Der Traum vom schnellen Reichtum: Wie Youtube-Kids ihre Fans ködern


New York, 7. Dezember 2018

Mit einem einfachen ETF-Sparplan kannst Du in einigen Dekaden Millionär werden. Das ist der einfachste Weg zum Wohlstand. Das Trading geht meist schief. 90% versagen. Das zeigt die Statistik.


Kurse zum schnellen Reichtum verkaufen sich gut über das Internet. Jeden Tag kommen Leichtgläubige, die daran glauben. Sie zahlen dann monatliche Gebühren und werden vermutlich nie reich, sondern ärmer.

Ricky Gutierrezz bietet Online-Kurse an. Der Amerikaner ist 23 Jahre alt, angeblich Millionär. Er zeigt seinen Anhängern, wie es geht. Um sie zu ködern, zeigt er auf seiner Instagram-Seite jede Menge flotte Autos (McLaren etc). Das ist der Köder. Auf YouTube haben 433.000 Leute seinen Kanal abonniert. Die Videos sind gut gemacht, sie sind aber Blendwerk für Werbezwecke. Vermutlich verdient er mehr Geld mit seinen Kursen als mit dem Trading. Einigen von diesen Jungs gehört das Handwerk gelegt, das ist meine Meinung.

Ins Netz gehen ihnen finanzielle Analphabeten. Das ist deren Kundschaft.

Das Trading funktioniert für 90 Prozent der Menschen nicht. Es ist eine Sache für Verlierertypen. Nach Abzug aller Handelsgebühren und Steuern bleibt in den meisten Fällen nichts übrig.

Aber diese angeblich so genialen Aktientrader sind überall im Netz unterwegs.

Trader Koko Petkov in Dubai verkauft auch Online-Kurse. Ich finde ihn nicht glaubwürdig.

Ich bin kein Fan dieser Trader-Figuren. Klar kannst du mal eine Rendite von 100% im Monat eintüten. Wenn es ein Monat ist, ist es sicherlich möglich, aber Monat für Monat ist das sehr unwahrscheinlich.

Warum tradet Petkov nicht selbst jeden Tag, anstatt seine Kurse zu vermarkten, wenn er so extrem erfolgreich ist?

Es ist durchaus möglich, durch Tages- oder Swing-Handel ein anständiges Einkommen zu erzielen. Die Vollblutprofis bei Goldman Sachs, UBS Bank, Morgan Stanley oder einer anderen Bank haben jedoch viel bessere Werkzeuge, als die durchschnittliche Person sowie niedrigere Gebühren.

Natürlich ist es nicht so einfach, wie es diese Trading-Gurus offiziell vor der Kamera machen.

Es gibt dann noch andere Tricks. „Börsen-Guru“ Markus Frick hat eine große Fangemeinde aufgebaut, um an sie Aktientipps per Newsletter zu senden. Er hat die Aktientips vorher selbst gekauft, um sie dann abzustoßen, als die Masse rein ist. Es waren wertlose Pennystocks darunter.

Der Handel mit Pennystocks, Exoten wie Optionen oder Futures birgt ein enormes Risiko in sich. Manch einer nimmt noch zusätzlich Schulden auf das Wertpapierdepot auf.

Klar kann man Geld mit dem Zeug verdienen. Mit genügend Erfahrung und Wissen und korrektem Risikomanagement ist es möglich. Glück kann zudem hilfreich sein. Ja, davon kann man leben. Aber vielleicht sind das nur 5 bis 10% der Trader, die es schaffen. Ich denke, 90% verliert damit Geld. Das zeigt die Statistik.

Hier warnt ein Blogger vor dem Trader Ricky mit seinen Kursen:

Wie es besser geht? Langsam reich werden mit ETF-Sparen oder Aktiensparen. Jeden Monat eine Schippe oben drauf.

Crea Tyler baute sich auf YouTube eine enorme Fangemeinde auf. Dann bot er per Online-Shop schicke Mode an. Seine Fans bezahlten und erhielten die Ware nicht. Dieses Video von ihm schauten über 2 Millionen Menschen. Er macht die Videos klasse, aber aufpassen vor solchen Video-Kids:


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Der Traum vom schnellen Reichtum: Wie Youtube-Kids ihre Fans ködern

  1. Christoph

    Apropos YouTube

    Es gibt nen 7 jährigen in den usa der mit Spielzeug spielt.

    Der hat soviele klicks usw dass er im Jahr 22 mio usd bekommt

     

    Die welt ist schon bekloppt.

     

    Akk ist die neue cdu chefin

    Gute Nacht cdu und willkommen Deutschland ohne wirkliche Volkspartei zukünftig.

    Ich sage voraus dass cdu zukünftig nur noch 25% maximal in D bekommt.

    Die Chance für eine Änderung war da und die wählen das weiter so.

    Unfassbar.

    Habe heute für meine neffen Boeing, McDonald’s und abbvie in deren depot umgebucht.

    Sie sollen früh erkennen dass aktien von starken Unternehmen toll sind und dass man Geld zurück bekommt.

     

     

  2. Bruno

    Was mir auffällt, es gibt erstaunlich viele Trader, die sich auf Youtube präsentieren, und ihr „wertvolles Knowhow“ verkaufen wollen. Gerade im Trading kann ich das nicht verstehen, wenn jemand wirklich gut ist, verdient er mit Trading selbst doch viel mehr Geld als mit Seminaren, Börsenbriefen oder Büchern.

    In andern Branchen sieht man das weniger, keinem erfolgreichen Bäcker käme in Sinn, seine Backkünste auf Youtube zu präsentieren und mit backen aufzuhören.

    Wenn man sich dann noch als Wohltäter und grosser Weltverbesserer ausgibt, läuten bei mir die Alarmglocken umso heftiger, insbesondere wenn man dann sein grosses Wissen doch verkaufen will. Sollen sie es doch gratis abgeben 😉

  3. Gurki

    Grade was den neuen Hype über Aktien, ETF, Traden, Investieren, Sparen, Mindset, Unternehmertum und vor allem der Hype um die „Finanzielle Freiheit“ angeht, glaube ich mittlerweile vielen „Kids“ bzw. jungen Erwachsenen nicht mehr, die auf YouTube zugange sind. Das ist eben wie mit den Finanzblogs, die wie Pilze aus dem Boden sprießen. Da sind dann auch welche die dann erzählen wie man ganz schnell Reich undd Millionär werden kann und wollen erklären wie sie es geworden sind, mit dicken AMGs, Rolex etc. aber WIE und WAS sie genau machen, das verraten sie nicht. Das ist dann dieses Multi Level Marketing, so ähnlich wie das bekannte Schnellballsystem.

    Ganz zu schweigen von den ganzen bekannten „YouTube-Stars“ die mittlerweile scheinbar so viel Kohle verdienen (kann natürlich durchaus sein!), dass sie auch hier mit AMG, Rolex und und und angeben und den Jugendlichen vermitteln, dass auch jeder so viel Geld verdienen kann. Die Jugendlichen bekommen eine völlig verquere Sichtweise was Geld, Luxus und Konsum angeht.

    Denn genau diese „YouTube-Stars“ ziehen mit ihren komischen Merch-Artikeln den Jugendlichen das Geld aus der Tasche.
    Ganz banales Beispiel: Es werden Gamecontroller einer Ply-Station nachgebaut und optisch „verschönert“. Technisch sind sie aber eventuell sogar schlechter als die Originalen von Sony. Und kosten das dreifache vom Original. Die Kids kaufen das mit Kusshand. Nur weil ihr Idol diese Controller auch hat bzw. eine Partnerschaft mit dem Hersteller.

    Grundsätzlich sage ich kann ich vor allem die Finanz- und Mindset-Kanäle auf YouTube nur mit Vorsicht empfehlen. Eigentlich gar nicht…

  4. Michi

    Unfassbar diese CDU wahl. Wende nach merkel verpasst. Man braucht sich über weiteren afd zulauf dann nicht wundern.

    Gute nacht deutschland. Wir werden zukünftig tolle wahlen erleben 20 % cdu 20 % spd 20 % grüne 20 % afd und noch ein bisschen fdp. Eine vernünftige politik ist da nicht mehr möglich. Es wird nur noch gestritten werden. Was der bürger will wird keine partei mehr durchsetzen können.

    Ein weiter mit immer mehr umverteilung, sozialismus und bildungs- und migrationsunfähigen einwanderern in unsere sozialsysteme.

    Rentner die nicht vorgesorgt haben dürfen flaschen sammeln, beamte und neubürger werden rundumversorgt.

    Dankean meine ehemals tolle partei cdu.

  5. Karl

    BASF unter 59 €

    Fresenius unter 39 €

    BAT auf 30 €

    Bayer unter 63 €

    IBM unter 104 €

    Daimler unter 47 €

    Imperial Brands unter 27 €

    usw.

    Ab wann darf ich von einem Crash reden?

  6. Petra Wolff

    Und neben den Möchtegern-Tradern und Verkäufern für passive Einkommenssysteme auf Youtube ist da noch die Coaching-Inflation. Neulich habe ich irgendwo sogar ein Angebot über ein Coaching zum Aufbau eines Coaching Business gesehen. Ich warte nur noch auf das Angebot vom Coach, der die Coaches für die Coaches coacht. Wird wohl nicht mehr lange auf sich warten lassen. Das sind die Pyramidensysteme der neuesten Generation.

    Da bleib ich doch lieber fein bei Aktien und ETFs.

  7. ZEN Investor

    @Michi
    „Wir werden zukünftig tolle wahlen erleben 20 % cdu 20 % spd 20 % grüne 20 % afd und noch ein bisschen fdp.“

    Ich nutze den Ball mal, um das schweizerische Regierungssystem kurz zu erläutern:

    Bei uns sind seit über 60 Jahren (seit den 50er Jahren, siehe auch Zauberformel) 4 verschiedene Parteien in der Regierung.
    Es gab etwas Chaos 2008-2015. Danach war die „Zauberformel“ leicht verändert, aber noch immer haben
    die 3 stärksten Parteien je 2 Sitze (von 7) und den letzten Sitz hat die 4.grösste Partei im Land.

    Rund 50 Jahre lang war es
    2xSP (wie SPD)
    2xCVP (christliche Mitte-Partei)
    2xFDP (kennt ihr ja)
    1xSVP (rechts-konservativ)

    Die letzten Jahre war die Zusammensetzung unserer 7 gleichberechtigten Minister:
    2xSP
    1xCVP
    2xFDP
    2xSVP

    Das funktioniert bei uns ganz gut.

    Hier zur Unterhaltung noch ein paar Fakten über das schweizerische Regierungssystem:

    1. Wir haben KEIN Staatsoberhaupt.
    2. Unser Bundespräsident ist jährlich jemand anders und ist nur Primus inter Pares (erster unter Gleichen).
    3. Bei uns kann das Parlament nicht aufgelöst werden, vorzeitige Neuwahlen sind ausgeschlossen (ausser im Katastrophenfall).
    4. Die Regierung braucht nicht das Vertrauen des Parlamentes: Unsere Regierung verliert ständig Abstimmungen im Parlament.
    5. Seit bald 70 Jahren sind die gleichen 4 Parteien in der Regierung.
    6. Die Schweiz hat keine Hauptstadt. (Bern ist Bundesstadt, aber nicht Hauptstadt).
    7. Die Schweiz hat kein Verfassungsgericht. Wenn Bundesgesetze gegen die Verfassung verstossen, geht das Gesetz der Verfassung vor.
    8. In der Schweiz sind über 100’000 Personen in Behördenämtern (auf Gemeindeebene) im Nebenamt tätig.
    9. Bei uns dürfen Regierungsmitglieder nicht auch im Parlament sein.
    10. Aufgrund unseres Systems gibt es auch keine Koalitionen, keine langen Verhandlungen, wer die Regierung bildet, etc.

