Reich werden mit Aktiensparplänen


New York, 5. Januar 2019

Meine persönliche Strategie ist es meine Sparbeiträge in Korrekturphasen oder Bärenmärkten mindestens beizubehalten oder sogar zu erhöhen.

Jetzt ist wieder so eine Zeit zum aggressiven Aktien-Sammeln. Einer Korrektur dauert erfahrungsgemäß zehn Monate, ein Bärenmarkt kann 15 Monate dauern. Nun lege ich dir einen erhöhten Sparbeitrag ans Herz. Natürlich kann die Zeitspanne verlängert werden, wenn eine Korrektur zu einem Bärenmarkt wird.

Dieser aktuelle Bärenmarkt ist erst drei Monate alt. Wenn du einen langen Zeithorizont hast, ist diese Strategie einer der wenigen “Tricks” des Markt-Timings, die wirklich funktionieren.

Damit es funktioniert, ist es hilfreich, den Autopiloten zu nutzen. Du erhöhst deinen monatlichen Beitrage. Du ziehst das zehn oder 15 Monate durch, bis sich die Börse wieder berappelt hat.

Diese Strategie stellt sicher, dass du im Laufe der Zeit mehr Anteile kaufst, wenn diese im Sonderangebot sind.

Der Trick ist auf Sparpläne zu setzen. Jeden Monat kaufst du automatisch ein paar ETF-Anteile. Du musst im Grunde nichts machen. Du legst deine Sparrate fest und ziehst das gnadenlos durch. Wer etwas cleverer ist, der legt einen Schnaps in Börsenkrisen oben drauf, wenn er/sie den Spielraum hat.

Motivationstrainer Tony Robbins erinnert gerne an den UPS-Fahrer Theodore Johnson, der 1952 in Rente ging. Der UPS-Mitarbeiter sparte jeden Monat stur 20 Prozent seines Gehalts in einen Aktienkaufplan seines Arbeitgebers. Er hatte dank des Kaufplans 71 Millionen Dollar, als er in den Ruhestand ging.

Wie kannst du eine hohe Sparquote erreichen? Ein Schritt dorthin ist das Ausmisten. Dir wird klar, dass du zu viel Zeug kaufst, was du nicht brauchst. Die New York Times weist auf Studien hin, die zeigen, dass zu viel Plunder zuhause Stress verursacht.

Um es zusammenzufassen: Fürs Neue Jahr ist es ratsam auf einen Sparplan zu setzen. Für eine hohe Sparquote zu sorgen und auszumisten. Daneben ist einer meiner Tips den Fleischkonsum zu reduzieren. Wenn du weniger Rindfleisch isst, tust du nicht nur etwas für deine Gesundheit und deinen Geldbeutel, sondern auch für den Planeten.

Kommen wir zu meiner Lieblingsaktie: An der Wall Street ist Netflix bitter abgestürzt. So sah der Anstieg vor dem Absturz des Streaminganbieters aus:

Nun hat Goldman Sachs Netflix als den den Favoriten für 2019 geadelt. 50 Prozent Kurspotential sehen die Goldmänner. Ich besitze die Aktie seit langer Zeit. Mich würde ein Kursplus natürlich freuen. Schon 69 Prozent der US-Haushalte haben mindestens einen Streamingdienst (Netflix, Amazon, Hulu). Vergleich das mit dem Jahr 2015: Damals waren es erst 52 Prozent. Die Amerikaner kündigen zunehmend ihre Kabel-TV-Verträge. Das Fernsehen wandelt sich. Geschaut wird heute per Internet.

Die Netflix-Kunden zahlen pro Monat einiges fürs Abo. Es wird stetig mehr. Am meisten müssen die Dänen bezahlen:

Ich hoffe, dass Netflix nicht enden wird wie einstige Aktien-Highflyer wie Yahoo, AOL oder Nokia.

Ebenfalls sind Facebook, Amazon, Apple und andere Technologie-Wunder-Aktien abgestürzt. Auf 5-Jahres-Sicht sind diese Aktien ein Desaster: Fitbit ist ganz schlimm dran. Eigentlich ist die Idee mit dem Fitness-Tracker super, doch wurde Fitbit von der Konkurrenz eingeholt:

Big brands with negative 5 year returns from r/investing


tim schaefer (Author)

drucken


thoughts on “Reich werden mit Aktiensparplänen

  1. Avatarnetmax

    Hallo Tim,

    ja. Regelmäßiges Investieren ist die beste Voraussetzung, um langfristig ein – kleines oder großes – Vermögen anzusparen.

