Angst vor Aktien: Die Deutschen müssen in Therapie gehen

Microsoft übernimmt den kriselnden Video-Spieleanbieter Activision Blizzard. Die Aktie schießt am Dienstag um 25 Prozent nach oben. Ich hatte Mitte November in der Printausgabe der “Euro am Sonntag” zur abgestürzten Activision Blizzard-Aktie geraten. Der Kurs befand sich damals auf einem Mehr-Jahres-Tief. Wenn gute Aktien crashen, ist das für mich ein Anlass, um mir das anzuschauen. Im Einkauf liegt schließlich der Gewinn.

Der Gesundheitskonzern Fresenius dümpelt auf einem Fünf-Jahres-Tief. Für mich ist das einen Blick wert. Das KGV beträgt nur elf, die Dividende bringt 2,5 Prozent. Und die Dividende dürfte steigen bei diesem Dividendenaristokraten aus Bad Homburg.

Ich mache ja langfristiges “Buy and Hold”. Ich glaube, dass Anleger zu schnell Gewinne mitnehmen. Sie vergessen dabei, dass sie ihre Gewinne versteuern müssen. Gewinnmitnahme = Steuerausgaben. Wenn ich nichts anderes mit dem Geld machen will, löse ich keine Steuerschuld aus. Ich lass meine Aktien lieber liegen, um vom Zinseszins profitieren zu können. So nehm ich bequem am langfristigen Wohlstandsgewinn teil.

Schweden hat ein starkes aktienbasiertes Rentensystem

Viele Länder sparen über die Aktienmärkte für die Rente. Die Schweiz, USA, Großbritannien, Australien, Kanada, Norwegen… Die Schweden legen 2,5 Prozent ihres Bruttoeinkommens in Aktien an, entweder machen sie es selbst oder lassen das Depot vom Staatsfonds managen. Dieser hat seit der Auflegung 2003 das Geld seiner Bürger um im Schnitt 9,9 Prozent per annum gesteigert. Nicht schlecht. Hinzu kommt: 16 Prozent ihres Bruttos gehen weg bei schwedischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern je hälftig als Rentensteuer, wovon sie später im Alter ihre Rente beziehen werden. Das System in Schweden ist viel besser als in Deutschland.

Deutschland ist zu verkrustet, teuer, bürokratisch. Wir haben keine aktienbasierte Grundlage, bis auf die verkorksten Riester-Gebührengräber. Warum können wir Deutschen nicht von Schweden, Australien, der Schweiz usw. lernen? Das britische Magazin Economist macht sich schon länger über die Deutschen und ihre Aktienangst lustig: Schau dir das Foto der beiden Senioren vor dem Messerschmiedemeister Arno Lützelberger an, der Jäger und Metzger beliefert. Sarkasmus pur. In Amerika reißen sie auch ihre Witze: “stupid German Money”. Wir sind für sie sehr dumme Geldanleger.

Ich erklär dir das kranke Rentensystem in Deutschland in meinem neuen Video. Von der gesetzlichen Rente kannst du kaum noch etwas erwarten, es ist ein Auslaufmodell:

Du musst mit einem ETF-Aktien-Depot selbst vorsorgen fürs Alter, sonst droht Armut im Ruhestand

Weil die Politik in Berlin keine solide Rentenform auf die Beine bekommt, sparen Bürger eigenständig über ETFs. Das machen sie sehr gut. Wie dieser Softwareprofi (21), der 40 Prozent seines Einkommens in einen ETF und Aktien steckt

Mit steuerlichen und staatlichen Anreizen wäre das Aktiensparen natürlich effektiver. Ein weiteres Problem sind in Deutschland die Vertreter. Auf sie hören zu viele Bürger. Dabei haben sie nicht immer das Interesse des Kunden im Kopf, sondern ihre eigene Provision. Ich finde es beschämend, was Wüstenrot beispielsweise mit dieser 80-jährigen Seniorin gemacht hat:

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65 Kommentare
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42sucht21
8 Monate zuvor

@Vermögensverwalter
Um das eigene Geld und den/die eigene:n partner:in kümmert man sich am besten selber und lässt das keinen anderen machen.
Der einzige sinnvolle Einsatz eines Vermögensverwalters ist für mich, dass man jemanden hat mit dem man im Falle eines Crashs sprechen kann und der einem die Ängste nimmt und das Verkaufen verbietet. Ich bin ja eher ein Fan der 1 ETF ACWI/ AW-Lösung für die meisten Menschen.

@Öl / 600EUR Divi pM
Gratulation! Durch meine Käufe von BP / RDS in 2020 / 2021 werde ich 2022 vor. in etwa auch in diesen Dimensionen bei Öldividende ankommen. Ein wahnsinn, das hatte ich nie als Ziel, hat sich so ergeben. Ich werde aber wie bereits geschrieben mittelfristig wohl beide Positionen reduzieren.
@Öl
Vielleicht wird bald der IPO von Wintershall DEA angekündigt. Der höchste Ölpreis seit 2014 wäre ein guter Zeitpunkt. Könnte BASF zusätzlich einen Impuls geben.

@Tim – Johnson & Johnson Texas TwoStep
Wie sieht man an der US Börse eigentlich den geplanten Texas Two-Step von J&J wg. des Babypuderskandals? Ist die Einschätzung, dass die damit durchkommen und so Folgeklagen entgehen? Warum machte Bayer das nicht?

Slowroller
8 Monate zuvor
Antwort an  42sucht21

Ich denke nicht, dass es zu einem IPO der WintershallDea kommen wird – es gab für mich keinen Grund das immer wieder aufzuschieben. Vielleicht verkaufen die Eigentümer den Laden auch an einen anderen großen Player – das würde ich fast für realistischer halten. Für den Standort Deutschland wäre das zwar doof – für unsere BASF Aktien hingegen wohl gut. Ich hoffe nur, dass man mit dem Geld noch andere Dinge tun kann außer Aktien zurückzukaufen.

Felix
8 Monate zuvor
Antwort an  42sucht21

@Vermögensverwalter
Für diesen Zweck haben wir doch Tim. Besser kann das ein Vermögensverwalter auch nicht machen.

Fit und Gesund
8 Monate zuvor

Das Video ist toll, da würde es mir auch gefallen, und Tim’s Anlagestrategie auf lange Sicht absolut gewinnbringend, nicht vom Weg abkommen, stur und stetig, dann wird es was. Tim bekommt nicht umsonst so viele Dividende von Chevron, er hat sich nicht vom Weg abbringen lassen, es wurde belohnt, bei RDSA scheint es ähnlich zu sein (ich hingegen hatte sie verkauft) Sehr lehrreich auf alle Fälle!

Rohstoffe scheinen im Moment nicht verkehrt, ich habe BHP seit Jahren, Rio Tinto, Southern Copper und Canadian Natural Resources, die letzten Beiden haben mir wunderbare Gewinne beschert, das kann sich wieder ändern, am Besten überall ein bisschen die Finger drin haben. 🙂

Kiev
8 Monate zuvor
Antwort an  Fit und Gesund

Rohstoffe sind vielleicht nicht unbedingt ideal für Buy and Hold. Da würde ich lieber die von Claus empfohlenen Qualitätsaktien nehmen. RDS sind bei mir aktuell auch wieder im Angebot. Vielleicht werden sie mir diesmal ausgebucht. Vielleicht auch nicht. Ich kann mit beidem leben. Auf diese Weise gibt es verhältnismäßig schnell Cash zurück. Mit Dividenden alleine aus dem letzen Jahr bekomme ich bei einer aktuellen Ausbuchung locker 10% zum aktuellen Kurs.
Mit Rio Tinto hatte ich vor einer Weile auch geliebäugelt und sie leider nicht gekauft. Die sind ja dann auf einmal sehr gut gelaufen. Langfristig sind allerdings Aktien mit niedrigerer Dividendenrendite und höherer substanzieller Steigerung attraktiver.