  8. Florian HFlorian H

    @Karl

    Man sagt ungefähr ab -10-20% Korrektur. Die Korrektur hat nur eine kurze und heftige Phase.

    -20-30% Bärenmarkt. Bärenmärkte können mittel- langfristig andauern. Es geht nur sehr langsam bergab, aber dafür dauert diese Phase länger und ist allgemein schmerzhafter.

    @Crash: schwierig zu definieren. Ich würde sagen alles ab -30%.

     

     

  9. Albr

    BASF Gewinnwarnung für 2018 war abzusehen… ich habe schon einige male geschrieben, dass die Kurse derzeit zu hoch sind und Käufe sich nicht aufzwingen…

    BAYER (und einige weitere Aktien aus dem DAX etc.) hat eine verheerende Bilanz, bis diese halbwegs wieder in Ordnung gebracht wird, dauert Jahre,  Baumann dürfte einer der schlechtesten CEOs sein, die derzeit am Ruder stehen…

    gerade in den USA steigen die Zinsen (bzw. sind gestiegen) und das ist aus verschiedenen Gründen nicht gut für Aktien… und Trump mit seiner Handelspolitik ist auch nicht förderlich…

     

     

     

     

  10. Thorsten

    Nachdem heute der Linksruck knapp zementiert wurde (doppeltes Lottchen) habe ich aus Frust den Wagen mit Hochprozentigem gefüllt. 5 Promille hat der REIT und soll mich etwas betäuben.

  11. Gurki

    @Thorsten: Und welcher ist es genau geworden (oder war es schon länger?!). Bin auch am überlegen noch einen REIT mit rein zu nehmen ins Portfolio.

    Hatte an den

    iShares Developed Markets Property Yield UCITS ETF
    ISIN IE00B1FZS350
    WKN A0LEW8

    gedacht. Bin mir aber noch nicht so sicher ob ich REITS wirklich in meinem Portfolio brauche oder haben will.

  12. John

    Der SMI ist seit seinem Hoch Anfang Jahr um 11% gefallen. Erst wer im März 2017 gekauft hat, hat keinen Verlust gemacht. Wenn ich zum Dax schaue siehts nicht besser aus. Irgendwas hat Europa ganz gewaltig falsch gemacht oder auch der Rest der Welt. Währenddessen ging es beim S&P500 bis zum Ende Sommer sogar noch ganz ordentlich nach oben.

    Aber ich sehe gar nicht den Grund für das Ganze. Europa hat seine hausgemachte Krise. Die USA streiten mit China um die Zölle. Für die Unternehmen gab es mit der Steuerreform ein Steuergeschenk seines gleichen. Die Grossen konnten nun das seit Jahren aufgebaute Kapital aus Irland zurückholen. Kann ein Wahnsinnseffekt in Zukunft haben.

    Ich denke immer noch, wir sehen hier keine beginnenden Crash. Zumindest nicht in den USA. Sollte es dort bergab gehen, kann man mit Leichtigkeit die Zinsen auf europäisches Nullzinsniveau senken, dann läuft es wieder. Im Grunde muss nur die Zollfrage geklärt werden, dann laufen zumindest China und USA wieder. Jeder der dann an der Seitenlinie steht wird sich ärgern.

    Ok ich bin kein Wirtschaftsweise sondern versuche nur Optimist zu sein. 😉
    Klappt natürlich nur bedingt. Kaum gehts bergab denke ich bezüglich Nachkaufen mehr an ETFs als an Einzelwerte.

  13. Daniel

    Akk ist die neue cdu chefin

    Gute Nacht cdu und willkommen Deutschland ohne wirkliche Volkspartei zukünftig.

    Ich sage voraus dass cdu zukünftig nur noch 25% maximal in D bekommt.

    Die Chance für eine Änderung war da und die wählen das weiter so.

    Unfassbar.

    Ein ganz klarer offizieller weiter so Kurs, eine Absage an konservative Werte für die die Partei mal Stand und auch eine völlig verpasste Chance dem deutschen Volk eine andere Art der Altersvorsorge, Vermögenserhalt/aufbau und Inflationsausgleich an die Hand zu geben.

    Obwohl ich diese Partei nicht gewählt habe, hätte ich mir gewünscht sie würde zu ihren alten Wurzeln zurückfinden. Insgesheim habe ich immer noch die Hoffnung dass es eher andere Personen im Hintergrund sind, die das Treiben der Partei steuern und die Kanzler jeweils nur das Sprachrohr jener sind.

     

  14. Christoph

    Daniel: genauso isses. Allein das akk wirklich bis 2021 mitm soli abbau warten will.

    Übrigens eigentlich wollte sie Lehrerin oder Hebamme werden.

    Das sagt viel zum Thema Wirtschaft voran bringen, Steuern senken etc aus.

  15. Ex-Studentin

    Mir sind nicht nur Youtuber, sondern generell „Coaches“ suspekt, die im Leben vorher nichts geleistet haben. Z.B. Unternehmensberater, die gerade frisch mit dem Studium fertig sind.

    Oder der Klassiker: Leute, die eine Software schulen, ohne damit selbst je gearbeitet zu haben.

  16. Thorsten

    @Ex-Studentin wie wahr. Da gibt es große Beratungsgeselllschaften, Tagessatz 1400€ oder 2000€. Die Leute haben irgendwas studiert oder auch nicht, sind blutjunge Berufsanfänger ohne Substanz und erzählen dann den langjährigen Internen was sie alles falsch machen oder besser machen sollen. Dazu gibt es dann sogenannte ‚Methoden‘. Agiles Blabla, ….

  17. Thorsten

    @Gurki Wenn man sich mit dem Thema Reit beschäftigt, kann es passieren, dass man andere Aktien unter deren Aspekten Sicherheit und Rendite gar nicht mehr ins Auge fasst. Bei mir liegt das wohl daran, dass ich Unternehmer war und Reits maximalen Cash Flow generieren. Maximale Transparenz, das Risiko zur Veruntreuung von Geldern oder Fehlentscheidungen scheint durch maximales Controlling reduziert zu sein.

  18. Skywalker

    Interessant: Lance Armstrong wäre nach dem er als Doping-Betrüger aufgeflogen war fast pleite gegangen.

    Anders als Boris Becker und Co. hat er kluge Entscheidungen getroffen und 2010 Anteile von Uber gekauft (kaufen können würde ich sagen!).

    Nach seiner Aussage hat sich das Investment so gut entwickelt, dass es ihm jetzt den Allerwertesten gerettet hat.

    Ich denke im Radsport haben alle irgendwie betrogen, daher will ich nicht moralisch über Ihn urteilen, er hat im Fahrerfeld, in dem alle gedopt haben, damals unfassbare Leistungen erbracht.

    Scheinbar hatte er auch finanziell ein gutes Händchen und konnte seine Schäfchen trotz Krisen und hohen Schadensersatzforderungen  im Trockenen lassen.

    https://www.faz.net/aktuell/sport/mehr-sport/uber-investition-sicherte-ex-rad-star-lance-armstrong-millionen-15930400.html

    @ Thorsten: was sind deine Lieblings-REITS?

  19. sammy

    Die Fresenius hats ja regelrecht zerfetzt. Ich sehe da Ziele bei ca 25€ wenn alles gut läuft. Ja in Amerika geht’s jetzt auch langsam los der Dax ist ja bereits in einem Bärenmarkt. Großmeister  Buffett hatte ja ein super Händchen mit Apple da zeigt sich sein Talent schön auf dem Hoch kaufen so wie es hier auch gerne propagiert wird.

  20. Felix

    @ Daniel

    Das nennt man dann wohl eine Verschwörungstheorie. Wer sollten denn die Hintergrund-Leute sein? Kennt man die oder sind das geheime, unbekannte Gestalten? Wenn es Unbekannte sind, wie können die dann andere steuern?

    Schäuble hat’s versucht (als kein ganz Unbekannter). 30 Stimme zuwenig von 1000 . Es gilt das Mehrheitsprinzip.

    Warum sollte man mit seinem Vermögensaufbau auf den Staat warten?

  21. Nobbi

    @Sammy hauptsache du kannst den zukünftigen Kurs von Fresenius vorraussagen. Merkste selbst… oder hast du jetzt alles verkauft un Fresenius zu shorten?

    Letztensendes weiß ich nicht wofür du stehst? Bist du Markettimer oder Buy and Hold anleger? Oder bist du wirklich der Meinung das ETFs von den Marktbewegungen verschont bleiben.

    Der ETF mit 8% Garantiezins?

    Bei einigen Dingen hast du ja recht. Aber das gebabbel drum herum ist halt sehr substanzlos und teilweise abstrus. Zeig doch mal klare Kante und erkläre wo der Vorteil deiner Strategie ist und das auf langer Sicht. Ich nehme an es ist auch nichts anderes als aussitzen, mit evtl. Geringeren Buchverlusten?

     

  22. Nobbi

    @Felix: Du hast recht. Wer es begriffen hat selbst tätig zu werden, hat einen immensen Vorteil.

    Auch mit Merz gäbe es keine Garantie, dass er Kanzler word und Steuergeschenke für Aktionäre durchbringt. Auch wenn man Meiner Meinung durch höhere Nachfrage, als bereits investierter, einen positiven Effekt hätte.

    Naja allgemein bleibt die Politik ein spannendes Thema. Schade ist sicherlich für konversative Wähler, dass diese keine Anlaufstelle mehr haben. Aber ich habe immer gedacht, dass Börsianer eh eher liberal ticken.

  23. John

    „Großmeister  Buffett hatte ja ein super Händchen mit Apple da zeigt sich sein Talent schön auf dem Hoch kaufen so wie es hier auch gerne propagiert wird.“

    Der Apple Kurs ist gestiegen, als bekannt wurde das er Apple kauft. Er hat stetig langsam am Markt weitere Anteile aufgekauft, über einen langen Zeitraum. D.h. das Bild er hätte Apple zum ATH für 230$ gekauft, nun sind die bei 170$ ist völlig falsch.

    Inzwischen machen 25% des Portfolio Apple aus. Nachkaufen trotz günstiger Preise kann Buffett kaum noch. Vielleicht ist der Rückgang nun nur Folge der zurückgehender Nachfrage seitens Buffett? Vielleicht sollte man Berkshire und Apple erst bewerten, wenn etwas Zeit vergangen ist, meinst du nicht? Ich bin zuversichtlich, das die Entscheidung weg von IBM zu einem frischeren Unternehmen zu Wechseln langfristig sehr vielversprechend ist.

  24. Daniel

    Das nennt man dann wohl eine Verschwörungstheorie. Wer sollten denn die Hintergrund-Leute sein? Kennt man die oder sind das geheime, unbekannte Gestalten? Wenn es Unbekannte sind, wie können die dann andere steuern?

    Zum einen regiert Geld die Welt. Heisst, viele Dinge die scheinbar so objektiv von der Poltik bzw. den Politikern getroffen werden, werden oftmals von Geldgebern getroffen. Bzw. man tarnt das ganze dann unter Lobby-Verbänden. Da werden ganze Gestz/Beschluss und Empfehlungspassagen 1:1 von denen übernommen. Desweiteren ist ein guter Freund von mir in der Politik und er sagt mir selbst, dass die meisten Entscheidungen untereinander ausgeklüngelt werden. Da ist viel Vitamin-B im Spiel und wer mit wem am besten kann usw.

    Warum sollte man mit seinem Vermögensaufbau auf den Staat warten?

