Leserbrief von Jungunternehmer Dejan Steger: Er eröffnete ein Fitnessstudio, holte das Abitur nach, wurde Anwalt


New York, 12. April 2020

Dejan Steger hatte Probleme in der Schule. Dann fand er eine tiefe innere Motivation. Und kämpfte sich nach vorne. Er holte sein Abitur nach, wurde Rechtsanwalt und Unternehmer. Ihm gehört ein Fitnessstudio und eine Kanzlei in München. Er lehnt Schulden ab. Er kauft begeistert Aktien von Apple, Alphabet und Facebook.

Ich erhielt von Denny Steger einen beeindruckenden Leserbrief. Ich finde seinen Lebenslauf sehr motivierend. Er zeigt, wie wichtig die intrinsische Motivation ist. Wer innerlich motiviert ist, kann fast alles erreichen. Hier ist sein Brief:

Ich bin ein begeisterter Leser von Tims Blog. Seine bodenständige Art überzeugt mich. Sein Ansatz des „stetigen Investierens“, und das aktive vorleben dieser Vorgehensweise macht ihn für mich sehr authentisch.

Ich habe Tim kontaktiert und ihn gefragt, ob ich meine Geschichte mit Euch, den Lesern seines Blogs, teilen darf. Vielen Dank dafür.

Meine Jugend

Ich wuchs in einer klassischen, mittelständischen Familie auf. Wir waren weder reich noch arm. Meine Mutter arbeitete als Verkäuferin, mein Vater als Ingenieur. Geld war daher nie wirklich ein Problem. Es war aber auch nicht im Übermaß da.

Als Kind interessierte ich mich eigentlich nur für Sport. Jeden Tag war ich am Sportplatz. Lernen mochte ich nicht besonders gern. Das Gymnasium musste ich, nach einer wenig ruhmreichen Ehrenrunde in der siebten Klasse, zu Beginn der achten Klasse verlassen. Die Lehrer empfahlen mir die Hauptschule.

Dieser Empfehlung folgten meine Eltern nicht. Stattdessen wurde ich auf die Wirtschaftsschule geschickt und machte dort die mittlere Reife. Rechnungswesen oder Betriebswirtschaft waren für mich böhmische Dörfer.

Mein Abschluss war nicht gut. Aber geschafft hatte ich es.

Nach meinem Abschluss wusste ich nicht, was ich tun sollte. Da Sport das einzige war, was mich interessierte, zwang mein Vater mich im Jahr 2004 in allen Münchener Fitnessstudios anzurufen, um mich um eine Praktikumsstelle zu bewerben. Die Liste war sehr lang. Nach zahlreichen Absagen bekam ich endlich eine Praktikumsstelle in München.

Es war wenig motivierend. Ich arbeitete ausschließlich an der Rezeption und gab Schlüssel aus. Mit Mitgliedern trainieren durfte ich nicht.

„Du brauchst erstmal eine Fitnesstrainerlizenz“, wurde mir gesagt.

„Ist die schwer?“, fragte ich.

Antwort: „Die Prüfung ist so leicht, da fallen nur absolute Deppen durch“.

Gesagt, getan.

Ich hasste die theoretischen Vorlesungen und schlief sogar während dessen ein.

Ich hatte auch keine Lust auf Theorie pauken. Vor allem Anatomie zu lernen, langweilte mich.

Ich fiel beim ersten Durchgang durch.

Als ich endlich die Lizenz hatte, arbeitete ich als selbstständiger Fitnesstrainer für 9,00 € pro Stunde. Es machte mir unglaublich viel Spaß, mit Menschen zu arbeiten.

Ich schrieb tausende von Trainingsplänen. Plötzlich verstand ich, weshalb die davor so verhasste Theorie doch wichtig war. Indem ich die anatomischen Zusammenhänge zur Grundlage meiner Arbeit machte, wurde ich ein besserer Trainer. Durch das Wissen konnte ich die Mitglieder besser betreuen. Also meldete ich mich, nun voll motiviert, für weitere Lehrgänge an. Diese hatten Themen wie „Training bei Diabetes“ oder „Osteoporose“. Ich wurde ein richtiger Überzeugungstäter. Ich hatte mein „why“ gefunden.

Prompt bekam ich dann weitere Aufträge von weiteren Fitnessstudios und arbeitete häufig Frühschicht in dem einen und Spätschicht in dem anderen Studio.

Zu den Aufgaben als Trainer gehörte es, Mitgliedsverträge abzuschließen. So lernte ich zu verhandeln und Menschen zu überzeugen. Wertvolle Fähigkeiten, die mir bis heute enorm helfen.

Um mein Einkommen zu steigern, begann ich Ernährungs- und Trainingsvorträge in Fitnessstudios zu geben. Bald begann ich Einzelstunden für 60,00 € bis 85,00 € pro Stunde zu verkaufen.

2006 war Personaltraining in Deutschland noch in den Kinderschuhen. Ich spezialisierte mich auf Manager. Meine Firma nannte ich: „Managersfitness“. Es lief gut.

Nach vier Jahren nahm ich ein neues Ziel ins Visier: Die Eröffnung eines eigenen Fitnessstudios! Viele meiner Kollegen sagten, es wäre für mich nicht möglich, ein eigenes Studio zu eröffnen. Die Kosten wären zu hoch. Die Konkurrenz wäre zu stark. Meine Eltern aber unterstützen mich. Sie sagten: “Mach das, wofür du brennst!” Und ich brannte.

Wie es der Zufall wollte, hatte ein Fitnesstrainerkollege von mir die selbe Idee. Er war in seinen Vierzigern und hatte 20 Jahre Erfahrung in der Branche. Er hatte Betriebswirtschaft studiert.

Er war jedoch Aussteiger, lebte in einem ausgebauten Lastwagen und wurde von vielen belächelt.

Er hatte in chinesische Aktien investiert und daher etwas Geld auf der Seite. Wir taten uns zusammen und suchten nach Immobilien.

Ein 22-jähriger und ein Aussteiger. Wie soll das klappen?

Die Geburt meiner Unternehmensphilosophie: 100 % Eigenkapital.

Banken lachten uns aus. „Machen Sie erstmal ein IHK Existenzgründerkurs“, sagte der Filialleiter einer Bank damals zu mir. Ich werde es nie vergessen. Wir waren also gezwungen, mit dem geringen Startkapital auszukommen, das wir hatten. Es handelte sich um nicht mehr als 30.000 Euro. Wie sollte das gehen? „Branchenexperten“ waren sich sicher: Typischerweise braucht man 500.000 Euro um ein Studio zu eröffnen. Ohne die neusten Geräte, Sauna, Dampfbad, Kursräume und Fahrräder mit eingebauten Fernseher wäre man chancenlos.

Nach langer Suche und vielen Absagen fanden wir eine Immobilie, die seit langem leer stand. 650m². Der Vermieter – ein gestandener Unternehmer mit Bundesverdienstkreuz – sagte: „Ich habe eine Immobilie auf dem Land, die Bürgermeisterin wünscht sich dort ein Fitnessstudio. Ihr bekommt von mir eine Chance.“ Er baute einfache Duschen ein, gab uns sechs Monate mietfrei und sagte: „Ihr seid nicht die Finanzträger, aber die Know-How Träger. Ihr müsst Pionierarbeit leisten. Das wird hart.“

Wir kauften also eine Handvoll gebrauchte Fitnessgeräte. Vor allem Lang- und Kurzhanteln. Wir wussten, wie man damit richtig trainiert und konnten es unseren Mitgliedern beibringen. Wir hatten keine Kurse, wir hatten keine Sauna, kein Dampfbad. Das Studio war halb leer. Wir waren pleite, bevor wir angefangen haben.

2008 eröffnet wir trotzdem. Und Tatsache: Menschen meldeten sich an. Wir trainierten wie verrückt. Einige wollten natürlich trotzdem Sauna, Dampfad und Prosecco an der Bar und lehnten uns ab. Wir mussten mit vielen negativen Reaktionen leben. Das tat weh. Aber wir glaubten an unsere Philosophie: Das Training steht im Mittelpunkt. Glücklicherweise nahmen viele Mitglieder unser Konzept an. Es fühlte sich an wie ein erster Erfolg.

Das ist mein Fitnessstudio.

Finanzkrise 2008 / 2009: Krisen als Chance begreifen

Die Auswirkungen der Finanzkrise trafen die Deutsche Wirtschaft. Auch unsere Zahlen wurden schlechter. Wir waren erst kurz am Markt und hatten wenig Reserven. Fitnesstraining würde in einer solchen Krise deutlich weniger nachgefragt, so unsere Annahme. Die Aussichten waren nicht gut.

Mein Geschäftspartner entschied, ein zweites Geschäft in Südamerika aufzubauen. Dorthin könne man notfalls auch auswandern, meinte er. Für ihn war das wahrscheinlichste Szenario ein Zusammenbruch der Wirtschaft in Deutschland.

Ich hingegen konnte die Situation aufgrund meines Alters nicht wirklich einschätzen. Allerdings war mir klar, dass ich im schlimmsten Falle vor dem Nichts stehen würde. Dies musste ich verhindern.

Wenn mein Geschäftspartner also Teilzeit in Südamerika sein würde, würde ich eben mein Abitur über den zweiten Bildungsweg nachholen. Also meldete ich mich am städtischen Münchenkolleg in München an und lernte für die Aufnahmeprüfung. So begann die Schule (wieder) im Jahre 2009 für mich.

Die Tage waren dicht getaktet: Vormittags Schule, Abends Fitnessstudio und in der Zwischenzeit lernen. Gerade am Anfang, nach so vielen Jahren ohne Schule und Lehrer, eine grobe Umstellung.

Mein Geschäftspartner wollte mittlerweile die Firma und Deutschland komplett verlassen und bot mir seine Anteile sehr günstig an. Die Kaufpreiszahlung sollte in Krügerrand erfolgen, denn Geld würde, seiner Ansicht nach, bald nichts mehr wert sein.

Ich war jetzt Alleinunternehmer und musste zugleich die Schule meistern. Der existenzvernichtende Nachfragerückgang blieb aus. Immer mehr Menschen meldeten sich an. Ich passte die Preise an, stellte Leute ein, krempelte das Studio um und schaffte mir so die Zeit, die Schule zu priorisieren. Dabei machte ich niemals Schulden. Hohe Verbindlichkeiten können für den voll persönlich haftenden Einzelunternehmer den Ruin bedeuten. Dem Filialleiter der Bank damals, welcher uns einen Kredit verweigerte, bin ich unendlich dankbar.

