8 Tipps für bessere Privatfinanzen


New York, 30. August 2020

Ich lasse meine Aktien wie einen alten Cognac einfach ruhen. 

Ein paar Tipps für deine Finanzen habe ich heute zusammengestellt. Es sind ein lediglich Vorschläge. Am Ende des Tages musst du selbst entscheiden, was dir wichtig ist.

1. Verkaufe keine Aktien/ETFs

Kaufen, halten, zukaufen. Das sollte dein Motto sein. Stell dir vor, jemand hat vor 25 Jahren Microsoft-Aktien gekauft und sie ein paar Monate später wieder verkauft. Denke an Alphabet, Berkshire, Apple, Amazon etc. Mit Geduld kannst du am Aktienmarkt nur profitieren, wenn du ausreichend streust und stetig nachkaufst. Dann kannst du deinen Einsatz vervielfachen. Klar gehören Fehlgriffe dazu. Ich verbrannte mit Solarworld, Sunways, Brokat und anderen Hoffnungswerten mir die Finger. In Summe sollte es sich jedoch lohnen.

Wer besonders eifrig ist, kann ein Millionendepot aufbauen. In einzelne Aktien zu investieren ist meine Lieblingsstrategie. Aber für die meisten Menschen ist ein ETF empfehlenswert. Wer ETFs oder Aktien kauft, sollte sie lange, lange halten.

Wenn die Aktien fallen, neigen Anleger dazu, ihr Depot zu verkloppen. Das ist eine schlechte Strategie. Zukaufen ist die Strategie. Um das emotional hinzubekommen, sind jeden Monat die gleichen Geldbeträge sinnvoll, die in die Aktienmärkte fließen, unabhängig davon, was die Börse gerade macht. Mit dieser Strategie wird ein schlechter Monat an der Börse zu einem guten Monat für dein Depot.

Du wünschst dir insofern den März zurück, als die Börse unter dem Corona-Schock  bebte. In dieser Zeit legten Mutige den Grundstein für erhebliches Vermögen. Wer den Mut hatte, konnte mit erheblichem Rabatt Aktien einsammeln.

2. Lass deine Urlaubsausgaben nicht ins Kraut schießen

Menschen, die normalerweise verantwortungsbewusst sind, verhalten sich im Urlaub wie von Sinnen. Mangelnde Planung ist der Grund. Die Leute lassen es krachen. Dann kommen sie mit einem Problem nachhause. Überzogenes Girokonto oder leeres Sparbuch.

Konsumkredite aufzunehmen für den Urlaub sind ein absolutes NEIN! Ohnehin lehne ich Konsumkredite grundsätzlich ab. Zeit und Liebe sind die wertvollsten Dinge, die du mit anderen Menschen teilen kannst. Nicht Plunder. Oder sauteure Hotels.

Urlaub ist wichtig. Auch die Erholung. Absolut. Aber die Ausgaben müssen nicht aus dem Ruder laufen. Du musst in der Lage sein, gleichzeitig deine Altersvorsorge zu leisten. Die meisten Menschen haben die falschen Prioritäten. Erst kommt der Urlaub, dann lange nichts.

3. Hab keine Angst davor, erfolgreich zu sein

Viele Menschen haben Angst vor dem Erfolg. Sie bemitleiden sich. Sie leiden unter einem schwindsüchtigen Selbstvertrauen.

Sie machen nicht den besten Job, sie machen keine klugen Investitionsentscheidungen. Sie stehen sich als selbst im Weg. Es liegt an Selbstzweifeln. Sie sabotieren sich selbst.

Ändere deine Einstellung zu Geld. Zahle deine Schulden ab. Schulden sind wie ein Mühlstein um den Hals. Du wirst kaum finanziell frei werden mit einem Sack voll Schulden. Streng dich im Job an. Wenn du Aufstiegschancen im Job angeboten bekommst, nutze sie.

4. Vertrau nicht blind dem Banker und Finanzberater

Denk daran, dass dein Banker, Bausparkassenmitarbeiter oder Versicherungsspezialist nicht immer dein Interesse an erster Stelle hat. Denn es liegt ein Interessenkonflikt vor. Es geht um Provisionen, Gebühren und Verkaufszahlen.

Es stellt sich die Frage, handelt der Berater in deinem Interesse? Ebenfalls stellt sich die Frage, ob ein Vermögensberater wirklich sinnvoll ist? Diese Verwalter kosten zwischen 0,25 und 1,00 Prozent deines Vermögens jedes Jahr. In zehn Jahren sind bis zu zehn Prozent deines Vermögens auf deren Konten gewandert. Ist es das wert? Oder kannst du dein Geld nicht selbst clever verwalten? Mit ganz einfachen extrem kostengünstigen Standard-ETF-Produkten ist das möglich.

5. Gib nicht an (Statussymbole)

Geld auszugeben, um andere zu beeindrucken, bringt dich nicht weiter. Es liegt in der Natur des Menschen, andere beeindrucken zu wollen. Ich weiß selbst, wie doof das ist. Ich hab schon mal einen teuren BMW gekauft. Ich hab es schnell bereut. Es war das Dümmste, was ich je mit Geld gemacht habe. Auf Instagram und Facebook tummeln sich Menschen, die Eindruck schinden wollen – mit Luxus und Statussymbolen. Schöne Handtaschen, Schuhe, Uhren, Kaschmirpullover, Autos, Küchen, Häuser…

Ich kann dir die Doku “Consumed” über den Konsumwahnsinn empfehlen. Es läuft auf Amazon Prime:

Luxusdinge sind viel zu teuer. Es ist nicht rational. Du hast mit dem steigenden Preis einen abnehmenden Grenznutzen. Es macht keinen Sinn. Das Preis-Leistungsverhältnis stimmt irgendwann nicht mehr. Es ist rein ökonomisch betrachtet stumpfsinnig, 8000 Euro beispielsweise für eine Handtasche auszugeben. Luxusprodukte dienen einer privaten Inszenierung.

Am Ende angelst du dir “falsche oder flache Beziehungen”. Du hast unnötige Rechnungen zu zahlen. Unnötigen Plunder. Du arbeitest so hart, investier lieber smart. Bau ein Vermögen auf. Ernte dein Vermögen.

6. Vermieter zu sein ist nicht leicht

Vermieter sind für Reparaturen an ihren Immobilien verantwortlich. Ein Mietobjekt kann sich als Flop herausstellen. Insbesondere angesichts des boomenden Immobilienmarktes kann es eine große Herausforderung sein, eine attraktive Rendite mit einem Mietobjekt zu verdienen. Immobilien sind mit Risiken verbunden. Das wird gerne ausgeblendet. Wenn ich schon solche Überschriften lese, dann merke ich, das etwas nicht stimmen kann:

Traumjob Vermieter: Wie auch Sie mit Immobilien Geld verdienen (Focus Online)

Ein Vermieter zu sein ist nicht so glamourös, wie sich das Leute vorstellen. Vermieter müssen Toiletten austauschen, putzen, renovieren… Streit und Ärger kommen häufiger vor als man sich vorstellt.

Ein Drittel der privaten Vermieter macht gar keine Gewinne oder gar Miese. Die Hälfte der Vermieter erzielt eine Bruttomietrendite von unter zwei Prozent. Das ist ein Witz. Zumal du noch die Kosten für den Immobilienkredit abziehen musst. Nich zu vergessen sind die Steuern, die du ans Finanzamt abdrücken musst.

Du wirst nicht immer einen verantwortungsvollen Mieter finden. Du musst an die Leerstände, Grundsteuer, Makler, Reparaturen, Hausverwaltung etc. denken. Die Arbeit und Zeit, die du investieren musst, solltest du berücksichtigen. Das hast du mit einem ETF nicht.

7. Ein Eigenheim: Nicht immer ein Traum

Die Immobilienpreise steigen weiter – und das trotz Corona. Kaufpreise kletterten von April bis Juni. Wohneigentum ist gefragt, zeigt eine Auswertung des Hamburger GEWOS Instituts für Stadt-, Regional- und Wohnforschung.

Mieten oder eine Immobilie kaufen? Diese Frage stellen sich viele Menschen. Allein die nötige Anzahlung anzusparen kann für viele schon eine Herausforderung sein. Es kann stattdessen sinnvoll sein, zu mieten und das Geld in ETFs und Aktien zu stecken.

Mit dieser Strategie kannst du auch in den vorzeitigen Ruhestand gehen. Welchen Weg du einschlagen wirst, musst du entscheiden. Es gibt nicht richtig oder falsch. Du kannst dich in einer günstigeren Gegend niederlassen, um etwas zu kaufen oder zu mieten, wenn es in deiner Region zu teuer geworden ist und dein Job es zulässt.

Die meisten Leute denken, der Vorteil beim Kauf besteht darin, dass sie ihr Geld nicht mehr für die Miete wegschmeißen müssen. Aber: Das kann eine Milchmädchenrechnung sein. Du brauchst Eigenkapital beim Kauf. Du musst Grunderwerbssteuern, einen Makler, Versicherungen, Unterhalt und Hypothekenzinsen zahlen. Auch das kann man als weggeworfenes Geld sehen. Nach gut 30 Jahren Tilgung zahlst du zwar keine Zinsen (Miete) mehr – trotzdem fallen Kosten beim Eigenheim an. Selbst wenn es lastenfrei ist.

