Aktiensparen ist leicht


New York, 14. Oktober 2016
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Mit der langweiligen Zahnpasta-Firma Colgate-Palmolive hätten Sie 4.500 Prozent verdienen können seit 1977 – mit „Buy and Hold“. Es ist ratsam, zur Geburt eines Kindes grundsolide Aktien zu kaufen.

Ich habe mit „Buy and Hold“ ein erhebliches Vermögen aufgebaut. Es funktioniert. Der Zinseszins beginnt sich auszuzahlen. Die Dividenden werden zu einer Cashmaschine. Langfrist-Denker sind jene, die an der Börse gewinnen. Die meisten Menschen aber verlieren Geld an der Börse. Oder sie fahren allenfalls eine lausige Rendite in die Scheune. Weil sie zocken. Sie betrachten die Börse als ein Spiel, eine Art Monopoly oder so, was ein Fehler ist. Aktien sind für mich Unternehmensbeteiligungen und keine Lotteriescheine.

Das Aktiensparen ist so einfach, wenn Sie es einmal verstanden haben. Sie kaufen einfach Qualitätsaktien. So etwas wie dieser Hersteller von Katzenstreu, Kondomen und Zahnpasta.

Oder nehmen Sie den langweiligen Fleischdosenhersteller Hormel Foods. Mit ihm hätten Sie genauso viel verdient wie mit der Apple-Aktie seit dem IPO im Dezember 1980. Um es noch mal zu sagen: Mit einer traditionsreichen Fleischerei können Sie die gleiche Rendite wie mit einer erfolgreichen High-tech-Aktie einfahren.

Oder denken Sie an den Zahnpasta-König Colgate-Palmolive. Oder denken Sie an Düsseldorfs Waschmittel-Riesen Henkel. Oder an den Sportschuh-Hersteller Adidas. Halten. Halten. Halten. Sitzfleisch haben. Das zahlt sich aus.

Wenn mal eine Aktie einbricht, nur keine Panik bekommen. Durchhalten. Netflix ist schon bitter abgestürzt. Amazon verlor nach dem IPO 80 Prozent. McDonald’s lag schon mit  70% unter Wasser. Apple litt bitter, Steve Jobs Technologiekonzern kämpfte teilweise ums Überleben.

Wenn ein paar Firmen in Flammen aufgehen, ist das übrigens völlig normal. Machen Sie einfach weiter. Die Stars in Ihrem Depot machen solche Pleiten, Pech und Pannen wieder wett. Denken Sie ans Streuen.

Hier habe ich noch mal in einem kurzen Video zusammengefasst, wie das „Kaufen und Liegenlassen“ von Qualitätsaktien funktioniert:

Sparen für die Zukunft ist etwas Wichtiges. Ich lehre das meinem Umfeld – so weit ich kann. Selbst wenn ich ihnen als auf den Wecker gehe. Ich rate jedem, radikal die Schulden zu senken. Fast jeden Tag erhalte ich von Banken Kreditangebote. Das sind nette Schreiben, die von Glück und Erleichterung sprechen, weil ich Geld geliehen bekomme, wenn ich möchte. Ich mag es aber nicht. Das ist nur ein Ballast in meinem Leben. Ich hasse Schulden.

Immer mehr Leute erkundigen sich bei mir, wenn es um deren Finanzen geht. Die Leserzahl meines Blogs geht stark nach oben. Es spricht sich herum. Ich bin für das Vertrauen Ihrerseits sehr dankbar. Es zeigt mir, dass ich über etwas schreibe, was offenkundig viele Menschen bewegt.

Ich hatte gestern etwas auf meiner Facebook-Seite gepostet, was Zuspruch fand:

Aber die Leute verdrängen das. Sie wollen nicht so lange Sparen. Weil es so lange dauert, wollen sie die eine Million als Sparziel gar nicht in Angriff nehmen.

Wir leben in einer Zeit, in der die Größe des Hauses, das Alter des Autos, der Zustand der Küche in weiten Bevölkerungskreisen eine wichtigere Rolle spielt, als der Zustand der Privatfinanzen.

Es ist der Gruppenzwang. Freunde, Kollegen, Nachbarn sagen uns ständig, was wir alles neu brauchen: Couch, Handy, Auto… Und es liegt am Bombardement der Werbebotschaften. Das veranlasst uns, mehr zu kaufen, als wir eigentlich brauchen. Es ist eine Art Gehirnwäsche.

Ich kaufe keine Markenmode. Es sei denn, sie ist extrem günstig. Ich begreife nicht die Leute, die superteure Handtaschen tragen. Ich habe als Flip-Flops für 7 Dollar an, die ich schon ewig habe.

Ich glaube, dass immer mehr Menschen merken, dass teure Edel-Kleidung nicht unbedingt wertvoller ist als jene von, sagen wir, H&M, GAP oder Zara. Jedenfalls brechen die Edelmarken ein. Bei Hugo Boss knickte der Umsatz in den USA um 21 Prozent ein, der US-Chef musste zurücktreten.

Natürlich sollte das Sparen nicht in eine Gier ausarten. Da stimme ich meinen Kritikern zu. Manchmal leiste ich mir was. Ich kaufe manchmal Ökoessen. Und bei Erlebnissen mache ich gerne mit. Etwa ein feines Essen im Nobelrestaurant mit Freunden als ein einmaliges Erlebnis – das finde ich in Ordnung. Zwar tut das schon finanziell weh, aber es ist es wert. Genauso verkneife ich mir keinen Urlaub. Aber: Das ständige Anschaffen von Zeug, daran beteilige ich mich nicht.

Ein üppiges Aktiendepot zu haben, gibt Ihnen einen inneren Frieden. Mit einem stolzen Aktiendepot schlafen Sie wie ein Baby. Ich muss noch Fortschritte anderswo machen. Aber allein zu sehen, wo der Depotstand sich hinbewegt, ist ein großer Schritt. Es ist eine mentale Hilfe.


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Aktiensparen ist leicht

  1. Oliver

    Wenn man mal so weit gekommen ist, ein gutes Aktiendepot zu besitzen, dann kann ich Tims letzten Absatz voll unterschreiben. Dieses Gefühl hatte sich bei mir zum ersten Mal bei 50.000 EURO Depotwert eingestellt. Da hatte ich die Gewissheit, dass die normalen Misslichkeiten wie zu wenig Aufträge oder kaputtes Dies und Das mir keine Probleme mehr bereiten werden. Seitdem hat sich die Lage noch weiter verbessert und durch die ständig steigenden Dividendeneinnahmen merke ich, dass der Druck bei den Lebenshaltungskosten immer weiter und vor allem schneller abnimmt.

    Ich denke, es ist schwer vorstellbar, gerade wenn man am Anfang steht und es sich noch nicht angewöhnt hat, regelmäßig monatlich etwas zu sparen. Ich kann es nur von mir sagen: Man liest solche Berichte und stellt sich vor, wie schön das wäre und möchte es auch gleich selber besitzen. Ich bin nicht immer geduldig, nur bei manchen Sachen kann ich es dann mit Kraftanstrengung doch.

    Der Start ist das Schwierigste von allen. Man muß jeden EURO selber verdienen, gleichzeitig seine Ausgaben verringern, was nicht unbedingt eine leichte Sache ist und dann noch Geld weglegen. Daneben ist unsere Gesellschaft sehr fixiert auf die ganzen Statussymbole und dem Schein, dem man sich umgibt. Man kann sich sehr schnell mit großen Entscheidungen wie Kauf eines großen Autos oder einer zu großen Immobilie in die Situation manövrieren, wo man stark kämpfen muß, um seine ganzen Verbindlichkeiten irgendwie auf die Reihe zu bekommen. In München sind die Preise für Immobilien sehr stark gestiegen und wenn man im Speckgürtel ein normales 08/15-Haus haben möchte, sind 500.000 EURO erstmal weg. Das unterschätzen viele und wenn man eine 80% – Finanzierung machen kann und mit den Raten gerade so hinkommt, bleiben einem keine großartigen Möglichkeiten, sich passives Einkommen aufzubauen. Das über viele Jahre. Ich habe x Bekannte, die genau so leben oder teilweise noch schlimmer. Zum anderen sieht man, dass manche wirklich knapp kalkulieren und den Garten erst ein halbes oder ganzes Jahr später anlegen, wenn wieder ein bisschen Reserve da ist.

    Ein mentales Hindernis für viele ist sicher, wenn man vielleicht 5.000 oder 10.000 EURO an Aktien/ETFs zusammengespart hat und sich wirklich Sachen wegen der Sparraten vorenthält, das die Einnahmen noch äußerst gering sind. Das stimmt und kann demotivierend wirken. Das war bei mir der Fall. Seien wir ehrlich: Wenn ich 20 EURO Dividende im Monat bekomme, dann juckt mich das nicht wirklich. Ist zwar geschenktes Geld, aber kein Betrag, der mein Leben in irgend einer Form verändern würde. Ich habe mir verordnet, einfach nur zu sparen und nicht großartig auf Erträge zu schauen. Das kann man über Jahre machen, wenns sein muß. Irgendwann merkt man, dass monatlich 100 EURO reinkommen und die sind natürlich dann schon ganz nett. Auch kein Betrag, wofür man meilenweit läuft, aber immerhin ein Zusatzeinkommen zum Gehalt. Danach steigert sich das Einkommen sukzessive und man merkt, dass es ganz normal für einen wird, einen zusätzlichen Einkommensstrom zu besitzen.

    So richtig interessant und gut wird das Konzept, wenn man dann sechststellig geworden ist und weiter dabei bleibt. Die Steigerungen werden tatsächlich immer höher und es fangen dann auch z.B. die Auswirkungen der durchschnittlichen jährlichen Dividendensteigerungen der Unternehmen an, sich bemerkbar zu machen. Gleiches für die Kurswerte, die langfristig steigen. Aber das sieht man erst, wenn man wirklich Jahre damit verbracht und sich einen Grundstock angespart hat. Von daher sollte man am Anfang nicht zu viel überlegen und sich hauptsächlich damit befassen, monatlich für eine bestimmte Anzahl EUROs – je nach Möglichkeit – in Aktien/ETFs anzulegen.

    @Tim: Was mich bei dir interessieren würde: Du hast doch sehr viele Berkshire-Aktien, die gar keine Dividenden ausschütten. Hast Du denn wirklich viele Dividendentitel und zahlen die dir tatsächlich auch eine nennenswerte monatliche Summe aus?

  2. Konrad

    Also mein Depot steht noch ziemlich am Anfang. Aber es wächst Monat für Monat. Das Wichtigste ist glaube ich, am Ball zu bleiben. Einfach diszipliniert und beharrlich weitermachen. Und das ist in der Anfangsphase sicherlich gar nicht so einfach, weil die Erfolge noch nicht wirklich messbar sind. Also einfach Gehirn ausschalten und weitermachen! 🙂

     

  3. Thomas

    Hallo Tim,

    Ich verfolge Deinen Blog mit grossem Interesse und mache selber schon seit Jahren buy and hold.  Nebst Dividenden Aristokraten halte ich auch Anteile von zwei amerikanischen Reits:  Reality Income und Welltower.  Die zahlen sehr schöne und regelmässige Dividenden (Reality Income monatlich!). Die Dividenden steigen auch kontinuierlich, nicht massiv aber schon so 5% pro Jahr.

    Meine Frage:  was hältst du von Reits ?

    Zur Zeit sind ca 20 -25% von meinem Portfolio in Reits.

    Thomas

  4. Christoph

    Hallo,

    also die USA ist einfach deutlich zum Aktien sparen geeignet. Da kommt man in Deutschland bei keinem Broker mit.

    Will man zB wie ich Dividenden Aktien kaufen so kann man ganz einfach diese direkt von den Unternehmen über einen Service Anbieter kaufen. Und dies echt billig!

    So zahlt man bei J&J zB einmalig beim 1, Kauf 5 USD und bei jedem weiterem regelmäßigem nichts mehr an Gebühr.

    Und man kann auch die Dividende automatisch wiederanlegen lassen. Dies auch wieder für 0!! Gebühr!

    Dazu kann man in den USA das mit dem 400K kombinieren und so zahlt man keine Steuern und reinvestiert 100% der Dividenden und nicht wie bei uns unter 75%.

    Das macht viel aus.

    Generell muss Deutschland aufpassen nicht den Anschluß zu verlieren. Ich kann nur hoffen dass BMW & Co wirklich vorne dabei sind bei den autonomen Autos. Wenn nicht wird’s heftig für Deutschland.

    Denn eigentlich laufen wir bei vielem hinterher. Wie jemand hier schrieb: Google, Apple, Netflix usw usw all das kommt aus den USA: Ebenso auch wenn es abgefahren ist Hyperloop eine Idee von Musk.

    Früher waren die Deutschen große Erfinder. Allein Konrad Zuse der den Computer erfand..
    Wo sind diese Erfinder heute? Die Regierung müsste hier viel mehr fördern.

     

     

     

     

  5. PIBE350

    So sind wir Menschen nun mal. Wir suchen den schnellen Erfolg und ständig neue Belohnungen. Geduld und Ausdauer zu haben, fällt uns schwer.

