Saint Petersburg: Ein russisches Weltkulturerbe, ich war kürzlich dort


New York, 16. Mai 2019
Saint Petersburg ist eine Reise wert. Wegen der vielen Paläste und Kirchen allein. Hier ist die Saint Isaac’s Kathedrale zu sehen. Enorme Granitsäulen zieren den Eingang.
In einem der vielen Paläste.

Ich war kürzlich in St. Petersburg. Die Tourismusbehörde lud mich ein. Ich war dort mit zehn anderen deutschen Journalisten beziehungsweise Bloggern. Es war ein wunderschönes Erlebnis. Die zweitgrößte Stadt Russlands ist voller Schätze aus der Zaren-Zeit. Was mir besonders gut gefallen hat: Du kannst dort wirklich günstig Urlaub machen, weil sich der Rubel vor einigen Jahren praktisch halbiert hat.

Ich war im 5-Sterne-Hotel Domina untergebracht. Das ist eine feine Adresse. Das Zimmer war riesig. Das Bad schön. Du findest das Hotel auf den bekannten Reiseportalen wie Travelocity, Expedia oder Hotels.com ab 149 Dollar für zwei Personen die Nacht. Das finde ich günstig. Es handelt sich um eine italienische Hotelkette.

Der Euro ist in Russland richtig viel wert. Das garantiert dir im Prinzip einen super günstigen Urlaub. Hier siehst du den Euro im Vergleich zum Rubel. Unsere Euros sind enorm viel Wert in Russland, ein Wechselkursschnäppchen:

Die Stadt mit ihren fünf Millionen Einwohnern hat 1703 Peter der Große auf einem Sumpfgelände nahe dem Meer errichtet. Das Fundament großer Bauten musste erst mit tausenden Baumstämmen stabilisiert werden, so dass die Gebäude nicht im Sumpf versanken. Die Stämme wurden senkrecht, einer neben dem anderen, ins Erdreich gestemmt. Früher hieß die Stadt Leningrad, zu Ehren von Lenin, dem Gründer der Sowjetunion. 200 Jahre lang war es die Hauptstadt des russischen Reiches.

Hitler hungerte die Stadt aus, er liess sie hermetisch abriegeln und bombardieren. Es war ein Grauen, was sich dort abspielte. 

Bis ins 20. Jahrhundert war es die Hauptstadt des russischen Kaiserreiches. Es ist ein enormes Kulturzentrum, die Innenstadt beherbergt 2.300 Paläste, Prunkbauten und Schlösser. 250 Kirchen findest du. Eine Stadtmauer wirst du nicht finden. Die vielen Flüsse dienten als Schutz. Sie ersetzten die Stadtmauer. Die Brücken konnten damals hochgezogen werden. So kam niemand in die Stadt. Früher musste jeder, der in die Stadt reiste, Zoll bezahlen. Das war eine schöne Einnahmequelle.

Seit 1991 ist es als ein Weltkulturerbe von der UNESCO geadelt worden. Angesichts der Vielfalt wird St. Petersburg mit Paris oder Venedig verglichen. Petersburg wird von massenweise Flüssen, Kanälen, Brücken durchkreuzt. Es hat ein nettes Flair. Es wird auch als die kulturelle Hauptstadt Russlands bezeichnet.

Der 462 Meter hohe Gazprom-Wolkenkratzer, auch Lakhta Center genannt, ist ein Blickfang. Es ist das höchste Gebäude Europas, direkt am finnischen Meeresbusen gelegen.

Als ich dort war, wehte ein eisiger Wind durch die Straßen. Weil die Metropole direkt am Meer liegt, lohnt es sich, warm anzuziehen. Es regnete häufig, dann war aber schnell wieder der blaue Himmel da. Es ist ein ständiges Wechselspiel des Wetters.

Es ist eine Atmosphäre wie zu den damaligen Zaren-Zeiten. Die goldenen Dächer, Figuren, die Pracht. Die Einheimischen erscheinen etwas farblos gekleidet, sie sind aber nett. Die Stadt ist ziemlich flach und die Aussichten sind überwältigend: Du kannst aufs Meer hinaus blicken. Du kannst die Paläste besuchen, um den Glanz und Glamour von damals zu spüren. Ein Reisender hat sicherlich ein Erlebnis. Besonders attraktiv sind die „weißen Nächte“ im Juni, wenn es nicht dunkel wird. Dann ist es draußen in der Nacht wie am Tag. 

Ein Muss ist der Catherine Palast und Park im nage gelegenen Ort Pushkin (24 Kilometer südlich von St. Petersburg). Im Palast kannst du das verschollene Bernsteinzimmer bestaunen, das der Gaskonzern Gazprom in jahrelanger Kleinarbeit originalgetreu nachbauen ließ. Mit Hilfe von alten Fotos wurden die Bernsteine Stück für Stück wie auf dem Original verarbeitet.  

Beeindruckt hat mich, wie bescheiden Zar Peter der Große gelebt hat. Er bevorzugte mit seiner Frau kleine Häuser mit niedrigen Decken. Er kochte dort gerne selbst. Etliche Arbeiten erledigte er – für neue Bauten skizzierte er zum Beispiel selbst die Pläne. Sein Haus war so klein, mich hat das total überrascht, als ich vor dem 60-Quadratmeter-Objekt stand. Heute brauchen die Menschen größere Häuser als ein Kaiser zur damaligen Zeit. Auch sein Haus am Sommerpalast (Schloss Peterhof) war klein und fein. Anstatt im Palast zu residieren, zog er kleine Behausungen vor. In den Schlössern mit ihren hohen Decken und den großen Sälen fühlte er sich nicht wohl.

So sehen die Wohnhäuser aus.

Zar Peter empfahl jedem, in seine Bildung zu investieren. Er brachte sich selbst enormes Wissen bei. Sein Leben lang wollte er lernen. Er war unglaublich wissbegierig.