Thorsten
8 Monate zuvor
Antwort an  Kiev

Stimmt zwar, aber man kann die Zyklik ausnutzen und Dividenden kassieren, 2%-8%, 5% sind ohne Probleme machbar. Auch bei Energie sind Kursgewinne und Dividenden drin.
“Rohstoff- und Energiesparbuch” sozusagen.
Rohstoffe und Energie waren Jahre unten, weil das Geld in Tach wie Kathies ARK-Aktien, FAANG usw. floss. Es scheint jetzt zu drehen. 10% bis 40% Kursschancen. Ende 2022 dann neu zu beurteilen.

Nico Meier
8 Monate zuvor
Antwort an  Fit und Gesund

@Fit und Gesund
Ja stimmt du hast RDS verkauft. Ich habe zugekauft weil ich schwer davon ausgehe, dass wir einerseits auch in den nächsten 10 bis 15 Jahren weiterhin Öl benötigen werden insbesondere bei stark wachsender Weltbevölkerung. Zusätzlich war Shell in den vergangenen 1.5 Jahren Jahren viel zu billig um sie nicht aufzustocken. Nur weil in einem Jahr ein Virus um die Welt geht wird der Mensch nicht plötzlich komplett auf Erdöl und seine Derivate sowie Erdgas verzichten.
Danke Tim Fresenius habe ich letztes Jahr um die 34€ gekauft, da ich hier auch viel Potential sehe.

Nico Meier
8 Monate zuvor
Antwort an  Fit und Gesund

@Fit und Gesund
Was waren deine Überlegungen, die dich zu einem Verkauf von RDSA bewogen haben?
Ich habe Logitech bei um 90 Franken eingekauft, hätte da besser noch zugewartet dann hätte ich sie einiges günstiger einsammeln können.

Fit und Gesund
8 Monate zuvor
Antwort an  Nico Meier

@Nico Meier,

RDSA hatte ich zu ungefähr 18 Euro verkauft, dies nachdem sie die Dividende gekürzt haben, danach ist sie ziemlich weiter abgestürzt, jetzt steht sie bei über 22 Euro, der Euro stand damals noch etwas höher, ich habe den Verkauf bis heute nicht bereut.

Man kauft wohl immer mal zu früh, in ein paar Jahren wird man sich nicht dran erinnern können, 🙂 ausser natürlich Leute die immer Alles richtig machen, gibt es ja.

Nico Meier
8 Monate zuvor
Antwort an  Fit und Gesund

@Fit und Gesund
Ob ein Verkauf gut war oder nicht sollte man nicht isoliert betrachten.
Wenn man mit dem freigespielten Cash aus dem Verkauf mit etwas anderem mehr Rendite einfährt ist das auch zu berücksichtigen.

Michael
8 Monate zuvor

Tim, wir benötigen dafür Politiker*innen mit Mut, Weitsicht und einem wahrhaftigen Anliegen etwa in und für die Gesellschaft zu gestalten bzw. zu verbessern.
Ich sehe jedoch weitestgehend Selbstdarsteller und Schauspieler*innen, die in einer Art ewigem Laientheater aus Sprechpuppen immer wieder die gleichen müden Predigten in die Kameras verbreiten.
Das wird so nichts, es muss wohl, wie so oft schon aus dem Volk kommen. Von dir und mir, von uns.

Thorsten
8 Monate zuvor
Antwort an  Michael

Qualifizierte gehen wohl meist lieber in die Wirtschaft….das ist u.U auch sicherer (Leib und Leben, denkt an Lafontaine und Schäuble und die aktuellen Drohungen, Herr Lauterbach ertragen muss) und familienfreundlicher.

Ralf
8 Monate zuvor

“Ich glaube, dass Anleger zu schnell Gewinne mitnehmen. Sie vergessen dabei, dass sie ihre Gewinne versteuern müssen. Gewinnmitnahme = Steuerausgaben.”

Ein sehr wichtiger Punkt der auch in stürmischeren Zeiten nicht zu unterschätzen ist (wenn die Aktie Qualität hat). Leider wurde die Steuerfreiheit von Aktien nach einem Jahr Haltedauer ja schon länger kassiert. Eine deutliche Verschlechterung für Anleger.

“Ich sehe jedoch weitestgehend Selbstdarsteller und Schauspieler*innen, die in einer Art ewigem Laientheater aus Sprechpuppen immer wieder die gleichen müden Predigten in die Kameras verbreiten.”

Ein sehr gutes Beispiel für die Selbstdarstellung wird die Energiewende und das Thema Klimawandel werden. Wir haben nicht die Handwerker um das alles umzusetzen und die Materialkosten steigen immer weiter. Nur wenige junge Leute wollen solche Berufe ergreifen. Das staatlich verdonnerte weitgehende Verbot von Ölheizungen wird vielen Hausbesitzern Probleme bereiten. Die super ökologischen Wärmepumpen als Alternative entpuppen sich gerade in vielen Altbauten mit oft erforderlichen höheren Vorlauftemperaturen als wahre Stromfresser und nicht jeder kann/will Photovoltaik auf seinem Dach installieren. Auch steigt durch mehr installierte Systeme im Haus in Summe die Wahrscheinlichkeit von möglichen Fehlerquellen an. Ich bekomme hier bei Hausbesitzern im Rahmen von Gutachten einiges an Klagen und Problemen mit. Von den deutlich höheren Anschaffungskosten (trotz hoher Förderung) ganz zu schweigen.

Derzeit wird wieder sehr viel über Fachkräftemangel geklagt und der Ruf nach mehr Zuwanderung wird lauter. Qualifzierte Fachleute machen jedoch zunehmend einen Bogen um D mit seinen eher mauen Gehältern und steigenden Kosten für die Lebenshaltung wie Wohnen, Strom und hoher Abgabenlast.

Praktikable Lösungen wie nachhaltige Senkung der Abgabenlast, Verschlankungen im Baurecht und Vorschriften für günstigeres Bauen (Gegenteil ist leider der Fall) und Entbürokratisierung sind weiterhin Fehlanzeige. Stelle ich auch hier im ÖD täglich fest. Im technischen Bereich der Ingenieure sind wir massivst unterbesetzt (hier wo z.B. die komplexen Planungen und Berechnungen laufen), in der Verwaltung wird dagegen stark ausgebaut.

Paluma
8 Monate zuvor
Antwort an  Ralf

Es wird nicht nur einen Fachkräftemangel geben. Auch einem Helfer Mangel. Da heißt es für den kleinen Ingenieur selber Putzen, weil er erst gar keine Putzfrau findet.

Aber es gibt ja zum Glück Tims Kummerkasten. Da kannst du deine Traurigen Thesen mit ein paar Tränen im Auge jeden Tag runter schreiben.

Ich hoffe es geht dir danach dann wieder besser.

Lukas
8 Monate zuvor
Antwort an  Paluma

Warum sollte der kleine Ingenieur eine Putzfrau haben? Das ist ja dekadent. Zumal es Saugroboter gibt. Und wer ladet schon fremde Menschen ein? Gibt es viele Menschen, die so faul sind, dass sie eine Putzfrau bestellen?

Paluma
8 Monate zuvor
Antwort an  Lukas

Ich lade gerne mal nette Leute ein. Man kann auch “Fremde” kennen lernen. Vielleicht indem man Sie einladen würde? Typische deutsche Gastfreundschaft Lukas oder?

Es gibt Leute die Arbeiten so viel, dass Sie nicht die Zeit für Putzen verschwenden wollen. Für Ralf trifft das eher nicht zu. Der ist schon mit seinem 38 Std ÖD Tarif überfordert.

Fachkräfte und Ungelernte dringend gesucht: Helfermangel in Deutschland – WELT

Hier der Artikel dazu. An Arbeitswilligen fehlt es hier in Deutschland ähnlich wie an Gastfreundlichkeit.

Bruno
8 Monate zuvor

Gratuliere zum Kauf dieses Berg/Waldhauses, tolle Lage wer hat schon Rehe im eigenen Garten! Es wird sich bestimmt gut vermieten lassen, der Drang in die Natur wird auch nach Corona anhalten.

