Börsenerfolg funktioniert via Zeit: 19.422 % Gewinn


New York, 1. August 2015
xxxyyyy

Haben Sie vier oder fünf Dekaden für Ihre Investments bzw. Indexfonds Zeit. So wirkt erst der magische Zinseszins mit seiner vollen Kraft. Die meisten Menschen verstehen den Zinseszins nicht. Sie orientieren sich an zu kleinen Zeiträumen. Stellen Sie sich die Börse wie ein Segelschiff vor. Sie wollen den Erdball umrunden. Das dauert. Sie können nicht gleich beim nächsten Sturm oder Sonnenaufgang aufgeben.

Ich bin K+S-Aktionär. Ich habe den Vorstand des Salz-Konzerns vor einigen Jahren in Manhattan auf einer Konferenz erlebt. Ich lerne unglaublich viel in New York. Ich treffe jede Woche wunderbare Menschen. Die K+S-Präsentation hat sich in meinem Kopf eingebrannt. Ich beobachtete den DAX-Konzern schon lange. Ich stieg für rund 19 Euro vor einiger Zeit ein. Jetzt nervt mich das Übernahmeangebot der kanadischen Potash schon. Den einzigen deutschen Bergbaukonzern wollen sie mir wegschnappen.

Ich bin ein Langfristanleger. Ich möchte keine kurzfristigen Gewinne realisieren. Mich begeistern Übernahmen nicht, selbst wenn es eine Prämie gibt. Ich möchte vom Zinseszins profitieren.

Ich kalkuliere in Dekaden. Ich möchte die Aktie ewig halten. Deshalb bin ich froh, wenn es dem Unternehmen und seinen Mitarbeitern blendend geht. Ich möchte keinen Gewinn schon jetzt nach knapp 100 Prozent realisieren.

Mich nervte es, als Warren Buffett mir meine geliebte Heinz-Ketchup-Aktien wegschnappte.

Die meisten Menschen haben nicht die Vorstellungskraft, was der Zinseszins eigentlich für eine gewaltige Kraft entfaltet. Täglich blicken Anleger auf die Kurse. Dabei hat das keinerlei Bedeutung, wenn Sie darauf aus sind, das Beste herauszuholen. Nur langfristig entwickelt sich der Zinseszins zu einer Gelddruckmaschine. Mit langfristig meine ich drei, vier oder fünf Jahrzehnte.

Der ständige Blick auf die Kurstafel lenkt nur ab.

Anleger freuen sich über 20 oder 30 Prozent Kursgewinn. Sie freuen sich wie ein Honigkuchenpferd, wenn sie 1.000 Euro Profit mit einer Aktie realisieren können. Das interessiert mich nicht die Bohne. Da fängt für mich das Geldverdienen erst an.

Hätten Sie zum Beispiel den Internet-Konzern United Internet einige Jahre behalten, hätten Sie bis dato 600 Prozent verdienen können.

Mit dem Konzert-Veranstalter CTS Eventim waren 621 Prozent drin, wenn Sie zehn Jahre zurückblicken. Obendrauf kommt die Dividende.

Nun, das ist erst der Anfang. Was mich interessiert, ist folgendes:

Das Kursplus des Konglomerates Johnson &  Johnson (Babypuder, Pflaster, Mundpflege, Allergiepräparate) türmt sich seit den 1970er Jahren auf 9.239 Prozent. Der Technologiekonzern Danaher kommt langfristig auf 19.422 Prozent Kursplus.

Da fängt für mich der Zinseszins richtig an, Spaß zu machen. Das ist das, was Warren Buffett macht. Zwar träumen die meisten Börsianer von den Renditen, die der Altmeister in die Scheune fährt. Doch wie das geht (eben über Qualität und Zeit), nimmt niemand wahr. An der Umsetzung scheitern die Menschen.

Ich möchte hier wohlgemerkt nicht nur über meine Erfolge sprechen. Ich mache natürlich Fehler. Ich habe zu junge, zu kleine Firmen gekauft, die sich grottenschlecht entwickelt haben. Es ist peinlich. Erniedrigend. Ich habe diese Klitschen vollkommen überschätzt. Die Risiken hatte ich verdrängt. Ich habe daraus gelernt, ältere Konzerne mit saftigen Margen, wenig Schulden sowie gutem Management zu bevorzugen.

Wer meine Fehler vermeiden möchte, kauft einfach ETFs bzw. Indexprodukte. Sie können vom Zinseszins genauso profitieren. Rein in den Index. Danach gilt es: Mehrere Jahrzehnte abwarten. Und immer wieder aufstocken.

Fazit: Vergessen Sie es, ständig mit einem Auge auf den schnellen Gewinn zu schielen. Der Zinseszins entfaltet magische Kräfte, wenn Sie einige Dekaden auf dem Hosenboden sitzen bleiben können.

Portfoliomanager Tom Gayner skizziert in einem Vortrag gut, wie Value Investing fuktioniert. Gayner ist ein erfolgreicher Investor. Er steht in Diensten der US-Versicherung Markel, die dem Vorbild Berkshire Hathaway folgt. Der sparsame Multimillionär lebt in einem alten, einfachen Haus und fährt einen Toyota Prius:


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Börsenerfolg funktioniert via Zeit: 19.422 % Gewinn

  1. Klaus-Dieter

    Hallo,
    Es ist immer wieder erstaunlich zu sehen, welch großen Effekt der Zinseszins im laufe der Jahre hat. Gerade Kleinanleger sollten sich das immer wieder vor Augen führen.

    Gruß

    Klaus-Dieter

  2. Ric

    Hallo Tim,

    danke für den tollen Artikel. Als Albert Einstein gefragt wurde, „Was ist die stärkste Kraft im Universum?“ war seine spontane Antwort: „der Zinseszins

    Der Zinseszins ist das Geheimnis und der Unterschied, warum Trader langfristig nur verlieren und Buy and Hold Anleger auf Dauer gewinnen. Wer das verstanden hat und Sitzfleisch beweist, der wird Erfolg haben. Es ist ganz einfach.

    Das schöne an der Börse ist, dass sie jedem zugänglich ist und jeder die gleichen Möglichkeiten hat. Natürlich, ein Warren Buffett, Bill Gates oder George Soros hat einen kurzen Drat zum Vorstand und sie kaufen größere Volumen aber sonst? Wir Privatanleger können im Grunde die gleichen Firmen kaufen und wir haben die Möglichkeit die gleichen Erfolge zu haben.

    Tim, kannst du vielleicht mal die Firmen die du in deinem Depot hälst, oder Auzüge davon veröffentlichen?

     

    Viele Grüße

    Ric

  3. Felix

    Das Problem ist natürlich schon, am Anfang seiner Investmentkarriere die 1000-Prozenter zu identifizieren. Die P&Gs, Microsofts, Exxons dieser Welt werden es nicht mehr sein können; sie haben das bereits hinter sich.

    Ich habe aktuell zwei Aktien im Depot, mit denen ich diese Erfahrung machen durfte: Jeweils mit 5000 € eingestiegen und aktuell mit über 50.000 € bewertet sind bei mir  Danaher und NovoNordisk. Aber wer sind die anderen, die zukünftigen? Wer sich bei mir im Depot ähnlich entwickelt, allerdings habe ich sie noch nicht so lange, ist Gilead. An Tesla, Amazon traue ich mich nicht heran, weil die KGVs jenseits meiner Kragenweite liegen.

    Es wäre den Schweiß der Edlen wert, hier weiter Wachstumsperlen aufzutun, statt das ewige Rentenproblem und Nichtsparen-Wollen einiger endlos zu wälzen – sorry Tim!