    Deshalb spielen auch so viele Leute Lotto. Sie erhoffen sich den schnellen Reichtum, anstatt das Lottogeld zu sparen und insgesamt bei den Ausgaben kürzer zu treten. Dieser Weg ist ihnen zu anstrengend und langwierig. Sie wollen in der Gegenwart auf nichts verzichten, aber dennoch reich werden.

    Ja, aller Anfang ist schwer und die richtigen Erfolge stellen sich erst Jahre später ein, aber heute bin ich meinem jüngeren Ich dafür unendlich dankbar. Man kan nur die Früchte ernten und genießen, die man vorher gesät hat. 🙂

    Viele Jahre später ist es zum Säen leider zu spät: https://youtu.be/3MaGMj6r5vg und https://youtu.be/QbPzgMXl-6Y

  6. Christoph

    Pipe: Da geb  ich dir vollkommen Recht. Man muss einfach anfangen und dann immer weiter machen.

     

    Allerdings ist es bei manchen vielleicht auch eher der Gedanke Flucht aus dem derzeitigen Leben. Eintöniger Job, Stress mit Kollegen etc.

    Ich ertappe mich auch manchmal dabei. ich laufe jeden Tag an einer Lotto Annahmestelle vorbei und wenn da das 90 Mio Schild dich anschaut und sagt: Hier ist deine Freiheit…..

  7. Stefan Ledabyl

    Vllt würde in Deutschland mehr Schwung in den Markt kommen, wenn die Dividende Quartalsweise ausgeschüttet werden würde.

    Vllt, ich weiss es nicht…

    Tim & Oliver.. Danke für eure Beiträge. Ihr habt mich im Februar schon stark positiv beeinflusst, macht bloss weiter so.

    Allen ein schönes Wochenende. 🙂

  8. PIBE350

    An Christoph: Nachvollziehbar, aber diese Hauptgewinnschilder sind die berüchtigten Möhren, die an einer Angel vor einem hungrigen Esel hängen. Er läuft los, kann diese aber nie erreichen.

    Viel wahrscheinlicher ist es, dass man durch Sparsamkeit und Investitionsbereitschaft zu einem gewissen Vermögen kommt. 😉

  9. Fit und gesund

    Danke Tim für wieder einen erstklassigen Blogartikel, ich handhabe es genauso! Ende des Jahres werde ich wohl 2400 CHF an Dividenden bekommen haben und nächstes Jahr dann noch mehr, nicht schlecht für mein erstes Jahr mit Aktien und ETF’s 🙂

    @PIBE350

    hab mir das Filmchen angeschaut, die ältere Dame, was soll ich sagen, als Schauspielerin herumgetingelt, also doch auch bisschen blauäugig, Wohnung für 600Euro, bin sicher das ginge günstiger, 1Zi Appartments gibt es im teuren Süddeutschland für 350-400Euro.

    Und die Jungen, sie wissen es und tun nix dagegen, man lebt ja JETZT, man verlässt sich wohl auf die Politik und dann ist man eben verlassen, die Politik wird es vom Mittelstand nehmen, irgendwer wird es bezahlen müssen.

    Nur Jammern und Nix tun ist nicht die Lösung, in meinem Kollegen und Freundeskreis brauch ich da nix sagen, die Meisten verpulvern Alles. Budget ist ein Fremdwort für die.

    Schönes Wochenende

  10. PIBE350

    An Fit und gesund: Ja, wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist, helfen nur noch Kostensenkungen oder Arbeitsaufnahmen. Der eine Herr hat vollkommen Recht: Niemand kann heute behaupten oder wird später behaupten können, dass er von seiner Rentensituation nichts gewusst hat. Seit Jahrzehnten ist dieses Thema in allen Medien vertreten. Dazu kommen jährliche Renteninformationen per Post. 😉

  11. Fit und gesund

    @PIBE350

    die werden Alle behaupten sie hätten nix sparen können, seh ich täglich…

    Kaffee, Milch und Zucker sind gratis auf meiner Abteilung, kein Gruselkaffee wohlgemerkt!

    1/3 der Mannschaft rennt aber zum Kiosk in der Pause und kommt mit einem Gesöff im Pappbecher zurück, kostet um die 3CHF, sieht vermutlich cool aus? bei 22 Arbeitstagen kann man sich das ausrechnen, der ETF-Sparplan auf einen MSCI World Index wäre sehr wohl möglich, und das ist ja nun nur ein kleines Beispiel, im Privatleben sind die genauso.

    Beim Kiosk ist Hochbetrieb, Augen auf bei der Berufswahl, im nächsten Leben werde ich vermutlich Kioskbetreiber… muss gleich mal deren Aktien nachschauen 🙂

    Die wohnen nah am Spital, aber dicke Karre und kein Parkplatz…

    Wellnessen ist bei uns der Renner, besonders jetzt wo es kälter wird, ich habe heute Frei, ich wellnesse mal daheim, sehr gemütlich hier. 🙂

    Verzichten ist einfach völlig out, aber mir macht es nix, bin echt dankbar dass ich bescheiden leben kann und genügend Selbstbewusstsein habe um nicht jeden Schnickschnack mitmachen zu müssen. Es wurde mir aber vorgelebt!

  12. Fit und gesund

    tja, hätt ich Valora Holding 2012 gekauft…unglaublicher Kursanstieg und gute Dividende…werd ich mal auf meine Watch-list tun.

  13. Christoph

    @Fit und gesund: ach im nachhinein weiß man eh alles besser. Mach dir keinen Kopf du machst das schon richtig derzeit.

    Es gibt soviele wo man sagt: Hätte ich doch.. aber auch viele wo andere sagen: hätte ich bloß nicht. Denk an Twitter, Yahoo, Deutsche Bank (von 90 auf 10 runter).

    Wenn man zb die DB beim Hoch preis gekauft hat müsste man erstmal eine andere mit fast 100% gewinn haben damit man wieder auf 0 kommt. Wichtiger als hohe Gewinne ist kein Verlust und langsame aber stetige Gewinne.

     

  14. Fit und gesund

    @Christoph,

    mit der Deutschen Bank ist ein Trauerspiel, da ist meine olle vermaledeite CS ja noch gut dagegen, heute geht sie mal wieder rauf, wie eine launische Diva, schlimmer als meine zickigste Katze…aber im Moment halte ich mich mal an Tim’s weise Worte, einfach mal liegen lassen, irgendwann wird sie sich hoffentlich berappeln, nur nachkaufen tue ich nix mehr.

    Ich denke man muss sich in der Kunst des Nichttuns irgendwie noch perfektionieren, das fällt mir immer am Schwersten, ich bin viel zu sehr der Typ, immer zackig was machen, wenig nachdenken *lach*

  15. Marco

    Dieses Gefühl hatte sich bei mir zum ersten Mal bei 50.000 Euro Depotwert eingestellt. Da hatte ich die Gewissheit, dass die normalen Misslichkeiten wie zu wenig Aufträge oder kaputtes Dies und Das mir keine Probleme mehr bereiten werden.

    @Oliver: Das kann ich leider nicht ganz nachvollziehen. Ich finde zwar auch, dass ein stetig wachsender Eigenkapitalpuffer beruhigend wirkt, aber es ist doch das Ziel von den Dividenden zu zehren und nicht von der Substanz. Mir würde es schwer fallen auch nur einen Wert aus der Not heraus verkaufen zu müssen. Natürlich es es besser, als nichts zu haben. Aber dadurch würde einiges an Arbeit zunichte gemacht.

    Es ist wie an dem Ast zu sägen auf dem man sitzt und auf dem man einen Teil seiner Existenz aufgebaut hat oder aufbauen möchte.

     

    Einfach diszipliniert und beharrlich weitermachen. Und das ist in der Anfangsphase sicherlich gar nicht so einfach, weil die Erfolge noch nicht wirklich messbar sind. Also einfach Gehirn ausschalten und weitermachen!

    @Konrad: Ich fand es anfangs motivierender, wo die Sparrate noch einen erheblichen Teil zum Depotaufbau beiträgt und die Wachstumsrate der Ausschüttungen noch stark davon betroffen ist. Von Monat zu Monat wird aber deine Arbeitskraft immer unbedeutender. Auf der einen Seite ist es interessant und toll anzusehen, wie das Depot immer mehr im Alleingang arbeitet, aber gleichzeitig auch erschreckend, wie es 2-5 Monatsgehälter hoch und runter schwankt. Und eine Sparrate die jährliche Ausschüttung nur noch um kleine Beträge erhöht. Auch wenn die Raten und die dadurch zustandekommenden Ausschüttungen absolut identisch wie am Anfang sind, so werden sie relativ immer kleiner. Aber am Ball bleiben hilft. Egal ob zu Beginn oder später 😉

     

    Gruß,

    Marco

  16. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Oliver

    Ja, meine Dividenden sind sehr schön am Sprudeln. Ich habe Verzehnfacher, Verzwangzigfacher…. im Depot. Ich lasse sie einfach laufen. Die meisten Anleger verkaufen eine Aktie, wenn sie etwas verdient haben. Ich möchte aber mehr Rendite mit ihnen machen. So wie Buffett. Ich möchte über 1.000 Prozent Rendite je Position. Das geht nur mit Warten. Und danach behalte ich sie weiter. Ich behalte sie ewig. Das ist das Geheimnis der Börse.

    http://timschaefermedia.com/wie-ich-aus-2-500-flotte-117-000-euro-machte/

     

    @ Thomas

    REITS kann man machen. Sie haben den Vorteil, dass keine Doppelbesteuerung stattfindet. Der klassische Fall sieht ja so aus: Nehmen wir Colgate. Also zunächst bezahlt Colgate Steuern auf seinen Gewinn. Dann schüttet Colgate den versteuerten Gewinn an den Aktionär via Dividende aus. Anschließend wird der Aktionär erneut vom Fiskus geschröpft. Beim REIT geht es so: Das Immobilien-Unternehmen braucht den Gewinn nicht zu versteuern. Das Unternehmen bezahlt fast den gesamten Cashflow aus (juhu!). Nur der Aktionär muss Steuern auf die Dividende zahlen. Insofern ist das von Vorteil. Wobei REITs werden schon recht gut bewertet. Trotzdem sind sie alles in allem eine feine Sache. Sie eignen sich zum „Buy and Hold“.

    Ich finde zum Beispiel die Forstbetreiber ganz spannend. So was wie Weyerhaeuser ist ganz nett. Da wachsen die Renditen, wenn man schläft. Die Bäume wachsen und wachsen automatisch. Hat wenig Risiko.
    http://investor.weyerhaeuser.com/dividend-information

  17. Oliver

    @Marco:

    Ich habe bei 50.000 auch keine Aktien verkauft, als ich diese Summe erreicht habe. Es ging mir um das Gefühl, wenn etwas ganz dummes passiert, dass ich einen so großen Puffer habe, dass ich mir zumindest finanziell darüber keine Sorgen machen muß. Verkaufen tu ich nur, wenn das Geschäftsmodell des Unternehmens nicht mehr funktioniert. Ich habe zum Glück überhaupt noch keine Aktien wegen einer Notlage verkaufen müssen. Aber die Gewissheit, falls ich es doch einmal muß, ist für mich mental ein sehr gutes Gefühl. Genau darum gehts bei dem beschriebenen Punkt.

    @Tim:

    Du beschreibst jetzt im Gegensatz zum Artikel die Kursgewinne. Mir ging es primär um die Dividendenausschüttungen. Ist bei mir bekannterweise eine wichtige Richtgröße für die Entwicklung.

    Was REITs betrifft:

    Ich habe auch einige davon im Depot und finde ich als Beimischung sehr sinnvoll. 20% ist eine gute Größe, ich liege etwas darunter. Aber so genau bin ich bei der Aufteilung Aktien/REITs nicht. Wenn die Preise für REITs gut sind, gibts keinen Grund, nicht zu kaufen.

  18. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Oliver

    Meine Dividenden sind monatlich im Schnitt vierstellig. Mein Steuerberater ist immer begeistert, wenn er das sieht.

  19. Claus

    @ Oliver

    bis auf diese Kleinigkeit stimme ich dir zu:

    „Wenn ich 20 EURO Dividende im Monat bekomme, dann juckt mich das nicht wirklich. Ist zwar geschenktes Geld, aber kein Betrag, der mein Leben in irgend einer Form verändern würde.“

    Dividenden sind kein geschenktes Geld, denn sie werden ja zuvor vom aktuellen Kurs abgeschlagen und versteuern muss man sie auch noch.. An der Börse gibt es leider keine Geschenke…

    @ alle

    Heute habe ich Dividenden von Total, Dentsply und Ph. Morris Int. erhalten und erstmals die 10k Netto-Div. innerhalb eines Jahres überschritten…

    Es lohnt sich also, tapfer weiter zu sparen und zu investieren. Man sollte es nach Möglichkeit zu seinen festen Gewohnheiten machen. Je jünger man ist, desto besser sind die langfristigen Aussichten.

    Die wichtigsten Erfolgs-Faktoren sind die Anlagedauer (so lange wie möglich), die Höhe der Sparraten, die Zusammensetzung des Depots und… GEDULD!

    Für mich gehört noch die mentale Verlustbegrenzung dazu (kein Stop-Loss). Läuft eine Aktie gegen mich und erreicht einen vor dem Kauf notierten max. tolerierten Verlust, verkaufe ich ohne wenn und aber. So habe ich gelegentlich einen kleinen Verlust, aber überwiegend hohe Gewinne. Die wenigen kleinen Verluste schaden dem Depot nicht.

