Du kannst bequem mit Nebenjobs in die Teil-Freiheit gehen


New York, 3. Juli 2020
Ein Lehrer ging in die finanzielle Freiheit mit seiner Frau. Sie haben Nebenjobs, um über die Runde zu kommen. Ihr Depot rühren sie nicht an. Es soll wachsen. Sie haben 300.000 Dollar im Depot.

Lehrer Chase Martin (25) aus North Carolina ging mit seiner Frau Mary mit 300.000 Dollar in die finanzielle Teil-Freiheit. Das Depot wollen sie nicht anzapfen. Deshalb geht er weiterhin zehn Stunden pro Woche arbeiten. Auch seine Gattin macht das. Ganz auf Arbeit möchte er nicht verzichten. Ihm macht es mehr Spass mit Arbeitsprojekten.

Seine Sparsamkeit hat sich um zehn Prozent erhöht, seit er den Job an den Nagel gehängt hat. Seine Nebenjobs sucht er genau aus. Er mag lieber einen Job, der ihm Spass macht. Lieber verzichtet er auf Geld.

Er schaut nicht mehr ständig ins Depot. Er fühlt sich wohl. Er ist relaxter geworden. Geld macht ihm keine Sorgen mehr, weil er denkt, dass er genug hat.

Pro Jahr geben beide 30.000 Dollar aus. Sie müssen also beide jeweils netto 15.000 Dollar pro Jahr verdienen, um die Ausgaben decken zu können. Er macht unter anderem Lebensmittelzustellung an die Haustür. Als Pizza- oder Sandwichbote sei es ratsam, so sagt er, in der Rushhour zu arbeiten. Dann gibt es mehr Trinkgeld. Er hat verschiedene Nebenjobs.

Ein Drittel des Einkommens verdient er mit Blutspenden – er geht zwei Mal je Woche zum Aderlass. 90 Dollar verdient er so pro Woche.

Die beiden haben einen Garten, sie bauen Heidelbeeren, Tomaten, Salat, Basilikum, Grünkohl an. Er macht das mit einer Spezialmethode. Er stellt die Pflanzen in einen Baby-Pool.

Das Paar lebt in Durham. Sie können mit dem Rad oder zu Fuss alles erreichen. Sie haben ausgemistet, leben auf kleinerer Wohnfläche. Sie halbierten die Quadratmeterzahl von 168 auf 84. Sie zahlen 1.100 Dollar Miete warm im Monat.

Was die beiden machen, nennen die Amerikaner “Coast FIRE”. Sie sind also nicht ganz vollständig finanziell unabhängig. Deshalb brauchen sie einen kleinen Job, um über die Runden zu kommen. Sie stört es nicht, zu arbeiten. Sie arbeiten aber nicht in einem Vollzeitjob, sondern machen nur Teilzeitjobs. Sie wohl zu fühlen.

Der Job ist in der Regel stressfrei, der ein zusätzliches Einkommen beisteuert. Der Trick ist: Die gesamten Lebenshaltungskosten mit Nebenjobs zu decken, so dass das Depot weiter wachsen kann mit den Dekaden. Das Paar kann ihre Nebenjobs wechseln, wenn sie mögen. Sie scheinen sehr relaxt zu sein.

Wenn etwas im Supermarkt im Angebot ist, schlagen die beiden wie die Irren zu. Sie heben dann mehr Lebensmittel auf. Im Gefrierschrank oder in der Vorratskammer. Hauptsache billig – ist ihr Motto.

Ich mache mehr YouTube-Videos in New York

Themenwechsel: Ich habe dieses Video über zwei heiße deutsche Wachstumsaktien gemacht, aus dem Internetbereich. Zudem spreche ich über den Wirecard-Skandal und das Versagen der deutschen Behörden:

Ich mache jetzt mehr Videos. Die kommen sehr gut an. Ich bin überrascht. In diesem neuen YouTube-Video spreche ich über die Kette Domino’s Pizza und einen US-Milliardär, der bei mir ums Eck wohnt:


tim schaefer (Author)

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thoughts on “Du kannst bequem mit Nebenjobs in die Teil-Freiheit gehen

  1. AvatarAndreas

    Hehehe…..zweimal die Woche Blut spenden? Ich glaube Mann darf 6mal im Jahr spenden und Frau viermal. Wahrscheinlich meinst Plasma spenden. Aber selbst das ist zuviel mit zweimal die Woche denke ich.
     

  2. AvatarAlex

    Mit 25 schon 300k zu haben, ein Traum. Da wäre ich heute schon finanziell frei.

  3. AvatarLeChifre

    Jan von FinanCrack.de , da muss ich dir recht geben. Ich frag mich sowieso wie die Leute da in USA Krankenversichert sind. Wahrscheinlich sind die 300 000 $ Ruck-Zuck weg, wenn einer von den beiden Krank wird. Hier in Deutschland schläft man ruhiger da jeder eine KV hat , außer man kündigt seinen Job und meldet sich nirgends an. wir habe auch die selbe summe wie die beiden, investiere auch alles, und arbeite noch voll, weil es mir noch spaß macht und wir da auch noch gutes Geld verdiene, Miete brauchen wir auch nicht zu zahlen, das wird vielen später mal zum Verhängnis. Und weil ich und meine Frau noch voll arbeiten , leisten wir uns ab und zu was außergewöhnliches, aber jeder darf und soll auch leben wie er will, das ist klar. Wir haben einfach den Vorteil, sollte uns die Arbeit mal keinen spaß mehr machen, können wir sofort was anderes suchen. Warum sage ich nicht aufhören ? Weil der Betrag einfach zu gering ist um garnix mehr zu machen, außer man will jeden Tag nur noch im Minimalismus leben, was ja auch wiederum jeder für sich selber entscheiden kann und soll.  

  4. AvatarFelix

    „Lehrer Chase Martin (25)“? In welchen Alter wird man in den USA Lehrer? Scheint so als hätte er seinen Beruf an den Nagel gehängt, bevor er ihn ausgeübt hat. Die 300.000 im Depot kommen eher nicht aus dem Lehrergehalt, vom Pizzaausfahren samt Trinkgeld auch nicht.
    Dubiose Story.

  5. AvatarRüdiger

    Interessant, was für Freaks Tim immer wieder ausgräbt. Story lesen, wundern, kopfschütteln … und zurück in die Realität  😉
     

  6. AvatarBruno Live Coach

    “Ein Drittel des Einkommens verdient er mit Blutspenden – er geht zwei Mal je Woche zum Aderlass. 90 Dollar verdient er so pro Woche.”
    Vielleicht mal einen Deal mit einem kapitalistischen Vampir eingehen, der zahlt besser 😀

  7. Mark 85Mark 85

    Das ist ein gutes Alternativmodell und auf Deutschland übertragbar. Mit lediglich 10 Arbeitstunden pro Woche ist er so gut wie finanziell unabhängig. Die kann man an 1 Wochentag abreißen. 😉

  8. AvatarPaluma

    Wenn man als Pizzabote 15 k im Jahr verdienen will, dann muss man auch gut was leisten.
    Bei 15.000€÷10€/std. Wären das dann1500 Stunden im Jahr. 1500/12Monate/4 Wochen wären damn 31,25 Stunden die Woche.
    Von Teilfreiheit kann da eigentlich nicht mehr die Rede sein. 
    Und ein Lehrer der mit 25 300.000$ gespart hat? Bekommt man in der USA Geld fürs Studieren?:-)
    Irgendwie Realitätsfern.

  9. AvatarWolke

    Ein Lehrer ging in die finanzielle Freiheit mit seiner Frau. Sie haben Nebenjobs, um über die Runde zu kommen…
    Ein Drittel des Einkommens verdient er mit Blutspenden…
     
    Was ist denn das für eine finanzielle Freiheit? Die Geschichten werden langsam etwas merkwürdig…vorsichtig ausgedrückt.Wie kommt man auf die Idee, solche Geschichten zu erzählen?

  10. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Mark 85

    So ist es. Wenn man clever ist und bodenständig leben kann, geht viel mehr, als man denkt. Die konsumgeile Mittelschicht kann sich das freilich nicht vorstellen.