  4. Claudius

    Hallo Tim,

    Ich habe vor kurzem mal ein Tool gefunden, mit dem man sich die Entwicklung eines Kapitalstocks bei einem gewissen Zinssatz graphisch anzeigen lassen kann. Das muss man sich wirklich mal anschauen. Langfristig klaffen die Kurven der unterschiedlichen Zinssätze ordentlich auseinander.

    Aber bis dahin braucht man Geduld. Sonst wird das an der Börse nichts. 😉

    Gruß,

     

    Claudius

  5. AlexanderAlexander

    Wie Felix schreibt, man muss erst mal die Tenbagger finden. Nicht so einfach. Ich habe auch zwei Werte im Depot, die mehrere 100% im Plus liegen, aber man braucht Zeit und Glück.

     

    Mir geht es auch wie Tim. Da hat man mal ein Unternehmen und dann kommen so Ärgernisse wie Übernahmen, Aufspaltung etc.

    K+S habe ich inzwischen verkauft. Aus Kraft Foods wurde Kraft Heinz, gut da ändert sich erst mal nichts für mich. Qualcomm soll aufgespalten werden.

    Ich dachte immer B&H ist langweilig, von wegen, dauernd ist irgendwas.

  6. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Ric

    das sind meine Aktien:

    http://timschaefermedia.com/meine-vier-aktien-bis-zur-rente/

    Daneben besitze ich Berkshire Hathaway, Microsoft, Citi, Bank of America, Chevron. Fette Tenbagger habe ich mit SAP, CTS Eventim und Netflix.

     

    @ Felix

    Warum soll man mit Microsoft, Exxon oder P&G nicht noch mal 1.000 Prozent verdienen können? Das gleiche gilt für Colgate-Palmolive, GE, Johnson & Johnson, Berkshire, Amazon, Starbucks, Nike, Home Depot, United Health, Priceline.com, Wal-Mart, Walt Disney, Johnson & Johnson, Visa, Mastercard, Apple, Google… Die Guten sind aus einem Grund gut. Das läuft oft weiter. Schwächephasen bzw. Krisen gibt es immer wieder zwischenzeitlich. Klar wird es ab einer bestimmten Größenordnung länger dauern.

     

    @ Claudius

    Solche Tools sind gut. Das menschliche Gehirn kann im Normalfall den Zinseszins nicht berechnen. Lineare Rechnungen sind dagegen kein Problem: 1+2+1+3+1+1…

  7. Couponschneider

    Also ich traue den großen Konsumartikelherstellen wie P&G die Verdreifachung bis 2050 locker zu, alleine wegen der Bevölkerungsentwicklung. Und viele Märkte sind ja noch gar nicht richtig erschlossen. Afrika, Asian und Lateinamerika haben noch enormes Aufholpotential.

    K+S habe ich auch im Portfolio und ich habe die Umfrage unter Aktionären von K+S auch sorgsam ausgefüllt. Ich verneine eine Übernahme zu 41 € und selbst höheren Preisen. 41 € ist einfach unverschämt niedrig.

  8. Thomas D. S.

    Über Markel, die hierzulande recht unbekannt sein dürfte, habe ich vor einigen Monaten gelesen. Markel verfolgt ein ähnliches Konzept wie Berkshire Hathaway, erziehlt aber noch nicht so hohe Margen. Dennoch, wenn sich die Erfolgsstory von Berkshire noch einmal wiederholen lässt, dann könnte das Markel schaffen. Für Berkshire komme ich einige Jahrzehnte zu spät. Ich setze daher auf Markel.

  9. Seppl

    @Tim

    Unternehmen wie P&G wachsen gar nicht mehr oder kaum noch. Wo sollen da die nächsten 1000% herkommen? Die wären froh, wenn sie wieder auf 5-10% Gewinnwachstum p.a. kommen und dann – insofern größere, längere Krisen ausbleiben – kann das klappen. Aber aktuell befinden wir uns doch in einer Wachstumsphase und Firmen wie P&G, IBM usw. schrumpfen.

  10. Schwarzer KaterSchwarzer Kater

    @Tim

    Dein Portfolio besteht aus 11 Werten, wenn ich mich nicht verzählt habe. Wie entscheidest Du beim regelmäßigen Nachkauf? Kaufst Du immer den Wert, der am schlechtesten gelaufen ist oder wie gehst Du vor?

    Ich kaufe stur auf Quartalsbasis. Einen Ten-Bagger erwarte ich nicht, aber im Schnitt 5% p.a. bis zum Jahr 2035 wären super:-)

  11. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Seppl

    Das stimmt. P&G hat eine Flaute. Das muss nicht immer so bleiben. Selbst wenn der Umsatz stagniert, kann eine Aktie steigen. Der Kursverlauf hängt von vielen Dingen ab: Aktienrückkäufe, Dividendenentwicklung, Ausblick, Stimmung, Konjunktur, Vertrauen, Inflation, Spin-offs, Optimierungen, Margenentwicklung, Umsatzausblick, Cashflow, Management, Übernahmen, Expansionspotential, Innovationen, Schulden, Cashposition… Ich schaue auf solche Firmen mit einem 50-Jahres-Blick.

     

    @ Schwarzer Kater

    Ich habe die Nachkäufe über Dividenden automatisiert. DRIP heißt das in den USA. Im Prinzip wird jede Dividende gleich wieder reinvestiert. Daneben entscheide ich 1 oder 2 Mal im Jahr, was dazu kommt oder aufgestockt wird. Im Prinzip mag ich schon die schlechten 1-Jahres-Aktien, um dort aufzustocken. Aber es gibt keine feste Regel.

  12. Schwarzer KaterSchwarzer Kater

    @ Tim

    Ok, DRIP ist natürlich fein. Gerade Deine beiden Öl-Werte bekommst Du ja aktuell recht günstig.

    Zu Deiner anderen Antwort an @ Seppl. Letztlich bekommen wir als Aktionäre doch das Gewinnwachstum plus Dividende. Zumindest sollte das die Basis für die (langfristige) Entwicklung der Aktie sein. Natürlich zählen die o.g. Faktoren, aber ein Unternehmen ohne Gewinnwachstum wird sicherlich kein Ten-Bagger.

     

  13. Felix

    Was werden die Innovationstreiber, die Megatrends der Zukunft sein?

    Ich denke:

    1. Digitalisierung

    2 Biotechnologie – Gentechnik – Medizintechnik (demographischer Wandel)

    3. Energietechnik (Klima)

    4. Luft. und Raumfahrt (Drohnen)

    5. Militärtechnik (Krisen der Welt).

    Wenn dem so ist, wer sind die big player in diesen Feldern, die in den nächsten 30 Jahren die Marktführer sein werden.

    Meine Antwort:

    1. Google, Microsoft, Intel

    2. Amgen, Roche, Gilead, Stryker

    3. Nexteraenergy, GE ???

    4. Boing, Airbus

    5. LockedMartin

     

    Bleiben noch die Themen, die immer gehen: Essen und Trinken sowie Sucht und Glücksspiel. Fehlt nur noch ein Finanz- und ein Versicherungswert. Von Rohstoffen sehe ich ab, da in diesem Bereich keine Prognose möglich (eigentlich ist erwartet worden, dass Öl immer weiter steigt, tut es aber nicht.)

    Aus diesen Überlegungen sollte sich mit 20 – 30 titeln ein zukunftsträchtiges Depot bauen lassen.

    Wie seht ihr das?

     

     

     

  14. Markus

    @Felix

    Robotik, Künstliche Intelligenz und 3D-Druck würde ich auch zu den Megatrends zählen.