    Weil die breite masse hierzulande einfach nunmal finanzielle Erstklässler sind und sich dieser Staat nunmal massiv in die Altersversorge reindrängt. Daher wäre es auch gutes Recht von der Bevölkerung auch Alternativen aufgezeigt zu bekommen. Denn wenn Du dir mal beispielsweise die Riester Rente anschaust, dann ist diese Form der Vorsorge deutlich bevorteilt. Ob sie besser oder schlechter ist, sei mal dahingestellt. Aber die Steuerlast ist darauf geringer und auch die Absicherungen dass du das Geld behalten kannst bei Job-Verlust usw. sind andere. Hier wäre es dringend angeraten neben diesem einen Produkt noch weitere ins Feld zu führen die vielleicht anders funktionieren, aber eben solche Vorteile genießen.

  25. Ralf

    Bei den Börsen hilft nur ein langfristiger Atem. Alles andere kostet Nerven und oft Geld. Sparpläne stur laufen lassen und das Depot nur noch einmal im Monat betrachten. So mache ich das.

    Schade nur, dass aufgrund unseres bevorstehenden Hausprojekts die bisherige ETF-Sparquote doch etwas leiden wird. Aber eine vernünftige Wohnsituation in guter Infrastruktur ist es uns wert. Zumal ein Eigenheim in guter Lage eine der wenigen Altersvorsorge-Möglichkeiten ist, welche man sofort nutzen kann… Durchaus zu bedenken. Und man legt damit nicht alle Eier in einen Korb.

    Aktien und Co. werden aus meiner Sicht in D künftig noch stärker besteuert werden durch den Staat. Das ist nicht unwahrscheinlich. Leider….

  26. cerebrum

    An den Kommentaren sieht man zum Teil ganz gut, dass das „Ich warte nur auf eine Krise um nachkaufen zu können“ doch einiges an Selbstüberschätzung war oder doch einige Trolle auch hier unterwegs sind.

    Jetzt ruckelt es (ein wenig) und schon wird vom Untergang des Abendlandes schwadroniert, von Hintermännern, die Übles wollen. Deutschland geht mal wieder den Bach runter.

    Jaja, wie damals im kalten Krieg, wie 1990 als es zur Wiedervereinigung kam und Westdeutschland ein total marodes System (aus dem ich selbst komme) integrieren musste. Wie 2000, wie 2001 mit Einführung des Euros. Wie bei Hartz 4 an dem Deutschland zerbricht, weil sich jetzt alle drauf ausruhen werden. Bla bla.

    Wir haben noch lange keine Krise. Das ist vielleicht eine kleine Korrektur. Nur weil eine Handvoll Aktien mehr als 20 % nachgeben, wird noch kein Bärenmarkt draus.

    Deutschland ist einfach nur ein trauriges Land voller Pessimisten und Schwarzseher. Schuld ist die Politik, das System, der Nachbar usw. Ich kenne keine bessere Phase in der Weltgeschichte in der ich lieber leben würde als jetzt.

    Wirkliche Krise ist für mich persönlich erst dann, wenn ich sage, ich hätte gern mein komplettes Leben im Zeitraum von … bis …  (mit allen dort geschehenen Dingen wie Pest, 30 jährigen Krieg, Weltkriegen, Kalter Krieg usw.) verbracht und diese Phase meinem bisherigen Leben vorgezogen.

  27. John

    @cerebum

    Ich bin schon lange skeptisch gegenüber der Politik und sehe die vielfältigen Probleme. Versuche aber das hier nicht zu laut kund zu tun. Es gibt gewaltige soziale und gesellschaftliche Probleme die einfach nicht angegangen werden. Ideologie Projekte wie der Euro stehen vorne. Die längste Zeit seiner Existenz durchlebt er nun die Krisenphase. Ein Ende ist nicht in Sicht, in Frankreich brennen mal wieder die Autos.

    „„Ich warte nur auf eine Krise um nachkaufen zu können“ doch einiges an Selbstüberschätzung war oder doch einige Trolle auch hier unterwegs sind.“

    Dieses Jahr habe ich regelmässig gekauft. Als die Kurse nach unten gingen habe ich mehr gekauft. Auch mit diesen Käufen bin ich teilweise im Minus. Es war wohl ein Fehler, ich war zu schnell dabei. Gehts weiter runter werde ich nicht glücklich. Aber ich werde weiter nachkaufen, bald eben zusätzlich mit dem Weihnachtsgeld.

    „Wir haben noch lange keine Krise. Das ist vielleicht eine kleine Korrektur. Nur weil eine Handvoll Aktien mehr als 20 % nachgeben, wird noch kein Bärenmarkt draus“

    Der DAX hat sein Januar 24% verloren. Kein Crash, aber ein Abwärtstrend.

  28. Felix86

    Zum Thema Merz: Manchmal ist es besser zu verlieren, um Schlimmeres zu verhindern. Mit einem Merz hätte die CDU zwar viele Stimmen von AFD und FDP zurückgewonnen, aber ob es gereicht hätte Rot Rot Grün zu verhindern bleibt ungewiss. Manchmal ist das „weiter so“ das kleinere Übel. Eine 50 bis 60 Prozent Spende des Einkommens an Beamtentum und entsprechendes Wählerkliente der ehemaligen Volksparteien ist schließlich immer noch besser als 70 Prozent. Vielleicht wird vieles besser werden, wenn es einen Generationenwechsel gibt (siehe z.B. Österreich).

    Solche Ereignisse helfen mir aber auch meine Entscheidungen zu treffen und Bestätigung in bereits getroffenen Entscheidungen zu finden. So bin ich nun endgültig von dem Gedanken abgerückt richtige Immoblien (MFH mit >8 EH) zu erwerben, sondern weiterhin die Depots gnadenlos zu füttern.

    Ich werde mit 45 nicht mehr arbeiten, da es zumindest hier in Deutschland keinen Sinn mehr für mich macht. Dann steht die Auswanderung an. Daher sind Aktien und ähnliches genial, da man sie innerhalb weniger Minuten transferieren kann und KapErträge anderes als Immobilien nicht in dem Land der Belegenheit, sondern der persönlichen Ansässigkeit, besteuert werden. Da trifft es sich natürlich umso besser, wenn die eigene Frau auch so denkt.

    Ich habe schon überlegt Depots außerhalb Europas zu eröffnen. Das ganze soll natürlich nicht der Steuerhinterziehung dienen, sondern wird regulär in BRD besteuert solange ich dort lebe. Interessant wären natürlich USA, Kanada oder Australien. Hat hier jemand ggf. Erfahrung und kann etwas berichten?

  29. ghost

    @sammy

     

    nun….das Niveau deiner Kommentare….

    davon hast du ja schon mal geredet nicht wahr?…..

    Kritik ist ja ok und gesund ….gute Kritik…..von dir kommt nur Muell ..einfach nur Muell….

     

    „der hat keine Ahnung, der sowieso ….und der erst recht net…….“

     

    lassen wir das mal so stehen….

     

    hinter dem eisernen Internetvorhang ist jeder an sich ein echter Gangsta, Held oder was auch immer…(such dir was zu dir passt aus)u.

    uebrigens…ich halte dich immer noch fuer den 25 bis 33 jaehrigen wie ich es schon mal erwaehnt habe…. (nix gegen junge intelligente Menschen)

     

    warum ich aber sage, dass es nur reiner Muell ist was du erzaehlst ist folgendes

     

    1.  immer wieder das Gleiche: ihr kauft alle das falsche und ihr kauft alle zu Hoechstpreisen…..was laecherlich ist, da der Markt immer weiter steigen wird im Laufe der Zeit. somit haben ja schon seit Jahrhunderten alle zu Hoechstpreisen gekauft….weil deiner Meinung nach…gibts eben kein Übermorgen

     
    2. zu behaupten, dass Buffet Apple zu Hoechstpreisen gekauft hat……schwankt zwischen (such dir was aus) Laecherlichkeit, Du…heit und einfach kein Plan haben……weil man möchte mitreden und den anderen zeigen, dass sie alles falsch machen…..Buffet kaufte schon vorher Apple und dann stieg Apple noch mehr nach oben…..jetzt gibt es eben eine Marktkorrektur mehr nicht….
     

    deiner Behauptung nach….haben alle alles zum falschen Zeitpunkt gekauft….

     

    und ich hoffe keiner in irgendeinem Forum der neu in Aktien ist…..hört auf dich ….weil du kein Plan hast ….du kannst nur den Leuten erklaeren…dass sie alles falsch machen…..

     

    selbst wenn Buffet viermal falsche Antien kaufte und das und jedesmal im falschem Moment und er dadurch Millionenverluste machte…..ist er einer der reichsten ueberhaupt…..

     

    und ueber  ihn zu sagen ….haha er kaufte Apple zu hoechstkursen…..ist wie ich schon oben erwaehnte…..

     

    ich mein….Buffet ist eigentlich sehr bekannt…..und du hinter deinem Rechner……hm….aber wir gesagt Trolle gibt es in allen Foren

     

    Buffet und genug Leute hier im Forum….sind sehr vermögend….Buffet kommt aber nicht zu dir und sagt dir warum erzaehlst du sowas 😉 ich aber schon…..

     

    und die meisten Menschen sagen dir die Meinung nicht so direkt….ich aber schon…..

     

    schreib wieder mal @ghost einfach ein schrecklicher Typ……

     
    mfg

  30. cerebrum

    „Ich bin schon lange skeptisch gegenüber der Politik und sehe die vielfältigen Probleme. Es gibt gewaltige soziale und gesellschaftliche Probleme die einfach nicht angegangen werden. Ideologie Projekte wie der Euro stehen vorne. Die längste Zeit seiner Existenz durchlebt er nun die Krisenphase. Ein Ende ist nicht in Sicht, in Frankreich brennen mal wieder die Autos.“

    Genau das meine ich. Erfolgreiche Menschen sehen nicht die Probleme sondern die Möglichkeiten, die in den Lösungen stecken, denn: Probleme gab es immer, gibt es auch immer noch (natürlich) und wird es immer geben. Die Evolution ist ein einziges Reagieren auf Probleme.

    Du siehst den Euro als Problem. Ich sehe ihn als riesige Möglichkeit eines großen Marktes, in dem nur Angebot und Anfrage reagiert und der Beste sich durchsetzen wird. Die bestehenden Probleme negiere ich nicht, stelle aber nicht das große und ganze in Frage. Wäre ja dumm, wenn Steve Jobs beim ersten kaputten Prototyp die Flinte ins Korn geworfen hätte, Henry Ford beim ersten kaputten Motor … usw.

    Du siehst Frankreich und brennende Autos. Ich erinnere mich an alle paar Jahre brennende Autos in Frankreich. G20 gab es sogar brennende Autos in meiner derzeitigen Heimatstadt Hamburg.

    Du stehst der Politik skeptisch entgegen, siehst in ihr ein Problem, so als ob sie etwas über dir schwebendes wäre (die Wolke dort sieht nach Regen aus, ich bleibe mal lieber drinne und kuschel mich ein). Andere Leute versuchen sich politisch zu engagieren und sehen, dass die Demokratie und der Rechtsstaat in dem wir leben uns all diese Möglichkeiten gibt. Etwas skeptisch zu betrachten verändert die eigene Umgebung nicht zu eigenem Gunsten.

    Ich bin auch mit vielen Nachkäufen im Minus. Und? Hören die Unternehmen deshalb auf zu existieren? Sie zahlen noch Dividenden, also alles gut. Ich verkaufe ja auch nicht ein Haus, weil die Häuserpreise sinken, wenn ich es gekauft habe, um Miete zu sparen.