     

    @ Paluma

    Das wichtigste beim Pizzaboten hast du bewusst unter den Tisch fallen lassen: das Trinkgeld. Amerikaner sind großzügige Trinkgeldzahler. 

  11. AvatarPaluma

    Ah stimmt, das mit dem Blutspenden hatte ich überlesen 🙂 
    Dann müsste er noch ca 22 Stunden Arbeiten als Piztabote nach meiner Berechnung.
    Ich würde lieber etwas nach gehen, wo mich auch fordert. Aber so sind die Menschen unterschiedlich.

  12. AvatarNiels

    Wie will man finanziell frei sein, wenn sich der ganze Alltag um die Finanzen dreht?

    Lieber einen sinnvollen Beitrag zur Wertschöpfung im verpöhnten “Hamsterrad” leisten, sein Humankapital aufbauen, es in Cash umsetzen so lange man noch nicht zum alten Eisen gehört, und solide investieren. Dann bin ich auch “finanziell frei” – nämlich frei davon, mir den ganzen Tag Gedanken um die Kohle machen zu müssen.

  13. AvatarPaluma

    @tim mit Trinkgeld kommt es vielleicht dann mit 15 Stunden hin 😉
    Ja das Trinkgeld hatte ich außen vor gelassen. 10 € wären aber auch wahrscheinlich der Bruttolohn.

  14. Mark 85Mark 85

    An Tim: Ja, perfekt für Leute, denen die volle finanzielle Freiheit als Ziel zu schwierig oder langwierig erscheinen. So bleibt man weiterhin motiviert, weil man ein alternatives Ziel vor Augen hat. 🙂

  15. AvatarRüdiger

    Das ist nicht mehr meine Welt … Ich gehe doch nicht studieren, um mich schnellstmöglich aus meinem Beruf zu verabschieden und mich als Pizzabote und Blutspender über Wasser zu halten. Aber heh … ich bin alt und kein Maßstab. Macht ihr mal, wird schon passen  😉
     

  16. AvatarChristoph

    Warum arbeitet er nicht einfach Teilzeit als Lehrer, da sollte doch mehr bei rumkommen, es sollte mehr Spaß machen und es ist wahrscheinlich routinierter

  17. KievKiev

    @ Paluma
    Ich bin selbst vor ungefähr einer Dekade Lieferant für heiße Ware gewesen. Ich habe damals schon mehr als 10€ Netto die Stunde verdient. Meistens habe ich an einem Abend 50-80€ verdient. 80€ gab es allerdings wenn ich die Speisen mit vorbereitet habe. Das hat dann länger gedauert. Zusätzlich durfte ich eine Pizza verzehren und meist eine mitnehmen. 
    Die Zeit vermisse ich manchmal. Es hat Spaß gemacht. Es war im Grunde bezahler Rally Sport.

  18. AvatarJan

    Das ist eine viel zu enge Kiste. Einmal schwanger werden und dieses Kartenhaus bricht direkt zusammen. 
    Mit 25 zu behaupten man wäre für den Rest des Lebens frei, bei 300k & 2 Personen, ist an Naivität kaum zu überbieten. 

  19. Mark 85Mark 85

    An Rüdiger: Er kann bereits in jungen Jahren fast nur noch den Dingen nachgehen, die ihm Spaß machen.

    Der Durchschnittsbürger wartet darauf oft bis zum regulären Renteneintrittsalter. Nur lassen sich dann manche Dinge nicht mehr nachholen, wenn die Gesundheit nicht mehr mitspielt.

    Zeit ist ein kostbares Gut. Warum sollte man sich bis 65 oder 67 abbuckeln? Mir wäre sein Weg 100-mal lieber. Normal zu sein, sprich der Herde zu folgen, kann nämlich jeder. 😉
     

  20. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Mark 85

    Es kann sein, dass er schon Anfang 30 ist. Aber er hat bei YouTube “25 Jahre” als Alter angegeben. Vielleicht ist das eine alte Angabe und nicht aktualisiert worden. Trotzdem wäre das eine super Leistung, falls beide Anfang 30 sind. Respekt so oder so! 

  21. AvatarLithium85

    Und ihr glaubt den Blödsinn wirklich?
    Ich weiß nicht wie lange in den USA studiert wird um Lehrer zu werden. Die 300k hat er niemals selbst erwirtschaftet und auch nicht wenn er zusätzlich Zeitung austrägt seit er 10 ist. In den USA steigt man idR mit einen A*** von Schulden ins Berufsleben ein.
    Der Typ hat vermutlich geerbt oder im Lotto gewonnen und direkt im ersten Jahr des Berufslebens das Handtuch geworfen. Glaubt nun naiverweise, dass 300k für den Rest des Lebens mit gerade mal 25 ausreichen. Wird dann hier als frugaler “normalo” von nebenan verkauft, der es von Grund auf in die Freiheit geschafft hat.
    Jetzt hat er seinen Lebenslauf vollends versaut und macht den Rest seines Lebens Studentenjobs. Ich weiß nicht warum derartiges hier gehighlighted wird. 
    Es dauert Jahrzehnte in die finanzielle Unabhängigkeit! Einen sparplanrechner mit 7-8% p.a. kann jeder einmal für seine Sparrate anschmeißen.
    Lieber lange in einem vernünftigen Beruf arbeiten (Depot aufbauen für einen früheren Renteneintritt mit Anfang 60) und auch mehr Geld Ausgeben und vernünftig Leben (Urlaube, Kinder, die Welt gesehen haben, man hat nur das eine Leben) “finanziell frei” wie ein Würstchen und mit Gammeljobs, stets mit angsterfüllten blick auf den fallenden Depotwert? Nein danke.
     

  22. AvatarAndrea

    Das ist ja mal wieder eine merkwürdige Geschichte: Ein 25jähriger (!) Lehrer, also wahrscheinlch mit 1-2 Jahren Berufserfahrung, der lieber Pizzen ausfährt als zu unterrichten. Er sieht auch gar nicht aus wie ein Lehrer. Es klingt unglaubwürdig. Wahrscheinlich fehlen noch ein paar wichtige Informationen wie: Er hat mit 16 seinen Führerschein gemacht und fährt seitdem die Pizzen aus (also seit 9 Jahren), dabei hat er bei seinen Eltern gewohnt und sich damit die  Miete gespart, seine Freundin ebenso, usw. Irgendwie klingt das mit den 300.000 $ ansonsten nicht logisch.

  23. AvatarRüdiger

    @Mark 85:  Mir wäre sein Weg 100-mal lieber.
     
    Dann gehe ihn halt  😉
     

  24. KievKiev

    @ 300k in Amerika
    Ich finde auch, dass es eine heiße Kiste ist. Am Ende schafft Trump Obama Care ab. Dann wird es sportlich. Ich kann aber auch nicht nachvollziehen warum man ein Lehrer wird und dann so früh aufhört zu arbeiten. Bei einer halben Stelle ist er doch schon fast bei den anvisierten 10h in der Woche… Das war nicht ganz ernst gemeint. Aber er könnte doch nur für ihn interessante AGs machen. Dann macht er vielleicht nur Lego Technik, Logo Programmierung und vielleicht ein Fach wie Sachkunde Unterricht. Damit wird er wohl bei ähnlich wenig Arbeitszeit mehr Geld verdienen. Selbstständigkeit ist eine weitere Möglichkeit für ein Nebeneinkommen.
    Sie könnten aktuell auch die Miete sparen. So könnten sie mit einem Camper die ganze USA erkunden und überall Nebenjobs annehmen. So würden sie weniger Geld benötigen und würden nebenbei etwas erleben. In den USA gibt es auch sehr günstige Häuser zu kaufen. Wenn sie eh nur Nebenjobs durchführen so können sie auch ein günstiges Haus in einer nicht so beliebten Gegend kaufen. Hier wurde doch letztens ein Bonus in Alaska erwähnten…

    Es ist in den USA möglich ohne Studium als Lehrer zu arbeiten. Das habe ich schon Mal gelesen. Hier verdient man allerdings weniger Geld. Das habe ich bei Wikipedia entdeckt:
    Eine Besonderheit des amerikanischen Schulsystems sind Teacher Assistants und Substitute Teachers. Ein Teacher Assistant (Lehrer-Assistent) ist eine fest angestellte Hilfslehrkraft, die – häufig in Teilzeit – den Klassenlehrer bei der Arbeit unterstützt; Teacher Assistants werden hauptsächlich im Elementarschulbereich eingesetzt. Einstellungsvoraussetzung ist meist ein Highschool-Abschluss, Collegeabsolventen werden jedoch bevorzugt beschäftigt. Einige Colleges bieten spezielle Abschlüsse an. Alle Teacher Assistants werden dann jedoch am Arbeitsplatz eingearbeitet (on-the-job-training). Im Jahr 2006 waren landesweit 1,3 Mio. Teacher Assistants tätig. Ihr mittleres Einkommen betrug 2006 20.740 US$.[61]

    @ Andrea

    Trump sieht für mich auch nicht wie ein amerikanischer Präsident aus. Er verhält sich auch nicht, wie es in so einem Amt zu erwarten wäre.