    Läßt man die Verluste hingegen laufen und verbilligt dann noch (mehrfach), kann das manchmal sehr teuer werden und die Performance ruinieren.

    Aber hierzu hat jeder seine eigene Meinung.

    Viel Erfolg!

     

  20. Fit und gesund

    @Claus,

    Hut ab! wow…

    aber mit der Verlustbegrenzung ist so eine Sache, ich habe 85 Novartis Aktien gehabt und die waren eigentlich immer im Minus, nicht doll aber dennoch…was mich aber nie gestört hat, hätt ich die verkaufen sollen, hab ja keine Glaskugel, hätte ja auch noch weiter abwärts gehen können, vorgestern hab ich nochmal 65 dazugekauft und hab jetzt 150 und bin sehr froh damit, bei Roche ist es ähnlich, nur von denen hab ich schon ziemlich genug, eine meiner grössten Positionen.

    Ab wieviel Minus fängt denn bei Dir die Verlustbegrenzung an? Und keine Sorge, ich verkaufe meine Novo Nordisk sicher nicht bei Minus 10%, da kauf ich bei Minus 15-20% hinzu da nur eine kleine Position.

    Das ist so schwierig für mich, die Einen sind erfolgreich mit absolutem Buy and Hold, die Anderen ebenso mit Verlustbegrenzung..das krieg ich glaub nicht so gut hin.

    Aber ich hab sonst die Sturheit eines Esels und ich habe eine gute Sparrate, irgendwas wird schon hängenbleiben 🙂

  21. Markus

    @Tim

    Wie ging es denn bei Dir eigentlich so schnell?

    Wenn ich es richtig auf geschnappt habe, hast Du doch eine Verschwendungsphase gehabt und so richtig mit dem Investieren ging es erst mit dem Umzug nach Amerika vor ca. 8 Jahren los.

    Würde aber dem widersprechen, dass du SAP schon so lange hältst.?

    Vielleicht habe ich es auch falsch in Erinnerung.?

    Wie alt bist Du denn und in welchem Alter hast Du wie was geschafft?

    Die 40 Jahre Anspardauer… Ja, erfordert halt eine Geduld fürs halbe Leben und man ist schrumplig, weniger fit, alt und in unserer Gesellschaft weniger wert…

    Monetär zwar schon, aber wenn man aufgrund des Reichtumsziels nicht das Leben lebt, dass man evtl. noch lieber leben würde?

  22. Markus

    @Christoph

    Schau dir doch mal die Weltmarktführer in der zweiten deutschen Reihe an.

    So übel und schlechter als die eyecatcher Google, amazon und Facebook ist das deutsche Unternehmertum nicht, wie es hier dargestellt wird!

  23. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Markus

    Aktienaufbau begann in jungen Jahren bei mir. SAP halte ich seit Ewigkeiten.

    Die Verschwendungsphase geschah zwischenzeitlich. Ich habe aber unterm Strich keine Aktien dafür verkauft. Ich habe für Couch, Einbauküche, Konsumkredite, Designermöbel „nur“ mein Gehalt + Festgeld verpulvert.

    Vor 11 Jahren kam ich nach New York. Ich lebte ganz bescheiden. In WGs. Ich habe dann begonnen, mehr Aktien zu kaufen. Seit 2007/08 hat sich übrigens der S&P-500-Index verdreifacht. Jetzt bin ich finanziell ziemlich frei. Es fehlt noch ein kleiner Babyschritt. Die Fast-Freiheit ist ein unglaublich schönes Gefühl.

  24. Marco

    Ich habe bei 50.000 auch keine Aktien verkauft, […]

    Verkaufen tu ich nur, wenn das Geschäftsmodell des Unternehmens nicht mehr funktioniert.

    @Oliver: Das hatte ich aus deinem Kommentar (auch den Zahlreichen zuvor) schon so verstanden.

    Ich wollte nur sagen, dass ich eine bestimmte Depothöhe leider (ich würde es gern) nicht zwingend als beruhigend empfinde, sondern mich dann tendenziell eher um den Substanzerhalt sorge (ohne mir jetzt Sorgen wegen Volatilität zu machen und ohne übertriebenen Ängsten zu erliegen).

    Ich würde ziemlich viel dafür tun, eben nicht an die Substanz zu müssen und das wirklich nur die allerletzte Option wäre (bei dir vermutlich auch).

    Kurz: 50.000,00 € auf einem Sparbuch würden mich beruhigen (deswegen ein Notgroschen, der aber tatsächlich weitaus geringer ist und mich trotzdem ruhig schlafen lässt), 50.000,00 € im Depot sollen arbeiten.

    Von der Summe ist zwar beides gleich bedeutend, wenn man das Geld aktuell benötigt, aber das Depot ist für mich mehr wert. Wegen des Produktivkapitals. Das Sparbuch dagegen macht nichts. In der aktuellen Lage sogar weniger als nichts. 😉

     

    Gruß,

    Marco

  25. PIBE350

    Weil nach Immobilienaktien gefragt wurde: Ich habe meinem Depot den Indexfonds ,,iShares Developed Markets Property Yield“ beigemischt. Klar, eine gewisse Korrelation zum Aktienmarkt ist natürlich gegeben, aber mir sagen offene und geschlossene Immobilienfonds einfach nicht zu.

  26. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Fit und gesund

    Klar, viele Wege führen nach Rom.

    Nach meinem Dafürhalten machst Du es richtig. Stur wie ein Esel sein: Kaufen und Liegenlassen. Nichtstun ist die Königsklasse. Die ganze „Verlustbegrenzung“ kann zu einer Gewinnbegrenzung führen. Denn viele Qualitätsunternehmen haben mal eine Krise und erholen sich danach wieder.

    Siehe Amazon, McDonalds, Fresenius Medical Care, Netflix, Apple, Bayer…

    Es gibt wirklich heftige Fälle. Zum Beispiel die US-Drogeriekette Rite Aid. Das Tief lag bei etwa 20 Cent. Aktuell 7 Dollar.

  27. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Marco,

    ich glaube, Du machst es zu kompliziert.

    Ich kann Oliver 100% nachvollziehen. Ich hatte im Alter um die 30-35 Jahre eine echte existentielle Krise, nahe einer Depression. Ich hatte bis dahin versucht mein Leben zu leben, musste mich finanziell nach der Decke strecken, und mangels Startkapital elterlicherseits (wie bei Anderen üblich) keine Chance auf Wohlstand.

    Als ich irgendwann mich mal fragte, was eigentlich würde, wenn ich meinen Job verlieren würde, dann überkam mich Existenzangst. Wer das nicht wirklich kennt, der kann sich keine Vorstellung machen, wie es einem da ist.

    Ich hatte dann daraufhin mein Leben auf das absolut Nötigste beschränkt. Ich wollte wissen, mit wie viel Geld ich überleben kann. Ich bin in die Arbeit, habe alle Fixkosten mit Einzugsermächtigung und Dauerauftrag versehen, und mehrere Jahre nicht mehr aufs Girokonto geschaut oder Auszüge geholt.

    Ich wollte nicht in Versuchung geraten, dass, wenn wie erhofft etwas angesammelt wird, ich mir was kaufe dafür.

    Als ein paar Jahre vergangen waren, habe ich wieder aufs Konto geschaut, und es waren knapp 35.000 DM drauf. Das war gigantisch für mich. Das war damals eine unerhörte Summe für mich. Ab da hatte ich dann das Gefühl, was Oliver beschrieb. Am Leben hat sich nichts geändert, aber ich hatte einen Schwimmring, der einen vorm schnellen Untergang bewahrt. Ob das Giro, Festgeld oder Depotwerte sind, das ist egal. Hauptsache, man steht nicht mehr nackig da. Diese Erleichterung beschreibt Oliver. Das ist der erste schwerste Schritt, den viele Leute nicht gehen, weil sie keine wirkliche Perspektive sehen.

    MS

  28. Oliver

    @Tim:

    Das ist schon sehr gut. Ich bin auch vierstellig, aber mir fehlt noch ein bisschen was, bis das ich da bin, wo ich sein möchte. Dürfte alles eine Frage der Zeit sein.

    @Marco:

    Ich bin noch nicht auf den Gedanken gekommen, Geld in gutes und schlechtes zum Ausgeben einzuteilen. An deinen Gedanken sieht man, das wahnsinnig viel Kopfsache ist. Es gibt z.B. sehr viele Diskussionen über den Notgroschen und wie hoch der sein soll. Das geht von Leuten, die diesen gar nicht haben bis zu anderen, die tatsächlich mehrere 10.000 als Notgroschen benötigen, um beruhigt durchs Leben zu gehen. Meines Erachtens ist das Thema Notgroschen gerade am Anfang sehr wichtig, wenn man noch keine oder sehr geringes passives Einkommen hat. Je höher das passive Einkommen, desto weniger wird einem der Notgroschen beschäftigen. War zumindest bei mir so. Ich habe auch kaum irgendwelche Notausgaben, die über die normalen Ausgaben sehr groß rausgehen. Vater Staat ist am unberechenbarsten, alles andere hält sich bisher in Grenzen.

    @Claus:

    Du nimmst mich zu wörtlich :). Ich sage dazu, wenn ich das Geld nicht investiert hätte, würde ich die Dividende nicht bekommen. Also wenn ich Konsumjunkie wäre, keine Aktien und dann keine Dividenden. Deshalb Geld, was ich mit anderem Lebensstil nicht hätte. Aber bitte jetzt keine Dividenden/nicht-Dividendendiskussion. Hatten wir alles schon. 10k Nettodividende ist übrigens ein wahnsinnig gutes Ergebnis. Glückwunsch.

  29. Marco

    @Matthias:

    Ich verstehe auch was Oliver mitteilen möchte.

    Vielleicht bin ich noch zu jung oder zu naiv. Ich habe regulär noch knapp über 40 Jahre Arbeitsleben vor mir. Ein Depot mit 50.000,00 € würde mir mit Sicherheit den Rücken stärken. Keine Frage. Aber wenn ich heute auf morgen meinen Job verlieren würde, in die Situation käme nichts Neues zu finden, dann empfinde ich 50.000,00 € nicht mehr als beruhigend, wenn ich davon 40+ Jahre überbrücken muss. Natürlich kann ich mich damit neu  orientieren, bis ich was anderes gefunden habe und auf dem Rest wieder den Aufbau beginnen. Dadurch hab ich es leichter, als hätte ich das Depot nicht. Das ist mir bewusst.

    Vielleicht liegt es auch daran, dass ich mir bislang nie über die Depothöhe Gedanken gemacht habe, sondern mehr über die Ausschüttungen. Und die würden mich erst beruhigen, wenn ich meine Lebenshaltungskosten (inkl. Miete) decken könnte. Vielleicht kommt mir der Betrag von 50.000,00 € aus dieser Perspektive zu gering vor.

    Ich werde nochmal in mich gehen und überlegen, in welchen Situation mir mein Depot für wie lange helfen würde. Vielleicht bin ich danach ja doch beruhigt. 🙂

     

    Gruß,

    Marco

  30. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Marco,

    vollkommen richtig. Beruhigt kann man erst sein, wenn man seinen kompletten Unterhalt aus monatlichem Cashflow (Dividenden, Mieten etc.) decken könnte. Aber auch der ist natürlich nicht sicher. Kann jederzeit versiegen aus verschiedenen Gründen. Man findet also immer Gelegenheit, sich zu fürchten. 😉

    Ohne Job sind 50.000 schnell verfrühstückt, wenn gar nix mehr rein kommt. Aber so schlimm kommt es meistens nie. Irgend einen „Pamperljob“ findet man schon, um damit die allernotwendigsten Ausgaben zu decken, bis es wieder besser wird. Und ich hatte für mich gesehen, dass ich mit viel weniger Geld überlebt hatte, als ich verdient habe. Das hatte mich beruhigt, und die kleine Reserve hat mir den moralischen Anschub für Weitersparen, und später Investieren, bereitet.

    MS

     

  31. Marco

    Ich möchte den Teufel auch nicht an die Wand malen und bin alles in allem sehr optimistisch eingestellt.

    Wie gesagt, habe ich sogar einen ziemlich geringen Notgroschen und bin quasi fast zu 100 % investiert. Wenn ich also etwas aus dem Depot verkaufen müsste, wäre ich selbst schuld.

    Und da ich seit Jahren ebenfalls versuche nur mit dem Nötigsten (allerdings nach dem Motto: living with less, but only with the best) zu leben, komme ich auf eine Sparquote von rund 50 %. Für mich mehr als zufriedenstellend. Diese beruhigt mich übrigens am meisten. 😉

    @Oliver: Ja, Investieren und der Umgang mit (bzw. das Verständnis von) Geld ist wirklich eine Kopfsache.

    Gruß,
    Marco

  32. ichbins

    Ja Tim du hast vollkommen Recht. Nur weiß heute noch niemand was auch morgen noch Qualitätsaktien sein werden.

    Deutsche Bank, RWE galten mal als sichere Qualitätsaktien. Einmal die größte deutsche Bank, dann ein solider Versorger. Denn Energie braucht man ja immer. Doch es kam alles ganz anders.

