Depot mit 1000 Euro im Monat besparen: Wie du den Schneeball ins Rollen bringst und Millionär werden kannst


New York, 5. August 2020
Irgendwann hast du die Freiheit erreicht: Dann machst du nur noch, was dir richtig viel Spass macht.

Wenn du sparen willst für deine finanzielle Freiheit, musst du bereit sein für Kompromisse. Die ganze Philosophie hat mit Genügsamkeit zu tun. Du überlegst dir, wofür du Geld ausgibst und für was nicht. So einfach ist das. Um schneller voran zu kommen, suchst du dir eventuell einen Nebenjob. Dein Nebenjob gibt dir 500 Euro im Monat zum Sparen. Daneben hast du im Hauptjob 500 Euro übrig.

Wenn du 1.000 Euro jeden Monat in einen ETF-Sparplan oder Aktien gibst, kannst du in 30 Jahren Millionär werden. Ich habe das unter konservativen Annahmen errechnet.

Die meisten denken, es hat mit Einschränkungen zu tun. Ich würde sogar behaupten, das Gegenteil ist der Fall. Es ist die Fähigkeit, wohl überlegt dein Leben zu gestalten. Du lebst so, wie es am besten zu dir passt. Anstatt emotional Dinge zu kaufen, entscheidest du rational über Käufe. “Brauche ich das wirklich?”, ist deine Standardfrage. “Wie lange werde ich daran Spass haben?”

Du hast großartige Ziele, die für dich Priorität vor zum Beispiel einem teuren Auto oder Luxusurlaub haben. Viele Menschen finden Freude am “Arbeiten” und protzigem Konsum. Das muss jeder für sich entscheiden, was ihm wichtig ist.

Mir ist das Lesen und Lernen wichtig. Es ist ein angenehmes Gefühl, Wissen zu besitzen und es zu nutzen, um anderen zu helfen.

Ich finde, das Schönste ist das zu tun, worauf du am meisten Lust hast. Die Freiheit habe ich. Ich hab keinen Chef mehr.

Manchmal faulenze ich

Ich kann machen, was ich will. Manchmal habe ich richtig faule Tage. Auf YouTube bin ich zu lange. Ich habe zum Beispiel etliche Folgen von Sternekoch Frank Rosin gesehen. Er hilft Restaurant-Besitzern aus der Patsche. Die meisten haben kaum Gäste. Das Essen schmeckt nicht, die Betreiber sind unfreundlich, sie haben manchmal Schulden und wissen nicht weiter. Was mir nicht gefällt ist, wenn Rosin seine Kochkollegen zum Weinen bringt. Es ist eben mehr eine Show der Gefühle… Die Branche ist beinhart. Unzählige Menschen träumen vom eigenen Restaurant, die meisten scheitern.

Das war zum Beispiel eine fiese Sendung, wo “Burger Teufel”-Boss Christof einen Nervenzusammenbruch vor laufender Kamera erlitt:

Ich mache nur Projekte, die mir Spass machen

Ich suche mir Projekte aus, an denen ich arbeiten möchte wie dieser Blog hier. Das Monetäre ist mir nicht so wichtig. Sonst wäre dieser Blog zugekleistert mit Werbung und seltsamen Werbelinks.

Wenn ich einen Auftrag als freier Journalist erhalte, den ich nicht gerne mache, muss ich das aus finanzieller Sicht nicht wirklich machen. Dann sage ich “Nein Danke”. Ich erhalte jede Menge Angebote, um diesen Blog zu monetisieren. Ich stehe aber nicht dahinter. Also sage ich “Nein”. Am wichtigsten ist, dass du dir selbst treu bleibst. Du musst morgens mit Anstand in den Spiegel schauen können.

Ich sage also zu den meisten Angeboten “Nein”. Viele Menschen können sich das nicht erlauben oder wollen es nicht tun. Ich kann es mir leisten, nicht jedem Angebot hinterher rennen zu müssen. Die Leserbriefe sind hier im Blog alle ohne eine Geldleistung – sprich gratis. Sonst würde es im Beitrag stehen.

Wenn dir ein teures Auto wirklich große Freude bereitet, dann musst du das machen. Wichtig ist, es bringt dir exponentiell mehr Freude, wenn du damit an einem Sonntagnachmittag auf Tour gehst. Mein Fall wäre es nicht. Ich besitze kein Auto. Wir ticken eben alle anders, was gut ist

Was mir hilft, sind Umrechnungen pro Jahr. Sagen wir, du kaufst eine schöne Couch. Sie kostet 2.500 Euro. Dann sind das bei 20 Jahren Nutzung 125 Euro pro Jahr.

Du triffst also eine Wertentscheidung auf Basis eines Jahres. Du findest vielleicht eine Couch für 1.000 Euro oder weniger. Mit dem Rest füllst du das Depot, um schneller frei zu werden.

Die ersten 100.000 Euro im Depot sind am schwersten

Der Anfang ist hart beim Depotaufbau. Bis die ersten 50.000 Euro zusammen sind, kann Zeit verstreichen. Dann die 100.000, 200.000, 300.000 Euro. Aber irgendwann geht es wie von alleine. Das Sparen geht in Fleisch und Blut über. Hinzu kommt ein wichtiger Helfer, der Zinseszins. Natürlich hilft die Karriere. Die Disziplin, der Ehrgeiz.

Irgendwann hast du 500.000 Euro erreicht. Bei einem Anstieg der Börse um zehn Prozent hast du 550.000 Euro – ganz ohne eigene Sparleistung. Viele Anleger brauchen zehn Jahre für die ersten 100.000 Euro. Dann kannst du es vielleicht in vier Jahren auf 200.000 Euro schaffen. Drei weitere Jahre sind nötig, um die Marke von 300.000 Euro zu überwinden. Und jeweils etwa zwei Jahre um auf 400.000 und 500.000 Euro zu kommen.

Es ist erstaunlich, wie plötzlich Schwung ins Depot kommt. Wie von Geisterhand. Es kommen immer mal wieder überraschende Rücksetzer. Wie es im März mit dem Ausbruch der Corona-Krise der Fall war. Aber im Schnitt geht es bergauf. Mit steigenden Sparsummen geht es dem Ziel entgegen.

Es kann sogar schockierend schnell gehen. Die eine Million Euro sind nur das Sprungbrett für die zwei Millionen Euro usw.


tim schaefer (Author)

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thoughts on “Depot mit 1000 Euro im Monat besparen: Wie du den Schneeball ins Rollen bringst und Millionär werden kannst

  1. AvatarRalf

    Ab 300000 wird es interessant. Bis zur Million ist es dann aber trotzdem noch ein sehr weiter Weg.

  2. AvatarSchachmatt

    Mein rationaler Rat: Fokus auf den einen Punkt, der für die Mehrheit den grössten Hebel darstellt- das Humankapital. Investition in die eigene (Aus-)Bildung, Lernen, Erfahrungen sammeln, theoretisch und praktisch. Nicht auf der faulen Haut liegen und ziellos herumgammeln. Und nicht zuviele Finanzblogs lesen 🙂 Stattdessen machen machen machen. Dann bleiben mal schnell 2000 Euro statt 1000 Euro im Monat übrig für den Vermögensaufbau-oder viel mehr. Das schafft keiner so schnell durch Konsumverzicht. Das „Sparpotential“ ist irgendwann limitiert und nicht weiter optimierbar-eine Zitrone lässt sich auch nicht beliebig oft auspressen. Auf der Verdienst-/Einkommensseite sieht’s anders aus- das Limit lässt sich ganz ganz weit nach oben schrauben 😉

  3. AvatarJohannes

    Bei mir hat im Mai 2018, also vor knapp 2 Jahren ein Umdenken stattgefunden. Bin heute 29 und bis 2018 habe ich – wie wohl viele – ein Leben von der Hand in den Mund geführt. Hab teilweise monatlich sogar mehr ausgegeben als ich eigenommen habe. Jedoch habe ich nie Schulden gemacht.

    Seitdem habe ich bis heute rund 45k weggespart.Ich investiere monatlich 500€ in ETFS, habe rund 10% in P2P, etwas Gold und im März bei der Korrektur fünfstellig mit Dividendenaktien angefangen. Als Altlast besitze ich noch ein Motorrad, das ich im Herbst wohl ebenfalls verkaufen werde, was nochmal 10k bringen sollte.

    Bin gespannt wohin die Reise geht, 50k Depotwert wären erstmal fein und dann sind die 100k auch nicht mehr weit. Ich werde dranbleiben.

  4. AvatarAktien Noobs - Sky

    Tim, 
    ein sehr guter Beitrag. Ich selber bin auch fasziniert was möglich ist. In 2015 von 0 angefangen und jetzt bin ich so bei einen Wert von 66 TEUR angekommen. Aber für mich ist der entscheidende Faktor die Dividenden in dem kompletten Zeitraum bis zum heutigen Tag. Da sind gut 13 TEUR zusammengekommen und durch die ganzen Käufe steigen auch die Dividenden. Meine ersten 100 TEUR kann ich evtl., bezogen auf die Investitionssumme, noch dieses Jahr erreichen, aber ansonsten spätestens in 2021. 
    @Johannes, immer munter weiter machen und jeder Tag im Leben wird noch viel schöner.  

  5. AvatarPetra

    Lieber Tim, wieder ein wunderbarer Artikel, dem ich nur zustimmen kann. Du bist kultig und machst einen coolen Job. Welch ein Luxus, nur das zu machen, was man man machen will. Das ist Freiheit. Ich stehe auch inhaltlich hinter dem, was ich beruflich mache und ich mag ausserdem meine Kollegen und sogar sehr meine Chefin. Alles in allem ist beruflich und privat alles prima. Trotz alledem freue ich mich, in 5 Jahren mein eigenes Ding nach meinen Vorstellungen zu machen – ggf auch früher, falls mich jemand ärgert. Dazu ist Geld da – dass wir uns nicht füt Geld verbiegen, sondern dass das Geld für uns da ist und für uns arbeitet. Dabei ist es vernüftig, Konsum zu hinterfragen. Ein lang gehegter Wunsch, ein Herzenswunsch, der für manche nicht nachvollziehbar ist, darf dann auch sein – sofern man sich das leisten kann. Für mich war es ein Gemälde in einem für mich finanzierbaren Rahmen. Ich freue mich immer noch daüber.  Mach einfach weiter so – dein Blog motiviert und ist Kult. Liebe Grüsse Petra
     

  6. AvatarHans

    Ich habe während des Studiums von 900,00 Euro im Monat leben müssen. Inklusive Miete. Nach dem Studium und dem drastischen Gehaltsanstieg, habe ich beschlossen einfach auf diesem Niveau weiterzuleben. Bis heute, 4 Jahre später, hat sich mein Lifestyle um nur 200 Euro erhöht, sodass ich jetzt monatlich 1100 Euro zum Leben brauche. Der vollständige Rest wandert direkt zu Beginn des Monats in den Sparplan. Damit fahre ich ganz gut.

  7. AvatarZEN INVESTOR

    Ein paar mathematische Betrachtungen:

    Wer 1’000.-/Monat einbezahlt, spart pro Jahr 12’000.-, was sich natürlich nur Wenige in Deutschland leisten können.

    Ich gehe jetzt mal immer von 1’000.-/Monat aus, und variiere nur die Anlagedauer und den jährlichen Zinseszins.
    Da sieht man den Einfluss der Anlagedauer und den Einfluss des Zinses.

    10 Jahre lang 5% Rendite ergibt:

    0,15 Millionen

    30 Jahre lang 5% Rendite ergibt:

    0,82 Millionen

    10 Jahre lang 10% Rendite ergibt:

    0,20 Millionen

    30 Jahre lang 10% Rendite ergibt:

    2,08 Millionen

    10 Jahre lang 11% Rendite ergibt:

    0,21 Millionen

    30 Jahre lang 11% Rendite ergibt:

    2,53 Millionen

    Dies zeigt doch ganz gut auf, wie extrem der Unterschied ist von wenigen Prozentpunkten.
    Alleine der Unterschied zwischen 10 und 11% (was nur 10% Unterschied ausmacht),
    ist schon immens.
    Über 30 Jahre machen 10% oder 11% einen Unterschied von 450’000.-!

