Mein Mantra: Früh aggressiv zu 100 Prozent in Aktien und gut ist

Ich kaufe Aktien seit ich etwa 20 Jahre alt bin und lasse sie liegen wie einen alten Schinken.

Wird ein Kind geboren, sollten Eltern ein Depot für den Nachwuchs einrichten. 10.000 oder 25.000 Euro in einen ETF und laufen lassen. Damit für die Altersvorsorge des Kindes etwas getan.

Haben Eltern im Jahr 1967 26.000 Euro angelegt, kann sich der Beschenkte heute über ein Plus von 3.874 Prozent freuen. Dann ist der 52-jährige heute Millionär – ohne eigenes Zutun. Klar ist das vereinfacht dargestellt, aber es bringt das Prinzip gut auf den Punkt.

Eine Studie von der Yale Uni bestätigt das. Man sollte sogar in jungen Jahren extrem aggressiv in Aktien gehen: “Durch den Einsatz von Hebeleffekten, um in jungen Jahren ein größeres Engagement in Aktien zu erzielen, kann eine bessere Diversifizierung im Laufe der Zeit erreicht werden.” Die Ökonomen werteten Bestandsdaten bis 1871 aus.

Also wenn die Eltern helfen beim Start, ist das ideal. Der Ruhestand kann dann bestimmt früher sorgenfrei beginnen.

Wenn deine Eltern nicht helfen, dann bleibt dir nichts anderes übrig, als diese Strategie durchzuziehen: Du startest in jungen Jahren mit einem kleinen Portfolio. Du butterst dazu. Du legst stetig eine Schippe obendrauf. Du lebst bodenständig. Bist du älter, ist das Depot groß genug. Und du bist frei.

Immer mehr Amerikaner eröffnen ein Depot für ihr Baby. Gerade in der oberen Mittelschicht und Oberschicht. Sie geben Geld in ein Depot und gründen einen Trust. Der Trust schützt das Vermögen dauerhaft. Das Kind darf nur eine bestimmte Summe je Jahr ab einem bestimmten Alter entnehmen. Vielleicht vier Prozent oder die Dividenden. Es geht darum, das Vermögen zu erhalten. Damit es nicht für impulsive Wünsche (teure Autos, Boote, Wohnungen) schnell verpulvert wird.

Die heutige Konsumgesellschaft ist auf Statussymbole programmiert. Statt ständig neue Protzautos zu fahren wäre mir zum Beispiel ein würdevoller Ruhestand wichtiger. Statt Protzhaus lieber ein üppiges Depot – das ist mein Mantra. Lieber Reis und Bohnen – und dafür frei.

Vor allem Neuwagen sind Geldgräber. Je größer und teurer das Auto, desto höher ist der Effekt aus dem Wertverlust. Bei der Oberklassenlimousine A8 von Audi macht der Wertverlust in den ersten fünf Jahren über 70 Prozent der Gesamtkosten aus. Krass oder. Der Kleinwagen A1 kommt auf immerhin 50 Prozent. Ich habe seit 13 Jahren kein Auto mehr.

Wenn du ein großes Aktiendepot hast, musst du das niemanden auf die Nase binden. Das verstehen gerade die Konsumjunkies nicht. Aber letztlich muss jeder so leben, wie er mag. Was allerdings nicht richtig ist: Wenn Menschen in einem Konsumrausch leben, keine Rücklagen bilden und hinterher allen anderen die Schuld geben – nur nicht sich selbst.

Du bist der Masse einen Schritt voraus, wenn du eine gesunde und positive Beziehung zu deinem Geld hast. Du hast einen Notgroschen. Du hast genug Geld, um deine Rechnungen pünktlich bezahlen zu können. Du hast Geld übrig für Notfälle, Urlaub, Renovierung, Erlebnisse.

Hast du einen Wunsch, etwas zu kaufen, wartest du erst ab, bis du das Geld dafür hast. Konsumschulden meidest du. Du lebst unterhalb deiner finanziellen Verhältnisse. Du wirst ein Gefühl der Sicherheit und Zufriedenheit entwickeln, wenn du sorgsam mit deinen Talern umgehst.

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Paul K
2 Jahre zuvor

Volle Zustimmung. Aber die wenigsten Eltern werden für ihr Neugeborenes gleich 10000-25000 Euro übrig haben. Das ist etwas unrealistisch.

Gibt es so einen Trust auch in Deutschland?

Ralf
2 Jahre zuvor

“Wird ein Kind geboren, sollten Eltern ein Depot für den Nachwuchs einrichten.”

Volle Zustimmung…

“10.000 oder 25.000 Euro in einen ETF und laufen lassen. Damit für die Altersvorsorge des Kindes etwas getan.”

In der Theorie super. In der Praxis unrealistisch. Viele (besondere jüngere) Eltern haben finanziell zu kämpfen (so ging es uns, war durchaus sehr schwierig zu Beginn). Da sind selbst 2000 € oft schon unrealistisch. Leider. Daher Sparplan laufen lassen, bringt auch was.

@Wolke: Der Beitrag von Markus Krall ist interessant. Keiner weiß genau wie es weitergeht. Ich halte die Börsen auch nicht mehr für preiswert und fahre daher die bereits benannten Doppelstrategie (Sparpläne laufen lassen + parallel Cash sparen bzw. höheren Cashbestand für Rücksetzer). Quasi investieren mit angezogener Handbremse….