Slowroller
8 Monate zuvor
Antwort an  Bruno

Die hat so mancher – aber die will niemand im Garten haben da sie vornehmlich junge Triebe von Pflanzen und Büschen verspeisen 😉

Bruno
8 Monate zuvor
Antwort an  Slowroller

Klar, aber Wald ist dort genug, ausser Tim will dort Beeren anbauen, dann wäre es problematisch 😀 Und Tim als Hardcore-Frugalist spart sich so auch gleich den Gärtner.

Last edited 8 Monate zuvor by Bruno
Der Baum
8 Monate zuvor

Ich kann das nur bestätigen, was hier geschrieben wird. Und damit auch die grundsätzliche Strategie von Tim – verkaufen ist “gefährlich”.

Ich bin jetzt im 5 Jahr als Anleger dabei. Meine größten “Verluste” habe ich durch entgangene Gewinne eingefahren. Ganz einfach weil ich einen Teil verkauft habe. War alles während der Coronazeit, in der ich dachte ich könnte dann in Kürze noch günstiger Nachkaufen.

Alles nicht schlimm und auch kein echter “Verlust”. Aber hätte ich nicht verkauft, wäre mein Depot 5-stellig höher…

Shit happens. Ich habe meinen Teil gelernt.

Ps:Selbst mit Steinhoff hätte ich zwischenzeitlich einen guten Gewinn eingefahren 😉

42sucht21
8 Monate zuvor
Antwort an  Der Baum

@verkaufen ist “gefährlich”
Einige meine Biotech Highflyer vom letzten Jahr sind stark zurück gekommen. Hätte ich da mal lieber Teilgewinne realisiert…. Nee, mache ich aber nicht nur weil Mr. Market es sagt, weil die Gefahr zu groß ist zu früh zu verkaufen. Bei denen es fundamental stimmt werde ich wenns mal kracht nachkaufen, den Rest einfach laufen lassen. Ein Marathon.
Wahnsinn welche Auswirkungen es für eine Aktie hat wenn ARK Invest diese aufnimmt oder rauswirft aus einem Fonds. da werden die Kurse gemacht.
Allgemein, wenns noch 15% runter geht finde ich auch wieder Nasdaq Biotech ETF oder die Schweizer BBB interessant für alle, die hier keine Einzelwerte möchten.

-M
8 Monate zuvor
Antwort an  42sucht21

BBB wäre auch meine Wahl in dem Bereich. Das Management trifft seit vielen Jahren gute Entscheidungen.
-M

Der Baum
8 Monate zuvor
Antwort an  42sucht21

Ich habe BBB genau für diesen etf Ersatz Zweck bei knapp unter 50€ gekauft. Sehr gutes Unternehmen meiner Sicht nach.

DanielKA
8 Monate zuvor

Ich habe ATVI im Dezember günstig aufgrund des “Sexskandals” gekauft, stehe jetzt aber auch nicht schlauer da. Hatte eigentlich gedacht einen compounder günstig zu ergattern und jetzt will es mir Microsoft wegkaufen. Der Preis ist mir aktuell noch zu weit weg von den 95 $. Keine Ahnung, früher hätte ich gleich auf den Verkaufsbutton gedrückt, heute bin ich etwas gelassener.

Lad
8 Monate zuvor

Die “German Angst” wird in nächsten 3 Jahren wieder zurückkommen, weil diese teuren Aktien während 3 Jahren auf 1/5 fallen können: Adobe, Airbnb, Intuitive Surgical, Mastercard, Microsoft, Moody’s, Nvidia, ServiceNow, Snap, Snowflake, Tesla, Visa.
.
Bereits im Crash befinden sich die teuren Aktien: Adobe, Block, Intuit, Netflix, Nvidia, Paypal, ServiceNow. Die sollte man bereits verkaufen. Ein Crash auf 1/5 wäre nicht klug. Einige Jahre später können sie die Spekulanten viel billiger wieder kaufen.
.
Kurz vor dem Crash stehen die Aktien: AMD, ASML, Intuitive Surgical, Microsoft.
.
Noch weit vom Crash sind: Apple, Applied Materials, Lam Research, Tesla.
Aber ich bin kein Crash-Prophet und ich hasse die Crash-Propheten wie Prechter und Roubini. Ich bin nur ein Value Investor.
Ich halte meine 28 Dividenden-Aktien für immer, nur wegen Dividenden.

Slowroller
8 Monate zuvor
Antwort an  Lad

Lad, sind deine 3-Jahres-Prognosen eigentlich rollierend? Ich glaube ich kese diese nämlich schon drei Jahre 😉

MarcMitC
8 Monate zuvor
Antwort an  Lad

Woran erkennt man einen echten Crash-Propheten?

Von 3 Crashs hat er 39 richtig vorher gesagt!

Chris1
8 Monate zuvor

Moralisch ist das von Wüstenrot natürlich .. “unschön” um es noch nett zu formulieren.
Aber dies ist ein gutes Beispiel, dass ältere Menschen gewisse Dinge lieber Vertrauenspersonen überlassen sollten.

Ich persönlich hatte einen Bausparvertrag und habe auch einen Fehler ( Abschlussgebühr!) gemacht. Meine Lehre: Nie wieder Bausparvertrag.

Ebenso sollte der Gesetzgeber sich hier eine Lösung einfallen lassen. Vielleicht eine besondere Schutzklausel ab einem gewissen Alter, so dass solche Fälle nicht passieren können, bzw widerrufen werden können.

Mark 85
8 Monate zuvor

Zur Microsoft-Aktie kann ich nichts sagen, aber aus Spielersicht machen sie aus meiner Sicht so gut wie alles richtig. Ich bin mit meiner Series-S-Konsole seit der öffentlichen Markteinführung Ende 2020 äußerst zufrieden und der angebotene Spielepass ist quasi zum Netflix der Spielewelt geworden. Daher können Spieleherstellerübernahmen wie von Bethesda und nun Activision Blizzard strategisch aufgehen. 🙂

Bruno
8 Monate zuvor
Antwort an  Mark 85

Von mir aus dürfen sie auch EA kaufen wenn der Preis stimmt, aber das ist egoistisch gedacht. Grundsätzlich bin ich kein grosser Fan von Übernahmen und Konzentration, irgendwann gehört alles 3-4 Techkonzernen das wäre nicht so toll, ausser für Aktionäre welche einen Exit machen konnten.

-M
8 Monate zuvor

@Tim

Schön von Dir über FRE zu lesen. Bin auch seit paar Wochen “endlich” dabei zu 33,00€, sprich: ~KGV 10. Ein guter Deal -temporäre Downside, wenn der Markt fällt, bei viel Substanz.
-M

Last edited 8 Monate zuvor by -M
Sepp
8 Monate zuvor

Heute habe ich gelesen dass 46 % der Bevölkerung ein Sparbuch hat, weitere 10 % erst kürzlich ! eins geholt und weitere 8 % wollen sich eines holen..
Oh Herr lass es Hirn regnen….

-M
8 Monate zuvor
Antwort an  Sepp

Wegen “Strafzins” der bösen Banken.

Michi
8 Monate zuvor

… also einfach weitermachen? Ohne Rücksicht auf die derzeitige Marktphase? Nur weil viel Geld ins System gepumpt wird bzw. wurde? Ich habe oft einen einen buy-the-dip-Reflex, heute z.B bei Unilever und Aurubis. Konnte mich gerade noch zurückhalten. Ich versuche derzeit das Pulver trocken zu halten. Mal sehen, ob ich das schaffe.

Kiev
8 Monate zuvor

@ Ralf Wärmepumpe, Energiewende

Bei manchen Themen frage ich mich nach einer verhältnismäßig kurzen Einarbeitung, ob ich alt geworden bin, meine Denkweise in Richtung Level 0 sinkt oder ich tatsächlich einfach nur umgeben von Trotteln bin.

Wenn ein System durchdacht ist und funktioniert wird es sich verhältnismäßig schnell etablieren. Ich sehe kein Problem durch einen Mangel an Facharbeiter n usw.
Das Problem liegt an einer anderen Stelle.

