Irre! Neobroker bekommen Gegenwind aus Brüssel: Gebühren für Aktienhandel dürften steigen

Kleinanleger müssen bald tiefer in die Tasche greifen, wenn sie Aktien handeln. Millionen von Privatanlegern nutzen Neobroker wie Scalable Capital oder Trade Republic (Foto oben), wo sie nur 1 Euro pro Transaktion zahlen. Die Neobroker bieten zudem gebührenfreie Sparpläne an. Die modernen Broker können das so günstig machen, weil sie ihren Orderflow verkaufen. Es nennt sich “Payment for Order Flow“, kurz PfOF. Broker erhalten also Geld, wenn sie ihre Aufträge gebündelt an eine bestimmte Börse weiter leiten.

Durch diesen “Trick” mit dem verkauften Handelsfluss haben es überm großen Teich Fidelity, Charles Schwab, Robinhood oder TD Ameritrade geschafft, ihre Ordergebühren für Aktien und ETFs komplett zu streichen. Dort können Kunden gratis handeln.

Europäische Union will den Aktienhandel für Verbraucher teurer machen

Nun will aber die Europäische Union dieses Erlösmodell verbieten. Dabei zeigt sich in den USA, dass es sich um ein Erfolgsmodell handelt. So sparen Verbraucher richtig viel Geld. Die EU will, dass der Orderflow nicht mehr wie bisher verkauft werden darf. Deutschland wurde eine Frist bis zum 30. Juni 2026 eingeräumt, bis zu der das alte Modell noch möglich ist.

Warum Anleger wieder hohe Gebühren zahlen sollen, leuchtet mir nicht ein. Das Modell der Neobroker hat sich bewährt.

Ich habe mein Depot bei einem günstigen Broker in den USA. In diesem neuen Video zeige ich dir mein gesamtes Depot mit jeder einzelnen Position:

Die Regierung will die Altersvorsorge mit Riester Renten überarbeiten

Die FDP will die Altersvorsorge grundlegend überarbeiten. Das finde ich grundsätzlich gut. Denn die Riester Verträge sind im großen und ganzen trotz gigantischer Förderung des Staates nicht vorteilhaft für die Verbraucher, weil meiner Ansicht nach die Gebühren zu hoch sind und die Transparenz fehlt.

Nun will Finanzminister Christian Lindner ein neues Konzept vorlegen. Ich wäre für ein 401k-Modell, wie es die USA haben. Das sollten wir in Deutschland kopieren. Alles andere ist nur ein Herumdoktern an Gebührengräbern. Die Lobbyisten der Lebensversicherungen, Banken und Assekuranzen rennen den Politikern die Türen ein. Schmieren und Ölen ist in Berlin Usus. Wir brauchen in erster Linie ein Lösungskonzept für die Verbraucher und nicht für die Finanzbranche. Denn die Altersarmut nimmt zu.

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39 Kommentare
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Jan
10 Monate zuvor

Der Broker handelt im Namen des Kunden. Wenn er den Auftrag an den höchst bietenden verkauft ist das ein Interessenkonflikt. Ich hätte es lieber gehabt, man hätte den Interessenkonflikt versucht heraus zu nehmen. Trotzdem ist es richtig.

Jonas
10 Monate zuvor

Bestimmt wird der Markt das regeln. Anleger möchten zu günstigen Konditionen Aktien und ETFs kaufen. Die Broker egal ob Neobroker oder alteingesessene Anbieter werden da Alternativen anbieten.

42sucht21
10 Monate zuvor

@PfOF gut für uns Kunden – EU Bürokraten doof
Ich glaub ganz so einfach ist es nicht. PfOF bedeutet eben auch, meine orders werden an jemanden im voraus verkauft und nicht nach Kriterien an einen market maker wie bester Preis oder größte Liquidität geroutet. Im Zweifel zahle ich dort versteckt deutlich mehr ‘Spread’ als die offen ausgewiesenen order Kosten bei meinem Broker ohne PfOF.

UBS zB hat Schwab 2019 angeblich ca.100Mio US$ gezahlt, dass die ihre orders an UBS geben. Macht UBS das aus Nettigkeit gegenüber den Endverbrauchern oder wollen die womöglich irgendwo auch Geld verdienen?

Robinhood macht 72% seiner Einnahmen durch PfOF an Citadel Securities o.ä. Ziemliche Abhängigkeiten, dabei sind ihre mini Privatanleger orders die nicht die üblichen Großpakete zB a 100 Stk sind mit hier hier 12 Aktien, da 3 dann besonders teuer. So krumm sind Heute 2/3 des Gesamtmarktradings. Ob die von der SEC geforderte angebliche best execution in der Realität wirklich stattfindet? Wer soll das in DE überwachen – die Truppe der Bafin etwa? ha ha.

Andererseits Fidelity zB macht kein PfOF. Dafür dann Eigenhandel grob wie hier zu Lande eben Tradegate. Man lebt ganz gut oder sehr gut vom Spread zwischen Kaufen und Weiterverkaufen. Das ist für den Privatanleger eben auch teuer.

