Ignoranz: Die Hälfte der Deutschen spart nichts für den Ruhestand. Die Menschen haben keine Ahnung, was ihnen droht


New York, 23. Juni 2018

Altersarmut ist rund um den Globus ein Problem in der heutigen Zeit. Auf meinem Foto siehst Du eine Seniorin in New York am East River beim Leergutsammeln.


Ich finde die deutsche Ignoranz grauenhaft. Die Mittelschicht arbeitet bis 65-67. Das hat Opa und Oma schon so gemacht. Die gesetzliche Rente ist der Kern des Ruhestands. Menschenmassen verlassen sich darauf. Die gesetzliche Rente soll ihnen das Leben und den sozialen Frieden im Alter absichern. Dabei ist die Rente mickrig. Fast die Hälfte der Deutschen legt nichts für den Ruhestand zurück (oder allenfalls 50 Euro im Monat).

Niemand sollte sich nur auf die gesetzliche Rente verlassen. Das kann die gesetzliche Rente gar nicht mehr leisten – das war früher so. Wer sich darauf verlässt, spielt mit dem Feuer. Die Zeiten haben sich geändert. Wer sich fürs Alter absichern will, muss früh anfangen zu sparen. Am Besten über die Börse. Denn dort winkt die höchste Rendite. Zumindest langfristig.

Eine andere Ignoranz bringt mich ebenfalls auf die Palme. Es ist das endlose Vertrauen in einen Bank- oder Finanzberater. Millionen Deutsche lassen Bausparverträge, Fonds, Rentenpolicen…laufen. Sie haben aber keine Ahnung, was die Dinger kosten und was sie an Rendite abwerfen. Sie wissen nicht mal, wie viel sie sparen. Sie sind sich aber ziemlich sicher, dass es in Ordnung ist. Das hat ja der Banker am Schalter so gemacht (der ein Eigeninteresse am Verkauf von „Provisionskühen“ hat = teure Finanzprodukte.)

Der Nachbar hat das selbe Finanzprodukt. Er hat gesagt, das ist schon gut so. „Wir sind auf dem richtigen Weg.“ Dabei weiß der Nachbar nicht, ob sein Berater ein Honorar-Berater oder schlichter Bank-Verkäufer ist. Er weiß nicht, was sein Bedarf im Alter sein wird. Aktien kommen nicht in die Tüte, „weil zu riskant“. Der Nachbar weiß nicht, wie hoch seine durchschnittliche Netto-Rendite des Produkts ist. Er hat keine Ahnung. Du musst Dich um Deine finanzielle Zukunft kümmern. Du musst die Zeit und Energie investieren. Sonst kann es böse enden.

Ich sprach schon mit Leuten über die Altersvorsorge. Sie lachten dann. Was ist lustig über eine bessere finanzielle Zukunft nachzudenken? Meine Güte! Wie ignorant kann man nur sein?

Sie beschäftigen sich ewig damit, ein neues Auto zu kaufen. Sie beschäftigen sich mit der neuen Urlaubsplanung länger als mit der gesamten Altersvorsorge für die nächsten Dekaden. Leute hören irgendwelche technischen Begriffe oder Fachausdrücke, dann schalten sie ab. Anstatt sich zu informieren. Deshalb fehlt ihnen zusätzliches Geld in ihrer Tasche. Es gibt massenweise überteuerte, sinnlose Finanzprodukte. Unsere Finanzbranche zieht den Menschen zum Teil das Fell über die Ohren. Kümmere Dich intensiv um Deine Finanzen. Es lohnt sich. Es kann Dein Leben lebenswerter machen. Scheue keinen Aufwand. Es geht um Dich.

Lass Dich von dem sinnlosen Fachchinesisch nicht abschrecken. Ein ganz einfacher, kostengünstiger ETF-Sparplan kann Dein Leben positiv verändern. Oder ein durchdachtes Aktiendepot. Du brauchst keine komplizierten Finanzprodukte, die kein Mensch versteht. 300 Seiten Vertragswerk – geschrieben in Mini-Schrift von Juristen, damit es ja keiner versteht.

Die allseits beliebte Lebensversicherung ist auch nicht das, was man sich davon verspricht.


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Ignoranz: Die Hälfte der Deutschen spart nichts für den Ruhestand. Die Menschen haben keine Ahnung, was ihnen droht

  1. Ralf

    Hier sehe ich ausnahmsweise nicht so schwarz. Auch in Zukunft wird es eine Art Rente in D geben. Warum?

    Sonst hätten wir als Folge riesige Aufstände in D und Unruhen. Das will ein geordneter Staat auch nicht.

    Die Lösung? Eine stetig zunehmende Produktivität und Effizienz sorgt doch für einen gewissen Ausgleich. Trotz steigender Lebenserwartung und mehr älteren Menschen steigt z.B. das BiP fast durchgehend. Es ist eher die Frage, wie man Rentner künftig daran teilhaben lässt. Und hier ist eben die Politik gefragt. Der Schlüssel zur Lösung: Besteuerung von digitalen Leistungen, Robotersteuer etc….

    Den Arbeitsmarkt von heute wird es bereits in 15 Jahren definitiv so nicht mehr geben. Wir stehen so oder so vor einem gewaltigen technologischen Sprung der die ganze Gesellschaft nachhaltig verändern wird. Dann kann durchaus aber auch positiv für alle werden.

    Zu empfehlen ist daher übrigens auch ein Sektoren-ETF auf das ganze Thema Digitalisierung und IT. Absolutes Zukunftsthema

  2. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Ralf

    Ich kann niemanden empfehlen, sich auf den Staat zu verlassen.

    Besser ist: Wenn Du Dich um Deine Finanzen selbst aktiv kümmerst. Nur zu hoffen, dass der Fortschritt und Berlin das schon regeln werden, ist keine Lösung.

  3. Ralf

    Du hast natürlich recht. Eigene Vorsorge ist sehr sinnvoll. Möchte ich dick und fett unterstreichen!

    Aber es wird mit der normalen Rente irgendwie auch weiter gehen. Weil es im Lande sonst fett knallen wird…

     

  4. Fit und Gesund

    natürlich ist es besser unabhängig vom Staat zu sein und selber vorzusorgen, aber der Staat wird garantiert einspringen, in D muss Niemand hungern oder unter der Brücke schlafen,

    aber üppig werden die so Bezuschussten natürlich nicht leben, Jammern sollten sie auch nicht.

  5. Mike

    Die Rente ist sicher.
    Wirklich? Nominell gut möglich, aber real sehr fraglich. Natürlich wird es noch lange irgendwas geben, aber ob damit ein anständiges Leben zu führen ist, eine andere Frage.

    Wir sehen heute schon neue Altersarmut, Armenhäuser der neuen Generation, ganze Blocksiedlungen mit armen Rentnern. Nicht schön und es ist erst der Anfang.

    Ich sage nicht dass die Rentner der Zukunft die nicht gespart haben verhungern werden, aber viel mehr ist da auch nicht mehr drin, und das ist nicht lustig, gerade in einer Zeit wo man nicht mehr so gut mag und die Knochen auch mal weh tun.

  6. Leser

    @Tim

    Monatliche 50 Dollar sind doch gut. Das macht den Unterschied ob später Flaschensammler oder nicht. Doof nur wenn das in eines dieser dubiosen Finanzprodukte fliesst. Dann war doch alles umsonst.

    Ich finde euer Modell in den USA gut. Der Arbeitnehmer hat mehr Netto und muss selbst schauen. In Deutschland nimmt man ihm alles ab und verspricht eine Rente. Die dann immer weiter in die Zukunft geschoben und gesenkt wird.

  7. Bernd

    Bitte nicht noch was staatliches! Lieber den Bürger bei seiner privaten Vorsorge sinnvoll unterstützten, wie in Amerika. Warum muss in Deutschland alles vom Staat organisiert werden? Das führt doch nur zu überzogenen Kosten und der Deutsche lässt sich weiter schön pampern.

  8. Felix

    Ich glaube auch, dass es die gesetzliche Rente zukünftig geben wird, aber eben nicht für jeden.

    ich bin davon überzeugt, dass jeder der privat vorgesorgt hat, sei es Kapitalvermögen oder vermietete Immobilien,  diese Einnahmen auf seine Rente angerechnet bekommen wird. Das wird dann so weit gehen,  dass man schon mit einem kleinen vermieteten Mehrfamilienhaus oder durchschnittlichen monatlichen Kapitaleinkünften von 2k, obwohl man fleißig in den Rententopf eingezahlt, nichts mehr erhalten wird (sofern man kein Beamter ist).

    Ich persönlich glaube daher nicht daran, dass ich später einmal Rente bekommen werde. Ist aber nicht schlimm, da ich nie mit dieser geplant und immer versucht habe privat vorzusorgen.

    Ich arbeite in Deutschland und spende die Hälfte meiner Einkünfte diesem Land in Form von Steuern und Sozialabgaben. Mehr möchte ich mit diesem ekelhaften Land nichts zu tun haben.

  9. Thorsten

    Die existierenden Staatsfonds sind allerdings  erfolgreich : Norwegen, China,… sie sammeln ein und sitzen drauf;)

  10. Hendrik

    „Ich arbeite in Deutschland und spende die Hälfte meiner Einkünfte diesem Land in Form von Steuern und Sozialabgaben. Mehr möchte ich mit diesem ekelhaften Land nichts zu tun haben.“

    @Felix Du tust so, als ob Deutschland ein Schurkenstaat wäre, was einfach nicht der Fall ist. Erstmal bekommst du, wie viele anderen auch etwas von ihrem Geld. Von welchem Geld glaubst du denn, wurde deine Bildung ,beispielsweise Uni (so billig wie in kaum einen anderen Land der Welt) bezahlt ? Wodurch werden Schulen und Straßen bezahlt ? Jeder zahlt seinen Teil dazu diese zu finanzieren – du hast auch deinen Teil genommen.

    Sicher, Deutschland ist beleibe nicht perfekt – aber ekelhaft ? Guck dir echte Unrechtstaaten an: Venezuela, Nordkorea, China,- wir Deutsche leben global betrachtet im einem der reichsten und gerechtesten Länder der Welt.

     

     

  11. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Leser

    Richtig. 50 Euro/Dollar monatlich in einen ETF-Aktien-Sparplan zu geben ist ein guter Anfang. Besser sind aber schon einige hundert Euro.

    Wie kann man das erreichen, wenn einem das Geld fehlt? An der Karriere arbeiten. Fortbildung machen. Gas geben im Job. Eventuell Job/Karriereweg wechseln.

    Nebenjob annehmen. Und die Ausgaben kürzen.

  12. Andi

    Hi,

    Klar wir es in Zukunft noch eine Rente geben. So ca. 300-400 Euro maximal für alle die keine Politiker sind. Die Rente ist fix, sie haben ja nie gesagt wieviel man bekommt. Und ob es rumourt oder nicht, ist ihnen egal. Die Deutschen sagen eh zu allem ja und amen.

  13. Ruben

    @Ralf: ich denke auch es in Deutschland immer etwas wie Grundsicherung geben. Man kann die Leute nicht hungern lassen und Aufstände provozieren.

    @Felix: man kann nur von den Leuten etwas holen, die auch etwas haben, da gebe ich dir Recht.

    @Bernd: ich denke Deutschland und USA kann man nicht vergleichen, da es in Deutschland keine Aktienkultur gibt. Ich finde das schwedische Modell gut:

    „Die Sofa-Vorsorge in Schweden sieht so aus: 16 Prozent des Brutto-Lohns wandern in die umlagefinanzierte Rente, noch einmal 2,5 Prozent fließen in die sogenannte Prämienrente – eine kapitalgedeckte Altersvorsorge, bei der jeder verpflichtet ist, mitzumachen. Allerdings entscheiden die Schweden selbst, wie sie das Geld für die Prämienrente anlegen möchten. 850 zugelassene Fonds stehen zur Auswahl. Wer kein Produkt auswählt, landet automatisch beim Staatsfonds „AP7″. – So spart die Mehrheit der Schweden.
    In der eigens gegründeten Pensionsagentur verwalten gerade mal 30 Mitarbeiter den Staatsfonds. Der ist mittlerweile 44 Milliarden Euro schwer. Das Geld investieren die Mitarbeiter in Aktien und Rentenfonds. Mit großem Erfolg: Durchschnittlich neun Prozent Gewinn wurden so in den vergangenen 20 Jahren jährlich erwirtschaftet. Die Verwaltungskosten betragen dabei nur 0,1 Prozent. Garantien für die Sparer gibt es keine – aber es gibt einen Risikopuffer. Bis zum 55. Geburtstag wird das Geld mit mehr Risiko angelegt, in Aktien. Danach wird schrittweise in Rentenfonds umgeschichtet.“
    https://www.daserste.de/information/wirtschaft-boerse/plusminus/sendung/hr/altersvorsorge-106.html

    Meine Firma gibt es seit knapp 30 Jahren und ist mit fast durchweg jungen Leuten gestartet. Über die nächsten 10 Jahre geht mehr als 1/3 in Rente. Deshalb höre ich relativ oft die Sorge über eine niedrige Rente. Das wird jedoch immer als gegeben hingenommen, von privater Vorsorge außer in einen defizitären Rentenversicherungsvertrag höre ich nichts. Einmal habe ich mein Unverständnis darüber ausgesprochen und direkt einen heftigen Gegenwind zu spüren bekommen.

    Schönen Sonntag:-)

  14. B

    @Hendrik
    Volle Zustimmung. Der Begriff „ekelhaft“ hat mich auch verstört. Ich bin gern in diesem Land, einfach weil ich schon viel im Ausland gereist bin und ein wenig vergleichen konnte.

    Ich glaube, Felix verweist hier (in überzogener Ausdrucksweise) auf dieses Problem: Wer vorsorgt muss mit einer kleinen Hinterhältigkeit rechnen. Besonders dann, wenn die Vorsorge nicht konform ist (dickes Depot aber kein Eigenheim oder LVS).

    Was mich konkret stört, ist der Tunnelblick vieler Politiker und die Tatsche, alles immer möglichst kompliziert machen zu wollen im Sinner einer vermeintlichen Gerechtigkeit. Es ist doch widersprüchlich, eine Kapitalanlage mit einer Versicherung zu verkoppeln.

    Ein Beispiel zum Thema Steuern: Die Groko hat beschlossen, dass Kapitaleinkünfte wieder mit dem persönlichen Steuersatz zu versteuern sind. Herausgekommen ist der verkorkste Versuch, dies auf Zinseinkünfte zu beschränken, da es juristisch wohl derzeit zu kompliziert sei, Dividende auch so zu behandeln. Und das, nachdem das InvEstRefG seit 2018 die Besteuerung von Kapitaleinkünften in vielen Fällen vereinfachen soll, d.h., die Besteuerung eigentlich komplett über die Depotbank ablaufen kann (da pauschal).