    Ich sehe das als völlig normal an. Nach Sonne kommt Regen und umgekehrt. Aus der Mitte der Mehrheit erwachsen in der Regel vernünftige Lösungen und wenn die Mitte abhanden kommt, dann kommt eben eine AfD und justiert nach. Das ist toll, das ist Demokratie. Ich freue mich, in der heutigen Zeit zu leben und bin angesichts der in der Tat bestehenden Probleme äußerst optimistisch, dass es langfristig weiter bergauf geht, so lange wir alle miteinander reden und niemand meint, Gewalt sei die Stimme der Stunde (deshalb halte ich nichts von den Gelbwesten, die weiter Gespräche ablehnen und wahllos fremdes Eigentum zerstören, so wie bei G20 wo sich die Lautesten und Gewaltätigsten in der Mehrheit fühlten).

    Vor hundert Jahren haben sich Deutschland und die Nachbarländer die Köpfe eingeschlagen, 50 Jahre danach Atomraketen aufeinander gerichtet. Und heute? Sehen wir den Kollaps der Welt in Überschuldung, Migration und weiß ich nicht was. Ich glaube viele Menschen damals hätten sehr gerne unsere Probleme. Hättest du dein Leben lieber in einer anderen Epoche gelebt?

  31. Sparta

    @Felix

    „Schäuble hat’s versucht (als kein ganz Unbekannter). 30 Stimme zuwenig von 1000 . Es gilt das Mehrheitsprinzip.“

    2 Sätze weniger und ein wenig mehr Fingerspitzengefühl und es hätte vermutlich gereicht…

    Manchmal konnte man sich den Eindruck nicht erwehren, er wollte es nicht wirklich oder er ist doch ein wenig mental weg vom „gehobenem Durchschnitt“. 😉

    Allgemein vermute ich schon in Zukunft einen konservativeren Kurs. An einer einzigen Person etwas fest zu machen ist sowieso nicht richtig.

  32. sammy

    @Nobbi

    Ich halte momentan Cash ca 65% bin aber sowohl in Aktien als auch in ETFs investiert. Was ich mache ist realistisch die aktuellen Geschehnisse betrachten.

    Meine Äußerungen sind bewusst provokant da ich finde dass ein wahrer Meinungsaustausch nur durch Kontroversen entsteht.
    Und dass es Fresenius gestern zerrissen hat ist auch Fakt. Das soll keine negativ Bewertung sein aber es sieht dort wirklich übel aus.

  33. John

    @cerebrum
    „Ich bin auch mit vielen Nachkäufen im Minus. Und? Hören die Unternehmen deshalb auf zu existieren? Sie zahlen noch Dividenden, also alles gut. Ich verkaufe ja auch nicht ein Haus, weil die Häuserpreise sinken, wenn ich es gekauft habe, um Miete zu sparen.“ 

    Oktober und November habe ich über 80% des Nettos investiert. Meinst du das mache ich Jux und Tollerei? Das liegt über meiner Sparquote und war nur ein kurzer Schub. Im Dezember kommt absolut nochmal dank Weihnachtsgeld das Gleiche dazu, ab Januar wirds dann wieder weniger.

    „Genau das meine ich. Erfolgreiche Menschen sehen nicht die Probleme sondern die Möglichkeiten, die in den Lösungen stecken, denn: Probleme gab es immer, gibt es auch immer noch (natürlich) und wird es immer geben. Die Evolution ist ein einziges Reagieren auf Probleme.“

    Ich habe auf die hohe Steuerlast und den Fachkräftemangel reagiert und bin in die Schweiz ausgewandert. Kann mich nicht beklagen. Läuft super. Statt gegen den Strom zu kämpfen habe ich sozusagen aufgegeben um selbst zu profitieren. Aber ich sehe das Viele nicht in der Erfolgswelle schwimmen. Das ist ein sehr bedeutender Punkt das man nicht dazu mutiert zu sagen mir gehts gut, was interessiert mich die Welt.

    Ich sehe auch wie beispielsweise die EU ein Konstrukt ist, das auf Drittstaaten einwirken will und einwirkt, die selbst wegen ihrer Grösse nur wenig Spielraum haben. Z.b. das Rahmenabkommen Schweiz EU. Der Bundesrat hat mehr oder weniger offen zugegeben das rote Linien übertreten wurden. Er hat dennoch nicht den Mut nein zu sagen.

    Vor hundert Jahren haben sich Deutschland und die Nachbarländer die Köpfe eingeschlagen, 50 Jahre danach Atomraketen aufeinander gerichtet. Und heute? Sehen wir den Kollaps der Welt in Überschuldung, Migration und weiß ich nicht was. Ich glaube viele Menschen damals hätten sehr gerne unsere Probleme.

    Wie Europa in 50 Jahren aussehen wird ist noch nicht klar. Aber es wird dramatisch anders sein. Zumindest gesellschaftlich. Du als Individuum passt dich langsam und stetig der Umgebung an. Heisst du kannst auch in 50 Jahren, wenn du so lange lebst, in Europa zurecht kommen. Aber das heisst nicht, das dieser Weg unbedingt erstrebenswert ist. Die aktuelle Teilung Europas ist vollkommen ohne Grund geschehen. Die Ansichten der Mitgliedsländer sind ausseinander gebrochen. Der Brexit war doch ein Warnsignal, keiner scheint es hören zu wollen.

    Schau dir doch an wo Europa steht. 10 Jahre Eurokrise. Ausserhalb Deutschlands geht es wirtschaftlich schlecht, Spanier wollen lieber nach Mitteleuropa. Ganz Osteuropa wird angeblich von Rechten regiert. UK hat keine Lust mehr auf das Ganze. Brennende Autos gibt es übrigens auch ganz ohne internationale Krawalltouristen in Dresden oder Berlin.

    „Hättest du dein Leben lieber in einer anderen Epoche gelebt?“

    Deutsche Renter hätten ihr Leben sicher lieber ein paar Jahrzehnte früher gehabt. Ansonsten ist das eine Fangfrage. Unabhängig von Politik hat sich Technologie, Produktivität und vor allem die Gesundheitsversorgung massiv verbessert. Vielleicht würde ich aber auch lieber mit dem Tesla über den Mars fahren, aber die Frage ist müssig da eh nicht zur Wahl.

    Wie willst du denn lieber Vermögen aufbauen, mit 10% Steuern oder mit 50% Steuern? Willst du alten Leuten beim Flaschen sammeln beobachten und No Go Areas? In Zweifel werde ich mich eher in andere Länder orientieren. Ob Neuseeland oder USA. Dort läuft auch nicht alles gut, aber man kann sich einen Ort aussuchen, wo es zu dem Zeitpunkt gut genug ist. Optimistisch eben. Das Beste aus der Situation rausholen.

  34. GiniKoeffizient

    @Gurki & REITs

    @Thorsten: Und welcher ist es genau geworden (oder war es schon länger?!). Bin auch am überlegen noch einen REIT mit rein zu nehmen ins Portfolio.

    * W.P. Carey (WKN: A1J5SB), aufgrund der Mietverträge, Internationalität und der Beschaffenheit des Kundenstamms
    * Digital Realty (WKN: A0DLFT), wenn man von Cloud > On Premise überzeugt ist
    * Welltower oder Omega Healthcare, wenn Überzeugung über die Zukunft der Alten und Pflege überwiegt
    * Realty Income, wenn man an die Überlebensfähigkeit des Einzelhandels glaubt
    * FTSE EPRA/NAREIT, wenn man denkt Immobilien haben aktuell oder zukünftig mehr Potential als Aktien

    Kann man keine dieser Überzeugungen teilen, dann ist wahrscheinlich nicht sinnvoll REITs in seinem Portfolio zu übergewichten.

    Schließlich sind diese Aktien auch in einem MSCI oder FTSE Weltindex enthalten. Daher gilt es meiner bescheidenen Meinung nach, immer die eingehende Frage richtig zu formulieren und hierauf eine passende Strategie anzusetzen. Wenn sich somit jemand unsicher darüber ist wofür er REITs eigentlich braucht (und er im Idealfall sogar schon irgendwo einen Welt-ETF bespart), sollte er die Übergewichtung vielleicht besser vermeiden. Ist letztendlich eine aktive Wette.

    Schließlich lassen sich diese Wetten ja auch noch regional abschließen.

    (Es gibt natürlich noch weitere Ansichten, man könnte auch mit höherem Alter und nahender Entspar-Phase Immobilien statt Wachstumsaktien bevorzugen usw. Aber das Prinzip bleibt dasselbe.)

    PS: Ich besitze selbst W.P.Carey aus Überzeugung der Strategie und langfristigen Mietverträge um hier einem längerfristigen Druck auf dem Immobilien- und Aktienmarkt entgegenzuwirken. Weiterhin empfinde ich Digital Realty und die Pflege-REITs als Bereicherung für ein zukunftsgerichtetes Portfolio. Nicht aber Realty oder weitere REIT-Nischen wie Storage-REITs (z.b. die Public Storage Aktie) welche in ihrer Kernidee nicht dauerhaft überzeugen können).

    Andere Anleger empfinden hier unterschiedlich und preisen ihre Überzeugungen als einzig richtige an, in Wahrheit ist es aber oftmals für die Leute bereits eine Spekulation und keine Investition mehr geworden.

  35. Gainde

    Denke, dass REITS für Dividendeninvestoren interessant sind (3% +). Ansonsten werden sie kaum langfristig den breiten Markt schlagen.

  36. Oliver

    @cerebrum

    Deine positive Art finde ich sehr erfrischend. Viele Leute meckern – speziell in Deutschland – einfach nur auf der Politik herum, obwohl es ihnen persönlich häufig gar nicht so schlecht geht. Natürlich gibt es schlechte Politiker, Aber es gibt auch schlechte Zahnärzte, Kassenpersonal oder Schuster. Warum soll es in der Politik anders sein? Auch wenn AKK knapp gewählt wurde und viele sagen, dass es mit ihr 1:1 wie bei Merkel weiter geht, kann ich mir das nicht vorstellen. Sie ist eine andere Person als Frau Merkel, hat einen ganz anderen Hintergrund und wenn sie das Ergebnis realistisch betrachtet, hat sie knapp mit über 50% gewonnen. Das heißt, sie muss auch mit den anderen knapp 50% in Zukunft klarkommen. Das geht nicht mit „Weiter so“.

    Vor zwei Wochen traf ich mich mit einem langjährigen Freund. Er ist inzwischen strammer AfD-Wähler, versucht mir immer einzureden, wer von den hübschen Gestalten ach so genial wäre und sie das Abendland retten werden. Ihm geht’s finanziell mehr als gut (investiert aber leider kaum in Aktien), hat einen gutbezahlten, sicheren Job ohne übermäßigen Stress, eine Freundin und sonst keinerlei negative Begleiterscheinungen. Beim letzten Mal wurde es mir ein bisschen viel mit der AfD und den bösen Migranten aus dem Nahen Osten und Afrika und ich sagte ihm, dass es ihm viel zu gut gehe um zu erkennen, dass die AfD seine nicht vorhandenen Probleme lösen könne. Es ist riskantes Denken von Menschen, denen es sehr gut geht und die wie die sprichwörtliche Kuh aufs Glatteis geht. Was hätte er denn davon, wenn alle Moslems und Afrikaner ausgewiesen werden würden? Wo würde es ihm persönlich besser gehen?