    Allerdings sind die Renditen von Wachstumsbranchen oft im gesamten Branchenschnitt schlechter als schrumpfende Branchen… zumindest behauptet das Siegel (langfristig gesehen ).

    Darf ich fragen, wie viele Jahre/Jahrzehnte Du für die Mille gebraucht hast, bzw. wie grob Dein „Anleger-leben“ verlaufen ist?

     

     

  15. Felix

    @ Markus

    Die drei genannten Dinge würde ich auch unter „Digitalisierung“ subsumieren.

    Habe ich hier was von „der Mille“ geschrieben? Aber es stimmt schon, so am Ende meiner beruflichen Laufbahn habe ich für normale Verhältnisse einen ordentlichen Vermögensstand erreicht, der mir einen goldenen Ruhestand ermöglicht, ohne die Substanz angreifen zu müssen. Das weiß aber keiner aus meiner Nachbarschaft oder meiner Kollegen; ich lebe nicht anders als sie, was Auto, Haus, Urlaub, … angeht. Ich denke, dass ich in fünf Jahren, den Zeitpunkt meines Renteneintritts, ca. 2000 € Dividende monatliche erhalten werde. Dabei habe ich nicht alles in Dividendenwerte angelegt.

    Wie habe ich das gemacht? Ich habe immer gespart und Geld dazuverdient seit ich 10 Jahre alt war. Bis auf die Zeit während des Studiums der Kinder habe ich die Hälfte meins Einkommens (ein gutes Akademikergehalt) gespart. Das war auch möglich, weil wir auf dem Land leben – billiges Wohnen.

    Finanztechnisch hatte ich so ziemlich alles, was Sparkasse und Allianz so zu bieten haben (außer Aktien): Sparkassenbriefe jedweder Form (unkritisch alles übernommen, was mir der nette Herr Kaiser angeboten hat), Bausparer, LV, Bundesschatzbriefe usw. Zu meiner Ehrenrettung muss ich sagen, dass ich in der Spitze 9  % Zinsen erhalten habe, da hat sich bereits bei fünf Jahren Laufzeit der Zinszins bemerkbar gemacht.

    Mit 40 Jahren habe ich mit Aktien begonnen (Einzeltitel und Fonds). Meine erste Aktie vor 20 Jahren war BASF; die habe ich immer noch (für 10.000 DM gekauft, zahlt mir jetzt 2000 € p.a.). Zu diesem Zeitpunkt habe ich begonnen, mich intensiv mit meinen Finanzen und mit der Börse, mit Unternehmen und deren Bilanzen uvm. auseinanderzusetzen. Im Prinzip war das ein Zweitstudium, das sich, wie schon das erste, auch monetär gelohnt hat. Und das ist auch mein Hobby geblieben.

    Inzwischen habe ich ca 50 Titel, meist Marktführer, oft amerikanische Bluechips. Nebenwerte, exotischere Märkte und Spezialgebiete (Biotech) decke ich über Fonds ab.

    So richtig gezündet hat es seit der Finanzkrise 2008/09. Ich habe nicht nur nichts verkauft, sondern mit zugedrückten
    Augen weiter gekauft, was sich natürlich echt rendiert Hat. Inzwischen kaufe ich nur noch, wenn Ausverkauf herrscht (Griechenlandkrise, Ukrainekonflikt, …). Also immer dann, wenn in der ARD ein Brennpunkt läuft, gebe ich limitierte Orders in den Markt. Meist mache ich tatsächlich ein
    Schnäppchen. Wann verkaufe ich? Inzwischen nie.

    Was mache ich noch? Keine weiteren Finanzinstrumente. Nur Einzelaktien und Aktienfonds, sonst nichts. Ich glaube ich habe noch so eine staatlich gefördertes vermögenswirksames
    Sparen, die mit dem Renteneintritt fällig wird. Das sind aber peanuts, vielleicht 35.000 €, obwohl ich und der Vater Staat seit Jahrzehnten einzahlen.

     

     

     

  16. Markus

    @Felix

    danke für die ehrliche und ausführliche Antwort!

    Es gibt 3 Wege etwas zu lernen (Konfuzius):

    1. Der edelste Weg – durch Nachdenken

    2. Der bequemste Weg – durch Nachahmung

    3. Der beschwerlichste Weg – durch Erfahrung

    Eine Kombination aus 1 & 2 halte ich sehr gut, wenngleich der Punkt 3 auch für die Persönlichkeitsentwicklung nicht schadet. 😉

  17. Robert Michel

    @Felix:  Wachstum wird sich eher negativ auf die Renditen der Investoren auswirken, wenn es nicht von einer überdurchschnittlichen Rentabilität begleitet ist. Zudem muss man einschätzen können wer von den Trends auch wirklich profitieren kann und gerade bei Digitalisierung und noch mehr bei der Biotechnologie sehe ich das nicht. Die Bereiche Energietechnik, Luft- und Raumfahrt und Militärtechnik sind stark reguliert, so dass man hier zusätzliche Risiken hat

    Der eigentliche Megatrend des nächsten Jahrzehnts ist m.E. das Entstehen einer globalen Mittelschicht und die Nachfrage, die durch sie entsteht. Davon dürfte vor allem der Automobilsektor profitieren.

  18. Jens

    Hallo Tim,

    ich denke du hast genau den Punkt getroffen. Keiner versteht die e-Funktion. Das ganze ist einfach auch so verdammt inintuitiv. Vor allem weil am Anfang eigentlich nicht viel passiert (linearer Anstieg).

    Gruß Jens

  19. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Markus,

    in 3D-Druck war ich auch mal verliebt. Ich wollte 3D-Systems (DDD) und Stratasys (SSYS) „ewig“ halten, weil ich darin einen riesigen Markt sah. Glücklicherweise bin ich noch mit Gewinn vor dem Absturz ausgestiegen, weil es mir doch zu sehr nach Blase á la 2000 roch. Ab und zu hat man auch mal Glück. Auch wenn die Überlebenden irgendwann mal ein einträgliches Geschäft damit betreiben werden, wer wird das sein? Wer weiß schon, welche Unternehmen das wirtschaftlich erfolgreich umsetzen können. Im Zweifel lieber doch auf alt eingesessene Firmen setzen. Lieber die Dividende in der Hand, als den geplatzten Traum vom Tenbagger und verlorene Jahre.

    @Felix,

    Großartig. Ich wollte, ich hätte auch beizeiten die Kurve gekriegt. Bei mir reicht es voraussichtlich nicht mehr. Aber wer weiß… Zumindest sehe ich es als mein Hobby an, und wie schon erwähnt, mir reicht eine Aufstockung meiner Rente auf das Niveau meines Gehaltes. Damit sehe ich der Rente gelassen entgegen.

    Aber zu Deiner Frage; „Habe ich hier was von „der Mille“ geschrieben?“… (Mille ist bei mir zwar nur Tausend), aber Markus meint die Mio., habe ich das auch so verstanden, dass Du die hier bestätigt hattest („Und zwar nicht in sieben, sondern in 15 Jahren hat es auch mit der Million geklappt.“).

    Wie auch immer, weiterhin guten Erfolg.

    MS

  20. willihope

    @MS
    Darf ich fragen wie du zu der sprachlichen Verwirrung gekommen bist? Ich habe bisher nur von eher finaniziell Ungebildeten diese bekloppte Sprache gehört, Mille ist doch immer schon Million gewesen, plötzlich fangen diese Heinis an die Werte zu verschieben.

    Wenn der Hunni die Hundert sind und die Mille die Tausend was soll dann die Million sein?

