Du kämpfst dich durch den Job: Für die Freiheit


New York, 13. April 2019

Hier in Jerusalem relaxte ich kürzlich. Für ein paar Tage gönnte ich mir ein Luxushotel: King David. Manchmal darfst du beim Sparen eine Ausnahme machen, das motiviert dich umso mehr. Ich habe übrigens ein Schnäppchenangebot außerhalb der Saison genutzt.

Fränzi Kühne, 36 Jahre, gründete mit zwei Freunden 2008 die Internetagentur TLGG. Sie verließ die Uni ohne Abschluss. Heute beschäftigt die Ostberlinerin 200 Mitarbeiter. Damals kamen Twitter und Facebook auf und sie stürzte sich auf die sozialen Medien, was ein voller Erfolg wurde. Die Deutsche Bahn, Lufthansa, Spotify und die Astra Brauerei sind Kunden.

Sie ist Deutschlands jüngste Aufsichtsrätin. Sie ist bei Freenet in Büdelsdorf im Überwachungsgremium sowie der Württembergischen Versicherung. Auf moderne Kleidung legt sie keinen Wert, trotzdem schaffte sie es nach ganz oben. Was zählt, sind ihre Digitalkenntnisse.

TLGG steht für „Torben, Lucie und die gelbe Gefahr“. Der Spruch geht auf die WG-Zeit in Berlin zurück. In der Küche gab es zwei Eierbecher mit den Namen „Torben“ und „Lucie“. Der dritte Firmengründer stammt aus Asien – daher die gelbe Gefahr. Vor fünf Jahren verkaufte sie die Firma an den US-Riesen Omnicom. Fränzi Kühne ist noch immer Chefin, nur gehört ihr die Firma nicht mehr.

Fränzi hat ihren Traum zum Beruf gemacht. Aber es ist die große Ausnahme, das gebe ich zu. Die Menschen müssen verstehen, dass sie ihre Arbeit nicht lieben müssen. Sie müssen nur genug von der Arbeit genießen, um weiterzumachen und um das Gehalt zu verdienen. Dann machst du die Dinge außerhalb der Arbeit, die dir Spaß machen. Du sparst eifrig und machst Karriere. In 10, 15, 20 Jahren wächst die Freiheit heran. Du hast manchmal wirklich schlechte Tage auf der Arbeit. Du machst aber weiter, weil du das Ende siehst. Du kämpfst dich durch.

Zum Entspannen gehst du Reisen, machst Sport, kümmerst dich um die Familie, Freunde. Vielleicht ist es dein Traum Hobby-Landwirt, Imker, Tennis- oder Fußballtrainer zu werden, sobald du frei bist. Das motiviert dich, weiter zu machen. Du hast nicht genug Geld, um es jetzt zu tun, aber in acht Jahren ist es eventuell möglich. Das hält dich auf Trab.

In einigen Branchen kannst du gutes Geld verdienen. Als Anwalt. Als Programmierer. Als Berater. Als Außendienstmitarbeiter.

Ich gönne mir jede Menge Reisen und Freizeit. Ich bin gerade in Jerusalem angekommen. Für mich war das Ziel nur, finanziell unabhängig zu werden, nicht mega-reich zu werden, sondern frei zu sein. Frei zu sein, um mehr Zeit auf der Welt zu haben. Mehr Zeit auf Reisen und vor allem mehr Zeit mit meiner Familie zu verbringen. Ich treffe in Tel Aviv einen guten Freund, den ich in New York kennengelernt habe. Wir haben gemeinsam für den Triathlon in New York trainiert. Meine Familie ist in Israel mit dabei. Es wird ein riesiges Zusammentreffen werden.

Für mich waren es die Opfer wert, der Lohn ist die dauerhafte Freiheit.

Aber wichtig ist: Schon heute zufrieden zu sein – egal wo du gerade bist in deinem Plan. Ein zufriedenes Leben sollte immer im Mittelpunkt stehen.


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Du kämpfst dich durch den Job: Für die Freiheit

  1. AvatarderHamster

    Den Beitrag kann ich nur unterschreiben.

    Es gibt in jedem Job Hochs und Tiefs! Meiner Meinung nach ist es daher umso wichtiger das das Umfeld passt und man sich selbst treu bleibt.

    Wenn man dann noch den Weg von und zur Arbeit genießen kann, hat man alles richtig gemacht. Dabei bekommt man den Kopf frei und kann sich weiter Gedanken über die eigenen Ziele machen.

     

  2. AvatarFelix

    In Zeiten von Greta Thunberg ist so viel Fliegen, zumal just for fun, verwerflich. Das jedenfalls ist Mainstream bei unseren Grünen, wenn gleich viele von ihnen, wie unsere bayerische Vorzeige-Grüne Katharina Schulze, selbst Flugmilensammler sind. Auch Greta wird zu ihren Demo-Besuchen in Deutschland vermutlich per Flieger anreisen (mit dem Fahrrad jedenfalls eher nicht). Ich fliege Morgen übrigens nach Marokko.

    Wenn einem der Job schwerfällt, ist es sinnvoll, sich gelegentlich in anderen Teilen der Welt umzusehen. Dann kann man über unsere Verhältnisse nur dankbar sein.

  3. AvatarPat

    Greta Thunberg fährt zu den Protesten und Klimakonferenzen mit dem Elektroauto oder mit dem Zug.

    Sie lehnt das Fliegen, wegen des hohen CO2 Verbrauchs, grundsätzlich ab.

    Ich schätze Tims Blog sehr, besonders seine Beiträge über Minimalismus und den nachhaltigen Konsum.

    Genauso wie wir die Börse als langfristige und nachhaltige Anlage betrachten, sollten wir uns im selben Atemzug, für ein langfristiges und nachhaltiges Klima einsetzen!

    Abseits von den Klimaclowns!

     

  4. AvatarWohnung mit Domblick

    Für mich war das Ziel nur, finanziell unabhängig zu werden, nicht mega-reich zu werden, sondern frei zu sein.

    Das ist imho in Tims neuem Artikel der aus meiner Sicht wichtigste Satz. Denn die eigenen Ziele genau zu definieren braucht eine Weile. Sonst ist man irgendwann finanziell unabhängig und weiss nichts damit anzufangen. Und hat sein Leben aufgeschoben um am Ende  reich und gelangweilt sein zu können. Ein Job, der zum Leben passt, ist nicht zu verachten. Ich gehe vorzeitig in Teilzeit, und acker nicht durch bis zur FU. Das passt besser zu meinen Zielen. Es dauerte eine Weile, um das zu erkennen.

     

  5. AvatarRalf

    „In einigen Branchen kannst du gutes Geld verdienen. Als Anwalt. Als Programmierer. Als Berater. Als Außendienstmitarbeiter.“

    Das klingt alles so selbstverständlich. Aber:

    So toll verdienen Anwälte im Durchschnitt gar nicht. Laut gehalt.de liegt das Durchschnittsgehalt für berufserfahrene Anwälte bei ca. 66.000 €. Ok. Aber nicht wirklich sehr gut. Programmierer eher noch schlechter. Und bei Beratern und Außendienstmitarbeitern kommt es stark auf die Branche an. Der Wettbewerb ist sehr hart.

    Wie bei allem kommt es stark auf die persönlichen Randbedingungen an. Zur rechten Zeit am rechten Ort. Die durchschnittlichen Gehälter sind einfach schlecht in D. Nur die oberen 10 Prozent der jeweiligen Berufsgruppen verdienen wirklicht gut.

    Und bezahlen das häufig mit gesundheitlichen Folgen, Burnout, einer gescheiterten Beziehung etc.

     

     

  6. PeterPeter

    @Pat

    Setzt Du das selber im Leben und eventuell auch im Depot um? Dann dürften viele Werte tabu sein.

  7. AvatarBruno

    @Klimazirkus und Clowns…

    Ich denke jeder hat irgendwo „Dreck am Stecken“, sogar wer in der Höhle autark lebt der verschmutzt die umliegenden Gewässer mit seinen Ausscheidungen.

    Ich denke schon, wie beim Konsumclown dass ein vernünftiger Rückbau sinnvoll ist, aber nicht in die Steinzeit. Viel mehr sollte man die Bedürfnisse, die das Leben bereichern nicht verbieten sondern umgestalten, wie im Konsum die Dinge (wieder) nachhaltiger herstellen (Qualität, Materialwahl, Ersatzteile etc.) wie auch beim Klima den Fokus auf die Weiterentwicklung legen (Ziel CO2 neutraler Transport und weiter schadstoffreduzierende Technologien).

    Und es hilft auch nicht wenn man Dinge gegeneinander ausspielt, wer möglichst plastikfrei lebt und dann trotzdem mal fliegt, dem wird die rote Karte gezeigt. Wäre es besser wenn er wieder ein Plastikclown würde und weiter fliegen? Oder jemand der weniger/kein Fleisch mehr isst, trägt einen Beitrag an CO2 Reduktion, wenn der dann sich trotzdem noch fortbewegt nicht nur zu Fuss, wird ihm die rote Karte gezeigt.

    Jeder hat noch Optimierungspotential, und wenn jeder etwas mehr tut ist mehr geholfen als wenn man die Hände verwirft und sagt es hat eh alles keinen Zweck mehr. Und beim investieren kann man ja auch einen Fokus setzen.

  8. AvatarChristian

    @Tim: Eine schöne Reise. Wie es der Zufall will, kam gestern auf n-tv „Deluxe“ ein Artikel über das „King David“. Obama unf Angela Merkel haben dort schon genächtigt. Bestimmt ein tolles Haus.

     

    @TLGG: Bestimmt coole Leute, hab auf deine Anregung hin auch einen Artikel in der WuV und der Zeit gelesen. Die Gründer sind der Hammer. Arbeiten wollen würde ich für die jedoch nicht – die zahlen genau so schlecht wir alle anderen Agenturen und im Durchschnitt bleiben die Mitarbeiter/innen nur zwei Jahre dort (Quelle: WuV)

     

    @Anwälte: Ich finde den Durchschnitt von 66.000€ nicht schlecht. Ich habe hier ja schon einmal geschrieben, dass ich die in den Kommentaren genannten Gehaltsvorstellungen als sehr hoch einschätze. Klar, auch ich will viel verdienen. Aber die Realität ist nun mal in vielen Branchen eine andere. Ich denke, als Jurist/in kann man sehr gut verdienen (Notariat, Staatsanwaltschaft, Gericht, Bundestag, Landtag, eigene Kanzlei). Es gibt aber sehr viele Juristen. Und die mit schlechteren Abschlüssen gehen dann zu Versicherungen in die Sachbearbeitung, in Verlage in die Redaktion oder als Syndikus in mittelständische Unternehmen. Da kann man als Volljurist dann auch mit 36.000 Jahresgehalt heimgehen.

     

    @Flugmeilen und die bösen Grünen: Ich fliege ebenfalls gerne und lasse es mir nicht verbieten. Die Grünen verbieten es einem ja auch nicht. Ich finde es aber ok, wenn Nachhaltigkeit angemahnt wird. Das ganze ist einfach viel zu günstig geworden durch die enormen Kapazitäten, die in den Markt gedrückt werden. Ich bin über Dubai/Doha je für 250-300€ einfache Strecke nach Vietnam bzw. Thailand geflogen. Mit etwas Glück gibt es von Air Asia Verbindungen für unter 100€ von Japan nach Hawaii. Klar profitiere ich davon und konnte die Welt entdecken. Ich werde auch weiter fliegen. Aber ich finde, man muss die Grenzen kennen. 3x im Jahr wegfliegen nur weil es so billig ist (wie ich es mache) muss kritisiert werden dürfen. Ich muss nachhaltiger werden. Ich könnte zB mit dem Fahrrad durch Europa reisen, bestimmt hochspannend. Ist aber teurer als ein Flug.