Insgesamt muss ienem klar sein: meine mini orders sind teuer für meinen broker. Das kostet Geld und wird bezahlt von mir – entweder transparent über order Kosten oder weniger deutlich ausgewiesen über Spreads oder sontige Quervergütung. Am Ende zahlt ich es doch irgendwo und irgendwie.

Nebenaspekt – höhere ausgewiesene order Kosten reduzieren das trading und erhöhen so die Rendite der privatanleger im Schnitt.

Kiev
10 Monate zuvor

@ Tim

Mir gefallen manche Modelle der neuen Anbieter gut und ich finde es schade, dass hier hart durchgegriffen wurde. Ich kaufe immer mit Limit Order.

Das Provisionsverbot ist innerhalb der EU leider gescheitert. Das finde ich zumindest viel sinnvoller, wenn man in dem Bereich unbedingt tätig werden möchte…

42sucht21
10 Monate zuvor
Reply to  Tim Schäfer

@Tim
Könnte mir vorstellen, dass die beiden Bücher vom Honorarberater Dr. Nikolaus Braun für Sie etwas sind, falls Sie das nicht bereits sowieso schon kennen.

“Die Finanzindustrie ist in weiten Teilen toxisch….Stellen Sie sich vor, Sie lassen sich scheiden aber Ihre Ex-Frau sucht aus, beauftragt und bezahlt ihren Anwalt.” In juristischen Fragestellungen wäre das Parteiverrat und strafbar. In der Finanzindustrie ist das genau das Geschäftsmodell.

Tobs
10 Monate zuvor

Ich habe noch nicht ganz für mich durchdrungen, ob unter das Verbot dann jedes gerade am Markt angebotene Geschäftsmodell fällt. Bei TR ist es logisch, denn der Kunde hat keine Wahl und sämtliche Order werden zu LS gerouted. Aber wie ist es bei SB(plus)? Dort kann ich zwar auch außerbörslich “umsonst” handeln, allerdings habe ich die freie Wahl, welchen börslichen oder außerbörslichen Handelsplatz ich ansteuere (und bekomme ja auch für jeden Kurse gestellt). Fällt das trotzdem darunter?

Ansonsten, auch wenn ich persönlich die Neobroker außer SB(plus) nicht nutze, bin ich in Bezug auf das Verbot mindestens indifferent. Es soll ja Studien gegeben haben, die Spreads und Nachteile eher nicht nahegelegt haben. Zugegebenermaßen beschäftige ich mich mit denen aber nicht und kann daher zu deren Objektivität nicht sagen. @4221 Das Argument mit dem höhere Kosten=weniger Handel=gut für das dumme Volk: Da werde ich richtig sauer (nicht auf Sie). Ist es die Aufgabe des Regulators jedes Detail zu regeln und die Menschen zu maßregeln? Bekommen wir bald Regelungen, was für uns im Schlafzimmer gut sein soll und was nicht? Eine sehr grundsätzliche Frage natürlich. Aber wenn einem nichts mehr einfällt wie man Europa insgesamt wettbewerbsfähig aufstellt, fängt man halt bei Gurkengrößen oder dem Orderverhalten von Privatanlegern an. Prima. Das ist doch Politik, die zur Verdrossenheit führt. Eine äußerst nur mittelbar legitimierte Autorität wie das EU-Parlament kommt hier mit den tollsten Sachen und erzählt den Menschen was sie zu tun haben, während wir ganz andere Aufgaben zu bewältigen hätten.

42sucht21
10 Monate zuvor
Reply to  Tobs

@Tobs
Ich sehe auch einen deutlichen Trend zur Überregulierung in vielen Themen. Lasst den Wettbewerb zu und lasst den Bürger mehr entscheiden. So doof sind wir gar nicht. Aber in diesem Fall ist es nicht nur das Werk gelangweilter EU Bürokraten. Auch die USA, die SEC wollte PfoF angehen, Rule 615, hat sich aber im September dagegen entschieden nach viel Lobbyarbeit und Diskussionen. Das Abstimmungsergebnis war aber wohl eher knapp.

Jetzt geht es nicht mehr um ein Verbot, aber PfOF soll nach Willen der SEC unattraktiver werden: Order Competition Rule Auch 400 Seiten text, das können nicht nur die EU Beamten. https://www.sec.gov/rules/proposed/2022/34-96495.pdf
Da geht es um mehr Wettbewerb = qualified auctions für kleine Privatorders und the proposal requires that retail orders be exposed to order-by-order competition before being executed by a wholesaler, with notable exceptions for large orders and midpoint executions.

Ich selber nutze gelegentlich SB mit Gettex Limitorders zum kostenfreien oder mein altes Onvista mit 2,63€ Orderkosten zum kaufen oder DiBa Direkthandel. Bei Comdirect / Consors tut sich da nicht so viel finde ich. Den Wettbewerb den TR oder Scalable auslösen im Deutschen Broker-Markt finde ich sehr positiv. Aber die Gamifizierung des Handelns a la Robinhood löst nicht nur positives aus in der breiten Masse.

Pat
10 Monate zuvor

Verstehe die ganze Aufschrei nicht. Für Extrem-Langfristiger Anleger ist doch eigentlich egal, wie er der Preis und Gebühr bei Einmalanlage kauft. Wie ich, bei Comdirect, bin sehr zufrieden. So soll die Gebühren teurer sein, mit Geld spielt man ja nicht! Bei absurden Billigbroker kaufen und verkaufen die Kunden ja wie wild, habe ich hier, andere Foren, Bekannten und Freundenkreis beobachtet. Psychologie eben.

