Börsenbeben: Jetzt werden die Schweine geschlachtet


New York, 21. Dezember 2018

Jahrelang liefen Aktien wie Netflix, Nvidia oder Tesla wie von Geisterhand nach oben. Mehrere hundert Prozent oder gar Tausende Prozent waren zu holen. Du musstest nur ein paar Tech-Aktien kaufen und schon war der Renditeturbo am Laufen. In einem Bullenmarkt ist jeder ein Genie. Die Kunst besteht darin, dass du dich rational sowohl in Bullen-, als auch Bärenmärkten verhältst.

Jetzt werden die Schweine an der Börse geschlachtet, die keine Ahnung haben:

„Eine steigende Flut hebt alle Schiffe an.“ Das Gegenteil trifft auf einen Bärenmarkt zu. Zur Zeit herrscht eine trübe Stimmung an den Börsen. Die Depots verlieren fast täglich mehr Wert. Am Freitag hat sich der Abwärtstrend verschärft. An der Nasdaq hat der Bärenmarkt begonnen. Aber es besteht kein Grund die Flinte ins Korn zu werfen.

Wenn deine Aktien- oder ETF-Wahl solide ist, wird dein Depot eine zeitlang verprügelt, aber dein Depot wird sich wieder erholen. Wenn du in der Lage bist, diese gute Gelegenheit zu nutzen, mehr Anteile zu kaufen, um deine Kostenbasis zu senken, umso besser. Die beste Zeit zum Einkaufen ist, wenn Anleger in Panik geraten.

Sei aber  vorsichtig. Selbst solide Unternehmen erholen sich nicht immer, wenn die Bewertung zuvor absurd war. Cisco ist ein solides Unternehmen, aber der Kurs hat sich 18 Jahre nach der Dot-Com-Blase nicht wieder erholt. Microsoft brauchte 16 Jahre, bis es ein neues Allzeithoch einstellte.

Abgesehen vom geduldigen Investieren rate ich immer dasselbe: Kochen der eigenen Mahlzeiten, Schulden abbauen, in Indexfonds/Aktien investieren. Auf die Fitness achten.

Die konsumgeile Masse setzt den Schwertpunkt woanders: Sie verschwenden viel Geld für Dinge, ohne es zu merken. Fernsehen, Autos, teure Urlaube, zu viel Essen in beschissenen Restaurants. Sie bestellen zu viel Mist online, den sie nicht brauchen. Teures Zuhause.

Natürlich solltest du dich nicht vom sozialen Miteinander verabschieden. Du trifft Familie, Freunde, Bekannte. Nicht alle Aktivität, die Geld kosten, stellst du ein.  Freundschaften und Beziehungen gibst du nicht auf. Keinesfalls. Gelegentlich jemanden zum Kaffee oder im Restaurant zu treffen, ist super.

Ob die Sparquote nun 38 oder 40 Prozent erreicht, ist nicht der Punkt. Der Punkt ist die Grundeinstellung. 

Jeder ist anders. Es gibt unterschiedliche Lebenskonzepte. Manche Menschen gehen nie ins Fitnessstudio. Manche tun genug, um nicht zuzunehmen. Andere erholen sich von Verletzungen. Dann gibt es jene, die zählen jede Kalorie, protokollieren das Training und essen nichts außer gegrillten Fisch, Sushi und gedünstetes Gemüse. Ich finde es am wichtigsten, dass du dir dessen bewusst bist, was du machst. Alles, was du machst, machst du für dich selbst und nicht um andere zu beeindrucken.


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Börsenbeben: Jetzt werden die Schweine geschlachtet

  1. Avataregghead

    Wundebarer Artikel. Man sollte manchen vielleicht  das Handy wegnehmen, damit sie nicht unüberlegt  eine TAN für die Verkaufsorder  eingeben können 😉

  2. AvatarBruno

    Guter Artikel, darum sollte man meines Erachtens entweder auf Index-ETF’s setzen oder aber eine gute Mischung an Aktien, z.B. nicht nur Tech-Aktien, sondern immer auch Stabilitätsfaktoren, z.B. Dividendenaristokraten oder solide Werte wie Berkshire, Pharma, Versorger und ähnliches. Dazu ein paar Raketen (Tech und ähnliches), welche die Performance bringen in guten Zeiten, aber natürlich auch Risiken mit sich bringen. Die gesunde Mischung machts, so kann man auch ruhig schlafen. 
    Früher haben mich rote Kurse auch etwas nervös gemacht oder die Stimmung etwas getrübt, heute nehme ich es sehr locker, auch wenn mein Depot nachgegeben hat, wie wohl jedes Depot aktuell.

  3. AvatarGainde

    Sehr guter Artikel, der die wichtigsten Punkte gut zusammenfasst!
    SP500 ist zurzeit in Ausverkaufsstimmung und Weihnachtsfreude kommt auf.

  4. AvatarThorsten

    Derzeit ist Cybermonday für Aktien. Wer will noch mal wer hat noch nicht.
    Ach ja bevor ich  es vergesse, meine Weihnachtskarte für euch mit Ded Moros, Schneeflöckchen und der russischen Version von Oh Tannenbaum (hat aber mit dem Deutschen Lied keine orignäre Gemeinsamkeit, auch nicht die Melodie. Da steht halt ein Tannenbaum, der sommers und winters Grün ist, Weihnachtslieder im dem Sinne gibt es in Russland nicht, Geschenke gibt es an Sylvester, Weihnachten folgt dann in der ersten Januarwoche).
    Weihnachtswünsche

  5. AvatarBernd

    Ich wollte eigentlich noch etwas warten, konnte aber bei WY nicht widerstehen. Zur Zeit habe ich nur ein Problem: zu wenig Cash. Deshalb mache ich es wie immer, wenn 1000 Euro beisammen sind, gehe ich einkaufen. Da ich nur an den Dividenden interessiert bin, können mich die Kursrückgänge nicht schocken, alles nur eine Frage der Sichtweise.
    Gruß Bernd 

  6. AvatarInsider

    Ich sehe es ganz entspannt, dass ich an Buchwert einiges verloren habe. Bin leider derzeit nicht so flüssig um gut nachzukaufen. Deswegen hoffe ich , dass es noch ein paar Monate so weiter geht . 
    Ich habe jedenfalls gemerkt, dass ich bei einigen Aktien zu früh gekauft habe . (FB, bat,  kion) und bei Amazon kurz vorm ath komplett falsch lag. Deswegen bin ich froh ,nur verzichtbares Geld investiert zu haben. Auch die etf stehen noch ganz solide da. Insgesamt bin ich froh , dass so ne Phase relativ am Anfang meiner Investoren Karriere Auftritt aber ich trotzdem mit etwas über 10 k im Markt doch schon spüre was es heißt Fehler zu machen . 
     
    Frage ich hab ne Kapital Lebensversicherung, die meine Eltern auf mich abgeschlossen haben und noch ein paar Jahre läuft . Auf was muss ich hier achten, wenn ich ne Kündigung prüfen möchte ? 
     
     
     
     

  7. AvatarStefano

    Da bin ich doch froh, dass ich bei ersten Störgefühlen verkauft habe und nun einen hohen sechsstelligen Betrag auf der hohen Kante habe. 2019 wird man schön shoppen gehen können. Jetzt erstmal in aller Ruhe Bodenbildung abwarten. Mit mindestens weiteren 10-20% Minus ist im nächsten Jahr wohl noch zu rechnen. 

  8. AvatarBruno

    Prognosen und Charttechnik?
    Habe mal frei Hand 3 Szenarien (es hätten auch 10 oder 50 sein können) aufgezeichnet, wie der Verlauf in den nächsten Monaten oder Jahren aussehen könnte:
    https://ibb.co/K6gffCz
    Ich investieren kaum nach Charts, es ist lediglich ein kleiner Puzzlestein, wichtiger sind mir die Firmen und ihre Zukunft. Der Aufwärtstrend seit 2009 ist aber signifikant. Bricht er? Falls ja, wie weit fallen wir im neuen Bärenmarkt? 
    3 Szenarien rot (grosser Bärenmarkt die nächsten Jahre), orange (volatil seitwärts) und gelb (Korrektur bald fertig und wieder rauf), völlig unterschiedlich, alle 3 sind möglich, und 10 oder 100 oder 1000 weitere Szenarien. Jeder hat eine Meinung, jeder macht eine Prognose. Niemand kennt die Zukunft.
    Für mich ist das irrelevant, aktuell ist es deutlich günstiger als noch vor 3 Monaten, ich habe etwas Cash, werde bald mal 25% investieren, fällt es weiter, fein, nochmals 25%, steigt es wieder, nochmals 25%.. 
    Es bringt wenig sich an Meinungen und Prognosen von Gurus oder ähnlichem festzuhalten, langfristig steigt die Börse, einfach gute Aktien suchen und regelmässig einkaufen.

  9. AvatarThorsten

    @Bruno im Chart die Trendlinie nicht bei den Lows ansetzen, sondern bei den Closes. Dann sieht es düsterer aus, denn der Trend ist von oben nach unten eindeutig durchbrochen.

  10. AvatarBruno

    @Thorsten
    Es gibt da kein richtig oder falsch, man kann es so machen wie ich es gemacht habe oder bei den Closes oder beides, aber düster sieht es nach deiner Methode erst aus, wenn wir am 31.12. drunter sind wenn der Monatscandle abgeschlossen ist 😉 Aber dann gibt es auch false breakouts, das meinte ich mit fast unendlich vielen Varianten. 
    Ich mache meine Analyse fundamental, technisch und behavioralorientiert, und mache mir dann grobe Szenarien mit gewissen Wahrscheinlichkeiten. Das sind aber alles Feinheiten und Spielereien, ich bin immer mindestens 75% investiert in Aktien, mit dem Rest spiele ich etwas, in der Regel kaufe ich dann einfach, wenn ich es für interessant halt resp. es korrigiert hat. 
    Was ich damit ausdrücken wollte, die Börse ist kurz- und mittelfristig irrational, natürlich gibt es Probleme und Risiken, aber die waren auch schon vor paar Monaten da, der Fokus ändert sich nur, es geht darum. Und schlechte Kurse bringen plötzlich Probleme, den Banken schmilzt das Eigenkapital weg, sie müssen Firmenkredite kürzen, die Firmen bekommen Probleme, auch Privatpersonen die verschuldet sind, es gibt eine Flurbereinigung. Die ist aber gesund langfristig, denn Firmen die nicht überleben ohne hohe Kredite und teils zu viel günstigen Konditionen die letzten Jahre, die haben eigentlich keine Daseinsberechtigung.  
    Es ist immer dasselbe im neuen Kleid.

