Das Wettrüsten beim Konsum ist absurd


New York, 7. April 2019

Der Finanzwesir Albert Warnecke und ich gestern auf der Invest in Stuttgart. Ich bin ein großer Fan seines Blogs.

Ich habe ein paar super Tage in Stuttgart auf der Invest verbracht. Über 100 Leser habe ich getroffen auf der Messe. Es war so schön, zu sehen, wie fleißig und zielstrebig ihr alle seid. Ich traf eine Familie mit zwei Kleinkindern, die beiden Kinder sind schon eifrige ETF-Sparer. Das ist super. Die beeindruckende Begegnug ließ mich über die Hochzeit nachdenken.

Schon bei der Heirat drehen manche emotional durch. Sie wollen ein riesiges, teures Fest feiern. Es geht darum, mit den Bekannten und Freunden zu konkurrieren.

Das Hochzeitspaar denkt sich zuweilen: „Jeder wird die Bilder sehen, wir müssen besser als all unsere Freunde sein. Wir werden die tolleste Feier haben. Unsere Hochzeit muss alle Hochzeiten übertreffen.“ Menschen glauben, dass eine Hochzeit, Auto, Urlaub, Haus, Mode… wie ein Wettbewerb ist.

Eine solche Mentalität ist ein Grund, warum Menschen kein Geld übrig haben. Die Hochzeitsplanung wird zum Geldgrab. Ich würde am Strand, im Park oder an einem Kiosk heiraten, warum nicht? Es kommt nicht auf den Luxus an.

Aber Menschen denken oft, dass sie einen Wettbewerb um Zeug (Haus, Auto, Hochzeit…) gewinnen müssen. Ständig geht es darum, größere Häuser zu kaufen, schönere Ausflüge zu machen, schnellere Autos zu fahren, nur um die Bilder jedem online zu zeigen. Ist das nicht total lächerlich? Ich finde das wirklich traurig. Darauf kommt es nicht an.

Beginnt die Ehe, nimmt das Anspruchsdenken zu. Ehefrauen oder Ehemänner denken sich: „Ich sollte bekommen, was mir zusteht.“ In Beziehungen geht es dann mit Argumenten heftig zu. Nach dem Motto: „Du liebst mich wirklich, wenn du mir gibst, was ich haben will.“ Die extreme materialistische Einstellung führt dann ins Elend und endet oft im Beziehungsaus.

Wenn jemand sagt, dass du ihn/sie nicht liebst, nur weil du keine Dinge auf Verlangen kaufst, ist das verrückt.

Es geht darum, mit jemandem zusammen zu sein, der dich liebt und respektiert. Liebe hat mit Luxus/Konsum wenig zu tun. Welche Werte willst du übrigens deinen Kindern beibringen?

Du setzt dir persönliche und emotionale Ziele. Du planst deine Erlebnisse (Urlaub, Sport, Freunde, Treffen, Ausflüge, Hobbys etc.). Ich denke, wenn du dir solche Ziele steckst, wirst du herausfinden, wofür du deine Lebenszeit wirklich ausgeben möchtest und mit wem du sie teilen möchtest.

Denke darüber nach, was du außerhalb der Arbeit heute schon machst. Auf was kommt es im Leben an? Auf das teure Sofa, die Edelhandtasche oder was sonst? Ich denke, darauf kommt es eher an:

  • Achte auf deine körperliche und seelische Gesundheit. Mach Sport. Geh in Therapie, wenn du in einer Sinnkrise steckst. Eine Therapie ist keine Schande. Viele Starts und Sternchen machen das.
  • Erlebnisse bringen Zufriedenheit. Mit meinem Partner, mit der Familie reise ich. Ich mache eine lange Rad-Gruppentour mit Freunden. Du gehst aus deiner Komfortzone. Du machst vielleicht eine anstrengende Wanderung/Radtour, Kanufahrt…
  • Du hilfst anderen. Nimm Blogger Marcus Wegner. Er hilft ehrenamtlich in der Schuldnerberatung aus. Der Nürnberger, der selbst finanziell frei ist, zeigt Menschen den Weg aus der Schuldenkrise. Oft trifft er in überschuldeten Familien auf Chaos. Er ordnet zunächst alle Rechnungen und Verträge etc.
  • Gib Geschenke, spende oder stifte: Geld für andere auszugeben, macht Menschen glücklicher, als wenn sie es für sich selbst nutzen.
  • Hab eine Struktur. Ich habe trotz der Freiheit eine Struktur in meinem Leben. Es ist nicht so, dass ich nur auf dem Sofa liege und TV schaue. Ich tue Dinge, für die ich mich begeistern kann (Blog, Lesen, Lernen, Sport etc.) Andere Menschen mögen vielleicht Gartenarbeit, Hunde, Lokalpolitik, Kunst, Bibliotheken, Pferde… Die Freiwilligenarbeit soll richtig Spaß machen, sie soll sich nicht als schreckliche Arbeit anfühlen.
  • Lade Freunde ein. Zum Picknick, Radtour, Wandern, Kanufahren, Kaffeeplausch, Grillen, Kartenspielen, Tennis, Schwimmen…
  • Koche verrücktes Zeug: Probiere mal indisch. Mach eine Pizza auf dem Grill. Einen Mega-Salat…

Wer es nicht nach Stuttgart am Samstag zur Invest Messe geschafft hat, kann sich hier meinen Vortrag auf Youtube anschauen:


tim schaefer (Author)

drucken


thoughts on “Das Wettrüsten beim Konsum ist absurd

  1. AvatarMarcus

    Deine Leser, die ich gestern kennenlernen durfte, sind ebenso bescheiden, fokussiert und bewusst wie Du @Tim. Ganz großes Kino gestern für mich!

  2. AvatarJan

    Meine Tochter hat von der Invest einen Teddybären, eine Trinkflasche, einen Gummi-Bullen und mehrfach Popcorn und Süßes abgestaubt.

    Leider muss ich sagen, hab ich selbst von der Messe wenig mitnehmen können. Nur die Edelsteine und die Bloggerslounge fand ich interessant.

    Lustig fand ich viel mehr die leichte Ignoranz mancher Aussteller. Ich vermute mit Kaputzenpulli und Kinderwagen, ohne Hemd und Zwirn, kam ich manchen zu arm vor. 😉

    Achso, vor diesem Goldanlagehaus mit dem Löwe wäre ich skeptisch. Gab damit schon einige Abzocken. Gold und Silber kauft man, wird geliefert und lagert es ein. Gold wirft keine Zinsen ab. Wer das verspicht, der hat Dreck am Stecken.

     

    Viele Grüße

    Jan

  3. Florian HFlorian H

    @Tim

    wirst du dieses Jahr nochmal in Deutschland sein?

    @Marcus

    Bist du der Mann der an der Tür stand?

    @Heirat

    kenne viele die impulsiv geheiratet haben. 1-2 Jahre später war es dann auch schon wieder vorbei.

  4. AvatarRon

    Lohnt sich überhaupt ein Besuch?
    Welche neuen Kenntnisse hätte mir denn die Invest als Sparer von langweiligen ETFs gebracht?

     

     

  5. AvatarNico Meier

    @Glyphosat
    In Brasilien hat ein Gericht den Einsatz von Glyphosat verboten danach gingen die Farmer auf die Strasse mittlerweile darf es wieder eingesetzt werden.
    In vielen Fällen werden in der Landwirtschaft eingesetzte Mittel verteufelt und zwar von Stadtmenschen die keine Ahnung haben wie Nahrung produziert wird. Es gibt mehrere Studien die beweisen, dass die Landwirtschaft in der Schweiz vorbildlich umgeht mit Spritzmitteln währendem es die Hobbygärtner sind, die die Mittel zu häufig und vielfach zu hochdosiert einsetzen in ihren Gärten!
    Liebe Stadtmenschen eure Lebensmittel wachsen nicht im Supermarkt sie werden von Bauern in Europa und dem ganzen Rest der Welt mühevoll angebaut und in vielen Fällen ist auch Chemie nötig um Lebensmittel anzubauen!

