Wenn aus Krisenfällen Kursraketen werden: Mein Rezept gegen die Börsenpanik

Wow, heute dreht die Intel-Aktie richtig auf. Was für ein Kurssprung. Boa! Das hat sich gelohnt. Um einstige Krisenfälle geht es heute in diesem Blogbeitrag. Ich baue diesen Blog und meinen YouTube-Kanal aus. Kritik ist erwünscht, vor allen Dingen wenn sie konstruktiv ist. Ich kann leider nicht immer jeden happy mit der Themenauswahl machen. Ich habe aber festgestellt, dass die Zugriffszahlen sowohl im Blog als auch bei den Videos deutlich anziehen. Insofern scheint es der Mehrheit zu gefallen.

Wichtig ist mir: Ich möchte hier nicht unseriöses tun. Transparenz und Fairness sind mir wichtig. Ich will kein Zeug vertickern (unnötige teure Seminare, Coachings, Software, Abos, Fonds….). Nein. Obwohl ich jeden Tag Werbeideen angeboten bekomme, sage ich klar: NEIN! Ich platziere hier nur automatisiert Anzeigen, die Google aussucht. Punkt. Schluss. Zurück zum Thema:

Hier in New York an der Wall Street erlebe ich es immer wieder: Sobald dunkle Wolken am Horizont aufziehen, bricht bei vielen Anlegern Panik aus. Aktien werden unbesehen aus den Depots geworfen, oft genau zu dem Zeitpunkt, an dem die Bewertungen am attraktivsten sind. Dann müsste man kaufen. Wer an der Börse langfristig Vermögen aufbauen will, muss genau dann genau hinsehen, wenn andere wegschauen.

In meiner Laufbahn als Anleger habe ich die Erfahrung gemacht, dass die größten Renditen oft im tiefsten Tal der Tränen geboren werden. Wenn Qualitätsunternehmen durch temporäre Krisen, schlechte Nachrichten oder allgemeine Marktschwäche abgestraft werden, schlägt die Stunde der Value-Investoren. Aus echten Krisenfällen können mit der nötigen Geduld regelrechte Kursraketen werden. Hier sind ein paar Beispiele aus meinem eigenen Depot, die zeigen, warum sich eiserne Disziplin auszahlt.

Der 10.000%-Erfolg: Netflix nach dem Absturz

Wer heute auf Netflix schaut, sieht den unangefochtenen König des Streamings. Doch das war nicht immer so. Als die Aktie in der Vergangenheit einen dramatischen Kursrutsch von rund 70 % hinlegte und viele das Geschäftsmodell bereits abschrieben, habe ich zugegriffen. Ich habe die Idee dazu dem Ex-Hedgefondsmanager Whitney Tilson zu verdanken, den ich 2012 getroffen hatte. Netflix wusste ich, dass es funktionieren wird: Die fundamentale Idee intakt, der Preis am Boden – ein klassischer antizyklischer Kauf.

Das Ergebnis meiner Buy-and-Hold-Strategie? Heute stehe ich bei dieser Position über 10.000 % im Plus. Ein solcher Tenbagger (oder in diesem Fall „Hundredbagger“) gelingt nur, wenn man Lärm ausblendet und dem Unternehmen Zeit gibt, seine Vision umzusetzen.

Totgesagte leben länger: Intel

Man muss nicht immer Jahrzehnte zurückblicken, um solche Chancen zu finden. In den vergangenen Jahren steckte der Chiphersteller Intel in einer handfesten Krise. Die Konkurrenz (AMD, Nvidia) zog vorbei, Marktanteile schwanden, und die Wall Street hatte die Aktie fast schon abgeschrieben.

Ich habe die schlechte Stimmung genutzt, um Intel günstig einzusammeln. Die Wende im Vorstand und die strategische Neuausrichtung in der Halbleiterproduktion brauchten Zeit, aber der Mut zum Risiko hat sich gelohnt. Mittlerweile sind Nvidia, Softbank und Washington eingestiegen und haben Geld in die leere Kasse reingeschossen. Aktuell stehe ich mit dem Chiphersteller bereits 60 % im Plus. Das erste Quartal lief besser als erwartet, deshalb schoss heute der Kurs um über 20% in die Höhe. Die Krise war auch hier der beste Kaufzeitpunkt.

