Das Wettrüsten beim Konsum ist absurd

Der Finanzwesir Albert Warnecke und ich gestern auf der Invest in Stuttgart. Ich bin ein großer Fan seines Blogs.

Ich habe ein paar super Tage in Stuttgart auf der Invest verbracht. Über 100 Leser habe ich getroffen auf der Messe. Es war so schön, zu sehen, wie fleißig und zielstrebig ihr alle seid. Ich traf eine Familie mit zwei Kleinkindern, die beiden Kinder sind schon eifrige ETF-Sparer. Das ist super. Die beeindruckende Begegnug ließ mich über die Hochzeit nachdenken.

Schon bei der Heirat drehen manche emotional durch. Sie wollen ein riesiges, teures Fest feiern. Es geht darum, mit den Bekannten und Freunden zu konkurrieren.

Das Hochzeitspaar denkt sich zuweilen: “Jeder wird die Bilder sehen, wir müssen besser als all unsere Freunde sein. Wir werden die tolleste Feier haben. Unsere Hochzeit muss alle Hochzeiten übertreffen.” Menschen glauben, dass eine Hochzeit, Auto, Urlaub, Haus, Mode… wie ein Wettbewerb ist.

Eine solche Mentalität ist ein Grund, warum Menschen kein Geld übrig haben. Die Hochzeitsplanung wird zum Geldgrab. Ich würde am Strand, im Park oder an einem Kiosk heiraten, warum nicht? Es kommt nicht auf den Luxus an.

Aber Menschen denken oft, dass sie einen Wettbewerb um Zeug (Haus, Auto, Hochzeit…) gewinnen müssen. Ständig geht es darum, größere Häuser zu kaufen, schönere Ausflüge zu machen, schnellere Autos zu fahren, nur um die Bilder jedem online zu zeigen. Ist das nicht total lächerlich? Ich finde das wirklich traurig. Darauf kommt es nicht an.

Beginnt die Ehe, nimmt das Anspruchsdenken zu. Ehefrauen oder Ehemänner denken sich: “Ich sollte bekommen, was mir zusteht.” In Beziehungen geht es dann mit Argumenten heftig zu. Nach dem Motto: “Du liebst mich wirklich, wenn du mir gibst, was ich haben will.” Die extreme materialistische Einstellung führt dann ins Elend und endet oft im Beziehungsaus.

Wenn jemand sagt, dass du ihn/sie nicht liebst, nur weil du keine Dinge auf Verlangen kaufst, ist das verrückt.

Es geht darum, mit jemandem zusammen zu sein, der dich liebt und respektiert. Liebe hat mit Luxus/Konsum wenig zu tun. Welche Werte willst du übrigens deinen Kindern beibringen?

Du setzt dir persönliche und emotionale Ziele. Du planst deine Erlebnisse (Urlaub, Sport, Freunde, Treffen, Ausflüge, Hobbys etc.). Ich denke, wenn du dir solche Ziele steckst, wirst du herausfinden, wofür du deine Lebenszeit wirklich ausgeben möchtest und mit wem du sie teilen möchtest.

Denke darüber nach, was du außerhalb der Arbeit heute schon machst. Auf was kommt es im Leben an? Auf das teure Sofa, die Edelhandtasche oder was sonst? Ich denke, darauf kommt es eher an:

  • Achte auf deine körperliche und seelische Gesundheit. Mach Sport. Geh in Therapie, wenn du in einer Sinnkrise steckst. Eine Therapie ist keine Schande. Viele Starts und Sternchen machen das.
  • Erlebnisse bringen Zufriedenheit. Mit meinem Partner, mit der Familie reise ich. Ich mache eine lange Rad-Gruppentour mit Freunden. Du gehst aus deiner Komfortzone. Du machst vielleicht eine anstrengende Wanderung/Radtour, Kanufahrt…
  • Du hilfst anderen. Nimm Blogger Marcus Wegner. Er hilft ehrenamtlich in der Schuldnerberatung aus. Der Nürnberger, der selbst finanziell frei ist, zeigt Menschen den Weg aus der Schuldenkrise. Oft trifft er in überschuldeten Familien auf Chaos. Er ordnet zunächst alle Rechnungen und Verträge etc.
  • Gib Geschenke, spende oder stifte: Geld für andere auszugeben, macht Menschen glücklicher, als wenn sie es für sich selbst nutzen.
  • Hab eine Struktur. Ich habe trotz der Freiheit eine Struktur in meinem Leben. Es ist nicht so, dass ich nur auf dem Sofa liege und TV schaue. Ich tue Dinge, für die ich mich begeistern kann (Blog, Lesen, Lernen, Sport etc.) Andere Menschen mögen vielleicht Gartenarbeit, Hunde, Lokalpolitik, Kunst, Bibliotheken, Pferde… Die Freiwilligenarbeit soll richtig Spaß machen, sie soll sich nicht als schreckliche Arbeit anfühlen.
  • Lade Freunde ein. Zum Picknick, Radtour, Wandern, Kanufahren, Kaffeeplausch, Grillen, Kartenspielen, Tennis, Schwimmen…
  • Koche verrücktes Zeug: Probiere mal indisch. Mach eine Pizza auf dem Grill. Einen Mega-Salat…

