Wie ein kanadisches Paar mit Anfang 30 Millionär wurde: Kein Haus, nur aggressives ETF-Sparen

Kristy Shen im Gespräch mit Yahoo Finance. Screenshot.

In Kanada gibt es ein finanziell freies Paar, das es häufig in die großen Medien schafft. Kristy Shen und Bryce Leung. Die beiden können geschickt ihre Botschaft verpacken, so dass die Journalisten ihre Story liebend gerne aufgreifen.

Angebissen haben bisher New York Times, der TV-Sender CBC, der Börsender CNBC, das Women’s Health Magazin in Australien, das Handelsblatt, GQ Russia und das britische Blatt “The Independent”. Nun berichtete der britische Zeitung “The Guardian” über die beiden.

Das Paar schrieb das Buch “Quit Like a Millionaire” – zu Deutsch “Kündige wie ein Millionär”. Es ist kürzlich auf Amazon erschienen:

*Affliate Link

Ihre Facebooksite “Millennial Revoltuion” hat 4.800 Followers. Auf Twitter haben sie eine vergleichbar große Anhängerschaft. Ihre Botschaft ist klipp und klar: Spare wie ein Irrer. Investiere in ETFs. Anstatt ein Haus auf Pump zu kaufen, entscheide dich lieber für ein fettes Depot. Das schafft passive Einkommensströme. Ein Haus kostet nur Geld. Vor allem eine Hypothek kann ein Klotz am Bein sein.

Auf ihrer Website www.millennial-revolution.com legen sie ihre Finanzen offen. Sie zeigen, wo sie gerade auf ihrer Weltreise sind. Seit vier Jahren sind sie am Reisen.

Die Story ist bewegend, wenn man die Ursprünge kennt. Kristy Shen wuchs im ländlichen China bettelarm auf. Ihre Familie lebte von 0,44 Dollar am Tag, so schilderte sie es “The Guardian”. Sie lernte von klein auf, Entscheidungen pragmatisch zu treffen und nicht basierend auf Wünschen.

Sie spart bis heute leidenschaftlich. Sie gibt lieber Geld Hilfsbedürftigen als für unnötige Konsumgüter aus, die sie nicht braucht. Ihre Eltern wanderten mit ihr nach Kanada aus. Als Teenager entschied sie sich, Computeringenieurin zu werden. Sie ignorierte ihren Traum Schriftstellerin zu werden. Ihr Pragmatismus liess eben keine Wünsche zu.

Sie entscheidet vieles aus Basis von Mathematik. Knallharte Fakten. Was kostet es? Was bringt es? Das sind zwei Fragen, die sie umtreibt.

Als Leung ihr im Jahr 2012 mitteilt, dass ihre Ersparnisse in wenigen Jahren das Potenzial von 1 Million Kanadischen Dollar haben, traut sie den Zahlen nicht. Dass sie Anfang 30 in Rente gehen kann, hält sie für einen Scherz.

Die Zahlen stimmten. Drei Jahre später zogen sich die damals 31-jährige Shen und der damals 32-jährige Leung in die Freiheit zurück. Die beiden Computeringenieure reisen seither um die Welt. Japan, Großbritannien, Portugal, Thailand.

Ihre Freunde und Familien waren skeptisch. Sie hielten die beiden für verrückt. Sie dachten, dass sie eines Tages pleite sind. “Aber Reisen kostete sie weniger als ein Jahr zu Hause in Toronto zu sein”, schreibt die britische Zeitung. Ihr Depot wuchs sogar weiter. Sie haben heute mehr Geld als damals, als ihr Privatier-Dasein begann.

Ihr Vermögensaufbau begann ziemlich typisch wie für viele Familien. Sie sparten für eine Anzahlung, um ein Haus zu kaufen. Sie wollten mit einem üppigen Eigenkapital das Investment wagen. Aber in Kanada gingen die Immobilienpreise durch die Decke. Je mehr sie sparten, desto mehr stiegen die Preise. Ein Einfamilienhaus kostete 1 Million Dollar. Das machte sie nachdenklich.

Nach sieben Jahren des Sparens hatten sie 2012 eine halbe Million Kanadische Dollar zusammen. Leung wurde skeptisch, ob der Hauskauf das Richtige für sie war. Für die nächsten 25 Jahre wollte er keine Schulden abtragen, wenn er stattdessen in ungefähr drei Jahren dauerhaft in Rente gehen konnte.

Er rechnete sich auf Basis der „4%-Regel“ aus, dass für beide 1 Million Kanadische Dollar reichen würden. Das waren im Prinzip 40.000 Dollar für ihre grundlegenden Lebenshaltungskosten. Multipliziert mit 25 kamen sie eben auf die 1 Million Kanadische Dollar, die im Depot sein mussten, um das “Abenteuer” zu starten.

Gesagt, getan. Sie sparten in drei Kernbereichen: Transport, Wohnen und Essen. Sie mieden es, auswärts zu essen. Sie nutzten nur den ÖPNV und Mitfahrgelegenheiten. Sie lebten außerhalb der Innenstadt, um Miete zu sparen. Durch ein Haushaltsbuch erkannten sie schnell, wo sie noch sparen konnten: Die Getränke. Der Gatte gab 400 Dollar monatlich für Bier aus. Die Barbesuche kamen nicht mehr in Frage.

Ihre Ersparnisse haben sie aggressiv in einen günstigen Indexfonds (ETF, Exchange Traded Fund) getan.

