Wir haben eine wilde Börse. Trader nehmen Kredite auf, um Aktien wie von Sinnen zu zocken. Börsenkurse heben wie Raketen ab


New York, 9. Juli 2020
Mit der Nvidia-Aktie hättest du Geld wie Heu bedienen können. der Kurs explodierte um fast 4.000% in den vergangenen 10 Jahren.

Wir erleben verrückte Zeiten. Wir sind in einem massiven Aktienboom. Alles, was digital oder Tech ist, geht durch die Decke. Nimm den Chip-Bauer Nvidia. In den vergangenen 10 Jahren schoss die Aktie um 4.000% nach oben.

Das ist ein unglaublicher Höhenflug. Der Börsenwert beläuft sich auf 257 Milliarden Dollar. Das ist mehr als der deutlich größere Rivale Intel, der nur 247 Milliarden Dollar auf die Börsenwaage bringt. Vergleiche beide Konzerne:

KGV (Gewinnvielfaches):
Nvidia: 78
Intel: 11

Umsatz:
Nvidia: 11 Milliarden Dollar 
Intel: 72 Milliarden Dollar

Überschuss:
Nvidia: 2,8 Milliarden Dollar
Intel: 21 Milliarden Dollar

Wir haben eine Zockerbörse bekommen. Klar ist Nvidia ein klasse Konzern. Er setzt auf künstliche Intelligenz. Er baut extrem leistungsstarke Chips, die in der Zukunft gefragt sein werden, um die wachsende Datenberge schneller analysieren zu können. Beispielsweise spielen die Kalifornier eine Schlüsselrolle bei autonomen Fahrzeugen. Die selbstfahrenden Autos erfordern eine genaue Wahrnehmung der Umgebung in Echtzeit, um sicher navigieren zu können. Dafür sind die Chips nötig. Die Chips können blitzschnell Milliarden von Daten verarbeiten, die von Sensoren und Außenkameras am Auto stammen.

Ein Vorgeschmack auf das, was wir bekommen haben, gab die “New York Times” in einem Artikel:

“Richard Dobatse, ein Sanitäter der Marine in San Diego, beschäftigte sich selten mit dem Aktienhandel. Sein Verhalten änderte sich jedoch 2017, als er sich bei Robinhood anmeldete, einer Trading-App, die den Kauf und Verkauf von Aktien einfach und scheinbar kostenlos ermöglichte.

Der 32-jährige Dobatse sagte, er sei fasziniert von Robinhoods One-Click-Handel, dem einfachen Zugang zu komplexen Anlageprodukten und Funktionen wie fallenden Konfetti und mit Emoji gefüllten Telefonbenachrichtigungen, die das Gefühl eines Spiels erweckten. Nachdem er sein Konto mit 15.000 Dollar an Kreditkartenvorschüssen aufgeladen hatte, verbrachte er mehr Zeit mit der App.”


Weil Dobatse wiederholt Geld verlor, nahm er Kredite auf das Eigenheim in Höhe von 30.000 USD auf. Hallo? Wo sind wir denn? Im Wolkenkuckusheim. Hier hat jemand ganz klar den Realitätssinn verloren. Er ist übermässig optimistisch geworden. Was machte er mit dem Geld? Er spekulierte wie von Sinnen. Aktien und Optionen. Hin und her. Wild rein, wild raus. Kaufen und verkaufen. Schließlich wollte er seine Schulden begleichen. Er war erfolgreich. Kaum zu glauben. Sein Depotwert stieg in diesem Jahr auf über eine Million Dollar.

Halte dich aber jetzt am Stuhl fest, damit du nicht runter fliegst: Es ist alles wieder weg. Was bleibt, sind ganze 6.956 Dollar im Depot. Krass. Wie gewonnen, so zerronnen. Es liegt an seiner Gier. Am Hin und her. Es ist eben wie im Kasino.

Je häufiger Kleinanleger mit Aktien zocken, desto schlechter wird ihre Rendite hinterher ausfallen. Darauf weisen zahlreiche wissenschaftliche Studien hin. Ich bin deshalb zu einem knallharten Buy-and-Hold-Anleger geworden. Ich behalte meine Aktie für Dekaden. Auf wilde Optionsscheinchen-Strategie-Spielchen verzichte ich gerne. Ich denke nicht daran, meine einmal gekauften Aktien jemals wieder herzugeben. Ich kann von den Dividenden leben – das genügt mir. Verkaufserlöse brauche ich nicht.

Selbst wenn meine Aktien schlecht laufen, so bleiben sie liegen. Ich hab unglaublich gut mit dieser Strategie abgeschnitten. Es überrascht selbst mich Optimisten. Ich gebe aber zu, dass ich einige Depotleichen habe: Pennystocks, die keinen Wert mehr haben, schlummern in meinem Depot. Die Schrottaktien haben aber Überflieger wie SAP, Netflix, CTS Eventim, Microsoft, Apple, Amazon, Bank of America und andere mehr als ausgeglichen. Mein bester Aktiendeal war Netflix. In den aufstrebenden Streamer investierte ich einst 5.100 Euro. Es sind mittlerweile 350.000 Dollar daraus geworden.

Wenn Leute das hören, ist das erste, was sie sagen: “Warum verkaufst du sie nicht?”. Ich gebe doch nicht mein bestes Pferd im Stall her und zahle wie ein Verrückter Steuern auf den Verkaufserlös.

Banken und Discountbroker haben ein Interesse daran, dass du als Anleger sehr viel handelst. Zwar sinken die Handelsgebühren tendenziell, doch lässt sich immer mehr Geld mit aktiven als mit passiven Kunden verdienen (an konservativen Buy and Hold-Anlegern wie mir können sie wenig verdienen). Werden Aktien gehandelt, entsteht eine Arbitrage.

Das ist auch bei der beliebten App “Trade Republic” der Fall. Ich finde die neue Bank sehr gut:

* Affiliate

Als Kunde muss man aber an die Arbitrage denken. Trade Republik kassiert Rückvergütungen für die Kundenorders. Diese Praxis ist nicht neu. Ich finde die sinkenden Ordergebührem eine coole Sache. Es verleitet aber, mehr zu handeln. Zumal die App bequem auf dem Handy jederzeit in Sichtweite ist. Man muss als Kunde lernen, geduldig zu sein. Ich kaufe Aktien und lasse sie wie einen alten Schinken liegen. Ans Verkaufen denke ich, wie gesagt, nicht. Kredite nehmen ich auch keine auf. Ich bin froh, wenn ich keine Darlehen habe. Schuldenfrei lebt es sich entspannter.

Das ist mein neues Video über die Aktienraketen aus dem Tech-Bereich:


tim schaefer (Author)

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thoughts on “Wir haben eine wilde Börse. Trader nehmen Kredite auf, um Aktien wie von Sinnen zu zocken. Börsenkurse heben wie Raketen ab

  1. AvatarMr. Pino Cavallo

    Ich habe gestern bei den Jungs von der Mission Money das Interview mit Dirk Müller gesehen. Eigentlich halte ich nicht viel von ihm, da er m.E. sich v.a. selbst gern reden hört. Aber er sagte etwas, was zu deinem Beitrag passt, und zwar, dass derzeit die unerfahrenen Kleinanleger die Börsen nach oben treiben und nicht etwa die großen Institutionellen Investoren. Mal sehen, ob es also demnächst ordentlich kracht!
     
    Zu deiner Netflix-Position: sollte die Aktie in Zukunft Dividenden zahlen, hättest du natürlich das beste aus beiden Welten – einen hohen Buchgewinn als auch echte Cash Flows. Gratulation zu deinem Stock-Pick!

  2. Avatarghost

    ich muss mich entschuldigen 🙂 wegen kommischer Behauptungen bezüglich Tesla und dass Tesla sogar einen Trabi verkaufen könnte….
     
