Trotz der Sorgen vor einem Börsencrash kaufe ich weiter Aktien: Stur und stetig

Es nehmen die Warnungen vor einem neuen Börsencrash zu. Vielleicht droht erneut ein Crash, wie wir ihn in März bereits erlebt haben. Ich weiß es nicht. Die Zahl der Corona-Fälle nimmt jedenfalls weltweit stark zu. Viele Länder wie Deutschland ordnen Schließungen von Restaurants, Theatern, Fitnessstudios etc. an. Die Menschen haben Angst. Sie haben zum Teil Wut im Bauch.

Ich kaufe unverändert alle zwei Wochen Aktien zu. Stur und stetig. So wie immer. Warum? Aktien bringen langfristig die höchste Rendite. Wo soll ich sonst mein Geld hin tun? Ich habe keine Lust es zu verpulvern für Plunder oder Luxus. Und die Aktienmärkte kann ich eh nicht timen, weil ich dazu zu doof bin. Also gebe ich sofort überschüssiges Geld in Aktien, denn Aktien bringen im Schnitt eine schöne positive Tages-Rendite.

Du konntest mit dem S&P 500 etwa zehn Prozent pro Jahr verdienen. In dieser Zahl sind alle Crashs und Krisen enthalten:

Dein Geld unter die Matratze zu legen, bringt Null. Die Inflation frisst zudem den Wert des Geldes auf. Für Sparkonten gibt es keinerlei Rendite mehr. Das Eigenheim bringt im Schnitt auch keine glorreiche Rendite, wenn du die langjährige Rendite aus Studien zugrunde legst (100 Jahre und mehr). Ebenso können Gold, Rohstoffe und andere Assets mit den Aktien nicht mithalten.

Übrigens denke dran, deine Kfz-Versicherung im November zu wechseln, wenn du Geld sparen willst. Auf Vergleichsportalen findest du vielleicht einen günstigeren Anbieter.

Profi-Fussballer kauft Porsche und verkauft ihn schnell wieder

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Happy new year 2019

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Profi-Fussballer Admir Mehmedi hat seinen neuen Porsche wieder nach ein paar Monaten verkauft. Sein Vater hatte den Offensivmann vom VfL Wolfsburg gedrängt, den Sportwagen aufzugeben. Die albanischstämmige Familie kommt aus sehr armen Verhältnissen. Mittlerweile ist der 29-jährige Profi-Sportler Millionär. Er versucht, bodenständig zu bleiben, schafft es aber offenkundig nicht immer.

Kaufrausch durch Emotionen und Zwang

Wer anfängt Luxus und Plunder zu kaufen, kann schnell in einen Teufelskreis geraten. Das heißt, du willst immer mehr neues Zeug kaufen. In der Literatur wird von Diderot-Effekt gesprochen. Wikipedia beschreibt es so:

Menschen können, nachdem sie einen Gegenstand gekauft haben, in den Zwang geraten, weitere Käufe zu tätigen, um ein passendes Gesamtbild zu schaffen. Die Aufwertung eines Details, z. B. eines Kleidungsstücks führt zu einer Unzufriedenheit mit einem oder mehreren anderen Details und kann somit eine Konsum-Kettenreaktion auslösen.

Jemand kauft zum Beispiel einen neuen Sessel, der farblich nicht zu den vorhandenen Sesseln in seiner Wohnung passt. Dadurch gerät er in den psychologischen Zwang, auch die vorhandenen restlichen Sessel durch ins Gesamtbild passende zu ersetzen. Dadurch passt dann aber etwa der Schrank nicht mehr ins Gesamtbild und auch er muss ersetzt werden und so fort…

Warum kaufen wir ständig Zeug? Manchmal brauchst du eben Zeug drumherum. Du kaufst ein neues Handy. Dann brauchst du neue Apps, eine neue Hülle, Ladestation, Speicherplatz… .

Es löst eine Kaufspirale aus. Ein neues Haus braucht neue Möbel… wie es Diderot zeigt. Du kaufst einen neuen Anzug. Dann brauchst du die passenden Schuhe dazu. Wer einen schicken Rasierer von Gillette kauft, braucht die teuren Klingen desselben Herstellers. Wer eine elektrische Zahnbürste hat, braucht die Bürstenaufsätze, die manchmal ganz schön ins Geld gehen. Ähnlich ist das bei den Ein-Tassen-Kaffee-Automaten von Nespresso & Co.