Dank ihrer Kindheitserfahrungen achtet Kristy Shen auf die Finanzen mit Argusaugen. In der chinesischen Provinz, in der sie lebte, half den armen Menschen niemand. Du musstest selbst für dich und deine Familie vorsorgen. Ein Dach über dem Koch und Essen zu haben, bedeutete reich zu sein. Daher war für sie Luxus nie wichtig. Bis heute.

Der Website “Yahoo Finance” gaben sie kürzlich ein Interview. Ihre Botschaft ist immer die gleiche: Meide Hypotheken. Baue passives Einkommen mit einem Aktiendepot auf. Meide Cashabflüsse durch Schulden, Hypotheken, Immobilien:

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Lewin
2 Jahre zuvor

400 Dollar pro Monat für Bier
made my day

Mattoc
2 Jahre zuvor

Spare wie ein Irrer. Investiere in ETFs. Anstatt ein Haus auf Pump zu kaufen, entscheide dich lieber für ein fettes Depot.

Die haben mein Motto geklaut. 🙂

Fit und Gesund
2 Jahre zuvor

Die Beiden gefallen mir irgendwie besser als die letzten Beiden :), wobei…der Typ scheint ja in dem Fall Alkoholiker zu sein, oder kostet das Bier in Kanada so viel?

Die hp werde ich mir auf jeden Fall noch zu Gemüte führen, irgendwie erinnern sie mich an FIRE-Cracker ?? Lustig, Kanada scheint aus Asiaten zu bestehen, zumindest die aus der Fire-Szene.

Chrissie
2 Jahre zuvor

Immerhin hatten sie einen Koch 😉

2 Jahre zuvor

Tolles Pärchen und Wahnsinn wie schnell sie die finanzielle Freiheit erreicht haben!

 

Den „Trick“ mit dem Haushaltsbuch kann ich im Übrigen nur jedem ans Herz legen.

 

Es ist unglaublich aufschlussreich für ein paar Monate (oder Jahre) nachzuvollziehen, wofür man sein hart verdientes Geld eigentlich so ausgibt.

 

Mir und meiner Family hat es jedenfalls sehr dabei geholfen, unseren Weg zur finanziellen Freiheit zielgerichteter einzuschlagen.

 

– David

Mattoc
2 Jahre zuvor

Der Gatte gab 400 Dollar monatlich für Bier aus. Die Barbesuche kamen nicht mehr in Frage.

Sehr sympathisch. 🙂

Thorsten
2 Jahre zuvor

Ein Haus kostet nur Geld ? Was ist in Kanada anders als in Deutschland ?. Wenn die Aktien schneller steigen als mit Eigentumserwerb dann ist das einfach nur Glück. Eine Hypothek ist kein Klotz am Bein, sondern ein solides Mittel das Wohnen zu planen. Würde man zu Beginn einer Baisse investieren, wäre die Rechnung zu Gunsten der Immobilie ausgefallen. Da man nicht weiß was kommt ist mein Rat beide Wege zu gehen. Wohneigentum ist planbar und unabhängig von der Börse. Man wohnt darin, entzieht sich steigenden Mieten, entschuldet über die Inflation.  Im Gegensatz zur Börse solide planbar und ein wichtiger Teil beim  Planen der finanziellen Freiheit. Kosten,  die bei der eigenen Immobilie anfallen zahlt man als Mieter in jedem Fall über die Miete mit. Mieter leben langfristig immer teurer als Besitzer. Und wieder diese 4%-Regel, bitte nicht darauf verlassen,  es gibt Zeiträume wo sie versagt hat, weil man eine Aufschwungsphase zu Beginn  verpasst hatte und dann in einer längeren Baissephase Entnahmen erfolgten, was so viel Substanz kostete, dass das Depot fast leer war. Fast leer genügt zwar der 4%-Regel ich würde jedoch nicht ruhig schlafen.

A.
2 Jahre zuvor

Wahnsinnssumme gespart. Dafür Respekt. Die meisten ballern das raus.

Aber hier auch wieder DINKS. Und wie denen einer abgeht, wenn’s Mal richtig runter geht an der Börse. Da bin ich gespannt.

Alle die im Moment das FIRE erreicht haben reden mit großen Augen von Invest, passive Income bla bla.

Nach 10 Jahre Hausse und kleineren Korrekturen ist alles klar, schwierig wird’s wenn es halt echt Mal runter geht.

Diversifikation auf andere Assetklassen haben sie wohl nicht.

Aber gut, das du uns einige dieser Stories vorstellst, Tim. Motiviert trotzdem.

Gruß

A.

 

2 Jahre zuvor

@Fit und Gesund: das sind ja auch FIREcracket und Wanderer…

Tja, die beiden haben 2008 mitgemacht. Und ehrlich gesagt ist der Artikel von Tim nicht sehr gut recherchiert… Bryce hat hier eher die passive Rolle gespielt, das meiste ging von Kristy aus. Und alles in ETFs gesteckt stimmt auch nicht. Sie arbeiten mit einem Financial Advisor zusammen und haben nicht nur einen etf. Was sie haben ist auf deren Website in etwa nachzulesen.
MFG
MS. Maxi

Ich hab das Buch schon gelesen und finde es echt gut. Kann es nur empfehlen.