  2. AvatarThorsten

    Geht die Rechnung auf, steigt das Depot am Ende der Korrekutrphase enorm an.

    Die Differenz zu heute würde man mit regulären Mitteln nicht mehr zum Ende nachkaufen können, das Depot rennt nach oben, die Freude ist groß.

    Stücke einsammeln ! Nicht Buchwerte, der Buchwert kommt von selbst, wenn der Markt wieder anzieht. Um den späteren Anstieg hinzubekommen müssen die Kurse zwischendurch niedriger sein, je niedriger,  desto mehr Aktien werden eingesackt.

    Wochen oder Monate, in denen man kauft und wo das Depot nach dem Kauf weniger Wert ist als im Vormonat sind normal. Auf die Stückzahl achten und diese sammeln, den Buchwert nicht negativ sehen.

  3. ThorstenThorsten

    Hi Tim,

    ich glaube bei den meisten Leuten wäre es schon eine Leistung, wenn die einfach “nur” dran bleiben und weiterhin in Aktien (direkt, über ETF, etc) investieren.

    Den Einsatz in solchen Zeiten wie aktuell zu erhöhen hat zwar seinen Charme, aber wenn man sich anhört, was die meisten aktuell diskutieren, dann können wir froh sein, wenn ein paar Leute (mehr) durchalten und NICHT verkaufen 🙁

    Ich schaue einfach viel weniger häufig ins Depot – und kümmere mich mehr um andere Sachen, wie nach der Weihnachtsfresserei (lecker!) wieder sportlich in Form zu kommen 🙂

    Einen guten Start ins neue Jahr allen hier!

  4. AvatarAli

    Hey Tim

    Ich werde genau das tun was du vorgeschlagen hast und ich eh vor hatte.

    Sparplanraten für meine beiden ETFs werden zum 15.1 erhöht.

  5. AvatarGainde

    Dabei ist der SP500 zurzeit nur 14% im Minus. 2008 ging es noch ein ganzes Stück weiter runter.

  6. AvatarAli

    Einfach cool bleiben und stur weiter kaufen,habe ja auch nicht alle Eier im selben Korb liegen.
    Netflix finde ich gut aber Disney, Warner und Co.werden nun ihre eigenen Streamingdienste anbieten,da wird Netflix Probleme bekommen weil es viele Zugpferde wie Marvel oder DC Serien verlieren wird.

  7. AvatarDiana H

    Ich werde wohl auch noch einen weiteren Sparplan anlegen und bin derselben Meinung wie Tim. Das ist erst der Anfang, also entspannt bleiben.

    Die Zeit verbringe ich momentan mit stricken, dekorieren (Ich will jetzt Frühling haben!) und lesen. Sport wäre allerdings auch erstrebenswert nach der Weihnachtsmast.

  8. Avatar-M

    Oh Text weg, dann Kurzform:

    Sparraten am Abschlag da Dauerauftrag zum 01. Und zum 30. Wird der Restsaldo aufs Depot überwiesen…

    Überlegung zuteilungsreifen Bausparer aufzulösen und ins Depot zu packen (wären ca 30% des Depotwertes die dazu kommen)

    Zeitvertreib mit Weihnachtsgeschenk der Frau-> Buffett Buch

    YouTube-> Interviews mit James Dimon, ein klasse Typ!

    -M

  9. AvatarZwitsch

    Macht auf diesem Niveau echt Spass wieder mit zu lesen… Tipps und sachliche kontroverse Diskussionen ohne persönliche Angriffe… top!!!!!

  10. AvatarToni

    Regelmässig Investieren ist die beste Voraussetzung um reich zu werden. Ich würde aber ETFs statt Einzeltitel bevorzugen

  11. AvatarHubertus

    @Gainde

    Und was spricht gegen QE Forever. Für mich ist das die neue Normalität. Wir werden nie wieder zu 4% Zinsen in der Eurozone zurückkehren.

    Jetzt kann man sich überlegen dagegen zu halten oder durch Investition in Sachwerte davon zu profitieren.

     

  12. AvatarRalfRutke

    Hallo zusammen 🙂
    Sehr schön! Ich habe mir bewusst die letzten Artikel inklusive Kommentare nicht mehr durchgelesen. Der Wind war mir hier zu rau. Ich stimme Zeitschriften zu, heute liest sich wieder alles gut und man bleibt auch nach den Kommentaren in einer motivierten Stimmung!
    Ich lasse ein Teil meiner Sparpläne nun zwei Mal im Monat laufen. Bisher habe ich im Depot der Ing immer zum Monatsanfang meine ETFs per Sparpläne gekauft. Nun werden einige davon nochmals zur Monatsmitte ausgeführt.