Ein Zuhause hat die Tendenz, dass es sich füllt. Wir versuchen selten, auszumisten, Dinge zu vereinfachen, zu eliminieren, zu reduzieren. Nein. Unsere Neigung ist es, Zeug anzusammeln, hinzuzufügen. Unser Materialbestand nimmt unerbittlich zu. Ich bestelle alle Werbe-Emails ab, damit ich erst gar nicht in Versuchung komme.

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96 Kommentare
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Maho
1 Jahr zuvor

Du hast mein Leben positiv beeinflusst, Tim. Vielen Dank und beste Grüße

Sebastian
1 Jahr zuvor

Deswegen schaue gerade wo ich den Akku von meinem aktuellen Smartphone tauschen lassen kann anstatt ein neues zu kaufen. 😉

Fit und Gesund
1 Jahr zuvor

Huhu Tim,
 
so ist es richtig, stur und stetig investieren, ich habe mir heute ein paar Novartis gegönnt, die sind recht gefallen und ich mag sie. Nach den Wahlen kauf ich dann Amgen zu, auch die sind gefallen und die mag ich genausogerne. 
Es wird sicher noch weiter abwärts gehen, aber wenn man jeden Monat, stur heil und nicht nach rechts und nicht nach links blickend, investiert, so kommt dann schon was bei rum. Den Tiefpunkt erwischt man nicht, zumindest ich nicht. 
Es juckt mir ja noch in den Fingern Square und so neumodischen Kram zu kaufen, aber richtig trauen tue ich mich nicht, mal sehen.  🙂  vielleicht ergibt sich ja noch eine Chance. 
In den USA gibt es einen tollen ETF, ARKK, kann ich hier leider nicht kaufen. 

1 Jahr zuvor

bezüglich Kaufrausch:
Ich kaufe mir aus diesem Grund keine Playstation, da ich genau weiß, dass ich dann immer weitere Spiele kaufen möchte und neue Gadgets, die man zum spielen brauch. Die Playstation an sich ist nicht teuer. Die Spieler aber umso teurer. Ohne das Einstiegsgerät komme ich gar nicht in Versuchung.

Freelancer Sebastian
1 Jahr zuvor

Stur und stetig Aktien kaufen. Monat für Monat. Das ist genau mein Ding. Nächste Woche kommen 8 Anteile von J&J, sowie ein Papierchen von Alphabet hinzu. Wunderbar.
 
Mein Blick geht 10, 20, 30 Jahre in die Zukunft. Die Unternehmensanteile werden dann ein Vielfaches wert sein. Die Erträge steigen zudem Jahr um Jahr. Ganz simpel das Ganze.
 
Vielen Dank für deine stets motivierenden Artikel, Tim.

Bruno
1 Jahr zuvor

Admir Mehmedi ist ein typischer Lebenslauf aus dieser Region. Oft ist der Vater hierher immigriert als Gastarbeiter, unter ärmlichen Verhältnissen, oft einsam hier gerackert und alles Geld was übrig geblieben ist runtergeschickt um die Familie durch zu kriegen. Die zweite Generation ist dann nachgezogen und dank Bildung, Wille und Fleiss konnte man sich etwas aufbauen hier. Dazu gehört leider auch als Nebeneffekt, nicht sehr rational, ein deutsches Luxusauto, mit dem man dann im alten Heimatland seinen Erfolg präsentieren kann. Oft wird dort auch ein Haus gebaut, dort kann man für 1/4 oder 1/5 vom Preis von hier ein Haus oder Villa hinstellen, etwas sinnlos da man dort dann meist nur wenige Wochen im Jahr verbringt. Die nachfolgende Generation hat dann gar keinen Bezug mehr zur Region und so entstehen dort in dieser Region EFH-Geisterdörfer, welche eigentlich nur in den Sommerferien bewohnt sind.  Aufbauen kann man dort aber wirtschaftlich wenig, die Politik lässt es nicht zu, die Nachwehen aus Tito-Zeit merkt man immer noch. 
 

-M
1 Jahr zuvor

@Hatoto 
Kauf dir die PS doch gebraucht und die Spiele ebenso. Wenn du die durch hast dann verkaufst du die wieder auf Kleinanzeigen. Kostet doch dann nicht die Welt. 
 
