Friedrich Merz machte smarten Vorschlag. Aber kaum jemand versteht ihn


New York, 4. Dezember 2018

Der Weg. Es ist manchmal schwer sich aufzuraffen. Aber es geht. Mit monatlichen Sparsummen kannst du über Dekaden ein erhebliches Vermögen aufbauen. CDU-Mann Friedrich Merz will sogar für Steuervorteile sorgen beim Aktiensparen.

Warum sind eigentlich so viele Stimmen aus der Wirtschaft gegen den Vorschlag von CDU-Mann Friedrich Merz? Ich hab eine Vermutung. Das Problem mit den ETFs oder dem Aktiensparen für den Ruhestand ist schlecht für die Banken und Versicherungen. Die Altersvorsorge muss auf Basis von minimalsten Gebühren passieren – zum Wohl der Menschen. Das ist den Finanzdienstleistern ein Dorn im Auge, die von hohen Provisionen und Kosten in den Produkten profitieren.

Die Wirtschaft bekäme nur ein kleines Stück vom Kuchen ab. Genau das war schon das Problem bei der Riester Rente. Hier stecken zu hohen Kosten drin, deshalb lohnt es sich in vielen Fällen trotz der staatlichen Förderungen kaum oder gar nicht. Die zulässige Bandbreite bei der Gestaltung solcher Produkte war ein tolles Geschenk an die Finanzbrache. Leider geht es in unserem System nicht um den Nutzen für den Bürger, sondern um die Wirtschaft. Die Lobbyisten sitzen bei Frau Merkel und ihren Ministern auf dem Schoß.

Die Teilhabe am Produktvermögen zu fördern, das ist erfreulich. Es gibt solche Modelle längst in vielen Ländern, von Australien über England und Kanada bis zu den USA. Die Norweger legen ihr Geld aus dem Pensionsfonds in Weltkonzerne wie Apple, Alphabet oder Facebook an. In Sparbüchern macht das niemand in Oslo.

Dagegen ist Riester extrem kompliziert und gebührenüberladen. Ein ETF-Sparplan wäre ganz einfach und sparsam. Du richtest ein Vorsorgedepot ein und kannst dann bis zu einem bestimmten Maximalbetrag pro Jahr anlegen. Steuerbefreit. Im Idealfall aus dem Bruttoeinkommen. Sowohl Dividenden als auch Kursgewinne sind in diesen Depots steuerfrei, und zwar dauerhaft.

Du kannst nicht viel falsch machen. Wer das lange mit dem ETF-Sparen durchzieht, kann ein schönes Finanzpolster aufbauen. Katastrophale Konsequenzen für die Alterssicherung sind dank der Jahrzehnte Sparphase kaum zu erwarten. Warum es so kompliziert machen, wenn es einfach und kostenschonend mit Indexfonds/ETFs geht? Die Finanzwelt ist komplex genug. Das kann man sich alles sparen.

Herr Merz hat ein Steuergeschenk für die Bürger vorgeschlagen. Und die Leute erkennen das nicht. Die Menschen, die täglich für kleines Geld arbeiten gehen und um ihr finanzielles Überleben kämpfen, gerade für sie wäre es ideal. Wer hier 200 oder 400 Euro in so einen Sparplan gibt, dem wird geholfen. Was soll so schlimm daran sein, wenn du keine Oberklasse fährst? Ich finde es wichtiger, für den Ruhestand vorzusorgen. Und zwar nicht zu wenig.

Warum so skeptisch? Ich investiere seit mehreren Dekaden meine Ersparnisse an der Börse. Es hat sich fürstlich ausgezahlt. Ich wurde bislang nicht über den Tisch gezogen. Langfristiger diversifizierter Vermögensaufbau mit Wertpapieren kann sehr günstig angegangen werden über passive Strategien (ETF, Indexfonds). Das Risiko kann jeder mit ETFs individuell steuern. Es ist keine Geheimwissenschaft.

Wenn dir Blackrock nicht zusagt, dann wählst du einen anderen Anbieter wie Vanguard (mein Favorit). Du kannst dein Portfolio zu 60 Prozent in Aktien-ETFs und 40 Prozent in Anleihen-ETFs geben, wenn du das Risiko meiden willst. Du kannst einen Welt-ETF wählen, so reduzierst du einzelne Länderrisiken. Es ist heute alles kein Hexenwerk mehr. Man muss sich nur trauen und rechtzeitig anfangen, etwas Geld beiseite zu legen. Warum haben die Deutschen nicht den Mut?

Wer das ganze kombiniert mit dem Steuervorteil macht und früh anfängt, kann es viel früher in den Ruhestand schaffen. Als Frühpensionär kannst du weiterhin Geld verdienen, wenn du magst. Warum hört niemand auf Richie Rich (Merz, Schäfer)? Es funktioniert wunderbar. Zum Glück gibt es ein paar wenige Merz-Fans. Das ifo Institut zum Beispiel.


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Friedrich Merz machte smarten Vorschlag. Aber kaum jemand versteht ihn

  1. ust

     

    Danke, das waren notwendige Worte.

    Wie schlimm es im Lande um die „Aktienkultur“ steht, kann man im Leserkommentarbereich zur der Meldung auf Zeit Online vom 2.12. sehen. Ich verlinke nicht dorthin, um dem Hausherrn die Arbeit zu erleichtern, aber man findet es den Bereich leicht per Suchmaschine.

    Gerade nachgesehen: 1859 Kommentare. Ich habe nicht alle gelesen, nur etwa die ersten 100. Von diesen waren 99% gegen Aktien gerichtet, Fonds waren für die alle Verbrecherorganisationen, glaubte man solle Einzelaktien kaufen, man hielt Blackrock für Blackstone, oder man hatte auch sonst nicht verstanden, was ein ETF ist und wie dieser funktioniert. Von dem US 401K Prinzip ganz zu schweigen.

    Man kann aus guten Gründen Bedenken gegen Merz‘ Vorschlag haben, etwa weil ein aus Aktien erwirtschaftetes Einkommen letztendlich einer umlagefinanzierten Rente gar nicht so unähnlich ist, und sich bei einer radikalen Umstellung eines Rentensystems da schon einige Fragen stellen. Man müsste auch aufpassen, dass damit die Politik nicht noch mehr Gelegenheit bekommt, in die Rentenkasse zu greifen und Geschenke zu verteilen. Und ja, der große Niedriglohnsektor in Deutschland, dem – aus welchen Gründen auch immer – meist sehr wenig zum Sparen bleibt, dem bliebe so ein Aktienmodell wahrscheinlich verschlossen. Man kann durch die Absenkung der eigenen Lebenshaltungskosten viel erreichen, aber eben auch nur so viel.