    Daher ist es durchaus relevant, bei welchem Kursen man in ein Unternehmen einsteigt.
    Denn was zählt ist die Rendite und die Dauer.

    Es wird aus der Berechnung auch ersichtlich, dass die Dauer in Jahren die grösste Rolle spielt,
    aber der Zinssatz eine fast genau so wichtige Rolle.

    Auch zeigt sich, dass auf Sicht von 10 Jahren der genaue Zinssatz noch nicht so eine immense Bedeutung hat. Hingegen auf 30 Jahre viel eher.

    Die Differenz, die ein Prozentpunkt mehr an geometrisch-durchschnittlicher Rendite bringt, steigert sich sogar bei höheren Prozentzahlen.
    Der Unterschied von 10 auf 11% ist oben dargelegt. Hier als Vergleich die Differenz zwischen 19% und 20% p.a. über 30 Jahre:

    30 Jahre lang 19% Rendite ergibt:

    12,8 Millionen

    30 Jahre lang 20% Rendite ergibt:

    15,7 Millionen

    Also zwischen 19% p.a. und 20% p.a. liegt nur 1 Prozentpunkt, bzw. 20 ist rund 5,26% höher als 19. Aber nach 30 Jahren macht es einen Unterschied von 3 Millionen oder plus 22,7%.
    1 Prozentpunkt mehr kann 22,7% mehr Gesamtvermögen bei gleicher Dauer und gleichem Geldeinsatz bringen.

    Es spielte bei Microsoft sehr wohl eine Rolle, ob man 1998 oder 2003 eingestiegen ist.
    Bei Coca-Cola auch.

    Die Bewertung wird von den Leuten unterschätzt, selbst von erfahrenen Investoren wie Tim Schäfer einer ist.

    Es macht also sehr wohl einen Unterschied, ob man Aktien mitte März 2020 gekauft hat (bester Zeitpunkt des Jahres 2020), oder mitte Februar (schlechtester Zeitpunkt 2020).

    Selbst auf Sicht von 50 Jahren kann das einen Unterschied machen.

    Rechnet mal aus, wieviel Prozent insgesamt oder pro Jahr der Dow Jones-Index vom Sommer 1929 bis Sommer 2019 (90 Jahre) gestiegen ist.
    Oder vom Sommer 1932 bis Sommer 2019 (87 Jahre).
    Im zweiten Fall hätte man die mehrfache Rendite erwirtschaftet, obwohl nur 3 Jahre
    zwischen Startzeitpunkten liegen und es angeblich keine Rolle spielt,
    ob man 87 oder 90 Jahre investiert ist.
    Es hätte ja sein können, dass euer einer Urgrossvater 1929 und der andere 1932 investiert hätte.
    Es hätte bis heute Auswirkungen auf die Grösse eures Vermögens.

    Damit will ich keinesfalls andeuten, Market-Timing wäre gut:
    Market-Timing funktioniert nämlich nicht.
    Niemand weiss, ob und wann es wegen der Corna-Krise nochmals runter geht an den Börsen.

    Aber es lässt sich sagen:
    Wenn der Markt 20% höher steht als vor 1 Jahr, könnte er überhitzt sein und möglicherweise
    ist das dann ein schlechterer Zeitpunkt zum Kaufen, als wenn der Markt gleich hoch wie vor 1 Jahr steht.

    Noch wichtiger sind aber die Unternehmensbewertungen.

    Ich schliesse auch heute eine Wette ab.

    Volkswagen VOW3 steht bei 134.68 Euro.
    Tesla bei 1’485.02 US-Dollar.

    Wir können hier ja mal eine Wette eingehen:

    Welche dieser Aktien wird bis ende 2022, also in 29 Monaten, die bessere Performance abliefern?

    Was denkt ihr?
    Mich würde eure Meinung interessieren.
    Jemand hat 10’000 Euro oder Dollar zum Investieren:
    Er will das Geld aber an Weihnachten 2022 wieder raus holen:
    Bringt es mehr Rendite bei Volkswagen oder bei Tesla?

    Ich freue mich über eure Antworten.

    Ich persönlich würde auf VW setzen.

  8. AvatarMai

    @ZEN
    Aber wie seh ich denn heute, was in die nächsten 30 Jahre 20% Rendite pro Jahr bringt 🙂

    Imho haben die meisten eh nicht den einen einzigen Einstiegszeitpunkt und den einen einzigen Ausstiegszeitpunkt. Für nen Lottogewinner oder wenn ich große Summen erbe wäre das vielleicht relevant.

    Dividendenadel hatte mal vor nem Jahr oder so nen Renditedreieck-Vergleich vom MSCI World mit Einmalanlage versus Sparplan: https://www.dividendenadel.de/msci-world-renditedreieck/

    Da sieht man ganz gut, dass du wenn du einmalig eine Summe investierst durchaus Anfang und Ende des Investments ne entscheidende Rolle spielt. Beim Sparplan ist aber quasi nur noch der “Ausstiegszeitpunkt” relevant (ich will nicht gerade am Tiefpunkt der Krise sämtliches Geld abziehen). Aber auch da: Wer hat denn “den einen einzigen Ausstiegszeitpunkt”?

    Und zu der Person mit 10k über 2 Jahre: Ich glaube für nur 2 Jahre einmal alles rein und wieder raus würde ich der Person von der Börse abraten.

  9. AvatarThe European View

    @Schachmatt

    Ich stimme dir da sehr zu. Der größte Hebel zur finanziellen Unabhängigkeit ist das Humankapital.  Dazu gehört nunmal vor allem in den Lebensjahren 18-Ende 20er der Fokus auf die eigene Karriere und deren Monetarisierung.

    Ab einen gewissen eigenen “Marktwert” sind Menschen bereits zu großen Teilen unabhängig und können den weiteren Weg zur finanziellen Freiheit (so sie das überhaupt anstreben) skalieren wie sie möchten. Deswegen würde ich immer dazu raten, erst einmal das eigene Gehalt so hoch wie möglich zu bringen, bevor man mit zeitaufwendigen Spielereien wie Nebenjobs (die wegen des monatlichen Freibetrags natürlich durchaus eine wichtige Rolle spielen können) etc. anfängt. Beispiel: Was bringt es mir im Studium, mich für 200-300EUR mehr im Monat abzuschuften und mich aufzuopfern, wenn dadurch das Studium sowie die Examens-/Prüfungsnoten leiden und der eigene Marktwert und damit das zukünftige Gehalt massiv sinken. 

  10. AvatarRalf

    @Tim: Ein gelungener Artikel.

    @Marktwert: Bildung ist wichtig. Es muss aber das richtige sein. Und das ist nicht immer einfach herauszufinden. Aber: Das Lohnniveau ist trotz guter Bildung weiterhin insgesamt problematisch in D. Die Leute haben heute höhere Schulabschlüsse als früher und längere Bildungswege. Trotzdem werden Arbeitsverträge zu oft schlechtere Konditionen unterschrieben als bei der Elterngeneration. Selbst im IT-Bereich muss man sehr genau schauen, wo genau man landet. Der DIHK hat in einer aktuellen Untersuchung festgestellt, dass eine Qualifizierung durch Ausbildung oder Studium über die Lebensarbeitszeit oft vergleichbare Einkommens- und Karriereperspektiven haben.

    https://nw-ihk.de/2020/07/praxiswissen-fachkraefte-studium-oder-ausbildung/

    Heißt: Es braucht nicht unbedingt ein Studium, es bringt bei vielen ohne außergewöhnlichen Arbeitsplatz, Verbeamtung oder einer Führungsposition wenig finanzielle Vorteile. Wenn es nicht die richtige Branche ist. Der Trend zur Akademisierung sorgt nicht für höhere Löhne, eher zu mehr Lohndumping weil ein Studium im Gegensatz zu früher nichts besonders mehr ist. Wird auch der IT-Bereich noch zu spüren bekommen (außer richtige Spezialisten). Die Corona-Krise wird Berufseinsteiger spürbar treffen. Wer in einer Rezession auf den Arbeitsmarkt kommt, spürt die Auswirkungen deutlicher. Ich beneide Neueinsteiger auf dem Arbeitsmarkt jedenfalls nicht. Immer mehr Druck. Steigende Abgaben. Ich kann mich noch an deutlich ruhigere Zeiten erinnern….

    “Mich würde eure Meinung interessieren.Jemand hat 10’000 Euro oder Dollar zum Investieren:Er will das Geld aber an Weihnachten 2022 wieder raus holen:Bringt es mehr Rendite bei Volkswagen oder bei Tesla?”

    Wer soll das seriös beurteilen? Was bringt es dir, wenn wir nun alle die Glaskugel sichten?

  11. AvatarRationalist

    Ich kann den Rat von Schachmatt nur bestätigen. Das Humankapital ist, besonders am Anfang, enorm wichtig. Die Kombination aus hohem Einkommen und niedrigen Ausgaben bringt auch bei einer defensiven Anlage langfristig einen enormen Vermögenszuwachs. Ich habe die 100.000 selbst erst letztes Jahr knacken können und arbeite, inzwischen in Teilzeit, an den 150.000. 2025 sollen dann die 300.000 fallen. Dann fehlt auch nicht mehr viel zur finanziellen Freiheit. Ob dann alles so kommt wie “geplant” wird sich zeigen. 

  12. AvatarFelix

    Berater, die Gefahr für Leute, die wohlhabend geworden sind.
    Ich lese gerade „Skin in the Game“ von Nassim Taleb. Darin kommt er zu interessanten Beobachtungen: Zu Reichtum gelangte Menschen müssen auf einem Gebiet etwas gut gemacht haben, wo sie sich selbst voll eingebracht (eben mit skin in in the game) haben. Wenn sie dann reich sind, gehen sie Beratern, Experten, Coaches und schlechten Vorbildern auf den Leim, die ihnen das Geld aus der Tasche ziehen:
    Sie geraten in die Fänge von Finanzberatern, Ernährungsfachleute, Lifestylespezialisten, Trainingscoaches, Schlaftherapeuten, Atemexperten, Yogatrainern usw. 
    Um dazu zu gehören, gehen sie in Edelrestaurants (obwohl es ihnen nicht schmeckt), kaufen sich große, unpraktische Häuser, teuere Autos und machen Luxusurlaube. Eigentlich ist das alles gar nicht ihr Ding, aber sie werden ausgenommen, sind Opfer einer ganzen Industrie.
    Ich glaube, da ist was dran.

  13. AvatarRüdiger

    sind Opfer einer ganzen Industrie.
     
    Wenn es eine “ganze Industrie” ist, werden massenhaft Leute – und ihre Familien – davon leben. Ist doch auch positiv. Irgendwie  😉
     

  14. AvatarStefan Müller

    Ich finde das nicht so einfach.
    Ich spare seit 1998, also 22 Jahre und habe mittlerweile ein gutes Vermögen.
    Aber: Der größte Vermögenszuwachs kam durch Immobilien, die sich enorm verteuerten und gehebelt gekauft wurden.
     
    Der Dax stand 1998 bei ca. 6000 Punkten und hat sich heute nur etwas mehr als verdoppelt. Eigentlich müsste er sich nach langjährigen Statistiken um ca. 9% jährlich vergrößern, d.h. alle 8 Jahre verdoppeln.
    8 Jahre verdoppelt – 16 Jahre vervierfacht – 24 Jahre verachtfacht.
    Damit müsste der Dax in 2 Jahren auf 8x6000Punkte stehen bei 8% Rendite. Das wären 48000 Punkte statt 13000 Punkte. 
    Natürlich war der Dax zwischenzeitlich auf 2200 Punkte abgesackt und 6000 Punkte waren damals hoch bewertet.
    Schaut euch aber mal den japanischen Index seit den frühen 1980 Jahren bis  heute an.
    Ich streue daher breit mit ETFs auf USA, Europa und Emerging Markets zu gleichen Anteilen und zusätzlich Gold und Immobilien.
     