Kaufe mir demnächst ein Parfum. Kostet evtl. je nach Duft 100€. Wieso? Weil ich Spaß daran habe und die Anschaffung ja auch längerfristig ist. 
 
Ist doch nicht so übel etwas zu kaufen was einem Spaß über einen langen Zeitraum bringt. Besonders bei deiner Anschaffung kostet es am Ende nicht so viel, da du es nicjt verbrauchst und selbst beim wiederverkauf bekommst du einiges zurück. 
-M
 

Wolke
1 Jahr zuvor

Es gibt auch Aktien, die Plunder sind

Pocahontas
1 Jahr zuvor

Ich beschäftige mich in letzter Zeit etwas stärker mit nachhaltigen Anlagen. Dazu heute ein gutes Paper bei Templeton zum Thema Wasser entdeckt.
Wie seht ihr das?

Mit 50 aufhören!!!
1 Jahr zuvor

@Pocahontas
Spannendes Thema, von Xylem habe ich eine größere Position. Die zünden aber nicht so richtig …

Claus
1 Jahr zuvor

Immer wieder mal ein paar gute Aktien kaufen, da kommt über die Jahre einiges zusammen. Oft viel mehr, als man sich beim Kauf vorstellen konnte. Zwischendurch gelegentlich etwas “gärtnern”: Unkraut raus, Bewährtes pflegen, Neues säen…
 
Deshalb habe ich gestern ein paar Mastercard gekauft, zum Einstieg.
 
LG

Patric
1 Jahr zuvor

Gibt sogar einen ganzen Haufen Schrottaktien! Ich gehe immer mehr dazu über, nicht nur meine Wohnung, sondern auch mein Depot auszumisten. Aena ist schon raus, Boston Pizza schon länger, auch Weyerhäuser. Wobei ich die teilweise zurück kaufen würde, wenn es wieder Dividende gibt und der Aufwärtstrend zurück kommt. Bei Fresenius, Shell und IBM überlege ich stark. Die Langfristcharts sind hier teilweise einfach zu lausig schwach. Wenn man das mal mit BEP, Sysco, UPS oder selbst den „Langweiler“ Procter & Gamble vergleicht.

Freelancer Sebastian
1 Jahr zuvor

@ Claus
 
Zwischendurch gelegentlich etwas “gärtnern”: Unkraut raus, Bewährtes pflegen, Neues säen…
 
Eine schöne Analogie. Wir pflegen regelmäßig unseren Obstgarten.
 
Bei mir waren es vor einiger Zeit ein paar Visa. Mastercard kommt auch bald an die Reihe. Dazu noch paypal und dann sieht es ganz gut aus für 2030.
 

Ralf
1 Jahr zuvor

@Aktien: Mastercard oder Visa? Novartis oder Roche? Wie wäre eure Wahl und warum? Oder ist es weitgehend egal?

Michael (Bergkamen)
1 Jahr zuvor

Hi Tim,
 
STUR und STETIG !!!!!!  Ist auf jeden Fall immer der richtige Weg. Timen geht nicht. Das verstehen die wenigsten. Und ca. 10% im Jahr bei dem S&P500 sind unschlagbar.
Danke Tim.
VG der Michael (Bergkamen)

Michael
1 Jahr zuvor

Hallo Tim,
ich bin normalerweise stiller Gelegenheitsleser auf diesem Blog.
Ich möchte aber kurz eine Notiz zu Admir Mehmedi dalassen.
Admir Mehmedi ist Schweizer mit mazedonischen Wurzeln.
Bei seinem ersten Besuch im Heimatdorf seines Vaters stellte dieser ihm Freunde aus der alten Heimat vor. Darunter eine 6-köpfige, ärmlich lebende Familie.
Damals, noch relativ zu Beginn seiner Karriere entschloss er sich kurzerhand dieser Familie ein Haus bauen zu lassen, damit sie aus der (wie es im Artikel hiess) “heruntergekommenen Barracke” ausziehen konnten.
Mir ist völlig bewusst, worauf du mit deiner Aussage abzielst, aber speziell bei Profisportlern, die Gehälter kassieren die für uns nicht mehr nachzuvollziehen sind, gibt es bodenständige, vernünftige Menschen die, sehr wohl einen “gehobenen” Lebensstandart pflegen, aber auch weitsichtig und engagiert sind.
 
