Finanzwissen ist wichtiger als jemals zuvor: Das Fach Privatfinanzen gehört auf den Lehrplan!

Ich heute vorm Clown-Porsche in New York. Ich habe seit über 14 Jahren kein Auto mehr. Meine Kleidung ist einfach. Ich kaufe sie Second-Hand, auch die Möbel. Wenn jemand im Hochhaus auszieht, landen schöne Möbelstücke auf der Intranet-Tauschplattform. Ich lebe bodenständig. Lieber hab ich das Geld im Depot als auf der Straße oder in der Küche stehen. Ich kaufe eher die Porsche-Aktie als einen Porsche. Das bringt mir Freiheit.

In der Schule und an der Uni/Berufsschule sollte ein Fach Privatfinanzen unterrichtet werden. Wir leben nun mal in einer Konsumgesellschaft. So werden zum Beispiel die SUVs immer größer, schwerer, protziger. Warum werden die Wohnräume immer größer? Braucht man das? Wer nicht aufpasst, kann schnell im finanziellen Elend enden. Schüler und Studenten sollten über Geld, Steuern und Investitionen etwas lernen.

Konkret gehört meiner Meinung nach Folgendes auf den Lehrplan:

  • Visualisiere das Leben, das du leben willst
  • Verzögerte Belohnung versus Instant Gratifikation
  • Sparplan mit wieviel % des Einkommens einrichten
  • Zinseszins
  • Aktien versus Indexfonds
  • Dividenden, Mieteinnahmen kassieren, passive Einkommensströme aufbauen
  • Steuern
  • Auf was beim Hauskauf zu achten ist
  • Vermögensaufbau, finanzielle Freiheit

Was würdest du noch einem Schüler oder Studenten über Geld/Karriere beibringen? Sprich rund um Investitionen, Finanzen, Vermögen?

In der Liste oben stellte ich die Fakten zusammen, warum es hilfreich ist, einen bestimmten Weg einzuschlagen. Es sollte auch darum gehen, welche Gründe Menschen davon abhalten, diese vernünftigen Pläne zu verfolgen. Ich glaube, dass die bremsenden Gründe in der Mittelschicht meist emotionaler oder psychologischer Natur sind.

Daher sollte der Nachwuchs den Umgang mit folgenden Situationen lernen:

  • Freunde/Familienmitglieder versuchen, dich dazu zu bringen, viel Geld auszugeben, damit du dich angeblich besser fühlst.
  • Fühlst du dich unzufrieden, weil du eine bestimmte Reise oder Gegenstand dir nicht leistest, den sich deine Freunde leisten?
  • Mit den Nachbarn Schritt zu halten, soll ein Bild des Erfolgs zeichnen. Ist das wirklich so? Ist es wichtig, wenn das Umfeld wohlhabend ist, dort mitzuhalten? Was bringt das? Die Gefahren?
  • Angst vor Armut schafft Armut durch emotionales übertriebenes Einkaufen / Horten.
  • Finanzieller Stress/Missbrauch durch Lebenspartner.

Ich denke, die meisten Blogleser können sich motivieren, Geld zu sparen. Sie investieren es langfristig und können damit leben, es nicht anzufassen. Die Mehrheit kann das nicht. Die Mehrheit in der Gesellschaft hat ein schlecht ausgeprägtes Finanzwissen. Deshalb ist es so wichtig, dem Nachwuchs den Umgang mit Geld beizubringen.

Zum Lehrplan sollte gehören, welche Vermögenswerten erfahrungsgemäß welche Wertsteigerungen ermöglichen. Es zeigt sich, dass langfristig der Aktienmarkt am besten abschneidet.

Es sollte gelehrt werden, wie sich die Lebenshaltungskosten zusammensetzen. Wo stecken versteckte Kosten/Gebühren? Etwa bei Autos, Versicherungen, Wartungen, Hausreparaturen, Handys…

Wie Kredite und Zinsen sich negativ auf die Vermögensbildung auswirken können, sollte erörtert werden. Wie hoch sollte die Tilgung im Idealfall beim Hauskauf sein? Was ist bei der Finanzierung zu beachten?

Eine Finanzierung von 600.000 Euro kann über die gesamte Laufzeit leicht 1 Million Euro und mehr kosten.

Warum nicht das Rad statt dem Auto nehmen, wenn es geht? Du tust etwas für deinen Geldbeutel, Gesundheit und Umweltschutz. Zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Solche Beispiele sollten erörtert werden.

Ein wirklich gutes Buch ist die deutsche Ausgabe dieses Bestsellers: Think and Grow Rich – Deutsche Ausgabe: Die Ausgabe von Denke nach und werde reich*. Das Buch schildert anhand von aktuellen Beispielen, wie du ein erfolgreiches Leben gestalten kannst. Wie du Ziele und Ehrgeiz entwickelst. Ich lese jeden Tag darin. Es bringt die wichtigen Schritte auf den Punkt:

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Jonas Bauer
1 Jahr zuvor

Hi Tim,
cooler Beitrag. Was hälst du generell von Autoaktien? Also ich halte mich da aktuell fern von….;)
Grüsse aus dem Schwabenländle.
JB
 

RalfS
1 Jahr zuvor

In den Lehrplan gehört vor allem:
Wie funktioniert das Banken- und Geldsystem?
VWL, Staatsfinanzen
Rentensystem und historische Entwicklung, sowie Alternativen
BWL, Privatvermögen, Assetklassen, Unternehmensgründung, Unternehmensbeteiligungen, Finanzierungen
Cashflow-Quadrant nach Kiyosaki
Eigenverantwortung für die eigenen Finanzen
Recht allgemein
Steuerrecht
viel mehr Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik
Zinseszinsrechnung, Annuitätendarlehen
 
Zinseszinsrechnung ist ja schon heute Thema in der Schulmathematik. Aber das ist noch ausbaufähig.
 
 
 
 

Marcua
1 Jahr zuvor

Warum muss man andere eigentlich immer beleidigen?Wenn du mit Autos etc. nichts anfangen kannst ist das doch völlig okay.Kann man das nicht neutral rüberbringen?Grüße Marcus
 

RS
1 Jahr zuvor

Die Mehrheit ist doch garnicht an Finanzwissen interessiert. Wir leben in einer Konsumgesellschaft und es war noch nie so leicht wie heute unnützen Plunder zu kaufen mit Geld was man nicht besitzt. Immer das neueste besitzen und jedem Trend folgen. Wie viele würden sofort Insolvenz gehen sollte auch nur 1 oder 2 Monatsgehälter ausfallen.

