Die KI Blase platzt bald: SpaceX, Oracle, Intel und andere Aktien rutschen ab

Der Zusammenbruch der KI-Blase steht vermutlich bevor. Innerhalb eines Monats verloren die Aktien von Intel, Micron, Qualcomm, IBM ein Fünftel ihres Wertes. Die absurd hohe Bewertung beim SpaceX-Börsengang veranschaulicht die Blase noch eindrücklicher. Seither fällt der Börsenneuling rasant. All das sind erste Warnsignale für den drohenden Kollaps. Noch immer wird SpaceX mit dem 84-fachen Umsatz taxiert, was absurd erscheint.

Auch ist der Oracle-Kurskollaps eine Warnung. Seit dem Top im September crashte der Kurs um 64%. Oracle-Gründer Larry Ellison (81) gibt derweil Geld mit vollen Händen für KI-Rechenzentren aus. Und Ellison leiht sich dafür die Milliarden über Anleihen. Kürzlich hat das Ratinghaus S&P Global die Oracle-Anleihen heftig auf BBB- abgewertet, die Note steht nur noch einen Tick über Ramschniveau. Das ist bitter. S&P sieht Oracles Finanzen an Kraft verlieren. Die starke Abhängigkeit von OpenAI sehen die New Yorker Bonitätsprüfer ebenfalls kritisch. Die ersten Banken haben sich von Oracle distanziert, sofern die Berichterstattung stimmt.

Larry Ellison: Sein Sohn will ein Medienimperium formen

Kann man hier von Größenwahn gepaart mit Narzissmus ausgehen? Der Sohn von Larry, David Ellison (43), will jedenfalls ein Medienimperium aufbauen. Er hat deshalb für 111 Milliarden Dollar das Hollywood-Studio Warner Bros. Discovery gekauft (mit Daddys Milliarden natürlich) und will es mit Paramount Skydance verschmelzen. Womöglich hat sich David verhoben? Oder gelingt dem Sohn ein Orakel und er baut den größten Medienkonzern der Welt auf? Auf jeden Fall pulverisiert sich der Börsenwert von Paramount, wo David die Fäden in der Hand hält, immer weiter. Der Börsenwert kommt auf nur noch 9,8 Milliarden Dollar. Dieser Börsenwinzling will also eine 111 Milliarden Dollar Übernahme stemmen? Es klingt abenteuerlich.

Mal sehen, wie es weiter geht. Sollte sich David tatsächlich zu hoch verschuldet haben, könnte das wiederum Netflix stärken. Dann wäre ein wichtiger Rivale paralysiert. Es bleibt spannend wie ein Krimi.

Es stellt sich außerdem die Frage, wie die Hyperscaler ihre enormen KI-Ausgaben rechtfertigen können. Die 4 Großen (Microsoft, Alphabet, Amazon, Meta) einschließlich Oracle wollen in diesem Jahr 800 Milliarden Dollar in die KI investieren. Das ist eine verrückte Summe – fast so viel Geld, wie das Pentagon im Jahr ausgibt. 2027 sollen die Investitionen noch größer werden.

Die großen Hyperscaler hoffen, das Geld wieder reinzuholen. Ob das gelingt? Vielleicht platzt die Blase. Die dadurch ausgelöste Rezession kann heftig werden und lange dauern. Leider ist an der Börse wenig menschliche Intelligenz zu finden. Stattdessen grassiert die Gier. Ich kaufe zur Zeit langweilige ausgebombte Aktien. Beispielsweise Forstbetriebe, Eierfarmer, Kosmetikfirmen usw.

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39 Kommentare
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Ansel
25 Tage vor

Aber wir machen doch buy and hold forever!

Nuvolina
25 Tage vor
Antwort auf  Ansel

Bei „buy and hold forever“ muß man das eigene Lebensalter berücksichtigen, sonst kann es ordentlich in die Hose gehen.

25 Tage vor
Antwort auf  Nuvolina

Hast du „Die with Zero“ schon gelesen? Erweitert den Horizont.

Ansonsten: Wenn du deine Papiere vererbst, stehen sie mit „buy and hold forever“ nach deinem Ableben sicher irgendwann höher als zuvor…

Sebastian
25 Tage vor

Hallo Tim,

Ich denke auch, viele Dinge die man behauptet hat sind nie eingetreten, die Qualität von AI ist in vielen Bereichen nie das geworden was man sich erhofft hat und sogar das Gegenteil ist der Fall: man hat mehr Aufwand als zuvor.