    Und genau so ist es mit fast jedem, der ganz gut verdient. Die Politik macht für den einzelnen sowieso sehr wenig und das habe ich nicht in der Hand. Ich selber habe meine Schulbildung und das Studium an Steuern bestimmt 20fach zurückgezahlt, wenn es überhaupt reicht. Nach dem Studium kann ich mich nicht erinnern, dass der Staat irgend etwas für mich getan hätte, ganz im Gegenteil ist er über die Jahre immer gieriger geworden. Kann ich was dagegen tun? Wohl eher nicht. Aber was ich tun kann, ist für mich und mein Umfeld gut zu sorgen, in dem ich wirtschaftlich vernünftige Dinge tue. Mir Arbeit zu suchen, die gut bezahlt wird, habe ich selber in der Hand, indem ich mir gefragtes Wissen aneigne. Meinen Lebensstil so auszurichten, dass ich etwas sparen und investieren kann, ist meine Verantwortung, nicht die von Frau Merkel oder Frau Nahles. Die Zeit, die ich mit negativen Gedanken und herummaulen ggü Partei /Politiker xyz verbringe, kann ich positiver mit den Dingen verbringen, die mich und mein Umfeld voranbringen. Sei es geldmäßig oder Spaß haben, in dem man eine gute Zeit mit den Leuten verbringt, die man gerne um sich hat. Die Politik hindert einen nicht daran. Ich habe diese negative Herummeckerei inzwischen schon so satt, dass ich davon nur noch genervt bin. Die größten Meckerer sind zumeist die größten Loser, weil sie ihre Prioritäten falsch setzen. Das imponiert mir gar nicht.

    Dann zu den Käufen jetzt im fallenden Markt: Ich habe es diese Woche getan. So wie ich es immer tue, wenn ich etwas Geld übrig habe. Inzwischen passiert das wesentlich seltener, weil ich nicht mehr muss. Aber eins habe ich gelernt: Es ist völlig einerlei, ob der Markt jetzt noch weiter runter geht oder steigt. Wenn ich wie diese Woche 5.000 EURO investiert habe, ist es doch weniger als 1% meines Depotwertes. Also völlig irrelevant, was die neuen Positionen betrifft. Letzte Woche hatte ich an drei Tagen 5-stellige Buchwertveränderungen. Das ist nichts, was mich großartig beschäftigt, weil der Cashflow in diesem Jahr weiter zugenommen hat und die Buchwerte darauf keinerlei Einfluss haben. Selbst wenn einige Unternehmen die Dividende kürzen oder einstellen, werden diese Entwicklungen durch die Erhöhungen mehr als aufgefangen. Dieses Jahr hatte ich über 60 Dividendenerhöhungen und zwei nennenswerte Kürzungen (OMI, GE). Sicher für sich gesehen traurig, aber im Gesamtergebnis war 2018 finanziell für mich sehr erfolgreich. Selbst wenn nächstes Jahr BASF die Dividende einfriert oder kürzt, wird das am Gesamtergebnis keine gravierenden Auswirkungen haben. Dividenden per se sind viel stabiler als Kurswerte und ich lebe inzwischen hauptsächlich von ihnen (naja, das ist ein bisschen gelogen. Meine kleinen IT-Projekte bringen ganz gutes Geld, wenn auch weniger als früher, da ich sehr viel weniger arbeite. Aber in manchen Monaten könnte ich auch nur von denen leben).

    Das Markettiming ist sicherlich eine schöne Sache. Ich traue es mir nur bei einzelnen Unternehmen bis zu einem gewissen Grad zu. Markettiming ist in gewisser Weise, günstig bewertete Unternehmen zu kaufen. Was der Markt als ganzes macht, habe ich überhaupt keine Ahnung. Ich weiß nicht, was um Weihnachten in der Welt passieren wird und danach habe ich noch weniger Plan. Es kann nächstes Jahr ein furchtbares Börsenjahr werden oder umgekehrt ein super Börsenjahr oder es ist einfach ausgeglichen. Was sagt mir die Info? Nichts genaues weiß ich nicht. Aber eins weiß ich sicher: Je mehr Aktien von unterschiedlichen möglichst erfolgreichen Unternehmen ich besitze, desto besser geht es mir finanziell. Ist Geld angelegt, mache ich mir über das Geld selber keine Gedanken mehr. Das Geld generiert während der Haltedauer weiteres Geld und wenn es so weiter geht, brauche ich in fünf Jahren gar nichts mehr anzulegen und kann überschüssiges Geld – was ich heute z.T. auch schon mache – für mich wichtige Dinge weiter geben. Große Cashreserven bringen dir vielleicht im Ausnahmefall etwas, wenn die Geschichte dir zufällig ein neues 2008 gibt, Du die Kohle solange hälst (möglichst nicht zu lange) und Du deinen Job weiter behalten darfst – was nicht jedem gegönnt ist. Ich finde „Time in the market“ in 90% der Fälle wesentlich effektiver als „Timing the market“. Aber da jeder nach seinem Gusto investieren kann, soll das jeder so machen wie er will.

    Grüße Oliver

  37. cerebrum

    @ John
    „Ich sehe auch wie beispielsweise die EU ein Konstrukt ist, das auf Drittstaaten einwirken will und einwirkt, die selbst wegen ihrer Grösse nur wenig Spielraum haben. Z.b. das Rahmenabkommen Schweiz EU. Der Bundesrat hat mehr oder weniger offen zugegeben das rote Linien übertreten wurden. Er hat dennoch nicht den Mut nein zu sagen.“

    Aus der Sicht der EU ist das doch genau ein Vorteil der EU und genau das, was ich von der EU erwarte. Schweiz müsste das Rahmenabkommen ja nicht abschließen. Es tut es aber mit Zähneknirschen, weil der Nutzen dann eben doch überwiegt.

    „Wie Europa in 50 Jahren aussehen wird ist noch nicht klar. Aber es wird dramatisch anders sein. Zumindest gesellschaftlich.“

    Ich hoffe und bin überzeugt, dass es besser sein wird. Du eben nicht. Das ist Ansichtssache. Ich lebe in der Überzeugung, dass es besser sein wird als jetzt und bin dadurch sorgenfreier als du.

    „Schau dir doch an wo Europa steht. 10 Jahre Eurokrise.“

    Wie gesagt, ich schaue, wo Europa herkommt. Die Krise leugne ich nicht einmal. Auch wenn sie für den Normalbürger wohl kaum mehr spürbar ist, denn …

    „Ausserhalb Deutschlands geht es wirtschaftlich schlecht,“

    Schlechter als vorher? Vor dem Euro, vor der EU? Meiner Meinung nach ist der Denkfehler: Im Vergleich zu Deutschland wäre es diesen Ländern immer extrem schlechter gegangen. Jetzt sind sie halt mit in der EU und werden zu ihrem kapitalistischen „Glück“ „gezwungen“. Wie Mecklenburg Vorpommern in BRD. Ob man das gut oder schlecht findet, kann man unterschiedlich beurteilen. Aber materiell (und darauf zielt der Begriff „wirtschaftlich“ ja ab) geht es den Ländern besser.

    „Wie willst du denn lieber Vermögen aufbauen, mit 10% Steuern oder mit 50% Steuern?“

    Wäre ich Egoist, natürlich mit 10 %, sehe aber dass wir in eine Gemeinschaft leben, Eigentum verpflichtet und ich einfach Glück hatte, bisher auf der Sonnenseite des Lebens zu stehen, was finanzielle und gesundheitliche Aspekte angeht. Bis maximal 50 % gehe ich daher mit, kritisiere aber natürlich den falschen Umgang mit den 50 % bzw. fordere Anreize, die mir einen schöneren Umgang mit den verbliebenen 50 % machen (Fairerweise muss man sagen, dass es irgendwo bei mir 43-45 % sind mit Rückzahlung ect, also weit unter 50 %). Aber auch das ist natürlich Ansichtssache. Ich kann deinen Schritt auszuwandern daher nachvollziehen wenngleich mir der Begriff Wirtschaftsflüchtling in den Sinn kommt ;).

    „Willst du alten Leuten beim Flaschen sammeln beobachten und No Go Areas?“

    Nein, das will ich nicht, deshalb bin ich ja auch bereit, der Gesellschaft einen Teil zurückzugeben. No Go Areas will ich auch nicht. Diese kann und sollte man bekämpfen mit aller Staatsgewalt. Für mich sind solche areas (die ich in der Tat nicht einmal leugnen will) noch kein Grund, in Deutschland einem failed state zu sehen. No go Areas gibt es in USA im Übrigen auch.

     

    Vielen Dank im Übrigen für die konstruktive „Auseinandersetzung“. Ich glaube, uns unterscheidet schlicht die Wertung gegebener Umstände, ohne dass die eine Wertung besser oder schlechter als die andere ist. Ich kann deine Sicht voll und ganz nachvollziehen, obwohl ich in vielen Dingen völlig entgegengesetzter Ansicht bin (vgl. oben).

  38. 42sucht21

    @John

    Sie wollen aus DE auswandern weil Sie alte Leute beim Flaschen sammeln und No Go Areas beobachten und dann nennen Sie ernsthaft USA aus Auswanderungsziel?

    @Felix86 /mit 45 arbeiten in DE keinen Sinn /Auswanderung

    Dann viel Erfolg wenn Sie älter werden mit den Kosten für Ihre Krankenbehandlung und Infrastrukturausgaben in den tollen Auswanderungsländern oder Kinder mitnehmen (womöglich noch ein krankes oder behindertes Kind).

    Übrigens: Wenn Sie USA schreiben, dass müssen Sie zumindest mal den Bundesstaat nennen, da gibt es riesen Unterschiede bezüglich Steuern, Abgaben, Lebensstandard usw. zB CA vs. TX.

    Ich habe das Gefühl, viele von den Moserern kennen die Lebenssituation in anderen Ländern gar nicht wirklich, sie wissen gar nicht wie gut es uns in DE im realen Vergleich geht.

    Klar, wenn ich jung & naiv & egoistisch bin und wenn mir die Sonne aus dem Allerwertesten scheint, dann sehe ich nur die Ausgabenseite – aber das ist nicht alles.

  39. Monaco

    @Oliver

    Warum setzt Du vor „AfD-Wähler“ so ein tendenziöses „stramm“? Hast Du etwa Journalismus studiert?

    Und ja, viele denen es gut geht, wählen diese Partei, das habe ich auch festgestellt. Vielleicht liegt es aber daran, dass sie wollen, dass es ihnen weiterhin gut geht. Sieh es doch mal so rum. Zu sagen „uns geht es gut, also machen wir was wir wollen und es wird trotzdem immer so bleiben“ ist sowas von kurzsichtig.

    Und rate Mal, wem man in die Taschen greifen wird, wenn die Kosten in naher Zukunft explodieren. Es wird niemandem etwas weggenommen… vielleicht noch nicht direkt für jeden ersichtlich, aber macht man die Augen auf, schaut es schon anders aus.

    Da meckere ich lieber und schaue, wie’s vielleicht besser gehen kann, als dekadent daherzureden, uns geht’s ja so gut und jeder bekommt was ab, weil’s so schön ist. Unser Wohlstand kommt nicht von nichts, nur zur Info.

  40. Thorsten

    @Gainde

    Denke, dass REITS für Dividendeninvestoren interessant sind (3% +). Ansonsten werden sie kaum langfristig den breiten Markt schlagen.

    https://seekingalpha.com/article/4224181-reits-outperform-stocks-3-strong-buys-heading-2019

    Das war gerade die Aussage dieses Links, hm…

    „It is well-known that over long time frames, REITs have consistently achieved significantly higher returns than stocks and bonds.“

    Für mich schlagen die REITS am Puls der Wirtschaft, die sind  relativ wenig psychologische Aufpreise drauf. Die Spekulanten, die immer nur auf Wachstum setzen mit Superprodukten oder irren Steigerungsraten und dadurch schnelles Geld machen wollen , die gehen da nicht ran.