Warren Buffett rät: Investiere in dich, in deine Bildung

Warren Buffett sagt: Investiert soviel wie möglich in diesen Wert — die Rendite ist gigantisch

Als Unternehmer hat man täglich mit juristischen Themen zu tun. In meinem Fall kündigten etwa Mitglieder Verträge, es gab Schwierigkeiten mit dem Vermieter und mit Mitarbeitern. Bei einem Spaziergang 2010 hatte ich eine Eingebung: “Welchen Wettbewerbsvorteil hätte ich, wenn ich selber die rechtlichen Zusammenhänge verstehen würde?” Dazu müsste ich Jura studieren und Rechtsanwalt werden. Ein lächerliches Ziel für einen miserablen Schüler, den die Lehrer auf die Hauptschule schicken wollten.

Meine Motivation für die Schule war aber plötzlich gigantisch. Ich lernte freiwillig. Ich hatte eine Vision. Ein ganz konkretes Lebensziel. Die Doppelbelastung war oft nicht einfach. Aber ich wollte es unbedingt schaffen. Ich bestand mein Abitur mit 1,9. Ich war genauso talentiert und intelligent wie in meiner Jugend. Aber es gab einen entscheidenden Unterschied: Ich wusste wofür ich es tat.

Ohne zu zögern schrieb ich mich für das Wintersemester 2012 an der Ludwig-Maximilian-Universität für Jura ein. Die bayrischen Juraexamen sind berüchtigt. Nach dem ersten Staatsexamen musste das Referendariat durchgestanden werden. Arbeit bei Gericht, bei der Staatsanwaltschaft, bei der Verwaltung, beim Anwalt. Die Vorbereitung auf die Examen waren knallhart: Ein Jahr lang lernen. Privaten Zusatzunterricht besuchen. Jeden Tag zwischen 6 und 8 Stunden. 6 mal die Woche.

Ich zog es durch. Es war grenzwertig. Von 2012 bis 2019.

Am 06.12.2019 hatte ich meine letzte mündliche Prüfung. Ich bestand die Tortur und konnte nun mit dem zweiten Staatsexamen die Zulassung zur Anwaltschaft beantragen.

Umgehend suchte ich nach einem Büro für meine Kanzlei.

Am 01.02.2020 war es dann soweit: Die eigene Kanzlei startete. Mein Beratungsschwerpunkt liegt auf Unternehmern mit kleineren Firmen und Selbstständigen in Fragen des Zivil- und Datenschutzrechts. Die Praxis zeigt, dass ich meine Erfahrungen als Unternehmer gewinnbringend für meine Mandanten einsetzen kann.

Die Vision von 2010 wurde also tatsächlich Realität. Es ist alles möglich, wenn man stur und stetig seine Ziele verfolgt. So wie es Tim sagt, wenn es um das Investieren geht.

Corona und mein Umgang mit der Krise

Die Corona-Krise führte dazu, dass unser Fitnessstudio seit dem 17.03.2020 geschlossen ist. Finanziell kommt es uns jetzt sehr entgegen, dass wir 100 % Eigenkapital haben. Keine Schulden, die wir bedienen müssen. Alle Geräte gehören der Firma. Keine Leasingkosten. Es wurde immer nur das gekauft, was man sich leisten konnte. Wir haben stets bodenständig gewirtschaftet. Natürlich hatten wir nicht die neusten Geräte und keine Sauna. Dies hilft uns jetzt sehr.

Die größte Herausforderung ist es für mich und für jeden Unternehmer, mental positiv zu bleiben. Es tut verdammt weh, wenn die Firma schliessen muss und sehr unangenehme Entscheidungen getroffen werden müssen. Es ist schwierig mit einer Situation umzugehen, die man selber nicht beeinflussen kann.

Meine Erfahrungen aus der Krise 2009 helfen mir aber dabei, die richtigen Maßnahmen zu ergreifen:. Es geht vorbei. Man darf nicht panisch werden.

Jeden Tag visualisiere ich meine Ziele:

  • Ich bleibe mental stark und positiv
  • Ich nutze diese Zeit so effektiv wie möglich, indem ich mich weiterbilde und hart an mir arbeite
  • Ich lege den Grundstein für eine erfolgreiche Zukunft meiner Kanzlei
  • Ich rette mein Fitnessstudio durch kluge und überlegte Entscheidungen
  • Ich mache Sport und ernähre mich gesund

Meine Investitionsstrategie

An die Börse bin ich erst 2018 gekommen. Ich hatte vorher die gängigen Vorurteile und keine Ahnung von Aktien. Als ich mich im Rahmen meiner Vorbereitung auf das zweite Examen verstärkt mit Kapitalgesellschaftsrecht (PDF) beschäftigte, fiel es mir wie die Schuppen von den Augen: Investiere in tolle Firmen, um an diesen Firmen zu partizipieren, das entspricht doch eigentlich genau meinem Charakter!

Also kaufte ich im Januar 2019 meine ersten Aktien: Apple. Diese stiegen im Jahresverlauf über 100 %. Eine tolle erste Erfahrung mit Aktien (und vor allem: ein bisschen Glück 😉 ). Das ist der Verlauf der Apple-Aktie:

Ich las einige Bücher und Blogs zum Thema Aktien. Tatsächlich hatte ich auch wenige Bekannte, die selber investierten und mit denen ich mich über das Thema unterhalten konnte.

Über das Interview Tim Schäfer “Ich verkaufe NIE Aktien 250k NETFLIX Position” – mit Kolja Barghoorn kam ich zu Tims Philosophie und zu diesem Blog. Ich finde seinen klaren und einfach umsetzbaren Ansatz einfach überzeugend. Etwas „stur und stetig“ über einen langen Zeitraum zu machen, das hat sich in meinem Leben bewährt. Das passt zu mir.

Daher kaufe ich Aktien mit dem Ziel, sie niemals zu verkaufen. Und am liebsten solche mit hohem Eigenkapitalanteil. Daher gehören zu meinen Lieblingsaktien Alphabet und Facebook.

Das ist meine Kanzlei: https://www.stegerrecht.de

Dejan Steger


tim schaefer (Author)

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thoughts on “Leserbrief von Jungunternehmer Dejan Steger: Er eröffnete ein Fitnessstudio, holte das Abitur nach, wurde Anwalt

  1. AvatarBruno

    Prosecco an der Theke im Fitnesstudio 😉 Ich würde gleich umdrehen, man sollte sich schon entscheiden ob man eher eine Bar oder ein Fitnessstudio eröffnet. Ich mag solche Studios, die sich aufs Training konzentrieren, es braucht für gutes Training nicht viel, im Grunde reichen sogar genügend Gewichte. Umso wichtiger ist dann auch gute Betreuung, etwas was es heute fast nicht mehr gibt, denn gutes Personal kostet mehr als teure Geräte (zu leasen, wie es die Meisten tun).

    Finde ich daher super das Konzept, auch wenn generell schwierig diese Branche und jetzt umso mehr, aber hoffe es wird bald wieder öffnen dürfen.

    PS: “Am 06.12.2020 hatte ich meine letzte mündliche Prüfung”

    Gerne kurz Info wo die Börse steht und wie es mit Corona ausging 😉 Danke!

  2. AvatarTomy

    Absoluten Respekt vor Dejan! Sieben Jahre sein Studium durchzuziehen ! Ich Wünsche Ihm alles Gute und vie Erfolg! !

  3. AvatarPaul

    Bin auch Jurist und für mich liest sich der Werdegang, wie von jemanden, der nicht weiß was er will.

    Meiner Meinung nach ist das Geheimnis des Erfolges Fokus! Lieber eine Sache zu 100% als immer etwas neues anzufangen.

    Wie waren denn die Examina? 2 x VB? Warum sollte man als Unternehmer zu einem Berufsanfänger?

    Warum keine GK für 200k p.a.?

  4. StefanStefan

    @ Paul

    Ihre Aussagen zeigen das typische überhebliche Denken so mancher Juristen die sich für was Besseres halten. Die Frage nach den Vollbefriedigend-Examen ist einfach peinlich.

    Sie waren vermutlich einer von denen die den anderen in der Bibliothek immer die Bücher versteckt haben um bei den Hausarbeiten einen Vorteil zu haben.

    Ich finde den Lebenslauf sehr beeindruckend und toll. Mir ist so jemand hundertmal sympathischer als diese aalglatten Karrieretypen die ihrem Ziel alles unterordnen. Fischer hat da mal nen interessanten Artikel geschrieben.

    https://www.zeit.de/campus/2014/06/thomas-fischer-jurastudium-vorurteile-auswendig-lernen/seite-3

    Für den 5er BMW und das ganze Gel im Haar ;-). Köstlich.

    Dejan: ALLES richtig gemacht.

  5. AvatarDariush

    Ich bin auch Rechtsanwalt und habe höchsten Respekt vor der Leistung. Da hatte ich es wesentlich einfacher.

    Mach Dir nichts aus derartigen Kommentaren, Dejan:

    “Bin auch Jurist und für mich liest sich der Werdegang, wie von jemanden, der nicht weiß was er will.

    Meiner Meinung nach ist das Geheimnis des Erfolges Fokus! Lieber eine Sache zu 100% als immer etwas neues anzufangen.

    Wie waren denn die Examina? 2 x VB? Warum sollte man als Unternehmer zu einem Berufsanfänger?

    Warum keine GK für 200k p.a.?” 

    Mal davon abgesehen, dass heutzutage gerade “krumme” Lebensläufe nicht mehr so schwer ins Gewicht fallen, hast Du gezeigt, dass Du durchaus sehr fokussiert arbeiten kannst. Andernfalls – und das müsste eigentlich Paul wissen, wenn er denn wirklich “Volljurist” ist – schafft man keine 2 juristischen Examina im Nebenberuf, zumal die Note in der Selbstständigkeit keine Sau interessiert. Die 200k ( die man übrigens auch nicht als Berufseinsteiger in einer Großkanzlei verdient) kannst Du auch als Rechtsanwalt außerhalb einer Law-Firm knacken. Ich kenne genug Beispiele.

    Ein typischer Neidbeitrag demnach. 🙂

    Viele Grüße

    Dariush

  6. AvatarRollingStone

    Servus zusammen,

    frohe Ostern erstmal noch!

