Millionär werden mit Dividendenschätzen

Warren Buffett investiert fast ausschließlich in Dividendenperlen. So wie er es macht, kannst du auch dein Depot aufbauen. Das verwackelte Bild habe ich von ihm in Omaha auf seiner Aktionärsversammlung vor einigen Jahren aufgenommen. Buffett gab mir damals ein Autogramm. Ich hab das im Bücherregal stehen. Ein cooler Typ ist Buffett auf alle Fälle.

Das Leben von Olaf Borkner schien vorbestimmt zu sein. Sein Vater war Beamter. Seine Mutter war Beamtin. Und seine vier Geschwister waren Beamte.

Er entschied sich anders. Er kam mit dem Job als Staatsdiener nicht klar. Das merkte er, als er in den Polizeidienst für 18 Monate ging. Es war nichts für ihn. Nach dem Hauptschulabschluss machte er also eine Ausbildung zum Elektriker.

An Fernsehgeräten herumzuschrauben war auch nicht sein Ding, wie sich herausstellte. Also entschloss er sich, nach Australien auszuwandern. Dort arbeitete er für General Electric. Hier kam er das erste Mal mit Mitarbeiteraktien in Kontakt, was ihn faszinierte. Borkner wechselte zu einer japanischen Firma. Dann heuerte ihn einer der größten australischen Fernsehstationen an.

Nach vier Jahren kehrte er zurück nach Deutschland. Er holte die Mittlere Reife nach. Borkner hängte das Abitur dran. Er studierte Informatik, promovierte. Es lief auf einmal.

Er ging nach Italien, um dort Unternehmer zu werden. Um seine Rente aufzufüllen, kaufte er Aktien. Er kaufte und kaufte. Im Visier hatte er Dividendenaktien. Von den Ausschüttungen kann er heute gut leben. So gut, dass er sich entschloss, dieses Buch über seinen Weg zu schreiben:

* Affiliate

Eines der besten Bücher für Kleinanleger

Es ist eines der besten Bücher für Kleinanleger. Der Autor lehnt es ab, Bankberater zu fragen, weil sie nur an Provisionen interessiert seien und eigennützige Produkte vermarkteten, die nicht im Sinne der Kunden seien, kritisiert er.

Er baute sich vor allem mit Haushaltsmarken-Anbietern ein passives Einkommen auf. Unilever, Procter & Gamble usw. Dank der Aktien machte er sich unabhängig von der Arbeit und den staatlichen Leistungen. Wer möchte das eigentlich nicht? Millionen Menschen versuchen es mit dem Lottospielen. Aber die Chancen sind so minimal, dass man es kaum mit einer Zahl ausdrücken kann, die das Gehirn auch begreifen kann. Oder sie versuchen es mit hochbrisanten Zockereien an der Börse. Doch geht das meist schief.

Borkner erklärt gut, dass du nicht über Nacht Millionär wirst. Sondern es eine lange Reise ist. Sie kann Spass machen. Es ist nachvollziehbar. Im Grunde kann es jeder machen. Seine Strategie ist keine Geheimwissenschaft: Dividenden, Dividenden, Dividenden. Das ist sein Vorgehen.

Die Aktienhaltedauer beträgt heute nur noch 0,8 Jahre

Mich hat das Aktiensammeln und Halten (Buy and Hold) wohlhabend gemacht. Heute halten Anleger ihre Aktien nicht mal mehr ein Jahr lang. Es sind genau genommen nur noch 0,8 Jahre. Vergleiche das mit 1980: Damals waren es noch knapp zehn Jahre. Zu schnell werfen Aktionäre die Flinte ins Korn. Dabei wird gerade die Geduld belohnt. Ich halte die Hektik für einen großen Fehler.

Ich fing früh an mit dem Aktiensparen. Es funktionierte sogar schneller, als ich mir es jemals ausgemalt habe. Je früher du mit der Umsetzung beginnst, desto eher erreichst du deine Ziele. Mir halfen meine vielen Nebenjobs und die Bescheidenheit.

Das Buch Finanzberatung? Nein Danke!: Ohne Beratung erfolgreich investieren (Finance, Band 3)* ist witzig. Es ist kein Blabla. Vor allen Dingen rät der Autor, Konsumwerte zu kaufen und sie ewig zu halten. Es versteht jedes Kind, was eine Beiersdorf (Nivea-Creme) oder Henkel (Persil, Weißer Riese, Pattex) herstellen. Oder denke an die amerikanischen Widersacher. An Procter & Gamble, Clorox und Colgate & Palmolive.

Blogleser Martin hat 30.000 Euro Dividendeneinnahmen ab 2021

Das Buch kann dir die Augen öffnen. Das Buch legte mir ein Blogleser ans Herz, der sich ein erstaunliches Vermögen mit Dividendenaktien aufgebaut hat. Sein Leserbrief erhielt die meisten Facebook-Likes (480) in meinem Blog.

Leser Martin, 37, steht vor der finanziellen Freiheit in recht jungen Jahren. Er setzt auf wachsende Dividenden. Überwiegend landen Dividendenaristokraten (ab 25 Jahre steigende Ausschüttungen) und Dividendenkönige (50 Jahre stetig steigende Ausschüttungen) in seinem Depot. Das zahlt sich aus mit den Dekaden. Im nächsten Jahr rechnet Martin mit 30.000 Euro passiven Einkünften. Die Dividendeneinnahmen sprudeln bei ihm – es ist der helle Wahnsinn. Martin gibt Vollgas im Job. Er macht Karriere. Er ist ein Leistungsträger im Betrieb. Martin verdient überdurchschnittlich, in seinem Privatleben bleibt er aber bescheiden und sparsam.

Martins Aktiendepot sieht so aus

Sein Depot besteht u.a. aus diesen Werten:

Consolidated Edison (ConEd)
Altria
Brookfield Infrastructure Partners
AbbVie
General Mills
Unilever
Reckitt Benckiser
British American Tobacco
AT&T
Johnson & Johnson
VF Corporation
Royal Dutch Shell
Mastercard
Dominion Energy
Public Storage (REIT)
Illinois Tool Works

Er steckt alle paar Monate 10.000 Euro in eine neue Position. Er ist von L’Oreal, Diageo, Unilever, Nestlé begeistert. Irgendwann schlägt er bei solchen Werten zu. Er sammelt seine Dividendenschätze wie ein Eichhörnchen, das für den Winter einen Vorrat anlegt.

Kommt eine Firma vom Erfolgskurs ab, wirft es Martin gelegentlich aus dem Depot. Vom Gaskonzern Dominion Energy, einst ein Witwen- und Waisenpapier, ist er enttäuscht. Im Visier hat Martin Aktien, die mindestens 4% Dividendenrendite abwerfen. Und diese dann nachhaltig um 4 bis 5% pro Jahr steigern.

Dividenden-Sammler haben ein mentales Problem mit den FAANG-Aktien, die durch die Decke gehen

Er gibt zu, dass es für ihn als Dividenden-Jäger manchmal schwer zu ertragen ist, wenn die FAANG-Aktien durch die Decke gehen, die keinerlei Dividenden ausschütten. Wenn er Amazon, Alphabet (Google), Netflix sieht, dann schüttelt er mit dem Kopf. Er bleibt aber seiner Dividendenstrategie treu. Medizin, Konsumentenwerte, REITs, Mischkonzerne, Halbleiter, Infrastruktur. Das sind die Branchen, die er sich anschaut.

In ein paar Jahren, so malt er sich aus, hat er zwei Millionen Euro im Depot. Ob das in fünf oder zehn Jahren der Fall sein wird, ist ihm nicht so wichtig. Hauptsache die Richtung stimmt. Im Monat kassiert er momentan 2.200 Euro nach Steuern an Dividenden. Obendrauf kommt sein Gehalt.

Die 10-11-12-Strategie von Marc Lichtenfeld

Martin ist ein Fan von Investor Marc Lichtenfeld. Dieser propagiert die 10-11-12-Strategie:

Das Buch von Lichtenfeld bringt die Dividenden-Wachstums-Strategie auf den Punkt:

Get Rich with Dividends: A Proven System for Earning Double-Digit Returns (Agora Series)*

Du kaufst also wunderschöne Firmen. Du behältst sie. Du beobachtest, was Hausfrauen und Jugendliche im Supermarkt alles kaufen. Du informierst dich und schlägst zu, was dir persönlich zusagt. Finanzberatung brauchst du dazu nicht. Nein, ganz und gar nicht.

Mit so einer simplen Strategie kann Otto Normalverbraucher seine Altersversorgung in die eigenen Hände nehmen. “Do it yourself” geht nicht nur Zuhause bei der Renovierung, sondern auch beim Kapitalaufbau.

Mitverdiener wie Finanzberater, Fondsmanager, Bausparkassen, Bankhäuser und Versicherungen brauchst du nicht. Seltsam finde ich übrigens Vermögensberater, die über Blogger lästern. Das geht gar nicht.

Die Gier ist ein großes Hindernis beim Vermögensaufbau

Jeder Kleinanleger kann sich selbst etwas aufbauen. Martin macht es vor. Extrem viel Fachwissen ist nicht nötig. Sicher deinen Ruhestand selbst ab. Wichtig ist natürlich der Faktor Zeit. Überstürze nichts. Werde nicht gierig. Werde lieber langsam reich als schnell und riskant.

Es gibt genug windige Berater, die ihre eigenen Provisionen im Blick haben. Den Termin beim Versicherungsberater, Banker und Bausparkassenfuzzi kannst du getrost absagen. Diese Leute haben einen Interessenkonflikt.

Finanzprodukte machen in erster Linie den Verkäufer reich

In Finanzprodukten stecken meistens allerlei Gebühren und Verwaltungskosten. Der geplagte Kleinanleger wird förmlich erschlagen von vermeintlich guten Ratschlägen. Steuern sparen. Staatliche Zuschüsse abschöpfen… Ja, du weisst, was für Sprüche es alles gibt.

Wer sein Geld gewinnbringend anlegen will, sollte sich nicht verwirren lassen und sich umfassend informieren. Nimm deine Geldanlage selbst in die Hand. Mach dich unabhängig vom Staat, von Vermittlern und den Banken sowie Versicherungen.

Ich verdiene Geld, jedes Mal wenn jemand Pampers, Kraft-Ketchup, Monster-Energy-Dosen kauft, weil ich Anteilseigner dieser Konsumgüterhersteller bin. Wenn jemand auf Facebook, Instagram, Google ist, freue ich mich. Dann verdiene ich mit. Ebenso wenn jemand einen Netflix-film streamt. Ich beobachte die Leute beim Einkaufen. Wenn mir ein Produkt wie Monster-Energy positiv auffällt, dann kaufe ich auch die Aktie.

Was du nicht verstehst, meidest du

Ich kaufe nur Aktien, die ich verstehe. Wirecard oder Bitcoin konnte ich nie richtig beurteilen, also machte ich einen Bogen um sie. Und das, obwohl ich einen Bitcoin-Experten interviewt habe und ich auf kostenlose Bitcoin-Seminare in New York ging, ich begriff es einfach nicht. Das gleiche solltest du mit „Finanzprodukten“ tun, die du nicht verstehst. Finger weg!

Jeder kennt SAP und Henkel in Deutschland. Die haben einen guten Ruf. Nimm ein paar Amerikaner dazu, wenn sie dir zusagen. So Flaggschiffe wie Microsoft, Johnson & Johnson, Procter & Gamble, Visa, JPMorgan Chase, American Express, Bank of America, Apple? Auch ein paar Nicht-Dividendenzahler wie Berkshire Hathaway, Facebook, Amazon kannst du ins Depot mischen. Aber nur, wenn du selbst zu der Überzeugung gekommen bist und nicht jemand anderes.

22% der Senioren in Bayern sind von Armut betroffen

Die Altersarmut greift derweil um sich. Besonders betroffen ist Bayern. 22 Prozent aller 65-jährigen im Freistaat sind von Altersarmut bedroht. Das hat das Statistische Bundesamt ermittelt.

Wichtig ist auf eine gute Ausbildung zu achten. Daneben ist eine ausreichende Sparquote im Erwerbsleben wichtig. Neben einzelnen Aktien kannst du auch deine überschüssigen Ersparnisse in kostengünstige ETFs stecken. Es kann praktisch jeder einen monatlichen ETF-Sparplan bei einem Discount-Broker*  einrichten. Es sind weder teure Vermögensberatungen oder anderweitig teure Kurse nötig.

Zur Not kann ein Nebenjob dafür sorgen, dass du ausreichend Geld in einen Sparplan geben kannst.

Ich bin selbstverständlich für eine faire, angemessene Bezahlung der Arbeitnehmer. Es kann nicht sein, dass nur die Produktivität in den vergangenen Dekaden in die Höhe geschossen ist, das Gehalt aber um Meilen hinterher hinkt.