  33. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Marco,

    ich sehe es auch so. Ich strebe kein Entnahmemodell an. Die Substanz soll sich stetig vermehren. Solange ich die Dividenden noch nicht zum Leben brauche, werden sie natürlich reinvestiert. Am liebsten wäre mir später, dass nur ein Teil der Dividenden entnommen werden müssen, um die „Rentenlücke“ zu füllen, also ein recht nettes Leben ohne Übertreibungen, aber mit Annehmlichkeiten führen zu können.

    Apropos… heute wurden wieder 30 USD, 52 CAD und 25 EUR eingebucht. Davon könnte ich in der Not viele Tüten Nudeln kaufen zum Überleben! 😉

    MS

  34. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Ichbins

    Richtig. Unternehmen gehen manchmal in Flammen auf. Daher sollte man streuen. Oder kaufe einfach ein ETF etwa auf den S&P-500-Index, dann ist das Problem der Firmeninsolvenz bequem gelöst.

  35. ichbins

    Ist Colgate wirklich so empfehlenswert? Sind die nicht ziemlich verschuldet? Wäre Procter&Gamble nicht empfehlenswerter? Die haben ja auch ein viel breiteres Produktportfolio und Zahnpasta und Spülmittel können die auch herstellen.

  36. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ ichbins

    Ich finde Colgate und P&G beide spannend.

    Colgate hat keine hohe Verschuldung. Es sind unterm Strich bloß rund 5 Milliarden Dollar Schulden. Bei einem Börsenwert von 64 Milliarden Dollar ist das keine hohe Verschuldung.

  37. Fit und Gesund

    @Tim,

    danke, ich meine, Jeder hat seine Stärken, meinen  fehlenden  analytischen Verstand, so wie ihn Manche eben haben, den kann ich mit Sturheit eines Esels und hoher Sparquote eben kompensieren,

    Dein Rite Aid Beispiel ist echt krass, hoffen wir mal das Monte Paschi di Siena das auch hinbekommt, (da bin ich nicht mit dabei zum Glück).

    Und deswegen hab ich Aktien und ETF’s, damit fühl ich mich wohler.

    @All

    also wer keinen Notgroschen hat, handelt fahrlässig, es geht nicht um plötzlich arbeitslos werden, da bekommt man ja erstmal noch Arbeitslosengeld, aber es gehen oft Dinge hintereinander kaputt (Waschmaschine, Fernseh, Autoreparatur) dann wird das Viech krank und es kostet und wenn man Pech hat wollen die mehr Steuern als vorgesehen, ist mal der Wurm drin und man hat eine Pechserie dann ist so ein Notgroschen Gold wert.

     

  38. Dani

    @ Matthias Schneider

    Apropos… heute wurden wieder 30 USD, 52 CAD und 25 EUR eingebucht. Davon könnte ich in der Not viele Tüten Nudeln kaufen zum Überleben! ?

    Ha Ha, so hab ich es noch nie gesehen. Jetzt fühl ich mich richtig reich, dank dir.  🙂 Ein kleiner Nudelkönig bin ich nämlich auch schon 😉

    @ Fit und gesund 

    Du machst sicherlich alles richtig. Mit Unternehmen wie Roche und Novartis eventuell noch Nestle dazu,  könnte ich auch dann noch ruhig schlafen, wenn sie meinen einzigen  Werte wären. Generell hat die Schweiz viele 1 a Unternehmen zu bieten. Ist aber vielen nicht bekannt.

    Habe selbst mal in der Schweiz gelebt und mich deshalb mal etwas genauer mit Schweizer Unternehmen beschäftigt.

    Wenn man in Deutschland lebt , schreckt die hohe Dividendenbesteuerung allerdings doch etwas ab.  Welche Schweizer Werte hast du sonst noch so wenn man fragen darf?

     

  39. PIBE350

    Also mein Notgroschen beträgt 3000 Euro. Single, kein Auto, keine Haustiere, keine wertvollen Gegenstände und keine finanziellen Verpflichtungen. Eigentlich würden auch 1000 Euro ausreichen, aber so fühle ich mich wohler. Sollten alle passiven Einkommenströme plus alle Vermögenswerte mit einem Schlag in Rauch aufgehen, könnte ich immerhin noch mindestens 6 Monate lang überleben. 🙂

  40. Heinz

    Hallo zusammen,

    tolle Beiträge in letzter Zeit.

    Mit dem Aktiensparen ist es „ganz einfach“, wenn man das Geld hat, Zeit, Wissen, zur richtigen Zeit beim richtigen Scheinchen, und alles nach oben dreht…

    Heute habe ich ein paar Artikel gelesen, die ich Euch nicht vorenthalten wollte:

    „60 Prozent der Sparkassen-Kunden sind schon heute am Monatsende auf ihrem Konto bei null.“ Weitere gut zehn Prozent hätten am Monatsende weniger als 100 Euro übrig.

    http://www.faz.net/aktuell/finanzen/sparkassen-check/millionenverlust-fuer-sparkassen-wegen-niedrigzins-14443438.html

    oder der hier:

    …Was für ein Verhältnis entwickelt man zu Besitz, wenn man so lebt?

    Schwandt: Gar keins. Wir lebten im Moment. Koje und Essen waren da, die Heuer haben wir durchgebracht für Mädchen und Alkohol.

    http://www.zeit.de/2016/41/juergen-schwandt-kapitaen-blogger-afd

    Viel Spass beim lesen und weiter so !

    (Tim, kommst du irgendwann mal auf ein Forumstreffen in D ?)

     

    Grüße

    Heinz

     

  41. Dani

    @ Fit und Gesund

    also wer keinen Notgroschen hat, handelt fahrlässig, es geht nicht um plötzlich arbeitslos werden, da bekommt man ja erstmal noch Arbeitslosengeld, aber es gehen oft Dinge hintereinander kaputt (Waschmaschine, Fernseh, Autoreparatur) dann wird das Viech krank und es kostet und wenn man Pech hat wollen die mehr Steuern als vorgesehen, ist mal der Wurm drin und man hat eine Pechserie dann ist so ein Notgroschen Gold wert

    Wie wahr, wie wahr!!!

     

    @Tim

    ich liebe es wenn du in deinen Artikel auf einzelne Aktien eingehst oder/und aufführst! Bitte mehr davon. 🙂

     

  42. Fit und Gesund

    @Dani,

    also neben Roche, Novartis, Nestle hab ich noch Adecco, ABB und eben CS, da soll aber noch mehr dazu kommen bei den CH Aktien. Ich denke auch dass man bei den 3 Nationalaktien nicht viel Anderes bräuchte, sie waren auch meine erste Wahl.
    Hätte gerne noch Geberit und Givaudan.

    Ansonsten hab ich noch Novo Nordisk, Royal Dutch Shell (Miniportion) Unilever, die Vanguard ETF’s und den Ishares Emerging Markets Bond Fund (5%) der Letzte schüttet monatlich was aus, ist aber kein Witwen und Waisenpapier.

    US Aktien hätte ich auch gerne, aber da tut die CH sich irgendwie eher schwer mit, anfänglich war ich mit meinem online banking sogar gesperrt dafür, das ist kompliziert wegen den Steuern.

     

    @PIBE350

    dann bekämst Du doch Hartz 4 und könntest davon weitersparen 🙂

  43. MattySpaghetti

    Hallo zusammen,

    vor wenigen Wochen hab ich den Investmentsprung endlich geschafft. Nach knapp neunmonatiger Planung hab ich nun mein Depot mit ETFs befüllt und kümmere mich fortan vor allem um die Auswahl neuer Einzeltitel, die ich regelmäßig ins Depot holen möchte. Und sofort stellt sich die Frage der „fairen Preise“ von Aktien. Soll mann erst dann zuschlagen, wenn es mal wieder crasht, oder doch einfach regelmäßig stur nachkaufen?
    Und was heißt das eigentlich, „fair“? Kann ich das als Laie überhaupt entscheiden? KGVs, steigende Dividendenrenditen, andere Kennzahlen vergleichen, Geschäftsberichte lesen… trotz Hilfestellungen von Blogs und Büchern fühle ich mich unterm Strich nicht sicher. Es bliebe zum jetzigen Zeitpunkt die Entscheidung auf Bauchebene, bzw. ein einfaches Nachkaufen der Werte, die andere momentan empfehlen. Wie z.B. Tim und andere hier im Blog, z.B. Berkshire, P&G u.v.m..
    Immer wieder wird das langfristige Wachstum der Börse erwähnt, auf das man setzen kann. Dies bedeutet wohl: Kauf einfach solide Werte, egal wann (=regelmäßig). Dann wiederum liest man: Warte, bis der Preis stimmt, und dann schlag zu (=unregelmäßig).
    Bei ETFs hatte ich diese Zweifel nicht. Da gab es komischerweise für mich eigentlich nur die Entscheidung: einsteigen, so schnell es geht. Bei den Einzeltiteln jedoch fällt mir dies bedeutend schwerer. Ich kann es einfach noch nicht richtig einschätzen. Momentan zeichnet sich folgendes Bild ab: Monatlich sparen, 1-2x pro Jahr investieren, aber generell einen Teil der Ersparnisse (ich meine damit nicht das Finanzfeuerwehr-Polster, das ist unberührt) auf dem Tagesgeldkonto lassen. Um im Crashfall liquides Vermögen zu haben. ???

    Vielleicht habt ihr ja ein paar gute Tipps zu dieser Problematik.

    Gruß Matthias

  44. Dani

    @ Fit und Gesund  , danke für die Antwort.

    -US Aktien hätte ich auch gerne, aber da tut die CH sich irgendwie eher schwer mit, anfänglich war ich mit meinem online banking sogar gesperrt dafür, das ist kompliziert wegen den Steuern.-

    Echt jetzt? Also mir war zu meiner Schweizer Zeit keine Problematik in der Richtung bewusst. Hast du mittlerweile die Schweizer Staatsbürgerschaft? Vielleicht liegt da der feine Unterschied.

    Geberit wäre nicht so meins , aber Givaudan auf jedem Fall.

    Meine Schweizer Hitliste sieht folgendermaßen aus:

     

    Barry Callebaut
    BB Biotech
    Emmi
    Forbo
    Givaudan
    Kühne+Nagel
    Lindt
    Nestle
    Novartis, Roche,         eventuell noch Actelion
    Richemont
    Schindler
    SGS                                                                                                                                                                                                                                                                       eventuell noch
    PAX Anlage
    U Blox

    Mit so einem Depot könnte ich leben 😉

     

     

     

  45. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Tim,

    ja, die RAD (Rite Aid) hat die Kurve bekommen. Leider weiß man das nicht vorher. Das ist reine Lotterie. Man kann jetzt z.B. billig Seadrill kaufen. Die Chancen stehen laut Mainstream eher auf Pleite.

    Wer traut sich zu kaufen? Wenn sie es schaffen, dann ist man hinterher der Held.  Wenn sie pleite gehen, dann wird auf einen eingedroschen, wie man so blöd sein konnte.

    Ich erinnere mich an Radioshack. Ich wollte eine kleine Position riskieren, habe es aber doch gelassen. Zum Glück. Es hätte auch gut gehen können. Ist es aber nicht. Alles was am Boden ist, das ist nicht grundlos am Boden.

    Und nicht jede Firma schreit in den Markt wie RadioShack: „Don’t buy our stock, it’s worthless“.

    @Heinz,

    bin auch Sparkassenkunde. Ich halte den Durchschnitt hoch. 😉 Ich habe am Ende des Monats immer ca. 2.000 EUR Guthaben. Will ich auf 3-4.000 hochfahren. In letzter Zeit habe ich jeden übrigen Cent aufs Depot überwiesen, habe aber gemerkt, dass mir das nicht gut tut. Ich will mir keine Gedanken machen müssen, ob ich Geld ausgeben kann oder nicht.

    Übers Wochenende geht’s in den Schwarzwald zum Wandern. Es ist ein herrliches Gefühl, wenn man einfach Hotel, Restaurant usw. zahlen kann, ohne zu überlegen, ob das Konto das hergibt.

    @MattySpaghetti,

    Ja, im Zweifel einfach ETFs ohne Bedenken. Immer mal wieder aufstocken.

    Bin dann mal weg, schönes WE

    MS

  46. Fit und Gesund

    @Dani,

    Deine Liste gefällt mir sehr gut, vor Allem Lindt 🙂 ich ess nur deren Schokolade! Und Emmi Joghurt…Schindler und Kühne und Nagel sind glaub inhabergeführte Firmen, das ist ein Vorteil. Die CH-Steuer bekommt man glaub problemlos zurück.

    Nein, ich bin keine Schweizerin geworden, das kostet ordentlich was und mit meiner C-Bewilligung fahr ich ja gut, und nein, das US-Problem betrifft alle Schweizer, bis zu einem Betrag von 60’000 CHF kann ich da investieren ohne Probleme, danach muss man höllisch aufpassen, im Todesfall werden die Erben besteuert und zwar nicht nur auf die US-Aktien sondern auf das gesamte Vermögen, unglaublich, aber leider wahr, ich musste erst freigeschaltet werden und musste so Formulare unterschreiben dass ich davon in Kenntnis gesetzt wurde und zig mal beteuern dass ich keinen US-Pass habe auch keine green-card und nicht dort gelebt hab und sonst noch was ….