    Wie würdet ihr aktuell ca. 150k€ in den Aktienmarkt bringen? Ich meine ausdrücklich nicht mich, sondern würde gerne wissen, was IHR machen würdet. Reine Anregung. Danke vorab!

    Bleibt gesund.

    VG

    Christian

  7. AvatarDaniel

    Wie würdet ihr aktuell ca. 150k€ in den Aktienmarkt bringen? Ich meine ausdrücklich nicht mich, sondern würde gerne wissen, was IHR machen würdet. Reine Anregung. Danke vorab!

    25.000€ Gold physisch

    15.000€ weiterhin in Cash halten

    10.000€ in 2.000€ Tranchen auf AAA Rating Anleihen außerhalb EU

    75.000€ MSCI WORLD / FTSE DEV WORLD

    25.000€ MSCI EM / FTSE EM

  8. Mark 85Mark 85

    Zuerst würde ich eine liquide Geldreserve abziehen und anschließend auf eine breite Streuung setzen:

    – 20 % weltweite Unternehmen (Vanguard FTSE All-World)

    – 20 % weltweite Immobilien (iShares Developed Markets Property Yield)

    – 20 % weltweite Anleihen (iShares Core Global Aggregate Bond)

    – 20 % Edelmetalle (physisches Gold und Silber)

    – 20 % Kryptowährungen (Bitcoin)

    😀

  9. AvatarRainer Zufall

    Mark85

    Stimme Dir grundsätzlich voll und ganz zu.

    Ich würde Bitcoin nicht unbedingt empfehlen, da doch eher speziell, und wenn doch dann geringer gewichtet.

    Dann denke ich, dass die Reits/Immos eigentlich schon im Vanguard enthalten sein sollten(?). Wird jetzt auch noch der ishares developed markets Etf reingekommen und gleich gewichtet sind die Reits überproportional vertreten. Hinzu kommt, dass der ETF, den ich übrigens auch im Depot habe und auf Grund der Ausschüttungen schätze, eine relativ hohe TER hat. Daher m.E. eher etwas geringer gewichten.

  10. AvatarSkywalker

    Und wenn Mandanten deinen Namen googlen stoßen sie mit dem zweiten suchergebnis auf diesen leserbrief, der für Außenstehende sicherlich sehr seltsam anmutet. Ob das mit dem klarnamen hier so schlau war?

  11. AvatarRalf

    Eine tolle Karriere, weiter so! Tolle Leistung.

    “Geld war daher nie wirklich ein Problem. Es war aber auch nicht im Übermaß da.”

    Nicht ganz unwichtiger Punkt für manchen Berufsweg. Das offensichtlich solide Elternhaus und die wirtschaftsstarke Wohnregion München mit viel Potential vor der Haustür haben sicher einen spürbaren Anteil an dieser positiven Entwicklung. Wer will, der kann heute viel erreichen. Juristen gibt es allerdings schon sehr viele, auf rund 500 Menschen kommt ein Anwalt. Und die Qualität soll nicht immer die Beste sein…

    @Fitness: Regelmäßig Sport zu treiben dürfte mit eine der besten Investitionen überhaupt sein. Fitnessstudio ist aber nicht meins. Ich habe keine Lust zu warten bis das Gerät frei ist und auch erst zum Studio zu fahren. Wir werden im Haus eine Kraftstation einrichten.

    @Corona: Gut möglich, dass nun neue Diskussionen zum Grundeinkommen aufkommen. Verteilungskämpfe und Steuerdebatten wird es definitiv geben. Die Zeche werden wir alle mit zahlen müssen.

    @Hauskredit: Schon etwas komisch, in diesen Zeiten ein Haus zu kaufen und Schulden zu machen. Wir sehen aber keine Alternative. In unserem Fall und der konkreten Wohnregion langfristig billiger als vergleichbare Mietobjekte. Hat jemand noch allgemeine Tipps zum Thema?

  12. AvatarThomas

    @stefan

    ixh teile voll deine Meinung. Dieser Paul ist ein engstirniger Zeitgenosse.

    ich war in der Schule ähnlich. Hatte dann auch das Gymi verlassen auf dem Weg zur Wirtschaftsschule, kaufmännische Berufsausbildung und bin dann doch auf die BOS. Hab mein Abi nachgeholt und an der TUM und im Ausland Maschinenbau studiert.

    ich hab zwar „nur“ einen 2, Abschluss, aber bin schon nach zwei Jahren in einer Leitungspositionen, weil ich weiß wie arbeiten geht und die Herren mit den Doktor titeln Machen alle was ICH ihnen sage…. finde das schon iwie geil, wie Ihre weltsicht jedes Mal zerplatzt….

  13. AvatarBruno

    @Paul

    Danke für den Mehrwert. Was können Sie sonst noch anbieten ausser Abkürzungen auswendig lernen und andern ans Bein zu pinkeln? Das würde die Community mehr interessieren und könnte sicher viel von Ihnen lernen, wie man zu den Besten aufsteigt mit FOKUS (hoffentlich kein Ford).

    Ich gehe davon aus dein PhD mit summa cum laude auf Harvard danach jüngster Partner einer der Top Anwaltskanzleien und heute im Magic Circle in London tätig, richtig? Ich erhebe meinen Hut. Und wehe einer der Unterschicht verirrt sich an ihrer Tür dann jagt es gleich eine Klage sofern er die Rechnung über 2000 Pfund nicht bar bezahlt beim Ausgang!

  14. AvatarLithium85

    Stimme Skywalker zu,

    Den Brief nicht anonym zu veröffentlichen wirkt etwas befremdlich für mögliche Mandanten… Die Freigebigkeit persönlicher Daten und Informationen wirkt unseriös und indiskret! Dafür habe ich kein Verständnis

  15. AvatarBruno

    @Lithium85 und Skywalker

    Warum? Würde er Mandantengeschichten erzählen, würde sich die Sachlage anders präsentieren. Wenn ich mir einen Anwalt suche, dann will ich, dass er 100% ehrlich, offen und transparent ist. Ich will keine Maske, die in Floskeln und politisch korrekt und Gelfrisur die gewünschten Floskeln liefert.  Sicherlich kann dies für stark preussisch geprägte Klienten eine Hürde sein, aber es gibt genug Andere. Nur weil die Mehrheit der Anwälte eher diskret und verschlossen ist, müssen nicht alle so sein. Es braucht auch Mut, sich so zu präsentieren, und das würde ich honorieren.

  16. Avatarsammy

    Finde alle Leserbriefe mit echtem Name bescheuert das zeugt nicht gerade von hoher Intelligenz und dann auch noch von jemandem der angeblich den Datenschutz als Schwerpunkt in seinem Studium hatte. Da sollte schon ein bißchen mehr Hirnschmalz vorhanden sein. Einziger Grund könnte sein man will Anerkennung und davon nicht wenig.

  17. AvatarLithium85

    @bruno

    Es ist eine Form der Compliancekultur privates und berufliches zu trennen.

    Als Angestellter ist man sogar haufig dazu verpflichtet. Als selbstständiger kann er das handhaben wie er möchte. Es wirkt, zumindest für mich, etwas unseriös bzw liegt der Fokus, von dem er soviel spricht, falsch.

  18. AvatarNico Meier

    @Hauskredit: Schon etwas komisch, in diesen Zeiten ein Haus zu kaufen und Schulden zu machen. Wir sehen aber keine Alternative. In unserem Fall und der konkreten Wohnregion langfristig billiger als vergleichbare Mietobjekte. Hat jemand noch allgemeine Tipps zum Thema?
    @Ralf

    Wenn ich mich richtig erinnere wohnt ihr im Raum Heidelberg.

    Natürlich ist der Hypotjekarvertrag mit dem man Schulden in beachtlicher Höhe aufnimmt für jemanden der sonst nie Schulden machen würde etwas emotionales. Wen man es aber als Investition sieht bei der über die Jahre günstiger gewohnt werden kann als zur Miete und die Lebensqualität höher ist so ist dies neist eine gute Entscheidung. Man sollte die Immo dem Budget und Kapital entsprechend nicht zu gross wählen. Wir haben das Haus seit 2017 und es war eine der besten Entscheidungen meines Lebens.

  19. PeterPeter

    @Lithium85 und Skywalker

    Das war eventuell genauso gedacht. Erstens als kostenfreie Werbung und zweitens muss er sich für seinen Werdegang nicht schämen. Im Gegenteil, er wird einige Mandanten eher ansprechen als zum Beispiel der von Paul 🙂 Und wenn nicht, dann ist es nicht der passende Mandant.

     

  20. AvatarBruno

    @Lithium85

    Ich finde nichts Privates oder Anrüchiges darin (und auch wenn würde es mich nicht stören jeder hat seine Geschichte und sonst ist er so aalglatt und langweilig dass mich das eher abschrecken würde), er erzählt lediglich seinen beruflichen Werdegang, der in einigen Lesern halt nicht Idealtypisch daherkommt. Compliance ist etwas anderes.

    Ich kenne auch Leute die sich ihren Anwalt auf dem 2. Bildungsweg erarbeitet haben und vorher auf dem Bau gearbeitet haben oder einer war Landwirt. Ich finde solche Werdegänge deutlich spannender und diese Anwälte haben oft deutlich mehr vom Leben verstanden als jene, die direkt nach Abschluss in einer Beratungsfirma oder Kanzlei eingestiegen sind.

    Was ich witzig finde, wie einige regelmässig ich meine jetzt nicht explizit Dich an allem etwas zu meckern haben, ich frage mich weshalb sie sich dann all dies täglich antun und Dinge lesen, die sie eigentlich stört 😉 Ich würde mir mein Leben anders gestalten, als wenn ich mich wo aufhalte, wo mich täglich x Dinge stören. Solche Posts zeigen mehr über den Zustand des Kommentators als über die angegriffene Person 😉

     

  21. AvatarLithium85

    @Peter

    Das muss er sich auf keinen Fall, der Werdegang ist beachtlich keine Frage. Es ist auch motivierendes und interessantes Material für einen Leserbrief! Der zeigt dass es jeder schaffen kann wenn er möchte, ein Werdegang der nicht dem Standard entspricht. Er wird es sicherlich früh in die finanzielle Unabhängigkeit schaffen wenn er es möchte.

    Ich hätte den Brief allerdings anonym formuliert, der Inhalt wäre deshalb nicht weniger beeindruckend. Reicht doch völlig aus und ist absolut verständlich.