  11. AvatarFit und Gesund

    hallo zusammen,
    habe jetzt 2,5 Stunden mit einer Freundin in Norddeutschland telefoniert, machen wir immer kurz vor Weihnachten, so hab ich jetzt erstmal nachschauen müssen was jetzt schon wieder passiert ist 🙂 so geschlachtete Schweine und Börsenbeben… gefürchiger Titel.
    Also meine Freundin arbeitet bei einer Bank, 1800 Euro netto, Filialen werden weiter geschlossen und sie fürchtet um ihren Arbeitsplatz, sie ist erst 53, muss also noch, sparen kann sie nicht viel. Das sind dann existentielle Sorgen, das relativiert dann das Börsenbeben wieder, es sei denn man ist in einer ähnlichen Situation oder hat Schulden.
    Tja, und ich Trottellotte hab doch tatsächlich heute noch meine Starterposition Apple gekauft, na ja… nächsten Monat gibt ja wieder Geld.
    @Bruno
    ich möchte nächstes Jahr eher in Schweizer Titel investieren, Geberit und Schindler stehen auf meiner Wunschliste, oder Sunrise eben, was meinst Du dazu? 
    Ansonsten stehen auf der Crash-Kauf-Wunschliste:
    Microsoft (neu), Nextera (neu) Aufstocken JNJ, Cisco, Unilever, Apple
    Wir werden sehen,
    Wünsche Frohe Festtage, kein Einkaufsstress morgen!

  12. AvatarAndrea

    Schöner Artikel!
    Danke für die motivierenden Worte.
    Ich werde definitiv auch weiter nachkaufen oder neue Positionen eröffnen.
     

  13. Avatarsammy

    Sieht nicht gut aus. Wo sind denn jetzt die ganzen Leute die zu alltime highs kräftig gekauft haben und voll investiert sind. Ist schon deutlich ruhiger hier geworden..

  14. AvatarMichael

    „aber der Kurs hat sich 18 Jahre nach der Dot-Com-Blase nicht wieder erholt“
    Ähnliches ist auch bei Amazon möglich. Ich habe keine Zweifel, dass die Gewinne von Amazon in 10 Jahren viel höher als heute sein werden. Das heisst aber nicht, dass der Kurs auch höher stehen muss. Mit einer üblichen Bewertung von KGV 20 wäre noch viel Spielraum nach unten.
     

  15. AvatarJohn

    Es ist nicht einfach mit an zu sehen. Nun steht das Depot auf einem Wert, das man im ganzen Leben ausschliesslich Verlust an der Börse gemacht hat.
    Bevor wieder Jemand ruft: Ich sehe keine Alternative. Man muss nach kaufen. Kaum versieht man sich liegt wieder Geld zum investieren parat. Kann man den Markt timen? Nein aber es bleibt das Gefühl am Hochpunkt eingestiegen zu sein. Schade aber langfristig hätte es schlimmer werden können. Allerdings würde es mit nur einen Jahr früher für mich heute um Welten besser aussehen.
    Was ist der Grund für den Trend? Leitzins um FED, EZB, Eurokrise, Zollstreit, Brexit? Verstehe nicht warum man so völlig grundlos eine Krise erzeugt.

  16. AvatarDaniel

    Sieht nicht gut aus. Wo sind denn jetzt die ganzen Leute die zu alltime highs kräftig gekauft haben und voll investiert sind. Ist schon deutlich ruhiger hier geworden..
    Mein Aktienleben ist relativ unspannend 🙂 Gestern gingen 250€ in den EM Vanguard und 500€ in den Developed World und Anfang Januar geht die nächste Order auf den STOXX600 und den MSCI WORLD für knapp 2000€ raus.  Ist zwar alles grade knallrot im Depot aber das ist ja nix was jetzt plötzlich über Nacht kam und man sich gefragt hat „huch was ist das jetzt“. Und verglichen mit meinen Buchwert-Verlusten um 2008/2009 herum ist das auch nix, also…. Routine weiterlaufen lassen. Hat schon mal geklappt und wird es *aufholzklopf* auch diesesmal.
    Spannender für mich diesmal zu beobachten ist eben, dass die 50:50 Parität von Cash und Aktien zu Ungunsten von Aktien umgeschlagen ist, da letztere gesamtheitlich bei mir Federn lassen mussten. Also sagt auch grade dieses Regelwerk „zieh das grade und Kauf ETF“

  17. AvatarJune

    Hallo Tim und hallo in die Runde,
    das Jahr 2018 geht zumindest bei uns seit einigen Wochen stürmisch zuende. Für die Börse hatte ich daher keine Zeit. Wir waren und sind privat sehr eingespannt. Meinen Eltern geht es gesundheitlich zunehmend schlechter. Zu all den schon bestehenden Problemen ist mein Vater dann noch vor ein paar Wochen gestürzt und musste operiert werden.
    Der von meinen Eltern gewünschte Erbschaftsvertrag ist unterzeichnet. Sie erhoffen sich davon, dass wir Geschwister und dadurch später nicht ums liebe Geld streiten, denn wir haben in der Verwandschaft gerade ein schlechtes Beispiel. Da werden bereits die Messer gewetzt. 
    Die Weihnachtsgeschenke für dieses Jahr muss ich noch einpacken. Finanziell ist es aber überschaubar geblieben. Geschenke gibt es sowieso nur für Kinder. Alle Erwachsenen bekommen nur, wenn wir wie in diesm Jahr in der Großfamilie feiern, eine Kleinigkeit. So beschenken wir unsere Kinder und die Kleinen meiner Geschwister. Die Erwachsenen bekommen in diesem Jahr Pralinentrüffel aus der Breuninger Confiserie. Ich schenke inzwischen lieber etwas was sich auf natürlichem Weg verbraucht, als irgendwas das nur verstaubt und dann doch irgendwann im Müll landet.
    Mr. Juni und ich schenken uns dieses Jahr wie schon die Jahre zuvor zu Weihnachten die Sondertilgung für unsere Wohnung. 
    Nachdem wir vor einigen Jahren bereits ehr provisorisch unsere Wohnzimmermöbel in der neuen Wohnung aufgestellt hatten, haben wir endlich unser Wohnkonzept überarbeitet, und werden unser Wohnzimmer jetzt umstellen. Da wir ein Modulprogramm haben werden die bestehenden Elemente einfach neu zusammen gestellt. Für die Umgestalltung benötigen wir so nur noch ein paar zusätzliche Regalböden und eine große Glasplatte. So ist auch dieses Projekt Ressourcen schonend im doppelten Sinn. 
    Ein paar Kleinmöbel bleiben aber übrig. Und niemand mag sie haben, jetzt werden wir sie an ein caritatives Möbelhaus spenden.
    Ich wünsch euch jetz schon mal ein erholsames Weihnachtsfest. Genießt die stille Zeit.
    Take care,
    June

  18. AvatarEx-Studentin

    @June
    Ich wünsche deiner Familie viel Gesundheit!
    Wir Kinder konnten unsere Eltern dieses Jahr überzeugen, einander nichts zu schenken. Als ich das ein paar Kollegen erzählt habe, konnten die das nicht verstehen. Als ich dann noch meinte: „Wir brauchen ja nichts. Wenn wir was brauchen, kaufen wir uns das eh selbst.“ reagierten sie noch ungläubiger. Finde es gut, dass ihr euch etwas schenkt, was man auch wirklich „aufbrauchen“ kann und nichts, was danach irgendwo sinnlos rumsteht. Oder natürlich ein schöne Sondertilgung.. 🙂
    Für kleine Kinder halte ich Weihnachten für einen schönen Brauch. Kinder lernen, dass sie nicht alles sofort bekommen, sondern Geduld haben müssen. Und auch da werden wir es nicht übertreiben, wenn meine Nichte mal älter ist. Wir schenken lieber Geld und die Eltern sollen dann auserwähltes Spielzeug kaufen.
     

  19. AvatarZwitsch

    Denke man sollte das Aktien sparen nur machen wenn davon überzeugt ist…zweifelt man bei Korrekturen sofort ..was mir bei einigen hier auffällt sollte man überlegen ob Aktien das richtige sind….sorry für die Pünktchen… einfach Angewohnheit….

  20. AvatarBruno

    @Fit und Gesund
    Schindler und Geberit habe ich seit Ewigkeiten, finde beides top Firmen, aber auch zyklisch, d.h. kommt jetzt eine Baisse/Rezession dann werden sie schon leiden (steigen Zinsen auch hier wird weniger gebaut, wobei ich nicht denke dass es nachhaltig ist, die Zinsen werden jetzt nicht über Jahre steigen, sonst bekommt die Welt ernsthafte Probleme), dann gibt es sicher gute Einstiegschancen. Sunrise habe ich nicht im Fokus und daher auch keine Meinung, aber so aus dem Bauch interessanter als Swisscom.
    @June
    Hoffe es wird bald besser mit der Gesundheit der Eltern, das Wichtigste im Leben wer sich über fallende Kurse aufregt der hat die falschen Prioritäten. Wir machen schon länger keine Weihnachtsgeschenke mehr unter den Erwachsenen, die Kinder bekommen natürlich was. Lieber schenken wir uns unter dem Jahr etwas, aber selten Dinge sondern eher Zeit, Essen, gemeinsamer Urlaub oder ähnliches.

