Bequemlichkeit macht dick und arm


New York, 24. Februar 2021
So sah meine Gemüsesuppe vorige Woche während der Zubereitung aus: Mit Kürbis, Pastinaken (ähnlich einer Petersilienwurzel), Sellerie, Zwiebeln, Karotten… Es war lecker.

Meine Wohnung hat rund 60 Quadratmeter. Ich teile das Apartment mit meinem Partner, so dass jeder von uns etwa 30 Quadratmeter zur Verfügung hat. Weil wir keinen Platz haben für eine Waschmaschine, machen wir die Wäsche in einem Waschraum.

Ich hab keine Putzfrau, kein Auto, kein Klimbim. Obwohl ich mir einiges leisten könnte, habe ich mich für ein bodenständiges Leben entschieden. Ich hab gebrauchte Möbel, Second-Hand-Kleidung. Es macht für meine Zufriedenheit keinen Unterschied, ob ich ein T-Shirt für zwei Dollar oder eins für 600 Dollar von Louis Vuitton trage.

76 Prozent der Deutschen wohnen auf einer größeren Fläche je Kopf als ich, wie diese Statistik zeigt. Ich kenne genug Leute, die residieren in übergroßen Häusern und jammern, dass das Geld knapp ist.

Menschen haben immer höhere Ansprüche, aber merken nicht, dass das mit ihrem Geldbeutel nicht zu machen ist.

Es zirkuliert viel Unwissen.

Ich koche jeden Tag frisch – es macht Spass

Ich hab in der Miniwohnung nur eine Kochnische. Aber sie genügt, um Frisches zu kochen. Es gibt entweder Kartoffeln oder Reis/Bohnen. Dazu gibt es buntes Gemüse. Statt industriell verarbeitetes Essen ziehe ich frische Lebensmittel vor. Ich achte auf weniger Soßen, weniger Zucker. Zucker ist ein Gift:

Ganz einfache Dinge wie Linsen mit Gemüse oder Ähnliches schmecken lecker und machen satt. Sie sind gut für den Darm. Kurzum: 150 oder 200 Gramm brauner Reis/Bohnen beziehungsweise Kartoffeln zu jedem Mittagessen sind mein Standard.

Langkettige Kohlenhydrate führen zu einem gesunden Leben. Sport und Bewegung sind ebenfalls wichtig. Ich gehe mindestens 10.000 Schritte täglich und mache noch knapp 60 Minuten Gymnastik oder Hanteltraining. Aber nur Sport zu machen, ohne die richtige Ernährung, bringt wenig.

Heutzutage gibt es keine Ausreden mehr, sich ungesund zu ernähren. Die Informationen sind überall verfügbar. Zwei Drittel der deutschen Männer sind übergewichtig, das muss nicht sein. Preislich kommst du am Ende sogar günstiger raus, wenn du frische Zutaten zubereitest, anstatt einen Industriefrass zu essen. Das wissen schon die Studenten.

Gesunde Sachen wie Kartoffeln, Brokkoli, Möhren, Kohl, Zwiebeln, Knoblauch, Paprika etc. kannst du in der Regel für kleines Geld kaufen, das ist eigentlich nicht teuer. Du musst es natürlich selbst zubereiten. Und damit hört bei vielen der Spass auf, weil sie zu faul sind. Eine Fertigpizza ist schneller in den Ofen geschoben. Eine Suppe, Eintopf oder Auflauf zu kochen, dauert länger. Es ist meist die Bequemlichkeit, die dick und arm macht.


tim schaefer (Author)

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thoughts on “Bequemlichkeit macht dick und arm

  1. Freelancer SebastianFreelancer Sebastian

    Ausgezeichnet, dass du die Wege zur Gesundheit immer wieder zum Thema deines Blogs machst, Tim. Was sollen wir eigentlich anfangen mit unserer finanziellen Freiheit? Gesund und glücklich leben gehört definitiv dazu.
     
    Gewohnheiten sind der Schlüssel zum Erfolg. Das gilt auch für eine gesunde Ernährung.
     
    Sich gesund zu ernähren muss zur Gewohnheit werden. Selbst kochen wird irgendwann zur Selbstverständlichkeit. Ich kenne es gar nicht mehr anders. Für zwei Tage kochen ist auch kein Problem. Ich esse, was mir schmeckt – es gibt Gemüse für jeden Geschmack. Die ganze Chemie im Essen muss nicht sein.
     
    Gute Kohlenhydrate über Vollkornnudeln oder -reis, Hirse, Ofenkartoffeln. Dazu reichlich Gemüse (gerne Kreuzblüter), Salate, Kräuter, Kerne, Nüsse. Ab und an Bohnen, Tofu, Linsen. Garniert mit famosen Gewürzen (es gibt immer mehr gute Mischungen selbst bei Aldi).
     