Gurki
10 Monate zuvor
Reply to  Pat

Mit Geld spielt man nicht? Ist doch meine Sache ob ich mit meinem erarbeiteten Geld spielen möchte oder nicht. Ich bin jedenfalls nicht bereit für eine Order die maximalen 70€ zu zahlen. Und auch für Kleinstbeträge keine ~10€. Das ist halt wieder Gängelung am kleinen Mann, nichts anderes.

slowroller
10 Monate zuvor
Reply to  Gurki

Es geht um Gebührenmodelle – wieso ist für die verschrieenen Finanzberater schlecht, was für NeoBroker gut ist? Der Kunde solltest du sein – dabei ist der wahre Kunde der entsprechende Finanzhandelsplatz. Was ein z.B. ein TR an den Orders verdient ist recht intransparent. Faktisch vermischt man aber an dieser Ecke zwei verschiedene Märkte: Eben die Börse und den Broker. Ich kann verstehen, dass man hier unbundlen will um (wieder) einen echten Wettbewerb zu ermöglichen, der dann auch dem Kunden günstige Konditionen liefert.

Aus meiner Sicht dürfte das Bündeln von Kleinanlegerpositionen (und damit eine Transaktionskosteneinsparung) eher eine Aufgabe eines Brokers sein, nicht das einer Börse. Bei Sparplanausführungen wird das imo auch so gelebt.

Zur Altersvorsorgeförderung:
Ich stimme Tim total zu: Hier wird viel zu viel auf die großen Versicherungen und die Bankenbranche Rücksicht genommen. Gute, einfache, günstige und vor allem transparente Produkte sollten gefördert werden.
ABER: Wir leben in einem Staat, indem man jedem noch ein auskömmliches Leben garantiert (über Bürgergeld etc) – das könnte in den USA anders sein. Ich bin der Meinung, dass es richtig ist, dass man steuerlich subventionierte Altersvorsorge reglementiert: zum einen auf langfristige Sicherheit (also eine Aufweichung der jetzt zu harten Regeln) und anderseits auf die Verwendung als Puffer für die Altersversorgung.
Sparen und Anlegen kann heute schon jeder – und das zu eh schon guten steuerlichen Konditionen. Wieso sollte man hier mit Steuergeldern subventionieren?

Christian
10 Monate zuvor

@Leute im Kommentar: “Don’t think so German” (wie der Engländer sagt). Wenn ein System funktioniert, warum sollte man es dann präventiv regulieren, nur weil grundsätzlich möglicherweise ein Nachteil für die Kunden entstehen könnte – es sind bis jetzt vermeintlich nur Vorteile für die Kunden entstanden.

Folgendes wäre doch auch eine Lösung: Aktive Auswahl durch den Kunden. “Flat-Tarif 1€” unter Berücksichtigung des PfOF-Modells oder z.B. 4,90 € je Order und die Börse selbst auswählen wie bei der guten alten Comdirect…

Kiev
10 Monate zuvor
Reply to  Christian

@ Christian

Diese Auswahl konnte man bereits vorher durch den Broker treffen. Ich sehe es als unnötige Überregulierung. Es gibt ebenfalls die Möglichkeit Aktien zu verleihen. Das kann man durch die Wahl des Brokers ebenfalls entscheiden, genau wie beispielsweise physisch replizierende ETFs oder Swap. Es gibt viele verschiedene Modelle und keines ist Allen in allem überlegen. Die Vielfalt ist doch gerade gut. Meinen Broker wähle ich in erster Linie für die zu kaufenden Titel aus. Mit einem kaufe ich ETFs, dann habe ich einen für ausländische Aktien und einen weiteren für deutsche. Zusätzlich noch zwei Kinderdepots bei Comdirect mit einem weiteren Depot. Scalable würde mir auch gefallen. Den würde ich vielleicht nehmen, wenn zwei weitere Depots gefüllt sind (ab knapp 100k€ wird nichts mehr eingezahlt). Vielleicht gibt es das Modell dann aber nicht mehr. Bei Scalable könnte ein Kleinanleger sich im Prinzip einen eigenen ETF bauen. 20 Aktien aus verschiedenen Branchen. Das würde auch mit 100€ im Monat als Budget funktionieren. Diese Möglichkeit finde ich gut. Es dauert dann natürlich ein bisschen bis eine Google Aktie voll ist, oder Berkshire A ;-)

Christian
10 Monate zuvor
Reply to  Kiev

Da bin ich voll deiner Meinung. :-)

Markus1
10 Monate zuvor

Dein aktuelles Video gefällt mir Tim.
Bist du schon wieder am Reisen?