  21. Avatarkarl

    Also ich hab bisher allein im Dezember 30 TEUR verloren.
    Dabei habe ich nur sog. Bluechips. IBM, Altria, BASF, Tiffany, Richemont, ABBVIE u.a.
    Keine Derivate, Zertifikate o.ä.
    Auch meine ETF sind seit jetzt drei Jahren immer um die Nulllinie gependelt, um jetzt ins Minus zu drehen (Eurostoxx 600, DAX und Dividenden).
    Wenn man eine gewisse Depotgrösse hat, hilft auch das Nachkaufen wenig. Der cost-average-Effekt wirkt dann nur noch homöopathisch.
    Die Dividende tröste mich jedenfalls nicht. Wenn man vier Prozent p.a. brutto auf 500 TEUR bekommt, und allein 30 TEUR in einem Monat verliert, schmerzt das schon.
    M.E. haben wir in Teilbereichen längst den Crash. Die gesamte Auto- und Zulieferindustrie liegt mit 50% im Minus.
    Chemie zwischen 30 und 60%.
    HighTech geht derzeit in die gleiche Richtung.
    Tabak zwischen 25 und 60 %.
    Banken, Handel, Energie…
     

  22. AvatarOliver

    Leute, wir haben jetzt Feiertage. Denkt doch lieber dran, wie ihr die Tage schön verbringen könnt. Was ist daran so wichtig, wenn ein paar Buchwerte temporär verloren gehen? Ändert sich irgend etwas signifikantes in eurem Leben? Für Dividendeninvestoren ist es eh einerlei, solange die Ausschüttungen nicht gesenkt werden und im Gegenteil weiter ansteigen. Was soll es also? 
    Wenn man ein bisschen Geld hat, kann man ein bisschen mehr investieren. Und selbst wenn danach die Kurse weiter runter gehen und damit die Einstiegsmöglichkeiten noch günstiger, ist auch da nichts großartiges passiert. Im Grunde hast Du dir sogar was gutes getan, da Du damit deine jährlichen Einnahmen erhöhst. Ich habe schon häufiger die Situation erlebt, das Werte sinken und etwas länger auch weiter unten war. Die haben aber i.d.R. ganz brav weiter ausgeschüttet, solange das Unternehmen gesund war. Die jetzt fallenden Kurse haben primär mit äußeren Umständen zu tun und die Unternehmen sind nach wie vor gesund. Solange man darauf achtet, das die Titel vernünftig bewertet sind, kann dir langfristig nichts passieren. Im Gegenteil, Du kannst davon profitieren.
    Einige schauen auf 2019 wie auf die bedrohliche Schlange. Wenn ich noch 10, 20 oder 30 Jahre investiere und arbeite, ist 2019 nur eine kleine Randnotiz wie es auch 2008/2009 oder 2002 war. So etwas kommt einfach vor.
    Der Hinweis, warum manche Titel erst nach 10 – 15 Jahren wieder die alten Kursstände erreichen, hat schon seinen Hintergrund. Gestern habe ich ein Video von Fastgraph verlinkt, der genau die Gründe zeigt, warum das so ist. Wenn ich etwas zu einem KGV von 50 – 100 kaufe, ist das Risiko immer dabei, dass das Unternehmen sein Wachstum verlangsamt. Das hohe KGV ist nur dem Umstand geschuldet, dass der Markt auch in Zukunft hohe Umsatz- und Gewinnsteigerungen erwartet. Erwartet hat etwas mit Erwartungshaltung zu tun und jeder weiß, dass man dabei bitte enttäuscht werden kann.  
    Nehmen wir z.B. Nvidia, welche sehr stark gestiegen sind. Im Jahr 2015 stieg der Umsatz um 43% und in dem Jahr fing der Aufstieg langsam nach einer längeren Stagnation und nicht so tollen Jahren an. Alles noch verhalten, man traute der Firma wohl längerfristig nicht so viel zu. 2016 ist der Umsatz um 18% gestiegen und ab hier auch der Kurs sehr stark. 2017 waren es sogar 83% und der Kurs ist förmlich explodiert (hier sind extrem viele Erwartungen entstanden). Die wurden 2018 mit 61% nicht ganz enttäuscht, aber die Erwartungen für 2019 sind 47% (wieder abfallendes Wachstum) und für 2020 gerade mal 1%, was nicht mit einem weiteren starken Kursanstieg korreliert. Machen wir uns nichts vor, der Verlauf der Aktie ist super, aber wer die Aktie zum Höchstkurs von 290 $ gekauft hat, wird aller Voraussicht warten müssen, weil die Aktie zu der Zeit heillos überbewertet war. Wenn sich das Unternehmen weiter günstig entwickelt, wird er wieder erreicht werden, es kann halt nur lange dauern. Es ist das gleiche Szenario, was mit Microsoft, Oracle und Cisco passiert ist. Die KGVs dieser Firmen waren 2002 auch bei ca. 50 – 80, also Bewertungen, die sehr hoch waren und daraus resultierend hohe Risiken und noch größere Erwartungen. Genau gleicher Verlauf: Abfall auf normale Durchschnittsbewertungen, wie es andere Firmen auch haben. Das starke Wachstum war nicht mehr da und die Erwartungen sind auch verloren gegangen.  Nvidia steht heute bei 130 $, ist gut bewertet und ein Kauf wert (was für ein Understatement). Deshalb: Immer auf die Bewertungen schauen und bei Wachstumswerten (die darf und soll man durchaus kaufen) sich fragen, wie lange der Hype weiter gehen könnte. Man sieht an den Verläufen dieser Werte: Verschwindet der Hype, dann stürzen diese Werte sehr schnell auf reelle Bewertungen ab. Ist die Aussicht weiter positiv, ist das ein sehr guter Punkt für den Einstieg. Da die Schwankungen sehr groß sind, kauft man häufiger einiges über den Tiefpunkt. Solange bei dem Einkauf die Bewertung vernünftig ist, ist das kein großes Problem. Einen Wachstumswert zu einem KGV 15/20 zu bekommen, ist mittelfristig immer ein sehr gutes Geschäft, wenn dieses Unternehmen weiter erfolgreich ist. Den gleichen Wachstumswert bei einem KGV von 60 zu kaufen kann ein gutes Geschäft sein, ist es aber am Ende manchmal nicht. Das ist der Unterschied. Also ist jetzt eine gute Zeit für diese Werte.
    Wer Nvidia interessant findet eine Analyse dazu:
    https://www.youtube.com/watch?v=K3-urzLBmkQ
    Ich bin niemand, der irgendwelche Charts anhand von irgendwelchen Signalen analysiert. Dafür ist mir die Zeit zu schade. Aber man kann anhand der Firmenentwicklung und der Bewertung des Unternehmens sehr gut sehen, wann etwas passiert und vor allem warum. Obwohl der Markt sehr irrational agiert, kommt er mit Zeitverzögerung immer wieder an die Punkte zurück, die für das Unternehmen passen. Diese Einstiegspunkte kann man finden. Häufig sind sie dort zu finden, wo die große Masse Angst hat und von irgendwelchen Trends spricht. Diese Trends sind bei Einzelaktien nicht sonderlich wichtig, auch wenn sie bei einer Abwärtsbewegung die einzelnen Werte beeinflussen. Wichtig ist: Bekomme ich eine Facebook, Nvidia, Apple etc. zu einem KGV 15 – 20 und die Geschäftsaussichten sind weiter gut, ist es eine große Gelegenheit. Gelegenheiten gibt es immer wieder, aber sie sind manchmal sehr viel schwerer zu finden, wenn die Märkte längerfristig steigen und am All-Time-Hoch sind.
    Frohe WeihnachtenOliver   

  23. AvatarOliver

    Sorry, die Formatierungen wurden nicht mit übernommen. Ist jetzt schwierig zu lesen…
    GrüßeOliver

  24. AvatarSparfuchs

    Einige Depots sind mir hier viel zu Old School. Bluechips schön und gut, aber viele noch aktuelle Blue Chips kommen doch aus Branchen, denen sicherlich nicht die Zukunft gehört. Früher war es super, wenn man in Banken investiert, heute kann man mit den meisten nur Verluste einfahren. Kraft Heinz scheint nach außen ein sehr billiger Dividenden Kaiser zu sein, doch die Produkte sind out und können eben nicht viel gesünder gemacht werden. Oder isst jemand zuckerfreies Ketchup? Gleiches gilt für die Tabakindustrue. Nein, die Zukunftsbranchen sind andere: Robotik, KI, Technologie, Medizintechnik und Pharma, erneuerbare Energien, elektrisches und autonome Fahren, Gesundheit und Fitness, Altenpflege, gesundes Essen etc. 

  25. AvatarBruno

    Denkt nicht immer in EUR, USD oder CHF, denkt in Anteilen. Warren Buffet ist stolz, wenn er 3 oder 5 oder 10% an einer Firma hält, egal wie sie aktuell am Markt bewertet wird. Wir Kleinanleger sollten eben in Aktien denken, wer vor 3 Monaten x Aktien einer Firma y hatte, der hat nichts verloren. 
    Problematisch wird es nur dann, wenn man das Geld braucht, aber das sollte jedem klar sein der in Aktien investiert, dass er seine Papiere mindestens 10 Jahre halten muss.
    Gerade jene die noch sehr jung sind und erst die letzten Jahre oder sogar Monate begonnen haben zu sparen, nehmt es locker. Tragisch wäre nur, wer vor 3 Monaten auf dem Höchststand mit 65 oder 70 in Rente gekommen ist, seine Pensionskasse ausbezahlt hat und gleich alles in Aktien, der muss jetzt halt sparen und an seiner Gesundheit arbeiten, so dass er mit 80 noch etwas davon hat. Denke hier im Blog hat es kaum so jemand, von daher einfach locker nehmen und nicht stündlich den Depotstand kontrollieren.
    Wer hat eine Immobilie? Derjenige checkt auch nicht täglich, was diese gerade Wert hat. Bei Aktien ist das halt verlockend, da realtime immer ein Preis angeschrieben ist, aber das ist im Grunde irrelevant, sofern man die richtigen Werte im Depot hat. Wer hier unsicher ist, der sollte mehr auf Indexprodukte setzen. Dort läuft der Prozess automatisch: Die Guten ins Töpfchen, die Schlechten ins Kröpfchen, zwar etwas verzögert aber sinnvoll. Das ist meines Erachtens der grösste Vorteil eines Index-ETF, Diversifikation bekommt man auch mit einem Einzelaktiendepot hin, aber die zukünftige Amazon, Apple oder Microsoft kommt eben dort nicht automatisch rein oder die Loser-Aktien fliegen nicht automatisch raus.

  26. AvatarRalf

    @Karl: Da ist was dran. Mein Depot ist die letzten Jahre auch mehr oder weniger seitwärts gependelt und nun in den roten Bereich gerutscht. Trotz stetiger Investitionen. Nun fehlt leider auch das Spielgeld um nennenswert Aufstockungen durchzuführen außerhalb der laufenden Sparpläne.
    Ich spare stetig weiter.
    Allerdings rechne ich mit schlechteren Renditen in den nächsten 10-15 Jahren bzw. mit deutlich mehr Unruhen an den Börsen. Alleine schon der staatliche Zugriff auf Ersparnisse durch Steuern wird zunehmen. Schlecht für die Rendite. Man darf nicht vergessen, dass die Börsen derzeit auch durch die laxe Notenbankpolitik gestützt werden. Insofern sind die Renditen der letzten Jahre sehr ernüchternd und die Aussichten eher mäßig.
    Sparen ja. Aber nicht alles auf eine Karte setzen. Daher investieren wir auch in ein Eigenheim in vernünftiger Lage.

