Schocknachricht: Consors Bank kündigt mein Konto/Depot. Ich weiß nicht warum. Seltsam. Was ist los? Ich brauche Eure Hilfe! Ich war immer zufrieden mit der Direktbank


New York, 14. Oktober 2017

Consors Bank: Die Direktbank hat mir am Freitag telefonisch mitgeteilt, mein Konto zu kündigen. Ich habe zwei Monate Zeit, eine neue Bankverbindung zu finden. Dann ist die Geschäftsbeziehung beendet. Ich verstehe das nicht. Was habe ich falsch gemacht? Ich möchte der Sache auf den Grund gehen. Ich bin seit Dekaden Kunde bei der Bank. Ich kann es mir nicht erklären. Ich brauche Eure Hilfe. (Foto: Screenshot Consors Bank)

Am Freitag erhielt ich einen Anruf, der mich schockierte. Ich kann es noch immer nicht glauben, was passiert ist. Ich war um 11.30 Uhr in meinem Lieblingssupermarkt „Zeytuna„, um mir einen Salat am Selbstbedieungsbuffett an der Wall Street zu holen. Gerade hatte ich den Salat bezahlt und wollte in Ruhe das leckere Grünzeug essen, da klingelte mein Handy.

Es erschien eine Münchener Telefonnummer auf dem Bildschirm. Ich dachte: „Wer kann das wohl sein? Wer ruft jetzt aus München noch an?“ In Deutschland war es zu diesem Zeitpunkt schon 17.36 Uhr. Ich nahm ab. Es begrüßte mich jemand so: „Guten Tag Herr Schäfer, haben Sie gerade Zeit?“ Ich antwortete: „Ja, es ist in Ordnung. Um was geht es denn?“ Der Herr sagte sinngemäß: „Ich rufe sie von Consors an. Wir haben hier bei der DAB Bank beschlossen, dass wir Ihr Konto schließen werden.“ Es fühlte sich so an, als ob ein Blitz gerade irgendwo im Gebäude einschlug.

Ich sagte: „Warum machen Sie das? Ich verstehe das nicht?“ Seine Antwort war kurz und knapp: „Nun wir haben das so entschieden. Sie haben zwei Monate Zeit. Wir werden Sie zusätzlich per Brief informieren. Wir wollten Ihnen schon vorab telefonisch Bescheid geben.“

Ich dachte: „Meine Güte. Wie kann das sein? Das ist so seltsam.“

Ich beendete das Gespräch zügig. Warum? Ich merkte, je mehr Fragen ich stellte, desto mehr wurde geblockt. Ich erhielt immer wieder die gleiche Antwort. Die Antwort verstand ich nicht. Es machte keinen Sinn. Ich möchte der Sache auf den Grund gehen. Ich mag Consors sehr. Ich bin sehr zufrieden mit der Direktbank. Ich habe etlichen Familienmitgliedern und Freunden Consors empfohlen.

Von dieser Rufnummer aus München (Tel. 089-500680) erhielt ich einen Anruf. Es war mittags um 11.36 Uhr. Ein Herr teilte mir mit: Consors wird die Geschäftsbeziehung mit mir beenden.

Ich verstehe es wirklich nicht. Ich bin seit Ewigkeiten bei Consors. Es sind Dekaden. Fast seit der ersten Stunde bin ich dabei. Ich lernte Consors-Gründer Karl Matthäus Schmidt 1999 in Frankfurt kennen, als er die Redaktion besuchte. Damals war der Börsengang von Consors in der Vorbereitung. Ich war schon damals Kunde. Es war eine großartige Bank – sie ist es noch immer.

Direkt nach dem Börsengang veröffentlichte der Börsenneuling diesen Geschäftsbericht (1999, PDF). Es war eine Erfolgsstory.

Nur verstehe ich nicht meinen Rauswurf. Ich habe mein Depot mit Geld gefüttert – über eine so lange Zeit. Ich habe „Buy and Hold“ gemacht. So wie ich es immer hier im Blog predige. Ich besitze deutsche und amerikanische Blue Chips wie SAP, Adidas, Bank of America, Netflix oder Chevron. Ich besitze außerdem ein paar deutsche Mittelständler.

Ich bin wie vor den Kopf gestoßen. Ich lebe nun in New York. Wie soll ich ein neues Depot auf die Schnelle in Deutschland einrichten? Wo soll ich meine Aktien hin transferieren? Es ist ja nicht fair, so mit treuen Stammkunden im Ausland umzugehen. Da muss etwas schief gelaufen sein. Ich möchte unbedingt herausfinden, was passiert ist. Ich habe mich im Forum bei der Bank umgeschaut, aber all das leuchtet mir nicht ein. Es macht keinen Sinn in meinem Fall. Es ist so merkwürdig. Was mir jetzt unnötig Arbeit und Aufwand entsteht, geht auf keine Kuhhaut.

Hat jemand etwas ähnliches bei Consors erlebt? Was kann der Grund sein? Ich würde so gerne dort bleiben. Hat jemand einen Vorschlag, was ich tun soll? Kann ich die Bank noch umstimmen? Hilft eine Beschwerde bei der Geschäftsführung? Fragen über Fragen.

Heute gehört Consors übrigens zur französischen Großbank BNP Paribas. Die DAB Bank in München hatte Consors (Hauptsitz in Nürnberg) vor einiger Zeit geschluckt und integriert. Ich war nie Kunde bei der DAB, sondern immer bei Consors.

Ich werde Euch auf jeden Fall auf dem Laufenden halten. Ich werde Euch über jedes Detail informieren. Ich bin wie vor den Kopf gestoßen. Was alles in Deutschland aus heiterem Himmel mit einem treuen Kunden passieren kann. Ich würde so gerne bei Consors bleiben. Ich werde eine komplette Serie aus diesem Vorgang machen. Ich werde dazu noch Videos auf YouTube, Twitter und Facebook stellen.


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Schocknachricht: Consors Bank kündigt mein Konto/Depot. Ich weiß nicht warum. Seltsam. Was ist los? Ich brauche Eure Hilfe! Ich war immer zufrieden mit der Direktbank

  1. David

    Hallo Tim

    Ich als Bankangestellter weiss, dass eine Bank grundsätzlich keine Angaben zu einer Kündigung machen muss. Meine Bank verweist bspw. immer auf die entsprechenden AGBs, in welchen das geschrieben steht und gegenüber dem Kunden wird kommuniziert, dass die Kündigung „aus geschäftspolitischen Gründen“ erfolgt. Der Grund für dieses Vorgehen ist schlicht und einfach compliance-technischer Natur. Unsere Kunden haben höchstens dann eine Antwort erhalten, wenn sie den Grund selbst angesprochen haben à la „… ist es aus diesem Grund?“ Nichtsdestotrotz wird grundsätzlich in keine Diskussion eingegangen.

    In einem 2. Schritt stellt sich nun aber die Frage, weshalb man dir gekündigt hat. Grundsätzlich handelt es in solchen Fällen jeweils um Erkenntnisse rund um die Person. Wir haben bei unseren Hintergrundscans plötzlich erfahren, dass ein Kunde Kokain-Handel betrieben hat, ein anderer wurde des Menschenhandels beschuldigt und wieder ein anderer (ich arbeite als KMU-Berater) hatte solch ein undurchsichtiges Geschäftsmodell und ist plötzlich mit (unerklärlichen) Unsummen von Geldern aufgetaucht, dass der Punkt „Geldwäscherei“ tangiert war. Da du nun aber seit Langem Kunde bei deiner Bank bist, sollten sie dich ja kennen und selbst gesehen haben, dass das Vermögen langsam und stetig aufgebaut wurde. Auch gehe ich nicht davon aus, dass du grössere Transaktionen vorgenommen hast, welche für die Bank ein Warnsignal ausgelöst hat. Allerdings wundert es sich mich ein wenig, dass irgendein Bankangestellter deiner Bank angerufen hat. Wirst du nicht im Private Banking betreut und hast einen persönlichen Ansprechpartner, welcher dich und deine Vermögenssituation auch genaustens kennt?

    Fazit: Es wird für dich schwierig werden den Grund herauszufinden, geschweige denn die Entscheidung anzufechten, da dieser kaum aus dem Affekt entstanden ist. Andererseits habe ich mir überlegt, ob es auch noch damit zusammenhängen könnte, dass du in den USA wohnst, da dies – zumindest bei uns – mit erheblichem Mehraufwand zusammenhängt. Wenn wir hören, dass jemand Amerikaner ist oder in Amerika wohnt, dann gehen bei uns alle Alarmanlagen an, obschon der Kunde nichts verbrochen haben muss, aber die Bank kann in solchen Situationen auch in einen Hammer laufen, wenn sie beim Onboarding etwas Falsches macht. Gemäss deiner Aussagen bist du ja aber bereits langjähriger Kunde, weshalb ich grundsätzlich ausschliesse, dass dies etwas mit dieser Thematik zu tun hat.

    Noch eine Frage zum Schluss: Weshalb muss die neue Bank denn auch in Deutschland sein? Wäre es keine Option, dir eine amerikanische Bank auszusuchen?

    Ich weiss, dass ich dir mit meiner Antwort nicht wirklich helfen konnte und sie nicht befriedigend ist, hoffe aber, dass ich dir wenigstens ein bisschen weiterhelfen konnte und wünsche dir dennoch ein schönes Wochenende!

    Beste Grüsse aus der Schweiz

    David

  2. Frank

    Lebensmittelpunkt: USA!?

    Zu hohes Haftungsrisiko. Wertpapiergeschäfte für Amerikaner oder dauerhaft in den USA lebende sind unzulässig.

  3. Mr. B

    Hallo Tim,

    hast du mal aktiv bei Consors angerufen und dir die Aussage bestätigen lassen? Ich finde die Vorgehensweise auch sehr ungewöhnlich und würde im ersten Augenblick die Echtheit des Anrufers bezweifeln. Es gibt immer öfters dubiose Anrufe ohne erklärbaren Grund.

    Viel Erfolg und grüsse

    Mr. B

    P.S.: Vor einiger Zeit hatte ich ständig Anrufe aus New York. Da wollt mir einer einen ausgesetzten Pennystock andrehen – das war fast schon witzig.

  4. gorilla

    Hallo Tim

    Ich vermute, der Grund ist, dass du in Amerika wohnst. Viele Banken wollen in der Zwischenzeit nichts mit Amerikanern oder amerikanischen Doppelbürgern zu tun haben. Der Aufwand ist vermutlich zu gross und man befürchtet Strafzahlungen an das Amerikanische Steuerdepartement.

    Ich kann dir Interactive Brokers empfehlen: https://www.interactivebrokers.com/de/home.php

    Kostet dich ab einem Vermögen ab 100000 keine Kontoführungsgebühren. Also genau in deinem Sinne. Ich handle auch darüber, einfach die Einzahlung ist etwas schwieriger und kostet. Ich habe sonst nichts negatives erlebt.

  5. freaky finance

    Moin Tim,

    kommt mir zunächst auch sehr merkwürdig vor. Warum ruft dich jemand von der (Ex)-DAB an, wenn du dort nie Kunde warst. Finde ich komisch auch wenn die jetzt zusammengehören. Da würde ich auch zunächst mal nachforschen wie echt dieser Vorgang wirklich ist.

    Sollte sich die Echtheit bestätigen war auch mein Gedanke, dass es mit deinem langjährigen Auslandsaufenthalt zu tun haben wird. Das mögen Banken nicht. Leider weiß ich das aus eigener Erfahrung. Aber so ein Erlebnis wie du hatte ich zum Glück noch nicht!

    Ich drücke die Daumen, dass sich alles aufklärt und dir der Wechsel-Wahnsinn erspart bleibt. Ansonsten, wenn du nicht drumrum kommst, gibt es ja bei der einen oder anderen Bank ganz nette Angebote, wenn man sein Depot dorthin überträgt. Je höher der Depotwert, desto höher der Bonus/die Prämie, die man von der neuen Bank einsacken kann. Könnte sich bei dir ja lohnen 😉

     

    Viel Glück und halt uns auf dem Laufenden!

    Beste Grüße

    Vincent

  6. Karsten

    Hallo Tim!

    Du schreibst:

    „Ich war nie Kunde bei der DAB, sondern immer bei Consors.“

    Warum sollte die DAB dich anrufen, wenn du da nie Kunde warst?

    Wie kommen die an deine Daten?

    Ich weiß, dass die DAB von Consors übernommen worden ist. Aber soweit ich weiß, ist die DAB komplett in der Consors Bank integriert.

    Es sieht für mich ehr so aus als wenn sich jemand einen bösen Scherz mit dir erlaubt hat. Am besten anrufen ob eine Kündigung überhaupt stattgefunden hat oder nicht. Sonst mal ins Online Archiv schauen, ob du dort etwas finden kannst. Und alles was man nicht schriftlich hat ist nicht relevant.

    Ich drücke dir die Daumen, dass sich alles schnell aufklärt.

    Gruß aus Osnabrück

    Karsten

  7. Tina

    Hallo Tim,

    ich tippe auch darauf, dass dein Wohnort in den USA das Problem ist. Vielleicht kannst hierzu gezielt recherchieren. Hatte letztens online ein Comdirect-Depot beantragen wollen, und in dem Fragebogen dort wurde gefragt, ob man in den USA lebt / gelebt hat. Das scheint inzwischen Standard zu sein, die gesetzlichen Bestimmungen / Hintergründe kenne ich leider nicht.

    Das tut mir sehr leid für dich. Ist ein Depot in den USA keine Option, aus was für Gründen auch immer? Nibelungentreue wird ja selten belohnt, wie man hier aktuell wieder sehen kann…

    Grüße

    Tina

  8. Thomas

    Ich weiss von Bekannten die in die USA ausgewandert sind das auch denen das Depot gek[ndigt wurde. War allerdins die Comdirect. Liegt/Lag wohl wirklich am Stress der Besteuerung. Die Bank muss stetig irgendwelche Nachweise erbringen damit sie mit den USA keine Probleme bekommt.

  9. ZaVodou

    Hattest Du der Consors Bank gemeldet, dass Du Deinen Wohnsitz in die USA verlegt hast, bzw. hast Du ein W-9 BEN Formular ausgefüllt?

  10. Chris

    Als Buy&Hold-Anleger sollte es doch abgesehen von dem nach heutiger gesetzlicher Regelung – geringen – Wechselaufwand gleichgültig sein, bei welcher Bank man Kunde ist, solange nicht, wie bei dem Unternehmen „Flatex“ merkwürdigerweise üblich, für Dividendenzahlungen Gebühren erhoben werden.

    Unser Dozent im Fachbereich Finanzmärkte vertrat die Ansicht: „Verlasst Euch nie auf eine Bank, denn dann seid ihr verlassen.“

    Positiv gewendet ließe sich aus der Erfahrung die Erkenntnis ableiten: „Ich verstehe Bank nun wieder etwas besser.“ Man sollte die Emotionsfreiheit der Geldanlage ebenso auf die Geschäftsbeziehung zu einer Bank übertragen. Zur Kenntnis nehmen und handeln.

    Ich wünsche Dir in jedem Fall einen reibungsfreien Ablauf des Wechsels!

  11. Oliver

    Hallo Tim,

    ich habe mal gegoogelt:

    An die Kundenbeschwerdestelle des Bundesverbands deutscher Banken (http://www.bankenombudsmann.de) wenden und den Sachverhalt schildern. Die BNP Paribas S.A. Niederlassung Deutschland ist dort Mitglied. Das mit der Geschäftsbeziehung ist nicht so einfach wie geschildert. Hier gibt es Selbstverpflichtungen der Deutschen Kreditwirtschaft.

    Kostet nur ein bisschen Zeit und ist sicher die größte Chance herauszufinden, warum die Kündigung vorgenommen wurde.

    Davon ab würde ich keiner Bank nachtrauern, die meint meine Konten kündigen zu müssen. Es gibt genügend andere, die Depots genauso gut führen können. Eine amerikanische Bank wäre für dich doch viel vorteilhafter? Im übrigen hat die heutige Consorsbank mit der damaligen wenig zu tun. Ich bin dort auch schon sehr lange Kunde und mir ist aufgefallen, dass so einiges inzwischen zu teuer im Gegensatz zu anderen Online-Banken geworden ist. Mich begleitet schon seid geraumer Zeit der Gedanke, diese Kontoverbindung aufzulösen. Ich habe dort noch ein Teil meines Depots, kaufe aber über Consors so gut wie nichts mehr. Die Bank ist längst nicht mehr so gut wie sie mal wahr. Ist aber nur meine persönliche Meinung.

  12. Mattoc

    Hier noch ein Zitat aus einem Consors-Kundenforum:

    “Hallo ,

    …mir wurde das giroKonto einfach so gekündigt ohne Angabe von Gründen. Ich war sehr zufrieden und hatte auch vor die Bank an Familienmitglieder und Freunde weiterzuempfehlen, bis das kuriose Kündigungsschreiben angekommen ist.
    2 Monate Kündigungsfrist ist meiner Meinung nach zu wenig. Ich habe keine negative Schufa keine offene Kredite oder Zahlungen, kein Kontorückstand, nichts. Was ich aber vermute ist dass Aufgrund eine Auslandsüberweisung in die Türkei wegen Wohnungskauf vor 3 Monaten, mir einfach so gekündigt wurde. Ich habe auch alle Gebühren gezahlt und alles wurde von der zentralen Bank geprüft und genemigt.
    Einfach zum kotzen!!!“

     

    Olivers Vorschlag finde ich richtig gut. Das solltest du machen.

  13. Christoph

    Äh. also ich bin mir nicht sicher ob du den Artikel ernst meinst denn ich kann mir überhaupt nicht vorstellen wieso Du in den USA ein deutsches Depot haben solltest. Macht ja keinen Sinn.