  9. AvatarThorsten

    Wieso sind 66.000 viel ? Ein Truckerfahrer in den USA verdient deutlich mehr, muss nicht studieren und kann daher x Jahre früher anfangen. Zudem bezahlt er nur einen Bruchteil an Steuern. Der Truckerfahrer hat netto mehr in der Tasche als der Deutsche Assistenzarzt, der 81.000 € als Jahresgehalt hat. Wenn die Leute begreifen, dass Deutschland 20, 30 Jahre lang keine vernünftigen Steigerungen bei den Gehältern gesehen hat und Präsident Trump Deutschland zu Recht als Billiglohnland  bezeichnet, dann werden sie vielleicht auch aufhören über die Höhe der Miete zu jammern.
    Leider lässt sich der Michel von den Medien einlullen und denkt, er sei an der Armut von Afrika schuld, müsse Schwächeren was abgeben und hält die Klappe, wenn die brüchige CO2-Theorie mit der Klimaänderung vermischt wird. Der Staat ist der lachende Dritte, er kann die Steuern noch höher ansetzen, wenn sich die Bürger schuldig am Klima fühlen.

    So lange es nicht 100% klar ist (es gibt gute Gründe die Klimaänderung durch CO2 zu bezweifeln) gibt es ethische Alternativen, um der Hysterie zu entkommen:

    Emissionen vermeiden, denn sie versperren die Umwelt, sind oft das Ergebnis von Energieverschwendung. Also zu Fuß und mit dem Rad, weniger Auto fahren wo es geht, Papier und Plastik einsparen bzw. nicht kaufen, Standby von Geräten vermeiden. Kleidung lange tragen, manche achten auf den Ursprung der Kleidung, es ist immer etwas zu verbessern. Möbel lange nutzen, weniger Silvesterfeuerwerk. Müll trennen, im Unverpacktladen kaufen, Essigreiniger anstatt Chemiebombe, Reduktion der Chemieprodukte im Haushalt. Der Staat verhält sich klimafeindlich, er sollte das Bahnnetz ausbauen, aber es ist für ihn günstiger weitere Strecken abzubauen und nur zu reparieren anstatt zu investiernen, ein Schande. Umwandlung bei Mehrfachsfahrpuren in Busspuren und Radwege, Ausbau des ÖPNV, Stop von Flächenversiegelungen und Zubau von Grünflächen (wegen Wohnungsmangel), das Klima in den Städten braucht mehr grün.

  10. AvatarAlbr

    @Christian, ja klar Billigflüge werden verboten (bzw. hoch besteuert), so dass die unteren Bevölkerungsschichten nicht mehr günstig auf Mallorca Urlaub machen können 😉

    Die können zukünftig mit dem Fahrrad einen Ausflug an den Baggersee machen, der dann aber leider wegen Überfüllung geschlossen ist für Leute die ab 12 Uhr kommen 😉

    Viele der Diskussionen, die im Bereich Umwelt geführt werden betrifft untere Bevölkerungsschichten (bis zur Mittelschicht); derjenige der Geld hat wird für den Flug der anstatt 750€, dann eben 1.500 € kostet nicht besonders betreffen sein 😉

    ein bekanntes Paar meiner Frau hat eine Schiffsreise im Herbst für je Person ca. 20T€ gebucht (zzgl. Flug auf die Fidschi Inseln, Hotel etc…), diese Reise war innerhalb weniger Tage ausgebucht!! den bekannten ist es egal, wie teuer der Flug ist (BusinessClass)

     

     

     

  11. AvatarThomas

    Ab jetzt wandern wir alle in USA aus und werden Truckerfahrer. Immer wieder das gleiche. 66.000 Euro im Jahr verdienen natürlich fast alle. Leute, bitte wieder etwas mehr Realität! Es gibt auch noch andere Jobs die gemacht werden müssen. Pflege, Handwerkerleistungen usw.

    Thomas

  12. AvatarThorsten

    @Thomas gemeint waren alle Gehälter, der Truckerfahrer war ein Beispiel für die Verzerrung der Gehaltsebenen zwischen den USA und Deutschland . Natürlich müssen auch niedrigere Gehaltsklassen mehr haben, aber das reicht nicht. Hier geht es nicht um die Diskussion einer sozialen Gerechtigkeit in einer Gesellschaft, sondern um das Gesamtvolumen der Gehälter. Das kann man kann dann immer noch diskutieren.

  13. AvatarDaniel

    @Flugmeilen und die bösen Grünen: Ich fliege ebenfalls gerne und lasse es mir nicht verbieten. Die Grünen verbieten es einem ja auch nicht. Ich finde es aber ok, wenn Nachhaltigkeit angemahnt wird. Das ganze ist einfach viel zu günstig geworden durch die enormen Kapazitäten, die in den Markt gedrückt werden. Ich bin über Dubai/Doha je für 250-300€ einfache Strecke nach Vietnam bzw. Thailand geflogen. Mit etwas Glück gibt es von Air Asia Verbindungen für unter 100€ von Japan nach Hawaii. Klar profitiere ich davon und konnte die Welt entdecken. Ich werde auch weiter fliegen. Aber ich finde, man muss die Grenzen kennen. 3x im Jahr wegfliegen nur weil es so billig ist (wie ich es mache) muss kritisiert werden dürfen. Ich muss nachhaltiger werden. Ich könnte zB mit dem Fahrrad durch Europa reisen, bestimmt hochspannend. Ist aber teurer als ein Flug.

    Die Grünen sind für mich tiefrote Sozialisten im Umwelt-Mäntelchen. Es gibt eine kleine Kaste von Menschen die meint es besser zu wissen als der Markt, mit anderen Worten wir alle und was wir zu tun und zu lassen haben.

    Das Plastik-Thema ist eines davon. Glaubt jemand ernsthaft, einen Strohalm den ich im Münsterland in einen Mülleimer werfe oder selbst wenn er auf der Straße landet, dass dieser im Meer landet, dort herumtreibt und Tiere tötet? Der Krempel wird hier eingesammelt und landet in der Müllverbrennungsanlage. Zwar auch nicht die feine Art, aber eben weit ab von dem was die Grünen meinen.

    Vor zig Jahren hieß es man solle Wasser sparen. Wasser sparen in Deutschland? Warum? Solange es nicht mit viel energetischem Aufwand hochgeheizt wird ein Irrsinn. Folge…zu wenig Wasser in den Kanalisationen und höhere Kosten für alle.

    Das Bienensterben ist ein weiterer Mythos. Alle bienen sterben aus. Unsinn. Die Biene ist hierzuland eine Nutztier und die Anzahl der Imker ist signifikant nach oben gegangen und mit ihnen die Bienen. Dennoch wird diese Unwahrheit seit Jahren durch die Qualitätsmedien getragen.

    Was hier mit dieser Friday for Future Sache passiert ist Indoktrination der Jugend auf eine ganz widerliche und billige Art. Große NGOs und Lobby-Organisationen stehen dort dahinter, versuchen es spontan und authentisch rüberkommen zu lassen, aber das ist es nicht. Glaubt einer wirklich Schüler wären imstande sowas so präzise zu organiseren? Ich sucht man sich doch Parteisoldaten der Zukunft. Sie streiken für ein besseres Klima.

    Bitte? Wer streikt muss etwas anbieten. Sie haben aber nichts anzubieten. Im Gegenteil, sie schwänzen die Schule, verpulvern ihr Humankapital, blockieren sich selbst die Zukunft und der Rest der Welt lacht. Mir tun diese Kinder leid deren Lehrer/Eltern dieses billige Schauspiel mitmachen. Diese Kinder wollen eine bessere Zukunft? Ja, die können sie haben, indem sie MINT Fächer studieren und sich anstrengen, nicht aber wenn sie sich selbst alles verbieten  und sich damit ins Mittelalter zurückversetzen.

    Ich bin ein wirtschaftlich denkender Mensch und Kapitalist. Und beides ist gut für die Welt. Überall dort wo der Kapitalismus läuft und funktioniert steigt Bildung und Wohlstand. Und überall dort existiert ein Umweltbewusstsein. Schaut in die verlorenen Failed-States und dort nach der Umwelt. Umweltschutz muss man sich leisten können. Wer täglich Hunger hat den interessiert das nicht. Ich bin auch für Effizienz und diese geht getrieben durch den Markt ebenfalls meist mit weniger Recourcenverbrauch einher. Und ja, für mich ist es gut, wenn was zum Umweltschutz getan wird, aber das möge jeder für sich selbst entscheiden. Ich möchte da niemanden der mir vorschreibt was ich zu tun und zu lassen habe. Deswegen sind die Grünen genauso wie die SPD und Linken die letzte Partei die ich wählen würde. Sie stellt die Bedürfnisse des Individuums zurück und will das Kollektiv. Schonmal gehört? Siehe Venezuela. Da klang auch alles ganz toll…am Anfang.

    Zum Klimaschutz an sich äußere ich mich besser nicht, meine Meinung hierzu ist nicht kompatibel mit der Mainstream Meinung.

    Ich sage nur eines, die Kinder sind auf dem völligne HOlzweg. Sie sehen ein Mad-Max Szenario der Welt in 20 Jahren und verkennen die Realität. Die Realität ist, die Welt ergrünt zur Zeit. Die Welt hatte noch nie so wenig Kriege wie heute. Die Welt hatte noch nie prozentual so wenig Hungernde. Die Welt hatte noch nie so viel Wohlstand wie heute. Die Welt hatte noch nie so einfach zu erreichende Bildung. Die Welt hatte auch noch nie eine so gute gesundheitliche Versorgung. Eigentlich sind wir schon auf einem verdammt guten Weg.

    Nur das was hier passiert führt dazu, das Deutschland irgendwann ein Museumsland ist in das sich Touristen verirren. Mit Technologiestandort hat das nichts mehr zu tun, die Quelle unseren Wohlstandes.

  14. AvatarBruno

    @Tiefe Löhne

    Anstatt nach den Gründen zu Fragen ruft man in Deutschland nach mehr Staat und mehr Gewerkschaften, hinterfrägt nichts sondern versucht es mit Gesetzen zu regeln und oh Wunder, es wird noch schlimmer.

    Warum wohl sind die Gehälter in USA höher?! Wegen den starken Gewerkschaften und Tarifverträgen? Oder schiesst der Staat noch mehr bei, Steuern höher? oder noch weniger arbeiten? noch mehr staatliche Leistungen? noch mehr Transfer innerhalb der EU? vielleicht müsste der EUR noch tiefer fallen 😀

    Und was macht der deutsche Michel, er wählt brav SPD und CDU und wenn er ganz wütend ist dann wählt er AFD und ballt die Faust im Sack und schiebt die Schuld den Migranten ab.