    Tesla verkauft shorts kam heute die Meldung 🙂 also noch keine Trabis sondern shorts wegen der überbewertetenshortis 🙂
    aber ja Tesla ist überbewertet :), lieber eine daimler kaufen, ist ein stabiler Wert, der immer wieder aud den Ausgangspunkt kommt 🙂
     
    mfg

  3. AvatarThorsten

    In Moment geht alles in die Techaktien, da sie coronaresistent zu sein scheinen. Dazu kommen die Zocker.
    Herr Müller sagte auch, dass die Institutionellen , also das große Geld nicht im Markt sei. Die paar Milliarden der Kleinanleger reichten demnach die Kurse deutlich zu bewegen.
    Da passiert noch was, der Sommer ist noch lang…

  4. AvatarFabian S.

    Hallo Tim,
    das stimmt. Wenn Ahnungslose zocken, riecht es sehr stark nach Übertreibungen an der Börse. Und was danach immer kommt….wissen wir ja! 😉

  5. StephanStephan

    Hört sich für mich sehr nach einer Blase an… hochspekulativ und nicht mehr mit wirtschaftlichen Tatsachen zu erklären.
    Das schreit förmlich nach einer Korrektur.

  6. AvatarMichael (Bergkamen)

    Hi Tim,
    das ist ja das, was ich im letzten blog sagen wollte. BUY and HOLD ist sehr, sehr gut. Für dich und auch für MICH. Aber jeder fährt seine eigene Strategie.
    Und einen Kredit aufnehmen für Aktien ist das LETZTE. Vielleicht geht es mal gut, aber auf Dauer jedenfalls nicht.
    Trade Republic ist günstig für 1€ pro Order. Verleitet aber zum Zocken und Handeln. Habe ich ausprobiert und ist nichts für mich. Ich bleibe weiter bei meiner comdirect.
    Ich freue mich auf jede Dividende, die monatlich eintrifft. Und das wird Monat für Monat mehr. Ich arbeite DEFINITIV nicht mehr mit 60 .
    VG
    der Michael (Bergkamen)

  7. AvatarAktien Noobs - Sky

    Erstmal wieder vielen Dank für diesen tollen Artikel, der schön zu lesen war und einfach gerade die Realität wiederspiegelt. Man kann schon in Versuchung kommen, zu kaufen und zu verkaufen. Evtl. funktioniert es mit der richtigen Strategie, aber die Börsen sind so unkalkulierbar, das ich mir das gerade nicht traue.
    @Mr. Pino,
    Netflix wird die nächsten Jahre keine Dividende zahlen können. Denn sie müssen investieren, investieren und nochmals investieren. Andernfalls können Sie nicht mehr mithalten. Ich glaube die Schulden steigen auch immer weiter an. Mal sehen wie es langfristig weiter geht.
     
     

  8. AvatarFliegerone

    Wir bewegen uns mit der aktuellen Situation auf eine Blase hin, die wird platzen und danach kehrt wieder für ein paar Jahre Ruhe ein, es wiederholt sich immer wieder. Kurz vor dem Platzen schießt alles nach oben, immer schneller und Jeder will dabei sein und wenn es dam am steilsten nach oben geht und auf einem Schluss. Schade, dass die Gier immer wieder viele Aktionäre (vorallem Neue) erreicht und die Leute ihr Hirn ausschalten.

  9. AvatarKanonenfutter

    Die Meute, die sich hier tagtäglich die Finger wund schreibt und mit ihren Aktien- und ETF-“Investments” herumstrunzt, ist genau das Klientel, das die Kurse in irrationale Höhen treibt. Wenn so viele “wissen” das ein Crash kommt, warum schauen sie sich das nicht an der Seitenlinie an? Aber immer noch mehr “Pulver” in die überhitzten Tech-Werte srecken? Einfach ruhig bleiben, wie Tim das richtig sagt.

  10. Avatarsmyslov

    Die Kleinanleger treiben und halten die Börsen nach oben, und die Großanlseger sind nicht im Markt. Die Kleinanleger müssen ja ganz schön viel Mut, und vor allem wahnsinnig viel Geld haben, wenn das so stimmen sollte. Das kann ich nicht glauben. Die großen Adressen (Institutionelle) machen die Börse, seit wann denn die Kleinanleger. Immer wieder erstaunlich, was die “Profis” so von sich geben.

  11. AvatarRüdiger

    Immer wieder erstaunlich, was die “Profis” so von sich geben.
     
    Deshalb würde ich den “Profis” ungeprüft nicht mal das Datum, die Uhrzeit oder das Wetter glauben  😉
     

  12. AvatarMatthias

    Diese Überbewertung der Tech-Aktien, das geht auf keine Kuhhaut. Alles nach dem Motto: denen kann Corona ja nichts anhaben, das ist die Zukunft! Ja, ist es auch, das rechtfertigt aber in keinster Weise die parabolischen Anstiege, die wir jetzt sehen. Die Aktien profitieren von der Digitalisierung im Schnelldurchlauf, ja — aber nicht in diesem Ausmaß!
    Das böse Erwachen wird kommen, aber es ist müßig sich zu fragen wann. Entweder ist man dann dabei und schneidet hart nach unten ab oder man steht jetzt schon an der Seitenlinie, nutzt dann aber auch die temporäre Chance nicht. Denn “wann” die Blase platzt weiß niemand und es lässt sich auch nicht antizipieren. Das kann auch mal über Monate so weiter gehen. Aber man sollte mit höchster Aufmerksamkeit dabei sein, um dann zum gegebenen Zeitpunkt reagieren zu können.

  13. AvatarA

    Hallo,
    “…aber es ist müßig sich zu fragen wann. Entweder ist man dann dabei und schneidet hart nach unten ab oder man steht jetzt schon an der Seitenlinie, nutzt dann aber auch die temporäre Chance nicht. Denn “wann” die Blase platzt weiß niemand und es lässt sich auch nicht antizipieren.”
    Genau aus dem Grund werde ich meine Amzn, MSFT, Pypl, Nvda behalten auch wenn diese zusammen mittlerweile rund 30% vom Depot ausmachen.
    Mein Investmentcase ist nach wie vor aktiv. Der Kurs könnte korrigieren, aber wann? Ich lasse das Market Timing sein. Meine Sparpläne laufen einfach weiter.  Solange mein Investmentcase aktiv ist, bleibe ich dabei. Nur so kann man auch solche Gewinner haben wie Tim es mit Netflix hat. 
    Gruß
    A.

  14. Avatar-M

    @Off  topic 
    Gestern habe ich zum ersten mal auf der Arbeit entschiedenen NEIN gesagt. Ich sollte auf einer anderen Filiale aushelfen, normal leom Problem, nur das mein Chef auf einmal wollte, dass ich für einem mittleren mio Betrag zuständig bin ohne jedliche Einweisung.
     
    Ich habe mich geweigert und gesagt das jemand aus der Filiale selbst das gefälligst tun soll und ich bei allem anderen helfen werde.  
    Ehrlich gesagt, habe ich das nur gesagt weil es meiner Familie gut geht und wir finanziell gut aufgestellt sind. Es war ein tolles Gefühl. Meine Kollegin hat all das Letzt über sich ergehen lassen. Sie hat Schulden ohne Ende…..
    Ich kam mit meinem nachdrücklichen NEIN durch 🙂
     
    -M

  15. AvatarChris1

    Tim: ich verstehe, dass du deine Aktien nicht verkaufen willst, da es ja oft Unternehmen sind, die vermutlich weiterhin erfolgreich sein werden.
    Aber dennoch ein Gedanke dazu:
    Wieso nicht zb bei Netflix zumindest den Einkauf verkaufen? Dann hätte man (ohne Inflation gerechnet) schonmal keinen Verlust gemacht.
    Und dieses Geld könnte man in neue Unternehmen stecken und da auch Gewinn erzielen.
     

  16. AvatarOli

    @M
     
    Super! Ich finde das klasse. Ich bin weit davon entfernt finanziell frei zu sein, aber ich habe ein dickes Depot und ordentlich Reserven auf dem Tagesgeld. Tolles Gefühl 🙂 Du kannst stolz auf dich sein. Die Arbeitswelt wäre eine bessere wenn die Leute weniger Quatsch machen würden.
    @Tim
    Ich habe gestern auch mal wieder ins Depot geschaut. Habe mich erschrocken wie dick ich im Plus bin. Völlig verrückt. Kann eine Blase sein, kann aber auch sein, dass am Ende alles weniger schlimm kommt (Corona, Wirtschaft) als befürchtet und die Börsen das schon antizipieren. Ich weiß es nicht.
     