    Er sollte sich lieber ein geeignetes Netzwerk über seine Kanzlei aufbauen.

    @bruno
    Ich habe einfach Skywalkers Kommentar gelesen und das gleiche gedacht. Ich würde den Leserbrief vermutlich löschen lassen aber jeder Mensch ist anders

  22. AvatarAktiensparer

    Sehr schöne Lebensgeschichte. Finde es immer wieder bewundernswert, wenn Leute erst “im Alter” eine Idee von dem bekommen, was sie eigentlich wirklich wollen.

    Alles Gute für die Zukunft, Dejan, und viel Glück (kann man immer brauchen 😉 ) und Erfolg.

  23. Avatarcerebrum

    “Die bayrischen Juraexamen sind berüchtigt”

    Wenn ich das schon lese! Jedes Juraexamen ist berüchtigt, deshalb unterscheidet auch niemand nach Bundesland, sondern jeder nach Noten…

    Ansonsten Respekt natürlich für diese Leistung und für die ansprechende Homepage!

     

  24. AvatarFelix

    @ Pocahontas

    Mutig. Obwohl es wahrscheinlich erfolgreich wäre, würde ich mich trotzdem nicht trauen, wenn es meine gesamte Investmentkohle ist.

  25. AvatarWolke

    Ich würde auch lieber zu Dejan gehen, viel lieber, als zu einem reichen Anwaltssöhnchen, das nie recht wußte, was es aus seinem Leben machen sollte und dann per Ausschluß, Papabefehl oder weil es auch fürs Klavierspielen nicht reichte, ohne Motivation Jura studierte. Solche Anwälte gibt es mehr als man glaubt.

  26. AvatarRüdiger

    @Bruno:  Was ich witzig finde, wie einige regelmässig ich meine jetzt nicht explizit Dich an allem etwas zu meckern haben

     

    Die können halt auch nicht raus aus ihrer Haut. Und wenn ihnen sonstwo keiner (mehr) zuhört, kotzen sie sich halt hier aus  😉

     

  27. AvatarThorsten

    @Gainde , weiß ich auch nicht , aber ich behalte China Mobile, mobile Dienste unter Corona können nicht verkehrt sein.

  28. AvatarAktien Noobs - Sky

    @Daniel,

    also ich würde mir kein Bitcoin holen. Anteile an Unternehmen sind weniger spekulativ, wenn es Unternehmen sind die ein ordentliches Geshäftsmodell haben.

    Hätte ich die Möglichkeit, dann würde ich mir dann würde ich mir 30 Einzelaktien a 5000 Euro zulegen.

    Gold: Sorry, aber wozu braucht man Gold, es ist letztendlich nur totes Kapital!

    Cash: In der jetzigen Krisensituation macht es Sinn komplett investiert zu sein. Ich habe meine Rücklagen letztens aufgelegt und mir davon nur Aktien gekauft!

    Bitcoin: Sorry viel zu spekulativ, ausser Du kannst das Geld innerlich gleich abschreiben was Du in den Bitcoin investieren willst. Wenn man wohl in den Bitcoin investiert, muss man viel Geduld mitbringen. Evtl. hilft das nächste Halving-Event. Ich bevorzuge lieber eine Investition in Produktivkapital.

    Anleihen: Bringen AAA Anleihen überhaupt Zinsen? Muss man bei Deutschland nicht evtl. sogar noch draufzahlen? Also ich bin kein Freund bisher von Anleihen. Evtl. könnte es sinnvoll sein, sich Anleihen von Firmen zu kaufen wie SAP etc.. Aber ich halte es einfach und kaufe nur Aktien

    ETF/Fonds: Bin ich auch kein Freund davon, weil man in einen Indize doch manchmal auch Unkraut hat. Finde Einzelaktien viel interessanter und ich denke von der Rendite bringt es auch mehr.

    Letztendlich ist die Frage, welche Strategie Du verfolgen möchtest und daraus sollte sich dein Investment ableiten.

  29. AvatarNico Meier

    Cash: In der jetzigen Krisensituation macht es Sinn komplett investiert zu sein. Ich habe meine Rücklagen letztens aufgelegt und mir davon nur Aktien gekauft!

    @Aktiennoob

    Ich hoffe du hast einen Notgroschen zur Hand. Hast du einen Krisensicheren Job?

    Mein Job ist bisher Krisensicher und ich habe trotzdem einen Notgroschen. Weil es kann mal das Auto, die Spühlmaschine, der Kühlschrank usw. den Geist aufgeben und da möchte ich nur ungern Akrien verkaufen müssen!

  30. AvatarChristian

    Ein sehr schöner und motiviertender Leserbrief. Ich kann mir deine Schulkarriere gut vorstellen – meine lief ähnlich. Ich habe ähnlich wie du relativ spät den Sinn fürs Lernen und Leistung abrufen entwickelt. Erst in der Wirtschaftsschule ab der 10ten Klasse. Das war die allerletzte Chance. Ich habe viel Ehrgeiz und Energie in meinen beruflichen Werdegang gesteckt. Leider habe ich weder eine Kanzlei, noch ein eigenes Fitnesstudio. Da kannst du wirklich sehr stolz auf dich sein. Weiter so! 🙂

  31. Avatarsammy

    @Aktiennoob

    Aus deinen letzten Post spricht die absolute Unwissenheit. Selten so einen unqualifizierten Mist gelesen. Bilde dich erstmal zu den Themen bevor du hier Tipps gibst.

  32. AvatarFelix

    @ Pocahontas

    Als Spekulation würde ich noch Tesla beimischen. M.E. der nächste Gamechanger.

  33. AvatarMarco

    @Skywalker & Lithium85:
    Sehe ich zwar ähnlich, was die Veröffentlichung angeht. Ich lasse mich rechtlich lieber von jmd vertreten, der etwas mehr Diskretion ausstrahlt. Das fängt bei einem selbst eben auch an.

    Das große ABER: ich bin nicht in dem Geschäft tätig, kenne mich da nicht aus. Und er wirkt auf mich so, als hätte er selbst abgewogen. Ist der Beitrag eher förderlich oder schädlich für sein Business. Die Resonanz hier sieht ja auch eher positiv aus. Und von sich auf andere schließen ist manchmal gut. Aber vielleicht ja nicht immer. Das habe ich auch erst mal lernen müssen. 🙂

    Zum Leserbrief. Gratuliere, dass es wohl ganz gut klappt. Und zufrieden mit dem Weg ist.

  34. AvatarBruno

    “Die können halt auch nicht raus aus ihrer Haut.”

    Ich empfehle folgende Aktionen, nicht einmalig sondern regelmässig:

    Eiskalt duschen oder in einen See oder Fluss springen
    Liebe machen, falls möglich (zur Not gibts Internet)
    Meditieren/Beten
    Bewegung/Sport/frische Luft/Sonne
    gesunde, leichte Ernährung

    Danach geht’s wieder besser 😉

  35. AvatarHeiko

    @Dejan:

    Herzlichen Glückwunsch zu dem beeindruckenden Werdegang!

     

    @wolke:

    Ich vermute, deine Meinung über reiche, lustlose Anwaltssöhnchen beruht nicht auf eigenen Erfahrungen!?  Das Jurastudium siebt die Lustlosen ganz gut aus. Anwaltskinder gehören da eigentlich nicht dazu, da diese in der Regel von Anfang an wissen, wofür sie lernen und welchen Weg sie nach dem Examen gehen wollen. Entweder man will in Papas Kanzlei einsteigen oder diese übernehmen oder man hat einen konkreten Karriereplan, der auf den Erfahrungen der Eltern oder deren Bekannter beruht. Wer in die Familienkanzlei einsteigen will, hat sicher kein Interesse daran, alle Fälle zu verlieren und letzendlich die ganze Familie zu gefährden. Wer von Anfang an seine Karriere in einer Großkanzlei plant, kennt die Voraussetzungen und arbeitet darauf hin. Das ist wie mit den Schülern, die Medizin studieren wollen. Die wissen auch, welche Abinote sie brauchen und wieviel man dafür tun muss.

  36. AvatarNico Meier

    Eiskalt duschen oder in einen See oder Fluss springenLiebe machen, falls möglich (zur Not gibts Internet)Meditieren/BetenBewegung/Sport/frische Luft/Sonnegesunde, leichte Ernährung@Bruno Dafür haben wir ne Sauna im Keller.Im Sommer in die Sauna danach kalt duschen und ab in den Garten auf den Liegestuhl. Im Winter nach dem kalten duschen aufs Bett liegen. Ich mag es nach körperlicher Betätigung bei mir meist Gartenarbeit ein kühles Getränk auf dem Liegestuhl im Garteb und dabei den Vögeln oder Bienen zuschauen.

  37. AvatarErnie

    Wow. Wirklich stark, Dejan. Ein beeindruckender, motivierender Lebenslauf. Weiter so und alles Gute, besonders in der Coronakrise.

  38. AvatarEffen

    Seit wann sind in Tims Community denn so viele Leute mit so einer negativen Denkweise? Letztens wurde hier erst ein Grüner geschlachtet, weil die ja keine Aktien haben dürfen, heute wird sich darüber aufgeregt, dass ein junger,motivierter Mann die Chuzpe hat, sich hier öffentlich zu präsentieren. Hätte die Community etwas offener eingeschätzt… Wenn ich in dem entsprechenden Umfeld juristische Beratung suchen würde und würde von dem Lebensweg lesen, würde ich mich in guten Händen fühlen.

    Also, Respekt für das Erreichte und viel Erfolg für die Zukunft. Mit dem Biss und Einsatz wird das mit Sicherheit ein Erfolg!

  39. AvatarWolke

    Heute S&P runter 2%, Gold rauf fast 2%. „Morgen Kinder wird‘s was geben, morgen werden wir uns freuen…“

  40. Mark 85Mark 85

    An Rainer Zufall: Ja, sie sind bereits im Vanguard enthalten, aber wenn man nicht direkt in Immobilien investieren kann oder möchte, fällt mir kein besserer Weg ein, um diese Anlageklasse angemessen abzudecken. Die Gesamtkostenquote scheint hoch zu sein, entscheidend ist aber die Abbildungsdifferenz: https://www.trackingdifferences.com/ETF/ISIN/IE00B1FZS350

    Nicht so wichtig, denn meine Hauptüberlegung für diese Zusammenstellung fußt auf einer breiten Vermögensstreuung.