     
     

  15. AvatarZeitreisender

    Bei Rosins Restaurants auf Youtube sind die Kommentare das Beste. Leider hat man kürzlich die Fake-Profile entfernt, es lohnt sich aber trotzdem dort zu lesen.
    Top 3:
    Mit Weißwein ablöschen
    Mintgrün
    Das hat es bei Frank Rosin noch nie gegeben.
     
    Enjoy und weiterhin Frieden und Sonnenschein.

  16. AvatarWolke

    Mich würde interessieren, wie hoch(%)der Goldanteil in euren Depots ist.
    Wird aber eh kaum jemand damit herausrücken.

  17. AvatarRüdiger

    Mich würde interessieren, wie hoch(%)der Goldanteil in euren Depots ist.
     
    NULL!!!
    War so, ist so, bleibt so. Nicht mal eine Erbschaft wird daran rütteln  😉
     

  18. AvatarDaniel

    Mich würde interessieren, wie hoch(%)der Goldanteil in euren Depots ist.Wird aber eh kaum jemand damit herausrücken.
    derzeit Gold 3% und Silber 5%. Wird aber prozentual etwas steigen, da ich meinen Cashbestand zwecks Autokauf ziemlich verbrauche.

  19. AvatarMatthias

    Silber 25%
    Gold 9%
    Tendenz steigend, sah im Januar noch ganz anders aus, bei absolut identischen Zahlen…..werde demnächst die Gelegenheit nutzen um zu rebalancen. Tausch zu 100% in ETF MSCI World.

  20. AvatarChristian

    Depot mit 1000€ besparen. Ja, aber nur mit Zweitjob. Schreibt Tim ja auch so, aber die wenigsten suchen sich einen Zweitjob. Und ich denke auch, das die wenigsten 500€ pro Monat in ein Depot stecken.
    Ich habe ein paar Immobilien vermietet. Da sind auch Mieter dabei, die bei einer Nachzahlung der Nebenkostenabrechnung von vielleicht 200€, diesen Betrag auf vier Monate aufteilen müssen, weil sie das nicht auf einmal bezahlen können. 
    Das Problem der meisten Menschen ist meiner Meinung nach, sich erst einmal einen Überblick über ihre Finanzen zu verschaffen. Das haben die wenigsten. Immer nur von der Hand in den Mund und am Ende des Monats ist der Dispo wieder dran weil das Geld alle ist. Dafür aber das aktuelle Handy immer dabei… 
    Und wenn ich so jemandem sage, stecke doch mal 25€ Monatlich per Sparplan in ein Depot, werde ich oft belächelt. Was sind schon 25€. Da trink ich lieber drei Cocktails weniger… Aber auch hier rollt der Schneeball irgendwann. Dauert halt länger. 
    Verkehrte Welt. Grüße. Christian

  21. Avatarkripofrankfurt

    Reale (inflationsbereinigte) Renditen der wichtigsten Asset-Klassen von 1900 bis 2019 (120 Jahre) – in USD, vor Kosten und Steuern (G.Kommer)

  22. AvatarStefan

    Glücklicherweise ist meine Nebenkostenabrechnung so gut berechnet, dass ich ehrlicherweise bis jetzt jedes Jahr eine Nachzahlung von meinem Vermieter erhalten habe.
     @Wolke
    91% Aktien 9% Cash
    “So hab ich eine Mischung aus Vorfreude und Angst. Ca. 98% Aufregung und 2% Schiss, vielleicht ein bisschen mehr. Es sind vielleicht 98% Schiss und,2% Aufregung, aber deswegen ist es so intensiv, weil man das nicht so genau trennen kann.”
     

  23. AvatarKai

    @tim: Toller motivierender Artikel. Ich persönlich peile erst mal die 100.000 € als Etappenziel an.
    @Christian:
    Die meisten Menschen wollen auch einfach nicht sparen bzw. wollen sie davon nichts hören.
    Ich habe es mittlerweile aufgegeben, mir den Mund diesbezüglich fusselig zu reden. Die Sprücheklopperei “man lebt nur einmal” und “investieren bringt sowieso nix” kann ich nicht mehr hören.
    Gleichzeitig regen sie sich über die kümmerliche Rente auf. Früher in den Ruhestand gehen, ist für sie auch nicht drin.
    Ich bin 28 Jahre alt und habe keine Lust mich bis mindestens 67 an die Arbeit zu geißeln. Deshalb wird “intelligent” konsumiert und monatlich per Sparplan in ETFs und Value-Aktien investiert.
    Grüße Kai

  24. AvatarWolke

    Danke für die Offenheit, hätte gedacht, es wäre mehr.
    @Kinah
    70% Tesla und 2,2% Gold finde ich echt scharf.

  25. AvatarAlex

    Hallo,
    ich habe selber Elektrotechnik studiert, bin aber der Meinung, dass man aus Sicht der Vermögensbildung der Ausbildung/Studium ein nicht zu hohes Gewicht geben sollte. Viel wichtiger ist, möglichst früh mit dem Investieren zu beginnen. Dies schaffen Akademiker wegen längerer Ausbildungszeit aber nicht. Dadurch fehlen einige Jahre Ansparzeit und einige Jahre Zinseszins. Der Verdienst ist hinterher, auch als Ingenieur, durch ein Studium meistens nicht höher, um das auszugleichen. Siehe auch
    https://www.finanzen.net/nachricht/geld-karriere-lifestyle/die-richtige-wahl-studie-vergleicht-ausbildung-und-studium-was-bringt-mehr-gehalt-8770970
    Dazu birgt ein Studium auch hohe Risiken, die gerne nicht beachtet werden. Z.B. ist die Durchfallquote bei Ingenieuren sehr hoch und selbst bei erfolgreich abgeschlossenem Studium gibt es keine Garantie auf einen zur Qualifikation passenden Job. Alles hängt von Faktoren ab, die zu Beginn des Studiums nicht bekannt sind: Wirtschaftliche Situation, Arbeitsplatzsituation zum Zeitpunkt des Endes des Studium, vorhandene/aufgebaute Beziehungen (ohne die läuft jobmäßig nichts), welche Branchen zu welcher Zeit lukrativ sind…
    So kann es gut sein, dass man durch ein Studium viel Zeit und Geld verschenkt und hinterher mangels passenden Job eher weniger verdient als ein Facharbeiter. Zwar ist die Arbeitslosenquote bei Ingenieuren sehr gering. Doch die Statistik verrät nicht, was die Ingenieure arbeiten.
    Dazu kommt, dass je spezialisierter man ist, desto weniger mögliche Arbeitgeber hat man. Teure Umzüge sind also mehrmals im Arbeitsleben wahrscheinlich.
    Die Medien berichten gerne von irgendwelchen Überfliegern, oder Leuten die einfach Glück hatten und nun ein Bruttojahresgehalt von über 80k€ oder sogar über 100k€ haben. Aber glaubt mir. Das sind Ausnahmen. Auch wenn es in diversen Foren und Statistiken anders dargestellt wird, weil sich da gerne viele besser darstellen als sie sind.

  26. KievKiev

    @ Erbschaft Geldanlage
    Hier gab es letztens die Frage wie man mit dem Geld umgehen sollte. Ich nehme an, dass eine Immobilie geerbt wurde die aktuell verkauft wird. Dies ist eine Art von Markettiming, auch wenn es nicht anders möglich ist. Zu einem Zeitpunkt to ist auf einmal eine Geldmenge m0 verfügbar. Nehmen wir an die Immobilie wurde für 500k€ verkauft und die Person hat bisher den Msci World mit 1000€ im Monat bespart und ist noch verhältnismäßig jung. Dann sind die 500k€ eine hohe Geldsumme und sie stellen einen Anker für die Erbschaft da. Auch wenn es statistisch sinnvoll ist alles auf einmal zu investieren würde ich es selbst nie durchführen. Der Wert der Immobilie steht dem Depot fest gegenüber. Ich würde über einen größeren Zeitraum wie 0.5-2 Jahre alles investieren. Hier kann man prüfen was für einen sinnvoll erscheint. Es ist auch möglich einen Teil in Edelmetalle zu investieren, wenn man weniger Schwankungen haben möchte. Die Speichenregel oder das Allwetter Portfolio von Ray Dalio ist vielleicht eine Idee für weitere Recherchen.
    @ Felix
    Die anderen Bücher von Taleb haben mir besser gefallen. Dieses ist mir ein wenig auf Religionen fokussiert. Ich sehe dieses Problem eher bei Akademikern. Sie haben studiert, verdienen jetzt auf einmal ein ordentliches Gehalt mit Steigerungspotential und machen sich Gedanken zu BU und Vermögensbildung. Und dann kommen die MLP Berater und wie die Betr… Alle heißen aus ihren Löchern und möchten Verträge verkaufen. Erfolgreiche Menschen mit eigenem Business usw. unterliegen vermutlich öfter sich selbst. Sie erkennen schnell, dass die Berater Scharlatane sind. So schnell macht ihnen niemand etwas vor. Sie haben schließlich selbst viel erreicht. Überhaupt scheinen sich in dem Segment nur Idioten aufzuhalten. Das ist ihnen nach kurzer Einarbeit schnell klar. Dann gehen sie ihren eigenen Weg. Sie unterlaufen Gefahr zu fokussiert zu investieren, steuerliche Fehler zu machen und sich in der Hauptsache selbst zu überschätzen. Mir fallen spontan Hoeneß, Rossmann und meine Wenigkeit ein. Bei mir ist der Schaden immerhin am geringsten 😉

  27. Mark 85Mark 85

    An Wolke: In Anlehnung an die 3-Speichen-Regel 30 % in Edelmetalle: 20 % in Gold und 10 % in Silber. Mit ihren niedrigen Korrelationseigenschaften bin ich gerade in diesem turbolenten Börsenjahr sehr zufrieden.

  28. AvatarMai

    Habt ihr die Edelmetalle physisch vorliegen oder als ETC oder so? Irgendwo eingelagert?
    Finde das Thema spannend, aber gefühlt ist da die Hürde höher als bei nem einfachen ETF-Sparplan. Oder mir fehlt die Ahnung 🙂 

  29. Mark 85Mark 85

    An Mai: Alles physisch an einem geheimen Ort. An möglicherweise mitlesende Fachkräfte für Eigentumsübertragungen: Ein unangekündigter Hausbesuch lohnt sich bei mir also nicht. 😉

  30. AvatarMit 50 aufhören!!!

    @Stefan Müller
    Echt interessante Betrachtung, da manche ´Experten´ den DAX in 10-20 Jahren bei bis zu 100.000 sehen. Auch das Beispiel der Japaner macht mir angst. 
    Andererseits wäre ich persönlich mit einer Verdoppelung des Depots in 20 Jahren durchaus zufrieden (allerdings gibt es bis dahin vermutlich auch einen ebensolchen Kaufkraftverlust, so dass es letztlich ein Nullsummenspiel – mit hohem Risiko – ist). Die Zeiten mit bis zu 10% für Festgeld sind leider für immer vorbei …

  31. AvatarLejero

    Mal eine Frage an die Community:
    ich überlege mir gerade ein zweites Depot bei einer anderen Bank aufzubauen. Gründe dafür wären:

    Bei Teilverkäufen (die ich mache) geringere Steuerbelastung, da FiFo Prinzip und mein Hauptdepot teils erhebliche Gewinne gerade aus der Anfangszeit hat. Sprich neues Depot mit aktuell höheren Preisen = weniger Steuer bei Verkauf.
    Diversifizierung/zwei Banken für den Fall aller Fälle, da doch nicht unerhebliche Summen
    Aufbau gleiche Strategie aber mit anderen ETF Herausgebern zur Diversifikation
    Zweiter Lombard-Kredit

    Dagegen spricht:

    Bequemlichkeit, nicht mehr alles auf einen Blick
    Kein Rebalancing für das Hauptdepot (würde ich wie einen geschlossenen Fonds einfach weiterlaufen lassen)

    Wie seht ihr das?