    Ich mache es wie du und verkaufe nicht (oder sehr selten). Mir ist das Hin und Her zu stressig. Ich habe noch Dekaden vor mir und selbst die schlechteste Aktie wird langfristig wie Treibholz mitschwimmen. Und wenn nicht, dann gleichen es die anderen aus. Ich denke man muss die Gesamtperformance sehen und ich Kauf nehmen, dass man auch Leichen im Depot hat. So zumindest mein Credo. Jedem seine Strategie. Ich sage im (börseninteressierten) Bekanntenkreis dann immer zum Spaß ich weiß  nicht wie verkaufen geht 😉
     
    Vg
    Oli
     
     

  17. Avatar-M

    Chris, was bringt es Tim bei €350.000 Wert das eingesetzte Kapital zu verkaufen von €5.100 ? Das er keine Verluste mehr macht ? 
     
    Das es keinen Sinn macht ist doch logisch und rebalancing ist einer der größten Renditekiller im Depot. Hätte Tim immer nachdem er 100% gemacht hätte, die Hälfte der Position verkauft und woanders investiert – Bin ich mir sehr sicher, dass er keine €350.000 insgesamt erwirtschaftet hätte.
     
    -M

  18. AvatarFelix

    Was macht es für einen 5000 $ aus 350.000 $ rauszunehmen und diese 5000 dann in ein anderes Unternehmen zu stecken? Die 5000 sind völlig belanglos im Verhältnis zu den 350.000.

  19. Avatarjul

    Die Großherrschaft der Megaunternehmen, Amazon, Apple, Tesla .. werden, wenn es zu einem neuen Präsidenten der USA, wie Biden kommen sollte , zu ganz gehörigen Gewinneinschnitten, aufgrund massiven Steuererhöhungen der Unternehmen, einen erheblichen Dämpfer erhalten !!!

  20. Avatar-M

    @Oli
    Ich bin weit davon entfernt FIRE zu sein. Wir haben halt unsere Kosten im Griff und haben keine Angst, falls das Einkommen eine gewisse Zeit niedriger ausfällt. Ein gewisses Depot hilft aber selbstbewusster zu sein bei gewissen Entscheidungen. Toll! 
     
    Als ich das meiner Kollegin erzählt habe heute (das nein sagen), hat sie mich mit großen Augen angeschaut. 
    -M

  21. AvatarThorsten

    @Rüdiger der war gut ! Im Übrigen würde ich von Olaf an der Haustür auch keinen Staubsauger kaufen. Steht “soziale Gerechtigkeit drauf” ist aber bloß ein Bauteil drin, das Krach macht und mich über den Stromzähler arm macht. 😉

  22. Avatarbilbo78

    Ist knallhartes Buy and hold nicht etwas…nun ja, unklug? Was, wenn eine Aktie 500 % im Plus ist? Sollte man da nicht zumindest etwas ausdünnen und den Gewinn vll. in einen ETF stecken? Das Risiko, dass eine weit im Plus stehende Aktie fällt ist schließlich hoch. Unklug, einfach nur unklug, was hier propagiert wird. Noch dazu in schlechtem Deutsch.

  23. AvatarDividendenSparer

    Ich glaube, dass beim Beispiel Nvidia die RobinHood-Kids stark ins Spiel kommen. Sie kennen den Chip-Hersteller – der vor allem mit Grafikchips groß geworden ist – von Kindesbeinen an. Obwohl ich schon deutlich älter bin, kann ich mich auch noch gut erinnern, wie man dem Launch des neuesten Nvidia Grafikmonsters entgegengefiebert hat. Intel war dagegen immer schon ziemlich unsexy, auch wenn deren Hauptprozessoren für einen ordentlichen PC-Spielespaß genauso wichtig sind und waren.
     
    Ich fürchte, dass viele private “Investoren/Trader”, die jetzt vor allem mit Apps ihre Aktien kaufen und unter 25 sind, vor allem von Zukunftsphantasien getrieben werden, als dass sie eine Unternehmensbewertung vornehmen, bevor sie kaufen.
     
    Mal sehn, wo das endet…
     
    Viele Grüße
    Mike

  24. Freelancer SebastianFreelancer Sebastian

    @ -M
     
    Klingt super, Glückwunsch. Das ist die Macht, die geordnete finanzielle Verhältnisse einem schenken. Ich habe vor kurzem eine neue Herausforderung auch deshalb angenommen, weil ich finanziell sehr gut aufgestellt bin. Wenn’s nicht läuft, mache ich eben etwas anderes. Ums Geld geht es gar nicht primär. Ein gutes Gefühl. Freiheit.
     
     
     
     

  25. AvatarDanielKA

    “Der 32-jährige Dobatse sagte, er sei fasziniert von Robinhoods One-Click-Handel, dem einfachen Zugang zu komplexen Anlageprodukten und Funktionen wie fallenden Konfetti und mit Emoji gefüllten Telefonbenachrichtigungen”
    lol wer wegen Emoji und Konfettigrafiken investieren (ok daddeln) will, ist einfach nur ein kompletter Vollidiot, Sorry und das als 32 jähriger mit einer Ausbildung.
    Die RobinHood Geschichte wird viele Scherbenhaufen und Tränen zurücklassen.
    Bei deinem Beispiel würde ich INtel kaufen…

  26. AvatarFelix

    @ FAANG
    Dieses Kürzel für Facebook, Amazon, Apple, Netflix and Google ist 2013 gebildet worden. In einem interessanten Artikel dazu, den ich gerade gelesen habe, heißt es, dass jeder informierte Börsianer spätestens 2015 sehen musste, dass diese Unternehmen das Megathema Digitalisierung dominieren und ihre Geschäftsmodelle cashcows sind.
    Das Problem war nicht das zu erkennen, da es keine “Geheimtipps” waren, sondern auch dementsprechend zu handeln und sich zu trauen trotz damals schon hoher Bewertung in diese Player zu investieren.
    Wer das gemacht hat, hat in den letzten 5 Jahren eine hervorragende Rendite erzielt und alle Indices geschlagen. Viele warten jedoch bis heute darauf, dass sie billiger zu bekommen sein werden. Das werden sie sicher auch irgendwann. Nur, dann ist die Party eben vorbei.
    Was lernen wir daraus? Man muss auch beherzt zugreifen und das Momentum nutzen, wenn man einen Trend erkennt.

  27. Avatarghost

    @oben….
     
    ja stimmt, Aktienanlage ist nur dann erfolgreich, wenn man sich sehr schön und fehlerfrei in deutsch ausdrücken kann, alles andere ist einfach schlecht.
    Vielleicht gibts bald einen neuen Börsenbrief:
    wir sind erfolgreich,denn wir können gutes deutsch, kommen Sie zu uns.
    mfg
     
     

  28. AvatarAlf

    Genau immer weiter halten die Aktien!
    Bewertung? Welche Bewertung? Es steigt immer weiter.. wie 2000!
    Die Firmen verdienen nichts? Egal, wir spielen doch die Zukunft! Wen interessiert dann jetzt ein irrwitziges KGV und PEG-Ratio.. 

  29. AvatarDanielKA

    Auch FAANG ist von der Realwirtschaft abhängig und wächst nicht im luftleeren Raum, wer zahlt die horrenden Werbeerlöse? Die Unternehmen der Realwirtschaft, wenn “draußen” alles den Bach runtergeht, dann sinken entsprechend auch die Einnahmen auf der anderen Seite. Oder können sich 40  Mio. Arbeitlose auch weiterhin ein Iphone 12 leisten?
    Man sieht erste Anzeichen am FACEBOOK Werbeboykott der Großunternehmen. Das heißt unbesiegbar sind sie nicht.
    Der nächste Punkt werden kartellrechtliche Fragen und Steuererhöhungen sein.
     

  30. AvatarRüdiger

    Schön zu lesen, die Angst greift um sich. Da kommt noch was auf uns zu!
     
