Aktiensparen ist leicht

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Mit der langweiligen Zahnpasta-Firma Colgate-Palmolive hätten Sie 4.500 Prozent verdienen können seit 1977 – mit “Buy and Hold”. Es ist ratsam, zur Geburt eines Kindes grundsolide Aktien zu kaufen.

Ich habe mit „Buy and Hold“ ein erhebliches Vermögen aufgebaut. Es funktioniert. Der Zinseszins beginnt sich auszuzahlen. Die Dividenden werden zu einer Cashmaschine. Langfrist-Denker sind jene, die an der Börse gewinnen. Die meisten Menschen aber verlieren Geld an der Börse. Oder sie fahren allenfalls eine lausige Rendite in die Scheune. Weil sie zocken. Sie betrachten die Börse als ein Spiel, eine Art Monopoly oder so, was ein Fehler ist. Aktien sind für mich Unternehmensbeteiligungen und keine Lotteriescheine.

Das Aktiensparen ist so einfach, wenn Sie es einmal verstanden haben. Sie kaufen einfach Qualitätsaktien. So etwas wie dieser Hersteller von Katzenstreu, Kondomen und Zahnpasta.

Oder nehmen Sie den langweiligen Fleischdosenhersteller Hormel Foods. Mit ihm hätten Sie genauso viel verdient wie mit der Apple-Aktie seit dem IPO im Dezember 1980. Um es noch mal zu sagen: Mit einer traditionsreichen Fleischerei können Sie die gleiche Rendite wie mit einer erfolgreichen High-tech-Aktie einfahren.

Oder denken Sie an den Zahnpasta-König Colgate-Palmolive. Oder denken Sie an Düsseldorfs Waschmittel-Riesen Henkel. Oder an den Sportschuh-Hersteller Adidas. Halten. Halten. Halten. Sitzfleisch haben. Das zahlt sich aus.

Wenn mal eine Aktie einbricht, nur keine Panik bekommen. Durchhalten. Netflix ist schon bitter abgestürzt. Amazon verlor nach dem IPO 80 Prozent. McDonald’s lag schon mit  70% unter Wasser. Apple litt bitter, Steve Jobs Technologiekonzern kämpfte teilweise ums Überleben.

Wenn ein paar Firmen in Flammen aufgehen, ist das übrigens völlig normal. Machen Sie einfach weiter. Die Stars in Ihrem Depot machen solche Pleiten, Pech und Pannen wieder wett. Denken Sie ans Streuen.

Hier habe ich noch mal in einem kurzen Video zusammengefasst, wie das “Kaufen und Liegenlassen” von Qualitätsaktien funktioniert:

Sparen für die Zukunft ist etwas Wichtiges. Ich lehre das meinem Umfeld – so weit ich kann. Selbst wenn ich ihnen als auf den Wecker gehe. Ich rate jedem, radikal die Schulden zu senken. Fast jeden Tag erhalte ich von Banken Kreditangebote. Das sind nette Schreiben, die von Glück und Erleichterung sprechen, weil ich Geld geliehen bekomme, wenn ich möchte. Ich mag es aber nicht. Das ist nur ein Ballast in meinem Leben. Ich hasse Schulden.

Immer mehr Leute erkundigen sich bei mir, wenn es um deren Finanzen geht. Die Leserzahl meines Blogs geht stark nach oben. Es spricht sich herum. Ich bin für das Vertrauen Ihrerseits sehr dankbar. Es zeigt mir, dass ich über etwas schreibe, was offenkundig viele Menschen bewegt.

Ich hatte gestern etwas auf meiner Facebook-Seite gepostet, was Zuspruch fand:

Aber die Leute verdrängen das. Sie wollen nicht so lange Sparen. Weil es so lange dauert, wollen sie die eine Million als Sparziel gar nicht in Angriff nehmen.

Wir leben in einer Zeit, in der die Größe des Hauses, das Alter des Autos, der Zustand der Küche in weiten Bevölkerungskreisen eine wichtigere Rolle spielt, als der Zustand der Privatfinanzen.

Es ist der Gruppenzwang. Freunde, Kollegen, Nachbarn sagen uns ständig, was wir alles neu brauchen: Couch, Handy, Auto… Und es liegt am Bombardement der Werbebotschaften. Das veranlasst uns, mehr zu kaufen, als wir eigentlich brauchen. Es ist eine Art Gehirnwäsche.

Ich kaufe keine Markenmode. Es sei denn, sie ist extrem günstig. Ich begreife nicht die Leute, die superteure Handtaschen tragen. Ich habe als Flip-Flops für 7 Dollar an, die ich schon ewig habe.

Ich glaube, dass immer mehr Menschen merken, dass teure Edel-Kleidung nicht unbedingt wertvoller ist als jene von, sagen wir, H&M, GAP oder Zara. Jedenfalls brechen die Edelmarken ein. Bei Hugo Boss knickte der Umsatz in den USA um 21 Prozent ein, der US-Chef musste zurücktreten.

Natürlich sollte das Sparen nicht in eine Gier ausarten. Da stimme ich meinen Kritikern zu. Manchmal leiste ich mir was. Ich kaufe manchmal Ökoessen. Und bei Erlebnissen mache ich gerne mit. Etwa ein feines Essen im Nobelrestaurant mit Freunden als ein einmaliges Erlebnis – das finde ich in Ordnung. Zwar tut das schon finanziell weh, aber es ist es wert. Genauso verkneife ich mir keinen Urlaub. Aber: Das ständige Anschaffen von Zeug, daran beteilige ich mich nicht.

Ein üppiges Aktiendepot zu haben, gibt Ihnen einen inneren Frieden. Mit einem stolzen Aktiendepot schlafen Sie wie ein Baby. Ich muss noch Fortschritte anderswo machen. Aber allein zu sehen, wo der Depotstand sich hinbewegt, ist ein großer Schritt. Es ist eine mentale Hilfe.

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Oliver
5 Jahre zuvor

Wenn man mal so weit gekommen ist, ein gutes Aktiendepot zu besitzen, dann kann ich Tims letzten Absatz voll unterschreiben. Dieses Gefühl hatte sich bei mir zum ersten Mal bei 50.000 EURO Depotwert eingestellt. Da hatte ich die Gewissheit, dass die normalen Misslichkeiten wie zu wenig Aufträge oder kaputtes Dies und Das mir keine Probleme mehr bereiten werden. Seitdem hat sich die Lage noch weiter verbessert und durch die ständig steigenden Dividendeneinnahmen merke ich, dass der Druck bei den Lebenshaltungskosten immer weiter und vor allem schneller abnimmt.

Ich denke, es ist schwer vorstellbar, gerade wenn man am Anfang steht und es sich noch nicht angewöhnt hat, regelmäßig monatlich etwas zu sparen. Ich kann es nur von mir sagen: Man liest solche Berichte und stellt sich vor, wie schön das wäre und möchte es auch gleich selber besitzen. Ich bin nicht immer geduldig, nur bei manchen Sachen kann ich es dann mit Kraftanstrengung doch.