Joerg
2 Jahre zuvor

@Tim schau’ nochmal, da steht “kanarische Dollar”

traeumst du gerade von einem Urlaub auf den Kanaren? 😉

LG Joerg

Thorsten
2 Jahre zuvor

Heute wird es brutal heiß, dabei bleiben wir unter 40 Grad. Das Saarland, die Kölner Bucht, 41 Grad ?? Kann so was wirklich sein ? Wahnsinn. Ist schon jemand aufgestanden, um durchzulüften. Es ist anzuraten. Im Gegensatz zu letztem Jahr fallen die Temperaturen hier auf dem Land nachts wenigstens auf erträgliche Werte um die 20 Grad. In den Großstädten wohl nicht unter 27 Grad.

Wir hatten letztes Jahr im Ferienhaus die Fenster und Rolläden erneuert, noch bevor die Hitzewelle kam und blieb. Die erreichte Isolation ist Gold wert. Drinnen wurden es gestern nur 24 Grad. Für das Fenstergeld hätten wir auch zweimal drei Wochen nach Teneriffa in Urlaub fliegen können. So können wie aber  lebenslang Urlaub machen, wo wir auch zu Hause sind. Jeder wie er mag.

Spruch der Woche von einer Kollegin: Lieber bei 26 Grad im Büro , als bei 35 Grad draußen.

Ach ja , Tesla ist abgestürzt. Die Spekulanten sind am Werk.

A.
2 Jahre zuvor

Ich stehe jetzt auf und mach des mal :-). Lüften.

Gruß

A.

Fit und Gesund
2 Jahre zuvor

@Ms Maxi,

ja, sie kamen mir bekannt vor.

 

@A.

sie sind jung, wenn es tatsächlich mal ordentlich runter gehen sollte an der Börse und sie das Arbeiten nicht verlernt haben (geh ich nicht davon aus) dann können sie von vorne beginnen, und nicht vergessen, sie haben ein Buch und wenn man dem Muster folgt, so wird es auch bald ein zweites Buch geben (siehe Jason Fieber),

sie sind natürlich ein Vorzeigefrugalisten-Pärchen, aber wieviele starten in der Richtung als Tiger und enden als Bettvorleger? Völlig frugal zu Leben bis ans Lebensende ohne Not? FIRE bedeutet ja nicht einmal das Ziel erreicht und dann ein Leben in Saus und Braus führen zu können.

 

@All,

27.3° in der Wohnung gestern Abend, heute Morgen bei geöffneten Fenstern 26.2°, nächstes Jahr gibt es definitiv ein Klimagerät, ich bin es leid. Ich werde jetzt schnell Laufen gehen bevor es heiss wird, dann ein paar Sachen erledigen, dann Baden gehen und am Nachmittag schauen was die Börse macht und meine monatliche Sparsumme anlegen, heute kommen auch Zahlen von Unternehmen die mir gefallen, hoffentlich treffe ich eine weise Entscheidung und die Hitze vernebelt nicht völlig meinen Verstand. 🙂

Trinkt ausreichend!

Nico Meier
2 Jahre zuvor

Eine gute Isolation die auch atmet ist Gold wert. Natürlich gehören auch moderne Fenster dazu. Spart im Winterhalbjahr Heitzkosten und im Sommer hat man am Abend bei 37 Grad Aussentemperatur im Haus 24 bis 25 Grad. Bei uns auf dem Land hatte ich heute Morgen 18 Grad Aussentemp um 06:15 hier in Basel ist bereits 25 Grad weil die Stadt sich nicht abkühlt.

Chrissie
2 Jahre zuvor

@Tim

Die hatten auch ein Dach über dem Koch. So einen Koch muss man sich auch leisten können 😉

Du hast unter ich glaube dem letzten Blog noch gepostet, dass die studentische Zeit ohne den ganzen Plunder die befreiteste war. Das sehe ich inzwischen ganz genau so, leider über den herkömmlichen Weg des Konsums. Die letzte Zeit habe ich erst gemerkt, dass ich das gar nicht alles brauche und es im Gegenteil einen herunter zieht. Jetzt versuche ich gerade, quasi den studentischen Zustand wieder herzustellen. Ich wünschte, die Einsicht hätte ich früher gehabt. Aber naja, besser spät als nie.

@Temperaturen

Hab auch gerade gelüftet. Noch geht es in der Wohnung, aber wenn das so weitergeht muss man sich drinnen bald zwischen erträglichen Temperaturen und Sauerstoff entscheiden.

Weiß jemand ein gutes und leises mobiles Klimagerät, womit man einen Raum herunter kühlen kann?

Nico Meier
2 Jahre zuvor

@Chrissie

Meine erste Wohnung war sehr schlecht isoliert. Da hatte ich einen Wäscheständer im Wohnzimmer wenns sehr heiss war habe ich da Frottiertücher nassgemacht und aufgehängt. Ich hatte das Gefühl es sei dadurch etwas angenehmer geworden in der Wohnung.

Klimageräte haben einige Kollegen soll recht viel Strom brauchen und durch den Luftzug haben sich einige auch Verspannungen oder Erkältungen geholt.

Chrissie
2 Jahre zuvor

@Nico Meier

Das mit den Fotteetüchern werd ich mal ausprobieren. Meine erste Wohnung war mehr oder weniger Dachgeschoss und auch recht schlecht isoliert. Einen heißen Sommer hatte ich 33 Grad Innentemperatur. Da hab ich auf dem Wohnzimmerfußboden kampiert und da man eh kaum schlafen konnte in regelmäßigen Abständen Kühlkissen aus dem Kühlschrank in den Nacken gelegt.