    Dabei habe ich weniger das Platzen der “Blasen” im Sinn. Vielmehr denke ich an die kommende Welle angsterfüllter “warnender” Kommentare hier im Blog  😉
     

  31. AvatarUwe

    Du verkaufst Netflix nicht wegen der Steuern, du verkaufst sie nicht weil du es nicht kannst.
    Das stellt dein Tun weniger in Frage, aber warum sollte man solche Gewinne nicht wenigstens zum Teil mitnehmen?!
    Sorry, ich halte das für nahezu pathologisch, aber jeder er mag, nicht wahr? !

  32. AvatarThorsten

    @Alf die Generation “was ist denn DotCom und ich kann keinen Fahrradschlauch wechseln und muss zum Fahrradgeschäft” kennt 2000 nicht. Damals nur Luft in heißen Dosen, heute auch viel Luft aber die Dose ist etwas gefüllt, man weiß nur nicht wie hoch. Kartell- und Steuerprobleme ? Da sitzen schon einige mit dem Drillbohrer und sorgen dafür , dass der Pegel nicht zu schnell steigt.

  33. AvatarTsubasa

    Ich bin seit einigen Jahren (Einstieg zwischen 2012-2016) in alle Faang (außer Netflix), dafür aber Nvidia investiert. Quasi alles, was nun übertrieben abhebt. Die Werte bewegen sich alle zwischen 200 % und 700 %. Letzteres ist Amazon.
    Auch ich bin der Meinung, dass eine Übertreibung stattfindet, allerdings stecke ich in dem Dilemna der Steuerlast:
    Würde ich diese Werte alle verkaufen, wären rund 25.000 – 30.000 € Steuern fällig.
    Was also tun?
    Auch wenn eine gewisse Korrektur, sagen wir mal 20-30% stattfindet, wäre der „Verlust“ nur minimal größer, als bei einem Verkauf, welcher mit 25% Kapitalertragssteuer auf die Gewinne einhergehen würde.
    Genau das Problem spricht Tim auch an. Eine Regelung, dass man Aktien ab einer Haltedauer von fünf oder zehn Jahren steuerfrei verkaufen kann, wäre toll, wird in unserer aktionärsfeindlichen Politik aber sicherlich nicht kommen!
    Ich sehe daher eigentlich keine andere Möglichkeit, als meine Werte zu behalten. 
     

  34. AvatarDanielKA

    @ Tsubasa: Da sehe ich kein Problem, ich würde gut eingekauften Bestand auch nie verkaufen.
    Es geht jetzt eher um die RobinHoods die aktuell ihre Kreditkarten beleihen um parabolisch gestiegene Werte zu kaufne und daddeln.

  35. AvatarTsubasa

    Dass Aktienkauf auf Kredit nicht schlau ist, sollte allgemein bekannt sein 🙂
    Ich finde aber das der Vergleich mit der Vergleich mit 99/00 doch etwas hinkt.
    Seiner Zeit stieg jedes Unternehmen, dass sich auf die Fahne schrieb, „wir machen was mit Internet.“
    Die großen Techwerte schreiben allerdings beträchtliche Gewinne und weisen ordentliche Margen auf. Tesla mal außen vor gelassen 😉
    Ob es die aktuellen Bewertungen rechtfertigt, steht natürlich auf einem anderen Blatt.

  36. AvatarSparta

    @Free

    Kleine Korrektur…

    Dobelli schreibt 0 % Eigenleistung ist die logische Antwort auf den Anteil am individuellen Erfolg.

    Dies mag für viele Ego’s Kontrainduktiv sein…

  37. AvatarFelix

    Die Steuer frage drückt mich auch. Einerseits sehe ich bei Investments, die 500 % im Plus liegen, ein Polster, das nicht auf einen Schlag verschwinden wird. Anderseits sind knapp sechsstellige Steuerabflüsse, die momentan auch noch Dividenden generieren, eine Hemmschwelle den Sell-Button zu drücken. Und dann stellt sich die Frage: Wohin mit der Kohle – gibt es bessere Unternehmen?

  38. KievKiev

    @ M
    Herzlichen Glückwunsch! Auch wenn ich nicht genau sehen kann um was es dabei konkret ging. Nein sagen kann Dich allerdings auch um zukünftige Chancen bei der Firma bringen. Es ist schwer einzuschätzen. Ich nehme an Du hast nicht einfach nein gesagt sondern begründet wo die Krux bei der konkreten Arbeit liegt. Wenn Du im Sinne des Unternehmens Überlegungen anstellst und plausibel vermittelst warum dieses Engagement keinen Sinn macht und Alternativen anbieten kannst, sehe ich Deine Freiheit auch im Sinne des Unternehmens als positiv an. Ob Dein Chef das auch so sieht ist natürlich eine andere Frage. Ich wünsche Dir einen Chef mit Weitblick.

  39. AvatarThe European View

    @-M
    Genau das ist der entscheidende Punkt für mich, der eine tragende Grundlage für ein glückliches Leben sein kann: Die Freiheit, “Nein” zu sagen! 

    Er kann durch zwei Arten erreicht werden, entweder mit Geld oder Qualifikation. Beide setzen (Erbe ausgenommen) Investitionen voraus. Am Ende ist aber auch das eine Art der Diversifikation in zwei verschiedene Assets.  Für mich als anfangs eher mittelloser Mensch war die Qualifikation der wichtigere Hebel, den ich noch eine Weile einzusetzen gedenke. 

  40. AvatarMarcus

    Der Tech-Markt ist derzeit so überhitzt, es würde mich nicht wundern, wenn NVDA in diesem Monat noch die $500 knackt, oder TSLA die $2000er Marke. Solange keine einschneidenden Ereignisse kommen geht es immer so weiter, Bullenmärkte sterben nicht an Altersschwäche.

    Im Gegensatz zur DotCom-Zeit, wo nur heiße Luft in Tüten verkauft wurde, ist dieses Mal in den Tüten zwar etwas drin, aber im Verhältnis zu den Kursen absurd wenig. dazu kommt noch, dass auch die Tech-Highflyer sind nicht von der Realwirtschaft abgekoppelt sind. Von der Rezession frisch gebackene Arbeitslose können sich kein iPhone und keinen Tesla leisten.

    Tech hat Potential, aber der Preis für den Optimismus ist selbst für Tech-Verhältnisse derzeit zu hoch.

  41. KievKiev

    @ Sparta
    0% und 100% Aussagen finde ich Klasse. Die kann man mit einem Gegenbeispiel widerlegen. Ein Mitschüler von mir war sehr gut in Mathematik und Physik. Das waren ebenfalls meine bevorzugten Fächer. Wir haben sogar dasselbe Fach studiert. Er hat in der Schule meistens eine 1 gehabt. Bei mir war es in den Fächern auch einmal eine 2. Er hat Summa cum laude in Rekordzeit erreicht. Bei mir war es eine 2. BWL hat er aus Interesse in 1-2 Semestern parallel angehängt. Natürlich alles mit 1, so leicht wie es war. Das hat mich auch interessiert, aber ich habe es nicht gemacht. Er hat nach dem Studium bei MC Kinsey eine Zeit gearbeitet und dann als Geschäftsführer usw. in anderen Unternehmen. Bei mir verlief die Karriere nicht ganz so steil. Ich hätte damals mehr lernen können. Es ist für mich dennoch sehr gut gelaufen und ich würde seine Karriere auch nicht haben wollen. Aber es ist natürlich klar. Das er bei MC Kinsey gelandet ist war rein dem Zufall geschuldet. Hätte ich mich beworben, so hätte der Schleimer Alt ausgesehen. Bestimmt 😉
    Es ist natürlich keine Frage, dass wir beide Glück haben. Wenn er in einem anderen Land in einer verarmten Familie aufgewachsen wäre, so hätte er seine Karriere nicht erreichen können. Ich allerdings auch nicht.

  42. AvatarRüdiger

    war rein dem Zufall geschuldet.
     