     

    Aber wenn es doch so ist, mir erscheint das nach einem dieser neuen Abzock Methoden. Derzeit werden in Deutschland viele von einer ausländischen Tel. angerufen. Heben diese ab, legt der andere auf. Die setzen darauf, dass der angerufene zurückruft und dann kostet der Anruf gleich richtig Geld.

    Vielleicht isses auch andersrum auch so.

     

    Übrigens hat die Consors eine ganz andere Telefonnummer…

  14. dz82

    @tim

    Die Nummer ist laut Rückruf nicht vergeben. Ich hoffe du hast dem Anrufer keine Daten (Login oder ähnliches) gesagt.

    Ansonsten kann natürlich wie die Schreiber vorhin schon angedeutet haben der Wohnsitz USA ein Problem sein, das sich Banken einfach mal vorsorglich vom Hals schaffen. (Was angesichts des etwas ruppigen Vorgehens amerikanischer Behörden gehen europäische Banken (und auch unternehmen allgemein) für mich durchaus verständlich ist. Warum sollte sich die Consorsbank darauf einlassen, irgendwas mit US-Behörden zu tun haben zu müssen, wenn das gar nicht ihr Markt ist?)

    Habe vor zwei Tagen ein Tagesgeld bei Consors eröffnet und da waren auch zwei fragen USA: Wohnsitz und Steuer. Ich würde mal die offizielle Hotline anrufen erst mal. Sollte sich die Kündigung bestätigen, neues Depot bei anderer Bank anlegen, übertragsprämie mitnehmen und gut ist. Consors ist ja bekannt dafür, dass sie Bestandskunden nicht so sehr lieben wie Neukunden. Für neue wird ziemlich viel getan, für treue eher nicht.

  15. Anna(Lena)

    Hey Tim!

    Das ist ja seltsam. Ich bin auch bei der Consorsbank. Vielleicht ist das wirklich eine falsche Nummer? Ich würde auch bei der Consorsbank direkt anrufen und nachfragen. Ansonsten klingt das mit dem Auslandsaufenthalt in den USA plausibel. Beim Kontoerstellen wurde bei Consors auch gefragt, ob man in den USA steuerpflichtig ist.

    Warum wilst du wieder zu einer deutschen Bank? Wenn du planst, in NY zu bleiben, würde ich mich nach amerikanischen Anbietern umschauen.

    Viel Erfolg und Glück !

    Viele Grüße aus BaWü,

    Anna

  16. Christian Wimmer

    Wenn es wirklich ein deutscher Broker sein soll, nimm doch einen der VideoIdent anbietet. Die Comdirect und Ing-Diba haben sowas im Angebot. Das sollte die Sache doch ordentlich beschleunigen. Wobei man vorher besser prüfen sollte ob die Leute mögen die in den USA wohnen.

  17. Fit und Gesund

    hallo Tim,

    erstmal „Ruhig Blut“, das klingt für mich irgendwie nach fake, es wäre doch völlig unprofessionell Jemand telefonisch so zu benachrichtigen, überhaupt, am Telefon diskutiere ich niemals mit mir Unbekannten meine Bankbeziehung, das würde mir im Traum nicht einfallen, ich hätte sofort aufgehängt, ich hoffe auch dass Du nicht noch irgendwelche Daten bestätigt hast. Bankgeschäfte immer schriftlich!

    Ich gebe auch keine telefonischen Auskünfte über das Befinden meiner Patienten, NIEMALS, beschwert sich dann ein Angehöriger, mir egal, (hat aber bisher Keiner gemacht) ich denke immer noch an den unsäglich traurigen Anruf der austral. Presse als diese englische Prinzessin ihr Kind geboren hat und diese Scherzkekse sich als die Queen ausgegeben haben und Auskunft wollten, die Krankenschwester nahm sich das Leben, mir auch unverständlich aber so war es wohl.

    Sollte es kein fake gewesen sein, dann hängt es mit Deinem Wohnsitz zusammen, US-Kunden sind nicht unbedingt die Traumkunden in der CH, das weiss ich.

    Ich würde schriftlich um eine Stellungnahme bitten. Viel Glück.

  18. Jay

    Tim, du gibst so viele gute Lebens- und Finanztipps, von denen ich schon sehr profitiert habe, so dass ich mit diesem Kommentar eine Revanche versuchen möchte:

    Sofern sich die Echtheit des Anrufs bestätigt und dir wirklich gekündigt wird, geh mit den Winden des Lebens mit und such dir leichten Herzens einfach eine andere Bank. Es hilft alles nichts. Eine Geschäftsbeziehung zu seiner Bank ist immer eine Vertrauensbeziehung. Und dieses Vertrauen ist nun weg. Art und Umstand der Kündigung sagen viel über das Verständnis des Kundens, das Consors hat, aus. Dort solltest du gar nicht bleiben wollen. Gewohnheit und Zufriedenheit hin oder her. Es gibt genug Konkurrenten auf gleichwertigem oder besserem Niveau – zumal ein bereits erwähnter Wechselbonus eine nette Zugabe sein kann. Du solltest nicht betteln, weinen oder jammern. Akzeptier die Entscheidung in Würde und wolle niemanden, der dich nicht will. Selbst wenn die Kündigung durch dein Publikmachen revidiert werden sollte, schwebte fortan ein Damoklesschwert über deinem Depot. Jederzeit könnte sich das ein künftiger Mitarbeiter neu überlegen und dich aus Karriereehrgeiz oder sonstigen undurchsichtigen Gründen erneut über die Klippe treiben. Diesen Horror der Ungewissheit wollte ich nicht. Also, weg da! Ohne wenn und aber. Auch wenn es schmerzlich und umständlich wird, es gibt keine Alternative, wenn du irgendwann wieder ruhig schlafen willst. Bis Weihnachten kann schon alles erledigt sein und eine neue Bank mit neuem Interface kann auch Spaß machen.

  19. Dr. Bialetti

    Verwundert hat mich, dass jemand aus München angerufen hat, denn Consors sitzt in Nürnberg. Da die übernommene DAB-Bank ihren Sitz in München hatte, ergibt sich wieder ein Sinn.

    Ich gehe einfach mal davon aus, dass die Bank keinen Bock auf den amerikanischen Fiskus hat. Problematisch könnten auch Geschäfte mit dem Iran sein. Sie haben doch hoffentlich nicht zentnerweise Pistazien und Safran in Teheran bestellt, Herr Schäfer.

    Informationen für die anderen Kommentatoren: Der mögliche Grund, warum Herr Schäfer wieder ein deutsches Konto mit Depot haben will, liegt an dem kostenlosen und steuerfreien Übertrag des Depotinhaltes. Das geht von einem deutschen Depot zu einem amerikanischen Depot nicht. Herr Schäfer müsste alles verkaufen (es fallen Steuern an), dann das Geld übertragen und drüben wieder reinvestieren.

  20. Stefan

    Naja Tim, Du bist ja nicht seit gestern in den USA. Bezweifele, dass das der Grund ist.

    Aber so etwas lässt wieder tief blicken, wie Banken mit ihren Stammkunden umgehen. Asozial und ekelhaft ist so etwas.  Typisch Bank eben!

     

    Ich würde auf jeden Fall Widerspruch einlegen und eine Vorstandsbeschwerde schreiben, da Du schon das Recht hast zu erfahren aus welchem Grund Dir gekündigt worden ist.

    Ansonsten müsstest Du evtl. bei einem Anwalt nachfragen.

    Mit so einer kurzen Frist, ist es auch schwierig eine neue Bank zu finden gerade für jem. der zwischen mehreren Kontinenten pendelt. Das ist ja unzumutbar.

     

     

     

  21. Jens Dittrich

    Hi Tim, würde versuchen Markus Koch als Vermittler einzuschalten, der kann bestimmt was machen 😉 Ansonsten cool bleiben, wenn eine Tür zu geht, geht woanders eine größere wieder auf! Cheers

  22. Markus R

    Hallo Tim,

    jetzt bin ich selber auch ein bisschen aufgeschreckt, da ich auch meine Finanzen bei der Consors habe. Aber einmal Hand aufs Herz: Eine neue Bank ist rel. einfach gesucht.

    Auf die Schnelle würde ich sagen Ing-Diba und vielleicht noch einen Wechselbonus abgreifen oder (und das könnte für dich vielleicht sogar interessanter sein) zur Merkur Bank wechseln (https://www.merkur-bank.de/). Bei deinen Summen im Depot sind dabei sowohl Kreditkarte, als auch Giro und Depot kostenlos. Außerdem ist es ne rel. kleine Bank mit direktem Ansprechpartner für genau solche Geschichten 😉

    Um schnell noch unabhängig vom Girokonto an Geld zu kommen würde sich dann evtl. auch noch die 1 plus Visa Card von Santander anbieten.

    Also wie gesagt: Blöde Situation, aber vielleicht genau der richtige Tritt in den Hintern um etwas zu ändern?

    Grüße,

    Markus

  23. Dr. Bialetti

    Ich bin ja auch bei Consors und der Wechselgrund zu Consors war das Gebahren der alten Bank. Ich war bei der Netbank, die von der Augsburger Aktienbank übernommen wurde. Obwohl ich dem Depotübertrag noch nicht zustimmte, wurde schon mit der Übertragung begonnen. Folge war: Ich konnte drei, vier Wochen lang mein Depot nicht einsehen, nichts kaufen und nichts verkaufen. Und das geht absolut gar nicht. Ich bin dann zu Consors und eigentlich sehr zufrieden.

  24. Anna

    Die Telefonnummer gibt es wohl, und zwar Consors Bank in der Landsberger Str. 300 in München.

    Ich würde mal das Schreiben abwarten, mich aber in der Zwischenzeit für eine neue Heimat für mein Geld umsehen. Wenn denen ernst damit ist, dann „Götz von Berlichingen“ und keine Sentimentalitäten. Es gibt noch andere und Tim hat m.E. nicht bloß 2,50 Euro auf dem Depot!

    @ Markus R. Danke für die Erinnerung. Ich hatte doch mal vor Merkur-Aktien zu kaufen.

    Schönes Wochenende

    Anna

  25. Flo

    Hi Tim,

    ich vermute mal, wie andere auch, dass es an deinem Wohnsitz in den USA liegt. Es könnte aber auch wirklich(was ich mir eigentlich nicht vorstellen kann) an deinem Buy & Hold liegen.

    Ich glaube du hast mal erwähnt, dass du nur 1-2 Trades im Jahr machst? Vielleicht passt denen das wirklich nicht. Die wollen ja an uns verdienen…

    Du hattest mal erwähnt, dass du jemanden von der Consors persönlich kennst. Vielleicht kannst du da mal nachhaken?

    Ich selbst bin bei Consors und sehr zufrieden.

    Ich wünsch dir noch Viel Erfolg!

    Lass mal von dir hören.

     

  26. June

    Hallo Tim,

    Banken sind in Deutschland inzwischen sehr strikt. Ich kenne inzwischen einige Fälle, in denen Konten gekündigt wurden. Die EU verschärft inzwischen immer mehr Bankgeschäfte. Und das man bei Banken und Versicherungen nach USA Wohnort bzw. Steuerzugehörigkeit gefragt wird ist üblich. Was mich aber stutzig macht, ist die Tatsache, dass man dich freitags kurz vor Geschäftsschluss informiert hat. Übers Wochenende sind dir die Hände gebunden. Rufe am besten Montag bei deiner Bank an, frage nach deinem Kundenberater und lasse dir die Kündigung bestätigen. Es könnte durchaus ein Fakeanruf sein. Dann suche dir bitte eine neue Bank. Oder besser zwei. Du kannst wenn du zum Wechsel bereit bist, mit der Bank auch den Zeitpunkt verhandeln. 2 Monate sind sehr knapp.

    Eine kleine Bank kann hier durchaus günstiger sein, als eine Onlinebank, da kleinere Banken ums überleben kämpfen. Frag mal bei einer Sparkasse, Raifeisenbank oder der BW Bank an. Und wenn du mit einer englischen Depot zufrieden bist kann ich dir Cap Trader empfehlen. Louis Pazos hat die Depotbank ausführlich auf seiner Seite nur bares ist wahres besprochen.

    Manchmal hat man viel Arbeit mit seinen Geschäften, du weist aber vorher nie wofür es gut ist.

    Jay hat es sehr schön beschrieben, daher Kopf hoch Krone richten und weiter gehts.

    Take care,

    June

  27. Michael

    Die Kündigung dürfte mit dem US-Wohnsitz zu tun haben. Ein in den USA Steuerpflichtiger stellt für eine Bank ein enormes Risiko dar.

    Falls Tim gegenüber dem IRS nicht alles 100% korrekt gemeldet hätte, so würde nicht nur er selber, sondern auch seine Bank zur Rechengeschaft gezogen.

    So mussten Schweizer Banken für Verfehlungen ihrer Kunden (!) Milliarden an das DoJ abdrücken.  Deshalb sind z.B. US-Bürger bei vielen Banken weltweit als Kunden unerwünscht.

    „Google“ auch mal nach FATCA.

     

  28. Obama

    Lieber Tim,

    tut mir leid für diesen unnötigen Ärger.

    Am besten ist es jedoch erst einmal Ruhe zu bewahren. Mir kommt das auch sehr merkwürdig vor. Mir wurde z. B. auch einmal unerwartet die Autoversicherung gekündigt und ich hatte nur knapp einen Monat Zeit mir eine neue Versicherung zu suchen. Jedoch wurde ich hier nicht von der Versicherung angerufen. Soetwas passiert doch immer schriftlich.

    Finde das Vorgehen sehr seltsam

    Mir fällt in solchen Situationen immer eine sehr bekannte „Zen-Geschichte“ ein:

     

    Ein Bauer hatte ein Pferd, aber eines Tages lief es fort und der Bauer und sein Sohn mussten ihre Felder selbst pflügen. Die Nachbarn sagten: “Was für ein Pech, dass euer Pferd weggelaufen ist!”. Aber der Bauer antwortete: “man wird sehen”.

    Eine Woche später kam das Pferd zum Bauernhof zurück und brachte eine ganze Herde wilder Pferde mit. “So viel Glück!” riefen die Nachbarn, aber der Bauer sagte: “man wird sehen”.

    Kurz danach versuchte der Sohn des Bauern, eines der wilden Pferde zu reiten – aber er wurde abgeworfen und brach sich ein Bein. “Oh, so ein Pech!” Die Nachbarn hatten Mitleid, aber der Bauer sagte wieder: “man wird sehen”.

    Ein paar Tage später zog der Landesherrscher alle jungen Männer in sein Heer ein, um in die Schlacht zu ziehen. Aber den Sohn des Bauern ließen sie wegen seines gebrochenen Beins zu Hause: “Was für ein Glück, daß dein Sohn nicht in die Schlacht ziehen muss!” freuten sich die Nachbarn. Aber der Bauer bemerkte nur: “man wird sehen”.

     

    Trotz allem, wünsche ich Dir Tim ein schönes Wochende und natürlich auch allen Usern hier an Bord.

     

     

  29. Andreas

    Moin,

    ich arbeite selber in einer Bank. Wir haben früher auch alle Kunden mit einem Wohnsitz in den USA bzw. Kunden mit USA Staatsbürgerschaft aber in Deutschland lebend das Depot kündigen müssen. Spareinlagen sind damals kein Problem gewesen. Aber bei Wertpapieren müssen zu viele Daten an die US Steuerbehörden gegeben werden. Der Arbeitsaufwand ist enorm. Daher wurde das Geschäft beendet. Meine Bank hat das schon viel früher gemacht als Consors heute.

    Ich würde mir eine Bank nur für Wertpapiere in den USA suchen, wenn ich da leben würde. Tagesgelder / Notreserve in EUR können in Deutschland verbleiben.

    Interessant ist, dass die Diba zum Beispiel nur Geschäfte anbietet, wenn der Wohnsitz in Deutschland ist. Da geht also noch nicht einmal Tagesgeld.

    Bei kleineren Privatbankhäusern (Warburg, Berenberg, Lampe etc.) könnte man eventuell noch ein Depot führen wenn der Wohnsitz in den USA ist. Da du nach eigenen Angaben finanziell frei bist, könntest du eventuell schon zur Zielkundschaft der kleineren Privatbanken gehören. Einfach mal da nachfragen. Die haben internationale Kundenbeziehungen. Kostet aber auch etwas mehr als ein Onlinebroker der auf das eigene Geld gucken muss. 😉

     

     

  30. Gurki

    @Alex: Dein Ernst? Mir würde nicht im Traum einfallen, mein Depot bei der HASPA einzurichten. Da zahlt man sich doch dumm und dämlich für Depotgebühren. Mal abgesehen von den Monatlichen „Kontoführungsgebühren“ aka. Joker-Paket.

     

    Laut Dr. Google gibt es diese Nummer und verweist auf die DAB Bank. Da diese aber mit Consors zusammengeschlossen wurde, könnte es natürlich zusammenhängen. Nichts desto trotz würde ich direkt bei Consors mal anrufen und nachfragen.

    Ich fand im übrigen die DAB-Bank sehr schön. Jetzt bin ich zwangsläufig durch den Zusammenschluss auch bei Consors und nur bedingt zufrieden. Die Gebühren sind leider sehr hoch bei der Bank.

     

  31. Sven

    Ist das denn wirklich so üblich, dass eine Bank die Geschäftsbeziehung telefonisch kündigt? Bedarf das nicht der Schriftform? Die können im Zweifelsfall ja nicht einmal nachweisen, dass der Kunde die Kündigung überhaupt erhalten hat.