Ich kann Klimaanlagenluft aber gut vertragen, da hab ich noch nie gesundheitliche Einschränkungen bemerkt. Die verbrauchen leider sicher viel Strom, aber das ist es mir wert, wenn ich nächtelang nicht schlafen kann, geht das auf die Gesundheit. Und ich müsste dann in der Firma schlafen, da würde sich mein Chef beschweren 😉

So eine mobile Anlage (auch wenn dabei leider das Fenster etwas geöffnet bleiben muss für die Abluft) ist da schon eine große Erleichterung.

Vielleicht hat ja jemand hier schon Erfahrungen mit so einem Gerät gemacht und kann eines empfehlen.

2 Jahre zuvor

Ich bin erstaunt, wie schnell viele FIRE-Paare reich wurden. Letztlich sind nicht die Investitionen entscheidend, sondern das Einkommen. An der Einkommensschraube sollte man am meisten drehen, um viel sparen zu können.

Bruno
2 Jahre zuvor

@Fit und Gesund

Temperaturen so ähnlich wie hier, das Problem ist bei uns, dass es wegen dem See kaum abkühlt, 22-23°C bleibt es jetzt nachts draussen und drinnen somit auch nicht unter 26/27°C. Da nützt das Beste lüften nix, insbesondere auch NULL Luftbewegung. Kommt dazu dass das Haus ziemlich exponiert an der Sonne steht, das ist sonst im Jahr gut aber jetzt eher hinderlich.

@Klimagerät

Mit dem Gedanken spiele ich schon länger, das Problem ist halt, dass die einfacheren mobilen Geräte primär nur Lärm verursachen und wenn vorne zwar kühle Luft rauskommt dann kommt hinten wieder warme nach. Effektiv wäre nur ein Splitgerät, und das bräuchte dann eine Bewilligung.

Der einfachste Weg wäre wohl in den Hitzetagen in die Berge zu gehen.

Interessant auch dass uns hier die Hitze zusetzt, aber im Süden eher weniger. Hat sicher auch damit zu tun dass man hier arbeitet, aber es geht auch zumindest hier kaum ein Lüftchen, Windstille und das ist schon drückend.

Dirk
2 Jahre zuvor

@Chrissie

Ich habe mich monatelang mit mobilen Klimageräten, Kosten und dem Aufbau und Tests beschäftigt, weil ich in eine sehr schöne Dachwohnung in der Stadt gezogen bin. Im letzten Sommer 36 Grad. Geräte ohne Abluftschlauch nach draußen taugen nichts. Haben Sie einen Abluftschlauch, muss das große  Ding aus dem offenen Fenster, zusätzlich eine hässliche Abdeckung/ Fensterum-randung. Nach Gesprächen mit Fachleuten habe ich letztlich das getan, was der Idee der beiden Millionäre entgegensteht: auf eigene Kosten eine Klimaanlage eingebaut, trotz Mietwohnung. Das Gegenteil von Sparen. Aber ein absoluter Segen. Gesundheit geht vor.

Christoph
2 Jahre zuvor

Wir hatten delonghi und da konnte man sogar wasser einfüllen dann wars richtig gut

Dazu am besten so n fenster kit. Da bleibt die warme Luft draussen weil nur der Schlauch durch die vorhandene Öffnung gesetzt wird

Kurt
2 Jahre zuvor

Die Hitze tut dem Depot gut. 🙂

Heute früh hatte ich über 450k mehr auf der Anzeige als gestern Abend.

comdirect hat Kursanzeige Probleme und zwei Werte (BAT sowie der Ishares MSCI World ETF ausschüttend) haben das Komma im Kurs um teils zwei bis drei Stellen verrutscht.

Statt 42,23 EUR nun 4223 EUR beim ETF. Leider ist das Problem schon bekannt, so dass sich dies nicht realisieren lässt.

Auch ist klar, das im Zweifel die Gerichte vermutlich sagen werden, das es augenscheinlich erkennbar ist, das es ein Fehler ist, über Nacht. Gab es bei Girokonten mit ähnliche Fehlern ja auch schonmal und es lief dann auf Vergleiche hinaus meine ich (aus dem Stegreif).

Da musste ich an die Diskussion mit “einem ETF” reicht von gestern denken und die *ironie* “fetten Gewinne”.

 

Michael Barth
2 Jahre zuvor

Klar ist sie Leistung gut. Aber sie kennen ja kaum Korrekturen oder Krisen wenn sie das nach 2008 und vor Ende 2018 durchgezogen haben. Das Vermögen wird sich sicherlich mal verringern in den nächsten Jahren und wieder steigen. Der Zeitpunkt war in Prinzip optimal. … der Beruf in Kanada gibt sicherlich auch gut Kohle denke mal 200k Brutto haben sie bestimmt zusammen verdient.

Felix86
2 Jahre zuvor

@kurt:

Bei mir ist es ebenfalls so. Bin bei der CoBa. Bei mir ist es Greene King. Hier ist das Komma um 2 stellen nach rechts verrutscht, sodass ich jetzt 7941% im Plus bin. 🙂

 

2 Jahre zuvor

Bin immer wieder fasziniert wo du die ganzen Beispiele ausgräbst und auch nicht locker lässt 🙂

42sucht21
2 Jahre zuvor

@Kanada – Million erreicht
Kanada hat hohe Einkommenssteuern. Trotzdem kann Tim immer wieder Blogartikel über junge Millionäreposten die FIREn können. Das sollte den Deutschen Nörglern ‘so hohe Abgaben hier, in wandere aus…’ doch mal zu denken geben. Es liegt an jedem selbst. In Deutschland ist das ganz genau so möglich und sehr einfach aus der Mittelschicht kommend.