Die großen Straßen haben ein Wohngebäude neben dem nächsten. Sie haben alle drei bis sechs Etagen. Sie sind gepflegt. Wahrscheinlich sind sie während der Ölbooms vor einigen Jahren renoviert worden, als es Russland richtig gut ging. Jedenfalls machen die Apartmenthäuser in der Innenstadt einen guten Eindruck. Baufällige Häuser sind rar. Allerdings habe ich keine Wohnung von innen gesehen. Ich kann mir gut vorstellen, dass sie geräumig sind. Die „Stalinhäuser“ mit ihren 3,50 Meter hohen Decken sollen besonders beliebt sein. Jene aus den 50er Jahren sollen „die besten Wohnungen sein“, hab ich gehört.

Du findest auf den Straßen so gut wie keinen Schmutz. Die U-Bahn ist eine der tiefsten der Welt, es geht 100 Meter tief hinab. Die Haltestellen sind extrem sauber – das kannst du mit der zugemüllten New Yorker Subway nicht vergleichen.

So sieht die U-Bahn aus.

Du siehst kaum irgendwo Farbe, die abblättert. In der U-Bahn kommen ständig neue Personenzüge an. Die Wartezeit ist minimal. Oben auf den großen Straßen gibt es reichlich Autoverkehr. Überall sind Blumengeschäfte zu sehen. Sie haben Tag und Nacht geöffnet, zu jeder Zeit. Denn in Russland ist es üblich, Streit in der Beziehung mit einem Blumenstrauß beizulegen.

Die großen Lebensmittelgeschäfte sind üppig mit zum Teil luxuriösen Essen ausgestattet. Alles, was du dir vorstellen kannst, findest du dort. Die Cafés laden zum Verweilen ein. Alles ist hier gut organisiert. So jedenfalls mein Eindruck. Die Eltern schicken ihre Kinder in moderne Schulen. Was Bildung und Kultur angeht, ist es ein wohlhabendes Volk. Ich war in der Oper. Das Mariinsky Theater ist eine moderne beeindruckende Eventstätte. St. Petersburg hat 85 Theater. Für Ballett und klassische Musik ist Russland weltbekannt. Es hat Stars wie Sergei Polunin hervorgebracht:

 

Wir sind zu einem Eisbrecher-Festival gegangen. Für die Einwohner sind die Schiffe lebensnotwendig. Im Winter muss das Eis aufgebrochen werden, um die Versorgungswege aufrecht zu halten. Die Menschen verehren die Schiffe. Die Einwohner feierten also ihre Eisbrecher mit Musik, Snacks und einer Besichtigung. 80 Prozent der Schiffe in Russland werden in den dortigen Werften gebaut. Es sind U-Botte, Eisbrecher, Lieferschiffe, kleine Passagierschiffe, Atom-Eisbrecher… Der Hafen belegt den 9. Platz nach Japan, China etc.

 

Unsere Reisebegleiterin war Olga Vanyashova. Sie hat uns die Sehenswürdigkeiten super erklärt. Sie hat die Tour gut organisiert. Oft konnten wir die langen Schlagen an den Eingängen abkürzen. Sie macht auch mit kleinen Gruppen oder Familien Touren durch die Stadt zu fairen Konditionen. Ich kann sie guten Gewissens empfehlen. Sie mag Deutschland und ist von der Schweiz hellauf begeistert.

Unsere Reisebegleiterin Olga. Immer gut drauf. Sie spricht fließend Deutsch und kennt sich wie ein Lexikon aus.

Wer nach Russland reist, muss ein Visum beantragen und eine Auslandskrankenversicherung abschließen. Das ist zugegeben etwas nervig und kostet einiges. Aber es ist es in meinen Augen wert.

Die Faberge-Kunsteier eines russischen Oligarchen

Wir haben die Kunsteier von dem Juwelier Carl Faberge bestaunt. Russlands Öl-Oligarch Viktor Vekselberg hat neun Eier für 100 Millionen Dollar von der amerikanischen Verlegerfamilie Forbes aufgekauft. Er hat seine Sammlung in seinem Faberge-Museum in St. Petersburg ausgestellt. Der Milliardär wollte vermeiden, dass immer mehr Stücke von Faberge in aller Welt verstreut sind.

Hermitage: Eines der größten Museum der Welt

Einen ganzen Tag brauchst du mindestens im Hermitage-Museum. Es hat eine enorme Kunstsammlung. In 350 Sälen sind über 60.000 Exponate ausgestellt. Der Gebäudekomplex, der das Museum beherbergt und zu dem der berühmte Winterpalast gehört, wird als Hermitage bezeichnet. Es befindet sich am Ufer des Flusses Newa. Zur Sammlung gehören auch Privatstücke der Zaren, die sie über Jahrhunderte zusammen getragen haben. Wenn es regnet oder schneit, ist das Museum der perfekte Ort.

Restaurants: günstig und lecker

Wir waren in etlichen Restaurants, die ich im Grunde alle empfehlen kann. Das erste war die Bibliotheka. Imposant war der Russische Vodkaroom No. 1, zur urigen Gaststätte gehört ein Wodkamuseum. Touristen gefällt das Ambiente mit den Wodka-Testrunden. Im Chateau Vintage kannst du für 10 bis 18 Dollar lecker speisen. Was will man eigentlich mehr? Im Imbiss Frank hat es lecker geschmeckt, ideal für ein kleines Budget. Für ein paar Euro kommst du auch beim russischen Restaurant Mari Vanna eine leckere Mahlzeit. Mein vegetarisches Menü war vorzüglich: Cremige Pilzsuppe und Rote-Beete-Salat.

Frühstück im Edelhotel Domina.

Wenn du in Russland bist, gehst du vielleicht in eine Banja, in ein russisches Badehaus, in dem man wunderbar entspannen kann. Die Banja heizt ihren Gästen ordentlich ein. Deine Haut wird anschließend wie bei einem Neugeborenen sein (haha).

Mit Instagram um die Welt reisen und finanziell frei werden

Mit auf der Reise dabei war Johannes Hulsch aus Leipzig. Seinem Instagram-Profil folgen 329.000 Menschen. Reisefotograf Hulsch lebt von seinen Instagram-Profil. Ich finde das beeindruckend. Er ist rund um den Globus auf Achse.