Wer es nicht nach Stuttgart am Samstag zur Invest Messe geschafft hat, kann sich hier meinen Vortrag auf Youtube anschauen:

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76 Kommentare
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3 Jahre zuvor

Deine Leser, die ich gestern kennenlernen durfte, sind ebenso bescheiden, fokussiert und bewusst wie Du @Tim. Ganz großes Kino gestern für mich!

Jan
3 Jahre zuvor

Meine Tochter hat von der Invest einen Teddybären, eine Trinkflasche, einen Gummi-Bullen und mehrfach Popcorn und Süßes abgestaubt.

Leider muss ich sagen, hab ich selbst von der Messe wenig mitnehmen können. Nur die Edelsteine und die Bloggerslounge fand ich interessant.

Lustig fand ich viel mehr die leichte Ignoranz mancher Aussteller. Ich vermute mit Kaputzenpulli und Kinderwagen, ohne Hemd und Zwirn, kam ich manchen zu arm vor. 😉

Achso, vor diesem Goldanlagehaus mit dem Löwe wäre ich skeptisch. Gab damit schon einige Abzocken. Gold und Silber kauft man, wird geliefert und lagert es ein. Gold wirft keine Zinsen ab. Wer das verspicht, der hat Dreck am Stecken.

 

Viele Grüße

Jan

Florian H
3 Jahre zuvor

@Tim

wirst du dieses Jahr nochmal in Deutschland sein?

@Marcus

Bist du der Mann der an der Tür stand?

@Heirat

kenne viele die impulsiv geheiratet haben. 1-2 Jahre später war es dann auch schon wieder vorbei.

Ron
3 Jahre zuvor

Lohnt sich überhaupt ein Besuch?
Welche neuen Kenntnisse hätte mir denn die Invest als Sparer von langweiligen ETFs gebracht?

 

 

Nico Meier
3 Jahre zuvor

@Glyphosat
In Brasilien hat ein Gericht den Einsatz von Glyphosat verboten danach gingen die Farmer auf die Strasse mittlerweile darf es wieder eingesetzt werden.
In vielen Fällen werden in der Landwirtschaft eingesetzte Mittel verteufelt und zwar von Stadtmenschen die keine Ahnung haben wie Nahrung produziert wird. Es gibt mehrere Studien die beweisen, dass die Landwirtschaft in der Schweiz vorbildlich umgeht mit Spritzmitteln währendem es die Hobbygärtner sind, die die Mittel zu häufig und vielfach zu hochdosiert einsetzen in ihren Gärten!
Liebe Stadtmenschen eure Lebensmittel wachsen nicht im Supermarkt sie werden von Bauern in Europa und dem ganzen Rest der Welt mühevoll angebaut und in vielen Fällen ist auch Chemie nötig um Lebensmittel anzubauen!

Chris k.
3 Jahre zuvor

@Tim

Ich konnte nicht kommen bin noch krank.. Danke für die Videos hab ich natürlich beide gesehen

Ich habe eine Idee ein soziales Projekt, ich schick dir mal die tage die gedanken dazu. Würde mich sehr freuen wenn du deine meinung dazu sagen könntest

Ein gediegenen Sonntag Allen

Jan
3 Jahre zuvor

@Ron,

nein, nichts.

Viele Grüße

Jam

Daniel
3 Jahre zuvor

@Tim

Ich finde, Du erzählst wirklich nichts Neues (nicht abwertend gemeint) und trotzdem bekommst Du scheinbar immer und immer wieder die selben Fragen. Finde es super, dass Du Dir die Zeit dafür nimmst.

Die Invest ist für mich ne Kirmesveranstaltung der Finanzindustrie, der ich selber lieber fernbleibe.

Ron
3 Jahre zuvor

Habe ich mir gedacht,danke Jan

andreapur
3 Jahre zuvor

@ Ron, ein Besuch lohnt nur dann, wenn man ein paar Leute persönlich treffen will, bei mir waren das Tim und der Finanzwesir. Dafür hat es sich gelohnt! 🙂 Sonst nicht. All die überflüssigen aber teuren Stände fand ich uninteressant. Im Grunde wollen die nur deinen Namen und Adresse, um Dir etwas zu verkaufen, das Du als Besparer von “langweiligen” ETFs nicht brauchst.