  25. AvatarAktien Noobs - Sky

    Spannende Story und noch nebenbei Arbeiten zu gehen, ist eine andere Lösung. Ich würde glaube ich die Variante vorziehen, von meinen Dividenden leben zu können. Ich würde aber irgendwie doch etwas machen und so gesehen auch weiterarbeiten.
     
     
     

  26. AvatarJan

    @Lithium85,
    ich stimme dir vollumfänglich zu. Wirklich in allem. Nur Anfang 60 wäre mir zu spät. Wir schaffen es vermutlich mit Anfang 50. Ohne Einschränkungen.
    Ich frage mich auch, was für armselige Jobs manche haben müssen um immer nur ständig raus zu wollen? Ist Pizza ausfahren wirklich stressfreier als Lehrer? Habt ihr schon mal Pizza ausgefahren? Arbeitszeiten? Stundenlohn? Meist die eigene Karre nutzen? Zeitdruck trotz Blitzer? uvm. Na, bevor ich Pizza ausfahre arbeite ich lieber einen oder zwei Tage die Woche im Hauptjob.
    Ich glaube auch, dass da viel geschönt und hin gedichtet wurde. Es ist nicht alles Gold was glänzt. Hier ist das eher Katzengold.
    @Mark85: Wenn du auf dem Niveau finanziell frei sein möchtest geht das in Deutschland auch leicht als Harzer. Einfach den Job kündigen, die Sperre mit eigenem Geld überbrücken und dann die nächsten Jahre Bewerbungen mit Fettflecken und Rechtschreibfehlern abgeben oder beim Telefonat in der Nase popeln, das kann keiner nachweisen. Schon bist du frei. Und wenn du dein gespartes Geld gut versteckst und dich nicht ganz doof anstellst, kannst du mit dem auch noch Reisen und Unternehmungen machen. Direkt ab morgen möglich… Wenn das das Lebensniveau ist das man sich vorstellt und die Motivation lediglich daher rührt den ganzen Tag nichts tun zu müssen: Go for it.
    Ich habe Nachwuchs. Ich möchte etwas vorleben. Ich möchte mit meiner Arbeit etwas bewegen. Ich möchte etwas erreichen. Ich möchte die Welt sehen. Ich möchte schöne Hobbys haben. Ich möchte auch mal verrückte Dinge ausprobieren. Ich möchte auch mal für eine adäquate Leistung entsprechend Geld ausgeben können. Ich will kein Knauser sein. Viele sehen hier ihren Arbeitgeber offensichtlich als etwas schlechtes. Arme Menschen sind das. Ich sehe meinen Arbeitgeber als Freund und Partner mit dem ich zusammen etwas erreichen kann und wähle ihn entsprechend aus. Und ja, mit der Einstellung lässt sich dann auch irgendwann übers Gehalt verhandeln.
    Viele Grüße

  27. Mark 85Mark 85

    An Tim: Auf jeden Fall. Ich kann hier manche Kommentare nicht nachvollziehen. Sobald jemand mit seinem Lebensweg stark von der Masse abweicht, fängt bei einigen das Zweifeln und Hadern an. Hier geht es aber noch human zu. Ab und zu bringen die Massenmedien ähnliche Artikel – dort fallen die Abneigungen in den Kommentarbereichen erheblich größer aus.

    Hat das etwas mit der allgemeinen Programmierung durch die Mehrheitsgesellschaft zu tun? Die meisten Menschen sind wohl auf Folgendes geeicht: Geburt —> Kindergarten —> Schule —> Ausbildung/Studium —> Vollzeitarbeit bis Mitte 60 —> Rente —> Tod.

    Viele tun sich schwer, in abweichenden Bahnen zu denken, was ich etwas schade finde. Sozialer Kontrolldruck kann zusätzlich dazu führen, dass eigene Ausscherversuche erschwert werden. Ich spreche aus eigener Erfahrung. Dennoch möchte ich jeden dazu ermutigen, mal der Frage nachzugehen, ob man den Lebensweg eingeschlagen hat, der einem die höchste Lebenszufriedenheit bietet. Kommt man beispielsweise zu dem Schluss, dass man hauptsächlich anderen gefallen oder nicht bei ihnen anecken wollte, wird es höchste Zeit für Veränderungen. 🙂

  28. Mark 85Mark 85

    An Jan: Danke für die Anleitung, aber ein mutwilliger Hartz-4-Langfristbezug ließe sich nicht mit meinen Vorstellungen eines freien Lebens vereinbaren. Vor diese Entscheidung gestellt würde ich lieber einer Teilzeitstelle nachgehen, als meine Selbstachtung und -bestimmung zu opfern.
    Ich kann deine Lebenseinstellung nachvollziehen, aber mir bringt Erwerbsarbeit keinen Zugewinn an Lebensfreude, obwohl ich mich durchaus unterordnen könnte. Es ist einfach so, dass ich meine Zeit lieber mit anderen Dingen verbringen möchte.
    Wenn ich mal Lust auf Arbeit habe, dann lieber wie folgt: Vor einigen Tagen half ich jemandem bei seinem Umzug. Die anderen Helfer wurden bezahlt, ich nicht. Auch eine Qualität von Freiheit.
     
     