Der Domi
1 Jahr zuvor

@Liste Allgemeinbildung Finanzen.
Ich würde noch…
-Kosten gescheiterte Ehe 
– Für die Mädchen und interessierte Jungs: Männer sind keine Altersvorsorge
 … auf Liste nehmen

RalfS
1 Jahr zuvor

Die Mehrheit ist doch garnicht an Finanzwissen interessiert.
 
Die Mehrheit ist gar nicht interessiert in der Schule etwas zu lernen. Aber Schule ist kein Ponyhof. Schule sollte zwar auch Spaß machen. Aber Schule bedeutet auch, dass man sich bemühen muss und auch mal was lernen muss was nicht total interessiert. Dazu gehört dann aber auch, dass eben nicht jeder das Abitur bestehen wird. Die derzeitige Politik, das Niveau in den Schulen immer weiter zu senken, damit möglichst jeder ohne viel Anstrengung den Abschluss schafft, ist jedenfalls grundfalsch.

Stefan
1 Jahr zuvor

Das ist doch von der Politik gar nicht gewollt.
Das Volk soll dumm und abhängig bleiben.
Welches Stimmvieh blieb denn dann noch für SPD/Linke oder die Grünen?

Michael (Bergkamen)
1 Jahr zuvor

Hi Tim,
im Prinzip ist das gar nicht so kompliziert. Ich zitiere mal:
Charlie Munger investierte lange Zeit selbstständig und erzielte während dieser Zeit knapp 20 % Durchschnittsrendite. Aber wie funktioniert seine Strategie? Auf welche Dinge konzentriert er sich, um diese hohe Rendite zu erzielen? Die Antwort jetzt hier.
1. Sei auf hohe Kursschwankungen vorbereitet
Charlie Munger ist ganz klar ein Langfristanleger. In einem Interview erklärt er, dass er schon mehrere Male erleben musste, wie sich sein Vermögen jeweils mehr als halbierte. „Darauf muss man sich mental vorbereiten“, so Munger. Kursschwankungen gehören zum Aktienmarkt dazu und nur jene Anleger, die sie über sich ergehen lassen können, sind seiner Meinung nach fit für die Börse.
2. Vergleiche dich nicht mit anderen
An der Börse herrscht ein ständiger Wettbewerb, wer der bessere Anleger ist, was zwangsläufig zu hohen Risiken verleitet, die wiederum am Ende in den Ruin führen. Charlie Munger verurteilt diese „Umkleidekabinenmentalität“. Ein gutes Beispiel dafür ist vielleicht die Deutsche Bank, die vor 2008 bewusst enorme Risiken einging, nur um zu diesem Zeitpunkt hohe Renditen zu erwirtschaften und obwohl sie wusste, dass es am Ende in einer Katastrophe enden würde.
3. Folge einer einfachen Checkliste
Charlie Munger empfiehlt zur Aktienauswahl eine sehr einfache Checkliste. Sie enthält die folgenden vier Punkte:
1. Das Geschäft muss leicht verständlich sein. Dieser Punkt ist sicherlich für jeden Anleger anders auslegbar. So verstehen wir alle unterschiedlich viel von verschiedenen Bereichen. Wichtig ist am Ende nur, dass wir bei den Unternehmen bleiben, die wir verstehen und nachvollziehen können.
2. Das Unternehmen muss einen Wettbewerbsvorteil gegenüber seiner Konkurrenz besitzen. Vielleicht ist dies der wichtigste Punkt von Mungers Auswahlkriterien. Ohne diesen hätten Amazon oder Apple niemals ihren heutigen Erfolg erreicht. Mit ihm können sie hingegen über lange Zeit stark wachsen, ohne dass ihnen ein zweites Unternehmen den Rang streitig machen könnte. Lufthansa besitzt hingegen keinen besonderen Wettbewerbsvorteil.
3. Ein integres und intelligentes Management. Beide Komponenten sind sehr wichtig, denn die höchste Intelligenz wirkt zerstörerisch, wenn sie mit einem schlechten Charakter verbunden ist. Viele gute Unternehmen sind beispielsweise an einer hohen Beteiligung des eigenen Managements erkennbar.
4. Die Aktie darf beim Kauf nicht zu teuer sein, so wie man es auch im normalen Leben halten würde, wenn wir eine Immobilie, ein Auto oder ein anderes Produkt erwerben.
Fazit
Munger erklärt, dass diese wenigen Punkte für viele Menschen zu einfach sind und sie die Checkliste deshalb nicht befolgen. „Wie sollte man die Existenz von vielen Business-Universitäten begründen, wenn das Anlegen doch so einfach ist?“, fragt Munger. Sie müssen komplizierte Dinge vermitteln, um das Semester zu füllen, die am Ende jedoch weniger erfolgreich sind.
Munger sagt zu den meisten Aktien „Nein“. Nur Unternehmen, die wirklich seinen Kriterien entsprechen, kommen infrage. Dies bedeutet häufig einfach nichts tun und warten, bis sich Gelegenheiten ergeben. Und weil er seine Beteiligungen sehr sorgfältig auswählt, benötigt er keine breite Streuung seines Depots. Allerdings sind Berkshire Hathaway und Mungers China-Investment mit ihren vielen Beteiligungen schon selbst eine Art Fonds, sodass er am Ende doch ein breit gestreutes Depot besitzt.

VG der Michael (Bergkamen)

Moritz
1 Jahr zuvor

Hey Tim, 
ich bräuchte vielleicht etwas Motivation von dir. 🙂 Ich bin jetzt 19 Jahre alt, lebe noch zu Hause und bin in einer Ausbildung. Ich habe mittlerweise mehrere Bücher über die Börse (z.B. Intelligent Investieren) gelesen und versucht mir dadurch mehr Wissen über Finanzen, Geldanlage etc. anzueignen, da man das ja in der Schule nicht lernt und es auch so eine Art Tabuthema ist.
Meine Familie ist eher einkommensschwach. Dadurch hat auch niemand ein Sparkonto (bei meiner Geburt oder so) angelegt. Ich investiere jetzt seit knapp einem Jahr an der Börse und lebe auch etwas sparsamer. Das wäre auch halb so schlimm. Mich deprimiert es aber, dass viele Leute aus meinem Bekanntenkreis sich zwar kaum mit dem Thema Geldanlage beschäftigen, aber trotzdem deren Eltern und Großeltern Sparkonten, Bausparverträge oder Aktien für sie angelegt haben und sie auch allgemein viel Geld für Konsum ausgeben, aber trotzdem mehr im Monat zurücklegen können als ich. Und ich kann mich nicht einmal damit trösten, dass es mir auf lange Sicht besser geht. Denn die werden irgendwann das Vermögen ihrer Eltern erben. Sorry, aber ich musste das einfach mal loswerden. 🙁 

