Coronakrise: Zieh deine Sparpläne konsequent durch


New York, 9. März 2020

Bleib mutig. Investier langfristig in den Aktienmarkt. Diese Krise hat ihren Reiz.

Heute war es brutal an der Börse. Der Ölpreis verlor 25 Prozent. Die Kurse crashten. Die Commerzbank brach auf den niedrigsten Stand ein. Denk daran, auf Kurs zu bleiben. Lass deine Sparpläne weiter laufen.

Ich habe große Abschwünge erlebt wie 2000 und 2008/09. Mein Rat ist, am Ball zu bleiben. Behalte deine Aktien und kaufe zu. Wir haben alle gesagt, dass wir es tun werden, wenn es zur Krise kommt. Aber im Realitätstest versagen viele Anleger. Es ist meiner Ansicht nach eine Kaufgelegenheit. Klar können die Kurse tiefer gehen. Aber den Tiefpunkt wirst du nie genau erwischen. Wir haben Angst. Wir haben Sorgen. Ich wünsche dir viel Erfolg trotz dieser Krise. Die Börse hat sich bislang immer wieder erholt.

Ich werde meine Aktien alle behalten. Ich werde weitere Aktien zukaufen. Hoffentlich behältst du deinen Arbeitsplatz. Die Tourismus- und Ölbranche hat es besonders bitter erwischt. Das Coronavirus sollten wir nicht unterschätzen. Es hat Auswirkungen auf die Wirtschaft, auf unser Zusammenleben.

Auf dem Chart unten siehst du zwei Anleger. Die gelbe Linie symbolisiert einen Anleger, der stur jede Woche 100 Dollar in den S&P 500 Index investiert. Die rote Linie ist ein Anleger, der 100 Dollar pro Woche auf einem Tagesgeldkonto anspart und abwartet, bis die Börse um 10% einbricht, um dann zu investieren:

Weekly Dollar Cost Average vs. Waiting for 10% Market Dip – 1990 to Today

Es zeigt sich, dass der stetige Börsenanleger besser abschneidet.


tim schaefer (Author)

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thoughts on “Coronakrise: Zieh deine Sparpläne konsequent durch

  1. AvatarUwe

    Jetzt lehrt die Börse … DEMUT ÜBEN … und das ist gut so!
    Leicht kann jeder jetzt sein individuelles Risikoprofil wahrlich testen … auch ich bleibe im Markt, kaufe stur weiter den ganzen Heuhaufen und erprobe mein super simples Konstrukt … den A1JX52 als weltweite und branchenübergreifende Diversifizierung … und gut ist … im Gegensatz zu den Hartgesottenen der Thesauriererfraktion tut mir die Ausschüttung psychisch sehr gut – was ich gegenüber der reinen Rentabilitätsmaxime für mich als weitaus wichtiger erachte… in Tranchen wird weiter das trocken gehaltene Pulver investiert und der Sparplan läuft stur weiter… NO FEAR – – – GO FOR IT 🙂

  2. AvatarARNO

    die Pauschalansage immer kaufen,  ist nicht nur unprofessional, sondern sehr gefährlich. Es hängt immer von Einzelfall ab.  Natürlich geht die Börse langfristig immer nach oben. Aber langfristig streben wir auch alle…! während ich mir um das Depot meiner Kinder keine Sorgen mache, verhalte ich bei meinem Depot ganz anders, d.h. Cash in den letzten Wochen massiv erhöht. 

  3. AvatarHeinz

    Seit 2015 haben einige Banken Mitte März den Tag der Aktie bzw. die Aktion pro Aktie ausgerufen. Findet der orderkostenfreie Kauf dieses Jahr nicht statt ? Im Internet findet man nichts dazu.

    Welche Werte oder Branchen habt Ihr unter Beobachtung oder gekauft ?

  4. AvatarFabian S.

    @ Tim:
    Naja von einem richtigen Crash kann doch noch keine Rede sein. Mal sehen, ob es jetzt endlich losgeht oder doch erst später 😉

  5. AvatarFelix

    Nun ja, als Aktienanleger braucht man schon gute Nerven, deshalb ist es vielleicht gar nicht so verkehrt, dass es hierzulande nicht so viele Investoren gibt. Immer wenn das Land ohnehin in einem externen Krisenmodus ist (diesmal eben eine Virusepedemie), verhagelt es einen zusätzlich noch das Depot und damit sein finanzielles Polster und verliert vielleicht auch noch seinen Job (und bräuchte jetzt seine Ersparnisse). Alles sehr prozyklisch. Nur ganz Hartgesottene sind jetzt wohl – wie in guten Zeiten in der Theorie immer behauptet – in der Lage ihre noch vorhandenen, letzten Cashpositionen ins Feuer, sprich in den Markt zu geben.
    In der Wirklichkeit gibt es keine Wohlfühl-Crashs. Sie sind immer mit Chaos, Tumult, Unsicherheit, Angst verbunden. Und zumindest weiß man aktuell nicht, ob die angeblich teuersten Worte an der Börse, nämlich „… dieses Mal ist alles anders …“ dieses Mal eben doch stimmen.
    Deshalb würde ich nie andere dazu animieren, Geld an die Börse zu geben, wenn sie nicht von sich kommen. Denn die Schwankungen mit 2019 eines der besten Börsenjahre schlechthin gehabt zu haben, um ganze zwei Monate später in einen der größten Crashs ever hineinzulaufen, ist nicht nach jedermanns Geschmack. Auch das Schulfach ‚Aktien‘ ist deshalb schwierig. Schule soll lieber Basiskompetenzen vermitteln. Damit müssen sich dann die Menschen ihre eigenen Strategien erarbeiten.
    Ich denke in ca. 6 Monaten sollte die Virusgeschichte ausgestanden sein und durch neue Aufreger abgelöst werden, dann fangen wir wieder von weiter unten an.

  6. Avatarbilbo78

    Hi Leute, ich habe in den letzten Tagen 32.000 euro verloren und bin nun zum ersten mal seit 15 Jahren leicht im Minus bei meinem Depot! Fühlt sich ungewohnt an!

  7. AvatarThorsten

    Bilbo bei mir hängt ein halbes Haus auf der Klippe, man gewöhnt sich dran. Verloren hast Du gar nichts , es sei denn du verkaufst. Buchwerte sind Seiteneffekte, nett wenn sie steigen, lästig wenn sie fallen. Erfahrungsgemäß steigen sie wieder, wenn die große Masse heulend ausgestiegen ist.