    Das erinnert mich an das Glück, das ein Kommilitone hatte. Er hatte sich nach dem Studium der Tiefbohrkunde um eine Anstellung bei Shell beworben. Wohl wissend, dass die Chancen gleich Null waren, denn Shell hatte schon seit Jahren keinen deutschen Ingenieur mehr eingestellt, weil diese nach Wehrdienst und Studium gegenüber der internationalen Konkurrenz “zu alt” waren. Nun, mein Freund war in keiner Beziehung ein Überflieger oder besonders genial … absolut durchschnittlich der Bursche. Aber: Er wurde angenommen, als einziger Deutscher aus seinem Jahrgang. Und da waren wirklich richtige Cracks dabei. Er hatte keine Chance, aber die hat er genutzt  😉
     

  43. AvatarSparta

    @Kiev
    Geburt, Ort, Erziehung, Schule, Bildung, Prägung Elternhaus, Buch das einem in die Hände fällt, soziale und wirtschaftliche Bedingungen, Zeit in der man lebt…
    Die Zufälle zur Formung eines Individuums sind vielfältig willkürlich.
    Das man mit nem zufällig guten Rucksack auch etwas daraus macht ist nicht nicht mehr zufällig, sondern wahrscheinlich… ausser man lebt mit Rüstzeug in der falschen Zeit. 
     

  44. KievKiev

    @ Sparta
    In meiner Klasse gab es einige die Spaß an Physik und Mathematik hatten. Viele haben auch dasselbe an einer sehr guten Universität studiert. Ein Summa Cum Laude fällt einem nicht zufällig in den Schoß. Bildung ist zu einem wesentlichen Teil durch einen selbst bestimmt. In meinem Freundeskreis gab es auch einen weiteren. Er war leider auch etwas besser als ich in Mathematik. Er hat in der 5-6 Klasse bereits programmiert. Das war damals absolutes Neuland. Sein Vater kam allerdings aus dem Bereich. Dieses Glück hatte ich nicht. Es tut mir in der Seele weh wenn ich an sein Talent denke… Er ist Fernfahrer geworden. Er hat das Informatik Studium relativ früh abgebrochen. Ich kann nicht sagen was hier schief gelaufen ist. Über den Daumen hatten wir alle ähnliche Elternhäuser. Meine Freunde hatten oft Akademiker als Eltern. Bei mir war es vermeintlich einfacher mit Handwerksbetrieb. Heute weiß ich allerdings welchen hohen Vorteil dies in vielerlei Hinsicht mit sich bringt.
    Total Recall ist ein sehr gutes Buch um aufzuzeigen was alles möglich ist. Jedes Ereignis in Arnolds Leben ist unglaublich. Es war oft Glück und Zufall im Spiel. Das Gesamtergebnis ist allerdings nicht unbedingt auf Zufall zurück zu führen sondern auf Willen und Disziplin.

  45. Avatar-M

    @Kiev
     
    Danke. Ja ich habe den Chef gesagt, dass es wohl besser die Person machen soll die auch täglich in der Geschäftsstelle arbeitet und nicht ich, der nur 1x da ist. 
     
    Außerdem muss die andere Person eh fit gemacht werden, da der fehlende bald Rentner ist. 
    Mittags hat der Chef wieder mit mir geredet 🙂 nachdem die andere Kollegin dann ran musste. 
    Chancen habe ich eh nur woanders wenn ich weiter kommen wollte…
     
    -M

  46. KievKiev

    @ M
    Ich versuche auch Probleme bei der Arbeit zielorientiert anzugehen. Ich mache mir Gedanken, was meiner Meinung nach am meisten Sinn macht. Und zwar unabhängig davon wer es vermutlich ausführen muss. Am Anfang kann hier manchmal der Eindruck gewonnen werden, dass man Aufgaben wegschieben möchte. Wenn man dies aber konsequent betreibt und auch mal in der Umsetzung dabei ist lernen die Kollegen diese Herangehensweise einzuschätzen. Ansonsten ist es oft so, dass die Umsetzung eines Problems im Vordergrund steht. Oder anders ausgedrückt, es wird versucht die Arbeit auf andere zu schieben. Ob das Sinn macht oder gut ins Gesamtkonzept passt ist irrelevant.

  47. AvatarAlf

    Oooh Thorsten, bist du wieder gesund? Ich dachte schon, dein Post aus der Notaufnahme, wäre der letzte… Da hast Du aber nochmal verdammt Glück gehabt! In der Schweiz hätten sie Dir das Handy in der Notaufnahme weggenommen..

  48. AvatarAlf

    10.07. 14:34
    AKTIE IM FOKUS: Drägerwerk fallen – Spiegel: Bund hat womöglich zu viel bestellt

    FRANKFURT (dpa-AFX Broker) – Die Aktien des Medizintechnikherstellers Drägerwerk sind am Freitagnachmittag um fast 6 Prozent auf 77,70 Euro abgesackt. Laut einem Bericht des “Spiegel” bestellte die Bundesregierung in der Corona-Krise bei einigen Herstellern wohl zu viele Beatmungsgeräte und will nun nicht alle abnehmen. “Angesichts des zurzeit sinkenden Bedarfs” habe man mit einigen Herstellern reduzierte Lieferverträge vereinbaren können, zitiert der “Spiegel” aus einer Regierungsstellungsnahme auf eine kleine Anfrage eines FDP-Abgeordneten. Welche Hersteller genau betroffen sind, geht daraus nicht hervor.Die Corona-Krise bescherte Drägerwerk einen Auftragsboom. Gefragt waren vor allem Produkte, die für die Behandlung von Covid-19-Patienten benötigt werden: Beatmungsgeräte, Patientenmonitore und dazugehörige Materialien.Das trieb auch den Aktienkurs zuletzt an. Daher dürften einige Anleger nach dem “Spiegel”-Bericht nun erst einmal Kasse machen, sagte ein Händler. So kosten die Aktien aktuell immer noch rund 42 Prozent mehr als vor Beginn der Corona-Krise an den Finanzmärkten im Februar./mis/men

    Krisenmanagment 2.0.. 50% der Beamten gehören entlassen

  49. AvatarFamilien Finanzen im Griff

    Danke Tim für den tollen Beitrag… viele der Techfirmen waren ja schon vor Corona viel zu hoch bewertet… nun sind sie es alle Male. Am besten am Seitenrand stehen und abwarten, wer noch nicht investiert ist.
     
    Nvidia selber ist wirklich ein tolles Unternehmen, aber jetzt würde ich es niemals in mein Depot legen.
     
    Gruß Stefan

  50. AvatarAlf

    Wieso denn nicht, Stefan??? Vor garnicht langer Zeit, wolltest du dein Familiendepot mit Faktorzertifikaten pushen.. Schon vergessen?

  51. AvatarMoritz

    Hey Tim,
    ich habe die Coronakrise ein bisschen “verschlafen” und jetzt sind ja – wie du schon geschrieben hast – die Kurse wieder (viel zu) hoch. Allerdings ist die Fraportaktie noch ziemlich günstig und ich denke auch in den kommenden Jahren wird der Deutsche noch nach Malle fliegen wollen. Aber überall höre ich, dass man bloß die Finger von Luftfahrtunternehmen lassen soll. Ich bin jetzt ziemlich unsicher, was ich tun soll.. Naja ich überleg’s mir noch.
    Viele Grüße auf jeden Fall 
    Moritz

  52. AvatarAlex

    Woher weiß man ob Aktienkurse von Privatanlegern oder von Institutionellen getrieben werden?

  53. Avatar-M

    @Alf
    Der Preis ist egal Mentalität….Genau das habe ich auch im Gefühl. Das ging noch nie gut! Zuletzt 2000 bis 2003. Blöd nur, wenn die jetzigen Anleger damals noch mit der Trommel um den Weihnachtsbaum gelaufen sind 🙂
     
    Aber ok, zumindest bis jetzt ist ja diesmal alles anders 😉 
     
    -M

  54. Avatarsmyslov

    Alex: Wenn man sich die ungheuerlichen Volumina betrachtet, vor allem in USA, dann kommt  man selbst drauf , daß es natürlich die Insitutionellen sind , die den Markt bewegen. Auf jeden Käufer kommt ein Verkäufer. Die Aussage, daß die Institutionellen nicht im Markt sind, ist völliger Schwachsinn. Dann hätten die ja alle gegeben, und auf jeden hätte  adäquat das gleiche Volumen durch Kleinanleger aufgefangen werden müssen. So viele Kleinanleger mit so viel Geld gibt es weder in USA noch bei uns. Völlig absurd. Wenn sogenannte “Profis” behaupten: Es sind keine Großen im Markt! ; dann hört sich das toll an , ist aber falsch.