Die Teilfreiheit geht auch

Niemand muss gleich ein Depot im Wert von einer Million Euro haben. Es geht mit weniger. Zumindest sollte eine Teilfreiheit möglich sein. Das heißt, du kannst hoffentlich den Vollzeitjob früher aufgeben und mit einem Teilzeitjob über die Runden kommen.

Wer fleißig spart und investiert, muss sich keine Sorgen machen. Natürlich kann ein abbezahltes Eigenheim im Alter für Entlastung sorgen. Es geht aber auch zur Miete in die finanzielle Freiheit. Viele Wege führen nach Rom.

Sollte dir dein Geld in einer Frührente mit 50 Jahren nicht ganz reichen, kannst du eventuell ein paar Stunden pro Woche nebenher arbeiten. Vielleicht reicht das oder du arbeitest zwei oder drei Tage die Woche. Jedenfalls nicht mehr voll Kanne bis fast 70. Du kannst, wenn du stetig in die Aktienmärkte über Dekaden hinweg investierst, ein erhebliches Polster aufbauen. Das Problem ist, dass wir Menschen wachsende Konsumansprüche haben. Niemand will auf etwas verzichten. Kaum einer schnallt freiwillig den Gürtel enger.

Achso. Die comdirect vergibt bald wieder den finanzblog award. Wenn du meinem Blog timschaefermedia.com deine Stimme geben willst, würde ich mich sehr freuen. Hier geht es lang zur Abstimmung.

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  1. Darum mag ich die Berkshire Aktie, man erhält Dividenden ohne sie versteuern zu müssen. Für Schweizer Anleger ist das sehr interessant, da Kapitalgewinne ja steuerfrei sind, Dividenden aber natürlich nicht. Da Berkshire ca. 50% Apple-Aktien hält, finde ich die Performance weiterhin mager, wenn man die 2 vergleicht. Ich würde jetzt also als Apple-Alternative Berkshire-Aktien kaufen.

    @sich irren

    Facebook jetzt über 300, ich dachte beim IPO sie seien zu teuer haha. Der Markt gab mir kurz nach dem IPO sogar Recht und dann begann der grosse Run. Heute wird einem wieder schwindlig was einige Tech-Titel hinlegen, einerseits freut das andererseits auch etwas Besorgnis, ungesund wenn Aktien an einem Tag teilweise 2stellig zulegen.

  2. Wir sind aktuell auch bei 200€ Netto-Dividende jeden Monat. Damit sind bereits 1/3 unserer Kaltmiete theoretisch gedeckt. Ziel ist es in 10 Jahren mietfrei durch Kapitalerträge zu sein und dann beginnt theoretisch der Schneeball ordentlich ins Rollen zu kommen. Bis 65 sind mit Sicherheit 1500€-2000€ Dividende möglich wenn der Staat uns nicht in die Quere kommt. Toller Artikel und immer wieder interessant zu sehen wie andere ihre Depots gestalten 🙂

  3. @Bruno,

    ich habe auch ein paar wenige BRK.B Aktien und habe vor ein paar Tagen noch Ebay-Aktien und mal Tencent gekauft, und Markel,

    kann man immer mal gebrauchen so paar Aktien, meine Sparrate für diesen Monat ist also weg (hab noch bisschen was draufgelegt)

    Jetzt werd ich noch ein wenig in diesen Büchern stöbern,

    mit der Dividenden-Strategie ist es halt so eine Sache, siehe Dominion, RDS. etc,

    wobei meine geliebten Southern Copper seltsamerweise nur einmalig die Dividende halbiert hatten, gestern kam wieder der normale Betrag. Die Kursverläufe der Hochdividendenzahler sind schon nicht das Gelbe vom Ei und wenn dann noch Währungsschwankungen dazukommen zu meinen Ungunsten, dann macht es schon nicht sooooo Spass.

    Wird schlussendlich aber was bei rumkommen, muss nicht davon leben…

     

     

  4. @Fit und Gesund

    https://static.seekingalpha.com/uploads/2019/5/13/11339381-1557766611070107_origin.png

    Die Zukunft kennen wir alle nicht, aber es gab immer wieder Verschiebungen in den Dekaden (was bis 2030 am besten läuft wissen wir nicht, vielleicht sind ja wieder mal Emerging Markets dran, oder Rohstoffaktien, oder weiterhin Techs, oder Pharma, oder unerwartet doch Europa? oder wie Thorsten denkt Russland & China, alles ist möglich), und ja nicht alles was gut gelaufen ist die letzten 10 Jahre wird oder muss es auch zukünftig und umgekehrt. Aber wir wissen es alle nicht, soviel Demut muss man besitzen.

    “Dividend growers” Aktien sind wohl immer angesagt, hier eine Liste:

    https://www.dividend.com/dividend-stocks/10-year-dividend-increasing-stocks/#tm=3-10-years-increase-stocks&r=Webpage%231327&f_13=true&only=meta%2Cdata%2Cthead

    FAANG & Co. übertrumpfen natürlich alles aktuell und auch die letzten Jahre, ich bin ein Fan davon aber kaufe nichts mehr zu, lasse es einfach laufen. Aber die Entwicklung ist jetzt exponentiell und ein Rückschlag wird wohl kommen.

    Geduld ist angesagt, wie so oft…

  5. @Bruno,

    ja, diversifiziert zu sein ist nicht schlecht, auch in Rohstoffaktien und E.M., ich hab überall ein wenig meine Fingerchen drin. Glaskugel hab ich auch nicht.

     

     

  6. Hi Tim,

    richtig. Langsam und stetig. Monatlich, in guten und schlechten Zeiten. Ich finde es so faszinierend und spannend, wenn jeden Monat Dividenden eintrudeln. Da die Sparpläne ja weiter laufen, steigt auch monatlich die Dividenen. Zwar langsam, aber stetig. Einige wissen das, viele aber nicht.

    Geduld, Geduld und noch einmal Geduld…………………..

    Vg

    der Michael (Bergkamen)

  7. Darum mag ich die Berkshire Aktie, man erhält Dividenden ohne sie versteuern zu müssen.

     

    Das sehe ich genau so. Jeder Cent, der im Unternehmen bleibt, hat die Chance, weitere Gewinne zu erzeugen. Die Cents, die in den Taschen vom kleinen dicken Olaf landen, haben diese Chance nicht mehr  😉

     

  8. Denkt ihr nicht, dass es besser wäre jetzt eher in ein paar defensive bzw zurückgebliebene Aktien wie AT&T, Altria/PM, CVS, Gilead, Walgreens, Toyota, Anheuser, Fresenius, Aflac, etc zu investieren anstatt in die überteuerten Tech- und Hypewerte?

  9. @ 22% der Senioren in Bayern sind von Armut betroffen
    In den USA , schätzt man in der nächsten Dekade eine durchschnittliche Altersarmut von über 50 Prozent !!! Das heißt ohne jegliche Grundabsicherung im Alter,  im ausgesprochenem heißt das : HOMELESS !!!

  10. @ Luigi: kann klappen, muss aber nicht. Warum glaubst Du sind diese Unternehmen momentan so bewertet? Zum Teil wegen hoher Verschuldung, teilweise „old economy“ bzw. Branchen mit fraglichen Zukunftsaussichten. Überteuerte Tech Werte…welche genau? Google, Apple, Microsoft, Amazon, Facebook? Alles Unternehmen mit beherrschender Marktstellung, enormen Cash Reserven, zum Teil enormem Wachstum. Das hat seinen Preis und wird entsprechend bewertet vom „Markt“. Ich habe die genannten 5 im Depot, plus Paypal, Veeva und SAP. Acht Unternehmen, im Aktiendepot also im weiteren Sinne nur Tech. Ich schlafe sehr gut damit, jedenfalls besser als mit der Auswahl die Du aufgezählt hast 😉 Da würde ich aktuell nur Fresenius kaufen wenn ich aus der Liste wählen müsste. Aber jedem das seine. Du musst davon überzeugt sein und Deine Strategie durchhalten.

  11. Schön Olaf/Bloom aus dem ehemaligen Aktienboard/ bzw. trading-stocks, den meisten hat er damals das Buch kostenlos zur Verfügung gestellt, ein feiner Kerl.

    falls jemand ein wenig lesen will, hier gibt es den passenden thread dazu.

    https://www.trading-stocks.de/thread-131.html

    @ Bruno: Die FANGAM sind schon krass, Bezos hat seit Mittwoch 200 Milliarden Vermögen, Facebook ist sogar noch unterbewertet im Gegensatz zu den anderen Kandidaten.

  12. Dividendenaktien oder FANG ist immer so eine glaubensfrage. Warum nicht beides?

    Ich habe ETF, Dividendenaktien (General Mills, Shell, ATT,..) und aber auch Wachstumstitel.

    Ziel ist es die Wachstumstitel wenn Sie in 20-30 Jahren gut gelaufen sind in Dividendenaktien / REITs zu tauschen. Dann wird eine ordentliche Cashflow Summe ankommen 🙂

    30.000€ Dividende ist eine Top Leistung! Ich selbst bin erst bei 210€ im Monat aber habe ja noch ein paar Jährchen vor mir

  13. Es ist im Übrigen garnicht so unwahrscheinlich, dass aus den heutigen Wachstumsaktien später Dividendenwerte werden. Märkte sind irgendwann gesättigt und dann versucht man sich zu halten und vielleicht in neue Märkte zu stoßen. Das große Wachstum ist dann aber vorbei und man kann/sollte die Kapitalgeber durchaus mit Ausschüttungen bei der Stange halten.

    Ich selbst bin auch bunt unterwegs – so kann man gut innerhalb des Aktienmarktes diversifizieren.

  14. Hallo, danke für diesen interessanten Blogeintrag. 30.000 EURO Dividende ist eine außergewöhnliche Leistung. Schwierig, aber dennoch machbar! Ich selbst habe mich mit der Thematik schon beschäftigt und finde, dass dieser Blogeintrag auf den Punkt gebracht ist. Liebe Grüße!

  15. 🙁 “22% der Senioren in Bayern sind von Armut betroffen.”

    Das kann man nicht so einfach ohne Vergleich mit anderen Ländern und Staaten sagen! Bestimmt gibt es in anderen deutschen Ländern mehr Prozent armer Menschen als in Bayern. Und mehr Prozent armer Menschen lebt in den USA, Britannien, Frankreich, Italien, Spanien, Lateinamerika, Afrika, Asien, Australien, Osteuropa.

    Bayern ist doch das reichste Land in Deutschland.

  16. @ Fresenius

     

    … habe ich letzte Woche eine erste Position mit 2 Käufen eingesammelt. War gleichzeitig ein kleiner Test meines neuen Brokers Smartbroker (DAB BNP Paribas), bei dem Käufe/Verkäufe über gettex gebührenfrei sind.

     

    Hat tadellos geklappt, die Spreads waren auch nicht höher. Habe die aktuellen Kurse verschiedener Börsen verglichen und mit Limit zum gerade günstigsten Kurs anderer Börsen geordert. Alles reibungslos und schnell. So kann man auch mal öfters kleinere Käufe ohne Kosten durchführen.

     

    Tax-Voucher sind bis jetzt auch gratis. Nur das Irland-Dividenden-Problem wird auch hier nicht gelöst: Weder duch Vorab-Befreiung, noch durch kostenpflichtigen Service… Apropos Service: Hiervon sollte man bei diesem Broker nicht allzu viel erwarten: Auf E-Mail 1 gab es bisher (ca. 4 Wochen) keine Antwort, bei E-Mail 2 (gleicher Inhalt) dauerte es 2 Wochen…

     

    LG

     

     

  17. ? “22% der Senioren in Bayern sind von Armut betroffen.”

    Ich nehme an, da zählt auch die Gattin des pensionierten Chefarztes dazu, die nie oder nur kurz erwerbsmäßig gearbeitet hat und dementsprechend selbst nur eine kleine oder keine Rente bekommt.

    So wir bei den Einkommensstatistiken auch immer Studenten mit dabei sind. Wenn man sich in Bayern umschaut, sehe ich sehr viele wohlhabende Senioren.

  18. @ Felix

    “Wenn man sich in Bayern umschaut, sehe ich sehr viele wohlhabende Senioren.”

    Altersarmut findet nicht in der Öffentlichkeit statt, die siehst Du nicht wenn Du nur mal kurz schaust. An der Chefarztgattin würde ich das nicht hochziehen, das ist im Rentenalter des Chefarztes doch meist schon die dritte, natürlich jüngere (auch so ein Vorurteil).

    Meine Rente ist auch nur kurz über der Grenze, trotz Arbeit von 16 bis 60.