     

    @Matty Spaghetti,

    ich weiss was Du meinst, ist komisch, bei den ETF’s machen mir Verluste viel weniger aus,

    ich habe den Fehler gemacht dass ich anfänglich gleich mit grossen Summen eingestiegen bin, ich hatte erst kein e-banking und jeder tel. Kauf kostete 80CHF, da wollte ich natürlich sparen, jetzt hab ich e-banking und zahle immer noch 40CHF, also such Dir einen günstigen Broker wenn Du öfter was kaufen möchtest.

    Ich habe das Ziel halb ETF, halb Einzelaktien, mit der fairen Bewertung ist so eine Sache, auf einen Crash zu warten könnte sich als falsch erweisen, da wartet man evtl. lange, kann ja auch jetzt 2 Jahre seitwärts laufen, lieber stetig dazukaufen, besonders wenn man jünger ist.

  47. Mattoc

    Hallo zusammen,

    wie entwickeln sich Dividenden im Verhältnis zum Kurs bei übergeordneten starken Einbrüchen des Aktienmarkts, also nicht aufgrund einer konkreten Unternehmenskrise, weil beispielsweise das Geschäftsmodell nicht mehr funktioniert?

    Zum Beispiel:

    Der Kurs sämtlicher Aktien des S&P500 bricht relativ stark ein, zum Beispiel um 30% innerhalb eines Jahres. Jetzt ist meine Annahme, dass die Gewinne bzw. die Dividenden nicht in der gleichen Stärke im Durchschnitt sinken, sondern vielleicht nur um 10% oder 20%. Dann würde in einer solchen Phase die Dividendenrendite steigen, was wiederum die Aktien mit hohen Dividendenzahlungen stabilisieren sollte.

    Ist das richtig?

    Kann sich jemand von euch noch an 2007/2008 erinnern? Wie war das damals?

    Danke

    Mattoc

  48. Freelancer Sebastian

    @Marco

    Aber wenn ich heute auf morgen meinen Job verlieren würde, in die Situation käme nichts Neues zu finden, dann empfinde ich 50.000,00 € nicht mehr als beruhigend, wenn ich davon 40+ Jahre überbrücken muss

    Diese Angst ist mir fremd. Ich sehe eher die Freiheit, die 50.000 € ermöglichen. Du kannst über Jahre tun, was du möchtest. Denk positiv!

  49. PIBE350

    An MattySpaghetti: Ich verstehe deine Zweifel. Da ich mir nicht zutraue, dauerhaft entsprechende Indexe per Einzelaktien bei gleicher Risikostreuung schlagen zu können, lasse ich es lieber gleich bleiben.

    Bei Indexfonds muss man sich keinen Kopf machen, wie einzelne Aktien zur Zeit stehen. Man kauft einfach ganze Regionen bzw. den Weltmarkt nach. Die USA stehen zur Zeit eher hoch, dafür Europa und die Schwellenländer eher niedrig. Den Rest erledigen die Indexe automatisch: die Gewichtung der Einzelaktien (Aufsteiger und Absteiger) und die Indexzusammenstellung (Neuaufnahmen und Herausnahmen).

    Die Punkte, die aus meiner Sicht für Einzelaktien stehen, stören mich nicht:

    – Emotionale Bindungen und Präferenzen zu einzelnen Unternehmen

    – Befriedigung des Spieltriebs (Monopoly lässt grüßen) 😉

    – Keine laufenden Kosten

    – Direkter Besitz und die Möglichkeit der Wahrnehmung von Aktionärsrechten auf Hauptversammlungen

    – Die theoretische Möglichkeit, besser als Indexfonds abschneiden zu können

    In diesem Blog geht es zwar eher um Einzelaktien, aber Tim wiederholt ja immer wieder, dass Indexfonds ebenfalls eine gute Wahl sind.

    Ich hoffe, dass ich ich dir bei deiner Entscheidungsfindung etwas weiterhelfen konnte. Mit Einzelaktientipps und wann man welche Titel nachkauft oder fallen lässt, kann ich leider nicht dienen. Ich kaufe zu Beginn jedes Monats mit frischem Geld weitere ETF-Anteile nach, egal wie die Kurse stehen.

  50. MattySpaghetti

    @ Fit und Gesund:
    Mit größerer Summe bin ich auch nach Abwägung eingestiegen. Nicht wegen Kaufnebenkosten sparen. Mir fehlten einfach die Argumente, es nicht zu machen! Die Zeit war reif und ich wollte endlich anfangen.

    Ein Verhältnis von 50/50 ETF zu Einzelwerten find ich gut. Zusätzlich frage ich mich: möchte ich meine anfänglich gesetzte Regionen-Strategie 30/30/10/30 (NA,EU,PAC-JAP,EM) beibehalten? Wenn ja, gilt das nur für den ETF-Anteil oder bezieht es sich auf alle Aktien im Depot? In letztem Fall würde ein Berkshire-Kauf den Anteil NA erhöhen. Diversifizieren ist ja das A und O; aber starke Firmen sind dann doch gute Zugpferde, denk ich mir.

    Mit Ende 30 hängt man irgendwo dazwischen. Zwar hat man noch ein paar Dekaden vor sich, aber trotzdem sind die Jahre bis zur Rente überschaubar. Da möchte man natürlich die Ersparnisse investiert sehen! Ich denk mal eine kleine Rücklage für „Fair Trade Shopping“ sollte man dennoch haben.

    @ MS: Viel Spaß im Grünen!

    Matthias

     

  51. MattySpaghetti

    @ PIBE350:
    Deine Worte erden. Und das meine ich wirklich positiv. Im Grunde genommen ist es so: kann ich als Otto-Normalverbraucher Firmen, oder den Aktienmarkt, beurteilen? Wahrscheinlich nicht. Mit Sicherheit nicht. Indexen ist somit mit hoher Wahrscheinlichkeit das Vernünftigste und Beste, das man machen kann, wenn man wenig bis keine Ahnung hat.

    Trotzdem treibt mich doch die Suche nach Perlen im Depot an. Vielleicht ist es  der Wunsch, mehr aus dem Markt rausholen zu können. Oder besser gesagt gezielt zu partizipieren. Den Gedanken, von der Maschinerie einer starken Firma direkt zu profitieren, finde ich toll.

    Meine ursprünglicher Ansatz galt und gilt in gewisser Weise dem „simplen“ Investieren in ETFs. 95% Indexfonds zieren mein Depot. Das ist eine gute Basis. Jetzt gebe ich mir etwas Zeit und versuche, die Dinge besser zu verstehen. Mein Wunsch ist es, den Anteil an Einzelwerten zu erhöhen. In welcher Form ich das wirklich umsetze bzw. sinnvoll umsetzen kann, wird sich in den nächsten Jahren zeigen. Sollte es bei den 5% bleiben, dann ist das auch in Ordnung. Obwohl man sich ganz schön anfixen lassen kann von der Materie, das muss ich ja zugeben. Es macht einfach Spaß, sich damit auseinanderzusetzen.

    M.

     

  52. PIBE350

    Freelancer Sebastian: ,,Diese Angst ist mir fremd. Ich sehe eher die Freiheit, die 50.000 € ermöglichen. Du kannst über Jahre tun, was du möchtest. Denk positiv!“

    Ich auch. Mit dieser Freiheit im Rücken hat man einen freien Kopf, um entspannter nach Lösungen suchen zu können. Und zur Not kann immer noch vorübergehend eine Aushilfsstelle annehmen, um den Kapitalverzehr möglichst klein zu halten.

    Von ,,Nichtsparern“ wird immer gern angeführt, dass man in so einer Situation zuerst das Vermögen bis auf einen Schonbetrag aufbrauchen muss, bevor man Hartz-4-Leistungen bewilligt bekommt. ,,Das ist ungerecht.“ ,,Sparen lohnt sich nicht.“ ,,Man kann jederzeit arbeitslos werden.“ ,,Ich gebe lieber heute alles aus.“

    Ich teile diese negativ besetzten Gedanken nicht. Für mich persönlich gibt es nichts Schlimmeres, als von Sozialleistungen und deren Sachbearbeitern abhängig zu sein.

    Zudem sehe ich die Wahrscheinlichkeit als größer an, dass Nichtsparer in Altersarmut enden werden, als dass kluge Sparer vor ihrem Ruhestand ihr komplettes Vermögen aufbrauchen müssen. 😉

  53. Fit und Gesund

    @MattySpaghetti

    ich habe keine Regionen-Strategie als Solches, ich habe den Vanguard FTSE AllWorld als HauptETF (Ziel 25%) und dann noch den Vanguard FTSE All WorldHigh Dividend Yield (Ziel 10%) sowie den Vanguard Asian Pacific ex Japan (Ziel 10%), der EM Bond Fund hat einen Zielwert von 5%.

    Meine Einzelaktien sollen mehrheitlich CH Aktien sein, ich möchte nicht mehr als 10-max 15% in ausländische Einzelaktien investieren, mein Lebensmittelpunkt ist die CH und das Fremdwährungsrisiko ist nicht zu unterschätzen, schau Dir mal den Verlauf von Euro/CHF die letzten Jahre an.

    Claus hat hier mal geschrieben dass er z.B Konsumaktien in 2 Währungen hält, z.B Euro und USD oder 3 Währungen mit CHF, das finde ich eine gute Sache.

    Meine Einzelaktien dienen nicht dazu irgendeinen Index zu schlagen, dazu bin ich persönlich nicht in der Lage und schätze das völlig realistisch ein, wem will ich denn was beweisen? das liegt mir fern. Aber ich möchte auch nicht all mein Geld in ETF’s stecken, sie erfüllen bestens den Zweck der Diversifizierung, nicht mehr und nicht weniger. Einzelaktien, einmal gekauft fressen kein Brot mehr, der Aspekt gefällt mir. Die völlig perfekte Geldanlage gibt es nicht, weiter steh ich auch noch auf das keep-it-simple Prinzip, ich könnte noch sonstwas für ETF’s beimixen, so Richtung Kommer Portfolio, aber das finde ich unnötig kompliziert.

    Mein physisches Gold ist völlig aussen vor, das ist da aber es ist unsichtbar 🙂

    In manchen US Foren geben sie ja oft den networth an, so mit Haus und Hof, Aktien, Versicherungen, private Renten-anlagen die eben steuerbegünstigt sind abzüglich der Schulden… ich mach das nicht so, ich trenne das fein säuberlich 🙂

    Alles Gute beim Investieren, Du bist jung, da darf man sich auch mal einen Fehlgriff erlauben, Du bist klug, Du fängst früh an und mit genügend Disziplin wirst Du Dein Ziel schaffen, was auch immer es ist.

  54. Fit und Gesund

    @PIBE350

    Freiheit und noch Gesundheit sind die allerwichtigsten Dinge im Leben! Diese Dinge stehen an erster Stelle. Dafür lohnt es sich was zu tun. 🙂

  55. PIBE350

    An MattySpaghetti: Dann sieh die 5 Prozent doch als Spaßgeld an. Das ist erheblich sinnvoller, als dafür Lottoscheine zu kaufen. Ich kann den Reiz von Einzelaktien wirklich nachvollziehen. Man sammelt sich nach und nach ,,seine“ Unternehmen zusammen und beschäftigt sich mit der Materie, wie es andere mit Münzen oder Briefmarken tun.

    Mir ist das Gleiche mit Gold passiert. Ich wollte anfangs nur bestimmte Barren kaufen, mittlerweile sind aber Barren ganz unterschiedlicher Hersteller und diverse Münzen herausgekommen. 😉

    An Fit und Gesund: Ja, beides ist wichtig. Wobei Arbeitslosigkeit in Hartz 4 nicht nur unfrei, sondern auf Dauer auch noch krank macht. 😀

  56. vonaufdenboden

    @Fit und Gesund

    ich kann über mein online Depot in der Schweiz ohne Probleme US Aktien kaufen. Würde mich interessieren warum Du anfänglich gesperrt wurdest?

    vonaufdenboden

  57. Christoph

    @Markus:

    Schau dir doch mal die Weltmarktführer in der zweiten deutschen Reihe an.

    So übel und schlechter als die eyecatcher Google, amazon und Facebook ist das deutsche Unternehmertum nicht, wie es hier dargestellt wird!

     

    Welche deutschen Unternehmen meinst du die in den letzten 15 Jahren weitreichende Erfindungen gemacht haben die die welt verbessern/ vereinfachen und weltweit genutzt werden?

    Mir fällt da echt nichts ein. Tesla zb hat die Auto Industrie umgekrempelt. Ob die eine Zukunft haben oder nicht ist ne andere Sache aber sie haben es geschafft Autos zu bauen die über 500 km fahren und das nur mit Strom.

    Google: klar gab es Yahoo vorher aber Google ist einfach innovativer und ohne Google kann man sich das heute nicht mehr vorstellen (ich zumindest)

    Apple: Smartphones. komplett neue Welt erschaffen

    Amazon: als kleiner Buchversant gestartet und nun weltgrößter Retailer und mischt nun auch die tech welt mit AWS etc auf.

    Und fehlt vielleicht auch einfach ein Silicon Valley oder auch MIT usw. Auch wenn in Berlin und München die Gründer Szene wächst.

    ein Gottlieb Daimler ist heute nicht mehr sichtbar in Deutschland. Schade wo wir früher ein Land der Dichter und Denker waren.