    Im krassen Widerspruch dazu steht Aktien Noobs – Sky, der das gesamte Geld in 30 Aktienunternehmen stecken würde. Er würde sich nicht nur auf 1 einzige Anlageklasse festlegen, sondern auch innerhalb dieser auf keine breite Streuung setzen. Mir wäre dieses Portfolio viel zu unausgewogen. 🙂

  41. Mark 85Mark 85

    An Wolke: Gold hat seit Jahresbeginn in Euro um satte 16,34 % zugelegt: https://www.gold.de/kurse/goldpreis/

    Man kann noch so oft behaupten, dass es ein nutzloses, weil unproduktives Metall ist, aber aus meiner Sicht erfüllt es in dieser Krise vorzüglich seinen Zweck: Es weist eine niedrige Korrelation zum Aktienmarkt auf. 😉

     

  42. Mark 85Mark 85

    An Mattoc: Auf Jahrzehnte gesehen überwiegt für mich der Diversifikationseffekt, weil die Korrelation in der Vergangenheit sehr schwankend war: Es gab ungefähre Ausschläge zwischen 0 und 0,8 zum breiten Aktienmarkt.

    Sind sie deshalb ein Muss im Portfolio? Nein, aber für mich die beste Möglichkeit nach physischem Direktbesitz. Von offenen und geschlossenen Immobilienfonds, ein deutscher Sonderweg, halte ich wegen ihrer Intransparenz nichts.

  43. Mark 85Mark 85

    An Thorsten: Ich werde zwar mein Gold nicht verkaufen, aber das Lustige ist, dass sich durch die Coronakrise die physischen Marktpreise nach oben hin vom Börsenkurs abgekoppelt haben. Auch bei Silber. Wer in der letzten Zeit verkaufte, dem winkte eine nette Zusatzrendite.

  44. AvatarWolke

    Mark85

    Man kann noch so oft behaupten, dass es ein nutzloses, weil unproduktives Metall ist, aber aus meiner Sicht erfüllt es in dieser Krise vorzüglich seinen Zweck…

     
    Richtig.
    Es ist eine Überheblichkeit und Arroganz, eine 5000 Jahre alte Währung als nutzlos zu bezeichnen.

    5000 Jahre lang alles nur Dummköpfe, und jetzt plötzlich so viele Gescheite (Warren Buffet inbegriffen).

    „Wer kein Gold besitzt, versteht weder die Geschichte, noch die Wirtschaft“ sagt

    Ray Dalio.

  45. AvatarRainer Zufall

    Marc

    “Von offenen und geschlossenen Immobilienfonds, ein deutscher Sonderweg, halte ich wegen ihrer Intransparenz nichts.”

    Sehe ich absolut genauso. Insgesamt meinen Einwand bitte auch nicht als grundsätzliche Kritik verstehen, ich könnte mir nur eben eine leichte Variante Deines Vorschlags vorstellen, ändert aber nichts wesentlich.

  46. Mark 85Mark 85

    An Wolke: Ray Dalios Allwetter-Portfolio hat sich trotz der niedrigen Aktienquote aus US-Anlegersicht erstaunlich gut wie robust entwickelt, wenn man sich die Historie anseht. Bei der Anlagephilosophie stehe ich ihm aus Privatanlegersicht viel näher als Warren Buffett: gestreutes gegen konzentriertes Investieren.

    Ich weiß nicht, wann welche Anlageklasse ihre jeweiligen Hochs und Tiefs ausbilden wird, nur dass sie es im Laufe der Zeit und oft zu unterschiedlichen Zeitpunkten tun werden – und dann möchte ich dabei sein. Also warte ich geduldig ab.

    Meine ersten Goldkäufe tätigte ich vor 4 Jahren, als kaum jemand darüber sprach. Ich bin über meine damalige Entscheidung nicht unglücklich, wenn ich mir den Kursverlauf seit Ende 2018 ansehe.

  47. Mark 85Mark 85

    An Rainer Zufall: Kein Problem. Es war nur ein möglicher Musterportfoliovorschlag. Wir können gern auch über deinen Vorschlag diskutieren, wenn du ihn mit uns teilst.

    Im Grundsatz spreche ich mich für passives und breites Anlegen aus, wohingegen andere versuchen, durch konzentriertes Anlegen gemäß Warren Buffett eine hohe oder sogar Marktüberrendite zu erzielen. Jeder, wie er mag. 🙂

  48. AvatarWolke

    Mark85

    Ich habe vor 10 Jahren begonnen. Kürzlich hatte ich aber doch schweren Herzens einen Teil verkauft, denn das Klumpenrisiko wurde mir zu hoch. Ich bin zwar nicht der „maximal 10%Typ“, aber auch nicht der „über 50%“.
    Wenn die Zeiten besser werden, kann Gold auch ganz schön schnell fallen, das kenn ich!
    Außerdem bin ich aktienmäßig dermaßen unterinvestiert, daß es mir schon peinlich ist.

  49. Mark 85Mark 85

    An Wolke: Dagegen spricht aus meiner Sicht nichts. Ich werde auch Umschichtungen in Form von Rückgewichtungen vornehmen, wenn einzelne Positionen zu stark von meinen gewünschten Sollwerten abweichen. Regelbasiert, also gefühls- und prognosefrei.

  50. AvatarWolke

    Von offenen und geschlossenen Immobilienfonds, ein deutscher Sonderweg, halte ich wegen ihrer Intransparenz nichts…

     

    Hatte vor vielen Jahren mit einem geschlossenen Immobilienfonds 18.000 € verloren. Wenn ich daran denke, sage ich mir immer, du hast wenigstens was gelernt.

  51. Mark 85Mark 85

    An Wolke: Ich habe auch Fehler begangen. Vor vielen, vielen Jahren hatte ich einen Riester-Vertrag ohne jegliche Vorkenntnisse abgeschlossen, weil ich das leidige Thema ,,Private Altersvorsorge” schnell vom Tisch haben wollte. Die entstandenen Kosten durch die anschließende Kündigung habe ich als Lehrgeld und Wissenserweiterung verbucht.

    Oder ich habe zu Beginn meiner Aktienzeit meinen Aktienanteil mehrmals umgestellt: von marktbreit auf dividendenorientiert (Wisdomtree-ETFs) und wieder zurück auf marktbreit. Keine Ahnung, was mich geritten hatte. Vielleicht der Ausspruch ,,Dividenden sind der neue Zins”. 😀

    Oder als ich meinem Portfolio Kryptowährungen hinzufügen wollte: Anfangs dachte ich, dass aus Gewohnheit eine Streuung nicht schlecht ist, bis ich mich intensiver damit beschäftigte und erkannte, dass nur der Bitcoin meinem Anlagezweck vollumfänglich entspricht: hohe und bewährte Marktakzeptanz, dezentral organisiert, deflationärer Schöpfungsprozess durch regelmäßige Halbierungen und eine maximale Obergrenze der Gesamtanzahl.

  52. AvatarJürgen Klopp

    @alle:

    Hallo zusammen,

    ich habe eine kurze Frage, hoffe der ein oder andere kann mir helfen:

    ich bespare seit ein paar Jahren 70/30 MSCI World /EM. Nun habe ich die überlegung, die Aufteilung komplett sein zu lassen und einfach in den FTSE All World zu investieren?

    Macht das eurer Meinung nach Sinn? Auch liebe ich eine klare Depotstruktur, mich würde es nerven wenn MSCi World und der EM Etf noch vorhanden wären. Aber wie könnte ich hier vorgehen? Einfach beide verkaufen und dann gestaffelt in den FTSE investieren? Ich zerbreche mir seit Tagen den Kopf darüber

  53. Mark 85Mark 85

    An Jürgen Klopp: Seit einigen Jahren läuft die Gewichtung nach Marktkapitalisierung besser. Eine Glaskugel für die Zukunft besitzt leider niemand. Welche Gründe hatten dich dazu bewogen, nach 70:30 zu gewichten?

    Meiner Meinung nach hängt die Entscheidung von deiner Anlagephilosophie ab: Wenn du (weiterhin) davon überzeugt bist, dass sich die Schwellenländer besser als die Industrieländer entwickeln werden, würde ich bei der aktiven 70:30-Entscheidung bleiben. Dabei ist zu bedenken, dass sich in der Zukunft die Länder verschieben können. Beispielsweise könnte China irgendwann in den Industieländerindex aufsteigen oder ein Industrieland absteigen, wie das bei Griechenland der Fall war. Dann müssten unter Umständen Neuüberlegungen her.

    Wenn du dagegen passiv bleiben möchtest, indem du alle Marktteilnehmer über die zukünftigen Gewichtungen entscheiden lässt, würde ich nach Marktkapitalisierung gewichten. Aktuell wären das bei deinen 2 ETFs zirka 88:12. Nur in diesem Fall würde eine Umstellung auf 1 weltweiten ETF aus Vereinfachungsgründen Sinn machen.

  54. AvatarDaniel

    also ich würde mir kein Bitcoin holen. Anteile an Unternehmen sind weniger spekulativ, wenn es Unternehmen sind die ein ordentliches Geshäftsmodell haben.

    ich habe kein Bitcoin, habe ich auch nirgends geschrieben.

     

    Gold: Sorry, aber wozu braucht man Gold, es ist letztendlich nur totes Kapital!

    Nein ist es nicht. Totes Kapital ist Geld das man nicht einsetzt und über Jahre der Inflation aussetzt bis es nichts mehr wert ist. Das trifft auf Gold nicht zu. Gold ist eine Asset-Klasse die gerne mal NICHT mit Aktien korreliert und Wertaufbewahrungscharakter hat. Sry, aber ich habe den Eindruck du bist noch nicht lange dabei.

    Cash: In der jetzigen Krisensituation macht es Sinn komplett investiert zu sein. Ich habe meine Rücklagen letztens aufgelegt und mir davon nur Aktien gekauft!

    Das ist ja schön für dich und das kann man sicherlich auch machen wenn man dazu lust hat. Es weiss aber niemand ob wir nicht noch mal einen Kursrutsch von 20-30% hinlegen werden. Deshalb kann man überhaupt nicht davon sprechen ob es SINN macht. Das weiss man erst hinterher. Sinn macht es allerdings in mehr als einer Asset-Klasse investiert zu sein. Und das nicht erst seit gestern sondern seit hunderten von Jahren.