    Es ist ein Genuss. Ich liebe es, möchte es nicht mehr missen. Wer sich “echte” Nahrung zur Gewohnheit macht, kann mit dem Industrieessen nichts mehr anfangen.
     
    Aber es ist wie bei allen Fortschritten – der Impuls dazu muss von allein, von innen kommen. Wer bereit ist, hat heute alle Möglichkeiten, seinen Horizont zu erweitern um sich etwas Gutes zu tun.

  2. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Freelancer Sebastian

    Gut zusammen gefasst. Danke. Genau, die Motivation muss von innen kommen.

    Die Zivilisationskrankheiten lassen sich im Prinzip mit einer gesunden Ernährung und ausreichend Bewegung vermeiden. 

  3. AvatarMoe

    Hallo zusammen,
     
    Tim, du machst es richtig! Auch wir konnten das Familiengefühl, auch durch das gesunde Kochen in der letzten Zeit steigern. Und ja, es macht sogar Spaß. Selbst meine Tochter hat inzwischen Freude daran. Okay, es ist ein Teil ihrer Hausaufgaben aber dennoch. Lernen schadet nie! 😉
     
    Jetzt etwas zu Aktien: meine neueste Aktie im Portfolio ist neben BP die Aktie von General Electric. Was haltet ihr davon? Für mich ist es ein absoluter Turnaround Kandidat unter dem „neuen“ CEO. Erste erkennbare Erfolge zeigen sich beim Schuldenabbau und wesentlich höherem Cashflow. Für mich persönlich ein sehr interessantes Unternehmen für Long Positionen. 
    LG
    Moe

  4. AvatarBruno

    Wir haben vor einer Weile dies hier entdeckt:
    https://www.eatplanted.com/
    Ist ein relativ gesunder Fleischersatz hergestellt in der Schweiz auf Basis von Erbsenprotein, hat 24.2g Protein als mehr als Hähnchenbrust. Daraus kochen wir Thai-Currys und auch mal ein Döner, schmeckt allen man merkt, richtig gewürzt, kaum einen Unterschied und kaum Zusatzstoffe im Vergleich zu andern Produkten. Ein leckeres Chicken-Thai-Curry ohne dass vorher einem Huhn den Kopf abgeschlagen werden musste ist doch eine feine Sache!
    Ist nicht nötig, aber eine Abwechslung, und ich denke 80:20 ist auch bei einer gesunden Ernährung sinnvoll, man darf auch mal geniessen wenn die Basis stimmt.
    Runterscrollen für Rezeptideen:
    https://www.eatplanted.com/kochen
    Ich muss sagen es schmeckt so wie es ausschaut, ist wirklich erstaunlich. Die richtigen Gewürze vorausgesetzt. 

  5. AvatarThorsten

    Tim, bleibst unser Vorbild. Zu zweit 60 qm. Geht gut, haben wir früher auch gehabt. wenn es zwei Zimmer sind ist ein kleiner Tisch als Arbeitsplatz im Schlafzimmer ( wenn es denn so genutzt wird ) nützlich. 

    @Börse
    Commodities steigen derzeit schneller als S&P500, China, Emerging Markets , z.b A2DK6R, iShares diversified commodity. Die Ursache soll die indirekte ( im Gegensatz zur direkten mit Zinserhöhung ) Inflation sein : die Preise steigen rapide, wir sehen es bei Silber,Öl,…
    Agrar : https://www.agrarheute.com/taxonomy/term/2557

  6. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Moe

    GE hab ich im Depot mit einem kernigen Minus. Ich lass die dort liegen wie einen alten Schinken.

    @ Thorsten

    So ist es. Ein kleiner alter Ikea-Tisch im Schlafzimmer. Und ein Tisch im Wohnzimmer. Zwei Büros. Fertig.

  7. AvatarSlowroller

    Ich musste bei dem “Platzrechner” auch schmunzeln – landen wir mit 4 Personen auf 87m2 in den unteren 10%. Dabei gibt es sogar noch ein separates Arbeitszimmer für uns zwei. Vermissen tue ich nur manchmal das zweite Badezimmer, aber noch geht das ganz gut.
     
    Gemüseeintopf ist einer der leckersten Dinge, die man einfach, frisch selbst machen kann. Ich gebe aber zu, dass da bei mir entweder Kassler dabei ist (das Gemüse wird dann im Kasslersud gekocht) oder am Ende steakstreifen oder Bockwurst als Einlage dienen. Ttotzdem gesünder als Fertigessen.
    In letzter Zeit koche ich auch viel Dal und Curry – das dann tatsächlich vegetarisch weil es so einfach ist. Gelbe Linsen mut Chili, Kurkuma, Garam Masala, Kreuzkümmel und Ingwer in Butterschmalz angebraten und Korenader dazu… Großartig. Nur das, Naan ist mir meist zu aufwendig.

