Jeder fünfte Rentner von Armut bedroht. Schon ein ETF-Sparplan kann das Problem lösen


New York, 31. Juli 2019

Altersarmut ist rund um den Globus ein Problem. Auf meinem Foto siehst Du eine Seniorin in New York am East River beim Leergutsammeln.

Das Rostocker Renterpaar Christa und Günter Krüger hat nichts zu lachen. Die gelernte Sekretärin (69) erhielt 2010 nach 42 Arbeitsjahren exakt 649,70 Euro Rente nach Abzug von Kranken- und Pflegeversicherung. Die Deutsche Rentenversicherung überwies dem gelernten Schlosser (70) ab 2012 ganze 887,67 Euro monatlich. Mittlerweile sind es nach einigen Erhöhungen der vergangenen Jahre 859 bzw. 1086 Euro.

Weil ihnen das Geld nicht reicht, haben beide Nebenjobs. „Um unseren Lebensstandard halbwegs halten zu können, stand für uns fest, dass wir im Ruhestand noch Nebenjobs nachgehen“, sagten die beiden der Ostsee Zeitung.

Laut der Deutschen Rentenversicherung erhielten 2017 hierzulande Frauen 918 Euro und Männer 1160 Euro aus den Rententöpfen. Weil das vielen Menschen nicht reicht, ist ein monatlicher ETF-Sparplan zu empfehlen. Hätten die Krügers vor 3 Dekaden damit begonnen, ein solides Aktiendepot aufzubauen, müssten sie heute nicht arbeiten. Sie könnten in den Urlaub fahren und ihre goldenen Jahre genießen.

Frau Krüger geht einige Stunden pro Woche in eine Anwaltskanzlei, Herr Krüger ist regelmäßig als Kurierfahrer für eine Apotheke in der Hansestadt unterwegs. So ergeht es immer mehr Rentnern. Sie nehmen im hohen Alter Jobs an, weil das Geld nicht reicht. Laut Bundesagentur für Arbeit waren Ende 2017 fast 1,1 Millionen Ruheständler am Arbeiten.

Jeder fünfte Rentner ist hierzulande von Altersarmut betroffen. Deutschland steuert auf ein Dilemma zu. Es wird zu wenig getan. Ich kann nur zu einem kostenschonenden ETF-Sparplan raten. Das ist meiner Meinung nach das wirkungsvollste Instrument, das es gibt. Leider fördert Berlin dieses Instrument nicht. 

Fakt ist: Die staatliche Rente reicht nicht mehr aus. Wer 40 Jahre im Bereich des Mindestlohns oder in Teilzeit gearbeitet hat, bekommt pro Jahr nur 0,5 bis 0,6 Rentenpunkte. Jeder Rentenpunkt ist 33 Euro wert. 24 * 33 = 792 Euro.

792 Euro reicht vielleicht gerade fürs Wohnen.

Besser ist es eben zusätzlich ein Aktiendepot aufzubauen. Dann kannst du in schöne Hotels in den beliebten Urlaubsorten residieren. Du kannst auf ein Kreuzfahrtschiff. Du kannst in einem modernen Wohnmobil die Welt erkunden. Du kannst in die Berge oder an den Strand fahren. Ganz nach Belieben. Deine gesetzliche Rente ist im Idealfall nicht zu mickrig. Am besten du verdienst im Monat mindestens 3.000 Euro brutto. Zudem butterst du jeden Monat in einen ETF-Sparplan ein paar hundert Euro (oder mehr) hinein. Wenn dir das Geld nicht reicht, suchst du dir einen Nebenjob.

Eine anderer Ausweg ist: Du wirst Beamter. Dann kannst du mit einer Luxusrente rechnen. Die Durchschnittspension eines Beamten beträgt 3.000 Euro. Als Angestellter bekommst du als Standardrentner nicht mal die Hälfte dessen.

Das Fazit daraus ist: Als Angestellter ist Eigenverantwortung gefragt. Es gibt genug Menschen, die gut verdienen und ein ganzes Arbeitsleben keinerlei Rücklagen bilden. Wieso haben die Krügers eigentlich nicht privat vorgesorgt?

Es hätte doch irgendwann Klick machen müssen bei ihnen. Dass die gesetzliche Rente knapp werden kann, ist doch im Prinzip jedem klar. Die Krügers erhielten auch ihre vorläufigen Rentenprognosen regelmässig mit der Post. Untätigkeit muss ich den beiden schon vorwerfen. Mann kann doch nicht so staatsgläubig sein.


tim schaefer (Author)

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thoughts on “Jeder fünfte Rentner von Armut bedroht. Schon ein ETF-Sparplan kann das Problem lösen

  1. AvatarKater

    Der Staat verteilt des Bürgers Wertschöpfung eben lieber anders um, als an seine braven alten Arbeiter. Der blökt und lässt sich melken. Er hat eben von klein auf gelernt brav zu sein; sonst kommt die Keule. Davor hat er Angst. 
    Der Deutsche will das eben so! Sonst wäre die Situation eine andere. 

  2. Avatarsammy

    In anderen Ländern verrecken die Leute auf der Straße. Also beschwert euch mal nicht so viel über Deutschland.

  3. AvatarFelix

    Mit knapp 2000 € monatlichem Haushaltseinkommen soll das Rostocker Rentnerpaar als Modell für Altersarmut stehen. Ich glaub es nicht! Mit diesem Nettoeinkommen haben wir drei Kinder aufgezogen. Vielleicht sollten dies Herrschaften einmal ihre Ausgaben überprüfen.

  4. AvatarBruno

    „Du kannst in die Berge oder an den Strand fahren.“
    Das machen wir morgen, es war ein harter Kampf die Jungs wollten natürlich lieber in einen Flieger sitzen aber wir bleiben in der Schweiz und machen eine 2wöchige Hüttenwanderung, teilweise im Hochgebirge, aber auch viel im Wald im Nationalpark. Dubai, Hong Kong oder Singapur können sie noch lange alleine, aber diese Tour werden sie hoffentlich nicht vergessen. Und ich freue mich darauf, es gibt nur ein Notfallhandy wenn es wirklich brennt, sonst Internet- und Medienfreie Zeit! Freelancer Sebastian hat das glaub auch neulich gemacht, ich mache das jedes Jahr mindestens 2 Wochen und es ist eine Wohltat. 
    Mal in Ruhe und Natur einerseits Zeit mit der Familie verbringen aber andererseits auch neue Gedanken und Ideen sammeln, dort wo Fuchs, Hase und Murmeltier sich gute Nacht sagen. Steinböcke werden wir sicher auch antreffen.
    Gute Zeit der Community und geniesst den Sommer, er ist schnell genug wieder vorbei.

  5. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Bruno

    Super klingt das. Eine schöne Zeit in den Bergen wünsche ich dir und der Familie. Wie alt sind deine Kinder? 

  6. AvatarRüdiger

    @Felix
    Der Meinung bin ich aber auch. Auf welch großem Fuß leben die Herrschaften?

  7. AvatarBruno

    @Tim
    Danke. Der jüngere wird 13, der ältere ist 16.  Zumindest der Ältere wird wohl schon bald eigene Wege gehen, die Zeit vergeht enorm schnell. Der wollte erst auch nicht mitmachen, der jüngere schon, der mag die Natur wie ich. Es war also wohl die letzte Chance, den Älteren nochmals auf so einer Tour dabei zu haben, für Strand oder Städtetrip wird er auch die nächsten Jahre noch zu haben sein denke ich mal 😉

  8. KievKiev

    @ Bruno
    Dann greifst Du halt Mal etwas tiefer in die Tasche. Yosemite könnte den ältesten Sohn noch in den Familienurlaub locken. Du könntest also eine 3 wöchige USA Reise machen. Als Schweizer ist es dich überall auf der Welt nicht so teuer ..