    Dachte nie das ich sowas mal hier lese, schon garnicht von dir du Pfennigfuchser! 🙂

    Edit: Ok hab es nachgelesen, der Pöbel spricht Latein. Man lernt nie aus! 🙂

  21. Schwarzer KaterSchwarzer Kater

    @willihope

    Gibts da nicht noch die Einheit „Riesen“? Also Hunni, Riesen + Mille;-)

    Schön ist auch die Abkürzung „k“. Also, ich habe heute für 2k xyz gekauft und halte jetzt 10k in so und so.

    Übrigens…guter Einstieg bei Dir. Mal sehen, ob der August wieder tradionell schwach wird (im Schnitt -2% habe ich irgendwo gelesen).

  22. Schwarzer KaterSchwarzer Kater

    @Felix

    Das „Essen und Trinken“ immer gehen wird, sollte man meiner Meinung nach etwas differenzierter betrachten. Werden Unternehmen in absehbarer Zeit damit noch Geld verdienen können und womit?

    Bei „Big Sugar“ könnte ich mir eine ähnliche Entwicklung, wie im Tabaksektor vorstellen. Auch eine MCD wird nicht ohne Innovationen auskommen.

    Nehmen wir mal Griechenland als „Krisen-Beispiel“. Ist nicht repräsentativ, aber worauf verzichten die Leute aktuell? Ausgehen & Konsum. Schwerpunkt liegt auf Einkauf von möglichst günstigen Produkten für den täglichen Bedarf. Da kann es auch ein No Name Shampoo sein und muss keines von P&G sein. Wenn ich den Euro zweimal umdrehen muss, gehe ich auch nicht mehr zu Starbucks oder kaufe teure Kapseln von Nestlé. Interessanterweise gibt es dann mehr Ausgaben fürs Cocooning (zu Hause schön machen), war bei uns 2008/09 auch so.

    Was mir in Deiner Aufzählung oben noch fehlt, ist die Digitalisierung des Bezahlens (Visa, Mastercard, PayPal usw.) und die Altersvorsorge (Blackrock, Allianz usw.).

    Man sollte auch die „Schaufelhersteller“ nicht vergessen – also wer liefert die Werkzeuge damit diese Trends umgesetzt werden können? Zum Beispiel Netzwerke durch Cisco, im Biotechbereich Thermo Fisher etc.

  23. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @willihope,

    ich sehe die Verhunzung in dem Gebrauch (eher Missbrauch) von „Mille“ für Million.

    Dir ist sicher auch bewusst, dass ein Millenium ein Jahrtausend ist, ein Promille ein Tausendstel Teil ist, man Mille Grazie für Tausend Dank sagt, und es sowas die Mille Miglia gibt, oder?

    Nun ja, mir soll es egal sein. Wollte nur drauf hingewiesen haben.

    Schönen Tag noch

    Guckst Du!

    MS

  24. Sebastian

    Hallo,

    und vielleicht erstmal kurz vorgestellt. Mein Name sollte ja gut lesbar sein. ;o) Ich beschäftige mich seit April 2014 mit der Börse und ihrem ganzen lustigen Assets-Klimbim. Und habe auch schon ein paar gute, sowie schlechte Erfahrungen gemacht (a la Turbos, fallendes Messer, IPO, Emotionskäufe etc.). Wobei die schlechten mir wesentlich weiter geholfen haben, als die guten – der Lerneffekt war größer. ;o) Nachdem ich wieder bei Verstand war, habe ich „Intelligent Investieren“ (ihr wisst schon von wem) gelesen und mich sogar mit DCF-Methoden beschäftigt um irgendwie ein Gespür für den fairen Wert eines Unternehmens zu erhalten.

    Unter den zahlreichen I-Netblogs habe ich auch den von Tim gefunden und lese ihn seit mehreren Monaten. Neben den gebetsmühlenartigen Erläuterungen zum Thema „Buy-and-Hold“ finde ich die Diskussionen zu den einzelnen Themen sehr interessant und hilfreich. Zumal ich hier wirklich viel Wert (vgl. Aktienforen) ziehen kann. Auch der Herr Buffett und seine Statements bzw. BH ernteten meine Aufmerksamkeit. Als ich mir dann vor ein paar Tagen den Vortrag von Tom Gayner anhörte, gab es mal wieder ein paar neue Verknüpfungen in meinem Investorenhirn. Und somit auch Gedanken über die eigene Strategie bzw. den Ansatz.

    Da ich jetzt nicht die ganze Seite volltexten möchte, würde ich einfach mal zum Thema kommen und meine Gedanken bzgl. Zukunft oder Megatrends äußern:

    Elektromobilität (Batterien, Brennstoffzellen, Stromnetzausbau)
    Autonomes Fahren (Satellitensteuerung, Sicherheit, Infrastrukturausbau)

    Big-Data (Echtzeitanalyse, Chiptechnik, Vernetzung einzelne User)
    Vernetzte Menschen (Mensch als Audiovisuelles Terminal)

    Globale Kommunikation (Satellitensteuerung, Internet)

    Bezahlsysteme (Kein Bargeld, sondern via Karte oder Wearables, Smartphones, Chips)

    Essen und Trinken (Der Mensch muss essen und trinken! Alkohol, Süßigkeiten werden immer nachgefragt)

    Transport, Verpackung (Sachwerte müssen eingepackt und von A nach B transportiert werden)

    Wasserversorgung (Trinkwasser-, Abwasserbehandlung)

    Energieversorgung (Stromnetze-Smart Grids, Kohle, Windräder, Solarzellen-mobil, statisch)

    Gesundheitssystem (Medikamente unablässig, Zivilisationskrankheiten werden steigen, da Lebensstil der Entwicklungsländer sich ändern wird)

    Zivi-Krankheiten (Karies, Herz/Gefäße, Diabetis, Bluthochdruck, Adipositas, Gicht, psychatrische Erkrankungen)

    -Brainstorm Ende-

    Wenn die Welt sich dahingehend entwickelt, sollte ich doch die nächsten 20-30 Jahre in solche Branchen investieren, oder?

  25. Markus

    @Felix

    Hattest Du einen mehr oder weniger konkreten Plan / Zielrendite (Bandbreite) etc. bei der Vermögensbildung?

    Ein wenig bist Du außergewöhnlich, da es die Mehrheit über Unternehmertum/Selbstständigkeit mit dem Wohlstand schafft.
    Bei einer Befragung von 472 Millionären in Deutschland, gaben nur 2,4 % als Grund für den Wohlstand Aktien an.
    Man könnte meinen, in Amerika mit der deutlich ausgeprägteren Aktienkultur wäre es anders. Bei einer Befragung von 733 Millionären war es immerhin ca. 12 %, die Aktien als Ursache für den Wohlstand nannten.

  26. willihope

    @Black Cat

    Ja ich weiss, August und September sind die schlechten Monate, ich fange ja gerade erst an mit dem kaufen, wird es schlechter (hoffentlich) dann kaufe ich natürlich nach! Ich dachte mir die 10k teile ich auf 5 Investitionen auf, 2 in jedem schlechten Monat und 1 x für den „Crash“ falls er doch mal kommen sollte. 🙂
    Den Hunni kenn ich auch nur von einem Deutschen den ich in der Karibik getroffen habe, ich nenne Geldwerte immer beim Namen.

    @MS

    Du musst nicht eingeschnappt sein! Hast den Smily nicht gesehen? Ich kenn das schon aber im Italienischen und nicht im Deutschen.

    Wenn es allerdings um Zahlen geht bin ich schon für genaue Angaben. Im 1000er System ist k,M usw definiert. Milli gibt es auch aber Mille gibt es nicht.