     

    @Fit und gesund: was passiert dir wenn du über diese Summe hinaus US Aktien hast? Betrift das nur dein Schweizer Depot? Was ist wenn du zb in den USA ein depot hättest und die Kapsteuer dann am Jahresende der schweizer Steuer zum versteuern meldest?

     

     

  58. Snufkin

    ein Gottlieb Daimler ist heute nicht mehr sichtbar in Deutschland. Schade wo wir früher ein Land der Dichter und Denker waren.

    Ich gebe dir Recht, dass Deutschland bei den neuesten Technologien nicht ganz vorne mit dabei ist. Die Verbindung zwischen exzellenter Forschung, Wagniskapitalgeber und unternehmerisches Denken ist in den USA einfach viel besser ausgebildet. Deutschland hechelt da seit Jahren hinterher.

    Trotzdem war und ist es die Stärke deutscher Unternehmen bereits vorhandene Technologien zu optimieren. In vielen Bereichen sind deutsche Unternehmen Weltmarktführer in ihrer jeweiligen Nische. Diese „Hidden Champions“ sind jedoch häufig nicht börsennotiert und daher fehlt einfach die Präsenz für diese Unternehmen in den Medien. Stihl, Claas und Kärcher kennt man vielleicht noch. Aber Poly Clip (Wurstpellen-Clips), Gottschalk (Heftzwecken) oder Hiby (Zapfpistolen) sind den meisten unbekannt. Alles nicht gerade sexy, aber anscheinend rentabel.

    So schlecht sind die deutschen Unternehmen also doch nicht 🙂

  59. Markus

    @christoph

    Wir haben eine beachtliche Menge Weltmarktführer.

    Die Werbung, Aufmerksamkeit liegt eher bei Google.

    Mitunter wollen viele Familien geführte Unternehmen die Publicity nicht.

    Bei den revolutionären AGs muss man viele Kröten schlucken um einen Highflyer zu erwischen.

    Laut J. Siegel sind die altmodischen Branchen häufig besser.

    Die eine Jackpot-Aktie zu finden ist eine sehr risikoreiche Strategie.

  60. Christoph

    @Snufkin: Aber deine beispiele sind ja jetzt nicht gerade Welt verändernde Dinge ,o)

    Wurstpellenclip.. geiles Wort hehe

     

    Aber ich weiß was du meinst. In Deutschland wird oft sehr sorgfältig gearbeitet. Ich denke oft ist auch die Übervorsicht ein problem. Bestes Beispiel das autonome Auto. In deutschland gab es mal einen test von Daimler da wurde ein Autobahnteil gesperrt. In den USA wird aber im laufenden Vehrkehr getestet. Deshalb ist da auch daimler am testen.

    Oft ist auch die Regulier Wut der EU ein Problem. Da will man jetzt Google zb auspalten lassen weil die zuviel Marktmacht haben. Aber ist es die Schuld von Google dass sie einfach das beste Produkt haben? Natürlich hat Google sich selbst vorteile verschafft und wurde da auch bestraft. Aber aufspalten? NEIN! Dann muss der Wettbewerb einfach besser arbeiten. Apple bekam auch Konkurrenz weil Samsung usw gute Produkte herstellte und nicht weil Apple aufgespalten wurde

  61. K.

    @Christoph

    Daimler testet auch in Deutschland im realen Verkehr. Ich kann das Testauto alle paar Tage auf meinem Arbeitsweg (Stadt&Land) beobachten und es funktioniert erstaunlich gut von außen betrachtet. Davon ausgehend das wirklich der Computer fuhr und nicht die beiden Insassen in Mitten ihrer Elektronik. Das Fahrverhalten (langsam und umsichtig) deutete aber eher auf Computer hin. Es war ein tolles Gefühl vor dem Ding auf den Zebrastreifen zu gehen und zu sehen wie es gut aber „relaxet“ abbremst und das mit gutem Sicherheitsabstand. Ein paar mal war ich sogar im Auto direkt dahinter.

    Das erinnert mich daran denen mal eine E-Mail zu schreiben, da mich interessiert, ob das Auto auch auf BOS-Fahrzeuge reagiert oder ob der Fahrer da manuell eingreifen muss. Sprich macht das Auto Platz wenn Blaulicht und Martinshorn von hinten kommen und traut es sich in dem Fall auch auf den Gehweg auf zu fahren, der sonst ja einen Tabuzone ist? Wie verhält es sich bei Anhalte-Signalen für Polizeikontrollen oder bei Verkehrsregelungen durch Polizeibeamte mit Handsignalen?

    Schönes Wochenende allen.

  62. Mattoc

    @Christoph:

    Zitat: „Sie lieh sich Geld von Verwandten und Freunden, um einen Zweitageskurs für Immobilieninvestments zu besuchen. Da verstand sie zwar nur wenig, nahm aber eine Strategie mit, die sie mit Erfolg umsetzte.

    Grashion kaufte erst Wohnungen und später Häuser auf, die ihre Besitzer für einen Bruchteil des Wertes abgaben…“

     

    Wow! 🙂

  63. Dani

    @ Tim

    ich glaube die Apple Aktie war doch etwas flotter unterwegs als Hormelfood.

    Schau nochmal genau hin 😉

     

  64. Fit und gesund

    @vonaufdenboden

    das weiss ich auch nicht, aber jetzt würde es ja gehen.

    @Christoph

    ein Depot in den USA käme für mich nicht in Frage, wenn ich für über 60000CHF US-Aktien kaufe passiert mir erstmal nix, aber meinen Erben, denn die würden gnadenlos für Alles inkl. Immobilien besteuert werden,

    es gibt noch sehr viele Nicht-US Unternehmen, ich habe keinerlei Druck. Und wenn ich unbedingt US Aktien möchte so kann ich problemlos irische ETF’s nehmen, für mich ist in der Beziehung die Welt in Ordnung.

    Dein Beispiel mit der Immobilien-Frau ist schön, ich persönlich bin für sowas nicht gemacht, kenne aber einen Mann der es so ähnlich gemacht hat, der hat die Häuser aber selber renoviert, Millionär ist er glaub nicht geworden.

  65. Markus

    @Christoph

    Wenn der wurstpellen-Fabrikant mehr Gewinn wie Amazon und Tesla zusammen macht ist das auch langweilig?

    IBM s Chips hatten walmarkt die Erfolgsstory ermöglicht und walmarkt war die bessere Aktie.

    Neuerungen sickern schnell durch und bringen nicht nur dem Start-up, Patent Entwickler dauerhaft\langfristig die entscheidenden Vorteile.

  66. Karl

    ein Gottlieb Daimler ist heute nicht mehr sichtbar in Deutschland. Schade wo wir früher ein Land der Dichter und Denker waren….

     

    Die Deutschen sind heutzutage meistens Technikmuffel und haben Angst vor Neuem. Das Neue wird erst mal abgelehnt usw. Das ist in den USA ganz anders.

  67. Karl

    TimSchaefer schrieb:

    „Colgate hat keine hohe Verschuldung. Es sind unterm Strich bloß rund 5 Milliarden Dollar Schulden. Bei einem Börsenwert von 64 Milliarden Dollar ist das keine hohe Verschuldung.“

    Heißt das nicht, dass der Börsenwert zu hoch ist?

     

    https://stefansboersenblog.com/2016/10/08/church-dwight-procter-gamble-colgate-unilever/ schrieb:

    „Bei Clorox, Colgate-Palmolive und Kimberly-Clark sind die Schulden jedoch so hoch wie die Vermögenswerte. Kurioserweise handelt es sich um Unternehmen, die bei Kleinanlegern äußerst beliebt sind, was mir sagt dass eine gesunde Bilanz den meisten egal ist.“

     

  68. Christoph

    @Markus: Mir geht es da nicht um das Unternehmen mit dem höchsten Gewinn. Da würden dann auch Unternehmen wie Mars und Cargill kommen. Beides sogar noch private Unternehmen.

    Ich meine viel mehr Dinge die die Welt verändern. Googles Suchmaschine hat die Welt verändert. SMartphones natürlich auch.

    Ebenso foscht google ja fleißig weiter. Ich bin sicher da kommen tolle Dinge. zB https://www.youtube.com/watch?v=HOndhtfIXSY

    Auch Dinge wie Hyperloop verändern die Welt positiv.

    https://www.theguardian.com/technology/video/2016/may/12/hyperloop-one-tests-supersonic-transport-propulsion-system-video

    Im frühjahr wird hier der erste Test mit einem richtig kompletten Modell nd Fracht gemacht.

     

    Wie jetzt eine Wurst verpackt ist verändert nicht wirklich die welt. Auch wenn das vielleicht eine gewisse Verbesserung ist. Aber ich meine haltDinge auf die man in 20 Jahren nicht verzichten kann/ will.

     

    @Fit und gesund. Also bei dem Schweizer System komme ich nicht mit. Wenn du zB us aktien hast und die steigen im Wert auf über 60 k, dann hast du ein Problem?

    Aber besteuert wird doch eigentlich sowieso fast überall auf der Welt wenn vererbt wird. Also mir selbst wäre erstmal das unternehmen und die Dividendenstabilität und Höhe wichtig Auch natürlich die Zukunftsaussichten. Und wenn die von mir vererbten (übertrieben) 10 Mio mit 50% versteuert werden würden wäre das ja besser als 1 Mio schweizer ohne versteuerung.

    Ist natürlich ein extremer vergleich.

    Aber Hauptsache ist ja eh dass du dich wohl fühlst. In vielen Dingen denken wir zwei eh gleich ;o)

  69. Claus

    Fit und gesund

    Mein mentaler Stop liegt meist so bei -7% beim Freitags-Schlusskurs.

    Ich schaue mir aber auch das Handelsvolumen in dieser Woche an. Manchmal ist es deutlich höher, als das „normale“ durchschnittliche Handelsvolumen. Ein hohes Handelsvolumen in Verbindung mit fallenden Kursen bedeutet meist nichts Gutes. Vielleicht steigt gerade ein Großinvestor aus… Das kann einige Monate dauern. Ich verkaufe dann am folgenden Montag, da ich offensichtlich zum falschen Zeitpunkt eingestiegen bin. Es gibt immer genügend andere Gelegenheiten, um das Geld besser arbeiten zu lassen.

    Heute bin ich nicht mehr dazu bereit, hohe Verluste entstehen zu lassen und solche Verlustbringer dann auch noch aufzustocken um „zu verbilligen“. Das habe ich hinter mir…

    Aber, wie gesagt, hierzu hat jeder seine eigene Meinung. Die meisten, die meine Methode für falsch halten, haben noch nie extreme Kursrückgänge erlebt, bei deren Verlauf sie massiv verbilligt haben und am Ende vor einem Scherbenhaufen standen, da sich die Aktien nicht mehr, wie gedacht, erholt haben (s. Nokia, Ericsson, Solectron, EMC, Sun Microsys. u.v.a.). Ich hoffe für sie, dass sie das auch nie erleben müssen…

     

  70. Markus

    @Christoph

    Google hat die Art wie wir Infos suchen verändert.

    Die Qualität der Informationen fällt oft noch der Quantität zum Opfer…

    Bei Facebook… na ja, ich kann wenig damit anfangen, wenn ich weiss, was meine Pseudofreunde gerade mampfen.

    Es geht m. E. nur um Datensammlung zu noch mehr Werbung und anderer Dinge.

    Amazon hat Distributoren Vorteile genutzt um diese Marktmacht zu erreichen. Ist ja legal, nur muss man irgendwann auf Umsatz Rentabilität umschwenken!

  71. Fit und gesund

    @Christoph,

    *lach* ich verstehe auch nie Alles, es macht mir nix und ich lass das jetzt erst mal mit den US Aktien, auch wenn ich jetzt könnte.

    @Claus,

    ich weiss Du bist sehr erfolgreich mit Deinen Aktien, aber das System mit Freitags -7% wäre mir zu „scharf“, Du analysierst doch neue Aktien erstmal akribisch genau (im Gegensatz zu mir die das eben noch nicht so beherrscht) da hätte ich mehr Geduld und würde nur so wie ich es jetzt mache eine kleine erste Position eröffnen und schauen was passiert und dann gegebenenfalls zukaufen, nicht sofort natürlich, extreme Kursrückgänge hab ich erlebt, 2x, aber ich hatte aktiv gemanagte Fondssparpläne und keine Einzelaktien damals. (Am Neuen Markt war ich auch nie)

    Muss wohl Jeder sein System für sich herausfinden, wobei ich Risikobegrenzung auch wichtig finde, das steuere ich allerdings über die Aktienquote, ich habe auch gerne Cashreserve und wie schon geschrieben, ich kann nicht mehr mein ganzes Geld in Aktien anlegen.

     

  72. chaostrader

    Die Substanz soll sich stetig vermehren. Solange ich die Dividenden noch nicht zum Leben brauche, werden sie natürlich reinvestiert. Am liebsten wäre mir später, dass nur ein Teil der Dividenden entnommen werden müssen, um die „Rentenlücke“ zu füllen, also ein recht nettes Leben ohne Übertreibungen, aber mit Annehmlichkeiten führen zu können.