    Ich hätte solch einen Anruf jetzt gar nicht ernst genommen und abgewartet. Was machen die dann, wenn ich einfach nicht reagiere? Macht es dann nach zwei Monaten „puff“ und mein Depot und mein Verrechnungskonto haben sich in Luft aufgelöst?

    Was ist, wenn ich behaupte, dass ich nie informiert worden bin? Es könnte ja jemand anders an mein Telefon gegangen sein.

    Falls ich durch diese ganze Aktion einen Schaden erleide, könnte die Bank doch sogar Schadensersatzpflichtig werden, oder sehe ich da etwas falsch?

    Was sagen die Insider dazu?

  32. Alexander

    Das liegt daran, dass die Consors bei dir viel zu viel Arbeit und Kosten hat. Du kostest denen mehr als sie an dir verdienen. Zudem bist du nicht in D steuerlich ansässig. In deinem Bereich (Depot >2 Mio. EUR) würde ich auf keinen Fall zu einer Direktbank gehen, vor allem nicht zu einer Französischen! Da würde ich eher eine kleinere Privatbank und eine amerikanische Großbank in Kombination  wählen!

  33. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ David

    Danke für Deine Gedanken zu meinem Fall.

    Ich erhalte seit über 10 Jahren immer die US-Bescheinung für meine US-Steuer von Consors. Ich habe eine Steuerberatungskanzlei in New York – seit ich hier bin. Alles in bester Ordnung. Das läuft einwandfrei. Daher wundert mich die Kündigung.

    @ Alle
    Danke an Euch alle! Das sind wirklich wertvolle Hinweise. Eine großartige Gemeinschaft hab ich hier im Blog. Ich muss mir das alles in Ruhe durchlesen und schauen, was ich machen werde. Ich halte Euch auf dem Laufenden. Ich wünsche allen ein wunderschönes Wochenende!

  34. ChristianChristian

    Hi Tim,

    auch mir tut das wirklich leid. Aus der USA alles zu organisieren, ist bestimmt ein gewaltiger Aufwand. Ich kann Dir leider keine Tipps geben, weil ich mich mit Banken überhaupt nicht auskenne. Ich habe aber gehört, man könne mit seinem Depot umziehen, ohne Steuern bezahlen zu müssen – also ohne Verkaufen/Kaufen zu müssen. Weiß aber nicht, ob das geht.

    Oben wurde ja schon erwähnt, bei der ING DIBA kann man das per Online-Ident machen. Das stimmt, so habe ich das auch gemacht. Musste nirgendwo hingehen um eine Konto zu eröffnen. Allerdings kommen dann einige Briefe, und da weiß ich nicht, ob die ING DIBA die in die USA schicken.

    Vermutlich musst Du für eine Weile nach D-Land kommen, um alles zu regeln.

    Aber erstmal abwarten, vielleicht war’s wirklich nur Fake.

    LG Christian

     

  35. Christoph

    Tim, ich würde dann einfach ein konto bei boa oder wells fargo eröffnen und zukünftig alle Käufe direkt über den service der Unternehmen laufen lassen. Da du eh immer noch kaufst einfach den drip nutzen. Günstiger geht’s nicht.

  36. Beobachter

    Auch wenn die Art der Mitteilung nicht die feine englische Art ist, kann ich die ganze Aufregung nur bedingt verstehen. Gerade im digitalen Zeitalter ist ein Depotwechsel kein großes Problem.

    Je nach Volumen zahlen die Banken hierfür sogar einen interessanten Wechselbonus, den man mitnehmen kann.

    Wie einige Vorredner es schon angedeutet haben, hilft einfach einen kühlen Kopf bewahren und versuchen hieraus etwas positives zu ziehen (neue Bank, Wechselbonus, günstigere Gebührenstruktur). Ggfs. würde es sogar Sinn machen das Depot auf 2 neue Banken zu verteilen und 2x Wechselbonus zu kassieren.

    Bei allem wünsche ich good luck!

  37. Andi

    Hi Tim,

    schreib eine Beschwerde an die Geschäftsführung und schildere den Sachverhalt. Ich hatte bei Consors auch schonmal (zugegeben kleinere) Probleme und erst diese Beschwerde half prompt. Das Callcenter o.ä. kannst Du vergessen, da wird man Dir nicht weiterhelfen können.

    Viele Grüße

    Andi

  38. sdenker

    Die DAB-Bank wurde von der Unicredit an die BNP verkauft.

    Die BNP hat das Privatkundengeschäft der DAB-Bank mit Ihrer bereits früher gekaufeten Consorsbank nach Nürnberg transferiert.

    Das separate Geschäft der DAB-Bank mit Konton und Depots für Vermögensverwalter ist in München bei der DAB-B2B-Unit verblieben.

    In Nürnberg macht man also nur die Betreuung der vermutlich einfachen Privatkunden-Fälle.

    Alles was in den professionellen Bereich fällt und/oder die komplizierteren Fälle wie bei Dir in USA ansässigen Personen werden wohl in München betreut.

    Da Du wohl nicht viel tradest, sondern eher Buy-and-Hold machst können sie an Dir wohl einfach nicht soviel verdienen wie der Extra-Aufwand kostet.

    Das wird der Grund für die Kündigung sein.

     

  39. Nullzinssparer-Michael

    Hallo Tim,

    als ich das gelesen habe, ging mir gleich gehörig die Pumpe!

    Ich bin vor über einem Jahr auch in die USA gezogen, und habe keinen Wohnsitz mehr in Deutschland.

    Damals war ich noch bei der DAB-Bank, bevor diese von der Consorsbank übernommen wurde.

    Ich habe damals der DAB-Bank geschrieben, ob sie mein Konto weiterführen würden, wenn ich temporär für einige Jahre in die USA ziehen würde. Damals hatte ich nämlich ebenfalls die Angst, dass mir mein Konto gekündigt werden würde.

    Das Team der DAB-Bank teilte mir aber mit, dass es überhaupt kein Problem sein würde. Ich musste lediglich eininige Unterlagen und Formulare zur Verfügung stellen (W9, Adressänderungsformular und Abmeldebescheinigung aus Deutschland).

    Dann wurde die DAB-Bank Ende 2016 von der Consorsbank übernommen und bei mir ging die Panik erneut los, da ich davon in Foren gelesen hatte, dass Sie Kunden mit Wohnsitz in den Staaten die Konten kündigen könnten.

    Ich habe zwei mal bei der Kundenhotline der Consorsbank angerufen und gefragt, ob die mein Konto weiterführen oder nicht. Klare Ansage war, kein Problem wir führen ihr Konto weiter, auch wenn sie mehrere Jahre in den USA leben. Die Französische Bank im Hintergrund ist ja schließlich ein Global Player und weltweit vernetzt. Wir können doch nicht die einzigen Kunden mit Wohnsitz im Ausland sein in dieser globalisierten Welt?!

    Ich musste nochmal einige Unterlagen bereitstellen, u.a. Kopie meines Visums und danach haben sie mir einige Unterlagen per Post zukommen lassen und den TAN-Generator.

    Seitdem habe ich nie wieder von denen gehört und war bis zu deiner geschilderten Erfahrung sehr entspannt was das betrifft. Ich habe mein Konto jetzt seit fast einem Jahr bei der Consorsbank. Bisher kein Anruf und kein Brief, ich hoffe das bleibt auch weiter so.

    Ich kenne einige Kollegen, die ebenfalls permanent in die USA ausgewandert sind und noch Konten bei Deutschen Banken haben, Ing-Diba kam mir dabei auch zu Ohren. Ich höre mich weiter um.

    Ich habe auch schon überlegt, bei BoA ein Brokerage Account zu eröffnen, allerdings bin ich mir noch nicht sicher, wie das mit dem Transferieren der Aktientitel funktioniert und die Kosten des Lagerstellenwechsels aussehen würden, geschweige denn, wie die steuerliche Behandlung abliefe. Beim Transfer der Titel in die USA könnte der IRS ja auf die Idee kommen, das Ganze als steuerrelevantes Vermögen anzusehen und gleich mal 30% auf den Bestandswert abzuverlangen.

    Ich würde aber auch auf den schriftlichen Bescheid warten, entweder über den postalischen Weg oder mindestens in deinem Online-Archiv. Ich hoffe, es stellt sich als SCAM heraus, denn ich kann mir sehr gut vorstellen, wie du dich gerade fühlst.

    Viel Erfolg!

    Grüße aus Greenville, SC.

    Michael

  40. Nullzinssparer-Michael

    Folgenden Hinweis habe ich gerade noch gefunden unter meinen persönlichen Einstellungen:

     
    Wichtiger Hinweis für Kunden mit Wohnsitz in den USA

    US-Richtlinien betr. Aufenthaltsberechtigung und Quellensteuer

    Die Consorsbank als ‚Qualified Intermediary‘ unterliegt bei Konto & Depotführung für Kunden mit Wohnsitz in den USA besonderen Pflichten. Umgehend nach Bekanntgabe Ihres Umzuges in die USA werden Sie steuerlich als undokumentierte US-Persongeführt. Alle Erträge aus Wertpapieren sowie Erlöse aus der Veräußerung von Wertpapieren unterliegen dann einem nicht rückforderbaren US-Quellensteuerabzug in Höhe von 28% vom Bruttobetrag. Um den für Sie ungünstigen Steuerstatus wieder aufzuheben ist es erforderlich, dass Sie zusätzliche Legitimationsunterlagen einreichen.

    Nachfolgend finden Sie unverbindliche Hinweise, um das für Ihren steuerlichen Status notwenige Legitimationsformular auszuwählen. Bitte lesen Sie diese sorgfältig durch und reichen Sie das für Sie zutreffende Formular (W9 bzw. W8BEN), ggf. zusammen mit einer Kopie Ihres US-Visums, innerhalb von 2 Wochen bei uns ein. Bei Nichteinreichung müssen wir uns die umgehende Kündigung der Geschäftsbeziehung vorbehalten.

    Bei Verlagerung Ihres steuerlichen Wohnsitzes von Deutschland ins Ausland benötigen wir zudem für die Umstellung Ihres steuerlichen Status auf „Steuerausländer“ einen amtlichen Nachweis (wie Abmeldebescheinigung, Kopie Personalausweis/Reisepass mit neuer US Adresse, Bestätigung Konsulat/Botschaft…), ohne diesen müssen wir weiterhin von einer unbeschränkten Steuerpflicht im Inland ausgehen.

  41. Alex

    @Gurki
    Ich denke Tim hat grad andere Sorgen als höhere Gebühren. Und ich habe auch nicht gesagt, dass die HASPA in allen Punkten die beste Lösung ist. Aber versuch dich doch mal ein Stück weit in Tim´s Situation hineinzuversetzen. Und nicht in deine ganz persönliche aus dt. Sicht.

    Die Auflösung des Kontos bedeutet, alle Wertpapiere werden veräußert und es bleibt ihm nur Cash. Da er viele Jahre seine Papiere gesammelt hat, werden sie nun steuerlich belastet und seine Erträge fallen weg. Ein kostenneutraler Depotübertrag funktioniert nur innerhalb Deutschlands. In dem Fall hat sich die HASPA, zumindest in meinem Beispiel, wohlwollend Personen gegenüber gezeigt wie Timßs Situation derzeit ist.

    Gern kannst du andere dt. Banken vorstellen, die einem US-Kunden ein Depot anbietet.

    Alex

  42. Thomas Waschner

    Hi Tim,

    bei der Consors / BNP ändert sich beteiligungsmäßig demnächst wieder etwas. Ein Freund hat mir das gesagt. Eventuell räumen die vorsorglich den Kundenbestand hinsichtlich Wohnsitzland auf.

    Ich wünsche Dir einen kühlen Kopf bei Deinen nächsten Schritten.

    LG

    Thomas W. aus L.

  43. K.

    Hallo Tim,

    Deine Reaktion bzw. Dein Unverständnis kann ich nachvollziehen. Das würde ich als Bestandskunde auch so empfinden. Die feine enlische Art ist das nicht. Vorallem ohne Begründung. Aus Erfahrung mit meiner lokalen Bank, kann ich nur bestätigen, das manche Aussagen (auf Grund Vorgaben von oben) lieber nicht oder nur hinter vorgehaltener Hand unter vier Augen im Vertrauen getätigt werden. Am Telefon, wo man nicht weiß ob ggf. mitgehört oder mitgeschnitten wird, sicher erst recht nicht.

    Ich vermute, das der Anruf echt ist. Die Telefonnummer lässt sich leicht durch Google bestätigen. Immerhin sind sie so nett und geben Dir durch die telefonische Vorabinformatio mehr Zeit, in dem sie nicht warten bia ein Brief (aus Deutschland) bei Dir (in NY) eintrudelt.

    Jeder der sich mit Marketing beschäftigt, weiß das es für ein Unternehmen/eine Bank langfristig vorteilhafter ist Bestandskunden zu halten, anstatt mit viel Aufwand Neu-Kunden zu werben. Viele Unternehmen denken aber nicht so und wollen „nur“ steigende Neukundenzahlen. Das die Bestandskunden ja bereits  konstant Geld bringen wird oft nicht bedacht.
    Ausnahme: Besonders aufwändige Kunden, die den Ertrag/die Einnahmen nicht rechtfertigen. Das trifft vermutlich auf Dich (leider) zu. Aus Sicht der Bank. und vermutlich auch etwas kurzfristig gedacht. Zumindest in der Situation in der sich Banken dank Zinstief, Kostendruck und rechtlichen (steigenden) Vorgaben befinden.

    Vermutlich wird es so sein, wir bereits von den anderen geschrieben: Deine US-Steuerpflichtigkeit wird einen erhöhten Arbeitsaufwand bedeuten. „Dank“ Buy&Hold wird natürlich (zu) wenig an Dir verdient.

    Ich möchte ein paar Optionen, Erfahrungen und Gedanken in den Raum werfen. Diese würde ich persönlich nicht zwingend alle tätigen oder ausreizen, aber je nach Gefühl bzw. Ziellohnt es sich ggf. darüber nachzudenken. Die Nummerierung dient nur der Übersicht und stellt keine Priorisierungen oder Wertigkeit dar.

    1. Sofortige Anforderung einer aktuellen, verbindlichen, schriftlichen Depot-und Vermögensaufstellung bei der Bank. Dann hast Du was in der Hand das gilt. Ein Online-Ausdruck reicht ggf. nicht.

    2. Ggf. Anruf am Montag bei Deiner Bank über die Nummer die im Kundenkonto steht, anstatt über die o.g. Zentralnummer.
    Zu Beginn des Gespräches: Bitte um Bestätigung wie lange / seit wann Du den Kunde bist.
    Notiere ggf. den Namen des Gegenübers, so kannst Du mit Namen ansprechen (nicht immer, aber immer wieder mal), das schafft eine persönliche Bindung im Gespräch, das man später positiv (aus)nutzen kann.

    Erst dann Nachfrage / Ansprechen der angeblichen Kündigung und Erörterungsversuche der Gründe. Erwähne dabei ruhig den soeben bestätigten Zeitraum deiner Kundenbeziehung. Wichtig ist, das sie den Zeitraum/die Dauer selbst recherchieren und Du ihn nicht von Dir aus nennst.

    Dann ggf: Frage, ob Sie die Kündigung zurücknehmen bzw. was sie Dir als Alternative anbieten können.

    3. Sobald die Kündigung verbindlich vorliegt, widerspreche dieser per E-Mail oder schriftlich.

    Ich habe z.B. bei Gebührenstreitigkeiten o.ä. mit zwei Taktiken gute Erfolge erzielt. Ob man das tun will oder so ein Faß, muss man selbst entscheiden (siehe 4.).
    Version a) Kurze Schilderung des Vorfalls in den sozialen Medien mit Einbziehung des Accounts der Bank. Beispiel bei Twitter:
    „Nach langjähriger problemloser Kundenbeziehungen, wird mir urplötzlich von der @consorsbank ohne Angabe von Gründen mein Konto und Depot mit 2-Monatsfrist gekündigt. #servicewuestedeutschland“ O.ä. (Ob Du eine Depotgrößenbezeichnung mit rein nimmst oder nicht, kann man sich auch noch überlegen. Oder auch das Wort Bestandskunden.
    Oft reagieren diese und bitten Dich den Vorfall an eine separate Kundenservice-E-Mail-Adresse zu schildern. Dann tut sich plötzlich doch noch was.

    Version b) Alternativ Kontaktaufnahme mit der Pressestelle und Bitte um Stellungnahme zweckes Berichterstattung als Wall-Street-Korrespondent bzw. „Androhung“ die Presse einzuschalten. Das hat mir bei Firmen mit Hinhaltetaktig schon mal was gebracht, als es um lebenswichtige medizinische Lieferungen im Bekanntenkreis ging.

    Version c) Was mir bei unrechtmäßigen Gebühren o.ä. oft geholfen hat, war eine E-Mail mit kurzer Schliderung des Sachverhaltes und eines Widerspruchs an die Bank/Firma sowie die Erwähnung das diese E-Mail in Kopie an die zuständige Verbraucherschutzzentrale (des jew. Bundeslandes) geht. Diese gingen auch wirklich als CC in derselben E-Mail an diese, so dass die Bank o.ä. dies auch sehen konnten.
    Allein diese Kopie (quasi Kenntnisnahme/Einbeziehung der Verbraucherschutzzentrale) hat oft schon zu einem einlenken geführt.