    Wenn man Latein mit Deutsch mischt dann können wir auch gleich die US Billion munter reinmischen. Kennt sich dann noch wer aus, ich nicht.

    Nix für ungut.

  27. StefanStefan

    Hab mich auch immer gewundert wenn Markus hier von Mille sprach und die Mio gemeint hat.

    Schon in meiner Kindheit hat mein Vater von „Mille“ gesprochen wenn er Tausend(er) meinte…

    Die Million ist natürlich die „Mio“…

     

    @ Felix:

    Glückwunsch! Alles richtig gemacht würde ich sagen!

    Es ist schon sehr beachtlich, dass du es geschafft hast langfristig die Hälfte deines Gehaltes zu sparen. Und dann auch noch richtig anzulegen. 2.000 € im Monat an Dividenden…da können Millionen (Mio 🙂 ) Rentner nur von träumen.

     

    Als Megatrend sehe ich auch das bargeldlose Bezahlen. Obwohl mir bei dem Gedanken schlecht wird. Wir werden zu 100% kontrollierbar sein. Aber scheinbar laufen die Vorbereitungen dazu in der EU schon auf Hochtouren. Die Kinder werden sogar schon daran gewöhnt. In der Schule kann in der Mensa nur mit E-Geld (Karte) bezahlt werden. Ich hoffe, dass sich die Deutschen massiv dagegen wehren werden wenn es wirklich abgeschafft werden soll.

     

    Die Cloud wird natürlich auch ein Megatrend. Auch eher besorgniserregend. Die NSA freut sich wie Bolle wenn sämtliche deutschen Unternehmen total transparent sind. Die könnten bei Bedarf ALLES lahmlegen. Die könnten uns zurück in die Steinzeit katapultieren und bräuchten dafür nicht mal Bomben zu werfen…

  28. willihope

    @Sebastian

    Ich würde da vieles raus nehmen, die Zukunft kann keiner vorhersehen, du bist viel zu viel in Technik und Modethemen interessiert. Die nächste Google oder Microsoft zu erwischen ist sehr schwer und dutzende Aktien werden vom Markt verschwinden.

    Mach erstmal nur in sicheren Werten und mische später riskante Wetten dazu. Mit sicher meine ich die Dinosaurier in USA!

     

  29. Markus

    Taschengeld-Diskussionen bei der Vermögensbildung???

    Der Fokus ist verdammt wichtig!

  30. Sebastian

    @willihope

    Das ist ja gerade der springende Punkt beim „Intelligenten Investieren“. Unabhängig der Basics (Essen, Trinken etc.) muss oder sollte ich mich ja ein wenig der Zeit anpassen und versuchen den Tonus zu hören. Unsere Zeit heute ist ja numal durch die rasande Entwicklung der Informationstechnologie (z.B. Internet) geprägt. Und somit ist unsere Welt nunmal technisiert. Zu Grahams Zeiten sah das anders aus, wenn gleich ein solides Fundament an „Dinosauriern“ ja nicht schadet. Worauf ich eigentlich hinaus will, ist die geschickte Auswahl eines Unternehmens, das diese technisierte Welt effektiv nutzt. Tom Gayner hat in einem Interview  mal auf diesen Punkt hingewiesen bzw. seinen Standpunkt dazu am Beispiel Walmart erläutert.

    Kurzum: Zwar kann man mit dem Verkauf von Schaufeln beim Goldrausch auch Gewinn machen. Aber was nützten ein Haufen Schaufeln, wenn der Goldgräber zu blöd ist damit richtig oder effektiv umzugehen. ;o)

  31. willihope

    @Sebastian

    Na dann viel Glück! Ich hoffe du hältst uns auf dem Laufendem wenn du in Batterien und Brennstoffzellen investierst.

    Ich habe mir auch selber wieder nicht geglaubt und gerade vor kurzem mit Ceramic Fuel Cell wieder mal einen Totalverlust realisiert, das ist so in Märkten die ohne Steuergelder unrentabel sind. Da hilft auch Marktführer und kurz vorm Durchbruch nichts. 🙁

    Ich sollte doch öfter auf mich hören! 🙂

  32. Marco

    Alexander:

    Ich dachte immer B&H ist langweilig, von wegen, dauernd ist irgendwas.

    Definitiv nicht!

    Allein die Meinungsverschiedenheiten:

    Couponschneider:

    K+S habe ich auch im Portfolio und ich habe die Umfrage unter Aktionären von K+S auch sorgsam ausgefüllt. Ich verneine eine Übernahme zu 41 € und selbst höheren Preisen. 41 € ist einfach unverschämt niedrig.

    Ich bin dafür, dass die Übernahme erfolgreich verläuft, da ich mich dann mit Potash eindecken wollte. K+S-Aktionär bin ich nämlich nicht, dann aber indirekt schon. Im Moment ist das eine der Situationen die ich mir näher anschaue.

  33. Schwarzer KaterSchwarzer Kater

    @willihope

    Du wolltest das doch mit den Einzelwerten bleiben lassen. Der wahre Indexer, weiss doch, dass er nichts weiss:-)

    Das mit der Zinswende – also dem Ausbleiben – sieht doch immer besser aus. Die Inflationsdaten sind zu schwach, die jüngsten Arbeitsmarktdaten sind auch noch nicht da wo sie hinsollen. Jede Menge Gründe für Mrs. Yellen die Zinsen für Ihre Arbeitgeber die Eigentümer der FED auf Dauer niedrig zu halten.

  34. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    Apropos Transport-Invest,

    nach den Zahlen wirft man heute TGH auf den Markt. „Textainer“ ist der größte Containeranbieter für die Linien wie Maersk. Die haben eine gute Auslastung von 97% gemeldet. Insgesamt finde ich die Zahlen beruhigend. Dividenden ok. Ich habe ein paar symbolische Stücke für 19.70 USD gekauft (auf Margin, da mir die USD für EUR Cash derzeit zu teuer sind. Warte auf besseren Kurs zum Tausch), nach dem Motto; „Take when the Market gives“. Sorry @Valueria, dass ich doch keine TAL genommen habe.

    Ich habe ja ein Herz für traditionelle Firmen. Da hat sich ein Watchlist-Preisalarm bei „Gerdau“ auch noch bemerkbar gemacht. Kann sich jemand eine Welt ohne Stahl vorstellen? Der Markt scheinbar schon. Gerdau ist ein altes Unternehmen in Brasilien, und in den Americas gut vertreten. Wird schlecht beurteilt, weil man denkt, die Welt braucht weder Rohstoffe noch Stahl (siehe Vale, usw.).

    Das will ich sehen. Natürlich nur mit kleinem Geld eingestiegen. Je nach Entwicklung bin ich bereit zu kassieren, oder auch laufen zu lassen. Bei TGH würde ich auch nochmal nachlegen.

    Soll natürlich nur der Information dienen, ist keine Handlungsempfehlung! Logisch.