Für eine Wärmepumpe muss im Altbau die Vorlauftemperatur mit 55 Grad ausreichen. Das ist nicht überall leicht möglich, aber bei manchen mit kleinen Erweiterungen durchaus. Bei mir könnte es beispielsweise funktionieren. Warum ist denn überhaupt eine Wärmepumpe so klimafreundlich? Schließlich muss sie mir einer entsprechenden Menge an Strom betrieben werden. Der Faktor 4 deckt sich mit meinen Recherchen bei der Vorlauftemperatur von Strom zu Wärmeleistung. Ich kann nachvollziehen, dass grüner Strom hier eine gute energetische Bilanz aufweist. Jetzt komme ich gedanklich zu einer PV Anlage. Wäre es nicht wunderbar, wenn die PV Anlage den Strom generiert und damit die Wärmeleistung deckt? Hier könnte man vielleicht Mieterstrom Modelle umgehen. Mir ist bis heute nicht klar, was eine PV Anlage auf einem MFH mit den Mietern direkt zu tun haben soll. Warum wird hier nicht der (Eigen)Verbrauch über den Hausanschluss in der Vergütung abgerechnet?

Zurück zur Wärmepumpe. Falls diese zur Erzeugung von Wärme verwendet werden soll, stellt man verhältnismäßig früh fest, dass die Sonne in den Monaten, in denen der Strom für die Erzeugung der Wärmeleistung richtig benötigt wird leider nicht in dem Maße anzutreffen ist wie im Sommer, wo die Wärmeleistung maximal für warmes Wasser benötigt wird. Eine Wärmepumpe kann natürlich auch zur Klimatisierung verwendet werden, bevor man den Strom verschenkt. Im kleinen kann man aktuell diese Kombinim Altbau nicht betreiben. Falls das Dach sehr groß bist könnte die PV Anlage dermaßen groß dimensioniert sein, dass die Wärmeleistung bis 80% gedeckt ist und im Sommer wird dann der Strom über Mieter abgenommen. Dieses Modell wird sicherlich viel Freude bei der Nebenkostenabrechnung im Graubereich und der Steuer bereiten. Vor allem wenn man eine Einheit selbst bewohnt.

Bei den angestrebten Verhältnis von Wärmepumpen gäbe es einen hohen Strombedarf im Winter. Hier sehe ich Partnerschaften mit beispielsweise Australien als sinnvoll an.

In dem Bereich wird sich sehr viel ändern. Ich würde mich freuen, wenn die Politik sich grundsätzliche Gedanken macht, warum ein Modell auch bisher nicht wirklich durchgesetzt hat anstatt mit Zwang halbgaren Lösungen durchzubringen. Hier fände ich es auch gut, wenn man über den Tellerrand schauen könnte. Anstatt Mieterstrom attraktiver zu gestalten würde ich beim Hausanschluss mit Eigenverbrauch beginnen. Mit einem intelligenten Stromzähler könnte sich sogar ein Batteriespeicher rentieren und energieeffizient eingesetzt werden. Wäre es nicht wünschenswert, wenn solche Systeme bevorzugt Strom morgens und abends in den Spitzenverbrauchsphasen abgeben würden? Der Strompreis ist hier zumindest an der Energiebörse am teuersten. Das hilft den Wärmepumpen zwar nicht aber reduzierte Lasten sind essentiell für den Klimawandel bei Stabilität des Stromnetzes mit möglichst wenig Kraftwerken für die Peaks auf welcher Basis auch immer.

Octopus Energie ist in dem Bereich mein favorisiertes Unternehmen. Aber alles was es gibt ist weit unter meinen Erwartungen. Ein Stromnetz mit variablen Preisen, Stromzählern und KI bei der Entnahme und Abrechnung würde so manchen Batteriespeicher die Grundlage entziehen.

Ralf
8 Monate zuvor
Antwort an  Kiev

@Kiev: Im Altbau wird die Umrüstung zu Wärmepumpe für viele richtig teuer. Es soi schlicht nicht alle Heizsysteme für jedes Haus geeignet. Darum variieren Kosten für eine Installation oder Optimierung sehr stark und erzeugen bei Hausbesitzern oft lange Gesichter.

Ich sehe diesen Umstand recht praxisnah im Rahmen meiner Gutachtertätigkeit wenn mir Hausbesitzer regelmäßig ihre Rechnungen zeigen zwecks Wertfeststellung. Trotz Zuschüssen sehr hohe Beträge. Und auffallend häufig wird über massiv hohe Stromrechnungen geklagt. Eine optimal eingestellte und dimensionierte Wärmepumpe macht im Idealfall aus 1 kWh elektrischer Energie 4 kWh Wärme. Macht je nach Gebäude 5000-8000 kWh im Jahr zusätzlichen Strombedarf. Was auch nciht grade wenig ist bei gegenwärtigen Strompreisen.

In der Praxis erreichen aber viele Anlagen dieses Optimum eben nicht. Zumindest im Altbau soweit ich den Ausführungen und gezeigten Stromrechnungen von Hausbesitzern entnehmen kann. Das Verhältnis übers Jahr liegt oft eher in bei drei als von vier, machmal sogar darunter und es wird also deutlich mehr Strom verbraucht. Photovoltaik ist eine Option. Aber nicht jedes Haus eignet sich dafür (Beschattung, Tallagen, Neigung, Himmelsrichtung) und die zusätzlichen Investitionen können Hausbesitzer nach eigener Aussage schlichtweg nicht stemmen trotz Förderung oder fühlen sich überfordert mit allem.

Natürlich gibt es viele sinnvolle technische Lösungen. Allerdings steigen mit immer mehr Haustechnik auch in Summe die Kosten für den Hausbau und nicht zu unterschätzen auch die Fehlerwahrscheinlichkeit insgesamt an. Pure Mathematik. Günstiger wird es in Summe häufig nicht wirklich, wenn man alle Faktoren wie Lebensdauer, Invest, Unterhalt, laufende Kosten ganzheitlich betrachtet. Bleibt ein spannendes Thema, ich hoffe auf Fortschritte in diesem Bereich da auch wir in den nächsten Jahren vor entsprechender Entscheidung für ein neues Heizsystem stehen.

Strompreise werden auch für E-Autos zunehmend ein Thema zum Beispiel beim Laden an öffentlichen Ladestationen mit teilweisen Horrorpreisen. Nebenbei bemerkt: Ob das häufige Schnellladen der Autoakkus wirklich so gesund ist in Bezug auf die Lebensdauer, wird man in einigen Jahren besser beurteilen können.

Kiev
8 Monate zuvor
Antwort an  Ralf

@ Ralf

Die Vorlauftemperatur von 55 Grad wurde noch nicht berechnet, aber ich kann mir vorstellen, dass es passt. Soweit ist die Wassertemperatur nicht entfernt und es ist noch viel Platz am Stellrad der Heizkörper. Die Heizkörper sind aber auch sehr massiv. Zum Glück haben wir die nie getauscht.

Bei uns sind sehr gute Bedingungen für Photovoltaik. Wir würden für die Wärmepumpe um 8 KWh benötigen. So eine PV Anlage passt vermutlich auch aufs Dach. Der Strom wird aber größtenteils im Sommer produziert. Schaue Dir einmal den Ertrag so einer Anlage über das Jahr an und lege über den Graph den Bedarf einer PV Anlage. Die Korrelation ist äußerst gering, was in dem Fall allerdings nicht so gut ist.

Die Kombination ist nicht unbedingt ideal. In einem Passivhaus ist das nicht so ausschlaggebend. Und jetzt kommen die ganzen Fragen zu der Umlegung der Heizkosten und Abschreibung. Und wie kann ich die Stromüberschüsse im Sommer verwenden, wenn die Wärmepumpe am Allgemeinstrom hängen sollte. Ich hätte Ideen, wie es umgesetzt werden könnte. Das wäre allerdings im Graubereich angesiedelt.