  29. AvatarJan

    Mark85. Du glaubst kaum wie zufrieden wir sind. Such dir einen Job der dir Spaß macht.
    Was ist an der Geburt schlecht?
    Was ist am Kindergarten schlecht? Meine Tochter liebt ihre Kita. Die Kita, nur um dir mal ein Gefühl für die Wertigkeit zu geben, kostet in unserem Kreis 542€ pro Monat (Ganztageskrippe). Wir hatten die verkürzte Krippe gewählt (430€/Monat). Und unsere Tochter freut sich auf die Kita und es ist eine Bereicherung für sie. Wir müssten es nicht machen. Aber wir machen es für sie. Dafür musst du aber ziemlich oft Blut spenden gehen…
    Was ist an einer Ausbildung oder Studium schlecht? Ich lerne gerne. Wissen ist unbezahlbar und bereichert. Auch später noch. Da ich schon lange nicht mehr schulpflichtig bin und mich mittlerweile zu meinem sehr technischen Job (RPA) ein Gegengewicht in der Kultur geschaffen habe, gehe ich gerne mit meiner Frau in Opern, Theater, Orchester, uvm. Sicher ist das auch mal teuer. Aber wer mal La Traviata live erlebt hat, weiß wieso Julia Roberts in ihrem legendären Film sehr authentisch eine Träne verdrücken muss. Was ist also gegen Bildung einzuwenden? Nebenbei habe ich vor nach meinem Hauptberufsleben wieder mal die Uni zu besuchen (Gasthörer).
    Was ist an einer Vollzeitarbeit schlecht? Mir gefällt mein Job so gut, dass ich letztes Jahr auf 110% aufgestockt habe. Teilweise verbringe ich die ein oder andere Nacht für den Job. Aber es fühlt sich unheimlich gut an, wenn man dann bei Sonnenaufgang auf einen Knopf drückt und der Roboter plötzlich zum Leben erwacht. Nebenbei bin ich deshalb gerade wach und programmiere nebenher. Ich mach das nicht weil ich es muss. Ach was, das ist hier gerade gegen so jede Arbeitszeitvorschrift meines Arbeitgebers. Warum mach ich es? Weil es mir Spaß macht. Das ist gerade keine Arbeit sondern bezahlte Freizeit. Morgen gehts ins Schwimmbad mit der Tochter und etwas auf der grünen Wiese schnarchen. Man ist das Leben geil! 
    Bis Mitte 60 arbeiten? Wieso? Was ich mache werde ich vermutlich nicht bis 60 können. So ehrlich bin ich zu mir. So bald es mir keinen Spaß mehr macht, werde ich Teilzeitler. Wieso nicht? Dank Gehaltsgarantie meines Arbeitgebers wird mein Stundenlohn nicht mehr gekürzt werden können. Danke, mein Freund und Helfer. Man muss sich nur den richtigen Arbeitgeber suchen. Und nicht alle paar Jahre meinen zu hoppen. Ja, ich weiß das ist hipp. Aber es ist wie in der Ehe: Wenn man sich bindet hat man Vor- und Nachteile. Leider sehen heute viele nur noch Nachteile darin.
    Rente? Will ich so spät wie möglich. Ich brauche eine geregelte Aufgabe im Leben. Lieber lange Teilzeitler als einfach nur krampfhaft irgendwelche Aufgaben zu suchen.
    Tod? Ja, das wird uns alle treffen. Wenn dir Gott den Odem aushaucht ist es vorbei. Ich liebe diese Hornbach-Werbung “Emil”. Sie bringt es so unglaublich gut auf den Punkt und dazu diese wunderbar stimmige Musik. Es läuft mir jedes Mal kalt den Rücken hinunter.https://www.youtube.com/watch?v=IV54WKxMHCc
     

  30. Mark 85Mark 85

    An Jan: Es freut mich, dass du zufrieden bist, nur beinhaltet für mich der 0815-Lebensweg zu viele und zu lange Fremdbestimmungszeiten. Gerade während der Schul-/Ausbildungszeit und dem Arbeitsleben. Die Kindergartenzeit war noch die angenehmste. 😀

    Ich brauche niemanden, der mir von außen eine feste Tagesstruktur vorgibt. Ich möchte lieber selbst entscheiden, was ich wann mache. Langeweile kenne ich so gut wie nie. Allein mit der Wissenserweiterung verbringe ich jeden Tag bis zu mehrere Stunden. Ansonsten befinde ich mich seit Anfang Januar auf den Kanarischen Inseln. Es gibt schlimmere Orte, an denen man aufwachen kann. Meine letzte Erwerbsarbeit ist bereits 11 Jahre her. Bislang geht mein Plan glücklicherweise auf.

    Tims Artikel über die finanzielle Unabhängigkeit/Freiheit lese ich am liebsten. Ich liebe Geschichten über abweichende Lebenswege wie die des ehemaligen Lehrers Chase Martin.

    Ansonsten lese ich zur Zeit Gerd Kommers neuestes Buch ,,Souverän investieren vor und im Ruhestand: Mit ETFs Ihren Lebensstandard und Ihre Vermögensziele sichern”. Martin Webers neuestes Buch ,,Die genial einfache Vermögensstrategie: So gelingt die finanzielle Unabhängigkeit” ist ebenfalls gelungen. Und ihr? 🙂

  31. AvatarPerpetuum Mobile

    Irgendwann haben hier einige Embryos “bequem” die finanzielle (Teil) Freiheit erreicht. Auf diese Geschichten warte ich auch noch!!

  32. AvatarRalf

    @Lithium85: Volle Zustimmung.

    Was, wenn plötzlich ungeplant Nachwuchs kommt?

    Und man kann in D so ein Leben deutlicher leichter erreichen. Nennt sich Hartz IV.
    Selbst bei absichtlich größter Faulheit sind Sanktionen höchstrichterlich stark limitiert und es kann nicht komplett gestrichen werden. Man ist krankenversichert und der Steuerzahler zahlt die Zeche. Die Mietwohnung wird bezahlt. Hartz IV Leistungen werden alljährlich entsprechend der Lohn- und Preisentwicklung angehoben. Also automatische Lohnerhöhungen ohne einen Finger krumm zu machen. Es gibt tolle Seiten im Netz mit Beratung und Tipps um das Maximum aus dem System raus zu pressen. Sogar spezielle Rechentools. Ein Rechtsanspruch auf Mehrbedarf für einige Gruppen und viele Schmankerl mehr.

    Wer dann noch schlau ist, treibt Sport und achtet auf seine Ernährung. Für mich wäre das nix, gibt aber neben wirklich echten Sozialfällen leider auch viele, die das System wohl zu nutzen wissen…..

    Die ganze Story ist irgendwie schräg. Und wie üblich, fehlen wichtige Details. So kann man über die Herkunft der 300k nur mutmaßen. Nur die Trinkgelder und Blutspenden dürften es nicht sein.

  33. KievKiev

    @ Jan
    Wir haben ein ähnliches Tätigkeitsfeld. Ich habe zwei Kinder und kann meine Freizeit sehr gut mit ihnen verbringen. Die Arbeitszeit wird bei uns gemessen und sie ist leicht unter 40h die Woche. Ich werde dennoch meine Arbeitszeit in zwei Jahren reduzieren, so dass ich in der Regel 4 Tage die Woche arbeiten kann. Falls ein Projekt fertig werden muss werde ich 5 Tage arbeiten. Im Gegenzug habe ich dann entsprechend mehr Urlaub.
    Auf diese Weise verspreche ich mir mehr Zeit mit der Familie zu verbringen. Zusätzlich kann ich ausgedehnte Rennradtouren durchführen. Dafür nehme ich mir aktuell nicht die Zeit. Ich werde auch mehr Zeit für Museumsbesuche verbringen und kann auch mehr Seiten in der Woche lesen. Außerdem habe ich so Zeit für private Projekte, bei denen ich einfach mal etwas ausprobieren möchte. Für Theaterbesuche gibt es vermutlich auch Jahreskarten. Da kannst Du dann verbilligt mehrere Veranstaltungen besuchen, wenn es Dir Spaß macht. Die zusätzlichen Urlaubstage kann ich dann mit der Familie verbringen. Es gibt teilweise gute Ferienprogramme, die wir auch annehmen. Dennoch kann ich so auch selbst viel mit den Kindern unternehmen wie einen Ausflug mit einem Elektrolastenrad, oder Zelten usw. Durch die Freizeit kann ich auch öfter spontan etwas mit Freunden unternehmen. Um 3 Uhr von der Arbeit direkt ins Freibad gehen hat auch gelegentlich etwas. Da ich Rad fahre und kurze Wege habe bin ich dann schon um 15.30 Uhr im Freibad. Ich mache auch viele Ausflüge in der Region und bin auch manchmal bis Baden Württemberg und Frankreich unterwegs. Das liegt aber auch an Verwandtschaft, die es zumindest nach Baden Württemberg verschlagen hat.
    Ich kann absolut nachvollziehen, dass man im eigenen Job in kurzer Arbeitszeit wesentlich leichter und stressfreier Geld verdienen kann.

  34. AvatarChridope

    “Die meisten Lehrer sind faule Säcke!“ (Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder). Mehr fällt mir zu dieser Story auch nicht ein.

  35. AvatarLuigi

    Und dann kommt irgendwann das Leben in Form von Kindern oder Krankheit dazwischen. 

  36. AvatarEx-Studentin

    Ich bin zwiegespalten über die Story. Weiß nicht, ob sie wirklich als Vorbild dienen sollte. Manche tauschen ein Hamsterrad durchs andere. Sich mit Nebenjobs über Wasser zu halten, klingt nicht besser als eine Festanstellung.
    Billig um jeden Preis kann gefährlich sein. Man sollte nicht dir billigsten Lebensmittel kaufen. Auch keine Gegenstände mit “giftigen” Materialien. 
    Mir ist es wichtig, dass ich nicht vor  irgendwas “wegrenne” und ich mich deswegen in Extreme stürze. Zudem achte ich auf die Ausstrahlung von Leuten. Ich befolge am liebsten Ratschläge von Menschen, die gesund sind und viel positive Energie ausstrahlen.