  27. AvatarDaniel

    @karl
    Genau das hinterfrage ich ja hier seit Wochen. Was bringt mir die 2.000 Euro Dividende, die eh vom Kurs abgeschlagen wird (linke Tasche, rechte Tasche), wenn mein Depot gleichzeitig 30.000 Euro im minus steht. Als ob nur die Auszahlung zählt. Ja, dann macht doch einen Entnahmeplan, der Kurswert ist ja eh egal. 
    Dividenden sind keine Zinsen.

  28. AvatarRalf

    Blöd wenn die Börsen vor einem unmittelbar geplanten Ruhestand ordentlich abtauchen. Das zehrt dann kräftig an der Rendite und Depotsumme. Wie sollte man in solch einer Situation reagieren? Irgendwann möchte man ja auch mal etwas entnehmen aus den Ersparnissen…

  29. AvatarDaniel

    @bruno
    „Wer hier unsicher ist, der sollte mehr auf Indexprodukte setzen. Dort läuft der Prozess automatisch: Die Guten ins Töpfchen, die Schlechten ins Kröpfchen, zwar etwas verzögert aber sinnvoll. Das ist meines Erachtens der grösste Vorteil eines Index-ETF“
    Du weißt schon, wie ein Index funktioniert? 
    Du kaufst alles – die Guten und die Schlechten.

  30. AvatarBruno

    @Daniel
    Es kommt auf den Index an, z.B. der S&P500 hat die 500 wichtigsten Aktien drin, der DAX die 30 wichtigsten deutschen Aktien. Kommt jetzt ein IPO oder eine Firma entwickelt sich, so kommt sie früher oder später in den Index, eine schlechtere fällt raus. Natürlich verzögert, das habe ich geschrieben, aber über Dekaden hat man so immer die wichtigsten Aktien dabei. Denkt bitte nicht so kurzfristig, schau Dir die Zusammensetzung des S&P500, Nasdaq, DAX oder auch MSCI World an vor 50, 30, 20 JAhren und heute, sie sehen nicht gleich aus.
    Viele denken in Monaten oder Wochen oder sogar Tage oder noch schlimmer in Stunden, das ist einfach Quatsch.

  31. Avatarsammy

    Das ist erst der Anfang meiner Meinung nach fehlt noch ein Ereignis das die richtige Panik auslösen wird. Ein so genannter schwarzer Schwan. Wie ich schonmal sagte glaube ich dass dieser die deutsche bank sein kann. Wenn diese kollabiert dann gute Nacht.

  32. AvatarJune

    @Jenny und Bruno,

    danke für die lieben Wünsche.

    Wir hoffen das meine Eltern wieder Gesund werden. Nach Silvester geht mein Vater in die Reha. Aber ich muss mich mit der Tatsache abfinden, dass meine Eltern jetzt einfach Alt werden. 
     
    Daher habe ich auch eine Angebot meines Arbeitgeber diesen Monat abgeleht. Ich habe eine kleine Gehaltserhöhung bekommen, mit dem Hinweis, dass man mich ab nächsten Jahr gerne in einer anderen Abteilung einsetzen möchte. Diese Änderung wäre mit der Eingruppierung in eine  höhere Gehaltsstufe verbunden, aber auch wie sollte es anders sein, mit viel mehr Stress. Ich wäre noch näher am Managment und könnte dann noch weniger über meine Zeit selbst bestimmen. Daher habe ich mich für das Vertrauen bedankt und abgelehnt. Mein Arbeitgeber hat noch Hoffnung, ich soll mir das doch bitte dringend über die Feiertage überlegen. Mir ist schon klar, dass sie mich kein zweites Mal fragen werden. In ein paar Jahren kann ich nicht kommen und sagen ich will jetzt aber doch. Aber nach meiner neusten Rechnung bin ich in 2 Jahren finanziell unabhängig. Und ich verdiene jetzt schon gut. Daher werde ich bei meiner Entscheidung zu Gunsten von mehr Zeit bleiben. 

    Wir werden meine Eltern nächstes Jahr, wenn mein Vater aus der Reha kommt mit einem Familienurlaub überraschen. Denn Zeit füreinander haben und Zeit miteinander verbringen, etwas unternehmen, dass bleibt lange in Erinnerung.

    Take care,
    June

  33. AvatarFit und Gesund

    @Bruno,
    danke für Deine Einschätzung zu Geberit und Schindler, die werde ich im Verlauf des nächsten Jahres sicher kaufen, Sunrise ebenfalls.
    Ich habe tatsächlich einen Nachbar der jetzt mit 66 in Rente gegangen ist und der sich seine Pensionskasse hat auszahlen lassen, hoffentlich hat er das Geld gut angelegt, ich selber werde das nicht so machen, aber die Pensionskasse wird weiter leiden und die Meinige ist jetzt sowieso nicht die Alleegesündeste, in manchen Jahren mussten wir extra zahlen wegen der Unterdeckung, nicht schön.
    Zukunftssorgen hab ich wenigstens Keine, mein angelegtes Geld wird ja nicht benötigt, im Moment kommt immer noch Lohn und dann noch Mieteinnahmen.
    @Oliver,
    danke für das gestrige Video von Fastgraphs, hab ich mir angeschaut, leuchtet ja auch ein, ansonsten weise Worte, am alltäglichen Leben ändert sich nix, 
    irgendwie nimmt dieser Kursrutsch auch ein wenig den Druck, jetzt weiss man wenigstens halbwegs dass es soweit ist und der Bärenmarkt vermutlich (nicht sicher) begonnen hat. Das finde ich irgendwie einfacher. Nach Sonnenschein muss mal Regen kommen.
    @Karl,
    doch, die Dividende tröstet mich, das war ja das Ziel, ich möchte monatlich einen gewissen Betrag zur Verfügung haben wenn ich dann in Rente gehe, es geht mir nicht um die wundersame Geldvermehrung und den Aufbau eines Vermögens, ich will nix kaufen, weder Haus noch Auto, ich will monatlich einen schönen Zustupf zur Rente haben, das ist mein oberstes Ziel.
    @June,
    Alles Gute für Dich und Deine Eltern, geniesst die Zeit die verbleibt, aber Du bist ja sehr klug und weisst worauf es ankommt.
     
    liebe Grüsse
     
     
     

  34. AvatarRalfRutke

    Jetzt habe ich auch endlich Mal wieder Zeit mich zu melden. Und endlich Zeit die Artikel der letzten Tage nachzulesen.

    Leider geht es bei mir im Vollzeitjob gerade drunter und drüber. Die Geschäftsführung steuert das Schiff ist einen Eisberg zu. 

    Wie ihr ja schon wisst, habe ich erst 2017 angefangen zu investieren. 80% des Depots sind aber erst 2018 entstanden. Entsprechend bin ich jetzt im Minus und Cash steht auch nicht viel zur Verfügung. 

    Mein aktueller wert des Depots sind 4.000€. 1.000€ habe ich nun in P2P Krediten (ganz dmmer Zeitpunkt) und 1.000€ Kriegskässchen.

    Genau wie Insider bin ich froh so eine Phase am Anfang meiner Investmentkarriere zu haben. Ich hoffe 2019 mein Depot mindestens verdoppeln zu können. Deshalb bin ich total aufgeregt, wegen des Bärenmarkts. Falls er kommt oder schon da ist. Habe dazu auch ein T-Shirt Design entwickelt und drucken lassen 🙂 kommt noch rechtzeitig zu Weihnachten. 

    I Love Bärenmarkt

    Weihnachten… Ich schenke meinem Sohn und meinem Neffen jeweils eine Aktie mit einer Urkunde. Die Idee habe ich von Beate Sander. Finde ich total Klasse. Sonst schenke ich nichts. Außer Zeit, Liebe und Aufmerksamkeit. Ich finde es sehr schön, dass dies die letzen Jahre in meiner Familie automatisch an Gewichtung gewonnen hat. Wir haben uns dazu nicht abgesprochen. Es hat sich einfach so entwickelt. Ich finde es sehr gut so.

    Ich freue mich wahnsinnig auf 2019. Vielleicht kaufen ja Leute meine T-Shirts, oder meine Holzlampen, die ich selbst baue. Wir werden sehen. Ich freue mich auf jeden Fall unter anderem diesen Blog gefunden zu haben und wie viel ich von hier bereits lernen konnte. 

    Danke hierfür! Danke an Tim und danke an alle Teilnehmer der Diskussion unter den Beiträgen.

  35. AvatarAlbr

    auch ich habe etwas Zeit mich in die letzten Beiträge einzulesen…
     
    der Bärenmarkt steht uns erst bevor ! und dann wird sich zeigen, wer die wahren Investoren sind… ich auf jeden Fall freue mich auf schöne Einkaufskurse ! und in 20-30 Jahren (oder mehr), werden sich meine Kinder an einem sehr schönen Aktienpaket erfreuen (arbeiten werden sie dann wohl nicht mehr müssen)…
     
    in diesem Jahr hab ich mir Weihnachtsmärkte, Shopping in der Stadt etc. gespart  😉
    zum Glück kann man heute alles bequem, günstig und stressfrei über Online bestellen… ansonsten ist heute in Frankfurt knapp 15 Grad, also werd ich noch grillen und eine gute Zigarre zur Entspannung verdrücken, nach der Wanderung im Taunus…
    die Amis spielen mal wieder verrückt (shutdown), also Ruhe bewahren und sich nicht verrückt machen lassen und Hektik/Stress anderen überlassen 😉
     
     
     
     

  36. Avatarghost

    hm….
     
    einige haben es immer noch nicht verstanden….wahrscheinlich werden sie es auch nie….
    sie jubeln zwar Tim zu, dass dieser tolle Artikel schreibt und lesen Tag für Tag „kaufen und liegen lassen“ und schreiben dann selbst Tag für Tag, daß Tim tolle Artikel schreibt. Und am Ende wirds jedesmal lächerlich, denn wenn die Dividende gezahlt wird und die Aktie im grünen Bereich ist, ist alles gut, schliesslich ist man ja der große Investor und man investiert und man will haben…..aber sobald das Depot im roten Bereich ist heisst es “ was bringt mir die Dividende wenn ich als Beispiel 20000 im Minus bin, alles sch….. linke Tasche, rechte Tasche bla bla ich will mein Geld wieder haben“ 
    Da frag ich mich ob manche es immer noch ned gerafft haben, daß die Börse auch einen Lebenszyklus hat, meistens 7 bis 9 Jahren ( meistens) und dann eben geht es mal auch nach unten. Sie haben auch ned gerafft was Tim schreibt, daß auch wenn das Depot im roten Bereich ist, die Dividende weiterhin gezahlt wird.
    Und es werden auch keine künstlichen Krisen ins Leben gerufen um dem armen Kleinanleger der doch eh nicht viel hat das Geld aus der Tasche zu ziehen. Der arme Kleinanleger erwartet doch nur mindestens 20% pro Jahr Plus.
    Ich frage mich ob manche auch den Unterschied verstanden haben, sich am Unternehmen  zu beteiligen um Unternehmensanteile zu besitzen oder einfach sein Geld in ein Unternehmen zu investieren, weil man hört ja die Dividenden sind die neuen Zinsen.
     
