Es gibt nichts Schöneres als morgens auszuschlafen, wenn sich andere auf den Weg zur Arbeit machen


New York, 17. November 2019

Ich hab es zum siebenstelligen Depot geschafft. Es waren ein paar Jahrzehnte diszipliniertes, meist langweiliges Investieren nötig. Ohne spektakuläre Aktien kannst du es auch schaffen. Mit einem stinknormalen ETF. Ob mit 30, 40, 50, 60 Jahren – es geht.

Zum Millionär kannst du es mit einem Mix aus Aktien und Immobilien schaffen. Oder nur einer Assetklasse. Sparst du 900 Euro 35 Jahre lang in einen ETF, hast du 1,2 Millionen Euro. Ich unterstelle nur 6% Zinsen. Im Schnitt bringen die US-Börsen 10% nominal.

Begonnen habe ich mit Null Euro. Ohne ein Erbe. Ich habe nie sonderlich viel verdient. Aber ich hatte lange Zeit etliche Nebenjobs: Lager, McDonalds, Buchhandlung, Marktforschung, Nachhilfe gegeben, freier Lokaljournalist, Zeitung ausgetragen, Promotion, Fabrik… Es waren harte Jahre. Sehr harte. Es gibt zahllose Möglichkeiten, um etwas dazu zu verdienen. Ich lebte extrem sparsam.

Mit der Börse habe ich mich beschäftigt seit ich Jugendlicher bin. Ich habe mich später zum Analysten bei der DVFA in Frankfurt ausbilden lassen. “Das ist wie das Jodel-Diplom“, haben Kollegen damals im Büro Witze über mich gemacht – frei nach Lorriot. Je älter ich wurde, desto mehr Zeit investierte ich ins Lernen rund um die Börse.

Ich habe schlechte Entscheidungen getroffen. Aber ich fand immer wieder zur Bodenständigkeit zurück: kein Auto, kein Kabelfernsehen, eigenes Essen kochen, kleine Wohnfläche, gebrauchte Möbel und Kleidung usw. Ich bereite meinen eigenen Kaffee zu. Ich habe keine Putzfrau, obwohl ich mir es leisten könnte. Mein Handy ist über 4 Jahre alt.

Am Ende eines jeden Monats habe ich alle meine Cents in Aktien gesteckt. Heute habe ich keinen Chef mehr. Ich kann lange ausschlafen. Während andere morgens früh raus müssen, um auf die Arbeit eilen, drehe ich mich im Bett um. Ich reise viel. Es stehen Trips nach Texas, Griechenland, Albanien, Los Angeles, Singapur usw. auf der Agenda. Ich kann kaum abwarten, um den Strand in Santa Barbara mit meinen besten Freunden abzulaufen, zu träumen und zu relaxen.

Ich gehe regelmässig ins Fitnessstudio, Theater, auf Konzerte. Madonna und die Rolling Stones waren ein Mega-Erlebnis.

Ich habe den Crash 2008/2009 überstanden. Ich habe mein Depot beibehalten und einfach mehr gekauft. Ich habe keine P2P, keine Bitcoin, keine Tesla-Aktien und keine Cannabis-Aktien. Das erwähne ich, weil mich so viele danach fragen.

Ein paar Wachstumsaktien liegen in meinem Depot. Alle FAANG-Aktien sind darunter. Etliche Positionen in meinem Depot haben sich verzehnfacht, ein paar haben sich verfünfzigfacht. Leute sagen, das war nur Glück. Ich denke, es ist wichtig zu verstehen, wie wichtig Geduld ist. Die Börse steigt langfristig. Durch das sture “Buy and Hold” vermeide ich Steuern auf die Kursgewinne.

Warren Buffett sagt zwar, dass man kein hohes IQ braucht, um ein guter Anleger zu sein. Aber eine Studie aus Finnland sagt das Gegenteil: Clevere Leute legen ihr Geld besser an. Eine andere Studie fand heraus: Je höher der IQ, desto eher ist die Wahrscheinlichkeit Aktionär zu sein.

Das ist der Dow Jones Index. Viele Menschen warnen vor der Börse. Sie sagen: “Sei vorsichtig. Du kannst alles verlieren.” Warum eigentlich? Die Kurse steigen langfristig immer weiter. Zwischenzeitlich kann es schmerzvoll sein, ja, das stimmt. Nur geduldig bleiben (Quelle).

Ich gebe zu: Manchmal eine bestimmte Aktie zu kaufen, kann mit Glück zu tun haben. Auch beim Zeitpunkt kann der Zufall geholfen haben. Aber die generelle Strategie hat nichts mit Zufall zu tun: Positionen zu kaufen und jahrelang zu akkumulieren.

Die Börse ist unterm Strich wie eine herrliche Gelddruckmaschine. Die meisten Menschen scheuen sich aber vor ihr. Im Mittelpunkt steht der Konsum und das Schuldenmachen.

Ich kann nur jedem raten, eine vernünftige Anlagestrategie zu haben. Diszipliniert zu sparen und zu investieren ist mein Rat. So lebst du gelassener. All der Plunder in den Schränken bringt doch nichts. Noch ein Möbelstück – dabei sind eh schon zu viele in der Hütte. Sparen brauchst du natürlich nicht, wenn du reich auf die Welt gekommen bist.

Investieren hat mit Bildung und Disziplin zu tun. Es ist im Prinzip mit einem einfachen Sparplan möglich finanziell frei zu werden. Nur muss man das System verstehen und schwere Börsenzeiten durchstehen können. Wichtig ist vor allem: An der Börse zu bleiben, wenn sie abstürzt. Ich kaufe in turbulenten Zeiten mehr.

Letztendlich muss jeder seinen eigenen Lebensweg finden. Nur wundere ich mich, wenn du oben den Chart siehst, warum nicht mehr Menschen sich das zunutze machen?


tim schaefer (Author)

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thoughts on “Es gibt nichts Schöneres als morgens auszuschlafen, wenn sich andere auf den Weg zur Arbeit machen

  1. AvatarPeteJansen

    Alles total nachvollziehbar und inspirierend. Nur lasst bitte diese ach so tollen ETF Hoch Rechnereien…da wird mir persönlich schlecht. Ein Finanzprodukt welches noch wahnsinnig viele Fragezeichen aufwerfen wird, was nach der Finanzkrise jeden hinter dem Herd vorholt. Bin gespannt wieviele dieser Produkte in der Form in 15-20 Jahren noch auf dem Markt sind. Generell warum sollte ich darin Sparpläne laufen lassen? Um maximal vom Durchschnitt auch noch der Durchschnitt zu sein? Also ich nehme dies mit Einzelwerten und Immobilien lieber selbst in die Hand. Lasse aber jedem seinen Traum mit ETFs in 35 Jahren reich zu werden.

  2. AvatarInkognito

    Es ist auch meine Motivation morgens ausschlafen zu können und tuen zu können was ich will. Man muss aber auch dazu sagen, dass die Freiheit seine Schattenseiten hat. Zum Schluss kam ich mir nutzlos vor da ich keinen Antrieb hatte morgens aufzustehen und abends war ich bis spät wach und habe sinnlos im Internet gesurft.
    Zumal man sich auch mit seinen Bekannten etc. nicht austauschen kann über solche Sachen, da ich es bisher verschweige, dass ich nicht mehr arbeiten muss. Jetzt gehe ich wieder “normal” arbeiten, weil ich etwas gefunden habe, dass mir derzeit Spaß macht.

  3. Freelancer SebastianFreelancer Sebastian

    Dein Weg ist sicherlich außergewöhnlich, Tim und für manche sicher zu extrem. Dennoch geht es um´s Prinzip. Entweder man versteht es oder man versteht es nicht. Entweder man sucht Mittel und Wege, um seine (finanziellen) Ziele zu erreichen oder man findet Gründe, warum das alles doch gar nicht geht. Du zeigst, dass es geht. Wir werden das auch hinbekommen – wann auch immer. Es gibt keinen Druck, nur den Weg dorthin.
     
    An dem Kommentar von Inkognito sieht man aber auch, dass wir Menschen – Freiheit hin oder her – Ziele im Leben brauchen. Die Motivation, um in die Gänge zu kommen. Soziale Kontakte, Familienleben, einen Partner, etc.
     
    Mir würde es schon reichen, bis 7.30 Uhr auszuschlafen. Laufen, Kraftsport, Lesen, Yoga, Üben am Instrument, Ehrenamt…. mir fiele da schon so einiges für den Morgen ein.
     
    Wir sind Wesen, die etwas zu tun brauchen. Hat dann vielleicht etwas mit der Mentalität und dem Charakter zu tun. Extrinsische Motivation benötige ich nicht, aber da tickt jeder anders. Finde es auch nicht verkehrt, trotz FF einer Erwerbstätigkeit nachzugehen, wenn sie erfüllend ist. Die sozialen Kontakte dabei sind wertvoll. Das muss wohl jeder für sich selbst herausfinden.
     

  4. Der BaumDer Baum

    Schöner Artikel Tim.
    Ich hätte ziemlich Lust Mal in einige Handwerksberufe hineinzuschauen, vllt. überall Mal ein halbes Jahr oder so. Dann ein Haus selbst kernsanieren. Am besten Fachwerk.
    Jaja Träume hat man. Mal sehen wie’s kommt.
    Grüße Baum

  5. AvatarSparta

    @Tim
    “Ich kann nur jedem raten, eine vernünftige Anlagestrategie zu haben.”
    Nach welch Kriterien kaufst Du denn Aktien?
    Mit dem Jodel-Diplom und Deinen Kontakten wird es ja mehr sein als ich pick mal diese Firma und mal diese weil sie Marktführer sind…? 😉

  6. AvatarNorm

    “Leute sagen, das war nur Glück.”
    Glück hat auf die Dauer doch zumeist wohl nur der Tüchtige. – Helmuth Graf von Moltke
    😉

  7. AvatarSimon B.

    @PeteJansen 
    der Milliardär Ray Dalio legt teilweise sein Geld in stinknormalen handelsüblichen ETFs an. Warren Buffet empfiehlt sie. Ich meine, solche Fonds gibt’s schon fast 50 Jahre. Was soll sich in 15 Jahren ändern?!
     

