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Gedanken zu „Immer mehr Amerikaner werden Aktien-Millionäre. Washington hilft mit Steuergeschenken

  1. Finnick

    Wie sagte Markus Söder so schön :

    „Ich will kein Volk von Aktionären.“

    Mit so einer Regierung, wie der heutigen, wird niemals ein Umdenken kommen.

    Deutschland ist und bleibt aktienfeindlich. Wir werden wohl immer eine kleine Gruppe bleiben, da die meisten es einfach nicht verstehen wollen.

    Es war doch nie einfacher als heute sich zu erkundigen.

    Es ist eigentlich auch die richtige Zeit, um den Menschen die Altersvorsorge besser zu erklären, von der Politik aus. Aber sie wollen es drauf ankommen lassen und das wird spätestens in 10 Jahren zu einem großen Fiasko werden.

  2. -M

    Ein Riesen Schritt wäre wieder eine haltefrist einzuführen, ab der Gewinne steuerfrei sind wie früher. Selbst wenn es nicht 1 Jahr ist wie damals, sondern 10 Jahre… würde mich als B&H Investor nicht jucken.

    Oder:

    Wieder halbeinkünfteverfahren bei Dividenden….

     

    Aber was schreib ich das hier…. ändert sich maximal zum schlimmen das die Abgeltungssteuer erhöht wird oä… :-/

    -M

  3. Max

    Die Auswanderungsraten sind seit 2016 wie nie zuvor auf Rekordhoch.

    https://de.statista.com/statistik/daten/studie/157440/umfrage/auswanderung-aus-deutschland/

    Kein Wunder, dass Berlin Misswirtschaft betreibt.

    Trotz allem lohnt sich hierzulande das Aktien-ETF sehr.

    Bis zur ersten Million kann es 10 bis 20 Jahren dauern, dafür macht Investieren mehr Spaß als mit Sparkonto, -büchern, Kapitallebensversicherung und weitere „Teufelszeug“ zu besparen.

    „New money beats old money!“

    Auch wenn ich mehrmals finanzielle Chaos überstehen muss, kann es endlich mit Investieren mit Aktien weitergehen.

    @finnick

    Sowie unser „Frankenstein“ das sagt, so wird sich die Globale Wirtschaftssystem gegen ihn wenden.

    Es ist auch wahr, dass in 10 Jahren die Darlehensblase „PENG“ macht. In diesen Fall wird entschieden, wer gewinnt und wer verliert.

    Wer letztendlich Ministerpräsident von Bayern ist, bleibt abzuwarten.

    Jedoch mache ich wie Warren Buffett: Die „politischen Schauspiele“ ignorieren!

  4. HansS

    Die Deutschen lieben es, ihr Geld sicher und mit geringer Rendite anzulegen. Daher liegt ihr Haushaltsvermögen trotz hoher Sparquote (2017 lag sie mit 10% höher als in den meisten anderen europäischen Ländern) mit 60.000€ (Median) nur halb so hoch wie in Spanien, Italien und Frankreich. Mit Sparbuch, Riester-Rente und Lebensversicherung kommt man mit der schönsten Sparquote auf keinen grünen Zweig.

    In einer repräsentativen Umfrage des Flossbach von Storch Research Institute wurden potenzielle Anleger gefragt, was sie mit einem Geschenk von 10.000€ machen würden, wenn sie das Geld 10 Jahre nicht anrühren dürften. 33% antworteten, sie würden Gold kaufen, 29% würden es auf dem Bankkonto liegen lassen, nur 15% würden das Geld in Aktien anlegen. Gleichzeitig gaben 71% der Befragten an, sie würden sich Sorgen um ihre finanzielle Absicherung im Alter machen.

  5. AlexanderG

    Leider trägt die Regierung in Deutschland durch ihre geplante Steuergesetzgebung (Abschaffung der Abgeltungsteuer) in Zukunft noch mehr dazu bei, dass viele Deutsche nie Aktionäre werden!

    Dies ist so gewollt, denn: Geht es zu vielen Leuten zu gut, würden sie niemals eine Partei wie die SPD oder die Grünen wählen.

    Das ist die knallharte und auch etwas traurige Wahrheit.

  6. RS

    Ich vermute in nicht allzuferner Zukunft wird sich der deutsche Staat die Kleinaktionäre vornehmen. Befürworter gibt es ja leider zur genüge. Jetzt sind aber bald erstmal die Eigentümer fällig durch Grundsteuerreform.

  7. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ -M

    Weil du in den USA aus deinem Brutto-Einkommen Sparen kannst, ist das ein Steuergeschenk von 20 bis 40%. Das ist gewaltig. Das geht ein Arbeitsleben lang so. Das ist so enorm, dass kann man sich kaum vorstellen. Washington schenkt jedes Jahr den Menschen tausende Dollar.

    Allerdings will der Fiskus im Ruhestand etwas Geld sehen. Aber dann ist in der Regel die Steuerlast gering, weil keine weiteren Einkünfe reinkommen.

    Ich finde das Konzept extrem intelligent. Es hilft den Menschen und dem Staat (weniger Altersarmut für Leute, die davon Gebrauch machen).

  8. Albr

    Wer in Deutschland als Politiker das Aktiensparen vorschlägt wird mit Sicherheit Wahlen verlieren!!  so einfach ist das…

     

    daher werde ich es wohl nicht mehr erleben, das in Deutschland Aktien zur Altersvorsorge steuerlich gefördert wird…

  9. June

    @Tim,

    da kann man schon neidisch werden.

    Und bei uns wird der Bürger als unmündige Euromelkkuh verstanden. Die Steuersätze sind so hoch wie noch nie.

    Bei der Grundsteuer habe ich noch die Hoffnung, dass den Politikern noch aufgeht, dass die Grundsteuer ja auch von den Mietern bezahlt wird. Direkt über die Nebenkostenabrechnung, oder indirekt über die Miete fals es notwendig werden sollte. Auch die Marklergebühren werden inzwischen vom Mieter bezahlt, eben nur indirekt.

    Alle politischen Maßnahmen der letzten Jahre, Mietpreisbremse, Bestellerprinzip und auch die energetischen Maßnahmen haben zwangsweise zu drastischen Mieterhöhungen geführt.

    Die Einmischung der Politik in den Markt, hat meiner Meinung erst die Mietspirale angeheizt. Besonder kritisch sehe ich die Mietpreisbremse und die Möglichkeit der Mieter sich den Mietpreis des Vormieters einzuklagen. Zumindest meine Mieter müssen jetzt leider alle paar Jahre mit einer Mieterhöhung zum Marktpreis rechnen.

    Take care,

    June

  10. Der BaumDer Baum

    Guten Abend,

    ich hab die letzten Wochen mal ein bisschen Pause gemacht, viel zu tun gehabt.

    Wenn ich deinen Artikel lese, wird mir fast schon schlecht, sosehr ärgere ich mich über die Dummheit dieses Landes. Warum ist man hier so blauäugig? Warum so unglaublich rückwärts gewandt?

    Wir überlegen gerade uns nächsten Mai die nördliche Westküste der USA anzuschauen, haben aufgrund eines Jobwechsels meiner Frau 4 Wochen Zeit. Noch hadre ich etwas mit den Kosten, aber falls ich mich dazu durchringen kann, sehe ich ja, ob die USA vllt. ein Land zum auswandern ist.

    Wie verhält es sich den mit Aktien die ich hier aktuell kaufe und dann ggf. in die USA oder sonstwohin transferiere? Gibt es da irgendwelche Steuergeschichten die dann fällig werden? Oder geht das ohne weiteres?

    Grüße,

    Baum

  11. Bruno

    Es wäre längst Handlungsbedarf für eine politische Korrektur, aber die Politiker hier verstehen es halt einfach nicht. Das Rentensystem funktioniert so nicht mehr in Zukunft, Umlagerung hat gut funktioniert in den Nachkriegsjahren, wo die Bevölkerung jung war und stark anstieg, jetzt kommen wir in eine Überalterung, die Leute werden immer älter, weniger Kinder kommen nach, wie soll das finanziert werden?! Es wäre längst an der Zeit, die Selbstvorsorge zu fördern, alleine der Zinseszinseffekt ist derart erschlagendes Argument gegenüber der Umlagerung von Lohnprozenten an Rentner. Es wird im Desaster enden, in einigen Jahren wird das ganze nicht mehr finanzierbar sein, und dadurch ist sparen umso wichtiger, wer sich heute noch vollends auf den Staat verlässt hat wirklich nichts verstanden.

  12. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ June

    Die Amis kennen die Effekte des Aktiensparens. Alle 10 bis 12 Jahre verdoppelt sich die Börse. Daher hat ja jeder zweite Amerikaner Aktien/ETFs im Depot. Der Staat fördert das. Das ist clever. Niemand kann eigentlich verlieren. Daher wundere ich mich über die Politik in Deutschland. Es ist wie in der Steinzeit.