Wenn die Kurse richtig in den Keller gehen, werden hier im Blog einige zittern und klagen. So jedenfalls mein Eindruck aus vergangenen Minirücksetzern…

“Die heutige Konsumgesellschaft ist auf Statussymbole programmiert.”

Bei den jüngeren scheint zumindest teilweise ein Umdenken statt zu finden. Geht teilweise ja schon in Richtung Ökoterrorismus (Strom kommt aus der Steckdose, Autofahrer sind schlimm, Fluggäste sind böse)…

Timo
2 Jahre zuvor

Hi Tim

Super Artikel wiedermal. Echt gute Sache mit dem Trust in Amerika. Schade das es bei uns in Deutschland sowas nicht gibt.Ich lasse einfach meinen Sparplan laufen und schaue nicht mehr ins Depot.

Rüdiger
2 Jahre zuvor

Haben Eltern im Jahr 1967 26.000 Euro angelegt …

 

50.000 DM waren für meine Eltern damals eine utopische Summe … gar nicht dran zu denken! Aber es bewahrheitet sich wieder mal: Es ist leicht, reicher zu werden, wenn man reich ist  😉

Tobsen
2 Jahre zuvor

Aber Achtung:

1. Ab einem Vermögen von über 7500 € (8200 € ab August 2020) verliert das Kind/Jugendlicher Anspruch auf Bafög.

2. Ab Kapitaleinkünften von über 5220 € pro Jahr (z. B. ETF-Verkauf) verliert das Kind/Jugendlicher den Anspruch auf die Familienversicherung in der gesetzlichem Krankenversicherung. Es muss dann eine eigene Krankenversicherung abgeschlossen werden.

Fit und Gesund
2 Jahre zuvor

@Kiev, Thorsten

Lyn Alden Schwartzer

ich habe mittlerweile 2 Depots, das neue und kostengünstigere Depot besteht seit Februar 2019, in diesem Depot werde ich eine modifizierte Lyn Alden Strategie fahren, gemixt mit Chowder’s Strategie,

grob möchte ich also:

60% Dividendentitel aus dem defensiven Bereich

 

15% Dividendentitel, hier auch gerne mal ein Wachstumswert, besonders CH-er Aktien

 

10% Emerging Markets via ETF’s, gekauft habe ich bereits den Vanguard EM und UBS Singapore, HSBC Russia wird folgen.

 

5% Reits, bis jetzt noch Nichts, wird aber vermutlich eher eine Schweizer Immobilienaktie werden, Realty Income wäre super aber viel zu teuer.

 

5% Commodities, bis jetzt nur Agnico Eagle und Royal Gold, kommt noch ein Goldminer, Southern Copper und vermutlich Rio Tinto.

 

5% Cash

auf Bonds irgendwelcher Art verzichte ich

 

Anfangs Februar sollte das Depot einen Wert von ungefähr 60k haben, hier kommen auch die Sparraten von 2020 rein.

Ich arbeite noch bis Ende Jahr, danach wird sich dieses Portfolio selber ernähren müssen.

Eins möchte ich noch hinzufügen, so sehr mir die junge Dame gefällt, auch sie ist nicht unfehlbar und ihr Investment-Stil ist kein Allheilmittel gegen allfällige Kursverluste, bei ihren Einzelinvestments greift sie auch gerne mal daneben, Kohl’s, Acuity Brands, da muss man aufpassen, Carnival könnte mir gefallen, aber sehr sehr zyklisch,

so oder so, dieses Jahr wird meine Priorität bei Schweizer Titeln liegen, LafargeHolcim habe ich gerade aufgestockt.

 

liebe Grüsse

Beobachter
2 Jahre zuvor

Ein sehr guter Artikel. Wir handeln das so, dass wir für unsere Tochter mit der Geburt vor 16 Monaten einen Sparplan eingerichtet haben in Höhe des Kindergeldes, bedeutet 200 € pro Monat, die dann 50%-50% in einen World ETF und Berkshire gehen.

Läuft bis jetzt prima. Bin gespannt, den Zinseszinseffekt von der Seitenlinie zu beobachten. Vor allem gefällt mir, dass die 200 € Kindergeld vom Staat gezahlt werden. Bin sehr gespannt wieviel mit 18 Jahren dann im Depot steht.

Ansonsten krass wie die Börse momentan abgeht. Besonders Tesla zündet ja die Rakete momentan. Ich bin ca. 120% im Plus und bewundere Tim in diesem Zusammenhang, da ich nun verstehe wie verdammt schwierig es ist einen 50-Bagger auszusitzen. Es juckt mich ja jetzt schon zu verkaufen, aber ich werde keine einzige Aktie von Tesla hergeben.

2 Jahre zuvor

…na ja, also 25.000 EUR kann ich oder will ich meinen zwei Söhnen jetzt nicht in ein Depot legen. Stattdessen habe ich zwei Sparpläne auf einen Dividenden-ETF über jeweils 25 EUR eingerichtet. Jeder hat sein Junior-Depot. Um den Führerschein zu zahlen, wird’s evtl. reichen. Alles andere sollen sie sich selbst erarbeiten, damit sie es auch zu schätzen wissen.

