Der Nachteil als geduldiger Stockpicker: Du hast viele Pleiten, Pech und Pannen im Depot


New York, 10. November 2020

Das Leben als Stockpicker ist nicht so leicht, wie es klingt.

Nach der Corona-Erfolgsmeldung stürmen Anleger in abgestürzte Sektoren. Banken, Öl-Produzenten, Hotels, Airlines, Flugzeugbauer sind im Höhenflug. Der Reisevermittler Expedia setzte sich gestern mit einem Plus von 25 Prozent an die Nasdaq-Spitze. Im Dow Jones war der Kreditkartenkonzern American Express mit einem Kursplus von 21 Prozent die Nr. 1-Aktie.

Wir erleben ein Kursfeuerwerk weltweit. Die Mainzer Pharmafirma Biontech hat offenbar den Durchbruch geschafft bei seinem Corona-Impfstoff. Die Erfolgsrate liegt über 90 Prozent. Biontech entwickelt den Impfstoff BNT162b2 seit Mitte Januar. Die US-Pharmafirma Pfizer ist der Partner der Deutschen.

Solche Erfolge, wie sie Biontech oder Pfizer feiern, sind natürlich schön. Aber heute eine Aktie zu finden, die langfristig erfolgreich bleibt, ist schwierig.

Du musst als Langfristanleger wissen, dass es viele Erfolgsfirmen gibt, die sich später als Schrott herausstellen werden. Die Riesen steigen und fallen wie Königreiche. Denke an den Absturz der Deutschen Bank, Bayer, Exxon Mobil oder General Electric. Wer hätte das vor 20 Jahren gedacht? Die heutigen Top 10 Unternehmen des S&P 500 waren vor 20 Jahren andere.

Deshalb ist der Vorteil eines ETFs, dass du immer die besten Aktien hoch gewichtet hast. Aufgrund der strikten Regeln ist übrigens Tesla immer noch nicht im S&P 500 gelistet.

40% der Aktien stürzen ab und erholen sich nie mehr

Anleger unterschätzen, wie viele Unternehmen sich nie wieder erholen werden. 40 Prozent von Aktiengesellschaften stürzen innerhalb einiger Dekaden um 70 Prozent ab und erholen sich anschließend nie mehr nachhaltig. Die Gefahr ist groß, solche Nieten zu erwischen. Darauf weist diese Studie von JPMorgan Chase (PDF) hin. Eine kleine Zahl von Unternehmen ist für den Großteil aller historischen Börsengewinne verantwortlich. Zur Zeit sind es die FAAMG-Aktien, die helfen, die schlechten Renditen der Pleite- und Pannen-Firmen zu übertrumpfen. FAAMG steht für Facebook, Apple, Amazon, Microsoft und Google/Alphabet.

Du musst geschickt sein, um Überflieger über einen langen Zeitraum hinweg konsistent zu finden. Oder Glück ohne Ende haben. Die einfachste Lösung besteht darin, so viele Unternehmen wie möglich zu geringen Kosten zu besitzen, um einen guten Querschnitt der Börse zu erhalten. Das geht über einen ETF. So erhältst du durchschnittliche Renditen, was gar nicht mal so schäbig sind.

Das ist mein neuestes Video aus New York:


tim schaefer (Author)

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thoughts on “Der Nachteil als geduldiger Stockpicker: Du hast viele Pleiten, Pech und Pannen im Depot

  1. AvatarHafenmeister

    Lieber Tim,

    aufgrund heftiger privater Turbulenzen war ich jetzt fast zwei Monate nicht mehr auf deinem Blog und habe gestern auch das erste mal wieder deinen YT-Kanal angesteuert.

    Ich danke dir sehr für deine Mühe, allerdings ist es unerträglich deine Videos anzuschauen, da sie so extrem häufig durch Werbung unterbrochen werden.

    Ich habe es geliebt, deine Videos zum Einschlafen zu hören. Dieses ist aber jetzt leider unmöglich geworden.

    Ich gönne dir Nebeneinkünfte für deine Mühen, aber leider geht der Charme deiner ursprünglichen Intention hierdurch verloren. Es ist einfach viel zu viel geworden.