  13. Kia

    Bei der Politik in D wundert mich nur noch, dass man überhaupt noch Aktien kaufen darf. 🙂

  14. Zwitsch

    Liebe Amerika Fans…. Ja man kann Deutschland wegen der Altersversorgepolitik kritisieren …Trotzdem sind wir im Vergleich zu Vielen anderen Ländern ein sehr tolles Land .. Bitte keine politische Diskussion ..nur mal eine Feststellung von mir… Schönen Abend….

  15. Chris K.

    Das ist super geil!

    Bitte wählt die FDP-Fraktion! Ansonsten werd ich früher oder später auswandern müssen… Bei unseren Abgaben dreht man fast durch

    Mfg

  16. Matze

    Wenn man die Möglichkeiten in den USA sieht, dann werde ich zugegebenermaßen schon neidisch. Es ist unglaublich, von welchen wirtschaftlichen Analphabeten unser Land regiert wird. Wobei man es auch in DE zu beachtlichem Reichtum schafft, sofern man konsequent in ideologische Großprojekte investiert, die jedem ökonomischen Grundprinzip widersprechen und aus der tiefsten planwirtschaftlichen Mottenkiste stammen … Die Energiewende mit ihren über 20 Jahren garantierten Einspeisevergütungen als Beispiel … (bin leider nicht dabei 🙂 ). @Tim: Sehr cooler Blog, bitte mache weiter so!

  17. Monaco

    @all

    Was haltet Ihr eigentlich von Sparplänen auf Einzelaktien?

    Ich nehme jetzt einfach mal einen Betrag, sagen wir € 200 im Monat.
    Welche Aktie(n) würdet Ihr wählen?
    Die ganze Summe in eine Aktie oder aufteilen auf mehrere?

    Bin gespannt auf Eure Meinungen.

    VG

  18. Max

    @tim

    Du hast die Artikeln in letzter Zeit sehr gut verfasst!

    Es motiviert mich sehr!

    Zugabe!

  19. steve

    Naja ist echt traurig. Manche Staaten machen sich Gedanken über ihre Bürger und nicht nur wie sie ihre Stimme bekommen.
    Bei uns Fehlanzeige wenn ich mir die Mietpreisbremse anschaue klare Themaverfehlung. Ausgangslage wir haben zu wenig Wohnungen nicht überall aber insgesamt, ist durch eine Preisregulierung nur eine einzige Wohnung mehr da?
    Wohl nicht aber die Preise steigen jetzt automatisch wie June darlegt ist doch logisch wenn ich bei Neuvermietung nicht erhöhen kann muss ich’s vorher machen.

  20. AlexanderG

    @steve:

    Ja, das stimmt. Und jetzt durch die ach so tolle Idee der SPD mit dem „Baukindergeld“ wird folgendes passieren: Mittelschicht-Eltern die sich so oder so eine Wohnung kaufen konnten, nehmen eine Subvention in Anspruch, welche dazu führt dass die Nachfrage nach eigengenutzten Immobilien steigt. Mithin werden viele Mietwohnungen vom Mietmarkt genommen und in ETW umgewandelt.  Folge: Weniger Angebot am Markt für Mietwohnungen = höhere Mieten. Höhere Zahlungsbereitschaft für ETW = höhere Immopreise.

    Das Gegenteil des eigentlichen Ziels wird erreicht. Wie auch bei der Mietpreisbremse.

    Also wenn ich (was ich nie war und nie sein werde) ein  knallroter 0815-SPD-Wähler wäre, und sehe was die eigentlich machen/gemacht haben und dann „sozialdemokratisch“ nennen, würde ich entweder voll links oder voll rechts wählen. Daher erschreckt es mich ganz und gar nicht wenn es am 14. Oktober wieder eine Überraschung gibt bei den Wahlergebnissen.

  21. KievKiev

    @ Steve

    Mietpreise sind auch ein bisschen wie die Börse. Wenn man schlafende Hunde weckt wird schnell Aktionismus betrieben bevor man am Ende zu wenig bekommt. Die Angst vor zukünftigen Regulierungen hat die Preise schon im Vorfeld hoch treiben lassen. Darüber hinaus gibt es Möglichkeiten die Miete zu erhöhen. Neue Stadtteile treiben bei uns auch die Mieten durch den Mietspiegel hoch.

    @ Tim

    Was zahlt man an Krankenkassenbeiträgen in den USA? Als Privatier, nicht als Angestellter? Hier wird gedanklich immer so schnell das Land verlassen. Die Krankenkasse ist hier teurer als mancher es sich vorstellt, aber wie sieht es in anderen Ländern aus? Die Sparmodelle sind in den USA für Leser des Forums natürlich sehr gut. Keine Frage. Wie hoch ist der Anteil der Personen in den USA, die diese Möglichkeiten auch nutzen (können)? Der soziale Frieden sollte im Interesse aller gewahrt werden.

    Ich kann gesund leben, Sport treiben und trotzdem schwer krank werden. Wie ist man abgesichert.

  22. Monaco

    M. M. n. ist der dauernde, immer massiver werdende Eingriff der „Roten“ in den freien Markt eh ein Unding. So lässt sich aber wunderbar über eigene Fehler oder Versäumnisse hinwegtäuschen. So können Sie sich aber, zumindest kurzfristig, auf die Fahne schreiben, wie toll sie regieren. Anderen Parteien würden sie umgekehrt sofort Aktionismus vorwerfen.  Es ist so typisch.

    Durch immer mehr Repressalien werden jedenfalls vor allem die kleinen bzw. unprofessionellen Vermieter getroffen. Und die Mieter, welche bei großen und/oder professionellen Vermietern leben werden mehr leiden.

    Ich sehe mich nun auch genötigt, mietanpassungstechnisch „härter“ zu werden. Zuvor hatte ich hier eher das Credo: Leben und leben lassen.

    Eine Frage stellt sich mir: Muß jeder möglichst günstig in der Innenstadt leben? Wird diese dadurch schöner, lebenswerter? Gleichzeitig wird ja u. a. bei unzureichenden Ö-Verkehrsmitteln das Auto immer mehr ausgegrenzt. Parkplätze sind eh schon rar, werden aber noch künstlich verknappt, um die Leute umzuerziehen. Leider sind unsere ÖNV aber unfähig zur Zuverlässigkeit. Auch ein Versäumnis der Politik.

    USW USW

    FAZIT: Es ist zum Heulen.

  23. KievKiev

    @ AlexanderG

    Das bedingungslose Einkommen geht in eine ähnliche Richtung. Als Vermieter bin ich dem Modell recht aufgeschlossen. Ein Schelm wer dabei böses denkt. Baukindergeld finde ich auch klasse, wenn ich eine Wohnung zu verkaufen hätte. Meine bevorzugte Kaufzielgruppe hätte entsprechend mehr Kaufpotential. Natürlich wird es dadurch nicht billiger.

  24. Kia

    „Neue Stadtteile treiben bei uns auch die Mieten durch den Mietspiegel hoch.“

    wie kann das sein? Neubauten sind im Mietspiegel in einer abgeschlossenen eigenen Kategorie und der Altbestand eben in anderen.

    Ich wünschte die würden hier neue Stadtteile bauen oder wenigsten Hochhäuser in Gegenden die dies gut verkraften können. Aber solche werden nur da gebaut wo es eh schon kritisch ist. Und überhaupt wird entweder für sehr wohlhabende gebaut oder fürs Amt. Der Rest kann sehen wo er bleibt.

  25. John

    Das US Aktiensparmodell  ist toll. Keine Frage. Mich würden da noch die Hintergründe interessieren seit wann es das in der Form gibt und welche weiteren Vorsorge Säulen es gibt. Oder die Frage von weiter oben, was sagt die Krankenkasse in den USA in der Auszahlungsphase?

    Das Rentensystem in Ländern wie Deutschland ist in einer kritischen Endphase. Jetzt den Leuten sagen sie sollen selbst vorsorgen ist zu spät! Man kann es den Jungen sagen und Anreize schaffen. Aber selbst diesen Umbruch sehe ich nicht kommen. Lieber die Reform der Reform. Riester plus, Rente mit 70 oder wie immer es dann heisst.

    Nur eins noch. Die US Regierung verschenkt nichts. Staaten haben kein Geld. Sie nimmt dem Bürger weniger weg oder anders formuliert, sie geht effizienter mit ihren Steuergeldern um und braucht daher weniger.

  26. J

    Hallo zusammen,

    eine kleine Frage von mir, ein bisschen offtopic:

    Lohnt es sich als Student mit geringen monatlichen Beitragen (<100€) einen ETF zu besparen? Gut für den Lerneffekt, aber viel Kapital spart sich da ja nicht an. Dann lieber bei Berufseinstieg höhere Sparquote und jetzt das Geld für Erlebnisse zurücklegen (Städte entdecken, Bücher). Bin seit ein paar Monaten am überlegen, was am Schlauesten ist.. Notfalltopf ist natürlich schon vorhanden und generell ein Budget und die „Basics“.

    Viele Grüße 🙂

    J

  27. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Kiev

    Die meisten gehen zur staatlichen Krankenkasse Medicare, wenn sie 65 Jahre alt sind.