Daniel Tonijais aus der Münchener Gegend ist ein weiterer Instagramer mit vergleichbar vielen Followern. Fotograf Jörg Nicht aus Frankfurt lernte ich in Russland ebenfalls kennen, er hat die 500.000er Fan-Schwelle überwunden, er lebt auch von seinem Instagram-Erfolg. Es ist faszinierend, was für erfolgreiche Existenzen in den sozialen Medien möglich sind. Jörg fing früh mit Instagram an, er war einer der ersten. Das war eines der Erfolgsgeheimnisse.

Natürlich fliegt einem der Erfolg nicht zu. Diese Reisefotografen stehen extrem früh auf. Sie gehen auf Dächer und in Hinterhöfe. Wenn die Sonne aufgeht, schlägt ihre Stunde. Sie sind ständig auf der Jagd nach dem perfekten Foto. Am Nachmittag/Abend zur „blauen Stunde“, wenn die letzten Sonnenstrahlen den Himmel illuminieren, stehen sie ebenfalls unter Strom.

Ähnlich war das mit Michael Schulz aus Berlin. Er verdient wie die anderen seine Brötchen mit seinem Erfolg auf Instagram. Zu seinen Kunden gehören (und gehörten) Star Alliance, Lufthansa, Marriott, Porsche, Sonos, Levi’s, Huawei und andere. Er hat seine Freundin aus Singapur geheiratet, sie suchen sich gerade eine Wohnung in Berlin zusammen. Um die Welt zu reisen mit finanzstarken Sponsoren, das ist eine Form der finanziellen Freiheit. Ich finde das super. Sehr freundlich waren die Blogger und Journalisten. Auch die Einwohner, das Tourismusbüro und unsere Reiseleiterin waren entgegenkommend und super nett. Es hat mir sehr viel Spass gemacht.

Um es noch mal klipp und klar zu sagen: Die Reise wurde nahezu vollständig vom kommunalen Tourismusbüro für Influencer und Journalisten gesponsert. Ich werde aber selbstverständlich zurück nach Russland kehren. Und meine eigene Privatreise dorthin machen, es ist faszinierend. Was mich überrascht hat: Die Amerikaner reisen kaum nach Russland. Dabei könnten sie vom starken Dollar profitieren. Sie könnten dort einen Urlaub wie Gott in Frankreich verbringen.

Reisefotograf Jörg Nicht aus Frankfurt. Er hat auf Instagram über 500.000 Fans. Er ist rund um den Globus unterwegs.


Fotograf Michael Schulz aus Berlin. Er hat zahlreiche Auftraggeber. Ein Vollblut-Profi, der von den sozialen Medien lebt.

Fotograf und Model Daniel Tonijais mit seiner Freundin @Nathaliela
An unserem letzten Tag kurz vor der Abreise. Noch ein Mittagessen in einem gemütlichen russischen Restaurant gegessen mit einigen Einheimischen an den Nachbartischen. Links ist Fotograf Michael Schulz und rechts Johannes Hulsch zu sehen.
Die Stadt liegt am Meer und wird von Flüssen und Kanälen durchkreuzt. Finnland ist nicht weit.


tim schaefer (Author)

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thoughts on “Saint Petersburg: Ein russisches Weltkulturerbe, ich war kürzlich dort

  1. AvatarJamirael

    Sonst überfliege ich meist viele Blogeinträge *hust*
    Diesen habe ich tatsächlich verschlungen.
    Danke für diesen sehr interessanten Bericht.

  2. AvatarFit und Gesund

    Ja, danke für diesen sehr interessanten Reisebericht. Und dann noch eingeladen, das gönn ich Dir aber von Herzen.  🙂  Gab es da auch Blogger aus der Finanzszene? 

  3. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Jamirael

    Danke. Das freut mich.

    @ Fit und Gesund

    Nein, es waren überwiegend Reiseblogger und Fotografen von Instagram. Und noch zwei, drei Reisejournalisten. Beatrice Grundheber aus Berlin war noch mit dabei. Sie ist super lustig, immer gut drauf: 

    https://www.instagram.com/bealinograd/

    Ich hab ja nun fast alle erwähnt. Es fehlen noch (mit ihnen habe ich lange geplaudert):

    Sascha Ihns vom Reise- und Luxusportal:

    https://Luxspots.de

    Gerald Ueberscher von:

    https://www.reisetravel.eu/

  4. AvatarChris k.

    Wow sehr interessant und sehr viel Info!!!! Danke für den Tipp.. Guter heim Flug.

  5. Avatarsteve

    @ Tim bin der Meinung das Sankt Petersburg im vergleich zu Moskau die schönere Stadt ist. Falls du diesmal  keine Stadtrundfahrt per Schiff gemacht hast, kann ich dir das beim nächsten mal empfehlen. Bei mir wars 2 mal so das wir genau mit der Abenddämmerung auf der Newa vor der Eremitage gelandet sind. Dadurch werden die ganzen Goldkuppeln die tagsüber schon auffällig sind in ein ganz besonderes Licht gerueckt.

  6. AvatarChristian

    Hallo Tim, ein schöner Beitrag. Meine Eltern waren auch schon dort und haben sehr geschwärmt. Mal sehen, ob ich es auch mal schaffe. Zugegeben: St. Petersburg steht nicht ganz oben auf der Liste – vielleicht jetzt ein bisschen weiter oben… 🙂

  7. AvatarBruno

    St. Petersburg ist ja die heimliche Hauptstadt. Aus Investorensicht ist für mich Russland einfach nicht durchsichtig, einerseits ist das Potential riesig, andererseits bekommen sie es einfach nicht wirklich hin. Hinter der Fassade sieht es leider nicht überall gut aus, die Armut ist gross. Es gibt 2 Seiten. Ich bin nur über einen Emerging Markets ETF investiert.
    Habe die Bilder auf Facebook angeschaut Tim, dabei musste ich ab dieser Espressotasse schmunzeln von Illy, die kommt von einer Kaffeefamilie aus dem Zürichsee wo ich wohne 😀 Anscheinend mag man den Kaffee auch in Russland.
    Aber eines muss man ihnen lassen, sie haben den Lauf der Zeit verstanden was Standortmarketing betrifft.

  8. AvatarInsider

    Tim wie kommst du als Finanzblogger zu der Ehre eingeladen zu werden ? 
     