    Blöderweise hat direkt beim ersten Kauf der Sparpläne in diesem Jahr (erneut) ein technischer Fehler im System der Ing diesen verhindert. Deshalb muss ich jetzt wieder alle Sparpläne auf die Monatsmitte ziehen, die die soweiso zur Monatsmitte nochmals gelaufen wären, verdoppeln. Heißt für mich heute alle SparplaSp rausfieseln, die monatlich, zweimonatlich oder quartalsweise zum 01.01. (02.01.) gelaufen wären 😀

    Um eine ähnliche Diskussion wie in FB zu vermeiden: Ich habe nichts falsch gemacht und die Kundenbetreuer der Ing könnten sich die nicht-Ausführung nicht erklären!

  13. AvatarGainde

    @ Hubertus

    Bin auch deiner Meinung. Ansonsten wird das Finanzsystem an die Wand gefahren und das will sich niemand leisten. Politik und Notenbanken werden immer weiter verbandeln. Die Zukunft der Eurozone hängt ja nur von der EZB ab.

    Null- und Negativzinsen hat man schon angewendet. Denke, das bei der nächsten Krise extrem mit Helikoptergeld interveniert werden muss. Davon profitieren narürlich Sachwerte. Für Pensionskassen ist diese Entwicklung natürlich der Todesschuss, da sie nur wenig Volatilität eingehen dürfen und dementsprechend wenig Aktienanteil haben, was die Rendite sehr verringert.

  14. AvatarLad

    🙁 Ein Crash von teuren Aktien dauert normalerweise 2,5 Jahre (1929-1932, 2000-2003). Was sind die extrem überbewerteten Aktien, durch die Manipulation von Ratingagenturen, Goldman Sachs und Anlegermagazinen (=”Empfehlung: Kaufen”)? Netflix, Microsoft, Coca-Cola, Visa, Mastercard, Wirecard und andere. Diese 3x und mehr überteuerten Aktien können nun in zwei Jahren auf 1/3 fallen. Während des Crash sollte man keine teuren Aktien weiter kaufen, das ist klar. Nur die extrem billigen Aktien mit KGV unter 10 und Dividendenrendite 5%-7% kann man heute kaufen. Zum Beispiel BMW. Schauen wir auf die Bewertung der Aktie Netflix: KGV 106, KUV 9, KBV 26, Dividendenrendite 0%. Die Aktie Netflix ist mehr als 4x überteuert. Brauchen wir so eine Aktie ohne Dividende über den ganzen Crash zu halten und schauen, wie sie 80% an Wert verliert? Das sollte niemand. Nur die Aktien mit guten Dividenden werden nun Freude machen, auch wenn sie 3 Jahre im Minus wären. 🙂

  15. AvatarA.

    Ich habe jetzt noch einen kleinen Sparplan für National Grid angelegt. Den werde auch mit Einmalzahlungen pushen.

    BASF und 3M laufen auch erstmal weiter.

    Sobald ich BASF durch habe bis Mai kommt der nächste mit dem gleichen Geld.

    Nebenbei probiere ich noch Cash durch sparen aufzubauen.

     

    Gruß

    A.

  16. Avatarlol

    Diese  sogenannten FAANG Aktien, mit bis zu dem 100 fachem KGV bewertet, sind bei INDEX, bzw. Kursrück- gänge immer überproportional höheren Kursverlusten ausgesetzt. Die Investmentbanken rufen dann bei hohen Kursverlusten zum “Kaufen ” auf, da sie dann, bei Kauforder von Anlegern, hohe Gewinne Ihrer Assetklassen implizieren. Sie spielen mit der “Gier” der Spekulanten !!!

  17. AvatarAndreas

    Hallo Tim,

    ich halte das genauso und habe dieses „Mindset“ für mich auch verinnerlicht.

    Dennoch sind Deine regelmäßigen Artikel für mich Bestätigung und Motivation zugleich.

    Danke dafür und viele Grüße,

    Andreas

  18. AvatarNico Meier

    Im Dezember inmitten der Korrekturen habe ich begonnen mehr zu investieren. Dadurch habe ich im letzten Jahr doppelt soviel Geld in Aktien investiert wie geplant. Habe so Apple, UBS AG, Swiss RE, Zurich Versicherung, Nachkauf Taylor Wimpey, Nachkauf Vanguard all Worl ETF, sowie AT&T gekauft.

