Trotz der Sorgen vor einem Börsencrash kaufe ich weiter Aktien: Stur und stetig

Es nehmen die Warnungen vor einem neuen Börsencrash zu. Vielleicht droht erneut ein Crash, wie wir ihn in März bereits erlebt haben. Ich weiß es nicht. Die Zahl der Corona-Fälle nimmt jedenfalls weltweit stark zu. Viele Länder wie Deutschland ordnen Schließungen von Restaurants, Theatern, Fitnessstudios etc. an. Die Menschen haben Angst. Sie haben zum Teil Wut im Bauch.

Ich kaufe unverändert alle zwei Wochen Aktien zu. Stur und stetig. So wie immer. Warum? Aktien bringen langfristig die höchste Rendite. Wo soll ich sonst mein Geld hin tun? Ich habe keine Lust es zu verpulvern für Plunder oder Luxus. Und die Aktienmärkte kann ich eh nicht timen, weil ich dazu zu doof bin. Also gebe ich sofort überschüssiges Geld in Aktien, denn Aktien bringen im Schnitt eine schöne positive Tages-Rendite.

Du konntest mit dem S&P 500 etwa zehn Prozent pro Jahr verdienen. In dieser Zahl sind alle Crashs und Krisen enthalten:

Dein Geld unter die Matratze zu legen, bringt Null. Die Inflation frisst zudem den Wert des Geldes auf. Für Sparkonten gibt es keinerlei Rendite mehr. Das Eigenheim bringt im Schnitt auch keine glorreiche Rendite, wenn du die langjährige Rendite aus Studien zugrunde legst (100 Jahre und mehr). Ebenso können Gold, Rohstoffe und andere Assets mit den Aktien nicht mithalten.

Übrigens denke dran, deine Kfz-Versicherung im November zu wechseln, wenn du Geld sparen willst. Auf Vergleichsportalen findest du vielleicht einen günstigeren Anbieter.

Profi-Fussballer kauft Porsche und verkauft ihn schnell wieder

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Happy new year 2019

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Profi-Fussballer Admir Mehmedi hat seinen neuen Porsche wieder nach ein paar Monaten verkauft. Sein Vater hatte den Offensivmann vom VfL Wolfsburg gedrängt, den Sportwagen aufzugeben. Die albanischstämmige Familie kommt aus sehr armen Verhältnissen. Mittlerweile ist der 29-jährige Profi-Sportler Millionär. Er versucht, bodenständig zu bleiben, schafft es aber offenkundig nicht immer.

Kaufrausch durch Emotionen und Zwang

Wer anfängt Luxus und Plunder zu kaufen, kann schnell in einen Teufelskreis geraten. Das heißt, du willst immer mehr neues Zeug kaufen. In der Literatur wird von Diderot-Effekt gesprochen. Wikipedia beschreibt es so:

Menschen können, nachdem sie einen Gegenstand gekauft haben, in den Zwang geraten, weitere Käufe zu tätigen, um ein passendes Gesamtbild zu schaffen. Die Aufwertung eines Details, z. B. eines Kleidungsstücks führt zu einer Unzufriedenheit mit einem oder mehreren anderen Details und kann somit eine Konsum-Kettenreaktion auslösen.

Jemand kauft zum Beispiel einen neuen Sessel, der farblich nicht zu den vorhandenen Sesseln in seiner Wohnung passt. Dadurch gerät er in den psychologischen Zwang, auch die vorhandenen restlichen Sessel durch ins Gesamtbild passende zu ersetzen. Dadurch passt dann aber etwa der Schrank nicht mehr ins Gesamtbild und auch er muss ersetzt werden und so fort…

Warum kaufen wir ständig Zeug? Manchmal brauchst du eben Zeug drumherum. Du kaufst ein neues Handy. Dann brauchst du neue Apps, eine neue Hülle, Ladestation, Speicherplatz… .

Es löst eine Kaufspirale aus. Ein neues Haus braucht neue Möbel… wie es Diderot zeigt. Du kaufst einen neuen Anzug. Dann brauchst du die passenden Schuhe dazu. Wer einen schicken Rasierer von Gillette kauft, braucht die teuren Klingen desselben Herstellers. Wer eine elektrische Zahnbürste hat, braucht die Bürstenaufsätze, die manchmal ganz schön ins Geld gehen. Ähnlich ist das bei den Ein-Tassen-Kaffee-Automaten von Nespresso & Co.

Ein Zuhause hat die Tendenz, dass es sich füllt. Wir versuchen selten, auszumisten, Dinge zu vereinfachen, zu eliminieren, zu reduzieren. Nein. Unsere Neigung ist es, Zeug anzusammeln, hinzuzufügen. Unser Materialbestand nimmt unerbittlich zu. Ich bestelle alle Werbe-Emails ab, damit ich erst gar nicht in Versuchung komme.

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96 Kommentare
  1. Deswegen schaue gerade wo ich den Akku von meinem aktuellen Smartphone tauschen lassen kann anstatt ein neues zu kaufen. 😉

  2. Huhu Tim,
     
    so ist es richtig, stur und stetig investieren, ich habe mir heute ein paar Novartis gegönnt, die sind recht gefallen und ich mag sie. Nach den Wahlen kauf ich dann Amgen zu, auch die sind gefallen und die mag ich genausogerne. 
    Es wird sicher noch weiter abwärts gehen, aber wenn man jeden Monat, stur heil und nicht nach rechts und nicht nach links blickend, investiert, so kommt dann schon was bei rum. Den Tiefpunkt erwischt man nicht, zumindest ich nicht. 
    Es juckt mir ja noch in den Fingern Square und so neumodischen Kram zu kaufen, aber richtig trauen tue ich mich nicht, mal sehen.  🙂  vielleicht ergibt sich ja noch eine Chance. 
    In den USA gibt es einen tollen ETF, ARKK, kann ich hier leider nicht kaufen. 

  3. bezüglich Kaufrausch:
    Ich kaufe mir aus diesem Grund keine Playstation, da ich genau weiß, dass ich dann immer weitere Spiele kaufen möchte und neue Gadgets, die man zum spielen brauch. Die Playstation an sich ist nicht teuer. Die Spieler aber umso teurer. Ohne das Einstiegsgerät komme ich gar nicht in Versuchung.

  4. Stur und stetig Aktien kaufen. Monat für Monat. Das ist genau mein Ding. Nächste Woche kommen 8 Anteile von J&J, sowie ein Papierchen von Alphabet hinzu. Wunderbar.
     
    Mein Blick geht 10, 20, 30 Jahre in die Zukunft. Die Unternehmensanteile werden dann ein Vielfaches wert sein. Die Erträge steigen zudem Jahr um Jahr. Ganz simpel das Ganze.
     
    Vielen Dank für deine stets motivierenden Artikel, Tim.

  5. Admir Mehmedi ist ein typischer Lebenslauf aus dieser Region. Oft ist der Vater hierher immigriert als Gastarbeiter, unter ärmlichen Verhältnissen, oft einsam hier gerackert und alles Geld was übrig geblieben ist runtergeschickt um die Familie durch zu kriegen. Die zweite Generation ist dann nachgezogen und dank Bildung, Wille und Fleiss konnte man sich etwas aufbauen hier. Dazu gehört leider auch als Nebeneffekt, nicht sehr rational, ein deutsches Luxusauto, mit dem man dann im alten Heimatland seinen Erfolg präsentieren kann. Oft wird dort auch ein Haus gebaut, dort kann man für 1/4 oder 1/5 vom Preis von hier ein Haus oder Villa hinstellen, etwas sinnlos da man dort dann meist nur wenige Wochen im Jahr verbringt. Die nachfolgende Generation hat dann gar keinen Bezug mehr zur Region und so entstehen dort in dieser Region EFH-Geisterdörfer, welche eigentlich nur in den Sommerferien bewohnt sind.  Aufbauen kann man dort aber wirtschaftlich wenig, die Politik lässt es nicht zu, die Nachwehen aus Tito-Zeit merkt man immer noch. 
     

  6. @Hatoto 
    Kauf dir die PS doch gebraucht und die Spiele ebenso. Wenn du die durch hast dann verkaufst du die wieder auf Kleinanzeigen. Kostet doch dann nicht die Welt. 
     
    Kaufe mir demnächst ein Parfum. Kostet evtl. je nach Duft 100€. Wieso? Weil ich Spaß daran habe und die Anschaffung ja auch längerfristig ist. 
     
    Ist doch nicht so übel etwas zu kaufen was einem Spaß über einen langen Zeitraum bringt. Besonders bei deiner Anschaffung kostet es am Ende nicht so viel, da du es nicjt verbrauchst und selbst beim wiederverkauf bekommst du einiges zurück. 
    -M
     

  7. @Pocahontas
    Spannendes Thema, von Xylem habe ich eine größere Position. Die zünden aber nicht so richtig …

  8. Immer wieder mal ein paar gute Aktien kaufen, da kommt über die Jahre einiges zusammen. Oft viel mehr, als man sich beim Kauf vorstellen konnte. Zwischendurch gelegentlich etwas “gärtnern”: Unkraut raus, Bewährtes pflegen, Neues säen…
     
    Deshalb habe ich gestern ein paar Mastercard gekauft, zum Einstieg.
     