Die Auferstehung einer Ikone: General Electric (GE)

Eines meiner lehrreichsten Investments geht auf die Finanzkrise 2007/2008 zurück. Damals stand General Electric massiv unter Druck. Die Sorge an den Märkten war riesig, dass das Industrie-Konglomerat unter seiner immensen Schuldenlast zusammenbrechen könnte. Die Panik war greifbar. Auch als Shortseller Harry Markopolus (ich kenne ihn) Alarm schrie und vor dem GE-Zusammenbruch warnte, blieb ich bei der Stange. Apropos Markopolos: Er ist ein cleverer Zahlenmensch, der Milliardenschwindler Bernie Madoff früh enttarnt hatte, während die Behörden schliefen. Beim Megabetrug Wirecard haben die Staatsanwälte und Bafin auch gepennt – es ist irre, obwohl die Financial Times alles offengelegt hat.

Trotz aller Unkenrufe zog GE die Reißleine. Das Unternehmen begann ein radikales Sparprogramm und verkaufte nach und nach Randbereiche, wie etwa die Mediensparte, um die Bilanz zu sanieren. Ich stieg mitten in dieser Unsicherheit ein – und blieb dabei. Heute ist GE kerngesund und hat sich in drei hochspezialisierte, eigenständige Unternehmen aufgespalten:

  • GE Vernova (Energie)
  • GE Aerospace (Luftfahrt)
  • GE Healthcare (Gesundheit)

Mit allen drei GE-Aktien stehe ich heute massiv im Plus. Es ist ein Paradebeispiel dafür, wie erfolgreiche Restrukturierungen gigantische Aktionärswerte freisetzen können, wenn man den langen Atem hat, sie auszusitzen. Siemens hat übrigens ähnliche Krisen gemeistert, ihr erinnert Euch vielleicht an den Schwwarzgeld-Skandal 2008.

Qualität im Sonderangebot: Target und UnitedHealth

Meine Strategie beschränkt sich nicht nur auf Tech- oder Industriewerte. Auch absolute Qualitätsunternehmen und Dividendenaristokraten bzw. -könige straucheln gelegentlich. So habe ich den Einzelhandelsgiganten Target sowie den Krankenversicherer UnitedHealth nach massiven Kurseinbrüchen in mein Portfolio geholt. Vielleicht bietet sich bei CTS Eventim nach dem Absturz so eine Chance? Solche Dauerläufer-Aktien mit robusten Geschäftsmodellen erholen sich in der Regel von temporären Rückschlägen und belohnen den treuen Aktionär langfristig mit Kursgewinnen und steigenden Dividenden.

Auch bin ich bei Boeing rein während des Qualitätsskandals und nach 2 Abstürzen. Daneben sammelte ich die Banken während der Finanzkrise ein (Bank of America, Wells Fargo, Citi, Deutsche Bank, Commerzbank). Ich stieg bei Carnival, United Airlines und Southwest während der Pandemie ein.

Fazit: Das Handwerkszeug für Krisen

Was lernen wir daraus? Krisen sind nicht das Ende der Welt, sondern oft der Beginn exzellenter Renditen. Voraussetzungen dafür sind:

  1. Ein kühler Kopf: Emotionen haben an der Börse nichts verloren.
  2. Die Buy-and-Hold-Mentalität: Hin und her macht Taschen leer. Wer bei jedem Gewitter verkauft, verpasst den anschließenden Sonnenschein.
  3. Genügend Liquidität: Wer im Alltag auf Lifestyle-Inflation verzichtet und einen gewissen Frugalismus lebt, hat in Crash-Zeiten das nötige Pulver trocken, um bei Sonderangeboten an der Börse zuzuschlagen.

Die nächste Krise kommt bestimmt. Die Frage ist nur: Lässt du dich von der Panik anstecken oder suchst du nach der nächsten Kursrakete? Ich schwimme liebend gerne gegen die Strömung. Wenn Aktien gehasst werden, dann ist. meine zeit einzusteigen. Aber nicht immer geht es gut. Es gibt schwere Sanierungsfälle, die scheitern können (GM, Kodak…).

In diesem Live Video zeige ich dir mein aktuelles Depot

Gestern habe ich mein gesamtes Depot gezeigt:

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