    4. Ich persönlich würde mich auch einem neuen Broker umschauen und den o.g. Aufwand wenn überhaupt nur als „Prinzip“ betreiben bzw. ggf. als Versuch.
    Ein neuer Broker ist zwar kein Garant, das dies nicht wieder passiert, aber Du hast einen Plan B in der Tasche, wenn es bei der Kündigung bleibt. lokale Banken wie Sparkassen o.ä. sind von der Kontoführungsbgebühr her oft teuerer als Online-Banken/-depots aber dafür hat man meist seine Ruhe. Wie das mit dem Arbeitsaufwand aussieht, wg. Deiner US-Steuerpflichtigkeit gilt es allerdings zu klären.
    Wenn Du einen Broker suchst, würde ich das direkte Gespräch suchen und alle Fakten auf den Tisch legen:
    – US-Steuerpfichtigkeit
    – Primär Buy&Hold, wenig Trading, wenn nur sporadische Zukäufe
    – Depotgröße / zu erwartende Cashflows

    Dann können die sich überlegen ob sie den Aufwand eingehen. Am besten sich das noch bestätigen lassen, das man insbesonder die Stuerpflichtigkeit erwähnt hat.

    Passend dazu ein aktueller Artikel auf einem anderen Blog:
    https://stefansboersenblog.com/2017/10/14/wahl-des-brokers

    Den Allround-Broker bei dem alles passt und alle Gebühren etc super sind, wird es vermutlich nicht geben. Es wird ein Kompromiss nach eigener subjektiver Entscheidung bleiben, insbesondere auch in Bezug auf den jeweils nötigen eigenen zeitlichen/organisatorischen Aufwand zur Depotpflege.

    5. Privat-Banken o.ä. würde ich von meinem Gefühl her nicht anstreben. Diese werden ggf. noch größere Vermögensgrößen (2stellige Millionendepots) haben wollen und
    b) sicher auch gerne AssetAlleocation / Rebalancing und aktives Management / Umschichtungen betreiben wollen, bei dem sie auch was mitverdienen. Diese wollen halt Asset-übergreifend aktiv verwalten, so denke ich. Plus ggf. nicht gerade günstige Kontoführungsgebühren…

    6. Ich persönlich würde mir zwecks Depotpflege und Aufwand und in Hinblick das der Lebensmittelpunkt ja doch längerfristig in den USA ist so verhalten:

    – Überlegen ob Punkt 3 ein Versuch wert ist. Verlieren kannst Du nicht. Zumindest nicht kurzfristig.

    (Ich würde Punkt 3 vergessen (abgesehen vom Widerspruch an sich). Dann, wenn der erste berechtigte Ärger rum ist und gleich Punkt 6i bis 6iiii erledigen und Artikel dazu schreiben. Fertig. Dann kann Consors sich selbst verwalten /“freuen“ und Du hast langfristig Ruhe.)

    i.) Vermögens-/Depotaufstellung verbindlich anfordern. So hast du rechtlich verbindliche Nachweise was alles dort liegt, wenn Sie Zugriffe sperren oder was auch immer den an Schikanen einfallen sollte.

    ii.) Temporär: Broker in Deutschland suchen und alles dorthinübertragen lassen. Wechsel-Prämien o.ä. würde ich erstmal ausser acht lassen.

    Nur die wichtigsten Gebühren würde ich beachten. Fürs erste werden dich manche für ein paar Monate oder ein paar Jahre auf Grund des Depots gerne nehmen, sofern sie kein US-Problem haben (je nachdem wie groß es ist und ob Du alles dort liegen hat oder nicht, aber das ist auch egal).

    Depoteröffnung geht mit VideoIdent ggf. einfach. Sofern Du in Deutschland noch Post empfangen kannst und Dir eine dort anwesende Person PINs und TANs u.ä. nach NY weiterleiten kann, läuft das erstmal. Wichtig: US-Steuerpflichtigkeit mit der jew. Bank vorab klären!

    Dann ist das Consors-Problem erstmal gelöst und Du kannst in Ruhe nach einer Dauerlösung suchen. Wichtig wäre mir Zeit sparen und Stresss (er)sparen.

    iii.) Kontakt mit deinem Steuerberatungsbüro in NY aufnehmen und klären wie ein Depotübertrag in die USA möglich ist. Du bist sicher nicht der erste. Das müsste doch auch ohne Zwischenverkauf in Dund erneuten Kauf in den USA möglich sein. Vorallem da dann ggf. sogar noch Steuer durch den Verkauf usw. anfällt.

    Wenn ich auswandere verkaufe ich als Firmeninhaber (wenn ich einer wäre) doch auch nicht meine Firma. Genauso muss / kann man das doch mit epots sicher auch machen. Ist sicher etwas mehr Aufwand.

    iiii.) Kontakt mit einer US-Bank deiner Wahl aufnehmen und am besten in einem vor Ort Gespräch schildern das Du Dein Depot gerne aus Deutschland dorthin übertragen willst. Ich würde sagen, die sind Dir sicher gerne dabei behilflich.

    Außerdem dürfte eine US-Bank den ganzen US-Vorgaben-Steuerkram einfacher handhaben können als Nicht-US-Banken. Das macht es dem Steuerberater dann auch einfacher, was sich ggf. im Preis äußern dürfte/könnte.

    Und Du hast das Problem dauerhafter vom Tisch, als wenn es Consors oder auch einem anderen (temporären) deutschen Broker/Bank dann später doch mal wieder einfällt, das Dein Depot zu viel Bürokratieaufwand verursacht und sie wieder mal kündigen wollen….

    Das geht in die Richtung: Einmal richtig Aufwand und dann Ruhe, als alle paar Jahre wieder anzufangen.

    Deine Serie darüber, wie es weiter geht, kann ich allein schon im Sinne der Berichterstattung über den Kundenservice aber auch den Aufwand den man durch Gesetze und Bürokratie haben kann (Banken wie Kunden) nur freduig entgegen sehen. Vielleicht ist es ein weiterer Tropfen auf einen Stein, der hilft, zu einem kundenorientierterem Banken/Finanzsystem zu kommen, auch wenn es Dir jetzt akut vielleicht „nichts“ bringt.
    Außer das Du Dich durchs Schreiben damit auseinandersetzen kannst, sortieren kannst und andere Gedanken/Anregungen Deiner Leser sammeln kannst. Und wir Leser von den Erfahrungen ggf. auch profitieren können.

    Ich bin gespannt, drücke Dir die Daumen und wünsche Dir viel Geduld bei der Sache.

    Viele Grüße,

    K.

  44. K.

    @ Nullzinssparer-Michael ( http://timschaefermedia.com/schocknachricht-consors-bank-kuendigt-mein-kontodepot-ich-weiss-nicht-warum-seltsam-was-ist-los-ich-brauche-eure-hilfe-ich-war-immer-zufrieden-mit-der-direktbank/#comment-31379 )
    Nachdem Tim ja immer US-Bescheinigungen bekommen hat, wie er sagt, wird er bei Consors schon als us-steuerpflchtig bekannt sein, somit dürfte W9 und die anderen Dinge schon lange erledigt sein.

     

    Spannend dürfte es sein eine Bank zu finden die sich auf die US-Steurpflichtigkeit einlässt und ggf. ein Depotübertrag ohne Veräueßerung in die USA. (Besteuerung bei Übertrag aussen vor gelassen. Lieber Steuern zahlneals alles komplett zwangsveräußern zu müssen.)

    Ggf. Klärung ob die Consosrs dien Dpot einfach so zu Cash machen darf oder ob das nicht Sondervermögen ist. Kündigung hin oder her.

  45. ZaVodou

    So wie es aussieht scheint Tim seinen Wohnsitzwechsel in die USA seiner Bank rechtzeitig gemeldet zu haben. Ich schätze mal, dass auch ein ausgefülltes W9-Formular (heißt nur W9, nicht w9 Ben, da hatte ich mich vertan) existiert falls er als Einzelperson und nicht als Firma fungiert. Da sein Steuerberater hoffentlich auch seine deutschen Kapitaleinkünfte bei der amerikanischen Steuererklärung mitberücksichtigt hat, hat er rechtlich wohl nichts zu befürchten.

    Wie einige schon gemerkt haben sind w9-Kunden für Banken rechtlich problematisch und aufwendig zu bearbeiten. Einige Banken entledigen sich dieser Kundschaft und den damit verbundenen Problemen ganz einfach indem sie die Geschäftsbeziehung mit diesen kündigen. Vor allem, wenn sie  geschätspolitisch uninteressant sind sprich wenig Gewinn mit dieser Kundschaft erwirtschaftet wird.

    Manche Kunden kommen aber auch der Auffoderung nicht nach bestimmte Formulare auszufüllen. In diesem Fall muss die Geschäftsbeziehung sogar gekündigt werden. Ich denke aber, dass Tim nicht zu diesen Kunden gehört.

  46. K.

    Spannend dürfte es sein, eine Bank zu finden die sich auf die US-Steurpflichtigkeit einlässt und ggf. ein Depotübertrag ohne Veräußerung in die USA. (Besteuerung bei Übertrag aussen vor gelassen. Lieber Steuern zahlen als den Depotbestand komplett zwangsveräußern zu müssen.)

    Ggf. Klärung ob die Consors dein Depot einfach so zu Cash machen darf oder ob das Depot bzw. die enthaltenen Aktien udn Fonds nicht Sondervermögen ist. Kündigung hin oder her.

    Auch ich denke, das fehlende Formulare nicht der Grund sind. Das kann man dem Kunden ja kommunizieren. Es wird einen firmenpolitischen/firmeninternen Hintergrund haben. Die Bank wird „zu wenig“ an Tim verdienen. Dabei macht auch Kleinvieh (in Bezug auf den Verdienst der Bank) auch Mist, sollte man meinen. Aber jede Bank wie sie will….

  47. Iss so

    Hallo Tim,

    viele Gedanken und Anregungen sind zusammengetragen. Aus der Innensicht einer deutschen Großbank kann ich den Infos zu allen Themen rund um WP-Geschäft mit US-Residents/US-Persons bestätigen. Das ist ein aktuell sehr heikles Thema in den Banken und sicher räumt hier vor Einführung von Mifid II die Consorsbank Ihren Kundenbestand „sauber“. Man darf telefonisch keine Orders mehr aus USA entgegennehmen etc pp. Daher lieber Kundenkündigung und keinen manuellen Aufwand für die Zukunft. Sehr schade.

    Die Form ist absolut indiskutabel und zeigt wie unsensibel dieses Thema innerhalb dieser Bank bearbeitet wird.

    Auflösen wird dieses Thema aus meiner Sicht keine Bank in Deutschland, weil alle das regulatorische Thema lösen müssen. Von daher prüfen, ob eine US-Bank in Deutschland eine Chance ist.

     

  48. Der Finanzfisch

    Hallo Tim,
    ich wünsche Dir viel Erfolg bei der Klärung dieses Vorfalls.

    Mir macht das wieder bewusst, dass man auch bei Banken und Depots besser auf eine gewisse Streuung achtet, um in so einem Fall schnell eine Alternative parat zu haben.

    Grundsätzlich hat sicherlich jeder Vertragspartner das Recht, eine Vertrag zu kündigen. D.h. Du darfst die Bank verlassen und sie darf dich vor die Tür setzen. Wäre aber spannend zu wissen, was hier tatsächlich der Grund ist.

    Beste Grüße
    Tobias

  49. s'Bobbelsche

    Hallo Tim,

    schon mal daran gedacht, dass Dich jemand „ärgern“ wollte, an einem Freitag, den 13.? Vielleicht so eine Art „Aprilscherz“. Ohne etwas Schriftliches würde ich mir vorerst keine Gedanken machen.

    Beste Grüße

    s’Bobbelsche

  50. Dixon Fire

    Beim lesen fiel mir da eine kleine Anekdote ein, die mir ein Kollege mal vor einiger Zeit erzählte: In seinem Bekanntenkreis befindet sich jemand mit einem guten Draht zu den Finanzen von Udo Lindenberg. Dieser soll, als er sich mit der Frage beschäftigt hatte, ob er noch genug Geld für weitere schöne Jahre im Hotel Atlantic habe, bei seinem Bankberater angerufen haben. Wie es denn mit seinem Konto aussähe, fragte der Sänger. Antwort des Bankberaters: Herr Lindenberg, ihr Konto ist voll, da passt nichts mehr drauf.

    Meine Vermutung (nicht ganz ernstgemeint): Vielleicht ist dein Depot ja auch einfach voll und die Consorsbank muss Platz schaffen?

  51. Anton Gerber

    Hallo Tim, verfolge schon lange Deinen Blog. Gute Arbeit!

    Schade das Dir das Konto gekündigt wird. Ich finde es trotz allem einen guten Service, dass Dich die Bank kurz telefonisch vorwarnt, um dir etwas mehr Zeit zu verschaffen, bis Du das per Brief bekommst. Die Nummer ist authentisch und erscheint dann, wenn Dich eine etwas wichtigere Person ausserhalb vom Callcenter anruft. Consorsbank sitzt in München und Nürnberg.

    Also nicht persönlich nehmen. Da Du ausser, dass du, wie schon viele geschrieben haben, in USA wohnst und arbeitest wohl nichts „falsch“ gemacht hast oder dich vermutlich falsch verhalten hast.

    Sehr viele deutsche Banken müssen Kunden in den USA kündigen , egal ob sie 500 Euro oder 5 Mio auf dem Konto haben, weil es aufgrund vieler (sinnloser) Gesetze einen sehr hohen internen Aufwand und hohe Risiken bedeutet einen Kunden in den USA zu haben.

    Leider können Banken aufgrund von diversen Gesetzten in Fällen, wie bei Dir, leider nicht anderes. Wie gesagt, zumindest gut, dass die dich kurz vorgewarnt haben, dass lässt trotz Allem eine gewisse Form von Fairness erkennen.

    Zum Beispiel bei der DiBa kannst Du auch kein Depot eröffnen .

    Sobald man bei der Eröffnung einen „USA-Bezug“ angibt heisst es „Für Kunden mit US-amerikanischer Staatsangehörigkeit bzw. Geburtsort, Anschrift, Steuerpflicht oder weiterem US-Bezug kann leider kein Direkt-Depot eröffnet werden.“

    Das ist bei den meisten deutschen Banken genauso. Auch wenn es bei der Depoteröffnung bei manchen Banken im ersten Schritt nicht so deutlich wie bei der DiBa erwähnt wird, ist es meist so, dass dann im zweiten Schritt die Eröffnung abgelehnt wird oder im dritten Schritt sofort wieder gekündigt wird, wenn sich herausstellt, dass man einen „USA-Bezug“ hat.

    Also Kopf hoch und nicht ärgern und einfach andere Bank in USA suchen.

    Grüssle aus dem Schwabenland

    Anton

     

     

  52. Fliegerone

    Hallo Tim,

    ich habe meine ganzen Finanzen über die Deutsche Bank und DB-Online24 laufen, hab mehr als drei Euro drauf und keine Probleme, ja selbst Vorteile sind dort möglich.
    Wenn Du einen Wechsel dorthin ins Auge fassen kannst/willst/möchtest,
    würde ich für Dich vorab fragen, ob es möglich und problemlos wäre und man Dich gern als Kunde haben möchte.
    Sollte das der Fall sein, lass mir bitte eine kurze persönliche Nachricht zukommen und ich werde es versuchen.
    Viele Grüße
    Raymund

  53. Duke

    Die wollen dich wohl noch vor dem 31.12.17 aus den Bstand haben und ich vemrute auch mal das es um dienen Wohnsitz geht. Im Zuge der Übernahme, Gesetzlichen Regeelungen oder halt ein weiter Verkauf der Bank.

    Was mich dazu interessieren würde war das ich mal gehört habe das man US Aktien die man in Deutchland gekauft hat nicht so richtig gut in den USA verkaufen kann. Sollte das wirklich so sein könnte das ein Problem für Tim sein.

    Womöglich wollen ihn dann auch nicht so gerne US Banken haben. Wobei bei seinen Konto würde ich mal davon ausgehen das er was brauchbares findet.

    Da die USA und die EU beide zur Zeit massiv per Gesetz verhindern wollen das die Banken aus dem anderne Gebiet geshcäfte machen können bleibt für die wohl nur eine US Bank übrig.

     

    Das ganze ist aber wirklich unschön das man nicht mal die Gründe nennt.

     

     

  54. Jan

    Hallo Tim,

    ich habe am 03.11. einen Termin bei der Voba Stuttgart zufällig genau zum Investmentgeschäft mit der dazu zuständigen Betreuerin in der Hauptstelle. Ich habe seit Jahren neben der Ing Diba auch da Konten und nur gute Erfahrungen gemacht. Ich nehme mir mal die Freiheit und mache diese darauf aufmerksam. Wenns passt und sie dir ein gutes Angebot machen können, dann kannst du dir das ja durch den Kopf gehen lassen. Wenn nicht, dann ist auch nichts verloren.

    Schöne Grüße

    Jan

  55. Tom

    Hi Tim,

    MIFID II und FATCA lassen grüssen.

    ich denke es ist oben schon gesagt worden:

    Du lebst in den USA und die Bank weiss nicht ob Du dort auch steuerlich veranlagt bist. Um hier nur ja keine Probleme mit den US Behörden zu bekommen kündigt die Bank die Geschäftsbeziehung. Dies ist meine Vermutung, den wahren Grund wirst Du niemals erfahren.

    Momentan kündigen einige Banken Geschäftsbeziehungen aus den obigen Gründen…..lieber kein Geschäft anstatt eine Kollision mit den Behördne.

     

    Grüße

  56. DivSky

    Oh Tim,

    das ist ja eine sehr komische Schreckensmeldung. Da muss man erstmal in sich gehen. Toll das es so viele Tipps hier gibt.

    Aber mich würde auch interessieren, warum Du nicht alles aus den USA machst?