    Jedenfalls danke für den tollen Bericht .beim nächsten Städte Trip wird st. Petersburg jedenfalls in die engere Auswahl kommen . Bzgl Visum und Flug muss man sich natürlich noch genauer informieren. 

  9. Avatarchn

    Die Frage von Insider interessiert mich auch. Wie ist es dazu gekommen? Und warum macht die Tourismusbehörde das? Haben die irgendwas dazu gesagt? Hast du solche Einladungen auch schon aus anderen Ländern bekommen?

  10. AvatarHilda

    Endlich ein Thema, wo man hoffentlich mal nicht auf einen Eintrag über Immobilien a la Nico Meier stoßen wird!
    Gruß Hilda

  11. AvatarEric

    Sorry, gefällt mir diesmal gar nicht. Im Grunde ist das lediglich ein Werbeartikel, auch wenn du das natürlich offen kommunizierst.

  12. AvatarInsider

    Tim erreicht mit seinem Blog auch einige Menschen und wahrscheinlich Menschen, die nicht  unbedingt den Reisebloggern folgen . 
    Wie mich z.b. und bei mir ist eine Stadt von “ ja gibt es halt irgedwo in Russland “  aufgestiegen zu “ da könnte man auch Mal hin die nächste Zeit “  😉 
     
    Trotzdem sind wir natürlich gespannt zu erfahren ,  wie sie gerade auf dich tim gekommen sind.

  13. AvatarGainde

    @ Tim
    D.h. im nächsten Beitrag machst du eine Analyse zu Gazprom? 😉 Sehr gut geschrieben.

  14. KievKiev

    @ Tim
    Toller Reisebericht. Ich finde ähnlich zu Bruno die Marketingidee hervorragend. Ich gehe gerne mal andere Wege. Wer sich fragt warum Tim eingeladen wurde kann den Reisebericht noch einmal lesen. Worüber schreibt Tim, wer ist seine Zielgruppe? Ich habe Wahrschau auch als Ziel anvisiert. St. Petersburg ist mir durch den Bericht jetzt noch mehr aufgefallen. Die UBahnen kannte ich schon von Bildern. Ist nur etwas weit für eine Fahrt mit dem KFZ.
    Ich erwarte ja bald eine kleine Ausschüttung von Gazprom. Vermutlich in Rubel. Bin mir noch nicht sicher. Wenn ich die direkt hier ausgeben könnte. Ein Bericht zu Gazprom würde mir auch gefallen. Am meisten gefallen mir sehr dividendenstarke unterbewertete Wachstumswerte. Bei CVS bin ich leider noch immer oder wieder unter Druck, MMM ebenfalls. Aber ich sehe es langfristig positiv.
    VWL Riester
    Meine Frau hat noch von der Allianz einen ruhenden Riester Vertrag. Hier liegen knapp 5000€ drinnen. in 25 Jahren gibt es garantiert um die 7500€. Ich würde lieber die heutige Summe in Allianz Aktien investieren. Hier müsste man dann aber bei Entnahme das Geld als Einkommen versteuern, oder? Vielleicht geht hier auch die Fünftelregelung? Ist echt schade, dass man so etwas nicht umschichten darf. Die Allianz Aktien wären ebenfalls für die Ewigkeit gedacht. Also aus Sicht der Vorsorge gibt es keinen großen Unterschied. Es gibt keinen Anbieter bei dem man so etwas umschichten kann? Die Dividenden dürften auch reinvestiert werden.
     

  15. AvatarA

    Ja, schließe mich an. Sehr interessante Geschichte. Russland wird bei uns in D ja etwas tabuisiert und als „Feind“ dargestellt, schade.
    Denn Deutschland ist einer der wichtigsten Handelspartner von Russland und umgekehrt beziehen wir auch einen Großteil des Gases von Russland.
    Gruß
    A.
     

  16. AvatarS1342

    @A sehe das genau so.Die westliche Propaganda ist absolut falsch, wird leider von vielen aber geglaubt. Viele unterstützen die derzeitige Politik auch nicht. Die Menschen dort sind sehr warm, nett und hilfsbereit. Man muss einfach mal da gewesen sein. Mir hat es ein bisschen die Augen geöffnet, auch wie einige Menschen dort leben. Für mich sind sie wirkliche Überlebenskünstler. Da ist man ziemlich verwöhnt als Deutscher. Ich habe Dinge mehr zu schätzen gelernt, nachdem ich mal da war. Die Schere zwischen arm und reich ist vergleichbar mit Amerika auf DE bezogen, schon viel weiter fortgeschritten.

  17. AvatarDaniel

    Meine Frau hat noch von der Allianz einen ruhenden Riester Vertrag. Hier liegen knapp 5000€ drinnen. in 25 Jahren gibt es garantiert um die 7500€. Ich würde lieber die heutige Summe in Allianz Aktien investieren. Hier müsste man dann aber bei Entnahme das Geld als Einkommen versteuern, oder? Vielleicht geht hier auch die Fünftelregelung? Ist echt schade, dass man so etwas nicht umschichten darf. Die Allianz Aktien wären ebenfalls für die Ewigkeit gedacht. Also aus Sicht der Vorsorge gibt es keinen großen Unterschied. Es gibt keinen Anbieter bei dem man so etwas umschichten kann? Die Dividenden dürften auch reinvestiert werden.
    Keinen großen Unterschied? Die Anlage eines Riester-Vertrags findet auf Aktien-Ebene nie in Einzelpositionen statt. Also ein völlig anderes Anlage-Universum. Bei Riester ist der eingezahlte Beitrag garantiert…also ganz anderes Produkt. Bei Einzelaktien-Ansparen kann der Wert gegen null gehen, bei Riester nicht. Bei Riester besteht „Ewigkeitsauszahlung“, bei Allianz in Form von Einzelaktien kann der Wert entweder null sein oder die Dividende jederzeit aussetzbar. Ich würde mal kurz zusammenfassen, ein völliger Äpfel mit Birnen vergleich 😉