Um dein Traumhaus kaufen zu können, ist vermutlich eine enorme Summe nötig. Ob das in der Tat dauerhaft ein Traum wird, ist fraglich. Manchmal führt das Traumhaus zu einer finanziellen Katastrophe.

Manchmal ist es sinnvoll, ein Eigenheim zu besitzen. Manchmal nicht.

Anstatt massiv Geld in Beton zu investieren, kannst du es auch an der Börse anlegen.

Auf jeden Fall solltest du kein Haus kaufen, das du dir nicht leisten kannst. Es gibt Leute, die bürden sich enorme Finanzierungskosten auf. Du solltest nicht nur monatliche Zins- und Tilgungszahlung berücksichtigen, sondern auch die Anzahlung, Abschlusskosten, Umzug, Reparaturen, Möbel und die laufenden Wartungskosten.

8. Kauf kein neues Auto

Der Wertverlust eines Neuwagens ist enorm. In den ersten drei Jahren ist über ein Drittel des Werts vernichtet.

Ich kann niemanden raten, so viel Geld zu verschwenden. Kauf lieber einen Gebrauchtwagen, falls du überhaupt ein Auto brauchst. Behalte das Fahrzeug dann lang genug. Mindestens zehn Jahre. Vielleicht sogar länger. Der “Millionär von nebenan” macht das so.


tim schaefer (Author)

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thoughts on “8 Tipps für bessere Privatfinanzen

  1. AvatarMeinungslemming

    Ja, gerade bei Punkt 6 und 7 war und bin ich stets am Grübeln. Immer wieder. Und entscheide mich immer wieder gegen eine eigene Immobilie. Weil zu viel Arbeit. Ich will mich damit nicht beschäftigen. Klotz am Bein.

    Wenn ich in 10 oder 20 oder 30 Jahren. Hoffentlich dauert es noch lange, eine Summe erben sollte. Dann ist doch eine ETW drin. Eine Mischung aus Diversifikation und das Gefühl, doch eine eigene Wohnung zu haben. Dann halt doch.

  2. JosefJosef

    Ich denke auch mit Immobilien kann man Geld verdienen.

    Ich kann das nicht, darum mach ich es auch nicht.

    Falls Immobilien Vermietung, hätte ich womöglich zuerst eine GmbH eröffnet.

    Der Aufwand ist mir aber zu gross, Steuerberater, Bankberater, Vorbezug 2te, 3te Säule(Schweiz), Notar. Beim Eigenheim ohne GmbH stört mich der Schweizer Eigenmietwert der zum versteuerbaren Einkommen wird.

    Die Vermögenden wohnen vielfach zur Miete, ihrer eigenen GmbH , AG. Zwecks Steueroptimierung.

     

  3. Mark 85Mark 85

    Meine Urlaubsausgaben sind im Vergleich zu früher nach oben gegangen, weil ich nicht mehr so stark auf den Preis blicke. Früher war ich viel in günstigen Ländern wie Bulgarien, Marokko, Tunesien, Ägypten und der Türkei unterwegs. In den letzten Jahren wieder mehr in Spanien, welches mir sprachlich und kulturell näher liegt.

    Möglichst viel Geld zu sparen ist nicht alles. Ich musste lernen mehr auf mein Bauchgefühl zu hören. Mittlerweile fällt es mir leichter mehr Geld für Dinge auszugeben, die mir wichtig sind: Reisen, Ausflüge, Bildung, Filme und Bücher. 🙂

  4. AvatarPetra

    Volle Zustimmung. Zu Punkt 7 Eigenheim: wenn, dann sollte die Immobilie  mind. 10 Jahre vor der Rente abbezahlt sein, damit man noch ausreichend Kapital neben der gesetzlichen Rente  bilden kann. Bei den derzeitigen Preisen kein einfaches Unterfangen. Sollte es gelingen, muss man im Alter keine horrenten Mieten zahlen oder sogar ausziehen. Wer eine Immobilie besitzt, hat in der Regel gelernt, mit Geld umzugehen und zu sparen. Das ist mE.  auch ein wichtiges Learning.

  5. AvatarAl Bundy

    @Tim, da stimme ich zu. Inzwischen teile ich Deine Meinung.

     

    Bei mir persönlich kommt Punkt 9: Nachrichten-Abstinenz – weder Zeitungen, noch TV-News, youtube, Radio-News usw. Mir hilft es, meine seelische Ruhe zu bewahren. AM Anfang war es echt hart. Dann super. Jetzt musste ich Nachrichten lesen, da Rückkehr aus einem zum Risikogebiet erklärten Land war. Plötzlich ging mir schlecht. Ich ertappte mich ständig auf news-ticket zu schauen. Eine ARt Rückfall. Jetzt bin ich 2 Tage wieder “news-trocken”.

  6. AvatarThorsten

    Bei der Immobilie ist es wie bei den Aktien : die falsche Wahl ist schlecht. Das einzige Problem das ich sehe ist , dass der Betrag pro Immobilie höher ist als bei einer Aktienposition, für die Meisten jedenfalls. Auf der anderen Seite ist jede Immobilie durch Wertgutachter einigermaßen absicherbar. Man kann dagegenklopfen , reinbohren und alles untersuchen. Mängel sind in der Regel entdeckbar bei Bestandsimmobilien. Das geht bei einer Aktie eher schlecht.

    Für mich unentschieden, es gehört Beides in das Portfolio und es senkt damit die Volatilität des Buchwerts. Gold dazu kann auch nicht schaden.

  7. Mark 85Mark 85

    An Al Bundy: Mir geht es bei klassischen Nachrichten ähnlich, aber Youtube möchte nicht missen, weil ich dort immer wieder auf sehr interessante Gespräche, Vorträge und Dokus zu verschiedensten Themen stoße.

  8. KievKiev

    @ Mark85

    Du bist glaube ich mit einem guten Stück unter 1M FiRe gegangen. Auf Deinem Weg in Freiheit gab es neben Corona vermutlich noch 2007 oder gar 2000? Heute kannst Du von Deinen passiven Einnahmen um die Hälfte wieder anlegen. Somit sind die besonders niedrigen Kosten für den Lebensunterhalt nicht unbedingt notwendig. Hättest Du am Anfang mehr Geld ausgegeben, so hättest Du heute deutlich weniger Einnahmen. Vielleicht wäre die Vermögenshöhe auch 2007 in einen unangenehmen Bereich abgerutscht? Du hast noch viel Zeit alle Reisen durchzuführen, die Du gerne unternehmen möchtest. Ohne die Erfahrungen und Erlebnisse in anderen Urlaubsländern hättest Du vielleicht auch nicht Spanien als Dein Traumland entdeckt. Oder könntest es nicht zu schätzen wissen.

    Ich gebe auch gerne Geld für Bücher und Filme aus. Ich zahle locker 13€ im Jahr für die Mitgliedschaft in einer großen Bücherei. Dort gibt es auch Blu-ray, DVD und reichlich Bücher. Es gibt auch Reiseführer, Noten fürs Klavier und vieles mehr. Ich kann auch Wünsche äußern, so dass ich dort das neuste Werk von beispielsweise Taleb oder Dobelli erhalte. Ich gehe aber auch gerne ins Kino. Am liebsten Open Air. Das zähle ich aber eher als Erlebnis. Mit Kindern kommt das auch nur selten vor und schlägt entsprechend wenig ins Gewicht. Seit Corona ist der Posten sehr niedrig geworden…

    Du bist immerhin in Marokko und der Türkei gewesen. Da würde ich heute unabhängig von Geld nicht unbedingt hinreisen. Die Ziele würden mich allerdings schon interessieren.

    Ich lese aktuell erneut Early Retirement Extreme. Das Buch ist erstaunlich gut. Ich finde es allerdings schade, dass Jacob Fisker nicht mehr an der Universität arbeitet. Er hat dort bestimmt gut Inhalte vermittelt.

  9. Mark 85Mark 85

    An Kiev: Dein Ausgabenverhalten liest sich gesund und ausgewogen. Meines ist es wie geschildert auch wieder. Sparen finde ich nach wie vor gut, solange es nicht geizförmige Züge annimmt, weil darunter die Lebensqualität leiden kann. Wenn jemandem gewisse Dinge wichtig sind, spricht nichts dagegen auf mehr Qualität zu setzen. Im Gegenzug kann man Geld bei weniger wichtigen Dingen einsparen. 🙂

  10. AvatarFinanzbär

    Sehe es genauso. Schöner Urlaub muss nicht teuer sein von Backpacking bis Airbnb. Man kann die ganze Welt bereisen ohne dafür maßlos geld auszugeben. Buy&hold ist eh klar eine super Anlagestrategie 🙂

  11. KievKiev

    @ Mark85

    Ich könnte noch mehr sparen. Die Einnahmen sind im Verhältnis besser als die Ausgaben. Bei Tims Aufzählung habe ich Defizite im Punkt 2,6,7,8. Die sind aber alle nicht schlimm, oder teilweise positiv. Einen Neuwagen habe ich nie erworben. Als Firmenfahrzeug bekommen wir jetzt aber genau so einen. Das ist in Ordnung, da es inkl. Tankkarte und reichlich Kilometern kommt. Es ist auch nicht das kleinste Modell. Als Angestellter erreicht man in der Regel nicht die FU. Als Unternehmer sieht es schon besser aus und hier kann man natürlich besser ein älteres Auto länger fahren. Ich kenne im übrigen keine Wohlhabenden, die zur Miete wohnen. Die meisten sind allerdings Unternehmer.