     

    Ich bin jetzt 2 Jahre bei der Consorsbank. Im Grunde schon zufrieden, suche aber nach einen neuen Broker oder eine andere Bank. Denn Familien die für Ihre Kinder die Aktien über das Kinderdepot mit einer höheren Risikoklasse von 3 kaufen, die werden bevormundet und diskriminiert von der Consorsbank. Bin aufgeschlossen für Hinweise aus der Community

  57. loveman

    Hallo,

    bin auch schon seit X-Jahren Kunde bei Consors (irgendwann um 2001 rum). Eigentlich war oder bin ich mit denen auch recht zufrieden. Bis auf die Tatsache das man als Stammkunde benachteiligt wird und das die Bank seit neusten ihren Hauptsitz in Frankreich hat gefällt mir überhaupt nicht.

    @DivSky

    Meine Kinder hatten ihre Depots bei der DAB-Bank und wurden durch die Übernahme auch Consorsbank Kunden. Irgendwann wollte ich einmal eine MDAX-Aktie für sie kaufen und bekam auch promt die Blockierung mit dem Hinweis auf die Risikoklasse.

    Ich beschwerte mich bei der Consorsbank darüber und dachte dabei laut über Umzug aller Depots nach (auch mit Hinweis auf meine eigenen Depots). Darauf nahm das „Wealth Management“ der Consorsbank zu mir Kontakt auf und nach ein paar Unterschriften kann ich nun wieder frei für meine Kinder handeln.

    Ich vermute es liegt daran das  sich in den Jahren doch einiges an Erfahrung und auch ein bisschen Vermögen bei mir angesammelt haben. 😉

    Gruß loveman

  58. Rainer Zufall

    Bin seit 2011 bei Consors und hatte dort mein Depot bevor ich 2013 zu Comdirect gewechselt bin. Bei Consors liegt nur noch meine Reserve auf dem TagesgeldConto und ein paar Fondsanteile vom Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen.

    2011 habe ich mich bei CortalConsors wohl gefühlt. Seit der Neuausrichtung und der Namensänderung ist mir das jetzt aber alles viel zu hip und cool. Bin zwar Mitte 30 lebe aber in Mannheim und nicht in Berlin 😉 und fühle mich nicht angesprochen.

    Zudem; Die Erfahrungen mit dem Depot für den Nachwuchs ja habe ich wie DivSky auch gemacht. Seitdem habe ich nicht nur meine Depots bei Comdirect sondern auch verschiedene Juniordepots.

    Insgesamt denke ich deshalb daran meine verbleibenden Konten bei Cortal aufzulösen und ein neues Zweitdepot bei einem anderen OnlineBroker aufzumachen. Interessant finde ich OnVista (erscheint mir günstig, gute Erfahrungen von einigen Nutzern) und IngDiba (kostenlose Etfs ab 500 Euro, JunioDepot, gute Erfahrungen zb von Mattoc).

     

     

     

     

     

  59. Jan

    Nebenbei bin ich jetzt ganz froh, dass ich nicht von der Ing Diba zur Consors gewechselt bin. Nach einem Lockangebot vor über einem Jahr mir 1% aufs Tagesgeld hatte ich da auch ein Konto und es hat mir durchaus gefallen. Nur möchte ich nicht Mitglied einer Bank sein die sofort bei den ersten Vermutungen, dass es etwas aufwendiger mal werden könnte, mir die Konten mit einer unverschämt kurzen Frist kündigt. Ja, leider verändern sich auch durch Verkäufe und Eingliederungen in andere Konzerne die Kultur des Unternehmens. Hier ists offensichtlich. Die Consors schneidet sich damit ins eigene Fleisch. Von nun an empfehle ich nur noch die Ing Diba und die VR-Banken (die Comdirect war mir schon immer unsympathisch wegen der Nähe zur Commerzbank, sorry ;-)) . Die Consors mit Sicherheit nicht mehr. Diese Rosinenpickerei geht mir gehörig auf den Zeiger. Problematisch wirds nun eben, dass andere Banken sich dafür auch nicht begeistern. Sie machen es meist dann, wenn man sich kennt. Aber unbekannte Neukunden und dann auch noch schwieriges Geschäft, das schreckt sehr viele (verständlich) ab.

  60. Rainer Zufall

    Jan

    „die Comdirect war mir schon immer unsympathisch wegen der Nähe zur Commerzbank, sorry ;-)“

    macht nix – passt schon 😉 Geschmäcker sind verschieden

  61. Jan

    Rainer,

    Das mit Sicherheit. Und vermutlich ist da meine Meinung auch höchst subjektiv und vermutlich sogar irgendwo unfair.

     

    Schöne Grüße

    Jan

  62. Mr. Pino Cavallo

    @ Tim

    Ich habe jetzt nicht annähernd alle Kommentare hier gelesen und vielleicht hast du die Frage an anderer Stelle bereits beantwortet.

    Meine Frage lautet: warum ist dir das so wichtig ein Depot in Deutschland zu haben???

    Kannst du dein Depot bei Consors nicht einfach im Handumdrehen auf ein amerikanisches Konto übertragen? Aus steuerlicher Sicht dürfte es doch allein auf deinen Wohnsitz ankommen und da ist es doch egal, in welchem Land deine Bank ihren Sitz hat! – Oder etwa nicht?

     

    Wie auch immer, viel Erfolg bei der Angelegenheit und halte uns auf dem Laufenden.

     

    Gruß,

    Pino

  63. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Mr. Pino Cavallo

    So ein Depot- und Kontoumzug ist eine komplexe Sache. Das ist nicht so einfach. Ein Umzug raubt Dir jede Menge Zeit. Und es ist mit Kosten verbunden. Es geht die Transparenz verloren (Einstiegskurse, Performance…). Überleg nur mal, was das allein eine Arbeit ist die Einzugsermächtigungen zu ändern.

    Consors hat heute übrigens noch mal bestätigt: Ja, die Kündigung gilt. Ich denke, es liegt daran, dass ich 2017 weniger Aktien gekauft habe. Somit haben sie an mir weniger verdient. Dann fällt man bei denen durch den Rost. Wie es scheint. Egal ist ihnen, dass ich 20 Jahre Kunde bin.

    Ich finde es schockierend, wie ich als Kunde von Consors behandelt werde.

  64. Rainer Zufall

    Tim

    Hatte bei Consors auch schon das Gefühl, dass man da sehr schnell an Bedeutung verliert, wenn man weniger aktiv ist als zuvor.

    Bei Comdirect (geht bestimmt auch bei anderen Anbietern) konnte ich nach dem Umzug die Einstiegskurse manuell eingeben. Diese muss man dazu aber natürlich kennen bzw irgendwo vermerkt haben. Da ich jeden Kauf mit dem entsprechenden Kurs vermerke war das möglich. Arbeit macht es aber!

  65. Michael

    @Tim

    Mit Wohnsitz in Deutschland hätte Consors dich wohl als Kunde behalten. Aber mit US-Steuerpflicht und wenigen Trades bist du halt ein teuer, wenig lukrativer und potentiell riskanter Kunde. Nicht die feine Art, aber aus der Sicht von Consors ist die Trennung verständlich.

    Bedanken kannst du dich bei der US-Politik!

  66. Jan

    Das Problem ist doch an einer US Bank eher: wenn umgezogen wird, klappt das steuerneutral für die Gewinne? Oder gilt dies als Verkauf und Neukauf und der dt. Fiskus hält die Hand mit der Abgeltungssteuer offen? Und das Finanzamt ist bekanntlich sehr hartnäckig, zu spaßen ist mit denen sowieso nicht. Wenn sie nicht anfällt: Muss dann die US Bank bei einem Gewinn diese Steuer dem dt. Fiskus abführen? Will sich so etwas eine US Bank antun? Oder führt die Bank dann vllt sogar die Gewinne an beide ab und ich muss das kompliziert über die Quellensteuer machen? Bekommt man das Geld dann immer noch über die dt. Einkommenssteuererklärung wenigstens zum Teil zurück, auch wenn Tim in den USA ebenso Steuerpflichtig ist? In 2 Monaten würde ich solche Experimente unter Zeitdruck nicht wagen. Wenn du darauf setzt, dann kann es gut sein, dass das die US Bank vllt prüft, sie dich aber zwei Wochen vor Fristablauf doch sitzen lassen. Ne, für mich wäre in solch einem Fall die Sicherheit wesentlich näher und wichtiger als es mit irgendwelchen Umwälzungen zu verbinden.

  67. chaostrader

    Tim S. wird vermutlich bei keiner deutschen Bank mehr unterkommen. Jede Bank begeht potentiellen finanziellen Selbstmord, wenn sie ihn als in den USA Steuerpflichtigen als Kunde aufnimmt. Ich würde sagen, Arschkarte gezogen. Falls es irgendwo noch andere Bankkonten gibt, erstmal dahin das Depot übertragen lassen und schleunigst nach Alternativen suchen und sich beraten lassen. Der Herr Schäfer sitzt da auf einer tickenden Zeitbombe, denn die anderen Banken werden ihn vermutlich auch irgendwann rauswerfen.

    Der Hintergrund nennt sich FATCA, einfach mal googeln. Das hat nichts mit der Anzahl der Trades zu tun.

    BNP Paribas, die Bank hinter Consors, hat in den USA schon viele Milliarden an Strafe abdrücken müssen, teilweise mit hanebüchenen Begründungen, deswegen entledigen diese sich seit einiger Zeit aller Kunden mit Bezug zu USA (und anderen Terrorstaaten wie Iran, Irak, Sudan, Kuba etc.), um weiteren Strafzahlungen in Millionenhöhe oder gar Entzug der Bankerlaubnis zu entgehen. Andere Banken handeln genauso, vermutlich wird ihn keine mehr nehmen wollen.

    Schuld an der ganzen Misere hat nicht die Bank, sondern die US-Behörden. Bedank dich bei deinem Gastland.

    Ich habe mal bei einer örtlichen Volksbank ein Mietkautionskonto eröffnet. Sogar dafür musste ich unterschreiben, dass keine der Vertragsparteien Verbindungen in die USA hat. So weit sind wir schon.

     

  68. chaostrader

    Das Depot ins Ausland transferieren zu lassen dürfte recht teuer werden, da langt Schäuble nochmal heftig zu, und auch die Ami-IRS dürfte die Ohren spitzen, wenn im Ausland solche Gewinne realisiert werden. Also erstmal bei einer anderen Bank in Deutschland parken, falls es da noch weitere Depots gibt, und sich dann schleunigst kümmern.

    Ich würde mich an Honorarberater wenden (z.B. Quirin Privatbank vom Consorsgründer Karl Matthäus Schmitt). Keine Ahnung, was die pro Stunde verlangen, aber zumindest kennen diese sich mit internationalen und solventen Kunden aus…

    Auch auf diversen US-Investorplattformen, Expat-Seiten bzw. den üblichen FIRE-Foren könnte man sich mal umhören, vllt. hat da jemand sowas schon mal durchgemacht.

     

  69. Michael

    chaostrader hat Recht. Tim wird nicht drumherum kommen, sich an einen (teuren) Steuerberater zu wenden.

    Mit FATCA haben die USA mit brachialen Methoden die Banken weltweit gezwungen, „US-Persons“ zu identifizieren und deren Konten und Depots dem IRS zu melden.

    Bei kleinsten Verfehlungen, von der Bank oder dem Kunden, werden sogleich drakonische Strafen angedroht.

    Welche Bank will da noch was mit „US-Persons“ zu tun haben ?

     

  70. Beobachter

    @Chaostrader und Michael:

    Auf welcher gesetzlichen Grundlage soll der Depotübertrag bitte steuerpflichtig sein? Es wird doch nichts von Tim veräußert.

  71. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Beobachter

    Richtig beobachtet. Ein Depot-Umzug ist kein Verkauf. Die Stücke werden nur von Bank x zu Bank y umgezogen. Ich versteuer mein Depot seit 11 Jahren in den USA. Ich bin in den USA steuerpflichtig. Es ändert steuerlich gar nichts, wenn ich die Aktien in die USA übertrage.

  72. BadBanker

    „Ich denke, es liegt daran, dass ich 2017 weniger Aktien gekauft habe. Somit haben sie an mir weniger verdient. Dann fällt man bei denen durch den Rost. “

    Das ist m.E. Unsinn. Die Consorsbank ist vermutlich nur spät dran (der Artikel ist aus 2011!):

    „…Die HypoVereinsbank will laut der Zeitung ab 1. Januar keine Wertpapierdienstleistungen mehr für Kunden mit Wohnsitz in den USA oder mit US-Nationalität anbieten. Bestehende Depots sollen zum Jahresende gekündigt werden. Ein Sprecher der Deutschen Bank teilte mit, man sei aufgrund der gestiegenen Anforderungen gezwungen gewesen, bereits zur Jahresmitte die Depots von US-Staatsbürgern zu kündigen. Davon sei jedoch „nur ein geringer Teil unserer Kunden betroffen…“

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/verschaerfte-regeln-europaeische-banken-haben-keine-lust-mehr-auf-us-kunden-a-803571.html

    Auch interessant, wenn auch aus der Schweiz (2013):

    „…In ihrer Stellungnahme an den Ombudsman machte die Bank geltend, dass Vermögens­werte, die einer „US-Person“ gehörten und in den USA steuerlich nicht deklariert worden seien, für die Bank und ihre Mitarbeitenden eine Gefahr darstellten. Allein das Verwahren von aus Sicht von US-Behörden unversteuerten Vermögenswerten könne bereits genügen, um die Bank und deren Mitarbeitende in Ermittlungsverfahren zu verwickeln. Sie habe da­her beschlossen, sich von in den USA domizilierten Kunden zu trennen. …“

    http://www.bankingombudsman.ch/kuendigung-der-bankbeziehung-einer-in-usa-lebenden-schweizerin/

     

  73. mentalmarkt

    @DivSky

    ich hatte bei der Postbank das Problem, keine MSCI EM / World-ETFs für meine Tochter kaufen zu dürfen, analoges Problem;

    zwei Auswege gibt’s im Prinzip:

    a) andere Bank: Banken die das bei Kinderdepots mit den Aktienkäufen möglich machen sind laut Infos im Wertpapierforum Ing-Diba (da sind nur Optionsscheine etc. ausgeschlossen), und DKB, comdirect wurde auch genannt. Ing-Diba und DKB waren die Favoriten im Forum von Poster mit echter Kauferfahrung für das Kinderdepot

    b) Depotübertrag (so werde ich das im Januar machen weil ich auch mein Depot bei der Postbank hab und mal hoffe, dass das innerhalb der Bank cool funktioniert): Kauf durch Dich, kostenloser Depotübertrag an Dein Kind, zählt als Schenkung und sollte kostenlos möglich sein (ist’s bei meiner Bank)

    Wealth Management wie bei loveman hat sich bei mir keines gemeldet – lovemans Depot ist anscheinend ziemlich groß oder die Postbank hat andere Maßstäbe als seine 🙂

     

  74. Mr. Pino Cavallo

    @ Tim

    „So ein Depot- und Kontoumzug ist eine komplexe Sache. Das ist nicht so einfach. Ein Umzug raubt Dir jede Menge Zeit. Und es ist mit Kosten verbunden. Es geht die Transparenz verloren (Einstiegskurse, Performance…). Überleg nur mal, was das allein eine Arbeit ist die Einzugsermächtigungen zu ändern.“

    Also ich habe mal einen Kontoumzug gemacht und im Prinzip musste ich nur ein Formular ausfüllen, in dem ich die Aktien und die Stückzahl, die ich transferieren möchte, aufzählen musste. Klar, bei dir werden es einige mehr sein als bei mir. Aber im Prinzip dürfte das Formale in einem Tag zu erledigen sein.

    Was die Transparenz angeht, hast du natürlich vollkommen Recht. Die Performance-Zahlen sind nicht mehr einlesbar. Zum Glück habe ich von Anfang an meine Käufe zusätzlich tabellarisch in einer Excel-Datei festgehalten. In deinem Fall würde das für dich natürlich auch einiges an Arbeit kosten, wenn du dein Depot vor dem Übertrag noch eben schnell in Excel abbildest. Von daher kann ich dich gut verstehen.

  75. ZaVodou

    „Die Bank hat mir das mittlerweile besser erklärt, was sehr freundlich war.

    Ich hab das auf Facebook geschildert.“

     

    Ich hätte es besser gefunden, wenn Du das auch hier kommuniziert hättest. Schließlich hast Du auch hier Deine Frage gestellt. Du kannst nicht davon ausgehen, dass alle Leser hier auch bei Facebook sind.

     

  76. Anna-Lena

    Hey Tim,

    wie viele Aktien hast du denn 2017 gekauft? Bist du dir sicher, dass es quasi wegen der „Buy & Hold“-Strategie ist? Das ist ja wirklich krass …

    Viele Grüße aus BaWü,

    Anna

     

     

  77. Tom

    Ich habe heute auch ein Kündigungsschreiben von der Consors Bank erhalten! Bin auch erstmal vom Glauben gefallen. Dann habe ich dort angerufen, um zu erfahren, warum mir gekündigt wurde. Aber die Nette Dame am Telefon hat mir keine Gründe genannt! Ich bin seid jahren Kunde bei der Consors Bank. Jeden Monat geht mein Gehalt auf`s Konto. Ich habe kein Minus, bin nicht im Dispo! Es ist genug Geld auf dem Konto. Bin auch nicht in der Schufa oder sonstwo als negativ eingetragen. Und dann kommt eine Kündigung mit einer 2 Monatsfrist! Das einzige was drin steht sind die AGB`s. Es ist einfach nur zum Kotzen wie die mit einem umgehn. Ich habe die AGB mal unten angehangen, die bei mir aufgeschrieben wurde. Da ist nicht eine Sache zu finden, warum sie gekündigt haben!