  8. AvatarWorrier

    Ich bin mit 16k € im Minus. Kein plan ob eigenes Geld oder durch Börsengeld, da schon eine Weile dabei. Aber mir ist egal. Habe bereits 2x für 10k nachgekauft. Bin noch bereit mit weiteren 20k reinzugehen. Rest ist mein Sicherheitspolster.
    mich juckt das doch alles weniger als angenommen. Ich stelle fest ich habe alles im Leben was ich brauche und schon lange keine Freude mehr an Konsumgüterkauf. Daher ziehe ich auch keine Vergleiche a la „ich hätte mir von dem aktuellen verlust xy kaufen können“
    Euch allen gute Nerven – es ist nicht das Ende, und wenn ist dann fehlendes Geld das kleinste Problem ;).

  9. AvatarAndrea65

    Danke, Tim!!! Toller Artikel in dieser Zeit. 
     
    In meinen Augen ist es auch eine Kaufgelegenheit, und wenn ich die Aktien nur für -30% und nicht für -50% bekomme, macht mir das nichts. Ein bisschen Pulver ist noch da, und ein bisschen kommt noch nach.
     
    Wie gut, dass im Januar unsere VL-Verträge ausgezahlt wurden. Das war gutes Timing (nicht von unserer Seite).
     
     
     
     

  10. Avatarchefkoch

    Mich würde mal interessieren wie ihr eure Aktien auswählt, welche Kennzahlen ihr als maßgeblich betrachtet und wie ihr für euch persönlich Unternehmen identifiziert die gerade unter ihrem inneren Wert gehandelt werden (Value-Investing). Ich habe oft das Gefühl dass vor allem Anfänger (aber nicht ausschließlich) viel zu oft falsche Entscheidungen treffen nur weil Analysten oder sonst jemand schreit dass man grade Aktie A und B kaufen soll. Was dann weiters dazu führen kann, dass man sich doch nicht wohl damit fühlt und dann eventuell sogar mit Verlust wieder verkaufen muss.
     
    Achja: Ich bestelle im Restaurant auch nie ein Dessert, ich koche eigentlich fast immer selbst zu Hause, wenn möglich bei guten Gesprächen oder Musik zusammen mit meiner Freundin, das kann unglaublich harmonisch und beziehungsfördernd sein, einfach wunderbar. Gestern erst wieder einen wunderbaren Kaiserschmarrn zubereitet weil noch einige Eier und Milch da war die weg mussten. Da vergesse ich persönlich dann die Turbulenzen an der Börse. Wünsche allen eine erfolgreiche Woche ohne Sorgen und Panik.
     
    -chefkoch

  11. AvatarGerhard

    Heftig, ich muss ehrlich gestehen meine Beine werden weich. Meine 6 Öl Titel alle rauschen in den Keller. Mein 100k Depot ist nur noch bei 75 K. Ich muss jetzt echt aufpassen keinen Fehler zu machen und verkaufen. Ich war schon länger nicht mehr auf Tims Seite, aber ich kenne seinen Blog und weiss das er der Seele gut tut. Die allseits bekannten crashpropheten auf YouTube können dich in Zeiten wie diesen am langzeitprojekt Börse zu Fall bringen wenn man sie schaut.
    Könnte mir vorstellen die werden sich gegenseitig auf die schultern klopfen und stolz behaupten was sie schon seit ewigkeiten predigen. Ich hoffe die Dividenden werden nicht gekürzt. Aber man sieht echt das Theorie echt ein anderes Kapitel ist. 

  12. AvatarGainde

    Bis jetzt ist der FTSE All World Index 17.7% vom ATH entfernt. Ab -25% beginne ich mit ersten Käufen. Habe 10 Titel auf der Watchlist. Mental ist man in solchen Zeiten als Income Investor (Dividenden) mit defensiven Werten am besten dran. Consumer, Health Care, Utilities kommen kaum runter. Muss noch gedulden.

  13. AvatarJunker Griese

    Moin Leute,
    Tim versucht seine Follower für eine „Buy and Hold“ Strategie und hoher Ausgabendisziplin zu motivieren. Letzteres geht schon in Richtung Frugalismus, wenn ich mich nicht irre. Ersteres sehe ich genauso, beim Zweiten sehe ich es nicht so eng. Ausgabendisziplin ist zwar wichtig, aber ich investiere für einen guten Lebensstandard nach dem Motto meiner Oma: Billiges können wir uns nicht leisten“! Seit einem Jahr bin ich im Ruhestand und seit 1983 an der Börse aktiv. Kostolany läßt Grüßen! War über die Jahre immer investiert und habe alle Krisen seitdem erlebt. Aus den letzten beiden ist mein Depot jeweils gestärkt herausgekommen, da ich unten günstig nachgekauft habe. Ja, es war mental schwierig als der DAX von 8000 auf 3500 abgeschmiert war und die Presse den wirtschaftlichen Weltuntergang prophezeite, aber ich habe es getan! Seit dieser Zeit fahre ich eine Einkommensstrategie in Verbindung mit „Buy and Hold“ um mein Ruhestandsgehalt aufzubessern. Davor habe ich Aktien nach Kursgewinnen typischerweise verkauft, mit dem, auf dem Fuß folgenden Problem: „ Wie leg ich das Geld wieder an? Von Kosten und Steuern ganz zu schweigen“. Aktuell besteht die Hälfte meines Depots aus ausschüttenden ETFs, die andere Hälfte aus meist dividendenstarken Einzelaktien. Alles schön breit und weltweit diversifiziert. Allgemeine Kursrückgänge nutze ich für Nachkäufe, so auch aktuell. Damit fühle ich mich wohl und kann auch in hektischen Börsenzeiten ruhig schlafen. Um nicht einzurosten verkaufe ich noch Monat für Monat Short Optionen. So als Hobby, man will sich ja noch nicht zur Ruhe setzen ;-). Ein sehr wichtiger Punkt zum Schluß. Es muß immer ein ausreichender „Notgroschen“ für die Wechselfälle des Lebens risikoarm z. B. auf dem Tagesgeldkonto zurückgelegt werden. Ja nicht anknabbern für Nachkäufe! Damit lassen sich turbulente Zeiten entspannt überstehen zumal die Dividendenvolatilität deutlich geringer ausfällt als die Kursvolatiltät! Ich hoffe mein Beitrag hilft, bei der Stange zu bleiben und nicht in, evt.,  „alte“ Angewohnheiten des Verkaufens am Tiefpunkt zurückzufallen. Gilt natürlich genauso für mich!
    Viele Grüße.
     