    Das kostet Mini-Beiträge:

    https://www.verywellhealth.com/why-am-i-being-forced-into-medicare-at-age-65-1738542

    Wenn Du Jünger bist, kannst Du dich auf Bundesstaaten-Eben versichern. Es geht kostenmässig einigermaßen:

    https://nystateofhealth.ny.gov

    Wenn dir das zu teuer ist, wirst du Student. Dann bekommst du eine billige Krankenkasse. Es gibt kein Alterslimit.

  28. Andy

    Deutschland könnte sehr viel von anderen Staaten lernen, nehmen wir nur mal den norwegischen Staatsfond. Aber dazu bräuchte es fähige und kluge Köpfe in der Politik und die haben wir nicht, im Gegenteil. In Deutschland gibt es nur noch ein Thema „Migration und immer noch mehr Migration von kulturfremden und nicht integrierbaren Leistungsempfängern“. Der Staat wird, wenn Grüne und Rote an der Macht sind, unsere Depots plündern damit sie ihre neuen Bürger durchfüttern können. Wer Jung ist sollte Deutschland verlassen. Ich habe das Gefühl wir sind im eigenen Land nur noch die Melkkühe für Fremde.

  29. Christian

    Ganz so schlimm ist es in Deutschland auch nicht. Es gibt immerhin die Freigrenze von 801 € pro Kopf (Sparer-Pauschbetrag) auf Zinsen/Kapitalerträge aller Art pro Jahr. Das kommt schon ganz nah an das Modell mit dem 2.500-Dollar-Steuerfrei-Konto heran. Bzw. ist sogar flexibler/großzügiger.

    Ich weiß, Riester hat seine Macken / schlechte Presse, ist aber auch ein staatlich subventioniertes Instrument zum Sparen mit Hilfe der Finanzmärkte. Auch hier kann direkt (bis zu einem gewissen Betrag) vom Brutto weg investiert werden. Die Versteuerung findet ebenfalls nachgelagert in der Auszahlungsphase statt.

    Klar, das könnte man alles besser machen. Aber warum hat immer der Staat die Verantwortung? Meiner Meinung nach sind wir alle mündig und tragen die Verantwortung selbst.

    Der einzige Vorwurf: Diese ewige Predigt von der „sicheren Rente“. Die mag sicher sein, aber eben auch zu gering. Darauf wird nicht ausreichend hingewiesen. Es müsste wie auf den Zigarettenschachteln in großen Lettern auf jeden Lohnzettel abgedruckt werden: „Die staatliche Rente ist in vielen Fällen zu gering. Es liegt in Ihrer Verantwortung, die sog. „Versogungslücke“ zu schließen.“

    Deshalb leistet Tim mit seinem Blog einen wertvollen Beitrag. Alle Leser machen es sowieso schon richtig. Sie sparen fleißig und leben bewusst.

  30. KievKiev

    @ Tim
    Wenn damit alle Behandlungskosten gedeckt werden ist es sehr gut. Ich habe beiläufig bei den amerikanischen Bloggern das Thema krankenversicherung mitbekommen. Medicare ist ja auch noch nicht lange etabliert und mancher Partei ein Dorn im Auge.

    @ Andy
    Jeder Staat sollte von anderen Staaten viel lernen können. Rückschlüsse einer generellen Überlegenheit eines Staates gegenüber einem anderen zu ziehen sind aber vermutlich zu eng betrachtet. Natürlich gibt es Staaten in denen man sicher nicht leben möchte.
    In den USA gibt es z.B. bewachte Parkplätze auf denen man in seinem KFZ sicher übernachten kann. Diese Parkplätze gibt es gar nicht so selten. Das ist keine Dienstleistung für den Frugalisten im Urlaub. Sie sind auch nicht an Tech Mitarbeiter gerichtet, die FiRe möglichst schnell erzielen möchten. Ich lehne mich mal aus dem Fenster und behaupte, dass die Gäste auf dem Parkplatz ihre Roth, 401(k) Sparpläne nicht voll ausschöpfen.
    Trotzdem sind die Sparprogramme hervorragende Möglichkeiten für sich vorzusorgen. Solche Möglichkeiten würde ich in Deutschland sehr gerne wahrnehmen können. Ob es in New York, San Francisco, Longmont (Colorado bei MMM), usw. auch überall gleich Lebenswert ist muss auch jeder für sich herausfinden.

    @ Kia
    Neuer Wohnraum ist natürlich generell eine gute Sache. Ohne neuen Wohnraum steigen die Miete bei Knappheit zwangsläufig. Es wird aktuell vorrangig (zumindest in meiner Gegend) hochpreisig für Käufer gebaut. Falls es Mietwohnungen sind haben sie einen sehr hohen Preis pro qm. In einem Wohngebiet in meiner Stadt wurde ein kleiner Stadtteil neu geschaffen. Dieser befindet sich direkt an einem (bisher) sehr günstigen Stadtteil. Der neue Stadtteil ist natürlich sehr hochpreisig. Das wird die Mieten in der Nachbarschaft mit der Zeit auch nach oben treiben. Natürlich wird im Mietpreisspiegel zwischen Neubau und Altbau differenziert. Der Preis hat aber einen neuen Anker (nach oben). Wenn in den Neubauten der Quadratmeter einfacher Wohnungen 12€ kostet, warum soll er dann bei 5€ in dem anliegenden Altbau bleiben? Der steigt direkt mal auf 8,5€.
    Bei mir werden in der Gegend manche ältere Häuser gegen neue getauscht. Die geschaffenen ETWs werden ausschließlich als Kaufobjekte angeboten. Die Preise haben vor einiger Zeit bei 5k der Quadratmeter angefangen. Heute sind es vermutlich schon 7.5k. Für mich ist das hervorragend wenn ich ETWs verkaufen würde. Ich könnte 5k den Quadratmeter für meine Wohnung bekommen. Und dieser Preis wäre heute im Vergleich zwischen Wohnungen wahrscheinlich noch niedrig. Bei Vergleichen ist es immer gut Ausreißer nach oben zu haben. Die treiben letztendlich den Preis nach oben und führen zu einem sich selbst verstärkten Effekt bis die Blase platzt oder die Gentrifizierung vollzogen wurde. Es ist mir auch ein Rätsel wo die Leute immer noch herkommen. Den letzten beißen die Hunde.

  31. Daniel

    Warum ist man hier so blauäugig? Warum so unglaublich rückwärts gewandt?

    Naja das kommt auf die Sicht an. Aus deiner Privat-Sicht mag das tatsächlich zu sein, aber ein selbst denkendes Volk ist deutlich unangenehmer als ein Volk das am Tropf des Staates hängt und dankbar für alles ist, was über ihn ausgeschüttet wird. Warum sonst werden wir tagtäglich mit der alles-ist-gut Nachrichtensülze der ÖR gequält?

    Auch die Rententhematik ist für den Staat doch so ganz einfach. Der dumme Bürger knüppelt bist 67-70 (hier beliebige hohe Zahl eintragen) und bekommt dann einen Hungerlohn. Wenn es nicht reicht, wird halt ein bisschen aufgestockt vom Staat, wohlwissend das bei derartigen Ausgaben ohnehin fast alles in den Konsum und damit wieder indirekt an den Staat zurückgeht.

    Wir Deutschen kamen damit ja auch lange Jahre irgendwie durch, das Prinzip der sozialen Marktwirtschaft schien irgendwie zu funktionieren. Egal ob gut oder schlecht gespart wurde, den Kindern ging es fast immer besser als den Eltern. Das wandelt sich so langsam. In gewissen Schichten nimmt das Lebensalter nicht mehr zu, die Versorgungen die Ältere genießen/genossen gibt es für die Nachfolger nciht mehr, die Lebensqualität stagniert oder fällt.

    daher werde ich es wohl nicht mehr erleben, das in Deutschland Aktien zur Altersvorsorge steuerlich gefördert wird…

    Ach das würde ich nicht sagen, spätenstens wenn viele Rentensysteme kollabieren wird man auch über einen Staatsfonds oder sowas nachdenken. Schaut man in welcher Zeit China die kapitalisitsche Wende geschafft hat gibt das Hoffnung.

  32. Reich sparen geht

    Hallo Tim,

    losgelöst von deinem Artikel muss ich hier was schreiben.

    ich bin mit guten Freunden die letzten Tage für 1 Woche auf den Kanaren gewesen. Ich hatte mich darauf gefreut, diese für 7 Tage besuchen zu kommen. Der Easyjet Flug hat mich 52€ gekostet. Die Unterkunft bzw. das Zimmer war für mich „kostenlos“ da ich mich in deren Wohnung in einem kleinen Zimmer einquartieren musste.

    Die zwei arbeiten wirklich hart. Schon deren ganzes Leben lang. Frau hat drei jobs. Jeden Tag 12 – 14 Stunden oftmals auch Samstags und Sonntags.

    Der Mann ebenfalls ein Arbeitstier. Arbeitet sogar an Feiertagen auf Baustellen im Ausland um eine gerade Mark zu verdienen. Wirklich fleißig.