    Was ist schon gerecht? Fragen wir doch mal die Eigenheimbesitzer, ob sie (in Deutschland) Steuern auf die eingesparte Miete (virtuelle Dividende) zahlen wollen, nachdem sie möglicherweise zuvor vom Baukindergeld profitiert haben? (Wie gewonnen so zeronnen.)

    Würde man z.B. die Progression der Besteuerung in Frage stellen, gäbe es viele dieser Probleme gar nicht (wie auch Ehegattensplitting, e.t.c). Nichtlineare System sind oft komplizierter als lineare.

  15. Oliver

    Ja, es ist richtig, dass es viele Leute gibt, die bei dem Thema völlig ignorant sind. Es hat etwas psychologisches: Man sieht über viele Jahre keinen Mehrwert – im Gegenteil – man verfügt nicht über Geld, dass man hat. Damit tun sich viele Leute schwer, weil der Gedanke so abstrakt ist. Daneben haben viele Leute überhaupt keine Vorstellung, was sie machen müssen. Das Thema für sich selber ist auch uninteressant. Auto und Urlaub dagegen etwas, worüber man sich freuen kann und was man nicht jeden Tag hat. Viele Menschen arbeiten sehr viel, haben nebenbei noch viel privates um die Ohren und denken dann hauptsächlich, wie sie über den Tag kommen. Daneben darf man auch nicht vergessen, dass es einen größeren Prozentteil Menschen gibt, die wenig verdienen oder aufgrund privater Umstände nicht in der Lage sind, einen guten Job auszufüllen.

    Das erklärt wohl die 50%, die nichts machen. Interessant ist auch, dass viele erst sich mit 50 oder 55 ihren Rentenbescheid ansehen und dann erschüttert feststellen, was sie bekommen. Der Standardsatz ist dann: Ich habe doch mein Leben lang gearbeitet und bekomme noch nicht mal 1.000 EURO Rente. Das hat natürlich Gründe, warum das so ist. Die staatliche Rente wird sich eher weiter verschlechtern und es wird Verteilungskämpfe geben. Das ist mal sicher.

    Ich bin mir auch sicher, dass man zukünftig zusätzliche Einnahmen zur Deckung der Kosten heranziehen wird. Bei den Bretriebsrenten hat man das schon gemacht, auch wenn es so aussieht, dass die doppelte Sozialversicherungsgebühr (AG + AN-Anteil) etwas abgeschwächt wird. Dafür dürfen dann alle 0,2% mehr Krankenversicherung zahlen. Das Geld muss irgendwo herkommen und der Staat wird es sich holen.

    Das wirklich bittere an der Geschichte ist, dass der Staat Jahrzehnte an Zeit hatte, um die Rentenversicherung umzubauen und nichts sinnvolles gemacht hat, egal welche Partei am Ruder war. In den 70er-Jahren gab es schon erste Studien zum Demographiewandel und das man die Rente auf die Entwicklung anpassen muss. Dort war schon der alte Adenauersatz obsolet: „Die Leute bekommen immer Kinder“. Von daher ist es tatsächlich in der ganzen Zeit das beste gewesen, sich nicht auf die staatliche Absicherung zu verlassen und selber etwas zu tun.

    Das fatale daran ist, dass der Staat genau das Gegenteil kommuniziert. Er tut so, als ob er die alten Leute finanziell so versorgen könnte, dass sie einigermassen überleben können. Das ist für einen gewissen Prozentsatz heute schon nicht der Fall und in 10 Jahren schaut die Sache noch viel schlimmer aus. Anstelle z.B. des Riester/Rürupsparen hätte man die Gelder ganz normal in der gesetzlichen lassen sollen. Damit wäre das Problem Demographie zwar nur vertagt worden, aber es wäre zumindest zum größten Teil dort, wo es hingehört und nicht zu einem gewissen Teil bei Banken, Versicherungen und Staatsbeamten, die sich um den Käse kümmern müssen. Der Staat hat beim Thema Rente eklatant versagt, tut aber so, dass es ganz anders sei und vergibt auch noch Geschenke wie Rente mit 63 oder die Mütterrente, um sich Wähler einzukaufen. All diese Geschenke und nicht gedeckten Erhöhungen gehen auf Kosten der jungen Generation. Da die sich nicht wehrt, wird das so lange weiter gehen, bis das System zusammenbricht. Ein heute 30jähriger wird wohl nicht mehr viel Rente sehen, wenn er selber alt ist. Jüngere Leute können auf absehbarer Zeit sowieso nichts mehr machen, weil es viel mehr alte Leute gibt. Und die gehen aus Gewohnheit zum großen Teil wählen und machen ihr Kreuzchen da, wo die Versprechungen an ihrer Gruppe gegeben wird. Es wird also nicht leicht sein, in Deutschland ein junger Mensch zu sein.

    Selber sparen kann wohl helfen. Das geht aber nur so lange, bis der Staat Zugriff auf dieses Geld nehmen möchte. Da helfen auch keine eigenen Häuser oder andere Vermögenswerte, so lange der Staat darauf Zugriff bekommen kann. Von daher kann es sogar sein, dass diejenigen, die nicht sparen am Ende besser dastehen. Trotzdem gibt es keine Alternative, etwas selber zu tun. Man hat zumindest die Möglichkeit, dass es einem besser geht. Und zusätzlich muss man bei entsprechender Sparrate auch nicht bis 67 oder in Zukunft evtl bis 70 voll arbeiten. Von daher ist das, was Tim schreibt schon richtig. Nur muss es nicht eintreffen.

  16. Informierter Leser

    @ Oliver

    die heute 20-30 jährigen werden keine Probleme mit der Rente haben. Sind die Babyboomer in 40 Jahren doch längst ausgestorben, oder denkst du die werden im Schnitt über 100 Jahre alt?. Eher die aktuelle Sandwichgeneration wird betroffen sein, oder durch höhere Rentenbeiträge in der aktuellen Erwerbsphase geschröpft werden. Und bitte nicht Erbschaften vergessen, gerade nach der babyboomergeneration wird sehr viel Vermögen auf weniger Kinder verteilt.

     

    Warum die Politik schläft verstehe ich auch nicht, Demographie ist jetzt nicht so schwer vorhersehbar, sind doch alle Kinder bis heute geboren. D.h. es ist sehr leicht abzuschätzen, die Lebenserwartung ändert sich auch nicht gravierend. Als Staat müsste ich doch die Daten aller Lebenden bis einschließlich der in 2017 geborenen Babys haben…

     

  17. Slazenger

    Wenn hier einer vom „ekelhaften Deutschland“ redet, dann hat er noch nicht viel von der Welt gesehen!

    Keiner zwingt dich hier zu leben!

    Adios Felix!!!

  18. Informierter Leser

    @ Oliver

    die heute 20-30 jährigen werden keine Probleme mit der Rente haben. Sind die Babyboomer in 40 Jahren doch längst ausgestorben, oder denkst du die werden im Schnitt über 100 Jahre alt?. Eher die aktuelle Sandwichgeneration wird betroffen sein, oder durch höhere Rentenbeiträge in der aktuellen Erwerbsphase geschröpft werden. Und bitte nicht Erbschaften vergessen, gerade nach der babyboomergeneration wird sehr viel Vermögen auf weniger Kinder verteilt.

     

    Warum die Politik schläft verstehe ich auch nicht, Demographie ist jetzt nicht so schwer vorhersehbar, sind doch alle Kinder bis heute geboren. D.h. es ist sehr leicht abzuschätzen, die Lebenserwartung ändert sich auch nicht gravierend. Als Staat müsste ich doch die Daten aller Lebenden bis einschließlich der in 2017 geborenen Babys haben…

     

  19. V

    Schon bezeichnend. Felix beschwert sich über die Zustände und Entwicklungen in diesem Land. Da kommt dann unser Innenminister Hendrik und belehrt ihn, denn diese Aussage ist nicht konform mit dem was wir über unser Land sagen sollen, in dem wir „gut und gerne leben“. Ja, Felix, sei doch mal dankbar, dass die Verhältnisse nicht wie in Nordkorea sind.

    *kopfschüttel*

  20. V

    @Oliver: gut geschrieben.

    Massives Politikversagen im Bereich Alterssicherung und/oder Bevölkerungsentwicklung (der eigenen Bevölkerung). Und das Fatale ist, dass viele Politiker es genau wissen, die Masse aber im Glauben halten wollen, alles sei okay. Das verhindert dann die seit Jahrzehnten notwendigen Umsteuerungs-Massnahmen und alles wird exponentiell immer schlimmer. Und es verhindert bei den Meisten auch, dass sie selbst aktiv werden – wie wir und ihr hier.

    Das alles wird noch ziemlich tumultig bei uns, wenn die Auswirkungen für die Masse mal richtig sichtbar und vor allem bewusst werden. Wenn der nächste Zahltag am Finanzsystem stattfindet und gleichzeitig die Digitalisierung massiv Jobs vernichtet, dann wird das auf einen Schlag klar werden.

  21. Kia

    @ V

    was erwartest du denn von einem Systemopportunisten? Da kannst du ja auch mit einem Riestervertreter über Riesterrente diskutieren oder mit einem Versicherungsvertreter über Lebensversicherung usw. 🙂

  22. Hendrik

    @ V

    Mach dich (und mich auch) bitte nicht lächerlich. Ich schätze deine Kommentare, aber ich denke ein bisschen Meinungspluralität ist schon ganz diskussionsfördernd.

    Die Welt ist ganz global betrachtet einfach nicht so weit, wie manche in ihrer Pippilangstrumpfmentalität gern hätten. Menschenrechte sind in vielen Ländern nicht mal existent und Deutschland existiert auch erst seit 70 Jahren –  aber In Deutschland bist du trotzdem allein mit deiner Geburt einer der reichsten Menschen der Welt. Fakt! Sollten wir froh sein, dass wir beispielsweise nicht in Nordkorea wohnen ? Guck dir die ehemalige DDR an. Das waren wir Deutschen. Ich finde: Jedenfalls ein bisschen. Und damit meine ich definitiv nicht, dass Deutschland nicht kritisiert werden kann. Aussagen wie Oliver sie macht sind aber halt einfach sachlicher und argumentativ besser. Da sage ich auch nichts gegen.

    Wenn jemand sachliche Kritik gibt @V dann bin ich gerne bei dir. Ich kritisiere persönlich Deutschland an allen Ecken und Kanten. Aber manche Sachen sind einfach nicht gerechtfertigt. Und „ekelhaft“ ist halt einfach nicht mehr sachlich, deswegen beschwere ich mich.

    Die USA wird ja hier immer wieder in den Himmel gelobt. Aber wie schaut es mit der Krankenversicherung dort aus ? Schon mal geguckt, was da für Kosten entstehen ?

    Ich finde es anmaßend zu sagen Deutschland wäre ekelhaft und gleichzeitig in hier zu leben und alle Vorteile zu genießen. Ein objektiver Blick wird nicht gemacht, sondern nur gierig auf eigene Vorteile geschiehlt. Das finde ich bezeichnend.

    Stichwort Rentenproblematik:

    Die Rentenversorgung ist in Deutschland katastrophal – aber damit steht Deutschland auch im internationalen Vergleich nicht alleine da. Das ist ein weltweites Problem.

  23. Hendrik

    @Kia

    Systemopportunist ? Weil ich darauf hinweise, dass Deutschland nicht so schlecht ist wie hier erzählt wird ?

    @ V

    auf deinen Kommentar vom anderen Forum.

    Du hast im wesentlichen Recht; Mord und Gewalt sind seit 2015 durch Flüchtlinge angestiegen. Andere Straftaten sind rückläufig. Allgemeiner Trend war bis 2015, dass die Kriminalität sinkt.

    Aber guck doch mal, wie du mir geraten hast, ein bisschen über den Tellerrand. Denn es gibt schon statistische Gründe, die das Phänomen dann ein bisschen aufschlüsseln. Die hast du nämlich nicht erwähnt:

    Flüchtlinge sind vorwiegend männlich und jung. Diese Personengruppe ist damit tendenziell sowieso eine der Gruppen, die besonders kriminell und gewalttätig ist – auch deutsche jüngere Männer sind erhöht kriminell und gewalttätig statistisch gesehen.

    Andere Gründe sind aber auch, beispielsweise, dass Flüchtlinge schneller verdächtigt werden und Deutsche vielfach nicht in der polizeilichen Kriminalstatistik erscheinen, weil ihre Taten nicht so schnell angezeigt werden.

    Gibt bestimmt noch weitere Gründe, die statistisch die Argumente untermauern 😉 Wie gesagt – schau einfach mal über den Tellerrand, anstatt die Hauptaussagen der Statistik, die deiner politischen Meinung gerade passen, ungefiltert aufzusaugen

  24. Fit und Gesund

    @Daniel,

    sehr gut geschrieben, und das betrifft sicher nicht nur Deutschland, habe gerade mal meine jährlichen Auszüge der Betriebsrentenkasse hervorgekramt, von 2008-2018 hat sich die Situation merklich verschlechtert, ich bekomme jetzt 14.5% weniger als vor nur mal 10 Jahren prognostiziert,

    und wenn ich weiter darüber nachdenke, so wird es am Tage meiner Pensionierung heissen, „so ihr Rentner, ihr habt nun jahrelang gut gelebt, jetzt müsst ihr mal mit den Jungen solidarisch sein und auf ein wenig Rente verzichten, damit für die Jungen auch mal was übrig bleibt, ich werde also heute für die Alten sparen, morgen dann für die Jungen….

    und ja, nur wer hat von dem kann auch genommen werden.

    Bei uns kann man sich das Pensionskassengeld auch auszahlen lassen, damit wäre ich vor obigem Szenario ja geschützt, das planen bei uns die Allermeisten (soll aber auch unterbunden werden), aber dann bin ich voll und ganz verantwortlich, selber verantwortlich, kann ich das dann im Alter von 80 Jahren immer noch sein? Nicht so einfach.

    Schönen Sonntag

  25. Andrea

    Ich finde die Erwartung der Deutschen, dass sie für ihren „Zwangsbeitrag“ zur Rente (zur Zeit wohl 18,6% des Einkommens?) über im Schnitt 30-45 Jahre eine angemessene Altersversorgung erhalten, nicht übertrieben. Der Staat hat hier wirklich eine verantwortungsvolle Planung versäumt und tut es noch immer. Angesichts des Mangels an „Fachkräften“ aufgrund der demographischen Entwicklung (und, wie ich meine, auch der Entwicklung des Bildungssystems) ist es wohl erwünscht, dass die demnächst älteren Generationen bis fast zum Ableben arbeiten. Zumindest drängt sich der Eindruck auf, wenn z.B. in den seltenen Jahren, wo es im Bundeshaushalt Überschüsse gibt, niemand auch nur auf die Idee kommt, das Geld in die Rentenkasse einzuzahlen.