  6. AvatarChris k.

    @Tim

    Ich konnte nicht kommen bin noch krank.. Danke für die Videos hab ich natürlich beide gesehen

    Ich habe eine Idee ein soziales Projekt, ich schick dir mal die tage die gedanken dazu. Würde mich sehr freuen wenn du deine meinung dazu sagen könntest

    Ein gediegenen Sonntag Allen

  7. AvatarDaniel

    @Tim

    Ich finde, Du erzählst wirklich nichts Neues (nicht abwertend gemeint) und trotzdem bekommst Du scheinbar immer und immer wieder die selben Fragen. Finde es super, dass Du Dir die Zeit dafür nimmst.

    Die Invest ist für mich ne Kirmesveranstaltung der Finanzindustrie, der ich selber lieber fernbleibe.

  8. Avatarandreapur

    @ Ron, ein Besuch lohnt nur dann, wenn man ein paar Leute persönlich treffen will, bei mir waren das Tim und der Finanzwesir. Dafür hat es sich gelohnt! 🙂 Sonst nicht. All die überflüssigen aber teuren Stände fand ich uninteressant. Im Grunde wollen die nur deinen Namen und Adresse, um Dir etwas zu verkaufen, das Du als Besparer von „langweiligen“ ETFs nicht brauchst.

    @Jan. Ja, ging mir ähnlich, mit Jeans, einem alten Secondhand-Pulli und Rucksack ist man eher uninteressant, obwohl auch ich tatsächlich ein paar Mal angesprochen wurde. *staun

    Ich habe zwei Stoff-Taschen und ein bißchen Schokolade und Weingummis abgestaubt und den ganzen Rummel angestaunt.

    Toll waren die Vorträge bzw. Podiumsdiskussion von Tim und dem Finanzwesir und vor allem die persönlichen Gespräche mit den beiden sowie mit den „Fanboys“. Dafür hat sich für mich die Fahrt von Bielefeld gelohnt. Ich würde es vielleicht nächstes Jahr wieder machen, oder eben gern auch mal ein Lesertreffen mit Tim mitmachen, das wäre noch cooler.

  9. KievKiev

    @ Jan

    Was ist denn bitte bei einem Löwenkopf Logo unseriös? Ich hatte selbst einen auf meinem T-Shirt 😉 Zugegeben, bei mir war es nicht unbedingt seriös. Einen Anzug würde ich auf so einer Messe nie tragen. Ich bin schließlich kein Verkäufer. Ich habe außer Gesprächen nichts mitgenommen. Werbung und Prospekte versuche ich weitgehend zu vermeiden.

    Ich fand den Kontakt zu anderen Lesern und Bloggern sehr gut. Diese Gelegenheit bietet sich nicht oft. Was man für sich bei der Messe rausholen kann ist individuell.

    Ich versuche mit offenen Augen durch die Welt zu gehen. Mit solving other peoples problems lässt sich auch Geld verdienen. Der Finanzbereich bereitet mir Freude. Vielleicht bietet sich hier irgendwo eine Chance, die ich nur wahrnehmen muss.

    Habe eine kleine Rundtour unternommen. Heute war ich als Abschluss in Freiburg. Ich konnte für mich eine sehr gute Zeit bei einem Halbmarathon laufen. Die schweren Arme habe ich auf den letzten 2 Kilometern gemerkt, aber ich konnte die letzten 7 km die Pace anziehen und immer genau mit 5min pro Kilometer laufen. Das habe ich im Training nie geschafft. Total Recall hat vielleicht etwas geholfen.

  10. AvatarFinanzfee

    Ich hätte es dieses Jahr nicht geschafft, bin aber auch fast nur stille Mitleserin und noch ganz am Beginn. Nächstes Jahr würde ich aber überlegen, dazu zu stoßen. Austausch mit Gleichgesinnten ist ja doch auch immer motivierend und Motivation braucht es immer mal wieder, denn hier bei uns (ländliche Gegend) wird man doch sehr beäugt, wenn man nicht die Variante Doppelhaus, deutsches Auto usw. mitspielen möchte.

    Zum Thema Heirat kann ich nur sagen, dass es extrem hilfreich ist, wenn beide auf einer Wellenlänge sind und beide ihren Wert nicht aus Status, Shopping usw. ziehen. Wichtig ist uns durch unsere Sparraten vor allem, eine größtmögliche Unabhängigkeit zu erreichen. Sollte einer von uns auf der Arbeit total unglücklich sein, könnten wir immerhin jetzt schon ein halbes Jahr Auszeit nehmen. Käme uns DIE Idee einer Selbstständigkeit, könnten wir es einfach machen. Das ist viel mehr wert, als eine prunkvolle Hochzeit, wobei die Deutschen angeblich im Jahr 2016 „nur“ 6500 € ausgegeben haben https://www.welt.de/icon/partnerschaft/article182910888/Hochzeitsbudget-Wie-viel-kostet-eine-Hochzeit-wirklich.html Verglichen mit den Angaben einer Hochzeitsagentur im Jahr 2018 gibt es aber große Abweichungen, hier werden 18.685 € im Durchschnitt angegeben. Das wäre tatsächlich schon ein großer Brocken im Depot, wenn man es alternativ investieren würde.

  11. AvatarChristian

    Schön, dass die Invest so ein toller Erfolg war. Ich habe es dieses Jahr leider nicht geschafft.

    Betreffend „sparsam heiraten“ gibt es ein lustiges Video von Kevin O‘Leary: Er meint Pizza und Bier im eigenen Garten und zusammen mit den Freunden eine gute Zeit haben genügt. Ich finde, er hat Recht. 🙂

    https://youtu.be/NTeVRPzDMqk

  12. AvatarPatric

    @Ron & andere:

    Meine Frau und ich haben für das ganze Wochenende ca. 350 € ausgegeben (Zugtickets, Essen, Trinken, Nebenkosten) und dafür natürlich nicht im geringsten einen monetär messbaren Gegenwert erhalten. Gar keine Frage! Aber allein schon ein paar sehr inspirierende Vorträge zu sehen, mit anderen Lesern und teilweise sogar mit Bloggern oder anderen „Profis“ ins Gespräch zu kommen, ein paar Kontakte herzustellen, das hat mich persönlich sehr gefreut und total motiviert, weiter meinen Weg zur finanziellen Freiheit zu verfolgen. Auch wenn mir dabei jetzt die 350 € zum investieren fehlen… ;-)))

    Beste Grüße

    Patric

  13. Avatarchn

    Lieber Tim,

    Ich möchte mich herzlich bei dir bedanken für die Tickets zur Invest in Stuttgart. Wir waren am Freitag da. Leider haben wir dich irgendwie nicht gefunden – müssen wohl blind sein 😎 Schade, das nächste Mal vielleicht. War aber trotzdem sehr interessant dort. Vielen Dank nochmal.

  14. Freelancer SebastianFreelancer Sebastian

    @ -M

    Weißt du, unter der Woche betreibe ich eine Art Netzdiät. Das Stöbern kostet zu viel Zeit, die ich lieber anders nutze.

    Am Freitag schaue ich aber ganz gerne, was hier so los war. Interessante Themen und Fragen greife ich dann auf.

    Mich interessieren die Preise (KGVs) von Einzeltiteln auch. Eigentlich finde ich in jeder Marktphase einen Titel, der zu einem annehmbaren Preis gehandelt wird.

    Disney konnte ich die letzten Jahre immer für um die 85€ zu geringen KGVs einkaufen. Und das obwohl viele Stimmen vor „überhitzten“ Märkten, der bald endenden Rally und überteuerten Aktienkursen warnten.