    Das müsste man untersuchen. Wahrscheinlich viel davon abhängen, wie genau so ein Aktiensparmodell gestaltet wurde, etwa mit Blick auf die Insolvenzsicherheit. Immerhin funktioniert das System in den USA einigermaßen, besser als etwa die betriebliche Altersvorsorge dort (pension funds). Sei es drum, der Merz Vorschlag wäre gut genug, um in einer Demokratie eine echte Diskussion mit echten Argumenten auszulösen. Und wer sich mit der gesetzlichen umlagefinanzierten Rente besser fühlt, soll es halt sagen und begründen. Dafür leben wir in einer Demokratie.

    Aber so reflektiert war dort keiner. Die hatten alle gefühlt Schaum vorm Mund. Zocker, Manfred Krug, Heuschrecken, you name it. Es tobt der Zorn aller billig und gerecht Denkenden. Teern und federn. Es graust einem.

    Merz kann man freilich vorwerfen, es nicht verstanden zu haben, seinen Vorschlag so zu vermitteln, dass die Nähe zum 401K Modell deutlich wird. Und der Zeitpunkt ist schlecht, wenn man selber gerade im Neider-Land Bundesrepublik Deutschland in einer Millionärs-Diskussion steckt. Jeweils unterstellt, dass nicht ein übereifriger Pressemensch seine Äußerungen entstellend/überspitzend gekürzt hat, und der Zeitpunkt Zufall war. An Zufälle sollte man halt im Zusammenhang mit laufenden Auseinandersetzungen (der CDU Kandidaten) nicht immer glauben.

  2. Bruno

    Der Grund dürfte derselbe sein, warum in der Schweiz es einen Eigenmietwert gibt (man versteuert ein Einkommen, was man gar nicht erzielt, ein virtueller Mietertrag). Dies in einem Land, wo normalerweise weniger sozialistisch abstimmt, hat die Abschaffung bisher keinen Erfolg. Und der Grund dürfte klar sein, die Bankenlobby verdient viel daran, es wird von Staates wegen gefördert, möglichst hoch verschuldet zu sein (Hypothek), um den Eigenmietwert etwas zu kompensieren (Schuldzinsabzug). Die Banken treten zwar nie direkt auf, aber sie sind gute Geldgeber, wenn es ums Politmarketing geht.

    Und so dürfte es wohl auch beim Vorschlag von Hr. Merz sich darstellen.

    Schade eigentlich, und gerade auch linke, konsumentenschützende Kreise sollten doch wirklich dafür sein, wenn es der Bevölkerung besser geht, sie weniger Schulden haben, mehr sparen können und so langfristig auch die Gesellschaft stabilisieren.

  3. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ ust

    Das ist erstaunlich. 99% sind gegen Aktien, obwohl der Aktienmarkt überlegen ist. So ein Unsinn. Es ist ein Einheitsdenken.

    Wenn man besser sein will, muss man etwas anders machen. Es ist wie Fastfood. Es ist schlecht für die Menschen, alle scheinen es zu essen.

    Das Wort „Aktie“ ist grauenhaft für die Deutschen.

    Ich gebe freilich zu bedenken, dass Arbeitgeber eine schöne Pension neben der gesetzlichen Rente ihren Angestellten bieten sollten, wenn sie gegen den Vorschlag von Herrn Merz sind. Aber das wollen sie auch nicht machen. Das ist das Problem. Die Arbeitgeber verhalten sich extrem egoistisch! Sie wollen den Merz-Vorschlag nicht, und sie wollen keine Betriebspensionen zahlen.

  4. Katrin

    Was ich an der Debatte besonders absurd finde: Aktuell dürften sich aufgrund der bestehenden Vorsorgestrukturen in Deutschland ja wohl deutlich überproportional Gutverdiener und Vermögende unter Aktionären und ETF-Anteilseignern finden. Diese Möglichkeit überhaupt einmal in die politisch geförderte Anlagelandschaft für alle aufzunehmen, ist aus meiner Sicht eine echte Chance gerade für „normale“ Arbeitnehmer. Je nachdem wie hoch die steuerlichen Freibeträge sind, würde ein Modell analog 401k zum Beispiel die kalte Progression abmildern.

    Und das Argument, dass sich Menschen mit geringem Einkommen sowieso keine Investition in Aktien/ETFs leisten können, kaufe ich auch nicht. Die können sich nämlich einen versicherungsbasierten Vorsorgevertrag aufgrund der renditeschmälernden Gebühren und Absicherungskomponenten im Ergebnis erst recht nicht leisten. Darüber spricht aber keiner.

    Ich unterstell den Politikern noch nicht mal bösen Willen, nach meinem Eindruck fehlt da einfach bei den meisten der Sachverstand. Noch ein Grund mehr, finanzielle Bildung in die breite Masse zu tragen…

     

  5. Marco

    Hallo Tim,

    Deutschland sollte man nicht mit Amerika vergleichen.Manchmal sind 5000 euro unter dem Bett sicherer und mehr Wert als 5000 euro auf dem Konto oder im etf.So lange die Behörden einen Bürger immer als Steuersuender betrachten wird sich keine Aktienkultur entwickeln können.

    Gruß marco

  6. Katrin

    @ust:

    Über den Artikel auf Zeit online, es gab dann noch einen zweiten mit ähnlichem Tenor, der als „Analyse“ verpackt war, habe ich mich wahnsinnig geärgert. Sowas hätte nach meinem klassischen Verständnis eines journalistischen/Herausgeber-Ethos eigentlich als persönlicher Kommentar tituliert sein müssen…

  7. Kia

    Auch die Menschen in  dem großen Niedriglohnsektor hätten mehr davon in Aktien zusparen als mit diesem Umlagesystem. Bei einem Gehalt von 2300€ brutto werden 220€ in die Rentenkasse gezahlt und mit AG- Anteil nochmal soviel. Würden die 440€ pro Monat ins Depot wandern ergebe dies bei 5% nach 40 Jahren 655k. Bei nur 1800€ brutto werden mit AG zusammen 340€ pro Monat eingezahlt, was bei 5% nach 40 Jahren immerhin noch 500k ergibt.

    Das ist mehr als diese Menschen je aus der Rentenkasse herausbekämen und sie könnten es vererben usw.

  8. Monika

    @Ust

    Ein wesentlicher Vorteil eines   breitgestreuten ETF-Portfolios gegenüber der umlagefinanzierten Rente besteht  in der zusätzlichen Streuung über die Ländergrenzen. Aber ansonsten sehen ich das auch so: Die  umlagefinanzierten Rente  ist per se nicht unbedingt schlecht, denn es wirken ja ähnlich Mechanismen.

     

  9. A.

    @Monika

     

    Kapiere ich nicht.

    Wie ist Aktiensparen bzw. Aktien im Prinzip das gleiche wie das umlagefinanzierte Rentensystem?