    Das macht einfach den Unterschied zwischen demjenigen der verstanden hat, daß die Börse alle paar Jahre rauf und runter geht, aber es gibt am Ende immer den einen Weg, den nach oben.
    Und einem, der sich irgendwelche Unternehmen ins Depot gelegt hat, zwischen 2014-2018 nach dem er drei Bücher und zwei Blogs gelesen hat und ein Vollblutinvestor ist. Er ist ja schliesslich 4 Jahre an der Börse, er kennt sich ja aus und kann Bilanz lesen.
    buy and hold heißt immer noch kaufen und liegen lassen. Es hieß noch nie kaufen, weil das sich so gehört und dann rum jammern, weil das Depot lächerliche 20000 im Minus ist. Nochmal, derjenige der diese kleine Korrektur, die jetzt ist, nicht aushält, der wird wenn es mal wirklich 40% nach unten geht, Beruhigungsmittel brauchen und dieser wird dann im Minus alles verkaufen und rumjammern sch…Aktien.
    Wenn man anders ned kann sollte man mit kleinen Beträgen anfangen und dann das mit dem Schmerz trainieren, wenn einer nicht versteht was ich gerade meine, der ist an der Börse komplett falsch!
    Und für diejenigen, die wirklich sich an Unternehmen beteiligen möchten,  wünsche ich zu 😉 Weihnachten, daß es nochmals mindestens 20% nach unten geht, weil dann gute Preise kommen, darauf freue ich mich.
    Und diejenigen, die jetzt schon jammern  für die ist es der beste Zeitpunkt auszusteigen. Weil später bleibt es nicht beim rum jammern, später kostet es auch die Gesundheit.
     
    Dividendenstrategie ist absolut GEIL, wenn man die „psychische Kraft und den Willen“ hat durchzuhalten und nicht vom Ziel wegzukommen. Aber das können vielleicht nur 20% derjenigen die an der Börse sind. Der Rest wird aufgeben. (siehe was damals mit der deutschen T los war)
    Oder probiert einen anderen Weg um zu sehen wie stabil euer Nervenkostüm ist und wie gefestigt euer Charakter ist;) 
    schmeisst 15000 Euro in BP ist eine derjenigen Aktien die ja schon totgesagt wurde. Die zahlt 6% pro Jahr. Daran könnt ihr prüfen ob ihr einen echten Crash aushaltet. Ich hab das gemacht, als die ganz intelligenten prophezeit haben bald ist Öl billiger als Minerallwasser, da war ich schon sehr lange Zeit in dieser Aktie drin und zwar weil ich es für ein tolles Unternehmen halte, es hat paar Krisen gehabt und es hat alles überlebt;)
    Und falls einer meint….schlimm sowas man soll doch lieber nachhaltig investieren, der soll mal darueber nachdenken wieviele Autos vor der Tür stehen, wieviele Plastiktüten er in seinem Leben verbraucht hat und ob die neue gebleichte Jeans aus China doch nicht irgendwie verkehrt ist. Oder welche Partei er gerade wählt und ob diese doch ned zufällig Waffen irgendwo verkauft :)…
     
    mfg 
    und frohe Weihnachten

  37. AvatarFelix

    Ich denke, man muss sich einfach klar sein, dass Aktieninvestitionen keine risikoloses Unterfangen sind. Deshalb halte ich auch das hier vormals immer oft zu hörende Mandra, dass im Bekannten- und Kollegenkreis keine Aktienbegeisterung vorhanden sei, für durchaus verständlich. Auch eine alleinige Altersversorgung auf Aktienbasis wäre mir zu riskant.
    Um in diese Assetklasse zu gehen, braucht man finanziellen Spielraum. Man muss 50 % Verlusttoleranz haben; das darf einen nicht in Panik verfallen lassen. Für alle anderen sollten Aktien eher die Ausnahme sein, vielleicht 20 % des zur Verfügung stehenden Vermögens. In solchen Zeiten bin ich froh, dass meine Umgebung von meinem Aktiendepot nichts weiß. Und ich auch niemand – solange ich 5 stellige Monatszuwachsraten hatte (die jetzt natürlich in noch größeren Sprüngen in die andere Richtung gehen) – , zu Aktien oder Indexkäufen missioniert habe. Und nicht jeder möchte oder kann wie Tim, in miesen Börsenzeiten und die können auch richtig lange dauern, seine Ausgabenquote auf nahe null runterfahren und wie ein Mönch leben.

    Zu den normalisierten KGVs von Facebook, Nividia, Apple und Co.: Das ist natürlich auch keine Garantie wie etwa NOKIA zeigt, das im Niedergang auch mal durchschnittliche KGVs hatte. Wer nachgekauft hat, hatte trotzdem das Nachsehen.
    Ich wünsche – trotz unschönem Börsenwetter – eine schöne Weihnachtszeit!
     
     
     

  38. AvatarBruno

    @Felix
    Genau, man sollte versuchen, zukunftsträchtige Unternehmen (5-10 Jahre) zu kaufen, je günstiger natürlich desto schöner. Nvidia habe ich angeschaut, ich bin vorsichtig da ich vermute, ein Grossteil des Erfolgs hängt an den Cryptowährungen, und ich sehe hier einfach keinen Sinn, dass ein Grafikchiphersteller sozusagen Geld berechnet. Wenn die Firma sich auf eine normale Bewertung für einen Chiphersteller einstellt, kann man sich das ja überlegen.
    Apple sehe ich da schon in einer andern Liga, alleine das viele Cash ist interessant, wobei es auch da darum geht, wie die Firma zukünftig Innovationen hervorbringt oder gezielte interessante Investitionen tätigt. Ich bin kein grosser Fan von Aktienrückkäufen oder übermässigen Ausschüttungen, das zeigt dass die Ideen ausgehen, aber lieber so als irgendwo sinnlos investieren. Ich habe Apple nur indirekt über Berkshire und einen ETF.

  39. Avatarsammy

    @bruno
    man sollte versuchen, zukunftsträchtige Unternehmen (5-10 Jahre) zu kaufen
    Niemand kennt die Zukunft! Du weißt nicht was in zehn Jahren sein wird, Trends kommen und gehen immer schneller deshalb funktioniert es heute nicht mehr so wie früher zu buffetts Zeiten.

  40. AvatarAndreas

    Also irgendwie freue ich mich über den Absturz und ich habe auch das Gefühl, dass es das noch nicht war. So wirklich Panik gibt es noch gar nicht.
    Seit ich mich selbst komplett allein und aktiver um mein Depot kümmere, ist es meine erste größere Korrektur, insofern spannend. Cash hab ich genügend angehäuft, da ich in den letzten Monaten schon vorsichtig war mit Käufen. Nun weiß natürlich niemand, wie weit es noch nach unten geht. Kann sich auch drehen, wenn der Brexit doch weniger holprig wird und die USA sich mit China einigen, schwups gibts ne Börsenparty nächstes Jahr:-)
    Insofern sortiere ich gerade meine Watchlist aus und werde nach Weihnachten schon mal so langsam und teilweise zugreifen. Mir fehlt noch etwas der Bereich KI und Industrie 4.0, da werde ich aufstocken.Und auch der Bereich Entertainment, Freizeitgestaltung darf noch etwas wachsen. Sehe ich ebenfalls als einen langfristigen Trend, wenn sich die Arbeitszeiten verkürzen. 
    Pharma, Medizintechnik, gesunde Ernährung, Mobilität, Konsum bin ich schon recht zufrieden mit meinem Depot. 
    Und was ich bisher nicht habe, ist einen ETF. An sich wäre das noch eine gute Beimischung mit einem Sparplan auf den S&P 500 oder so, mal überlegen. 

  41. AvatarAndreas

    @Sammy
    So schnell kommen und gehen Trends nun auch nicht. Wenn man sich mal die Megatrends anschaut: Klimawandel, Umweltschutz, künstliche Intelligenz, Elektromobilität, autonomes Fahren, gesunde Ernährung, Medizintechnik, Industrie 4.0. Klar ist die technische Entwicklung immer schneller, aber auch das Smartphone ist seit zehn Jahren ein Trend und wird morgen nicht sofort verschwinden. 

    Diese großen Trends werden uns die nächsten Jahre beschäftigen und tun es bereits seit Jahren. Die Frage ist dann natürlich immer, wie man da am besten dabei ist. 
    Das hat Buffet aber auch schon damals gesagt. Es gab zum Beispiel hunderte Automobilfirmen, als das Auto aufkam, nur welche der Firmen sich am Ende durchsetzen, wusste man auch damals nicht. Aber der Trend, dass sich das Auto durchsetzt, der blieb natürlich. Nicht anders ist es ja größtenteils heute, wenn gleich ja wie geschrieben, manche Entwicklungen schneller gehen, das stimmt natürlich. Die großen Linien scheinen mir aber seit Jahren vorgezeichnet.

    Kurzfristige Trends, die ändern sich natürlich schnell, in der Mode zum Beispiel:) Aber logischerweise auch im Bereich Internet zum Beispiel, keine Ahnung welche Plattformen, Apps etc. in ein paar Jahren tonangebend sind.