    Jetzt war ich überrascht, dass diese im Schnitt pro Tag 200 bis 300 Euro für das Essen, Trinken gehen ausgegeben hatten.
    Sie waren 3 Wochen dort und haben 8000€ nur zum leben gerechnet. Dazu kommt noch der Flug, die Unterkunft.

    Ich finde das verrückt. Ich habe mir ausgerechnet, was man davon als Dividenden bekommen könnte.

    Um denen zu zeigen wie günstiges Leben geht, hatte ich schon nach einigen Tagen 500 € zusammen. Aus Ersparnissen, da ich nicht so viel Ausgegeben habe wie meine Bekannten. Diese habe ich ihnen für die Unterkunft gegeben (was ich sowieso getan hätte). Ich wollte damit zeigen, wie schnell man Geld zusammen bekommt und zu etwas kommen kann.

    Reich sein ist kein Privileg der Reichen. Und auch Deutschland ist nicht schuld daran. Du hast es in der Hand was Du mit deinem Geld machst.

    Schönen Tag zusammen! 🙂

  33. Nico Meier

    Wir in der Schweiz kennen auch ein steuerbefreies Sparen es nennt sich Säule 3a.

    Die 1.Säule ist die AHV die staatliche Altersrente. Die 2.Säule die Pensionskasse ist die betriebliche Rente die in der Schweiz obligatorisch ist für alle Festangestellten.

    Und die 3.Säule wird eingeteilt in 3a und 3b.

    Die Säule 3b ist nicht steuerbefreit. Die Säule 3a ist eine freie Vorsorge die in vollem Umfang in der Steuererklärung abgezogen werden kann. In die Säule 3a können pro Jahr und Person 6’786 Franken eingezahlt werden. Das Geld ist blockiert und kann nur bezogen werden für Selbstsändigkeit, den Erwerb von Wohneigentum oder frühstens 5 Jahre vor der ordentlichen Rente (Männer 65 Jahre und Frauen 64 jahre)

    Es gibt auch Versicherungsprodukte Säule 3a oder man nimmt ein Bankkonto oder ein Bankdepot mit Fonds.

    Die Erträge der Säule 3a sind Steuerfrei bis zum Bezug des Geldes dann werden sie zu zu einem sehr stark ermässigten Tarif separat versteuert.

  34. Thorsten

    @Tim danke für die klaren Worte. Auch wenn sie nur zeigen, was hier im Finanzbereich so altbacken ist.

    Selbst die wirtschaftsaffine CDU wird hier nichts tun, sie ist wegen Frau Merkel so weit an die linke Wand gerutscht,  dass sie für die Mitte nicht mehr handlungsfähig erscheint und unwählbar wird. Die SPD rutscht bei der nächsten Wahl unter 15% vermutlich. Eine Chance für andere Parteien.

    Meine Hoffnung ist, dass eine neue Politikergeneration Merkel, Schäuble und Co eines Tages in der CDU ablösen wird und mit jugendlichem Eifer solche Steuer- und Sparformen ermöglicht. Spahn könnte so einer sein. Wenn jedoch die Saarländerin rankommt, dann fallen wir  nochmal 10 Jahre zurück.

    Schlimm ist die Steuerbelastung generell. Mein Vater hat irgendwann aufgehört zu arbeiten,  weil der Staat von 1DM 50Pfennige einkassiert. Heute sind wir über 50% Abgaben. Das hat mich auch ermuntert vorher in die finanzielle Freiheit zu gehen. Ich zahle jetzt deutlich weniger Steuern, es bleibt viel mehr übrig (relativ gesehen). Die hohe Steuerbelastung erschwert das Sparen enorm.

    Auswandern war für mich kurz mal eine Option , aber die Kollegen dort warnten, dass sich das mit Kindern u.U. nicht rechnet, da man in den USA das Bildungssystem teuer bezahlen muss, wenn man es vernünftig nutzen möchte. Aus meiner Abiturklasse (19 Schüler) sind 2 nach USA ausgewandert. Beide im Bereich  IT. Von meinen anderen Kollegen sind einige ins europäische Ausland ausgewandert als die Kinder von zu Hause weg waren. Einer z.b nach Zypern,  sie haben kristallklares Wasser aus den Bergen, schönes Wetter und vom Flughafen dort nach Hamburg ist es mit Direktflug auch machbar, falls man mal älter wegen sollte und Deutsche Behandlung braucht. Ach ja , Steuersatz ist 10% für ihn. Er hat mit seiner Frau zusammen mehrere Gschäfte betrieben , alles verkauft und dürfte Millionär sein, wer weiß.

    Sobald man Kapital und passives Einkommen hat geht das halt auch. Manche wohnen im Winter auf Mallorca oder Teneriffa. Dann braucht man in Deutschland nur noch eine kleine Bude für den Sommer, man kann sowieso meist draußen sein.

    Es bleibt ein Spaghat. Ist man fleißig, muß man viel Steuern zahlen. Vielleicht ist die Strategie von Ex-Studentin da besser. Man hat Zeit und für die Arbeit , die man Teilzeit leisten, kann man mehr netto behalten. Die Zulage bei Riester erhält man in jedem Fall (lohnt sich insbesondere bei Kindern).  Falls Riester empfehle ich eine Version, bei der in einen Fonds eingezahlt wird. Keine Banksparprodukte !

  35. Simon

    @Thorsten

    „Schlimm ist die Steuerbelastung generell.“

    „…dass sich das mit Kindern u.U. nicht rechnet, da man in den USA das Bildungssystem teuer bezahlen muss…“

    „…nach Hamburg ist es mit Direktflug auch machbar, falls man mal älter wegen sollte und Deutsche Behandlung braucht.“

    Merkste selbst, ne?

  36. Thorsten

    @Simon. Ich merke, dass der Sommer zurückkehrt, heute werden es 21 Grad. Wenn Du sonst was mitzuteilen hast außer Zitatsammlungen, you are welcome.

    @June

    Alle politischen Maßnahmen der letzten Jahre, Mietpreisbremse, Bestellerprinzip und auch die energetischen Maßnahmen haben zwangsweise zu drastischen Mieterhöhungen geführt.“

    Danke für die volle Bestätigung und die gnadenlose Abrechnung , ich hatte schon mehrfach  geschrieben,  dass die Mietpeisbremse eine der Hauptursachen für die Mietsteigerungen ist. Ich habe einer Mieterin, nach 10 Jahren die Miete erhöhen müssen, obwohl ich es eigentlich nicht wollte. Würde sie ausziehen, könnte ich wegen der Kappungsgrenze nur 15% aufschlagen können  und würde dann nicht mal den linken Rand des immer noch moderaten Mietspiegels erreichen  (Spannweite ist 7 bis 11 Euro).  Es zeigt sich wieder mal : Rot kann nicht rechnen. Es ist purer Populismus, der von der SPD betrieben wird und das akzeptieren die Bürger nicht mehr.

    Ich teile  die Angst, dass man sich im Zweifelsfall an den Immobilienbesitzern bereichern wird, Grundsteuer, Grunderwerbssteuer etc. Immobikien können nicht ins Ausland flüchten. Noch gibt es die 10 Jahreshaltefrist. Sollte die wegfallen, kann der Staat bei jedem Verkauf kassieren. Das Motiv ? Neid, Missgunst auf Wertschöpfung und Besitz an sich. Es wird jetzt schon fleißig getrommelt „Arm und Reich gehen immer schneller auseinander „. Man wird versuchen die Umverteilung von oben nach unten zu beschleunigen. Höhere Steuern (Vorschlag der SPD), Erhöhung der Abgeltungssteuer auf 35% (Vorschlag der SPD). Geschützt sind dann nur noch Kleinstverdiener, die Mitte wird wie jetzt schon voll getroffen.
    Die CDU hat die SPD abgewatscht, wir warten nun alle auf die Abschaffung des Soli. Aber wenn das kommt wird gleichzeitig irgendwas anderes erhöht, wetten ?!

    @Monaco nicht heulen, draußen scheint die Sonne, ich habe Apfelkekse gebacken, kannst welche abhaben.

    @Kiev Neubauten sind teuer, die Nebenkosten dann gering. Wir zahlen z.b nur 44Euro Heizung und Warmwasser pro Monat für 160qm. Wenn die Heizung ausfällt, haben wir nach 3 Tagen noch 18 Grad im Haus. Die Leute schauen nur auf die Kaltmiete und zahlen dann 100 oder mehr Euro im Monat für schlecht isolierte Altbauten. Sie verfeuern ihr sauer verdientes Geld.

  37. Der Aktienanfänger

    @ Monaco: Ich habe auch ein paar Einzelaktien-Sparpläne laufen, insgesamt 10 Stück für je 50 Euro. Die Gebühren sind es mir wert, ich kann mit den monatlichen Käufen besser schlafen als mit einer Einmalanlage. Habe die großen Firmen wie McDonalds, Coca Cola oder Procter & Gamble die ich bespare.

    Ehrlich gesagt ist es mir später egal ob ich dann 250.000 € auf dem Konto habe oder 240.000 € wegen den Gebühren.

  38. Timo

    Ja ja… alles gut in US and A. Entschuldigung aber schaut Euch doch mal an wo das bisherige System dort hingeführt hat.