    Beste Grüße

    MS

  35. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    Tja, das war nix mit der Textainer. So kann es gehen, wenn man zu gierig ist. Mal sehen wie weit das noch geht. Krass, die reißt die 18 wohl auch noch. Nun gut, ein Bierchen und abschalten…

    MS

     

  36. willihope

    @Black Cat

    Ja ich weiss aber es ist diese verfluchte Gier! Die hat mir schon einmal meine Existenz gekostet und trotzdem kann ich nicht wiederstehen. Allerdings setzte ich „Gott sei Dank“ nur einige hundert Euro bei solchen Pennyzocks und das lässt sich dann verschmerzen. Ab und an geht ja auch mal einer auf und +1.700% innerhalb weniger Monate macht auch wieder sehr viel Freude. 🙂

    Ich bin quasi ein abschreckendes Beispiel für alle B&H hier aber ohne Nervenkitzel kann ich einfach nicht leben! 🙂 Dafür habe ich ein eigenes Zockerdepot und da schiesse ich auch nicht nach! (Vorerst :-))

     

    @MS

    Maersk hat nicht nur Transport, die machen auch in Öl und Hafen. Und wenn man dann noch TTIP bedenkt….. dann heisst man Anton Kreil. 🙂

    Aber erzähl mir mal wie das mit der Margin auf USD geht solange du noch Cash im Depot hast! Ich nehme an du machst das auf deinem Lynx Depot? Kann man das bei der Order eingeben?

    Vielleicht kaufe ich ja doch wieder mal einen Einzeltitel wenn er danach schreit. 🙂 Die griechischen Banken, da jucken mir die Finger aber dann denke ich wieder an meine Zeit mit der Deutschen zurück und bin schon geheilt!

    🙂

  37. Sebastian

    Zum Thema Schaufeln richtig benutzen. ;o) Eine Überlegung meinerseits wäre Siemens. Nun, warum? Siemens arbeitet an Smart-Grids bzw. der Steuerung/Verwaltung solcher Netzwerke, die auf jeden Fall Potential besitzen. Ich denke schon, dass die Energieversorgung irgendwie zu einem guten Teil aus dezentralisierten Systemen bestehen wird. Bzgl. 3D-Druck: Siemens verwendet die Maschinen von SLM Solutions (metallbasierter 3D-Druck) und experimentiert dort schon sehr lange. Heißt es werden Erfahrungen gesammelt, die einem irgendwann von Vorteil sein könnten.

    @willihope

    Pennyzocks, Margin-Geschäfte…klingt ja nicht gerade nach investieren. :oP Und ja Maersk ist sicherlich ein solches Unternehmen was Transport angeht. Bzw. Containershiperei wird es immer geben, solange internkontinentaler Handel betrieben wird. Ich dachte bei dem Transport an Unternehmen, die sich z.B. das autonome Fahren zu Nutze machen und vielleicht den Einkauf gleich zu Dir nach Hause liefern. Robotik sorgt dafür, dass die Sachen in deinem Vorratslager sortiert und abgelegt werden. Kein SciFi – so läufts heute in den Warenhäusern. Irgendwann fallen die Produktionskosten für solche Robotiksysteme und sie werden im Privathaushalt zum Einsatz kommen. Bestes Beispiel sind autonome Rasenmäher oder Staubsauger. ;o)

  38. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @willihope,

    die Währungen werden einzeln als Posten geführt.

    Wenn ich jetzt 3000 EUR als Cash habe, aber vielleicht nur 500 USD, und ich will für 3000 USD was kaufen, dann kann ich zum aktuellen Kurs die EUR tauschen, oder eben auf Kredit kaufen. Ich habe jetzt auf Kredit (2,63% p.a. Marginkosten) gekauft.

    Dann bleibt mein EUR Posten stehen mit 3000 im Plus, aber der USD Posten mit -2500 USD.

    Wenn ich z.B. noch gar keine JPY Position habe, weil nie getauscht, und etwas in Tokyo in JPY kaufe, dann entsteht eine Minusposition in JPY. Die muss man halt irgendwann glattziehen, oder immer Zinsen zahlen.

    Da die Käufe mehr Dividende als Marginkosten bringen, rentiert es sich von dem Gesichtspunkt her.

    Wenn ich 3000 USD gekauft hätte, dann würden die bei Kurs 1,087 aktuell 2780 EUR kosten. Ich hoffe aber, dass der Kurs etwas günstiger wird, und werde ab 1,105 oder so tauschen. Dann kosten mich die USD nur noch 2715 EUR. 65 EUR gespart, das macht auch was aus. Kleinvieh macht auch Mist, man muss sehen wo man bleibt. Genauso gut kann der Dollar noch teurer werden. Dann horte ich erstmal die EUR solange.

    Schönen Tag noch

    MS

     

  39. Schwarzer KaterSchwarzer Kater

    @willihope

    Getreu dem Motto „Wie werde ich als Trader sehr schnell Millionär? In dem ich vorher 2 Millionen hatte“:-)

    Solche Erfahrungen gehören dazu, aber aus der Distanz kann ich nur raten, Dir etwas zu überlegen, was Du machst, wenn mal wieder die gierigen Gäule mit Dir durchgehen. Heute geht das mit dem (ver)zocken so schnell und einfach. Rund um die Uhr und ganz günstig. Sperr die Zugangsdaten weg, gehe eine Runde um den Block bevor Du in die Tasten haust etc.

    Am Ende sitzen wir alle auf einer Parkbank und denken uns dann „dieser Tim, der hat schon Recht gehabt mit seinem langweiligen Buy and Hold Gedöns“…

    P.S.: Oh ja, es gibt immer wieder Situationen, wo es in den Fingern juckt. Goldminen sehen günstig aus, überhaupt Rohstoffwerte, auch Öl wird nicht ewig so billig bleiben (oder doch?) usw.

  40. willihope

    @Sebastian

    Über die Stufe Investor bin ich schon hinaus! 🙂

    Für einen INVESTOR schaust du zuviel SF! Willst du B&H oder eher Grahams Stummel rauchen? Oder doch vielleicht doch eher Zocken? Mit Warenhäuser hatte ich schon beruflich zu tun, da ist ein kleiner Computer, ein Sensor und jede Menge Marker, thats all! Kennst du den eine Firma die mit Rasenmäher Milliarden verdient? man Bruggraben!

    @MS

    Das muss ich mal versuchen, bisher habe ich bei Lynx nur in Euro und Cash bezahlt. Hätte aber US-Titel bei denen jucken mich die Finger, zumindest die welche ich mir noch nicht verbrannt habe! 🙂

    @Black cat

    Ich habe meine Lektion schon gelernt das kannts mir glauben! Die paar Euros die ich jetzt zocke kann ich mir leisten und sehe ich auch etwas als Kasino an, vielleicht mit leichtem Vorteil für mich wenn es das an der Börse geben kann. 🙂 Das verhindert hoffentlich auch das ich nochmal voll Investiert bin und alles verliere.

    Gold ist ein Angstinvest, danach sieht es derzeit nicht aus. Gold braucht niemand, sie graben es in Afrika aus um es in NY wieder unter die Erde zu stecken. Ich folge da mehr Goldman, die gehen von tieferen Preisen aus und derjeniger der den Preis macht wird es wohl wissen. 🙂

    BHP eher, die verdienen auch jetzt noch Kohle und können in Australien das Erz extrem günstig fördern. Ich glaub nach der Marktbereinigung werde ich wieder Einzeltitel ins Auge fassen, noch zappelt aber der Mittbewerb. Erst wenn es die Übernahmen gibt steigt der Phönix aus der Asche.

    Wie gesagt, richtig gute Werte finde ich momentan nicht also bleibt nur der Index, später wird man sehen.