  18. Avatar42sucht21

    @ Kiev –  ruhenden Riester Vertrag mit 5000€ – in 25 Jahren gibt es garantiert 7500€. Was tun?
    Riester ist ja ein sehr komplexes Produkt und ohne ganz viele Details zu genau diesem Vertrag Ihrer Frau und zu der persönlichen Situation kann man wenig sagen und es können natürlich ganz viele verschiedene Wege sinnvoll sein.
    Ihre Beiträge (inklusive der Förderung) der ersten vermutlich 3-5 Jahre sind ja sowieso durch die hohen Gebühren & Provisionen bereits verloren. Eine Vertragsauflösung wäre ja förderschädlich und Sie müssten von den 5k bisher erhaltene Vorteile zurückgeben. Was bleibt Ihnen dann noch für die neue Geldanlage übrig? Andererseits ist die garantierte Verzinsung ja nur ca. geringe 1,65%. Bei Rentenverträgen geht es ja nicht nur um Rendite und der Ertrag kann natürlich höher ausfallen als der Garantiebetrag. Wie @Daniel schreibt ist eine Geldanlage in eine Einzelaktie anstatt eines garantierten Rentenvertrags natürlich etwas ganz anderes und ich würde es nicht empfehlen. Die Beibehaltung auch eines schlechten Riesters kann unter dem Gesichtspunkt Risikodiversifizierung zum sonstigen Vermögen und Absicherung Langlebigkeitsrisiko durchaus Sinn machen denke ich.

  19. AvatarCorcovado

    @kiev
    Vielleicht wäre der Wechsel in einen anderen Riester-Vertrag eine Option. Ich habe einen bei fairr.de abgeschlossen und mein bisheriges Guthaben von der DWS dahin transferiert. 
    Bei Fairr werden ETF´s bespart. Die Kosten sind sehr niedrig und Abschlussprovisionen gibt es nicht. Kannst dich ja gerne mal über deren Webseite informieren, falls das in Frage kommt. 🙂
     

  20. Avatar42sucht21

    @fairr Riestern
    Der Anbieter wird ja zur Zeit oft genannt und ist beliebt. Mir erschließt sich nicht, warum ein fair genannter Anbieter nicht wirklich Banksparpläne für Riester anbietet (Sutor ist ja sogar selber eine Bank…). Zu wenig Gebühren natürlich. Außerdem finde ich ein Garantieprodukt (Riester) passt strukturbedingt nicht gut zur Börse.
    Vor einiger Zeit habe ich mal gelesen, die Gebühren bei fairr für Riester-Depotgrößen um 5k betragen bei ca. 1,5%.  Ob das stimmt kann ich nicht sagen.
    Wenn man von großen Anbietern wie DWS oder Allianz kommt, dann sollte man auch wissen, dass man hier mit den Unternehmen Sutor Bank und der Versicherung mylife einen Vertrag über 30+ Jahre für seine Rente abschliesst. Die mylife hat bisher folgende Geschichte:
    (Fortis Holding in der Finanzkrise -> 2010 Ageas Holding -> Ageas Insurance International -> Ageas Deutschland Lebensversicherung -> 2012 Verkauf an Private Equity Fonds Augur Capital und Umbennung in myLife Lebensversicherung AG -> 2019 im Zuge einer Secondary Transaktion auf Fondsebene veräußert Augur Financial Holding Sechs GmbH & Co. KG an den schweizer Investor Inlife Holding Deutschland GmbH & Co. KG -> 2019 umbenannt in Swiss Insurevolution Partners Holding Deutschland Verwaltungs GmbH https://investor.augurcapital.de/de/portfolio/ und  https://www.northdata.de/Inlife+Verwaltungs+GmbH,+M%C3%BCnchen/HRB+240283
    Ich persönlich möchte mich nicht auf solche Unternehmen verlassen müssen bei einem langfristigen und wichtigen Thema wie Rente.

  21. AvatarCorcovado

    @42sucht21
    Die Gebührenstruktur habe ich jetzt leider nicht vorliegen. Diese sind jedoch gestaffelt. Ab 10.000€ Anlagevolumen fällt die jährliche Gebühr auf etwa 0,5%. 
    Ich habe meinen frei gewählten Auszahlungsbeginn auf meinen 83. Geburtstag gelegt. Das ist das maximal mögliche. Das garantiert mir, solange wie möglich in aktienbasierten ETF‘s, statt Renten-Etf‘s zu sein. 20 Jahre vor Beginn der Auszahlung, wird das Verhältnis zu Gunsten der Renten-Etf sukzessive erhöht (jährlich ansteigend). 
    Ich habe vor, den Riester mit 63 Jahren zu kündigen (natürlich förderschädlich) und somit über das Guthaben sofort zu verfügen. Zulagen und Steuervorteile werden zinslos zurückgezahlt, waren jedoch eine entscheidende Hilfe für den Vermögensaufbau über dieses Vehikel.
    Von der Versicherung halte ich nämlich ebenfalls nicht viel. 
    Dieses Procedere setzt dann natürlich eine gewisse Selbstdisziplin voraus, um das Geld dann erneut sinnvoll anzulegen um seine Rente zu verbessern. Denkbar wäre hier ein Entnahmeplan über einen breit gestreuten ETF.
    Es ist nur meine gedachte Vorgehensweise und nicht als grundsätzliche Empfehlung zu verstehen.
     
    Ich wünsche der Community ein relaxtes Wochenende
     

  22. KievKiev

    @ 42sucht21 / Corcovado
    Fairr habe ich mir damals einmal angesehen. Ich möchte eigentlich gar nichts mit Riester. Dieser Vertrag ist nur eine Altlast meiner Frau. Wozu macht eine Versicherung oder Absicherung Sinn? Achtung meine Frau und ich werden zwei Dekaden vor dem Renteneintritt FF erreichen. Wir werden dennoch weiter arbeiten. Ich werde die Arbeitszeit auf eine 4 Tagewoche reduzieren. Ansonsten wird sich nicht viel ändern. Rentenansprüche und diese Riesterrente und eine Metallrente in ähnlich geringer Höhe habe ich nicht für die FF Berechnung beachtet. Aktien sind aktuell leider noch ein kleiner Teil des Vermögens. Mit Mieteinnahmen erziele ich das höchste passive Einkommen. Folglich ist das Geld bereits risikoarm angelegt. Die zwei Gehälter bringen weitere Sicherheiten.
    Es ist wie ich bereits befürchtet habe nicht möglich auf Aktien umzuschichten. Dann muss ich mir einmal ausrechnen was das Auflösen für Kosten verursacht. Die entgangene Rendite ist schließlich nicht zu verachten. Die Allianz gefällt mir schon. Aber ich möchte lieber Teilhaber als Kunde sein. Ich versichere lieber andere.
    @ Daniel
    Äpfel oder Birnen sind mir gleich. Ich habe nur ein Obstkörbchen gesucht. Das gibt es wohl nicht.