Der Start ist das Schwierigste von allen. Man muß jeden EURO selber verdienen, gleichzeitig seine Ausgaben verringern, was nicht unbedingt eine leichte Sache ist und dann noch Geld weglegen. Daneben ist unsere Gesellschaft sehr fixiert auf die ganzen Statussymbole und dem Schein, dem man sich umgibt. Man kann sich sehr schnell mit großen Entscheidungen wie Kauf eines großen Autos oder einer zu großen Immobilie in die Situation manövrieren, wo man stark kämpfen muß, um seine ganzen Verbindlichkeiten irgendwie auf die Reihe zu bekommen. In München sind die Preise für Immobilien sehr stark gestiegen und wenn man im Speckgürtel ein normales 08/15-Haus haben möchte, sind 500.000 EURO erstmal weg. Das unterschätzen viele und wenn man eine 80% – Finanzierung machen kann und mit den Raten gerade so hinkommt, bleiben einem keine großartigen Möglichkeiten, sich passives Einkommen aufzubauen. Das über viele Jahre. Ich habe x Bekannte, die genau so leben oder teilweise noch schlimmer. Zum anderen sieht man, dass manche wirklich knapp kalkulieren und den Garten erst ein halbes oder ganzes Jahr später anlegen, wenn wieder ein bisschen Reserve da ist.

Ein mentales Hindernis für viele ist sicher, wenn man vielleicht 5.000 oder 10.000 EURO an Aktien/ETFs zusammengespart hat und sich wirklich Sachen wegen der Sparraten vorenthält, das die Einnahmen noch äußerst gering sind. Das stimmt und kann demotivierend wirken. Das war bei mir der Fall. Seien wir ehrlich: Wenn ich 20 EURO Dividende im Monat bekomme, dann juckt mich das nicht wirklich. Ist zwar geschenktes Geld, aber kein Betrag, der mein Leben in irgend einer Form verändern würde. Ich habe mir verordnet, einfach nur zu sparen und nicht großartig auf Erträge zu schauen. Das kann man über Jahre machen, wenns sein muß. Irgendwann merkt man, dass monatlich 100 EURO reinkommen und die sind natürlich dann schon ganz nett. Auch kein Betrag, wofür man meilenweit läuft, aber immerhin ein Zusatzeinkommen zum Gehalt. Danach steigert sich das Einkommen sukzessive und man merkt, dass es ganz normal für einen wird, einen zusätzlichen Einkommensstrom zu besitzen.

So richtig interessant und gut wird das Konzept, wenn man dann sechststellig geworden ist und weiter dabei bleibt. Die Steigerungen werden tatsächlich immer höher und es fangen dann auch z.B. die Auswirkungen der durchschnittlichen jährlichen Dividendensteigerungen der Unternehmen an, sich bemerkbar zu machen. Gleiches für die Kurswerte, die langfristig steigen. Aber das sieht man erst, wenn man wirklich Jahre damit verbracht und sich einen Grundstock angespart hat. Von daher sollte man am Anfang nicht zu viel überlegen und sich hauptsächlich damit befassen, monatlich für eine bestimmte Anzahl EUROs – je nach Möglichkeit – in Aktien/ETFs anzulegen.

@Tim: Was mich bei dir interessieren würde: Du hast doch sehr viele Berkshire-Aktien, die gar keine Dividenden ausschütten. Hast Du denn wirklich viele Dividendentitel und zahlen die dir tatsächlich auch eine nennenswerte monatliche Summe aus?

5 Jahre zuvor

Also mein Depot steht noch ziemlich am Anfang. Aber es wächst Monat für Monat. Das Wichtigste ist glaube ich, am Ball zu bleiben. Einfach diszipliniert und beharrlich weitermachen. Und das ist in der Anfangsphase sicherlich gar nicht so einfach, weil die Erfolge noch nicht wirklich messbar sind. Also einfach Gehirn ausschalten und weitermachen! 🙂

 

Thomas
5 Jahre zuvor

Hallo Tim,

Ich verfolge Deinen Blog mit grossem Interesse und mache selber schon seit Jahren buy and hold.  Nebst Dividenden Aristokraten halte ich auch Anteile von zwei amerikanischen Reits:  Reality Income und Welltower.  Die zahlen sehr schöne und regelmässige Dividenden (Reality Income monatlich!). Die Dividenden steigen auch kontinuierlich, nicht massiv aber schon so 5% pro Jahr.

Meine Frage:  was hältst du von Reits ?

Zur Zeit sind ca 20 -25% von meinem Portfolio in Reits.

Thomas

Christoph
5 Jahre zuvor

Hallo,

also die USA ist einfach deutlich zum Aktien sparen geeignet. Da kommt man in Deutschland bei keinem Broker mit.

Will man zB wie ich Dividenden Aktien kaufen so kann man ganz einfach diese direkt von den Unternehmen über einen Service Anbieter kaufen. Und dies echt billig!

So zahlt man bei J&J zB einmalig beim 1, Kauf 5 USD und bei jedem weiterem regelmäßigem nichts mehr an Gebühr.

Und man kann auch die Dividende automatisch wiederanlegen lassen. Dies auch wieder für 0!! Gebühr!

Dazu kann man in den USA das mit dem 400K kombinieren und so zahlt man keine Steuern und reinvestiert 100% der Dividenden und nicht wie bei uns unter 75%.

Das macht viel aus.

Generell muss Deutschland aufpassen nicht den Anschluß zu verlieren. Ich kann nur hoffen dass BMW & Co wirklich vorne dabei sind bei den autonomen Autos. Wenn nicht wird’s heftig für Deutschland.

Denn eigentlich laufen wir bei vielem hinterher. Wie jemand hier schrieb: Google, Apple, Netflix usw usw all das kommt aus den USA: Ebenso auch wenn es abgefahren ist Hyperloop eine Idee von Musk.

Früher waren die Deutschen große Erfinder. Allein Konrad Zuse der den Computer erfand..
Wo sind diese Erfinder heute? Die Regierung müsste hier viel mehr fördern.

 

 

 

 

PIBE350
5 Jahre zuvor

So sind wir Menschen nun mal. Wir suchen den schnellen Erfolg und ständig neue Belohnungen. Geduld und Ausdauer zu haben, fällt uns schwer.

Deshalb spielen auch so viele Leute Lotto. Sie erhoffen sich den schnellen Reichtum, anstatt das Lottogeld zu sparen und insgesamt bei den Ausgaben kürzer zu treten. Dieser Weg ist ihnen zu anstrengend und langwierig. Sie wollen in der Gegenwart auf nichts verzichten, aber dennoch reich werden.