Kai Konrad Thierse
10 Monate zuvor

Es wäre schön, wenn Herr Schäfer das Thema Riesterrente anpacken würde. Es war ja so still darum in den letzten Jahren und nun wird sie abgeschafft. Wir war vor 15 Jahren klar, dass es ein absolutes Nonsensprodukt ist, weshalb ich nie eine abshloss. Mir war damals schon klar, dass es höchst riskant ist, dass darauf zu setzen, dass die Gesetze, damit die Riesterrente profitabel sein könnte, ohnehin nicht mehr gelten, wenn es relevant wird. Zum Glück setzte ich ich sofort auf Aktien und bin mehr als 200000 € im Plus (inkl. eingecashter Dividenden). Tim Schäfer half mir dabei, weil ich den Blog seit 2011 lese.

slowroller
10 Monate zuvor

Zumindest ansprechen tut Tim es ja wieder und wieder – das kann man ihm nicht vorwerfen :-)

Hier muss – endlich – einiges reformiert werden. Dafür MUSS man aber aufhören, die (Finanz-)Industrie die Gesetze schreiben zu lassen sondern selbst nachdenken bzw. sich entweder neutrale oder zumindest auch gegenläufige Meinungen einzuholen. Ob man ihn mag oder nicht – ein Karl Lauterbach macht das so. Er steckt im Thema und ist mit seinen Plänen defintiv kein Erfüllungsgehilfe der Gesundheitskonzerne.

Ein Weg dahin zeigt ein tolles Buch: “Gegen Wahlen: Warum Abstimmen nicht demokratisch ist” von David van Reybrouck zeigt wie es gehen kann und wieso das Los für bestimmte Entscheidungsfelder demokratischer ist als die Wahl. Wirklich lesenswert…

DerMax
10 Monate zuvor

Zum Thema Rieser-Rente / Rentenreform hat Tim schon viel geschrieben. Hier eine aktuelle Zusammenfassung der Vorschläge des Expertenrats an die Bundesregierung: Neben Änderungen bei der Riesterrente wird zusätzlich auch ein steuerbegünstigtes Depot (ähnlich US) empfohlen. Ein “Staatsfonds” eher nicht.
https://www.capital.de/geld-versicherungen/experten-wollen-radikale-reform–was-sich-bei-der-riester-rente-aendern-soll-33661954.html

Daniel
10 Monate zuvor

Die Riester-Rente ist per se kein Nonsense Produkt. Es wurde halt (vermutlich bewusst) immer falsch vermarktet. Riester ist kein fire-and-forget Produkt das man wie einen ETF-Sparplan aufziehen sollte sondern ein Produkt das im Grunde genommen jedes Jahr oder bei neuer Lebenssituation neu bewertet und ggf. stillgelegt oder wieder reaktiviert werden muss.

Beispiel: Es ist für eine junge, alleinerziehende Mutter mit vielen Kindern absolut sinnvoll Riester abzuschließen, weil sie praktisch keine Eigenleistung erbringen muss um die volle Riester-Förderung + Kinderzulage in Riester abzugreifen. Das ist aber eben kein Dauerzustand, irgendwann ändert es sich und genau da wäre dann der Zeitpunkt wo man sagen könnte ab hier legt man es still, hat aber die Förderung mitegenommen.

Das macht aber häufig keiner und ehrlich gesagt halte ich das für ein Altersvorsorge Produkt nicht sonderlich hilfreich. Dennoch muss man sagen es gibt halt mehr als eine Situation in dem ich jedem empfehlen würde das mitzunehmen. Das ist sonst so als ob man VL nicht mitnimmt obwohl man Anspruch hätte.

slowroller
10 Monate zuvor
Reply to  Daniel

Es gibt ja hier zwei Aspekte: Natürlich kann man sich Riester für sich optimieren und somit auch nutzen – z..B. auch für die von dir geannte Mutter (die muss nichtmal alleinerziehend sein). Das ändert aber nichts daran, dass es hier überhaupt nur wegen der Förderung interessant ist – wenn der Staat eh schon alles zahlt wie in deinem Beispiel, wieso bekommt dann nicht einfach jede Mutter mehr Rentenpunkte für ihre Erziehungszeit oder darf die Förderkohle in eigene Produkte investieren, die dann aber alleine schon lohnend sind.

Aus gesamtgesellschaftlicher Sciht erfüllt (wie du ja auch sagst) Riester seinen Zweck nicht. Es lohnt nicht, es ist teuer und hilft am Ende (fast) nur der Finanzindustrie.

42sucht21
10 Monate zuvor
Reply to  slowroller

@Riester
Das Zielpublikum* von Riester sind die untersten Einkommensgruppen.
Für Mittel, Gut & Sehr Gutverdiener hier im Blog ist es nicht gedacht.

Als renditeträchtige Altersvorsorge für die Massen war es nie kontruiert.
Riester ist und war immer ein Produkt für die Sozialpolitik nur die Finanzindustrie hat es aufgebauscht zum Rentenlückenfüller um damit zu verdienen. Schröder hat es mitgemacht weil er so die Rentenkürzungen besser verkaufen konnte an die Wähler der SPD. Damals noch ne Arbeiterpartei.

(* Evtl mit Ausnahme Banksparplanrieser – den bietet aber keiner mehr an und das war immer nur Nischenprodukt weil unlukrativ für die Finanzindustrie.)

slowroller
10 Monate zuvor
Reply to  42sucht21

Da hast du völlig Recht – aber einen Gedankenfehler machst du hier: Ja, er ist nicht für die Klientel hier gedacht – dennoch ist es eher ein Produkt für “die Massen” als ein Nischenprodukt. Das Medianeinkommen unter allen Erwerbstätigen lag noch 2021 unter 4000€ – bei einem gängigen Lebensstil, sind das Regionen die schlicht für das Alter vorsorgen müssen, da auch nicht zwingend von einer geschlossenen Erwerbsbiografie ausgegangen werden kann.

