Wie der Konsum Promis und Normalos zu Fall bringt

Das Leben in Saus und Braus hat einen Preis, wenn du deine Finanzen nicht mehr im Griff hast.

In der heutigen Konsumgesellschaft haben wir etwas wie einen dauernden Zwang, um Waren und Dienstleistungen in immer größeren Mengen zu kaufen. Die Werbung bombardiert uns jeden Tag. Freunde, Bekannte, Kollegen tauchen mit neuen Produkten auf. Menschen wollen ihren sozialen Status demonstrieren, wenn sie mit einem flotten Auto oder schicker Mode auftauchen. Die reine Funktionalität oder Nützlichkeit spielt kaum noch eine Rolle. Es geht um die Marke, das Emblem, den möglichst hohen Preis.

Zwar hat der Verbraucher offiziell die freie Wahl, was er kauft. Doch orientieren wir uns an anderen. Wir wollen schließlich anerkannt werden. Und glauben, wir schaffen das mit teurem Plunder.

Es ist das ständige Streben nach einem „guten Leben“ durch den Konsum. Dabei vergessen wir, dass wir Zufriedenheit und Anerkennung uns nicht im Laden kaufen können.

Auch wird mit dem Konsumwahn die finanzielle Stabilität und die Altersvorsorge aufs Spiel gesetzt. Allseits bekannt ist freilich, was zur Schaffung von Wohlstand nötig ist. Der Aufbau von Vermögen erfordert jahrelanges sorgfältiges Sparen, Investieren und den Zinseszins. Wer also über seinen finanziellen Möglichkeiten lebt, wird niemals ein bequemes Vermögenspolster aufbauen können.

Diesen Konsum-Wahn findest du bei Spitzenverdienern wie bei “Normalos” vor. Bekannt ist ja der finanzielle Ruin von Boris Becker, auf den ich nicht näher eingehen möchte.

Interessant finde ich den Fall von Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt. Er ist wohl der berühmteste Mediziner Deutschlands. Die “Süddeutsche Zeitung” zelebrierte ihn schon als den “besten Mannschaftsarzt der Welt“. Fast 40 Jahre lang betreute der Arzt die Profifussballer des FC Bayern München. 23 Jahre kümmerte er sich um die Gesundheit der deutschen Nationalspieler. In seinem Beruf gilt er als Genie.

Müller-Wohlfahrt behandelte Bastian Schweinsteiger, Manuel Neuer, Lukas Podolski, Tennislegende Boris Becker, Rekordathlet Usain Bolt, Skistar Felix Neureuther, Reck-Olympiasieger Fabian Hambüchen. Nicht nur Sportler stehen auf seiner Patientenliste, auch Musiker wie Eric Clapton und Bono. Das sind alles Leute mit tiefen Taschen, die üppige Honore bezahlen können. Aber um seine Privatfinanzen war es wohl nicht so gut bestellt. Müller-Wohlfahrt steckte geschäftlich in Schwierigkeiten.

Nach einem Bericht des SPIEGEL ging es bei ihm finanziell drunter und drüber. Es muss ein Chaos geherrscht haben. Der Promi-Arzt ließ sich von Ex-Knastinsassen (26-fach vorbestraft u.a. wegen Prozessbetrug und Urkundenfälschung) beraten. Sein Steuerberater kassierte von dem Arzt 11.900 Euro im Monat pauschal für die Betreuung. Krass! Ist er vom eignen Steuerberater wie eine Weihnachtsgans ausgenommen worden?

Geld kam rein. Aber es floss schnell wieder ab, wenn das stimmt, was der SPIEGEL berichtet: Die beiden Ärzte, die in seiner Praxis mitarbeiten, bekamen Chefarztgehälter. Gattin Karin erhielt regelemässig Geld. Tochter Maren erhielt Zuwendungen. Das Domizil in Südfrankreich kostete Geld. Ein Anwaltsschriftsatz sprach von einer “nahezu vogelwilder Handhabung der Privatausgaben”. Die Praxis wurde von einem Stararchitekten hergerichtet. Selbstverständlich in einer der feinsten Münchener Gegenden.

Deutschlands Promi-Milliardär Dietmar Hopp gab Müller-Wohlfahrt für die Gründung einer Firma sieben Millionen Euro. Hopp wurde enttäuscht.

Das zeigt: Selbst als Promi-Arzt kann es schwer werden, Wohlstand aufzubauen und zu behalten. Jedenfalls kann man an falsche Leute (Berater etc.) geraten. Bei so manchem Promi bricht ein Mythos zusammen, wenn man seine Privatfinanzen sehen könnte.

Apropos Münchener Promi-Arzt. Dr. Jürgen Toft steht vor einem Scherbenhaufen. Der Chirurg behandelte 25 Jahre lang Kniescheiben von Promis. Sogar Multi-Milliardär Adnan Kashoggi ging bei ihm unters Messer. Seine Alpha Klinik ging pleite, der Arzt verschwand spurlos.

Es half ihm nicht, dass Sportler, Stars, Könige und Superreiche seine Kunden waren. Der schillernde Arzt tauchte ab. Er war bekannt für seinen luxuriösen Lifestyle einschließlich Limousinenservice. Er verließ seine Villa, schaltete das Handy ab. Eine Insolvenzverwaltung musste sich um die Resteverwertung kümmern.

Warum bleibt der Mythos: Wer im Luxus lebt, muss reich sein? Es stimmt einfach nicht immer. Promis können bettelarm sein.