@Jan. Ja, ging mir ähnlich, mit Jeans, einem alten Secondhand-Pulli und Rucksack ist man eher uninteressant, obwohl auch ich tatsächlich ein paar Mal angesprochen wurde. *staun

Ich habe zwei Stoff-Taschen und ein bißchen Schokolade und Weingummis abgestaubt und den ganzen Rummel angestaunt.

Toll waren die Vorträge bzw. Podiumsdiskussion von Tim und dem Finanzwesir und vor allem die persönlichen Gespräche mit den beiden sowie mit den “Fanboys”. Dafür hat sich für mich die Fahrt von Bielefeld gelohnt. Ich würde es vielleicht nächstes Jahr wieder machen, oder eben gern auch mal ein Lesertreffen mit Tim mitmachen, das wäre noch cooler.

Kiev
3 Jahre zuvor

@ Jan

Was ist denn bitte bei einem Löwenkopf Logo unseriös? Ich hatte selbst einen auf meinem T-Shirt 😉 Zugegeben, bei mir war es nicht unbedingt seriös. Einen Anzug würde ich auf so einer Messe nie tragen. Ich bin schließlich kein Verkäufer. Ich habe außer Gesprächen nichts mitgenommen. Werbung und Prospekte versuche ich weitgehend zu vermeiden.

Ich fand den Kontakt zu anderen Lesern und Bloggern sehr gut. Diese Gelegenheit bietet sich nicht oft. Was man für sich bei der Messe rausholen kann ist individuell.

Ich versuche mit offenen Augen durch die Welt zu gehen. Mit solving other peoples problems lässt sich auch Geld verdienen. Der Finanzbereich bereitet mir Freude. Vielleicht bietet sich hier irgendwo eine Chance, die ich nur wahrnehmen muss.

Habe eine kleine Rundtour unternommen. Heute war ich als Abschluss in Freiburg. Ich konnte für mich eine sehr gute Zeit bei einem Halbmarathon laufen. Die schweren Arme habe ich auf den letzten 2 Kilometern gemerkt, aber ich konnte die letzten 7 km die Pace anziehen und immer genau mit 5min pro Kilometer laufen. Das habe ich im Training nie geschafft. Total Recall hat vielleicht etwas geholfen.

Finanzfee
3 Jahre zuvor

Ich hätte es dieses Jahr nicht geschafft, bin aber auch fast nur stille Mitleserin und noch ganz am Beginn. Nächstes Jahr würde ich aber überlegen, dazu zu stoßen. Austausch mit Gleichgesinnten ist ja doch auch immer motivierend und Motivation braucht es immer mal wieder, denn hier bei uns (ländliche Gegend) wird man doch sehr beäugt, wenn man nicht die Variante Doppelhaus, deutsches Auto usw. mitspielen möchte.

Zum Thema Heirat kann ich nur sagen, dass es extrem hilfreich ist, wenn beide auf einer Wellenlänge sind und beide ihren Wert nicht aus Status, Shopping usw. ziehen. Wichtig ist uns durch unsere Sparraten vor allem, eine größtmögliche Unabhängigkeit zu erreichen. Sollte einer von uns auf der Arbeit total unglücklich sein, könnten wir immerhin jetzt schon ein halbes Jahr Auszeit nehmen. Käme uns DIE Idee einer Selbstständigkeit, könnten wir es einfach machen. Das ist viel mehr wert, als eine prunkvolle Hochzeit, wobei die Deutschen angeblich im Jahr 2016 “nur” 6500 € ausgegeben haben https://www.welt.de/icon/partnerschaft/article182910888/Hochzeitsbudget-Wie-viel-kostet-eine-Hochzeit-wirklich.html Verglichen mit den Angaben einer Hochzeitsagentur im Jahr 2018 gibt es aber große Abweichungen, hier werden 18.685 € im Durchschnitt angegeben. Das wäre tatsächlich schon ein großer Brocken im Depot, wenn man es alternativ investieren würde.

Christian
3 Jahre zuvor

Schön, dass die Invest so ein toller Erfolg war. Ich habe es dieses Jahr leider nicht geschafft.