    VG

    Anna

  19. Es gibt auch tech zukunftsaktien mit dividenden.

    Skyworks Solutions

    Qualcomm

    Usw

    Auch At&t macht Sinn. Schließlich wird mobiles Internet immer wichtiger und wächst. Oder halt Verizon.

     

    Diese ganzen “armen” Alten. Wie wird das gemessen? Ich vermute auch die Hausfrau mit geringer Rente erscheint, während der Ehemann eine gute Rente hat und es zusammen dicke reicht.

    Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast..

  20. Generell finde ich es schwierig Armut zu messen. Ein Armer in Deutschland oder der Schweiz hat kein Erwerbseinkommen aber ein Dach über dem Kopf welches im Winter auch geheitzt ist und er muss nicht hungerleiden und hat auch ein Anrecht auf medizinische Versorgung. Ein Mensch im Kongo hat einen Knochenjob in einer Koltanmine bei dem er so wenig verdient, dass er sich im besten Fall Nahrung, Wohnung und etwas Medizin leisten kann. Der Arme, Arbeitslose im Kongo sitzt auf der Strasse und bettelt er hat weder Wohnung noch Medizin, da er sein Erbetteltes für etwas Nahrung ausgeben muss.

    Wie also messen wir Armut?

    Es gibt absolute und relative Armut. unter dem Strich können wir festhalten, dass in den westlichen Ländern jeder seines eigen Glückes Schmid ist und mit Eigeninitiative ein gutes Leben führen kann.

    Leider gibts auch Menschen die keine Lust haben zu arbeiten und sich deswegen in der sozialen Hängematte gemütlich machen.

  21. @soziale Hängematte

     

    Hach ja, die ist ja sooo gemütlich und sooo verlockend, diese soziale Hängematte. Um das so zu empfinden, muss man schon ein ganz besonderes Menschenkind sein. Nicht nur für mich wäre das keine gemütliche Hängematte, sondern ein Dahinvegetieren … daran ist NICHTS verlockend!

     

  22. @Leser Markus

    gibt es eigentlich ein Update von Ihm? Sein Leserbrief war unheimlich motivierend damals. Ich hoffe er kann mal ein Update geben.

  23. Ich habe eben mal 4 gängige Dividenden-ETFs mit unterschiedlichen Ansätzen gegen den Vanguard FTSE All-World antreten lassen: https://www.fondsweb.com/de/vergleichen/tabelle/isins/DE000A0F5UH1,IE00B8GKDB10,IE00B9CQXS71,IE00BMP3HG27,IE00B3RBWM25

    Der Chartvergleich zeigt auf, wie schwer es ist, den Gesamtmarkt durch aktives Herausfiltern zu übertreffen. Die höheren Ausschüttungsquoten der Dividenden-ETFs gingen zulasten der Gesamtrendite – und nur diese ist für den Anlageerfolg maßgeblich. Professor Martin Weber sagt immer: ,,The market is right” (der Markt liegt richtig). 😉

  24. @Mark

    Es kommt auf die Zeitperiode an.

    Die Div-Strategien waren nach der Dotcom für ca. 8 Jahre führend. Allgemein hat Value einen sehr, sehr langen Track-Record trotz der Schwäche seit ca. 10-13 Jahren.

    Emergings haben 1-2 Dekaden US und Europa massiv outperformt so wie es jetzt US & Growth aktuell schon länger andersherum machen.

    Auch gibt es 8-15 Jahre-Perioden wo Europa oder Asien vor den USA lagen…

    Die Zukunft ist ungewiss! Ob Value wegen Nullzins jetzt dauerhaft schwächer ist, bzw. Growth noch über Jahre weiter besser läuft…

    Growth, bzw. überzogenes Growth zu keinem vernünfigen Preis (kein GARP) hatten wir bei der Jahrtausendwende.

  25. @Mark 85

    Mir gefallen Dividenden-ETF’s nicht. Das Problem daran ist, dass diese in der Regel keine Qualität filtern. Hohe Dividenden sind schön, können aber auch Anzeichen von Schwäche sein, oft sind gefallene Engel solche Titel mit hohen Dividenden, die Dividenden werden in der Folge gekürzt oder man versucht, sie mit Gewalt zu bewahren, dann stagniert halt der Kurs.

    Wenn dann bräuchte es einen ETF wo Aktien selektiert, welche über Dekaden ihre Dividenden steigern oder zumindest halten und auch sonst noch ein paar Qualitätskriterien. Aber das ist dann halt nicht mehr passiv.

    Vielleicht mal ein Vergleich mit einem Dividenden Aristokraten ETF.

  26. Hallo Tim und Finanzinteressierte!

    Ein netter Mensch hat eine Bundestagspetition betreff privater und pfändungssicherer Altersvorsorgedepots für Deutschland gestartet:

    https://freiheitsmaschine.com/2020/08/27/petition-privates-altersvorsorgedepot/

    Das soll ähnlich der amerikanischen 401k Rentenkonten aufgebaut sein (nur im ersten Schritt ohne Steuerbonus, damit wir es durchbekommen).

    Jeder kann mit wenigen Klicks seine Zustimmung geben. Wir brauchen 50.000 Unterstützer und zusammen schaffen wir das!

    Wäre super Tim, wenn Du die Petition in einem Beitrag von Dir noch einmal verlinkst.

    Dankeschön und schönen Tag,

    Maschinist

  27. @Sparta

    Ja das sehe ich ebenso.

     

    Charlie Munger ist ja ein kompletter Fan von Li Lu – der chinesische Buffett. Er meint ja, dass Li Lu so ziemlich alles outperformen wird, da sein Jagdgebiet (China) ein Riesen Vorteil sei ggü USA.

     

    Leider kann man in seinen Fonds nicht investieren, der würde mir gefallen.

     

    Es gibt ja das Gerücht, dass Li Lu den guten Warren beerben wird nach seinem Ableben und die investments von BRK dann Steuern wird.

     

    -M

  28. Ein netter Mensch hat eine Bundestagspetition betreff privater und pfändungssicherer Altersvorsorgedepots für Deutschland gestartet:

     

    Schön zu lesen! Da gibt es jemanden, der sich nicht damit begnügt, als Nörgelkasper durch diverse Blogs und Foren zu tingeln, sondern eine wichtige Sache anstößt und versucht, etwas ins Rollen zu bringen.

    Das ist aller Ehren wert!

     

  29. @ Maschinist

    Ich habe die Petition unterschrieben. Hoffentlich finden sich genügend Leute. Einen weiteren kleinen Sockel für die Altersversorge würde vielleicht im ersten Schritt die besser verdienenden ein wenig unterstützen. Solange nicht ein Versicherungsprodukt aus dem Vorschlag wird und nicht die Freiheiten der Eigentümer stark beschränkt werden bin ich auch dabei wenn es etwas in der Art geben sollte.

  30. Ich wollte ja keine Reiseaktien kaufen nach Corona, aber heute habe ich nochmals Jungfraubahn Aktien gekauft, so dass ich nun im Oktober in den Aktionärsclub aufgenommen werde, gibt Gratistickets und Rabatte 🙂 Ich habe die Aktie schon lange, sie haben die Dividenden und Umsätze stetig gesteigert, natürlich werden sie 2020 einen Einbruch erleiden, aber ich denke das wird sich wieder erholen. Die Investitionen werden sich auch bezahlt machen. Und klar, die Reisegruppen aus Asien müssen wieder kommen, aber ich gehe davon aus, wenn nicht nächstes Jahr dann halt übernächstes Jahr.

    Ich freue mich jedenfalls schon mal auf meine erste Fahrt mit dem Eiger Express

    https://v-bahn.jungfrau.ch/v-bahn/eiger-express

    Also liebe Foristen, ab aufs Jungfraujoch

    https://www.jungfrau.ch/de-ch/jungfraujoch-top-of-europe/

    https://www.youtube.com/watch?v=8CTRdN5ZwgE

     

  31. Hallo zusammen,

    ich habe die Petition eingereicht, die der Maschinist so dankenswerterweise unterstützt. Ich möchte, dass wir alle und unsere Kinder selbstverantwortlich für unser Alter vorsorgen können, ohne dass wir Versicherungen abschließen müssen. Dabei muss die Vorsorge vor den ganz großen Risiken geschützt sein. Infos, Hintergründe und Argumente gibt es zusätzlich auf der zugehörigen Website: https://av-depot.de . Bitte zeichnet mit. Ihr könnt nur gewinnen und nicht verlieren.

    Danke Gerald

  32. @ Gerald

    Danke für den Hinweis und deine Arbeit diesbezüglich. Ich drücke dir und den Unterstützern die Daumen. Leider interessieren sich mehr Menschen für die Lottozahlen als für diese wichtigen Dinge.

  33. Ich kann mich leider mit der Petition nicht anfreunden, weil ich ein Freund der Selbstbestimmung und der damit gleichzeitig einhergehenden Eigenverantwortung bin.

    Nichts gegen einen kleinen Schonbetrag für eine Notreserve (kaputte Waschmaschine usw.), aber wenn jemand Hartz 4 bezieht, also Unterstützung der Allgemeinheit in Anspruch nimmt und gleichzeitig über ein größeres Vermögen verfügt, widerstrebt mir dies zutiefst.

  34. @Mark 85

    Wenn also der deutsche Michel sich 30 jahrelang einen Kleckerbetrag vom Mund weg spart um im Rentenalter ein menschenwürdiges Leben zu führen soll er bestraft werden? Schon alleine für die “Genialität” für sich selbst privat vorzusorgen sollte der deutsche Michel belohnt werden. 50% unsere bildungsresistenten Bürger in Deutschland schaffen es noch nicht mal ihr Konto aus dem Dispo zu holen.

  35. @ Mark85

    Die maximale Ansparhöhe oder monatliche Rate ist nicht bekannt. Es ist vermutlich auch eher als Zustupf der Rente gedacht und nicht um ein FU Vermögen aufzubauen. Außerdem kann man erst ab dem offiziellen Renteneintritt über dieses Vermögen verfügen. Nach Deiner Theorie würde man beispielsweise 1 Mio einzahlen, falls möglich. Dann würde man z.B. mit 50 Jahren aufhören zu arbeiten und lediglich von Hartz4 leben. Ab der Rente gibt es dann Zugriff auf die Millionen, die sich vermutlich prächtig entwickeln konnte. Findest Du diesen Ansatz attraktiv? Falls Du ein weiteres Vermögen hättest, so wäre dies kein Schonvermögen… Ich müsste jetzt nicht eine Dekade freiwillig von Hartz 4 leben, wenn ich über ein hohes Vermögen verdüge. So einen Fall mag es dennoch in Wirklichkeit geben.

    Ich sehe aber eher eine Chance für Geringverdiener etwas zur Seite zu legen. Vielleicht gibt es Menschen, die im Alter die Mindestrente bekommen. Mit so einem Depot könnten sie vermutlich mit heutigem Verzicht ein wenig Geld beiseite legen, damit sie im Alter ein wenig mehr haben. Das sind keine rosige Ausblicke, aber wünschenswerte.

    Für uns würde so ein Depot neben dem Schonvermögen auch weitere Vorteile bringen, wenn es aus dem Brutto angespart werden kann. Hier sehe ich allerdings die Gefahr, dass aus dem schönen Gedanken ein überteuerten Versicherungsprodukt mit Einschränkungen entsteht. Vielleicht darf man über “sein” Vermögen nicht beliebig verfügen. Vielleicht haben Angehörige nach dem Tod keinen Anspruch auf dieses Vermögen.

     

  36. @Mark 85: findest du es dann fair, wenn jemand zb 25 Jahre gearbeitet hat, in Aktien investiert und in hartz4 gerät dann alles aufbrauchen muss?

    Und dagegen ein anderer immer schon hartz 4 bezieht und gleich gestellt ist?

    Ich finde das ist unfair.

  37. Ich sehe aber eher eine Chance für Geringverdiener etwas zur Seite zu legen.

     

    Das können sie heute auch schon. Viele haben aber Angst, dass das Ersparte im schlimmsten Fall (abrutschen in die soziale Hängematte) bis auf einen Schonbetrag aufgezehrt werden muss. Viele machen dann lieber gar nichts, um im Notfall nicht die “Dummen” zu sein. Diese Angst (typisch deutsch?) ist viel weiter verbreitet, als es tatsächlich Betroffene gibt, die irgendwann auf ALGII anhgewiesen sind. Würden die Rücklagen im Altersvorsorgedepot geschont und erst mit dem Bezug der Rente verfügbar, wären manche vielleicht williger, etwas für’s Alter zurückzulegen. Das ist aus meiner Sicht der eigentliche Charme bei diesem Vorschlag.