  41. Daniel

    @Oliver

    Du bist ein sehr erfahrener Anleger und ich mag Deine Beiträge sehr.

    Ich brauche Dir nicht zusagen, dass Dividenden vom Kurswert abgezogen werden.

    Du hast ein Depot >500k. Super.

    Jetzt kommt ein „furchtbares Börsenjahr“ wie Du schreibst, wo Du mit guter Diversifizierung nur 20-30% statt 50% verlierst. Also nur 100-150k statt 250k.

    Das ist Dir ja total egal, wie Du schreibst, weil Du Dich ja darüber freust die Dividende wieder anzulegen. Nehmen wir an 3%.

    Also 500k – 150k = 350k. Davon 3% Dividende 10,5k. Kurswert 339,5k. Aber hey, dafür kannst Du die 10,5k, die Du vorher versteuert hast ja wieder anlegen.

    Bitte sag mir, was ich übersehe.

  42. Zwitsch

    Ohne Sammy wäre dieser Blog völlig langweilig….er legt den Finger in die Wunde…er ist kein Träumer…quasi ein Mann der Fakten…an ihm sollte man sich orientieren… bravo Sunny….

  43. Thorsten

    @Daniel mit den 3%, wobei ich ausgehe, dass es eher 5% sind, kauft er womöglich Aktien mit Discount, Cost averaging. Ich kaufe immer das nach, was grundlos am meisten gefallen ist und charttechnisch einen neuen Anstieg andeutet bzw. vollzogen hat.  Da ist dann oft die Dividendenrendite hoch und ich kriege noch mehr Cash raus.

  44. Oliver

    @Daniel

    Du übersiehst, dass Du zu keiner Zeit weißt, wann das passieren wird. Nur dass es irgendwann passieren wird, weißt Du.

    Ich schrieb auch nicht, dass nächstes Jahr ein furchtbares Börsenjahr kommt, sondern dass ich keine Ahnung habe, was kommt. Soll ich also alles verkaufen, wo ich es nicht weiß?

    Wenn ich z.B. alles verkaufe und es wird nur ein durchschnittliches Börsenjahr ohne große Kurssteigerungen, dann habe ich die Dividenden aus dem laufenden Geschäft der Unternehmen verdient. Wird es ein gutes Börsenjahr, kommen noch (rein fiktiv) 20% Buchwert dazu. Würde ich also alles verkaufen, hätte ich bei beiden Szenarien absolut viel Geld verloren. Dazu kommt, dass ich auf meine Kursgewinne noch knapp 27% Steuern und Soli zahlen müsste, was auch weg wäre.

    Die Frage an dich: Was könnte ich denn übersehen? Was Du übersiehst, habe ich dir gerade geschildert.

    @Monaco:

    Journalismus ist ein für mich total langweiliger und unterbezahlter Beruf. Stramm ist der richtige Ausdruck, wenn man jedem und allem aufdrücken möchte, welche Gesinnung man hat auch wenn es einen nicht interessiert.

    Was das allen gut gehen betrifft: Ich weiß auch, wie es einen geht, wenn man weniger als nichts hat. Speziell in meiner Jugend war ich genau in der Situation und unter sehr vielen Leuten, die nichts oder nur Schulden hatten. Bei 80% der Leute konnte ich genau sagen, warum es denen so dreckig ging. Eingeschlossen in meiner Familie. Ich habe so viele Ausreden gehört, warum etwas nicht geht, dass ich eine 1000 seitiges Buch darüber schreiben könnte. Es gibt einige, die sind an ihrer schlechten Situation wirklich nicht schuld (Krankheit, einfach zu dumm, mental nicht für den Arbeitsmarkt geeignet (ca. 10% der Bevölkerung) und noch manches, was ich nicht aufgezählt habe). Aber viele doch, weil ihnen ihre Schulbildung scheißegal ist, weil kiffen/saufen/nichts tun etc. mehr Spaß macht, Arbeit asozial ist und sie sich für nichts interessieren. Viele jammern nur rum, weil sie selbst nichts auf die Reihe bekommen und sind neidisch auf die, die zumindest versuchen, aus diesem Leben herauszukommen. Arme mögen am Anfang weniger Chancen haben, aber sie können es aus eigener Kraft zumindest versuchen, ihre Situation zu verbessern. Viele machen es halt nicht und jammern lieber. Und da sind einige dabei, die ständig meckern, wie ungerecht die Welt ist. Wie es armen Menschen geht, brauchst Du mir nicht zu erzählen. Das kenne ich genügend aus erster Hand. Ich mag vielleicht etwas hart klingen, aber anhand meiner Erfahrungen hat es bei 80% der Leute hausgemachte Gründe, warum es ihnen extrem scheiße geht.

    Wenn Kosten explodieren? Die letzten Jahre hat der Bundeshaushalt immer mehr eingenommen und da Überschüsse böse sind, explodieren jetzt schon die Kosten durch die Gastgeschenke der großen Koalition. Wenn die deutsche-/europäische-/Weltwirtschaft sich verschlechtert, dann mag es sein, dass uns die Kosten auf die Füße fallen. Aber wenn irgendwann die Steuern so hoch werden, dass es unerträglich wird, werden gerade die Leistungsbringer abhauen und der Rest wird sich mit Kürzungen begnügen müssen.  Noch nie war es so einfach, seinen Standort innerhalb der EU zu verändern und wesentlich weniger Steuern zu zahlen. Wenn Du also unzufrieden bist, steht es dir frei, z.B. in die Tschechei zu gehen. Dann hast Du aus dem Stand schonmal 15% weniger Steuern. Das Baltikum ist noch besser, aber finde es selbst heraus, wenn es dir wichtig ist. Genau das meinte ich mit selber machen, anstelle rumzumeckern und schlechte Laune zu haben. Mit einem Kreuzl bei der AfD änderst Du genau gar nichts. Das einzige, was ist: Bei den anderen hast Du genauso wenig Änderungen, auch wenn Grün wählen mehr zum Wohlfühlfaktor beiträgt, weil Du dich bei den Guten wähnst. Von daher sind die eher – zumindest mental – die Gewinner.

    Grüße Oliver

     

     

  45. Felix86

    @42sucht21:

    Das sind die Pseudoargumente. Krankheit, Kinder, Alter. Sie haben sicherlich kostenlose Bildung (hiervon wird unser Kind, da wir in Frankfurt leben niemals Gebrauch machen müssen) und *noch* kostenlose Autobahnen vergessen. 🙂

    Gegen Letzteres habe ich übrigens auch nichts. Ich liebe es entspannt im Ausland auf kostenpflichtigen Autobahnen Auto zu fahren.

    Wenn ich davon spreche mit 45 auswandern zu wollen, dann würde ich nicht darüber nachdenken, wenn ich mich nicht in der Lage sehen würde, das ganze bequem finanziell zu stemmen. Sollte es wieder erwartend nicht reichen, habe ich einen Beruf, mit dem ich überall, wo es börsennotierte Unternehmen gibt, sehr gut Arbeiten kann.

    Was ich aber nochmal ausdrücklich hervor heben möchte ist der aus meiner Sicht immer größer werdende Vorteil von Aktien -> Flexibilität.

    Bei Immobilien kann mir der Staat (fiktive) Mieten und Zwangshypotheken vorschreiben, sei es das kleine selbstgenutzte EFH oder das anständige Mietshaus in München. Bei liquideren Assets bin ich dann eben auch mal schnell weg, wenn ich es nicht mehr aushalte bzw. halte schon einen Großteil des Depots im Ausland.

     

     

  46. KievKiev

    @ Ex-Studentin

    Ich habe es erst heute zurückgegeben. Freut mich. Der Autor geht entspannt mit den verschiedenen Ernährungsweisen um. Vielleicht musst Du mit Deinen gesundheitlichen Einschränkungen manches im Detail nachrecherchieren. Der Blog Edubile beschäftigt sich sehr detailliert mit verschiedenen Ernährungsfragen. Das ist für mich aber zu detailliert. Als nicht Biologe, kann ich den Themen dort nicht ganz folgen. Ich verteufel jetzt z.B. keine Kartoffeln. Trotzdem gibt es bei uns nun öfter Hülsenfrüchte. Zum Glück ist nicht alles was ich mag ganz unten beim Kompass. Chips, Fanta, Cola usw. konsumiere ich überhaupt nicht mehr. Es fehlt mir aber auch nicht. Dafür gibt es jetzt öfter Fisch.

    Ich wünsche Dir viel Erfolg und spannende genussreiche neue Rezepte.

    Ich schreibe momentan etwas weniger. In der aktuellen Marktlage kann ich auch nicht gut den Wert von Aktien einschätzen. Das ist aber in Ordnung. Bin ja selbst dem Markettiming nicht gänzlich abgeneigt. Ich kaufe jedenfalls fleißig ein. Vielleicht haben Andere genauere Infos wann der Tiefpunkt erreicht ist. Für mich gibt es aktuell jedenfalls mehr als genug Auswahl. Ich konzentriere mich auf meine Stärken. Ich versuche so schnell wie möglich 100k in den Markt zu pumpen. Ob mir das bis zur Erholung gelingt wird sich zeigen.

  47. sammy

    @Daniel

    Du übersiehst nichts du hast es vollkommen richtig dargestellt. Es geht hier nur um psychologische Aspekte.

    -> du weißt dass Dividenden den Buchwert verringern.

    -> er hat dafür seinen Cashflow (versteuerte Dividenden) die er wieder anlegt (Gebühren) aber dafür achtet er nicht auf seinen Buchwert.

    @Oliver
    Dieses Prinzip ist unabhängig von einem Crash oder schlechten Börsenjahr. Einzig und allein abhängig vom Gewinn eines Unternehmens.

    Es ist wie bei kleinen Kindern die sich die Hand vor das Gesicht halten und denken es kann sie niemand sehen. Oder das Straußprinzip Kopf in den Sand. Oder was ich nicht sehe gibt es nicht.

     

  48. John

    @cerebrum
    „Vielen Dank im Übrigen für die konstruktive „Auseinandersetzung“. Ich glaube, uns unterscheidet schlicht die Wertung gegebener Umstände, ohne dass die eine Wertung besser oder schlechter als die andere ist. Ich kann deine Sicht voll und ganz nachvollziehen, obwohl ich in vielen Dingen völlig entgegengesetzter Ansicht bin (vgl. oben).“
    Ich sehe eben nicht nur die sonnige Tagesschau Seite. Die Frage ist, wie viel will man selbst opfern.

    Die 50% Abgabenquote kann man auf verschiedene Arten rechnen. Nur die Steuer vom Lohn. Oder die Steuer plus den Anteil des Arbeitgebers plus die Abgaben? Oder hinten raus noch die 19% Umsatzsteuer? Es geht am Ende viel weg. Der Anreiz zum Auswandern besteht damit. Und das sehe ich selbst als Problem an. So wie es ein Problem für Spanien ist, wenn die jungen Leute nach Deutschland gehen.

    In manchen Städten will man nachts(oder tags) nicht mehr alleine durchlaufen. Ja das gibt es auch in den USA. Gibts auch in Südafrika oder Brasilien. Letzteres tolle Beispiele für Länder wo ich gerade deshalb nicht hin will.

    @42sucht21
    „Sie wollen aus DE auswandern weil Sie alte Leute beim Flaschen sammeln und No Go Areas beobachten und dann nennen Sie ernsthaft USA aus Auswanderungsziel?“
    Zugegeben, das mag nun seltsam klingen. Aus den Augen aus den Sinn? Nein, das wollte ich ausschliesslich auf wirtschaftliche oder sicherheitstechnische Sicht anwenden. Es gibt schöne und ruhige Gegenden in den USA. Muss ich mir mal ansehen. Gut möglich das es mir nicht gefällt. Dann gibt es eben noch andere Ziele. Aber weder heute noch morgen.