 

Viele Grüße

Mike

Kia
2 Jahre zuvor

“Haben Eltern im Jahr 1967 26.000 Euro angelegt”

Oui, 26000€ aus heutiger Perspektive hatten 1967 einen Gegenwert von 100 000 DM. Das ist ein bisschen sehr krass.

Ich bin da bescheidener, mir hätte es gereicht, wenn man mir zur Geburt, in den 80igern, eine Handvoll Berkshire Aktien geschenkt hätte. Ach wenigstens eine einzige hätten sie mir doch zusammen klauben können. 🙂

Thorsten
2 Jahre zuvor

@Tobsen

Vielen Dank für den Hinweis. Man ist das alles mies, da werden die jungen Leute schon ausgenommen bevor sie was verdient haben. Furchtbar. Das mit der Krankenversicherung ist ganz übel.weil es ja nach einem Einmalverkauf schon wieder nicht zutrifft , die Krankenkassen aber nicht zeitgleich mitziehen und fraglich ist, ob man rückwirkend Geld zurückbekommt, ich habe schlechte Erfahrungen damit.

@FitundGesund
Freue mich immer von dir zu lesen. Melde mich noch Mal. Ja Lyn hat durchaus Einzelspekulationen, die Sperbank habe ich trotzdem 😉

@Beobachter mit World-ETF und Berkshire hast du 75% US-Aktien.Willst du das so ?

Wolke
2 Jahre zuvor

@Beobachter

aber ich werde keine einzige Aktie von Tesla hergeben

VW verkaufte 2019 ca. 11 Millionen Autos, Tesla ca. 360.000.

Der Umsatz von VW geht in die Milliarden, Tesla macht mit jedem Auto Verlust.

Trotzdem nähert sich die Marktkapitalisierung der beiden an. „Melt Up“ Boom nennen das einige. Da werden selbst Optimisten nachdenklich. Glücklich, wer den Ausgang rechtzeitig findet.

Greenday
2 Jahre zuvor

Gerade zur Geburt des ersten Kindes sparen die meisten nicht. Kinderwagen 600 bis 1000€, Kinderautositze 200 bis 300€, Babyerstausrüstung 500€- muß beim ersten alles neu sein. Omma und Oppa lassen sich da nicht lumpen und wollen natürlich sehen, wo das Geld bleibt. Da macht es sich nicht gut, wenn die Kohle für sonst niemanden sichtbar erstmal für 18 Jahre im Depot-Nirvana verschwindet.

Also sooo unrealistisch sind 2000€ als Starthilfe bei Geburt nicht. Ich überlege auch eine große Summe als Schenkung für die noch kleinen Kids in deren eigenes Aktien-Depot zu packen. Die Summe dürfte dann mit dem 18.LJ eine sehr, sehr große Summe sein. Und genau DAS ist mein Problem. Wenn sie 18 sind, können sie laut Gesetz über ihr Depot verfügen. So einen Trust gibt es wohl in Deutschland nicht. Und ich als Erzeuger muß dann die Depots unkontrolliert meinem noch pubertierenden, konsumgeilen, social-network-abhängigen Nachwuchs überlassen, der nämlich dann genau das Gegenteil von der Lebensweise der Eltern machen will??? Wer weiß schon wie sich die niedlichen Kids entwickeln?

Was soll ich also tun?

Kevin
2 Jahre zuvor

Ballard Power war heute zwischenzeitlich 18% im Plus. In Summe stehen bei mir jetzt gut 180% Plus.
Bin Mal gespannt, wo die Ende des Jahres stehen.

 

@Thorsten:

Die Symbole, die ich im letzten Artikel genannt hatte, sind von Seeking Alpha.

Dort wird leider keine ISIN angezeigt.

Werde demnächst Mal etwas in Öl investieren. Luk Oil, Rosneft, Gazprom.

Dazu noch etwas Reit APTS, CONE, UTG, CXW

UNFI ist auch ganz schön abgeschmiert…

Peter
2 Jahre zuvor

Hallo zusammen,

ich bin seit Monaten stiller Mitleser, möchte mich unter diesem Artikel nun aber auch einmal äußern.

Zunächst: Ich fühle mich sehr angesprochen. Ich bin 25, seit 2 Jahren im Berufsleben angekommen und seit 2 Jahren in Aktien-ETFs besparend.

Aufgrund der Überschrift des Artikels eine Frage an die Community: Habt ihr tatsächlich eine 100% Aktien Asset Allocation und keine Anleihen? Ich denke aktuell darüber nach den nun bei der Comdirect besparbaren Globalen Anleihen ETF von Vanguard ( Vanguard Global Aggregate Bond ETF EUR HEDGED Dist) zu meinem Portfolio hinzuzufügen.

 

Wie steht ihr hierzu? Aktuell erscheint mir eine Kombination zwischen FTSE All World und den oben genannten ETF sehr sinnvoll.

 

Vielen Dank und viele Grüße

Peter

Thorsten
2 Jahre zuvor

@Kevin Gute Wahl. Je länger die Propaganda des Westens trommelt, um so länger bleiben sie preiswert. Herrlich für Umsichtige, alles fliegt noch (wie lange ?) auf überkaufte US-Aktien, woanders kriegt man derzeit mehr fürs Geld.

Felix
2 Jahre zuvor

Mir geht es so mit Tesla. Allmählich bekomme ich Höhenangst. Heute schon wieder über 8%. Ich könnte mir jetzt ein Tesla Model 3, Longrange kaufen oder eben die Gewinne laufen lassen.