Ja, aller Anfang ist schwer und die richtigen Erfolge stellen sich erst Jahre später ein, aber heute bin ich meinem jüngeren Ich dafür unendlich dankbar. Man kan nur die Früchte ernten und genießen, die man vorher gesät hat. 🙂

Viele Jahre später ist es zum Säen leider zu spät: https://youtu.be/3MaGMj6r5vg und https://youtu.be/QbPzgMXl-6Y

Christoph
5 Jahre zuvor

Pipe: Da geb  ich dir vollkommen Recht. Man muss einfach anfangen und dann immer weiter machen.

 

Allerdings ist es bei manchen vielleicht auch eher der Gedanke Flucht aus dem derzeitigen Leben. Eintöniger Job, Stress mit Kollegen etc.

Ich ertappe mich auch manchmal dabei. ich laufe jeden Tag an einer Lotto Annahmestelle vorbei und wenn da das 90 Mio Schild dich anschaut und sagt: Hier ist deine Freiheit…..

5 Jahre zuvor

Vllt würde in Deutschland mehr Schwung in den Markt kommen, wenn die Dividende Quartalsweise ausgeschüttet werden würde.

Vllt, ich weiss es nicht…

Tim & Oliver.. Danke für eure Beiträge. Ihr habt mich im Februar schon stark positiv beeinflusst, macht bloss weiter so.

Allen ein schönes Wochenende. 🙂

PIBE350
5 Jahre zuvor

An Christoph: Nachvollziehbar, aber diese Hauptgewinnschilder sind die berüchtigten Möhren, die an einer Angel vor einem hungrigen Esel hängen. Er läuft los, kann diese aber nie erreichen.

Viel wahrscheinlicher ist es, dass man durch Sparsamkeit und Investitionsbereitschaft zu einem gewissen Vermögen kommt. 😉

Fit und gesund
5 Jahre zuvor

Danke Tim für wieder einen erstklassigen Blogartikel, ich handhabe es genauso! Ende des Jahres werde ich wohl 2400 CHF an Dividenden bekommen haben und nächstes Jahr dann noch mehr, nicht schlecht für mein erstes Jahr mit Aktien und ETF’s 🙂

@PIBE350

hab mir das Filmchen angeschaut, die ältere Dame, was soll ich sagen, als Schauspielerin herumgetingelt, also doch auch bisschen blauäugig, Wohnung für 600Euro, bin sicher das ginge günstiger, 1Zi Appartments gibt es im teuren Süddeutschland für 350-400Euro.

Und die Jungen, sie wissen es und tun nix dagegen, man lebt ja JETZT, man verlässt sich wohl auf die Politik und dann ist man eben verlassen, die Politik wird es vom Mittelstand nehmen, irgendwer wird es bezahlen müssen.

Nur Jammern und Nix tun ist nicht die Lösung, in meinem Kollegen und Freundeskreis brauch ich da nix sagen, die Meisten verpulvern Alles. Budget ist ein Fremdwort für die.

Schönes Wochenende

PIBE350
5 Jahre zuvor

An Fit und gesund: Ja, wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist, helfen nur noch Kostensenkungen oder Arbeitsaufnahmen. Der eine Herr hat vollkommen Recht: Niemand kann heute behaupten oder wird später behaupten können, dass er von seiner Rentensituation nichts gewusst hat. Seit Jahrzehnten ist dieses Thema in allen Medien vertreten. Dazu kommen jährliche Renteninformationen per Post. 😉

Fit und gesund
5 Jahre zuvor

@PIBE350

die werden Alle behaupten sie hätten nix sparen können, seh ich täglich…

Kaffee, Milch und Zucker sind gratis auf meiner Abteilung, kein Gruselkaffee wohlgemerkt!

1/3 der Mannschaft rennt aber zum Kiosk in der Pause und kommt mit einem Gesöff im Pappbecher zurück, kostet um die 3CHF, sieht vermutlich cool aus? bei 22 Arbeitstagen kann man sich das ausrechnen, der ETF-Sparplan auf einen MSCI World Index wäre sehr wohl möglich, und das ist ja nun nur ein kleines Beispiel, im Privatleben sind die genauso.

Beim Kiosk ist Hochbetrieb, Augen auf bei der Berufswahl, im nächsten Leben werde ich vermutlich Kioskbetreiber… muss gleich mal deren Aktien nachschauen 🙂

Die wohnen nah am Spital, aber dicke Karre und kein Parkplatz…

Wellnessen ist bei uns der Renner, besonders jetzt wo es kälter wird, ich habe heute Frei, ich wellnesse mal daheim, sehr gemütlich hier. 🙂

Verzichten ist einfach völlig out, aber mir macht es nix, bin echt dankbar dass ich bescheiden leben kann und genügend Selbstbewusstsein habe um nicht jeden Schnickschnack mitmachen zu müssen. Es wurde mir aber vorgelebt!

Fit und gesund
5 Jahre zuvor

tja, hätt ich Valora Holding 2012 gekauft…unglaublicher Kursanstieg und gute Dividende…werd ich mal auf meine Watch-list tun.

Christoph
5 Jahre zuvor

@Fit und gesund: ach im nachhinein weiß man eh alles besser. Mach dir keinen Kopf du machst das schon richtig derzeit.

Es gibt soviele wo man sagt: Hätte ich doch.. aber auch viele wo andere sagen: hätte ich bloß nicht. Denk an Twitter, Yahoo, Deutsche Bank (von 90 auf 10 runter).

Wenn man zb die DB beim Hoch preis gekauft hat müsste man erstmal eine andere mit fast 100% gewinn haben damit man wieder auf 0 kommt. Wichtiger als hohe Gewinne ist kein Verlust und langsame aber stetige Gewinne.

 

Fit und gesund
5 Jahre zuvor

@Christoph,

mit der Deutschen Bank ist ein Trauerspiel, da ist meine olle vermaledeite CS ja noch gut dagegen, heute geht sie mal wieder rauf, wie eine launische Diva, schlimmer als meine zickigste Katze…aber im Moment halte ich mich mal an Tim’s weise Worte, einfach mal liegen lassen, irgendwann wird sie sich hoffentlich berappeln, nur nachkaufen tue ich nix mehr.

Ich denke man muss sich in der Kunst des Nichttuns irgendwie noch perfektionieren, das fällt mir immer am Schwersten, ich bin viel zu sehr der Typ, immer zackig was machen, wenig nachdenken *lach*

5 Jahre zuvor

Dieses Gefühl hatte sich bei mir zum ersten Mal bei 50.000 Euro Depotwert eingestellt. Da hatte ich die Gewissheit, dass die normalen Misslichkeiten wie zu wenig Aufträge oder kaputtes Dies und Das mir keine Probleme mehr bereiten werden.

@Oliver: Das kann ich leider nicht ganz nachvollziehen. Ich finde zwar auch, dass ein stetig wachsender Eigenkapitalpuffer beruhigend wirkt, aber es ist doch das Ziel von den Dividenden zu zehren und nicht von der Substanz. Mir würde es schwer fallen auch nur einen Wert aus der Not heraus verkaufen zu müssen. Natürlich es es besser, als nichts zu haben. Aber dadurch würde einiges an Arbeit zunichte gemacht.