    LG

  9. Gibt sogar einen ganzen Haufen Schrottaktien! Ich gehe immer mehr dazu über, nicht nur meine Wohnung, sondern auch mein Depot auszumisten. Aena ist schon raus, Boston Pizza schon länger, auch Weyerhäuser. Wobei ich die teilweise zurück kaufen würde, wenn es wieder Dividende gibt und der Aufwärtstrend zurück kommt. Bei Fresenius, Shell und IBM überlege ich stark. Die Langfristcharts sind hier teilweise einfach zu lausig schwach. Wenn man das mal mit BEP, Sysco, UPS oder selbst den „Langweiler“ Procter & Gamble vergleicht.

  10. @ Claus
     
    Zwischendurch gelegentlich etwas “gärtnern”: Unkraut raus, Bewährtes pflegen, Neues säen…
     
    Eine schöne Analogie. Wir pflegen regelmäßig unseren Obstgarten.
     
    Bei mir waren es vor einiger Zeit ein paar Visa. Mastercard kommt auch bald an die Reihe. Dazu noch paypal und dann sieht es ganz gut aus für 2030.
     

  11. @Aktien: Mastercard oder Visa? Novartis oder Roche? Wie wäre eure Wahl und warum? Oder ist es weitgehend egal?

  12. Hi Tim,
     
    STUR und STETIG !!!!!!  Ist auf jeden Fall immer der richtige Weg. Timen geht nicht. Das verstehen die wenigsten. Und ca. 10% im Jahr bei dem S&P500 sind unschlagbar.
    Danke Tim.
    VG der Michael (Bergkamen)

  13. Hallo Tim,
    ich bin normalerweise stiller Gelegenheitsleser auf diesem Blog.
    Ich möchte aber kurz eine Notiz zu Admir Mehmedi dalassen.
    Admir Mehmedi ist Schweizer mit mazedonischen Wurzeln.
    Bei seinem ersten Besuch im Heimatdorf seines Vaters stellte dieser ihm Freunde aus der alten Heimat vor. Darunter eine 6-köpfige, ärmlich lebende Familie.
    Damals, noch relativ zu Beginn seiner Karriere entschloss er sich kurzerhand dieser Familie ein Haus bauen zu lassen, damit sie aus der (wie es im Artikel hiess) “heruntergekommenen Barracke” ausziehen konnten.
    Mir ist völlig bewusst, worauf du mit deiner Aussage abzielst, aber speziell bei Profisportlern, die Gehälter kassieren die für uns nicht mehr nachzuvollziehen sind, gibt es bodenständige, vernünftige Menschen die, sehr wohl einen “gehobenen” Lebensstandart pflegen, aber auch weitsichtig und engagiert sind.
     
    Herzliche Grüße
    Michael
     
     

  14. @ Freelancer Sebastian
     
    Ein Obstgarten, wunderbar!
     
    Für die richtige Würze sind auch ein paar McCormick nicht schlecht, mal sehen…
     
    @ Ralf
     
    Wenn die Entscheidung zwischen 2, 3 Aktien schwer fällt: Warum nicht alle kaufen? Häufig keine schlechte Lösung. So habe ich z.B. Stryker + Becton Dickinson gekauft. Oder Unilever + Nestle.
     
    LG

  15. Ein Obstgarten, wunderbar!

    Definitiv! Das Obst, das von unseren gefiederten Freunden gefressen wird, das ist die Quellensteuer  😉
     

  16. Guten Tag zusammen,

    ich habe eine Verständnisfrage. Was bedeutet für euch “Schrott Aktien”? Fahre zum Aufbau meines Depots bzw. weil es für mich persönlich aktuell passt eine Dividendenstrategie.

    Von IBM habe ich mich zuletzt getrennt und habe weiter Intel Aktien gekauft. Das bescheuerte ist, dass die Intel Aktie nach dem 2. Quartal abgestürzt ist. AMD hat das 7 Nanometer Herstellungsverfahren aktuell und Intel braucht längere Zeit, laut eigener Aussage, um auf 7 Nm zu kommen. Aktuell hat Intel 10 Nm. Allerdings ist die technische Dichte bei Intel höher und dem 7 Nm Chip von AMD derzeit mindestens gleichgestellt was die Leistung betrifft (im Netz nachzulesen). Also geht es um Marketing. AMD designed ihre Chips und lässt sie von TSMC herstellen. Intel designed und stellt die Chips selbst her, dadurch sind die Gewinnmargen bei Intel deutlich höher. Kurzum, die Intel Aktie wurde abgestraft, obwohl der CEO im letzten Quartal bereits ankündigte, dass Intel im 3. Quartal finanzielle Einbußen haben wird. Nun wurden die Zahlen letzte Woche inkl. der eigenen Prognose fast zu 100% erfüllt und Anleger beginnen dennoch mit einem Abverkauf von Intel. Warum? Ist das eine “Schrott Aktie” um zu meiner Frage zurück zu kommen?

    Persönlich denke ich nicht, da Intel weiterhin viel Geld verdient obwohl sie derzeit ein paar Probleme bei der Herstellung der Chips haben wie sie selbst sagten aber Licht im Tunnel sehen. Insgesamt sehe ich Intel extrem gut aufgestellt (diversifiziert und Kennzahlen top) und andere Hersteller müssen erstmal dahin kommen und auf Dauer beweisen, dass sie hochprofitabel sind. 
    Ich für meinen Teil kaufe Intel weiter nach via Sparplan. Wie seht ihr das?

    Grüße an alle und bleibt gesund 😉
     
    P.S. Ähnlich sehe ich es mit AT&T (meiner Meinung nach ein tolles Unternehmen für eine Dividendenstrategie)

  17. Mein Blick geht 10, 20, 30 Jahre in die Zukunft. Die Unternehmensanteile werden dann ein Vielfaches wert sein. Die Erträge steigen zudem Jahr um Jahr. Ganz simpel das Ganze.
     
    Pädagoge Freelancer hat hellseherische Fähigkeiten xD und weiß ganz genau welche Aktien in 10, 20, 30 Jahren erfolgreich sein werden. Respekt. 

  18. @Moe
    Die Frage ist leicht beantwortet. Schrott Aktien sind welche, die rückgängig Umsätze haben und das Problem nicht in den Griff bekommen, schlechte Margen verdienen oder sogar Verluste machen und das nicht in den Griff bekommen, Schulden auftürmen und in Branchen tätig sind, die schlechte Perspektiven haben.
    Intel ist das nicht. Dich stört nur, dass nach dem kauf der Kurs gefallen ist. So läuft die Börse aber nun mal. Kurzfristig ist es ein casino, langfristig geht es aber nach den Gewinnen der Unternehmen. Durchhalten. Dazu kommt vlt noch, das ich Intel vor einiger Zeit auch recht teuer fand.
    -M

  19. @ -M
    Ja, verrückt oder? Mich hat es tatsächlich gestört das sie für mich ohne Grund weiter gefallen sind. War sehr überrascht. Paar Tage später habe ich mich aber dann doch gefreut und nochmal nachgekauft. Wie gesagt, Sparplan läuft auch.
     
     
    Eine generelle Frage zu Sparplänen:
     

    Wieviel spart ihr pro Position durchschnittlich je Monat?
    Viele reden von kleinen Positionen. Gibt es da einen generellen Richtwert was eine kleine, eine mittlere und eine große Position ist bei einem durchschnittlichen Anleger?

  20. @Moe / Sparplan / Positionsgröße 
    Versuche so viel wie möglich deines Nettogehaltes zu sparen (ohne dich komplett kaputt zu sparen – gönn dir auch spaß) in % gesehen.
    Mehr als 20% ist ein guter Wert, mehr als 50% ist mega gut. 
    Positionsgröße ebenfalls auf dein Depot bezogen in %. Manche wollen 100 aktien a 1% gewichtet manche 50 mit 2% und andere fühlen sich mit 10 Unternehmen wohl mit je 10%. Dein Gusto entscheidet.
    -M
     
     

  21. Danke -M
     
    Derzeit gehöre ich zu denen, die 7 Unternehmen haben. Werde aber mit der Zeit weitere Unternehmen hinzufügen.
     
    Jedenfalls sind die wenigen Unternehmen die ich noch momentan habe gestreut in Tech, Pharma, Konsum und Telekommunikation.

  22. moin Moe
    neue Fertigungen brauchen einige Jahre Vorlaufzeit. Die Wafer müssen designt werden usw. AMD hat zwischen 2011-2015 Anlauf genommen, sich zusätzlich die richtigen Entwickler auf die Gehaltsliste gesetzt, und fährt jetzt die Ernte ein.
    Die neue Fertigung wird jetzt verbessert, gemolken und ausgequetscht bis nichts mehr geht.
    Ich denke in ein paar Jahren, wann genau ist schwer zu sagen, hat Intel auch mal wieder die Nase vorn.
    Du hast mit Intel nichts falsch gemacht, eine neue Generation an hochklassigen Chipdesignern wird auch mal wieder bei Intel auf der Gehaltsliste landen.

  23. @Aktien: Mastercard oder Visa? Novartis oder Roche? Wie wäre eure Wahl und warum? Oder ist es weitgehend egal?
     
