Er verdient über 100.000 Dollar im Monat und fährt ein uraltes Auto


New York, 24. März 2019

Bobby Hoyt betreibt den Blog Millennial Money Man. Der Ex-Lehrer verdient mit dem Blog und Online-Seminaren pro Monat über 100.000 Dollar. (Foto von seinem Facebook-Profil: Millennial Money Man).

Seit mindestens fünf Jahren warnen angebliche „Experten“, dass bald die Rezession kommt. Die Rezession ist nur wenige Tage entfernt. Dann schlägt sie zu. Das sagen sie seit Ewigkeiten. Doch bislang klettern die Wirtschaft und Börse nur.

Ich freue mich schon auf die nächste Rezession. In einigen Rezessionen stieg sogar die Börse kräftig. Eine Rezession bedeutet nicht automatisch einen Börsencrash. Selbst wenn die Kurse sinken sollten, freue ich mich über die Schnäppchenpreise. Ich reisse mir dann mehr verbilligte Aktien unter den Nagel. Während der Finanzkrise vor zehn Jahren kaufte ich wie ein Irrer die Bank of America, die deutlich unter Buchwert notiert hatte.

Wenn du bodenständig lebst, hast du umso mehr Geld übrig, um es für dich an der Börse arbeiten zu lassen. Nimm den 29-jährigen Bobby Hoyt. Der ehemalige Lehrer verdient 132.000 Dollar im Monat. Er fährt aber weiterhin ein 14 Jahre altes Auto. Ein Auto ist für ihn ein Gebrauchsgegenstand. Er weiß, dass ein Auto ein grottenschlechtes Investment ist. Mit seinem Blog „Millennial Money Man“ und Online-Seminaren verdient er im Monat über 100.000 Dollar, das ist wirklich krass.

Ein typisches Problem heutzutage ist in einer Konsumgesellschaft, dass zu viel Scheißdreck gekauft wird. Die Autos werden protziger, die Häuser immer größer. Kein Wunder, dass viele Menschen Geldprobleme haben und die Altersvorsorge nachrangig behandeln.

Zur Zeit geben die Bank-Aktien wieder stark nach. Vielleicht kommt eine neue Chance.

All jenen, die hohe Bargeldsummen horten, um Aktien auf dem Tief zu kaufen, sei gesagt: Es ist der Versuch, die Börse zeitlich zu timen. Das ist ein stressiges Spiel. Ich würde einfach das Geld investieren, wenn ich es habe. Investiere zudem in deine Gesundheit. Das ist wichtiger als all die Geldthemen.


tim schaefer (Author)

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thoughts on “Er verdient über 100.000 Dollar im Monat und fährt ein uraltes Auto

  1. AvatarFabian S.

    Hallo Tim,
    die Frage ist auch Bargeldhorten in welcher Währung dann überhaupt?!

  2. AvatarHafenmeister

    Hallo Tim,
    eine Frage an dich.
    Hast du mal den Rendite-Unterschied durchgerechnet, wenn du anstelle deiner Aktienkäufe der letzten Jahrzehnte ebenso punktuell oder regelmäßig deinen Lieblings-ETF bespart hättest?
    Da du ja nicht nur Gewinner, sondern auch Loser in deinem Depot eine Heimat bietest, würde mich das Ergebnis sehr interessieren.
    LGHafenmeister

  3. AvatarBruno

    Mein Auto wird nächstes Jahr auch 14, und es sollte schon noch mindestens die Volljährigkeit erreichen. Vielleicht rentiert es sich irgendwann nicht mehr, aber auch ressourcentechnisch finde ich es gut, wenn man Dinge länger hält, und nicht gleich unter die Presse wirft. 
    132k Monatseinkommen ist eine tolle Leistung, davon träumen viele im Jahr. Wenn er das einige Jahre durchziehen kann mit sparsamer Lebensweise, wird er schöne Möglichkeiten haben, die nicht jedem vergönnt sind. Die Sparquote dürfe enorm sein.

  4. WhirlwindWhirlwind

    Hallo allerseits,
    dem Gedanken von Hafenmeister schließe ich mich an. Wie geht ihr im Allgemeinen mit der Performance-Berechnung um? Ermittelt ihr regelmäßig, der geeignetste Zeitraum ist wohl jährlich, eure Performance und vergleicht diese mit einem Index/Benchmark? Stellt ihr Modelle auf, wo ihr liegen würdet, hättet ihr anstelle Stock-Picking Buy-and-Hold mit ETFs, z.B. MSCI World oder All-Country World, gemacht?
    Ein Finanzblogger, der das sehr ernst nimmt, ist Christian Thiel von großmutters-sparstrumpf.
    https://grossmutters-sparstrumpf.de/mach-eine-bilanz/
    Viele Grüße und einen erholsamen Rest-Sonntag wünscht
    -whirlwind

  5. AvatarSkywalker

    Es ist ja allgemein bekannt dass man alles glauben sollte was im Internet geschrieben wird.
    Bestimmt verdient er so viel Geld, ist doch ganz einfach…. 
     