@Mattoc
Generell stimme ich zu. Doch in der abbezahlten selbst genutzen Immo kann ich die Wohnausgaben auch sehr gut selber steuern bezüglich Renovierung/ Instandhaltung / NK, anders als bei Miete der ich ausgesetzt bin. Ich denke, es gibt für beide Varianten gute Argumente und eben passende Lebensphasen oder Entwürfe.

@Comdirect – Kurt / Felix86 – ETF
Meine Comdirect zeigt mir ein -Minus von 98,53% im Vergleich zu Gestern an. Ich habe über Nacht fast alles verloren! Hätte ich doch bloß keine ETF gekauft. Teufelszeug. Ich verkaufe jetzt schnell alleees um zu retten was noch zu retten ist….

Felix
2 Jahre zuvor

Moin,

es mag sein dass die Steuern in Kanada ebenfalls ordentlich sind, aber um mit 30 Jahren ca. 1.000.000 CAD anzusparen, benötigt man wenn man mit 20 Jahren beginnt bei einer 4 Prozent Verzinsung einen Sparbetrag von knapp unter 7.000 CAD pro Monat. Ich bezweifel das ein Mittelstand Pärchen das in der Altersspanne stemmen kann zuzüglich Miete und Lebenserhaltungskosten. Das entspräche einem Nettoeinkommen von 3.500 CAD pro Partner… Ich denke hier sind noch andere Dinge am Werk.

Alfi
2 Jahre zuvor

400 $ / Monat für Bier ist nicht viel, wenn man bedenkt dass dort das Bier in der Kneipe so ca. 10 $ kostet (incl. Steuer und Trinkgeld)

Sparta
2 Jahre zuvor

“Eine gute Isolation die auch atmet ist Gold wert.”

Ja, insbesondere Alu-Hüte sind zunehmend gefragter. 😉

1 Million Bierflaschen mit 30… Das motiviert! 😉

bilbo78
2 Jahre zuvor

Hmm, also selbst wenn man als Gutverdiener wie ein Irrer spart, dauert es doch sehr lange, bin man Millionär wird. Und wenn man eine Mio besitzt und dann aufhört zu arbeiten, kann man sich nicht gerade einen tollen lebensstil gönnen.

Also ich wohne (ohne angeben zu wollen) in Ku-damm-nähe (in Berlin) und bin 41 Jahre. Durch ein erbe und sparen habe ich nun ein etf-depot im Wert von etwas über 200.000 €. Selbst damit fühle ich mich weder reich noch dass ich bald aufhören könnte zu arbeiten. Das Depot wächst nur im Schneckentempo und es wird locker noch 15 Jahre dauern (wenn ich Glück habe) und mit einer Sparrate von ca. 800 € im Monat, bis ich Millionär bin. Und bei den hohen Mieten in Berlin wird auch das nichts nützen!

Ich halte dieses Finanzielle Freiheit Gedöns für Normalsterbliche also für ziemlich utopisch. Und jeden Monat nur hart sparen ist irgendwie ein Wahnsinn. Ein Leben für die entfernte Zukunft – die man evtl. nie erleben wird?!?

Leute, werdet realistisch. Mit ETF alleine wird man erst im hohen alter finanziell frei (wenn überhaupt).

2 Jahre zuvor

@Ex-Studentin

Das konnte ich auch beobachten.

Letztes Jahr (noch im Studium) habe ich massiv Gewohnheiten hinterfragt und kosten reduziert. Für meine Frau und mich.

Ergebnis: Statt mit 32.000€ pro Jahr kommen wir jetzt mit etwa 25.000€ zurecht. Inklusive Miete, Auto, Urlaub. Selbst wenn ich noch weiter runtergehe:
Wir könnten höchstens 10.000€ zusätzlich sparen. Dann fühlen wir uns aber nicht mehr wohl.

Dieses Jahr habe ich das Einkommen optimiert. Das Ergebnis:
Statt 30.000€ verdiene ich nun etwa das Doppelte. Ein Ende der Steiegerung ist aber nicht in Sicht, denn nach Oben gibt es ja im Prinzip keine Grenze.

Daher sollte man stets versuchen ein hohes Einkommen zu erzielen.

 

 

chn
2 Jahre zuvor

42sucht21:

Dabei ist zu bedenken: 1000.000$CAD = 680.000EUR

Ich verfolge FIRE-Blogs und Artikel aus Amerika wie auch aus Deutschland. Hier in Deutschland nörgeln die Leute: “Das ist nur in Amerika möglich wegen der hohen Steuern hier und weil dort viel mehr verdient wird.” In Amerika nörgeln die Leute genauso, in etwa: “Das ist hier überhaupt nicht möglich wegen der hohen Kosten für die Krankenversicherung.”. Wer etwas will, der sucht Wege. Wer nicht will, sucht Gründe. Das Nörgeln aber ist überall dasselbe.

Deutschland ist ein tolles Land zum Erreichen und Leben in der FI. Günstige Krankenversicherung, die Steuer ist niedrig wenn man nur vom Kapitaleinkommen lebt, es gibt Kindergeld, die Arbeitsbedingungen sind vergleichsweise gut, usw..