Die Eigentumsquote ist in Deutschland gering. Viele MFHs sind komplett vermietet. Ich sehe hier nach der Recherche keinen Anreize für einen Vermieter große Änderungen durchzuführen. Es geht nicht darum die Rendite durch Förderungen, Vergütungen usw. aufzublähen. Bürokratieabbau und einfache Lösungen für solche Fragen würden vermutlich mehr helfen, den Wandel durchzuführen.

Ralf
8 Monate zuvor
Antwort an  Kiev

@Kiev: Geduld ist beim Thema Heizung ein guter Ratgeber. Hoffen wir auf Fortschritte im Bereich der technischen Entwicklungen, wird schon noch was gehen in den nächsten 2-3 Jahren. Nicht unbedingt von hohen Förderungen blenden lassen. Macht je nach Konstellation aus einer sehr teuren Heizung immer noch eine teure Lösung. Ich erhoffe mir neue innovative Ansätze.

Vermieter und Mieter werden künftig keinen leichteren Stand in D haben. Woher angesichts der immens steigenden Kosten für Neubau oder Bestandsimmobilien günstige Mieten kommen sollen, erschließt sich mir nicht. Die Politik bleibt Antworten weiter schuldig. Dinge wie Heizkostenzuschuss für Bedürftige sind ok, lösen aber grundsätzliche Probleme nicht. Im Gegenteil: Ich sehe bei Mieten eher noch Nachholbedarf (oft zu günstig in Relation zu Kaufpreisen) rein rechnerisch betrachtet. Neuinvestitonen drängen sich vielerorts jedenfalls nicht auf.

Bruno
8 Monate zuvor
Antwort an  Ralf

Im Altbau und gerade wenn z.B. eine Ölheizung läuft würde ich eher auf Pellets gehen anstatt Wärmepumpe, dann kann man diesen Platz auch nutzen. Die Heizung ist natürlich teurer aber das rechnet sind auf Dauer trotzdem insbesondere bei Altbau der schlecht isoliert ist, auch wenn Gas und Ölpreis weiter steigen dürften, weil dort immer weniger investiert wird.

Ralf
8 Monate zuvor
Antwort an  Bruno

@Bruno: Pellets gelten als eine sinnvolle Alternative. Allerdings sind die Anschaffungskosten besonders hoch (trotz Förderung in D) und der Wartungsaufwand (Aschebehälter leeren, Brennraum aussaugen) je nach Modell durchaus höher. Meine erste Wahl wäre es nicht. Bekannte von uns haben recht Probleme mit ihrer jungen Pelletheizung (Förderschnecke verstopft etc.), das schreckt mich etwas ab, ebenso die zunehmend komplexere Technik mit mehr Fehlerpotential. Ist umweltfreundlich, belastet das Umfeld aber mit Fein­staub und Pelletpreise sind ebenfalls recht deutlich gestiegen. Wir werden noch einige Zeit abwarten, ich hoffe auf positive technische Entwicklungen in den nächsten 2-3 Jahren.

Kiev
8 Monate zuvor
Antwort an  Ralf

@ Ralf

Ich reparieren stets mit ruhiger Hand. Dem Motto bleibe ich treu, allerdings möchte ich langsam das Dach reparieren und ausbauen. Dabei würde ich gerne meinen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Hier würde ich gerne ohne Beschränkungen maximal ausbauen und hier brauche ich Ideen für Abnehmer. Ich mag keine halben Sachen. Vielleicht sind das Positionen.

Das Ferienhaus würde ich längerfristig auch gerne energetisch verbessern. Vielleicht kann ich CO2 neutral werden? Im Ferienhaus verwende ich Pellets in Kombination mit einer Zentralheizung. Problemen mit der Schnecke könnten durch zu feuchte Lagerung entstehen. In meiner Region ist der Pellet Bedarf nicht sehr hoch, zumal selten Gäste im Winter dort sind. Das heißt für mich hin und wieder Säcke schleppen. Ein Sack wiegt 15 Kg. In Deutschland wirst Du die aber in einen Behälter ähnlich Öl geschüttet bekommen.

Habe gerade im Handelsblatt einen schönen Bericht über Wärmepumpen gelesen. Bin scheinbar doch nicht alleine mit meinen gewonnenen ernüchternden Erkenntnissen.

Zusätzlich gab es aber auch einen Artikel über die Absetzbarkeit haushaltsnaher Dienstleistungen. Das erschien mir dann doch ein wenig realitätsfremd. Als würden Reinigungskräfte nicht mehr als 450€ im Monat verdienen. Die arbeiten doch irgendwo angestellt und verdienen sich nebenbei etwas dazu. Der Zuverdienst ist meiner Erfahrung nach höher als 450€ Brutto wie Netto. Als könnte man hier ernsthaft vorschlagen die Tätigkeit anzumelden. Und das vermutlich noch zu den gleichen Konditionen. Bei einem Arbeitsvermittler wird es noch teurer. Schließlich möchte er auch seinen Teil abgaben.

Felix
8 Monate zuvor
Antwort an  Kiev

Ich habe beides, ein 8 kWp PV und eine Wärmepumpe. Leider haben beide Systeme, wie schon genannt wurde, wenig Schnittmenge. In der Heizperiode ist die Stromproduktion der PV nur im Frühherbst und Frühling mit ein paar kWh dabei.
Wenn es im Winter (Dez/Jan/Feb) richtig kalt wird und die Leistungszahl der WP auf 2 fällt, liefert PV gewissermaßen nichts. Vermutlich wird, wenn viele auf WP umgestellt haben, ein teurer Winterstromtarif eingeführt werden (müssen). Dann wird Stromheizen extrem teuer werden.
WP sind wohl in erster Linie im Neubau mit Niedrigenergiestandard, also bei in 20 cm dickes Styropor eingepackten Häusern und Fußbodenheizung mit 30 Grad Vorlauftemperatur geeignet, also dort, wo ohnehin kaum Heizenergiebedarf vorhanden ist

Kiev
8 Monate zuvor
Antwort an  Felix

@ Felix

Danke für Deine Einschätzung. Das ist mir so viel liber als von Fachfirmen, die eine Anlage natürlich auch verkaufen möchten. Privat gibt es noch die Möglichkeit Strom zu konsumieren. Mit einem Elektrofahrzeug könnte auch ein guter Teil bei langsamer Ladung verwendet werden. Diese Mischnutzung ist bei MFHs allerdings nicht so einfach möglich.

Langfristig bin ich optimistisch, dass sich gute Lösungen finden werden. Falls in Deiner Nachbarschaft mehr E-Fahrzeuge vorhanden sind in Kombination mit PV so werdet Ihr Eure Fahrzeuge zumindest selbst aufladen. Auch wenn im Winter durch andere Anschlüsse die Ersparnis nicht weitergeben werden. Falls wir mehr Energie aus Windkraftanlagen erhalten könnte das vielleicht auch eines Tages für die Wärmepumpen im Winter ausreichen. Die Wärmepumpe kann auch nachts Wärme erzeugen und sich in den täglichen Peak Regionen ruhig verhalten. Deutschland wird weiterhin Energie zukaufen müssen. Das ist nicht unbedingt verkehrt. Grenn-Hydrogen ist vielleicht etwas aus Australien. Vielleicht wird so etwas auch irgendwann in Afrika möglich sein.

Eine Liberalisierung des Strommarktes in Kombination mit digitalen Zählern könnte hohe Kosten durch diverse Effekte wegarbitragen. Bereits heute gibt es spezielle Verträge für PV Anlagen Besitzer, besonders mit Energiespeicher. Das wird sicherlich noch wesentlich besser werden.

Es ist erst seit kurzem Möglich für den Eigentümer eines MFH den Ertrag aus der PV Anlage alleine zu konsumieren. Hier zeigt sich das enorme Potenzial einer möglichen Kehrtwende bei einer Änderung der aktuell wenig durchdachten Richtlinien. Vielleicht kann ein Gesandter der FDP den Grünen Kollegen einmal aus wirtschaftlicher Betrachtung wertefrei versuchen darzulegen, warum der PV Ausbau stockt. Das wäre mir zumindest lieber als Zwänge auf undurchdachter Basis. Ich kenne tatsächlich mehrere Eigentümer, die aus privaten Gründen gerne ihren Beitrag leisten würden, aber aktuell vor unzumutbaren Hemmnissen stehen. Eine Person würde beispielsweise gerne die eigene PV Anlage komplett ausbauen und den Strom dem Nachbar schenken. Aber auch hier muss die Einspeisevergütung erbracht werden. Ältere Menschen haben oft in dem Fall nachvollziehbare Prinzipien, die am Ende der Tropfen zu viel sind. Diese Anlage würde sich definitiv nicht rentieren. Zumal die Anlage herkömmlichen Schindeln ähneln soll.