  55. AvatarAlf

    -M.. Der Preis ist egal Mentalität! Da sind wir aber!.. Pizza-Dienste mit einem PEG-Ratio von Fünfhundert..

  56. AvatarAlf

    Richtig smyslov.. die Geschichte ist schmarn.. Private hätten den Markt nie derart bewegen können.
    Fakt ist aber, dass es keine V Erholung geben wird

  57. Avatarghost

    ich habe keine netflix, amazon  google oder fb.
     
    und dennoch wird es keinen crash geben davon bin ich überzeugt…..es wird wie jedes Jahr 10% 20% nach unten gehen irgendwann ja…..oder eben jetzt 30% wegen microsoft ähm ich mein corona.
     
    fed kauft viel zu viel ein.
    es sind viel zu viele negative Stimmen, die behaupten, aber jetzt ja jetzt gibts gleich crash, ja gleich morgen.
    und wenn man eine 21% ge Korrektur als Crash sieht, schön und weiter?
    Ach sagen wir mal, alles korrigiert um 30 % nach unten. Und dann ??? Manche kommen mir iwie so vor, als ob es nach diesem Crash nun, das grosse Ende kommt, die Welt hört sich auf zu drehen und das wars.
    Alle Unternehmen und auch alle Aktien( Unternehmensanteile für mich) hören auf zu existieren.
    Soviel negativen Müll, wie hier mittlerweile verbreitet wird….schlimm, seit Jahren reden Leute von crash oder erzählen wie sie an der Seitenlinie auf ihren grossen Tag warten…
    man investiert doch nicht an der Börse um jeden Tag nur zu denken:”morgen ist alles vorbei”
    Gibt Studien die zeigen nach jedem Crash gibts ne Erhollung.
    Alle gute Aktien erhollen sich, selbst nach der Dividendenkürzung gehts es mit den guten Unternehmen weiter.
    Natürlich, wenn man Unzernehmen wie wire und nordex, pro sieben rtl im Depot hat und diese als Dividendenzahler ansieht, dann kein Wunder dass soviel Negativität herrscht.
    Wieso investiert bzw. beschäftigt man dich mit Aktien, wenn man dann Angst hat, oder eben negative Gedanken. Das schädigt nur die Gesundheit.
    In zwei Monaten gibt es crash und dann gibts keine p&g, keine unilever, keine google keine amnz, die Menschen werden dann wieder Tierhäute tragen und von Wurzeln leben.
     
    Also an manch  einem seiner Stelle würde ich mich mehr mit dem echten Leben beschäftigen und das Thema Aktien einfach sein lassen, bevor ich jeden Tag denken würde es kommt bald der crash.
     
    Nochmal was soll dann anders werden?
    Achja die Welt wird sich aufhören zu drehen.
     
    und die Robin Hoods 🙂  wenn sie es so machen, schön.
    Bloss weil die jüngeren sich für Aktien interessieren und sie es per App machen, bedeutet es nicht, dass alle auf die Schnauze fliegen. Es gibt überall Vollpfosten, sehr oft auch in “unseren” älteren Generation unter den “Wortgewandten, besser verdienenden, älteren Menschen die meinen sie haben die Erfahrung mit Löffeln gefressen. 
    So nette Beispiele sieht man an manchem Blog, erst ist zu lesen:” ich habe mich wochenlang mit einem Unternehmen beschäftigt und Bilanzen angeschaut, Berichte gelesen, bla bla bla, wenn ihr an meiner Analyse interresiert seid…..bla bla bla…..  und dann geht shell in die Knie und das ganze wochenlange Studieren der Berichte war fürn A…..
     
    Die Welt wird sich weiter drehen nach einem Crash, die Unternehmen werden neue Rekorde knacken, es wird alles wieder gut. 
    Am besten sieht man es am chart von s&p500 als Beispiel, der verläuft nach rechts oben und nivht nach links unten…..
     
    mfg
     
     

  58. AvatarFelix

    @ ghost danke
    Wie viel Autorentinte ist hier schon geflossen, um zu bedauern, das nicht alle in Aktien investieren. Nun tun es anscheinend mehr, was logischerweise zu Kurssteigerungen führt und nun sind es die Falschen und machen das auch, welch ein Tabubruch, mit dem Handy.

  59. AvatarChris1

    @-M und Felix:
    Wieso es Sinn machen würde, bei einem festgesetzten Gewinn einen Teil zu verkaufen? Weil man so sein Kapital schützt. 
    Klar altuell bzw nachher ist man immer schlauer. Aber nehmen wir mal netflix als bsp. Dazu setzt man sich sagen wir 1.000% als Grenze.
    Man verkauft den Anteil der den EK ausmacht und kauft was neues sagen wir Tesla.
    Dann steigt Netflix erneut um 1.000% und man macht das gleiche nochmal. Und kauft wirecard.
    Und 3. Wieder 1.000 % und man kauft shoppyfi. Und dann passiert bei netflix was und der kurs rauscht auf pennystock Niveau.
    Man hat über all die jahre keinen Return von netflix in form von dividenden bekommen und sein komplettes investment ist weg!
    Aber Nein! Man hat ja 3 weitere Aktien kaufen können, 2 sind auch kursraketen und 1 ein Desaster.
    So eine Strategie hat auch Beate Sanders und sie macht Sinn. Man bleibt weiter in seinem investment, begrenzte aber das Risiko und kann weitere Unternehmen kaufen. Sehe da 0 Nachteile aber extrem viele Vorteile 

  60. KievKiev

    @ Chris
    Kann man auch so machen:
    Tim verkauft eine von seinen Zockerminen in die er vielleicht ebenfalls 5k investiert hat. In gleicher Höhe Netflix. Dann kauft er seine Zocker Aktie zurück, da er Buy&Hold für immer betreiben möchte. Von dem Rest kauft er dann z.B. den Vanguard World ETF. Netflix Gewinne steuerfrei in den World ETF verschieben sehe ich sinnvoll an. Er kann natürlich genauso gut eine neue Position wie Fiverr usw. kaufen oder einen Turnaround wie Cardinal.
     

  61. AvatarBruno

    “Der Preis ist egal Mentalität!”
    Gefällt mir eigentlich besser als Geiz ist geil Mentalität, leider denken nicht alle unsere Kunden so 😉

    Netflix heute nur 8% bis jetzt, Tim wird bald Milliardär 🙂

  62. AvatarFelix

    chris1
    Das macht natürlich Sinn und es heißt “Diversifizieren”. Mir ging es nur um das Verhältnis bei Tims Netflix-Konstellation: 5000 $ aus 350.000 $ herauszunehmen, macht mE keinen Sinn, sondern nur Transaktionsgebühren wegen Bagatellbeträge.
    Ich dachte dir ginge es um die 5000 Einsatz. Diese “retten” und die 345000 sich selbst überlassen oder so, weil die 5000 ihn “gehören”, während die 345.000 irgendwie anderes Geld sei, das nicht gesichert werden müsste.

  63. AvatarChris1

    @Felix: naja so ein bisschen den Einsatz retten wäre es natürlich schon. Aber dieses Geld wieder anlegen um weitere Gewinne zu erzielen ist natürlich noch besser.
    Ich denke das schwierige ist vor allem eine Grenze zu ziehen.
    300%, 1.000% ?
    Und dann die Disziplin zu haben, es auch zu tun. Wobei es ja nicht um den totalverkauf geht, sondern nur um einen dann recht kleinen Teil.
     

  64. Avatar-M

    Chris kann man machen, ob es mehr bringt als nichts zu tun ? Disziplin ist ja auch einfach nichts zu tun, um sowas wie 1.000% oder X0.000% überhaupt erreichen zu können.
     
    Würde eher nichts verkaufen, so lange das Unternehmen doch von Jahr zu Jahr besser wird. Anders, wenn es jedes Jahr weniger verdient, da würde ich eher verkaufen und kein B&H forever machen.