Herzliche Grüße
Michael
 
 

Claus
1 Jahr zuvor

@ Freelancer Sebastian
 
Ein Obstgarten, wunderbar!
 
Für die richtige Würze sind auch ein paar McCormick nicht schlecht, mal sehen…
 
@ Ralf
 
Wenn die Entscheidung zwischen 2, 3 Aktien schwer fällt: Warum nicht alle kaufen? Häufig keine schlechte Lösung. So habe ich z.B. Stryker + Becton Dickinson gekauft. Oder Unilever + Nestle.
 
LG

Rüdiger
1 Jahr zuvor

Ein Obstgarten, wunderbar!

Definitiv! Das Obst, das von unseren gefiederten Freunden gefressen wird, das ist die Quellensteuer  😉
 

Moe
1 Jahr zuvor

Guten Tag zusammen,

ich habe eine Verständnisfrage. Was bedeutet für euch “Schrott Aktien”? Fahre zum Aufbau meines Depots bzw. weil es für mich persönlich aktuell passt eine Dividendenstrategie.

Von IBM habe ich mich zuletzt getrennt und habe weiter Intel Aktien gekauft. Das bescheuerte ist, dass die Intel Aktie nach dem 2. Quartal abgestürzt ist. AMD hat das 7 Nanometer Herstellungsverfahren aktuell und Intel braucht längere Zeit, laut eigener Aussage, um auf 7 Nm zu kommen. Aktuell hat Intel 10 Nm. Allerdings ist die technische Dichte bei Intel höher und dem 7 Nm Chip von AMD derzeit mindestens gleichgestellt was die Leistung betrifft (im Netz nachzulesen). Also geht es um Marketing. AMD designed ihre Chips und lässt sie von TSMC herstellen. Intel designed und stellt die Chips selbst her, dadurch sind die Gewinnmargen bei Intel deutlich höher. Kurzum, die Intel Aktie wurde abgestraft, obwohl der CEO im letzten Quartal bereits ankündigte, dass Intel im 3. Quartal finanzielle Einbußen haben wird. Nun wurden die Zahlen letzte Woche inkl. der eigenen Prognose fast zu 100% erfüllt und Anleger beginnen dennoch mit einem Abverkauf von Intel. Warum? Ist das eine “Schrott Aktie” um zu meiner Frage zurück zu kommen?

Persönlich denke ich nicht, da Intel weiterhin viel Geld verdient obwohl sie derzeit ein paar Probleme bei der Herstellung der Chips haben wie sie selbst sagten aber Licht im Tunnel sehen. Insgesamt sehe ich Intel extrem gut aufgestellt (diversifiziert und Kennzahlen top) und andere Hersteller müssen erstmal dahin kommen und auf Dauer beweisen, dass sie hochprofitabel sind. 
Ich für meinen Teil kaufe Intel weiter nach via Sparplan. Wie seht ihr das?

Grüße an alle und bleibt gesund 😉
 
P.S. Ähnlich sehe ich es mit AT&T (meiner Meinung nach ein tolles Unternehmen für eine Dividendenstrategie)

sammy
1 Jahr zuvor

Mein Blick geht 10, 20, 30 Jahre in die Zukunft. Die Unternehmensanteile werden dann ein Vielfaches wert sein. Die Erträge steigen zudem Jahr um Jahr. Ganz simpel das Ganze.
 
Pädagoge Freelancer hat hellseherische Fähigkeiten xD und weiß ganz genau welche Aktien in 10, 20, 30 Jahren erfolgreich sein werden. Respekt. 

sammy
1 Jahr zuvor

Achtung Freelancer kommt dann auf die Forbes-Liste als reichster Pädagoge der Welt xD

-M
1 Jahr zuvor

@Moe
Die Frage ist leicht beantwortet. Schrott Aktien sind welche, die rückgängig Umsätze haben und das Problem nicht in den Griff bekommen, schlechte Margen verdienen oder sogar Verluste machen und das nicht in den Griff bekommen, Schulden auftürmen und in Branchen tätig sind, die schlechte Perspektiven haben.
Intel ist das nicht. Dich stört nur, dass nach dem kauf der Kurs gefallen ist. So läuft die Börse aber nun mal. Kurzfristig ist es ein casino, langfristig geht es aber nach den Gewinnen der Unternehmen. Durchhalten. Dazu kommt vlt noch, das ich Intel vor einiger Zeit auch recht teuer fand.
-M

Moe
1 Jahr zuvor

@ -M
Ja, verrückt oder? Mich hat es tatsächlich gestört das sie für mich ohne Grund weiter gefallen sind. War sehr überrascht. Paar Tage später habe ich mich aber dann doch gefreut und nochmal nachgekauft. Wie gesagt, Sparplan läuft auch.
 