  8. AvatarMr. Pino Cavallo

    @ ETFs
    Vor allem verstehe ich nicht, was mit den ETFs schon im Vergleich zum übrigen Aktienmarkt anders laufen soll, insbesondere dann, wenn sie physisch repliziert sind. Ein ETF kann ja nicht anders bewertet sein, als die Aktien, die es enthält. Oder etwa doch?

  9. Avatar-M

    Ich bin mir zumindest bei den synthetischen ETF die teilweise mit Swaps arbeiten nicht sicher, wie das im Fall der Fälle aussehen wird. Ich schätze da gibt es Risiken.
     
    Ich habe 2 Kumpels bei denen ich die Anlagen ausgewählt habe und da sind es physisch anlegende ETF. Das war mir wichtig.
     
    -M

  10. AvatarGainde

    Problem bei ETF könnte ich mir vorstellen ist, dass keine Preisfindung mehr stattfindet. Da wird einfach regelmässig blind Geld in grössteils Large Caps gepumpt. Dies könnte zu Komplikationen führen.
     
    Auch haben wir aktuell folgende Situation: Jahrzehnte fallende Zinsen, die den Aktienmarkt gepusht haben, FAANG Aktien und das weitverbreitete Vehikel ETF. Ein solches Goldilock-Szenario für ETF wird es nicht mehr so schnell geben. Fühle mich persönlich mit soliden Dividendentiteln, welche ich zu einem angemessenen Preis erworben habe wohler und kann damit auch einige Jahre im Minus überleben. Einer, der im SP500 zu 1.5% Dividendenrendite und grösserer Fallhöhe investiert ist, dürfte nervöser sein. Auch geht Vanguard für das kommende Jahrzehnt im breiten Markt von max. 4% Rendite p.a. aus. Davon muss man Gebühren und Inflation abziehen.

  11. AvatarRustam

    Also Tim.. so einen Artikel am Sonntag vor der Arbeit zu verfassen. Verschlimmert das Empfinden des Hamsterrads extrem. Mach das nie wieder 😀

  12. AvatarSparta

    @-M
    Die Synthis sind ein Nischenprodukt vom gesamten etf-markt und durch Regularien relativ safe.
    Über den Aufhänger-Begriff “Synthetisch” wird immer wieder falsches aus Absicht oder Unwissenheit verbreitet.
    Die Gegenpartei hält zu 100% physische, börsengängige Wertpapiere. Diese können sich aber erheblich unterscheiden vom Referenzindex. Die Counterparty liefert dann die Rendite mit evtl. liquidieren oder kostengünstigeren Wertpapieren. 
    Die Renditedifferenz der beiden Wertpapierkörbe darf nach UCITS-Recht maximal 10 % betragen. Sollte die 10 % Differenz erreicht werden geht eine Meldung an die BaFin raus und der Counterpart muss glatt stellen. 
    In der Praxis erfolgt allerdings meistens eine tägliche Rücksetzung auf null. Die durchschnittliche Market to Market Bewertung der beiden Wertpapierkörbe beträgt häufig über 1 Jahr ca. 1 %…

  13. AvatarKia

    @ Mattoc
    🙂 , 🙂 
    Sex, drugs and rock and roll.
     
    Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was ich als 19 jährige mit 15 Mio € gemacht hätte. 

  14. IMHAMSTERRADIMHAMSTERRAD

    ETFs sind für Leute, die sich nicht mit der Börse beschäftigen wollen und mal so “ein bisschen” Altersvorsorge betreiben wollen, früher waren es die Fonds. Ist so, als wenn man eine kapitalbildende Lebensversicherung abschließt, nach dem Motto, schließlich hat man ja was fürs Alter getan. Aktien performen besser, zumindest schneide ich besser ab als der Durchschnitt.

  15. AvatarMattoc

    ETFs sind für Leute, die sich nicht mit der Börse beschäftigen wollen und mal so “ein bisschen” Altersvorsorge betreiben wollen, früher waren es die Fonds. Ist so, als wenn man eine kapitalbildende Lebensversicherung abschließt, nach dem Motto, schließlich hat man ja was fürs Alter getan. Aktien performen besser, zumindest schneide ich besser ab als der Durchschnitt.
    Genau, ETFs sind wie kapitalbildende Lebensversicherungen. Das ist ein sehr guter Vergleich. Bitte schreibe mehr. Leute wie dich brauchen wir hier. 
    @Sparta
    Du wirst die Fakenews mit Fakten leider nicht vertreiben können. 

  16. AvatarSparta

    @Klaus 
    “Aktien performen besser, zumindest schneide ich besser ab als der Durchschnitt.”

    Ok, welchen IZF hast Du seit 1999? Besser wäre die zeitgewichtete Rendite und die möglichst korrekte Benchmark.

    An sich jedoch ist der Satzteil vor dem Komma widersprüchlich zu dem danach… rein logisch betrachtet. 😉

    Der einzelne Autofahrer fährt besser als alle Verkehrsteilnehmer im Schnitt, zu mindestens ist es bei mir so! 😉

    @Mattoc

    Mich würde ja mal brennend Tim’s Strategie interessieren…

  17. IMHAMSTERRADIMHAMSTERRAD

    @Sparta
    Ich habe mit Aktien und Fonds kurz vor der Dot-Com-Krise angefangen, damals hatte mir die Dresdner Bank die angedreht im 6stelligen Bereich. Ich musste damals etwas Geld vom Firmenverkauf anlegen. Den Rest habe ich anders angelegt, nicht an der Börse, ein Großteil meines Geldes war also gar nicht vom Crash betroffen. Mein Glück war damals, dass ich nur sehr wenige dieser Dot-Com-Aktien hatte (rund 5 Prozent des Depots), die anderen Werte haben sich mit der Zeit wieder gut erholt und sind deutlich gestiegen. Bin also sehr gut durch diese Krise gekommen, war aber Glück, hatte damals Null Ahnung. Auch die Finanzkrise ist gut an mir vorbeigegangen, ich hatte keine Bankenaktien, habe immer noch keine. Ich besitze auch keine Autoaktien, kein Cannabis, Wassertsoff, Biotech, Aktien von Firmen die keinen Gewinn machen und alles was sonst so gehyped wird. Vor Jahren habe ich Solaraktien besessen, Solarworld und Q-Cells, bin rechtzeitig ausgestiegen, hat sich gelohnt. Hat mir aber gezeigt, Finger weg von grünen Aktien. Bisschen Risiko ist OK, hab gerade eine größere Wirecard Position aufgebaut, anonsten nur langweilige Aktien mit 5 Prozent Dividendenrendite und mehr, gibts bei Wirecard natürlich noch nicht. Ich habe zwischendurch meine Aktien und Fonds auch mehrfach verkauft (mit Gewinn), die Fonds als erstes, waren mir zu teuer von den Gebühren, weil ich das Geld für geschäftliche Investitionen gebraucht hatte. Damals konnte man noch Aktien steuerfrei verkaufen, wer sich noch daran erinnern kann. Ich besitze Ackerland und Wald, langweilig, hat sich aber vervielfacht im Wert und stresst mich nicht. Dieses Jahr liege ich bei über 20 Prozent Zuwachs, dafür das ich nur langweilige Aktien habe, keine FAANG, OK für mich. Meine Aktien verkaufe ich auch nicht mehr, da ich keine geschäftlichen Großinvestitionen mehr mache, nur noch Buy and Hold.

  18. AvatarNico Meier

    Ich würde mich nicht wohlfühlen bei dem Gedanken, dass alles was an der Börse investiert ist in einem einzigen ETF liegt.
    Gibt hier verschiedenen Gründe einerseits würde man sich so auf einen einzigen Anbieter verlassen. Mal angenommen es gibt mal wirklich einen Crash von um die 50% aber nicht auf einen Schlag sondern verteilt über ein halbes Jahr. In diesen Zeiten wollen viele Leute verständlicherweise nicht täglich ins Depot schauen. Was aber wenn der Anbieter des ETF beschliesst den ETF zu schliessen? Dann werden alle Aktien zum Tageskurs verkauft und jeder erhält seinen Anteil aufs Depotkonto. Einen Monat später schaue ich aufs Konto und statt der Fondsanteile liegt da wenig Cash. Die Märkte haben sich in den letzen drei Wochen wieder um 20% erholt und mein Cash war nicht investiert.
     

  19. AvatarNeumanns

    Euer Sparwahn ist ja schon religiös und ein neurotischer Aktien-Geizhals euer Guru.
    Gibts hier eigentlich keinen einzigen, der sowohl gerne arbeitet als auch gerne schöne Sachen mit dem Geld macht, was er verdient.
    Ein schönes Auto muss nicht unbedingt über Schulden finanziert und neu sein, das gleiche gilt für ein nettes Zuhause (Einfamilienhaus).
    Wir arbeiten beide gerne und unternehmen am liebsten schöne Dinge mit den Kindern, Reisen, Zoo, Kino, all die tollen Angebote.
    Ja, das kostet natürlich Geld, eben dieses Geld, welches Unternehmen verdienen von denen ihr hier redet, ohne Konsum kommt doch auch nichts rum, das scheint ihr gekonnt zu verdrängen in eurer “Religion”.Tim ist ein sehr netter Typ, aber bei allem Respekt, das sind wir auch!Ich lerne mitunter tolle Leute bei der Arbeit kennen, kann mich dort bis zu einem gewissen Grad verwirklichen, meine Frau arbeitet mit behinderten Kindern, was gibt es da noch sinnvolleres.Wenn ihr einen Job habt, den ihr hasst und glaubt das Sparen allein wird euch heilen, kann ich euch nur sagen – Nein.Es grüßt eine zufriedene Familie.

  20. AvatarDaniel (Frankfurt)

    Meist ist es doch andersrum. Leute machen Geld mit ihrer Aktie/Anlage und halten sich für Genies. Wenn es in die Hose geht, war natürlich jemand anderes oder die Umstände Schuld. 
    ETFs sind übrigens Vehikel, die ursprünglich und hauptsächlich für institutionelle Anleger erschaffen wurden als Ersatz für Derivate und Futures. 