Unternehmer, die ihren Mitarbeiter gerne Strom schenken würden, anstatt ihn billig einzuspeisen, stehen vor ähnlichen Problemen.

Iceman
8 Monate zuvor
Antwort an  Kiev

Hallo Kiev, eine Wärmepumpe mit 55Grad Vorlauftemperatur zu betreiben wird sehr teuer. Wärmepumpen laufen mit 38Grad Vorlauftemperatur bei der bei dir vorgegebenen Normaussentemperatur effektiv.
Heizkörper alleine wird nicht funktionieren, da eine Mindestmenge an Heizu gswasser umgewälzt werden muss. Zudem braucht die Wärmepumpe eine bestimmte Menge warmes Wasser um sich bei Bedarf zu enteisen.
Aktuell gibt es FörderProgramme zum Austausch von Ölheizung gegen Pellets Heizungen. Hier werden 45%der Kosten gefördert, maximal jedoch 27.000€.
Du musst nicht die Heizkörper runter drehen sondern deine Heizkurve verändern oder die Vl Temperatur begrenzen um zu testen ob es mit den Heizkörpern auch bei niedriger Vl Temperatur geht.

Iceman
8 Monate zuvor
Antwort an  Kiev

Die Mitarbeiter würden einen steuerlichen Vorteil erhalten. Zudem würde der Arbeitgeber als Energieversorger auftreten da er Strom verkauft/verschenkt, was in Deutschland nicht zulässig ist.

Kiev
8 Monate zuvor
Antwort an  Iceman

Hi Iceman,

die 55 Grad habe ich als Möglichkeit gelesen. Die Wassertemperatur ist aktuell 61 Grad in meinem System und die Heizkörper stehen so auf 2. Das müsste, wenn es konkret wird berechnet werden. Wird es aber wohl nicht, da die PV Anlage in der großen Heizperiode in meiner Größe eh nicht viel bewirken kann. Aktuell haben wir eine sparsame Gaszentralheizung. Ich hatte nur Möglichkeiten gesucht, was ich mit einer größeren PV Anlage anfangen könnte. Von der Kombi liest man ja oft, aber den Grund dafür sehe ich nicht wirklich. Förderungen für t es hier eigentlich keine. Ein Energieeffizienzhaus aus einem Gründerzeit Altbau zu erreichen mit Wahren des Ensembles ist schlichtweg nicht möglich. Das Dach mit Dämmung wird hier als Einzelmaßnahme gefördert. Die PV Anlage in keinster Weise. Wärmepumpe weiß ich jetzt nicht, aber ich sehe keinen Vorteil von Gas auf externen Strom zu gehen. Strom wird wahrscheinlich ein knappes Gut mit dem Ausbau aller möglichen Abnehmer.

Das Mitarbeiter ab 45€ im Monat oder vielleicht jetzt ein bisschen mehr geldwerten Vorteil bezahlen finde ich in Ordnung. Der Arbeitgeber muss aber zusätzlich die Einspeisevergütung bezahlen. Das hat zumindest vor einer Zeit der Unternehmer gesagt. Vielleicht ändert sich das noch. Sie kamen auf die Möglichkeit, da die Vergütung ausläuft und sie den Strom nicht verschenken wollten. Zumindest nicht an den Versorger. Da wollten sie ihn lieber den Mitarbeitern kostenlos zur Verfügung stellen. Es geht dann durch die Abrechnung aber weiter. Es werden dafür natürlich spezielle Systeme gebraucht um alles ordentlich abrechnen zu können. Wird in Summe teuer Strom zu verschenken…. Die Energieversorger Bürokratie ist auch unnötig. Falls der Strom verschenkt oder zu einem sehr günstigen Preis abgegeben wird könnte man doch auch in einer Form von Liebhaberei ausgehen. Hier steht ja kein Kraftwerk, dass ein Quartier mit Strom versorgt.

Bin gespannt was sich hier noch ändern wird. Als Vermieter habe ich überhaupt kein Interesse als Versorger in irgendeiner Form tätig zu werden. So groß wird die Anlage nun auch nicht, dass sich der Aufwand lohnen würde. Ebenso möchte ich in Energiefragen auch nicht als Vormund agieren und sie monatlich über ihren Verbrauch loben oder rügen 😉

MrTott
8 Monate zuvor

Hallo,
ein guter Artikel – kurz und knackig und mit ein paar guten Ansätzen.
Unser Rentensystem ist schon lange nicht mehr tragfähig, kann aber durch die Politik nahezu nicht kuriert werden, da sich die Beamten dann quasi selbst beschneiden würden. Im Gegenteil werden immer mehr zukünftige Pensionäre fabriziert – siehe aktuelle Größe des Bundestags oder der gewaltig gewachsene Bürokratieapparat in Deutschland.
Es wurde zwar ein Rentensystem nach schwedischem und amerikanischem Vorbild diskutiert, aber von einer Umsetzung sind wir meilenweit entfernt. Derzeit sieht es eher so aus, als würden bald alle ins Rentensystem einzahlen müssen, was nur einen kurzfristigen Effekt bringt, da die Leute irgendwann auch in Rente gehen und bezahlt werden müssen. In der Medizin würde man das vermutlich als Symptombehandlung und nicht als Ursachenbehandlung beschreiben…
Die meisten Bankberater/Vertreter/Makler haben leider absolut keinen Plan von Aktien und geben stupide das Gelernte aus deren Umfeld (Bank oder Versicherung verkauft natürlich deren hauseigene Produkte mit Vorliebe) wieder. Bei uns Deutschen klingt das Wort “Sicherheit” eben immer noch zu schön, um sich mit dem bösen Aktienmarkt (sind ja alles nur Zocker…) auch nur eine Sekunde ernsthaft zu beschäftigen. Sicher ist bei solchen Produkten leider nur, dass man sein Geld über die Jahre entwertet.

Deine Aktientipps sind jedenfalls sehr interessant. Vielleicht erleben wir ja in diesem Jahr eine Korrektur und es kommen weitere Qualitätsunternehmen wieder in kaufbare KGV-Regionen.
Das Thema Gewinnmitnahme vs. Steuern ist mir etwas zu pauschal gehalten, da es durchaus sinnvoll sein kann, gewisse Gewinne zu realisieren. Das kann eine Risikominderung (z.B. Teilverkäufe) sein oder eine Umschichtung im Depot (Strategiewechsel/-anpassung).

Viel Erfolg beim weiteren Investieren
&
Viele Grüße,
MrTott
(https://mrtott.blogspot.com/)

slowroller
8 Monate zuvor
Antwort an  MrTott

Auch in den USA und Schweden gibt es eine gesetzliche, umlagefinanzierte Rente analog zu unserer. Hier ist das Bashing absolut nicht angebracht aus meiner Sicht. Auch die Demographie, die derzeit sehr nachteilig für solche Systeme ist, wird sich glätten – Menschen arbeiten länger und Babyboomer treten irgendwann den Gang ins Jenseits ab. Bis dahin wird es aber noch recht lange dauern.