  32. Avatar-M

    @Gold 
    Wie Vroma, aber meine Frau hat auch einen 🙂
     
    Dazu 6x 10€ Silbermünzen (die alten mit höherem silbergehalt) kauf ich in der Bank immer, wenn Kunden die zurückgeben. Kommt aber nicht oft vor. 
     
    Ansonsten halte ich es wie Buffett. 
     
    -M

  33. AvatarEG

    @Lejero Hallo, wirklich erstaunlich wie wir gleiche Gedanken hatten und haben. 2. Depot find ich ok. Es kann sich ja hin und wieder bei den Banken was ändern, somit bleit man flexibel. Die Kosten halten sich a in Grenzen bei grösseren Depots. Bez. 2. Lombardkredit: ist eine Rechengeschichte, zuviel sollte man es nicht ausreizen. Ich rechnene 50-70% Einbruch muss ohne weiteres stemmbar sein. Wenn Cash oder freie Immobilien noch vorhanden sind kann man es natürlich mehr ausreitzen. Ich habe nur keine Ahnung/Erfahrung wann ein Institut weitere Besicherungen oder Kreditreduktion verlangt. Wann würden sie die Anlagen direkt verkaufen? Gibt es Vorankündigung?

  34. AvatarSeBo

    “jegliches Eigentum oder Interesse an , das sie in unserem Zuständigkeitsbereich haben, wird eingefroren”
    Falls man leitender Angestellter in diesem Hafen wäre und seine Altersvorsorge mit ETF von z.b. blackrock aufbaut, wäre man dann von einem Einfrieren betroffen? Sprich: Ist der Besitz von ETF Anteilen die amerikanische Aktien enthalten aus Sicht der Amerikaner ein Vermögen, das in den usa liegt? Das wäre ein interessantes bisher unbeachtetes Risiko bei der Vermögensanlage. Gerade wo derzeit mehrere hitzköpfige Akteure auf der Weltbühne agieren.
     
    Was wenn solche Sanktionen irgendwann größere Regionen treffen?

  35. AvatarDer Domi

    @Lejero,
    kann die Punkte nachvollziehen.
    Dem Thema Fifo / Steuern möchte ich auch entgegen wirken. Ich nutze dafür kein 2. Depot, da ich meine Bank gut finde und keine 2. möchte. Ich bespare, sobald ein ETF eine bestimmte Höhe erreicht hat (100k) einen anderen ETF von einem anderen Anbieter auf den selben Index. 
    Lombardkredit mache ich nicht. Hab ich mir mal durch den Kopf gehen lassen, den Betrag den ich bereit wäre aufzunehmen würde den Kohl bezüglich Rendite nicht fett machen. 

  36. AvatarBruno

    Kein Gold, aber Barrick Gold habe ich eine Position zu ca. 11$
    Interessant finde ich Berkshire, ihr Portfolio enthält fast die Hälfte Apple, sind  ca. auf dem gleichen Stand wie Anfang 2019, während Apple seit dann sich fast verdreifacht hat.

  37. AvatarLejero

    @EG:
    Witzig, da sind wir uns wirklich sehr ähnlich, und ich schätze immer deine Anmerkungen/Ergänzungen.
    Zum Lombardkredit: ich möchte den eigentlich gar nicht nutzen, bzw. nur indirekt um praktisch alles Cash ins Depot bringen zu können. Dann brauch ich für den Notfall etwas Spielraum über den Kredit, und Überlegung war zweimal Spielraum bei unterschiedlichen Banken ist besser. Die Höhe setze ich in einem ähnlichen Rahmen wie du bei einem Einbruch. Bei meiner aktuellen Bank würden sie im Fall das der Beleihungswert des Depots unter den Kredit fällt deutlich höhere Zinsen verlangen (11%! für das was drunter ist) aber nicht “zwangsverkaufen”. Erst wenn die Schere nochmal deutlich auseinandergeht würde die Stellung weiterer Sicherheiten oder eine Ablösung des Kredits verlangt werden.
    Ich überlege mir für das zweite Depot entweder bluemax oder Consors, hat da einer gute/schlechte Erfahrungen gesammelt?

  38. AvatarLejero

    @Der Domi:
    guter Hinweis mit dem einfach einen anderen ETF im selben Depot! Damit wäre ein Teil der Vorteile bei einem Wechsel abgedeckt. Wo ich ein bisschen hänge ist die Abhängigkeit von einer Bank. Wenn die hops geht wird es sicherlich Wochen bis Monate dauern (hat da einer Erfahrung?), bis ein Insolvenzverwalter die Sondervermögen rausgefischt hat und man wieder an sein Geld kommt. Deswegen war die Überlegung mit einem zweiten Depot, damit ich in dem Worst Case weiterhin sofort liquide bin.

  39. AvatarSchachmatt

    @ Alex um 15:44:
    Sehe ich völlig anders und würde in jedem Punkt widersprechen. Möglichst früh investieren? Was denn, wenn nichts oder ganz wenig reinkommt? Deswegen- in die eigene Ausbildung investieren.
    Je spezialisierter, desto weniger Arbeitgeber? Teure Umzüge? Wenn es eine gesuchte Expertise ist, trifft das Gegenteil zu, bzw. diese Expertise wird entsprechend finanziell vergütet. Ich weiss nicht, wie oft Du umgezogen bist, aber ich kann mir gerade kaum vorstellen, wie es dadurch zu so signifikanten Einbussen kommen soll, dass sie dauerhaft die Vermögensbildung beeinträchtigen.
    80 Tsd-100 Tsd Euro Jahreseinkommen = Überflieger? Oh weh. Sicher nicht, und das hat auch nichts mit „Medienberichten“ zu tun. Ich kenne Deine berufliche Konstellation nicht, aber es gibt genug Branchen und Berufe, in denen diese Zahlen nach einigen Berufsjahren keine Ausnahme darstellen. 

  40. AvatarDer Domi

    @Alex, @Schachmatt, beide Wege können zu einem sehr schwachen als auch sehr hohem Einkommen führen. Am Ende kommt es auf andere Qualitäten an. Interessantes Beispiel wäre z.B. Jan Marsalek, kein Abitur und trotzdem eine Zeit lang gut verdient ?. 

  41. AvatarZEN INVESTOR

    Stefan Müller schrieb:

    Der Dax stand 1998 bei ca. 6000 Punkten und hat sich heute nur etwas mehr als verdoppelt. Eigentlich müsste er sich nach langjährigen Statistiken um ca. 9% jährlich vergrößern, d.h. alle 8 Jahre verdoppeln.
    8 Jahre verdoppelt – 16 Jahre vervierfacht – 24 Jahre verachtfacht.
    Damit müsste der Dax in 2 Jahren auf 8x6000Punkte stehen bei 8% Rendite. Das wären 48000 Punkte statt 13000 Punkte.

    Das mag alles richtig sein.
    Jedoch bestätigt es nur das, was ich immer sage, und was auch der Stand der Wissenschaft ist:
    Die Bewertung ist das Wichtigste!

    1998 war der DAX massiv überbewertet.
    2020 ist der DAX massiv unterbewertet.

    Erkennbar am KBV oder am Shiller-KGV (das normale KGV hingegen ist nutzlos).

    Mit meinem Fachwissen von heute (ohne die Kursverläufe nach 1998 zu kennen),
    hätte ich dir 1998 sagen können, dass der DAX die nächsten 30 Jahre weniger steigen
    wird, als die Zeit davor.

    Mai schrieb:

    Aber wie seh ich denn heute, was in die nächsten 30 Jahre 20% Rendite pro Jahr bringt

    Da musst du nur auf mich hören, ich weiss es.

    Also als Antwort an Stefan Müller und an Mai bringe ich nochmals ein Beispiel:

    Eine Kleinstadt. 2 Leute eröffnen einen Akku-Shop, wo sie alles, von Handy-Akkus, über E-Bike-Akkus bis hin zu Ersatz-Akkus für Tesla-Fahrzeuge verkaufen.

    Die Unternehmen heissen Akku Alpha und Akku Beta.

    Ich schreibe euch mal die Kennzahlen der jeweiligen Unternehmen hin.

    Akku Alpha
    Gründungsjahr: 2015
    Umsatz 2019: 750’000 (Vorjahr: 600’000)
    Gewinn 2019: 80’000 (Vorjahr: 40’000)
    Eigenkapital 31.12.2019: 400’000 (Vorjahr: 320’000)
    Verkaufspreis für Unternehmen: 20 Mio

    Akku Beta
    Gründungsjahr: 2000
    Umsatz 2019: 10,4 Mio (Vorjahr: 10,2 Mio)
    Gewinn 2019: 850’000 (Vorjahr: 820’000)
    Eigenkapital 31.12.2019: 15,2 Mio (Vorjahr: 14,35 Mio)
    Verkaufspreis für Unternehmen: 10 Mio

    Ihr müsstet nach Kauf NICHT selber in den Filialen arbeiten, das Personal bleibt,
    selbst der bisherige Inhaber wäre bereit, weiterhin als CEO tätig zu sein.

    Akku Alpha hat ihren Umsatz jährlich um 20-50% gesteigert.
    Akku Beta steigert ihren Umsatz um weniger als 10% pro Jahr.

    Jetzt die 2 Fragen:

    1. Welches Unternehmen wächst derzeit schneller?

    2. Welches Unternehmen müsste man kaufen, um die höchste Rendite über die nächsten 5 bis 10 Jahre zu erzielen?

    Hier noch ein Screenshot meines Schreibprogram

    https://www.bilder-upload.eu/upload/663e13-1596752268.jpeg
    https://www.bilder-upload.eu/upload/dd510b-1596752076.jpeg

  42. AvatarMonkeyboy

    90% Aktien/ETF 10% Cash
    @ Kinah: 70% Tesla: ich hoffe es ist in absoluten Zahlen nicht viel, irgendwann fällt das Kartenhaus zusammen. Beware of Wirecards!

  43. AvatarRalf

    @Alex: “Dazu birgt ein Studium auch hohe Risiken, die gerne nicht beachtet werden. Z.B. ist die Durchfallquote bei Ingenieuren sehr hoch und selbst bei erfolgreich abgeschlossenem Studium gibt es keine Garantie auf einen zur Qualifikation passenden Job. Alles hängt von Faktoren ab, die zu Beginn des Studiums nicht bekannt sind: Wirtschaftliche Situation, Arbeitsplatzsituation zum Zeitpunkt des Endes des Studium, vorhandene/aufgebaute Beziehungen (ohne die läuft jobmäßig nichts), welche Branchen zu welcher Zeit lukrativ sind…So kann es gut sein, dass man durch ein Studium viel Zeit und Geld verschenkt und hinterher mangels passenden Job eher weniger verdient als ein Facharbeiter. Zwar ist die Arbeitslosenquote bei Ingenieuren sehr gering. Doch die Statistik verrät nicht, was die Ingenieure arbeiten.”

    Das triftt es auf den Punkt. Es kann gut gehen. Aber die Gehaltsunterschiede auch bei Ingenieuren ist je nach Branche und Firmengröße gewaltig. Unt im Median tendenziell in D viel zu gering, siehe unten.