Betreffend „sparsam heiraten“ gibt es ein lustiges Video von Kevin O‘Leary: Er meint Pizza und Bier im eigenen Garten und zusammen mit den Freunden eine gute Zeit haben genügt. Ich finde, er hat Recht. 🙂

https://youtu.be/NTeVRPzDMqk

Patric
3 Jahre zuvor

@Ron & andere:

Meine Frau und ich haben für das ganze Wochenende ca. 350 € ausgegeben (Zugtickets, Essen, Trinken, Nebenkosten) und dafür natürlich nicht im geringsten einen monetär messbaren Gegenwert erhalten. Gar keine Frage! Aber allein schon ein paar sehr inspirierende Vorträge zu sehen, mit anderen Lesern und teilweise sogar mit Bloggern oder anderen “Profis” ins Gespräch zu kommen, ein paar Kontakte herzustellen, das hat mich persönlich sehr gefreut und total motiviert, weiter meinen Weg zur finanziellen Freiheit zu verfolgen. Auch wenn mir dabei jetzt die 350 € zum investieren fehlen… ;-)))

Beste Grüße

Patric

chn
3 Jahre zuvor

Lieber Tim,

Ich möchte mich herzlich bei dir bedanken für die Tickets zur Invest in Stuttgart. Wir waren am Freitag da. Leider haben wir dich irgendwie nicht gefunden – müssen wohl blind sein 😎 Schade, das nächste Mal vielleicht. War aber trotzdem sehr interessant dort. Vielen Dank nochmal.

Freelancer Sebastian
3 Jahre zuvor

@ -M

Weißt du, unter der Woche betreibe ich eine Art Netzdiät. Das Stöbern kostet zu viel Zeit, die ich lieber anders nutze.

Am Freitag schaue ich aber ganz gerne, was hier so los war. Interessante Themen und Fragen greife ich dann auf.

Mich interessieren die Preise (KGVs) von Einzeltiteln auch. Eigentlich finde ich in jeder Marktphase einen Titel, der zu einem annehmbaren Preis gehandelt wird.

Disney konnte ich die letzten Jahre immer für um die 85€ zu geringen KGVs einkaufen. Und das obwohl viele Stimmen vor “überhitzten” Märkten, der bald endenden Rally und überteuerten Aktienkursen warnten.

Das Geschrei rund um die Marktstimmung interessiert mich überhaupt nicht. Ich beteilige mich stur und stetig an Unternehmungen. Makrodaten nutze ich nicht.

T Rowe Price finde ich aktuell für ein KGV von ca. 15 akzeptabel.

J&J geht auch noch.

Der Screener hier ist recht hilfreich:

https://www.marketbeat.com/dividends/screener/

Sortiert nach P/E-Ratio enstehen da brauchbare Ansätze.

chn
3 Jahre zuvor

@Jan:

Ich habe dieselbe Erfahrung gemacht. Ich (und meine Frau) mit Kapuzenpulli, Rucksack und Jeans wurde teilweise schon arrogant und herablassend behandelt. Dabei sollte sich doch eigenlich inzwischen herumgesprochen haben, dass man den Leuten ihr Vermögen nicht unbedingt ansieht. Komisch. Ich wollte den arroganten Anzugträgern schon ein Exemplar von “The Millionaire Next Door” spendieren.

Das Kontrastprogramm gab’s dann bei den kleinen Startups, z.B. Trade Republic: Junge Leute, sehr kompetent, hilfsbereit und freundlich. Die tragen aber selber Pullis und Jeans 🙂

 

Whirlwind
3 Jahre zuvor

@Tim: Vielen Dank für den Link zum Video deines Vortrages. 🙂 Schaue bzw. höre ich mir morgen auf dem Weg zur Arbeit an.

-M
3 Jahre zuvor

Freelancer

Disney habe ich für ca. 80-85€ auch für meinen Sohn gekauft. Ich hätte auch gerne welche. Für den gleichen Preis nehm ich gern einige ins Depot.

Ja, Augen auf dann kommt immer mal was. Finde es teilweise trotzdem hart was so gekauft wird und der Preis der dazu gezahlt wird. Da bekomme ich Gänsehaut 🙂

 

-M

Peter
3 Jahre zuvor

@Freelancer

Wie schaffst Du das mit der Netzdiät an 5 Tagen die Woche?

Vielen Dank für den Link – kannte ich nicht.

Bei T.Rowe und anderen aktiven Managern, die zur Zeit günstig aussehen (AMP, BEN) bin ich recht skeptisch, was das zukünftige Geschäftsmodell angeht. Letztlich trennt sich in dem Bereich die Spreu von Weizen (einerseits die günstigen Passiven und am anderen Ende die Mehrwert schaffenden, kleinen aber feinen Fondsbotiquen – alles in der Mitte steht meiner Meinung nach zur Disposition).

CVS & WBA sind aktuell (nicht grundlos) günstig zu haben.

Mr. B
3 Jahre zuvor

Hallo Tim.

Danke fürs Video.