  8. Mark 85Mark 85

    Ich Pummelchen wiege 85 kg bei 1,75 m. Ist das noch im Rahmen oder besteht ein drigender Handlungsbedarf? 😉

  9. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Mark 85

    Das musst du selbst entscheiden. Wenn du dich wohl fühlst, ist alles in Ordnung.

  10. AvatarBruno

    @Mark 85  Gewicht aber auch BMI kann man eigentlich rauchen, es kommt auf die Körperzusammensetzung an, also kannst Dich fragen ob deine 85kg mehrheitlich aus Muskeln Wasser bestehen oder eher Fett und Wasser 🙂

    Und ich dachte immer die 85 seinen dein Jahrgang und niemals dachte ich das Gewicht haha.

  11. Mark 85Mark 85

    An Tim und Bruno: Um ehrlich zu sein, ist meine gesundheitliche Intelligenz definitiv ausbaufähig: Übergewicht, Raucher, kein Sport und ich koche nie selbst. Ich fühle mich aktuell nicht sonderlich unwohl, aber von einem langen Leben kann ich bei diesem Lebensstil wohl nicht ausgehen. Ich bin ein richtig fauler Sack geworden. Da gibt es nichts zu beschönigen.

  12. AvatarSparta

    @Free

    Hast Du schon was vollumfängliches zu Sauermilchprodukten gelesen?
    Industriemilch ist ja relativ klar mit mtor, igf1 korreliert.
    Seltsamerweise scheint es aber bei Sauermilchprodukten konträre, bzw. überwiegend positive Studiendaten zu geben. 
    Selbst beim Hardcore-Pfanzen-Vertilger Dr. Greger ist mir ein Nebensatz ins Auge gesprungen, wo er hier den Gegensatz erwähnt.

    Selbst beim Olivenöl gibt es stark unterschiedliche Meinungen.

    @Tim

    Salz gibt sich auch nicht viel mit Zucker.

  13. Avatar42sucht21

    @Bequemlichkeit macht dick und arm
    Stimmt irgendwie schon. Aber,
    ich dachte dick macht, wenn der Organismus über einen längeren Zeitraum mehr Kalorien aufnimmt als er verbraucht.
    ich dachte arm macht, wenn der Organismus über einen längeren Zeitraum mehr Geld ausgibt als er einnimmt.

  14. AvatarFred

    Eintöpfe, Suppen etc. sind im Gesamten berechnet gar nicht so aufwendig. Ich habe angefangen, im kleinen Rahmen zu “meal preppen” und mache dann immer einen riesigen Topf. Der Mehraufwand hält sich in Grenzen, wenn man einmal dran ist und dann hat man eine Portion sofort, vielleicht noch eine für den nächsten Tag und den Rest friere ich portioniert ein. 

  15. Freelancer SebastianFreelancer Sebastian

    @ sparta
     
    Bei Kast und auch Michalsen kommen Sauermilchprodukte wie Joghurt und Kefir gut weg, richtig. Das liegt in erster Linie an den Milchsäurebakterien. Ich bin sehr froh, dass ich mir diese rein pflanzlich über meinen geliebten Kokusjoghurt oder auch milchsauervergorene Lebensmittel wie Sauerkraut zuführen kann.

  16. Avatar-M

    @Mark
    Nehm besser ab und mach Sport 🙂 Ich bin exakt so groß wie du und wiege 82kg. Der BMI bescheinigt ja schon, dass man aus der Norm ist (es sei denn du hast viel Muskeln, was ich deiner Beschreibung mit fauler Sack nicht entnehme).
    Ich möchte auf 75kg kommen. Dazu noch ein wenig Fett gegen Muskeln eintauschen 🙂 fühle mich auf den weg dahin sehr wohl. Selbst meine Stimmung ist um einiges besser! Andere Auswirkungen lasse ich mal außen vor, um wie viel aktiver man sich fühlt. 
    -M
     

  17. AvatarMid

     

    @ Mark 85   Das musst du selbst entscheiden. Wenn du dich wohl fühlst, ist alles in Ordnung.

    Die meisten übergewichtigen haben das Gefühl sie fühlen sich wohl in Ihrer          Haut. Das Gehirn suggeriert Ihnen fälschlicherweise das Wohlbefinden !! Erst        bei starker Gewichtsabnahme  realisieren sie den wirklichen Vergleich !!