    @Ralf
    Ich habe mich für Novartis und gegen Roche entschieden. Ich werde Novartis auch weiterhin aufstocken voraussichtlich noch dieses Jahr.
    Roche ist grösser aber Novartis traue ich mehr Wachstum zu daher habe ich mich für Novartis entschieden.
    Am Mittwoch habe ich Zurich Insurance aufgestockt bei einer Dividenden von 6.6% musste ich da wiedermal zuschlagen. Ein sehr guter Dividendezahler der auch in den nächsten Jahren die Dividende weiter erhöhen wird.
     
     

  24. @ Stefan
     
    interessant zu lesen, danke!
     
    Gibt es hier im Blog eine Möglichkeit oder eine spezielle Ecke, wo man sich über einzelne Aktien generell austauschen kann oder muss man immer auf einen Artikel antworten wenn man sich unterhalten möchte? Will hier nichts mit meinen Anfängerfragen “zumüllen”. 🙂

  25. @Moe
    Hier bei Tim gibt es nur die Blog-Kommentare. Aber trau dich ruhig und frage – dabei kommen auch furzalle anderen oft fruchtbare Diskussionen zustande.

  26. @ Moe
     
    Im Grunde kennst Du die Antwort schon, denn Du hast Dich ja mit den Werten beschäftigt.
     
    Vergiss “Quatalsdenken”, schau Dir die langfristige Gewinn- und Margenentwicklung von Intel und AMD an.
     
    Besonders interessant sind die Margen. Ich denke, wenn Du das alles angesehen hast und die aktuelle Bewertung dazu, dürfte es keinerlei Zweifel geben, welche Aktie für Langfristanleger besser geeignet ist.
     
    Wenn Du Wert auf (sehr sichere) Dividenden legst, kommt sowieso nur eine Aktie infrage, bei AMD gibt es nichts…
     
    Positionsgrößen und Moneymanagement sind erfolgsentscheidend. Zu grosse Positionen haben schon viele Anleger ins Verderben geführt. Meistens bleiben Verlierer eben Verlierer und Gewinner laufen weiter, trotz (zu) hoher Bewertung.
     
    Bevor man eine Position aufstockt, sollte man sich über die Positionsgröße im Klaren sein. Wie geht man weiter vor, wenn die Aktie nach dem Nachkauf weiter fällt? Nachkauf 2, 3? Oder ein mentaler Stop für die ganze Position bei ? Oder ein Zeitlimit? Hierüber macht sich kaum jemand vorher Gedanken. Vielleicht ist es auch besser, eine andere Aktie zu kaufen? Oder die Verlustposition zu verkaufen, wenn man sich jetzt schon nicht mehr wohl fühlt?
     
    Fragen über Fragen. Tja, der Aktionär hats schwer…
     
    LG

  27. @Claus
    Bin einverstanden mit dir wobei ich die Positionsgrösse nicht zu starr behandle. Wenn ich bei einer Aktie die angestrebte Gewichtung erreicht habe ändere ich nichts auch wenn diese Aktie stark steigen sollte.
    Als Beispiel im März hat der Kurs von Swiss RE stark nachgegeben. Eine Aufstockung von Swiss RE war eigentlich nicht geplant aber wenn man die Aktien einer guten Firma stark unter Wert einkaufen kann so sollte man in meinen Augen nicht zu lange zögern.
    Und nein ich will damit nicht sagen man soll sein ganzes Investment auf zwei oder drei Einzelaktien verteilen, da sonst für mich das Risiko zu gross wäre.
     

  28. @ Claus
     
    ich kann mit meiner Intel Position sehr gut leben und ja, ich habe mich im Vorfeld mit diesem Unternehmen beschäftigt. Auch AMD habe ich mir lange angeschaut aber der Fakt das Intel die deutlich größere Marge hat und zudem eine schöne Dividende zahlt die sie locker bedienen können, war für mich der ausschlaggebende Punkt. Deshalb Intel für mich.
     
    Dann frage ich mal in die Runde: ist AT&T ein großes Risiko oder nicht?
     
    Persönlich denke ich, dass dieses Dickschiff das ein oder andere Problem hat, schwerfällig, Verschuldung, Warner Media kommt wegen der Pandemie nicht ins rollen usw.. Dennoch bin ich da investiert und auch dort läuft ein Sparplan. Sie können die Dividenden aus dem FCF bezahlen und irgendwann ist die Pandemie, zumindest in dieser Form, geschichte.
     
    Ohne die oben genanten Punkte wäre diese Aktie auch nicht so günstig wie sie jetzt ist. Wie seht ihr das?
     
    LG

  29. @Tim es gibt Statistiken, die Gold mit 8% pro Jahr bewerten. Das ist nicht schlechter als der S&P500. Primary Home 3,7 %. Erscheint viel zu niedrig. Bei mir 150% in 10 Jahren plus eingesparte Miete für ein Haus ( die Miete könnte ich mir nicht leisten). Jetzt kann man an den Zeiträumen drehen oder sonstwas machen. Wie Herr K*mmer, der über 100 oder 200 Jahre mittelt, um Gold schlecht aussehen zu lassen. Derzeit gibt es in Deutschland nur ein Asset in das man gehen kann : Immobilien. Mieten zu niedrig im internationalen Vergleich, Immos noch zu niedrig , Gehälter zu niedrig. Mieten und Immos steigen trotz der stagnierenden Gehälter. Der ungebremste Zuzug und Erbschaften machen es möglich. Bald 20€/qm kalt. Wer nicht genug verdient zieht in die Peripherie, siehe London, München,…
    Alle Statistiken über 10 Jahre sind unseriös, die Gesetze ändern sich , man kann nicht in die Zukunft rechnen , weil etwas in der Vergangenheit so gut lief
    Ergo : man sollte breit diversifiziert sein.

  30. @Moe
    Wir haben ja weiter oben geklärt, was ein schlechtes Unternehmen ist. Gehört At&T in die Kategorie oder ist hier der Gegenteil der Fall? Steigende Umsätze, steigende Gewinne, geringe Verschuldung, wachsender Markt, tolle Perspektiven? Ich denke man kann die ganz gut einteilen, ob die eher gut oder schlecht sind. 
    -M

  31. @ -M
     
    ja das ist richtig was du schreibst! Mir ist eben eingefallen, dass es bestimmt leichter ist, wenn ich mir ein paar Notizen mache nach welchen Kriterien man schaut bevor man in ein Unternehmen investiert. Also so was wie Punkte die man abhaken kann. Ich schreibe das, weil ich mich anfangs selbst beeinflusst habe was AT&T angeht. Klar habe ich Kennzahlen gelesen, Videos zum Unternehmen geschaut aber das sie Warner Media und somit HBO besitzen hat mich schon schwer beeindruckt. Und ja, wenn sie die Plattform irgendwann selbstständig betreiben, meine weg von Sky, dann hole ich mir dort ein Abo. Dies wird aber zumindest in Deutschland noch ein paar Jahre dauern, da sie den Vertrag mit Sky erst kürzlich verlängert haben wie ich lesen konnte.

  32. @ Moe
     
    Lege Dir doch eine Kauf-Checkliste an, mit Deinen wichtigsten Punkten. Dann vergißt Du nichts, kannst die Liste erweitern/ändern und hast schwarz auf weiss, wie es um Deinen Kaufkandidaten steht. Eine gute Entscheidungsgrundlage. Nach dem Kauf kannst Du jederzeit auch noch mal reinschauen. Hilft auch, Fehler zu vermeiden oder aufzudecken.
     
    Mit meiner Intel-Position lebe ich seit 16 Jahren auch sehr gut.
     
    Um AT&T würde ich den größtmöglichen Bogen machen.
     
    LG

  33. @ Felix
     
    Auf den KGV-Vergleich alleine würde ich mich nie verlassen. Ist bei AMD auch schwierig, da häufig nicht berechenbar (Verluste…).
     
    Die Anzahl der Aktien wäre vielleicht noch interessant: Intel kauft laufend eigene Aktien zurück, AMD gibt ständig neue aus, um Cash zu haben…
     
    LG

  34. @Moe 
    Claus hat eigentlich alles gesagt und du auch gemerkt, dass gewisse Kriterien gut sind an denen man sich orientieren kann. ATT wäre zu 0,00 ein Kandidat für mich @Thorsten. Wollte nur Moe zum denken anregen, was er auch getan hat. 
     
    -M

  35. AT&T ist die am meisten besprochene Aktie auf SA. Ein aussterbender Dino und man sollte nicht nur auf die Dividende, sonderen den Total Return schauen.

  36. “Derzeit gibt es in Deutschland nur ein Asset in das man gehen kann : Immobilien.”

    Das ist nicht so sicher. Uns steht Geldmäßig noch einiges bevor. Ein staatlicher Eingriff in Immobilien als Vermögenswert wird immer wahrscheinlicher. War kürzlich auch Thema bei unserem virtuellen Gutachteraustausch. Da kommt noch was und Immobilienbesitzer können sich schlecht wehren. Auch die Rechtssprechung wird früher oder später erkennen das der Staat mehr Kohle braucht für all die sozialen Wohltaten, als EU-Melkkuh, für Folgen einer in Teilen sehr ungesteuerten Migrationspolitik, Pensionslasten und manche Fehlentscheidungen und dann auf entsprechende Linie einschwenken.