    LG

    Hafenmeister

  2. AvatarAl Bundy

    @Hafenmeister,

    Du hast Recht, es ist unerträglich.

    Aber, …., …. Ich habe ein paar mal gehört (ja, ich weiß es nicht genau), dass Werbung von YouTube ohne Wunsch und Einwilligung von Video-Anbieter eingeblendet wird.

  3. AvatarBruno

    Ich würde Tim empfehlen, die Werbung an zu lassen, die Videos werden besser positioniert mit Werbung, die Reichweite steigt.

    Wer die Werbung stört, installiert einen Ad-Blocker oder gönnt sich ein Youtube-Premium 🙂

  4. IMHAMSTERRADIMHAMSTERRAD

    @Hafenmeister

    Für die viele Arbeit, die Tim sich macht, hat er sich auch die paar Cent Werbeeinnahmen verdient. Außerdem gibt es Adblocker und man kann sich die Videos auch herunterladen, ohne Werbung. Ich habe zwar auch einen Adblocker, dennoch ist der bei Tim seinen Videos aus, ich gönne ihm die paar Cent. Er macht sich die viele Arbeit, dafür sollte er sich wenigstens auch paar Beyond Meat Burger kaufen können.

  5. AvatarDer Domi

    Der gestrige 5 stellige Tagesgewinn war nicht sehr stabil 😛

    Aufgrund eurer Anregungen habe ich den Android Browser: Adblock Browser installiert. Macht erstmal einen guten Eindruck. Ich habe zu Hause im Netz noch Pihole. Pihole bringt aber in der YouTube App nichts.

  6. AvatarNeuling

    Wenn ich so in meine Aktienpositionen reinschaue stelle ich fest, dass 60% der Positionen im Plus sind und 40% im Minus, also deckt sich das mit den Zahlen aus dem Beitrag. Allerdings hoffe ich, dass die 40% nicht zu den Unternehmen gehören die sich nie wieder erholen.

    Seit dem gestrigen Tag bin ich wieder Plus im Depot. Ich hab im Januar und Februar noch überproportional viel investiert im Vergleich zu der restlichen Zeit (aufgrund von Boni und Investitionsstau) und hab dadurch leider den Corona-Crash voll mitgenommen. Glücklicherweise hab ich dennoch Monat für Monat weitergekauft. Es hat sich gelohnt.

    Zudem rückt die magische 100.000€-Grenze immer näher. Nach der derzeitigen Sparquote sollte ich diese in Q2 2021 geknackt haben, vermutlich schon im April. Ich habe mir sagen lassen, dass es ab 100.000€ besonders Spaß macht…

  7. AvatarAnon

    @Hafenmeister

    Es ist ja häufig so, dass Künstler/Content Creators wie Tim, richtig kultig, interessant sind bevor Sie mainstream gehen. Ich schaue mir gerne die alten Clips an, diese sind unfassbar kultig und man kann ihnen stundenlang folgen. Wie mit allem verändert sich die substanz, wenn andere Ziele wie Geld verdienen verfolgt werden, die spontanität, authentizität und auch unverfärbtheit gehen verloren und quantität übernimmt überhand.
    Ich kann dir nur dazu raten, die alten Clips anzusehen, sehr schön, dass diese auf Youtube gespeichert sin.

  8. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Hafenmeister

    Meinen Blog monetarisiere ich bewusst kaum. Es kommen pro Monat nur ein paar Euro rüber, obwohl ich die Chance hätte, deutlich mehr zu verdienen, mache ich es nicht. Ich erhalte jede Woche zig Angebote für bezahlte Gastbeiträge und andere Dinge.

    Bei den YouTube-Videos habe ich Werbung, die Google einbindet, ja. Unter den Videos setzte ich keinerlei Affiliate-Links, so wie das andere machen. Es ist alles in allem wenig Werbung bei mir, denke ich.

  9. Avataryankee

    Hallo miteinander,

    ich lese in Tims Blog jetzt seit fast 6 Jahren. Videos verfolge ich eher selten, wenn, dann primär um New York mal (wieder) live zu sehen. Habe in besagtem Zeitraum sehr, wirklich sehr viel mitnehmen können, auch durch die vielen tollen Kommentare. Haben uns auch noch getraut, den Immobestand zu erhöhen und die Sparquote dafurch noch mehr zu erhöhen.