Felix
1 Jahr zuvor

Interessant!Wie viel davon habt ihr im Portfolio?
Stock gains this year:
Zoom: +262% Tesla: +259% Docusign: +165% Teladoc: +160% Shopify: +144% Etsy: +132% Wix: +120% Peloton: +106% Square: +93% Spotify: +76% Nvidia: +73% PayPal: +61% Amazon: +60% Snapchat: +50% Netflix: +52% Slack: +42% Apple: +31% Microsoft: +29% Google: +13%

Lothar Gladrow Herr
1 Jahr zuvor

Diesen Satz  habe  ich  schon  vor 3 Jahren  gesagt,  und er stimmt.  Staat  Party  zu machen ( Loveparade)   sollten sich die jungen  Menschen  um Ihre private Altersvorsorge  kümmern, aber nicht in Form von LV  sondern über Aktien/ ETF Sparpläne.
Dies bedeutet  aber auch mehr Risiko,  aber auch mehr  Chancen  auf Rendite  für einen selber. Ich wäre froh gewesen  hätte ich vor 25 Jahren   etwas von ETF-SPARPLÄNE  GEWUSST. Dann würde ich heute ganz anders darstehen. 

Guter Beitrag Tim, wäre viel zu schön um wahr zu sein. Ich denke es wird nie passieren, dass finanzielle Bildung auf den Lehrplan kommt. Der Statt lebt von den Menschen die jeden Tag ihren Job verrichten und braucht sie einfach dumm. Wenn sich jeder mit seinen Finanzen auseinander setzten würde, gäbe es zu viele die den Drang verspüren finanziell Frei zu sein…. 
 
Gruß Stefan 

Robert
1 Jahr zuvor

@Moritz
Lass Dich davon nicht demotivieren. Was Du machst is genau richtig! Du lernst gerade in jungen Jahren etwas, das viele Menschen ihr ganzes Leben lang nicht lernen: sich Ziele setzen, Willensstärke und Durchhaltevermögen zeigen und Ehrgeiz entwickeln, seine Ziele umzusetzen. Diese Erfahrung wird Dir im Leben viel Nutzen bringen. Eine Sache wirst Du sicherlich auch noch lernen: vergleiche Dich nicht mit anderen. Das bringt nichts. Bleib am Ball! Du machst das super!

Stefan
1 Jahr zuvor

@Stefan
Klasse Kommentar!!!
 Die Linken dürfen sogar öffentlich dazu aufrufen  “Reiche erschießen zu wollen”….ohne Konsequenzen.
Das zeigt doch,  wie krank diese Partei ist.
Linke und Grüne können/wollen anderen nur was wegnehmen, randalieren……
 
 
 
 

1 Jahr zuvor

@Moritz
Ich bin auch manchmal neidisch, wenn andere z.B. für den Hauskauf Geld von ihren Eltern bekommen. Neid bedeutet, dass man nur das Gute will, was einem  Gegenüber erfährt, aber die damit verbundenen Nachteile nicht haben möchte. Wer alles geschenkt bekommt, verlässt sich ggf. darauf und weiß es nicht zu schätzen. Ich halte mich hingegen für sehr eigenständig. Das möchte ich nicht missen. Habe mich komplett auf mein Studium konzentriert, um mal gut zu verdienen. Ich war 25 oder 26 als ich 100k Vermögen komplett alleine angespart hatte. Vielleicht hat man es in jungen Jahren ohne Geld schwerer, aber es wird immer leichter. Viel wichtiger als reiche Eltern sind für mich ein solider Job und ein passender Partner an der Seite. 
Liebe Grüße
Jenny

DanielKA
1 Jahr zuvor

@ Ex-Studetin: Es gibt nunmal keine Gerechtigkeit im Leben, würdest du deine Geschichte abseits Tim#s Blog posten, was meinst du wieviel Neid du erfahren würdest, “was 100 K mit 26”, das ist nicht schaffbar bzw, nur durch Ausbeutung anderer möglich etc. Wieviel du verzichtet bzw. gespart hast, diese Geschichte würde keinen interessieren.
Vergleiche sind menschlich, geht ja schon im Kindergarten und in der Schule los und ist in unserem System so angelegt. Als Student vergleicht man sich natürlich mit der peer group, als Berufseinsteiger usw kann man jetzt auf alle Ebenen ausweiten. Langfristig macht das ständige vergleichen aber unzufrieden und unglücklich. Lieber zufrieden sein mit dem was man hat und natürlich weiter an gewissen eigenen Zielen arbeiten und nicht was die Gesellschaft vorgibt, wenn es nicht die eigene Meinung ist.

PeterF
1 Jahr zuvor

Die hier im Artikel genannten „Clownautos“: Für das eigene Depot / Vermögen schädlich, für die (deutsche) Gesellschaft sehr kostbar:
Von den Umsätzen in der Automobilindustrie werden hohe Gehälter, Zuliefererunternehmen und vieles mehr bezahlt. Diese nutzen das Geld natürlich ebenfalls, was weiteren Wohlstand schafft.
Bei dem Kauf eines Porsches macht Porsche bestenfalls einen Gewinn, welches in Ba-Wü zu Gewerbesteuereinnahmen führt. Der Gewinn wird anschliessend an den Volkswagen Konzern ausgeschüttet, somit profitiert auch Niedersachsen, aber auch auf Bundesebene (Körperschaftsteuer) ganz Deutschland. Selbiges gilt natürlich für Bayern und BMW, bzw. Daimler und Bawü. Beim Fall VW ist es ja gar so, dass das Land Niedersachsen darüber hinaus aus den Dividenden weitere Erträge erhält. Die bei Dividendenzahlungen einbehaltene Kapitalertragssteuer tut ebenfalls dem Staat etwas gutes….
 