    @Aktien: Vielleicht weniger verkopft an die Sache ran gehen. Internationale Firmen mit guten Produkten kaufen, breit streuen und einfach -wie Tim predigt- zu großen Teilen laufen lassen und nur bei Bedarf nachjustieren.

    Meine Kinder tun mir bereits heute leid. Sie werden die Suppe auslöffeln dürfen. Kann man nur vorsorgen durch gute Bildung, Sparpläne und Wissen.

  37. Ich danke euch. Eine Liste mit für mich 9 wichtigen Punkten habe ich soeben angelegt. Dort kann ich abhaken und die Punkte nachher zusammenzählen. So hat man auch etwas direkt visuell vor sich wenn man einen Kauf tätigen möchte und z.B. 3 Unternehmen zur Auswahl hat.
     
    Eure Meinungen zu AT&T haben mich zum denken angeregt. Auch dafür danke! Ich werde sie dennoch behalten. Kann sein das ich damit falsch liege aber ich habe beruflich mit Telekommunikation zu tun und sehe bei AT&T großes Potenzial auf Grund von Warner Media. Ohne diesen Zukauf hätte ich die Aktie nicht gekauft. Den Weg zum Medienkonzern finde ich spannend und mutig. Persönlich gehe ich davon aus, dass wenn die Pandemie abnimmt, sich fast alle Unternehmen erholen werden. Zumindest die, die gut aufgestellt sind und schwarze Zahlen schreiben.
     
    LG

  38. ABBVIE hat wieder die Dividende stark erhöht. Über 10%.
    Da freut man sich als Investor, vor allem weil die Zukunft von abbvie rosig aussieht 

  39. @ Maho

    Danke. Das freut mich.

    @ Fit und Gesund

    Du kannst ja auch die FAANG-Gemeinde nehmen. Die machen einen soliden Eindruck.

    @ Freelancer Sebastian.

    Danke fürs Lesen und Kommentieren 

    @ Michael

    Ich finde es großartig, dass der Profi-Fussballer dieser armen Familie ein Haus gebaut und geschenkt hat.

  40. @ Ralf
    Ich vermute auch, dass die kommende Generation die erste in der Nachkriegszeit sein wird, der es schlechter gehen wird als der vorangegangen Generation. Dafür kommt einfach zuviel auf einmal zusammen:
    Corona (hier ist sowieso noch alles offen), Überalterung in Europa/Deutschland, veraltete und innovationsschwache Industrie/Wirtschaft, uneiniges Europa mit enormen Fliehkräften, Armutsmigration, ausufernde Staatsverschuldung, Klimawandel, Überbürokratisierung, …

  41. “Corona (hier ist sowieso noch alles offen), Überalterung in Europa/Deutschland, veraltete und innovationsschwache Industrie/Wirtschaft, uneiniges Europa mit enormen Fliehkräften, Armutsmigration, ausufernde Staatsverschuldung, Klimawandel, Überbürokratisierung, …”

    Herausforderungen aber nicht unlösbare Probleme. Niemand kennt die Zukunft aber ich bin optimistisch für die Weltkonzerne, das Potential ist immer noch riesig.

    Auch auf der Innovationsfront kann man es auch mal positiv sehen:

    https://visioninnovation313.files.wordpress.com/2012/01/waves-of-innovation.jpg

    Aber klar, in Westeuropa wird es schwierig, das Wachstum seit den 50er so weiterzuführen. Aber das ist auch ein Grund mehr, global, zu investieren und vom Weltwirtschaftswachstum zu profitieren, welches wohl höher sein wird als bei uns. 

  42. @Claus
    Ich arbeite ebenfalls mit Positionsgrössen. Ist eine Position voll kaufe ich nicht nach, sondern lasse laufen. Die Größen werden mit dem wachsenden Vermögen angepasst, so dass es in der Regel bei ca. 2-2,5% bleibt. Einige Werte wachsen da raus. 
    Ich verkaufe nicht oft, aber sortiere faules bzw. überreifes Obst aus, um bei der Gartenanalogie zu bleiben. 
    Visa und Mastercard sind Wachstumsmaschinen. Dazu noch Paypal und Square und man hat einen schönen „War on Cash“-Korb zusammen.
    Für nächste Woche erwarte ich eine Überreaktion des Marktes. Dabei hilft seine Liste fertig zu haben. 
     

  43. Selbst das vielgelobte Gesundheitssystem der Schweiz kommt an seine Grenzen.
    Wenn es so weitergeht, sind in einer Woche keine Intensivplätze mehr frei. Schlimm!

  44. Visa und Mastercard sind Wachstumsmaschinen. Dazu noch Paypal und Square und man hat einen schönen „War on Cash“-Korb zusammen.
     
    Damit benennst du wunderbare Aktien, die ihr Geld in einem stabilen Trend verdienen – so jedenfalls meine Meinung.
     

  45. “Selbst das vielgelobte Gesundheitssystem der Schweiz kommt an seine Grenzen.”
    Alles Mythos. Der Kanton Jura zb hat eine Kapazität an Intensivbetten von Sage und Schreibe 8 (acht)…
    In Deutschland habt ihr deutlich mehr Intensivbetten pro Einwohner als in der Schweiz 

  46. Ja, Europa hebt plötzlich ab bei der Anzahl der Corona-Neuinfektionen und hat sogar USA überholt. Deutschland wird nächste Woche die 20.000er Marke überspringen, die Merkel erst für Weihnachten erwartet hatte. Die Überlastung der Klinikkapazitäten werden mit Zeitverzögerung folgen. Wenn der jetzt beschlossene Lockdown nicht wirkt, werden wir Bergamo in allen europäischen Ländern bekommen.
    Dafür ist die Börse erstaunlich stabil.

  47. @ Peter
     
    So ähnlich mache ich das auch. Gehe ich von 30 Aktien im Depot aus, ergibt sich eine max. Positionsgröße von 3,33%. Bis max. 3% kann ich bei Gelegenheiten nachkaufen, wenn es keine neue aussichtsreiche Kaufmöglichkeit gibt.
     
    Meine Toleranzschwelle liegt bei 5%, so lange lasse ich die Pos. laufen. Geht es darüber hinaus, prüfe ich gelegentlich, ob ein Teilverkauf sinnvoll ist. Bisher habe ich “Überhänge” aber nicht verkauft, da meine größten Gewinn-Positionen steuerfrei sind.
     
    Meine Überlegung ist bei nicht steuerfreien “Überhängen” diese zukünftig in Euphoriephasen abzubauen (Teilverkauf, so wie z.B. Beate Sander dies auch gemacht hat). Cash für neue aussichtsreiche Positionen schadet nie.
     
    Hierbei ist nichts in Stein gemeißelt, Änderungen und Anpassungen wird es immer geben. Die Börse ist ein lebenslanges Seminar, man lernt immer wieder etwas hinzu. Das finde ich spannend. Die Umstände ändern sich laufend und verunsichern uns. Hierbei entstehen Emotionen, die es uns schwer machen, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Doch wer einen kühlen Kopf bewahrt und sich daran erinnert bei tiefen Kursen (Panik) zu kaufen und Verkäufe nur bei hohen Kursen (Euphorie) durchzuführen, gehört zu den wenigen Gewinnern. Leider machen es die meisten andersherum…
     
    @ Nächste Woche
     
    …wird spannend und bringt vielleicht schon die Tiefkurse dieser Korrektur.

  48. Claus, ich bin auch zuversichtlich, dass es kommende Woche noch volatiler wird und auch -zumindest kurzfristig- nochmal bergab geht. Ich denke ich werde die eine oder andere Startposition kaufen, ein paar Aspiranten sind da wo ich sie gerne hätte. Meine bestehenden Positionen werde ich zu aktuellen Kursen nicht aufstocken, allenfalls SAP werde ich nachkaufen.
    Kaufst Du lieber nach oder sammelst Du lieber neue Unternehmen? Ich kann mich erinnern, dass Du nicht zuviel diversifizieren wolltest.
    Wie halten das die anderen hier? Sammler oder Fokussierer?

  49. @Claus
    meine grössten Einzelwerte sind Nestlé, Roche und Novartis, 
    für Werte aus dem defensiven Bereich gibt es keine Obergrenze hier, ich möchte sowieso mehr als 60% im defensiven Bereich haben. Bin knapp < 6o%. 
    Ich habe nun 51 Einzeltitel und 6 ETF's, das ist mir zuviel, ich hatte eigentlich geplant 10 Einzeltitel zu streichen, im Moment ist das aber nicht angesagt, neue Aktien möchte ich eher nicht kaufen, sondern bestehende Aktien aufstocken, und zwar nur die die sich bewährt haben. Morgen werde ich mir meine Liste erstellen, letzter freier Tag bevor die Arbeit wieder anfängt.
     
    Meine Idealvorstellung wären max. 35 Einzeltitel und 5 ETF's. 
    Nachtrag: ich war schon immer ein Verfechter von bisschen Cash um Nachkaufen zu können, regelmässig Investieren, aber auch Cash als Reserve, es schläft sich dann besser 🙂

  50. Schachmatt
    Fokussiert bei mir! Sammeln macht wenig Sinn, wenn man das Ziel hat nur die wirklich starken Unternehmen zu kaufen. Wieso sollte die Idee Nr. 20 besser sein als Idee Nr. 1-5? Außerdem erleichtert es den Überblick zu halten und die Unternehmen richtig zu kennen.