Robert T. Kiyosaki hat einen Bestseller über das richtige Geld-Mindset geschrieben*

Erfolgsautor Robert T. Kiyosaki hat gut erklärt, was nötig ist, um wohlhabend zu sein. Du musst das passende Mindset haben. Du musst Geldströme aufbauen, die einem zufließen und keine stetig neuen Abflüsse (Kosten) schaffen. Rich Dad Poor Dad: Was die Reichen ihren Kindern über Geld beibringen (*Affiliate)

Luxus ist grell, es kann über die Wahrheit hinwegtäuschen. Menschen schämen sich, wenn sie kein Geld haben. Deshalb wird viel getäuscht und getarnt. Es ist kein Grund sich zu schämen – weder für Vermögen oder kein Vermögen. Das Thema solltest du rational angehen. Betrachte Geld als das, was es tatsächlich ist: Es ist ein Werkzeug und eine Ressource für ein besseres Leben. Einige Leute argumentieren, dass das Streben nach Geld gleichbedeutend mit Gier ist. Solche Argumente tragen zum Tabuthema Geld bei. Leute wollen einfach nicht darüber sprechen. Weil aber der Informationsaustausch gestört ist, werden mehr Fehler gemacht. Die Angst, offen über Geld zu sprechen, ist jedenfalls nicht hilfreich. Deshalb gibt es diesen Blog.

Geld ist nichts Schlimmes. Es gibt uns die Fähigkeit, Bedürfnisse zu erfüllen. Wie etwa Sicherheit, Liebe, Selbstwertgefühl, Freizeit, Freiheit und Selbstverwirklichung. Wer ausreichend Geld hat, hat den Vorteil einen freien Kopf zu haben. Die finanziellen Sorgen sollten jedenfalls abnehmen. Wer ständig damit beschäftigt ist, finanziell über die Runden zu kommen, der hat ein zusätzliches Stressproblem. Also denke daran: Die Anhäufung einer Sicherheitsdecke dient dir selbst.

Ich brauche nicht wie ein Rockstar zu leben. Der Preis wäre mir zu hoch. Ich möchte auch nicht so lange arbeiten, bis ich ins Grab falle. Ich bin lieber etwas sparsamer und vielleicht etwas weniger bequem: Ich hab kein Auto. Ich lebe auf kleiner Fläche, ich habe keinen Stauraum, keinen Keller, keinen Plunder. Dafür gönne ich mir einen anderen Luxus: mehr Freizeit. Mir ist klar, dass dies eine persönliche Entscheidung ist. Mir sind meine unschätzbaren immateriellen Werte wie körperliche und emotionale Gesundheit wichtiger als der Konsum- und Arbeitswahn.

Das leichtfertige Sammeln von Gegenständen (Auto, Villa, Designermode, -möbel) sehe ich negativ. Es steht meiner Meinung nach im Gegensatz zu einem positiven Lebensstil. Ich halte das recht einfache Leben für erstrebenswerter mit der Möglichkeit des frühen Teil-Ausstiegs aus dem Arbeitsleben. Übertriebener Konsum schadet uns mehr, als wir denken. Die neue Konsumkultur ist eher eine Abkehr von den Werten wie Gemeinschaft, Gesundheit und Integrität.

Ist es nicht absurd zu glauben: Du kaufst heute einen teuren Mercedes oder eine extrem teure Rolex. Und sofort verbessert sich dein sozialer Status. Das ist doch albern zu glauben.

Aber das ist die Zeit, in der wir leben: Die Armen bemühen sich, die Reichen zu imitieren. Und die Reichen imitieren die Prominenten und Stars. Massenweise bewerben Promis Produkte. In den sozialen Medien nimmt das Werben Überhand. Moderne Verbraucher wollen solche Produkte kaufen. Hauptsache die Prominenz empfiehlt in einem Video oder Instagram-Posting irgendeine Creme oder Kaffeemaschine. So kann man doch keinen höheren sozialen Status erreichen:

Das ist alles albern. Ich brühe meinen Kaffee mit heißem Wasser jeden Tag auf – so wie es meine Oma getan hat. Ich bin zufrieden damit.

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Bruno
1 Jahr zuvor

Tim jetzt weiss ich warum Du kein Olivenöl mehr isst…
https://www.youtube.com/watch?time_continue=65&v=D39hFtT1yQI&feature=emb_logo
1/2 l von diesem Olivenöl kosten 5000 EUR 😉

Fit und Gesund
1 Jahr zuvor

Ein superguter Artikel lieber Tim! Genauso ist es doch. 
Mit diesen Ärzten das kann ich mir nicht vorstellen, sind die mit dem Klammersack gepudert? Was nutzt es Dich da Arzt zu sein? 
Ich lege jeden Monat Geld in Aktien an, reinvestiere die Dividende und freue mich wenn das Vermögen wächst, Rückschritte muss man in Kauf nehmen.
Heute hab ich mich aufgerafft und einen Aktiensparplan gestartet, anstatt gleich für mehrere Tausend Franken meinen Wunschtitel zu kaufen, werde ich den nun monatlich oder zweimonatlich besparen, (manuelle Ausführung ) Es handelt sich hierbei um Microsoft.
Gestern habe ich dann für ein wenig mehr, nach Jahren wieder ein paar Nestlé gekauft, die haben sich in jeder Krise bewährt, immer wieder mal was draufpacken und wachsen lassen. Ich mach da keine Wissenschaft draus. Kaufe in diesen unsicheren Zeiten Qualität und fertig.  JNJ hab ich auch kürzlich ein wenig aufgestockt.
 
liebe Grüsse
 
 

Wolke
1 Jahr zuvor

Geld ist nichts Schlimmes. Es gibt uns die Fähigkeit, Bedürfnisse zu erfüllen. Wie etwa Sicherheit, Liebe, Selbstwertgefühl, Freizeit, Freiheit und Selbstverwirklichung.
 
Also Geld gibt uns die Fähigkeit, das Bedürfnis nach Liebe zu erfüllen???
Merkwürdige, bedenkliche Aussage. Meint er käufliche Liebe???