    @Schachmatt: “80 Tsd-100 Tsd Euro Jahreseinkommen = Überflieger? Oh weh. Sicher nicht, und das hat auch nichts mit „Medienberichten“ zu tun. Ich kenne Deine berufliche Konstellation nicht, aber es gibt genug Branchen und Berufe, in denen diese Zahlen nach einigen Berufsjahren keine Ausnahme darstellen. “

    Das ist selbst im Ingenieurbereich viel zu weit hergeholt und ohne Führungsverantwortung doch eher die Ausnahme als die Regel. Benenne doch bitte mal einige Quellen für diese Annahmen. Ich nenne hier mal eine seriöse und aktuelle Quelle für die gegenteilige Aussage, hier wurden auch erfahrene Ingenieure erfasst:

    “Im Jahr 2019 lagen die Brutto Jahresgehälter der Untersuchungsteilnehmer insgesamt (Berufseinsteiger und Ingenieure mit Berufserfahrung) im Median bei 61.100 Euro ( 0,5 % gegenüber dem Vorjahr). Zu diesem Ergebnis kommt die neue Einkommensstudie 2020 von INGENIEUR.de, die auf den Angaben von 11.500 Ingenieuren basiert.”

    https://www.ingenieur.de/karriere/gehalt/das-verdienen-ingenieure-in-deutschland-wirklich/
     

  44. AvatarDanielKA

    @ Schachmatt: Kann man zumindest gehaltstechnisch schon als Überflieger bezeichnen, nur 1 % (also einer von 100) der deutschen Berufstätigen verdienen über 100K Brutto im Jahr, auf den reinen Schulabschluss bezogen sind es 7 % aller Akademiker, welche mindestens 100 K verdienen.
    Man orientiert sich aber immer nach oben, von daher sind Vergleiche so ne Sache..

    Was mir bei Tim gefällt. dass er auch für den normalen Durchschnittverdiener regelmäßig Vorschläge macht.

  45. AvatarDanielKA

    Wenn man ein wenig “out of the box” denkt, kann auch jeder Durchschnittsverdiener (ich rede nicht von den unteren 10-20%) 1.000 EUR im Monat sparen. Es kommt nur auf die Form an.

  46. AvatarClaus

    @ Lejero
     
    Mehrere Depots können durchaus Sinn machen, ich habe 3:
    – Für meine steuerfreien Aktien sowie CH-Werte (kostenlose Tax-Voucher)
     
    – Für meine Positionen, die ich schon viele Jahre halte und nicht hergebe. Vielleicht gibt es ja mal wieder eine Steuerfreiheit ab 5- oder 10 Jahren Haltedauer? Diese Positionen möchte ich mir daher nicht mit weiteren Käufen/(Teil-) Verkäufen “versauen”.
     
    – Für neue Positionen und gelegentliche Trades.
     
    Den Gesamtüberblick kann man sehr einfach immer haben, wenn man das z.B. mit Excel nachbildet. Problematisch ist hier die laufende Kursversorgung, wenn man keine Börsensoftware (z.B. Taipan) mit Export-Funktion hat. Ganz einfach geht es aber mit Portfolio Performance, das ich seit ca. 3 Monaten nutze. Hier hat man alle Auswertungsmöglichkeiten ob einzeln oder gesamt, mit oder ohne Cash…
     
    LG

  47. AvatarKinah

    @Monkeyboy: Ich bin immer noch sehr bullish was Tesla betrifft und kaufe per Sparplan (500€) nach. Denke wir haben gerade gute Einstiegskurse. (S&P Aufnahme, evtl. Aktiensplit, Batterie Day) 
    Für die meisten ist wohl ein ETF auf den S&P 500 die beste Art Vermögen auszubauen, leider schaffen es die wenigsten einfach jahrelang den Sparplan durchzuziehen. Ist ja auch extrem langweilig. 
    Habe gestern von der Diba Werbung für eine Vermögensverwaltung erhalten. Nachdem ich mir die Performance angesehen habe, frage ich mich schon wie so jemand sich noch traut Werbung zu machen 🙂 Aber anscheinend geben viele gerne die Verantwortung für ihr Geld ab. Nach dem Motto, ich bin ja nicht Schuld wenns knallt.
     
     
     
     

  48. AvatarDaniel

    Bequemlichkeit, nicht mehr alles auf einen BlickKein Rebalancing für das Hauptdepot (würde ich wie einen geschlossenen Fonds einfach weiterlaufen lassen)
    Wie seht ihr das?
    ich habe auch zwei Depots. Und nicht nur Depots sondern auch Bank-Konten. Aus mehreren Gründen.
    Wenn es mal heiss her geht möchte ich handlungsfähig bleiben. Man hat bei den Börsenturbulenzen Anfang des Jahres schon mitunter einige Nicht-Erreichbarkeiten von Depots erlebt. Aber eben nicht alle. Da wäre es doch schön zu sagen “ich kaufe” statt “ich habe nur das eine Depot und Login geht grade nicht”.
    Im Bereich ETF haben meine Depots unterschiedliche Konditionen, manche sind besser, manche schlechter, sie haben beide ihre Vorzüge. Also nehme ich das beste aus beiden Welten.
    Bei Aktien genau das Gleiche. Dann hätten wir noch den Fall einer Insolvenz eines Brokers. Ich habe keine Lust erst dann auf die Suche zu gehen, so kann ich einfach sagen, direkt auf meinen bereits einsatzfähigen Broker umziehen.
    Erst vor Kurzem hat mir das Mehr-Banken System ganz gehörig geholfen. Ich bekam ein Schreiben der DKB dass meine Kreditkarte aus sicherheitsgründen gesperrt wird. Sicherheitssysteme hätten Auffälligkeiten entdeckt oder möglicherweise sind Kundendaten im Umlauf…alles schön und gut, ich bekam dann 3 Tage später meine neue Kreditkarte….nur…es fehlte der Brief zur Pin. Also nochmal angeschrieben. Neue Kreditkarte auch direkt wieder gesperrt, erneute Zusendung wird veranlasst. Es dauerte dann wieder 3 Tage bis zum Brief (DIESMAL PIN!) und nochmal 4 Tage bis Brief 2 Kreditkarte.
    Es war eigentlich pures Glück dass es nur meine Zweitkarte war, ich möchte mir aber gar nicht ausmalen was alles passiert wäre, wenn es meine einzige Kreditkarte gewesen wäre und ich im USA Urlaub unterwegs gewesen wäre…bzw… Island hätte ja auch schon gereicht.
    Und bei den Depots sehe ich es ähnlich.
     

  49. AvatarMike Schmelzer

    Nur zu schade, dass ich in 30 Jahren schon mein 75stes Jubiläum weit hinter mir haben werde. Was, wenn ich aber mit 60 schon eine Million in Aktien haben will? Um es in 14 Jahren zu schaffen, muss ich ungefähr 3900 Euro im Monat investieren, wenn ich jetzt bei Null anfange. Das ist schon ein deutlicher Unterschied. Eines kann ich sagen: Das schaffe ich nicht!
    Wieder einmal wird klar, dass der Anlagehorizont eine entscheidende Rolle spielt, wenn kein grenzenloser Sparbetrag möglich ist.
     
    Viele Grüße
    Mike 

  50. AvatarZEN INVESTOR

    Mike Schmelzer schrieb:
    “Wieder einmal wird klar, dass der Anlagehorizont eine entscheidende Rolle spielt, wenn kein grenzenloser Sparbetrag möglich ist.”

    ZEN-Investor schrieb:
    “Auch zeigt sich, dass auf Sicht von 10 Jahren der genaue Zinssatz noch nicht so eine immense Bedeutung hat. Hingegen auf 30 Jahre viel eher.”

    Ansonsten ist es schade, dass meine Postings ignoriert werden,
    habe ich doch etwas sehr intelligentes zum Zinseszins und zur Unternehmensbewertung beschrieben.

    Alle meine persönlichen Daten verwalte ich mit meinem selbst geschriebenen Programm,
    dass man hier weltweit erstmals öffentlich sieht:

    https://www.bilder-upload.eu/upload/663e13-1596752268.jpeg
    https://www.bilder-upload.eu/upload/dd510b-1596752076.jpeg

  51. AvatarLejero

    @Claus, Daniel
    Danke für eure Einschätzung.
     
    Hat jemand mit maxblue oder Consors schon richtig schlechte Erfahrungen gemacht?

  52. AvatarVroma

    @-M: Jetzt hab ich wirklich noch den Ring samt Edelstein meiner Chefin vergessen. Ja und ein paar Silber 5 DM Stücke hab ich ja auch….

  53. AvatarAnton

    @ steuerliche Aspekte, mehrere Depots
     
    Hallo Zusammen,
    1. Werden die Aktien/ETF-Anteile beim Übertrag eines Teils des Bestandes in ein anderes Depot auch nach dem FiFo Prinzip behandelt? Z.B. ich habe 500 Aktien von Unternehmen X und möchte 250 davon in ein anderes Depot übertragen.
    2. Das Entnahmeprinzip als Altersvorsorge ist ja für Viele eine Strategie, die man im Alter umsetzen möchte. Wie seht Ihr den Aufwand bei der steuerlichen Betrachtung? Da FiFo gilt, würden bei Teilverkäufen immer die Anteile mit den höchsten Gewinnen (höchster Besteuerung). Angenommen, man hat einen ETF oder Aktien gewisser Unternehmen über Dekaden (z.B. >30 Jahre) regelmäßig gekauft. Dann wären die Gewinne und auch die zu zahlenden Steuern auf die alten Anteile enorm. Wie kann ich bei einem solchen Gemisch überhaupt abschätzen, wie viele Anteile ich verkaufen muss, um einen fest definierten Betrag X zu erhalten? Wie seht Ihr dieses Anliegen? 
    Gruß,
    Anton

  54. AvatarBlackrock

    Hallo zusammen,
    wer kennt sich aus mit Verschmelzung von ETFs. Folgende Situation, mein:
    ComStage Nasdaq 100 UCITS ETF als aufzulösender ETF
    wird zum 04.09 verschmolzen mit dem:
    Lyxor Nasdaq-100 UCITS ETF
    dieser ist mit 0,30% beim TER teurer als der Comstage mit 0,25% und die Fondswährung ist auch nicht US$ sondern EUR. Diese beiden Punkte ärgern mich am meisten.
    Am liebsten würde ich komplett umsteigen auf den ishares Nasdaq aber dann müsste ich ja die ganzen schönen Gewinne versteuern.
    Hat jemand Erfahrung in solchen Situationen wie Auflösung/Verschmelzung von ETFs oder ist jetzt auch so wie ich mit dem Comstage direkt betroffen?
    Danke schon mal für eure Meinung

  55. AvatarClaus

    @ Lejero
     
    Consors ist gut, aber teuer. Pluspunkt, wenn man CH-Aktien hat: Mit der Div.-Abrechnung erhält man für die QST-Erstattung unaufgefordert und kostenlos die Tax-Voucher dazu.
     
    LG

  56. AvatarAlf

    @Claus und genau diese Punkte machen Consors interessant gegenüber anderen Brokern, dort zahlt man bis zu 20€/Tax-Voucher
     

  57. AvatarRalf

    @Blackrock: Eine ETF-Fusion muss nicht, kann aber steuerliche Auswirkungen für Anleger nach sich ziehen. Es kommt drauf an:

    Sind die ETF in unterschiedlichen Ländern aufgelegt (z.B. Irland und Luxemburg), behandelt das Finanzamt die Fusion wie einen Verkauf und Kauf von Anteilen. Dann fällt Abgeltungssteuer an. Ich hatte diesen Fall schon zweimal. Und es hat sich dann auch noch lange gezogen bis die Papiere wieder handelbar waren. Ausgerechnet in einer kritischen Marktphase. Das sehe ich als Nachteil bei ETFs. Daher beträgt der ETF-Anteil nur noch ein viertel im Depot. ETF sind toll haben aber als Finanzinstrument auch ihre Tücken.

    @Claus: “Vielleicht gibt es ja mal wieder eine Steuerfreiheit ab 5- oder 10 Jahren Haltedauer?”