    Ich habe auch kein Budget. Ich gebe nicht für eine mir wichtige Sache mehr aus und dann weniger für eine andere Sache. Wenn mir in einem Monat 5 Dinge wichtig sind werden sie gekauft. Erst am Ende des Monats gibt es die Abrechnung. Die ist dann manchmal etwas bitter. Dafür kann ich die Frage stellen, ob nicht FU in diesem Fall der FF entspricht. Ich sehe da keinen so großen Unterschied.

    Am Dienstag bekommen wir auch Zuwachs auf vier Pfoten. Es ist finanziell betrachtet keine Verbesserung. Ich bereite mich momentan auf zwei Monate hohe Sparquote vor. Ich würde gerne wie Jacob 80% schaffen. Das werde ich an mindestens zwei Monaten im Jahr generell anvisieren. Ich möchte nicht faul und träge werden.

  12. Mark 85Mark 85

    An Kiev: Tims 8 Ratschläge sehe ich als sinnvolle Denkanregungen an. Entscheiden muss am Ende jeder für sich, wie strikt er sie befolgen möchte.

    Bei Artikeln, die ich regelmäßig benutze und die mir langfristig Freude bereiten sollen, gehe ich im Gegensatz zu früher keine Kompromisse mehr ein und gebe lieber etwas mehr Geld aus. Beispielsweise: Waschmaschine, Schlafsofa, Fernseher, Lautsprecherboxen, Verstärker, E-Tretroller und Mobiltelefon.

    Ein festes Budget habe ich auch nicht. Wenn man erst einmal bewusst geworden ist, was einem wichtig, weniger wichtig und unwichtig ist, entwickelt man einen automatischen Kaufmechanismus. Ein Haushaltsbuch würde mich nur noch zusätzliche Zeit kosten.

    Worin der Unterschied zwischen ,,finanziell unabhängig” und ,,finanziell frei” liegen soll, ist mir bis heute nicht klar. Ich finde beide Wörter in diesem Zusammenhang ziemlich synonym. Wer unabhängig ist, ist irgendwie auch gleichzeitig frei und andersherum. Egal, persönliche Auslegungssache.

    Viel Spaß mit deinem neuen Haustier! Ich lasse gelegentlich den Hund meiner Eltern bei mir übernachten und unternehme mit ihm Ausflüge, aber 365 Tage pro Jahr wäre mir ein Hund eine zu große Last. 😉

    Allen einen schönen Wochenstart!

     

  13. AvatarRüdiger

    Vermieter müssen Toiletten austauschen, putzen, renovieren…

     

    Mit dem Austausch der Toiletten bin ich auch gerade beschäftigt, im Rahmen der Modernisierung unserer Bäder. Wenn’s um das selbst bewohnte Haus geht, kann sowas durchaus auch Spaß machen  😉

     

  14. AvatarNico Meier

    Natürlich sollte man beim Kauf einer Immobilie zur Selbstnutzung einige Überlegungen anstellen. Insbesondere sollte man sie nicht zu luxuriues wählen, wenn man nicht übers nötige Kleingeld verfügt. Ich sehe immer wieder im Kollegenkreis Menschen die sich massiv überteuerte Immobilien “leisten” obwohl sie nicht übewrs dafür nötige Kapital und Einkommen verfügen.

    Meine Frau und ich haben 2017 ein Haus mit Garten gekauft. Wir haben 40% des Kaufpreises Eigenkapital eingebracht. Die Bank hätte uns auch eine Hypothek gegeben wenn wir nur 20% eingebracht hätten aber die Zinsen wurden besser durch das höhere Eigenkapital.

    Vor dem Hauskauf hat un die Mietwohnung 2’200 Franken also rund 2’000€ Monatsmiete gekostet. mit dem eigenen Haus sind wir inklusive Zinsen bei einer Vollkostenrehcnung bei etwas über der Hälfte! In unserem Fall ist Kaufen billiger als Mieten. In den letzten Jahren haben die Preise für Wohneigentum weiter angezogen, daher könnte die Rehcnung heute anders aussehen als 2017. Wir haben unser Haus damals mit etwas Geschick etwas unter Marktpreis gekauft und würden heute rund 20% mehr lösen als beim Kauf.

  15. AvatarDanielKA

    Wir machen Urlaub wie “daheim”, d.h. an Zusatzkosten kommt nur die Ferienwohnung und die Anfahrt hinzu. Daher sind auch ganz einfach längere Aufenthalte möglich- Immer Ferien-wohnung/haus (dann häufig geteilt mit Familie und Freunden), immer Anreise mit dem eigenen Auto. Wenn wir 1 bis 2 mal im Monat essen gehen, dann machen wir das genauso im Urlaub. Wir geben für 4 Wochen Spanien soviel aus, wie andere für eine Woche allinklusive auf mein Schiff oder Resort. Muss jeder selbst wissen, aber ich bin lieber 4 Wochen am Stück weg und genieße einfach das Wetter/Meer und die Landschaft.

    Von vielen (nicht allen) Bekannten bekommen wir dann zu hören, dass ist doch kein Urlaub, wenn man selbst kochen und abwaschen muss. Uns gefällts…

  16. Avatar-M

    @China ETF

    Irgendwie gefallen mir die alle nicht so. Teilweise ist 30% auf 2 Unternehmen verteilt, Fomdsgröße zu winzig oder die Kosten sind mir zu hoch …. muss nochmal schauen oder mich doch für einen EM ETF entscheiden.

     

    -M

  17. AvatarChris1

    @kiev: Glückwunsch zum neuen Familienmitglied.

    Mein Tipp: Krankenversicherung. Zb Agila. Da kann man gut kalkulieren. Ich zahl zb aufgrund Grüße jetzt 65. Da werden aber auch die Medikamente gezahlt die alle 2,5 monate 66 euro kosten.

    Und op kosten werden auch übernommen. Gerade bei Tieren kann es schnell teuer werden wenn was ist

     

     

     

  18. AvatarChris1

    @Daniel ka

    Ich fahre auch immer mitm auto nach Spanien.

    Dieses Jahr geht’s wegen der reisewarnung nicht. Anzahlung ist futsch da individual reise.. ärgerlich

  19. AvatarDanielKA

    @ Chris1: Das tut mit leid, wir buchen auch individuell, aber unsere lokale Vermietagentur in Spanien hat die Anzahlung anstandslos erstattet. hatte da auch erst bedenken.

    Ich warte z.B. immer (3 Monate) noch auf meine Hotelbuchungsrückerstattung von accor (Ibis) und das bei dem weltgrößten Hotelkonzern.

  20. AvatarAnton

    @DanielKA

    @Chris1

    @Urlaub Spanien

     

    Dies machen wir Jahr für Jahr genauso. Dies Jahr auch. Wir sind nach Spanien noch bevor es zum Risikogebiet (zumindest unsere Zielprovinz) erklärt wurde. Testen lassen mussten wir uns dennoch, da kurz vor unserer Rückreise ganz Spanien zum Risikogebiet wurde. Nach Rückkehr quasi direkt zum Test und nach einem Tag lag das negative Ergebnis vor.
    Immer schön mit dem Auto, 3 Wochen Spanien, den Rest ca. 7-9 Tage für die An- und Rückreise, um noch ein paar andere Ziele anzusteuern und ein paar Tage sich irgendwo aufhalten (meistens Südfrankreich).
    Bzgl. Rückerstattungen und Stornierungen – wir nutzen praktisch immer Angebote, welche eine 100% Erstattung kurz vor der Anreise ermöglichen. Häufig über booking.com. Es gibt auch sehr viele ohne Anzahlung, wir auch bei den Ibis Hotels. Für die Reise haben wir uns mit unterschiedlichen Optionen eingedeckt und diese dann je nach Lage entsprechend storniert oder wahrgenommen, ohne dass Geld geflossen ist.

    Gruß,

    Anton

  21. AvatarLad

    🙂 🙂 Am 28.11.2019 bekam ich die Idee und am 2.12.2019 begann ich die Aktien der jap. Handelsgesellschaft – Mitsubishi Corp. zu kaufen.
    🙁 🙁 Seit August 2020 beginnt auch Warren Buffett oder Berkshire Hathaway Holding die Aktien zu kaufen.

    🙁 🙁 Aug. 30, 2020: Warren Buffett’s Berkshire Hathaway has acquired 5% stake in each of the 5 leading Japanese trading companies: Itochu Corp., Marubeni Corp., Mitsubishi Corp., Mitsui & Co. and Sumitomo Corp.. Berkshire says, it intends to hold the investments for the long term and that it may increase its holdings in any of the companies up to a maximum of 9.9%.