Leider ist das Interesse an finanziellen Gegebenheiten nicht weit verbreitet – das wird wohl fast jeder auch aus seinem Umfeld kennen. Hier ist es aber für alle wichtig, dass man diese Leute irgendwie dazu bekommen eine zusätzliche Vorsorge zu betreiben – sonst wird im besten Fall später gejammert und im schlechtesten Fall aus Steuermitteln aufgestockt. Das sollte es nicht sein und genau deshalb bräuchte man ein vernünftiges, transparentes und günstiges Produkt, welches man den Leuten anbieten kann. Ziemlich einfach wären z.B. flexibel besparbare marktbreite Fonds, die bis 65 in einen Versicherungsmantel überführt werden – das könnte sogar die DRV machen. (also die Verrentung)

42sucht21
10 Monate zuvor
Reply to  slowroller

@slowroller

klares Ja!
Bis es soweit ist, einfach einen dynamischen ACWI ETF-Sparplan in Eigenregie laufen lassen.
Rentiert für mich ungefördert viel besser als nichts tun oder Riester oder Kapital LV.

Ein Vorteil ist bei Eigenregie natürlich die Flexibilität für den Kapitalverzehr oder -Einsatz – das ist bei AP7 Såfa, Roth IRA, 401(k) usw nicht der Fall.
Auch mal auf die Vorteile schauen und nicht nur über nicht-Förderung motzen.

Thorsten
10 Monate zuvor

Auch auf den Spread achten. Ich bezahle lieber 10€ pro Order und kaufe dabei beim günstigsten Handelsplatz als mit einem Euro Gebühr ködern zu lassen und dann über einen erhöhten Verkaufspreis deutlich mehr zu zahlen. Dazu kommt, dass bei Neobrokern nur ein eingeschränkter Handel möglich ist, manche meiner Papiere werden dort nicht gelistet.
Für Kleinstanleger mit Sparplänen und Standardprodukten sind Neobroker dagegen unschlagbar.

Tobs
10 Monate zuvor
Reply to  Thorsten

Du kannst Dir die Kurse doch vorher stellen lassen und das für Dich prüfen.

Bei liquide gehandelten Titeln ist der Spread allenfalls homöopathisch. Ich denke, ich habe bei SB eine gute Übersicht (Gettex, LS usw.). Übrigens: Der Kostenvorteil wirkt nicht nur nach unten in die eine Richtung bei kleinen Orders, sondern auch in die umgekehrte für große Orders. Die meisten Broker geben nichts von Ihren Skalenvorteilen weiter, also legen keine Cap auf die Gebühr. Das finde ich persönlich richtig unverschämt, weil ich als Kunde eines Dienstleisters stets erwarten darf, dass er zumindest in einem gewissen Umfang Mengenvorteile an mich abgibt. Ich sehe nicht ein, bei einer größeren Order 50-100 Euro zu bezahlen. Natürlich gibt es hier Broker, die Caps anbieten, nur machen die ihr Geschäft eben teilweise auch Basis von Pfof. Ob sie börsenausgeführte Orders weiterhin gecapted anbieten, wenn man ihnen den Ertrag aus Pfof wegnimmt? Hatte bei meinem vorherigen Broker darauf bestanden, eine P&L meiner Order einsehen zu können. Da wurde mir schlecht, was über einige Jahre zusammengelaufen war. Wenn ich zu liquiden Handelszeiten über Gettex oder LS kaufe, fällt in dieser Größenordnung mit Sicherheit kein Spread an! Also wieso innovative Geschäftsmodelle einschränken, die es ermöglichen, dass zwei Seiten profitieren. Ist es ein regelungsbedürftiger Sachverhalt, dass hier eine Seite einfach smart genug gewesen war, ein kompetitives und profitables Geschäftsmodell aufzuziehen? Und das ganze dann hier wieder unter dem Deckmäntelchen des Verbraucherschutzes…Der Regulator soll eingreifen auf Basis sachlicher Erwägungen. Und meines Wissens konnten hier Studien keine Bedenken im Hinblick auf unvorteilhafte Spreads substantiieren.

Thorsten
10 Monate zuvor
Reply to  Tobs

Tobs, das verstehe ich nicht:
“Du kannst Dir die Kurse doch vorher stellen lassen und das für Dich prüfen. “.
Wenn der Neobroker 10 oder 20 Cent mehr will kann ich ja nicht eben das Geld woanders hinschaffen, um es dort billiger zu kaufen. Dann kann ich also nicht kaufen.

Meine Bank wählt für mich dagegen automatisch den besten Preis aus, bei einem Maximum an Handelsplätzen.

Natürlich könnte ich beim Neobroker auch ein Limit setzen. Manche wollen dann Geld für den Limitkauf , warum wohl.