     

  38. Sehr gute Idee mit der Petition. Habe soeben unterschrieben.

    @Mark 85: Das Schonvermögen für ältere bzw. langjährig Versicherte ist viel zu gering. Daher ist die Petition auf dem richtigen Weg. Sonst fällt der 55jährige rasch auf die gleiche Stufe wie ein Tunichtgut der vielleicht nie in das System einbezahlt hat. Eine Differenzierung ist daher sinnvoll, um das Prinzip der Solidarität nicht weiter auszuhöhlen.

  39. @ Rüdiger

    Das meine ich damit. Wenn man mit wenig Geld durch Verzicht etwas beiseite legt sollte es schon sicher zur Verfügung stehen. Es geht hier auch nicht um hohe Vermögen. Ansonsten ist der Anreiz sehr übersichtlich. Es wird vermutlich dennoch nicht gut angenommen. Aber in Hinblick auf die zukünftige Rente sollte mal einen Anfang gemacht werden. Ich befürchte es wird dennoch so lange dauern bis man die Altersarmut auf der Strasse erkennen kann. Dann werden zukünftig Betroffene vielleicht so ein Angebot annehmen. Wenn es dann allerdings Unterstützung gibt vielleicht doch nicht.

  40. Die Frage bei diesem Vorhaben müsste eher sein. Was können die Versicherungen daran verdienen? Wir haben nicht ohne Grund 2 große Versicherungen im DAX. So ein vom Grundsatz her, lobenswertes Vorhaben, wird nicht so ohne weiteres an der Versicherungslobby vorbeikommen.

  41. @Stefan

    Ein Versuch ist es wert und alles besser als Nichtstun und Jammern.

    In der Petition steht: “…alle Börsenprodukte, die unter der europäischen MIFID II zugelassen sind”.

    Da wären die Versicherungen draußen.

    Schönen Tag!

  42. Ach Rüdiger,

    “Viele machen dann lieber gar nichts, um im Notfall nicht die “Dummen” zu sein. Diese Angst (typisch deutsch?)…”

    Nein, das ist typisch für Ausländer…(Rüdiger, das ist ein Spiegel – keinen Schreck bekommen!)

  43. Hallo Tim,

    Natürlich für dich abgestimmt.

    Thema off topic:

    Du sagst ja das du viel Sport machst (mit Trainer/Trainerin). Mich wundert das du Calisthenics noch gar nicht für dich entdeckt hast?

    Gerade New York hat unglaublich viele Parks wo du trainieren kannst. Hat schon ein bisschen was von Kult Status. Nur ein Tip! Bin selber vom Gym vor Jahren dazu gewechselt und habe es nie bereut.

    @ all

    Gute Investments weiterhin, jeder nach seinem Gutdünken.

    Gruss Markus

  44. Schon Warren Buffett sagte, der Mensch habe die perverse Eigenheit,
    einfache Dinge unnötig kompliziert zu machen.

    Sehe ich genau so.

    Mit meiner Strategie glaube ich, 21,5% p.a. zu schaffen.

    Der Trick ist dies:

    Wenn es ein Unternehmen gibt, das unter Buchwert gehandelt wird, *UND* Gewinne erzielt (im Durchschnitt der letzten 5-10 Jahre), *UND* keine Insolvenz unmittelbar bevor steht,
    *DANN* ist das Unternehmen massiv unterbewertet.

    Das Problem ist, dass Unternehmen wie Tesla einfach total gehypt sind.
    Ich gönne es den Tesla-Aktionären natürlich, dass sie da einen 10-bagger entdeckt haben.
    Innert 12 Monaten eine ver-10-fachung ist schon eine Leistung.

    Und jetzt, da Tesla über 2’100$ steht, will ich auch nicht ausschliessen,
    dass sie dieses Jahr noch auf 5’000$ und nächstes Jahr gar auf 20’000$ ansteigen.

    Nur bin ich mir recht sicher, dass Tesla in 10 Jahren nicht viel höher steht als heute,
    eher tiefer.

    Eine VW hingegen wird von vielen belächelt.

    Aber bei VW bekommst du für einen Euro viel mehr Gegenleistung als bei Tesla!
    VW liegt 40% unter dem Buchwert!

    Also selbst wenn VW in Zukunft NIE MEHR Gewinne machen würde, würde sich der Kauf trotzdem lohnen, weil alleine das Eigenkapital (nach Abzug aller Schulden) fast doppelt so hoch ist, wie der Aktienkurs.

    Jedes Unternehmen (sofern nicht die Pleite bevor steht oder eine vergleichbare Katastrophe)
    muss etwa 50 bis 100% über dem Buchwert gehandelt werden, eher höher.
    Ausser die zukünftigen Gewinne wären 0.
    Auch dann wäre der Buchwert der angemessene Preis für ein Unternehmen.

    VW verkauft pro Jahr mehr Autos, als Tesla bisher in 10 Jahren.
    VW verkauft pro Monat mehr Autos als Tesla pro Jahr.

    Trotzdem wird es nur auf dem 6-fachen der durchschnittlichen Gewinne der letzten 3 Jahre gehandelt.
    Pro Aktie gab es laut ariva.de die letzten 3 Jahre 22,69 bis 26,66 Euro Gewinn.
    Der Kurs steht heute um 140 Euro herum.

    Tesla hingegen steht beim unendlich-fachen Gewinn.

    Tesla machte die letzten 4 Jahre Verluste von 4 bis 12 Dollar pro Aktie und Jahr.
    Nehmen wir an, sie würden 2020 einen Gewinn pro Aktie von 1 Dollar machen,
    und dieser Gewinne würde sich 5 mal nacheinander verdoppeln.
    Dann hätten sie 2025 einen Gewinn von 16 Dollar pro Aktie.

    Oder sagen wir einfach, Tesla schafft einen Gewinn von 50 Dollar pro Aktie,
    was bei einem Umsatz von 135 Dollar 2019 schon extrem viel wäre.
    Selbst dann hätte Tesla heute noch ein KGV von 40.

    Und ein Gewinn von 50 Dollar pro Aktie liegt noch einige Jahre in der Zukunft.

    Wenn sie einen Gewinn von 10 Dollar pro Aktie machen,
    liegt das heutige KGV bei 200.

    Jetzt mal eine Frage in die Runde hier:
    Wieviel Gewinn pro Aktie wird Tesla nach eurer Meinung 2021 machen?

    Auf
    https://www.finanzen.net/schaetzungen/tesla
    habe ich eine Schätzung von 14,94 $ Gewinn für das Geschäftsjahr 2021 pro Aktie gefunden.

    Das wäre noch ein KGV von 140.
    Und es ist fraglich, ob die Schätzung so eintrifft.

    Wenn Tesla bis dahin auf 10’000$ Aktienkurs ist bzw. mit dem geplanten Split auf 2’000$,
    wäre das ein KGV von 670. (Kurs und Gewinn von 2021).

    Um auf ein vernünftiges KGV von unter 50 zu kommen (was selbst für einen Marktführer zu viel ist), müsste der Gewinn im Jahr 2020 schon bei 40$ pro Aktie liegen.
    Wenn sich die Aktie nochmals ver-10-facht bis nächsten Sommer, müsste der Gewinn bei 400$ pro Aktie liegen

    Die Bewertungen sind daher wichtiger als die Zukunftsaussichten.

    Das Tesla die nächsten 5 Jahre seinen Umsatz jährlich um 20 bis 50% steigern wird, daran zweifle ich nicht.
    Nur rechtfertigt das nicht, dass die Aktie so viel kostet, wie in 140 Jahren verdient wird.

  45. Haha geil der Zenni ist wieder da!

    Wenn du über 20% Rendite schaffst wirst du der beste Investor aller Zeiten. Besser als Buffett, Soros uswusw. Warum bist du eigentilich noch nicht bei Gurufocus.com gelistet?! :-))))

    Der Buchwert hat heute nur noch eine äußerst geringe Aussagekraft. Früher mit der Zigarrenstummelmethode hat das mal funktioniert. Eine Netflix, Amazon, Microsoft usw. wirst du mit der Methode nicht finden. Und mit Autokonzernen macht man auch keine 20% im Jahr.

    Immer schön an die Tabletten denken, Zenni 😉

     

  46. @Zen

    Das ist mir zu einfach gedacht. Es ist wirklich ein wenig wie die zigarettenstummel Methode die Buffett selbst heute nicht mehr nutzen würde.

     

    Ein gutes Unternehmen ist: welches stark wächst, viel positiven cashflow bringt, bei guten Margen und einem zukunftsträchtigen Geschäftsmodell.

     

    Der faire Preis wird durch die oben genannten Parameter bestimmt.

     

    Mal so auf die schnelle wie ich denke.

    -M

  47. Ich wollte euch hier noch ein Phänomän darstellen.

    Ich behaupte jetzt mal, dass ich 21,5% p.a. schaffen könnte.

    Hier in diesem Blog (und auch in anderen Foren) gab es dann (teils sogar von Tim Schäfer persönlich) die Aussage, dass mein geringes Vermögen zeigt, dass ich gar nicht so gut bin als Investor.

    Wie passt das zusammen?

    Nehmen wir mal rein hypothetisch an, jemand hätte
    a. das beste Aktien-System der Welt entwickelt und schafft damit 21,5% p.a. UND
    b. hat nur ein Startkapital von 10’000 (CHF/EURO/DOLLAR).

    Diese Person hat heute ein Vermögen von 70’000$.

    Kann es sein, dass die Person tatsächlich eines der besten Aktiensysteme der Welt hat?

    Die Antwortet lautet JA.

    Wie soll das gehen, so wenig Geld, aber das beste Investment-System der Welt?

    Ganz einfach:
    Ich behaupte, ich schaffe 21,5% p.a..
    Ich habe aber mit geringem Startkapital angefangen.

    Nehmen wir an, ich hätte mit 10’000 $ am 1.Januar 2001 angefangen,
    und seither eine mittlere geometrische Rendite von 21,5% p.a. geschafft,
    wieviel Geld hätte ich dann heute, 19,5 Jahre später?
    Die Rechnung dazu lautet 1,215 hoch 19,5.
    Das ergibt 44,56.

    Aus 10’000 $ sind inzwischen 445’600 $ geworden.

    Dies ist das Ergebnis von 20 Jahre lang eines der erfolgreichsten Systeme der Welt anzuwenden bzw. selber einer der besten Investoren der Welt zu sein.
    Trotzdem habe ich nach 20 Jahren nur 445’600 $.

    Um einer der reichsten Menschen der Welt zu sein (was heute über 100 Milliarden $ Vermögen bedeutet), muss man neben einer hohen Rendite auch ein Startkapital von über 1 Million und mehrere Jahrzehnte Zeit gehabt haben.

    Warren Buffett brauchte zu seinem heutigen Reichtum beispielsweise 80 Jahre.
    Warren Buffett hat 99% seines heutigen Vermögens nach seinem 60.Lebensjahr geschafft.
    Also auch mit 60 Jahren gehörte er nicht zu den reichsten Leuten der Welt.

    Es lässt sich also sagen:

    Es ist durchaus möglich, dass ich dauerhaft 21,5% p.a. schaffe bzw. zu den besten 10% aller Investoren gehöre, obwohl mein Vermögen vielleicht nur 4 oder 5-stellig ist.
    Das eine hat nichts mit dem anderen zu tun.

    Weil ich investiere nach meinem heutigen System seit weniger als 5 Jahren.
    Wieso sollte ich da schon reich sein?

    Ich hoffe, ihr könnt das nachvollziehen.

  48. @ZEN INVESTOR

     

    dann lege doch deine Zahlen mal auf den Tisch und schwadroniere hier nicht immer nur gequirlte “$§%§& im Konjuntiv

     

    her mit den Fakten deiner tollen Rendite seit 2001 oder von mir aus auch seit 2015

  49. So reich war Warren Buffett, als er so alt war wie Du:

    https://www.finanzen.net/nachricht/private-finanzen/business-insider-so-viel-geld-hatte-warren-buffett-als-er-so-alt-war-wie-du-4500483

    21.5% reichen da nicht, z.B. 30 Jahre 1 Million, 35 Jahre 7 Millionen, da braucht man schon 50% p.a. 😉

    Zen ich hoffe dich mal zu treffen, dann machen wir ein Selfie, ich gebe das meinen Söhnen und sie können in 50 Jahren dann angeben, mein Vater kannte den besten Investor aller Zeiten haha.

    Warum ich lache, unabhängig deiner Künste, was Dich von WB unterscheidet, er war stets demütig, zurückhaltend und nie abgehoben.

  50. @Markus

    Was gebe ich nicht auf oder bei was?

    Und welche Pillen meinst du?

    @Stefan

    Welche Tabletten meinst du?