  9. AvatarBruno

    @Kiev
    Es ist also nicht so dass es mich reut 😉 Wir haben schon viel gesehen, ich wollte einfach nochmals die Alpen näher bringen von einer anderen Seite. Ist interessant dass Du Yosemite ansprichst, dort waren wir schon mal, meine Frau hat Verwandte in Sacramento ich kenne die Gegend dort also ganz gut, haben die ganze Reise bis Vegas gemacht. Dem älteren geht es aber eher ums wandern und es beginnt jetzt halt das Alter wo die Eltern nerven 😉

  10. KievKiev

    @ Bruno
    Die Tour habe ich auch geplant. Ich gebe zu, dass ich nicht warten werde bis die Kinder in einem Alter sind, bei dem man die ganz besonderen Touren auspacken muss. In ein paar Jahren werden wir die Tour wohl machen. Das wird in den Monaten eine sehr schlechte Sparquote werden… 
    Hier gibt es verschiedene Landschaften, auch Städte wie San Francisco,auf Los Angeles und Las Vegas (Vielleicht nur zum durchfahren bei Nacht) auf relativ kleinen Raum. Und die Staaten sind halbwegs zivilisiert, wenn auch etwas teuer. Eintrittspreise für Parks sind schon ziemlich teuer.

  11. AvatarWohnung mit Domblick

    Hmmm, also ich komme aktuell mit 800 Euro/Monat aus (der Rest wird angelegt). Abbezahlte Wohnung, Singlehaushalt, gutes Taschengeld und Urlaub ist da auch drin. Das Rentnerpaar im Beispiel sollte mal an der Ausgabenseite schrauben. So teuer ist das Leben nicht, in Rostock vermutlich erst recht nicht (ohne schlechtes über Rostock sagen zu wollen). Rücklagen haben die wohl nie gebildet. Das lässt vermuten, dass die immer knapp auf Kante konsumiert haben. Selber schuld. Altersarmut ist halt auch selbst gemacht. Aber jammern ist halt einfacher als vorsorgen. Jeder weiss das vorher. Ich investiere viel, um früher aus dem Hamsterrad raus zu kommen und ein Polster zu haben.

  12. AvatarWhirlwind

    Tatsächlich können die Gehalt- bzw. Einkommensunterschiede zuweilen enorm sein. Mein Vater (Geb.-Jahr 1962), selbstständiger Elektromeister und „Einzelkämpfer“, fachlich sehr gut, leider nur kein Geschäftsmann hat mir heute erzählt, dass meine Mutter (Geb.-Jahr 1965), Erzieherin, durchweg berufstätig, meist 30 h pro Woche, zeitweise vor Jahren auch mal nur 20 h pro Woche beschäftigt, seit knapp 4 Jahren jedoch auf Grund einer psychischen Erkrankung (Burnout, gekoppelt mit Depression) krank geschrieben zu Hause und nun für zwei Jahre erst einmal EU-Rente beziehend, über die Rente netto mehr monatlich bekommt, als er (nach Abzug der ganzen Kosten für Selbstständige)… Aber er ist genügsam, meckert nicht und kommt damit klar. Ich fand das jedoch erstaunlich… Aber es gibt halt unterschiedliche Prioritäten.
    @HQLC-Moments: Wir haben heute unsere Garage elektrotechnisch erschlossen und endlich mit Strom für Licht und Steckdosen versorgt. 🙂 Das hat zwar von 07:30 bis 16:00 Uhr gedauert, war aber wieder einer dieser wertvollen High quality, low cost Momente, die ich so liebe. Klasse Erlebnis/Erfahrung. Ich mag solche produktiven Arbeiten, wo man am Ende auch die Erfolge direkt sieht. 🙂
    Das Kabel hatten wir letztes Jahr beim Hausbau bereits während der Kanalarbeiten bis zur Garage gezogen und ein Stückchen aus der Erde schauen lassen. Heute dann einen kleinen Graben bis 60 cm in die Tiefe zum Kabel gebuddelt, parallel mit dem Kernbohrer ein 80er Loch durch die Garagenbodenplatte gebohrt und das Kabel samt Schutzrohr reingeführt. Anschließend ordnungsgemäß eingesandet und den Graben wieder verfüllt. Auf Grund der geringen Platzverhältnisse (nur 1,50 m Abstand zwischen Haus und Garage) alles mit Spitzhacke und Schaufen. 🙂 Parallel dazu hat mein Vater mit meinen beiden Großen die Löcher für die Unterverteilung, den Kabelkanal, die Lampen und die Steckdosen angezeichnet und gebohrt. Der Große durfte dann teilweise sogar die Kabel absetzen. War der stolz bei der Arbeit dabei. 🙂 Während die Kids dann Mittagsruhe hatten, haben wir die Kabel angeschlossen und elektrisch geprüft. Nun geht mir endlich auch in der Garage ein Licht auf. 🙂
    Nachmittags dann noch mit dem Jüngsten eine Runde im Park gedreht und zugeschaut, wie einige alte Bäume mit einer Kombination aus Kran mit Radladerschaufen um morsche Äste erleichtert wurden. Die Augen des Kleinen wurden immer größer. 🙂
    Ein durch und durch gelungener Tag.
    Grüße,whirlwind.

  13. AvatarBruno

    @Kiev
    Wir haben die Tour vor 5 Jahren gemacht, mit so einem grossen US Camper, das war nicht mal teuer. Ist schon cool dann ist man frei wann man wo bleibt, z.B. auch Übernachtung im Death Valley und haben es überlebt haha. Gefahren oder Angst hatten wir nie, es war überall friedlich. San Francisco, LA und Vegas war schön die Städte mal gesehen zu haben, aber auch nicht wirklich mehr. Dort wo die Verwandten wohnen am grünen Stadtrand von Sacramento ist es wunderbar, ausser im Sommer, dann ist es zu heiss. Die Landschaften sind aber natürlich imposant, der Grand Canyon muss man mal gesehen haben.

  14. Avatar-M

    @Bruno 
     
    Nochmal kurz wegen den Banken. Die % Gebühren kann kaum einer umrechnen, da geb ich dir recht. In Deutschland muss jetzt jedoch der EURO Betrag ausgewiesen werden für die Kosten und zwar nicht mir für einen kauf , sondern auch für etliche Jahre haltezeit im voraus inkl depotgebühren! Der Kunde sieht in D nun sehr gut Was etwas kostet.
     
    Viele europäische Banken verdienen schlecht, richtig. Manche heben sich ab um die BNP, welche dieses Quartal 2,5mrd verdient hat, das macht aufs Jahr 10mrd bei 50mrd Market cap. Ein Schnäppchen finde ich.
     
    -M

  15. KievKiev

    @ Whirlwind
    Die meisten Selbstständigen, die ich kenne, beziehen eine geringe Rente. Sie können die Altersvorsorge zu einem großen Teil selbst steuern. Das sollte man dann allerdings auch nicht vernachlässigen. Als Selbständiger kann man viele teilweise privat genutzte Dinge abschreiben. Das ist alles sehr schön, wenn man Dinge abschreibt, die man auch wirklich braucht. Am Ende sollte aber genug Geld abfallen, dass man es auch für die Rente investieren kann.
    Moment Mal, Dein Vater bezieht weniger Rente als Deine Mutter BU Rente erhält? BU Rente ist extrem niedrig, da man meist nicht den vollen Satz wie auf dem Rentenbescheid erhält sondern wesentlich weniger.

  16. Avatar-M

    @Tim 
    Der Artikel stimmt mich nachdenklich. Das alte Ehepaar sollte mal ihre Auszüge kontrollieren. Wer mit dem Geld nicht zurecht kommt hat ein Problem auf der Ausgabenseite. Viele Rentner sind auch noch hoch mit konsumkrediten verschuldet. 
     