    Mein Bauch hat mir gesagt jetzt musst du zugreiffen.

  19. AvatarWohnung mit Domblick

    Hier gibts ja mal wieder tolle Tipps, danke!

    Ich hab meine Sparpläne ab 2019 reduziert auf nur noch 2 Stück, jeweils 50/50:

    -VANGUARD FTSE ALL-WORLD UCITS ETF-Sparplan

    -Berkshire Hathaway Aktiensparplan

    Die Sparrate ist fest geplant, da erhöhe ich nichts. Andere Vermögensanteile müssen auch noch bedient werden. Ich ziehe das einfach durch, egal wie die Kurse gerade stehen.

  20. AvatarDennisDurmas

    Hallo Tim, ich habe deinen Blog in meinen Blogeintrag erwähnt – ich hoffe, dass es dich nicht stört 🙂

    Ich habe mir ebenfalls für dieses Jahr eine Menge vorgenommen und glaube mit einem stetigen Einstieg in den Aktienmarkt (momentan) am Ende eine erfreuliche Rendite erzielen zu können.

    Momentan bin ich mit meinem Knock-Out gut dabei. Ein ETF soll folgen, aber die Höhe der Einzahlung ist noch offen. Ein Deka-Fonds wird angespart.

    Der Aktienmarkt ist der größte und erfolgreichste “Anlagemartk” der Welt, das Geld dort lasse ich mir nicht von einem kleinen Bärenmarkt aus Hand nehmen. Ich bleibe bei meinem Investments und Danke Dir zugleich, für die motivierenden Beiträge in dieser schwierigen ZEIT.

    Würde mich sehr freuen, wenn Du meinen Blog folgen würdest.

    DennisDurmas

  21. AvatarDaniel

    Meine manuellen Käufe bei der Comdirect habe ich ziemlich heruntergefahren, da ist inzwischen ein gut gepolstertes Depot vorhanden das ich nur noch geringfügig besparen werde. Vermutlich kommt nochmal eine große Tranche gegen Mitte des Jahres rein. Danach sollten genug Dividenden dort anfallen um einmal im Jahr davon einen manuellen Nachkauf zu tätigen der auch Preis/Leistungstechnisch lohnt.

    Dafür habe ich meinen anderen ETF Sparplan bei der DKB ziemlich aufgebrezelt. Ich nutze die Chance für 1,50€ pro Order, egal wie hoch, die ETF Anteile dort massiv auszubauen. Ähnliche Indizes, anderer Anbieter, anderes Depot, das soll für mich mehr “sekundäre” Diversifikation bieten und mich handlungsfähig halten wenn mal was mit dem Broker nicht stimmt. Wir erinnern uns ja an Tims Eskapaden mit seinem Broker. Sowas in heiklen Marktphasen möchte ich nicht haben bzw. von EINEM abhängen.

    Anstelle des MSCI WORLD + EM (Sparlan) treten nun bei mir der FTSE Dev. World + EM.

    Geplant aber vermutlich schwer zu erreichen: Das Aktiendepot gegen Ende des Jahres endlich 6-stellig zu bekommen und mich tiefer in Anleihen einzulesen. Insbesondere die Schwelleländer interessieren mich da.

  22. AvatarJennifer Rößner

    Ich bin noch unentschlossen, in was ich investiere. Am ehesten in ETFs. Möchte aber nicht alle Munition jetzt schon verpulvern. Falls die Brexit-Abstimmung Mitte Januar nicht klappt, werden die Kurse vielleicht noch mal nachgeben.

    Meine Einzelaktien sind nach wie vor alle seit Kauf im Plus.

    @Daniel. Alles Gute für das 6-stellige Depot.

  23. AvatarGainde

    Denke der Brexit (soft/hard) ist schon längst eingepreist. Ein Katalysator für weitere Abwärtsstrends wären erste Bankrupties, bsp. die chinesische Gruppe HNA. Auch bei Corporate Bonds kann sich die Situation schnell verschlechtern.

  24. AlexanderAlexander

    Ich kaufe stur weiter. Ich nehme noch 6 neue Titel in mein Depot und stocke dann regelmäßig auf, bis ich mein Ziel von 500k erreicht habe. Fallen die Kurse, bekomme ich mehr Aktien für mein Geld und mehr Dividende zum reinvestieren. Darf ruhig noch 50 % crashen.

  25. AvatarDaniel

    Ich bin noch unentschlossen, in was ich investiere. Am ehesten in ETFs. Möchte aber nicht alle Munition jetzt schon verpulvern. Falls die Brexit-Abstimmung Mitte Januar nicht klappt, werden die Kurse vielleicht noch mal nachgeben.