     @Bruno

    Ich bin auch demütig, bescheiden, nicht abgehoben.

    Gerne kannst du ein Selfie mit mir machen.
    Ich bin aber ausgesprochen hässlich.

  51. @ Gehirn einschalten…

     

    Es ist schon ein gewaltiger Unterschied, ob man an der Börse mit 10.000 € investiert ist oder 500.000 €, 1 Mio. € oder sogar mehrere Millionen € dort angelegt hat. Von Milliarden €/$ will ich gar nicht erst reden…

     

    Wer gar nicht mitreden kann, ist der Theoretiker, der nur Geld auf dem Papier “verwaltet”. Wer hier “erfolgreich” ist, kann noch längst nicht sicher sein, auch mit real investiertem Geld die gleichen Erfolge zu erzielen. Deshalb ist “Paper-Trading” m.E. auch völlig sinnlos. “Verzocke” ich hier mal eben ein paar Tausender… was solls. Man hat ja beliebig viele “Versuche”…

     

    Mit eigenem schwer verdienten und versteuertem Geld sieht alles ganz anders aus, besonders, wenn man noch für die Versorgung einer Familie verantwortlich ist. Viele kommen hier schnell an ihre psychischen Grenzen…

     

    LG

  52. An kripofrankfurt, Kiev, Chris1 und Ralf: Mangels Zeit kann ich nicht auf alle Gegenargumente eingehen. Daher nur kurz:

    Gegen vorübergehende Arbeitslosenzeiten helfen das Arbeitslosengeld 1 (Versicherungsleistung) und eine eigene Notreserve.

    Gegen eine Berufsunfähigkeit helfen die staatliche Erwerbsminderungsrente (Versicherungsleistung), eine private Berufsunfähigkeitsversicherung (Versicherungsleistung) und ein eigenes Vermögen.

    Es ist also nicht so, dass man in jedem Fall vor dem finanziellen Ruin steht.

    Beim Arbeitslosengeld 2 für Langzeitarbeitslose handelt es sich dagegen nicht um eine Versicherungsleistung, daher sollte aus meiner Sicht das Schonvermögen nicht zu hoch angesetzt werden.

    Um das angesprochenen Sozialleistungsmissbrauchsproblem einzudämmen, würde ich den langfristigen Leistungsbezug mit einem Arbeitsdienst an der Allgemeinheit verknüpfen. Warum sollte eine grundsätzlich arbeitsfähige Person nicht der Gesellschaft etwas zurückgeben müssen?

    Das angesprochene Ungerechtigkeitsproblem würde ich anders angehen, aber dafür müsste man den Staat umbauen: Der Staat erfüllt nur noch die grundlegendsten Aufgaben und senkt dafür im Gegenzug die Steuern und Sozialabgaben. Dann ließe sich für viele leichter und motivierender ein eigenes Vermögen aufbauen.

    Ich weiß nicht, wie ihr grundsätzlich darüber denkt: Wenn ich die Wahl zwischen einer Vermögensverwertung und einem staatlichen Leistungsbezug mit Abhängigkeiten hätte, würde ich mich immer für die 1. Option entscheiden, weil man so viel freier agieren könnte. Mir sind möglichst viele mündige Bürger lieber als ein Volk voller staatlich Abhängiger. 😉

     

  53. @Bruno

    21.5% reichen da nicht, z.B. 30 Jahre 1 Million, 35 Jahre 7 Millionen, da braucht man schon 50% p.a.

    Damit sagst du doch eigentlich schon, dass Warren Buffett teilweise sein Vermögen um 50% p.a. erhöhte.

    Das zeigt doch, dass ich mit meinen 21,5% p.a. gar nicht versuche besser als Buffett zu sein, sondern sogar nur halb so gut wie er.
    Wenn er sagt, es sei keine Zauberei, sondern jeder könne das mit der richtigen Methodik,
    wieso sollte ich dann nicht die halbe Performance von ihm schaffen?

    @Claus

    Es ist schon ein gewaltiger Unterschied, ob man an der Börse mit 10.000 € investiert ist oder 500.000 €, 1 Mio. € oder sogar mehrere Millionen € dort angelegt hat.

    Inwiefern ist das anders? Jemand der sehr wenig Geld hat, und 1 Jahr lang fleissig gespart hat, um 10’000 zu sparen, und jemand anders hat im selben Zeitraum 1 Million sparen können (weil er 1,1 Millionen verdient hat), dann ist es für beide eine hohe Sparleistung im Zeitraum von 1 Jahr gewesen.

    Hast du das Gefühl, für den “Ärmeren” der zwei sind die 10’000 nichts Wert?
    Es ist ebenso schwer verkraftbar, wenn er das verliert.

    Abgesehen davon spielen deine Argumente gar keine Rolle:
    Es geht hier eben nicht um die Summe.
    Sondern um die Frage: Kann ich Aktien so auswählen, dass eine dauerhafte Rendite von 21,5% p.a. möglich ist?
    Das ist unabhängig vom Vermögen.

    Es geht mir hier nicht darum, dass ich ein Held bin, weil ich mein ganzes Vermögen riskiere.

    Es geht hier nur darum, dass ich sage, ich habe eine Methodik entwickelt, mit der *JEDER* 21,5% p.a. schaffen müsste.

    Und ich habe dazu erklärt, dass es dabei unerheblich ist bzw. mich nicht widerlegt, wenn ich zB nur ein Vermögen von 10’000 besitze.
    Wenn ich zB erst 2015 mit nur 1’000 angefangen habe, hätte ich heute nur 2’165 CHF/EUR/USD.
    Trotzdem wären das 21,5% p.a. .

    Es geht hier nicht darum, ob man es emotional verkraftet, 1 Million zu investieren.
    Sondern ob mit seriösem Investment und simpelsten Berechnungen dauerhaft 21,5% p.a. möglich sind.

    @ggman
    her mit den Fakten deiner tollen Rendite seit 2001 oder von mir aus auch seit 2015

    Nun, ich mache eine prospektive Studie, also eine vorausschauende Untersuchung.

    Das Problem ist doch, dass man mich *IMMER* kritisiert hat in diversen Foren.
    Wenn ich ein erfolgreiches Wikifolio vorweisen konnte, warf man mir vor, dass ich zahlreiche Wikifolios hätte eröffnen können und jetzt das einzige, das zufällig gut abschnitt, veröffentliche.

    Leute wie du finden also immer das Haar in der Suppe.

    Auf https://www.wikifolio.com/de/ch/w/wf0value30 findest du mein Wikifolio.
    Derzeit steht dort:

    10,7% Performance pro Jahr (wobei anzumerken ist, dass im ersten Drittel des Zeitraums nur ca. 2-10% investiert waren, danach zwischen 10 und 50%).

    Bei durchschnittlich ca. 20% Aktien-Anteil (Rest Cash), entsprechen 10,7% einem höheren Gewinn, wenn ich voll investiert gewesen wäre.

    Man kann auch in der Trading-Historie die verkauften Aktien ansehen.

    Alle verkauften Aktien des Wikifolios sind diese:

    Feintool 23.10.2019 -5,4%
    Leonteq 23.10.2019 5,7%
    Hochdorf 18.02.2020 23,9%
    Hochdorf 23.02.2020 1,6%
    Hochdorf 23.03.2020 47,8%
    Adval Tech 14.04.2020 -0,1%
    Hochdorf 27.08.2020 21,1%

    Bei Adval Tech, Feintool, Leonteq und beim letzten Hochdorf Verkauf, erfolgte der Verkauf, weil nach erneuter Analyse die entsprechende Aktie nicht mehr ins Schema passte.

    Es gab also 7 Aktienverkäufe.
    Davon waren 2 mit Verlusten (maximal 5,4%),
    2 mit leichten Gewinnen (0-10%),
    3 mit sehr hohen Gewinnen (21,1%, 23,9%, 47,8%).

    Das alles bei Haltedauern unter 6 Monaten. (Künftig wird eine Haltedauer von 5-10 Jahren angestrebt).

    Die durchschnittliche Rendite von 7 Aktien (auch wenn einige mehrfach gekauft wurden) war
    13,514% in wenigen Monaten.
    Wobei da auch Verkäufe wegen falscher Auswahl von Aktien dabei waren (Feintool, Leonteq, Adval Tech).

    Auch heute noch ist der Aktienanteil nur 49,2%, was die Performance schmälert.

    Die Kritik wird im Sinne der Erwägungen beantwortet.

    Ansonsten wird die Kritik abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

  54. @ZenInvestor

    ich glaube schon, dass Dein System gut ist. Wie kann ich das kennenlernen?

    eine wichtigtevBemerkung, wenn ich ein Abo abschließen soll, dann kenne ich andere Scam Artists.

    Ich bin nicht giftig, Nur etwas misstrauisch. Melde Dich bitte, ich freue mich Dein System kennenzulernen.

     

    liebe Grüße

    Al Bundy

  55. @ZenInvestor

    ich glaube schon, dass Dein System gut ist. Wie kann ich das kennenlernen?

    eine wichtigte Bemerkung, wenn ich ein Abo abschließen soll, dann kenne ich andere Scam Artists.

    Ich bin nicht giftig, Nur etwas misstrauisch. Melde Dich bitte, ich freue mich Dein System kennenzulernen.

     

    liebe Grüße

    Al Bundy

  56. @ Mark85

    Eine staatliche BU hilft in äußerst geringem Maße. Das habe ich leider in der Theorie und auch Praxis kennengelernt. Eine eigene BU ist natürlich etwas anderes, aber das werden sich wohl nicht sehr gering Verdienende leisten können. Es werden allerdings ältere Arbeitnehmer nicht gut eingestellt. Nicht jeder 55 Jährige möchte nach Jobverlust bereits in die Freiheit. Das kann er auch gar nicht. Nehmen wir an so eine Person bekommt nur noch einen Job bei dem es zusätzlich Unterstützung gibt? Sollte das Vermögen dann aufgebracht werden, oder nicht?

    Ein schlanker Staat hat schon etwas. Du schaust doch gerne Reportagen. Wie sieht es denn in den USA an einer Schule in einem wohlhabenden Einzugsgebiet im Vergleich zu einem Gebiet mit niedrigem Einkommen? So sieht die völlige Freiheit auch aus. Und wie zeigt sie sich für Eltern? Vielleicht möchte nicht jeder Ami mit Familie in einem Clown Haus leben, aber in einem gewissen Einzugsgebiet sind die Häuser nun mal etwas Clownartig. Da werden dann Hypotheken aufgenommen, die nicht zu empfehlen sind. Ich kann es ein wenig nachvollziehen. Ich kenne es allerdings nur aus Beschreibungen von Amis, die nach Deutschland gezogen sind. Die Unterschiede können wir uns hier teilweise nicht vorstellen. Auch die Kosten für Kinderbetreuung… Das läuft dort alles ganz anders.

  57. @Zen

    “es sei keine Zauberei”

    Dann stell dein Renditebooster-System doch mal vor, aber bitte sehr sehr kurz fassen, 20 Seiten Abhandlung will hier niemand lesen. Stell dir einfach vor, Du bist in einem Saal und vor dir stehen alles sehr dumme Leute, und Du musst es ihnen erklären und hast dafür nur 2 Minuten Zeit.

    Ich zweifle halt, weil ich bei Empfehlungen von dir sehr häufig Loser-Aktien sah, abgestürzte Titel. Die sind zwar günstig, aber in der heutigen Zeit günstige Titel sind in der Regel auch schlecht.

  58. @ Zen

    Ich wünsche Dir Deine anvisierte dauerhaft gute Rendite. Du hast vor einiger Zeit “nur” 10000€ oder CHF investiert. So weit so gut. Was machst Du heute? Stockst Du das Depot nicht monatlich auf? Warum nicht? Mit 500€ oder 1000€ monatlicher Aufstockung kommt sehr viel schneller ein Vermögen zustande. Damit kannst Du entsprechend früher etwas mehr Freiheiten genießen.

  59. @Zen

     

    Finde Brunos Vorschlag auch gut, auch wenn ich da vollkommen seiner Meinung bin – häufig keine qualitätstitel, die optisch günstig zwar erscheinen, aber dauerhaft denke ich nicht die Performance liefern.

    Es erscheint mir mehr als eine Art “assett play” Strategie, bei dem man Loser kauft und hofft sie teurer wieder verkaufen zu können (also Art trading auf paar jahre), wobei fraglich ist, ob der Markt ein höheres KBV/KGV langfristig überhaupt zulässt.

     

    Mich überzeugt quality Investment mehr.

     

    -M

  60. @-M

    Es erscheint mir mehr als eine Art “assett play” Strategie, bei dem man Loser kauft und hofft sie teurer wieder verkaufen zu könne

    Nein, das ist es sicher nicht.
    Es ist klassisches Value-Investing.