Tim, der andere
1 Jahr zuvor

Ich habe auch jahrelang Filterkaffee zuhause gemacht. Fand das immer ausreichend.Dann stehen auch nicht so viele Geräte in der Küche rum. Also, top.
irgendwann habe ich dann bei eBay Kleinanzeigen einen fast neuen siebträger für 80 Euro und eine sehr gute ebenfalls neue Mühle (80 Euro) gefunden. Sofort abgeholt.
muss sagen, dass ich mich jetzt jeden Tag auf eine Kaffee nach der Arbeit zuhause freue. Vor allem für nur eine Tasse ist es einfach besser als Filter. Will sagen: wenn man Kaffee mag, darf man sich auch mal was leisten.
ansonsten habe ich eine Spar-Rate von >60% bei zwei Kindern in der Großstadt. 35min Fahrrad zur Arbeit one-way. Ein Auto für 4. keine quatsch Ausgaben aber schöne Urlaube. ETF Sparplan für die Kids.

Bruno
1 Jahr zuvor

@Tim
Ja den kenne ich, 173k für eine Kinderuhr ist mal ne Ansage haha.
https://watchfonsis.com/61-large_default/richard-mille-rm-011-fm-black.jpg
Über den gelben Ferrari kann man sich ja streiten, aber der Anzug wird beim ersten Bücken reissen 😉
Guter Geschmack ist ja relativ, aber sein Geschmack finde ich grenzwertig, den kann man sich halt nicht kaufen.

Bruno
1 Jahr zuvor

https://www.youtube.com/watch?v=VymccJcmON8
Buy & Hold ist nix, Daytrading! so schafft man die finanzielle Freiheit schon in den 20ern 😀

Marc
1 Jahr zuvor

“Körperliche und emotionale Gesundheit” Danke für diese Zeilen!
 

Rüdiger
1 Jahr zuvor

Ist es nicht absurd zu glauben: Du kaufst heute einen teuren Mercedes oder eine extrem teure Rolex. Und sofort verbessert sich dein sozialer Status. Das ist doch albern zu glauben.
 
Menschen, die immer daran denken, was andere von ihnen halten, wären sehr überrascht, wenn sie wüßten, wie wenig die anderen über sie nachdenken  😉
(Bertrand Russell)
 

Clownwagenfahrer
1 Jahr zuvor

Nehmen wir mal an es gibt tatsächlich Menschen die einen schönen Sportwagen aus Genuss und Freude fahren. Sie freuen sich tagtäglich auf die Fahrt zur Arbeit oder durchs grüne. Sie lieben den Geruch der bequemen Ledersitze, das griffige Lenkrad, der tolle Klang der einem Gänsehaut beschert. Es geht nicht generell um schnell fahren, nicht um protzen oder um Anerkennung, sondern einfach um Enthusiasmus. Um Spaß an der Freude, die jeder für sich anders definiert. Zufriedene ausgeglichene Menschen die mit sich im Reinen sind, werten nicht über andere, schauen nicht herab auf andere Lebensstile oder überschütten ihre Umwelt mit Zynismus. 
 

Paluma
1 Jahr zuvor

Ein sehr schöner Beitrag Tim. 
Die verschiedenen Typen, wie man mit Geld umgeht gibt es in so ziemlich jedem Teil der Gesellschaft.
Robert Kajosaki ist da glaube ich auch ein Wenig umstritten. Ob er nur Reich geworden ist, weil er eine Bestseller verkauft hat und jede Menge Seminare? Das Buch ist natürlich trotzdem empfehlenswert für die Grundsätze des Vermögensaufbaus.

Bruno
1 Jahr zuvor

@Paluma
Kiyosaki ist etwas abgekommen, er hat ja Aktien schon vor Jahren verkauft aus Angst vor dem grossen Crash. Das Buch fand ich gut, aber seit er als Augur tätig ist, habe ich etwas Mühe. Das macht aber sein Klassiker nicht schlechter.
@Clownwagenfahrer
Ich sehe mehrmals täglich Fahrer solcher “Clownwagen”, also so im Stil von Karl Ess & Co., also die ganz teuren Sportwagen. Die Gesichter in diesen Wagen machen mir nicht wirklich einen zufriedenen Eindruck, häufig gestresst und griessgrämig. Es kommt natürlich auf den Wagen an, aber in einem Ferrari zu fahren empfinde ich nicht als Genuss (hart, laut, rucklig), ich würde da etwas Komfortableres vorziehen. Bin aber froh, muss ich mich nicht oder nur noch selten in den Verkehr zwängen. 
Wenn es ein Traum ist, dann finde ich das absolut in Ordnung, wenn es finanziell passt. Ich finde ein Auto sollte nicht viel mehr als 2-3 Monatssaläre kosten. Also wer so gut verdient, der soll sich ruhig gönnen. 
Wenn aber Leute am Limit solche Wagen leasen, die sie sich eigentlich nicht leisten können, nur um andere zu beeindrucken, sind die nicht glücklich. So auch mit Immobilien etc. ich kenne ein paar davon. Ich schaue sicher nicht von oben auf sie, sie tun mir eher leid, es ist schade wenn man so in einem Zwang lebt. Aber jeder ist schlussendlich frei, so zu leben wie er möchte 😉
Und ja ich habe mich über diese Uhr für 173k lustig gemacht, ich kann nicht verstehen wie man so eine hässliche Kinderuhr für so viel Geld kaufen kann, aber wie gesagt, Geschmäcker sind verschieden.

1 Jahr zuvor

@Rüdiger/Bertrand Russel

Kennst du sicherlich: “Philosphie des Abendlandes” ist ein wunderbares Buch von Russel, obwohl ich vieles nicht verstanden habe. Besser und unterhaltsamer als jeder Wikipedia-Artikel zum selben Thema. 
 