  37. AvatarDer Domi

    @Kiev, man könnte fast den Eindruck gewinnen dass dir nach mehr Freizeit dürstet. 😉
    Wäre da ein vermietetes MFh  nicht kontraproduktiv (ich meine mich daran zu erinnern dass das dein Ziel ist)? Ein großes passiv geführtes Portfolio würde die Freizeit weniger einschränken.

  38. AvatarGOD (grumpy old dad)

    #RPA
    Wunderbares Beispiel, warum ich mit höchster Kraft die finanzielle Unabhängigkeit anstrebe. Als Programmierer würde ich mich in Grund und Boden schämen, wenn ich auf halbgare Prozesse halbgare Makros draufpacke und diese dann auch noch gottweißwie glorifiziere. Alles, was da zum Leben erweckt wird, ist Dünnschiss.
    Gehe auf die 50 zu und darf mich mit jungen RPA-Künstlern rumschlagen, die nicht mal im Ansatz verstehen, dass das nix aber auch garnix mit sauberen und ordentlich integrierten Prozessen zu tun hat. Jede Firma, die ernsthaft auf Blue Prism usw. setzt, erklärt – oft voller Stolz – den Bankrott ihrer richtigen IT.
    Nebenbei: ich habe vor 25 Jahren komplette Abteilungen wegautomatisiert – alles mit schäbigen Makros, die ihren Job gemacht haben aber trotzdem nie mehr als schäbige Makros waren.
    Kurz: ich bin zu alt, um mir alte Kacke für neue verkaufen zu lassen. 

  39. AvatarZwitsch

    Trump ist ein Narzist mit vielleicht Kranken  Zügen wenn  Demokraten aber  dieWahl gewinnen  steht vielleicht die Zerschlagung von Facebook und Microsoft und co. zur Diskussion… wenn ich die Kommentare so lese sind einige sehr stark investiert in diese Aktien auch ich dann kann es zu erheblichen Verlusten kommen…. wie siehst Du Tim als halb Amerikaner das…?…..

  40. Avatarhump

    Ein Drittel des Einkommens verdient er mit Blutspenden – er geht zwei Mal je Woche zum Aderlass. 90 Dollar verdient er so pro Woche.
    Zwei mal  die Woche Blutspenden ..????? Geht doch gar nicht !!! Medizinisch unmöglich !!!!!!!

  41. Freelancer SebastianFreelancer Sebastian

    @ Zwitsch
     
    Wieso sollte es zu “erheblichen Verlusten” kommen? Statt “Zerschlagen” könnte man auch von Spin-Offs sprechen. Wenn Amazon, Alphabet und co. ihre verschiedenen Geschäftsfelder ausgliedern müssen, werde ich halt Aktionär vieler hochprofitabler Unternehmen. Kein Problem. In der Regel profitieren Aktionäre von solchen “Zerschlagungen”. Siehe Standard Oil. Zu spin-offs siehe ebay/paypal, Abbott/Abbvie.
     
    Selbst die immer wieder gern für das Scheitern der Buyandhold-Strategie herangezogenen Eastman Kodak haben einige Geschäftsbereiche ausgegliedert, die die Aktionäre als eigenständige Unternehmen bis heute reich beschenken.

  42. AvatarOlly Wood

    @ Mark 85
    <<<Ich brauche niemanden, der mir von außen eine feste Tagesstruktur vorgibt. Ich möchte lieber selbst entscheiden, was ich wann mache. Langeweile kenne ich so gut wie nie. Allein mit der Wissenserweiterung verbringe ich jeden Tag bis zu mehrere Stunden.>>>
    …besser kann man es nicht sagen. Stimme Dir 100% zu.
     

  43. AvatarWolke

    Blogs haben die Eigenschaft, daß jeder jeden Käse erzählen kann und es genügend Dumme gibt, die ihn lesen und glauben.
    Und mit dem Käse kann man zudem auch noch ein paar Dollars verdienen.

  44. AvatarSparta

    @Wolke

    Ich würde Blogs nicht pauschal verurteilen.

    Richtig ist jedoch schon dass die Falschinformationen im Netz überproportional hoch sind.

    Jeder kann sich sein Weltbild mit irgendwas geposteten bestätigen und geistig verfestigen.

    Die Ignoranz hat gefühlt (subjektive Emotion, evtl. verfälscht) zugenommen. Trump & Brexit wären vermutlich ohne Facebook & geostrategischen Einflussnahmen nicht gekommen!

    Dass es auch an schwachen Gegenkandidaten lag, ist natürlich auch ein Faktor unter mehreren.

  45. AvatarAlf

    Damit macht der Blogbetreiber sich in meinen Augen noch mehr unglaubwürdig.. Wenn man dazu bedenkt, für welchen Börsenbrief er verstärkt Kolumnen schreibt und dessen Geschäftsgebaren kennt….

  46. Avatarmichael

    Im 5-Monats-Update sagt er, daß er 9 Jahre lang an einer Highschool unterrichtet hätte (ab Minute 1:02)

  47. AvatarSmyslov

    Ex Studentin: “Positive Energie ausstrahlen”, das würde ich unterschreiben. Man kommt auf die Welt, und beginnt seinen Weg bis zum Tod. Letzlich geht es doch darum, ein erfülltes Leben zu haben. Ohne Tätigkeit ist das nach meiner Meinung nicht möglich. Tätigkeit, des Menschen erste Pflicht, die Forderung des Tages erfüllen. So sprach Goethe. Und weiter: Arbeite nur , die Freude kommt von selbst. Oder: Tages Arbeit, abends Gäste, sei dein künftig Zauberwort. Mag recht abgedroschen klingen, wenig cool, aber wahr.
    Man geht seinen Weg, Bildung, Familie, Kinder, Freunde, Urlaub etc. aber vor allem ist man tätig, man will gestalten, etwas voran bringen. Und immer ist es schön. Selbst meiner Militärzeit habe ich viele tolle Erlebnisse und Erfahrungen zu verdanken. Bis 59 habe ich gearbeitet. War auch eine schöne Zeit. Heute ist es auch schön. Und immer noch bin ich tätig. Fast alles Schöne in meinem Leben hing auch irgendwie mit Tätigkeit oder Arbeit zusammen. Und durch Arbeit und Tätigkeit habe ich mich entwickelt und wurde ich geprägt. Dafür bin ich dankbar. Blutspenden und Pizza ausfahren wäre für mich kein Ziel gewesen. Ich war froh daß ich andere Dinge tun konnte, mich entwickeln konnte, lernen konnte. Wir leben in einer freien Welt, und jeder kann seinen Weg selbst suchen.Etwas Glück braucht man auch, (nicht so wie die Menschen auf der Titanic); aber das Meiste macht man schon selbst. Vielleicht bin ich mittlerweile sehr altmodisch ohne es zu merken.

  48. JosefJosef

    Nur weil man sich etwas nicht vorstellen kann, heißt es noch lange nicht dass es nicht wahr sein soll.
    Wenn man mit einem Lächeln Pizzas ausliefert ist es allemal besser, als wenn man überfordert vor dem Burnout steht.
    Jeder ist frei, nur die einen möchten nicht frei sein.
     

  49. AvatarFelix

    @ Smyslov
    Ob das die bulgarischen Leiharbeiter im Tönnies-Schlachthof so ohne Weiteres bestätigen können?

  50. Avatarsmyslov

    Wolke: Volle Zustimmung. Wie weit muß man eigentlich runtergekommen sein um Harz 4 oder Blutspenden als Lebensziel zu haben. Jesus Christus!