    Das hört sich ein bisschen so an als ob Du grade einen Cash-Bestand aufbaust? Ansonsten verschießt Du dein Pulver ja nicht wenn Du regelmäßig weiter besparst, um bei der bildlichen Wortwahl zu bleiben, du stopfst keine große Kanone mit Zündpulver sondern nimmst den Markt mit kleinen Dauer-Salven unter Beschuss 😉

  26. AvatarChristian

    Rindfleisch: Auch in der Print-Ausgabe der FAZ vom 4. Januar 2019 stand: “Weniger Rindfleisch sollte essen, wer gesünder leben und die Umwelt schützen will. Ein Verzicht auf Rindfleisch würde die Zahl der ernährungsbedingten Todesfälle in den wohlhabenden Ländern um 5 % reduzieren. Zudem war die Rindfleischproduktion im Betrachtungszeitraum 2010 für 25 % der Treibhausgasemissionen aus dem Nahrungsbereich verwantwortlich. Der Anbau pflanzliche Eiweisquellen (z.B. Bohnen, Weizen, Nüsse) mit einem Nährwert von 200 Kilokalorien produziert 1 KG Treibhausgasemissionen. Bei der Produktion von Rindfleisch im Wert von 200 Kilokalorien werden hingegen 23,9 KG Kohlendioxid freigesetzt.”

    Langfristig investieren: Ich mache auch mit meinen Sparplänen ungehindert weiter. Ich möchte noch ca. 30 Jahre regelmäßig monatlich sparen. Mal sehen, ob es klappt.

    Netflix: Ich glaube an Netflix. Sie haben die Infrastruktur und sie haben begriffen, dass Content entscheidend ist. Sie produzieren ohne Ende und halten so die Abonnenten bei Laune. Am 4th of July startet z.B. die nächste Staffel “Stranger Things”. Die Abonnenten mussten lange darauf warten. Zwischenzeitlich kamen viele andere Eigenproduktionen, da geht es dann erst im Herbst 2019 oder später weiter. So hält man die Abonnenten langfristig im Abo.

    Börsenzyklen: Nunja, wo wir gerade stehen, weiß ich nicht. Ich bin seit 2014 im DAX investiert, seitdem geht es seitwärts. Besonders schön kann man das am Kursindex (ohne Dividenend) erkennen. Auch der langfristige Aufwärtstrend seit 2009 ist deutlich gebrochen.

    Ich mag den DAX, denn damit ist man unabhängig von Währungsschwankungen (da habe ich schon viel Lehrgeld bezahlt). Andererseits ist die Diversifikation natürlich sehr schlecht. Deshalb geht nur 1/3 in den DAX-ETF, 2/3 in den World-ETF.

    Ebenfalls in der FAZ vom Freitag war auch wieder eine gute Analyse von Wieland Staud. Wenn ich das frei zusammenfassen darf: Prognosen sind sehr schwer zu treffen; Die Prognose DAX ende 2019 bei 12.300 Punkten teilt er nicht, das ist ihm zu viel Optimismus; “Optimismus ist fast immer das Ende einer Hausse und perfekter Nährboden einer Baisse”; “Im Herbst 2018 wurde der Aufwärtstrend gebrochen – die Trendumkehr hat in der Regel einen Abwärtstrend zur Folge”; “Nach Elliot-Wellen-Muster muss mehr oder weniger zwangsläufig eine Kurrektur folgen”; Unterm Strich geht er von einer Seitwärtsbewegung aus, es wird eine Gegenbewegung nach oben Geben, aber auch noch mal kräftig nach unten gehen. Diese länger andauernde Korrekturphase wird seiner Ansicht nach das Jahr 2019 prägen.

    Für langfristig orientierte Investoren also kein Problem… Uwe Bergold sieht das (unverändert seit dem Jahr 2000) eher pessimistisch und malt ein sehr düsteres Bild. Ich habe ihn mal live erlebt, als er seinen Fonds aufgelegt hat. Er ist sehr symphatisch und macht einen kompetenten Eindruck. Der Ausgabepreis des Fonds war 100 EUR, seitdem ist das Ding um 50 % nach unten gerauscht, während der Markt (Welt-Index) inkl. jüngster Korrektur mit 250 % steil nach oben ging. Es wird sich also spätestens 2020 zeigen, ob er Recht hatte, oder ob er gravierend daneben lag. Solange bekommt er von mir noch Zeit sich zu beweisen. (Bin zum Glück nicht in das Produkt investiert)

  27. AvatarRalf

    @Christian: “Ich mag den DAX, denn damit ist man unabhängig von Währungsschwankungen (da habe ich schon viel Lehrgeld bezahlt).”