Tobs
10 Monate zuvor
Reply to  Thorsten

Na ja, Du vergleichst die Spreads. Du weisst (bei unlimitierter) Order natürlich nicht, wo gematched wird. Aber Du kannst doch einfach auf Basis des maximal möglichen Spreads gestellt anhand von Bid und Ask nachvollziehen, wie teuer Dich dieser Spread maximal (!) käme und direkt mit in Deinem Fall 10 Euro Mindestgebühr je Order vergleichen. Und Du hättest immer noch upside in der Hinterhand, da tendentiell die Kurse zwischen Ask und Bid zustande kommen wie an den Börsen auch (in der Regel immer nur homöopathisch abweichend zu den Börsenplätzen).

Da ist in der Regel jede Menge Luft, bis Du zu Deiner Mindestgebühr kommst. Und wenn Du auf die allerletzte Nachkommastelle sicher gehen willst, steht Dir eine limitierte Order immer noch offen, wovon z.B. Kiev auch Gebrauch macht.

42sucht21
10 Monate zuvor
Reply to  Tobs

@Tobs Gettex Tradegate Xetra
meine Erfahrung: ich hatte Kauforders die bei Gettex und Tradegate nicht ausgeführt wurden zeitgleich aber zum gleichen Limit bei Xetra sehrwohl.
Kann Zufall sein.

Tobs
10 Monate zuvor
Reply to  42sucht21

Kann Zufall sein, muss es nicht. Kann man nicht wirklich sagen. Generell weiß man ja, dass in der Priorisierung limitierte Order stehts hinten anstehen und ich könnte mir gut vorstellen, dass dann ein im Vergleich zu einem außerbörslichen Anbieter wie Gettex um ein vielfach liquiderer Börsenplatz wie Xetra eine limitierte Order besser schluckt.

Man kann natürlich auch die ganze Sache einfach auf sich beruhen lassen. Vermögen aufbauen an der Börse ist auch ohne Neobroker schon heute um ein vielfaches günstiger als früher und mich haben vor SB auch nicht die “normalen” Entgelte abgehalten in WP zu investieren. Richtig finde ich diesen Ansatz aber nicht, weil er innovationsfeindlich ist und an der Sache vorbei geht. Ich persönlich – aber das ist reine eigene Schrulligkeit die nicht relevant ist – mag die Attitüde von Neobrokern wie TR und diese Start-up Lümmels auch nicht. Die Werbung mit den Hipstern in der U-Bahn ist mir ein Graus gewesen. Trotzdem muss man sagen, dass die Werbeaussage “Demokratisierung der Wertpapieranlage” nicht völlig aus der Luft gegriffen war. Bei einem Neobroker sind Deine ausschließlichen Kosten der Spread und im direkten Vergleich dazu bei einem herkömmlichen Broker ebenfalls der Spread plus die Mindest- bzw. dann irgendwann greifende volumenabhänige Gebühr. Letztere Komponente ist so hoch, dass geringfügige Unterschiede im Spread daran nicht heranreichen (und Anmerkung: Solche Spread Unterschiede wurden bislang nicht wirklich nachgewiesen im Sinne einer signifikanten Studie – bitte korrigieren Sie mich sonst). Da muss man das nicht mal mathematisch zerlegen, da kommt man mit “Ungefähr-Rechnungen” schon gut zurecht. :-) Ich finde das gerade für Leute, die wenig Geld zum investieren haben, bei denen sich also Orderkosten außerhalb des Spreads nicht gut verteilen, absolut kontraproduktiv. Für mich selbst ist es schon fast Latte, ich ordere auch bei 10 Euro Mindestgebühr. Richtig ist der Eingriff in den Markt trotzdem nicht. Er geht zu Lasten von Menschen die Vermögen aufbauen wollen und zu Gunsten von Börsenbetreibern (Staatsnähe, Zufall?) und großen Banken.

42sucht21
10 Monate zuvor
Reply to  Tobs

@Tobs
Wir sehen die Sache mal wieder sehr ähnlich. Nur bei der Richtigkeit oder Nichtrichtigkeit des Eingriffs zu PfOF bin ich unschlüssig. Warum haut auch die SEC da so deutlich drauf?

Wegen Kosten Vermögensaufbau: Gerade bei Kleinstanlagebeträgen bei denen 10€ Transaktionskosten ins Gewicht fallen bin ich eben großer Fan des ACWI-ETF Sparplans. Ich denke, viele traden mit viel zu vielen Aktien bei viel zu geringen EInzelbeträgen rum und versauen sich die Rendite und die Entspanntheit. Bei B&H sind die Kosten nicht relevant.
Aber nun ist gut für mich zu diesem Nischenthema.

Kiev
10 Monate zuvor
Reply to  42sucht21

@ Geschäftsmodelle Angebot und Nachfrage

Ich finde die Neo Broker gut. Das Vergütungsmodell POF ist auch nur ein. Punkt. Ich habe selbst auch keinen Unterschied bei den Kursen gesehen. Dazu muss ich aber auch sagen, dass ich bei IBKR keine Real-Time Kurse habe. Ob das bei den deutschen kleineren Anbietern Realtime Kurse sind?