  15. AvatarRalf

    Die Löhne in Deutschland gehen regional weit auseinander. Und da wo gut bezahlt wird, sind auch die Wohnkosten häufig sehr hoch. Und die Abgabenlast ist einfach zu hoch, Tendenz weiter steigend. Braucht man nur einen Blick auf die Sozialabgaben in Summe (Arbeitgeber und Arbeitnehmer) werfen:

    Rentenversicherungsbeitrag 18,6 %

    Krankenversicherung 15,5 %

    Arbeitslosenversicherung 2,5 %

    Pflegeversicherung 3,05 %

    Berufsgenossenschaft 2-4 % (nur AG)

    Mindestens 39,65 % aber mit BG fast 42-44 %.

    Ich finde 66.000 € durchschnittlich für das durchaus anspruchsvolle Studium als erfahrener Jurist nicht gut, auch wenn es natürlich eine Spannweite an Gehältern gibt (aber auch nach unten).

     

  16. AvatarAlbr

    @Daniel, NGO-Geschäftsführer und Vorstand wollen auch bezahlt werden (und nicht zu knapp 😉 )

    die kleine Greta sieht halt authentisch, unschuldig und süss aus 😉 sie wird – wie die deutschen Schüler – instrumentalisiert, um die NGO Industrie am laufen zu halten 😉

     

     

  17. AvatarBruno

    @Ralf

    Nicht gut finden ist ja das eine, aber was wäre denn die Lösung deiner Meinung nach? Warum bekommt denn ein Anwalt nicht mehr in Deutschland?

    Ich meine es gab noch nie so viele Gesetze wie heute, die Anzeigenflut nimmt zu, heute braucht jeder mindestens einen Anwalt, wo liegt denn das Problem?

    Sollte man jetzt einen Tarifvertrag für Anwälte einführen mit einem Mindestjahreslohn von 100’000 EUR oder liegt das Problem vielleicht woanders?

  18. AvatarTom

    @Daniel

    Das Plastik-Thema ist eines davon. Glaubt jemand ernsthaft, einen Strohalm den ich im Münsterland in einen Mülleimer werfe oder selbst wenn er auf der Straße landet, dass dieser im Meer landet, dort herumtreibt und Tiere tötet? Der Krempel wird hier eingesammelt und landet in der Müllverbrennungsanlage. Zwar auch nicht die feine Art, aber eben weit ab von dem was die Grünen meinen.

    Ganz Deiner Meinung. Grundsätzlich ist es sehr sinnvoll weniger Müll und Plastik zu produzieren und zu verbrauchen z.B. Kaffee Becher to go. Aber ich finde in Deutschland gibt es zuviel extreme Weltverbesserer. Deutschland alleine wird die Welt nicht retten in vielerlei Punkten. Es gibt ca. 135 Länder in denen es keine organisierten Institutionen wie bei uns z.B. das Duale System gibt. Ich weiß, ist z.Teil auch Augenwischerei. Aber in diesen Ländern, gerade wenn sie in der Nähe oder mit Zugang Flüsse zum Meer haben, fließt das meißte Plastik in die Meere. Alleine durch unser Pfandsystem fliegen hier kaum PET Flaschen durch die Gegend. Das sieht in anderen Ländern ganz anders aus. Dort gibt es auch in Restaurants PET Flaschen auf dem Tisch. Hier undenkbar. Es gibt Glas. Deswegen ist auch die neue Diskussion, dass Restaurants gratis Wasser anbieten sollen, in Deutschland Quatsch. Wir sind hier schon viel weiter. In anderen Ländern ist das Interesse an diesen Themen nicht so extrem wie in Deutschland.

  19. AvatarRalf

    Ein Teil des Problems sind die hohen Lohnnebenkosten (weniger Netto vom hohen Brutto) und z.B. der Zwang für viele, bei der ineffizienten gesetzlichen Rentenversicherung versichert zu sein.

    Dafür gibt es Alternativen wie wir alle wissen mit mehr Eigenverantwortung. Auch hängen einfach zu viele Nichteinzahler mit am Tropf des Sozialsystems was die Arbeitskosten weiter steigen lässt. Hier sind andere Modelle (Steuerfinanziert, mehr Konzentration auf echte Härtefalle) von Nöten.

    Jedoch ist bei der Politik kein Wille zur Gestaltung im digitalen Zeitalter mit veränderten Arbeitsmodellen und neuen Anforderungen zu erkennen.

  20. AvatarSparta

    @Ralf

    „Und da wo gut bezahlt wird, sind auch die Wohnkosten häufig sehr hoch.“

    Dieser Fakt ist natürlich in anderen Ländern überhaupt nicht zu beobachten. 😉

    Da wo ich bei Dir bin ist die Abgabenlast. Die ist wirklich hoch.

    Allerdings trifft diese mich z. B. mehr als Dich! 😉

    @Bruno

    In der Statistik schlagen wir die Ami`s.

    https://www.handelszeitung.ch/konjunktur/die-schweiz-hat-die-hoechste-millionaersdichte-der-welt-1040289

    So vergleichsweise kleine wohlhabende Länder wie Schweiz, Norwegen, Singapur haben natürlich viel weniger Einwohner und einen anderen Kontext und andere Lebenshaltungskosten.

  21. AvatarEx-Studentin

    Ich lebe gerne in Deutschland. Allerdings finde ich es schade, wie „klug“ wir Menschen sind und trotzdem macht es einen so großen Unterschied, in welchem Land man geboren wird und wo man aufwächst. Es gibt nicht nur sowas wie Schwarmintelligenz, sondern auch Schwarm-Dummheit.

    Ich bin naiv und wünsche mir eine Welt ohne Krieg („wenig Krieg“ reicht mir nicht). Ich wünsche mir eine Welt, in der keiner ausgenutzt wird und eine Welt voller Vernunft. Mir tun Kinder leid, die keine Möglichkeit haben, etwas besser als ihre Eltern zu machen. Ich verteufle den Kapitalismus nicht, er ist Mittel zum Zweck. Er spornt Leute an, über sich hinaus zu wachsen. Eine Stufe dieses Wachstums ist die Erkenntnis, das Geld nicht alles auf der Welt ist.

    Ich mag die kleine Greta. Die Erfahrungen, die sie in jungen Jahren macht, & die Leute, die sie damit zum Umdenken anregt sind hoffentlich mal mehr wert als ein Freitag.  Aber realistisch gesehen verpufft ihr Einfluss irgendwann wieder und in 2 Jahren erinnert sich keiner mehr an sie.

  22. AvatarRalf

    Ein einfacher Blick auf den Reallohnindex verrät, dass die durchschnittliche Lohnentwicklung die letzten 15 Jahre eher mau war. Vielleicht ist dies mit der Preis für den Erfolg an den Börsen der letzten Jahre? Ebenso wie die EZB-Politik. Ein Teil der Börsenerfolge ist wohl solchen Faktoren geschuldet. Auch die Eigentumsquote ist im reichen D im internationalen Vergleich eher mäßig.

    Investieren bleibt das A und O. Aber die fetten Jahre sind vermutlich vorbei. Die Notenbanken haben ihr Pulver weitgehend verschossen. Und in D stottert die Wirtschaft bereits, von der Autoindustrie ganz zu schweigen. Wer kann diese Neuwagen noch bezahlen als Normalo? Wer soll die Karren kaufen?

  23. AvatarEffen

    Felix, den Zusammenhang zwischen Tim’s Beitrag und Greta Thunberg bleibt mir etwas unerklärlich… Wie auch immer, sie ist mit dem Zug nach Deutschland gereist – vermutlich um sinnfreie Diskussionen zu dem Reiseverhalten eines 16 jährigen Mädchens zu vermeiden, die das eigentliche Thema in den Hintergrund stellen würden.

  24. Avatarcerebrum

    Applaus Daniel, wie du die Themen Plastik, Klima und Bienen beherrscht. Für viele Menschen ist schon ein Themengebiet hiervon zu komplex, um es einfach mal aufzuschlüsseln. Du musst den ganzen Tag also sehr fleißig sein und hast vermutlich hauptberuflich mit den Themen zu tun, um dir die Kompetenz herzunehmen, hier abschließend und gegen den Mainstream zu urteilen, Respekt. Deine Urteile werden sicherlich nicht einfach nur auf einen gesunden Skeptizismus ruhen, sondern sind vermutlich das Ergebnis eigener jahrelanger Forschung im Austausch und Widerstreit der den Mainstream bestimmenden Experten. Deine Quellen sind nicht das Internet, sondern eigene Empirie und die Auseinandersetzung mit wissenschaftlichen Quellen, deine Bühne natürlich nicht der profane Kommentarierbreich in einem Finanzartikel mit mehrheitlich Fachlaien, sondern Fachpublikationen und Konferenzen, mit denen du versuchst, den Mainstream fachlich zu überzeugen.

    Deine Anhänger sind eine wachsende Anzahl von Wissenschaftler und Wissenschaftsjournalisten, nicht irgendwelche Blogger oder Kommentatoren aus dem Laienbereich mit eindeutig politisierender Ausrichtung.

  25. AvatarSemester-in-Schottland.de

    Und wenns mit dem Job mal zu viel wird – einfach mal ins Ausland! Diese Erfahrungen kann einem keiner nehmen und hinterher sieht man die Dinge in einem komplett anderen Blickwinkel 🙂

     

  26. AvatarJamirael

    @Daniel

    Du meinst das, was du in deinem Beitrag geschrieben hast wirklich Ernst, oder ?

    Mir fehlen die Worte ..

  27. AvatarChristian

    @Thorsten: klar sind 66.000€ viel. Das Median-Einkommen bundesweit (Single) netto beträgt 1.615€. (Median: 50% verdienen mehr, 50% weniger als 1.615€). Mit allen Sozialabgaben, Kirchensteuer und Steuerklasse I sind das 2.410€ brutto x 12 = 28.920€. Ich weiß nicht, warum ich diese Aussage immer rechtfertigen muss, es ist nun mal ein Fakt.

    Heißt nicht, dass ich das gut finde. Die Löhne sind zu niedrig. Gerne soll auch in Deutschland jede/r Trucker/in und Frisör/in 66.000€ brutto verdienen – und noch geringere Abgaben zahlen. Ist nun mal aber nicht so. (Quelle)

    Interessant auch Wikipedia zum internationalen Vergleich: In der Tabelle landet Deutschland mit USD 24.152$ jährlich zu Verfügung stehenden Einkommen (netto) auf Platz 12, die USA landen mit USD 29.056$ auf Platz 4. Scheinbar sind nicht alle US-Amerikaner Trucker… (Quelle)

  28. AvatarFinanzfee

    https://www.scientists4future.org/stellungnahme/

    – finde ich sehr interessant zu lesen. Natürlich retten wir nicht allein die Welt. Aber auch als Konsument hat man Macht. Ich kaufe z.B. Joghurt aus der Region in Pfandgläsern, gehe im Urlaub lieber wandern, als zu fliegen und esse kein Fleisch. Natürlich rettet das die Welt nicht. Aber im Geschäft stehen mittlerweile z.B. Verpackungen, die ausweisen, dass sie kein Plastik enthalten. Der Verbraucher entscheidet. Einer alleine macht natürlich keinen Unterschied, aber die Nachfrage kann schon Druck erzeugen. Ein befreundeter Imker hat übrigens Obstbäume gepflanzt, mitten im ländlichen Raum. Er muss sonst dermaßen mit Zucker zufüttern, dass der Honig faktisch nur noch aus Zucker besteht – die Wiesen werden so früh abgemäht, dass dort nicht viel für die Bienen zu holen ist und deswegen hilft er nun mit alten Obstsorten nach.