Denke also auch dass das platzen wird. Bei Oracle ist es besonders schlimm weil sie ein 300 Milliarden Investment mit openai gemacht haben und sich (meiner Meinung nach) von sam altman über den Tisch ziehen haben lassen. Openai verdient kein Geld (deshalb auch der rausgezögerte ipo damit man nicht sieht wie schlecht es steht) und soll Oracle das Geld als alleiniger Gläubiger bezahlen.

Es gibt dann noch andere Effekte: Larry ellison hat wir musk und andere Milliardäre Geld über Kredite geholt die mit Margin calls abgesichert sind, d.h. Das Geld ist über die Aktien von deren hauptunternehmen gesichert. Wenn nun die Aktien unter ein Level fallen müssen sie verkaufen oder Geld nachschiessen. Bei elon musk geht das über Tesla und spacex bei den ellisons (Stichwort paramount aber nicht nur) über Oracle.

Es ist auch diese story der allseits überlegenen künstlichen Intelligenz die erzählt wurde und so Geld eingespült hat. Es wird ein jähes Ende finden.

Info
25 Tage vor

Beim Thema KI geht es um viel Geld. Selbstverständlich sind die Geschäftsführer von OpenAI, Anthropic etc. auch Verkäufer, und preisen Ihre Produkte an. Das ist auch legitim.

Sicherlich unterstützt bzw. beschleunigt die KI einzelne Arbeitsschritte innerhalb eines Geschäftsprozesses, aber größere Entlassungen sehe ich deshalb (noch) nicht.

Wir nutzen im Büro auch KI (oder ist es nur Software, die jetzt als KI betitelt wird?), es wurde deshalb aber noch keine Stellenausschreibung offline genommen. Seltsam.

Interessantes Gespräch zum Thema KI:
https://www.ardmediathek.de/video/das-rote-sofa/informatikerin-und-ki-expertin-alke-martens-auf-dem-roten-sofa/ndr/Y3JpZDovL25kci5kZS9wcm9wbGFuXzE5NjM4Mjg2MV9nYW56ZVNlbmR1bmc?

KI sehe ich durchaus positiv, aber die Versprechen der CEO’s klingen mir persönlich zu vollmundig.

Christian
25 Tage vor
Antwort auf  Info

Ja, schwierig. GPT 5.5 war genial, jetzt mit 5.6 ist es wieder so wie kurz nach der Einführung von 5.5 etc.: temporär unterirdisch. Sehr nervig.

Ich setze es auch beruflich ein, habe 5 „Sitze“ lizenziert. Einerseits ist es für mich wie Excel und Outlook, also nicht mehr wegzudenken und sehr hilfreich. Dennoch gehe ich nicht früher nach Hause und stelle auch weiter Leute ein…

Ich muss aber zugeben dass mich 5.5 schon sehr positiv überrascht hat und hoffe, dass 5.6 „Sol“ da wieder hinkommen wird.

Ansonsten ist es wie immer: kurzfristig überschätzt, langfristig unterschätzt. Denke auch, die Blase wird platzen, das gehört zum Trend-Lifecycle dazu. Nur wann weiß keiner. Jedenfalls oft nicht, wenn jeder vor der Blase warnt, sondern erst viel später, wenn alles noch einmal 500% gestiegen ist.

Snoo
25 Tage vor

Sicher gibt es immer wieder Korrekturen geben, aber die künstliche Intelligenz ist so ein revolutionärer Technischer Schritt, der nicht mehr in der Zukunft wegzudenken ist ! Ganz gleich ob in der Medizin oder anderen Technischen Prozessen auch in Formen von Androiden oder sogar in Cyborgs ! KI steht erst am Anfang !!

Spartacus
25 Tage vor

@TIM: du behältst deine Paramount eisern?! war der Kauf ein fehler?

Sparta
25 Tage vor

Kann man hier von Größenwahn gepaart mit Narzissmus ausgehen?“

Der Potus ist aber nicht gemeint,… da würde noch die offene Korruption fehlen. ;-)

25 Tage vor

Erinnert an die Anfangstage des Internet. Viel Hybris, große Töne, aber auch bange Fragen, wer „dieses Internet denn benötige? Verdient man da überhaupt Geld?“ Nun, heute wissen wir es besser.

Das gleiche mit KI. Ist gekommen um zu bleiben. Und natürlich wird sie – wie alles im Kapitalismus – auch kräftig monetarisiert.

Von wem, wann, mit welchem Ergebnis? Werden wir sehen. Die Infrastruktur rund um Amazon zu besitzen halte ich für keine schlechte Idee.

Marco
25 Tage vor

Für jede Blase liegt immer eine Nadel bereit!