    Anleihen: Bringen AAA Anleihen überhaupt Zinsen? Muss man bei Deutschland nicht evtl. sogar noch draufzahlen? Also ich bin kein Freund bisher von Anleihen. Evtl. könnte es sinnvoll sein, sich Anleihen von Firmen zu kaufen wie SAP etc.. Aber ich halte es einfach und kaufe nur Aktien

    Es geht überhaupt nicht darum dass diese Asset-Klasse Ertrag bringt. Es geht darum eine Asset Klasse zu haben die nicht mit Aktien korreliert. Meine Vermutung verstärkt sich dass du nicht lange investiert bist.

    ETF/Fonds: Bin ich auch kein Freund davon, weil man in einen Indize doch manchmal auch Unkraut hat. Finde Einzelaktien viel interessanter und ich denke von der Rendite bringt es auch mehr.

    Jetzt bin ich endgültig davon überzeugt dass du noch ne Menge Wissen aufzuholen hast. Seit der FInanzkrise 2008 hat hat das sogenannte Unkraut, z.B. Bankaktien, die die meisten nichtmal mit der Kneifzange gangefasst hätten mit die höchste Rendite gebracht. Zeige mir bitte Depots und aktiv gemanagte Fonds die über 20 Jahre den Index geschlagen haben.

     

  55. Avatarchris0815

    Mich würde noch interessieren, was aus dem Geschäftspartner in Südamerika geworden ist?

  56. Avatarsammy

    Inflationsbereinigte Renditen der letzten 120 Jahre:

    Aktien global: 5,2% p.a.
    Gold: 0,8% p.a.
    Hoffe das öffnet einigen Träumern hier die Augen!

  57. AvatarJürgen Klopp

    @ Mark85

    wie handhabst du das ?

    und was kann ich mit dem altbestand bei einem wechsel machen? Ich würde den gerne veräußern.Aber macht das Sinn oder habe ich dabei Nachteile?

  58. AvatarPantoni

    Guten Morgen,

    wie handhabt ihr das Stop Loss, setzt ihr das bei jeder Position und zieht es mit Gewinnen nach oben?

    @ Ralf @Hauskredit: Schon etwas komisch, in diesen Zeiten ein Haus zu kaufen und Schulden zu machen. Wir sehen aber keine Alternative. In unserem Fall und der konkreten Wohnregion langfristig billiger als vergleichbare Mietobjekte. Hat jemand noch allgemeine Tipps zum Thema?

    Ich finde die Entscheidung für ein Eigenheim trotz der derzeitigen Umstände richtig und würde es auch so machen. Letztlich zählt auch hier die Zeit und es wird die Zufriedenheit sehr erhöhen – eigener Garten etc.

    Für mich (bin eher sicherheitsorientiert) habe ich gute Erfahrungen mit einer langfristigen Finanzierung mit festgeschriebenen, niedrigen Zinsen kombiniert mit der Möglichkeit einer hohen jährlichen Sondertilgung gemacht. Viel Erfolg und berichte mal.

  59. AvatarThomas

    @Jürgen Klopp, der Nachteil sind Transaktionskosten und evt. Steuern auf die Gewinne. Wenn du keine Gewinne auf den Altbeständen hast oder sie sind geringer als deine Sparer-Pauschbetrag (801 oder 1602€) dann sind es nur die Transaktionskosten. Wobei du beim Umschichten auch Pech haben kannst dadurch dass Tagesschwankungen hoch ausfallen können und du gerade ungünstig ver- und ankaufst. Zwischen ver- und ankauf können Tage liegen.

     

    Ich habe auch MSCI basierte Index ETFs und bleibe dabei. Am Ende des Tages macht es kaum einen Unterschied zu den Vanguard ETFs. Wenn du eines Tages in die Phase der Entnahme trittst ist es ein Vorteil, wenn du nicht über die ganze Laufzeit in das selbe Produkt gespart hast. Durch FIFO ist es besser man bespart nach ein paar Jahren etwas neues und läßt die Altbestände liegen. In der Entnahmephase spart es Steuern wenn du das zuerst verkaufst welches die geringsten Gewinne hat. Die geringsten Gewinne dürften voraussichtlich dort bestehen was du zuletzt bespart hast.

  60. AvatarJürgen klopp

    @thomas.

    also würdest du sagen die anderen beiden etfs einfach liegen lassen ? Hier besteht aber auch der Nachteil der doppelten Verkaufskosten bei  in der Entnahmephase

  61. AvatarDaniel

    Inflationsbereinigte Renditen der letzten 120 Jahre:

    Aktien global: 5,2% p.a.
    Gold: 0,8% p.a.
    Hoffe das öffnet einigen Träumern hier die Augen!

    was genau soll ich denn da jetzt bei den Augen öffnen? Das beide Asset-Klassen zu einem Vermögenserhalt und Gewinn geführt haben oder was möchtest Du uns sagen?

    In den rund 50 Jahren von ihrer Einführung 1948 bis bis Einführung des Euro Anfang 1999 sank der Geldwert der D-Mark auf etwa ein Viertel. Würde mal sagen das Gold und Aktien da ein recht brauchbares Invest waren.

  62. AvatarThomas

    @Jürgen Klopp, wenn du in der Entnahmephase planst alles auf 1x zu verkaufen gebe ich dir recht.

    Ich habe vor in der Entnahmephase vielleicht alle 6 Monate etwas zu verkaufen. Gleichwohl werde ich jeweils das verkaufen was die wenigsten Gewinne hat UND ins Reballancing passt. Bei dem Vorgehen sehe ich das Problem der doppelten Transaktionskosten nicht. Ich habe die Transaktionskosten eh alle 6 Monate. Ich denke bis da hin werden Transaktionskosten eh bei NULL angelangt sein. Ist ja heute schon so, je nach Depot Anbieter.

  63. AvatarDejan

    Hallo liebe Community,

    vielen Dank für eure zahlreichen Rückmeldungen. Ich habe mich über jede einzelne – egal ob positiv oder negativ – wirklich sehr gefreut.

    Meine Geschichte soll zeigen, dass man auch in Deutschland eine zweite Chance bekommen kann. Es ist nicht schlimm, wenn man etwas nicht gleich oder gar nicht schafft. Scheitern gehört eben zum Leben dazu. Mann muss dann halt wieder aufstehen, daraus lernen und weiterkämpfen. Schade ist es nur, wenn man es gar nicht erst versucht. Wie wir als Aktionäre alle wissen: Ohne Risiko, kein Gewinn.

    Ich stehe zu meiner Geschichte und meinem Lebenslauf. Er hat mich geprägt und er macht mich aus. Daher schreibe ich auch mit meinem Namen. Und: Da ich über meine eigenen Daten frei verfügen kann, steht dem auch das Datenschutzrecht nicht entgegen 😉

    Dejan

  64. Avatarsammy

    Also Daniel ich erkläre es dir damit du es auch verstehst: Gold ist aus rein renditetechnischen Gründen globalen Aktien ggü. zu vernachlässigen.

  65. AvatarJan Cux

    Alle haben gesagt: “Das geht nicht!”. Dann kam einer, der wusste das nicht und hats einfach gemacht.

  66. AvatarJürgen klopp

    @Thomas

    danke für deinen Input.

    die Variante 70/30 bzw ist sie bei mir eher 80/20 ist deiner Meinung nach in Ordnung und kann so erstmal bestehen bleiben. Ich habe mit beiden etfs insgesamt eine ter von 0,32. beim vanguard all world hätte ich 0,22.

    ist das am ende nicht auch entscheident?

  67. AvatarDanielKA

    @ Sammy: es gibt nicht nur “die” Rendite, sondern auch andere Bewertungskriterien, z.B. die Schwankungsbreite und Korrelation, wie hier schon oft von anderen erwähnt.

  68. AvatarDaniel

    Also Daniel ich erkläre es dir damit du es auch verstehst: Gold ist aus rein renditetechnischen Gründen globalen Aktien ggü. zu vernachlässigen.

    tut mir leid, aber du vergleichst äpfel mit birnen. Mein Depot hat nicht den Zweck ausschließlich rendite zu machen sondern durch einstreuung anderer Assets weniger Volatilität zu besitzen und nicht alles auf eine Karte zu setzen.

    Wenn es ausschließlich um rendite ginge könnte ich auch zur Bank gehen, mir einen Kredit geben lassen und diesen im Aktienmarkt investieren und das am besten auf ein mehrfach gehebeltes produkt. Dürfte demnach ja kein Problem sein weil historisch gesehen die Aktien allem überlegen sind.

  69. AvatarThomas

    @Jürgen Klopp

    ich fahre auch mit 70/30 . Dadurch dass die letzten Jahre EM nicht so gut lief denke ich auch öfters darüber nach ob die Verteilung optimal ist. Aber das kann sich genau so wieder drehen. Ich bleibe dabei. Durch Reballancing, was ich 1x/jahr durch Sparplananpassungen mache ergibt sich auch eine kleine Überrendite (ich habe mal von ca. 1%/Jahr gelesen). Die würdest du durch die 1 Fonds Strategie verlieren. Ob 80/20 oder 70/30 ist egal, das sind kleinste Unterschied die sich am Ende positiv oder negativ auswirken aber nicht vorhersehbar sind.

    Der Unterschied in der TER ist auch nicht so aussagekräftig. Es gibt ETFs die performen leicht besser als der Index obwohl sie eine TER haben.

    Siehe:

    https://trackingdifferences.azurewebsites.net/

    wenn die TD (tracking difference) negativ ist dann ist der ETF besser als der Index. Somit ist die TER mehr als neutralisiert.

  70. AvatarFelix

    Warum steigen Amazon heute um fast 8 % und Tesla um fast 20 %? Das an einem Osterwochenende, ist der Wahnsinn.

  71. Avatarsammy

    @Daniels

    Gold hat sehr oft eine extrem hohe positive Korrelation zu Aktien! Und die Volatilität ist bei Gold auch extrem. Da geht’s schnell 30% Rauf oder runter. Nicht alles glauben was euch Leute erzählen die eigene Interessen bzgl Gold vertreten.

  72. AvatarThomas

    @Jürgen Klopp, den etf127 hab ich auch neben dem IE00BKM4GZ66 . EM ist immer etwas teuer, ich denke die Märkte sind nicht so durchautomatisiert und das treibt die Verwaltungskosten. Ist halt so, da muss man durch wenn man dort investieren möchte.