Es ist wie an dem Ast zu sägen auf dem man sitzt und auf dem man einen Teil seiner Existenz aufgebaut hat oder aufbauen möchte.

 

Einfach diszipliniert und beharrlich weitermachen. Und das ist in der Anfangsphase sicherlich gar nicht so einfach, weil die Erfolge noch nicht wirklich messbar sind. Also einfach Gehirn ausschalten und weitermachen!

@Konrad: Ich fand es anfangs motivierender, wo die Sparrate noch einen erheblichen Teil zum Depotaufbau beiträgt und die Wachstumsrate der Ausschüttungen noch stark davon betroffen ist. Von Monat zu Monat wird aber deine Arbeitskraft immer unbedeutender. Auf der einen Seite ist es interessant und toll anzusehen, wie das Depot immer mehr im Alleingang arbeitet, aber gleichzeitig auch erschreckend, wie es 2-5 Monatsgehälter hoch und runter schwankt. Und eine Sparrate die jährliche Ausschüttung nur noch um kleine Beträge erhöht. Auch wenn die Raten und die dadurch zustandekommenden Ausschüttungen absolut identisch wie am Anfang sind, so werden sie relativ immer kleiner. Aber am Ball bleiben hilft. Egal ob zu Beginn oder später 😉

 

Gruß,

Marco

Oliver
5 Jahre zuvor

@Marco:

Ich habe bei 50.000 auch keine Aktien verkauft, als ich diese Summe erreicht habe. Es ging mir um das Gefühl, wenn etwas ganz dummes passiert, dass ich einen so großen Puffer habe, dass ich mir zumindest finanziell darüber keine Sorgen machen muß. Verkaufen tu ich nur, wenn das Geschäftsmodell des Unternehmens nicht mehr funktioniert. Ich habe zum Glück überhaupt noch keine Aktien wegen einer Notlage verkaufen müssen. Aber die Gewissheit, falls ich es doch einmal muß, ist für mich mental ein sehr gutes Gefühl. Genau darum gehts bei dem beschriebenen Punkt.

@Tim:

Du beschreibst jetzt im Gegensatz zum Artikel die Kursgewinne. Mir ging es primär um die Dividendenausschüttungen. Ist bei mir bekannterweise eine wichtige Richtgröße für die Entwicklung.

Was REITs betrifft:

Ich habe auch einige davon im Depot und finde ich als Beimischung sehr sinnvoll. 20% ist eine gute Größe, ich liege etwas darunter. Aber so genau bin ich bei der Aufteilung Aktien/REITs nicht. Wenn die Preise für REITs gut sind, gibts keinen Grund, nicht zu kaufen.

Claus
5 Jahre zuvor

@ Oliver

bis auf diese Kleinigkeit stimme ich dir zu:

“Wenn ich 20 EURO Dividende im Monat bekomme, dann juckt mich das nicht wirklich. Ist zwar geschenktes Geld, aber kein Betrag, der mein Leben in irgend einer Form verändern würde.”

Dividenden sind kein geschenktes Geld, denn sie werden ja zuvor vom aktuellen Kurs abgeschlagen und versteuern muss man sie auch noch.. An der Börse gibt es leider keine Geschenke…

@ alle

Heute habe ich Dividenden von Total, Dentsply und Ph. Morris Int. erhalten und erstmals die 10k Netto-Div. innerhalb eines Jahres überschritten…

Es lohnt sich also, tapfer weiter zu sparen und zu investieren. Man sollte es nach Möglichkeit zu seinen festen Gewohnheiten machen. Je jünger man ist, desto besser sind die langfristigen Aussichten.

Die wichtigsten Erfolgs-Faktoren sind die Anlagedauer (so lange wie möglich), die Höhe der Sparraten, die Zusammensetzung des Depots und… GEDULD!

Für mich gehört noch die mentale Verlustbegrenzung dazu (kein Stop-Loss). Läuft eine Aktie gegen mich und erreicht einen vor dem Kauf notierten max. tolerierten Verlust, verkaufe ich ohne wenn und aber. So habe ich gelegentlich einen kleinen Verlust, aber überwiegend hohe Gewinne. Die wenigen kleinen Verluste schaden dem Depot nicht.

Läßt man die Verluste hingegen laufen und verbilligt dann noch (mehrfach), kann das manchmal sehr teuer werden und die Performance ruinieren.

Aber hierzu hat jeder seine eigene Meinung.

Viel Erfolg!

 

Fit und gesund
5 Jahre zuvor

@Claus,

Hut ab! wow…

aber mit der Verlustbegrenzung ist so eine Sache, ich habe 85 Novartis Aktien gehabt und die waren eigentlich immer im Minus, nicht doll aber dennoch…was mich aber nie gestört hat, hätt ich die verkaufen sollen, hab ja keine Glaskugel, hätte ja auch noch weiter abwärts gehen können, vorgestern hab ich nochmal 65 dazugekauft und hab jetzt 150 und bin sehr froh damit, bei Roche ist es ähnlich, nur von denen hab ich schon ziemlich genug, eine meiner grössten Positionen.

Ab wieviel Minus fängt denn bei Dir die Verlustbegrenzung an? Und keine Sorge, ich verkaufe meine Novo Nordisk sicher nicht bei Minus 10%, da kauf ich bei Minus 15-20% hinzu da nur eine kleine Position.

Das ist so schwierig für mich, die Einen sind erfolgreich mit absolutem Buy and Hold, die Anderen ebenso mit Verlustbegrenzung..das krieg ich glaub nicht so gut hin.

Aber ich hab sonst die Sturheit eines Esels und ich habe eine gute Sparrate, irgendwas wird schon hängenbleiben 🙂

Markus
5 Jahre zuvor

@Tim

Wie ging es denn bei Dir eigentlich so schnell?

Wenn ich es richtig auf geschnappt habe, hast Du doch eine Verschwendungsphase gehabt und so richtig mit dem Investieren ging es erst mit dem Umzug nach Amerika vor ca. 8 Jahren los.

Würde aber dem widersprechen, dass du SAP schon so lange hältst.?

Vielleicht habe ich es auch falsch in Erinnerung.?

Wie alt bist Du denn und in welchem Alter hast Du wie was geschafft?

Die 40 Jahre Anspardauer… Ja, erfordert halt eine Geduld fürs halbe Leben und man ist schrumplig, weniger fit, alt und in unserer Gesellschaft weniger wert…

Monetär zwar schon, aber wenn man aufgrund des Reichtumsziels nicht das Leben lebt, dass man evtl. noch lieber leben würde?

Markus
5 Jahre zuvor

@Christoph

Schau dir doch mal die Weltmarktführer in der zweiten deutschen Reihe an.