    Natürlich muss man dazu sagen, wenn alle Depotwerte gerade total teuer ist und man findet ein gutes und günstiges Unternehmen, dann würde ich auch eine neue Position aufmachen, bevor ich etwas teures aufstocke.

     
    Welche Aspiranten hast du denn im Auge zum neu kaufen? 
    -M

  51. Ab einer gewissen Aktienanzahl kann man sich gleich die Mühe sparen und einen ETF kaufen. 50 wäre mir definitiv zuviel. Das ist doch keine Briefmarkensammlung.

  52. Alle Punkte sehe ich auch als absolute Motivationshelfer. Danke für die Auflistung!
    Ein guter Algorithmus basiert auf Zufällen und basiert auf Statistik, wohingegen bei Aktien antizyklisch investiert werden sollte – also genau entgegen jeden Trends…
    Ich bin noch nicht sicher, wo zu investieren

  53. @ Schachmatt
     
    Ich unterziehe meine Watchlist einem Ranking, bei dem ich größten Wert auf langfriste Zuverlässigkeit lege.
     
    Nachkäufe kommen immer infrage, wenn die Positionsgröße (wie oben kurz erläutert) noch unter 3% liegt, ich deutlich im Plus liege und es nach dem Ranking keine bessere Kaufposition gibt, die zu meinem Depot paßt.
     
    Momentan habe ich einige neue Kaufkandidaten, die ich gerne noch hätte.
     
    @ Fit und gesund
     
    Mit Nestle, Roche und Novartis kann man wohl langfristig nicht sehr viel falsch machen.
     
    Knappe 60 Werte hatte ich ja auch mal. Zu viele waren mir das nicht, aber die Positionsgrößen waren mir zu unterschiedlich. Habe dann einige nicht so gut laufende Werte verkauft, gut laufende aufgestockt und neue Werte hinzugekauft. Das hat sich bewährt.
     
    Etwas Cash ist immer gut. Meist bin ich aber fast voll investiert. Schon 5% Cash zu halten, schaffe ich fast nie. Peter Lynch hatte auch immer wenig Cash und hat bei Bedarf etwas umgeschichtet. Auch so wird man Verlierer oder Trödler los…
     
    LG
     
     
     

  54. @ M: Ideen 1-5 vs. Idee Nr. 20…das Denkmodell kenne ich, aber ist es so sinnig wie es im ersten Moment klingt? Wer weiss schon im Voraus, welche von allen Ideen die besten sind? Und wir nummerierst Du Deine Ideen? Chronologisch, so wie sie Dir in den Sinn kommen? Dann musst Du hoffen, dass die ersten 5 Entscheidungen allesamt Volltreffer sind. Das traue ich mir in der Form nicht zu, bei n=5 tut ein Totalausfall richtig weh und muss erst mal wettgemacht werden.Ich gehe anders vor: die Zahl der Unternehmen im Aktienportfolio wird auf etwa 15-20 wachsen. Wenn überall die vorab definierte volle Positionsgröße erreicht ist (bezieht sich auf das investierte Geld ohne Kursgewinne), wird hier kein Cash mehr investiert, die Position wächst dann nur noch durch Kursgewinne. Stattdessen werden mit frischem Geld neue Unternehmen gekauft, und das ganze geht von vorne los. Aber bis dahin wird noch etwas Zeit vergehen. 
    Aktuelle Kaufkandidaten wo der Preis für mich stimmt für einen Einstieg: Visa, Mastercard, Coloplast, Stryker, Becton Dickinson, Fresenius…
    Claus hatte vornehm paar Tagen seine Liste präsentiert. Wir haben den selben Geschmack 🙂

  55. Ja die genannten gefallen mir auch sehr. Teilweise finde ich die noch zu teuer. Auf die Ideen bezogen, würde ich fresenius einer Mastercard aktuell vorziehen.
     
    Mastercard habe ich im Depot. Bevor ich jetzt etwas neues kaufe würde ich erstmal checken, ob es nicht ausreicht einfach Mastercard weiter zu kaufen. Hier wäre mir aber fresenius so viel günstiger als MC, dass ich die als neue Position laufen würde. Stünde FRE auf 55€, dann würde ich vermutlich eher MC kaufen als etwas neues. So ungefähr denke ich, blöd das hier in paar Sätze zu stecken. 
    5 Unternehmen sind mit als privatinvestor such zu wenig. Aber so ca 7-8 würden mir ausreichen. Wenn dann Nummer 9 dazukommen soll, würde ich mir eher überlegen dann eines der anderen zu verkaufen (weil das 9. Müsste dann sowas von viel besser/chancenreicher sein als die vorhandenen) 
    -M

  56. Vroma,
    Dank mir nicht zu früh (am end stehen die bald auf 20€), ich versuche nur rational zu handeln. Vielleicht kauf ich nächste Woche ebenso ein schönes Paket.  Witzig, du kaufst auch glatte €-Beträge.

    -M
     

  57. Visa oder MC wären mir aktuell zu teuer. Investiert bin ich allerdings in V.
     
    @-M: Keine Sorge, gekauft habe ich die selber. Mir ist wichtig wie das reale Geschäft hinter der Aktie läuft, und das tut es trotz Krise sehr stabil. Deutlichst unterbewertet mMn. Irgendwann tun sich die Wolken auf und die Herde bekommt einen neuen “Geheimtipp” 😉

  58. Nachdem mark 85 neulich seine Liste zur Gelassenheit publiziert hat, habe ich mir jetzt auch mal Gedanken gemacht und die 10 wichtigsten Punkte erarbeitet, welche mir wichtig sind um zufrieden und glücklich zu sein oder werden.
     

    Sinn und Selbstfindung
    Gelassenheit
    Liebe und Familie
    Freundschaften
    Achtsamkeit
    Freiheit
    Zeit
    Gesundheit
    Gesunde Finanzen
    Nachhaltigkeit

     
    Die Punkte sind nicht sortiert oder priorisiert. Ich überlege mir nun, wo es noch Defizite gibt, an denen die nächste Zeit gearbeitet werden muss. 
     
    Genug Geld ein schönes Depot und finanzielle Freiheit sind wichtig, aber sie sind nicht alles. Es gibt noch andere Dinge, die genauso wichtig sind oder vielleicht noch wichtiger. Gibt also immer was zu tun, natürlich werden die Punkte dann konkretisiert, sind nur Ideen, falls jemand sich auch darüber Gedanken machen sollte.
     
    Muss aber jeder für sich herausfinden, was wichtig ist im Leben und was einen glücklich und zufrieden macht.

  59. Das waren ausgezeichnete Leserkommentare zuletzt. Fundiert, freundlich, förderlich. Vielen Dank.
     
    Mit Positionsgrößen beschäftige ich mich nicht. Ich lasse einfach laufen. Ob sich das auszahlt, wird man sehen. Warum sollte ich mich von Unternehmungen trennen, nur weil es gerade besonders gut läuft und der Wert steigt (und eher weiter steigen wird)? Für mich ist das widersprüchlich.
     
    Ich gehöre zudem der Kategorie “Sammler” an und gleiche damit mein obiges Vorgehen aus. Mir macht es einfach Freude an vielen verschiedenen Unternehmungen beteiligt zu sein. Aber das darf selbstverständlich jede/r halten, wie gewünscht.
     
    Einen schönen Sonntag wünsche ich 🙂 !

  60. Ich sehe mich irgendwo zwischen “Sammler” und konzentriertem Portfolio. Eigentlich habe ich zwei Portfolios. Das eine ist vollkommen rational geführt und besteht aus je einem Aktien- und Anleihen ETF, die jeweils den Gesamtmarkt abbilden. Da mache ich gar nichts außer einmal im Jahr Rebalancing.

    In meinem Einzelwertportfolio, das sich in der Regel um die 20-30 Positionen bewegt, ist etwas mehr Bewegung ohne sonderlich aktiv zu sein. Ich muß zugeben, dass ich bei Shell unter 10 Euro nicht widerstehen konnte – reine Spekulation. Die Kernwerte werden nicht angefasst, maximal aufgestockt. Langzeitwerte wie Thermo Fisher oder Danaher gebe ich im Gegensatz dazu nicht mehr her.

    Der “Consumer Staples”-Bereich wird langsam wieder interessant. Eine Unilever, Danone, Heineken oder auch Werte wie Kimberly-Clark oder Essity (Toilettenpapier ist das neue Gold 🙂 ) aber auch eine Johnson & Johnson ist nicht übermäßig teuer. 
     

  61. Ja eine Danone habe ich auch im Blick, die erscheint mir inzwischen wirklich recht günstig zu haben zu sein. Oder übersehe ich etwas?
    Unilever, Nestlé und Pepsico habe ich schon von den Consumers. Diese Woche habe ich Novartis aufgestockt. Ich tendiere dazu es wie Claus zu sehen, nächste Woche könnten schon die Tiefststände der Korrektur kommen im Zuge der US-Wahl. Danach wird der Blick schnell wieder nach vorne gehen.
    Insofern überlege ich gerade, was ich nächste Woche kaufen werde. Auf der Liste: Fresenius, J&J, Microsoft, Adobe (wobei Microsoft und Adobe nicht sooo günstig sind leider, aber gehe von weiterem Wachstum aus), LVMH…

    Der Finanz- und Paymentsektor fehlt mir noch weitgehend. Visa, Paypal, Allianz, alles interessant sicherlich…
     
    Schaut sonst jemand hier auch auf nachhaltige Investments wie Veolia, Tomra Systems, Mondi oder Smurfit Kappa? 