    Der MDAX bietet im Vergleich zum DAX eine deutlich bessere Wertentwicklung und bildet den deutschen Mittelstand auch besser ab. Einen MDAX-ETF (gibt es auch ausschüttend) finde ich sinnvoller und habe hier einen regelmäßigen Sparplan. Im MDAX sind viele Branchen, die Indexzusammensetzung steht auf einer breiteren Basis.

  28. AvatarThomas Wünsche

    Uwe Bergold hat eine Prognose von 4000 Dollar pro unze Gold für Ende 2020 rausgegeben. Was für ein Hellseher und ich wiederhole mich. Von 20 Prognosen sind mindestens 18 falsch. Bei goldseiten.de findet insgesamt zu viel Weltuntergangsgefasel statt, kommt gleich nach hartgeld.com.

    Thomas W.

  29. AvatarChristian

    @Ralf, darüber habe ich zufälligerweise letzte Woche nachgedacht, vielen Dank für deinen Tipp! 🙂 Hätte mir so eine Art “DAX + M-DAX + S-DAX”-ETF gewunschen, allerdings nicht den Euro Stoxx 50, den mag ich nicht. Ich überlege es mir, vielleicht steige ich auf den M-DAX um.

    @Thomas Wünsche, die “Prognose” würde zum verlinkten Beitrag passen. (Das wäre der “vierte apokalyptische Reiter“). Mir geht auf goldseiten.de auch zu oft die Welt unter, ich mag die Seite nicht. Ich bin durch und durch Optimist (jetzt nicht unbedingt auf die Börse bezogen, sondern mein Naturell), weshalb ich solche Weltuntergangs-Szenarien grundsätzlich ignoriere.

  30. AvatarThomas Wünsche

    @Christian, auch ich bin in  Naturell Optimist, mag selbst Gold und Silber als Edelmetall, die Münzen sind schön anzusehen. Aber das ständige Weltuntergangsgefasel auf diesen Seiten zb. auf goldseiten.de und diversen anderen Edelmetallseiten geht mir auf auf den Zeiger. Ich lese auch andere Geldanlage Seiten, aber Tims ist eine der Besten und ich hoffe das geht noch länger.

    Thomas W.

  31. AvatarChristian

    @Thomas Wünsche, da hast du Recht. Tims Blog ist wirklich sehr schön zu lesen. Ich bin sehr dankbar über die täglichen Beiträge. 🙂

  32. AvatarFabian S.

    ja das mit dem Sparplan kann man machen. Aber man kann auch sein Vermögen nehmen als Cash-Reserve halten und dann in einem Crash total billig einkaufen gehen.

  33. AvatarCola-Viez

    @Fabin S. kannst uns ja bescheid geben wann der Crash kommt und der Tiefpunkt erreicht ist. Anscheinend hast du eine bessere Glaskugel als wir alle hier.

     
    @Tim, danke für die vielen Artikel. Immer wieder motivierend.

  34. AvatarFabian S.

    @ Cola-Viez:

    sehr witzig….aber klar ist doch, dass immer mehr Indizien dafür sprechen….egal ob jetzt in einem Jahr oder zwei….aber keine fünf mehr denken einige kluge Leute 😉

  35. AvatarFabian S.

    @ Thomas Wünsche:

    das ist doch zu pauschal. Die, die ich meine sind grundsätzlich Bullen. Nur irgendwann nach 10 Jahren wird man ja auch realistisch sein können und bei dieser riskanten Geldpolitik seit 2008 vorsichtig werden dürfen.

    Finde nur, dass man einen möglichen Crash die nächsten Jahre im Blick haben sollte. Dadurch ergeben sich doch auch wundervolle Chancen…

  36. AvatarMattoc

    Ich glaube, wir sehen im Dow Jones dieses Jahr ein neues ATH. Viele kritische Punkte, die bereits eingepreist sind, könnten sich in den nächsten Monaten positiv auflösen. Außerdem zu viel Crash-Geschwafel überall:

    – An der Seitenlinie stehen

    – Cash aufbauen

    – riskante Geldpolitik

    – Verschuldung

    – kluge Menschen sagen den Crash voraus

    Das sind doch nur Worthülsen. Da ist keine Strategie hinter. So wird es „langfristig“ auf gar keinen Fall funktionieren.

    Was hilft?