  23. KurtKurt

    @Tim
    interessanter Bericht. 🙂

    Pass nur auf das sie Dir bei anderer Gelegenheit mal nicht den Pass klauen, weil die Einladung doch nicht so offiziell war, wie gedacht.

    Einen aktuellen Bericht einer Instagram-„Influencerin“ über Betrüger die es auf Pässe abgesehen haben, findest Du u.a. hier bei einer Türkei-Einladung:

    https://www.augsburger-allgemeine.de/panorama/Betrueger-stehlen-Influencern-in-Antalya-die-Paesse-id54260896.html (ohne Paywall)

    https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/betrueger-locken-influencer-in-die-tuerkei-16180952.html (Achtung: FAZ Paywall)

  24. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    Danke für den Zuspruch und die Kritik.

    @ Bruno 

    Illy Kaffee kommt aus Italien, von einem Familienbetrieb, der auf Nachhaltigkeit großen Wert legt. Ich hab schon eine Präsentation des Managements bei Bloomberg gesehen. Das war beeindruckend. Die Familie macht sich Sorgen um die Erderwärmung. So werde der Kaffeebohnenanbau immer schwieriger.

    @ Insider

    Ich bin mir nicht ganz sicher, wie sie auf mich gekommen sind. Ich glaube, über eine Datenbank mit Journalisten. Sie wollten dann die Zugriffszahlen des Blogs wissen. Das hat dann alles gepasst.

    @ Kurt
    Danke für den Hinweis. Ja, die Influencer müssen aufpassen.

  25. AvatarBruno

    @Tim
    https://www.illycafe.ch/tradition/
    Pioniere der Kaffekunst
    Illycafé ist seit je her ein klingender Name in der Welt des Gourmetkaffees. Das Traditionsunternehmen am Ufer des Zürichsees wird 1939 vom Basler Carlo Seitz sowie den Triestinern Francesco Illy sen. und Roberto Hausbrandt sen. gegründet. Die Mehrheit der Beteiligung ist seit Anfang an beim Schweizer Carlo Seitz. Er machte den Betrieb in der Schweiz zur feinsten Adresse des Schweizer Kaffeemarktes. Das nötige Handwerk eignete er sich in Triest (Italien) an.
    In den 1960er Jahren verkaufte Dr. Ernesto Illy seine Anteile und schied damit aus der Illycafé aus. Dennoch behält Illycafé AG Thalwil die Rechte an der Schweizer Marke Illy. Heute führt Riccardo Seitz das Unternehmen in zweiter Generation zusammen mit Direktor Erich Isler und beschäftigt rund 25 Mitarbeitende.

    Habe ich wohl verwechselt, denke ist nur ein Ableger aus Italien, muss mich da mal einlesen 😉 da hier eben auch geröstet wird, aber vermutlich nur für den Inlandbedarf…

  26. Freelancer SebastianFreelancer Sebastian

    @ Corcovado / 42sucht21 / Kiev

    Faszinierend. Genau zu diesem Thema wollte ich heute einen kurzen Beitrag mit Bitte um Ratschläge der Leserschaft schreiben.

    Wir haben vor 9 Jahren einen Riestervertrag bei der DWS (TopRente Dynamik) für meine Frau abgeschloßen. Einfach um die Zulagen (mittlerweile immerhin 824€ jährlich) mitzunehmen.

    Gestern kam die jährliche Abrechnung. Wenn ich die selbst eingezahlten Beiträge mit dem aktuellen Wert der Papiere ins Verhältnis setze, komme ich auf eine Rendite von 19,9% p.a. So weit so gut.

    Natürlich nerven die Gebühren. Wir haben immer mal mit einem Wechsel zu einem Riester-ETF geliebäugelt, es aber aus Bequemlichkeit sein lassen.

    Nun musste ich aber feststellen, dass die DWS die Aktienquote schon auf 32% runtergefahren und einen Sicherheitsbaustein von 68% Rentenpapieren aufgebaut hat und das, obwohl meine Frau noch über 25 Jahre (!) bis zur Rente hat. 

    Schon klar, die DWS muß für die eingezahlten Beträge garantieren und hat da ihre Rechenmodelle, aber nur noch ein Drittel Aktien, bei über zwei Dekaden Zeit?!

    Das finde ich voll daneben. Was da an Rendite verschenkt wird.

    Fairr.de habe ich schon länger auf dem Schirm. Die Depotkosten entsprechen denen von der DWS (wenn man dort die Vertriebs- und Abschlußkosten hinzuaddiert). Die Fondskosten (0,25%) und die Gebühren (0,5%) – fairr und die Sutor Bank wollen schließlich etwas verdienen – sind auch nicht höher als die über 1%, die für die DWS TopRente anfallen.

    Zudem muss man sich vor Augen halten, dass das DWS-Ding eigentlich ein Dachfonds ist, möchte nicht wissen, was da noch an Kosten für die ganzen Fonds unter dem Dach flöten geht.

    Was mich aber nun überzeugt: Der fairriester  hat bis 20 Jahre vor Rentenbeginn eine 100%ige Aktienquote. Selbst zehn Jahre vor Rentenbeginn liegt die Quote noch bei 50/50 zu Renten.
    Unter Renditegesichtspunkten passt das schon eher ins „Weltbild“.

    Aber muß man da nicht auch skeptisch sein? Warum rechnet die DWS so konservativ, während die Sutor Bank auch bei großen Aktienquoten die Beiträge scheinbar garantieren kann? Kann es diese kleine Bank im Worst-Case nicht auch weghauen? Was, wenn sie große Summen garantieren müssen, die Börsen aber  – und damit auch die Papiere – über Jahre tief in den roten Zahlen stehen?

    Zudem schnalle ich das mit der Versicherung nicht ganz. In wie fern ist da mylife im Boot?