Thorsten
2 Jahre zuvor

@42sucht21

Mag sein, dass die Steuern vergleichbar sind (schau ich jetzt nicht nach). Was mich wirklich behindert hatte ist die mittelalterliche Ständeordnung in Deutschland  und die Wehrpflicht. 1 Jahr Wehrpflicht gleich 1 Jahr gammeln gleich 1 Jahr vergeudete Lebenszeit. Zum Glück gibts das nicht mehr .Hier machst Du lange Schule, lange Ausbildung, damit Du dann eine Bewerbung schreiben kannst. Ohne Diplom hätte ich meine erste Arbeitsstelle nicht bekommen, sie haben nichts anderes eingestellt. 13 Jahre Schule, 1 Jahr Wehpflicht, 6 Jahre Studium.   Im Vergleich zu den Billigtiteln, die man heute in 2 oder 3 Jahren machen kann habe ich 4 Jahre verloren, in denen ich hätte Geld verdienen können. Als wir 10 Jahre Abifeier hatten, hat mir eine Klassenkameradin erzählt, dass sie ihr erstes Haus abgezahlt hat, entsetzlich deprimierend  was früheres Arbeiten bewirkt. Sie hatte einen Lehrjob, vom ersten Tag an verdient. Ich sehe es nur als fair an, dass ich später 5 stellig im Monat verdient habe, investierte Zeit für Bildung soll sich ja auch verzinsen. Die Leute in USA und anderen Ländern haben einen schnellen Weg in die Unternehmen, sind zu Beginn allerdings durchweg schlechter qualifiziert, machen dann Training on the job und starten dann durch. Zahlen in jedem Fall weniger Sozialabgaben. Früher waren die Holzbaracken (was anderes ist das nicht, Billigbau aus Holz und Blech) bei San Francisco auch preiswerter , heute kosten sie 1 Million. Ein hohes Gehalt reicht nicht mehr.

2 Jahre zuvor

@Thorsten

Auch mit den “Billigtitel” kann man in Deutschland viel Geld verdienen. Wenn man eine normale Ausbildung bei Großkonzernen in Deutschland (Daimler, BMW, BASF, ect) absolviert verdient man mit Anfang 20 auch gerne mal 70.000 + p.A. Ich kann gut verstehen, warum vielen diesen Weg nehmen und nicht erst 3 Jahre Abitur + 3 – 6 Jahre Studium.

 

Gurki
2 Jahre zuvor

Ihr die finanziell Freien: Ihr reist doch immer so gern und viel. Immer in schöne ferne Länder. Immer schön lange. Womit fliegt ihr eigentlich? Brieftauben? Wo übernachtet ihr? Immer im Zelt?

Sparen ohne Ende und dann für Reisen die ganze Kohle raushauen. Passt irgendwie nicht zusammen finde ich. Und selbst wenn, für mich wäre so ein Zelt nix. Bin keine 12 mehr und benötige meinen Komfort. 🙂

Und überhaupt, den Kauf meines italienischen PS-Monsters aka. Motorrad, hätte ich mir doch mal ein drittes Mal überlegen sollen. Das verhagelt mir meine ganze Sparrate für dieses Jahr. Aber es macht solchen Spaß damit zu fahren… Allein gestern drei (3!) Tankfüllungen durch die Einspritzung gedrückt. Verdammt!

Thorsten
2 Jahre zuvor

@GastUser  das ist gut zu hören, ich habe damals keine Alternativen gesehen, Billigtitel gab es nicht, Einstieg ohne Diplom gab es nicht. Da hat sich etwas zum Positiven verändert. Als ich mit dem Studium fertig war, gab es gerade eine Wirtschaftskrise, die so 2 Jahre dauerte. Physiker, Chemiker, Maschinenbauer nix zu machen, sie haben aus Verzweiflung promoviert. Betriebswirtschaftler haben Mobiltelefone am Flughafen vermietet oder bei McDonald’s als Restaurantassistent gejobbt. Einigen dürfte es die Karriere gekostet haben. Auch andere Brwnchen waren am Boden, Mediziner und Lehrer waren in Massen arbeitslos. Biologen sowieso. Mir hat die Uni im Gespräch abgeraten ein bestimmtes Fach zu studieren, weil im Jahr vorher ein einziger Abgänger eine Stelle bekommen hatte und es aussichtslos war. Es mag daran liegen, dass wir damals geburtenstarke Jahrgänge waren, heute müssen die Unternehmen betteln, um jemanden mit Qualifikation zu bekommen (jammern aber rum, dass sie keinen finden, weil sie von ihren hohen Ansprüchen nicht runter wollen).

Sparta
2 Jahre zuvor

@chn

“Ich verfolge FIRE-Blogs und Artikel aus Amerika wie auch aus Deutschland. Hier in Deutschland nörgeln die Leute: „Das ist nur in Amerika möglich wegen der hohen Steuern hier und weil dort viel mehr verdient wird.“ In Amerika nörgeln die Leute genauso, in etwa: “

Alu-Hut ab und Du wirst erkennen dass Fire mit 30, 35, 40  nur für 1-3 % der Bevölkerung tatsächlich machbar ist und auch nur wenn alle Konstellationen im frühen Lebensabschnitt auch optimal passen.

Klar dass da andere Prozente jammern. 😉

Albr
2 Jahre zuvor

@Gurki, ich geh Zelten 😉

 

 

42sucht21
2 Jahre zuvor

@Thorsten – Wehrpflicht

ja, diese Zeit hat auch bei vielen Männern einen Bruch im Lebenslauf ausgelöst, das ging ja auch nicht immer nahtlos von der Schule weiter und viele hingen monatelang rum. Andererseits gibt es auch immer Möglichkeiten: Bekannte von mir haben anstatt 15/18 Monate Wehrpflicht mit rumgammeln & trinken sich für 4 oder 6 Jahre verflichtet und eine gute Ausbildung / bezahltes Studium beim Bund gemacht. Ich wollte das nicht aber es war nicht die schlechteste Verwendung von staatlich verplanter Lebenszeit.