Ich will damit sagen: Den Kauf von „Clownautos“ schlecht zu reden ist zu kurz gegriffen. Konsum ist wichtig. Sie treiben die Umsätze der Unternehmen in die Höhe. Ich gebe dem Artikel völlig recht: Solche Autos schlagen ein riesiges Loch ins Depot und jeder am Vermögensaufbau-Interessierte sollte davon Abstand nehmen. Aber: Wenn alle nur am eigenen Vermögensaufbau interessiert sind, schrumpfen Umsätze und Gewinne…
kurzer Zusatz zum Thema Dividende in der Automobilindustrie: Wieso sich die Politik damals für eine Dividendenstreichung ausgesprochen hat, ist mir schleierhaft. Der Bund hat corona-bedingt massive Ausgaben, wenn die Automobilkonzerne Milliarden an Dividende ausschütten und der Bund (zwar nicht von allen, aber häufig) 25% Steuer kassiert, dann profitiert doch auch der Staat hierbei….
 
PeterF

bilbo78
1 Jahr zuvor

Auch ich träume von der Freiheit, wie sie hier so gerne propagiert wird. Bin 42 Jahre jung und Wissenschaftler mit einem Gehalt von knapp 80.000  € brutto p. a. Ich habe mein gesamtes Vermögen von ca. 210.000 € in ETFs und 2 Einzelaktien angelegt. Ich spare monatlich ca. 1.000 € und habe daher kein sonderlich ausuferndes Luxusleben (das ist schwer, da ich in Ku’damm-nähe wohne in Berlin). Nun ja, leider sehe ich keine Freiheit weit und breit. Das braucht mich noch ewig und drei Tage bis zur ersten Million. Ich halte das Gerede von Freiheit also für unrealistisch. Das schafft man eher als Konzernerbe (ich kenne zwei davon, zufälligerweise) oder als Unternehmer allgemein halt. Mit ETFs muss man schon alt und grau werden, und bis dahin sind 1 Mio nicht gerade mehr viel wert…insbesondere wenn man die kommende Inflation durch die Corona-Krise bedenkt.
Schönen Tag noch!

Thorsten
1 Jahr zuvor

Ich bin so froh , dass ich mit der mental eingeschränkten Testosterongruppe “Auto, Fußball, Alkohol, Frauen” nix mehr zu tun haben muss. Da geht das Verdiente sofort wieder raus und die Birne bleibt hohl. Vier Positionen , die verdammt teuer sein können, wenn man es übertreibt. 

Moritz
1 Jahr zuvor

@Tim @Ex-Studentin
Danke für eure netten Worte. Es ist zwar schade, dass nicht jeder die gleichen Startbedingungen hat, aber das ganze Thema Aktien macht mir auf jeden Fall sehr viel Spaß und das ist ja das wichtigstes im Leben 🙂 
@Ex-Studentin 
Respekt für die 100.000€. Mal schauen, wie lange ich dafür brauche. Fehlen auch nur noch 95.000 😉

DanielKA
1 Jahr zuvor

@ Bilbo78: Eventuell steht der Ku’damm (hohe Miete) finanziell im Weg? Oder besitzt du dort eine ETW?  80 TEUR ist schon mal ein Topgehalt, da muss was gehen und 42 ist jetzt kein Alter, bis 55 hättest du noch 13 Jahre und wärst immer noch sehr jung.

bilbo78
1 Jahr zuvor

Hi DanielKA, die Mieten am Kudamm sind zwar hoch, aber laut Mietspiegel sollten die Mieten erheblich viel niedriger sein. Ich habe ursprünglich 1.000 kalt gezahlt pro Monat und habe nun mit meinem Anwalt die Miete auf 600 kalt gedrückt. Das könnten hier viele tun, nur das entspricht nicht gerade der Deutschen Mentalität. Da ist man doch lieber Duckmäuser. Von wegen Gentrifizierung….
ich bin übrigens ursprünglich auch aus KA….nettes, beschauliches Städtchen…

Kiev
1 Jahr zuvor

@ Bilbo
Ich hatte denselben Gedanken wie DanielKA. Führst Du ein Haushaltsbuch? Hast Du eine Familie? Vielleicht kann ein Haushaltsbuch Dir aufzeigen wo das Geld versickert. 

DanielKA
1 Jahr zuvor

Das hört sich doch gut an mit den nachverhandelten 600 EUR Miete, und mit dem großen Depotgrundstock von > 200K ist noch einiges machbar. An der 1 Mio. EUR würde ich mich jetzt nicht festbeißen, mir wäre nicht die absolute Vermögenshöhe wichtig, sondern der erzielbare Cashflow aus allen Investments.
Bei Thema Karlsruhe kann ich nur zustimmen:-)

1 Jahr zuvor

Auch wenn das Wort echt ausgelutscht ist, halte ich “Mindset” noch für viel wichtiger als das technische Finanzwissen. In meinen Augen ist es viel wichtiger den Charakter zu stärken und einen ausgewogenen Umgang mit Geld zu erlernen. Natürlich müssen die Basics auch irgendwo sitzen (Was ist eine Aktie etc.), darauf würde ich aber nicht den Fokus setzen. 
Meine Mutter sagt immer: “Alles extreme ist schlecht!” Das gilt auch für das Geld. Extrem sparsam und extrem verschwenderisch führt beides nirgendwo hin. Viel zu oft wird an den Ausgaben geschraubt und das Einkommen vergessen. Dabei ist es ab einem gewissen Punkt viel leichter 500 Euro mehr zu verdienen, als 500 Euro mehr zu sparen.