  22. KievKiev

    @ Chris1

    Danke für den Hinweis zu der Versicherung. Für knapp 9€ im Monat wären Krankenhauskosten zu 80% bis 1500€ gedeckt. Das klingt vernünftig, da recht günstig teure Kosten weitgehend gemildert werden. Ich schaue einmal bei dem Tierarzt was generell anfällt. Vielleicht gibt es auch ein etwas teureres Modell mit Absicherung der normalen Vorsorge mit besserem Gesamtpreis. Es sah aber schon sehr gut aus. Hätte ich nicht so günstig erwartet.

    @ FeWo

    Wir fahren auch immer in ein Ferienhaus oder auf einen verhältnismäßig leeren Campingplatz. Mit zwei Kindern wären mir die anderen Optionen zu eingeengt. Ein Hotelzimmer ist heute oft sehr klein. Mit dem Ferienhaus haben wir ausreichend Platz, müssen es dafür aber etwas über den Zeitraum sauber halten. Die Kochmöglichkeit ist doch ein klarer Vorteil. Essen gehen kann man so natürlich auch. Wir haben letzten Urlaub mit anderen Bekannten gegrillt. Es waren über 20 Erwachsene und Kinder. Wir hatten reichlich Platz an der frischen Luft. Die Kinder haben im Dorf und Haus gespielt. Wir konnten Sterne und Sternschnuppen betrachten, die Berge, das Meer, den Mond usw. Und uns dabei unterhalten als gäbe es kein Corona mehr.

    Mit dem KFZ ist die Gefahr für Erstattungsärger bezüglich Corona auch nicht existent. Ich habe meinen Gästen bei Absage keine Kosten gestellt. Dieses Jahr sind ausschließlich Wiederkehrer im Haus. Vielleicht werden nur drei mal 2 Wochen gebucht. Das ist natürlich sehr wenig, aber besser als nichts. Die Reiseportale liefern aktuell nicht. Wenn sie wenigstens ihre teuren Provisionen für die Corona Pandemie anpassen würden.

  23. AvatarFelix

    # Aktiensplit

    Wie schaut es in euren Depots aus: Sind die Splits von Apple und Tesla schon vollzogen? Bei mir im Consorsdepot sind zwar die Kurs gesplittet, aber die neuen Aktienzahlen sind noch nicht aktualisiert.

  24. AvatarAnton

    @ Felix

    @ Aktiensplit

     

    Bei mir war der Aktiensplit von Apple gleich am Morgen sichtbar (ING DiBa). Alles war von Anfamg an angepasst: Anzahl Aktien, Einstiegskurs, aktueller Kurs, etc.

  25. AvatarAlf

    Ich empfehle noch die Mitnahme der heimischen Konservendosen ins Ausland.. da bleibt man wenigstens unter sich.

  26. AvatarSparta

    @Felix

    Die wollten nur die Kurse auf realwirtschaftliche Zusammenhänge anpassen (zumindest bei Tesla) . 😉

  27. AvatarBruno

    Sind gute Punkte, jeder muss die Sachen so umsetzen, wie es für ihn oder sie halt passt. Schlussendlich kommt es immer auf dasselbe raus, weniger ausgeben als einnehmen, je mehr desto schneller ist man am Ziel.

    Dieses Jahr ist meine Sparquote ungewollt hoch, ich bin relativ genügsam wobei wenn ich mir einige Geschichten hier anhöre dann muss ich das wohl nochmals überdenken. Aber das Meiste wo sonst regelmässig etwas Geld rausfliesst ist dieses Jahr bisher gestrichen, Kultur, Konzerte, Sportveranstaltungen, Corona sei Dank, mal etwas Positives, wobei es mich natürlich auch nervt, ohne jetzt jammern zu wollen. Nein im Ernst mir tun insbesondere die kleineren Künstler leid, viele werden es kaum überleben oder haben es nun sehr schwer. Ich hoffe nicht dass 50% der Kultur nun verschwindet, der Mensch braucht auch Unterhaltung (ich rede jetzt nicht vom Fernsehen).

    Sonst gebe ich momentan eigentlich nur Geld für Essen aus, da wird nicht gespart.

     

  28. AvatarPaluma

    @felix bei Degiro hat es etwas gesponnen. Hatte mich gefreut über mehr als 20 K kursexplosion 🙂

    War mir aber schnell klar, das es sich um einen Fehler handelt. Jetzt ist es wieder angepasst.

  29. KievKiev

    @ Alf

    Beziehst Du die Konserven auf Corona oder aufs Sparen? Wohin fährst Du in Urlaub?

    Konserven nehme ich nie in den Urlaub. Falls ich jemals in den Genuß einer Indien Reise komme würde ich vielleicht Erdnussbutter, Olivenöl und ein paar Ernährungsergänzungsmittel mitnehmen. Mir wurde berichtet, dass in Indien alle Kollegen früher oder später eine Zeit kleine Zimperlein erleiden. Und selbstverständlich trinke ich dort nur Wasser aus verschlossenen Flaschen ohne Eiswürfel.

    Gelegentlich nehmen wir haltbare Bio Milch mit nach Spanien und ein Paket Eier. Wenn man eine Kühlbox dabei hat lohnt manchmal auch ein Paket Butter und Schmierkäse. Alles andere gibt es besser vor Ort. Die Supermärkte in Spanien haben sich im letzten Urlaub nicht zu denen in Deutschland unterschieden. In Größe und auch Auslastung und Hygienevorschriften gab es bei mir keinen Unterschied. In dem kleinen Lebensmittelladen im Dorf kauft man hingegen alleine im Geschäft ein. Ebenfalls mit Maske und draußen muss man ein wenig in der Sonne anstehen bei Luft und ausreichend Abstand. Also kein Stress. Ist nicht überall Ballermann.

    Ich nehme tatsächlich mitunter Konserven aus dem Urlaub mit nach Deutschland. Dort gibt es diverse Bohnensorten, die ich hier nicht bekomme. Damit kann man Pasta Gerichte gut aufwerten.

     

  30. AvatarBeobachter

    @Felix: bei der comdirect passt es leider noch nicht ganz mit dem Split, d.h. die Einstiegskurse müssen noch angepasst werden. Denke das regelt sich in den nächsten Tagen aber automatisch!

  31. AvatarBruno

    @Kiev

    Ich nehme auch eher umgekehrt etwas in die Heimat zurück. Umgekehrt nehmen wir Schweizer Schokolade, Schweizer Sackmesser und ähnliches mit aber nicht für Selbstversorgung sondern als Geschenke. Das ist natürlich nicht frugal, aber Geiz ist als Gast nicht angebracht.

    Wenn es nach Indien oder ähnliche Orte geht gehört auch Racecadotril oder ähnliches ins Gepäck. Wenn man sich aber an ein paar Regeln hält, geht es in der Regel gut. Nur gekochtes Essen (insbesondere von der Strasse), Trinken nur aus geschlossenen Flaschen. Und auch Prävention, wir essen häufig sehr scharfes und exotisches Essen so sind die Mägen bereits daran gewöhnt.

    Mich hat es trotzdem mal erwischt, war nicht lustig, habe danach 20kg abgenommen und habe einige Woche gekämpft. Aber was einen nicht umbringt…

    @Lottomillionäre

    Es gibt auch Ausnahmen..
    https://www.20min.ch/story/millionaerin-raeumt-weiter-regale-ein-214112519414

  32. AvatarPareto

    @Felix – bei mir stimmt die Anzeige auch noch nicht. Ich habe noch die alte Anzahl an Aktien zum neuen Preis. In der Postbox im Onlinebanking gibt es aber folgenden Kundeninformation zum Aktiensplitt von Tesla und Apple:

    Der Handel startet am 31.08.2020 zum angepassten Aktienkurs.
    Die Einbuchung der neuen Aktien erfolgt voraussichtlich am 02.09.2020.

  33. KievKiev

    @ Bruno

    Ich bringe auch gelegentlich Bestellungen für Einheimische aus Deutschland mit. Ich weiß schon was es in Deutschland alles Gute gibt. Vieles ist im Ausland nicht so einfach zu bekommen. Bio Mehl, Joghurt oder Brot nehmen wir nicht mit, Elektroartikel, Möbel, Matratzen, Amazon Produkte…

  34. AvatarSlowroller

    Ich denke die Aussage mit den Dosen war eher spöttisch als ernst gemeint 😉

    Bei Onvista ist es mach dem Split auch noch nicht ganz grade, aber das wird schon.

  35. KievKiev

    @ Slowroller

    Den Eindruck hatte ich auch. Ich gebe aber zu, dass ich nicht ganz nachvollziehen kann in welche Richtung die Anmerkung gehen soll. Bezieht es sich auf geziges sparen? Eine FeWo ist in der Regel wesentlich komfortabler als ein Hotelzimmer. Das gilt besonders für Familien. Wir treffen auch jeden Urlaub Bekannte und Freunde. Wir waren drei mal in zwei Wochen essen und haben noch zweimal mit Freunden gegrillt. Es waren einmal mit Kindern knapp 30 Personen beisammen. Das war mir manchmal vielleicht sogar etwas viel. Aber da muss auch Jeder ein schönes Maß für sich finden. Ich kenne einige gute Restaurants in der Region. Wir waren einmal im letzten Urlaub 9 Gänge essen. Das Fischrestaurant am Meer viel diesmal aus. Ich möchte mit allem Geld der Welt doch nicht jeden Tag mehrgängig essen, oder ins Fischrestaurant. Zu Hause ist es auch sehr schön. Nebenbei ist man im Restaurant in der Hauptsache auch nur unter sich. Es sei denn man isst gemeinsam mit Anderen.