    Mal ganz davon ab: Ich finde es gut, wenn Jugendliche Ideale haben und dafür auch auf die Straße gehen. Bis vor kurzem habe ich oft gehört, Jugendliche sitzen nur noch zuhause vorm PC, jetzt sind sie auf der Straße und es ist auch nicht richtig.

    Ex-Studentin, kein Krieg unterschreibe ich sofort. Mir ist auch klar, dass vor allem das Thema ethisches Investieren mehr als ein weites Feld ist. Trotzdem bemühe ich mich, bestimmte Unternehmen bei der Aktienauswahl auszuschließen.

  29. AvatarFelix

    Irgendwer hat hier im Blog geschrieben: „Ich würde gerne mehr verdienen.“ Nun, ich auch. Wer legt denn fest, dass Juristen 66.000 € p.a. im Schnitt verdienen. Es ist doch – im Prinzip . ein Aushandelprozess zwischen denen, die möglichst wenig zahlen wollen (den Arbeitgebern) und denen, die möglichst viel bezahlt bekommen wollen (den Arbeitnehmern).

    Und nun sind die bei den o,g, Jahresgehalt angekommen. Wer könnte, sollte das ändern und wohin würde das führen?

    Der Staat könnte das ändern und ein Mindestjahresgehalt von 100.000 € festlegen. Was wäre die Folge? Doch wohl dass es drastisch weniger Stellenangebote für Juristen geben würde. Im Prinzip macht der Stadt das aber: Er beschäftigt die meisten Juristen zu einem festen Einstiegsgehalt A13. Das normiert im Prinzip auch die privaten Gehälter.

    Freilich kann der einzelne etwas tun: Die Gehälter haben eine Spreizung und im Wettbewerb mit den anderen Nachfragern nach den Job muss man sich positiv absetzen. Ich denke, das weiß jeder. Insofern sagen Durchschnittsgehälter wenig, außer beim Staat, da hilft Leistung eher wenig. Deshalb arbeiten dort eher Leute mit anderen Prioritäten.

    @ Exstudentin: Schön gedacht. Ich hätte gerne auch keine Krankheiten, keine Kriminalität, keine Gewalt, lauter nette, zuvorkommende Mitmenschen. Nur leider …

  30. AvatarBruno

    @Sparta

    Ja das stimmt mit der Millionärsdichte, wobei diese in der Regel zugewandert sind weil sie (fast) keine Steuern zahlen müssen. Als Schweizer im eigenen Land käme ich nie zu solchen Privilegien. Aber gut, ich bin sicher nicht einer der sagt, man solle die nicht mehr aufnehmen. Ist aber ähnlich wie in Singapur oder Monaco, da werden auch nicht mehr viel Einheimische Millionäre wohnen.

    Aber bei uns wäre es genau gleich wie in Deutschland, hätten wir nicht die ach so mühsame direkte Demokratie, wo man zumindest noch teilweise das Schlimmste verhindern kann. Von daher denke ich hat es nicht primär etwas mit der Grösse zu tun, aber kleinere Staaten müssen halt ein Geschäftsmodell haben, sonst hätten sie keine Chance gegen USA, Deutschland & Co. wirtschaftlich.

  31. AvatarThorsten

    Wenn man sich in den sozialen Medien unschaut , dann ist man bei Kritik an Greta, Klimawandel und-theorie und anderen links-grünen Themen wie der Flüchtlingspolitik schnell Opfer einer  linkspopulistischen Holzhammermethode : Wer es anders sieht es gar leugnet ist Härethiker und Nazi. Deshalb habe ich vor längere Zeit aufgehört zu diskutieren und ich glaube viele andere tun es auch, sie äußern sich nicht mehr, während die Schreihälse immer lauter werden, aber im Zuge ihrer ach so geforderten Toleranz eine Nulltolersnz fordern und Diskussionen gar nicht mehr zulassen, weil es für sie 100% klar sei und Zweifel gar nicht zugelassen werden dürfen. Da fliegt die vegan lebende Vorzeigefamilie, die ihr Familieneinkommen in der Sozialindustrie verdient und mit dem Hashtag „wir sind mehr“ im Profilbild zum Tauchen in die Karibik. Verlogener geht es nicht mehr. Doppelmoral aller Orten. Ich sage niemandem mehr, was vielleicht  richtig wäre, ich sage nur noch was ich mache, aber nur wenn mich jemand fragt. Und so halten es inzwischen Viele. Politische Diskussionen können sogar den eigenen Arbeitsplatz gefährden,  besser man hält die Klappe.

  32. AvatarChrissie

    @Thorsten

    Dem stimme ich dir leider zu.

     

    @Finanzfee

    In Deutschland haben wir Schulpflicht. Nach der Schule können die Schüler von mir aus demonstrieren solange sie wollen.

  33. Avatarcerebrum

    Thorsten lebt in der Rolle des Opfers und resigniert. Im Widerwort erkennt er eine Nulltoleranz der Toleranten. Standig wird er als Nazi bezeichnend auch hier im Forum, wirklich ständig.

    Wenn er um sich herum nur wenig Gleichgesinnte wahrnimmt, dann natürlich nur, weil diese ebenfalls resignieren und lieber wissend schweigen. So wie die Freunde zu Hause, die ja genauso denken. Und so bleibt uns allen die richtige Lsg, über die Thorsten und seines gleichen anscheinend verfügen, verborgen. Die Rache des kleinen Mannes oder vllt doch eher des bockigen Kindes?

    Der Gegner ist natürlich geblendet von Doppelmoral und – ebenfalls mit dem Holzhammer gezeichnet – als vegan lebend und das Geld in der Sozialindustrie (was ist das?) verdienend der Wahrheit nicht zugänglich. Natürlich so ist das…

    Im Übrigen finde ich auch, dass Krankenschwester, Pfleger, Lehrer, Lokführer und Industriearbeiter bitte außerhalb ihrer Arbeitszeit streiken. Die sollen gefälligst ihrer Arbeit nachgehen. Streiken können sie ja in ihrer Freizeit genug.

  34. AvatarJamirael

    @Thorsten

    Du wirfst anderen Pauschalisierungen wie „Häretiker und Nazi“ vor und machst doch das gleiche indem du Begriffe wie „links-grünen“ „linkspopulistisch“ „vegan lebende Vorzeigefamilie“ etc. benutzt.

     

    Mir wäre es lieber, wir würden die Politik aus diesem Blog komplett herauslassen.

    Ich würde gerne hier über ETFs, Sparpläne, Aktien, Immobilien, Reits lesen, als irgendwelche politischen Meinungen hier, die ja meist in Geschimpfe über Greta, die Links-Grünen, die Lehrer, die Sozialindustrie , die Mainstreammedien etc. ausarten.

     

  35. AvatarRalf

    Ein staatlicher, aktienbasierter Rentenfonds wäre sicherlich eine vernünftige Möglichkeit, weitere Steigerungen der Sozialabgaben zu bremsen und das Rentensystem für die Zukunft zu stabilisieren.

    Schade, dass Politik in D im Bezug auf das Thema Aktien, ETF und Co. recht rückständig ist. Würde sich fast lohnen, hier einen eigenen Lobby-Verband zu gründen welcher Stimmung in Berlin macht. Ich wäre dabei ;o)

     

  36. AvatarSparta

    Von denen die immer von linksgrün polemisieren & pauschalisieren wollen würde ich gerne mal wissen was denn am Herrn Kretschmann und seiner Politik so groß linkspopulistisch ist?

    Es gibt in jeder Partei Realos, Hardliner und viele verschiedene Individuen.

    Pauschalisierungen und Gruppenbetitelungen sind kontraproduktiv für Sachlichkeit und Lösungsorientierung.

    Da wir sachliche Lösungen benötigen könnte man diesen aufgeschreckten Hühnerhaufen auch mal überwinden.

    Für die Weiterentwicklung der Menschheit könnte man doch mal das Hirn einschalten und Vorurteile abschalten.

  37. AvatarKia

    „Im Übrigen finde ich auch, dass Krankenschwester, Pfleger, Lehrer, Lokführer und Industriearbeiter bitte außerhalb ihrer Arbeitszeit streiken. Die sollen gefälligst ihrer Arbeit nachgehen. Streiken können sie ja in ihrer Freizeit genug.“

    Nur blöd das du und deine Familie  keiner Arbeit nachgehen musstest und dir diese Leute dein Leben aus der Sozialkasse mitfinanziert haben. Aber jetzt wo du fast 30 bist hast du ja zum Glück einen Job, oder in einen in Aussicht? Erinnere ich doch richtig, oder?

  38. Avatarcerebrum

    Kia, meine Eltern haben beide gearbeitet bzw arbeiten immer noch. Ja, ich fange im Juni an, sonst hätte ich gar nicht die Zeit. Und nur um auf Nr. sicher zu gehen: Das mit dem Streiken nach der Arbeit war ironisch! 😉

  39. AvatarTom

    Cerebrum schreibt wohl eher sehr ironisch.

    @ Cerebrum: Lokführer, Krankenschwester usw. streiken sehr wohl auch in Ihrer Freizeit, bedingt durch den Schichtdienst. Ich möchte aber mal sehen wie hoch die Anzahl der Schüler ist, die sich für das Klima Umweltschutz einsetzen, wenn die Veranstaltungen ausserhalb der Schulzeit wären. Für den Großteil wird es doch nur ein Hype und willkommener Anlass sein, Unterrichtsfrei zu haben.

    Das ist aber ein allgemeines Problem bei den deutschen Gutmenschen. Z.B. Biolebensmittel und Tierhaltung. In der Theorie ist jeder dafür, aber in der Praxis sieht es ganz anders aus. Dies belegen Studien. In der Praxis mehr Geld für Bioprodukte im Supermarkt zu zahlen,  machen nur wenige und es werden weiter die bisherigen Produkte gekauft. Klar, viele können es finanziell nicht, aber muss es jeden Tag Fleisch sein.? War vor 30, 40 Jahren auch nicht die Regel.

    Damit will ich niemanden verurteilen. Mich stört an den ganzen Diskussionen aber immer die Diskrepanz zwischen Theorie und Praxis.

  40. AvatarKia

    Bafög bekommt man aber nicht mit arbeitenden Eltern. Erst recht nicht vor 8-10 Jahren. Der Selbstbehalt für Elternpaare, gemeinsam, lag irgendwo bei 1500€ und damit unter dem möglichen Hartz 4 Haushaltseinkommen. Da ist ja schon die Krankenschwester oder der Lokführer allein drüber.

  41. Avatarcerebrum

    Tom,

    „Für den Großteil wird es doch nur ein Hype und willkommener Anlass sein, Unterrichtsfrei zu haben.

    Ich kann nur von mir auf andere schließen. Ich und ich glaube ein Großteil meiner Schulfreunde hätten damals natürlich den Anlass für schulfrei genutzt, wären aber nicht zur Demo, sondern auf den Bolzplatz gegangen oder zum PlayStation zocken zu nem Kumpel. Wenn die Schüler also die Wahl haben zwischen ehrlich demonstrieren und Anlass zum blau machen und dann die Mehrheit sich auf der Demo einfindet, dann ist das ein Zeichen.

    Das ist aber ein allgemeines Problem bei den deutschen Gutmenschen.

    Wie war das noch mit den Pauschalisierungen seitens der ach so intoleranten grün-versifften Toleranten, die immer nur die Nazi-Keule können?