  73. Mark 85Mark 85

    An Jürgen Klopp: Ich würde auf die passive Variante setzen, weil sich mir der Sinn hinter der 70:30-Aufteilung nie ganz erschlossen hat.

    Ihren Anfang nahm sie wohl im Wertpapier-Forum und anschließend wurde sie im Netz von vielen mehr oder weniger unhinterfragt übernommen und weiterempfohlen. Jedenfalls zahlt sich seit vielen Jahren das höhere Risiko durch die Übergewichtung der Schwellenländer nicht aus.

    Müsste ich mich nur zwischen Aktien aus Industrie- und Schwellenländern entscheiden, würde ich mich für Erstere entscheiden. Es sind die Marken von westlichen Unternehmen, die bei den wachsenden, kaufkräftigen Mittelschichten in den Schwellenländern hoch im Kurs stehen.

     

  74. AvatarLivermore

    @ Daniel,

     

    In den rund 50 Jahren von ihrer Einführung 1948 bis bis Einführung des Euro Anfang 1999 sank der Geldwert der D-Mark auf etwa ein Viertel. Würde mal sagen das Gold und Aktien da ein recht brauchbares Invest waren.

     

    Nicht wenn du Gold 1979 gekauft hast bei 840 Dollar, oder noch schlimmer Silber bei 50 Dollar. Edelmetalle sind extrem volatil und schlagen Aktien nur in seltenen Perioden wie in den 70ern. Gold ist ja im klassischen Sinne Geld, aber nicht wirklich Investment.

  75. AvatarJürgen klopp

    @mark85

    fährst du die Variante mit dem Vanguard all world?

    hast du denn damals beim wechsel alle deine altbestände verkauft oder liegen lassen?

  76. Mark 85Mark 85

    An Jürgen Klopp: Ja, nur mit dem Vanguard. Ich möchte dich nicht beeinflussen. Entscheiden musst du am Ende selbst.

  77. AvatarJürgen klopp

    @mark85

    das werde ich, danke.

    aber was hast du mit deinen etf altbeständen gemacht?

  78. Mark 85Mark 85

    An Jürgen Klopp: Als ich Ende 2017 zum Vanguard wechselte, verkaufte ich vorher meinen Altbestand.

  79. AvatarThomas

    @Jürgen Klopp, nochmal… verkaufen von Altbeständen ist ok wenn keine oder keine großen Gewinne zu versteuern sind.

    🙂 , andernfalls natürlich auch, ist halt geschmacksache dem Finanzamt möglichst früh viel zu überlassen.

    Für zusätzlichen Input und um zu einer EIGENEN Überzeugung zu gelangen empfehle ich diesen Artikel von Wesir.

    https://www.finanzwesir.com/blog/etf-index-rendite-vergleich

     

  80. Mark 85Mark 85

    An Thomas: Versteuern muss man seine Gewinne früher oder später sowieso. Es fragt sich nur, welcher Steuersatz dann Gültigkeit haben wird. Für mich rechnet sich eine heutige Besteuerung, weil ich von der Günstigerprüfung Gebrauch machen kann.

    Bei unversteuerten Gewinnen rechnet man sich auf dem Papier reicher, als man es in Wirklichkeit ist. 🙂

  81. AvatarThomas

    @Mark 85

    du willst mir jetzt also erzählen, dass Steuerstundung keine Mehrrendite bringt?

    Ist ok, bleib du bei deiner Meinung. Ich bleibe bei meiner. 🙂

    von einer Günstigerprüfung bin ich aktuell Lichtjahre entfernt. ist halt alles individuell 🙂

  82. AvatarNico Meier

    du willst mir jetzt also erzählen, dass Steuerstundung keine Mehrrendite bringt?

    Ist ok, bleib du bei deiner Meinung. Ich bleibe bei meiner. ?

    @Thomas

    Die beste Rendite gibts wenn man auf Kursgewinne KEINE Steuern zahlt. 😉

  83. Mark 85Mark 85

    An Thomas: Doch, langfristig existiert ein Barwertvorteil, aber in meiner Steuererklärung für 2019 kam ich beispielsweise auf einen Abgeltungssteuersatz von zirka 8 anstelle der üblichen 26 %.

    Was weg ist, ist weg. Wer weiß, wie die Steuergesetzgebung in vielen Jahren aussehen wird. Vielleicht nicht zu unserem Vorteil.

    Viele rechnen sich bei Aktien auf dem Papier reich, weil sie nicht an die noch zu zahlenden Steuern denken. Bei einer gleichen oder ähnlichen Bruttovermögenssumme wäre ich lieber der Aktionär, der weniger gestundete Steuern hat.

  84. AvatarThomas

    @Nico, du hast es eben bei der Geburtslotterie, wenn es um die Versteuerung von Kurzgewinnen geht, besser erwischt als ich 😉

  85. AvatarThomas

    @Mark 85    …Wer weiß, wie die Steuergesetzgebung in vielen Jahren aussehen wird. Vielleicht nicht zu unserem Vorteil.

    Da gebe ich dir vollkommen recht!

  86. Mark 85Mark 85

    An Thomas: Die letzten Steuerreformen waren eher zum Nachteil der Anleger, also muss eine vorzeitige Versteuerung nicht zwingend von Nachteil sein.

  87. AvatarThomas

    @Mark 85, ja ich kann nicht widersprechen, der vermeintliche Vorteil kann zum Nachteil werden. Aber das weiß niemand. Mein Plan ist, beginnen zu verkaufen nicht bevor ich weniger als 25% Lohnsteuer bezahle. Der Sparer-Pausch ist durch Ausschüttungen verwendet. Deshalb macht die Stundung aktuell für mich Sinn. Das Risiko was du beschreibst bleibt.

  88. Mark 85Mark 85

    An Thomas: Ja, es hängt von der persönlichen Steuersituation ab. Mehr wollte ich nicht anmerken, weil wir Jürgen Klopps Situation nicht kennen. In manchen Fällen kann sich der Grundfreibetrag oder die Günstigerprüfung auszahlen. Für die Zukunft können wir nur beten, dass sich niemals eine stramm linke Mehrheitsregierung bilden wird. 😉

  89. AvatarAnton

    @ Umschichten der ETFs

     

    Ich finde generell eine Korrekturphase interessant, um umzuschichten, weil man (zumindest theoretisch) keine Steuern zahlen sollte (da Verluste realisiert werden). Die Kosten wären reine Transaktionskosten (wie bereits oben erwähnt). Aus diesem Grund habe ich mich ebenfalls etwas damit beschäftigt, ein solches Szenario zu durchdenken. Was mir jedoch recht aufwändig bzw. nicht 100%-ig nachvollziehbar erscheint, ist die Analyse, ob ich doch Steuern zahlen müsste, obwohl mein ETF z.B. -15% (im Durchschnitt) notiert. Dies trifft zu, wenn man über Jahre über einen Sparplan oder einfach manuell regulär investiert hat. In einem solchen Fall hätte man viele ETF-Anteile womöglich viel günstiger als die aktuelle Notierung gekauft. Da fist in first out gilt, hat man nicht die Möglichkeit zuerst die teuren (also nicht so lange in der Vergangenheit erworbenen) ETF-Anteile zu verkaufen, um diese Verluste dann mit den günstigeren Anteilen zu verrechnen.

    In einem solchen Fall würde man jedoch einen Verlusttopf generieren, welchen man in Zukunft nutzen könnte (falls diese Regelung nicht geändert wird).

     

    Sehe ich das richtig oder begehe ich einen Gedankenfahler?

     

     

  90. AvatarThomas

    @Anton, du würdest nur Steuern bezahlen für die Anteile für die du Gewinn gemacht hast wenn du gleichzeitig auch Anteile mit Verlust verkaufst dann wird das sofort gegengerechnet. Wenn du den ETF auf einmal verkaufst steht der Betrag mit den -15% im Verlusttopf und wird für zukünftige Fonds Verkäufe mit Gewinn herangezogen.

    Wie hast du es geschaft über Jahre einen Fonds zu besparen der jetzt auf -15% steht? Das kommt mir viel vor.

    @Anton … “Fist in” ist gut! hahahahah check mal deine Autovervollständigung!! 😉 kleiner Scherz

  91. AvatarAnton

    @ Thomas

     

    Danke für Deine Rückmeldung. Mir war es nicht klar, dass der ganze Bestand, wenn ich ihn komplett zum Verkauf in Auftrag gebe, als Ganzes betrachtet/abgewickelt wird. Ich dachte/sah die Gefahr, dass dies pro gekaufte Tranche betrachtet wird. Wenn dies so ist, wie Du es erläuterst, dann bin ich beruhigt und dies macht die Szenarien viel einfacher zu analysieren.

    Mein ETF Depot bespare ich erst seit 5 Jahren (also noch nicht so lange) und liege aktuell bei -6%. Die -15% waren nur als Beispiel und daher fiktiv.

     

  92. AvatarThorsten

    Warum Sparen generell und Leistung bringen generell bei einem Grundeinkommen sinnlos ist : es fällt alles weg, auch die Renten , Wohngelder , alle heute bekannten Sozialleistungen, die sich heute summieren. Das bedingungslose Grundeinkommen ist asozial und unfinanzierbar, wenn man nicht immenses Unrecht und Enteignungen von Werten und Lebensleistungen eingeht. Es wäre der Nährboden für einen unbedingten Sozialismus, eine künstliche Verteilungsgerechtigkeit, die in sich das größte Unrecht darstellen würde. Arbeit würde komplett entwertet werden, Kapital in wenigen Jahren komplett verbraucht. Die Gesellschaft wurde in Armut und Schattenwirtschaft versinken :

    https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/arm-und-reich/bedingungsloses-grundeinkommen-in-der-corona-krise-16721303.html

    Das wird niemals kommen, zum Glück.
     

  93. AvatarThomas

    @Wolke: “Heute S&P runter 2%, Gold rauf fast 2%. „Morgen Kinder wird‘s was geben, morgen werden wir uns freuen…“

     

    Gibt es nun Grund zur Freude?

  94. AvatarThorsten

    @Mark85 Steuern werden nur erhöht , niemals abgeschafft oder erniedrigt. Um gröbste Ungerechtigkeiten zu vermeiden wird an Freibeträgen und Sonderzahlungen für Berechtigte ( z b. Kindergeld) geflickt.