    Das Gegenteil ist eher wahrscheinlich. Die Steuerzange wird noch fester zwicken. Siehe Xetra-Gold. Der Fiskus will Erträge aus der bislang steuerfreien Anlage schon bald versteuern. Und die steigenden Ausgaben für Sozialhilfe, Wohngeld und Pflege muss jemand bezahlen. Unserem Steuer-Olaf fallen noch einige Ideen ein. Auch Hausbesitzer dürfen sich bald warm anziehen. Das Spitzenduo der SPD hat ja schon mal Ideen zur Abschöpfung von Wertzuwächsen bei immobilien vorgebracht.

  58. AvatarBlackrock

    @Ralf: Danke, für die Info!
    Gut sind beide in Lux. aufgelegt. Der Lyxor Nasdaq-100 UCITS ETF Thesauriert der ComStage Nasdaq 100 hat ausgeschüttet.
    Ich lege auch lieber in Einzelaktien an aber so als Sparplan laufen ein paar ETFs eben so mit. 
    Ich denke für die Zukunft kaufe ich lieber von den Großen USA Anbieter wie ishares,Vanguard, S&P da passiert sowas nicht wenn man nen bekannten Index nimmt.
    Dann bin ich mal gespannt was am 04.09. in meinem Depot passiert 😉

  59. Avatarheiner

    Hat jemand mit maxblue oder Consors schon richtig schlechte Erfahrungen gemacht?
     
    Maxblue ist eben recht teuer und es stört, dass der Betrag nach Aktienkäufen und Verkäufen nicht sofort im Konto angezeigt wird. Es dauert einen ganzen Tag, bis der Kontostand aktualisiert ist.  Die IT bei der Deutschen Bank ist das letzte. Aber sonst hatte ich noch keine Probleme.

  60. AvatarRüdiger

    Unserem Steuer-Olaf fallen noch einige Ideen ein.
     
    Keine Sorge, seine Zeit ist bald abgelaufen. In der nächsten Regierung wird er nicht mehr dabei sein  😉
     

  61. AvatarFelix

    Kevin Kühnert wird Finanzminister. Er hat bislang bereits sein Bafög-Budget selbst verwaltet.
    Also ist er top qualifiziert für den Job. Als erstes wird BMW verstaatlicht. Dann werden die Dienstlimos günstiger.
    VW stellt einen volkseigenen Trabi für s Volk her.

  62. AvatarAktienNewbie

    @Aktien Noobs – Sky:
    Das sind mindestens 880 bis 900 EUR Sparquote. Ich komm nicht mehr klar, bis du Richter in Karlsruhe oder Großkonzernchef?

  63. AvatarNeuling

    Ich habe Ende 2016 mit Aktien angefangen, also seit knapp 4 Jahren nun dabei und stehe aktuell bei einer Investitionssumme von 76.000€. Dass ich zusätzlich zur Vollzeitstelle seit Jahren einen Minijob habe, obwohl ich finanziell kein bisschen drauf angewiesen bin, erleichtert es mir natürlich schneller die ersten 100.000€ zu knacken. Ursprünglich war das Ziel sie bis 2024 zu erreichen, wenn ich 30 werde. Allerdings werde ich die 100.000€ (bezogen auf die Investitionssumme und vielleicht auch auf den Depotwert, der aktuell ein paar Prozente im minus ist) bereits vor Ende 2021 erreichen können. Es macht mir sehr viel Spaß zu sehen, wie die Dividenden Monat für Monat reinkommen und meinen Cashflow erhöhen, von dem ich wiederum mehr und mehr Aktien kaufe. Ich kann es kaum erwarten wie das erst in 4-5 Jahren aussieht, wenn ich weiterhin so fleißig Geld reinstecke und auch karrieretechnisch und Gehaltsmäßig Sprünge nach oben mache.

  64. Avatarmichaelplos.com

    Bis zu den ersten 100.000 sollte man sich (finanziell) möglichst einschränken. Das sieht der gute Charlie Munger genau wie unser Tim.
    Die Zeit bis zu diesem Ziel kann man bestens dafür nutzen, um herauszufinden, was einem im Leben wirklich wichtig ist. Und schnell merkt man, dass diese Dinge in der Regel kein Geld kosten. 

  65. AvatarZEN INVESTOR

    Interview mit dem ZEN-Investor

    Du hast mal behauptet, du seist Millionär, ein ander mal sagst du, du besitzt nur 4’000 CHF oder so. Welches entspricht nun wirklich deinem Vermögen?

    Keines von beidem.

    Dann gehen wir mal von schlechteren Fall aus. Nehmen wir an, du besitzt nur 10’000 CHF und zugleich behauptest du 17,5, 26 oder 35 % p.a. zu schaffen (hat man ja schon alles gelesen von dir), wie passt das zusammen?
    Müsste man auch nur bei 17,5% p.a. nicht viel mehr als 10’000 CHF besitzen?

    Nein.
    Stellt euch mal vor, ihr würdet sagen wir mal 35% p.a. schaffen und wärt damit einer der besten Investoren der Welt.
    Zugleich könntet ihr aber nur einmalig 1’000 CHF/EUR/USD investieren.

    So jemand, der dauerhaft 35% p.a. schaffen würde und beispielsweise am 1.Januar 2010 begonnen hätte, hätte heute erst rund 20’000.-!

    Also ein Vermögen von nur zwanzig-tausend Franken, Euro oder Dollar.

    Der Grund: Einerseits die geringe Dauer von nur 10 Jahren.
    Andererseits das geringe Startkapital.

    Also der beste Investor der Welt besitzt nur 20’000 CHF/EUR/USD?

    Ja, unter Umständen könnte das hinkommen.

    Hätte derselbe Investor 1980 mit 1 Million CHF/EUR/USD begonnen, so hätte er bei 35% p.a. heute (nach 40 Jahren) 163 Milliarden CHF/EUR/USD!

    Es wären nur 2 Elemente anders gewesen:
    1. Das Startkapital.
    2. Die Dauer.

    Aber die jährliche Rendite wäre beispielsweise 35% p.a..
    Im einen Fall hat jemand 2010 mit nur 1’000 CHF/EUR/USD begonnen, im anderen Fall
    hätte jemand 1980 mit 1 Million CHF/EUR/USD begonnen.

    Daher kann man nicht sagen, dass jemand, der zB 35% p.a. oder auch nur 17,5% p.a. schafft, der reichste Mensch der Welt sein müsste.

    Das ist ja interessant. Aber wenn du jetzt zB sagst (wie in deinem Wikifolio), dass du 17,5% p.a. schaffen kannst, dauerhaft, wieso bist du noch kein Millionär?

    Wie gesagt: Wenn ich beispielsweise im Jahr 2000 begonnen hätte, und seither eine mittlere geometrische Rendite von 17,5% p.a. geschafft hätte, und mit 10’000 CHF/EUR/USD begonnen hätte, so hätte ich heute 10’000 mal (1,175 hoch 20) = 251’627 CHF/EUR/USD Vermögen.

    Ich wäre also 20 Jahre lang dauerhaft einer der besten Investoren gewesen, die es gibt.
    Denn es gibt nur sehr wenige, diese Performance übertreffen können.
    Und trotzdem würde ich erst eine Viertelmillion besitzen.

    Es ist also möglich, dass der beste Investor der Welt irgendwo unerkannt lebt, und nicht einmal zu den oberen 10% seines Landes gehört.

    Wie kommst du auf so absurde Zahlen wie 17,5, 26 oder 35% p.a.?

    10 Jahre lang 17,5% ergibt Faktor 5, also ver-5-facht man sein Vermögen alle 10 Jahre.
    Bei 26% p.a. wäre es nach 10 Jahren Faktor 10, und
    bei 35% p.a. Faktor 20 in 10 Jahren.

    Darauf aufmerksam wurde ich vor rund 6 Jahren durch Mohnish Pabrai, der 1995 sein 30-Jahre-Spiel begonnen hatte, in dem er sein Vermögen von 1 Million US-Dollar auf 1 Milliarde vertausend-fachen wollte.
    Leider konnte ich bisher nicht nachprüfen, wie gut es bei ihm läuft.

    Aber eine ver-1000-fachung innert 30 Jahren bedeutet ja nichts anders, als eine ver-10-fachung alle 10 Jahre, was wiederum 26% p.a. bedeutet.

    Aber auch er hatte einen Vorteil, den ich und die Meisten nicht haben werden:
    Er konnte schon mit 1 Million starten.

    Warren Buffett sagte übrigens mehrmals, er könnte in der heutigen Zeit garantieren,
    50% p.a. zu schaffen, wenn er in der heutigen Zeit nochmals mit kleinen Summen (bis maximal 10 Millionen US-Dollar) anfangen könnte.
    Mit grösseren Summen geht das nicht, weil man teilweise sehr kleine Unternehmen kaufen müsste, und dadurch den Kurs gleich anhebt, wenn man zuviel kauft.

    Warren Buffett sagte, die Informationen liegen öffentlich vor.
    Man müsse kleine Steine umdrehen, um diese Bewertungsabweichungen (unbegründet extrem günstige Unternehmen) zu finden.

    Du bist also der nächste Warren Buffet?

    Natürlich nicht.
    Aber wenn er garantieren könnte, dauerhaft 50% p.a. mit kleinen Summen zu schaffen,
    und wenn Mohnish Pabrai als Anfänger 26% p.a. zu schaffen glaubte und auch heute daran glaubt, wieso sollte ich es dann nicht schaffen?

    Also jeder schafft 50% p.a.?

    Quatsch, natürlich nicht.
    Aber es geht darum, dass es grundsätzlich mal möglich ist.

    Aber du bist einer der Auserwählten, die das schaffen können?

    Ja und Nein.
    Ja, aber nicht weil ich ausserwählt bin. Sondern weil ich anders Denke als der Rest.
    Das ist auch eine der Weisheiten, man darf nicht so denken, wie der rest.
    “Think differently”.

    Heutzutage beispielsweise will niemand mehr VW kaufen.
    Seit dem Skandal, der im September 2015 öffentlich wurde, ist VW verpönt, wird als Hochriskant eingestuft.

    Tesla hingegen wurde letztes Jahr als gutes Investment gesehen.
    Und dieses Jahr (2020) flippen die Leute aus. Die Leute glauben, es wird immer mehr steigen.

    Würden die Leute das nicht glauben, würden die Leute nicht bereit sein, immer höhere Preise für die Aktie zu bieten.
    Dadurch steigt der Aktienkurs.

    Tesla steigt also, weil die Leute glauben, dass Tesla steigt.
    Und die Leute glauben, dass Tesla weiterhin steigt, weil es bereits gestiegen ist.

    Was viele Leute nicht verstehen:
    Tesla wächst zwar sehr stark, auch viel stärker als VW.

    Aber das rechtfertigt nicht jeden Preis.

    Beispiel:
    Pro Jahr werden in Deutschland 3 Milliarden Liter Coca-Cola (fast 40 L pro Kopf) getrunken.
    Nehmen wir an, Coca Cola macht dabei einen Reingewinn von 10 Cent pro Liter.
    Schliesslich kostet die Produktion auch Geld, und Lebensmittel-Geschäfte wollen auch noch was verdienen.

    Damit könnte Coca-Cola mit diesem Getränk alleine (sie haben ja auch noch andere Getränke im Angebot) 300 Millionen Euro im Jahr verdienen.

    Coca-Cola ist beliebter als Pepsi oder Billig-Cola.

    Nun gibt es da einen Billig-Cola-Anbieter, der jährlich 30 Millionen seiner Cola verkauft und 5 Cent pro Liter verdient (weil er tiefere Preise als Coca-Cola anbieten muss).
    Das macht einen Reingewinn von 1,5 Millionen Euro pro Jahr.

    Der Billig-Cola-Anbieter und auch Coca-Cola wollen ihre Cola-Sparte verkaufen. Also sie wollen die Fabriken und die Lizenzrechte ihrer Marke an dich verkaufen.
    Damit du künftig Cola produzierst.