     

  14. Mark 85Mark 85

    Der Aktienmarkt hat etwas von einem Sozialexperiment. Während sich Gier und Angst bei der Masse der Marktteilnehmer abwechseln, gilt es selbst einen kühlen Kopf zu bewahren. Wie eine Spielhölle, nur mit real unterlegten Spielmarken. Ich versuche diesen Irrsinn mit Humor zu nehmen. 😉

  15. AvatarRobin

    Ich denke das obige Beispiel mag bei 10% Kursverlust noch Sinn ergeben, aber bei 30%-40% sieht es schon ganz anders aus. Daher halte ich Aktiensparpläne oder ETFs auch nicht für wirklich intelligent, denn hier spielt der Preis eines Unternehmens im Kaufzeitpunkt keine Rolle, was ja aus Sicht einer klassischen Unternehmensbewertung recht merkwürdig erscheint.
    Ich investiere nur in Einzelwerte und habe mich in den letzten 3 Wochen von einem Großteil getrennt. Manchmal ist es nicht sinnvoll ins fallende Messer zu greifen, das Gefühl kennt man aber wahrscheinlich eher als aktiver Aktieninvestor. Auch in der Vergangenheit habe ich oft ins fallende Messer gegriffen und nachgekauft (GoPro, Vapiano, etc.) und da merkt man leider schnell, dass erst bei Null Ende ist.
     
     

  16. AvatarRon

    Wollte mir als ETF Sparer jetzt Royal Dutch Aktie A kaufen allerdings nimmt der Staat NL 15% Quellensteuer ein,wenn man sich diese zurückholen möchte kostet das doch bestimmt Gebühren oder werden einfach die 15% mit angerechnet ohne das man etwas machen muss?

  17. JosefJosef

    Huch Daimler ist ja auch schön gefallen, da kribbelst mir ja schon schön in den Fingern meine notreserve anzugreifen.
    So wie ich hier im Forum lese kaufen ja die privaten, wer verkauft denn eigentlich auf dem Markt.
    Oder sind wir hier eine andere Bandbreite von privaten Investoren. 
    Intressante Erfahrung mal den Anfang und sicher auch bis zum Ende des Crashs dies mitzuerleben.
    Bisher war ich ja nur passiv beteiligt.
    Ich prognostiziere weitere Rückgänge diese Woche.
    Falls nicht werden sich die Märkte leicht bis Mittel erholen und können durch die gezielte Notenpolitik sogar über den negativen Marktprognosen liegen und wir werden im Plus stehen.?
    Ich wäre doch ein guter Prophet 

  18. Avatar42sucht21

    @Robin – Daher halte ich Aktiensparpläne oder ETFs auch nicht für wirklich intelligent
    Natürlich nicht intelligent! Das ist ja gerade das geniale daran. Dumm und robust muss es sein. Beim investieren stolpern mindestens 95% über ihre eigene Schlauheit.

  19. AvatarDaniel

    Ölwerte wie Shell und Exxon sind jetzt 30-40% gefallen. Wie geht Ihr damit um? Nachkaufen?
    Beste Werte bei mir sind Gilead, Becton und Telekomwerte. Flops Exxon, Anheuser.
    Techwerte wie Microsoft halten sich ebenfalls relativ stabil zum Markt.
    Wie sieht’s bei euch aus?

  20. AvatarWaldimar

    @Ron
    “Wollte mir als ETF Sparer jetzt Royal Dutch Aktie A kaufen allerdings nimmt der Staat NL 15% Quellensteuer ein,wenn man sich diese zurückholen möchte kostet das doch bestimmt Gebühren oder werden einfach die 15% mit angerechnet ohne das man etwas machen muss?”
     
    Die einbehaltenen 15% Quellensteuer der Niederlande werden direkt von der Abgeltungssteuer abgezogen. Somit bezahlst du nur 10% Abgeltungssteuer und damit weniger Soli.

  21. Avatarsteve

    @ Felix, wäre zwar doof in der Krise den Job zu verlieren, weil die Chance einen neu zu bekommen ja dabei nicht grösser ist. Nur das Ende ist das Szenario auch nicht, oft gibts da eine Abfindung und Alg läuft dann auch eine ganze Zeit. 

  22. Avatar-M

    @Josef
    “Wer verkauft denn auf dem markt?”
     
    Wo ein Verkäufer, da ein Käufer. Es ist kein Verkauf möglich, ohne das jemand die aktien auch kauft.
     
    Es dreht sich alles um Angebot und Nachfrage. Die letzten Tage war halt das Angebot größer (es gab mehr Idioten mit Papieren, als Idioten mit Geld würde Kosto sagen) – also fällt die Börse. 
    Am Ende ist es doch egal, ob du aktien von einem privaten Anleger oder von einem insti kaufst. Hauptsache der Markt ist liquide genug 🙂 Hmm wenn ich onvista sehe, waren bestimmt viele private auch am werkeln 🙂
     
    -M

  23. AvatarThorsten

    Es gibt Seiten, auf denen kann man Portfolios simulieren. Theoretisch, aber auf echten Kursdaten beruhend. Alle diese “All Weather”, “Pin Wheel” können sich einem kompletten Einbruch nicht entziehen. Die Tiefe des Einschlags und die Dauer bis zur Erholung ist jedoch bei gut diversifizierten Portfolios geringer. Wer nur in einer Währung, einem Markt , wenigen Aktien investiert ist, kann länger zu knabbern haben. Ich hoffe ihr habt alle gut gestreut.

  24. AvatarZeitreisender

    Mein Ziel sind gute Erträge in frühestens 5, spätestens 10 Jahren. Also muss ich nicht nervös werden. Die Gier in mir ärgert sich lediglich darüber, dass ich zum gleichen Preis mehr Anteile bekommen hätte.
    Für die Schwachen empfehle ich Eckhart Tolle, aber Achtung, Lebensveränderung bei Gebrauch sehr wahrscheinlich.