  18. AvatarRüdiger

    @Essen:
     
    Wir essen auch zunehmend fleischloser, ohne dabei ideologisiert order fanatisch zu werden … und exotischer. Manches Experiment geht natürlich auch mal daneben (Fenchelsamen, Kurkuma … igitt!), anderes gelingt hervorragend, zum Beispiel Linsen als Hackfleisch-Ersatz in einer Sauce Bolognaise oder Chili ohne diese garstigen roten “Saubohnen”, die ich nicht mag und meine Frau nicht verträgt. Kichererbsen sind mehr als nur ein Ersatz dafür  😉
    Manchmal gibt es aber auch ein schönes Chateaubriand. Da können sie die armen Erbsen & Co noch so sehr in der Aufbereitung schikanieren, an den Geschmack kommt “Kunstfleisch” nicht ran.
     

  19. AvatarThorsten

    Steuererhöhungen sind auf dem Anmarsch.
    Olaf und schon wieder Steuern hoch

    Das Problem : mit vermeintlich durchschnittlichem Einkommen ( wo wegen der hohen Steuersätze und der hohen Lebenshaltungskosten in den Städten nicht viel übrig bleibt ) bist du bei der SPD reich oder zumindest so viel “leistungsfähiger”, dass dir die 10€ oder 50€ pro Monat mehr zuzumuten sind. Der Soli ist ja in manchen Bereichen weg, das sollten die Leistungsträger verschmerzen können 😮

    Der Mittelstand wird am Ende bezahlen müssen , die Reichen haben andere Möglichkeiten bis hin zur steuerlichen Verlagerung in ein anderes Land.Damit bleibt dann wieder weniger für die private Vorsorge. Man könnte meinen, der Staat würde es nicht wollen.

    Ich erwarte eine Erhöhung und Ausweitung der Finanztransaktionssteuer bis nächstes Jahr. Die Tür ist offen und Olaf sucht verzweifelt nach einem Ersatz für den Soli.

    @-M, Mark85 ihr macht mir Angst, ich muss wohl abnehmen :).
     

  20. Avatarsammy

    @Mark85
    Ohwei dann fange mal an Erben zu Zeugen bevor das gute Geld dem Staat geschenkt wird!

  21. AvatarRafael

    Schöner Einblick in dein Leben. Ich sehe es genauso, auch wir haben uns als Familie für eine 4 Zimmer-Wohnung entschieden und nicht das freistehende Haus. Wir haben uns für einen VW Caddy entschieden und nicht für den Touran. Wir bauen im Garten eigenes Gemüse an, haben unser Homegym im Garten.
    Ich denke man kann mit weniger genauso gut Leben. Konsum ist nur kurzfristig und bringt dir langfristig nichts im Leben. 
    Viel Erfolg weiterhin…
    Rafael

  22. Avatar-M

    Rüdiger,
    So machen wir es auch. Fast vegetarisch aber nicht sklavisch. Fisch essen wir immer noch. Wenn Mutter kocht, esse ich auch mal Fleisch mit und wenn wir Lust haben, dann holen wir von der Landmetzgerei mal was. Da stehen die Tiere wenigstens das Jahr über auf der Weide am Hof. Der Unterschied am Geschmack ist gewaltig. 
    Essen muss schmecken und man muss mit Genuss essen finde ich. Ein guter Wein (danke an Kiev da nocjnal 🙂 )an und an, lecker. 
    Das Wohlbefinden, fast fleischlos zu essen, steigt aber gewaltig bei uns. 
    @Free
    Dein Baba Snteil sollte passen, stimmt!
    -M

  23. AvatarAndreas

    Hallo Tim,
     
    danke für deinen inspirierenden Artiekl! Ich finde besonders die Mischung deiner Themen gut: Vermögensaufbau und Lebensführung. Man kann beides wahrscheinlich nicht von einander treffen. Alles hängt zusammen.
    Mich würde interessieren, warum sich deine Lebensführung in den letzten Jahren geändert hat (du sagtest, dass du enorm abgenommen hast)? Was sind deiner Meinung nach Gründe für diese Schwankungen im Leben (mal gesunde Lebensführung, viel Sport etc. und dann wieder Jahre, an denen man ungesund lebt, zunimmt, wenig Sport macht)? Mir scheint es ähnlich wie dir zu gehen…deswegen bin ich auf deine Antwort gespannt!
     
    Viele Grüße
    Andreas

  24. Mark 85Mark 85

    An -M: Danke für die lieben Worte. Die Macht der schlechten Angewohnheiten kann echt fies sein. Ich verspüre jeden Tag eine gewisse Kurzatmigkeit. Ich werde versuchen mich in einem 1. Schritt gesünder zu ernähren und mehr zu bewegen.