    Was kaufst du den jetzt so? Bist du eher B&H, DGI, rebound oder News? Oder alles gemeinsam? 🙂

     

     

  41. Sebastian

    @willihope

    Zwischen Schwarz und Weiß gibt es noch Abstufungen, man nennt sie Grautöne. Die Optimisten mischen sie mit ihrer Farbpalette. ;o)

    Milliarden mit Rasemäher? Nicht, dass ich wüssste – aber Milliarden mit den Schrauben, die ich zum zusammen bauen brauche. ;o)

    Allg. Frage: Wieviele Möchtegerntrader denken eigentlich sie können die Erfolge erreichen, die die Prominenz der Trader erreicht haben? Ich denke es ist, wie mit den Nacheiferern von Buffett & co oder sonst welchen Berümtheiten. Keine von uns wird das je schaffen, da wir Normalos entweder noch n anderen Job bzw. Familie haben bzw. jeden Tag Blogs lesen/kommentieren oder Informationen aus dem Internet abrufen – unsere Zeit lässt es gar nicht zu. Für nen Spaß und Adrenalinkick zwischendurch reichts ja alle male. ;o)

  42. Schwarzer KaterSchwarzer Kater

    @willihope

    Das glaube ich Dir gerne. Ich habe meine Lektionen auch gelernt und lerne immer noch dazu. Ganz zerbröselt, hat es mich zwar bisher noch nicht, aber das ein oder andere ging schon mächtig schief. Aber wofür gibt es denn Verlusttöpfe, oder?

    Mittlerweile bin ich fast nur noch über Indizes unterwegs. Ten-Bagger werde ich im Gegensatz zu anderen hier nicht finden und schon gar nicht in der aktuellen Marktphase. Grundsätzlich weiss ich, dass ich nichts weiss.

    Ich habe zwar einen regelmäßig Investitionsrythmus, aber kräftig kaufen, werde ich nur an Armaggedon-Tagen. Die sind uns Dank der Notenbank-Manipulation vorerst nicht vergönnt. Von daher im Augenblick slow & steady. Bissl Cash ansammeln, regelmäßig kaufen mit gesunder Skepsis. Wir werden in den nächsten Jahren deutlich tieferstehen als heute, da kann ich kein vollinvestierter B&Her sein. Prio hat Kapitalerhalt.

    Ach so, und ich bin so ein fieser Anleihentyp. Schon immer gewesen. Solange der Schuldner nicht insolvent wird (ist mir bisher selbst im Junkbereich nie passiert), ist das eine recht planungssichere Anlageform. Man weiss, wann es Zinsen gibt & wann das ganze fällig wird.

  43. ValueriaValueria

    @Matthias, lieben Gruß aus dem Urlaub. TAL schmiert ab, ich kaufe auch später Mal nach. Es ist schön weit Weg von Börse und Depots zu sein 😉 Hier ist das grösste Problem, dass die Russen hier fehlen…. Das macht alle traurig und sauer.

  44. willihope

    @Black cat

    Klingt nach entspanntem investieren! 🙂 Mein Nachbar der ist auch in Anleihen, seit 3 Jahren, komplett! Da darf ich ihn immer ein wenig necken, es tut ihm aber nicht weh, der ist Bankdirektor, sein Gehalt ist huuuuiii! 🙂

    Ja wir wissen eben nicht wann die Welt wieder einstürzen wird, also bleibt nichts über als zu investieren. Ich versuche nur nicht am Allzeithoch zu kaufen und time etwas nach Saison. Mal schaun ob die Zukunft so wird wie die Vergangenheit war. 🙂

    Viel Erfolg noch!

     

  45. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Schwarzer Kater

    Klar, wünschen wir Börsianer uns steigende Gewinne. Darum geht es im Kern. Aber Buffett würde einen Familienkonzern, den er mehrheitlich besitzt, nicht wegen stagnierender Gewinne abgeben. Er behält das Ding trotzdem.

    @ Jens

    Das stimmt. Den Zinseszins kann das menschliche Gehirn kaum prognostizieren.

    Buffett hat den Zinseszins früh in seiner Karriere erkannt. Und verstanden. Er hat den Effekt in seine Strategie eingebaut. Für seinen Professor Ben Graham spielte der Zinseszins dagegen keine große Rolle, wenn ich das richtig verstanden habe.

    Buffett ist geizig. Er dreht jeden Cent zwei Mal um. Er zahlt sich selbst nur 100.000 Dollar Grundgehalt. Er achtet auf die kleinsten Ausgaben im Konzern. Steuern meidet er, wo es geht. Kursgewinne realisiert er ungern, so kann er Steuern sparen. Gewinneraktien lässt der Börsenaltmeister einfach laufen. Warum? Jeden Dollar, den er spart, kann er mit dem Zinseszins-Hebel investieren.

    Zocker, die Geld verlieren, haben weniger zum Investieren. Somit fehlt der Grundbaustein, um den Zinseszins wirken zu lassen. Ich muss mich selbst immer wieder daran erinnern: Beim Risiko müssen wir Anleger vorsichtig sein. Wenn der Einsatz weg ist, ist er weg. Das kann in einigen Dekaden zerstörischer wirken, als wir denken. Die meisten Anleger verstehen diese Zusammenhänge nicht.

  46. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Valueria,

    schönen Urlaub, und lass Dich nicht erschrecken vom wütenden Mr.Market. Ist nur (Buch-)Geld. Ich hatte heute auch schon wieder den Finger am Abzug. Aber dann doch wieder losgelassen. Man muss erst sehen, wo das zum Stillstand kommt. Die Zahlen sind nicht so übel wie die Reaktion vermuten lässt.

    Du bist sicher in Bulgarien, da hat man andere Sorgen, denke ich mir. Da wird man wieder geerdet.

    Gute Zeit und gute Laune,

    MS

  47. Sebastian

    Jaja die liebe Zeit. Eigentlich das mächtigste, was es gibt…da fällt mir folgendes ein bzw. frage ich mich, wie groß der „impact“ wohl sein wird, wenn Leute wie Soros oder Buffett das zeitliche segnen werden. Werden gleiche Kaliber folgen, die Staaten zu Fall bringen oder den Markt jahrelang schlagen?

    Gab es schonmal ähnliches in der Vergangenheit?

  48. Tobias

    @ Sebastian Siemens würde ich meiden wie der Teufel das Weihwasser. Der Konzern hat in meinem Bekanntenkreis den Ruf ausgesprochen ineffizient zu sein. Das geht soweit, dass die Mitarbeiter von Siemens – falls sie mal entlassen werden – keinen Job mehr bekommen, weil sie das Arbeiten verlernt haben. Anscheinend kommen dort auf einen Workaholic 10 Mitarbeiter ohne Elan. Nur meine Erfahrung also nichts für ungut.

  49. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    Wollte hier jemand schon immer mal in die Fußstapfen von Coca Cola treten, und sich paar Stücke Keurig Green Mountain Coffee (KO hat eine 16% Beteiligung) zulegen? Die gibt es gerade im Sonderangebot mit ca. 27% Discount after hours: GMCR macht heute das Schlusslicht mit der roten Laterne. Zahlen werden ungnädig aufgenommen. Der Umsatzrückgang von 27% wird 1:1 im Kurs umgesetzt. So viel zu Wachstum. 😉

    Durch die magere Dividende bleibe ich von solchen Value-Traps verschont, wenigstens das.