    An @Corcovara hätte ich speziell die Frage, ob alles beim Übertrag geklappt hat. Die Zulagen sollen nicht verloren gehen. Fairr bietet ja an, sich um alles zu kümmern. Kündigen werden wir bei der DWS nicht. Hast du auch die Wechselkosten erstattet bekommen?

    Vielen Dank für sachdienliche Hinweise.

  27. Avatarchn

    @S1342:
    Die westliche Propaganda ist absolut falsch, wird leider von vielen aber geglaubt.
    Wenn jemand weiß, wie Propaganda geht, dann ist das die russische Regierung. Alleine die nachgewiesene Wahlbeeinflussung in den USA über die sozialen Medien spricht Bände. Wir haben hier bald Europawahl. Naiv zu glauben, dass sie das hier nicht auch versuchen.
    Deswegen hätte mich auch Tims Ansicht als Journalist dazu interessiert, warum die russische Tourismusbehörde offenbar Influencer und Blogger einlädt.

  28. AvatarBruno

    @chn Ja die grüne Welle wird den Russen kaum gefallen, wollen ja weiterhin Öl und Gas nach Europa exportieren, da sind dann alle Mittel recht. Aber Propaganda gibt es sicherlich auf beiden oder allen Seiten. Immer gut mehrere Seiten sich anzuhören oder lesen. Die Wahrheit bleibt geheim 😀

  29. KurtKurt

    Bzgl. Riester-Rente und Versicherung:

    So wie ich das Konzept (generell) verstehe, braucht man ab Verrentung der Riester-Rente immer ein Versicherung.

    Also nach Ende der Ansparphase geht der zu verrentende Betrag an eine Versicherung, es wird in einen Versicherungsvertrag umgewandelt und die Versicherung zahlt dann die monatliche Rente bis zum Lebensende.

    Deshalb fallen dann (Umstellung von Ansparung auf Auszahlung/Versicherung) Gebühren bzw. Kosten für die Versicherung an. Entweder entnimmt man einen Anteil selbst und lässt nur den „Rest“ zwangsverrenten oder es wird alles verrentet.

    Diese Versicherung garantiert dann die Auszahlungen eines monatlichen Betrag X bis zum Lebensende. Und die Versicherungs-Umschichtung greift immer egal ob davor ein Fondssparplan, ein Banksparplan oder was auch immer lief.

    (Von einer Vorabnutzung zur Immofinanzierung mal abgesehen, aber dann muss man die Immo meines Wissens nach auch spätestens im Alter (oder ein „getauschtes“ Gegenstück) auch wirklich selbst nutzen. Und diese Nutzung nachweisen.)

  30. AvatarMax

    Ich hab 2005 einen Aktien- Riester bei der Union Invest abgeschlossen, weil ich es damals nicht besser wusste. Mitten in der Finanzkrise haben sie alle Aktien verkauft und in Anleihen umgeschichtet. Ich hatte damals noch ca. 25 Jahre bis zur Rente. Aktiensparen und Riester-Garantieauszahlung passt aus meiner Sicht nicht zusammen. Mitten im Crash sagt das Computerprogramm, dass verkauft werden muss, um für den Anbieter kein Risiko in Bezug zur späteren Auszahlungsverpflichtung einzugehen. Mir ist es ein Rätsel, wie das noch empfohlen werden kann.

  31. KievKiev

    @ Freelancer Sebastian
    Meine Frau hatte gerade ein Schreiben der Allianz bekommen. Da hatte ich doch glatt einmal geprüft wie viel Geld man im Monat an Dividenden für die Auszahlsumme erhalten würde. Es ist mehr als die monatliche Auszahlung. Somit würde ich die Einmalauszahlung bevorzugen. Am Ende sind die Anteile bei der monatlichen Rente weg. Da habe ich lieber Aktien mit Ausschüttung. Es sind natürlich Äpfel mit Birnen verglichen, aber die Sicherheit benötigen wir nicht. Es erstaunt mich immer wie wenig man am Ende bei vermeintlich sicheren Modellen erhält. Es kommt natürlich auf die eigene Situation an. Mehrere Standbeine sind natürlich von Vorteil.

  32. AvatarDaniel

    Mir ist es ein Rätsel, wie das noch empfohlen werden kann.
    Wie gesagt, Frau mit 2 Kindern, nimmt sich eine Arbeitspause. Sockelbeitrag IM JAHR 60 Euro, volle Förderung von 175€ durch Zulagen, jeweils 300€ pro Kind, also 775€ staatliche Förderung bei 60€ Einzahlung im Jahr. Nenn mir bitte ein anderes Werkzeug dass das schafft. Und ja…Riester ist nichts für die Schublade das man abheftet und dann vergisst. Ändert sich die Fördersituation muss man entsprechend den Vertrag ruhen lassen, hat aber bereits gut davon profititiert.
    Diese Möglichkeiten pauschal abzustempeln deutet eher darauf hin sich nicht richtig mit der Materie auseinandergesetzt zu haben, was aber dabei leider nunmal notwendig ist. Und ja, auch dies ist hier sehr vereinfacht zusammengeschrieben, weil es auch da wieder sehr viele Ausnahmen/Abweichungen gibt.

  33. AvatarCorcovado

    @Freelancer Sebastian:
    Der Übertrag hat vollkommen unkompliziert und in voller Höhe funktioniert. Alles Zulagen bleiben unangetastet. Letztendlich unterschreibst du deinem neuen Riester-Anbieter eine Vollmacht und der kümmert sich in deinem Sinne um das Administrative.
    Ich hatte zuvor auch bei der DWS die TopDynamik Rente, die auch ein Vorschreiber hier bereits erwähnte. 
     

  34. Freelancer SebastianFreelancer Sebastian

    @ Max

    Richtig. Diesen prozyklischen Unsinn hat die DWS natürlich auch verzapft.  2015/2016 wurde schön zu Tiefstpunkten von Aktien zu Renten umgeschichtet.
     
    Ich konnte es mir nicht nehmen lassen, bei der DWS anzurufen und sie auf diesen Quatsch aufmerksam zu machen. Aktien kauft man, wenn sie billig sind. Man verkauft sie dann nicht. Schon komisch, wenn ein Laie den „Finanzexperten“ erklären muß, wie der Börsenerfolg geht.
     