  62. @Danone:
    Habe auch etwas darauf geschielt; sicherlich ein Qualitätsunternehmen, dass nun günstiger zu haben ist und daher -reflexartig-  gewisse Kaufreize auf einen ausübt.
    Schaut man sich aber Umsatz- und Ergebnisentwicklung der zurückliegenden Jahre und Schätzung für die kommenden Jahre an (z.B. auf Marketscreener, und ich gehe jetzt einfach mal ungeprüft davon aus, dass die Angaben dort so in etwa stimmen), ist es ja bestenfalls eine graduelle Seitwärtsbewegung gewesen. Scheinbar wird zwischenzeitlich einfach einem Unternehmen wie diesem nicht mehr so eine hohe Bewertung zugestanden, wie in den letzten Jahren, als die Zinsen auf dem Kapitalmarkt kontinuierlich gesunken waren (hier verharren die Zinsen sicherlich noch, aber halten als Argument auch nicht mehr her für jede astronomische Unternehmensbewertung). Unbedingt fundamentale Gründe für einen Kauf zwängen sich da nicht gerade auf.
    P.S.: Man kann sich auch mal chinesische Molke/Quark anschauen (Mengniu Dairy). 

  63. Tobs Ich mag deine rationalen Überlegungen und besonders deine China Vorschläge! Gerade bei dem Thema China bin ich nicht so informiert.
    -M

  64. Hallo

    Ich lese hier schon länger mit super Seite und habe mir auch schon einige Tips geholt.
    Die ganzen Beiträge von Tim und den anderen hier hat auch mich mit Beginn der Corona Krise dazu bewogen meine Finanzen zu ordnen.

    Habe keine Schulden und trotz meiner Behinderung auch einen “relativ” sicheren Behinderten-Arbeitsplatz bei einer Behörde, finanziell sieht es auch ganz gut aus aber wirklich nachhaltig war es eben nicht.
    Sparbücher-Bausparer so richtig konservativ eben wo die Inflation schön daran knabbert.

    Meine Ausgaben im Monat sind nicht so hoch da ich bei meinen Eltern wohne (ja meine Behinderung ist die Ausrede 😉

    Mal so einen richtigen Kassensturz gemacht und einige Abos etc. also alles was zwar nur ein paar Euros kostet aber sich dennoch läppert aussortiert, bzw wird nicht mehr verlängert und auch sonst meine Ausgaben reduziert.

    Auch hinsichtlich meiner persönlichen Situation (Glasknochen) weis ich nicht wie es im Alter Gesundheitlich bei mir aussieht.
    Von daher wäre ein finanzielles Polster mit Sicherheit nicht das schlechteste.

    Natürlich wären einzelne Aktien interessant aber ich kenne mich selbst gut genug das ich mit der Auswahl so meine Probleme hätte.
    Hin und her macht Taschen leer, so würde es bei mir wohl laufen.
    Habe mich einige Zeit damit beschäftigt und bin letztlich doch bei ETFs gelandet.

    Meine Wahl fiel auf den Vanguard FTSE ALL WORLD ETF (A1JX52)
    Den bespare ich nun seit 3 Monaten habe mit €500 angefangen und jedes Monat um €100 erhöht. Nun dieses Monat sind es dann €700.
    Mein Ziel wären €1000 jedes Monat ab nächstem Jahr wenn ich meine Finanzen so richtig geordnet habe.

    Jetzt frage ich mich aber ob 1 ETF ausreicht, der S&P500 ebenfalls von Vanguard (A1JX53) würde mich noch reizen.
    Da ich mir sicher bin das trotz der ganzen Probleme in den USA sie dennoch wieder stärker aus der ganzen Misere rauskommen werden. Also da habe ich schon vertrauen in die USA.

    Würdet ihr diesen ETF noch dazunehmen, oder sind die doch zu gleich da ja viele der Unternehmen auch im World ETF vorhanden sind.
    Und wenn ja welche Gewichtung würdet ihr vorschlagen 60/40 oder 70/30?
    Also z.B 600 World und 400 S&P usw..

    Wäre toll wenn ihr mir ein paar Tips geben könntet.

  65. Merci. Ich mag aber auch Deinen Ansatz, zu schauen, was man bei einem Unternehmen für sein Geld bekommt. Mitunter ist es schwer, und man darf es nicht immer zu finanzmathematisch betreiben, weil man dann auch gute Chancen verpasst. 
     

  66. @Tobs
    oh man, kompletter Text weg, da Handy Akku leer – Zusammenfassung:
    “weil man dann auch gute Chancen verpasst” -> Das ist mir bewusst. PayPal ist ein Beispiel: Ich wusste, dass es zu 99,9% ein super Investment ist, aber war mir immer zu teuer. Das gehe ich aber bewusst ein. Buffett hat auch erst Coca Cola 40 Jahre später gekauft, nachdem er als Kind Sixpack Flaschen einzeln verkaufte und wusste das Coca Cola super ist 🙂  (natürlich nicht ganz ernst gemeint, der Vergleich). Es bewahrt mich aber auch vor einigen Fehlern denk ich. zB Wirecard, oder viele andere Firmen die nix verdienen und irgendwann total abstürzen.
     
    Bald kommt Ant Financials. Da denk ich mir das gleiche wie bei PayPal. Kauf ich es direkt? oder ist es zu teuer (bin mir da sicher). Ich werd es sehen….
     
    “zu wissen was man bekommt”
    schau dir mal Buffetts “look through earnings” Konzept an. genau so setze ich es um (das habe ich jetzt stark gekürzt)
     
    -M

  67. @Domdidu
    Toller erster Post! Damit kann man arbeiten. Spar doch erstmal den World ein wenig, sammel Erfahrungen. Passt doch und hast eine gute Wahl getroffen. Ob dann irgendwann noch ein SP500, China, Dax, MDax ETF dazu kommt ist erstmal egal. Den wichtigsten Schritt hast du gemacht, bzw kommt jetzt: durchhalten egal was kommt. 🙂 viel Spass hier. 
    -M

  68. @M
    sehe es wie Du: Die Überlegungen müssen zumindest von den Finanzkennzahlen starten.   Nur weil eine Aktie einen Kurs gestellt bekommt, unterlasse ich es ja nicht, die Umsätze und Ergebnisentwicklung anzuschauen und für mich irgendwie einzuordnen. Bei PE oder anderen Investments ohne gestellten Kurs ist das ja auch das normalste der Welt. Alles andere wäre töricht. Das heisst nicht, dass man teuer kaufen kann (weil man an Wachstum glaubt) oder andere Motive hat, aber das sollte dann eine Interpretation sein, die ihre Grundlage zumindest einmal im Blick auf die Zahlen findet (und hier bin ich selber auch kein Grossmeister in der Bilanzanalyse, aber die wesentlichen key figures kann man schon mal betrachten). Hat auch den guten Effekt, dass, unabhängig von der Qualität der eigenen Annahmen, mal sowas wie eine Investmentthese steht, die hilft, stringent am Investment festzuhalten, ohne sich von ggf. aufkommenden negativem Sentiment anstecken zu lassen, um nach hinten raus erfolgreich sein zu können.

  69. @Peter
    Interessate Strategie & gute Werte finde ich (TMO halte ich auch, ursprünglich als Invitrogen). Welchen Anleihen ETF verwenden Sie?

    @Domdidu – Vanguard (A1JX52) plus Vanguard (A1JX53) S&P500
    Auf Sicht von 120 Monaten Sparrate-Investitionshöhe (also August 2030): welche Mehrrendite erwarten Sie denn davon bzw. welches Risikoprofil wenn Sie statt einem dann zwei (gut überlappende) ETF haben?
    Wie oben bereits erwähnt, macht die laaange und hooohe Sparrate die Musik. Ich würde eher das Verhältnis RK1 vs. RK3 anschauen oder innerhalb der RK3 weniger korrelierende Anlagevehikel wählen wenn ich etwas ändern wollen würde.

    @FuG – meine grössten Einzelwerte sind Nestlé, Roche und Novartis.
    Gute Werte finde ich. Wer als Deutscher keine Lust hat 47% Steuern auf Dividenden dieser Titel zu zahlen bzw. keine Lust hat  auf das Procedere der Rückforderung CH-Quellensteuer, sich aber gerne auch diese CH-Werte ins Depot legt, der kann sich überlegen einen ETF zu erwerben auf einen Schweizer Index.  Anteil dieser 3 Unternehmen in folgenden ETF / Indices:
    55% Anteil im Amundi MSCI Switzerland
    61% Anteil im Xtrackers Swiss Large Cap
    27% Anteil im iShares SLI

  70. @42sucht21

    Ich weis ehrlich gesagt nicht was du mit RK1 und RK3 meinst.
    Mir geht es einfach darum nicht 2 ETFs zu haben die gleich laufen.

    Wie schon oben erwähnt glaube ich das die USA aus der Krise wieder besser rauskommen werden als der Rest der Welt.
    Kann mich natürlich auch irren.