  21. AvatarMattoc

    @Nico
    Ja, ein schreckliches Bild. Da hast du Recht. Wenn Blackrock kein Interesse mehr an ETFs hat, und ohne Bescheid zu sagen, einfach so im Crash einen mehrere Milliarden schweren MSCI World ETF schließt, und ich als Anleger gar nicht mitbekomme, dass mir gerade ein mickriger Cash-Betrag dafür gutgeschrieben wurde, so dass ich dann die nachfolgende Erholung komplett verpasse, weil ich gar nicht ins Depot schaue, ist das sehr schlecht.
    Daher sollten grundsätzlich keine ETFs, schon gar nichts nur ein einziger gekauft werden. Das ist eine schlüssige Argumentationskette.
    Danke für diesen wertvollen Beitrag. Du bist ein meinungsstarkes und anerkanntes Mitglied dieses Blogs. Bitte zögere auch zukünftig nicht, deine Meinung kundzutun.

  22. AvatarNico Meier

    @Mattoc
    Ich habe selber auch einige ETF’s. ETF’s haben durchaus ihre Berechtigung. Ich habe als das GB Pfund bei rund 1.18 Franken gelegen Vanguard FTSE 100 gekauft. Investmentcase war vom Brexitchaos zu profitieren einerseits durch die Erholung des Pfundes andererseits durch die Erholung der Aktiekurse in GB.
    Das pfund notiert aktuell wieder bei 1.28 dieser Teil hat schon mal geklappt.

  23. AvatarNico Meier

    Danke für diesen wertvollen Beitrag. Du bist ein meinungsstarkes und anerkanntes Mitglied dieses Blogs. Bitte zögere auch zukünftig nicht, deine Meinung kundzutun.
    @Mattdoc
    Lieber Diktator Mattdoc bitte entschuldige, dass ich eine eigene Meinung habe und auch bereit bin diese öffentlich zu äussern!

  24. AvatarThorben

    Bezüglich ETFs ist es erstaunlich, wie viele Unwahrheiten und Fehlaussagen hier in den Kommentaren getroffen werden. Man sollte zumindest auf sachlogischer, halb-wissenschaftlicher Ebene Informationen einholen, bevor man seine Meinung bildet. Für alle, die wirklich verstehen wollen, warum Tim und viele andere auch ETFs befürworten, rate ich zumindest zu zwei Artikeln aus dem Blog von Gerd Kommer:

    Zum Thema ‘Systemrisiko’ durch ETFs (bzw. allg. ‘Passivem Investieren’: Link und Link

    Zum Thema Dividenden:
    Am Ende des Tages zählt nur die Gesamtrendite. Das ist die Summe aus Kurszuwachs und Ausschüttungen (bspw. in einem Jahr). Es gibt keinen statistisch nachweisbaren systematischen Vorteil von Dividendenaktien. Auch hierzu ein Link aus dem besagten Blog. 
    Gruß
     

  25. AvatarRüdiger

    @Eigene Meinung:
    Ach wie schön! Bei der eigenen Meinung gibt es keinen Neid. Sie wird gerne und großzügig mit Anderen geteilt  😉

  26. AvatarRalf

    “Es gibt nichts Schöneres als morgens auszuschlafen, wenn sich andere auf den Weg zur Arbeit machen”

    Sicherlich sehr schön. Wer z.B. noch kleinere schulpflichtige Kinder hat, kann über das ausschlafen an sich aber auch wohl manche schöne Geschichte berichten ;o)…. Unsere Kids sind schon etwas größer, aber das frühe Aufstehen habe ich mir nicht abgewöhnt.

    Handhaben übrigens auch viele sehr erfolgreiche Leute so und machen dann z.B. Sport am frühen Morgen.

    ETF an sich sind einfach eine super Sache. Zumal es auch die Möglichkeit gibt, durchaus zielgerichteter in einem Sektor wie IT oder Digitalisierung zu investieren. Ohne sich sehr speziell mit einzelnen Aktienunternehmen auseinander zu setzen.

  27. AvatarThorben

    @Ralf:
    Deine Aussage zeigt, dass ETFs oft auch für ‘Sektorinvestments’ (wie Stockpicking) genutzt werden. Auch Market-Timing wird damit betrieben. Der Anteil der ETF-Anleger, der tatsächlich global und passiv (Buy and Hold auf Dekaden, kein Market-Timing) investiert, ist sehr gering. Daher ist die Marktkapitalisierung von ETFs nicht automatisch ein Systemrisiko. Größtenteils wird damit auch aktiv gehandelt. Auch von institutionellen Anlegern.

  28. AvatarLithium85

    Das lange Schlafen und die fehlende Struktur kann sicherlich zu Depressionen führen.
    Man liegt im Bett, entrückt vom Fluss und vom Treiben der Gesellschaft, lungert rum, steht dann irgendwann (immer noch müde und antriebslos auf) und fragt sich wozu das alles.
    Ich brauche nicht jeden Tag Wochenende ;). Frühes Aufstehen und Sport klingt gesünder für die Psyche und den Körper.
    Der Anteil von Privatanlegern gegenüber Institutionellen in ETFs ist verschwindend gering… Fonds gibt es seit über 100 Jahren! Die Vorteile überwiegen einfach.

  29. AvatarRappo

    @Mattoc
    Leider muss man mittlerweile sehr viele Kommentatoren hier überlesen, da sie nicht wirklich zum Thema oder generell zu einer guten Diskussion beitragen. Sie (Mattoc) gehören jedoch nicht zu dazu.

    Daher wunder ich mich etwas über Ihren teils ironischen und von Sarkasmus geprägtem Beitrag. Nico Meier hat oft flapsige Beiträge, die ich ab und an sogar  als etwas verletzend empfinde. Jedoch empfand ich gerade die Aussage zu ETFs als zumindest Diskussionsfördernd und berechtigte Kritik.

    Ich selbst habe einige ETFs, mir aber solche Fragen auch schon (ähnlich) gestellt. Daher suche ich Finanzblogs und Foren auf um mich über solche Fragen und Themen zu informieren und auszutauschen. Deswegen überlese (i.Sinne von überspringen) ich auch viele der Streitthemen hier. Aber gezielte Diskussionen zu Finanzfragen dürfen, in meinen Augen, auch mal etwas kontroverser und kritischer beleuchtet werden.

    Generell wollte ich hier aber auch mal Danke sagen für die vielen tollen und seit Jahren lesenswerten Kommentare  an: Kiev, June,  Jenny, Berlinerin, FuG, Freelancer Sebastian, Sparta, Mark85, Ralf, Hafenmeister, -M, Der Baum, Matthias Schneider und bestimmt noch einige andere tolle Kommentatoren, die mir gerade nicht einfallen.

    Sie alle sind die Stütze dieses tollen Blogs. Danke.

  30. AvatarThorsten

    Seid nicht ganz so hart mit den Kommentatoren . Das ist hier ist ein soziales Medium. Schriftliche Äußerungen haben eine andere Rhetorik als Gespräche Vis-à-vis. Provokation, Thesen in den Raum stellen etc. das geschieht bewusst oder unbewusst mit dem Holzhammer, eben weil es mit Schrift zementiert ist , ohne Gestik, Mimik.  Der Konjunktiv stört dabei nur, dabei würde er im direkten Gespräch öfter genutzt, um höflich dem Gegenüber eine versöhnliche Antwort zu ermöglichen. 

  31. AvatarMattoc

    @Rappo
    Zum Ablauf und Risiko einer ETF-Schließung:
    https://de.extraetf.com/wissen/etf-schliessung
    Von „heute auf morgen“ und ohne dass es der Anleger mitbekommt, passiert da gar nichts. 
    Weiterhin wird von Tim und allen anderen, die sich mit passivem Investieren beschäftigen, ausdrücklich empfohlen, keine Nischenprodukte zu kaufen, sondern den Markt über große Indizes / Marktführer abzubilden:
    MSCI World
    MSCI Emerging Markets (IMI)
    MSCI World Small Cap
    Vanguard FTSE All World
    S&P 500
    Stoxx Europe 600
    FTSE 100
    sind geeignete ETFs/Indizes.
    ETFs auf diese Indizes haben ein Volumen von mehreren 100 Millionen
    / mehrere Milliarden Euro. Das Risiko, dass diese ETFs geschlossen werden, ist extrem gering. 

  32. AvatarSparta

    @Klaus
    Danke für die Antwort.
    Deine Stategie ist sicherlich auch gut!
    Die Lebenssituation ist jedoch individuell!
    Ich finde bei der Rendite eine 20-Jahresperiode schon aussagekräftiger als 1, 5 oder sogar 10 Jahre.
     

  33. Avatar42sucht21

    @ETF Diskussionen
    Bei Bezugnahme auf ETF sollten man m.E. immer dazuschreiben was gemeint ist. Ein ETF ist doch nichts anderes als ein Fonds der an der Börse gehandelt wird. Was sollte daran problematisch sein?
    Es gibt passive ETF es gibt aktive ETF. Es gibt ETF auf große Indices und auf nicht relevant Nischen und auf alle möglichen und unmöglichen Underlyings. Es gibt liquide ETF es gibt kaum gehandelte ETF. Es gibt physische, voll replizierende und es gibt sampelnde ETF und es gibt synthetische (Swap) ETF. Es gibt günstige ETF TER und v.a. kleiner TD es gibt teure ETF, es gibt große ETF Anbieter und kleine die so nicht längerfristig am Markt bleiben usw.
    Also bei Bezugnahme auf die Risiken von ETF sollte man dazuschreiben was gemeint ist. Auch hilft Faktenrecherche vor Absetzen eines Posts. Danke an @Sparta bezüglich ein paar Fundamentalinfos zu den immer wieder ohne Kenntnis gebashten Swaps. 