    Das Geschrei rund um die Marktstimmung interessiert mich überhaupt nicht. Ich beteilige mich stur und stetig an Unternehmungen. Makrodaten nutze ich nicht.

    T Rowe Price finde ich aktuell für ein KGV von ca. 15 akzeptabel.

    J&J geht auch noch.

    Der Screener hier ist recht hilfreich:

    https://www.marketbeat.com/dividends/screener/

    Sortiert nach P/E-Ratio enstehen da brauchbare Ansätze.

  15. Avatarchn

    @Jan:

    Ich habe dieselbe Erfahrung gemacht. Ich (und meine Frau) mit Kapuzenpulli, Rucksack und Jeans wurde teilweise schon arrogant und herablassend behandelt. Dabei sollte sich doch eigenlich inzwischen herumgesprochen haben, dass man den Leuten ihr Vermögen nicht unbedingt ansieht. Komisch. Ich wollte den arroganten Anzugträgern schon ein Exemplar von „The Millionaire Next Door“ spendieren.

    Das Kontrastprogramm gab’s dann bei den kleinen Startups, z.B. Trade Republic: Junge Leute, sehr kompetent, hilfsbereit und freundlich. Die tragen aber selber Pullis und Jeans 🙂

     

  16. WhirlwindWhirlwind

    @Tim: Vielen Dank für den Link zum Video deines Vortrages. 🙂 Schaue bzw. höre ich mir morgen auf dem Weg zur Arbeit an.

  17. Avatar-M

    Freelancer

    Disney habe ich für ca. 80-85€ auch für meinen Sohn gekauft. Ich hätte auch gerne welche. Für den gleichen Preis nehm ich gern einige ins Depot.

    Ja, Augen auf dann kommt immer mal was. Finde es teilweise trotzdem hart was so gekauft wird und der Preis der dazu gezahlt wird. Da bekomme ich Gänsehaut 🙂

     

    -M

  18. PeterPeter

    @Freelancer

    Wie schaffst Du das mit der Netzdiät an 5 Tagen die Woche?

    Vielen Dank für den Link – kannte ich nicht.

    Bei T.Rowe und anderen aktiven Managern, die zur Zeit günstig aussehen (AMP, BEN) bin ich recht skeptisch, was das zukünftige Geschäftsmodell angeht. Letztlich trennt sich in dem Bereich die Spreu von Weizen (einerseits die günstigen Passiven und am anderen Ende die Mehrwert schaffenden, kleinen aber feinen Fondsbotiquen – alles in der Mitte steht meiner Meinung nach zur Disposition).

    CVS & WBA sind aktuell (nicht grundlos) günstig zu haben.

  19. AvatarMr. B

    Hallo Tim.

    Danke fürs Video.

    Eine Frage. Du sagst, du hattest bereits im Jahr 2000 ein Millionendepot ( in DM). Welche Werte hattest du damals, auch neue Markt Aktien? Hast du damals auch schon nichts verkauft, auch für dein Immobilienkauf oder die „Luxusphase “ nicht?

    Gute Heimreise.

    Mr. B

     

  20. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Marcus

    Danke für die Mitnahme zum HBF in Stuttgart. Das war sehr nett.

     

    @ Jan

    Super, dass wir uns schon wieder getroffen haben.

     

    @ Florian H

    Ja, ich bin im August in Mannheim. Und eventuell im Dezember.

     

    @ Chris k.

    Gute Besserung wünsche ich dir. Den Vorschlag schaue ich mir gerne an. Danke.

     

    @ Daniel

    Merci.

     

    @ andreapur

    Danke, das freut mich.

     

    @ Patric

    Ich stimme zu. Ich bin zu Warren Buffett mehrmals geflogen, was recht teuer war. Es geht ums Lernen und die Inspiration. Und das netzwerken mit Gleichgesinnten.

     

    @ chn

    Schade, dass wir uns nicht getroffen. Ich mag deine Kommentare.

    @ Whirlwind

    Danke, das freut mich.

     

    @ Mr. B

    Ich hatte damals ein paar Neue-Markt-Aktien. Etwa Mobilcom, Brokat oder Solarworld. Aber auch SAP und andere solidere Titel. Für meinen Jahreswagen (5er BMW) habe ich eine Aktienposition verkauft. Es war meine Verschwendungsphase. Ich habe im Prinzip aber immer „Buy and Hold extrem“ gemacht. Für den Wohnungskauf in nyc habe ich den Tenbagger Amadeus Fire (Zeitarbeitsfirma aus Frankfurt) und 2 weitere Positionen verkauft. Diese Verkäufe waren eine große Ausnahme.

  21. AvatarPatric

    @Der Baum: Unser schönes Land steht kurz davor, ein drittes sozialistisches Trauerspiel aufzuführen… es ist kaum zu fassen, wie wenig die Leute aus den roten und braunen Diktaturen gelernt haben… 🙁

    @Tim: Hey, Amadeus Fire habe ich selbst im Depot, weil ich vor fast 20 Jahren mal für diese Firma als Leiharbeiter gejobbt habe. Damals habe ich bereits am eigenen Leib erfahren dürfen, wie professionell die arbeiten. Sie verfügen echt über ein großartiges Management! 🙂

    https://www.dividendenadel.de/amadeus-fire-payout/

  22. AvatarWohnung mit Domblick

    @Der Baum: Das ist reiner Populismus. Anstatt dass in der Politik mal jemand öffentlich selbstkritisch wird, wird ein Sündenbock aufgebaut. Kommt gut an beim Wählervolk. Du hast Recht, was den Vertrauensverlust angeht, geht mir auch so.

    Was dabei heraus kommt: Im Idealfall dann doch mal ein neuer, selbstkritischer Denkansatz beim Wohnungsbau.

     

    @Invest: Ein Besuch reicht, ich war letztes Jahr da und hab den Finanz-Zirkus bestaunt 🙂 Gab es wieder Schokoladen-Bitcoins? 😉

  23. Freelancer SebastianFreelancer Sebastian

    @ Peter

    Vielen Dank für deine Einwände bezüglich T. Rowe Price. Argumente, die gegen das Investment sprechen, sind wertvoller als dem confirmation bias zu unterliegen.

    Dem Unternehmen gelingt es auch die letzten Jahre (aufkommende Attraktivität von Indexfonds) Umsätze und Gewinne zu steigern. Pay-Out-Ratio ist moderat, der ROIC ausgezeichnet.

    Das Unternehmen steigert seit über 30 Jahren – durch alle Krisen hinweg – die Dividende. Ja, das ist kein Garant für die Zukunft, aber ein annehmbarer Indikator. Für die nächsten zehn Jahre bin ich zuversichtlich, gerade dank der amerikanischen Börsen- und Aktienkultur, dass sich T. Rowe Price weiter behaupten kann.

    Die Netzdiät fällt mir nicht schwer. Ich nutze keinerlei social media – nicht mal whatsapp. Allerdings heißt Diät auch nicht Abstinenz. Onlinebanking und Thunderbird für den mailverkehr sind schon drin.

    Jedoch versage ich mir als „Leseratte“ den Blick in Börsenblogs. Das Internet ist ein großer Zeitfresser. Von a nach b geklickt, hier noch ein Link und schon sind 30-60 Minuten um. Diese Zeit nutze ich lieber für Familienaktivitäten, Sport oder das Lesen eines guten Buchs.

    Zudem ist mir aufgefallen, dass man über viele Dinge, die man im Netz aufstöbert, weiter nachgrübelt – vor allem bei Leserkommentaren. Das behagt mir nicht. Ich bin lieber im Hier und Jetzt. Mir tut die Netzdiät daher ganz gut. Aber da tickt wohl jeder anders.

    Aus dem Grund antworte ich dir jetzt noch schnell am Montag morgen und schaue mal am Freitag, wie du dazu stehst 😉 .

    Nach welchen Kriterien entscheidest du dich für ein Investment?