Eine Frage. Du sagst, du hattest bereits im Jahr 2000 ein Millionendepot ( in DM). Welche Werte hattest du damals, auch neue Markt Aktien? Hast du damals auch schon nichts verkauft, auch für dein Immobilienkauf oder die “Luxusphase ” nicht?

Gute Heimreise.

Mr. B

 

Der Baum
3 Jahre zuvor

@ Immobilienfonds, Reits etc., soviel dazu in Deutschland 2019….

https://www.welt.de/politik/deutschland/article191485329/Steigende-Mieten-Kipping-wuenscht-sich-bei-Enteignungen-mehr-Mut-von-der-SPD.html

Das meinte ich damals damit, als ich sagte ich vertraue der Politik im Bereich Wohnungsbau nicht. Wer weiß ob da überhaupt was rauskommt, aber schon die Gedankenspiele find ich bedenklich…

Grüße Baum

Patric
3 Jahre zuvor

@Der Baum: Unser schönes Land steht kurz davor, ein drittes sozialistisches Trauerspiel aufzuführen… es ist kaum zu fassen, wie wenig die Leute aus den roten und braunen Diktaturen gelernt haben… 🙁

@Tim: Hey, Amadeus Fire habe ich selbst im Depot, weil ich vor fast 20 Jahren mal für diese Firma als Leiharbeiter gejobbt habe. Damals habe ich bereits am eigenen Leib erfahren dürfen, wie professionell die arbeiten. Sie verfügen echt über ein großartiges Management! 🙂

https://www.dividendenadel.de/amadeus-fire-payout/

Wohnung mit Domblick
3 Jahre zuvor

@Der Baum: Das ist reiner Populismus. Anstatt dass in der Politik mal jemand öffentlich selbstkritisch wird, wird ein Sündenbock aufgebaut. Kommt gut an beim Wählervolk. Du hast Recht, was den Vertrauensverlust angeht, geht mir auch so.

Was dabei heraus kommt: Im Idealfall dann doch mal ein neuer, selbstkritischer Denkansatz beim Wohnungsbau.

 

@Invest: Ein Besuch reicht, ich war letztes Jahr da und hab den Finanz-Zirkus bestaunt 🙂 Gab es wieder Schokoladen-Bitcoins? 😉

Freelancer Sebastian
3 Jahre zuvor

@ Peter

Vielen Dank für deine Einwände bezüglich T. Rowe Price. Argumente, die gegen das Investment sprechen, sind wertvoller als dem confirmation bias zu unterliegen.

Dem Unternehmen gelingt es auch die letzten Jahre (aufkommende Attraktivität von Indexfonds) Umsätze und Gewinne zu steigern. Pay-Out-Ratio ist moderat, der ROIC ausgezeichnet.

Das Unternehmen steigert seit über 30 Jahren – durch alle Krisen hinweg – die Dividende. Ja, das ist kein Garant für die Zukunft, aber ein annehmbarer Indikator. Für die nächsten zehn Jahre bin ich zuversichtlich, gerade dank der amerikanischen Börsen- und Aktienkultur, dass sich T. Rowe Price weiter behaupten kann.

Die Netzdiät fällt mir nicht schwer. Ich nutze keinerlei social media – nicht mal whatsapp. Allerdings heißt Diät auch nicht Abstinenz. Onlinebanking und Thunderbird für den mailverkehr sind schon drin.

Jedoch versage ich mir als “Leseratte” den Blick in Börsenblogs. Das Internet ist ein großer Zeitfresser. Von a nach b geklickt, hier noch ein Link und schon sind 30-60 Minuten um. Diese Zeit nutze ich lieber für Familienaktivitäten, Sport oder das Lesen eines guten Buchs.

Zudem ist mir aufgefallen, dass man über viele Dinge, die man im Netz aufstöbert, weiter nachgrübelt – vor allem bei Leserkommentaren. Das behagt mir nicht. Ich bin lieber im Hier und Jetzt. Mir tut die Netzdiät daher ganz gut. Aber da tickt wohl jeder anders.

Aus dem Grund antworte ich dir jetzt noch schnell am Montag morgen und schaue mal am Freitag, wie du dazu stehst 😉 .

Nach welchen Kriterien entscheidest du dich für ein Investment?

Alles Gute!

Christian Thiel
3 Jahre zuvor

@tim

Habe auch das Glück gehabt Dich Mal in persona zu treffen. War bei all dem Trubel natürlich nur ein kurzes Vergnügen (verständlicherweise). Du machst einen wirklich supersympatischen Eindruck, bodenständig und authentisch! Das kam auch wunderbar bei deinem Vortrag rüber.

 

Bzgl Deutschland Besuch:

Da ich selbst  auch “Monemer” bin, würde ich mich freuen, wenn es für ein Treffen im August klappen würde.