 
 

Rüdiger
1 Jahr zuvor

@The European View:
 
Meinst du das Buch “Denker des Abendlandes”? Liegt zufälligerweise gerade eine Armlänge vor mir  😉
 

1 Jahr zuvor

@Rüdiger
ich weiß jetzt gar nicht, ob das die gleichen Bücher sind, aber sicherlich genauso lesenswert 🙂 

Thorsten
1 Jahr zuvor

Hm, wurde hier eine Buddel Rum in illustrer Runde herumgereicht ?  😉

Frank
1 Jahr zuvor

Ich habe lange nachgedacht und bin zu dem Schluss gekommen, dass diese Sicht relativ einseitig ist. Es ist zwar richtig, dass der übertriebene Konsum Unsinn ist und das investieren gut ist, ja, aber es ist auch wichtig im hier und jetzt zu leben und sich mal was zu gönnen. Einfach mal so stehen lassen.
Ein Haus ist Konsum auf hohem Niveau, ja. Es ist eine Lifestyle-Entscheidung. Eine Frau, Kinder und ein Haus heißt LEBEN. Investieren und Vermögen aufbauen heißt GELD. GELD ist sehr gut. GELD ist Freiheit und GELD beruhig ungemein, aber Geld ist auch einfach nur Geld. 
Geld ist geprägte Freiheit, Gutscheine und Unabhängigkeit. Aber Geld ist auch VERGÄNGLICH. Eine Familie ist Beständigkeit, Gemeinschaft und Zusammenhalt und somit steht Familie über Geld. Familie ist LEBEN. 
Ich will eine FAMILIE. Ich bin bereit den Preis zu bezahlen. Für mich ist Geld ein Mittel zum Zweck und ich bin nicht bereit den Preis der Freiheit in dieser Hinsicht zu bezahlen, denn FAMILIE, diese Chance habe ich nur eimal im Leben. Geld kann wieder kommen, aber Zeit kann ich nicht kaufen.

1 Jahr zuvor

Frage mich immer wie das alle machen so sparsam zu sein 😀 habe in meinem neuen Video mal alle Ausgaben hochgerechnet. Komme auf eine gute Summe für das, das ich relativ frugal lebe….
Wenn dann noch Kinder kommen und man mehr Ansprüche hat phu..

Rainer Zufall
1 Jahr zuvor

“Ein Haus ist Konsum auf hohem Niveau, ja. Es ist eine Lifestyle-Entscheidung. Eine Frau, Kinder und ein Haus heißt LEBEN.”
Will hier keine Diskussion anzetteln, die es schon oft gab, stelle aber fest, dass die Sichtweisen sehr unterschiedlich sind.
Für mich bedeutet ein Haus (wir wohnen in einem Altbau) in aller erster Linie Arbeit, die Zeit kostet, die ich eigentlich nicht habe, da ich lieber was mit den Kindern machen will. Muss gerade am hinteren Balkon Putz erneuern, eigentlich gehört der saniert. dann müsste ich das Metallgeländer am vorderen Balkon komplett schleifen und streichen. Meine todo ist ziemlich lang. als ich zur Miete wohnte habe ich beim Vermieter angerufen, wenn was war. klar, solche Probleme hat man nicht im Neubau, aber jeder Neubau wird alt.
Aber wie gesagt, das ist nur meine Sichtweise. Sicherlich gibt es andere denen solche Arbeiten Spass machen.

Daniel
1 Jahr zuvor

Ich habe auch jahrelang Filterkaffee zuhause gemacht. Fand das immer ausreichend.Dann stehen auch nicht so viele Geräte in der Küche rum. Also, top.irgendwann habe ich dann bei eBay Kleinanzeigen einen fast neuen siebträger für 80 Euro und eine sehr gute ebenfalls neue Mühle (80 Euro) gefunden. Sofort abgeholt.
 
Ich finde das sind aber zwei völlig unterschiedliche paar Schuhe. In einem Siebträger bereitet man Espresso zu den man dann auch für zig andere Derivate wie Cappuchino oder Americano usw. verwenden kann. Mit einem klassischen Kaffee hat das allerdings nichts zu tun.
Ich habe auch so ein italienisches, chrom-funkelndes Monster in der Küche stehen und ja…ich lieb es daran herumzuzaubern um Cappuchino zu machen. Mit großem Dampfgetöse usw. und der Tatsache dass kleine Fehler das Ergebnis sofort beeinflussen und man erst durch viel Übung / Training gute Ergebnisse bekommt.
Aber ich freue mich genauso darauf morgens einen normalen Kaffee den ich entweder frisch-gemahlen aus der French Press oder dem Filter aufgieße zu trinken. Die Kaffees sind derart unterschiedlich wenn man von dem Supermarkt-Dreck weggeht dass es immer spannend ist was neues zu probieren. Ein Espresso soll für mich kräftig, ölig und cremig sein, ein Kaffee darf dafür gerne auch mal fruchtig, mild und leicht schmecken.
muss sagen, dass ich mich jetzt jeden Tag auf eine Kaffee nach der Arbeit zuhause freue.
ist doch super, dann hat sich deine Anschaffung ja gelohnt
Vor allem für nur eine Tasse ist es einfach besser als Filter. Will sagen: wenn man Kaffee mag, darf man sich auch mal was leisten.
Wie in jedem Hobby. Wobei ich jetzt nicht ganz verstehe wo das Problem liegt. Es gibt die guten alten 101 Filter aus Omas zeiten aus Porzellan. Den Kaffee (vermutlich so 8g) hat man in 20 Sekunden gemahlen. Filter durchspülen, Kaffee rein und den Porzellan-Filter direkt auf die Tasse gestellt. Fertig.