Sven Svenson
1 Jahr zuvor

@Moritz:Danke für deinen Beitrag. Ich glaube, du sprichst vielen aus der Seele. Auch ich kann fühlen, was du schreibst. Meine Eltern haben einen kleinen Handwerksbetrieb, meine Kinderspielsachen hat mein Vater selbst gebaut. Genau wie meine Möbel. Das ist nachträglich betrachtet eigentlich echt cool, aber als Kind ist es das weniger, wenn alle anderen Freunde einen Gameboy haben, coole Sneaker usw. Zu meiner Schulzeit habe ich sehr wenig, bis kein Taschengeld bekommen. Das hatte zur Folge, dass ich viel in den Ferien gejobbt habe. Da hat sich die Connection in die Handwerker-Szene schon ausgezahlt 😉 Mir hat mein Geld immer gereicht und häufig hatte ich mehr Geld auf der Kante, als die Schulkollegen, die ihr gesamtes Kindergeld ausbezahlt bekommen haben- ich war eben auch sparsam. Dadurch, dass meine Eltern selbstständig aber nicht reich waren, habe ich zwar nichts direkt über die von Tim genannten Themenbereiche gelernt, aber ich habe gelernt, was man braucht, was man nicht braucht und wie man sein Geld beisammen hält. Das ist auch was wert.
Ich war auf dem Gymnasium und bin dort mit einem gesunden Mittelmaß an Aufwand gut durchgekommen. Abschluss mit einer sehr durchschnittlichen Note. Aufgrund meines familiären Backgrounds, konnte mir niemand einen Tipp bzgl. Studium/Uni/FH geben. Meine Eltern rieten mir zu einer soliden Ausbildung – am besten bei der örtlichen Sparkasse (angesehener Berufsstand, gute Weiterbildungsmöglichkeiten, zu Hause wohnen bleiben etc.).
Ich kürze jetzt ab…
Zur Uni wollte ich nicht, zu Hause wohnen bleiben auch nicht. Von meinen Eltern finanziell abhängig sein, wollt ich erst recht nicht, Bafög war mir zu kompliziert. Ich entschied mich, mich auf duale Studienplätze zu bewerben. Das gibts nicht in jedem Bundensland (wobei, inzwischen vielleicht schon). Man arbeitet bei einer Firma, bekommt durchgängig eine gute Ausbildungsvergütung (damals >800 EUR), alle 3 Monate geht man im Block an die Hochschule (z.B. DHBW) und studiert dort für 3 Monate. Nach drei Jahren (=6 Semestern) und 6 Praxisphasen im Unternehmen ist man durch und hat einen Studienabschluss UND Berufserfahrung. Einstiegsgehalt liegt danach heute bei ca. 50K EUR.
Danach habe ich strategisch ein paar mal den Job gewechselt, sodass ich mit 28 Jahren einen Job in der Schweiz hatte, bei dem ich >100.000 EUR verdient habe. Nach ein paar Jahren bin ich wieder nach Deutschland gegangen und konnte da anknüpfen. Netto war es leider etwas weniger als in der Schweiz, brutto aber mehr.
Ich habe es geschafft aus eigener Kraft, ohne Sparkonto der Eltern, ohne Bausparvertrag, ohne Finanzspritzen während des Studiums o.ä. in relativ kurzer Zeit mit ehemaligen Schulfreunden gleich zu ziehen, bzw. die zu überholen, die aus Ärzte- oder Lehrerfamilien kommen.
Das Erbe müssen wir da jetzt mal außer Acht lassen. Aber ich werde auch im Alter ein gutes Auskommen haben. Da brauche ich kein Erbe. Vielleicht holen die anderen mich dann wieder ein 😉
An einer einzigen Stelle hatte ich dabei “Glück”. Nämlich dass ich damals einen dualen Studenplatz bekommen habe. Meine Abi-Note hätte dafür eigentlich nicht ausgereicht. Die Ansprüche der Firmen sind eigentlich höher, aber ich war etwas hartnäckig und habe noch zwei mal nachgefragt und hatte dann Glück, dass sich eine Option ergeben hat, die nicht ausgeschrieben war.
Drei Learnings, die ich dir aus meiner eigenen Erfahrung mit auf den Weg geben kann:

Lerne stätig, entwickle dabei Ehrgeiz und versuche dir dabei das gelernte in Form von guten Noten attestieren zu lassen. Hätte ich ein besseres Abi gehabt, wozu ich locker in der Lage gewesen wäre, hätte es mir Türen geöffnet und ich hätte mich nicht auf mein “Glück” verlassen müssen. Wenn dir lernen Spaß macht, schau welche zweiten und dritten Bildungswege dich ggf. weiterbringen. Die Möglichkeiten in Deutschland sind super und kosten zum Teil nix!
Sei hartnäckig. Wenn einem schon nix in die Wiege gelegt wird, muss man sich eben ein bisschen durchbeißen und sich nicht sofort abwimmeln lassen. Damit habe ich immer gute Erfahrungen gemacht. Bei Jobs, bei Noten, bei Preis-/Gehaltsverhandlungen, bei Gewährleistungsansprüchen etc. Erst neulich hat mir die Firma Weber trotz abgelaufener Garantie aus Kulanz ein neues Grillrost geschickt. Die erste Antwort war “Nein”. Die zweite war dann “Ich habe noch mal mit meinem Vorgesetzten gesprochen. Wir machen das aus Kulanz”. Bei der DKB habe ich mich neulich direkt beim Vorstand über deren katastophales Online-Banking beschwert. Es ist immer noch katastrophal, aber ich habe jetzt 10 Free-Trades 😉 (Ich hatte nicht darauf spekuliert und bin schon dabei die Bank zu wechsel, aber es hat mich mal wieder darin bestätigt, dass man den Status Quo nicht akzeptieren muss, wenn man nicht zufrieden damit ist und glaubt, dass es möglich ist ihn zu verbessern).
Sei gut in dem, was du tust. Das knüpft an 1.) an. Man könnte es auch umdrehen und sagen: “Tu, was du gut kannst”. Ich habe mal eine Dokumentation über einen Barkeeper gesehen, der am Abend 4000,– EUR verdient und zu exklusiven Events gebucht wird. Er kann halt nicht nur Bier öffnen. Er macht geile Cocktails, jongliert dabei, spuckt Feuer und liefert eine super Show ab. Aber für diesen Erfolg musste er nicht promovieren oder BWL-Studieren. Wenn du merkst, dass du nicht gut sein kannst, dann ist es vielleicht nicht das Richtige. Auch ich habe mich einmal dazu entschieden noch die Fachrichtung zu wechseln.

Sei jedenfalls nicht frustiert, wenn andere einen Vorsprung haben. Beim Thema Vermögen läufst du einen Marathon, keinen 100m Sprint. Wenn andere dabei einen Kilometer Vorsprung haben, dann mach dir den Windschatten, das Gefälle und deine Aerodynamik zu Nutze. Bis zum Ziel hast du sie eingeholt oder überholt.
Sei stolz auf das, was du ganz alleine erreicht hast. Das befriedigt mich jedenfalls 100 mal mehr, als irgendwas geschenkt zu bekommen. Wenn du jetzt schon solche Bücher ließt, dir Fachwissen aneignest und Geld am Finanzmarkt investierst, bist du mir 10 Jahre voraus. Du gehst einen guten Weg, sei stolz darauf. Viel Erfolg!