Bei IBKR setze ich ein Limit und kann hier komfortabel bis zur Einbuchung justieren. Bei Microsoft ist das sicherlich nicht notwendig, aber die Schwankungen sind manchmal größer als ein Spread.
Bei Justtrade kaufe ich ETFs. Hier bekomme ich in der App den Preis gleich bei drei Plätzen angezeigt und kann ausführen oder eben noch einmal warten. Das Feature finde ich auch gut, beispielsweise für meine Mutter. Ist verständlich und einfach zu bedienen

Wie sieht es denn bei Drip aus? Nehmen wir an Jemand hat 100 STK Aktien zu 50$ das Stück. Das Unternehmen zahlt 2% Dividende aufgeteilt in 4 Ausschüttungen. Dann gibt es pro Ausschüttung lediglich 25$. Vielleicht werden hier noch steuern abgezogen. Finde ich schön, wenn es auch hier Drip bei den Größen gibt. Über den Daumen erhält man so 2 Aktien im Jahr dazu. Bei 5$ Ordergebühr macht Drip wenig Sinn. Außer man schreibt als BuyAndHold2024 auf Seeking Alpha. Da würde ich vielleicht auch selbst zum Broker fahren und den Hund einladen. Den Besuch müsste man hier sicherlich anmelden bei der Höhe.

Einen eigenen ETF fände ich auch toll. Nehmen wir an Blackrock schafft einen Deckmantel für so etwas. Und ich kann immer unterbewertete Märkte kaufen und vielleicht auch Adjustieren ohne Steuern zu zahlen, da alles im Produkt bleibt. So ein Modell fände ich gut.

42sucht21
10 Monate zuvor
Reply to  Kiev

DRIP
Das Ziel muss eine Einkommenshöhe sein, dass 10$ Orderkosten irrelevant werden.

Die Kommentare von BuyAndHold2012 sund kult. Sein Beitrag “never, never, ever sell your MO.” wie Fisher’s “If the job has been correctly done when a common stock is purchased, the time to sell it is — almost never.

Wenn ich @Tims Depotupdate sehe und die Wirkung von DRIP. Wahnsinn.

DRIP in einem nachgelagert versteuertem Depot für die Altersanlage als Opt-Out Modell für Berufsanfänger. Mehr bräuchte es wohl nicht in DE für eine wirksame Bekämpfung der Altersarmut der arbeitenden Bevölkerung.

Kiev
10 Monate zuvor
Reply to  42sucht21

Eine Positionsgröße von 5k€ finde ich jetzt nicht verkehrt. Bei 100 Aktien wäre man so gut diversifiziert und hätte einen Dividendenstrom. Bei den 500k€ Depothöhe wären die Ordergebühren allerdings weiterhin hoch für Drip. Ich habe Drip bei meinem IBKR Account deaktiviert. Ansonsten fallen Ordergebühren an. Die sind sogar niedriger, aber wenn es nur überschaubar viele Aktien gibt… Manche Aktien haben eine noch geringere Ausschüttung. Bei mir hat es sich nicht unbedingt gelohnt und ich würde dafür auch nicht auf Dividendenstärkere Werte gehen.

IBKR ist sehr gut für USA, Kanada, China, Indien usw. Tragerepublik für deutsche Aktien, Justtrade für ETFs und Consors für Kinderdepots. Ich hatte auch andere Broker am Anfang. Sie haben verschiedene Vorteile und Nachteile. Wenn man Rebalancing mag mit einem Kommer Depot ist vielleicht bei den günstigen Möglichkeiten von Scalable am besten bedient. Die Vielfalt finde ich sehr gut.

Warum man das unbedingt reglementieren muss, erschließt sich mir nicht. Finanzberatung gibt es schließlich weiterhin mit Interessenkonflikt. Das finde ich schlimmer. Auch die Altersprodukte wie Riester dienen in der Hauptsache den Versicherungen, die sie aufgesetzt haben. Ein einfacher ETF wie ACWI aus dem Brutto würde bereits ausreichen. Da benötigt man doch keinen Rattenschwanz als Basis, selbstverständlich ohne Garantie.

Tobs
10 Monate zuvor
Reply to  Kiev

Hi Kiev, wie funktioniert dieser IKBR Account eigentlich tatsächlich: Das ist doch letzten Endes ein in USD denominiertes (also man hat sein Geld dort auf dem Verrechnungskonto stets in USD liegen) und auch in den USA geführtes Depot, was man dort als Steuerausländer unterhält, richtig? Wenn ich Dich richtig verstehe, kann man dort à la USA einen (echten) DRIP aufsetze, richtig? Das ist natürlich schon sehr schick und ich verstehe auch nicht, wieso das in unseren hiesigen Gefilden niemand in Angriff genommen hat. Allerdings: Man muss vermutlich die Einnahmen aus Dividenden und Zinsen irgendwie in der Steuer deklarieren, oder wie läuft hier der Hase?

Kiev
10 Monate zuvor
Reply to  Tobs

@ Tobs

Ich habe hier mehrere Währungen und kann direkt an verschiedenen Börsenplätzen kaufen. Forex get ebenfalls. damit kann man beispielsweise das Geld tauschen. Also für ca. 5k€ eine kanadische Aktie in Kanada kaufen und dann über Euro-scan Dollar den fehlenden Betrag glattstellen.
Drip kann man hier aktivieren, aber das funktioniert glaube ich etwas anders als in den USA. Bei mir ist es ähnlich einem Aktienkauf in entsprechend kleiner Dosis. Das habe ich wieder deaktiviert, da es sich nicht wirklich für mich lohnt.