So übel und schlechter als die eyecatcher Google, amazon und Facebook ist das deutsche Unternehmertum nicht, wie es hier dargestellt wird!

5 Jahre zuvor

Ich habe bei 50.000 auch keine Aktien verkauft, […]

Verkaufen tu ich nur, wenn das Geschäftsmodell des Unternehmens nicht mehr funktioniert.

@Oliver: Das hatte ich aus deinem Kommentar (auch den Zahlreichen zuvor) schon so verstanden.

Ich wollte nur sagen, dass ich eine bestimmte Depothöhe leider (ich würde es gern) nicht zwingend als beruhigend empfinde, sondern mich dann tendenziell eher um den Substanzerhalt sorge (ohne mir jetzt Sorgen wegen Volatilität zu machen und ohne übertriebenen Ängsten zu erliegen).

Ich würde ziemlich viel dafür tun, eben nicht an die Substanz zu müssen und das wirklich nur die allerletzte Option wäre (bei dir vermutlich auch).

Kurz: 50.000,00 € auf einem Sparbuch würden mich beruhigen (deswegen ein Notgroschen, der aber tatsächlich weitaus geringer ist und mich trotzdem ruhig schlafen lässt), 50.000,00 € im Depot sollen arbeiten.

Von der Summe ist zwar beides gleich bedeutend, wenn man das Geld aktuell benötigt, aber das Depot ist für mich mehr wert. Wegen des Produktivkapitals. Das Sparbuch dagegen macht nichts. In der aktuellen Lage sogar weniger als nichts. 😉

 

Gruß,

Marco

PIBE350
5 Jahre zuvor

Weil nach Immobilienaktien gefragt wurde: Ich habe meinem Depot den Indexfonds ,,iShares Developed Markets Property Yield” beigemischt. Klar, eine gewisse Korrelation zum Aktienmarkt ist natürlich gegeben, aber mir sagen offene und geschlossene Immobilienfonds einfach nicht zu.

5 Jahre zuvor

@Marco,

ich glaube, Du machst es zu kompliziert.

Ich kann Oliver 100% nachvollziehen. Ich hatte im Alter um die 30-35 Jahre eine echte existentielle Krise, nahe einer Depression. Ich hatte bis dahin versucht mein Leben zu leben, musste mich finanziell nach der Decke strecken, und mangels Startkapital elterlicherseits (wie bei Anderen üblich) keine Chance auf Wohlstand.

Als ich irgendwann mich mal fragte, was eigentlich würde, wenn ich meinen Job verlieren würde, dann überkam mich Existenzangst. Wer das nicht wirklich kennt, der kann sich keine Vorstellung machen, wie es einem da ist.

Ich hatte dann daraufhin mein Leben auf das absolut Nötigste beschränkt. Ich wollte wissen, mit wie viel Geld ich überleben kann. Ich bin in die Arbeit, habe alle Fixkosten mit Einzugsermächtigung und Dauerauftrag versehen, und mehrere Jahre nicht mehr aufs Girokonto geschaut oder Auszüge geholt.

Ich wollte nicht in Versuchung geraten, dass, wenn wie erhofft etwas angesammelt wird, ich mir was kaufe dafür.

Als ein paar Jahre vergangen waren, habe ich wieder aufs Konto geschaut, und es waren knapp 35.000 DM drauf. Das war gigantisch für mich. Das war damals eine unerhörte Summe für mich. Ab da hatte ich dann das Gefühl, was Oliver beschrieb. Am Leben hat sich nichts geändert, aber ich hatte einen Schwimmring, der einen vorm schnellen Untergang bewahrt. Ob das Giro, Festgeld oder Depotwerte sind, das ist egal. Hauptsache, man steht nicht mehr nackig da. Diese Erleichterung beschreibt Oliver. Das ist der erste schwerste Schritt, den viele Leute nicht gehen, weil sie keine wirkliche Perspektive sehen.

MS

Oliver
5 Jahre zuvor

@Tim:

Das ist schon sehr gut. Ich bin auch vierstellig, aber mir fehlt noch ein bisschen was, bis das ich da bin, wo ich sein möchte. Dürfte alles eine Frage der Zeit sein.

@Marco:

Ich bin noch nicht auf den Gedanken gekommen, Geld in gutes und schlechtes zum Ausgeben einzuteilen. An deinen Gedanken sieht man, das wahnsinnig viel Kopfsache ist. Es gibt z.B. sehr viele Diskussionen über den Notgroschen und wie hoch der sein soll. Das geht von Leuten, die diesen gar nicht haben bis zu anderen, die tatsächlich mehrere 10.000 als Notgroschen benötigen, um beruhigt durchs Leben zu gehen. Meines Erachtens ist das Thema Notgroschen gerade am Anfang sehr wichtig, wenn man noch keine oder sehr geringes passives Einkommen hat. Je höher das passive Einkommen, desto weniger wird einem der Notgroschen beschäftigen. War zumindest bei mir so. Ich habe auch kaum irgendwelche Notausgaben, die über die normalen Ausgaben sehr groß rausgehen. Vater Staat ist am unberechenbarsten, alles andere hält sich bisher in Grenzen.

@Claus:

Du nimmst mich zu wörtlich :). Ich sage dazu, wenn ich das Geld nicht investiert hätte, würde ich die Dividende nicht bekommen. Also wenn ich Konsumjunkie wäre, keine Aktien und dann keine Dividenden. Deshalb Geld, was ich mit anderem Lebensstil nicht hätte. Aber bitte jetzt keine Dividenden/nicht-Dividendendiskussion. Hatten wir alles schon. 10k Nettodividende ist übrigens ein wahnsinnig gutes Ergebnis. Glückwunsch.

5 Jahre zuvor

@Matthias:

Ich verstehe auch was Oliver mitteilen möchte.

Vielleicht bin ich noch zu jung oder zu naiv. Ich habe regulär noch knapp über 40 Jahre Arbeitsleben vor mir. Ein Depot mit 50.000,00 € würde mir mit Sicherheit den Rücken stärken. Keine Frage. Aber wenn ich heute auf morgen meinen Job verlieren würde, in die Situation käme nichts Neues zu finden, dann empfinde ich 50.000,00 € nicht mehr als beruhigend, wenn ich davon 40+ Jahre überbrücken muss. Natürlich kann ich mich damit neu  orientieren, bis ich was anderes gefunden habe und auf dem Rest wieder den Aufbau beginnen. Dadurch hab ich es leichter, als hätte ich das Depot nicht. Das ist mir bewusst.

Vielleicht liegt es auch daran, dass ich mir bislang nie über die Depothöhe Gedanken gemacht habe, sondern mehr über die Ausschüttungen. Und die würden mich erst beruhigen, wenn ich meine Lebenshaltungskosten (inkl. Miete) decken könnte. Vielleicht kommt mir der Betrag von 50.000,00 € aus dieser Perspektive zu gering vor.