    In der Praxis mehr Geld für Bioprodukte im Supermarkt zu zahlen,  machen nur wenige

    Das erklärt auch, dass jetzt in der Praxis über all der BioSiegel draufklebt und selbst Discounter Bio anbieten. General Mills, Kelloggs riesige Probleme mit den veränderten Ernährungsgewohnheiten haben. Alnatura Demeter ect. alles nur Nischensortimente für Gutmenschenminderheiten… Dieser Milliardenmarkt ist eine einzige Blase und Übertreibung.

     

    Kia
    Doch bekommt man! Nicht den Höchstsatz, das stimmt. Die Eltern müssen nur wenig genug verdienen. Ich bekam 370€ Bafög und von meinen Eltern das Kindergeld (18x € irgendwas). Hat für eine kleine ostdeutsche Studentenstadt gereicht.

  42. AvatarChrissie

    @demonstrieren während der Arbeit

    Soweit mir bekannt ist, demonstrieren die genannten Berufsgruppen für die Verbesserung ihrer Arbeitsbedingungen. Da steht die Arbeitszeit irgendwie in einem direkten Zusammenhang und würde die Arbeitgeber anderenfalls auch nicht wirklich beeindrucken.

    Wäre ja mal interessant zu erfahren wie geneigte Arbeitgeber reagieren, wenn das Personal jetzt regelmäßig Freitags der Arbeit fernbliebe, um für das Klima zu demonstrieren. Und ob Bahnkunden etc so viel Verständnis aufbrächten, wenn dann deswegen noch ein paar mehr Verbindungen ausfallen.

     

    Übrigens sieht unsere Innenstadt lange nicht so vers.fft aus wie nach der jährlichen Abiturientenfeier. Und während die Ex-Schüler am Morgen darauf noch in sauer liegen, sind es die wohl eher nicht überbezahlten Stadtreiniger, die im Morgengrauen das Chaos wieder aufräumen dürfen.

  43. AvatarWer Augen hat, erkenne ihn

    In Zeiten von Greta ist eigenes Gehirn einschalten verwerflich. Denn ansonsten würde man eventuell darauf kommen, dass dieses arme, autistische Mädchen richtig einen Schlag schräg sitzen hat und außer sinnentleerter Luftblasen überhaupt nichts produziert außer dieses ach so böse CO2. Nämlich beim Ausatmen. Deshalb möchten die Grünen auch am liebsten die Menschheit abschaffen: Damit es „der Umwelt“ besser geht. Erkenne die Menschenfeinde am Gang! Die Grünen von heute hätten sich mit den Brauen von damals ganz hervorragend verstanden. Und weil sie tief im Inneren riesige Angst vor ihrem eigenen Spiegelbild haben, krakeelen sie dann auch den ganzen Tag: „Nazis raus“!

     

  44. Avatarcerebrum

    Chrissie,

    soweit mir bekannt ist, werden Schüler in der Schule auf die Zukunft vorbereitet bzw. sollen hierauf vorbereitet werden. Dumm nur, wenn die Schüler merken, dass sie bei einem „weiter so“ möglicherweise nicht mehr die Zukunft vorfinden werden, auf die sie heute vorbereitet werden sollen. Da steht die Schulzeit schon irgendwie in einem direkten Zusammenhang zur Demonstration. Eine Demonstration am Sonntag Nachmittag würde die älteren Herrschaften auch nicht wirklich beeindrucken. Aber wehe die Jugend geht nicht in die Schule.

    Übrigens sieht unsere Innenstadt lange nicht so vers.fft aus wie nach der jährlichen Abiturientenfeier.

    Typischer Fall von Whataboutism..

  45. AvatarAlbr

    Jajaja unsere Gymnasiasten/Abiturienten 😉

    einer macht in 2 Monaten ein Praktikum (vor dem Studium in London) in Südkorea 😉 die Eltern, bekennende Grünen Wähler, fliegen jedes Jahr nach Bali zu Meditation 😉

    Ich muss ihn mal fragen ob er mit dem Zug nach Taipeh fährt 😉

     

     

     

  46. AvatarTom

    @Cerebrum:

    Verschiedene Bio Siegel gibt es schon länger. Trotzdem wird es nicht in dem Maße gekauft wie Leute es gut finden und sich in der Theorie dafür aussprechen. Das Belegen Absatzzahlen des Handels. Ich fände es gut wenn es anders wäre. Nun kommt noch ein neues Siegel hinzu. Ich hoffe, dass mehr Leute darauf achten. Aber ich denke nicht, dass jetzt keine Ware mehr verkauft wird, die z.B. aus Massentierhaltung stammt. Leider. In einigen Monaten können wir zahlen hierzu sehen.

    Das andere Thema ist Image der Firmen. Deswegen bekennt sich auch jeder zu Bio. Niemand möchte als Anti Bio gelten und nicht einen Kunden verlieren. Aber wie groß ist der Regalanteil Bio zu normal in der Praxis? Doch eher gering. Kellogs usw. haben eher ein Problem mit der Zuckermenge. Hier findet ein Umdenken statt, was auch gut ist. Aber der Verbraucher möchte beim Geschmack keine Abstriche machen und das ist die Herausforderung der Unternehmen. Genauso wie die Mehrkosten die viele Verbraucher nicht bereit sind zu zahlen. Dies ergibt sich aus Umfragen.

    Vor ein paar Tagen habe ich im Radio eine Sendung zu dem Thema gehört. Ein Landwirt wurde gefragt warum er nicht die höchste Stufe des Siegels seiner Fleischprodukte produziert. Antwort war: Er würde gerne. Der Verbraucher ist aber nicht bereit die hohen Preise zu zahlen und er deswegen Abstand von den hohen Investitionen nimmt, da er Angst hat, die Kosten nicht wieder reinzuholen.

  47. AvatarAlbr

    @cerebrum, sie werden vorbereitet, um bei einer NGO befristete Hilfsjobs auszuüben 😉

     

     

  48. AvatarChrissie

    @cerebrum

    Ob die Schüler in der Schule auf die Zukunft vorbereitet werden ist fraglich, da das Schulsystem veraltet ist und zu wenig neue Inhalte angeboten werden. Wie hier im Blog schon oft erwähnt, sollten u.a. Finanzen als größeres Thema aufgenommen werden.

    Und nach dieser Logik würde man für die anderen Schultage sicher auch noch was Wichtiges zum Demonstrieren finden. Mittwoch gegen Mikroplastik, Donnerstag gegen Durst auf der Welt, etc etc.

     

    Und mit oder ohne Whataboutism, wenn jemandem angeblich die Umwelt so wichtig ist, schmeisst er seinen Müll nicht in dieselbe. Und räumt ihn hinterher nichtmal selber wieder weg.

  49. Avatarcerebrum

    Ob die Schüler in der Schule auf die Zukunft vorbereitet werden ist fraglich, da das Schulsystem veraltet ist und zu wenig neue Inhalte angeboten werden. Wie hier im Blog schon oft erwähnt, sollten u.a. Finanzen als größeres Thema aufgenommen werden.

    Die Beurteilung, ob die Schule veraltet ist oder nicht, überlasse ich lieber den Experten als den Beiträgen in einem Finanzblog. Nur hilfsweise verweise ich auf die anders lautenden Beiträge im selbigen Blog hier.

    Und nach dieser Logik würde man für die anderen Schultage sicher auch noch was Wichtiges zum Demonstrieren finden. Mittwoch gegen Mikroplastik, Donnerstag gegen Durst auf der Welt, etc etc.

    Da haben Sie recht, und nach meinem Verständnis beziehen sich die Freitagsdemo auch auf diese Aspekte. Durst als Folge des Klimawandels, Plastik als Verschmutzung der einzigen Erde die wir zur Zeit haben ect. ect.

    Und mit oder ohne Whataboutism, wenn jemandem angeblich die Umwelt so wichtig ist, schmeisst er seinen Müll nicht in dieselbe. Und räumt ihn hinterher nichtmal selber wieder weg.

    Da haben Sie auch recht. Nur ändert das was an die Richtigkeit und Wichtigkeit der Aussage der Schüler? Eher nicht. Ändert das was an der Glaubwürdigkeit der Schüler? Finde ich schon, aber nur, wenn hier auch Personenidentität zwischen den wild feiernden Abiturschülern und den demonstrierenden Schülern besteht. Im Übrigen sind bezüglich solcher Aspekte auch sehr viele Demonstranten sehr selbstkritisch.

     

    Tom

    Der Biomarkt ist in der Tendenz ein wachsender Markt, Punkt. In welchen Maße oder ob auch mehr ginge, ist in der Tat eine andere Frage. Aber allein, weil der Markt wächst nähert sich die Praxis an die Theorie (und das haben Sie ja mit ihrer Pauschalisierung über biogrüne Gutmenschen in Frage gestellt).

  50. AvatarTom

    @Cerebrum

    Das habe ich auch nicht in Abrede gestellt, dass der Markt wächst. Finde ich auch gut. Biogrün habe ich aber nicht genannt. Mich stört aber, dass in Deutschland in Umfragen der allergrößte Prozentsatz Bio und artgerechte Tierhaltung in der Theorie gut findet und in der Praxis die Geldbörse dann doch näher ist. Das habe ich mit Gutmenschen gemeint. Welche politische Ausrichtung diejenigen haben ist mir völlig egal.

  51. AvatarThorsten

    Ceberum ist anscheinend Protagonist dieser Kaste, die alles weiß und andere einordnet und verbietet, was nicht gefällt. Ich bin also ein ‚Opfer‘.  Den Slang pflegt bei uns eine Gruppe zu der ich Abstand wahre. Besser ist es.

  52. AvatarChrissie

    @cerebrum

    “Eine Demonstration am Sonntag Nachmittag würde die älteren Herrschaften auch nicht wirklich beeindrucken. Aber wehe die Jugend geht nicht in die Schule.“

    Das klingt für mich sehr nach persönlichem Wahrnehmungsbias. Woher wissen sie das? Gehören sie zu den älteren Herrschaften? Könnte es nicht mindestens ebenso gut sein, dass der Einsatz von tatsächlicher persönlicher Freizeit eine viel größere Anerkennung einbringen würde?

  53. AvatarThorsten

    Ich habe gerade gefunden : Anteil Biolebensmitteln an allen Lebensmitteln : 5,7%. Also Nord 14%, Aldi Süd 12%. Also hat bei den Discounter die Nase vorn. Nicht zu vergessen, dass Edeka schon länger ohne Plastiktüten auskommt und Bio hat, Rewe auch, die bieten Gemüsenetze an . Ich habe eins und habe seit Monaten keine Plastiktüte mehr gebraucht.

    Und damit man mir nach  bekannter Diskussionsstrategie aus dem linken Lager nicht das vorwirft, was ich vorher zum Thema Doppelmoral geschrieben habe, um damit angeblich zu beweisen, das ich nicht besser sei oder falsch liege, sage ich auch gleich dazu , dass wir im Haushalt noch immer Mülltüten verwenden,  für den Biomüll brauchen wir allerdings keine mehr und bei der gelben Tonne benutzen wir sie mehrfach und entsorgen die Umvefpackungen lose in die Tonne.