    Insofern ist eigenes Sparen und investieren natürlich sinnvoll.

    Es stimmt mich auch sorgenvoll, dass selbst in wirtschaftlichen Boomzeiten wie jetzt der Staat es nicht schafft, die Weichen für die auch wieder kommenden schlechteren Zeiten und für die Zukunft zu stellen. Stattdessen  wird das hohe Steueraufkommen verbraten.

    Vergleiche mit anderen Ländern, die ähnliche Rentenprobleme haben oder mit dem Rechtssystem in Nordkorea finde ich dabei auch nicht tröstlich.

    In meinen Augen versagt dieser Staat massiv, und es werden für viele drängende Fragen keine Lösungen gefunden.

     

  26. Freelancer SebastianFreelancer Sebastian

    @ Hendrik

    Daumen hoch! Ausgezeichnete Kommentare.

    Bedauerlich, dass einige meinen „der Staat“ sei eine singuläre Entität, eine Art böses Fabelwesen, das uns alle ausplündern will.

    Über 1 Million Parteimitglieder, tausende Polizisten, Staatsanwälte, Richter, zig ehrenamtlich arbeitende Lokalpolitiker in hunderten Rathäusern….. diese Menschen bilden den Staat.

    Dazu Millionen engagierte Bürger, die unser Gemeinwesen mit den unterschiedlichsten Tätigkeiten am Leben erhalten. Sie alle sind der Staat.

    Die Meinungen gehen auseinander, wie immer…..

    Es gibt in diesem Land reichlich zu kritisieren und zu verbessern.

    Mitmachen – nicht rummaulen!

    http://www.bpb.de/politik/grundfragen/deutsche-demokratie/39307/politische-beteiligung

     

  27. Ralf

    Die Rente ist ein Thema für sich. Andererseits hat die gesetzliche Rente in ihren verschiedenen Prägungen ja auch Weltkriege irgendwie überstanden. Natürlich ist das Rentenniveau deutlich ausgedrückt einfach nur beschissen. Daher ist private Vorsorge wichtig.

    Aber wir werden so oder so in den nächsten 15-20 Jahren große Umwälzungen erleben. Durch gesellschaftliche und technologische Veränderungen. Muss nicht unbedingt schlimm ausgehen. Jedenfalls wenn kluge Köpfe endlich mal Weichen politisch richtig stellen würden (Themen wie Digitalisierung, Robotik etc.).

    Oder glaubt hier wirklich jemand, dass das klassische Angestelltenverhältnis dann noch mehrheitlich existieren wird? Es werden ganz neue Arbeitsmodelle entstehen. Und dann muss sich Politik eben Gedanken machen, wie man mit Verlieren des System künftig umgeht.

    Mehr Sorgen bereitet mir im Zusammenhang z.B. mit Rente der nach wie vor hohe Zustrom in das Sozialsystem durch fremde, teilweise sehr schlecht ausgebildete Kulturen. Das wird dem ohnehin angespannten Sozialsystem (und der Gesellschaft) noch deutlich zu schaffen machen und Politik ist hier durchaus gefordert, deutliche Signale zu senden und Recht massiv durchzusetzen.

    Kritiker warnen laut einem Bericht in der WELT. Ausländer bilden demnach einen immer größeren Teil der Sozialhilfeempfänger in Deutschland. Hatten 2011 erst 19 Prozent der Hartz-IV-Empfänger eine ausländische Nationalität, so betrug die Quote 2016 bereits 27 Prozent.

    Wir versuchen z.B. selbst in unserem Betrieb, anerkannte Flüchtlinge zu integrieren. Käme ja auch dem Sozialsystem zugute und wir suchen dringend Fahrer. Es ist leider häufig außerordentlich schwierig, oft fehlt es schlichtweg schon an der Bereitschaft, einen Lehrgang durchzuhalten und z.B. für eine Prüfung massiv zu büffeln. Oder pünktlich zu sein. Integration ist eben keine Einbahnstraße, auch Flüchtlinge müssen dazu beitragen.

    Es läuft einiges Schief in D. Beispiel aus einem ganz anderen Bereich: Der ein oder andere kennt vielleicht die Doku „Zuhause im Glück“, wo man Familien mit schwere Schicksalsschlägen unter die Arme greift und schrottreife Immobilien kostenlos modernisiert und einrichtet. Etlichen dieser Familien droht eine saftige Steuernachzahlung im 5-Stelligen Bereich, weil Ihnen geholfen wurde. Renovierungsleistungen werden als steuerpflichtiges Einkommen bewertet und Steuern durch das Finanzamt eingefordert. Einigen dieser hart gebeutelten Familien droht laut eines Zeitungsberichts die Pfändung.

    Das Beispiel zeigt mir, das man in D mit verschiedenem Maß misst und etliches in Schieflage geraten ist. Und gerade Sparern könnte in Zukunft noch machen Überraschung durch unseren Staat drohen. Wie es auch einige weiter oben erwähnt haben.

  28. Taxis

    Das wird hier immer mehr zu einem Forum von Verschwörungstheoretikern und sich-benachteiligt-fühlenden.

    Echt cringe.

    Es lebe die Internetblase, damit ich meine Voruteile bestätigt finde.

     

  29. Daniel

    Meine Vermutung ist, dass hier wieder in deutscher, linkslastiger Tradition alle das Nachsehen haben die meinen etwas Gutes zu tun und vorzusorgen und am Ende werden sie die gleichen Leistungen bekommen wie jemand der stets über seinen Verhältnissen gelebt hat.

    Das sehen wir ja schon heute in den Pflegeheimen. Die einen verpulvern in 2-3 Jahren ihre zehntausenden Euro Eigenkapital während die anderen vom Staat mit gleicher Leistung durchgepflegt werden.

    Auch vor 1-2 Jahren wurde Riester gegen die Grundsicherung angerechnet, ein Schlag ins Gesicht für alle die selbst vorgesorgt hatten, meine Vermutung ist, es wird mit der gesetzlichen Rente zukünftig nicht anders sein. Wer Kapitaleinkünfte aus anderen Quellen bezieht wird diese von seiner Rente abgezogen bekommen.

    Zur Rente selbst…da ist der Weg doch schon vorgezeichnet. Das offizielle Alter der Rente steigt weiter, 67, 68, 70, 72…das tatsächliche wird stagnieren wie jetzt auch. Ausnahme vielleicht akademische Berufe. Es werden also immer mehr Menschen Zwangsunterstützung vom Staat als Aufstocker erhalten, auch das gibt es ja heute schon massenhaft und das wird so hoch sein, dass es zu wenig ist zum Leben, aber zu viel um zu sterben ist. Man züchtet sich also weitere Generationen heran die den heutigen Hartz4 „Familiendynastien“ gleichen. Solange das Volk Brot und Spiele (Internet, TV und vielleicht billigen Alkohol) dazu bekommt, ist es zu müde und zu faul groß aufzubegehren. Auch das ist nichts Neues sondern in vielen Stadtteilen des Ruhrgebiets Realität.

     

  30. Gainde113

    @ Daniel

    Genau, da stellt sich die Frage, inwieweit private Vorsorge noch Sinn macht, wenn man vor Leistungsbezug einer staatlichen Rente sein eigenes Vermögen aufgebraucht haben muss.

    In der Schweiz muss man vor Bezug von Sozialhilfe sein Vermögen bis auf CHF 4000 aufgebraucht haben. Das trifft jeden, der länger als 2 Jahre arbeitslos war, weil man dann in die Sozialhilfe rutscht. Man stelle sich dieses Szenario im Alter von 62 Jahren vor…

  31. Held der Arbeit

    @ Freelancer Sebastian

    Den Staat bilden sämtliche Bürger. Polizisten, Richter usw. haben nicht gesondert gelobt zu werden. – Macht der Unternehmer, der 1000 Mann einen Job bietet und dessen Familien eine Zukunft einen schlechten Job? Ich finde diese Art von einseitigen Lob befremdlich.

    PS: In der DDR gab es den Begriff Held der Arbeit.

    Der Staat und die Werte des Landes sind Ergebniss seiner Bürger, Folge von Jahrhunterten mit Kriegen, Folge des Wiederaufbaus. Wenn man Jemanden danken will, dann den eigenen Ahnen!

    Es gibt gewaltige Zerwürfnisse im Land. Hat man bei der Wahl gesehen. Und dann beim halbjährigen Kampf eine Regierung zusammen zu bekommen, die dann doch wie die Alte ist. Der Euro zeigt seiner Einführung massive Schwierigkeiten. Das ist alles ein instabiles Fundament. Die einzelnen EU Länder entzweien sich gerade, nicht zuletzt nach Merkels Alleingang. Die Briten haben Segel gesetzt und fahren Richtung USA. Der Osten steht gefühlt relativ klar auf einer Linie, und das ist nicht die Deutsche Linie.

    Zu den Problemen gehört ganz Zweifelsfrei die Rente. Jahrelang hat man gesehen wie es weniger Kinder gibt, aber mehr Rentner. Einzige Lösung war, das man das Rentenalter immer weiter vorran treibt. Es gibt Viele wie Felix, die nicht überglücklich sind, das man ihnen 50% abnimmt und am Ende nicht mal eine Rente zahlt.

  32. Micha

    @Hendrik

    „Flüchtlinge sind vorwiegend männlich und jung. Diese Personengruppe ist damit tendenziell sowieso eine der Gruppen, die besonders kriminell und gewalttätig ist – …“

     

    („… nicht schon wieder …“)

    Ja? Dann erkläre das doch bitte mal!

    Also wenn man tendenziell besonders kriminell und gewalttätig ist, dann könnte man doch tendenziell auch in guter körperlicher Verfassung sein, oder? Gebrechliche, Behinderte usw. sind doch als gewalttätige Straftäter eher selten, denke ich.

    Für mich kaum nachvollziehbar werden diese jungen und kräftigen Männer immer pauschal als Flüchtlinge bezeichnet. Da stellt sich mir die Frage, wovor flüchten die denn alle, diese jungen und nicht schwachen Menschen? Und was ist mit den anderen Flüchtlingen, Alte, Kranke, sonstwie Schwache, Frauen, Kinder denn passiert? Die müßten doch theoretisch auch einen so großen Anteil an den Flüchtigen haben, daß es dem Anteil dieser Personengruppe im Heimatland entspricht? Oder sind nur Egoisten geflohen ohne Rücksicht auf die eigene Familie? Sind die anderen alle auf der Flucht gestorben? Millionen von Menschen? Nur die „wenigen“ jungen und kräftigen Männer haben es geschafft?

    Erkläre doch mal bitte, welche Fluchtursachen und -umstände dazu führen, dass Flüchtlinge vorwiegend männlich und jung sind und dann, nach vermutlich nur knapp überlebter Flucht vor den Schergen der eigenen Regierung oder vom Westen unterstützter Terrorgruppen zu uns, vor lauter Dankbarkeit noch am Leben zu sein und in halbwegs sicherer Umgebung versorgt zu werden,  dann tendenziell besonders kriminell und gewalttätig sind/werden.

    Mir erschließt sich das Alles nicht, aber meine Logik und Vorstellungskraft hinken vermutlich den gängigen Statistiken und der Realität hinterher.

    Danke schonmal im Voraus.

     

    @Freelancer Sebastian

    Ich bin kein Parteimitglied (mehr), weder Polizist, Staatsanwalt, Richter, noch ehrenamtlich arbeitender Lokalpolitiker in einem Rathaus oder ein engagierter Bürger, der unser Gemeinwesen mit den unterschiedlichsten Tätigkeiten am Leben erhält.

    Aber:

    Ich bin auch Teil des Staates, ok?

     

    @Felix

    „Ich arbeite in Deutschland und spende die Hälfte meiner Einkünfte diesem Land in Form von Steuern und Sozialabgaben. Mehr möchte ich mit diesem ekelhaften Land nichts zu tun haben.“

    Ich finde das Wort „ekelhaft“ auch eher unpassend, kann aber nachvollziehen was Du meinst und würde das Land generell auch gerne dauerhaft verlassen, schon alleine um ausgerechnet dieser Gesellschaft meine Steuerzahlungen zu entziehen. Vieles ist in den vielen von mir bereisten Ländern auch schlechter, aber man bekommt viel weniger mit (Sprachprobleme), es ist meistens preislich günstiger und man ist freier in seinem Tun. 😉  Der Nachteil für mich ist hier, daß man vieles kennt und die Sprache versteht. Somit verstehe ich zumindest sprachlich, was über die Medien an Meinungsmache versucht wird, wieviele/welche Leute dem folgen, welches Parteien-/Politikervertrauen hier vorherrscht, wie Wahlen ausfallen, was selbst offizielle Vertreter dieses Staates unter Demokratie verstehen. Und da missfällt mir das ein oder andere. Nur ein konkretes Beispiel: Mich hat es damals zutiefst erschüttert, mit welcher Selbstverständlichkeit und Arroganz Politiker, aber bspw. auch Arbeitskollegen, die sich selbst als Demokraten bezeichnen, sich dafür ausgesprochen oder dazu aufgerufen haben – und dies immer noch tun – sich Pegida-, AFD- oder sonstigen, der existierenden Soll-Meinung widersprechenden, Demonstranten in den Weg zu stellen oder diese gleich anzugreifen, um zu verhinden, dass diese Menschen auch ihre demokratischen Rechte ausüben können. Seitdem ist mir dieses ganze Gerede von Demokratie nur noch suspekt. Entweder haben alle ein bestimmtes Recht, oder keiner. Bei mir haben dieser und ein paar andere Punkte zu einer sehr ablehnenden Haltung zu den großen Medien, aber auch zu dieser Gesellschaft im Ganzen geführt. Ich weiß zwar, daß ich mit der Meinung nicht alleine bin, aber doch einer Minderheit angehöre. Ich hoffe, daß ich in ein paar Jahren und dann im Alter von 50+, ausreichend Depotgröße und Gesundheit vorausgesetzt, meinen Wohnsitz in ein nicht EU-Land verlagern kann, in ein Mehr an „Freiheit“, ein Weniger/Nichts an Steuern und vorgegebener Meinung, wohin auch immer. Und nein, ich möchte nicht mehr versuchen, die Situation, die Gesellschaft oder sonstwas hier zu verbessern. Irgendwann ist es eben genug. Kein Engagement mehr von meiner Seite.