    Alles Gute!

  24. AvatarChristian Thiel

    @tim

    Habe auch das Glück gehabt Dich Mal in persona zu treffen. War bei all dem Trubel natürlich nur ein kurzes Vergnügen (verständlicherweise). Du machst einen wirklich supersympatischen Eindruck, bodenständig und authentisch! Das kam auch wunderbar bei deinem Vortrag rüber.

     

    Bzgl Deutschland Besuch:

    Da ich selbst  auch „Monemer“ bin, würde ich mich freuen, wenn es für ein Treffen im August klappen würde.

     

  25. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Patric

    Ich habe Amadeus Fire wirklich ungern verkauft. Ich habe auch im Nachhinein viel Rendite durch den Verkauf verpasst. Aber ich brauchte das Geld für den Wohnungskauf.

    @ Christian Thiel

    Danke für den Vorschlag. Vielleicht mache ich noch mal ein Lesertreffen in Mannheim. Ich habe das ja schon gemacht:

    https://timschaefermedia.com/lesertreffen-in-mannheim-vermoegensbildung-klassisch-ueber-immobilien-aktien-etfs-aber-auch-ferienimmobilien-viele-horten-cash-sorge-vor-boersenkorrektur/

  26. AvatarRalf

    Die Enteignungsdebatte ist in der Tat bedenklich.

    Entsprechende gesetzliche Rahmenbedingungen existieren längst und auch Zwangshypotheken sind in D schon der Fall gewesen (Lastenausgleichsgesetz unter Adenauer).

    Das Thema wurde sogar schon im Bundestag debattiert, da gibt es einige Videos dazu bei youtube.

    Tendenziell wird man sich auf schwierigere Zeiten in D einstellen müssen. Auch wirtschaftlich. Wir selbst stehen mangels bezahlbarer Mietobjekte in der Region vor einer Bauentscheidung. Richtig wohl ist mir nicht dabei, aber für 1500 Kaltmiete kann ich auch bauen (schlicht ohne Firlefanz).

  27. AvatarThorsten

    Nebenbei hier das wikifolio aus der Forumsumfrage letztes Jahr :

    https://www.wikifolio.com/de/de/w/wf0futperf

    Bemerkung : „es lebt“ 😉 Das sollte man nicht so ernst nehmen. Die Wikiofolios sind eher für Trader und nicht für Wachstum, ETF und Dividenden. Es soll möglichst viel Umsatz mit Bankgebühren generiert und an die Emittenten Prämie abgezweigt werden. Es ist der Raum neben dem Casino wenn man so will. Wir haben ja „Buy and Hold“ auf 5 bis 10 Jahre mindestens. Deshalb Füße still halten.

     

  28. AvatarDanielKA

    @ Ralf: Du bist doch Profi als Immogutachter, von daher wird das schon.

    Also wenn du Dir schon Sorgen machst, was soll ich dann als Immo-/handwerkerlaie erst sagen…

    @ All: Deutschland rutscht gerade verdammt in die falsche Richtung (nicht politisch gemeint). Alle Herausforderungen der letzten Jahre/Jahrzehnte (an denen man auch gut wachsen könnte) werden komplett ignoriert. Interessant auch die Entwicklung des Mittelstandes zum Wirtschaftsministerium in Form von Peter Altmaier. Ich kann das aktuell alles gar nicht glauben, was los ist. Jetzt noch konkrete Enteignungsinitiativen.

    Andere Märkte/Länder warten nicht, es haben schon einige zum linksüberholen angesetzt und ich denke sie werden es auch schaffen.

  29. AvatarPatric

    Hey Tim,

    bei mir brauchst Du Dich für den Amadeus-Verkauf doch nicht „entschuldigen“… 😉 Ich habe die Aktie selbst auch noch nicht lange genug, um da wirklich Gewinn raus ziehen zu können!

    Betr. Lesertreffen: Fände ich super, wenn sowas noch einmal klappen könnte. Dafür würde ich gerne die Reise aus dem Ruhrgebiet antreten!

    Beste Grüße

    Patric

  30. AvatarKia

    @Enteignung der DW AG

    Keine Panik, ist doch nur eine Schmierenkomödie. Die Einzigen die Enteignet werden sind die Mieter durch immer höhere Miete und Nebenkosten. Zumindestens die, welche von Erwerbsarbeit abhängig sind und ihre Miete selbst zahlen. Die Wohnungen, welche die DW dort Besitzt, stammen zum größten Teil aus den Bestand der Landesholdings und wurden mit Steuergeld gebaut. Die Linke war maßgeblich an den Verkauf-Deals der Landesholdings an der DW AG beteiligt und hat sich daran ordentlich fettgefressen. Der Preis war natürlich extrem unter Wert und damit Spottbillig. Das Ganze Schauspiel, siehe Kipping, soll nur von deren Verantwortung ablenken. Egal was jetzt passiert die DW AG kann nur gewinnen. Werden sie Enteignet bekommen sie einen fetten Verkaufsgewinn, für Wohnungen, welche die Allgemeinheit finanziert hat und die ihnen niemals hätten in der Art gehören dürfen. Wenn sie nicht Enteignet werden geht der Profit halt über Mietsteigerungen und Umwandlung in Eigentumswohnungen weiter. Und die Linke musste mal wieder nichts tun außer öffentlich jemand anderen für ihre eigenen Taten verantwortlich machen.

  31. AvatarSparta

    @Tim

    Würdest Du mal die ersten ca. 5 Jahre von 20. – ca. 25. Lebensjahr ein klein wenig finanziell genauer beschreiben???

    Ich verstehe es nach wie vor nicht, wie Du in so kurzer Zeit mit nicht großen Beträgen und mit nicht wissentlicher Outperformance die erste Million (wenn auch in DM) gepackt hast…

    Dachte eigentlich, dass Jenny oder ich mit ca. 26 Jahren die ersten 100 k in € schon doch relativ gut waren.

    Gut, 1994 – 1999 liefen die Indexe mit ca. 20 % p. a. aber der Zeitraum ist eigentlich zu kurz um damit auf 1 Million mit dem Zinseszins zu kommen.?

    Die Netflix und CTS – Top-Pick`s waren ja später…

    Welche Summen hast Du denn in dem jungen Alter p. a. investiert?

  32. AvatarKia

    @DanielKa

    Herrlich, 16,6 Milliarden überweisen die Auswanderer an „privater Entwicklungshilfe“ nach Deutschland.

    Meinem Sohn erzählte ich bislang, er könne Medizin oder ähnliches studieren, damit er später ein sicheres Einkommen hat und überall auf der Welt arbeiten kann. War doch Quatsch von mir. Als Truckerfahrer in den USA hätte er ja bereits nach 10 Jahren ausgesorgt und die Ausbildung dauert auch keine 10 Jahre.

  33. AvatarThorsten

    @All wegen DW : Schnitt in Berlin 6,50 /qm DW :6,70 / qm. Neuverträge kosten bei der DW im Schnitt 9,00€. Die durchschnittliche Mieterhöhung betrug bei der DW 2018 1,4%. Für 9,00€ kannst Du hier mal anfangen zu  recherchieren. Modernisierte, wärmegedaämmte Wohnungen gehen bei 10,00 los und haben dann statt 100€ Heizung im Monat nur 40€, aber die Leute schauen nur auf die Kaltmiete und dann schmeißen sie das Geld ohne zu Zucken mit den Nebenkosten raus.

    Im Interview eine Frau , die jammert, dass sie für ihre Wohnung 6,50€ zahlt. Dafür bekommt man in Hamburg nicht einmal eine Garage.  Ein anderes Paar jammert, dass sie keine bezahlbaren Wohnungen in IHREM Quartier findet. Es ist wohl zum Teil auch Anspruchsdenken. Man versucht in Berlin auf alten Preisen genau da sitzen zu bleiben wo man schon ist, während überall in der Republik die Preise angeglichen werden. Niemand ist gezwungen in der Stadtmitte oder im Szeneviertel zu wohnen und es gibt auch kein Recht darauf. Warum sollte das für die Berliner anders sein als z.B für die Hamburger oder Münchener, die bereitwillig in die Peripherie ziehen ?