Ich werde nochmal in mich gehen und überlegen, in welchen Situation mir mein Depot für wie lange helfen würde. Vielleicht bin ich danach ja doch beruhigt. 🙂

 

Gruß,

Marco

5 Jahre zuvor

@Marco,

vollkommen richtig. Beruhigt kann man erst sein, wenn man seinen kompletten Unterhalt aus monatlichem Cashflow (Dividenden, Mieten etc.) decken könnte. Aber auch der ist natürlich nicht sicher. Kann jederzeit versiegen aus verschiedenen Gründen. Man findet also immer Gelegenheit, sich zu fürchten. 😉

Ohne Job sind 50.000 schnell verfrühstückt, wenn gar nix mehr rein kommt. Aber so schlimm kommt es meistens nie. Irgend einen “Pamperljob” findet man schon, um damit die allernotwendigsten Ausgaben zu decken, bis es wieder besser wird. Und ich hatte für mich gesehen, dass ich mit viel weniger Geld überlebt hatte, als ich verdient habe. Das hatte mich beruhigt, und die kleine Reserve hat mir den moralischen Anschub für Weitersparen, und später Investieren, bereitet.

MS

 

5 Jahre zuvor

Ich möchte den Teufel auch nicht an die Wand malen und bin alles in allem sehr optimistisch eingestellt.

Wie gesagt, habe ich sogar einen ziemlich geringen Notgroschen und bin quasi fast zu 100 % investiert. Wenn ich also etwas aus dem Depot verkaufen müsste, wäre ich selbst schuld.

Und da ich seit Jahren ebenfalls versuche nur mit dem Nötigsten (allerdings nach dem Motto: living with less, but only with the best) zu leben, komme ich auf eine Sparquote von rund 50 %. Für mich mehr als zufriedenstellend. Diese beruhigt mich übrigens am meisten. 😉

@Oliver: Ja, Investieren und der Umgang mit (bzw. das Verständnis von) Geld ist wirklich eine Kopfsache.

Gruß,
Marco

ichbins
5 Jahre zuvor

Ja Tim du hast vollkommen Recht. Nur weiß heute noch niemand was auch morgen noch Qualitätsaktien sein werden.

Deutsche Bank, RWE galten mal als sichere Qualitätsaktien. Einmal die größte deutsche Bank, dann ein solider Versorger. Denn Energie braucht man ja immer. Doch es kam alles ganz anders.

5 Jahre zuvor

@Marco,

ich sehe es auch so. Ich strebe kein Entnahmemodell an. Die Substanz soll sich stetig vermehren. Solange ich die Dividenden noch nicht zum Leben brauche, werden sie natürlich reinvestiert. Am liebsten wäre mir später, dass nur ein Teil der Dividenden entnommen werden müssen, um die “Rentenlücke” zu füllen, also ein recht nettes Leben ohne Übertreibungen, aber mit Annehmlichkeiten führen zu können.

Apropos… heute wurden wieder 30 USD, 52 CAD und 25 EUR eingebucht. Davon könnte ich in der Not viele Tüten Nudeln kaufen zum Überleben! 😉

MS

ichbins
5 Jahre zuvor

Ist Colgate wirklich so empfehlenswert? Sind die nicht ziemlich verschuldet? Wäre Procter&Gamble nicht empfehlenswerter? Die haben ja auch ein viel breiteres Produktportfolio und Zahnpasta und Spülmittel können die auch herstellen.

Fit und Gesund
5 Jahre zuvor

@Tim,

danke, ich meine, Jeder hat seine Stärken, meinen  fehlenden  analytischen Verstand, so wie ihn Manche eben haben, den kann ich mit Sturheit eines Esels und hoher Sparquote eben kompensieren,

Dein Rite Aid Beispiel ist echt krass, hoffen wir mal das Monte Paschi di Siena das auch hinbekommt, (da bin ich nicht mit dabei zum Glück).

Und deswegen hab ich Aktien und ETF’s, damit fühl ich mich wohler.

@All

also wer keinen Notgroschen hat, handelt fahrlässig, es geht nicht um plötzlich arbeitslos werden, da bekommt man ja erstmal noch Arbeitslosengeld, aber es gehen oft Dinge hintereinander kaputt (Waschmaschine, Fernseh, Autoreparatur) dann wird das Viech krank und es kostet und wenn man Pech hat wollen die mehr Steuern als vorgesehen, ist mal der Wurm drin und man hat eine Pechserie dann ist so ein Notgroschen Gold wert.

 

Dani
5 Jahre zuvor

@ Matthias Schneider

Apropos… heute wurden wieder 30 USD, 52 CAD und 25 EUR eingebucht. Davon könnte ich in der Not viele Tüten Nudeln kaufen zum Überleben! ?

Ha Ha, so hab ich es noch nie gesehen. Jetzt fühl ich mich richtig reich, dank dir.  🙂 Ein kleiner Nudelkönig bin ich nämlich auch schon 😉

@ Fit und gesund 

Du machst sicherlich alles richtig. Mit Unternehmen wie Roche und Novartis eventuell noch Nestle dazu,  könnte ich auch dann noch ruhig schlafen, wenn sie meinen einzigen  Werte wären. Generell hat die Schweiz viele 1 a Unternehmen zu bieten. Ist aber vielen nicht bekannt.

Habe selbst mal in der Schweiz gelebt und mich deshalb mal etwas genauer mit Schweizer Unternehmen beschäftigt.

Wenn man in Deutschland lebt , schreckt die hohe Dividendenbesteuerung allerdings doch etwas ab.  Welche Schweizer Werte hast du sonst noch so wenn man fragen darf?

 

PIBE350
5 Jahre zuvor

Also mein Notgroschen beträgt 3000 Euro. Single, kein Auto, keine Haustiere, keine wertvollen Gegenstände und keine finanziellen Verpflichtungen. Eigentlich würden auch 1000 Euro ausreichen, aber so fühle ich mich wohler. Sollten alle passiven Einkommenströme plus alle Vermögenswerte mit einem Schlag in Rauch aufgehen, könnte ich immerhin noch mindestens 6 Monate lang überleben. 🙂

Heinz
5 Jahre zuvor

Hallo zusammen,

tolle Beiträge in letzter Zeit.

Mit dem Aktiensparen ist es “ganz einfach”, wenn man das Geld hat, Zeit, Wissen, zur richtigen Zeit beim richtigen Scheinchen, und alles nach oben dreht…

Heute habe ich ein paar Artikel gelesen, die ich Euch nicht vorenthalten wollte:

„60 Prozent der Sparkassen-Kunden sind schon heute am Monatsende auf ihrem Konto bei null.“ Weitere gut zehn Prozent hätten am Monatsende weniger als 100 Euro übrig.

http://www.faz.net/aktuell/finanzen/sparkassen-check/millionenverlust-fuer-sparkassen-wegen-niedrigzins-14443438.html

oder der hier:

…Was für ein Verhältnis entwickelt man zu Besitz, wenn man so lebt?