@in USA einen schnellen Weg in die Unternehmen

Das stimmt. Allerdings macht eine erstaunlich hohe Anzahl der Mitarbeiter dann irgendwann schluss und sattelt ein Studium oben drauf um weiter hoch in der Nahrungskette zu kommen oder auch einfach um ihr Ding zu machen. In DE ist das eher sehr unüblich aus der bequemen Arbeit dann nochmal voll ins Risiko / Studentensein zu gehen mit den sehr knappen finanziellen Mitteln.

Kiev
2 Jahre zuvor

@ Gurki

Dein armes Motorrad muss mit den Strassen in Deutschland vorlieb nehmen und sehnt sich so nach seiner Heimat im Süden. Zumindest die Temperaturen kommen ihr aktuell entgegen. Du könntest auch ein Zelt aufschnallen und Richtung Süden losfahren. So kannst Du je nach Laune den ein oder anderen Zwischenstopp ungeplant durchführen. Dank Zelt wirst Du dabei nicht so stark von unseren Schweizer Freunden ausgeraubt. In Italien angekommen geht es weiter Richtung Meer und dann ohne Stress die Küste entlang. Hier kannst Du mit Deiner Bella Macchina dann Land und Leute unsicher machen und ein Abenteuer genießen.

Entschuldige, Du könntest. Du müsstest dafür in einem Zelt schlafen können und dabei Freude empfinden. Wenn Du Schmerzen hast wird der Roadtrip kein Erlebnis.

Thorsten
2 Jahre zuvor

Amazon hatte sich wie eine Zecke an Qualitätsmarken geheftet, um dann über Einblenden von Fremdmarken  US- oder Chinaramsch an den Kunden zu bringen. Jetzt wurden sie verurteilt :

https://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/ortlieb-gegen-amazon-fahrradtaschenhersteller-gewinnt-prozess-a-1278894.html

Ich habe Amazonaktien, aber nur fürs Butterbrot. Ich versuche regional  und verpackungsfrei zu kaufen. Manches bekommt man aber nur über eBay oder Amazon, dann kaufe ich da auch.

 

Kater
2 Jahre zuvor

“Alu-Hut ab und Du wirst erkennen dass Fire mit 30, 35, 40  nur für 1-3 % der Bevölkerung tatsächlich machbar ist …”

… und mehr als diese 1% wollen es eh nicht. Die anderen wollen Gucci! oder fettes Pool mit Leasing.

Jedem das Seine! und mir das Meine.

 

chn
2 Jahre zuvor

@Sparta:

Also ich finde meinen Aluhut Marke Eigenbau eigentlich ganz hübsch. War auch ganz schön Arbeit, bis der endlich mal richtig funktionierte.

Daniel
2 Jahre zuvor

Kanada hat hohe Einkommenssteuern. Trotzdem kann Tim immer wieder Blogartikel über junge Millionäreposten die FIREn können. Das sollte den Deutschen Nörglern ’so hohe Abgaben hier, in wandere aus…‘ doch mal zu denken geben. Es liegt an jedem selbst. In Deutschland ist das ganz genau so möglich und sehr einfach aus der Mittelschicht kommend.

Zumal der persönliche Einkommenssteuersatz sogar oftmals unterhalb der Kapitalsteuer liegt. Dazu muss man ja nur auf seine Steuererklärung schauen. Ich verdiene nicht schlecht, kratze dementsprechend am Höchststeuersatz, aber dieser gilt ja nicht für den gesamten Lohn.

@Klimagerät

Mit dem Gedanken spiele ich schon länger, das Problem ist halt, dass die einfacheren mobilen Geräte primär nur Lärm verursachen und wenn vorne zwar kühle Luft rauskommt dann kommt hinten wieder warme nach. Effektiv wäre nur ein Splitgerät, und das bräuchte dann eine Bewilligung.

Jain, die warme Luft wird wohl schon abtransportiert, aber das Gerät erzeugt einen Unterdruck im Raum der die warme Luft an anderer Stelle im Haus wieder durch Ritzen oder Öffnungen zieht. Und wenn es die Dunstabzugshaube in der Küche ist. Ergebnis: Ein Raum kalt, der Rest heizt auf. Da hilft nur ein Splitgerät oder ein Zweischlauch-System.

Ich halte dieses Finanzielle Freiheit Gedöns für Normalsterbliche also für ziemlich utopisch. Und jeden Monat nur hart sparen ist irgendwie ein Wahnsinn. Ein Leben für die entfernte Zukunft – die man evtl. nie erleben wird?!?

Leute, werdet realistisch. Mit ETF alleine wird man erst im hohen alter finanziell frei (wenn überhaupt).

Spannend wird es wohl vermutlich wirklich wenn man die 100.000€ schon in jungen Jahren schafft, z.B. mit 25-30. Dann kann der Zinseszins durchschlagen und mit 40-50 könnte man vermutlich die Grundausgaben seines Lebens damit bestreiten. Ob man das “Freiheit” nennen kann weiss ich nicht. Setzt aber auch schon voraus dass man davor auch schon mächtig verdient hat und viel sparen konnte. Ich halte das für einen Großteil der Bevölkerung für unmöglich. Reich werden können alle, aber nicht jeder.