    Alt und schwach und idealerweise mit Depotstand Null kann man ja wieder zurück, schliesslich wird man dann etwas Besonderes, Seltenes sein, bei all den jungen und kräftigen Flüchtlingen, die sonst so reinwollen bzw. einen dann hier mit offenen Armen empfangen werden. Das wird ein großer Moment werden, etwas Historisches.  ;-))

  33. Ex-Studentin

    @Micha

    Problem dieser jungen Menschen ist oft die Frustration. Ihnen wird ein Land mit fließendem Honig und goldenenen Tellern vorfantasiert und dann werden die Leute auf engstem Raum eingefercht, mit Arbeitsverbot. Weiterer größer Punkt: Unterschiedliche Kulturen, die aufeinander treffen. Z.B. in Südafrika meines Halbwissens so, dass die Frauen wöchentlich den Lohn der Männer abholen, damit die Männer es nicht sofort versaufen. Du darfst als AG kein Gehalt monatlich zahlen, weil die Leute sonst am nächsten Tag nicht mehr Arbeit kommen.

    Bei Syrern erlebe ich sowas nicht. Viele nette junge Männer, die schnell die Sprache lernen und äußerlich wegen des hellen Teints nicht auffallen.

    Der deutsche Staat wurde von den über 1 Millionen Menschen überrannt. Wohin schickst du Leute zurück, die ihren Pass vorher wegwerfen? Alle erschießen oder auf dem Meer ertrinken lassen, ist für mich keine Option. Ein bewohnbares Stück Land (Australien 2.0) wäre da besser. Dass man junge Männer losschickt, ist logisch. Sonst werden sie unfreiwillig zu Soldaten. Und sie haben die höchste Überlebenschance, um dann die Familie nachzuholen.

    Ich hatte bisher keine Problem mit Flüchtlingen. Ich frag mich eher, wieso es sinnlose Kriege gibt oder wieso lokale Farmer durch genmanipulierte Anbauten verdrängt und ruiniert werden können.

  34. KievKiev

    @ Daniel

    In Deutschland ist es heutzutage gut möglich aus der Hartz4 Dynastie auszubrechen. Mit Leistung und Wille ist sehr viel möglich. Es ist aber natürlich richtig das Eltern die Kinder prägen. Und auch ein Leben vorgeben, wie es läuft. Wenn man entscheidene Jahre falsche Werte vorgelebt bekommt startet man vielleicht benachteiligt.

    Man darf sehr wichtige Dinge nicht anderen blind anvertrauen. Stellen wir uns einen Politiker vor der sich intensiv mit der Rente beschäftigt hat. Vielleicht hat er einen Staatsfond im Angebot der eine neue Säule für die Versorgung der Bürger werden könnte. Es würde vermutlich darauf hinaus laufen, dass alle einen Beitrag für ihre Vorsorge leisten müssten. Ich nehme an, dass sich die Wähler aller relevanten Parteien einig darin sind diesen Kandidaten bloß nicht zu wählen. Wie lang wäre er wohl im Amt? Alles wird gut ist nun mal bequemer. Die Zielgruppe der Rentner ist scheinbar durchsetzungsstark. Wenn die jungen Wähler mit iPhone im Starbucks abhängen anstatt zu wählen müssen sie die Konsequenzen auch tragen.

    Mir hat die Rentenpolitik und sogar die hohen Immobilienpreise sehr geholfen meine eigenen Vorhaben zu überdenken. Indem ich mich überhaupt mit der Thematik befasst habe konnte ich gute Wege für die Zukunft finden.

    Es gibt auch Alternativen zum Altenheim. Aber nur für Familien mit entsprechenden Rücklagen. Die sind meist günstiger als eine entsprechende Heimunterbringung und im Interesse der Alten. Es ist zumindest für ein paar Jahre möglich.

  35. Daniel

    Der deutsche Staat wurde von den über 1 Millionen Menschen überrannt. Wohin schickst du Leute zurück, die ihren Pass vorher wegwerfen?

    Nein, bei konsequenter Umsetzung diverser Möglichkeiten sollte der Appell in seine eigene Heimat zurückzukehren, gerne auch auf Staatskosten, die effektivste Möglichkeit sein. Wer merkt, dass es hierzulande für ihn nur Stagnation ohne das gelobte Land gibt, hat vielleicht genug Heimweh um in seine Heimat zurückzukehren. Dazu müssen Milch und Honig (Einwanderung in die Sozialsysteme) allerdings auch konsequent verweigert werden.

    Dies wird allerdings konsequent dadurch unterwandert, dass der deutsche Staat immer weitere Anreize setzt, dass der Zustrom nicht abnimmt. Würden die illegalen Einwanderer hier nur Sachleistungen erhalten würde auch mit einem Schlag der Geldstrom in die Heimatländer versiegen die weitere Nachzügler ermöglichen. Es baut sich hier eine riesige Asylindustrie auf die insbesodnere aus linker Seite massiv querfinanziert wird.

    Machen wir uns doch nichts vor, der afrikanische Kontinent wächst pro Jahr mindestens um die Bevölkerungszahl Deutschlands. Nimmt man ernsthaft an man könnte Leid, Elend oder etwas anderes vor Ort lindern weil man vielleicht 10 Jahre in Folge 20-30Millionen Menschen insgesamt aufnimmt die zu extremsten Spannungen innerhalb Europas führen?

    Die Bundesregierung zapft im Wahljahr 2017 die Reserven des Gesundheitsfonds für die Versorgung von Asylbewerbern an. Ich bin sicher dass derlei Maßnahmen nur die Spitze des Eisbergs sind.

    Alle erschießen oder auf dem Meer ertrinken lassen, ist für mich keine Option. Ein bewohnbares Stück Land (Australien 2.0) wäre da besser. Dass man junge Männer losschickt, ist logisch. Sonst werden sie unfreiwillig zu Soldaten. Und sie haben die höchste Überlebenschance, um dann die Familie nachzuholen.

    Mit etwas Land oder Umsiedlungen ist nichts gewonnen. Diese Menschen müssen auf eigenen Füßen stehen. Auch Geld-Transfers hat man bereits seit 30 Jahren erfolglos versucht. Die einzige langfristige Möglichkeit sehe ich darin, wenn die westliche Welt diesen Kontinent endlich in Ruhe lassen würde statt sich permanent als Kolonialherr aufzudrängen. Gelder fließen ohnehin in falsche Regime und genau deshalb brauchen sie auch dort die tüchtigen, starken Männer die dort unten etwas aufbauen können. Langfristiger WOhlstand funktioniert nur durch Handel, und der muss mit Afrika auf Augenhöhe passieren.

    Es spricht ja auch nichts dagegen Wenigen die Einreise in Europa zu ermöglichen, warum denn auch nicht, unsere Demographie würde dies begrüßen. Das funktioniert aber nicht mit NGOs die die Leute von A nach B schleusen, sondern die Leute brauchen Bildung vor Ort und müssten bereits mit Einreise in Deutschland unsere Sprache fließend sprechen und für das ausgebildet worden sein was wir hier brauchen. Heute käme doch auch niemand auf die Idee ohne Englischkenntnisse und grundlegenden Fähigkeiten die dort gebraucht werden in die USA einzureisen.

    Ich hatte bisher keine Problem mit Flüchtlingen. 

    Ich schon, da ich täglich mit Bus und Bahn fahre und seit mindestens 3 Jahren eine massive Zunahme von aggressiven Verhalten, insbesondere nachts und am Wochenende in Bahnhofsnähe beobachte. Deutsch wird da nicht gesprochen und das Aussehen dürfte auf die entsprechende Zielgruppe hindeuten.

  36. Hendrik

    @Micha

    „Flüchtlinge sind vorwiegend männlich und jung. Diese Personengruppe ist damit tendenziell sowieso eine der Gruppen, die besonders kriminell und gewalttätig ist – “

    („… nicht schon wieder …“)

    Ja? Dann erkläre das doch bitte mal!

    Naja – das Thema scheint ja nicht ausdiskutiert zu sein und anhand deinem Kommentar sehe ich auch, dass immer noch falsche Vorstellungen im Raum stehen. Also gerne: Ich dachte ich hätte es allerdings schon genügend dargelegt: 1. Die Altersgruppe 15-30 Jahre ist besonders kriminell. 2. Männer sind besonders kriminell. Dies sind beides statistische Erfahrungswerte, ich hoffe du erwartest nicht mehr weiter von mir, dass ich diese belege.

    Flüchtlinge sind häufig männlich und jung und decken damit einen Teil der statistisch gesehen besonders kriminellen Gruppe. Surprise, Flüchtlinge sind besonders häufig kriminell.

    Erkläre doch mal bitte, welche Fluchtursachen und -umstände dazu führen, dass Flüchtlinge vorwiegend männlich und jung sind

    „Nur die „wenigen“ jungen und kräftigen Männer haben es geschafft?“

    „Die müßten doch theoretisch auch einen so großen Anteil an den Flüchtigen haben, daß es dem Anteil dieser Personengruppe im Heimatland entspricht?“

    (zu letzterem) Nein eben nicht. Jüngere Menschen haben bessere Möglichkeiten zu fliehen. u.A. keine eigenen Kinder im Heimatland, also keine so große Bindung zum Heimatland. Stichwort: Würdest du eher fliehen wenn du eine Frau und 2 Kinder hast oder wenn du jung und ungebunden bist ?

    Es geht außerdem nicht um eine Flucht zu schaffen, sondern wer es überhaupt probiert: eben wie oben z.T. erläutert die jüngere, männlichere Gruppe. Dass es vorwiegend junge Männer sind ? Das liegt u.A. auch an der Kultur – früher wurde bei uns sicherlich auch nicht ein junges Mädchen losgeschickt sondern eher jüngere Männer. Wenn du bezweifelst, dass es immer nur junge Männer sind, schlage ich dir vor du überzeugst dich selbst und gehst mal in eine Flüchtlingsunterkunft.

    […] und dann, nach vermutlich nur knapp überlebter Flucht vor den Schergen der eigenen Regierung oder vom Westen unterstützter Terrorgruppen zu uns, vor lauter Dankbarkeit noch am Leben zu sein und in halbwegs sicherer Umgebung versorgt zu werden,  dann tendenziell besonders kriminell und gewalttätig sind/werden.

    „Die müßten doch theoretisch auch einen so großen Anteil an den Flüchtigen haben, daß es dem Anteil dieser Personengruppe im Heimatland entspricht?“

     Vom Westen unterstütze Terrorgruppen: Da weiß ich momentan nicht, welche du ansprichst.
    Hier werden die Flüchtlinge kriminell: Naja – da gibt es sicherlich auch verschiedene Gründe. Machokultur und Frauenverachtung in manchen Kulturen gehört sicherlich auch dazu. Weiter wäre allerdings zu nennen, dass der Frauenmangel dafür sorgt, oder auch, dass Flüchtlinge hier in einer isolierten Lage sind, in der sie erstmal nichts sinnvolles zu tun haben. Arbeit ist ihnen untersagt, die eigene Situation im Flüchtlingsheim ist kümmerlich. Hier noch ein Bericht von einer Vietnamnesin, die in einem Flüchtlingsheim aufgewachsen ist und anhand derer die Situation der jetzt in Deutschland angekommen Flüchtlinge verstehen kann (note der Bericht beschreibt damit natürlich nicht aktuelle Lage)

    Hier die Pfeiffer Studie über die V ja auch geredet hat mit einigen Erklärungen, die ich schon dargelegt hatte und noch weiteren: http://www.sueddeutsche.de/panorama/exklusiv-mehr-gewaltkriminalitaet-durch-mehr-zuwanderer-1.3811192

    „Mich hat es damals zutiefst erschüttert, mit welcher Selbstverständlichkeit und Arroganz Politiker, aber bspw. auch Arbeitskollegen, die sich selbst als Demokraten bezeichnen, sich dafür ausgesprochen oder dazu aufgerufen haben – und dies immer noch tun – sich Pegida-, AFD- oder sonstigen, der existierenden Soll-Meinung widersprechenden, Demonstranten in den Weg zu stellen oder diese gleich anzugreifen, um zu verhinden, dass diese Menschen auch ihre demokratischen Rechte ausüben können.“

    Ich teile deine Kritik hier bei Politikern: Bei einem Politiker ist es insbesondere wichtig, dass er in seinem gewählten Amt politisch neutral bleibt. Es ist immer zu hinterfragen, inwieweit die politische Neutralität bei Beamten aussehen muss. Allerdings ist es nicht so, dass Politiker da ungestraft davon kommen, wenn sie ihre politische Neutralität missachten, wie wir z.B. in Düsseldorf sehen: 

    „Seitdem ist mir dieses ganze Gerede von Demokratie nur noch suspekt. Entweder haben alle ein bestimmtes Recht, oder keiner. Bei mir haben dieser und ein paar andere Punkte zu einer sehr ablehnenden Haltung zu den großen Medien, aber auch zu dieser Gesellschaft im Ganzen geführt.“

    Ein Beitrag den man zu Dutzenden in Talkshows von AFD oder ähnlichen gehört hat. Angeblich wird einem die Meinung hier untersagt. Natürlich, man kann zurecht beanstanden, wenn ein Politiker in seinem Amt etwas gegen Pegida sagt. Aber AFD und Co haben mittlerweile ihren Platz in gesellschaftlichen Runde gefunden – ihre Meinung wird auch geschützt und aufgenommen in der Gesellschaft.

    Wenn allerdings die Mehrheit der Deutschen diese Meinung einfach strikt ablehnt, dann können sie gegen diese Meinung natürlich demonstrieren. Es ist doch keine Meinungsdiktatur, wenn dir eine Privatperson sagt, dass er nicht deiner Meinung ist. Und wenn sich viele Privatpersonen zusammenschließen, weil sie deine Meinung nicht mögen ist das ihr legitimes Recht. Art. 5 schützen eben lediglich vor staatlicher Seite

    Ich bin kein Parteimitglied (mehr), weder Polizist, Staatsanwalt, Richter, noch ehrenamtlich arbeitender Lokalpolitiker in einem Rathaus oder ein engagierter Bürger, der unser Gemeinwesen mit den unterschiedlichsten Tätigkeiten am Leben erhält.Aber:Ich bin auch Teil des Staates, ok?

    Ich glaube, dass war in der Richtung gemeint, dass du weder ein Teil der Exekutive, Legislative oder Judikative bist und deswegen auch nicht zum Staat gehörst.

     

     

     

  37. Hendrik

    „Die Zielgruppe der Rentner ist scheinbar durchsetzungsstark. Wenn die jungen Wähler mit iPhone im Starbucks abhängen anstatt zu wählen müssen sie die Konsequenzen auch tragen.“

    Das hat etwas von Auge um Auge – Zahn um Zahn. Gleichzeitig ist die Mehrheit der Deutschen auch Älter, sodass es die Jugend ohnehin nicht so große Chance hätte dagegen anzustinken. Aber der Generationenvertrag sollte im Interesse aller bestehen bleiben

  38. Freelancer SebastianFreelancer Sebastian

    @ Held der Arbeit @ Micha

    Ihr habt mich da wohl falsch verstanden. Ich wollte keinen Personenkreis besonders hervorheben, geschweige denn ausschließen. In unserer Demokratie ist keine Bevölkerungsgruppe irgendwie „besser“ als eine andere.