217Kutscher
24 Tage vor

Ich kann die Diskussionen um eine KI-Blase nicht mehr ernst nehmen Es sind einzelne Papiere, die zu stark überbewertet sind. Das Risiko kennt unsereins. Man geht es, oder man geht es nicht.

Frank
22 Tage vor
Antwort auf  217Kutscher

Sehe ich auch so.
Die Crash Propheten schreien wieder ganz ganz laut… nervt einfach.
Wer die Technik dahinter versteht, kann zur Zeit richtig schön shoppen gehen. Buy the dip.

Josef
24 Tage vor

Ich investiere nicht direkt in KI, sollen sich andere die Finger verbrennen, falls jemand Glück hat und grosse Gewinne macht, dann gönne ich es ihm.
ich stocke meine langweiligen Firmen auf.

Cloudesbuster
24 Tage vor

KI macht große Teile der Arbeitswelt produktiver und zuverlässiger. Daraus ergibt sich ein Kosten-, Produktivitäts- und Qualitätsvorteil. Wer das nicht versteht, verpasst den Anschluss. Es kann gut sein, dass wir erst am Anfang dieser Entwicklung sind. Umso mehr dürften die Kurse auch noch Entwicklungspotenzial haben. Im Bereich Internet haben wir Ähnliches gesehen. Nach dem Platzen der Dotcom-Blase waren viele amerikanische Firmen erst am Anfang einer langen Hausse.

Frank
22 Tage vor
Antwort auf  Cloudesbuster

Welche sind deiner Meinung nach die interessantesten Unternehmen und warum?

Cloudesbuster
20 Tage vor
Antwort auf  Frank

Sieh einfach mal Nico’s Top Halbleiter Depot:
https://www.wikifolio.com/de/de/w/wftoph2022#portfolio
+95% in den letzten 12 Monaten!
Da kriegt man große Augen. Ich auch. Treiber ist letztendlich die KI.

Daniel
20 Tage vor
Antwort auf  Cloudesbuster

Sehe ich auch so. Und das System lernt ja rasend schnell dazu. Worüber man heute noch lächelt wird in 1-2 Jahren perfekt funktionieren. Die ersten KI Bilder sahen auch absolut bizarr aus, schaut mal wie die aktuellen Bilder aussehen.
Man merkt ja jetzt schon, dass selbst im normalen End-Konsumenten Alltag die KI immer mehr Raum einnimmt. Meine Mutter (jenseits der 70) sagt auch inzwischen sie kann besser die KI befragen und etwas recherchieren lassen als sich bei google durch zig Seiten zu wühlen.
Auch bei mir im IT-Alltag…. Scripte werden perfekt nachdokumentiert, Fehler werden schnell gefunden. Einfache Aufgaben bei denen man sich sonst stundenlang in Foren rumtreiben musste um Example-Scripte zu finden die man dann doch individuell anpassen musste, werden heute mit sehr guter Qualität von der KI geschrieben.
Ich könnte mir auch vorstellen dass wir auch später eine Front-End KI für den Kunden anbieten der einen viel eleganter durch einen Auftrag führt als ein Formular es kann.

Nuvolina
24 Tage vor

Der Buffettindikator ist auf gefährlichem Niveau.

23 Tage vor
Antwort auf  Nuvolina

Und das schon seit vielen, vielen Jahren. Als Indikator also mittlerweile obsolet.

Das hat mehrere Gründe. Die Topunternehmen (des S&P 500) erwirtschaften ihre Umsätze global. Das US-BIP greift also zu kurz.

Die Geschäftsmodelle sind extrem skalierbar und benötigen wesentlich weniger Kapital als die der alten Industrieunternehmen. Höhere Bewertungen sind also gerechtfertigt.

Es bleibt richtig, was hier seit vielen, vielen Jahren von Tim und der Leserschaft festgestellt wurde:

Stur und stetig die Aktien von ausgezeichneten Qualitätsunternehmen oder einen ETF kaufen und diese Papiere durch dick und dünn, durch alle Markt- und Konjunkturphasen hindurch halten.

Ganz simpel.

Nuvolina
23 Tage vor

So simpel ist es dann auch wieder nicht.
Fas Perpetuum mobile ist noch nicht erfunden, auch an der Börse nicht.
Optimismus mit zwanzig ist ok.
Später dann, wenn die Schläfen grau werden, sollte man die rosarote Brille gelegentlich absetzen und eine gute Sonnenbrille verwenden, damit man nicht schneeblind wird und eine Gletscherspalte fällt.