    Wir haben vielen 70 jährige die 300-500€ Kreditrate für gekauften Mist jeden Monat zahlen und das auf viele Jahre. Da wird dann auch eine Rente knapp, besonders wenn noch eine Miete anfällt.dann schließen die leute noch eine sterbeversicherung ab, weil sie beim Tod nicht die Angehörigen belasten wollen…
    …so mal aus meinem Arbeitsalltag.
     
    -M

  17. AvatarKia

    Das Rentnerpaar hat nach Abzug von Krankenversicherung  und den 550€ für ihre Miete, knapp 1400€ im Monat zur Verfügung. Das sollte eigentlich reichen. Mehr geben wir nach Abzug von KV und Miete, als Familie, auch nicht aus. Ohne Erspartes würde ich an deren Stelle allerdings auch solange noch möglich, nebenher Arbeiten, um spätere Mietsteigerungen, teure Medikamente oder ähnliches Zahlen zu können. Sie sehen ja noch ganz fit aus. 

  18. AvatarAlexander

    Sorry, aber Rostock ist eine der günstigeren Städte Deutschlands. Das mit den Krügers ist ein miserables Beispiel von einem SPD-Journalisten. In Rostock kann man ohne Probleme eine 80 Quadratmeter Wohnung für 500 EUR mieten. 
    Was sollen denn bitte die Rentner oder Arbeitnehmer im Niedriglohnsektor in München oder Frankfurt sagen? Dort kostet eine 80 Quadratmeter Wohnung 1750 EUR, also mehr als das dreifache!! Sind die Renten dort höher? Natürlich nicht! Dazu kommt noch, dass ständig gutverdienende Leute oftmals an Renter günstig vermietete Wohnungen (alte Mietverträge) kaufen und eine Eigenbedarfskündigung machen. Dann dürfen sich Herr und Frau Rentner eine Wohnung auf dem freien Markt suchen in München oder Frankfurt…
     
     

  19. Avatarwhirlwind

    @Kiev: Meine Ma war bzw. ist als Erzieherin im öffentlichen Dienst. Zumindest in Sachsen-Anhalt wird noch einmal in eine separate Vorsorgekasse vom Arbeitgeber eingezahlt. Von dort bekommt sie zusätzlich noch Leistung. Mein Pa ist noch kein Rentner, sondern noch mindestens fünf Jahre als Einzelkämpfer unterwegs. Wie gesagt, er ist ein prima Arbeiter, aber halt leider kein guter Geschäftsmann. Aber ihm macht seine Arbeit Spaß und er lebt getreu dem Motto: „Ich bekomme genug Geld, um davon leben zu können.“ Aber meiner Meinung nach verkauft er seine Leistung deutlich unter Wert und denkt nicht genügend an die Zeit und den Kapitalbedarf nach der Erwerbstätigkeit. Aber mehr als gut zureden kann ich an der Stelle auch nicht. Immerhin ist das Haus abbezahlt.

  20. AvatarSparta

    @Tim
    Warum ist bei Dir eigentlich immer die Rente golden?
    Ich hatte heute 14 Stunden Arbeit mit richtig coolen/goldenen Erlebnissen. 😉

  21. AvatarIngo von Mission-Cashflow

    Den beiden Rentnern geht’s doch gut. Entweder falsches Beispiel oder der Artikel macht keinen Sinn.

    Vielleicht nur 2x die Woche etwas schreiben und dann mit mehr Inhalt? Nur so eine Idee …

    CU Ingo.

  22. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ -M

    Jedenfalls reicht ihnen das Geld nicht. Deshalb gehen sie arbeiten. Und deshalb können sie sich keinen größeren Urlaub leisten. Gut möglich, dass sie einige Konsumkredite laufen haben. Es wird ja heute einem so leicht gemacht. Es beginnt schon beim Reisen, Media Markt, Saturn, Möbelhaus…

    Also sie machen etwas falsch. Sie haben, wie es scheint, auch keinerlei Altersvorsorge. Sie hätten nach der Wende etwas tun können. Ein paar Aktien kaufen. Oder etwas ansparen für einen Wohnungskauf. So hätten sie wenigstens die Miete heute gespart. 

    Die Deutschen und das Geld – das ist eine Katastrophe.

  23. Avataruwwn

    Rostock, Rente ab 2010, Sekretärin und Schlosser, also Niedriglohn im Osten.  In der DDR hat man da auch nicht viel verdient. Ihr  eventuell Erspartes wurde 1990 1:2 umgerubelt. Welche Aktien hätten die in der DDR kaufen sollen? VEB Warnowwerft?  Na warum haben die wohl nicht vorgesorgt?

  24. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ uwwn

    Nach der Einheit hätten sie westdeutsche, europäische oder amerikanische Aktien kaufen können. Oder ein Eigenheim erwerben können.

    Herrjemine, Deutsche und Finanzen, da fällt mir echt nichts mehr zu ein. Selbst ein doofer Bausparvertrag hätte etwas bewirken können.

  25. AvatarPerpetuum Mobile

    Grundsätzlich war es gut, dass die Wende noch einigermassen rechtzeitig gekommen und erkämpft wurde! Aber man hatte nach der Einheit andere Probleme als Aktien zu kaufen. Man musste sich erst einmal im neuen Wirtschaftssystem umorientieren und dazulernen. Man konnte mit Aktien, Fonds u.a. fast nichts anfangen. Heute kann man sich bestens über  alles im Internet informieren. Damals kamen die Vertreter mit den achso tollen Sachen, wie Lebensversicherungen, private Rentenversicherungen, Kauf von Schrottimmobilien, Unfallversicherungen mit Beitragsrückgewähr usw. Nach der fünften Umschulungmassnahme waren die Löhne trotzdem unter aller Sau. Vielleicht hätte man mit der Aktie VEB Treuhandanstalt viel Geld verdient. Nicht jeder ist an allem selbst Schuld, das ist zu einfach. Die Nachwendezeit war für viele eine grosse Herausforderung und Chance zu gleich.

  26. AvatarPerpetuum Mobile

    Übrigens haben meine Eltern fast die gleiche Rente wie das oben beschriebene Rostocker Ehepaar. Sie haben im Südosten Deutschland ein schuldenfreies kleines Haus mit Garten und KEINE AKTIEN! Und sie kommen mit der Höhe der Rente voll aus und sind zufrieden.

  27. AvatarRüdiger

    Und deshalb können sie sich keinen größeren Urlaub leisten.
     
    Skandalös! Die armen alten Leutchen können am gefühlten Grundrecht auf „großen Urlaub“ nicht teilhaben!?! Mit solch heftigen Schicksalsschlägen muss man/frau erst mal umzugehen lernen …
    So ein Schmarrn! Wenn ich mir keinen „großen“ Urlaub leisten kann, dann muss ich halt lernen, einen „kleinen“ Urlaub mit Genuß und Freude zu erleben. Mir – auch an dieser Stelle absolut NICHT repräsentativ – fiel und fällt das nicht schwer. Ich habe gelernt, das unbezahlbare Glücksgefühl in den kleinen Dingen und Erlebnissen zu finden. Für mich gilt: Im Urlaub ist es nicht wichtig, wo, sondern mit wem 😉
    Die Deutschen und der „große Urlaub“ – unfassbar, wieviel Geld, über die Jahre gesehen, dafür verpulvert wird. Kein Wunder, wenn es am Ende des Tages bei manchen finanziell eng wird.

  28. AvatarChrissie

    Dieses Rentnerpaar könnte vielleicht gut hinkommen weil und so lange sie zu zweit sind. Sobald man als Single-Rentner von also der Hälfte dieser Gesamtsumme leben muss, was in D der Lokomotive Europas ja vorkommen soll, sieht das schon anders aus.
    Jeder Harz 4 Bezieher hat wahrscheinlich genauso viel auch wenn er nie gearbeitet hat.