  34. AvatarDanielKA

    @ Kia: Mediziner kann er doch immer noch werden, dann verdient er bis zu $400.000  in den USA, wenn er zu den Topleuten gehört. Oder eben das doppelte in der Schweiz.

    So etwas muss man in jungen Jahren machen, später hat man einfach zu viele Hemmnisse bzw. Verpflichtungen.

    Dumm, nur das Deutschland das Studium mit 250 K finanziert und viele Leute nicht halten kann, da einfach beschissen bezahlt wird. Und

    81.000 brutto für einen Arzt ist doch ein witz, wobei das auch einige regionale kommunale Krankenhäuser unterbieten werden. Schätze Fit und Gesund wird auch mehr als ein deutscher Assistenarzt verdienen, alles richtig gemacht 😉 jeder ist selbst seines Glückes Schmied

  35. AvatarNico Meier

    @Kia

    Sollte ich mal Kinder haben werde ich ihnen raten einen technische Berufsausbildung zu machen am besten Berufslehrr um danach Berufsmatura und Fachhochschule oder andere Weiterbildung anzuhängen. Technisches Geschick brauchts überal au der Welt und da ist die Ausbildung auch viel kürzer. Niemand braucht 100’000
    master in Philosophie oder Kunstgeschichte!

    Es gibt in den USA Regionen da erhalten Truckfahrer bis zu 150’000$ brutto im Monat.

  36. AvatarKia

    @ Thorsten

    Lustig, ich würde mich gern kaputtlachen wenn ich es nicht besser wüßte. Ich hoffe die bezahlen dich gut dafür. 🙂

  37. KievKiev

    @ Nico

    Wo gibt es denn so gute Jobangebote? Vielleicht muss ich ein Jahr Fernfahrer machen. Dann können wir uns in Zürich zur Ruhe setzen.

    Es gibt Fahrten nach Kanada übers Eis. Die Pisten sind eine Zeit möglich zu fahren. Vielleicht bekommt der erste Fahrer diesen Lohn. Eventuell auch noch der zweite oder dritte. Oder fährt man dafür Panzer auf dem LKW durch feindliches Gebiet? Ein Soldat in einem richtigen Einsatz bekommt auch ein hohes Gehalt. Es ist vermutlich so angesetzt, dass man genug Leute dindst, die es für den Lohn machen.

  38. AvatarNico Meier

    @kia

    Solche Gehälter werden bezahlt in abgelegenen Gegenden in der kaum Arbeitskräfte vorhanden sind.

    Ich kenne einen Koch der für gutes Geld für ein Jahr auf ner Ölbohrinsel war. War ne harte Zeit meint er.

  39. AvatarNico Meier

    Ich habe in jungen Jahren zweimal in einer Fabrik gearbeitet einfache Arbeit die viel Einsatz erfordert. Habe den Schichtleitern von Anfang an gesagt, dass ich viel arbeiten will und kann. Wurde do viel eingesetzt viele Nachtschichten oft nach der Nachtdchicht auch noch die Frühschicht angehängt und kam so jede Woche auf 60 bis 70 Stunden. Man hat mir auch erklärt dass sowas nicht gesetzlich erlaubt sei. Ich bin damals nach Stunden bezahlt worden und hatteso durch Überstunden und Zulagen bedeutend mehr auf dem Konto als andere. Wer arbeiten will und Leistung bringen will der kanns zu etwas bringen.

  40. AvatarSparta

    @Daniel

    Das doppelte Gehalt in der Schweiz bringt bei doppelten Lebenskosten nicht notwendigerweise mehr.

    Ausser man macht es so wie ein befreundetes Paar. Nicht Ausgehen, kein Kino, keine CH-Freundschaften, nur Discounter… die Wohnkosten bei Zürich sind auch nett und lassen sich nicht ganz so leicht auf D-Niveau drücken.

    CH-Kita-Gebühren schon mal erahnt? 😉

    Wenn man so leben will, muss dass jeder selbst wissen.

  41. AvatarNico Meier

    @Sparta

    Du hast recht habe selber DE Freunde in der Schweiz die waren erstaunt über die hohen Kosten. Und man muss immer einen Teil des Nettogehaltes „zur Seite“ legen um damit die Einkommenssteuern zu zahlen das vergessen viele wenn von CH Nettogehältern gesprochen wird.
    Und in der Schweiz wird man auch keine Vollzeitstelle finden bei der man nur 35h arbeiten muss pro Woche.

  42. AvatarDanielKA

    Sparta: habe genug Verwandte/Freunde in der Schweiz und allen geht es deutlich besser als in Deutschland, ja die Kita Gebühren sind happig, aber man darf nicht vergessen, dass die Frau dann ordentlich verdient im Job bleibt und die Kitazeit nicht ewig geht, in einem Beispiel bekommt die Freundin (Physiotherapeutin mit sehr guter Ausbildung) mehr als das dreifache Gehalt als in Deutschland, weil das in Deutschland eben niemand zahlt, da muss es immer billig sein.

    zudem gibt es auch genug Wege in der Schweiz zu sparen, einkaufen kann man zB auch in Deutschland und Elektronikartikel sind in der Schweiz sogar günstiger.

  43. AvatarSparta

    @Daniel

    Ja, das mag sein und wir haben hier ja auch Beispiele.

    Allerdings entweder ich labere tagtäglich dass irgendwo das Gras grüner ist oder ich gehe tatsächlich dorthin.

    Gut, die immer darüber labern tun es aber eher selten.

    So übel ist D auch wieder nicht. Die Millionärsdichte ist laut Dr. Zitelmann bei den Top-Nationen.

    Die Frage ist auch was ich bereit bin alles für Geld zu tun, bzw. welche Werte mir sonst noch wichtig, bzw. wichtiger sind.

    Dann gibt es auch kein Bedauern oder Jammern.

  44. AvatarNobbi

    Ich würde lieber 2000 € verdienen bei 1000 € Lebenunterhaltskosten.

    Als 1000 € verdienen bei 500 € Lebensunterhaltskosten.

    Bei gleicher Leistung.

    Ich glaub ersterer kann sich mehr Assets leisten. Schwierig wirds nur wenn man mehr ausgibt al man verdient. Dann wäre ich lieber in keinen von beiden Ländern. 🙂

  45. AvatarDanielKA

    @ Sparta: Es ging nicht um jammern und den average joe, habe doch den artikel gepostet, dass die Highflyer zahlreich das Land verlassen, nachdem sie hier in Deutschland teuer ausgebildet worden sind. Das kann sich Deutschland langfristig nicht leisten.

    Die Topleute müssten zwingend gehalten werden, auch wenn es zahlenmäßig eine kleine Gruppe ist. Um eine Fußballanalogie zu bemühen, ich kann nicht meine wenigen Messis und Ronaldos abgeben, nachdem ich sie jahrelang hochgezogen habe..

  46. AvatarSparta

    @Hafenmeister

    Ca. 1,1 Millionen Millionäre und ca. 4000 gehen in einem Jahr. Jetzt bräuchten wir noch die Wachstumsrate bei den Millionären… und schon ist der Artikel als deutlich aufgebauscht zu durchschauen.

  47. AvatarSparta

    @Daniel

    Kenne die Statistik bzgl. Top-Leuten und Analogien zu CR7 nicht. 😉

    Nur Geld allein macht noch keine Berufung.

    Wenn es sogar die 1 Prio ist, denke ich dass die langfristige Leidenschaft fehlt und dieser Top-Mann ist ein Blatt im Wind.