    Coca-Cola hat einen jährlichen Reingewinn von 300 Millionen Euro und will 30 Milliarden Euro für das Geschäft haben.
    Billig-Cola (nennen wir die Firma einfach so) hingegen hat einen Reingewinn von 1,5 Millionen pro Jahr und will dir ihre Produktion und Lizenzen für 30 Millionen Euro verkaufen.

    Das ergibt ja auch Sinn. Die Billig-Cola AG macht weniger Gewinn und kann damit für ihr Geschäft auch weniger verlangen. Das ist ja wie an der Börse. Trotzdem ist ja Coca-Cola die viel bekanntere Marke, der viele Kunden treu sind. Die Billig-Cola AG hat ja gar kein Alleinstellungsmerkmal, ist kein Marktführer, hat keine bekannte Marke.

    Ja klar. Darum würden die meisten Anleger auch Coca-Cola kaufen.
    Aber in obigem Beispiel wäre die Coca-Cola-Produktion mit dem 100-fachen des jährlichen Gewinns zu erwerben, was einem KGV von 100 entspricht.
    Die Billig-Cola AG hingegen wird für das 20-fache des jährlichen Gewinns verkauft. Was ein KGV von 20 wäre.

    Ja, weil Coca-Cola ein bessere Marke ist. Ist ja logisch, dass man dafür mehr bezahlt.

    Nein eben nicht. Denn was bringt mir die bessere Marke?
    Ganz im Gegenteil, die Billig-Cola-AG hat viel mehr Wachstums-Potential, während Coca-Cola schon am Limit ist, und zB ihren Gewinn kaum verdoppeln kann bis 2030.
    Eine Billig-Cola AG, die unter 1% Marktanteil hat, kann ihren Gewinn und ihren Marktanteil eventuell bis 2030 verdoppeln. Und danach nochmals.

    Und Coca-Cola macht ja schon den höheren Gewinn, weil es eine bekannte Marke ist.
    Es macht keinen Sinn, dafür nochmals einen Aufschlag zu zahlen.

    Was nützt es mir, dass Coca-Cola eine höhere Marge und Verbreitung hat?

    Ich muss doch schauen, dass ich das eingesetzte Geld rasch wieder verdiene, bzw. eine möglichst hohe Rendite habe.

    Aber Coca Cola hat ja eine sehr gute Rendite.

    Eben nicht. Wenn Sie für die Marke und Produktionsanlagen so viel bezahlen, dass sie pro Jahr nur 1% davon zurück erhalten (KGV 100), dann ist das ein schlechteres Investment, als wenn sie 5% (KGV 20) zurück erhalten.

    Daher wäre in obigem Beispiel die Billig-Cola AG ein wesentlich besseres Investment als Coca-Cola!

    Das Wesentliche ist am Schluss die zu erwartende Rendite.

    Wenn ein Geschäft 100 mal kleines ist als ein anderes, aber ich zahle quasi 500 mal weniger, so lohnt es sich trotzdem.

    Hast du das als erster Mensch der Welt erkannt?

    Nein, schon Warren Buffett sagte vor 50 Jahren:
    Price is what you pay, value is what you get.

    Das ist eine der Grundlagen des Value Investings, es steckt sogar im Namen drin:
    Es kommt auf den Value und damit auf die zu erwartende (langfristige) Rendite an!

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  66. AvatarZEN INVESTOR

    Du hast uns noch nicht gesagt, wie es gehen soll, dass du 17,5% p.a. dauerhaft schaffen kannst?

    Nun, die meisten Privatanleger schneiden schlechter ab als der Markt.
    Die meisten professionellen Anleger übrigens auch.

    Etwa 80% aller Anleger sind schlechter als die Marktrendite!
    Das mag zu einem Bruchteil an den Kosten liegen.

    Aber primär liegt es daran, dass die Leute bei sinkenden Kursen in Panik verkaufen,
    und bei steigenden Kursen in Gier kaufen.

    Wenn es aber möglich ist, systematisch schlechter als der Index abzuschneiden, ist ja logischerweise auch das Gegenteil möglich. Man muss nur das Gegenteil machen.

    Oder wie Mohnish Pabrai sagte: Unabhängig vom Index denken, sich ein absolutes Ziel wie 26% p.a. setzen.

    Gut, aber wie schaffst du deine 17,5% p.a., die du ja laut deinem Wikifolio schaffst?

    Da muss ich etwas weiter ausholen.

    Nehmen wir ein fiktives Unternehmen.
    Es hat folgende Eckwerte:

    Kennzahl Wert (pro Aktie)
    Eigenkapital 10 Mio (10)
    Gewinn 2019 1 Mio (1)

    Es gibt 1 Million Aktien.
    Der jährliche Umsatz ist 5 Millionen. Der Aktienkurs ist bei 5.

    Wenn nun ein Eigenkapital (Buchwert) von 10 pro Aktie vorliegt, und der Aktienkurs steht bei 5, so heisst das, dass ich quasi das Vermögen des Unternehmens zum halben Preis erhalte.

    Wenn man von dauerhaft Eigenkapitalrendite von 10% ausgeht, und stetig wachsendem Eigenkapital, so müsste doch das Unternehmen viel mehr wert sein:

    Wenn die Gewinne pro Jahr um 10% wachsen, weil das Eigenkapital um 10% wächst und die Eigenkapitalrendite pauschal bei 10% liegt:
    Dann wäre 2020 der Gewinn 1,1 Mio, 2021 1,21, usw.
    Das Eigenkapital wäre 2030 bei 29. Wenn all die Gewinne einbehalten werden.

    2040 wären es 74 Eigenkapital pro Aktie.

    Aber der Aktienkurs liegt ja bei 5.

    Ja, aber das sollte er nicht, und das wird er auch nicht all zu lange.
    Es ist doch absurd, dass man ein Vermögen von 10 und in Zukunft von 74 für nur 5 kaufen kann.
    Der faire Aktienkurs muss mindestens beim doppelten des Eigenkapitals liegen (sofern das Unternehmen Gewinne erzielt die nächsten Jahre) und mindestens auf dem 10-fachen der jährlichen Gewinne.
    Also 10 oder 20 wäre ein fairer Aktienkurs, eher mehr.

    Wenn ich so ein unterbewertetes Unternehmen entdecke, dann ist ja wohl klar, dass ich dies kaufen muss.
    Natürlich vorausgesetzt, es steckt nicht in existenz gefährdenden Schwierigkeiten.

    Machen das nicht alle so?

    Nein eben nicht!
    Die meisten wollen jetzt Tesla kaufen, obwohl es viel zu teuer ist im Vergleich zu den aktuellen Gewinnen.
    Und VW ist verpönt, obwohl VW seit Jahren stabile Gewinne einfährt.

    Natürlich ist Tesla das schneller wachsende Unternehmen als VW.
    Aber wenn man Tesla 100 mal so hoch bewertet wie VW, dann stimmt etwas nicht.
    Weil selbst bei Wachstumsraten von 50% pro Jahr (was fast unmöglich ist über die nächten 10 Jahre), wird VW die nächsten 10 Jahre mehr Gewinne machen als Tesla.

    Aber die Aktie von VW wird auf halbem Buchwert gehandelt (also 50% Rabatt oder du bekommst beim Kauf noch 100% des Kaufpreises als Geschenk).
    Während Tesla irgendwelche Fantasie-Preise kostet.

    Also Tesla gibt es nicht mehr in 10 Jahren?

    Doch. Aber es reicht, dass Telsa mit 25-50% pro Jahr wächst, während VW nur mit 2% pro Jahr wächst, und dennoch wird VW mehr verdienen 2021 bis 2030 als Tesla im selben Zeitraum.

    Daher ist für Tesla keine so extreme Bewertung gerechtfertigt.

    Es geht also nicht darum, welche Firma besser ist.
    Würden beide zum KGV 10 gehandelt, würde ich natürlich Tesla kaufen.

    Aber es geht darum, Tesla ist schon zu teuer.

    Das vergessen selbst angebliche Value Investoren, es ist wahnsinn!

    Wie kann eine seriöse VW unter dem Eigenkapital gehandelt werden?
    Das wäre nur gerechtfertigt, wenn sie unmittelbar vor dem Konkurs stehen.

    Ein Industrieunternehmen wie VW sollte stets beim 1,5 bis 2-fachen Buchwert gehandelt werden.

    Wieso sollte man den 2-fachen Buchwert bezahlen? Da zahlt man ja doppelt.

    Nein, man bezahlt für den Buchwert UND die künftigen Gewinne.

    Wenn du ein Sparschwein hast, mit 100 Euro drin und es produziert pro Jahr 10 Euro aus dem nichts, dann zahlst du ja nicht 50 Euro für das Sparschwein (mit Inhalt und künftig erzeugtem Geld).
    Und auch nicht 100. Sondern eher 200. 200 wäre der Preis für den Inhalt und das erzeugte Geld der nächsten 10 Jahre. Das ist nicht doppelt bezahlen, sondern man bezahlt einen vernünftigen Aufpreis für die künftigen Gewinne.

    Wer diese Grundlagen nicht versteht, sollte sich von der Börse fernhalten.

  67. AvatarZEN INVESTOR

    Prognose VW gegen Tesla

    Ich möchte hier eine konkrete Prognose VW gegen Tesla machen.
    Basierend auf den Fundamentaldaten per 31.12.2019 (dh die Corona-Krise wird nicht berücksichtigt), und mit dem Aktienkurs vom 7.August 2020.

    In der Realität können die Zahlen leicht schlechter laufen.

    Bei Tesla habe ich folgende Modifikationen vorgenommen:
    Ich ging von einer Eigenkapitalrendite von 18,9% aus (Verdoppelung des Eigenkapitals alle 4 Jahre), um die künftigen Gewinne zu simulieren.
    Zudem musste ich den aktuellen Aktienkurs auf 800-850 Dollar reduzieren (aus technischen Gründen, man kann es sich ja so vorstellen, als hätte ich die Berechnung vor einem halben Jahr gemacht).

    Für Tesla gehe ich davon aus, dass das 5-fache Eigenkapital ein fairer Wert ist,
    für VW hingegen das 1,5-fache Eigenkapital.

    Für die VW Vorzugsaktien VOW3 sage ich voraus:

    Ausgangswerte:

    14 Jahre bis KBV 1.5
    Buchwert pro Aktie 2015: 175.67 (501.3 Mio Aktien)
    Buchwert pro Aktie 2019: 242.93 (501.3 Mio Aktien)
    Total Dividende ausbezahlt 01.01.2016-31.12.2019:
    15.91
    Aktuelles KBV ist 0.55 bei
    Aktienkurs 130 – 137
    EKR: 10.2 %
    Langfrist-KGV: 5.4
    KBV 0.75: 182
    KBV 1.5: 364

    PROGNOSE:
    Faktor 9.6 in den nächsten 14 Jahren.
    17.5 % p.a.

    Aus 10’000 werden in 14 Jahren 96’142

    Buchwert im Jahr 2034: 820
    Gesamte Dividende bis 2034: 55.69 (3.98/Jahr)

    Jährliche Kursprognose:

    Aktienkurs
    Jahr Buchwert 80%-Bereich KBV
    12.2020 263 120 147 0.5
    12.2021 286 104 209 0.5
    12.2022 310 122 245 0.6
    12.2023 336 143 287 0.6
    12.2024 364 168 336 0.7
    12.2025 395 197 394 0.7
    12.2026 428 231 461 0.8
    12.2027 465 270 540 0.9
    12.2028 500 317 630 0.9
    12.2029 550 371 740 1
    12.2030 590 435 870 1.1
    12.2031 640 510 1’020 1.2
    12.2032 700 600 1’190 1.3
    12.2033 760 700 1’400 1.4
    12.2034 820 820 1’640 1.5

    TESLA

    Ausgangswerte:

    20 Jahre bis KBV 5
    Buchwert pro Aktie 2015: 20.62 (181 Mio Aktien)
    Buchwert pro Aktie 2019: 41.25 (181 Mio Aktien)
    Total Dividende ausbezahlt 01.01.2016-31.12.2019:
    0
    Aktuelles KBV ist 20 bei
    Aktienkurs 800 – 850
    EKR: 18.9 %
    Langfrist-KGV: 106
    KBV 0.75: 31
    KBV 1.5: 62

    PROGNOSE:
    Faktor 9.5 in den nächsten 20 Jahren.
    11.9 % p.a.