    Zwischendurch habe ich mal ein Jahr lang einen Nebenjob gehabt, nur damit ich mir sagen kann, es mal getan zu haben – 5k extra 🙂

    Dank einer Kündigung, konnte ich mein Gehalt um 50% beim neuen Arbeitgeber erhöhen und somit den Vermögensaufbau noch schneller voran bringen. Alles in allem bin ich, sind wir, durch diesen Blog gewachsen… Ein Kinderdepot wurde direkt zur Geburt eröffnet als weiteres Beispiel.

    Über die Diskussion bezüglich der Werbung kann ich nur sagen, dass mir das nicht zu viel ist, immerhin habe ich viel vom Inhalt mitnehmen können 🙂

    Beste Grüße

  10. AvatarThorsten

    Die US-Medien berichten nur von Pfizer, Biontech wird nicht erwähnt. Am Ende werden die Trumpisten und andere Sturköpfe verkünden “we made it” und meinen damit die USA. Etwas anderes können sie nicht akzeptieren und pressen die Realität in ihr US-Weltbild. Wird es unter Biden anders ? Abwarten.

  11. AvatarDaniel

    In diesen Zeiten, wo der eine Teil des Marktes fällt und ein anderer steigt, zahlen sich ETFs besonders aus, da man automatisch beide Teile abdeckt. Idealerweise ein Equal Weight, so dass man nicht unbedingt in den 25% des Marktes überproportional investiert ist, die fallen. Langfristig ist es jedoch eh egal, da sich das über die Zeit im Index ausgleicht.

  12. AvatarDaniel

    Dazu ergänzend:

    “While rotation is ongoing, S&P500 may struggle to make new highs, owing to a significant concentration in Technology.  Recall that Information Technology weight in S&P500 is 27%, which doesn’t include AMZN (4.4%), FB (2.2%), and GOOG (3.5%). Meanwhile, the entire weight of, for example, Energy sector is merely 2.2%. As investors are reallocating from Tech to procyclical names (Energy, Financials, Industrials) the latter must rise by nearly twice as much to outweigh declines in the former.  Replacing conventional, market capitalization index like S&P500 with equal-weighted index is a rational choice here.“

  13. AvatarWolke

    @BionTech

    Es ist noch lange nicht gesagt, daß BionTech das Rennen macht. Deren Impfstoff muß bei -70° gekühlt sein. Das ist ein logistisches Problem. Noch dazu soll er nur 5 Tage haltbar sein.

    Impfstoffe von anderen Firmen sind auch auf der Zielgeraden und müssen angeblich nur bei -10° gekühlt werden.

     

  14. AvatarMichael (Bergkamen)

    Hi Tim,

    mach einfach so weiter. Es gibt immer Leute die was zu meckern haben. Der Content ist MEGA gut und auch wichtig, da kann ich sehr gut mit ein wenig Werbung leben.

    Ich denke auch, nur mit ETFs hat man immer die besten Firmen, dauerhaft im Depot. Ich suche noch einen. Wahrscheinlich einen S&P500 oder so…..

    VG

    der Michael (Bergkamen)

  15. AvatarWolke

    @Mark 85

    Das Streitgespräch aktiv-passiv(Hasler-Kommer) sollte sich jeder Möchtegern-Stockpicker(und das sind die meisten) ansehen. Man erkennt, wie schwierig und aufwändig es ist, den Markt zu schlagen und wie nahe Stockpicking am Glücksspiel ist.

  16. AvatarFrank-der-Schalker

    an “Cloud”

    Tim ist unter anderem auch Stockpicker, aber schön den Blogbetreiber beleidigen.

    Kein Wunder, dass du nur eine Durchschnittsrendite von deinem Leben erwartest, machen alle Durchschnittstypen so.

    Kein Wunder, dass Durchschnittstypen sich immer nur an dem dummen Mantra den “Markt zu schlagen” orientieren. Du weist doch gar nicht was DER MARKT ist, und hast schon Muffesausen, wenn dein ETF mal 2% im Minus ist.