Wie man sieht, auch massive Gewinne machen Sorgen, nicht nur Verluste. Vor allem, wenn sie so schnell, binnen Monaten, auftreten.

Kevin
2 Jahre zuvor

@Thorsten:

Welcher Reit schwirrt bei dir denn noch im Depot?

Nutzt du eigentlich auch einen ausländischen Broker?

Wolke
2 Jahre zuvor

@Greenday

Du könntest ja mit Goldmünzen beginnen. Opa und Oma können dann direkt sehen, wo das Geld bleibt und Du kannst sie selbst verwahren. Auf jeden Fall besser, als ein neuer Kinderwagen um 1000 Euro. Mit Aktien würde ich mir bis zum Krall-Crash(kleiner Scherz am Abend) Zeit lassen. Gold wird dann zu teuer sein.

 

Thorsten
2 Jahre zuvor

Gerade gelesen :

Die Aktienmärkte der USA sind derzeit für ein Ideal-Szenario bepreist, in dem (auch geopolitisch) nichts schief gehen darf.

Chris
2 Jahre zuvor

@ Peter

Ein zusätzlicher Anleihen etf ist natürlich eine breitere diversifizierung. Muss mir mal deinen genannten etf näher ansehen. Aber ich hab aktuell 90% Aktien und Aktien etfs und 10% cash.

Ich halte Aktien aktuell nicht für teuer. Einige einzelne sind natürlich teuer, aber meiner Meinung nach die Mehrheit ist noch günstig oder fair zu haben.

Sanne
2 Jahre zuvor

Wie sagt man so schön: Hinterher ist man immer schlau 😉

Ich komme aus einer Arbeiter-Familie mit drei Kindern. Meine Eltern konnten mir damals noch nicht einmal die angesagte Schüler-Kluft “Parka und Wrangler-Jeans” kaufen. Ich wurde dadurch früher gemobbt.

Aktien oder ETF kannten sie nicht. Später ist mein Vater auf die Telekom-Aktien reingefallen und hat alles verloren. Seitdem waren Aktien Teufelszeug.

Er wusste es nicht besser.

Auch ich habe jetzt erst im späten Alter erfahren, dass es ETFs gibt. Die Sparkasse wollte mir mal vor einigen Jahren einen DEKA-Fonds andrehen. Aber die Gebühren waren mir zu hoch.

Hätte ich damals das Wissen von heute – wäre ich auch schon weiter.

 

Nico Meier
2 Jahre zuvor

kürzlich habe ich mit meinem Vater über Finanzen gesprochen. Ich habe mich daran erinnert, dass ich als Kind auf meinem Sparbüchlein damals 5.5% Jahreszins erhalten habe. Mein Vater sagte nachdenklich ja das waren harte Zeiten damals. Weil die Hypothrkarzinsen (Hausfinanzierung) hätten damaks 6.5% bis 7% betragen und da hätte man als Familie im eigenen Haus schon massiv Zinsen zahlen müssen.
Daher glaube ich nicht, dass meine Eltern damals pro Kind 25’000 übrig gehabt hätten um sie in ein Depot zu stecken.

Gerhard
2 Jahre zuvor

@Greenday

Und genau DAS ist mein Problem. Wenn sie 18 sind, können sie laut Gesetz über ihr Depot verfügen. So einen Trust gibt es wohl in Deutschland nicht. Und ich als Erzeuger muß dann die Depots unkontrolliert meinem noch pubertierenden, konsumgeilen, social-network-abhängigen Nachwuchs überlassen, der nämlich dann genau das Gegenteil von der Lebensweise der Eltern machen will??? Wer weiß schon wie sich die niedlichen Kids entwickeln?

Was also soll ich tun?

Es in den 17,9 Jahren vorher mit dieser „Erziehung“ probieren. Damit kann die Entwicklungsperformance der Kinder maßgeblich beeinflusst werden.

Thomas
2 Jahre zuvor

@Peter, es kommt auf deinen Anlagehorizont an. Wenn du heute mit 25Jahren einen Langfristigen Vermögensaufbau betreibst und nicht in 5 Jahren an das Kapital willst um z.B. doch eine Immobilie zu kaufen dann macht es meiner Ansicht sinn, möglichst voll in Aktien zu gehen. Anleihen machen da meiner Ansicht nach nicht viel Sinn. Da ist zur Zeit Cash noch besser.

 

Daggg05
2 Jahre zuvor

@Peter du bist 25, ALL IN in Aktien, Anleihen ETF´s kannst du mit 60 besparen, wenn du es dann überhaupt brauchen wirst. Wenn die Sparrate hoch gewesen ist und du höchstens nach der 4% Regel Geld entnommen hast, wirst sogar im Crash nicht leiden müssen.

Niko
2 Jahre zuvor

@Tobsen
Aber Achtung:

1. Ab einem Vermögen von über 7500 € (8200 € ab August 2020) verliert das Kind/Jugendlicher Anspruch auf Bafög.

2. Ab Kapitaleinkünften von über 5220 € pro Jahr (z. B. ETF-Verkauf) verliert das Kind/Jugendlicher den Anspruch auf die Familienversicherung in der gesetzlichem Krankenversicherung. Es muss dann eine eigene Krankenversicherung abgeschlossen werden.