    Aus 10’000 werden in 20 Jahren 95’258

    Buchwert im Jahr 2040: 1’570
    Gesamte Dividende bis 2040: 0 (0/Jahr)

    Jährliche Kursprognose:

    Aktienkurs
    Jahr Buchwert 80%-Bereich KBV
    12.2020 49 740 910 16.8
    12.2021 58 620 1’230 15.9
    12.2022 69 690 1’380 15
    12.2023 83 770 1’540 13.9
    12.2024 98 860 1’730 13.2
    12.2025 117 970 1’930 12.4
    12.2026 139 1’080 2’160 11.7
    12.2027 165 1’210 2’420 11
    12.2028 196 1’360 2’710 10.4
    12.2029 233 1’520 3’030 9.8
    12.2030 278 1’700 3’400 9.2
    12.2031 330 1’900 3’800 8.6
    12.2032 393 2’130 4’250 8.1
    12.2033 467 2’380 4’760 7.6
    12.2034 560 2’660 5’300 7.1
    12.2035 660 2’980 6’000 6.8
    12.2036 790 3’340 6’700 6.4
    12.2037 930 3’740 7’500 6
    12.2038 1’110 4’180 8’400 5.7
    12.2039 1’320 4’680 9’400 5.3
    12.2040 1’570 5’200 10’000 4.8

    Schlussfolgerung:

    Tesla hat selbst bei einer Eigenkapitalrendite von 18,9% ein KGV von 106, was nicht gerechtfertigt ist.
    Da der Aktienkurs früher oder später die Bewertung abbauen wird (gemäss meinem Modell über 20 Jahre), kann der Kurs nur noch 11,9% p.a. steigen.

    VW hingegen ist so stark unterbewertet, dass es trotz einer EKR von nur 10,9% trotzdem
    eine viel höhere Aktien-Rendite haben müsste.

    Und hierbei ist schon berücksichtigt, dass Tesla über 3 mal höher bewertet sein darf als VW.

    Ihr könnt mich gerne darauf berufen.

    Das ist quasi eine Wette von mir, ich sage voraus, dass obige Prognosen in 80% der Fälle eintreffen bezüglich Aktienkurs, bzw. der Buchwert der jeweiligen Aktie nicht mehr als 20% abweichen wird am jeweiligen Jahresende.

    Lesebeispiel:

    Jahr Buchwert 80%-Bereich KBV
    12.2020 49 740 910 16.8
    12.2021 58 620 1’230 15.9

    Dies bedeutet: Per Dezember 2020 sollte der Buchwert pro Aktie 49 (in der jeweiligen Währung) betragen.
    Der Aktienkurs sollte mit einer Wahrscheinlichkeit von 80% zwischen 740 und 910 liegen.
    Das KBV wäre ungefähr 16,8 am 31.Dezember.

    Im Dezember 2021 hat sich der Buchwert pro Aktie auf 58 erhöht, der Aktienkurs sollte
    zwischen 620 und 1’230 bewegen.

  68. AvatarFinanzbär

    Die ersten 100k sind tatsächlich die schwersten. Schon erstaunlich wie sich alles normalisiert. Früher noch bei 100€ Kursgewinn gefreut wie ein Hamster, heute steigt meiner Fiverr Position am Tag um 2000€ und ich bekomm es nichtmal mit.. 😀
     

  69. AvatarMichael

    Ich kann die Ingenieur-Gehalts-Verwirrung aufklären. Das Wort “Ingenieur” hat in den letzten Jahren (auch durch falsche Übersetzung englischer Begriffe) enorm an Bedeutung verloren, heute kann ein Telefonist im Call-Center “Kunden-Service-Ingenieur” sein…  
     
    Aus eigener Erfahrung und der von Bekannten kann ich sagen: Ein normaler Ingenieur (E-Technik, Maschinenbau, Bau…), der an einer normalem Uni (es muss nicht die RWTH Aachen sein!) in normaler Zeit mit normalen Noten abschließt und danach im Beruf arbeitet, kann nach 10-15 Jahren mit 90K-100K Jahreseinkommen rechnen. Promotion hilft beim Aufstieg in die Geschäftsführung, lohnt sich ansonsten finanziell kaum.
     
     

  70. AvatarZEN INVESTOR

    @Finanzbär
    Die ersten 100k sind tatsächlich die schwersten.

    Genau das wollte ich ja eigentlich aussagen.
    Wenn man kein Geld einzahlt, ist der Weg von 10k auf 100k gleich lange (bei gleicher Performance), wie von 10 Mio auf 100 Mio.

    Darum gibt es dann die merkwürdige Aussage so ähnlich wie
    “Warren Buffett hat 99% seines Vermögens nach seinem 50.Geburtstag gemacht.”

    Das liegt aber nicht daran, dass er vorher nichts verdient hätte.

    @Hans-Georg
    “Der Bruno-Zen-Troll dreht schon wieder am Rad…”

    Ein altes chinesisches Sprichwort besagt:
    Wozu das Rad neu erfinden, wenn man auch daran drehen kann?

    Ein Sprichwort aus Hawaii besagt:
    Wer anderen eine Grube gräbt, wirft seine Flinte nicht weit weg vom Baum.

    Dein Kopf schickt dich vor und zurück,
    doch wichtig ist, dass du dazwischen bist.

  71. AvatarRon

    Mal ne Frage in die Runde
    Bespare einen MSCI World ETF von Xtrackers als Ausschütter den ich im Moment kostenlos bespare,Ende der Aktion ist 12/2022
    Nach dieser Zeit würde ich mir einen anderen MSCI ETF von Ishares als Ausschütter nehmen den ich kostenlos besparen würde was eigentlich jetzt schon möglich ist.
    Die Frage wäre ist dieses Vorhaben so ok oder gibt es hier etwas was ich lieber ändern sollte? Verkaufen möchte ich aber nicht.
    Der ETF von Xtrackers ist ziemlich groß aber ich kann nicht einschätzen ob dieser ETf vielleicht irgendwann ausgelöst wird und ich in die Steuerfalle trete.Bei Ishares habe ich da ein besseres Gefühl,könnte mich aber auch irren.

    Danke.
     

  72. AvatarZEN INVESTOR

    So, ich akualisiere hier mal die Prognosen für VW und Tesla anhand der aktuellen Kurse.

    Die restlichen Daten sind wie weiter oben.
    Bei Tesla wurde jetzt die Prognose bzw. der Startkurs korrigiert.
    Und die Eigenkapitalrendite von Tesla begrenze ich auf 20%,
    wie bei jedem normalen Unternehmen, weil sonst verzerren die ständigen
    Kapitalerhöhungen das Bild.

    VOLKSWAGEN

    Input

    0.57
    1.5
    14
    2015
    2020
    175.67
    242.93
    501.3
    501.3
    15.91
    20

    Output

    Value Calculator 1.0.14
    20.08.2020, 08:30:10

    KAUFEN
    (Günstig und hohe Rendite erwartet).

    Modifikationen:

    Eigenkapitalrendite begrenzt auf 20 %.

    Ausgangswerte:

    14 Jahre bis KBV 1.5
    Buchwert pro Aktie 2015: 175.67 (501.3 Mio Aktien)
    Buchwert pro Aktie 2020: 242.93 (501.3 Mio Aktien)
    Total Dividende ausbezahlt 01.01.2016-31.12.2020:
    15.91
    Aktuelles KBV ist 0.57 bei
    Aktienkurs 135 – 142
    EKR: 8.1 %
    Langfrist-KGV: 7.1
    KBV 0.75: 182
    KBV 1.5: 364

    PROGNOSE:
    Faktor 6.8 in den nächsten 14 Jahren.
    14.7 % p.a.

    Aus 10’000 werden in 14 Jahren 68’441

    Buchwert im Jahr 2034: 600
    Gesamte Dividende bis 2034: 44.55 (3.18/Jahr)

    Jährliche Kursprognose:

    Aktienkurs
    Jahr Buchwert 80%-Bereich KBV
    12.2021 259 106 211 0.6
    12.2022 277 121 241 0.7
    12.2024 315 158 315 0.8
    12.2027 382 236 472 0.9
    12.2030 465 352 700 1.1
    12.2033 560 530 1’050 1.4
    12.2034 600 600 1’200 1.5

    TESLA

    Input

    46
    5
    20
    2015
    2019
    8.29
    41.25
    131.4
    181
    0
    20

    Output

    Value Calculator 1.0.14
    20.08.2020, 08:27:42

    ACHTUNG: Das Unternehmen scheint teuer zu sein. Dieses Unternehmen sollte nur gekauft werden, wenn es ein sehr gewinnstarkes Unternehmen ist.

    ACHTUNG: Es liegen nur die Daten von wenigen Jahren vor. Dies macht die Prognose sehr unsicher.

    Nicht kaufen
    (Teuer und tiefe Rendite erwartet).

    Modifikationen:

    Eigenkapitalrendite begrenzt auf 20 %.

    Ausgangswerte:

    20 Jahre bis KBV 5
    Buchwert pro Aktie 2015: 8.29 (131.4 Mio Aktien)
    Buchwert pro Aktie 2019: 41.25 (181 Mio Aktien)
    Total Dividende ausbezahlt 01.01.2016-31.12.2019:
    0
    Aktuelles KBV ist 46 bei
    Aktienkurs 1’850 – 1’940
    EKR: 20 %
    Langfrist-KGV: 230
    KBV 0.75: 31
    KBV 1.5: 62

    PROGNOSE:
    Faktor 5.0 in den nächsten 20 Jahren.
    8.4 % p.a.

    Aus 10’000 werden in 20 Jahren 50’006

    Buchwert im Jahr 2040: 1’900
    Gesamte Dividende bis 2040: 0 (0/Jahr)

    Jährliche Kursprognose:

    Aktienkurs
    Jahr Buchwert 80%-Bereich KBV
    12.2020 50 1’710 2’090 38
    12.2021 59 1’370 2’740 34.8
    12.2023 86 1’610 3’220 28.1
    12.2026 148 2’050 4’100 20.8
    12.2029 255 2’610 5’200 15.3
    12.2032 441 3’320 6’600 11.2
    12.2035 760 4’230 8’500 8.4
    12.2038 1’320 5’400 11’000 6.2
    12.2040 1’900 6’300 13’000 5.1

    Bei diesem Vergleich (siehe jeweils unter PROGNOSE) sieht man, dass die Tesla-Aktie 8,4% Entwicklung pro Jahr schaffen sollte (unter der Annahme, dass der 5-fache Buchwert für einen Marktführer angemessen ist), VW hingegen 14,7% p.a. .

    Dies trotz angenommener Eigenkapitalrendite von 20% bei Tesla und nur 8,4% bei VW.
    Einfach weil die Bewertung bei beiden Fällen auf einen fairen Wert zusteuern wird.

    Bei Tesla nehme ich einen fairen Wert vom 5-fachen Buchwert in 20 Jahren an (heute 46-facher Buchwert).
    Bei VW nur 1,5-facher Buchwert in 14 Jahren.

    Also in dieser Berechnung ist bereits berücksichtigt, dass Tesla auch künftig höher bewertet wird als VW (was nicht mal so sicher ist), und TROTZ dieser Berücksichtigung und trotz 20% Eigenkapitalrendite (die bisher eher nahe 0% lag), schlägt VW Tesla im Aktienkurs bei Weitem.

    VW steht derzeit (vor Börseneröffnung am 20.August 2020) bei 137,40 Euro.
    Tesla schloss gestern bei 1’878.53 $.

    Von diesen Kursniveaus ausgehend, ist wohl eindeutig klar, welches das bessere Investment ist.

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