    @ Sammy

    Ich habe die Ironie schon verstanden, keine Sorge. Meine indischen Ausschweifungen waren auch nicht ganz ernst gemeint. Darüber zerbreche ich mir zumindest normalerweise nicht den Kopf. War aber scheinbar nicht pointiert genug beschrieben, so dass es klar ersichtlich wurde.

  36. AvatarVroma

    @Felix: Da hat man wieder schön mit dem Durchschnitt(!) der 65 jährigen gerechnet.

     

    Ich kenne kaum Menschen in dem Alter, welche Aktien besitzen. Wenn dann einen kleinen teuren Bankfond. Viele ohne eigene Immobilien. Aktuell geht meine Elterngeneration in Rente bzw. ist es schon. Es ist erschreckend was den Leuten noch übrig bleibt un wie diese “kratzen” müssen um über die Runden zu kommen. Viele von denen haben 45 Jahre ihre Versicherung bezahlt. Und das sind die Leute, die “noch gute Rente bekommen”.

    Vielleicht liegt es ja daran, dass mein Umfeld und ich aus der asozialen Ecke stammen – der früheren Mittelschicht.

     

    Mich bestärkt das weiterhin meinem Weg zu folgen und mit 50 Jahren, mit erhobenem Haupt und zwei erhobenen Mittelfingern durchs weitere Leben zu gehen.

  37. AvatarStefan

    @Vroma

    Das Märchen von “Rente für alle” hat man damals der Kriegsgeneration erzählt um den Wiederaufbau Deutschlands voranzutreiben. Die Menschen brauchten in jener Zeit Ziele auf die sie sich freuen konnten.

    Die Rente für alle ist eine Illusion, war es schon immer, und wird es auch immer bleiben. Wer der Politik vetraut, hat auch sonst schon sein Leben aus der Eigenverantwortung in die Unmündigkeit abgegeben.

    Noch nie wurde eine Krise oder ein Krieg von der fleißigen Mittelschicht und dem tüchtigen Metzger nebenan angezettelt, sondern immer nur von Kaiser, Könige und Berufspolitiker die zu viel Zeit haben.

  38. AvatarFelix

    # Altersarmut
    In meinem Umfeld (ländliche Gegend) haben die meisten Menschen im Alter eine eigene, schuldenfreie Immobilie. Das haben sie mit ganz normalen, meist handwerklichen Berufen erreicht, allerdings mit viel Eigenleistung. Man investiert hier nicht in Aktien, sondern baut in seinen 20ern ein Haus fürs Leben.
    Sie leben jetzt mietfrei mit Garten für das Gemüse und Reparaturen am Haus machen sie selbst, mit Freundeshilfe oder in Schwarzarbeit.

    Sie haben von 15 bis 64 Jahren gearbeitet und bekommen eine überschaubare Rente, die ihnen ausreicht für ein normales Leben auf dem Land und einmal im Jahr 14 Tage auf Malle.

    Das ist in teuren Städten mit hohen Mieten sicherlich anders. Es ist auch noch einmal anders bei Geschiedenen/Singles/Alleinerziehenden (gibt’s hier kaum). Insofern sind Vergleiche und Mittelwerte schwierig.

  39. AvatarThorsten

    Gold steigt, Dollar fällt. Die 1,20 ist fast erreicht. In Kürze müssten die Techaktien korrigieren. 30% sind möglich. Robin Hoods und andere ziehen sie nach oben. Am Grund des Index treiben die anderen Aktien halbersoffen am Puls der Realwirtschaft. Dauert nicht mehr lange, dann werden Valueaktien wieder entdeckt und der überspannte Vorschuss in den
    Wachstumswerten abgebaut. Kaufgelegenheiten rücken näher.

  40. AvatarNico Meier

    Ich kenne kaum Menschen in dem Alter, welche Aktien besitzen. Wenn dann einen kleinen teuren Bankfond. Viele ohne eigene Immobilien. Aktuell geht meine Elterngeneration in Rente bzw. ist es schon.

    @Vroma

    Das kann ich so nicht bestätigen.

    Wenn ich mich in meinem Umfeld umsehe, so haben die Elterngeneration die nun in Pension geht in den 1960er und 1970er Jahren Wohneigentum erworben zu Tiefstpreisen. Der Traum vom freisetehenden Einfamilienhaus mit Garten auf 1000m2 bis 2’000m2 war damals sogar für den Fabrikarbeiter machbar. So ein Haus zu bauen kostete in den 1960er Jahren 150’000 Franken das Land gabs für 10’000 Franken. also 160’000 Franken. Das Haus wird heute für 1’000’000 bis 2’000’000 Franken gehandelt.

    Desweiteren hat diese Generation gross in Lebensversicherungen investiert, die immer eine gute Verzinsung geboten haben.

    In der Betriebsrente in der Schweiz Pensionskasse genannt werden zurzeit Renten versprochen, die zu finanzieren nur über eine Umverteilung von Jung zu Alt möglich ist, was in der Pensionskasse so nicht vorgesehen ist!

    Die grossen Vermögen liegen bei den Ü65 also bei den Rentnern!

  41. AvatarMichaMV

    @ Tim

     

    Herzlichen Dank für Deine Artikel  – sie sind mir eine große Hilfe mein Ausgaben- und Sparverhalten wieder auf Kurs zu bringen!

    Ich habe in den vergangenen Wochen viele Deiner Artikel gelesen und auch ein paar Deiner Videos geschaut. Deine Strategie, Dein Mantra und Deine gesunde Einstellung zum Geldausgeben sind nachahmenswert und sympathisch.

    Ein “Aber” muss ich nach so lobender Einleitung allerdings doch anbringen: Du beleuchtest die Themen Sparen, Investieren, Leben nahezu ausschließlich von Deinem Standpunkt aus. Nachvollziehbar, denn natürlich kennst Du den am besten. Ich glaube allerdings, dass, grade aus journalistischer Sicht – und diese liegt Dir ja ebenfalls – hier noch viel mehr möglich ist. Lass mich ein paar Beispiele aufzeigen:

    Ein vierzigjähriger verheirateter Familienvater im kreditfinanzierten Eigenheim in einer strukturschwachen Region im Nordosten Deutschlands, Ingenieur mit für die Region gutem Gehalt und relativ sicherem Arbeitsplatz, heimatverbunden und mit auf 30h arbeitender Ehefrau, sucht einen Weg mit durchdachter Anlagestrategie eine sichere Altersvorsorge aufzubauen. Die Börse ist ihm nicht unbekannt: Als Abiturient hat er auf dem Schulhof mit Kumpels Werte des Neuen Markts diskutiert, Nachmittags den Börsenticker verfolgt und zeitweise schöne Gewinne realisiert. Bis der Neue Markt zusammenbrach und der Traum vom schnellen Geld platzte. Mit derart verbrannten Fingern fand er erst 20 Jahre später zurück an die Börse. ETFs halfen ihm dabei seinen Glauben an Sparpotential außerhalb des Sparbuchs wieder aufzubauen.
    Eine Siebzigjährige verkauft viele Jahre nach dem Auszug der Kinder und ein paar Jahre nach dem Tod ihres Ehemannes ihr Häuschen weil es ihr zu groß und das Unterhalten zu anstrengend geworden ist. Von dem Erlös kauft sie sich eine Eigentumswohnung. Damit möchte sie ihren Kindern etwas hinterlassen und das zukünftige Erbe aus dem Hauserlös nicht durch Mietzahlungen verringern. Durch den Verkauf des gepflegten Häuschens hat sie nach dem Kauf der Eigentumswohnung gut 100.000€ übrig. Die Bank verunsichert sie mit dem Hinweis auf Einlagensicherung und empfiehlt ihr teure Fonds aus dem eigenen Haus. Aktien sind nichts für sie, damit kennt sie sich nicht aus. Sie fürchtet einmal ein Pflege zu benötigen und hat deshalb weder einen konkreten zeitlichen Anlagehorizont, noch möchte sie “spekulieren”.
    Eine Auszubildende wird vom Arbeitgeber übernommen. Ihr Gehalt ist bestenfalls okay. Um den Führerschein zu machen arbeitet sie am Wochenende als Kellnerin. Dadurch realisiert sie zwar den Führerschein, verschlechtert aber ihren durchschnittlichen Stundenlohn ganz gewaltig (denn als Aushilfskellnerin zahlt man ihr lediglich den Mindestlohn). Mit Anfang zwanzig sollte ihr die Welt offen stehen und der Grundstein für eine solide, langfristige Geldanlage gelegt werden. Stattdessen stolpert sie in und aus dem Dispo und verbringt die Wochenenden ihrer besten Jahre mit dem Abräumen von Tellern. Nach dem Führerschein braucht sie dann ein Auto – um die Freiheit zum Reisen zu haben… Nach dem Autokauf muss sie aber arbeiten um das Auto abzubezahlen, Sprit zu bezahlen, Versicherungen und Reparaturen zu bezahlen…
    Mit Mitte zwanzig kauft sich ein junges Paar ein kleines Häuschen und erfüllt sich mitten im Grünen und unweit der Ostsee schon früh einen Lebenstraum. Mit vierzig ist der Traum vorbei. Das Paar trennt sich. Das Häuschen, in das Blut, Schweiß und Geld über die Jahre zu gleichen Teilen eingeflossen sind, verkauft sich gut. Beide nehmen ca. 120.000€ mit heraus. Zumindest finanziell klingt das gar nicht schlecht. Der Haken: Sie ist Kellnerin; Er ist Automechaniker. Ihr monatliches Netto liegt jeweils bei ca. 1.200€. Nach Abzug der Fixkosten wie Miete, Versicherungen, Auto (unersetzlich für den Weg zur Arbeit) usw. bleibt nur wenig um zu sparen und gelegentlich aus dem Hamsterrad von 40+ Stundenwoche auszubrechen. Wohin nun aber mit dem vielen Geld?