    AGB Teil B Ziffer 1 Nr.19 (1)

    Kündigung unter Einhaltung einer Kündigungsfrist
    Die Bank kann die gesamte Geschäftsverbindung oder ein

    zelne Geschäftsbeziehungen, für die weder eine Laufzeit noch
    eine abweichende Kündigungsregelung vereinbart ist, jederzeit
    unter Einhaltung einer angemessenen Kündigungsfrist kündi

    gen (z.B. den Scheckvertrag, der zur Nutzung von Scheckvor

    drucken berechtigt). Bei der Bemessung der Kündigungsfrist
    wird die Bank auf die berechtigten Belange des Kunden Rück

    sicht nehmen. Für die Kündigung eines Zahlungsdiensterah

    menvertrages (z.B. laufendes Konto oder Kartenvertrag) und
    eines Depots beträgt die Kündigungsfrist mindestens 2 Monate.

  78. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ ZaVodou

    Ich habe gestern ein Video über den Consors-Kündigungs-Ärger gemacht. Ich bin wirklich sauer über diesen ganzen Mist.

    Die Umstellung kostet Zeit. Allein die Einzugsermächtigungen zu ändern ist ein Klotz am Bein.

    Kannst Du Dir mein neues Video über Consors anschauen?

    https://www.youtube.com/watch?v=6Y15WlDs5e8

     

    @ Anna-Lena
    Ich kann Dir den Grund nicht nennen. Weil ich ihn nicht weiß. Consors sagt, es läge an meinem Lebensmittelpunkt in den USA. Den habe ich aber seit 11 Jahren dort. Es lief bislang immer alles reibungslos. Ich vermute, es liegt daran, dass sie mit mir etwas mehr Aufwand haben, aber ich nicht trade wie blöd. Deshalb aber jemand rauszuwerfen, ist schlecht fürs Image und Karma.

    @ Tom

    Das tut mir leid. Ich bin nicht der einzige.

    Ich habe die Vermutung, dass sie unprofitable Kunden rauswerfen. Und zwar gnadenlos. Das sind Kunden, die wenig traden. Das sind Kunden, die keine Kredite zum Traden in Anspruch nehmen. Das ist meine Vermutung.

    Das kann aber für sie, was das Image angeht, schlecht werden. Ich werde über Consors eine ganze Weile bloggen. Ich werde sie in Nürnberg daran erinnern, dass man so mit Kunden nicht umgeht.

    Ich denke ständig an kranke Menschen, die vielleicht mit Krebs im Krankenhaus liegen: Die kriegen dann ihr Konto/Depot gekündigt. Es ist einfach abscheulich.

    Tom, hast Du viel getradet? Hast Du Kredite genutzt? Wohnst Du im Ausland oder in Deutschland?

    Die haben diese Wertpapierbeleihungskredite…. das bringt denen viel Geld ein. Ich nehme die Kredite nicht in Anspruch. Ich bin ja ein Buy-and-Hold-Anleger. Mit mir verdienen sie nicht viel. Das kann der Grund sein. Aber ich finde, deswegen schmeißt man doch keinen Stammkunden raus.

  79. Rainer Zufall

    Tim

    „Ich habe die Vermutung, dass sie unprofitable Kunden rauswerfen.“

    Ich bin mir nicht sicher, wann ich den letzten Trade bei Cortal gemacht habe. Vielleicht 2013? Seitdem habe ich nur noch ein paar Fondsanteile im Depot liegen und ein bisschen was auf dem Tagesgeldkonto. Damit verdient Cortal nichts an mir. Trotzdem: Keine Kündigung.

  80. ZaVodou

    @Tim

    Ich habe das Video nach 8 Minuten abgebrochen. Wenn ich das bis dahin richtig verstanden habe, hat die nette Dame Dir gar nichts erklärt: „Aus regulatorischen Gründen“ kann alles mögliche sein, da Du deren interne Regularien ja nicht kennst. Ich dachte, die Dame hätte Dir den genauen Kündigungsgrund gesteckt.

    Ich hatte das gleiche Problem bei einer anderen Bank. Da ging es allerdings um eine Kontoeröffnung. Ich musste einen Fragebogen ausfüllen. Nach ein paar Tagen bekam ich den Bescheid, dass ich abgelehnt sei.

    Ich startete einen letzten Versuch und sagte, dass ich nicht nur ein Konto, sondern auch noch ein Depot bei ihnen eröffnen möchte. O.k. man will das noch mal prüfen. Ich bekam dann die Antwort, dass man das noch mal geprüft habe und bei dem Entschluss bliebe.

    Auch ich weiß bis heute nicht genau, warum ich als Kunde abgelehnt wurde.

    Zur Begründung hieß es lediglich (Originalzitat):
    „Dabei fließen, neben den Auskünften der SCHUFA Holding AG,
    auch weitere Kriterien wie beispielsweise Alter, Tätigkeit,
    Familienstand, Beschäftigungsdauer und Einkünfte in die Entscheidung
    ein.“

    Da kann ich mir jetzt einen Grund aussuchen, oder wie?

    Vielleicht kannst Du das ja für Deine Recherchen gebrauchen.

    Auch ich hatte Laufereien, da ich erst ein Post-Identverfahren über mich ergehen lassen musste.

     

     

     

  81. Fit und Gesund

    @Tim,

    das tut mir nun ehrlich leid, die Scherereien und der Klotz am Bein, das ist mühselig, ja, aber machbar, an den Grund dass sie nix an Dir verdienen glaub ich eher nicht, es geht um Deinen Lebensmittelpunkt USA, und viel schwieriger als die Scherereien wird sich die Suche nach einer neuen Bankbeziehung gestalten, falls Du unbedingt mit Deinem Vermögen in D bleiben möchtest,

    sicher ist es einfacher zu glauben die haben Dich rausgeschmissen weil sie nix an Dir verdienen, da hat man dann gleich so eine richtige Wut, aber Du wirst nicht der Einzige sein, auch andere Banken werden da nicht zimperlich mit alten Kunden umgehen, siehe Tom.

    Du musst Dich auf die Lösung konzentrieren, zuviel Wut im Bauch vernebelt die Gedanken,

    wünsche Dir ganz viel Glück!

    liebe Grüsse

  82. K.

    Ich sehe es auch so wie „Fit und Gesund“. Vgl. meine obigen Eintrag und dort Nr. 6.
    Konzentration auf die Lösung (Übertragung, Wechsel,…).
    Die Wut und den Ärger, die (consorsseitige nicht so tolle) Art und Weise sowie den nun kommenden Aufwand kann ich trotzdem allzugut verstehen. Mir würde es genauso gehen.

    Artikel kannst Du ja trotzdem verfassen, aber wichtiger ist dein Depot zu sichern damit es erhalten bleibt und nicht „aus Versehen“ als Cash bei Dir landet, wenn die zwei Monate um sind. Egal ob sie das dürfen oder nicht, wenn es mal passiert ist, sind die Scherereien nur noch größer und ein Rückabwicklung/Schadensersatz schwierig.

    Für die Änderungen der Kontoverbindung, gibt es seit letztem Jahr einen Umzugssservice mit dem die neue Bank mit Hilfe der alten Bank alle nötigen Einzieher(„Gläubiger“) usw. benachrichtigt. Die Banken sind per Gesetz dazu verpflichtet worden, beim Umzug mitzuhelfen und entsprechende Daten bereitzustellen und auszutauschen. Das soll es Kunden leichter machen zu wechseln.
    Ein Arbeitskollege hat es Ende letzten Jahres getestet und es hat reibungslos funktioniert.

    Viele Grüße,

    K.

  83. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Fit und Gesund

    @ K.

    @ alle

    Danke für den Zuspruch. Das ist wirklich super. Ich weiß das zu schätzen.

    Ich hab mich geärgert. Und mache meinem Ärger Luft.

    Eben hab ich noch ein Video zu Consors gemacht. Damit ihr Euch alle amüsieren könnt: Ich fühle mich wie Hänsel und Gretel am Lebkuchenhaus (plötzlich schaut die Hexe raus). Schock!

    Ich muss jetzt erst mal zig Banken abklappern. Das wird nicht einfach. Mit Wohnsitz in den USA empfängt Dich kaum jemand mit offenen Armen. Das ist ja das Problem.

    Hier mein neues Video:

    https://www.youtube.com/watch?v=aBVwWZD-vKw

    Ich werde den Deutschen Journalisten Verband einschalten, bevor mein Vermögen in den Besitz der Stadt Nürnberg übergeht und verkloppt wird. Es ist eine Sünde.

  84. K.

    Einfach einbehalten oder „verkloppen“, das kann ich mir nicht vorstellen. Eigentum bleibt Eigentum. Bzw. Recht bleibt Recht.
    Gebühren für die Verwahrung „nach der Kündigung“ könnte ich verstehen, aber einfach so einbehalten o.ä., sehe ich kritisch. Ausprobieren würde ich es trotzdem nicht, was passiert wenn die zwei Monate rum sind.

    Ggf. versuchen etwas Fristverlängerung zu bekommen und ansonsten siehe oben. 🙂

  85. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Kia

    Danke für die Info. Als Kunde ist das schon schwierig. Aber bestimmt lässt sich eine Lösung finden.

    Für einen Kunden ist es am einfachsten, wenn man so etwas sehr früh erfährt und ausreichend Zeit hat, um das zu regeln.

    Wir leben in einer globalen Welt. Leider wird in Teilbereichen extrem überreguliert. Es ist nicht die Schuld der Banken, sondern der Behörden.

  86. -M

    @Tim

    ich arbeite bei einer Volksbank.

    meine Bank eröffnen keine Konten für US Bürger oder Bürger die in USA steuerpflichtig sind seit das FATCA Abkommen draußen ist.

    wir dürfen noch nicht mal einem US-Amerikaner eine Vollmacht auf ein Konto einrichten, so streng handhaben wir das.

    In Deutschland werden die Banken halt ziemlich stark reguliert. Irgendwann fällt das ganze auf die Kunden zurück

    -M

  87. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ -M

    Das ist eben mein Problem. Wie würdest Du Dich fühlen, wenn Dir jemand den Tisch und den Stuhl wegzieht? Und sagt: „Schau Dich nach einem anderen Tisch um.“ Aber Dir niemand einen Tisch anbietet.

    (Wir sind ja eigentlich alle eine große Community. Eine Gemeinschaft. Da sollte man füreinander da sein. Und sich nicht egoistisch verhalten.)

  88. Andrea

    Tim, ich habe FATCA mal gegoogelt. Und beim Lesen fiel mir wieder ein, was mir eine Schweizer Familie dieses Jahr im Urlaub erzählt hat: Ihr Sohn ist in den USA geboren, da der Vater ein paar Jahre lang beruflich dort tätig war. Jetzt will der Sohn die Staatsbürgerschaft aufgeben, die er durch seine Geburt dort hat, da er befürchten muss, steuerlich von den Amerikanern belangt zu werden, sobald er arbeitet (wohlgemerkt in der Schweiz, nicht in Amerika) und außerdem in der Schweiz gar nicht erst ein Konto zu bekommen, das er aber brauchen wird. Ich bin da durch Wikipedia auf einen BBC-Artikel gestoßen, wo selbst „echte“ Amerikaner, die seit längerem in Europa leben, sich genötigt fühlen, ihre US-Staatsbürgerschaft abzugeben. Ich weiß, es ist nicht deine Situation, es soll nur verdeutlichen, was dieses Abkommen noch für Auswirkungen hat.

    Letztendlich finde ich deine Situation natürlich auch blöd. Man kann die Angst der Banken vor Milliardenforderungen der Amerikaner aber auch verstehen. Man hat den Eindruck, die USA überziehen Europa inzwischen mit einem Handelskrieg. Und die Europäer werden wohl nachziehen, siehe Überlegungen, dass Firmen in Zukunft ihre Umsätze in Europa besteuern sollen und nicht mehr ihre Gewinne. Die Gewinne lassen sich gut kleinrechnen.

    Ich hoffe, du findest eine Bank, die dich aufnimmt.

  89. -M

    Richtig, den Spass haben die Amerikaner den Banken auferlegt. Es sind nicht immer die Banken die an allem schuld sind…oft sind es die Staaten die stark regulieren und vieles kaputt machen.

    Ich habe auch keine Lust darauf und erst recht nicht einen Kunden deshalb abzulehnen….

    -M

  90. DivSky

    Hi Tim,

    gibt es nicht auch die Möglichkeit einer Fristverlängerung? Innerhalb von 2 Monaten sowas zu verlangen, ist bei der Komplexität doch gar nicht so einfach.

  91. Anton Gerber

    Hallo Tim,
    viel schlimmer finde ich was der amerikanische Staat veranstaltet und durch seine übergenauen und weitreichenden Forderungen und Gesetze, Banken zwingt Kunden wie Dich zu kündigen. Das was Banken offenbar beim kleinsten Fehler in Bezug auf USA-Kunden drohen kann ist enorm. Da müsste man man den „Bankenschutz“ in Europa verbessern, anstatt „Verbraucherschutz ist schlecht“ zu rufen.

    Ich denke kein Wirtschaftsunternehmen wie jede Bank eines ist, kündigt gerne Kunden. Du bist allein schon offensichtlich deshalb ein sehr guter Kunde, weil du wie du sagst, 20 Jahre dort bist und eigentlich sehr zufrieden bist/warst. Ob Du da einen Trade mehr oder weniger machst ist einer Bank dann eigentlich egal, wenn Du ein treuer überdurchschnittlicher Kunde bist.

    Beschwere Dich doch mal bei deinem Präsidenten, dass er die Welt nicht mit überzogenen Gesetzten schikanieren soll. Wie wäre es damit?

    Grüsse
    Anton

  92. chaostrader

    Für einen Kunden ist es am einfachsten, wenn man so etwas sehr früh erfährt und ausreichend Zeit hat, um das zu regeln.

    Du hast meines Wissens nie erwähnt, dass du noch ein grosses Depot in Deutschland hast, dann hätte man dich vorwarnen können. FATCA gibts schon seit geraumer Zeit und verursacht eine Menge Probleme für viele leute.

    Solange du in Deutschland nicht steuerpflichtig bist (z.B. durch Immo-Eigentum) mag der Umzug zu einer amerikanischen Bank problemlos vonstatten gehen, aber ich frage mich, was es dann für Probleme gibt, kann auch noch interessant werden. Gerade wenn Aktien schon so lange im Bestand sind, dass sie noch als Einwohner Deutschlands gekauft wurden…

    Ich würde auf jeden Fall dafür sorgen, dass auf dem Verrechnungskonto auch noch genug Geld liegt für Gebühren und Steuern (ob jetzt gerechtfertigt oder nicht, die werden trotzdem erstmal eingezogen), ansonsten kann es durchaus sein, dass Aktien veräussert werden, um das Minus auszugleichen.

    Da hilft alles Jammern beim Journalistenverband und sonstwo nichts, die Schuld liegt bei den US-Behörden, die sich als Weltfinanzpolizei aufführen, während sie selbst ein Steuerhinterziehungsparadies für Ausländer betreiben (Delaware etc).

  93. Ralf

    Ich bin ebenfalls Kunde bei der Consorsbank. Allerdings eher unfreiwillig. Vorher war ich hochzufriedener Kunde der DAB-Bank. Aber dann wurde das Depot an die Consorsbank transferiert wegen Fusion der Banken und die Gebühren quasi verdoppelt. Auch war der Wertpapierhandel bei der DAB-Bank von der Benutzung der Software her viel übersichtlicher. Ich möchte wechseln. Aber wohin?

    Finanzinstitute, die nicht in den USA ansässig sind, müssen den USA steuerlich relevante Informationen zu US-Kunden zur Verfügung stellen. Offenbar wird das der Consorsbank zu lästig und du bist ein Opfer dessen geworden.

     

  94. ZaVodou

    Das Problem ist, dass Tim hier nicht alles bzw. offen kommuniziert, was er woanders z. B. in seinen Videos mal so beiläufig erwähnt.

    Ich hätte auch gedacht, dass die Kündigung auf Grund seines US-Bezuges erfolgte. Was er hier aber nicht erwähnt, in einem seiner Videos schon, dass er ebenfalls in den USA lebende Deutsche kennt, die ein Konto bei Consors haben, denen aber nicht gekündigt wurde.

     

     

  95. Kevin

    Ich hätte auch gedacht, dass die Kündigung auf Grund seines US-Bezuges erfolgte. Was er hier aber nicht erwähnt, in einem seiner Videos schon, dass er ebenfalls in den USA lebende Deutsche kennt, die ein Konto bei Consors haben, denen aber nicht gekündigt wurde.

     

    Das wird aber sehr wahrscheinlich noch kommen. Es gehen ja nicht alle Kündigungen an einem Tag raus. 😉

  96. chaostrader

    Finanzinstitute, die nicht in den USA ansässig sind, müssen den USA steuerlich relevante Informationen zu US-Kunden zur Verfügung stellen. Offenbar wird das der Consorsbank zu lästig und du bist ein Opfer dessen geworden.

    Denen wird das nicht zu lästig. Es ist einfach zu gefährlich. BNP Paribas, die Mutterbank von Consors, hat letztens mal eben so 8 Mrd. Strafe zahlen dürfen, weil eine durchgeknallter Richterin in NY sie mehr oder weniger des Sanktionsbruchs  bzw.  Terrorunterstützung schuldig gesprochen hat. Ein Fehler bei der Übermittlung von Steuerdaten von Hr. Schäfer kann sie Millionen an Strafzahlungen kosten, mehrere solche Fehler und sie könnten ihre Bankenlizenz verlieren und zumachen.

    dass er ebenfalls in den USA lebende Deutsche kennt, die ein Konto bei Consors haben, denen aber nicht gekündigt wurde.

    Die fliegen demnächst raus. Wird nicht mehr lange dauern.