    Bei dem einen kaufe ich Firmenanteile (Fondsanteile) und kriege Gewinnbeteiligungen z.B.

    Rente = alle zahlen ein und später kriegt man einen Anteil, der aber Recht kompliziert ( wie lange eingezahlt bla bla) berechnet wird.

     

    Was sehe ich nicht?

     

    Gruß

  10. Chris

    Würde man Freibeträge oder Zuschüsse bei Aktien für die Rente gewähren, dann würde die Regierung sich doch eingestehen, dass die umlagefinanzierte Rente doch nicht mehr sicher ist. Wie damals noch Norbert Blüm behauptet hat. Dann schnürt man doch lieber weiter Angst bei dem Thema Aktien und lässt die Deutschen weiterhin in Riester einsparen und bei dem Glauben, dass jeder entspannt in Rente gehen kann.

    Warten wir mal ab, ob die CDU sich für Merz entscheidet. Ich würde mich freuen, endlich mal jemand in der Politik, der Geld verdient hat und auch damit umgehen kann. Meine persönliche Meinung und danke dir Tim immer wieder für deine Posts.

  11. Nobbi

    Was schlägt eigentlich Merz genau vor?

    Bislang gibt es eine riesen Diskussion darüber, aber irgendwie habe ich noch nichts konkretes gelesen.

    Merz sollte da mal in die Offensive gehen und sein Modell vorstellen und die Vorteile gegenüber den riestern kapitallebensversicherung etc. Herausstellen. Zumindest sollte er mal der Bevölkerung erklären warum der Rentenmarkt mit der aktuellen EZB Politik nicht funktionieren kann. Auch könnte man endlich mal alle wachrütteln und zumindest mal eingestehen, dass die „sichere Rente“ nunmal nicht mehr den heutigen Zeitgeist wiederspiegelt. Zumindest kann man mal, die wirklichen Chancen/Risiko verhältnis von Aktien der gesamten Bevölkerung erklären.

    Ich denke er hat das geschickt platziert und kann jetzt in die Offensive gehen.

     

    Aber es gibt viele Möglichkeiten das Aktiensparen zu fördern. Höherer Freibetrag. Reduzierung der Kapitalertragssteuer für Langzeitaktionäre.

    Aber bitte kein Staatsfonds. Das kann nicht die Lösung sein, wenn Nationen einen Großteil der Betriebe besitzen. Im Prinzip wäre das ja Sozialismus. Gut es gibt noch einige nicht- oder teilprivatisierte Unternehmen. Aber was würde das für uns Kleinaktionäre bedeuten. Verdrändung aus den Unternehmen und nationale Interessen im Vordergrund. Gut wenn einzelne Staaten da mitmischen ist die Auswirkung noch nicht so groß.

    Aufjedenfall ist das tippen auf den touchscreen ein Grauß. Ich hoffe man kann es trotzdem lesen.

  12. John

    @Kia

    Schönes Zahlenbeispiel. Zeigt nur wieder, wie verlustreich Rentensysteme sind. Aber da kann man nicht viel machen, die Einzahlung kann man kaum verhindern. Der Einzelne kann nur zusehen, das er auf die 440 nochmals 100 anlegt. Darum greife die Zahlen mal auf und rechne nur mit 100:

    Mit nur 100 im Monat hat man bei jenen 5% nach 40 Jahren 145k. Bei 4% Entnahmeregel macht das 480 zusätzlich im Monat. – Sehr viel Geld, wenn man zu Grunde legt, das Renten um die 900 im Monat rangieren.

    @A.

    Rente heisst, die Erwerbstätigen zahlen ein, aber Alle bekommen etwas heraus. Zwischendurch ist Allerlei Verwaltung gesteckt, die die Performance zwangsweise drückt. Und nebenbei für Unmut sorgt, warum wer jetzt wie viel Anspruch hat. Ob Kinderbetreuung nun etwas wert ist oder nicht, da gehen die Ansichten sehr weit ausseinander. So weit, das man es dann eingeführt hat, das alte Kinder wertlos sind, sprich nur einen Punkt bringen, aber neue Goldstücke bringen 3 Punkte.

    Schon jetzt werden Renten durch zusätzliche Steuern zwangsbeatmet, weil das ganze System nicht mehr funktioniert. Angesichts der Bevölkerungspyramide war lange absehbar, das das System nicht haltbar ist. Man steuert nun vorsichtig dagegen in dem man die Rente schleichend abschafft. Beitrittsjahre werden langsam in die Zukunft verschoben. Die Leute arbeiten aber nicht länger, sondern erhalten einfach effektiv weniger vom eingezahlten zurück.

  13. Gainde

    Das Umlageverfahren bzw. Rente wie wir sie kennen funktionierte nur ein paar Jahrzehnte in der Menschheitsgeschichte und auch nur für einzelne Bevölkerungen/Länder. Schaut euch an, wie dies in Drittweltländern geregelt wird (Grossfamilie, Clans), denn genau dorthin wird’s wohl hingehen. Problem ist nur, dass es hierzulande wenig Nachwuchs gibt und auch Anomalien wie alleinerziehende Mütter, die von der Sozialhilfe abhängig sind.

  14. Felix

    Was schlägt Merz eigentlich vor?

    Egal: Merz hat Aktien und Rente in einem Atemzug gesagt. Das löst in D einen Shitstorm aus. Ist doch logisch oder. Da muss man gar nichts weiters wissen. Ein böser Kapitalist ( wobei das bereits doppelt gemobbelt ist), will dem kleinen Mann seine Ersparnisse wegnehmen, um sie dem Monster Blackrock (allein schon der Name führt zu Assiationen), die nichts Gutes bedeuten.

  15. sammy

    Berkshire Hathaway heute minus 4,84%

    ich kenne keinen ETF der an solch  einem Tag wie heute so viel verloren hat.

    Soviel zum Vergleich von BH mit ETFs.

  16. Gainde

    Interessant zu sehen, wie in einem Bärenmarkt die Einzelaktienanleger im Gegensatz zu den Indexern stärker verunsichert sind. Bei ETF kann ich dem Markt die Schuld zuschieben, wohingegen bei Einzelaktien ich persönlich für die (Falsch-)Auswahl verantwortlich bin, was wiederum mental schwieriger zu verarbeiten ist.

    Wer im aktuellen Umfeld vorwiegend nur Tech-Growth-Titel, dazu noch etwas Bitcoin und Marihuana für den Kick im Portfolio hat, ist nicht mehr zu helfen. Risikotoleranz und Asset Allokation scheinen ein Fremdwort zu sein.

  17. Florian HFlorian H

    @ALL @Merz

    Wie will man den in diesem Land noch eine Aktienkultur aufbauen?