 

Ralf
3 Jahre zuvor

Die Enteignungsdebatte ist in der Tat bedenklich.

Entsprechende gesetzliche Rahmenbedingungen existieren längst und auch Zwangshypotheken sind in D schon der Fall gewesen (Lastenausgleichsgesetz unter Adenauer).

Das Thema wurde sogar schon im Bundestag debattiert, da gibt es einige Videos dazu bei youtube.

Tendenziell wird man sich auf schwierigere Zeiten in D einstellen müssen. Auch wirtschaftlich. Wir selbst stehen mangels bezahlbarer Mietobjekte in der Region vor einer Bauentscheidung. Richtig wohl ist mir nicht dabei, aber für 1500 Kaltmiete kann ich auch bauen (schlicht ohne Firlefanz).

Thorsten
3 Jahre zuvor

Nebenbei hier das wikifolio aus der Forumsumfrage letztes Jahr :

https://www.wikifolio.com/de/de/w/wf0futperf

Bemerkung : “es lebt” 😉 Das sollte man nicht so ernst nehmen. Die Wikiofolios sind eher für Trader und nicht für Wachstum, ETF und Dividenden. Es soll möglichst viel Umsatz mit Bankgebühren generiert und an die Emittenten Prämie abgezweigt werden. Es ist der Raum neben dem Casino wenn man so will. Wir haben ja “Buy and Hold” auf 5 bis 10 Jahre mindestens. Deshalb Füße still halten.

 

DanielKA
3 Jahre zuvor

@ Ralf: Du bist doch Profi als Immogutachter, von daher wird das schon.

Also wenn du Dir schon Sorgen machst, was soll ich dann als Immo-/handwerkerlaie erst sagen…

@ All: Deutschland rutscht gerade verdammt in die falsche Richtung (nicht politisch gemeint). Alle Herausforderungen der letzten Jahre/Jahrzehnte (an denen man auch gut wachsen könnte) werden komplett ignoriert. Interessant auch die Entwicklung des Mittelstandes zum Wirtschaftsministerium in Form von Peter Altmaier. Ich kann das aktuell alles gar nicht glauben, was los ist. Jetzt noch konkrete Enteignungsinitiativen.

Andere Märkte/Länder warten nicht, es haben schon einige zum linksüberholen angesetzt und ich denke sie werden es auch schaffen.

Patric
3 Jahre zuvor

Hey Tim,

bei mir brauchst Du Dich für den Amadeus-Verkauf doch nicht “entschuldigen”… 😉 Ich habe die Aktie selbst auch noch nicht lange genug, um da wirklich Gewinn raus ziehen zu können!

Betr. Lesertreffen: Fände ich super, wenn sowas noch einmal klappen könnte. Dafür würde ich gerne die Reise aus dem Ruhrgebiet antreten!

Beste Grüße

Patric

Kia
3 Jahre zuvor

@Enteignung der DW AG

Keine Panik, ist doch nur eine Schmierenkomödie. Die Einzigen die Enteignet werden sind die Mieter durch immer höhere Miete und Nebenkosten. Zumindestens die, welche von Erwerbsarbeit abhängig sind und ihre Miete selbst zahlen. Die Wohnungen, welche die DW dort Besitzt, stammen zum größten Teil aus den Bestand der Landesholdings und wurden mit Steuergeld gebaut. Die Linke war maßgeblich an den Verkauf-Deals der Landesholdings an der DW AG beteiligt und hat sich daran ordentlich fettgefressen. Der Preis war natürlich extrem unter Wert und damit Spottbillig. Das Ganze Schauspiel, siehe Kipping, soll nur von deren Verantwortung ablenken. Egal was jetzt passiert die DW AG kann nur gewinnen. Werden sie Enteignet bekommen sie einen fetten Verkaufsgewinn, für Wohnungen, welche die Allgemeinheit finanziert hat und die ihnen niemals hätten in der Art gehören dürfen. Wenn sie nicht Enteignet werden geht der Profit halt über Mietsteigerungen und Umwandlung in Eigentumswohnungen weiter. Und die Linke musste mal wieder nichts tun außer öffentlich jemand anderen für ihre eigenen Taten verantwortlich machen.

DanielKA
3 Jahre zuvor

@ Kia: tja doch lieber ins Ausland abwandern. Deutschland hat ebenfalls den brain drain, da sind wir auf einer Stufe mit den Osteuropäern oder Afrika/Indien.

Interessantes Detail aus dem Artikel: Ein Trucker von Wal-Mart verdient nach Steuern mehr als ein Assistenzarzt in Deutschland.

https://www.nzz.ch/meinung/deutschlands-doppeltes-migrationsproblem-zu-und-abwanderung-ld.1464988?mktcid=smsh&mktcval=Twitter

Sparta
3 Jahre zuvor

@Tim

Würdest Du mal die ersten ca. 5 Jahre von 20. – ca. 25. Lebensjahr ein klein wenig finanziell genauer beschreiben???