  65. AvatarDanielKA

    @ Chris1, Felix, M
    man müsste natürlich den Einsatz schon früher rausnehmen, also in dem Beispiel bei 100 % , 5 K rausnehmen und die anderen 5 k dann auf ewig weiterlaufen lassen. 
    natürlich hätte dies bei einem multibagger wie Tim’s  Netflix Auswirkungen aufgrund des Zinseszinses, also anstatt rechnerisch von den 350.000 EUR die Hälfte zu nehmen, wäre es wohl noch weniger. Aber das wäre immer noch ein schöner Gewinn, selbst wenn es nur 125k wären, die ursprünglichen 5 K würden wo anders weiterarbeiten 

  66. Mark 85Mark 85

    Ich finde, dass man Tims Durchhaltewillen nicht unterschätzen darf. Die allermeisten Aktionäre sind viel zu aktiv unterwegs: Bei gleicher Aktienauswahl hätten sie es nie so weit geschafft.

  67. AvatarMarcus

    Ich muss mich korrigieren, bei TSLA sehen wir die $2000er Marke Ende mit etwas Glück schon Ende nächster Woche. Heute wieder +7%, die $1500er Marke ist geknackt. Glückwunsch an alle, die die Aktie noch haben und nicht vorzeitig schon Gewinne mitgenommen haben.

  68. Avatar-M

    DanielKA
    Von den 5k Gewinn bleiben dann €3700 nach Steuern und das immer und immer wieder. Es ist ein renditekiller. Buffett hat darüber einiges geschrieben und munger ist da ja bissl emotionaler …. sit on your ass!!

  69. Freelancer SebastianFreelancer Sebastian

    @ -M
     
    So ist es. Geduldig abwarten und nach Jahrzehnten mit einem riesen Vermögen dastehen. Eigentlich ganz simpel. Lethargie ist Trumpf. Ständige Aktivität killt die Rendite.
     
    @ smyslov
     
    Die Vorstellung, dass ein paar Tausend Amateurtrader über Robin Hood die Börsen bewegen, finde ich auch Recht befremdlich. Die Herde – die Instis und Fondsheinis – sind im Frühjahr panisch raus, jetzt wollen alle wieder rein. Immer das gleiche Spiel…..
     
    @ Ghost
     
    Sehr gut geschrieben. Volle Zustimmung.
     
    @ Felix
     
    Wahre Worte. Wichtig noch die Tatsache, dass es nicht reicht, diesen wunderbaren Obstgarten sein eigen zu nennen. Man sollte ihn nicht schon nach einem Jahr abholzen, um von den “Gewinnen” das Unkraut zu pflegen….
     

  70. KievKiev

    @ Daniel, Felix
    Ich habe weiterhin aus Interesse die ideale Reisegeschwindigkeit für einen Tesla recherchiert. Ich habe in dem letzten Beitrag von Tim einen Link geschickt.
    Wenn ich alles korrekt in der Theorie betrachtet habe dauert das Laden eines Teslas von 10% bis 90% 55 Minuten plus 5 Minuten Anfahrt, Kabel stecken. Also 60 Minuten. Ich glaube an einem Supercharger. Die sind natürlich nicht so dicht besiedelt wie die gängigen Charger mit weniger Leistung.
    Der Tesla kommt mit 120 kmH um die 400km weit. Dann muss er geladen werden. Also benötige ich für 800 km Strecke mit dem Tesla zwei Ladezyklen von 10% bis 90%. Die Fahrtzeit beträgt 6h40m. Die Ladezeit 2h. Mit meinem Pampersbomber komme ich auf 6h45 Minuten mit Tanken. Mit einem Passat, Audi Diesel und 200kmh Schnitt komme ich auf 4h5m. Ist dies Annahme richtig, oder habe ich etwas grundsätzlich falsch betrachtet?
    Fazit:
    Auf dem Nürburgring sind die Stromer nicht schlecht. Auf dem Weg in den Urlaub sind sie allerdings nicht sehr preistauglich…

  71. AvatarBruno

    @Kiev
    Mit einem Bugatti Veyron würde sich die Fahrzeit auf theoretisch 2h reduzieren 😉
    Beim essen gibt es einen Trend zu Slowfood, vielleicht wäre das auch für die Ferienfahrt eine Idee. Ein  Halt von 40 min für eine 80% Ladung kann man sich gut verpflegen, ich mag lange Autofahrten sowieso nicht.
    Elektroautos sind aber auch nicht die idealen Langstrecken-Reisefahrzeuge. 95% der Fahrtstrecken sind unter 50km und im Schnitt fährt jemand in Deutschland 40km / Tag. Da sind Diesel sehr ineffizient, bis die mal warm sind und optimal verbrennen stellt man sie schon wieder ab. Als Reiseautos taugen sie besser als E-Autos, aber man fährt ja nicht täglich 800km.
    Ich wage mal die Behauptung dass sich E-Autos mehrheitlich durchsetzen werden. Für 95% der Anwendungsfälle optimaler, effizienter und beinahe wartungsfrei. 
    Tesla würde ich trotzdem nicht kaufen jetzt. Mir gefallen diese Kursentwicklungen nicht. Aber es ist wie es ist. 

  72. AvatarWolke

    Prinzipiell keine Gewinne zu realisieren mag merkwürdig erscheinen, ist es aber nicht unbedingt.
    Es geht um das gute Gefühl sich alles Mögliche leisten zu können, es aber nicht zu tun.
    Durch die Stadt radeln mit dem Wissen, man könnte locker einen Porsche fahren, kann ein besseres Gefühl sein, als wirklich mit dem Porsche zu fahren.
    (By the way, Porsche ist nur ein Beispiel!)
     
     

  73. KievKiev

    @ Bruno
    Du sprichst von Pendelstrecken. Die sind unter 50km. Aber ich kaufe doch keinen Tesla S um damit zur Arbeit zu fahren und mal einen Ausflug an Wochenende zu unternehmen. Hat man dann etwa noch einen zusätzlichen Urlaubswagen oder leiht man sich den dann? Es gibt viele Firmenwagen. Ich zahle auch nicht 0.25%-0.5% Steuern für ein Fahrzeug, dass ich nur für die Arbeit verwende. Das wäre in der Tat ein Clownauto, wenn ich dann für den privaten Urlaub ein eigenes Fahrzeug verwenden würde.
    Ausnahmsweise lobe ich hier einmal die Schweiz. Eure Rastplätze sind die schönsten, die mir bisher aufgefallen sind. Ich fahre selbst auch nur 120kmh. Also genau wie die ideale Geschwindigkeit für den Tesla. 93kmh kann ich mir jetzt nicht vorstellen, dass das einer macht. Trotzdem gefallen mir die Zielorte in der Regel besser als die Rastplätze. Mit zwei kleinen Kindern fahre ich darüber hinaus auch gerne um 01 Uhr nachts los. Ich höre entspannte Musikboder auch einen Podcast und wenn die Kinder morgens aufwachen habe ich die ersten 500-600km hinter mir. Meistens beschäftigen wir sie noch ein bisschen, so dass wir bei  700-800km die erste Pause machen. Die ist dann gemütlich und da wird auch getankt. Eine Stunde an einer E-Säule zu warten während die Kinder schlafen verstehe ich nicht unbedingt unter der Slow Bewegung für Familien. Firmenwagen werden auch oft an Personen gegeben, die für die Firma viel fahren müssen. Ich kenne da auch manche, die locker 800km am Stück fahren müssen. Die möchten irgendwann auch gerne einmal zu Hause mit Partner, Familie Zeit verbringen. Es wird sicher mehr Elektrofahrzeuge geben, keine Frage. Aber ich bin von den Daten ein wenig enttäuscht. Es handelt sich hier um einen Tesla S und keinen Kleinwagen für 20k. In Carsharing können die Fahrzeuge natürlich verwendet werden. Wenn wir einen Ausflug machen bewegen wir uns meist in einem Radius von 60km. Mit maximal 200 km kommen wir meistens an einem Tag aus.mit dem würde ich dann natürlich nicht in den Urlaub fahren. Dafür haben sie andere Modelle. Ich sehe viele Vorzüge im Carsharing. Das ist für Hersteller von Fahrzeugen nicht unbedingt von Vorteil.