Livermore
1 Jahr zuvor

Man sollte bei Leuten wie Robert Kiyosaki vorsichtig sein. Der Typ empfiehlt Otto-Normalverbrauchern mit Optionen zu spekulieren, als sei das ein risikoloses passives Einkommen.

Markus
1 Jahr zuvor

Ich liebe meinen Porsche, das muss ich vor niemandem rechtfertigen.
Genauso wenig wie gutes Essen und ein Leben, wie ich es möchte und praktiziere.
Ich brauche keinen Guru, der mir sagt, was ich mit meinem Geld machen soll!
Das bedeutet ja indirekt, ich wüsste es selbst nicht gut genug, und genau das ist falsch – und anmaßend!
Jeder ist seines Glückes Schmied!
 

Nico Meier
1 Jahr zuvor

@Rainer Zufall
Natürlich hat der Mieter nichts instand zustellen. Der Mieter zahlt die Reparaturen  mit der Miete, unter anderem deswegen ist Kaufen günstiger als Mieten.

Freelancer Sebastian
1 Jahr zuvor

@ Blackrock
 
Vorsicht! Wir haben auch Leser im Blog, die im März ihre Bestände verkauft haben, um an der Seitenlinie mit viel Cash auf noch viel tiefere Tiefststände zu warten, die durch “die schlimmste Wirtschaftskrise seit dem zweiten Weltkrieg” wohl kommen werden. Wahrscheinlich. Vielleicht. Manche die schon seit Jahren auf den Crash warten, haben den Crash im März zudem untätig an sich vorbeiziehen lassen.
 
Meine Devise bleibt: Es ist viel riskanter NICHT investiert zu sein. Lieber gehe ich mit einem Portfolio ausgezeichneter Aktien durch dick und dünn und baue langfristig Vermögen auf. Die Marktschwankungen auszuhalten wird reichlich belohnt.
 
@ Frank
 
Wir bekommen beides hin. Sparsam leben und viel investieren, um sich vom aktiven Einkommen unabhängig zu machen und dennoch glücklich im Hier und Jetzt leben. Letzteres muss man eben nicht von materiellen Gütern abhängig machen. Auch wir geben (viel) Geld aus für Dinge, die es UNS wert sind. Das handhabt jeder nach seinem Gusto.
 
@ Rainer Zufall
 
Danke dir. Es tut gut, diese Worte einmal von einem Hausbesitzer zu hören. Ich habe als Kind erlebt, wie viel Zeit und Arbeit ein Haus kostet. Es gibt immer ein Pro und Contra. Wir leben gerne zur Miete in einer Wohnung. Park vor der Tür, elterlicher Garten 5 Minuten entfernt. Nach der Arbeit ein Buch auf dem Balkon, statt werkeln am Haus (mir ein Graus).
 
Jeder fällt eine individuelle Entscheidung bei Miete/Kauf – Haus/Wohnung, die so in Ordnung geht. Wir ticken alle anders. Ein allgemeingültiges “Richtig” gibt es da nicht.
 

Nico Meier
1 Jahr zuvor

Es gibt immer ein Pro und Contra. Wir leben gerne zur Miete in einer Wohnung. Park vor der Tür, elterlicher Garten 5 Minuten entfernt. Nach der Arbeit ein Buch auf dem Balkon, statt werkeln am Haus (mir ein Graus).
@FS
Man kann die Gartenarbeit natürlich auch n die Eltern auslagern 😉
Für mich ist Gartenarbeit körperliche Arbeit die einen guten Ausgleich zum Bürojob ist.

Freelancer Sebastian
1 Jahr zuvor

@ NM
 
Richtig. Meine Eltern arbeiten auch gerne im Garten. Instandhaltungsarbeiten am Haus sind dagegen nicht der Hit. Letztere werden auch dir in Zukunft blühen, ich denke du ahnst noch gar nicht realistisch, was da auf dich zukommt 😉 .
 
Meine Eltern empfangen uns übrigens sehr gerne am Wochenende für ein paar Stunden. Wir genießen den Garten, sie genießen die Enkel. Alles gut. Und sie sind auch nicht der Typ Mensch (wie du?), der eine Gegenleistung verlangt. Selbstverständlich kümmere ich mich um Rasen und Blumen, wenn sie unterwegs sind. Auch sonst ist unsere Beziehung von gegenseitiger Hilfsbereitschaft gekennzeichnet. Das nennt man Liebe.

Oli
1 Jahr zuvor

Schöner Artikel, Tim. Ich lese deine Artikel meistens in der Früh bei einer Tasse Filterkaffee (Homeoffice sei dank habe ich morgens viel mehr Zeit).
@Kaffee:
Morgens gibt es einen aufgebrühten Filterkaffee. Ich habe so einen Porzellanfilter, den ich einfach auf die Tasse stelle. Heißes Wasser aus dem Wasserkocher drüber, super! Über den Tag verteilt gibt es dann mal was schnelles aus dem Siebträger. Unter der Woche aber eher die Kaffeepads mit heißem Wasser verlängert anstelle von kreativem Milchschaumgetränk.
 
@Konsum:
Durch Lockdown & Co. habe ich festgestellt wie wenig ich eigentlich brauche. Ich hoffe, dass ein bisschen davon in der Gesellschaft hängen bleibt. Trotzdem konsumiere ich gerne. Ich habe dafür ein eigenes Konsumkonto eingerichtet, auf das ich neben dem Sparkonto jeweils zum Monatsanfang Geld überweise. Das Geld auf dem Konsumkonto gebe ich dann gerne aus. Aber auch nur das. Funktioniert für mich super. So muss ich mich bei einem Euro nicht jedes Mal neu zwischen Konsum und Sparen entscheiden, weil es direkt klar ist (je nach dem von welchem Konto der Euro kommt ;-))
 
In diesem Sinne, frohes Schaffen! Das lange Wochenende naht! 