  48. AvatarNico Meier

    @Nobbi

    Ich würde lieber 2000 € verdienen bei 1000 € Lebenunterhaltskosten.

    Als 1000 € verdienen bei 500 € Lebensunterhaltskosten

    In vielen Fällen werden Nettogehälter in der Schweiz mit Nettogehältern in Deutschland verglichen. Vom Nettogehalt in der Schweiz muss noch die Einkommenssteuer sowie die Krankenkasse bezahlt werden. Die Einkommenssteuer sowie die Krankenkasse kostet je nach Kanton untrerschiedlich viel, daher ist der Wohnort in der Schweiz nicht nur für die Wohnkosten sondern auch für Steuern und Krankenkasse entscheidend.

    Ich zahle pro Monat als Einzelperson mit Franchise 2’500 (mit anderen Worten ich trage die ersten 2’500 Franken Kosten pro Jahr selber) pro Monat 240.- für die Krankenkasse und das im Kanton Aargau der eher tiefe Krankenkassenprämien hat.

  49. AvatarChrissie

    @Sparta

    Beeindruckend finde ich in dem Artikel eher den Anstieg der Abwanderung von ein paar Hundert pro Jahr auf ein paar Tausend pro Jahr als die Tatsache, dass da noch Luft nach oben ist. Und das ja immerhin in den noch friedlichen und (scheinbar) sorglosen Zeiten. Wenn die Zeiten ungemütlicher werden, wird die Auswanderungswelle schon noch an Fahrt aufnehmen.

    Und da ich auch abwandern würde wenn ich Millionen hätte, halte ich den Artikel keineswegs für aufgebauscht.

  50. AvatarEx-Studentin

    @Sparta
    Ich frage mich auch oft, ob ich in meinem Leben etwas hätte besser machen können. Ich bin stolz auf meine 100k, aber ich kenne einige, die viel aggressiver investieren. Wobei einige von ihren Eltern finanziert werden. Ein Kollege von mir leiht sich z.B. 100k von seinem Vater und kauft gerade mehrere kleine Wohnungen.

    Gleichzeitig bin ich sehr froh, dass ich so viel gespart habe und das Geld nicht fest angelegt ist. Ich hadere schon seit ein paar Jahren damit, mich beruflich in die IT-Richtung zu entwickeln. Ich werde mir nun von meinem Ersparten eine Auszeit finanzieren und will mir Basics (z.B. java, mysql) aneignen, um dann hoffentlich damit einen Job in der Software/Datenbank-Entwicklung zu finden. Keine Ahnung, ob das funktioniert. Aber ich habe den Eindruck, dass man mehr Erfolg hat, wenn man was riskiert.

  51. AvatarChristian

    Projektentwicklung: Seien wir mal ehrlich, beide Seiten haben Recht. Kauft ein Investor ein Objekt und macht es wieder flott, ist das irgendwie gut für die Gesellschaft. Danach ist das Objekt wieder fit für die nächsten 20-50 Jahre und spart Energie. Die Leute, die ausziehen sollen um das Sanierungsvorhaben nicht zu behindern haben auch Recht, wenn sie sich beschweren. Ich war schon mal bei einer Entmietung mehrerer Parteien dabei. Hinter jeder Tür ein anderes Schicksal. Die Menschen sind verwurzelt.

    Unsere Stadt macht es richtig: Sind die Sozialwohnungen nach langen Jahren sanierungsbedürftig, so werden sie den Bewohnern zum Kauf angeboten. So haben ehemalige Mieter die Chance, günstig Eigentümer zu werden und zu sanieren. Ein Viertel aus ehemaligen Sozialwohnungen durchmischt sich angenehm, es bilden sich keine Ghettos. Natürlich müssen ausreichend neue Wohnungen gebaut werden, da bin ich mir nicht sicher, ob unsere Stadt das immer so gemacht hat. Anders bei den ehemaligen Bahn-Immobilien (Wohnovia). Die gehen alle an Investoren raus…

    Löhne: 81.000 EUR brutto für einen Arzt würde ich jetzt nicht als Witz bezeichnen. Ich war als Kind schwer krank, die Ärzte haben phantastisches geleistet. Aber ich glaube nicht, dass diese am Hungertuch genagt haben oder mit deren Verdienst unzufrieden waren. Man muss die Kirche auch mal im Dorf lassen. Ich verdienen 50.000 EUR brutto und da kann man auch sagen, dass das viel zu wenig ist. Ist es vermutlich auch. Aber für viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ist das eine unvorstellbar hohe Summe. Die hätten gerne ein Einkommen in dieser Region. Man sollte einfach bescheiden leben, wie von Tim aufgezeigt. Den Überschuss investieren und glücklich sein. Weniger nörgeln. Uns geht es verdammt gut in D-A-CH und echte Sorgen kennen wir erst, wenn wir oder ein/e liebe/r Angehörige/r schwer krank werden.

  52. AvatarRalf

    „Man sollte einfach bescheiden leben, wie von Tim aufgezeigt. Den Überschuss investieren und glücklich sein. Weniger nörgeln. Uns geht es verdammt gut in D-A-CH und echte Sorgen kennen wir erst, wenn wir oder ein/e liebe/r Angehörige/r schwer krank werden.“

    Steigende Wohnkosten zehren am Überschuss. Fakt: Die Wohnkosten sind vielerlorts deutlich stärker gestiegen als die Lohnentwicklung. Der Staat wird künftig auch durch Steuern (siehe Diskussionen zur Abgeltungssteuer) vermehrt zulangen. Trotz Rekordsteuereinnahmen wird die Steuerschraube weiter angezogen werden. Der Sozialhaushalt verschlingt immense Kosten, Tendenz steigend.

    Das hat weniger mit Jammern, mehr mit Fakten zu tun. Suche heute mal mit Familie eine bezahlbare Bleibe im näheren Umkreis größerer Städte (um Pendelkosten zu senken).

  53. AvatarMr. B

    Mein Krankenkassenbeitrag in Deutschland pro Jahr: 8.440 EUR ( in Worten .. egal, dazu kommt noch der Pflegebeitrag und die private Krankenzusatz )

    : )

    Aber ja, in der Schweiz ist fast ! alles teuer.

    Freundliche Grüße, Mr. B

    P.S. : Sparta´s Frage an Tim würde mich auch interessieren. Wobei zu neue Marktzeiten teilweise nicht viel Einsatz nötig war um die Millionen zu erreichen. Bei EM TV waren es glaub im Besten fall 5000   ….

  54. AvatarNico Meier

    @Mr B

    Die monatlichen Kosten von 240.- sind nicht für eine Krankenkasse die mich als privatpatienten behandelt sondern sie deckt lediglich das Obligatorium und Spital allgemein ab. Mit anderen Worten ich zahle für eine Person pro Jahr fast 3’000 Franken Krankenklassenprämie und dies obwohl ich die höchste Franchise von 2’500 gewählt habe und auch noch das Telmedmodel bei dem ich vorgängig bei der Kasse anrufen muss bevor ich zum Arzt gehe!

    Ich bin ende 30 und total gesund ich habe in den letzten 15 Jahren 0 Franken Gesundheitskosten verursacht, da ich gesund lebe und scheinbar gute Gene erhalten habe von meinen Vorfahren, dafür binich sehr dankbar.

  55. AvatarNico Meier

    Auch mich würde Spartas Frage sehr interessieren. Am Schluss kommt da doch noch eine Erbschaft oder ändliches zu Tage die vieles ermöglicht haben könnte.

  56. AvatarDanielKA

    @ Christian: 50.000 eine unvorstellbar hohe Summe??? Jetzt mal die Kirche im Dorf lassen, dass ist hier im Südwesten in vielen Tarifverträgen auch in unteren Gruppen drin. Sind knapp 4.166,67 EUR im Monat, bei den Kandidaten mit 14 Monatsgehältern sind es dann nur 3.571,00 EUR brutto im Monat, also das verdienst du hier mit Studium überall (nicht nur MINT, da deutlich mehr), Da liegt auch ein Facharbeiter drüber.