    @Mr. Pino Cavallo – Ein ETF kann ja nicht anders bewertet sein, als die Aktien, die es enthält. Oder etwa doch?
    Ganz kurzfristig bestimmt. So kurzfristig, dass es aber nicht relevant ist. Keine Preisfindung längerfristig? Es kommt auf den Inhalt der ETF an. bei einem Welt-MSCI Index ETF: Es stehen ja Anteile an produktiven Sachwerte dahinter, die vom Markt laufend bewertet werden, zB die Aktienkurse von ca. 1644 Large- und Midcaps in einem MSCI World ETF. Wie sollte da ein Fondskurs abweichen bei einem solchen liquiden und öffentlichen Underlying? 
    Bei Werten oder Fonds sieht man ja häufiger, dass der einer Wert von der Bewertung abweicht. Siehe zB das altbekannte Beispiel BB Biotech.

    @Rappo – Aber gezielte Diskussionen zu Finanzfragen dürfen
    Ja finde ich auch. Leider werden von Manchen ihre Sentiments und Selbstüberschätzung für andere als Fakten und Wahrheiten dargestellt. Darunter leider die Qualität und der Nutzen von Foren. 

  34. AvatarThorsten

    Zu Wirecard : habe heute morgen Wirecard gesucht und mir wurde das hier unten als Suchergebnis angezeigt, schwarzer Humor. Ich bin mittlerweile mit 9% meines Depots in Wirecard (hängt vom Aktienkurs ab).
    Es kann schief gehen, die Gefahr, dass es nach unten dreht und ich dann sehr lange warten muss, um aus den Miesen zu kommen.

    Die Chance eine zweite SAP im Depot zu haben ist bei diesem Wachstumswert  jedoch nicht schlecht. Gleiches gilt für Evotec.

    30% Wachstum in einem Unternehmen ist angesichts einer negativen Stimmung mit Rezessionsängsten doch etwas Erquickliches.
    https://abload.de/img/screenshot_20191118-0b8kmn.jpg

  35. AvatarRappo

    @Mattocja, dass sehe ich auch so. Das Risiko ist ziemlich gering und man sollte auf die großen Indizies setzen. Selbst bin ich auch nur in großen (vom Volumen und Index gesehen) ETFs investiert. Ich möchte jedoch immer mehr der Maxime folgen “Kauf nur das, was Du verstehst”. Es fällt mir ehrlich gesagt ziemlich nicht so leicht ein ETF Produkt komplett zu durchleuchten/verstehen.Also ich verstehe was der ETF abbildet und wie er es macht. Für mich selbst habe ich z.B. reine physische Ausschütter ausgewählt. Wie verhält sich ein ETF Anbieter aber in einer Krise?  (Crash/Krieg). Oder wenn ein Staat (nur als Beispiel mal Deutschland) auf einmal sozialistische Gesetze durchbringt. (Die Frage zählt dann natürlich auch für Aktien und andere Anlageformen) Auch die großen Anbieter werden dann vielleicht zu unvorhersehbaren Maßnahmen greifen. Aber man kann im Leben natürlich nicht alles komplett durchplanen. Ich denke auch, ETFs sind ein wunderbares Instrument um als kleiner Anleger breit gefächert investieren zu können. Ich bin aber eben auch das: ein kleiner Anleger und laie, bei dem Gefühle mitspielen. Und so ganz wohl “fühle” ich mich eben nicht, daher sind ETFs neben Aktien und anderen Anlageklassen auch nur eine Anlageklasse. Es geht mir da überhaupt nicht (nur) um Rendite und schon gar nicht um irgendeine Überrendite. Besser als der Markt bin ich sowieso nicht und auf Glück zu spekulieren habe ich keine Lust.Ich möchte nur weniger Angriffsfläche im Falle des Falles bieten. 

  36. IMHAMSTERRADIMHAMSTERRAD

    @Sparta
    Stimmt. Es kommt immer drauf an, womit man Geld verdient bzw. wo man mehr verdient. Wenn man die Gelegenheit hat schnell paar Euro zu machen, macht es durchaus Sinn sein Geld von der Börse abzuziehen, zumindest damals. Heute ist es allerdinsg anders. Wenn man jetzt verkauft, fällt gleich Steuer an, da ist das ziemlich schädlich und macht oft keinen Sinn mehr. Damals konnte man nach einer Haltefrist steuerfrei verkaufen und das Geld übergangsweise anderweitig investieren und dann wieder neu an der Börse anlegen. Ich arbeite immer noch, obwohl ich Rentner bin, als selbstständiger Immobilienmakler halbtags. Diese Möglichkeiten damals waren gewinnbringender als wenn ich die Aktien oder Fonds gehalten hätte.
    @Thorsten
    Wirecard macht zumindest Gewinn, der steigt sogar. Spricht für das Unternehmen erstmal. Mal sehen, wie es sich entwickelt. Bin nach dem letzten FT Bericht eingestiegen, also leicht im Plus bisher. Immer gut streuen, dann kann man auch mal einen Querschläger wegstecken. Die Zeit heilt viele Verluste an der Börse.

  37. AvatarRüdiger

    Ich bin aber eben auch das: ein kleiner Anleger und laie, bei dem Gefühle mitspielen.
     
    Ein ganz wichtiger Punkt. Deshalb würde ich auch niemals so anlegen, dass ich mich dabei unwohl fühle oder nachts nicht ruhig schlafen kann. Blind irgendwelchen Experten zu folgen, ist meine Sache nicht. Ich habe ETFs und einzelne Aktien. Wenn die Einzelaktien meine Erwartungen erfüllen: gut. Tun sie es nicht, wird mich das nicht ruinieren. Wie auch immer, ich sehe mich bei meinen Anlageentscheidungen nicht in einem Wettbewerb. Nicht mit anderen Anlegern, nicht mit dem “Markt”. Mein Portefeuille ist gewiss alles andere als optimal – als Laie erwarte ich das auch nicht – aber solange es für mich “gut genug” ist, passt das schon  😉

  38. AvatarRalf

    Eine größere Korrektur am Akienmarkt wäre allerdings durchaus wünschenswert. Einfach auch, um Druck aus dem Kessel zu nehmen und günstig aufstocken zu können. Man muss bedenken, dass auch die Zinspolitik und mangelnde Anlagealternativen zu den Kurssteigerungen mit beitragen. Richtig wohl wäre mir bei einem vollem Invest und erst kürzerer Anlagedauer an der Börse irgendwie derzeit nicht.

  39. Freelancer SebastianFreelancer Sebastian

    Ob nun Welt-ETF oder ein Korb von hervorragenden Qualitätsunternehmen (finde beides gut), ganz entscheidend ist es, sich für den langfristigen Börsenerfolg an bestimmte Regeln zu halten. Und diese Regeln gelten eben für beide Anlagestrategien gleichermaßen. Für mich das Indiz, warum nicht das Anlagevehikel, sondern die Regelbefolgung im Vordergrund steht und man mit beiden Strategien außergewöhnliche Renditen (im Vergleich zur Masse) erzielen kann.
     
    Der größte Hebel für die Performance sind die Kosten. Man kann es nicht oft genug wiederholen, weil nicht wenige meinen, andere Faktoren (wie die Reaktion auf Prognosen um die Zukunft) wären wichtiger. Nein, es sind die Kosten.
     
    Mit beiden Strategien kann ich gebührenarm Wertpapiere akkumulieren, diese langfristig (womöglich ein Leben lang) halten und dank B&H (bei Einzelaktien mit gelegentlichen Checks der Unternehmen) Steuern vermeiden.
     
    Auch hier die Wiederholung: Steuerstundung ist das Zauberwort. Würde ich meine Gewinne mitnehmen, müsste ich aktuell ca. 25.000€ Steuern abdrücken. Geld das für die Wiederanlage fehlte und das jetzt stattdessen ganz gemütlich weiter expontiell wirken kann.
     
    Daher muss man auch immer wieder davor warnen, mit Beachtung des Großen Rauschens, mit dem Folgen von Börsenexperten und dem Durchführen von Timggeschichten seinen langfristigen Börsenerfolg zu konterkarieren.
     
    Stur und stetig Aktien oder ETFs kaufen, diese sehr langfristig halten (kein Hin und Her) und Börsenpornos- und Geschwafel vermeiden. So simpel eigentlich, die intelligente Investitionsformel.
     
    @ Thorben
     
    Auch wenn ich nicht in Gänze auf diese Strategie setze (Mir geht es um die Unternehmen hinter den Aktien, dürfen also auch gerne Nichtausschütter wie Amazon, Alphabet, Berkshire sein) empfinde ich das Dividend Growth Investing als hervorragende Strategie. Hier mal ein Zitat aus dem Blog des von mir sehr geschätzten DGI (https://www.dividendgrowthinvestor.com/2018/01/investing-lessons-learned-from-ten.html):
     
    “Buying companies with growing dividends is an idea taken from trend following and momentum. Buying and Holding diversified portfolios with low turnover is an idea taken from indexing. Buying companies at attractive valuations, while trying to avoid overpaying is an idea taken from value investing. My edge is in buying a diversified portfolio of quality dividend stocks at attractive valuations, and then holding on to them tightly for decades.”
     
    Bezüglich der Ergebnisse:
     
    https://www.simplysafedividends.com/intelligent-income/posts/41-dividend-kings
     
     

  40. AvatarThorsten

    Heute ist Bolsas y Mercados (A0H1NA, Dividendenrendite über 6%) sprunghaft um 40% gestiegen . Es gibt einen Übernahmekampf.
    https://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/euronext-will-bme-uebernehmen-a-1296994.html
    Ich habe einen Teil dieser Aktien verkauft und habe mir dafür  Aktien der FRoSTA  (606900) zugelegt .
    Frosta hat nach über 2 Jahren Entwicklung ein Patent zum Verpacken von Tiefkühlkost in Papier umgesetzt.
    “Deshalb stellen wir sukzessive bis Ende 2020 unsere gesamte Produktion [auf Papier] um und sagen Tschüss zu 40 Millionen Plastikbeuteln.”
    https://www.frosta.de/tschuess

    Ich habe mir diese Aktie zugelegt, weil ich denke, dass wir gesellschaftlich und politisch eine Welle des Antiplastiks erleben werden und die Aktie von dieser Welle profitieren wird.
    Fischstäbchen, Rahmspinat und anders können wir seit Jahrzehten in Papierpaketen kaufen, Größere nicht bricketförmige Ware nur in massiven Plastiktüten.