Ich verstehe es nach wie vor nicht, wie Du in so kurzer Zeit mit nicht großen Beträgen und mit nicht wissentlicher Outperformance die erste Million (wenn auch in DM) gepackt hast…

Dachte eigentlich, dass Jenny oder ich mit ca. 26 Jahren die ersten 100 k in € schon doch relativ gut waren.

Gut, 1994 – 1999 liefen die Indexe mit ca. 20 % p. a. aber der Zeitraum ist eigentlich zu kurz um damit auf 1 Million mit dem Zinseszins zu kommen.?

Die Netflix und CTS – Top-Pick`s waren ja später…

Welche Summen hast Du denn in dem jungen Alter p. a. investiert?

Kia
3 Jahre zuvor

@DanielKa

Herrlich, 16,6 Milliarden überweisen die Auswanderer an “privater Entwicklungshilfe” nach Deutschland.

Meinem Sohn erzählte ich bislang, er könne Medizin oder ähnliches studieren, damit er später ein sicheres Einkommen hat und überall auf der Welt arbeiten kann. War doch Quatsch von mir. Als Truckerfahrer in den USA hätte er ja bereits nach 10 Jahren ausgesorgt und die Ausbildung dauert auch keine 10 Jahre.

Thorsten
3 Jahre zuvor

@All wegen DW : Schnitt in Berlin 6,50 /qm DW :6,70 / qm. Neuverträge kosten bei der DW im Schnitt 9,00€. Die durchschnittliche Mieterhöhung betrug bei der DW 2018 1,4%. Für 9,00€ kannst Du hier mal anfangen zu  recherchieren. Modernisierte, wärmegedaämmte Wohnungen gehen bei 10,00 los und haben dann statt 100€ Heizung im Monat nur 40€, aber die Leute schauen nur auf die Kaltmiete und dann schmeißen sie das Geld ohne zu Zucken mit den Nebenkosten raus.

Im Interview eine Frau , die jammert, dass sie für ihre Wohnung 6,50€ zahlt. Dafür bekommt man in Hamburg nicht einmal eine Garage.  Ein anderes Paar jammert, dass sie keine bezahlbaren Wohnungen in IHREM Quartier findet. Es ist wohl zum Teil auch Anspruchsdenken. Man versucht in Berlin auf alten Preisen genau da sitzen zu bleiben wo man schon ist, während überall in der Republik die Preise angeglichen werden. Niemand ist gezwungen in der Stadtmitte oder im Szeneviertel zu wohnen und es gibt auch kein Recht darauf. Warum sollte das für die Berliner anders sein als z.B für die Hamburger oder Münchener, die bereitwillig in die Peripherie ziehen ?

DanielKA
3 Jahre zuvor

@ Kia: Mediziner kann er doch immer noch werden, dann verdient er bis zu $400.000  in den USA, wenn er zu den Topleuten gehört. Oder eben das doppelte in der Schweiz.

So etwas muss man in jungen Jahren machen, später hat man einfach zu viele Hemmnisse bzw. Verpflichtungen.

Dumm, nur das Deutschland das Studium mit 250 K finanziert und viele Leute nicht halten kann, da einfach beschissen bezahlt wird. Und

81.000 brutto für einen Arzt ist doch ein witz, wobei das auch einige regionale kommunale Krankenhäuser unterbieten werden. Schätze Fit und Gesund wird auch mehr als ein deutscher Assistenarzt verdienen, alles richtig gemacht 😉 jeder ist selbst seines Glückes Schmied

Patric
3 Jahre zuvor

Let Markets reign and ALL problems will be solved! :-))

Patric

(U! S! A!)

Nico Meier
3 Jahre zuvor

@Kia

Sollte ich mal Kinder haben werde ich ihnen raten einen technische Berufsausbildung zu machen am besten Berufslehrr um danach Berufsmatura und Fachhochschule oder andere Weiterbildung anzuhängen. Technisches Geschick brauchts überal au der Welt und da ist die Ausbildung auch viel kürzer. Niemand braucht 100’000
master in Philosophie oder Kunstgeschichte!

Es gibt in den USA Regionen da erhalten Truckfahrer bis zu 150’000$ brutto im Monat.

Kia
3 Jahre zuvor

@ Thorsten

Lustig, ich würde mich gern kaputtlachen wenn ich es nicht besser wüßte. Ich hoffe die bezahlen dich gut dafür. 🙂

Kiev
3 Jahre zuvor

@ Nico

Wo gibt es denn so gute Jobangebote? Vielleicht muss ich ein Jahr Fernfahrer machen. Dann können wir uns in Zürich zur Ruhe setzen.