Thorsten
1 Jahr zuvor

Was genau ist wohl mit dem Angstbegriff “Instandhaltung” gemeint. Da machen ja Eigentumsgegner immer Angst mit. Das ist nicht so dramatisch und es ist auch kein finanzieller Nachteil gegenüber Miete. Der Besitzer entscheidet, was wann gemacht wird.  Wenn die Fenster alt sind und die Heizkosten hoch, dann ist das ein Nachteil für den Mieter, ein Anrecht auf Wechsel hat er nicht. Der Mieter muss nichts organisieren, der Besitzer muss beauftragen. Der Mieter hat nur den Vorteil, dass er sich bei Änderungen im Haus oder Wohnung nicht aktiv beteiligen muss ( außer Dreck, Lärm und anderes zu ertragen, was unvermeidbar ist).

Chrisk
1 Jahr zuvor

@Fit und Gesund 
Finde das mit dem Sparplan super. Mache ich auch so und muss mir keine Gedanken machen ob es ein guter oder schlechter Zeitpunkt zum zukaufen ist

smyslov
1 Jahr zuvor

Frank. Familie ist Leben, wie war. Für mich war das wichtigste und größte Erlebnis, die Frau meiner Liebe zu heiraten und mit ihr einen Sohn zu bekommen. Mein Sohn ist längst Erwachsen, lebt in einer anderen Stadt und wir sehen uns nur noch selten. Mit meiner Frau bin ich nach wie vor glücklich und wir sind dabei gemeinsam alt zu werden. Wenn es im Leben so etwas wie Glück gibt, dann ist es die Liebe und eine Familie mit Kindern ( oder Kind ). Hätte ich die letzten 40 Jahre alleine gelebt, dann hätte ich natürlich viel mehr Geld sparen können. Alleine die Kosten für das Studium meines Sohnes beliefen sich fast auf 100Tsd. . Höhere Wohnkosten mit Familie, Frau 10 J. zu Hause wegen Kind u.u.u. Wäre das alles nicht gewesen , dann hätte ich nicht Geld , sondern wahrscheinlich viel Geld. Aber was hätte ich wirklich? Geld ist letzlich Mittel zum Zweck und nicht Lebenszweck. Man hat nur dieses eine Leben , es ist vergänglich, genau wie Geld auch. Jeder muß für sich entscheiden was er im Leben will. Gruß.

Freelancer Sebastian
1 Jahr zuvor

@ smyslow
 
Weise Worte.
 
@ Fit und Gesund, Chrisk
 
Die Sparpläne sind keine schlechte Idee. So bekommt man bei einigen Titeln, die einem immer zu teuer erscheinen, endlich mal einen Fuß in die Tür. Ich bleibe zwar bei Einzelkäufen, aber vielleicht gönne ich mir kommenden Monat endlich ein paar Anteile von Visa oder der CME Group.
 
In diesem Jahr sind bisher Anteile für ca. 10k neu ins Depot gekommen. Bristol-Myers Squibb, Pfizer, Texas Instruments, Blackrock, Berkshire, Lowe´s. Mir macht das Einsammeln Freude. Shopping nach meinem Geschmack 🙂 .

Guter Kunde
1 Jahr zuvor

@Frank:
wohl war…
Ich finde Buy and Hold in Zeiten von zunehmend disruptiven Märkten und fehlenden Dividenden( zumindest in Europa kann das bei staatlichen Unterstützungen so passieren) eher als suboptimal. Es gibt heute so schöne und einfach verständliche Produkte wie Inliner, Stay Highs etc. mit welchen ich schon enorme Gewinne in kurzer Zeit gemacht habe( kann aber auch wertlos verfallen). Geht meist schneller damit Kapital und finanzielle Unabhängigkeit zu generieren, benötigt aber Marktüberblick, tägliche Zeit für Recherche und ganz einfach eine eigene Meinung und Entscheidungskraft zu Firmen, deren Produkten, Marktentwicklungen usw. 

Rüdiger
1 Jahr zuvor

@smyslow:
Beneidenswert! Du hast wahrlich dein Glück gefunden – deine Frau wahrscheinlich ebenfalls 😉 – und ihr habt ein erfülltes Leben.
Genießt euch, euer Leben, eure Liebe … und gebt auf euch Acht!
 

Ralf
1 Jahr zuvor

@smyslow: Sehr gut ausgedrückt. Scheint aber bei manchen zu einem Zielkonflikt zu führen und Familie fällt dann zugusten finanzieller Freiheit und Karriere auch mal hinten runter. Oder man beginnt recht spät mit der Familienplanung und wundert sich dann, dass es nicht mehr klappt. Kennen wir mittlerweile einige Paare. Schade eigentlich aber muss jeder selbst wissen. Viel Erfolg und Freude weiterhin