     

    Glück Auf

  17. Avatar-M

    Hafenmeister,

    Nein, geht eigentlich hier freundlich zu, bis auf ein paar wenige Ausnahmen. Stört aber trotzdem, da bin ich bei dir.

    Überlesen und nicht groß kommentieren hilft 🙂

    Fast alle Damen haben sich hier aber bereits zurückgezogen. Schade! Gerade die Frauen haben den Blog besonders gemacht.

    Jetzt gibt es fast nur noch e-Penis Vergleich, wer den größten hat :-/

     

    -M

  18. AvatarThorsten

    Hafenmeister, liegt an Corona und Trump. Letzterer soll von einem Spezialeinsatzkommando aus dem Weißen Haus entfernt und wie eine Person behandelt werden, die sich in einem ( fremden ) Haus verschanzt hat. Kaum zu glauben, vielleicht geht er doch knapp vorher raus und twittert dann “they stole election and now the (white) house”. Demokratie geht besser.

  19. AvatarRüdiger

    Überlesen und nicht groß kommentieren hilft

     

    Eben! Einfach ignorieren. Die Zeitgenossen, die überwiegend das Verhalten eines prolligen Rotzlöffels an den Tag legen, werden hier dann nur noch Selbstgespräche führen können und sich selber isolieren. Genau so, wie sie es im wirklichen Leben schon geschafft haben  😉

     

  20. AvatarThorsten

    Das Thema “Immobilie oder Aktie” – der Titel ist schon so grottig – werde ich demnächst aufarbeiten. Das was von den ETF-Bubis und selbsterklärten Beratern im Netz dargeboten wird ist so grottig. Boa….da werden die 2% Abschreibung bei Vermietung verschwiegen, aber vor Reparaturen Angst gemacht, da wird von “Abhängigkeit von der Bank” gesprochen, man wäre immobil und “Miete ist meist günstiger als kaufen” geschlossen. Da wird von einer geringeren Wertsteigerung gesprochen im Vergleich zu Aktien und dabei die eingesparte Miete verschwiegen, die man ja z.b. in Aktien investieren kann. Aber ich lasse es besser. Wer sich in so eine Filterblase begibt, der kann womöglich gar nicht anders, weil das Kapital zum Kauf fehlt und das irgendwie kompensiert werden muss.

  21. AvatarThorsten

    @Daniel danke für die S&P-500 info. Das passt ja auch gut zum Shiller-KGV. Auch bei den vergangenen Hochs waren Techwerte dabei. Microsoft zweimal. Die Frage ist wohin der Markt rotiert, die Techwerte müssen ja nicht mal korrigieren, sie können auf einem Niveau oder einer Range verharren , aber was zieht dann an ? Oder in welchen Ländern ? Seit Jahren wartet man auf ein Revival der Schwellenländer, aber es passiert nicht.

  22. AvatarNico Meier

    @Thorsten

    Absolut einverstanden.

    Die ETF-Bubis vergleichen meist auch eine kleine, zugige Zweizimmeraltbauwohnung mit einem freistehenden Einfamilienhaus mit Garten und schliessen daraus Mieten wäre günstiger als Kaufen. 😉

  23. AvatarDanielKA

    @ -M; e-Penis Vergleich :-)))) gibt es jetzt auch E-Akkus für die Libido. Finde es auch Schade, dass deutlich weniger Frauen am Start sind. Ich denke der ruppige Umgangston verschreckt viele einfach, klar kann man es überlesen, aber unfreundlich bleibt unfreundlich…

  24. AvatarWolke

    @Thorsten @Nico Meier

    Die Bezeichnung „ETF-Bubis“ müßte nicht sein und zeugt von kleinkarierter, dümmlicher Überheblichkeit. Dann wäre Gerd Kommer wohl ebenfalls ein ETF-Bubi…

     

  25. AvatarClaus

    Wer die letzten 8 Handelstage nicht investiert war, macht sich wahrscheinlich selbst schon wieder Stress (FOMO). Doch keine Sorge, es wird wieder neue Chancen geben.

     

    Mein Depot hat in diesen Tagen um 11% dazugewonnen. Alleine Prudential Plc. hat 40% zugelegt. Auch gestern und heute geht es weiter aufwärts. Mit einem Aufschwung habe ich zwar gerechnet, aber natürlich nicht in dieser Stärke. Mr. Market kann also auch mal positiv überraschen, vielen Dank!