    Spekulation : Nach dem Verbot kostenloser Plastiktragetaschen wird der Einzelhandel in den nächsten Jahren zunehmend mit dem Bedarf plastikfreier Verpackung konfrontiert. :

    Die nächste Regierung wird möglicherweise “grüner” sein als die heutige (?!), damit der Druck auf den Einzelhandel erhöht. Plastiktüten im Tiefkühlfach könnten ins Visier “grüner” Politik geraten
    Die über Klimahype und Gretaschreitdichan sensibilisierten Verbraucher sind bereit den Aufpreis von 20 Cent pro Packung zu bezahlen (!?)

    Die Idee und der Ausblick aufs nächste (ergebnisgesteigertes Jahr nach Verdauen der Investitionskosten) Jahr ist im Aktienpreis offensichtlich noch nicht enthalten oder wird vom Markt als zu gering bewertet.

  41. AvatarDanielKA

    Thorsten du entwickelst dich hier zum aktivistischen Investor 😉 , Merci für deine Anregungen.
    Für Wirecard bin ich irgendwie zu ängstlich, drücke euch allen (und dem Standort Deutschland) die Daumen, dass es die nächste SAP bzw. VISA wird.
    Ansonsten habe ich Aktien und ETF’s, sehe da kein Problem drin. Für die Kinder werden sowieso nur die ALLWorld Varianten bespart.

    PS: meine Altriaspeku ist endlich deutlich ins Plus gedreht, das Klumpenrisiko ist mir bewusst.

  42. AvatarRüdiger

    Thorsten zeigt sich als Visionär …
    Mal erfrischend andere Ideen, als das ewige “ich warte auf den nächsten Einbruch und kaufe mich dann billig bei den Blue Chips ein”  😉

  43. AvatarThorsten

    @DanielKA oh ja, ein bisschen Spaß muss sein. Die Aktie passt wenigstens  ins Schema (Euroraum, bissel Dividende). Nur vor Olaflangfinger muss man sich hüten. Noch rechtzeitig gekauft, ein bisschen Zeit ist ja noch.
    Die Altria sei Dir gegönnt.

  44. AvatarThomasH

     @Tim:
    Bitte Charts immer mit logarithmischer Achse verwenden. Alles andere lässt eine extrem exponentielle Steigerung vermuten und ist defintiv nicht aussagekräftig, was das prozentuale Wachstum betrifft.

  45. AvatarThorsten

    OT, aber es könnte für den ein oder anderen persönlich interessant sein, da es Rendite ohne Investition verspricht :

    Wirecard wird das Girokonto in boon.planet ab 1.1.2020 mit 0,75% verzinsen :
    https://www.it-times.de/news/wirecard-steigt-tiefer-ins-banking-geschaeft-ein-und-bietet-zinsen-auf-einlagen-133687/

    Das Angebot gilt ab 1.1.2020 für die App boon.planet (nicht mit boon verwechseln)
    Warum könnte das gut sein ? Es kostet die Bank,  während andere Banken Gebühren und auf höhere Einlagen Strafzinsen einführen (ich erinnere mich an die PSD-Bank und Netbank ehemals 2% aufs Girokonto, ab 1.1.2020 führt letztere Kontoführungsgebühren ein) ?!

    Die Wirecard AG erwartet, in den kommenden Jahren so „hunderte Millionen Bankkunden“ zu gewinnen. Dier Produkte basieren dabei auf persönliche Daten und künstlicher Intelligenz.
    Mit dem Angebot steigt die Wirecard AG, wie bereits angekündigt, mehr und mehr ins Online-Banking Geschäft ein und steht hier im Wettbewerb zu traditionellen Banken und Startups wie N26.

    Wie die Wirecard AG dieses Angebot finanzieren will, bleibt indes unklar.
    Mittlerweile zahlen Banken Strafzinsen für ihre Einlagen bei den Zentralbanken. Diese wollen Banken bald auch ihren Kunden in Rechnung stellen.

    Die Neukundengewinnung kostet eine Bank normalerweise 30 bis 60 Euro, es wird Werbung, marketing, provisionen etc.  aufgewändet, das kann sich auf dreistellige Eurobeträge summieren :
    https://financefwd.com/de/so-viel-bezahlen-banken-mittlerweile-fur-einen-neukunden/
    https://www.biallo.de/geldanlage/ratgeber/so-vermeiden-sie-negativzinsen/

    Es wurde bis dato in Foren spekuliert, warum es im Vergleich zu N26 keine sichtbare Werbung für das kostenlose Girokonto von Wirecard gibt.
    Die gezahlten Zinsen könnten nun genau diese vermisste Werbung bewirken. Die Zinszahlung wird sich vermutlich als Alternative für Girokonten und 0,05% oder gar nur 0,01% verzinste Tagesgeldkonten  als Empfehlung kostenlos in den Medien herumsprechen. 

    Bei einer durchschnittlichen Girokontoeinlage von 1000 Euro (ich habe keine Daten im Netz gefunden, das wird wohl auch keine Bank verraten ?!)  , wendet die Bank 7,50€ pro Jahr und Kunde an Zinsen auf. Das ist ein Bruchteil der Kosten, die eine klassische oder Direktbank für einen Neukunden aufwenden muss.

    Ich sehe schon Tenhagen rumfuchteln, natürlich in der gewohnten Art mit kritischem Blick “Wirecard hätte ja Probleme gehabt, aber die Einlagesicherung würde auch hier gelten, die Spareinlagen aären sicher, Bedenken hier, Bedenken da, aber nur für Mutige, bla bla”. Bis der es merkt ist 2020 womöglich schon um. 😉
     

     
     

  46. AvatarSparta

    @Sebastian

    Ich sehe es nicht als 132. Diskussion etf`s vs. Aktien sondern wollte nur ein paar Fakten zu den synthetischen etf`s schreiben, nachdem zuvor diverse Falschbehauptungen & emotionale Befürchtungen hierzu bzw. allgemein zu etf`s geschrieben worden sind.

    Nicht mehr, nicht weniger! 😉

    Unterschiedliche Meinungen/Denkansätze sind ja bereichernd um sich selbst neue Gedanken zu machen!

    Der Tonfall macht jedoch die Musik! 😉

  47. Freelancer SebastianFreelancer Sebastian

    @ Sparta
     
    Wie? Jetzt antwortest du auf eine Mail schon im Blog? Na schön, der Rest bleibt aber privat! 😉 🙂
     
    War gar nicht als Kritik gemeint. Käme mir bei dir nie in den Sinn. Du bist immer sachlich, nüchtern, logisch. Deine Antworten sind auch völlig korrekt.
     
    Nur kommen die diversen Falschbehauptungen & emotionalen Befürchtungen gefühlt alle zwei Wochen auf und immer wieder gibt man die gleichen Antworten. Irgendwie müßig. Aber hast schon recht, jemandem, der wirklich nur Bedenken hat und nicht stänkern will, Abhilfe zu leisten, ist eine feine Sache.
     
     

  48. AvatarJune

    @-M
    ich lese gerade mit, hätte viel zu sagen, bin aber beruflich leider gerade wieder im Streß.
    Take care,
    June

  49. AvatarNico Meier

    @DanielKA
    Richtig Altria macht richtig freude.
    Habe die gekauft im September 2019 und bin inzwischen bei einem Plus von gut 19%. Mal überlegen was der ETF in diesen zwei Monaten so gemacht hat. 😉
     

  50. KievKiev

    @ Einzelaktie Evraz
    Ich habe aktuell Probleme die Aktie Evraz einzuschätzen. Ich habe Revenue von Q1 und Q2 angesehen und die Earnings im selben Zeitraum. Revenue ist erheblich weniger als in Q3 und Q4 des letzten Jahres. Ich habe mir die Stahlpreise angesehen. Die waren im Dezember noch höher, aber macht dies so einen großen Unterschied aus? Im Geschäftsbericht konnte ich auch nur die Zahlen entdecken, aber keine Begründung. Oder ich habe es einfach nicht verstanden. Das sollte nicht als heißer Tipp falsch gedeutet werden! Für weitere Lektüre oder Hinweise bin ich jedenfalls dankbar.
    @ DanielKA
    Meine neuste Altria Position hat bisher um die 10% gebracht. Sie konnte den Buchverlust des Bestandes zumindest etwas lindern.
    @ Buy & Hold
    Ich mag den Value orientierten Ansatz für Buy & Hold. Halten finde ich sehr wichtig. Vor allem bei Aktien, die man langfristig (be)halten möchte. Luckin Coffe ist letzte Woche nach guten Q3 Ergebnissen an einem Tag 15% gestiegen und Freitag noch einmal um 25%! Wenn man diese Woche wegen Hin- und Her verpasst hätte, wäre das tragisch. Überbewertete Aktien und auch Zykliker können je nach Gewinnaussicht und aktueller Bewertung bei mir auch mal gehen. BASF werde ich vielleicht umschichten, da ich vielleicht 2-3 bessere Ideen habe. Auch Langweiler können im Übrigen schnell ansteigen. Gazprom hat auch ein paar Hüpfer nacheinander gemacht.
    @ M, Michi Freelancer
    Danker für Euren Input gestern. Manchmal wundere ich mich, wie die eigenen Beschreibungen völlig anders interpretiert werden können. Bei Euren Schilderungen kann ich bereits beim Anlesen erkennen, dass Ihr mit Familie ein zufriedenes Leben führt. Es wird sich generell und in Deutschland in besonderem Maße zu viel gesorgt. Die meisten Sorgen sind unnütz und stellen sich hinterher als unbegründet heraus. Ich habe mich auch schon gefragt, ob manch ein Besorgter über das Kinderglück selbst Kinder hat. Bei unserer Kita und Schule habe ich (bis auf eine Ausnahme) bei keinen Kindern Sorge. Auch die Lehrer und Erzieher sind überwiegend engagiert und motiviert. Ich kann allerdings bei einigen Eltern Stress und eine leichte Unzufriedenheit erkennen. Sie müssten nicht FF sein, um dies zu ändern. Mit kleinen Änderungen könnten sie viel entspannter und damit glücklicher Leben. Da müssen sie aber leider selbst drauf kommen. Bei Fragen gebe ich natürlich gerne ein paar Tipps. Ich hatte im Übrigen selbst mehr Stress im Leben und war nicht immer so glücklich wie ich es heute bin.
    Medienkonsum, Internetkonsum, Sorgen, Ernährung, Sport und den Blick auf das Wesentliche im Leben reichen schon für ein wesentlich besseres Leben.