    Eine Asset-Allokation, die einem persönlich zusagt, herstellen.

    Einmal im Jahr Rebalancing.

    Einfach immer weitermachen und entsprechend investieren.

    Jeden Tag Tims Blog lesen, damit man nichts vergisst.

  37. AvatarCola-Viez

    Natürlich bietet das für viele die noch einen langen Anlagehorizont haben Chancen.

    Aber wann ist den im Crash der Zeitpunkt das du einsteigen würdest? Vorher verkaufen? Was machst du wenn der Markt jetzt seitwärts geht? Etc..

    Vielleicht wird morgen der Handelskonflikt gelöst und die Britten einigen sich dann geht es steil nach Norden und die Crash Propheten stehen an der Seitenlinie.

    Ich persönlich sehe es so das man am besten einfach konstant spart in ETF’s und an dem arbeitet was man kann –>  seiner Sparquote

     

  38. AvatarNico Meier

    Alle sprechen vom bald kommenden Crash und sitzen auf Bargeld. Ich kaufe weiter und kassiere Dividenden.

    Tim ich bin ein grosser Fan deines Blogs. Aber ich habe Mühe damit wenn Vegetarier die mit Flugzeugen in der Weltgeschichte rumreisen und damit Tonnenweise CO2 ausstossen mir den Fleischkonsum mit dem Argument CO2 ausreden wollen.

  39. Avatar-M

    Dass man den Markt mal so gar nicht voraussehen kann, hat man doch am Freitag mal wieder gesehen oder konnte man das an irgendeinem Indikator sehen?

    So Kurspropheten amüsieren mich. Egal ob den Kurs in 1 Tag , 1 Woche oder 1 Jahr, niemand weiß es.

    -M

  40. AvatarMichael

    Hallo Tim,

    generell in ETF Sparpläne zu investieren ist absolut sinnvoll. Fallende Kurse zum Nachkauf zu nutzen, ebenfalls.

    Das Beispiel mit dem USP Fahrer möchte ich gerne mit Zahlen hinterlegt bekommen. Ist für mich ein klassischer Fall von Investment-Pornographie;)

  41. AvatarFabian S.

    @ Cola-Viez:

    Natürlich hast Du Recht. Das Risiko hätte man natürlich. So gesehen wäre es sicherlich auch besser gewesen letztes Jahr bei 13000 im Dax auszusteigen als jetzt. Aber wie Tim schon mehrfach sagte ist das Markttiming schwierig.

    Aber vor einem bevorstehenden Crash auszusteigen und zu warten ist sicherlich nicht so schlimm wie ihn gänzlich zu verpassen.

    Aber mit dem Sparplan hat man das Problem natürlich nicht…

  42. AvatarGünni

    Hallo zusammen,

    nachdem meine 3-ETF-Strategie (50% MSCI World, 30% MSCI EM, 20% MSCI Eur) nach den Korrekturen der letzten Wochen leicht im Minus ist, werde ich die Gunst der Stunde nutzen und nun alles in einen All-World-ETF von Vanguard umschichten. Bisher hatte ich davor aus steuerlichen Gesichtspunkten zurückgeschreckt. Volumen insgesamt ca 100K.

    Grund: Bin ein Fan von KISS (Keep it simple & stupid) und habe keine Lust mehr bei jedem Invest bzw Rebalancing auszurechnen, wer wie viel bekommt und reduziere zusätzlich auch noch die Order-Gebühren bei der DKB auf 1/3. Sparplanfähig ist er im Gegensatz zu meiner bisherigen Kombi sogar auch noch – was ich allerdings vorerst nicht nutze.

    Anderes Thema: Ich verfolge Eure Kommentare hier schon seit einiger Zeit und habe den Eindruck, dass sich auf dieser Seite verhältnismäßig viele Stock-Picker und Market-Timer tümmeln. Wie schneidet Ihr denn im Vergleich zu einer Benchmark wie z.B. dem oben erwähnten All-World-ETF oder auch der simplen 50-30-20 ETF-Strategie mit Buy & Hold hinsichtlich Rendite & Risiko & Volatilität über einen Zeitraum von > 5 Jahren ab incl Gebühren und Steuern?

    Folgt Ihr einer bestimmten Strategie wie Leverman, Gebert, Piotroski, Quants, RSL, …? Wieviel Aufwand (Zeit & Geld) fließt denn so in Eure Strategien?