    Sobald Die Aktie 2%fällt wird geflucht „Zockerei“. Das Ding ist durch für Deutschland. Die Deutschen haben noch die Telekom und Eon Aktie im Kopf.

    Man trifft auf Hauptversammlungen häufig ältere Menschen. Sie scheinen rationaler zu sein als die jüngere Herde.

    Als ich letztens in einem Aktiengespräch war mit einem Gleichgesinnten(äußerst selten), traf ich einen alten Mann. Er sagte: Man müsse Aktien lange halten und geduldig sein. Es wäre eine gute Wahl in Aktien zu gehen. Ich war begeistert.

     

  18. Micha

    @Florian H

    „Die Deutschen haben noch die Telekom und Eon Aktie im Kopf.“
     
    Alle bestimmt nicht, ich aber schon:

    Ich habe nur positive Erinnerungen, da ich damals noch nichts von „Buy & hold“ wusste: Die erste und zweite Tranche der Neuemission hatte ich gekauft, die dritte war dann viel zu teuer (was auch Thema in den Medien war). Dann hatte ich das ganze Paket irgenwann mit gutem Gewinn verkauft. Also ja, auch ich habe die T-Aktie noch im Kopf bzw. kann mich noch etwas daran erinnern.

    T-Aktie? Fand ich gut!!!

     
    @sammy
    „Berkshire Hathaway heute minus 4,84%“
     
    Anfängeraktie! Ich hatte letztens mit einer Aktie minus 44% an einem Tag. 😉

  19. Nico Meier

    Ich wünsche Deutschland eine solche Sparlösung mit Aktien die direkt vom Bruttolohn Geld abzweigen jann um es so in ETF anzulegen. Bei uns in der Schweiz heisst das Säule 3a da kann jeder der arbeitet bis zu 6’768 Franken vom Bruttolohn einzahlen dieser Betrag wird somit nicht als Einkommen versteuert weil er in der Steuererklärung voll abgezogen werden kann. Das spart jedes Jahr Einkommenssteuern. Das Geld in Säule 3a zählt nicht zum Vermögen steuertechnisch und auch die Erträge sind steuerfrei. Die Totalsumme wird bei Auszahlung mit einem stark reduzierten Steuersatz versteuert. Das Geld kann nur bezogen werden 5 Jahre vor der Pensionierung bis zur Pensionierung oder für selbstbewohnted Wohneigentum oder um sich selbstständig zu machen.

  20. KievKiev

    @ All Aktienschwankungen

    Am Montag hatte ich 4-5 Aktien, die über 10% seid Einstandskurs (unter einem Monat) gestiegen sind. Gestern blieb nur Tencent über 10%. Abbvie ist knapp darunter. Ich halte Baba, Tencent und JD, da ich den Handelskrieg als „kurzfristige“ Störung des Marktes ansehe. Dieser hat mir einen Einstieg in die Aktien ermöglicht. Mit kurzfristig beziehe ich die Dauer des Handelskrieges auf meinen Anlagehorizont. Lasst Euch doch nicht von jedem Trumpschen Tweed im positiven wie im negativen von der Linie bringen. Ich habe gestern ein wenig nachgelegt.

    Meine gesamte Performance ist aber alles andere als optimal. Ich bin ja noch nicht so lange in Aktien investiert und habe gute Buchverluste zu verzeichnen. Am Montag konnte man aber sehen wie schnell es auch aufwärts gehen kann. Ich versuche zumindest vor einer nächsten Rallye bestmöglich investiert zu sein. Ob die schon gleich am Donnerstag beginnt, in 89 Tagen, schleichend, oder erst in ein paar Jahren kann ich nicht sagen. Ich gehe aber davon aus, dass sie irgendwann einsetzt.

  21. Albr

    Ich bin an der gesetzliche Rente nicht interessiert, obwohl ich einzahle und auch einen entsprechenden Betrag rausbekomme… die gesetzliche Rente ist nicht vererbbar und daher für mich uninteressant…

    An meinem Aktiendepot mit Werten, die ich teilweise schon mehr als 30 Jahre halte, werden sich meine Nachkommen mehr als erfreuen 😉

     

  22. KievKiev

    @ Albr

    Vermutlich müssen alle Teil des Systems werden, um dann wieder aus diesem auszubrechen. Den direkten Weg vorbei gibt es vermutlich nicht. Ich kann es nicht direkt beurteilen, da ich nicht Klatten, Quant heiße. Ich versuche meinen Kindern die richtigen Prinzipien mitzugeben und vorzuleben. Aber auch das gestaltet sich nicht immer so einfach. Wie bereitest Du Deine Nachkommen auf Dein Vermögen vor? Geld auszugeben ist schließlich leichter als es einzunehmen. Ein paar Millionen können mit der falschen Einstellung sich schnell in Luft auflösen.

  23. Albr

    @Kiev, meine Frau und meine beiden (erwachsenen) Kinder wissen nicht das sie vermögend sind bzw. werden, ich habe einen Grundsatz: alles im Stillen zu tun, keine Diskussionen, nicht mit Freunden, nicht mit Arbeitskollegen, (leider) noch nicht mal mit der Ehefrau, ich habe schlicht die Chance „verpasst“…

    mein passives Einkommen ist mittlerweile deutlich höher als mein Arbeitseinkommen (welches auch nicht schlecht ist 😉 ), aber das passive Einkommen wird komplett wieder angelegt…

     

    Wie gesagt, finde ich das Umlageverfahren grundsätzlich schlecht, da es – natürlich systembedingt – nicht vererbbar ist, so kann die Politik das Hamsterrad am laufen halten… überleg mal, das Geld, das wir in das Umlageverfahren einzahlen würde in Vermögen angelegt werden und vererbbar sein… dann hätte Deutschland ganz sicher ein Problem;)

     

  24. Sparta

    @ust

    Ich habe mir jetzt mal die 2 Zeit-Artikel inkl. Kommentaren kurz angetan…

    Also 99 % negative Kommentare kann ich aktuell beim besten Willen nicht finden. Es sind aber inzwischen auch über 3000.

    Der Analysen-Artikel ist vertretbar.

    Man kann an ein paar Dingen evtl. anderer Meinung sein, aber im Großen und Ganzen ist er korrekt.

  25. Thorsten

    Die staatliche Rente wurde von Bismarck eingeführt und kaum einer hat sie bekommen, weil die Menschen früher gestorben sind. Die Mindesteinzahldauer war 30 Jahre, das Bezugsjahr war 70 (!!) , also höher als heute. die durchschnittliche Lebenserwartung lag bei 40 (!!!!!).

    Der Erlebnisfall war also die Ausnahme, es war tatächlich eine „Versicherung“, die ähnlich wie eine Lebensversicherung nur eher selten gezahlt wurde.

    https://www.t-online.de/finanzen/altersvorsorge/id_15739976/si_0/die-geschichte-der-rente-in-deutschland.html

    Heute ist die staatliche Rente ein Versorgungswerk, keine Versicherung. Jeder geht davon aus, dass er das Bezugsalter erlebt.