Punkte, die ich als Sofortprogramm für eine Reform (nicht aber eine Abschaffung) der gesetzlichen Rente beleuchtet sehen wollte:

  1. Bei den 3 Bezugspunkten der Rente darf es keine No-Gos geben, hier muss man schauen was wichtig ist: So muss man eventuell länger arbeiten, aber Renten müssen auch mal sinen dürfen wenn zu wenig im Pott ist. Auch 35 oder 40% vom Durchschnittsverdienst sind eine relevante Säule in der Altersversorgung.
  2. ALLE versicherungsfremden Leistungen müssen aus Steuermitteln und nicht aus der Rentenkasse gezahlt werden. 40% der Ausgaben der Rentenversicherung sind versicherungsfremd. Witwenrenten, EU-Renten, Frühverrentung, Mütterrente, Solidaritätsrente etc etc.
  3. Anpassung von Renten und Pensionen. Das soll kein Neidthema sein sondern eine gesellschaftliche Realität widerspiegeln. Für STeuerfairness und vernünftiges Planen der staatlichen Organisationen währen natürlich auch Einzahlungen ins Rentensystem eine Möglichkeit.
  4. Rentenversicherungspflicht für Selbstständige. Hier geht es mir nicht um die wenigen wohlhabenden Firmeneigener (denen isses eh egal) sondern um Soloselbstständige und Freiberufler. Zum einen sind sie dann rudimentär abgesichert und zum anderen würde ein flexibler Wechsel zwischen Selbststädnigkeit und Angestelltentum deutlich einfacher. Am Ende müssen eh alle für notleidende Selbstständige über die Sozialhilfen zahlen.
  5. Sofortige Abschaffung des Riester-Wahnsinns. Hier wird wahllos gefördert und die objektiven Vorteile betreffen nur bestimmte Personengruppen und sind meist nur durch die Förderungen aus Steuermitteln begründet.
  6. Etablierung eines Kapitalmarktfinanzierten Rentenanteils. Gerne mit einem zentralen Fonds oder über vorausgewählte ETF oder ähnliche günstige Instrumente. Mir wäre hier wichtig, dass man nicht wie in den USA in alles investieren darf. (dafür hat man ja sein versteuertes Geld) Es sollte vorgewählte etablierte und gemonitorte Anlagevehikel sein – allerdings ohne Beitragsgarantie.

Ein BGE würde ganz viele Dinge eh obsolet machen – aber soweit sind wir noch nicht 😉

42sucht21
8 Monate zuvor
Antwort an  slowroller

@Slowroller – BGE
BGE wird mAn aber weder das Rentenproblem noch das Problem ‘arme Menschen’ mit weniger Teilhabe lösen. Ob es für die Mehrzahl der Menschen als Incentive taugt freier von Zwängen persönlich mehr zu leisten und besser zu leben halte ich für eher nicht belegbar. Da finde ich FU-Money besser geeignet 😉

@Rente
das Verständnis von Rente muss sich auch wieder ändern. In den 1970ern – 80ern dachte man bei Rente an ein süßes Leben mit Vollversorgung ab 60. Es wurden Wahlversprechen gegeben und Renten und später die Rentenbeiträge erhöht auf heute 18,6%.
Bei der Einführung der Rente 3 Generationen davor war es nur als Zubrot gedacht, zur Mindetabsicherung damit über 70 Jährige nach 30 Beitragsjahren 15-25% des Lohns beziehen konnten weil sie nicht mehr arbeiten konnten und nicht betteln gehen mussten. Beitragshöhe 2%.

Die Differenz zwischen den 18,6% und 2% würde ich gerne selber in einem privaten, bis zur Auszahlung steuerfreiem, Wertpapierdepot 45 Jahre anlegen & verwalten dürfen. Für alle die sich nicht selbs damit beschäftigen wollen würde vermutlich so etwas wie die Vanguard LifeStrategy ETFs eine super Lösung sein. Egal von welchem Anbieter.

Kiev
8 Monate zuvor
Antwort an  42sucht21

Die Aktiensparmöglichkeiten in den USA sind unbestritten hervorragend. Aber auch dort ist nicht alles Gold was glänzt. Essensmarken sind in manchen Regionen der Staaten das meist eingesetzte Zahlungsmittel im Supermarkt. Die Höhe dieser wurde unter Trump reduziert. Dann gibt es Zahnarzt Events in Sporthallen. Bin nicht sicher, dass die Menschen dorthin reisen und campieren um mit dem gepaarten Dollars 401k, Roth und Co aufzustocken. Was gab es denn für Plünderungen in San Franziska. Ist da nicht in der Nähe die Tech Scene angesiedelt? Die Mieten sind auf sehr hohem Niveau, aber werden deshalb schon Läden auseinander genommen? Und was hat es mit dem Müll an Bahntrassen auf sich? Wieso liegen dort leere Kartons? Solche Dinge beobachte ich in meiner Stadt jedenfalls nicht. Auch nicht in den zwielichtigen Vierteln.

Natürlich sollte man sich nicht an den schlechten Dingen orientieren. Wie gesagt, 401k finde ich ebenfalls Klasse und Norwegen wie Schweden haben sicher auch interessante Aspekte. Nicht nur in Hinblick auf die Altersvorsorge.

slowroller
8 Monate zuvor
Antwort an  42sucht21

@42sucht21
Das BGE würde das Problem der Verteilung im Alter lösen: Jeder hätte ein Fundament mit dem es sich leidlich leben ließe. Dieses ließe sich über Steuern oder die von dir genannte rudimentäre RV bezahlen. Alles weitere müsste bzw. könnte man dann selbst tun. Es ist keine Universallösung – könnte aber eine Menge Dinge erschlagen und vor allem viel viel Bürokratie und Arbeitskraft einsparen – Arbeitskraft, die wir derzeit woanders wohl eher benötigen.

Das Problem was du mit deinen 2% hast ist doch das was @Kiev anspricht: Wir lassen (zum Glück!) niemanden verhungern und im Grunde sogar noch ganz passabel leben, auch wenn keine Ansprüche vorhanden sind. Das ist auch das Problem mit deinen 2%: Über 2% staatliche Rentenbeitrage würdest du das niemals finanzieren können. Selbst in den USA beträgt der Beitrag für die gesetzliche Rente 13%, hälftig für Arbeitnehmer und ARbeitgeber (wegen der Mär, dass es andere soooo viel anders machen). Und die haben nun wahrlich keine ausufernden Renten.
Wer (du nicht, aber andere) nun also die Differenz verzocken, verdaddeln oder einfach Pech haben, dann zahlt trotzdem wieder die Gemeinschaft – und das ist dann schlicht nicht zu erklären. Ich kann nicht einerseits ein Maximum an Eigenverantwortung (und damit natürlich auch Freiheiten) fordern und andererseits im Falle des eigenen Scheiterns auf die Solidargemeinschaft vertrauen.

Aber ehrlich: Ich würde auch gerne ein wenig von den 18,6% selbst investerieren. 😉

Kiev
8 Monate zuvor
Antwort an  slowroller

@ Slowroller

Es wäre theoretisch möglich das Existenzminimum als minimale Rente zu definieren und in Folge dessen Beträge oberhalb der dafür notwendigen Höhe dem 401k Depot zuzuschreiben. Das käme dann Besserverdienen zugute. Die Höhe kann natürlich mit Gehalt und Anpassung des Existenzminimums variieren, so dass die frei verfügbare Höhe nicht fest ist. KI wäre hier eine Möglichkeit den persönlichen freien Faktor für das kommende Jahr zu schätzen.

Andererseits wäre ich schon mehr als zufrieden, wenn ich in einem gewissen Rahmen (60% 😉 ) aus dem Brutto in einen halbwegs selbst ausgesuchten ETF investieren dürfte. Also World, Emerging Markets mit unter 0.1% Gebühr anstatt 1%. Wo wir dabei sind möchte ich keine Garantie auf eine monatliche Auszahlungshöhe und mit Eintritt der Rente auch über das Depot frei verfügen dürfen. Vielleicht in einem gewissen zeitlichen Spielraum.