    Einige Zitat aus dem Bericht des UN-Menschenrechtsrats (die USA sind dieses Jahr ausgetreten) aus diesem Jahr gefällig?

    Etwa 40 Millionen leben in Armut, 18,5 Millionen in extremer Armut und 5,3 Millionen leben in der absoluten Armut der Dritten Welt.
    Sie hat die höchste Jugendarmutsrate in der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) und die höchste Säuglingssterberate unter vergleichbaren OECD-Staaten.
    Die Vereinigten Staaten haben die höchste Einkommensungleichheit unter den westlichen Ländern.
    Die Steuersenkungen in Höhe von 1,5 Billionen US-Dollar im Dezember 2017 kamen überwiegend den Wohlhabenden zugute und verschlechterten die Ungleichheit.

    Wohl dem, der auf der richtigen Seite der Armutsschere ist…. aber macht euch keine Sorgen: Wir sind auf einem „guten“ Weg in genau diese Richtung.

    Wenn wir schon beim Lernen von anderen Ländern sind, würde ein Blick nach Österreich lohnen. Da klappt das mit der gesetzlichen Rente hervorragend bei ähnlicher demoskopischer Entwicklung wie in Deutschland.

  39. Mat

    Naja, auf der einen Seite über das Deutsche Abgaben- und Umlagesystem meckern und auf der andern Seite die Vorteile wie kostenlose Schul- und Universitätsausbildung sowie med Versorgung genießen zu wollen passt nicht ganz….

  40. Skywalker

    Ab inbev ist aktuell attraktiv nach dem kurssturz. Zustimmung oder andere Meinungen?

  41. Kia

    @ Mat

    stimmt an den Ausgaben für Bildung liegt es. Habe ich doch glatt vergessen. Macht 5% des gesamten Etat aus aber genau daran liegt es, an unseren super tollen und teuren Schulen. Und an der kostenlosen Versorgung für Medizin, natürlich dafür zahlt ja hier auch niemand KK Beiträge.

  42. June

    @Thorsten,

    ich halte trotzdem an meinen Imobilien fest, da ich im Moment gutes Geld damit verdiene. Das dies so ist, liegt an meinem günstigen Einkauf zu einer Zeit wo niemand Wohnungen haben wollte. Auserdem habe ich eine gute Mischung zum einen an unterschiedlichen Immobilienarten und zum anderen an Vermarktungskonzepten und dadurch an Mietern.

    Eine Immobilie kann später von einem meinen Kindern als Familienwohung genutzt werden, so eine große Wohung zur Miete oder gar Kauf zu bekommen ist in der Region im Moment schwer. Was mir dann zwar für meine langjährige Mieterin leid tun würde, aber Blut ist dann doch dicker als  Wasser.

    Zudem habe ich bereits einmal voll getilgt und die weiteren schon weit abbezahlt.

    Im Moment investieren ich aber nicht weiter in Immobilien. Der Cashflow wird zu Tilgung der Wohungen genutzt und in ETF Käufe gesteckt. Der Rest meiner möglichen Sparleistung ist im Moment noch eine Generationeninvestment in Bildung.

    Ich habe zwar oben beschrieben, wo ich die größten Fehler unserer Politiker in der letzten Zeit in Bezug auf die Immobilienwirtschaft sehe, aber grundsätzlich geht es uns in Deutschland gut. Den Schritt nach Amerika als Land in dem alles so viel besser ist, kann man nicht allen rundheraus empfehlen. Vieles ist dort völlig anders als bei uns. Normale Resaurantbesuche sind um ein vielfaches teurer als hier. Unser Abschlussabendessen, in einem für deutsche Verhältnisse ganz normalen Italiener hat uns zu Dritt, stolze 151 € gekostet.  Und nein, das war nicht der Edelfisch mit Weißwein, das war 2 Mal die Menüauswahl des abends, ein vegetarisches Hauptgericht und 3 Bier. Auf den Espresso haben wir dankend verzichtet. Dort leben viele Menschen leben unter fragwürdigen Verhältnissen in Trailerparks. Erschrekenderweise mussten wir quasi durch so einen Park fahren um zu unserem 5* Hotel zu gelangen, was wir uns nach vielen Nächten von Hotel zu Hotel, an dieser Stelle gegönnt haben. Ich glaube, dass man in Amerika zwar starke Anreize zum sparen hat, da vielleicht die Steuern zum Teil günstiger sind, aber das ganz normale Leben scheint viel teurer als bei uns zu sein.

    Auch mit dem Auswandern in der Rente muss man sich sehr genau informieren. Denn Länder, die geringe Steuersätze haben fehlt oft das Doppelbesteuerungsabkommen und dann wir die Quellensteuer im vollen Umfang angerechnet, was auch teuer werden kann.

    Das ist alles nicht so einfach, ich träume ja auch von der Sonne und dem warmen Meer in 15 Jahren.

    Take care,

    June

  43. KievKiev

    @ Thorsten

    Die Nebenkosten steigen zwar aber den Hauptteil heutiger Mieten macht die Kaltmiete aus. In meinem Beispiel oben mit dem Neubau Standard für 12€ pro qm. Das ist noch ziemlich günstig. Ein Kollege von mir zahlt 15€. Bei einer Wohnungsgröße von 80qm macht das 960€. Jetzt gehe ich einmal von fast 100% Dämmung aus und sage mit nur 40€ ist Müll, Grundsteuer, Wärme, Wasser usw. abgedeckt. Dann macht das 1000€ im Monat (eher mehr).

    Bei einem angrenzendem Altbau bei dem man die Wände kurz gestrichen hat und 8,5€ pro qm verlangt sieht die Rechnung so aus:

    680€ + 150€ Nebenkosten (übertrieben hoch angesetzt). In Summe macht dies 830€.

    Bei Neubauten wird aber noch gerne Garagen und was weiß ich nicht alles noch mit zwangsvermietet. Das ist die untere Spanne. Im Vergleich steht der Altbau nicht schlecht da. Wenn er charmant ist kann man ohne Probleme den Preis noch höher ansetzen. Das sich die Mieten von den ursprünglichen 5€ schnell auf die 8,50€ bewegen finde ich von den Zahlen ziemlich offensichtlich. In Summe ist er vermutlich mindestens 20% günstiger.

    Das die Neubauten heute auf ihre hohen Summen kommen hat ja auch politischen Hintergrund. Wenn die Städte sich von allen Immobilien trennen und alle Bauträger usw. die Ausgaben der Stadt stützen müssen braucht man sich nicht wundern, wenn es irgendwann teuer wird. Ich wünsche mir als Vermieter sicher keine Zustände wie in Wien, aber es gibt durchaus andere Modelle.

     

  44. Slazenger

    @Skywalker

    Den Bierbrauer sehe ich ähnlich wie du, um 75€ kann man eine erste Position aufbauen! Irgendwann sollte ja die Übernahme von SAB auch Wirkung zeigen im Ergebnis! Eventuell noch eine Bodenbildung abwarten nach dem Einstieg um 75€ , danach kann man die Poition ja ausbauen!

  45. Der Aktienanfänger

    Ist jemand bei euch bei Alibaba investiert?

    Wie seht ihr die Zukunftschancen?

  46. June

    @skywalker,

    Anheuser Busch ist auf einem Niveau von vor 5 Jahren, die Marken gehören alle zu den bekannten und beliebten Biersorten.  Auch die Dividende ist ordentlich. Aber der Trend scheint nach wie von nach unten zu zeigen, was könnten wir übersehen? Hast du dich schon schlau gemacht?

    Take care,

    June

  47. Skywalker

    @ june: es gibt Gerüchte dass die dividende gekürzt werden soll noch als Resultat der SAB Miller Übernahme 2016.

    Das Unternehmen hat ca 100 Milliarden Euro Schulden durch die Übernahme, ist allerdings mit 27% des globalen Globalen Bier Marktes  ein absolutes Dickschiff. Die Umsätze scheinen eher zu steigen die payout ratio liegt bei 100 %.

     

    Ich werde kaufen, wohlwissend dass es eine Quellensteuer Problematik wegen des Firmensitzes in Belgien gibt.

  48. Sams1974

    Na ja die Schulausbildung war nicht nur kostenlos sondern zum Teil sogar umsonst. Aufwärts ging es erst in der Privatschule. Gut, danach Abi auf einer staatlichen Schule aber aufwärts erst mit …..

    Danke für nix.

  49. Flo

    @ Christian:

    In den neunziger Jahren betrug der Sparerfreibetrag noch 3000 Euro; inflationsbereinigt wären das heute 4000 Euro. Das wäre ein anständiger Freibetrag. 800 Euro sind ein schlechter Scherz.

  50. June

    @Skywalker,

    da muss man abwägen, die Dividendenkürzung kann schöne Einstandskurse bedeuten. Einen Burggraben sehe ich auch. Dein Vorteil, du hast noch ein paar Jahre bis zur Rente bis dahin kann die Aktie sowohl die Dividendenkürzung als auch ihre momentane Unterbewertung ausgleichen.  Schönes Beispiel für eine Value Investition. Bier wird wahrscheinlich nie wirklich unmodern.