    @Valueria, TAL hat nachbörslich alles wieder gut gemacht. Muss aber nix für morgen bedeuten, da der Kurs mit nur 1.900 Stücken (künstlich) hoch gehievt wurde. Aber für eine gute Nacht! 😉
    TAL: 18.40 -2.15 (-10.46%)
    After Hours: 20.55 +2.15 (11.68%)

    MS

  50. Fernandez

    Hallo Tim,

    ich lese nun schon lange passiv hier mit und freue mich auf jeden neuen Artikel von Dir. Erst seit 2008 beschäftige ich mich  intensiv mit Aktien, vorher besaß ich welche, ohne zu verstehen, worum es hierbei eigentlich geht. Zu verdanken habe ich dies (die Aktien) meinem Vater (ehem. Bankangestellter) und meiner Schwester, die sich schon in jugendlichem Alter für Aktien interessierte. Inzwischen bin ich soweit, dass ich ziemlich genau abschätzen kann, wann ich meine persönliche finanzielle Freiheit erreicht habe. Wie gesagt, habe ich seit 2008 regelmäßig in dividendenstarke Aktien investiert und habe auch dank meines Vaters solide deutsche und amerikanische Unternehmen im Depot, die mir nun schon ein beträchtliches Dividendeneinkommen generieren. Ich selbst habe keine Kinder und möchte nur sagen, wie sehr ich mich darüber freue, dass mir meine Familie ermöglicht hat, meinen äußerst anstrengenden Beruf, den ich sehr liebe, in Teilzeit ausüben zu können. Darüber hinaus muss ich mir auch keine Sorge um meine Rente machen. Dafür bin ich sehr dankbar und ich werde, wenn denn mein Plan aufgeht, auch an andere etwas weitergeben können.

    Elke

     

     

  51. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Fernandez

    Glückwunsch! Das klingt nach einer vernünftigen Sparquote. Wer kann schon Teilzeit arbeiten und braucht sich keine Sorgen um den Ruhestand zu machen? Wenige schaffen das. Du hast es geschafft. Sehr vernünftig. Das macht bestimmt das Leben einfacher, wenn man solche Freiheiten hat.

  52. Pingback: Aus anderen Finanzblogs – KW 32/2015 u.a. mit Fuchs Petrolub, Deutsche Telekom, K+S, Paion, Apple, GE, Comcast, Biogen, Celgene, KCAP Financial, Gold | Kapitalmarktexperten.de

  53. Patently Absurd

    Hallo Tim,

    als langfristig denkender K+S-Aktionär wirst du heute mit Freuden über die abgeblasene Fusion lesen. -24 % Kursverlust (Börse Frankfurt, heute morgen) lädt zum Nachkaufen ein.

     

  54. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Patently Absurd,

    tja, der Markt zeigt, was die Bude wirklich wert ist ohne Übernahmefantasie.

    Ich habe auch ein paar K+S. Das Angebot kam, als ich gerade im Urlaub in Kroatien war. Ich saß auf der Terrasse beim Frühstück und wollte sofort über 40 Euro verkaufen. Bevor ich die Order aufgeben konnte sackte der Kurs nach jeder Limitänderung gleich wieder tiefer. Dann dachte ich, da warte ich halt auf die Übernahme. Die Aktie habe ich schon jahrelang bereut, und die Gelegenheit kam mir wie gerufen. Die letzte Zeit wurde ich immer skeptischer, da der Kurs so deutlich unter die 41 zurück fiel. Das konnte nichts mehr werden. Jetzt sitzt man wieder auf so einem Verreckling. Ich hatte so gehofft, dass es klappt mit der Übernahme.

    Schönen Tag

    MS

  55. Vali

    Ach, Matthias, mit dem „Verreckling“ musste ich lachen… 😉

    Ich habe auch solche „Verrecklinge“, aber wenigstens zahlen sie hohe Dividenden bis sie sich von allein auffressen, wie Armour Res. Reit, aber ich halte sie, weil ich eben neugierig bin, ob und wann sie sich in Dividende auflöst;-)

    Demnächst wird K+S wieder aufgekauft… Vielleicht will sie Buffett haben, er schnüffelt sowieso hier in Germany herum, nachdem er meine MüRück verkauft 😉

  56. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Anna,

    nach einer Doku bei arte oder wo anders habe ich nur noch eine negative Einstellung zu K+S. Da ging es darum, wie die ostdeutschen Kali-Unternehmen mithilfe der „Treuhand“ aus dem Weg geräumt wurden. Es ist nur zum Ko***en.

    Kali in Thüringen: Die Chronik eines Skandals

    Ich wäre sie lieber heute als morgen los. Aber leider konnte das Geschenk der Götter nicht genutzt werden. Die haben ja auch gerade ihre Entsorgungssauerei am Hals. Mal sehen was da noch kommt. Wahrscheinlich haben die Kanadier auch deswegen den Rückzieher gemacht. Die wollen sich nicht auch noch die Sauereien von K+S aufladen.

    MS

    @Vali,

    na mal sehen, die Hoffnung stirbt ja zuletzt! 😉

  57. Patently Absurd

    Als Verreckling würde ich K+S nicht bezeichnen. Über die letzten 20 Jahre hat sich das Unternehmen doch ganz gut entwickelt. Oder hast du 2008 beim Höchststand gekauft?

    K+S ist ein Zykliker und auf dem Rohstoffmarkt unterwegs. Da kann man keinen Chart erwarten, der an die topographische Karte von Delaware erinnert…

  58. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Patently Absurd,

    mein Kurs ist so um 35 Euro (2010, glaub ich). selbst wer nach dem Absturz 2008 von 90 auf 30 zugegriffen hatte, sitzt jetzt auf einem Minus nach 7 Jahren.

    Was soll’s.

    MS

  59. Stefan

    @MS

    Daran sieht man mal wieder, dass Du keine Ahnung von Geldanlage hast.

    Wenn, dann kauft man K+S an Tagen wie heute.

    Wo war denn das „Value“ bei 35 Euro?

  60. Patently Absurd

    @Matthias Schneider:

    Jetzt zu verkaufen, macht jedenfalls keinen Sinn. Vielleicht tröstet dich die  Dividende.

    Was hast du dir denn vorgestellt, als du 2010 die Aktie gekauft hast? Welchen fairen Wert hast du dir damals errechnet bzw. was war das Kaufkriterium?

    Ich komme jetzt bei einem KGV (10 Jahre) von 15 auf einen fairen Wert von ca. 33 EUR. Bei zyklischen Unternehmen sollte man aus meiner Sicht entweder langfristige KGV als Orientierungshilfe nehmen, d.h. möglichst über einen Konjunkturzyklus bzw. Branchenzyklus hinweg, oder direkt das korrigierte KBV.

    Mein Einstandswert liegt bei ca. 25 EUR, so dass ich eine Sicherheitsmarge von etwa 26 % habe. Dabei habe ich ein gutes Gefühl. Es gibt ja auch einige Chancen: Legacy Project, vielleicht wieder Kali-Kartell, neue Fusionspläne.

    Der Rücksetzer jetzt ist eine Chance, wieder günstiger einzusteigen, denn fundamental hat sich nicht geändert.

  61. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Stefan,

    Danke gleichfalls.

    @Patently Absurd,

    kann ich Dir heute nicht mehr sagen. Wahrscheinlich in einem Anfall von blödem „Home Bias“ gekauft, weil ich dachte, man sollte auch paar deutsche Aktien haben, und in dem Sektor hat man da nicht viel Auswahl.

    Die anderen Werte sind ja alle schön im Plus; Daimler (25 Einstand), Telekom (Einstand unter 7 durch die „steuerfreie Dividende“), Post (Einstand um die 9), Deutsche Beteiligungs AG (Einstand 12), Prosieben (Einstand 11). Einige wie MBB u.a. sind wieder raus.

    Wahrscheinlich werde eh alles umschichten in Quartalszahler, mal sehen.

    edit: Ach Schreck, die anderen Verrecklinge wie E.ON (16,148 EUR) und Metro Vz (26,616 EUR) schon ganz ausgeblendet, die habe ich ja auch noch. Huhh. 😉

    edit: Ha! Habe gerade mal nachgeschaut. Habe ja bloß 29 Einstand. Irgendwann wohl paar nachgekauft.

    K+S AG NA O.N.
    DE000KSAG888
    29,015 EUR

    MS

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