    Die vier Beispiele zeigen Lebenskonstellationen die, unter dem Standpunkt finanzielle Freiheit zu erreichen, alles andere als ideal sind. Sie sind allerdings sehr real. Und grade die Menschen, deren Leben komplexen Verpflichtungen unterworfen ist, haben häufig weder die Zeit und noch viel seltener die Vorbildung finanziell vernünftige und vorausschauende Strategien auszuarbeiten bzw. umzusetzen.

    Hier ließe sich doch vortrefflich journalistisch ansetzen!
    Die Menschen brauchen nicht noch ein Blog welches ihnen erklärt was ein ETF ist. Die gibt’s genug. Der Ingenieur aus Beispiel 1) hat den Kontakt zur Börse mit falschen Erwartungen und falscher Strategie gemacht. Er benötigt einen Mutmacher. Die Dame aus 2) will Optionen aufgezeigt bekommen die nicht die Bank bereichern. Die junge Frau aus 3) weiß noch nichts von den Konsequenzen ihres heutigen Lebensstils für ihre (finanzielle) Zukunft und das Paar aus 4) ist ratlos und überfordert.
    Sie alle eint, dass ihr Leben komplex ist, ihre finanzielle Situation kompliziert und der Alltag zu fordernd, als dass sie sich autodidaktisch zu Finanzexperten weiterbilden könnten. Mündig sind sie allerdings auch alle…

    Vielleicht eine Anregung für zukünftige Artikel.

    MichaMV

  42. AvatarFelix

    Nico: Das ist auch in D so. Die jetzige Rentnergeneration ist die wohlhabendste ever. Zukünftige Generationen dürften es schwer haben, diese Standard zu halten. Gut, viele werden ordentlich erben und von daher haben sie einen gut Grundstock.

  43. AvatarThorsten

    @Nico die Ü65 werden irgendwann vererben. Das regelt sich über die Jahrzehnte. Wohl dem, der dann ein Stück von der Verwandtschaft im Erbe abbekommt. Die traditionelle Mieterschicht in den Ballungsräumen dagegen,  bei denen steigt kein Wert, nur die Kosten. Dafür sind sie immer teuer in Urlaub geflogen und haben fette Autos gekauft , während die Häuslebauer das Geld zum Abbezahlen ausgegeben haben. Finale Gerechtigkeit würde ich sagen.

  44. AvatarGurki

    Wie schaut es denn mit Apple aus? Ein Kauf im Allzeithoch. Eigentlich widerstrebt es mir jetzt zu kaufen. Aber schon im März habe ich (dummerweise) nicht gekauft, weil mir der Preis zu hoch erschien.

    Bin zwar quasi mit dem NASDAQ-100 (der 60% im Plus steht) indirekt investiert, aber so ne Apple hätte ich auch gerne. Die Frage ist nur ob sie weiter steigen wird.

    Oder aber es wäre schön wenn der NASDAQ-100 nochmal abschmieren würde und ich nachkaufen könnte 😀

    Die Qualen eines Aktionärs…

  45. AvatarRüdiger

    @Apple:

    Ich bin mir ziemlich sicher, dass die Aktie langfristig weiter steigen wird. Die Frage dabei: Wie wird der Kurs zwischendurch schwanken  😉

     

  46. AvatarNico Meier

    @Thorsten

    @Felix

    Im schlimmsten Fall wird der sparsame Häuslebauer ein Pflegefall und lebt über Jahre oder Jahrzente im Pflegeheim da schmilzt dann das Vermögen wie der Schnee an der Frühlingssonne. Der Mieter/Verprasser wohnt im selben Pflegeheim aber dessen Pflege zahlt die Allgemeinheit!

  47. AvatarFelix

    @ Nico: Das ist das, was schon in der Bibel steht: Sie säen nicht und sie ernten nicht und werden trotzdem wundersam versorgt. Oder so ähnlich.

  48. AvatarBruno

    @Erben

    Ich denke man wird nicht umher kommen, wieder über Erbschaftssteuern zu diskutieren. Ich finde es jedenfalls eine sinnvollere Sache als wenn man die arbeitende Bevölkerung noch stärker belastet. Und das wird man müssen in Anbetracht der Lage (Demografie, Schuldenexplosion etc. etc.).

    Im übrigen erben die meisten erst im Rentenalter.

  49. Mark 85Mark 85

    An Bruno: Ein schwieriges Thema. Auf der einen Seite bin ich ein Befürworter des Leistungsprinzips. Auf der anderen Seite kenne ich niemanden, der mit fremden Geldern so verschwenderisch und kurzsichtig umgeht wie Staaten.

    Im Zweifel würde ich die Vermögen lieber innerhalb der Familien belassen. Zumal für viele Eltern ein großer innerlicher Antrieb darin besteht, ihren Kindern etwas hinterlassen zu wollen. Diesen Wunsch sollte man respektieren.

    Betriebsvermögen würde ich generell nicht dem Staat zukommen lassen, weil Sozialismus erwiesenermaßen nicht funktioniert.

    Ich werde höchstwahrscheinlich irgendwann eine größere Erbschaft erhalten, aber finanziell nicht darauf angewiesen sein. In diesem Zusammenhang sollte man meine Aussagen sehen.

  50. AvatarVroma

    @Stefan: Für die Kriegsgeneration hat das ja noch gepasst. Meine Großeltern konnten mit ihrer Rente in der Stadt problemlos zur Miete wohnen. Selbst nach der Vollpflege für beide ist sogar noch Geld übrig(!) geblieben.
     

    @Felix: Jep! Noch ein paar Aktien dazu und die Geschichte ist perfekt 😉

     
    @Nico Meier: Tja, in der Schweiz ist auf jeden Fall einiges besser gewesen. Vielleicht ist die finanzielle Bildung auch deutlich besser als in Good old Germany. Zu deiner besagten Zeit, Ende der 60er haben meine Großeltern mit Familie die erste Wohnung mit eigener Toilette bezogen. Eine Arbeitermietwohnung des Arbeitgebers.
     

  51. AvatarNico Meier

    Ich denke man wird nicht umher kommen, wieder über Erbschaftssteuern zu diskutieren.

    @Bruno

    Ich habe kürzlich gelesen, dass in der Schweiz jährlich rund 95 Milliarden Franken vererbt werden.

    Ich bin nicht grundsätzlich gegen eine Erbschaftssteuer solange diese massvoll ausgestaltet ist.

    Zuerst sollte in meinen Augen ein Freibetrag gewählt werden, der es ermöglicht das Einfamilienhaus auch ohne Belastung an seine Kinder zu vererben.

    Die Freigerenze müsste also wohl in etwa auf 2 Millionen Franken festgelegt werden. Beträge über diesen 2 Millionen würden dann mit 5% oder 10% der Summe besteuert.

    Ich bin auch ein Freund des Leistungsprinzips. In meinen Augen ist jedoch Sohn oder Tochter von vermögenden Eltern zu sein keine Leistung! In meinen Augen sollte man jedoch die Einnahmen dieser Erbschaftssteuer sinvoll verwenden man könnte sie zweckgebunden in ein Sozialwerk wie die AHV leiten um Verschwendung durch den Staat zu verhindern.

  52. AvatarBruno

    @Erbschaftsteuern

    Ich bin eigentlich immer gegen neue Steuern, ich denke daher eher an eine Reform. Insbesondere in Deutschland wird die Arbeit zu hoch besteuert, hier nochmals einen drauf legen wird kaum noch tragbar sein.

    Es gibt viele Gründe auch gegen eine Erbschaftsteuer, insbesondere Kleinbetriebe auch Landwirtschaft etc. sollten nicht in Probleme kommen, daher sind gezielte Freibeträge wohl sinnvoll.

    Ich denke das Geld müsste dann direkt in die Rente (AHV etc.) fliessen, und nicht in die allgemeine Portokasse des Staates, als Entlastung der Sozialabzüge. Sonst zahlen wir bald 30% Sozialabzüge wenn nur noch 2 Leute 1 Rentner finanzieren sollen. Angenommen man macht nichts und die Sozialabzüge explodieren dann ist a) der Wirtschaftsstandort kaputt und b) wird jede Firma die kann, flüchten. Unmöglich sowas noch zu finanzieren wenn die Konkurrenz in USA oder Asien 10% oder gar nichts zahlen muss.