 

Ich sehe es so, sollte das Kind so viel Vermögen z.B. zum Anfang des Studiums haben, wird es dadurch wenigstens gefordert andere Wege zu finden um sein Lebensunterhalt zu verdienen und die gibt es.

Meine Eltern haben auch kaum Geld für mein Studium hergeben und doch habe ich es geschafft.

Schließlich ist Angst der falsche Berater.

Peter
2 Jahre zuvor

@ Chris @ Thomas @Daggg05

Vielen Dank für euer Feedback. Ich werde mein Plan des Anleihen-ETFs nochmals überdenken. Aktuell ist es tatsächlich mein Traum in ca. 5 Jahren ein Haus zu kaufen. Daher habe ich parellel zum Depot einen Cashbestand in fast gleicher Höhe wie das Depot.

Mein aktuelles Ziel ist es dieses Jahr den Sparerpauschbetrag (801Euro Kapitalerträge steuerfrei) zu erreichen. Ist dieses Ziel erreicht, möchte ich meinen Cashbestand für den Hauskauf maximieren und meinen Aktien-ETF-Sparplan reduzieren, in der Hoffnung zum Hauskauf ein hohes EK zu haben sowie mein Depot nicht anrühren zu müssen (um weiter den Steuervorteil mitnehmen zu können)

Peter

Hubertus
2 Jahre zuvor

@Fit und Gesund

Was ist das Anlegen nach “Chowder”?

 

Nico Meier
2 Jahre zuvor

@Peter

Bei dem geplanten Hauskauf würde ich auch die Sache mit Anleihen seinlassen und das Geld in Cash sparen.  Eine Korrektur an den Märkten ist für jemanden mit Anlagehorizont höher 15 Jahre kein Problem da er ein Bärenmarkt aussitzen kann. Wenn du das passende Objekt gefunden hast und dein Geld komplett in Aktien steckt ist und der Markt gerade 20% oder 30% eingebrochen ist wird es hart werden die Verluste zu realisieren um ein Haus zu kaufen.

Kiev
2 Jahre zuvor

@ Fit und Gesund

Danke für den Einblick. Dein Depot wird mit 5% Commodities und 5% Cash allerdings ein wenig bullischer als das vorgestellte Depot von Lyn sein. Ist das beabsichtigt, Du hast ja beispielsweise bereits Gold? Legst Du ein extra Depot mit allen von Dir genannten Werten inklusive Cash an? Machst Du dies um es besser mit Deinem anderen Depot vergleichen zu können? Ich finde Cash im Depot auch sehr gut. Ansonsten ist die TWR im Bullenmarkt auch geschönt, da der Cash Anteil auf einem Tagesgeldkonto als Beispiel nicht berücksichtigt wird. Wie gehst Du mit der Auswahl von Titeln vor? Du hast bereits RDS und weitere Aktien. Kaufst Du für das Depot dann auch RDS, oder beispielsweise XOM als Alternative? Sonst würdest Du manche Positionen außerhalb des Depots im ganzen vielleicht zu stark gewichten. Bei mir wäre das bei Gazprom und RDS der Fall. Ich habe aber auch weitere Positionen, die fast voll sind. Die würde ich in dem Depot dann eher meiden.

@ Kinderdepot mit 25k€

Es spielt keine Rolle wie viel das Geld in unserer Jugend wert gewesen ist. Daran kann man nichts ändern. Es zählt alleine was wir heute daraus machen. Ich denke, dass einige hier im Forum 25k€ für ihre Kinder anlegen können. Ob es Sinn macht das Geld direkt auf ein Kinderdepot anzulegen ist eine andere Frage. Ich betrachte das Kinderdepot unter der höchsten Risikoklasse. Alles Geld was man hier investiert kann schnell verbrannt werden. Darüber hinaus werde ich Geld für sie verwalten und selbst prüfen wann es Zeit für die Übertragung ist. M hat letztens den Zuschuss zu seiner Wohnung beschrieben. Nach dem Kauf einer Immobilie ist vielleicht kein schlechter Zeitpunkt für eine Schenkung. Die steuerlichen Nachteile ignoriere ich durch mein Vorgehen. Mir gefallen zwar generell steuerliche Möglichkeiten, aber das Risiko ist mir in dem Fall zu groß.

@ Crashpropheten

Ich lese mir darüber keine Artikel durch. Es macht für mich einfach keinen Sinn. Lyn Schwartzer ist aktuell auch nicht sehr euphorisch eingestellt. Dennoch stellt sie die Gründe sachlich dar, gibt Möglichkeiten an die Hand wie man weiterhin investieren könnte. Und schließt einen Irrtum auch nicht aus. Die Zahlen können in einem Quartal vielleicht schon wieder etwas anders aussehen. Von einem Crash spricht sie auch nicht. Auch wenn es ihn natürlich geben kann. Die Irankrise birgt natürlich ein Risiko für einen Crash. Schließlich ist der Iran den USA militärisch nicht gewachsen. Das birgt Gefahr für einen terroristischen Anschlag. Dieser kann jederzeit in Erscheinung treten. Auch ohne einen Konflikt mit dem Iran. Die Auswirkungen hängen davon ab, wie ein möglicher Anschlag die Menschheit verunsichert.