    Bruno meinte:
    Stell dir einfach vor, Du bist in einem Saal und vor dir stehen alles sehr dumme Leute, und Du musst es ihnen erklären und hast dafür nur 2 Minuten Zeit.

    Tja, das ist sehr schwierig.
    Aber ich versuche es hier mal.

    Ich nehme VW als Beispiel (VOW3, VW Vz).
    Ich nutze die Kennzahlen vom 31.12.2015 bis 31.12.2019.

    Welche Informationen gebe ich in mein Programm ein?

    Wir haben diese Daten (von ariva.de):
    Buchwert pro Aktie 2015: 175.67
    Buchwert pro Aktie 2019: 242.93
    Total Dividende ausbezahlt 01.01.2016-31.12.2019:
    11.05

    Ich rechne also mit allen Werten “pro Aktie” (Dividende, Eigenkapital).

    Ich gebe daher auch den ungefähren aktuellen Aktienkurs (um 140 herum) ein,
    da das für das KBV und KGV eine Rolle spielt.

    Welche Schlussfolgerungen kann mein Programm daraus ziehen?

    Aktuelles KBV ist 0.57 bei
    Aktienkurs 135 – 142
    EKR: 9.7 %
    Langfrist-KGV: 5.9

    Das KBV von 0,57 ist vom Benutzer in mein Programm so eingegeben, und ergibt sich aus dem Aktienkurs (140) geteilt durch den letzten bekannten Buchwert (242,93), das ergibt ca. 0,57.
    Das Langfrist-KGV errechnet sich aus dem Gewinn pro Aktie im gesamten Zeitraum (Differenz Endbuchwert minus Startbuchwert, plus Dividende).
    Die Eigenkapitalrendite von 9,7% ergibt sich aus der gesamten Wertsteigerung (Buchwert 2015 bis 2019 plus ausgechüttete Dividenden), danach auf jährliche Werte umgerechnet.

    Was bedeutet das jetzt für unser Beispiel Volkswagen? Welche Aussagen kann man bis hierhin ableiten?

    Es lässt sich aus diesen Zahlen ableiten, dass die reale Eigenkapitalrendite um 9,7% p.a. vom 31.12.2015 bis 31.12.2019 gewesen ist.
    Der aktuelle Aktienkurs ist 43% unter dem Eigenkapital pro Aktie.
    Das heisst, wenn VW 75,4% (1/0,57) steigen würde, wäre die Aktie erst so teuer wie das Eigenkapital pro Aktie.
    Und da wären sämtliche künftigen Gewinne noch unberücksichtigt.

    Bis dahin wurde noch keine Aussage darüber getroffen, ob es ein gutes oder schlechtes Unternehmen ist und ob die Zahlen gut oder schlecht sind.

    Ich versuche hier einfach mal die Grundlagen, welche Daten ich überhaupt benutze, darzulegen.

    Das war Teil 1 (von 3) meiner Erklärungen. GIbt es bis dahin Fragen oder findet jemand schon, dass etwas falsch ist?

  61. @ ZEN

     

    ich kritisiere Dein System gar nicht, möchte nur feststellen, dass Theorie und Praxis 2 Paar Schuhe sind.

     

    Du schreibst z.B.;

     

    “Es gab also 7 Aktienverkäufe.
    Davon waren 2 mit Verlusten (maximal 5,4%),
    2 mit leichten Gewinnen (0-10%),
    3 mit sehr hohen Gewinnen (21,1%, 23,9%, 47,8%).

    Das alles bei Haltedauern unter 6 Monaten. (Künftig wird eine Haltedauer von 5-10 Jahren angestrebt).”

     

    Das Problem bei den meisten Deiner ausgewählten Aktien ist m.E., dass sie einfach nicht für die Langfristanlage geeignet sind. Wenn Du hier nach Deinen Worten “kurzfristig hohe Gewinne” erzielst, wirst Du sie mit größter Wahrscheinlichkeit wieder verlieren, wenn Du sie nicht realisierst. Kurzfristige Gewinne lassen sich bei solchen Aktien nicht durch jahrelanges Halten ver-x-fachen. Oder glaubst Du, dass z.B. die Aktien, die sich seit März im Kurs verdoppelt haben sich in 5 Jahren “automatisch” ca. ver-10-facht haben werden?

     

    Um mit Deinem System erfolgreich zu sein, must Du laufend “richtig einsteigen” und bei Gewinnen wieder “richtig aussteigen”. Das dies dauerhaft gelingt ist sehr unwahrscheinlich.

     

    Ein weiteres Problem werden bei der Auswahl die Aktien sein, die eben nicht steigen und “weiterhin vor sich hin dümpeln”. Wann trennst Du Dich von solchen Kandidaten, um das Kapital wieder gewinnbringend einzusetzen?

     

    Die Aktien, die nach Deinem Kauf fallen, können Dir evtl. die kurzfristigen Gewinne vernichten, wenn Du keinen klaren Ausstiegsplan hast.

     

    Ich könnte hier noch viel schreiben…

     

    Auf jeden Fall wünsche ich Dir viel Erfolg bei der realen Umsetzung Deines Systems.

     

    LG

  62. @ZEN

    Ich habe dies jetzt überflogen und ich verstehe. Ich sehe halt Aktienmärkte nicht als exakte Wissenschaft, die man berechnen kann. Natürlich schaue ich mir die Zahlen auch an, aber ich mache keine Zukunftsprognosen. Ich schaue mir die langfristige Entwicklung von Gewinn/Umsatz/Dividenden an. Günstig einkaufen, gerne, aber bei hoher Qualität geht dies halt nur sehr selten. Diese Gelegenheiten muss man nutzen. Aber das ist eher eine Seltenheit, vielleicht grob alle 10 Jahre mal, aber auch da ohne Garantie.

    Ich wähle lieber Aktien aus, wo ich mit hoher Wahrscheinlichkeit sagen kann, dass sie in 10-20 Jahren besser dastehen als heute, noch besser, die es auch in 100 Jahren noch gibt. Da ist z.B. die gestern vorgestellte Aktie Jungfraubahnen perfekt. Die Gletscher werden immer weniger, die Winter wärmer, also wird es noch mehr Leute dort hinziehen, mal einen Gletscher von Nahe zu sehen, bequem per Zug. Die Umsätze/Gewinne/Dividenden konnten nachhaltig Jahr für Jahr gesteigert werden, Corona ist eine Sondersituation. Ich denke die Züge werden auch in 100 Jahren dort noch hochfahren. Das Angebot ist stark beschränkt, die Nachfrage hoch. Deshalb können auch die extrem hohen Ticketpreise durchgesetzt werden. Der Burggraben ist enorm.

    Ich empfehle die Aktie nicht, es gibt sicher Besseres, ich habe eine spezielle Beziehung zu dieser Firma. Es war nur ein Beispiel, mir ist langfristige Aussicht des Unternehmens deutlich wichtiger als die nackten Zahlen, die Vergangenheit.

    VW als Beispiel, für mich interessant, wenn ich daran glaube, dass ID-3 & Co. ein grosser Renner werden, sie im Technologiewandel, Elektrofahrzeuge, autonomes Fahren etc. eine führende Rolle spielen. Falls nicht, nützen die heutigen und vergangenen Zahlen rein gar nichts.

    Ich bin auch ein Zahlenmensch, Mathematik studiert, ich musste auch lernen, dass Märkte nicht berechenbar sind. Wenn man es gut kann mit Zahlen, dann sollte man sich eher mit Optionen beschäftigen. Aktienmärkte haben eine andere Logik.

    @-M

    Turnarounds sind schon spannend, aber die Königsdisziplin. 9 von 10 funktionieren nicht. Deshalb wirklich eine schwierige Disziplin, sich an die aktuell besten und stark wachsenden, leider auch meist hoch bewerteten Titel zu orientieren, bringt in meinen Augen mehr Erfolg, weniger Risiken. Beispiel russische Aktien, ich kenne Leute die diese seit Dekaden empfehlen, sie waren dauerhaft günstig, aber viel Freude haben sie nicht bereitet.

  63. Welche allgemeinen Annahmen tätige ich?

    Ich nehme pauschal an, dass ein einfaches Unternehmen, dass Gewinne erwirtschaftet,
    ein faires KBV von ungefähr 2 haben sollte.
    Weltweit bekannte Marken oder Marktführer in ihrem Bereich, ebenso wie Wachstums-Unternehmen, dürfen ein KBV von 5,0 haben.
    Unternehmen, die seit Jahren Verluste machen oder kurz vor der Insolvenz stehen, sollten ein KBV unter 0,2 haben.

    Ich nehme für meine Strategie (da ich auf Nummer sicher gehe) an,
    dass meine gewinnbringenden Unternehmen früher oder später auf mindestens KBV 1,5 kommen.
    Fast alle Unternehmen in Mitteleuropa liegen höher.
    Das KBV nehme ich, weil es viel aussagekräftiger als das KGV ist (Gewinne schwanken sehr stark, können in 1 Jahr um über 100% schwanken) und es auch schwieriger zu manipulieren ist als das KGV.

    Eine weitere Annahme im Bereich unter KBV 2,0 ist folgende:
    Ich nehme an, dass es im Durchschnitt 1,5 Jahre geht, um 0,1 KBV-Punkte Änderung nach oben zu erzielen.

    Das heisst, ein Unternehmen, dass bei KBV 0,8 stünde, hätte nach meiner Auffassung bis es den Buchwert erreicht etwa 3 Jahre Zeit. Differenz 0,8 bis 1,0 ist 0,2. Für 0,2 KBV-Stufen Änderung rechne ich also mit 2 mal 1,5 = 3 Jahre.
    Das ist ein grober Erfahrungswert, der natürlich stets anders ist.
    Aber das ist sogar ein eher konservativer Wert, weil viele (aber eben nicht alle) Aktien sogar schneller steigen.

    Auf VW bezogen hiesse das: Von KBV 0,57 bis 1,5 (mein Zielwert) ist es eine Differenz von
    0,93. Dies multipliziere ich mit 15 (15 Jahre für 1 KBV Stufe bzw. 1,5 für 0,1 Stufen):
    Das ergibt 13,95.
    Ich erwarte also, dass VW in rund 14 Jahren beim 1,5-fachen Buchwert angelangt sein müsste.

    Wie errechnest du daraus die Rendite?

    Mein Programm rechnet nun intern, dass der Buchwert in der gleichen Weise jährlich gesteigert werden wie bisher.
    Dadurch werden Wachstumsprognosen schon mal ignoriert, und die Prognose stützt sich auf Fakten (reale Daten der Vergangenheit, nicht Phantasien über die Zukunft).
    Die Dividende wird auch berücksichtigt.

    Welche Prognose ergibt sich für VW, anhand der Daten aus dem letzten Kommentar von ZEN INVESTOR?

    Wie oben erwähnt, nehme ich an, dass KBV 1,5 (50% über dem Buchwert) ziemlich sicher erreicht werden müsste. Angenommen werden anhand obiger Berechnungen 14 Jahre, das wäre 2034.
    Mein Programm errechnet, dass der Buchwert pro Aktie von heute 242,93 auf 820 Euro im Jahr 2034 steigen müsste. Dies nur bei gleichbleibender Eigenkapitalrendite.
    Bei dieser Eigenkapitalrendite sind alle Strafzahlungen vom 01.01.2016 bis 31.12.2019 berücksichtigt, dh die wäre ohne Strafzahlungen noch viel höher.

    Mein Programm rechnet nun den Aktienkurs aus: KBV 1,5 mal Buchwert 820 = 1’230 Aktienkurs.

    Wenn nun in 14 Jahren ein Aktienkurs von 140 auf 1’230 steigt, sind das 16,78% p.a. .
    Dazu kommen noch die ausgeschüttete Dividende.
    Bei der Dividende nimmt mein Programm einfach an, dass sie genau gleich bleibt wie heute, was für VW 2,76 pro Jahr bedeuten würde (Durchschnitt der letzten 4 Jahre).

    Damit kommt meine Software auf eine Gesamt-Rendite von 17,1% p.a. und einem Faktor von 9,2 auf das investierte Kapital.

    Daraus wiederum kann mein Programm für jedes Jahr den ungefähren Aktienkurs errechnen, der stimmen würde, wenn die Entwicklung gleichmässig wäre (was sie natürlich nie ist, weswegen eine gewisse Unsicherheits-Bandbreite entsteht).

    Wie sieht die Prognose dieses Programms für VW mit obigen Daten aus?