  54. Avatarcerebrum

    Lieber Thorsten, falls Sie es nicht mitbekommen haben, ich gebe nur Sie wieder, nur ein paar Beispiele:

    schnell Opfer einer  linkspopulistischen Holzhammermethode: Wer es anders sieht es gar leugnet ist Härethiker und Nazi. Deshalb habe ich vor längere Zeit aufgehört zu diskutieren.“ (Sie sehen sich als Opfer)

    Ich sage niemandem mehr, was vielleicht  richtig wär“ (Sie behalten die richtige Lösung für sich, anstatt alle dran teilhaben zu lassen)

    besser man hält die Klappe.“ (Sie resignieren)

     
    Welche Kaste? Was gebe ich vor zu wissen? Was will ich verbieten?

    @Chrissie

    Ja richtig, ist es auch so wie ich es geschrieben habe. Mir ist bewusst, dass Ihre Argumentationslinie vor keinem Alter Halt macht. Das alte Herrschaften war so sinnbildlich wie „die Schüler“, „die Gutmenschen“, „die Grünwähler“ ect..

     

    @Tom

    super, dann sind wir uns ja einig. Macht uns wohl beide zu Gutmenschen 😉

  55. Freelancer SebastianFreelancer Sebastian

    @ Thorsten

    Wer verbietet denn etwas? Es wird diskutiert. Das möchtest du doch? Oder willst du einfach nur deine Meinung raushauen, damit „die Wahrheit“ unter´s Volk kommt, wobei Widerrede unerwünscht ist?

    Als polemischen „Schreihals“, der andauernd seine obskure politische Meinung kundtun muss und ohne Ende pauschalisiert, empfinde ich eher dich.

    Und wenn einem deine Meinung nicht passt und du Contra bekommst, dann kommst du mit der Keule, dem Gegenüber die Keule vorzuwerfen.

    Der „alles Wissende“ bist doch du. Zumindest erklärst du uns immer die politische Welt. Und wer nicht miteinstimmt, kommt aus der „linksgrünen Kaste“. Es nervt. Und das wird man doch wohl noch mal sagen dürfen, oder? 😉

    Berichte über völlig sichere 14%-Ausschütter finde ich wesentlich gehaltvoller.

  56. AvatarChrissie

    @cerebrum

    Wenn das „alte Herrschaften“ sinnbildlich zu verstehen war, welche Charakteristika schreiben Sie den „sinnbildlichen“ alten Herrschaften zu, und könnte man es gegebenenfalls als altersdiskriminierend bezeichnen, wenn das „alte“ für diese Art Charakteristika verwendet wird?

  57. AvatarTom

    Mal wieder zum eigentlichen Thema des Blogs zurück. Habe mich in der letzten Woche  mit 3  jüngeren Bekannten unterhalten. Thema: Einkommen, Rente usw. Habe dann mal gefragt, ob sie sich schon mit Aktien oder ETF´s befasst haben. Eine bekam von ihrer Firma wieder einen Brief mit der Option firmeneigene Aktien zu kaufen. Zur Auswahl standen 2 Pakete.  Erste Möglichkeit: 40 Aktien, davon 30 kaufen und 10 gratis. Das zweite Paket war die doppelte Menge. Leider hat sie kein Interesse. Der Vater sagt auch das ist nur Zockerei. Bei den beiden anderen steht irgendwann die eigene Immo im Fokus. Lohnt sich mehr. Mit Aktien macht man Verlust. Ich wollte nicht belehrend wirken, aber zu ein paar Infos zu dem Thema bestand auch nicht wirlich Interesse. Ich  glaube daher kommen wir in Deutschland mit freiwilliger Eigenverantwortung zur Altersversorge in Bezug auf Börse auch nicht weiter. In der Schule müssten diese Themen wirklich erst einmal mehr in den Vordergrund gerückt werden.

  58. Avatarcerebrum

    Chrissie

    alt = sinnbildlich für im Bestehenden bzw. im dem Wandel entgegenblickenden und damit bald Vergangenen Angehörenden verbleiben wollend (z.B. Kohle, Atom, Diesel ect.)

    Ob Sie das jetzt diskriminierend im Sinne von rückwärtsgewandt verstehen, bleibt natürlich Ihnen überlassen. Ich wollte es nicht als „Kampfbegriff“ benutzen, sondern die Wortwahl lediglich stilistisch der Pauschalisierung „die Schüler“ gegenüberstellen.

    Mein letzter Gedanke hierzu: Es ist absurd, wie die Leute aufs Dach steigen, weil Schüler am Freitag statt Sonntag demonstrieren gehen und sich dadurch auch nicht einmal im Ansatz mit der Debatte selbst und damit inhaltlich beschäftigen. Als ob der Klimawandel und die damit einhergehenden Folgen und Probleme weniger einschlägig sind, wenn die Schüler den Tag der Demo ändern…

  59. AvatarChrissie

    @cerebrum

    Danke für die Erklärung. Ich persönlich hätte mir dafür gerne einen anderen Begriff gewünscht, da die Politik mE schon viel zu häufig alt gegen jung auszuspielen versucht, nach dem Motto teile und herrsche.

     

    Was das demonstrieren am Freitag angeht, so haben wir in D Schulpflicht und somit ist es gesetzwidrig. Ich sehe es nicht als vorteilhaft an, Verträge, Gesetze und ähnliche Regeln des gesellschaftlichen Miteinanders im Sinne eines vermeintlichen guten Zieles zu brechen, insbesondere nicht, wenn es sich auch anders regeln ließe, wie in diesem Fall. Das man sich damit teilweise unglaubwürdig macht, darf dann nicht verwundern.

  60. AvatarSparta

    @Chrissie

    „Ich sehe es nicht als vorteilhaft an, Verträge, Gesetze und ähnliche Regeln des gesellschaftlichen Miteinanders im Sinne eines vermeintlichen guten Zieles zu brechen, insbesondere nicht, wenn es sich auch anders regeln ließe, wie in diesem Fall.“

    Ja, man könnte Start-Up`s zu besseren Technologien fördern und in der Schule vorstellen, anstatt Ferienlager werden Bäume gepflanzt und Mischwälder gefördert, aktuelle Speichertechnologien im Unterricht lernen und versuchen diese zu optimieren, bessere Filtertechnologie /Moose / City-Trees, Umwandlungen von Energieträgern, Speicherfähigkeiten verbessern, Algenplantagen etc. pp., Terraforming…. für den Fall, dass wir mal ins All müssen… 😉

    Es gibt viel verrücktes was wir noch nicht können bzw. besser machen können! 😉

  61. AvatarMattoc

    Berichte über völlig sichere 14%-Ausschütter finde ich wesentlich gehaltvoller.

    lol

  62. AvatarChrissie

    @Sparta

    Leider weiß ich Ihre Antwort nicht zu deuten.

    Die Aufzählungen finde ich z. Teil gar nicht schlecht, wie zB das mit den StartUps,

    der Smiley und der Hinweis mit dem All ließ jedoch darauf schließen, dass es wahrscheinlich nicht so ganz ernst gemeint war?

    Also dann doch lieber einfach illegal der Schule fernbleiben?

  63. AvatarHendrik

    Wir müssen Unterscheiden: es gibt ja hier im forum einige menschen die Klimawandel an sich leugnen – die pösen Medien und die Politik wollen ja sowieso nur mein geld. (Oder Co2-Katastrophe und Bienensterben leugnen)
    Mit diesen Menschen hat es keinen Zweck so diskutieren – sie wenden sich gegen jedwede wissenschaftliche Logik und Argumentation.

    Dann kann man über die Proteste noch diskutieren. Ja ich finde man kann gegen die Schüler argumentieren, dass sie schulschwänzen und das selbst nicht glaubwürdig sind. Oder auch – wie ich finde – das darüber hinweggesehen wird dass die Regierung etwas tut  (nicht genug aber es gelang die regenerativen Energien in den letzten 10J um einige Prozente zu steigern.

    Dennoch bleibt ihre Kritik, dass nichr genug getan wird bestehen. Und das ist richtig.

    Ich finde Zumindetens die Forderung nach einer Besteuerung an Co2 für wirtschaftlich sinnvoll ist. Denn sie leitet die Menschen zu einer gesünderen Lebensweise auf effiziente Weise. Ich hoffe dennoch das die Besteuerung auch sozialverträglich geschehen kann…

    Aber auch Thorsten hat nicht ganz Unrecht, die Grüne Forderung z.B nach Enteignung in Berlin ist eine zutiefst sozialistische forderung, die gänzlich am Leben vorbeigeht…

     

     

     

     

  64. AvatarJamirael

    Illegal der Schule fernbleiben.

    Ja wo kommen wir denn da hin, wenn unsere Kinder auch noch anfangen selbständig zu denken und sich für ihre Zukunft einzusetzen.

    Ihr Leben gehört dem Staat und der Staat sind wir Alten.

    Ins Gefängnis mit denen, die illegal der Schule fernbleiben, jawoll.

     

  65. AvatarChrissie

    @Jamiramel

    Danke für den sachlichen Input. Ich geh morgen meinen Juwelier überfallen und den Diamantschmuck klauen, um gegen die Blutdiamanten zu demonstrieren. Was soll‘s mit den Gesetzen, ich denke da einfach selbständig.

  66. AvatarRagnar Danneskjoeld

    Ein paar Ergänzungen meinerseits:

    Enteignungen: längst nicht alle Grüne befürworten diese, siehe Tarek A-Wazir, immerhin stellvertretender hessischer Ministerpräsident: https://www.deutschlandfunk.de/wohnungspolitik-al-wazir-gruene-brachliegende-flaechen.1939.de.html?drn:news_id=994903
    Fridays for Future: ist ja schön, wenn Schüler Flagge zeigen. Dennoch darf die Schule solche Aktionen nicht dauerhaft akzeptieren, denn Schule ist der Neutralität verpflichtet. Was ist, wenn Schüler „Mondays against Muslim Migrants“ oder „Wednesdays for Weed“ ausrufen?

  67. AvatarJamirael

    @Chrischi

    Schulschwänzen ist i.d.R. nicht okay, aber es als illegal zu bezeichnen, fand ich einfach überzogen.

    Das diese jungen Leute demonstrieren finde ich klasse.

    Sie setzen sich aktiv mit Politik und unserer Umwelt auseinander und lernen dadurch soviel mehr als im Frontaluntericht in der Schule.

     

     

     

  68. AvatarRalf

    “ …es gibt ja hier im forum einige menschen die Klimawandel an sich leugnen… “

    Möglich. Ich selbst habe dazu jedenfalls noch keine abschließende Meinung. Skepsis ist die Mutter aller Wissenschaft und in gewissen Umfang nicht immer verkehrt. Es ist ein komplexes Thema. Kein Wissenschaftler kann wirklich schlüssig und umfänglich erklären, wie frühere Klimaumschwünge zustande gekommen sind. Meint aber, die Temperaturen im Jahre 2050 vorausberechnen zu können.

    Wenn der Mensch der Hauptverursacher sein sollte, dann sollte die Weltgemeinschaft auch über Themen wie Überbevölkerung und Lösungen diskutieren. Man denke an Prognosen z.B. für Afrika oder Indien. Mehr Menschen bedingen auch mehr Verbrauch an Ressourcen.

    Auch viele Aktienkonzerne agieren sicherlich nicht klimafreundlich genug im Profitdenken. Wie soll man damit umgehen z.B. als ETF-Anleger?

  69. AvatarSparta

    @Chrissie

    Ich lächle nur ab und zu. 😉

    Wir Spartiaten lächeln auch wenn das Ende naht! 😉

    Ansonsten waren das nur Ideen, ob man ein wenig mal den Lehrplan aufpeppen könnte, bzw. wie man konstruktiv versucht Diskrepanzen zu lösen.