  51. AvatarMichael (Bergkamen)

    Hi Tim,
    die Geschichte ist sehr seltsam, kann aber gehen. Nur mir den 300.000€!? Hmm? Muss er geerbt haben oder ähnliches.
    Aber mit Willenskraft und Disziplin, kann man Berge versetzen. Und man muss daran glauben, was man tut. 
    VG 
    der Michael (Bergkamen)

  52. AvatarRüdiger

    Wie weit muß man eigentlich runtergekommen sein um Harz 4 oder Blutspenden als Lebensziel zu haben.
     
    Hauptsache, man lebt nicht 08/15 und marschiert nicht mit der Herde  😉
     

  53. AvatarWolke

    Besser ein paar Organe spenden. Er ist dann ganz frei und andere freuen sich.

  54. AvatarSchachmatt

    Rüdiger, oft bin ich ja nicht Deiner Meinung, aber heute mal uneingeschränkt. Diese Art von „Freiheit“ möchte ich nicht geschenkt. Ich bin heute mal zum Sticheln aufgelegt. Hab gerade mein Clown Auto spazieren gefahren, jetzt schaue ich gerade auf meine Clown Uhr und stelle fest, dass es gleich Zeit für meine Laufrunde ist. Die absolviere ich in meinen teuren Clown Laufschuhen. Später bilde ich mich weiter, um das Hamsterrad noch schneller drehen zu können. Dadurch finanziere ich meinen nächsten Clown Urlaub aus der Portokasse und stocke meine Clown Aktien weiter auf. Allen Clowns und AntiClowns ein schönes Wochenende 😉

  55. AvatarPaluma

    @kiev ich habe vor 10 Jahre  mich einmal mit einem Araber unterhalten. Er hat Pizza für 5 €/std schwarz ausgefahren. Studenten sehe ich eher selten als Pizzabote. Es gibt wahrscheinlich bessere Verdienstmöglichkeiten für Studenten. 
    @Smyslov so sehe ich es auch. Es geht im Leben doch nicht darum, möglichst bequem durch zu kommen. Wenn man sich mal für etwas angestrengt und dieses dann auch erreicht hat, gibt’s doch fast nichts besseres. 
    Ich mag Alternative Lebensstile. Finde es immer interessant. Aber man kann diese meistens in Frage stellen. Irgendwo ist immer ein Preis, der gezahlt werden muss…

  56. AvatarEx-Studentin

    @Smyslov
    Man hat durch Tätigkeiten mehr soziale Kontakte. Viele Menschen in meinem Leben kenne ich durch die Arbeit. Man kann natürlich auf viele Wege Freunde finden. Auf der Arbeit, wenn man die Welt bereist oder im Sportverein. Aber Struktur im Leben ist immer wichtig und nicht jeder ist gut daran, sich selbst diese Struktur zu schaffen. Viele Rentner fallen deswegen leider in ein Loch und sitzen zuhause depressiv rum.  Ich hatte mich mal mit einem Pärchen unterhalten, dass Finanziell Frei war. Ihre Realität klang nicht so toll wie man es erwarten würde. Nur weil sie finanziell frei warn, hieß das nicht, dass sie deswegen ihre Freunde öfter sahen (denn die haben ja weiterhin wenig Zeit..).  Mit Kindern waren sie nun auch nicht so flexibel. Letztlich ist der Alltag bei FF und Hartz 4 ähnlich..

  57. AvatarPeteranderl

    Bei 1:10 im Video sagt er: ” I taught high school for 9 years before I quit”. Dann ist er also sicher schon ein bißchen älter als 25 und hatte auch genug Zeit, um zusammen mit seiner Freundin 9 Jahre lang die 300.000 $ anzusparen. 
     

  58. AvatarSkywalker

    Viel cleverer als Blutspenden oder Pizzabote werden ist es, etwas ordentliches lernen und später als Notar, Anwalt, Arzt, Architekt, Steuerberater, Sparkassenvorstand etc über 300.000 Euro pro Jahr zu verdienen. Aber das ist nur meine Meinung… 

  59. KievKiev

    @ Paluma
    Pizza ausliefern ist nicht überall gleich. Die Welt ist sehr vielschichtig. Es gibt sicher viele Plätze auf der Welt bei dem es keinen Spaß macht und man mit seinem eigenen Auto ausliefern muss. Das kann ich mir sehr gut vorstellen. 
    Bei mir sah es allerdings anders aus. Ich habe die Fahrzeuge bekommen und habe 1-2 Abende die Woche Pizzen geliefert. In der Küche lief ab 22 Uhr dann auch mal lauter Led Zeppelin. Dazu gab es dann ein Weißbier, Paninis und wir haben da ein wenig zusammen sauber gemacht und abkassiert. Es war sehr toll.
    Während dem Studium habe ich auch einen anderen Job gemacht. Dieser passte besser zu meinem Studium. Im Nachhinein muss ich sagen, dass mir das jetzt auch nicht so viel auf meinem Weg gebracht hat. Was mich natürlich weiter gebracht hat, ist das ich überhaupt die Jobs hatte. Bafög habe ich nie beantragt. Dafür hatte ich immer zu viel Geld und auch gut verdient.
    @ Der Domi
    Ich bin in der glücklichen Lage das MFH bereits zu besitzen. Das hat mich so richtig in die Richtung der finanzielln Unabhängigkeit gebracht. Ohne das MFH würde ich heute wesentlich schlechter dastehen. Heute kann man in vielen Orten allerdings nicht mehr so ein Schnäppchen manchen. Im Einkauf liegt hier die langfristige Rendite. Wir haben an dem Haus allerdings auch viel in Eigenleistung gemacht und es aufgewertet. Heute habe ich tatsächlich schon WEG Modelle berücksichtigt. Wir könnten 2 Einheiten verkaufen und hätten somit ein 7 stelliges Depot und eine ETW in verhältnismäßig jungen Jahren. Ohne das MFH wäre dies in Anstellung nie möglich gewesen. Allerdings ist es auch Freiheit hier wohnen zu dürfen. Eine Eigentümerversammlung gibt es bei mir nicht. Es ist zugegebenermaßen keine günstige Freiheit. Wir haben verschiedene Modelle berücksichtigt. Wir sind flexibel und anpassungsfähig.
    Zur Freiheit. Mir ist bewusst, dass ich bereits heute über sehr gute Arbeitsbedingungen verfüge. Das hat so fast niemand. Dennoch sehe ich es wie Mark. Es kann bei mir noch besser sein. Ist das undankbar? Bekomme ich nie genug? Andere kaufen sich in meiner Situation vielleicht einen Tesla 3. Ich verkaufe lieber das Auto und nutze mein Geld für mehr freie Zeit. Sollen meine Nachbarn ruhig denken ich hätte finanzielle Probleme, wenn wir keine KFZ mehr haben und Carsharing für Ausflüge nutzen. Ist mir egal. Dafür habe ich dann allerdings Freitags oder Montags frei und arbeite freiwillig. Das macht so fast niemand. Ich muss nicht rechnen ob ich mit 60 in Rente gehen kann. Ich kann in Kürze jederzeit das machen was ich möchte. Ich bin nicht sehr einfallsreich und werde kaum etwas ändern. Es ist dennoch schön, dass ich es könnte.