    Nein, ich habe einfach nur ein paar Handelnde aufgezählt. Im zweiten Absatz bin ich übrigens explizit auf alle Bürger eingegangen, eben auch die, die nicht in Exekutive, Legislative oder Judikative in Aktion treten.

    Also ja, Micha, selbstverständlich zähle ich dich zum „Staat“ dazu.

    Ich finde es einfach befremdlich, wenn jemand davon ausgeht, „der Staat“ ist irgendsoein (einzelner) ominöser Typ, der uns alle am Wickel hat.

    Staatliches Handeln, staatliche Politik ist vielmehr das Ergebnis der Meinungen und Handlungen unzähliger freier Bürger unserer pluralistischen Gesellschaft.

    Dass hier Verbesserungsbedarf bei der Umsetzung herrscht – keine Frage. Und dass nicht jeder mit den Ergebnissen einverstanden ist – auch logisch.

    Da ist dann aber auch jeder gefragt, sich zu beteiligen.

    Alle im Staatswesen Handelnde sind nicht aus irgendeiner exklusiven Kaste. Potenziell – ja, ich weiß, ideale Theorie und ungerechte Praxis klaffen auseinander – ist jeder Bürger eingeladen, sich in den politischen Prozess einzuschalten und sogar Ämter zu übernehmen.

    Der Erfolg der AfD zeigt ja gerade exemplarisch, wie es der Parteiendemokratie gelingt, bestimmten – zuvor wohl nicht gehörten – Interessen eines Teiles der Bevölkerung eine Stimme im Parlament zu geben. Wenn die AfD Mehrheiten organisiert, können Gesetze (Regeln des Zusammenlebens) geändert werden.

    Bekommt sie die Mehrheiten nicht zusammen – die anderen Parteien spiegeln eben die Interessen anderer Bevölkerungsgruppen wider – dann muss sie (und auch die Wähler) akzeptieren, dass diese Wünsche nicht mehrheitsfähig sind.

    Also vielleicht für euch zur Güte: Ja, wir alle sind der Staat. Und wenn wir über den Staat maulen, dann maulen wir auch über uns selbst und unsere Unfähigkeit, die Dinge zu regeln.

    Hat unsere Demokratie Schwächen? Sicherlich. Jeder ist eingeladen konstruktive Lösungsvorschläge zu bringen. Stumpfes Draufhauen führt zu nichts.

  39. Ex-Studentin

    @Daniel

    Stimme dir zu. Geld ist das Falsche. Und so grausam es klingt: Kein Familiennachzug. Generell sollten Leute nur auf Antrag ins Land dürfen, nicht anonym. Alleine schon, weil viele Krankheiten mit reingeschleppt werden. Meine Schwägerin arbeitet in einer Apotheke, da bekommt man alles mit. Verrückt, dass man einfach seinen Pass wegwerfen kann und kommt ungeprüft  überall rein. In Amerika kommt man wegen illegaler Einreisein Haft.

    Die Leute müssen im eigenen Land auf eigenen Beinen stehen. Bildung, Berufe erlernen, eigene Versorgung mit Lebensmitteln. Keine Abhängigkeit von reichen Staaten. Aber dafür braucht es leider auch eine Regierung, die das fördert.

    Ich bin eigentlich überrascht, dass man bei uns im Ort so wenig Negatives hört. Letztens hatte ich nette Jungs beim Arzt im Wartezimmer. Sprachen gut Deutsch, obwohl sie erst 2-3 Jahre da waren. Haben sogar ein wenig geschwäbelt. Aber waren auch 2 Syrer + 1 Afghane. Ein anderer syrische Bekannter ist Zahnarzt. Die Asiaten machen mir weniger Kummer als die Afrikaner. Dort habe ich tatsächlich negative Erfahrungen gemacht. Vor allem in Betug auf Hygiene, Arbeitsmoral und die Weigerung, Deutsch zu sprechen trotz Sprachkurse.

  40. Ralf

    Beim Thema Flüchtlinge ist die Gesellschaft in D definitiv tief gespalten. Das zeigt sich bei etlichen seriösen Umfragen und ist in allen Parteien erkennbar. In der EU sieht es bekanntlich nicht besser aus. Alleine schon aus diesen Gründen muss endlich eine klare Linie bei diesem komplexen Thema gefunden werden. Ich persönlich brauche diese Flüchtlinge jedenfalls nicht dauerhaft und bin auch überhaupt nicht traurig, wenn sehr viele nach Kriegsende wieder zurückkehren und ihr Land voranbringen und aufbauen. Muss jeder für sich selbst entscheiden.

    Die Rente war schon immer ein Thema. Ich bin aber davon überzeugt dass es irgendwie mit der Rente weitergeht. Wenn auch nicht besser. Privat sparen muss jedem empfohlen werden. Dass unser Staat ab einem gewissen Vermögen künftig vermutlich noch kräftiger zugreift ist nicht gerade von der Hand zu weisen. Anstatt eine private Altersvorsorge endlich vernünftig zu fördern. Der Wurm steckt definitiv drin in D.

  41. Thorsten

    Es ist eigentlich gar nicht möglich, die Themen Geld/Finanzen/Aktien/Immobilien/Steuern zu behandeln ohne die Politik zu betrachten und da scheiden sich ja die Geister. Die SPD wollte schon wieder mal Steuern erhöhen und es als Steuererlass tarnen. Wurde erkannt und abgelehnt. Baukindergeld mit Auflagen, die in den Städten, wo es besonders drückt nicht erfüllbar ist. Meine Güte, es gab mal die Eigenheimzulage, die haben sie als der Wohnungsmangel anfing merkwürdigerweise abgeschafft und basteln jetzt an Rohrkrepierern. Für Familien geben sie kein Geld, für andere Bevölkerungsgruppen wird das Füllhorn ausgeschenkt hat man den Eindruck. Wenigstens sind sie gegenüber den USA noch hart und erhöhen den Wehretat nicht sofort auf 2%.

    Was immer jetzt aktuell beim Thema Migrationsdruck herauskommt , wir werden als Steuerzahler zusätzliches Geld im Land und außer Land aufbringen müssen, um Stabilität herzustellen. Ich würde daher mittelfristig eher mit Steuererhöhungen und niedrigeren Rentenleistungen rechnen im Vergleich zu heute.

    Und hier hatte ich so 20 Zeilen zum Thema tägliche persönliche Erfahrungen mit Syrern und anderen Migranten geschrieben und wieder gelöscht. Wir haben seit 2015 eine links dominierte  politische Direktive, die alles, was nach Kritik gegenüber Migration oder Migrationspolitik aussieht mit Gewalt  in den rechten Bereich reindiffamiert (ARD, ZDF, Spiegel, Stern, N-tv zeitweise…). Die Mitte, die finanziell langsam ausstirbt, die stirbt auch in der Politik aus. Wir werden einen show down zwischen links und dem als „rechts“ diffamierten verbliebenen Parteienteil sehen und dann so oder so die Konsequenzen erleben.

  42. Fit und Gesund

    @Ex-Studentin,

    Krankheiten schleppen sie eigentlich nicht wirklich ein, es sei denn man bezeichnet 2 und mehr Promille Alkohol als Krankheit, dann sind sie aggressiv, Scheinheiligkeit ist auch keine Erkrankung, sind ja meist Muslime, saufen aber ordentlich, Drogenkonsum inklusive.

    Für mich gäbe es nur eine Variante, 1x auffällig und raus, mitsamt dem dazugehörigen Clan, ohne Papiere keine Einreise, Handy’s gehören wie Ausweise behandelt.

    Laut sollte man sowas aber nicht sagen, sofort ab in die rechte Schmuddelecke!

  43. Ralf

    @Thorsten: Volle Zustimmung!

    Ich rate auch bei der puren Anlage von Geld an sich zu einer gewissen geografischen Verteilung und habe daher seit Jahren ein zusätzliches, legales Konto/Depot außerhalb vom Euroraum in der Schweiz (bei swissqoute). Dies wird auch in Franken geführt. Ob es was bringt, weiß ich nicht, fühle mich aber wohler damit.

  44. Fit und Gesund

    @Hendrik,

    sicher, ich habe vermutlich nur ein laienhaftes Verständnis und auch sonst wohl nur ein Spatzenhirn, aber ein gewisses Rechtsempfinden habe ich dennoch,

    wie kann es sein dass im Fall Ottobrunn Einer der Verbrecher bereits gleich wieder von dannen ziehen konnte? was wird er wohl als nächstes tun? was wenn die Notärztin Deine Frau wäre? Was tut der Staat um Rettungskräfte zu schützen?

    Es hilft nur die harte Hand, keine Kuschelpolitik, wie sähe denn Deine Lösung aus?

  45. Hendrik

    @Fit und Gesund

    Viele haben hier ein krudes Verständnis von Staat, Politik und Rechtswissenschaften – dein Rechtsempfinden streite ich dir nicht ab. Wenn du ohne weiteres von einem Abkommen, das etwa über 150 Länder ratifiziert haben, zurücktreten willst, dann glaube ich allerdings schon, dass deine pauschale Antwort etwas sehr kurz gedacht ist. Das finde ich naiv.

    Wenn ich eine Lösung für die Probleme so einfach aus dem Ärmel zaubern kann, dann wäre ich bestimmt gerade in Deutschland um Stimmen zu finden, die mich wählen…

    Vielschichtige Probleme, Vielschichtige Lösungen – ich denke Daniel hat einige gute Beiträge geliefert. Ich möchte das Ergänzen, damit, dass Flüchtlinge schneller Arbeit bekommen müssten und Asylanträge schneller bearbeitet werden sollten.

    Übrigens Danke an einige hier, die meine Kommentare so begrüßen und gelobt haben 🙂

     

  46. Werner

    Sehr geehrter Hr. Schäfer,

    wie können Sie solche engstirnigen rechts angehauchte und schwer wahrheitsverzerrende Ansichten in Ihrem Blog unkommentiert stehen lassen.

    Ich hätte von jemanden, der selbst ausgewandert ist und einen weltoffenen Lifestyle pflegt, eine Äußerung erwartet.

    Schade.

    Grüsse

    Werner

  47. Fit und Gesund

    @Hendrik,

    Du schreibst sicher sehr schön, aber Du windest Dich, versuche bitte mal die konkrete Frage zu beantworten, wie sollte man mit den beiden Straftätern von Ottobrunn verfahren? Glaubst Du wirklich die sind tauglich für den Arbeitsmarkt? Was machst Du mit ihnen wenn ihr Asylgesuch abgelehnt wird?

    nichtsdestotrotz, dies ist kein Politik-Forum, und mir zeigen die Antworten auch dass hier D ziemlich gespalten ist, dabei werde ich es nun bewenden lassen, Du kannst auch gerne Recht haben, das macht mir überhaupt nix.

    liebe Grüsse

  48. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Werner

    Danke für den Einwand. Welchen Kommentar schlagen Sie denn zur Löschung oder Kommentierung vor?

    Ich bin tolerant und weltoffen. Für mich ist jeder Mensch, egal welche Hautfarbe, Religion, Ansicht, Geschlecht… gleich. Ich mache keine Unterschiede.

    Multi-Kulti ist enorm förderlich für ein Volk – siehe USA oder New York.

    Ich bin übrigens schockiert zu sehen, wie Kleinkinder von ihren Eltern an der mexikanisch-amerikanischen Grenze gewaltsam getrennt werden. Das ist unmenschlich.

  49. KievKiev

    @ Hendrik

    Ich wollte nur rausstellen, dass Politiker schon die Interessen ihrer Wähler berücksichtigen. Wenn man nicht wählt oder sich nicht interessiert, gibt man die Möglichkeiten an andere weiter.

    Und da Thema Rente mit echten Konsequenzen möchte vermutlich niemand hören. Außer aktuell Betroffene. Wenn es irgendwann eng wird denke ich auch, dass es eine Art Mindestrente geben wird und vielleicht irgendeine Form von Deckelung für als reich oder wohlhabend geltende Bürger.

    Ich habe keine Probleme mit der Rente. Ich rechne ohne sie. Alles was ich erhalte ist so als Bonus zu sehen. Vielleicht muss ich für das ein oder andere höhere Steuern oder Gebühren zahlen. Was kümmert es mich? Ich lebe so lange selbstbestimmt und es wird mir bei einem sparsamen Leben immer besser gehen als dem Umfeld.

  50. eki.

    @Hendrik

    um die Genfer Flüchtlingskonvention aufzugreifen muss man auch darauf hinweisen, dass die fälschlicherweise als Flüchtlinge bezeichneten Wirtschaftsmigranten eben nicht „unmittelbar aus einem Gebiet kommen, in dem ihr Leben oder ihre Freiheit im Sinne von Artikel 1 bedroht waren“.

     

    Beste Grüße

  51. Skywalker

    Das Asylsystem in Deutschland und Merkels Entscheidungen seit 2015 haben die EU und Deutschland in eine unnötige Krise gebracht. Die AFD war tot, der Brexit wäre ohne Merkels Entscheidungen niemals so gekommen, viele junge Mädchen in Deutschland würden noch leben oder wären nicht vergewaltigt worden. Das ist einfach Fakt.

    Merkel beging schon zu Beginn der Flüchtlingskrise 2015  schwere und folgenreiche Fehler, im Handeln wie in der Kommunikation. Geradezu verheerende Wirkung im bürgerlichen Lager, aber auch bei den europäischen Nachbarn, hatte der von Merkel vermittelte Eindruck, Staatsgrenzen seien letztlich nur noch eine Illusion.

    Und es wurden sehr wohl Krankheiten eingeschleppt. Offene Tuberkulose ist plötzlich wieder ein häufiges Krankheitsbild, ebenso wie die Krätze oder Hepatitis C und HIV!

  52. Andrea

    Hendrik,

    was für eine Erklärung soll das jetzt sein, dass die meisten Flüchtlinge halt männlich und jung seien? Es klingt mehr wie eine Ausrede für mich, denn ich kenne etliche Leute, die männlich und jung und nicht kriminell sind.

    Wenn ich sage, es liegt am Migrationshintergrund, dann bin ich Rassistin (was ich übrigens überhaupt nicht bin). Wenn ich sage, es liegt daran, dass jemand männlich und jung ist, diskrimiere ich damit nicht automatisch alle jungen Männer als mögliche Straftäter?

    Ich meine, man kann genauso gut männlich und jung und kein Straftäter sein. Das ist sicherlich auch der Normalfall.

    Es ist im Übrigen auch überhaupt kein Trost für mich, warum diese Straftäter straffällig geworden sind. Aber sicherlich liegt es nicht am Geschlecht und am Alter, eher an der Sozialisation.