  29. AvatarFlorian Lindemann

    Der große Vorteil an einem ETF-Sparplan oder auch dem Kauf einer Immobilie ist, dass die Leute zum Sparen gezwungen werden. Die Kredittilgung oder auch der ETF-Sparplan werden monatlich abgebucht ohne, dass man aktiv etwas machen muss. Der schwierigste Schritt ist die Entscheidung aktiv jetzt auf Konsum zu verzichten, um später mehr zu haben.
    Meine Eltern investieren jetzt (noch 10 Jahre bis zur Rente) gerade noch rechtzeitig in einen ETF-Sparplan. Man darf auch nicht vergessen, dass bei Beginn der Entnahmephase das restliche Kapital trotzdem weiter mit Zinses-Zins wächst.

  30. AvatarNico Meier

    Dem Rentnerpaar gings wohl wie es vielen Menschen in DE, AT oder CH geht. Die Löhne sind eigentlich nicht extrem tief aber der Konsum sehr verlockend da wird alles was verdient wird auch wiedee ausgegeben. Und da macht die selbstbewohnte Immobilie die zum tilgen zwingt eben Sinn. So hat man im Alter immerhin eine abbezahlte Wohnung oder ein kleines Häuschen und wohnt damit günstiger als zur Miete.

  31. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    Moin,
     
    ich finde an den beiden Rentnern nichts was zu bemängeln wäre. Sie taugen nicht als Abschreckung, sondern eher als löbliches Beispiel, wie man alles den Verhältnissen entsprechend richtig macht und Haltung bewahrt. Da gibt es viele Leute, denen es wirklich dreckiger geht.
     
    @Tim, wieso unterstellst Du denen sie könnten nicht wirtschaften und hätten „womöglich“ Konsumkredite laufen. Sie sagen doch ganz klar; „Wenn nichts auf dem Konto ist, kann man nichts ausgeben“, lautet die Devise der rüstigen Rentner. Schnell mal die Kreditkarte zücken, ist nicht ihr Ding. „Auch in finanziellen Dingen muss man die Übersicht bewahren“, sagt der Dierkower.“
     
    Das ist die Grundeinstellung der allermeisten Deutschen dieser Jahrgänge. Der Deutsche hat sehr wohl Ahnung von finanziellem Verhalten, was ich dem durchschnittlichen Amerikaner nicht zugestehe, der von einer Kreditkarte zur nächsten switcht.
     
    Schönen Tag,
     
    MS

  32. Avatarguter-verwalter

    @uwwn:
    Mehr als Ihnen zu sagen, dass mir Ihre anscheinend schwierige Rentensituation wirklich Leid tut, kann ich leider hier aus der digitalen Ferne nicht tun. Ich möchte Sie ganz bewusst auch nicht ex-post verurteilen, nach dem Motto: „Hätten Sie mal xyz gemacht.“ Der Kollaps eines Maximal-Staates, wie es die DDR war, und dessen Ideologie („Für alles ist gesorgt, vertraue nur dem Politbüro.“) ist ein Prozess, da muss man erst mal wieder Füße unter den Boden bekommen; Stichwort: Des-Illusionierung. Und dass man als West-BRD ab 1990 den historischen Fehler gemacht hat, die Bestandssubstanz an der Bevölkerung vorbei zu privatisieren (man hätte das Staatsgut nämlich auch jedem Bürger anteilig zurechnen können, sodass jeder Ostbürger bei Verkäufen durch die Treuhand o.Ä. Geld oder Ausgleichszahlungen bekommen hätte), dieser Fehler beschert und heute immer noch sterbende, nicht blühende Landschaften.
     
    Mein Vorschlag an Sie: Verlassen Sie sich mehrheitlich – so nicht bereits geschehen – auf ihr privates Umfeld, und nur noch nachrangig und (falls unbedingt notwendig) auf den Maximalstaat BRD; und wählen Sie politisch den Wandel, der mehr Privatverantwortung und weniger Gießkannen-Staat verspricht: Denn diese Versprechen sind Planwirtschaft gepaart mit Wählerkauf (=Korruption), und ich brauche Ihnen denke ich nicht zu sagen, dass solch ein System in maximal 70-80 Jahren seine „sozialverteilbare“ Substanz aufgezehrt hat (BRD Wirtschaftswunder in den 1950-60ern + 70-80 Jahre = max. 2020er)! Für Sie wird sich dann wohl wenig ändern, das ist leider so, aber sie tun etwas für die Generation ihrer Kinder und Kindeskinder.
     
    (Leider in diesem Bereich hilflose) Grüße,
    der gute Verwalter

  33. AvatarWohnung mit Domblick

    So isses, Nico. Das war schon immer ein bewährtes, traditionelles Konzept der Vorsorge. Ich bin nur gespannt, ob man in den nächsten Jahrzehnten nicht noch Möglichkeiten erfindet, die Eigenheimbesitzer an der Umverteilungsmaschinerie zu beteiligen (’soziale Gerechtigkeit für die gesparte Miete herstellen…‘). In dem Fall, oder wenn sich ankündigt, dass ich meine eigengenutzte Wohnung nicht mehr, wie zur Zeit möglich, steuerfrei verkaufen kann, bin ich hier weg. Spanisch oder Portugiesisch lerne ich dann auch noch schnell genug.

  34. AvatarDaniel

    Wir haben die Tour vor 5 Jahren gemacht, mit so einem grossen US Camper, das war nicht mal teuer. Ist schon cool dann ist man frei wann man wo bleibt, z.B. auch Übernachtung im Death Valley und haben es überlebt haha. Gefahren oder Angst hatten wir nie, es war überall friedlich. San Francisco, LA und Vegas war schön die Städte mal gesehen zu haben, aber auch nicht wirklich mehr. Dort wo die Verwandten wohnen am grünen Stadtrand von Sacramento ist es wunderbar, ausser im Sommer, dann ist es zu heiss. Die Landschaften sind aber natürlich imposant, der Grand Canyon muss man mal gesehen haben.
    Du US-Nationialparks sind einfach echt schön und verglichen mit unseren Parks sehr aufgeräumt und sauber. Jeder Park hat seine Visitor Center die spannend und schön gemacht sind.
    Ich bin in 3 Wochen auch wieder an der Westküste, eine Woche beruflich in San Francisco (eine der wenigen schönen Städte in den Staaten in der man auch ohne Auto klarkommt) und danach die Sierra Nevada wieder runter. Schönstes Wetter garantiert, dann auf den Rückweg über Ridgecrest und Santa Cruz. Freue mich schon auf den Sequire Nationalpark mit seinen gigantischen Bäumen.

  35. Avatar-M

    Was hälst du davon Nico? Was überzeugt dich am Unternehmen wie siehst du die finanzzahkeb ggü anderen Unternehmen? 
     