    Ich persönlich würde mir im Moment aber ungerne die steuerlichen Aspekt antun, hast du bereits mehrer Aktien in Belgien? Oder wird es eine größere Investition, so das es sich vom Aufwand lohnt?

    Take care,

    June

  51. Claus

    @ AB Inbev

    AB Inbev ist vom Kurs her realtiv fair bewertet. Normalerweise würde ich jetzt kaufen. Was mir nicht gefällt:

    Dividende:
    Die BelGIER ziehen zuviel QST ab, so dass man als Deutscher letztendlich 40% anstatt 25% berappen darf. (30% Belgien, 15% werden in D anerkannt, D zieht daher nochmal 10% ab). Hohe Ausschüttungsquote, ca. 86%. Da dürfte keine Luft mehr nach oben sein.

    Hohe Schulden, ca. 138 MRD EUR.
    Freier CF 9 MRD, -7,8 MRD Div.-Last, verbleiben gerade mal ca. 1,2 MRD! Die Tilgung würde somit über 110 Jahre dauern…

    In Anbetracht dieser Lage könnte an den Div.-Kürzungsgerüchten tatsächlich etwas dran sein.

    Hoher Goodwill in den Büchern, ca. 117 MRD. hier könnte noch enormer „Abschreibungsbedarf“ lauern.

    Chart:
    Seit Sept. 2016 geht es abwärts. Der schöne Aufwärtstrend von Dez. 2008 ist seit Okt. 2017 gebrochen. Momentan ist die Aktie klar im Abwärtstrend.

    Vieles dürfte bereits im jetzigen Kurs enthalten sein. Eine erste Position könnte man daher durchaus eingehen. Man sollte aber mit weiteren Abwärtsschwüngen rechnen, besonders, falls die Div. tatsächlich gekürzt wird oder die Übernahme sich noch nicht so richtig im Ergebnis bemerkbar macht.

    Zinssteigerungen sind natürlich auch Gift bei diesem Schuldenstand.

    Ich bleibe draussen, da ich mit meiner Heineken-Position absolut zufrieden bin.

    LG

     

  52. Micha

    @June
    Auch mit dem Auswandern in der Rente muss man sich sehr genau informieren. Denn Länder, die geringe Steuersätze haben fehlt oft das Doppelbesteuerungsabkommen und dann wir die Quellensteuer im vollen Umfang angerechnet, was auch teuer werden kann.
    Das ist alles nicht so einfach, ich träume ja auch von der Sonne und dem warmen Meer in 15 Jahren.
     

    Bspw. die Philippinen haben viele DBAs:

    https://www.bir.gov.ph/index.php/international-tax-matters/international-tax-agreements.html

    Irgendwo habe ich gelesen, dass man grundsätzlich die Rente in D versteuern muss? Ich weiss darüber noch nichts…

    Es gibt einige Seiten mit Infos, die auch entspr. Dienstleistungen anbieten. Bsp.: https://goodbyematrix.com/daueraufenthalt-visum-auswandern-philippinen/

     

    Wenn man früh (ca. mit 50-55 J.) aufhört Rentenpunkte zu sammeln und später dann noch zum frühestmöglichen Zeitpunkt mit maximalen Abschlägen Rente bezieht, dann dürfte die Rente schon recht niedrig sein und die entsprechenden Steuern nicht so sehr ins Gewicht fallen, wie die auf die notwendigerweise höheren Kapitalerträge. Ich würde daher wohl eher auf eine geringere Besteuerung der Kap.erträge achten.

    Man könnte sich irgendwo eine kleine Unterkunft anmieten und ausgedehnt umherreisen, ohne jeweils steuerpflichtig zu werden. In die Philippinen kann man (aktuell) scheinbar ständig neu einreisen bzw. das Visum einfach verlängern.

    Ich mache mir etwas Sorge um die Beitragshöhe der KV (gibt es auch weltweit geltende Privathaftpflicht-Policen?) und wie teuer die dann werden könnte, wenn man erstmal die 60 J. usw. ansteuert.

    Ich schätze meine Situation so ein, dass ich es nicht schaffen werde, allein von Kap.erträgen in D zu leben und daher „muss“ (freue mich schon drauf) ich mich hier vermutlich abmelden und in ein günstigeres (Entwicklungs-) Land umsiedeln, von dem aus ich dann ausgedehnte (zumeist günstige) Reisen unternehmen möchte. Solange ich gesund bleibe, sollte das hoffentlich für einige Jahre gutgehen.

    Vielleicht ergeben sich noch Möglichkeiten in anderen Ländern, aber Südostasien wäre schon eine annehmbare Option für mich.

  53. June

    @Claus,

    sehr schöne Analyse. Da ich das nicht so oft mache, tue ich mich immer schwer. Woher die Daten nehmen und dann vergesse ich manches. Ich muss mir wirklich eine Vorlage bauen. Da ich im Moment aber noch ETF‘s kaufe, war es bisher nicht so wichtig. Aber seit ein  paar Wochen beschäftige ich mich zunehmend mit Einzelaktien. Konnte mich aber noch nicht durchringen welche zu kaufen.

    @Micha,

    leider kommt Asien für uns nicht in Frage. Es gibt dort tolle Länder, wir waren vor 4 Jahren auch mal in Thailand und uns hat der Urlaub gut gefallen. Aber ich glaube nicht, dass ich dort auf dauer leben möchte.

    Es gibt Auslandskrankenversicherungen für Langzeitaufenthalte. Soweit ich weiß, kann man diese für max. 5 Jahre abschließen. In Deutschland kommt es bei der Krankenversicherung auf den Status an, den man bei der Ausreise hat. Ist man freiwillig versichert oder privat versichert zahlt man eine Anwartschaft um nach dem Rückzug, der Versicherung zu den alten Bedingungen wieder beizutreten.

    Die Steuer in der Rente ist sehr komplex, da man meist Geld aus verschiedenen Töpfen erhält. Die Einkünfte aus Immobilien sind immer in Deutschland zu versteuern. Man ist dann eingeschränkt steuerpflichtig. Wie der Status der staatlichen Rente ist, ist mir gerade nicht bekannt. Aber die Besteuerung sollte jedenfalls gering sein, da hier die Freibeträge greifen.

    Das steuerliche Thema sollte man aber auf keinen Fall auf die leichte Schulter nehmen und sich auch unbedingt bei einem Steuerberater infomieren.

    Ich habe unsere Rentenbesteuerung vor ein paar Wochen mal durchgerechnet, Altersrente, Riester, Betriebsrente, Immobilien und Aktien, so schlimm fand ich diese gar nicht. Was uns viel Geld kosten wird ist die Krankenversicherung. Mein Partner ist privat versichert und ich bin freiwillig gesetzlich versichert. Dies wird für uns beide nach meiner jetzigen Berechnung bedeuten, dass ich mit allen Einkünften auch Beiträge für die Krankenversicherung zahlen werden.

    Hier haben wir den größten Handlungsbedarf. Noch ist es aber für mich zu früh um hier zu handeln, da meine Rente noch zu weit weg ist und sich die Bedingungen bis dahin noch zu oft ändern können.

    Aber ich werde demnächst mal bei der Krankenkasse anrufen und mich erkundigen, wie lange ich gesetzlich pflicht versichert sein muss um auch in der Rente nicht als freiwillig versichert zu gelten, der Unterschied ist eklatant.

    Schlussendlich wird dies aber nicht bedeuten, dass ich deshalb auf Einkommen verzichte, es wird wohl ehr bedeuten, dass ich mehr verdienen muss.

    Take care,

    June

  54. Daniel

    Mein Partner ist privat versichert und ich bin freiwillig gesetzlich versichert. Dies wird für uns beide nach meiner jetzigen Berechnung bedeuten, dass ich mit allen Einkünften auch Beiträge für die Krankenversicherung zahlen werden.

    In welcher Größenregion bewegt sich das denn bei dir so? Rein aus interesse. Bin auch freiwillig gesetzlich versichert. Ich habe jetzt schon mehrfach gehört, dass das ein ziemlicher Brocken ist.

  55. Micha

    @June
    In Deutschland kommt es bei der Krankenversicherung auf den Status an, den man bei der Ausreise hat. Ist man freiwillig versichert oder privat versichert zahlt man eine Anwartschaft um nach dem Rückzug, der Versicherung zu den alten Bedingungen wieder beizutreten.

    Ich habe gerade mal nachgesehen und festgestellt, dass ich erst seit 2018 mal wieder freiwillig gesetzlich versichert bin. Aufgrund eines Arbeitgeberwechsels verbunden mit massivem Einkommensverlust war ich wohl einige Jahre lang pflichtversichert.

    Da wäre es vielleicht auch eine Option, für das letzte geplante Arbeitsjahr vorab auf einem Gehalts-/Bonusverzicht zu bestehen, um dann wieder pflichtversichert zu werden und sich danach dann jahrelang die Anwartschaft zu sparen.