    An Mid: 100 % wahr. Ich mache mir zur Selbstberuhigung und aus Faulheit etwas vor. Auf den Lebensbereich der Finanzen übertragen: ,,Ich spare kein Geld an, weil mir Geld nicht wichtig ist und ich heute lebe.” In diesem Fall lebt es sich mit einem Polster immer entspannter. 😀

  25. AvatarRalf

    Ein guter Artikel! Vernünftig ernähren und Sport treiben. Insbesondere Kraftsport wird oft vernachlässigt. Ausreichend Proteine sind nicht zu unterschätzen. Es gibt viele Dicke. Es gibt aber auch Leute die haben Probleme Gewicht zuzulegen. Wird gerne unterschätzt und ist je nach Genetik nicht so einfach zu beheben.

    “Der Mittelstand wird am Ende bezahlen müssen , die Reichen haben andere Möglichkeiten bis hin zur steuerlichen Verlagerung in ein anderes Land.Damit bleibt dann wieder weniger für die private Vorsorge. Man könnte meinen, der Staat würde es nicht wollen.”

    Das wird sich nicht ändern. Wir können nur versuchen, u.a. durch Teilhabe an den Börsen und großartigen Unternehmen wie Blackrock ein kleines Stück vom Kuchen abzubekommen. Der Wind wird rauher werden, auch in gesellschaftlicher Sicht. Ich hatte vorgestern ein sehr interessantes, längeres Telefonat mit einem Immobilieninvestor. Da ging es u.a. bzgl. Wohnungsnot auch um systematischen Immobilienaufkauf in Stadtlagen (wird teilweise aus dem Ausland gesteuert mit viel Geld). Würde so manchem die Augen öffnen, was man da mitunter zu hören bekommt. Die Politik schaut einfach zu. Im übrigen halte ich solche Quellen und Informationen für durchaus glaubwürdig.

    D ist leider ein Saftladen geworden in vielfacher Hinsicht (Infrastruktur, Kuscheljustiz, Steuergesetze, Bildung). Trotzdem immer noch besser als viele andere Länder.

  26. AvatarDanielKA

    wsb hat mittlerweile 9,3 Mio. Member, da muss nur ein Bruchteil kaufen um den Kurs zu pushen. Manche kaufen nur zum Spass 1-2 Aktien um ein Meme zu posten. Gestern hat es mal wieder für 100 % gereicht 

  27. AvatarRalf

    @Aktien: Nestle hat ein kleine Schwächelphase, weiß jemand mehr dazu? Habe eben etwas aufgestockt….

  28. AvatarThorsten

    @Ralf alles schwächelt mehr oder weniger. Angeblich kämpfen die Bullen gegen Bären. Der Markt ist uneinig.
     

  29. AvatarClaus

    @ Ralf
     
    Der gesamte Nahrungsmittel- und Konsumbereich schwächelt schon eine ganze Weile, Verlauf seit Jahresanfang in EUR:
     
    Kerry -15%, McCormick -11%, Pepsi -11%, Unilever -10%, CHD -10%, Lindt -10%, Nestle -9%, Clorox -9% …
     
    Habe die seltene Gelegenheit genutzt, ein paar CHD und McCormick einzusammeln, obwohl sie noch nicht “richtig billig” sind. Dafür stimmt die Qualität und man erhält sie nur selten mit einem Rabatt. Geht es hier wieder aufwärts, gibts bei diesen beiden meist schnell wieder neue ATHs.
     
    LG

  30. AvatarWolke

    @Thorsten
    alles schwächelt mehr oder weniger…
     
    Der Gamechanger sind die rasant steigenden Anleiherenditen.
    Und das trotz der Beruhigungsversuche der Notenbanken. Aktien bekommen wieder Konkurrenz und erst recht Gold. Das wird spannend.

  31. AvatarRalf

    @wolke:
    Wobei ich das nicht verstehe. Klar, steigende (Anlage)zinsen bieten eine Alternative zu Aktien (Sachanlagen), aber führt Inflation nicht eher zu Sachwerten? (Aktien). Wo ist die Konkurrenz bei 0,x % Zinsen?
    Hmm..
     
     

  32. AvatarJo

    Meine Bayer Aktien rocken heute ja mal wieder richtig den Markt. 🙁 Ich bin mir gerade nicht sicher, ob ich die wirklich wie einen alten Schinken liegen lassen soll. Ziemliches Trauerspiel, aber schlimmer geht immer …

  33. AvatarJo

    @ Claus
    Ich bin ein großer Fan von Konsumgüteraktien, aber im Moment machen die keine rechte Freude, obwohl die ja noch ganz gut Dividende zahlen und nicht so volatil sind. Nestlé ist schon recht teuer, aber Pepsi, Coke und Unilever finde ich ok bewertet. 