  42. AvatarBruno

    @Sammy
    Wenn Du meine andern Posting liest erkennst Du, dass ich prioritär auch ETF’s empfehle, gerade auch heute habe ich es ausführlich erklärt warum.
    Auf der andern Seite kann man schon Firmen eruieren, welche mit hoher Wahrscheinlichkeit auch in 5-10 Jahren noch Marktführer sein werden. Im Tech-Bereich ist es etwas schwieriger, wobei auch dort es nicht ganz so einfach ist, die Marktführer zu verdrängen. Es ist relativ unwahrscheinlich, dass in 5 Jahren eine andere Suchmaschine als Google Marktführer ist, oder Facebook verschwunden ist, bei zweiterem nicht zwingend weil sie so gut sind, aber die Verbreitung ist enorm, und somit auch die Schnittstellen für unendlich viele Applikationen, man meldet sich heute z.B. entweder über Google oder Facebook an und nicht mehr über ein proprietäres Login. 
    Setzt man auf Dividendenaristokraten, gerade wenn es um Alltagsprodukte geht, ist die Sache auch relativ klar. Ich gehe davon aus, dass auch in 10 Jahren P&G, Nestlé, Unilever, Coca-Cola & Co. Marktführer sein werden, sie sind nicht dumm und erkennen auch der Trend zu gesünderen und nachhaltigeren Produkten, ihre Marktmacht sind nicht primär ihre Produkte sondern ihre Marken und Netzwerke.
    Natürlich sind häufig KMU innovativer, aber die globalen Konzerne haben eben das Geld, und können sich die Perlen im Startup/KMU Bereich heraussuchen und übernehmen resp. integrieren in den Konzern. Daher ist das Management und Strategie entscheidend.
    Auch im Midcap Segment gibt es Firmen, die mit hoher Wahrscheinlichkeit noch lange Marktführer sein werden, z.B. die heute erwähnten Schindler (Aufzüge die Nr. 2) und Geberit (Marktführer für Sanitärprodukte). Sie sind seit Jahrzehnten innovativ und haben ein extrem breites Netz und Top Qualitätsprodukte.
    Aber eines ist klar, man sollte nicht in Aktien und Branchen investieren, wenn man nichts versteht davon. Ich beispielsweise habe wenig bis keine Ahnung von Pharma, Biotech und diversen anderen Branchen, da lasse ich lieber die Finger von. Oder beispielsweise in chinesische Aktien, da bin ich einfach zu weit weg und verstehe nichts, da kaufe ich dann lieber einen Emerging-Markets ETF.
    Aber Du hast Recht, im Grunde reicht ein ETF, das ist bequem und sicher. Ich denke für 95% aller Leute reicht es 1-2 ETF’s zu kaufen.

  43. AvatarHubertus

    Macht Euch doch keine Sorgen. Das Geld ist nicht weg. Es hat nur ein anderer. Und das ist doch sehr christlich.
    Frohe Weihnachten!

  44. AvatarSlazenger

    Ich bin auch überrascht über so manche Reaktion hier, es wollten doch zahlreiche Blogteilnehmer tiefere Kurse sehen! Für mich ist das bislang allenfalls ein laues Lüftchen, eine sinnvolle und notwendige Korrektur. Ob es dann am Ende ein veritabler Crash wird? We will see! 
    Seit dem Crash von 2000-2003 kann mich an den Börsen nichts mehr schocken! Das war damals wirklich heftig, damals dachte ich tatsächlich , als dann der DAX von über 8000 auf 2000 abgestürzt war, die Welt geht unter! Aber siehe da, es ging weiter! So wird es auch dieses mal sein, egal wo der Tiefpunkt sein wird. 
    In solchen Zeiten schaue ich nicht goßartig ins Depot, was ich eigentlich auch sonst nicht mache, ich schau auf meine Watchlist, und wenn dann ein Wert in den vorher definierten Buy Bereich kommt, wird gekauft! 
    Wünsche allen hier frohe Weihnachten

  45. Avatarsammy

    @salzenger
    Klar du und ich wissen dass es noch viel viel weiter abwärts gehen kann aber als laues Lüftchen würde ich den Dezember 2018 keinesfalls bezeichnen. Für den Dow und S&P 500 war es bisher der schlechteste Dezember seit der großen Depression 1931! Wenn das mal kein schlechtes Omen ist dann weiß ich auch nicht. Zehn Jahre quantitative easing haben die assetts aufgebläht wie Heißluftballons. Es ist als würde man einem Junkie  (Märkte) sein Heroin (QE) weg nehmen. Alles hängt jetzt an den Notenbanken werden diese wieder Geld zu schießen kann der Markt sich erholen falls nicht dann droht uns größeres.
     

  46. AvatarThorsten

    @Ralf fallende Buchwerte zehren in meinem Ruhestand überhaupt nicht an der Rendite. Das wäre nur ein Problem, wenn ich hochspekulativ all in in Wachstumswerten drin wäre UND zum  Lebensunterhalt Aktien verkaufen müsste. Das wäre zweite Wahl und kommt für mich nicht in Frage. Meine Dividenden rollen bei fast jedem Börsenkur auf mein Konto und das kostenfrei.
    Es müsste eine mehrjährige Weltwirtschsftskrise (bisher gab es noch keine, die Krise 1929 war in den USA und der unfähige Präsident riss Deutschland durch die Forderung der sofortigen Rückzahlung  eines Aufbaudarlehens mit in den Abgrund. 2 Länder , keine Weltkrise. Die USA haben den Aufstieg der Notionalsozialisten erst ermöglicht und haben dann am Aufrüsten kräftig mitverdient. Das kann man ihnen entgegnen wenn sie Nazi rufen, sie haben keine Ahnung von Geschichte,  Null, gar nichts.). Ach herrje , jetzt bin ich abgeschweift, aber wie schon öfters geschrieben,  ist eine Betrachtung des Akzienmarktes ohne politische Betrachtung unmöglich.
    Ach ja, gerade ruft mir jemand zu, dass die Aktienkurse beim letzten Shutdown auch in den Keller gingen. Alles halb so wild.

  47. AvatarSparfuchs

    Tipp: Wer in Technologie investieren will, kann dies auch breit gestreut mit dem Nasdaq-100-ETF machen, der durchschnittlich 12 Prozent abwirft.

  48. Avatarsammy

    Bei Netflix ist übrigens die Blase geplatzt!
     Der zehn jahreschart sieht dem bitcoin chart sehr ähnlich .

  49. AvatarWohnung mit Domblick

    Also gut, einen guten Vorsatz für 2019 hab ich noch: Nebeneinkünfte generieren, und sei es blos ein Minijob. Dann ist mehr Geld da für den Schnäppcheneinkauf an der Börse 🙂 
    Get and forget. Macht Euch nicht wuschig!

  50. AvatarThorsten

    @Hubertus
    So lange ich nicht verkaufe hat es kein anderer 🙂
    @Daniel dass Dividenden und Kursabschläge korrelieren und das rechte  und linke Tasche sind, der Meinung bin ich überhaupt nicht. Ausgezahlte Dividenden unterliegen nicht mehr der Buchwertschwankung. Währungsschwankungen und psychologische Aufschläge sind viel stärker in ihrer Wirkung als Differenzen vom Börsenkurs zum exDiv Tag. Dividende wird gezahlt, Aktie steigt in Euro, weil der Wechselkurs es gerade hergibt oder das Börsensegment gerade favorisiert wird, alles ist möglich, in jeder Richtung. Deswegen ist es essentiell nichts entnehmen zu müssen, also kein Stück verkaufen zu müssen. Die Prozesse Dividendenzahlung und Entnahme durch Verkauf sind nicht gleichwertig. Die Unternehmen haben Kredite, die sie zum Investieren und Expandieren benötigen. Zahlen Sie keine Dividende , dann stellt das allenfalls eine Optimierung da, die gutgehen oder schief laufen kann.

  51. AvatarGainde

    Sobald die letzten Bullen verstummt sind wird es interessant sein eigenes Nervenkostüm zu testen und Aktien zu kaufen. Solange noch von „Weihnachtsrallye“ und „2019 kann der Markt nochmals steigen“ die Rede ist, halte ich das Pulver trocken. 
    Kann sein, dass es anfangs Jahr ein Rebounce gibt. Würde empfehlen diesen vorbeiziehen und sich nicht täuschen zu lassen. Wenn es dumm läuft, dann geht’s danach steil nach unten.

  52. AvatarThorsten

    @Gainde Dann kann ich noch mehr Stücke von meinen Dividenden kaufen, während die Wachstumsanhänger im Tal der Tränen sitzen, wenn sie nicht von woanders Kapital zum Nachkaufen nachschießen können.
     

  53. AvatarAlbr

    Bärenmarkt  ist erst, wenn sich 70-90% der Kleinaktionäre bzw. Privatanleger von ihren Aktien getrennt haben 😉
    soweit sind wir noch lange nicht… die Deutschen sind nunmal kein Volk, welches gerne Risiken eingeht, von daher wird es auch keine echte Aktienkultur geben 
     
    @ June, bevor du absagst, würde ich etwas pokern und sagen dass du den Job annimmst, wenn es eine entsprechend hohe Zulage gibt (z.b. 2.500€ p.m.), dann können DIE immer noch absagen 😉
    hab ich auch so gemacht, dumm war nur, dass mein Arbeitgeber auf meine Forderung eingegangen ist… jetzt hab ich Personalverantwortung für etwa 700 Mitarbeiter 
     

  54. AvatarA.

    Ich schaue auf die Watchlist und kucke was ich haben wollte.
    Zuletzt habe ich endlich mit Visa eine erste Position gekauft. Ein neue Position eines Dividendentitels hätte ich noch gerne oder alternativ nachkaufen, aber da sind die Kurse im Depot noch nicht tief genug bei den Dividendenaktien.
     
    Gruß
    A. aus dem Urlaub

  55. AvatarAlbr

    @Thorsten, genau so sieht es aus, Aktien werden für den Ruhestand ganz sicher nicht verkauft, leben kann man von der Dividende, also auch an Aktien-Langweiler denken, die den Ruhestand und anschließend die Erben finanzieren… 

  56. AvatarAlbr

    @Bruno, ich werde voraussichtlich auch meine Betriebsrente auszahlen lassen, da sie nur an meine Ehefrau vererbbar ist, danach ist sie weg… nach steuern wird sie recht hoch sein, der Betrag, den ich dann anlegen kann und an meine Kinder vererben kann… Vlt kaufe ich dann auch nur Gold, mal sehen wo die Märkte in einigen Jahren stehen…

  57. AvatarAndrea

    Also, ich empfinde die Lage hier noch als absolut ruhig. John und Karl machen sich ein bisschen Sorgen, das ist alles. Ich bin absolut tiefenentspannt, mein Depot ist seit gestern im Minus (mit -1%). Persönlich glaube ich, dass es noch weit tiefer gehen wird und freue mich auf gute Kaufkurse. Der einzige, der hier Panik verbreitet, ist Sammy. Warum, weiß ich nicht, denn anscheinend ist er ja noch nicht einmal betroffen.