     

    Klingt gut. Aber wer sich nur auf die Dividenden konzentriert, der verschenkt u. U. einiges an Lebenszeit. Die finanzielle Unabhängigkeit ist viel früher erreicht. Wie eine Menge Studien belegen wird man dann vermutlich stinkreich sterben, aber hat unter Umständen viele unnötige Jahre im Hamsterrad verschwendet.

    Muss jeder selbst wissen, ob es das wert ist.

  73. Karl

    „Wie eine Menge Studien belegen wird man dann vermutlich stinkreich sterben, aber hat unter Umständen viele unnötige Jahre im Hamsterrad verschwendet.“

     

    Die Chance früher aus dem Hamsterrad auszubrechen ist es mir wert. Außerdem kann man auch was vererben. Zwar stehen meine Chancen schlecht, da ich durch mein Elektrotechnik-Studium erst spät mit dem Investieren beginnen konnte und heute mit Studienabschluss nicht mehr verdiene als ich ohne Studium verdienen würde. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt und der Ansporn bleibt.

  74. Helmut Furthmayr

    Hier ein kleiner Gedankenanstoß wie ich Aktien auswähle. Einfach aber passt für mich.

    Div. Rendite grösser 2,5%

    Dividendenerhöhung mind 4% p.a.

    Ausschüttungsquote  max 85%

    KGV im Bereich der letzten 5 Jahre

    Wenn diese Kriterien erfüllt sind, steht einem Kauf nichts im Wege.

    Aktuelles Bsp McDonald:

    Div. 3,3%

    Div. Erh. 5,6%

    Ausschüttungsquote  72%

    KGV Bereich letzten 5 Jahre: 17-19, momentan KGV. 22

    Mein Fazit dazu, atraktiver Kauf, renditestark. Nur das KGV ist momentan etwas erhöht. Dies zeigt, Qualität kostet momentan etwas mehr.

    Habe mir eine Watchlist mit Qualitätsaktien zugelegt, und kaufe immer am Monatsanfang die Aktie die am besten diese Kriterien erfüllt.

  75. MattySpaghetti

    @ Fit und Gesund

    Kommer und die Empfehlungen im Wertpapierforum sind mein Ausgangspunkt, deshalb meine o.g. regionale Aufteilung. BIP-Standard, nichts Aufregendes. Deine Gewichtung hin zu landeseigenen Firmen o. Währungsrisiko kann ich schon verstehen – ein Risiko weniger – ich selbst habe das aber einfach der Diversifikation untergeordnet.

    Danke für die netten Abschlussworte! Ich ärgere mich trotzdem, dass ich das Aktiensparen nicht früher entdeckt hab. Das typische, hier oft angesprochene Problem in Deutschland: Es gab einfach keinen Zugang. Na, gerade noch die Kurve bekommen. Und an der Disziplin arbeite ich 🙂

    > In diesem Sinn würde mich mal interessieren, wie andere das mit der Spardisziplin so hinbekommen, die Familie haben, also Kinder u. (Ehe-) Partner.  Aber das ist ein weiterer Diskussionspunkt, den ich bestimmt an anderer Stelle nochmal anbringe.

    @PIBE350:

    Ich hoffe eigentlich den Anteil von 5% wesentlich erhöhen zu können. Bisher ist es ja im Grunde eine Spaß-Position. Aber wenn ich das Warren Buffet-Buch durchgelesen hab.. Ha! Dann fliegen die geilen Firmenaktien nur so in mein Depot!! 😉

  76. MarkusSch

    Das Problem ist halt, wenn man Frau und Kinder hat, wird es mit dem Investieren immer schwerer. Vielleicht kenne ich auch die falschen Frauen. Aber eine Frau verlangt heute schon jährlich mindestens einen teuren Urlaub und einen schicken Familien-Van eventuell sogar einen Zweitwagen. Da geht also schonmal über 1000€ pro Person und Urlaub weg, vom Auto ganz zu schweigen. Wenn die Frau selber auch noch arbeiten geht, geht das noch irgendwie, aber wer hütet dann die Kinder und sorgt für deren gute Schulbildung usw? Von meiner Kindheit kenne ich diesen Wahnsinn nicht. Da bin ich paar mal (also natürlich nicht jedes Jahr) mit meinen Eltern durch Deutschland gefahren, gewandert, Burgen besichtigt und immer im Zelt übernachtet – und jeder war glücklich und zufrieden. Heute wohl unmöglich. Da muss es schon ein Fernurlaub mit teurem Hotel sein und die Leute kennen deshalb ihr eigenes Land nicht mehr. Umso mehr wundert mich dann dass Airline-Aktien und Fraport nicht besser laufen.

  77. Obama

    Mich würde ein Austausch eurer Aktiendepots interessieren.

    In meinem wertpapiersparplan-depot spare ich an in

    Amazon, Alphabet, Apple, Microsoft, Nestle, Berkshire.., IBM

    In meinem langfristigen Investment Depot liegen folgende Titel (größten Positionen, d.h. im fünfstelligen Bereich)

    Hypoport, SNP, KPS, nemetschek

    Über einen Austausch wuerde ich mich freuen. Auch würden mich Tims größten Positionen interessieren

     

    Danke Tim für diesen Blog. Ich lese deine Beiträge sehr gerne.

  78. MattySpaghetti

    Ich stimme Markus zu – auch ich denke im Familienrudel es ist schwieriger. Selbst wenn es nicht „die falsche Frau“ resp. generell gesehen der falsche Partner ist.
    Auch wenn man vielleicht an der Miete,  Versicherungen u.a. Geld spart, so führt das Gesamtkonstrukt Familie mit allem organisatorischen Kram, den Nöten der Kids und dem sozialen Umfeld zu erheblichen Mehrausgaben. Nicht, dass dies keinen Spaß machen würde! Aber viele Blogger und Kommentaristen berichten von exorbitanten Sparquoten, die meine Kinnlade eine Etage tiefer parken lassen. 50% und mehr zu sparen, das finde ich echt Hammer! Könnte das selber nur nie machen. Meine Frau und ich sind uns zwar einig – keine unnötigen Ausgaben, kein Luxus, keine fetten Schulden – aber hier doch ein Urlaub, da das Familienfest, dann neuen Klamotten für die Kids (wenn auch Aldi oder Flohmarkt)… und schwups… schon frage ich mich wieder, warum mein Kontostand es so eilig hat, im Sinkflug die Null-Linie zu erreichen.

    Warum diese Gedanken? Tims Artikel heißt „Aktiensparen ist leicht“. Natürlich weiß ich wie er es meint. Trotzdem musste ich fast schmunzeln, denn für mich war der Weg dahin eines der schwierigsten Manöver bisher, und das Durchhalten ist geprägt von Hindernissen, die jedes mal aufs Neue aus dem Weg geräumt werden müssen.

  79. PIBE350

    Keine Panik, die durchschnittliche Sparquote liegt in Deutschland bei ungefähr 10 Prozent. Diese sagt aber noch nichts über die eigentliche Investitionsquote aus. Viele sparen schließlich für spätere Konsumausgaben wie Urlaube.

    Ich komme auf deutlich über 50 Prozent. Zur Wahrheit gehört aber, dass ich als Alleinlebender auf niemanden Rücksicht nehmen muss.

    Eine Familie mit 2 Kindern wird wohl nur auf 50 Prozent kommen können, wenn sie mindestens 1 Spitzenverdiener oder 2 Normalverdiener hat. Mein Schwager verdient beispielsweise 5.000 Euro netto inkl. 2 Kindergeldern, was wirklich nicht schlecht ist. Diese Familie dürfte also nicht mehr als 2.500 Euro ausgeben. Ziemlich unwahrscheinlich, wenn man den Kindern etwas bieten möchte. Außer man rechnet die monatliche Hauskreditrate als Investition noch hinzu.

    Eine 4-köpfige Hartz-4-Familie erhält schließlich schon monatliche Gesamtleistungen von um die 2.000 Euro, hat aber keine Kita- und Klassenfahrt-Kosten, keine Fahrtkosten zur Arbeit, die GEZ-Befreiung, Zuschüsse für Schulmittel, Zugang zu Tafeln und Kleiderkammern, Vergünstigungen in bestimmten Einrichtungen (in meiner Stadt gibt es beispielsweise eine Sozialkarte) usw. 😉

  80. MattySpaghetti

    Klar, alles ist relativ, immer abhängig von der persönlichen Situation. 5t€ monatlich sind nicht mit Hartz IV vergleichbar, da hast du vollkommen recht. Ich selbst würde mich als Normalverdiener mit Studium bezeichnen. Meine (unsere, ich spreche für mich und Familie) Sparquote fürs Depot liegt bei 17% am Monatsanfang. Falls am Monatsende was übrig ist kommt das noch dazu. 30% ist irgendwann mal das Ziel, aber mit hohen Beiträgen für Kindergarten, Wegfall der Einkünfte des Partners etc. ist einfach nicht mehr drin. (Meine Arbeitgeber-Direktzusage möchte ich eigentlich weiterlaufen lassen, schadet vielleicht doch nicht, zum Renteneintritt ein Pölsterchen aus anderer Quelle zu haben, falls die Kurse gerade unten sind.)

    Die meisten Blogger schreiben tendenziell aus der Perspektive „jung, ledig, komplette Freiheit alles selbst zu entscheiden. Hohe Sparquote.“ Du kennst diese Situation 🙂 Das heißt nicht, dass das Sparen dadurch einfacher wird. Dei Spardisziplin ist natürlich universell! Man hat in einer solchen Situation einfach weniger Faktoren, die das Sparen tangieren.
    > Deshalb meine Nachfrage, wie es andere mit Family im normalen Alltag machen, da man darüber doch eher wenig liest.

    Ungeachtet dessen motivieren mich die Blog-Beiträge und persönlichen Erfolgsgeschichten ungemein. Egal ob Single, Paar, Großfamilie. Ich hätte den jetzigen Weg andernfalls wohl nicht eingeschlagen, sondern säße wohl immer noch zu Hause und würde mich über die Banken ärgern, die mir bisher nichts außer Bausparverträge oder aktive Fonds andrehen wollten.

  81. Freelancer Sebastian

    @ MattySpaghetti

    Von mir bekommst du hier immer mal wieder die Familienperspektive aufgezeigt. Meine Frau und ich sind seit dem Abitur ein Paar, haben schnell geheiratet und die Familieplanung schon während des Studiums umgesetzt 😉 .

    Du hast einen wichtigen Punkt angesprochen. Es muß in der Partnerschaft finanziell harmonieren, sonst wird es wohl schwer. Kann mir nicht vorstellen, dass der eine Partner 100.000 € anspart, während der andere alles verprasst und dann mit null dasteht. Da sind permanente Konflikte vorprogrammiert.

    Meine Frau und ich ticken sehr ähnlich. Ich würde uns als „Postmaterialisten“ bezeichnen https://de.wikipedia.org/wiki/Postmaterialismus . Konsum und Besitz bedeuten uns nichts. Das ist nichts, was wir anstreben.

    Das heißt nicht, dass wir uns nichts gönnen (Urlaube, Ausflüge, Konzerte, Saunaabende, mit den Kindern ins Spieleland, Sushi nach Hause…..). Aber die schönsten Dinge im Leben kosten oft gar nichts oder nur wenig einmalige Anschaffungskosten. Wir genießen das Leben ohne Zeug und Kram.

    Tim schreibt das ja immer wieder. Wir können uns da gut wiedererkennen.

    Wir verstehen uns zudem als Team. Wir haben ein gemeinsames Konto. Auch wenn bei den Damen jetzt die Augenbrauen zum Himmel schießen – die Finanzverwaltung der Familie habe ich übernommen. Meine Frau freut sich, dass ich Sparen, Investieren, Altersvorsorge manage und sie sich damit nicht abplagen muß. Mir macht es Spaß, ihr nicht. Es ist Arbeitsteilung.

    Das heißt nicht, dass sie von mir ein Taschengeld oder so bekommt. Quatsch. Wir verfügen gemeinsam über unser Geld. Ohne ins Detail zu gehen – wir verfügen über ca. 3500-4000 € im Monat (incl. Kindergeld). Liegen damit wohl im deutschen Medianbereich.

    Entscheidend ist nun aber definitv die Ausgabenseite. Unser größter Posten: die Miete – ca. 820€ im Monat. Dann folgen schon die Ausgaben für Lebensmittel und Drogerieartikel – ca. 700 € im Monat. Und wenn jetzt die Weizenmehlfraktion mit den Ohren schlackert – hochwertige Lebensmittel sind bei uns Pflichtprogramm. Das ist unser Luxus. Und wir sind zu fünft.

    So, das war´s dann schon fast mit den riesigen Posten. Auto ist nicht, bis auf eine Haftpflicht und sehr billige (weil unterversicherte) Hausrat keinerlei Versicherungen. Jeder interpretiert Risiko anders 😉 .

    Wir legen im Jahr 3000 € für Urlaube zurück. Familien sind da gekniffen.

    Dann gibt es natürlich – du als Familienvater kennst das 😉 – unzählige Kleinigkeiten, die zusammenkommen. Kleidung, Sport, Schule, Mobilität, Geburtstage, etc. Das hält sich aber im Rahmen. Ein Budgetplan verschafft Übersicht.