    Immer diese affigen selbstdarsteller, die auch noch gefeiert werden das Prinzip ist fake it till you make it… 
     

  6. AvatarDaniel

    @ Hafenmeister
    Ich habe vor gut 25 Jahren angefangen mit dem Aktiensparen. Das bekomme ich leider nicht auf die Reihe. Vielleicht war der Index sogar besser.
    Wahrscheinlich wäre das sogar noch gut möglich, ist aber mit etwas Aufwand verbunden. ich denke mal dass vor 25 Jahren das meiste noch in Papierform auflief und nicht als PDF. Wenn Du alles in Portfolio Performance einträgst, also auch mit Kaufkurs und Datum + automatisches Einlesen der historischen Kursdaten sollte Portfolio Performance eine detaillierte Renditeberechnung erstellen können die man auch programmintern mit einem Vergleichsindex gegenüberstellen kann.
     

  7. AvatarHilda

    @Alexj
    Du wirst doch nicht alles für bare Münze halten, was das Web so vor sich gibt?!?
    Hilda

  8. AvatarPhil

    Mir ist dieser MillenialMoneyMan Blog auch eher suspekt. Viel blabla, Affiliate Links und kostenpflichtige Kurse. Kann ja durchaus lukrativ sein (als Betreiber), für mich aber absolut uninteressant.
    Und bezüglich des 14 Jahre alten Autos…. wenn man sich für so ein Schiff schon rechtfertigen muss, eieiei. Es gibt offenbar auch Clownautos, die 14 Jahre alt werden 😀
     
    @ Whirlwind
    kann mich Daniel anschließen. Portfolio Performance ist ein schickes Tool für den heimischen Rechner!

  9. AvatarDanielKA

    Ich mag diese Selbstdarsteller nicht. Glauben kann man sowieso nichts und aufeinmal hat die Frau doch schon einen 2015er Mercedes bekommen jaja aber er fährt seinen Yukon weiter, langsam kommen die Upgrades, man muss nur genug Idioten finden, welche die Kurse bezahlen….
     
     

  10. AvatarHubertus

    Warum is es wichtig einen Index zu schlagen? Seit Ihr Fondsmanager, die danach bezahlt warden? Das scheint mir ein Fetisch in der ganzen aktiv vs. passiv oder eher Einzelwerte vs. ETF-Debatte.
    Es geht doch vielmehr darum, seine eigenen Ziele zu erreichen, die von x% Rendite p.a. über Kapitalerhalt bis hinzu x Entnahme pro Monat lauten können. 
     

  11. AvatarRalf

    Scheint mir, wenn man seine Seite mal näher betrachtet eher eine Masche bzw. Marketingstrategie zu sein mit diesen 100.000 Dollar im Monat. Ich nehme es ihm nicht so recht ab. Wie soll das funktionieren?
    Es kann sicherlich viele geben die darauf hereinfallen. Das treibt widerum dann doch den Umsatz…
     

  12. AvatarChristian

    @Blogbetreiber Nominal bist du vielleicht im Plus, gegen Gold (echtes Geld keine digitalen Einträge) bist du aber im Minus. Deine digitalen Einträge werden jedesmal weniger wert wenn neues Kreditgeld in die Wirtschaft gepumpt wird und deine Kaufkraft sinkt und sinkt. Wenn andere nicht so verschwenderisch leben würden wären deine Aktien nur noch ein Schatten ihrer selbst. Mit diesen ganzen Belehrungen untergräbst du nur deine Investments. Kennst du die Geschichte von den 100 Affen? Denk mal darüber nach.
     
    https://transinformation.net/der-hundertste-affe-effekt/
     
    Ich bin übrigens long Edelmetalle. Also wette ich gegen dich und das System wovon du profitierst. Deinen Blog lese ich trotzdem man muß ja wissen wie der Gegner denkt. Ha

  13. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Phil

    Blogbetreiber Bobby Hoyt hat über 40.000 Fans auf Facebook. Das ist eine Menge. Er gibt im Monat 9.000 Dollar für Facebook-Werbung aus. Das ist alles kein kleines Rad, das er da dreht. Ich glaube, dass sich der TV-Sender und Portalbetreiber CNBC sich das genauer anschaut, bevor sie eine solche Story bringen.

  14. AvatarMarcus

    Selbst wenn da „nur“ 2.500€ im Monat stehen würden, wäre das alte Auto für die Mittelschicht eine aussergewöhnliche Lebensentscheidung!
    Danke Tim, dass du uns mit so interessanten Beiträge auch weiterhin gratis versorgst! 

    @Daniel: Guter Hinweis, PP rulez 😉

    @Tim: Genial, wie sachlich du reagierst! Daran will ich lernen, cu in Stuttgart.