Schwandt: Gar keins. Wir lebten im Moment. Koje und Essen waren da, die Heuer haben wir durchgebracht für Mädchen und Alkohol.

http://www.zeit.de/2016/41/juergen-schwandt-kapitaen-blogger-afd

Viel Spass beim lesen und weiter so !

(Tim, kommst du irgendwann mal auf ein Forumstreffen in D ?)

 

Grüße

Heinz

 

Dani
5 Jahre zuvor

@ Fit und Gesund

also wer keinen Notgroschen hat, handelt fahrlässig, es geht nicht um plötzlich arbeitslos werden, da bekommt man ja erstmal noch Arbeitslosengeld, aber es gehen oft Dinge hintereinander kaputt (Waschmaschine, Fernseh, Autoreparatur) dann wird das Viech krank und es kostet und wenn man Pech hat wollen die mehr Steuern als vorgesehen, ist mal der Wurm drin und man hat eine Pechserie dann ist so ein Notgroschen Gold wert

Wie wahr, wie wahr!!!

 

@Tim

ich liebe es wenn du in deinen Artikel auf einzelne Aktien eingehst oder/und aufführst! Bitte mehr davon. 🙂

 

Fit und Gesund
5 Jahre zuvor

@Dani,

also neben Roche, Novartis, Nestle hab ich noch Adecco, ABB und eben CS, da soll aber noch mehr dazu kommen bei den CH Aktien. Ich denke auch dass man bei den 3 Nationalaktien nicht viel Anderes bräuchte, sie waren auch meine erste Wahl.
Hätte gerne noch Geberit und Givaudan.

Ansonsten hab ich noch Novo Nordisk, Royal Dutch Shell (Miniportion) Unilever, die Vanguard ETF’s und den Ishares Emerging Markets Bond Fund (5%) der Letzte schüttet monatlich was aus, ist aber kein Witwen und Waisenpapier.

US Aktien hätte ich auch gerne, aber da tut die CH sich irgendwie eher schwer mit, anfänglich war ich mit meinem online banking sogar gesperrt dafür, das ist kompliziert wegen den Steuern.

 

@PIBE350

dann bekämst Du doch Hartz 4 und könntest davon weitersparen 🙂

MattySpaghetti
5 Jahre zuvor

Hallo zusammen,

vor wenigen Wochen hab ich den Investmentsprung endlich geschafft. Nach knapp neunmonatiger Planung hab ich nun mein Depot mit ETFs befüllt und kümmere mich fortan vor allem um die Auswahl neuer Einzeltitel, die ich regelmäßig ins Depot holen möchte. Und sofort stellt sich die Frage der “fairen Preise” von Aktien. Soll mann erst dann zuschlagen, wenn es mal wieder crasht, oder doch einfach regelmäßig stur nachkaufen?
Und was heißt das eigentlich, “fair”? Kann ich das als Laie überhaupt entscheiden? KGVs, steigende Dividendenrenditen, andere Kennzahlen vergleichen, Geschäftsberichte lesen… trotz Hilfestellungen von Blogs und Büchern fühle ich mich unterm Strich nicht sicher. Es bliebe zum jetzigen Zeitpunkt die Entscheidung auf Bauchebene, bzw. ein einfaches Nachkaufen der Werte, die andere momentan empfehlen. Wie z.B. Tim und andere hier im Blog, z.B. Berkshire, P&G u.v.m..
Immer wieder wird das langfristige Wachstum der Börse erwähnt, auf das man setzen kann. Dies bedeutet wohl: Kauf einfach solide Werte, egal wann (=regelmäßig). Dann wiederum liest man: Warte, bis der Preis stimmt, und dann schlag zu (=unregelmäßig).
Bei ETFs hatte ich diese Zweifel nicht. Da gab es komischerweise für mich eigentlich nur die Entscheidung: einsteigen, so schnell es geht. Bei den Einzeltiteln jedoch fällt mir dies bedeutend schwerer. Ich kann es einfach noch nicht richtig einschätzen. Momentan zeichnet sich folgendes Bild ab: Monatlich sparen, 1-2x pro Jahr investieren, aber generell einen Teil der Ersparnisse (ich meine damit nicht das Finanzfeuerwehr-Polster, das ist unberührt) auf dem Tagesgeldkonto lassen. Um im Crashfall liquides Vermögen zu haben. ???

Vielleicht habt ihr ja ein paar gute Tipps zu dieser Problematik.

Gruß Matthias

Dani
5 Jahre zuvor

@ Fit und Gesund  , danke für die Antwort.

-US Aktien hätte ich auch gerne, aber da tut die CH sich irgendwie eher schwer mit, anfänglich war ich mit meinem online banking sogar gesperrt dafür, das ist kompliziert wegen den Steuern.-

Echt jetzt? Also mir war zu meiner Schweizer Zeit keine Problematik in der Richtung bewusst. Hast du mittlerweile die Schweizer Staatsbürgerschaft? Vielleicht liegt da der feine Unterschied.

Geberit wäre nicht so meins , aber Givaudan auf jedem Fall.

Meine Schweizer Hitliste sieht folgendermaßen aus:

 

Barry Callebaut
BB Biotech
Emmi
Forbo
Givaudan
Kühne+Nagel
Lindt
Nestle
Novartis, Roche,         eventuell noch Actelion
Richemont
Schindler
SGS                                                                                                                                                                                                                                                                       eventuell noch
PAX Anlage
U Blox

Mit so einem Depot könnte ich leben 😉

 

 

 

5 Jahre zuvor

@Tim,

ja, die RAD (Rite Aid) hat die Kurve bekommen. Leider weiß man das nicht vorher. Das ist reine Lotterie. Man kann jetzt z.B. billig Seadrill kaufen. Die Chancen stehen laut Mainstream eher auf Pleite.

Wer traut sich zu kaufen? Wenn sie es schaffen, dann ist man hinterher der Held.  Wenn sie pleite gehen, dann wird auf einen eingedroschen, wie man so blöd sein konnte.

Ich erinnere mich an Radioshack. Ich wollte eine kleine Position riskieren, habe es aber doch gelassen. Zum Glück. Es hätte auch gut gehen können. Ist es aber nicht. Alles was am Boden ist, das ist nicht grundlos am Boden.

Und nicht jede Firma schreit in den Markt wie RadioShack: “Don’t buy our stock, it’s worthless”.

@Heinz,

bin auch Sparkassenkunde. Ich halte den Durchschnitt hoch. 😉 Ich habe am Ende des Monats immer ca. 2.000 EUR Guthaben. Will ich auf 3-4.000 hochfahren. In letzter Zeit habe ich jeden übrigen Cent aufs Depot überwiesen, habe aber gemerkt, dass mir das nicht gut tut. Ich will mir keine Gedanken machen müssen, ob ich Geld ausgeben kann oder nicht.