  58. Avatarsammy

    Also, ich empfinde die Lage hier noch als absolut ruhig. John und Karl machen sich ein bisschen Sorgen, das ist alles.
    @Andrea
    Haha geile Aussage erinnert mich irgendwie an the walking dead xD
    Ich mache keine Panik im Gegenteil ich freue mich wenns abwabwärts geht hab ja ne sechsstellige Kriegskasse.
    @Thorsten
    Ja für dich sind dividendenaktien die bessere Wahl. Wer schnellen Vermögensaufbau will thesauriert. Ich rede ja nicht von Wachstumsaktien..
     
     
     
     

  59. AvatarSparta

    @Thorsten
    „Ausgezahlte Dividenden unterliegen nicht mehr der Buchwertschwankung.“

    Jep, als Privatier im Konsum-Modus/Entspar-Modus werden die Ausschüttungen nämlich fast komplett verfrühstückt…der Buchwert der Ausschüttung welcher zum Konsum verwendet wird tendiert dann gegen Null.
    Sinnlos sich über nicht mehr existente Buchwertschwankungen zu erfreuen… 

    „Deswegen ist es essentiell nichts entnehmen zu müssen, also kein Stück verkaufen zu müssen.“

    Ein Cash-Outflow aus dem Depot hin zum Verbrauch auf`s Giro ohne Reinvestition verhält sich wie eine Entnahme (Steuern, Transaktionskosten mal außen vor gelassen).
    https://www.msci.com/documents/10199/74fe7e16-759e-405c-96aa-8350623fae65

    Was passiert wohl, wenn ich die Div`s vom High-Dividend nicht reinvestiere und beim world ne automatische Wiederanlage habe? 
    Welcher etf wird wohl in 15, 20, 25 Jahren essentiell mehr Wert haben??? 
    Ich habe zwar immer noch genauso viele Stücke vom High-Dividend nur werden diese eben weniger wert.
    Essentielle Stückzahlen kenne ich nicht, ich kenne nur essentielle Werte!

    Zur Klarstellung: Dies ist keine emotionale Wertung über Income-Strategien! Weder positiv noch negativ! Es ist nur die Klarstellung, dass Dividenden bzw. Gewinnausschüttungen kein free lunch on Top sind. 
    Dies wird leider immer suggeriert.

    Damit will ich auch ausdrücklich nicht sagen, dass Dividenden-Strategien per se schlecht oder schlechter sein müssen, als andere Strategien. Sie können sogar besser sein, bzw. zu einem Investor auch besser passen, als zu einem anderen.

    Ich will nur damit sagen: Wenn ich Dividenden von 3 % vom Depotwert verkonsumiere verhalte ich mich genauso wie jemand, der 3 % von einem 100% Thesaurierer-Depot zum Lebensunterhalt verkauft.

    @mattoc
    Kennst Du eigentlich nen Langfrist-Chart MSCI World HDY vs. Stoxx Global Select 100?

  60. AvatarThorsten

    @Sparta „kein free lunch on Top sind.“ stimmt. Ich habe aber nicht sind er richtung geschrieben. Es geht mit um eine Glättung  von Erwartungen, Erträgen, Buchwert und letzlich auch um eine Glättung von Enttäuschungen, wenn de  Markt nicht „immer nach oben geht“.
    Mathematisch hast Du recht mit dem Verkauf des Thesaurierers versus Dividenden, aber es praktisch bleibt bei Dividenden mehr übrig. Je nach Broker und Verkaufsvolumen (ich spreche hier nicht von 100 oder 1000 Euro pro Monat, davon kann man nicht leben) muss man 5, 10, 20 oder viel mehr Euro pro Verkauf bezahlen. Gewichte ich mein Depot so, dass ich einigermaßen jeden Monat dasselbe vereinnahmen kann, dann entspräche das mindestens 12 Verkaufstransaktionen des Thersaurierers im Jahr. „Mindestens“, auch das ist schon eine starke Einschränkung nur einmal im Monat zu verkaufen, die Dividenden kann  ich auf wöchentlich und täglich runterbrechen, meine Ausgaben kommen ja auch nicht nur am Monatesende , die kommen an beliebigen Tagen im Monat und dann muss das Geld da sein und Cash lasse ich nicht stehen, dass bringt keie Zinsen und keine Dividenden. Mein Girokonto geht tendenziell gegen 0, dann ist alles richtig gelaufen.  Und die Gebühren spare ich mir lieber, ich will kontinuierlich- am liebsten täglich  – meine Dividenden  auf dem Konto eingehen sehen ohne dass ich hierfür zahlen muss. 
     
     

  61. AvatarThorsten

    Beim Thesaurierer verkauft auch immer die besten Aktien mit und die, die gerade runtergefallen sind und die man nicht verkaufen wollte… keine Steuerungsmöglichkeit.

  62. AvatarBruno

    @Sparta
    Es stimmt bei thesaurierendem ETF vs. Dividendendepot, sofern der ETF auch 3% im Schnitt p.a. Dividenden bringt. Anders schaut es aus, wer Aktien hat, welche weniger Dividende ausschütten. Wenn Du z.B. 100 Amazon-Aktien hast, ist es ein grosser Unterschied, ob Du z.B. 2 Amazon-Aktie vor 3 Monaten 4k bekommen hast und jetzt für 2 Amazon-Aktien nur noch 2754.-, d.h. du musst jetzt schon fast 3 verkaufen für denselben Cashflow. Dividenden sind hier in der Regel viel stabiler und weniger abhängig vom Marktpreis.

  63. AvatarRalfRutke

    Ich lese irgendwie immer Entweder, Oder.

    Also ich versuche irgendwie Dividenden und Growth Values zu mischen. Ich freue mich immer über Dividenden. Bei mir sind es zwar immer nur ein paar Cent pro Monat, falls welche kommen, aber ich finde das motiviert immer.

    Ich feiere eingehende Dividenden immer wie Tom Hanks mit Wilson, als er Feuer gemacht hat. Genauso wie Feuer im Überlebenskampf, heben die Dividenden meine Moral.

    Kleine Anekdote: Vor 4 Tagen bekam ich eine Pushbenachrichtigung meiner Banking App „Neuer Umsatz wurde gebucht“. In der App ganz oben knalle rotes Depot mit -12% aber heldenhafte 0,11€ Dividende 🙂 Ich hab über alle vier Backen gestrahlt. Hab mir dann direkt 2 neue Dividendenwerte auf die Watchlist gepackt.

    Ob ich nun in meiner Rente in 20-30 Jahren alles auf Dividendenwerte umschichte oder mit 4% Regel verkaufe oder vielleicht sogar etwas ganz anderes weiß ich heute noch nicht. Sollte man so etwas bereits beim Aufbau des Depots beachten? Ist späteres Umschichten eher schlecht?

  64. AvatarBruno

    @RalfRutke
    Genau, es hängt auch davon ab, in welcher Phase man sich befindet, im Aufbau von Vermögen oder in der Entsparphase. 
    Als Schweizer bevorzuge ich eher Aktien mit weniger Dividende aus steuertechnischen Gründen, aber wenn eine gute Firma Dividende bezahlt, kaufe ich sie trotzdem. Es gibt gute Unternehmen die Dividende bezahlen und welche, die keine oder wenig auszahlen, für mich auch kein wirkliches Kriterium.
    Einzig Aktien welche sehr hohe Dividenden auszahlen, da bin ich vorsichtig.

  65. AvatarThorsten

    @Bruno Danke !
    Und hier eine Graphik. Bei mir steigt ALLES , außer dem Buchwert. Ich kann theoretisch nicht verlieren, auch nicht kurzfristig. die sogenannte 4%-Regel ist für mich eine Klippenwanderung für unterkapitalisierte Depots. Eine Notlösung, wenn es nicht anders geht.
    Dividenden 2015 bis 2018
    Und dazu im Vergleich die aktuelle Heatmap der Wachstumsjünger, die Tränen werden – kurzfristig –  reichlich fließen.
    Die Heatmap – in der Hölle ist es kälter

    Vielleicht kommt es einfach nur auf den Zeithorizont an. Ich habe keine 50 Jahre, die ich ansparen kann, es muss JETZT alles funktionieren. Und das bitteschön ohne Gebühren.

  66. AvatarSparta

    @Thorsten
    Klar kann man das so machen wie Du.
    Sollte jemand ca. 15, 20, 30 Jahre diszipliert Vermögensaufbau betrieben haben, ist die Wahrscheinlichkeit auch groß, dass dieser jemand auch diszipliniert entsparen kann. Egal ob mit Div’s alleine, Div’s & Verkauf oder nur mit Verkäufen.
    Transaktionskosten, Steuern, Steuerstundung, Steueroptimierung und die Effekte daraus haben im jeweiligen Zeitablauf unterschiedliche Auswirkungen bzw. Vor- und Nachteile mit ungewisser Schätzung der zukünftigen Steuergesetzgebung.
    Wenn man als Privatier wegen 1-12 maligen Verkaufsgebühr Probs bekommt… dann sollte man definitiv kein Privatier sein! 

  67. AvatarThorsten

    @Sparta Für eingespartes Geld gibt es immer eine Verwendung. Unsere 4 Handies kosten nach dem Tarifwechsel zusammen 8€ im Monat, 10 oder 20 Euro Gebühren eingespart bringen kostenloses Telefonieren und Surfen. Hungertücher gibt es woanders, bei den Konsumleuten eher, die zahlen 20 oder 30 Euro Gebühren für EIN Handy und haben keine Dividenden 😉

  68. AvatarSparta

    @Bruno
    Ich hoffe doch sehr dass ein Einzelaktien-Depot, welches für eine Entnahmephase herhalten soll doch eine breitere Mischung als 100 % Amazon enthält. ?
    Die meisten haben einen Mix. Deswegen sind diese Diskussionen sowieso Nonsens.
    Mir ging es nur um den Satz:
    Essentiell ist es die Stückzahl nie zu verringern. 
    Dies ist keine Garantie für Kapitalerhalt bei einer Einzelaktie, welche z. B. 8 % eines Depots ausmacht.