    Jahr Buchwert 80%-Bereich KBV
    12.2020 263 125 152 0.5
    12.2021 286 108 216 0.6
    12.2034 820 820 1’640 1.5

    Dies bedeutet folgendes:
    Im Dezember 2020 sollte der Buchwert von VW bei 263 Euro pro Aktie liegen.
    Der Aktienkurs sollte sich mit 80% Wahrscheinlichkeit zwischen 125 und 152 Euro bewegen,
    was einem KBV von ungefähr 0,5 (bezogen auf den Buchwert am 31.12.2020) bedeuten würde.

    Im Dezember 2021 würde der Buchwert bei 286 Euro liegen, und der Aktienkurs sollte mit 80% Wahrscheinlichkeit zwischen 108 und 216 Euro liegen.
    Im Dezember 2034 wäre der Buchwert bei 820 Euro und der Aktienkurs mit 80% Wahrscheinlichkeit im Bereich 820 bis 1’640 Euro.

    Aus den bisherigen Forschungen (die allerdings nur einen Zeitraum von weniger als 1 Jahr für diverse Aktien umfassen), lässt sich sagen, dass die 80% Wahrscheinlichkeit für den Aktienkurs tatsächlich zutrifft.
    Und die Buchwert-Prognosen weichen zumindest in den ersten Jahres und es nicht gerade einen Bilanz-Skandal gibt, um weniger als 10% ab.

    Natürlich wird der Buchwert im Jahr 2034 um vielleicht 30% abweichen (bei zB 2% mehr Abweichung pro Jahr, also nach 14 Jahren 28% Abweichung).
    Aber genauer kann ich es nicht mit vernünftigem Aufwand berechnen.

    Für VW wird also eine Entwicklung des Aktienkurses von 17,1% p.a. über die nächsten 14 Jahre voraus gesagt.

    Dies unter den Annahmen, dass die EKR und die absolute Dividende ähnlich hoch sein wird wie heute (was nach oben oder unten abweichen kann), dass ein KBV 1,5 erreicht werden und dass es für die Überwindung von 0,1 KBV-Stufen (zB 1,4 auf 1,5) nicht mehr als 1,5 Jahre braucht.

    Wer diese Methodik kritisieren will, soll gerne sagen, wo der Denkfehler liegt.
    Es sind ja mehrere Annahmen (die aber nach Erfahrungen und konservativ vorgenommen wurden), die natürlich eine gewisse Ungenauigkeit haben.

    Aber sind diese Annahmen fehlerhafter, als wenn man einfach den künftigen Cash-Flow abzinst (wo man annimmt, der Cash-Flow gehe weiter wie bisher und nehme in der Zukunft mit einem bestimmten Zinssatz zu, wobei der Zinssatz willkürlich gewählt wird)?

    Oder ist meine Methode ungenauer als wenn jemand sagt “Tesla wird viel Gewinn machen, also ist ein Kurs von 2’500 $ gerechtfertigt”? (Was ja eine völlig pauschale Annahme ist, ohne konkrete Gewinne zu schätzen.)

  64. An Kiev: Bis auf einen Schonbetrag. Es kann doch nicht sein, dass der Staat für alle allgemeinen Lebensrisiken aufkommt. Zudem kann diese Person daran arbeiten, irgendwann wieder mehr zu verdienen. Zu einer freiheitlichen Gesellschaft gehören meiner Meinung nach Rechte wie Pflichten.

    Was ich in diesem Zusammenhang bei manchen Aktionären nicht verstehe: Läuft es für sie gut, führen sie dies auf eigene(s) Entscheidungen/Können zurück und möchten möglichst viel für sich behalten. Läuft es dann irgendwann schlecht, suchen sie sofort die Schuld bei anderen, rufen nach Staatshilfen und drohen mit Rechtsanwälten. Siehe Wirecard. Viele Kommentare in diversen Foren fand ich einfach nur peinlich.

  65. @Claus

    Genau das meinte ich auch. Ich finde es auch nicht erfolgversprechend.

     

    Nur Qualität zahlt sich langfristig aus meiner Meinung nach.

    @Zen

    Verstanden habe ich deinen teil1

    -M

  66. @Bruno

    also wird es noch mehr Leute dort hinziehen, mal einen Gletscher von Nahe zu sehen, bequem per Zug.”

    Wie lange hält der Gletscher noch?

  67. @ Mark85

    Die Person versucht das vermutlich auch unabhängig von der Altersvorsorge. Falls eine Person mit niedrigem Einkommen 50€ Im Monat für die Altersversorge sich beispielsweise vom Mund abspart und arbeitslos wird, so ist sie das angesparte Vermögen vermutlich in wenigen Monaten komplett los. Im Anschluss benötigt sie für beispielsweise 1200€ ganze zwei Jahre Ansparzeit. Ich finde ein Schonvermögen für die Altersvorsorge nicht verkehrt. Es muss ja nicht grenzenlos hoch sein.

    Wir haben hier im Forum solche Probleme ja nicht. Bei uns bedeutet Kurzarbeit eine Art 80% bezahlten Sonderurlaub an 1-2 Tagen die Woche. Da kann man die Freiheit schon einmal günstig ausprobieren.

    Ich habe tatsächlich anders Betroffene kennengelernt. Hier sieht die Realität so aus. Die Person hat zwei Kinder und lebt alleinerziehend. Sie hat eine Zeit einen Zuschuss vom Staat für die Wohnung erhalten, da das Einkommen nicht ausgereicht hat. Sie hat die Arbeitszeit erhöhen können und mehr Verantwortung übernommen. Dadurch kann die Person die Miete selbst bezahlen und muss nicht alle Monate einen neuen Antrag stellen. Es gibt vermutlich schöneres zu tun… Dann kam Corona und die Person hatte keine einfache Zeit. Zusätzlich hat sie um das Einkommen bezüglich Kurzarbeit gebangt. Hier hätte es eine erneute Abhängigkeit für die Wohnungszahlung bedeutet. Ich habe jetzt nicht gefragt, ob die Person auch an ihre Altersvorsorge denkt und ein wenig unternimmt… Ich habe mich aber im Anschluss mit meiner Position etwas bedekt gehalten. Wir haben da wirklich ganz andere Probleme.

  68. @ Mark85

    Wirecard ist natürlich ein Ausnahmefall. Hier wird es natürlich nicht möglich sein für die breite Masse Entschädigungen aufzutreiben. Außer vielleicht einen Schuldschein auf einer Bank aus zwielichtiger Herkunft. Dennoch kann ich nachvollziehen, wenn den Managern von WDI, Prüfern wie EY und auch der BaFin Klagen oder Konsequenzen drohen. Es sollte zumindest aufgeklärt werden wie ein Betrug in dem Ausmaß bei einem Dax 30 Unternehmen so lange unentdeckt werden konnte. Und dann gab es noch die Times Vorwürfe. Da Frage ich mich schon was da überhaupt unternommen wurde.

    https://www.deraktionaer.de/artikel/fintech-versicherung-banken/wirecard-erste-anleger-klage-erfolgreich-jetzt-geht-es-an-brauns-vermoegen-20206206.html

    Ich finde diese Art von Klage vom Prinzip her nicht unangemessen. Allerdings stört mich hier, dass ein Anwalt seinen persönlichen Schaden vielleicht rausschlagen kann während die große Masse der Geschädigten nur leer ausgehen kann.

     

  69. @zen

    Erinnert mich ein bisschen an die Geldhelden. Die haben allen ernstes mal einen Blogbeitrag gehabt, in dem sie Glücksspiel im Casino (Roulette) als verlässliche Anlagestrategie dargestellt haben.

    Das Grundprinzip ist klar, aber wegen vieler Annahmen und Ausblenden schwerwiegender Systemfehler kann das in die Zukunft hochgerechnet nicht verlässlich funktionieren.

    Hier am Aktienmarkt scheint mir die Lage etwas besser zu sein. Trotzdem ist die Zukunft nebulös und lässt sich nicht aus der Vergangenheit hochrechnen.

  70. Ich wollte hier noch auf ein paar Argumente eingehen, und hoffe, das liest noch jemand.

    Al Bundy schrieb:
    —eine wichtigtevBemerkung, wenn ich ein Abo abschließen soll, dann kenne ich andere Scam Artists.
    Ich bin nicht giftig, Nur etwas misstrauisch. Melde Dich bitte, ich freue mich Dein System kennenzulernen.—

    Keine Angst, bei mir kannst und musst du kein Abo abschliessen.
    Aber bitte tippe in den nächsten Kommentar deine vollständige Kreditkartennummer, mit Abnlaufdatum und …

    SCHERZ: Nein, ich habe bisher noch für keine Leistung Geld verlangt.

    Aber ich frage mich schon, wie ich meine Tipps zu Geld machen könnte.
    zB würde ich jemandem einen Aktientipp für 1’000 anbieten, und wenn innert 5 Jahren die vorhergesagte Performance NICHT eingehalten wurde, bekommt die Person ihr Geld zurück.

    Das alles mit schriftlichem Vertrag. Wäre doch legal, oder?

    Aber bisher habe ich das nicht getan und verlange auch kein Geld von irgend wem.

    Kiev schrieb:
    —Was machst Du heute? Stockst Du das Depot nicht monatlich auf? Warum nicht? Mit 500€ oder 1000€ monatlicher Aufstockung kommt sehr viel schneller ein Vermögen zustande.—

    Ich stocke mit sehr kleinen Beträgen weiterhin auf. Du hast recht, das erhöht natürlich die Rendite.
    Allerdings wenn man zB 30 Jahre lang investiert, bringen Einzahlungen der ersten 5 Jahre viel mehr, als Einzahlungen der Jahre 26 bis 30. Weil der Zinseszins-Effekt länger wirken kann.
    Aber bisher zahle ich fleissig und brav ein und verzichte zB auf Auto, auf alle teuren Hobbies, gehe fast nie auswärts essen, kaufe einfache Kleider (keine T-Shirts für 300 Dollar wie Tim Schäfer 😀 )

    Fred schrieb:
    —Das Grundprinzip ist klar, aber wegen vieler Annahmen und Ausblenden schwerwiegender Systemfehler kann das in die Zukunft hochgerechnet nicht verlässlich funktionieren.
    Hier am Aktienmarkt scheint mir die Lage etwas besser zu sein. Trotzdem ist die Zukunft nebulös und lässt sich nicht aus der Vergangenheit hochrechnen.—

    Da stimme ich dir grundsätzlich zu.
    Aber sind denn die Analysten-Schätzungen über die Anzahl verkaufter Tesla-Fahrzeuge für die Jahre 2021 bis 2025 realistischer als meine Annahmen?
    Meine Annahmen sind ja eher sogar noch konservativ.

    Beispiel VW: Ich könnte sagen, die kommen mit verschiedenen Elektrofahrzeugen und heute verkaufen sie 11 Millionen Fahrzeuge pro Jahr (bis 2019), und dank den Elektro-Fahrzeugen verkaufen sie bald 20 Millionen pro Jahr.
    Da würde jeder verstehen, was ich meine, weil es sich nach einer tollen Geschichte anhört.
    Ich rechne aber viel konservativer, nämlich mit einer gleichbleibenden Eigenkapitalrendite.

    Wobei ich bei VW sogar die Strafzahlungen drin habe (die den Buchwert schmälern).
    Das heisst ab 2021, wenn VW langsam wieder mehr Fahrzeuge verkauft, es also in Richtung der Verkaufszahlen der letzten 5 Jahre geht, dann wird die Eigenkapitalrendite sogar höher sein als von 2016 bis 2019.

    Die Corona-Krise berücksichtige ich übrigens auch schon, in dem ich die Zahlen per 30.06.2020 nehme (bei VW nicht, der Aufwand war mir zu gross, aber Aktien die ich ernsthaft für einen Kauf prüfe schon).

    Ich hoffe, es ist ersichtlich, dass ich nicht irgendwelche Phantasien in die Zukunft fortschreibe,
    sondern eigentlich sogar sehr konservativ und ohne Innovationen in dem Unternehmen rechne.

    Ich möchte hier mal die Qualität der Unternehmen ausdiskutieren.