    Bisher bin ich der Meinung der gängigen Standard-Literatur (Kommer, Martin Weber, …) gefolgt, dass es über einen “längeren Zeitraum” mit “vertretbarem Aufwand” schwer ist, ne All-World-/3-ETF-Kombi-Benchmark zu schlagen. Lasse mich aber natürlich gern von Euch eines Besseren belehren.

    Schönen Abend,

    Günther

  43. Avatar-M

    Fabian bist du denn aktuell investiert? Weil so wie du schreibst müsstest du ja theoretisch fast komplett auf Cash sitzen ?

    -M

  44. AvatarDaniel

    Anderes Thema: Ich verfolge Eure Kommentare hier schon seit einiger Zeit und habe den Eindruck, dass sich auf dieser Seite verhältnismäßig viele Stock-Picker und Market-Timer tümmeln. Wie schneidet Ihr denn im Vergleich zu einer Benchmark wie z.B. dem oben erwähnten All-World-ETF oder auch der simplen 50-30-20 ETF-Strategie mit Buy & Hold hinsichtlich Rendite & Risiko & Volatilität über einen Zeitraum von > 5 Jahren ab incl Gebühren und Steuern?

    Ich gehöre selbst NICHT zu den Stockpickern, bin aber nicht sicher, ob Du dann hier die passenden Antworten erhälst, weil eben unterschiedliche Strategien verfolgt werden. Als ETF Anlieger ist man nicht so sehr der Mensch der auf seine Anteile oder Dividenden schaut sondern um den aktuellen Buchwert seines Depots.

    Ein Dividendenanleger schaut auf seine Ausschüttungen, weniger auf den Buchwert seines Depots. Häufig haben Dividendendepots schlechter abgeschnitten (also vom Wert), das spielt für Dividendenanleger meist aber dennoch keine Rolle, da hier die Ausschüttungsmenge entscheidend ist.

  45. AvatarNimzo

    Hallo Günni!

    > nachdem meine 3-ETF-Strategie (50% MSCI World, 30% MSCI EM, 20% MSCI Eur)
    > nach den Korrekturen der letzten Wochen leicht im Minus ist, werde ich die Gunst der
    > Stunde nutzen und nun alles in einen All-World-ETF von Vanguard umschichten.
    > Bisher hatte ich davor aus steuerlichen Gesichtspunkten zurückgeschreckt.
    > Volumen insgesamt ca 100K.

    Ich habe ein Portfolio das sich an Kommer orientiert. Es leicht nach meinem
    Gusto angepasst. Das macht aber erst ab — meiner Meinung nach — 100k in
    voller Ausbaustufe Sinn. Ich traue es mir einfach nicht zu den Markt zu
    schlagen. Sei es mit Stockpicking oder Markettiming. Der Aufwand ist mir
    einfach viel zu groß um Unternehmesberichte zu lesen und zu bewerten. Zudem muss
    man regelmäßig prüfen ob die Voraussetzungen noch gegeben sind. Ich denke ich
    habe einen größeren Hebel wenn ich versuche die Zeit in mein s.v.v Humankapital
    zu investieren.

    > Grund: Bin ein Fan von KISS (Keep it simple & stupid) und habe keine Lust mehr

    Everything should be made as simple as possible, but no simpler.

    > bei jedem Invest bzw Rebalancing auszurechnen, wer wie viel bekommt und

    Hier kann ich wärmstens portfolio-performance empfehlen.
    Da wir als Indexer/ETFler sowieso regelbasiert unterwegs sind kann man
    die Berechnung eine Software machen lassen. Zweifellos ist es am Anfang
    einmalig ein Aufwand das aufzusetzen aber der Nutzen überwiegt deutlich.

    > reduziere zusätzlich auch noch die Order-Gebühren bei der DKB auf 1/3.
    > Sparplanfähig ist er im Gegensatz zu meiner bisherigen Kombi sogar auch noch –
    > was ich allerdings vorerst nicht nutze.

    Ich liege bei etwa 10 bis 14 Käufe im Jahr das ist für mich noch akzeptabel.
    Für das Rebalancing verwende ich ein Bändermodel d.h. die Allokation
    der ETFs dürfen sich in einem Toleranzband bewegen. Erst wenn die/der ETFs
    dieses verlassen werden die wieder ausgerichtet. Falls mein
    Bargeldbestand zu groß ist wird einfach der ETF ausgerichtet der die
    größte Abweichung nach unten (quasi ein Zurückbleiben) zeigt. Es wäre schön dadurch ein Alpha = 0,5% zu erhalten. Garantie gibt es natürlich keine.

    Beste Grüße

    Nimzo

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

bitte lösen Sie diese einfache Aufgabe (Spamschutz) *