  25. AvatarArnold-Horst

    @Junker Griese
    Danke für den Kommentar. Ich bin noch nicht so lange an der Börse, merke gerade jetzt aber auch sehr deutlich, dass ich Freund des Dividenden-Investierens bin. Bedauer gerade eher dass ich nicht genug Cash habe um nachzukaufen. Andere machen sich um Kurse einen Kopf, aufgrund verpasster Mitnahme-Gewinnchancen. Wünsche allen hier einen kühlen Kopf und Mut! 

  26. AvatarMr. Pino Cavallo

    @ Tim
    Wir haben gestern Abend auf youtube für eine Live-Schaltung auf dich gewartet. Bist dann aber nicht mehr aufgetaucht. Was war da los?

  27. AvatarDaniel (Frankfurt)

    Das war noch nicht der Boden. Heute dürften einige Zittrige die Gelegenheit nutzen, um schnell noch mit einem blauen Auge rauszukommen.

    Gestern nachbörslich stand der Dax bei 10.280. Ich gehe davon aus, dass das nochmal angesteuert wird.

  28. AvatarJohannes

    Ich bin mitten drin: BP, Shell, Gazprom und andere Katastrophenaktien bilden mein Depot. Dennoch verkaufe ich nicht und kaufe. Was mir schwer fällt ist, dass ich zu lange warte um noch weitere Reduktionen zu erwischen.
     

  29. AvatarWhirlwind

    Typischerweise geht jeder anders mit Stresssituationen, wie den aktuell fallenden Kursen, um. An meinem langfristig orientierten Plan hat sich bisher jedoch nicht viel geändert. Ich nutze einen Teil meiner freien Zeit weiterhin dazu aus meiner Sicht qualitativ hochwertige Unternehmen zu finden und kaufe diese, wenn genügend freies Kapital zur Verfügung steht. Die Wunschliste mit wunderbaren Unternehmen ist lang und aktuell schaue ich mir Halma PLC näher an.
    @chefkoch: Lecker Kaiserschmarrn. 🙂 Hast du ein gutes Rezept?
    Zu deiner Frage bzgl. der Aktienauswahl… Ich achte vor allem auf wesentliche Kennzahlen zur finanziellen Stabilität (Eigenkapitalquote, Schuldentilgungsdauer), Profitabilität (Eigenkapitalrendite, Gewinnstabilität) und zum Wachstum (Umsatz, EBIT, Dividende). Hinsichtlich der Einordnung der aktuellen Bewertung betrachte ich vor allem das durchschnittliche historische KGV und die durchschnittliche historische Dividendenrendite und vergleiche diese Kennzahlen mit dem aktuellen KGV bzw. der aktuellen Dividendenrendite. Hier hatte ich dazu mal etwas geschrieben:
    https://www.whirlwind-investing.com/unternehmensanalysen/
    In der Anwendung schaut das dann beispielsweise wie folgt aus:
    https://www.whirlwind-investing.com/church-dwight-solides-wachstum-haushaltswaren/
    Nützlich finde ich auch die Bewertungskriterien von Phil Town. Er erfindet mit seinem Ansatz zwar das Rad nicht neu, bringt wesentliche Kennzahlen und Kriterien aber einfach verständlich rüber. (M)eine Zusammenfassung seines Buches “Regel Nummer 1” findest du hier:
    https://www.whirlwind-investing.com/regel-nummer-1-erfolgreich-anlegen-phil-town/
    Ich hoffe, ich konnte dir etwas weiterhelfen und freue mich auf deine bzw. eure Rückmeldung.
    Viele Grüße,
    whirlwind.

  30. Avatar-M

    @Daniel
     
    Kann natürlich niemand wissen, aber es besteht eine gute Möglichkeit, dass es weiter abwärts geht. 
    Wie du schreibst, gibt es auch in der Baisse immer wieder Tage an denen es auch mal wieder hoch geht.
    Irgendwann geht es dann mehr hoch wie runter und man fragt sich, wieso man das tief mal wieder nicht getroffen hat 🙂 
    Viel Spass beim kaufen, auch wenn’s weiter runter gehen sollte. Hier werden die künftigen Gewinne gemacht. 
     
    -M

  31. AvatarMr. Pino Cavallo

    Ixh rege mich echt über die comdirect auf. Habe einen monatlichen ETF-Sparplan, der zum 7. eines jeden Monats investiren sollte. Da der 7. März auf ein samstag fällt, bin ich davon ausgegangen, dass dafür gleich am Montag gekauft wird. Zu meinem Erstaunen musste ich feststellen, dass da immer noch nicht gekauft wurde. So eine Sch***ße! Da fällt der Markt und comdirect kauft nicht. Jetzt gehen die Kurse wieder rauf und dann kauft sicherlich auch comdirect. Es ist doch zum Kotzen!

  32. AvatarChris k.

    Daimler halte ich persönlich für keine gute Aktie…
    Lieber Fresenius oder Allianz wenn es ausm dax sein soll.

  33. AvatarPantoni

    @ Junker Griese
    Danke für Deinen Kommentar! Das ist ein toller Einblick von Jemandem, der schon lange dabei ist.

  34. AvatarFelix

    Wer verkauft eigentlich so massiv? Die Privatanleger werden solche Bewegungen ganzer Indices nicht hinbekommen. Angeblich müssen die Ölländer (Russland und OPEC-Länder) wegen des stark gefallen Ölpreises Liquitität aufbauen, sonst können sie ihr laufenden Kosten nicht bedienen.

  35. AvatarFit und Gesund

    @Claus,
    ich mach hier mal weiter, 
    ich werde jetzt noch schnell Kaffee Trinken und dann Schlafen gehen, danach werde ich weiterschauen, man muss es jeden Tag nehmen wie es kommt, die ganze Sache hat ja auch einen Vorteil, der Rücksetzer ist da und man muss nicht mehr drauf warten, jetzt kann man neu entscheiden und weitermachen, es gibt einige Titel die ich aufstocken möchte.
    Sieht halt nicht so schön aus das Depot, aber die Aufgabe des Depots ist ja auch eine Andere 🙂 Ich mach mich nicht verrückt, die Spielregeln waren ja auch vorher bekannt. 
     