  60. KievKiev

    @ Jan
    Ich habe heute mit den Kids eine E-Lastenrad Tour gemacht. Wir haben Störche in 5m Entfernung gesehen, Greifvögel, Schwäne mit Jungen, Alpakas, Esel, Pferd, Gänse und einen Fuchs 5m vor uns auf einer Brücke. Dann haben wir noch einen Arbeitshubschrauber gesehen, tolle Landschaften und einen historischen Bauernhof. Wir haben an einer Kirche Ritter Trenk gelesen und ein kleines Picknick gemacht. Insgesamt bin ich um die 80km gefahren. Es hat vielleicht 4-5 Stunden gedauert.
    Der Fuchs war ein besonderes Erlebnis. Die Wahrscheinlichkeit für solche Erlebnisse korreliert mit der Zeit die man ihnen dafür einräumt…

  61. AvatarBruno

    @Skywalker
    ” etwas ordentliches lernen und später als Notar, Anwalt, Arzt, Architekt, Steuerberater, Sparkassenvorstand etc über 300.000 Euro pro Jahr zu verdienen”
    Arzt ja insbesondere Spezialarzt, aber die andern Berufe verdient man im Schnitt unter 100k, insbesondere 08/15 Notar/Anwalt/Steuerberater können zukünftig vollständig automatisiert werden.  Niemand wird mehr einen Notar brauchen für ein einfaches Geschäft wie ein Liegenschaftübertrag. Architekt hat es wie Sand am Meer, wenn dann muss man ein Stararchitekt werden und Wolkenkratzer oder ähnliche Dinge planen.
    Sparkassenvorstand muss man erst auch kommen, genau wie auch CEO eines multinationalen Konzerns, 1 von 50’000 wird dies.
    Anpeilen würde ich eher eine Top-Kaderposition in einem Konzern, ist einfacher. Als Arzt erreicht man die 300k auch, aber je nach Fachgebiet auch nicht sehr viel mehr. 
    Wo keine Limits gesetzt sind, wäre sich selbständig zu machen. Aber da gibt es keine Garantie, da ist der Lohn von 0 bis unendlich offen. Also wenn Pizza austragen dann besser einen Pizzaladen eröffnen, erweitern zu einer Kette und vielleicht endet man wie Dominos (und nicht wie Vapiano) 😉
    Blutspenden sollte eher ein Solidaritätsakt anstelle “Geld verdienen” sein. Genauso wie Organhandel, ein trauriges Kapital in der 3. Welt!

  62. AvatarGeizknochen

    Zwei mal in der Woche Blut spenden, Pizza ausliefern während dem Rushhour und am Essen sparen? Wenns den beiden gefällt… 

  63. AvatarWolke

    @Bruno
    Stimmt, mit den klassischen „Akademiker-Berufen“ bist du einer unter sehr vielen. Architekt ist geradezu einer Hungerberuf geworden.
    Gefragt scheinen nur mehr die IT-Branche und die Handwerker zu sein.

  64. KievKiev

    @ Bruno
    Wer braucht denn 300k im Jahr für das Leben? Warum muss aus einer Pizzeria überhaupt eine Kette gemacht werden? Wenn ich eine Pizzeria hätte, so würde ich erst einmal Recherche betreiben. Vielleicht würde es unter anderem Pizza mit Amalfi Zitrone geben. Vielleicht gäbe es auch einfach Pizzen einer Sorte und ein Tisch kann sich eine nehmen, wenn er möchte. So ein Konzept habe ich schon besucht. Es war toll. Eine Pizza Döner mit untergemischten Pommes muss ich ja nicht anbieten… Ich hatte schon einmal von dem phantastischen Restaurant berichtet um dessen Existenz ich fürchte. Wenn ich keine Kinder hätte würde ich mit dem Besitzer sprechen. Vielleicht könnte er mich einarbeiten, dass ich den Betrieb fortführen könnte. Dieses regionale Restaurant kann man nicht expandieren. Die Lage ist einzigartig. Die Speisen regional und überwiegend in Eigenbau herangezogen. Ich kenne den Besitzer seid mehr als 30 Jahren. Wir haben uns letztens noch lange unterhalten. Er führt ein gutes Leben. Man könnte meinen er wäre Fischer. Bei ihm gehen auch öfter Manager essen. Vielleicht war unter ihnen manch ein Troll. Der schlägt sein iPad auf und zeigt ihm einen Business Plan wie er die Sache in die ganze Welt austragen kann… Wozu? Die Fischer Geschichte kennst Du bestimmt. Die würde da auch gut passen.

  65. AvatarAlf

    Wir haben Störche in 5m Entfernung gesehen..
    Jeder Ornithologe wäre begeistert.. Wo gibt es sowas?

  66. KievKiev

    @ Alf
    Reisen ist auch immer gut den Horizont zu erweitern. Ich bin gerade wieder bei meinen Verwandten. In Baden/ Elsass sind Störche nicht so außergewöhnlich. So nah habe ich allerdings auch noch keinen gesehen. Ein Bauer hat gerade ein Feld gemäht. Das mögen sie sehr gerne und suchen den Boden ab. Im Elsass habe ich vor ein paar Jahren einmal einen See mit um die 500 Schwänen gesehen. Das ist für den Ornithologen vielleicht interessanter… Ich weiß aber nicht mehr wo das genau war. Ich glaube in der Nähe vom Rhein.

  67. AvatarDanielKA

    @alf:Also entlang des Rheins in BW, Rp, Elsass zu den bestimmten Jahreszeiten wimmelt es nur so von Störchen. Hatte mal auf einer Tour Richtung Lauterbourg über 20 Störche auf einem Feld stapfen sehen, hatte damals noch keine Kinder und bin noch mehr auf Zeit gefahren. Heute würde man das eher genießen.Wer faul ist fährt einfach mit dem Auto neben das EU Parlament in Straßburg und geht in die Orangerie dort haben sie dutzende Nester aufgestellt die immer voll belegt sind (Frühjahr, Sommer).
    @ Kiev: schöne Tour, welches E-Rad habt ihr?

  68. AvatarAlf

    @Kiev
    Glaube ich dir.. Ich kenne solche Naturerlebnisse
    Geniesst die Zeit in der Natur!

  69. AvatarBruno

    @Kiev
    Ich habe ja nicht geschrieben dass man 300k braucht, es ging um die Berufswahl 😉 Auch eine Liebhaberei kann glücklich machen. Vielleicht in der 2. Arbeitshälfte. 
    Gut ich gebe es zu ich strebe mehr an, Kapital kann man nie genug haben, aber nicht weil ich es brauche für mich und Luxus sondern weil man damit auch wieder Dinge bewegen kann, und das macht Spass. Wenn Dir etwas liegt an der Natur und sie zu schützen, braucht es Geld. Wenn Dir etwas an Bildung liegt, und man dort etwas verbessern will, braucht es Geld, wenn Dir etwas am Erhalt von solchen Gasthöfen oder ursprünglichen Dörfern liegt, auch da braucht es Geld etc. etc. Ich brauche eine Beschäftigung, nur Freizeit und Hobby’s würden mich nicht ausfüllen.
    @Wolke
    Normaler Architekt ja, wer jedoch viel Geld gemacht hat die letzten Dekaden sind Immobilienentwickler. Wenn dann sollte man eher in diese Richtung gehen oder als Architekt halt z.B. eigene Mehrfamilienhäuser bauen und diese dann vermieten. So kann man mit Eigenleistung und günstigen Handwerkern fast ohne Eigenkapital ein Geschäftsmodell aufbauen.

  70. AvatarSkywalker

    @ kiev: hört sich toll an, ich wünsche dir einen schönen Urlaub! Traumhaft! Du hast grundsätzlich recht, immer mehr und immer weiter braucht man nicht. Ein gewisser Standard ist schön und wichtig aber man muss es nicht mit allen Mitteln erzwingen und lieber der Fischer sein und nicht der Manager mit iPad.
     
    Übrigens zu deiner Frage die Tage ich bin Mountainbikefahrer, Rennrad hat mich noch nie so sehr angesprochen. 

  71. AvatarBruno

    @Kiev Natur
    Sehr viele Eindrücke auf einmal, hört sich toll an. Störche gibt es nicht mehr so viele…
    Wir fahren morgen in die Natur, Camping in die Berge an einem See. Ich freue mich auf die Natur, Wanderungen etc. aber auch auf unsere 2 neuen Standup Paddles 😉 Clown-Spielzeuge ich weiss 😀 Aber ich muss immer wieder etwas Neues ausprobieren, man kann es dann ja wieder weitergeben… es geht nicht um den Besitz sondern die Aktivität und das Erlebnis.