    -M

  36. Avatarguter-verwalter

    @Tim:
    @Michael Schneider:
    @Perpetuum Mobile:

    Lieber Tim, danke für deine Überlegungen. Ich bin bei dir, wenn es um die Punkte Selbstverantwortung, gesunde Introspektion i.Bzg. auf den eigenen Konsum und die eigene Risikobereitschaft geht. Das geht in jungen Jahren und in der heutigen Informationsgesellschaft aber deutlich besser als noch vor 30 Jahren, und ist für Rentner leider zu spät.
    Leider haben wir staatliche und überstaatliche Strukturen, die uns genau in die andere Richtung erzogen haben (und es heute immer noch versuchen) obwohl die Risse dieser Strukturen offensichtlich werden:

    – Die angebliche schwarze Null im dt. Haushalt ist eine Lüge; wir leben systemisch auf Bestandsverschleiß (menschlich und sachlich).
    – Die QE-Programme der EZB stabilisieren weder Wirtschaft noch Politik in ganz Europa; die EZB muss mit dem Euro abgewickelt werden und die Maastrichter Verträge angepasst werden. Eine Trennung von Finanzen und Politik ist nötig; private Notenvergabe der einzelnen Banken bei Vollgelddeckung muss umgesetzt werden.
    – Das umlagenbasierte Rentensystem in DE erzeugt langfristig Armut und Kinderlosigkeit bei den jungen (den Versorgern) und Versorgungsmangel bei den Alten (den Empfängern); ein Investitions basiertes System muss her.
    – Die Versicherungssysteme gaukeln den Verbrauchern Scheinsicherheiten vor, die langfristig nicht eintreten werden (v.a. im Negativzinsumfeld); die Werbe- und Transparenzregeln müssten radikal zum Verbrauchernutzen hin optimiert werden.
    – Das Parteiensystem belohnt Linien- und Ideologietreue mit Karriere- und Verdienstverbesserungen (Bsp.: Flinten-Uschi wird EUschi), fernab jeden Realitätsbezuges (siehe: Medianeinkommen in DE). Die Gremien blähen sich in Personal und Kosten immer weiter auf (siehe EU-Parlament oder dt. Bundestag); eine „Listenplatz-Lotterie“ ohne feste Listenplätze würde Variabilität und Anpassung in den politischen Lagern ermöglichen.
    – Der Maximalstaat reguliert alles zur Ineffektivität und Verschwendung; ein Minimalstaatsapparat (Polizei, Zoll, Steuerfahndung, Gerichte) reicht aus.
    uvm.

     
    Wer sich also zeitlebens Staats-treu informiert und den Illusionen der Politiker Glauben geschenkt hat – sei es aus mangelnder Zeit, fehlendem Interesse und/ oder niedrigerer Bildung, niedriger Risikobereitschaft (vllt. auch, weil man einen Krieg oder Staatskollaps miterlebt hat – Stichwort: Trauma), etc. – dem ist m.E. heute kein Vorwurf zu machen, außer zu leichtgläubig gewesen zu sein und alle menschlichen Antriebe als im Vorfeld nur gut angenommen zu haben. Aber der Wolf hat nur eine weiche Stimme, weil er zuvor Kreide gefressen hat; Wolf ist er immer geblieben (R. Baader).  Hier muss man ansetzen, politisch. Daher gefällt mir eine Kolumne wie „Merz meint“ in einer großen dt. Zeitung gut: Kritik am Mainstream, noch verhalten, aber spürbar.
    Leider finde ich deine Aussagen wie z.B. „Hättet ihr mal besser xyz gemacht.“ schwer verdaulich: ex-post Ratschläge sind im Bezug auf heutige Rentner nicht mehr hilfreich. Dabei lasse ich nicht außer acht, dass du selbst viel Entbehrung erlebt hast und hart arbeiten musstest, um dein Depot und deine passive Freiheit dort zu haben, wo sie heute ist. Aber dein „dann hättest du halt“ ist zwar wahrheitsgemäß richtig, aber menschlich m.E. nach lieblos.
     
    Was hilft den Rentnern heute also am meisten? Wahrheit und Augen öffnen? Ja! Aber auch das menschliche, liebend charitative, eigenverantwortliche Engagement zu sagen: „Ich tue was ich nur kann für dich, aber ein monetär rosiges Alter wirst du nicht mehr haben, so viel steht fest.“ Und dabei: Politische Entscheidungsträger  wählen, die den Kahn BRD um 180 Grad umdrehen (siehe z.B. Liste oben).
     
    Viele Grüße,
    der gute Verwalter
     

  37. Avatarguter-verwalter

    @Tim: (Schon mein dritter Beitrag, oje. 🙂 )
    Zum Thema „sicherer Beamtenstatus“:
    Ich bin Beamter in Süddeutschland, aber das zu werden war nie mein Ziel: mein Beruf ist Berufung und Passion, das zählt viel mehr. Und ich bin an meinem Arbeitsplatz auch einer der vehementesten, verbalsten Desillusionisten dieses ach so sicheren Status‘.
    Schon 2012 war ich Zeuge erbosten (!) Widerstandes von anderen, älteren Beamten, als an meinem damaligen Arbeitsplatz ein Versicherungsmakler offiziell einbestellt wurde, der verkündete: „Auch sie sollten Privat vorsorgen.“ Dass die ihn nicht mit Eiern und Tomaten beworfen haben war alles. Ein Zitat aus dieser Veranstaltung: „Wie können Sie es wagen (!) hier im Namen des Staates aufzutauchen und uns zu sagen, dass unsere Pension nicht reichen wird! Ich habe ein Recht (!) auf angemessene Alimentation!“. Ich dachte mir damals schon insgeheim: Du hast das Recht die nahende Realität zu verdrängen, aber wenn sie dich einholt, kannst du ihr nicht mehr ihre Existenz und Realität absprechen (frei nach Ayn Rand). Siehe Griechenland 2014: https://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/griechenlands-regierung-will-15-000-beamte-feuern-a-897153.html
     
    Also spare ich mind. 20% meines Einkommens diversifiziert am Kapitalmarkt und buttere alles was geht in die private Vorsorge und in mein charitatives Engagement. Hält das System: Schön, dann habe ich Pension + privates Depot; Crasht der Beamtensektor: Auch gut, dann lebe ich nicht am Existenzminimum und habe trotzdem genug, um meine Familie zu versorgen, und anderen zu helfen.
     
    Viele Grüße,
    der gute Verwalter

  38. AvatarSparta

    Wenn der Cashflow des Rentnerpaares „Armut“ ist… dann begeben sich viele FIRE-Anhänger freiwillig in das Armutsniveau um in den jungen Jahren auf vieles zu verzichten und um dann mit 40 auch einer fragilen Frührentnersituation über viele Dekaden mit wahrscheinlichen Schicksalsschlägen entgegen zu sehen…
    Ein Aktiensparplan nach der Wende… etf gab es nicht, es war ein komplett anderes System auf das man geprägt wurde, Information zur Börse, dummen Psycho-fehlern von Börsenneulingen gab es nicht.
    Nur sehr wenige hätten eine Depothöhe erreicht, welche ebenso 2 k abwirft.
    Wenn der SPD Politiker, der Beamte oder der Millionär darüber urteilt bzw. die Lebenssituation verurteilt… hat man evtl. nicht erkannt wie gut es einem selbst ergangen ist und es hätte auch anders laufen können…

  39. AvatarNico Meier

    @M
    Bin dabei mich mit Hochdorf zu beschäftigen. Baltic Milk in Litauen war ein Reinfall und verhagelt die Bilanz konnte nun aber abgestossen werden. Der Zukauf von Bimbosan finde ich sinnvoll. Ich der Kindernährmittelmarkt hat Zukunft.
    Ich habe einen ehemaligen Arbeitskollegen der seit einigen Monaten bei Hochdorf arbeitet ich werde ihn noch fragen wies von innen aussieht.

  40. AvatarZaVodou

    „Besser ist es eben zusätzlich ein Aktiendepot aufzubauen. Dann kannst du in schöne Hotels in den beliebten Urlaubsorten residieren.“

    Ich glaube Tim hat in den USA ein wenig den Überblick darüber verloren, was in strukturschwachen Gebieten wie Rostock an Verdienst überhaupt möglich ist oder was generell so in einigen Berufen verdient wird.
    Klar kann man auch seine Heimat des Verdienstes wegen verlassen – machen ja auch etlich, aber nicht jeder möchte das.Hier mal eine Doku über Rügen – unweit von Rostock – , die das Dilemma ein wenig widergibt.
    Ein Koch verdient ca. 1.000 Euro netto pro Monat im übrigen Bundesgebiet ca. 1.300 Euro. Zudem ist die Arbeit auf Rügen saisonell begrenzt. Wo sollen diese Leute noch groß was sparen?