Felix
1 Jahr zuvor

Um einmal wieder auf das Thema Aktien zu kommen (Familie ist privat und endet glaube ich in D zu 50 % eher im Desaster, bei mir glücklicherweise nicht), möchte ich auf Tims absolut antizyklischem Investment bei Kreuzfahrtschiffen eingehen. 
In jeder aktuellen Krise heißt es, danach wird es nie mehr sein wie es vorher war. Diesmal ist alles anders! Eine ganze Industrie, so mein Eindruck, lebt davon: Medien, Alternativpolitiker, Crash- und Untergangspropheten sowieso und Futurologen (erst wieder das Gewäsch von einem gehört). Die Menschen, noch in Schockstarre, nehmen es eingeschüchtert und ergeben auf.
Wir Investoren sollten da abgebrühter sein und wir wissen empirisch ja auch, dass nicht stimmt. Nach meiner Erfahrung (die beinhaltet inzwischen ein paar Jahrzehnte und auch ein paar Krisen) und nicht nur nach meiner, sind die teuersten vier Worte bekanntlich: “Diesmal ist alles anders!”. Die These ist: An der Börse nicht! Mit anderen Worten, wir stehen vor einem fantastischen Bullenmarkt
Sollte man deshalb jetzt, solange die Kurse noch einigermaßen gedrückt sind, Positionen in den besonders getroffenen Branchen aufbauen. Ich habe mir bei 8 € Lufthansa zugelegt und habe mir vorgenommen bei 20 € zu verkaufen (es ist kein buy and hold Titel). TUI, MTU, Boeing wären weitere Investments, die auf 5 Jahresperspektive lukrativ sein könnten und echtes Verdopplungspotential haben.
Wie seht ihr das? 

Thorsten
1 Jahr zuvor

@smyslow
ich hatte meinen Vater gefragt, wie das mit dem Geld so ist, er hat geantwortet “es war immer genug da”. Was sich platt anhört bedeutet “fleißig sein, sparsam sein, dann ist auch genug da”. Ich denke genau so war es gemeint. Und , dass es Anderes gibt als Geld, genug Geld für das Leben an sich. Das ist eben unbezahlbar.

Ralf
1 Jahr zuvor

“Sollte man deshalb jetzt, solange die Kurse noch einigermaßen gedrückt sind, Positionen in den besonders getroffenen Branchen aufbauen. Ich habe mir bei 8 € Lufthansa zugelegt und habe mir vorgenommen bei 20 € zu verkaufen (es ist kein buy and hold Titel). TUI, MTU, Boeing wären weitere Investments, die auf 5 Jahresperspektive lukrativ sein könnten und echtes Verdopplungspotential haben.Wie seht ihr das?”

Da kann man nur spekulieren. Manche Arbeitgeber werden im Zuge von Corona sicher feststellen, dass es viele Dienstreisen und Flüge eigentlich nicht braucht. Es lassen sich Kosten sparen. Dass man nicht immer für einen kurzen Termin nach Frankfurt oder Berlin fliegen muss. Weniger Dienstreisen, weniger Pendeln und mehr Homeoffice. Spart CO2 und schont Geldbeutel und Umwelt. Und viele Angestellte werden in Folge der Krise weniger Flugreisen machen.

Comebackaktionär
1 Jahr zuvor

Der Artikel gefällt mir nicht. Es ist keine Schande, als Promi keine Ahnung von Finanzen zu haben. Müller-Wohlfahrt ist Arzt und unsere Tennislegende Boris Sportler, in ihrem Metier waren sie Spitze, deshalb wurden sie übrigens prominent. Für die finanziellen Angelegenheiten hatten sie mehr oder weniger geeignete (gierige) Berater. Das kann man leider erst im nachhinein erkennen. Das trifft nicht nur Promis. Da lebt man wie Tim, spart sich alles ab, redet sich ein, das Konsum nur für Clowns ist. Das ersparte wandert an die Börse und am Ende steht man dennoch in der Schlange der örtlichen Tafel. Ich finde Clownwagenfahrer hat es auf den Punkt gebracht, man kann so ein Auto auch schön finden und sich daran erfreuen.
 

Daniel
1 Jahr zuvor

Der Artikel gefällt mir nicht. Es ist keine Schande, als Promi keine Ahnung von Finanzen zu haben. Müller-Wohlfahrt ist Arzt und unsere Tennislegende Boris Sportler, in ihrem Metier waren sie Spitze, deshalb wurden sie übrigens prominent. Für die finanziellen Angelegenheiten hatten sie mehr oder weniger geeignete (gierige) Berater. Das kann man leider erst im nachhinein erkennen. Das trifft nicht nur Promis. Da lebt man wie Tim, spart sich alles ab, redet sich ein, das Konsum nur für Clowns ist. Das ersparte wandert an die Börse und am Ende steht man dennoch in der Schlange der örtlichen Tafel
niemand hat von allem Ahnung. Das verlangt ja auch keiner. Aber grade wenn ich keine Ahnung habe hole ich mir experten. Ich kann mein Auto auch nicht reparieren wenn es kaputt geht, also fahre ich in die Werkstatt. Ich bin darauf angewiesen dass sie mich nicht verschaukeln. Meine Aufgabe als Kunde ist es aber zu recherieren, ob der Ruf der Werkstatt passt, damit ich nicht bei einem dubiosen hinterhofschuppen lande mit schlechten bewertungen. Und wenn zum 5ten mal Mist gebaut wird (zu sehen am kaputten Auto oder eben hier übertragen Kontostand nahe null) dann ist es Zeit zu wechseln. Und wenn ich sehe dass ich trotz dieser “sogenannten” Berater, nicht vom Fleck komme und Monat für Monat an der Null-Grenze hüpfe, dann sollte auch der letzte Depp erkannt haben dass er entweder über seine Verhältnisse lebt oder B) ganz fürchterliche Experten einberufen hat.