    Deshalb ist mein Depot annähernd abgeltungssteuerfrei.  Heute unter 30% Abgeltungssteuer, übermorgen vielleicht privater Steuersatz plus 5% Finanztransaktionssteuer, die Tür für hohes Abschöpfen ist längst offen.

  95. AvatarThomas

    @Thorsten wie schaffst du das mit deinem Abgeltungssteuer freien Depot? Altbestände haben ja bei der Reform am 01.01.2018 den Bestandsschutz verloren.

    Oder vermeidest du Gewinn? Ohne Gewinn keine Steuern 😉

  96. AvatarNico Meier

    @Nico, du hast es eben bei der Geburtslotterie, wenn es um die Versteuerung von Kurzgewinnen geht, besser erwischt als ich

    @Thomas

    “Kurzgewinne” sind das die bei den Pennystocks bevor die Firmen in den Konkurs gehen? 😉

  97. AvatarNico Meier

    @Mark85 Steuern werden nur erhöht , niemals abgeschafft oder erniedrigt.

    @Thorsten

    Wäre ja auch total fies die Steuern sie sowieso niemand mag auch noch öffentlich zu erniedrigen das verstiesse sicher gegen die EMRK 😉

  98. AvatarThorsten

    @Thomas ich vermeide keine Steuer , ich zahle sie. Lieber heute als morgen. Aus genannten Gründen. BuyandHold mache ich nicht, das ist eine Zeitbombe, über die sich nur der Staat freut .

  99. AvatarThomas

    @Thorsten, war das die Antwort auf meine Frage? Vielleicht verstehe ich es nur nicht. Was macht dein Depot abgeltungssteuerfreier als andere Depots?

  100. AvatarThorsten

    @sammy Gold war an den Dollar geknüpft. Als der Dollar mehr und mehr an Wert verlor fiel der Goldpreis 1:1.
    Dann wurde die Bindung gelöst. Für mich sind die letzten 20 Jahre ausreichend. Es hat sich alles verändert. Es ist sinnlos 120 oder wie Herr Kommer sogar 300 Jahre zu bemühen. Spätestens hier würde man sehen, dass alle Währungen untergegangen oder stark abgewertet haben. Ganz übel auch der Dollar.  Wenn die Papierwährungen abwerten , dann steigt Gold – in Papierwährung. 7,6% p.a. 
    Wenn das nicht gar die wahre Inflation ist oh oh…

  101. AvatarFelix

    Manche Wachstumsaktien gehen heute durch die Decke: Wirecard, Amazon, Tesla. Die beiden letzten zweistellig – unglaublich!
    Versteh’ einer die Börse bzw. die Börsianer.

  102. AvatarRüdiger

    Ich muss die Börsianer nicht verstehen …

    Mir genügt’s, wenn ich dabei bin  😉

     

  103. Avatarsammy

    @Thorsten

    Du solltest dir den Artikel von Kommer nochmal durchlesen und wenn dus dann immernoch nicht verstanden liest du ihn nochmal durch so lange bis du verstanden hast was dort steht. Für alle anderen die sich auch über die Sinnhaftigkeit von Gold als Investment informieren wollen hier nochmal den Link:

    https://www.gerd-kommer-invest.de/gold-als-investment/

     

  104. AvatarDaniel

    Gold hat sehr oft eine extrem hohe positive Korrelation zu Aktien! Und die Volatilität ist bei Gold auch extrem. Da geht’s schnell 30% Rauf oder runter. Nicht alles glauben was euch Leute erzählen die eigene Interessen bzgl Gold vertreten.

    Du hast in beidem Recht sowohl was die MANCHMAL vorhandene Korrelation angeht als auch die Volatilität der Anlageklasse an sich. Aber niemand betrachtet ein reines Gold-Depot genauso wie ein reines Aktiendepot für mich nicht existent ist. Sondern die Frage stellt sich wie fügt sich die Beimischung von sagen wir 5% – 10% Goldanteil in das Gesamtdepot.

    Es gab in der “Finanz und Wirtschaft” hierzu ein Artikel, zugegeben, auch Anleihen waren dort mit im Spiel, aber es wurden 3 Portofolio Strategien verglichen Ohne Gold, mit 10% Gold und 20%. Die 10%ige Beimischung ging zwar leicht auf die Performance (ich glaube 1980 bis heute) aber die Volatilität nahm messbar ab, erkennbar am größten Drawdown. Und nichts anderes habe ich gesagt, die Rendite ist für mich nicht alles.

    Nicht wenn du Gold 1979 gekauft hast bei 840 Dollar, oder noch schlimmer Silber bei 50 Dollar. Edelmetalle sind extrem volatil und schlagen Aktien nur in seltenen Perioden wie in den 70ern. Gold ist ja im klassischen Sinne Geld, aber nicht wirklich Investment.

    Ich bin seit über 15 Jahren in Gold investiert. Wie bereits oben gesagt Gold ist kein Alleininvestment sondern eine Beimischung und jene muss betrachtet werden. Es ist zudem leicht sich die Peaks herauszunehmen um zu verdeutlichen dass Gold und Silber unter gewissen Umständen eine miserable Performance an den Tag gelegt haben, und das glaube ich auch gerne, es ist aber nichtsdestotrotz praxis-irrelevant. Es ist die gleiche Unlogik die bei der Japan Krise genannt wird. Wohl kaum jemand wird die exakten Hochs und Tiefs erwischt haben und dann gesagt haben “so, ich setze jetzt alles in den Markt, kaufe nie wieder und warte ab”. Es ist unglaubwürdig das jemand zu den Hoch-Zeiten Gold einzig und allein und danach nie wieder gekauft hat. Der Durchschnittsanleger hat nur eine begrenzte Menge Geld und kauft daher Aktien/Anleihen/Rohstoffe immer in Tranchen. Man wird dann wohl oder übel auch Phasen erwischt haben bei denen Gold verglichen mit heute spottbillig war.

  105. AvatarThorsten

    @sammy dadurch würde es nicht besser, Kommer ist für mich ein Antiindikator. Wenn es für dich passt, sei es dir gegönnt.

    @Thomas Realisierung von Gewinnen, ggfls. Gegenrechnen  mit Verlusten.

  106. AvatarThorsten

    @Daniel : die Korrelation  in Krisenzeiten kann man hier ablesen, ich poste das ja alle Woche, hihi :

    Renditedreieck Gold

    Die längste Zeit. um wieder im Plus zu sein, war 6 oder 7 Jahre. die meisten Einstiegspunkte waren super.

     

     

     

  107. AvatarPocahontas

    @Felix

    Wie gesagt – Amazon, Microsoft und die von Dir vorgeschlagene Tesla. Fertig

     

  108. AvatarBruno

    Kommer, Buffett, Dalio, Müller, Homm, Otte, Simons, Schäfer etc. etc. ich empfehle auf gar niemanden zu hören was Aktien- oder Portfolioauswahl betrifft, es geht nichts über die eigene Meinungsbildung, sonst ist man früher oder später verloren.

    Wem dies alles zu mühsam ist oder die Zeit nicht hat, für den gibt es den MSCI World.

    Alles andere ist nett für Unterhaltung oder vielleicht noch als Ideenlieferant aber auch das ist nur für gefestigte Charaktere zu empfehlen. Die Gefahr dass man sich anstecken lässt und auf eine Empfehlung eingeht, die eigentlich gar nicht ins eigene System passt, ist imminent.

  109. AvatarSlazenger

    @Bruno

    genau so sehe ich das auch! Aber leider betrifft das nur uns alte Hasen, wir brauchen keinen der uns sagt wo es wie lang geht! Aber denk mal an die Jungs die jetzt erst anfangen zu investieren, die brauchen einen „Paten“ , bei dessen Ratschlägen, sie sich gut aufgehoben fühlen, das ist ganz normal!
    Die Erfahrenen wie du oder ich oder Claus, Mattias Schneider, Tim, etc. Die brauchen keine Warren Buffetts, etc.

    nice week

    P.S. War heute mal beim Hausarzt, die Praxis war nahezu leer, und sonst bekommt man kaum einen Platz im Wartezimmer!!!!

  110. Avatarsammy

    @Bruno Salzenger Thorsten

    Ihr “alten Hasen” seid einfach zu verbohrt und versteift dass ihr nur eurem alten Trott folgt. Kommer in Verbindung mit den anderen Namen zu erwähnen ist eine absolute Beleidigung. Kommer Ist der einzige der objektiv sachlich und auf wissenschaftlicher Faktenbasis arbeitet. Seine Studien und Ausarbeitungen sind super nur passen sie nicht in das Weltbild so manch eines eingefahrenen Wunschdenken orientierten alten Hasen. Kommer öffnet so manchem Anleger die Augen mit Fakten.

     

  111. AvatarBruno

    @sammy

    Dummerweise ist dein Vorbild der mit Abstand Ärmste in dieser Aufzählung 😉

  112. AvatarRüdiger

    Als alter Hase … nö, Hase passt nicht – eher alter Haudegen oder altes Schlachtross – finde ich manche Streitereien hier höchst amüsant, in ihrem Fanatismus  😉

     

  113. AvatarBruno

    Mein ursprüngliches Statement war im übrigen auch insbesondere an die Anfänger gedacht, denn es gibt gerade in Zeiten von Social Media da ganz schlaue Typen, die gerade jüngere Leute die nicht so viel hinterfragen einen sehr rasch um den Finger wickeln können. Man sehe sich zum Beispiel das neuste Video von Florian Homm an. Inhaltlich sagt er so gut wie nix (ausser dass er 3 Optionen aufzählt, die alle schlimm sind)… einziges Ziel die Hörerschaft “gierig” auf seinen Börsenbrief zu machen. Man kann sich als Anfänger sehr wohl ausgewogen informieren, es gibt genügend Quellen, die auf Facts basieren. Man kann sich überlegen, wie möchte man investieren, wie viel Zeit möchte man aufwenden, wo kennt man sich aus, wo nicht etc. und dann langsam beginnen. Verluste und Niederlagen gehören dazu, je früher desto besser.

    Zum Thema Marktschreier: Viele sind dafür empfänglich, glücklicherweise sehe ich aktuell keine guten Politiker, die so begnadete Redner sind wie Hitler damals, sonst sähe ich schwarz in der heutigen unsicheren Zeit. Und ja, ich denke sowas wäre auch heute noch möglich, nicht nur in Deutschland.

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