    Ich hatte bislang nur gehört, dass es ein Problem bei der Rückkehr aus einer privaten KV gibt. Dass man aber auch als immer gesetzlich Versicherter nach einer Auszeit (mit vorheriger Abmeldung aus D) nicht mehr zurück darf ohne Anwartschaft zu zahlen, trotz Versicherungspflicht, finde ich erstmal sehr befremdlich. Oder bestünde die Versicherungspflicht gar nicht mehr, wenn man dann in keinem Beschäftigungsverhältnis mehr stehen würde?

    Aktuelle Grenzwerte:

    https://www.krankenkassenzentrale.de/wiki/versicherungspflichtgrenze#

    Jahr
    Jahresgrenze
    Monatsgrenze

    2019
    60.750,00 €
    5.062,50 €

    2018
    59.400,00 €
    4.950,00 €

     

  56. Kia

    „Da wäre es vielleicht auch eine Option, für das letzte geplante Arbeitsjahr vorab auf einem Gehalts-/Bonusverzicht zu bestehen, um dann wieder pflichtversichert zu werden und sich danach dann jahrelang die Anwartschaft zu sparen.“

    Ich glaube das funktioniert nicht. Dafür bedarf es 9/10 der zweiten Hälfte des Berufslebens.

    Wobei man als freiwilliges Mitglied 7,3 % zuschuß beim Rentenversicherungsträger beantragen kann. Fragt sich nur unter welchen Bedingungen und alle anderen Einkünfte sind dann immer noch nicht frei sondern werden bei der Beitragsbemessung mitgerechnet.

  57. June

    @Micha,

    nur das letzte geplante Arbeitsjahr wird dir wohl nicht reichen um als gesetzlich Versicherter in der Rente zu gelten, soweit bin ich schon gekommen. Die Anwartschaft kostet im Moment ca. 50 € im Monat und sorgt dafür, dass man sich nach der Rückkehr aus dem Ausland nicht privat versichern muss. Dieses Geld ist, wie ich finde, gut angelegt.

    Für das Jahr 2018, habe ich es noch nicht ausgerechnet. Die Beitragsbemessungsgrenze ist ja gegenüber 2017 (52.500 €) deutlich gestiegen. Aber ich gehe davon aus, dass ich auch dieses Jahr darüber liege.

    Bis 2012 war dies für mich kein Thema, ich war gesetzlich versichert, dann habe ich den Arbeitgeber gewechselt und konnte den neuen Job sehr gut verhandeln. Aber wie gesagt, ich zahle dann lieber mehr Beiträge, als auf Einnahmen zu verzichten. Denn bis ich in Rente gehe, können sich die Gesetze noch oft ändern.

    Im Moment gehe ich davon aus, dass ich später auch den höchsten Beitrag zahlen werde. Da ich dann mit meinen bis dahin abbezahlten Imobilien über keine großen Abzugsposten mehr verfüge.

    @Kia,

    danke für die Info. Danach hatte ich schon öfter im Netz gesucht. Aber speziell zu dieser Frage keine Infos gefunden. Die 9/10 in der 2. Hälfte des Berufslebens habe ich in einer anderen Fragestellung als Antwort bekommen und daher schon gedacht, dass dies auch hier zutrifft.

    Okay, damit wird das Thema Krankenversicherung teuer, denn weniger als 9/10 werde ich nicht mehr schaffen.

    Take care,

    June

  58. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @June,

    die freiwillig gesetzliche Beitragszeit sollte voll bei der Anwartschaft mitzählen.

    Wenn man normal im Angestelltenverhältnis beschäftigt ist, und man kommt über die Beitragsbemessungsgrenze, dann wechselt der Status von pflichtversichert in freiwillig gesetzlich versichert. Das spielt aber wohl keine Rolle.

    Tatsächlich muss man die 2. Hälfte des Erwerbslebens >9/10 der Zeit gesetzlich versichert gewesen sein (pflicht- oder freiwillig gesetzlich), um dann als Rentner(in) als Pflichtversicherte(r) zu gelten, mit dem halben Beitrag plus 1,1% Zusatzbeitrag (derzeit).

    Wenn man das nicht erfüllt, dann kann man als freiwillig gesetzlich rein, muss aber alle Einnahmen mit versichern und sowieso den vollen Beitrag allein zahlen.

    Hier steht es ganz gut beschrieben.

    MS

  59. Ralf

    „Ich glaube, dass Deutschland von diesen Ländern lernen sollte. „

    Das wird nicht passieren. So realistisch muss man sein. Die USA hat schon eine ganz andere Anleger- und Aktienkultur als Deutschland. Und unser teures Sozialsystem braucht ständig mehr Steuereinnahmen.

    Sparen ja, aber staatliche Unterstützung können wir eher wenig erwarten in D.

  60. KievKiev

    @June

    ich bin schon lange freiwillig gesetzlich versichert. Ich gehe davon aus, dass ich später durch die Einnahmen (Miete, Dividenden) relativ viel Krankenkassenbeiträge zahlen muss. Ganz genau habe ich es nicht betrachtet. Ich kam zum Entschluss nicht vollständig aus dem Berufsleben austreten, sondern die Arbeitszeit zu reduzieren. Damit werde ich im Vergleich zu FiRe jedoch früher beginnen (vor dem 50 Lebensjahr 😉

    Das hat auch einen Vorteil, da das aktive Einkommen über einen längeren Bereich gedehnt wird. So wird die Steuerlast reduziert. Außerdem kann man sich so langsam an die Rente herantasten und läuft nicht Gefahr sich zu verkalkulieren. Darüber hinaus werde ich Schulden in überschaubaren Rahmen als Vermieter stehen lassen.  Ich werde parallel ein Depot aufbauen, dass die Schulden weit übertreffen wird. Später werde ich dann von Dividendenzahlern auf Wachstum (nur bei Neukauf, Verkauft wird nichts) gehen oder Berkshire um keine Einnahmen zu generieren. So habe ich neben Afa auch noch Schulden abzuschreiben während ich privat mit Berkshire Aktien erst bei der Entnahme Steuern zahlen muss. Ein weiterer Vorteil ist die Möglichkeit Geld für unnötige Dinge auszugeben. Bei uns stehen als Familie noch ein paar Fernreisen an. Ich würde gerne 4-5 Wochen durch die USA im Wohnmobil. Es gibt weitere Ziele. Für manche Erlebnisse  muss ich dann schon noch aktiv beisteuern. Aber mit einer 3-4 Tage Woche sehe ich es entspannt.

    Ich möchte jedenfalls nicht voll arbeiten bis die Krankenkassenbeiträge auch noch angespart sind. Durch das Beibehalten des Jobs habe ich auch weiterhin ein sehr finanzstarkes aktives Standbein als Sicherheit. Mit den passiven Einnahmen werden wir vermutlich nie die aktiven Einnahmen überschreiten. Die aktiven Einnahmen sind dafür einfach zu hoch. Und wir möchten nicht so lange arbeiten, dass wir dies erleben. Bei 38% Ausgaben aus den aktiven Einnahmen ist es ja auch nicht notwendig.

    Viel Erfolg bei Deiner Recherche und genauen Ausarbeitung des Plans.

  61. Lad

    „Weil du in den USA aus deinem Brutto-Einkommen Sparen kannst,“

    Angeblich zahlt der Glatzkopf (mit 100 Milliarden $ in Aktien AMZN) seinen Sklaven nur 7,50 $ pro Stunde. Und auch die armen Starbucks-Arbeiter brauchen eine Hilfe vom Vereinigten Staat. Wie sollen dann die normalen Menschen (weg von Silikon Valley, Wallstreet und Goldman Sachs) von ihrem Einkommen sparen?

  62. Micha

    „nur das letzte geplante Arbeitsjahr wird dir wohl nicht reichen um als gesetzlich Versicherter in der Rente zu gelten, soweit bin ich schon gekommen.“

    Hätte ich mir denken können, dass es da keine mehr „Lücken“ gibt.

     

    „Die Anwartschaft kostet im Moment ca. 50 € im Monat und sorgt dafür, dass man sich nach der Rückkehr aus dem Ausland nicht privat versichern muss. Dieses Geld ist, wie ich finde, gut angelegt.“

    Zu den 50€ gesellt sich ja noch der Beitrag der privaten KV. Ich kann mir grob vorstellen, dass ich in wenigen Jahren mit unter 2000€ brutto das „Abenteuer“ FI starten müsste. Da wären dann auch 50€ schon ein spürbarer Betrag für quasi „Nix“. Und ich empfinde es als extrem teuer, dass das weitere Speichern meines Datensatzes 50€ im Monat kosten würde. Es besteht ja kein Leistungsanspruch, also geht es nur um etwas Speicherplatz in deren Datenbank plus den Datensicherungen und dem Wunsch nach Überschuss.

     

    „Tatsächlich muss man die 2. Hälfte des Erwerbslebens >9/10 der Zeit gesetzlich versichert gewesen sein (pflicht- oder freiwillig gesetzlich), um dann als Rentner(in) als Pflichtversicherte(r) zu gelten, mit dem halben Beitrag plus 1,1% Zusatzbeitrag (derzeit).“

    Zählt die Zeit, während der man die Anwartschaft bezahlt, denn auch dazu? Ich hoffe es mal, denn bei mir wäre der Anteil nach aktuellem Wunschdenken > 50% für die 2. Hälfte (ca. 11 von ca. 21 Jahren).