    Notreserven würde ich nicht anzapfen, dafür sind sie einfach nicht da und ich möchte einfach immer in der Lage sein meine Rechnungen sofort begleichen zu können und für alle Eventualitäten gerüstet sein.  Aktienkauf auf Pump? Aber nicht ich….niemals …
     
    @Thorsten,
    währungstechnisch hab ich schön breit gestreut, USD, DKK, CAD, GBP, AUD, EUR… vergiss es, der CH-Franken ist in solchen Zeiten immer sehr stark. 
     
    liebe Grüsse an Alle, macht langsam, wer jetzt nicht sofort kaufen kann verpasst nix, es wird noch neue Tiefststände geben und es wird auch wieder mal nach oben gehen. 
     

  36. AvatarClaus

    @ Fit und Gesund, all Nur Qualität zu kaufen zahlt sich immer aus, nicht nur bei Aktien. Gibt es beste Qualität (A-Ware ohne versteckte Mängel…) im Sonderangebot gibt es keinen Grund, nicht zuzugreifen. Würde es im Supermarkt beliebte Markenartikel mit 30%-50% Rabatt geben, würden sich die Menschen “drum prügeln”, um etwas zu ergattern. Gibt es die besten Aktien mal im Angebot, zweifeln die Menschen und rennen davon. Im schlimmsten Fall verkaufen sie Ihre “Schätze”. Man sollte mit ihnen nicht lange diskutieren, Ihren Wunsch respektieren und ihre Aktien übernehmen… Ruhe, besonnenes Handeln, Bescheidenheit und Demut. Wer über diese diese Eigenschaften verfügt (nicht nur so tut, als ob…), wird zu den Gewinnern gehören. Kredit würde ich für Aktienkäufe nicht in Anspruch nehmen. Auch das ist eine Form von Gier. Man kauft dann mehr, als man sich eigentlich leisten kann. Geht es weiter abwärts, schnappt die Falle (je nach Kreditgröße) zu. Einige werden jetzt lospoltern: Wo ist das Risiko, wenn ich z.B. 3% für einen Kredit zahlen muss und 5% Netto-Dividende erhalte? Das ist doch ein Geschäft ohne jedes Risiko… Wer es ausprobiert, dem wünsche ich viel Erfolg. In jedem Fall wird es einen Gewinn geben. Möglicherweise aber nur in Form von “Lehrgeld”. LG
     
    PS:
     
    Die Depotwerte sagen momentan nicht viel aus, zeigen aber, wie verrückt es wäre, in Panik zu verkaufen.
     
    Mein Depot stand am 17.02.20 auf ATH mit 695,1 K. Gestern zum Handelsschluss bei 545,7 K. Jetzt gerade bei 565,6 K. Was soll man hieraus ableiten? Nichts, so lange der Depotinhalt stimmt!
     
    Ich habe Cash um mind. 2 Jahre leben zu können, ohne einen Cent neues Kapital zu erhalten. Doch innerhalb von 2 Jahren erhate ich nach Steuern nach jetzigem Stand über 36K an Dividenden. Für mich gibt es daher nur eines zu tun: Meinen Dividendenstrom bei guten Gelegenheiten weiter zu erhöhen. Hieran arbeite ich…

  37. Avatarsammy

    @Thorsten
    Ein Kursdebakel erlebt die Börse in Moskau. Dort können die Akteure erst jetzt auf die neuesten Entwicklungen in Sachen Corona und vor allem Ölpreiskrieg zwischen Saudi-Arabien und Russland reagieren. Der RTS-Index bricht um über 12 Prozent ein. Der am Vortag abgestürzte Rubel kann sich derweil zum Dollar um rund 4 Prozent kräftig erholen.
    Soviel zu deiner Umschichtung in scheinbar sichere Märkte.

  38. AvatarWhirlwind

    Gut geschrieben, Claus.
    Du sagst, du rechnest mit 36 k€ Nicht-Dividenden für 2 Jahre. Brutto also etwa 45 k€ bzw. 22,5 k€ pro Jahr. Macht bei einem Depotstand in Höhe von aktuell 565,6 k€ also eine mittlere Dividendenrendite i.H.v. 4 %. Richtig? Nicht schlecht. Zumal ich davon ausgehe, dass deine Yield on cost deutlich höher ist.

  39. AvatarLivermore

    Das zeigt uebrigens wieder, dass historisch gesehen Montag der schlechteste Tag an den Boersen ist.

  40. AvatarFelix

    Ich schaue mir gerade Lufthansa an. Das war 2017 die beste DAX-Aktie mit über 100 % Kurssteigerung. Nun ist sie wieder, wo sie Anfang 2017 stand mit aktuell 9 % Dividendenrendite. Wäre eine schöne Tradinggelegenheit. Was meint ihr?

  41. KievKiev

    @ Whirlwind
    Oder eben 3.2% Dividendenrendite bezogen auf das ATH. Am ATH wird sich beschwert, dass irgendwelche % Regeln vielleicht nicht in Zukunft ihre Gültigkeit haben. Während einer Korrektur / Crash ist die Dividendenrendite entsprechend hoch. Vielleicht wird auch manche Dividende gekürzt werden.
    Über jegliche Phasen ändert sich die Höhe der Ausschüttungen allerdings nicht. Im Gegenteil, sie steigt mit der Zeit. Auf kurze Sicht kann das natürlich anders aussehen, aber auf kurze Sicht kann man auch kein Vermögen über 500k aus eigenen Mitteln aufbauen.

  42. Avatar42sucht21

    @Felix – Wer verkauft eigentlich so massiv?
    Wenn das Risikobudget ausgeht zB weil V-Indices explodieren, dann müssen die meisten Instis verkaufen. Regelbasiert. Zuerst trifft es betroffene wie aktuell zB Airlines & Touristik & teils auch Öl. Wenn weiter verkauft werden muss, dann werden schließlich auch Unternehmensaktien verkauft, die eigentlich nichts mit der Krise zu tun haben. Diese Unternehmen, die ab der 2. und 3. Welle fallen, diese enthalten dann für Stockpicker Chancen. Die aus der 1. Welle meist nur sehr langfristig wenn überhaupt. Ich habe nicht das Gefühl, wir wären schon in den letzten Wellen angekommen. Aktuell würde ich nicht zu viel kaufen. Viele Kurse sind noch immer oben. Einfach weiter seinen Plan verfolgen.

    @wenn es ausm dax sein soll.
    Sieht meine Glaskugel immer wieder SAP.