    Siehe 35:50-39:20 oder die ganze Doku.https://youtu.be/mt2doWWnqTY

  41. AvatarNico Meier

    @M
    Hochdorf als Milchverarbeiter mit Hauptaktionären die sich einen möglichst hohen Milchpreis wünschen weil sie die Milch produzieren sehe ich als Zielkonflikt.
    Desweiteren finde ich besorgnisserregend, dass die Obligation von Hochdorf mit 2.5% Verzinsung zum Kurs von unter 70% gehandelt werden. Das deutet auf grosses Misstrauen der Anleger hin.
    Könnte mir auch Obligationem kaufen und mit denen 30% Gewinn bei Rückzahlung machen. 
     

  42. AvatarThorsten

    Gestern in einem Schaufenster gelesen, sagt alles, braucht nicht mehr :
    Früher schon an später denken.
    Der von der Industrie gewollte Idealmensch soll aber so handeln :
    Jetzt alles wollen und kaufen, es gibt kein morgen (und falls doch, dann willst und kaufst Du morgen was anderes und schmeißt das von heute weg).

  43. AvatarJune

    Hallo zusammen,
    für die Gegend um Rostock hat das Rentnerpaar meiner Meinung nach genügend Geld.
    Ich habe dort in einem Urlaub vor 3 Jahren einen Hotelangestellten kennen gelernt. Er bekommt Netto ca. 1250 €, seine Frau arbeitet im gleichen Hotel und hat ca. 900 € dazu kommt noch das Kindergeld. Die 4 leben also von 2538 €. Die 4 Zimmer Wohnung kostet warm aber auch nur etwas über 500 €. Nur mal so um die Rente einordnen zu können. Wenn man sich auskennt und die Touristenfallen meidet ist das Leben dort nicht so teuer. Das Rentner Paar macht in meinen Augen nichts falsch, aber eventuell auch nicht so wirklich alles richtig.
    Irgendwo ist in ihrer Haushaltsplanung ein Loch. Das können z.B. die neuen Möbel sein, da wurde ich beim Lesen hellhörig oder der Garten?  Wenn man für einen Kleingarten exotische Pflanzen kauft oder das Häuschen zur kleinen Luxusvilla mit Jacuzzi und Gartenküche ausbaut, ist das Geld schnell alle.
    Aber grundsätzlich bin ich der Meinung, die beiden jammern für diese strukturschwache Gegend und ihre Rente in Relation zu den dortigen Einkommen auf hohem Niveau. Und das finde ich schade, denn es gibt sicher Beispiele, die wirklich traurig wären.
     
    Take care,
    June

  44. Avatar-M

    @Nico
    Kurs ist von 300 auf 75 in einem Jahr. Die Anleihen werden dann mitgerissen. 
     
    Hab die zahlen mal kurz überflogen und schaue mir die nicht weiter an. 500mio Umsatz und es bleibt nix hängen. Die verdienen ihr Geld mit Milch… Milch gibt’s so viel, dass die schon weggeschüttet wird. Konkurenz wie verrückt. Nee, da findet man doch interessantere Unternehmen oder nicht ?
     
    -M

  45. AvatarSepp

    Das beschriebene Renterehepaar ist bestimmt eines,
    von den hier so oft beschriebnen Konsumclown Ehepaaren,
    dass kein Haushaltsbuch geführt hat.
    Sehr schlechtes Beispiel bzw. Artikel.
    Bitte vor lauter Wiederholungen nicht zu nachlässig werden.
     
     
     

  46. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @June,
     
    ich denke, dieses Rentnerpaar jammert überhaupt nicht. Das wird so dargestellt. Wahrscheinlich hat die Zeitung zum Redakteur gesagt, mach einfach mal einen Bericht über den Rentneralltag normaler Leute, und zeige am praktischen Beispiel wie sich die Rentenerhöhung in Zahlen auswirkt.
     
    Und dabei kommt eben so ein Artikel raus, der die bescheidenen Verhältnisse zeigt, die aber weit jenseits von Elend und Armut sind. Das wird von den beiden auch so empfunden, denke ich („Christa – „Finanzvorstand“ der Familie – mag das Lamentieren nicht.“). Man sieht einfach, wie man damit zurecht kommt.
     
    „Irgendwo ist in ihrer Haushaltsplanung ein Loch. Das können z.B. die neuen Möbel sein, da wurde ich beim Lesen hellhörig oder der Garten?“
     
    Also ich finde es besser, dass sie nicht verwahrlosen und in einer Wohnung voller Sperrmüll hausen, und stattdessen sich wohnlich einrichten (für paar Hundert Euro bekommt solche Möbel), und können dadurch Besuch empfangen, und bleiben gesellschaftlich integriert. Um eben einen solchen Mindeststandard an Zivilisiertheit zu wahren gehen sie eben lieber Nebenjobs nach, als beim Amt zu betteln. Finde ich voll in Ordnung.
     
    Ich lese da nichts von Jacuzzi im Garten: „Viel lieber puzzele man im Garten und unternehme kleine Ausflüge in die Umgebung.“
     
    So ein Kleingarten ist eher unterstützend und finanziell entlastend, weil solche Leute (Jahrgänge) den auch wirklich nutzen zum Gemüse- und Obstanbau.
     
    Pacht, Vereinsbeitrag, Grundsteuer und Versicherung sind bei mir z.B. weit unter 200 € im Jahr für ca. 500 qm. Wenn man sich keine teuren Setzlinge kaufen will/kann, dann kann man das alles selbst ziehen aus Saatgut.
     
    Wie gesagt, ich lese nirgends einen anklagenden Ton, lediglich Bedauern. Es ist nun mal so, von nix kommt nix. Das wissen die auch. Aber wenn man keine Verdienstmöglichkeit hatte, dann ist die Folge logisch. Dafür haben sie ihre Verhältnisse aber prima im Griff, finde ich.
     
    Die Zeitung wird halt einfach tendenziell an negativer Tönung interessiert sein, und die Geschichte so präsentieren wollen, selbst wenn die Leute das gar nicht so empfinden würden. Die Kernaussage der Beiden ist doch nur, etwas Rentenerhöhung ist gut und schön, wird aber von den steigenden Kosten aufgefressen. Das hatte ich bei meiner Mutter auch gesehen. Gab es mal paar Euros Rentenerhöhung, wurden die durch Miet- und/oder Nebenkostenerhöhung oder Verkehrsverbund etc. gleich wieder abgenommen.
     
    Jeder normale Mensch weiß, dass man als Rentner weniger zur Verfügung hat als vorher, wenn nicht was „auf der Seite ist“. Wenn man sich dann damit begnügen kann ist doch alles ok. Wenn man keine Möglichkeit hatte sich Vermögen zu schaffen, dann geht man eben in den Park und spielt Schach mit Artgenossen, oder füttert die Enten und schaut den Wolken nach. Diesen Frugalismus leben ja viele schon freiwillig ohne Not. 😉
     