  72. AvatarAlf

    @DanielKA und Kiev
    Da ich aus einem “klapppermann”- revier komme und ich auch weiss, wo ebenfalls “geklabbert” wird, waren die fragen, eher retorisch

  73. KievKiev

    @ DanielKA
    Das Lastenrad ist ausgeliehen. Es ist ein Riese Müller. Das ist gut 2.5m lang. Das bekomme ich nicht ins Auto. Solche Ausflüge machen auch nur 2-3 Mal im Jahr viel Spaß. Das muss nicht jedes Wochenende sein. Daher mag ich auch Sharing Angebote annehmen. Das Rad ist aber nicht wendig und agil. Bei dem Fuchs hatte ich etwas Respekt. Er war wirklich nur wenige Meter vor uns. Mit dem Rad hätte ich nicht wenden können und das Pedelec fährt auch nur wenn ich trete. Ich hatte Barfuß Crocs getragen. Das ist nicht ideal um einen Fuchs zu vertreiben.
    @ Alf
    Im Elsass habe ich einmal in einem Dorf mehr Störche als Menschen gesehen. Glaubt man dort kaum, dass es wenig gibt.
    @ Skywalker
    Ich bin auf Rennrad wegen der Familie umgestiegen. Von zu Hause aus kann ich mit dem Rennrad in 1-2h 30-60km Touren durch schöne Landschaft fahren. Mit dem MTB benötige ich etwas mehr als 1h um in leichte Regionen dafür zu kommen. Um bessere zu nutzen muss ich schon 2h alleine für die Fahrt rechnen. Und dann kommt die Zeit für die eigentliche Tour. Ich fahre auch zugegebenermaßen etwas wild mit dem MTB. Mit dem Rennrad ist es so gesehen sicherer.
    Das Restaurant ist wirklich nett. Vor ein paar Dekaden gab es ein Treffen von einem Fax Unternehmen. Der Geschäftführer war ebenfalls vor Ort. Da sind die spanischen Bergdörfer dann voll mit S-Klassen. Es laufen viele Geschäftsleute in Anzug bei über 30 Grad herum. Die meisten verdienen sehr viel Geld und sind sehr geschäftig und wichtig. Der Restaurant Besitzer lebt dagegen ein einfaches gutes Leben. Er muss keinen Anzug bei über 30 Grad tragen. Macht er auch nicht… Er hat keinen Chef, außer vielleicht im privaten Umfeld 😉 Er hat sein Restaurant nach seinen Regeln. Es gibt genug Gäste, ob mit S Klasse oder ohne. Die Manager waren auch maximal 2 Tage vor Ort. Zeit ist schließlich Geld.
    @ Bruno
    Viel Spaß beim Camping. Das haben wir leider ein paar Jahre schleifen lassen. Dieses Jahr kam Corona noch dazwischen. Ohne Wohnmobil war es leider nicht erlaubt. 

  74. AvatarRüdiger

    @Natur
     
    Ich wohne hier in Bayern ja ziemlich ländlich. Bis vor ein paar Jahren stand in der Früh immer ein Schwarzstorch in der Wiese, die ich auf dem Weg zur Arbeit passiert habe. Die Schwarzstörche wurden dann leider von ein paar Idioten vertrieben oder getötet. Heute sehe ich fast täglich rund ums Dorf Weißstörche, Graureiher, Rehe, Hasen, Füchse, … Jahr für Jahr kommt auch ein Schwanenpaar und rastet erst mal ein paar Tage an einem winzigen Fisch-Tümpel.
    Mir gefällt das  😉
     

  75. AvatarMeinungslemming

    Vorstellung von Lebensentwürfe sind heikel. Weil man so leicht von sich auf andere schließt. Ich war drauf und dran, auszuführen. Was mir hier nicht gefällt. Was soll das? Maße ich mir hier an? Die beiden geben an glücklich zu sein. Dann glaube ich es ihnen mal. Und sie wirken auch so, als hätten sie die Entscheidung gut durchdacht. Weiß ich, was es für Probleme gab oder wie glücklich sie vorher waren?
    Ich nehme es wie es ist. Als Inspiration und als eine Geschichte, wie man (glücklich) leben kann. Bißchen was kann in möglicherweise sogar adaptieren, anderes nicht. Also, weitermachen. 🙂

  76. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ michael

    Das stimmt. Es kann auch sein, dass die beiden Anfang 30 sind. Bei YouTube hat er als Altersangabe 25 Jahre angegeben. Es kann sein, dass er das nicht aktualisiert hat. So oder so, ist es super, dass die beiden 300.000 Dollar im Depot haben und stressfrei leben können. 

  77. AvatarLad

    🙁 🙁 🙁 Der Tod eines Daytraders 12.6.2020 🙁 🙁 🙁 Alexander Kearns (20 Jahre) aus Naperville, Illinois, studierte Wirtschaft an der University of Nebraska und spekulierte an der Börse. Als er dachte, dass er von der Spekulation mit Put-Optionen dem Broker Robinhood 730.000 Dollar schuldet, als ein richtiger Daytrader, er hatte es auch mit dem Selbstmord eilig. Doch der schnelle Selbstmord hat sich nicht gelohnt. Denn Alex Kearns hatte tatsächlich 16.000 Us-Dollar positiv auf seinem Konto und hat dem Broker nichts geschuldet.
    https://www.nbcchicago.com/news/local/naperville-trader-dies-by-suicide-after-seeing-730000-negative-balance-on-app/2292583/

  78. AvatarJan

    @Kiev
    Ich bin (privater) Jäger. Die Natur gehört zum täglichen Begleiter für meine Familie. Und ja, mit Kindern mal auf Pirsch zu gehen und auf ein Reh zu treffen ist wunderbar. Meine Tochter hat sogar eine kleine Sammlung von gefundenen Reh-Unterkiefern (ok es sind nur zwei, aber ab zwei ist es eine Sammlung 😀 Sie nennt das so). Wenn wir nicht im Revier sind, sind wir Pilze sammeln. Der Wald ist unsere zweite Heimat. Die Natur ist meine Seele. Keine Sorge, uns hält nichts vor der Glotze. 
    Viele Grüße 
    Jan

  79. KievKiev

    @ Jan
    Ich unterstelle hier keinen hohen Fernsehkonsum. Ich wollte die Vorzüge von mehr freier Zeit herausstellen. Falls Du Montags beispielsweise frei hättest so könntest Du auch mal an einem Wochenende mit den Kindern zelten. Am Sonntag könntest Du immer noch in den Hochstand, falls Du hier auch Pflichten einhalten musst. Du könntest dann Ma Montag die Kinder zu Fuß zur Schule bringen. Danach könntest Du Dich von der kurzen Nacht in der Hängematte erholen. Alternativ könntest Du Freitags ins Theater, am Samstag auf die Pirsch mit der Familie und Montag noch eine Runde auf dem Mottorad fahren. Das hattest Du meine ich gekauft.  Spielt auch keine Rolle. Wenn Du statt zwei Tagen drei frei hättest gibt es diverse Möglichkeiten der Freizeitbeschäftigung. Auf diese Weise kann ich sicher auch länger zufrieden arbeiten und brauche nicht FiRe anstreben. Dann habe ich auch keine Sorgen bezüglich Krankenkassenkosten.

  80. AvatarJan

    Ich glaube du verwechselst micht, @Kiev. Ich war hier bei Tim schon lange nicht mehr aktiv. Und wenn, dann nur sehr sporadisch. Ein Motorrad habe ich nicht. Ich habe nicht mal einen Motorradführerschein (nur ein 50er).
    Liebe Grüße
    Jan

  81. Avatarsammy

    Ab welchem Depotwert würdet ihr in die finanzielle Teilfreiheit gehen? Also nur noch halbtags arbeiten?

  82. AvatarMeinungslemming

    @Sammy:
    Vorausgesetzt, das ist eines der Ziele: halbtags Arbeiten. Bei mir ist das der Fall, Ich ziele aber eher Richtung 60-70% ab. Vielleicht bei einem Zwischenschritt 80%. Das weiß ich noch nicht. Ich fühle mich noch gut.
    Und auf 60% reduzieren würde ich bei einem Depotwert von 450.000 Euro und einem Cash-Polster von mindestens 50.000 Euro.
    Also bei ner halben Million. Bin ich zu dem Zeitpunkt unter 50 Jahre alt, dann besser rund 100.000 Euro mehr. Und selbst?

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