  34. AvatarGunnar

    Hallo Tim,
    mach mal ein Kochvideo. Aber bitte nur ganz einfache Sachen. Keine komplizierten Rezepte wie man sie überall findet.
     

  35. AvatarWolke

    @Ralf
    Leitzins und Kapitalmarktzinsen sind nicht dasselbe. Auffallend ist die Geschwindigkeit, mit der die Anleiherenditen steigen. Ab einem gewissen Wert sieht der Markt eine Alternative zu Aktien und könnte plötzlich glauben, diese seien überbewertet, es gab ja seit Jahren nichts anderes. Dazu kommt, dass die Notenbanken bei steigender Inflation zurückrudern müssen. In den letzten Jahren waren diese mit ihrer Geldpolitik aber die Haupttreiber der Anstiege am Aktienmarkt.
    Damit Sachwerte wie Aktien und Gold inflationsausgleichend werden, muss einiges zusammenkommen. Ausgemacht ist es nicht, wie die Geschichte zeigt. Noch ist es nicht soweit, aber die steigenden Anleiherenditen zeigen einen beginnenden Trend.

  36. AvatarThorsten

    @Ralf,@Wolke das Geile ist doch : die Zinsen steigen NICHT, nur die Renditen, weil die Anleger die Bonds en masse abstoßen. Ich hoffe der Markt kann das morgen unterscheiden und es dreht wieder nach oben. Aber wer weiß.
     

  37. Avatar-M

    Stoßen die Anleger die Bonds ab, oder wird die künstliche Nachfrage nur kleiner? Fragen über Fragen…. man kann alles von zwei Seiten durchleuchten.
    -M 

  38. AvatarThorsten

    Das könnte eine willkommene Bullenfalle sein. Da werden Stop Loss abgeerntet und abkassiert. Die Inflationsdiskussion war der willkommene Anlass. Ich vermute, es geht entweder auf 3800 evtl. noch bis maximal bis zur 200-Tagelinie 3400 runter morgen/Montag. Dann haben die Anleger noch mehr Angst und  das große Geld steigt dann wieder ein.

  39. AvatarThe European View

    @Konsumgüteraktien
    Aktien wie Unilever oder Church & Dwight sehen tatsächlich wieder etwas attraktiver aus. Ich habe zuletzt Unilever aufgestockt und meine im Crash eingesammelten Caterpillar Aktien in Danone eingetauscht. Trotzdem bin ich mir bewusst, dass die genannten Aktien bewertungstechnisch im Fall eines Bärenmarktes massives Downside-Potential von durchaus 33 Prozent oder mehr haben – von den Tech-Werten ganz zu schweigen. Zehn Jahre Bullenmarkt haben die historischen durchschnittlichen Multiples ordentlich aufgebläht. Dessen sollte sich jeder bewusst sein, der sich über einen Rückgang von 10-15 Prozent bei Church & Dwight freut (so wie ich :)).   

  40. AvatarThorsten

    @Luigi
    oder gerne auch so.
    Kommt drauf an wer gefangen werden soll und wer wen fangen will.
    In diese Falle wären die Bullen gefallen aufgestellt von Bären oder von noch gierigeren Bullen 😉
    Aber noch ist nicht klar wo der abendliche Sturzverkauf hinführen wird…

  41. AvatarSlowroller

    Das schöne ist hier ja, dass man sich das ganze schlicht von außen anschauen kann. Fomo muss man zwar überstehen, aber im Grunde gibt es keine Notwendigkeit zwingend dabei sein zu müssen. Es gab/gibt ja als möglichen Investmentansatz “investiere in nichts, dass du nicht verstehst”. Ich selbst habe noch nicht verstanden was es hier zu verstehen gibt – und das obwohl ich meine sowohl die Technolgie als auch die volkswirtschaftliche Grundzüge zu verstehen. Ich hätte mir aber auch nie vorstellen können, dass Online-Werbing und Nutzerdaten ein Unternehmen auf die Größe wie FB bringen kann – von daher lieg ich vielleicht auch total falsch. 🙂
     
     

  42. Freelancer SebastianFreelancer Sebastian

    Was machen die Anleiherenditen? Was macht die Inflation? Was macht der Goldpreis? Was macht Biden, was macht Scholz? Was macht der Bitcoin? Was macht die EZB? Ja, was macht bloß “der Markt”?
     
    Man mag es glauben oder nicht, aber all diese Fragen sind für den langfristigen Erfolg an der Börse völlig belanglos.
     
    Leider finde ich den Link zur Studie nicht mehr, erinnere mich aber an die Ergebnisse einer Fondsstudie, nach der die erfolgreichsten Anleger bereits tot waren. Dicht gefolgt von den Anlegern, die vergessen hatten, dass sie überhaupt Wertpapiere besaßen.
     