    Wer meint, dass Consors böse ist kann ja einfach umziehen. Der Vertrag ist doch ganz klar gehalten: jede Seite (auch der Kunde) darf ihn ohne Angabe von Gründen kündigen. Punkt.

  97. Skywalker

    Verträge können in diesem Fall von beiden Seiten gekündigt werden.  es ist verständlich dass man sich ärgert allerdings habe ich das Gefühl Tim hat etwas in den falschen Hals bekommen und übertreibt jetzt mit dem anklagen über blog und Videos.

    Vor allem ist der Grund doch irgendwo nachvollziehbar, schuld ist nicht consors sondern die Politik.

     

     

  98. ZaVodou

    Ich find’s halt nicht gut, wenn er nicht alle Fakten raus rückt und uns hier rumrätseln läßt.

    Auf meine Frage, ob er ein W9-Formular ausfüllen musste, kam nichts.

    Vielleicht hat er sein Konto auch unter Tim Schäfer Media GmbH laufen. Das sind noch mal andere Fakten. Denn seit FATCA ist da noch mal eine Verschärfung eingetreten.

    Da sagen sich manche Banken, bevor wir die ganzen Aufzeichnungen machen müssen bzw. neue Programme schreiben müssen, um den Anforderungen seitens des IRS (amerikanisches Finanzamt) gerecht zu werden, die viel Geld kosten – sagen sie sich, das lohnt sich für uns nicht, da kündigen wir diesen Art von Kunden lieber, weil so viele Umsatz machen wir mit dieser Art von Kunden – und zwar diesen Kunden generell – und nicht nur auf Tim speziell bezogen.

  99. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ ZaVodou

    Es ist mein Privatdepot. (Kein Firmendepot. Eine „Tim Schäfer Media GmbH“ gibt es nicht.)

    Ja, so ein W9-Formular habe ich ausgefüllt, soweit ich weiß. Ich fülle immer alle Formulare sofort aus. Ich bin da sehr pflichtbewusst. Mir ist es außerordentlich wichtig meine Steuerpflicht und andere Pflichten zu erfüllen.

    Ich habe in New York eine Steuerberatungskanzlei, die macht jedes Jahr meine Steuererklärung. Außerdem erledigen sie quartalsweise Zahlungen. Die Kanzlei ist auf Ausländer, die in den USA leben, spezialisiert. Es läuft alles einwandfrei. Sie machen das alles sehr gründlich und genau.

    Mich wundert, warum das andere deutsche Consors-Kunden, die in den USA leben und arbeiten, nicht betrifft.

  100. ich

    @choastrader
    Denen wird das nicht zu lästig. Es ist einfach zu gefährlich. BNP Paribas, die Mutterbank von Consors, hat letztens mal eben so 8 Mrd. Strafe zahlen dürfen, weil eine durchgeknallter Richterin in NY sie mehr oder weniger des Sanktionsbruchs bzw. Terrorunterstützung schuldig gesprochen hat. Ein Fehler bei der Übermittlung von Steuerdaten von Hr. Schäfer kann sie Millionen an Strafzahlungen kosten, mehrere solche Fehler und sie könnten ihre Bankenlizenz verlieren und zumachen.

     

    Das eine hat mit dem anderen überhaupt nix zu tun. Wenn man trotz Sanktionen, Geschäfte mit Ländern tätigt, die auf einer Liste stehen, gegen die die USA Handelssanktionen verhängt hat, dann bezahlt man die Strafe zu recht. Dafür bedarf es auch keiner „durchgeknallten“ Richterin.

    Die BNP hätte ja auch Nein sagen, und dem US-Markt fern bleiben können. Es zwingt die Bank ja auch niemand Geschäfte in den USA zu tätigen. Die Bank kann ja auch weiterhin Geschäfte mit Ländern betreiben, gegen die Sanktionen aus den USA bestehen.

    Naja, der Chaostrader macht seinem Namen gerne aller Ehre, und schreibt ziemlich reißerisch, wie gesagt, gegen Sanktionen zu verstossen, und auf der anderen Seite Privatkunden die Konten kündigen, sind für mich 2 paar Schuh. Korrigiere mich wenn ich das falsch sehe.

     

     

  101. ZaVodou

    @Tim

    Danke für die Klarstellung,

    „Mich wundert, warum das andere deutsche Consors-Kunden, die in den USA leben und arbeiten, nicht betrifft.“

    Das wundert mich dann auch. Könnte jetzt tatsächlich sein, dass diese noch angeschrieben werden. Normalerweise wird so was aber in einem Aufwisch gemacht. Warte noch mal ein bis zwei Wochen und frag dann noch mal bei Deinen Bekannten nach. Vielleicht bist Du doch nicht alleine betroffen.

     

  102. chaostrader

    Das eine hat mit dem anderen überhaupt nix zu tun. Wenn man trotz Sanktionen, Geschäfte mit Ländern tätigt, die auf einer Liste stehen, gegen die die USA Handelssanktionen verhängt hat, dann bezahlt man die Strafe zu recht. Dafür bedarf es auch keiner „durchgeknallten“ Richterin.

    Die Bank hat meines Wissens keine Geschäfte mit Ländern getätigt, sie hatte Kunden, die Geschäftspartner in betroffenen Ländern hatten, und sie haben (OH MY!) deren Überweisungen weitergeleitet. Die Details hab ich jetzt nicht mehr parat, ist ja schon ein paar Jahre her, und ich merk mir nicht jeden Scheiss. Kannst es ja googeln und mich korrigieren wenn dir langweilig ist.

    Die BNP hätte ja auch Nein sagen, und dem US-Markt fern bleiben können. Es zwingt die Bank ja auch niemand Geschäfte in den USA zu tätigen. Die Bank kann ja auch weiterhin Geschäfte mit Ländern betreiben, gegen die Sanktionen aus den USA bestehen.

    Na sicher! Als international tätige Grossbank muss man schliesslich nix in den USA machen, das Land kann man einfach ignorieren. Sorry Kunde, in die USA können wir nix überweisen, oder Geld von US-Instituten annehmen und Aktien in NY kaufen is auch nich. SWIFT und so… pillepalle, braucht ja kein Mensch.

    Das eine hat mit dem anderen überhaupt nix zu tun.

    Doch hat es, wenn man erst mal im Visier der Behörden ist, wirds mit jedem Verstoss (egal ob fahrlässig, dummer Fehler oder mutwillig) schlimmer.

    der Chaostrader macht seinem Namen gerne aller Ehre, und schreibt ziemlich reißerisch,

    Ich finde 8 Milliarden, bzw. mehrere Millionen Strafen für die verkackten Steuerunterlagen von ein paar Privathanseln sind in meinen Augen reisserisch. Aber das kann man natürlich anders sehen.

    wie gesagt, gegen Sanktionen zu verstossen, und auf der anderen Seite Privatkunden die Konten kündigen, sind für mich 2 paar Schuh. Korrigiere mich wenn ich das falsch sehe.

    Wer es halt nicht begreifen will, der soll es lassen.

    Aber wir habens verstanden: Consors sind die ganz ganz bösen, sollen halt alle zur Volksbank Hinterdupfingen gehen, die sind sicher bereit, jedem US-Steuerpflichtigen ein paar Konten und Depots einzurichten.

  103. chaostrader

    Mich wundert, warum das andere deutsche Consors-Kunden, die in den USA leben und arbeiten, nicht betrifft.“

    Das wundert mich dann auch. Könnte jetzt tatsächlich sein, dass diese noch angeschrieben werden. Normalerweise wird so was aber in einem Aufwisch gemacht. Warte noch mal ein bis zwei Wochen und frag dann noch mal bei Deinen Bekannten nach. Vielleicht bist Du doch nicht alleine betroffen.

    Die Kündigerei geht schon ein paar Jahre. Ich denke nicht, dass die Betroffenen alle auf einmal gekündigt werden, zuerst fliegen die komplizierteren und heisseren Problemfälle raus, aber irgendwann wird jeder an die Reihe kommen.

    Übrigens auch bei anderen Banken, wie hier schon einige Bankmitarbeiter geschrieben haben.

  104. -M

    Wie gesagt, gerade die kleinen Banken (Volksbanken, Sparkassen) nehmen US Bürger und oder US-Steuerpflichtige Kunden (meist) nicht mehr. Chaostrader liegt da schon sehr richtig mit seiner Einschätzung. Aber die bösen bänker und Banken sind es ja eh … ich kann den Mist nicht mehr hören….

    -M

  105. MadMax

    Hallo Tim,

    ich lese gerne deinen Blog, das machst du sehr gut Danke dafür.

    Ich finde du solltest doch nochmal darüber nachdenken:

    Nicht die Bank ist schuld sondern die USA mit ihren Bankgesetzen, ich wünsche mir da schon etwas mehr Recherche, sonst ist das schon etwas einseitig deine Schuldzuweisung.

    Ich finde sei dankbar für das was du geschafft hast und bedenke wie gut es dir geht.

    MfG

    MadMax

     

  106. ralf

    Da sieht man, den Banken geht es zu gut, haben es wohl nicht nötig, alle Kunden mit guter Bonität aufzunehmen

  107. ralf

    Nicht die Bank ist schuld sondern die USA mit ihren Bankgesetzen, ich wünsche mir da schon etwas mehr Recherche, sonst ist das schon etwas einseitig deine Schuldzuweisung.

     

    Wenn dem so ist, warum kommuniziert Consors das dann nicht so? Das geschilderte Verhalten ist im höchsten Maße unseriös von Consors. Tim kann da nun wirklich nichts dafür!

  108. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    So, hier habe ich noch ein Video zur Konto-Depot-Kündigung durch Consors gemacht. Ich bin wirklich sauer:

    https://www.youtube.com/watch?v=49OcmogDO0Q

    Ich werde Euch stetig auf dem Laufenden halten. Ich möchte den ganzen Vorgang in all seinen Facetten schildern. Bis zum bitteren Ende.

  109. Gustav-Adolf Schildt

    Tim, get with it. No one is married to a bank. You seem a bit weinerlich. You are not prepared. You use the banks also. You/we are all just fuck..g numbers. Life is not fair. You see it right there in USA. Lucky they gave you a kuendigungsfrist. I had landjaehre Mother. She is gone…life goes on. Get a Schweizer bank with decent fees and you are ok. Your video is boring mate I did not learn much

  110. Christoph

    Gute Morgen,

     

    TIm: Wieso hast du, da Du ja schon so lang in den USA lebst, nicht einfach schon eh alles in den USA? Das würde doch vieles einfacher machen. OK, Du müsstest 30% an Quellensteuern zahlen anstatt Kap+Quelle 25,1 in Deutschland. Aber dafür könntest du viel günstiger zukaufen.

    zB hier: https://www-us.computershare.com/investor/3x/plans/planslist.asp?stype=all

    Also wenn ich in den USA leben würde, würde ich das so machen. Depot Übertrag zu meiner US Bank, da die schon gekauften Aktien liegen lassen und alles was ich neu kaufen will, über den Service der US Unternehmen die ich kaufen will.

    Da müsste ich mich um nix mehr kümmern, jeden Monat wird automatisch zugekauft und das zu entweder extrem geringen Gebühren oder sogar gar keinen!

    Hinzu kommt, dass die Lagerstelle nicht Clearstream wäre, sondern man direkter Aktionär wäre.

    Und wenn es einen Spin off gibt, läuft man auch nicht Gefahr dass die bekloppten WM Daten Datenservice das ganze als Sachdividende ansehen.

     

    Also ich sehe nur VOrteile .

  111. Max M.

    würde auch ein Depot bei einem US-Broker eröffnen. Bin selbst von einem deutschen Broker zu IB gewechselt. Viel günstigere Gebühren, Währungskonto für Dividendenausschüttung, Stimmrechte liegen bei mir, ich bekomme die Jahresberichte zugesandt, usw… ziemlich viele Vorteile

  112. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Christoph

    Ein Depot-Umzug in die USA kann teuer werden. Pro deutscher Position kann eine Einbuchungsgebühr von 40 bis 60 Dollar fällig werden. Das geht also in die Tausende, wenn Du einige Aktien besitzt.

    Ein Datentransfer der historischen Einstandstdaten (Kaufkurse….) ist nicht immer möglich. Es ist alles komplex. Es können hieraus steuerliche Schwierigkeiten entstehen.

  113. Max M.

    bei IB hast du keine Einbuchungsgebühr, aber ist eben nur ein Discount-Broker. Die Einstandsdaten sind nach dem Übertrag manuell zu erfassen. Zu den steuerlichen Auswirkungen kann ich leider nichts sagen…

  114. K.

    In weniger als 2 Monaten werden nur zwei Optionen übrig bleiben, sofern es nicht temporär eine Bank gibt in Deutschland die eine „US-Person“ nimmt. Und wenn überhaupt, dann nur sehr kurz. Die Erfolgsaussicht das Du überhaupt eine findest, ist sehr gering. Dementsprechend gilt es, seine Energie anders sinnvoll/zielbringend einzusetzen.

    Zu beachten ist auch, das manche Fonds für „US-Persons“ zum Kauf, Vertrieb / Besitz auch nicht zugelassen sind bzw. nicht übertragen werden dürfen. Egal wo das Depot derjenigen verwahrt ist. FACTA und Co. sei Dank. Den Hinweis habe ich heute erst wieder gelesen.

    Ein Depotübertrag an eine Person in Deutschland, die das ganze dann steuerlich auf sich laufen lässt, würde a) Schenkungssteuer fällig werden lassen und b) auch nur eine halbscharige nicht dauerhafte Lösung sein.
    Vorallem wenn die Person ggü. der Depotbank unterschreibt das sie nicht für Dritte handelt oder das Depot führt sondern nur im ausschleßlichen, eigenen wirtschaftlichen Interesse. Das Risiko einer Strafzahlug (dann aus D), wird auch keiner auf sich nehmen wollen. Genauso wie die Banken die Strafzahulngen aus den USA.

    =>

    Option 1:
    Alles in Cash umsetzen / zwangsumsetzen lassen und in den USA neukaufen, sofern möglich. Steuerabzüge usw. inklusive.

    Option 2:
    Übertragung in die USA unter in Kauf nahme von Gebühren und Steuerabzügen (die Du oben auch hättest), aber Du hast immer noch die Aktien oder ein Großteil davon. Den Steuerkram soll der Steuerberater machen, dafür wird er gezahlt. Immerhin hast Du viele Jahre in den USA das noch so durchziehen können und dein Depot konnte in einer guten Marktphase in Deutschlandansässig weiter wachsen. Das dürfte die Gebühren-Problematik etwas schmälern.
    Nun muss man halt in den sauren Apfel beißen und ggf. etwas an Gebühren Steurn zahlen. Bis dato war es einfach Glück das die Steuerabommen nicht schon früher vollzogen wurden bzw. Ihre Auswirkungen für die Banken und in Folge für die Kunden zeigen. Rechtskräftig sind sie shcon länger.

    Bei einem Auto kann ich nötige Reparaturen auch gleich machen und zahlen. Oder noch weiter fahren. Das kann längere Zeit gut gehen und somit verschiebe ich die Reparaturkosten/ den Aufwand in die Zukunft. Irgendwann muss ich es machen. U.U. ist aber später noch mehr kaputt, da Folgeschäden aufreten. Drum rum komme ich nicht. Spätstens wenn der TÜV oder die Polizei sagen man muss, sonst wird stillgelegt.

    Wie ist der aktuelle Stand?
    Was sagt der Steuerberater?
    Was sagen US-Banken die als Depotbanken für Dich in Frage kämen?
    Welche Lösungsansätze gibt es?

    Welche Lösungen vefolgst Du Tim, ausser Dich mit Consors auseinanderzusetzen?
    Die können die US-Gesetze nicht ändern und die möglichen Strafzahlungen die Ihnen ggf. aus den USA drohen wiegen schwerer als jede Kundenbeziehung. Leider. Der Gesetzgebung in den USA und in Deutschland sei Dank.

     

     

  115. Andrea

    Tim, wie machen das denn andere US-Kunden von deutschen Banken, die in der gleichen Situation sind? Vielleicht findet sich auf dem Wege des Kontakts mit solchen Menschen eine gute Lösung.

    Ich meine auch, dass die ganzen Videos und der Frust nicht viel bewirken werden.

  116. Anna-Lena

    Hallo Tim. Wie läuft es mit dem Wechsel?

    Ich habe auch noch eine Frage, vielleicht kann jemand helfen. Ich bin auch bei Consors, und habe da bisher Einzelaktien. Jetzt möchte ich aber auch in ETFs investieren und den, den ich gerne besparen möchte, gibt es bei Consors nicht. Ich möchte den ETF aber nicht einmalig erwerben, sondern den Cost-Average-Effekt nutzen. Das Depot will ich jetzt eigentlich nicht wechseln. Käme es in Betracht, ein zweites Depot bei einer anderen Direktbank, wo ich meinen Wunsch-ETF besparen kann, zu eröffnen? Was haltet ihr davon?

    Viele Grüße 🙂

  117. Slazenger

    @Anna-Lena

    why not? Solange das Depot kostenfrei ist, kein Problem! Ich selbst habe auch seit vielen Jahren zwei Depots! Das stammt noch aus einer Zeit als ich viel gehandelt habe, und ich die Sicherheit haben wollte, dass wenn es auf einer Plattform einmal technische Probleme gibt, ich trotzdem immer in der Lage bin zu handeln. Das kam nicht oft vor aber 1-2 mal war das der Fall. Heute hab ich die Depots so strukturiert, dass eines mein Depot’s  für die Rente ist wo ich nur  sehr wenig trade, und mein anders nutze ich zum traden von kurzfristig aussichtsreichen Aktien wie z.B. aktuell VW.