Kiev
1 Jahr zuvor

@ DanielKA
Bei dem Punkt bin ich mir nicht so sicher “Das hört sich doch gut an mit den nachverhandelten 600 EUR Miete”
Als nach verhandelt würde ich die Herangehensweise nicht unbedingt bezeichnen. Ich sehe hier eine hohe Wahrscheinlichkeit für zukünftige Auseinandersetzungen. Wenn ich es richtig verstanden habe wurde eine Wohnung für 1000€ kalt besichtigt, eine Zeit bewohnt und dann die Miete auf 600€ kalt mit einem Anwalt reduziert. Als Vermieter würde ich vermutlich eine Entmietung als oberste Priorität verfolgen.

DanielKA
1 Jahr zuvor

@ Kiev: In Berlin gelten halt andere Regeln 😉 muss man aus Investorensicht nicht gutfinden, für den Bestandswohner hat dies natürlich Vorteile. Ich gehe davon aus, dass man auch nicht so einfach gekündigt werden kann.

Chris1
1 Jahr zuvor

Bilbo: Dein Gehalt ist wirklich gut
Da müsste deutlich mehr als 1k im Monat drinn sein. Was natürlich hilft, sind Dividenden die man wieder anlegt.

AktienNewbie
1 Jahr zuvor

Hallo Tim,

du erwähntest mal, dass du grob 50 bis 60 Werte hast. Du richtest dich nach KGV, Management, usw. aber wie machst du das mit der Diversifikation bei Einzelaktien? Kaufst du bei einer günstigen Gelegenheit auch noch die 2 größten Mitkonkurrenten im selben Bereich? Oder gibt es da eine Regel in der Art wie, wenn bspw. Tec-Wert dann noch ein Gesundheits-Wert und ein Öl-Wert oder bei Bank-Wert noch ein Industrie-Wert dazu? Oder kaufst du einfach irgendeinen Wert egal welche Branche oder Land, wenn er sich aufgrund von KGV, Management, usw. rechnet, vollkommen unabhängig von Diversifikation?

Machst du auch ein Rebalancing zwischen allen Einzelwerten?

Möchtest du die beiden Fragen beantworten oder ist das jeweils geheim?

Und warum sollte man nicht sein Depotvolumen oder seine Vermögensverhältnisse offen legen? Heutzutage weiß doch jeder das sowas wie Gier oder Neid eher Kindergarten bis Vorschulniveau sind. Oder gibt es noch andere Gründe hierfür?

VG, AktienNewbie

PS: Ich habe mir deine Buchempfehlung oben aus dem Artikel gekauft 🙂 Dankeschön!

1 Jahr zuvor

@Aktiennewbie
Warum man Vermögenswerte nicht offenlegen sollte, merkst du dann Spätestens wenn du Reich bist.

1 Jahr zuvor

@Felix,
ich habe keine einzige Aktie von denen im Depot. Passen nicht zu meiner Strategie. Aber das ist nicht schlimm, ich bin mit meinen Ergebnis trotzdem zufrieden. Freue mich wenn andere diese Aktien im Portfolio haben und Sie damit Freude haben. 
 
@Moritz,
ich sehe es auch so. Schaue nicht auf andere, sonder auf Dich selber und entwickel deine eigene Strategie. Lese, lerne und mach es. Fehler wird man nie vermeiden, aber durch viel Wissen und Erfahrung wird man langfristig ein besserer Investor. Ich fahre meine Strategie zu 95% über die letzten 5,5 Jahre und bin damit sehr zufrieden. Habe über den gesamten Zeitraum einen fünfstelligen Dividendenertrag generieren können. 
 
@Tim,
was hältst Du von Fisker?
 
 

AktienNewbie
1 Jahr zuvor

@Josef: Das dauert bei mir ja noch eeeewig. Weißt du, eigentlich hatte ich diese Frage gestellt um nicht ganz solange auf eine Beantwortung warten zu müssen 🙂 Naja, und um negativen Erfahrungen aus dem Weg zu gehen. Ich danke dir in jedem Fall dafür, dass du so schnell reagiert hast.

1 Jahr zuvor

@DanielKA
Mir helfen Vergleiche mit anderen. Es hilft mir, meiner Energie den richtigen Fokus zu geben. Ich würde z.B. nie eine sportliche oder künstlerische Karriere einschlagen. Im Vergleich bin ich da einfach nicht gut. Wenn man aber merkt, worin man besser ist als andere, dann kann man diese Stärken entsprechend nutzen. So findet hoffentlich jeder seine eigene Nische.
Mir wurde manchmal schon unterstellt neidisch zu sein / anderen etwas nicht zu gönnen. Aber weiß nicht, ob ich das ändern kann. Man sollte geschenkte Dinge nicht als Eigenleistung verkaufen. Wer 100k von den Eltern geschenkt bekommt und sich davon ein Immobilien-Imperium aufbaut, hat damit Großes geleistet. Aber ich finde es nicht gut, wenn es dann heißt: “Das kann jeder schaffen!!” Denn 100k haben oder nicht haben machen einen Unterschied. Viele sind sich nicht bewusst, wie viel ihr familiäres Netzwerk wert ist. 
@Moritz
Mache dir da nicht so viel Stress. Gerade in jungen Jahren ist die Ausbildung und die Einkommenssteigerung am wichtigsten. Und dass man gut im Alltag zurecht kommt. Einen eigenen Haushalt führen, Kochen, auf die Gesundheit achten. Im Nachhinein war ich viel zu verbissen beim Sparen und konnte Sachen nicht so richtig genießen. Habe viele Überstunden gemacht & an allen Ecken gespart. Sah zwar auf dem Konto gut aus, aber als private Probleme dazu kamen, hat’s mich mit 25 gesundheitlich einfach mal  richtig weggefegt. Deswegen ist mein Motto: Überleg dir, was du mit 1 Millionen Euro machen würdest (z.B. Familie gründen, Welt bereisen, ehrenamtlich tätig werden..) und dann machst du die Dinge einfach schon vorher, ggf. in abgespeckter Version. 🙂

Livermore
1 Jahr zuvor

Ferrari ist meine einzige Auto-Aktie. Da hab ich nichts falsch gemacht.
 