    Warum? Weil Lethargie an der Börse Trumpf ist. Breit diversifiziert kaufen, halten und abwarten. Regelmäßig hinzukaufen – unabhängig von der “Marktlage”. Hin und Her wird vermieden. Das Große Rauschen wird ignoriert. Die Prognosen der Schlaumeier werden ignoriert. Die Börsenpornos werden ignoriert.
     
    Die Handelskosten bleiben niedrig, die Steuerstundung wird optimal ausgenutzt.
     
    Ich kann ja verstehen. dass Börse spannend ist und manche immer irgendeine Meinung zu irgendeinem Geschehen haben müssen. Aber es soll doch bitte nicht suggeriert werden, dass der Aktionismus und das Herumfabulieren “was, wann, warum” an der Börse geschehen wird zu besseren Ergebnissen führt. Das Gegenteil ist richtig.
     
    Ganz simpel und unheimlich entspannend ist das Ganze. Ich kann es nur empfehlen. Und wer ängstlich auf seinem Vermögensschatz sitzt und nervös Ausschau hält, wer oder was einem diesen wohl wegnehmen will, sollte sich vielleicht mal fragen, ob es da nicht etwas zu lernen gibt. Ein vernünftiger Plan wäre auch nicht schlecht.
     
    @ Disney
     
    Wir haben hier doch einige Aktionäre von Disney. Ist schon famos, was da passiert, oder? Vor einem Jahr wurden die Papiere zu Schleuderpreisen auf den Markt geworfen. Düster sah es aus. Und nun schiebt sich Disney bei mir im Portfolio langsam an die Spitze.

  43. AvatarThorsten

    Aber wenn wir uns wie Kostolany empfohlen alle schlafen legen , dann wird es doch langweilig.
    Das wäre doch so, als ob ein Fußballnarr keine Spiele mehr schaut und bloß noch am Saisonende
    abnickend die Tabellen überfliegt .
    Herzschmerz, Begeisterung und “was wäre wenn” gehört für mich dazu. Olaf auch, ohne die unterhaltsamen Soloauftritte “ich kriege euch alle, ätsch !” würde ja etwas fehlen. 

  44. Mark 85Mark 85

    An Rüdiger: Sammelbare Telefonzellenkarten kenne ich noch, aber ich wusste bis eben nicht, was Beanie Babies sind. Es handelt sich wohl um limitiert produzierte Stofftiere, die es in unterschiedlichsten Ausführungen gibt und deshalb den Sammeltrieb mancher Menschen ansprechen.

    Der Vergleich zu Bitcoin erschließt sich mir nicht, weil er nichts fürs Auge ist und jede Einheit exakt gleich ist. Für sammelfreudige Menschen extrem langweilig. 😀

  45. AvatarClaus

    @ Ruhig und stetig
     
    Ich kann @Freelancer Sebastian nur zustimmen:
     
    Das dauernde Interpretieren des nervigen “Börsen-Heckmecks” führt fast immer zu genau gar nichts.
     
    Vielmehr sollte man sich in aller Ruhe überlegen, in welche Aktien man überhaupt dauerhaft investieren kann (und in welche man niemals auch nur einen Cent steckt…).
     
    Für mich kommen hier ausnahmslos die berühmten LURO-Aktien in Betracht. Das sind Aktien, deren Kurs langfristig (mindestens 10-20 Jahre!) von Links-Unten nach Rechts-Oben verläuft. Aber Vorsicht: Auch hier ist nicht alles Gold, was glänzt. Hier kaufe ich nur finanzstarke Unternehmen, die fast immer jedes Jahr Milliardengewinne einfahren. Die stabile Bilanzen haben und die in der Lage sind, innerhalb weniger Jahre ihre Schulden komplett zu tilgen, falls erforderlich. Gibt es noch eine Dividende, umso besser.
     
    Gekauft wird immer wieder mal bei Kursschwäche. Mein Excel-System zeigt mir bei jeder morgentlichen Kursaktualisierung, ob ein Wert kaufenswert ist und falls ja, wie viele Aktien ich jetzt passend zu meinem Depot und meinem Risiko- und Money-Management kaufen kann.
     
    So brauche ich nicht lange zu überlegen, was gerade zu tun ist. Das habe ich bereits alles zuvor erledigt, in aller Ruhe. So kann ich meine Limit-Order aufgeben und abwarten. Meistens liegen die Papiere im Laufe des Tages im Depot.
     
    Die Ergebnisse bestätigen mein Vorgehen immer wieder. Hierfür bin ich sehr dankbar und hoffe, noch lange davon profitieren zu können.
     