  43. AvatarClaus

    @ whirlwind
    … kommt ungefähr so hin. Auf mein ursprünglich eingesetztes Kapital erhalte ich ca. 4,56% netto. Lange halten wirkt sich sehr positiv aus, nicht nur auf die Dividenden.

  44. AvatarFunkelstein

    @Ron
    Dass es 2 RDS- Aktien gibt, liegt daran, dass vor langer Zeit die Stammaktien aufgespalten wurden und hat steuerliche Auswirkungen. Die Dividende wird in US Dollar ausbezahlt. Bei der A Aktie wird sie gleich in Euro umgerechnet und nach niederländischem Recht besteuert. Die B Aktie wird erst in britische Pfund und dann in Euro umgerechnet. Da hast du zweimal die Währungsgeschichte dabei. Mir ist die A Aktie lieber. Weiterhin allen viel Erfolg beim Durchhalten und Investieren!
     

  45. AvatarDaniel

    Wenn man sich so manche Kommentare durchließt fühle ich mich bestätigt in der Vermutung das vor und während der “Krise” bei Einigen die Aktienquote definitiv zu hoch gewählt war. Anders kann ich mir nicht erklären warum Einige so zittrige Beine haben bei einer Korrektur die, ja, wie lang ist sie jetzt, eine gute Woche? historisch schon fast vernachlässigt werden kann.
    Diese kurzen und mitunter heftigen Einbrüche sind doch eigentlich für Langfrist-Anleger das Paradies. Bei solchen Erdrutschen reisst es temporär auch gute Firmen mit runter. 
    Die wirkliche Depri-Stimmung kommt doch erst auf, wenn so eine Rezession/Stagnation sich über Monate oder Jahre hinzieht und man tag für tag zusieht wie das Depot leicht aber beständig auf Talfahrt geht.

  46. AvatarTheo

    Guten Tag in die Runde,
    @Tim vielen Dank für deine Beiträge und diese Plattform zum austauschen 🙂 
    Sparpläne laufen seit Mai 2019 und sollen es auch bis zur Rente weiter tun!
    Eigentlich habe ich immer auf einen Rücksetzer wie aktuell gewartet, wenn es dann wirklich soweit ist fühlt es sich doch irgendwie komisch an. Jetzt schon die Cash reserven zum investieren aufbrauchen oder lieber noch die Woche abwarten, es geht ja nicht zur nach unten wie man heute sieht. Im Nachhinein werde ich daraus garantiert schlauer rausgehen, der Anlagehorizont ist zum Glück noch lang.  
    Viel Erfolg beim investieren an alle hier !

  47. Freelancer SebastianFreelancer Sebastian

    Hans Bernecker zum Ausverkauf:
     
    https://www.youtube.com/watch?v=lgsOfNaK9pg
     
    Ab min 6:00 seine Erläuterung, warum die OPEC-Staaten bei Ölpreissturz ihre (Aktien-)Portfolios auflösen müssen, um ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.
     
    Wir müssen zum Glück gar nichts auflösen. Im Gegenteil. Wir können den Saudis ihre Aktienpakete zu recht annehmbaren Preisen abnehmen.

  48. AvatarJune

    Hallo Zusammen,
    ja, gestern war im Büro ein Kollege ganz bleich um die Nase. Er meinte dann ganz aufgeregt, ob ich das Desaster schon mitbekommen hätte?
    Dazu muss ich vorauswerfen, ich bin ganz unschuldig an dem Umstand, dass der Kollege Aktien hat. Er hatte diese schon als er hier vor einen Jahr anfing zu arbeiten.
    Jedenfalls, wusste ich nichts und meinte nur ziemlich unaufgeregt, na schön, dann haben wir Kaufkurse. Vielleicht wollte er von mir eine tolle Ausstiegsstrategie hören. Ich weiß es nicht.
    Ich bin gerade an SAP interessiert, muss mir aber noch Gedanken dazu machen.
    Das Thema Lifesyle kommt immer wieder auf. Und auch wir tappen hin und wieder in die Lifestyle Falle. Manchmal muss man aber einfach eine Entscheidung treffen, die dann auch Geld kostet. Wir haben uns entschieden im Spätsommer mit der Familie, 8 Personen  eine knappe Woche in ein Hotel zu fahren und wohl zu letzten Mal mit meinen Eltern und den Kindern einen gemeinsamen Urlaub zu verbringen. Ja, sowas kostet Geld, ist gar nicht billig aber am Ende wegen der Erinnerungen jeden Cent wert. Dafür gehen wir aber im Gegensatz kaum Essen, weil es uns in der durchschnittlichen Gastronomie nicht schmeckt.
    Jeder muss seinen Weg finden, man kann alles haben, nur nicht gleichzeitig.
    Take care,
    June

  49. AvatarThorsten

    @sammy -22% heute morgen, bin “zufrieden”. Wir werden sehen wie schnell sich das Depot erholt. Letztes Jahr waren es 195 Tage Drawdown, da war es noch nicht umgestellt. Portfolio Performance wird es mir ausrechnen.

    @Wirecard 6 Wirecard sind mir heute in den Korb gehüpft. Corona wird bargeldloses Zahlen vielleicht beschleunigen. Bargeld ist als Infektionsquelle derzeit zu vermeiden kann man auf n-tv lesen. Ich bin froh , dass ich an der Kasse außer meiner Ware nichts anfassen muss, nicht mal mehr PIN eingeben 🙂

    @Crashpropheten 12 Jahre hatten sie Zeit ihre Bücher zum Crash zu schreiben, der mit jedem Tag wahrscheinlicher wurde. 12 Jahre hatten sie Zeit Angst zu schüren. Aktien, Immobilien, Gold. Alles hat funktioniert (Sachwerte !), nur Cash nicht, die Renditen waren geringer als die Inflation.

  50. AvatarLuigi

    Hat sich mal jemand den Spaß gemacht und geschaut wie die „teuren“ Mischfonds sich halten? Zumindest Flossbach liefert gut und hielt sich stabil. -2,3% YTD. Da liegen doch die meisten hier inkl. mir deutlich drunter, oder?

  51. AvatarSparta

    Wenn die amerikanische Untersuchung zusammen mit der neuen Theorie von Herrn Drosten stimmt, dann wird es noch eine längere Zeit wirtschaftlich rauer.
    Temperatureffekt nicht so ausgeprägt wie sonst bei Viren, d. h. Fallhöchstzahlen im Juni-August…
    Die Durststrecken der Unternehmen mit der ordentlichen Menge zwangsverordneter “Frugalisten/Italiener/Messen/Lieferketten etc.” wären dann erheblich fieser für die Umsätze/Gewinne/EK/FK etc. als bei einem bisher vermutetem Abflauen im Frühling.