    Aus DE bin ich schon weg nach CH. Kein weiter Sprung, aber vielleicht der Tritt aufs Sprungbrett. – Noch ist es nicht nötig. Ich bin nur offen für Optionen und sei es die Option zumindest die Rente woanders zu verbringen. Aber es hilft doch Niemanden irgendwo traurig in der Ecke zu sitzen und über die Welt zu schimpfen, wenn man seine eigene Lage verbessern kann.

  49. Daniel

    @Oliver

    Mir fällt es schwer die gesamte Entwicklung (Total Return) isoliert von den Dividenden, die ja den Kurs weiter reduzieren, zu betrachten.

    Plump gesagt, was bringt es mir, wenn mein Wert 30% verliert, 5% ausschüttet (also der Kurs um 35% niedriger ist) nur auf die Tatsache zu schauen, dass ich die 5% nach Steuern und zusätzlichen Kosten wieder investieren kann.

    Wir reden hier ja nicht von Anleihen oder Immobilien, wo Zinsen und Miete gezahlt wird ohne den Kurswert zu reduzieren.

    Ist das nicht schon Selbsttäuschung? Quasi linke Tasche, rechte Tasche. Dividenden sind keine Zinsen. Ohne regelmäßige Kurssteigerungen mindestens in Höhe der Dividende würde der Kurs ansonsten irgendwann runter bis auf 0 gehen. Wie bei einem Entnahmeplan.

    Lerne gerne dazu, wenn ich was übersehen sollte.

  50. Slazenger

    @Daniel

    woher weißt du denn wann eine Aktie oder ein Index, 30 oder  mehr % verliert? Wir würden vermutlich alle unser Depot leer räumen, wenn wir wüssten, dass morgen oder übermorgen ein 50% Crash vor der Tür steht! Aber es weiß halt keiner, und daher hat sich über längere Dekaden die Buy and Hold Methode, die übrigens auch Tim bevorzugt, bewährt!

    Trotzdem spricht ja nichts gegen ein gewisses Cashpolster um selektive Gelegenheiten die sich immer wieder mal bieten auszunützen!

    Nice Weekend

  51. Wohnung mit Domblick

    @cerebrum:

    Möchte mich mal für Deine guten Beiträge bedanken.

    Ich könne mir auch keinen Zeitabschnitt vorstellen, in dem ich lieber leben würde. Optimieren lässt sich nur am Ort, wenn es einem woanders besser gefällt. Mein Bruder lebt schon lange in Australien. Aus seiner Sicht erkennt er Deutschland nicht wieder und kommt auch nicht mehr her. Mich könnte höchstens der Wunsch nach einer Unternehmensgründung weg treiben. In Deutschland kommt mir das unnötig schwierig vor.

    Aber in jeder Veränderung steckt auch eine Chance. Sich nicht aufs negative zu konzentrieren ist praktisch die erste Lektion, wenn man sich mit einem gewinnbringenden Mindset beschäftigt. Das mache ich seit einem halben Jahr und es hat mich weiter gebracht.

  52. sammy

    @Daniel

    Dividenden werden normalerweise vom Gewinn eines Unternehmens ausgeschüttet nicht von der Substanz.

  53. 42sucht21

    @No Go Areas / Alles wird in DE schlimmer

    Was sind No Go Areas überhaupt? Den Begriff sollte man mal definieren.

    Gab es solche Straßenzüge nicht schon immer? In jeder Hafenstadt in jeder größeren Stadt hinterm Bahnhof gab es in Deutschland 1860, 1910, 1920, 1940, 1970, … solche Straßenzüge. Solche Straßenzüge gibt es Heute und früher eigentlich immer überall, sei es in Duisburg, in Berlin, in New York, in Mexiko-Stadt, in Rio dJ, in Tokyo, in Ouagadougou, in Antananarivo. Lediglich bei Singapur und Vatikan-Stadt bin ich mir nicht sicher.

     

    Nein es wird alles besser. Es wird lediglich genauso geschimpft und befürchtet wie schon immer. Das ist auch nicht schlimmer als früher.

  54. Ex-Studentin

    @Kiev

    Muss meine optimale Routine bei Ernährung noch finden. Teste viel aus.

    Was sind deine Kaufkriterien? Bisher habe ich noch nicht großartig nachgekauft.

  55. KievKiev

    @ Ex-Studentin

    Meine Stärke liegt bei einer recht hohen Sparrate. Ich kann sehr viel investieren, wenn es sein muss. Ein Jahr später kann ich es dann leider nicht mehr sauber für unsere Analysten wie Sparta herleiten.

    Ich möchte ein dividendenorientiertes Depot aufbauen. Es soll sich über mehrere Sektoren erstrecken. Da ich nicht viel Geld an der Börse angelegt habe, ist es leider am Anfang etwas konzentriert. Das habe ich auch schon zu spüren bekommen. Daher konzentriere ich mich vorrangig auf sehr günstige Werte.

    Interessante Regionen sind für mich England, Europa, Russland, China.

    Interessante Sektoren Tabak und Öl. Ich habe in Tabak mit MO, PM und BAT höhere Positionen aufgebaut. In Öl habe ich kleine Positionen ENB und PSX aufgebaut. Ich habe bereits kleine Positionen in OZK, OMI, Blackrock, BASF, Baba, Tencent, JD, Abbvie, At&T, ATL.mi, hoch Dividendenwerte aufgebaut.

    Für mich ist ein Preis am 52 Wochentief wichtig, KGV, Schulden, Auszahlungsquote. Die Zukunft muss ich mir selbst ausmalen. JD, BABA und Tencent wollte ich unbedingt vor dem Aufeinandertreffen von Trump und Xi haben. Ich werde die von Zeit zu Zeit immer aufstocken. Am liebsten wenn sie gerade gefallen sind. Ich möchte hier nicht wie bei Amazon oder Google nie investiert sein, da sie mir immer zu teuer sind. Einen Sparplan lege ich aber nicht an. JD halte ich dabei über Optionen. PM und MO ebenfalls. Außer es stehen Dividenden an. Ich kann für 3$ Aktien kaufen. Daher kaufe ich bereits manche für 1000$ ein. Dann habe ich noch ca. 8 Depots. Es gab Neukundenaktionen. Die habe ich alle verwendet. Ich habe den Überblick über meine Positionen etwas verloren. Das ist mir aber egal. Ich kaufe einfach nur ein, was gerade günstig zu haben ist.

    Bei manchen verwende ich auch Tricks wie von Thorsten beschrieben. Ich habe z.b. ATL.mi gekauft. Ich gehe bei meinem Einstand langfristig von einer konservativen Rendite von 5% aus. Die Höhe habe ich so dimensioniert, dass sie mir meine jährlichen Maut Erträge kompensiert. Das finde ich nett. Ich werde sie nie verkaufen, solange ich nicht gezwungen werde.

    Ich bewundere Strategen hier wie Claus und MS die sehr diszipliniert vorgehen. Ich möchte mich hier in Zukunft auch etwas orientieren. Aktuell gibt es aber genug am Markt und ich habe keine Angst vor Wildwuchs im Depot. Rebalancing usw. beachte ich noch nicht. Ich werde dies aber nur durch Zukäufe regeln. Verkaufen ist nicht meine Stärke. Das lasse ich lieber ganz sein.

  56. Monaco

    @Oliver

    Insgesamt liegen wir, vermutlich, nicht so weit auseinander. Über die Tastatur ist der Gedankenaustausch auch wesentlich schwerer (m.M.n.) da man vieles falsch verstehen/interpretieren kann, etc.

    Aber wenn Du mir sagst, ich solle doch auswandern, wenn ich hier nicht zufrieden bin, dann ist das für mich, v. a. ohne dass Du meine Verhältnisse hier kennst, befremdlich. Warum sollte ich, seit X Generationen hier, aufgrund ideologischer, pc-Entscheidungen meine Heimat aufgeben?

    Und das kommen wir zu @42sucht21 bzgl. No-Go-Area.

    Ja, da ging es um einzelne Gegenden, Straßen und ja, das gab es natürlich schon immer. Diese Gegenden konnte man aber jederzeit definieren und bestens meiden. Aber soll ich mir die zunehmende Entwicklung deshalb schön reden? Es geht hier nicht mehr um ein, zwei Rotlichtbezirke einer Großstadt, sondern um teils ganze Viertel, Bezirke, auch öffentliche Schulen u. v. m. Außerdem sind die Grenzen nicht mehr klar definiert. Aber vermutlich müssen manche damit erst selbst Bekanntschaft machen, um das glauben zu können, allen voran am besten mal unsere Politiker (ohne Personenschutz und Hundertschaft im Hintergrund).

    Und wenn Du das dann mit Mexico City oder anderen Extremen, welche z. T. in D Realität wurden, vergleichst –  die hatten wir niemals zuvor, nicht annähernd. Die Sicherheit, die hier quasi überall herrschte -warum geben wir diese Errungenschaft so klaglos und bereitwillig auf?

  57. Sparta

    @Kiev

    „Ein Jahr später kann ich es dann leider nicht mehr sauber für unsere Analysten wie Sparta herleiten.“

    Seit wann ich bin denn ein Analyst? 😉 Bin nur neugierig auf die evtl. unterschiedlichen Strategien.

     

     

  58. 42sucht21

    @Monaco

    Wir sind auch nicht so weit auseinander, wie es Sie meine Kommentare hier vermuten lassen. Ich kann Ihre Position glaube ich auch teils annehmen. Mich stören halt manche einseitige Tendenzen in Internetforen die über DE schimpfen und alles schlecht reden und den Untergang vermuten und einfache Lösungen preisgeben oder Menschen die ohne Ahnung zu haben behaupten ‚In Land XY ist es viel besser‘ ohne je dort gelebt zu haben und ohne jegliche historische Grundlage. Egoistisches und dummes bla bla nachplappern.

    Fakten, Fakten, Fakten. Ich kann mir überall die Rosinen rauspicken wenn ich Geld habe. Im ach-so tollen Kalifornien zB ist die Abgabenlast für den Mittelstands-Angestellten genauso hoch wie in DE, das Verdienstniveau ähnlich, die Mieten höher, die Kosten für Kinderbetreuung und Schule und Uni deutlich höher, von bezahlter Elternzeit kann man nur träumen, die Zuzahlung zur gesetzlichen Krankenkasse – falls man denn versichert ist – deutlich höher (normale Geburt eines gesunden Kindes, Mutter Einzelzimmer kann durchaus 10K USD kosten welche nicht wie in DE in der Steuererklärung in voller Höhe als Sonderbelastung angerechnet werden kann) die Infrastruktur ist vollkommen veraltet oder erst gar nicht vorhanden. Die Lebensmittel sind deutlich teurer als in DE. Wenn ein Familienmitglied behindert ist oder Pflegefall wird hat man verlorn. Deswegen haben viele Menschen tatsächlich noch einen Nebenjob neben ihrem 40Std. Job. Nicht wie hier propagiert für das Geld um auf FIRE zu sparen, sondern um das normale Familienleben zu bezahlen. Deswegen finde ich Tims Artikel zum vernünftigen Konsum auch so gut und wichtig. Im Bereich Umweltschutz gibt es in CA mehr hirnverbrannte Regeln (Plastikstrohhalme…) als in DE / EU und ja Kalifornien hat eine größere Verschuldung als DE und kann auch nicht mehr selber Geld drucken. Die öffentlichen Gehälter und Pensionen sind völlig aus dem Ruder gelaufen. In Kalifornien ist der Hispanics-Anteil inzwischen Höher als der Anteil der ‚Kaukasians‘. Es gibt immer noch viele Gangs und sehr, sehr viele der hier sog. No Go Areas. Der Rassismus gegen Schwarze, Mittelamerikaner und Moslems ist mind. so groß wie in DE. In vielen Stadtteilen spricht man nur Spanisch. In Städten wurden Anstalten und Kliniken geschlossen um Geld zu sparen und nun leben kranke Menschen als Obdachlose auf der Straße. So, und dann schreibt jemand, in DE ist alles so schlimm, kann ich nicht besser in die USA auswandern. Das ist doch verrückt.