    Ich soll ja keine Politik hier machen, aber ich würde vorschlagen : runter mit den allgemeinen Sozialbeiträgen, Rentenbezugsalter hochsetzen auf 70 oder besser 80 und dann den freiwerdenen Bertrag a  la Merz individuell in staatlich geförderten kapitalgedeckten Systemen anlegen lassen, z.B Aktien.  Ein persönliches Konto, vor Staatszugriff und den eigenen Gelüsten geschützt, ähnlich wie in USA. Wer sieht, dass das Konto wächst zahlt dann auch gerne ein oder etwa nicht ?“

    Es treten dabei sicher Nebeneffekte eines Übergangs auf etc. Aber wenn man bedenkt, dass die Rente für viele heute schon nicht reicht und der Staat sowieso zuzahlen muss, dann kann das nicht schlechter sein, als das anonyme Durchreichen von Geldern, die in Form von „Rentenpunkten“ abstrakt auf dem persönlichen Konto abgeleg werden. Was so ein Punkt wert ist wird sich erst ganz am Ende zeigen. Bisher sind die Renten gestiegen, wie die Regeln in 20 oder 30 Jahren aussehen, weiß heute keiner. Der Rentenpunkt als analoge Krypotwährung sozusagen. Der Gegenwert in der Zukunft ist ungewiß.

    @Albr, ich weiß nicht, Du solltest mit Deiner Frau reden. Es kommt sowieso raus. Du kannst sie in die Thematik langsam einweisen,z.b wenn Du sagst, Aktien haben eine gute Rendite, und dann lässt Du nach und nach (über Wochen ectl.) die Katze aus dem Sack, was Du von den Erträgen schon viel bezahlen kannst und dass Du mit Deiner Frau eine sorgenfreies Leben führen könntest, selbst wenn die Arbeit nicht mehr so laufen würde. Normale Ehefrauen werden das wertschätzen.

  26. vonaufdenboden

    @Kiev

    Zurzeit kaufe ich auch JD.com, Alibaba und Baidu nach. Da gehe ich von einem starken Wachstum in den nächsten 5-10 Jahren aus, der sich irgendwann auch im Aktienpreis widerspiegeln sollte. Vor allem von JD.com erhoffe ich mir einiges. Ist in meinem Portfolio mittlerweile die Aktie mit dem höchsten Einkaufswert.

    Insgesamt ist meine performance in diesem Kalenderjahr mit etwa 2% noch knapp positiv. Eli Lilly, Microsoft, Cisco, Glaxosmith und Tesla sei Dank! Diesen Montag dachte ich die Endjahres-Rallye hätte begonnen. Aber die gestrige Nachricht von Apple hat diese abrupt gestoppt.

    Sensationell die performance von Tesla in den letzten Wochen trotz des schwierigen, globalen Marktumfeldes. Scheint wie ein Gummiband zu sein, das derzeit durch die eher negative Stimmung im globalen Markt noch zurückgehalten wird. Mal sehen wohin es dann geht. US$ 500 in Q1 2019?

    Gruss,

    vonaufdenboden

     

  27. 42sucht21

    Ich denke, Merz darf man durchaus kritisieren (Tätigkeit bei Borussia Dortmund!), aber Merz  ausgerechnet zu kritisieren weil er steuergeförderte Altersvorsorge unter Einbeziehung von Aktienanlage propagiert, das ist schon echt verdreht.

    Der Zeitpunk der Aussage ist politisch so schlecht gewählt, dass man vermuten könnte es war Absicht. Er will sich den Parteivorsitz und Kanzlerkandidatur gar nicht antun. Vielleicht betreibt er gerade nur Eigenmarketing mit der Kandidatur und erhöht seinen Marktwert für die Privatwirtschaft.

  28. -M

    @Albr

    Ich denke auch, in einer guten Ehe sollte das doch möglich sein, die Partnerin da langsam einzuweihen. Wenn es dich nicht mehr geben sollte dann ist besser vorher alles geklärt und kann auch in deinem Sinne weitergeführt werden.

    Dein fall im kleinen bei mir zu hause:

    Unser kleiner Sohn 3j. Bekommt auch aktien gekauft und wenn der alt genug ist, wird versucht ihm beizubringen, das er mit den Investitionen in aktien Geld generiert. Im besten Fall verkauft er nie, auch wenn er mit 18 über das Depot frei verfügen kamm. Er ist dann in dem Thema drinnen.

    Würde ich nie mit ihm darüber reden und er bekommt das Depot mit 18…. was würde wohl passieren? Ich könnte wetten, alles ist bald verkauft.

    Wie wäre das evtl bei deiner Familie, wenn diese nicht vorbereitet wurde? Darüber würde ich mir Gedanken machen.

  29. eki.

    „Berkshire Hathaway heute minus 4,84%

    ich kenne keinen ETF der an solch  einem Tag wie heute so viel verloren hat.

    Soviel zum Vergleich von BH mit ETFs.“

     

    @Sammy: wenn du Werte auf Tagesbasis miteinander vergleichst, dann solltest du tatsächlich lieber bei ETFs bleiben.

    P.S.: Ich habe keine Anteile an BRK.

     

  30. DanielKA

    @ Albr:  sorry für die drastischen Worte, aber ist deine Frau ein naives Dummchen/Trophywife??

    Finde ich grenzwertig, da passt etwas nicht in die Beziehung, wenn du deiner eigenen Frau nicht vertraust. Warum dann ewig zusammenleben (habt ja schon Erwachsene Kinder)? Muss ja auch ein großer Geheimnisaufwand sein, alle Unterlagen zu verstecken, dass sie nicht zufällig eingesehen werden können.

    Später könnte es mal große Enttäuschungen geben…

     

  31. A.

    @Albr

    Krass, dass das deine Frau nicht weiß. Da würde ich aber langsam die Katze ausm Sack lassen und Sie langsam da heranführen. Meine Meinung.

    Meine Frau weiß das ich Aktien kaufe, war eins der ersten Dinge die sie von mir wusste.

    Meine Tochter 3 Jahre alt kennt auch das Wort „Aktien“ und ich werde sie da (ans Investieren im Allgemeinen) heranführen so schnell es geht.

    Wenn die mit 18 weiß, dass sie da ein kleines Vermögen besitzt, also, ich wäre mit 18 „durchgedreht“ und hätte mir mal erst ein geiles Auto gekauft. Isso :-).

     

    Gruß

     

  32. Hans Wurst

    @M @DanielKA:

    Was soll den diese Oberlehrerhafte. Der Albr ist schon alt genug und hat wahrscheinlich 8 Stelliges Depot und wird auch wissen was er zu tun hat und braucht dafür nicht euch.