    Aber die Sache ist auch nicht so einfach, grosse Vermögen werden rechzeitig abwandern, an Orten vererbt wo es keine Steuer gibt. Von daher kann ein Freibetrag nicht zu hoch sein, vielleicht wäre es das Beste, einfach Flat auf alles. 10% kann jeder tragen, auch wer ein EFH erbt, der kann sich eine Hypo aufnehmen über 10%, wäre keine Tragödie.

    Grundsätzlich läuft es ja immer so, man will das, was einen selber nicht trifft. Freigrenzen so hoch, wie es einen nicht trifft, Ausnahmen so gestaltet, dass es einen nicht trifft 😉 Daher wäre ein Flat die fairste Lösung. Im übrigen auch bei Einkommen und Unternehmenssteuern. Unrealistisch das gebe ich zu, dann bräuchte es ja keine oder deutlich weniger Anwälte, Treuhänder, Politiker mehr 😉

  53. AvatarMeinungslemming

    @Mark 85: “Auf der anderen Seite kenne ich niemanden, der mit fremden Geldern so verschwenderisch und kurzsichtig umgeht wie Staaten.”

    Oh, ich kenne einige. Zum Beispiel Unternehmen (alles, was größer Mittelstand ist), die zweckgebundene Zuwendungen eben vom Staat erhalten. Da wird von den Firmen abgegriffen, was das Zeug hält. Und die armen Behörden müssen im Nachgang mit nicht mal einer handvoll people die wirtschaftliche Verwendung der Steuermittel prüfen und ggf. Teilzahlungen zurückfordern. Ich hatte mal etwas Einblick in die Arbeit. Es ist zum Heulen, was da von den Privatunternehmen mit dem Geld passiert! 🙁

  54. Mark 85Mark 85

    An Meinungslemming: Ich bin kein Freund staatlicher Subventionen. Im Gegenzug sollte sich der Staat nicht in die Unternehmensführungen einmischen.

    Die Geschichte hat eindrucksvoll bewiesen, wer besser wirtschafen und somit Wohlstand schaffen kann: Politiker (Sozialismus) oder private Unternehmer (Kapitalismus).

    Was nicht geht, obwohl ich finanziell nicht direkt davon betroffen bin: zuerst durch massive staatliche Eingriffe in die Marktwirtschaft die wirtschaftlichen Auswirkungen der Coronakrise zu befeuern und sich anschließend als Retter in der Not aufzuspielen.

  55. AvatarMeinungslemming

    Es gibt Felder, dort funktioniert Kapitalismus nicht. Weil das übergeordnete öffentliche Interesse gegen die Wirtschaftlichkeit steht.

    Zum Beispiel öffentlicher Nahverkehr. Insbesondere in etwas ländlicheren Gegenden. Entweder Staat übernimmt. Oder Staat schreibt aus und subventioniert. Oder es gibt einfach keine Bus oder S-Bahnverbindungen mehr in Gemeinde xy? Wasserwerke, in Teilen auch die Abfallwirtschaft. Etc.

    Ich finde es etwas einfach gedacht; den Kapitalismus als Garant des Wohlstands zu bezeichnen und den Staat (wer hat denn was von Sozialismus geschrieben?) aus allem raushalten zu wollen.

  56. Mark 85Mark 85

    An Meinungslemming: Zunächst einmal gibt es eine freie Wohnortwahl. Abgelegene Landbewohner sollten sich ehrlich machen. Sie können nicht alles haben: die Vorzüge eines Landlebens genießen und gleichzeitig alle Vorzüge eines Stadtlebens einfordern, die sich mangels Nachfrage nicht einmal annähernd kostendeckend realisieren lassen.

    Kein System wird es je allen recht machen können, aber für mich ist insgesamt das Prinzip von Angebot und Nachfrage (Marktwirtschaft) das gerechteste.

  57. AvatarWolke

    @Gurki

    …Aber schon im März habe ich (dummerweise) nicht gekauft…

    …Ein Kauf im Allzeithoch…

     

    Das werde ich nie verstehen. Da kam endlich ein (Corona-)Tief und es wurde nicht gekauft. Aber jetzt am Hoch überlegt man zu kaufen.

    Ist das Naivität, Dummheit oder einfach nur menschlich? Man weiß heute so viel über Psychologie, speziell an der Börse, aber es nützt nichts, man bleibt im alten Rad gefangen.

  58. AvatarNico Meier

    Das werde ich nie verstehen. Da kam endlich ein (Corona-)Tief und es wurde nicht gekauft. Aber jetzt am Hoch überlegt man zu kaufen.

    @Wolke

    Warum im März und April im Tief viele nichts gekauft haben verstehe ich auch nicht. Das hat wohl mit der Angst zu tun. Man braucht viel Lebenserfahrung um in solchen Situationen die Kontrolle zu behalten und sich nicht zu Verkäufen verleiten zu lassen in einem Crash.

    Im jetztigen Zeitpunkt gibts viele Aktien die man durchaus noch zu azeptablen Preisen Kaufen kann.

    Ich denke hier zum Beispiel an Novartis, Bayer, BASF, Lafarge Holcim usw.

    Natürlich hätte man diese im April auch schon günstiger haben können.

     

     

  59. AvatarGurki

    @Wolke: Doch doch, ich habe relativ viel gekauft im März. Habe sogar den tiefsten Punkt mit Glück erwischt.
    Du musst nur auch richtig lesen und nicht Sätze aus dem Zusammenhang reißen. (Liegts an der Naivität oder Dummheit oder ists einfach nur Menschlich?)
    Ich schrieb, Apple war mir zu dem Zeitpunkt trotz kleinem “Crash” noch zu teuer. Nur sehe ich die Aktie jetzt wieder vor mir weglaufen. Also wenn ich sie haben will, muss ich halt irgendwann mal einsteigen…

  60. Avatar-M

    @Nico

    Naja Angst war es bei mir auch nicht wie gurki schrieb. Mitte März waren die Kurse für mich gerade mal so, dass die interessant wurden. Ich habe angefangen zu kaufen, alle paar Tage und wollte so über die nächsten Wochen investieren, bis irgendwann alles Cash aufgebraucht gewesen wäre.

     

    Nun ja den Rest kennen wir ja alle. Es ging Sooo schnell wieder rauf, dass mir die Lust vergangnen ist, bzw war mir alles zu teuer einfach. Dann kauf ich nicht. Besonders keine Apple für ~ KGV 40 …..

     

    Intel ist fast auf März tief, die gefallen mir

     

    Fresenius kommt langsam in dem Bereich wo ich kaufen will. Klar bei 26€ war der Kurs toll. Das weiß man jetzt. Bei ca. 35€ kauf ich trotzdem, da mir das auch zusagt.

     

    Sonst seh ich wenige Chancen aktuell.

     

    -M

  61. AvatarTobs

    @M

    Ich denke auch immer wieder einmal nach, in Halbleiter-Hersteller zu investieren. Interessant (als Beispiel) fände ich auch Silgergy, die von der starken 5-G Entwicklung in Asien profitieren.

    Was ich aber mit Sorge sehe, ist, dass Halbleiter letztlich ein commoditiy sind, das bislang solche Anbieter wie Intel anbieten, weil sie die Produktion besser hochskalieren können. Man hört und ließt aber seit Jahren immer wieder (was auch wiederum andererseits aufzeigt, dass es tatsächlich vielleicht doch gar kein echtes Problem ist), dass viele Unternehmen diesen Bestandteil in ihre eigene Wertschöpfungskette holen wollen, um die Halbleite noch effizienter in ihr eigenes System einzubinden.

    Hast Du dazu eine Meinung bzw. würdest ungeachtet dessen trotzdem investieren?

     

  62. AvatarSparta

    @MichaMV

    Die Auseinandersetzung mit den vielfältigen Lebenswirklichkeiten … ich glaube dies wird hier allzu gerne ausgeblendet, bzw. vom Podest aus beurteilt und belächelt.

  63. Avatar-M

    @Tobs

    Oh dazu kann ich Dir nichts sagen. Rein aus dem Gefühl heraus: Intel hat wieviel ? 80% der weltweiten Marktanteile. Ich kann mir kaum vorstellen das andere Firmen das alles was Intel macht in ihre eigenen Prozesse integrieren werden. Da mache ich mir wenig Sorgen. Was da dann alles an kosten anfallen würde, für die anderen Firmen und an nötigen know how aufgebaut werden muss. Hmmm denke, dann kaufen die lieber weiterhin bei Intel und Co ein.

     

    Deine genannten Firma schaue ich mir mal an. Danke.

     

    Viel mehr Sorgen hätte ich ZB wenn ich AMD aktien zu aktuellen Kursen hätte. 95mrd börsenwert bei 350mio? Gewinn…. Wow….

     

    Intel verdient so viel Asche und es bleibt auch übelst viel hängen. Sowas finde ich immer super. Auch ist Intel sehr aktienörsbezogen und das Management macht mir den Eindruck, dass sie Werte schaffen möchten für die Eigentümer.