    Das gleiche was ich hier zu Kalifornien schreibe gilt Analog zu den allermeisten Ländern der Welt inklusive der Steuerparadiese oder Inseln wie Cayman oder BVI oder Singapur oder Hong Kong.

    Sie schreiben: ‚sondern um teils ganze Viertel, Bezirke, auch öffentliche Schulen u. v. m.

    Ist das nicht doch nur ein Gefühl? Geht ihr Kind auf seine eine Schule oder kennen Sie jemanden dessen Kind …- ich vermute nein. Die No go Areas sind für die meisten Menschen gar keine wirklichen No Go Areas. Die meisten hier im Forum sind ja auch gar nicht betroffen von den Veränderungen. Ich glaube viele Menschen hängen an einem Deutschlandbild der goldenen Jahre von ca. 1960-1970. Da war alles besser und die Rente hoch und sicher und meine Kapitallebensversichung das Non-plus-Ultra. Klar, früher war alles besser…

    Man muss doch auf das Faktenniveau gehen. Die meisten hier im Forum sind vermutlich, wie Sie und ich, wohlhabend und auf materielle Sicherheit bedacht. Hier gibt es einen Teilnehmer mit dem tollen Namen Pfeffersack. Eigentlich sind wir beide doch Pfeffersäcke oder wir versuchen welche zu werden. Glauben Sie ein reicher, alter Gewürzhändler konnte damals alleine im Dunkeln überall durch seine Stadt gehen oder auch den Markt oder in bestimmte Standesgassen ohne zu schimpfen wie sich alles verschlechtert hat seit seiner Kindertage und die ganzen Gossenkinder und die komischen neumodischen Gebräuche heutzutage, die Qualität der Handelswaren ist auch nicht mehr das was sie mal war und überhaupt, der untätige, überbezahlte Bürgermeister sollte doch mal lieber wieder aufräumen lassen und nicht nur immer höhere Abgaben von mir erheben?

  59. Kia

    A.K-K ist es geworden weil die CDU extrem überaltert ist. Es sitzen wie überall die Alten an den Schalthebeln und die wollen ihren eigenen Vorteil und das möglichst schön seicht und bequem. Also weiter so, das Versprechen sie sich von A.K-K. Ein Typ wie Spahn würde nur Streß für diese Leute bedeuten. Was in 10 Jahren ist, auch mit ihrer eigenen Partei, ist denen total egal. „Nach Ihnen die Sinnflut“.

    Es sind die 68iger die von der Durchlässigkeit des Systems profitierten aber nach sich alles dicht machten. Und jetzt palavern sie schön daher, das sie es ja alles selbst geschafft haben und wie schlecht es Ihnen ging bla bla.

  60. cerebrum

    @ John

    „Ich sehe eben nicht nur die sonnige Tagesschau Seite.“

    Lieber John, ich glaube, genau darin liegt das Problem. Ich behaupte einfach mal auf einen nahezu gleichen Wissensstand wie du zu sein, was die Gegebenheiten unserer Welt angeht. Wir sehen die selben Seiten einer Medaille. Du siehst nicht mehr als ich. Warum solltest du auch. Uns stehen die selben Informationen zur Verfügung.

    Der Unterschied liegt in unserem Bewusstsein. Das Bewusstsein formt das Sein (im Dunkeln sagt dir das Bewusstsein: Gefahr. Und automatisch sehe ich in jedem Blätterrauschen eine vermeintlich tatsächliche Gefahr, jeder Schatten ist ein Mörder, der am gestrigen Tage noch nicht da war). Das ganze lässt sich auf deine Bewertung der Entwicklung in Deutschland/Welt übertragen.

    Woher kommt das? Ich habe eine Vermutung. Wer sich unbewusst mit negativen Gedanken umgibt, wird selbst negativ. Ich habe eine zeitlang WeltOnline-Kommentare kommentiert, mich in Facebookdiskussionen eingemischt und irgendwann gemerkt, dass ich gereizter wurde, schlecht gelaunter.

    Die Lösung war: Ich habe angefangen, alles aus meinem Leben zu verdammen, was negatives in mir hervorruft, darunter auch die negative Weltsicht vieler Menschen. Und innerhalb von zwei drei Wochen sah ich die Welt wieder positiver. All diese Nachrichten mit den headlines („Was muss noch passieren…“; „Schon wieder …“; „Wann wachen … endlich auf“; „Das Versagen der/die …“; „Die Lügen der/die …“; „Wie geht es nach dem desaströsen …. weiter“; „Wohin mit …“; „Vom Ende des …“ usw. usw. von „links“ wie „rechts“) führt dazu, dass man dieses Denken übernimmt, obwohl die Faktenlage identisch bleibt. Ich negiere keine von deinen tatsächlichen Einwänden (das heißt faktentechnisch sind wir auf einer Länge, nur ist mein Bewusstsein völlig anders gepolt).

    Mein Gedankengang war nämlich folgender: Wer profitiert davon, dass ich schlecht gelaunt bin und in eine Negativspirale gelange? Überraschung: Ich weiß es nicht.  Auf jeden Fall ist es jemand, der mir nicht wohlgesonnen ist. Also streiche ich ihn aus meinen Leben. Ich lebe gut, ich lebe glücklich damit.

    Aus diesem Grund kommentiere ich auch hier nur gelegentlich. Allein die (an sich schöne und wichtige) Diskussion mit dir, macht mich nachdenklicher und lenkt mich vom Genießen des stürmischen Vorweihnachtswetter ab. Mein Wohlbefinden hat sich nicht dadurch geändert, weil sich die Dinge geändert haben (du hast eine andere Meinung als ich und das war mir nach der Lektüre bekannt, es gibt also keine Veränderung in der Faktenlage). Die Welt wurde für mich dadurch schlechter, weil ich mich, um ein Gespräch zu führen, auf deine negative Sicht eingelassen habe.

    Ich lade dich ein, vielleicht einfach mal Abstand von allem zu nehmen, was in dir negative Gefühle hervorruft (im Inneren muss ein großer roter Panikknopf auftauchen). Höre in dich hinein, wann und was genau du fühlst, wenn du die Welt besonders schlecht siehst und vermeide solche Gegebenheiten. Ich verspreche dir, dein Leben wird sich zum Guten verändern.

     

  61. KievKiev

    @ Sparta

    Die Leserbriefe finde ich auch oft interessant. Ich würde hier auch am liebsten gerne viel mehr über die Hintergründe erfahren. Vieles bleibt im dunkeln oder es wird vergessen. Ein Teil meiner Strategie ist Spaß beim Investieren zu haben. Wenn ich viel Motivation habe Aktien zu kaufen, so investiere ich weit mehr als wenn ich nicht so motiviert bin. Falls ich vielleicht 1% weniger Erfolg als ein ETF erziele, glaube ich dennoch am Ende vor ihm zu liegen. Ich investiere ja auch um die 300-500€ im Monat in ETFs. Ich weiß es ehrlich gesagt gerade nicht. Es bereutet mir aber keine Freude.

    Mir haben die Gedanken zu Dividenden hier auch gefallen. Warum soll man sich freuen wenn der Markt einbricht und man Dividenden erhält mit denen man dann neue Aktien günstiger kaufen kann?

    Ob der Markt einbricht oder nicht liegt nicht in meiner Hand und ich kann es nicht voraussehen. Falls ich ein Vermögen von 100k in Aktien investiert habe und sie vielleicht nur noch einen Buchwert von 70k haben zählt die Sparleistung verhältnismäßig viel. Wenn ich im Monat für 3000€ neue Aktien kaufe sind das immerhin 50% in einem Jahr auf den neuen Buchwert von 70k bezogen. Hier sind natürlich Dividenden aus dem Gewinn von Vorteil. Wenn jemand allerdings 500k investiert hat und monatlich für 500€ Aktien kauft, so ist der temporäre Buchwert Verlust nicht so schön.

    Da ich noch weit von den 100k entfernt bin kann ich die aktuelle Marktlage sehr gut nutzen um aufzuholen. Mein monatliches Engagement liegt weit über 1% meines Vermögens in Aktien. Somit kann ich durch persönliches Engagement den Unterschied bewirken. Und hier hilft mir da MFH sehe mit. Egal wie sich die Aktien entwickeln. Die Immo bleibt bei mir der Schlüssel zu Erfolg. Auch wenn ich den Anteil daran in 5 Jahren nicht mehr klar trennen kann.

  62. Sparta

    @Kiev

    „Hier sind natürlich Dividenden aus dem Gewinn von Vorteil.“

    Deine regelmäßige Sparquote (wenn ca. 3 k monatlich) ist der große Vorteil! Dies dann mal über > 15 Jahre und es wird voraussichtlich ein nettes Depot (bei ein wenig Diversifikation).

    Die Dividenden z. B. bei 100 k (ca. 1,5 – 4 k je nach Ausschüttungsquote) machen es nicht so wirklich fett, bzw. man muss es nach Steuern auch immer wieder stur und stetig reinvestieren.

    Psychologisch gibt es manchem Investor halt bei der Stange zu bleiben. Dies ist ein nicht zu unterschätzender Vorteil.

    @John

    „Ich sehe eben nicht nur die sonnige Tagesschau Seite.“

    Hab ich was verpasst? In der Tagesschau ist der Inhalt zu 80, 90 % immer negativ.

    Ich bin weder übertrieben positiv/negativ… aber Medien verkaufen überwiegend schlechte News (wirtschaftliche Gründe).

  63. Freelancer SebastianFreelancer Sebastian

    @ Cerebrum

    Ganz ausgezeichneter Beitrag von dir. Deine Erkenntnis kann man nur anderen genauso wünschen. Die Welt ist wie sie ist. Keine Chance für uns, daran etwas zu ändern. Die Frage ist, wie wir die Geschehnisse interpretieren. Auf was wir unseren Fokus legen.

    Im kleinen können wir wirken (und damit die Welt doch irgendwie ein Stück besser machen). Unser Blick kann ein optimistischer sein, ein liebevoller, hilfsbereiter Blick um uns herum.

    Das gelingt wesentlich besser, wenn man sich nicht permanent von den Miesepetern, Schwarzsehern, Apologeten des Niedergangs runterziehen läßt.

    Negativ zu denken (und ständig nach Quellen zu suchen, die einen füttern) ist für das eigene Wohlbefinden kontraproduktiv.

    @ sparta

    Bei der „sonnigen Tagesschau“ musste ich auch lachen. Das ist ja nun wirklich völliger Quatsch. News sind in überwältigender Weise negativ. Das gilt für die Mainstreammedien genauso wie für die – noch viel schlimmeren –  „alternativen“ Medien. Ich wundere mich, dass sich dort scheinbar immer noch Leute für dumm verkaufen lassen.

    Wie immer an dieser Stelle Dobellis Essay, der es auf den Punkt bringt:

    http://www.dobelli.com/de/essays/news-diat-full/

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