  33. KievKiev

    @ Albr

    Mit jeder Entscheidung für etwas hat man sich zugleich auch gegen etwas anderes entschieden. Verpasste Chancen gibt es wie Sand am Meer. Entscheidend ist was Du heute daraus machst.

  34. Timo

    Lieber Tim, hier wird die Geschichte aber ein wenig verkürzt erzählt. Das günstige, diversifizierte Anlegen (etwa in ETF) ist durchaus etwas gutes. Zig mal besser, als es in irgendwelche Finanzprodukte zu stecken, die man nicht versteht und mit horrenden Gebühren aufwarten.

    Aber anscheinend habe ich den smarten Vorschlag von Herrn Merz noch nicht als „smart“ erkannt. Er hat rein gar nichts dazu gesagt, wie er diese „Steuerfreiheit“ umzusetzen gedenkt. Da es um die Vorsorge im Alter geht, müssen diverse Kontrollmechanismen her, dass der Einzahlende nicht in Versuchung kommt. Und hier heißen wir das Einfallstor der Finanzbranche willkommen und Herr Maschmeyer bittet, Platz zu nehmen…. schon wieder.

    Deine fortwährende Behauptung dass man durch Konsumverzicht allein eine Sparrate von xyz (heute sind es 200 oder 400 €) erreichen kann, geht an der Realität vieler Menschen leider vorbei.

    Du hast ja Recht mit der Botschaft, dass der ganze angehäufte Plunder nicht hilft. Zudem ist eine solch bescheidene Lebensweise wie Du sie führst höchst nachhaltig und ressourcenschonend. Diesen Aspekt könntest du ggf. auch mal beleuchten.

    @42sucht21: „aber Merz  ausgerechnet zu kritisieren weil er steuergeförderte Altersvorsorge unter Einbeziehung von Aktienanlage propagiert, das ist schon echt verdreht.“

    Das alleine wohl nicht. Es wird aber mit einer weiteren Schwächung der gesetzlichen Rente einhergehen. Riester und Rürup lassen grüßen.

  35. Christian

    Ich finde die „Ehe/Lebensberatung“ für Albr auch nicht angemessen. Er weiß schon was er tut.

    Es ist doch klasse, wenn einem Geld „so egal“ ist. Er lebt einfach von seinem normalen Einkommen weiter, als hätte er kein Kapital. Der Lebensstandard ist eingefrohren. Die Investition läuft nebenbei, ohne ihn oder sein Leben zu beeinflussen. Diese metale Stärke muss man erst einmal aufbauen. Geld macht nicht unbedingt glücklich. Geld kann manchmal vieles zerstören. So kann das Geld keinen Schaden anrichten, sich jedoch ungestört vermehren… 🙂

  36. DanielKA

    haha hier ist doch eh alles oberlehrhaft und wie man sich zu verhalten hat, also das muss man aushalten können. ist eh alles anonym. Er muss die Hinweise ja nicht annehmen.

    Bei so eklatanten Geheimnissen ist es in der Regel nicht koscher, einfach gesunder Menschenverstand.

    Und wer viel Geld hat, hat nicht automatisch Recht, dass ist das Totschlagargument schlechthin. XY ist doch reich, also hat er Recht….
     

  37. Thorsten

    Ich finde die „Ehe/Lebensberatung“ für Albr auch nicht angemessen. Er weiß schon was er tut.

    o.k. ich halte fest : keine politischen Statements, keine gutgemeinten Ratschläge, es soll also  oberflächlich bleiben, damit sich alle wohlfühlen und ja keiner beleidigt  wird. Dann haben wir am Ende amerikanische Verhältnisse ( viel geredet, wenig Inhalt, aber Hautpsache alle haben zusammen gesessen und eine gute Zeit gehabt ). Na denn….

  38. Albr

    @all, entscheiden tue ich schon selbst 😉

    verstecken muss ich nix, geht seit etlichen Jahren alles per EDV, Internet… schriftliches bekomme ich faktisch nix mehr… selbstverständlich ahnt meine Frau das ich irgendwas mit Aktien mache, sie hat aber kein Interesse daran, unsere gemeinsamen Kinder haben studiert (Lehrerin und Ingenieur) und sind auch in den ersten Berufsjahren… unterm Strich ist es ganz angenehm niemand Rechenschaft ablegen zu müssen, ich wüsste auch nicht wie meine Frau oder jemand anderes mich bei meinen Anlageentscheidungen unterstützen soll…

  39. Wohnung mit Domblick

    Um mal eine Schublade zu bedienen: 200 bis 400 Euro im Monat gibt so mancher Haushalt alleine für Zigaretten aus. Da kann man sich Spartipps dann sparen. Solchen Leuten muss die Verantwortung aus der Hand genommen werden. Da kommt jede Finanzbildung zu spät.

    Für alle Anderen wäre eine Weiterentwicklung der Möglichkeiten zur umverteilungssicheren, steuerbegünstigten Privatvorsorge sicher sinnvoll. Was @Marco oben schrieb, 5000€ sind im Kopfkissen sicherer als auf der Bank, stimmt vor allem für größere Summen. Mehr als 5000 Euro Privatvermögen sollte der Gierstaat im Idealfall nicht sehen können, solange man noch den Risiken der Sozialgesetzgebung ausgeliefert ist (Einkommensabhängigkeit, lebende Eltern oder Geschwister), oder sein Vermögen nicht steuergünstig vererben kann. Irgendwo muss ja mal Schluss sein mit gemolken werden in unserer ‚Kleptokratie‘ (= schöner Begriff aus einem aktuellen Video von/mit Kolja Barghoorn)

    Die Frage ist blos: Wie?

  40. Mr. B

    Versteh Albr sehr gut. Mach das ähnlich. Meine Frau ( nicht verheiratet) und die Kinder haben aber auch noch ein eigenes Depot. die Verwaltung übernehme ich, da sie ( noch) keine Interesse daran haben. Kommt hoffentlich noch.

  41. DanielKA

    @ Albr: So hört es sich schon ganz anders an, wenn es den anderen nicht interessiert, kannst du dich ja teilweise schon glücklich schätzen. Vorher hatte es was vom aktiven verheimlichen..

    @ Thorsten: gebe dir da Recht, wir brauchen hier keine reibungsfreie Zone. Gute sportliche Diskussionen bringen alle weiter. Friede Freude Eierkuchen muss auch nicht sein.

  42. -M

    Ich gehe stark davon aus, dass Albr meinen Post nicht als oberlehrerhaft empfunden hat. Er kann glaube ich gut selbst reflektieren und braucht dafür keine Hilfe.