  52. AvatarBruno

    @Sparta
    Niemand weiss es, ähnlich wie an der Börse. China macht viel und rigoroser, sie dürften es eher im Griff kriegen als in Europa oder USA. Italien macht auf Panik und will Geld, ist auch politische Taktik. Deutschland ist ja sorglos, Fussball und andere Veranstaltungen laufen weiter, auch hier geht es primär ums Geld. Ob der Temperatureffekt hier auch gilt oder nicht, werden wir wissen, spätestens im Herbst 2020. Ich kann mir alles vorstellen, von in 3-4 Wochen redet man kaum noch davon bis es eskaliert und grössere Schäden in der Wirtschaft.
    Ich hoffe natürlich auf eine rasche Lösung, auch wenn ich nichts gegen tiefe Kurse haben (die sich früher oder später auch wieder erholen) aber rein aus humanitärer Sicht wäre mir eine rasche Lösung lieber.

  53. Avatar-M

    Bei uns in der Bank habe ich mich heute mit den Vermögensberatern unterhalten. Alle sagten, dass gestern keine Anrufe kamen von wegen “verkaufen” oä. Es wäre überraschend komplett ruhig. 
    Dachte vlt, dass es hier ein paar interessiert. Also unsere Kunden zumindest nicht 
     
    Vor 10 Jahren war das anders. Vielleicht haben die deutschen ja doch dazugelernt? 🙂 oder die German Angst kommt erst bei 9000 / 8000 Punkten 🙂
     
    -M

  54. Avatar42sucht21

    @Thomas
    Im Hochglanzprospekt liest man dann gerne: “Der Global Quality H hat den beliebten MSCI World auf 1-Jahresicht um über 37,59% outperformt.” Sternchen

  55. AvatarJan Cux

    Ich prophezeie mal das die Börsen noch sehr viel weiter abstürzen werden. 8200 Punkte beim Dax halte ich nicht für unwahrscheinlich. Warum? Warum nicht? Was sollte den Sturzflug denn aufhalten? Gute Fundamentaldaten? Die waren vor Corona schon schlecht. Jetzt haben wir Corona und das wird auch noch ein paar Monate so bleiben. Wir sollten realistisch bleiben.

  56. Avatarsteve

    @Felix  da würde ich darauf wetten das du bei der Lufthansa dieses Jahr keine 9% Dividende bekommst. Ich würde eher Richtung 0 tippen. Wenn Flugzeuge nicht fliegen kommt nichts rein, aber Kosten laufen trotzdem. Ich hatte die Lufthansa selbst mal 5 Jahre da gab es in 2 Jahren Dividende in den anderen nichts. Wenn du da spekulieren willst würde ich warten bis bekannt gegeben wird ob was gezahlt wird. Ach ja Portugiesische Airline wollen sie auch noch kaufen, wenn das noch aktuell ist, wäre aber auch Geld das nicht an die Aktionäre verteilt werden kann.

  57. AvatarSparta

    @Tim
    Was macht denn Amerika bzgl. Corona? Werden Grossveranstaltungen schon abgesagt oder gibt es Quarantäne-Zonen?

  58. AvatarBruno

    Jemand hier hat doch gesagt er kaufe bei -20% -40% -60% jeweils eine Tranche fix, die erste Tranche wäre also fällig, wurde schon gekauft?
    Ich weiss leider nicht mehr wer es war.
    “ich prophezeie”
    Kann gut gehen oder auch nicht, ich finde Strategien wie obige ganz gut, ich habe jetzt nicht so viel Cash dass dies für mich passen würde, aber ich kaufe einfach regelmässig unabhängig vom Börsenstand. Wo die Börse in 3, 6, 12, 24 Monaten steht weiss niemand, es kann noch 50% runtergehen oder wir sehen im Herbst neue Höchststände. Unvorstellbar bei dieser Stimmung, aber alles ist möglich.
    Ich gratuliere natürlich allen, die erfolgreiches Markettiming betreiben, all jenen die vor einigen Wochen zu Höchstständen verkauft haben. Alles gut, ich hatte in der Vergangenheit auch solche Treffer und doch über lange Sicht war es nicht zielführend. Einmal ein Fehler und es kostet viel. 
    Von daher ist konstantes langfristiges investieren in Top-Unternehmen das Sicherste, ausser man ist ein Genie und trifft immer die Highs und Lows aber wer schafft das schon über Dekaden.

  59. AvatarRalf

    Danaher und BASF sind nicht unattraktiv, habe ich aufgestockt. Blackrock steht auch auf der Liste, ebenso Allianz. Markttiming ist generell aber schwierig. Warren Buffett wird sicherlich sehr aktiv werden…

    Viel bedenklicher als die Börsenkurse sind die möglichen Auswirkungen auf die Wirtschaft und Gesellschaft insgesamt (Arbeitsplätze, wirtschaftliche Depression, Ausbremsung von Innovationen, Sozialfrieden). Da steckt durchaus größeres Krisenpotential drin. Der aktuelle Migrationsdruck z.B. an der griechisch-türkischen Grenze ist ebenfalls nicht gerade sehr hilfreich zu diesem Zeitpunkt…

  60. AvatarLord Elbe

    Ihr habt gut reden mit euren Aktien.
    Und wir, die anderen, die sich ein gutes Leben auf Schulden aufgebaut haben?
    Wir sind kurz davor unser Haus zu verkaufen, in Hamburg wird das sicherlich gute Rendite bringen, rechnen mit ca.750000.
    Und was sollen wir dann kaufen?

  61. AvatarThomas

    @Lord Elbe, möchtest du für dein Luxus Problem bemitleiden werden? Oder was ist deine Intension?

  62. KievKiev

    @ Lord Elbe
    Am besten wohnt Ihr finanziell gesehen vermutlich zur Miete. Das werdet Ihr ausrechnen können. In Aktien könnt Ihr an leichtesten über einen ETF einsteigen. Bei der Summe kauft Ihr vielleicht monatlich über einen Zeitraum wie 1-2 Jahre ein. So lernt Ihr mit den Schwankungen umzugehen. Falls es Verluste gibt wird der nächste Anteilskauf umso billiger. Das war es schon.