     

    -M

  64. AvatarRüdiger

    @Petition: “Einführung eines Altersvorsorge-Wertpapierdepots”

     

    Die Zahl der Online-Mitzeichner beträgt mittlerweile 3400. Für ein Quorum sind 50.000 Mitzeichner bis zum 23.09.2020.erforderlich. Hmmm … die Reichweite der Finanz-Blogs und -Foren ist wohl deutlich geringer, als von mir gedacht. Oder liegt es an fehlendem Interesse? Ich weiß es nicht …

     

  65. AvatarGurki

    @Rüdiger: Ich habe noch nie bei ner Petition oder Unterschriftensammlung mitgemacht. Online nicht, sowie Offline nicht. Meiner Meinung nach bringen sie eh nichts und zweitens muss ich meine Daten angeben, worauf ich keine Lust habe.

    Letztens hatte auch einer Unterschriften gesammelt um einen Bau hier in der Nähe bei mir zu unterbieten. Hat es was gebracht? Nö.
    Nur dummes Gesabbel musste ich mir von dem Typen anhören, als ich nicht unterschreiben wollte.

    Und was die “Einführung eines Altersvorsorge-Wertpapierdepots” angeht, wird es doch eh nicht so wie wir es uns wünschen würden. Dann kommt wieder die Politik ins Spiel und schon wird das Ganze ausgeschlachtet und dann ist es ein Altersvorsorge-Wertpapierdepot mit Risterzusatz 😀

  66. AvatarThorsten

    Kann mir evtl. jemand eine Begründung nennen, warum der ETF A2JE3J stärker steigt als Aktien ? Wäre sehr dankbar .

    Der Refinitiv Qualified Global Convertible (EUR Hedged) Index bietet Zugang zu einem breiten Spektrum der Performance des investierbaren, globalen Wandelanleihenmarktes. Währungsgesichert in Euro (EUR).

    https://www.justetf.com/de/etf-profile.html?isin=IE00BDT6FP91

    Ich bin auf diesen gestoßen als ich nach einer Alternative für Treasury Bonds gesucht habe , in dem die US-Anleger Cash gegen Zinsen lagern. Wegen des Währungsrisikos schließe ich diese für mich eher aus.  Es nutzt mir nichts wenn der Dollar 10% fällt und ich 5% Zinsen bekomme.

     

     

  67. AvatarMisterCJ

    Danke für deine stetigen Beiträge Tim.

    Habe persönlich eine schwierige Zeit. 50% Kurzarbeit, weniger Gehalt und das ganze nun im vierten Monat…

    An meinen ETF-Sparplänen habe ich nichts verändert. Das geringere Gehalt kompensiere ich schlichtweg durch geringere Ausgaben für “Zeug’s”. Ich hab hier und da mal dran gedacht einen Monat die Sparrate (ca. 1000€) auf meine ETF-Sparpläne auszusetzen sodass mal wieder mehr Geld auf mein Girokonto landet was ich “verpulvern” kann…

    Das habe ich dank dir nicht getan! Du schaffst es immer wieder meine Kräfte zu mobilisieren! Spare, sei geduldig, leb bescheiden. Gerade in der jetzigen Zeit kann man das nicht oft genug hören.

    Dankesehr!

     

  68. AvatarFelix

    #Tesla

    So, jetzt stimmt mein Depot wieder. Nachdem jetzt ein paar Tage der Kurs von Tesla bereits gefünftelt war, waren die Aktien noch bei der alten Anzahl. Heute wurde dann die Aktienzahl verfünffacht, so dass der Depotwert wieder stimmig ist.

    Eines hat sich dadurch leider verändert: Am Kurs kann ich nun nicht mehr ablesen, dass es sich um eine Tenbagger-Aktie handelt. Ich bin bei knapp 200 € eingestiegen und kurz vor dem Split stand sie knapp über 2.000 €, jetzt “nur” etwas über 400 €.

     

  69. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ MichaMV

    Jeder sollte versuchen, aus seiner Situation das beste zu machen. Man sollte neue Wege gehen, wenn man nicht weiter kommt.

    @ MisterCJ

    Das tut mir leid mit deiner Situation. Umso beeindruckender ist deine enorme Motivation. Du wirst es noch weit bringen. Du hast die richtige Einstellung.

  70. Mark 85Mark 85

    An Wolke: Wenn man es genau nimmt, haben sogar viele Anleger während des Kursabsturzes verkauft. Die Gründe konnten vielfältig sein: Sie wollten Markttiming betreiben, bekamen kalte Füße oder brauchten Liquidität. Ich kann und möchte mir diesbezüglich kein pauschales Urteil erlauben, weil Handlungsmotive unterschiedlich sind.

    Generell muss man sich immer folgenden einfachen Sachverhalt klarmachen: Auf jeden Käufer trifft ein Verkäufer und andersherum. Wer von allen Anlegern langfristig unterdurchschnittlich, durchschnittlich und überdurchschnittlich abschneiden wird, kann nur die Zeit beantworten. Ich hoffe nach Kosten und Steuern möglichst auf die durchschnittliche Marktrendite. 🙂

  71. Mark 85Mark 85

    An MisterCJ: Auch von mir alles Gute! Man kann nur versuchen, sich für eine mögliche Krise bestmöglich aufzustellen und bei deren Eintritt besonnen reagieren. Mehr hat man nicht in der eigenen Hand. Auf mich hatte die Coronakrise bislang keine negativen finanziellen Auswirkungen, aber einen Schlüssel für absolute Sicherheit habe auch ich nicht.

  72. AvatarNico Meier

    @Petition: “Einführung eines Altersvorsorge-Wertpapierdepots

    Die Zahl der Online-Mitzeichner beträgt mittlerweile 3400. Für ein Quorum sind 50.000 Mitzeichner bis zum 23.09.2020.erforderlich. Hmmm … die Reichweite der Finanz-Blogs und -Foren ist wohl deutlich geringer, als von mir gedacht. Oder liegt es an fehlendem Interesse? Ich weiß es nicht …

    @Rüdiger

    Petitionen müssen vom Adressaten auschliesslich zur Kenntniss genommen werden.

    Daher ist die Petition die Waffe des Volkes das man seiner demokratischen Rechte beraubt hat!

    In der Schweit hat jeder Stimmberechtigte die Möglichkeit eine Initiative zu starten wenn er innert 18 Monaten 100’000 Unterschriften zusammenbringt, so muss die Iitiative im nationalen Parlament behandelt werden und sie muss auch dem Volk zur abstimmung vorgelegt werden. Wenn das Volk die Volksinitiative bei der Abstimmung annimmt, so muss sie danach umgesetzt werden auch wenn das Anliegen den Parteieliten nicht schmeckt.

    https://www.ch.ch/de/demokratie/politische-rechte/volksinitiative/was-ist-eine-eidgenossische-volksinitiative/

  73. Avatarsmlouva o p?j?ce

    Hervorragende Beratung bei vielen, da stimme ich absolut zu! Viele Menschen glauben, dass ein neues Auto oder ein eigenes Haus ein Erfolg ist! Vor allem denken diese Leute, dass ein neues Auto und ein Haus eine Investition sind. Dies ist absolut nicht der Fall! Ein Auto und Ihr eigenes Zuhause sind eine enorme Ausgabe! Das Problem ist, dass beim Kauf eines neuen Autos sofort etwa die Hälfte des Preises verloren geht, sobald das Auto verlassen wird. Zuhause ist die gleiche Geschichte. Überlegen Sie, ob Sie ein großes Haus brauchen oder ob es über Ihre Verhältnisse geht. Ich bin entsetzt, als ich merke, dass manche Menschen ihr ganzes Leben lang von Krediten leben!

  74. Avatar-M

    MisterCJ

    Wenn man es positiv formuliert dann könnte man sagen: Herzlichen Glückwunsch zur teilfreiheit. Um einiges weniger Gehalt, trotzdem noch 1000eur sparen. Hört sich gut an !

     

    Die geht es viel besser als vermutlich den meisten deiner Arbeitskollegen. Seid stolz was du dir aufgebaut hast 🙂

     

    -M

  75. KievKiev

    @ MisterCJ

    Ich versuche die meisten Dinge positiv zu sehen. Bei 50% Kurzarbeit erhälst Du vermutlich Netto um 20% weniger Gehalt. Dafür musst Du allerdings nur 50% arbeiten. Somit bekommst Du viel freie Zeit für die finanziellen Einbußen. Diese scheinst Du kompensieren zu können. Gratulation zu der 20% höheren Sparrate, auch wenn sie vermutlich fordernd ist.

    Du kannst die freie Zeit nutzen und Dich fortbilden, ein Business nebenbei aufbauen, privaten Interessen nachgehen wie eine Sprache lernen usw. Du könntest Dich auch privat fortbilden oder Projekte endlich angehen, die schon lange auf der Warteliste stehen. Eine andere Frage ist natürlich wer die Zeche später zahlen muss. Das wird uns wohl alle irgendwie betreffen.

  76. AvatarMisterCJ

    @Kiev

    Danke du hast recht. Ich lese mehr Bücher. Tools der Titanen von Tim Ferris konnte ich schnell durcharbeiten. Das ginge bei Vollzeit nicht. Aktuell ist das Robbins Power Prinzip dran.

    Ich denke wenn mehr Menschen in meinem Umfeld so denken würden wie hier wäre alles leichter.

    Aber man denke an die Leute die ihren Job verloren haben oder ihr Eigenheim nicht mehr finanzieren kann. Ich meckere auf hohem Niveau. Noch ein wenig Geduld, dann geht es uns allen besser 🙂

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