  51. Avatar-M

    @Kiev 
    Ja wir sind mit wenig glücklich: Familie, Gesundheit, Sport, Freunde, Musik,  ab und zu ein Wein und kleinere Urlaube. Passt schon. 
    Witzig, BASF überlege ich ebenso zu verkaufen, wenn die weiter steigen. Ich habe die zu teuer eingekauft vor paar Jahren und würde die hergeben. Ich denke ich kann mein Geld härter arbeiten lassen entweder in einem anderen Unternehmen oder wieder in basf aber dann zu einem günstigeren Preis.
     
    hier ein kurzer Ausschnitt von fool.de
    Evraz (WKN: A1JMT9). Dieser russische Stahlgigant, der außerdem auch im britischen FTSE 100 gelistet ist, kam im vergangenen Geschäftsjahr auf einen Gewinn je Aktie in Höhe von 1,25 Pfund Sterling. Bei einem derzeitigen Kursniveau von 3,59 Pfund Sterling beläuft sich das Kurs-Gewinn-Verhältnis hier auf lediglich 2,9, was durchaus preiswert ist.
    Auch die Dividendenrendite ist hier wirklich sehr, sehr hoch. Bei einer für das vergangene Geschäftsjahr ausgeschütteten Dividende in Höhe von 0,91 Pfund Sterling beliefe sich dieser Wert hier auf 25,3 %, was ebenfalls einige Investoren abschrecken dürfte. Trotz der Tatsache, dass die Dividende zumindest im vergangenen Geschäftsjahr operativ vom Gewinn gedeckt gewesen ist.
    Eine Skepsis, die möglicherweise berechtigt ist. Evraz ist mit Sicherheit alles andere als der sichere Ausschütter, alleine ein Blick auf die Gewinnhistorie genügt, um zu sehen, dass die Geschäftsjahre 2012 bis 2016 allesamt mit einem Verlust abgeschlossen worden sind. Auch die Dividende wurde entsprechend erst vor zwei Jahren neu aufgelegt, was die Unsicherheit natürlich ebenfalls schüren könnte.
    Sollte Evraz nun allerdings das operative Ruder herumgerissen haben, könnte hier eine spannende, langfristige Turnaroundgeschichte lauern. Womöglich wird die Dividende nicht immer gleichbleibend hoch sein, doch selbst heftige Kürzungen könnten hier zu ansehnlichen und hohen Dividendenrenditen führen.

  52. Freelancer SebastianFreelancer Sebastian

    @ Neumanns
     
    Gibts hier eigentlich keinen einzigen, der sowohl gerne arbeitet als auch gerne schöne Sachen mit dem Geld macht, was er verdient.
     
    Doch, der Blog ist voll davon 🙂 !
     
    Also die Eintrittskarten für´s Theater mit Sohnemann zahlen wir gerne, ebenso wie die Sportrüstung oder die Kursfahrt für die Großen. Für Spenden und Geschenke geben wir gerne Geld aus (wenn auch noch nicht genug). Und gesunde Lebensmittel lassen wir uns auch etwas kosten, genauso wie den nächsten Urlaub und und und….
     
    Trotzdem wird das Portfolio kontinuierlich bestückt und wertvoller und wertvoller. Ein zusätzlicher durchschnittlicher Bruttomonatslohn, der irgendwann zu einem durchschnittlichen Bruttojahreslohn anwächst, kommt uns ganz gelegen 🙂 .
     

  53. AvatarDanielKA

    @ Nico, Kiev
    Nico bei dir war es dann wohl eine erstposition, dass du so deutlich im plus bist. GlückwunschIch war schon bereits bei 45,XX EUR drin investiert, musste also stark verbilligen. Jetzt also endlich im plus, finde aber weiterhin das eine Unterbewertung vorliegt. Dividende habe ich nicht mitgezählt, die versüßt das zusätzlich.
    Zum Thema Zufriedenheit mit Familie, wir haben ein sehr hohes Niveau in Deutschland, weiß nicht warum man sich da immer beschweren muss. Ist wahrscheinlich wirklich eine deutsche Eigenheit. In Spanien und anderen Südländern wird in den Ballungsgebieten zu 4-5 auf 70-80 qm gewohnt und sich deutlich weniger beschwert als bei uns. vielleicht liegt es wirklich am Wetter 😉
     

  54. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Sparta

    Ich kaufe Value und Wachstum. Ich bin allergisch gegen Firmen, die defizitär sind. Die kaufe ich nicht. Ich mag zudem keine Aktien, die am Allzeithoch stehen. Auf Konferenzen erfahre ich manchmal mehr und verstehe Firmen besser.

  55. AvatarAlex erklärt Aktien

    Einer der (meiner Meinung nach) entscheidenden Schlüssel zum langfristigen Börsenerfolg für einen Buy-and-Hold-Anleger, der auf langfristig aussichtsreiche Qualitätsaktien setzt, ist das Durchhalten in schweren Börsenzeiten, wie es auch Tim im Artikel erwähnt.
    Da muss man zeigen, wie stark man psychologisch ist und ob man das Zeig dazu hat, wirklich ein erfolgreicher Langfristinvestor zu sein. Am wichtigsten ist es, in dieser Zeit nicht aus Angst zu verkaufen und am besten sogar weiter zuzukaufen (Qualitätsaktien bzw. Index-ETFs zu Schnäppchenkursen einsammeln). So wie Tim es macht bzw. gemacht hat in der Vergangenheit.
    Andere Privatanleger, die noch keinen großen Crash durchgemacht haben, müssen aber im Fall des Falles erst noch zeigen, ob sie das auch schaffen (das gilt übrigens auch für mich selbst). Man kann sich zwar schwer auf den nächsten Crash vorbereiten, aber es ist ein Stück weit möglich, denke ich.
    Zum Beispiel, indem man sich immer wieder vor Augen führt, wie frühere Börsencrashs abgelaufen sind, inklusive der nachfolgenden Erholungsphasen (etwa mit Hilfe von langfristigen Charts, so wie etwa der von Tim oben). Oder durch die Blog-Artikel von Tim, der uns bestimmt aufbauen und motivieren wird, gerade in schweren Zeiten am Ball zu bleiben 🙂
    Viele Grüße, Alex

  56. AvatarNico Meier

    @DanielKA
    Ja habe erst bei knapp über 40$ gekauft und scheinbar einen guten Zeitpunkt erwischt.
    Du hast recht die Jahresdividende von über 8% auf meinem eingesetzten Kapital bei MO ist natürlich was feines.
    Ich halte Atria auch weiterhin für unterbewertet und werde im moment die Position halten.

  57. AvatarDanielKA

    @ Alex erklärt Aktien“Andere Privatanleger, die noch keinen großen Crash durchgemacht haben, müssen aber im Fall des Falles erst noch zeigen, ob sie das auch schaffen (das gilt übrigens auch für mich selbst).
    Jupp aber ohne Ahnung ein Ebook für 30 EUR verkaufen und ie Aktienwelt erklären wollen
    sorry ich musste auf den link klicken, bin selbst schuld, hätte ich es doch nicht gelesen
     

  58. AvatarNico Meier

    Jupp aber ohne Ahnung ein Ebook für 30 EUR verkaufen und die Aktienwelt erklären wollensorry ich musste auf den link klicken, bin selbst schuld, hätte ich es doch nicht gelesen
    @DanielKA
    Ist doch wie bei der Kunst. Es ist nicht derjenige der Depp der Scheisse zum Preis von Gold verkauft, sondern derjenige der bereit ist für Scheisse den Preis von Gold zu zahlen.

  59. AvatarRüdiger

    Gibts hier eigentlich keinen einzigen, der sowohl gerne arbeitet als auch gerne schöne Sachen mit dem Geld macht, was er verdient. 
    Doch, der Blog ist voll davon 😉 !
     
    Ja, ich zähle wohl auch dazu. Nur “leider” erreiche ich recht schnell den Sättigungspunkt, dass darüber hinausgehender Konsum mein Glücksgefühl nicht mehr steigert. Vielleicht bleibt deshalb Monat für Monat etwas auf dem Konto, was kontinuierlich investiert wird  😉

  60. AvatarEx-Studentin

    Mit dem Titel kann ich mich gut identifizieren. Habe gerade 3 Monate am Stück frei. Die Zeit vergeht leider wie im Fluge. Es tut sehr gut, Abstand von der Arbeit zu gewinnen. So langsam verstehe ich, warum Leute Sabbaticals machen. 
    @Rappo
    Vielen lieben Dank für die positive Erwähnung! 🙂

  61. AvatarWolke

    …Ich mag zudem keine Aktien, die am Allzeithoch stehen
     
    Naive Frage: Woher weiß man denn, daß sie am Allzeithoch steht?
     

  62. AvatarAlex erklärt Aktien

    @DanielKA
    Man kann also nur gut Aktienwissen erklären, wenn man bereits am eigenen Leib einen Börsencrash mitgemacht hat? Ok, jedem seine Meinung, werde ich nicht gegen angehen. Wer weiß, wie lange ich dann hätte warten müssen, bis ich über Börsengrundlagen hätte schreiben “dürfen” ;). Oder weiß jemand wirklich, wann genau der nächste Crash kommt (die ganzen Crash-Propheten sagen ihn ja schon seit Jahren voraus)?

  63. AvatarRüdiger

    Man kann also nur gut Aktienwissen erklären, wenn man bereits am eigenen Leib einen Börsencrash mitgemacht hat?
     
    Man darf über den Flug der Vögel nur schreiben, wenn man:
    a) ein Vogel ist
    b) fliegen kann
    😉

  64. AvatarRalf

    @Aktienbewertungen: Warren Buffett sitzt z.B. auf einem riesigem Geldberg. Dies mag auch mit der Größe von Berkshire und entsprechend größeren Herausforderungen bei Investitionen was zu tun haben.