     

    Diese erfreuliche Börsenzeit werde ich zum Verkauf von 2 Positionen nutzen, falls meine Verkaufspreise erreicht werden. Limit-Aufträge sind erteilt.

     

    Perfekt wäre es, wenn bis dahin wenigstens einer meiner Kaufkandidaten so weit korrigieren würde, dass man eine erste Position kaufen kann. Der erste Mastercard-Kauf (28.10.20) verläuft bisher erfreulich (+15%). In der Vergangenheit waren bei mir Positionen, die sich vom Start weg positiv entwickelt haben, langfristig die größten Gewinner. Gleiches gilt auch umgekehrt. Verlierer nicht endlos weiter fallen zu lassen, ist der Schlüssel, um auf die Gewinnerseite zu gelangen.

     

    LG

  26. Freelancer SebastianFreelancer Sebastian

    Das ganze Sektor-Branchen-Regionen-Rotationsgedöns läßt mich völlig kalt. Mir egal, dass die Herde von A nach B nach C und wieder zurück nach A galoppiert und dabei einen Haufen Kosten verursacht. Langfristig kennt dieses Spiel nur Verlierer.

    Merkwürdig, dass immer wieder auch Privatanleger diesem kontraproduktiven Aktionismus verfallen. Das ist keine gute Idee. Einfach mal nachrechnen (lassen).

    Wenn die großen Instis meinen ihre Gewinne mitnehmen zu müssen – “machen die anderen ja auch” -, muss ich das nicht nachmachen.

    Schöne Grüße an alle “Möchtegern-Stockpicker” 🙂 . Mit meiner “Möchtegern-Rendite” nach zehn Jahren bin ich sehr zufrieden. Stur und stetig. Völlig simpel. Einfach Unternehmensanteile einsammeln. Das große Gelaber rund um die Börsenzukunft juckt mich dagegen nicht. Funktioniert.

  27. AvatarWolke

    @Freelancer Sebastian

    Mit der Rendite der letzten zehn Jahre sind fast alle zufrieden. Viel falsch konnte man ja nicht machen, es stieg alles, sogar Gold. Einige (ich meine nicht dich damit) fühlen sich daher als kleine Warren Buffetts, was dann oft ins Auge geht.

  28. AvatarGurki

    @Hafenmeister: Als ich damals die 100.000€ geknackt habe, dachte ich auch oh Wunder was passiert jetzt und ich mach nen Sekt auf. Joar. Nichts ist passiert. Hab auch keinen Sekt geöffnet. Sind halt 100.000€ und machts jetzt mehr Spaß? Keine Ahnung. Genauso trocken wie vorher auch. Man hat halt höhere Gewinne oder Verluste neben der Zahl stehen 🙂

  29. AvatarLejero

    Ich fühl mich wohl damit ein ETF-Bubi zu sein, und nur darauf kommt es doch bei jedem Anleger an. Das er sich mit seinen Anlageentscheidungen wohlfühlt und nicht gleich wenn die Kurse mal unter die Räder kommen verkauft. Wenn das jemand mit gepickten Aktien hinbekommt auch prima.

    Anbei ein schönes Filmchen, warum ich für mich selber ETF bevorzuge. Bei der Rotationsgeschwindigkeit im Index und dem volatilen Umfeld traue ich mir nicht zu die Gewinner herauszufinden:

    https://m.youtube.com/watch?v=9jd4tq_mwlM&t=25s

     

  30. AvatarThorsten

    @Wolke K*mmer ja der gehört dazu und seine Motive sind naheliegend. Von Gold, Immobilien vermittelt er vorsichtig ausgedrückt ein negatives Verständnis, das die Leute in ETF oder Vermögensverwaltung
    treiben könnte.
    @Lejero nix gegen ETF, es schont die Nerven, ich habe auch genug davon im Depot. Die ETF-Bubies verkaufen diese jedoch als heiligen Gral und alles andere ist sooo riskant oder viiiiel weniger performant.

  31. AvatarWolke

    Es gibt ein paar Stockpicker, die sind richtig gut. Die beschäftigen sich aber auch täglich ausgiebigst mit den Unternehmen, studieren seitenlang Berichte, Studien und Statistiken.