 
Eine generelle Frage zu Sparplänen:
 

Wieviel spart ihr pro Position durchschnittlich je Monat?
Viele reden von kleinen Positionen. Gibt es da einen generellen Richtwert was eine kleine, eine mittlere und eine große Position ist bei einem durchschnittlichen Anleger?

-M
1 Jahr zuvor

@Moe / Sparplan / Positionsgröße 
Versuche so viel wie möglich deines Nettogehaltes zu sparen (ohne dich komplett kaputt zu sparen – gönn dir auch spaß) in % gesehen.
Mehr als 20% ist ein guter Wert, mehr als 50% ist mega gut. 
Positionsgröße ebenfalls auf dein Depot bezogen in %. Manche wollen 100 aktien a 1% gewichtet manche 50 mit 2% und andere fühlen sich mit 10 Unternehmen wohl mit je 10%. Dein Gusto entscheidet.
-M
 
 

Moe
1 Jahr zuvor

Danke -M
 
Derzeit gehöre ich zu denen, die 7 Unternehmen haben. Werde aber mit der Zeit weitere Unternehmen hinzufügen.
 
Jedenfalls sind die wenigen Unternehmen die ich noch momentan habe gestreut in Tech, Pharma, Konsum und Telekommunikation.

Stefan
1 Jahr zuvor

moin Moe
neue Fertigungen brauchen einige Jahre Vorlaufzeit. Die Wafer müssen designt werden usw. AMD hat zwischen 2011-2015 Anlauf genommen, sich zusätzlich die richtigen Entwickler auf die Gehaltsliste gesetzt, und fährt jetzt die Ernte ein.
Die neue Fertigung wird jetzt verbessert, gemolken und ausgequetscht bis nichts mehr geht.
Ich denke in ein paar Jahren, wann genau ist schwer zu sagen, hat Intel auch mal wieder die Nase vorn.
Du hast mit Intel nichts falsch gemacht, eine neue Generation an hochklassigen Chipdesignern wird auch mal wieder bei Intel auf der Gehaltsliste landen.

Nico Meier
1 Jahr zuvor

@Aktien: Mastercard oder Visa? Novartis oder Roche? Wie wäre eure Wahl und warum? Oder ist es weitgehend egal?
 
@Ralf
Ich habe mich für Novartis und gegen Roche entschieden. Ich werde Novartis auch weiterhin aufstocken voraussichtlich noch dieses Jahr.
Roche ist grösser aber Novartis traue ich mehr Wachstum zu daher habe ich mich für Novartis entschieden.
Am Mittwoch habe ich Zurich Insurance aufgestockt bei einer Dividenden von 6.6% musste ich da wiedermal zuschlagen. Ein sehr guter Dividendezahler der auch in den nächsten Jahren die Dividende weiter erhöhen wird.
 
 

Moe
1 Jahr zuvor

@ Stefan
 
interessant zu lesen, danke!
 
Gibt es hier im Blog eine Möglichkeit oder eine spezielle Ecke, wo man sich über einzelne Aktien generell austauschen kann oder muss man immer auf einen Artikel antworten wenn man sich unterhalten möchte? Will hier nichts mit meinen Anfängerfragen “zumüllen”. 🙂

Slowroller
1 Jahr zuvor

@Moe
Hier bei Tim gibt es nur die Blog-Kommentare. Aber trau dich ruhig und frage – dabei kommen auch furzalle anderen oft fruchtbare Diskussionen zustande.

Claus
1 Jahr zuvor

@ Moe
 
Im Grunde kennst Du die Antwort schon, denn Du hast Dich ja mit den Werten beschäftigt.
 
Vergiss “Quatalsdenken”, schau Dir die langfristige Gewinn- und Margenentwicklung von Intel und AMD an.
 