    Ansonsten weiß ich deine ruhige Art,  hier zu diskutieren, sehr zu schätzen.

     

    Fit und Gesund:

    Thema Gesundheit: Bei uns am Arbeitsplatz gibt es zur Zeit mehrere Krätzefälle.

  53. Hendrik

    @Kiev

    Ja insgesamt hast du wohl Recht, sonst wenn die Politiker ihre Wähler so missachten würden, würden sie auch nicht mehr gewählt werden.

    @eki

    Überaus richtig. Da muss man auch schon nach den Herkunftsländern unterscheiden und nicht populistisch von den „Flüchtlingen“ sprechen.

  54. Hendrik

    @Fit und Gesund

    „meines Erachtens ist hier eine sofortige Abschiebung nötig, einer Analyse bedarf es nicht, nur sofortiges Handeln, Alter, Geschlecht und Herkunft spielen mir da keine Rolle,“

    „wie sollte man mit den beiden Straftätern von Ottobrunn verfahren? „

    Ich maße mir zum Beispiel nicht an, über die konkrete Situation von zwei Flüchtlingen etwas zu sagen wie „Abschiebung – sofort raus!“. Das ist mMn. populistisch und auch keinerlei politische Entscheidung. Für solche Entscheidungen haben wir in unserem Rechtssystem die unabhängigen Richterinnen und Richter. Die Entscheidung(Strafe) sollte dann angemessen sein. Wie diese genau aussieht ? Ich glaube hier kommt es auf die Umstände des Einzelfalls an.

    Dennoch man kann durchaus gesetzlich eine beschleunigte Abschiebung im Falle eines straffälligen Flüchtlingen regeln. Ohne Prüfung allerdings nicht – denn man muss schon den Flüchtlingen die Gelegenheit geben, ihr Recht prüfen zu lassen mittels eines Widerspruchs oder einer Klage gegen Bescheide der Verwaltung. Dies passiert in Abschiebeverfahren sehr häufig, natürlich auch weil viel auf dem Spiel steht. Dieses Recht auf „aufschiebende Wirkung“ eines Widerspruchs ist für das Rechtssystem sehr wichtig.

    „Glaubst Du wirklich die sind tauglich für den Arbeitsmarkt? „

    s.o: Einzelfall entscheidung

    „Was machst Du mit ihnen wenn ihr Asylgesuch abgelehnt wird?“

    Abschieben ? Was denn sonst –  damit ist schließlich ihr Recht auf einen Aufenthalt geprüft und wiederlegt worden ?

  55. Grinskeks

    Hallo zusammen,

    meiner Meinung nach hat die Regierung wesentliche Schritte zur Inklusion oder Integration versäumt.

    Wer nicht nach deutschen Standards geimpft ist, bringt eben Krankheiten ins Land, die durch ein gutes Gesundheitswesen als lokal ausgerottet galten. Das ist ein Problem.

    Das zweite Problem ist, dass die Inklusion oder Integration nicht aktiv erfolgt. Wenn kulturelle und soziale Gepflogenheiten zueinander in offenem Konflikt stehen (z. B. Umgang mit Frauen) und das toleriert ist, hat das Konsequenzen. Diese liest man in einschlägigen Zeitschriften, was Ängste und Verunsicherung schürt. Diese schlagen irgendwann offen in Gewalt um.

    Urbane Clans in Großstädten, die keinen Respekt vor dem Gesetz haben, sind auch kein paradebeispiel für die gute Arbeit unserer Regierung.

     

    Das dritte und größte Problem ist die fehlende eindeutige Identifizierung und Klassifizierung von Flüchtlingen. Die kann nur eindeutig erfolgen, wenn angrenzende Länder eine Erstaufnahme und eindeutige genormte Identifikation gewährleisten. Ohne diese zentrale Information kann nur Chaos entstehen.

    Es fehlt eine eindeutige und transparente Vorgehensweise, die klare Grenzen und Konsequenzen definiert – dann hat es auch das BAMF einfacher, da sich deren Spielraum minimiert.

    Zur Rente: Ich erwarte in 30 Jahren eine Rente zur Absicherung meiner Existenz.

    Was ich on top benötige, um zuvor kürzer zu treten sowie mir was leisten zu können, erspare ich mir parallel.

     

    Gruß

    Grinskeks

     

     

     

     

  56. V

    Werner,

    wenn jemand engstirnig ist, dann du, weil du hier nach Diskussionsunterbindung und Zensur rufst und Leuten eine falsche, nicht erlaubte Gesinnung unterstellst.

    Hier ist keiner rassistisch, die Leute hier sind alle weltoffen.

    Eine Unterbindung von Nennung und Diskussion der Schiefstände in DE ist gerade ein Kernproblem in Deutschland.

    Dass die Diskussion bestimmter Themen nicht erlaubt war, wenn nicht systemkonform, hatten wir schon öfters, zuletzt in der DDR und im 3.Reich.

  57. Hendrik

    @ Andrea

    Wenn ich sage, es liegt daran, dass jemand männlich und jung ist, diskrimiere ich damit nicht automatisch alle jungen Männer als mögliche Straftäter?

    Nein – das tust du nicht. Du gibst eine statistische wahre Antwort. Wenn es eine kausale Begründung wäre, dann wäre sie diskriminierend: „weil er jung und männlich ist- ist er kriminell. Die Argumentation ist aber, weil Flüchtlinge besonders häufig jung und männlich sind – und junge Männer häufig kriminell sind, sind Flüchtlinge häufiger kriminell. Das ist ein Unterschied.

    Es klingt mehr wie eine Ausrede für mich, denn ich kenne etliche Leute, die männlich und jung und nicht kriminell sind.

    Das ist jetzt natürlich eine subjektive Erfahrung und keine objektive statistische Grundgesamtheit. Diese objektive Datenlage haben wir allerdings mit der Pfeiffer-Studie zur Kriminalität.

    Dazu muss man sagen, dass von einer objektiven Grundgesamtheit(Deutschland) sich nicht immer auf eine subjektive Personengruppe schließen lässt:

    Angenommen wir befragen in einer Studie die Kriminalität und stellen fest 95% aller Menschen zwischen 15 und 30 sind kriminell. Die Schlussfolgerung, dass diese Prozentangabe auch auf ihre Datenmenge(ihren persönlichen Bekanntenkreis) zutrifft ist damit nicht erwiesen. Schließlich kann einfach zufällig ihr Bekanntenkreis sensationell gewissenhaft sein.

    „Ich meine, man kann genauso gut männlich und jung und kein Straftäter sein. Das ist sicherlich auch der Normalfall.“

    Völlig richtig. Auch wenn statistisch gesehen beispielsweise Menschen häufiger Straftäter unter der genannten Gruppe sind, heißt das ja noch nicht, dass diese Gruppe fast alle Straftäter sind. Sie sind es bloß signifikant häufiger als andere Gruppen.

    Beispiel mit völlig willkürliche Werten:

    Frauen sind zu 5% straffällig. Männer sind zu 20% straffällig.

    Interpretation: Männer sind häufiger straffällig als Frauen.

    Falsche Interpretation: Männer sind häufig straffällig.

    Über die falsche Interpretation wird gar keine Aussage beim Beispiel gemacht. Denn umgekehrt sind natürlich 80% der Männer nicht straffällig und damit ist diese Interpretation der Daten falsch.

     

  58. Fit und Gesund

    @Andrea,

    ich komme sicher beruflich auch mit Asylanten in Kontakt, vor eingeschleppten Krankheiten fürchte ich mich nicht unbedingt, Krätze ist sicher hochansteckend, sehr unangenehm, aber gut zu behandeln, es gab Krätze schon vor 40 Jahren, praktisch jedes zweite Zigeunerkind (vermutlich wieder unkorrekte Ausdrucksweise)  hatte das,

    Fürchten würde ich mich im Spital eher vor MRSA-Keimen wenn ich dort als Patient läge.

    @Hendrik,

    ja, ist ja in Ordnung wenn ein Richter entscheidet, wie viele Abschiebungen finden denn nun wirklich statt? warum klappt das nicht besser?

    Nochwas, ich vermisse bei Dir ein wenig das Mitgefühl für die verletzte Notärztin, Augen auf bei der Berufswahl oder wie?

    Zwischen dem was Du im Innenministerium erlebst und was die junge Notärztin da draussen sieht, dürften Welten liegen.

     

  59. Andrea

    Fit und Gesund, ich wasche mir sehr häufig am Arbeitsplatz die Hände, toi, toi, toi, habe ich mir bislang keine Krankheiten geholt.

    Krankenhäuser meide ich auch wie die Pest, wegen der Keime usw. Daher bemühe ich mich um gesunde Ernährung, bislang musste ich noch nie ins Krankenhaus, Gott sei Dank.

  60. Hendrik

    „Über die Frage, ob jemand abgeschoben wird beziehungsweise werden kann, entscheiden ausschließlich die zuständigen Behörden und Gerichte.“ Leider gebe es Menschen, die das nicht akzeptierten und die Durchsetzung von Ausreisepflichten be- oder sogar verhinderten: „Die stören die Ingewahrsamnahme von Ausreisepflichtigen. Andere helfen Ausreisepflichtigen sich zu verstecken. Und wieder andere verhindern, dass Abschiebeflüge dann auch tatsächlich durchgeführt werden“, erklärte er. Zugleich kritisierte Seegmüller aber Dobrindts Begriff der „Anti-Abschiebe-Industrie“ als nicht sachgerecht.

    Dies ist ein Zitat aus einem Artikel der Frankfurter Rundschau. Ich schätze das gibt dir dazu auch noch Antworten. Was insbesondere meine Meinung wiederspiegelt:

    Anders als der Verwaltungsrichter-Bund hatte der Deutsche Anwaltverein Dobrindt kritisiert. „Das Einlegen von Rechtsmitteln und das Erheben von Klagen steht jedem im Rahmen der geltenden Gesetze zu“, hatte Verbandspräsident Ulrich Schellenberg der Deutschen Presse-Agentur gesagt: „Mit seinen Aussagen schwächt Herr Dobrindt den Rechtsstaat.“

    Nochwas, ich vermisse bei Dir ein wenig das Mitgefühl für die verletzte Notärztin, Augen auf bei der Berufswahl oder wie?

    Das wiederum finde ich an dieser Stelle ziemlich polemisch von dir. Ich habe keinerlei Aussage zur Notärztin getroffen, denn das sie gerade bedauerlicherweise Opfer ist hat mit der Diskussion als solche gar nichts zu tun gehabt. Und dabei ist sie natürlich zu bemitleiden, wenn du das von mir nicht gedacht hast, weise ich das entschieden zurück! Ich finde es allerdings eher befremdlich, solche Vorfälle politisch zu instrumentalisieren.

  61. Freelancer SebastianFreelancer Sebastian

    @ V

    Eine Unterbindung von Nennung und Diskussion der Schiefstände in DE ist gerade ein Kernproblem in Deutschland.

    Welche Unterbindung? Deine Beiträge und die von anderen Lesern hier oder die (teils haarsträubend niveaulosen) Meinungsbekundungen in den sozialen Netzwerken, Leserbriefe in großen Printmedien, Anfragen der Oppositionsparteien im Bundestag….. überall wird hart „benannt“ und diskutiert.

    Du verwechselst wohl Unterbindung mit fehlender Zustimmung. Natürlich hat jeder das recht, deine Meinung nicht zu teilen und das auch zu äußern. Du bekommst dann zu hören, warum man deinen Beitrag abqualifiziert. Das ist keine Unterbindung der Diskussion – das ist die Diskussion.

    Dass die Diskussion bestimmter Themen nicht erlaubt war, wenn nicht systemkonform, hatten wir schon öfters, zuletzt in der DDR und im 3.Reich.

    Wer erlaubt hier etwas nicht? Zensiert dich Tim? Noch einmal: Deine Kritik kannst du doch problemlos anbringen. Du musst nur damit leben, dass du bei der „Diskussion um bestimmte Themen“ ordentlich kontra bekommst, weil andere deine Meinung nicht teilen.

    In den westlichen Demokratien darf jeder jeden Schwachsinn von sich geben. Nonkonform zum „System“ (was meinst du?) zu sein, ist doch schon fast mainstream.

    Ich kann´s nicht mehr hören: „Das wird man ja wohl noch mal sagen dürfen“, sagt es ununterbrochen und beschwert sich dann, dass man es angeblich nicht sagen dürfe. Hanebüchen.

    Sollte morgen früh die Polizei bei dir vorbeikommen und dich aufgrund deiner Kritik an der Regierung abführen und einbuchten, dann können wir noch einmal über deinen Vergleich mit Diktatur und Faschismus reden.

  62. Kia

    @ V

    Auweia, habe ich ja heute morgen geschrieben. Nicht mit Systemopportunisten diskutieren. Die sind darauf angewiesen das die Nettosteuerzahler weiter strampeln sonst funktioniert das nicht mit den Privilegien. 🙂

     

    Ich habe ja tatsächlich schon die Polizei zu hause gehabt weil ich unwissentlich so einem Systemopportunisten  auf die Füße getreten bin indem ich eine übergeordnete Behörde um Entscheidung bat und das Vorgehen seiner Abteilung schilderte. Dabei ging es nur um einen Kitaplatz und keine politisch brisanten Themen. Dem Psychopathen im Amt war das aber zuviel und hat die Polizei in die Spur geschickt. Ich hatte Glück denn der Polizist war selbst verunsichert und hat mir eine Stunde lang immer wieder erklärt das er nur der Hampelmann sei und das der, der das unterschrieben hat auch nur ein Hampelmann sei und kein Interesse an der Sache hat. Dennoch war es eine Erfahrung die mir sehr zu denken gegeben hat.

  63. Micha

    @Hendrik

    „Flüchtlinge sind häufig männlich und jung und decken damit einen Teil der statistisch gesehen besonders kriminellen Gruppe. Surprise, Flüchtlinge sind besonders häufig kriminell.“

    Ja, das ist schon klar. 🙂

    Mir ging es aber darum die Frage zu stellen, wer eigentlich ein Flüchtling ist? Flucht bedeutet doch, ich entferne mich von einer unmittelbaren (Lebens-) Gefahr weg. Demnach ist die Flucht auch vorbei, sobald die Gefahr nicht mehr besteht. Also eine Flucht aus Syrien vor Kampfhandlungen kann schon innerhalb einer Gegend in Syrien, in der es halbwegs friedlich zu geht (ja, sowas gibt es) zuende sein, spätestens aber in Jordanien, Türkei, Israel…

    Sich in einem fernen Land zu überlegen, daß die persönlichen, wirtschaftlichen Zukunfsaussichten eher schlecht sind und es in einem europäischen Land bessere Chancen, notfalls durch Mißbrauch des vorhandenen Sozialsystems, gibt, dann aufzubrechen und per Bus und Bahn diverse Länder zu durchreisen, dazwischen immer mal wieder zu Fuß Landesgrenzen illegal zu überqueren, ist doch keine Flucht. Das könnte man Migration oder üblicherweise Reise nennen. So eine Reise stellt in meinen Augen keinen Grund für irgendeine Gratisverpflegung und weitere Geschenke da, die von der einheimischen Bevölkerung durch Steuern finanziert werden.