  118. Kevin

    @Anna-Lena: Mach auf jeden Fall ein 2. Depot auf. Dadurch hast du mehr Aktienauswahl / ETF-Auswahl und bessere Konditionen.

    Check vorher auch unbedingt, ob es nicht noch den ein oder anderen Bonus gibt. Die sollte man natürlich auch immer mitnehmen 😉

  119. Rainer Zufall

    Anna Lena

    Der Nachteil bei den Sparplänen (die ich im Moment bei comdirect auch noch stark nutze) ist, dass die Gebüren zum Teil recht hoch sind. Alternative: IngDiba. Dort gibt es zwar auch die Möglichkeit ETF Sparpläne einzurichten. Man kann alternativ aber auch ab 500 Euro Etf Anteile erwerben ohne dass Gebüren anfallen.

    Je nachdem wieviel Du in den ETF investieren möchtest wäre dann also zunächst Geld anzusparen und der Etf dann regelmäßig zu kaufen. Ist zwar etwas aufwändiger als ein Sparplan, man spart aber eben auch die Gebüren. Überlege gerade, ob diese Möglichkeit nicht was wäre. Bei Mattoc und Marc scheint das ja ganz gut zu klappen.

     

  120. Guido

    Hi Tim,

    ich wohne auch im Ausland und habe heute per Einschreiben ebenfalls eine Kontokuendigung von der Consorsbank zum 29.12. bekommen. Das Konto/Depot hatte ich dort seit 15 Jahren.

    „… Ausschlaggebend für die Auflosung der Geschaftsbeziehung sind weltweit gültige Vorgaben der BNP Paribas S. A. hinsichtlich steuerlicher Regularien in bestimmten Landern. Die Consorsbank ist eine eingetragene Marke von BNP Paribas. Somit sind die Gruppenrichtlinien von BNP Paribas auch für die
    Consorsbank bindend. …“

    Es scheint generell mit dem Wohnsitzland zu tun zu haben und alle Kunden die nicht ins Schema passen (OECD Common Reporting Standard (CRS)), oder/und wo es zu kompliziert werden kann (US), fliegen der Einfachheit halber zum Ende des Jahres raus…

  121. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    DivSky

    Ich weiß, die Frist mit 2 Monaten ist knapp.

     

    Guido

    Das tut mir leid. So ein unnötiger Arbeitsaufwand. Also ich hab mich wirklich enorm geärgert über die Kündigung. Es ist ja auch mit komplexen Fragen verbunden: historische Daten, Steuer…

  122. Anna-Lena

    @Rainer Zufall

    Stimmt, die Gebühren darf man nicht unterschätzen. Ich habe jetzt doch gemerkt, dass Consors den gewünschten ETF zum Besparen anbietet, allerdings mit 1,50 % zusätzlichen Gebühren. Das wären dann 2 % (Inflation) + 0,50 % (ETF Angebot) + 1,50 % (zusätzliche Gebühr), also 4 %, die ich jährlich abdrücken müsste und das ist mir zuviel. Es gibt Broker, die den gleichen ETF-Sparplan kostenlos anbieten (also „nur“ noch 0,50 % + 2 %). Da habe ich heute eines eröffnet. Ich habe mich für OnVista entschieden. Comdirect nimmt die gleichen Gebühren für meinen ETF wie Consors, war also keine Alternative.

    Danke,  Slazenger und Kevin, für eure Einschätzung 🙂

  123. Guido

    … wenn ich mich ueber was in Deutschland aergere, rufe ich immer sofort bei der Deutschen Botschaft an und lass bei denen meinen Frust ab :))

    Ich ueberlege nun, fuer 100 Euro eine e-Residency ID-Card in Estland zu beantragen (geht alles online und bekommt man dann im Konsulat, z.B. auch in New York), damit online eine estnische Firma zu eroeffnen und mit dieser EU-Firma dann irgendwo in der EU oder Schweiz ein Depot zu bekommen, um das private Consorsbank-Depot dorthin zu uebertragen. Billiger und schneller faellt mir im Moment nichts ein, zumal es hier wo ich wohne, auch gar keine Banken gibt, die Depots anbieten.

    Ob die Konstruktion kompatibel mit dem US-Steuerrecht ist, weiss ich natuerlich nicht.

  124. K.

    @Guido

    Viele Banken oder auch Fonds-Anbieter haben entsprechende Klauseln bzw. Ausschlüsse die auch Firmen ausschließen, wenn einer der Inhaber eine US-Person o.ä. ist. Es zäheln die Personen die dahinter stehen, egal wo der Firmensitz ist.

    Hat Deine Firma bspw. vier Vorstände bzw. Inhaber und nur einer davon ist eine US-Person ö.ä. fällt man wieder ins Raster der US-Persons-Regelungen und wird damit wieder ausgeschlossen.

    Ich habe schon Texte (Nutzungsbedingungen, Vertragsbedingungen) gesehen, in denen dies explizit erwähnt wurde bzw. es wird teils auch mit abgefragt, wenn man als Firma oder juristische Peson agiert.

  125. Rainer Zufall

    Anna-Lena

    Das Angebot von OnVista ist momentan wirklich gut. OnVista wurde aber von Comdirect aufgekauft.

    https://www.comdirect.de/cms/ueberuns/de/presse/cori1088_1177.html

    Es ist denkbar, dass OnVista Kunden in Comdirect überführt werden („Verschmelzung der OnVista Bank GmbH auf die comdirect bank AG geplant“). So war das zumindest als DAB von Consors übernommen wurde. Ob das so laufen wird, weiss ich nicht. Falls das aber tatsächlich so sein sollte, würdest Du bei OnVista evtl. nur zeitweise Gebühren sparen.

    Als Alternative hatte ich ja schon auf die IngDiba verwiesen (ETF Kauf ab 500 Euro kostenlos, 1,75 % Orderprovision bei Sparplänen). Flatex bietet zahlreiche Sparpläne an, nimmt aber auch Negativzinsen auf Guthaben.

  126. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    Heute kam übrigens die Kündigung von Consors bei mir an. Sie lassen dich als Kunde fallen, wie eine heiße Kartoffel, wenn Du nicht in deren Beuteschema passt. Krass die Bank. Ich bin sauer auf sie. Und sie werden es noch merken. Das hier wird der Anti-Consors-Blog.

  127. K.

    @Tim

    Immer noch…. Und das obwohl andere Banken auch so handeln. Bzw. Dank FACTA und Co handeln müssen, wenn Sie nicht ihr Geschäftsexistenz durch Strafzahlungen bedroht wollen wissen.
    Ja, ich wäre auch sauer. Aber nur im Ärger zu verweilen, hilft nicht. Die Dinge die man nicht ändern kann, muss man akzeptieren oder eine Lösung suchen oder es sein lassen (Love it, change it or leave it.).

    Consors kann die Gesetzgebung inkl. der Knebel-Strafen der USA-Regierungen nicht ändern (change it). Sie muss sie zwangsweise akzeptieren (love it), wenn sie das Bankgeschäft mit USA-Bezug nicht aufgeben will (Leave it).
    Die Folge von Love it, ist, das sie versucht das Risiko zu minimieren. Würden wir doch auch tun, oder. Keiner zahlt gerne Strafe, vorallem nicht so hohe Summen.

    Love it, change it, leave it.
    Dir bleibt vermutlich auch nur Love it in Kombi mit Leave it. Auch Du kannst weder die Bank(en) noch die Gesetzgebungen der USA, die dazuführten (und die eigentliche Ursache sind) ändern. Entweder Depot übertragen oder auflösen. Mehr bleibt nicht. Banken-Bashing im erweiterten Stil ist nicht zielführend und verschwendete Energie. Und ich bin auch nicht mit allem zufrieden was Banken so treiben. Aber ich bin auf Banken in gewisserweise angewiesen, da ich Depots und Girokonten nicht selbst betreiben kann.

    Schade wenn das hier in ein Consors-Bashing umschwenken sollte, das dürfte die meisten Leser nicht bei der Stange halten und den eigentlichen Kern des Blogs aushöhlen (Sparen, Investieren, Sparsamkeit, Genügsamkeit).

    Aber es ist Dein Blog. Vielleicht finden sich dann ja neue, andere Leser, die sonst als Trolle o.ä. woanders bis dato ihr Unwesen trieben, wenn es im gro ein Anti-xyz-Blog wird….

    Tim, ich habe Dich in Reutlingen als einen sehr gelassenen, achtsamen und ausgeglichenen Mann kennen gelernt. Mich wundert, das Dich dieses Thema nach fast einem Monat noch immer so auf die Palme bringt. Der Ärger oder Bank-Bashing-Blog-Posts oder Videos ändern nichts.
    Ich würde versuchen mich auf eine Lösung zu konzentrieren. Diese als Herausforderung sehen und damit zu zeigen: Ihr könnt mich mal, ich bekomme diese Herausforderung des Depotumzugs und allem was an Komplikationen dran hängt gemeistert. Ich wachse daran. Ich bin lösungsorientiert und schaue nach vorne anstatt noch ewig nachzutreten.
    Am Ende bist Du weiter als vorher, Du hast viel neues gelernt und oft öffnet es neue Türen oder Ideen.

    Ja, die Erfahrung ist wichtig. Und man muss sie sicher auch kommunizieren.

    Ich berichte auch von meinen Versicherungs/Vermögensberatern und den Rentenversicherungs-Fehlern die ich erlebte. Aber ich trete nicht dauernd nach, geschweige den Ärgere ich mich darüber.

    Rückblickend muss ich sagen: Ich sollte meinen Versicherungen und „Beratern“ mit ihren zweifelhaften Produkten und Gehabe dankbar sein. Ohne diese, wäre ich nie dazugekommen mich mehr mit meinen Finanzen und dem Thema Rente bzw. Vermögensaufbau zu beschäften. Ich hätte nicht angefangen, die Produkte und juristischen Texte zu verstehen und auseinander zu nehmen. Die Vor- und (bei mir überwiegend) Nachteile zu finden.

    Ich wäre nie dazugekommen mich zu informieren und dabei z.B. diesen Blog oder auch andere sehr lesenswerte Blogs und Communitys zu finden. Ich hätte mein Wissen nie erweitert.
    Ich wäre nie dazugekommen über den Tellerrand zu schauen und zu sagen, ich will etwas anderes als meinen bisherigen (wirklich tollen) Job machen. Mit besseren Rahmenbedingungen und (besserer) ordentlicher Bezahlung.
    Ich hätte nicht angefangen mir Ziele zu setzen und diese zu erreichen.
    Ich würde im Trott vor mich hinarbeiten, vielleicht man weiß es nicht.
    Ja soetwas ist unbequem. Man hat die Zeit nicht oder würde sie gerne anders verbringen. Aber ich versuche bei unvorhergesehenen Ereignissen, die ich nicht ändern kann und die ich „bearbeiten“ muss, immer diese so schnell und zielführend und optimal wie möglich zu bearbeiten. Ärger bringt da wenig.

    Egal ob es 45 Seiten komplexe Anträge sind inkl. Zeitdruck, während mein Sohn wenige Tage alt war und ich für Papierkram eigentlich keine Zeit hatte… Anträge bei denen selbst Personalverwaltung und Steuerberater (von denen ich Unterlagen bzw. Nachweise brauchte) klein beigaben und mir nicht helfen konnten. Anträge die ich vorab schon soweit als möglich vorbereteitet hatte, aber das meiste geht erst nach Geburtstermin, da man dieses Datum für Berechnungen und Nachweise braucht. Ich musste herausfinden und definieren was ich von denen brauchte, da es so kompliziert gestaltet war. Ja ich habe mich geärgert und auch mal kurz geflucht. Aber primär habe ich mich auf eine schnelle und gute Lösung fokussiert. Es hat sich ausgezahlt. Der Antrag konnte komplett und (bis auf ein Kreuz, das aber marginal war) richtig abgegeben werden. Dadurch wurde er schnell bearbeitet, die Frist war gewahrt und es ging kein Elterngeld verloren.

    Tim, freue Dich. Du bist finanziell frei. Du muss nicht 8 Stunden pro Tag arbeiten gehen. Dadurch musst Du das nicht noch on top nach Feierabend regeln. Ja ich weiß Du arbeitest noch ein bisschen und das finde ich gut. Aber diese Freiheit die Du Dir erarbeitest kannst Du nun nutzen (die nächsten Wochen, bis es geklärt ist), eine Lösung zu finden. Spazieren zu gehen und den Kopf frei zubekommen. Oft kommen dann aus dem Unterbewusstsein die besten Ideen. Durchzuatmen und zu akzeptieren. Du hast nicht den Arbeitsstress an der Backe. Somit hast Du, dank deinen Depots (und damals auch Dank der damals gut arbeitenden Bank) nun Zeit und weniger Stress.

    Ich weiß nicht was Du schon unternommen hast, aber versuche Dir eine Übersicht zu erstellen, was zu tun ist. Wenn Dir etwas einfällt was Du tun musst. Schreib es dazu. Die Sache ist komplex. So verlierst Du nicht den Überblick. Ausserdem hast Du dann viele kleine Dinge zu abarbeiten und zum „abstreichen“. Kleine Aufgaben, verteilte über viele Tage und Stunden. Kleine Erfolge wenn etwas erledigt ist. Anstelle eines großen Berges, wo man scheinbar nicht weiß wo man anfangen soll. In den obigen Kommentaren gab es viele Tipps. Nutze sie, sofern noch nicht geschehen. Denke sie weiter. Nutze hilfe, auch wenn es Geld kostet (Steuerberater).

    Vielleicht hift ein Blogpost in dem Du die bisherigen Lösungsversuche (neue Bank, Depotübertrag in die US, Verkauf und Wiederanlage, Gespräch mit Steuerberater) darstellst. Ohne Bashing. Oft hilft das schreiben, sie und die Gedanken zu sortieren. Man entdeckt neue Wege. Und die Community hier hilft ggf. gerne. Vier Augen (oder mehr) sehen mehr als zwei. Nur so eine Idee. Eine Option von vielen.

    Kommuniziere gelassen mit den Banken, den auch die neue Bank, wird sicher nicht begeistert sein, wenn sie einen potenziellen Kunden hat, der am Telefon nur über die alte Bank schimpft. Auch wenn es ggf. berechtigt sein mag, aber mit einem besseren Klima und weniger Ärger-Videos etc. kommst Du weiter. Dann muss auch die neue Bank keine Angst vor Dir und Deinem Ärger haben (und deshalb ggf. ablehnen) und nimmt Dich vielleicht eher, sofern sie wollen bzw. ohne die Option auf große FACTA-Strafzahlungen auch können.

    „Wer schreit, ist hilflos“, sagt man. Ich glaube Du bist nicht hilflos, Du weißt viel. Du hast viel erreicht. Du hast Hilfe bzw. kannst diese bekommen wenn Du danach fragst. Du brauchst nicht schreien (oder Anti-xyz-Blog betreiben oder Anti-xyz-Videos drehen). Du wirst Das Problem meistern und danach stolz auf Dich sein und stolz von dem Lösungsweg, ohne das ein Großteil davon Bashing ist, berichten können. Damit anderen die Leser, die dieses FACTA-Problem auch haben (oder ggf. später mal haben) helfen können.
    Und darauf darfst Du dann auch zurecht stolz sein.

    Ich bin gespannt auf Deine Lösung. Go for it.

    K.

  128. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ K.

    Danke für Deinen Beitrag.

    Ich finde, es ist wichtig seine Meinung zu sagen. Seinem Ärger Luft zu machen. Weißt Du, wenn jemand ein Buy-and-Hold-Depot mit deutschen Mittelständlern und Schwergewichten aufbaut und das Dekaden durchzieht, ist das ein Schatz. Den muss ich beschützen.

    Klar ist es wichtig an einer Lösung zu arbeiten. Und nach vorne zu schauen.

    Ich hab mir gestern bei TJ Maxx, direkt neben der NYSE gelegen, eine Yoga-Matte gekauft. Für 7,99 Dollar. Das hilft bestimmt gegen den Ärger mit Consors. Ich kann jetzt zwei Matten nebeneinander legen und besser relaxen.

  129. K.

    @Tim

    Das Dich das ärgert und vorallem das Du den Depotinhalt schützen möchtest, kann ich verstehen. Auch in Bezug auf den zeitlichen (vergangenen) Aufwand.
    Seine Meinung sagen ist wichtig und richtig. Korrekt. Alles andere (nachfolgende) auch, aber da stimmst Du ja zu.

    Das mit den Yoga-Matten („zwei nebeneinander“) zeugt ja schon wieder von Humor. 🙂 Top.

  130. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ K.

    Mein Therapeut hat mir geraten: „Mach Deinem Ärger Luft. Zieh vom Leder. Das tut gut. Das ist wichtig. Dann fühlst Du Dich besser.“ haha. In New York gehen sie alle in Therapie… zumindest, wer was auf sich hält. Die ganz großen Stars bringen sogar ihre „Shrinks“ mit auf Partys.
    https://www.washingtonpost.com/lifestyle/style/david-lettermans-friends–and-shrink–make-his-twain-ceremony-as-funny-as-his-late-night-legacy/2017/10/23/b4f5a816-b79b-11e7-be94-fabb0f1e9ffb_story.html?utm_term=.67cd5e2f1676

  131. Sparta

    @Tim

    Der Beitrag von K empfinde ich persönlich als menschlich klüger/weiser als einen Therapeuten zu konsultieren, denn Du Dir sicher sparen könntest! 😉

    Ansonsten ist es natürlich Kapitalismus… Kunden, die sich nicht mehr rentieren, die zu viel Ärger (Bürokratie) und Aufwand im Verhältnis zum Ertrag (wenig Handel & Gebühren)…. welches Unternehmen, dass es sich leisten kann, tut sich mehr Ärger für weniger Ertrag an?

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