Besonders interessant sind die Margen. Ich denke, wenn Du das alles angesehen hast und die aktuelle Bewertung dazu, dürfte es keinerlei Zweifel geben, welche Aktie für Langfristanleger besser geeignet ist.
 
Wenn Du Wert auf (sehr sichere) Dividenden legst, kommt sowieso nur eine Aktie infrage, bei AMD gibt es nichts…
 
Positionsgrößen und Moneymanagement sind erfolgsentscheidend. Zu grosse Positionen haben schon viele Anleger ins Verderben geführt. Meistens bleiben Verlierer eben Verlierer und Gewinner laufen weiter, trotz (zu) hoher Bewertung.
 
Bevor man eine Position aufstockt, sollte man sich über die Positionsgröße im Klaren sein. Wie geht man weiter vor, wenn die Aktie nach dem Nachkauf weiter fällt? Nachkauf 2, 3? Oder ein mentaler Stop für die ganze Position bei ? Oder ein Zeitlimit? Hierüber macht sich kaum jemand vorher Gedanken. Vielleicht ist es auch besser, eine andere Aktie zu kaufen? Oder die Verlustposition zu verkaufen, wenn man sich jetzt schon nicht mehr wohl fühlt?
 
Fragen über Fragen. Tja, der Aktionär hats schwer…
 
LG

Nico Meier
1 Jahr zuvor

@Claus
Bin einverstanden mit dir wobei ich die Positionsgrösse nicht zu starr behandle. Wenn ich bei einer Aktie die angestrebte Gewichtung erreicht habe ändere ich nichts auch wenn diese Aktie stark steigen sollte.
Als Beispiel im März hat der Kurs von Swiss RE stark nachgegeben. Eine Aufstockung von Swiss RE war eigentlich nicht geplant aber wenn man die Aktien einer guten Firma stark unter Wert einkaufen kann so sollte man in meinen Augen nicht zu lange zögern.
Und nein ich will damit nicht sagen man soll sein ganzes Investment auf zwei oder drei Einzelaktien verteilen, da sonst für mich das Risiko zu gross wäre.
 

Felix
1 Jahr zuvor

# Intel – AMD
In diesem Fall genügt der Vergleich:
KGV Intel: 9
KGV AMD: 70
Welche kaufen?

Moe
1 Jahr zuvor

@ Claus
 
ich kann mit meiner Intel Position sehr gut leben und ja, ich habe mich im Vorfeld mit diesem Unternehmen beschäftigt. Auch AMD habe ich mir lange angeschaut aber der Fakt das Intel die deutlich größere Marge hat und zudem eine schöne Dividende zahlt die sie locker bedienen können, war für mich der ausschlaggebende Punkt. Deshalb Intel für mich.
 
Dann frage ich mal in die Runde: ist AT&T ein großes Risiko oder nicht?
 
Persönlich denke ich, dass dieses Dickschiff das ein oder andere Problem hat, schwerfällig, Verschuldung, Warner Media kommt wegen der Pandemie nicht ins rollen usw.. Dennoch bin ich da investiert und auch dort läuft ein Sparplan. Sie können die Dividenden aus dem FCF bezahlen und irgendwann ist die Pandemie, zumindest in dieser Form, geschichte.
 
Ohne die oben genanten Punkte wäre diese Aktie auch nicht so günstig wie sie jetzt ist. Wie seht ihr das?
 
LG

Thorsten
1 Jahr zuvor

@Tim es gibt Statistiken, die Gold mit 8% pro Jahr bewerten. Das ist nicht schlechter als der S&P500. Primary Home 3,7 %. Erscheint viel zu niedrig. Bei mir 150% in 10 Jahren plus eingesparte Miete für ein Haus ( die Miete könnte ich mir nicht leisten). Jetzt kann man an den Zeiträumen drehen oder sonstwas machen. Wie Herr K*mmer, der über 100 oder 200 Jahre mittelt, um Gold schlecht aussehen zu lassen. Derzeit gibt es in Deutschland nur ein Asset in das man gehen kann : Immobilien. Mieten zu niedrig im internationalen Vergleich, Immos noch zu niedrig , Gehälter zu niedrig. Mieten und Immos steigen trotz der stagnierenden Gehälter. Der ungebremste Zuzug und Erbschaften machen es möglich. Bald 20€/qm kalt. Wer nicht genug verdient zieht in die Peripherie, siehe London, München,…
Alle Statistiken über 10 Jahre sind unseriös, die Gesetze ändern sich , man kann nicht in die Zukunft rechnen , weil etwas in der Vergangenheit so gut lief
Ergo : man sollte breit diversifiziert sein.