Das Bildung das wichtigste Asset in jungen Jahren ist, daran habe ich keinen Zweifel. Das haben mir bereits meine Eltern vermittelt. Und sie stachen mit der Empfehlung sicher nicht aus der Masse heraus. Ich stelle die Frage andersherum. Wer glaubt hier im Forum, dass dies nicht der Fall ist? Da werden sich vermutlich nicht viele melden. Folglich handelt es sich hierbei um keine herausragend neue Erkenntnis. Unter Bildung fasse ich Alles zusammen, dass den eignen Kompetenzkreis erweitert. Das kann natürlich auch eine Lehre mit Meisterprüfung und anschließendem eigenem Business sein.

Nico Meier
2 Jahre zuvor

Das Bildung das wichtigste Asset in jungen Jahren ist, daran habe ich keinen Zweifel. Das haben mir bereits meine Eltern vermittelt. Und sie stachen mit der Empfehlung sicher nicht aus der Masse heraus. Ich stelle die Frage andersherum. Wer glaubt hier im Forum, dass dies nicht der Fall ist? 

@Kiev

Natürlich ist Bildung wichtig wobei man auch hier am Markt vorbei agieren kann.

Ich kenne auch so Leute die nach der Matura 16 Semster Kunstgeschichte oder Soziologie studiert haben und heute trotz abgeschlossenem Studium mühe haben eine Stelle zu finden.

In meinen Augen ist eine Berufslehre mit Berufsmatura eine gute Sache. So ist man mit 19 fertig mit der Lehre und kann dann Berufserfahrung sammeln und nebenher Weiterbildungen wie eine Fachhochschule machen.

Rüdiger
2 Jahre zuvor

@Crashpropheten:  Ich lese mir darüber keine Artikel durch.

 

Mache ich auch nicht.  Und ich äußere mich hier auch nicht mehr dazu. Ich habe einfach keine Lust mehr, die Hobby-Psychologen auf den Plan zu rufen, die mir dann ihre Ängste in die Schuhe schieben wollen  😉

Nicole
2 Jahre zuvor

Lieber Tim,

Ich habe für meine Tochter (20)  in den letzten 6 Jahren tatsächlich ein kleines Depot aufgebaut. Zum Glück auf meinen Namen, denn momentan befindet Sie sich in einer ziemlich üblen Revoluzzerphase und würde vermutlich alles für die FFF Bewegung raushauen.

Hätte ich das Depot auf Ihren Namen angelegt, hätte Sie auf die Herausgabe bestanden. So kann Sie nicht ran und ich entscheide selbst, wann es soweit ist.

LG, Nicole

Anleger
2 Jahre zuvor

Tesla wird u.a. getrieben von einem Short-Squeeze. Ich würde ‘bald’ einen Teil der Gewinne mitnehmen und woanders investieren. Hab die Aktie aber leider nicht.

https://www.handelsblatt.com/finanzen/maerkte/aktien/autohersteller-warum-shortseller-die-tesla-aktie-weiter-nach-oben-treiben/25428354.html

@Nico, als es noch 5,5% auf Sparbüchern gab, war auch die Inflation sehr hoch. In Deutschland gab es nur in den 80ern eine Phase, wo Sparzinsen höher waren als die Inflation. Allerdings gab es da noch einen Zinseszinseffekt, der heute ja ausfällt.

Ralf
2 Jahre zuvor

Hätte ich das Depot auf Ihren Namen angelegt, hätte Sie auf die Herausgabe bestanden. So kann Sie nicht ran und ich entscheide selbst, wann es soweit ist.

Es dauert bei Frauen oft sehr lange bis sie normal werden. Ich befürchte, da musst du noch 25 Jahre warten.

Sparta
2 Jahre zuvor

@Ralf

😉 Was oder wer ist schon “normal”?

Und warum trifft Deine Aussage ausschließlich auf Frauen zu? 😉

Millionäre mit schlechter Laune wegen GEZ-Gebühren… finde ich auch etwas verschwendete Lebensenergie.

Wolke
2 Jahre zuvor

@Crashpropheten:  Ich lese mir darüber keine Artikel durch.

Ich auch nicht mehr. Lese aber dafür gerne Artikel, die den S&P500 bei 5000 und Apple bei 1000 sehen. Danach fühl ich mich richtig gut.

Ralf
2 Jahre zuvor

? Was oder wer ist schon “normal”?

Das wirst du vielleicht irgendwann verstehen. Aber nur vielleicht.

Und warum trifft Deine Aussage ausschließlich auf Frauen zu? ?

Weil das eben so ist. Grundlagen Biologie und Psychologie.

 

2 Jahre zuvor

@Wolke,

na also, geht doch! 😉

Auf die alten Tage darf man sich doch das Leben nicht erschweren. “Always look on the bright side of life!”

Gestern war ich den ganzen Tag auf der CMT Stuttgart. Da sieht man, wie viel Spaß das Leben bieten kann. Und das scheinen viele Leute zu genießen, denn viele Modelle sind mit langen Lieferzeiten. Wir wollten uns das “Cleverly” anschauen, leider total ausverkauft und keine Lieferfrist ist Sicht.

Schönen Tag noch.

MS

Thomas
2 Jahre zuvor

Ein herrliches Video, ist zwar offtopic aber ich halte es für sehr sehenswert. Es geht darum, wie sinnhaft es ist, sich große Ziele zu setzen, oder eben auch nicht 😉

https://www.youtube.com/watch?v=gemEhDLtl_I

 

42sucht21
2 Jahre zuvor

@Tims Artikel
Guter Artikel Heute wieder finde ich.