Übers Wochenende geht’s in den Schwarzwald zum Wandern. Es ist ein herrliches Gefühl, wenn man einfach Hotel, Restaurant usw. zahlen kann, ohne zu überlegen, ob das Konto das hergibt.

@MattySpaghetti,

Ja, im Zweifel einfach ETFs ohne Bedenken. Immer mal wieder aufstocken.

Bin dann mal weg, schönes WE

MS

Fit und Gesund
5 Jahre zuvor

@Dani,

Deine Liste gefällt mir sehr gut, vor Allem Lindt 🙂 ich ess nur deren Schokolade! Und Emmi Joghurt…Schindler und Kühne und Nagel sind glaub inhabergeführte Firmen, das ist ein Vorteil. Die CH-Steuer bekommt man glaub problemlos zurück.

Nein, ich bin keine Schweizerin geworden, das kostet ordentlich was und mit meiner C-Bewilligung fahr ich ja gut, und nein, das US-Problem betrifft alle Schweizer, bis zu einem Betrag von 60’000 CHF kann ich da investieren ohne Probleme, danach muss man höllisch aufpassen, im Todesfall werden die Erben besteuert und zwar nicht nur auf die US-Aktien sondern auf das gesamte Vermögen, unglaublich, aber leider wahr, ich musste erst freigeschaltet werden und musste so Formulare unterschreiben dass ich davon in Kenntnis gesetzt wurde und zig mal beteuern dass ich keinen US-Pass habe auch keine green-card und nicht dort gelebt hab und sonst noch was ….

 

@Matty Spaghetti,

ich weiss was Du meinst, ist komisch, bei den ETF’s machen mir Verluste viel weniger aus,

ich habe den Fehler gemacht dass ich anfänglich gleich mit grossen Summen eingestiegen bin, ich hatte erst kein e-banking und jeder tel. Kauf kostete 80CHF, da wollte ich natürlich sparen, jetzt hab ich e-banking und zahle immer noch 40CHF, also such Dir einen günstigen Broker wenn Du öfter was kaufen möchtest.

Ich habe das Ziel halb ETF, halb Einzelaktien, mit der fairen Bewertung ist so eine Sache, auf einen Crash zu warten könnte sich als falsch erweisen, da wartet man evtl. lange, kann ja auch jetzt 2 Jahre seitwärts laufen, lieber stetig dazukaufen, besonders wenn man jünger ist.

Mattoc
5 Jahre zuvor

Hallo zusammen,

wie entwickeln sich Dividenden im Verhältnis zum Kurs bei übergeordneten starken Einbrüchen des Aktienmarkts, also nicht aufgrund einer konkreten Unternehmenskrise, weil beispielsweise das Geschäftsmodell nicht mehr funktioniert?

Zum Beispiel:

Der Kurs sämtlicher Aktien des S&P500 bricht relativ stark ein, zum Beispiel um 30% innerhalb eines Jahres. Jetzt ist meine Annahme, dass die Gewinne bzw. die Dividenden nicht in der gleichen Stärke im Durchschnitt sinken, sondern vielleicht nur um 10% oder 20%. Dann würde in einer solchen Phase die Dividendenrendite steigen, was wiederum die Aktien mit hohen Dividendenzahlungen stabilisieren sollte.

Ist das richtig?

Kann sich jemand von euch noch an 2007/2008 erinnern? Wie war das damals?

Danke

Mattoc

Freelancer Sebastian
5 Jahre zuvor

@Marco

Aber wenn ich heute auf morgen meinen Job verlieren würde, in die Situation käme nichts Neues zu finden, dann empfinde ich 50.000,00 € nicht mehr als beruhigend, wenn ich davon 40+ Jahre überbrücken muss

Diese Angst ist mir fremd. Ich sehe eher die Freiheit, die 50.000 € ermöglichen. Du kannst über Jahre tun, was du möchtest. Denk positiv!

PIBE350
5 Jahre zuvor

An MattySpaghetti: Ich verstehe deine Zweifel. Da ich mir nicht zutraue, dauerhaft entsprechende Indexe per Einzelaktien bei gleicher Risikostreuung schlagen zu können, lasse ich es lieber gleich bleiben.

Bei Indexfonds muss man sich keinen Kopf machen, wie einzelne Aktien zur Zeit stehen. Man kauft einfach ganze Regionen bzw. den Weltmarkt nach. Die USA stehen zur Zeit eher hoch, dafür Europa und die Schwellenländer eher niedrig. Den Rest erledigen die Indexe automatisch: die Gewichtung der Einzelaktien (Aufsteiger und Absteiger) und die Indexzusammenstellung (Neuaufnahmen und Herausnahmen).

Die Punkte, die aus meiner Sicht für Einzelaktien stehen, stören mich nicht:

– Emotionale Bindungen und Präferenzen zu einzelnen Unternehmen

– Befriedigung des Spieltriebs (Monopoly lässt grüßen) 😉

– Keine laufenden Kosten

– Direkter Besitz und die Möglichkeit der Wahrnehmung von Aktionärsrechten auf Hauptversammlungen

– Die theoretische Möglichkeit, besser als Indexfonds abschneiden zu können

In diesem Blog geht es zwar eher um Einzelaktien, aber Tim wiederholt ja immer wieder, dass Indexfonds ebenfalls eine gute Wahl sind.

Ich hoffe, dass ich ich dir bei deiner Entscheidungsfindung etwas weiterhelfen konnte. Mit Einzelaktientipps und wann man welche Titel nachkauft oder fallen lässt, kann ich leider nicht dienen. Ich kaufe zu Beginn jedes Monats mit frischem Geld weitere ETF-Anteile nach, egal wie die Kurse stehen.

MattySpaghetti
5 Jahre zuvor

@ Fit und Gesund:
Mit größerer Summe bin ich auch nach Abwägung eingestiegen. Nicht wegen Kaufnebenkosten sparen. Mir fehlten einfach die Argumente, es nicht zu machen! Die Zeit war reif und ich wollte endlich anfangen.

Ein Verhältnis von 50/50 ETF zu Einzelwerten find ich gut. Zusätzlich frage ich mich: möchte ich meine anfänglich gesetzte Regionen-Strategie 30/30/10/30 (NA,EU,PAC-JAP,EM) beibehalten? Wenn ja, gilt das nur für den ETF-Anteil oder bezieht es sich auf alle Aktien im Depot? In letztem Fall würde ein Berkshire-Kauf den Anteil NA erhöhen. Diversifizieren ist ja das A und O; aber starke Firmen sind dann doch gute Zugpferde, denk ich mir.

Mit Ende 30 hängt man irgendwo dazwischen. Zwar hat man noch ein paar Dekaden vor sich, aber trotzdem sind die Jahre bis zur Rente überschaubar. Da möchte man natürlich die Ersparnisse investiert sehen! Ich denk mal eine kleine Rücklage für “Fair Trade Shopping” sollte man dennoch haben.

@ MS: Viel Spaß im Grünen!

Matthias

 

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