 

DanielKA
1 Jahr zuvor

@ Ex-Studentin: Da gebe ich Dir recht, es kann definitiv nicht jeder schaffen. Top 10 % vom Einkommen bleiben eben auf die Grundgesamtheit gesehen Top 10 und es gibt halt 90 % andere, die auch gerne was reißen würden. Deswegen finde ich die allgemeingültigen Tipps von Tim hier deutlich sinnvoller. Mit Spar (vermeide Lifestyleinflation, Haushaltsbuch usw.)- und Investitionstipps (Ob jetzt Immo oder Aktien/ETF usw.) kann auch ein Normalverdiener etwas anfangen, als Chaka du musst 100K im Jahr machen oder Vermögen von 1 Mio. EUR haben, die Einnahmeseite etc (ja gehört auch dazu, aber für die überwiegende mehrheit gibt es eben enge Grenzen).

Christoph
1 Jahr zuvor

An Moritz:
Schau nicht nur auf die Nachteile. Dein Vorteil, du bist 19 Jahre jung. Geh auf einen Zinsrechner deiner Wahl. Vergleiche den Zinseszinseffekt von 30 Jahren mit dem von 40 Jahren. Ein Riesenunterschied.
100€ mtl 40 Jahre= 191k (Annahme: 6% Rendite p.a. buy and hold)
500€ mtl 19 Jahre = 209k
Dein Vorteil: du beginnst früh. Der Zinseszinseffekt bedeutet dass du irgendwann nichts mehr einzahlen musst, und dein Depot trotzdem wachsen wird. Denk daran. Und vergleich dich nicht mit anderen, das hilft dir nicht.
 
Hier der Link und der Vergleich 30J vs 40J:
https://www.zinsen-berechnen.de/sparrechner.php
30J 100€ mtl 6% = 97.953€
40J 100€ mtl 6% = 191.750

Hi Tim,
schöner Artikel. Bei unseren Kinder versuchen wir jetzt, da sie noch klein sind, eher wenig zu bilden. Wie alle anderen Kinder auch, sind sie schon geborene Unternehmer und Investoren.
1) Sie wagen wen ersten Schritt, obwohl sie sich durchaus häufig verletzen und das auch wissen.
2) Besitz finden sie langweilig, spätestens nach 2 Tagen. Daher lieber Spielzeug leihen.
3) Motivation kommt vom Interessen, die Welt zu entdecken. Nicht von Schulnoten.
Da kann ich auch noch ganz schön viel von lernen ?
Beste Grüße, Eva
 
 

Lad
1 Jahr zuvor

🙁 “”Was würdest du noch einem Schüler oder Studenten über Geld/Karriere beibringen?”” 🙁 
In der letzten Klasse der Grundschule sollte man lernen: Value Investing – Buy and Hold – Dividenden als Rente.
Nur günstig bewertete Aktien mit Dividendenrendite 3% bis 8% kaufen, nur von alten, gesunden Unternehmen, die mehr als 30 Milliarden wert sind. Und wenn kein Bankrott droht, alle 20-30 Aktien wegen Dividende bis zum Tode halten. Wenn die Dividende gekürzt wird, oder einmal nicht bezahlt wird, oder wenn der Aktienkurs einmal in der Dekade 50% sinkt, ist es kein Grund zu verkaufen, sondern ein Grund billig zukaufen. Riesterrente und freiwillige Rentenversicherung meiden!
Nicht spekulieren, keine überbewertete Aktien kaufen, keine Aktien ohne Dividende, keine Aktien kaufen mit der Empfehlung ”Kaufen” in den Magazinen!
🙂 Als einzige Autoaktie der Welt sollte man ewig wegen Dividenden die Stammaktie von BMW halten. Wenn Coca Cola ständig stark überbewertet ist, sollte man AB InBev kaufen und wegen Dividenden ewig halten, so besitzt man auch einige Brauereien in München. Was heute noch günstig ist und wegen Dividenden für immer haltbar ist: Allianz, BASF, D.Telekom, Munich Re, Siemens, Iberdrola, Sanofi, R.D.Shell, BHP Group, British American Tobacco, Enbridge, Bank of Nova Scotia, Wells Fargo, AT&T, Kraft Heinz, Raytheon Technologies, Mitsubishi Corp.(=Handelsgesellschaft) 🙂

1 Jahr zuvor

Ich denke, Schule sollte in erster Linie Methodik vermittel und wenn es unbedingt inhaltlich werden muss, dann sollte sich das auf das Erlernen kritischer Distanz beschränken. Vieles, was hier als sinnvoll und gut propagiert wird, läuft in erster Linie auf Bevormundung hinaus. Kinder sollen allen Ernstes per von oben vorgegebenen Lehrplan eingetrichtert bekommen, was für sie gut ist (Sparsamkeit, Enthaltsamkeit, Investieren etc.) und was nicht (Clownautos, Konsum usw.). 

Dass es ein Fach wie Privat(!)finanzen nicht gibt, hat einen guten Grund und der lautet Eigentumsfreiheit. Wenn ein Lehrer meinen Kinder vorschreiben will, wie man richtig zu leben hat und das über die im Grundgesetz niedergeschriebenen und im normal geltenden Rechtsrahmen niedergelegten Vorschriften hinausgeht, dann haben wir einen Fall und ich werde tätig – unabhängig davon, ob ich dem grundsätzlich zustimme oder nicht.

Erinnert mich stark an Farm der Tiere. Gut gemeint ist nicht immer gut gemacht.

Ralf
1 Jahr zuvor

 Bin 42 Jahre jung und Wissenschaftler mit einem Gehalt von knapp 80.000  € brutto p. a. Ich habe mein gesamtes Vermögen von ca. 210.000 € in ETFs und 2 Einzelaktien angelegt. Ich spare monatlich ca. 1.000 € und habe daher kein sonderlich ausuferndes Luxusleben
 
Irgendwas stimmt da aber nicht, wenn man bei einem Gehalt von 80k€ brutto nur 1000€ monatlich sparen kann (oder will). Wohl doch ein Luxusleben oder Jammern auf hohem Niveau. 

Felix
1 Jahr zuvor

#Lad
Die Charts der Aktien von Lad über die letzten 10 Jahre schauen wenig ermutigend aus. Man bekommt 3 bis 4 % Dividende abzüglich 28% KESt und fährt einen p.a.-Kursverlust von ca. 10 % ein, macht unter dem Strich rd. 7 % Verlust, so dass man nach 10 Jahren sein eingesetztes Kapital halbiert hat (nominal, real ist es mehr).