    Wenn wir die Erde schrotten, dann ist das All die einzige Möglichkeit. Stephen Hawking (war einer unserer hellsten Köpfe) hat den Klimawandel als eine der größten Herausforderungen für die Menschheit gesehen…

    Bei manchen Niveau hier würde ich mich nicht mehr wundern, wenn ihm hier noch jemand postmortem noch einen NGO Stempel aufdrückt. Traurig.

  70. AvatarChrissie

    @Jamirael

    Ich kann Ihrer Aussage zum größten Teil zustimmen. Ich finde es auch gut, wenn sich die Jugend mit wichtigen Themen auseinander setzt. Noch besser, wenn sie auch Lösungsansätze vorbringen kann. Auch fürchte ich, dass der Frontalunterricht in den Schulen nicht unbedingt immer gewinnbringend ist. Da Schule hierzulande jedoch nicht 24/7 stattfindet, bleibt genug Zeit, außerhalb der Schulzeit zu demonstrieren.

    PS Entschuldigung, die falsche Namensschreibweise war keine Absicht, ist mir eben erst aufgefallen.

  71. AvatarHendrik

    @chrissie

    In der Energiewirtachaft ist das doch schon längst Standard;) abgesehen davon das du wohl eher o2 als co2 atmen möchtest.
    Und abgesehen davon müsste man die Stromsteuer dafür abschaffen. (Keine anreizfunktion) Denn auch das in Deutschland eine der höchsten Abgabenlasten überhaupt auf der Welt vorhanden ist, ist ja nicht zu bestreiten.

  72. AvatarFelix

    Ich finde der Freitag sollte generell schulfrei als Domo-tag gehalten werden. Zu demonstrieren gibt es schließlich viel, z.B. gegen die bösen Konzerne und ihre gierigen Aktionäre, die die Arbeiter aus bedeuten. Die Schüler würden dann endlich mal was für s Leben lernen, nämlich politischen Aktivismus und nicht nichtsnutzige Mathematik.

  73. AvatarRalf

    Von strengen Annahmen eines Experiments kann in der Klimaforschung oft keine Rede sein. Dort werden komplexe Simulationen als Computermodelle aufgebaut, die allerdings sehr sensitiv gegenüber kleinen Veränderungen in einer Vielzahl auftretenden Parameterwerte sind. Was widerum deren Ausagekraft durchaus wesentlich begrenzen kann.

    Alle Modelle brauchen Parameter. Um den Algorithmus sinnvoll laufen zu lassen. Und da liegt die eigentliche Unsicherheit.

    Und ein erster Schritt für eine bessere Umwelt wäre mehr Homeoffice für alle Berufe die es irgendwie erlauben. Da tut sich aber wenig dank der Kontrollsucht vieler Firmen.

  74. AvatarEx-Studentin

    @Chrissie

    Ich geh morgen meinen Juwelier überfallen und den Diamantschmuck klauen, um gegen die Blutdiamanten zu demonstrieren. Was soll‘s mit den Gesetzen, ich denke da einfach selbständig.

    Das ist nicht zu vergleichen. Andere zu beklauen, damit schadet man anderen. Mit dem Schwänzen der Schule schadet Greta höchstens sich selbst. Sofern die den Stoff eigenständig (z.B. während einer langen Zugfahrt..) nachholt, hat sie nicht mal einen Nachteil dadurch.

    Greta hat letztens ein interessantes Bild hochgeladen:

    https://www.facebook.com/gretathunbergsweden/photos/a.733630957004727/803707873330368/?type=3&theater

    Ich war bisher nur einmal demonstrieren. Vor rund 10 Jahren als Schülerin gegen die Studiengebühren in Hessen. Wurden erfolgreich abgeschafft. Klar hätte man sagen können: „Dich als Schülerin betrifft das noch nicht..“ oder „Werd doch erst mal älter und geh‘ selbst in die Politik..“. Wenn Kinder demonstrieren und ihre Familien mobilisieren, dann kann das weite Kreise ziehen. Mit 16 ist man zudem kein kleines Kind mehr.

    Sich für die eigene Umwelt einzusetzen ist nie verkehrt. Wir haben nur eine Erde. Dass ist wie mit der eigenen Gesundheit: Manche akzeptieren nicht, wenn andere sehr gesund leben („Der übertreibt es total! Man kann ja mal ’ne Ausnahme machen.. Ich genieße mein Leben lieber!“). Das sind dann aber die gleichen, die Bluthochdruck, Herzprobleme etc haben und den Schlag nicht hören.

  75. AvatarChrissie

    @Sparta

    Danke für die Rückmeldung. Die Ideen fand ich gut 🙂 Ich vermute, bei den Lehrplänen ließe sich noch genug aufpeppen.

    Algenfarmen mit ellenlangen Glasröhren gibt es zB schon vereinzelt,  – hoffen wir, dass sie vielleicht einmal zusätzlich, aber nicht als letzte Zuflucht im All zum Einsatz kommen werden. Ich hoffe, der Mensch besinnt sich noch rechtzeitig.

  76. AvatarJohn

    Die Demonstrationen haben quasi aus dem Nichts heraus angefangen. Sehr fragwürdig auch während der Schulzeit. Schüler, die lieber etwas lernen wollten, werden oder wurden abgestraft.

     

    Man muss hier die Frage stellen, woher kommen diese Demonstrationen. Es gibt reichlich Probleme im Land. Von Rente, Sozialsystem, gesellschaftlichen Gefüge, Arbeitsmarkt, „Wohnungsnot“ und und und. Halb Europa hat „Rechtspopulisten“ entweder an der Regierung oder zumindest auf dem Vormarsch. In Frankreich haben sich die Gelbwesten zu einer sehr erheblichen Bewegung zusammen gefunden. Eine auch Sicht der Regierenden höchst beunruhigenden Entwicklung. – Irgendwie kommen da die Klimademos gerade recht.

     

    Nun was kann der Einzelne tun? Weniger konsumieren, weniger Kinder in die Welt setzen. Zu Punkt 1, ist das bei der Masse in irgendeiner Form sichtbar? Sind die Schüler auf der Demo nicht darauf aus das neueste 1000$ iPhone zu bekommen?

     

    Eine Geburtenobergrenze braucht es nicht. Macht auch keinen Sinn bei gleichzeitiger Einwanderung. Tatsächlich sind die Geburtenraten, wenn man die Einwanderung ausklammert, gar soweit, das die Bevölkerung schrumpft. Ergo ist die Gesellschaft bereits auf dem Besten Wege, aus „Klimasicht“. Das Problem ist, ob Indien oder der ganze afrikanische Kontinent ist noch lange nicht soweit. Deren Fussabdruck wird noch massivst steigen. Einerseits durch die schirre Zahl an Kindern, andererseits durch wachsenden Wohlstand.

    Nun kann man denen nicht den Wohlstand verweigern mit dem Fingerzeig auf die Umwelt und selbst die Sau raus lassen. Man kann denen auch nicht sagen ihr dürft keine Kinder mehr machen. Tatsächlich wird sich das Problem mit steigendem Wohlstand verbessern, dann jedoch reden wir nicht mehr nur über schlappe 7 Mrd. Menschen auf dem Planeten.

     

    Keine Ahnung was da eine Demo im alten Europa bringen soll. Ausser hysterischen Dieselverboten oder ähnlichem. Der Witz dabei, die Kreuzfahrtschiffe dürfen im Hafen ihren Dreck ungefiltert in die Luft schleudern. Ans öffentliche Stromnetz schliesst man die nicht an. Wäre dabei ein Klacks, ein paar Kabel verlegen und gut ist. Nein stattdessen sollen Mio Akkus gebaut und in nagelneuen Elektroautos die Rettung bringen.

  77. AvatarAndrea

    Jamirael, interessante Ansichten. Schulschwänzen ist natürlich nicht erlaubt, da Schulpflicht besteht. Dass Bußgelder verhängt werden, ist nicht ungewöhnlich.

    Ich finde es selber super, wenn Menschen für Ihre Vorstellungen demonstrieren, habe aber auch den Eindruck, manche verschaffen sich durch die Teilnahme an der Demo einen persönlichen Vorteil, indem sie nicht zur Schule gehen (da sie eventuell keine Lust auf Schule haben). Auch kann die Schule schlecht überprüfen, wer letztendlich zur Demo gegangen ist und wer mit dem Hintern im Bett liegen geblieben ist. Alleine schon deshalb kann es nicht erlaubt werden. Glaubwürdiger wäre es in der Tat, die jungen Leute würden Samstags morgens an ihrem freien Tag früh aufstehen und dann demonstrieren. Man wüsste, dass sie es ernst meinen und bereit sind, dafür Opfer zu bringen. Sich einer Bewegung anzuschließen, muss auch nicht unbedingt etwas mit selbständigem Denken zu tun haben.

    Ich meine mich zu erinnern, dass die Demos in meiner Jugendzeit (Anti-Atomkraft, Anti-Rüstung usw.) immer zu Zeiten stattfanden, an denen möglichst viele Leute daran teilnehmen konnten.

  78. AvatarSparta

    Nachträglich…einen negativ gemeinten NGO-Stempel! NGO’s sind nicht per se generell in die eine oder andere Richtung zu be- oder zu verurteilen.

    @Ralf

    Schon klar dass Du noch zweifelst… vielleicht wird dein Eigenheim im nächsten Jahrtausend fertig…

  79. AvatarHendrik

    @Ralf

    Kritik finde ich gut und auch deine Art erstmal etwas zu hinterfragen.

    Aber in endgültiger Konsequenz: Wenn man mit einem Auto mit 100km/h um eine über Kreuzung fährt und nicht weiß was kommt, sollte man wahrscheinlich auf 50 runter bremsen, auch wenn vielleicht gar kein anderes Auto einem entgegenkommt.

  80. AvatarChrissie

    @Hendrik

    Wird nicht CO2 ausgeatmet?

     

    @Ex-Studentin

    Es spricht überhaupt nichts dagegen, dass die Schüler demonstrieren. Sage ich schon so seit Anfang der Diskussion. Und in ihrer Freizeit haben sie ja auch genug Zeit dafür.

    Wenn sie ihre Freizeit dafür nicht einsetzen wollen, war es ja vielleicht doch nicht ganz so wichtig.

    Irgendwie wollen hier viele die Unterscheidung nicht sehen, dass man nicht gegen das Demonstrieren ist, sondern nur gegen das Demonstrieren während der Schulzeit.

  81. AvatarRalf

    Die wachsende Weltbevölkerung stellt ein Problem dar für einen Klimawandel (falls dieser existiert) und für die Umwelt. Darüber sollte mehr diskutiert werden auf internationalen Ebenen. Wie immer auch Lösungen aussehen könnten. Viele Frauen würden sicherlich gerne verhüten und können sich das nicht finanziell leisten.

    Mehr Homeoffice für effektiven Klimaschutz. Überfällig im digitalen Zeitalter. Spart Benzin, Staus, Abgase…

    Auch die Schifffahrt muss ihren Teil zum Klimaschutz beitragen. Riesen Drecksschleudern.

    Und Aktionäre müssen sich fragen, welche Rolle die Konzerne beim eventuell vorhandenen Klimawandel spielen. Das Gewinnstreben geht eben nicht immer sehr umweltfreundlich einher.

    Im Prinzip ist doch die ganze Welt auf Konsum aufgebaut und wir profitieren als Anleger alle davon.