    Insgesamt können wir ca. 30% zur Seite legen. Und wenn man das einige Jahre betreibt, sich an Buy-and-hold hält, geduldig bleibt, lernt und sich verbessert, führt das zu ordentlichen Ergebnissen.

    Wem bei einem Kontostand von 7000 € die Gier überkommt, sich jetzt endlich den ersehnten Beamer samt Surroundanlage zu „gönnen“, der setzt halt andere Prioritäten und wird die finanzielle Unabhängigkeit wahrscheinlich nicht erreichen. Es ist eine Einstellungssache. Ich verurteile das nicht. Aber Resignation und Gejammere kann ich dann nicht nachvollziehen.

    Ich empfehle dir definitiv einen Budgetplan für euren Haushalt aufzustellen. Der muß nicht auf den Euro genau sein. Aber du gewinnst Ruhe aus der Übersicht. Und Kindern tut es gut, NICHT alles zu bekommen, was sie sich wünschen 😉 !

    Alles Gute!

     

  82. PIBE350

    Mit fehlenden Kinderfinanzthemen auf Blogs hast du Recht. Spontan fällt mir nur Nico von Finanzglueck.de mit seinen beiden Kindern Heiermann und Groschen ein.

    Es gibt sicherlich gute Familienforen, aber in denen wird sich eher weniger über die Börse, die finanzielle Unabhängigkeit/Freiheit und die Altersvorsorge ausgetauscht. 🙂

    Für meine Nichte (3 Jahre) und meinen Neffen (3 Monate) habe ich einen monatlichen Aktiensparplan mit jeweils 25 Euro eingerichtet. Bis zur jeweiligen Volljährigkeit sollte ein nettes Sümmchen zusammenkommen.

  83. Abdul

     

     

    Hallo!

    Den  Kinder haben ich als die Zinsen noch hoch waren einen Sparplan eingerichtet mit 25 Euro pro Kopf .Heute würde ich in einen breit augelegten ETF investieren

    Seid Anfang 2016 lege ich ca 250Euro  in Form von Sparplänen ohne Gebühr in einen   MSCI World, MSCI Emerging Markets und Euro Stoxx 600 ETF an.

    250 Euro habe ich noch pro Monat frei

    Ich weis nicht ob ich zusätzlich in Einzelaktien einsteigen soll oder weiterhin den breit gestreuten ETF`s die ja auch Management Gebühren verlangen  mein Geld anvertraue oder doch lieber in den Berkshire Hathaway B Aktie investiere.

    Nur das mit der nicht vorhandenen  Dividenden Auszahlen stört mich etwas.Ich würde dies sofort reinvestieren oder macht es der Buffet für uns? Sieht so aus, nur wie kann man das nachvollziehen? Ich habe den BHA als Einzelwert gewählt weil er sich ja so verhält wie ein Fond der breit gestreut ist aber keine allzu hohen Kosten verursacht.
    Vielleicht eine bessere Alternative?
    Was meint ihr?

    Gruß,Abdul.

     

     

     

     

     

  84. Karl

    Das heißt nicht, dass wir uns nichts gönnen (Urlaube, Ausflüge, Konzerte, Saunaabende, mit den Kindern ins Spieleland, Sushi nach Hause…..).

    Wir legen im Jahr 3000 € für Urlaube zurück

    wir verfügen über ca. 3500-4000 € im Monat (incl. Kindergeld).

    Insgesamt können wir ca. 30% zur Seite legen.

    Puh, das ist ja ein echt pompöser auf Konsum ausgelegter Lebensstiel, wenn das denn so stimmt. Dass dieser Lebensstiel deiner Frau gefällt, kann ich sehr gut nachvollziehen. Hätte wohl doch nicht E-Technik studieren sollen. Aber nein, solch einen Lebensstiel brauche ich gar nicht. Eure Sparquote von 30% ist in dieser Einkommensklasse ja fast nichts. Da wäre sicher sehr viel mehr möglich ohne sich unglücklich oder arm fühlen zu müssen.

    Dann gibt es natürlich – du als Familienvater kennst das ? – unzählige Kleinigkeiten, die zusammenkommen. Kleidung, Sport, Schule, Mobilität, Geburtstage, etc. Das hält sich aber im Rahmen.

    Was du jetzt unter „Rahmen“ verstehst, wage ich mir gar nicht vorzustellen.

     

  85. Freelancer Sebastian

    @ Karl

    Du bist sicherlich Single?

    Musste jetzt wirklich schmunzeln, dass du uns einen „pompösen Lebensstiel“ (Stil!) vorwirfst. Was meinst du genau? Dass wir Miete zahlen und uns Lebensmittel kaufen?

    Oder die Kinder im Winter ein paar Stiefel bekommen (ja regelmäßig neue, denn sie wachsen. Ich trage dagegen gerne die von vor 6 Jahren).

    Meine Frau arbeitet übrigens als Erzieherin. Wäre mir neu, wenn wir es dort mit einer außergewöhnlichen Einkommensklasse zu tun hätten.

    Sorry, aber dein Beitrag trieft nur so von Unkenntnis. Den Rahmen der Ausgaben einer Familie könntest du dir ruhig einmal ausmalen. Noch einmal die Frage: Du bist Single?

  86. Andrea

    Karl, in welcher Welt lebst du? 3000 Eur für Urlaub dürfte für eine 5köpfige Familie wohl ganz am unteren Ende sein. Das einzige, womit man noch mehr sparen könnte, wäre, gar nicht zu fahren.  Und ca. 1100-1200 Eur monatlich zu sparen, ist wohl eine stramme Leistung bei einer großen Familie wie dieser. Wo siehst du da den Luxus?

  87. Fit und gesund

    also ich finde die Sparleistung des Freelancer Sebastian auch toll!

    Finde er macht es absolut richtig, Kinder muss man nicht unendlich verwöhnen, aber sie nur kurz und knapp zu halten ist unschön und denkt immer dran, die suchen später Euer Heim aus und besuchen Euch oder eben nicht!  🙂

    @Karl, ich glaube Du solltest nochmal in Dich gehen.

  88. Freelancer Sebastian

    @ Andrea und Fit und Gesund

    Vielen Dank für euren Zuspruch! 🙂

    Ich denke, Karl hat wirklich keine Ahnung, daher haben mich seine Worte eher amüsiert als geärgert.

    Vielleicht hat ihn die Erwähnung unserer Freizeitaktivitäten stutzig gemacht. Vermutet er hier unseren WOCHENPLAN? Jeder mit Familie weiß dagegen, wie so eine Schulwoche incl. Erwerbsleben von morgens bis abends abläuft…

    Nein, als großer Musikfreund besuche ich eben 2-3 mal IM JAHR ein Konzert. Und meine Frau hat sich einen entspannenden Saunaabend mit ihrer Freundin 1 mal PRO QUARTAL sicherlich verdient (liebe Grüße an alle erwerbstätigen Mütter 😉 ).

    Mit den Jungs bin ich morgen im Spieleland. Die sollen sich in den Ferien mal ordentlich austoben. Die zehn Euro sind locker drin.

    Die Krönung unseres Luxuslebens ist aber sicher die Sushi-Bestellung, die wir einmal IM MONAT aufgeben. 20 € verbraten andere in der Woche für den Morgenkaffee…..

    Na ja, wenn ich im Freundes- und Bekanntenkreis erzähle, dass wir schon mal als Konsumfamilie mit „pompösen“ Lebensstil durchgehen, lachen sich die Leute schlapp….

    @ Abdul

    Glückwunsch. Gut machst du das.

    Buffett investiert die sprudelnden Dividenden, die Berkshire einheimst, selbst, das ist richtig. Auch wenn Lad sich ereifert –  Buffett ist überzeugt, dass er so für uns Aktionäre (bin auch einer) mehr herausholt, als wenn er uns Dividenden zahlen würde.

    Was soll ich sagen, der Mann hat bewiesen, dass er es drauf hat. Bin mit dieser Politik einverstanden. Berkshire ist eine gute Wahl.

    Für unsere Kids sparen wir den MSCI World an. Mehr Langfristhorizont geht da nicht. Alles in Aktien 😉 .

    Alles Gute!

     

  89. MattySpaghetti

    Danke für deine offenen Angaben, Sebastian. Deine privaten Infos finde ich toll. Du scheinst die richtige Frau gefunden zu haben. Glückwunsch 🙂

    Wir sind in ähnlichen finanziellen Situationen stelle ich fest! Lediglich die Kinderbetreuungskosten (Kindergarten, Zusatzbeitrag weil es keine städtischen Plätze gab, Essengeld etc.) schlagen mit einigen hundert Euro/Monat bei mir richtig zu Buche. Aber das sind Kosten, an denen man nicht vorbeikommt. Genauso braucht man ein verlässliches Auto. Muss kein BMW sein. Wir haben einen kleinen Kombi, der nur durch die optionale Dachbox genug Platz bei größeren Reisen bietet. So ein Kinderwagen ist verflixt groß!

    Karl, eine Familie zu haben nimmt die Möglichkeit, extrem zu sein. „Aggressiv“ sparen, wie Tim es in seinen Videos so schön ausdrückt, heißt jedoch, extrem zu handeln. Spätestens mit Kids muss man das ändern. Und ja, man hängt in sozialen Gefügen. Damit meine ich nicht, Markenklamotten und teure Smartphones kaufen zu müssen. Ich meine ein „normales“ Leben zu führen, sparsam aber zufrieden zu sein. Auf unnötigen Schnickschnack kann man verzichten, aber den Kindern alles zu geben was sie brauchen gehört einfach dazu. Das ist nicht einfach – brauche ich den Daddies hier nicht zu erzählen – und Konflikte sind da vorprogrammiert. Deshalb ist der Ausdruck „pompöser Lebensstil“ wirklich völlig deplatziert.
    3t€ für Urlaube finde ich absolut im Rahmen. Und das Urlauben mit den Kids sollte man nicht verpassen. Als Kind bin ich nicht oft in Urlaub gefahren. Ich hätte mir gewünscht, mehr „Quality-Time“ mit den Eltern zu verbringen – besonders als ich älter war. Sebastian, du machst das genau richtig. Die Sparleistung von 30% ist enorm. Dahin versuche ich es auch mal zu schaffen.

    Aber aus diesen Gründen bloggen auch meist keine Daddies. Meldungen wie“ Wow, diesen Monat 3,50€ gespart! Fast ein Share davon gekauft! :)“ spornen einen nicht an. Man braucht einfach Menschen, die vorne krass vorweg gehen. Das zeigt Möglichkeiten. Also mir bringst das zumindest was.

    PIBE: meine Kids haben auch ETFs auf den MSCI  World. Als ich das meinen Eltern erzählt habe: „…und was ist mit dem Sparbuch?…“. 🙂
    Finanzglueck.de sieht gut aus. Danke für den Tipp.

     

     

  90. Abdul

    Morgen!

    @Freelancer Sebastian
    Hey,auch von mir grünes Licht für euch,ihr macht das schon richtig!
    Dann fange ich mal an meine erste reine Aktie an Bord zu holen,danke.

    Gruß, Abdul!

  91. Karl

    Nein, als großer Musikfreund besuche ich eben 2-3 mal IM JAHR ein Konzert. Und meine Frau hat sich einen entspannenden Saunaabend mit ihrer Freundin 1 mal PRO QUARTAL sicherlich verdient (liebe Grüße an alle erwerbstätigen Mütter ? ).

    Mit den Jungs bin ich morgen im Spieleland. Die sollen sich in den Ferien mal ordentlich austoben. Die zehn Euro sind locker drin.

    Die Krönung unseres Luxuslebens ist aber sicher die Sushi-Bestellung, die wir einmal IM MONAT aufgeben. 20 € verbraten andere in der Woche für den Morgenkaffee…..

     

    Kann ja jeder machen wie er will. Aber diesen verschwenderischen Lebensstil als sparsam zu bezeichnen, ist ja wirklich der Witz des Jahres. Sowas habe ich mit meinen fast 50 Lebensjahren noch nie erlebt.

  92. Skywalker

    Hallo! Ich esse jeden Tag Haferflocken mit Leitungswasser. Meine Teebeutel sind die schon einmal aufgegossenen Teebeutel aus dem Altersheim nebenan. Kleidung kaufe ich bei Kik, ich suche da Mängelkleidung, die wird dann och billiger abgegeben, wenn z.B. ein Fleck drauf ist. Auto fahre ich nicht, ich habe ein altes Fahrrad, damit komme ich überall hin.  Ich bin so sparsam, ich rasiere mich nie soder reise mir die Barthaare mit der Pinzette raus. Und wenn ich kacken muss gehe ich an die Tankstelle um wasser und Klopapier zu sparen. Wenn ich dusche sammle ich das Wasser und gieße davon die Blumen. Mit dem Rest mache ich Suppe!

    Verneigt euch, ihr Würmer!

     

     

  93. Fit und gesund

    @Skywalker,

    Entschuldigung, aber Du lügst, das glaubt Dir kein Schwein sowas 🙂

    @Karl

    ich glaub Du lebst gar nicht mehr:) aber nett auch mal mit Geistern zu plaudern…

  94. Christoph

    Vielleicht lebt Karl auch einsam in einer Hütte und versorgt sich selbst. dann free langer, lebst du sogar wie Gott in Frankreich hehe

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