    MS
     

  47. AvatarHaferflocke

    Hallo Tim,
    Du hast einen sehr wichtigen und grundprinzipellen Beitrag veröffentlicht. Das Gebäsche vieler Foristen kann ich so nicht nachvollziehen.Es geht vom Grundprinzip her um eine Rente (meiner Meinung nach auch einer Anerkennung für ein Berufsleben) die ein ausreichendes Leben ermöglichen kann.Früher war ja bekanntlich alles besser, aber eines ist durchaus zutreffend dass sich die überwiegende Mehrheit der Rentner mehr leiten konnte den berühmten Mallorca Urlaub. In Zukunft wird es nicht mehr möglich sein – denn die Kurve geht definitiv nach unten. In Zukunft soll es 48% oder gar 43% entsprechend des letzten Gehaltes geben regelmäßige Einzahlungen, also eine entsprechende Erwerbsbiographie vorausgesetzt. Es sollte sich einmal vorgestellt werden, dass dann nur noch die Miete (wenn überhaupt) gezahlt werden kann.
    Dein Ansatz mit Sparen für das Alter ist deswegen völlig richtig. Meiner Meinung nach sind ETF da ein sehr gutes Mittel.  Diverse Pensionsfonds benutzen diese auch. Vor dreißig  Jahren gab es diese hier in Deutschland auch noch nicht. Vor dreißig Jahren waren es noch ein geteiltes Land (Komponente  Rostock). Es gab damals als Finanzanagebote (gibt es heute noch) Lebensversicherungen und spezielle Versicherungen um Versorgungslücken zu schließen. Die Lebensversicherungen wurden da aber noch mit 4% verzinst und Gewinnausschüttungen gab es noch zusätzlich. Die ersten fondsgebunden Lebensversicherungen kamen auf. Es gab Investmentfonds für Aktien, Anleihen und Immobilien. Für die gab es auch Sparpläne. Fonds wie z.B. die der Union oder Deka. Mit Ausgabeaufschlag und Gebühren egal wie der Fonds gelaufen ist. Ist heute noch genauso. Natürlich konnte man sich noch Einzelakien kaufen  oder Bundesanleihen, die bei der Bundesschuldenverwaltung verwaltet wurden. Hypothekenzinsen gab es damals zu 10%.  Das Geld für Sparpläne musste aber auch vorhanden sein. Ich erinnere mich noch Anfang der Neunziger in HH habe ich ca. DM 1.600 verdient und musste für die Wohnung DM 1.000 bezahlen. Da konnten bei mir keine großen Summen gespart werden. 
    Aktuell mache ich es so. Ich habe Riester, meine ETFsparpläne, meine paar Aktien und investiere in Zertifikate. Habe kein Eigentum und wohne zur Miete.
    Noch ein kleiner Hinweis zu den Beamtenpensionen. Der größte Teil der ausgezahlten Gelder betrifft Beamten des gehobenen oder höheren Dienstes. Beispielsweise Lehrer (haben auch ein Universitätsstudium), aber der Feuerwehrmann oder der Polizist bekommen so eine Pension nicht.
    Für mich ein Nachdenkens werter Beitrag. Zu der Thematik kann noch viel geschrieben werden.
     
    Viele Grüße
    Haferflocke 
     
     
     
     
     

  48. AvatarDjerun

    @all:
    Was in Herrgotts Namen habt ihr immer mit euren deutlich niedrigeren Lebenshaltungskosten im Osten. Mal abgesehen von den Wohnkosten ist das ein totaler Quark!
    Kostet ein PKW weniger? Kosten Versicherungen weniger? Wie siehts im Discounter aus? Sagt Jeff Bezos „Rostock, not Munich? Ok, you get 50% discount“!
    Wirklich, ihr seid alle intelligente Leute. Lasst den Bullshit. 
    Aktien in den 90ern im Osten? Man, dort wurden die Menschen nach der Wende reihenweise rausgeschmissen. Da investiert keiner in Amazon.
    Tim, bitte den Bezug zur Realität nicht verlieren.
    Ich bin selber Ossi und habe das Glück im Zeitalter des www zu leben, die Generation vor mir musste auf ihren Versicherungsmakler vertrauen. Und der machte sich die Taschen voll.
     
    LG
    Djerun

  49. AvatarAlbr

    Naja, die Prioritäten in D. sind nunmal andere als der schnöde Mammon im Rentenalter, die Schul-Mädchen gehen während der Schule streiken, die Rentner halt nicht, von daher kein Wunder das die Rente nicht üppig ausfällt, zumal sie ja für viele andere Dinge in D. herhalten muss als für die Auszahlung von Altersrente 😉
    ein vorteil hat die niedrige Rente, dann könne die Rentner wenigstens nicht umweltschädlich in Urlaub fliegen oder sich ein Auto leisten (nachdem die Kosten für die individuelle Mobilität nach oben geschraubt wird) 😉
     
     
     
     

  50. AvatarAlbr

    @Djerun, naja die Wohnkosten sind ja nicht zu vernachlässigen, was man so liest ist das oftmals der größte Brocken im Haushaltsbudget 😉
     
     

  51. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Haferflocke,
     
    es ist doch richtig, wenn man ordentlich was spart in ETF oder was auch immer.
     
    Aber das muss halt gehen. Und für alte Ossis ging es eben so nicht, und mit der Wende wurde es für die meisten noch viel schlimmer über Jahre. Die kamen vom Regen in die Traufe. 
     
    Die Betriebe wurden gnadenlos platt gemacht, ganze Landstriche deindustrialisiert. Morgenthau-Plan hausgemacht. Die ganze Ausplünderung des Ostens durch Hilfestellung der Treuhand war ein kriminelles Vorgehen.
     
    Selbst wenn es damals ETFs gegeben hätte, da hatten die Leute andere Sorgen. Die standen plötzlich auf der Straße. Dazu zu sagen, sie hätten doch am Aktienmarkt anlegen sollen, klingt wie der Sarkasmus; „Wenn sie kein Brot haben, sollen sie doch Kuchen essen.“ 
     
    Dass ein Arbeitsleben mit wenig Verdienst nicht mit einer auskömmlichen Rente anerkannt wird, das liegt eben am politischen System. Wenn man das (zurecht) bemängelt, dann darf man aber nicht auf die Leute zeigen, sondern auf das System, welches dieses zulässt, dass es immer nur den besseren Kasten noch besser geht (Progression des Reichtums), man sich gegenseitig Geld und Posten zuschiebt. Stattdessen wird ja dieses sozial-darwinistische System noch bejubelt in seiner Dekadenz und Verkommenheit, und der „Totengräber“ des Systems, der Zinseszins, wird auch bloß auf der Habenseite begriffen, aber nicht, dass das nur über immer mehr Schulden auf der Soll-Seite gehen kann.
     
    Die hämische (angebliche) Bemerkung Einsteins dazu, das als „die größte Erfindung der Menschheit“ zu sehen, hat er wohl in dem Zusammenhang gemeint mit; „Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit. Aber beim Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.“ 
     
    Ein System, welches sich ein einbautes Verfallsdatum durch den Zinseszins, der zwingend ein unendliches Wirtschaftswachstum fordert, auferlegt, das rechnet von vornherein mit harten Resets vom „Haircut“ bis Default. Aber da gehen auch wieder nur die Deppen leer aus. Aber momentan sind Zinsen ja fast abgeschafft.
     
    Aber das hatten wir schon mal. Und in der Blase hier hält man ja lieber jeden für einen Versager, der nicht nur an seinem eigenen FIRE-Wohlergehen interessiert ist.
     
    Genug aufgeregt. Hasta la vista Baby. 😉
     
    MS

  52. AvatarJune

    @MS,
    ich weiß wie schwer es für diese Leute war. Für manchen Menschen in meiner Umgebung der damals in den Osten fuhr, um die seiner Meinung nach  naiven und unwissenden Ossis über den Tisch zu ziehen hab ich mich sehr geschämt.
    Wahrscheinlich hast du recht und der jammernde Unterton des Artikels kommt aus der Feder des Journalisten. Und nicht von dem Rentnerpaar selbst.
    Manchmal fehlen einem auch einfach Chancen.
    Aber bei vielen Menschen geht eben eine Menge Geld für Kleinkram raus, selbst wenn es nicht der Garten ist. Das man die Miete für den Garten vernachlässigen kann, und er auch Anreize zum jung bleiben bietet, da widerspreche ich dir nicht. Trotzdem kann sowas ein kleines Geldgrab sein. Es kommt wie immer auf die Einstellung an.
    Und ganz vielleicht hätte ich auch nur Kopfkino. Entfernte Verwandte auch aus dem Osten mit höherer Rente, abbezahltem Haus und Nebenjob jammern nämlich immer. Und dann erfährt man, das das Auto und der Fernseher abbezahlt werden müssen. Dem Kaffeevollautomaten konnte man genauso wenig widerstehen wie dem Shoppingkanal, aber das Geld reicht nicht um den Heizungstank aufzufüllen.
    Take care, 
    June