  57. AvatarSparta

    @Chrissie

    Der Anstieg ist nicht im richtigen Kontext. Mir ist der Artikel deutlich zu einseitig und polarisierend.

    Wenn ich unter 0,4 % Kunden verliere aber gleichzeitig über ein paar Prozent neue dazu bekomme dann ist der entscheidende Fakt unter den Tisch gekehrt worden um Content zu bekommen.

    Im Internet geht es hauptsächlich um schnellen Content und weniger um Fakten. Die Ablästerung über Mainstream-Medien mit den Ziel auf die alten Medien ist an sich irrational, da das Internet viel mehr unsachliche Meinungen und ungeprüfte Daten produziert.

    Plötzlich ist jeder Laie ein Experte und die eigene Meinung ist unumstösslicher Fakt…

    Kein Wunder dass da viele nicht mehr durchblicken bei der Überflutung von ungeprüften Informationen mit dem Ziel Aufregung zu generieren.

  58. AvatarSparta

    @Jenni

    Tendenziell ist es eine sehr gutes und überdurchschnittliches finanzielles Zwischenziel mit Mitte 20 ein 6stelliges Depot zu haben! Der Zinseszins kann da langfristig noch einiges bewirken.

    Es wird auch immer bessere geben, wo manches früher und schneller packen.

    Dass Du noch Deine Eltern unterstützt hast und manch andere wiederum mehr von den Eltern bessere Startbedingungen mitkriegen ist halt eine Tatsache über die man sich nicht grämen muss! Darauf kann man auch stolz sein, bzw. ist ein nicht unbedeutender immaterieller Wert!

    Viele beginnen später wie zum Beispiel eine Frau Sanders.

    Muss jetzt los. Viel Erfolg weiterhin!

  59. AvatarNico Meier

    Es bringt in meinen Augen nur Frust wenn man sich täglich mit anderen vergleicht.

    Natürlich haben diejenigen die wie ich keinen Rappen von den Eltern als Startkapital erhalten haben nicht gleich viel im Depot wie andere, die einen Zustupf der Eltern erhalten haben in jungen Jahren.

     

  60. AvatarThorsten

    @Kia

    Ich bezahle mich nur selbst.;) Ich habe extra die andere Seite versucht zu posten,  weil die Medien kurz davor sind die mittellose Mutter mit Kleinkind im Arm vor der Wohnungstür als Foto zu zeigen, die ähnlich wie ein Flüchtling ganz ganz böse von DW und wie sie alle heißen vertrieben wird.

    Es gibt zu wenig Wohnungen. Punkt. Die Politik soll bauen,  jetzt. Punkt. Alles andere ist nicht zielführend.

    @All : Hier etwas anderes Beate Sander, die ist so rührend. “ Breit gestreut nie bereut“. https://youtu.be/ZCGcr_XGk24

     

  61. AvatarKia

    @Thorsten

    Die Leute gehen auf die Straße weil sie keine Lust mehr haben Schlachtvieh zu sein. Ich finde das gut. Nur Enteignung bringt nichts. Der Senat rechnet mit mind 36 Milliarden. Und wenn der Senat schon rechnet … Theoretisch könnten mit 36 Milliarden 20000 Wohnungen gebaut werden.

    Als DW Mieter zahlt man auch keine lustige 6,50€. Schau dir doch die zweihundert Wohnungen in der Berlinvermietung an. Auch deine 9€ kalt findest du vielleicht noch in Gegenden wie Hellersdorf (riesiges Plattenbauviertel im Osten) und das sind dann aber mind. 20% über der Obergrenze des Mietspiegel, für diese Lage (siehe Einzelabfrage Berliner Mietspiegel Senat). Das ergibt nebenbei noch einen schönen Treppeneffekt für die nächsten Mieterhöhungen. So hört die Spirale nie auf und das ist das Problem. Erst 25 %, dann 30%, dann 35%, dann 40% vom Einkommen usw.

    Nein, man zahlt immer die Maximalmiete oder drüber. Dafür hat man aber nicht maximalen Wohnkomfort oder ähnliches. Auch der Mieter ist ja kein Maximalverdiener, denn dann würde er im Eigentum wohnen oder bei einer Genossenschaft oder in Berlin auch gern im WBS Bau. Miete war auch noch nicht alles, kommt ja noch die zweite Miete, Nebenkosten. Sind doch sehr kreativ, die steigen natürlich auch jährlich.

    Endlosschleife. Bringt ja nichts. Die die drin hängen sind am Arsch. Dem Rest kanns egal sein.

  62. AvatarWohnung mit Domblick

    Eben bin ich über einen Artikel gestolpert, den ich für größtenteils scharfsinnig halte. Und da er das Thema Konsum kritisch behandelt, verlinke ich ihn mal hier:

    https://www.derknauserer.at/kn/knauserer%2010_2017.txt

    Runter gehen zum Teil: * Aufstand der Befriedigten – von Robert Gordon

    Den Newsletter bekomme ich schon länger. Als Gegenpol interessant finde ich die Ideen, nicht die Habenseite zu maximieren für eine FU, sondern die (Frei-)zeitseite. Die Sparsamkeit haben wir mit den dortigen gemeinsam.

  63. KievKiev

    @ Kia

    Schaue Dir einmal die Marktwirtschaft nach Adam Smith an. Die unsichtbare Hand beschreibt genau wie sich Preise zusammensetzen. Es ist zwar vom Wortlaut sehr gewöhnungsbedürftig, aber beschreibt es sehr treffend.

    Beispiel:

    Was ist der faire Preis einer Cola 0.5l Flasche?

    Im Supermarkt,

    Im Supermarkt, wenn zwei Konkurrenten gleich nebenan sind

    Im Restaurant, Kino, Berghütte

    Auf einer Yacht an den Galapagos Inseln

    In der Wüste nach zwei Tagen ohne Wasser

    Ich denke von grob 50 cent bis alles was man hat ist hier eine große Spannweite gegeben. Ist das ungerecht?

    Es gibt in Deutschland vermutlich Neubauwohnungen für unter 5€ den Quadratmeter zur Miete und unsanierte Altbauten für 20€ und mehr. Wenn bei der Neubauwohnung sich kein akzeptabler Mieter für den Preis findet, ist der Preis dann zu hoch oder zu niedrig? Gebauso verhält es sich mit dem Altbau. Wenn das Angebot nach &0 min aus dem Nstz genommen werden muss, da der Ansturm nicht mehr zu bewältigen ist, so ist der Preis wohl niedrig angesetzt.

    Dir Nachfrage alleine bestimmt den Preis. Genauso verhält es sich mit dem Einkommen. Wenn ein Selbstständiger z.B. mit Personal hilfe haben möchte so schaut er einfach wie er die benötige Leistung zu einem guten Preis bekommt. Kostet sie 80k im Jahr und es ist für ihn nicht angemessen wird er es selbst machen. Er muss schließlich seine Produkte auch verkaufen können. Da nutzen Streiks und Subventionen auch langfristig wenig. Es ist ein sehr einfacher Zusammenhang. Wie Ralf korrekt festgestellt hat, gibt es vermutlich keinen Fachkräftemangel, wenn die Preise nicht anziehen. Ab gewissen Preis/ Leistungs Grenzen schielen Firmen dann soch aufs Ausland. Das kann man natürlich bestreiken und verhindern. Dann wird es aber ein paar Jahre oder Jahrzehnte später eben diese Firmen nicht mehr geben.

  64. Der BaumDer Baum

    @ Kiev, Markt etc.

    Du hast mit deiner Beschreibung grundsätzlich recht. Nur muss man hier auch bedenken, dass wir etliche den „Markt“ verzerrende Sachverhalte haben die hier eine große Rolle spielen. Einen vollkommenen Markt gibt es also nicht.