    Aber es ist durchaus auch ein Warnsignal für mich als Kleinanleger, nicht voll investiert zu sein. Anlagenotstand haben vielen Firmen. Grade im Technologiesektor türmen sich die Geld­reserven. Darum kaufen sich Firmen wie Apple quasi schon selbst.

    Mag jeder sehen wie er will. Ein gewisser Cashanteil für turbulente Zeiten (je nach Risikoprofil mehr oder weniger) ist nicht unbedingt immer verkehrt. Etwas investieren und parallel Cashanteil ausbauen. Warum nicht?

  65. AvatarWolke

    @Hafenmeister
    Ich mag zudem keine Aktien, die am Allzeithoch stehen…
    Naive Frage: Woher weiß man denn, daß sie am Allzeithoch steht?
    Sorry,  hab mich mißverständlich ausgedrückt. Ich meinte damit, wie man eine Aktie mögen oder nicht mögen kann, weil sie am Allzeithoch steht? Gerade Apple war immer wieder am sogenannten „Allzeithoch“. Wenn man da jedesmal die Aktie „nicht gemocht“ hätte, wär einem Einiges entgangen. Man hätte dann ja Markettiming betrieben …und verloren, im Sinne von entgangenem Gewinn.
     
     

  66. AvatarNico Meier

    @Ralf
    Wie hoch ist denn dein Casanteil in Relation zu den Aktienanlagen und in Relation zum Gesammtvermögen?

  67. AvatarSparta

    @Tim
    “Ich kaufe Value und Wachstum. Ich bin allergisch gegen Firmen, die defizitär sind.”
    Danke für Deine Antwort.
    Geht es auch etwas konkreter? Hast Du einen Kriterienkatalog? Inwiefern verwendest Du gelerntes von Deiner Ausbildung?
    Ich will ja definitiv keine Tipps sondern nur Deine Vorgehensweise verstehen…

  68. Freelancer SebastianFreelancer Sebastian

    @ Ex-Studentin Jenny
     
    Ich finde es sehr schön, dass du hier wieder ein paar Worte verlierst. Deine unaufgeregte Art ist sehr symphatisch.
     
    Deine Zeilen verstehe ich nur zu gut. Nach 6 Wochen Sommerurlaub brauche ich immer eine Woche um wieder “reinzukommen”. Meinen Erwerbstätigkeiten gehe ich schon gerne nach. Aber frei zu sein ist noch ein wenig schöner….
     
    @ Wolke
     
    Es gibt einen Unterschied zwischen Markettiming und Pricetiming, zumindest nach meinem Verständnis. Beim Markettiming kaufe oder verkaufe ich Aktien, um einen allgemeinen Börsenumschwung zu antizipieren und einen guten “Schnitt” zu machen. Mit den eigentlichen Unternehmen hinter der Aktie hat das nichts zu tun.
     
    Beim Pricetiming sind mir Marktstimmung und Prognosen um die Börsenentwicklung egal. Ich lege einen Preis fest, zu dem ich bereit bin, Anteile an einem Unternehmen zu kaufen und warte auf den passenden Börsenkurs.
     
    Man kann das sicher anders sehen (Matthias Schneider tut das), aber das Warten auf einen bestimmten (Börsen-)Preis, zu dem ich eine Aktie kaufen möchte, verstehe ich nicht als Markettiming. Was “der Markt” macht, ist mir beim Aktienkauf gleichgültig. Welchen Preis ich zu zahlen habe nicht. Manchmal muss man auf Rücksetzer warten können.
     
    Bitte nicht falsch verstehen. Ich möchte nicht den Besserwisser markieren, sondern finde es nur interessant, wie unterschiedlich die Sichtweisen sind.
     
    Aktien auf Allzeithoch zu kaufen, empfinde ich nicht als dramatisch. Selbst warte ich zwar auch immer auf Rücksetzer, aber ich meine mich an Statistiken zu erinnern, nach denen Aktien auf Allzeithoch in der Folge so richtig durchstarten.
     
    Eine Aktie beim Allzeittief zu kaufen, wäre dagegen nicht so mein Ding…. 🙂 .
     

  69. KievKiev

    @ M
    Ich habe 100 BASF Aktien. Das hat mich beim letzten Tief etwas geärgert. Ich wollte hier nicht nachkaufen, da meine Positionsgröße bereits erreicht ist. Ich habe die Aktie in meinem IB Depot. Ich hatte letzte Woche vergeblich versucht einen SC zu schreiben. Ein direkter Verkauf kostet knapp 10€. Mit einem SC kann ich sie günstiger und mit Prämie abgeben. Ich möchte sie wieder kaufen, wenn sie günstiger ist.
    Im Vergleich zu BASF kann ich andere Aktien gerade günstiger kaufen. Ob es sich auszahlt wird sich zeigen. So etwas mache ich auch eher selten. Ich kann mir aber vorstellen, dass BASF bei einer kleineren Korrektur wieder deutlich günstiger ist. Einen späteren Kauf von BASF werde ich dann auch in meinem Traderpublic Depot durchführen. Da kann ich auch günstig 50 STK kaufen und nachlegen. Oder einen Teilverkäufe durchführen. Optionen ist bei der Aktie nicht so gut möglich. Da sind amerikanische Titel leichter verwendbar. Mal abgesehen von WDI.

  70. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Sebastian,
     
    ich glaube, ich habe noch keine Strategie wirklich kritisiert. Es kommt ja auf jede persönliche Situation an.
     
    Für mich persönlich gibt es eben keine lange Wartezeit mehr, um auf Wachstumsaktien zu setzen, oder Jahre auf einen “Wunschpreis” zu warten.
     
    Ab 2021 spare ich nichts mehr ins Depot, vielleicht schon früher. Kommt drauf an, wann ich mein Auto ersetzen muss.
     
    Für mich machen eben nur regelmäßige Zahler Sinn. Am allerliebsten wäre mir eine Situation, wo der Markt schön ruhig vor sich hin dümpelt, ein wenig nach rechts oben, und stabil zahlt.
     
    Deswegen will ich eigentlich noch mehr Preferred Shares mit gutem Kupon nehmen. Da gibt es keine Kursphantasie, nur regelmäßige Zahlungen. Deswegen kann man sowas nahezu jederzeit kaufen. Das ist mir am liebsten. Ich halte kaum Cash (vom Giropuffer und Tagesgeldkonto, wovon ich demnächst ein Auto kaufen werde, mal abgesehen). Auf dem Depotkonto bin ich gerade mal so 320 EUR über Wasser.
     
    Ich will einfach jeden Monat ab 2021 meine Rentenlücke mit Dividenden füllen. Und dazu brauche ich kein Millionenvermögen. Im Prinzip passt es jetzt schon so. Wenn ich sehe, womit ich jetzt klar komme (Nettogehalt minus Sparrate), und dann die Nettorente ohne Sparrate plus jetzige monatliche Dividenden vergleiche, dann liege ich schon längst um einiges drüber. Mit Eintritt in die Rente werde ich also mehr zur freien Verfügung haben als jetzt. Etwas später mit 67 kommt dann noch eine Auszahlung meiner Direktversicherung, was auch nochmal ein Auto wäre. Muss da also auch keins mehr ansparen. Passt also.
     
    Ich habe oft bei Einzelaktien gedacht, jetzt müsste der zurück gekommene Kurs doch kaufenswert sein, aber oft ging es dann noch weiter abwärts. Mich nervt das zunehmend. Der Kurs hat immer seine Berechtigung. Was einem teuer erscheint, ist aus guten Gründen teuer, und was man sich billiger wünscht, hat dann auch einen Grund, warum es billiger wurde.
     
    Also ich warte auf keinen Preis, ich kaufe etwas, sobald ich Geld flüssig habe. Da gibt es immer was. 
     
    Guten Erfolg,
     
    MS

  71. Avatarhawaiikai

    In meinen Augen ist ein oftmals unterschätzter Punkt, dass man sich eine Strategie zurechtlegen sollte mit der man sich auch wohlfühlt.
    Das gilt für mich sowohl für die “großen” Fragen (Einzelaktie vs ETF oder Aktien vs Immobilien) als auch für die “kleineren” Fragen (wann kaufe ich zu welchem Preis o. ä.).
    Beispiel Einmalanlage vs Sparplan: aus zig Studien ist bekannt, dass eine Einmalanlage einem Sparplan sehr häufig überlegen ist. Ob man sich damit psychologisch wirklich wohl fühlt, sollte bei der Entscheidung aber auch berücksichtigt werden, sonst wird man nicht ruhig schlafen.

  72. AvatarHerbert G.

    Hallo,
    ich bin 43 Jahre wohne in einem kleinen schuldenfreien Haus (5 Jahre alt). Ehefrau (arbeitet Teilzeit 75%). Kind 4 Jahre mit Handicap. Ich bin bodenständig und sparsam (aber nicht übertrieben). Urlaube innerhalb der EU mit PKW. Nebenbei habe ich mir ein ETF (FTSE All World High Dividend Yield Vanguard, 2 Vanguard Europa ex uk und uk, ishares EuroStoxx 600, Vanguard Emerging Markets) Depot von knapp 1 Mio Euro zusammen gehamstert. 100% Aktien aber allein 35% in dem Vanguard All World Dividenden Fond. Aktuelle Bruttodividendenrendite liegt bei ca. 3 % oder etwas mehr, diese lege ich aktuell 1:1 wieder an. Auto fast neu. Nettovermögen könnte komplett bei 1,40 bis 1,50 Mio EUR liegen (grob geschätzt). Tages Geld 1-3 Gehälter nicht inbegriffen.
    Gibt es Verbesserungsvorschläge zur Depotverteilung?
    Träume oft davon mit meiner Tochter/Frau mehr Qualitätszeit zu verbringen. Im Beruf habe ich aber Verantwortung aber ich habe nicht mehr den Spaß wie vor 8 Jahren. Persönlich habe ich etwas Angst vor der Zukunft (Existenz, Inflation etc…). Was würdet ihr machen? Würde gerne mehr Wandern etwas Sport treiben oder stundenlang lesen und gärtnern, da mache ich momentan gar nix, da die Zeit einfach fehlt. Eigentlich müsste ich auf 25h die Woche zurück gehen (sehr hohe Gehaltseinbuße) um jahrelang vernachlässigte Hobbies und Kind/Frau unter ein Dach zu bringen. Ach ja, gesetzliche Rentenanwartschaft ist aktuell bei ca. 900 EUR pro Monat…

  73. AvatarValue

    Wow, Herbert Respekt 
    Mitte der 40‘ziger, abbezahlte Hütte und ca. 1 Mio im Depot, da würde ich es tatsächlich etwas ruhiger angehen lassen. Du willst mehr Zeit für Frau und Kind haben . . . . . nimm sie Dir, im Job auf 50% reduzieren und mit den Lieben unbezahlbare Dinge machen, das wird Dir keiner mehr nehmen. Wenn Deine Tochter mit der Schule fertig ist und Du wieder Lust hast beruflich Dinge zu bewegen dann kannst Du ja dann immer nochmal angreifen 🙂
    Deine Aufteilung hab ich aber nicht ganz verstanden, erst sprichst Du von einem ETF Depot mit knapp 1 Mio € und dann von 100% Aktien . . . . . Vielleicht magst Du ja dazu noch was schreiben. 
    Wenn Du Dich mehr um persönliche Dinge kümmern willst würde ich wenn noch Pulver für weitere Rücklagen übrig ist automatisch in ETF‘s investieren. 