    Er hat über eine/seine Situation geschrieben und hier im Forum herrscht eine recht offene Kommunikation, gerade weil es anonym ist. Verstehe da das Problem nicht HansWurst.

    Falls ich Albr Unrecht tue, ich totalen Schwachsinn geschrieben habe pder sogar ihn in irgend einer srt beleidigt habe, war es keine Absicht….

    … Puh man muss langsam hier ehrlich überlegen was man schreibt das man auch keinem auf die Füße oder in ein fettnäpchen tritt…..schwer ….

    -M

     

  43. Timo

    @Wohnung mit Domblick: „Um mal eine Schublade zu bedienen: 200 bis 400 Euro im Monat gibt so mancher Haushalt alleine für Zigaretten aus. Da kann man sich Spartipps dann sparen. Solchen Leuten muss die Verantwortung aus der Hand genommen werden. Da kommt jede Finanzbildung zu spät.“

    Du sagst es ja selbst: du bedienst eine Schublade. Es ist einfach nicht ok, „so manche Haushalte“, oder den Hartz IV Empfänger einfach so in ein Raster zu pressen, dass da heißt: Konsumgeil, Alkohol- und Zigarettensüchtig, faul…. selber schuld! Das machen RTL und VOX schon leider gut genug.

    Den Leuten muss dann die Verantwortung aus der Hand genommen werden, aha. Was meinst du? Sind 5 Kippen am Tag noch ok, oder eher 6? Was ist mit Fertigpizza? Die ist zwar nicht gesund, aber günstig…. Friseur für Hartzer? Was für ein Pack, wenn die sich das leisten…. die könnten sich auch ne Packung Einwegrasierer kaufen und dazu ne Mütze vom KIK. Ist schließlich gerade Winter.

    Wo geht’s weiter? Alle mit BMI über 25 ab mit der Peitsche aufs Laufband?

    Ich kann über eine solch inhumane Einstellung nur den Kopf schütteln. Das sind Menschen und kein Bioabfall.

    Ich wünsche es dir nicht, aber ich sehe es gerade selbst im Verwandtenkreis wie schnell man abrutschen kann. Eine komplizierte Krankheit, eine Krankenkasse, die dumm rummacht… glaubt mir, die Privatisierung (und Herr Merz steht total auf Privatisierungen!) hat nichts gutes mit dem hiesigen Gesundheitssystem gemacht! Und schon hast Du Schlagseite. Wenn dann noch der Job weg ist…

     

  44. berni

    Vielleicht kann mir noch wer weiterhelfen unter welchen Beitrag war eigenltich das Börsenspiel . Wo man seine Werte angeben sollte .

    lg und danke

     

    Ps : Tim immer weiter so , lese hier sehr gerne mit.

    lg aus österreich

  45. Bruno

    Reden ist silber, schweigen ist gold.

    Natürlich ist das alles individuell, eine Ehe muss ja nicht schlecht sein, aber es gibt z.B. Ehen wo eine Person weniger gut mit Geld umgehen kann als die andere, und in einer Extremsituation würde dann verkauft. Ideal ist natürlich, wenn beide gleich ticken, aber was ist heute schon ideal. Hauptsache es funktioniert, und nicht erwähnen ist besser als lügen.

    Ideal ist natürlich wenn man überall offen und ehrlich ist, aber auch das ist nicht immer optimal. In einer Partnerschaft oder Ehe ist das sicher suboptimal, aber je nach Umstände ist es besser so, im Sinne und zum Wohle aller, beider Parteien. Es ist dieser Umstand der schlussendlich zählt.

  46. Wohnung mit Domblick

    @ Timo da hast Du jetzt aber viel reininterpretiert.
    Ich meine keineswegs Harz4ler. Durchschnittsmittelständler genauso.
    Es wird halt überwiegend rumgejammert, man könne nichts sparen. Da brauchts halt dann solche Umlagesysteme wie die gesetzl. Rente. Eigenverantwortung? Nada. Es wird nur konsumiert.

    Leider wird dadurch ja Jeder in diese Umlagesysteme gezwungen. Was könnte man alles erreichen mit dem Geld , das man in 35 oder 45 Beitragsjahren hier versenken muss! Verantwortungsbewusstsein wird nicht nur nicht gefördert, es wird auch noch verhindert.

     

  47. Gainde

    @ Wohnung mit Domblick

    Genau, beim Umlageverfahren sind einfach zu viele Gebührenfresser und Regulationen eingebunden, um den Zweck effizient zu erfüllen.

  48. Michi

    Albr ist wahrscheinlich mit sich, seinem Leben und seiner Familie zufrieden so wie es ist. Vielleicht hat er Angst, dass bei seiner Frau dann die Lifestyleinflation einsetzt wenn sie weiss, dass so viel Geld da ist. Kann ich gut verstehen. Meine Frau ist wirklich auch sparsam, aber wenn auf einmal viel Geld zur Verfügung wäre, glaube ich auch, dass man auf einmal aufrüsten wollen würde…

  49. steve

    @ albr haben deine Kinder den Börsen know how? Wenn nicht kann das Depot ganz schnell auf 0 sein. Gibt viele Beispiele ererbtes schnell ausgegeben. Ja ausgeben ist leichter als ansparen, wie meinst du soll jemand wissen wie er mit einem Depot umgehen soll, wenn er beim Aufbau nicht dabei war? Da will ich dir nicht zu nahe treten natürlich machst du es so wie du es für richtig hältst. Ich finde es aber normal wenn ich oder jemand anderes dabei was auffällt, dass ich es dann auch schreibe. Ich persönlich sehe keinen Unterschied bei plötzlichen Reichtum durch Lottogewinn und ererbtes Aktiendepot. Das Lottogewinner selten reich bleiben ist bekannt.

  50. slowroller

    Erstmal spannend zu sehen, dass irgendwie jedes Block doch eine ähnlich denkende Clientel hat – da kann ein wenig anderer Gesichtspunkt nicht schaden denke ich 🙂

    @Wohnung mit Domblick

    Für alle Anderen wäre eine Weiterentwicklung der Möglichkeiten zur umverteilungssicheren, steuerbegünstigten Privatvorsorge sicher sinnvoll. Was @Marco oben schrieb, 5000€ sind im Kopfkissen sicherer als auf der Bank, stimmt vor allem für größere Summen. Mehr als 5000 Euro Privatvermögen sollte der Gierstaat im Idealfall nicht sehen können, solange man noch den Risiken der Sozialgesetzgebung ausgeliefert ist (Einkommensabhängigkeit, lebende Eltern oder Geschwister), oder sein Vermögen nicht steuergünstig vererben kann. Irgendwo muss ja mal Schluss sein mit gemolken werden in unserer ‚Kleptokratie‘ (= schöner Begriff aus einem aktuellen Video von/mit Kolja Barghoorn)

    Wenn ich diesen Beitrag lese fällt mir eines direkt auf:

    a) Es sollen möglichst keine Steuern gezahlt werden
    b) Es soll möglichst wenig umverteilt werden
    aber c) Andere (sprich die Allgemeinheit) soll sich bitteschön statt dir um deine Familie kümmern, wenn diese bedürftig werden. Du zahlst im Übrigen mit deinen Beiträgen nicht für deine Rente sondern für deine Eltern, für deine Lehrer und den Hausmeister, der jahrelang deine Rabatten geharkt hat.