  82. AvatarEx-Studentin

    @Chrissie

    Wenn z.B. Flugangestellte, Bahn, Pflegekräfte etc streiken muss man das zu einer Gelegenheit machen, die andere in Zugzwang bringt. Wenn Greta es schafft, Schüler zum Schwänzen zu bringen, muss die Politik sich damit beschäftigen. Welche Politiker würde es denn interessieren bzw. mitbekommen, wenn Schüler samstags oder abends friedlich streiken?

  83. Freelancer SebastianFreelancer Sebastian

    @ John

    Die Demonstrationen haben quasi aus dem Nichts heraus angefangen. Sehr fragwürdig auch während der Schulzeit.

    Man muss hier die Frage stellen, woher kommen diese Demonstrationen.

    Es gibt reichlich Probleme im Land. Von Rente, Sozialsystem, gesellschaftlichen Gefüge, Arbeitsmarkt, „Wohnungsnot“ und und und. Halb Europa hat „Rechtspopulisten“ entweder an der Regierung oder zumindest auf dem Vormarsch. In Frankreich haben sich die Gelbwesten zu einer sehr erheblichen Bewegung zusammen gefunden. Eine auch Sicht der Regierenden höchst beunruhigenden Entwicklung. – Irgendwie kommen da die Klimademos gerade recht.

    Die Regierung hat die Demos also konspirativ vorbereitet und sie durch den ein oder anderen Agent Provocateuer in Gang gesetzt, um von den oben genannten Problemen abzulenken? Verstehe ich dich richtig?

     

  84. AvatarChrissie

    @Ex-Studentin

    Das heißt, der Zweck heiligt die Mittel? Und wer legt dann genau fest, zu welchem Zweck man welches Gesetz brechen darf?

    Mal ganz davon abgesehen, dass ich nicht glaube, dass diese medienwirksam hochgepuschten Demos etwas bewirken, da seien die Lobbyisten in Berlin vor.

    Vielleicht gibt es wieder ein paar der so gerne angewendeten freiwilligen Selbstverpflichtungen einer oder zwei Industrien, wenn überhaupt.

  85. AvatarAndrea

    Welche Politiker würde es denn interessieren bzw. mitbekommen, wenn Schüler samstags oder abends friedlich streiken?

    Das Argument verstehe ich nicht ganz. Meiner Meinung nach würden es mehr Leute an einem Samstag in der Innenstadt mitbekommen als an einem Freitag vormittag (wo kaum jemand in der Stadt ist).

    Eher hält es Schüler, die den Schulunterricht nicht verpassen wollen, ab, dorthin zu gehen, wenn es während der Schulzeit stattfindet.

    Ich finde es auch nicht so gut, dass ausschließlich junge Leute angesprochen werden. Es könnten doch auch andere Leute für den Klimaschutz demonstrieren. Es ist interessant, wenn den Erwachsenen vorgeworfen wird, sie hätten nichts getan. Es gab doch auch schon früher Umweltschutzbewegungen und verschiedenartigste Bestreben, die Natur zu schützen. Die einzigen, die in der Tat nichts getan haben, und sogar derartige Bemühungen kontrakariert haben, waren die Politiker.

  86. AvatarSparta

    Ich habe geschäftlich einen mittleren 6stelligen KWh-Bedarf an Strom und Heizung.

    Über 70 % sind aktuell erneuerbare Energiequellen und sobald die Speicher wirtschaftlicher werden will ich noch autarker werden.

    Mehr Problemlöser als Problemseher wäre ein vernünftiger Schritt.

    Allerdings haben wir anscheinend auch noch viele die das Problem nicht sehen wollen und so den Problemsehern die Energie rauben welche diese sinnvoller in Lösungen investieren würden…

  87. AvatarEx-Studentin

    @Chrissie

    Man muss Gesetze immer hinterfragen. Gesetze sind von Menschen gemacht und werden oft genug geändert. Wenn z.B. Krieg ist und wir sollen plötzlich Waffen in die Hand nehmen, werde ich sowas auch kritisch hinterfragen. Schulpflicht ist eine gute Sache. Wenn jemand die Schule schwänzt, ist das seine eigene private Angelegenheit. Wenn der Staat das als schlimme Straftat sieht, kann er Greta verhaften und einsperren bzw. muss ihre Eltern zu Rechenschaft ziehen. Denn vor Gericht wird entschieden, wie ein Gesetz auszulegen ist und inwiefern persönliche Interessen wichtiger sind als ein Gesetz.

    In anderen Ländern dürfen Eltern ihre Kinder selbst unterrichten, da würde Greta vermutlich nicht mal ein Gesetz brechen. Greta beweist: Sie hebt sich durch das Schuleschwänzen von anderen ab, sonst würden sich die Medien nicht mit ihr befassen.

    @Andrea

    Ich wohne in Stuttgart und hatte immer die Demonstranten von „Stuttgart 21“ am Bahnhof. Die haben montags und am Wochenende gestreikt. Mir ist der Streik nur aufgefallen, weil er mich montags genervt hat. Samstags hat er mich nicht gejuckt. Und natürlich könnten die Schüler am Wochenende streiken, aber das gehört ja eben zur Message: Wofür zur Schule gehen, wenn es keine Zukunft gibt?

  88. AvatarGainde

    Buffett’s 7 der 10 Top-Positionen in seinem Portfolio sind US-Banken, welche er kürzlich nochmals aufgestockt hat. Any idea weshalb er Banken liebt?

  89. KievKiev

    @ Sparta

    Das klingt gut. Bist Du Selbstständig? Falls Ja, arbeitest tagsüber? Dann benötigst Du doch keinen Speicher? Eine Heizung kann man doch als eine Art von Speicher nutzen? Heizt Du mit Strom? Du könntest hier Wärmespeicher laden. Das ist bestimmt recht günstig möglich.

    Vielleicht kannst Du manche Verbraucher umstellen. So dass Dein Verbrauch über den Tag breiter gestreut wird.

  90. Freelancer SebastianFreelancer Sebastian

    @ Felix

    Ich finde der Freitag sollte generell schulfrei als Domo-tag gehalten werden (…)

    Die Schüler würden dann endlich mal was für s Leben lernen, nämlich politischen Aktivismus

    Das ist eine sehr gute Idee. Allerdings solltest du dann vorher festlegen, wie guter, erwünschter politischer Aktivismus auszusehen hat.

    Du gibst also die Ziele des guten Lebens vor, für die die Schüler aktiv werden dürfen.

    Heranwachsende finden es nämlich richtig gut, wenn die Erwachsenen ihnen vorschreiben, was man tun und lassen darf.

  91. Der BaumDer Baum

    @ Gainde, ich hab darüber auch lange nachgedacht. Mittlerweile habe ichs glaube ich grundsätzlich verstanden.

     

    Banken nutzen das Geldsystem in Reinform aus. Im Prinzip ist es ein unglaublich einfaches und in reinform auch ein sicheres Geschäftsmodell. Insgesamt gesprochen. Die leihst dir Geld von den Zentralbanken verleihst es teuer weiter und gut ists. Die Gewinne nutzt du wiederum um am Kapitalmarkt anzulegen – genauso wie wir das machen. Du verdienst also im Prinzip mit fremden Geld auf fremdes Risiko geld. An sich genial.

    Andere Schwerpunkte wie Dienstleistungen als normale Geschäftsbank, Investmentbank Mal außen vor.

    Was mir schwer fällt ist Banken zu bewerten. Also Unterschiede herauszuarbeiten, warum ist Bank A besser als B? Wie lange wird Bank A besser sein, etc. ? Deswegen hab ich noch keine.

    Ich werde mich aber sobald als möglich sehr breit auf das Geschäftsmodell einlassen – bei dem nächsten Absturz. Vorher weiß ich einfach nicht wer besser ist.

    Grüße Baum

  92. AvatarChrissie

    @Der Baum

    Ehrlich gesagt, weiß ich nicht, in wie weit es bei den Banken unterschiedlicher Länder unterschiedliche Risiken gibt.

    Hinsichtlich hiesiger Banken finde ich die Logik in den Vorträgen von Markus Krall (auf YouTube zu finden) recht beeindruckend, und danach würde ich in hiesige Banken nicht unbedingt investieren wollen.

    Obwohl, wenn der Bürger nachher wieder alles bezahlt, ist das Risiko ja vielleicht doch nicht so groß…

  93. AvatarFelix

    @ Freelancer

    Ich gebe keine Ziele vor, schließlich haben wir Demonstrationsfreiheit. Die Gelbwesten in Frankreich streiken eher für billigen Sprit, warum sollte ich dieses Ziel verwerflich finden.

    Es geht schließlich um pressure groups, um den Staat in die jeweils eigene Richtung zu lenken, letztlich um an Staatsknete zu kommen. Das sind in unserem Gemeinwesen wichtige Kompetenzen, welche die Schüler nicht früh genug einüben können. Dagegen sind Kenntnisse, die man in einem Beruf zum Broterwerb brauchen wird, eher zweitrangig, glaube ich mehr und mehr. Schließlich haben auffällig viele Politiker keinen oder einen schlechten Abschluss und auf dem normalen Arbeitsmarkt eher geringe Chancen.

    Das sollte man den Kindern beibringen, um sie auf das Leben vorzubereiten.

     

  94. AvatarJamirael

    @ Gainde

    „Sie sind ein Geschäft, das ich verstehe, und ich mag den Preis, zu dem sie relativ zu ihren Zukunftsaussichten verkauft werden“, erklärte der 88-Jährige jüngst im Interview mit Andy Serwer, Chefredakteur von Yahoo Finance. „Ich denke, dass sie in zehn Jahren mehr Geld wert sein werden. Und ich glaube, es gibt eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit, dass ich Recht habe“, fügte Buffett hinzu.

    https://www.finanzen.net/nachricht/aktien/profitabler-sektor-in-zehn-jahren-noch-teurer-warren-buffett-wettet-auf-banken-aktien-7346454

     

    Dazu auch :

    https://www.fool.de/2019/04/06/warum-warren-buffett-denkt-dass-die-aktien-von-jpmorgan-steigen-koennten/?rss_use_excerpt=1

     

  95. AvatarSparta

    @Kiev

    Nein, nicht selbstständig aber relativ unabhängig.

    Die Heizung ist komplett regenerativ.

    Den Strom brauche ich auch in der Nacht. Smartere Steuerung muss halt auch von der Kosten-Nutzen-Relation passen.

    Wenn Du magst kann Tim Dir gerne meine E-Mail geben.

  96. Avatar-M

    @Gainde

    Wieso er Banken mag? Sie sind sehr günstig ggü den restlichen Unternehmen gerade. KGV 8-11 je nach Bank. Verdienen Geld wie sau.

    @Baum

    So schaut es aus. Im Endeffekt kannst du Banken wie normale Unternehmen bewerten. Je mehr kernkapitalquote desto sicherer (geringer leverage)

    Geschäftsmodel: mag sehr die Banken die nicht so viel Investment Banking machen (Wells fargo / BNP Paribas / US Bancorp / Bank of Novo scotia / ING Groep)

     

    Schau dir mal die cost/income Ratio an. Je niedriger desto besser

     

    Bsp Cost income Ratio ist 0,60€ dann benötigt die Bank 0,60€ um 1€ zu verdienen.

    Ich sage ja, das Geschäft ist eigentlich einfach zu verstehen und gibt es seit ewigen Zeiten und wird es ewig geben 🙂

     

    -M

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