-M
1 Jahr zuvor

@Moe
Wir haben ja weiter oben geklärt, was ein schlechtes Unternehmen ist. Gehört At&T in die Kategorie oder ist hier der Gegenteil der Fall? Steigende Umsätze, steigende Gewinne, geringe Verschuldung, wachsender Markt, tolle Perspektiven? Ich denke man kann die ganz gut einteilen, ob die eher gut oder schlecht sind. 
-M

Thorsten
1 Jahr zuvor

@-M AT&T wird täglich beworben wie sauer Brot. Deswegen : raus mit dem Ladenhüter aus meinem Depot.

Moe
1 Jahr zuvor

@ -M
 
ja das ist richtig was du schreibst! Mir ist eben eingefallen, dass es bestimmt leichter ist, wenn ich mir ein paar Notizen mache nach welchen Kriterien man schaut bevor man in ein Unternehmen investiert. Also so was wie Punkte die man abhaken kann. Ich schreibe das, weil ich mich anfangs selbst beeinflusst habe was AT&T angeht. Klar habe ich Kennzahlen gelesen, Videos zum Unternehmen geschaut aber das sie Warner Media und somit HBO besitzen hat mich schon schwer beeindruckt. Und ja, wenn sie die Plattform irgendwann selbstständig betreiben, meine weg von Sky, dann hole ich mir dort ein Abo. Dies wird aber zumindest in Deutschland noch ein paar Jahre dauern, da sie den Vertrag mit Sky erst kürzlich verlängert haben wie ich lesen konnte.

Claus
1 Jahr zuvor

@ Moe
 
Lege Dir doch eine Kauf-Checkliste an, mit Deinen wichtigsten Punkten. Dann vergißt Du nichts, kannst die Liste erweitern/ändern und hast schwarz auf weiss, wie es um Deinen Kaufkandidaten steht. Eine gute Entscheidungsgrundlage. Nach dem Kauf kannst Du jederzeit auch noch mal reinschauen. Hilft auch, Fehler zu vermeiden oder aufzudecken.
 
Mit meiner Intel-Position lebe ich seit 16 Jahren auch sehr gut.
 
Um AT&T würde ich den größtmöglichen Bogen machen.
 
LG

Claus
1 Jahr zuvor

@ Felix
 
Auf den KGV-Vergleich alleine würde ich mich nie verlassen. Ist bei AMD auch schwierig, da häufig nicht berechenbar (Verluste…).
 
Die Anzahl der Aktien wäre vielleicht noch interessant: Intel kauft laufend eigene Aktien zurück, AMD gibt ständig neue aus, um Cash zu haben…
 
LG

Alter Schwede
1 Jahr zuvor

@Felix
Antwort ist einfach: Nvidia

-M
1 Jahr zuvor

@Moe 
Claus hat eigentlich alles gesagt und du auch gemerkt, dass gewisse Kriterien gut sind an denen man sich orientieren kann. ATT wäre zu 0,00 ein Kandidat für mich @Thorsten. Wollte nur Moe zum denken anregen, was er auch getan hat. 
 
-M

Alter Schwede
1 Jahr zuvor

AT&T ist die am meisten besprochene Aktie auf SA. Ein aussterbender Dino und man sollte nicht nur auf die Dividende, sonderen den Total Return schauen.

Ralf
1 Jahr zuvor

“Derzeit gibt es in Deutschland nur ein Asset in das man gehen kann : Immobilien.”

Das ist nicht so sicher. Uns steht Geldmäßig noch einiges bevor. Ein staatlicher Eingriff in Immobilien als Vermögenswert wird immer wahrscheinlicher. War kürzlich auch Thema bei unserem virtuellen Gutachteraustausch. Da kommt noch was und Immobilienbesitzer können sich schlecht wehren. Auch die Rechtssprechung wird früher oder später erkennen das der Staat mehr Kohle braucht für all die sozialen Wohltaten, als EU-Melkkuh, für Folgen einer in Teilen sehr ungesteuerten Migrationspolitik, Pensionslasten und manche Fehlentscheidungen und dann auf entsprechende Linie einschwenken.