    Der Typ am Phone gab mir zwischen den Zeilen zu verstehen, dass ich durchaus recht hätte. Nur leider funktionieren so die Algorhythmen, um die Beiträge der Zahler für die Rente zu garantieren. Das sind nunmal die Rechenmodelle.
     
    Aber @Daniel hat schon recht. Für eine kleine Gruppe von Bürgern lohnen sich die Riesterdinger dank der Zulagen. Geringverdiener mit vielen Kindern z.B. .
     
    Was soll´s. Nur 5% unserer Sparsumme fließt in das Riesterding. Und das Ergebnis kann sich bisher dank der Zulagen sehen lassen.
     
    Nun werden wir aber zu Fairriester umziehen. Wenn ich es richtig verstanden habe, spielt das Marktgeschehen beim Umschichten dort keinerlei Rolle. Einzig das Alter des Sparers ist entscheidend. Und da erst in vielen Jahren sukzessive von Aktien in Renten zu gehen, scheint mir wesentlich aussichtsreicher.
     
    Wenn das so weiter geht, liegt die Aktienquote bei der DWS sonst schon 20 Jahre vor der Rente bei Null….
     
    Am Ende werden wir uns eh einen großen Teil auszahlen lassen und das Geld selbst in Aktien investieren. Über die Jahre haben die Zulagen dann ihren Zinseszins ausgespielt.
     
    @Corcovado
     
    Vielen Dank für deine Hinweise. Die Wechselkosten hat dir Fairr auch erstattet?

  35. Avatar42sucht21

    @Corcovado
    Das ist eine pfiffige Idee zur Ausgestaltung eines solchen Vertrags. Respekt. Ich wünsche Ihnen, das der Gesetzgeber Ihnen diese Ausgestaltungsmöglichkeit nicht durch Gesetzesänderungen in den kommenden 20+ Jahren nehmen wird.

    @Freelace Sebastian – Warum rechnet DWS so konservativ, während die Sutor Bank {& mylife} auch bei großen Aktienquoten die Beiträge scheinbar garantieren kann? Kann es diese kleine Bank im Worst-Case nicht auch weghauen?
    Ob die das können finde ich eine extrem wichtige Frage. Klar haben die kleinen evtl. Provisionsvorteile und sie müssen agressiver Werben – aber ist das wirklich möglich so die Garantien in jeder Situation zu halten für alle Verträge? Haben die so tiefe Taschen? Ich bezweifele das.

  36. AvatarEx-Studentin

    @Tim
    Freut mich, dass du eine so tolle Erfahrung machen konntest. Du investierst so viel Energie in deinen Blog. Alleine von instagram und Co. zu leben, stelle ich mir anstrengend vor. Aber man hat als Blogger / Influencer viele Türen, die sich einem öffnen.

  37. KievKiev

    @ Fairriester
    Ich habe mir die PDF heute morgen einmal angesehen. Garantierte Auszahlungen interessieren mich nicht. Vielleicht habe ich daher in diesem Punkt etwas nicht genau gelesen… Die Aktienquote wird ab 20 Jahre vor der Auszahlung der garantierten Rente runtergefahren. Aus dem Grund hat Corcovado vermutlich sein Rentenalter auf das Maximum von 83 Jahre gesetzt. Hier wird allerdings auch bereits ab 63 Jahren die Aktienquote reduziert. Garantierte Auszahlungen gibt es hier allerdings erst mit 83 Jahren.
    Mit 63 Jahren darf man allerdings maximal 30% auszahlen und muss nur auf 50% vom Gewinn Steuern zahlen. Das ist bei mehreren Kindern und entsprechender Förderung sehr gut. Das Geld konnte schließlich aus dem Bruttoeinkommen steuerfrei arbeiten. Wie darf man denn weiter auszahlen? Ich möchte maximal förderfreundlich entnehmen. Ich habe eine Steuertabelle gesehen, aber ausser den 30% bei Renteneintritt nichts zu riesterfreundlicher Entnahme gefunden. Bin auch nicht sicher, ob in meinem Fall damit 63 Jahre oder 67 Jahre gemeint sind. Ich würde gerne innerhalb von 10 Jahren alles riesterfreundlich entnehmen.
    ETFs kann man scheinbar bei Riester nicht selbst wählen. Ich hätte gerne niedrigere Gebühren, aber die möchten auch etwas von der Förderung profitieren.
    Ich rufe die Woche einmal dort an und kläre die offenen Fragen. Das Geld benötige ich zwar nicht mit 63 Jahren. Andererseits könnte ich ja auch Kredite bis in den Bereich strecken und dann umschichten. Es ist zumindest eine nette Option. Aus dem Brutto Sparen ist auch sehr gut, da wir den Freibetrag für Kapitalerträge dieses Jahr wohl ausschöpfen werden. Ich werde auch ab nächstem Jahr weniger Abschreibungen haben und kann weniger Bruttoeinkommen gebrauchen.

  38. Avatarchaostrader

    Ich war kürzlich in St. Petersburg. Die Tourismusbehörde lud mich ein.

    Dürfte nett sein, wenn man es nicht selbst zahlen muss. Ist ein bekanntes Phänomen unter Journalisten, letztens hat mal einer ausgepackt, wie er (für diverse große Zeitungen schreibend) auf Safari in Afrika war, von arabischen Despoten ausgehalten wurde, Tauchkurs etc inclusive, wie nach „Wünschen“ gefragt wurde und die dann komplett kostenlos (über-)erfüllt wurden, oder was für Autos manche Journalisten als „Dauerleihgabe“ erhalten. Im Austausch für nette Artikel, natürlich.
     

    Ich war im 5-Sterne-Hotel Domina untergebracht. Das ist eine feine Adresse. Das Zimmer war riesig. Das Bad schön. Du findest das Hotel auf den bekannten Reiseportalen wie Travelocity, Expedia oder Hotels.com ab 149 Dollar für zwei Personen die Nacht. Das finde ich günstig.

    Wenn man sich das leisten kann, klar. Für den Durchschnittsabürger, der das Million-Depot noch nicht voll hat allerdings schwer bezahlbar. 

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