     

    In der letzten „Meldebescheinigung zur Sozialversicherung“ sehe ich, dass ich zum 01.01.2018 von der Beitragsgruppe 1111 in die Gruppe 9111 gewechselt bin. Als Text steht da: von „KV: allgemeiner Betrag“ zu „KV: Firmenzahler“. Ist dass der Wechsel pflichtvers. -> freiwillig vers.?

    Die Rentenversicherung hat alle diese Infos aus meinem gesamten Berufsleben vorliegen und könnte mir das bei Bedarf dann genau beantworten?

  63. Lad

    „Maßnahmen der letzten Jahre, Mietpreisbremse ….. haben zwangsweise zu drastischen Mieterhöhungen geführt.“
    Da ist was verkehrt. Die Mietbremse verhindert, dass man Miete mehr als 10% über dem Mietspiegel zahlt. Und wenn der Mieter seit Jahren höhere Miete zahlt, darf er sich nun mit Hilfe eines Mieterverein-Rechtsanwaltes allein auf dem Bankkonto die Miete senken, dass sie nur 10% über dem Mietspiegel liegt. Und die nächsten Jahre wird der Mieter so lange eine Mieterhöhung ablehnen, bis das steigende Mietspiegel 0% unter der Miete liegt. Oder aber wenn man 10 Jahre mehr als Mietspiegel bezahlt hat, kann man weitere 10 Jahre weniger als Mietspiegel zahlen. Auch in München ohne Angst, dass man die Wohnung verliert. Angeblich wenn ein Vermieter heute in München inseriert, kommt Tausend Interessenten in die Wohnung und 999 von ihnen vergeblich.

  64. Kia

    @ June

    Na hoffentlich hat Matthias Schneider recht. Ich habe das so verstanden, dass nur pflichtversichert in der KVdR wird, wer diese 9/10 bereits pflichtversichert in der gesetzlichen Krankenkasse war. Wer das nicht war aber freiwilliges Mitglied, kann halt den Zuschuß mit den 7,3% beim Rentenversicherungsträger beantragen (Bedingungen mir unklar) aber hat  dann dennoch auch weiter die Nachteile der freiwilligen Versicherung.

  65. June

    @ Kia,

    soweit ich es versanden habe, wir in die KV für Rentener auch derjanige aufgenommen der freiwillig gesetzlich versichert war. Eben diese 9/10 Kinder zählen uach noch irgendwie in Anwartschaft rein. Ist bei mir aber alles irrelevant, da ich ja in der gesetzlichen Versicherung bin, nur eben freiwillig.

    @Kiev,

    guter Plan, ich muss da noch weiter darüber nachdenken, wie wir das lösen. Bisher dachte ich aber, dass ich mit dem Rentenbeginn Schuldenfrei sein möchte. Vielleicht muss ich nochmal darüber nachdenken.

    Take care,

    June

  66. Kia

    „soweit ich es versanden habe, wir in die KV für Rentener auch derjanige aufgenommen der freiwillig gesetzlich versichert war“

    Ja, das auf jedenfall die Frage ist nur ob dann als pflichtversichertes Mitglied – alles super. Oder weiter als freiwilliges Mitglied + Übernahme der 7,3 % ( ehemaliger Arbeitgeberanteil) dann könnte es Probleme geben. Aber du bist ja auch noch weit von der Rente entfernt wer weiß was dann ist . .

  67. Mr. B

    Man ist pflichtversichert wenn man die 9/10 Regelung erfüllt. Matthias Schneider hat alles richtig erklärt.

    Schönen Abend

    Mr. B

  68. KievKiev

    @ June

    Falls Du FiRe durchzuführen möchtest, ist dieser Punkt wohl leider relevant:

    https://www.deutsche-rentenversicherung.de/Allgemein/de/Navigation/2_Rente_Reha/01_Rente/04_in_der_rente/05_kvdr_pvdr/00_06_kvdr_pvdr_familienversichert_node.html

    Ich hatte ja als Plan die 50 gesetzt. Das wäre sehr sicher machbar. Aber von einem Anspruch auf Rente bin ich in dem Alter noch weit entfernt. Geringfügige Einnahmen schaffe ich mit den Mieteinnahmen auch nicht mehr… Zumindest bis zum offiziellen Renteneintritt wird die Krankenkasse für mich teuer werden.

    Daher ist ein Teilzeit Job nicht nur aus Sicherheit weiterhin interessant.

    Schulden stehen lassen muss man sich gut überlegen. Ich schaue einfach wie sich das Depot entwickelt. Wenn ich mit Dividenden die Zinsen mit einem Faktor 2 übertreffen werde, sehe ich es entspannt. Es kommen ja zusätzlich noch die Mieteinnahmen. Falls die Zinsen unangenehm steigen kann man ja offensiv Schulden abbauen. Meine bekannten Vermögenden hatten die Schulden stehen lassen um privat erst ein Vermögen aufzubauen und es dann aber mit der Rente abgebaut. Sie hatten einfach keine Lust mehr auf Refinanzierungen.

    Ich wünsche uns eine ähnlich gute Entwicklung. Vielleicht reicht am Ende ja auch ein minimalistisches Depot mit 10 Berkshire A Aktien. Und 50k auf dem Tagesgeld Konto. Upps, habe gerad mal Berkshire angeschaut. Die stehen ja bei 285k. Da brauche ich sicher keine 10 stk. Da reichen schon 3.

  69. ThomasH

    @June Mein Partner ist privat versichert und ich bin freiwillig gesetzlich versichert. Dies wird für uns beide nach meiner jetzigen Berechnung bedeuten, dass ich mit allen Einkünften auch Beiträge für die Krankenversicherung zahlen werden.

    Wir haben dieselbe Situation. Wenn du noch nicht gesetzliche Rente beziehst, zahlst du auf die Hälfte eurer gemeinsamen Einnahmen (Gehalt, Mieten, Dividenden…) KV beiträge. Das ist teuer, denn das geht bei dir ja bis zum halben Höchstsatz.

    Aber: Wenn du erstmal in Rente bist und die 9/10 Regelung bei dir greift, dann bist du gesetzliches Mitglied in der GKV, und du zahlst Beiträge nur auf deine Einnahmen, also der gesetzliche Rente. Wenn also Miete, Depot usw. auf Partner geht, der in der PKV ist, dann zahlst du darauf keine GKV Beiträge mehr! Daher müsstest ihr, um viele Beiträge zu sparen, euer Depot und die Vermietung ausschließlich auf den PKV Partner laufen lassen.

  70. Sparta

    @Kiev

    „Vielleicht reicht am Ende ja auch ein minimalistisches Depot mit 10 Berkshire A Aktien.“

    Je nach Ausgabensituation kann sich da der Kaptialverzehr etwas unhandlich gestalten.  Außer es sind Peanuts. 😉

  71. June

    @Kiev,

    10 Berkshire, ich habe gerade geschluckt und mir gedacht, dass du dann ja keine finanzielle Probleme mehr hast. 😉

    Für mich bedeutet die Erkenntnis, jetzt erstmal: Weitermachen und schauen ob ab wann wir uns FiRe unter diesen Bedingungen leisten können.

    Eventuell so lange wie möglich Teilzeit arbeiten um vom günstigen Krankenversicherungstarif zu profitieren.

    Die Familienversicherung greift leider nicht, Mr. Juni ist privat Krankenversichert. Ein Wechsel in die gesetzliche Krankenversicherung ist nur schwer möglich.

    Ich habe ja noch ein paar Kredite. Und kann mir das noch überlegen. Obwohl es aus steuerlichen Gründen von Nachteil ist,  tilge  ich gerade die kleinen Kredite. Das ihr Wegfall viel Cashflow bringt und in Falle eines Zinsanstiegs dieser Cashflow einfach ein Puffer bietet. Bis dahin kann das Geld ja anderweitig verwendet werden. Z.B kann ich damit Aktien kaufen. Den großen Zinsanstieg sehe ich in Deutschland aber erst nach 2022. Vorher können wir zumindest noch für 2 Wohnungen eine Vorwarddarlehen vereinbaren. Bei einer klappt das leider Zeitlich nicht mehr. Aber da habe ich errechnet, dass der Zinssatz über 4% liegen muss, damit die Cashflow Belastung steigt.

    Den Austieg mit 50 schaffe ich nicht mehr, einmal weil ich die 50 schon habe und zum anderen weil meine Finanzbiografie ist zu unstetig war. Ich habe ja mit fast 40 nochmal angefangen. Dafür bin ich aber jetzt schon sehr weit. Was uns auch etwas bremst, ist die Tatsache, das wir uns alle paar Jahre einen größeren Urlaub gönnen.

    @Kia und Mr. B,

    danke, ich bin zuversichtlich. Nur eins ist sicher, es ist alles im Fluss und ändert sich ständig. Daher ist es zu früh um sich deshalb zu stressen.

    Take care, June

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