  71. @Domdidu
    Du machst Alles richtig, vorerst genügt ganz sicher der Vanguard All World, 
    mit RK1 und RK3 ist Risikoklasse gemeint, so teilt Kommer verschiedene Anlageklassen ein, eine sehr gute Informationsquelle ist hier der Blog vom Finanzwesir, einfach googeln.
     
    @42sucht21
    diese 3 Werte gedenke ich auch für immer zu halten, als Schweizer bekommt man natürlich die Quellensteuer problemlos zurück, einfach 1 Jahr später.
    Meine Liste an Nachkaufwerten hab ich gestern auf Vordermann gebraucht, aber heute ist kein Kauftag, bis jetzt jedenfalls nicht, wen es interessiert:
    Nachkaufliste:
    Amgen, Novo-Nordisk, Diageo, Pepsi, Stryker, JNJ, Mastercard, Microsoft, Texas Instruments, BKW, Logitech, BABA, Archer Daniels Midland.
     
    Neukaufliste (nur bei einem ordentlichen Rücksetzer)
    Nextera, FB, Danaher, ITW, Tractor Supply, Deere?
    evtl. 1-2 Werte aus der Kategorie Digitaler neumodischer Schnickschnack *lach*, dafür hab ich mir eine watchlist bei Seeking Alpha angelegt z.B Salesforce, Datadog, Service Now, Pinterest, Shopify, Square, Teladoc und wie sie alle heissen… erinnert mich aber auch ein wenig an den Neuen Markt… deswegen nur kleines Geld für solche Werte.
    Eigentlich möchte ich lieber weniger Werte als mehr….
     
    liebe Grüsse
     
     

  72. Hallo Domdidu
    Kapital wird in sogenannte Risikoklassen eingeteilt, grob stehen diese für:
    RK1  = Festgeld, Tagesgeld, Sparbuch
    RK 2 = Immobilienfonds, Rentenfonds, Anleihen
    RK 3 = Aktien, Aktien -ETF’s
    Die Frage die 42sucht21 stellt ist, “Wie viel Geld hast du auf der Bank liege, in Form von Tagesgeld, Bausparern, Girokonto, Lebensversicherung, Riester usw.
    Und wie viel Geld hast du in Aktien investiert, und wie soll zukünftig die Prozentuale Aufteilung sein.
    Der Vanguard FTSE ALL WORLD ETF (A1JX52 ist ein guter ETF der in der ganzen Welt das Geld in fast 4000 Aktien anlegt. Davon werden 60% in den USA, 17% in Europa, 12,3 % in Asia, Pazifik und 11% in Schwellenländer investiert. Du hast also, wenn du diesen ETF kaufst schon eine Übergewichtung in den USA. Wenn du jetzt noch den S&P500 kaufst steigerst du diese starke Gewichtung noch und erhöhst das Risiko in deinem Portfolio. Du solltest ehr überlegen, ob du noch einen ETF dazukaufst, damit deine Schwellenländer besser repräsentiert werden.
    Und eigentlich kannst du einfach weiter sparen, bis du eine größere Summe angelegt hast. Im Moment ist von deiner Seite eigentlich kein Handlungsbedarf. Deine Sparraten sind dort bestens aufgehoben. Einfach weiteranlegen und schauen wie es dir mit deinem Depot geht, wenn es sich im laufe des nächsten Jahres sowohl positiv als auch negativ verändert.
    Take care,
    June

  73. @Domdidu
    Ich persönlich finde beide Indices die Sie ausgesucht haben sehr gut für ein sehr langes Investmentleben. Ich persönlich würde nur den All-World besparen. Basta. Das ist für mich passiven investieren. Alle großen Unternehmen werden dabei sein, egal wie es sich ändern wird zB mit China. Andere sind aktiver und setzen nur auf US S&P500, weil ja die Unternehmen weltweit Geschäfte machen in allen Währungen – so wie Sie schreiben. Auch gut & richtig. Zur Strategie: Ich finde es nicht schlimm bei 1000€ Sparrate die 2 überlappenden ETF zu besparen. Sie werden bestimmt nicht parallel laufen und bei ihrer Sparrate kommt nach ein paar Jahren doch relevante Summen zusammen. Ob 60:40 oder 70:30 ist nicht relevant. Ich weiss, das hilft Ihnen jetzt nicht weiter… Wichtiger ist, Sie fühlen sich langfristig wohl damit und bleiben dran würde ich sagen (siehe Tims Überschrift: Stur und stetig). Vielleicht kommen ja hier noch mehr Meinungen. Alles Gute!

  74. 42sucht21
    Für den Anleihenteil nutze ich einen ETF auf den Global Aggregate Index, um eine möglichst breite Streuung zu erzielen. Gibt es mittlerweile für wenige Basispunkte von ishares, Vanguard und SPDR.

  75. @ Domdidu
    Du kannst Deine ETFs einfach weiter besparen. Mit der Sparsumme wirst Du mit der Zeit ein gutes Vermögen aufbauen. Ich kenne mich mit Deiner Krankheit nicht im geringsten aus.
    Vielleicht kannst Du auch eine Beratung in Bezug auf den Vermögensaufbau nehmen. Es gibt beispielsweise andere Anlageklassen wie das selbstbewohnte Eigenheim. Diese unterliegen dem Schonvermögen. Zumindest wenn sie ein paar Dinge erfüllen. Vielleicht ist diese Anlageklasse für Dich sinnvoll?
    https://www.google.com/amp/s/www.spiegel.de/lebenundlernen/job/inklusion-behinderter-jurastudent-pioch-hat-klage-eingereicht-a-953302-amp.html

  76. @Kiev @Domdidu

    Ähnliche Gedanken (Beratung) hatte ich auch schon, aber dazu kenne ich mich auch zu wenig aus.

    Man hört immer wieder von sehr niedrigen Freigrenzen (auch wenn es um Altersvorsorge geht), die dann sehr unrealistisch seien. Raul Krauthausen hat sich dazu mehrfach geäußert vor ein paar Jahren. Stichwort Teilhabegesetz.

    Hier muss aber sicher ein Profi ran um das zu klären, nicht das Zuschüsse oder Leistungen die sonst über die Sozialversicherungen jeglicher Art liefen, nicht mehr bewilligt werden.

    Ich denke an solche Konstellationen: https://www.familienratgeber.de/rechte-leistungen/rechte/teilhabegesetz.php#hl9402

    Mit 50.000 EUR Vermögensgrenze ist in der Rente oder auch sonst wann nicht viel los. Klar besser als nix, aber auch nicht für viele Jahrzehnte ausreichend. Plus das man ja einen gewissen Mehraufwand rechnen muss für Pflege etc…

  77. # Gibt’s Wetten auf den US-Wahlausgang.
    Das ist das schöne am US-Wahlsystem, hopp oder top. Keine monatelangen Koalitionsverhandlungen zwischen Parteien, die die Wahl verloren haben und trotzdem die Regierung stellen wollen. Kein Regierungschef (wie in der EU), der gar nicht zur Wahl stand.
    Ich häng’ mich mal aus dem Fenster und sage, es wird sehr knapp (für Trump reichen) :-). Die Alternative wäre zwar “normaler”, ist aber zu nachteilig für viele Wähler: Steuererhöhung, innere Sicherheit, Jobs.
     

  78. Es würde mich nicht stören, wenn diese eichhörnchentoupierte, dummdreiste, egomanische Hackfresse nach der Wahl endlich aus den täglichen Nachrichten verschwindet  😉
     

  79. Die wirklich relevanten Wahlen in den Staaten sind eher die regionalen Wahlen – Washington ist dann doch weit weg.
    Ich hoffe und wünsche den Amerikanern, dass dieser Psychopath abgewählt wird und seinen Thron dann auch räumt. Wie so ein empathieloser, ungehobelter und gefährlicher Klotz überhaupt zu den Vorwahlen zugelassen werden konnte, ist ein Kuriosum. Dass vermeintlich integere Konservative diesen Mist mitmachen (siehe Ernennung Richter) zeigt wie Macht korrumpiert.
     
    Ich denke es wird sehr sehr sehr knapp. Ich habe mir aber extra frei genommen und werde mir die Wahlnacht antun. Ich will nicht wieder morgens aufwachen und realisieren das der Typ gewonnen hat.

  80. @ Domdidu, Kurt
    Falls es tatsächlich Grenzen wie 50k gibt finde ich dies bedauerlich. Es hilft aber nichts den Kopf hängen zu lassen oder blinden Aktionismus walten zu lassen. Manchmal muss man prüfen (lassen) was man wie realistisch erreichen kann und dann Gas geben. Es ist besser als sich bei falscher Richtung abzustrampeln. Ich versuche selbst auch 1-2 mal im Jahr meine Richtung zu überprüfen und eventuell korrigierend einzugreifen. Ich wünsche Dir Domdidu auf jeden Fall viel Erfolg bei dem Finden Deiner Strategie und auf Deinem Weg.