    Bruno schrieb:
    —Ich zweifle halt, weil ich bei Empfehlungen von dir sehr häufig Loser-Aktien sah, abgestürzte Titel. Die sind zwar günstig, aber in der heutigen Zeit günstige Titel sind in der Regel auch schlecht.
    Ich wähle lieber Aktien aus, wo ich mit hoher Wahrscheinlichkeit sagen kann, dass sie in 10-20 Jahren besser dastehen als heute, noch besser, die es auch in 100 Jahren noch gibt.—

    -M schrieb:
    —häufig keine qualitätstitel, die optisch günstig zwar erscheinen, aber dauerhaft denke ich nicht die Performance liefern.—

    Claus schrieb:
    —Das Problem bei den meisten Deiner ausgewählten Aktien ist m.E., dass sie einfach nicht für die Langfristanlage geeignet sind. Wenn Du hier nach Deinen Worten “kurzfristig hohe Gewinne” erzielst, wirst Du sie mit größter Wahrscheinlichkeit wieder verlieren, wenn Du sie nicht realisierst. Kurzfristige Gewinne lassen sich bei solchen Aktien nicht durch jahrelanges Halten ver-x-fachen. Oder glaubst Du, dass z.B. die Aktien, die sich seit März im Kurs verdoppelt haben sich in 5 Jahren “automatisch” ca. ver-10-facht haben werden?—

    Zusammen gefasst möchte ich zum Thema Qualität dies sagen:

    Ob es ein Unternehmen in 100 Jahren noch gibt, ist schwierig einzuschätzen und ist mir auch total egal, weil meine Haltedauer bei 5 bis 20 Jahren liegt und nicht bei 100 Jahren.
    Relevant ist also, dass das Unternehmen in den nächsten 20 Jahren gute Geschäfte macht.

    Nehmen wir als Beispiel wieder VW:
    Wenn ich die Qualität einstufen müsste inklusive Innovationskraft usw. auf einer Skala von 0 bis 10, dann würde ich VW bei vielleicht 7 bis 8 einstufen.
    Einfach weil es das Unternehmen schon so lange gibt.

    Tesla würde ich bei 8 bis 9 einstufen. Einfach aufgrund der Marktführerschaft in Elektro-Autos und der hohen Innovationsbereitschaft.

    Geht es aber nur um die Qualität des Unternehmens, ohne künftige Innovationen,
    so würde ich Tesla bei 6 bis 7 einstufen.

    Also inklusive der Technologie, die Tesla erforscht (zB Akkus, Software für autonomes Fahren, etc) und weiter entwickelt, hat Tesla 8 bis 9 Punkte und VW vielleicht 7 bis 8.
    Das sind jetzt einfach mal geschätzte Werte.

    Tesla ist also besser als VW.

    Wenn VW die nächsten Jahre ähnliche Gewinne wie die letzten 10 Jahre macht,
    dann ist VW so hoch bewertet, dass die Gewinne 2021 bis 2026 mit dem Preis der Aktie bezahlt werden.

    Bei Tesla hingegen werden mit dem heutigen Aktienkurs die Gewinne 2021 bis 2040 bezahlt.

    Tesla gewinnt also bei der Qualität. Aber sie sind überteuert.
    Gäbe es Tesla zum 6-fachen Preis des (realistisch) geschätzten Jahresgewinnes von 2025,
    so wäre Tesla natürlich ein Super-Kauf.

    Und will hier jemand ernsthaft behaupten, VW wäre kein Qualitätsunternehmen?

    Auch Swiss Life, TX Group und Züblin Immobilien sind grundsolide Unternehmen.

    Mit Hochdorf hatte ich wegen falscher Berücksichtigung der Kapitalerhöhungen daneben gelangt.
    Aber die anderen 3 von mir weiter oben genannten Unternehmen sind wirklich Top.

    Ich lese hier auch immer wieder, meine Unternehmen könnten keine dauerhaft hohe Performance liefern.
    Ich habe weiter oben versucht zu erklären, dass die Unterbewertung und damit ein Aufholen
    auf eine vernünftige Bewertung durchaus zu einer hohen Performance führen müsste.

    Ich habe zB in
    https://www.wertpapier-forum.de/topic/47269-zen-investors-strategie/?do=findComment&comment=977213
    empfohlen zu kaufen:

    Swiss Life 219,30 CHF (heute 372 CHF, war vor Corona bei 500)
    LOEB 177,00 CHF (heute 233 CHF)

    Und in
    https://www.wertpapier-forum.de/topic/47269-zen-investors-strategie/?do=findComment&comment=982048

    BB Biotech (damals 58, heute 66 CHF)
    PAX Anlage (war ca. 1’400, wurde kurz darauf für 1’700 vom Markt genommen)

    Also dass die PAX Anlage aufgekauft würde, konnte man nicht ahnen, es war trotzdem ein gutes Geschäft.
    BB Biotech war nicht so eine gute Empfehlung, aber durch meine Nachkauf-Strategie hätte man immerhin einen Nachkauf (bei ca. 45 CHF) getätigt anfang 2016.

    Und hier
    https://www.wertpapier-forum.de/topic/47269-zen-investors-strategie/?do=findComment&comment=984107
    erwähnte ich VW solle man kaufen, damals zu 114 Euro pro Aktie.
    Die Performance bis heute war auch nicht optimal, was aber auch an Corona liegt,
    und das ist also nicht meine Schuld.
    VW war anfang 2020 bei 180 Euro und das war schon eine ordentliche Performance
    für 4,25 Jahre (Sep 2015 bis Jan 2020).

  71. An Zen: Es geht um das Substantiv Schatz, nicht um das Verb schätzen. Als Muttersprachler solltest du den Unterschied leicht erkennen können. Ein Synonym wäre Dividendenperlen. 😉

  72. An Mark 85:

    Meine Muttersprache ist schweizerdeutsch 🙂

    Ich übersetze mal deinen Kommentar auf schweizerdeutsch:

    Es gaht um’s Substantiv Schwatz, nöd um’s Verb schätze. Als Muetersprachler söttisch du dä Unterschied liecht erkänne chönne. Es Synonym wär Dividendeperlä.

     

  73. Auch für -M, der den zweiten Teil wohl nicht verstanden hat.

    Da mein Teil 2 offensichtlich zu kompliziert geraten ist,
    versuche ich hier eine Kurzfassung bzw. es weniger kompliziert zu erklären.

    Welche allgemeinen Annahmen tätige ich?

    Ich nehme pauschal an, dass ein einfaches Unternehmen, dass Gewinne erwirtschaftet,
    ein faires KBV von ungefähr 2 haben sollte.
    Weltweit bekannte Marken oder Marktführer in ihrem Bereich, ebenso wie Wachstums-Unternehmen, dürfen ein KBV von 5,0 haben.
    Unternehmen, die seit Jahren Verluste machen oder kurz vor der Insolvenz stehen, sollten ein KBV unter 0,2 haben.

    Ich nehme für meine Strategie (da ich auf Nummer sicher gehe) an,
    dass meine gewinnbringenden Unternehmen früher oder später auf mindestens KBV 1,5 kommen.

    Aus Erfahrung schätze ich, dass ein Unternehmen, dass mit 60% (KBV 0,6) vom Buchwert bewertet wird, ca. 1,5 Jahre benötigt, bis es mit 70% (KBV 0,7) des Buchwertes bewertet ist.
    Das ist einfach aufgrund meiner Erfahrungen ein Schätzwert.
    Also wenn ich mich frage: Das Unternehmen ist bei KBV 0,6, wie lange dauert es bis KBV 1,0?
    Dann rechne ich: 0,4 ist die Differenz oder die Strecke (von 0,6 auf 1,0). Das mal 15 gibt 0,6.

    Kannst du ein total einfaches Beispiel geben?

    Nehmen wir einen Pizza Kurier. Tims Pizza AG.

    Tims Pizza AG hat 3 Filialen.
    15 Mitarbeiter.
    Der Umsatz hat sich jedes Jahr verdoppelt.

    Die Geschäftszahlen waren wie folgt für das Geschäftsjahr 2019:

    1,0 Mio Umsatz
    80’000 Reingewinn

    Bilanzzahlen per 31.12.2019
    2,0 Mio Bilanzsumme
    1,4 Mio Fremdkapital (Passiven)
    0,6 Mio Eigenkapital (Aktiven)

    Ein Konkurrent hat anfang des Jahres das Gerücht in der Stadt gestreut,
    die Tims Pizza AG stehe vor der Pleite.

    Der Aktienkurs stürzte daraufhin von 1’500 pro Aktie auf 300 ab.

    Es ist halt ein kleines Unternehmen, es gab Panik und Corona kam dazu.
    Die Geschäfte laufen aber gut.

    Der Aktienkurs dümpelt seit März 2020 um 300 herum.

    Was leite ich daraus ab?

    Zunächst kann man ein paar Kennzahlen pro Aktie berechnen:

    Es gibt 1’000 Aktien. Daher kann man obige Werte reicht “pro Aktie” umrechnen:

    1’000 Umsatz
    80 Reingewinn

    Bilanzzahlen per 31.12.2019
    2’000 Bilanzsumme
    1’400 Fremdkapital (Passiven)
    600 Eigenkapital (Aktiven)

    Daraus lassen sich diese Kennzahlen ableiten (basierend auf dem Kurs von 300):

    KBV: 0,5
    KGV 2019: 3,75
    KUV: 0,3
    EKR: 15,38% ((600-80)/600)

    Wie berechnest du nun, ob man die Aktie kaufen soll und welche Rendite sie bringen soll?

    Ich sage mir: Jedes gesunde Unternehmen, welches Gewinn erwirtschaftet, sollte mindestens 50% über dem Eigenkapital gehandelt werden, da der Wert mindestens das Eigenkapital plus alle zukünftigen Gewinne umfassen muss.

    In diesem Fall ist der Buchwert/Eigenkapital 600 pro Aktie. Also ist nach dieser Logik ein Aktienkurs von mindestens 900 als fairer Wert zu betrachten.
    Wenn es aber 100 Jahre bis dahin dauert, bringt das natürlich auch nicht viel.

    Ich sage dann: Das KBV ist derzeit 0,5, fair wäre aber 1,5. 1,5 – 0,5 = 1,0. Ich rechne das mal 15.
    Die 15 ist ein mehrjähriger Erfahrungswert und hat sich als gute Faustformel erwiesen.
    Also sage ich: In 15 Jahren sollte der 1,5-fache Buchwert im Aktienkurs erreicht sein.

    In diesen 15 Jahren wächst aber das Eigenkapital um 15,38% pro Jahr, unter der Annahme, dass die Eigenkapitalrendite EKR ähnlich bleibt wie in der jüngsten Vergangenheit.
    (Hier im Beispiel ist EKR nur für 2019 genommen, in echt nehme ich Werte von mindestens 5 Jahren).

    Wie kommt das alles zusammen?

    Ich nehme also an: KBV ist 0,5, und wird 1,5 erreichen und zwar schätzungsweise in 15 Jahren.
    Ich nehme weiters an, in diesen 15 Jahren wächst das Eigenkapital weiterhin um 15,38% pro Jahr.
    In 15 Jahren wären das (wenn das Eigenkapital vollständig in der Firma verbleibt und ständig reinvestiert wird): 1,1538 hoch 15 = 8,55.

    Unter diesen Annahmen wäre das Eigenkapital pro Aktie im Jahr 2035 also 8,55 mal höher als heute, also bei 5’130 pro Aktie.
    Ich nehme an, dass im selben Zeitraum ein KBV von 1,5 erreicht wird, der Aktienkurs also 50% über dem Buchwert steht (was nicht besonders teuer ist).

    Das würde für 2035 bedeuten, dass der Aktienkurs ungefähr bei 5’130 mal 1,5 = 7’700 stehen müsste.

    Das wiederum ist, wenn man 7’700 durch 300 teilt, eine ver-25,66-fachung der heutigen Kurses, woraus man dann die 15.Wurzel im Taschenrechner errechnen kann, um die jährliche Kurssteigerung zu berechnen: 24,15% p.a. .

    Für den Ziel-Aktienkurs nimmt meine Software Value Calculator eine Unsicherheits-Bandbreite von minus ein Drittel bis plus ein Drittel.

    In obigem Beispiel würde meine Software für 2035 also einen Aktienkurs im Bereich
    zwischen 5’133 und 10’266 angeben (7’700 ist genau die Mitte).
    Dies weil Aktienkurse auch kurzfristig sehr stark schwanken können.

    Zusammenfassung

    Ich errechne aus dem (durchschnittlichen) Eigenkapital-Zuwachs (über 5 Jahre), die Eigenkapitalrendite EKR aus.
    Dann schätze ich anhand einer Faustformel (basierend auf Erfahrungen),
    wie viele Jahre es dauern wird, bis die Aktie auf einem fairen Wert angelangt sein wird, zB KBV 1,5.
    Dann errechne ich daraus, wie hoch der Buchwert nach so vielen Jahren sein müsste,
    wenn er gleich weiter wächst, wie die letzten Jahre.
    Und dann setze ich einen Ziel-Aktienkurs, in dem ich den Ziel-Buchwert in X Jahren mit 1,5 multipliziere (weil ich ein KBV von 1,5 erwarte).
    Und daraus kann ich dann berechnen, wie sehr der Aktienkurs pro Jahr steigen müsste,
    um das zu erreichen.

    Und das ist dann meine Prognose.

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