@Neuwagen sind Geldgräber
kann man den Deutschen nicht laut genug sagen. Die meisten Firmenwagen (A8 ist ja idR einer) sind für die Angestellten auch große Geldgräber wenn man erhrlich rechnet. Aber lieber rechnet man sich das schön.

@Trust für Vermögen der Kinder
Auch wenn es das so in DE nicht gibt, kann man es in DE ganz ähnlich regeln. Ein guter Notar und auch Steuerberater berät da gerne. Sinnvoll investiertes Geld. (Auch für die Aufsetzung des Testaments für einen solchen Fall.)

@1967 50k DM Geldanlage für die Kinder
Kann man nur hoffen, die eigenen Eltern waren keine FIRE-Anhänger und wanderten Anfang 30 nach Thailand o.ä. aus.

@Peter – mein Traum in ca. 5 Jahren ein Haus zu kaufen…., in der Hoffnung zum Hauskauf ein hohes EK zu haben sowie mein Depot nicht anrühren zu müssen (um weiter den Steuervorteil mitnehmen zu können)
Sie haben sich augenscheinlich gut darüber Gedanken gemacht und bereits gut gespart. Das Problem an dem Plan ist m.E., dass die Immobilienpreise absehbar in den kommenden 5 Jahren nicht stagnieren oder gar fallen. Beim Traum vom Eigenheim und vorhandemen 20-30% EK lieber sofort kaufen ansonsten frisst der Preisanstieg der Immobilien die Wertpapierrenditen und lächerliche 801€pA Steuergewinn und 50% TG sowieso weg. (Der Kaufprozess dauert bei vielen ja auch mind. 1-2 Jahre – Fragen Sie mal Ralf 😉 ) Alternativ Wertpapiere halten statt TG welche mit den Immopreisen in DE korrelieren zur Risikominimierung. Ist nicht so einfach, deswegen besser gleich die eigenen Immos kaufen wenn dies wirklich der Wunsch oder sogar Traum ist.

@Nico Meier – 16 Semster Kunstgeschichte oder Soziologie
Sie säen nicht, sie ernten nicht, sie fahren nichts in die Scheune … und er ernährt sie doch.
Aber Spaß beiseite. Ist für eine Gesellschaft auch gut wenn es diese Möglichkeiten gibt denke ich. Es müssen wirklich nicht alle Vermögensoptimiert ausgerichtet sein.

@Nico Meier – Sparbüchlein damals 5.5%
Ich hatte Anfang der 80er 10J Festgelder, Bundesschatzbriefe (Typ B) u.ä. Der reguläre Zinssatz betrug bis 9,5%. Durch Sonderkonditionen bekam ich einmal auf 10J Festgeld für 10K DM 10% Zinsen pA. Da war mir die Inflation auch egal. Zumal Immobilien günstig waren und blieben. Das Bankdokument habe ich mir bis Heute aufgehoben…

Fit und Gesund
2 Jahre zuvor

@Hubertus

Anlegen nach Chowder: Chowder ist ein Autor bei Seeking Alpha und hat dort 2 blogs, ein blog für jüngere Anleger und ein blog für ältere Anleger, Ziel ist es Dividende zu erwirtschaften die wieder angelegt werden.

 

@Kiev,

das kleinere Portfolio existierte schon bevor ich auf diese Lyn Alden Schwartzer gestossen bin, ich vergleiche nicht Portfolio 1 mit Portfolio 2, meine physischen Goldtaler werden niemals irgendwo bilanziert, das habe ich immer gesagt und das bleibt so, sie sollen auch nicht verkauft werden.

RDSA ist eine meiner grössten Positionen im grossen Portfolio 1, für mich macht es keinen Sinn jetzt z.B. Lukoil oder Gazprom als Einzeltitel dazuzukaufen, ich werde aber noch den Russen-ETF kaufen, der enthält beide Titel sowie Sberbank, dies aber nur als Beimischung.

Mein Hauptaugenmerk wird dieses Jahr auf Schweizer Aktien liegen, USD und Euro verlieren im Moment an Wert gegenüber dem Schweizer Franken, ich empfinde es wie Thorsten, meine Brötchen muss ich in CHF bezahlen. Natürlich könnte man jetzt günstiger US-Werte kaufen, aber davon habe ich bereits genug, sonderlich bullish bin ich ehrlich gesagt auch nicht, am 1.2. erhalte ich eine grössere Summe Geld, die werde ich sicher nicht sofort anlegen,  Cash könnte sich später als sehr nützlich erweisen.

Mein Dividendenziel habe ich erreicht, irgendwann ist mal genug, nächstes Jahr bin ich dann Rentnerin und das 1 Jahr vor dem offiziellen Rentenalter, damit bin ich zufrieden.

Ich möchte bis Ende Jahr meine beiden Depots so gestaltet haben dass sie einfach laufen können ohne dass ich sie gross überwachen muss, ich werde eine  ausreichende Rente erhalten, ich werde Dividende verbrauchen wenn es nötig ist, der Rest wird wieder angelegt. Extra Sparen werde ich nichts mehr, ich denke ich werde mir mehr leisten können wenn ich in Rente bin, dafür habe ich die letzten Jahre ja gespart.