    „Stichwort: Würdest du eher fliehen wenn du eine Frau und 2 Kinder hast oder wenn du jung und ungebunden bist ?“

    Ersteres, sofern ich Frau und Kinder lieben und in Sicherheit bringen wollen würde. Alleine würde ich eventuell sogar gegen die Gefahr anzukämpfen versuchen.

    „Das liegt u.A. auch an der Kultur – früher wurde bei uns sicherlich auch nicht ein junges Mädchen losgeschickt sondern eher jüngere Männer.“

    Wie oben schon argumentiert: Wenn man fliehen muß, dann muß man nicht losgeschickt werden. Was soll das denn für eine Logik sein?

    „Wenn du bezweifelst, dass es immer nur junge Männer sind, schlage ich dir vor du überzeugst dich selbst und gehst mal in eine Flüchtlingsunterkunft.“

    Ich habe das Thema intensiv in allen (Lügen-) Medien „genossen“ und werde jeglicher Berührung mit diesem Thema in der Realität versuchen aus dem Weg zu gehen. Es wäre nicht gut für meinen Blutdruck, all die Losgeschickten, für die ich täglich mitarbeiten darf, zu sehen. 😉

    „Vom Westen unterstütze Terrorgruppen: Da weiß ich momentan nicht, welche du ansprichst.“

    Neben den durch USA stark gemachten Taliban (die nannte man zu der Zeit noch Mujahedin) denke ich insbesondere an die moderate Opposition in Syrien. Ich würde mich hier übrigens auch einer „moderaten Opposition“ in Deutschland zugehörig fühlen, allerdings wüßte ich nicht, wie die „Kumpels“ in Syrien es geschafft haben, eine von Artillerie und Panzerkräften unterstützte, schlagkräftige Infanterie aufzubauen, die der regulären syrischen Armee inkl. Unterstützung durch Iran und Rußland soviel Schaden zufügen und Landesteile besetzen konnte. Vielleicht liegt es daran, daß die durch die illegal ins Land eingefallenen Militärs aus USA, GB, FR, … mit Waffen, Daten, Training unterstützt werden.

    Ich habe mir gerade übrigens mal spontan die Bezeichnung „Regime Change“ ausgedacht. Die gab’s ja bis jetzt noch gar nicht….  😉

     

     

    @Ex-Studentin

    „Ich hatte bisher keine Problem mit Flüchtlingen.“
    Ich auch nicht, aber das tut ja auch nichts zur Sache. Ausserdem ist für mich jemand kein Flüchtling, wenn er sich zuhause in ein Fluzeug setzt und hier hinfliegt; oder per Zug und Bus durch viele europäische Länder fährt, bis er in einem Land mit ausreichend hohen Sozialleistungen angekommen ist; oder nach Ankunft in D später hin und wieder Urlaub im Heimatland macht, wo er doch so verfolgt wird dort (ja, trifft nicht auf Alle zu, das weiss ich auch).

    Ich hatte übrigens auch noch keine Probleme mit Terroristen. Darf ich denen dennoch kritisch gegenüber stehen?

    Ich möchte damit nur sagen, daß man nicht immer eine persönliche Erfahrung benötigt, um eine Situation oder Person einschätzen und sich ein Urteil bilden zu können. Dieses in Diskussionen immer wieder zu hörende Aussage „im Osten sind die so gegen Fremde eingestellt, obwohl die dort kaum welche haben“, ist sowas von dämlich, daß es bei mir fast schon zu Schmerzen führt. Es zeigt aber, welchen Intellekt „wichtige Diskutanten“ in den Medien bei den Zusehern/-hörern vermuten.

  64. Grinskeks

    @freelancer Sebastian:
    Ich finde dass in den Medien durchaus häufig Diskussionen, Meinungen und Aussagen ad absurdum geführt werden – mit übertriebenen und polemischen vergleichen.

    Hervorzuheben:

    Es werden Personen oder Aussagen in die rechte Ecke gedrängt, obwohl diese es nicht sind (vgl. Godwins Law).

    Das ist vielleicht keine direkte Zensur – aber ein durchaus besorgniserregender Trend… zumal einige Magazine und Zeitschriften eindeutig einseitig subjektiv und politisch motiviert handeln.

    Man sollte sich unvoreingenommen seine Meinung bilden können. Das wird einem nicht unbedingt leicht gemacht.

    Am schlimmsten sind Statistiken. Diese ohne ausführliche Erläuterung aller Parameter deuten zu können ist nicht trivial – dennoch werden die Ergebnisse zu oft einfach falsch kommuniziert, weil es gerade in den Kram passt.

     

     

  65. V

    Freelancer,

    Werner hat nach einem Eingriff von Tim gerufen,da ihm einige Kommentare nicht politisch genehm waren. Tim fragt dann welchen Beitrag er löschen soll. Sollte es dabei wirklich zu Löschungen kommen, ist das dann nicht Zensur? Und wenn Tim dies machen würde, was ich nicht glaube, wären wir genau da wo wir in unserer Gesellschaft aktuell leider sind.

    Zwei Beispiele:

    1. in politischen Talkshows wird die AFD so gut wie nie eingeladen. Auch nicht wenn es um Migration geht. Alle anderen Parteien sind meistens vertreten. Auch wenn man die AFD in manchen Punkten kritisch sehen kann und muss ist das für mich kein Demokratiegebahren, die inzwischen grösste Oppositionspartei auszuschliessen. Im Gegenteil, das ist für mich ein Alarmzeichen.

    2. In sozialen Netzwerken werden solche Diskussionen ebenfalls unterbunden. Leute die das ansprechen werden teilweise gesperrt oder gelöscht. Grundlage ist ein Zensurgesetz namens NetzDG, welches die Anbieter dazu bringt vorsorglich alles zu löschen, was politisch nicht konform erscheint. Und wenn die User zu viel über bestimmte Themen reden, dann erhalten Sie z.b. in Twitter einen „shadowban“, d.h. ihre mit Hashtags versehenen Tweets werden nicht mehr in der Suche nach diesen Schlagwörtern gezeigt. Ich nenne das Mundtot machen.

    Ich wehre mich massiv gegen solche Entwicklungen. Wie gesagt, ich beobachte nur und was ich für Deutschland und Europa an Entwicklungen sehe gefällt mir gar nicht. Auch die von Tim im Artikel angesprochene Ignoranz geht auf eine Meinungsbeeinflussung von ganz oben zurück, die Leute sind so ignorant, weil sie von der Politik aktiv desensibilisiert werden. Ich würde das alles genauso ansprechen und bemängeln wenn die Zensur und Meinungslenkung sich auf vermeintlich linke Kommentare bezöge.

    Ich habe übrigens bewusst nicht weiter an der Diskussion über Migration teilgenommen. Einiges sehe ich anders, einiges so wie ihr.

  66. Hendrik

    @Kia

    Möchtest du mich nicht gleich Systemhure oder etwas noch abwertenderes nennen ?

    Aber man macht es sich ja so schön einfach, wenn man jede sachliche Diskussion im Keim erstickt (oder abschließt), indem man den andere einer sachlichen Meinung abstreitet, weil er eben „systemtreu“ wäre. Das nenne ich Unfähigkeit zur sachlichen Diskussion.

    Auf meine Gegenargumente oben oder hier nochmal bezüglich polizeilichen Kriminalstatistik wurde im Übrigen weiterhin nicht eingegangen, obwohl das zu Anfang ja als „von den Mainstreammedien ignorierte Wahrheit“ hier abgehandelt wurde. Wo bleibt der Konter ?

    Denn sowohl die PEGIDA-DemonstrantInnen, als auch viele KommentatorInnen in Internetforen oder auf Blogs benutzen die Systemmedien-Behauptung als Totschlagargument. Indem sie andere Meinungen als Systemmedien-hörig, und somit unmündig und obrigkeitshörig abtun, müssen sich PEGIDA-DemonstrantInnen und InternetkommentatorInnen gar nicht mehr mit der Meinung und den Argumenten des Gegenübers auseinandersetzen. Es geht nur noch um die Diskreditierung anderer Ansichten. Wenn jemand die vermeintliche „System- und Mainstream-Meinung“ vertritt, dann wird seine Meinung sofort abgelehnt. Und zwar eben nicht auf Basis von Fakten oder Argumenten. Sondern vielmehr, weil:

    Argumente und Ansichten, die in den vermeintlichen „Systemmedien“ vorkommen, grundsätzlich falsch seien,
    die PEGIDA-DemonstrantInnen und InternetkommentatorInnen sich für überlegen und klüger halten, da sie ja das System hinter „den Medien“ durchschauen, und
    der Gegenüber, der Andersdenkende, der das vermeintliche System nicht durchschaut, naiv, unmündig und dumm sei, eben weil er / sie das System nicht durchschaut. Und weil er / sie noch nicht einmal das vermeintlich Offensichtliche, die angebliche Steuerung der Medien, durchschaut, können seine / ihre Argumente zur Sache ja auch nur falsch und naiv sein

    Quelle:

    Das machst du gerade @Kia 😉

     

  67. Micha

    @Hendrik

    „Allerdings ist es nicht so, dass Politiker da ungestraft davon kommen, wenn sie ihre politische Neutralität missachten, wie wir z.B. in Düsseldorf sehen:“

    Ähm ja… auf der verlinkten Seite steht: „Er darf im Amt nicht zu Protesten gegen eine Demonstration der islamfeindlichen Pegida-Bewegung in seiner Stadt aufrufen. Entsprechende Texte auf der Internetseite der Stadt müssten entfernt werden, entschied eine Kammer des zuständigen Verwaltungsgerichtes. “

    Also ist er doch „ungestraft“ davongekommen. Oder ist „Texte von einer Internetseite entfernen zu müssen“ etwa eine Strafe?

     

    „Wenn allerdings die Mehrheit der Deutschen diese Meinung einfach strikt ablehnt, dann können sie gegen diese Meinung natürlich demonstrieren. Es ist doch keine Meinungsdiktatur, wenn dir eine Privatperson sagt, dass er nicht deiner Meinung ist.“

    Von mir aus kann jeder gegen Alles und Jeden demonstrieren. Ich hatte mich dagegen ausgesprochen, daß man anderen dieses Recht abspricht und versucht, durch Blokade oder Angriff oder einfach der Schaffung einer massiven, zahlenmässigen Überlegenheit, eine Demonstration zu verhindern oder zum Abbruch zu bringen.

    Das ist sehr weit weg davon, „daß eine Privatperson eine andere Meinung sagt“, oder?

    Die Polizei hatte vielleicht auch nicht immer den Auftrag. die verschiedenen Demonstrationen auseinanderzuhalten und als dann die Überzahl der intoleranten, antidemokratisch eingestellten Demonstrationsverhinderer auf die Pegida-Leute traf, wurde die Demonstration natürlich abgesagt, um eine Eskalation zu verhindern. Alles kaum zu durchschauende Manöver von Typen wie bspw. diesem Geisel in Düsseldorf.

  68. Kia

    @ Hendrik

    Nein, das machst du.

    Ich habe mich nicht über Flüchtlingskriminalität, Massenmedien usw. geäußert sondern nur auf das Kommentar von V. reagiert der nicht gut fand das du Felixs angeekeltsein von Deutschland und seinen Steuerabgaben da absurdum führst indem du ihn auf „Unrechtsstaaten“ China usw. verweist. Ich fand das total okay das er so empfindet und auch seine Bedenken über die zukünftige Rentenlast und Umverteilung.

    Du kommst hier mit Pegida, Flüchtlingkriminalität Medienverschwörung und Co. und heftest den Leuten Dinge an mit denen sie nichts zutun haben.

    Das sind billige Taschenspielertricks!

  69. Grinskeks

    @Hendrik:

    „… Diese objektive Datenlage haben wir allerdings mit der Pfeiffer-Studie zur Kriminalität…“

    Das sieht das Bundeskriminalamt aber anders:

    Das BKA führt dazu weiter aus: Die Daten „lassen keine vergleichende Bewertung der Kriminalitätsbelastung von Deutschen und Nichtdeutschen zu. Einem wertenden Vergleich zwischen der deutschen Wohnbevölkerung und den sich in Deutschland aufhaltenden Personen ohne deutsche Staatsangehörigkeit stehen (auch) das doppelte Dunkelfeld in der Bevölkerungs- und in der Kriminalstatistik sowie der hohe Anteil ausländerspezifischer Delikte und die Unterschiede in der Alters-, Geschlechts- und Sozialstruktur entgegen.“

    Quelle :https://faktenfinder.tagesschau.de/inland/pks-kriminalitaet-faq-101.html

    Die zur Studie herangezogene PKS gibt laut BKA keine verlässliche Auskunft über die Kriminalitätsentwicklung.

    Jetzt stellen wir uns abschließend noch kurz die Frage, wer die Studie in Auftrag gegeben hat, welche Interessengruppen die Studie gefördert haben und ob das Outcome der politischen Haltung dieser Gruppen und Auftraggeber entspricht.

    Einmal mehr kann man sagen: Trau keiner Statistik…

    In diesem Fall ist alleine die Datenquelle schon nicht hinreichend.

     

  70. Daniel

    Multi-Kulti ist enorm förderlich für ein Volk – siehe USA oder New York.

    Ich bin übrigens schockiert zu sehen, wie Kleinkinder von ihren Eltern an der mexikanisch-amerikanischen Grenze gewaltsam getrennt werden. Das ist unmenschlich.

    Jap, aber die Unterschiede zwischen USA und Deutschland sind, was Einwanderung angeht, sind eklatant.

    Bleiben wir nur mal bei der illegalsten Form der Einwanderung in die USA, das dürfte im Wesentlichen die Mexikaner sein die heimlich ins Land geschmuggelt werden. Sind sie eine Belastung fürs Land? Eher nicht, denn im Gegensatz zu Deutschland überschüttet die USA niemanden per se mit Sozial-Leistungen. Damit gibt es für die Mexikaner nur einen Weg, sie müssen schnellstens irgendwie an Arbeit kommen. Nahezu alles, was die Mexikaner im Land hält fließt in die Wirtschaftsleistung der USA ein, da mehr oder weniger alles was diese Menschen verdienen wieder verkonsumiert wird.