Für die diversen Länder muss man Formular elektronisch ausfüllen. Steuern bekomme ich in Deutschland nicht abgezogen. Das erledige ich mit der Steuererklärung. Hier bekommt man eine Übersicht über Gewinne und oder Verluste aus Aktienhandel, Termingeschäfte, Währungsgewinne, Verleihprogramm. Da ich ein Martin Konto habe muss ich die Gebühren von den Zinseinnahmen abziehen, da diese in Deutschland nicht berücksichtigt werden dürfen. Dieses Thema ist bei dem Account etwas lästig. Ansonsten ist es das Profi Tool. Ich kann mir kaum vorstellen, dass es eine Aktie auf irgendeinem Handelsplatz bei einem deutschen Broker gibt, was ich bei IBKR nicht ebenfalls kaufen kann. Die Gebühren sind in Deutschland aber Recht hoch. Ein Kauf von US Aktien kostet einen Dollar. Da kann ich auch für 20k€ Apple kaufen. Australische Aktien muss ich dann allerdings auch in unchristlichen Tageszeiten durchführen.

ETFs habe ich hier nicht, da das anders in der Steuer anzugeben ist. Es soll nicht kompliziert sein, aber da ich eh andere Depots haben möchte trenne ich dies an der Stelle. Ein Vorteil von IBKR ist beispielsweise, dass ich nicht Mifid konforme Produkte kaufen kann. BEP habe ich schon sehr lange. Die kann man in Deutschland aktuell eher nicht handeln. Anleihen oder spezielle Wertpapiere kann ich hier ebenfalls kaufen. Wandelanleihen habe ich noch nie betrachtet. Wenn es irgendwo möglich ist, dann hier.

Muss man das haben? Vermutlich reicht ein Broker für ETFs aus. Aktuell stocke ich mein ETF Portfolio auf, dass es endlich über 100k€ schwer ist. Aktuell kaufe ich Japan Small Caps und European Smallcaps. Emerging markets ist komplett. Bei World halte ich mich zurück da mir die USA mit ihrer Bewertung zu hoch gewichtet sind.

Tobs
10 Monate zuvor
Reply to  Kiev

Wow, was für ein professioneller Angang! Hui, ich bleibe brav bei meinem deutschen Broker. Teure USA: Auf Index-Eben (breiter Markt) sicherlich; als Picker von vereinzelten Value Plays kann man gerade gut aufgabeln, finde ich.

Kiev
10 Monate zuvor
Reply to  Tobs

@ Tobs

Mich haben diverse Themen interessiert, dadurch habe ich dieses Depot eröffnet. Forex Handel ich außer für den Währungstausch nicht. Die Anzeigen sind ebenfalls Klasse. Damals bin ich bei der Börse Stuttgart mit dem Finanzwezir gewesen und konnte den Händlern über die Schulter schauen. Die Tools sehen der Desktop Version von IBKR äußerst ähnlich, wenn es nicht dasselbe ist.

Meine Hongkong Positionen habe ich an der Börse in Hongkong gekauft und erhalte entsprechend Ausschüttungen in HKD. Ich tausche nicht jeden Betrag in Euro um, sondern lasse sie oft liegen. Am Ende zählt die Liquidität, so lange ich keinen negativen Saldo in einer Währung habe.

Bei IBKR gibt es auch weitaus mehr Ordermöglichkeiten als Limit. Aber das neuste benötige ich nicht.

Optionen mit Griechen werden hier auch sehr gut dargestellt. Man kann die Volatilität betrachten, den Optionspreis für ein Datum dargestellt bekommen usw. Mehr geht nicht, aber das heißt nicht, dass man damit mehr Erfolg hat. Mich hat das Thema nur interessiert.

Aktuell beschäftige ich mich neben dem Radsport eher mit Themen um meine Arbeit. Ich habe hier keine Ziele und möchte mein Wissen nur etwas breiter aufstellen. Ich könnte mir durchaus einen Jobwechsel vorstellen. Aber erst in drei Jahren, wenn die Betriebsrente eingetütet ist. Langfristig suche ich ein Unternehmen, bei dem ich im EU Ausland um die 30 Tage arbeiten oder mehr als 30 Tage Urlaub nehmen darf. Hier habe ich trotz sehr vielen Freiheiten weiterhin Einschränkungen. Ich arbeite gerne, möchte allerdings weit überdurchschnittlich Urlaub nehmen und auch Touren über 300km mit dem Rad durchführen und dafür mal 1-2 Tage freinehmen. Am liebsten wären mir 60 Tage Urlaub. Die würde ich in der Regel nicht benötigen. Mir gefallen Modelle bei denen ich mehr als vereinbart leisten kann. Das gefällt mir deutlich besser als für jede Kleinigkeit fragen zu müssen. Schließlich arbeite ich zu einem guten Teil freiwillig.

valge
10 Monate zuvor

Salut,

ich finde es auch erstaunlich, dass Gesetzesvorlagen gegen Kleinsparer und Neobroker erlassen werden,

viele Grüße,

valge.

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