Wohnkanton über den Zivilstand bis hin zu Kinder die Pauschalabzüge und Betreuungsabzüge ermöglichen.
    Auch der Pendlerabzug für das Pendeln mit dem Auto ist kantonal unterschiedlich manche Kantone lassen unbeschränkte Abzüge zu andere nur die 3’000 pro Jahr analog direkte Bundessteuer.
     

  95. AvatarThorsten

    @Slowroller die Linken versprechen heile Welt und erzeugen verschuldete, verarmte Volkswirtschaften. Sie dürfen niemals dran kommen.

  96. AvatarZEN INVESTOR

    Lieber Thorsten,

    die grösste und wirtschaftlich erfolgreichste Stadt der Schweiz, Zürich, wird von Linken regiert.

    Sie ist wirtschaftlich sehr erfolgreich und gehört zu den Lebenswertesten Städten der Welt. Und wird seit 1990 (also 30 Jahre) links regiert.

    Links kann verschiedenes heissen.

    In Deutschland ist sowieso das System sehr träge und unbrauchbar.

    Beispielsweise habt ihr 1 Kanzler(in), der/die die Politik wesentlich beeinflusst, und Chef über die Minister ist.

    In der Schweiz gibt es 7 gleichberechtigte Minister, keiner kann dem anderen etwas vorschreiben.

    Bei uns ist es auch üblich, dass die Regierung Abstimmungen im Parlament verliert. Noch nie ist deswegen eine Regierung in der Schweiz zurück getreten.

    Was ihr grosse Koalition nennt, ist bei uns seit 100 Jahren Standard: Es regieren die 4 grössten Parteien zusammen.

    (AUch wenn es nicht immer ganz stimmt wie jetzt mit den Grünen).

  97. AvatarRüdiger

    Sie dürfen niemals dran kommen.
     
    Das werden dann die Wähler entscheiden  😉
     

  98. AvatarAnton

    @Zen

    Meine reine Lohnsteuerlast (also ohne Abgaben, wie Rente, Pflege, etc.) 2019 betrug 23,2%. Lohnsteuerklasse III.

    Anton

  99. AvatarThorsten

    @Rüdiger Da haben wir ja noch mal Glück gehabt, der Kelch geht an uns vorbei 😉

    @Aktien : skandinavische Aktien laufen ganz gut, wann werden sie entdeckt ?

  100. AvatarRüdiger

    @Thorsten: Da haben wir ja noch mal Glück gehabt, der Kelch geht an uns vorbei
     
    Und was soll dann dein ewiges Gewinsel, wenn der Kelch eh an uns vorbei geht?  😉
     

  101. AvatarStefan

    @Zen-Investor
    Das wir in Deutschland keine Verhältnisse wie in der Schweiz haben ist doch nach 2 angezettelten Weltkriegen nur mehr als verständlich.
    Man hat uns der direkten Mitbestimmung entzogen weil wir gezeigt haben, dass wir damit nicht umgehen können.Evtl. kann man den ein oder anderen Standpunkt mal überdenken, die Zeiten ändern sich. Wir haben uns sowieso schon abhängen lassen. Zehren noch von alten Markennamen aus der Zeit der Industrialisiesrung. Siemens, Bayer, BASF usw.
    Im Grunde sollten wir das machen, was die Chinesen jetzt seit Jahrzehnten erfolgreich getan haben, wir sollten deren Huawei, Xiaomi, Tencent und ALibab kopieren, und wenn wir schon dabei sind gleich noch Alphabet und AMazon hinterher. Und bei Tesla sollten wir uns sowieso ne Scheibe von kopieren.
    Das haben die CHinesen mit unserer Industrie auch getan, und das haben wir im 19Jahrundert mit der Industrie Englands getan. 
    Was glaubt ihr wo der Satz Made in Germany herkommt? Das haben die Engländer im 189X eingeführt um vor billigen Kopien zu warnen, später wars dann ein Qualitätssiegel.
    Und jetzt wird es für uns Zeit, dass wir wieder anfangen fleißig zu kopieren, sonst ist der Zug in Mitteleuropa abgefahren und auf nimmerwiedershen futsch.

  102. AvatarDer Domi

    @Stefan, wer kopiert kann nur mit niedrigeren Preisen Punkten. Dann wäre es vorbei mit dem Wohlstand. Ich hoffe es kommt anders

  103. AvatarRüdiger

    @Thorsten:
    Winseln ist der Job Hamburger Millionäre. Das kann keiner besser als du   😉
     

  104. AvatarHeinz

    @Mark
    E-Tretroller mit einer Reichweite bis zu 65 Kilometer für 800 Euro bestellt.
    Die laufenden Kosten sind minimal: Wartungskosten fallen kaum an, die Haftpflichtversicherung inklusive Teilkasko kostet zirka 30 Euro pro Jahr und die Stromkosten belaufen sich auf zirka 40 Cent pro 100 Kilometer. Unschlagbar?
    Hast du mal ein Link und ein paar Infos ? Wie weit ist deine einfache Pendelstrecke ? Zur Arbeit fährst du ja nicht mehr… ?
     

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