    Das passt nicht zusammen. Wenn es ethisch nicht so dermaßen unvertretbar wäre würde bei folgender Aussage zustimmen: Jeder hat das Recht aus den öffentlichen Sozialsystemen auszutreten. Komplett. Konsequent. Und für immer.

     

    Das Grundprinzip, welches Merz anspricht und ja in den USA aber auch in anderen Ländern erfolgreich praktiziert wird, finde ich gut. Allerdings als Ergänzung zu den umlagebasierten Sozialsystemen. Diese übernehmen die Rolle der immer selten werdenden Großfamilie und übertragen die Fürsorge schlicht auf deutlich breitere Schultern. Diese tragen auch dann, wenn der Vater das Familienvermögen verzockt/versoffen/verhurt hat. Selbst Volkswirtschaftlich ist das ganz nur konsequent und wichtig: Durch unsere recht humane und ethische Sicht auf die Gesellschaft, kümmern wir uns am Ende eh um das Nötigste für jeden. Durch das Umlagenzwangssystem sichern wir Geld der Allgemeinheit für allgemeine Aufgaben.

    Ich fände ein Analogum zum 401k-Plan toll. Gerne darf dann die ineffiziente Riesterförderung dran glauben.

  51. Timo

    @Slowroller: „Das Grundprinzip, welches Merz anspricht und ja in den USA aber auch in anderen Ländern erfolgreich praktiziert wird, finde ich gut.“

    Aber das ist es doch gerade. Es funktioniert halt nicht gut. Für einzelne mag das sicher erfolgreich und gut sein, aber wenn ich solche Programme wie 401k als politisch Verantwortlicher einführe, dann muss und kann nur mein Ziel sein, dass dieses auf breitest möglicher Basis möglichst alle Menschen erreicht. Und in den USA tut es das eben nicht, wenn man dem UN-Armutsbericht glauben mag! Hier kann man ein paar Auszüge nachlesen:

    https://www.contra-magazin.com/2018/06/un-armutsbericht-eine-abrechnung-mit-dem-us-system/

    @Wohnung mit Domblick: „Es wird halt überwiegend rumgejammert, man könne nichts sparen. Da brauchts halt dann solche Umlagesysteme wie die gesetzl. Rente. Eigenverantwortung? Nada. Es wird nur konsumiert.“

    Wie gesagt: verallgemeinern kann man es nicht. Denen die sparen können, denn kann man das vorwerfen. Aber es gibt halt auch die, die nicht sparen können. Das hat dann mit übermäßigem Konsum nichts mehr zu tun.

    Außerdem: wenn alle nur sparen und nix mehr konsumieren, wo soll dann Wachstum und Rendite herkommen?

  52. erg

    Angenommen Deutschland und/oder große Teile der Erde fangen jetzt an ihre Altersvorsorge nach und nach mit Aktien zu gestalten. Das würde heißen, dass die nächsten 30-40 Jahre immer mehr Aktien gekauft werden, d.h. der Kurs steigt stark. Wenn dann aber in der Rentenphase nach und nach Anteile verkauft werden müssen, stagniert der Kurs oder steigt wenigstens deutlich langsamer.

    Ich will sagen: „Wir“ könnten jetzt Glück haben, aber langfristig und allgemein gültig halte ich die umlagenfinanzierte Rente für besser geeignet.

    Wie seht ihr das?

  53. Reader

    @ Wohnung mit Domblick

    Wenn nichts konsumiert wird, dann hast du auch nichts von deinen Aktien.
    @timschäfer
    Dass die Angebote der Riester-Rente häufig mit Gebühren überladen sind ist durchaus richtig.

    Dass die Riester-Rente sich aber für den einzelnen kaum rechnet, ist aber wieder eine Mär die wie eine Wildsau durch das Dorf getrieben wird, aber idR. substanzlos ist. Familien und Geringverdiener profitieren über die Zulagen, Gutverdiener über die Steuerersparnis. Von der Arithmetik her passt das. Ob es gesamtgesellschaftlich sinnvoll ist damit die Finanzindustrie mitzufinanzieren, das ist eine andere Frage.

    Für den Staat macht die Konstellation der Auszahlphase durchaus Sinn im Hinblick auf die Rentenzeit. Der Staat muss sichergehen, dass die Rente über die Rentenzeit hinweg gezahlt wird; deshalb kann man nur max. 30% Kapitalauszahlung wählen oder das Kapital insgesamt für die Immobilie nutzen.

    Dein Vorschlag der Förderung eines ETF-Sparplans impliziert also, dass der Depotinhaber eine Einschränkung hinnehmen muss; und zwar dass er auch hier nur eine monatliche Auszahlung erhält.

    Der Staat will nämlich verhindern, dass jemand sich zu Rentenbeginn mit 500.000€ im Depot einige schöne Jahre macht und danach aufgrund seiner u.U. geringeren Rente die Aufstockung beim Amt holt.

    Mir wäre es dagegen lieber, dass jeder erwerbstätige Bundesbürger ein Konto bei z.B. einer Institution die der BuBa untersteht hat, und dort bis zu einem Maximalbetrag einen Welt-Etf der BuBa anspart. Das ganze ist für den einzelnen kostenlos; so wie auch die Erträge steuerfrei sind.

    Dafür muss akzeptiert werden, dass es lediglich einen Auszahlungsplan für eine monatliche Rente gibt. Die Berechnung ist dann z.B. die durchschnittliche Lebenserwartung plus 10 Jahre.

    Lebt jemand länger, dann muss der Staat dafür aufkommen. Stirbt man früher, wird der Depotwert vererbt.

  54. 42sucht21

    @Reader

    Aber ist es nicht eigentlich egal ob ein Mensch zu Rentenbeginn 500.000€ aus einem Depot erhält und falls es ausgegeben ist dann Aufstocker wird, oder ob jemand 500.000€ im Laufe seines Lebens für Konsum verjuckelt und gar nicht erst spart und dann vor Rentenbeginn oder ggfls. bereits viel früher zum Aufstocker wird?

    Da verstehe ich den qualitativen Unterschied nicht.

    Außerdem glaube ich, dass die wenigsten die diszipliniert bis zur Rente 500.000€ ansparen dann konsumverrückt werden und alles ausgeben würden!

     

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