@Aktien: Vielleicht weniger verkopft an die Sache ran gehen. Internationale Firmen mit guten Produkten kaufen, breit streuen und einfach -wie Tim predigt- zu großen Teilen laufen lassen und nur bei Bedarf nachjustieren.

Meine Kinder tun mir bereits heute leid. Sie werden die Suppe auslöffeln dürfen. Kann man nur vorsorgen durch gute Bildung, Sparpläne und Wissen.

Moe
1 Jahr zuvor

Ich danke euch. Eine Liste mit für mich 9 wichtigen Punkten habe ich soeben angelegt. Dort kann ich abhaken und die Punkte nachher zusammenzählen. So hat man auch etwas direkt visuell vor sich wenn man einen Kauf tätigen möchte und z.B. 3 Unternehmen zur Auswahl hat.
 
Eure Meinungen zu AT&T haben mich zum denken angeregt. Auch dafür danke! Ich werde sie dennoch behalten. Kann sein das ich damit falsch liege aber ich habe beruflich mit Telekommunikation zu tun und sehe bei AT&T großes Potenzial auf Grund von Warner Media. Ohne diesen Zukauf hätte ich die Aktie nicht gekauft. Den Weg zum Medienkonzern finde ich spannend und mutig. Persönlich gehe ich davon aus, dass wenn die Pandemie abnimmt, sich fast alle Unternehmen erholen werden. Zumindest die, die gut aufgestellt sind und schwarze Zahlen schreiben.
 
LG

Chris1
1 Jahr zuvor

ABBVIE hat wieder die Dividende stark erhöht. Über 10%.
Da freut man sich als Investor, vor allem weil die Zukunft von abbvie rosig aussieht 

Felix
1 Jahr zuvor

@ Ralf
Ich vermute auch, dass die kommende Generation die erste in der Nachkriegszeit sein wird, der es schlechter gehen wird als der vorangegangen Generation. Dafür kommt einfach zuviel auf einmal zusammen:
Corona (hier ist sowieso noch alles offen), Überalterung in Europa/Deutschland, veraltete und innovationsschwache Industrie/Wirtschaft, uneiniges Europa mit enormen Fliehkräften, Armutsmigration, ausufernde Staatsverschuldung, Klimawandel, Überbürokratisierung, …

Bruno
1 Jahr zuvor

“Corona (hier ist sowieso noch alles offen), Überalterung in Europa/Deutschland, veraltete und innovationsschwache Industrie/Wirtschaft, uneiniges Europa mit enormen Fliehkräften, Armutsmigration, ausufernde Staatsverschuldung, Klimawandel, Überbürokratisierung, …”

Herausforderungen aber nicht unlösbare Probleme. Niemand kennt die Zukunft aber ich bin optimistisch für die Weltkonzerne, das Potential ist immer noch riesig.

Auch auf der Innovationsfront kann man es auch mal positiv sehen:

https://visioninnovation313.files.wordpress.com/2012/01/waves-of-innovation.jpg

Aber klar, in Westeuropa wird es schwierig, das Wachstum seit den 50er so weiterzuführen. Aber das ist auch ein Grund mehr, global, zu investieren und vom Weltwirtschaftswachstum zu profitieren, welches wohl höher sein wird als bei uns. 

Max
1 Jahr zuvor

Klasse Artikel.
Ich werde groß in Intel, Allianz und Münchner Rück investieren

Peter
1 Jahr zuvor

@Claus
Ich arbeite ebenfalls mit Positionsgrössen. Ist eine Position voll kaufe ich nicht nach, sondern lasse laufen. Die Größen werden mit dem wachsenden Vermögen angepasst, so dass es in der Regel bei ca. 2-2,5% bleibt. Einige Werte wachsen da raus. 
Ich verkaufe nicht oft, aber sortiere faules bzw. überreifes Obst aus, um bei der Gartenanalogie zu bleiben. 
Visa und Mastercard sind Wachstumsmaschinen. Dazu noch Paypal und Square und man hat einen schönen „War on Cash“-Korb zusammen.
Für nächste Woche erwarte ich eine Überreaktion des Marktes. Dabei hilft seine Liste fertig zu haben. 
 

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