  74. AvatarBruno

    @Kiev
    Ich meinte nicht den Tesla S, das ist ein Clownwagen in dem Sinne. Ich meinte Elektromobilität generell, für die Masse und die Pendelei werden es eher kleinere Modelle sein. Ob der ID-3 von VW schon einen Durchbruch bringt, vielleicht, wenn sie die Software in Griff bekommen und die Preise stimmen. Tesla ist ein Pionier und hat diese Autos salonfähig gemacht, aber das Massengeschäft werden wohl andere machen (aktuell sieht es aus dass Asiaten das Rennen machen, wir werden es sehen). Angenommen man will nur ein Auto (besser ja keins) dann kann man für die  Ferienfahrt ja auch einen Kompromiss eingehen. Man kommt ja an, die 2h in der Urlaubszeit ist keine Tragödie. Wenn man kleinere Kinder hat ist die Bordunterhaltung wichtiger.
    Aber für längere Strecken gibt es ja auch bessere Alternativen als ein Auto. 
    Wir haben Elektroautos für Geschäftsfahrzeuge, mehr als 150km müssen die nicht laufen je Weg, meist sind es deutlich weniger. Seit Corona fast gar nichts mehr, alle Meetings online. Das ist doch prima, die Strassen sind voll genug.
    Ich fahre nur Auto wenn ich muss. Wenn Geld keine Rollen spielen würde dann würde ich eher eine S-Klasse mit Chauffeur bevorzugen als ein Sportwagen. Dann kann man die Zeit nutzen, lesen, arbeiten… ansonsten ist die Zeit beim Autofahren relativ sinnlos, ausser Hörbücher und Podcasts kann man nicht viel machen.
    Auch wir fahren mal in den Urlaub mit einem Auto, da reicht der alte Honda Kombi Benziner. Wenn der mal nicht mehr lebt, muss man sich überlegen, ob dann effektiv nicht ein Carsharing oder Mietwagen reicht. 

  75. KievKiev

    @ Wolke
    Ich bin schon mit ein paar Porsche Oldtimern gefahren. Es macht wirklich Spaß. Das ist aber kein Auto um von A nach B zu fahren. An einem schönen Tag setzt man sich in das Auto und fährt ein bisschen durch die Landschaft. Ohne Ziel. Wenn überhaupt sucht man sich eine schöne Strecke heraus, die man fahren könnte. So macht Porsche fahren Spass. Mit vielen anderen Menschen morgens im Berufsverkehr in Stop and Go zur Arbeit fahren macht auch mit einem 911 keine Freude. Das habe ich allerdings noch nicht ausprobiert. Ich fahre am liebsten Rad zur Arbeit. Oder gehe zu Fuß, wenn ich mir die 10-13 extra Minuten nehme.

    @ Bruno
    Vielleicht glaubst Du mir das nicht, aber ich bin tatsächlich schon einige male mit S Klasse und Chauffeur gefahren. Allerdings als Kind eines Freundes. Das spielt für ein Kind allerdings keine Rolle.

  76. KievKiev

    @ Bruno
    Ich habe vor einiger Zeit einmal ein Modell berechnet, wenn wir einen Kleinwagen fahren und für den Urlaub ein größeres Fahrzeug leihen. Es lohnt sich für uns nicht. Aktuell haben wir ein KFZ für Urlaube, Besuche und Ausflüge. Wir wohnen in der Stadt und benötigen es wie viele andere eigentlich nicht. Wir werden vermutlich auf Carsharing umsteigen. Da gibt es dann alle möglichen Modelle in meiner Nähe. Ein 911 S ist leider nicht dabei. Ich kann ja Mal vorschlagen ein paar Oldtimer ins Sortiment zu nehmen.

  77. AvatarFelix

    @ Kiev
    So fährt man ein eAuto zum Reisen nicht. Man fährt so 2,5 h mit Reisegeschwindigkeit 130 bis 150 km/h und macht dann ein 1/2 h Pause, während man lädt. Dann fährt man wieder 2 h und macht 1/2 Stunde Pause usw. Das geht bereits in ganz Europa mit dem Superchargern. Auf YT sind Berichte von Touren vom Nordcap nach Gibraltar. Viele Hotels haben bereits Destinationcharger, an denen man nachts umsonst vollladen kann. 
    Eine sehr entspannende Art des Reisens. Auf der Autobahn, außer in Baustellen, fährt das Auto selbst: Abstand halten, Überholen usw. kann es bereits. Sobald eine bessere Version verfügbar ist, wird sie ohne weitere Kosten „over the air“ eingespielt. Bei einer herkömmlichen Marke bedeutet das einen Werkstattbesuch und mindestens 300 € Kosten.
    So jetzt sage ich nichts mehr zu Tesla; außer, dass es noch etwas gibt, was besser ist als das Auto, und zwar die Teslaaktie, heute wieder über 10 % gestiegen. Muss man nicht verstehen, glaube ich. Scheint so, dass die Shortis immer noch kaufen müssen.

  78. AvatarSlazenger

    Also der Taycan ist schon eine Rakete, ich hatte kürzlich das „Vergnügen“ mitzufahren in einem Taycan, ich weiß nicht mehr genau aber von 0 auf 100 in 2 Sekunden oder so! Zum ersten mal in meinem Leben hatte ich in einem Auto ein flaues Gefühl im Magen bei der Beschleunigung! Mein Schweigersohn arbeitet bei P. In der Entwicklung, der hat ständig am WE Solche Fahrzeuge zum testen dabei! Für mich war das schon ein Erlebnis, aber wenn ich mir mal ein E Fahrzeug anschaffen werde, müssten es erstmal ein paar weniger KW sein denke ich! 
    nice weekend

  79. KievKiev

    @ Slazenger
    Das Video von der Nordschleife hat mir ebenfalls gefallen. Es hat mich allerdings sehr gewundert, dass ich mit meinem Fahrzeug bei einer angenehmen Reisegeschwindigkeit von 120 kmh dem Tesla S und Porsche Taycan davonziehe. Die können mich zwar am Anfang so was von abhängen, aber nach spätestens 500km sehen sie mich bei freier Bahn nicht mehr. Ich hatte tatsächlich mit einem Stromer als Firmenfahrzeug geliebäugelt, aber nach der Recherche bin ich nicht mehr überzeugt. Da gibt es für mich wesentlich bessere Alternativen wie einen Hybrid Fahrzeug Passat. Den kann ich mit 0.5% versteuern, hätte dafür aber ein Fahrzeug mit dem ich 1000km am Stück fahren kann und mir nicht eine Route zwischen den Superchargern zusammenstellen muss. Mark85 hat letztens ein interessantes Video gepostet. Heutige Firmen versuchen die Arbeit auf die Kunden zu legen. Bei einem Stromer mit Lade Routen Planung sehe ich auch hier einen zusätzlichen Zeitaufwand. @ Felix, danke für die Ausführungen. Ich habe es nur theoretisch betrachtet, da ich keine Erfahrung habe.
    Tesla ist aktuell überbewertet. Je nach Auffassung ist es der wertvollstes Automobilhersteller. Sagen wir es liegt Kopf n Kopf mit Toyota. Am Montag kann die Aktie wieder 10% steigen dann führt Tesla definitiv. Es ist auch so viel Wert wie VW, Daimler und BMW zusammen wenn ich richtig geschaut habe. Bei einem potenziellen Kursverdoppler wäre es somit so wertvoll wie Toyota, VW, BMW und Daimler. Ich sehe hier eine leichte Blase kann aber Buy and Hold nachvollziehen. Ein Kauf macht aktuell allerdings keinen Sinn. Wenn sich die Aktie verfünffacht müssten sie schon Boing und Airbus angreifen. Vielleicht kommt da ja noch etwas. Ansonsten sehe ich keine Möglichkeit für ein nachhaltiges hohes weiteres Kurswachstum. Ich schließe allerdings keine weiteren Übertreibungen aus. Daher würde ich auch nie Short gehen. Ich bin aktuell in keiner Form in Tesla investiert. Einen Put als Absicherung kann ich mir allerdings vorstellen wenn es so weiter geht.

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