  81. @Domdidu
    Ziel ist es den kompletten Aktienmarkt mit seinen ca 10.000 investierbaren Werten so gut wie möglich abzubilden. Rational gesehen, dann ganz klar nur den Vanguard All World oder den Ishares MSCI ACWI IMI. Alles andere sind Wetten auf die Zukunft. Verändern sich die Gewichtungen an der Börse, Verändert sich auch automatisch der ETF. Sollte Amerika in Zukunft schlecht laufen möchte man keinen S&P500-ETF im Depot haben. (Unrealistisch? Japan hatte Ende der 1980er-Jahre einen Anteil von 40% im MSCI World/ jetzt 7,5%). Früher liefen Dividendentitel gut, dann waren mal die Ölwerte ganz groß, jetzt sind es die Techwerte. Morgen hat vielleicht China eine Gewichtung von 30%, Alibaba hat dann einen Börsenwert von 5 Billionen Dollar und Amerika ist auf 25% abgerutscht. Who cares, du bist dabei!

  82. Danke erstmal für die ganzen Tips.

    Ist nicht so das ich bisher nicht gespart habe, im Gegenteil Finanziell stehe ich ganz gut da.
    Sparbücher-Bausparer, Geld am Gehaltskonto sowie Tagesgeldkonto und Festgeldkonto.
    Sozusagen alles abgedeckt.
    Sollte ich meinen Job verlieren käme ich mit dem Geld einige Jahre über die Runden wenn ich meine derzeitigen Monatsausgaben einberechne.

    Aber wirklich reich oder sagen wir vermögend wird man aber mit “normalen” Sparen nicht vor allen die Inflation knabbert schön daran.
    Also habe ich mich entschieden in den ETF zu investieren.
    Ich werde auch bei diesem einen ETF bleiben, der doch alles abdeckt so wie es “kripofrankfurt” oben erklärt hat.
    Ja ich habe Vertrauen in die USA aber man weis tatsächlich nicht was in Zukunft so kommt und mit dem All-World bin ich doch überall dabei.
    Brauche mich um nichts kümmern und durch den Sparauftrag wird das automatisch erledigt.

    Der Grund wieso ich meine Finanzen jetzt neu Aufstelle sind die Erfahrungen aus meinem Umfeld jetzt während dieser Pandemie.
    Da gibts viele in meinem Alter (40+), Bekannte/Freunde/Familie etc die ich teils seit der Schulzeit oder noch länger kenne und die jetzt komplett am Rad drehen.

    Können Miete nicht zahlen, Job weg keine Reserven usw…
    Fangen wieder zum saufen an weil sie den Druck nicht packen.
    Aber komischerweise oftmals die die 2-3 mal im Jahr vorher in Urlaub gefahren sind, Thermenbesuche am Wochenende und ständig neue Autos auf Liesing hatten etc.
    Dachte schon ich mache irgendwas falsch oder ich bin zu knausrig, was die sich alles geleistet haben.

    Muss erwähnen das ich Österreicher bin und kein Deutscher.
    Aber ich glaube was das ganze Soziale angeht brauchen wir uns sowieso keine Illusionen mehr machen, diese Pandemie (kein Ende in Sicht) wird unsere Sozialstaaten komplett aussaugen.
    Da wird es nichts mehr zu holen geben in ein paar Jahren also muss man selbst Vorsorgen.

    Der Wohlstand den wir kannten und in dem wir teilweise aufgewachsen sind wird es nicht mehr geben.
    Man wird wohl froh sein das man irgendwie über die Runden kommt.

    Ja ich bin da pessimistisch, da wirds noch gewaltig krachen.

  83. Wenn es allein nach der Mehrheit der Stimmen in Amerika ginge hätte selbst H. Clinton gewonnen und auch Biden würde gewinnen.

    Das Wahlsystem ist undemokratischer aber einfach auch anders als es wir es gewohnt sind.

    Die Problematik ist aber auch, dass der Wirtschaftszyklus egal für welche US-Präsidenten in Kombi mit der Pandemie… irgendwann von der Realität eingeholt werden wird…

    Auch die Polarisierung welche schon vor Trump da war wird es danach geben. Er hat sie noch zusätzlich befeuert.

    Ich denke Biden wird gewinnen aber er wird es verdammt schwer haben.

  84. Hallo zusammen,

    hier gibts ja allerlei Diskussionen, die ich beantworten möchte:

    Claus schrieb:
    —–
    Wie geht man weiter vor, wenn die Aktie nach dem Nachkauf weiter fällt? Nachkauf 2, 3? Oder ein mentaler Stop für die ganze Position bei ? Oder ein Zeitlimit? Hierüber macht sich kaum jemand vorher Gedanken.
    —–

    Genau, da bin ich das Gegenteil der Masse:
    Ich habe alles in schriftlichen Regeln strukturiert.

    Allerdings sind meine Positionsgrössen in meinen Regeln extra nicht begrenzt.
    So habe ich derzeit eine Position, die über 50% meines realen Depots ausmacht.

    Aber alle Käufe, Nachkäufe und Verkäufe haben genau vordefinierte Regeln.

    -M schrieb:
    —–
    Versuche so viel wie möglich deines Nettogehaltes zu sparen (ohne dich komplett kaputt zu sparen – gönn dir auch spaß) in % gesehen.
    Mehr als 20% ist ein guter Wert, mehr als 50% ist mega gut.
    —–

    Ja, wobei das auf das absolute Gehalt ankommt:
    Wer in der Schweiz 3’000 CHF bzw. in Deutschland 1’500 EUR verdient, kann kaum 50% sparen.
    Zumindest nicht, wenn er eine eigene Wohnung mietet (nicht mehr bei den Eltern wohnt).

    Bei so niedrigem Einkommen ist schon 20% eine grosse Leistung.

    Wer aber 20’000 CHF (Schweiz) bzw. 10’000 EUR (Deutschland) verdient, kann sich minimal einschränken und locker 50% oder auch 70% sparen und kann immer noch gut vom Rest leben.

    Also gerade bei kleinen Einkommen ist ja das Problem, dass man möglichst viel sparen müsste, und dass 20% von einem sehr kleinen Einkommen nicht viel ist, aber viel mehr geht nicht.

    Da müsste man das Einkommen erhöhen, was aber in seltenen Fällen nicht möglich ist.

    Moe schrieb:
    —–
    Derzeit gehöre ich zu denen, die 7 Unternehmen haben. Werde aber mit der Zeit weitere Unternehmen hinzufügen.

    Gibt es hier im Blog eine Möglichkeit oder eine spezielle Ecke, wo man sich über einzelne Aktien generell austauschen kann oder muss man immer auf einen Artikel antworten wenn man sich unterhalten möchte?
    —–

    Ich hatte Tim schon vorgeschlagen, er könnte einen Beitrag zu einem Thema machen wie zB
    “Anhand welcher Kriterien wählt ihr eure Aktien aus?”
    oder auch
    “Diskussion über einzelne Aktien”.
    So könnte man die jeweilige Diskussion dort führen.

    Darum habe ich für mich ein Forum erstellt, statt einen Blog.
    Weil man so themenkonzentriert schreiben kann.

    Felix schrieb:
    —–
    Deutschland wird nächste Woche die 20.000er Marke überspringen
    —–

    Keine Sorge. Ich bin in der Schweiz. Wir haben durchschnittlich 7’000 Fälle pro Tag, bei 10 mal kleinerer Bevölkerung als Deutschland.
    Also selbst wenn Deutschland 70’000 neue Fälle pro Tag hätte, wärt ihr nicht schlechter als die Schweiz dran.

    Felix schrieb:
    —–
    Das ist das schöne am US-Wahlsystem, hopp oder top. Keine monatelangen Koalitionsverhandlungen zwischen Parteien, die die Wahl verloren haben und trotzdem die Regierung stellen wollen. Kein Regierungschef (wie in der EU), der gar nicht zur Wahl stand.
    —–

    Die Schweiz wiederum hat ein noch anderes System:
    Es sind mehrere Parteien in der Regierung, ABER es gibt trotzdem keine Koalitionsverhandlungen.
    Die Schweiz hat offiziell auch keine Hauptstadt, keinen Regierungschef und kein Staatsoberhaupt.
    Und wenn eine Gesetzesvorlage vom Parlament abgwiesen wird,
    sagt man bei uns auch nicht, die Regierung sei nicht mehr regierungsfähig,
    weil ihr die Mehrheiten im Parlament fehlt.

    Ich finde es sehr interessant, dass es kein anderes Land gibt, welches das schweizer Modell (auch mit den direkten Volksabstimmungen übernommen hat).

    Gerade bei der Gründung der Bundesrepublik Deutschland 1949 hätte man das politische System der Schweiz übernehmen sollen.
    Damit meine ich vor allem das Regierungssystem ohne Staatschef, ohne Regierungschef und mit gleichberechtigten Ministern aus verschiedenen Parteien.

    Es sorgt für viel mehr Stabilität.

    Die USA sind das Gegenteil.
    Obama macht was, Trump macht das Gegenteil, Biden macht das wieder rückgängig.
    Das gibt es hier nicht.

  85. Hallo Tim, du hattest mal erwähnt aus Bequemlichkeit immer im April Aktien zu kaufen. Aktuell jetzt alle 2 Wochen. Machst du das um den Coronacrash auszunutzen? Oder hast du ein bestimmtes Anlagesystem. Gruß Jürgen

  86. Hallo Tim, An den Märkten zeigt man sich derzeit sehr besorgt wegen des Coronavirus und dessen wirtschaftlichen Folgen. Das machte sich in den vergangenen Wochen auch an den Börsen bemerkbar. Was ist am besten zu tun?

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