  69. AvatarBruno

    @Sparta Ich habe das doch nicht wortwörtlich gemeint, aber in einer Baisse / Crash (und da fallen alle Titel mehr oder weniger) musst Du ohne Dividenden, Titel zu tiefen Kursen verkaufen, hingegen bei Dividenden hat der aktuelle Kurs keinen oder kaum einen Einfluss. Märkte übertreiben nach oben und nach unten, und da ist es taktisch sinnvoller, bei der Entnahmestrategie das Marktrisiko zu reduzieren.

  70. AvatarMercyful

    Auch wenn  mein Depot ein paar Federn gelassen hat (trotzdem noch im Plus), mache ich weiter wie bisher.
    An jedem Monatsanfang investiere ich meine festgelegte Summe X + Dividendeneinnahmen des Vormonates. 
    Natürlich ärgert man sich, wenn man ins Depot sieht. Bin aber optimistisch, dass ich mich irgendwann auch wieder freuen werde. Gerade bei den  Aktien, die ich nun bestenfalls billiger kaufen werde

  71. AvatarSparta

    @Thorsten
    Die Transaktionskosten + evtl. früherer Versteuerung in Form höherer anteiliger Ausschüttung (4 % Div + 6 % Kurs vs. 10 % p.a. Kurs bei abgeltungssteuerfreien berks) wiegen die Transaktionskosten locker auf. Diese Steuerstundung kann ca. 1/3 höheren Vermögensendwert nach 25 Jahen ergeben…
    Damit könnte sich ein Privatier evtl. sogar einen 50 € Handyvertrag leisten…
    3 % SWR auf ein paar 100k mehr…

  72. AvatarGainde

    Trump möchte anscheinend den Fed Powell feuern – scheint ein netter Montag zu werden 🙂
    Wenn man den Langfristchart des MSCI Worlds anschaut, dann ähnelt die aktuelle Situation eher 2008 als 2016. Die Kursabfälle beschleunigen sich.
     

  73. AvatarSparta

    @Bruno
    In einer Baisse und gleichzeitiger Entnahmephase sollte man nicht zu knapp kalkuliert haben.
    Wenn man da wegen  Handyverträgen oder sonstigen Peanuts rumeiert ist es nicht finanziell frei, sondern finanziell eingeschränkt. 
    Eine vernünftige Asset Allocation vorrausgesetzt hat ein Privatier auch Cash und andere Einkommensströme.

  74. KurtKurt

    @Ralf bzgl. Ruhestandsbeginn
    es empfiehlt sich für exakt solche Situationen mehrere Jahre an Cash/Tagesgeld in der Hinterhand zu haben.

    Details für solche Szenarien inkl. Statistiken etc. findest Du hier:

    Teil 1: https://frugalisten.de/von-den-zinsen-leben-entnahmestrategien/

    Teil 2: Das Sequence-of-Returns-Risiko.

    Teil 3: William Bengen, Trinity und die Wahrscheinlichkeiten

    Teil 4: Monte Carlo, cFIREsim und deine persönliche Trinity Study

    Teil 5: Portfolios dynamisch entsparen

    Schönes Wochenende und schöne Feiertage euch allen. Lasst die Börse Börse sein und zieht euren Weg durch. 🙂

  75. KurtKurt

    @RalfRutke
    Kein Problem, kein Thema. Soweit war ich noch nicht mit dem Nachlesen, deshalb war ich ebenso verwundert. 🙂

  76. AvatarMattoc

    Ich glaube, ein großes Problem in der Diskussion hier ist, dass Thorsten und Bruno in erster Linie Einzelaktien, die Dividenden zahlen, halten und Sparta aus der Perspektive eines thesaurierenden ETFs argumentiert. 
    Diese beiden Strategien kann man meiner Meinung nach nicht gut miteinander vergleichen, da bei einer aktiven Einzelaktienstrategie meiner Meinung nach keine vernünftige Alternative zur Dividendenentnahme besteht.
    Ich persönlich bevorzuge thesaurierende ETFs aus folgenden Gründen:
    1. Ich kann nach Marktlage selbst entscheiden, wieviel ich entnehme. Die 3% Regel ist sehr gut dafür. Bei der Dividendenstraregie muss ich nehmen, was kommt oder auch nicht kommt.
    2. Ich bilde passiv den Markt ab, weil ich nicht weiß, welche Aktien sich in Zukunft gut entwickeln. Ich befürchte auch, dass das außer ZEN niemand hier weiß. 😉
    3. Wenn die Börse schlecht läuft und ich verkaufe Anteile eines thesaurierenden ETFs, die eine negative Kursentwicklung haben, habe ich keinen Gewinn und muss auch keine Steuern zahlen. Wenn ich aber Dividenden bekomme, muss ich immer Steuern bezahlen, egal wie der Kurs steht.
     
    Im übrigen kann ich auch nicht glauben, dass man als Privatier von der Hand in den Mund lebt und jeden Tag auf seine Dividenden angewiesen ist. Insbesondere mit Haus und Familie. Man sollte da mindestens für 3 bis 6 Monate Cash vorhalten, denke ich.
     

  77. AvatarLad

    🙂 Wir werden sehen, was Tim schreiben wird, wenn seine teuersten Aktien auf 1/2 gefallen sind. Und manche seine Aktien werden in diesem großen zweijährigen Crash auch auf 1/3 fallen. Dagegen bei den billigen Aktien BMW und BASF wird dieser Crash kein Problem sein.
    Die Indizes DAX, Dow Jones, S&P 500 und viele andere sind schon 4 Wochen hinter dem Todeskreuz (SMA 50 kreuzte von oben SMA 200). Doch die Aktie Microsoft hat das Todeskreuz noch vor sich. 
    🙂 Für mich war 2018 das beste Jahr aller Zeiten, denn mein Einkommen aus Dividenden ist um 15% gestiegen. Der Kurs, Plus oder Minus von meinen 24 Aktien interessiert mich gar nicht. Ich interessiere mich nur um den Kurs von Aktie, die ich günstig nach dem Crash zum ersten Mal kaufen will. Und sie sollte mehr als 50% unter dem Hoch sein. Am besten 66% unter dem Hoch 116 $. Also Microsoft für 39 $ mit Dividendenrendite 4,5%  🙂 
    Bei meinen 24 Aktien kontrolliere ich nur die Dividenden. Sie sollen besser als meine Miete sein und besser als meine Rente.

  78. AvatarMattoc

    Der Kurs, Plus oder Minus von meinen 24 Aktien interessiert mich gar nicht.
    Genau! Nur die Liebe zählt. Es ist Weihnachten.

  79. Avatarsammy

    @Sparta
    Danke dass wenigstens du rational denken kannst.
    Wenn ich das immer höre ja wenn der Kurs schlecht da steht warum auch immer dann habe ich ja meine Dividenden. So ein nonsense! Woher kommen die dividenden denn? Sie werden vom Kurs abgeschlagen egal ob dieser gerade steigt oder stark fällt und das ist genau das gleiche wie wenn man Anteile in der Höhe dieses Abschlags verkauft! Warum ist das so schwer zu verstehen? In der Entnahmephase muss man auch nicht 12 mal im Jahr verkaufen es reicht eine Position in Höhe des Jahresbedarfs am Anfang des Jahres zu verkaufen.

  80. AvatarBruno

    Es tut mir leid, aber hier riecht oder stinkt es doch ziemlich nach….

    – Selbstüberschätzung (viele Propheten/Hellseher die genau wissen wohin die Märkte gehen werden, wie gross die Korrektur ausfallen wird, wie lange, oder umgekehrt die Märkte bald schon wieder auf XYZ Punkte steigen)

    – Sturheit und Streitsucht (nehmt die Argumente von andern doch mal an, es gibt kein Schwarz und Weiss, kein 100% richtig oder falsch an der Börse)

    – Mangelnder Empathie (es gibt unterschiedliche Lebensphasen, Strategien und Taktiken und Vorstellungen, es gibt nicht 1 richtiger Weg und alle anderen sind falsch, es führen verschiedene Wege nach Rom)

  81. AvatarHubertus

    @Lad
    Genial – Kursverluste werden total überbewertet.
    Sag einfach: „Ich fühle mich großartig mit meinen Kursverlusten.“
    Oder 2% Dividende sind viel wichtiger als 20% Kursverlust.

  82. AvatarSparta

    @Bruno

    Wie bereits geschrieben ist die Diskussion nonsens, da es jedesmal in Übertreibungen und Emotionalität ausartet und sowieso die meisten einen Mix aus beiden Ertragskomponenten haben. 😉

    Ich finde nur die Argumentationsbasis nicht richtig, bzw. emotional verklärt.

    Die Stückzahl einer Aktie ohne den Kurswert hat alleine eindeutig zu wenig Aussagekraft.

    Entscheidend ist die Gesamtrendite (Kurs + Dividende) bzw. die Entwicklung der Gesamtrendite aus beiden Komponenten im Zeitablauf passend zum Zeithorizont / Lebensabschnitt & Zielen des Anlegers.

    Die gesamten Cash-In & Outflow`s müssen individuell langfristig passen.
    Dies kann sowohl bei den beiden Extrem-Beispielen „Dividenden-Didi“ wie auch beim „Berkshire-Benni“ in der Praxis der Fall sein.

    Da niemand die individuellen Lebensbedingungen und sämtliche Vermögenswerte eines anderen Investor`s kennt, wird mit eigenen, geistigen Vorurteilen argumentiert.

    Es geht mir nur darum zu erkennen, dass wir alle mit geistigen Vorurteilen andere wechselseitig mit so pauschalen Thesen & eigenen, emotionalen Eselsbrücken vor den Kopf stoßen können.

    Die Menschen lassen sich sehr ungerne das eigene emotionale Weltbild bzw. die lebenslangen, emotionalen Erfahrungen zerstören bzw. geben zu, dass man sich evtl. jahrelang geirrt haben könnte… 

    Deswegen bemühe ich mich möglichst mit überwiegend Vernunft und ohne Wertung zu diskutieren.
     
    … es obliegt jedem selbst sich eine Urteil zu bilden bzw. sich einzugestehen, wenn man evtl. länger einer falschen Annahme aufgesessen ist.

    Auch ein falsche Annahme kann einem psychologisch helfen! 😉

    Bin dann mal weg!… Nein, nicht wegen dem drohenden riesen-Crash, sondern wegen anderen Prioritäten.
    Von geschlachteten Schweinen, Todeskreuzen und mühselige Diskussionen über unerträgliche Buchwertschwankungen habe ich jetzt genug gelesen und denke meine Freizeit netter gestalten zu können! 😉

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