  74. AvatarEx-Studentin

    @Freelancer Sebastian
    Danke! 🙂 Das mit dem “Reinfinden” kenne ich sehr gut. Wenn ich im Arbeitsmodus bin, fehlt mir der Urlaub nicht und im Urlaub ist es umgekehrt.. Eine guter Kompromiss ist für mich das Reduzieren von Stunden. Ich habe früher leider viele Überstunden gemacht und bin dann irgendwann auf 35h runter. Seit dem habe ich nicht mehr so das Gefühl, das was im Leben zu kurz kommt. 
    @ Herbert
    Bei so einem hohen Vermögen würde ich sehr ruhig schlafen.. Du musst ja nicht gleich auf 25h reduzieren. Aber wenn sich das mit dem Job vereinbaren lässt,  ich dann würde ich schittweise reduzieren. Von 40 auf 35 oder von 35 auf 32 usw.

  75. AvatarHerbert G.

    Hello Value,
    ich meinte mit 100 % Aktien die ETF’s:
    Vanguard FTSE All World High Dividend Yield
    Vanguard FTSE Europe ex uk
    Vanguard FTSE Europe
    ishares euro stoxx 600
    Vanguard FTSE Emerging Markets
    und noch 5000 EUR in SP 500 von ishares (nur zum beobachten).
     
    Oft mit einer drastischen Reduzierung der Arbeitszeit auch eine Aufgabe der Verantwortung verbunden und das bedeutet auch deutlich weniger Einkommen. Vor so einen Schritt hat man auch Angst, schließlich eine Zäsur.
    Persönlich kann ich von 1500 bis 2000 EUR im Monat sehr gut leben. Bei Vollaufgabe des Jobs (9 Monate zum Quartalsende) käme noch die Krankenversicherung hinzu.
    Naja, die Gedanken…

  76. Mark85Mark85

    Man könnte die ETFs auf 1 Weltindex vereinfachen und zwecks Diversifizierung weitere Anlageklassen hinzufügen, aber was soll man jemandem noch großartig raten, der mit 43 Jahren ein so herausragendes Ergebnis erzielt hat? Hier bittet schließlich kein blutiger Anfänger um Rückmeldungen. 😉

    Ich habe mit viel weniger Vermögen aufgehört zu arbeiten, aber keine Familie zu versorgen. Die Entscheidung einer Arbeitszeitreduzierung kann dir niemand abnehmen. Hör auf dein Herz.

    Mir ist freie Zeit wichtiger, als noch mehr zurücklegen zu können. Irgendwann hatte ich einfach die Schnauze vom Buckeln voll. Ein Restrisiko bleibt immer bestehen, das gilt für alle Lebensbereiche. Eine schlimme Krankheit oder ein schwerer Unfall reichen aus, um plötzlich ganz andere Prioritäten, als noch mehr Mammon anzuhäufen, zu haben. Ich möchte mein Leben in möglichst viel Freiheit genießen. Nicht erst im regulären Renteneintrittsalter.

  77. AvatarNico Meier

    @Herbert G.
    Wie wäre es die Arbeitszeit so zu reduzieren, dass ein zusätzlicher freier Tag resultieren würde? Dann würdest du weiter 4 Tage die Woche arbeiten. Wenn möglich wählst du den Freitag so, dass deine Tochter einen freien Nachmittag hat. So könntet ihr mehr Zeit zusammen verbringen. 

  78. Avatar42sucht21

    @Herbert G
    Wenn der Job früher gut war und auch sonst alles passt (pendeln usw.) dann würde ich versuchen im gleichen Job wieder mehr Spass zu haben wenn möglich. Das fände ich ideal. Sie haben ja ein große finanzielles Polster (es würde bis zum Lebensende reichen- je nach Handicap der Tochter macht Vererbung auch nur beschränkt Sinn) – und so können Sie selbsbewusst mit der Unternehmensleitung sprechen um zB Freitags homeoffice zu machen oder 2x die Woche nachmittags früher Schluss machen um die Tochter zum Sport / Logopädie o.ä. zu begleiten oder 3 Monate Urlaub (unbezahlt) am Stück oder mal 1 Jahr in einer Auslandsniederlassung um wieder mehr Freude zu erhalten und neuen Input. Nebeneffekt, man kann sich für höhere Aufgaben im Unternehmen empfehlen. Wenn das nicht geht würde ich die Komfortzone verlassen und mir einen neuen Job / Beschäftigung suchen. In Ihrer Situation ist ja ein BoreOut / BurnOut die größte Gefahr.

    Bei den ETfs finde ich persönlich die Aufteilung nicht ideal (Redundanz/ Übergwichtung Europa (und Large Cap), zu wenig Wachstumsaktien). Aber wer bin ich, dass ich Ihnen da Vorschläge mache. Sie haben ja finanziell so ziemlich alles richtig gemacht und da gibt es minimalen Optimierungsgewinn. Wichtig ist ja, dass Sie sich so wohl fühlen mit der Aufteilung – wie oben beschrieben.

    etwas Angst vor der Zukunft (Existenz, Inflation etc…) Das empfinde ich als unnötig.

    Nehmen Sie sich Zeit für Ihre Frau. Sie sorgen bestimmt toll für Ihre Familie und Ihre 4J alte Tochter. Vergessen Sie nicht sich Zeit für die Partnerschaft zu nehmen. Gerade in Familien mit Kindern mit handicap ist der Stresslevel ja auch oft im Alltag sehr hoch und viele wichtige Dinge kommen zu kurz. Auf Dauer macht sich das dann bemerkbar. Alles Gute!

  79. KievKiev

    @ Herbert G
    Du bist ein paar Jahre älter als ich und hast etwas mehr Vermögen. Da kann ich nicht viel weiterhelfen.
    Folgende Fragen sind interessant:
    Wieviel Geld benötigst Du aktuell und in Zukunft? Kannst Du das abschätzen? Das ist in jungen Jahren ein Problem.
    Wie viel Stunden arbeitest Du aktuell die Woche?
    Wie viel Fernsehen, Surfen treibst Du am Tag?
    Machst Du Sport und Yoga usw.?
    Wie viel Zeit kosten die Wege zur Arbeit? Je nachdem macht Heimarbeit an einem Tag oder eine 4 Tagewoche hier Sinn.
    Du hast vermutlich Angst in jungen Jahren Deine Karriere stark zu beschneiden. Es ist so immer die Frage, ob Du das Gehalt noch einmal in der Höhe erhalten kannst, wenn Du es doch benötigen solltest. Du kannst die Arbeitszeit auch minimal reduzieren. So kannst Du zeigen, dass Du Deine Arbeit weiterhin erledigen kannst und hast kaum Risiko. Je nach Zeitverschwendung kannst Du bereits durch Änderung Deiner Gewohnheiten eine qualitativ bessere Zeit für Dich herausholen. Ich bin ein Fan von Pareto. So kann man bereits mit den richtigen kleinen Änderungen viel erreichen. Ich stehe als Beispiel um 05.30 Uhr auf, mache etwas Sport und Yoga, Dusche kalt und bereite das Frühstück für die Mittagspause (IM Fasten) vor. Nach der Arbeit habe ich Zeit für die Kinder und führe nebenbei Klimmzüge durch und spiele Klavier. Abends lese ich gerne. Ich schaue allerdings kein Fernsehen, Netflix usw. mehr. Nachrichten sowieso nicht. So habe ich bereits heute bei einer 38h Woche viel Freizeit. Ich schlafe allerdings auch nicht so lange. Oder wie Arni sagen würde: Ich schlafe etwas schneller. Mit Lesen funktioniert das ganz gut. Ich werde vermutlich mit 43 Jahren eine 4 Tagewoche durchführen. Das ist in meiner Position allerdings gut möglich. Ich werde die Arbeitszeit vielleicht auf 32h reduzieren. Also nicht ganz 4 Tagewoche. 
     
     

  80. AvatarHerbert G

    Hallo,
    herzlichen Dank für die Kommentare. Sie machen Mut. Ich denke, ich werde nächstes Jahr meine Arbeitszeit um 5-8 h reduzieren (34 oder 32h). Naja, ich Sachen Portfoliomanagement schadet es nie, auch anderen anzuhören, man lernt nie aus. Früher war mein Bestand auf viel mehr ETFs aufgeteilt. Vor zwei Jahren wollte ich es übersichtlicher gestalten. Bezüglich Wachstumssegmente nehme ich gerne Vorschläge an.
    Europalastig bin ich, da meine Ausgaben in EUR sind und Europa meiner Meinung nach noch mit vielen Problemen behaftet ist. Selbstverständlich eine Wette. Vielleicht hellt es sich hier auf…
    Persönlich reichen mir 1500-2000 EUR im Monat. Im schlimmsten Fall benötige ich 2.500 inkl.Krankenkasse und Pflegev.. Aber ausprobiert habe ich es auch noch nicht.
    Grüße
    Herbert

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