    Ob mein Depot an einem Tag mal einige 10.000€ rauf oder runter geht, interessiert mich schon lange nicht mehr. Das ist für mich längst zum Alltag geworden. Auch wenn es heftig kracht, bin ich die Ruhe selbst und mache mir keine Sorgen. Das klappt aber nur, wenn man weiss, was man in seinem Depot hat. Die Qualität ist entscheidend.
     
    Mit Aktien wie GameStop (der Name sagt eigentlich schon alles…) muss man auf sehr viel Glück hoffen. Dieses Glück kann man haben. Viel wahrscheinlicher ist aber ein dicker Verlust. Nur “Spielgeld” zu “investieren” macht keinerlei Sinn. Liegt man richtig, kommt so ja nur ein kleiner Gewinn zustande. Das bringt niemanden weiter. Sucht man den “Nervenkitzel”, geht man besser ins Spielcasino. Da hat man wenigstens eine angenehme Umgebung…
     
    LG

  46. AvatarSlowroller

    @Freelancer
    Ich habe – entgegen meiner Regeln, im Herbst verkauft (mit gutem gewinn), da ich mir bei der neuen Welle nicht vorstellen konnte, dass ein wenig Streaming die Verluste aus Parks und Reisen wettmachen kann. Ich lag falsch (Spoiler: wie fast immer wenn ich mal etwas verkaufe). Ab jetzt lass ich noch konsequenter liegen als vorher schon, selbst Steinhoff ist bei mir wieder deutlich im Plus.

  47. AvatarSparta

    @Free
    Also sterben um besser als die Marktrendite zu sein halte ich für eine doofe Erfolgsstrategie. 😉

  48. Avatar-M

    Hahahahhahaha der witzigste Kommentar seit langem hier 😉 der hat mir wirklich gut gefallen, genau mein Humor!
    -M

  49. Freelancer SebastianFreelancer Sebastian

    @ Claus
     
    LURO-Aktien. Das gefällt mir 🙂 . Da freue ich mich schon auf meine Thermo Fisher-Anteile. Vielleicht ein wenig “teuer” wie alles Gute zur Zeit, aber ich nehme sie dann in sechs Monaten gerne auch noch mal 20% günstiger….
     
    @ Slowroller
     
    Mein Mahnmal sind die 19 “völlig überbewerteten” Adidas-Anteile, die ich 2016 zu je 136€ das Stück – mit sattem Gewinn, aber was nützt es? – verscherbelt habe.
     
    @ Sparta
     
    Tja, du kommst nicht drumherum. Wir alle werden irgendwann sterben. Und dann zu Meistern der Börse …. postmortem 😉 .

  50. AvatarSparta

    @Bruno

    “Dann strebe doch wenigstens eine Amnesie an. ?”

    Glück ist Gesundheit und ein schlechtes Gedächtnis! 😉

  51. AvatarSlowroller

    Oder wie der gute Harald zu sagen pflegte: “Meine Definition von Glück ist keine Termine und leicht einen sitzen” Kann ich unterschreiben 😉 (wenn auch nicht als Dauerzustand)

  52. AvatarDennis

    30 qm sind doch ganz passabel. 
    Ich lebe seit 3 Jahren auf 11 qm, aber habe einen Lohn über 100.000 CHF (Zürich). Meine Miete beträgt 10% des Monatseinkommens. 
    Aber ich wohne da nicht mal weil ich extrem frugal leben möchte, sondern weil es für mich keinen Unterschied machen würde, ob ich auf 80qm oder 10qm lebe – ein Bett, ein Tisch und Stuhl reichen mir absolut aus. 
    Andrerseits gebe ich auch mal gern Geld aus für Reisen oder sogar ein Auto möchte ich mir im Sommer kaufen (bar), um damit Roadtrips zu machen.
    Bei der Wohnung denke ich mir immer, brauche ich eine grössere wirklich, wenn ich sowieso nur in der Wohnung schlafe oder am Tisch was esse oder mit dem Laptop arbeite? 
     
     

  53. Mark 85Mark 85

    An Dennis: In den 11 m² sind keine Küche und kein Bad enthalten, oder? Teilst du dir mit jemandem 1 Wohnung? Meine voll ausgestattete Wohnung hat 24 m²: 1 Wohn-/Schlafzimmer mit eingebauter Küche und 1 kleines Badezimmer.

  54. AvatarDennis

    Doch, eine sehr kleine Küche (in dem einen Zimmer) und ein kleines Bad sind drin, ich lebe alleine drin.
    Das Bad hat allerdings kein Waschbecken…

  55. Mark 85Mark 85

    An Dennis: Wow, das ist erstaunlich kompakt. Mich würde ein Foto interessieren. Meine kleinste jemals bewohnte Wohnung lag bei 19 m². 😀

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