    Zudem haben wir uns auf ein soziales Zusammenleben geeinigt, was bedeutet, dass die Gesellschaft (die eigentlich durch die Politik vertreten werden sollte) Steuerungsmaßnahmen vollziehen muss, damit der „Markt“ nicht zu sonstigen negativen Effekten führt.

    Es geht aber eigentlich, wie du ja auch treffend argumentiert hast, um die Verteilung eines aktuell begrenzten Guts. Müssen alle in Berlin oder München wohnen? Kann man von einem Bürger erwarten, dass er sich so organisiert, dass er bezahlbaren Wohnraum findet (also ggf. sonstwohin zieht?). Das sind aber politische Fragen und keine wirtschaftlichen.

    Hier mal ein kurzer Artikel der ganz ordentlich die Zusammenhänge aufzeigt:

    http://www.bpb.de/izpb/8455/aufgaben-und-grenzen-von-markt-und-staat?p=al

    Grüße Baum

  65. AvatarRalf

    „Müssen alle in Berlin oder München wohnen? „

    Sicher nicht. Aber: Viele größere Firmen konzentrieren ihre Standorte in Stadtlagen. Dies verschärft die Situation am Immobilienmarkt, weil die Arbeitnehmer möglichst nahe dran wohnen wollen. Und Homeoffice als Lösung hat in vielen Branchen immer noch einen schweren Stand.

    Fachkräftemangel: Haben wir nicht. Ein Mangel an Ingenieuren ist laut FAZ nicht zu erkennen. Eher die Handwerker. Und dass wo heute jeder zweite meint studieren zu müssen:

    https://www.faz.net/aktuell/beruf-chance/beruf/ingenieure/die-fachkraefteluecke-im-ingenieurbereich-verliert-ihren-schrecken-16113646.html

  66. KievKiev

    @ Der Baum

    Dein Link beschreibt schön unsere Marktwirtschaft. Wie viel der Staat eingreifen sollte oder nicht liegt auch nicht in meiner Hand. Es wundert mich selbst wieso die Preise in München scheinbar endlos steigen. Knappheit oder nicht, solange die Leute mehr in Relation zum Einkommen bezahlen, werden die Wohnungen entsprechend mehr kosten. Hier ist aber natürlich auch ein Limit. Ich würde bei der Stadtwahl immer das Einkommen wenigstens zu den Preisen für Wohnraum in Relation setzen.

    Oder nach Alternativen suchen. Wenn ich aus Sylt kommen würde und in der Region bleiben möchte würde ich vermutlich aufs Festland gehen. Hier kosten Häuser vermutlich nicht weit entfernt wesentlich weniger. In Sylt könnte ich auch tageweise arbeiten, wenn es entsprechend bezahlt wird. So funktioniert der Markt. Da kaum Angestellte auf Sylt leben müssen die Löhne verhältnismäßig hoch sein. Vielleicht arbeitet man auch Teilzeit auf Sylt und den Rest bei weniger Gehalt vor Ort oder gar nicht? Ich würde in jungen Jahren wohl tageweise auf einem Campingplatz wohnen, Geld scheffeln und investieren. Damit kann man sich schnell eine Grundlage für eine günstigere Region schaffen.

    Der Markt ist wie er ist. Man kann ihn anschauen und überlegen, wie man für sich das beste rausholen kann. Das ist in jedem Fall leichter als den Markt an sich verändern zu wollen.

    Genau so habe ich auch den Preis für mein MFH bestimmt und die potentiellen Mieteinnahmen meiner Fewo bestimmt. In meiner Region gibt es leider nur knapp die Hälfte an Einnahmen pro Woche wie auf Sylt. Und die Saison ist wesentlich kürzer. Auch wenn es klimatisch in meiner Region länger schön ist, wird Sylt besser gebucht. Das kann ich nicht ändern. Ich kann es nur analysieren und gegebenfalls überlegen wie ich genau Mieter für diese Zeiträume gewinnen kann. Und mit den Preisen in der Türkei kann ich auch nicht konkurrieren. Ich kann nur versuchen Menschen, die in meine Region fahren den bestmöglichen Urlaub zu ermöglichen, so dass sie weiderkommen oder es weiterempfehlen.

  67. Avatarchn

    Sicher nicht. Aber: Viele größere Firmen konzentrieren ihre Standorte in Stadtlagen. Dies verschärft die Situation am Immobilienmarkt, weil die Arbeitnehmer möglichst nahe dran wohnen wollen. Und Homeoffice als Lösung hat in vielen Branchen immer noch einen schweren Stand.

    Deutschland hat verglichen mit anderen Industrieländern den Vorteil, dass es hier viele eher kleine und mittlere Unternehmen gibt, die in ihrem Spezialgebiet teilweise Weltmarktführer sind. Und die findet man auch in den Randlagen oder sogar auf dem Land. Ich war schon öfter überrascht, was für Weltunternehmen es irgendwo im Kaff gibt. Das ist ein großer Vorteil, der nicht zu unterschätzen ist und einer der Gründe, warum die Immobilienpreise hier nicht ganz so ausufern wie in vielen anderen Industrieländern. Es ist halt etwas mehr verteilt. Der Trend geht allerdings leider zu mehr Konzentration in den Städten. Da müssen wir aufpassen.

  68. KievKiev

    @ chn

    Sehe ich genauso. Irgendwann wird es auch für die Firmen in den Städten schwierig Leute zu finden. Vielleicht geht es auch wieder in rtwas verlassenere Regionen. Wenn 40% des Gehaltes für Wohnkosten verwendet werden müssen, ist das sicher eine Idee. Hier kann man ja gezielt Familien locken. Als Nachteil gibt es dann im Umkreis nur einen Arbeitgeber.

    @ Eka

    Die Stellenausschreibungen bei Deiner  Firma hören sich interessant an. Vielleicht findet sich ja ein Bewerber aus dem Forum.

  69. PeterPeter

    @Freelancer Sebastian

    ich finde die Asset Manager grundsätzlich spannend und relativ günstig bewertet. Ich sehe in dem Bereich eine weitere Konsolidierung mit den großen Anbietern, die Pricing Power haben wie Blackrock und Amundi am einen Ende und die kleinen aber feinen Boutiquen am anderen Ende. Alles, was in der Mitte ist wie eine BEN, Invesco oder TROW muss entweder wachsen oder wird früher oder später gefressen/abspecken müssen. Zudem sehe ich hier großen Spielraum für Disruption (Robos, AI, ETFs etc.), die alle einen Einfluss auf die Margen haben werden.

    Das mit der Netzdiät nehme ich mir ebenfalls vor. Gerade gestern habe ich mich erst über einen Leserkommentar in einem anderen Forum geärgert. Kann gut nachvollziehen, was Du schreibst.

    Zu Deiner Frage: Nach welchen Kriterien entscheidest du dich für ein Investment?

    Mein Ziel ist eine gewisse Diversikfikation über Branchen und Regionen, wobei mir einige Branchen und Titel speziell nichts ins Depot kommen. Diese Freiheit als Privatanleger nutze ich gerne aus.

    Bei der Auswahl schaue ich auf die klassischen Kennziffern wie PE, Wachstum, Verschuldung etc. Ich kaufe gerne zu vernünftigen Bewertungen und nicht zu jedem Preis oder auf Basis von Momentum. Ansonsten kaufe ich regelmäßig und baue bestehende Positionen aus.

    Einige meiner jüngsten Käufe waren AbbVie und CVS. Highlights bei mir sind Danaher, Ecolab, TMO und Medtronic, die mein Beuteschema ganz gut widerspiegeln.

    Wie gehst Du vor? Auf welche Werte konzentriest Du Dich? Wie bist Du auf TROW aufmerksam geworden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

bitte lösen Sie diese einfache Aufgabe (Spamschutz) *