Ich fange an ein wenig zu experimentieren, kleinere völlig neue Hobbys, z.B was Kreatives wie Zeichnen, einer Wandergruppe beitreten, damit werde ich mich in nächster Zeit beschäftigen, das Börsenthema wird mehr in den Hintergrund treten, ich muss schauen wie sich das mit dem neuen Lebensabschnitt entwickelt.

 

Liebe Grüsse

 

Nico Meier
2 Jahre zuvor

@Nico, als es noch 5,5% auf Sparbüchern gab, war auch die Inflation sehr hoch. In Deutschland gab es nur in den 80ern eine Phase, wo Sparzinsen höher waren als die Inflation. Allerdings gab es da noch einen Zinseszinseffekt, der heute ja ausfällt.

@anleger

Natürlich gabs da auch Inflation aber nicht die Inflation war das Problem sondern die 7% Hypothekarzinsen die zu bezahlen waren damals und die ein grosses Loch ins Famileinbudget unserer Familie gerissen haben.

Daniel
2 Jahre zuvor

VW verkaufte 2019 ca. 11 Millionen Autos, Tesla ca. 360.000.

Der Umsatz von VW geht in die Milliarden, Tesla macht mit jedem Auto Verlust.

der reine Verkauf von etwas sagt nichts über eine Firma aus. Bentley und Rolls Royce verkaufen auch nur wenige Fahrzeuge. Auch der Umsatz ist für eine Firma nicht entscheidend sondern der Gewinn.

Hier aber nur auf den Gewinn zu schauen ist ebenfalls ein Äpfel mit Birnen Vergleich, denn das eine Unternehmen ist quasi in einem gesättigten Markt unterwegs  bzw. hat eine fertig ausgebaute Infrasturktur in allen Ländern die relevant sind, während das andere Unternehmen ein absoluter Wachstumskandidat ist. Es wäre ein Vergleich wie zwischen Coca Cola und Amazon. Auch Amazon verkauft Geräte die keinen Gewinn bringen (Stichwort FireTV oder sowas). Es gilt eine möglichst schnelle Marktdurchdringung, Infrastruktur aufzubauen. Und würde man sich anschauen in welchem Verhältnis die beiden Marken expandieren wird klar welches Ziel Elon verfolgt und dass er damit grade sehr viel Erfolg hat.

Mir ist nicht bekannt das VW grade mehrere große Superfabriken auf der Welt baut. Mir ist auch nicht bekannt das VW grade riesige neue Märkte erschließt. Es ist eher ein Kampf um den Status Quo Erhalt. Bei Tesla ist es anders. Es spielt auch keine Rolle ob das Budget auf Pump geholt wird, es reicht wenn die Geldgeber daran glauben. Selbst wenn Tesla heute Pleite ginge, die Fabriken, die Autos, die Ladeinfrastruktur…sie ist und bleibt erhalten.

PS: Der Verlust pro Auto wurde vor einigen Monaten und nur auf das Model 3 bezogen betitelt und auch nur in der Basisausstattung. Inzwischen ist der Automatisierungsgrad weiter vorangeschritten und die Model S waren auch gar nicht im Fokus. Ein großer Kostentreiber sind ebenfalls die Zellenfertigungen, betrachtet man sich die Weltmarktpreise pro Kw/h in einer Zelle sind diese in den letzten Jahren ebenfalls im freien Fall.

Ich sehe keinerlei Gefahr für das Konzept Tesla. Die einzige “Gefahr” die ich für Tesla überhaupt sehe ist nicht der Fortbestand des Konzepts der Firma sondern eher ob sich nicht in einer Börsen-Schwächephase einer der großen Automobilkonzerne diese Firma schnappt. GM, Ford, wer auch immer.

 

 

Nico Meier
2 Jahre zuvor

Es spielt auch keine Rolle ob das Budget auf Pump geholt wird, es reicht wenn die Geldgeber daran glauben. Selbst wenn Tesla heute Pleite ginge, die Fabriken, die Autos, die Ladeinfrastruktur…sie ist und bleibt erhalten.
@daniel

Natürlich ist die Infrastrukrur auch im Konkursfall noch vorhanden nur bringt das dem Aktionär herzlich wenig, da zuerst andere Gläubiger auszbezahlt werden und am Schluss für die Aktionäre im Extremfall nichts übrig bleibt.

Sparta
2 Jahre zuvor

@Ralf

Im Sinne der Zeitverschwendung enthalte ich mich dieser individuellen Wertung.

Thorsten
2 Jahre zuvor

@Fit und Gesund
Das hört sich nach einem guten Plan an :). Und du hast ja die normale Rente , musst nichts entsparen. Das hört sich stressfrei an.

@Daniel alles was eine Gefahr für etablierte Technologien ist wird schlecht gemacht. Tesla, Wirecard….

Ralf
2 Jahre zuvor

Kleiner Hinweis: Sind aktuell zwei Ralfs hier unterwegs….

Wolke
2 Jahre zuvor

@Daniel

Die Gefahr für Tesla ist die Konkurrenz. Alle bauen jetzt E-Autos. Dann kaufen die Leute wieder Qualität: BMW, VW und DAIMLER und nicht Tesla oder Ford. Tesla sehe ich eher wie Nokia enden.

 

 

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