23 Tage vor
Antwort auf  Nuvolina

Merkwürdige Analogie. Hochriskantes Gletscherkraxeln? Dich haben wohl falsche Ratgeber auf den Weg geschickt. Lass dir sagen, du hast dich verirrt.

Ich wandere gemütlich durch eine wunderschöne Landschaft. Ja, es regnet auch Mal. Und der Weg kann zuweilen steinig sein. Aber er lohnt sich.

Mit dem richtigen Schuhwerk, Lektüre für die Pausen, ordentlich Proviant und den richtigen Weggefährten ist es eine mehr als lohnende Reise. Ohne rosarote Brille.

Man kommt wohlbehalten und wohlhabend ans Ziel. Lass dir auch das sagen. Es ist eher eine Marathondistanz. Die Abkürzungen der vermeintlichen Experten würde ich meiden. Lies hier weiter mit Verstand mit, dann schaffst du das auch.

Nuvolina
22 Tage vor

Ich habe es schon geschafft, schon lange. Aktien sind für mich nur mehr Hobby, Zeitvertreib.

22 Tage vor
Antwort auf  Nuvolina

Um dann am Ziel ängstlich auf jeden Schritt zu achten, der dich in eine Gletscherspalte führen könnte? Traurig. Dann wirklich lieber Cash anstatt Unternehmensbeteiligungen. Du machst das richtig.

Vielleicht wäre auch ein anderes Hobby ratsam? Diese ständige Angst um Konjunktur, Börse und Weltgeschehen…. Ungesund. Aber es macht dir scheinbar Freude.

Viel Erfolg!

Nuvolina
22 Tage vor

Eine gesunde Angst/Vorsicht braucht ein guter Bergsteiger, damit er nicht in eine Gletscherspalte fällt.
Vielleicht projizierst du aber eigene Ängste.

Lad
23 Tage vor

Oracle und Palantir muss man meiden. Diese Unternehmen finanzieren den israelischen Krieg gegen Palästina, wo 100.000 Menschen in letzten 2 Jahren getötet wurden.

Gurki
23 Tage vor

Ach wie oft denn noch? Crash hier, Crash da. Blase platzt hier, Blase platzt da. Irgendwann haben die ganzen Crashpropheten dann doch mal recht, weil sie es oft genug gesagt haben und dann mal eine Korrektur kommt. Solange davon ständig vom Platzen der Blase und Crash gefaselt wird, solange kommt auch keiner. Denn ein Crash kommt plötzlich und unerwartet. Es kann also noch Jahre so weitergehen.
Ich bleibe investiert und kaufe stur und stetig Techaktien nach :)

Nuvolina
23 Tage vor
Antwort auf  Gurki

Es gab sehr viele Crashes und Blasenplatzer, die sehr genau vorausgesehen wurden. Und zwar nicht von den üblichen Crashpropheten, sondern von logisch denkenden Menschen.
Ich kaufe derzeit keine Aktien, ich halte ziemlich viel Cash.

23 Tage vor
Antwort auf  Nuvolina

Also Markettiming? Viel Glück dabei, auch wenn der Erfolg unwahrscheinlich ist.

Hier der Gratistipp, wie man den Tiefpunkt jeder Baisse perfekt erwischt (ist kein Geheimnis): die Papiere zuvor gar nicht erst verkaufen….

Nuvolina
22 Tage vor

Ich mach es wie Warren Buffett, hat sich immer ausgezahlt.

Sebastian
23 Tage vor
Antwort auf  Nuvolina

Keine schlechte Idee

Frank
22 Tage vor
Antwort auf  Gurki

Schlechte News bringt halt clicks und Aufmerksamkeit.
Ich mach’s wie du, ich geh shoppen ?

Markus1
23 Tage vor

Seit Jahren reden wir mehrmals im Jahr vom platzen der KI Blase.
Ich denke dagegen, dass wir erst am Anfang des KI Infrastrukturaufbaus stehen. Und daher bin ich gerade für die „Schaufelhersteller“ wie Lam Reseacht, ASML…oder auch Vertiv, ….weiterhin sehr bullisch.
Auch die Chipwerte sind aus meiner Sicht überhaupt nicht hoch bewertet. Micron hat ein einstelliges Forward KgV.
Mal sehen wie oft wir noch die KI Blase platzen lassen……:)

Piet
23 Tage vor

https://youtu.be/xQkM3F5-5kg

Wann haust Du ab Tim ? :)

Susanne
15 Tage vor
Antwort auf  Piet

Unglücklich formuliert Piet.

Wann haust Du aus NY ab wäre besser gewesen :))

Dachte schon, was ist hier los :)

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