Es gibt Fahrten nach Kanada übers Eis. Die Pisten sind eine Zeit möglich zu fahren. Vielleicht bekommt der erste Fahrer diesen Lohn. Eventuell auch noch der zweite oder dritte. Oder fährt man dafür Panzer auf dem LKW durch feindliches Gebiet? Ein Soldat in einem richtigen Einsatz bekommt auch ein hohes Gehalt. Es ist vermutlich so angesetzt, dass man genug Leute dindst, die es für den Lohn machen.

Nico Meier
3 Jahre zuvor

@kia

Solche Gehälter werden bezahlt in abgelegenen Gegenden in der kaum Arbeitskräfte vorhanden sind.

Ich kenne einen Koch der für gutes Geld für ein Jahr auf ner Ölbohrinsel war. War ne harte Zeit meint er.

Nico Meier
3 Jahre zuvor

Ich habe in jungen Jahren zweimal in einer Fabrik gearbeitet einfache Arbeit die viel Einsatz erfordert. Habe den Schichtleitern von Anfang an gesagt, dass ich viel arbeiten will und kann. Wurde do viel eingesetzt viele Nachtschichten oft nach der Nachtdchicht auch noch die Frühschicht angehängt und kam so jede Woche auf 60 bis 70 Stunden. Man hat mir auch erklärt dass sowas nicht gesetzlich erlaubt sei. Ich bin damals nach Stunden bezahlt worden und hatteso durch Überstunden und Zulagen bedeutend mehr auf dem Konto als andere. Wer arbeiten will und Leistung bringen will der kanns zu etwas bringen.

Sparta
3 Jahre zuvor

@Daniel

Das doppelte Gehalt in der Schweiz bringt bei doppelten Lebenskosten nicht notwendigerweise mehr.

Ausser man macht es so wie ein befreundetes Paar. Nicht Ausgehen, kein Kino, keine CH-Freundschaften, nur Discounter… die Wohnkosten bei Zürich sind auch nett und lassen sich nicht ganz so leicht auf D-Niveau drücken.

CH-Kita-Gebühren schon mal erahnt? 😉

Wenn man so leben will, muss dass jeder selbst wissen.

Nico Meier
3 Jahre zuvor

@Sparta

Du hast recht habe selber DE Freunde in der Schweiz die waren erstaunt über die hohen Kosten. Und man muss immer einen Teil des Nettogehaltes “zur Seite” legen um damit die Einkommenssteuern zu zahlen das vergessen viele wenn von CH Nettogehältern gesprochen wird.
Und in der Schweiz wird man auch keine Vollzeitstelle finden bei der man nur 35h arbeiten muss pro Woche.

DanielKA
3 Jahre zuvor

Sparta: habe genug Verwandte/Freunde in der Schweiz und allen geht es deutlich besser als in Deutschland, ja die Kita Gebühren sind happig, aber man darf nicht vergessen, dass die Frau dann ordentlich verdient im Job bleibt und die Kitazeit nicht ewig geht, in einem Beispiel bekommt die Freundin (Physiotherapeutin mit sehr guter Ausbildung) mehr als das dreifache Gehalt als in Deutschland, weil das in Deutschland eben niemand zahlt, da muss es immer billig sein.

zudem gibt es auch genug Wege in der Schweiz zu sparen, einkaufen kann man zB auch in Deutschland und Elektronikartikel sind in der Schweiz sogar günstiger.

Sparta
3 Jahre zuvor

@Daniel

Ja, das mag sein und wir haben hier ja auch Beispiele.

Allerdings entweder ich labere tagtäglich dass irgendwo das Gras grüner ist oder ich gehe tatsächlich dorthin.

Gut, die immer darüber labern tun es aber eher selten.

So übel ist D auch wieder nicht. Die Millionärsdichte ist laut Dr. Zitelmann bei den Top-Nationen.

Die Frage ist auch was ich bereit bin alles für Geld zu tun, bzw. welche Werte mir sonst noch wichtig, bzw. wichtiger sind.

Dann gibt es auch kein Bedauern oder Jammern.

Nobbi
3 Jahre zuvor

Ich würde lieber 2000 € verdienen bei 1000 € Lebenunterhaltskosten.

Als 1000 € verdienen bei 500 € Lebensunterhaltskosten.

Bei gleicher Leistung.

Ich glaub ersterer kann sich mehr Assets leisten. Schwierig wirds nur wenn man mehr ausgibt al man verdient. Dann wäre ich lieber in keinen von beiden Ländern. 🙂

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