    Beim Rest, da findet eine geordnete Einwanderung nach Vorgabe der Amis statt. Entweder Du spielst mit oder du bist nicht dabei. Den Amerikanern ist es aber gelungen hier einen entscheidenen Unterschied zu erreichen. Selbst die Einwanderer fühlen sich nach kurzer Zeit als Amerikaner.

    Man kann von ihrem Patriotismus halten was man will, aber er ist der Kit der viele Bevölkerungsschichten zusammenhält, egal ob arm oder reich oder „immer schon da Lebender“ oder Zuwanderer. Du liebst dein (neues) Land, dann bist du dabei.

    Wir bekommen das nicht hin und unsägliche Parteien wie die Grünen oder Teile der SPD sorgen dafür, dass man jeglichen National-Stolz hier aufgegeben hat. Die Folge ist, dass Du teilweise Migrantenfamilien in 3ter Generation hier hast die irgendwie Deutschland hassen oder zumindest schei**e finden, gerne aber hier wie die Made im Speck durchgefüttert werden und wenn es dann an türkische Wahlen geht, dann ist man auch eher Türke als Deutscher. Ich würde mal sagen Staatsversagen auf ganzer Linie.

    Multikulti ist für ein Land nur eine Bereicherung, wenn die Neuzugänge sich den Gebräuchen des Gastlandes umgehend anpassen, aber wiederrum ihre positiven Eigenschaften mit einbringen. Das Lustige ist ja auch, dass das insbesondere bei westlichen Nationen aufgrund kultureller Nähe sehr gut gelingt. oder denkt jemand bei Flüchtlingen oder Einwanderern an Polen, Italiener, Spanier oder Tschechen? Diese Menschen fügen sich völlig ziemlich nahtlos in die Gesellschaft ein und werden von mir als Bereicherung verbucht.

     

  71. Rado

    Der User Hendrik hat eine gute Wortwahl und geht geschickt mit den Worten um. Wie ein Politiker.

    Danke,  dass hier einige seine Kritiken und Thesen sachlich entkräften können. Die Beiträge kommen mir wie Nebelkerzen und um den heißen Brei herumgerede vor. Denn das, bitte entschuldigt meine Ausdrucksweise,  „Geschwafel“ der Politiker ist zwar nett formuliert aber nichtssagend.

    „Herr Politiker, was haben Sie in Ihrer letzten Rede gesagt?“

    „Letzte Rede? Äh, nichts?“

    „Ja, klar. Das weiß ich. Aber wie haben Sie es formuliert?“

     

     

     

  72. Freelancer SebastianFreelancer Sebastian

    @ V

    Ich wehre mich massiv gegen solche Entwicklungen. Wie gesagt, ich beobachte nur und was ich für Deutschland und Europa an Entwicklungen sehe gefällt mir gar nicht.

    Interessant. Geht mir genauso. Allerdings meine ich wohl etwas anderes:

    https://www.abendblatt.de/hamburg/article212571757/Der-Fluechtling-das-Pony-und-die-Luege.html

    https://netzpolitik.org/2017/rechte-hetze-im-netz-und-die-grenzen-des-rechtstaats/

    https://www.mdr.de/kultur/buch-luegen-im-netz-100.html

    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-140750236.html

    Vor vielen, vielen Jahren konnte man seinen geistigen Durchfall nur unter sich herausposaunen. Heute gibt es das große Sprachrohr Internet.

    Du siehst Zensur, ich sehe Verleumdungen, Hass, Lügen und Hetze. Angst und Vorurteile werden erzeugt. Wie bei einer selbsterfüllenden Prophezeiung entstehen die gesellschaftlichen Dissonanzen so erst. Die Lüge nährt den Hass. Gefällt mir nicht.

    Jeder kann seine Meinung im Rahmen der freiheitlich-demokratischen Grundordnung kundtun. Gesetzesverstöße sind damit aber nicht legitimiert. Menschenrechte sind universell.

    Für ein Entgegenkommen: Ich bin sehr dafür, dass jeder – auch für die Regierung – unbequeme Dinge ansprechen kann, seiner Angst, seinem Unmut Luft machen kann. So wie ich das sehe, passiert das auch Tag für Tag.

    Allerdings gibt es Grenzen. Über diese wird in einem gesellschaftlichen Dialog gestritten. Ich kann verstehen, dass sich manche nicht gehört und ignoriert fühlen. Und ja, Grenzen setzen ist gefährlich, weil die Meinungsfreiheit ein hohes Gut ist. Es bleibt schwierig und konfliktbeladen.

    Es kann gut sein, dass soziale Medien in einer Art ängstlichem vorauseilendem „Gehorsam“ Beiträge löschen, die scheinbar zu weit gehen, aber einfach mal auszuhalten wären, da sie auf dem Boden der Verfassung stehen. Da muss sich etwas tun, einverstanden.

    Volksverhetzung, Aufruf zu Gewalt und Rassenhass gehören aber nicht dazu.

    Und das will ich ausdrücklich weder dir noch den anderen Schreibern hier vorwerfen.

  73. Hendrik

    @Kia

    Du kommst hier mit Pegida, Flüchtlingkriminalität Medienverschwörung und Co. und heftest den Leuten Dinge an mit denen sie nichts zutun haben.

    Du hast mich als Systemoppertunist bezeichnet. Vordergrundig habe ich mit meinen Beitrag darauf hinausgewollt – ich habe nicht gesagt, dass du zu Pegida und Co. dazugehörst – wohl benutzt du aber die Argumente dieser Gruppen wenigstens zum Teil. Wer jemanden als Systemsoppertunist bezeichnet entwickelt ein Todschlagargument. Das tust du eben, womit du mir eine sachliche Meinung abstreitest.

    @Micha

    Also ist er doch „ungestraft“ davongekommen. Oder ist „Texte von einer Internetseite entfernen zu müssen“ etwa eine Strafe?

    Strafen müssen dem Vergehen nach passen. Hier wurde darauf von Richterliche Seite nur der Zwang erlassen gegensätzlich zu Handeln. Strafen für ein Missachten der politischen Neutralität gibt es unzählige. Wanka z.B. wurde mit einem Zwangsgeld von 250.000€ bei Zuwiederhandlung betraft. Richtest du die Kritik auf den konkreten Einzelfall ?

    Die Polizei hatte vielleicht auch nicht immer den Auftrag. die verschiedenen Demonstrationen auseinanderzuhalten und als dann die Überzahl der intoleranten, antidemokratisch eingestellten Demonstrationsverhinderer auf die Pegida-Leute traf, wurde die Demonstration natürlich abgesagt, um eine Eskalation zu verhindern. Alles kaum zu durchschauende Manöver von Typen wie bspw. diesem Geisel in Düsseldorf.

    An dieser Stelle auch noch mal der Beitrag von Sebastian oben. Der Staat ist keine singuläre Einheit. Polizei und Verwaltung sind von Gericht und Politik zu trennen. Eine Art. 8 Prüfung sieht voraus, dass eine Versammung nur dann verboten werden kann, wenn die Polizei nachweislich nicht mehr imstande ist Gewalt zu verhinden. Wenn im voraus beispielsweise linke Gewalt angedroht wird kann die Versammlung nicht deswegen verboten werden, sondern die Polizei hat dafür Sorge zu tragen, dass mit polizeilicher Unterstützung die Versammlung ausgeführt werden kann.

    Deine Kritik dass es antidemokratische, intolerante Demostrationsteilnehmer gibt ist insoweit richtig, aber diese wehrt die Polizei soweit ab, bis sie nicht mehr kann. Ich halte es für komisch ohne sachgerechte Indizien (stichwort: Objektivität von V eingeführt) von dir der Polizei diese Einschätzung, dass sie nicht mehr Herr der Lage war ein Fortführen der Versammlung ohne Gewalt zu verhindern, abzustreiten.

    @Grinskeks

    Das sieht das Bundeskriminalamt aber anders:

    Zur Verdeutlichung der Argumentationskette für die weiteren Leser:

    V sagt, man solle auf objektive Dinge wie die Studie zurückgreifen, denn man könne ja den Systemmedien nicht glauben.
    Ich greife auf die Studie zurück mit sachlichen Argumenten, wieso die Studie anders zu betrachten ist als V sie deutet.
    Grinsekeks bezweifelt die die Objektivität der von V erwähnten Studie

    Ist das eigentlich Absicht, dass ihr eure eigenen Argumente wiederlegt ? Insoweit stimme ich wohl wenigstens teilweise V mal zu und sage auch: Jo- Grinskeks du stellst die richtigen Fragen.

  74. Kia

    Hendrik,

    Systemopportunist ist doch ein höfliches Wort für jemanden der hier eine Diskussion über Flüchtlingskriminalität aufmacht weil einer sagt von Deutschland und der Steuerlast angeekelt zusein. Semantik verstehst du auch nicht. Brauchst du auch nicht ging dir nur darum Leute aufzuziehen über deine „sachliche Diskussion“ und deine ganzen Faschistenausdrücke der Reihe nach anzubringen.

  75. KievKiev

    @ All

    Es gibt schon längst einen neuen Beitrag von Tim.

    In Deutschland sind hohe Abgaben auf das Einkommen fällig. Da sind sich wohl alle einig. Auch wenn sich der eine oder andere mehr oder weniger davor ekelt.

    Das ist in skandinavischen Ländern ähnlich. Dort ist die Bevölkerung aber mit der dafür entgegen gebrachten Leistung zufrieden und zahlt entsprechend gerne die Abgaben. In Deutschland gibt es vor allem für Familien viele Förderungen. Das wird gerne vergessen bei dem Volkssport des Schwarzsehens und herumnörgelns. Die Preise ziehen für Vermietung und Kauf an. Soll man eine Förderung schaffen? Jede Förderung kostet am Ende wieder Geld. Alle möchten möglichst ihre Privilegien behalten oder ausbauen. Den Preis dürfen dann aber wieder am liebsten andere bezahlen.

    Ich habe in Deutschland bisher ein ordentliches Vermögen aufgebaut. Ich maul nicht rum, sonst mache ich mich doch nur lächerlich. Ich könnte in Südamerika in manchen Ländern zu den Vermögendsten 1% gehören. Da würde ich mich dann unter meinesgleichen hinter hohen Mauern mit Scherben und Elektrozaun samt Wachposten von dem Volk abschotten . Darauf verzichte ich gerne und zahle entsprechend Steuern.

  76. Grinskeks

    @Hendrik:

    bitte bei der Wahrheit bleiben und keine Aussagen mehr verdrehen. Das ist einer sachlichen Diskussion nicht würdig.

    Es wird schwieriger sich umfassend und objektiv zu informieren.

    Polit-Talks ignorieren bestimmte Parteien(die ich nie wählen würde) trotz signifikanter Wählerschaft. Die Frage ist, ob man bewusst dieser Partei den Nährboden entzieht und ob dies rechtens ist. Nach meinem Verständnis von Demokratie ist es das nicht.

    Zumindest eine Zeitschrift ist offen subjektiv, polemisch und arbeitet politisch gegen diese Partei.

    Insgesamt von Zensur zu reden, ist grenzwertig. Allerdings finde ich es moralisch fragwürdig nur einseitig zu informieren. Der Bildungsauftrag ist  lediglich eingeschränkt funktional, wenn Politikvermittlung und Demokratiediskussionen unvollständig oder gar einseitig erfolgen.

    Die genannte Statistik / Studie basiert auf der PKS und meldet nur Anzeigen, die im jeweiligen Jahr bearbeitet und an die Staatsanwaltschaft übergeben wurden – das Datum der Anzeige selbst ist unerheblich für die Datenerhebung.

    Zudem hängt die Anzahl der gemeldeten Fälle direkt von der Polizeipräsenz ab:

    https://www.gdp.de/gdp/gdpber.nsf/id/DE_Sinkende-Aufklaerungsquote-und-immer-weniger-Polizei-auf-der-Strasse?open&ccm=450050004

    Wenn der Faktor Polizeipräsenz eingearbeitet wird, werden die Werte auch präziser. Insgesamt sind sie derzeit leider beliebig ungenau.

    Es gibt einige weitere Kritikpunkte zur PKS und es gab schon eine alternative, vielseits gelobte präzisere Erhebung die jedoch ohne Angabe von Gründen nicht fortgeführt wurde.

  77. Hendrik

    @Grinskeks

    bitte bei der Wahrheit bleiben und keine Aussagen mehr verdrehen. Das ist einer sachlichen Diskussion nicht würdig.

    Nun ich möchte die Diskussion nicht weiter vertiefen. Ich denke die Fronten wurden offen gelegt. Ich denke ich habe sachlich argumentiert – sicherlich mit spitzen – und keine Aussagen verdreht. Man mag dazu eine andere Meinung haben.

    Umgekehrt sehe ich, dass ich als Systemoppertunist, Innenminister Hendrik und Hausmeister beschimpft wurde. DASS sehe ich auf jedenfall als unsachlich an.

    Inwiefern ich, wie angeprochen, jemanden als Faschisten beleidigt hätte – weiß ich nicht. Derartige persönliche Beleidigungen halte ich für kontraproduktiv.

    Aus diesem Artikel habe ich Argumente von V die eingebracht wurden, weitergeführt. Man kann sich gerne den Verlauf ansehen. 24-jähriger Amerikaner verdient 10.000 Dollar im Monat. Ein Traumgehalt für einen LKW-Fahrer – er verpulvert alles

    Inwieweit Zeitungen politisch neutral sind/berichten, kann immer wieder auch zurecht hinterfragt werden. Ich sehe häufig auch, dass Tatsachen von 2 verschiedenen Perspektiven betrachtet werden.

  78. Alexander

    Hallo Tim! Ein sehr guter Beitrag. So sieht es aus.

    Die Situtation ist momentan so, dass die gesetztliche Rente in D nicht nur über die Rentenbeiträge der Arbeitnehmer und -geber finanziert wird, sondern in erheblichem Umfang über STEUEREINNAHMEN!

    Und zwar dieses Jahr 2018 knacken wird die 100 MILLIARDEN Euro, die vom Bundeshaushalt nur für die gesetzlichen Renten ZUSÄTZLICH benötigt werden!

    Denkt doch mal darüber nach wie krank das eigentlich ist. Ich denke dass in jedem Fall in den kommenden Jahren eine Vermögensteuer in Deutschland kommen wird. Die Steuern werden einfach so weit nach oben geschraubt dass man die Renter ruhig stellt. Anders geht es nicht, leider.

    Die Lösung des Problems mit der Rente in D wäre ein Umlageverfahren in das ALLE einzahlen, also auch Beamte, Selbständige, Freiberufler, etc. Und zusätzlich noch ein Kapitalgedecktes Verfahren auf Individueller Ebene, wie in USA z.B. mit 401k oder IRA!   Aber damit kann man in Deutschland keine Wähler gewinnen, deshalb wird es nicht angepackt von der Politik…

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