 

Zur Temperatur: Ich habe meine Wohnung unterm Dach. Damals als ich die ausgebaut habe kam dicke Isolierung rein. Das hilft auch verglichen mit früher massiv gegen sofortiges Aufheizen der Wohnung wenn Sonne darauf scheint. Aber es verzögert dies auch nur. Sprich, nach spätestens 3 Tagen sitzt die Hitze im Mauerwerk und strahlt diese in den Raum ab. Mit geschicktem Lüften schafft man es dann vielleicht tagsüber die Temperatur auf 27-29C° zu halten, aber spätestens wenn 2-3 Leute im Raum sind und technische Geräte Wärme im Innern erzeugen ist Feierabend. Lüften geht dann bei 37C° Außentemperatur auch nicht.

Habe vor 2 Jahren eine Zweischlauch-Klimaanlage gekauft. War einer der besten Entscheidungen die ich je getroffen habe. Sie ist zwar laut und braucht 2-3 Stunden Vorlauf um den Raum auf angenehme 24C° herunterzukühlen, der erste Effekt mit Absenken der Luftfeuchtigkeit von teilweise 65% auf unter 40% setzt aber schon sehr schnell ein und macht es wesentlich angenehmer. Bei den wenigen Tagen die das Gerät mal gezielt gegensteuern muss verbrauche ich knapp 100kw/h Strom. Verglichen mit dem Gesamtverbrauch sind mir die 25-35€ Stromkosten ganz Recht. Kann ich doch gemütlich und ausgeruht schlafen, mich besser konzentrieren und empfinde die Wohnung nicht als Qual sondern als angenehmen Aufenthaltsort.

Thorsten
2 Jahre zuvor

@42sucht21

Ich kannte einen DeutschAmerikaner, der in einem Konzern gute Karriere hätte machen können, der hat seine Holzhütte (“Haus”)  in der BayArea verkauft und ist an die Ostküste , um eben solch ein Studium aufzunehmen. Er hatte zu diesem Zeitpunkt einen viel höheren Lebensstandard als ich : Auto, Eigenheim,…vermutlich auch ein höheres Gehalt. Ich habe es bis heute nicht verstanden… es sei denn… er hat sich dann auch von seiner Freundin, die wollte endlich heiraten oder mehr, eine Unverschämtheit ( 😉 ), er aber nicht, da hat er die Flucht angetreten… Ein Wechsel von einem Unternehmen zu einem anderen war viel einfacher als in Deutschland. Lückenlose Lebensläufr wären ein Nachteil gewesen, ich habe das übernommen und es hat funktioniert. Wer 5 Jahre ohne erkennbares Fortkommen im selben Unternehmen ist muss sich die Frage gefallen lassen, warum er so lange dort in dem Zustand war, z.b aus Bequemlichkeit.

2 Jahre zuvor

Also von umgerechnet 27.000 Euro in einem der teuersten Länder der Welt zu leben halte ich doch für ziemlich sportlich. Natürlich ist das eine Leistung, ~680.000 Euro zusammenzusparen. Als Computeringenieure mit vermutlich (jeweils) sechstelligem Einkommen aber auch noch kein Weltrekord. Sie haben einiges richtig gemacht und hatten das Glück der Märkte auf ihrer Seite. Heute werden sie (wie auch andere bekannte nordamerikanische Blogger) ein Vielfaches mit ihrem Business verdienen.

Die Moral von der Geschichte lautet für mich also: Gut verdienen und nebenbei selbständig machen 😉

Sparta
2 Jahre zuvor

@CHN

Boris & Donald haben Ihren schon lange nicht mehr angezogen. Fak(e)tisch lässt sich das an den Frisuren belegen!

Die ausserirdischen Verblödungsstrahlen verbreiten sich viral übers Netz an deren Anhängerschaft weiter.

Also immer gut aufsetzen! 😉

Für absolut voll kann man allen Ernstes nur Bryce nehmen.

Bruno
2 Jahre zuvor

@Finanzielle Freiheit

für mich ist die Definition von finanzieller Freiheit, uneingeschränkte Mittel für alles, was man will, ohne auf etwas zu achten. d.h. wenn ich Lust habe auf 2 Wochen Luxusurlaub für 10k dann mache ich das, wenn ich einen Porsche möchte, hole ich ihn etc.

Finanzielle Unabhängigkeit ist dies, wo die meisten wohl darunter verstehen, also von Kapitaleinkünften ohne Arbeit zu leben mit einem bestimmten Budget.

Beide Begriffe hängen natürlich mit den individuellen Wünschen zusammen, jemand dem Luxus sehr viel bedeutet, der braucht dann halt entsprechend mehr Kapital als jemand, der bescheiden durchs Leben geht. Bei beiden Optionen sollte aber das Thema “Geld und Budget” nicht mehr im Vordergrund stehen, sonst ist es für mich nicht “frei” sondern eher “arbeitsfrei”.

Ich habe z.B. das Glück, dass mir viele teuren Dinge nicht wirklich viel bedeuten, oder aber es reicht mir, sie mal auszuprobieren. Ich muss nicht täglich ein Luxusauto fahren, am liebsten gar nicht fahren etc.

Nicht frei wäre für mich, wenn ich Lust auf einen guten Asiaten habe auswärts essen und es mir dann verkneifen würde, nur weil es teurer ist als zuhause zu essen. Das wäre vielleicht finanziell unabhängig (von Arbeitseinkommen) aber eben nicht frei.

 

 

Thorsten
2 Jahre zuvor

@Sparta jeder hat seinen persönlichen Aluhut, an meinem klebt ein Backstein als Schutz gegen  Nackenschläge von der Börse.

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