42sucht21
8 Monate zuvor
Antwort an  slowroller

@Kiev / Slowroller
ich habe ja einige Zeit in den USA gelebt und habe einige Nach- und Vorteile im Vergleich zu DE erleben dürfen. Obwohl ich nicht arm bin lebe ich mit meiner Familie deutlich besser in DE. Das mit der Eigeninitiative, positive Einstellung und dem ‘nicht so sehr am Nachbarn orientieren’ gefällt mir gut. In DE gefällt mir die GRV besser. In den US die private Aktienvorsorge. (In einem Südeuropäischen Land habe ich ein tolles “Bafög”system kennen lernen können.) Überall gibt es vernünftige Dinge zu finden.
Ich wollte in meinem Post auch darauf hinaus, dass wir Rente nicht als rundum Sorglospaket einsetzen sollten. Mir würde eine Mindestrente reichen. Dafür will ich aber nicht über 45 Jahre >1 Million einzahlen müssen.
Mit der Eigenverantwortung & Solidarität ist es so eine Sache. Wenn ein 40 jähriger statt Altersvorsorge immer die neuen Premiumautos hat und jährlich 3 Fernreisen tätigt und später Wohngeld / ALG2 benötigt – so ist das ähnlich wie ein rauchender Skifahrer. Langfristig kosten beide der Solidargemeinschaft Geld. Manche leben gesund und sparen und deren Vermögen geht einfach durch Pech flöten. Haben die mehr Anspruch auf Solidarität weil ihr Verhalten anders war?

@slowroller – BGE
nach meinem Verständnis hat jetzt schon in DE jede,r diess Fundament mit dem es sich leidlich leben. Nur nutzen es nicht alle bzw. es ist sehr Aufwendig es zu nutzen und teils sehr entwürdigend wenn man es nutzen möchte. Ein BGE wird trotzdem die reichen wieder reicher machen und die armen ärmer. Gießkannengeld hilft mE nicht struktuelle Defizite zu lösen.
Ich habe mal einen Podcast gehört über dieses BGE-Experiment welches aus Spenden finanziert wird – und wenn ausreichend zusammen kommt, dann wird 1 ausgelost die / der 1 Jahr lang das gewinnen kann. Ein sympathischer Student hat dann seinen Nebenjob gekündigt und ein Auto gekauft um besser in die Uni und zu Freunden zu kommen. Na ja, obs dafür gedacht war?

Kiev
8 Monate zuvor
Antwort an  42sucht21

Der 40 jährige mit den Premiumautos und drei Fernreisen wird zumindest als Angestellter entsprechend in die GRV einzahlen. Die Altersvorsorge wird auch mit längerer Arbeitslosigkeit über dem Minimum liegen. Finde ich in Ordnung. Das hat er sich schließlich aufgebaut. Es hätte natürlich auch mehr werden können, wenn er umsichtiger gewesen wäre.

Eine Grundrente fände ich auch in Ordnung und darüber hinaus die Möglichkeit selbst aus dem Brutto aufzustocken. Wird vermutlich nicht unbedingt die Ungleichheit reduzieren.

Slowroller
8 Monate zuvor
Antwort an  42sucht21

Na, ich denke mit dem BGE hast du recht. Ich finde die Vereinfachungen einfach zu verlockend.

Am Ende leben wir im hier und jetzt – und es macht auch einfach Spaß aus den gegebenen Umständen das beste rauszuholen. Ist aich deutlich konstruktiver als unzufrieden durchs Leben zu gehen wie einige hier. Schade um die verlorene gute Laune 🙂

Jens
8 Monate zuvor

Danke, Tim, für diesen Beitrag. Ich selbst habe auch leider extrem negative Erfahrungen mit dem Bausparen gemacht: Im Verkaufsgespräch bei der Sparda war kein Wort gefallen über die Kosten. Im Prinzip war das Betrug. Zinsen kann man, wenn man die wahren Kosten betrachtet, echt vergessen. Da kann man sich bei jedem Mafiosi um die Ecke auch Geld leihen. So was mache ich nie wieder. In der heutigen Zinssituation macht es so wieso keinen Sinn. Bitte vergleicht Zinsen normaler Banken und denkt an die Kosten!

Bruno
8 Monate zuvor

Wer noch nicht weiss wohin mit seinem Geld (oder alle Aktien aus Angst vor einem Crash verkauft hat) und mal wie ein Mafia-Boss leben möchte, die sizilianische Villa aus der Pate steht zum Verkauf
Sicilian castle from The Godfather movie is up for sale for €6m—but what about the extensive art collection it was built for? (theartnewspaper.com)

6M wäre ein guter Preis aber geht über Sotheby’s ich gehe davon aus dass es eine Auktion gibt.

Last edited 8 Monate zuvor by Bruno
42sucht21
8 Monate zuvor
Antwort an  Bruno

@Bruno
Das ist nicht schlecht, aber ich finde dieses besser. Also nicht unbedingt das Haus an sich aber die Lage und die Steuergestaltungsmöglichkeiten. Ist auch ein Castillo und geht über Sothebys. Wär das nichts für Sie als Unternehmer?

42sucht21
8 Monate zuvor
Antwort an  42sucht21

vergessen zu erwähnen: das ist aber nur 1B-Lage und nicht 7-mile beach. Dafür näher an den Briefkastenfirmen in der Stadt.

Bruno
8 Monate zuvor
Antwort an  42sucht21

Hollywood Style gefällt mir persönlich nicht so, das andere hat mehr Charme. Sowas fände ich interessant um ein Luxus-BnB zu eröffnen, dann könnte man das selber auch mal für Urlaub brauchen. Daher finde ich das erstere eben interessant, es hat eine Geschichte, und die lässt sich dann auch gut vermarkten.

Ok wenn Du mir sagst dass in deinem Objekt Lady Gaga oder andere Berühmtheiten gelebt haben, dann können wir darüber sprechen 😀

Kiev
8 Monate zuvor
Antwort an  Bruno

@ Der Pate

Das Haus ist nur eine Fantasie aus dem Film. In Wirklichkeit leben sie im Untergrund und schreiben Zettelchen:”„Ich habe ein gutes Schaf, wir sehen uns am Hof“ oder „Der Ricotta ist fertig“ – solche Sätze des 77-jährigen Schafzüchters Vito Gondola am Telefon entpuppten sich als Geheimbotschaften.”. Vielleicht sieht eine Unterkunft so in der Art aus:

https://images.app.goo.gl/ctEaHTtcEPcZCJ8w7

Internet und Telefon gibt es da allerdings nicht. Nur Papier und Stift für kleine Notizen.

Kiev
8 Monate zuvor
Antwort an  Kiev

Das letzte Versteck von Saddam Hussein ist jetzt auch keine Adresse, die ich gerne erwerben würde.

Bruno
8 Monate zuvor
Antwort an  Kiev

@Kiev
Sah vorgestern diesen Film
https://www.youtube.com/watch?v=M8E3b9VRUCU

Lief im Schweizerfernsehen vor 2 Tagen, vielleicht kennst du den, dachte das wäre doch mal eine Tour für dich, er ist von Südafrika quer durch Afrika in den Norden mit dem Fahrrad gereist. Sind Reisen die man wohl nie vergisst, aber das braucht viel Mut und Zeit.

Bruno
8 Monate zuvor
Antwort an  Kiev

Genau es geht ja darum Träume zu verkaufen, nicht die Realität, ich denke sowas könnte man gut vermarkten, es braucht einfach eine Geschichte, Luxus-Häuser gibt es genug 🙂 Niemand der potentiellen Mieter wäre gerne ein echter Mafiaboss.

Ich denke auch ein Knast würde gerne besucht, wenn darin mal ein berühmter Knacki gesessen hätte, sowas mögen die Leute. Falls mal ein altes Gefängnis zu kaufen ist haha.

8 Monate zuvor

Sehr schöner und wichtiger Bericht. Vielen Dank Tim.
Bezüglich der Angst ist das so eine Sache. Ich mache die Erfahrung, dass zum Thema Geld alle irgendwelche Emotionen haben. Auch die Angst ist dabei und andere wilde Dinge. Ich beobachte jedoch auch, dass diese Emotionen sehr häufig tief unbewusst im Unterbewusstsein abgelegt sind. Eine bewusste Auseinandersetzung kann da einiges bewirken und das Thema Geld auch ruhiger sowie gelassener leben. Ich bin immer wieder von diesen Zusammenhängen fasziniert. Es geht immer auch um klare Entscheidungen – auch im Bereich Geld.

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