# Siemens
Im September soll Siemens Energy von Siemens abgespalten werden. Die Bestandsaktionäre bekommen dann nach einem bestimmten Verhältnis diese neuen Aktien eingebucht. 
Vermutlich wird im gleichen Maße der Kurs der ursprünglichen Siemensaktien angepasst.
Die Neueinbuchungen könnten steuerlich als Gewinn angesehen und entsprechend versteuert werden. 
Mir ist das bei ITT schon einmal passiert. Man zahlt dann Steuern auf sein eigenes, investiertes Kapital als wären es Gewinne. Wer für 10.000 € Neueinbuchungen erhält, bei dem sinkt der Siemenskurs um genau diese 10000 €. Und außerdem wird sein Konto mit 2500 € Soli belastet. Man hat dann 2500 € weniger, ohne irgendeinen Gewinn gemacht zu haben, nur durch diese Abspaltungsaktion.
 
Hat jemand Infos, ob das wieder so gemacht wird. Bei ITT habe ich seinerzeit mein Geld nicht zurückgekommen.
 
Ich schmeiß deshalb vorsorglich meine Siemensaktien raus. Das ist sowieso ein seltsamer Verein, der beständig Tafelsilber verscheuert: Infinion raus, Osram raus, Heltheniers raus, Energy raus, Bahnsparte raus – was bleibt da eigentlich noch?
 
 
 
 
 

KarenDetector
1 Jahr zuvor

@bilbo78
1.000€ bei 80.000€ brutto?
 
Lebst du alleine?
 
Ich (30) verdiene knapp unter 70.000€ brutto und spare ~2200€ mntl. Ich habe nicht das Gefühl auf irgendetwas bewusst zu verzichten. Auslandsurlaube in Südamerika oder Neuseeland sind auch dabei.
 
Aber eben fast immer im Zelt, Campingvan oder sonst wie in der Natur. Ohne den Ausgleich zum Büro würde ich zu Grunde gehen 😀
 
Meine strategisch wichtigsten Hebel sind: WG, Firmenwagen und Geld verprassen eigentlich nur im Urlaub mit im voraus fest dafür angespartem Budget. Wenn es weg ist, ist es weg.
 
Somit komme ich mit 1000€ im Monat hervorragend aus. Das studentische Mindset ist irgendwie nie so richtig flöten gegangen und nur graduell in den Punkten gewachsen die uns wichtig sind, wir kaufen gefühlt fast nur Bio. Achja, gut mit dem Partner in einer WG zu leben ist natürlich der größte Erfolgsfaktor und für die Skeptiker unter euch: man kann auch Häuser mit den besten Freunden mieten 😉
 
Wie sieht es aus mit Wohnen, Mobilität, Restaurants? (Bei der Wohnung meine ich auch Interieur.)

bilbo78
1 Jahr zuvor

Hm tja, ich habe ein teures hobby, nämlich rennradfahren. Ja, ich könnte wohl mehr sparen, aber für mich ist das anstrengend und ich gebe nunmal gerne geld aus. Im monat 1000 Euro sparen ist doch ok…ich will ja auch was vom leben haben.
also 2000 euro pro monat sparen…da bin ich noch nie annähernd ran gekommen. Höchstens mal 1500 €. Aber was solls, auch damit braucht man superlange bis zur finanziellen freiheit. Da lebe ich lieber den mittelweg und gönn mir öfter was. Und nun ja, ich gehe fast jeden tag ins restaurant (lebe alleine…bei Frauen war ich nie sonderlich erfolgreich. Vermutlich zu arrogant..aber naja)

Rüdiger
1 Jahr zuvor

Die Charts der Aktien von Lad über die letzten 10 Jahre schauen wenig ermutigend aus …
 
Aber er ist glücklich mit seinen abgeranzten Dividenden-Buden. Warum sollte man ihm die madig machen?  😉
 

Kiev
1 Jahr zuvor

@ Bilbo
Ich kann das Haushaltsbuch empfehlen. Was heißt denn überhaupt Rennrad fahren ist ein teures Hobby? Ist das ein Gefühl, oder liegt es an jährlichen Radkäufen, an den Biergarten Pausen oder an den Radurlauben?
Eine Kategorie Rennrad würde die Kosten zumindest nüchtern wiedergeben. So kannst Du die Ausgabe dann in Relation zu anderen Dingen betrachten. Vielleicht ist der gelegentliche Dönerkonsum am Ende teurer als das Lieblingshobby… 
Es macht einen sehr großen Unterschied, ob man 1000€ im Monat oder 1500€ im Monat sparen kann. Am Ende der Karriere vielleicht nicht mehr, aber am Anfang der Ansparphase durchaus. Nebenbei benötigst Du weniger als 1 Mio für die Freiheit, wenn Du mit 500€ weniger ein gutes Leben führen kannst.
Ich habe auch ein Rennrad. Ich kann es mit einer Hand senkrecht hoch heben. Es wiegt aber ein Stück mehr als 5kg. Ein Radprofi würde auf seinem oder meinem Rad gegen mich in einer anderen Liga fahren. Ob jetzt mit seinem Rad oder meinem. Der Unterschied ist irrelevant. Falls Du als Beispiel eine 4 Tagewoche durchführst und an einem Tag eine 100km Radtour zusätzlich machst wirst Du vermutlich mit Deinem alten Rad schneller sein als mit einem neuen Modell. Nebenbei siehst Du mehr von der Landschaft.

Perpetuum Mobile
1 Jahr zuvor

@Lad, mit der Stammaktie von BMW der letzten 10 Jahre konnte man vom Kurs her keinen Blumentopf gewinnen. Wieso wird das schöngeredet?

Thorsten
1 Jahr zuvor

Jegliche Bemühungen Finanzwissen in der Schule zu vermitteln würde an der linken Lehrerschaft scheitern. Nur kritische Themen würden auf den Tisch kommen. Gefälle zwischen Arm und Reich, Diskussion über Gerechtigkeit der Erbschaftssteuer etc. Am Ende sind die Kinder verunsichert, indoktriniert und davon überzeugt, dass Ehrgeiz und Sparen ganz böse kapitalistisch sind und nur Teilen,  hohe Besteuerung und Umverteilen von oben nach unten Lösungen sind. Der Einzelne soll nicht an sich selbst denken , sondern immer zu Gunsten der Gemeinschaft zurückstecken und nicht mehr als der Durchschnitt haben, damit es “gerecht” wird. Vor ein paar Jahren habe ich den Lehrern gegenüber erwähnt, dass ich bei guten Noten Geld gebe. Ich wurde belehrt, dass das kapitalistisch sei, nie habe so viel Hass in den Augen gesehen, seitdem halte ich in der Schule die Klappe und grinse dämlich vor mich hin. Willkommen in der DDR2.

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