    Die große Mehrheit der Einzelaktienanleger, so scheint es mir, geht mehr nach Bauchgefühl, hat oft Glück und glaubt dann ein Genie zu sein.

    In den letzten zehn Jahren war das gut zu beobachten. Man brauchte nichts zu können, das billige Geld hob alles. Dessen sollte man sich halt bewußt sein.

    Das muß ich dem @Tim zugestehen: Demut kann man von ihm lernen.

     

  32. AvatarNordlicht

    Zum Thema Frauen:

    Doch, wir sind noch hier ;).

    Zwischendurch meldet sich doch auch mal die Ex-Studentin, die ich immer gerne lese. Ich bin allerdings meist lieber stille Mitleserin, weil ich auf das “höher schneller weiter” in den Kommentarspalten keinen Wert lege und auch noch ganz am Anfang stehe.

    Auch ich hoffe mit meinem Partner nächstes Jahr die 100.000 zu knacken, im Moment stehen wir bei ca. 85.000 Euro plus weitere Sparverträge (damals mit 16 bei der Sparkasse abgeschlossen…). Parallel dazu haben wir uns eine Eigentumswohnung gekauft, die wir privat nutzen. Herr Kommer würde rotieren, wir zahlen aber weniger Rate als wir an Kaltmiete zahlen würden und werden die Wohnung vielleicht irgendwann vermieten und uns nochmal eine zweite kaufen.

    Ich freue mich vor allem über die Kommentare derjenigen, die schon lange dabei sind und auch immer mal wieder den einen oder anderen Tipp in den Kommentaren schreiben.

  33. Avatar-M

    Nordlicht, klingt ganz nach dem wie meine Frau und ich es auch machen. Insbesondere die selbstgenutzte Immo, die weniger Rate als mieten kostet. Hört sich sehr gut an, wie ihr es plant. Das Depot läuft ja bald 6-stellig dann auch noch durch den Zinseszins dann ein wenig mehr von alleine.

    -M

  34. AvatarNordlicht

    @M, danke dir, es heißt ja immer ab 100.000 geht es dank Zinseszins viel schneller, da hätten wir nichts gegen ;).
    Hierbei uns sind Wohnungen noch halbwegs finanzierbar. Wir zahlen für unsere kleine aber gut geschnittene Wohnung mit Terrasse (Baujahr Ende der 90er, beliebte Wohngegend) gerade mal 500 Euro an Rate an, davon sind 400 Euro Tilgung, eine Kaltmiete für vergleichbare Mietwohnungen läge bei mindestens 550 Euro. Die Wohnung war ein 1-Zimmer Appartement, der Grundriss konnte aber absolut problemlos zu einer 2-Zimmer Wohnung geändert werden, hat nur potentielle Käufer abgehalten. Tim hat ja im neuen Artikel auch Immobilien im Blick. Es kommt wahrscheinlich immer auf den Einzelfall an, eigentlich sind mir ETFs und Aktien lieber, aber bei der ETW haben wir “zugeschlagen”.

  35. Avatarbilbo78

    @Neuling: Nein, aber 100.000 € macht es nicht viel mehr Spaß, sondern ist genauso langweilig wie vorher! Das weiß ich, da ich ca. 200.000 € in ETF investiert habe. Die letzten 2 Tage gabe es einen steilen Anstieg und mein Depot ist ca. 10.000 € mehr Wert geworden, aber was jucken einen 10.000 €? Viel mehr kann man nicht erwarten. Ich vermute eine Depot mit 1 Mio macht Spaß, da man damit so viel Dividenden kassiert, dass man wirklich sich davon mal was gönnen kann wie einen Urlaub oder nur noch halbtags zu arbeiten oder so.

  36. Avatar-M

    @Nordlicht

    Bei uns ist es sogar krasser. Zahlen 550 DL + 250NK und die vergleichbare Kaltmiete würde bei ca. 1000 liegen. Geht aber auch nur, wenn die Wohnung so gewählt wird, dass der Kaufpreis am Ende nicht zu teuer liegt -> Lifestyleinflation.