  15. AvatarDaniel

    Deine digitalen Einträge werden jedesmal weniger wert wenn neues Kreditgeld in die Wirtschaft gepumpt wird und deine Kaufkraft sinkt und sinkt. 
    ähm Aktien sind aber Unternehmensbeteiligungen bzw. Wertpapiere und keine digitalen Nullen in Form von Kreditgeld, dementsprechend steigen Sachwerte wie Oltimer, Aktien und Kunst bzw. Immobilien solange mehr Geld gedruckt wird, weil die Geldmasse größer wird, der „Sachbestand“ dem Geldwachstum aber nicht hinterherkommt und damit wertvoller wird. Und das ist ja unbestreitbar momentan zu erleben.
    Wenn andere nicht so verschwenderisch leben würden wären deine Aktien nur noch ein Schatten ihrer selbst.
    Das hängt massiv vom Unternehmen ab. Steigt der Wohlstand global weiter an und derzeit ist der Trend sowas von stabil, dann wird auch mehr konsumiert, was die Unternehmen weiter antreibt. In China steigen Millionen von Menschen in die Mittelschicht auf und das hat nichts mit verschwenderischem Lebennstil zu tun sondern ein Aufstieg aus bitterer Armut. Aber eine Coca Cola lebt genauso davon ob jetzt ein Amerikaner 1000x Cola trinkt oder 1000 Chinesen jeweils eine Cola.
    Ich bin übrigens long Edelmetalle. Also wette ich gegen dich und das System wovon du profitierst. Deinen Blog lese ich trotzdem man muß ja wissen wie der Gegner denkt. Ha
    Was hat das eine mit dem Anderen zu tun? Beides völlig unterschiedliche Asset-Klassen die sich gegenseitig überhaupt nicht ausschließen. Wer nur auf ein Pferd setzt hat nichts verstanden über Asset-Allokationen.

  16. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Marcus

    Prima, wenn wir uns sehen. Ich freue mich drauf. 

    Ich muss diesen Blogger nicht verteidigen. Vielleicht stimmen die Angaben nicht. Ich fand es jedenfalls schlüssig. Interessant ist, wie viel Geld sich mit cleveren Geschäftsideen verdienen lässt. Ich weiß aber auch nicht, ob diese Online-Seminare es wert sind.

    Was stimmt: Es wird im Internet viel behauptet, getrommelt und verkauft. Man muss in der Tat etwas vorsichtig sein. Gerade bei Seminaren, Onlinekursen, Onlinebüchern…. Da gibt es reichlich Mist.

  17. AvatarFunkelstein

    Als stille Leserin möchte ich mich nach sehr langer Zeit einmal wieder zu Wort melden. Buy and hold funktioniert. Ich besitze seit mehr als 20 Jahren Aktien, wobei ich erst 2008 angefangen habe, mich wirklich damit zu beschäftigen und systematisch ( oder weniger systematisch) zuzukaufen. Egal. Ich habe ein mittleres Einkommen und das Glück, dass mein Vater (einfacher Bankangestellter) sehr alt wurde und mir Aktien vererbte. Wohlgemerkt begann er erst mit dem Aktienkauf, nachdem er und natürlich auch meine Mutter sehr sparsam gelebt hatten (Kriegsgeneration), ihren Kindern das Studium finanziert hatten und im Rentenalter waren. Wie ihr aus dem (Aktienkauf)- Zeitraum entnehmen könnt, fielen in diesen  mehrere Krisen. Es wurden auch Gelder entnommen. Inzwischen besitze ich Aktien im Wert von 600000 Euro und habe ein sich stetig steigerndes Dividendeneinkommen von mehr als 1000 Euro im Monat. Hierbei sind Splits von diversen Firmen wie zB. Basf , Microsoft usw. von großer Bedeutung. Ich arbeite in meinem Hauptjob Teilzeit (hälftig), habe noch einen Nebenjob, der mir sehr viel Freude bereitet und montags frei. Ich möchte alle ermutigen durchzuhalten und sich durch Rezessionen oder andere Katastrophen nicht vom Weg abbringen zu lassen. Danke Tim und allen, die hier stetig ihr Wissen und Hirnen an andere weiter geben.

  18. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Funkelstein

    Danke für deine Story. So lief es bei mir auch – allerdings ohne Erbe. Ich habe etliche Positionen, die sich jeweils zum Zehnfacher entwickelt haben mit der Zeit. Die Zeit wird als Faktor von zu vielen Anlegern unterschätzt.

  19. AvatarDennis

    „Ein Auto ist für ihn ein Gebrauchsgegenstand. Er weiß, dass ein Auto ein grottenschlechtes Investment ist.“
     
    Aber ein Monitor ist kein Gebrauchsgegenstand und muss von Apple sein (siehe Foto). Welch eine Doppelmoral. 

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