  53. AvatarMaik

    Ich wohne in Rostock und muss schon ein wenig schmunzeln, wenn behauptet wird, dass man hier eine 80m2 4-Raumwohnung für 500€ bekommt. Wie in ganz Deutschland auch, ist der Wohnungsmarkt hier leergefegt und die Mieten stark gestiegen. Die Löhne sind in Mecklenburg-Vorpommern aber die niedrigsten in ganz Deutschland. Trotzdem sollten die beiden mit ihrer Rente klarkommen können. Da sie ja nicht in der Ferienzeit verreisen müssen, wäre ein Urlaub auch nur halb so teuer, wie der von Familien mit Schulkindern. Selbst, wenn sie je Monat nur 100€ zurücklegen würden, wären locker 2 Wochen Ägypten oder Türkei all-inklusive drin. Ich selber habe als 41 jähriger (1 Kind mit Frau, 3400€ Haushaltseinkommen/Monat) selbst mit einem ETF Sparplan (300€/Monat) begonnen, Aktien gekauft und gleichzeitig meine teuren Versicherungen stillgelegt oder gekündigt, die wenig Renditen und hohe Kosten verursachten. Insgesamt gebe ich nun knapp 500€ (meine Frau 250€) für meine private Altersversorgung aus, wobei ich da nicht festgelegt bin, ob ich mir vorzeitig schon ein wenig selbst auszahle. 

  54. AvatarRüdiger

    @MS
    Du hast natürlich vollkommen Recht, aber lesen – und verstehen – will das hier sicher niemand 😉

  55. AvatarWolfgang

    @ Rüdiger

    Ich bin dann der Niemand.

    @ Ost und West

    Die Lebensverhältnisse in Deutschland sind ein Flickenteppich, Ost und West wird auch in den Medien, immer wieder seziert. Im Anschluß wird in einer Studie wieder bemängelt das Deutschland nicht zusammenwächst.

    @ MS

    Die Vergangenheit verwischt für viele bis zu Gegenwart und es ergibt eine neue Sicht zurück.

    Bin manchmal erschrocken über die Ergebnisse die als wahr empfunden werden. Auch das jetzt und die damit verbundenen Möglichkeiten sind nicht vergleichbar zu früheren Zeiten.

    Dein Beitrag hilft hoffentlich hier zu Einsicht!

  56. AvatarThorsten

    @Maik nicht zu vergessen, dass Strom und Wasser in den östlichen Bundesländern oft teurer sind….

  57. AvatarAnna i.R.

    Nur weil  irgendein Blatt über das Ehepaar berichtet hat, werden hier Gründe genannt, warum und wieso es denen so geht. Wir sind ebenso alt und die Rentenhöhe stimmt fast. Lamentieren habe ich hier nicht herausgelesen.
    Hier machen viele Vorschläge, woran es liegen kann. Über die Verhältnisse gelebt, neue Möbel usw. Mann, sollen die mit Äppelkisten als Möbel leben o.ä. Es geht doch keinen was an. Es wurde niemand angepumpt.
    @ June, dein Beispiel, wonach man mit 2500 Euro (inkl. Kindergeld) gut auskommen kann, finde ich zweifelhaft. Als Rentner haben diese Leute dann nur noch die Hälfte an Einkommen und die Altersarmut an der Backe. Und jetzt großartig 40 % bis x % zu sparen, wie hier ab und zu zu lesen ist? Die haben zwei Kinder ins Leben zu schicken.
    @ Tim, Anfang der 90er Aktien kaufen? Ich lach mich schief. Da hat mich mal ein Bänker seltsam angeguckt, der war ein Wessi. Sagte mir einiges. Außerdem hatten wir  andere Probleme, Arbeitsplatz zu behalten, Schulkinder auf den Weg zu bringen. Endlich Baumaterial kaufen zu können, um am Haus was zu machen.
    Viele Grüße
    Anna
     

  58. AvatarJune

    @Anna, i.R.
    man kann damit auskommen, sogar sehr gut. Ich hatte mit 2 Teenager im teuren Schwabenland jahrelang sogar nur 2000 € im Monat. 
    Und den Mann aus meinem Beispiel gibt es wirklich und die Familie schafft es gut.
    Wobei ich nie behauptet habe, dass das mit dem Einkommen in der Rente dann auch klappt. 
    Viele Menschen setzen nur falsche Prioritäten. Aber das ist individuell und nur schwer zu ändern.
    Take care,
    June

  59. AvatarKarin

    es erfreut mich immer wenn junge Menschen uns Rentner erklären was wir hätten tun sollen.  Sie selbst haben bei Muttern gut gelebt. Wer glaubt eigentlich das man von dem Gehalt hunderte hätte weglegen  können.  Kollegen die nur ein paar Jahre vor uns in Rente gegangen sind bekommen erheblich mehr Rente. Früher hat die Zusatzrente den Betrag ausgeglichen der zum Einkommen fehlte.  Heute bekommt man nur ein Almosen weil der Vorstand meinte an der Börse spekulieren zu müssen.  Die haben unser Geld verzockt. Leider ohne Konsequenzen für sie. Ich kriege jährlich 1 Euro mehr. Ist doch reichlich oder nicht. Den jungen kann ich nur sagen spart spart und spart.  Ihr werdet schon sehen was ihr davon habt. Alleine meine Miete ist in den letzten Jahren um 110 Euro gestiegen und wegen Modernisierung davor schon 180 Euro.  Was glaubt ihr womit man das auffangen kann. 

  60. AvatarAngelika B.

    Ich bin seit einem Jahr Rentnerin und habe 46 Jahre Vollzeit gearbeitet.Aus Krankheitsgründen bin ich 2 Jahre früher gegangen . Ausserdem habe ich 50% Schwerbehinderung.Eine EU Rente kam für mich nicht mehr in Frage , dafür war ich zu alt. 
    Habe mich vor ca. 25 Jahren mit einer Riester Rente abgesichert. Von der bekomme ich jetzt 48€ pro Monat zur Rente dazu . 6000 € habe ich noch zusätzlich ausgezahlt bekommen.
    Mit dem Ergebnis , das ich jetzt jedes Jahr 2000 € Einkommensteuer vorauszahlen muss. Ich bekomme Rente plus Riester Rente knapp 1100 € im Monat.Eigentlich habe ich Riester damals abgeschlossen , damit ich etwas mehr im Alter habe. Ich habe fast 600 € weniger im Monat als ich zuletzt netto verdient habe. Die Lebenshaltungskosten bleiben aber .Und ich leiste mir nicht viel ,rauche nicht ,trinke nicht und habe auch kein Auto. Urlaub werde ich mir erst mal nicht leisten können. 
    Mal sehen , ob ich bei der nächsten Einkommenssteuer Erklärung was zurück bekomme.
    Ist das noch gerecht ? 
    Hauptsache die Diäten steigen um satte 25% . Hat schon  mal jemand 25% Lohnerhöhung bekommen ??lch glaube nicht.

  61. AvatarAnna i.R.

    @ June
    Mir ist vollkommen klar, dass es diese Familie gibt. Da gibt es noch genug in gleichen Einkommensverhältnissen (Mecklenburg-Vorpommern, Thüringer Wald, Erzgebirge u.a.). Wenn dann noch der Renteneintritt mit 43 % kommt, Leute, die ihr Leben lang gearbeitet haben Grundsicherung beantragen müssen und andere waren lebenslang Hartzer und haben genauso viel. Da wird es sicher sozialen Sprengstoff geben.
     
    @ all
    Sollte es euch wirklich interessieren (ich glaub nicht daran) dann könntet ihr das Buch lesen von Petra Köpping „Integriert erst mal uns“. Das könnte spezielle Wahlergebnisse erklären (vergangene und zukünftige).
    LG
    Anna

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