Bruno
1 Jahr zuvor

@Comebackaktionär
Niemand hat von allem Ahnung, das ist klar. Aber von etwas sollten alle etwas Ahnung haben, und das ist Selbstverantwortung. Wenn man von Geld nichts versteht, dann sollte man sich das Wissen entweder aneignen oder jemanden suchen, der es besser kann. Wenn man Dinge aber auslagert, dann kommt eine andere Kompetenz ins Spiel, die essentiell ist. Und das ist Kontrolle und Führung. Einfach zu einer Bank oder Berater gehen und sagen macht mal was aus dem Geld finde ich grob fahrlässig. Es ist wie in einer Firma, meine Hauptaufgabe ist tagein tagaus die (Qualitäts-)kontrolle, gerade wenn man neue Leute hat. Irgendwann kann man dann vertrauen, aber auch dann braucht es hin und wieder Kontrollen. Und auch klare Anweisungen resp. Kommunikation der Ziele.
Und ein gewisses Grundwissen braucht es halt überall, um zu merken, ob man nicht über den Tisch gezogen wird. Oder zumindest eine Zweit- oder Drittmeinung. Würde ich mein Depot jemandem zur Verwaltung geben und hätte keine Ahnung, würde ich zumindest mal einen Auszug einem andern Experten/Berater geben, was er davon hält. Oft sind die dann offener, da sie ja nur für die Meinung bezahlt werden und nicht ihre eigenen Taschen füllen möchten 😉 
Aber das ist doch bei allem im Leben so. Sogar in der Liebe, die ja bekanntlich auch blind machen kann und man sagt ja nicht vergebens, drum prüfe wer sich ewig bindet 😉 Wenn man dies macht und noch etwas Glück hat geht es so aus wie smyslow es schön beschrieben hat.

Schon interessant, dass zu viel Konsum vor allem Promis trifft, nicht so sehr Unternehmer. Es gibt natürlich Ausnahmen (unlängst wieder Birgit Schrowange). Doch zeigt es ja, dass wer ein erfolgreiches Unternehmen gründen kann, auch besser im Privaten mit Geld umgeht. Danke wieder für deinen unterhaltsamen Post! 

DanielKA
1 Jahr zuvor

@ Felix: sehe es ähnlich, diesmal ist alles anders 😉 guter Satz,
Boeing wird alleine aufgrund der Rüstungsauträge nicht untergehen, Transdigm als Zulieferer für die Flugzeugindustrie sieht auch sehr gut aus.
Wenn Normalität einkehrt wird alles vergessen sein, so wie es immer war. Und die vielen Zentralbankbillionen werden auch den guten Unternehmen/Aktien helfen.

Wolke
1 Jahr zuvor

@Markus
Ich liebe meinen Porsche…
 
Du bist eindeutig falsch hier!

Sangiovese
1 Jahr zuvor

@Fit und Gesund
Bei welchem Anbieter hast du deinen (Microsoft) Aktiensparplan gestartet?

Ralf
1 Jahr zuvor

“Boeing wird alleine aufgrund der Rüstungsauträge nicht untergehen…”

Der Rüstungsbereich von Boeing hält sich wohl noch gut, aber das nicht mal im Ansatz ein ausreichender Ausgleich. Hinzu kommen hohe Schulden und das Unternehmen kann momentan seine Zinsbelastung vermutlich auch nicht so ohne weiteres decken. Das kann wieder werden, aber die gesamte Flugbranche hat es nicht leicht.

Bruno
1 Jahr zuvor

“Schon interessant, dass zu viel Konsum vor allem Promis trifft, nicht so sehr Unternehmer”
Wer nicht gerade einen reichen Onkel oder sonstigen Sponsor hat, muss automatisch sparsam sein beim Aufbau eines Unternehmens. Auch privat, da anfänglich oft kein oder nur ein sehr kleiner Lohn drin liegt. Und das ist dann halt eingebrannt und zieht sich auch später durch. 
Das ist ja die Grundidee eines jedes Unternehmens, das erfolgreich werden will, mehr einnehmen als ausgeben. Ist nicht anders im Privaten.
Ich habe bei der Gründung der ersten Firma die ersten Monate im Büro geschlafen. 4 Stunden und danach weiter, ohne Lohn. Das gehört auch dazu. Ausser man spart vorher für die Gründung, wäre dann der etwas einfachere Weg.

Comebackaktionär
1 Jahr zuvor

@ Bruno / Daniel
Ich möchte die Selbstverantwortung jedes einzelnen nicht in Abrede stellen. Aber woran soll man denn als sog. “Laie” erkennen, dass der Berater nichts taugt? Was bei einer Autowerkstatt noch möglich erscheint, ist im Dschungel der Finanzen und Steuern umso schwerer zu erkennen. Inwieweit da Internetbewertungen helfen können, kann ich nicht beurteilen, dieser Trend ist an mir vorbeigegangen. Grundsätzlich ist das Einholen einer Zweit- und Drittmeinung anzuraten, aber wer macht das schon. Bisher habe ich es noch nie erlebt, dass ich um eine Zweitmeinung gebeten wurde, bin nun seit ca. 18 Jahren in der Beratungsbranche und meine mich halbwegs auszukennen, zumindest was die sog. Mittelschicht betrifft. Auch umgekehrt habe ich noch nichts davon mitbekommen, dass über meine Arbeitsergebnisse eine zweite Meinung eingeholt wurde. Es wird der Steuerberater/Anwalt/Berater mandatiert, der im Freundes- und Bekanntenkreis empfohlen wurde.
Das die Promis über ihre Verhältnisse gelebt haben sollen lässt sich schlecht beurteilen. Zumindest haben sie über meinen Verhältnissen gelebt.

Alf
1 Jahr zuvor

Jetzt fehlt eigentlich noch der Faktor-Trader Typ der die Finanzen im Griff hat..

Perpetuum Mobile
1 Jahr zuvor

… oder von “Kinderleichte Finanzen im Begriff.de”.

Zahlemann
1 Jahr zuvor

Was hier nie betrachtet wird, ist der Punkt einer Scheidung..
Bei mir war nach der Kinderfinanzierung (100.000€) und Ehegattenunterhalt (Mittelklassewagen) die Scheidung (Kleinwagen) fällig..
Da fängt man bei NULL an.. Haus weg!.. Geld weg!

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