     

    @100k

    Denke bisschen mehr Spaß macht das auch, mehr Bewegung im Depot zu sehen (Das nach unten muss man dann halt besser aushalten können). Auf jedenfall hilft es. Je nach sparraten rechne ich immer gedanklich, dass es massiv hilft, sobald der Zinseszins die eigene Jahressparrate locker erreicht. Das ist denke ich bei vielen ab einem Depot von 100k der Fall. Vielleicht kommt deshalb diese ominöse Größe zu Stande.

     

    @Bilbo

    Ich hoffe nicht, dass ich erst mit 1kk halbtags arbeiten kann. Ich plane eher schon bei 500k damit. 500k aber konservativ gerechnet (nicht bei Märkten von KGV 30 dann 🙂 ).

    -M

  37. AvatarJumbi

    Hallo,

    wer verfolgt hier nicht die Anlage in Aktien – Assetklassen. Darum meine Frage.

    Ich war meiner Meinung immer, dass wenn man ein Diversifiziertes Aktienportfolio hat, dann wird dies langfristig bis zur Rente und ggf. über Generationen fortgeführt werden können und zum Anlegererfolg führen.

    Mit breit  aufgestelltes Portfolio meine ich über 120 Aktientitel, weltweit.
    Da kommt einiges an guten Werten zusammen.

    Nun hat mich Tims Link zur Studie von JP Morgan Chase ins Grübeln gebracht.
    Denn z.B. mit dem SPDR S&P US Dividend Aristocrats UCITS ETF werden genau solche schlecht laufenden Werte ausgetauscht und man hat keine Aktienleichen irgendwann im Portfolio.
    Dazu mal meiner Dividendenstrategie hier gerecht werden würde und 4 mal im Jahr es zu einer Ausschüttung kommt. Die Div.Rendite liegt bei knapp 3% auf den aktuellen Kurs. 

    Auch eine Überlegenswerte Alternative oder wie seht ihr das?

    Auf der anderen Seite,  war mein bisheriger Gedanke dieser, dass es schon genügend Outperformer im Portfolio langfristig geben wird und die zusätzlichen Dividendeneinnahmen aller Titel dies ausmerzen. Zumal ab einem Depotwert >800Tausend so viel an Dividendeneinnahmen fließen, dass es auf “ein paar Euro” mehr oder weniger nicht drauf ankommt. -> Aber ich glaube genau die Seite hinkt, da ich es mir hier schön denke/spreche.

    ,,. Also wie seht ihr das und was macht Ihr so?

     

    Lieber Gruß aus dem schönen Südbaden

     

  38. AvatarSTefan

    moin Jumbi,

    die Studie ist von JP Morgen.

    Eine Investmentbank hat natürlich auch ein gewisses Interesse daran, dass die Kunden mehr Aktivität im Portfolio zeigen.

    Lass dich nicht aus der Ruhe bringen.

  39. AvatarDaniel

    Es gibt meiner Meinung nach gute Alternativen zum klassichen MSCI World. Entweder man bastelt den in Eigenbau nach oder kann sich Varianten wie den MSCI World SRI oder Quality anschauen.

    Wem die Konzentration auf FAANG zu hoch ist, kann sich Equal Weight Indizes oder o.g. Sub-Indizes anschauen.

  40. AvatarAlex

    @Tim: Wie du selbst schreibst, bleiben heute erfolgreiche Unternehmen unter Umständen nicht für immer “Perlen”. Das heißt, man sollte besser neue finden, bevor die alten unrentabel werden. Wie gehst du mit dieser Erkenntnis gefühlsmäßig und bei deinen weiteren Investitionsentscheidungen um, damit du dein Vermögen weiter halten/mehren kannst? Soweit ich weiß, hältst du eher Einzelwerte, die u.U. perspektivisch betroffen sein könnten. Willst du auch zukünftig dem Stock Picking treu bleiben oder auch ETF-Bestände aufbauen um breiter zu diversifizieren?

     

    Dank & Grüße

    Alex

  41. AvatarFinanzbär

    Ist wie beim Startup investieren, ein Gewinner macht 10 Pleiten wett.

    Habe als Basis ETF im Depot und investiere dann in aussichtsreiche Einzelaktien und will das nächste Amazon erwischen

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