Wenn Wall Street in Panik gerät: Diese abgestürzten Aktien bieten jetzt historische Chancen

Der Krieg im Iran scheint länger zu dauern. Nun geht der Ölpreis nach oben, was die Wirtschaft belasten wird. Die Arbeitsmarktdaten sehen zudem schlecht aus in den USA. Die Konjunktur kühlt sich immer mehr ab rund um den Globus. Das lässt sich kaum leugnen. Kein Wunder, dass die Börse abwärts rauscht. Ich behalte meine Aktien. Und mache mir darum keine Sorgen.

Es ist immer das gleiche Spiel an der Börse: Die Masse rennt den heißen Trends hinterher und lässt grundsolide Unternehmen fallen, sobald es mal ein paar Quartale Gegenwind gibt oder die Nachrichtenlage schlecht ist. Genau hier liegt unsere Chance. Als Value-Investoren wissen wir, dass der wahre Reichtum im geduldigen „Buy and Hold“ liegt – und darin, Qualitätsunternehmen mit tiefen wirtschaftlichen Burggräben dann zu kaufen, wenn sie niemand haben will.

Ich spare, um weitere Aktien kaufen zu können

Wer konsequent spart und seinen Lebensstil minimalistisch hält, hat das nötige Pulver trocken, um genau in solchen Phasen zuzuschlagen. Hier sind zwei prominente Giganten (PayPal und Intel), die in der jüngeren Vergangenheit bitter abgestürzt sind, aber hervorragende Turnaround-Kandidaten für ein langfristiges Portfolio darstellen. Und gerade jetzt kannst du die Iran-Krieg nutzen, um günstig an Bors zu gehen.

Aber zunächst das: Ich habe meine Forst-Aktien-Positionen ausgebaut: Rayonier und Weyerhaeuser stehen auf meiner Kaufliste. Der REIT Rayonier zahlt fast 5% Dividende. Das durchschnittliche Haus in den USA ist über 40 Jahre alt, ein Rekord. Der alte Bestand muss erneuert werden, dazu wird Holz von den Forstbetrieben gebraucht. Der Holzpreis wird sich folglich wieder erholen.

PayPal: Der vergessene Pionier mit massivem Cashflow

Der Zahlungsdienstleister hat einen heftigen Absturz hinter sich. Sorgen über zunehmende Konkurrenz und Margendruck haben die Wall Street verschreckt und die Aktie massiv auf Talfahrt geschickt.

  • Warum die Panik übertrieben ist: PayPal verfügt nach wie vor über ein gigantisches, globales Netzwerk an Händlern und Konsumenten. Dieser intakte Netzwerkeffekt ist ein klassischer ökonomischer Burggraben. Die Leute nutzen den Service weiterhin massenhaft.
  • Das Value-Potenzial: Das Unternehmen generiert Milliarden an freiem Cashflow und nutzt dieses Geld, um im großen Stil eigene Aktien zurückzukaufen. Wer hier einsteigt, kauft eine Cash-Maschine zu einer historisch günstigen Bewertung. Die kurzfristigen Schwankungen können wir getrost aussitzen. Das KGV ist unter 9 gerutscht. Das scheint irre günstig, zumal es in der Bilanz keine Schulden gibt, sondern 400 Millionen Dollar Cash herum liegen. Im vergangenen Jahr hat PayPal 5,2 Milliarden Dollar nach Steuern verdient – es ist also kein Sanierungsfall. Und in den Vorjahren lag der Gewinn bei jeweils über 4 Milliarden Dollar. Die Dividende bringt derzeit 1,2%. Ich besitze die PayPal-Aktie schon lange. Ich schreibe immer wieder über diese abgestürzte Aktie. Das ist ein krasser Absturz bei diesem Fintech-Dino. Der muss doch wieder auf die Beine kommen.

Intel: Der schlafende Riese vor dem Comeback

Der Chip-Gigant wurde von der Konkurrenz zeitweise deklassiert. Fehltritte in der Fertigung und der Rückstand bei KI-Chips haben die Aktie in den Keller geprügelt. Die Stimmung könnte kaum schlechter sein. Expansionspläne, zum Beispiel nach Deutschland, wurden gestrichen. In der Spitze stand der Chipbauer schon bei 75 Dollar, aktuell sind es 44 Dollar. Leopold Aschenbrenner ist in Kalifornien ein aufstrebender Deutschen Hedgefondsmanager, dessen drittgrößte Position ein Intel-Call ist.

  • Warum die Panik übertrieben ist: Halbleiter sind das Erdöl unserer Zeit. Die geopolitische Lage macht eine westliche, unabhängige Chipproduktion unverzichtbar. Intel baut mit massiver staatlicher Förderung neue Fabriken in den USA und Europa auf. Der US-Staat, NVIDIA und Softbank haben sich allesamt beteiligt am Grundkapital, um die Wende hinzubekommen.
  • Das Value-Potenzial: Ein Turnaround in dieser Größenordnung dauert Jahre, nicht Quartale. Doch die Substanz, die Patente und die schiere Größe von Intel bieten einen enormen Hebel, sobald die neue Foundry-Strategie greift. Für geduldige Anleger mit einem langen Atem bietet das aktuelle Niveau eine seltene Chance, günstig in einen strategisch immens wichtigen Konzern einzusteigen. Ich habe die Intel-Aktie schon seit vielen Jahren im Depot und sie wird dort bleiben. Und ich habe immer wieder weitere zugekauft.

Fazit: Ruhe bewahren und den Zinseszins arbeiten lassen

Anstatt ständig hin und her zu traden und Gebühren zu produzieren, sollten wir uns auf das Wesentliche konzentrieren: Ausgaben niedrig halten, den Notgroschen sichern und kontinuierlich in Unternehmen investieren, die gerade unbeliebt, aber fundamental intakt sind. Den ETF-Sparplan laufen lassen – gerade jetzt. Die Börse ist kurzfristig ein Stimmungsbarometer, aber langfristig eine Gelddruckmaschine. Wer heute die unbeliebten Turnaround-Kandidaten einsammelt und sie einfach zehn Jahre liegen lässt, wird am Ende belohnt – ich hoffe das zumindest. Eine Garantie dazu kann ich nicht abgeben.

Iran-Krieg! Was ist los an der Börse? Das ist mein neues Video aus New York

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