  63. AvatarGainde

    @ Bruno
    Ja, anhand des Indexes bei gewissen Minusständen die attraktivsten Werte aus der Watchlist herauspicken. Aktuell haben wir im FTSE All World die -20% noch nicht geknackt. Siemens steht bei mir ganz oben (Yield, KGV, KBV). Die anderen Werte sind noch zu teuer, insbesondere defensive (Consumer, Health, Utilities).

  64. KurtKurt

    @ Mr. Pino Cavallo

    bzgl. comdirect

    Dort habe ich auch ETF-Sparpläne sowie Einzelaktiensparpläne. Auch alle auf dem 07. terminiert. Dementsprechend für diesen Monat am 09. ausgeführt – zu schön angenehmen niedrigen Kursen. Die Abrechnungen gab es wie gewohnt heute Nacht (09. auf 10.03.) ins Postfach. Hat alles geklappt bei mir.

    Manchmal wird der Kauf auch “intern” (als Sparplan aktuell noch über XETRA) ausgeführt, aber die Einbuchung und Abrechnungserstellung kann auch mal 2-3 Werktage und länger dauern bis man sie sieht. Wird dann aber mit korrekter Wertstellung (bspw. 09.03.) ins Depot rückwirkend eingebucht.

    Hatte ich auch mal früher. Andere berichten in stürmischen Zeiten sogar von bis zu 7 Tagen. 3 Werktage war bei mir mal das höchste bis dato.

    Soweit ich informiert bin gibt es für Aktien- und ETF-Sparpläne ab 17.04.2020 die Tradegate (in der Früh mit genug Liquidität) für die Sparpläne anstatt XETRA.

    Faszinierender finde ich, das manche ETF-Depot-Bestände (Auflageorte Irland oder auch Deutschland) seit 12/2019 in den Finanzreports vereinzelt nicht mehr in EUR sondern CHF (ohne Umrechnungskurs dazu) angegeben werden. Zum Glück sehe ich online alles in EUR. Die Finanzreports schaue ich nur auf Besonderheiten durch und archiviere sie, aber zum Nachvollziehen finde ich als EUR-gewohnter die CHF schwierig. Vorallem weil es nur einzelne ETFs trifft.

  65. AvatarZEN INVESTOR

    Bruno schrieb:
    “Jemand hier hat doch gesagt er kaufe bei -20% -40% -60% jeweils eine Tranche fix, die erste Tranche wäre also fällig, wurde schon gekauft?
    Ich weiss leider nicht mehr wer es war.”

    Das war ich, der grossartige ZEN-Investor.

    Dazu ein paar Anmerkungen:
    Die Nachkäufe in diesen 20%-Schritten beziehen sich auf einzelne Aktien, also nicht wenn der Index um 20% gefallen wäre.
    In meinem Wikifolio gibt es derzeit kein Unternehmen, dass 20% gefallen wäre.

    In meinem realen Depot musste ich tatsächlich Nachkäufe tätigen,
    namentlich bei der Aktie Hochdorf, die ich im realen Depot für 85 CHF gekauft hatte.
    Da kaufte ich für 68 CHF nach und der nächste Nachkauf wäre, falls Hochdorf auf 51 CHF sinkt.

    Es ist also tatsächlich so, dass ich das eiskalt durchziehe.
    Ich nehme das relativ gelassen.
    Aber ich gebe zu: Ich habe mich auch gefragt:
    Hochdorf schwankt schon sonst recht stark, was ist wenn die wirklich 80% runter gehen?
    Bin ich dann bereit, soviel Geld einzuschiessen?

    Aber bisher versuche ich es strikte einzuhalten und es funktioniert.
    Auch bei meinem Wikifolio ist das klar zu sehen.

    Du schriebst ja selber “es kann noch 50% runtergehen oder wir sehen im Herbst neue Höchststände.”
    Genau das ist ja der Punkt: Gehen meine Aktien um 50% runter,
    so habe ich bei 20% und 40% nachgekauft.
    Hätte ich vorher gewusst, dass es exakt 50% runter geht, hätte ich natürlich nur bei -50% nachgekauft. Aber da ich das nicht weiss, habe ich feste Schritte definiert.
    Geht nun beispielsweise eine Aktie wie Hochdorf nach 20% Rückgang wieder aufwärts,
    so habe ich wenigstens diese Abwärtsbewegung ausgenutzt.

    Meiner Meinung nach ist dies die intelligenteste und auch einzige sinnvolle Mölichkeit, Kursschwankungen (die man nicht vorhersagen kann) auszunutzen.

    Gerade in dieser Corona-Krise bewährt sich mein System.
    Ich gebe zu: Gehen alle meine Aktien um 60% runter, kann ich nicht mehr nachkaufen,
    weil mir das Geld ausgeht.
    Aber dann habe ich wenigstens bei 20% und 40% nachgekauft und somit mehr Geld in die gesunkenen Werte investiert bzw. mehr Anteile zu besseren Preisen kaufen können.

    Ich bin sicher, es ist mathematisch sehr sinnvoll das zu machen.

    Es ist ja nicht so, dass ich 0% Aktienanteil halte, wenn Aktien hoch bewertet sind.
    Sonst würde man in einer Phase wie es sie 1995 bis 2000 gab, gar nicht investiert sein,
    was auch nicht so toll ist.

    Du schriebst auch
    “Von daher ist konstantes langfristiges investieren in Top-Unternehmen das Sicherste, ausser man ist ein Genie und trifft immer die Highs und Lows aber wer schafft das schon über Dekaden.”

    Das ist ja genau der Punkt: Ich will investiert sein und kann eben NICHT genau zum Tiefpunkt kaufen. Unter diesen gegebenen Umständen (Aktien könnten stark sinken oder auch nicht) ist ein stufenweise Nachkaufen das Beste was man machen kann.

    Es hat sich nichts geändert, die Eiszeit ist schon wieder so nah.
    Ein paar Wenige bringen uns den Frost und Milliarden in Gefahr.

    Kalte Kriege, kalte Herrscher, Macht und Gier lassen die Welt erfrieren.
    Und die Kinder unserer Kinder werden fragen: Wie konnte das passieren?

    Wenn die Erde bricht.

    Gedicht von Johannes Oerding und Peter Maffay.

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